Unvernunft Live 29.04.2021 - Thema FEMDOM

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Sebastian Hallo und guten Abend zur Unvernunft Live am Donnerstag, den 29. April 2021. Willkommen in dystopischen Zeiten. Ja, das ist der Livestream von der Kunst der Unvernunft, dem Podcast über BDSM und Menschen, die daran Spaß haben. Mein Name ist Sebastian Stix und ich werde mich heute hier offenbar um Kopf und Kragen reden. Ich befürchte Schlimmstes. Und ja, das ist Live-Sendung Nummer 63 schon. Wahnsinn. Und ich begrüße erstmal hier heute Abend ganz lieb den Chat, wie immer. Schön, dass ihr da seid. Alle Menschen, die hier live zuhören, ich sehe, es sind ein paar. Auch da wieder, helft mir, stellt Fragen, beteiligt euch. Und heute habe ich keinen ersten Gast, denn heute wird hier einfach spontan angerufen. Aber erst in ein paar Minuten, denn ich mag das erstmal ein bisschen einführen, das Thema. Denn es gibt heute einen Themenabend, ihr habt es vielleicht schon gelesen, das Thema Femdom. Und ja, ich habe mich ja versucht ein bisschen darauf vorzubereiten und dafür habe ich jetzt etwas aufgeschrieben und wenn ich hier gleich fertig bin, das dauert so 2, 3, 4 Minuten, dann mache ich jetzt das Telefon an und dann gucken wir mal, was alles passiert. Okay, also heute reden wir über Femdoms und was so anders daran ist. Das ist so ein Thema, bei dem riskiere ich jetzt natürlich als Cis-Male-Dom quasi einen Shitstorm sondergleichen, denn ich mag mit euch diskutieren und Perspektiven anschauen und sehen, was eigentlich da Sache ist. Und ich kann da nun mal nicht ganz neutral sein, aber ich verspreche, ich werde mich unfassbar mühen. Aber wie kriege ich diese Diskussion hin? Ich muss erstmal eine steile These aufstellen und dann dürft ihr mir da gerne widersprechen. Ich habe auch noch einen kleinen Disclaimer vom Podcastsubbie nämlich, die ist nämlich überhaupt nicht meiner Meinung und sie hat mir auch aus dem Stehgreif ganz viele wundervolle Femdoms genannt, die wir beide kennen und auf die das Thema des Abends überhaupt nicht passt. Da hat sie recht, aber es gibt halt noch mehr Menschen auf der Welt. Also, ich habe jetzt einen Plan, ich lese euch kurz was vor, ich überspitze das ein bisschen und ich hoffe, dass damit so ein bisschen sichtbar wird, was ich eigentlich genau sagen will und worüber ich sprechen will. Ja, dann gucken wir mal, ob mir das gelingt. Aber ich bin ein bisschen aufgeregt heute, ich weiß gar nicht warum. So, sie hat sich mit ihrem neuen Sub getroffen. Sie hat ihn bespielt, mit ihm geärgert, was er so gar nicht mag und ging an seine Grenzen. Der Sklave hat gehorcht, war zu Diensten und hat alles für sie erlitten. Natürlich dürfte er nicht kommen und sie würde ihn natürlich auch nicht anfassen, denn ein guter Sklave wird natürlich a. keusch gehalten und ihre Unnahbarkeit unterstreicht ja auch ihre Position. Da hilft auch kein Bitten und kein Betteln. Okay, so erstmal dieser Teil. So oder so ähnlich lese ich manchmal Dinge und das ist, sagen wir mal so, erstklassiger Male-Sub-Porn. Das kann man so machen und man darf auch nicht vergessen, dass das häufiger auch von Male-Subs als Wunsch formuliert wird, dass das so passiert. Ich habe da tatsächlich Nachrichten gelesen, dass das so ist. Ich wollte es gar nicht glauben. Und jetzt lese ich euch mal die andere Seite vor. Er hat seine neue Sub getroffen. Er hat sie bespielt und mit dem geärgert, was sie so gar nicht mag und ging an ihre Grenzen. Die Sklavin hat gehorcht, war zu Diensten und hat das alles für ihn erlitten. Natürlich dürfte sie nicht kommen und er würde sie auch nicht anfassen, denn eine gute Sklavin wird natürlich keusch gehalten und seine Unnahbarkeit unterstreicht seine Position. Da hilft auch kein Bitten und kein Betteln. Okay, der gleiche Text und trotzdem wirkt das irgendwie komisch und falsch. Aus der Sub wird die Sklavin, das ist so ein Wort, was ja viele gar nicht leiden können. Die Keuschhaltung wird zur Norm der Top-Sub-Beziehung. Und irgendwie, ja, es passt auch alles irgendwie nicht rein, wenn da jemand bespielt werden muss. Das ist eine Formulierung, die ich auch eher nicht lese. Und irgendwie enden Berichte, die Male-Doms schreiben auch eher damit, damit das mit Sub hinterher gekuschelt wird und da gibt es einen ordentlichen Orgasmus und Unnahbarkeit ist da jetzt eigentlich nicht so das Thema. Also ihr merkt, ich bekomme eine eigene romantische Position jetzt nicht ganz raus, verzeiht mir das trotzdem bitte. Aber ich lese halt bei Twitter, bei Instagram, bei FetLife und dann gibt es noch ganz viele Blogs, wo ich was lese. Und das bestätigt mich alles in dem Bild, dass es für die Femdom lästig ist, den Sklaven zu bespielen und überhaupt müssen alle keusch gehalten werden und dauerhaft erniedrigt werden. Über Sex wollen wir schon gar nicht reden Und Wertschätzung und irgendwie ein freundliches Vokabular, das gibt es irgendwie alles nicht. Und ich habe noch ein schlimmes Zitat, der Herr trägt seine Sub auf Händen, die Domme erduldet ihren Sklaven. Und jetzt müssen wir da unbedingt drüber reden, denn selbst wenn das die absolute Ausnahme ist, warum ist das überall so präsent? Warum sehe ich das an ganz vielen Ecken? Ich kann mir nur vorstellen, das wird von den Male-Subs einfach so gefordert und das ist die Art Herrin, die man sich dann eben wünscht und das finde ich aber doch irgendwie komisch, denn alle, die bisher im Podcast mitgemacht haben, die sehen das auch wieder alle nicht so und ihr merkt, ich rede mich hier quasi so ein bisschen in Rage und weil BDSM ist doch Konsens und Miteinander und positiv und achtgebend und ich bin einfach ratlos und deshalb mag ich das alles überhaupt nicht glauben, was ich hier verzapfe. Und jetzt seid ihr einfach dran und sagt mir, was ist Sache? Liebe Femdoms, warum lese ich diesen Kram und so selten was anderes? Stellt euch das nicht völlig falsch dar oder ist das alles genauso richtig? Und liebe Male-Subs, ist es das, was ihr einfordert und wollt und gerne macht? Ich habe hier noch keine Folge produziert, wo das so Bestandteil war. Und an alle anderen, was bekommt ihr so eigentlich mit? Habt ihr auch diesen Eindruck wie ich oder habe ich einfach nur die falschen Quellen und meine Bubbles sind einfach so voll von Klischees und ich weiß es nicht. Und jetzt ruft mich bitte einfach an und beteiligt euch. Ich mag heute so lange quatschen, bis keiner mehr von euch möchte. Ich gucke, dass ich offen bin und einfach jede Perspektive aufsaugen kann. Und jetzt gebe ich euch einfach mal die Nummer, mein Gott, das habe ich so lange geredet, das mache ich am Anfang normalerweise nicht. Die Nummer ist die 05101 911 18952, die könnt ihr wählen und dann klingelt es hier, ich gehe ran und dann gucken wir mal, was so passiert. Ich bin jetzt sehr gespannt, ob das was wird, wo wir dann eben auch wirklich ein gemischtes Bild einfach mal kriegen und dass ich da vielleicht ein bisschen hier aus meiner Komfortzone rauskomme, das ist dann auch völlig okay heute. Ja, jetzt müsste nur jemand anrufen, es hat eben auch schon mal geklingelt, aber da habe ich gerade fleißig vorgelesen. Ich hoffe einfach, dass diese ganze Technik funktioniert, aber für den Fall, dass sie es nicht tut, wir wissen ja, mit dem Anrufen klappt das manchmal nicht so, aber hier ruft jemand an. Ich gehe mal ran, sehr schön. Hallo, Sebastian hier, mit wem spreche ich?
Joachim Joachim, hallo.
Sebastian Hallo Joachim, hi. Ja, schön, dass du dich meldest. Huh, ich habe jetzt mal ein Riesen-Pamphlet von dir gegeben. Ja, okay, du bist keine Femdom, deshalb würde ich sagen, du bist halt ein Kerl und Sub vermutlich. Oder, ja, okay.
Joachim Ja,
Sebastian Und ja, habe ich denn völlig Unrecht?
Joachim also ich muss erstmal noch dazu sagen, also ich habe früher aktiv gespielt, aber ich bin seit 2018 Sub.
Sebastian Okay, das sind ja jetzt auch drei Jahre schon, ne?
Joachim Die Zitate, die du am Anfang gebracht hast, fand ich wirklich interessant. Also war tatsächlich für mich auch so ein bisschen das Gefühl, dass sich das eine tatsächlich komisch angehört hat. Bei dem einen denkt man, ja, es entspricht dem, was man kennt, was man erwartet. Und bei dem anderen denkt man, nee, irgendwie passt das nicht. Also sehr interessant, definitiv.
Sebastian Du meinst jetzt die beiden Texte, die ich da versucht habe, zusammen zu schwurbeln?
Joachim Ja, naja, Schwurbeln ist das falsche Wort, glaube ich. Ja, okay,
Sebastian war nicht so einfach, das auf den Punkt zu bringen, das gebe ich ehrlich zu, aber ich hoffe einfach, dass es das verdeutlicht, ne? Okay, ich bekomme gerade die Info, ich muss mich ein bisschen lauter drehen, das kriege ich aber hin, so, Wunsch erfüllt. Okay, also für dich, also wirkt auch komisch, hast du, ja, also wie ist denn deine Einstellung generell?
Joachim Ich bin erst mal, wie soll ich sagen, also ich habe irgendwann entschieden, ich will jetzt unten spielen. Das war nach einer langen Beziehung, in der ich oben gespielt habe. Wir waren sechs Jahre zusammen und ich habe mir das in der Beziehung immer schon gewünscht und habe dann irgendwann gesagt, so jetzt ist der Zeitpunkt gekommen, als die Beziehungen zu Ende waren, bis ein Zeitenslant ging, danach, jetzt spiele ich unten. Und dann habe ich angefangen zu daten und war da auch auf etlichen Stammtischen. Genau, meine Erfahrungen basieren jetzt alle auf der Hannoveraner Gegend, muss ich dazu sagen. Also es gibt bestimmt mega Unterschiede, je nachdem, wo man ist. Aber genau, ich habe dann in der Hannoveraner Gegend angefangen zu daten.
Sebastian Okay, jetzt in den letzten zwei, drei Jahren dann. Mit Erfolg, wie ich hoffe.
Joachim Genau. Ja, also es gab eine Spielbeziehung, allerdings nicht mit einer Femdom in dem Sinne, sondern mit einer Switcherin. mit Femdoms wollte das nicht so wirklich passieren oder funktionieren also da war ich irgendwie inkompatibel zu dem was ich erlebt habe also nicht falsch verstehen ich will das nicht irgendwie alles über einen kamm scheren das sind jetzt einfach nur meine erlebnisse und es ist auch nur eine gewisse anzahl von von frauen die ich da gedatet habe also es waren klassische Femdoms im sinne von von sie ist dominant und sie ist Frau, hatte ich acht Dates insgesamt gehabt in der Zeit. Und es gibt sicherlich Ausnahmen, aber ich habe da so eine gewisse, wie soll ich sagen, Übereinstimmung gefühlt oder eine gewisse Art des Spiels oder eine gewisse Vorgehensweise im Dating. und ich war auch auf Stammtischen gewesen, auf Femdom-Stammtischen und genau da habe ich auch einiges, wie soll ich sagen, gesehen. Es ist jetzt natürlich nicht viel Erfahrung. Ich hoffe auch, dass noch weitere Male-Subs sich melden und ihre Erfahrungen mitteilen. Mich würde das einfach mal interessieren, wie das bei anderen ist. Aber ich hatte ein extremes Problem in der Kommunikation. Und zwar, wenn es darum ging, also ich bin einfach naiv. Ich sehe das Ganze logisch. Ich denke mir, es sind zwei Menschen, die haben jeweils ein Bedürfnis. Und zwar, sie haben eine Sexualität, die ein bisschen abweichend ist, mögen Dinge, die andere, also sagen wir mal jetzt Standardmenschen oder Menschen, die dem Durchschnitt entsprechen, nicht mögen. und dieses bedürfnis ist dieses diese sache auszuleben und beide menschen sowohl die dominante frau als auch der devote mann haben dieses bedürfnis und wollen das ausleben aber es gibt jetzt im bdsm eine riesige vielfalt und ich bin so naiv gewesen und habe gedacht es ist logisch dass man über diese bedürfnisse redet und damit bin ich dann schon mal angeeckt und wie gesagt das Das ist nicht, zum
Sebastian Wieso? Wieso? Also darüber reden, was halt meinst du denn? Also Bedürfnisse, also sprich, du hast gesagt, was deine Kinks sind. Oder, gut, damit eckt man ja erstmal nicht an.
Joachim Beispiel, ja, hätte ich auch gedacht, bin ich aber. Also es war im Prinzip zweigeteilt. Ich bin erst ein paar Mal angeeckt damit. Da ist oft dieser Begriff Wunschzettel-Sub gefallen, wobei ich es eigentlich nicht so gesehen habe, weil ich hätte das so verstanden, Wunschzettel-Sub ist für mich von der Definition her jemand, der mit einem Drehbuch kommt und sagt, hier bitte mach das und überhaupt nicht nach den Bedürfnissen der Dame fragt. Also das ist für mich ein Wunschzettel-Sub, aber ich wurde schon als Wunschzettel-Sub tituliert, wenn ich nur gesagt habe, diese Spielart ist nicht mein Kink, das würde mich nicht erregen und deswegen würde ich das nicht wollen. Und das war schon falsch, also damit bin ich schon angeeckt. Wie gesagt, das ist nicht repräsentativ, jetzt nur in dieser begrenzten Anzahl von Dates.
Sebastian ja gut, Moment, Moment, also wir haben ja ein bisschen gelernt, dass man diese Verhandlungen ja trifft, dass man da ein bisschen schaut, was mögen beide. Also man tauscht sich ja aus und da haben ja beide auch was, wo sie sagen, das mögen sie oder das mögen sie nicht. Da muss man ja gucken, dass man eine Schnittmenge findet. Ich habe bei dem Begriff, also ich gucke mal so ein bisschen für die Menschen, die jetzt Twitter die letzten zwei Tage nicht so verfolgt haben, weil ich habe da auch ein bisschen was vom Zaun gebrochen. Der Begriff Wunschzettel-Sub, den gab es auch. Und da habe ich ein Zitat, ich habe es nicht ganz genau zum Zitieren hier, aber im Prinzip, da geht es dann nicht um die Bedürfnisse der Femdom, sondern es geht nur um die Bedürfnisse des Subs und das macht ja keinen Spaß. ist ja die Frage, wo ist so die Grenze?
