Sebastian
Hallo und guten Abend zur Unvernunft Live am 6. Mai 2021.
Ich begrüße euch nach wie vor in dystopischen Zeiten, aber es gibt Lichtblicke.
Ja, und ich begrüße natürlich auch den Chat, der hier ist. Schön, dass ihr da
seid. Ich lese gerade noch, Page fehlt wohl noch, die kommt bestimmt noch ganz
schnell nach. Soll ich kurz warten? Nein, ach, die kommt bestimmt gleich. Und
Ja, das ist Live-Sendung Nummer 64. Mein Name ist Sebastian Stix und hier wird
über BDSM gesprochen.
Und ja, ich werde mich wie immer ein bisschen um Kopf und Kragen reden und in
ein paar Minuten habe ich für euch mal was ganz anderes, denn ich habe XELK
eingeladen. Das ist so ein Kunstkollektiv aus Hamburg und wir werden hier dann
einen Vierer versuchen. Glaubt mir, wir haben lange an der Technik getüftelt,
bis es halbwegs funktioniert. Ich habe echt Muffensausen, ob hier gleich alles
abstürzt. Wir werden sehen, aber das gehört ja irgendwie dazu. Ja, dann gibt es
heute auch wieder eine Schätzfrage, man kann also wieder so einen Kochlöffel
bekommen und es gibt mal wieder einen Kaffeebecher, denn alle Menschen, die hier
spontan anrufen in der Sendung, das geht heute natürlich auch, die kommen in den
Lostopf und dann verlose ich einmal im Monat eben diesen besonderen
Kaffeebecher, den man nirgendwo kaufen kann.
Ja, was erzähle ich denn noch schön? Ich habe so viel auf meinem Zettel diese
Woche. Aber zu dem Femdom-Thema von letzter Woche mag ich nochmal so einen
Nachtrag Thema Femdom
kleinen Nachtrag machen. Und zwar, also erstmal, ich habe überlegt, vielleicht
verlese ich hier das eine oder andere Feedback. Stelle fest, ist zu viel. Ich
habe so viele Nachrichten bekommen, Wahnsinn, und auch ganz viele Menschen, die
noch eigentlich anrufen wollten und hier und da und sowieso und es ist einfach
ganz, ganz viel gewesen und ich habe alles gelesen, ich habe das meiste auch
schon beantwortet, ja, Wahnsinn. Jetzt ist natürlich eine Sache und die mag ich
dann doch nochmal anmerken, die möglicherweise betroffenen Femdoms sind
natürlich, das war ja zu erwarten, jetzt nicht dabei gewesen oder haben sich
hier nicht geäußert, deshalb ist es natürlich so, dass wir letzte Woche über die
Menschen gesprochen haben und nicht mit ihnen, das gefällt mir natürlich nicht
so toll, aber eine Dame aus meiner Gegend hat mit mir trotzdem in den letzten
Tagen ein bisschen diskutiert und ich mag natürlich diesen einen Punkt auch
erwähnen, wenn jemand sehr klar formuliert, was er will, was er zu geben hat und
was eben nicht und darin offen ist, kann man ihm erstmal so nicht vorwerfen,
dass der andere Ja gesagt hat. Ist ein Argument, da kommen wir dann in die
Geschichte, kann ich eigentlich dem Menschen, der sich entscheiden soll, ob er
sich mit etwas zufrieden gibt, ob der diese Entscheidung denn treffen kann. Das
wird was für die nächste Zeit, würde ich sagen, dass man da nochmal ein bisschen
drüber spricht und zu schauen, ja, welche Willenserklärungen können wir denn
ernst nehmen. Also das muss man ja auch ein bisschen beleuchten. Gut, die
Telefonnummer zum Anrufen, die werde ich hier nachher verlesen. Ich mag noch
vorher sagen, bevor es ja gleich richtig losgeht, es gibt noch ein paar
Menschen, die darauf warten, dass ich hier noch einen Aufnahmetermin rausgebe.
Ich sage es ganz ehrlich, das ist alles gerade im Kalender ein bisschen voll und
chaotisch und ich muss unbedingt diese Folgen fertig schneiden, die ich hier
liegen habe. Und das hat jetzt gerade ein bisschen Priorität, deshalb versuche
ich mir ein bisschen Luft zu verschaffen.
Aber das wird alles. Ich werde mich melden, hab noch ein klein wenig Geduld und
dann wird alles gut. Gut, ja, dass es Montag eine neue Folge geben wird, kann
ich jetzt schon mal vollmundig versprechen, sie ist nämlich schon geschnitten
und ich muss hier jetzt nur noch zusammenbauen und ein Cover machen und
Shownotes und überhaupt alles, aber Montag gibt es eine neue Folge, da sage ich
aber auch noch nicht mehr zu, lasst euch einfach überraschen.
Ja, so, jetzt habe ich eine Einleitung gemacht, ich habe ein paar Minuten Zeit
geschunden, ist Page inzwischen da, ich gucke mal, ich sehe sie noch nicht, aber
das macht nichts, dann muss ich es einfach Samstag hören. Ja, ihr Lieben, ich
Gespräch mit XELK
werde jetzt versuchen, eine Verbindung aufzubauen zu XELK und dann bin ich sehr
gespannt, ob das klappt. Ihr bekommt noch ein paar Minuten Musik.
So, da bin ich wieder und ich habe mitgebracht drei Menschen, nämlich Mr. Itaka,
Plumbum und Cailín Glas. Hallo!
Cailín Glas
Hallo. Guten Abend. Moin.
Sebastian
Ich kann euch alle drei hören, ich bin so begeistert.
Cailín Glas
hat funktioniert.
Sebastian
Und ob ihr mich hören könnt, ist gar nicht so wichtig. Richtig.
Cailín Glas
Wer spricht da?
Sebastian
Ja, ihr seid XELK zum Teil.
Cailín Glas
Nicht nur zum Teil, wir sind tatsächlich alle XELKis. Und du hast hier
tatsächlich den, sagen wir mal, Vorstand von XELK hier an der Leitung.
Wir kümmern uns um die Organisation und die künstlerischen
Projekte von XELK und arbeiten zusammen mit einem ganz wundervollen Ensemble.
Ja,
Sebastian
Okay, jetzt wollen wir erstmal gucken, was ist denn XELK? Erzählt doch mal.
Ich habe ja nur gesagt, ein Kunstkollektiv, das ist eventuell ein bisschen kurz
gegriffen.
Cailín Glas
also XELK ist wirklich ganz viel. Es ist ein Projekt, was halt
ursprünglich daraus entstanden ist, dass wir Performances auf Partys gemacht
haben und auch noch viel mehr und weitermachen wollten. Und da haben sich dann
ganz viele Sachen noch eben dazugesellt. Also ich hatte schon lange die Idee,
auch so ein bisschen mehr Kulturbotschafter für Kink zu sein und das halt auch
mehr so ins Normale zu bringen. Also eben meinen Kink, meine ganzen Fetische,
meine ganzen Perversitäten und was ich nicht alles so angesammelt habe, zu
normalisieren und das halt auch allen Leuten irgendwie näher zu bringen, die
daran irgendwie interessiert sind. Und da haben wir dann mit XELK eine
Möglichkeit gefunden, das Ganze künstlerisch umzusetzen und zu vermitteln.
Sebastian
Ja und vor allem, ihr habt angefangen in der Pandemie.
Cailín Glas
Ja, wir haben uns im Jahr 2020 am Anfang gegründet, offiziell,
und machen jetzt halt das, was alles so geht.
Was im Grunde ziemlich viel ist, also wir lassen uns durch die Pandemie kaum
aufhalten.
Sebastian
total gut, weil ich habe jetzt hier ein Jahr mit, das geht alles nicht, wir
müssen warten und man kann nichts machen und ihr seid endlich mal Menschen, die
sagen, mir doch egal, wir machen jetzt was und wenn nur das geht, dann machen
wir eben auch das, aber wir lassen uns davon nicht abbringen und das finde ich
so gut, echt schön.
Cailín Glas
Genau, egal ist es uns in dem Sinne natürlich nicht, sondern wir verfolgen
natürlich auch ganz krass, was möglich ist in der Kultur und was nicht, und sind
auch im ständigen Austausch mit der Kulturszene.
Wir haben jetzt natürlich auch einige Projekte, die live hätten stattfinden
sollen, sich dann aber einfach in Livestreams verwandelt haben. Und da
ergeben sich dann natürlich einfach andere tolle künstlerische Möglichkeiten und
auch nochmal anders eine Möglichkeit, Leute zu erreichen, als wenn man jetzt zum
Beispiel nur in Anführungszeichen im öffentlichen Raum was macht, womit wir zum
Beispiel angefangen hatten. Also das ist so ein bisschen if life gives you
lemons,
make lemonade. Ja, absolut. Und wir haben so viele motivierte Leute, die einfach
irgendwie irgendwas tun wollen und eben auch ständig danach gucken, was geht
jetzt gerade alles, was kann man eben tun und das kann man natürlich nicht
ausbremsen. Also wir sind nicht zu bremsen. Wir machen halt eben einfach und
wenn es jetzt einfach Fotoshootings ist, wo wir ein Teleobjektiv raus rauskramen
und dann irgendwie zehn Meter Abstand halten zu können. Also Hauptsache, man
kann irgendwie was machen und man kann irgendwie das, was einem Spaß macht,
weiterverfolgen.
Und wir hatten natürlich auch das Problem, dass wir Dinge geplant haben, die
aber leider nicht umzusetzen waren. Also es ist jetzt nicht so, dass wir total
glimpflich davon gekommen sind. Wir hatten auch Partys, die wir irgendwie machen
wollten, Performances, die dann am Ende nicht stattfinden konnten, einfach weil
Corona halt dazwischen gespielt hat. Aber dafür hat ganz viel anderes
halt funktioniert. Ja, sobald es wieder geht, wird noch viel, viel, viel mehr
kommen. XELK
Sebastian
Ja, erstmal die Frage, was macht XELK? Das ist übrigens ein Zungenbrecher, das
ist total gemein. Was tut XELK und was will XELK eigentlich tun? Weil nur zu
sagen, hey, wir machen irgendwas Öffentliches, ist ja erstmal noch ein bisschen
schwierig. Also was könnte man von euch schon mitbekommen haben, wenn man jetzt
in Hamburg ist? Ich
Cailín Glas
XELK hat sich im Wesentlichen eben, wie Plumbum schon gesagt hat, aus einem
Performance-Kollektiv entwickelt hat. Performance heißt also in dem Zusammenhang
eigentlich eine Form von Live-Theater, das heißt, wir arbeiten mit sogenannten
ExpertInnen des Alltags, was in dem Fall eben Kink-Menschen sind, Menschen mit
Fetisch, Menschen aus der queeren Szene, Menschen aus der Kink-Szene, die dann
zusammen im gröbsten Teil eine Form von Theater machen. Das heißt, Das heißt,
wir arbeiten da auch Konzepte gemeinsam, proben die ein in unseren
Räumlichkeiten und zeigen die dann entweder, wie gesagt, am Anfang war es auf
Partys, also auf Szenetreffs, dann hat sich das erweitert in den öffentlichen
Raum. Und mittlerweile sind wir auch über mehrere kommunale,
städtische Förderungen und Stiftungen quasi ein Stück weit
finanziert, dass wir auch mit Kulturpartnern zusammenarbeiten, wie zum Beispiel
Museen, auch mit TheatermacherInnen aus der
hamburger freien Szene und dahingehend eben jetzt
so eine Art Kunst- und Soziokultur betreiben. Und
unser Angebot dann auch mittlerweile ein Stück weit erweitert haben. Also wir
sind jetzt auch im wortschöpferischen Bereich unterwegs, da
Cailín Glas jetzt mittlerweile ein Online-Magazin hochgezogen hat, wo sich auch
nochmal dieses Thema von aufklärender, niederschwelliger Kultur
oder auch eine Bekanntmachung von Kultur, eine verbindende Kultur quasi in Wort
und Schrift realisiert hat.
Ja, also noch ist es ein Blog. Es ist das XELK-Magazin oder Magazin XELK.
Und ich habe halt einfach viele verschiedene Menschen gesucht, die halt Bock
haben, über ihre Herzensthemen zu schreiben.
Und ich habe ziemlich viele tolle Menschen kennengelernt und ich habe sehr viele
Nachrichten bekommen und war ganz erstaunt darüber, wie viel Bedarf es
eigentlich gibt, halt Dinge zu erzählen. Und in erster Linie, ja, noch ist es
ein Blog, aber auf lange Sicht darf es sehr gerne ein Printmagazin werden, wo
wir dann über Kink, Queer und Feminismus reden, sprechen,
aufklären, persönliche Geschichten erzählen, aber auch
Artikel schreiben wollen, um halt einfach aufzuklären. im
Sebastian
muss erstmal jetzt ganz blöd fragen, an wen richtet sich das denn, was ihr
macht? Also ist das für die Kinky-Community, ist das für
Menschen, die an euch vorbeilaufen, also für die breite Öffentlichkeit? Wer soll
denn etwas sehen und was sollen die Leute mitnehmen von euch?
Cailín Glas
grunde sowohl als auch also ist für jeden da für leute in
der szene die sich halt irgendwie ein bisschen für alles mögliche interessieren
wollen wir machen halt auch auf partys oder wir veranstalten wenn es dann wieder
geht partys mit performances und allem was uns halt da so einfällt für die szene
wo eben leute die schon in der szene fest drin sind gut unterhalten werden
und wir machen halt eben auch aufklärungsarbeit also was ich ja als ich
vor einem jahr in dem einzel interview war auch schon gesagt hatte ich bin ja
gerne irgendwie der öffentlichkeit unterwegs und dann auch mal in latex
gekleidet vielleicht auch noch mit models die latex tragen und sowas und ich
habe einfach die erfahrung gemacht dass das feedback immer sehr sehr gut ist wir
waren jetzt auch vor ein paar wochen noch mal in einem park unterwegs in latex
mit mit der Kamera. Und da kamen auch wieder Leute auf uns zu, die wir nicht
kannten, die eigentlich überhaupt nichts mit Kink oder sonst irgendwie zu tun
hatten, die aber total interessiert waren und auf uns zugingen und neugierig und
uns einfach irgendwie angespornt haben, dass sie das cool finden, was wir machen
und mehr davon und sowas. Und da merken wir eben einfach, diese ganzen Themen,
das ist nicht nur was für in der Szene, was uns halt eben untereinander
irgendwie interessiert, sondern sondern es ist etwas, was quasi auch die breite
Öffentlichkeit interessieren kann. Ich würde jetzt nicht sagen, dass man das
wirklich jedem irgendwie ins Gesicht reiben muss, was man so kinky macht, was so
der Fetisch ist oder sowas. Aber jeder, der irgendwie neugierig und interessiert
ist, dem wollen wir eine Anlaufstelle bieten, sich zu informieren. Das
Sebastian
Ja, alle ganz diszipliniert. Man versucht sich ausreden zu lassen. Ich finde,
das macht übrigens gerade ganz toll. Ich habe befürchtet, dass wir alle
durcheinander reden.
Ich bin begeistert.
Wenn ihr jetzt sagt, okay, wir gehen jetzt da raus in den Park mit
Latex-Klamotten und Co.
Ist das schon BDSM geprägt oder geht das vielleicht noch so ein bisschen unter
dem Label, ja, da geht es jetzt eher um Klamotten, also um
Fetisch-Outfits. Das ist ja, glaube ich, noch ein bisschen niedrigschwelliger
für die Öffentlichkeit. Oder ist da schon zu erkennen, es gibt da auch
andere Sachen. Also da suche ich gerade noch so ein bisschen, wo rümpft die
Öffentlichkeit vielleicht dann doch mit der Nase? Habt ihr den Punkt schon
gefunden, wo der Kipppunkt ist?
Cailín Glas
ist witzigerweise genau eines der Projekte, an denen wir gerade arbeiten und wo
wir auch zum Beispiel von der Stadt Hamburg unterstützt werden. Nicht genau zu
fragen, wo sind denn welche gesellschaftlichen normierten Grenzen, ab
wann fängt das denn an? Es gibt ja diese wunderbare Frage, ab wann ist es denn
eine Perversion? Ab wann ist es noch Spiel? Wann sprechen wir von pervers? Wann
sprechen wir von sexualisiert? Und das haben wir uns tatsächlich auch selber
gefragt. Ab wann ist es denn jetzt BDSM? Reicht es, wenn ich jemanden in Latex
rausschicke und die Leute drumherum sagen dann schon, das ist jetzt
BDSM? Oder wie
explizit muss man denn da werden? Welche Richtlinien gelten da? Das sind
tatsächlich Teile eines, also unseres nächsten Forschungsvorhabens quasi,
wo wir dann verschiedene Experimente dazu im öffentlichen Raum machen, um diese
Grenzen einfach mal auszuloten und das dann hinterher auch mit ExpertInnen
aus der Kunsthistorik, aus der Sexualforschung, auch aus
der Juristerei auszuwerten und zu fragen, ja, ab wann
ist es denn
Sebastian
Das heißt, ihr habt ein Stück Papier, was ihr dem Ordnungsamt vorhalten könnt
und sagen könnt, nee, nee, wir dürfen das, wir sollen das rausfinden.
