Sebastian
Hallo und guten Abend zur Unvernunft Live am Donnerstag, den 29.
April 2021.
Willkommen in dystopischen Zeiten. Ja, das ist der Livestream von der Kunst der
Unvernunft, dem Podcast über BDSM und Menschen, die daran Spaß haben. Mein Name
ist Sebastian Stix und ich werde mich heute hier offenbar um Kopf und Kragen
reden. Ich befürchte Schlimmstes. Und ja, das ist Live-Sendung Nummer 63 schon.
Wahnsinn. Und ich begrüße erstmal hier heute Abend ganz lieb den Chat, wie
immer. Schön, dass ihr da seid. Alle Menschen, die hier live zuhören, ich sehe,
es sind ein paar. Auch da wieder, helft mir, stellt Fragen, beteiligt euch. Und
heute habe ich keinen ersten Gast, denn heute wird hier einfach spontan
angerufen. Aber erst in ein paar Minuten, denn ich mag das erstmal ein bisschen
Themenabend: FEMDOM
einführen, das Thema. Denn es gibt heute einen Themenabend, ihr habt es
vielleicht schon gelesen, das Thema Femdom.
Und ja, ich habe mich ja versucht ein bisschen darauf vorzubereiten und dafür
habe ich jetzt etwas aufgeschrieben und wenn ich hier gleich fertig bin, das
dauert so 2, 3, 4 Minuten, dann mache ich jetzt das Telefon an und dann gucken
wir mal, was alles passiert. Okay, also heute reden wir über Femdoms und was so
anders daran ist. Das ist so ein Thema, bei dem riskiere ich jetzt natürlich als
Cis-Male-Dom quasi einen Shitstorm sondergleichen, denn ich mag mit euch
diskutieren und Perspektiven anschauen und sehen, was eigentlich da Sache ist.
Und ich kann da nun mal nicht ganz neutral sein, aber ich verspreche, ich werde
mich unfassbar mühen. Aber wie kriege ich diese Diskussion hin? Ich muss erstmal
eine steile These aufstellen und dann dürft ihr mir da gerne widersprechen. Ich
Podcastsubbie ist anderer Meinung
habe auch noch einen kleinen Disclaimer vom Podcastsubbie nämlich, die ist
nämlich überhaupt nicht meiner Meinung und sie hat mir auch aus dem Stehgreif
ganz viele wundervolle Femdoms genannt, die wir beide kennen und auf die das
Thema des Abends überhaupt nicht passt. Da hat sie recht, aber es gibt halt noch
mehr Menschen auf der Welt. Also, ich habe jetzt einen Plan, ich lese euch kurz
was vor, ich überspitze das ein bisschen und ich hoffe, dass damit so ein
bisschen sichtbar wird, was ich eigentlich genau sagen will und worüber ich
sprechen will.
Ja, dann gucken wir mal, ob mir das gelingt. Aber ich bin ein bisschen aufgeregt
heute, ich weiß gar nicht warum. So, sie hat sich mit ihrem neuen Sub getroffen.
Geschichte 1: Femdom/Malesub
Sie hat ihn bespielt, mit ihm geärgert, was er so gar nicht mag und ging an
seine Grenzen. Der Sklave hat gehorcht, war zu Diensten und hat alles für sie
erlitten. Natürlich dürfte er nicht kommen und sie würde ihn natürlich auch
nicht anfassen, denn ein guter Sklave wird natürlich a. keusch gehalten und ihre
Unnahbarkeit unterstreicht ja auch ihre Position. Da hilft auch kein Bitten und
kein Betteln.
Okay, so erstmal dieser Teil. So oder so ähnlich lese ich manchmal Dinge und das
ist, sagen wir mal so, erstklassiger Male-Sub-Porn. Das kann man so machen und
man darf auch nicht vergessen, dass das häufiger auch von Male-Subs als Wunsch
formuliert wird, dass das so passiert. Ich habe da tatsächlich Nachrichten
gelesen, dass das so ist. Ich wollte es gar nicht glauben. Und jetzt lese ich
euch mal die andere Seite vor.
Geschichte 2: Maledom/Femsub
Er hat seine neue Sub getroffen. Er hat sie bespielt und mit dem geärgert, was
sie so gar nicht mag und ging an ihre Grenzen. Die Sklavin hat gehorcht, war zu
Diensten und hat das alles für ihn erlitten. Natürlich dürfte sie nicht kommen
und er würde sie auch nicht anfassen, denn eine gute Sklavin wird natürlich
keusch gehalten und seine Unnahbarkeit unterstreicht seine Position. Da hilft
auch kein Bitten und kein Betteln.
Analyse und warum das alles
Okay, der gleiche Text und trotzdem wirkt das irgendwie komisch und falsch. Aus
der Sub wird die Sklavin, das ist so ein Wort, was ja viele gar nicht leiden
können. Die Keuschhaltung wird zur Norm der Top-Sub-Beziehung. Und irgendwie, ja,
es passt auch alles irgendwie nicht rein, wenn da jemand bespielt werden muss.
Das ist eine Formulierung, die ich auch eher nicht lese. Und irgendwie enden
Berichte, die Male-Doms schreiben auch eher damit, damit das mit Sub hinterher
gekuschelt wird und da gibt es einen ordentlichen Orgasmus und Unnahbarkeit ist
da jetzt eigentlich nicht so das Thema. Also ihr merkt, ich bekomme eine eigene
romantische Position jetzt nicht ganz raus, verzeiht mir das trotzdem bitte.
Aber ich lese halt bei Twitter, bei Instagram, bei FetLife und dann gibt es noch
ganz viele Blogs, wo ich was lese. Und das bestätigt mich alles in dem Bild,
dass es für die Femdom lästig ist, den Sklaven zu bespielen und überhaupt müssen
alle keusch gehalten werden und dauerhaft erniedrigt werden. Über Sex wollen wir
schon gar nicht reden Und Wertschätzung und irgendwie ein freundliches
Vokabular, das gibt es irgendwie alles nicht. Und ich habe noch ein schlimmes
Zitat, der Herr trägt seine Sub auf Händen, die Domme erduldet ihren Sklaven.
Und jetzt müssen wir da unbedingt drüber reden, denn selbst wenn das die
absolute Ausnahme ist, warum ist das überall so präsent? Warum sehe ich das
an ganz vielen Ecken? Ich kann mir nur vorstellen, das wird von den Male-Subs
einfach so gefordert und das ist die Art Herrin, die man sich dann eben wünscht
und das finde ich aber doch irgendwie komisch, denn alle, die bisher im Podcast
mitgemacht haben, die sehen das auch wieder alle nicht so und ihr merkt, ich
rede mich hier quasi so ein bisschen in Rage und weil BDSM ist doch Konsens und
Miteinander und positiv und achtgebend und ich bin einfach ratlos und deshalb
mag ich das alles überhaupt nicht glauben, was ich hier verzapfe. Und jetzt seid
ihr einfach dran und sagt mir, was ist Sache? Liebe Femdoms, warum lese ich
diesen Kram und so selten was anderes? Stellt euch das nicht völlig falsch dar
oder ist das alles genauso richtig? Und liebe Male-Subs, ist es das, was ihr
einfordert und wollt und gerne macht?
Ich habe hier noch keine Folge produziert, wo das so Bestandteil war. Und an
alle anderen, was bekommt ihr so eigentlich mit? Habt ihr auch diesen Eindruck
wie ich oder habe ich einfach nur die falschen Quellen und meine Bubbles sind
einfach so voll von Klischees und ich weiß es nicht. Und jetzt ruft mich bitte
einfach an und beteiligt euch. Ich mag heute so lange quatschen, bis keiner mehr
von euch möchte. Ich gucke, dass ich offen bin und einfach jede Perspektive
aufsaugen kann. Und jetzt gebe ich euch einfach mal die Nummer, mein Gott, das
habe ich so lange geredet, das mache ich am Anfang normalerweise nicht.
Die Nummer ist die 05101 911 18952, die könnt ihr wählen
und dann klingelt es hier, ich gehe ran und dann gucken wir mal, was so
passiert.
Ich bin jetzt sehr gespannt, ob das was wird, wo wir dann eben auch wirklich ein
gemischtes Bild einfach mal kriegen und dass ich da vielleicht ein bisschen hier
aus meiner Komfortzone rauskomme, das ist dann auch völlig okay heute. Ja, jetzt
müsste nur jemand anrufen, es hat eben auch schon mal geklingelt, aber da habe
ich gerade fleißig vorgelesen. Ich hoffe einfach, dass diese ganze Technik
Anrufer 1: Joachim
funktioniert, aber für den Fall, dass sie es nicht tut, wir wissen ja, mit dem
Anrufen klappt das manchmal nicht so, aber hier ruft jemand an. Ich gehe mal
ran, sehr schön.
Hallo, Sebastian hier, mit wem spreche ich?
Joachim
Joachim, hallo.
Sebastian
Hallo Joachim, hi.
Ja, schön, dass du dich meldest.
Huh, ich habe jetzt mal ein Riesen-Pamphlet von dir gegeben.
Ja, okay, du bist keine Femdom, deshalb würde ich sagen, du
bist halt ein Kerl und Sub vermutlich. Oder, ja, okay.
Joachim
Ja,
Sebastian
Und ja, habe ich denn völlig Unrecht?
Joachim
also ich muss
erstmal noch dazu sagen, also ich habe früher aktiv gespielt, aber ich bin seit
2018 Sub.
Sebastian
Okay, das sind ja jetzt auch drei Jahre schon, ne?
Joachim
Die Zitate, die du am Anfang gebracht hast, fand ich wirklich interessant. Also
war tatsächlich für mich auch so ein bisschen das Gefühl, dass sich das eine
tatsächlich komisch angehört hat. Bei dem einen denkt man, ja, es entspricht
dem, was man kennt, was man erwartet. Und bei dem anderen denkt man, nee,
irgendwie passt das nicht.
Also sehr interessant, definitiv.
Sebastian
Du meinst jetzt die beiden Texte, die ich da versucht habe, zusammen zu
schwurbeln?
Joachim
Ja,
naja, Schwurbeln ist das falsche Wort, glaube ich.
Ja, okay,
Sebastian
war nicht so einfach, das auf den Punkt zu bringen, das gebe ich ehrlich zu,
aber ich hoffe einfach, dass es das verdeutlicht, ne?
Okay, ich bekomme gerade die Info, ich muss mich ein bisschen lauter drehen, das
kriege ich aber hin, so, Wunsch erfüllt. Okay, also
für dich, also wirkt auch komisch, hast du, ja, also wie ist denn deine
Einstellung generell?
Joachim
Ich bin erst mal, wie soll ich sagen, also ich habe irgendwann entschieden, ich
will jetzt unten spielen. Das war nach einer langen Beziehung, in der ich oben
gespielt habe. Wir waren sechs Jahre zusammen und ich habe mir das in der
Beziehung immer schon gewünscht und habe dann irgendwann gesagt, so jetzt ist
der Zeitpunkt gekommen, als die Beziehungen zu Ende waren, bis ein Zeitenslant
ging, danach, jetzt spiele ich unten. Und dann habe ich angefangen zu daten und
war da auch auf etlichen Stammtischen.
Genau, meine Erfahrungen basieren jetzt alle auf der Hannoveraner Gegend,
muss ich dazu sagen. Also es gibt bestimmt mega Unterschiede, je nachdem, wo man
ist. Aber genau, ich habe dann in der Hannoveraner Gegend angefangen zu daten.
Sebastian
Okay, jetzt in den letzten zwei, drei Jahren dann.
Mit Erfolg, wie ich hoffe.
Joachim
Genau. Ja, also es gab eine Spielbeziehung, allerdings
nicht mit einer Femdom in dem Sinne, sondern mit einer Switcherin.
mit Femdoms wollte das nicht so wirklich passieren oder funktionieren
also da war ich irgendwie inkompatibel zu
dem was ich erlebt habe also nicht falsch verstehen ich will das nicht irgendwie
alles über einen kamm scheren das sind jetzt einfach nur meine erlebnisse und es
ist auch nur eine gewisse anzahl von von frauen die ich da gedatet habe also es
waren klassische Femdoms im sinne von von sie ist dominant und sie ist Frau,
hatte ich acht Dates insgesamt gehabt in der Zeit. Und
es gibt sicherlich Ausnahmen, aber
ich habe da so eine gewisse, wie soll ich sagen, Übereinstimmung gefühlt
oder eine gewisse Art des Spiels oder eine gewisse
Vorgehensweise im Dating. und ich war auch auf Stammtischen gewesen, auf
Femdom-Stammtischen und genau da habe ich auch
einiges, wie soll ich sagen, gesehen. Es ist jetzt natürlich nicht viel
Erfahrung. Ich hoffe auch, dass noch weitere Male-Subs sich melden und ihre
Erfahrungen mitteilen. Mich würde das einfach mal interessieren, wie das bei
anderen ist.
Aber ich hatte ein extremes Problem in der Kommunikation. Und zwar, wenn es
darum ging, also ich bin einfach naiv. Ich sehe das Ganze logisch. Ich denke
mir, es sind zwei Menschen, die haben jeweils ein Bedürfnis. Und zwar, sie haben
eine Sexualität, die ein bisschen abweichend ist, mögen Dinge, die andere, also
sagen wir mal jetzt Standardmenschen oder Menschen, die dem Durchschnitt
entsprechen, nicht mögen. und dieses bedürfnis ist dieses diese
sache auszuleben und beide menschen sowohl die dominante frau als auch der
devote mann haben dieses bedürfnis und wollen das ausleben aber es gibt jetzt im
bdsm eine riesige vielfalt und ich bin so naiv gewesen und habe gedacht es
ist logisch dass man über diese bedürfnisse redet und damit bin ich dann schon
mal angeeckt und wie gesagt das Das ist nicht, zum
Sebastian
Wieso? Wieso? Also darüber reden, was halt meinst du denn? Also Bedürfnisse,
also sprich, du hast gesagt, was deine Kinks sind. Oder, gut, damit eckt man
ja erstmal nicht an.
Joachim
Beispiel, ja, hätte
ich auch gedacht, bin ich aber. Also es war im Prinzip zweigeteilt. Ich bin erst
ein paar Mal angeeckt damit. Da ist oft dieser Begriff Wunschzettel-Sub
gefallen, wobei ich es eigentlich nicht so gesehen habe, weil ich hätte das so
verstanden, Wunschzettel-Sub ist für mich von der Definition her jemand, der mit
einem Drehbuch kommt und sagt, hier bitte mach das und überhaupt nicht nach den
Bedürfnissen der Dame fragt. Also das ist für mich ein Wunschzettel-Sub, aber
ich wurde schon als Wunschzettel-Sub tituliert, wenn ich nur gesagt habe, diese
Spielart ist nicht mein Kink, das würde mich nicht erregen und deswegen würde
ich das nicht wollen. Und das war schon falsch, also damit bin ich schon
angeeckt. Wie gesagt, das ist nicht repräsentativ, jetzt nur in dieser
begrenzten Anzahl von Dates.
Sebastian
ja gut, Moment,
Moment, also wir haben ja ein bisschen gelernt, dass man diese Verhandlungen ja
trifft, dass man da ein bisschen schaut, was mögen beide. Also
man tauscht sich ja aus und da haben ja beide auch was, wo sie sagen, das mögen
sie oder das mögen sie nicht. Da muss man ja gucken, dass man eine Schnittmenge
findet.
Ich habe bei dem Begriff, also ich gucke mal so ein bisschen für die Menschen,
die jetzt Twitter die letzten zwei Tage nicht so verfolgt haben, weil ich habe
da auch ein bisschen was vom Zaun gebrochen. Der Begriff Wunschzettel-Sub, den
gab es auch.
Und da habe ich ein Zitat, ich habe es nicht ganz genau zum
Zitieren hier, aber im Prinzip, da geht es dann nicht um die Bedürfnisse der
Femdom, sondern es geht nur um die Bedürfnisse des Subs und das macht ja keinen
Spaß.
ist ja die Frage, wo ist so die Grenze?
Joachim
genau ja
Sebastian
Also wie viele Wünsche und Dinge kann ich formulieren, bis ich diese Grenze
überschreite?
Schwierig.
Ich glaube, erzähl doch einfach erstmal und dann versuche ich dann hinterher
dazu was Schlaues zu sagen.
Joachim
also ich kann halt nur meine erfahrung wieder geben und das hat auch tatsächlich
auswirkungen gehabt auf das spätere dating also die erfahrung die ich in den
ersten dates gemacht haben habe die hat dann auch die die weiteren dates leider
beeinflusst das ja auch nicht sein sollte aber was du sagst stimmt im
prinzip sollte es eine Schnittmenge geben zwischen den bedürfnissen und in
dieser Schnittmenge sollte man ja eigentlich spielen also das ist so meine
naive vorstellung gewesen aber ich habe jetzt öfter schon die erfahrung gemacht
dass es gerade dann für die damen zumindest mit denen ich zu tun hatte geil war
wenn sie dinge tun die Sub halt nicht mag die ihn auch nicht erregen
und das habe ich halt nicht verstanden
natürlich sind sachen nicht schön unter umständen also gerade wenn es um
sadistische tätigkeiten geht um dinge zu auszuhalten und masochistische
Tätigkeiten im Falle des Subs.
Natürlich ist es nicht alles Kindergeburtstag. Das ist logisch. Das tut auch weh
und das ist nicht schön. Aber trotzdem sollte man das ja nur mit jemandem
machen, wenn der diesen Kink hat. Und für mich war es schwierig, das irgendwie
zu kommunizieren. Ich hätte halt erwartet, dass man sich zusammensetzt und
die Bedürfnisse abklopft und dann guckt, was überschneidet sich. Sonst macht es
ja keinen Sinn. Also ich will ja auch nicht, dass dass die Dame was tut, was sie
nicht mag.
Sebastian
also ich habe,
Joachim
Das will ich ja auch nicht.
Sebastian
wie hast du denn in Erfahrung gebracht, was sie mag? Das ist ja nochmal die
andere Seite, dass man also, klar, die Bedürfnisse von Sub sind wichtig, die von
Top natürlich auch. Also hast du danach gefragt und
Joachim
Ja, habe ich. Genau. Also ich wollte eigentlich eine offene Kommunikation, dass
jeder Beteiligte an dem Date sagt, was seine Bedürfnisse sind. Das wollte ich
eigentlich.
Aber das hat nicht so funktioniert irgendwie. Das war mehr so, ja, mal gucken.
Und das wird sich dann im Spiel ergeben. Und ja, das
war ein bisschen ernüchternd. Ich habe das nicht so erwartet. Hab dann auch in
manchen Fällen dann auch vom Spiel abgesehen, weil ich einfach dieses Gefühl
hatte, wenn man da vorher nicht drüber reden kann, ist auch das Vertrauen nicht
da für ein Spiel, also die Vertrauensbasis, wenn ich den anderen ja nicht kenne.
Also ich sehe das einfach basierend auf meiner Zeit, in der ich aktiv gespielt
habe.
Ich habe, wenn ich mit einer Frau gespielt habe, habe ich vorher abgeklopft, was
ihre Kinks sind, weil ich ziehe meine Befriedigung ja aus ihrer Erregung
oder aus ihrer Reaktion. Und wenn ich überhaupt nicht weiß, was sie kickt, wie
soll ich dann sie so weit bringen, dass ich eine Reaktion habe, die ich wiederum
geil finde? Also das ist für mich unlogisch. Deswegen habe ich dieses Gespräch
schon sehr früh gesucht, aber das war falsch. Also zumindest in diesem, es ist
mir mehrfach passiert, ja.
Sebastian
dir mehrfach passiert.
Joachim
Ja, am Anfang ein paar Mal und dann habe ich da auch nicht mehr drüber
gesprochen und was dann passiert ist, das war sehr interessant, dann wurde
nämlich einfach ohne dieses Gespräch gespielt.
Wie gesagt, das sind jetzt nur die Fälle, die mir jetzt untergekommen sind, das
muss nicht bei allen so sein.
Sebastian
das reicht ja völlig. Das ist deine Erfahrung und wenn die so passiert ist, dann
ist das völlig okay, das hier kundzutun.
Joachim
genau aber genau
Sebastian
Moment, aber wirklich, du hast dann aufgehört zu formulieren, was du magst?
Joachim
weil im prinzip wurde das als schlecht eingestuft und
ich habe dann halt auch nicht darüber gesprochen weil ich ja gelernt habe das
kommt nicht gut an und das ging dann aber nach hinten los weil im spiel dann
dinge passiert sind die natürlich überhaupt nicht mein kink waren ist ja logisch
ist ja irgendwie vorprogrammiert rein
Sebastian
Ja,
aber das ist natürlich klar, also das ist halt dieses, ich möchte nicht dieser
Wunschzettel-Sub sein, ich möchte vermeiden, dass ich in diese Ecke komme, weil
dann habe ich auch keine Chance mehr, wenn ich jemanden suche,
aber wenn ich es lasse, dann
hast du recht, das ist klar, das muss ja krachen dann, das muss ja schief gehen.
Joachim
logisch betrachtet ja
Sebastian
ist eine blöde Konditionierung, wie kommst du denn da raus?
Joachim
also ich mittlerweile Und mittlerweile mache ich es so, dass wenn ich das merke,
dass es so ist, schon relativ früh einfach das Ganze abbreche. Und ich habe auch
gelernt, dass es nicht bei allen so ist. Also es ist nur so, dass es halt leider
zumindest in der Bubble, in der ich mich bewege, sehr oft so ist oder dass es
viele Frauen gibt, die so agieren.
allerdings beschäftigt mich das thema sehr und ich habe da auch schon viel
drüber geredet mit allen möglichen leuten und es gibt auch viele beispiele wo es
anders gelaufen ist deswegen vermute ich dass ich einfach nur pech hatte dass
ich mich einfach in der falschen bubble bewegt habe weil eigentlich logisch
logisch betrachtet musste schief gehen also wenn wenn man den anderen überhaupt
nicht kennt wie soll man mit dem spielen können das also ist aber die logische
Logische Konsequenz aus, wenn das negativ ankommt, wenn man drüber redet und man
lässt es, dann muss es ja so kommen letztendlich, ist ja logisch.
Sebastian
Ja, das
Joachim
Ja,
Sebastian
so ein bisschen das Problem, Auf der einen Seite gibt es unfassbar viele
Mail-Subs, die suchen jemanden und dann gibt es aber auch wieder häufig diesen
Punkt, dass Femdoms sagen, es ist gut einen Sklaven zu finden, es ist so
schwierig und das ist so ein bisschen, warum passt das nicht,
sind die Jungs einfach von Natur aus so wie sie sind nicht passend und muss man
sie sich dann heranziehen? Ich habe diese Bedürfnisspirale, verstehe ich noch
nicht ganz. Eine Sache habe ich bei Twitter gesehen, die fand ich ganz schön.
Gerade beim BDSM, da spielen wir ja damit, dass wir ein Ungleichgewicht bei den
Bedürfnissen haben, bei der Befriedigung der Bedürfnisse. Wir spielen eben
damit, dass wir das im Endeffekt ja zeitlich verschieben. Also sie zuerst, er
danach oder er vorher und dann muss er, also zumindest so, dass es jetzt nicht
gleichzeitig stattfindet. Aber am Ende des Tages muss ja dann trotzdem
irgendwie auch mal was Nettes dabei rauskommen. Also das ist zumindest so die
Idee. Okay, du hast aber auch tatsächlich mit den Menschen, also du hast mit den
Menschen wirklich gespielt und was ist denn da passiert hinterher? Also wenn du
sagst, das war nichts, was macht man da? Du gehst ja nicht hin und sagst, du,
ich gebe dir jetzt eine Schulnote und das war's. Also das ist ja auch nochmal so
eine ganz doofe Situation.
Joachim
das ist nicht gut. Also ich habe auch nicht mit allen gespielt, wenn ich das
schon im Gespräch merkte, dass das, also schon rein von dem Gefühl
her, also wie fühlt sich das an, wenn man mit der Person spricht, war es auch
schon so, dass ich dann gesagt habe, da kommt es gar nicht mehr zum Spiel. Aber
meistens kam es zum Spiel.
Also es war eigentlich nur bei einer Dame der Fall, wo es dann nicht zum Spiel
kam, weil es einfach, da hatte ich richtig Angst tatsächlich gehabt.
Genau, wenn es dann zum Spiel kam und es war blöd, muss man halt drüber reden.
Das ist, ich bin da sehr direkt und es
tut mir leid, dass es so ist. Eigentlich würde ich mir wünschen, dass es anders
wäre, dass man halt vorher das Ganze abstecken kann und vielleicht
dann vorher auch schon merkt, hups, das passt ja gar nicht, dann würde man ja
auch viel Leid ersparen. Und deswegen bin ich auch gerade dabei, wieder
umzudenken und zu sagen, das war eigentlich falsch, diese
Wunschzettel-Sub-Geschichte mich so davon abbringen zu lassen, nicht über meine
Bedürfnisse zu sprechen. Das war eigentlich falsch. Und vielleicht sind
die Menschen, die das dann sagen, hey, du bist aber Wunschzettel-Sub, wenn du so
agierst, die Falschen für mich. nämlich, es kann auch sein, dass es dafür einen
Markt gibt, ne, also, ja
Sebastian
ja, natürlich.
Ja, das ist ja genau die Frage, ob dieser Markt einfach da ist oder ob das halt,
ich meine, so blöd das klingen mag, wenn du dann wie zehn Jahre deine
Wichs-Fantasien hast und dann willst du das erleben und dann suchst du einen
Menschen, der dir das ermöglicht. Ganz ehrlich, das kotzt, egal ob junge
Mädchen, also mich würde das auch fürchterlich ankotzen, wenn jemand zu mir
kommt und sagt, hier, ich habe ein Session-Drehbuch geschrieben, komm, erfüll
mir das. Dann würde ich auch sagen, spinnst wohl.
Joachim
klar,
Sebastian
Das ist klar, aber ich glaube, das geht ja mit der Erfahrung dann auch weg, wenn
man dann ein bisschen als Sub dann auch Erfahrung gemacht hat, dann hat man ja
nicht mehr diesen Druck, dass man erstmal alles erleben muss, was man sich
ausgedacht hat.
Aber wenn du jetzt gesagt hast, okay, du bist da direkt gewesen, ist das eher so
ein Gesprächsangebot gewesen im Sinne von, okay, lass uns drüber reden, wir
finden einen Weg oder eher so ein Lebwohl?
Joachim
anfangs eher ein Gesprächsangebot und dann irgendwann eher ein Lebwohl oder
wir bleiben Freunde, ne, so dieses typische, wenn man auseinander geht, eher,
Sebastian
Es liegt nicht an dir, es liegt an mir.
Entschuldigung, jetzt ist es gar nicht witzig.
Okay,
was muss man auch mal jetzt zur Verteidigung von den Menschen dann sagen? Was
kam denn da? Also hat man sich das zu Herzen genommen oder war das egal? Oder
so.
Joachim
ja, nee, egal war es nicht, das war schon sehr bewegend und hat auch verletzt,
denke ich, Und also es wird mir auch zurückgemeldet, dass es verletzt hat oder
dass es sich zumindest schlecht anfühlt. Und das tut mir auch unendlich leid.