Joachim genau ja
Sebastian Also wie viele Wünsche und Dinge kann ich formulieren, bis ich diese Grenze überschreite? Schwierig. Ich glaube, erzähl doch einfach erstmal und dann versuche ich dann hinterher dazu was Schlaues zu sagen.
Joachim also ich kann halt nur meine erfahrung wieder geben und das hat auch tatsächlich auswirkungen gehabt auf das spätere dating also die erfahrung die ich in den ersten dates gemacht haben habe die hat dann auch die die weiteren dates leider beeinflusst das ja auch nicht sein sollte aber was du sagst stimmt im prinzip sollte es eine Schnittmenge geben zwischen den bedürfnissen und in dieser Schnittmenge sollte man ja eigentlich spielen also das ist so meine naive vorstellung gewesen aber ich habe jetzt öfter schon die erfahrung gemacht dass es gerade dann für die damen zumindest mit denen ich zu tun hatte geil war wenn sie dinge tun die Sub halt nicht mag die ihn auch nicht erregen und das habe ich halt nicht verstanden natürlich sind sachen nicht schön unter umständen also gerade wenn es um sadistische tätigkeiten geht um dinge zu auszuhalten und masochistische Tätigkeiten im Falle des Subs. Natürlich ist es nicht alles Kindergeburtstag. Das ist logisch. Das tut auch weh und das ist nicht schön. Aber trotzdem sollte man das ja nur mit jemandem machen, wenn der diesen Kink hat. Und für mich war es schwierig, das irgendwie zu kommunizieren. Ich hätte halt erwartet, dass man sich zusammensetzt und die Bedürfnisse abklopft und dann guckt, was überschneidet sich. Sonst macht es ja keinen Sinn. Also ich will ja auch nicht, dass dass die Dame was tut, was sie nicht mag.
Sebastian also ich habe,
Joachim Das will ich ja auch nicht.
Sebastian wie hast du denn in Erfahrung gebracht, was sie mag? Das ist ja nochmal die andere Seite, dass man also, klar, die Bedürfnisse von Sub sind wichtig, die von Top natürlich auch. Also hast du danach gefragt und
Joachim Ja, habe ich. Genau. Also ich wollte eigentlich eine offene Kommunikation, dass jeder Beteiligte an dem Date sagt, was seine Bedürfnisse sind. Das wollte ich eigentlich. Aber das hat nicht so funktioniert irgendwie. Das war mehr so, ja, mal gucken. Und das wird sich dann im Spiel ergeben. Und ja, das war ein bisschen ernüchternd. Ich habe das nicht so erwartet. Hab dann auch in manchen Fällen dann auch vom Spiel abgesehen, weil ich einfach dieses Gefühl hatte, wenn man da vorher nicht drüber reden kann, ist auch das Vertrauen nicht da für ein Spiel, also die Vertrauensbasis, wenn ich den anderen ja nicht kenne. Also ich sehe das einfach basierend auf meiner Zeit, in der ich aktiv gespielt habe. Ich habe, wenn ich mit einer Frau gespielt habe, habe ich vorher abgeklopft, was ihre Kinks sind, weil ich ziehe meine Befriedigung ja aus ihrer Erregung oder aus ihrer Reaktion. Und wenn ich überhaupt nicht weiß, was sie kickt, wie soll ich dann sie so weit bringen, dass ich eine Reaktion habe, die ich wiederum geil finde? Also das ist für mich unlogisch. Deswegen habe ich dieses Gespräch schon sehr früh gesucht, aber das war falsch. Also zumindest in diesem, es ist mir mehrfach passiert, ja.
Sebastian dir mehrfach passiert.
Joachim Ja, am Anfang ein paar Mal und dann habe ich da auch nicht mehr drüber gesprochen und was dann passiert ist, das war sehr interessant, dann wurde nämlich einfach ohne dieses Gespräch gespielt. Wie gesagt, das sind jetzt nur die Fälle, die mir jetzt untergekommen sind, das muss nicht bei allen so sein.
Sebastian das reicht ja völlig. Das ist deine Erfahrung und wenn die so passiert ist, dann ist das völlig okay, das hier kundzutun.
Joachim genau aber genau
Sebastian Moment, aber wirklich, du hast dann aufgehört zu formulieren, was du magst?
Joachim weil im prinzip wurde das als schlecht eingestuft und ich habe dann halt auch nicht darüber gesprochen weil ich ja gelernt habe das kommt nicht gut an und das ging dann aber nach hinten los weil im spiel dann dinge passiert sind die natürlich überhaupt nicht mein kink waren ist ja logisch ist ja irgendwie vorprogrammiert rein
Sebastian Ja, aber das ist natürlich klar, also das ist halt dieses, ich möchte nicht dieser Wunschzettel-Sub sein, ich möchte vermeiden, dass ich in diese Ecke komme, weil dann habe ich auch keine Chance mehr, wenn ich jemanden suche, aber wenn ich es lasse, dann hast du recht, das ist klar, das muss ja krachen dann, das muss ja schief gehen.
Joachim logisch betrachtet ja
Sebastian ist eine blöde Konditionierung, wie kommst du denn da raus?
Joachim also ich mittlerweile Und mittlerweile mache ich es so, dass wenn ich das merke, dass es so ist, schon relativ früh einfach das Ganze abbreche. Und ich habe auch gelernt, dass es nicht bei allen so ist. Also es ist nur so, dass es halt leider zumindest in der Bubble, in der ich mich bewege, sehr oft so ist oder dass es viele Frauen gibt, die so agieren. allerdings beschäftigt mich das thema sehr und ich habe da auch schon viel drüber geredet mit allen möglichen leuten und es gibt auch viele beispiele wo es anders gelaufen ist deswegen vermute ich dass ich einfach nur pech hatte dass ich mich einfach in der falschen bubble bewegt habe weil eigentlich logisch logisch betrachtet musste schief gehen also wenn wenn man den anderen überhaupt nicht kennt wie soll man mit dem spielen können das also ist aber die logische Logische Konsequenz aus, wenn das negativ ankommt, wenn man drüber redet und man lässt es, dann muss es ja so kommen letztendlich, ist ja logisch.
Sebastian Ja, das
Joachim Ja,
Sebastian so ein bisschen das Problem, Auf der einen Seite gibt es unfassbar viele Mail-Subs, die suchen jemanden und dann gibt es aber auch wieder häufig diesen Punkt, dass Femdoms sagen, es ist gut einen Sklaven zu finden, es ist so schwierig und das ist so ein bisschen, warum passt das nicht, sind die Jungs einfach von Natur aus so wie sie sind nicht passend und muss man sie sich dann heranziehen? Ich habe diese Bedürfnisspirale, verstehe ich noch nicht ganz. Eine Sache habe ich bei Twitter gesehen, die fand ich ganz schön. Gerade beim BDSM, da spielen wir ja damit, dass wir ein Ungleichgewicht bei den Bedürfnissen haben, bei der Befriedigung der Bedürfnisse. Wir spielen eben damit, dass wir das im Endeffekt ja zeitlich verschieben. Also sie zuerst, er danach oder er vorher und dann muss er, also zumindest so, dass es jetzt nicht gleichzeitig stattfindet. Aber am Ende des Tages muss ja dann trotzdem irgendwie auch mal was Nettes dabei rauskommen. Also das ist zumindest so die Idee. Okay, du hast aber auch tatsächlich mit den Menschen, also du hast mit den Menschen wirklich gespielt und was ist denn da passiert hinterher? Also wenn du sagst, das war nichts, was macht man da? Du gehst ja nicht hin und sagst, du, ich gebe dir jetzt eine Schulnote und das war's. Also das ist ja auch nochmal so eine ganz doofe Situation.
Joachim das ist nicht gut. Also ich habe auch nicht mit allen gespielt, wenn ich das schon im Gespräch merkte, dass das, also schon rein von dem Gefühl her, also wie fühlt sich das an, wenn man mit der Person spricht, war es auch schon so, dass ich dann gesagt habe, da kommt es gar nicht mehr zum Spiel. Aber meistens kam es zum Spiel. Also es war eigentlich nur bei einer Dame der Fall, wo es dann nicht zum Spiel kam, weil es einfach, da hatte ich richtig Angst tatsächlich gehabt. Genau, wenn es dann zum Spiel kam und es war blöd, muss man halt drüber reden. Das ist, ich bin da sehr direkt und es tut mir leid, dass es so ist. Eigentlich würde ich mir wünschen, dass es anders wäre, dass man halt vorher das Ganze abstecken kann und vielleicht dann vorher auch schon merkt, hups, das passt ja gar nicht, dann würde man ja auch viel Leid ersparen. Und deswegen bin ich auch gerade dabei, wieder umzudenken und zu sagen, das war eigentlich falsch, diese Wunschzettel-Sub-Geschichte mich so davon abbringen zu lassen, nicht über meine Bedürfnisse zu sprechen. Das war eigentlich falsch. Und vielleicht sind die Menschen, die das dann sagen, hey, du bist aber Wunschzettel-Sub, wenn du so agierst, die Falschen für mich. nämlich, es kann auch sein, dass es dafür einen Markt gibt, ne, also, ja
Sebastian ja, natürlich. Ja, das ist ja genau die Frage, ob dieser Markt einfach da ist oder ob das halt, ich meine, so blöd das klingen mag, wenn du dann wie zehn Jahre deine Wichs-Fantasien hast und dann willst du das erleben und dann suchst du einen Menschen, der dir das ermöglicht. Ganz ehrlich, das kotzt, egal ob junge Mädchen, also mich würde das auch fürchterlich ankotzen, wenn jemand zu mir kommt und sagt, hier, ich habe ein Session-Drehbuch geschrieben, komm, erfüll mir das. Dann würde ich auch sagen, spinnst wohl.
Joachim klar,
Sebastian Das ist klar, aber ich glaube, das geht ja mit der Erfahrung dann auch weg, wenn man dann ein bisschen als Sub dann auch Erfahrung gemacht hat, dann hat man ja nicht mehr diesen Druck, dass man erstmal alles erleben muss, was man sich ausgedacht hat. Aber wenn du jetzt gesagt hast, okay, du bist da direkt gewesen, ist das eher so ein Gesprächsangebot gewesen im Sinne von, okay, lass uns drüber reden, wir finden einen Weg oder eher so ein Lebwohl?
Joachim anfangs eher ein Gesprächsangebot und dann irgendwann eher ein Lebwohl oder wir bleiben Freunde, ne, so dieses typische, wenn man auseinander geht, eher,
Sebastian Es liegt nicht an dir, es liegt an mir. Entschuldigung, jetzt ist es gar nicht witzig. Okay, was muss man auch mal jetzt zur Verteidigung von den Menschen dann sagen? Was kam denn da? Also hat man sich das zu Herzen genommen oder war das egal? Oder so.
Joachim ja, nee, egal war es nicht, das war schon sehr bewegend und hat auch verletzt, denke ich, Und also es wird mir auch zurückgemeldet, dass es verletzt hat oder dass es sich zumindest schlecht anfühlt. Und das tut mir auch unendlich leid. Nur es ist irgendwie die logische Konsequenz davon, wenn man nicht drüber spricht. Das ist so eine vertrackte Situation. Situation, wenn ich mir dieses vorstelle, was du jetzt eben gesagt hast, dass jetzt da so ein Mann kommt, der seine Wichs-Fantasien ausleben will und hat da tatsächlich ein Drehbuch geschrieben, wenn der zu einer Femdom kommt, klar fühlt sie sich damit schlecht, da würde ich mich auch schlecht fühlen, wenn man jetzt mal bei Hetero belässt, es tut mir leid, dass ich immer so Mann-Frau und so, ich will eigentlich so gar nicht denken, aber dass ich das so auseinanderhalte. Aber wenn jetzt zum Beispiel, ich gehe einfach von aus, ich bin hetero und jetzt käme eine Frau zu mir, die mit mir spielen will und ich wäre der Aktive und die würde mir so ein Drehbuch hinlegen, da würde ich ja genau das, was da drin steht, nicht machen. Trotzdem würde ich mich aber dafür interessieren, was sie mag. Und das ist, also ich kann es ein bisschen verstehen, wo es herkommt. Ich habe auch schon das Feedback gekriegt, dass es halt verdammt viele Männer gibt, die so sind, die halt einfach, ja, also von,
Sebastian Also einfach mal, der Mann ist also per se, also der submissive Mann ist also per se einem Konkurrenzdruck erlegen und ist einfach austauschbar im Zweifel, wenn er nicht gehorcht. Das wäre jetzt sehr steil.
Joachim weiß ich jetzt nicht,
Sebastian Fühlt sich das so an? Wenn ich jetzt da nicht mitmache, dann kommt halt der Nächste und ich stehe wieder da. Ja,
Joachim das weiß ich, das kann ich jetzt nicht sagen. Also ich hatte das Gefühl jetzt nicht gehabt, aber ich wollte damit eigentlich gar nicht darauf hinaus, sondern eher darauf, dass ich glaube, die Frauen da extrem viel mit konfrontiert werden, mit so Männern, die halt so ein Drehbuch erfüllt haben wollen. Und dass dann deswegen vielleicht dieser Wunschzettel-Sub, dieses Stigma geprägt wurde und dass es auch weitergegeben wurde und dass man untereinander spricht und sagt, pass auf, nicht, dass du ausgenutzt wirst. Das kann ich ja verstehen. Also das ist meine Theorie dahinter. Und wenn die Theorie stimmen würde, könnte ich es verstehen, dass das dann so harsch reagiert wird, wenn man seine Bedürfnisse äußert.
Sebastian ich hoffe ja, dass ich heute noch mit einer Frau spreche, die da auch ihre Sichtweise dann wirklich da nochmal sehr deutlich sagt, weil das ist ja, ich sag mal, ein Verhalten, das kommt ja nicht einfach so. Das hat ja Gründe und das hat auch meistens gute Gründe, aber die sind mir jetzt nicht so präsent. Also muss man ein bisschen schauen.
Joachim gibt übrigens auch Ausnahmen also das sind jetzt nur die Dinge, die ich erlebt habe, aber ich weiß auch von anderen, also man ist ja vernetzt und es gibt definitiv andere Fälle, nur wir hatten das auch mal eruiert beim Stammtisch und das Verhältnis ist halt ein krasses also scheinbar gibt es diesen Fall, dass man nicht drüber spricht, öfter als den Fall, dass man drüber spricht und die Tendenz ist auch so dass es eher Switcherinnen sind, die drüber sprechen wollen. Allerdings auch nicht alles. Also es gibt überall Ausnahmen, nur das ist so das, was ich jetzt so ja beim Eruieren auf Stammtischen erfahren habe.
Sebastian so, ja das ist so ein bisschen, dass diese Consent-Kultur bei Switchern eher in Fleisch und Blut übergegangen ist, möchtest du das sagen?
Joachim Das ist aber nicht repräsentativ.
Sebastian Also das ist einfach eine,
Joachim Vielleicht eine andere Sozialisierung, ein anderer Dunstkreis oder eine andere Bubble einfach. Ich glaube, dass da auch viel über Sozialisierung läuft. Das ist meine Theorie. Ich weiß es nicht. Kann ich auch falsch liegen.
Sebastian ich hänge immer so ein bisschen an diesem ganzen Vokabular so ein bisschen da fest, muss ich gestehen, das ist immer sehr, ich will nicht sagen rüde, aber da ist immer gefühlt so wenig Platz für Romantik. Also ich werde das jetzt nur einmal noch sagen und in Ausnahmen bestätigen natürlich die Regel und umgekehrt. Ich gehe jetzt heute wirklich explizit mal auf das ein, wo ich halt sage, das ist schwierig. Schwierig. Ich werfe dir vielleicht nochmal was hin, das habe ich bei Twitter auch gelesen, da war noch so, ja, wenn einer da mit dem Wunschzettel ankommt, dann ist er eher bei einer Professionellen gut aufgehoben.
