Sebastian
Hallo und guten Abend zur Unvernunft Live am 20. Mai
2021.
Ja, Live-Folge Nummer 66. Ist das schön, dass ihr hier seid. Heute wird es eine
lauschige Runde und natürlich wie immer willkommen in dystopischen Zeiten, denn
die Zeiten sind immer noch dystopisch, aber wir sind auf dem Weg der Besserung.
Mein Name ist Sebastian Stix. Ich werde mich wie immer um Kopf und Kragen reden,
was BDSM angeht. Und ich begrüße natürlich erstmal den Chat. Schön, dass ihr da
seid. und natürlich die HörerInnen im Livestream und natürlich, wenn ihr das
jetzt erst ein bisschen später hört im Podcast, dann ja, schön, dass ihr euch
das runtergeladen habt und reinhört. Heute Abend gibt es eine kleine
Schätzfrage, aber ich habe auch einen Gast, nämlich den Kurator vom BDSM-Museum
in Hamburg, wobei, ja, also die Frage ist ja, wie weit ist das Museum, klappt
das alles und wir haben ja im Februar schon mal gesprochen und heute gibt es das
erste Update dazu. Ja, aber bevor es losgeht, habe ich noch eine
kleine Geschichte für euch. Und zwar wird diese Folge mal wieder unterstützt
Unterstützt durch Lebenswahr
und deshalb erzähle ich euch ein bisschen was von Lebenswahr. Und da fange ich
mal mit einem Zitat an. BDSM ist ein Wunsch, den man sich nicht aussucht. Bei
den meisten gibt es zunächst ein Gefühl, dass etwas fehlt, wenn sie sexuell
aktiv werden. Und die Geschichten sind so zahlreich wie spannend. Ja und wenn
man jetzt drüber sprechen möchte oder muss, zum Beispiel bei einer
psychologischen Beratung, dann schrecken viele davor zurück, über Kink zu
sprechen, weil ist der Mensch kink-freundlich eingestellt, werde ich verurteilt,
versteht mich die Person überhaupt? Haupt. Und bei Lebenswahr braucht ihr euch
da keine Sorgen zu machen. Alexandra ist psychologische Beraterin und ist
spezialisiert auf BDSM und sie weiß ganz sicher, wovon ihr sprecht, wenn ihr sie
in ihrer Praxis in Bochum besucht. Du möchtest dich vor deinem Partner outen und
weißt nicht genau wie. Du hast dich schon geoutet und dein Umfeld empfindet das
als problematisch oder deine Werte und deine Moral, das widerspricht alles
deinem Bedürfnis von BDSM. Damit bist du nicht nicht allein und die
Unterstützung ist nicht weit. Ihr könnt mal schauen auf ihrer Webseite
lebenswahr.de. Da findet ihr alle möglichen Infos und Kontaktmöglichkeiten. Es
gibt auch eine telefonische Sprechstunde zum Kennenlernen und den Link findet
ihr jetzt in den Shownotes. Und ich wünsche Alexandra jetzt ganz viel Erfolg,
denn Lebenswahr ist noch ganz neu. Und sagt auch gleich, dass ihr Die Kunst der
Unvernunft hört, denn beim ersten Mal wird es dann ein bisschen günstiger. Ja,
also Alexandra, ganz viel Erfolg wünsche ich dir. Ja, ich finde, sowas braucht
man einfach. Ja, was habe ich noch vergessen zu sagen? Man kann hier auch später
anrufen. Und die Nummer gebe ich dann durch. Und jetzt grüße ich noch einmal
Grüße an Christian
schnell den Christian. Der hat nämlich das Intro endlich mal normalisiert. Es
wurde Zeit, dass das mal gemacht wird. Ich war einmal zu faul und dann hat er es
einfach mal schnell gemacht. Vielen, vielen Dank dafür.
Und ich würde sagen, jetzt hole ich mal meinen ersten Gast rein. Deshalb bekommt
ihr noch einen kleinen Moment Musik. Dann sind wir beide gleich wieder da.
Curator Janus vom BDSM Museum
So, und da bin ich wieder und ich habe mitgebracht den Curator Janus vom
BDSM-Museum. Hallo!
Ja, wie schaut's? Wir haben es geschafft?
Curator Janus
Endlich, endlich.
Sebastian
Ja, ich glaube, wir müssen mal ganz kurz erstmal erzählen, was das ist, weil wir
haben im Februar gesprochen. Nein, nicht wir, sondern ich habe mit Solea
gesprochen. Mit der machst du das zusammen.
und ja, ich finde das immer toll, wenn Projekte so ein bisschen begleitet werden
können und vielleicht magst du den Menschen, die jetzt noch nichts vom Museum
gehört haben, einmal in, ich sag mal, ganz kurz erklären, was das überhaupt ist
und wer du überhaupt bist und dann können wir richtig loslegen.
Curator Janus
Genau, also das BDSM-Museum Hamburg, das wir aufbauen, das zielt darauf ab,
Akzeptanzförderung und Kulturvermittlung von BDSM zu betreiben und genau, wir
haben das schon als eingetragene gemeinnützige Organisation und jetzt sind wir
sehr eifrig an der Locationsuche, Ausstellungsinhalte werden schon erstellt,
Darüber rede ich gerne jetzt dann weiter und ein bisschen zu mir. Ich bin
seit ungefähr fünf Jahren in Hamburg, seit zehn Jahren in der Szene und in
Hamburg leite ich den D/s und den International Stammtisch zusammen mit zwei
anderen Orgas und habe vor einem Jahr zusammen mit Solea
beschlossen, dass es wichtig ist, auch
Leuten außerhalb der Szene zu zeigen, dass Kink nichts Positives ist und dass
dahinter viel mehr steckt, als man auf den ersten Blick sieht.
Und
Sebastian
ich wollte dich gar nicht unterbrechen, ich dachte, du bist soweit.
Curator Janus
stimmt.
Sebastian
Pass auf, also ich mag mal so, ich hab nochmal ein bisschen geschaut, was haben
wir denn beim letzten Mal so besprochen, da haben wir drüber gesprochen, ja, was
kann man alles ausstellen und wie, was für Ausstellungsstücke Und im Moment
macht er ja unglaublich viel, ich sag mal PR, also ich kenne jetzt glaube ich
keinen themenrelevanten Podcast, der nicht mit euch gesprochen hat.
Boah, also ihr habt ja echt Energie und Durchhaltevermögen, ich bin platt echt
und was mich natürlich jetzt so ein bisschen interessiert beim letzten Mal, da
war ja schon klar, ja das wird gemacht und wir melden das an alles und wir haben
auch Räumlichkeiten noch nicht gefunden und das ist natürlich für ein Museum
schon irgendwie wichtig, dass es da was gibt. Wie sieht es denn da aus?
Curator Janus
Also da sind wir auch gerade wirklich an der Suche und wir sind da auch ein
bisschen im Verzug, muss ich ehrlich sagen. Also das ist jetzt das, was jetzt
quasi der Engpass ist und woran wir jetzt viel arbeiten, weil das
Ausstellungskonzept steht, das haben wir auch überarbeitet, da haben wir eine
Museumsdirektorin, die hat ein Plenum für uns organisiert mit Kolleginnen und
Kollegen von ihr und die haben unser Ausstellungskonzept besprochen und waren da
auch sehr positiv. positiv, wir haben eben total, wie du richtig sagst, in
vielen Podcasts waren wir und haben das Projekt vorgestellt und dadurch in
der Szene, haben viele uns angeboten, uns zu helfen und manche wollen genannt
werden, andere nicht und deswegen also auch an Ausstellungsmaterial, an
Gegenständen, an Exponaten und an Texten, das alles entsteht schon und da ist
schon einiges da und es ist vor allem genau da, was wir jetzt erstmal machen
wollen am Anfang, Aber wie du so richtig sagst, ohne eine Räumlichkeit, ohne
einen Platz dafür, ist das halt erstmal nur, sind das Gegenstände immer im
Keller und Texte und Vitrinen, die da schon gekauft sind und
ja, man braucht noch eine Fläche dafür. Also von dem her.
Sebastian
Ja, das ist also noch ein ganz großer Brocken.
Aber ich drücke ja die Daumen in Hamburg, da wird sich ja was finden.
Curator Janus
Ja, also auf die eine oder andere Art wird das Museum definitiv in
Erscheinung treten. Ob das jetzt ist, dass wir schauen, dass wir erstmal eine
temporäre Ausstellung machen für ein paar Monate mit den Inhalten, die wir
haben. Oder ob wir gleich in permanenten Räumen das eröffnen können. Aber da
arbeiten wir wirklich dran. Und wenn jemand vielleicht in Hamburg Kontakte hat
und jemanden kennt, den ich nicht kenne, was eigentlich jeder, der in Hamburg
wohnt, viele haben, dann unter irgendeiner Fläche oder irgendjemand weiß von
einem Vermieter, dass der jemanden sucht. Also das Ding ist, wir waren zum
Beispiel, wenn wir durch die Stadt gehen, es gibt so viele Flächen, die man sich
anschauen kann und dann ist es oft so, dass Vermieter da unterschiedlich auf
einen reagieren und wir haben dann einen Prospekt und wir haben auch einen
Businessplan und wir können das ja auch vorstellen und sagen, okay gut, was
können wir uns leisten und was nicht. Und dann bleibt halt am Anfang, da unsere
Mittel doch sehr begrenzt sind, nicht so viel übrig erstmal.
Sebastian
Ja, also das würde mich eh nochmal interessieren, wenn du jetzt zu so einem
Vermieter gehst und sagst, hallo, wir wollen ein BDSM-Museum bei dir da rein
machen, dann leuchten die Augen von denen natürlich und die sagen, oh ja, das
wollte ich schon immer mal bei mir drin haben. Also wie ist da so die Stimmung
eigentlich? Wie wird damit umgegangen? Weil das ist ja dann doch
Privatwirtschaft, ne?
Curator Janus
Ja, also man muss halt zeigen, dass das, was man macht, dass das Hand und Fuß
hat. Und vor allem, dass das jetzt für die Fläche und für den Vermieter nicht
irgendwie, also dass das für den auch Sinn macht und dass der das auch gut
finden kann. Und vom Konzept her, das kann man sehr schnell erklären dann. Und
da ist auch grundsätzlich viel Verständnis da.
also das woran es dann immer ist ist ob man sich halt ob man halt auch preislich
sich trifft und ob einfach die flächen die für uns in
frage kommen ob man da einfach sicher wirklich finden kann und das ist auch also
viele vermieter haben haben sehr hohe erwartungen sagen wir mal und
da Und wir schauen, dass wir als Ausstellung,
dass wir dem
anbieten können, was wir halt anbieten können.
Sebastian
Ja, das ist glaube ich wirklich so ein Punkt, ne? Also was ihr anbieten könnt,
hängt ja auch davon ab, wie viel Fläche habt ihr denn eigentlich, ne? Und wenn
das alles so ins Blaue noch reingeht, uh, das ist schwierig, weil der Keller,
der wird voll, glaube ich. Wie viele Keller sind das denn inzwischen?
Curator Janus
Also bei mir jetzt zu Hause?
Sebastian
Ja, also wie viel Zeug hat sich schon angesammelt, weil ihr werbt ja auch ganz
fleißig und ich glaube, das eine oder andere Stück kommt jetzt immer dazu.
Curator Janus
Ah, das liegt nicht am Keller, das liegt auch am Dachboden mittlerweile.
Also das ist, ja, ich würde sagen, an Exponaten sind es
so ungefähr drei Dutzend, weil es doch überwiegend Bildkunst ist ja auch, was
wir zeigen.
Sebastian
Alles voll. Ja,
Curator Janus
Und also zum Beispiel jetzt Käfig oder Bock oder Andreaskreuz oder eine
Erstausgabe der O oder ein Halsreif und Spielzeuge und so. Das ist zwar alles
ganz nett und wichtig, aber das Wichtige ist ja, die Menschen dahinter zu zeigen
bei dem Projekt. Also vielleicht sollten wir auch darauf eingehen, was genau das
Museum noch genauer beabsichtigt. Das ist einfach nur ein Museum für BDSM, für
die Hörerinnen und Hörer, die das...
Sebastian
ich hätte mir das jetzt so gedacht, das ist ein Museum, das könnte ja auch sein
wie so ein sehr gut ausgestatteter BDSM-Shop mit dem Unterschied, dass man die
Sachen nur angucken und nicht kaufen kann. Nein, das soll das ja nicht sein,
glaube ich.
Curator Janus
Ja genau, also es ist schon die Akzeptanz, also um
zu zeigen, dass BDSM mehr ist als einfach nur die Werkzeuge und die Praktiken,
ist es halt doof, wenn man halt genau nur das zeigt, sondern dazu muss man halt
zeigen, was das bedeutet für die Menschen, die das verwenden und
deswegen haben wir sehr viele Künstler und Models angesprochen und
haben da auch eben Unterstützung, dass wir dann intime Momente zeigen können.
Also das wäre jetzt zum, jetzt bin ich schon beim dritten Ausstellungsbereich,
den wir konzipiert haben. Also wir haben vier Ausstellungsbereiche. Erstmal die
Einführung in das Thema, ein bisschen Erklärung und Wissen vermitteln, Konsens
und BDSM, was bedeutet überhaupt BDSM und Konsens und wie Hygiene und Sicherheit
und was gibt es da für Statistiken und Wissen dazu. Und im zweiten Teil dann die
Kulturgeschichte und im dritten Teil zeigen wir dann wirklich intime Momente von
Menschen, die einem zeigen, was das ihnen gibt und die darüber reden und dem
Besucher mitgeben, dass BDSM nicht einfach nur eine Optik ist, sondern dass das
vor allem ein Gefühl ist und dass das einen Menschen bewegt, positiv.
Sebastian
Ja, vor allem das ist ganz schön schwierig, weil die Zielgruppe, wer ist die
Zielgruppe? Sind das BDSMer oder sind das Menschen, die damit noch gar nichts
anfangen können oder wollt ihr gleich beide bedienen? Also das stelle ich mir
ganz schwierig vor zu sagen, für wen ist es denn eigentlich? Weil man will ja
auch keinen ausschließen. Also
Curator Janus
Ja, die Zielgruppe sind eine breite Öffentlichkeit. Also das sind eher dann
die Eltern, die man dort ins Museum bringt und sagt, schau dir
das an. Also wirklich jemand, der zu dem Thema vielleicht schon was gehört hat
oder vielleicht ein bisschen mehr gehört hat, aber so richtig Kontakt zu
Menschen, die das machen und viele Erlebnisse noch nicht hat. für den soll das
erste mal sein weil wenn man für akzeptanz für BDSM werben will dann sollte man
außerhalb der szene anfangen würde ich mal sagen also
Sebastian
gerade Akzeptanz, das ist ja mal das, was wir uns alle wünschen und wo wir
irgendwie, ich sag mal, nicht so richtig hinkommen. Und das ist natürlich cool,
kann ich ja an meine Eltern schnappen, dann gehen wir ins Museum und wenn die
hinterher sagen, ach das ist ja ganz nett, dann kann ich sagen, ah ja, ich mach
das übrigens auch.
Curator Janus
das ist das ziel tatsächlich also genau das ist das ziel das ist die ausrichtung
und natürlich wollen wir dann auch ein Audioguide machen wo es dann ein Audio
Guide für eben Vanillas gibt die noch wenig bezug dazu haben und da gibt es ein
Audio Guide für die die vielleicht schon mehr wissen und die auch viele
erfahrungen haben die dann halt ganz andere dinge vermittelt bekommen oder oder
halt noch noch noch so Schmankerl einfach haben, damit sie das auch noch stärker
genießen können.
Sebastian
ist eine schöne Idee.
Okay, also quasi einmal so vertiefend, ihr kennt das ja alles schon und dann
wird halt gesagt, welche Knoten das im Zweifel sind und bei den anderen wird
gesagt, das sind jetzt Seile und Knoten. mit einem anderen Aspekt.
Curator Janus
Ja, und genau,
Sebastian
Jedes Stück kann man ja aus verschiedenen Perspektiven betrachten.
Curator Janus
und gerade, ich glaube, bei der Kulturgeschichte ist es schon so, dass für viele
das interessant ist, wie wir dann auch versuchen zu zeigen, dass einfach in der
Geschichte das immer schon Menschen interessiert hat und wo wir Zeugnisse haben,
dass gerade Thematiken, wenn es um Spiele mit Macht oder mit Schmerz geht oder
mit Fesseln, das hat die Menschen immer schon fasziniert und das haben die immer
schon auf eine gewisse art gemacht und die zeugnisse die wir haben sind halt oft
von menschen die ja wo das wo das
also zum beispiel bei der flagellation im mittelalter wo dann über einen
über einen mitglied der gemeinde berichtet wird dass das halt macht scheinbar um
dadurch
befriedigung oder oder etwas daraus zu ziehen und aber ansonsten ist es quasi
ein ganz normales und rechtschaffenes mitglied der gemeinde also wo wir einfach
wirklich sehen dass ein menschen Die haben das immer schon gemacht, weil sie das
einfach ihnen etwas gegeben hat für ihr Leben. Und gerade im Mittelalter ist da,
glaube ich, wenig Verständnis damals gewesen. Und da war es einfach auch sehr
üblich, dass man sich dann vielleicht selber geschämt hat, Ängste gehabt hat zu
seinen eigenen Fantasien und auch ausgegrenzt gefühlt hat, wenn man Angst gehabt
hat, überhaupt darüber zu reden.
