Podcast-Studio mit Mischpult, Mikrofonen und verstreutem Kink-Zubehör in gemütlichem Raum mit Gartenblick
Live
Live · 05.07.20 · 119min · 6.347 Downloads · 279

Unvernunft LIVE v. 02.07. - Neu, Autismus und Filmliebe

Zu hartes Kino

266
Das Transcript wurde automatisch erzeugt und kann Fehler enthalten.

Intro

Begrüßung

Sebastian Guten Abend, es ist Donnerstag, der 2. Juli und was sind wir hier genau bei der Unvernunft Live, wie immer. Ja, es ist viel passiert bei mir, das Podcast, so wie ihr es jetzt auch gerade genießt, ihr könnt ihr mal winken, aber pünktlich. Ja, ich habe hier total viel auf meinem Zettel stehen, so an Organisationskram, was hier alles passiert ist, in welchen anderen Podcasts ihr mich demnächst woanders hören könnt und sowas. Ich verrate einfach nochmal ganz kurz den Modus für alle, die neu dabei sind. Erstmal an euch herzlich willkommen, auch herzlich willkommen in dem lieben Chat. Schön, dass ihr da seid. Und ja, also ich habe jetzt einen Gast, mit dem werde ich ein bisschen sprechen, solange wie es halt dauert. Wir nehmen uns ja Zeit. Und danach mache ich hier wieder das Telefon auf und dann kann jemand anrufen und dann gucken wir mal, worüber wir so sprechen. Da freue ich mich eh immer drauf, weil es ist ja immer so ein Nervenkitzel. A, wer kommt durch, wenn denn jemand anruft und B, worum geht es überhaupt? Und das sind manchmal super spannende Gespräche, die echt in eine Richtung gehen, auf die ich selber gar nicht gekommen wäre. Wer da jetzt mit sich hadert, probiert es einfach. Ich beiße nicht. So, ich kriege gerade gesagt, mein Mikrofon würde manchmal leicht übersteuern. Das kann eigentlich gar nicht sein, aber ich drehe mich mal ein bisschen leiser.