Joachim Sehe ich auch so, ja.
Sebastian Und okay, dann dachte ich mir, das würde niemals ein Male-Dom von 'ner Sub sagen, hier such dir mal einen professionellen Dom, geh mal ins Studio. Das habe ich noch nie gehört, aber umgekehrt habe ich das schon einige Male gehört. Das finde ich auch komisch. Vielleicht sind Frauen einfach die besseren Subs, kann ja sein. Oder die Männer sind da leidensfähiger oder keine Ahnung. Aber das ist auch wieder so ein Missverhältnis, weil das ist ja wirklich so, das finde ich extrem abschätzig zu sagen, ja nee, das kauft ihr mal lieber. Das ist jetzt nix. Ja,
Joachim okay. Also wenn die Situation wirklich eintritt, dass jemand in den Mails ankommt und sagt, hier ist ein Drehbuch, führ das bitte für mich aus, dann würde ich die Frau verstehen, die sagt, geh zu einer Domina und bezahl die dafür, dass sie das macht, weil sie hat ja selber vielleicht gar nichts davon. Ich finde es im Prinzip schon unverschämt, gar nicht auf die Bedürfnisse der Frau einzugehen in dem Fall und finde es völlig legitim, dann zu sagen, wenn du auf meine Bedürfnisse nicht eingehst, dann geh woanders hin und bezahl dafür. Also das kann ich verstehen. Dass es umgekehrt nicht so ist, weiß ich, woran das liegt. Ich weiß auch nicht, woran es liegt, dass es kaum, zumindest in meiner Wahrnehmung, kaum Männer gibt, die das gegen Bezahlung machen. Also Domina Studios gibt es ja irgendwie an jeder Ecke gefühlt, aber da sind keine Männer drin.
Sebastian doch, ich glaube, die größeren Studios haben dann immer noch mal so einen in der Hinterhand, der dann da ist.
Joachim Keine aktiven einen so, ja. Ja, genau.
Sebastian Also ich glaube, das ist möglich, aber man muss ja auch, klar, man hat die Statistik, wenn man der glauben mag, dann ist es einfach so, da kommen einfach auf eine dominante Frau kommen einfach mehr submissive Männer, die was wollen als andersherum. Ob das wirklich so ist, weiß ich immer noch nicht genau, also ein Missverhältnis gibt es da bestimmt und weil Jasmin gerade im Chat so viel schreibt, Jasmin verzeih mir, heute gehe ich voll in die Geschlechterstereotype rein, heute wird mal gar nichts gegendert, weil es ja nun mal genau darum geht.
Joachim Ich habe
Sebastian Ich glaube, es geht genau um diesen Geschlechterunterschied tatsächlich, deshalb muss das einfach heute mal so, das kann ich nicht neutralisieren, weil dann würde ich ja genau das, worum es geht, entwerten.
Joachim mir da vorher schon Gedanken drüber gemacht, weil ich auch sehr dafür bin, dass man gendert und dass man auch die Vielfalt unterstützt. Aber in dem Fall ist es irgendwie einfach nicht möglich. Also ich bin auf deiner Seite tatsächlich. Das ist einfach so ein Ding, was sich eingefahren hat mit der Zeit. Wo das genau herkommt, weiß ich auch nicht. Da habe ich keine Theorie zu, aber es gibt da definitiv Unterschiede. Und wie soll man die sonst benennen? Das geht nicht anders, aus meiner Sicht. ja
Sebastian Pass mal auf, ich versuche hier mal eine Brücke zu bauen. Kannst du mir sagen, wie du sagst, dass es gut wäre, also so ein Kennenlernen und anfangen zu spielen, wo du sagst, das wäre so dein Bedürfnis, dass du dich wohlfühlst und dass das in Ordnung ist, ich sag mal so eine Idealform. Kannst du das beschreiben?
Joachim definitiv ideal wäre leider muss ich jetzt dazu sagen das ist jetzt wahrscheinlich hören die leute nicht gern aber nehmen wir mal an dass wir jetzt kein corona ich würde auf stammtische gehen würde die würde mich einfach vernetzen würde leute kennenlernen würde dann über irgendwelche freunde oder bekannte von stammtischen vielleicht eine dame kennenlernen die mich interessiert würde mit ihr ins gespräch kommen würde Ich würde abchecken, ob wir vom Kopf her kompatibel sind, weil mir das sehr wichtig ist, dass man auf einer Wellenlänge ist, was die Gedanken und die Sichtweisen und so angeht und würde dann erstmal mit ihr relativ lange tatsächlich nur Gespräche führen und würde dann erwarten, dass man vielleicht irgendwann sagt, du, ich finde dich so sympathisch und auch anziehend und attraktiv, dass ich mir vorstellen könnte, mit dir zu spielen. Dann würde man schon mal sagen, okay, es liegt in der Luft, man könnte spielen und dann wäre so das Nächste für mich, dass man sagt, okay, was denn überhaupt? Also was sind denn deine Bedürfnisse, was sind meine Bedürfnisse? Und dann das Ganze abklappert und dann guckt, wo sind die Schnittmengen? Zum Beispiel bringt es ja nichts, wenn ich total maso bin und mit einer Frau zusammengehen würde, die nur dominant ist und nicht statistisch zum Beispiel. Das muss man vorher schon irgendwie abstecken. Und das krasse Gegenteil davon wäre, dass man nicht drüber spricht und dass die Frau das dann einfach macht und das Spiel dann schief geht und die Frau daraus ihren Lustgewinn zieht, dass es halt mega unerregend war und mega schlecht für den Mann. Das wäre so das krasse Gegenteil davon.
Sebastian Okay, und das krasse Gegenteil, das wäre dann auch umgekehrt, das wäre dann wirklich so der Prototyp des Dummdoms, der sich dann irgendein Mädel herbeizitiert und mit der einfach einen Scheiß anstellt. Jetzt hast du eine Frage, habe ich dazu aber noch, du hast gesagt, auf Stammtisch Leute kennenlernen und dann kommst, wenn eine Dame dich da interessiert, dann gehst du auf sie zu. Also du machst den ersten Schritt. Das habe ich jetzt dem mal so entnommen, dass das so für dich auch ein Teil ist.
Joachim Bisher, es gab nur eine Ausnahme bisher, ja.
Sebastian Okay, ja stimmt, also so mal von der Logik, dass eine Frau einfach, ja ne, da mag ich gar nicht spekulieren, vielleicht bin ich da auch betriebsblind. Aber okay, der erste Schritt ist vielleicht auch einfach notwendig, aber das muss ja alles nicht schlecht sein. Gut,
Joachim Genau, und ich hoffe auch noch, dass andere Malesubs anrufen, damit das Ganze statistisch besser wird, weil ich habe ja jetzt nur einen ganz kleinen Sichtwinkel und es kann sein, dass ich auch einfach mega Pech hatte die ganze Zeit. Das kann ja nicht sein.
Sebastian ehrlich, ich würde mich total freuen, wenn jemand hier gleich anruft und sagt, genau so will ich das haben. Ich will benutzt werden und gar nichts und dies und das und alles. Also das soll genauso sein, wie ich es eben wirklich dramatisiert habe. Und dann ist das ja auch in Ordnung. Wenn das das Bedürfnis ist, dann ist das okay.
Joachim Darum bitte ich auch. Also wenn jemand zuhört, der so ist, bitte anrufen. Das würde mich auch mal interessieren, weil ich befürchte, dass es da auch verschiedene Typen von Subs gibt. Dass es Typs von Subs gibt, Malesubs, die genau das wollen und damit auch glücklich werden.
Sebastian die machen dir den Markt kaputt.
Joachim Und die gibt es bestimmt sonst, ja?
Sebastian Weil wenn die den ganzen Tag erzählen, sie wollen das so, dann irgendwann, ich als Frau, wenn ich es tausendmal erzählt kriege, glaube ich vielleicht irgendwann, dass das genau das ist, was gewollt ist.
Joachim Ja?
Sebastian Aber ich versuche mich wieder irgendwelche Menschen hineinzuversetzen, die ich nicht bin, das klappt nicht. Und ich, pass auf, wir machen das so, also erstens, wichtiger Punkt, du kommst jetzt natürlich auch in meinen Lostopf für Kaffeebecher rein.
Joachim Oh ja, sehr gerne.
Sebastian Also das habe ich ganz vergessen zu sagen, da kommt jeder rein, der hier anruft.
Joachim Ich
Sebastian Man muss ja die Menschen ein kleines bisschen bestechen, auch wenn sie nicht käuflich sind, aber so ein kleines Dankeschön geht immer. Und ich gucke mal, was da jetzt so passiert und was da jetzt kommt. Und vielleicht ist ja deine Einstellung genau die richtige und das ist vielleicht ein Kommunikationsproblem oder die Herangehensweise oder vielleicht wir beide haben gar nicht die Fantasie drauf zu kommen, wie es denn gut wäre. Ich bin gespannt.
Joachim auch.
Sebastian gut, du kommst hier auf meinen Zettel und dann bin ich einfach mal gespannt, ob hier nochmal das Telefon klingelt.
Joachim drücke die Daumen.
Sebastian danke dir für deinen Anruf, mach's gut, tschüss.
Joachim Bitte anrufen. Tschüss.
Sebastian Ach, das gibt's ja gar nicht, das klingelt schon wieder. Okay, ich geh mal ran. Hallo, Sebastian hier, mit wem spreche ich?
Lukas Lukas. Und es wurde darum gebeten, dass Malesubs anrufen. Hallo.
Sebastian Ja.
Lukas Ja. Und ich kann diese Einstellung sehr gut nachvollziehen und ich würde es tatsächlich bis auf wenige Details auch nicht anders machen. Und ich denke im Gegenteil, dass, also ich bin nicht der Meinung, dass dass man sich einfach so auf eine Sitzung einlassen sollte. Jedenfalls nicht, wenn man es nicht ausdrücklich möchte. Und
Sebastian Hast du da Erfahrungen gemacht, die anders aussehen?
Lukas würde mich als Demi-Kinky bezeichnen. Das bedeutet, ich habe schon mal mit einer Person gespielt, mit der ich nicht so viel zu tun habe und die ich nicht besonders gut kannte. Das war okay, aber die Art von Spiel, die ich bevorzuge, die lebt von sich gegenseitig kennen. Und die lebt von sich auch gegenseitig gut kennen und vorher zu wissen, was mit der anderen Person los ist. Und da ist es unglaublich vorteilhaft, vorher miteinander zu reden. Und auch richtig miteinander zu reden und auch über die jeweiligen Bedürfnisse zu kommunizieren.
Sebastian Hast du da eine gegenteilige Erfahrung gemacht?
Lukas Nein, ich bin noch relativ unerfahren. Was
Sebastian Okay. Dann habe ich ja heute Abend ja tatsächlich eine Horror-Version gezeichnet. Oh Gott. Das wollte ich gar nicht. Also ich wollte jetzt, ich habe jetzt so ein bisschen das Gefühl, naja, die Horror-Version, dass es halt tatsächlich auch mal, ja, dass man austauschbar ist, dass das halt eher so ein, ja, der Typ, der muss halt bespielt werden.
Lukas die Horror-Version denn? Ich
Sebastian Also das ist eher was lästiges ist. Aber wenn du die Erfahrung nicht gemacht hast, umso besser.
Lukas habe allerdings schon mal mit weiblichen Tops gesprochen, die über Wunschzettel-Subs geredet haben. Und da kamen Ansichten, wo ich dachte, ja, kann ich nachvollziehen, aber auf der anderen Seite muss man doch auch irgendwie miteinander reden, damit es nicht für eine Person von beiden eine traumatisierende Erfahrung wird. Und deswegen ist mein Ansatz, das Wie ist entscheidend. Also ich kann nicht einfach sagen, ich möchte gerne, dass du heute das und das und das und das und das mit mir machst. sondern ich muss über mich kommunizieren, was finde ich gut, wie reagiere ich auf bestimmte Situationen und was dann das Gegenüber daraus macht, das ist dann nochmal eine ganz andere Geschichte. Und dieses zu entkoppeln, ich glaube, das ist der Knackpunkt.
Sebastian Ja, also wenn du sagst, das Wie ist entscheidend, also ich glaube ja gerade beim Kennenlernen, dann ist auch das Wann entscheidend.
Lukas Ja, ja, absolut.
Sebastian Wann meinst du denn ist der, nein, als vorher, wenn du schon gehört hast, wie andere Frauen dann über diese Wunschzettel-Subs reden, was haben die denn gesagt? Kannst du das wiedergeben?
Lukas Ich habe nur den Begriff gehört und das davor gewarnt wurde. Und dass auch in Richtung der männlichen Subs davor gewarnt wurde, so einer zu sein. Ich
Sebastian Okay. Und wird beschrieben, was das denn ist? Also gibt es eine Definition, dass wir hier nicht so rumorakeln?
Lukas das definiert jede Person unterschiedlich. Ich habe davon keine Definition.
Sebastian Okay. Ja und jetzt kommt das Wie beziehungsweise das Wann. Also wann ist der Moment, wo man sagt, hier pass auf, das sind die Sachen, die ich mir wünsche und das sind die Sachen, die gar nicht gehen. Das kann man ja nicht so, hallo, ich bin der und der und das will ich und das will ich nicht. Also das ist schon mal falsch, das haben wir glaube ich alle verstanden. Aber wann ist es richtig?
Lukas Ja, ich denke, das kann man auch nicht so pauschal sagen, sondern das kommt auf die Situation an. Und ich denke, das ist auch tatsächlich nicht so einfach, den richtigen Zeitpunkt zu finden. Das
Sebastian Meine Überlegung ist, dass vielleicht, wenn man Sub ist, dann ist der Zeitpunkt möglichst danach, nachdem man sich dafür interessiert hat, was das Gegenüber interessiert. Also dass man da eine Reihenfolge einhält und erstmal die Herrschaft fragt, was sie sich denn vorstellt.
Lukas wäre eine Option. Ich könnte mir aber auch eine Art Dialog vorstellen. Also es muss ja kein Vortrag sein über mich und keine Vorstellung, ach übrigens und ich finde dies und das gut, sondern durch das Gespräch kann man ja auch sehr viel herausfinden. Da
Sebastian Warst du schon in der Situation? Oder bist du schon mal abgeblitzt? Ich weiß, das ist eine ganz blöde Frage, aber wenn du es sagen, verraten möchtest, das fände ich ganz cool.
Lukas ich eine Person bin, die eher schüchtern ist und sehr vorsichtig ist, hatte ich die Situation bisher noch nicht. Also es war immer so, dass ich, bevor ich irgendwie konkret wurde, schon so eine gewisse Einschätzung machen konnte, ob das erfolgreich sein würde. beziehungsweise ich muss eine Person erst ein bisschen kennenlernen, bevor ich überhaupt irgendeinen Gedanken daran verschwende, dass es konkret werden könnte und ich konkret frage, ob die Person mit mir spielen möchte. Von daher hatte ich die Situation noch nicht.
Sebastian Okay, also du hast schon vorher beschlossen, dass du dich da eher zurückziehst.
Lukas Ja, oder habe gedacht, ja gut, die Initiative wird in dem Fall nicht von mir ausgehen. Das
Sebastian Okay, was sind da die Gründe? Also was schreckt dich ab?