Sebastian
Ja, das war ja nun mal düster, was das angeht. Im Zweifel ist man dann plötzlich
Hexer und dann war es das.
Ja, also wenn es schon so weit zurückgeht, da sind ja auch manchmal die
Begrifflichkeiten, Flagellant, wo kommt das her?
Das ist so ein bisschen, puh, das geht bestimmt relativ weit zurück.
Curator Janus
Ja, also da gibt es historisch sehr viel. Und es ist immer gerade die
Differenzierung, was ist eigentlich BDSM davon Und was ist religiös motiviert
oder anders motiviert? Das ist manchmal nicht so einfach. Aber es gibt da auch
ganz gute Zeugnisse, wo man einfach sieht, okay, gut, das ist wirklich, man
macht gewisse Handlungen in einem Kontext zur Lustgewinnung, zum
gemeinsamen sexuellen Erleben. Und ich meine, gerade Marquis
de Sade ist da so ein ambivalentes Beispiel, weil er zwar eben genau diese
sexuelle Freiheit sehr stark propagiert hat, aber gerade in seiner Biografie da
auch es durchaus ein paar dunkle Kapitel gibt, wo man heutzutage den nicht mehr
als, also die Einvernehmlichkeit eines Marquis de Sade ist sehr zweifelhaft aus
moderner Perspektive.
Sebastian
Ja, das ist ja dann auch eine Entwicklung. Wie entwickelt sich BDSM? Wie ist die
Definition? Jetzt kommen wir hier mal mit Konsens an und so, aber da müssen wir
gar nicht weit zurückgehen und schon ist das eine Sache, von der niemand gehört
hat. Wenn ich da mal so in die 80er, 90er reingucke, dann mag,
ja,
Curator Janus
Genau. Aber eben auch in dieser Zeit, da sind wir noch, also da ist ja auch
teilweise in Deutschland noch Vergewaltigung in der Ehe gab es da nicht. Also
das hat ja auch generell in der Sexualität erst gedauert, bis unsere
Gesellschaft das einfach als Einvernehmlichkeit, als so wichtig empfunden hat,
dass wir das auch schützen rechtlich und dass das nicht nur irgendeine abstrakte
Moral oder Sitte ist, die das vorgibt.
Sebastian
wobei da muss ich ja ehrlich sagen, das ist so, wie viel
Gleichberechtigung brauche ich, damit ich BDSM als BDSM bezeichnen kann? Da sind
ja Fragen ohne Ende, wenn ihr euch dem versucht anzunehmen, da
habt ihr was vor, da könnt ihr ein paar Jahre was zeigen und erklären und das
wird nie vollständig sein.
Curator Janus
Ja, also im Museum, Also Solea ist meine Mitprojektleiterin und wir haben
jetzt auch noch mit Lisa eine sehr engagierte Unterstützerin, die auch viel
mitarbeitet und noch ein paar andere Leute im Hintergrund, die so hier und da an
der Stelle mitmachen.
Da haben wir einfach für uns das Selbstverständnis, dass BDSM, wenn wir es
BDSM nennen, ist es einvernehmlich. Weil in dem Moment, wo es nicht mehr
einvernehmlich ist, ist es Missbrauch. Und das ist einfach für uns schon per
Definition. Das ist ungefähr wie wenn du eine Handschelle hast. Du kannst zwar
die Handschelle, wenn das ein Polizist jemand eine Handschelle anlegt, dann ist
es eine Amtshandlung. Wenn das jemand macht, um sich zu entführen, dann ist das
hier quasi eine Straftat. Und wenn ich das im bett macht um mit jemandem quasi
Lust daraus zu gewinnen dann ist es BDSM so also du hast dasselbe werkzeug
dieselbe handlung aber in einem anderen kontext ist es dann also du würdest ja
auch nicht sagen dass der polizist wenn der die handschellen anlegt dann ist das
bdsm ja
Sebastian
also da muss ich schon sehr, sehr spitz sein und sehr betrunken, um das
irgendwie zusammenzukriegen. Um Gottes Willen.
Curator Janus
und ja
Sebastian
Lass uns mal so ein bisschen auf so den Projektfortschritt eingehen, weil das
ist ja so das, was wir auch die nächsten Wochen und Monate so ein bisschen
begleiten wollen. Also was ich gerne begleiten möchte, ihr müsst das natürlich
auch wollen, das wäre dann Konsens.
Du hast am Anfang gesagt, das ist schon anerkannt, also sprich ihr habt mit dem
Finanzamt geredet.
Curator Janus
genau das war im januar war das sehr lustig weil dann das schreiben zurückkommen
vom finanzamt ja das ist ja alles schön und gut was sie da geschildert haben und
das kann können wir machen dass das gemeinnützig ist aber was ist dieses BDSM
und
Sebastian
Hat das geklappt?
Ja, was ist das? Sehr schön. Würde ich da glaube ich dabei belassen.
Curator Janus
und dann habe ich die erhalten link geschickt einfach nur wikipedia und ein paar
statistiken und einfach das kurz erklärt und knapp so dass sie das selber
recherchieren konnte und auch eine studie vom uk das das scheinbar verbreiteter
ist als man vielleicht denken würde und die hat dann also
dementsprechend wurde dem dann auch gefolgt dass das gemeinnützig ist so ich
Sebastian
Okay, weil da kenne ich ja, also es gibt einige Vereine in dem Bereich, die
sagen, oh nee, also Vereine können wir machen, aber Gemeinnützigkeit, da
schrecken wir vor, zurück, weil das ist alles super schwierig und kompliziert
und das wird eh nicht anerkannt, weil das ist ja BDSM. Und dann gibt es wieder
ganz viele, die sagen, nee, das ist gar kein Problem. Ich habe das Gefühl, je
größer die Stadt, desto weniger Probleme. Und Hamburg ist sowieso Hamburg.
Curator Janus
weiß ja also definitiv ist es so dass in hamburg die einfach aufgeschlossener
sind und am ende ist eine behörde und da gibt es dann der vorsteher der behörde
ist ein politiker in der regel so und dann ist auch so ein bisschen was wollen
wir bei uns dulden so
Sebastian
Ah
ja, und gut, dann ist aber Hamburg da entspannt.
Curator Janus
also ja das also dass es wäre zumindest jetzt meine vermutung weil wir haben
auch mit einem verein geredet im süddeutschen raum und die eben versuchen auch
gemeinnützig zu werden und da gibt es von seiten der behörde eben den einwand
dass das quasi ein thema ist was für die nicht gemeinnützig ist und also
was unser museum er macht ist wir machen ja aufklärung und wir machen förderung
von kunst und kultur so und da ist es halt irgendwie also von dem
was man schildert wäre es meiner meinung nach auch schwierig zu sagen okay gut
von dem was wir wir machen also warum sollte das jetzt nicht anerkannt sein
genau
Sebastian
Ja, da muss man ein bisschen gucken, aber ihr habt es ja hinbekommen. Das heißt,
eure Spenden, da könnt ihr eine schöne Quittung ausstellen. Das ist ja schon mal
ein wichtiger Punkt.
Curator Janus
also das kann man von der steuer absetzen
Sebastian
Ja, sowas ist immer toll.
Ja, also Raumsuche noch offen, Dachboden und Keller voll,
anerkannt. Ja, dann fehlt ja wirklich nur noch der Raum und dann könnt ihr vier
Wochen später aufmachen. Nee, so einfach wird es nicht.
Curator Janus
einfach wird es nicht das müssen ja dann auch leute wissen dass es das gibt und
deswegen sind wir jetzt aktiv und das ganze also nur weil man eine fläche hat
ist die noch lange nicht vorzeigbar also da ist auch schon arbeiten wir auch
schon dran okay wie soll dann das ausstellungsbereich konzept welche also die
exponate liste zum beispiel unsere Exponateliste hat man dann jeweils eine texte
liste und dann hat man noch auch zusätzlich eine Metathemenliste also für
texte und dann auch ja ein
Audioguide dass wir den auch konzipieren ich weiß nicht ob wir den zur öffnung
hinkriegen aber also wir wollen das alles jetzt schon mitdenken und konzipieren
weil wenn schon was steht und geschrieben ist dann kann man darauf aufbauen ja
Sebastian
Ja, also man muss, glaube ich, auch einfach gucken, wie groß ist das Ganze und
wie fängt man an, denn ja gut, im Moment habt ihr ja eh, ich sage ich mal,
keinen Druck im Sinne von Hamburg, wobei in Hamburg könnte man jetzt schon
eröffnen. Also hier bei mir in der Ecke ist ja gerade hier das Corona-Thema
immer noch so ein bisschen heiß, aber es fällt und fällt und fällt, also
theoretisch ging jetzt wieder was, aber da müsst ihr ja auch gucken, dass ihr da
nicht voll in die Zeit reinfallt, dann im Herbst irgendwann, dass es dann heißt,
ja wir wollen eröffnen, aber wir dürfen erstmal sechs Monate nicht. Das ist ja
ein heißes Eisen gerade.
Curator Janus
genau
also so geht es so geht es würde es ja nicht nur uns gehen in diesem fall und
deswegen ist es halt auch bei der verhandlung mit einer fläche für für uns
ziemlich wichtig dass wir da halt auch konditionen haben dass wenn wir halt
nicht eröffnen können dann muss halt auch klar sein dass wir da entsprechend
weniger miete zahlen so
Sebastian
Ja, da muss man eigentlich gucken.
Curator Janus
weil anders geht es halt auch nicht weil wenn wir dann halbes jahr zu haben ohne
dass wir überhaupt auf haben und dann haben wir eine fläche aber können nicht
auf sein dann können wir selber uns auch nicht tragen ja
Sebastian
Ja, also da finde ich das, also ja, ich finde das einfach mutig zu sagen, jetzt
in dieser Zeit nehme ich das und bringe dieses Projekt voran. Und ich habe ja
auch letztes Jahr irgendwann, da habe ich so das erste Posting von dir gelesen
und dachte mir, ach, guck an, das ist eine schöne Idee und sowas gibt es ja auch
einfach noch nicht.
wo ich dann einfach, also ich hoffe einfach, dass das Ding dann immer rappelvoll
ist, ganz ehrlich, ja so muss das eigentlich sein und ja, was mich so ein
bisschen interessiert, damit ich dann beim nächsten Mal nachfragen kann, ob ihr
auch alles schön erledigt habt, was steht denn jetzt so im Moment auf eurer
To-Do-Liste, wo ihr sagt oh, das müssen wir jetzt alles erledigen, das ist, das
brennt gerade oder was brennt vielleicht auch gerade an, ist ja vielleicht auch
nochmal so ein Punkt.
Curator Janus
die location suche ist natürlich das was jetzt also je länger das jetzt braucht
umso mehr wird sich das dann nach hinten hinaus verzögern aber ich meine
wir haben jetzt zum beispiel die homepage müssen noch überarbeiten mit
jugendschutz konzept das sind wir auch gerade dran dann haben wir also guten
promo video haben wir zum beispiel jetzt auch gemacht haben einfach um noch
sichtbarer zu werden Also das Wichtige ist halt für uns gefühlt wirklich, wenn
du halt aufmachst und niemand weiß davon, dann, also jetzt Marketingkonzepte
eben auch, dass wir schon mit Zeitungen und mit den normalen Medien
da Interviews vorbereiten und eine Marketingstrategie haben, das sind wir gerade
dabei, so eine Art PR-Kampagne zu erstellen.
Ja, die Exponate, wir haben schon einen Großteil, ich würde sagen ein Drittel
gefühlt, also von den Bildern haben wir 80%, 70%.
Also wir haben ziemlich viel Material, es ist halt immer die Frage, was du
auswählen willst und uns ist da wichtig, eine wirklich große Vielfalt und eine
wirklich große Bandbreite zu zeigen, weil wenn wenn du dann eher also dass das
nicht alles nur aus einer perspektive und aus einer
darstellungsform kommt also
Sebastian
Ja, sag mal was ist denn da, ihr habt ja viel bekommen, macht ja wirklich viel
Community-Kram Sag ich mal gerade, also Social Media mäßig macht ihr da sehr
viel mehr, als ich mir vorstellen kann. Was ist denn so das, was das Publikum ja
für Erwartungen an euch stellt eigentlich? Ist das so, wie ihr das erwartet habt
oder sind da die Wünsche ganz andere vielleicht? Da muss man ja auch drauf
reagieren.
Curator Janus
ich glaube viele finden das einfach so gut dass man Kink sichtbar macht und dass
man einen ort hat wo man dafür wirbt sich das anzusehen und ansehen zu können
ohne dass man jetzt rein mit sexualität gleich überfordert wird und und mit
expliziten inhalt sondern gute aufklärung bekommt informationen zu dem thema
eben die kulturgeschichte wirklich vermittelt bekommt, woher kommt dieser
Kulturbegriff, wie hat er sich verändert über die Zeit und alles, was damit
zusammenhängt mit dem Begriff BDSM. Also das ist ja nur ein Begriff. Früher hat
man in Deutschland mehr Sadomasochismus gesagt, in anderen Ländern hat es früher
auch andere Begriffe gegeben. Ich komme zum Beispiel ursprünglich aus Österreich
und aus Graz, wo ich herkomme, da hat zum Beispiel Krafft-Ebing gelehrt, der die
Begriffe Sadismus und masochismus überhaupt erst überhaupt das eingeführt hat so
Sebastian
Ich dachte, ihr hattet das hart. Tatsächlich, das geht einfach auf seinen Namen
zurück. Und damit ist das okay. Wenn man das macht wie er, dann heißt das eben
so.
Curator Janus
das hat tatsächlich ein psychologe hat tatsächlich diese begriffe eingeführt als
krankheitsbild also deswegen der begriff sadismus und masochismus kommen
eigentlich aus der psychologie aus einem krankheitsbild einer störung genau
Sebastian
Ja, dann möchte ich doch bitte BDSM weiterhin verwenden. Wobei, da ist es zwar
auch nur als Abkürzung drin. Aber ja, wobei, das wird dann einfach
umdefiniert. Und das ist halt auch ein bisschen Kulturentwicklung, die wir jetzt
einfach haben.
Curator Janus
ich finde das ist wie Gay Pride können wir Kink Pride sein weil wir also auch
stolz darauf sein können wie wir sind und uns nicht davor schämen müssen und
auch auch wenn das mal früher Sadismus oder Masochismusbegriffe sind, die aus
der krankhaften Perspektive entwickelt wurden, um Menschen zu kategorisieren,
die quasi Störungen haben, wobei damals schon unterschieden wurde, okay, ist das
jetzt zum Beispiel ein Masochismus in einer Form, also Krafft-Ebing hat zum
Beispiel auch gesagt, okay, der Patient hat keinen persönlichen Leidensdruck,
dann soll er es halt machen, so nach dem Motto,
Sebastian
Ja,
Curator Janus
Aber es wurde halt als Klassifikation eingeführt, um eben ein abnormes Verhalten
auszumachen, was dann quasi gestört ist.
Sebastian
aber das finde ich ja gerade schön, wenn so ein Museum, wenn das gefördert wird,
anerkannt ist. Dann sind wir wieder ein Stück weit weg von der Kategorie
abnormes Verhalten, sondern dann ist das einfach eine normale Möglichkeit,
Sexualität auszuleben. Wieder ein Bausteinchen mehr. Ja,
Curator Janus
Genau, einfach in weiterer Vielfalt. Und es ist ja auch wichtig, dass einfach
Menschen in der Gesellschaft sehen, dass das eine Möglichkeit ist und dass man
sich nicht davor schämen muss und dass man selber frei entscheiden kann, was man
sexuell macht.
Sebastian
ich mag jetzt gerade mal, bevor wir plötzlich irgendwann zum Ende
kommen, den lieben Chat motivieren, also wenn ihr Fragen habt, wenn ihr
irgendwas wissen wollt zum Museum oder zu irgendwas, was da im Hintergrund
läuft, jetzt habt ihr die Gelegenheit, das hier ist kein One-Way-Modus heute,
wie gesagt, wenn ihr Fragen habt, dann stellt sie und ich werde sie weitergeben.
Das ist dann im Moment, also ich gucke so ein bisschen auf das Organisatorische.
Ich weiß immer, wenn man irgendwas plant, sei es ein Podcast oder eine Party
oder irgendwas, dann sind immer tausend Sachen, an die man vorher nicht gedacht
hat und die einen dann, ich sag mal, wahnsinnig machen. Also, du merkst, ich mag
jetzt meinen Finger ein bisschen in die Wunde legen.
Wo habt ihr gesagt, Mensch Gott, das hatten wir vorher als Minimalaufwand
eigentlich einsortiert und das wächst sich aber dann doch aus?
Curator Janus
Also,
das ist ein bisschen schwierig zu klassifizieren, weil ich zum Beispiel gedacht
habe, die Ausstellungsinhalte, das ist zwar ziemlich viel Aufwand, aber das, was
dann am Ende man zeigt, ist dann ziemlich wenig.
Also, man hat ja eine Aufmerksamkeitsspanne von zwei Stunden, mit der man quasi
kalkuliert und dann sagst du, okay, wie viel Text kann man überhaupt zumuten?
Sebastian
Ja, vor allem auch Text ist nicht die Frage. Ich kenne das in vielen Museen, da
hast du dann ein Exponat, dann ist da ein kleines Schildchen, da stehen dann
zwei Zeilen, was weiß ich, Büste von sowieso, dann steht noch ein Jahr
dran und dann vielleicht noch eine Zeile zu dem Typen, der das dann gemacht hat
und wann der gestorben ist. und das war's dann. Das kann ich natürlich im
Bereich BDSM, also ich bin jetzt mal flapsig,
Käfig, Baujahr 81,
Schreinermeister sowieso,
verstorben 99, Subis enthalten gewesen, 247 sind durchgegangen, stand in dem
und dem Club.