Stefan

Ja, dann werde ich doch jetzt mal den allerersten Gast mal begrüßen. Ich begrüße Stefan, hallo.
Stefan Ja, schönen guten Abend. Genau,
Sebastian So, ich habe schon ein paar Metadaten von dir aus dem Rheinland und 47 bist du.
Stefan wenn ich mich nicht verrechnet habe.
Sebastian Das ist mir schon mal ein ganzes Jahr lang passiert. Ich war zwei Jahre lang 35.
Stefan ich muss jedes Mal rechnen. Also von daher, ja.
Sebastian ist ja fürchterlich. So, wir haben gestern zusammen gesprochen, beziehungsweise wir hatten bei Twitter so ein bisschen gemailt und dann habe ich aber nur noch gefragt, willst du mit mir aufnehmen, weil das fand ich super spannend. Du bist noch gar nicht so lange dabei, ne, also mit BDSM.
Stefan Nee, so ganz aktiv bin ich noch gar nicht so lange dabei. Sprich seit März, seitdem wegen Corona alles zu war, bin ich jetzt dabei. Ja, das hängt damit zusammen, dass meine Partnerin und ich ja jetzt zu Hause hocken im Moment. Von daher hat sich das ganz gut angeboten.
Sebastian Okay, also Corona sei Dank.
Stefan Genau.
Sebastian ja auch ein komischer Ausdruck.
Stefan Ja, aber es ist wirklich so. Das war, wo bei allen anderen alles zusammengebrochen ist, fing das dann bei uns sozusagen an.
Sebastian Okay, jetzt ist die große Frage. Wie bist du denn, ich meine, wenn das jetzt seit März losging, heißt das, du hast einige Jahre ohne BDSM, bist du ausgekommen? Wie kommst du denn erstmal auf die Idee überhaupt, dass es das gibt, dass das für dich interessant sein kann? Dann
Stefan wie bin ich darauf gekommen? Ja, das war eigentlich so eine Geschichte. Ich wurde vor zwei Jahren, also vor anderthalb Jahren ungefähr, November 2018 zum CCC-Kongress eingeladen. Ja, schönen Gruß an Paula in dem Sinne auch. Die hat mich eingeladen bzw. gezwungen, doch bitte zum Kongress zu fahren zwischen Weihnachten und Neujahr. Ja, und da der
Sebastian müssen wir ganz kurz erklären, wer den nicht kennt, den Kongress.
Stefan große Jahreskongress des Chaos Computer Clubs. Also das ist praktisch die Hacker-Vereinigung in Deutschland. Und die richten jedes Jahr zwischen Weihnachten und Neujahr einen großen Kongress aus. Die letzten zwei Jahre in Leipzig auf dem Messegelände, davor in Hamburg und Berlin.
Sebastian Und da gibt es eben nicht nur Nerds, sondern auch Kinky-Nerds und zwar ganz viele.
Stefan und genau, da gibt es auch Kinky-Nerds. Ja, reichlich. Ganz, ganz, ganz viele. Und unter anderem gibt es da die Kinky-Geeks. Die haben also jedes Jahr auf dem Kongress so eine Art Zelt und da stehen dann eben auch draußen halt Sprüche dran, die halt so ein bisschen darauf hinweisen. Ja, und wie gesagt, jemand lud mich ein und ja, dann habe ich halt so gedacht, okay, komm, fährst du mal hin, egal. Ja, dann bin ich da hingefahren und dann bin ich anschließend zwei Kongresse, also 2018, 2019 und das Camp im Sommer in der Nähe von Berlin um dieses Zelt drum herum geschlichen und hab mir dann so gedacht, ja, eigentlich müsstest du ja mal und eigentlich könntest du ja mal und das könnte dir zusagen und das ist alles, ja und ja. Dabei ist es dann irgendwie geblieben.
Sebastian Okay, du hast also keinen angesprochen groß und bist da also nicht reingegangen und hast gesagt, hey, erklärt mir alles.
Stefan So ein bisschen. Nee, das war so, Also nee, das habe ich mich nicht getraut, genau.
Sebastian Alles.
Stefan Da habe ich mich nicht reingetraut, obwohl dann mehrere Leute halt auch drumherum waren, die gesagt haben, geh doch einfach da rein, ist alles klar, die beißen nicht, alles ganz toll. Und ich so, nee. Ja gut, aber das hat natürlich dazu geführt, dass ich mir Gedanken gemacht habe. Und ja, da sind dann halt noch mehr Sachen passiert.
Sebastian Was für Gedanken waren denn da? Also ich meine, du wirst angefangen haben viel zu googeln, wie ich vermute.
Stefan Eigentlich gar nicht so viel. Also das war gar nicht, nee, das war gar nicht so dramatisch.
Sebastian okay.
Stefan Das fing eigentlich damit an, dass ich ein paar Leute angesprochen habe, von denen ich wusste, dass die in der Szene zumindest so semiaktiv sind. Also die da so ein bisschen drinstecken und die da ja auch was mit zu tun haben. Und dann habe ich gedacht, ja gut, komm, irgendwen musst du mal ansprechen. Und da erkannte ich halt den einen oder anderen und habe gesagt, okay, jetzt sprichst du mal jemanden an. Und das waren dann so Gespräche, da ist mir dann das erste Mal aufgefallen, wie selbstverständlich diejenigen das genommen haben. Also wie selbstverständlich die hingegangen sind und gesagt haben, ja, wir machen dies und jenes und das ist toll und da und hier und auch was die dann machen und wie. und ich hab nur gedacht so, ja, okay, das muss ich jetzt mal verarbeiten.
Sebastian Ja, das ist schon eine Welt.
Stefan Jaja, genau.
Sebastian Okay, wann war dir denn so klar, das ist was für mich und vielleicht auch, wo sehe ich mich? Man hat ja dann so die Vorstellung, man hat ja Fantasien, überlegt sich, okay, wenn ich da jetzt den Schritt in, ich sag mal, die Szene jetzt, reingehen würde, wie würde ich mich denn da einordnen oder mich erklären? Wann kam das so und vor allem, was waren deine Überlegungen dabei?
Stefan Ja, das hat lange gedauert. Also das hat wirklich auch das ganze Jahr gebraucht. Praktisch. Also das war so, ne, immer wieder mit irgendwem geredet, immer wieder auch geschrieben, auch überlegt und hin und her und dann ist mir irgendwann aufgefallen, okay, könnte sein, dass ich, ja, in irgendeiner Weise auf Schmerzen stehe. Und das war eigentlich das Erste, was kam, also dass ich irgendwie, ja, dass das irgendwie was für mich sein könnte, obwohl ich es vorher eigentlich nie ausprobiert habe oder das auch nicht aktiv irgendwie gemacht habe. Ja, und dann, also ich sag mal, dazwischen, also irgendwann im Verlauf 2019 war das, ging das halt los, dass ich mir überlegt habe, okay, was muss ich denn tun oder müsste ich denn tun, dass ich das auch mal kriege, dass ich das ausprobieren kann. Kann. Und da wurde es dann schwierig.
Sebastian ich lasse jetzt mal zwei Bomben platzen. Die erste ist nämlich, du bist Autist und die zweite ist, du bist verheiratet seit 30 Jahren.
Stefan Ja. Genau. Nee, das stimmt nicht. Seit 23 Jahren.
Sebastian Oh, Entschuldigung, das habe ich falsch, ah, okay, dann habe ich es richtig notiert, aber falsch aufgeschrieben, sehr gut.
Stefan Wir sind seit 30 Jahren zusammen. ja nicht schlimm.
Sebastian Okay, aber im Prinzip seit wie 30 Jahren verheiratet, mal ehrlich.
Stefan Alles gut. Ja.
Sebastian Ehrlich, also, okay.
Stefan Ja, 30 Jahre zusammen. Also wir haben uns kennengelernt. Da waren wir beide noch in der Schule. Deswegen, das ist also schon unheimlich lange her alles. Und haben dann ein paar Jahre später geheiratet. Und das ist also so eine Stino-Ehe, wie du das nennen würdest. Also wirklich so von außen betrachtet völlig spießig und völlig irgendwie normal. So, und ja,
Sebastian Ich sehe jetzt schon so ein bisschen in den Köpfen der Hörer, sehe ich schon so ein bisschen die Fragezeichen, was da alles jetzt kommt. Und jetzt erzählst du einfach mal weiter, wir gehen jetzt nochmal einen Schritt zurück und ja, wie konntest du das auch umsetzen oder ja, was waren da deine Überlegungen?
Stefan das war dann halt, ja, das war dann halt viele Gespräche, viele Überlegungen hin und her und weiß ich nicht. Und ja, unter anderem habe ich dann mit einer sehr guten Freundin halt öfter mal geredet, die eben auch in der Szene aktiv ist. Und ja, sie hat dann immer wieder zu mir gesagt, ja gut, mir bleibt eigentlich nur eins, mit meiner Partnerin drüber zu sprechen. Das ganze Ding mal anzusprechen, mal aufzuklären, mal zu gucken, was kann man denn eigentlich tun? Wie gehen wir da ran oder gibt es da irgendwie eine Möglichkeit? Und da habe ich natürlich ein bisschen Schiss vor gehabt. Das war ein bisschen schwierig, weil ich dachte, okay, wie reagiert sie jetzt, wenn ich sie darauf anspreche? Weil das war eigentlich zwischen uns nie Thema. So gar nicht.
Sebastian das ist immer die ganz große Frage. Man hat dieses große Fragezeichen. Ich meine, nach 30 Jahren zusammen sein, müsste man ja meinen, man kennt sein Gegenüber. Aber wenn solche Sachen dann kommen, dann steht man da und hat keine Ahnung, wie man sein Gegenüber einschätzen soll.
Stefan Genau, das ist der Punkt.
Sebastian Okay.
Stefan Und das war halt so ganz, ganz, ganz schwierig. Da habe ich so gedacht, nee, das, erst habe ich gedacht, okay, nee, das kannst du nicht machen. Das ist irgendwie, ja, und dann ist natürlich, ja, dieser Wunsch danach ist natürlich stärker. Ja, das ist klar. Also das, wenn das einmal da ist, dann wirst du das nicht wieder los. Ich denke mal, das werden viele kennen. Und ja gut, das war halt schwierig. Irgendwann habe ich gedacht, gut, jetzt muss das irgendwie passieren. Das war irgendwann Ende letzten Jahres. dem 2019er Kongress noch, da habe ich irgendwie gedacht, das muss jetzt irgendwie sein und da haben auch ganz viele Leute auf mich eingeredet und mir Mut gemacht und hier und da.
Sebastian Also jeder wusste es, nur deine Frau nicht, habe ich das Gefühl.
Stefan Ja, so in etwa. Weil ich auch erstmal wissen wollte, was will ich überhaupt oder was ist eigentlich für mich?
Sebastian Ja.
Stefan Wie komme ich da selber überhaupt ran? Und dann ja, hin und her überlegt und das dann aus irgendeinem Grunde, ich weiß noch nicht mehr warum, dann doch gelassen. Wir haben dann nicht drüber gesprochen und dann fing die chaotische Herbstzeit an. Da ist bei uns immer totales Chaos angesagt. Kurz vor Weihnachten ist da Chaos am Start. Also ich auf der Arbeit, meine Frau auf der Arbeit und hier zu Hause und alles vorbereiten und machen und tun. Also erstmal keine wirkliche Ruhe oder keine Möglichkeit auch irgendwas zu tun. Dann bin ich halt wieder nach Leipzig gefahren. Diesmal mit ein paar mehr Leuten noch. Ja, und dann ging das, nein, war ich nicht, dann ging das wieder los.
Sebastian Warst du im Zelt?
Stefan Es war so, ja, es hat dann einfach irgendwie wieder, ne, ich hab da geguckt und gemacht und getan und ein bisschen näher gekommen vielleicht, aber nicht rein und das war so, ja, schwierig halt.
Sebastian Jetzt
Stefan So, dann bin ich nach Hause gefahren und hab gedacht, irgendwas musst du jetzt tun, das wird so nichts. So, und dann hat das trotzdem nochmal auch wieder aus Gründen bis Ende Februar, Anfang März, ich weiß gar nicht mehr genau, wann es war.
Sebastian unterbreche ich dich nochmal.
Stefan Hat das gedauert? Ja.
Sebastian Für dich so mental, also wie präsent war dir das im Kopf?
Stefan Ja.
Sebastian Du hast ja einen sehnlichen Wunsch, du willst darüber reden, du willst ausprobieren. Hattest du da schlechte Laune von oder hat deine Partnerin irgendwas gemerkt und gesagt, was ist denn los mit dir?
Stefan nein, schlechte Laune nicht. Das kann ich ganz gut verstecken. Aber mich hat das natürlich unheimlich beschäftigt. Also das war so, teilweise ist es nicht aus dem Gedanken rausgegangen und es hat auch nichts geholfen, mir irgendwas anzugucken oder dann nochmal mit irgendwem zu reden oder irgendwas zu machen. Und das war einfach nicht da. Es war dann halt einfach nur so, dass ich gesagt habe, okay, das muss jetzt irgendwie passieren. Das hat dann danach aber dann nochmal zweieinhalb Monate gedauert.
Sebastian Hast
Stefan Ja, also dann kam das böse C. Und dann kam der Moment, wo eigentlich erstmal alles zu war und überall alles runtergefahren worden ist und wir dann praktisch hier zu Hause gehockt haben. Und noch spannender eigentlich, dass unsere Tochter, die ist mittlerweile auch volljährig, dann ja nicht mehr immer hier ist. Also die hat einen Freund, das heißt, die sind dann abwechselnd bei ihm und bei uns, die beiden. Im Moment sind sie gar nicht da. Und dadurch war es natürlich dann auch schon mal ein bisschen leichter sozusagen, da mal ins Gespräch zu kommen. Ja gut, und dann kam das eines Abends, habe ich dann gesagt, so, jetzt muss das irgendwie sein, sonst gehst du die Wände hoch.
Sebastian du das vorbereitet?
Stefan Ich habe das insofern vorbereitet, dass ich gesagt habe, okay, ich habe, das ist was, was bei uns öfter passiert, dass meine Frau und ich uns, dass wir an verschiedenen Stellen im Haus sitzen und uns schreiben.
Sebastian Das
Stefan Das passiert ab und zu schon mal. Dann habe ich ihr halt geschrieben immer, ich muss mal was mit dir besprechen und lass uns mal irgendwann heute Abend oder so.
Sebastian klingt so nach, um Gottes Willen, wir müssen uns trennen.
Stefan Genau, um Gottes Willen, was ganz schrecklich ist. Und dann, genau,
Sebastian Ich darf nochmal einwerfen, weil ich glaube, das ist ein ganz guter Moment, das zu sagen. Also für dich ist ganz klar, deine Ehe, deine Beziehung ist monogam und das bleibt sie auch. Das ist also auch keine Überlegung gewesen, sich da schon mal mit irgendwem auszuprobieren oder so. Das ist keine Option.
Stefan nicht.
Sebastian Okay, ich
Stefan Nein, überhaupt nicht. Also das war nie eine Option. Das wäre vielleicht später eine Option. Also auch in dem Moment, wo sie vielleicht gesagt hätte, Nee, so ist nicht ihrs. Hätte man drüber reden können, aber ohne darüber zu sprechen, gar nicht. Also keine Chance.
Sebastian lasse dich jetzt. Du hast mit ihr geredet.
Stefan So, genau. So, und dann, ja, haben wir uns dann abends zusammengefunden und haben dann, ne, dann habe ich ihr halt erzählt, was und wie. Und habe ihr dann eben auch davon erzählt, dass ich das, oder wie lange ich das schon mit mir rumtrage. Sie hat mich mit großen Augen angeguckt, klar. Und wir haben uns dann ausgetauscht und haben wirklich die halbe Nacht gequatscht und haben hin und her überlegt und hier und da und was ich völlig, also was, nee, ich habe ihr ein bisschen was von der Vorgeschichte erzählt, also so wie jetzt auch letztendlich, Ich habe dann zu ihr gesagt, also ich würde das gerne ausprobieren, wie das ist, wenn ich, ja, also das ging jetzt noch nicht mal groß um Schlagen oder sowas, sondern einfach nur in irgendeinem Sinne Schmerzen spüren.
Sebastian Was hast du denn zu ihr gesagt? Frau, schlag mich? Kann ja nicht sein.
Stefan So, darum ging es eigentlich erst mal. So, und dann hat sie völlig, also die Reaktion, also ich habe alles vorhergesehen oder ich habe alles irgendwie über alles nachgedacht, aber nicht über das, was dann gekommen ist. Die Reaktion war irgendwie total krass, weil sie dann einfach sagte, ja gut, dann lass uns doch gucken, wenn die beiden jetzt das nächste Mal nicht hier sind, dann probieren wir es einfach aus.
Sebastian hast du nicht vorher gesehen?
Stefan nee, nein, gar nicht. Also das war eine Reaktion, wo ich nicht mit gerechnet hatte.
Sebastian Das ist ja ein Sechser im Lotto.
Stefan Also nicht so einfach, also nicht so spontan und sofort und überhaupt. Ja gut, dann stand ich da mit offenem Mund und habe gedacht, okay, ja, jetzt musst du da durch.
Sebastian Okay, was ging dir dann?
Stefan Also das war wirklich der erste Gedanke so, die macht das wirklich. Also wirklich so, ich habe gedacht, oh, was jetzt? So, das war so der erste Gedanke dabei. Ja gut. Und dann haben wir so ein bisschen hin und her überlegt und haben dann gesagt, okay, dann habe ich auch gefragt, was sie denn machen würde. Mir war es in dem Moment erstmal, ob der Reaktion völlig egal. Ja, also ich habe erstmal nur gedacht, okay, irgendwas wird passieren. Ich weiß nicht was, es ist aber auch eigentlich uninteressant was. Und ja, in dem Moment war es mir einfach egal. Ja gut. Gut. Und dann haben wir uns überlegt, was wir machen wollen und wie wir das machen wollen. Und letztendlich ist es dann bei dieser ersten, naja, ich will jetzt nicht sagen Session, aber so in diesem ersten Moment ist es darauf hinausgelaufen, dass sie einfach mich massiert hat und wirklich richtig übel feste zugegriffen hat. Also ich wusste gar nicht, dass das möglich ist. Und ich im Prinzip so nach ein paar Minuten schon keinen klaren Gedanken mehr fassen konnte. Das war also so das, was als erstes passiert ist. Und ja, genau.
Sebastian Wie viel Abstand war denn zwischen dem Gespräch und deiner speziellen Massage, sage ich mal? Eine Woche, zwei, drei, vier?
Stefan Nee, nee, nee.
Sebastian hier,
Stefan Zwei, drei Tage. Also das kann nicht lange gewesen sein, weil wir... Oh, wie war denn das?
Sebastian reicht schon erstmal.
Stefan Nee, das muss ein über... Also zwei Tage waren das ungefähr. Also zwei Nächte praktisch dazwischen.
Sebastian ich kann aus sehr früherer eigener Erfahrung sagen, dass zwischen, man hat darüber geredet und jetzt steht da irgendwie fest, in zwei, drei Tagen passiert da jetzt wirklich was. Ich trage das jetzt ewig mit mir rum und jetzt wird das Realität.
Stefan Ja.
Sebastian Wie waren denn die zwei Tage? Du bist doch wahrscheinlich wahnsinnig im Kreis gelaufen.
Stefan Ja, ich bin die Wände hochgegangen. Also ich bin wirklich da wie der sprichwörtliche Tiger auf- und abgelaufen Und wusste eigentlich gar nichts mit mir anzufangen. Also es war auch mit mir nichts anzufangen. Das war also wirklich so, dass ich dachte, ja, nee. Es hat also gar nichts funktioniert. Gut, war jetzt auch nicht schlimm, weil ich nicht direkt arbeiten musste oder irgendwas machen musste. Aber ja, es war halt mit mir relativ wenig anzufangen.
Sebastian Wie war sie drauf?
Stefan und
Sebastian Oder hast du davor gar keinen Blick gehabt?
Stefan wir haben uns oft doch, wir haben uns oft unterhalten und haben auch überlegt, weil das ja auch nicht sofort feststand, was wir wie machen wollen oder wie wir damit, wie wir da einsteigen wollen oder so vor allen Dingen auch deswegen, weil sie halt gesagt hat am Anfang, dass so Sachen ja wie das war im Nachhinein betrachtet natürlich ziemlich witzig irgendwie, dass sie dann so sagte, ja aber nicht sowas mit Peitschen oder mit Fesselspielchen oder so Und ich so erstmal so, nee, lass mal erstmal nur ganz vorsichtig anfangen, so gar nicht.
Sebastian Das ist ja schon fast gelogen in dem Moment.
Stefan Also das war das, was, ja, weiß ich nicht. Also ich wollte ja wirklich jetzt nicht unbedingt sofort irgendwie da in die Vollen gehen, weil ich gar nicht wusste, was auf mich zukommt. Ja, und dann kam das irgendwie so und dann habe ich gesagt, gut, wir versuchen es erstmal so. Ja gut, und dann haben wir uns da halt einfach über eine ganze Zeit langsam herangetastet.
Sebastian Lass mich nochmal ein bisschen abschweifen. Jetzt mag ich nochmal zu dem Thema Autismus ein bisschen kommen.
Stefan Ja,
Sebastian Ich werfe dir mal ein Vorurteil vor die Nase. Der Chat hat mich auch schon ein bisschen gefragt, wie das ausgeprägt ist. Und ich habe mal eine Dokumentation gesehen, ich weiß, das ist immer ganz fürchterlich, wenn ich so anfange, aber da habe ich was gelernt. Da war nämlich so ein Ding, dass zum Beispiel autistische Kinder oft nicht duschen wollen.
Stefan Ja.
Sebastian Jeder fragt sich warum, bis mal dann gesagt wurde, ja, nee, weil das Gefühl ist ein ganz anderes. Die sind zum Teil viel empfindlicher und dieses Wasser, was auf den Körper prallt, das fühlt sich an wie kleine Messerklingen. Und natürlich heulen die dann und wollen nicht mehr.
Stefan Ja, natürlich, klar.
Sebastian Also da gibt es verschiedene Ausprägungen und weil der Chat nämlich auch ganz lieb fragt, nämlich Lady A, Miss Mantra, wie das bei dir ausgeprägt ist, würde ich da gerne nochmal so ein bisschen, damit wir auch so deine Lebenswelt so ein bisschen kennenlernen können, würde ich gerne wissen, wie das bei dir sich zeigt.
Stefan Also das ist bei mir so ausgeprägt, also sensorisch jetzt, also was das betrifft, also was du jetzt gerade angesprochen hast mit dem Duschen, das war für mich ja eigentlich nie wirklich ein Problem, weil das ja als Kind nie vorgekommen ist. Oder nicht, nur ganz, ganz selten. Dadurch, dass wir zu Hause eine Badewanne hatten und ich baden durfte und auch ich zum Haare waschen die Dusche praktisch nicht benutzen musste, war das okay. Das hat immer funktioniert. Das Duschen selbst ist halt so eine Geschichte, es ist unangenehm. Also an manchen Stellen ist es wirklich unangenehm und es gibt auch Berührungen, die unangenehm sind. Also wenn jemand mich leicht berührt, das können also viele, nicht alle, aber viele Autisten bestätigen, dann reagiere ich da drauf, weil das weh tut. Also unangenehm weh tut. Also das ist jetzt ein bisschen creepy, aber es ist halt unangenehm.
Sebastian ist ja völlig in Ordnung. Es geht mir so ein bisschen um diese Geschichte dabei. BDSM, unten sein, vielleicht masochistisch sein, heißt ja, dass man viel intensivere Empfindungen haben wird. Und das passt da ja im Prinzip gar nicht zu. Das ist ja ein Widerspruch erstmal. Erstmal.
Stefan nee, ist es nicht. Gar nicht.
Sebastian okay. Das finde ich ja so spannend daran gerade.
Stefan Der Widerspruch löst sich sofort auf, wenn du unterscheidest zwischen einer leichten Berührung, also sowas wie zum Beispiel jemand legt dir am besten noch von hinten, also ohne dass ich sehe, die Hand auf die Schulter. Ganz leicht. So wie so eine Begrüßungsgeste oder sowas. Oder so eine Ich-mach-dich-auf-mich-aufmerksam-Geste. Je nachdem, wie es mir geht, kann es dann passieren, dass ich mich umdrehe und der eine geschmiert kriegt. Also da kommt eine Reaktion. Meistens jetzt nicht so extrem, aber es kann schon mal vorkommen, wenn ich sowieso überlastet bin, dass es dann irgendwie sich auswirkt. Also das, ja. Und das ist was ganz Furchtbares. Das kann ich auch nicht. Und wir hatten gestern auch so eine Situation, wo dann jemand über Suggestionen geredet hat und gesagt hat, du spürst deine Kleider auf dem Körper. Aber, ja, das war gestern Abend so, das ist ein bisschen das Thema, weil es auch um Hypnose und sowas ging. Und das ist eine ganz, wenn das bewusst wird, ist es eine ganz furchtbare Empfindung. Das ist kaum noch zu ertragen, richtig? Richtig.
Sebastian Aber wenn ich dir jetzt fest auf die Schulter klopfe, dann ist das okay?
Stefan Naja, dann
Sebastian Oder wie muss ich das
Stefan ist das kein Problem. Oder wenn du mich feste packst, ist das auch kein Problem.
Sebastian Okay.
Stefan Wenn du mich festhältst im Sinne von zum Beispiel, wir geben uns die Hand, was ja jetzt im Moment eher nicht vorkommt, aber so. Und das ist nicht so schlabberig, sondern du packst halt zu. Dann ist es okay. Noch besser ist es natürlich, wenn ich auf dich zugehen kann. Dann kann ich die Berührung kontrollieren. Dann packe ich zu.