Nur es ist irgendwie die logische Konsequenz davon, wenn man nicht drüber
spricht.
Das ist so eine vertrackte Situation. Situation, wenn ich mir dieses vorstelle,
was du jetzt eben gesagt hast, dass jetzt da so ein Mann kommt, der seine
Wichs-Fantasien ausleben will und hat da tatsächlich ein Drehbuch geschrieben,
wenn der zu einer Femdom kommt, klar fühlt sie sich damit schlecht, da würde ich
mich auch schlecht fühlen, wenn man jetzt mal bei Hetero belässt, es tut mir
leid, dass ich immer so Mann-Frau und so, ich will eigentlich so gar nicht
denken, aber dass ich das so auseinanderhalte. Aber wenn jetzt zum Beispiel, ich
gehe einfach von aus, ich bin hetero und jetzt käme eine Frau zu mir, die mit
mir spielen will und ich wäre der Aktive und die würde mir so ein Drehbuch
hinlegen, da würde ich ja genau das, was da drin steht, nicht machen. Trotzdem
würde ich mich aber dafür interessieren, was sie mag. Und das ist, also ich kann
es ein bisschen verstehen, wo es herkommt. Ich habe auch schon das Feedback
gekriegt, dass es halt verdammt viele Männer gibt, die so sind, die halt
einfach, ja, also von,
Sebastian
Also einfach mal, der Mann ist also per se, also der submissive Mann ist also
per se einem Konkurrenzdruck erlegen und ist einfach austauschbar im Zweifel,
wenn er nicht gehorcht.
Das wäre jetzt sehr steil.
Joachim
weiß ich jetzt nicht,
Sebastian
Fühlt sich das so an? Wenn ich jetzt da nicht mitmache, dann kommt halt der
Nächste und ich stehe wieder da. Ja,
Joachim
das weiß ich, das kann ich jetzt nicht sagen. Also ich hatte das Gefühl jetzt
nicht gehabt, aber ich wollte damit eigentlich gar nicht darauf
hinaus, sondern eher darauf, dass ich glaube, die Frauen da extrem viel mit
konfrontiert werden, mit so Männern, die halt so ein Drehbuch erfüllt haben
wollen. Und dass dann deswegen vielleicht dieser Wunschzettel-Sub, dieses
Stigma geprägt wurde und dass es auch weitergegeben wurde und
dass man untereinander spricht und sagt, pass auf, nicht, dass du ausgenutzt
wirst. Das kann ich ja verstehen. Also das ist meine Theorie dahinter. Und wenn
die Theorie stimmen würde, könnte ich es verstehen, dass das dann so harsch
reagiert wird, wenn man seine Bedürfnisse äußert.
Sebastian
ich hoffe ja, dass ich heute noch mit einer Frau spreche, die da auch ihre
Sichtweise dann wirklich da nochmal sehr deutlich sagt, weil das ist ja, ich sag
mal, ein Verhalten, das kommt ja nicht einfach so. Das hat ja Gründe und das hat
auch meistens gute Gründe, aber die sind mir jetzt nicht so
präsent. Also muss man ein bisschen schauen.
Joachim
gibt übrigens auch Ausnahmen also das sind jetzt nur die Dinge, die ich erlebt
habe, aber ich weiß auch von anderen, also man ist ja vernetzt und es gibt
definitiv andere Fälle, nur wir hatten das auch mal eruiert beim Stammtisch
und das Verhältnis ist halt ein krasses also scheinbar gibt es diesen Fall, dass
man nicht drüber spricht, öfter als den Fall, dass man drüber spricht und die
Tendenz ist auch so dass es eher Switcherinnen sind, die drüber sprechen wollen.
Allerdings auch nicht alles. Also es gibt überall Ausnahmen, nur das ist so das,
was ich jetzt so
ja beim Eruieren auf Stammtischen erfahren habe.
Sebastian
so, ja das ist so ein bisschen, dass diese Consent-Kultur bei Switchern eher in
Fleisch und Blut übergegangen ist, möchtest du das sagen?
Joachim
Das ist aber nicht repräsentativ.
Sebastian
Also das ist einfach eine,
Joachim
Vielleicht eine andere Sozialisierung, ein anderer Dunstkreis oder eine andere
Bubble einfach. Ich glaube, dass da auch viel über Sozialisierung läuft. Das ist
meine Theorie. Ich weiß es nicht.
Kann ich auch falsch liegen.
Sebastian
ich hänge immer so ein bisschen an diesem ganzen Vokabular so ein bisschen da
fest, muss ich gestehen, das ist immer sehr, ich will nicht sagen rüde, aber
da ist immer gefühlt so wenig Platz für Romantik. Also
ich werde das jetzt nur einmal noch sagen und in Ausnahmen bestätigen natürlich
die Regel und umgekehrt. Ich gehe jetzt heute wirklich explizit mal auf das
ein, wo ich halt sage, das ist schwierig. Schwierig.
Ich werfe dir vielleicht nochmal was hin, das habe ich bei Twitter auch gelesen,
da war noch so, ja, wenn einer da mit dem Wunschzettel ankommt, dann ist er eher
bei einer Professionellen gut aufgehoben.
Joachim
Sehe ich auch so, ja.
Sebastian
Und okay, dann dachte ich mir, das würde niemals ein Male-Dom
von 'ner Sub sagen, hier such dir mal einen professionellen Dom, geh mal ins Studio.
Das habe ich noch nie gehört, aber umgekehrt habe ich das schon einige Male
gehört.
Das finde ich auch komisch.
Vielleicht sind Frauen einfach die besseren Subs, kann ja sein. Oder die Männer
sind da leidensfähiger oder keine Ahnung.
Aber das ist auch wieder so ein Missverhältnis, weil das ist ja wirklich so, das
finde ich extrem abschätzig zu sagen, ja nee, das kauft ihr mal lieber. Das ist
jetzt nix. Ja,
Joachim
okay.
Also wenn die Situation wirklich eintritt, dass jemand in den Mails ankommt und
sagt, hier ist ein Drehbuch, führ das bitte für mich aus, dann würde ich die
Frau verstehen, die sagt, geh zu einer Domina und bezahl die dafür, dass sie
das macht, weil sie hat ja selber vielleicht gar nichts davon. Ich finde es im
Prinzip schon unverschämt, gar nicht auf die Bedürfnisse der Frau einzugehen in
dem Fall und finde es völlig legitim, dann zu sagen, wenn du auf meine
Bedürfnisse nicht eingehst, dann geh woanders hin und bezahl dafür. Also das
kann ich verstehen. Dass es umgekehrt nicht so ist, weiß ich, woran das liegt.
Ich weiß auch nicht, woran es liegt, dass es kaum, zumindest in meiner
Wahrnehmung, kaum Männer gibt, die das gegen Bezahlung machen. Also Domina
Studios gibt es ja irgendwie an jeder Ecke gefühlt, aber da sind keine Männer
drin.
Sebastian
doch, ich glaube, die größeren Studios haben dann immer noch mal so einen in der
Hinterhand, der dann da ist.
Joachim
Keine aktiven einen
so, ja. Ja, genau.
Sebastian
Also ich glaube, das ist möglich, aber man muss ja auch,
klar, man hat die Statistik, wenn man der glauben mag, dann ist es einfach so,
da kommen einfach auf eine dominante Frau kommen einfach mehr submissive Männer,
die was wollen als andersherum.
Ob das wirklich so ist, weiß ich immer noch nicht genau, also ein Missverhältnis
gibt es da bestimmt und weil Jasmin gerade im Chat so viel schreibt, Jasmin
verzeih mir, heute gehe ich voll in die Geschlechterstereotype rein, heute wird
mal gar nichts gegendert, weil es ja nun mal genau darum geht.
Joachim
Ich habe
Sebastian
Ich glaube, es geht genau um diesen Geschlechterunterschied tatsächlich, deshalb
muss das einfach heute mal so, das kann ich nicht neutralisieren,
weil dann würde ich ja genau das, worum es geht, entwerten.
Joachim
mir da vorher schon Gedanken drüber gemacht, weil ich auch sehr dafür
bin, dass man gendert und dass man auch die Vielfalt unterstützt. Aber in dem
Fall ist es irgendwie einfach nicht möglich. Also ich bin auf deiner Seite
tatsächlich.
Das ist einfach so ein Ding, was sich eingefahren hat mit der Zeit. Wo das genau
herkommt, weiß ich auch nicht. Da habe ich keine Theorie zu, aber es gibt da
definitiv Unterschiede. Und wie soll man die sonst benennen? Das geht nicht
anders, aus meiner Sicht. ja
Sebastian
Pass mal auf, ich versuche hier mal eine Brücke zu bauen.
Kannst du mir sagen, wie du sagst, dass es gut wäre, also
so ein Kennenlernen und anfangen zu spielen, wo du sagst, das wäre so dein
Bedürfnis, dass du dich wohlfühlst und dass das in Ordnung ist, ich sag mal so
eine Idealform. Kannst du das beschreiben?
Joachim
definitiv ideal wäre leider muss ich jetzt dazu
sagen das ist jetzt wahrscheinlich hören die leute nicht gern aber nehmen wir
mal an dass wir jetzt kein corona ich würde auf stammtische gehen würde die
würde mich einfach vernetzen würde leute kennenlernen würde dann über
irgendwelche freunde oder bekannte von stammtischen vielleicht eine dame
kennenlernen die mich interessiert würde mit ihr ins gespräch kommen würde Ich
würde abchecken, ob wir vom Kopf her kompatibel sind, weil mir das sehr wichtig
ist, dass man auf einer Wellenlänge ist, was die Gedanken und die Sichtweisen
und so angeht und würde dann erstmal mit ihr relativ lange tatsächlich nur
Gespräche führen und würde dann erwarten, dass man vielleicht irgendwann sagt,
du, ich finde dich so sympathisch und auch anziehend und attraktiv, dass ich mir
vorstellen könnte, mit dir zu spielen. Dann würde man schon mal sagen, okay, es
liegt in der Luft, man könnte spielen und dann wäre so das Nächste für mich,
dass man sagt, okay, was denn überhaupt? Also was sind denn deine Bedürfnisse,
was sind meine Bedürfnisse? Und dann das Ganze abklappert und dann guckt, wo
sind die Schnittmengen? Zum Beispiel bringt es ja nichts, wenn ich total maso
bin und mit einer Frau zusammengehen würde, die nur dominant ist und nicht
statistisch zum Beispiel. Das muss man vorher schon irgendwie abstecken.
Und das krasse Gegenteil davon wäre, dass man nicht drüber spricht und
dass die Frau das dann einfach macht und das Spiel dann schief geht und die Frau
daraus ihren Lustgewinn zieht, dass es halt mega unerregend war und mega
schlecht für den Mann. Das wäre so das krasse Gegenteil davon.
Sebastian
Okay, und das krasse Gegenteil, das wäre dann auch umgekehrt, das wäre dann
wirklich so der Prototyp des Dummdoms, der sich dann irgendein Mädel
herbeizitiert und mit der einfach einen Scheiß anstellt. Jetzt hast du eine
Frage, habe ich dazu aber noch, du hast gesagt, auf Stammtisch Leute
kennenlernen und dann kommst, wenn eine Dame dich da interessiert, dann gehst du
auf sie zu. Also du machst den ersten Schritt. Das habe ich jetzt dem mal so
entnommen, dass das so für dich auch ein Teil ist.
Joachim
Bisher, es gab nur eine Ausnahme bisher, ja.
Sebastian
Okay, ja stimmt, also so mal von der Logik, dass eine Frau einfach,
ja ne, da mag ich gar nicht spekulieren, vielleicht bin ich da auch
betriebsblind.
Aber okay, der erste Schritt ist vielleicht auch einfach notwendig, aber das
muss ja alles nicht schlecht sein. Gut,
Joachim
Genau, und ich hoffe auch noch, dass andere Malesubs anrufen, damit das Ganze
statistisch besser wird, weil ich habe ja jetzt nur einen ganz kleinen
Sichtwinkel und es kann sein, dass ich auch einfach mega Pech hatte die ganze
Zeit. Das kann ja nicht sein.
Sebastian
ehrlich, ich würde mich total freuen, wenn jemand hier gleich anruft und sagt,
genau so will ich das haben. Ich will benutzt werden und gar nichts und dies und
das und alles. Also das soll genauso sein, wie ich es eben wirklich dramatisiert
habe. Und dann ist das ja auch in Ordnung. Wenn das das Bedürfnis ist, dann ist
das okay.
Joachim
Darum bitte ich auch. Also wenn jemand zuhört, der so ist, bitte anrufen. Das
würde mich auch mal interessieren, weil ich befürchte, dass es da auch
verschiedene Typen von Subs gibt. Dass es Typs von Subs gibt, Malesubs, die
genau das wollen und damit auch glücklich werden.
Sebastian
die machen dir den Markt kaputt.
Joachim
Und die gibt es bestimmt sonst, ja?
Sebastian
Weil wenn die den ganzen Tag erzählen, sie wollen das so, dann irgendwann, ich
als Frau, wenn ich es tausendmal erzählt kriege, glaube ich vielleicht
irgendwann, dass das genau das ist, was gewollt ist.
Joachim
Ja?
Sebastian
Aber ich versuche mich wieder irgendwelche Menschen hineinzuversetzen, die ich
nicht bin, das klappt nicht. Und ich, pass auf, wir machen das so, also erstens,
wichtiger Punkt, du kommst jetzt natürlich auch in meinen Lostopf für
Kaffeebecher rein.
Joachim
Oh ja, sehr gerne.
Sebastian
Also das habe ich ganz vergessen zu sagen, da kommt jeder rein, der hier anruft.
Joachim
Ich
Sebastian
Man muss ja die Menschen ein kleines bisschen bestechen, auch wenn sie nicht
käuflich sind, aber so ein kleines Dankeschön geht immer.
Und ich gucke mal, was da jetzt so passiert und was da jetzt kommt. Und
vielleicht ist ja deine Einstellung genau die richtige und das ist vielleicht
ein Kommunikationsproblem oder die Herangehensweise oder vielleicht wir beide
haben gar nicht die Fantasie drauf zu kommen, wie es denn gut wäre. Ich bin
gespannt.
Joachim
auch.
Sebastian
gut, du kommst hier auf meinen Zettel und dann bin ich einfach mal gespannt, ob
hier nochmal das Telefon klingelt.
Joachim
drücke die Daumen.
Sebastian
danke dir für deinen Anruf, mach's gut, tschüss.
Joachim
Bitte anrufen.
Tschüss.
Anrufer 2: Lukas
Sebastian
Ach, das gibt's ja gar nicht, das klingelt schon wieder. Okay, ich geh mal ran.
Hallo, Sebastian hier, mit wem spreche ich?
Lukas
Lukas. Und es wurde darum gebeten, dass Malesubs anrufen.
Hallo.
Sebastian
Ja.
Lukas
Ja. Und ich kann diese Einstellung sehr gut nachvollziehen und ich
würde es tatsächlich bis auf wenige Details auch nicht anders machen. Und ich
denke im Gegenteil, dass, also ich bin nicht der Meinung, dass dass man sich
einfach so auf eine Sitzung einlassen sollte.
Jedenfalls nicht, wenn man es nicht ausdrücklich möchte.
Und
Sebastian
Hast du da Erfahrungen gemacht, die anders aussehen?
Lukas
würde mich als Demi-Kinky bezeichnen.
Das bedeutet, ich habe schon mal mit einer
Person gespielt, mit der ich nicht so viel zu tun habe und die ich nicht
besonders gut kannte. Das war okay, aber die Art von Spiel,
die ich bevorzuge, die lebt von sich gegenseitig kennen.
Und die lebt von sich auch gegenseitig gut kennen und vorher zu wissen,
was mit der anderen Person los ist. Und da ist es
unglaublich vorteilhaft, vorher miteinander zu reden. Und auch richtig
miteinander zu reden und auch über die jeweiligen Bedürfnisse
zu kommunizieren.
Sebastian
Hast du da eine gegenteilige Erfahrung gemacht?
Lukas
Nein, ich bin noch relativ unerfahren. Was
Sebastian
Okay. Dann habe ich ja heute Abend ja tatsächlich eine Horror-Version
gezeichnet.
Oh Gott.
Das wollte ich gar nicht. Also ich wollte jetzt, ich habe jetzt so ein bisschen
das Gefühl, naja, die Horror-Version, dass es halt tatsächlich auch mal, ja,
dass man austauschbar ist, dass das halt eher so ein, ja, der Typ, der muss halt
bespielt werden.
Lukas
die Horror-Version denn? Ich
Sebastian
Also das ist eher was lästiges ist. Aber wenn du die Erfahrung nicht gemacht
hast, umso besser.
Lukas
habe allerdings schon mal mit weiblichen
Tops gesprochen, die über Wunschzettel-Subs geredet haben. Und
da kamen Ansichten, wo ich dachte, ja,
kann ich nachvollziehen, aber auf der anderen Seite muss man doch auch irgendwie
miteinander reden, damit es nicht für eine Person von beiden eine
traumatisierende Erfahrung wird. Und deswegen ist mein Ansatz, das Wie ist
entscheidend. Also ich kann nicht einfach sagen, ich möchte gerne, dass du heute
das und das und das und das und das mit mir machst.
sondern ich muss über mich kommunizieren, was finde ich gut, wie
reagiere ich auf bestimmte Situationen und was dann das
Gegenüber daraus macht, das ist dann nochmal eine ganz andere Geschichte. Und
dieses zu entkoppeln, ich glaube, das ist der Knackpunkt.
Sebastian
Ja, also wenn du sagst, das Wie ist entscheidend, also ich glaube ja gerade beim
Kennenlernen, dann ist auch das Wann entscheidend.
Lukas
Ja,
ja, absolut.
Sebastian
Wann meinst du denn ist der, nein, als vorher, wenn du schon gehört hast, wie
andere Frauen dann über diese Wunschzettel-Subs reden, was haben die denn
gesagt? Kannst du das wiedergeben?
Lukas
Ich habe nur den Begriff gehört und das davor gewarnt wurde. Und dass
auch
in Richtung der männlichen Subs davor gewarnt wurde, so einer zu sein. Ich
Sebastian
Okay. Und wird beschrieben, was das denn ist? Also gibt es eine Definition, dass
wir hier nicht so rumorakeln?
Lukas
das definiert jede Person unterschiedlich. Ich
habe davon keine Definition.
Sebastian
Okay.
Ja und jetzt kommt das Wie beziehungsweise das Wann. Also wann ist der Moment,
wo man sagt, hier pass auf, das sind die Sachen, die ich mir wünsche und das
sind die Sachen, die gar nicht gehen. Das kann man ja nicht so, hallo, ich bin
der und der und das will ich und das will ich nicht. Also das ist schon mal
falsch, das haben wir glaube ich alle verstanden.
Aber wann ist es richtig?
Lukas
Ja, ich denke, das kann man auch nicht so pauschal sagen, sondern das kommt auf
die Situation an.
Und ich denke, das ist auch tatsächlich nicht so einfach, den richtigen
Zeitpunkt zu finden. Das
Sebastian
Meine Überlegung ist, dass vielleicht, wenn man Sub ist, dann ist der Zeitpunkt
möglichst danach, nachdem man sich dafür interessiert hat, was das Gegenüber
interessiert. Also dass man da eine Reihenfolge einhält und erstmal die
Herrschaft fragt, was sie sich denn vorstellt.
Lukas
wäre eine Option. Ich könnte mir aber auch eine Art Dialog vorstellen.
Also es muss ja kein Vortrag sein über
mich und keine Vorstellung, ach übrigens und ich finde dies und
das gut, sondern durch das Gespräch kann man ja auch
sehr viel herausfinden. Da
Sebastian
Warst du schon in der Situation? Oder bist du schon mal abgeblitzt? Ich weiß,
das ist eine ganz blöde Frage, aber wenn du es sagen, verraten möchtest, das
fände ich ganz cool.
Lukas
ich eine Person bin, die eher schüchtern ist und sehr
vorsichtig ist, hatte
ich die Situation bisher noch nicht. Also es war immer so, dass ich, bevor ich
irgendwie konkret wurde, schon so eine gewisse Einschätzung machen konnte,
ob das erfolgreich sein würde.
beziehungsweise ich muss eine Person erst ein bisschen kennenlernen, bevor ich
überhaupt irgendeinen Gedanken daran verschwende, dass es konkret werden könnte
und ich konkret frage, ob die Person mit mir spielen möchte. Von daher hatte ich
die Situation noch nicht.
Sebastian
Okay, also du hast schon vorher beschlossen, dass du dich da eher zurückziehst.
Lukas
Ja, oder habe gedacht, ja gut, die Initiative wird in dem Fall nicht
von mir ausgehen. Das
Sebastian
Okay, was sind da die Gründe? Also was schreckt dich ab?
Lukas
weiß ich nicht. Bauchgefühl, Wissen, dass
ich diese Stammtischatmosphäre, auf der man eben nicht alles anbaggert, was
nicht bei drei auf dem Baum ist, sehr wertschätze und ich es auch schön finde,
mal ganz ohne Hintergedanken über bestimmte Themen sprechen zu können. Das
Sebastian
Ja, gut, aber wenn du jemanden suchst, dann hast du die Hintergedanken ja
normal. Da kannst du ja nichts dran ändern.
Okay, aber ich glaube, ich meine jetzt rauszuhören, also wenn dir jemand, wenn
es passt, dann wird man schon ins Gespräch kommen, da vertraust du drauf und
dann wird das Bauchgefühl weiter entscheiden. Kann ich das so zusammenfassen?
Lukas
ist eine recht gute Zusammenfassung.
Sebastian
Okay, naja, immerhin.
Oh je.
Okay.
Pass auf, ich würde jetzt, ich gucke gerade so ein bisschen, ich sehe hier so
ein bisschen die Uhr im Nacken, ich habe mich ja eben arg lange verquatscht und
ich weiß ja, rufen Menschen an. Ist es okay für dich, wenn ich jetzt sage, ich
mache das heute Gespräch ein bisschen kürzer und dafür mag ich eher mehr
Menschen hören?
Lukas
Ja, kein Problem.
Sebastian
Oder gibt es noch was, wo du sagst, das möchtest du noch unbedingt loswerden,
dann bitte.
Lukas
Ich freue mich ja auch auf die Gedanken der anderen.
Sebastian
Ja, ich mich auch. Okay, dann danke ich dir vielmals für deinen Anruf. Auch du
kommst natürlich in meine Kiste rein.
Und ja, dann gucken wir mal, was da noch so kommt heute.
Alles klar. Mach's gut. Vielen Dank. Tschüss.
Okay. Ist erstmal kaum zu glauben. Wochenlang töne ich hier rum. Ich würde gerne
mal mit submissiven Männern aufnehmen und jetzt rufen sie einfach an. Ich bin
begeistert. Und jetzt klingelt hier es schon wieder. Dann gehe ich mal wieder
ran.
Anruferin 3: Anna
Hallo, Sebastian hier. Mit wem spreche ich?
Anna
Hallo, ich bin Anna.
Sebastian
Hallo, Anna.
Anna
Schönen Abend. Hi.
Und zwar, ja, also ich habe jetzt nun alles mitverfolgt und habe mich gestern
auch übrigens schon bei Twitter dazu geäußert.
Tatsächlich wollte jetzt einiges auch nochmal loswerden dazu, weil ich halt auch
einige Erfahrungen gesammelt habe.
Sebastian
Das ist völlig in Ordnung. Bitte. Sehr gerne. Gerne. Ich höre erstmal nur zu.
Anna
Und ja, klar, kein Thema. Gut, ich hatte halt gestern ja schon bei Twitter
geäußert und habe dieses Wort Anwärter zum Beispiel ja verwendet.
Bei mir ist halt eher der Standpunkt, ich suche aktuell ja nun halt keinen
Male-Sub halt und werde dennoch ständig als Femdom angeschrieben.
Und da kommen dann halt solche Aussagen wie zum Beispiel, Es ist ja kein Thema,
deine Vorlieben oder Kinks zu äußern, dagegen hab ich nichts. Es ist dann halt mehr
dieses, ja, also ich brauche dies, ich brauche das, ich brauche jenes. Und wer
ist denn dazu bereit, das mit mir dann so zu machen? Und ich denke nur, da
kommen wir halt nicht zusammen. Oder dann die andere Geschichte dazu, wie
soll ich das beschreiben? Wenn halt das Geld geboten wird, nehme ich doch auf,
es gibt zu wenig Subs, zu wenig Femdoms, die mich aufnehmen würden wollen und
wie wäre es denn, wenn ich ihr Geld geben würde. Man verliert dann halt
irgendwann
tatsächlich
das Gefühl, auch als Frau, die dominant ist,
also wertgeschätzt zu werden irgendwie in der Richtung. Ich weiß nicht, wie ich
das beschreiben soll so richtig. Und
Sebastian
Darf ich mal fragen, wie viele Nachrichten man da so kriegt? Also sind das eher
fünf im Jahr oder eher am Tag?
Anna
oh,
fünf am Tag. Ja, mehr fünf am Tag tatsächlich, ja.
Sebastian
Okay.
sind alle so?
Anna
Nicht alle, nein, um Gottes willen. Es gibt halt auch tatsächlich Male-Subs, wo ich
sage,
die stellen sich halt auf eine andere, schöne Art und Weise vor. Die kommen dann
halt und sagen, ich habe meinen Kink in der Richtung, wie sieht das denn bei dir
aus? Wie könnte ich dich denn glücklich machen? Wie wäre denn der Austausch
zwischen uns? Das entsteht dann ein ganz anderes Gespräch zwischen den zwei
Personen quasi, Ja, in dem Sinne, wie wenn jetzt jemand kommt und sagt, ich
brauche dies und jenes, wäre das denn möglich?
Ja,
Sebastian
Ja, okay. Also da merke ich aber schon, du antwortest dann auch darauf, wenn das
eben nicht mit einer, das hört sich so ein bisschen an wie so eine Bestellung
beim Pizzadienst. Zweimal das, dreimal das, viermal das bitte und bitte gratis.
Anna
so ungefähr.
genau so ungefähr.
Sebastian
Und davon mehrere am Tag.
Anna
Ja, tatsächlich, ja, leider Gottes.
Sebastian
Boah, ich würde das Postfach ja abschalten.
Aber wenn du dann sagst, okay, da ist jemand, der sticht da so ein bisschen
heraus und wir kommen ins Gespräch. Ich hatte ja eben schon zweimal diese Frage
gestellt, wann ist so der Punkt, wo man dann auch mal auf den Tisch legt, hey,
das sind die Bedürfnisse von beiden. Und wann ist der richtige Moment, wo du
sagst, okay, da ist es jetzt bitte kein Wunschzettel, sage ich jetzt wieder.
Anna
Naja, ich glaube, wenn halt so das erste Eis gebrochen ist und man merkt, man
ist halt auf so einer Sympathieebene.
Ich bin eine Person, das ist allgemein im BDSM, dass ja nun halt die
Sympathie zwischen den Menschen und die Verbindung ja irgendwo da sein muss und
das Vertrauen vor allen Dingen.