Cailín Glas
In der Tat haben wir das sogar und das Ordnungsamt ist da auch offen gegenüber.
Sebastian
Großartig.
Cailín Glas
Also wir haben vom Ordnungsamt durchaus auch schon Genehmigungen ausgestellt
bekommen, das zu machen.
Interessanterweise wollte dann jemand sehen. Wir haben dann eigentlich
irgendwann angefangen, den Leuten diese Genehmigung unter die Nase zu halten,
damit es sich zumindest gelohnt hat, sie zu besorgen.
Ja, es ist jetzt natürlich auch so ein bisschen die Frage, also was man sich
jetzt darunter vorstellt. Wir machen jetzt keine Live-Sex-Performance im Park
oder sowas, also so weit sind wir noch nicht, sondern wir leben erstmal die
Sachen öffentlich aus, wo wir uns denken, wie fällt das eigentlich auf? Wie wird
das von Leuten interpretiert, die da vorher noch keinen Kontakt mit hatten? Und
wir fragen uns natürlich auch selbst, was sind unsere Erwartungen daran? Was
denken wir? Wie werden die Leute damit umgehen? Oder wie gehen wir selbst bei
uns im Kopf damit um? Wie nehmen wir unsere Umwelt wahr und wie nimmt unsere
Umwelt uns wahr? Und das können halt eben schon so ganz kleine Sachen sein, wie
viele das wahrscheinlich auch kennen, wenn sie irgendwie ein Halsband tragen.
Dann hat man ja auch schon das Gefühl, dass die Leute einen alle anstarren, auch
wenn sie das wahrscheinlich gar nicht tun, weil niemandem fällt es auf. Also es
sei denn, es ist jetzt wirklich ein super auffälliges Glitzerhalsband oder was
weiß ich was, aber in der Regel fällt das halt kaum jemandem auf und das meiste
findet halt im eigenen Kopf statt. Und da ist eben dann die Sache, kann man dann
noch weitergehen. Wenn man jetzt halt komplett in Latex gekleidet ist, zeigt man
keine Haut, man hat keine entblößten Genitalien oder sonst irgendwie was, aber
wie nehmen die Leute einen wahr? Wie nimmt man sich selbst wahr? Wie nimmt man
selbst wahr, wie die Leute einen wahrnehmen? Also es ist dann halt schon ein
sehr breites Feld, breites Spektrum, auf dem man halt eben wirklich forschen
kann, was wird jetzt sexualisiert, in welchem Kontext wird was wahrgenommen und
so weiter. Ja,
Sebastian
Also ihr habt also einen Plan und könnt jetzt langsam steigern. Also ich sehe ja
jetzt den Baum und dann, was weiß ich, das Rope Bunny und dann die Seile
drumherum und dann kann man mal gucken, was man da machen kann. Wobei, ihr macht
das ja in Hamburg, ne? Also das ist ja eh die Stadt, da könnt ihr doch fast
alles machen.
Cailín Glas
das ist der große Vorteil. Also Hamburg ist da wirklich sehr frei und es ist
jetzt auch nicht das erste Mal, dass irgendwo in einem Park Menschen von Bäumen
hängen an Seilen. Also es sind auch Dinge, die wirklich fest eingeplant sind,
sobald es wieder geht, auch regelmäßiger Bondage-Picnics zum Beispiel zu
veranstalten oder eben auch einfach mal Latex-Picnic oder irgendwie
öffentliches Pet Play und einfach mal gucken, wie reagieren Leute da drauf. Und
wie der BDSM im Hunsrück aussieht, das ist dann geplant für 2037.
Sebastian
Ja, also das ist natürlich schon mal schön, wenn man so ein bisschen eine Ahnung
hat, wo sind die gesellschaftlichen Normen. Weil ich habe das Gefühl, dass BDSM
da eher mehr zurückhaltend sind, als sie müssten, weil sie gar nicht wissen, was
ist denn noch legal, was wird von den Passanten akzeptiert. Ab wo kommt
eigentlich der Punkt, wo ich dann den öffentlichen Frieden störe?
Klar, wenn ich jetzt anfange, da eine riesen Spanking-Session zu machen im Park,
ich vermute, spätestens wenn Spuren zu sehen sind, wird das ein bisschen
problematisch, aber was habt ihr denn vor, wo ihr sagt, also
was denkt ihr selbst, ab diesem Punkt wird es nicht mehr okay sein? Also wo ist
die Grenze? Wo glaubt ihr, dass die Grenze ist? So, ich muss ja die Frage
erstmal ordentlich formulieren.
Cailín Glas
ist natürlich jetzt ein bisschen Orakeln, wo die Grenze liegt. Natürlich
ist es eines ganz einfach zu finden, nämlich da, wo es explizit wird, also wo
ich an die Genitalien rangehe. Es gibt ja im deutschen Recht diesen wunderbaren
Begriff des groben Unfugs, der mittlerweile auch bekannter ist unter dem
öffentlichen Ärgernis. Und das ist ein Punkt, der hat uns tatsächlich sehr
interessiert, zum Beispiel auch, warum ist es juristisch gesehen so, dass das
männliche Genital einen anderen Rechtsstatus hat als das weibliche. Woher kommt
das? Also uns interessiert da tatsächlich eine Ursachenforschung. Und dann auf
der anderen Seite, wenn man durch die Hamburger Innenstadt geht, wird man
permanent konfrontiert mit hypersexualisierter Werbung. Viele kennen vielleicht
diese Parship-Plakate, die an Bushaltestellen hängen. Und zwar dann auch die
digitale Fassung, wo sich die, es sind einfach zu 90% Frauen, offenbar sollen da
mehr Männer angesprochen werden, pardon, Cis-Männer angesprochen werden, die da
tatsächlich einfach eindeutige Blicke, laszive Bewegungen und sowas in voller
Bewegung machen. Das ist akzeptiert.
Sobald ich dann tatsächlich aber in eine fast exhibitionistische Richtung
gehe, sprechen wir schon von dem öffentlichen Ärgernis. Und da bewegen wir uns
wohl auf so einen gewissen Zwiespalt zu gesellschaftlich. Wir erleben ja auch
jetzt in unserem europäischen Umland massive konservative Rückschritte,
was die sexuelle Befreiung oder auch die sexuelle Identität betrifft.
Und die ersten Ansätze dafür gibt es auch schon in der deutschen Politik, was
wir natürlich auch mit großer Sorge betrachten.
Und da ist natürlich eine Aufgabe der Kunst, da dann gegenzuwirken, indem man da
aufklärt, Wo jetzt dann genau die Grenze sein wird?
Wir hatten lange eine vermutet, aber mit Vermutungen kommen wir da nicht weiter.
Deswegen haben wir gesagt, okay, wir loten jetzt mal aus, wenn
Sebastian
Ich bin da echt sehr, sehr gespannt.
Wobei ihr habt natürlich noch den Vorteil, ihr könnt noch sagen, das ist ja
Kunst. Da habt ihr dann die Kunstfreiheit und die deckt eine ganze Menge. Also
da muss ich ja glaube ich nochmal eine Grenze ziehen zwischen einfach Menschen,
die einfach öffentlich irgendwie spielen wollen oder sich ausleben wollen. Oder
lotet ihr das auch aus? Also was sind da die Grenzen? Oder zumindest schafft ihr
es, die Hamburger an irgendwas zu gewöhnen? Das ist an sich ja schon mal gut.
Gut, wie
Cailín Glas
wir das schaffen. Der Trick ist allerdings diesmal, dass wir das nicht als Kunst
zeigen werden, sondern quasi die MacherInnen bleiben versteckt, die
bleiben im Umfeld beobachten und die PerformerInnen sind erstmal nur da, wie sie
da sind. dass das im Rahmen einer Kunstaktion laufen wird, sollen die
PassantInnen im Idealfall gar nicht bemerken zunächst.
Sondern es wird erst einfach mal so in den öffentlichen Raum dargestellt und
gesagt, ja, das gehört jetzt mit einer gewissen Selbstverständlichkeit dazu.
Also, dass jemand, der Latex trägt, genauso normal läuft
wie jemand, der Stoff trägt. Also wir gucken vor allem, wie normal sind wir
eigentlich, beziehungsweise wie normal ist das, was wir tun für andere Menschen.
Also es ist ja auch nicht so, dass wir jetzt sagen, es ist alles für uns
irgendwie super sexy und das ist super sexualisiert, sondern es ist ja eben auch
wieder mehr die Interpretationsfrage von außen. Für uns sind viele Dinge
vielleicht auch einfach nur noch irgendwie ein modisches Accessoire, keine
Ahnung, eine Latex-Leggings oder sowas. Das heißt jetzt nicht, dass man dadurch
gleich super erregt ist, aber man hat vielleicht im Kopf auch die Vorstellung,
dass das irgendwie als Sex wahrgenommen wird, auch wenn es eben eigentlich von
der ursprünglichen Intention gar nicht so gemeint ist. Und da ist es dann eben
auch wieder dieses Ergründen mit, was ist die Erwartung?
Sebastian
Wie ist denn das Feedback, was ihr bisher bekommen habt?
Also echt nur positiv?
Cailín Glas
Positiv.
Ja, bisher tatsächlich wirklich schon. Also ich kann mich nur an eine Sache
von vor ein paar Jahren erinnern, wo mal irgendwie ein paar Jugendliche aus dem
vorbeifahrenden Auto irgendwelche Obszönitäten gegrölt haben, aber ansonsten war
es bisher immer positiv. Also es ist ja eben auch das, sobald sich Leute, die
halt jetzt nichts mit der BDSM-Szene zu tun haben, uns eben gegenüber sehen,
nehmen sie halt auch den Menschen wahr. Und wir versuchen eben niemanden
wirklich was aufzuzwängen, sondern wir versuchen einfach offen zu sein dafür,
unsere Interessen zu vermitteln.
Und das ist halt eben wirklich so die Sache. Wir stoßen da halt immer auf sehr
viel mehr Offenheit, als wir selber eigentlich erwarten würden. Wir stoßen da
halt auch immer auf sehr viel unerwartetes und sehr freundliches, positives
Feedback von Menschen. Und sehen dann halt, dass es auf Gegenseitigkeit beruht.
Man nimmt sich halt eben als Mensch wahr, man ist sozial, man freut sich
darüber, dass der andere sich freut und alles ist gut.
Sebastian
Ja, so schöne heile Welt. Also ich muss nochmal zu diesen Bondage-Picnics ein
bisschen kommen, weil ich weiß, in Hannover ging es auch mal darum, dass die
gemacht werden. Und da wurde dann ganz viel über, ja, was ist noch okay, ab wo
ist vielleicht ein Problem und da hat man sich dann darauf geeinigt, die Hände
müssen frei sein, weil sonst ist das irgendwie so eine Art, ja, Vortäuschung
einer Freiheitsberaubung oder sowas. Also da wurde dann diese Grenze gezogen.
Diese ganzen juristischen Sachen, gibt es da was, was ihr beachten müsst, wo ihr
schon wisst, ah, das können wir nicht machen, weil das überschreitet eine
Grenze, ich sag mal so eine Hetzjagd quer durch den Park wird vielleicht ein
bisschen problematisch.
Cailín Glas
Ja, das ist eben das mit dem Kontext. Also es sollte halt im Kontext schon
immer zu erkennen sein, dass es alles einvernehmlich stattfindet. Jetzt
öffentliches Non-Consensual-Play, das würde uns dann wieder zu weit gehen.
Also ich würde jetzt nicht, keine Ahnung, in der Mönckebergstraße meiner
Freundin ins Gesicht schlagen, ohne da vielleicht irgendwie noch vorher Kontext
dazu zu liefern. Mit dem richtigen Kontext wäre das vielleicht sogar möglich,
dass halt Umstehende erkennen, was das eigentlich ist, was dahinter steckt, aber
jetzt einfach so spontan irgendwie übermäßige Gewaltausbrüche oder
sowas, das ist jetzt nicht unser Ziel oder unser Ding.
Und eben halt auch das Sexualisierte, wie Mr. Itaka eben schon meinte, wenn es
an die Genitalien geht, dann ist es halt wieder zu explizit und das ist halt
auch nicht wirklich unser Ziel, sondern der Kontext ist halt eben so diese,
beziehungsweise das Ziel ist halt eben so diese Linie dazwischen zu finden und
den Kontext zu schaffen, dass man halt erkennt, dass es Kunst ist, dass es
einfach Spaß ist, dass es unsere Hobbys sind, ja.
Das
Sebastian
Okay. Ja, also das ist wieder so ein Punkt, wo ich ein bisschen schauen muss,
wie sexualisiert ist BDSM eigentlich? Also wann und wie hat es überhaupt
selber einen sexuellen Kontext? Das muss man ja auch nochmal unterscheiden, weil
ganz viele BDSMer sagen, BDSM hat nicht zwingend was mit Sex zu tun.
Aber wie sieht das die Öffentlichkeit? Da sehe ich auch nochmal so einen
Umbruch, dass Sex mehr gesehen wird, als er tatsächlich da ist.
Cailín Glas
ist tatsächlich die Frage der Sexualisierung.
Es geht, glaube ich, ganz, ganz oft darum, was wird als das Private
empfunden von einer Öffentlichkeit. Und wir trennen natürlich gern das Private
von der Öffentlichkeit, also nicht das Persönliche, aber das Private.
Und da ist wahrscheinlich auch viel davon zu finden, ab wann jemand sagt,
das ist jetzt sexualisiert. Das liegt ja nicht immer nur an denjenigen, die es
machen, sondern auch an denjenigen, die es dann betrachten und wahrnehmen. Und
wenn das Spielerische trotzdem durch diese Zwischenmenschlichkeit einfach eine
erotische Komponente bekommt, und die bekommt es einfach auch sehr schnell beim
Betrachten, ohne dass ich jetzt explizit sage, es handelt sich jetzt hier um den
sexuellen Vorgang, dann kann ich natürlich total aus der
Betrachtungswinkel von einer Passantin sagen, ja okay,
die empfindet das jetzt vielleicht tatsächlich durch diesen Einbruch des
Privaten ins Öffentliche als eine Störung. Also
Sebastian
Wie reagiert ihr dann? Also überzeugt ihr die Leute dann? Also habt ihr da einen
Masterplan schon?
Meint ihr Aufklärung hilft, wenn man dann erklärt, hier passt auf, das sieht so
und so aus und das ist das und das? Also meint ihr, das bringt was? Oder ist die
Störung, die wird ja erstmal empfunden von den Passanten, von den Unbeteiligten?
Und dann muss man das ja akzeptieren, dass die sich gestört fühlen. Es
Cailín Glas
da würde ich halt sagen, da kommt es halt total drauf an, wie dieser Mensch, was
für einen Eindruck der macht. Ist er offen, um Neues zu lernen und sich zu
unterhalten auf Augenhöhe oder hat er komplett die Vorurteile und
möchte eigentlich nur seinen Frust rauslassen?
Und wenn man merkt in einem Gespräch oder der Mensch ist offen, naja, dann
versucht man halt zu erklären und dass es vor allem immer um Kontext geht, also
dass es da immer einvernehmlich ist. Ganz viele Menschen, wenn sie
merken, dass sie nicht provoziert werden sollen. Und es ist tatsächlich auch,
wir haben da lange drüber gesprochen, es ist nicht unser Ziel, Menschen zu
provozieren. Weil provozieren heißt ja auch immer so ein Stück weit jemanden
vorführen. Wir haben jetzt erstmal gesagt, wir gehen mit einer gewissen
Selbstverständlichkeit daran und mit einer Offenheit und vor allem auch mit
einer Niederschwelligkeit. Das hatte Plumbum ja auch schon oft erwähnt, dass wir
in dem Fall, und das ist jetzt erstmal unsere Strategie, sofort das Gespräch
auch anbieten. Wir sind zum Beispiel auch immer so aufgestellt, dass Mitglieder
aus dem Ensemble dabei sind, die in zivil anwesend sind, beziehungsweise in
unseren wunderschönen XELK-Shirts als Teammitglieder, die dann in erster Linie
dafür da sind, Menschen, die Fragen haben, die vielleicht
verstört sind von dem, was sie sehen, abzufangen, zum Gespräch einzuladen
und dann gemeinsam das nochmal zu reflektieren, was hier gerade passiert. Also
tatsächlich so ein bisschen, wie man es vielleicht in der Kunst ein bisschen aus
der Museumspädagogik kennt. Und das haben wir auch vor. Und im allergrößten
Notfall sind wir alle so sportlich, dass wir schnell unsere Sachen packen und
wegrennen.