Sebastian Ja, das habe ich bei Mina tatsächlich gelernt und das war sehr lehrreich. Lohnt sich da auch mal reinzuhören.
Stefan Ja, glaube ich. Ja.
Sebastian Also ich, vielleicht kann ich das ein bisschen nachvollziehen, weil ich habe auch so dieses, wenn mich jemand leicht anfasst, dann kitzelt das. Und das ist mir fürchterlich unangenehm. Und wenn er mich anfasst, ordentlich anfasst, dann ist das okay. Aber ansonsten ist es halt so ein Kitzeln und so ein blöder Reiz und das ist unangenehm und blöd und da zucken die Muskeln zusammen und das ist einfach nicht schön.
Stefan genau. Und
Sebastian Schön. Jetzt
Stefan die Empfindung ist eben so, das ist dann kein Kitzeln, sondern das tut dann richtig weh. Also das ist wirklich unangenehm. Das ist schmerzhaft. So, und das
Sebastian haue ich nochmal einmal dazwischen. Es tut mir leid.
Stefan Ja, kein Problem, mach ruhig.
Sebastian Ich sehe, der Chat ist tatsächlich recht aktiv und das passt auch, bevor du da weitergehst. Das hat mich Schawad gefragt, ob du bei deinem Outing deine Wünsche schon konkret benennen konntest. Ich glaube nämlich eher nicht, aber inwieweit konntest du das?
Stefan Nicht wirklich.
Sebastian Denn ihr habt ja die ganze Nacht geredet, also da musst du ja irgendwas gesagt haben.
Stefan Ja, natürlich. Nur, ich wusste ja selber nicht was. Ich konnte es ja selber nicht definieren, was ich jetzt genau in dem Moment will. Weil ich ja nicht wusste, welche Auswirkungen das haben wird. Ich konnte ja überhaupt nicht sagen, ich hätte jetzt sagen können, okay, was weiß ich, peitsch mich aus oder hau mich mit irgendwie einem Rohrstock oder sonst irgendwas. Ich wusste das ja, ich hatte es ja nachgelesen, intellektuell wusste ich das ja.
Sebastian Ja, aber in
Stefan Aber ich hätte ja überhaupt nicht vorhersagen können, was das macht oder welche Auswirkungen das hat.
Sebastian der Vorstellung im Kopfkino ist das ja alles erregend auf irgendeine Art und Weise.
Stefan Und dadurch? Jein, nicht unbedingt. Unbedingt. Das Gefühl ist ein anderes. Also das weiß ich jetzt, das wusste ich natürlich vorher nicht. Aber ich habe vorher auch nicht über einen sexuellen Aspekt nachgedacht. Also jedenfalls nicht wirklich. Wirklich. Das hat da die Komponente, das ist wirklich erst später rausgekommen sozusagen und auch nicht immer. Aber es ist schon so, dass ich es nicht definieren konnte, dass ich nicht sagen konnte, was es mit mir macht. Und ich hätte ja auch nicht sagen können, was es mit mir macht, schon in dem Moment, wo ich das erste Mal das erlebe. da wusste ich ja überhaupt nicht, was da passiert und was auf mich zukommt ja, also das
Sebastian Ich lasse dich jetzt mal frei.
Stefan hätte es nicht definieren können ja
Sebastian Also erzähl einfach mal ganz frei und ich werde jetzt mal gucken, dass ich dich ein paar Minuten nicht unterbreche. Ich weiß, das ist gemein, da immer so rein zu grätschen, aber ich habe tausend Fragezeichen im Kopf.
Stefan nein, kannst du aber ja, aber kannst du ruhig tun, kein Problem, ich erkläre das ja gerne, so und ja, der Punkt war dann halt einfach dass wir gesagt haben, okay, wir probieren es einfach wir gucken, was wir was geht Was für uns beide geht. Denn sie hat dann eben ein bisschen Manschetten davor gehabt, wirklich anfangs mir wirklich richtig weh zu tun. Und ich habe natürlich auch ein bisschen ambivalente Gefühle gehabt, weil ich nicht wusste, was kommt da auf mich zu? Was macht das mit mir? Was passiert da? Na gut, das endete dann darin, dass ich dann da lag und sie halt gesagt hat, okay, ich gucke dann jetzt mal, ich versuche jetzt beim Massieren Fester zuzupacken. Und sie hat Fester zugepackt, sie kann das sehr gut, das wusste ich auch von vorher schon, dass sie das kann. und das hat erst mal wehgetan, klar. Also der Schmerz ist schon da, der war aber innerhalb von kürzester Zeit nicht mehr wirklich wahrnehmbar. Also da war ich dann schon praktisch weg. Also ich habe dann auch
Sebastian Wie weg?
Stefan wir haben uns später darüber unterhalten, wir haben also nach diesem ersten Versuch haben wir, Stunde, zwei geredet, ich weiß gar nicht wie lange einfach nur uns drüber unterhalten, was das jetzt mit uns beiden gemacht hat gerade und auch in einer Intensität, die ich nie erwartet hätte so in dem Maße naja gut war klar, dass ich also in dem Moment auch keinen zusammenhängenden Satz oder kein kein vernünftiges Wort mehr rausgebracht habe. Also das war einfach nur das Einzige, was halt klar zu verstehen war, war das Mehr, der Wunsch nach mehr. Und das war es dann auch. Also das kam dann hinterher von ihr zurück, so nach dem Motto, also irgendeine substanzielle Aussage kam da nicht. Da kam nur der Wunsch nach mehr. Ja gut, und das, ja, ja, das sagte sie hinterher.
Sebastian Hat sie dir gesagt, ja?
Stefan Ja, so und,
Sebastian Kennst du dich in diesem Zustand? Ist das etwas, was öfter passiert, dass du so neben dir stehst oder ist das ungewöhnlich jetzt für dich gewesen?
Stefan nee,
Sebastian Also
Stefan das ist ein, wirklich ungewöhnlich ist das nicht, weil mir das in anderen Zusammenhängen ab und an mal passiert, aber da ist es dann halt nicht so, dass ich dann noch, sowas wie eine Berührung oder irgendwas ertragen kann, egal was man da mit mir macht. und dann muss ich mich auch irgendwo verkriechen. Das hängt aber auch unter anderem mit dem Autismus zusammen. Nur in dem Moment war das halt so, das hat sich wirklich so angefühlt wie so ein Abtauchen unter die Wasseroberfläche. Also wirklich so komplett weg und komplett ruhig, komplett entspannt und halt einfach nur das Gefühl in dem Moment genießen. Mehr war es einfach nicht. nur damit, das war das, was da passiert ist dann letztendlich naja, und das war schon, war ein Erlebnis muss ich sagen, also das war wirklich so obwohl es halt einfach auch nicht viel war also von dem, was ich heute weiß war es nicht viel aber das Erlebnis war richtig tief, das war richtig ja, keine Ahnung, also das war phänomenal
Sebastian ich halte schon mal fest, offenbar fördert BDSM eure Kommunikation.
Stefan äh, ja
Sebastian Das scheint also schon, also was ihr da, also viel Redebedarf zum neuen Thema und das ist jetzt so ein bisschen schwer für mich, weil auf deiner Seite, du kannst ja jetzt nicht für deine Frau sprechen, natürlich interessiert mich trotzdem so ein bisschen, wie ging es ihr denn da hinterher?
Stefan ganz, ganz heftig, ja jeden Fall Weil, war total witzig. Ja, wie ging es ihr hinterher? Das war so, wie soll ich das sagen?
Sebastian Vielleicht fragen wir sie selbst mal bei Gelegenheit, aber nein, jetzt gucken wir erstmal, wie deine Perspektive ist.
Stefan Ja, aber das war witzig. Sie sagte mir dann hinterher, ja, das war eigentlich gar nichts Neues.
Sebastian nichts Neues?
Stefan So, und dann habe ich gedacht, wie nichts Neues? Was ist denn jetzt da irgendwie passiert? Und warum kommt jetzt so eine Aussage? Und letztendlich war es auch wirklich so, weil uns gegenseitig massiert haben wir ja auch öfter, auch früher schon. Jetzt nicht in der Intensität und nicht mit der Kraft, aber doch schon, das ist schon häufiger mal vorgekommen. Das ist aber nicht unter diesem Mindset vorgekommen, also nicht unter diesem Setting vorgekommen. Und das hat wahrscheinlich den Unterschied gemacht. Für sie war das jetzt natürlich nicht so extrem und dadurch auch der Unterschied nicht so groß zu dem, was eben sonst passiert ist. Und deswegen kam sie dann einfach mit der Aussage, ja, war doch jetzt nichts Besonderes, war doch jetzt nicht anders als sonst auch.
Sebastian ist ja fürchterlich.
Stefan Und ich habe so gedacht, okay, für mich war das im ersten Moment so ein Schock, weil ich dachte so, äh, und jetzt? Und auf der anderen Seite habe ich gedacht, eigentlich ist es gut, weil dadurch ist es für sie erstmal kein Problem, also primär kein Problem. Ja, sie hat dann keine Schwierigkeiten damit, dass sie mir wehtut in dem Moment. Ja, weil das war so ein bisschen meine Sorge gewesen, dass sie da echt Schwierigkeiten kriegt, weil das halt ja auch wieder ein bisschen mit unserem Lebensweg zusammenhängt. Aber es ist wirklich so, dass ich dachte, ich war in dem Moment froh, als sie das gesagt hat. Und ist wahrscheinlich schwer nachzuvollziehen, aber es war wirklich so. Und dann hat es wirklich so ein, ja, so ein, in den Stunden danach wirklich so ein Hin- und Her gegeben, so ein Hin- und Hergerissensein zwischen, ich habe das so sehr genossen und dem, ja, kann ich ihr das weiterhin zumuten? Weil ich dann halt gemerkt habe, dass es bei mir eine andere Emotion ist als bei ihr. Und da hatte ich ein bisschen Sorge, dass das nicht zusammenkommt, dass das nicht funktioniert irgendwie.
Sebastian Vorab mal spoilern, war diese Sorge, ist diese Sorge berechtigt?
Stefan Nein. Nein, durchaus nicht.
Sebastian ist sehr einfach.
Stefan Nein.
Sebastian Okay, also ihr habt weiter ausprobiert. Ihr habt ja erst mal vier Wochen Pause gemacht und das alles sacken lassen und dann habt ihr das wiederholt.
Stefan Ja, genau. Wir haben vier Wochen Pause gemacht.
Sebastian Ah,
Stefan Die vier Wochen sind komprimiert worden auf drei oder vier Tage.
Sebastian okay.
Stefan Und da habe ich das dann nicht mehr ausgehalten. Und dann hat sich das langsam gesteigert. Also es war jetzt nicht so, dass wir da von Anfang an irgendwie, wir haben das auch nicht geplant oder ich habe das zumindest nicht geplant, was wir jetzt wie, wann, wo machen wollen, sondern einfach nur, ich glaube, wir haben das einfach auf uns zukommen lassen ein bisschen. Also ich habe einfach gesagt, okay, wir setzen an der Stelle erstmal wieder an und dann gucken wir mal. Und weil ich einfach in dem Moment gar nicht mehr wirklich kommunikationsfähig war, haben wir dann einfach versucht vorher uns zu überlegen, was können wir eigentlich machen, was ist vielleicht der nächste Schritt. Denn uns beiden war klar, dass wir weitergehen wollen, wenn auch aus verschiedenen Gründen.
Sebastian Was war denn ihr Grund?
Stefan Aber mein Grund ist klar und ihr Grund ist ganz witzig gewesen, weil sie... Hallo?
Sebastian Ich bin noch da.
Stefan Bist du noch da? Ja, okay, hier ging gerade das Licht aus.
Sebastian Okay, nicht, dass der Strom ausfällt.
Stefan Ähm,
Sebastian Ich warte hier sehnsüchtig auf das Gewitter, das einfach nicht kommen will seit Wochen. Naja, wir gucken mal.
Stefan ja, ähm, nee, nur hier geht irgendwann, also der Stream hindert den Rechner nicht daran auszugehen, also in Ruhezustand zu gehen, deswegen muss ich da ab und zu mal nachhelfen.
Sebastian Ah, okay. Okay.
Stefan Gut, also bei mir war es klar, ich wollte einfach nur mehr und bei ihr war das so und das hat sich auch immer weiter gesteigert, dass sie gesehen hat, was das mit mir macht und dass sie dann eben gesehen hat, wie gut es mir in dem Moment damit geht oder wie ich darauf reagiere. Ja gut, und das hat bei ihr natürlich zu einer steilen Lernkurve geführt. Sprich, sie hat dann natürlich sehr, sehr schnell gelernt, mir entsprechende Reaktionen zu entlocken. und dann
Sebastian bin ein bisschen schadenfroh gerade.
Stefan ja brauchst du nicht, das ist schön also das hat echt, das macht echt Spaß, aber es ist natürlich auch in gewisser Weise fies, weil sie an manchen Stellen natürlich schon so ein bisschen, ja ich sag mal vorsichtig den Sadisten raushängen lässt und halt, ja ich glaube für sich auch was aus den Reaktionen zieht und das ist schon teilweise echt gemein Wenn dann so in so einem Moment, wo ich dann wirklich weg bin und in dem Moment einfach den Schmerz nicht mehr spüre, also nicht mehr richtig wahrnehme, kommt natürlich auch nicht mehr die Reaktion da drauf und dann kann ich mir sicher sein, dass irgendwas kommt, was mich zu einer Reaktion zwingt. dass sie dann irgendwas tut was mich einfach dazu zwingt und dann geht das, ja also das hat sie sehr sehr schnell gelernt was und wie zu tun ist um das hervorzurufen sozusagen und ja
Sebastian So ein bisschen habe ich die Uhr im Blick. Ich sage mal so, ich mag so ein bisschen schauen, in welche Richtung habt ihr euch denn jetzt seit, das sind jetzt drei, vier Monate, kannst du so einen groben Ablauf geben?
Stefan ja ja
Sebastian Also ich meine, es fing jetzt mit einer etwas heftigeren Massage an oder kräftigeren Massage.
Stefan das ging mit das ging mit kratzen und beißen mit kratzen und beißen ging das weiter
Sebastian Was ist passiert?
Stefan Also erstmal sozusagen mit den Händen, naja und danach war dann halt auch aus dem Alltag raus, das war also teilweise, hat das zu ziemlich witzigen, fast peinlichen Situationen geführt, weil wenn du, wir haben dann angefangen Küchenwerkzeuge auszuprobieren, wie das halt so ist, was man so gerade im Haus hat. Und es ist natürlich danach dann ein bisschen anstrengend, wenn du kein Küchenutensil mehr angucken kannst, ohne sich anzugucken und Lachkrampf zu kriegen.
Sebastian Also ihr seid beide nicht der Typ, der gesagt hat, so, jetzt gehen wir mal in die entsprechenden Online-Shops und dann kaufen wir mal alles ein, was uns gefällt.
Stefan das haben wir erst mal gar nicht gemacht. Das war also erst mal nur so, weil wir ja immer noch in diesem Ausprobiermodus waren und erst mal gucken wollten, was tut eigentlich gut und im Prinzip ist das so weitergegangen. und ja, so langsam kristallisieren sich natürlich Dinge raus, also die auch teilweise bei uns unterschiedlich sind, das heißt bei mir ist es jetzt, läuft es so ein bisschen auf ja alles aus Bändern und Seilen, also so Peitschen und sowas hinaus und bei ihr eher so auf Gegenstände, die mit recht geringem Aufwand ein hohes Maß an Reaktion erzeugen
Sebastian empfehle an dieser Stelle Strom.
Stefan ja, da habe ich Angst vor das haben wir noch nicht versucht aber zum Beispiel sowas wie ein Wartenberg-Rad das ist im Moment so ein Running Gag bei uns, weil
Sebastian Ja, okay.
Stefan da reagiere ich ganz extrem drauf
Sebastian Ich muss mir jetzt auf die Lippe beißen.
Stefan das kommt dann immer so wieso?
Sebastian Ja, ich beiße mir auf die Lippe. Ich sage nichts. Doch, ich kann es anders sagen. Wartenberg-Rad kann wehtun. Das kann echt böse sein. Es gibt aber auch Menschen, die fangen an und müssen einfach ganz viel lachen.
Stefan ja, das passiert mir auch aber wie gesagt, die Lernkurve ist steil sie hat sehr schnell gemerkt, wo ich nicht lache also wenn sie
Sebastian Wo denn? Entschuldigung, aber das mag ich jetzt mal wissen. Ich muss mich ja fortbilden.
Stefan Achso, du möchtest das. Ja, okay.
Sebastian Ich stelle ja Fragen, nicht umsonst.
Stefan Ist schwierig, weil da wirst du beim Subbie nicht fündig.
Sebastian Ah, okay, alles klar.
Stefan Sag ich jetzt mal vorsichtig.
Sebastian Verdammte Axt.
Stefan Ja? Okay.
Sebastian ein Mist.
Stefan Das würde nur umgekehrt gehen. Aber ich glaube, das willst du nicht.
Sebastian Okay, ich mache mal was Konkretes. Jetzt nehmen wir mal an, heute ist ja Donnerstag. Wenn ihr morgen Abend so ein, ich sage mal, Spieldate hättet.
Stefan Ja.
Sebastian Ihr scheint euch ja wirklich dafür zu verabreden. Was könnte denn da so alles mit bei sein? Also aus welchem Vorrat an Möglichkeiten kann sie jetzt schöpfen? Also
Stefan Woraus kann sie schöpfen? Ich habe irgendwann angefangen, Dinge zu bauen. Also ich bin halt Bastler, ich bin halt so ein Bastelnerd. Das heißt, ich baue also sehr viel Zeug selber. Ich habe also irgendwann angefangen und habe gesagt, okay, ich habe Lederschnur gefunden, habe einen Flogger draus gebaut. Ich habe Seil gehabt und habe gedacht, was könnte man damit tun und habe so ein peitschenartiges Getöse draus gebaut, also so ein Gerät draus gebaut. Und so setzte sich das eigentlich fort. Ich habe also so ein paar Sachen haben wir da teilweise gemeinsam, teilweise habe ich das gemacht, teilweise mussten wir das gemeinsam machen, weil halt mit Festhalten von irgendwelchen Dingen oder weil sie halt einfach die Fähigkeit hat, Dinge zusammenzubringen, wo ich einfach die Geduld verliere. Also in Gemeinschaftsarbeit haben wir dann Schlag- und Peitschenwerkzeuge gebaut. Und das ist mittlerweile doch ein ansehnliches Arsenal, was da zur Verfügung steht. Und da habe ich dann auch gemerkt, okay, ich stehe sehr auf Peitschen. Also das macht wirklich Spaß. Spaß und was natürlich auch schön ist, sind Klammern jeder Art, eher
Sebastian so ein dumpfer Schmerz. Die Frage kam nämlich schon von Chat gerade. Was für einen Schmerz du gut findest? Eher spitz oder dumpf oder großflächig?
Stefan dumpf, eher dumpf und eher so, ja wie soll ich das sagen, ja doch,
Sebastian Also den man aushält, der also nicht plötzlich kommt und nein, das ist ja bei einer Peitsche auch wieder.
Stefan der kommt schon, der ist schon plötzlich da und das ist teilweise auch spitz und scharf, Aber es ist so, die Grundlage ist halt schön, wenn da halt eine gute Unterlage drunter ist, wenn das nicht zu sehr, also ich weiß nicht, wie das ist zum Beispiel, wir haben einen Rohrstock ausprobiert.
Sebastian Ja,
Stefan das funktioniert aber nur dann wenn ich wirklich da ganz tief drin stecke also wenn das wirklich schon wenn das schon eine gewisse Weile dauert und wenn das alles ja, wenn ich eigentlich sozusagen nach einer Steigerung schon schreie dann funktioniert das gut so ganz am Anfang funktioniert das eher nicht, weil dann tut es einfach nur weh, also klingt jetzt auch blöd, aber das
Sebastian okay, also schlagen, hauen, klammern, fixieren, da kann ich mir ja vorstellen, dass das für dich eher kompliziert ist.
Stefan ist so
Sebastian Oder, ja,
Stefan das ist auch das Einzige, wofür wir ein, oder nein, wir haben generelle Safe Word, klar, aber wir haben ein Safe Word fürs Fesseln, also fürs Fixieren, weil das unter Umständen zu Panikattacken führen kann, bei mir. und das ist dann, das wird dann richtig gefährlich, deswegen haben wir da nochmal so eine zusätzliche Sicherheit drin sozusagen. Das ist auch was, was ich immer rauskriege, das kommt aus einem ganz anderen, aus einer ganz anderen Ebene, aus einem ganz anderen Bereich eigentlich auch und das habe ich mir schon seit, ich weiß nicht, seit 17 oder 18 Jahren habe ich mir das antrainiert und deswegen funktioniert das immer und Und egal in welchem mentalen Zustand ich bin und das mussten wir machen, einfach deswegen, weil ich sonst, man sonst nicht unterscheiden kann, wehre ich mich jetzt gegen die Fesseln, weil es mir Spaß macht oder gerate ich gerade in Panik. Also wird es wirklich gefährlich.
Sebastian entwickelt sich denn dein Körpergefühl eigentlich?
Stefan So,
Sebastian Also flacht das jetzt so ein bisschen ab? Also ich sag mal, die Massage vom ersten Mal, ich sag mal, ganz platt, wird die es jetzt noch bringen? Okay.
Stefan ich glaube nicht, dass das verändert ist. Wir machen das manchmal, dass wir so zwischendurch einfach, wenn so das Bedürfnis da ist, aber eigentlich jetzt nicht eine ausgedehnte Session möglich ist oder sowas, dann führt das ab und zu wirklich mal dazu, dass es dann einfach zu einem Kratzen wird oder irgendwas. Also irgendwas, was sozusagen schnell verfügbar ist und dadurch, das springt ein bisschen in den Alltag und das springt auch so ein bisschen in andere Situationen auch rein.
Sebastian Achso, es springt in den Alltag jetzt rein, ja?
Stefan Das ist also jetzt nicht mehr auf bestimmte Zeiten und Orte beschränkt, sondern das springt einfach irgendwo rein. Und manchmal ist es auch einfach so, dass wir uns da, und das ist auch dem geschuldet, dass wir uns schon so lange kennen, dass wir uns nur angucken. Und ich habe dann im nächsten Moment ihre Hand im Nacken. Das ist also so,
Sebastian das geht also, sie hatte auch wirklich die Initiative, die sie ergreift.
Stefan das sind, ja, ja, klar, das ist also, wir gucken uns nur an, manchmal dann grinsen und dann, zack, dann kommen so Kleinigkeiten, aber so, das ist wirklich dann so, das ist dann auch nur ganz kurz und das ist bei mir dann, löst das eine ganz tiefe innere Ruhe aus
Sebastian Und dann zack, ja.
Stefan und dann ist das also für uns beide irgendwo total super, das ist richtig schön.
Sebastian Der Chat schreibt und schreibt und ich weiß immer gar nicht wann und wie ich das am besten einbauen soll und ich notiere hier selber auch gerade ganz viele Stichpunkte und Temel nimmt mir quasi die Worte aus dem Mund.
Stefan Ja, mach doch einfach. Ja,
Sebastian Das ist ja jetzt alles eine sehr körperliche Sache. Da sind jetzt natürlich so Geschichten wie D/s oder so psychische Spielarten. Ist das Thema für euch oder schließt ihr das eher aus?
Stefan nein, gar nicht. Also es ist für uns im Moment zumindest praktisch kein Thema.
Sebastian Ja, weil wenn sie im Alltag dann doch einfach mal, ich sag mal, zugreifen kann, dann fängt das doch schon an.
Stefan Das ist aber rein, ja, weiß ich nicht, aber das ist eine rein, ja in dem Sinne eine rein körperliche Angelegenheit. Das haben wir auch vorher schon gehabt, also jetzt nicht mit der Intention, aber in gewisser Weise haben wir das auch vorher schon gehabt. Also von daher ist das gar nicht, also das hat jetzt mit einem Machtgefälle in dem Sinne relativ wenig zu tun. Das ist auch was, was, nee, das wollen wir eigentlich nicht.
Sebastian wollt ihr auch nicht. Aber
Stefan Das ist so, wenn es passiert, passiert es, aber im Prinzip ist das sowas, das wollen wir eigentlich gar nicht. Da hat keiner von uns wirklich das Interesse dran. Nee,
Sebastian in so einer, also ich sag mal so, wenn ihr so eine Session habt, dann könnt ihr ja an der Stelle nicht gleichberechtigt agieren, sondern da müsst ihr ein Machtgefälle etablieren, für diesen Moment zumindest.
Stefan tun wir ja auch nicht Natürlich, klar, aber das ist ja Davon unabhängig Das ist auch Ja, eine sehr Ja, in dem Sinne körperliche Sache Das heißt Wir Ja, ich weiß gar nicht, wie ich das beschreiben soll Also, für mich ist es ja sowieso Irgendwie Ganz abstrus, weil ich es gar nicht bemerke Also praktisch von dem Moment an wo ich in diese Session reingehe, ist das Machtgefälle ja automatisch da, weil ich dann schon in diesem, ich will nicht sagen Subspace oder irgendwo versunken bin, dann ist es für mich ja dann eigentlich schon, bin ich da schon voll drin. Und dadurch ist es halt, und ich glaube viel davon kommt auch dadurch, dass sie dann einfach nach den Reaktionen verlangt sozusagen, also das so ein bisschen rauskitzelt im wahrsten Sinne des Wortes.