Ohne, finde ich, geht das nun halt einfach gar nicht.
Wenn man halt merkt, da ist irgendwo der Draht da. Ja, genau, ich habe es
gerade im Chat gelesen.
Da ist Sympathie da und da kann man dann auch mehr darauf eingehen,
was halt eigentlich gewünscht ist, was halt der Bedarf ist aneinander, wo man
sich erweitern könnte und würde. Es gibt ja nun auch Sachen, was man als
Filmdom jetzt nicht unbedingt gerne und täglich tut, also
oder halt auslebt, weil man das jetzt selber nicht bevorzugt,
möchte das aber gegenüber und ich probiere es dann an ihm aus
und sehe dann die Reaktion darauf, dass ihnen gefällt das, ist es doch für mich
dann auch ein sehr großes Verlangen oder halt eine sehr große
Erfüllung in dem Sinne, ihnen dann ja auch irgendwo ein Stück weit
entgegengekommen zu sein. Und mir gefällt es dann ja in dem Sinne auch.
Sebastian
sprichst du was an mit entgegenkommen. Das ist ja so ein bisschen, ich
muss da, sorry, dass ich da so ein bisschen drauf hänge, aber wenn du da so
viele Nachrichten kriegst, ist so dieses, was ich am Anfang da verlesen habe,
ist es das, was oft gewünscht wird?
Anna
Kein Thema.
Sebastian
Also dieses, ich sag mal, brutale Benutzen, nicht aufeinander eingehen, ist das
das, was du, was, echt?
Anna
ja, sehr oft. Also tatsächlich wirklich benutze mich, wie du das möchtest und
quäle mich und lass mich nicht kommen. und
ja, also es ist schon sehr oft, dass sie wirklich dann diese ganz, ganz
strengen Domina haben wollen und ich die halt zum Beispiel nicht bin.
Also das kann ich dann halt auch nicht geben und ich habe das auch zu meinem Sub
schon gesagt, weil er dann halt auch mit ein paar Wünschen um die Ecke kam, wo
ich dann halt sagen musste,
tut mir leid, das kann ich dir halt nicht bieten, ich kann da nicht so hart zu
dir sein, also das kann ich halt einfach nicht, da musste ich dann halt auch
ehrlich zu ihm sein
und ja, es kam auch schon diese Aussage, dann musst du leider zu einer Domina
gehen und halt dir das da holen, wenn du halt wirklich das Gefühl, diese
Dienstleistung haben möchtest, diese Distanz teilweise.
Sebastian
Oh, lass mich mal da mal, aber da wäre ja so, ist das ein Wunsch von ihm und du
bist ja, ich sag mal, rein technisch in der Lage, ihm das zu erfüllen, das wäre
ja wirklich ein Dienst an ihm. Ist das ein mentales Ding, dass das nicht geht
oder dass du einfach sagst, das ist eine Praktik, die ich nicht, auf die ich
einfach so, die mich abtörnt und deshalb kann ich das nicht machen?
Anna
Eher in die Richtung, dass ich ihm das halt tatsächlich nicht geben kann, weil
ich halt mental das nicht ihm geben könnte, eher in diese Richtung. Also es wäre
nicht, dass es nicht möglich wäre, sondern halt eher wirklich, dass ich das von
mir aus nicht übers Herz bringen könnte, sage ich mal so.
Sebastian
gut, aber das ist ja ein super legitimer Grund zu sagen, sorry, kann ich nicht.
Anna
Ja, richtig, richtig, richtig.
Sebastian
Also da gibt es auch Sachen, wo ich auch sagen würde, das überschreitet meine
persönlichen Grenzen.
Ich weiß nicht, ob ich dann sagen würde, okay, dann geh mal bitte ins Studio,
das würde ich wahrscheinlich nicht sagen, dann müsste ich anders kreativ werden,
weil ich würde es halt einfach nicht wollen. Aber das ist ja auch wieder eine
Offenheit, die du dann an den Tag legst und sagst, okay, ich verweigere dir das
nicht grundsätzlich, aber ich kann halt nicht.
Anna
Genau.
Sebastian
Okay, aber vielleicht da nochmal die Frage, also wenn du so viele Mails kriegst,
wo einfach dieses, ja ich sag jetzt mal fast übertriebene Zeug drin steht,
glaubt man nicht irgendwann, dass das vielleicht doch genau das ist, wie man es
macht? Jetzt
Anna
Da gibt es bestimmt Frauen, die davon ausgehen, die sagen, ja, das ist
gewünscht, dann werde ich das auch so weiterführen. Ich glaube, deswegen
entsteht ja auch dieses Bild davon so extrem.
Es gibt ja nun halt auch viele, die dann halt sagen, ja, ich
benutze dich, bis du nicht mehr kannst und du kommst hier aber auch nicht und
dann gehst du keuschiger nach Hause und Und was hast du davon? Gibt es ja alles.
Aber ich weiß, was ich halt in meinem Spiel möchte und ich weiß auch, was ich
von meinem Gegenüber möchte. Und deswegen ist das für mich halt keine Option, in
die Richtung zu gehen und zu denken, das muss jetzt genauso sein.
Sebastian
nagele ich dich mal drauf fest, jetzt hast du gesagt, das gibt es ja auch alles.
Wie weit bist du denn vernetzt und kennst du vielleicht auch Menschen, die das
genau so machen? Weil wir sprechen ja nur über diese Menschen und keiner hat sie
irgendwie richtig gesehen. Es ist halt wirklich nur so ein mediales Bild, was
ich da momentan transportiere. Gibt es die? Kennst du sowas?
Anna
Also ich kenne eine persönlich, ja, die ist aber
halt eher so auf eine private Art und Weise halt, bezeichnet sich als Domina und
erfüllt halt dem Mann halt seine harten Domina-Wünsche.
Ja, sie hat halt auch keinerlei Verbindung zu den Leuten. In dem Sinne war es
wirklich nur wie eine Art Dienstleistung. Das war es halt.
Ich weiß nicht, ob man da jetzt, ob man das jetzt für die Person selber
überhaupt der Kink ist und diese Erfüllung ist, kann ich mir jetzt halt nicht
vorstellen. Oder ob es halt wirklich dann einfach nur, weil es ja eine
Gegenleistung dann mit der Bezahlung dann tatsächlich funktioniert. Es ist jetzt
nicht, dass es jetzt wirklich ich-mach-gerne ist, sondern halt eher, er
kommt zu mir, möchte das haben, und dann kriegt er es.
Sebastian
Okay, aber wenn das dann auch für Geld ist, gut, dann ist das ja auch ein
anderer Deal.
Anna
Und wieder eine andere Sache tatsächlich, ja.
Sebastian
Das ist ja dann Teil der Dienstleistung.
Anna
Ja, ja.
Sebastian
vielleicht nochmal, ich hab ja eben gesagt, es gibt viele Femdoms, die sich
beschweren, einen guten Sub zu finden ist total schwer, du hast ja jemand
gefunden, offensichtlich hast du ja gesagt
Anna
Ja.
Sebastian
Glückwunsch erstmal dazu
Anna
Danke.
Sebastian
aber so in dieser Findungsphase ich hatte eben das, das war gar nicht als
Vorwurf gemeint, aber dieser Konkurrenzdruck bei den Jungs, also theoretisch
hast du doch voll die Auswahl, selbst wenn alle zwei Tage nur eine dabei ist,
der der vernünftig schreibt und
selbst dann ist es ja so, dass du da dir die Rosinen rauspicken kannst.
Anna
Naja.
Sebastian
verführe dich ein bisschen, aber ja, okay,
Anna
Im Grunde ist es so tatsächlich, ja. Man könnte sich dann jetzt sagen, ach, na,
heute könntest du dir mal den herholen quasi, so ungefähr. Natürlich
ist das auf eine Art und Weise so.
Da ist es aber für mich halt, das ist für mich halt auch keine Art und Weise, so
ein Spiel zu leben, tatsächlich. Also das ist, wie gesagt, ich möchte eine
gewisse Bindung haben, ich möchte das Wohlfühlen haben,
ich möchte die Reaktion ja dem Gegenüber sehen, ich möchte halt eigentlich die
Erfüllung mit diesem Spiel haben, für uns, also für die beiden Beteiligten in
dem Sinne. Und ich finde nicht, dass es dann einfach geht, wenn ich dann sage,
auch noch heute mal der, morgen mal der Und nee, ich
Sebastian
das ist nicht deins, aber du bist in der Position, du könntest. Wenn du das
wollen würdest, das ginge.
Anna
tatsächlich, ja, es klingt jetzt echt blöd, ja, aber ich könnte, wenn ich das
will, tatsächlich, ja.
Sebastian
Ja gut, da gehören ja auch immer zwei dazu. Es muss ja Leute geben, die deshalb
ja, okay.
Anna
was mir aber jetzt auch schon oft, was ich jetzt noch einfach sagen möchte, was
mir jetzt auch schon oft zu hören gekommen ist, auch von Male-Subs,
halt dieses, ich erzähle einer Femdom meine Neigungen
und manche trauen sich halt auch gar nicht überhaupt komplett die Neigungen zu
äußern, weil sie halt Angst haben vor der Reaktion, zum Beispiel ausgelacht zu
werden.
Sebastian
Ja, gerne.
Anna
Da hat mir mal einer geschrieben, er steht halt drauf, in Lackkleidchen halt
gedemütigt zu werden.
Und ich nur, ja, okay. Dann ist das noch vollkommen okay. Also warum denn auch
nicht? Also wenn da jemand halt sein Kink drauf hat, warum denn noch nicht?
Und er dann halt total erschrocken von meiner Reaktion war, weil ich halt so
locker leicht und fluchtlich das genommen hatte.
Und er dann meinte, okay, du lachst mich gar nicht aus. Ich so, wie bitte, ich
sollte dich jetzt auslachen? Ja, also er war sehr schockiert von meiner Reaktion
darauf, weil er halt andere Reaktionen kannte.
Tatsächlich, also das fand ich halt auch ziemlich traurig in der Hinsicht.
Sebastian
Ja, das ist natürlich, natürlich, wenn dann die Menschen dir gegenüber Hemmungen
haben, weil sie woanders eben nicht wertgeschätzt werden, ich
finde das ist ja für dich auch ein Nachteil, weil das verändert ja auch, wie
Menschen dir gegenüber auftreten, weil die wissen ja nicht, wie du drauf bist.
Anna
Dann ist man doch schon auf dem falschen Weg tatsächlich.
Sebastian
Also das versaut ja quasi deinen Ruf mit.
Anna
ist richtig, das ist richtig.
Sebastian
Was machen wir denn da? Wir machen die Kunst der Unvernunft.
Gucken, dass wir das mal gerade rücken.
Ja, das
ist so eine ganz, ja natürlich, das ist ja genau der Punkt, das ist halt
schwierig und wie gesagt, das ist ja auch wirklich dieses Bild bei Twitter, da
laufen die Dinger durch, da hast du die Blog-Einträge und denkst nur, das kann
doch nicht sein.
Anna
Schwierig.
Mhm, genau.
Sebastian
Nein, es ist die ganzen 15 Jahre Konsensdiskussion an den Mädels völlig
vorbeigegangen. Was ist denn da los?
Aber wenn ich dir so zuhöre, dann habe ich ja da absolute Hoffnung.
Anna
Na, hoffentlich.
Sebastian
Ja, es ist ja auch so, gerade wenn Male-Doms da einen Mist
bauen, dann ist die ja quasi auch innerhalb der Szene so ein bisschen gebrand
markt. Dann kriegt gleich jeder gesagt, mit dem mal nicht, der baut da Mist.
es das auch, ich weiß nicht, also ich weiß, besuchst du vielleicht Femdom
Stammtische, die gibt es ja auch ganz viele.
Anna
Nicht in meiner Nähe. Tja, tatsächlich gibt es das alles ja nicht in meiner Nähe
so nah.
Ich wohne eher sehr ländlich und hier ist alles nicht so verbreitet. Deswegen
müsste ich da echt, glaube ich, zwei Stunden Fahrt in Kauf nehmen, um da so
einen Stammtisch zu besuchen. Was sehr schade ist tatsächlich, weil ich mich
gerne austauschen würde. Aber nee, da kann ich leider nicht von Erfahrung
sprechen.
Sebastian
Das Angebot steht, wenn du einen Stammtisch bei dir gründen willst, ich mache
ein bisschen Werbung dafür, dass auch Leute kommen. Das mache ich gerne. Gerne.
Ja, so, ich schaue noch mal kurz, weil ich habe aus dem Chat noch überhaupt
nichts heute mal vorgelesen. Das ist ja fürchterlich. Ich gucke mal gerade, mir
hat gerade das Podcastsubbie was reingereicht.
Also, einem guten Sub wohl eher einen passenden Sub. Ich glaube, genau da liegt
das Verständnisproblem von Knickl40. Ja, stimmt, gut und passend, das sind
tatsächlich unterschiedliche Dinge.
Ich denke da jetzt an Schuhe, ehrlich gesagt.
Anna
Ja,
also es ist schon richtig die Aussage, definitiv.
Sebastian
Ja, okay.
Also ich würde mich jetzt erstmal ganz, ganz herzlich bei dir bedanken. Ich
merke es, ich switche heute hier so ein bisschen durch, weil irgendwie ich lege
auf und dann klingelt es wieder.
Anna
Kein Thema. lieber.
Sebastian
Es hat mich total gefreut, dass du angerufen hast und ja, ganz ehrlich,
wir diskutieren das heute Abend so lange aus, bis keiner mehr was sagen will.
Ich bin da sehr gespannt. Vielleicht mag ja nochmal jemand anrufen, der sagt, ja
Mensch, also ich gehe auf den Femdom-Stammtisch und da läuft das aber in
Wirklichkeit so und so, weil das ist etwas, da komme ich ja nun mal nicht hin.
Da kann ich ja nun mal nicht Mäuschen spielen, das wäre ein bisschen komisch.
Würde mich interessieren.
Anna
Ja, mich auch tatsächlich,
Sebastian
du kommst auch bei mir in die große Kiste rein.
Anna
schön.
Sebastian
Das muss ich natürlich auch zu dir sagen, wenn du möchtest, dass ich dich
irgendwann identifizieren kann, wenn ich dich aus dem Hut ziehe, wenn du mir
irgendwo eine Nachricht schickst, dass ich dich da zuordnen kann und im Zweifel
anschreiben kann, dann würde mir das sehr helfen.
Anna
Wunderbar, machen wir so.
Sebastian
klar. Ich danke
Anna
Gut, und ich möchte mich noch kurz für meine Katze entschuldigen.
Sebastian
Ach, Moment, die Katze. Da muss ich auch noch was zu sagen. Der Chat hat, der
Spielzeugsammler hat gebeten, ein Katzenfoto für die Shownotes zu haben.
dem stimme ich absolut zu, bitte, wenn du eins hergeben möchtest, ich nehme es,
ich packe es direkt in die MP3-Datei rein, wenn du magst, alles klar, mach's
gut, tschüss.
Anna
Gerne, mache ich.
Tschüss.
Sebastian
Das war Anna. Sieht doch alles gar nicht so schlimm aus.
Aber auch sie hat eben schon davon gehört, das gibt es.
Aber jetzt müssen wir mal gucken, die Wertigkeit. Jemand hat mir mal gesagt,
dass die Menschen, die unangenehm sind, die sind meistens die lautesten. Und
deshalb hat man immer da einen falschen Eindruck. Ich bin gespannt. Vermutlich
wird hier niemand anrufen und sagen, genau so ist es richtig, aber ich würde
mich auch darüber freuen. Ja, und wenn ihr möchtet, dann ruft mich einfach an.
Ähm, ich habe hier auch jemand, der es schon mal probiert hat, da gebe ich mal
ein Signal und dann gucken wir mal, ob das klappt.
Anruferin 4: LadyA
Hallo?
Lady A
Hier ist Lady A.
Sebastian
Ja, schön, dass du anrufst.
Lady A
Ja, hi.
Sebastian
Die Menschen sagen, sie können uns hören, dann hoffe ich, dass dem auch wirklich
so ist. Und ja, was sagst du denn zu all diesem ganzen Drama? Ja.
Lady A
Also, ich bekomme ja auch gehäuft unzählige Nachrichten von, von, sagen wir mal,
auch, ich nenne sie ja auch Anwärter, selektiere sehr doll.
Und ich bin schon mal gefragt worden, was ist denn so der Unterschied zwischen
einem Dom und einer weiblichen Domme?
Und habe gesagt, ja, manchmal sind wir halt ein bisschen böser, ein bisschen
sadistischer. Und ich merke aber auch, dass, ich sage es jetzt mal richtig böse,
wie du auch, die Jungs manchmal ein bisschen zu wunschvoll
sind. Und dann nicht ganz begreifen, warum ihre Wünsche nicht direkt oder
überhaupt erfüllt werden. Man
Sebastian
Okay, aber auch da ist wieder das zentrale Ding, der böse Wunschzettel ist das
Problem. Kann das sein?
Lady A
kann ja darüber kommunizieren. Also wer mich beim, ich sag's jetzt mal, beim Joy
anschreibt, da hoffe ich, dass der vorher wirklich meine Texte richtig gelesen
hat. Die sind sehr explizit und sehr aussagekräftig. Und wenn dann so eine
Rückmeldung kommt, kommt, oh Mann, diese Texte, die sind total
klasse, sowas brauche ich.
Sebastian
Ja.
Lady A
Alles für Sie, alles. Am Anfang habe ich immer gesagt, du, sei ein bisschen
vorsichtig mit diesem Wort. Und dreimal habe ich schon gesagt, ja, das ist
prima, gehen wir morgen zum Notar,
um denen dann auch zu zeigen, hör mal, sei ein bisschen vorsichtig mit deinem
Wortlaut. Ich habe aber auch die Erfahrung gemacht, vielleicht gibst du
mir da recht als Dom, dass Doms manchmal ein bisschen langatmiger
und geduldiger sind in Bezug, ja, was der submissive
Gegenpart ihm so gegenüberbringt. Nö,
Sebastian
Ja, also meinst du jetzt Langatmiger im Sinne von, man
kann sich Zeit lassen, was zurückzugeben?
Lady A
nicht unbedingt, aber sagen wir mal, langatmig wie geduldig, dass man sich das
etwas länger anschaut und denkt, naja, das legt sich.
Sieh mal, so wie eine Katze ihre fünf Minuten und
ich bin da nicht immer so sehr geduldiger,
also ich. Ich kenne aber auch viele Femdoms, die knallhart sind
und dann auch direkt sagen, nee, du, hör mal, die
haben darüber geredet, du hast dich da mit einverstanden gefühlt, du hast dir
gesagt, d'accord, mach ich, sie sind die Herrin, sie sind meine Herrin und jetzt
willst du nicht.
Sebastian
Ja, das ist dann aber so ein, hat er gesagt, dann nehme ich das für voll und
dann nutze ich das aber auch aus.
Lady A
Ja,
Sebastian
Und das ja mit voller Absicht dann sogar.
Lady A
und ich habe ja auch bei Twitter dann ja auch geschrieben als Antwort,
naja, wenig fordern ist schon so ein Ding, weil, und da
Twitter, und wenn man da keine Emojis so da reinsetzt, das Gegenüber,
beidseitig, ne, die bekommen ja beidseitig ja was ganz Tolles, nämlich die Zeit
voneinander. Und ich kenne das aber so, dass die Jungs fordern,
total fordern. Und wenn ich dann tatsächlich nicht so springe, wie sie
möchten, oder wenn ich nicht sofort antworte, wenn der Punkt gesetzt ist,
dann
ist Pompeji wieder im Gange. Also dann, da geht ja, da ist eine Apokalypse,
also so ein Weltuntergang, gar nichts dagegen.
Sebastian
Okay, da kommt vielleicht so dieses Ding her, diese Aussicht, dass man ja
abkauft, dass man vielleicht nie das bekommt, was man eigentlich will, sorgt
dafür, dass umso stärker und vehement immer wieder gesagt wird, ja, aber das
müssten wir schon machen, das müssen wir schon machen, ne?
Lady A
Sagt
Sebastian
Also, das ist ja auch so ein,
Lady A
dann, nee, du, hör mal, ich habe jetzt draußen auch ein Leben, ich habe jetzt
einen Moment, dafür keine Zeit und keinen Nerv und du
weißt, eigentlich bin ich immer für dich da, nur jetzt klappt es nicht. Und
dann ist das halt so manchmal wie so kleine Kinder, die dann an der Kasse sind
oder durch die Spielwarenabteilung Richtung Kasse geführt werden und an der
Quengelabteilung sind. Doch,
Sebastian
dann nimmst du es aber jetzt auch nicht für voll, ne? Also, ja,
Lady A
doch, doch, ich nehme meine submissiven Fachkräfte gegen Patronen ziemlich für
voll. Nur wissen die auch,
mich gibt es nicht alleine. Sie
geben sich exklusiv zu mir, aber
mich gibt es halt nicht exklusiv nur für sie alleine. alleine,
das ist jedem klar, es gibt da noch jemanden und dann
eine Reihe, ja
Sebastian
Ja, aber guck mal, nur weil du das sagst und das klarstellst, heißt das ja noch
lange nicht, dass diese Konsequenzen, die das mit sich bringt, auch überblickt
werden.
Also da mag ich jetzt, also diese Weitsicht, die muss man ja dann auch erstmal
haben und gerade als Anfänger, sag ich mal, hat man ja keine Ahnung, was das
bedeutet, wenn man eben einer von vielen ist.
Lady A
natürlich verstehe ich das, dass das dann ziemlich an dem Ego knabbert, dass man
jetzt diese Herrin, die man ja für sich eigentlich ja auch auserkoren hat, nicht
für sich alleine hat und sie einem sagt, nein, du bist halt nicht meine Nummer
1, aber du weißt das, ich rede darüber, Ich rede darüber ein
paar Mal und wenn ich merke, das geht jetzt nicht mehr so weiter
und man nimmt mich dann damit nicht für voll, dann
muss ich da schon eine Grenze setzen und dann das Schlimmste aussprechen, was ja
kein Submissiver Gegenpart hören möchte.
Sebastian
Aber guck mal, was ich jetzt am Anfang gesagt habe, also ich habe da ja ein
bisschen zugespitzt, hast du dich da
angesprochen gefühlt oder war das so, das ist
völlig aus der Luft gegriffen, wo hat er das nur her, also wie ist so deine
Perspektive darauf?
Lady A
Ich habe
Sebastian
Ja,
Lady A
das nicht zugespitzt gesehen, oder sagen wir mal ein bisschen überspitzt schon,
weil irgendwie will man ja auch ein Warm-up haben für ein Thema und vielleicht
auch den anderen deswegen so ein bisschen daran pieksen, damit da was ins Rollen
kommt.
Sebastian
aber war das unrealistisch, das Bild, was ich gezeichnet habe?
Lady A
Ich saß hier und ich bin schon in den Atemmodus gekommen, aber
Sebastian
Oh Gott.
Lady A
ich rede ja mit dir, ne? Guck mal.
Sebastian
Ja, das tust du.
Lady A
Das ist ein bisschen als Friedenszeichen, ne?
Sebastian
Ich bin total begeistert.
Lady A
Also, ich rede hier mit dir. Ja, klar
sind wir Femdoms im Vorteil
der männlichen Dominanz. Uns gibt es nicht so
häufig. Wir sind wie dieser 45-Karat-Diamant, den gibt es ja auch nicht so
häufig. Und dann ist da natürlich die Konkurrenz bei den
Submissiven riesig und ich erlebe das. Entweder einer, der
sehr schüchtern ist und da weiß ich, das könnte auch schwierig werden oder
einer, der das ganze Gegenteil ist. Ich bin
Sebastian
Was ist dir denn da lieber? Eher so ein Schüchterner, auf den du zugehst oder
möchtest du lieber, dass da jemand auf dich zugeht und sagt, hier, Lady A, ich
habe von Ihnen gehört.
Lady A
In der Regel sind die
Leute oder die Jungs immer auf mich zugekommen. Ich
Sebastian
Okay.
Lady A
bin selbst noch nie auf jemanden zugegangen und habe gesagt, oh, Schnuffel,
dich finde ich heiß, du bist der hotteste, komm zu mir, komm direkt
auf die Knie, du guck mal da die Schuhe, ne?
Nein,
Sebastian
Okay, also ist es schon richtig, wenn, ich sage ja immer Menschen, wenn die
sagen, ich finde niemanden und das ist alles so schwierig, dann sage ich immer,
geh raus, sei sichtbar, komm mit Menschen ins Gespräch, lern Leute kennen. Also
das ist erstmal schon mal nicht falsch. Das ist schon mal ganz gut.
Okay, das heißt, also ich sehe dich auf dem Stammtisch, komm zu dir und sag,
hier Lady A, super, ich wollte schon immer mal. Bin ich dann schon raus, wenn
ich so anfange? Oder, also
wie entwickelt sich ein Gespräch, bei dem da auch was, ja, bei dem man hinterher
auch Spaß haben kann miteinander. Und wie entwickelt es sich vielleicht genau
nicht?
Lady A
Zwei Faktoren spielen eine riesen Rolle, einmal mein Nasenfaktor und mein Bauchgefühl.
Wenn der Nasenfaktor schon von vornherein sagt, nee, next Und
mein Bauchgefühl sagt aber dann, komm, vielleicht ist er ja gar nicht so Das ist
so wie mit den beiden Engeln, oder Engelchen und Teufelchen auf der Schulter
Aber meistens verlasse ich mich auf meine beiden Faktoren Und wenn einer
das ernst meint, dann nehme ich den aber auch raus Und setze mich mit dem
irgendwo hin In einer stillen Ecke und quatsche dann mit dem
Sebastian
Gott, der Arme, der zittert doch da. Nein.
Lady A
Aber möchte er das denn nicht? Wie
Sebastian
das ist ja immer die Frage, weiß ich, welche Geister ich beschwöre, ne?
Pass mal auf, ich hab ja Anna eben schon gefragt, und so auf so einem
Femdom-Stammtisch, ich weiß, du hast sowas schon mal besucht, gerüchteweise hab
ich das gehört. Was redet man denn da zwischendurch? Gibt's da eine schwarze
Liste mit den Subs, mit denen man lieber nichts anfangen soll, weil die blöd
waren und lästert man ganz viel. Ich merke es, ich provoziere schon wieder, aber
was passiert denn an so einem Abend und wie sprecht ihr denn über die Subs denn
allgemein, wenn die nicht im Raum sind?
Lady A
wir Femdoms über Männer generell reden? Wieso
Sebastian
Ja, vielleicht sind Männer auch gar nicht so wichtig und Männer denken immer
nur, dass ihr über uns reden müsst.
Das ist eine schlimme Erkenntnis, ich weiß.
Lady A
seid ihr nicht wichtig für uns? Erklär mir das mal.
Sebastian
Nein, aber wir sind natürlich nicht das Zentrum des Universums, da geht es ja
vielleicht auch um Dinge, die uns gar nicht so betreffen.