Lukas weiß ich nicht. Bauchgefühl, Wissen, dass ich diese Stammtischatmosphäre, auf der man eben nicht alles anbaggert, was nicht bei drei auf dem Baum ist, sehr wertschätze und ich es auch schön finde, mal ganz ohne Hintergedanken über bestimmte Themen sprechen zu können. Das
Sebastian Ja, gut, aber wenn du jemanden suchst, dann hast du die Hintergedanken ja normal. Da kannst du ja nichts dran ändern. Okay, aber ich glaube, ich meine jetzt rauszuhören, also wenn dir jemand, wenn es passt, dann wird man schon ins Gespräch kommen, da vertraust du drauf und dann wird das Bauchgefühl weiter entscheiden. Kann ich das so zusammenfassen?
Lukas ist eine recht gute Zusammenfassung.
Sebastian Okay, naja, immerhin. Oh je. Okay. Pass auf, ich würde jetzt, ich gucke gerade so ein bisschen, ich sehe hier so ein bisschen die Uhr im Nacken, ich habe mich ja eben arg lange verquatscht und ich weiß ja, rufen Menschen an. Ist es okay für dich, wenn ich jetzt sage, ich mache das heute Gespräch ein bisschen kürzer und dafür mag ich eher mehr Menschen hören?
Lukas Ja, kein Problem.
Sebastian Oder gibt es noch was, wo du sagst, das möchtest du noch unbedingt loswerden, dann bitte.
Lukas Ich freue mich ja auch auf die Gedanken der anderen.
Sebastian Ja, ich mich auch. Okay, dann danke ich dir vielmals für deinen Anruf. Auch du kommst natürlich in meine Kiste rein. Und ja, dann gucken wir mal, was da noch so kommt heute. Alles klar. Mach's gut. Vielen Dank. Tschüss. Okay. Ist erstmal kaum zu glauben. Wochenlang töne ich hier rum. Ich würde gerne mal mit submissiven Männern aufnehmen und jetzt rufen sie einfach an. Ich bin begeistert. Und jetzt klingelt hier es schon wieder. Dann gehe ich mal wieder ran. Hallo, Sebastian hier. Mit wem spreche ich?
Anna Hallo, ich bin Anna.
Sebastian Hallo, Anna.
Anna Schönen Abend. Hi. Und zwar, ja, also ich habe jetzt nun alles mitverfolgt und habe mich gestern auch übrigens schon bei Twitter dazu geäußert. Tatsächlich wollte jetzt einiges auch nochmal loswerden dazu, weil ich halt auch einige Erfahrungen gesammelt habe.
Sebastian Das ist völlig in Ordnung. Bitte. Sehr gerne. Gerne. Ich höre erstmal nur zu.
Anna Und ja, klar, kein Thema. Gut, ich hatte halt gestern ja schon bei Twitter geäußert und habe dieses Wort Anwärter zum Beispiel ja verwendet. Bei mir ist halt eher der Standpunkt, ich suche aktuell ja nun halt keinen Male-Sub halt und werde dennoch ständig als Femdom angeschrieben. Und da kommen dann halt solche Aussagen wie zum Beispiel, Es ist ja kein Thema, deine Vorlieben oder Kinks zu äußern, dagegen hab ich nichts. Es ist dann halt mehr dieses, ja, also ich brauche dies, ich brauche das, ich brauche jenes. Und wer ist denn dazu bereit, das mit mir dann so zu machen? Und ich denke nur, da kommen wir halt nicht zusammen. Oder dann die andere Geschichte dazu, wie soll ich das beschreiben? Wenn halt das Geld geboten wird, nehme ich doch auf, es gibt zu wenig Subs, zu wenig Femdoms, die mich aufnehmen würden wollen und wie wäre es denn, wenn ich ihr Geld geben würde. Man verliert dann halt irgendwann tatsächlich das Gefühl, auch als Frau, die dominant ist, also wertgeschätzt zu werden irgendwie in der Richtung. Ich weiß nicht, wie ich das beschreiben soll so richtig. Und
Sebastian Darf ich mal fragen, wie viele Nachrichten man da so kriegt? Also sind das eher fünf im Jahr oder eher am Tag?
Anna oh, fünf am Tag. Ja, mehr fünf am Tag tatsächlich, ja.
Sebastian Okay. sind alle so?
Anna Nicht alle, nein, um Gottes willen. Es gibt halt auch tatsächlich Male-Subs, wo ich sage, die stellen sich halt auf eine andere, schöne Art und Weise vor. Die kommen dann halt und sagen, ich habe meinen Kink in der Richtung, wie sieht das denn bei dir aus? Wie könnte ich dich denn glücklich machen? Wie wäre denn der Austausch zwischen uns? Das entsteht dann ein ganz anderes Gespräch zwischen den zwei Personen quasi, Ja, in dem Sinne, wie wenn jetzt jemand kommt und sagt, ich brauche dies und jenes, wäre das denn möglich? Ja,
Sebastian Ja, okay. Also da merke ich aber schon, du antwortest dann auch darauf, wenn das eben nicht mit einer, das hört sich so ein bisschen an wie so eine Bestellung beim Pizzadienst. Zweimal das, dreimal das, viermal das bitte und bitte gratis.
Anna so ungefähr. genau so ungefähr.
Sebastian Und davon mehrere am Tag.
Anna Ja, tatsächlich, ja, leider Gottes.
Sebastian Boah, ich würde das Postfach ja abschalten. Aber wenn du dann sagst, okay, da ist jemand, der sticht da so ein bisschen heraus und wir kommen ins Gespräch. Ich hatte ja eben schon zweimal diese Frage gestellt, wann ist so der Punkt, wo man dann auch mal auf den Tisch legt, hey, das sind die Bedürfnisse von beiden. Und wann ist der richtige Moment, wo du sagst, okay, da ist es jetzt bitte kein Wunschzettel, sage ich jetzt wieder.
Anna Naja, ich glaube, wenn halt so das erste Eis gebrochen ist und man merkt, man ist halt auf so einer Sympathieebene. Ich bin eine Person, das ist allgemein im BDSM, dass ja nun halt die Sympathie zwischen den Menschen und die Verbindung ja irgendwo da sein muss und das Vertrauen vor allen Dingen. Ohne, finde ich, geht das nun halt einfach gar nicht. Wenn man halt merkt, da ist irgendwo der Draht da. Ja, genau, ich habe es gerade im Chat gelesen. Da ist Sympathie da und da kann man dann auch mehr darauf eingehen, was halt eigentlich gewünscht ist, was halt der Bedarf ist aneinander, wo man sich erweitern könnte und würde. Es gibt ja nun auch Sachen, was man als Filmdom jetzt nicht unbedingt gerne und täglich tut, also oder halt auslebt, weil man das jetzt selber nicht bevorzugt, möchte das aber gegenüber und ich probiere es dann an ihm aus und sehe dann die Reaktion darauf, dass ihnen gefällt das, ist es doch für mich dann auch ein sehr großes Verlangen oder halt eine sehr große Erfüllung in dem Sinne, ihnen dann ja auch irgendwo ein Stück weit entgegengekommen zu sein. Und mir gefällt es dann ja in dem Sinne auch.
Sebastian sprichst du was an mit entgegenkommen. Das ist ja so ein bisschen, ich muss da, sorry, dass ich da so ein bisschen drauf hänge, aber wenn du da so viele Nachrichten kriegst, ist so dieses, was ich am Anfang da verlesen habe, ist es das, was oft gewünscht wird?
Anna Kein Thema.
Sebastian Also dieses, ich sag mal, brutale Benutzen, nicht aufeinander eingehen, ist das das, was du, was, echt?
Anna ja, sehr oft. Also tatsächlich wirklich benutze mich, wie du das möchtest und quäle mich und lass mich nicht kommen. und ja, also es ist schon sehr oft, dass sie wirklich dann diese ganz, ganz strengen Domina haben wollen und ich die halt zum Beispiel nicht bin. Also das kann ich dann halt auch nicht geben und ich habe das auch zu meinem Sub schon gesagt, weil er dann halt auch mit ein paar Wünschen um die Ecke kam, wo ich dann halt sagen musste, tut mir leid, das kann ich dir halt nicht bieten, ich kann da nicht so hart zu dir sein, also das kann ich halt einfach nicht, da musste ich dann halt auch ehrlich zu ihm sein und ja, es kam auch schon diese Aussage, dann musst du leider zu einer Domina gehen und halt dir das da holen, wenn du halt wirklich das Gefühl, diese Dienstleistung haben möchtest, diese Distanz teilweise.
Sebastian Oh, lass mich mal da mal, aber da wäre ja so, ist das ein Wunsch von ihm und du bist ja, ich sag mal, rein technisch in der Lage, ihm das zu erfüllen, das wäre ja wirklich ein Dienst an ihm. Ist das ein mentales Ding, dass das nicht geht oder dass du einfach sagst, das ist eine Praktik, die ich nicht, auf die ich einfach so, die mich abtörnt und deshalb kann ich das nicht machen?
Anna Eher in die Richtung, dass ich ihm das halt tatsächlich nicht geben kann, weil ich halt mental das nicht ihm geben könnte, eher in diese Richtung. Also es wäre nicht, dass es nicht möglich wäre, sondern halt eher wirklich, dass ich das von mir aus nicht übers Herz bringen könnte, sage ich mal so.
Sebastian gut, aber das ist ja ein super legitimer Grund zu sagen, sorry, kann ich nicht.
Anna Ja, richtig, richtig, richtig.
Sebastian Also da gibt es auch Sachen, wo ich auch sagen würde, das überschreitet meine persönlichen Grenzen. Ich weiß nicht, ob ich dann sagen würde, okay, dann geh mal bitte ins Studio, das würde ich wahrscheinlich nicht sagen, dann müsste ich anders kreativ werden, weil ich würde es halt einfach nicht wollen. Aber das ist ja auch wieder eine Offenheit, die du dann an den Tag legst und sagst, okay, ich verweigere dir das nicht grundsätzlich, aber ich kann halt nicht.
Anna Genau.
Sebastian Okay, aber vielleicht da nochmal die Frage, also wenn du so viele Mails kriegst, wo einfach dieses, ja ich sag jetzt mal fast übertriebene Zeug drin steht, glaubt man nicht irgendwann, dass das vielleicht doch genau das ist, wie man es macht? Jetzt
Anna Da gibt es bestimmt Frauen, die davon ausgehen, die sagen, ja, das ist gewünscht, dann werde ich das auch so weiterführen. Ich glaube, deswegen entsteht ja auch dieses Bild davon so extrem. Es gibt ja nun halt auch viele, die dann halt sagen, ja, ich benutze dich, bis du nicht mehr kannst und du kommst hier aber auch nicht und dann gehst du keuschiger nach Hause und Und was hast du davon? Gibt es ja alles. Aber ich weiß, was ich halt in meinem Spiel möchte und ich weiß auch, was ich von meinem Gegenüber möchte. Und deswegen ist das für mich halt keine Option, in die Richtung zu gehen und zu denken, das muss jetzt genauso sein.
Sebastian nagele ich dich mal drauf fest, jetzt hast du gesagt, das gibt es ja auch alles. Wie weit bist du denn vernetzt und kennst du vielleicht auch Menschen, die das genau so machen? Weil wir sprechen ja nur über diese Menschen und keiner hat sie irgendwie richtig gesehen. Es ist halt wirklich nur so ein mediales Bild, was ich da momentan transportiere. Gibt es die? Kennst du sowas?
Anna Also ich kenne eine persönlich, ja, die ist aber halt eher so auf eine private Art und Weise halt, bezeichnet sich als Domina und erfüllt halt dem Mann halt seine harten Domina-Wünsche. Ja, sie hat halt auch keinerlei Verbindung zu den Leuten. In dem Sinne war es wirklich nur wie eine Art Dienstleistung. Das war es halt. Ich weiß nicht, ob man da jetzt, ob man das jetzt für die Person selber überhaupt der Kink ist und diese Erfüllung ist, kann ich mir jetzt halt nicht vorstellen. Oder ob es halt wirklich dann einfach nur, weil es ja eine Gegenleistung dann mit der Bezahlung dann tatsächlich funktioniert. Es ist jetzt nicht, dass es jetzt wirklich ich-mach-gerne ist, sondern halt eher, er kommt zu mir, möchte das haben, und dann kriegt er es.
Sebastian Okay, aber wenn das dann auch für Geld ist, gut, dann ist das ja auch ein anderer Deal.
Anna Und wieder eine andere Sache tatsächlich, ja.
Sebastian Das ist ja dann Teil der Dienstleistung.
Anna Ja, ja.
Sebastian vielleicht nochmal, ich hab ja eben gesagt, es gibt viele Femdoms, die sich beschweren, einen guten Sub zu finden ist total schwer, du hast ja jemand gefunden, offensichtlich hast du ja gesagt
Anna Ja.
Sebastian Glückwunsch erstmal dazu
Anna Danke.
Sebastian aber so in dieser Findungsphase ich hatte eben das, das war gar nicht als Vorwurf gemeint, aber dieser Konkurrenzdruck bei den Jungs, also theoretisch hast du doch voll die Auswahl, selbst wenn alle zwei Tage nur eine dabei ist, der der vernünftig schreibt und selbst dann ist es ja so, dass du da dir die Rosinen rauspicken kannst.
Anna Naja.
Sebastian verführe dich ein bisschen, aber ja, okay,
Anna Im Grunde ist es so tatsächlich, ja. Man könnte sich dann jetzt sagen, ach, na, heute könntest du dir mal den herholen quasi, so ungefähr. Natürlich ist das auf eine Art und Weise so. Da ist es aber für mich halt, das ist für mich halt auch keine Art und Weise, so ein Spiel zu leben, tatsächlich. Also das ist, wie gesagt, ich möchte eine gewisse Bindung haben, ich möchte das Wohlfühlen haben, ich möchte die Reaktion ja dem Gegenüber sehen, ich möchte halt eigentlich die Erfüllung mit diesem Spiel haben, für uns, also für die beiden Beteiligten in dem Sinne. Und ich finde nicht, dass es dann einfach geht, wenn ich dann sage, auch noch heute mal der, morgen mal der Und nee, ich
Sebastian das ist nicht deins, aber du bist in der Position, du könntest. Wenn du das wollen würdest, das ginge.
Anna tatsächlich, ja, es klingt jetzt echt blöd, ja, aber ich könnte, wenn ich das will, tatsächlich, ja.
Sebastian Ja gut, da gehören ja auch immer zwei dazu. Es muss ja Leute geben, die deshalb ja, okay.
Anna was mir aber jetzt auch schon oft, was ich jetzt noch einfach sagen möchte, was mir jetzt auch schon oft zu hören gekommen ist, auch von Male-Subs, halt dieses, ich erzähle einer Femdom meine Neigungen und manche trauen sich halt auch gar nicht überhaupt komplett die Neigungen zu äußern, weil sie halt Angst haben vor der Reaktion, zum Beispiel ausgelacht zu werden.
Sebastian Ja, gerne.
Anna Da hat mir mal einer geschrieben, er steht halt drauf, in Lackkleidchen halt gedemütigt zu werden. Und ich nur, ja, okay. Dann ist das noch vollkommen okay. Also warum denn auch nicht? Also wenn da jemand halt sein Kink drauf hat, warum denn noch nicht? Und er dann halt total erschrocken von meiner Reaktion war, weil ich halt so locker leicht und fluchtlich das genommen hatte. Und er dann meinte, okay, du lachst mich gar nicht aus. Ich so, wie bitte, ich sollte dich jetzt auslachen? Ja, also er war sehr schockiert von meiner Reaktion darauf, weil er halt andere Reaktionen kannte. Tatsächlich, also das fand ich halt auch ziemlich traurig in der Hinsicht.