Curator Janus
wäre spannend, wie viele da drinnen waren und durch, also das würde mich
interessieren noch.
Sebastian
Jaja, und von dem einen Blutfleck in der Ecke, dass der eigentlich von der
Putzfrau kommt. Nein, also das, ganz ehrlich, kannst du zwar machen, Dann kannst
du eine sehr große Ausstellung machen, aber da hast du ja keine Erkenntnis.
Curator Janus
Das erinnert mich jetzt ans Penismuseum in Reykjavik. Das ist genauso. Da steht
dann Penis von einer Maus, kann so und so lang sein und das Ejakulat ist dann so
und so und wiegt so und so viel und das im erigierten Zustand so und so groß.
Also das sind alles einfach interessante Metriken, die dann aber am Ende, du
gehst raus und hast wirklich wenig über Penisse gelernt. So.
Und genauso soll es ja nicht sein. Es soll ja nicht sein, dass einfach nur
irgendwelche Gegenstände sind und dann ist ja Peitsche, neunschwänzig, rot,
schwarz, aus Leder, sondern deswegen bei den
Exponaten werden die eher ausgesucht, also zu den jeweiligen Bereichen, was
sagen die denn aus, zum Beispiel, wenn das dann zum Beispiel ein
Keuschheitsgürtel ist. Dass der eigentlich im Mittelalter oft von Frauen
getragen wurde, um eben nicht belästigt zu werden zum Beispiel. Von
Schankdamen, die dann einfach wollten, dass eben die Kundschaft nicht rankommt.
Sebastian
Ja, und jetzt nutzen wir es eben umgekehrt.
Curator Janus
Ja, also das sind dann halt solche Sachen. Bei jedem Exponat wird dann nicht ein
Einzeiler sein, sondern eher ein Absatz, wo dann halt in dem Absatz dieses
Exponat erklärt wird, was dessen Bedeutung jetzt in dem jeweiligen Bereich ist.
Also da wird anhand des Exponates soll ja eine Geschichte erzählt werden oder
etwas vermittelt werden und das soll dann natürlich auch in der Beschreibung des
Gegenstandes weitergeführt werden.
Sebastian
Ja, ich glaube, das ist dann auch was, wo es wirklich anfängt Spaß zu machen,
ist, wenn man dann so eine Führung hat, wo jemand voller Begeisterung alles
weiß.
und dann ist ja so ein bisschen die Frage, das klingt jetzt erst ein bisschen
trocken gerade
ich sag mal, BDSM ist für mich auch immer eine ganz, ja eine große Prise nein,
also eigentlich mindestens zum Drittel auch Humor da finde ich aber immer so
wenig, gelegentlich mal ein Comic, hast du da was in der Sammlung? Gibt's da
was?
Curator Janus
Da fällt mir jetzt spontan nichts ein, wo ich sage, das ist per se,
also du hast ja viele Szenebilder, wo du einfach merkst, dass da zum Beispiel
nach einer Session, dass da gemeinsam gelacht wird oder man sich umarmt. Also
das ist ja per se, aber jetzt, also es gibt ja auch so humoristische
Momente, die oft bei Sessions passieren.
Also das sind dann, aber weil ich jetzt gerade an einen Gegenstand denke und
nicht so sehr an die Bilder, die wir haben, da würde ich jetzt wenig wissen, was
für ein Gegenstand denn quasi Humor verkörpert von BDSM.
Sebastian
ich hab da heute Morgen ein bisschen drüber nachgedacht, dachte mir, hm, also
BDSM ist offenbar so schlimm, dass man keine Witze drüber macht zumindest nicht
außerhalb
oder nur ganz, ganz wenig und die müssen dann auch mal, sind auch besonders
flach dann meistens also du
Curator Janus
Also es gibt ja 100 Millionen BDSM-Memes auf Instagram, die ich immer
wieder anschaue, die eben so belustigend sind. Also ich glaube schon, dass da
viel Humor auch dahinter ist oder so Supihumor oder wie auch immer man seinen
Partner nennt. Also, glaube ich schon. Ich glaube, es soll nicht
rauskommen, dass das irgendein stocksteif, ernstes Thema ist. Das wird, glaube
ich, da nicht an die Hand gegeben so im Museum.
Sebastian
merkst also ich hab ein bisschen überlegt wo hab ich wenig und dann kann ich
natürlich jetzt immer schön sagen ja hier, guck doch mal ob er was findet, weil
wie gesagt also ich hab da unglaublich viel Spaß dran und das ist natürlich
immer die Frage, wie ernst ist es denn eigentlich und wo kommt es her und wie
musste man das betreiben ich guck jetzt mal, ob ich nicht vom vom Publikum ein
bisschen was einbaue. Da habe ich nämlich von Katinchen was. Bitte vergesst die
Schulen nicht. Eigentlich gehört das alles in den Unterricht der höheren
Klassen, finde ich jedenfalls, damit die Jugend sieht, was und wie und auch was
früher üblich war. Da frage ich mich natürlich auch gleich, ab wie vielen Jahren
darf man denn bei euch überhaupt dann rein?
Curator Janus
also ich habe das eben mit dem zum beispiel gibt es ja diesen jugendschutz
generator wenn eine homepage einstufen willst wie jugendgefährdend das ist
und gerade für die darstellung von kunst und kultur und von bildung und
aufklärung sind tatsächlich wenn du das in diesem rahmen machst kannst du viel
viel mehr zeigen weil da ja erkannt wird dass der kontext wieso du das zeigst
ist zur aufklärung oder zum zeigen von kunst und da
deswegen werden wir das museum auch ab 16 machen können und dann im dritten
bereich unserer ausstellung wo es dann ein bisschen intimer geht werden wir
eventuell einen ab 18 bereich machen einfach weil bei uns ist es ja nicht also es
geht im museum nicht darum per se möglichst provokant und möglichst hier also
Also so nach dem Motto, ein Sexlabyrinth zu machen, dass das möglichst erregend
alles ist, so toll BDSM auch ist. Aber es geht wirklich um die Vermittlung, was
BDSM ausmacht. Und klar sind da attraktive, hübsche, sexy Bilder. Ein Weg, den
wir auch natürlich wählen. Aber das Wichtige ist ja zu sagen, warum das die
Leute machen und so ein bisschen das alles in einem Kontext einbetten. Und es
wird halt immer aus dem Kontext gezeigt, warum machen das Menschen, warum ist
das normal, was gibt es den Menschen, wie kann man das sicher machen, was ist da
vielleicht noch zu berücksichtigen. Und aus der Brille heraus, wenn man das eben
da so aufklärerisch oder wirklich bildend macht, dann kann man da auch wirklich
mehr zeigen, wenn man sich da auch wirklich, dass auch sichtbar ist,
dass das eben nicht zum irgendwie Aufmerksamkeit generieren ist, sondern rein
wirklich um zu bilden.
Sebastian
Ja, ich glaube, das ist auch so eine Trendlinie, die müsst ihr erfahren.
Du hast gesagt, also Bilder und Texte und auch Gegenstände.
jetzt finde ich es ganz schwierig dann sowas
abzubilden wie BDSM, das sind ja auch immer Menschen, die was machen, die können
ja jetzt doch nicht in Käfige sperren und ausstellen und sagen, hier
Masochist, dann hier einmal
Curator Janus
Also bei der Eröffnung kann man das durchaus machen.
Sebastian
also
achso, so Masochist Baujahr 81 in Käfig das kann man dann dran schreiben, passt
Curator Janus
Bei der Eröffnung kannst du natürlich auch, wenn jemand das will, dann kann der da
freiwillig in den Käfig rein für ein paar Stunden. Und wenn jemand das will,
dann kann der auch sich melden und da als Tisch stehen. Also das gehört
natürlich auch dazu für manche, dass das einfach für die ihre Art ist, das zu
leben. Und warum soll man das nicht so zeigen?
Sebastian
lese gerade im Chat, bitte nicht füttern
das Schild dran, zack. Ja, also zur Eröffnung, ich würde da sehr gerne
vorbeischauen. Ich würde das gerne einfach sehen, was da passiert. Ich finde es
immer toll, wenn einfach neue Dinge entstehen. Also ich finde das wirklich toll,
weil ich da momentan ja so auf dem Trockenen bin wie da alle anderen auch.
Und gerade jetzt zu sagen, wir machen das. Hier ist noch eine Frage von Apex
Predator, nämlich ob es einen Souvenir-Shop gibt.
Curator Janus
Ja, also da arbeiten wir auch dran. Das ist jetzt, das ist genau so was, wie
wenn man dann Souvenir-Shop macht oder Webshop. Das ist was, wo man denkt, ach,
das ist doch alles ganz einfach, das zu integrieren. Das ist so viel Aufwand, wo
wir uns halt auch überlegen, okay, wann brauchen wir das? Weil es ist wichtig,
dass wir Räumlichkeiten haben und das Museum eröffnen. Und wenn wir jetzt schon
Merch haben, dann haben wir vielleicht auch ein bisschen mehr Spenden und ein
bisschen mehr Kapital. Aber gleichzeitig ist das jetzt so viel Aufwand, dass
sich dann halt wieder die Eröffnung verzögern würde. Also das ist so ein
bisschen so viele Abwägungen, die wir im Moment haben.
Sebastian
Ja, definitiv. Also ich empfehle trotzdem von Anfang an Bleistifte zu haben. Es
gibt Menschen, die sammeln Bleistifte, wo irgendwas drauf steht.
Curator Janus
Und Tassen.
Sebastian
Ja, ist ja selbstverständlich. Also wenn ihr da am Anfang gar nichts habt,
dann kann ich euch ein paar hinstellen. Die könnt ihr dann.
Curator Janus
Bleistifte, Tassen und Postkarten.
Sebastian
Ja, natürlich. Also ja, das sind ja so die üblichen Sachen, aber da muss man
natürlich gucken. Aber das ist ja nicht das Primäre. Aber natürlich ist es so,
das ist auch eine Säule, damit das Ding sich ein bisschen tragen kann. Weil das
ist wahrscheinlich gar nicht einfach. Ich glaube, du bist da Vollzeit dran.
Curator Janus
ja
Sebastian
Boah.
Da merkt man, da müssen einfach fünfstellige Umsätze jeden Monat her, damit das
irgendwie funktioniert. Wird das denn gefördert?
Curator Janus
oder viel oder viel viel also gefördert wird wenn du wenn das ein jahr steht
dann wird es gefördert ja
Sebastian
Ach, dann erst. Ja, ist ja super.
Curator Janus
aber
Sebastian
Also ich
Curator Janus
da sind wir eben auch schon dran also wir haben schon geschaut was sind die
förderkriterien und einem jahr haben wir dann zwischen also also für da gibt es
eine hamburger förderung zum beispiel künstler fördern da kriegst du dann zwei
bis 8000 euro und dann gibt es noch noch ein paar andere förderungen
wo man eben immer schauen muss erfüllt man die kriterien und wie kann man das
von vornherein schon mit bedenken also es ist halt wirklich so viel im
hintergrund ok mit dem redet man jetzt mit welchem verein hier und auf den geht
man noch zu und mit denen trifft man sich jetzt und da will jemand also das ist
ich glaube das ist was weil du auch gefragt hast was was man so ein bisschen
unterschätzt mit wie vielen menschen man redet und und wer alles was beitragen
will und dann und dann auch schauen wie man das auch wirklich ins projekt
integrieren kann alles ja
Sebastian
glaube, das ist tatsächlich auch nochmal so ein Punkt und vor allem, ich glaube,
es gibt so einen Punkt, der wird schwierig, wenn Leute sagen, hier, ich habe
Zeug, ich stelle euch das zur Verfügung und ihr wollt das vielleicht gar nicht,
was dann da angeboten wird, weil ihr habt das schon tausendmal oder das ist
halt, ja, also das kann ich mir auch vorstellen, dass es irgendwann schwierig
wird, korrekt Nein zu sagen. Fragen, ne?
Curator Janus
also das natürlich will man niemanden enttäuschen und es gibt es ja also es gibt
sicherlich sehr viel was sehenswürdig ist und was was auch anderen menschen
gefällt das anzuschauen und die frage ist halt immer auch ob das in unsere
ausstellung konzept reinpasst und ob wir halt platz dafür haben erst mal und
und so schön das ist dass mein keller voller wird aber es ist ja wichtiger dass
das dann auch wo steht und dass leute auch auch genießen können. Und wenn ich
halt nicht guten Gewissens sagen kann, dass das irgendwann in naher Zukunft auch
wirklich
verwendet werden kann, dass es gezeigt wird, dann, ja, muss man auch das eine
oder andere ablehnen.
Sebastian
Gibt es was im Fundus, wo du sagst, das will ich unbedingt haben, das fehlt auf
jeden Fall und das will ich haben, ich habe es aber nicht.
Curator Janus
Du meinst in der eigenen
Ausstellung?
Sebastian
Ja, also was du dann jetzt, der Dachboden wird vollgeräumt, aber okay, privat
interessiert mich selbstverständlich auch, aber da kann ja auch Synergieeffekte
entstehen.
Curator Janus
Achso,
für privat.
Ja, definitiv.
Also, ich bin nicht so der Materialfetischist, muss ich sagen. Ich habe zwar
einen Haufen Zeug, aber ich bin nicht so, also das
ist jetzt eine gute frage ja
Sebastian
also sagst du vielleicht, also was kann ich mir vorstellen, also es gibt ja auch
so, ja, also gut, der Käfig ist schon mal da, das ist schon mal gut, Andreas
Kreuz bin ich mir auch nahezu sicher, dass das da ist und der Gynstuhl ist
wahrscheinlich auch schon da, ja, aha,
Curator Janus
und ein bock genau
das tatsächlich noch nicht
Sebastian
so, der muss also her. Also, liebes Publikum, wenn ihr da einen übrig habt, ja,
Curator Janus
dann hast du wieder zellen und dann hast du wieder also es gibt ja so viel und
dann ist halt wirklich die frage was was ist halt bio und was ist also und
wie viel platz haben wir dann also das sind ja so manchmal dreht man sich dann
im kreis okay was kann man nehmen und ding weil wir so ein Gynstuhl im keller
hast das ist halt schon ganz schön sperrig
Sebastian
nein, das kannst du ja zerlegen, ne, und dann hast du da, das kriegst du aber
nie wieder zusammengebaut, zumindest diese alten Dinger, die aus unglaublich
vielen Metallteilen bestehen, ne, da kannst du ja, ne, so eine flache
Vitrine, so ein Tisch, so 10 Zentimeter hoch und dann die Einzelteile
ausgestellt, irgendwie 700 Teile, genau.
Curator Janus
Ja, das klappt bei mir bestimmt nicht.
Gepresster Gynstuhl.
Sebastian
Genau.
Curator Janus
Dies ist ein gepresster Gynstuhl.
Hier ist eine Abbildung, wie er mal ausgesehen hat.
Sebastian
Ja, das ist so ein bisschen dieser Zwiespalt einfach. Was stelle ich da rein
und wie kriege ich dann auch den Kontext an die Sache dran? Weil du kannst einen
Gynstuhl hinstellen, da wird jeder Normalsterbliche sagen, na super, Frauenärzte
stehen da auch drauf und du musst es halt erklären. Was ist an diesem Ding
spannend?
Curator Janus
Das Ding ist, je mehr Gegenstände du zeigst, umso mehr lenkst du den Fokus von
der Praktik und von der Optik auf die ab. Und es ist, glaube ich, bei einem
Gegenstand sogar paradoxerweise schwieriger, zu vermitteln was menschen also was
das menschen bedeutet die das mit dem machen weil wenn du einfach nur das
Andreaskreuz hast du wirst nicht wissen was das bedeutet bist du nicht da
selber dran gefesselt gewesen bist oder das gemacht hast oder von jemanden hörst
oder das mitbekommst von jemanden wo das so ist also sie ist so und das halt ein
bisschen schwierig wenn du nur die geräte hast ohne dass ohne dass die dynamik
und und diese gefühle die dabei entstehen die kannst Also für jemanden, der
schon drinnen ist, der schon da einen Bezug dazu hat, ist das schon so. Aber es
gibt ja das Sexmaschinenmuseum in Prag, ich weiß nicht, ob du das so sagst.
Sebastian
Ja, davon habe ich mal gehört, dass es das gibt.
Es gibt zwar alles offenbar im Museum, aber wie gesagt, BDSM ist noch die Lücke.
Curator Janus
da gehst du rein und findest halt alle möglichen krassen Sexmaschinen und am
Ende ist es halt trotzdem ein großes Fragezeichen, okay, welche
dieser Maschinen ist tatsächlich von wie vielen Menschen verwendet worden und
was für Gefühle hat das in denen hervorgerufen? So, ja.
Sebastian
Das wäre jetzt der Punkt, wo man ein bisschen Interaktivität auch hat. Also wenn
du jetzt das Andreas-Kreuz da stehen hast, an dem man sich mal probeweise
festmachen kann, also ein bisschen mitmachen, ist ja auch immer wichtig im
Museum.
Curator Janus
ein Flogger und dann ist da ein Polster und dann kannst du das selber mal
machen. Also klar, sowas Haptisches oder einfach nur Material, dass man Leder
anfühlen kann oder eben so ein Rohrstock oder
Sebastian
da habe ich jetzt auch gerade eine Hörerfrage noch im Chat gefunden
Curator Janus
Gummi und Latex.