Lady A
Nein, also zum einen, bei den Femdom-Stammis, die ich besucht habe,
sind keine Männer zugegen, egal in welcher Position. Ich
Sebastian
Gut, aber wie sprecht ihr denn über die? Ist das eher so, ja, ich hab auch so,
also, ganz ehrlich, ich hab das, ich hab das neulich gehört, das war so, als ob
das, als ob man über einen Hund reden würde. Ja, meiner, der macht auch, der
kann auch schon irgendwie, der ist auch schon stubenrein oder so, ne.
Das mag ich immer, ne, also, ich hab's ja nicht gesehen, ne, das ist halt die
Gerüchteküche, die ich dir jetzt vor die Füße werfe.
Lady A
habe schon mal so das eine oder andere Gespräch mitbekommen, wo ich dachte, uh,
also erstmal war so Küsschen, Küsschen, Begrüßung, oh, du siehst toll
aus, ja, mal hast du wieder abgenommen und du, hör mal, das steht dir richtig
gut, aber hast du gehört, ey, und meiner, ne, ich bin ja so enttäuscht,
ey, das ist so, als hättest du einen Porsche in der Garage und draußen,
Trabi, das ist also, nee, was ich mir da angelacht habe, ja, sowas kommt vor,
Hallo?
Sebastian
Okay, also es ist so ein gegenseitiges Leidklagen, sage ich mal fast.
Lady A
Nein, es kam aber auch Lob. Lob kommt auch. Ey, meiner ist total toll.
Der ist ein Möbel. Der lässt mir das Bad ein. Und dann ist er mein
Kerzenständer. Egal, wie lange ich da drin bin. Und wenn es zu kalt wird, macht
er natürlich auch sofort das Wasser warm. Dann verwandelt er sich in ein Tuch.
Ey, das ist total Zucker.
Sebastian
Ja, das ist dann aber auch dieses Wertschätzen da, einfach zu sagen, Mensch, ich
hab da, ich hab da mal ein
Lady A
Ja, sowas kann
Also jetzt nicht nur, dass sie dann nur vom Leder ziehen, das bitte
jetzt mal ausradieren.
Es geht anders zu und ich glaube, ich
habe mich ja schon mal so mit Männlichen unterhalten und da habe ich als
Resonanz immer gesagt,
nee, was soll ich denn da reden? gegen, ja, also Fußball,
Urlaub,
bestenfalls über die Sub, ihre Eigenschaften, ne.
Und dann kam auch dieselbe Frage, die du gerade gestellt hast, über was redet
ihr denn? Und manchmal kommt es auch vor, dass so Tipps kommen, also
jetzt keine Backrezepte, ne, sondern, boah, ich habe
da gehört, da gibt es diesen Taser und da gibt es das Halsband mit
und mit Fernbedienung und einem Radius von 500
Metern, boah, das ist toll und sowas, ja. Also wir reden über ganz
normale Frauenthemen, spezieller
Art. Bis
Sebastian
also erstmal, da bedanke ich mich jetzt erstmal für diesen Einblick, ne, das ist
ja mal das, was man nicht kennt oder wo man nicht gucken kann, das ist ja mal am
interessantesten.
ich habe hier jetzt Nachrichten bekommen von mindestens zwei Menschen, die hier
unbedingt heute auch noch was sagen wollen, deshalb deshalb werde ich mich jetzt
erstmal bei dir ganz herzlich bedanken, dass du es immer wieder probiert hast
und dass du auch durchgekommen bist, vor allem beim Technik-Drama Wahnsinn
und ja einfach vielen Dank und ich merke, je mehr Menschen hier heute sprechen,
desto weniger dramatisch ist es, aber wir werden es sehen
hier wünsche ich noch einen ganz tollen Abend und wir hören eh demnächst wieder
voneinander.
Lady A
dann, tschüss.
Sebastian
Mach's gut, tschüss.
Das war Lady A und liebes Publikum. Jetzt rufe ich mal jemanden an,
denn ich habe hier Nachricht bekommen von Menschen, die es ganz oft versucht
haben. Jetzt muss ich ja immer Copy und Paste machen und das kriegen wir aber
hin. Jeder kommt hier zu Wort. Klick. Schauen wir mal, ob das funktioniert. Das
sieht auf jeden Fall schon mal ganz gut aus.
Anruferin 5: Roxy
Lady A
Hallo
Roxy
Sebastian.
Sebastian
Hallo. So, jetzt sage ich nicht, mit wem ich spreche, das darfst du selber
sagen. Also hier ist Sebastian. Hallo.
Roxy
Hallo Sebastian, hier ist Roxy.
Sebastian
Hallo Roxy.
Roxy
Fast
Sebastian
Wir haben auch schon mal gesprochen. Ist ein bisschen her.
Roxy
genau ein Jahr. Nächste Woche Mittwoch hätten wir Jubiläum.
Sebastian
Nächste Woche mit Torias. Echt schon ein Jahr her.
Roxy
habe extra nachgeschaut.
Sebastian
Boah, heftig.
Roxy
Und
Sebastian
Na gut.
Roxy
du hast damals gesagt, nach einem Jahr kann ich doch nochmal anrufen. Und ja,
schau an.
Sebastian
Entschuldige. Sehr folgsam.
Roxy
In der Rolle bin ich heute aber nicht hier.
Sebastian
Perfekt rangehalten.
Okay, es gibt also mehrere Rollen bei dir.
Roxy
Genau. Also ich war ja vor einem Jahr schon Switcherin und das bin ich immer
noch. Und damals hatte ich dir erzählt, dass ich im Januar das erste
Mal oben gespielt habe und jetzt gerne Erfahrungen machen würde. Und die habe
ich trotz Weltlage und dystopischen Zeiten machen können.
Sebastian
Dazu kann ich erstmal gratulieren. Sehr gut. Okay,
Roxy
Danke.
Sebastian
das heißt aber, du bist Switcherin und das heißt alles, was ich heute
Abend erklärt habe, entweder stimmst du total zu oder genau das Gegenteil oder
ist da vielleicht ein wahrer Kern, wie ist deine Sicht da drauf? Was
Roxy
Ich bin da meinungsmäßig relativ nah an Joachim, der ja am
Anfang angerufen hat und hatte von Anfang an, als ich dann ja letztes Jahr
gemerkt habe, dass ich auch Dom spiele, ein Problem mit diesem Begriff Femdom.
Das ist ein Begriff gewesen, den habe ich für mich gar nicht angenommen. Ich
habe mich damit auch null angesprochen gefühlt, weil ich dieses Klischee im Kopf
hatte von diesem distanzierten Spielen. Und was auch schon heute öfter gefallen
ist, benutze nicht und sei gnadenlos. Und das war von Anfang an nicht meine Art.
Und mittlerweile würde ich mich eher als Gentle Femdom bezeichnen und
würde den Begriff gerne irgendwie auch umformen, dass diese Bandbreite an
Spielarten deutlicher wird. Das,
Sebastian
macht denn ein Gentle Femdom aus?
Roxy
was Gentle-Doms ausmacht, würde ich sagen. Ich habe das Gefühl, dass bei
Femdom häufig ein Bild im Kopf auf einmal da ist, was so Richtung die Domina
angeht, Stiefel lecken. Und das ist total legitim, wenn man so spielt, aber das
ist halt nicht alles. Und ich spiele sehr viel mit Nähe, mit Wertschätzung,
Zärtlichkeit und bin dazwischen halt ziemlich gemein.
Sebastian
Das klingt ja nach genau der richtigen Mischung. Also Gemeinheit ist ja okay,
solange du eben diese anderen Aspekte eben auch drin hast.
Ja, ich frage dich auch, ist das, was ich medial so mitbekomme, siehst du das
auch so? Begegnet dir das auch häufig oder ist das auch wieder nur meine Bubble?
Ich versuche das immer noch ein bisschen zu ergründen.
Roxy
Ja, ich bekomme das auch so mit und dann haben wir das mal in der
Telegram-Gruppe, die deinen Namen trägt, auch besprochen mal und da hat sich
dann auf einmal eine viel größere Bandbreite aufgetan. Da waren dann ganz viele
Frauen, die auch gesagt haben, vielleicht am Anfang konnten sie den Begriff
nicht für sich annehmen, weil das nicht ihre Art zu spielen ist. Und dann haben
wir uns da mal mehr ausgetauscht. Und vielleicht sind wir
Frauen, die so spielen, in Anführungsstrichen, einfach medial nicht so laut,
nicht so präsent, weil sich auch über die letzten Jahrzehnte einfach so ein Bild
geprägt hat. Und ich meine, man braucht ja nur irgendwie, zumindest war das vor
zehn Jahren noch der Fall, nachts einmal den Fernseher einschalten und man hat
irgendwie ein sehr spezielles Bild gezeigt bekommen.
Sebastian
Ja, wenn man jetzt sagt, ich führe einen Begriff ein wie Gentle Femdom, dann
distanziert man sich ja dann auch von diesem üblichen Bild.
Das ist ja dann schon fast so ein Bild, das ist halt laut und das muss man
zeigen und das ist alles besonders hart und brutal und ich habe keine Ahnung
was.
Und, hm, also der Gattungsbegriff Femdom, der ist quasi dadurch ja schon so ein
bisschen verbraucht durch die Menschen, die so agieren.
Roxy
Also verbraucht klingt so negativ. Ich würde halt eher sagen einseitig
dargestellt, weil der Begriff ist ja auch für das distanzierte Spielen auch
okay. Wir sind halt, also Frauen, die oben spielen, sind halt Femdoms und
darunter ist halt eine bestimmte Bandbreite und die wird medial noch nicht so
dargestellt. Ich nenne mich auch auf den Portalen oder so die üblichen
nicht Gentle-Femdom. Das ist mehr was, was ich mal in den Raum werfe, wenn es
darum geht, wie spiele ich eigentlich.
Sebastian
Ja, okay, also, hm, das heißt, ich habe den Oberbegriff, der ist
irgendwie negativ konnotiert und jetzt muss ich dann Unterbegriffe einführen,
aber der Oberbegriff hat quasi schon, der ist schon eingeengt. Und da kommt
natürlich dann auch viel her.
Kennst du denn Femdoms, die diesem Bild entsprechen?
Gibt es die denn wirklich oder ist das eben nur das, was sie öffentlich sagen?
Ist das vielleicht so eine Art, der Trieb sich eben so öffentlich darzustellen?
Kann ja auch sein, dass die alle total lieb sind, aber öffentlich würden sie das
nicht zugeben. Das kann ja auch sein, dass da so ein gewisser Druck ist, sich da
so gegenseitig, ja, so ein Alphatier einfach zu sein, ne?
Roxy
Kennen? Nein. Ich war ein-, zweimal bei Femdom-Stammtischen online,
wo Frauen waren, die so gespielt haben. Und das war für mich sehr interessant,
da mal in den Austausch zu kommen. Und ich habe das Gefühl, dass es sehr darauf
ankommt, mit wem man so die ersten Berührungspunkte hatte. Wenn man in eine
Bubble kommt, die dieses harte Spiel spielt, sozialisiert man sich in die
Richtung. Und ich bin Switcherin, ich habe vorher unten gespielt und war in
dieser klassischen Femdom-Bubble nie drin. Und deswegen hatte ich gar nicht die
Möglichkeit, mich in die Richtung zu sozialisieren. Und dann war dieser Druck
nicht da. Ich glaube, das macht einen großen Unterschied. Das sagte Joachim ja
auch vorhin, dass er da bei Switcherinnen was anderes wahrgenommen hat. Und die
ganzen Gentle Femdoms, ich nenne es jetzt einfach mal so, weil wir wissen, was
gemeint ist, sind auch meistens mal Switcherinnen gewesen.
Sebastian
Okay, achso. Das heißt, oder Sub halt gewesen. Das gibt es ja auch, dieser
Switch, der dann irgendwann vielleicht einfach mal kommt, dass man einfach die
Erfahrung hat.
Roxy
Genau, also man kennt die andere Seite.
Sebastian
Das würde ja im Umkehrschluss bedeuten, wenn ich nicht genug Erfahrung habe,
also keine Ahnung habe von dem, was ich tue, dann agiere ich so. Und dann
auch noch öffentlich, ja, und dann ist alles verloren. Ja,
Roxy
Ich finde es ja nicht schlimm, wenn Frauen das machen. Das muss halt bewusst
passieren. Wenn ich mich bewusst dafür entscheide, dass das meine Art zu spielen
ist, dann finde ich das total in Ordnung und legitim. Wenn man aber nichts
anderes kennt und das Gefühl hat, das ist das Bild, das ich erreichen muss, dann
finde ich es schwierig.
Sebastian
und dann muss man natürlich auch auf Seiten von Subs, also wie auch immer
einfach klar sein, es gibt halt solche und solche und jetzt ist natürlich die
Frage, wie wähle ich die vorher aus, weil ich muss ja aktiv werden und
anschreiben als Mann. Also habe ich zumindest jetzt dem Gespräch heute Abend
entnommen, dass das höhere Chancen hat.
und dann ist ja die Frage, wie kriege ich raus auf wen ich da komme und da kann
ich auch nur Profile lesen, Profile lesen, Profile lesen und hoffen dass das da
stimmt, was da steht
Roxy
Ich habe das Gefühl, dass sich das eigentlich schon in den ersten fünf Sätzen,
wenn man übers Internet geht, aufklärt. Wenn ich angeschrieben werde, das
passiert selten, weil ich zwar überall Switch drinstehen habe, aber ansonsten
nicht weiter mit meiner Topseite irgendwie was kommuniziere. Und dadurch habe
ich wenig Nachrichten. Aber wenn dann mal was kommt, dann ist das halt sofort
ein Unterwerfen. Oh, meine Herrin, ich möchte dir dienen oder so. Und das ist
überhaupt nicht meine Art. Ich will die Person kennenlernen auf Augenhöhe, den
Menschen. Und ich möchte mir die Unterwerfung verdienen. und ich finde es auch
anmaßend, sofort meine Herrin zu sagen, auch wenn die Person vielleicht auch
noch nichtmals weiß, ob ich Herrin genannt werden möchte. Das ist aus meinem
Profil nicht zu entnehmen.
Sebastian
ja, aber dann ist ja auch wieder da der Punkt, da müssen dann eben die Menschen
zueinander passen, also die, die genau das wollen und sagen hier, oh meine
Herren und dann geht sie halt auch darauf ein
dann ist das ja okay, dann haben sich dann zwei Menschen gefunden, die diesen
Kink teilen und dann können die ja miteinander Spaß haben
ich glaube, da muss man aber Richtung Malesub dann ein bisschen aufklären und
sagen, du pass auf, das ist nicht die einzige Konvention, die es gibt. Du musst
die nicht von vornherein von unten an
subsen, damit du eine Chance hast, sondern
zu gucken einfach, okay, wenn ich auf Augenhöhe auf jemanden zugehe, dann kann
ich halt gucken. Die sind wahrscheinlich dann gleich raus, wenn die sagen, wie
kannst du mich so ansprechen, dann weiß man, okay, das wird nicht passen. Also
da
Roxy
Genau, das ist ja einfach ein Filtermechanismus. Ich muss mich dann halt als Sub
fragen,
möchte ich die eine oder die andere Art und Weise, angenommen es gibt nur zwei,
die Bandbreite ist größer, klar, aber möchte ich mich sofort unterwerfen in der
ersten Nachricht oder möchte ich auf Augenhöhe starten? Und dann finde ich
vielleicht auch irgendwann das passende Gegenstück, dass überhaupt ein
Gegenstück zu finden eine schwierige Sache ist, ist unbenommen.
Sebastian
leite ich so ein bisschen daraus ab, dass die Jungs vielleicht einfach ein
bisschen wählerischer sein dürfen. Also ja, es ist schwer, jemanden zu finden,
aber selbst da ist so, wenn dieser Druck da ist, ich muss jetzt jemanden finden,
das ist ja eh schon mal schlecht. Aber dass man auch sagt, ich habe kein gutes
Gefühl, dann lasse ich es halt. Und dass man halt darauf besteht, auf die
Gesprächsebene erstmal zu kommen.
Roxy
Bei mir ist auch
noch nie was über so Bewerbungen oder so entstanden. Also
die Männer, mit denen ich bisher gespielt habe, wenn ich oben war, habe ich über
Zufälle kennengelernt und meistens war ich am Anfang unten. Eigentlich immer.
Sebastian
Okay.
Roxy
Ja, also ich habe dir gesagt, letztes Jahr im Januar habe ich das
erste Mal oben gespielt.
Sebastian
Ach, eigentlich immer.
Roxy
Von daher ist da jetzt nicht so schrecklich viel zwischen gewesen in diesen
Zeiten. Aber ein Ex-Spielpartner von mir kam hierhin und wir hatten vorher schon
darüber geredet, dass ich sagte, auch irgendwie so bei Vanilla-Typen, die werden
halt irgendwie sehr schnell devot bei mir, wenn ich die so ein bisschen
anpiekse. und dann sagst du, ja, das kann hier nicht passieren und ich bin top
und so und dann haben wir uns getroffen und dann hat es halt keinen ganzen Tag
gedauert, bis ich oben war. Die Geschichte kennst du auch, derjenige hat auch
schon mal bei dir angerufen.
Sebastian
Aber ich muss ja immer so tun, als wüsste ich das nicht.
Das ist mal ganz schwierig hier im Podcast, dass man nicht guckt, dass man die
Insider der letzten 100 Folgen irgendwie dann verwendet, weil dann sind
irgendwann die Hälfte der Menschen ratlos oder noch mehr.
Roxy
Ja, klar.
Sebastian
Ja, auf der anderen Seite, Liebespublikum, hört alle Folgen, dann versteht ihr
jeden Gag. Hört sie alle, ladet sie alle runter, ist gut für die Statistik.
Roxy
Und mein jetziger Partner ist auch
erst mal aufgetreten nur als Top und das war auch das, worunter wir uns
dann getroffen haben Und wir sind auch mittlerweile fest verpartnert. Und er
wusste schon immer, dass da auch eine devote Seite ist, aber er hat die nie so
richtig ausgelebt. Und irgendwann gab es diesen Abend, da ist es einfach
passiert. Und seitdem spielen wir im Wechsel und war ich die letzten Monate
oben.
Und ich habe das Gefühl, dass dieses Ich-lerne-erst-mal-den-Menschen-kennen für
mich halt eben die Variante ist. Und ich kann mir das nicht vorstellen, gerade
über eine Bewerbung oder so in meinem Postfach auf diese intime Ebene zu kommen.
Sebastian
Jetzt lass mich da nochmal kurz fragen, wenn du denn mal solche Mails bekommst,
entsprechen die dem Klischee?
Roxy
ich weiß aber nicht, ob das ist, weil die Personen das wirklich so möchten oder
weil sie gelernt haben, dass man das so macht.
Sebastian
Ja, das ist vielleicht wirklich ein Punkt.
Roxy
steht halt nicht dabei.
Sebastian
Gut, man müsste ein Buch schreiben, wie man es denn,
wie schreibe ich denn an, wenn ich Interesse habe und wie gehe ich da vor,
weil klar, das ist so ein selbstverstärkendes Verhalten, manche haben halt
Glück, bei denen funktioniert das, die geben das weiter, du musst von Anfang an
gleich Herrinnen-Titel und Unterwerfungen und alles hinwerfen, was du hast und
vielleicht hast du dann mal Glück. Und das,
Roxy
Als du Buch sagtest, hatte ich so ein Flussdiagramm im Kopf, das am Anfang
fragt, wie spielst du am liebsten? Und dann kann man halt so verschiedene
Varianten von du dreckige Made, leck meine Stiefel, bis ganz viel Kuscheln, ganz
viel Zärtlichkeit Und so irgendwie diesen Care-Aspekt da drin. Und dann kommt
man irgendwann unten zu und vielleicht gehst du, versuchst du mal sofort zu
gehen, wenn du jemanden anschreibst.
Sebastian
ich glaube, da ist so ein bisschen, ja, was heißt Hilfestellung, aber einfach
mal ein Beispiel ist mal gar nicht schlecht, weil ganz ehrlich, ich habe auch
schon Menschen angeschrieben in Netzwerken und habe dann auch überlegt, was
schreibst du denn jetzt, ne? Und ich habe mir auch irgendwann mal total viel
Mühe gegeben und dachte mir, und dann kam nur zurück, ja toll, so ein
Kettenbrief oder so ein Serienbrief brauche ich nicht, wo ich dachte,
Dankeschön, du bist doof, ne? Aber das ist eben auch das gewisse Risiko, ne?
ich merke mir jetzt von dir erstmal den Begriff Gender-Femdom, den finde
ich schön, der klingt auch einfach gut, vielleicht kriegen wir den ja etabliert
auf lange Sicht.
Roxy
Ja, oder wir können einfach Femdom so besetzen, dass erstmal gefragt wird, in
welche Richtung spielst du. Das ist eigentlich das, was ich mir wünschen würde.
Ein
Sebastian
Pass auf, dann würde ich dich einfach und alle anderen auch bitten, seid so
laut, dass diese Sachen, die ich jetzt am Anfang rezitiert habe, dass die
einfach so ein bisschen im Rauschen untergehen. Das ist ja vielleicht wieder der
Punkt, vielleicht sind einfach die Menschen laut, die ich eben jetzt gesehen
habe. Das ist natürlich immer viels, wenn ich Dinge lese.
Aber das kann sich ja entwickeln.
Roxy
Punkt hätte ich noch, das ist vorhin gefallen, das fand ich ganz spannend.
Einseitige Exklusivität. Die Person darf nur eine Dom haben, aber sie
darf mehrere Subs haben.
Ich finde das schwierig irgendwie, also spontan löst das bei mir ein
Magenkrummeln aus, weil ich finde, dass alle Menschen
erstmal die gleichen Rechte haben sollten. Und ob das nicht vielleicht was
unfair ist. Aber in der Theorie habe ich mich auch schon damit beschäftigt und
denke, okay, es ist auch irgendwie schwierig, wenn mein Sub mit einer anderen
spielt, weil wir ja vielleicht dauerhafte Regeln haben, die gelten.
Sebastian
Ja, das ist tatsächlich so ein Punkt, das gibt es ja in alle Richtungen. Subs,
die mehrere Tops haben, wo man eben gucken muss, fände ich das toll, wenn
irgendwie fremde Spuren mit nach Hause gebracht werden. Aber da gibt es ja Deals
und da gibt es auch Menschen, die sagen, nee, das ist mein Modell und das ist
vielleicht sogar mein Kink, zu sagen, ich bin einer unter vielen und das kann es
ja geben. In dem Fall ist das okay. Wenn das natürlich nur einseitig okay ist,
dann muss das natürlich irgendwann krachen.
Roxy
Ja. Selbstgewählt, ne?
Sebastian
Ja, da
Roxy
Also alles, was selbstgewählt ist, ist okay. Aber wenn es ihm aufgezwungen wird
in Richtung, du darfst keine andere neben mir haben, denn ansonsten spiele ich
nicht mit dir und dann kannst du gucken, dass du die nächsten 200 Bewerbungen
schreibst, das finde ich schwierig.
Sebastian
kommt dann wieder dieses Ungleichgewicht in der Anzahl einfach.
Roxy
Ja,
Sebastian
Dieses Sub ist im Zweifel austauschbar, weil es gibt ja genug und
die Jungs nehmen da einfach mehr in Kauf, weil das wird wieder so ein Aufwand.
Aber kann man das jedem Einzelnen anlasten, dass das halt einfach offenbar
einfach so ist?
Boah, finde ich schwer.
Roxy
also es liegt nicht am Individuum, das System zu ändern.
Aber irgendwo muss man halt anfangen. Also das ist sehr schwierig, ich glaube,
das auch irgendwie rauszubekommen. Und dieses
Unverhältnismäßige in den Geschlechtern, was Dating angeht, das begegnet uns ja
überall.
Sebastian
natürlich unsere Einwohnerstatistik sagt, dass das eigentlich recht gleich
verteilt ist. Also eigentlich dürfte es das nicht geben, aber es ist halt so.
Also irgendwas ist da komisch.
Ja, also die Konkurrenzsituation, die macht da vielleicht, da gehen vielleicht
auch Menschen über ihre eigenen Grenzen und sagen ja zu Dingen, wo sie
eigentlich sagen würden, also wo sie eigentlich sagen müssten, nee, möchte ich
nicht.
Roxy
Ja, genau.
vielleicht ist man dann bereit, durch dieses Ungleichgewicht Dinge zu machen,
die man eigentlich nicht will. Und dann wird es doch schon toxisch in meinen
Augen.
Sebastian
So, jetzt habe ich noch einen so schönen Gedanken gehabt, den habe ich, ich habe
dir leider, deine Stimme lullt mich so ein bisschen ein, dass ich immer meine
Gedanken vergesse, ich muss mir das aufschreiben.
Roxy
Entschuldige.
Sebastian
Nein, auch überhaupt nicht, um Gottes Willen.
Ja, achso, genau, es gibt ja noch diese andere Perspektive, die habe ich auch
schon gelesen, das ist so dieses, naja, ich weiß, dass es wenige von meiner
Sorte gibt, ist doch schön, wenn ich mich gleich um viele kümmere.
Roxy
Ja, finde ich, wenn alle damit einverstanden sind, ist es ja auch total in
Ordnung. Aber man muss vielleicht darauf, also für mich wäre es wichtig, dass
trotzdem jeder Sub als Individuum auch dasteht und als
Person mit Bedürfnissen wahrgenommen wird. Und ich glaube, je mehr es werden,
wird es irgendwann schwierig. Ich habe jetzt gerade mal in den Chat gelinst Und
Joachim hatte geschrieben, dass er es mal erlebt hat, dass eine Femdom 14 Subs
hatte. Das stelle ich mir schwierig zu überblicken vor.
Aber je nachdem, wie die eigenen Kapazitäten sind, kann man auch sicherlich mehr
als ein oder zwei Personen händeln.
Sebastian
also ich überlege gerade, also 14 Versionen des Podcasts, so
Roxy
Es gibt einen Tennisarm und Burnout wahrscheinlich.
Sebastian
lieb ich sie habe, aber da reicht sie mir in der Menge,
ja, aber sie reicht mir in der Menge 1, ist das genau richtig, ne?
Roxy
Also gar nicht auf das Podcastsubbie gemünzt, allgemein.
ist doch
Sebastian
Ja, ähm, nein, also 14,
boah, ja gut, aber das ist ja dann auch die Frage, warum und wieso und weshalb,
ne, müssen wir schon, ähm,
Roxy
Was ist die Intention dann dahinter?
Sebastian
Roxy, auch bei dir sage ich das jetzt, ich bin so ein bisschen heute in
Anrufeile, ich habe noch jemand, also ich habe noch zwei Nachrichten bekommen
von Menschen, die sagen, ich würde so gern, kannst du mich zurückrufen, äh,
deshalb bedanke ich mich jetzt erstmal ganz herzlich bei dir, ähm, der neue
Begriff wird eingeführt, Gentle Femdom, und, ähm,
Roxy
Ja, bitte.
Find ich gut.
Sebastian
ja, wir gucken mal, Und wir bleiben eh in Kontakt und das zählt jetzt auch gar
nicht. Ich habe ja gesagt, nach einem Jahr, aber der Anruf heute zählt gar
nicht. Wir sprechen so oder so bestimmt nochmal miteinander.