Sebastian Okay, das ist also dann ihr Benefit an der Stelle, dass sie dann auch die Kontrolle hat und dann auch sagen kann, ich will jetzt eine Reaktion und die kriegt sie, du bist glücklich.
Stefan dass ich dann auf auf jeden Fall, ja die kriegt sie auf jeden Fall das kann ich gar nicht verhindern also das ist so ein Ding da entsteht schon ein Machtgefälle weil das, da komme ich gar nicht raus, also das geht gar nicht also ich könnte das nicht unterdrücken oder verhindern oder sonst irgendwas also das dafür bin ich emotional nicht stark genug, das geht nicht und das will ich ja auch gar nicht.
Sebastian Du hast mir hier geschrieben, abtauchen bei Schmerzen ist tiefer als jedes sexuelle Gefühl.
Stefan Uns bringt das ja beiden was.
Sebastian Jetzt ist ja natürlich für mich doch die Frage, inwieweit sexuelle Handlungen davor, danach, dabei bei, oder trennt ihr das da komplett ab einfach?
Stefan Nein, tun wir nicht. Das gehört schon in gewisser Weise zusammen und ich habe auch gemerkt, dass es mir, uns Spaß macht. Nur das Gefühl ist ein anderes. Also die Tiefe ist eine andere. Also ich kann beim Sexuellen ist immer noch ein gewisses Maß Maß, ja ich sag mal jetzt vorsichtig, an Kontrolle da und das ist beim Schmerz einfach nicht da. Also das ist beim Schmerz nicht mehr anwesend und bei sexuellen Handlungen verändert sich das auch sofort, egal ob jetzt da Schmerzen dazukommen oder nicht. Also das ist wirklich so, das ist ein anderes Gefühl, das ist komplett anders und das ist deutlich tiefer. Also das ist wirklich ein totales Abgeben der Kontrolle, was mir sonst sehr, sehr schwer fällt. Nein.
Sebastian Lass mich mal so ein bisschen springen, wo geht's denn hin jetzt? Also habt ihr jetzt Pläne, dass ihr jetzt sagt, ah, wir fangen jetzt an, ihr Möbel anzuschaffen und ich weiß nicht was und jede Woche den wöchentlichen festen Termin, ich weiß ja nicht, Struktur und so ist ja irgendwie auch schön.
Stefan Nein.
Sebastian Oder hat deine Frau Ideen, mit denen du jetzt noch nicht so ganz einverstanden bist, sag ich mal. Also Also
Stefan Kommen immer wieder, ja, das ist immer unterschiedlich. Wir haben oft gemeinsam Ideen, oft kommen gemeinsam Sachen, oft oder ab und an ist es auch so, dass ich mir dann was wünsche. kommt dann halt ein bisschen drauf an, wie sie das sieht und ob sie das dann auch so gerne erfüllen möchte. Da bin ich natürlich auch so ein bisschen abhängig davon, was sie sich selbst zutraut und auch was ihr dann auch letztendlich Spaß macht. Und da gibt es halt auch so Punkte, wo es dann halt einfach ab und an mal hakt. Wir haben eine Geschichte gehabt, das war unter anderem auch wegen diesem Panik-Dings, dass wir einfach einmal oder auch mehrfach Sessions wirklich abbrechen mussten, weil sie einfach nicht einschätzen konnte, was ist jetzt oder was ist jetzt nicht. Das haben wir auch klären können.
Sebastian das ist ja ein Lernprozess auch dann tatsächlich.
Stefan Aber es sind so, natürlich, klar, wir sind öfter mal gestolpert, ist halt so. Aber wir, ja natürlich, und wir entwickeln uns auch da weiter, aber wir planen das nicht.
Sebastian Ja gut, aber man kann ja wieder aufstehen, ne?
Stefan Also wir versuchen das so, wenn ich irgendwie eine Idee kriege, also manchmal ist das ja wirklich so, dann kommt irgendwo aus dem Chat oder aus einer Gruppe oder sonst irgendwo kommt eine Idee und jemand sagt dann, oder ich sehe dann irgendwas und denke mir, das könnte toll sein. Wie jetzt diesen Seil-Flogger, da habe ich gedacht, das könnte vielleicht interessant sein. Dann habe ich nach Seil gesucht und habe das Ding gebaut und habe dann festgestellt, wow, das ist toll, das Ding. Und so entwickelt sich das einfach. Das ist auch so, dass wir dann gesagt haben, okay, ich wollte mal fixiert werden, also am Bett fixiert werden, um einfach mal zu checken, geht das oder geht das nicht. Das war auch einfach ganz rational, mal ausprobieren, ob das irgendwie zu Dingen führt oder nicht. Ja gut, das erste Mal war dann halt einfach mit Tüchern, die gerade rumlagen. War am Ende ein bisschen schwierig, weil sie mich kaum wieder losgekriegt hat.
Sebastian Entschuldigung, ja, das kenne ich, ja.
Stefan Ja, aber ist so. Ja, und daraus haben sich dann halt einfach die Sachen soweit entwickelt. Dann sind wir hingegangen und haben gesagt, okay, das müssen wir irgendwie ändern und das ist auch für ihr Sicherheitsbedürfnis wichtig, dass ich im Notfall, also wenn es wirklich hart auf hart geht, zumindest eine Hand oder beide Hände aus den Fesseln rauskriege. Also, dass ich das schaffe, weil das hat auch was mit unserem Lebensweg zu tun. Da hat sie ein bisschen Schiss, dass da irgendwas schief geht. Und da haben wir halt gesagt,
Sebastian Also dass sie umkippt oder so, meinst du?
Stefan ja, dass da irgendwas passiert, was auch immer. Jedenfalls haben wir dann gesagt, okay, da muss jetzt irgendwas. Und dann habe ich rumgeguckt und habe dann Fesselmanschetten gesucht. Also, die man so um den Arm und dann mit dem Karabiner oder so.
Sebastian hm, ah,
Stefan Und dann habe ich Fesselmanschetten gefunden und habe gedacht, oh, das ist toll. die will ich haben. Ja gut, und dann habe ich die bestellt und bestellt habe ich die eigentlich, gerade die eigentlich deswegen, weil das Neopren Manschetten waren. Ah,
Sebastian sowas habe ich hier, ist toll.
Stefan das ist so schön. Ja, ich stehe auf Neopren so ein bisschen, also so ein bisschen mehr auch.
Sebastian sind irgendwie weich, aber trotzdem völlig unnachgiebig und man kann sie einsauen bis zum geht nicht mehr, die spülst du ab und sie sind wieder wie neu.
Stefan Ja, aber, ja, genau, das ist wunderbar.
Sebastian Habe ich auch mal auf einer Messe, bin ich da vorbeigelaufen, habe die einfach mitgenommen und ja, das ist schon großartig, also ungewöhnliches Material, aber ja, ist einfach schön, bin ich bei dir.
Stefan Ja, ach, die sind toll. Ja, wunderschön. Ja, aber ich bin es gewohnt und in gewisser Weise stehe ich drauf. Ob es wirklich ein Fetisch ist, weiß ich nicht, aber es ist schon ein schönes Gefühl, sage ich jetzt mal.
Sebastian Aber was gibt das an Sicherheit?
Stefan Ähm, was heißt an Sicherheit?
Sebastian Naja, also weil du meintest, dass du dich im Zweifel nochmal irgendwie befreien können müsstest und dann sagst du, du hast diese Manschetten gefunden.
Stefan Ähm,
Sebastian Nicht, dass du dem Podcastsubbie jetzt Tipps gibst, wie sie da rauskommt.
Stefan äh, nee, aber das ist schon so, ähm, da sind Karabinerhaken dran, also Doppelkarabiner dran, ähm, und je nachdem, wie stark ich fixiert bin, ähm, also wenn da natürlich Zug drauf ist, dann nicht, aber wenn da nicht zu viel Zug drauf ist, äh, kann ich die öffnen. Also die sind nicht abgeschlossen in dem Moment,
Sebastian okay. Ja,
Stefan ähm, auch ein bisschen deswegen, weil ich mich ja zwar gegen die Fesseln wehre, aber eigentlich auch nicht das Bedürfnis habe, mich zu befreien. Also das ist jetzt nicht so ein ja, nicht so ein Brat oder sowas, den du dazu zwingen musst, zu seinem Glück zwingen müsstest, sondern ich will das ja.
Sebastian ich
Stefan Mir macht das ja Spaß. Das ist ja wieder was anderes dann. Und deswegen ist das gar nicht so ein großes Problem.
Sebastian ich muss gerade mitteilen, ich muss was richtig stellen, ich habe gerade die Information bekommen, dass unsere nicht aus
Stefan Von daher. Ah,
Sebastian Neopren sind, sondern sie sind aus Silikon.
Stefan okay.
Sebastian Hm, ja, ist das so?
Stefan Ja, ist nochmal was anderes.
Sebastian Verdammt.
Stefan Ja, das ist was ganz anderes. Das ist ein ganz anderes Ding an einen Taucheranzug oder an so einen Surfanzug.
Sebastian Ja, ja, ja, ja.
Stefan Das ist Neopren.
Sebastian Okay, das ist ein bisschen edler, glaube ich, vom Material her.
Stefan Ne, das ist einfach, es ist ja kein Silikon. Also Silikon ist ja ein amorpher Kunststoff und das Neopren ist ja ein Gewebe. Das ist ein Gewebestoff.
Sebastian Er sagt ja edler. Wir sind schon eine Stunde dabei, ne? Also du merkst, das geht hier ganz schnell.
Stefan Ja.
Sebastian Pass auf, ich frage dich jetzt erstmal, wenn du jetzt wieder auf dem Kongress wärst, würdest du in das Zelt gehen?
Stefan Ja. Die Frage kann ich nicht beantworten.
Sebastian Okay, dann anders.
Stefan Also die kann ich so lange nicht beantworten, wie ich nicht ich davor stehe.
Sebastian Ich werde dich fragen, wenn der nächste Kongress war. So, dann schließe ich nämlich vom Chat die nächste Frage an.
Stefan Das
Sebastian Habt ihr vorhin nach Corona euer BDSM durch Besuche von Stammtischen oder Workshops weiterzuentwickeln? Also wollt ihr rausgehen?
Stefan wissen wir noch nicht. Wir haben drüber gesprochen. Wir haben uns überlegt, hier und da. Aber wir sind beide nicht unbedingt diejenigen, die jetzt irgendwo auf Veranstaltungen rennen oder sowas. Und ich denke, das wird sich entwickeln. Wir werden das sehen, ob das funktioniert oder nicht. Vor allen Dingen auch deswegen, weil wir mehrere Menschen hier so direkt in der Umgebung sozusagen haben, die auch ja mehr oder weniger stark in der Szene sind und wo sich dann auch wahrscheinlich zwangsläufig Dinge entwickeln, das wird man sehen. Also ich denke, soweit planen wir beide nicht, aber das ist ja jetzt auch nicht
Sebastian Das frage ich ja dann beim nächsten Mal ab.
Stefan Also ich finde es nicht ja genau, also ich finde es im Moment nicht wichtig, weil im Moment ist einfach diese Nähe und dieses Gefühl zu schön, um das irgendwie, um darüber hinaus zu gehen.
Sebastian Pass auf, ich würde jetzt noch so ein paar Hörerfragen beantworten wollen, bevor ich das tue, damit ich es nicht vergesse.
Stefan Ja, bitte.
Sebastian Also ich weiß nicht, hört deine Frau gerade zu?
Stefan Nein.
Sebastian Okay, wenn sie es trotzdem jemals irgendwie hört, also Lob an deine Frau, dass sie da offen rangegangen ist und natürlich würde mich auch ihre Perspektive mal interessieren, aber das ist immer schön, wenn man dann auch nach vielen Jahren Beziehung dann sagt, okay, mein Partner äußert einen Wunsch und ich gehe jetzt einfach mal drauf ein. Nein, ich sage, komm, wir probieren das mal und ist da offen. Das finde ich sehr, sehr, sehr schön und das ist super. Und was ich natürlich noch wissen mag ist, hast du jetzt eigentlich zu lange gewartet oder wäre es nicht irgendwie, im Nachhinein hast du zwei Jahre verschenkt?
Stefan Ähm, ich glaube sogar, dass ich im Nachhinein betrachtet viel mehr als zwei Jahre verschenkt habe. Aber auf der anderen Seite, jetzt ist es da. Warum soll ich mir jetzt irgendwie, warum soll ich jetzt da hinterher heulen, dass das nicht vor zehn oder fünfzehn Jahren der Fall war?
Sebastian Nein, ich will damit natürlich dem Menschen, der das hier hört, sagen, ihr könnt natürlich noch fünf Jahre warten, bis ihr da euren Partner einweiht oder so, aber ihr werdet es wahrscheinlich eh tun, dann könnt ihr es auch jetzt.
Stefan Ja, das stimmt, das ist richtig. Also wenn der Entschluss da ist, dann auf jeden Fall. Und ich sage mal, unabhängig von der Reaktion ist es, glaube ich, auch für einen selbst dann eine Erleichterung zu sagen, ich habe es zumindest, also selbst wenn eine negative Reaktion kommt, kann man Wege finden für sich selbst und auch für einen Partner. Und ich glaube, das wäre bei uns auch so gewesen, hätte sie jetzt nicht auf die Weise reagiert. Trotzdem ich mir überhaupt nicht vorstellen kann, jetzt außerhalb unserer Beziehung mit irgendwem zu spielen oder irgendwas. Selbst wenn es jetzt keine sexuelle Komponente hat. Aber das kann ich mir nur sehr, sehr schwer vorstellen.
Sebastian Ja, gut, das wird jetzt einfach die Zukunft zeigen, da können wir jetzt auch ganz viel orakeln, aber ganz ehrlich, jetzt genieß es doch erstmal, ne?
Stefan Ja, natürlich.
Sebastian So, okay, dann gehe ich nochmal ein bisschen was hier durch, was ich noch habe, von Lady A, die hat nämlich auch, das hat sie schon zweimal geschrieben, ich gucke nochmal, wo es war, genau, und zwar, ich kann nämlich mit dem Begriff nichts anfangen, vielleicht kannst du die nochmal kurz erklären, sie fragt nämlich, hilft BDSM beim Overload oder Meltdown?
Stefan Natürlich, deswegen. Also ja, das habe ich noch nicht probiert, sicherheitshalber.
Sebastian Kannst du beides einmal ganz kurz erklären, was das jeweils ist?
Stefan Also das weiß ich nicht. Also der Overload, also es ist im Prinzip, der Overload ist die, ja sozusagen das, womit es anfängt. Das ist also eine Überlastung. Also eine Überlastungssituation, das kann sensorisch sein, also was weiß ich, jemand fasst einen an, irgendwelche Dinge passieren, das kann sozial sein, das heißt man trifft auf Menschen und also bei mir passiert das zum Beispiel, wenn ich auf Menschen treffe, die mir einfach nicht gut tun oder wo ich dann einfach merke, das passt irgendwie nicht oder das ist irgendwie komisch oder die labern komisches Zeug, dann werde ich sozusagen sozial überlastet, also auch wenn es zu viele Menschen sind, kommt natürlich auch ein bisschen drauf auf die Art an aber so, wenn es zu viele werden, dann werde ich überlastet solche Überlastungen die führen dann in den Overload rein das ist wie so eine, ja wirklich so eine Überlastung, wie so ein Buffer-Overflow sozusagen, um es mal mit bekannten Begriffen zu nennen und das ruft eine Reaktion hervor Das heißt, wenn ich in so ein Overload reinkomme, wenn ich also überlastet werde, das kann zum Beispiel passieren, wenn ich im Winter, draußen ist dunkel, ich gehe in den Supermarkt rein, dann kann es passieren, dass ich alleine durch die Beleuchtung da drin und durch das Bunte da drin merke, okay, ich laufe voll, dann habe ich ungefähr eine Minute, um da wieder rauszukommen.
Sebastian Also wie so eine Reizüberflutung, wie so ein stechender Kopfschmerz, wenn ich in die Sonne gehe, ne?
Stefan Genau, eine totale, genau, ja, totale Reizüberflutung, dann ist einfach, bitte?
Sebastian Ja, aber das provozierst du doch beim BDSM so ein bisschen.
Stefan Nein, nein, gar nicht. Das ist was ganz anderes. So und der Meltdown ist praktisch das Ergebnis oder die Folge des Overload.
Sebastian Verdammt, mit meiner Küchenpsychologie komme ich nicht weit.
Stefan Das heißt, es gibt zwei mögliche Folgen. Die eine Folge ist der Meltdown, englisches Wort für Kernschmelze. Das heißt, die Reaktion geht nach außen. Das sieht aus von außen wie zum Beispiel ein Wutanfall. Bei Kindern lässt sich das kaum unterscheiden. Die fangen dann an rumzuwüten, die schmeißen mit Gegenständen, die knallen Türen, die treten notfalls sogar Türen ein. Also das ist wirklich richtig brutal, kann das sein. Nein. Die zweite mögliche Folge ist der Shutdown. Shutdown bedeutet, dass ja praktisch alles runterfährt, alles ausgeschaltet wird. Also es ist wirklich auch so zu verstehen. Das heißt, es kann passieren, dass ich dann einfach, wenn ich aus zum Beispiel so einer sensorischen Überlastung rauskomme, heißt das ab und zu mal, dass ich danach dann zu nichts mehr in der Lage bin. Dass ich also einfach hingehen muss, mich irgendwo in die Ecke legen und erstmal abwarten muss, bis ich wieder wach bin sozusagen. Es kann auch dann passieren, dass ich richtiggehend einschlafe.
Sebastian Ist das nicht die Reaktion, die auch dann bei eurer ersten Session da stattgefunden ist? Du warst ja hinterher auch quasi nicht ansprechbar.
Stefan Nee, das ist was anderes. Das war während der Session. Nach der Session war das alles, als ich wieder da war, war das gut. Das ist ein Abtauchen. Das ist was anderes.
Sebastian also dieses Vergleich, also
Stefan Also das fühlt sich ganz anders an. Das hat damit, nee, das ist nicht vergleichbar, es hat damit überhaupt nichts zu tun.
Sebastian BDSM ist kein Instrument für diese Situation, das ist eine ganz eigene Welt.
Stefan Nein, nein, genau.
Sebastian Okay, dann lass mich nochmal weiterfragen, Stilles Rauschen hat geschrieben und das finde ich auch sehr spannend, hat sie sich informiert oder, ja also inwieweit, wo kam ihr Wissen her, auch mit dem Safeword, das muss ja irgendwo herkommen, das fliegt einem ja nicht zu die Idee.
Stefan Genau. Ja, die Idee, also sie kam auf die Idee zu sagen, okay, wir brauchen da irgendwas. Also sie hat jetzt nicht Safeword gesagt, sondern sie kam einfach dann und sagte, wir brauchen irgendwas, um das notfalls abbrechen zu können. Denn sie hat das zwei, dreimal abgebrochen, im Prinzip indem sie es mit einer gewissen Vorsicht beendet hat. Also nicht abrupt abgebrochen, sondern hat dann eben trotzdem mich auf eine sehr, sehr schöne Art wieder hochgeholt, weil sie einfach nicht wusste, was Sache ist und ich mich auch nicht äußern konnte. Ja, das ist also so. Und das Safeword, ja, total.
Sebastian sie kennt dich echt gut, ne? Also muss man wirklich mal sagen.
Stefan Also auch beim Schlagen, also wenn sie mir wehtut, weiß sie mit einer derartigen Genauigkeit, wie weit sie gehen kann und wie weit nicht. Das ist unfassbar. Also das ist wirklich so, sie geht da teilweise echt an die Grenzen. Aber sie ist bisher noch nie irgendwo drüber hinausgegangen und sie hat das noch nie, es ist noch nie so gekommen, dass sie ja, dass sozusagen, also sie liest das so genau an den Reaktionen ab, was da gerade mit mir passiert. Sie weiß das auch viel besser als ich. Also das ist unfassbar. Aber das hängt auch eben damit zusammen, dass wir uns schon so lange kennen und wir schon so viel miteinander erlebt haben.
Sebastian Also meine
Stefan Wir kennen Wir kennen uns halt so genau.
Sebastian Neugier auf deine Frau wächst jetzt immer mehr.
Stefan Ja, gut.
Sebastian Wir haben noch ein bisschen Lob bekommen wieder von Stilles Rauschen, das mag ich aber auch mal erzählen, weil das finde ich nämlich auch der Gast. Also du erzählst so liebevoll von dem gemeinsamen Weg und sie bedankt sich einfach für diese vielen humorvollen Momente durch den Interview, das soll ich glaube ich sagen. Na gut, okay, ich bringe das Ganze also auf das Spaßniveau, Dankeschön.
Stefan ist doch wunderbar, ist doch schön. Muss doch auch sein. Ich finde das toll. Aber das ist aber genau das. Wir gehen auf eine Art und Weise miteinander um, die immer an irgendeiner Stelle liebevoll ist. und wir reden über viele Dinge einfach, wo ich dann oft sehe, dass dann Leute sich da überhaupt nicht drüber austauschen können oder irgendwas. Das haben wir aber schon immer gemacht. Und dadurch sind so ganz viele Sachen, die können wir aneinander ablesen. Da können wir ganz viel sehen, was eigentlich passiert. Das ist ja genauso, wenn wir auf der sexuellen Ebene miteinander intim sind. Das ist umgekehrt ganz genauso. Ich kann das so sehen, was sie fühlt und wie sie reagiert. Und es ist genau das Gleiche, umgekehrt. Ja,
Sebastian Das ist jetzt so der Moment, wo ich sage jetzt schließen wir an der Stelle
Stefan gerne.
Sebastian Also natürlich bin ich neugierig, wie das bei euch weitergeht
Stefan Ja.
Sebastian Früher oder später sollten wir uns da nochmal austauschen und wenn es nur für mich ist
Stefan Ja, klar.
Sebastian Also ich nehme jetzt mal zwei Dinge mit Erstens, es ist A, nie zu spät und B, Klappe aufmachen und reden, reden, reden Im schlimmsten Falle ist es so wie vorher, also viel mehr kann im Grunde nicht passieren Jetzt hast du da wirklich unverschämtes Glück gehabt, sage ich mal.
Stefan Ja. Ja, ganz wichtig. Ja, klar. Genau. Und selbst, ja, das denke ich auch, ja.
Sebastian Regenbogensuppe vermutet jetzt ja auch gerade, kann es sein, dass durch den Autismus die lange Beziehung, dass sie dich besser kennt als andere in einer gleich langen Beziehung. Kann natürlich sein, dass sie schon immer gelernt hat, besonders auf dich zu achten und davon profitiert er jetzt. Ach,
Stefan Ja, natürlich. Das beruht aber auf Gegenseitigkeit. Also wir achten aufeinander sehr, sehr stark. Also nicht nur sie auf mich, sondern auch umgekehrt.
Sebastian wie schön. Ich schmelze dahin.
Stefan Ja, das ist, das gehört einfach dazu. Ja,
Sebastian Oft lebt man irgendwie nebeneinander her und das ist dann irgendwie auch blöd und dann ist man auch unglücklich und alles. Und für euch ist es zwangsweise so, dass ihr füreinander und beieinander seid. Und das, ich bin wirklich sehr gespannt, aber jetzt, pass auf, hier steht über eine Stunde jetzt.
Stefan natürlich. Ja, eine Stunde elf.
Sebastian Ja, ich schon,
Stefan Hätte ich jetzt nicht erwartet, ehrlich gesagt.
Sebastian aber das war mir dann auch egal, weil ich habe ja gesagt, ich nehme mir die Zeit und wir nehmen uns die Zeit, weil das einfach, ich glaube, erst dadurch, dass man so ein bisschen ins Detail geht, wird es dann auch tatsächlich authentisch und greifbar.
Stefan Ja, ja klar. Ja, natürlich. Deswegen bin ich ja auch davor zurückgeschreckt, einfach anzurufen. Schon vor Wochen eigentlich.
Sebastian Schon vor Wochen? Oh je.
Stefan Ja.
Sebastian Ja, also ich kann immer wieder sagen, wer sich bei mir meldet, sagt, ich möchte mal mitmachen, wir machen so ein schönes Vorgespräch, ich mache mir ein paar Notizen und dann läuft das,
Stefan das war wirklich toll. Bis auf, dass ich das in der Garage führen musste, war das wirklich toll.
Sebastian Gott, in der Garage.
Stefan Ja, das hat mit unserem etwas schwächlichen Mobilfunknetz zu tun hier.
Sebastian Ja gut, aber auch das, so schlimm ist das, wenn das jetzt minus 30 Grad da draußen wäre, dann würde ich dich bei der Garage etwas mehr mitleiden.
Stefan Ja. Nee, das war aber okay. War kein Problem. Alles gut.
Sebastian okay, dann pass auf Stefan, ich wünsche dir einfach noch einen ganz wunderbaren Restabend. Ich bedanke mich, dass du so viel erzählt hast, auch so detailreich und auch so verständlich vor allem, dass du das auch rüberbringen konntest. Toll, bin ich absolut begeistert und also für mich hat sich der Abend allein schon deswegen gelohnt, weil ich wieder was gelernt habe und einfach auch wieder diese positive Stimmung hier mitnehmen kann und das finde ich klasse, danke schön.
Stefan Ja, das ist doch super. Ja, Sebastian, ich bedanke mich bei dir auch, dass ich bei dir sein durfte. Und dass wir uns auch so ausführlich unterhalten konnten. Das war jetzt richtig toll. Das gefällt mir richtig gut. Das ist richtig schön. Mal gucken, wie sich das weiterentwickelt.
Sebastian Genau, und bevor wir uns jetzt verlieben, wünsche ich dir noch einen schönen Restabend, mach's gut, tschüss.
Stefan Wir werden sehen. Ja, tschüss.
Sebastian Hui, ja, das war Stefan, also