Sebastian
Ja, also anfassen und ausprobieren, ist das dann explizit gewünscht oder braucht
ihr ja dicke Glasscheiben? Also klar die Erstausgabe von der Geschichte der O
die wird wahrscheinlich nicht zum Durchblättern da rumliegen, aber
Curator Janus
genau das ist in der vitrine aber das also wir haben vier
ausstellungsbereiche und im dritten wird es halt wollen wir halt die menschen
zeigen und den geschichten von denen erzählen und vermitteln was das menschen
bedeutet und bringt wie das m und im vierten teil machen wir dann da quasi 180
grad wendung und zeigen halt gegenstände bekleidung und kunst so und in diesem
vierten raum kann man dann auch ausprobieren das ist konzipiert dass man zuerst
mal durchgeht und sich damit beschäftigt hat okay was ist BDSM überhaupt und so
ein bisschen allgemein und die die allgemeine aufklärung bildung darüber die
kulturgeschichte und dann intim einfach die intimität von BDSM versucht zu
vermitteln im dritten bereich und im vierten kann man dann quasi so und jetzt
kann man spielen und wenn man das quasi auch wirklich intim mal erfahren hat
vorher und nicht einfach nur bei der oberfläche und bei der optik quasi hängen
geblieben ist ja
Sebastian
ich muss es sagen, weil irgendwie kriege ich den Gedanken gerade nicht aus dem
Kopf, ich stelle mir so eine Vitrine vor da drin, eine Glasfiole und dann steht
dran, Tränen des Podcast Subbis
Merkt man schon, wenn man drin ist, dann hat man einen ganz anderen Begriff von
Romantik. Und die Menschen da hinzuführen, wenn die ein bisschen schlauer
rausgehen, als zu dem Zeitpunkt, wenn sie das betreten, das finde
ich schon tatsächlich spannend.
Curator Janus
ist ein interessanter kommentar im chat jetzt muss ich mal style fetisch
bernhard ich habe also ich habe nämlich mein Andreaskreuz ist glaube ich von
style fetisch dass das ins museum kommt aber wenn das natürlich auch alte sachen
sind so nach dem motto das erst werk oder irgendwas irgendwas was vielleicht
nicht so geworden ist aber dass ja also das Das
ist halt wieder so eine Frage bei Gegenständen zum Beispiel, wenn man das dann
auch ausprobieren kann, ist das cool, wenn das auch neuer ist.
Sebastian
Ja, bitte?
Curator Janus
Beim Kulturgeschichtlichen will man natürlich möglichst alte Sachen haben oder
alte Grafiken und Bilder, die dann vielleicht auch nicht Copyright geschützt
sind eben.
und
Sebastian
da müsst ihr auch aufpassen. Ich dachte, Museum, Kultur, ihr dürft da alles im
Prinzip verwenden.
Curator Janus
naja, wenn es einen Künstler gibt, also wenn es also du darfst zum Beispiel,
wenn ich jetzt zum Beispiel, nehmen wir an, ich würde eine Coca-Cola kaufen oder
eine Zigarettenpackung, dann kann ich die, weil ich die gekauft habe, kann ich
im Museum zeigen.
Aber das ist, weil das quasi ein Alltagsgegenstand ist, der vielfältig gemacht
wird. Aber wenn ich jetzt zum Beispiel ein Bild von einem Künstler nehmen würde,
dann muss ich den natürlich schon fragen, ob ich das ausstellen darf. Und kann
ich sagen, naja, du hast das, also Also wenn der Künstler das verkauft hat, das
Bild, und dann quasi das öffentlich zugänglich ist, dann schon. Aber nur weil
jemand ein Bild im Internet hochlädt, hat das noch nicht verkauft und damit
nicht die Rechte hergegeben, dass das jemand auch bei sich rumliegen lassen
darf, also anderen zeigen darf, so in einem Museum.
Sebastian
Ja, da müsst ihr ein bisschen aufpassen.
Ja, wobei, das ist ja eure Arbeit, solche Dinge dann auch zu klären und dann
auch möglich zu machen, dass man was ausstellt.
Also ich muss gestehen, ich habe hier Ideen und Ideen, was weiß ich,
Handmanschetten von 1900 bis heute, wo du erst anfängst mit diesem
medizinischen Zeug und jetzt hat das Zeug Glitzersteinchen und ist gepolstert.
Curator Janus
Also das ist,
Sebastian
Also so viele Möglichkeiten, was man da zeigen kann, was alles auch anders
geworden ist.
Curator Janus
also das ist ja tatsächlich eine, also das ist ja dann würde ich eher sagen eine
Konsumproduktentwicklung und
Sebastian
Ja gut, aber es hat aber auch was mit dem Bedürfnis zu tun. Früher hast du halt
einfach das genommen, wie gesagt, es ist ein medizinisches Ding oder hast du es
selber gemacht, genau.
Curator Janus
gemacht.
Sebastian
Und jetzt ist es halt auch ein Modegegenstand. Das muss schon geil
aussehen und einzigartig sein und das soll aber trotzdem auch noch bequem sein
und robust sein. dann merkst du schon, was da alles gefordert wird bei solchen
Produkten und das ist ja, früher war man froh, wenn man überhaupt irgendwas
hatte, was man um die Handgelenke legen konnte und was irgendwie halbwegs
gehalten hat und jetzt haben wir da, jetzt will ich da ein TÜV-Zertifikat haben,
dass ich da auch Last draufpacken kann und sowas
Curator Janus
ja, also ein geprüft, geprüft Zertifikat, Kink approved, ja,
Sebastian
ja genau, also da will ich dann wissen, okay, Traglast 200 Kilo, okay, alles
klar und dann, oh je also ja, das ist dann merkst du, da kommt
auch so eine gewisse Begeisterung von mir, einfach zu sagen, mein Gott, was man
nicht alles zeigen kann.
Curator Janus
ja,
Sebastian
Es ist, also allein bei Gegenständen, da ist es natürlich einfach,
dann diese, die ganze Geschichte zu zeigen, da würde ich wirklich auf dem
Schlauch stehen und wüsste überhaupt nicht, wo ich anfangen soll. Also das ist
schon wirklich eine Arbeit, die dahinter steckt und dann hoffe ich natürlich,
dass man die dann später im Museum auch, ja, bemerkt oder auch die Idee dahinter
so ein bisschen sehen kann, dass das ein Haufen Arbeit ist, das
zusammenzustellen.
Curator Janus
also das, ja, das Ausstellungskonzept, das war am Anfang ziemlich viel Arbeit,
das aufzustellen und vor allem dann auch mit der Kulturgeschichte das zu
recherchieren und sich Gedanken zu machen, okay, gut, wie viele Räume haben wir
am Anfang maximal und du willst ja eben textmäßig die Leute nicht überfordern,
dann kalkulierst du so, dass mit einer Stunde Lesen alle durch sein sollten,
weil sonst ist halt schon zu viel. Und dann ist einfach, also das ist ja gerade
dieses Pädagogische, wie tut man das, die Exponate und Texte
präsentieren und anordnen und die Architektur, quasi die
Inneneinrichtung, dann die Inklusion, wie kann man darauf achten, dass das auch
Personen mit Einschränkungen gut lesen können und für die zugänglich ist und
dann auch, wie können wir auf eine gendergerechte Sprache achten,
also das sind so viele Themen, mit denen wir uns noch auseinandersetzen, oder
auseinandersetzen, die einfach damit eine Rolle spielen, weil das
einfach dann am Ende ja auch mehr ist als einfach nur eine Sammlung von hier ist
das hingestellt und hier ist das hingestellt und Zahl eintritt.
Sebastian
Ja, also auch dann wirklich auch zu sagen, die Leute stehen davor oder sie
überlegen, was mache ich am Wochenende, gehe ich da rein und leiste ich mir das
und gönne ich mir das. Diesen Sprung müsst ihr erstmal schaffen. Da bin ich
extrem gespannt.
Ich baue noch eine Frage ein von Thor. Nämlich wird es Lehrgänge in
BDSM-Bereichen geben. Das ist dann ja auch die Frage, wenn ihr abends dann das
Museum schließt, was passiert dann da drin? Oder geht nur das Licht aus?
Curator Janus
Da gehen erstmal die Lichter aus, vielleicht gehen sie dann wieder an. Und es
ist auch mit in der Satzung drinnen, ist auch mit, dass
wir eben Veranstaltungen auch machen, wie eben vorträge und workshops und
also das ist auch mit drinnen das ist dann nur gerade ein workshop ist dann auch
immer so ein bisschen okay zu was genau und ist das dann fällt das dann auch
genau in den gemeinnützigen bereich oder ist es dann wieder so eine art Zweckbetrieb
also Wirtschaftsbetrieb nennt man das dann also gerade diese
gemeinnützigkeitsregelungen sind sehr komplex dass man wirklich den gerecht wird
und was darf man dann und was muss man dann wie anmelden und noch zusätzlich
sich darum kümmern also gerade bei einem workshops um das auf die frage
vielleicht ganz wir wollen eben auch vorträge und diskussionsveranstaltungen
und auch workshops anbieten können
Sebastian
Das stelle ich mir ganz schön vor, wenn ich dann im Museum sitze und höre und
schaue mir was an und habe um mich herum so die ganze Geschichte des BDSM und
kann die quasi einatmen. Ich bin ja sehr gespannt, wie es da drin riechen wird,
ehrlich gesagt. Ich habe das Gefühl, dass das könnte eine interessante Mischung
werden.
Curator Janus
nachdem sie ja wenn wir das einrichten neu sein wird kann es noch nicht
verstaubt sein also also
Sebastian
Ja, aber du hast auch unterschiedlichste Materialien. Klar, du hast viel Papier.
Am Anfang riecht das wahrscheinlich eher ein bisschen nach Ozon oder frisch
gedruckt einfach. Aber du hast dann eben auch Materialien wie Leder und Holz.
Curator Janus
diese glas oder so kunststoff vitrinen plexiglas oder
Sebastian
Ja, ich finde einfach so einen Geruch, ich glaube, das finde ich spannend.
Curator Janus
lederholz
Sebastian
Wobei, am besten läuft es natürlich, wenn es dann nach Kaffee duftet.
Curator Janus
machen wir vielleicht zum parfüm leder parfüm wo wir dann die räume oder
oder die schautafeln alles was auf einer schautafel draufsteht wird also wenn
Sebastian
Neuwagen,
einfach Neuwagen-Duftspray. Oh, um Gottes Willen. Bevor wir hier heute zum
Ende kommen,
ich mag nochmal so, ihr recherchiert ja ganz viel, so erste Erwähnung von etwas,
wo ihr sagt, ja, das heißt vielleicht nicht BDSM, aber was habt ihr so gefunden,
wie weit kann ich zurückgehen und kann sagen, ja, das ist BDSM, wie wir es im
heutigen Sinne sehen.
Curator Janus
du sagst es ist klar einvernehmlich und es wurde bewusst begangen von beiden
parteien um quasi sich gut zu tun gegenseitig
dann gibt es ein sehr schönes zeugnis aus der viktorianischen zeit von
einer Arbeiterfrau in London, ich glaube es ist nicht London,
aber in England, wo eben ein Mann aus der Bürgerschicht hatte einen
Arbeiterinnen-Fetisch.
Heute würde man sagen Fetisch, er hat das immer geleugnet, dass er das auch
sexuell quasi anzieht. Aber er hat eben Frauen studiert
und beobachtet, die halt harte Arbeit verrichten und sich vor allem dreckig
machen. Und er hat dann eine Frau gefunden, die
er dann
bezahlt hat, dass sie für ihn dokumentiert, was sie für Arbeiten verrichtet, für
die Personen, wo sie angestellt ist oder für die, die sie arbeitet.
und hat dann diese also diese person die er engagiert hat diese frau die hat
dann auch eine halsband für ihn getragen von sich aus weil sie das wollte und
und es ist richtig so ein ich glaube mit allen das halsband und das war halt
eine eine wirklich eine D/s-Beziehung in dem Sinne, weil sie ihn auch als sein als
ihren meister gesehen hat und sie wollte eigentlich ein quasi quasi in diesem
submissiven Verhältnis auch sein und leben und er hat sie dann auch gebildet und
ihr das Schreiben beigebracht und ihr angeboten, aus ihrer Gesellschaftsschicht
auszusteigen und sie hat gesagt, sie will das nicht, sie will nicht in ein neues
Sittenkorsett gezwängt werden, weil sie sich in ihrer Rolle sehr wohl fühlt und
selbstbestimmt ist und sie auch quasi, also sie auch sehr selbstbestimmt
entscheidet, wann sie für wen arbeitet Und sie kann auch eben quasi eine Arbeit
aufkündigen und macht das auch, wenn ihr das wirklich nicht passt und achtet
auch darauf, dass sie Geld anspart für ihr Alter. Also sie ist wirklich eine,
das war ein authentisches Zeugnis einer quasi DS-Beziehung, wie wir sie heute
uns verstehen, wo eben die submissive Frau selbstbewusst
aufgetreten ist und ihre Bedürfnisse und ihre submissiven Bedürfnisse auch
eingefordert hat.
Sebastian
Das finde ich spannend. Moment, du hast gesagt, viktorianische Zeit, das ist so
1800 irgendwas, oder? Liege ich da ganz falsch? Also vor de Sade noch, ne?
Curator Janus
Warte, ich hole mal hier das Buch. Ich hole mal hier das Buch heran.
Sebastian
Hol mal das Buch. Ein bisschen Atmo, das ist sehr schön.
Ich bin gespannt.
Ja, ich muss ja das Wissen nutzen, wenn es schon da ist. Ich kann nicht sagen,
das ist eine 200-jährige Tradition, was wir hier machen. Das ist schon was ganz
anderes, als zu sagen, das ist neumodisch.
Curator Janus
Ja, also das, ich glaube das Problem ist halt auch, dass man
halt modernen BDSM nur mit Wissen und Bildung und mit einer
gewissen Einstellung machen kann.
so also das war 1800 also
Sebastian
Oh, liebes Publikum, jetzt wird es ganz genau. Da kommt der Kurator Dwig.
Curator Janus
das erste Treffen hatte eben hatte Hannah Cullwick war
das mit das war neben der Mann 1854
so als
Sebastian
1854. Ja, das sind jetzt 170 Jahre.
Curator Janus
sie 21 war in london doch und
Sebastian
Ja, sehr schick. Also das ist doch, das beruhigt mich doch. Also so falsch kann
das alles gar nicht sein.
Curator Janus
ist auch gut beim Trinity College ist es auch sehr gut also in Cambridge gibt es
da auch eben die unterlagen also die die Briefverkehr und die Aufzeichnungen da
sind da im Archiv.
Sebastian
Also
das finde ich ist jetzt mal wirklich eine neue Erkenntnis für mich, weil man
glaubt ja immer gar nicht, wie weit das zurückgeht.
Curator Janus
Aber also für mich ist halt gefühlt, also in diesem Fall kann man halt klar
sehen, dass es einvernehmlich war, dass es bewusst gewählt war und dass es vor
allem, also dass da eine gewisse Selbstständigkeit und Eigenständigkeit der Frau
hier war in diesem Fall.
Sebastian
Janus,
Curator Janus
Aber es ist halt wirklich schwierig, wenn es da noch keine Vorbilder gibt oder
quasi Konzepte gibt, wie man diesen Drang nach BDSM gesund auslebt, dann kann
man das, glaube ich, auch schwer machen.
Sebastian
ja das ist so die Frage, also wenn ich das nicht definieren kann, keinen Begriff
dafür habe, das geht ja vielen Menschen so, die noch gar nichts ausprobiert
haben, die einfach nur merken, irgendwie fehlt mir was und das nicht benennen
können.
Die brauchen auch erstmal Wissen, damit sie dann Spaß haben können.
Curator Janus
Also hier gibt es auch noch einen Kommentar, dass es in Pompeji auch schon
Fresken mit Flagellationen gibt. Also genau, es gibt auch bei etruskischen
Gräbern, auf so Särgen gibt es auch Flagellationsszenen.
Und da ist eben auch, warum macht man das auf eine Sarg drauf? Weil man entweder
das in einem rituelle oder spirituelle Bedeutung macht, aber irgendwie muss es
einem ja doch faszinieren, diese Idee.
Sebastian
Ja, ist auch die Frage, ist es dann BDSM? Also das ist ja die Frage des
Mindsets so ein bisschen, was dahinter steht.
Also was weiß ich, ich nehme jetzt mal irgendwie, ich stelle mir die Ägypter vor
und da gibt es einen Shop, da kann ich mich dann auspeitschen lassen.
Ist die Frage, hat das was mit BDSM zu tun? Nein, hat es natürlich nicht. Also
die Handlung und dann aber auch das Mindset da mit zusammenzubringen. Ich
glaube, da muss man viel in Texten forschen und suchen, um darauf Hinweise zu
finden.
Curator Janus
Genau, das ist ziemlich viel Arbeit und das ist dann die Arbeit von Historikern
und gerade zum Beispiel auch bei der Flagellation gibt es dann auch die
englischen Pubs, in denen das einfach gemacht wurde und da konntest du dann
sagen, hey, ich will.
Sebastian
Okay, ja.
Curator Janus
Also das ist dann, glaube ich, ein klares Zeichen, dass wenn man das spontan im
Pub macht und dann einfach mal jeder, der will, kann das mit sich machen lassen,
dann ist das eigentlich ja genau das, was wir da verstehen würden.