Roxy
Machen wir. Schönen Abend.
Sebastian
Ja, dir auch. Mach's gut. Tschüss. Ah,
Roxy
Tschüss.
Sebastian
das war Roxy. Oh, ich finde das total toll. Es ist ein Traum heute, wie oft hier
das Telefon klingelt und das einfach läuft. Jetzt habe ich hier gerade schon
wieder so eine komische Fehlermeldung gesehen. Wehe, das klappt jetzt wieder
nicht. Ich rufe jetzt den nächsten Menschen an. Ihr hört es schon rappeln.
Anruferin 6: Lana
Hallo, hier ist Sebastian. Mit wem spreche ich?
Lana
Mit der Lana. Hallo.
Sebastian
Hallo, Lana.
Lana
Kannst du mich gut hören?
Sebastian
Ich kann dich super hören. Jetzt ist die Frage, kenne ich dich vielleicht schon?
Ich glaube nicht.
Lana
Ich kann, ich glaube, wir haben uns noch nicht persönlich kennengelernt. Nein,
und bei dir angerufen habe ich tatsächlich auch noch nie.
Sebastian
Okay, dann kenne ich dich absolut gar nicht. Das heißt, es wird nicht
vorausgesetzt, dass ich Erinnerungen habe. Das ist ganz gut. Da bin ich ein
bisschen beruhigt.
Ja, ich glaube, im Chat bist du drin. Magst du den Nicknamen sagen?
Lana
Ja, das ist die C. S.I.
Sebastian
Okay, also ich sage jetzt weiter Lana, das ist in Ordnung.
Lana
Ja, total. So habe ich mich ja auch vorgestellt.
Sebastian
Okay, du bist dominant.
Lana
Ja, und übrigens nur so zur Info, ich liege ich hier auch gerade ganz
kuschelig mit meinem Partner.
Ja, genau. Der liegt hier neben mir.
Sebastian
Grüße.
Lana
Sodass ich dann, ja genau, ganz live aus dem Nähkästchen plaudern kann. Und ich
dachte, du warst so interessiert, mein Lieber, an ein bisschen
Femdom-Netzwerk und was machen wir da, wie sprechen wir da miteinander, etc. Und
da dachte ich, kann ich dir vielleicht ein bisschen was zu erzählen.
Sebastian
Oh, das wäre total toll, weil ich will ja auch nicht ungerecht sein, aber ohne
Informationen aus erster Hand keine Chance, aber dafür bist du ja jetzt auch da.
Also du besuchst Femdom Stammtische und schon länger.
Lana
Ja, also ich, ja, Ja, tatsächlich schon ein bisschen, ein paar Jahre.
Und ich bin da, glaube ich, ganz gut vernetzt. Ich bin hier jetzt tatsächlich
im Hamburger Raum,
Sebastian
Oh, das ist Volltreffer, sehr gut.
Lana
weil es gibt ja sonst viele Hannoveraner immer bei dir, mit denen ich auch sehr
lieb vernetzt bin, weil wir Hamburgerinnen und Hannoveranerinnen uns eigentlich
ganz gut verstehen und sehr liebe Freundschaften pflegen auch und uns sehr gerne
auch austauschen. Aber meine Hood ist quasi hier in Hamburg.
Sebastian
Okay, ich habe so ein paar Sachen, die ich ja immer wieder frage heute Abend.
Ich fange erstmal damit an, dieses Bild, was ich am Anfang gezeichnet habe. Gibt
es das? Ist das präsenter, als es sein sollte? Und ist dir das bekannt? Also
kennst du Menschen, die so agieren?
Lana
Also tatsächlich, ich spreche jetzt mal wirklich hier von meinen Hamburger
Mädels, so nenne ich sie jetzt mal. Grüße übrigens, falls irgendeine zuhören
sollte.
Da kenne ich das tatsächlich so, wie du es im Klischee beschrieben hast, nicht.
Also wir sind eine Gruppe von einigen Femdoms hier.
Ich müsste jetzt im Kopf tatsächlich mal durchzählen. Das mache ich gleich
hoffentlich mal nebenbei, wenn ich das hinbekomme. Und alle sind wirklich ganz,
ganz unterschiedliche Frauen mit ganz, ganz unterschiedlichen Kinks und
Bedürfnissen und Ausrichtungen und Charakteren. Es ist total spannend und
wir haben aber trotzdem eine wirklich schöne Community, einen ganz
tollen Austausch und eine sehr große gelebte Toleranz eben auch.
Und ich habe es bis jetzt tatsächlich so in dem Klischee noch nicht erlebt, wie
du es jetzt beschrieben hast zu Anfang.
Sebastian
Okay, aber medial, wenn du dich durch irgendwelche Netzwerke bewegst, begegnet
dir das doch auch. Ich
Lana
Ja, das ist auch immer spannend, wie das so an meiner Lebensrealität vorbeigeht
oder wie groß da die Diskrepanz ist.
Sebastian
ahne gerade eine Twitter-Verschwörung, dass mir immer nur Leute folgen oder
vorgeschlagen werden, die nochmal mein Bild da verstärkt haben. Ähm, hm,
aber das ist, das ist ja für, für euch auch blöd, wenn dann dieser, dieser, ja,
dieser, ja, dieser Brocken quasi über euch schwebt, ihr seid, ja, ich sag mal,
brutal, ähm, ja, dumm-dumm, einfach mal um diesen Gegenbegriff einfach nochmal
zu nehmen, ähm, und das müsst ihr ja immer relativieren, jetzt rufst du ja heute
Abend ja auch an, oder ich dich heute Abend, äh, und, na, dann musst du dich da
jetzt auch irgendwie rechtfertigen, das ist ja total nervtötend. Und
Lana
Ja, zum Glück muss ich mich ja gar nicht rechtfertigen, aber es ist total schön,
jetzt hier so eine Gelegenheit zu haben und vielleicht nochmal ein paar neue
Blickwinkel und andere Einblicke geben zu können. Und vielleicht auch dem einen
oder anderen, der da nicht so schöne Erfahrungen gemacht hat, wie wir das ja
auch vielleicht ganz zu Anfang hatten, das fand ich super schade, da vielleicht
auch nochmal die Hoffnung zu geben, Mensch, du, da gibt es doch so einige, die
ticken da auch ganz anders. das.
Sebastian
wie kann er die finden? Was würdest du Joachim raten, wie er da auch selber ein
bisschen filtern kann einfach?
Lana
Unbedingt auf Stammtische gehen. Du musst ins Real Life raus, wie du das auch
immer so schön sagst, Sebastian.
Sebastian
Ja, das ist natürlich dieses Jahr ganz schwer, aber okay,
Lana
Ja, das ist
leider natürlich sehr schade, aber wenn wir denn nun irgendwann hoffentlich mal
wieder dürfen, kann ich dazu nur raten. Wir haben hier in Hamburg zum Beispiel,
um jetzt mal zum Thema zu kommen, zwei Femdom-Stammtische, die ein bisschen
unterschiedlich aufgezogen sind. Der eine findet wöchentlich statt
und ist eigentlich ein Quassel-Stammtisch. Da kommen die Femdoms
und die Malesubs oder auch Femsubs, wenn es mal welche geben sollte. Und auch
gerne die
Switcherinnen-Femdoms haben wir auch mit dabei. Wir sind da wirklich eine bunte
Truppe. Kommen alle zusammen und klönen einfach. Auch alle
eigentlich auf Augenhöhe an einem Tisch. Es wird nur erwartet, dass unsere Jungs
einfach ein bisschen Etikette besitzen und Und sich Gentleman-like benehmen. Das
ist aber auch schon alles. Ansonsten freuen wir uns, wenn die sich rege
beteiligen und wir uns alle schön und sehr fröhlich meistens in großer Runde
miteinander unterhalten. Und dann gibt es, ja, ja
Sebastian
ja kein geschlossener Zirkel dann, wenn ihr da so offen seid und sagt, okay,
kann kommen, wer will. Aber ich kann mir, nein, ich bin mir sicher, dass sich
dann doch mal darüber aufgeregt wird, was man schon wieder an Mails bekommen hat
und wie fürchterlich das ist. Also dieses Leid muss man ja auch mal irgendwo
klagen können.
Lana
klar.
Natürlich, natürlich. Also ich tatsächlich persönlich nicht so sehr. Aber da
sind immer mal einige dabei. Die können dann auch eine Anekdote zum Besten
geben. Das ist schon so. Aber das ist tatsächlich eigentlich immer nur nur über
die sozialen Medien, wo es in der Regel auch eine totale
Abstraktion ist. Man sich wirklich überhaupt nicht persönlich kennt und auch gar
kein persönliches Kennenlernen vorher stattfindet. Also die Dinge geschehen so
vollkommen aus dem Kontext und unzusammenhängend und ohne,
dass tatsächlich so diese echte menschliche Nähe entsteht. und dann sind die
Sachen meistens auch absurd und irgendwie total dran vorbei und auch an den
Menschen total dran vorbei. Also das haben wir ja nun schon auch oft gehört,
auch heute Abend ja schon.
Sebastian
Ja, und da ist auch wieder dieser Punkt, das hat den Jungs so ein bisschen
anerzogen dann, wenn sie sich dort bewegen, schreibt viele Mails, wenn du genug
schreibst, dann hast du auch mal einen Treffer vielleicht und versaust dir
vielleicht nicht, indem du in der ersten Mail die Anrede nicht ordentlich und
höflich genug einbaust. Also ich sehe da so einen ungewollten
Erziehungseffekt irgendwie.
Lana
Ja gut, also tatsächlich mache ich das aber auch, wenn mich jemand halbwegs
höflich anschreibt, also wenn es nicht so komplett daneben ist, dann ich
antworte immer. Also wenn jemand höflich ist, dann bekommt er auch immer eine
höfliche Antwort zurück. Ich finde, das gebietet der Respekt. Das ist ein Mensch
mir da gegenüber und das hat der vom Grundsatz her immer verdient und da
habe ich tatsächlich schon sehr viele positive Erfahrungen gemacht. Da bekomme
ich dann oft auch eine Antwort zurück, die dann sagt, oh, sorry Mensch, tut mir
leid und vielen Dank für den Hinweis und nehme ich mir das nächste Mal zu
Herzen, alles gut genug. Wo ich dann so denke, ja, das ist doch super.
Sebastian
Aber daraus geworden ist nie was.
Lana
Nee, tatsächlich nicht, aber ich bin auch, was das anbelangt,
nicht sehr auf vielen Gleisen unterwegs, gestehe ich. Also ich bin da sehr
im analogen Leben unterwegs, weil ich da sehr schön vernetzt bin und wenn es
dann auch auf Partys oder zu privaten Treffen zu
spielen kommt, sind wir Femdoms gerne auch interaktiv miteinander,
laden einander ein zum Spiel und unsere entsprechenden
submissiven Partner werden dann gerne auch mal in gemeinschaftlicher Aktion.
Sebastian
Ja gut, das ist ja ein Spaß haben miteinander.
Ich traue mich ja gar nicht nachher hier irgendein Fazit ziehen zu können, weil
du machst ja gerade wirklich gute Lobbyarbeit
im positiven Sinne.
Ja, also das ist ja genau dieser Punkt, was mir so gefehlt hat, dieses leicht
Herzliche und einfach zu schauen, dass man auch diesen Konsens herbeibringt. Und
ich habe dich jetzt noch nicht ein einziges Mal Wunschzettel-Sub sagen hören.
Gib es doch zu, das ist doch auch sowas, das will man nicht.
Lana
Ja, möchtest du das gerne? Wunschzettel. So, jetzt habe ich es gesagt.
Sebastian
okay, das hast du sehr ehrerbietig gesagt.
Aber auch da vielleicht mal so eine Anleitung für die Jungs.
Lana
Also tatsächlich, ja.
Sebastian
Wenn sie sagen, Mensch, ich möchte jemanden kennenlernen und da interessiert
mich jemand und ich gehe auf den Menschen zu. Was am besten nicht machen? Was
ist jetzt so die blödeste Anmache, die man dir gegenüber jetzt fallen lassen
könnte?
Lana
Ne, mein lieber Sebastian, immer positiv formulieren. Also, wenn man gerne
Erfolg haben möchte, dann macht man das tatsächlich. Wir Mädels sind
uns eigentlich auch relativ einig, der Ton macht die Musik. Das ist wirklich
immer ein guter Türöffner. Es ist einfach wirklich schön, höflich
angesprochen zu werden.
Die Damen sind sehr unterschiedlich, ob sie zum Beispiel gerne gleich gesiezt
werden möchten oder nicht. Ob sie mit Lady angesprochen werden möchten oder mit
einem anderen Titel oder einfach mit ihrem Vornamen. Daher ist es immer gut zu
fragen. Und
Sebastian
so, okay,
Lana
zum Beispiel, also man kann einfach Fragen stellen, ja, also einfach fragen, wie
hättest du es gerne? So, dann kann die Dame sagen, ich mag das so und so. Das
kommt wirklich immer gut an. Ich hatte noch nie eine Dame, die gesagt hat, das
finde ich doof, sondern es setzt keine von denen, die ich kenne, voraus, dass
jemand Gedanken lesen kann.
Entsprechend kommt das gut an und ansonsten einfach eine höfliche Ansprache und
ein paar Worte, die erkennen lassen, dass man an den Menschen gegenüber, an der
Person interessiert ist. Das kommt auch immer wahnsinnig gut an.
Sebastian
das ist das, wie man sich gibt und was man sagt, das ist die Strategie, aber
jetzt weiß man doch, dass dein Gegenüber, was dich anspricht, das hat ja doch
einen Wunsch, der erfüllt werden will. Der ist ja da, nur weil der Mensch das
nicht ausspricht, schwingt da nicht doch so ein schlechtes Gefühl einfach schon
mal grundsätzlich mit? Ja,
Lana
Nein, also auch da kommt es sehr darauf an, wie man miteinander kommuniziert. Es
ist ja sowieso, finde ich, schwierig, wenn man im ersten Kontaktaufnahme gleich,
egal von welcher Seite, herunterrattert, das sind meine
Kinks, das sind meine Tabus, so mag ich das, so mag ich das nicht. Also wenn ich
mit jemandem schreibe, dann lerne ich erst mal den Menschen kennen.
Und ich habe es auch schon ganz oft gehabt, ich werde sofort gesiezt und sehr
ehrerbietig angesprochen. Und dann kann ich das aber auch ganz nett klarstellen
und kann sagen, sagen, du, im Moment tauschen wir uns einfach nur auf
menschlicher Ebene aus und lernen uns kennen. Da ist ein Du völlig in Ordnung
und angemessen. Also da können wir ganz entspannt erst mal miteinander reden.
Und dann lernt man sich ein bisschen kennen. Und dann fängt man an, vielleicht
auch mal, wenn es gut läuft und man sich so gut versteht, einander Fragen zu
stellen. Und dann auch mal von sich zu erzählen. Ja, ich finde ja das und das
eigentlich ganz gut. Wie ist denn das bei dir so?
Und das hat bisher eigentlich immer gut funktioniert.
Sebastian
das ist dann einfach, dass diese kommunikative Ebene einfach da ist.
Ich habe noch so einen Ansatz, du merkst, ich habe mich ein bisschen vorbereitet
heute, ist das vielleicht ein Generationending, dass eventuell die,
ich sag mal, die etwas ältere Riege diese traditionellen Werte noch hat
und das einfach das, was so jetzt, ich sag mal, nachsozialisiert wird durch SMJG
und Co., dass da einfach ein anderes, ja eine andere Grundsozialisation im
Bereich BDSM da ist.
Lana
Mhm,
Sebastian
Das, könntest du das bestätigen? Ich glaube nämlich genau nicht.
Lana
so so. Also tatsächlich ist es so, wir haben auch bei uns, bei unserer
Femdom-Truppe ein sehr großes Altersspektrum, tatsächlich, also von ganz
jungen, knapp 20-Jährigen bis, oh Gott, wie alt ist denn unsere,
ah, ja, ich glaube, Andi, Ende
50, meine Liebe, wenn du mich jetzt hörst, wahrscheinlich lachst du jetzt
schallend.
Sebastian
Grüße.
Lana
oder nein, also ich glaube, sie ist tatsächlich noch älter. Also wir haben ein
recht großes Altersspektrum und wir sind alle tatsächlich, das ist wirklich ein
Knackpunkt, wir sind alle sehr kommunikativ und das hilft. Und das machen wir
auch mit unseren submissiven Partnern und das wünschen wir uns auch von denen
und wir tauschen uns untereinander aus, wir tauschen uns mit denen aus und ohne
Kommunikation geht es tatsächlich gar nicht.
Aber da sind sich von allen Altersstrukturen eigentlich alle auch einig.
Also da würde ich nicht sagen, dass es eine Generationenfrage ist.
Sebastian
machst mich fertig. Ich finde das Haar in der Suppe einfach nicht. Das ist auch
völlig in Ordnung.
Lana
Darf ich noch von unserem zweiten Stammtisch erzählen?
Sebastian
Sehr gerne. Gerne.
Lana
Wir haben ja unseren kleinen Stammtisch, das sagte ich ja. Und der zweite läuft
ein bisschen reglementierter. Der findet einmal im Monat statt. Und da ist es
tatsächlich so, dass wir Femdoms oft unter uns sind oder wenn
submissive Partner dabei sind, die sich bitte ein bisschen zurückhalten und
nicht so rege beteiligen, außer sie fragen freundlich, ob sie dürfen und dann
bekommen sie die Erlaubnis. Also da läuft es tatsächlich ein bisschen mit mehr
Regeln. Und wir haben dort eben, ist tatsächlich auch so, dass wir eine kleine
Agenda haben mit ein paar wenigen Punkten, ein bis drei Punkten, zu konkreten
Themen, über die wir uns unterhalten. Also bestimmte Fragestellungen, die uns
interessieren. Wir hatten zum Beispiel vor zwei Monaten das Thema
Topdrop, was ganz interessant ist, weil nicht nur Sub kann abstürzen, auch Top
kann abstürzen. Und wie ist das und so weiter. Und dann haben wir uns darüber
zum Beispiel ganz konkret über dieses Thema ausgetauscht und dann machen wir
noch so ein bisschen, welches neue Spielzeug habt ihr und wie ist das? Also so
ein bisschen Stiftung Warentest.
Und dann gibt es noch so ein bisschen Austausch. Also den haben wir eben auch.
Und da läuft es tatsächlich auch, da kommt dann ein bisschen mehr so vielleicht
so dieses Machtgefälle durch, was man sich so klassisch vorstellt, weil da die
Femdoms deutlich wortführend dann sind.
Sebastian
Ja, gut, aber das ist ja dann, ich sag mal, im Prinzip ein Spielstammtisch, wo
man das dann auch ein bisschen, ja, auch ausleben kann, auch öffentlich, abseits
von Partys, ne?
Okay, ich hab, doch, ich hab einen Punkt noch gefunden.
Entschuldigung, dass ich, aber du bist jetzt nochmal am Telefon und dann hab ich
ja die Gelegenheit, ne?
Lana
Hau raus.
Sebastian
Also, wenn das alles so schön ist und so gut läuft, vielleicht habt ihr auch
einfach in eurer Truppe ausgewählt, wer passt zu euch. Und deshalb kann man
einfach sagen, alle, die zu diesen beiden Stammtischen gehen, die sind eine
Empfehlung wert, weil sie gehen auf diese Stammtische. Und die anderen, die
kommen da gar nicht hin.
Also, ist das vielleicht so der Punkt, dass die Bubble schon ein bisschen
gefiltert ist?
Lana
Ja, das kann gut sein, weil natürlich erweitert sich dieser Stammtisch
dadurch, dass ich jetzt sage, oh, ich kenne da eine ganz tolle, die bringe ich
mal mit. Die hat Lust.
So. Und klar, wenn ich mich mit allen gut verstehe, ist die Chance, dass
diejenige oder derjenige, den ich mitbringe, sich auch vielleicht nicht schlecht
verstehen wird.
Sebastian
Okay, also, ja, du merkst, ich versuche ja, meine Position ein bisschen zu
retten. Das gelingt mir auch ein bisschen. Aber es ist einfach schön, auch
Lichtblicke da zu haben. Und ich glaube, um nochmal den Schulterschluss ganz
vorne zu Joachim zu finden.
Also die Hoffnung ist nicht verloren. Es ist wirklich einfach eine Sache, an wen
man gerät. Das ist einfach wohl so. Ich
Lana
Ja, das ist absolut so. Und ich glaube, es ist tatsächlich, also wenn man jetzt
so dann ja auch mal ganz toll, auch jetzt hier durch deine Sendung und so
weiter, einfach Menschen gehört hat, ah, konkret, die gibt es und die sind
ansprechbar und so weiter. Vielleicht sagt sich auch so ein Joachim, ich
begebe mich mal in eine andere Bubble, die klingt irgendwie netter oder so.
Sebastian
finde ja den Gedanken von Mentoring ganz cool. Zu sagen, hier, komm, man
schnappt sich dann die Jungs, die da echt ein bisschen auch blöde Erfahrungen
gemacht haben oder die sich da unsicher sind, nimmt die so ein bisschen an die
Hand. Warum denn nicht?
Lana
Ja, das haben wir tatsächlich auch schon gemacht. Also eine von unseren Damen
hatte das tatsächlich, sie hatte einen ganz, ganz jungen Sub, der gerade sich so
gefunden hat und noch total am Hadern war und er wollte so gerne, aber hatte
auch Schwierigkeiten damit, seine Rolle anzunehmen und so weiter. Und den hat
sie einfach mal mitgebracht, hat das angekündigt und da haben wir dann einfach
mal gesagt, hey, was hast du denn für Fragen, was bewegt dich denn so, was ist
denn los, wieso bist du nur so aufgeregt, erzähl mal und wir erzählen von uns
und wie das so läuft und was so toll ist und so weiter.
Sebastian
dann hat er seinen Wunschzettel aufgesagt.
Lana
Nee, ach, weißt du, das war gar nichts.
Sebastian
Ich kriege kein Klischee bei dir unter. Wahnsinn. Sehr gut.
Lana
Tut mir leid, tut mir leid.
Sebastian
Ich freue mich, ehrlich.
Lana
Nee, er war eigentlich ganz schüchtern dann in dem Moment und als er dann mal so
ein bisschen sagte, was er toll findet oder so, weil wir dann auch fragten, wir
sagten, ja, nur erzähl doch mal. Und als er das dann mal so sagte und dann mit
großen Augen guckte, oh Gott, wie reagieren die denn jetzt so? Das ist natürlich
auch eine Überwindung, kostet auch Mut. Also das das ist schon so, dann sitzt du
da jetzt irgendwie vor so zehn Frauen, die alle da irgendwie ganz selbstbewusst
dich angucken und sagen, nu erzähl doch mal.
Das ist schon nicht ohne. Und das hat er aber ganz toll gemacht. Also alles
super.
Sebastian
Okay.
Puh, Lana.
Ich sage mal so, die Uhr, ne? Sie ist es wieder.
Ich hoffe ja, ja, mal gucken.
Lana
sollen ja noch ein paar mehr dran kommen.
Sebastian
Also einen Menschen habe ich hier noch. Ich habe hier noch jemanden auf meiner
Anrufliste. Also einen Menschen rufe ich jetzt auf jeden Fall noch an.
Vielleicht kratzt er am Dach auch mal ein bisschen. Du merkst. Nein, ich finde
das ein bisschen Entertainment, auch wenn das Thema an sich ernst ist, darf ja
auch da sein und ich sehe aber auch einfach, auch gerade was das
Podcastsubbie so bei mir am Anfang so eine Viertelstunde vor der Sendung
eingetrichtert hat, hier, die und die und die und die, wie kommst du, ne, also,
wo ich dachte, ja, hast ja recht, ne, sie hat ja recht, ne, es gibt ganz andere
Menschen und dann ist einfach die Frage, vielleicht sind die auch schon alle
einfach vergeben, die Guten. und dann bleibt halt nur noch was übrig, was halt
bei sozialen Netzwerken irgendwie angeschrieben werden kann. Kann ja auch sein.
Naja,
Lana
Ja, darf ich nur ganz kurz zum Abschluss sagen, also es gibt tatsächlich alles,
was man sich vorstellen kann, auch von der Femdom-Ausrichtung. Also wir haben
eben auch Damen dabei, die mögen es gar nicht, wenn Subwünsche äußert. Was aber
nicht heißt, dass vorher nicht kommuniziert wurde, was geht, was geht nicht, was
mag ich, was magst du nicht. Aber dann nachher, wenn das geklärt ist, ist Ruhe.
Die gibt es auch, aber man ist sich einig. So läuft es dann. Und dann gibt es
die, die sind total die Reaktionsfetischistin und sagen, nein, ich stehe drauf,
wenn ich merke, dass der andere draufsteht. Ansonsten bringt mir das gar keinen
Spaß. Und alles dazwischen, weißt du? Also
da darf man bitte, bitte auch nicht pauschalisieren. Also also miteinander
reden, ist immer gut und hilft.
Sebastian
Ja, also ich glaube, diese Botschaft, die zieht sich auch durch diesen Podcast,
durch alle Folgen bisher durch,
kommuniziert, kommuniziert, kommuniziert und
das Schlimmste, was einem passieren kann, ist, dass es halt nicht klappt, aber
naja, man hat es dann probiert. Also man ist mit sich selbst im reinen Gewissen.
Ja, Ja, das Publikum wünscht sich auch eine Folge von uns beiden miteinander, so
eine ausgedehnte Lange.
Lana
Oh, echt? Oh, süß. Ich habe nicht geguckt in Chat.
Sebastian
Ja, ich
gucke ja auch nicht rein, aber ich kriege das hier weitergeleitet, diese Info.
Lana
Und
Sebastian
Also von daher, wenn du Lust hast, einfach mal mit mir kommunizieren, wenn du
Lust und Bock hast. Und dann, Hamburg ist nicht so weit weg, das ist nur eine
gute anderthalb Stunden, dann bin ich da.
Lana
Hamburg ist so schön.
Sebastian
Social Distancing ist ja momentan wieder so. Aber das geht ja vorbei, wir sind ja
alle Optimisten und dann wird das.
Lana
super. Dann wünsche ich dir und allen jetzt noch einen wunderschönen Abend und
sage ganz, ganz lieben Dank für die Aufmerksamkeit.
Sebastian
vielen lieben Dank für den Anruf, mach's gut, tschüss. Tschüss.
Lana
Tschüss. Hallo.
Sebastian
So, das war Lana. Also ich bin langsam, aber sicher überzeugt.
Also ich finde das total toll. Ich habe hier mit so einem Brecher angefangen und
wir tauschen uns hier wunderbar aus. Und jetzt rufe ich einfach noch jemanden
an, nämlich, Kat Kristall hat mir geschrieben, ich könnte sie ja anrufen. Dann mache
ich das doch einfach. Hallo. Hallo, wir
Anruferin 7: Kat Kristall
Kat Kristall
Ach,
Sebastian
sind schon live, aber du klingst ganz fürchterlich.
Kat Kristall
wunderbar.