Biostrohhalme

Bilderbuch, ne. ne? Was machen wir denn jetzt? Ich trinke jetzt erst nochmal einen Schluck von meinem Gin Tonic, der dürfte damit dann so ziemlich leer sein und ich bestelle hier mit meinem Podcastsubbie einen Nachschub. Das Interessante dabei ist, wir haben jetzt Strohhalme, die sind äh, ich weiß nicht, essbar oder kompostierbar? Beides, ne? Naja, also auf jeden Fall sind die jetzt auf jeden Fall umweltschonend und die klackern aber immer so komisch. Also, wir bleiben natürlich dabei, aber wenn ich jetzt Geräusche mache nebenbei, dann liegt es daran. Ich würde gerne noch mit jemandem sprechen und siehe da, ich habe eine Telefonnummer für euch, liebe Hörer. Die Nummer ist die 05 und wie immer bin ich gespannt, ob jetzt jemand anruft. Ich schiebe nochmal das Fenster hin, dass ich das auch mitkriegen würde, wenn jemand anruft. und ja, ich bin offen für alle Themen, man kann mit mir über so ziemlich alles sprechen und bis sich jemand entschlossen hat, dort anzurufen und zu sagen, ja, ich erzähle auch ein bisschen was oder ja, mir ist was Positives passiert, etwas Negatives, vielleicht hat dann noch jemand in der Corona-Krise den Mut gefunden, mit seinem Partner mal zu sprechen und dabei ist irgendwas entstanden oder auch nicht, ja, dann einfach die Nummer wählen, dann klingelt das bei mir und dann sprechen wir miteinander. Bis das hier klingelt, werde ich jetzt ein paar Ankündigungen

Stix bei Notvanilla

machen. Was haben wir denn da? Das erste ist, ich hatte ja Coco und Marc von Notvanilla mal hier in der Live-Sendung und natürlich war ein Gegenbesuch notwendig und den haben wir aufgenommen. Und am Samstag, also jetzt am Samstag, den, ich glaube, 4. Juli erscheint das dort bei Notvanilla. Hört den Podcast mal an. Ich habe ehrlich gesagt ein bisschen verdrängt, was ich da erzählt habe und wie viel ich über mich erzählt habe und nicht über mich. Keine Ahnung, vielleicht ist für Hörer der Kunst der Unvernunft auch gar nichts Neues dabei. Dabei, ich habe es selber noch nicht gehört, ich bin da sehr gespannt und in ein paar Wochen werde ich den, mal gucken, ob ich da vielleicht einen kleinen Trailer dann bei mir in den Podcast-Feed reinschmeiße oder ich habe gefragt, ich dürfte auch die ganze Folge bei mir in den Feed reinwerfen. Mal gucken, was ich da mache. Dann habe ich noch was aufgenommen.

Stix bei Ben spricht

Mich hatte nämlich Benni gefragt vom Ben spricht Podcast und das ist ein Podcast, da geht es überhaupt nicht um BDSM, sondern da geht es um alles mögliche. Und der macht unglaublich tolle Interviews und der bereitet sich vor und zwar echt gut. Und der hat gesagt, er würde gerne mal über BDSM sprechen und ein Hörer hatte mich da empfohlen und da haben wir da irgendwie abends, nachts eigentlich zweieinhalb Stunden gesprochen und ich habe dann versucht, Worte zu finden für Nicht-BDSMer und habe versucht zu beschreiben, wie das so ist. Beispiel mit dem Marathon kam vor und all das Zeug. Das wird auch demnächst erscheinen. Ich bin da selber sehr gespannt drauf, weil ich habe überhaupt keine Ahnung, wie das gelaufen ist. Das ist total schräg, wenn man mal dabei ist. Da muss ich echt mal gucken, ja, wie ich, da habe ich wieder Lampenfieber. Das ist fürchterlich. Ich war so froh, dass ich das los bin. Und jetzt klingelt hier das Telefon sehr gut. Ich drücke mal den Annahmeknopf.