Sebastian
gibt da so einen Punkt, ich meine, wenn die Menschen selbst, die sehen das und
nehmen das wahr, okay. Aber es gibt ja auch Menschen, die tragen noch
Verantwortung mit sich rum. Ich baue mal eine Frage aus dem Chat ein, vielen
Dank an Stenia dafür. Wie geht ihr damit um, dass Kinder im Umfeld sein könnten?
Gab es da schon Bewegung? Und ich mag noch hinterher sagen, ich glaube, die
konservativste Sorte Menschen sind tatsächlich Eltern junger Kinder. Ich habe
immer das Gefühl, da wird nochmal der Maßstab ganz anders
angelegt. Das könnten ja die Kinder sehen.
Cailín Glas
Ja, das ist absolut richtig.
Von dem Erlebnis, was Plumbum vorhin erzählt hatte, wo wir in der Nähe eines
Parks waren, da sind wir auch bewusst erst mal ganz, ganz weit am Spielplatz
vorbeigeschritten,
weil das muss man natürlich auch vollstens respektieren, dass Eltern da
ihre Kinder erst mal fern von halten wollen. Das sind auch Fragen, die
gesellschaftlich noch nicht abschließend geklärt sind ab wann kinder oder
jugendliche als sexuell betrachtet werden können
wir haben uns jetzt gesellschaftlich darauf geeinigt dass es ab 18 stattfindet
obwohl glaube ich viele hörerinnen und hörer durchaus wissen dass die libido
nicht erst mit 18 erwacht oder sich vielleicht auch gewünscht hätten vor 18
aufgeklärt zu werden und da würden wir auch natürlich immer auf befreundete
Initiativen verweisen, die es sich ja auch zur Aufgabe gemacht
haben, Jugendliche auch abzufangen, damit die sich nicht jahrelang fragen, ob
was mit ihnen falsch ist. Um nochmal auf das Thema Kinder zurückzukommen, unsere
Strategie ist dahingehend natürlich erst einmal, dass wir uns absolut von
Kinderspielplätzen und sowas fernhalten und natürlich
soweit schauen, Dass dann nichts auch gezeigt wird, wo man sagt, okay, das
verstört jetzt Kinder einfach. Also da sind, werden wir uns von
unten ran tasten und nicht ins Extreme reingehen. Ja, es ist ja auch das, was du
eben schon gesagt hast.
Es sind die Eltern. Es sind nicht die Kinder selbst, sondern es sind halt
wirklich die Eltern, die dann das Problem sehen oder sind oder verursachen, weil
Kinder nehmen halt diesen Kontext erstmal ganz anders wahr. Also wenn ein Kind
halt irgendjemand in einem bunten Kostüm sieht, dann denkt es sich erst mal, oh,
cooles, buntes Kostüm und nicht, oh, das ist eine Darstellung, die irgendwie
sexuell ist. Diese sexualisierte Darstellung sehen dann halt erst mal nur die
Eltern und nicht die Kinder selbst. Und da haben wir auch schon ein bisschen
Erfahrung mit gemacht, weil es ist halt eher ein Kinderlachen, als dass
irgendwie Kinder irgendwie verschreckt sind, wenn uns irgendwo welche in der
Öffentlichkeit begegnen. Kennt ihr diese Bilder? Man hat halt
ein bestimmtes Bild mit zwei Bedeutungen. Die Vase mit dem Delfin. Die Vase mit
den Delfinen, genau. Und zwar gibt es halt dieses Bildchen, wo halt Menschen,
die sexuelle Erfahrungen gemacht haben oder sexuell denken, halt Frauen und
Menschen, also Männer Menschen sehen, die halt einen sexuellen Reiz haben oder
bestimmte Gesten machen, nackt sind, wie auch immer. Und wenn man genau das
gleiche Bild Kindern zeigt, dann sehen sie Delfine. Und ich würde mal behaupten,
Kinder sind erstmal nur neugierig und wollen wissen, was los ist und was
da passiert. Aber sie gehen halt nicht von einem sexuellen Reiz aus.
Wir haben auch LehrerInnen im Ensemble, die uns auch dann schon zum Beispiel
öfter berichtet haben, dass natürlich Kinder heutzutage deutlich früher mit
Sexualität konfrontiert werden, als es jetzt vielleicht vor 20 Jahren noch war.
Also durch Instagram haben wir einfach auch schon eine Hypersexualisierung, vor
allem vom weiblichen Körper, aber mittlerweile auch immer mehr vom männlichen.
Und das wird sicherlich auch noch eine spannende Aufgabe, wo wir auch noch nicht
so weit sind, da halt schon Ergebnisse oder Strategien vorzuschlagen, aber da
auch zu fragen, okay, wohin muss denn eigentlich eine sexuelle
Befreiung noch gehen? Wir haben riesengroße Schritte in den 60ern gemacht. Und
wo ist denn jetzt eigentlich heutzutage der nächste Schritt, nachdem sich gerade
wahnsinnig viel Positives für die LGBTQ-Plus-Community tut?
Leider, wie vorhin auch gesagt, auch viel Negatives. Und eine wichtige
Frage, die uns halt letztlich auch alle als Gesellschaft betreffen wird, ist
dann unser Umgang mit Sex
in der Zukunft.
Sebastian
Ja, da bin ich auch sehr gespannt, wo wir hier in 10, 20 Jahren sind. Die Frage
ist dann auch, ob die Kunst der Unvernunft dann noch legal ist. Man weiß es
nicht. Ich habe auch mal so gemischte Gefühle. Im Moment habe ich so das Gefühl,
es ist so ganz okay, aber das liegt auch daran, dass das alles so ein bisschen
im Untergrund verschwindet. Also BDSM ist jetzt nicht so das super öffentliche
Thema. Klar, als die drei Filme rauskamen oder die Bücher dazu, da war es ein
bisschen mehr, aber da war das auch wieder so ganz fürchterlich
vorurteilsbelastet und ich habe immer das Gefühl, wir fangen immer von vorne an.
Cailín Glas
Wir
Sebastian
Also wir haben irgendwelche Medienkampagnen oder irgendwelche neuen Kinofilme
oder Bücher oder keine Ahnung was, dann kocht das wieder ein bisschen hoch, ist
medial überall unterwegs und dann geht das wieder weg und dann fangen wir wieder
von vorne an. Also ich sehe tatsächlich im Moment nicht so die Fortschritte,
ganz ehrlich.
Und das finde ich ein bisschen schwierig und da kann man eigentlich immer nur
öffentlich draufhämmern und immer wieder Präsenz zeigen, dass das so ein
bisschen nicht immer wieder verschwindet. Ich hoffe, dass ihr da auch ein
bisschen dauerhaft dann Präsenz zeigen könnt.
Cailín Glas
haben da vor allem zwei Hoffnungen. Die eine betrifft eben das, was wir gerade
schon gesagt haben, dass die Queer-Culture mittlerweile endlich
als wichtiger und essentieller Teil der Gesellschaft immer mehr anerkannt
wird. Da ist einfach wahnsinnig viel in den letzten Jahren passiert. Man sieht
es ja quasi tagtäglich. Und auch in der Kultur ist die Queer-Culture immer mehr
angekommen. Also gerade wir in Hamburg haben zum Beispiel das Glück, dass das
Kampnagel-Theater da große Vorreiterprojekte macht,
die da für eine Offenheit auch sorgen und auch für Begegnungsstätte sorgen
können. Und letztlich könnte das auch für die Kink-Culture, obwohl sie mit der
Queer-Culture nicht ganz vergleichbar ist, weil da geht es eigentlich um schon
andere Sachen, aber letztlich hoffen wir, dass man sich da dann auch in der
Welle anhängen kann und da eben diesen Blick
für eine Toleranz einfach auch öffnen kann. Und der zweite Punkt hängt damit
eben dann für uns zusammen, das ist die Kultur. Also sobald das Kinky dann auch
in der Kultur nicht nur mit Ironie oder mit Zynismus genommen wird, was ja
längst schon passiert, sondern auch als eine Ästhetik, als was Schönes anerkannt
wird. Und das ist ja auch schon oft genug in der Kunstgeschichte passiert, dass
man Erotik tatsächlich einfach als Teil der Hochkultur betrachtet hat und nicht
nur als die letzte etwas dreckige, versiffte Ecke des Internets.
Dass sich dadurch eigentlich auch nochmal was ergibt. Dass es jetzt einfach in
der Kunst, in der bildenden Kunst, in der darstellenden Kunst, dass da das Kinky
immer mehr Fuß fassen kann. Wir arbeiten ja auch mit TheatermacherInnen
zusammen, hatten da auch schon Projekte dahingehend und da haben wir
festgestellt, dass die eigentlich tatsächlich sehr danach gieren, was da
passiert und das auch immer mehr in die Popkultur, aber auch in die Hochkultur
einbauen möchten. Und dann hoffen wir, dass es da
quasi auch so eine Resonanz gibt, dass die Menschen das auch als Kunst
wahrnehmen. Es ist ja auch so eine Sache, das Ganze eben im Bewusstsein zu
halten und mit einer Aufklärung zu verbinden. Weil ähnlich wie das ja eben auch
in dieser ganzen Queer-Kultur früher, sag ich mal, war, vielleicht auch für
viele heute noch so ist, dass man sich halt für seine Vorlieben schämt. Und das
geht natürlich auch vielen Kinky-Menschen so, dass sie halt irgendwelche
Vorlieben, Bedürfnisse oder ähnliches haben, für die sie sich schämen und
denken, sie sind nicht normal und sowas. Da wollen wir natürlich eben auch
zeigen, doch, es ist normal, es ist alles normal, es ist normal, Sklave sein zu
wollen und unten zu spielen oder mal jemandem irgendwie im sexuellen Kontext weh
zu tun. Und da kann man natürlich eben auch so ein bisschen Aufklärung
betreiben, um zu verhindern, dass die Leute sich irgendwie selbst verdammen. Der
Sebastian
Aber jetzt nehmen wir mal an, das gelingt. Wir gucken ein bisschen in die
Zukunft. Es ist alles normal, gesellschaftlich akzeptiert. Wird dann unser
heiliges BDSM dann dadurch nicht irgendwie langweiliger, weil es ist ja gar
nichts Außergewöhnliches mehr. Es macht ja manchmal auch den Reiz, so ein
bisschen auszusagen, ich mache jetzt hier was, das macht nicht jeder. Das
überschreitet gesellschaftliche Grenzen.
Und wenn man das jetzt quasi durch Aufklärung torpediert,
will man das wirklich? Wirklich?
Cailín Glas
springende Punkt ist der, den Plumbum gerade gesagt hat, und das ist der der
Scham. Natürlich muss das Erotische auch auch immer das Geheimnisvolle bleiben.
Also die Erotik hat ja das Geheimnis wirklich einfach als inneren Teil. Das ist
auch das, was wir vorhin meinten mit dem Privaten und dem Öffentlichen. Für eine
Gesellschaft als Problem wird es dann, sobald es um Scham geht. Und das hat
einfach letztlich auch die Geschichte gezeigt, dass sobald Sachen auch aus der
Sexualität dämonisiert werden oder etwas werden, für das man sich schämen muss,
das tut tendenziell nicht gut. Das kann natürlich einen gewissen Reiz haben, zu
sagen, wir machen das Verbotene, das Verpönte, das Perverse. Das hat
natürlich auch einen Aneignungscharakter. Aber prinzipiell gesehen
ist es für uns wahnsinnig wichtig, dass es aber nie zu dem wird,
was geächtet werden sollte in der Gesellschaft. Also wir hatten einfach
dahingehend auch schon Zeiten, wie gesagt, sie brauchten nur in
ein x-beliebiges Kunstmuseum reingehen, vielleicht einen Rubens angucken,
natürlich ist da BDSM zu sehen.
Und da konnte eine Gesellschaft einfach nochmal offen damit umgehen. Und was
passiert, wenn eine Gesellschaft da weniger offen damit umgeht? Also ich sag
nur, wir leben tatsächlich gerade in einer Zeit, wo ernsthaft in
Landtagen das nordische Modell bei uns diskutiert wird.
Das zeigt eigentlich eher, dass es um wieder eine rückwärtsgewandte konservative
Richtung geht. Und deswegen geht es einfach darum, in der Zukunft eine Balance
zu finden. Natürlich sollte das Private privat bleiben. Das Geheimnis muss sein
Geheimnis behalten.
Und es darf auch einfach was sein was nicht alle haben und was nicht eben dem
alter gehört aber man sollte sich nicht dafür schämen müssen also kein mensch
sollte sich einfach für seine sexualität schämen müssen und das ist etwas was
für uns wahnsinnig wichtig ist ich vertrete das ja auch immer wieder sehr gerne
dass je mehr leute ich für meine vorlieben begeistern kann und je normaler ich
das alles werden lassen kann je mehr es halt eben dann vielleicht auch in den
mainstream kommt desto mehr gesellschaft habe ich desto günstiger werden
Vielleicht die Latexklamotten, die ich kaufe, desto verbreiteter wird es dann
halt alles. Also es bietet mir selbst dann ja auch neue Möglichkeiten, neue
Ressourcen, je mehr Leute sich dafür begeistern. Sehr
Sebastian
Mr. Itaka, du hast eben gerade gesagt, nordisches Modell, das hast du mal
eben so eingeworfen. Ich glaube, das ist nicht geläufig. Magst du das mal ganz
kurz erklären, was das ist?
Cailín Glas
gern. Es geht tatsächlich darum, dass, wie sagt man, der
Sexkauf kriminalisiert werden soll. Das heißt, es ist eigentlich, das Ziel ist,
die Prostitution abzuschaffen, aber nicht dadurch, dass die Prostituierten
kriminalisiert werden, sondern die Freier und Freierinnen sollen
kriminalisiert werden. werden. Dieses nordische Modell heißt so, weil es in,
helft mir kurz, aus welchen Staaten ist das gegründet worden? Ich will sagen
Norwegen. Ansonsten ist Plumbum jetzt gerade schon am googeln und wird uns
gleich davon informieren.
Es ist vor einiger Zeit auch durch die EU freigestellt worden, dass
EU-Mitgliedstaaten dieses Modell für sich adaptieren dürfen. Und es heißt
letztlich einfach, dass man als Ziel die Prostitution abschaffen möchte. Gemacht
wird es unter der Begründung, dass man dadurch den Menschenhandel einschränken
würde.
Das wird belegt, oder
belegt ist vielleicht zu viel gesagt, das wird auch dadurch begründet, dass man
sagt, die Prostitution und vor allem Sexworker im Prinzip komplett
auf Menschenhandel basieren würde und Menschen, die das
freiwillig machen würden, eine zu vernachlässigende Minderheit darstellen
würden. Das meiste sei letztlich so eine Art Mafia, also so wie man es sich
aus
Kriminalfilmen vorstellt, wo es dann die großen bösen Zuhälter gibt, die die
Prostituierten dann am Ende in einen Laster sperren und da quasi dann
verrotten lassen. Das ist ein Modell, das eben jetzt gerade im
baden-württembergischen Landtag diskutiert wird, ob man das nicht auch auch in
Deutschland durchsetzen sollte, damit man endlich diese böse, böse Sexwork aus
unseren schönen deutschen Landen wegbekommt. Es ist etwas, das
auch von einzelnen feministischen Gruppierungen unterstützt wird.
Leider. Und was wir mit großer Sorge betrachten, weil es tatsächlich
einfach um die Illegalisierung von etwas geht, wofür die Gesellschaft sehr lange
gekämpft hat, dass es eigentlich egal ist. Also auch in der Kultur war die
Prostitution ja lange eigentlich immer so ein gewisses verruchtes Thema. Also
man denkt an die Mätresse bei La Traviata und sowas. Und dass
wir jetzt tatsächlich da leben, wo es heißt, wir schaffen das jetzt wieder ab
und machen die Straßen sauber und der Sex gehört in die Ehe,
das
Sebastian
Lass mich mal kurz...