Sebastian
Aber jetzt wird es gerade besser. Ja, hi, ich habe sogar schon gesagt, wer du
bist. Du bist Kat Kristall. Wir haben eine Folge zusammen aufgenommen. Du bist
auch Femdom und du bist total bösartig drauf. Du bist genau die, die allen
Klischees entspricht, die ich am Anfang gesagt habe. Nee, ne?
Kat Kristall
Voll. Auf jeden Fall.
Sebastian
Ach, verdammt.
Kat Kristall
Absolut. Richtig hart.
Und ich wollte so nett anfangen mit Hallo, hier ist Kat Kristall, die
kontroverse Meinung des Abends.
Ja, also
Sebastian
Okay, na dann, her damit Ich bin gespannt
Kat Kristall
ich muss sagen, ich bin ein bisschen hin- und hergerissen
des Abends wegen. Ich habe ganz viel gehört, dem ich zustimme. Ich habe ganz
viel gehört, wo ich die Augen verdreht habe und die Arme in den Himmel geworfen
habe.
An dieser Stelle möchte ich einmal kurz sagen, das Wort Gentle Femdom, das
empfinde ich ein bisschen als neue Wortfindung. Es gibt das Wort Sensual
Domination seit 1982.
Davon ist der Begriff Femdom übrigens auch geprägt.
Das ist ja so ein bisschen mehr diese Dita-von-Teese-Richtung. Denn das, was
viele Leute heute ja als Domina wahrnehmen, das kommt wie alles schlechter aus
den 90ern, sage ich als Kind der 90er.
Ja, das vielleicht zu diesem tollen neuen Begriff. Es gibt auch den Begriff
Softdom. Auch den gibt es schon, glaube ich, seit 2000. Also zumindest ist der
seitdem in meiner Hashtag-Liste. Das vielleicht kurz als Alternative zu
Gentledom. Ich finde, der Begriff ist ein bisschen zu sehr geprägt von Gentleman
und das ist mir wieder ein bisschen zu sehr an einem männlichen Klischee. Den
Begriff gibt es, den Begriff gibt es genderneutral irgendwie.
Genau, ist doch mal ein schöner Eifer. Ja, ja,
Sebastian
Okay, gut, das ist eine Begrifflichkeit, aber die Idee, die dahinter steht, die
ist doch erstmal schön
Kat Kristall
total.
Und die ist auch gut.
Sebastian
Gut,
Kat Kristall
Und die ist auch verbreitet.
Wir reden ja jetzt aber so ein bisschen eigentlich über die negativen Beispiele.
Sebastian
Ja, auch da frage ich dich natürlich auch Gibt's die? Kennst du die? Schon
erlebt? Gesehen? Ich verzweifle ja langsam
Kat Kristall
Ja, also sowohl Femdoms, die so drauf sind, auch mehr als es mir lieb ist,
als aber auch, also auch ich habe täglich Malesubs in den E-Mails, die sich
mir für alles auf der Welt unterwerfen würden und für jeden Scheiß. Das
Sebastian
Ja, ist doch super Dann wählst du den Besten aus und mit dem kannst du machen,
was du willst
Kat Kristall
könnte ich, ja. Das ist nicht mein Anspruch an einen Spielpartner. Deswegen habe
ich relativ hohe Hürden, damit man mich korrekt anschreiben kann. Ich glaube,
darüber haben wir auch relativ viel in meiner Folge geredet.
Aber eigentlich möchte ich ja so ein bisschen mehr über Frauen schimpfen als
über Männer heute. ich
Sebastian
Du möchtest über Frauen schimpfen, pass auf, davon halte ich dich nicht ab.
Kat Kristall
möchte über frauen schimpfen
Sebastian
Schimpf über Frauen, bitte Bitte.
Kat Kristall
und zwar dieses generationen beispiel das hast du ja aus unserem tollen
vorgespräch denn wir haben ja vorgestern heimlich telefoniert ja
Sebastian
Ja, genau.
Das musste ich irgendwie auch noch einbauen. Also ich habe mal kurz bei dir
angerufen für mal kurz fünf Minuten um, hallo, sag mir mal, breche ich hier bei
Twitter gerade was total Ungerechtes vom Zaun und dann haben wir wie 100 Minuten
gequatscht.
Kat Kristall
und es war gut ja
Sebastian
Also liebes Publikum, wir versuchen das jetzt uns nicht zu sehr darauf zu
beziehen, weil sonst könnt ihr ja überhaupt nicht mehr folgen, aber pass auf,
hau raus.
Kat Kristall
also ich muss sagen ich komme ja ursprünglich gerade aus einem kreis
wo ich oft direkt mit sehr viel älteren dominanten persönlichkeiten umgeben war
das heißt auf meinem ersten stammtisch war, glaube ich, die nächste Person an
mir dran 15 Jahre älter als ich. Und ich stelle immer wieder fest, dass es so
diese magische Grenze mit Ende 30, Anfang 40 gibt,
wo die Leute noch ein anderes Verständnis von BDSM haben. Jetzt kann man sagen,
wir haben eine ganz tolle Entwicklung in der Szene durchgemacht. Es wird nach
Consent gefragt, es wird nach Meinungen gefragt. Es gibt einen viel tolleren,
reflektierten Umgang. Das war vor zehn Jahren anders, weil die Öffentlichkeit
anders war. Und ich glaube, das ist ein ganz großes Ding, was bei vielen Femdoms
der Fall ist. Das Klischee des devoten Mannes gibt es schon immer. Es gibt schon
immer das Klischee des gestressten Managers. Es gibt schon immer das Klischee
des Mannes, der sich einer Frau hingeben will. Weil, dass Frauen sowas privat
machen, diese Vorstellung ist ja noch gar nicht so lange sozial akzeptiert. Dass
Frauen sowas für Geld machen, ja, Dominas, das gibt es schon deutlich länger,
aber so dieses private Bild gibt es nicht. Und ich glaube, dass daher,
ja,
Sebastian
Ja, aber das ist das Bild, aber gemacht wird es ja doch schon länger. Das
Kat Kristall
ja, klar, aber ich glaube, dadurch, dass diese Form, dass die so selten nach
außen getragen wurde, nehmen sich viele Femdoms einfach das raus, was sie
können. So, du bist als Frau ganz selten darauf angewiesen, wenn du dich dazu
entschließt, Männer als ersetzbaren Faktor wahrzunehmen, wirklich dich
deren Wünschen anzupassen. Du kannst das so machen, wenn du das möchtest. Und da
es eben dieses stetige Angebot gibt und früher, wie gesagt, die Kommunikation
noch eine andere war, gibt es einfach, finde ich, oder es ist mein Eindruck,
Frauen, die jetzt Ende 40, Anfang 50 sind, die noch ganz anders leben und die
auch eine super elitäre Ansicht von Femdoms haben. haben. Die sagen, du bist nur
Femdom, wenn du keusch hältst, du bist nur Femdom, wenn du gewaltsam bist, du bist
nur Femdom, wenn du dies und das und jenes bist. Und dieses Bild wird in
bestimmten Kreisen sehr, sehr elitär gehalten. Und das ist aber auch ein
ähnliches Bild, wie es nach außen kommuniziert wird.
Sebastian
heißt, dieses Bild ist einfach besonders präsent, weil das ist halt das Bild,
was schon lange da ist.
Kat Kristall
dann kommt dazu, dass viele jüngere Frauen
diesem Domina-Klischee von der Ästhetik her ansprechen und auch also viele
kennen diese Twitter-Dominas, die sich auch mit Geldherrinnentum und Moneydoms
beschäftigen und auch die schreiben super ignorant gegenüber Männern, schreiben
nur von Würmern und Schweinen und ekelhaft, benutzen also eine bewusst
abwertende Sprache, ohne jemals den Consent der Masse geholt zu haben und auch
die hinterlassen einen Eindruck auf Malesubs, was wiederum dazu führt, dass die
mit diesem Bild rangehen, Sie dürfen keine Ansprüche setzen, weil sie sind
ersetzbar.
Sebastian
Ah, okay.
Kat Kristall
Denn das ist das, was ihnen kommuniziert wird. Und zu einem gewissen Grad, und
das kann man nicht abstreiten, sind sie das, weil der Nachschub ist unendlich in
vielen Stellen.
Sebastian
Gott, der Nachschub ist unendlich. Ja, und dann fällt es aber unter dieser
Maßgabe relativ schwer zu sagen, Moment, aber ich habe Ansprüche und die möchte
ich auch erfüllt haben, weil es gibt halt wenige Menschen, die möglicherweise
ins Bild passen. Und wenn ich das jetzt richtig überlege, alle Femdoms,
die heute Abend angerufen haben, die sind auch bestens versorgt. Also wer gut
drauf ist, der ist schon belegt, sage ich mal. Das macht dieses Bild, das macht
es ja noch schlimmer.
Kat Kristall
zwar oft ja nicht nur einfach, sondern doppelt und dreifach und
online und bezahlt. Und das ist ja in Ordnung. Das ist toll. Wenn das dein Ding
ist, dann mach das.
So. Und dadurch hast du aber natürlich auch den Druck als Malesub, dass du, wie
gesagt, von Anfang an gar keine Ansprüche stellen darfst, weil du den Eindruck
hast, sonst klappt es nicht.
Sebastian
okay, aber das ist ja so ein Teufelskreis.
Kat Kristall
Und als Femdom, ja, genau, als Femdom kommst du super schnell in den
Eindruck, ist eigentlich egal, was ich mache, weil läuft einer mir weg, steht
Günther morgen vor der Tür.
Sebastian
Da kommt es ja gar nicht mehr raus. Gott,
Kat Kristall
Also,
Sebastian
ist es wirklich so schlimm?
Aber es wird doch auch geklagt. Es gibt nicht genug ordentliche, anständige,
passende Subs für mich. Das ist doch schwierig, da jemanden zu finden.
Kat Kristall
klar.
Sebastian
muss ja auch irgendwo herkommen.
Kat Kristall
Ich
Sebastian
Also wo kommt denn dieses Ungleichgewicht her? Das ist einfach, dass man sich
offenbar einfach nicht findet.
Kat Kristall
glaube, viele Frauen sind sich zu fein, Leute anzuschreiben und viele Männer
setzen auf Masse statt Klasse. Und dadurch entsteht eine Diskrepanz. Und ich
kann mich zum Beispiel selber nicht komplett aus dieser Sache rausnehmen. Ich
bekomme täglich viele, viele Zuschriften, weil ich auf vielen Kanälen
aktiv bin, weil ich mich relativ öffentlich präsentiere. Jada, jada. Ich bekomme
viele Nachrichten am Tag, die sagen, sei meine Herrin, oh gnädige Göttin. Und
ich denke mir jedes Mal,
Sebastian
Entschuldigung, ja.
Kat Kristall
ach, Menno, ah ja. Und inzwischen ist es so weit, ich schicke meinen
eigenen Guide, um bessere Nachrichten zu schreiben an diese Männer, In der
Hoffnung, eine gute Nachricht zurückzubekommen.
Sebastian
Achso, Moment, also du beantwortest diese Nachrichten dann auch tatsächlich.
Kat Kristall
Also nur eigentlich, um Werbung für den Artikel zu machen, wenn wir jetzt mal
ganz dreist sind. Und es war so ein kleines Experiment. Aber ansonsten, ich habe
eine super hohe Barriere eingebaut, bis ich auf Nachrichten antworte. Also ich
habe ein kompliziertes lateinisches Wort am Anfang meiner Profilseiten. Und wenn
du zu blöd bist, es in die Nachricht zu kopieren, dann kriegst du auch
keine Antwort. Ja,
Sebastian
Okay, aber das ist jetzt aber der Punkt, denn immer wenn du nicht
antwortest, dann hat ja jemand, der dir eine Nachricht geschrieben hat, im
Grunde eine Ablehnung erfahren.
Und dann ist halt so, vielleicht bin ich ja nicht subbig genug, vielleicht muss
ich da nochmal eine Stufe tiefer gehen und dann probiere ich es weiter. Und dann
werden die Mails ja eher fürchterlicher.
Kat Kristall
aber die Frage ist ja dann, wäre es nicht sinnvoller, den
Leuten einfach mal eine ruhigere Kommunikation an den Tag zu legen, auf beiden
Seiten, sowohl als Femdom mehr Geduld aufzubauen, dem Gegenüber eine Chance zu
geben und auf der anderen Seite als Malesub sich noch ein bisschen eingehender
mit seinem Gegenüber zu beschäftigen. Ich glaube, es ist halt eine ewige
Diskrepanz, die daraus feuert. Und wie gesagt, es gibt genügend Frauen, die
sich selber keine Krone aufsetzen, sondern die halt schlecht über Männer reden,
schlecht mit Männern umgehen, der festen Überzeugung sind, dass es einen
Standard gibt. Und wenn du diesen Standard nicht erfüllst, dann bist du keine
Femdom, was Quatsch ist. Und das eben auch einfach ein Misskonstrukt
kreiert.
Also ich habe,
Sebastian
Ja, ich merke gerade, genau, das ist dann so ein Profilierungszwang so ein
bisschen, dass man auch innerhalb der, wir hatten ja jetzt, ich muss mal kurz
was trinken, wir
Kat Kristall
ja, mach mal.
Sebastian
haben ja jetzt Lana gehört, die sagt, wir haben da unsere Gruppe in Hamburg und
da ist man so ein bisschen untereinander sozialisiert. und da
ist halt dieser
Profilierungszwang, ich bin die
Femdommigere Femdom oder so, den scheinst du einfach nicht zu geben, aber wenn
du jetzt in eine Gruppe gerätst, wo genau das der Fall ist, es gibt ja auch so
Sachen, Femdom lässt sich nicht ficken und lässt sich allenfalls mal lecken und
von hinten sowieso, also Sex und Anfassen überhaupt, also jetzt komme ich wieder
mit meinen Klischees von Anfang an, aber das sind ja Sachen, die habe ich auch
im Joyclub mal gelesen, dass bestimmte Handlungen generell zwischen Femdom und
Mail-Sub nicht okay sind.
Kat Kristall
genau. Also ich meine, ja.
Sebastian
Und zwar riesige seitenlange Diskussionen habe ich da gesehen, wo er bittert
gekämpft hat, was sich denn gehört und was bitte nicht.
Umgekehrt übrigens genauso, Male-Dom darf Sub auf gar keinen Fall lecken, das
ist total undommig, wenn er das tut, das geht gar nicht. Also das gibt es
genauso andersrum.
Das ist ja auch wieder so eine mistige Sozialisation.
Kat Kristall
das
Sebastian
Das
Kat Kristall
Problem durch diese Kommunikation ist ja aber auch, du wirst die wenigsten
Femdoms finden, die dir so privat im Rahmen mal sagen, ja, manchmal sage ich
ihnen auch einfach, knall mich richtig durch. Aber
Sebastian
macht es
Kat Kristall
hier in deinem Podcast wird es keiner sagen. Weil sobald du das sagst, bekommst
du halt Nachrichten mit, ey, du willst mal richtig durchgeknallt werden,
Perle, gar kein Problem. Kannst auch deine Stiefel dabei tragen. Ui, toll.
Sebastian
Okay,
Kat Kristall
Das passiert. Sobald du sagst, ich mag Sex, hast du jemanden, der sagt, ich fick
dich. Wenn du sagst, ich hab keinen Sex, hast du jemanden in deinen Nachrichten,
der sagt, ich find total toll, dass du keinen Sex magst. Ich werd's trotzdem
probieren.
Ist mir letzte Woche passiert. Original so.
Sebastian
ich werde es trotzdem probieren, ist ja immerhin schon mal, da musst du
wenigstens drüber lachen. Das hat ja dann schon wieder so einen
gewissen positiven Aspekt, so ich geb dich nicht auf.
Um Gottes Willen.
Vielleicht, du hast, wir haben ja eine Folge gemacht, wie lange ist das her?
Zwei Jahre ist das jetzt etwa her und ich rühme mich ja immer damit, dass ich
eine ganz tolle Bubble um den Podcast herum gefunden habe, die
Mädels insbesondere
nicht blöd, sie werden nicht blöd angemacht und angeschrieben und kriegen nicht
tausend Nachrichten mit, boah, dich muss man nochmal richtig flachlegen und so
Zeugs. Das passiert offenbar nicht. Ich hoffe, du kannst das jetzt bestätigen.
Kat Kristall
Ich bekomme oft Nachrichten aufgrund des Podcasts und ich bekomme auch Anfragen,
ob ich noch Interesse an Leuten habe, mit denen ich spiele. Ich bekomme keine
blöden Fick-Anfragen. Aber ich bekomme regelmäßig Anfragen auch von Leuten, die
den Podcast hören, die fragen, ob sie nicht mal mit mir spielen können. Ja, in
Sebastian
Ja, und was sagst du dann?
Kat Kristall
der Regel sage ich, dass wir ein längeres Gespräch führen müssen und sich die
Leute halt bewusst sein müssen. Das Bild, was man online von sich darstellt, ist
nicht unbedingt das Realistischste.
Und auch wenn dieser Podcast ja eine große Widerspiegelung meiner Person war und
ich mich immer freue, wenn Leute sich das zu Ende angehört haben, ist das, was
vor zwei Jahren gesagt wurde, auch nicht unbedingt das, was ich aktuell suche.
Und dann erzähle ich davon und dann passiert ganz oft, dass ich tolle,
verständnisvolle Nachrichten bekomme und ich habe echt coole Freundschaften auch
über den Podcast angefangen, so Grüße gehen raus,
Grüße
Sebastian
Ja, grüß an alle einfach, dann hast du keinen vergessen.
Kat Kristall
an alle, aber ich habe auch zum Teil Leute, die zum Beispiel den Podcast hören
und mir dann schreiben, ich kann mir so vorstellen, in deinem Käfig zu sitzen
und dir den ganzen Tag dabei zuzusehen, wie du auf der Couch sitzt. Und ja, ich
will unbedingt dein schlechtes Essen aus dem Mixer fressen. Und dann denke ich
mir so, hey, ich habe nicht zugestimmt, dass du mich in dein Kopfkino einbinden
kannst und ich habe gar keine Lust mehr auf ein Gespräch mit dir, weil egal, was
ich sage, für dich bin ich immer diese Fantasie. und das ist ein ganz großes
Thema, weil auch wenn jemand mich anschreibt und sagt, dass du alles mit mir
machst, dann geht der mit dem Gedanken rein, diese Frau wird alles mit mir
machen und deine Definition von alles ist nicht meine Definition von alles, denn
nach meiner Definition von alles ist nicht mal gefragt worden. Wenn ich sage,
ich will, dass du meinen Müll rausbringst mit dem Mund, träumt dich das auch an?
Du hast gesagt, alles. Vielleicht ist das meine Vorstellung von alles.
Sebastian
erstmal stelle ich fest, wir beide müssen mal ein Update machen. Zwei Jahre sind
eine zu lange Zeit, verdammt.
Kat Kristall
Ja. Ja,
Sebastian
Kein Problem, kriegen wir hin. Leipzig ist nicht so weit weg.
Kat Kristall
komme auch mal hoch, ne, dann grillst du.
Sebastian
soll grillen, ja, kann ich machen.
Kat Kristall
Und wir binden das Geist an den Rasenroboter.
Sebastian
Nachbarn werden sich freuen, es wird großartig.
Okay, ich versuche jetzt gerade nochmal so einen kleinen Ansatz zu finden.
Also erstmal, ich merke, du hast Übungen im Beantworten von Mails oder auch im
Ignorieren von Mails.
Kat Kristall
Ja,
Sebastian
Vielleicht versuche ich es mal mit so einem kleinen Resümee. Also ja, das
gibt's. Ja, das ist besonders laut und deshalb auch besonders präsent, weil wer
gut versorgt ist und einfach da jemand hat, was schön ist, der schreibt dann
vielleicht auch bei Twitter nur das und das wird halt nicht so oft gefolgt und
vielleicht folge ich da auch falsch zurück oder mir werden ja immer Beiträge
vorgeschlagen. und dann kriege ich natürlich die, die am meisten Reactions da
kriegen, vor die Nase gehalten und die sehen halt immer anders aus.
Mal so konstruktiv gedacht, wenn man jetzt sagt, okay, jemand möchte Erfolg
haben und sagt, hier, ich bin Sub, ich habe was zu bieten,
es ist doch eine schöne Idee, dann auch mit Selbstbewusstsein da ranzugehen und
zu sagen, hallo, hier, ich bin dein Mann, wie wäre es mit uns? Ne, ich glaube,
das funktioniert auch wieder nicht, ne? Also, was wäre, was wäre, was hätte denn
Erfolg deiner Meinung nach? So,
Kat Kristall
also ich habe einen ganz tollen Artikel zu genau dem Thema.
Sebastian
Ja, komm, sag es, es gibt den Artikel, sag ihn, sag den Link.
Kat Kristall
Es gibt wirklich, es gibt original den Artikel, wie fange ich eine Nachricht auf
Dating-Apps an. Also, how to talk on kinky Dating-Apps and how the fuck not.
Genau, da habe ich das alles nochmal wunderbar als Liste aufgeführt. Weil ich
die Schnauze so voll hatte und ich habe das Privileg, ich schreibe für so ein
Magazin, dann kann ich auch darüber schreiben. Ich glaube, am wichtigsten von
allen Dingen ist wirklich mal aufmerksam, dein Profil zu lesen. Denn was ich in
meinem Profil schreibe, ist eine Anzeige von mir selbst. So, wenn ich ein Haus
verkaufe, schreibe ich auch, wie viel der Zimmer hat das, wie ist der Zustand,
gibt es da Fußbodenheizung, wie ist der Energieverbrauch. Und genau das steht ja
auch in meinem Profil.
Sebastian
Ja, aber
Kat Kristall
Und wenn du ein Haus kaufst, guckst du dir das Haus vorher an. Und wenn du
Interesse an mir hast, liest du mein Profil. Und wenn da drin steht, hey, ich
bin gerade nicht auf der Suche, dann schreibst du mir vielleicht nicht, außer du
möchtest dich austauschen. Und wenn du dich austauschen möchtest, dann hast du
auch eine Idee worüber und schreibst nicht, naja, über BDSM und so, sondern, ne,
nee.
Sebastian
mit dem Profil, da hast du mich jetzt erwischt, ganz ehrlich.
Also, ich habe das auch schon gesehen, da ist dann so ein Profil mit, was weiß
ich, zwölf Seiten irgendwelche Ergüsse und meistens Zitate von irgendwem.
Und wo ich dann auch sage, wie masochistisch muss man denn sein, dass man das
ganze Pamphlet erstmal durchliest, bevor man sich zu einer ersten Nachricht
hinreißen lässt. Abgesehen davon, dass dann natürlich die Masse nicht
funktioniert. Also wenn ich da zehn Nachrichten am Tag schreibe, klappt das ja
nicht. Aber auch da ist so diese Erwartungshaltung. Du liest, bevor du mir
schreibst, mein Profil und bitte komplett und gehst auf alles ein.
Das ist ja eine hohe Hürde, weil der Mensch weiß ja auch noch nicht, ob du
vielleicht zu ihm passt. Also, da sehe ich ja schon, auch da dieses, so ein
leichtes Ungleichgewicht, was sagt, arbeite erst mal, dann kannst du mir
schreiben. Ist das nicht ein bisschen gemein, wenn
Kat Kristall
Ich finde, wenn du nicht bereit bist, eine Seite Text zu lesen, um mich
kennenzulernen, dann bist du es auch irgendwie nicht wert, dass ich im Gegenzug
meine Zeit darauf aufwende, dir zu antworten. Wenn du dir keine Mühe mit deiner
Nachricht gibst und das Mindestmaß an Kommunikation aufbringen kannst, bist du
nicht wert, dass ich dasselbe tue. Da bin ich ganz kalt.
Also außer deine Nachricht enthält das niedlichste Katzenbild der Welt, kriegst
du mich nicht.
Bitte schick mir keine Katzenbilder.
Sebastian
jetzt, wenn jetzt, ja, ich wollte gerade sagen, wenn dann irgendwie in den
nächsten Monaten hier ständig Beschwerden bei mir aufkommen, wegen dem blöden
Podcast kriege ich ständig Katzenbilder von irgendwelchen Leuten geschickt, ne,
dann wird es schlimm.
Ja, also ich überlege, ob ich umgekehrt, also ich hab irgendwo mein Profil und
würde ich jetzt erwarten, dass man erst meine Arbeit verrichtet, bevor man mich
anschreibt, dann würde ich ganz klar sagen, nee, das würde ich nicht erwarten,
weil die Hürde wäre zu hoch. Und dann entgehen mir vielleicht die interessanten
Menschen. Also da ist vielleicht auch wieder das Masse-Problem wieder, zu viele.
Kat Kristall
Ja,
Sebastian
Also zu viele Jungs, die verfügbar sind und zu wenig Fem-Subs einfach, also im
Verhältnis. ist.
Kat Kristall
Naja, aber wenn du... Also erstens muss man jetzt nochmal ganz blöd mit
Gender-Klischee reden. Du bist ja als Mann in der Regel auch dazu gezwungen, auf
eine Fem-Sub zuzugehen.
Und die möchte in der Regel ja auch eine Nachricht haben. Die meisten Frauen,
die ich kenne, oder die meisten Menschen, die ich kenne, die Female-Representing
sind, haben ein längeres Profil, in dem auch drinsteht, das möchte ich gerne
haben, das sind meine Voraussetzungen. Und ich kenne durchaus Frauen, die haben
ein Profil, das ist so spezifisch, die sagen, unter 1,90 Meter, bärtig und
Stemmkraft 100 Kilo, brauchst du dich nicht melden. Weil das ist deren Anspruch
und den können die sich nehmen. Und das ist okay.
Sebastian
Okay, also die Kröte müssen wir Kerle einfach schlucken.
Kat Kristall
Das müssen auch Frauen schlucken. Wenn ich als Frau Interesse an einem gut
gebauten, tollen Megasub habe, von dem ich zum Beispiel weiß, dass er alle meine
Vorstellungen erfüllt, muss ich dem auch eine erste Nachricht schreiben, muss
auch das Profil lesen. Und wenn da drin steht, der steht nicht auf Nerds, dann
weiß ich auch, bin ich raus.
Sebastian
Das heißt aber, wenn ich es schaffe, dass ich angeschrieben werde,
dann stehen die Chancen verdammt gut, dass ich es nicht versauen kann.
Kat Kristall
Ja.
Sebastian
Also Profiltexte, feilt an den Profiltexten, arbeitet dran.
Kat Kristall
Naja, jein, ne?
Sebastian
Wobei das liegt ja auch einfach nicht jedem. Da haben natürlich die Menschen
Nachteile, die einfach nicht, ja, denen das Schreiben einfach schwer fällt.
Aber dafür gibt es ja immer noch Stammtische und alle möglichen Events, wo man
einfach auf Menschen treffen kann. Das gibt es ja auch noch. Online ist ja nur
eine Möglichkeit und wenn das einem nicht liegt, gut, dann muss es halt was
anderes sein.