Sebastian
Ja, ist dann wieder die Frage, die ist, ach Gott, Dienstleistung oder ist das,
also warum macht man das oder ist das irgendwie so eine Art Trinkspiel oder,
also das ist die Frage, wie weit ist BDSM sexuell und wir könnten jetzt zwei
Stunden diskutieren, das machen wir heute aber bitte noch nicht.
Oh, mir ist eine Sache wichtig, damit ich die nicht vergesse, es kommt mir
gerade wieder ins Gedächtnis, ich mag nochmal unbedingt sagen, wo man das Museum
findet, denn die Webseite ist ja da, auch wenn sie noch tausendmal überarbeitet
werden muss, wo finde ich sie denn?
Curator Janus
Also bdsm-museum.de
Sebastian
Sehr schön, sehr einfache Adresse und man wird auch gleich mit Bonnitsch
begrüßt, habe ich gerade gesehen, ich habe es eingetippt, die Adresse stimmt.
Stimmt.
Ja, also ich würde euch da wirklich gerne noch weiter begleiten, dann schauen,
dass wirklich, wenn ihr sagt, Mensch, wir haben Räume und dass man auch, genau,
melden und ich würde das wirklich gerne begleiten, bis das Ding dann
letztendlich auf hat, man drin steht und einmal einatmet und feststellt, jo,
hier riecht es nach BDSM, nach Geschichte, nach Innovation, nach Akzeptanz, nach
ich weiß nicht was allem.
Curator Janus
wir Räume haben, dann melden wir uns bei dir.
Sebastian
Das wäre sehr schön und da würde ich mich einfach freuen, wenn es gar nicht mehr
so lange dauert.
Curator Janus
Ja,
Sebastian
Okay, ja, dann grüße ich nochmal Miss Solea. Die war ja beim letzten Mal da,
hoffentlich beim nächsten Mal auch wieder.
Ja, und euch beiden, also ihr seid ja inzwischen jetzt drei, ihr, die ja das
macht.
Ich drücke euch echt die Daumen, dass das wirklich schnell geht und dass das ein
wunderbarer Erfolg wird.
Curator Janus
also wichtig ist, glaube ich, dass es ordentlich wird und auch wenn es natürlich
doof ist, wenn es länger braucht, aber lieber jeden Tag mit vollem Eifer und
Energie, als irgendwie dann überstürzt und dann ist es nur so halbfertig. Also
Sebastian
Ja, ich hoffe natürlich, dass es nie fertig wird und sich immer
weiterentwickelt. und irgendwann kommen, in 50 Jahren können wir dann auf den
Punkt kommen, was war im Museum am Anfang und jetzt, was hat sich alles
verändert. Ich glaube, dann wird das Museum selbst zum Ausstellungsgegenstand.
Das fände ich dann auch nochmal spannend. Er war jetzt in der Zukunft.
Curator Janus
mal an die Eröffnung denken.
Sebastian
Genau. Ah, ich drücke die Daumen. Janus, vielen, vielen Dank, dass du dir Zeit
genommen hast und ja, wir sprechen bald wieder.
Curator Janus
Danke, danke.
Danke, dass ich bei dir sein durfte.
Sebastian
Mach's gut. Tschüss.
Curator Janus
Ja, sehr gerne. Tschüss.
Sebastian
So, das war der Kurator Janus und ja, ich mag dieses Projekt einfach. Ich mag
Dies & Das
das gerne weiter begleiten, weil es ist halt immer schwierig, was zu machen.
Ich spreche ja immer gerne mit Leuten, die was machen, die einfach etwas finden
und sagen, okay, hier, das kann man tun, das wollen wir umsetzen.
Das kann auch sein, dass jemand sagt, ich mache hier ein BDSM-Apartment auf und
dann feststellt, um Gottes Willen, das ist ja riesig Aufwand. Auch das würde ich
hier gerne ein bisschen zeigen, weil wenn man User ist, wenn man etwas besucht,
dann nimmt man das wahr, dann geht man auf eine Party Und stellt fest, ja, es
war alles schön, aber das hat mich gestört. Aber diesen Aufwand dahinter, der
ist ja im besten Falle überhaupt nicht sichtbar und man kann es einfach
genießen. Aber ich mag trotzdem immer gerne zeigen, was da alles so dahinter
steckt. Ja, ihr Lieben, gucken wir doch mal, ob wir heute noch mal ein bisschen
sprechen können am Telefon zum Beispiel. Ich sage euch mal eine Telefonnummer
und wer möchte, kann hier einfach anrufen, kommt dann hier in meinen schönen
Pott für den Kaffeepott, sprich einmal im Monat ziehe ich einen Zettel raus und
dann kann man einen Kaffeebecher gewinnen und zwar den, den man nicht kaufen
kann von der Kunst der Unvernunft. So, ich sag mal die Nummer, die
051019118952 und ja, wer mag,
ruft jetzt einfach spontan an. Thematisch bin ich jetzt nicht gebunden, aber es
gibt dann doch ein Thema, über das würde ich gerne mal sprechen. Ich wurde
darauf aufmerksam gemacht, dass das Thema mal erwähnenswert wäre und dann ist
mir aufgefallen, ich glaube, darüber haben wir noch nie gesprochen. Und zwar das
Thema Fake-Accounts oder wenn
Menschen einfach auch gerade online was vorgeben, was sie überhaupt nicht sind
und wie lange treiben sie das Spiel? Fällt das sofort auf? Sind das
irgendwelche, ich sag mal, der Typ im Jogginganzug, der vor dem Laptop sitzt und
irgendwie als Mädel dann am Chatten ist oder ich habe keine Ahnung was, nicht
alles, aber das ist natürlich immer so die Frage, wie authentisch sind Menschen
und was ist echt und wie gerät man daran und ist das häufig oder überhaupt
nicht. Ich würde mich einfach mal interessieren, das Thema, vielleicht mag heute
jemand was dazu sagen, ich würde mich sehr freuen, wenn man hier einfach ganz
spontan anruft und sprechen wir drüber. Ansonsten bin ich aber wie gesagt offen,
denn heute sind wir hier eine gemütliche Runde und da freue ich mich auch immer
über Updates oder Dinge, die so passiert sind und bis hier jemand anruft, gucke
ich mal, was ich denn so Schönes noch erzählen kann.
Zuerst gucke ich mal rein, was haben wir denn noch gehabt? Achso, und zwar zur
vorletzten Sendung habe ich ein bisschen Feedback bekommen und da ging es um das
Thema Gendern und ja, das sei ein
bisschen übertrieben und die Sprache leidet darunter und
dass das einfach gewöhnungsbedürftig ist. Und ja, diese Kritik, die kann man
äußern, das ist völlig in Ordnung, das zu sagen. Ich überlasse es ja hier jedem
selbst, ob und wie er das handhaben möchte, wenn man mit mir hier spricht. Ich
mag allerdings auch feststellen, es gab ausschließlich Beschwerden von
Cis-Männern und das spricht eigentlich dafür, immer ein bisschen weiter
darauf zu achten, inklusiv zu sprechen. Wenn ich es einfach tun kann, liebes
Publikum, da haben wir es wieder, dann mache ich das sehr gerne, weil ich mag
einfach jeden ansprechen. Ich mag niemanden mit meiner Sprache ausschließen und
wenn mir das gelingt, umso schöner und wenn es mir nicht so gut gelingt, dann
gelingt es mir halt mal nicht, aber so einen gewissen Blick drauf, den kann man
glaube ich haben und das tut auch nicht weh. Gut, dann sammle ich immer noch
Cover-Bilder von euch ein. Also von allen Menschen, die mit mir aufgenommen
haben.
Coverbilder
Ja, ich mache alle Podcast-Cover neu. Ich mag die auch drucken. Und
deshalb mag ich wirklich alle Cover. Das sind jetzt im Moment 46 Stück neu
machen. Und 20, nee, 21 habe ich schon. 20 fehlen da noch. Und ja,
wenn du schon mit mir hier aufgenommen hast und irgendwie habe ich dich nicht
erreicht bislang, weil ich versuche hier alle anzuschreiben, Das
Hintergrundbild, das kann von dir kommen. Also bitte mal melden und mir einfach
was schicken. Sonst müssen wir ja mit Stockfotos arbeiten. Und das möchte ich
ehrlich gesagt nur im Notfall.
Okay, so, Webseite des Podcasts. Ganz ehrlich, bin keinen Schritt weiter
gekommen. Dafür habe ich am Wochenende aufgenommen. Und das ist mal eine
Aufnahmen und Vorschau
einzigartige Folge, die da in einigen Wochen erscheinen wird. Man hört mich
fluchen und Aua rufen. Und mehr mag ich noch nicht erzählen. Aber das hat mir
unglaublich Spaß gemacht. Also für Folgennachschub ist gesorgt und am Montag
gibt es ja dann auch schon die nächste mit Titan Engineer, ich gebe euch mal ein
paar Stichworte, sowas wie Jung, Sub, baut gerne Dinge, zwei Mädels
haben ihm was zu sagen, Maid Outfit und und und und und, sind ja nur zweieinhalb
Stunden geworden, also da habt ihr ein bisschen was zu hören ab Montag dann.
Okay, so, jetzt ruft hier niemand an, das kann passieren, aber ich versuche es
nochmal. Die Nummer ist die 05101 9118952 und
ich gehe jetzt hier noch einmal sicher, dass die Technik auch mitspielt, denn
hin und wieder tut sie das nicht und dann kann man hier auch gar nicht anrufen.
So, das ist mal schön. Das sind immer die Stellen, wo ich dann schneiden muss,
wenn ich es veröffentliche. So, jetzt habe ich das hier nochmal zurückgesetzt.
Und wir schauen mal. Sonst wird das heute vielleicht eine etwas kürzere
Live-Sendung. Ich bin gespannt.
Und da gucken wir mal, was kommt.
Würdigung der UnterstützerInnen
Dann mag ich einmal die UnterstützerInnen des Podcasts hier würdigen. Das ist
zwar ganz wichtig, weil ohne euch könnte ich das hier nicht machen.
Von Stefan habe ich ein Paket bekommen. Und da war ein Patch-Kabel drin und ein
Switch. Und nein, ich brauche jetzt keine Kabelpeitsche. Und der Switch, der ist
jetzt auch nicht dazu da, dass ich jetzt meine Neigung ändere. Aber vielen,
vielen Dank. Ich habe hier diesen schönen Amazon-Wunschzettel. Und es ist immer
wieder schön, wenn Überraschungspakete kommen. Und das dient alles auch unter
anderem der Schätzfrage von heute.
Ja, bei Steady ist niemand Neues dazu gekommen. Aber Gerrit und Lara haben den
Podcast auch mit einer kleinen Überweisung unterstützt. Vielen Dank euch beiden.
Ganz großartig. Und so kann ich hier schön weitermachen. Und es geht ja auch
bald wieder los, dass ich durch die Gegend fahren kann. Und da freue ich mich
auch schon richtig, dann diese Tasche einmal zu packen. Und dann geht es einfach
los zu neuen Gesprächen. So, und jetzt klingelt hier das Telefon. Ich gehe
einfach mal ran.
Anrufer Daniel Karnickel
Hallo, Sebastian hier. Mit wem spreche ich?
Daniel Karnickel
Daniel
Karnickel, 40. Wieso höre ich gerade live?
Sebastian
Du bist jetzt gerade in der direkten Live-Sendung. Das war hoffentlich auch
deine Absicht.
Daniel Karnickel
Okay, dann läuft mein Stream tatsächlich irgendwie zeitverzögert. Wunderbar.
Sebastian
Ja, das ist immer so ein bisschen, das kann mal eine Minute abweichen. Aber
jetzt bist du in Echtzeit mit mir verbunden.
Daniel Karnickel
Yeah. Wunderbar.
Sehr witzig. Ja, ich wollte zu Fake Account mal eine
Erfahrung teilen und dann gleich nochmal kurz Kurz, vielleicht auch normal,
Norm und so weiter eingehen.
Sebastian
Ja gerne Okay, also zum Thema Fake-Accounts Was kannst du dazu sagen?
Daniel Karnickel
Das
Sebastian
Was möchtest du sagen?
Daniel Karnickel
Thema Fake-Accounts ist ja immer so eine Sache, ab wo ist das denn wirklich ein
realer Fake und so. Manchmal gibt es ja auch Unterstellungen, wenn irgendwelche
Dates abgesagt wurden, weil plötzlich Red Flag da ist und
man verkrümelt sich dann und so, dann entsteht leicht auch der Eindruck, dass es
sich um einen Fake gehandelt haben könnte oder die Behauptung steht irgendwie im
Raum.
Ich habe da eine besonders kritische Erfahrung gemacht mit jemandem,
mit dem hatte ich irgendwie ganz lose geschrieben,
nicht viel Inhalt textlich. Das ging irgendwie hin und her und dann
meinte er am nächsten Samstag irgendwie
treffen und ich so, okay, wir wollen wenigstens mal irgendwie, wir wollen nicht
mal gleich telefonieren, also so treffen ist nicht. Er hat Handynummer
rausgegeben, ich habe Handynummer rausgegeben, wir haben ein paar Sätze
irgendwie in WhatsApp gewechselt, er konnte mich gar nicht zuordnen, das war
auch schon irgendwie noch merkwürdiger und dann wurde er relativ patzig,
also extrem aufdränglich und dann auch
aggressiv auf meine Rückfragen und dann habe ich mich da
verabschiedet. und der Witz war, jetzt kommt es.
Also dann das Date, das am Samstag vorgesehen war, das dann ja irgendwie
geplatzt ist.
Am folgenden Sonntag, Montag, kriege ich irgendwie auf der Plattform von
einem, angeblich von einem anderen Sub, eine Nachricht. Ich wusste
erst gar nicht, das einzuordnen, die Nachricht, weil es war einfach nur so, wo
warst du am Samstag? Also wir hatten wirklich Spaß mit dem Account,
dem Typen, der patzig, aggressiver Typ
und so. Und dann habe ich geschrieben, wer bist du überhaupt?
Und dann stellte sich heraus, dass es sich um
das angebliche stattgefundene Treffen handeln würde. Und das konnte ja
eigentlich nur der sein. Nein, wer weiß denn sonst davon? Niemand wusste davon.
Und dann habe ich mir den Account angeguckt, richtig krass. Der hat in den
letzten drei Monaten auf der Plattform an die 300 Nachrichten mit einem zweiten
Fake-Account, Sub-Account gemacht, der
Dom.
Sebastian
Okay, also
Daniel Karnickel
Das ist ja ganz schön viel Müll, den der da auf der
Plattform verbreitet hat. Also der wollte mich sozusagen nochmal besonders
verarschen, weil er sauer war, dass ich das Date platzen habe lassen.
Was heißt platzen? Ich habe ihm gesagt, nee, in freundlichem Ton, nee, danke,
läuft nicht.
Ja, und dann wollte er nachtreten und hat das getan, indem er behauptet hat. Er
hat dann mit einem anderen Sub, eigentlich wollte er mit uns beiden eine Session
machen am Samstag. Und dann hat er diesen zweiten Account aus der Tasche geholt
und mich angeschrieben.
Sebastian
also ganz ehrlich das ist ja immer die Frage Zweit-Account, das ist ja gar nicht
so unüblich, aber
also wenn du schon merkst das finde ich erstmal gut, dass du sagst okay, kommt
mir alles komisch vor, ne, da habe ich keine Lust das ist ja schon mal ein guter
Schritt
aber aber dann auch so dieses Patzigsein, das wundert mich jetzt gerade noch ein
bisschen.
Also einfach, da geht es so ein bisschen, also die Frage ist ja so, was ist so
ein Fake-Account oder was ist ein Fake?
Daniel Karnickel
Nee, nee, vielleicht kam das noch nicht richtig rüber.
Sebastian
Da hat
Daniel Karnickel
Also der Dom, der patzig wurde, das war nicht der Fake-Account,
der Witz war.
Da hatte ich das abgeschlossen, abgebrochen. Und dann kriege ich nach dem
Wochenende, wo das eigentlich vorgesehen war, das Date, von einem ganz anderen
Account,
von einem Sub-Account eine Nachricht.
Sebastian
er die Accounts vertauscht.
Daniel Karnickel
Hat er einen zweiten Account, das ist der Fake-Account,
von dem ich rede, so aus der Tasche gezaubert und so nach dem Motto, ja, du hast
aber ordentlich was verpasst. Das war ja so schön und so. Selber schuld, dass du
das Date abgesagt hast mit, und dann der Account-Name von dem Dom.
Sebastian
okay.
Daniel Karnickel
Voll hart.
Sebastian
Ja gut, aber das ist ja dann wirklich in der Stelle ein bisschen Blödheit,
Accounts verwechseln oder aus der Tasche ziehen und damit irgendwas machen. Aber
das ist ja natürlich von vorne bis hinten
ja, grundauf unehrlich, ne?
Macht ja keinen Spaß.
Daniel Karnickel
Fake-Accounts sind ja auch kein Spaß, in der Regel.
Sebastian
Ja, ne, wir sagen natürlich alle immer, wir haben sowas nicht. Auf der anderen
Seite, ne, theoretisch, wenn ich jetzt mal so FetLife betrachte, habe ich da
auch zwei Accounts. Nämlich einmal das von Podcast und einmal noch einen anderen
Account, ne? Und bei welchem bin ich denn jetzt authentisch, ne? Und ich glaube,
das hängt immer davon ab, was ich tun möchte, ne?