Sebastian Ja, das ist natürlich, natürlich, wenn dann die Menschen dir gegenüber Hemmungen haben, weil sie woanders eben nicht wertgeschätzt werden, ich finde das ist ja für dich auch ein Nachteil, weil das verändert ja auch, wie Menschen dir gegenüber auftreten, weil die wissen ja nicht, wie du drauf bist.
Anna Dann ist man doch schon auf dem falschen Weg tatsächlich.
Sebastian Also das versaut ja quasi deinen Ruf mit.
Anna ist richtig, das ist richtig.
Sebastian Was machen wir denn da? Wir machen die Kunst der Unvernunft. Gucken, dass wir das mal gerade rücken. Ja, das ist so eine ganz, ja natürlich, das ist ja genau der Punkt, das ist halt schwierig und wie gesagt, das ist ja auch wirklich dieses Bild bei Twitter, da laufen die Dinger durch, da hast du die Blog-Einträge und denkst nur, das kann doch nicht sein.
Anna Schwierig. Mhm, genau.
Sebastian Nein, es ist die ganzen 15 Jahre Konsensdiskussion an den Mädels völlig vorbeigegangen. Was ist denn da los? Aber wenn ich dir so zuhöre, dann habe ich ja da absolute Hoffnung.
Anna Na, hoffentlich.
Sebastian Ja, es ist ja auch so, gerade wenn Male-Doms da einen Mist bauen, dann ist die ja quasi auch innerhalb der Szene so ein bisschen gebrand markt. Dann kriegt gleich jeder gesagt, mit dem mal nicht, der baut da Mist. es das auch, ich weiß nicht, also ich weiß, besuchst du vielleicht Femdom Stammtische, die gibt es ja auch ganz viele.
Anna Nicht in meiner Nähe. Tja, tatsächlich gibt es das alles ja nicht in meiner Nähe so nah. Ich wohne eher sehr ländlich und hier ist alles nicht so verbreitet. Deswegen müsste ich da echt, glaube ich, zwei Stunden Fahrt in Kauf nehmen, um da so einen Stammtisch zu besuchen. Was sehr schade ist tatsächlich, weil ich mich gerne austauschen würde. Aber nee, da kann ich leider nicht von Erfahrung sprechen.
Sebastian Das Angebot steht, wenn du einen Stammtisch bei dir gründen willst, ich mache ein bisschen Werbung dafür, dass auch Leute kommen. Das mache ich gerne. Gerne. Ja, so, ich schaue noch mal kurz, weil ich habe aus dem Chat noch überhaupt nichts heute mal vorgelesen. Das ist ja fürchterlich. Ich gucke mal gerade, mir hat gerade das Podcastsubbie was reingereicht. Also, einem guten Sub wohl eher einen passenden Sub. Ich glaube, genau da liegt das Verständnisproblem von Knickl40. Ja, stimmt, gut und passend, das sind tatsächlich unterschiedliche Dinge. Ich denke da jetzt an Schuhe, ehrlich gesagt.
Anna Ja, also es ist schon richtig die Aussage, definitiv.
Sebastian Ja, okay. Also ich würde mich jetzt erstmal ganz, ganz herzlich bei dir bedanken. Ich merke es, ich switche heute hier so ein bisschen durch, weil irgendwie ich lege auf und dann klingelt es wieder.
Anna Kein Thema. lieber.
Sebastian Es hat mich total gefreut, dass du angerufen hast und ja, ganz ehrlich, wir diskutieren das heute Abend so lange aus, bis keiner mehr was sagen will. Ich bin da sehr gespannt. Vielleicht mag ja nochmal jemand anrufen, der sagt, ja Mensch, also ich gehe auf den Femdom-Stammtisch und da läuft das aber in Wirklichkeit so und so, weil das ist etwas, da komme ich ja nun mal nicht hin. Da kann ich ja nun mal nicht Mäuschen spielen, das wäre ein bisschen komisch. Würde mich interessieren.
Anna Ja, mich auch tatsächlich,
Sebastian du kommst auch bei mir in die große Kiste rein.
Anna schön.
Sebastian Das muss ich natürlich auch zu dir sagen, wenn du möchtest, dass ich dich irgendwann identifizieren kann, wenn ich dich aus dem Hut ziehe, wenn du mir irgendwo eine Nachricht schickst, dass ich dich da zuordnen kann und im Zweifel anschreiben kann, dann würde mir das sehr helfen.
Anna Wunderbar, machen wir so.
Sebastian klar. Ich danke
Anna Gut, und ich möchte mich noch kurz für meine Katze entschuldigen.
Sebastian Ach, Moment, die Katze. Da muss ich auch noch was zu sagen. Der Chat hat, der Spielzeugsammler hat gebeten, ein Katzenfoto für die Shownotes zu haben. dem stimme ich absolut zu, bitte, wenn du eins hergeben möchtest, ich nehme es, ich packe es direkt in die MP3-Datei rein, wenn du magst, alles klar, mach's gut, tschüss.
Anna Gerne, mache ich. Tschüss.
Sebastian Das war Anna. Sieht doch alles gar nicht so schlimm aus. Aber auch sie hat eben schon davon gehört, das gibt es. Aber jetzt müssen wir mal gucken, die Wertigkeit. Jemand hat mir mal gesagt, dass die Menschen, die unangenehm sind, die sind meistens die lautesten. Und deshalb hat man immer da einen falschen Eindruck. Ich bin gespannt. Vermutlich wird hier niemand anrufen und sagen, genau so ist es richtig, aber ich würde mich auch darüber freuen. Ja, und wenn ihr möchtet, dann ruft mich einfach an. Ähm, ich habe hier auch jemand, der es schon mal probiert hat, da gebe ich mal ein Signal und dann gucken wir mal, ob das klappt. Hallo?
Lady A Hier ist Lady A.
Sebastian Ja, schön, dass du anrufst.
Lady A Ja, hi.
Sebastian Die Menschen sagen, sie können uns hören, dann hoffe ich, dass dem auch wirklich so ist. Und ja, was sagst du denn zu all diesem ganzen Drama? Ja.
Lady A Also, ich bekomme ja auch gehäuft unzählige Nachrichten von, von, sagen wir mal, auch, ich nenne sie ja auch Anwärter, selektiere sehr doll. Und ich bin schon mal gefragt worden, was ist denn so der Unterschied zwischen einem Dom und einer weiblichen Domme? Und habe gesagt, ja, manchmal sind wir halt ein bisschen böser, ein bisschen sadistischer. Und ich merke aber auch, dass, ich sage es jetzt mal richtig böse, wie du auch, die Jungs manchmal ein bisschen zu wunschvoll sind. Und dann nicht ganz begreifen, warum ihre Wünsche nicht direkt oder überhaupt erfüllt werden. Man
Sebastian Okay, aber auch da ist wieder das zentrale Ding, der böse Wunschzettel ist das Problem. Kann das sein?
Lady A kann ja darüber kommunizieren. Also wer mich beim, ich sag's jetzt mal, beim Joy anschreibt, da hoffe ich, dass der vorher wirklich meine Texte richtig gelesen hat. Die sind sehr explizit und sehr aussagekräftig. Und wenn dann so eine Rückmeldung kommt, kommt, oh Mann, diese Texte, die sind total klasse, sowas brauche ich.
Sebastian Ja.
Lady A Alles für Sie, alles. Am Anfang habe ich immer gesagt, du, sei ein bisschen vorsichtig mit diesem Wort. Und dreimal habe ich schon gesagt, ja, das ist prima, gehen wir morgen zum Notar, um denen dann auch zu zeigen, hör mal, sei ein bisschen vorsichtig mit deinem Wortlaut. Ich habe aber auch die Erfahrung gemacht, vielleicht gibst du mir da recht als Dom, dass Doms manchmal ein bisschen langatmiger und geduldiger sind in Bezug, ja, was der submissive Gegenpart ihm so gegenüberbringt. Nö,
Sebastian Ja, also meinst du jetzt Langatmiger im Sinne von, man kann sich Zeit lassen, was zurückzugeben?
Lady A nicht unbedingt, aber sagen wir mal, langatmig wie geduldig, dass man sich das etwas länger anschaut und denkt, naja, das legt sich. Sieh mal, so wie eine Katze ihre fünf Minuten und ich bin da nicht immer so sehr geduldiger, also ich. Ich kenne aber auch viele Femdoms, die knallhart sind und dann auch direkt sagen, nee, du, hör mal, die haben darüber geredet, du hast dich da mit einverstanden gefühlt, du hast dir gesagt, d'accord, mach ich, sie sind die Herrin, sie sind meine Herrin und jetzt willst du nicht.
Sebastian Ja, das ist dann aber so ein, hat er gesagt, dann nehme ich das für voll und dann nutze ich das aber auch aus.
Lady A Ja,
Sebastian Und das ja mit voller Absicht dann sogar.
Lady A und ich habe ja auch bei Twitter dann ja auch geschrieben als Antwort, naja, wenig fordern ist schon so ein Ding, weil, und da Twitter, und wenn man da keine Emojis so da reinsetzt, das Gegenüber, beidseitig, ne, die bekommen ja beidseitig ja was ganz Tolles, nämlich die Zeit voneinander. Und ich kenne das aber so, dass die Jungs fordern, total fordern. Und wenn ich dann tatsächlich nicht so springe, wie sie möchten, oder wenn ich nicht sofort antworte, wenn der Punkt gesetzt ist, dann ist Pompeji wieder im Gange. Also dann, da geht ja, da ist eine Apokalypse, also so ein Weltuntergang, gar nichts dagegen.
Sebastian Okay, da kommt vielleicht so dieses Ding her, diese Aussicht, dass man ja abkauft, dass man vielleicht nie das bekommt, was man eigentlich will, sorgt dafür, dass umso stärker und vehement immer wieder gesagt wird, ja, aber das müssten wir schon machen, das müssen wir schon machen, ne?
Lady A Sagt
Sebastian Also, das ist ja auch so ein,
Lady A dann, nee, du, hör mal, ich habe jetzt draußen auch ein Leben, ich habe jetzt einen Moment, dafür keine Zeit und keinen Nerv und du weißt, eigentlich bin ich immer für dich da, nur jetzt klappt es nicht. Und dann ist das halt so manchmal wie so kleine Kinder, die dann an der Kasse sind oder durch die Spielwarenabteilung Richtung Kasse geführt werden und an der Quengelabteilung sind. Doch,
Sebastian dann nimmst du es aber jetzt auch nicht für voll, ne? Also, ja,
Lady A doch, doch, ich nehme meine submissiven Fachkräfte gegen Patronen ziemlich für voll. Nur wissen die auch, mich gibt es nicht alleine. Sie geben sich exklusiv zu mir, aber mich gibt es halt nicht exklusiv nur für sie alleine. alleine, das ist jedem klar, es gibt da noch jemanden und dann eine Reihe, ja
Sebastian Ja, aber guck mal, nur weil du das sagst und das klarstellst, heißt das ja noch lange nicht, dass diese Konsequenzen, die das mit sich bringt, auch überblickt werden. Also da mag ich jetzt, also diese Weitsicht, die muss man ja dann auch erstmal haben und gerade als Anfänger, sag ich mal, hat man ja keine Ahnung, was das bedeutet, wenn man eben einer von vielen ist.
Lady A natürlich verstehe ich das, dass das dann ziemlich an dem Ego knabbert, dass man jetzt diese Herrin, die man ja für sich eigentlich ja auch auserkoren hat, nicht für sich alleine hat und sie einem sagt, nein, du bist halt nicht meine Nummer 1, aber du weißt das, ich rede darüber, Ich rede darüber ein paar Mal und wenn ich merke, das geht jetzt nicht mehr so weiter und man nimmt mich dann damit nicht für voll, dann muss ich da schon eine Grenze setzen und dann das Schlimmste aussprechen, was ja kein Submissiver Gegenpart hören möchte.
Sebastian Aber guck mal, was ich jetzt am Anfang gesagt habe, also ich habe da ja ein bisschen zugespitzt, hast du dich da angesprochen gefühlt oder war das so, das ist völlig aus der Luft gegriffen, wo hat er das nur her, also wie ist so deine Perspektive darauf?
Lady A Ich habe
Sebastian Ja,
Lady A das nicht zugespitzt gesehen, oder sagen wir mal ein bisschen überspitzt schon, weil irgendwie will man ja auch ein Warm-up haben für ein Thema und vielleicht auch den anderen deswegen so ein bisschen daran pieksen, damit da was ins Rollen kommt.
Sebastian aber war das unrealistisch, das Bild, was ich gezeichnet habe?
Lady A Ich saß hier und ich bin schon in den Atemmodus gekommen, aber
Sebastian Oh Gott.
Lady A ich rede ja mit dir, ne? Guck mal.
Sebastian Ja, das tust du.
Lady A Das ist ein bisschen als Friedenszeichen, ne?
Sebastian Ich bin total begeistert.
Lady A Also, ich rede hier mit dir. Ja, klar sind wir Femdoms im Vorteil der männlichen Dominanz. Uns gibt es nicht so häufig. Wir sind wie dieser 45-Karat-Diamant, den gibt es ja auch nicht so häufig. Und dann ist da natürlich die Konkurrenz bei den Submissiven riesig und ich erlebe das. Entweder einer, der sehr schüchtern ist und da weiß ich, das könnte auch schwierig werden oder einer, der das ganze Gegenteil ist. Ich bin
Sebastian Was ist dir denn da lieber? Eher so ein Schüchterner, auf den du zugehst oder möchtest du lieber, dass da jemand auf dich zugeht und sagt, hier, Lady A, ich habe von Ihnen gehört.
Lady A In der Regel sind die Leute oder die Jungs immer auf mich zugekommen. Ich
Sebastian Okay.
Lady A bin selbst noch nie auf jemanden zugegangen und habe gesagt, oh, Schnuffel, dich finde ich heiß, du bist der hotteste, komm zu mir, komm direkt auf die Knie, du guck mal da die Schuhe, ne? Nein,
Sebastian Okay, also ist es schon richtig, wenn, ich sage ja immer Menschen, wenn die sagen, ich finde niemanden und das ist alles so schwierig, dann sage ich immer, geh raus, sei sichtbar, komm mit Menschen ins Gespräch, lern Leute kennen. Also das ist erstmal schon mal nicht falsch. Das ist schon mal ganz gut. Okay, das heißt, also ich sehe dich auf dem Stammtisch, komm zu dir und sag, hier Lady A, super, ich wollte schon immer mal. Bin ich dann schon raus, wenn ich so anfange? Oder, also wie entwickelt sich ein Gespräch, bei dem da auch was, ja, bei dem man hinterher auch Spaß haben kann miteinander. Und wie entwickelt es sich vielleicht genau nicht?
Lady A Zwei Faktoren spielen eine riesen Rolle, einmal mein Nasenfaktor und mein Bauchgefühl. Wenn der Nasenfaktor schon von vornherein sagt, nee, next Und mein Bauchgefühl sagt aber dann, komm, vielleicht ist er ja gar nicht so Das ist so wie mit den beiden Engeln, oder Engelchen und Teufelchen auf der Schulter Aber meistens verlasse ich mich auf meine beiden Faktoren Und wenn einer das ernst meint, dann nehme ich den aber auch raus Und setze mich mit dem irgendwo hin In einer stillen Ecke und quatsche dann mit dem
Sebastian Gott, der Arme, der zittert doch da. Nein.