Cailín Glas
wollen wir nicht einfach so unterschreiben dass das eine positive Entwicklung
ist naja und vor allem
oh jetzt habe ich den Faden verloren also ganz kurz gesagt wir sind pro Sexwork
also auch Sexwork ist eine ganz normale Arbeit genau das wollte ich sagen es
wird ja auch immer gesagt
Sexwork ist keine Arbeit und Frauen die Sexwork anbieten denen
fehlt was, die sind krank die muss man therapieren, weil das macht doch
niemand freiwillig. Und dieses nordische Modell spricht jetzt nicht
gerade dafür, Frauen zu unterstützen oder Sexwork zu unterstützen. Im Gegenteil
leider. Ja, da haben wir wieder das Thema mit der Scham. Also, dass man sich
halt dann dafür schämen sollte, dass man eben Sexworker ist. Und das ist für
uns halt total undenkbar.
Sebastian
ich quatsche jetzt hier einfach mal rein. Liebes Publikum, ihr merkt, aufgrund
technischer Begebenheiten kann ich nicht einfach reinquatschen und euch
unterbrechen, das merkt ihr nämlich immer gar nicht. Ja, pass mal auf, jetzt
haben wir, Xelg macht sinnvolle Dinge, hat einen Auftrag, hat eine Vision und
das wären durchaus ernsthafte Dinge gemacht und jetzt muss ich einfach mal
gucken vor lauter, ich sag mal Arbeit, die ihr damit jetzt habt, wo bleibt denn
da der Spaß? Also, was macht ihr denn, wo ihr sagt, boah, passt. Ich meine,
Kaylin, ich weiß, du hast dich vorbereitet, du hast eine Tabelle, auf der Dinge
stehen, die Xake schon so getan hat. Vielleicht sollten wir das mal erwähnen,
weil ihr ärgert nicht nur Passanten im Park. Ich
Cailín Glas
Nee.
Naja, fangen wir doch einfach an als Plumbum und Und Mr. Itakaxel ganz offiziell
gegründet haben und angefangen haben, eine Website zu bauen.
Euch hat ja schon ein bisschen Social Media gefehlt. Da bin ich dann ja
eingestiegen und habe dann unterstützt. Und dann war so die Frage, okay, was
machen wir denn jetzt? Wir dürfen ja jetzt gerade überhaupt nicht. Dann haben
wir halt angefangen, Fotos zu machen, um halt unser Portfolio irgendwie
aufzubauen.
Wir haben TikTok-Videos gedreht, haben das selber gefeiert. Und
wir hatten zum Beispiel eine ganz großartige
Ausstellungseröffnung für Westholm in der Boutique Bizarre. Das war ganz
großartig.
Und letztlich muss man ja auch ganz klar sagen, das ist ja das Schöne, wenn man
sein Hobby zum Arbeiten machen kann, dass die Arbeit dann auch wahnsinnigen Spaß
machen kann. Natürlich artet es auch in den Stress aus, aber das ist positiver
Stress, weil man erstens eine unglaublich erfüllende Arbeit machen kann und im
Idealfall auch wirklich toll was zurückbekommt. Also das hat tatsächlich
wirklich was von ein bisschen, um es mal ganz hochtrabend auszudrücken, es ist
eine Berufung. Es macht einfach unglaublich Spaß, sich da künstlerisch zu
betätigen und Sachen, die mit einem ganz persönlich, ganz privat zu tun haben,
tief zu erforschen mit anderen Menschen, die das genauso interessiert. Also
welche Begegnungen wir da hatten, das ist einfach wahnsinnig bereichernd. Und
das ist ja letztlich genau das, wie sich jeder Kunstschaffende, jede
Kunstschaffende das wünscht, dass der Prozess stattfindet. Also dass sich da auf
einmal Menschen anschließen in diesem Ensemble, auf die man so nie gekommen
wird, aber wo man ganz neue Welten eigentlich kennenlernt.
Sebastian
werfe mal rein, einfach mal, ich wollte ja auf Dinge hinaus.
Es gibt da so eine, ich sage mal, Kunstfigur.
Ich werfe euch jetzt einfach mal einen Begriff an die Ohren und dann poste ich
einfach gleich ein Bild noch im Chat dazu. In den Shownotes ist es natürlich
auch Ballhood Girl.
Könnt ihr dazu was sagen?
Cailín Glas
Ja, das wäre jetzt eigentlich das Thema für Cailín Glas, aber…
Cailín Glas ist ja eine Freundin von Ballhood Girl, die hast du ja irgendwie mit
hergebracht. Wir wissen ehrlich gesagt auch nicht, wer das ist. Die taucht immer
nur mit diesem Ball auf. Wir sind uns auch nicht sicher, ob der Ball jetzt der
Kopf ist oder ob da noch irgendjemand drin steckt. Wir haben mittlerweile
beschlossen, dass uns das eigentlich egal ist. Sie äußert sich meistens
eher auf tänzerische Weise. Also wir sind da immer sehr am Deuteln, was das
bedeutet. Die taucht dann immer auf unseren Fotos auf und wir halten halt drauf
und dann ist sie auf einmal wieder weg. Wir akzeptieren sie, wie sie ist.
Und ja, es gab halt eben verschiedenste Auftritte, zum Beispiel bei der
Vernissage von Westholm in der Boutique Bizarre hatte sie eine maßgebliche Rolle
gespielt als eine Ballerina, die eben zur Musik aus dem Grammophon
durch die Hallen der Boutique getanzt ist. Und auch sonst ist sie halt bei
unseren Auftritten immer gerne dabei und vertreten. Das avanciert so ein
bisschen zu unserem Maskottchen. Und
Sebastian
Ich habe das Gefühl, Ballhood Girl kann man einfach in Hamburg zwischendurch
einfach mal unverhofft sehen. Ich stelle mir da irgendwie irgendeine wirklich
versiffte Kneipe vor und dann geht die Tür auf.
Finde ich toll, die Idee.
Cailín Glas
dann ist auf einmal alles sauber und glänzend und funkelt nur so.
Überall, wo sie auftritt, kommt plötzlich Musik.
Sebastian
Ja, finde ich aber schön, weil das ist, ich sag mal, vom Mittel her relativ
simpel, fällt unfassbar auf, ist meiner Meinung nach übrigens überhaupt nicht
sexualisiert und trotzdem fühle ich mich als kinky Mensch irgendwie direkt
angesprochen. und sage, ach, guck an, cool.
Ohne, dass das direkt explizit gesagt würde oder so, aber trotzdem sage ich, ja,
passt. Ja,
Cailín Glas
Ja, es ist eben genau die Art, wie wir eben versuchen, Kinky-Elemente mit in die
Kunst reinzubringen. Ohne es jetzt irgendwie so als Haha, das ist Kink oder
sowas zu haben, sondern wirklich als ernst genommener Charakter. Und Ballhood
Girl ist ja eben auch nur einer davon. Wir haben in unserem Ensemble einige
verschiedenste Charaktere erschaffen, sag ich mal, die eben so verschiedenste
Kink-Elemente darstellen. Wir kommen auch bei der Ensemble-Zählung gar nicht
mehr mit, wer jetzt wie viele Personas hat. Und wer jetzt wer ist. Deswegen
machen wir da immer nur Schätzungen, wie viele wir tatsächlich sind.
Das ist ja aber auch das Schöne daran. Wir haben irgendwie Menschen, die haben
Bock, sich zu verwandeln. Und wir haben Menschen, die nicht nur sich selbst
spielen, ja nicht, aber nicht nur sie selbst sind, sondern halt auch eine Rolle
einnehmen. Wir haben ja unter anderem ja auch Mrs. und Mr. XELK. Und diese Rolle
kann im Grunde halt einfach jeder einnehmen. Ja, es ist eben auch wieder so ein
Punkt von XELK. dass wir eine Plattform bieten wollen für Leute, die sich
irgendwie verwirklichen möchten und das ansonsten vielleicht nicht können oder
nicht trauen. Sei es jetzt aus privaten oder beruflichen Gründen, halt nicht mit
ihrem Gesicht für das stehen wollen, was sie gerne darstellen möchten. Und denen
bieten wir dann halt eben die Möglichkeit, das anonym zu tun und da in
verschiedenste Rollen zu schlüpfen.
Sebastian
das finde ich total cool, weil ich habe auch, als ich mit dem Podcast angefangen
habe, erst mal gucken müssen, wie kriege ich mich da ein bisschen legal
anonymisiert.
Und das finde ich schön zu sagen, okay, hier ist ein Körper, da könnt ihr mit da
drunter schlüpfen unter die Decke und könnt da Dinge machen. Und verantwortlich
sind da die anderen im Impressum. Das finde ich gut. Gut,
Cailín Glas
Letztlich ist es genau das. Es ist ja auch so, dass Masken ein Stück weit
befreien. Deswegen tragen wir sie ja an Karneval und Fasching, Weil es genau das
ist, dass wir einmal auch aus unserer Haut schlüpfen können und uns verwandeln
können, was anderes sein können, als wir sonst im Alltag sind. Und natürlich
auch wieder das Geheimnis haben. Und das ist einfach, das kann
ein wahnsinnig schönes Spiel sein. Und dieser spielerische Charakter kommt
natürlich bei Figuren wie Ballhood Girl umso besser zur Geltung, die dann im
wahrsten Sinne des Wortes einfach tanzen durchs Leben geht. Weil sie das machen
kann, weil sie dafür keiner blöd anguckt. Sie ist ja ein Wesen, das sich quasi
nur tanzend vorbewegen kann.
Sebastian
Gott, das wäre für mich ein Albtraum, mich tanzend vorzubewegen.
Cailín Glas
Vielleicht müsstest du dafür einfach mal einen Ball auf deinen Kopf setzen.
Sebastian
Ich muss mal ganz ehrlich fragen, ihr wisst das natürlich alle nicht, aber ihr
könnt ja darüber orakeln. Meine erste Frage war, kriege ich unter dem Ding noch
irgendwie Luft?
Cailín Glas
Ja, ich kann ja gerne mal den Aufbau erklären, wie diese Ballhut-Bob
funktioniert.
Möchtest du wirklich dieses Geheimnis für die Zuschauerinnen lösen?
Sebastian
Nein, das wird hier nicht verraten. Ich möchte gar nicht, dass das hier gesagt
wird.
Cailín Glas
Das sollten wir jetzt vielleicht abstimmen.
Nee, nee, das verraten wir jetzt nicht.
Sebastian
mag mal kurz das Publikum befragen. Lieber Chat, ihr seid ja jetzt alle kinky
drauf, die ja da drin seid. Wenn ihr jetzt so eine Performance irgendwo seht,
wenn ihr durch eure Heimatstadt geht, Ich sage jetzt bewusst Heimatstadt und
nicht Hamburg. Würdet ihr sagen, ach guck, toll? Oder eher so, hm, jetzt fühle
ich mich irgendwie ertappt oder ist das irgendwie ein negativer Touch für euch?
Also es hängt ja jetzt auch ein bisschen davon ab, wo ihr wohnt. Wie würdet ihr
das empfinden? Weil offenbar, die Passanten, die sind da relativ entspannt.
Manchmal sind wir ja auch selber diejenigen, die am strengsten mit uns sind.
Und euch werfe ich jetzt nochmal hin, Lübeck, darf man dazu was sagen?
Cailín Glas
Tatsächlich wurden wir von einem Theatermacher, den Plumbum kennt und mit dem er
öfter schon zusammengearbeitet hat und der uns auch schon öfter gebucht hat,
angefragt. Der hat ein Projekt mit der Völkerkundesammlung in
Lübeck und die machen da was zu einer Ausstellung, die nennt sich Sex und
Vorurteil und es läuft derzeit im Sankt-Annen-Museum in Lübeck und wir
wurden da gefragt, ob wir da bei einer Inszenierung von diesem Regisseur
mitmachen wollen. Und da haben wir natürlich sofort gesagt, ja, wir hatten schon
mal was in Hamburg gemacht, das hat wahnsinnig Spaß gemacht. Und jetzt wird Ende
dieses Monats in Lübeck eine Performance leider noch per Livestream
stattfinden, weil auch da Veranstaltungen derzeit untersagt sind, bei der wir
sagen, Sagen wir mal, es wird damit zu tun haben, dass wir ganz viele kinky
Menschen vorstellen werden und wir sehr,
sehr nah diesen Menschen kommen werden, die allerdings wie in einer Bibliothek
quasi fast in der Zeit eingefroren sind. Ihr werdet das
auf der Seite der Völkerkundesammlung dann interaktiv angucken können und
es wird dann, sobald Veranstaltungen wieder erlaubt sind, auch
Live-Vorstellungen geben, wo man da reingehen kann und diese Vorstellungen quasi
live spielen kann, wo man, ohne jetzt zu viel zu verraten,
kinky Menschen extrem nahe kommen kann, aber doch einen
Sicherheitsabstand einhalten kann. Genau. Und das wird man Ende des Monats
schon mal über ein Webprojekt angeteasert im Internet
ausprobieren können. Wir wissen noch nicht ganz exakt wann es online gehen wird,
aber wir rechnen damit, damit das dann wohl im
letzten Mai-Tag, am 1. Juni-Tag zu sehen sein wird und zu spielen.
Das
Sebastian
Ja, wir werden dann hier gleich ein paar Links noch am Ende verkünden und ich
werde es hier alle schön in den Shownotes verlinken, da könnt ihr dann alles
herschicken, was ihr an Links habt. Ich habe auch schon ein paar Sachen gesehen,
ich habe ein paar Videos sehen dürfen, ich weiß nicht, ob ich darüber reden
darf, aber spannend. Spannend.
Ich habe jetzt mal kurz eingesammelt, was denn das Publikum sagen würde, wenn
sie es sehen.
Klar, ganz viele sagen toll, das war zu erwarten. Auch schön ist, kommt
darauf an, mit wem ich unterwegs bin. Also wenn ich mit den Eltern unterwegs
bin, wäre es schon komisch. Das finde ich tatsächlich spannend.
Ja,
das ist tatsächlich eine Überlegung, aber vielleicht kommt man so ja auch ins
Gespräch.
Und von Jasmin kam noch, und das finde ich ganz spannend, ich würde jetzt eher
als Kunst als als Kink einordnen.
Sind wir da betriebsblind?
Cailín Glas
fängt doch eine total spannende Antwort an. Ist es jetzt Kunst oder Kink?
Da überschneidet sich einfach wahnsinnig viel. Klar kann Kink auch Kunst sein.
Ich glaube, das hat ganz viel damit zu tun, was Plumbum vorhin sagte, dass es
einfach um den Kontext geht, wenn man das Ganze künstlerisch rahmt. Also ich
sehe, aha, das findet auf einmal so im öffentlichen Raum statt. Es ist
tänzerisch. Ich betrachte das jetzt als Kunst. Das wäre ja super. Das ist ja
ideal.
Wenn andere wieder sagen, das betrachte ich exhibitionistisch. Da ist jemand,
der möchte sein Privates einfach in den öffentlichen Raum einbringen. Das ist
letztlich ein genauso legitimer Sichtpunkt.
Wobei natürlich der Erste ein bisschen schöner ist, als zu sagen, ja, ich
betrachte das als Kunst, als Kink-Kunst.
Ja eben, das eine schließt das andere ja überhaupt nicht aus. Und vielleicht
auch nochmal, um auf das mit Lübeck zurückzukommen.
Wir waren ja schon da, wir haben die Ausstellung Sex und Vorurteil ja quasi
schon virtuell eröffnet mit unseren Leuten von XELK. und da hatten wir halt auch
in unseren Köpfen, als wir Kostüme ausgesucht hatten, schon wieder verschiedene
Erwartungen und Vorurteile. Das Ganze findet ja in einem alten Nonnenkloster
statt und da hatten wir dann so den Gedanken, können wir da mit einer Latexnonne
auftreten? Und dann haben wir es halt den Leuten vom Kloster und vom Museum halt
vorgeschlagen, mal so angefragt, so, ja, wie steht ihr denn dazu? Und die waren
total begeistert und aus dem Häuschen haben gesagt, ja, unbedingt, das muss und
ja, wenn nicht hier, wo dann? Die waren hin und weg und als wir dann halt,
wie viele Leute waren wir da, fünf oder sechs, als wir da eben alle komplett im
Kostüm dann da standen, die waren so begeistert, die hätten es am liebsten als
Ausstellungsstücke direkt in die Ausstellung mit aufgenommen, so als
Dauerausstellung. Und es könnte sich auch lohnen, die ein oder andere Führung
mitzumachen, sobald sie wieder angeboten wird,
da es dann durchaus zu Überraschungsbesuchen kommen könnte.