Aber mich würde auch interessieren, warum liegt,
Daniel Karnickel
Also ein zweiter Account würde ich nicht als Fake-Account sehen, grundsätzlich.
Sebastian
ja, okay, also was, was,
Daniel Karnickel
Weil du täuscht ja nicht eine Existenz, eine Person sozusagen
vor. Aus welchen Gründen auch immer. Die anderen
Gründe, die da ja im Raum stehen, sind ja, ich sag mal, das Schimpfwort
Tastensichser. Hast
du schon mal gehört? Ja. Ja, also Menschen, die gar nicht
vorhaben oder eventuell sich nicht trauen, ein reales Date
mit jemandem zu haben, eine Session zu machen.
Sebastian
natürlich.
Ja, das ist natürlich auch, so ein Account ist schnell angelegt, da kann ich ja
mal ein bisschen rumprobieren und erstmal gucken, wie gehe ich damit um.
Daniel Karnickel
Und
auf die Plattform ja auch an, so ein bisschen.
Sebastian
Ja, aber eigentlich kriegst du überall so ein Konto schnell angelegt. Also das
dauert nur ein paar Minuten und zack, schon hast du eine neue Identität, mit der
du bei null starten kannst. Das ist Vorteil und Fluch zugleich.
Daniel Karnickel
also im Joy kann man sich ja zum Beispiel damit schützen, dass man nur mit
Real-Accounts was macht. In der SZ ja auch.
Sebastian
Ja, aber so ein Real, das ist ja auch was, was beim Bürgen geht. Also ich habe
auch schon mal für Leute gebürgt und habe festgestellt, die hatten schon ein
anderes Realkonto. Trotzdem war meine Bürgschaft in Ordnung, weil der Mensch
stand vor mir, das war authentisch und dann kann ich da auch fürbürgen und der
kriegt ja auch sein Real. Also der kriegt dann ja diese Plakette, die sagt, das
ist ein echter Mensch und das kriegt man ja durchaus hin. Also ob das so ein
Schutz ist, ich glaube, das hilft viel, aber auch nicht immer.
Daniel Karnickel
Okay,
daran hatte ich jetzt gar nicht gedacht. Ich bin noch ein wenig im Joy
unterwegs. Ich bin ja auf GayRomeo hauptsächlich unterwegs. Da
kann man im Übrigen sich so viele Accounts anlegen ohne irgendeine Bestätigung,
die man Lust drauf hat. ist da allerdings aber auch gar nicht so das Problem.
Sebastian
Das funktioniert. Funktioniert?
Daniel Karnickel
Ja, das ist sogar offiziell gewollt. Also es gibt dafür ein Statement
von der Orga, dass das sogar also explizit
erlaubt ist und ich habe auch schon mal überlegt, mir in dem
Sinne einen zweiten Account anzulegen, der ohne BDSM ist,
das manche vielleicht verschreckt und man vielleicht auch mal darauf
Lust hätte.
Sebastian
Ja, das ist so die Frage.
Daniel Karnickel
das ist explizit erlaubt.
Sebastian
Die Frage ist ja, welche Seite zeige ich dann von mir? Ich glaube, da muss man
auch unterscheiden zwischen, ja, ich lasse Aspekte weg oder, sagen wir mal so,
die schlimmste Form des Fake-Accounts ist natürlich, dass ich beispielsweise
über das Geschlecht täusche. Also ich nehme einfach mal den Kerl, der sagt,
jetzt bin ich ein Mädel, ich bin, was weiß ich, Femdom, Femsub, irgendwas und
der einfach Spaß daran hat, dann mit Leuten zu schreiben und dann in diese
andere Rolle reinschlüpft. Ich sage mal so, das ist gegenüber den Menschen, die
mit dem dann kommunizieren, schwierig, weil er verschwendet Zeit. Also das muss
man mal ganz ehrlich sagen.
Also ich würde mich sehr ärgern.
Daniel Karnickel
Ja, das hat ja auch was Voyeuristisches und man entlockt den Leuten ja auch intime
Informationen,
nicht nur allgemeine.
Sebastian
Hm, ja, tja, was machen wir da? Akzeptieren, dass es einfach so ist. Die Frage
ist ja, wie viel ist das, ne? Ja,
Daniel Karnickel
Also es gibt eine schwule BDSM-Plattform, die sowas von überlaufen,
von Fake-Accounts, dass es da die Stimmung eigentlich schon so vergiftet hat,
weil permanent irgendwie die Unterstellung, du bist nicht real und das Treffen
wird sowieso nicht stattfinden.
Sebastian
super.
Ja,
Daniel Karnickel
Lederstolz heißt die.
Sebastian
okay, aber dann ist ja schon die, ja, dann hat die Plattform im Grunde verloren,
dann muss sie was tun, das ist ja auch in deren Verantwortung.
Daniel Karnickel
Ich habe mir da mal einen realen, also einen kostenpflichtigen Account, der ist
da auch nicht so teuer, geholt gehabt, weil ich sehen wollte, was da so los ist.
Achso, da war auch übrigens diese
Fake-Geschichte da.
Das war dann der traurige Gipfel nach irgendwie wie ein, zwei Ghostings,
hat alles irgendwie nicht funktioniert. Und obendrein ist das ganze Forum und
die Chaträume und alles mögliche vollgemüllt mit wüsten Beschuldigungen.
Sebastian
gut, dann sehen wir aber, es ist ein Problem und jetzt ist einfach so auch die
Frage, was kann ich tun, damit ich da nicht dran hänge.
Daniel Karnickel
Also das Klima ist vergiftet.
Sebastian
Ich glaube, da ist aber dann, wenn es der andere darauf anlegt, das ist
natürlich immer blöd, ansonsten hilft es halt einfach nur rauszugehen, wenn es
denn geht.
Ja, aber schwierig.
Wie ist das vom Gefühl her, wenn du feststellst, okay, mein Gegenüber ist da
nicht authentisch, das passt nicht. Also ja, man sagt dann, ich will nicht, aber
wie viel lässt man sich gefallen, bis man dann sagt, okay, jetzt genügt es. ist,
wenn man das Gefühl hat, der andere täuscht über seine Absichten oder über sich
selbst.
Daniel Karnickel
Okay, wenn du das schon als Fake-Account siehst,
ja, ich glaube, die Story ist zu lang für diese Folge. Hatte ich aber auch schon
mal.
Sebastian
Oh Gott.
Daniel Karnickel
Da hat irgendwie ein reales Treffen stattgefunden gehabt in knapp drei Monaten
und es waren glaube ich drei bis viertausend Chatnachrichten
insgesamt.
Ich weiß gar nicht, wie ich das so besser zusammenfassen konnte. Dann kam,
ist schlecht, aber es ist wirklich
nervig, wenn falsche Absichten über vier, drei, vier Monate in so
vielen Tausenden wirklich langen Nachrichten, also es waren nicht nur so ein,
zwei Satznachrichten, sondern es waren ganze Texte, Seiten voll Texte, teilweise
in einer Nachricht, so drei, vier Tausend Nachrichten.
Sebastian
Ist nicht schlimm.
Daniel Karnickel
Das hält einen ja auch hin.
Sebastian
Boah.
Daniel Karnickel
Also mich jedenfalls, weil ich nicht so poly unterwegs bin und
auch nicht so einfach unterwegs bin. Also im Sinne von einer
Session ohne Beziehung, ohne Regelmäßigkeit und
auf so einer rein vielleicht sogar asexuellen Ebene.
Sebastian
Ja, ich glaube, du hast eben den Punkt schon richtig angesprochen, ab wann ist
es denn überhaupt fake? Ich glaube, allein darüber, da muss ich nochmal drüber
nachdenken.
Also, wann fängt das einfach an? Du hast ganz am Anfang gesagt, du wolltest noch
mal was anderes sprechen, gerne.
Dann machen wir das doch jetzt.
Daniel Karnickel
Genau, wunderbar, hätte ich jetzt auch was gesagt Aber du hast vollkommen recht,
das ist die zentrale Frage Die gerade auch bei mir nochmal aufgekommen ist Wann
ist Fake, weil wir da beide eine unterschiedliche Definition hatten Ich meine,
das, was ich geschildert habe, ist jetzt das Extrembeispiel Das war jetzt auch
nicht so, dass er mir Zeit gestohlen hatte Sondern das war einfach ganz
offensichtlich so mieses Nachtreten Auf ganz pubertärem kindischem Niveau Also
da konnte ich auch nur drüber lachen letztendlich, aber ich habe den gemeldet,
weil der hat nicht nur mir, mir hat irgendwie zwei Nachrichten geschickt mit
diesem Account, ich habe gesehen und das fand ich wirklich traurig, weil der hat
über 300 Nachrichten in zweieinhalb Monaten mit diesem zweiten Account, der ganz
offensichtlich nur dafür da ist, irgendwelche Leute richtig zu verarschen und
wie du sagst, also falsche Identitäten vorzuspielen.
Sebastian
Ja, gibt es einfach. Und gut, das kannst du machen. Gar nicht so viel. Da muss
man halt echt gucken, dass die Plattformen da ein bisschen mitziehen. Wobei man
möchte auf solchen Plattformen ja auch ein bisschen anonym sein. Das ist immer
so dieser Gegenentwurf.
Ich gucke eigentlich immer so ein bisschen rein, mit wem sind Leute befreundet
in irgendeiner Form, um da so ein bisschen Gefühl für zu kriegen. Das muss
nichts heißen. Aber ja, man verbringt schon Zeit damit, dass man erstmal prüft,
wer ist das oder lohnt es sich mit dem Menschen dann zu kommunizieren, was
natürlich für jemanden, der sagt, oh, ich entdecke meinen Interesse und mache
mir mal einen Account, eine Katastrophe ist, weil der erstmal als erstes mit
einer Unterstellung leben muss.
Daniel Karnickel
genau, also wie alt ist der Account? Ist auch so eine Geschichte, mit der man
einiges vermeiden kann. Also wenn man sieht, dass der Account gerade frisch
gemacht wurde, ist die Gefahr natürlich viel höher, dass das ein Fake, wie auch
immer man das jetzt definiert, Account ist.
Sebastian
Ja, da freuen sich dann Einsteiger,
Daniel Karnickel
wenn er seit 10 Jahren...
Sebastian
wenn sie sich bei einer Plattform anmelden und erstmal wüst beschimpft werden.
Ja, das wird nicht schön. Ja,
Daniel Karnickel
So, das andere Thema ist noch nicht so lang. Ich bin voll genervt, also
man kann das definieren, wie man will.
Für mich in vielerlei Hinsicht entspreche ich nicht der Norm Norm und
deshalb halte ich mich auch nicht für normal und das finde ich für mich
persönlich völlig okay.
Ich finde auch BDSM
sollte nicht und muss es auch gar nicht der Norm entsprechen,
um okay zu sein. Es ist so eine
Definitionssache, so abnormal wurde irgendwie wie der Begriff verwendet, das ist
sehr negativ. Anormal, unnormal, schon weniger negativ. Also wenn man die
Wertung rausnimmt aus der ganzen Geschichte, normal.
Sebastian
aber ich glaube, da mache ich mir immer einen Spaß draus, dass ich sage, naja,
guck mal, weil ich das mache und damit an der, nee, nee, nee, muss
ja nicht normal sein, aber weil ich etwas mache, ist so das Spektrum von
Sexualität etwas größer und dadurch ist das, was vielleicht der Mensch, der mir
gegenübersteht, macht, nur weil, dadurch ist das normal.
Daniel Karnickel
ist für dich normal, ne?
Sebastian
Also dadurch, dass du halt in alle möglichen Richtungen ganz weit ausholen
kannst, ist halt jemand, der halt ein bisschen in so einem zentralen Bereich
dann ist, dadurch ist der erst normal. Also wenn es BDSM nicht gäbe, wären ganz
viele andere Sachen, die jetzt, ich sag mal, normal sind, nicht mehr normal.
Also, du weißt, was ich meine? Dass du einfach als BDSM-er dazu beiträgst, dass
die Leute sich als normal bezeichnen dürfen.
Als gute Tat.
Daniel Karnickel
durchaus verständliche Perspektive.
Sebastian
Also deshalb sehe ich das entspannt.
Daniel Karnickel
Mag wenig, er hat in einem Joy Club Podcast letztens
gesagt, es gibt kein Normal.
Sebastian
Und
Daniel Karnickel
Es gibt kein Normal. Und dann hat er irgendwie erwähnt, die Leute, die
sich mit Suspension, ich
weiß nicht, mit Fleischerhaken an die Decke hängen lassen, die hätten früher,
die hätten ganz schockiert über andere Body Modification, da ging es irgendwie
um Roden mit
Steinen ersetzen, So eine
Fantasie, die jemand umsetzen wollte. Und die Leute, er sagte, ja, das fanden
aber die Leute mit den Fleischerhaken an der Decke, das ist für Spanchen machen,
er fand das aber wieder ganz abnormal. Und so hat er daraus
geschlussfolgert, es gibt kein Normal. Das ist natürlich so eine, er will glaube
ich genau dasselbe sagen, was wir beide sagen, nur halt auf eine andere Art und
Weise.
Sebastian
ja, ich
glaube, das ist immer die Frage, in welcher Bubble bin ich unterwegs, was ist so
mein Alltägliches und dann ist es halt für mich normal und alles, was davon
abweicht, da muss ich mich dann auch erstmal dran gewöhnen. Das ist ja das
Schöne an dem Podcast auch, dass ich eben auch gucken kann, was gibt es nicht
alles und was kenne ich alles noch nicht und ja, dann muss ich mich damit
beschäftigen und das macht mir unglaublichen Spaß, Dinge auf mich wirken zu
lassen und mir dann auch erklären zu lassen, warum etwas Spaß machen kann, was
auf mich gar nicht so wirkt. Und ich hoffe immer, dass das Publikum das so ein
bisschen mitnehmen kann. Bei manchen Folgen habe ich auch so, oh, will der
wirklich dieses Thema machen? Muss das denn sein? Und hinterher kommt dann
Feedback mit, ach ja, kann man das machen? Das klingt ja spannend, muss ich
selber nicht haben, aber klingt nachvollziehbar. Und das ist mir immer wichtig,
dass diese Nachvollziehbarkeit einfach ein bisschen transportiert werden kann.
Daniel Karnickel
Andere Lebensweisen, andere Neigungen, insbesondere Neigungen, akzeptieren
lernen.
Sebastian
Lass uns mal zum Schluss so ein bisschen gucken, wenn du sagst, du hältst dich
nicht für normal. Wo meinst du denn, dass du besonders, ich sag mal, abweichst?
Weil das ist ja dann vielleicht auch eine Qualität oder auch etwas, wo, ja, also
wo sagst du, ist für dich diese Grenze überschritten zur Normalität?
Daniel Karnickel
Für mich ist das kein wertender Begriff, sondern ein beschreibender Begriff.
Ein statistischer Begriff nach
Möglichkeit. So versuche ich das absichtlich zu vermeiden, den als wertenden
Begriff zu benutzen. Also normal ist nicht gut, normal ist einfach nur
eine statistische Wahrscheinlichkeit.
Sebastian
Ja,
Aber weißt
Daniel Karnickel
Ich habe ADHS, ich stehe auch auf Männer, ich praktiziere
gerade leider nicht, weil ich keinen Partner habe, aber sonst BDSM, ich bin
politisch ziemlich weit links und
das Ganze macht es schon ziemlich unwahrscheinlich, Leute zu finden, die genau
in diese Kategorien passen.
Sebastian
du was, das ist ja
Daniel Karnickel
Zum Beispiel, also das sind so 5% mal 5% mal 5% mal 5% und am Ende
hast du irgendwie eine dreistellige Zahl an Menschen in Deutschland, die auch
diesen Normen entsprechen.
Sebastian
das Schöne bei der
Partnersuche, man muss ja nicht jemanden finden, der so ist wie man selbst,
sondern nur jemanden, der zu einem passt.
Daniel Karnickel
will ja auch nicht mich selber finden.
Sebastian
Genau, also dich selber finden musst du nicht und ganz ehrlich, was du jetzt
alles beschrieben hast, ja,
Daniel Karnickel
Überhaupt nicht. Ich will selber nicht der Norm entsprechen und ich
mag auch keine anderen Menschen, die grundsätzlich immer der Norm entsprechen.
Sebastian
aber ganz ehrlich, die paar Punkte, die du jetzt aufgezählt hast, das ist halt
ein Paket und das ist unterm Strich einfach ein ganz normaler Typ und früher
oder später findet sich da auch jemand.
Daniel Karnickel
Normal, ja.
Sebastian
Also, ja, da habe ich es wieder.
Daniel Karnickel
Ich bin normal, naja.
Sebastian
Nee, also sagen wir mal so, nicht im Mainstream, also wenn du es statistisch
siehst, dann nicht, aber mein Gott, also es spricht jetzt nichts dagegen, dass
du da Erfolg hast.
Daniel Karnickel
auch nicht.
bin okay. Ich bin nicht normal, aber das ist völlig okay.
So sehe ich das, definiere ich das.
Sebastian
Ja, aber dann ist doch,
Daniel Karnickel
Sorry, ich will dir nicht widersprechen, überhaupt nicht.
Sebastian
stimme dir ja zu. Also das, ja,
Daniel Karnickel
Du meinst dasselbe, nur wir haben andere Worte gerade dafür.
Sebastian
ganz ehrlich, das ist ja nicht schlimm, dann können wir es aus zwei Perspektiven
sagen, das ist auch in Ordnung, dann versteht es auch jeder.