Das macht einen ja nicht zum schlechten Sub, weil man, ich weiß nicht, also habe
ich jetzt neulich gehabt das Thema, jemand sagte, ja super, mit dem Anschreiben
ist totaler Mist mit Corona, ich habe Legasthenie, meine Nachrichten sind
natürlich die Hölle und dann kriege ich ständig irgendwie, ich sollte mir mal
Mühe geben, das ist totaler Mist, kann ich verstehen, aber da ist dann eben
einfach das Medium ungeeignet für den Menschen, muss man einfach sagen.
Kat Kristall
Ja.
Sebastian
Also
Kat Kristall
Ja, also als Legasthenikerin und ADHSlerin, du hast eine Diktatfunktion
auf deinem Telefon, das kannst du vortesten, das dann in eine
Rechtschreibüberprüfung eingeben und dann kriegst du auch einen richtigen Text
raus. Wenn du deswegen geärgert wirst, korrigiere dich, arbeite an dir.
mache auch so.
Sebastian
nicht mal das zählt. Du bist aber echt hart drauf heute.
Kat Kristall
Ich muss da ganz ehrlich sagen, ich bin mir
diesem Privileg bewusst. Bitte niemand denke, ich bin eine arrogante Bitch. Ich
weiß, ich habe ganz, ganz großes Glück. Ich bekomme täglich Nachrichten von
tollen Menschen, von tollen Männern auch. Und ich gebe denen keine Chance, weil
ich es mir aussuchen darf.
Aber wenn ich es mir nicht aussuche, dann verbringe ich so viel Zeit und ich
verwende so viel Lebenskraft und so viel Intellekt auf diese Nachrichten, dann
bin ich zum Schluss, es ist ja auch für mich enttäuschend, eine Konversation zu
haben, wo ich am Ende denke, oh, jetzt ärgere ich mich aber. Aber also das
ist einfach, also ich muss meine Zeit wertschätzen, genauso wie die ihre Zeit
wertschätzen. Und wenn die, wie gesagt, meine Zeit möchten, dann müssen sie auch
ihre Zeit investieren. Also ich sehe das immer als Deal von uns beiden.
Das ist immer Lebenszeit, die da drauf geht.
Sebastian
Ja, wenn du nicht reinschreibst, dass du aktiv suchst, dann ist der
Konsens ja schon in dem Moment gebrochen, wo die Mail kommt mit, hier, lass uns
doch was machen.
Kat Kristall
Und meine Lebenszeit, die ist mir heilig. Ja, ja,
Sebastian
Oh, schwierig, schwierig.
Lass mich nochmal mit dir über diese Sache mit dem Wunschzettel nochmal reden.
Kat Kristall
ja,
Sebastian
Auch da ist so, ich bin ja nochmal ein Kerl und so eine Anleitung ist immer ganz
gut, wann ist denn so der Moment, wo ich sagen kann, pass auf, ich habe seit 10
Jahren die und die Fantasie, ich fände das total gut, wenn du das möglich machen
kannst, ich bin bereit, alles mögliche für dich zu machen, aber das wäre mir
eine Herzensangelegenheit. Also hätte ich mit dieser Formulierung vielleicht
schon gewonnen.
ha.
Kat Kristall
Wenn du, wenn wir sagen, okay, wir haben Sebastian, ich habe dich kennengelernt.
Ich finde dich gut. Wir haben eine Connection. Lass uns spielen. Ich lege die
Karten auf den Tisch. Das ist meine Vorliebe. Das ist mein Must-Have. Das ist
optional. Hier ist mein Soft Limit. Das ist mein Hard Limit. Und du sagst zu
mir, das ist mein Soft Limit, das ist mein Hard Limit. Das ist mein größter
Herzenswunsch. Und ich sage, Mensch, Sebastian, das kann ich mir vorstellen.
Seien wir mal ganz ehrlich, wir nehmen jetzt mal was Krasses. Seien wir mal, du
sagst, du möchtest gerne angepinkelt werden. Und ich sage, oh, ja, eigentlich,
Urin ist so mein Soft Limit, aber ich könnte mir das vorstellen in einem
Rollenspiel. Wäre das möglich für dich? Und du sagst, ja, ist mir eigentlich
egal, ich möchte nur gerne angepinkelt werden. Und ich sage, toll, toll, cool,
haben wir doch einen Konsens gefunden. Und dann kann ich sagen, hier, wir machen
jetzt mein Rollenspiel da draus, meinetwegen, wir sagen, ich möchte mir gerne
vorstellen, dass ich dich draußen anbinde und wir machen das und wir kreieren so
eine Szene und dann pinkele ich dich draußen an. Mann, du bist glücklich, ich
bin glücklich, alle sind glücklich und du bist angepinkelt.
So, so, ne? Funktioniert ja.
Sebastian
gut, aber auch da geht wieder dieses, man lernt sich kennen, man spricht
miteinander und dann ist man erst, wenn man in diesem, okay, wir können uns
vorstellen, miteinander zu spielen, dann kommen die Karten auf den Tisch.
Kat Kristall
Ja,
ich meine, ich kann auch von Anfang an reinschreiben, ich suche gezielt einen
Sub hierfür und das steht dem ja auch frei. Wenn der sagt, ich suche eine
Femdom, die auf Pissspiele steht, dann meldet sich ja auch keiner bei ihm, der
das nicht gerne macht.
Also, gibt halt zwei Möglichkeiten.
Sebastian
oder vielleicht doch, weil es ist halt, auch da ist wieder der Konkurrenzdruck
ist groß, da macht man halt Kompromisse, die man vielleicht gar nicht machen
möchte und schreibt eben auch Menschen an, wo Must-Haves drinstehen, die
man vielleicht erduldet, Aber dann hat man halt hinterher das Problem, dass man
das halt scheiße gefunden haben wird und ja, Mist.
Kat Kristall
Also ich muss sagen, wenn du halt auch mal so auf Plattformen wie Joyclub oder
Fatlife guckst und da wird ein explizites Gesuch reingeschrieben von einem
devoten Mann, zuallererst kriegen die Antworten von Femdoms die Tipps geben, wie
du das Gesuch besser machen kannst und dann meldet sich vielleicht jemand da
drauf. Genau,
Sebastian
Okay, aber das ist ja dann wieder dieses Mentoring. Ah, guck mal, da sucht
jemand, dem helfen wir jetzt mal.
Kat Kristall
dann kommt da drunter, schreib dein Profil ein bisschen mehr aus, biet doch an,
auch ein Gesichtsfoto mit zu schicken, wenn du da mit jemandem schreibst. Weil
die Frauen wollen ja grundsätzlich, wir wollen ja alle was.
Nur wir reden halt aneinander vorbei.
Sebastian
genau, dieses aneinander vorbeireden. Also ich glaube, der Wunsch zu
kommunizieren ist ja irgendwie bei allen da. Aber die Frage ist, wie finde ich
die Ebene? Und ich glaube, die muss einfach dann auch, ja, die muss nicht auf
Augenhöhe sein, aber es muss eine Ebene sein, wo beide stehen können. Und wo man
sagen kann, da bin ich, da bist du, wo sind wir oder wo können wir hin.
Und dass man dann einfach diesen Weg findet.
Boah, Kat, weißt du was, ich gucke gerade auf die Uhr, das ist die längste
Live-Sendung, die wir jemals hier hatten.
Kat Kristall
Gut,
Sebastian
Ganz ehrlich, vielleicht ruft ja nachher noch jemand an. Ich habe ja
versprochen, ich höre dich vorher auf.
Kat Kristall
du wirst Atem nehmen, mein Freund.
Sebastian
Ich habe nicht mal eine Schätzfrage, ganz ehrlich.
Kat Kristall
Also
Sebastian
Doch, ich habe eine Notschätzfrage. Mal gucken, was ich da mache. Aber es hören
auch noch Menschen zu. Ich bin begeistert, liebes Publikum, ihr seid toll.
Kat Kristall
würde mir jetzt natürlich wünschen, dass noch eine Frau oder vielleicht auch ein
Mann anruft, der mein Generationenbeispiel entweder belegt oder kontert. Ich bin
der festen Überzeugung, dass diese Diskrepanz darin liegt, dass es diesen vor 15
Jahre über mir Konflikt gibt mit der Selbstdarstellung und der Wahrnehmung, weil
erfahrungsgemäß so die wenigsten Jungs mit 20 teilen dasselbe Bild. Genau. Mal
gucken. Vielleicht habe ich ja auch ganz dolle Unrecht. Ich lasse mich gerne
überzeugen. Das ist gelogen.
Aber jetzt haben wir doch mal eine gute Diskussion angefangen.
Sebastian
Ja, jetzt haben wir so angefangen.
Kat Kristall
Was soll ich jetzt lügen? Ich lasse mich nicht gerne überzeugen.
Ella.
Sebastian
Grüße nach hinten.
Kat Kristall
Grüße.
Sebastian
Es ist immer spannend.
Immer sitzt noch irgendwer im Hintergrund. Der Zensor sitzt im Hintergrund. Was
darf man sagen?
Oh
Kat Kristall
Dieses Mal immerhin nicht im Käfig.
Sebastian
Na, immerhin, ich gratuliere. Nicht im Käfig.
Okay, ich gucke nochmal, ob ich irgendwas auf meinem Zettel habe, was ich
unbedingt von dir noch heute wissen will.
Aber weißt du was? Ich glaube, ich gehe jetzt das Risiko ein. Ich werde mich
jetzt von dir erstmal verabschieden. Nehmen das mit und gucken mal. Vielleicht
kontert dich ja wirklich jetzt jemand und sagt, ne, also die Kat, das geht ja
gar nicht. Aber ich habe jetzt auch, also Jungs, also am Anfang, Joachim und
Lukas und dann kam da nicht mehr viel.
Eure Sichtweise ist auch wichtig, also mehr davon bitte.
Kat Kristall
so, ganz kurz. Ich fand den Joachim ganz toll. Ich habe den auch schon
kennengelernt und der hat eine tolle reflektierte Meinung und dem ist ganz
großes Unglück geschehen. Also wenn sich da jemand anbietet, der nett ist, ist
der bestimmt glücklich und wir alle auch. Das ist ein toller Mann.
Sebastian
habt es gehört. Wer die Kontaktdaten von Joachim haben möchte, mich einfach
anschreiben. Ich vermittle gerne, wenn Joachim das denn möchte. Kann er ja mal
in den Chat schreiben.
Kat Kristall
Ja, weiß ich gerade auch nicht mehr. Aber er ist wirklich ein total lieber Kerl
und es tut mir leid, dass er so furchtbare Sachen erlebt hat. Der muss mal
geknuddelt und geherzt und verhauen werden. Mit Liebe und Konsens. Okay,
Sebastian
Ich werfe dich jetzt aus der Leitung Du wirst mit mir hier gerade so niedlich Ich
wünsche dir einen schönen Abend Vielen, vielen Dank, dass wir sprechen konnten
Mach's gut, tschüss
Kat Kristall
mach's gut, Sebastian.
Na klar. Mach's gut. Tschüss.
Sebastian
So ihr Lieben, das war Kat Kristall Und ich löse mein Versprechen jetzt ein Wenn
hier noch jemand anrufen möchte Dann kann der Mensch das tun Die Nummer sage ich
auch nochmal 0 5 1 0 1 9 1 1 8 9 5 2 Und wenn
jetzt hier niemand mehr anruft Dann würde ich noch so ein kleines Resümee ziehen
Ich kann jetzt schon mal verraten, ich habe bewusst keins vorbereitet, weil ich
habe schon irgendwie geahnt, dass das nach hinten losgehen würde. Und bis es
hier klingelt, gucken wir doch mal, ob wir hier nicht diese Woche doch wieder so
einen Kaffeelöffel irgendwie oder Pfannenwender unter die Menschen bringen.
Das Podcastsubbie hatte eben noch eine Idee, was man denn da einbauen kann.
Wir gehen wirklich auch, uns gehen die Fragen aus. Was hat sie heute gesagt? Oh,
nicht schon wieder so eine Frage, schon wieder eine Woche rum. Wahnsinn. Ich
poste einmal in den Chat rein, was ich hier habe. Aber wie gesagt, das Thema ist
noch nicht rum und ich verlose hier auch weiter, während ich mit jemandem
spreche. Das ist gar kein Problem. Und wer mag, jetzt ist die Gelegenheit. Wir
haben heute das Thema, wir haben heute alle Sichtweisen, sind offen und möglich
und da klingelt es tatsächlich. Ja, hervorragend. Hallo, Sebastian hier, mit wem
spreche ich?
Anrufer 8: Austro
Austro
Ja,
Sebastian
Hallo, Austro, schön, dass du anrufst. Ich habe gar nicht mehr damit gerechnet.
Jetzt muss ich mal gucken. Okay, den Kaffeelöffel gibt es gleich. So, machen wir
erst mal eine Sache zu Ende. Ja, also schön, dass du anrufst. Und bist du beim
Thema beteiligt? Also bist du Male-Sub oder? Ja, bist du.
Austro
ich bin beim Male-Switch.
Ich wollte eigentlich Joachim etwas positive
Ratschläge geben oder positive Sachen, die mir passiert sind,
weil ich bin in derselben Situation, wie Joachim war und
wieder.
Inzwischen habe ich auch einige Sachen gemacht und ich habe Frauen
kennengelernt, die entsprechend das so
machen, wie er sich das vorstellt.
Wo man sich wirklich hinsetzt, was wollen wir machen, wie wollen wir gehen. Und
was Kat Kristall gesagt hat auch,
es ist generationenbedingt. Also die Mädels, die
das machen, sind eher
jüngere Leute. Ich bin 49, ich bin gerade aus einer
zwei Jahre D/s-Beziehung raus, die eigentlich sehr, sehr gut war,
wo man wirklich am Anfang gesagt hat, wir setzen uns zusammen, das ist, was wir
machen wollen. und dann lebt man sich auseinander und ja,
das ist in letzter Woche passiert, dass wir uns getrennt haben, aber es ist auch
immer schön,
jemand sagt, hallo, ich habe mich gerade an dich erinnert, willst du mit mir
spielen? Und es ist auch
so, dass ja, was willst du machen? Ja, Impact und
Fesseln und das und das, das ist ja, hey, das taugt mir auch,
mach ich doch, ja, setzen wir uns zusammen und das sind dann die Wunschzettel,
das ist nur, das sind meine Neigungen und
wenn da was Schönes rauskommen soll, dann muss das überlappen. Ja, das sind ja
die ganze, wie heißt das,
Sebastian
Konsens,
Austro
Consensual Non-Consent ist ganz,
ja, es ist auch ganz, ganz, ganz hübsch und so,
aber wenn das dann irgendwo über
harte Limits geht, dann ist das auch nicht mehr lustig.
Dann macht man das einmal und dann hat man die ganzen Konsensverletzungen und
dann ist man mehr oder weniger draußen.
Sebastian
Hast du denn die Erfahrung gemacht, dass eben auch das, was dir auch passiert
ist, dass das häufiger vorkommt. Ist dir das vielleicht auch schon passiert? Ich
meine, die letzten zwei Jahre, das ging ja.
Austro
Absolut, vorher habe ich versucht, mit jemandem zu reden,
du wirst das, das und das machen und du musst mir zum Essen einladen und das
Hotel bezahlen und bla bla bla, alles und da kommt dann nichts zurück.
Wenn das alles dann gemacht wird, wie ich, also ich die Dame,
mir das vorstelle,
wie nach Nix da.
Sebastian
Ja, wie reagiert man da drauf, wenn man so Ansage bekommt? Besser das als gar
nichts? Oder wie reagierst du da drauf?
Austro
Wenn das zehnmal kommt, dann
überlege ich mir dann das auch und sage, ist das wirklich so? Und dann, weil ich
in einer Gruppe für Subs bin, wo man es gegenseitig unterstützt.
Eine der wenigen Males und
ich immer sehe, oh, das ist so schön, wie die und die haben, warum kann ich das
nicht? Also
Geschlechter umgewandelt haben und das ist dann ganz was anderes.
Das ist ganz komisch.
Sebastian
Ja, aber auch dieser, das hat ja jetzt auch Kat gesagt, auch da dieses,
vorher zieht sich ja den ganzen Abend schon drüber, da ist ja dieses
Konkurrenzproblem auch einfach da. Ist man da nicht dann doch bereit zu sagen,
ja, okay, ist jetzt nicht genau meins, Aber würde ich mitnehmen, weil dann habe
ich wenigstens jemanden, der mit mir spielt.
Austro
gewisse Kompromisse macht man, aber ich habe gelernt, dass das und gelernt
Während in der schwierigen, mit Schmerzen und allem drum und dran,
dass das nicht gut ist.
Ich bin sehr serviceorientiert und ich war in einer Beziehung, wo ich
immer reingegeben habe und das hat mir auch zu dem Zeitpunkt wirklich getaugt.
Und dann ist es mir nicht so gut gegangen und da hätte ich gerne Unterstützung
von meiner Dame bekommen und dann ist nichts zurückgekommen.
Und das war einer von meinen größten Lernmomenten, wo ich
wirklich gesagt habe, mein Service ist nicht
mehr gratis.
Sebastian
Ja, das ist schön.
Austro
Das
Sebastian
Mein Service ist nicht gratis. Das, finde ich, ist eine schöne Formulierung.
Einfach dieses, man will ja auch was zurückhaben, man will was geben und dann
muss ich das irgendwie ausgleichen, wenn das nicht ist.
Austro
ist der Austausch. Ich
Sebastian
Aber das ist halt auch, ja, ich
Austro
dir meine Unterwerfung, du gibst mir deine
Aufmerksamkeit
und Liebe und Zuneigung.
Sebastian
würde jetzt sagen, Aufmerksamkeit hätte ich jetzt.
Austro
Und das ist ja mit den Vanillas ja auch nicht anders. Wenn du in einer Beziehung
bist, wo du immer nur gibst und nichts zurückkommt, dann ist es auch schwierig.
Sebastian
aber das ist, glaube ich, bei jeder Beziehung und immer so, wenn nichts
zurückkommt, dann ist man verloren. geworden, ne.
Puh,
aber auch da ist es, du musst es auch erst mal lernen, ne, feststellen, okay,
das geht nicht, ne, und dann
neu anfangen mental und zu sagen, okay, ich habe einen Wert, ich habe etwas zu
geben, was einen Wert hat, dann darf ich auch gewisse Ansprüche haben und wenn
das jemand abspricht, dann funktioniert es nicht, ne, und das ist, glaube ich,
in allen BDSM-Beziehungsformen so, ja, was jemand gibt, das hat einfach
Und er erwartet natürlich und das zu Recht immer auch irgendeine Art Gegenwert,
so ganz selbstlos und einfach nur der Sklave, der einfach immer nur gehorcht.
Das ist, glaube ich, geil.
Entschuldigung. Das ist geiles Kopfkino, aber eben auch mehr nicht. Der Illusion
kann man sich, glaube ich, nicht hingeben. Das
Austro
absolut.
Und unsere Unterstützungsgruppe für die Subs, wenn ein neuer
Male-Sub reinkommt. Die Neuen sind immer ganz, ich mache immer alles für meine
Damen und so weiter. Alle gemeinsam stürzen wir uns auf den neuen Sub und
sagen, nein, wenn sie deinen Arm abtrennen will, das willst du auch nicht, oder?
Und dann sagt er, oh, das stimmt, ja. Alles mache
ich nicht, aber ich mache viel.
Und das ist auch wichtig.
Sebastian
klingt so ein bisschen als ob einfach, man konsumiert einfach erstmal
Geschichten und Pornografie und das Bild, was man da hat, damit geht man auf die
Welt los. Das funktioniert hinten und vorne einfach nicht. Aber klar, wenn ihr
dann in der Gruppe sagt, okay, wir reden da und wir norden die Neuen erstmal ein
und sagen, hier, pass mal auf, das Bild, was du da hast, ist nicht so toll. Da
haben ja alle was von, weil dann werden von diesen Leuten auch weniger von
diesen ganz dramatischen Wunsch-E-Mails verschickt. Also diese Bestellungen
werden dann auch weniger verschickt und dann ist das ja vielleicht auch so ein
erster Schritt, dass dann auch diese Abwehrhaltung, die ja irgendwann entstehen
muss, wenn man ständig das Postfach voll hat mit Anforderungen, vielleicht geht
die dann auch irgendwann ein bisschen zurück. Aber ich glaube, das ist ein
Prozess über Jahre, ne?
Austro
und was mir immer die neuen Subs sagen, ist, mach eine Liste von
Sachen, die du anbieten kannst und hast im Hinterkopf, was du dafür möchtest.
Das ist ganz, ganz normaler Handel, zumindest
am Anfang.
Sebastian
Ja,
Austro
Und das macht dann auch die Sachen für die Femdoms dann etwas einfacher.
Wenn sie sagen, oh, der macht Pediküre, der macht mir das Haus sauber oder
ist ein Klempner.
Sebastian
ja,
Austro
Das sind alles Sachen.
Sebastian
der Beruf, der ist natürlich dann auch im Zweifel praktisch, ne? Ja, ja, aber
klar, zu sagen, das habe ich anzubieten, ne? Und ich glaube, in dem Zug ist es
dann auch okay, wenn man in der Reihenfolge auch dann erst sagt, das kann ich
dir anbieten und dann kann man auch sagen, hier, aber einen gewissen Preis hat
es auch, ich bin nicht völlig altruistisch veranlagt und ich glaube, dann ist
das auch völlig in Ordnung.
Austro
auch.
Sebastian
Darf ich mal eine Frage stellen? Ich sehe hier eine Nummer, die muss sonst woher
sein. Darf ich mal fragen, aus welchem Land du anrufst?
Austro
Amerika.
Sebastian
Aus den USA direkt. Okay, ich habe es ja schon fast gedacht. Mein Gott, das ist
auch das erste Mal. Sehr schön.
Austro
wir haben schon mal hin und her geschrieben.
irgendwann mal rufe ich dich noch mal an, wenn ich mal wieder einen Donnerstag
freinehme. Dann können wir reden, was da hier passiert und dass das ganz gar
nicht so legal ist, wie es anscheinend ist.
Sebastian
Das Thema Legalität und von BDSM in den USA, das steht eh nochmal auf meinem
Zettel.
Austro
Aber
Sebastian
Heute würde ich mich erstmal verabschieden wollen, weil, hier möchte noch jemand
mit mir sprechen.
Austro
sehr schön.
Sebastian
Entschuldigung. Und ganz ehrlich, wir nehmen hier alles mit. Also
vielen Dank erstmal für die Sicht und auch, dass ihr da zu sehen, ihr seid in
den USA, ihr seid organisiert, das Problem existiert offenbar dann, das heißt
das Problem, aber ja, das gibt es eben auch in den USA, vielleicht ist es
auch einfach, glaubst du?
Austro
Extremer, glaube ich.
Ja, ich glaube, es ist 10 zu 1.
In Deutschland, glaube ich, ist es mehr 3 zu 1 oder 4 zu 1. Zumindest von den
Partys, die ich besucht habe in den vergangenen Jahren.
Sebastian
Okay, extremer. Kann ich jetzt, gut, da wird es jetzt schwierig, das zu
validieren, aber auch da kann ich mal die Augen aufhalten, was mir so an Infos
vor die Nase läuft und vielleicht, wenn du es mir dann irgendwann nochmal
erzählst, wie das drüben aussieht über dem Atlantik, das wäre natürlich auch
nochmal spannend. Für heute sage ich dir erstmal gute Nacht, wobei bei euch ist
jetzt gerade Mittag, ne?
Austro
Fünf am Abend.
Sebastian
Ja, das geht ja noch. Okay, dann habt noch einen schönen Abend, meiner ist bald
vorbei und ja, vielen Dank für den Anruf.
Austro
Ja, eben.
Sebastian
Mach's gut, tschüss.
Austro
Gute Nacht. Hallo
Sebastian
Ja, das war Austro. Also sowas wie heute, wenn ich das vorher gewusst hätte, ich
Der Kaffeelöffel muss weg
bin beeindruckt. So, ich muss jetzt diesen Kaffeelöffel unbedingt loskriegen,
weil das Podcastsubbie muss auch irgendwann ins Bett, denn die muss nämlich im
Gegensatz zu mir super früh aufstehen, deshalb, ich überlege, ob wir den nicht
einfach nächste Woche unter die Menschen bringen. Ich gucke mal, ob noch jemand
zuhört.
Ja, es hören, komisch, es hören weniger Menschen zu, als gerade im Chat sind.
Das ist witzig, aber ich mache jetzt folgendes.
Liebes Podcastsubbie, denk
dir doch mal bitte irgendeine Zahl aus und schreib sie auf einen Zettel und die
möge der Chat jetzt erraten, bitte. So, wir machen das jetzt ganz einfach. Hier
kriegst du sogar einen Rotstift von mir. So, wunderbar.
Und ihr Lieben, ja, also das Podcastsubbie wird jetzt irgendeine Zahl
notieren, ihr merkt, das ist wirklich so die unterste Variante von wie kann ich
eine Schätzfrage bauen, aber ich finde, der Kaffeelöffel muss weg. Nein, der
Pfannwender natürlich, der muss weg, weil ich schicke gerne Post.
Ja, ihr merkt, es ist jetzt halb zwölf gleich und jetzt fängt auch meine
Aufmerksamkeitsspanne um diese Zeit langsam ein kleines bisschen an zu Ende
zu sein. Aber einer geht ja noch.
Und jetzt kriege ich hier eine Nummer und jetzt wähle ich die einfach mal und
währenddessen wird im Chat weitergeraten. Ich finde das total spannend. Also
offenbar kann ich hier überziehen ohne Ende und es sind immer noch Menschen da.
Oh ja, das ist schon mal ein gutes Zeichen.
Anruferin 9: Katrin
Hallo.
Katrin
Sebastian.
Sebastian
Ja, da ist die Katrin am Telefon.
Katrin
Genau, das ist ja heute hier eigentlich genau mein Thema. Ja, deswegen muss
Sebastian
Ja, da hast du erstmal alle reden lassen, bevor du selber was dazu sagst, ne?
Katrin
ich... Ja,
kann ja auch nicht, ich habe da immer so ein Problem mit, man kann ja auch nicht
immer anrufen. Aber nachdem unsere liebe Kat dann ja eben auch da war, dachte
ich mir so, ach, jetzt ist es auch egal, kannst du auch noch anrufen.
Sebastian
Ja, auch heute geht das. Mal gucken. Ich werde im Schnitt morgen die Krise
kriegen. Also wenn diese Folge nicht Samstag erscheint, sondern erst Sonntag,
dann liegt es einfach daran, dass das Ding lang ist. Pass auf, erlaubst du mir,
liebe Katrin, dass ich nochmal ganz schnell versuche, diesen Kochlöffel, den du
ja schon pink angemalt hast, unter die Menschen zu bringen? Okay, pass auf, dann
bleibst du jetzt einfach dran, ich mache jetzt hier eine Linie und das Podcast
Subbie schaut mal, ob jemand irgendwie in der Nähe ist.
Katrin
Genau, natürlich.
Ich warte.
Sebastian
Sie hat eine Zahl notiert. Ich glaube, ich kann die Zahl schon mal sagen. 697.
Ich weiß noch nicht, was die genaue Bedeutung dieser Zahl ist. Das werde ich
dann irgendwie nachher erfahren. Aber ich bin sehr gespannt.