Sebastian
Oh, das ist aber ganz fies. Geht da hin, geht da am besten zehnmal hin. Es
könnte sein, dass da eine Überraschung ist.
Cailín Glas
Unterstützt eure Museen! Geht zehnmal hin, ganz genau.
Sebastian
Ja, oder kauft zehn Karten, das reicht schon.
Cailín Glas
Nein, ich würde mal empfehlen,
einfach die Augen auf den Veranstaltungskalender zu richten. Sobald wir was
wissen, wisst ihr es auch. Ja, wir hoffen ja, dass bald wieder ganz viel gehen
wird. Du
Sebastian
bin davon absolut überzeugt. Und jetzt nehme ich doch nochmal das Ding von
Jasmin so ein bisschen auf. Also wenn ich jetzt sage, durch Kunst kriege ich so
ein bisschen Akzeptanz, dann ist das ja so eine Art Vehikel, um Kink dann auch
in die Welt reinzubringen. Auf der anderen Seite ist das nicht irgendwie
ziemlich, ich sag mal, elitär. Ja, also kommt das in der breiten Bevölkerung
denn auch an?
Cailín Glas
meinst, ob Kunst elitär ist? Da
Sebastian
Ja, die Art und Weise, wie und wo ihr das umsetzt. Wenn ihr da was im Park
macht, dann sprecht ihr alle an. Alle, die einfach zufällig vorbeikommen. Sobald
ihr aber hinter die Tür eines Museums geht, mal ganz ehrlich, wer geht in
Museen? Das ist leider Gottes nicht jeder. Und ich muss leider total gestehen,
hier auch in Hannover. Ich bin seltener in Hannover in irgendwelchen Museen als
überall anders, wo ich bin. Ich gehe in meiner Heimatstadt immer nie in Museen.
Ich verstehe das nicht.
Aber das ist so die Frage, ist das denn dort noch Öffentlichkeit oder ist das
halt schon ein recht ausgesuchtes Publikum? Und
Cailín Glas
hast du total recht. Natürlich geht es erstmal um, ich würde es mal einen
Vortasten nennen. Wir haben ja jetzt vorhin mit diesem beschriebenen
Projekt, mit dem Wann ist Sex, schon mal den ersten Schritt in eine breitere
Öffentlichkeit vorgeschlagen. Weil es stimmt schon klar, wir haben an einem
Opernprojekt mitgewirkt, das ist dann tatsächlich eher ein eingeschränkter
Kreis, der das sieht. Das ist dann nicht die volle breite Masse.
Aber es ist letztlich auch der Einstiegspunkt, wo man genau über
diese Schiene kommen kann, zu sagen, ja, das ist Kunst.
Also, es kann sein, dass es in der Öffentlichkeit einfach auch eine andere
Wahrnehmung ist, wenn man so eine gewisse, nennen wir es Legitimation hat. Zu
sagen, ja, da ist jemand, da steht eine Kulturinstitution als
Partner da, die sich dazu auch wirklich einfach bekennen. Da ist eine
öffentliche Förderung da, weil auch eine städtische Behörde gesagt hat, ja,
finden wir gut, macht das mal. Und das gibt auch letztlich
einem Ensemble einen ganz anderen Auftrieb zu sagen, ja, das hat jetzt eine
gewisse Ernsthaftigkeit. Das Schönste, was wir dazu erlebt haben, ist, dass wir
auf einer Party in Hamburg, also vor der Corona-Krise, dass wir auch was
gezeigt hatten und dann hinter uns, nach uns das Publikum
auf unseren Regisseur zugegangen ist. Und er hatte uns das dann erzählt, dass
die was ganz Anrührendes gesagt haben, dadurch, dass wir was gezeigt haben, was
wirklich geprobt wurde und wo viel Arbeit drin steckte. Und da sagte da offenbar
ein Besucher, das war toll, endlich nimmt uns mal einer ernst, weil
er gemeint hat, jetzt kommt jemand, der hier wirklich Kulturprogramm macht. Und
es war natürlich total anrührend, dass da jemand es einfach zu schätzen gewusst
hat, ja, Mensch, ich werde jetzt auch von einer sogenannten Hochkultur einfach
wahrgenommen, geschätzt und ich bin dann auch einmal ganz anders als Zuschauer
in geschätzt und eingeladen. Und das ist natürlich, wie es idealerweise laufen
sollte. Das, was du gerade ansprichst, zu sagen, okay, und wie spreche ich denn
Leute an, die nicht täglich im Museum stehen, die kein Theater-Abo haben?
Das ist natürlich die Aufgabe jetzt für uns. Klar, ganz klar. Das ist das, wo
wir uns jetzt vortasten. Und die Strategie dafür ist eben dann, dieses Projekt
erstmal so ein bisschen in den öffentlichen Raum zu gehen, mal was auf einer
Bühne in der Fußgängerzone zu machen, wenn es wieder erlaubt ist wir probieren
natürlich auch die verschiedenen plattformen aus also es ist ja nicht so dass
wir irgendwie unsere kunst exklusiv irgendwo im museum ausstellen oder sowas
also das ist natürlich ein punkt wo wir eben lanzen brechen wollen für unsere
kultur für bdsm im Allgemeinen und was das was wir machen auch irgendwo so ein
bisschen adel dass wir eben im museum sind in richtigen etablierten museen wir
probieren eben auch verschiedenste Plattformen aus. Es gibt ja Instagram, es gibt
YouTube-Videos und alles, was wir eben so finden können, versuchen wir halt mal
eben zu zeigen, das ist nicht nur Schmuddelkram, was wir machen. Ich
Sebastian
das aus der Ecke da rauszuziehen, das ist noch ein Mammutprojekt. Beabsichtigt.
Eben habe ich eine Sache aus dem Chat nicht vorgelesen, ganz beabsichtigt. Da
kam gleich die Frage, kann man denn da mitmachen? Wie kann man da mitmachen?
Kann man das denn? Und wenn ja, wie und was wollt ihr denn von den Leuten, dass
sie sagen können, ja komm, kannst bei XELK, kannst du ein bisschen toben? Ich
Cailín Glas
glaube, das Wichtige, wenn ihr Kinky Kunst treiben wollt, dann tut es, dann
überlegt, wie könnt ihr selber das, was euch
bewegt, so ausdrücken, dass andere es verstehen oder auf ein Verstehen Lust
bekommen. Bei uns kann man mitmachen in erster Linie, indem man sich natürlich
mal unsere Sachen ansieht, indem man uns vielleicht bei einer Performance
kennenlernt.
Man kann ja auch öfter in ein Museum gehen und gucken, ob irgendwann bei einer
Führung zufällig was passiert. Nein, aber um ganz echt zu sein, ich glaube, dass
es da viele, viele Vernetzungsmöglichkeiten gibt.
Und schaut euch unsere Sachen an, guckt rein, kommt mit uns ins
Gespräch. Ja, ich würde da sogar noch ein bisschen weiter gehen. Es geht halt
von bis, es gibt ja Leute, die haben schon vielleicht eine konkrete Vorstellung,
die möchten irgendwie einen Artikel schreiben, die haben irgendwas, was sie
öffentlich diskutieren möchten, die können sich dann natürlich direkt hier an
Kylie Glass wenden und das mit dem Magazin zum Beispiel ausmachen oder Leute,
die halt sagen, ich habe jetzt irgendwie coole Kostüme und Outfits und die
möchte ich irgendwo mal einsetzen, die dürfen uns natürlich auch gerne
schreiben. Und die nächste Stufe wäre dann mit, ich habe eigentlich noch gar
keine Ahnung, was ich machen könnte oder will, aber ich möchte irgendwie zu
irgendwas beitragen. Auch diese Leute dürfen uns gerne anschreiben, weil wir
können da auch Ideen entwickeln. Wir sind ja eben, wie gesagt, gerne eine
Plattform, um Leute zu fördern. Und wer einfach selbst noch keine konkreten
Vorstellungen hat, der bekommt von uns vielleicht Ideen dazu. Genau, also XELK
ist auf jeden Fall ein Projekt, was dahingehend auch vernetzen soll. Wir haben
ja einfach Menschen von bis drin, manche haben tatsächlich einen beruflichen
Hintergrund aus der bildenden Kunst, die dann bei uns zum Beispiel
Kostüme entwerfen oder Masken bauen. Wir haben Menschen,
die kommen tatsächlich auch mit einem Sexwork-Hintergrund. Wir haben
aber aber auch Menschen, die noch nie was mit darstellender Kunst zu tun hatten,
aber irgendwie sagten, nee, ich möchte das tun, ich möchte das ausprobieren und
die dann hier und da mal bei einem Projekt einfach mitperformen und sich da
austesten. Und das ist auch einfach wahnsinnig wichtig, dass wir uns eben nicht
als so eine Art Laientheatergruppe begreifen, sondern erst mal als
Kunstkollektiv zu sagen, bei uns geht es in erster Linie darum, Darum, du
möchtest was erzählen, du möchtest mit uns quasi Sachen zeigen,
dann lass uns das mal angehen. Sind
Sebastian
überlege, ob ich euch frage, wenn ich dann irgendwann in Hamburg stehe und in
einem Park dann sage, okay, ich mache jetzt hier eine Live-Sendung von dort aus.
Cailín Glas
wir gerne dabei. Wir liefern auch gerne Show dazu und Ruhm.
Sebastian
Ja, ja.
Cailín Glas
Aber dann wären wir bestimmt wahnsinnig mit dem technischen Aufbau und
Sebastian
Also ich kriege das super hin. Mein Aufbau ist ganz einfach. Ich brauche keine
Steckdose, ich brauche nur Internet und dann wird alles gut.
Cailín Glas
einem Dieselgenerator.
Sebastian
Nee, nicht mal den.
Cailín Glas
Nicht mal das.
Sebastian
Alles mit Batterien.
Cailín Glas
Das
Sebastian
Alles gut. Ich habe noch eine Sache aus dem Publikum, die mag ich noch mal kurz
hier vorlesen. Wenn man aber alles in Kunst packt, ist es dann noch Aufklärung
von BDSM. BDSM ist ja eine Lebensart, mal subtil, mal extrovertiert etc. von
Catchy.
Stimmt schon. Also ist BDSM Kunst noch BDSM?
Cailín Glas
ist natürlich eine Frage auch letztlich, wie sehr Kunst und Leben zusammenhängt.
Für uns ist es natürlich so, dass die Kunst das Leben nicht nur abbildet,
sondern in dem Fall wirklich auch das Leben einfach aufblühen lässt, dass wir so
ein Stück weit auch für die Kunst leben. Natürlich kann man aber auch
individuell sagen, nee, ich ziehe da eine Grenze. Ich möchte, dass die Kunst das
Künstliche bleibt, das Dargestellte, und dass mein Leben aber davon getrennt
ist. Ich würde das ehrlich gesagt individuell so stehen lassen. Ich glaube
nicht, dass es da einen richtigen Standpunkt gibt, sondern dass es beides
einfach Sichtweisen sind, wie ich das angehen möchte oder auch unter welchem
Gesichtspunkt ich es überhaupt betrachten möchte. Vielleicht kann ich das
Gleiche wirklich A als den persönlichen Ausdruck, das persönliche Leben sehen,
aber auch unter einem anderen Kontext als den künstlerischen Ausdruck meiner
Persönlichkeit.
Wir sind ja eben auch keine professionellen Künstler oder Schauspieler, die
irgendwie eine Rolle spielen und irgendwas darstellen, sondern wir sind im Kern
wirklich alle selbst BDSM-er, kinky Menschen mit Fetischen und so weiter, die
halt eben das, was sie interessiert, was sie ausmacht, ihre Persönlichkeit dazu
einsetzen, eben Kunst zu schaffen. Ich dachte die ganze Zeit, du bist Vanilla.
Jetzt kommen die Abgründe. In
Sebastian
Ja, das finde ich aber gut. Ihr habt im Zweifel, könnt ihr mal sagen, das gehört
ja dazu, das ist eine Rolle und ihr müsst gar nicht, wenn man bei XELK ist,
muss man gar nicht unbedingt offenbaren, wenn man nicht möchte, dass dass das
auch das Selbst ist, was man da zeigt. Da verschmelzen die
Grenzen einfach so ein bisschen.
Cailín Glas
der Kunst müsste man, oder allgemein in der Philosophie müsste man jetzt schon
fragen, was heißt denn jetzt, das ist man selbst. Wir glauben tatsächlich, dass
eben diese Verwandlung, die viele bei uns durchmachen,
wenn sie in diese Rollen schlüpfen, sich in diese Wesen verwandeln. Im
Gegenteil, das sagten auch schon Ensemblemitglieder, Mensch, ich fühlte mich
viel freier als sonst. Also wäre ich jetzt im öffentlichen Raum als in Privat,
in Zivil unterwegs gewesen, hätte ich viel mehr eine Rolle gespielt, nämlich die
Rolle der öffentlichen Person.
Als wenn, wo ich jetzt hier eine Gasmaske auf hatte, ein irres Kostüm,
Riesenschuhe, da war ich viel mehr ich, da war ich viel freier, obwohl die Leute
nicht wussten, wer ich bin. Oder vielleicht auch, weil die Leute nicht diese
Alltagsperson gesehen haben, sondern erstmal ein Wesen, das mir gegenübersteht.
Das ist einfach ein wahnsinnig toller Punkt, also dass man das tatsächlich auch
als eine persönliche Entlastung begreift, weil wir spielen ja im Alltag auch
permanent verschiedene Rollen und da hat mal jemand gesagt, nee, ich muss jetzt
keine Rolle spielen, ich kann jetzt einfach spielen. Nee, wir sind ja auch nicht
nur eine Person. Also, ich bin nicht nur Cailín Glas, sondern ich bin auch
noch Eve und ich bin auch noch ein Hund und auch noch ganz, ganz viele andere…
Multiple Persönlichkeiten. Genau, so ungefähr. Und damit bin ich ja nicht
alleine. So geht das ja jedem. Und wenn ich bei meinen Eltern bin, dann bin ich
halt die Tochter. Bei meinem Partner bin ich vielleicht ein
Spielzeug oder so. Also und bei uns ist natürlich die Möglichkeit, auch anonym
zu bleiben. Also alle, die irgendwie bei uns sind, niemand wird gezwungen, halt
irgendwie Gesicht zu zeigen. Und jeder darf sich das halt aussuchen, wer er
gerade sein will. Und naja, eine Maske aufzusetzen, bedeutet halt nicht,
das Gesicht nicht mehr zu zeigen oder sich selbst nicht mehr zu zeigen, sondern
vielleicht auch nur einfach sich zu schützen.
Sebastian
Ja, das ist gerade in diesen Zeiten unfassbar doppeldeutig.
Cailín Glas
Shit. Ja.
Sebastian
Ich gebe ja zu, ich war ein bisschen verärgert. Da kamen gerade die coolen
Masken alle raus. Dann hieß es, nein, ihr müsst jetzt die standardisierten
Dinger nehmen. Da war noch viel Potenzial, muss ich gestehen.
Naja, ihr drei, ich gucke so ein bisschen auf die Uhr. es war irgendwie zu
erwarten, aber trotzdem schaue ich mit Erschrecken drauf. Ich mag auf keinen
Fall versäumen, dass wir nochmal ganz fleißig sagen, wie und wo man denn jetzt
gucken und na, wonach man googeln muss und wo man schauen soll, damit man XELK
auch wirklich findet.
Cailín Glas
Also die erste und einfachste Anlaufstelle ist unsere wunderbar kurze URL
xelk.de und
von da aus kann man sich dann auf alle möglichen Plattformen auch weiterhangeln.
Das ist quasi unser Hub, wo alles zu finden ist. Da kommt ihr dann
auf die Plattform eurer Wahl, ob es jetzt Instagram ist, ob es
FL ist, es gibt sogar schon einen YouTube-Kanal, der muss aber noch gefüllt
werden. da gibt es wie viele videos 21 also auf dem offiziellen kanal haben wir
jetzt ein kurzes video mit dem wir halt mal angetestet angeteasert haben wie es
zum beispiel mit kinky asmr läuft auf meinem privaten Kanal habe ich schon noch
ein paar mehr längere videos veröffentlicht aber wir arbeiten halt daran
wirklich nur das was auch dann zu ende gedacht und entwickelt ist dann dann auf
unserem offiziellen Kanal eben zu veröffentlichen. Wir haben da auch Videos
verlinkt, bei denen wir zum Beispiel nur mitspielen, die wir aber nicht
persönlich produziert haben. Also da findet man ziemlich, ziemlich viel und auch
Möglichkeiten, uns zu kontaktieren, uns Fragen zu stellen, Diskussionen
weiterzuführen. Und wir werden da natürlich dann auch die Termine bekannt geben,
von zum Beispiel dem Lübeck-Projekt, wenn es soweit ist, und von den
Hamburger öffentlichen Sachen, Die allerdings erst, wenn sie schon vorbei waren,
weil die sollen ja überraschend bleiben in dem Zusammenhang.