Daniel Karnickel
klar man. Ich hätte ja nicht angerufen, um mit dir zu streiten.
Sebastian
Ja, das kann, das mache ich auch mal gerne, also wenn jemand sagt, hier, der
Stix, der hat ja nicht mal alle Tassen im Schrank und jetzt bin ich böse.
Ich sag mal so, das Experiment würde ich gerne machen, was passiert, ich muss ja
leider zugeben, ich habe hier den großen roten Button und wenn es mir zu viel
wird, drücke ich den einfach.
Daniel Karnickel
Okay, merke ich mir.
Sebastian
Nein, mache ich natürlich nicht.
Aber unterschiedlicher Meinung kann man ja durchaus sein und es macht ja auch
Spaß, dass man dann eben auch guckt, findet man dann gemeinsam einen Weg, mit
dem beide umgehen können oder eben manchmal auch einfach nicht. Und das ist ja
auch völlig in Ordnung. Ist ja genauso, wenn jemand BDSM nicht mag und es ihm
einfach nicht gefällt, dann muss ich ihm das ja nicht aufschwatzen und ihn so
lange bequatschen, bis er es anfängt toll zu finden, sondern dann akzeptiere ich
einfach, dass es eben so ist und dann ist das okay.
Daniel Karnickel
Ja, eben drum. Es kann sogar richtig nach hinten losgehen, wenn man
Leute versucht zu überzeugen oder wenn Leute von sich aus ihrem Partner
zuliebe so tun als ob. Eben vor allen Dingen so ganz, so
Geschichten wie Demütigung, Erniedrigung oder Zwang, Spiele mit Zwang
und so sind für mich immer so eine Horrorvorstellung gewesen.
Sebastian
Ja, das ist aber eine,
Daniel Karnickel
Also wenn man in einer Partnerschaft, in der man sich
liebt,
darauf angesprochen wird auf solche Geschichten, besteht ja immer die Gefahr,
um die Beziehungsliebe nicht zu gefährden, dass das
halt nicht kommuniziert wird.
Sebastian
also da machst du jetzt aber ein ganz großes Fass auf, das ist nämlich die
Gründe, warum mache ich BDSM und wenn es ist aus anderen Gründen, aber nicht des
BDSM wegen, wobei das ist wieder sehr romantisch dann die Vorstellung.
Daniel Karnickel
glaube auch.
Sebastian
Ach, um Himmels Willen. Pass auf, lass uns hier heute mal einen Punkt drunter
machen und ich bedanke mich erstmal vielmals, dass du angerufen hast und du
kommst jetzt natürlich hier in meinen Lostopf rein, das ist ja das Mindeste und
da sind es ja noch zwei Wochen, da hast du das erste Mal die Möglichkeit, dass
da dein Name vielleicht gezogen wird und dann gibt es mindestens Post von mir.
Daniel Karnickel
Ja, nicht heute, ne?
Ja, super.
Sebastian
Wunderbar, dann wünsche ich dir noch einen schönen Abend, mach's gut, tschüss.
So, das war, ich glaube, Karnickel hat er gesagt. Ansonsten muss ich schneiden,
wenn das jetzt falsch war. Ah, ja, das ist aber, da hat man jetzt auch wirklich
ein bisschen gemerkt, wenn er dieses Mal schreibt und macht und tut und trifft,
dann hat man, es ist alles komisch und, ah, und dann, ja, passt das alles nicht.
Muss man schauen. Wenn dazu noch jemand was sagen mag, gerne, ansonsten schaue
ich doch mal. Wir haben heute wirklich eine lauschige Runde, so nenne ich das
jetzt mal, wobei das stimmt gar nicht. Es hören ja doch wieder so viele
Menschen zu. Ich denke aber, das wird immer nichts und dann, ich sollte einfach
den Sendungsbeginn um 10 Minuten verschieben abends.
Bis und ob hier jemand anruft, mag ich mal ganz traditionell gucken, dass ich
hier meinen üblichen Kochlöffel loswerde. Ich habe ja immer Kaffeelöffel gesagt
und ich kann immer noch sagen, ja, das gute Stück passt perfekt in eine Kunst
der Unvernunft-Tasse rein von der Breite. Man kann da zwar nicht mehr rühren,
aber es passt trotzdem rein. Und ja, ihr wisst es schon, wenn ihr das Ding haben
wollt, müsst ihr eine kleine Schätzfrage beantworten. Dann gibt es einen kleinen
Umschlag von mir. Ich brauche natürlich eine Adresse, aber daran wird es nicht
scheitern. So, jetzt gucke ich mal kurz. Ach genau, ich habe heute eine
Nerdfrage, damit hier auch die Informatiker mal eine Chance haben. Und ja, ach,
Anrufer: NR 2
jetzt gehe ich erst mal ans Telefon, denn es klingelt gerade. Kombinieren wir
das einfach.
Hallo, Sebastian hier, mit wem spreche ich?
Curator Janus
Namen nicht.
Sebastian
Das ist okay. Okay, musst du auch nicht. Anrufer Nummer zwei heute. So,
dankeschön.
Curator Janus
Ja, das erste Mal. Also erstmal Kompliment an deine Sendung. Ich höre die vom
ersten Tag an sozusagen. Ich kenne alle Folgen.
ich finde immer so toll deine Gäste, die du,
ne, die hören sich auch so überwiegend studierte Leute, sag ich jetzt mal, und
die können sich so unheimlich wundervoll ausdrücken und so weiter und die Gabe
ist mir leider nicht gegeben worden, ne.
Sebastian
Moment, Frage, bist du studiert?
Curator Janus
Wir
Sebastian
Also hast du studiert? Muss ich ja korrekt fragen. So, okay, aber ausdrücken
kannst du dich ganz wunderbar. Also die Gabe hast du, soweit ich das sehen kann,
hast du die schon. Also, klappt.
Wunderbar.
Curator Janus
auch schon zwei, dreimal telefoniert, hat irgendwie nicht so gepasst und ich mit
meiner Technik hier und so weiter kann auch alles vergessen, aber gut, hat ja
geklappt. Ähm, folgendes. Du
hattest letztens das Thema von wegen Männer,
die sich da einer Femdom hingeben.
Sebastian
Ja, das hatten wir vor drei Wochen, ist es glaube ich jetzt her.
Curator Janus
Ich
wäre zum Beispiel auch einer davon, nur auf einem anderen Wege. Wie
du immer sagen tust, man
ist verheiratet, so der Partner, der spielt nicht mit oder kommt gedanklich
nicht mit und so weiter. Und man fühlt sich da immer so in so einem, wie soll
ich sagen, in
so einem Käfig, man kommt da nicht raus. Weißt
du, wie ich meine?
Sebastian
Ja, die Frau ist da in deinem Fall, aber
du hast Bedürfnisse und die werden nicht geteilt.
Curator Janus
Ich
habe Bedürfnisse. Ich
kann dir das nicht zumuten, weil sie ist schlichtweg nicht der Typ. Ich kann
Sebastian
Okay, was tun?
Curator Janus
dir auch nicht wehtun. Und hast du nicht gesehen? So, und bei mir
war es jetzt so, ja,
hat nicht mehr gepasst, aber nicht aufgrund dessen, sondern aus anderen Gründen.
So, und nun lebe ich alleine. Und dann bin ich dann mal losgegangen. Altes
Sebastian
Okay, wo ging es hin?
Curator Janus
ins Studio. Das
Sebastian
Das muss ja erstmal nicht schlecht sein, das kann ja unglaublich viel Spaß
machen.
Curator Janus
Dreimal schon. Ich
Sebastian
Okay, und das heißt, du hast jetzt dreimal im Studio BDSM ausprobiert und
ich mach's mal kurz, hat Spaß gemacht,
Curator Janus
unterstelle jetzt einfach mal so generell die
Gegenüber, die ist natürlich sehr finanziell
orientiert. Erstmal so bei mir im Kopf.
Sebastian
auf der anderen Seite möchte der Mensch ja auch gute Arbeit leisten, also
unterstelle ich jetzt einfach mal.
Curator Janus
Hat
Sebastian
Aber okay, ich lasse dich einfach mal reden. Also was für Erfahrungen hast du
gemacht?
Curator Janus
sie auch gemacht. Und dann kam ja bei dir noch so ein
Wunsch-Sub.
Sebastian
Ja, diese Wunschzettel-Sub, ne?
Curator Janus
genau, genau, genau. Und wenn ich dann aber so zum Beispiel mich
entschließen tue und ich gehe in so ein Domina
im Studio hin, habe
ich natürlich auch irgendwelche Sachen im Kopf, die ich ganz gerne verwirklicht
haben möchte. In
Sebastian
Ja, du bist ja schließlich Kunde, ne? Ich glaube, das ist da nochmal ein ganz
klarer Punkt. Du sagst, das will ich haben. Und das sollte dann ja auch
geliefert werden, sag ich mal, ne?
Curator Janus
die Richtung rein, ja, ja, ja. Und da muss ich der Frau sagen, okay, das hat sie
alles wunderbar gemacht. Und ja, diese
Nika zum Beispiel, also die ist zum Beispiel, also Fan von der,
die
Sebastian
Ja.
Ja, da wird sie sich freuen.
Curator Janus
da so authentisch rüber.
Sebastian
Grüße.
Curator Janus
Ja, ja, die kommt so authentisch da rüber.
Naja, gut, okay, aber meine Person wegen, also okay, ich bin da hingegangen.
So, und dann hast du natürlich erstmal so ein Gefühl, ey,
du warst jahrelang verheiratet, ne, so. Und dann musst du dich erstmal auf jemand
anderes zubewegen, drauf einlassen. Du
Sebastian
Ja.
Curator Janus
hast ja immer diese Wünsche gehabt. Und
jetzt stehst du davor, ja, jetzt geht's los, ne.
Sebastian
Ja, das ist doch ein denkwürdiger Moment, ne?
Curator Janus
Und,
Sebastian
Jetzt geht's los. Jetzt passiert das wirklich, ne? Also ich meine, das ist doch
Wahnsinn.
Curator Janus
ist so. Naja, ist so. Also
da sind natürlich auch, wie ganz in einer normalen Beziehung, wenn du eine neue
Freundin kennenlernst oder weißer Geier, du weißt ja erstmal gar nicht, was
Phase ist. Man muss sich erstmal langsam rantasten.
Und dann hast du noch die Schwierigkeit im Kopf, du
hast dafür bezahlt, dafür will ich jetzt alles haben. Du musst dich ja
benehmen. Ne,
Sebastian
Ja, aber ich sage mal so, frage ich mal konkret. Also klar, du hast einen Termin
gemacht, das ging ja nicht sofort los. Ich vermute, du wirst zumindest einen
Kaffee bekommen haben und dann wurden erstmal Fragen gestellt.
Die Frage ist ja, wie schwer ist es dir gefallen, überhaupt zu sagen, was du
möchtest. Ist ja auch nicht so einfach, das zu formulieren.
Curator Janus
das gar nicht mal. Das war überhaupt gar keine Hürde für mich. weil dessen war
ich mir bewusst, dass ich da Hausbesuch,
irgendwie
so ein paar Scheinchen da auf den Tisch legen muss und dass wir da schon uns
irgendwie einig werden. So, die Sache war nur die, dass mir das irgendwie auch
alles, also die Dame sieht sehr gut aus, also die Frau, und naja,
wie soll ich sagen, also jetzt haben mir die Sachen auch gefallen. Ja,
mittlerweile war ich schon dreimal da. Das
Sebastian
Okay, das heißt aber in Zukunft, also siehst du das eher, sagst du eher, ich
gehe weiter jetzt in Studios oder in das Studio und das macht mir Spaß oder
sagst du, naja, das ist jetzt eher so ein Einstieg und mittelfristig möchte ich
natürlich eine Partnerin haben, mit der ich das ausleben kann. Also ersetzt das
das oder ist es eher so ein Weg dahin?
Curator Janus
ist ein Weg dahin. Ich bin sehr beruflich
eingespannt.
Und da fängt das Problem an, egal ob das eine
normale Frau, Freundin oder wie auch immer ist. Frauen
möchten ihre Männer auch gerne haben in der Woche. Ja,
Sebastian
Ja, ich weiß nicht, da gibt es wahrscheinlich solche und solche. Manche sind
vielleicht auch froh, dass er dann die Woche über weg ist, ich weiß es nicht.
Curator Janus
oder so. Gut, ich habe die Erfahrung über Jahrzehnte, dass
ich halt zeitlich
sehr eingespannt bin und unregelmäßig zu Hause bin. Wobei ich sagen muss, ich
war immer treu.
Ich habe nie irgendwie irgendwelche Geschichten am Laufen gehabt. Ja, so, bin
ich auch stolz drauf,
Sebastian
aber das ist ja Partnersuche im Allgemeinen, aber das schränkt es natürlich ein
und BDSM schränkt es dann nochmal ein und dann möchtest du noch jemanden haben,
der dominant ist, das auch noch dazu und dann wird es langsam ein bisschen dünn.
Curator Janus
sowas von, ne. So, und dann keinen Ausweg mehr für mich gesehen und hab gesagt, ja
gut, alles klar, weißt du was, und
das fand ich, ja, einfach so.
Sebastian
also aus meiner Sicht spricht da nichts dagegen, es einfach dann auch zu machen
und zu sagen, ich nehme jetzt die Erfahrung mit, weil es hätte ja auch sein
können, dass du dir seit, ich weiß nicht, ewig Gedanken machst und möchtest das
gerne und es hätte ja sein können, dass dir das auch überhaupt keinen Spaß
macht.
Curator Janus
Und ich hab,
Sebastian
Auch das wäre ja eine Erkenntnis zum festzustellen, ich dachte mal, das ist was
für mich, ist es aber vielleicht gar nicht. Auch das kann ja passieren, weiß man
ja vorher immer nicht. Ja,
Curator Janus
gut, ich meine, das ist das, wenn
man in einer Beziehung lebt und man lebt das auch in
zeitigen, gleichgewichtigen Verhältnissen, sag ich mal, dann ist das ja kaum,
ne. So, aber in der Situation befinde ich mich einfach nicht. Ich will jetzt
nicht rumjaulen oder sowas, aber ja gut, also ich habe jetzt Erfahrung
sammeln dürfen und ich muss ganz ehrlich sagen, wie sagst du immer, ja dann hat
man das gemacht und dann hat man ein Grinsen im Gesicht. Okay, ich habe dafür
jetzt Geld bezahlt, da bin ich nicht unheimlich stolz drauf, aber
die Sache an sich ist klasse.
Man fühlt sich irgendwie auch so, wie soll ich sagen, auch als Mann hat man
ja irgendwie, man muss ja irgendwie, sag ich mal, ja als Mann oder als Frau muss
man auch seinen Mann stehen, völlig klar, ne? So, und dann ist das aber auch
wirklich so, du kommst da irgendwo rein und die
Tür hinter dir zu und dein Ich bleibt irgendwo draußen. So,
und jetzt, jo, jetzt lass mal machen. So, und du kannst da abschalten.
So sehe ich das.
Sebastian
also das ist an der Stelle auch einfach ganz klar eine Dienstleistung und ich sag
mal, wenn du jetzt sagst, du bist die ganze Woche über unterwegs, das ist
natürlich auf der einen Seite für eine Beziehung erstmal Mist, auf der anderen
Seite, wie ist denn dein Drang, an sich Leute kennenzulernen, die BDSM auch
einfach machen? Also, wenn du unterwegs bist, viel unterwegs bist, dann hast du
ja vielleicht auch die Chance in Zukunft, wenn es sie wieder gibt, dann auch zu
sagen, ach super, hier in der Stadt ist gerade irgendwo ein Stammtisch, ich
lerne jetzt einfach mal Leute kennen. Also gar nicht, um jetzt eine Partnerin
direkt zu finden, sondern einfach nur, um einfach mit Leuten in Kontakt zu
kommen. Das kann ja auch ein verbindendes Element sein und auch schön sein.
Curator Janus
Ja, würde ich ja gerne machen, nur aus dem Alter bin ich raus.
Sebastian
Ach Quatsch,
Curator Janus
Also ich höre ja immer die SMJG, die
Jugend und hast du nicht gesehen, ich bin ja mittlerweile, sag ich mal, auch
schon ein bisschen älter. Ich bin 53 und sag mal schnell, ja,
man
Sebastian
Sag ich dir ehrlich, ist kein Hindernis.
Curator Janus
ja nicht mehr nur
Sebastian
Also ja, vielleicht solltest du nicht zum SMJG-Stammtisch gehen, da bist du
raus, aber da gibt es genug. Und auch mit 53, ach ganz ehrlich, ich habe auch
schon auf Partys Menschen gesehen, ich glaube, so geschätzt Ende 70 und die
Leute haben trotzdem Spaß. Es gibt auch Menschen, die fangen zum Renteneintritt
an mit BDSM, da kenne ich auch jemanden, ich grüße dich hiermit mal ganz
herzlich, ich habe dich lange nicht gesehen. Du weißt genau, dass du gemeint
bist. Auch ein Mensch, der hat gesagt, ich gehe jetzt in Rente und jetzt fange
ich mal damit an. Dann hat der Stammtisch schon Partys besucht und das Einzige,
worüber er sich geärgert hat, ist, warum hat er nicht 30 Jahre früher damit
angefangen. Ich glaube, das ist nie zu spät dazu, da einfach so ein bisschen
reinzukommen. Also da mach dir mal wirklich aus meiner Sicht überhaupt keine
Sorgen. Um Gottes willen, mit 53, ganz ehrlich, da müsste ich halt jetzt langsam
mir Sorgen machen und sagen, oh Gott, ich habe ja nur noch ein paar Jahre. Nee,
glaube ich nicht. Ich glaube, bis ins hohe Alter kann ich mit BDSM was machen.