Lady A Aber möchte er das denn nicht? Wie
Sebastian das ist ja immer die Frage, weiß ich, welche Geister ich beschwöre, ne? Pass mal auf, ich hab ja Anna eben schon gefragt, und so auf so einem Femdom-Stammtisch, ich weiß, du hast sowas schon mal besucht, gerüchteweise hab ich das gehört. Was redet man denn da zwischendurch? Gibt's da eine schwarze Liste mit den Subs, mit denen man lieber nichts anfangen soll, weil die blöd waren und lästert man ganz viel. Ich merke es, ich provoziere schon wieder, aber was passiert denn an so einem Abend und wie sprecht ihr denn über die Subs denn allgemein, wenn die nicht im Raum sind?
Lady A wir Femdoms über Männer generell reden? Wieso
Sebastian Ja, vielleicht sind Männer auch gar nicht so wichtig und Männer denken immer nur, dass ihr über uns reden müsst. Das ist eine schlimme Erkenntnis, ich weiß.
Lady A seid ihr nicht wichtig für uns? Erklär mir das mal.
Sebastian Nein, aber wir sind natürlich nicht das Zentrum des Universums, da geht es ja vielleicht auch um Dinge, die uns gar nicht so betreffen.
Lady A Nein, also zum einen, bei den Femdom-Stammis, die ich besucht habe, sind keine Männer zugegen, egal in welcher Position. Ich
Sebastian Gut, aber wie sprecht ihr denn über die? Ist das eher so, ja, ich hab auch so, also, ganz ehrlich, ich hab das, ich hab das neulich gehört, das war so, als ob das, als ob man über einen Hund reden würde. Ja, meiner, der macht auch, der kann auch schon irgendwie, der ist auch schon stubenrein oder so, ne. Das mag ich immer, ne, also, ich hab's ja nicht gesehen, ne, das ist halt die Gerüchteküche, die ich dir jetzt vor die Füße werfe.
Lady A habe schon mal so das eine oder andere Gespräch mitbekommen, wo ich dachte, uh, also erstmal war so Küsschen, Küsschen, Begrüßung, oh, du siehst toll aus, ja, mal hast du wieder abgenommen und du, hör mal, das steht dir richtig gut, aber hast du gehört, ey, und meiner, ne, ich bin ja so enttäuscht, ey, das ist so, als hättest du einen Porsche in der Garage und draußen, Trabi, das ist also, nee, was ich mir da angelacht habe, ja, sowas kommt vor, Hallo?
Sebastian Okay, also es ist so ein gegenseitiges Leidklagen, sage ich mal fast.
Lady A Nein, es kam aber auch Lob. Lob kommt auch. Ey, meiner ist total toll. Der ist ein Möbel. Der lässt mir das Bad ein. Und dann ist er mein Kerzenständer. Egal, wie lange ich da drin bin. Und wenn es zu kalt wird, macht er natürlich auch sofort das Wasser warm. Dann verwandelt er sich in ein Tuch. Ey, das ist total Zucker.
Sebastian Ja, das ist dann aber auch dieses Wertschätzen da, einfach zu sagen, Mensch, ich hab da, ich hab da mal ein
Lady A Ja, sowas kann Also jetzt nicht nur, dass sie dann nur vom Leder ziehen, das bitte jetzt mal ausradieren. Es geht anders zu und ich glaube, ich habe mich ja schon mal so mit Männlichen unterhalten und da habe ich als Resonanz immer gesagt, nee, was soll ich denn da reden? gegen, ja, also Fußball, Urlaub, bestenfalls über die Sub, ihre Eigenschaften, ne. Und dann kam auch dieselbe Frage, die du gerade gestellt hast, über was redet ihr denn? Und manchmal kommt es auch vor, dass so Tipps kommen, also jetzt keine Backrezepte, ne, sondern, boah, ich habe da gehört, da gibt es diesen Taser und da gibt es das Halsband mit und mit Fernbedienung und einem Radius von 500 Metern, boah, das ist toll und sowas, ja. Also wir reden über ganz normale Frauenthemen, spezieller Art. Bis
Sebastian also erstmal, da bedanke ich mich jetzt erstmal für diesen Einblick, ne, das ist ja mal das, was man nicht kennt oder wo man nicht gucken kann, das ist ja mal am interessantesten. ich habe hier jetzt Nachrichten bekommen von mindestens zwei Menschen, die hier unbedingt heute auch noch was sagen wollen, deshalb deshalb werde ich mich jetzt erstmal bei dir ganz herzlich bedanken, dass du es immer wieder probiert hast und dass du auch durchgekommen bist, vor allem beim Technik-Drama Wahnsinn und ja einfach vielen Dank und ich merke, je mehr Menschen hier heute sprechen, desto weniger dramatisch ist es, aber wir werden es sehen hier wünsche ich noch einen ganz tollen Abend und wir hören eh demnächst wieder voneinander.
Lady A dann, tschüss.
Sebastian Mach's gut, tschüss. Das war Lady A und liebes Publikum. Jetzt rufe ich mal jemanden an, denn ich habe hier Nachricht bekommen von Menschen, die es ganz oft versucht haben. Jetzt muss ich ja immer Copy und Paste machen und das kriegen wir aber hin. Jeder kommt hier zu Wort. Klick. Schauen wir mal, ob das funktioniert. Das sieht auf jeden Fall schon mal ganz gut aus.
Lady A Hallo
Roxy Sebastian.
Sebastian Hallo. So, jetzt sage ich nicht, mit wem ich spreche, das darfst du selber sagen. Also hier ist Sebastian. Hallo.
Roxy Hallo Sebastian, hier ist Roxy.
Sebastian Hallo Roxy.
Roxy Fast
Sebastian Wir haben auch schon mal gesprochen. Ist ein bisschen her.
Roxy genau ein Jahr. Nächste Woche Mittwoch hätten wir Jubiläum.
Sebastian Nächste Woche mit Torias. Echt schon ein Jahr her.
Roxy habe extra nachgeschaut.
Sebastian Boah, heftig.
Roxy Und
Sebastian Na gut.
Roxy du hast damals gesagt, nach einem Jahr kann ich doch nochmal anrufen. Und ja, schau an.
Sebastian Entschuldige. Sehr folgsam.
Roxy In der Rolle bin ich heute aber nicht hier.
Sebastian Perfekt rangehalten. Okay, es gibt also mehrere Rollen bei dir.
Roxy Genau. Also ich war ja vor einem Jahr schon Switcherin und das bin ich immer noch. Und damals hatte ich dir erzählt, dass ich im Januar das erste Mal oben gespielt habe und jetzt gerne Erfahrungen machen würde. Und die habe ich trotz Weltlage und dystopischen Zeiten machen können.
Sebastian Dazu kann ich erstmal gratulieren. Sehr gut. Okay,
Roxy Danke.
Sebastian das heißt aber, du bist Switcherin und das heißt alles, was ich heute Abend erklärt habe, entweder stimmst du total zu oder genau das Gegenteil oder ist da vielleicht ein wahrer Kern, wie ist deine Sicht da drauf? Was
Roxy Ich bin da meinungsmäßig relativ nah an Joachim, der ja am Anfang angerufen hat und hatte von Anfang an, als ich dann ja letztes Jahr gemerkt habe, dass ich auch Dom spiele, ein Problem mit diesem Begriff Femdom. Das ist ein Begriff gewesen, den habe ich für mich gar nicht angenommen. Ich habe mich damit auch null angesprochen gefühlt, weil ich dieses Klischee im Kopf hatte von diesem distanzierten Spielen. Und was auch schon heute öfter gefallen ist, benutze nicht und sei gnadenlos. Und das war von Anfang an nicht meine Art. Und mittlerweile würde ich mich eher als Gentle Femdom bezeichnen und würde den Begriff gerne irgendwie auch umformen, dass diese Bandbreite an Spielarten deutlicher wird. Das,
Sebastian macht denn ein Gentle Femdom aus?
Roxy was Gentle-Doms ausmacht, würde ich sagen. Ich habe das Gefühl, dass bei Femdom häufig ein Bild im Kopf auf einmal da ist, was so Richtung die Domina angeht, Stiefel lecken. Und das ist total legitim, wenn man so spielt, aber das ist halt nicht alles. Und ich spiele sehr viel mit Nähe, mit Wertschätzung, Zärtlichkeit und bin dazwischen halt ziemlich gemein.
Sebastian Das klingt ja nach genau der richtigen Mischung. Also Gemeinheit ist ja okay, solange du eben diese anderen Aspekte eben auch drin hast. Ja, ich frage dich auch, ist das, was ich medial so mitbekomme, siehst du das auch so? Begegnet dir das auch häufig oder ist das auch wieder nur meine Bubble? Ich versuche das immer noch ein bisschen zu ergründen.
Roxy Ja, ich bekomme das auch so mit und dann haben wir das mal in der Telegram-Gruppe, die deinen Namen trägt, auch besprochen mal und da hat sich dann auf einmal eine viel größere Bandbreite aufgetan. Da waren dann ganz viele Frauen, die auch gesagt haben, vielleicht am Anfang konnten sie den Begriff nicht für sich annehmen, weil das nicht ihre Art zu spielen ist. Und dann haben wir uns da mal mehr ausgetauscht. Und vielleicht sind wir Frauen, die so spielen, in Anführungsstrichen, einfach medial nicht so laut, nicht so präsent, weil sich auch über die letzten Jahrzehnte einfach so ein Bild geprägt hat. Und ich meine, man braucht ja nur irgendwie, zumindest war das vor zehn Jahren noch der Fall, nachts einmal den Fernseher einschalten und man hat irgendwie ein sehr spezielles Bild gezeigt bekommen.
Sebastian Ja, wenn man jetzt sagt, ich führe einen Begriff ein wie Gentle Femdom, dann distanziert man sich ja dann auch von diesem üblichen Bild. Das ist ja dann schon fast so ein Bild, das ist halt laut und das muss man zeigen und das ist alles besonders hart und brutal und ich habe keine Ahnung was. Und, hm, also der Gattungsbegriff Femdom, der ist quasi dadurch ja schon so ein bisschen verbraucht durch die Menschen, die so agieren.
Roxy Also verbraucht klingt so negativ. Ich würde halt eher sagen einseitig dargestellt, weil der Begriff ist ja auch für das distanzierte Spielen auch okay. Wir sind halt, also Frauen, die oben spielen, sind halt Femdoms und darunter ist halt eine bestimmte Bandbreite und die wird medial noch nicht so dargestellt. Ich nenne mich auch auf den Portalen oder so die üblichen nicht Gentle-Femdom. Das ist mehr was, was ich mal in den Raum werfe, wenn es darum geht, wie spiele ich eigentlich.
Sebastian Ja, okay, also, hm, das heißt, ich habe den Oberbegriff, der ist irgendwie negativ konnotiert und jetzt muss ich dann Unterbegriffe einführen, aber der Oberbegriff hat quasi schon, der ist schon eingeengt. Und da kommt natürlich dann auch viel her. Kennst du denn Femdoms, die diesem Bild entsprechen? Gibt es die denn wirklich oder ist das eben nur das, was sie öffentlich sagen? Ist das vielleicht so eine Art, der Trieb sich eben so öffentlich darzustellen? Kann ja auch sein, dass die alle total lieb sind, aber öffentlich würden sie das nicht zugeben. Das kann ja auch sein, dass da so ein gewisser Druck ist, sich da so gegenseitig, ja, so ein Alphatier einfach zu sein, ne?
Roxy Kennen? Nein. Ich war ein-, zweimal bei Femdom-Stammtischen online, wo Frauen waren, die so gespielt haben. Und das war für mich sehr interessant, da mal in den Austausch zu kommen. Und ich habe das Gefühl, dass es sehr darauf ankommt, mit wem man so die ersten Berührungspunkte hatte. Wenn man in eine Bubble kommt, die dieses harte Spiel spielt, sozialisiert man sich in die Richtung. Und ich bin Switcherin, ich habe vorher unten gespielt und war in dieser klassischen Femdom-Bubble nie drin. Und deswegen hatte ich gar nicht die Möglichkeit, mich in die Richtung zu sozialisieren. Und dann war dieser Druck nicht da. Ich glaube, das macht einen großen Unterschied. Das sagte Joachim ja auch vorhin, dass er da bei Switcherinnen was anderes wahrgenommen hat. Und die ganzen Gentle Femdoms, ich nenne es jetzt einfach mal so, weil wir wissen, was gemeint ist, sind auch meistens mal Switcherinnen gewesen.
Sebastian Okay, achso. Das heißt, oder Sub halt gewesen. Das gibt es ja auch, dieser Switch, der dann irgendwann vielleicht einfach mal kommt, dass man einfach die Erfahrung hat.
Roxy Genau, also man kennt die andere Seite.
Sebastian Das würde ja im Umkehrschluss bedeuten, wenn ich nicht genug Erfahrung habe, also keine Ahnung habe von dem, was ich tue, dann agiere ich so. Und dann auch noch öffentlich, ja, und dann ist alles verloren. Ja,
Roxy Ich finde es ja nicht schlimm, wenn Frauen das machen. Das muss halt bewusst passieren. Wenn ich mich bewusst dafür entscheide, dass das meine Art zu spielen ist, dann finde ich das total in Ordnung und legitim. Wenn man aber nichts anderes kennt und das Gefühl hat, das ist das Bild, das ich erreichen muss, dann finde ich es schwierig.
Sebastian und dann muss man natürlich auch auf Seiten von Subs, also wie auch immer einfach klar sein, es gibt halt solche und solche und jetzt ist natürlich die Frage, wie wähle ich die vorher aus, weil ich muss ja aktiv werden und anschreiben als Mann. Also habe ich zumindest jetzt dem Gespräch heute Abend entnommen, dass das höhere Chancen hat. und dann ist ja die Frage, wie kriege ich raus auf wen ich da komme und da kann ich auch nur Profile lesen, Profile lesen, Profile lesen und hoffen dass das da stimmt, was da steht
Roxy Ich habe das Gefühl, dass sich das eigentlich schon in den ersten fünf Sätzen, wenn man übers Internet geht, aufklärt. Wenn ich angeschrieben werde, das passiert selten, weil ich zwar überall Switch drinstehen habe, aber ansonsten nicht weiter mit meiner Topseite irgendwie was kommuniziere. Und dadurch habe ich wenig Nachrichten. Aber wenn dann mal was kommt, dann ist das halt sofort ein Unterwerfen. Oh, meine Herrin, ich möchte dir dienen oder so. Und das ist überhaupt nicht meine Art. Ich will die Person kennenlernen auf Augenhöhe, den Menschen. Und ich möchte mir die Unterwerfung verdienen. und ich finde es auch anmaßend, sofort meine Herrin zu sagen, auch wenn die Person vielleicht auch noch nichtmals weiß, ob ich Herrin genannt werden möchte. Das ist aus meinem Profil nicht zu entnehmen.