Und ja, also wir freuen uns natürlich über jede und jeden, die da Interesse
haben, sich die Sachen einfach mal anzugucken. Wie sagt man so schön? Like and
subscribe.
Da
Sebastian
Also ich hoffe ja, dass ich ein bisschen aus meiner Position heraus mal sagen
kann, so Leute, ich bin dann und dann in Hamburg, macht ihr irgendwas, kann ich
mal mitkommen und ein bisschen ins Mikrofon quatschen dabei. Ich würde das
gerne einfach mal ein bisschen einfangen. Klar, man kann eure ganzen Videos
anschauen und das alles Das ist ja gut dokumentiert, aber ich will da auch ein
bisschen was mitnehmen. Also nein, eigentlich persönlich will ich das eigentlich
nur mal miterleben und einfach mal da sein, einfach mal sehen, das mit eigenen
Augen gesehen haben. Ich glaube, da habe ich einfach ganz großes Interesse dran.
Cailín Glas
bist du mehr als herzlich eingeladen. Da würde ich dann sagen, das wird das
erste XELK-Hörspiel.
Sebastian
Ach du großer Gott.
Hörspiel, das klingt nach Aufwand im Schnitt.
Cailín Glas
und der Wortwitz ist natürlich auch da. Hörspiel.
Sebastian
Ja, ich bin gespannt. Also ich habe das Gefühl, der Spätsommer wird aufwendig.
Aber gut, ich habe es mir ja so ausgesucht. Und wisst ihr was, mit euch habe ich
heute dem Namen Kunst der Unvernunft auch wieder ein bisschen Ehre gemacht. Das
finde ich auch schön. Es wurde mal Zeit, da wieder ein bisschen in die Richtung
zu schauen.
Das Podcastsubbie sitzt ja immer fleißig hier neben, die sagt mir noch, ich soll
XELK mal ordentlich buchstabieren, das mache ich jetzt auch.
XaverEmilLudwigKonrad.de, da schaut ihr einfach mal rein und ja, da kommt immer
mehr und ich bin selber sehr gespannt, was da jetzt kommt. Ich habe eben
übrigens mal versucht, TikTok hier zu öffnen, weil den Kanal kannte ich noch
nicht und ich war zum Glück gemutet, weil mein Handy schrie mich direkt an mit
irgendeinem Videovorschlag.
Cailín Glas
Ja, das hat TikTok so an sich. Ja, wo wir auch da wieder feststellen mussten,
die Akzeptanz für alles, was so ein bisschen in die Richtung Kink und BDSM geht,
ist halt noch nicht so weit verbreitet. Also da haben wir noch viel Arbeit zu
leisten. Ich glaube so ziemlich alles, was wir auf TikTok veröffentlicht hatten,
ist schon wieder gelöscht. Ja, tatsächlich. Also ich habe dann tatsächlich den
XELK-TikTok-Kanal einfach zu meinem privaten gemacht und auch meine
privaten Videos, was heißt privat, also die Videos über Cailín Glas, die laufen
da auch nicht. Also gerade auf TikTok ist für mich so ein Zwiespalt. Auf der
einen Seite zum Beispiel hochgradig feministisch und großartig. Ich liebe TikTok
manchmal sehr, aber wenn es um Kink geht da geht es sehr
schnell sehr ins vorurteil und das ist schade da kommt man dann aber auch nicht
mehr gegen an also da wird man dann überflutet und da ist es vielleicht noch
nicht die zeit da irgendwie anzusetzen und zu sagen okay leute kink ist
nicht schlimm und ich tue niemandem weh und nein die armen kinder die leiden
nicht darunter so leuten wie diese wollen Ganz genau.
Sebastian
ich fürchte ja, dass, wie sie alle heißen, Instagram, TikTok und Co.,
jetzt geht noch ein bisschen was. Ich habe leider das Gefühl, das wird immer
schwieriger, dort irgendeine Art von Kink-Content zu hinterlassen, der eben
nicht sofort wieder gelöscht wird. Das ist fürchterlich. Ich sehe das auch bei
Instagram zumindest, da kann man so ein bisschen sehen, was man so an Abonnenten
verliert. Und ich stelle aber immer wieder fest, die verlassen nicht die
Kunst der Unvernunft. Nein, die sind einfach nicht mehr da. Ja, also das ist
ganz fürchterlich, sich mit diesen Netzwerken zu arbeiten, weil man einfach
nicht weiß, habe ich morgen noch einen Account und alles, was ich in Arbeit
reingesteckt habe, lohnt das überhaupt? Also finde ich ganz, ganz schwer und in
der Richtung, ich glaube, da muss irgendwie, muss man da auch ein bisschen
schauen, ob man da nicht auch eine Bewegung reinkriegt. Weil ich finde, es ist
gerade kein haltbarer Zustand, ehrlich gesagt. Die Hälfte der Accounts bei
Instagram, denen ich folge, heißt momentan immer irgendwie Backup oder Neu- oder
Zweiter-Account oder Ersatz-Account oder so. Und da bin ich ganz schwierig.
Vielleicht ist es ja so, das zählt so ein bisschen aus, ich sag mal, mit dem
Darf-Schein der Stadt Hamburg könnte man da vielleicht ein bisschen
intervenieren. Vielleicht habt ihr da irgendwann Erfahrung und ein bisschen
Glück mit, wenn euch das nochmal passiert. Vielleicht hilft das ja ein bisschen.
Cailín Glas
sehen darf, also wo es tatsächlich einfach dann nur um das Organische des
Nippels geht, wo der Rest der Brust ist völlig egal, aber der Nippel ist da, wo
es dann ankommt. Der weibliche Nippel. Genau,
wo einfach so eine jahrzehntelang gewachsene
Prüderie, so ein Moral Code entstanden ist, der da einfach auch wahnsinnig viel
diktiert und der letztlich auch gesellschaftlich Sachen bewegt, die die dann
auch zur Folge haben, dass ganz schnell auch einfach gewisse
Hexenjagden passieren kann. Also es kommt ja witzigerweise aus einem Land, die
nach wie vor damit hadern, den Transstatus anzuerkennen. Und wir glauben schon
daran, dass da Zusammenhänge existieren und dass es da auch einfach um
Unterdrückungsmechanismen geht. Und deswegen wird es auf jeden Fall eine Frage
auch werden, zu sagen, Instagram als monopolistische Plattformen, wie weit
zensieren die eigentlich auch? Wie weit entscheiden die denn, wie eine
Gesellschaft zu denken hat, dadurch das, was sie zeigen? Es sind halt letztlich
einfach Filterblasen. Also wir schauen da auch immer sehr genau drauf, ab wann
findet denn dieses berühmte Shadowbanning eigentlich zum Beispiel statt? Ab wann
wird dann da wieder schon wieder Backup gesagt und warum?
Und vor allem, was ist denn der Grund, dass genau ganz bestimmte Trigger so
entschieden worden sind, dass die jetzt da sind. Es ist ja auch immer irgendwie
so ein gewisses Machtinteresse dahinter, zu sagen, das verbiete ich. Das
Sebastian
Ja, es ist wirklich die Frage, wo kommt es her? Ist es die Angst davor, dass die
Plattformen angegangen werden in ihrem Heimatland oder ist es so ein, also ich
glaube, es ist so ein vorauseilender Gehorsam.
Cailín Glas
auf jeden Fall, ja.
Sebastian
Und dem kann ich mich auch nur anschließen. Man überlegt wirklich auch als BDSMer
immer, was mache ich jetzt in der Öffentlichkeit oder wie weit gehe ich oder
auch bei mir, wie weit gestalte ich meine Visitenkarten für den Podcast, was
packe ich da drauf? In so einem vorauseilenden Gehorsam kann ich dafür mal Ärger
kriegen. Und das ist total fürchterlich, also sage ich ganz ehrlich, dass ich
das immer im Hinterkopf haben muss. Das wird noch die nächsten Jahre zu
beobachten sein.
Cailín Glas
Ja, das nennt sich halt letztlich Selbstzensur.
Sebastian
Ja, und eigentlich denkt man immer, wir sind doch alle so aufgeklärt. Naja,
also
Cailín Glas
Wie gesagt, geht dem auf den Grund und auch XELK wird da eben jetzt weiterhin
fragen, warum ist das eigentlich so? Was sind denn die Ursachen dafür?
Welche Interessen stecken denn dahinter, gewissen Sachen zu verbieten? Geht es
da wirklich um den Schutz oder geht es letztlich auch um
einen Machtdiskurs, einen Unterdrückungsdiskurs.
Wer hat einfach das Narrativ über Sex in der Hand? Du
Sebastian
wenn ihr darauf eine Antwort findet, bitte her damit, dann seid ihr herzlich
eingeladen, das hier mal zu erklären. Für mich ist das völlig rätselhaft.
Ich habe noch eine einzige letzte Frage aus dem Publikum, die mag ich dann doch
nochmal bei euch lassen. Ihr merkt, ich habe euch vor fünf Minuten schon fast
verabschiedet, aber es tut mir leid.
Cailín Glas
wirst uns nicht los. Ein
Sebastian
Ich will euch doch gar nicht loswerden, um Gottes willen. Ich will euch nur
persönlich mal treffen. Ich glaube, das ist eigentlich das, wo ich jetzt gerade
einfach sehr neugierig bin. Okay, und zwar von knickel40, oder ich glaube
kannickel40 sagt man da, auf eurer Webseite sprang mir
meet the Arbeiterklasse quasi direkt ins Auge. Kann an mir liegen,
wie politisch ist XELK und ist Marx, Bertolt Brecht die Schwelle, an der es
einen Aufschrei gibt? gibt. So, jetzt nochmal Politik, bitte.
Cailín Glas
Aufschrei.
Ja, das ist ja schon fast wieder eine Herausforderung, also die Gegenfrage zu
stellen, was ist nicht politisch? Im Grunde ist doch alles politisch, was wir
machen. Und erst recht BDSM, Kink und Queer ist super politisch.
Jetzt im Speziellen bei Meat the Arbeiterklasse haben wir eben die
Skandale um diesen Fleischkonzern da zum Anlass genommen, das mal ein bisschen
zu thematisieren und aufzubereiten, eben über hier
Knoten
in der Zunge.
Über eben Werke von Bertolt Brecht, die wir uns da als Grundlage genommen
haben, ist alles ein bisschen Voodoo vermischt und Kink reingestreut, eben
aufzubereiten, dass es halt eben vielleicht auch noch ein bisschen unterhaltsam
Meat the Arbeiterklasse
ist.
Bisschen provokant. Ja, und provokant natürlich, auf eine gewisse Art und Weise.
Sebastian
Ich weiß gar nicht, das, was ich dazu gesehen habe, ist das öffentlich?
Cailín Glas
Das Video von Meat the Arbeiterklasse, das ist öffentlich, ja.
Sebastian
Okay, dann kann ich sagen, ja, ich habe es auf der einen Seite sehr genossen,
aber ich musste es auch mindestens zweimal gucken, ich glaube sogar dreimal, um
dann einfach auch alles zu sehen. Mein Gott.
Cailín Glas
Sehr gut, es gibt mehr Klicks.
Ja, aber da sind wir dann auch wieder bei dem Ding mit, es ist vielleicht schon
etwas hochgegriffen, es ist nicht mehr ganz so niederschwellig zugänglich, aber
es ist eben auch ein sehr komplexes Thema und wenn man es zu sehr vereinfacht,
dann spricht es vielleicht auch wieder die Falschen an, man kann es dann wieder
falsch interpretieren. Insofern war es da einfach nötig, eben auch so eine
gewisse Komplexität beizubehalten.
Sebastian
Ganz ehrlich, liebes Publikum, schaut euch das an, natürlich erst, wenn diese
Sendung zu Ende ist, aber schaut es euch an, oder wenn ihr sagt, das ist
komisch, schaut es euch nochmal an. Ab dem dritten Mal wird es echt gut. Gut,
Cailín Glas
ich
glaube das müssen wir mal der regie ausrichten das ist
ja auch wieder das was das wollen schon im raum stand zur kunst wir wollen ja
eben nicht nur so diese elitäre kunst schaffen sondern wir wollen eben auch
niederschwellige angebote haben aber eben auch ein bisschen was höheres
dabei haben also das ganze spektrum umfassen von bis ja und niederschwellig
muss ja nie simple heißen. Also ich glaube, das, was die da
gemacht hatten in der Meat the Arbeiterklasse, also wir waren ja da einfach ein Teil
von mehreren KünstlerInnen, die da zusammengeholt worden sind. Wir haben es dann
auch am Anfang nicht so ganz verstanden, haben aber da einfach die Regie machen
lassen und dachten, okay, die machen das schon. Und als wir es dann gesehen
hatten, dachten wir auch, ja, okay, krass, was haben wir jetzt da auf einmal
erzählt mit unserer Bondage Performance das war schon sehr spannend also
Sebastian
Oh, das finde ich schön, dass ihr selber gar nicht genau wusstet vorher, was ihr
erzählen werdet.
Cailín Glas
wir wurden gebrieft und haben auch so ein bisschen mitbekommen was die anderen
machen werden und dachten dann okay ja also der weiß schon was er tut
und Plumbum hatte das dann auch noch mal bestätigt sagte ja kenne ich auch und
dann war das okay dann lassen wir uns darauf ein ja es ist nämlich tatsächlich
wirklich so das Das, was man da auf YouTube sieht von Meat the Arbeiterklasse, ist
jetzt kein Zusammenschnitt aus irgendwie Proben und 100 Takes oder sowas,
sondern es wurde fast in einem so durchgefilmt, wie es dann da auch als Stück
auf YouTube zu sehen ist. Also es war ja so ein bisschen im Rahmen der
Ghost-Konzerte, die die Markthalle veranstaltet hat. Und dementsprechend war es
halt auch wirklich ein Konzert, wo wir eben vor allem Publikum gestellt haben.
Und
wir haben es in einem Take gemacht. Zwar nacheinander, aber wir haben das nicht
irgendwie mehrmals gedreht. Es gab ein paar Pausen, aber es wurde nichts
wiederholt und es ist halt alles so passiert, wie es dort passiert ist in diesem
Video.
Sebastian
Ich merke gerade, guckt ihr mal bitte auch auf die Uhr. Wahnsinn.
Ich weiß, wir können noch eine Stunde. Wir heben uns noch ein bisschen was auf.
Cailín Glas
Minimum.
Sebastian
Ja, ganz locker. Herrschaften, ihr Lieben, ich möchte mich trotzdem jetzt schon
von euch verabschieden.
Also ja, ich habe jetzt wieder mehr Fragen, als ich vorher hatte. Mein Zettel
ist eher länger geworden, das ist ja üblicherweise so, aber heute ist es
besonders schlimm.
Ich hoffe einfach, dass XELK jetzt in den nächsten Monaten, ich sag mal nochmal
so eine Extrastufe zünden kann und dass man davon ganz viel liest, hört, sieht.
Vielleicht auch mal einer überregionalen Zeitung irgendwer seine Empörung
kundtut, ich würde mich freuen.
Und ja, wenn ich in Hamburg bin, dann klopfe ich halt mal an und sage, hallo, da
bin ich, macht was, unterhaltet mich.
Cailín Glas
Unbedingt.
Sebastian
Entschuldigung.
Cailín Glas
Und wir sollten uns unbedingt nochmal, nicht nochmal, wir sollten uns
kennenlernen. Let us entertain you. Ja, wir kommen ja auch wieder in deine
Sendung, um dann von unseren laufenden und weiteren Projekten und Erfahrungen zu
berichten.
Sebastian
bin sehr gespannt. Also ich bin wirklich sehr, sehr gespannt. Und wenn ihr zu
diesen dystopischen Zeiten schon so viel reißen könnt, ich bin gespannt. Also
dieser Elan, da beneide ich euch ein bisschen. Aber ja, gut. Gut, so, okay,
Mr. Itaka, Cailín Glas, Plumbum, vielen, vielen Dank, dass ihr
euch heute richtig Zeit genommen habt und dass ihr mit mir dieses wahnsinnige
Technik-Drama durchlitten habt, es hat super geklappt, ja, ich kann nur sagen,
vielen Dank und ich wünsche euch unfassbar viel Erfolg, sehr
Cailín Glas
Dankeschön. Vielen Dank auch im Namen vom gesamten XELK-Ensemble. Ja, vielen
Dank, dass wir dabei sein durften.