Anruferin Tessa

Hallo, Sebastian hier.
Tessa Hallo, Tessa hier.
Sebastian Hallo, Tessa.
Tessa Ich habe dich noch zu Ende reden lassen, bevor ich anrufe.
Sebastian Tessa, du hast mit Kalkül mich hier zu Ende quatschen lassen, okay?
Tessa Genau. Ich wollte dich reinquatschen.
Sebastian Ach Quatsch, um Gottes Willen, ich lege das alles so aus, dass man mich jederzeit unterbrechen kann. Ich kann ja danach nochmal von vorne anfangen.
Tessa Stimmt.
Sebastian Ja, hallo Tessa, worüber sprechen wir?
Tessa Hallo. Ich habe zwei Sachen sogar. Einmal habe ich mich letzte Woche schon angerufen und hatte da, da wart ihr bei den bösen Büchern und ich muss es nochmal aufgreifen, weil es mich einfach eine völlig andere Sicht auf die, ja, sowohl auf die Shades of Grey Bücher als auch jetzt auf den neuen Film, weiß nicht, ob du ihn kennst, 365 Tage habe. Also ich kenne beides.
Sebastian 365 Tage ist der mit dem Mafioso, ne?
Tessa Naja, genau, genau,
Sebastian Der sich irgendwie eine Sklavin im Keller hält und darauf wartet, dass sie sich endlich in ihn verliebt, war das sowas?
Tessa Naja, im Keller würde ich es nicht unbedingt nennen.
Sebastian Ich habe ihn nicht gesehen.
Tessa Wenn man es aus einer BDSM-Perspektive betrachtet, hat er natürlich nicht viel BDSMiges. Er deutet immer nur an.
Sebastian Okay, lohnt sich also nicht.
Tessa Wenn man den Kontext kennt, dann lohnt es sich nicht. Wenn man den Kontext kennt, dann kann man immer erahnen, wo das hingehen könnte. Aber es passiert nicht viel. Die tolle Spreizstange ist schon das Schlimmste, was da so passiert.
Sebastian Na, immerhin. Ich glaube, bei Netflix oder so läuft der, ne?
Tessa Die wollen jetzt ganz viele haben. Je mehr sie sich zappelt, geht die auseinander, aber nicht wieder zusammen. und die Szene findet die ganz gut.
Sebastian Ach Interessant. Ja.
Tessa Ja, und das hat sich lustigerweise ergeben, dass vor zwei Tagen mich meine Schwiegerin nämlich auf Shades of Grey angesprochen hat und nämlich auch mit dem Satz, ich hab den geguckt, aber ich hab, wenn es schlimm war, musste ich immer weggucken. Und ich finde, das zeigt, wie die Vanillas darauf reagieren, auf diese Filme. Deswegen habe ich ja selbst so eine Vanilla-Teenie als Tochter, die ist 18, ja, deswegen finde ich, leisten die einfach einen sehr wertvollen Beitrag, zwar nicht für uns und nicht für die Szene und sicherlich fällt das auch sehr toxisch dar. Man ist ja nur irgendwie BDSMler, wenn man irgendwie eine schwere Kindheit hatte und dieser ganze Background passt natürlich nicht so richtig, aber das so genau gucken, glaube ich, die Vanillas nicht. Ich finde aber, dass auch 365 Tage jetzt einen klitzekleinen Schritt weiter geht, also dass sie sie so ein bisschen mainstreamfähiger machen, so ein bisschen,
Sebastian Achso, also du meinst, dass einfach eine Gewöhnung in der Gesellschaft stattfindet, weil das öfter mal Thema ist.
Tessa genau. Genau, und
Sebastian Ja, das finde ich total super. Ich habe mir das ja letztes Jahr hier im Podcast schon gewünscht und habe gesagt, liebe Drehbuchautoren, und baut das ein, und zwar möglichst nebensächlich, aber baut es ein. Vielleicht lag es ja daran, mein Größenwahn ist unermesslich.
Tessa ich nicht, ich habe so ein bisschen den Eindruck, ich hatte so ein bisschen den Eindruck, dass 365 Tage auf diesem Verschleppt-Roman passiert, ich weiß es aber nicht, ich habe mich nicht mit der Materie auseinandergesetzt.
Sebastian Ist
Tessa Ich habe den gehört als Hörbuch quasi und ich fühlte mich sehr daran erinnert.
Sebastian das ein Film oder eine Serie?
Tessa Der Film, der 365 Tage, das ist ein Film, aber ein Dreiteiler, so weit ich das kann
Sebastian Ja. Dreiteiler, das heißt maximal sechs, sieben Stunden. Das bedeutet so ein langer Tag am Wochenende auf der Couch, alles klar. Das kann man opfern für die Recherche.
Tessa man machen, aber es gibt, glaube ich, erst den ersten Teil, der ist ja gerade erst auf Netflix, der schlägt ja jetzt gerade erst Wellen quasi.
Sebastian Okay, also
Tessa Also ich habe ihn selber geguckt und wir haben ihn gemeinsam geguckt und ich fand ihn wirklich nicht gut. Also so mit BDSM-Bezug, das kann sein, das ist nichts. Der ist wirklich nichts. Aber ich habe ihn meiner Teenie-Tochter gucken lassen, die wollte ihn sowieso gucken und die finden ihn total toll. Also die Vanillas reagieren anders auf diese Filme als wir. Und ich glaube, dafür ist das gar nicht schlecht. Also wenn man schon weggucken muss, weil das zu schlimm ist bei Shades of Grey, dann... Ich habe nur gegrinst.
Sebastian ich unterbreche, das ist wie so ein Kuss zwischen zwei Männern. Beim ersten Mal war das Wahnsinn, dass das irgendwo gezeigt wird und inzwischen kommt das in jeder halbwegs anständigen Serie einfach vor und ist auch kein Drama. Das wird einfach eingebaut und gut ist.
Tessa ja. Ja, ich glaube, dass es dahingehend schon wertvolle Arbeit leistet, wenn es auch für die Szene eher nichts ist und sich viele, viele auch daran stören. Aber ich sehe sie trotzdem positiv, die Filme, wenn auch nicht für uns, wenn man das so...
Sebastian Ganz kurz, weil das auch jetzt gerade aus dem Chat kam und die Verbindung ist nicht ganz optimal, wenn du ein bisschen langsamer sprichst, dann verstehen wir dich ein bisschen besser.
Tessa Ach so, ja, ich tendiere dazu, zu schnell zu sprechen, wenn ich aufgeregt bin.
Sebastian Du brauchst gar nicht aufgeregt zu sein. Wir zwei unterhalten uns und dann ist gut.
Tessa Ja, man weiß ja, dass alle zuhören und das auch noch nachhören.
Sebastian Nein.
Tessa Ja, also meine Schwiegerin sagt, ich habe sie angegrinst quasi am Telefon und habe nur gesagt, wenn du wüsstest, weil sie ja weiß, dass wir das betreiben. Und ich glaube, sie hat auch nur deswegen geguckt, weil sie verstehen wollte, was wir da so machen und musste weggucken.
Sebastian Ja, das ist dann echt schlimm, weil das ist nun wirklich nicht gut, um das zu verstehen. Also was sagst du denn da?
Tessa Nee, nee, nee, ist es auch nicht, weil sie auch gesagt hat, Mensch, und die läuft ja dann auch weg. Also bei Shades of Grey ist sie ja auch erstmal total überfordert und läuft auch davon und kommt dann aber irgendwie trotzdem wieder. Und das hat sie nicht verstanden, wenn man doch überfordert von der Thematik ist, wieso man dann, keine Ahnung, zwei, drei, vier Wochen später dann doch wieder zurückgeht und es mit sich machen lässt.
Sebastian Ja, weil der Film dann zu Ende wäre. Der Held darf nicht sterben.
Tessa aber das ist ja in der Szene auch manchmal so, dass man erstmal denkt, oh Gott, also wenn man es nicht schon von Kindheit an weiß und mit sich trägt quasi, so ging es mir. Ich habe erstmal gedacht, oh Gott, warum? Wieso? Warum macht Frau das? Kann ich nicht verstehen und dann blieb ich aber trotzdem da offensichtlich. Ich habe denselben ähnlichen Werdegang quasi und ja.
Sebastian Ja. Pass auf, ich hab das getwittert unter der Woche, weil ich bin auf einen Film gestoßen, über irgendwelche dummen Zufälle. Den hab ich gesehen Und vielleicht kennst du den auch, das ist ein Zweiteiler, Nymphomaniac heißt der.
Tessa Nee, den kenne ich nicht.
Sebastian Okay, also ich habe jetzt mal das Bedürfnis, drüber zu reden.
Tessa Mach mal.
Sebastian Ist das okay?
Tessa Ja, ja, ja.
Sebastian Also es geht nicht nur mir so, es ist ein Film, ganz kurz beschrieben, es geht um eine Frau, die sich selbst als Nymphomanin beschreibt und sie unterhält sich mit, ich weiß nicht, ist das ein Priester, mit einem Mann auf jeden Fall über ihr Leben. und hat tausende von Männern und alles mögliche, aber da gibt es eben eine Szene, eine Szene im BDSM-Bereich, sage ich jetzt mal. Wobei BDSM ist das so jetzt nicht. Vielleicht soll ich das spoilern? Ja, kann ich eigentlich mal machen. Also sie ist dann irgendwo, das ist wie so eine Klinik, so ein Wartezimmer, da sitzen mehrere Frauen und dann kommt da so ein junger Typ, könnte irgendwie Medizinstudent sein, der kommt dann immer da raus und holt da eine Frau rein Und eine halbe Stunde später holt er die nächste ab, also einer nach der anderen, weist Termine zu, also wie so ein gestresster Arzt. Und der macht mit ihr Dinge, also da ist dann so eine Couch und da legt er sie drüber, das Telefonbuch noch schön über die Lehne, unter den Hintern und nimmt dann so ein LKW-Spanngurt und das ist alles sehr, also von der Bildsprache her sehr deutlich. Deutlich. Und was ich bemerkenswert fand, er peitscht sie aus. Und das ist der erste Film, der auch mal im Kino gezeigt wurde, wo ich gesehen habe, okay, das sieht echt aus. Also da entstehen Striemen, da wackelt der Hintern. Das sieht genau so aus, als wenn ich das jetzt hier mit dem Podcastsubbie tun würde. Und habe also diese Szene gesehen und diese Interaktion und da denkt man sich, oh super, und wir saßen beide hinterher im Bett und dachten uns, okay, wir haben jetzt das erste Mal authentisch ein BDSM gesehen, also auf Leinwand und wir sind beide völlig verwirrt und geschockt. Also, tatsächlich, wenn das irgendein Porno wäre, okay, aber nein, das hat mich echt fertig gemacht und dann haben wir den Film noch zu Ende geguckt, einen Tag später und sind immer noch völlig ratlos, aber ich habe das wirklich gesehen und das ist so eine ganz eigenartige Stimmung und wer diesen Film nicht kennt, also Nymphomaniac, kann man mal googeln, ich weiß jetzt nicht, ob er noch frei irgendwo verfügbar ist, er war es glaube ich bis zum 1.
Tessa Das erwartet man da nicht.
Sebastian Juli, ähm, ui, aber da hab ich echt so gemerkt, also so abgebrüht ich ja sein mag, an der Stelle bin ich es nicht.
Tessa Ja, und dann das mal für einen Vanilla. Das ist noch schwieriger. Die offensichtlich bei Shades of Grey weggucken müssen. Und da passiert ja nichts. nix. Also ich glaube, für den Mainstream sind sie wichtig, einfach um das so ein bisschen massentauglicher zu machen. Deswegen finde ich das immer so ein bisschen schwierig, dass das in der Szene so extrem, dass so Anti-Haltung dagegen besteht.
Sebastian Ja, aber ich glaub, da ist ja der Unterschied, ist, dass Shades of Grey durch den Medienhype außenrum als BDSM-Film gehypt wird.
Tessa Aber
Sebastian Also klar, selber ist es auch das Hauptthema, aber eigentlich ist das Hauptthema, glaub ich, die Beziehung zwischen den beiden.
Tessa schon mit dem Fokus da drauf. Also ich habe Shades of Grey selber und tatsächlich die Bücher gelesen ursprünglich und finde sie heute fürchterlich. Ich habe heute, ich habe noch mal mal angefangen, jetzt mit BDSM-Hintergrund sie zu lesen und habe sie direkt wieder weggelegt. Kann man nicht machen, kann man einfach nicht machen. Aber wenn man BDSM noch nicht in seinem Leben integriert hat oder nur so ein bisschen, so Hintergrund, dann sind die gar nicht so schlecht und dann blendet man auch diesen toxischen Hintergrund so ein bisschen aus.
Sebastian ich glaub, das ist der Punkt.
Tessa Ja,
Sebastian Man muss in der Szene sein, um den den toxischen Hintergrund zu erkennen. Und wenn ich keine Ahnung habe, dann könnte es ja sein, dass mir das zumindest die Tür öffnet, dass ich anfange mal zu googeln und meinem Partner drüber rede und vielleicht fängt man dann ja irgendwas anzumachen.
Tessa ich glaube auch.
Sebastian Danach kann ich es immer noch toxisch finden. Aber erst mal ist ja eine Tür aufgemacht. Das ist ja erst mal gut.
Tessa glaube, es spart einfach der Jugend vielleicht auch Zeit, wenn man das so sagt. Sie wissen einfach um die Existenz Und ob sie das jetzt nur nutzen für sich oder nicht, ist dann was anderes. Aber sie wissen es einfach. Sie wissen, dass es gibt, sie wissen, dass es okay ist. Einfach, weil es normal ist, weil das nicht mehr so in so einer Schmuddel-Ecke. Und da wollen sie ja auch eigentlich gar nicht sein.
Sebastian Also wäre jetzt die Frage, mehr Filme, egal wie schlecht sie sind in dem Bereich, Hauptsache mehr.
Tessa Meistens jedenfalls. Die dürfen sich schon weiterentwickeln. Also ich finde schon, der Schritt zu 365 Tagen war jetzt schon gut. Da darf aber dann auch noch mal ein bisschen mehr kommen. Also im Moment deutet es sich nur an und das vor allem in den Dialogen. Gar nicht so sehr in der Handlung, sondern eher in dem, was so gesprochen wird. Ja, und das schwingt einfach immer so ein bisschen mit. Mehr aber nicht. Aber ich glaube, es reicht schon mal erstmal so als nächsten Schritt. Dann müssen die sich aber weiterentwickeln, finde ich. Dann muss schon, da muss mehr kommen.
Sebastian Aber weiterentwickeln heißt ja immer noch beim Mainstream, dass es immer noch für einen unbedarften Menschen, der da keine Ahnung von hat, trotzdem irgendwie verstehbar sein muss. Shades of Grey versucht ja, das zu machen.
Tessa Ja, oder der fängt halt mit Shades of Grey an.
Sebastian Ja,
Tessa Jemand, der so gar keine Ahnung hat, muss halt von vorn anfangen.
Sebastian gut, aber das ist ja immer so die Kunst beim Filmen machen, dass man halt immer in 15 Minuten dann quasi so das Setting herstellt und guckt, wer ist sympathisch, wer ist unsympathisch und dass man dann so ein bisschen erklärt, warum jetzt was passiert.
Tessa Ja, ja, wissen
Sebastian Außer man heißt Scorsese, dann kann man darauf auch pfeifen. Dann ist das anders. So, Ich habe hier aus dem Chat ein bisschen was. Du bleibst einfach dran die ganze Zeit und wir quatschen und wir gucken mal. Aber ich nehme das jetzt hier mal so als schönen Einschlag. Erstmal Sarah Blume ein paar Infos hier zum Nymphomaniac. Der Darsteller, der zuschlägt in dem Film, ist Imo auch tatsächlich Pornodarsteller der BDSM-Schmiede Kink.com gewesen. Das hätte ich mir denken können. Ich fand, der sah aber so aggressiv aus beim Zuschlagen. Der war überhaupt nicht gelöst oder entspannt. Der sah aus, als ob er irgendwie hier gleich mit dem Hack... Naja gut, ich mag ja nicht so viel Spoilern. Aber Sarah Blume sagt auch noch, das sei ein toller Film. Ja, finde ich auch. Und Regenbogensub schreibt, wenn selbst wir da immer schockiert, wir reagieren dann Vanillas da drauf.
Tessa wir, was wir gucken.
Sebastian Da mag ich sagen, ich glaube, der Schock besteht bei mir auch eher darin, dass man immer sagt, das müsste man mal authentisch machen. Oder dann hast du unvorbereitet, hast du plötzlich was Authentisches. Und ich versuche gerade mir vorzustellen, nimm Nymphomaniac, diese Szene, und die bauen wir jetzt einfach mal in Shades of Grey ein. Der Film wäre sowas von gefloppt, den hätte niemand gesehen.
Tessa Weiß man nicht.
Sebastian Du kennst ihn jetzt nicht, das ist ein bisschen unfair dir gegenüber, aber das ist wirklich so der Gedanke, das wäre tatsächlich das, was wir uns alle gewünscht hätten. dass das ein bisschen realistischer ist und ein bisschen mehr. Ich glaube, das hätte es aber wieder kaputt gemacht.
Tessa Weiß man nicht. Also ich würde das gar nicht zwangsläufig unterschreiben, weil das nie so sehr wären diese Bücher, es waren ja ursprünglich die Bücher, die wurden ja dann nur irgendwann schlecht verfilmt, aber diese Bücher hätten nie so einen extremen Run und so einen Hype ausgelöst, wenn es nicht unterschwellig in ganz vielen da wäre, also das BDSM-Anlage, gerade die Frauen haben das ja, die haben das ja wie warme Semmeln quasi, wie geschnitten Brot, das meint man ja immer, die kriegen das ja weg und das wäre ja gar nicht, wenn nicht ganz, ganz, ganz viele Frauen da draußen sich mehr wünschen würden in der Sexualität, wie weit das dann geht, Bleibt ja viel dem Selbst überlassen, ne?
Sebastian habe das schon mal erzählt, aber ist ja egal. Ich kann es ja wiederholen. Ich habe das mal im Urlaub gehabt. Irgendwie so eine Hotel-Pool-Anlage und ganz viele Frauen lesen dieses Buch. Aber immer nur die Mädels erstmal, tatsächlich. Und zweitens, da gab es dann so ein Bücherregal, da konnte man so Bücher tauschen. Hast du ausgelesen, packst es rein, nimmst dir ein anderes raus, kannst das lesen und so. Und wenn wenn dir der Koffer zu schwer ist, dann lässt du es auch da. Und da waren wirklich mehrere Regalreihen, waren immer Shades of Grey Teil 1. Also die wollte keiner mit nach Hause nehmen, aber tatsächlich Menschen gesehen, dass sie das Buch offen gelesen haben, da am Pool, hast ja Zeit, ist mir jetzt kein Mann aufgefallen, ist in meiner Erinnerung. Ich kann mich da täuschen, aber
Tessa Nee, dafür ist es, glaube ich, auch zu viel Love Story. Shades of Grey ist ja doch sehr viel Liebesgeschichte. Und Beziehungsgedöns, hätte ich jetzt mal so gesagt.
Sebastian die Jungs können das auch toll finden.
Tessa Ja, findet ihr das toll?
Sebastian Also ich kann jetzt, wenn ich jetzt für mich spreche, dann habe ich mich jetzt selber torpediert.
Tessa Beziehungsgedöns.
Sebastian Ich sag
Tessa wollte jetzt sagen, mein Mann guckt mich gerade fragend an. Er würde eher so tendenziell, nee, eher nicht so. Love Stories kann ich alleine gucken. Nee, wir gucken auch keine Romantikfilme gemeinsam, das stimmt.
Sebastian Okay, also wie sieht denn dein persönlicher BDSM-Film aus, den du gerne sehen möchtest? Wo sagst du, ja, das ist okay, das finde ich schön, so könnten sie es richtig machen?
Tessa für die Szene oder für den Mainstream?
Sebastian Ja,
Tessa Ach,
Sebastian natürlich für beide. Und natürlich damit die Szene Nachwuchs aus dem Mainstream erhält. Also
Tessa das passiert, glaube ich, seit Fifty Shades of Grey war, haben wir ja gesehen. Das passiert, glaube ich, schon, dass wir den Nachwuchs aufgrund dieser Basis, dass die Szene Zulauf bekommt und dass die jungen Leute anders damit umgehen. Also meine Teenie-Tochter geht da ganz anders mit um. Die fragt natürlich nicht mich, aber sie geht trotzdem anders mit um. Mit mir will sie da nicht drüber reden. Also wegen mir dürfte jetzt so im nächsten Schritt tatsächlich, da darf auch mal eine Peitsche zu sehen sein, ob jetzt wirklich viel eingesetzt wird oder das darf schon in die richtige Richtung gehen. Da darf vielleicht auch mal so ein D/s-Gefälle mit rein von uns, das nicht nur angedeutet ist. Sie läuft ihm ja weg und er fängt sie wieder ein. Ein bisschen ist ja schon drin in den 365 Tage, aber ich, ja immer nur so, lässt einfach viel der Fantasie. Und wer die Fantasie vielleicht nicht hat, kann das nicht reißen.
Sebastian wir nutzen einfach mal weiterhin die Macht der Reichweite, dass wir einfach sagen, mehr davon und das Ganze nicht zum eigenen Thema machen, sondern einfach zeigen, wenn angedeutet wird, dass Leute gleich Sex haben, da war das ja früher immer, das Licht geht aus, also die Leute gehen ins Bett, machen die Nachttischlampe aus und dann ist der nächste Morgen, inzwischen sind wir weiter, sie knutschen noch oder fummeln noch aneinander irgendwie rum oder irgendwas, sie ziehen sich zwar nie aus, aber okay, jetzt können sie also auch schon mal die Peitsche rausholen und dann das Licht ausmachen und dann ist der nächste Morgen, dass man einfach so merkt, das ist halt ein Teil von Sexualität und das ist okay und wenn das dann noch die mittelständische Familie auch noch macht, Also die heile Welt und da gibt es trotzdem BDSM und die sind trotzdem glücklich, die Menschen.
Tessa bisschen realer. Ja, ja. Ja, das kann man.
Sebastian Aber wäre das denn nicht, gut,
Tessa Ich glaube nicht, dass das den Menschen überfordert.
Sebastian aber wäre das nicht gelogen? Also wer macht BDSM?
Tessa Ist das denn gelogen?
Sebastian Macht das denn jeder und macht das so, ne?
Tessa Ja, aber es machen eben, Und das ist nämlich das, es machen halt auch nicht nur komische Menschen. Und das ist so das Vorurteil, das vorherrscht.
Sebastian Nein, ja.
Tessa Ich hatte ein Interview mit jemandem, der hat einen Interviewpartner gesucht, über den Joyclub kam, das ist auch egal.
Sebastian Ja.
Tessa Und der, das war so ein Student, der einfach für das ZDF irgendwas, ein kleines BDSM-Interview, das Thema war eigentlich, dahin gehen, wo es weh tut. Und da ist ihm als erstes BDSM und SM eingefallen.
Sebastian Ach, war das, ich glaube, das kenne ich, das Ding.
Tessa Und der hat so
Sebastian Wie hieß denn das noch gleich?
Tessa ein Online-Format vom ZDF.
Sebastian Ja, das Podcastsubbie weiß, glaube ich, was es ist und schickt mir das bestimmt noch mal kurz in den Chat rein hier. Ähm, oh, wie hieß denn das?
Tessa Und der ist danach nach Hause gefahren und hat gesagt, ich habe einen komplett anderen Blick jetzt auf das BDSM, als ich den hatte, als ich hergekommen bin.
Sebastian Ja,
Tessa Der hat gesagt, das ist völlig anders, als das, was er so erwartet hatte. Ihr seid so normal und ein Haus und da sind Katzen und Kinder und ein Aquarium. Und irgendwie hat er, ich weiß auch nicht, was er erwartet hat, aber ich kann natürlich schon mit Zeit verentfangen. Ich weiß nicht, was er erwartet hat. Ich muss ein bisschen schmunzeln drüber. Aber ja, der kam wirklich mit sehr, sehr vielen Vorurteilen hierher und ging mit einem völlig anderen Bild wieder. Da muss es einfach weg, finde ich. Das machen so ganz komische Menschen. Also wer das macht, hat irgendwie ein... Da stimmt was nicht mit dem.
Sebastian ja, ähm, ich glaub Wild Germany hieß das, kann das sein?
Tessa Na nee, sowas höre ich das nicht mehr.
Sebastian Dieses Format? Nee? Okay, aber das hab ich mal gesehen, da hat sich nämlich der, ich nenn ihn jetzt mal Reporter, das ist eine Doku, ähm, hat sich da auch mal, äh, einbondagen lassen, auch mal so ein Hängebondage gleich, ne, wo du auch wieder merkst, ne, da ist ein bisschen viel jetzt auf einmal, ähm, und dem kam das alles auch ein bisschen gruselig vor und der hat halt einfach mal probiert. Sie haben es auch irgendwie geschafft, in einem Club zu drehen, was ich sehr interessant fand. Oder Wild Germany bekomme ich gerade gesagt, dass es so richtig heißt.
Tessa Nee, nee, das war
Sebastian Aber auch da, öffentlich-rechtlicher Rundfunk nimmt sich dem Thema so ein bisschen an. Finde ich schön.
Tessa Ja, ja, also das ist zumindest menschlich tauglich, hätte ich jetzt gesagt. Also ich glaube, das war auch nichts, das wirklich veröffentlicht werden sollte, sondern das war irgendwie eine Bewerbung auf dieses Format quasi. Also er wollte da arbeiten und die haben als Thema vorgegeben bekommen, dahin, wo es weh tut und das war das, was er draus gemacht hat. Ich habe keine Ahnung, was der Redakteur dazu gesagt hat.
Sebastian Ja, gut. Ich gucke gerade mal, genau. Smart hat noch was in den Chat reingeschmissen. Da fiel das schöne Wort Secretary. Ist ja auch normal. Wenn wir schon bei Filmen sind, den kennst du bestimmt auch.
Tessa Ja, den kenne ich ja.
Sebastian Ich mag diesen Film.
Tessa Ja, ich auch.
Sebastian Ich finde ihn schön. Auch da ist wieder diese schädliche, diese toxische Seite wieder enthalten.
Tessa Ja, ja.
Sebastian Und zwar nicht zu knapp. Und dennoch mag ich ganz viele Szenen in diesem Film. Abgesehen davon, dass die Schauspielerin, ich weiß leider nicht mehr, wie sie heißt, in der zweiten großen Batman-Verfilmung eine Hauptrolle hat. Das heißt, ich konnte nur die Secretary sehen. Das hat diesen Batman-Film irgendwie kaputt gemacht.
Tessa Das ist manchmal ein bisschen schwierig.
Sebastian Nein, aber ich fand, das Ding hatte ganz viele wunderschöne Aspekte, auch wenn die von der Story, man müsste glaube ich, so drei, vier Szenen müsste man entfernen. Dann ist der Film für mich gut. Aber der hat mir gefallen, muss ich ganz ehrlich gestehen.
Tessa Ja, den mochte ich auch. Aber er hat tatsächlich auch den Borderline-Hintergrund. Also dadurch auch einen toxischen Hintergrund, ja. Ja, schade, dass das immer so dargestellt wird. Gut, Shades of Grey macht das auch. Und damit tragen sie natürlich jetzt nicht dazu bei, dass es aus dieser Ecke rauskommt. Das stimmt schon.
Sebastian Müssen sie dann vielleicht diesen toxischen Hintergrund reinpacken. Das ist ja momentan auch so. Ja, wenn in Filmen geraucht wird, dann sind das immer die Loser, Verlierer und Bösewichte, die rauchen, aber die Guten rauchen heutzutage nicht mehr.
Tessa Damit es den Mainstream verkraftet. Die Gedanken hatte ich auch schon, weil bei 365 Tage ist es ja auch wieder kein Normalo, in Anführungszeichen. Es ist ein Mafiaboss. Also es kann ja nur irgendjemand sein, der nicht in der Mitte der Gesellschaft, der da nicht reinpasst. Also es ist auch wieder vom Hintergrund eigentlich nicht ganz so toxisch, aber schon niemand, der jetzt einfach, keine Ahnung, Büroarbeiter, Angestellte um die Ecke. sondern es ist halt wirklich ein Mafia-Boss.