Sebastian ja, aber dann ist ja auch wieder da der Punkt, da müssen dann eben die Menschen zueinander passen, also die, die genau das wollen und sagen hier, oh meine Herren und dann geht sie halt auch darauf ein dann ist das ja okay, dann haben sich dann zwei Menschen gefunden, die diesen Kink teilen und dann können die ja miteinander Spaß haben ich glaube, da muss man aber Richtung Malesub dann ein bisschen aufklären und sagen, du pass auf, das ist nicht die einzige Konvention, die es gibt. Du musst die nicht von vornherein von unten an subsen, damit du eine Chance hast, sondern zu gucken einfach, okay, wenn ich auf Augenhöhe auf jemanden zugehe, dann kann ich halt gucken. Die sind wahrscheinlich dann gleich raus, wenn die sagen, wie kannst du mich so ansprechen, dann weiß man, okay, das wird nicht passen. Also da
Roxy Genau, das ist ja einfach ein Filtermechanismus. Ich muss mich dann halt als Sub fragen, möchte ich die eine oder die andere Art und Weise, angenommen es gibt nur zwei, die Bandbreite ist größer, klar, aber möchte ich mich sofort unterwerfen in der ersten Nachricht oder möchte ich auf Augenhöhe starten? Und dann finde ich vielleicht auch irgendwann das passende Gegenstück, dass überhaupt ein Gegenstück zu finden eine schwierige Sache ist, ist unbenommen.
Sebastian leite ich so ein bisschen daraus ab, dass die Jungs vielleicht einfach ein bisschen wählerischer sein dürfen. Also ja, es ist schwer, jemanden zu finden, aber selbst da ist so, wenn dieser Druck da ist, ich muss jetzt jemanden finden, das ist ja eh schon mal schlecht. Aber dass man auch sagt, ich habe kein gutes Gefühl, dann lasse ich es halt. Und dass man halt darauf besteht, auf die Gesprächsebene erstmal zu kommen.
Roxy Bei mir ist auch noch nie was über so Bewerbungen oder so entstanden. Also die Männer, mit denen ich bisher gespielt habe, wenn ich oben war, habe ich über Zufälle kennengelernt und meistens war ich am Anfang unten. Eigentlich immer.
Sebastian Okay.
Roxy Ja, also ich habe dir gesagt, letztes Jahr im Januar habe ich das erste Mal oben gespielt.
Sebastian Ach, eigentlich immer.
Roxy Von daher ist da jetzt nicht so schrecklich viel zwischen gewesen in diesen Zeiten. Aber ein Ex-Spielpartner von mir kam hierhin und wir hatten vorher schon darüber geredet, dass ich sagte, auch irgendwie so bei Vanilla-Typen, die werden halt irgendwie sehr schnell devot bei mir, wenn ich die so ein bisschen anpiekse. und dann sagst du, ja, das kann hier nicht passieren und ich bin top und so und dann haben wir uns getroffen und dann hat es halt keinen ganzen Tag gedauert, bis ich oben war. Die Geschichte kennst du auch, derjenige hat auch schon mal bei dir angerufen.
Sebastian Aber ich muss ja immer so tun, als wüsste ich das nicht. Das ist mal ganz schwierig hier im Podcast, dass man nicht guckt, dass man die Insider der letzten 100 Folgen irgendwie dann verwendet, weil dann sind irgendwann die Hälfte der Menschen ratlos oder noch mehr.
Roxy Ja, klar.
Sebastian Ja, auf der anderen Seite, Liebespublikum, hört alle Folgen, dann versteht ihr jeden Gag. Hört sie alle, ladet sie alle runter, ist gut für die Statistik.
Roxy Und mein jetziger Partner ist auch erst mal aufgetreten nur als Top und das war auch das, worunter wir uns dann getroffen haben Und wir sind auch mittlerweile fest verpartnert. Und er wusste schon immer, dass da auch eine devote Seite ist, aber er hat die nie so richtig ausgelebt. Und irgendwann gab es diesen Abend, da ist es einfach passiert. Und seitdem spielen wir im Wechsel und war ich die letzten Monate oben. Und ich habe das Gefühl, dass dieses Ich-lerne-erst-mal-den-Menschen-kennen für mich halt eben die Variante ist. Und ich kann mir das nicht vorstellen, gerade über eine Bewerbung oder so in meinem Postfach auf diese intime Ebene zu kommen.
Sebastian Jetzt lass mich da nochmal kurz fragen, wenn du denn mal solche Mails bekommst, entsprechen die dem Klischee?
Roxy ich weiß aber nicht, ob das ist, weil die Personen das wirklich so möchten oder weil sie gelernt haben, dass man das so macht.
Sebastian Ja, das ist vielleicht wirklich ein Punkt.
Roxy steht halt nicht dabei.
Sebastian Gut, man müsste ein Buch schreiben, wie man es denn, wie schreibe ich denn an, wenn ich Interesse habe und wie gehe ich da vor, weil klar, das ist so ein selbstverstärkendes Verhalten, manche haben halt Glück, bei denen funktioniert das, die geben das weiter, du musst von Anfang an gleich Herrinnen-Titel und Unterwerfungen und alles hinwerfen, was du hast und vielleicht hast du dann mal Glück. Und das,
Roxy Als du Buch sagtest, hatte ich so ein Flussdiagramm im Kopf, das am Anfang fragt, wie spielst du am liebsten? Und dann kann man halt so verschiedene Varianten von du dreckige Made, leck meine Stiefel, bis ganz viel Kuscheln, ganz viel Zärtlichkeit Und so irgendwie diesen Care-Aspekt da drin. Und dann kommt man irgendwann unten zu und vielleicht gehst du, versuchst du mal sofort zu gehen, wenn du jemanden anschreibst.
Sebastian ich glaube, da ist so ein bisschen, ja, was heißt Hilfestellung, aber einfach mal ein Beispiel ist mal gar nicht schlecht, weil ganz ehrlich, ich habe auch schon Menschen angeschrieben in Netzwerken und habe dann auch überlegt, was schreibst du denn jetzt, ne? Und ich habe mir auch irgendwann mal total viel Mühe gegeben und dachte mir, und dann kam nur zurück, ja toll, so ein Kettenbrief oder so ein Serienbrief brauche ich nicht, wo ich dachte, Dankeschön, du bist doof, ne? Aber das ist eben auch das gewisse Risiko, ne? ich merke mir jetzt von dir erstmal den Begriff Gender-Femdom, den finde ich schön, der klingt auch einfach gut, vielleicht kriegen wir den ja etabliert auf lange Sicht.
Roxy Ja, oder wir können einfach Femdom so besetzen, dass erstmal gefragt wird, in welche Richtung spielst du. Das ist eigentlich das, was ich mir wünschen würde. Ein
Sebastian Pass auf, dann würde ich dich einfach und alle anderen auch bitten, seid so laut, dass diese Sachen, die ich jetzt am Anfang rezitiert habe, dass die einfach so ein bisschen im Rauschen untergehen. Das ist ja vielleicht wieder der Punkt, vielleicht sind einfach die Menschen laut, die ich eben jetzt gesehen habe. Das ist natürlich immer viels, wenn ich Dinge lese. Aber das kann sich ja entwickeln.
Roxy Punkt hätte ich noch, das ist vorhin gefallen, das fand ich ganz spannend. Einseitige Exklusivität. Die Person darf nur eine Dom haben, aber sie darf mehrere Subs haben. Ich finde das schwierig irgendwie, also spontan löst das bei mir ein Magenkrummeln aus, weil ich finde, dass alle Menschen erstmal die gleichen Rechte haben sollten. Und ob das nicht vielleicht was unfair ist. Aber in der Theorie habe ich mich auch schon damit beschäftigt und denke, okay, es ist auch irgendwie schwierig, wenn mein Sub mit einer anderen spielt, weil wir ja vielleicht dauerhafte Regeln haben, die gelten.
Sebastian Ja, das ist tatsächlich so ein Punkt, das gibt es ja in alle Richtungen. Subs, die mehrere Tops haben, wo man eben gucken muss, fände ich das toll, wenn irgendwie fremde Spuren mit nach Hause gebracht werden. Aber da gibt es ja Deals und da gibt es auch Menschen, die sagen, nee, das ist mein Modell und das ist vielleicht sogar mein Kink, zu sagen, ich bin einer unter vielen und das kann es ja geben. In dem Fall ist das okay. Wenn das natürlich nur einseitig okay ist, dann muss das natürlich irgendwann krachen.
Roxy Ja. Selbstgewählt, ne?
Sebastian Ja, da
Roxy Also alles, was selbstgewählt ist, ist okay. Aber wenn es ihm aufgezwungen wird in Richtung, du darfst keine andere neben mir haben, denn ansonsten spiele ich nicht mit dir und dann kannst du gucken, dass du die nächsten 200 Bewerbungen schreibst, das finde ich schwierig.
Sebastian kommt dann wieder dieses Ungleichgewicht in der Anzahl einfach.
Roxy Ja,
Sebastian Dieses Sub ist im Zweifel austauschbar, weil es gibt ja genug und die Jungs nehmen da einfach mehr in Kauf, weil das wird wieder so ein Aufwand. Aber kann man das jedem Einzelnen anlasten, dass das halt einfach offenbar einfach so ist? Boah, finde ich schwer.
Roxy also es liegt nicht am Individuum, das System zu ändern. Aber irgendwo muss man halt anfangen. Also das ist sehr schwierig, ich glaube, das auch irgendwie rauszubekommen. Und dieses Unverhältnismäßige in den Geschlechtern, was Dating angeht, das begegnet uns ja überall.
Sebastian natürlich unsere Einwohnerstatistik sagt, dass das eigentlich recht gleich verteilt ist. Also eigentlich dürfte es das nicht geben, aber es ist halt so. Also irgendwas ist da komisch. Ja, also die Konkurrenzsituation, die macht da vielleicht, da gehen vielleicht auch Menschen über ihre eigenen Grenzen und sagen ja zu Dingen, wo sie eigentlich sagen würden, also wo sie eigentlich sagen müssten, nee, möchte ich nicht.
Roxy Ja, genau. vielleicht ist man dann bereit, durch dieses Ungleichgewicht Dinge zu machen, die man eigentlich nicht will. Und dann wird es doch schon toxisch in meinen Augen.
Sebastian So, jetzt habe ich noch einen so schönen Gedanken gehabt, den habe ich, ich habe dir leider, deine Stimme lullt mich so ein bisschen ein, dass ich immer meine Gedanken vergesse, ich muss mir das aufschreiben.
Roxy Entschuldige.
Sebastian Nein, auch überhaupt nicht, um Gottes Willen. Ja, achso, genau, es gibt ja noch diese andere Perspektive, die habe ich auch schon gelesen, das ist so dieses, naja, ich weiß, dass es wenige von meiner Sorte gibt, ist doch schön, wenn ich mich gleich um viele kümmere.
Roxy Ja, finde ich, wenn alle damit einverstanden sind, ist es ja auch total in Ordnung. Aber man muss vielleicht darauf, also für mich wäre es wichtig, dass trotzdem jeder Sub als Individuum auch dasteht und als Person mit Bedürfnissen wahrgenommen wird. Und ich glaube, je mehr es werden, wird es irgendwann schwierig. Ich habe jetzt gerade mal in den Chat gelinst Und Joachim hatte geschrieben, dass er es mal erlebt hat, dass eine Femdom 14 Subs hatte. Das stelle ich mir schwierig zu überblicken vor. Aber je nachdem, wie die eigenen Kapazitäten sind, kann man auch sicherlich mehr als ein oder zwei Personen händeln.
Sebastian also ich überlege gerade, also 14 Versionen des Podcasts, so
Roxy Es gibt einen Tennisarm und Burnout wahrscheinlich.
Sebastian lieb ich sie habe, aber da reicht sie mir in der Menge, ja, aber sie reicht mir in der Menge 1, ist das genau richtig, ne?
Roxy Also gar nicht auf das Podcastsubbie gemünzt, allgemein. ist doch
Sebastian Ja, ähm, nein, also 14, boah, ja gut, aber das ist ja dann auch die Frage, warum und wieso und weshalb, ne, müssen wir schon, ähm,
Roxy Was ist die Intention dann dahinter?
Sebastian Roxy, auch bei dir sage ich das jetzt, ich bin so ein bisschen heute in Anrufeile, ich habe noch jemand, also ich habe noch zwei Nachrichten bekommen von Menschen, die sagen, ich würde so gern, kannst du mich zurückrufen, äh, deshalb bedanke ich mich jetzt erstmal ganz herzlich bei dir, ähm, der neue Begriff wird eingeführt, Gentle Femdom, und, ähm,
Roxy Ja, bitte. Find ich gut.
Sebastian ja, wir gucken mal, Und wir bleiben eh in Kontakt und das zählt jetzt auch gar nicht. Ich habe ja gesagt, nach einem Jahr, aber der Anruf heute zählt gar nicht. Wir sprechen so oder so bestimmt nochmal miteinander.
Roxy Machen wir. Schönen Abend.
Sebastian Ja, dir auch. Mach's gut. Tschüss. Ah,
Roxy Tschüss.
Sebastian das war Roxy. Oh, ich finde das total toll. Es ist ein Traum heute, wie oft hier das Telefon klingelt und das einfach läuft. Jetzt habe ich hier gerade schon wieder so eine komische Fehlermeldung gesehen. Wehe, das klappt jetzt wieder nicht. Ich rufe jetzt den nächsten Menschen an. Ihr hört es schon rappeln. Hallo, hier ist Sebastian. Mit wem spreche ich?
Lana Mit der Lana. Hallo.
Sebastian Hallo, Lana.
Lana Kannst du mich gut hören?
Sebastian Ich kann dich super hören. Jetzt ist die Frage, kenne ich dich vielleicht schon? Ich glaube nicht.
Lana Ich kann, ich glaube, wir haben uns noch nicht persönlich kennengelernt. Nein, und bei dir angerufen habe ich tatsächlich auch noch nie.
Sebastian Okay, dann kenne ich dich absolut gar nicht. Das heißt, es wird nicht vorausgesetzt, dass ich Erinnerungen habe. Das ist ganz gut. Da bin ich ein bisschen beruhigt. Ja, ich glaube, im Chat bist du drin. Magst du den Nicknamen sagen?
Lana Ja, das ist die C. S.I.
Sebastian Okay, also ich sage jetzt weiter Lana, das ist in Ordnung.
Lana Ja, total. So habe ich mich ja auch vorgestellt.
Sebastian Okay, du bist dominant.
Lana Ja, und übrigens nur so zur Info, ich liege ich hier auch gerade ganz kuschelig mit meinem Partner. Ja, genau. Der liegt hier neben mir.
Sebastian Grüße.
Lana Sodass ich dann, ja genau, ganz live aus dem Nähkästchen plaudern kann. Und ich dachte, du warst so interessiert, mein Lieber, an ein bisschen Femdom-Netzwerk und was machen wir da, wie sprechen wir da miteinander, etc. Und da dachte ich, kann ich dir vielleicht ein bisschen was zu erzählen.
Sebastian Oh, das wäre total toll, weil ich will ja auch nicht ungerecht sein, aber ohne Informationen aus erster Hand keine Chance, aber dafür bist du ja jetzt auch da. Also du besuchst Femdom Stammtische und schon länger.
Lana Ja, also ich, ja, Ja, tatsächlich schon ein bisschen, ein paar Jahre. Und ich bin da, glaube ich, ganz gut vernetzt. Ich bin hier jetzt tatsächlich im Hamburger Raum,
Sebastian Oh, das ist Volltreffer, sehr gut.
Lana weil es gibt ja sonst viele Hannoveraner immer bei dir, mit denen ich auch sehr lieb vernetzt bin, weil wir Hamburgerinnen und Hannoveranerinnen uns eigentlich ganz gut verstehen und sehr liebe Freundschaften pflegen auch und uns sehr gerne auch austauschen. Aber meine Hood ist quasi hier in Hamburg.