Sebastian
gerne, macht's gut, tschüss. Tschüss.
Cailín Glas
Tschüss. Tschüss.
Sebastian
So ihr Lieben, das war XELK. Heute mal ein bisschen anders, ein bisschen mehr
Kultur und ich finde, das tut der Kunst der Unvernunft auch verdammt gut und ja,
ich finde das immer wieder schön, einfach Projekte zu sehen, bei denen Menschen
sind, die was, die wollen, dass was passiert, die was reißen wollen, die sagen,
okay, komm, wir finden Lösungen, wir finden Wege. von meiner Seite aus immer, ja
bitte mehr davon. Also wenn jemand sagt, wir haben hier eine total krasse Idee,
wir machen hier was, wir stellen was auf die Beine, super, bitte her damit. Ich
finde auch das macht BDSM immer sichtbarer. Und jetzt gucke ich mal auf meinen
Tattoo
Sendeplan. Der ist nämlich eigentlich heute unfassbar lang und ich werde ihn
jetzt wohl schon wieder ein bisschen kürzen müssen. Was machen wir denn da?
Erstmal mag ich nochmal angeben. Ich habe das vor einem halben Jahr mal gesagt,
dass jemand jemand angefragt hatte, ob er das Podcast-Logo nehmen kann und da
ein Tattoo draus machen kann. Da habe ich natürlich gesagt, ja, kein Problem.
Ist noch nicht fertig, aber ich habe schon eine Vorschau gesehen. Das hat
wirklich jemand gemacht.
Wow. Das ist etwas, wo ich wirklich seit zwei Tagen hier sitze und das Bild dazu
hängt jetzt bei mir hier im Büro. Und ich muss sagen, krass. Also wenn die Kunst
der Unvernunft so viel bewegen kann oder so inspirieren kann, Dann, ja, also ich
bin damit noch ein bisschen überfordert, aber ich fange an mich dran zu
gewöhnen. Auf jeden Fall kam ich heute Morgen ins Büro und dachte mir, jo, das
gefällt mir.
Okay, ich überlege, kann man heute ja anrufen, es ist schon 22 Uhr, ich muss
Anruferin Jasmin
noch einen Kaffeebecher verlosen, ach wisst ihr was, kann man, ich sag mal die
Nummer und zwar die 05101 911
18952 und thematisch bin ich da offen, natürlich kann man auch nochmal
vielleicht einen Nachtrag zu letzter Woche machen und ach was rede ich hier, es
klingelt ja schon, ich gehe einfach mal ran.
Hallo, Sebastian hier, mit wem spreche ich?
Jasmin
Moin, Jasmin ist hier.
Sebastian
Hallo Jasmin, hi.
Jasmin
Mit Kulturthemen lockst du mich ja traditionell an. Ja,
Sebastian
Ja, die Kulturfalle hat zugeschnappt.
Jasmin
aber ich werde jetzt keine Theaterbesprechung von dem
hier Meat the Arbeiterklasse Johanna von den Schlachthöfen Ding machen, obwohl ich
es auch natürlich gesehen habe. Aber
Sebastian
Okay.
Jasmin
ja, fand ich durchaus unterhaltsam. Aber ich wollte eigentlich nochmal
einhaken in ein paar von den vier Queer-Themen und sowas, die Sie
angesprochen haben und den Zusammenhang von BDSM und Queerness, das ist ja, wo
ich so ein bisschen Markenbotschafterin bin, also in die Queer-Szene hinein in
meinem Podcast. Und da gibt es halt auch durchaus immer wieder
Diskussionen, wie sehr da BDSM dazugehört. Und ich weiß gar nicht mehr, wer von
den beiden Personen mit tieferen Stimmen das gesagt hat, aber einer meinte
auf jeden Fall, dass die BDSM-Szene und die Queer-Szene ja eher getrennt zu
betrachten seien.
Sebastian
Ja, ich glaube, das ist sehr regional. Also es gibt Städte, da ist das eher gut
vermischt und gut miteinander verbandelt und es gibt aber auch Städte, wo das
eben nicht so ist. Wir haben ja schon beides hier im Podcast gehört.
Also ich glaube, das ist noch nicht endgültig entschieden.
Jasmin
Nee, nee, also ich sehe es halt aber auch ähnlich wie Transrechte als ein
sogenanntes Wedge-Issue, Also als ein Thema, an dem man versuchen kann, ich
sag mal, progressive Menschen, die für mehr sexuelle und geschlechtliche
Freiheiten kämpfen, zu spalten. Es wird ja gerade mit Transrechten sehr,
sehr viel gemacht, das wurde ja auch schon angesprochen. Übrigens sind wir in
Deutschland auch kein Land, das Transmenschen vollkommen anerkennt, wo die USA
da so gebasht wurden. Also da sind wir auch jetzt nicht, also bei uns gibt
es halt gerade nicht um Sportteilnahme, aber wir haben auch keine, also ich
als Transperson habe halt auch ein eingeschränktes Personenstandsrecht, sage ich
mal.
Sebastian
Wobei ich meine zu sehen, dass sich da immer wieder in kleinen Trippelschritten
was in die richtigere Richtung bewegt. Also es ist nicht alles zementiert, es
ist halt viel im Diskurs.
Ich weiß nicht, ich habe mich damit tatsächlich im Detail noch nicht ganz so
sehr beschäftigt, aber ich bin da vorsichtig optimistisch, dass die Richtung
nicht die falsche ist.
Jasmin
du,
Sebastian
Aber auch das kann wieder regional unterschiedlich sein.
Jasmin
bundesweit gab es ja gerade einen Gesetzesentwurf der Grünen, FDP und
linken Fraktion, wo es darum ging, das transsexuelle
Gesetz aus den 80er Jahren abzuschaffen und halt ein neues, das weniger
kostspielig ist, seinen Namen fast zu ändern, einzuführen. Und da ist
ein Gegenentwurf der regierenden Koalition
halt an Verhandlungen gescheitert. Und man kann nicht davon ausgehen, dass da
jetzt vor den Wahlen noch was passiert und danach müssen wir halt sehen, wie die
Verhältnisse sind, wie es mit vollständigen Menschenrechten aussieht. Also es
geht auch gar nicht mehr um die Details, sondern eher darum, dass da
jetzt gerade, weil es seltsam genug ist, sage ich mal in den Augen der
Öffentlichkeit, zu Unrecht und gleichzeitig eben,
bis in der Öffentlichkeit steht, sehr angegriffen wird und ich glaube, dass BDSM
da durchaus auch in der Gefahr ist, so etwas zu sein, dass man angreifen kann,
um halt die, ja, um zu spalten, sage ich mal, die eigentlich ähnliche Interessen
haben, Weil BDSM ist ja jetzt auch gerade erst entpathologisiert worden und
sozusagen, also es ist ja jetzt keine psychische Krankheit mehr, erst mit
dem ICD-11.
Sebastian
Also ich glaube, das ist eine gute Gelegenheit, nochmal meinen Aufruf hier zu
wiederholen, weil da kam gar nichts zurück. Im September werden die Karten neu
gemischt und mich würde doch interessieren, Also tatsächlich interessieren,
was sagen denn politische Akteure zum Thema BDSM? Also wenn man ganz klar
hingeht und sagt, so hier BDSM, sag mal was dazu. Und ich hätte da Interesse an
Gesprächspartnern, jetzt vielleicht nicht an, ich sag jetzt mal irgendein
Mitglied, sondern schon jemand, wo man sagen kann, okay, der hat auch was zu
verlieren, wenn er sich da entsprechend äußert und dann will ich mal sehen, wer
das wagt.
Ich habe da schon eine Ahnung. Gut, es gibt ein paar Parteien, die würde ich
jetzt ausschließen, mit denen würde ich nicht reden wollen, aber das würde mich
tatsächlich mal interessieren, wie weit wir da auch sind an der Stelle, dass man
sich darüber überhaupt äußern kann und da nicht Schiss haben muss, dass die
Karriere zu Ende ist.
Jasmin
Ja, in Baden-Württemberg hat die Linke ja für den Landtag eine
BDSM-Sexarbeiterin aufgestellt.
Sebastian
Ja, stand sogar tatsächlich auf dem Wahlzettel. Ich habe den auch fleißig weiter
retweetet, auch bei den Berufen, die stehen ja immer auf dem Wahlzettel da unten
drauf. Ich weiß gar nicht, ob das hier auch so ist.
BDSM-Therapeutin stand da, glaube ich.
Jasmin
Genau, genau.
Sebastian
Es ist immer die Frage, was ist draus geworden? Wurde der Mensch dann auch
gewählt oder kam er auf die Liste? Aber es bewegt sich was und die Frage ist
einfach, geht es schnell genug?
Jasmin
Ja, also ich glaube aber auch gar nicht, dass BDSM notwendigerweise, also
BDSM ist natürlich bis zu einem gewissen Grad politisch im Sinne von man gehört
zu einer Minderheit, hat natürlich was zu verlieren, aber ich erlebe halt in der
BDSM-Szene halt auch nicht nur die, ich sag mal, die linksgrüne
Szene, sondern ich treffe da auch auf andere Menschen.
Sebastian
Oh, die gibt es.
Jasmin
Und es gibt halt auch einfach sehr konservative Menschen, die im BDSM-Kontext
unterwegs sind. sondern es ist halt eine Neigung und die prägt halt nicht alle
Leute dahingehend, dass sie daraus eine Menschenfreundlichkeit entwickeln oder
einen progressiven Ansatz oder was auch immer. Es deckt halt das ganze
Spektrum politisch ab, vielleicht mit einem bisschen Schwung in Richtung zu
Toleranzbestrebungen, aber eben halt, ja, BDSM ist erstmal jetzt keine
Risikenkarte für, das ist eine Person, mit der ich politisch auf Augenhöhe
stehe.
Sebastian
Da muss ich mal was sagen. Also es gibt tatsächlich einen, nein, es gab einen
Stammtisch.
Da haben wir dann irgendwann beschlossen, wir können da nicht mehr hin, weil wir
einfach wissen, dass die Leute, die den betreiben, dass die einfach so weit
rechts angesiedelt sind, dass ich damit einfach nicht klarkomme. wo ich dann
einfach sagen musste, sorry, aber so schön das hier ist, aber nö, ne, einfach
auch als, dass ich einfach sagen musste, ne, das kann ich mit meinem Gewissen
nicht vereinbaren, das entspricht nicht meiner Einstellung, das ist ja wieder
dieses Thema, dass BDSM zum Teil eine sehr, sehr, ja, eine sehr weiße Zielgruppe
hat, um das mal so zu sagen, ne, das ist ganz, also nein, nicht Zielgruppe,
aber, ne, es wird halt so adressiert, das ist, das ist ganz schwer, ne.
Jasmin
Nee, genau, das ist halt die Szene ist so, die Szene sieht so aus.
Sebastian
ne?
Jasmin
Und deswegen, ich glaube, das muss man selbst verstärken natürlich. Je mehr die
Szene diese Ästhetik fährt, umso Signale sendet, dass man da auch ohne die
Ästhetik nicht reinkommt, umso schwieriger wird das natürlich.
Sebastian
Ich hätte jetzt ein Zitat, aber ich, ganz ehrlich, das ist so widerlich, das
sage ich ja einfach nicht. Das ist nicht mal wert, zitiert zu werden. Also,
ähm, okay.
Ähm, Jasmin, ähm,
hab ich dich ja mit ein bisschen Kunst und Kultur da so, so, ja, zugeballert in
eine Stunde lang. Ähm,
Jasmin
Ja, ach
Sebastian
was sagst du denn, diese solche Kollektive? Ähm, ich weiß, XELK ist nicht das
Einzige, ähm, aber ist das was, wo du auch sagen würdest, oh, da würde ich auch
gerne mitwirken bei sowas?
Jasmin
du, weiß ich nicht.
Ich, also ich arbeite schon ganz gerne kollaborativ in meinem, wenn ich
was Künstlerisches schreibe oder so, habe ich gerne eine Person, mit der ich
mich darüber unterhalten kann. aber ich bin jetzt halt auch keine, wie soll man
das darstellen, du könntest doch, ich schreibe ja, das ist ja nochmal was
anderes, aber prinzipiell halte ich es für sinnvoll, sich auch
irgendwie zusammenzuschließen, um zusammenzuarbeiten, gerade eben, wenn man
sowas Schauspielerisches,
Theatermäßiges, größere Projekte mit aufbauen und so macht, klar.
Ich würde mich jetzt wahrscheinlich nicht notwendigerweise dem Kollektiv
zuordnen, aber ich halte es für sinnvoll, dass es das gibt Und gleichsam würde
ich halt sagen, dass eben nicht alle Aufklärungsarbeit von einem einzelnen
Projekt geleistet werden kann. Deswegen sollte es da durchaus mehr geben. Aber
ja, halt eben das Podcasten oder, ich würde mal sagen, vielleicht in einem
wissenschaftlicheren Rahmen mit Leuten reden wäre da, glaube ich, eher mein
Ansatz, um Toleranz zu schaffen oder Aufklärungsarbeit zu leisten. dann halt
Kunst.
Sebastian
Ja, es gibt ja verschiedene Wege und viele Wege. Und auch dieser Podcast hier,
genauso wie Nerd ist ihr Hobby. Man versucht ja so ein bisschen was in die Welt
hinaus zu entlassen und hofft dann, dass das irgendeine Wirkung hat. Nein, das
hofft man gar nicht. Es passiert dann einfach und dann freut man sich. Aber
ich habe auch dieses innere Bedürfnis zu sagen, hier, das ist Kink, das ist
BDSM, schaut es euch an und dann bildet euch ein Urteil. Wenn ihr dann sagt, ihr
wollt das nicht, ihr mögt das nicht, dann ist das das okay, aber guckt es euch
halt wenigstens mal an und rümpft nicht gleich mit der Nase, weil man das halt
schon immer doof gefunden hat. Das ist vielleicht so ein bisschen die Idee und
da muss man gucken.
Ja, aber ich finde die Idee generell zu sagen, man schließt sich zusammen, hat
dann vielleicht auch, ich sage mal gleich so einen rechtlichen Boden und selbst
wenn du
schreibst, ist ja auch die Frage, wie weit kannst du da auch ein bisschen was
mit einbauen, weil du hast ja dann doch eine gewisse Freiheit dabei, zu sagen,
Okay, ich binde das einfach mit ein. Das gehört nämlich einfach für mich ganz
normal dazu. Und da will ich mal den sehen, der sagt, nee, das muss wieder
gestrichen werden.
Jasmin
gut, wenn ich halt in Auftragsarbeit schreibe, dann kann das im Zweifel
die LektorInnen entscheiden, dass das jetzt nicht da reingehört, aber
es ist halt durchaus möglich, auch Repräsentation auf einer niedrigschwelligen
Ebene reinzubringen.
Sebastian
Ja, und ich glaube, die Diskussion, die du dann führen würdest, das überlegt
sich jeder Lektor.
Jasmin
Ja, wobei ich wahrscheinlich, also die Diskussion führe ich wahrscheinlich
erstmal über Trans-Repräsentation, aber gut, ich mache ja halt auch, also so
Sensitivity-Dinge und Sensitivity-Reading, also dass ich einen Text gegenlese,
ob die Repräsentation
da cool ist. Das habe ich auch schon für Texte gemacht, wo es um Kink ging, also
das war dann im literaturwissenschaftlichen Kontext, dass jemand über Kink
geschrieben hat und Consent in Geschichten, Romantik halt Fiktion und
da habe ich dann halt gegengelesen und zu gucken, ob das von der
BDSM-Perspektive okay ausgedrückt ist, weil die Person eben
da nicht so tief in der Szene drin war. Also sowas kann man halt auch auch
machen, dass man eben die ansprechbare Person ist, weil man eben die BDSM-Person
in dem Umfeld ist und dann halt dafür sorgt, dass andere Leute kein Blödsinn
schreiben.
Sebastian
Das ist sehr nötig, habe ich manchmal das Gefühl. Ich muss nur den Fernseher
anmachen, dann weiß ich wieder, dass es das braucht.