Sebastian Also das ist vielleicht so ein Hilfskonstrukt. Ja, ich will das darstellen, aber ich krieg das nicht durch, wenn ich da nicht drumherum die Abgründe aufzeige und dann vielleicht noch die Moral von der Geschichte verkaufe.
Tessa Ja, ja, das kann sein, ja.
Sebastian Das müsste man doch auch irgendwie wegkriegen. Also wer entscheidet denn, was das in so ein Drehbuch so einen Aspekt rein muss? Weißt du das?
Tessa Schreiber, der Macher, weiß ich nicht, keine Ahnung.
Sebastian Also, okay, also wir müssen, wir müssen, also, ja, Drehbuchautoren müssen wir also offenbar mal auf die Finger hauen und sagen hier, ja,
Tessa Traut sich mal jemand, ja.
Sebastian ich glaube, naja, aber die Frage ist ja, wenn sich jemand traut, kriegt er dann sein Drehbuch verkauft oder muss er das dann redigieren, ne, weil das sonst nicht tauglich ist, ne. weil das kann
Tessa Ja, das ist die Frage, weil das hatte doch, glaube ich, Shades of Grey mit dem Schauspieler, die hatten ursprünglich einen anderen Schauspieler und der hat sich aber, glaube ich, aus genau dem Grund, wenn ich es richtig in Erinnerung habe, nicht getraut, weil er dieses Stigmata, für den Fall, dass das floppt und nicht zu viele Wellen schlägt, wollte er eben dieses Ding mal gar nicht mit sich tragen, wenn ich das richtig in Erinnerung habe.
Sebastian ich verstehen. Ich kann nicht verstehen, ich habe die beiden auch nie wieder erkannt.
Tessa Und hat die Rolle abgelehnt.
Sebastian Also nicht, dass ich sie nicht gesehen hätte, aber ich erkenne Schauspieler selten wieder. Also die Synchronsprecher, die erkenne ich, da habe ich ein Gespür für. Da kann ich genau sagen, aha, der und der und so und so. Das geht, aber diese Gesichter, wenn die noch ein bisschen anders zurecht gemacht sind, also das muss man mir schon sagen, wer das sein soll.
Tessa Das kann ich auch nicht gut.
Sebastian Ja gut, aber da ist ja ein Potenzial da, die Frage ist, gehen wir jetzt vorwärts oder gehen wir jetzt rückwärts und wo kommt die Produktion her, in denen das mal offener ist?
Tessa Kommt, glaube ich, darauf an, wie der Mainstream darauf reagiert. Und 365 Tage ist wohl auf Platz 5 oder so, habe ich bei den Netflix-Filmen. Das ist ja auch nur eine reine Netflix. Die trauen sich sowieso ein bisschen mehr als andere Streaming-Dienste.
Sebastian die haben auch Bonding gemacht und Bonding fand ich tatsächlich sehr humoristisch. Also wir hauen jetzt hier quasi alle Tipps raus, was man so alles gucken kann, wenn es einem am Wochenende unfassbar langweilig wird.
Tessa Langweilig ist er.
Sebastian Also Bonding ist einfach schon Folge 1 einfach schön, weil er Happy Birthday singen muss bei seiner ersten Session, um das mal zu teasern.
Tessa Den habe ich noch nicht. Den habe ich noch nicht. Bin noch bei Sex Education Okay, ich muss mich da erst durcharbeiten. Ich muss erst nachgucken. Ich gucke noch, ob das Abo meiner Tochter noch da... Ich muss überhaupt erst mal anfangen. Ich schmeiße hier ganze Liste durcheinander.
Sebastian Also bevor wir hier gleich zum Ende kommen, ganz ehrlich, Aber ich mag nochmal Menschen bitten, neuneinhalb Wochen zu sehen, weil ich habe den Film gesehen, habe den offenbar vergessen, den muss ich als Jugendlicher gesehen haben. Dann habe ich das Buch gelesen, das fand ich gut, dann gezielt den Film nochmal gesehen und war völlig enttäuscht. Das ist der Film mit der Kühlschrankszene, wo sie irgendwie alle möglichen Zutaten aufeinander auskippen. Das ist eine sehr erotische Szene, aber ist jetzt so offenbar schlecht zusammengefasst. Ich hätte gerne mal, dass jemand diesen Film nochmal sieht für mich und sagt hier, lohnt sich, dass ich den nochmal angucke, jetzt 20 Jahre später oder einfach wirklich trotzdem bleiben lassen. Weil das Buch, weiß ich, war gut.
Tessa kann ja jemand im Chat was dazu sagen. Vielleicht kennt ihn ja jemand gerade aktuell und kann was dazu sagen.
Sebastian Ja, der scrollt ja so schön. Ich kriege auch hier mal Schauspieler-Infos gerade. Sarah ist da gerade ganz fleißig. Maggie Gyllenhaal, genau, das ist die Schauspielerin. Da müsste ich diesen Namen echt mal merken, weil der hat da echt eine Lanze gebrochen. Wahnsinn. Was haben wir denn noch? Ich blätter mal kurz ein bisschen durch den Chat durch. Hier fragt noch Regenbogensub, das musst du entscheiden, ob du das beantworten willst. Wie geht denn deine Tochter damit um? Moment, ich lese es mal direkt vor. Wie geht denn ihre Tochter mit um, wie anders als die anderen Generationen? Oh Gott, ah, jetzt verstehe ich es, okay. Entschuldigung, da fehlte mir jetzt einfach ein Komma. Also wie meinst du, dass deine Tochter anders damit umgeht als andere Generationen?
Tessa Entspannter, entspannter. Ich kann es ja nur auf meine Generation oder auf das, was ich so in meinem Umfeld... Ich kann ja nie sagen, alle anderen in meinem Alter waren auch so. Nur das, was ich halt so mitbekommen habe. Aber für uns war das noch mehr tabuisiert. Wie du schon sagtest, so ein Kuss zwischen zwei Männern war ja schon eine Zeit lang, das hält ja jetzt oder ist mittlerweile etabliert. Aber es kommt so Stück für Stück mehr rein. Also zumindest meine Tochter geht entspannter damit um. Die nimmt es auf und für die ist das nicht so, oh Gott.
Sebastian Ich muss kurz sagen, Spock hat einen Freund und die knutschen und das war gut, ja, also soweit sind wir schon. schon.
Tessa Ja, das ist glaube ich auch in den Soaps und so, wenn ich das so mitkriege nebenbei, nicht mehr so das Thema. Ja, meine Stimme ist gerade...
Sebastian Trink einen Schluck, ich trinke auch nochmal einen Schluck mit diesem essbaren Strohhalm. Das ist widerlich.
Tessa Ja, das
Sebastian Entschuldigung.
Tessa klingt wie Essen und Trinken gleichzeitig. Ich habe auch so Papierstrohhalme, aber die knicken immer weg irgendwann.
Sebastian werde mich dran gewöhnen. Ich trinke vielleicht einfach wieder normal aus dem Glas wie ein anständiger
Tessa Ja, also auf jeden Fall entspannter. Sie geht sehr viel entspannter und auch, was ich so bei ihrem Umfeld mitkriege, ist das einfach viel offener und viel... Ja, das ist halt da. Nicht so verklemmt, nenne ich es jetzt mal so. Mag sein, dass vielleicht die Zwischengeneration ja zwischen mir und meiner Tochter Das ist ja auch nochmal so ein Mitteldings quasi.
Sebastian habe den Eindruck, dass da recht viele Menschen dabei sind, die stocksteif sind. Das liegt aber auch wiederum daran, dass ich Geschwister habe und da einen anderen Blick darauf habe. Also, Also, keine Ahnung,
Tessa Ich glaube, also ich habe so ein bisschen den Eindruck, dass die junge Generation, das ist schrecklich, ich bin gerade noch 35 und sage die junge Generation, aber dass die Generation Z, wie man sie nennt, dass sie sich freistrampeln, dass sie gerade wirklich versuchen,
Sebastian willkommen im Club,
Tessa tatsächlich offen und entspannt und, ja, ich nenne es immer klüschig und smooth zu sein, also wirklich sehr tolerant, sehr offen, alles sehr, ja, jeder darf sein, ein, wie er ist. Also es gibt nicht mehr so viele Stigmatas, die gesetzt werden. Ja, deswegen hat das wahrscheinlich gerade auch so eine Chance mit diesen Filmen.
Sebastian finde ich aber auch immer toll und deshalb mag ich auch immer irgendwie versuchen, mindestens in jeder zweiten Folge zu erwähnen, es gibt die SMJG, junge Menschen können da hingehen und sind nicht allein und das entwickelt sich.
Tessa Ja, ja.
Sebastian Und ich kriege das ja auch hier im Podcast immer wieder mit, dass man schon einteilen kann, Menschen über 50, da ist denen immer ganz wichtig, wie das früher war und bei mir fängt das auch schon so an, dass bei mir war das so, es war noch, es ist ungewöhnlich und schon irgendwie anders, also man grenzt sich von der Gesellschaft ab, aber es ist durchaus akzeptabel.
Tessa Den Eindruck habe ich auch.
Sebastian und dann nochmal 10 Jahre nach vorne, da ist das so, ach ja, das kann man ja mal machen, das kann ja jeder mal im Leben probiert haben, das ist doch völlig, ja normal weiß ich nicht, das liegt vielleicht wieder an meiner Bubble, ne, aber das ist da, dass man da, es ist okay, das kann man auch mal zugeben, ne,
Tessa ist okay. Genau, ja.
Sebastian das finde ich schön.
Tessa Man stößt also auch wir im Freundeskreis und in der Familie stoßen jetzt nicht auf Ablehnung irgendwo, weil ich bin schon ein Vertreter von, wer es wissen möchte, darf es wissen. Zu meiner Schwägerin habe ich nur gesagt, frag, was du denkst, fragen zu müssen und den Rest nimmt man einfach hin. Also mir reicht es, wenn es toleriert wird. Aber ich möchte jetzt auch auch nicht verstecken müssen. Wer damit nicht umgehen kann, der hat halt dann in meinem Umfeld einfach nichts verloren. Ich muss es niemandem aufzwingen. Wir würden jetzt nicht irgendwie offen auf der Familienfeier spielen. Aber ich mache jetzt auch kein Geheimnis draus, dass das zu unserem Leben gehört.
Sebastian Ja. Ja, es ist ja dann trotzdem noch Sexualität und Sexualität ist ja dann doch etwas, was durch alle Generationen weg nicht unbedingt öffentlich sein muss, ne.
Tessa Familientauglich, untauglich. Ja, nein. Und das muss auch nicht. Ansonsten, ja, Zeichen nach außen. Da guckt man immer, wie man es macht am besten. Ich habe es anfangs immer weggenommen, wenn ich in den Kindergarten oder zum Kinderturnen gegangen bin. Mittlerweile denke ich, wer es kennt und erkennt, kennt, der weiß es und wer es nicht kennt, der weiß es auch nicht und deswegen kann
Sebastian Ja, das ist doch gleich der nächste Punkt.
Tessa man es auch lassen. Ja,
Sebastian Was können wir BDSM-er denn dazu beitragen, dass das einfach in der Gesellschaft mehr in die Mitte kommt? Also haben wir nicht alle die Mission, dass wir sagen, komm, ich bin BDSM-er, ich habe die Aufgabe, pro Woche einen Menschen davon zu überzeugen, dass das doch gar nicht so schlimm ist. Und wenn wir das alle machen, dann haben wir nach zehn Jahren, haben wir dann alle durch.
Tessa meinst du, dass wir nicht, ah, nicht, dass wir dann anecken, also missionieren ist, glaube ich, das Falsche.
Sebastian Ja, da brennen wir noch so einen schönen Wachturm, äh, die Schlagzeilen mit und dann klingeln wir bei den Leuten an der Tür und sagen, wir möchten mit Ihnen über das Kreuz reden.
Tessa Genau, mit einer Peitsche. Na ja, gute Idee.
Sebastian Ähm, nein.
Tessa Nein, ich glaube, dass wir aber offen damit umgehen können. Viele verstecken sich, viele wollen nicht, dass man sie damit in Zusammenhang bringt oder dass man den realen Namen kennt und das in Zusammenhang bringt und einfach offener damit sein. Nein, also wir sind wirklich entspannt damit, auch den Kindern gegenüber. Die Kleinen verstehen es noch nicht und die Großen können fragen. Ohne dass sie jetzt unsere Sessions mitbekommen müssen. Das natürlich nicht. Aber es gehört zu uns, es ist Teil von uns.
Sebastian also
Tessa Und ja, das darf auch jeder wissen. Ich habe da gar kein Problem mit.
Sebastian Kinder sind ja immer wieder Thema. Ist ja auch in der Folge, guck mal, ich mache hier eine goldene Überleitung gerade, die jetzt am Montag erschienen ist. Auch da ist ja wieder ein Nachwuchs im Haus und da ist ja auch schon eine Überlegung. Da merkt man schon, dass Eltern ein Gewissen haben zu sagen, das ist ein Teil, den ich von meinen Kindern im Prinzip geheim halte und irgendwann muss der Tag kommen, wo ich da mal ein bisschen offener sein muss oder kann. Und das ist immer noch ein unglaublich schwieriges Thema, dann zu sagen, wann und wie und was und muss man es ihnen aufdrängen. Auf der anderen Seite, da habe ich noch keine goldene Lösung für gefunden. Das Einzige, wo ich mich jetzt drauf versteife, ist, dass man schon klar machen kann, dass Kinder im Haus, dass die merken, okay, Mama und Papa geht's gut, die haben Spaß miteinander und die haben da auch, glaube ich, ein Gespür für.
Tessa Ja, genau.
Sebastian Ich glaube, diese Botschaft, das muss man ihnen, glaube ich, auch gar nicht sagen, sondern das können die merken.
Tessa Ja, haben die auch,
Sebastian Wenn das grundsätzlich da ist, dann ist es auch, glaube ich, nicht so schlimm, wenn mal eine Peitsche oder ein Rohrstock irgendwo im Haus rumfliegt.
Tessa Nein, die, ach so, das ist gar nicht, wir haben das im Schlafzimmer. Und da haben die auch nichts, nicht wirklich was drin verloren. und wenn, dann ist es Mittelalter-Deko.
Sebastian Also mein Büro-Whiteboard hat einen Zeigestock.
Tessa Also die Schlafzimmer-Umgestaltung, ja, oder ein Zeigestock, genau. Die Schlafzimmer-Umgestaltung haben wir ihnen einfach als Mittelalter-Deko verkauft, das klappt auch noch.
Sebastian den,
Tessa Irgendwann werden sie schockiert feststellen, was es wirklich ist, aber gut. müssen wir drüber reden. Nein, also wir drängen den Kindern das nicht auf, das war jetzt vielleicht missverständlich, sondern wir sprechen genauso normal drüber, falls es mal zum Thema werden sollte, wie über Schwulsein oder Transsexualität. oder über, es ist normal, es ist einfach nichts, was irgendwie, oh Gott, wäre. Also es ist, ne, auf einer Ebene mit allem anderen Sexuellen.
Sebastian in der denkt man sich, guck mal, ich ziehe hier einen Menschen ran, einen toleranten Menschen ran, aber irgendwie im Hinterkopf das Gefühl, zwei, drei Häuser weiter wird den Kindern gesagt, oh Sexualität, das ist der Teufel, das kannst du ja nicht machen.
Tessa Ja, man kann ja,
Sebastian Also ein leichtes Gefühl habe ich da und das bremst.
Tessa gibt's wahrscheinlich auch.
Sebastian Also ich fasse mal zusammen, also Medien als Akzeptanzbeschleuniger sind eine Möglichkeit, die Frage ist, wie viel Anspruch haben wir, weil wenn wir BDSMler und ich gehöre da auch dazu, also mein Hang zu Grey-Bashing, das macht ja auch Spaß. Spaß. Aber das trägt, glaube ich, nicht dazu bei, wenn die Szene immer sagt, ist nicht realistisch, ist toxisch, ist dies, ist das, ist jenes, also alles zu kritisieren, habe ich das Gefühl, ist keine Lösung, das zu fördern, dass es davon mehr gibt und dann besteht ja vielleicht auch mal die Chance, dass was Gutes dabei ist. Alles doof zu finden, das ist recht einfach, ehrlich gesagt.
Tessa Genau, genau.
Sebastian Da schließe ich mich selber auch nicht aus.
Tessa Das war das, ja genau, das war das, wo ich gesagt hab, das muss ich mich einfach nochmal gegen den, das Gros der Szene stellen und das auch mal eine Lanze für diese Filme brechen, wenn auch nicht aus unserer Perspektive. Aber sie leisten einen Beitrag und der ist, glaube ich, ganz wichtig.
Sebastian Jetzt hast du mich überzeugt, das gelingt nicht vielen.
Tessa Kann man so stehen lassen, ne?
Sebastian Gratulation Nein, aber das
Tessa Jetzt sind wir so lange bei einem Thema hängen geblieben.
Sebastian deshalb mache ich das ja auch, weil ich so ein bisschen ich mag ja andere Perspektiven sehen, andere Meinungen, weil eine Meinung habe ich mir schnell gebildet, aber und davon abzurücken ich finde das ist immer ein schönes Gefühl, wenn man feststellt, okay, da geht noch ein bisschen mehr im Kopf und ja, ich würde jetzt in Zukunft Shades of Grey etwas differenzierter betrachten und sagen es ist ein Beitrag, der uns unterm Strich nicht geschadet hat So viel Lob kann ich da wohl rausrücken.
Tessa Denke ich auch, Gerade so mit ganz viel. Man muss es einfach eher differenziert, ist glaube ich, richtig, ja. Einmal aus dem Blickwinkel der Szene kann man es betrachten und dann gibt es aber eben auch noch den Blickwinkel, der Vanilla ist.
Sebastian muss gestehen, es gibt doch eine Szene und die fand ich gut in dem Film. Nämlich wo sie sagt, ja das machen wir, aber wir verhandeln jetzt an einem neutralen Ort. Und dann stellt sie Forderung und sagt, so und so läuft das als Sub. Und das wiederum fand ich gut, weil das ist dieser Funke, die selbstbewusste Sub, die ganz klar macht, du kannst hier nicht jeden Scheiß machen, aber wir können zusammen Spaß haben.
Tessa Ja, genau.
Sebastian Und das, ja doch, das ist ein Aspekt, der ist in meiner Erinnerung gut gewesen und schön, dass er drin war.
Tessa Den müsste man vielleicht auch noch ein bisschen herausheben, weil es gibt sehr viele Subs da draußen, die sich immer nicht trauen, was zu sagen.
Sebastian Aber,
Tessa Und die immer denken, sie müssen das so machen, weil Dom das so sagt. Da gibt es leider ganz viele. Jetzt nicht unbedingt im Podcast, wir sind aufgeklärter, da habe ich nicht den Eindruck, aber auf Joy, wenn man jetzt mal eins nennt, dann in den einzelnen Subgruppen gibt es schon viele, wo ich mich immer frage, Bilder schicken und solche Sachen. Also es gibt viele Subis da draußen, die sich gar nicht aufmucken trauen.
Sebastian ja, das ist ja,
Tessa Also immer nicht, weil sie dann immer denken, sie wären nicht subig genug.
Sebastian da machst du jetzt wirklich ein Fass auf.
Tessa Und Bratty grinst sich dann nur eins. Ja, da müssen wir ja auch gar nicht. Wollte ich gar nicht.
Sebastian Ja, also das ist nochmal ein ganz eigenes Thema, da könnte man sich auch nochmal ganz viel drüber unterhalten, aber das hat auch, glaube ich, viel mit dem zu tun, was bin ich und was möchte ich sein und wie komme ich da hin und auch da gehört zum Ausprobieren dazu, glaube ich, auch zu sagen, okay, ich kusch da jetzt mal ganz besonders. das und zum Glück hat
Tessa Nee, da gar nicht bewusst. Nee, das meinte ich nicht damit, sondern es gibt viele, die das machen, weil sie denken, das muss so sein. Da muss man Aufklärung leisten. Wir haben neulich schon überlegt, dass man immer, wenn eine Subneue in eine Gruppe kommt, dass man so ein Newsletter quasi verfasst und der sagt, was sie alles dürfen.
Sebastian gut, aber du kommst da hin und denkst, oh, das sind Leute, die machen das gleich wie ich und dann erzählen die dir erstmal, ja, dein Weltbild, das kannst du erstmal vergessen. Gut, ist mir ja so passiert, als ich auf
Tessa Ich habe dann lieber noch am Anfang, als dass ich schon ein Jahr lang oder so mit einem nicht so guten Dom, sag ich jetzt mal, spielen und dann hinterher feststellen, dass das überhaupt nicht war.
Sebastian ja, aber das ist dann noch eine arge Bevormundung, oder?
Tessa weiß ich nicht, weiß ich nicht, ob das Information oder, da
Sebastian Wenn wir die Erwachsenen sind, sollen sie doch erstmal entscheiden können und ich glaube, man muss Menschen auch die schlechte Erfahrung machen lassen.
Tessa müsste man glaube ich die Subs befragen, ob sie sich gewünscht hätten, dass man es ihnen vorher gesagt hat oder ob sie oder ob das der richtige Werdegang war. Da kann ich nichts zu sagen.
Sebastian Ja, also ich erzähle es ja ja immer wieder und das ist mir auch passiert auf dem ersten ich hab angefangen auf Stammtische zu gehen und hatte, mein Weltbild war gefestigt ich wusste, was geht, was macht man lieber nicht, was sind vernünftige Tabus und ganz ehrlich das hat vier Wochen gedauert und dann war mein komplettes Weltbild, lag da in Scherben und ich musste erstmal über alles nochmal sehr genau nachdenken und so blöd das klingt, auch einfach ausprobieren und auch mal scheitern um zu kapieren, was will ich, wo bin ich und ja ja, was machen wir jetzt eigentlich, ne?
Tessa Ja, das kann auch sein. Das weiß ich nicht. Jedenfalls passt das jetzt gerade zu der Shades of Grey Szene. Das ist mir einfach in letzter Zeit vermehrt aufgefallen. Das ist, ja.
Sebastian Guck mal, Tessa, jetzt sind wir schön in so ein Metathema reingekommen, von einem zum anderen und hin und zurück.
Tessa Ja, ja.
Sebastian Sehr schön.
Tessa Und dann hätte ich, ich habe sogar noch ein zweites Thema mitgebracht, aber ich glaube, das lohnt heute nicht mehr. Von daher, so lange festgequatscht bei den Filmen, wollte ich eigentlich gar nicht.
Sebastian Sag mir doch mal, was das zweite Thema ist.
Tessa Zum Abend gepasst hätte jetzt Hochsensibilität, da hätte ich dir ein bisschen was zu sagen können, wenn es dich interessiert
Sebastian Tendenziell ja, heute nicht mehr.
Tessa hätte. Wäre wenn. Dann denke ich mir.
Sebastian Jetzt kommst du immer mit Themen um die Ecke. Aber es ist halt noch nie das Problem gewesen, dass man es nicht doch irgendwann hinkriegen würde.
Tessa wusste nur nicht, ob dieses Schild so gut ist. Ich wollte es nur mal eben einwerfen, dass ich eine andere Meinung habe. Dass das jetzt so viel Raum einnimmt, war gar nicht geplant. Deswegen habe ich mir noch einen kleinen Plan B quasi zurechtgelegt, damit wir ein bisschen Gesprächszeit zusammen bekommen.
Sebastian das liegt aber auch tatsächlich an Nymphomaniac, weil ich den eben gesehen habe vor ein paar Tagen und deswegen hatte ich da tatsächlich auch einfach Redebedarf. Also vielen Dank mal für die Gelegenheit.
Tessa Das heißt, wenn Wenn die Schwägerin jetzt 365 Tage verkraftet hat, dann schlage ich in einem Familienkreis vor.
Sebastian Guck ihn erstmal selbst. Also ich sag mal so, dieser Film, der packt jeden. Also nicht nur den BDSM-er, sondern jeden. Also das ist so, jeder findet einen Aspekt, wo er sich persönlich berührt fühlt, in seinem persönlichen
Tessa Da weiß ich, dass wir am Wochenende gucken.
Sebastian Empfinden. Und ich glaube, das macht diesen Film so brutal. Ich gebe zu, ich habe echt eine Faszination für diese BDSM-ige Szene, diese Arztpraxis, dieses Rudimentäre, diese Möbel und was er in den Schubladen so drin hat und alles mögliche und diese Professionalität, dieses kühle Abhandeln. Wenn man drüber nachdenkt, finde ich das schon wieder spannend. Ich glaube, ich gucke mal kurz, ob wir überhaupt noch Zuhörer haben. Ähm, oh ja, nee, also erstaunlicherweise haben sich gerade mal fünf, sechs Leute verabschiedet in der letzten Stunde hier aus dem Livestream und ganz ehrlich, es ist unter der Woche halb elf, das ist okay.
Tessa Da sind alle schon weg.
Sebastian Also da bin ich, liebe Hörer, dankeschön, dass ihr so lange dran bleibt. Ähm, okay, also pass auf,
Tessa Deswegen wollte ich es kurz halten, weil ich nicht wusste, ob es... Aber ich musste meine Meinung einfach nochmal loswerden. Es lag mir schon seit letzter Woche auf, dass es gebrannt ist unter den Fingernägeln.
Sebastian der Hochsensibilität, das holen wir nach, das passt auch ganz gut, weil wir hatten das Thema in der allerallerersten Folge mit Asteropi, genau, und das, wir
Tessa Ja, weiß ich, weiß ich, genau. Und es passte jetzt auch... Und ja, man kann es jetzt nicht vergleichen mit dem Autismus, aber es ist eine abgeschwächte Form, wollte ich gerade sagen. Nein, ist es nicht. Da werden sich die Autisten, glaube ich, gleich angegriffen fühlen. Nein, aber ich habe mich in manchen Dingen wiedererkannt. Aber in ganz, ganz, ganz abgeschwächten Maße.
Sebastian machen mal folgendes, hast du nächste Woche Donnerstag schon was vor?
Tessa Den Podcast hören, ja. Ich rufe doch mal wieder an.
Sebastian So, ich gucke mal ein bisschen, wie ich das thematisch so reinpacke und dann machen wir einfach, dass wir ganz am Anfang drüber sprechen. Jetzt ist es natürlich immer ein bisschen blöd, man mag ja ein bisschen Abwechslung haben, nicht jede Woche den gleichen Gast. Ich überlege mir, wie wir das nächste oder übernächste Woche eingebaut kriegen. Das würde ich nämlich gerne machen.
Tessa Ja, alles gut.
Sebastian Sachen.
Tessa Das war ja eh nur so ein Plan B-Thema, von mir aus zumindest.
Sebastian Ja, aber der Chat sagt, zumindest kriege ich die Info, zwei Menschen sagen Interesse an dem Thema. Und wenn da Interesse ist, ganz ehrlich, wer wäre ich denn, wenn ich dann sage, nee, darüber reden wir nicht. Und ich finde das ja auch spannend, weil auch da ist wieder dieses, es betrifft mich nicht unmittelbar und es hilft mir Menschen um mich herum zu verstehen, die ich normalerweise vielleicht nicht verstehen würde. Und das finde ich total gut, weil als Kerl fühle ich mich dann überlegen, wenn ich meine Umgebung verstehe. Nein, also würde ich gerne drüber sprechen. Ich habe mir eine Notiz gemacht, ich habe ja deine Nummer und andere von dir habe ich ja irgendwie auch und dann kriegen wir das schon hin.
Tessa Okay, dann machen wir das so.
Sebastian Okay. Liebe Tessa, dann mach's gut. Ich wünsche dir einen schönen Restabend.
Tessa Auch so.
Sebastian Tschüss.
Tessa Tschüss.
Sebastian So. Ah, das ist aber spannend heute. Ah, ich bin so schön gelöst.