Ja, du
musst dich noch ein kleines bisschen gedulden. Wir werten hier aus. Nein, nicht
wir, sondern das Podcastsubbie wertet aus. Wobei, ich habe ja jetzt die Zahl
schon gesagt, kann ja nicht einfach derjenige sich melden, der am nächsten dran
ist. Und dann haben wir das abgekürzt.
Katrin
Ich warte auch, das ist gar kein Problem, es ist eh schon so spät. Also von
daher, ich habe auch den Mann gerade ins Bett geschickt, der,
Sebastian
Also es ist auch total einfach. Der Mensch hat gewonnen, der am höchsten
geraten hat. Mit 101 hat Pluto, war am nächsten dran an der 697.
So, damit ist dieser Akt erledigt. So, Pluto, vielen Dank für den Tipp und vor
allen Dingen, dass du, ja, du hast gewonnen. Herzlichen Glückwunsch. Du kriegst
Post von mir, wenn du mir eine Adresse schickst. und dann packe ich den guten
Kaffeelöffel, wie ich ihn inzwischen immer nenne. Es ist ein Pfannenwender, um
Himmels Willen. Auf dem steht drauf, nur für Brat und Koch. Den schicke ich dir
gerne zu. Ganz viel Spaß damit. Und du merkst aber, ich halte das jetzt gerade
ganz kurz dahin mit Katrin, damit wir beide noch ein bisschen quatschen können.
Katrin
nein,
Sebastian
So, fragen wir mal an. Bist du so eine Femdom?
Es ruft einfach keiner an.
Katrin
ich hörte auch, ich hörte, also ich höre auch immer nur diese
Schauer-Geschichten tatsächlich.
Sebastian
kennst du denn solche Menschen?
Katrin
Ja,
ja, die gibt es, aber die möchte ich, also ich möchte mich dann halt mit dieser
Art von Femdoms, ich nenne sie ja liebevoll Domsen,
nicht, also ich möchte mich halt mit denen da nicht weiter beschäftigen oder
mich nicht mit denen weiter umgeben.
Sebastian
Toll, jetzt hast du es geschafft mit einem Satz. Ich habe jahrelang versucht,
den Begriff Dom so wieder zu rehabilitieren und zack, vorbei ist es. Ja,
Katrin
Damit musstest du rechnen.
Sebastian
jetzt ist es passiert, verdammt.
Okay, also mit denen umgibst du dich nicht, von denen hältst du dich fern, aber
woran erkennst du die denn? Ja,
Katrin
Ja, das kann ich gar nicht so genau sagen, aber es ist
die Art von BDSM, wie du es halt am Anfang
oder wie zum Beispiel Kat das beschrieben hat, dass es halt Frauen gibt, die
sich das halt aussuchen können und die halt da
immer aus dem Vollen schöpfen können und es kommt ja immer
Nachschub.
ist nicht mein Ansatz.
Sebastian
da ist man sich auch bewusst, dass das so ist. Der Nachschub ist ja gesichert,
dann kann ich Grenzen austesten.
Katrin
Ja, das wollte ich auch gerne sagen, das
mag bei vielleicht vielen Frauen so sein, die das wollen.
Also bei mir ist das zum Beispiel nicht so, weil ich
das aber auch bewusst von mir fernhalte, weil
es zum Beispiel so ist, also wenn ich dem so nachgehen würde,
was ich und es ist so, wie auch alle Vorrednerinnen
das gesagt haben, dass man halt einfach unheimlich viele Nachrichten kriegt
und auch einfach einfach unheimlich viele blöde Nachrichten und da dann schon
mit so einer echt negativen Grundstimmung dran geht.
Und wenn ich, also
ich mag es eigentlich auch gerne, aktiv auf Menschen halt zuzugehen.
Aber wenn ich das so machen würde wie andere, so ja, da kommt dann jetzt immer
der Nächste und der Nächste oder ich habe, weiß ich nicht, fünf oder sechs
gleichzeitig, Das würde mich als Mensch emotional belasten,
weil
Sebastian
Das ist schlicht viel Arbeit dann.
Katrin
ich viel
Arbeit und für mich gehört zu einer
Femdom-Malesub-Beziehung auch ganz viel
Vertrauen. Und auch das, was Joachim am Anfang gesagt hat, dass man eben
halt so die Schnittmenge untereinander findet findet und dass man erstmal den
Menschen halt kennenlernt und nicht es um irgendwelche Praktiken geht
oder um Dinge, Drehbücher oder Wunschzettel abzuarbeiten,
sondern darum, also
Sebastian
Aber dass der Wunsch da ist, ich habe eine Fantasie, ich will was erleben,
das ist ja dann auch da und dann will man ja nicht alles andere machen, aber
diesen Wunsch nicht erfüllt kriegen. Also ich kann diesen Drang dazu schon
irgendwie nachvollziehen, aber ja, es funktioniert halt nicht, ne. Ja,
Katrin
für mich ist es, ist ein Wunschzettel eigentlich gar
nicht sowas Negatives,
wenn man das halt in einem gewissen Rahmen halt auch
vorbringt.
Also die erste Nachricht oder die erste Ansprache vielleicht
auch irgendwo auf dem Stammtisch oder auf einer Party oder was auch immer und
dann wird direkt gesagt, ich stelle mir aber das, das und das vor und dann wird
erstmal da so eine Litanei an Praktiken irgendwie aufgezählt, obwohl man
überhaupt gar nicht weiß, ob man den Menschen mag, ob man gut miteinander
klarkommt, ob man auf einer Wellenlänge ist, das zählt dann in dem
Moment nicht. Und dann finde ich das unangebracht, so wie auch die Vorrednerin
das schon gesagt hat.
Sebastian
das ist wieder dieser alter, dieser blöde Spruch einfach, ne, dieses such einen
Menschen, mit dem du was machen kannst und such nicht zu deinem Fetisch einen
Menschen, der es dir umsetzt, ne, also einen Dienstleister. Ich glaube, das ist
immer wieder das zentrale Problem.
Katrin
Und da muss
ich dann halt auch sagen, da bin ich mir dann halt auch als Frau, als Femdom
dann auch zu schade für. Also nur in
Anführungsstrichen Dienstleisterin für jemanden zu sein, weil ich möchte ja mit
den Menschen interagieren und dass wir beide gemeinsam eine tolle Zeit haben
und
nicht, weil mir da irgendwas übergestülpt wird. Also
Sebastian
Jetzt haben wir ja eben wirklich auch gehört, das ist ein Generationending
möglicherweise und auch man kann sich das erlauben. Also die
Frage ist ja, wenn ich gewisse Ideale habe, ich habe manchmal so den Eindruck,
es gibt einfach schlecht gelaunte Frauen, Die suchen jemanden, den sie für
irgendwas büßen lassen können und dann verhalten sie sich eben in sozialen
Medien, gerade wie ich es vor drei Stunden inzwischen übrigens, wie ich es
beschrieben habe.
Du merkst, das ist schon ein ziemlich markiges Vorurteil jetzt, aber so langsam
bleibt mir nur noch diese Erklärung dafür, weil ich finde keinen anderen Grund,
warum man so agieren soll.
Katrin
das ist
Sebastian
Jawohl, ich
Katrin
auch mit ein Grund, weswegen ich mich aus solchen Foren halt auch fernhalte.
Weil mich das aufregt, also die
Damen, die da so halt so agieren, also so Männerhassend oder
so, ich bin die absolute Göttin hier und ihr habt alle nach
meiner Pfeife zu tanzen.
Aber das ist auch wieder dieses so, ja die, die am lautesten schreien.
Sebastian
glaube, du hast auch diese, irgend so eine Diskussion beim Joyclub, ich weiß
nicht, da haben wir sogar mal vor Ewigkeiten drüber gesprochen, da hast du dich
irgendwie auch aufgeregt, irgend so was war das mal, dieses Stereotypen und was
darf man als Femdom und was darf man nicht, das ist mir doch alles egal, was man
darf, irgendwie so habe ich da noch was im Hinterkopf.
Katrin
Ja, ja, ich
Sebastian
und ich habe vielleicht um das Thema hier richtig kontrovers heute
auszudiskutieren, ist einfach die Bubble des Podcasts einfach geradezu schön
Katrin
glaube auch, dass das so ist, tatsächlich. Aber ich meine, das ist ja eigentlich
auch schön und das spricht ja auch für deinen Podcast,
dass das so ist.
Aber ich glaube halt auch einfach, dass wenn man sich so im realen
Leben bewegt oder auf Stammtischen, auf Partys Und wenn man, so wie auch Lana
vorhin gesagt hat, wenn man halt vernetzt ist unter tollen Femdoms.
Sebastian
ja,
Katrin
Ich bin auch mit den Hamburgerinnen vernetzt. Das ist eine ganz tolle Community,
wo man sich halt gegenseitig hilft und alles an Fragen stellen kann,
wie man möchte. da gibt es auch kontroverse Meinungen
öfters mal, aber das ist okay. Also es werden alle Meinungen
akzeptiert, diskutiert, auch auf den Stammtischen und
es wird keiner verurteilt. Also so dieses, das steht jetzt im goldenen Buch
des BDSM, wie man etwas als Femdom machen muss, Weil das einem
so suggeriert wird, wie dieser Schwachsinn mit Femdoms dürfen ja auch keinen
Sex haben im Sinne von Penetration oder dürfen ihrem Sub keinen blasen etc.
Sebastian
wo hast du denn deine wo hast du denn deine Sozialisation her, also dir wurde
offenbar klar gemacht du, das
Katrin
kommt irgendwo her.
Sebastian
ist ein Geben und Nehmen da ist Konsens, darauf muss geachtet werden hat dir das
mal jemand gesagt oder oder hat dir schon mal vielleicht jemand versucht was
anderes zu erklären, eben, vielleicht hat dich mal jemand beiseite
genommen, hier, dein Sub, den musst du schon ordentlich keusch halten,
sonst geht das gar nicht.
Gab's das schon mal, dass jemand da einen, ich sag mal in Anführungszeichen,
guten Rat geben wollte? Ich
Katrin
Ja, das gab es. Das ist zwar schon
länger
her.
Ich meine, ich bin ja jetzt auch schon lange irgendwie in der Hannoveraner Szene
vertreten, das sind jetzt so, glaube ich, 15 Jahre oder so, wo ich auf die
Stammtische gehe.
Und gerade so am Anfang, da
hatte ich auch noch so diese Stereotype der absolut bösen
Femdom irgendwie, die total
skrupellos sein muss irgendwie in meinem Kopf, weil das irgendwie so ein
weiß ich nicht, so ein Bild, was irgendwie so vor allem so von außen irgendwie
eingetrichtert wird, aber
wenn man dann mal auf sich selbst hört und was man halt eigentlich selber will
und was man halt selber für ein Mensch ist und das dann genauso umsetzt, ohne
sich halt irgendwelchen Blödsinn erzählen zu lassen, dann
macht es das ja viel besser jetzt
Sebastian
glaube, ich verrate dir jetzt mal was. Als ich dich das allererste Mal gesehen
habe, da hatte ich so den Eindruck, ah, okay, das ist möglicherweise genau
so eine.
Katrin
kommt das
Sebastian
Und dann habe ich Hallo gesagt und dann war so, Mensch, hallo, wer bist du denn?
Und dann war das weggeblasen. Aber aus irgendeinem Grund habe ich das erstmal
gesehen. Ich kann dir nicht sagen, warum. Ich weiß auch nicht, wie viele Jahre
das schon her ist.
Katrin
ist
Sebastian
Das ist gar nicht böse gemeint, aber wo ich dachte, ach guck an, das ist auch so
einer der Punkte, wo ich dann auch gelernt habe, du kannst auf jeden zugehen.
Lass dich nicht von diesem ersten Eindruck oder auch optischen Eindruck, du
kennst das, wenn man ist auf einer Party und dann ist da am anderen Ende des
Raumes ist da jemand.
Davon sollte man sich nicht leiten lassen, weil da liegt man einfach oft genug
unfassbar falsch.
Katrin
das ist tatsächlich das ist aber tatsächlich auch so ein
ein bild was man von mir hat wenn man sich jetzt wenn man mich jetzt zum
beispiel auf einer party spielen sieht, dann
bin ich die unfassbar böse ab schluss und
unheimlich viel spaß an ihrem gegenüber hat,
aber
eigentlich das nette Mädchen von nebenan.
Sebastian
Ja, gut, aber man muss erstmal ins Gespräch kommen. Ich glaube, das ist auch da
wieder die Kommunikation, mein Gott.
Katrin
Genau.
Sebastian
Wir gucken mal, ob wir das jetzt hier ein bisschen konstruktiv hinkriegen. Also
wir haben ja jetzt das Problem identifiziert, das Problem lautet, da sind
einfach Missverständnisse, sich selbst verstärkende Verhaltensweisen und einfach
dieses Ungleichgewicht, ich sag mal, verfügbares Angebot passt nicht zu dem,
es passt einfach mengenmäßig schon nicht.
Katrin
passt nicht zusammen.
Sebastian
Das heißt, die Frage ist einfach, wie kriege ich es hin als Kerl, wenn ich sage,
Mensch, ich möchte eine liebe, nette Femdom haben, die mich ordentlich quält und
die auch schön gemein ist, aber dann auch bitte gelegentlich ein schönes Happy
End anbietet und die sich vielleicht auch daran erfreut.
Katrin
Also
Sebastian
Wenn ich sage, das möchte ich gerne, wo würdest du sagen,
das ist doch schon mal ein guter Weg. Hast du vielleicht noch einen neuen
Impuls? Und
Katrin
ich bin da auch
bei den anderen eher Real Life zu suchen. Ja, das ist jetzt mit Corona und so
schwierig.
Aber erstmal die Menschen auf Augenhöhe kennen lernen und
gucken, ob man eine gemeinsame Basis hat, dass man sich gut
versteht und dann kommt alles andere
ganz von allein.
Sebastian
ich glaube, das Vertrauen darin zu haben, Das ist etwas, also
Jungs, ganz ehrlich, das Vertrauen könnt ihr haben, denn ich glaube, da
muss ich jetzt dir einfach mal unterstellen, es ist doch nicht so geil, als wenn
so ein toller Typ sich für einen ein Bein ausreißt und Dinge tut.
Gut, das ist dann ja auch für dich wunderschön und dann freut man sich einfach
und dann will man doch auch irgendwie was Positives zurückgeben, da hat man doch
diesen Drang einfach danach auch zu sagen, komm, da wird auch belohnt.
Katrin
Oh ja, total.
Sebastian
Und
Katrin
Auf jeden Fall.
Tatsächlich bin ich halt auch eine von den Femdoms. Ich
brauche auch so ein
Zeichen von Sub,
dass es jetzt, dass es irgendwo auf Gegenseitigkeit beruht.
Also ich kann schlecht sagen, ja so du und dich hätte ich jetzt gerne. Und
komm mal ran hier.
Sebastian
das kannst du schon sagen, es klappt wahrscheinlich sogar.
Katrin
Ja, das könnte das, das würde wahrscheinlich schon klappen, aber ich
Sebastian
Ja,
Katrin
brauche da, bevor ich so agieren kann, erstmal ein Zeichen von so,
dass der sagt, dass er das überhaupt wollen würde.
Sebastian
ist das vielleicht auch,
Katrin
Und das ist also Also das ist für mich persönlich, da stehe ich mir manchmal
auch selber im Weg, dass ich das nicht so krass
einfordere, wie andere das halt machen würden. Also wenn die Situation halt
geklärt ist, also so, dass man darüber gesprochen hat, was für ein
Machtverhältnis man jetzt eingeht, dann ist kein Problem. Aber da erstmal
hinzukommen, so
weil man sich jetzt vielleicht ganz gut findet, und aber dann weiß man ja dann
doch noch nicht so richtig wird das was oder nicht also
Sebastian
bitte,
Katrin
solche Femdoms gibt es auch die nicht immer ich
plaudere jetzt hier total aus nee, gestern
ja
Sebastian
werde dich nicht unterbrechen.
Katrin
die nicht immer irgendwie ganz klar dominant sind und da irgendwie ihren
Willen jemand anders aufzwingen wollen, also ich bin schon jemand, die
braucht da so ein Zeichen Oh
Sebastian
Ja, also das ist ja auch nochmal was, auch dieses Feedback, diese
Selbstbestätigung. hier, was ich mache, ich bin böse und ich bin gemein, aber es
wird gut gefunden es macht dem anderen Spaß und der mag das auch wieder haben
und es wird ihm wieder Spaß machen ich glaube, das ist ja auch was das eigene
Ego auch stärkt, das ist ja auch wieder so ein Punkt, das bringt ja Spaß mit ins
Spiel rein
Katrin, die Uhr und die Uhr aber eine Sache hätte ich da noch
Katrin
ja.
Sebastian
Heike hat das so schön geschrieben weil du ja nun damit dich gut gut auskennst,
ich lese mal von Heike vor, nach dieser Folge traut sich keine Femdom mehr,
ihren Sub keusch zu halten, damit sie nicht so eine Femdom ist.
So, das wäre das Schlimmste, was passieren kann, dass am Ende dieser Folge
heraus kommt, dass irgendwer das bleiben lässt, was Spaß macht.
Katrin
Bitte auf gar keinen Fall die Keuschhaltung einstellen.
Ausrufezeichen. Das ist eine ganz wunderbar tolle Spielart.
Sebastian
dem schließe ich mich jetzt einfach mal an, weil ich von genug Jungs gehört,
also ganz ehrlich, das Ding der Woche, was mit Abstand am häufigsten schon hier
bei mir auf dem Tisch lag, das war der KG und zwar von Jungs angeschleppt.
also das kann man ich wollte das am Anfang nicht generell verteufeln und auch
da ist ja auch die Spielart, das ist ja eine Spielart mit der Lust und nicht mit
der Unlust, es geht ja darum, dass man dann früher oder später dann eben doch
Spaß hat, wobei
Katrin
Oh, und das ist eine ganz tolle Spielart, mit der Lust, mit anderen zu spielen.
Sebastian
du lässt dann auch mal hin und wieder auch mal kommen, ja
Katrin
also als Belohnung, klar.
Sebastian
ja, also gut, das ist ein Mittel der Wahl dann
so, ja, nicht, dass wir hier irgendwelche Praktiken tot machen wobei so
einen Einfluss hat der Podcast Kasselmann auch wieder nicht. Das sollen ja auch
alle machen, was ihnen Spaß macht.
Katrin,
ich merke, meine Stimme gibt langsam aber sicher auf. Ich werde zwar trotzdem
noch mal rangehen, wenn es hier noch mal klingelt, aber die Gespräche werden
kürzer.
Katrin
Aber ich glaube, ich gehe gleich auch mal ins Bett.
Sebastian
Ich bedanke mich ganz herzlich bei dir, dass du angerufen hast und ja, ich muss
mir jetzt gleich noch ein flammendes Endplädoyer des Abends hier ausdenken, mal
gucken, ob mir das gelingt und dir wünsche ich ganz viel Spaß auf beiden Seiten.
Das hast du ja auch schon kundgetan.
Katrin
Dankeschön.
Sebastian
Und ja, wir sehen uns hoffentlich bald wieder. Mach's gut.
Katrin
bald. Mach's gut. Tschüss.
Sebastian
Tschüss.
Müüüüüde!
Das war Katrin.
Und ja, mal sehen, ob hier noch jemand anrufen möchte.
Wie gesagt, ich gehe ran und ich gebe mir auch Mühe. Also so ist es nicht.
Nicht, dass ich dann hier völlig gelangweilt da sitze und sage, noch einen
Anrufer, ich will aber nicht. Aber wenn jemand sagt, ich habe noch einen neuen
Aspekt, ich will das noch reinbringen, das muss hier noch gesagt werden, dann
ist das okay, dann anrufen und dann werden wir darüber sprechen.
Aber ich gehe jetzt erstmal nicht davon aus, wir haben jetzt auch die
3-Stunden-Marke längst geknackt und ich gucke mal kurz, eine Sache habe ich noch
vergessen, nämlich zu sagen, also wir haben ja den BDSM-Spruch der Woche, also
BDSM steht für...
wofür stehen die vier Buchstaben B, D, S und M? Und da kann ich mal sagen,
bedien dich schon mal, funktioniert auch.
Ja, und ich glaube, ich fasse mich jetzt kurz, weil hier gehen auch gerade
einige Menschen ins Bett Das kann ich auch verstehen, das ist Viertel vor zwölf,
Wahnsinn und ich glaube, ich werde diese Folge auch einfach gar nicht schneiden,
ich werde die eins zu eins nehmen und fupp in den Feed reinpacken. Ich mag
Würdigung der UnterstützerInnen
nochmal die UnterstützerInnen würdigen diese Woche, nein mag ich doch nicht,
denn diese Woche gab es keine, also wenn ihr möchtet, unterstützt den Podcast
gerne und so viel ihr möchtet bei Steady oder indem ihr was aufs Konto überweist
oder oder oder oder auf kunstderunvernunft.de schaut ihr einfach mal rein und da
könnt ihr dem Podcast was Gutes tun, da freue ich mich immer.
Und inzwischen gibt es ja auch die Möglichkeit, hier einzelne Folgen zu
sponsern. Das ist ja vielleicht für kleine Unternehmen interessant in dem
Bereich. Wer da mal was machen mag, einfach mal mich ansprechen. Jetzt habe ich
Nächste Woche gibt es...
das Ganze eingeleitet mit, ich habe bei Twitter gesehen und bei Instagram und in
diversen Blogs gelesen. Und da sah das so und so aus. Da bin ich natürlich auch,
beziehungsweise nicht ich, sondern der Podcast selbst sucht einfach nach Kunst
der Unvernunft.
So, und jetzt sage ich noch, wann es die nächste Folge gibt, nämlich am 6.05. um
20.30 Uhr. Da ist auch schon ein bisschen Planung gediehen. Wahrscheinlich wird
es so sein, dass ich mit einem Kunstkollektiv spreche.
Fazit des Abends
Ja, jetzt komme ich nicht mehr drum herum. Jetzt versuche ich mal hier so ein
kleines Plädoyer des Abends zu bauen. Also ich habe ja am Anfang wirklich hier
eine steile These vertreten, habe was vorgelesen.
Und eine Sache, unabhängig davon, ob es Femdoms gibt, die höchst
problematisch sind und, ich sage mal, irgendeine Art Frust an den Männern
auslassen. Ich zähle mal durch. Katrin 1,
dann haben wir Kat Kristall 2, Lana 3, Roxy 4, Lady A 5
und Anna 6. Also 6
Mädels, Femdoms, darf man Mädels sagen? Weiß ich gar nicht, haben hier angerufen
und haben den Eindruck gemacht und das glaube ich auch, das geht auch alles ganz
anders und Und das ist einfach nur laut und das ist einfach dieses ganze
Social-Media-Gedöns. Und liebe Malesubs, lasst euch davon um Himmelswillen
nicht unterkriegen. Fangt Gespräche an, lernt Leute kennen und wenn man ein
bisschen Glück hat, dann scheint es einfach auch früher oder später klappen zu
müssen. Das liegt einfach in der Natur der Sache. Mir wird übrigens gerade
gesagt, Ladies wäre der richtige Begriff. Okay, ich benutze jetzt mal Ladies.
Das klappt früher oder später. Nicht aufgeben und wenn jemand euch nicht
wertschätzt, dann ist er eure Dienste einfach nicht wert, so einfach.
Und ich glaube, diese ganze Geschichte mit Konsens finden, erhalten, immer
wieder neu aushandeln, diese ganzen Iterationen, die da stattfinden, das gehört
einfach zu jeder BDSM-Beziehung dazu. Und wenn jemand sagt, nee, auf diesen
Schnickschnack, so Konsens und so, darauf kann ich verzichten oder so ein
Gespräch, das ist verzichtbar. Ich glaube, das ist einfach ein Warnsignal und
das würde ich glaube ich auch generell über jeden submissiven Part, egal ob
Mann, Frau, einfach mal weitergeben. Wenn ihr das Gefühl habt, ihr werdet nicht
wertgeschätzt, dann ist der Mensch das vielleicht auch nicht wert. Da müsst ihr
halt prüfen und schauen.
Und selbst wenn es Jungs für euch viel Konkurrenz gibt, die mag es ja geben,
aber ihr seid ja trotzdem toll und dann klappt das auch früher oder später. Auch
gerade und insbesondere Joachim. Ich habe das Gefühl, das wird ein Happy End und
dann sprechen wir hier einfach vielleicht nochmal drüber.
Okay, ich hoffe, ich habe mich jetzt nicht unfassbar um Kopf und Kragen geredet
heute. Ich habe die leise Hoffnung, dass am Samstag, wenn diese Folge erscheint,
nicht der große Shitstorm auf mich wartet, wobei ich habe Twitter den ganzen
Abend über auch noch nicht aufgemacht.
Ich glaube, das ist jetzt alles für heute. Mehr habe ich nicht zu sagen. Ich
mag mich bedanken und zwar absolut herzlich für ganz viele Aussagen, ganz
viele Eindrücke, ganz viel ja, was ich jetzt mitnehmen konnte. Ich hoffe, ich
habe es geschafft, so ein bisschen ja, auch neutral zu sein. Das versuche ich ja
immer. Ich bedanke mich bei Lukas, ich habe jetzt hier Zettel, bei Joachim
natürlich, Katrin, bei Kat Kristall, bei Austro und bei Lana natürlich, bei
Roxy, Lady A und Anna. Und also, vielen vielen Dank. Das war mir
heute ein Fest, mit euch allen zu sprechen. Hier ist kein Krieg ausgebrochen.
Auch im Chat ist es
wirklich zivilisiert vor sich gegangen. Das ist man ja heutzutage kaum noch
gewöhnt. Alle so angespannt. Deshalb vielen, vielen Dank. Ich habe zumindest,
was das angeht, die tollste Bubble, das tollste Publikum der Welt mal wieder.
Verabschiedung
Und ja, lieber Chat, vielen Dank, dass ihr so lange durchgehalten habt. Da sind
immer noch über 100 Leute drin. Es ist
Wahnsinn.
Deshalb einfach toll. Ich bin ein bisschen gerührt und auch völlig fertig mit
den Nerven. Ich werde mir gleich noch meinen zweiten Gin Tonic gönnen und
mich dann auch hinlegen, wenn die Folge erst Sonntag erscheint oder so, seid mir
nicht böse, aber die drei Stunden wollen erstmal geschnitten werden. Ja, und
jetzt wünsche ich euch einen schönen Restabend. Erzählt jedem vom Podcast. Ja,
ich freue mich, wenn Menschen zuhören und wenn ihr Feedback habt, auch was heute
jetzt, wenn ihr nicht anrufen wolltet, ihr könnt mir da ruhig schreiben, das ist
kein Problem. Ich lese das alles durch, Antworten, zeitnah antworten fällt mir
manchmal ein bisschen schwer, aber ich nehme das alles auf jeden Fall mit und
versuche das hier auch einzubauen und jetzt euch allen vielen vielen Dank für
eure Zeit, dafür, dass ihr mir so viel Input gegeben habt, macht's gut bis
nächste Woche, tschüss
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