Jasmin, pass auf, ich mag mich heute ein bisschen kurz fassen mit dir. Ich
plaudere mit dir immer ja so unglaublich gerne und unglaublich lang, aber ich
muss zumindest diesen Kaffeebecher heute unter die Leute bringen, solange noch
welche da sind.
Jasmin
Ja, natürlich.
Sebastian
Also, noch Leute da sind.
Jasmin
Ja, ja, auf jeden Fall.
Sebastian
Ja, wir müssen eben mal wieder gucken, dass wir einfach mal wieder so quatschen.
Das machen wir ja auch gelegentlich mal, aber eigentlich zu selten. Du kommst
jetzt auf meinen berühmten Zettel. Für Stix ruft an.
Jasmin
Ja, mach das mal. Genau. Ansonsten würde ich, wer sich mehr mit der Geschichte
von Queerness und BDSM, wie das zusammenhängt, interessiert, der sollte
Leatherfolk lesen. Das ist eine Essay-Sammlung von 1990, wo es darum ging, wie
praktisch die BDSM und die Lederszene aus aus der schwulen Bewegung rausgedrängt
wurde im Nachgang der Aids-Krise und wie sie eigentlich immer dazugehört haben,
wie sie sich selber gesehen haben. Also sowohl ein historisches Dokument als
auch eben von 1990 ein Rückblick auf die BDSM-Geschichte.
Sebastian
Ich bin gespannt. Du schickst mir bitte einen Link, postest den auch noch mal
bitte in den Chat und den Link, den packe ich dann hier einfach mit in die
Kapitelmarke rein und dann ist das auf jeden Fall da.
Jasmin
Mache ich doch gerne.
Sebastian
Okay, Jasmin, ich wünsche dir noch einen schönen Abend. Vielen, vielen Dank,
dass du angerufen hast.
Jasmin
Immer gern.
Sebastian
Mach's gut. Tschüss. Ach so, halt, halt, halt, halt, halt, stopp.
Jasmin
Ja.
Sebastian
Eine Sache.
Jasmin
Ja, ja, ja, ja, ja.
Sebastian
Du bist ja nun mal diejenige, die so verantwortlich ist für diese ganzen das ist
eine Kunst der Unvernunft, Telegram-Geschichten. Ha, drei Folgen lang habe ich
mich immer geärgert, dass ich das nicht mal ordentlich gewürdigt habe. Also mal
von mir jetzt ganz persönlich, vielen, vielen Dank, dass du da so viel Arbeit
reinsteckst und dass es die gibt. Und den Link gibt es ja eh immer am Ende der
Live-Folge hier im Chat. Aber ich finde das total schön, dass da einfach
Community-Management betrieben wird und ich höre nur Gutes. Dankeschön.
Jasmin
Ist mir doch ein Anliegen.
Sebastian
So,
Jasmin
Ja, danke.
Sebastian
das wollte ich noch sagen. Okay, mach's gut, tschüss.
So, das war Jasmin. Bevor jetzt hier das Telefon wieder klingelt, ich will jetzt
Die Schätzfrage
diesen Kaffeebecher loswerden, das kann ja nicht sein. Ich habe hier eine Losbox
und während ich die Losbox schüttle etc. und Krach verursache, gibt es erst
nochmal eine Schätzfrage für euch und während die dann läuft, kümmere ich mich
dann um diese Kaffeebecher-Geschichte. Es ist ein bisschen kompliziert heute.
Und zwar, ihr könnt hier einen Kaffeelöffel, sage ich mal, es ist ein Fun-Wender
gewinnen, wer möchte, der kann ihn haben, wer schon einen hat und einfach
mitraten möchte, schreibt das dazu, damit das Podcastsubbie beim Auswerten
nicht schaut.
dieses Teil gibt es, ich poste mal den Link in den Chat rein
und ja, die Frage lautet, wie lange hat denn heute Abend der
Tech-Check, also das Testen und Ausprobieren mit der Technik mit Tech dauert,
also wie lange haben wir hier gesessen und graue Haare bekommen, bis wir endlich
einen Modus gefunden haben, der halbwegs funktioniert
eure Vermutung, schreibt ihr einfach in den Chat rein und wer im nächsten dran
ist, bekommt von mir einen kleinen Umschlag, da ist ein bisschen Zeug drin, ein
paar Kärtchen und dies und das und jenes und da kommen schon die ersten
Antworten. Und ja, während das da jetzt im Chat ein paar Menschen beschäftigt,
Verlosung Kaffeebecher
nehme ich jetzt mal die große Kiste, in der sind alle spontan Anrufer bei der
Kunst der Unvernunft seit, ich glaube, September drin. Immer schöne Zettel,
letzte Woche sind ja auch mal eben, ich glaube, acht oder neun dazugekommen und
es gibt hier einen wunderbaren Kaffeebecher. Ich habe jetzt vergessen, leider
einen Bildlink dazu zu haben, aber auf dem steht auf jeden Fall drauf vorne die
Kunst der Unvernunft und hinten dann, was BDSM denn wirklich bedeutet und ich
habe in einem Podcast darüber erzählt. So, jetzt mache ich das hier mal auf. Ich
rühre ein bisschen, denn das Podcastsubbie möchte irgendwas haben. Das
Podcastsubbie möchte ziehen. So, so.
Hast du Angst, dass ich falsch ziehe, ja? So, sie hat einen Zettel gezogen.
Die Kiste ist auch schon wieder zu. Ich kann also nicht mal mehr schummeln. So,
da haben zwei Menschen gewonnen. Sehr gut. Und zwar Alex und Maja aus der
Live-Folge Nummer 43. Am 19.11. wart ihr dabei. Und wenn ihr das jetzt hört,
dann brauche ich von euch eine Adresse und irgendwas und dann packe ich ein
schönes Päckchen für euch, nein, ein Paket, es muss ja ein bisschen größer sein
und gut gepolstert sein, damit auch nichts kaputt geht. Und dann bekommt ihr den
Kaffeebecher, den man nirgendwo anders kriegt, außer wenn man hier mitmacht. So,
also Alex und Maja, vielen, vielen Dank und ich habe die Hoffnung, dass ihr das
irgendwie hört, wenn oder nicht, dann muss ich mal schauen, wie ich euch kriege,
aber ich habe hier noch mehr Notizen auf dem Zettel. Da schreibe ich jetzt
drauf,
Becher am
6.5. gewonnen. Gratulation. Sehr schön. Es ist mir eine Freude, dieses Ding
loszuwerden. Und ja,
jetzt gucken wir mal, wie wir noch den Fun-Wender loswerden. Oh Gott. Okay, hier
sind Schätzungen dabei. Also ganz so schlimm war es dann, glaube ich, nicht. Ich
mache jetzt mal eine Linie im Chat. Und ich sehe schon, da war jemand sehr nah
dran. Gibt es denn einen Volltreffer vielleicht? leicht.
Ah, ja, es gibt einen Volltreffer, habe ich gesehen. Wow. Sehr schön. Dann kann
das Podcastsubbie ja ganz schnell auswerten.
Das Podcastsubbie hat ausgewertet. So, also wir haben tatsächlich heute um 19
Uhr angefangen, unsere Technik dazu auszuprobieren, alles Mögliche zu machen und
zu tun. Das Problem war nicht, dass ich XELK höre, sondern dass XELK mich hört
und ich wiederum nicht, dass ich nicht mich höre. Es ist kompliziert. Also so
2er, 3er, 4er Konstellationen sind live echt ein Problem, aber wir haben es
hinbekommen Und ich fand das ganz charmant. Und gewonnen hat, oh Gott, wie liest
man denn diesen Nicknamen hier?
CharmaElita69 war nämlich die richtige Antwort. Wir haben hier wirklich 69
Minuten gesessen und geguckt, dass wir es hinkriegen und CharmaElita,
Gratulation, auf einem Weg deiner Wahl, per E-Mail, per Direct Message, wo du
willst, wenn du mir eine Adresse schicken magst, dann schicke ich dir einen
Umschlag und dann ist der vielleicht schon Samstag oder spätestens Montag,
Dienstag bei dir. dann hast du ein bisschen was für die Küche natürlich nur, nur
für Brat und Koch steht ja drauf, da muss man sich ja auch dran halten
ok
ja, Gratulation, so schnell geht's das schreibe ich jetzt auch noch schnell auf,
damit das hier nicht verloren geht
denn irgendwann ist mir das mal passiert und da wusste ich tatsächlich nicht
mehr wer wie was
zack, notiert wenn ich diese Live-Folgen schneide, diese Momente, wo ich dann
irgendwas aufschreibe das finde ich immer total fürchterlich, das muss euch zu
Tode langweilen, ich kriege da immer die Krise schneide dann da immer ein
bisschen rum
Episodencoverbilder gesucht
Okay, was habe ich denn noch auf meinem Zettel? Ach ja, Coverbilder für Folgen.
Die müssen unbedingt erneuert werden. Also es gab ja früher das Podcast-Cover,
so leichte Brauntöne mit der Frau drauf mit dem Seil und jetzt sieht das ja ein
bisschen anders aus. Und auch da packe ich mal einfach einen Link in den Chat.
Und alle Menschen, die mit mir eine komplette Folge aufgenommen haben, schaut
doch mal, ob ihr irgendwie ein bisschen Bildmaterial für mich findet. Ich würde
gerne alle Cover, die bisher erschienen sind, ich glaube, es fehlen noch 38
Stück, noch einmal neu machen. Und ich werde euch auch einzeln ansprechen. Und
bitte, bitte sagen, habt ihr was für mich? Aber vielleicht klappt es ja so ein
bisschen einfacher. Also wenn ihr was habt, wo ihr sagt, oh, so im Hintergrund,
man muss gar nicht viel erkennen, es geht eigentlich nur um Stimmung, Bitte her
damit, denn wenn ich dann die Cover alle neu gemacht habe, dann habe ich damit
was ganz tolles vor und das würde ich so gern machen, aber dazu muss ich diese
Cover alle erneuern und zwar jedes einzelne. Naja, ich gebe mir Mühe. Wir
schauen mal.
Stix ruft an
Dann habe ich gerade noch angedroht, Jasmin, dass sie auf meine Liste für Stix
ruft an kommt, das habe ich ja zu Weihnachten schon mal gemacht, dass ich dann
Telefonnummern einsammle und wenn ich dann mal Zeit und Lust habe, rufe ich
einfach mal spontan an, nehme das auf und wir quatschen über was auch immer und
dabei spielt es keine Rolle, wo ihr seid. Zeit, das möchte ich gerne wieder
machen, weil das hat mir unglaublich viel Spaß gemacht und ich weiß noch nicht
wann und wie genau, aber es wird passieren, das verspreche ich und ihr könnt
euch jetzt schon mal überlegen, ob ihr möglicherweise sagt, ja das könnte was
sein und da gilt ja auch die Regel, am Ende des Gesprächs wird dann gemeinsam
entschieden, ja löschen oder senden und das ist eben so ein Mittelding, das ist
nicht ganz live, aber auch keine ganz große Folge, wo man dann einfach ein
bisschen schauen kann, ob man nicht ungezwungen einfach über dies und das
sprechen kann. Bin da sehr gespannt.
Gut.
Die Sache mit der Webseite sage ich jetzt lieber nicht. Die Schätzfrage habe ich
erledigt. Das Telefon hat hier auch nicht mehr geklingelt. Das hat ja letzte
Woche auch so also so oft gerappelt hier. Was ich aber auf jeden Fall tun muss,
ist es ja Monatsanfang. Das ist immer der Moment, wo ganz viele Menschen den
Würdigung der UnterstützerInnen
Podcast regelmäßig unterstützen und deswegen kann ich tolle Sachen machen. Und
deshalb mag ich ja einmal würdigen ein paar Menschen, die die das Podcast-Konto
ein bisschen beglückt haben. Und zwar Markus, Wilke, Tiziana, Clemens, Sabine,
Tine, Peter, Wolfgang, Stefan, Annika, Lukas, Itchy und Scratchy. Vielen Dank
an euch. Außerdem habe ich noch einen Gutschein geschickt bekommen.
Eva, vielen Dank dafür. Und ich habe Päckchen bekommen. Das finde ich auch cool.
Es gibt ja diesen Amazon-Wunschzettel und hin und wieder kommt was. Und Finja
hat die guten Kabel mal herbeigeschafft. Also das sind wirklich die, die auch
schnell sind, wenn ich Sachen kopiere. Ich habe gemerkt, es gibt einen
Unterschied. Die waren also nötiger, als ich dachte, vielen Dank. Und gestern
habe ich von der Post auch noch Kaffee abholen dürfen, so richtig guten Kaffee.
Und über den freue ich mich gar nicht so sehr, über den freut sich nämlich ganz
besonders das Podcastsubbie, weil das Zeug ist echt gut. Gut, ich habe leider
keinen Namen im Paket gefunden, deshalb einfach anonym ganz vielen lieben Dank
dafür. Ja und bei Steady mag ich Kirsten auch nochmal begrüßen. Schön, dass du dabei
bist und einfach dem Podcast jeden Monat was Gutes tust. Hört nicht damit auf
bitte. Ich habe das Gefühl, wenn die Fahrerei wieder losgeht, dann brauche ich
jeden Cent in der Kriegskasse und deshalb von euch, die den Podcast hier so
schön unterstützen. Vielen, vielen Dank. Wegen euch kann ich das einfach machen
und sagen, ach ja, klar, Bahnticket, 100 Euro, verdammt, ist teuer, aber geht
halt nicht anders. Und dann kann ich sagen, ich mache das und das finde ich
total cool. Cool.
Okay, jetzt haben wir noch Unterstützer gewürdigt auf
Instagram, Twitter und Co. Muss ich darauf hinweisen. Ich glaube, das habe ich
so oft gemacht. Also folgt dem Podcast, folgt ihm, folgt ihm, folgt ihm. Und ich
Fetlife: Soll ich da socialn?
habe heute Mittag auch mal bei Fetlife nachgefragt. Da habe ich ja aufgehört,
das zu posten, weil ich hatte so den Eindruck, da sind die Leute vielleicht ein
bisschen genervt davon, wenn ich da dann ständig Ankündigungen poste, weil es
sind halt keine besonders erotischen Bilder, sondern im Grunde immer das gleiche
Bild mit anderem Text. Jetzt haben da ganz viele Menschen unter meinem Beitrag
heute drunter geschrieben, ja mach das.
Ich gehe davon aus, dass natürlich nur die, die es wollen, was drunter
schreiben.
Wenn ihr möchtet, schreibt da auch nochmal was drunter und dann muss ich halt
eine Social-Media-Plattform noch mehr befüllen. Aber vielleicht ist das die mit
Zukunft, weil da wird der Account garantiert nicht verloren gehen. Hoffe ich
zumindest. Und wenn nicht, beschwere ich mich.
Podcastsubbie redet nicht
Ja, liebes Podcastsubbie, möchtest du auch mal was sagen?
Kommt nichts.
Sie blinzelt einmal. Nein, ihr werdet sie auch nach wie vor nicht hören.
Die muss man glaube ich sehen. Ich hoffe, dass wir im Sommer irgendwie so ein
kleines Hörertreffen machen können oder sowas. Und dann kommen sie alle nur
wegen dem Podcastsubbie, weil das da auch ist. Ich ahne es schon.
Verabschiedung
Dann bedanke ich mich ganz herzlich bei Jasmin natürlich, dass sie angerufen hat
und bei XELK, also bei Mr. Itaka, bei Plumbum und bei Cailín Glas.
Zu Plumbum muss ich noch sagen, es gibt eine Live-Folge mit Plumbum. Irgendwann
letztes Jahr ist sie gekommen und da könnt ihr auch nochmal reinhören. Ich
glaube, das ist ein ganz guter Hintergrund. Und bevor der Chat jetzt hier weiter
über meinen Grill-Talent diskutiert, würde ich sagen, ich verabschiede mich,
wünsche euch noch eine wunderschöne Restwoche und wir hören uns wieder am
Montag, wenn ihr die neue Folge hören möchtet. Die erscheint um 1 Uhr morgens,
wie immer. Und ansonsten live wieder am Donnerstag, ich habe es notiert,
ich muss es nur finden, am 13.05. geht es weiter. Ist das nicht ein Feiertag
nächste Woche? Ja, tatsächlich. An einem Feiertag. Da bin ich gespannt, ob ich
dann viele oder ganz wenige Hörer habe. Vielleicht wird es ganz lauschig oder es
wird eine Massenveranstaltung. Wir werden sehen. Ich werde mir noch ein Thema
überlegen und wünsche euch einfach noch einen schönen Restabend. Macht's gut und
bis nächste Woche. Tschüss.
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