Ausblick nächste Woche

Ich gebe euch jetzt mal einen kleinen Ausblick, denn wer jetzt die Folge vom Montag mit Andi und Steffi noch nicht gehört hat, holt das mal bitte nach, denn das ist ja auch wieder schön in der Live-Sendung. Wir können ja Experimente machen. Nächste Woche Donnerstag habe ich die beiden auf jeden Fall mit hier dabei. Und dann gucken wir dann mal, was es noch so zu ergänzen gibt. Also, gibt es Fragen, die in der Folge wirklich offen geblieben sind? Oder haben wir Themen vielleicht vergessen? Das passiert tatsächlich manchmal, dass man ja aufnimmt und aufnimmt und aufnimmt und dann sitzt man hinterher auf der Terrasse und schmeißt den Grill an und stellt fest, darüber hätten wir eigentlich noch reden müssen. Und das ist vielleicht, wir probieren das mal aus, wie das funktioniert, ein paar Sachen einfach nochmal hinterher zu packen. Da bin ich auf eure Fragen gespannt. Damit das natürlich funktioniert, müssen natürlich möglichst viele von euch die Folge auch schon gehört haben.

Aufnahme über 24/7

So, Samstag hatte ich wieder eine Aufnahme, wieder bei mir und ich schneide da schon ganz fleißig dran rum, da mag ich mal einen Ausblick geben, die wird erscheinen am, wo ist mein blöder Kalender schon wieder, am 13. tatsächlich und da wird es total um 24/7 gehen, dass bei einem jungen Paar, die haben einen, ich sag mal mal erstaunlich vernünftigen Weg gefunden, 24/7 leben zu können, ohne dass es anstrengend wird. Also muss ich mal sagen, ich hatte Samstag wirklich, das war ein wunderschöner Nachmittag, das war einfach schön, es hat Spaß gemacht mit den beiden und also ein bisschen Folgennachschub dafür ist gesorgt. Letzter Punkt, essbare Strohhalme habe ich erwähnt, Logoentwicklung, ich bin dran, habe jetzt leider einen Auftragnehmer verloren dafür, weil wir uns da nicht einig werden, wie das aussehen soll und solange ich keinen Puff aufmachen möchte, der Kunst der Unvernunft heißt, passt das auch nicht, was ich da gesehen habe. Es geht weiter, ich arbeite dran. Sehr intensiv und jeden Tag. Okay, Unterstützer verlese ich heute jetzt nicht. Das hebe ich mir noch auf für nächste Woche. Obwohl schon wieder einige geworden sind, weil am Monatsanfang ja immer ein bisschen was in die Kasse reinkommt. Und das ist total super. Ihr merkt ja hier gerade Logoentwicklung, wer sich da ein bisschen auskennt, das ist teuer. Aber ich finde, einmal muss es gemacht werden, damit dann für die nächsten Monate und Jahre dann auch mal Ruhe ist damit. mit. Und ich habe leider Gottes Ansprüche und ich möchte keinem Freund oder Bekannten diese Ansprüche da aufbürden. Der sitzt dann zwei Tage dran und dann sage ich, ist trotzdem doof, gefällt mir nicht. Also ich möchte auf dem Weg keine Freundschaften kaputt machen, also muss es professionell gemacht werden. Ich bin sehr gespannt, wann ich euch was präsentieren kann.

Socialmedia

Liebes Podcastsubbie, habe ich was vergessen? Sie schüttelt den Kopf. Okay, dann erwähne ich noch, dass ich das Social-Media-Zeug natürlich immer erwähne. Ihr dürft euch gerne, wenn ihr wollt, bei FetLife mit mir anfreunden, dann seht ihr, was ich da so reinposte. Kunst der Unvernunft oder Kunst Unvernunft heißt das Profil bei Instagram und Twitter genauso. Und da poste ich auch schon mal so Dinge rein wie das Ding der Woche oder eben, wenn ich einen Film gesehen habe und sage, boah, das ist ja krass, das müsst ihr sehen. Ich glaube, das war's. Ich wünsche euch einen wunderschönen Restabend. Kommt gut ins Bett. Wir hören uns am Samstag bei Notvanilla Und ansonsten am Donnerstag wieder hier bei der Kunst der Unvernunft live. Und zum

Das liebe Podcastsubbie

allerletzten Mal, weil ich das die letzten Wochen sträflich vernachlässigt habe, das liebe Podcastsubbie sei mal gelobt. Ich werde hier verwöhnt. Sie hilft mir bei der Vorbereitung. Sie schaut sich Logos an und befindet sie für genauso schlecht wie ich. Und sie ist einfach da und sie ist toll und das ist total schön. Und wir werden, ja, ach, ich bin einfach ein bisschen verliebt. So, ich glaube, das ist ein schönes Schlusswort. Also macht's gut, habt einen schönen Restabend, bis Samstag oder Donnerstag.


--:--:--
--:--:--