Curator Janus
Kinder, ich meine das schon raus. Ja,
Sebastian
Ja, aber dann hast du ja ganz andere Anknüpfungspunkte. Also ich glaube nicht,
dass Alter ein Hindernisgrund ist, es sei denn, du bist einfach viel zu jung.
Das kann es ja auch mal geben. Ansonsten nach oben hin habe ich das Gefühl,
man muss ein bisschen gucken, dass man eine Ecke findet, dass man auch Leute
trifft, die auch im ähnlichen Alter vielleicht sind, dass man nicht so ein
Fremdkörper ist. Aber das gibt es und das kann ich dir versprechen, das ist
häufig anzutreffen. Und vielleicht probiert man ein bisschen rum und stellt
fest, fest, ah, das war jetzt da nicht so schön, aber wenn du viel rumkommst,
dann findest du jemanden.
Curator Janus
da wollte ich jetzt gar nicht hin Ich wollte da jetzt so hin in die Ecke, also
man hat so gewisse Vorstellungen,
ich weiß nicht, du bist ja Hannoveraner, zum Beispiel bei mir damals in der
Stadt, da gab es, wo es noch kein Internet gab, da gab es auch noch keine Handys
und so weiter und so fort, gab es zum Beispiel regionale Zeitungen.
Sebastian
Ja, aber jetzt haben wir das doch alles, ne? Also jetzt ist all das verfügbar,
das heißt, nutze es bitte, ne?
Curator Janus
hat man das so gelesen und so weiter, da hat man sich nicht getraut aus
irgendwelchen Gründen und hast du nicht gesehen, ne? So, und ja, heute hat man
auch alles, aber was,
ne?
Sebastian
Ja, aber ganz ehrlich, wenn du es geschafft hast zu sagen, ich mache im Studio
einen Termin, ich gehe hin, ich habe da Spaß, ne?
Curator Janus
So, danke
Sebastian
Dann hast du ja schon mal ganz viele Punkte überschritten und jetzt ist es doch
nicht mehr weit zu sagen, okay, ich lerne einfach Leute kennen und guck mal,
also ich tausche mich einfach aus und du würdest dich wundern, wenn du jetzt
sagst, ah, Partnersuche ist so alles so schwierig, würde es dich wundern, was es
für Möglichkeiten gibt, ich glaube, das hat einfach damit zu tun, wenn du locker
und entspannt bist, denn früher oder später läuft dir auch jemand über den Weg,
wo es einfach dann passt, also da bin ich ja immer grundoptimistisch und da
glaube ich auch dran.
Curator Janus
die Ermutigung.
Sebastian
Ja, kannst du, ich weiß, ich bin da wahrscheinlich einfach ein bisschen zu
optimistisch gerade für dich, aber ich habe da schon ganz viele Sachen gesehen,
wo man es nicht hätte glauben wollen und von daher, und das Schöne ist ja, du
baust dir jetzt nicht so einen unfassbaren Druck auf im Sinne von, ich muss
jetzt aber sofort und jemanden und so weiter und so fort, ne? und ganz
ehrlich, das hilft dir ja, so eine gewisse entspannte Haltung hilft dir dann
auch einfach locker mit Menschen umzugehen.
Curator Janus
aber es ging ja einfach darum, aber
wie gesagt, man schiebt den Druck, den man früher schon verspürt hat, den
schiebt man Jahre, Jahrzehnte vor sich her, einfach
nicht.
So, und ich werde ja auch nie und nimmer meine Ehe für sowas auf den Spiel
setzen, ne?
Sebastian
Das muss ja auch niemand, das muss man halt schauen, was sind die eigenen
moralischen Werte, ist ja ganz klar.
Curator Janus
Dann, ne, ne, logisch nicht.
ist ja die Ehefrau erstmal viel wichtiger und die Beziehung und das ist ja
alles ganz, ganz wichtig. Ja, nun kam es aus anderen Gründen zu einem
Knall und hast du nicht gesehen? Ja, und dann habe ich einfach nur gesagt, ja,
okay, jetzt
habe ich das eine nicht, jetzt nehme ich mir das andere, ne? So, und, äh, ja,
ich muss sagen, durfte da so mal in eine Welt eintauchen, die
ich mir auch so vorgestellt hab, äh, ne, ich hab da natürlich auch viele, ja,
Sachen
an der Wand hängen sehen, ne, oh Gott, hab ich nur gedacht, ne,
Sebastian
Ja, aber das ist ja das Schöne, man ist da nochmal ganz jung, plötzlich ist da
einfach eine neue Welt. Pass auf, im Chat schreibt gerade Page of Mine und da
stimme ich einfach mal zu, Nicht nach Gründen dagegen suchen, sondern nach
Möglichkeiten dafür suchen. Also du startest da jetzt
quasi nochmal neu und startest durch und da würde ich doch an deiner Stelle
optimistisch rangehen und jetzt hast du schon mal auf jeden Fall die Erkenntnis,
ja, das macht mir Spaß. ich möchte das gerne und allein das zu wissen, damit
bist du schon weiter als ganz viele andere und ich würde einfach mal ein
bisschen probieren, das Schlimmste was dir passieren kann, ist, dass du irgendwo
hingehst und ja, die Leute sind nicht so toll, naja, dann gehst du halt beim
nächsten Mal woanders hin, wenn du viel rumkommst, hast du die Möglichkeit
und dann triffst du auch auf Leute und
was dann passiert, da kann man nicht spekulieren, das Einzige, was schief gehen
kann, ist, wenn du sagst, oh, wenn dir jede Frau, die die eventuell dominant
ist, wenn du hingehst und sagst, pass mal auf, ich habe die und die Vorstellung,
hier ist eine Liste, kannst du das erfüllen. Vielleicht das ja gerade nicht.
Aber wenn du da in die Falle nicht reintappst und einfach mal guckst, ob du
einfach Menschen findest, die das auch teilen mit dir. Also die mit dir gehen.
Ganz ehrlich, kann doch nur positiv ausgehen.
Curator Janus
lassen wir noch die Chance von jemand anders, ja,
Sebastian
Ja, es wird schon spät, aber pass auf, ich freue mich, dass du auch auch ohne
Namen, dass du einfach angerufen hast. Jetzt machen wir das jetzt mal so. Willst
du tendenziell, möchtest du denn so einen Kaffeebecher von mir haben?
Curator Janus
hab mir bei, äh, Folsom, oder wie heißt
Sebastian
Ja, aber so einen hast du nicht, den gab es da nämlich nicht. Wir machen das
folgende, du kannst dir überlegen, ob du dich mir gegenüber ganz privat outen
magst und dann schreibst du mir einfach nochmal zwischendurch und dann weiß ich,
dass du das bist und schreibe dich hier auf den Zettel und dann kommst du als
anonym in den Lostopf rein, dann werde ich diesen Namen auch nie aussprechen.
Ich schreibe das hier schon mal drauf, anonym und dann passt das. Ich
verabschiede mich, mach's gut, vielen Dank, dass du das geteilt hast mit uns.
Tschüss.
Curator Janus
danke, tschüss.
Sebastian
So, das war, Namen hier bitte einsetzen.
Ja, also ich glaube, das braucht eine ganze Menge Mut dann zu sagen, okay, ich
starte jetzt mal durch und dann auch zu sagen, okay, ich möchte das jetzt
erleben. Und zu sagen, ich gehe jetzt ins Studio und probiere einfach mal ein
bisschen und ja, müssen wir einfach schauen.
Aber ich glaube, also gerade die Altersfrage, ich glaube, das wirkt immer so.
Aber auf der anderen Seite, wenn ich mich so ein bisschen auf meinem Stammtisch
umgucke, da ist die Mischung eigentlich relativ gleichmäßig. Da würde ich sagen,
Menschen bis 25 sind von der Anzahl etwa genauso viele wie ab 50. Ja,
könnte das hinkommen?
Gefühlt schon. Also habe ich jetzt nicht erhoben diese Quote, aber das ist
eigentlich immer ganz schön, wenn es ein bisschen gemischt ist.
Die Schätzfrage
So, ich habe euch diesen Kochlöffel versprochen und habe jetzt unterbrochen.
Schön, dass ihr da geblieben seid. Jetzt gucken wir mal, dass der wegkommt.
Also, Nerdfrage heute. Es geht um Computergedöns, aber gut, wir schauen mal.
Ich bin nämlich gerade dabei, meine ganzen Podcast-Dateien, also das gesamte
Archiv mit allen Aufnahmen und allen Schnittdateien und Logos und Covern und das
ganze Zeug umzuziehen und auf ein anderes Medium, damit das auch sicher ist,
damit ich nicht irgendwann dastehe und sage, ja, Podcast, leider sind alle alten
Aufnahmen weg, ich kann da nichts mehr machen, ich hab sie nicht mehr und das
soll jetzt hier ordentlich gesichert werden. Und ich habe heute eine schöne Zahl
gefunden, nämlich wie viele Gigabyte Daten musste ich dafür durch die Gegend
bewegen. Ich gebe euch einen kleinen Ausblick, so zwei Stunden Aufnahme sind pro
Person mal eben zwei Gigabyte, da könnt ihr jetzt ein bisschen rumrechnen und
ratet einfach mal, wie viel ich da heute durch die Gegend bewegen musste. Ich
musste das auch pausieren, sonst hätte ich keine Live-Sendung machen können.
Und nachher geht es dann hier weiter. Ja, wenn ihr eine Ahnung habt, wer am
nächsten dran ist beim Schätzen, der bekommt von mir einen Umschlag mit eben dem
Kochlöffel. Und ja, jetzt bin ich gespannt, lieber Chat, was ihr so
meint, was es ist.
BDSM steht für...
Währenddessen, ich habe ja immer den BDSM-Spruch der Woche und er ist mir so oft
untergekommen, diesmal sage ich ihn auch tatsächlich. Also BDSM steht natürlich
für Bible Discussion and Study Meeting und das Meme sagt,
dass diese Abkürzungen aus einer Anzeige sind an einer Hochschule für
Religion. Ob das wirklich so ist und einfach unbedacht war, das weiß ich jetzt
natürlich nicht, aber es ist natürlich ein Klassiker. Ja, und während hier
fleißig geraten wird, interessant, ich habe erwartet, dass ihr da ganz
anders ratet, als ich das gerade sehe. Ich bin gespannt, wir warten noch
eine Minute.
Während ich jetzt warte, mag ich euch nochmal sagen, also ihr könnt mir
natürlich überall folgen, das heißt mir, nicht nur mir, sondern einfach allem,
was mit dem Podcast zu tun hat und das tut bitte gerne auch. Und wenn ihr mögt,
dann schmeißt auch ein bisschen was in den Topf rein, dann kann ich hier ganz
fleißig weiter podcasten. Ansonsten sucht einfach irgendwie bei Twitter, bei
Instagram und weiß der Teufel, wo könnt ihr einfach nach Kunst der Unvernunft
suchen und dann findet ihr dann auch den Podcast und da packe ich alle möglichen
Ankündigungen rein und vor allem kann man mich da eben auch erreichen und
anschreiben.
Okay, so dann sag ich jetzt schon mal, dass man am 27.05.,
Vorschau
also nächste Woche geht es ja weiter live und das wird die Folge sein, in der
ich endgültig nicht mehr selbst um das Thema Bondage rumkommen werde.
Also je näher dieses Datum rückt, desto gruseliger wird es für mich, es wird
zwar nicht direkt an diesem Tag passieren, aber da werdet ihr erfahren, was da
mit mir passieren wird, hab ich das schön verklausuliert ausgesprochen jetzt,
ich weiß auch noch nicht, ob ich das wirklich will, mal gucken, ob ich da
Konsens mit mir selbst finde, noch hab ich eine Woche Zeit, um Nein zu sagen,
aber ich glaub, das werd ich einfach nicht tun. So, und jetzt mache ich hier
einfach mal eine Linie im Chat und bin gespannt, die Menschen, die jetzt nichts
gewinnen wollten, haben auch direkt dran geschrieben, dass sie nicht gewertet
werden möchten, aber ich bin gespannt, das kann ich ja jetzt schon mal verraten,
was das richtige Ergebnis ist, also ich habe tatsächlich 387 GB an Audiodaten
gesammelt für den Podcast, das will man echt nicht glauben, es ist Wahnsinn,
weil es ist doch eigentlich nur Audio, aber das kommt halt was zusammen. und
jetzt ermittelt das Podcastsubbie mal, wer denn hier am nächsten dran ist und
dann brauche ich eben auf irgendeinem Weg eine Adresse und kann dann ja den
Umschlag fertig machen, dann geht der morgen in die Post. Im Moment brauchen die
ein bisschen länger, also im Moment kriege ich immer das Feedback, dass die
irgendwie Dienstag, Mittwoch, Donnerstag ankommen, manchmal aber eben auch
Samstag. Auf jeden Fall ist das ein schöner, neutraler Umschlag, in dem es ein
bisschen klappert, weil ein Button ist natürlich auch drin und ein paar
Visitenkarten und ja, was ich da eigentlich noch so alles reinschmeißen kann.
So, das Podcastsubbie hat ermittelt,
Regen Isis, wenn ich das richtig lese, gucke ich doch mal hier im Chat,
das sind nur 13 GB daneben, das Nerdtum hält hier Einzug, ich
werde es übrigens nicht glauben in der Folge, die am Montag erscheint, also das
Podcastsubbie muss noch entscheiden, ob die 10 Minuten Sci-Fi Perry Rhodan in der
Nerdtum in der nächsten Folge
Folge drin bleiben oder ob wir uns da hier zu nerdig verquatscht haben, ist auch
zum Ende hin. Also das ist echt ein bisschen merkwürdig. Ja,
also dir erstmal herzlichen Glückwunsch. Von dir brauche ich eine Adresse, die
kannst du mir irgendwie per Telegram schicken, per Instagram Messenger oder was
auch immer du magst. Und ja, dann gibt es Post von mir und dann hast du
hoffentlich natürlich nur in der Küche ganz viel Spaß mit dem Brat- und
Kochlöffel.
Okay, ich gucke mal auf meinen Zettel.
Sieht gut aus. Ich habe die Hausaufgabe am Wochenende noch die nächste Folge
fertig zu bauen. Soweit bin ich nämlich noch gar nicht. Und dann nächsten
Donnerstag auch vorzubereiten. Und dann hört ihr mich am Montagmorgen, um 1
Uhr geht es los. Dann gibt es dann die Folge zum Downloaden. Und am Donnerstag
dann eben wieder live mit dem Thema Sebastian und das böse Seil.
Ich glaube, das ist ein perfekter Folgenditel. Das sollte ich mal genau so
notieren.
Ich glaube, wir haben alles. Anrufer gibt es keine mehr. Ist doch wieder spät
geworden. Ich wünsche euch einen wundervollen Restabend, ein schönes Wochenende,
ein verlängertes Wochenende vor allem und es ist mal wieder soweit. des
Das Podcastsubbie
Podcastsubbie sitzt ja hier so neben mir und ist immer fleißig da und dabei
und
also manchmal, ne, da hat sie diesen Blick, diesen ach, das ist toll Blick und
ich hoffe, am Wochenende können wir den ein bisschen genießen. Die Frau ist auf
jeden Fall genial und mein Problem ist, irgendwann demnächst hat sie Geburtstag
und ich muss mir jetzt langsam wirklich, wirklich, wirklich Gedanken machen,
weil irgendwie muss ich hier mal honorieren, dass sie einfach so toll einfach da
ist und seit einem Jahr mit mir Live-Sendungen macht und jeden Donnerstag brav
sich Zeit nimmt und dann hier sitzt und den Chat beobachtet und mir einfach bei
allem möglichen hilft.
Super. Also meine Liebe, Dankeschön. So, und jetzt zu viel Romantik. Ich
wünsche euch einen, nein, jetzt schreibt sie mir noch was.
Achso, eine Frage von ApexPredator noch. Eine letzte noch. Oh Gott, das habe ich
noch nie gemacht, dass ich nach der Subbie-Ansprache dann nochmal eine Chatfrage
beantworte. Aber gut, ob man irgendwo die Sticker und Visitenkarten bekommen
kann. Ja, kann man von mir bekommen. Stecke ich gerne ein paar in Umschlag. In
Visitenkartenquelle
der Regel wird es ja so sein, wenn die Stammtische wieder sind, dann sind
natürlich alle Stammtischleiter und so, wer Partylocations macht oder hat, ist
gerne aufgefordert zu sagen, hier schick mir mal was, ich lege das aus und dann
mache ich einfach einen kleinen Umschlag fertig und schicke einfach mal ein
paar. das ist gar kein Problem, dafür sind die Dinger ja da und ich werde sie
auch irgendwie in der Welt verbreiten und jeder der mitgemacht hat hier, hat ja
auch einen dicken Stapel von mir bekommen und dann hoffe ich, dass die Dinger
einfach überall sind und dass man die einfach schön einfach in die Finger
kriegen kann so und jetzt verabschiede ich mich endgültig macht's gut, habt
einen schönen Abend bis nächste Woche Donnerstag, den 27.05. pünktlich um kurz
nach 20.30 Uhr ja, bis nächste Woche, ciao
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