Sebastian Okay, ich habe so ein paar Sachen, die ich ja immer wieder frage heute Abend. Ich fange erstmal damit an, dieses Bild, was ich am Anfang gezeichnet habe. Gibt es das? Ist das präsenter, als es sein sollte? Und ist dir das bekannt? Also kennst du Menschen, die so agieren?
Lana Also tatsächlich, ich spreche jetzt mal wirklich hier von meinen Hamburger Mädels, so nenne ich sie jetzt mal. Grüße übrigens, falls irgendeine zuhören sollte. Da kenne ich das tatsächlich so, wie du es im Klischee beschrieben hast, nicht. Also wir sind eine Gruppe von einigen Femdoms hier. Ich müsste jetzt im Kopf tatsächlich mal durchzählen. Das mache ich gleich hoffentlich mal nebenbei, wenn ich das hinbekomme. Und alle sind wirklich ganz, ganz unterschiedliche Frauen mit ganz, ganz unterschiedlichen Kinks und Bedürfnissen und Ausrichtungen und Charakteren. Es ist total spannend und wir haben aber trotzdem eine wirklich schöne Community, einen ganz tollen Austausch und eine sehr große gelebte Toleranz eben auch. Und ich habe es bis jetzt tatsächlich so in dem Klischee noch nicht erlebt, wie du es jetzt beschrieben hast zu Anfang.
Sebastian Okay, aber medial, wenn du dich durch irgendwelche Netzwerke bewegst, begegnet dir das doch auch. Ich
Lana Ja, das ist auch immer spannend, wie das so an meiner Lebensrealität vorbeigeht oder wie groß da die Diskrepanz ist.
Sebastian ahne gerade eine Twitter-Verschwörung, dass mir immer nur Leute folgen oder vorgeschlagen werden, die nochmal mein Bild da verstärkt haben. Ähm, hm, aber das ist, das ist ja für, für euch auch blöd, wenn dann dieser, dieser, ja, dieser, ja, dieser Brocken quasi über euch schwebt, ihr seid, ja, ich sag mal, brutal, ähm, ja, dumm-dumm, einfach mal um diesen Gegenbegriff einfach nochmal zu nehmen, ähm, und das müsst ihr ja immer relativieren, jetzt rufst du ja heute Abend ja auch an, oder ich dich heute Abend, äh, und, na, dann musst du dich da jetzt auch irgendwie rechtfertigen, das ist ja total nervtötend. Und
Lana Ja, zum Glück muss ich mich ja gar nicht rechtfertigen, aber es ist total schön, jetzt hier so eine Gelegenheit zu haben und vielleicht nochmal ein paar neue Blickwinkel und andere Einblicke geben zu können. Und vielleicht auch dem einen oder anderen, der da nicht so schöne Erfahrungen gemacht hat, wie wir das ja auch vielleicht ganz zu Anfang hatten, das fand ich super schade, da vielleicht auch nochmal die Hoffnung zu geben, Mensch, du, da gibt es doch so einige, die ticken da auch ganz anders. das.
Sebastian wie kann er die finden? Was würdest du Joachim raten, wie er da auch selber ein bisschen filtern kann einfach?
Lana Unbedingt auf Stammtische gehen. Du musst ins Real Life raus, wie du das auch immer so schön sagst, Sebastian.
Sebastian Ja, das ist natürlich dieses Jahr ganz schwer, aber okay,
Lana Ja, das ist leider natürlich sehr schade, aber wenn wir denn nun irgendwann hoffentlich mal wieder dürfen, kann ich dazu nur raten. Wir haben hier in Hamburg zum Beispiel, um jetzt mal zum Thema zu kommen, zwei Femdom-Stammtische, die ein bisschen unterschiedlich aufgezogen sind. Der eine findet wöchentlich statt und ist eigentlich ein Quassel-Stammtisch. Da kommen die Femdoms und die Malesubs oder auch Femsubs, wenn es mal welche geben sollte. Und auch gerne die Switcherinnen-Femdoms haben wir auch mit dabei. Wir sind da wirklich eine bunte Truppe. Kommen alle zusammen und klönen einfach. Auch alle eigentlich auf Augenhöhe an einem Tisch. Es wird nur erwartet, dass unsere Jungs einfach ein bisschen Etikette besitzen und Und sich Gentleman-like benehmen. Das ist aber auch schon alles. Ansonsten freuen wir uns, wenn die sich rege beteiligen und wir uns alle schön und sehr fröhlich meistens in großer Runde miteinander unterhalten. Und dann gibt es, ja, ja
Sebastian ja kein geschlossener Zirkel dann, wenn ihr da so offen seid und sagt, okay, kann kommen, wer will. Aber ich kann mir, nein, ich bin mir sicher, dass sich dann doch mal darüber aufgeregt wird, was man schon wieder an Mails bekommen hat und wie fürchterlich das ist. Also dieses Leid muss man ja auch mal irgendwo klagen können.
Lana klar. Natürlich, natürlich. Also ich tatsächlich persönlich nicht so sehr. Aber da sind immer mal einige dabei. Die können dann auch eine Anekdote zum Besten geben. Das ist schon so. Aber das ist tatsächlich eigentlich immer nur nur über die sozialen Medien, wo es in der Regel auch eine totale Abstraktion ist. Man sich wirklich überhaupt nicht persönlich kennt und auch gar kein persönliches Kennenlernen vorher stattfindet. Also die Dinge geschehen so vollkommen aus dem Kontext und unzusammenhängend und ohne, dass tatsächlich so diese echte menschliche Nähe entsteht. und dann sind die Sachen meistens auch absurd und irgendwie total dran vorbei und auch an den Menschen total dran vorbei. Also das haben wir ja nun schon auch oft gehört, auch heute Abend ja schon.
Sebastian Ja, und da ist auch wieder dieser Punkt, das hat den Jungs so ein bisschen anerzogen dann, wenn sie sich dort bewegen, schreibt viele Mails, wenn du genug schreibst, dann hast du auch mal einen Treffer vielleicht und versaust dir vielleicht nicht, indem du in der ersten Mail die Anrede nicht ordentlich und höflich genug einbaust. Also ich sehe da so einen ungewollten Erziehungseffekt irgendwie.
Lana Ja gut, also tatsächlich mache ich das aber auch, wenn mich jemand halbwegs höflich anschreibt, also wenn es nicht so komplett daneben ist, dann ich antworte immer. Also wenn jemand höflich ist, dann bekommt er auch immer eine höfliche Antwort zurück. Ich finde, das gebietet der Respekt. Das ist ein Mensch mir da gegenüber und das hat der vom Grundsatz her immer verdient und da habe ich tatsächlich schon sehr viele positive Erfahrungen gemacht. Da bekomme ich dann oft auch eine Antwort zurück, die dann sagt, oh, sorry Mensch, tut mir leid und vielen Dank für den Hinweis und nehme ich mir das nächste Mal zu Herzen, alles gut genug. Wo ich dann so denke, ja, das ist doch super.
Sebastian Aber daraus geworden ist nie was.
Lana Nee, tatsächlich nicht, aber ich bin auch, was das anbelangt, nicht sehr auf vielen Gleisen unterwegs, gestehe ich. Also ich bin da sehr im analogen Leben unterwegs, weil ich da sehr schön vernetzt bin und wenn es dann auch auf Partys oder zu privaten Treffen zu spielen kommt, sind wir Femdoms gerne auch interaktiv miteinander, laden einander ein zum Spiel und unsere entsprechenden submissiven Partner werden dann gerne auch mal in gemeinschaftlicher Aktion.
Sebastian Ja gut, das ist ja ein Spaß haben miteinander. Ich traue mich ja gar nicht nachher hier irgendein Fazit ziehen zu können, weil du machst ja gerade wirklich gute Lobbyarbeit im positiven Sinne. Ja, also das ist ja genau dieser Punkt, was mir so gefehlt hat, dieses leicht Herzliche und einfach zu schauen, dass man auch diesen Konsens herbeibringt. Und ich habe dich jetzt noch nicht ein einziges Mal Wunschzettel-Sub sagen hören. Gib es doch zu, das ist doch auch sowas, das will man nicht.
Lana Ja, möchtest du das gerne? Wunschzettel. So, jetzt habe ich es gesagt.
Sebastian okay, das hast du sehr ehrerbietig gesagt. Aber auch da vielleicht mal so eine Anleitung für die Jungs.
Lana Also tatsächlich, ja.
Sebastian Wenn sie sagen, Mensch, ich möchte jemanden kennenlernen und da interessiert mich jemand und ich gehe auf den Menschen zu. Was am besten nicht machen? Was ist jetzt so die blödeste Anmache, die man dir gegenüber jetzt fallen lassen könnte?
Lana Ne, mein lieber Sebastian, immer positiv formulieren. Also, wenn man gerne Erfolg haben möchte, dann macht man das tatsächlich. Wir Mädels sind uns eigentlich auch relativ einig, der Ton macht die Musik. Das ist wirklich immer ein guter Türöffner. Es ist einfach wirklich schön, höflich angesprochen zu werden. Die Damen sind sehr unterschiedlich, ob sie zum Beispiel gerne gleich gesiezt werden möchten oder nicht. Ob sie mit Lady angesprochen werden möchten oder mit einem anderen Titel oder einfach mit ihrem Vornamen. Daher ist es immer gut zu fragen. Und
Sebastian so, okay,
Lana zum Beispiel, also man kann einfach Fragen stellen, ja, also einfach fragen, wie hättest du es gerne? So, dann kann die Dame sagen, ich mag das so und so. Das kommt wirklich immer gut an. Ich hatte noch nie eine Dame, die gesagt hat, das finde ich doof, sondern es setzt keine von denen, die ich kenne, voraus, dass jemand Gedanken lesen kann. Entsprechend kommt das gut an und ansonsten einfach eine höfliche Ansprache und ein paar Worte, die erkennen lassen, dass man an den Menschen gegenüber, an der Person interessiert ist. Das kommt auch immer wahnsinnig gut an.
Sebastian das ist das, wie man sich gibt und was man sagt, das ist die Strategie, aber jetzt weiß man doch, dass dein Gegenüber, was dich anspricht, das hat ja doch einen Wunsch, der erfüllt werden will. Der ist ja da, nur weil der Mensch das nicht ausspricht, schwingt da nicht doch so ein schlechtes Gefühl einfach schon mal grundsätzlich mit? Ja,
Lana Nein, also auch da kommt es sehr darauf an, wie man miteinander kommuniziert. Es ist ja sowieso, finde ich, schwierig, wenn man im ersten Kontaktaufnahme gleich, egal von welcher Seite, herunterrattert, das sind meine Kinks, das sind meine Tabus, so mag ich das, so mag ich das nicht. Also wenn ich mit jemandem schreibe, dann lerne ich erst mal den Menschen kennen. Und ich habe es auch schon ganz oft gehabt, ich werde sofort gesiezt und sehr ehrerbietig angesprochen. Und dann kann ich das aber auch ganz nett klarstellen und kann sagen, sagen, du, im Moment tauschen wir uns einfach nur auf menschlicher Ebene aus und lernen uns kennen. Da ist ein Du völlig in Ordnung und angemessen. Also da können wir ganz entspannt erst mal miteinander reden. Und dann lernt man sich ein bisschen kennen. Und dann fängt man an, vielleicht auch mal, wenn es gut läuft und man sich so gut versteht, einander Fragen zu stellen. Und dann auch mal von sich zu erzählen. Ja, ich finde ja das und das eigentlich ganz gut. Wie ist denn das bei dir so? Und das hat bisher eigentlich immer gut funktioniert.
Sebastian das ist dann einfach, dass diese kommunikative Ebene einfach da ist. Ich habe noch so einen Ansatz, du merkst, ich habe mich ein bisschen vorbereitet heute, ist das vielleicht ein Generationending, dass eventuell die, ich sag mal, die etwas ältere Riege diese traditionellen Werte noch hat und das einfach das, was so jetzt, ich sag mal, nachsozialisiert wird durch SMJG und Co., dass da einfach ein anderes, ja eine andere Grundsozialisation im Bereich BDSM da ist.
Lana Mhm,
Sebastian Das, könntest du das bestätigen? Ich glaube nämlich genau nicht.
Lana so so. Also tatsächlich ist es so, wir haben auch bei uns, bei unserer Femdom-Truppe ein sehr großes Altersspektrum, tatsächlich, also von ganz jungen, knapp 20-Jährigen bis, oh Gott, wie alt ist denn unsere, ah, ja, ich glaube, Andi, Ende 50, meine Liebe, wenn du mich jetzt hörst, wahrscheinlich lachst du jetzt schallend.
Sebastian Grüße.
Lana oder nein, also ich glaube, sie ist tatsächlich noch älter. Also wir haben ein recht großes Altersspektrum und wir sind alle tatsächlich, das ist wirklich ein Knackpunkt, wir sind alle sehr kommunikativ und das hilft. Und das machen wir auch mit unseren submissiven Partnern und das wünschen wir uns auch von denen und wir tauschen uns untereinander aus, wir tauschen uns mit denen aus und ohne Kommunikation geht es tatsächlich gar nicht. Aber da sind sich von allen Altersstrukturen eigentlich alle auch einig. Also da würde ich nicht sagen, dass es eine Generationenfrage ist.
Sebastian machst mich fertig. Ich finde das Haar in der Suppe einfach nicht. Das ist auch völlig in Ordnung.
Lana Darf ich noch von unserem zweiten Stammtisch erzählen?
Sebastian Sehr gerne. Gerne.
Lana Wir haben ja unseren kleinen Stammtisch, das sagte ich ja. Und der zweite läuft ein bisschen reglementierter. Der findet einmal im Monat statt. Und da ist es tatsächlich so, dass wir Femdoms oft unter uns sind oder wenn submissive Partner dabei sind, die sich bitte ein bisschen zurückhalten und nicht so rege beteiligen, außer sie fragen freundlich, ob sie dürfen und dann bekommen sie die Erlaubnis. Also da läuft es tatsächlich ein bisschen mit mehr Regeln. Und wir haben dort eben, ist tatsächlich auch so, dass wir eine kleine Agenda haben mit ein paar wenigen Punkten, ein bis drei Punkten, zu konkreten Themen, über die wir uns unterhalten. Also bestimmte Fragestellungen, die uns interessieren. Wir hatten zum Beispiel vor zwei Monaten das Thema Topdrop, was ganz interessant ist, weil nicht nur Sub kann abstürzen, auch Top kann abstürzen. Und wie ist das und so weiter. Und dann haben wir uns darüber zum Beispiel ganz konkret über dieses Thema ausgetauscht und dann machen wir noch so ein bisschen, welches neue Spielzeug habt ihr und wie ist das? Also so ein bisschen Stiftung Warentest. Und dann gibt es noch so ein bisschen Austausch. Also den haben wir eben auch. Und da läuft es tatsächlich auch, da kommt dann ein bisschen mehr so vielleicht so dieses Machtgefälle durch, was man sich so klassisch vorstellt, weil da die Femdoms deutlich wortführend dann sind.
Sebastian Ja, gut, aber das ist ja dann, ich sag mal, im Prinzip ein Spielstammtisch, wo man das dann auch ein bisschen, ja, auch ausleben kann, auch öffentlich, abseits von Partys, ne? Okay, ich hab, doch, ich hab einen Punkt noch gefunden. Entschuldigung, dass ich, aber du bist jetzt nochmal am Telefon und dann hab ich ja die Gelegenheit, ne?
Lana Hau raus.
Sebastian Also, wenn das alles so schön ist und so gut läuft, vielleicht habt ihr auch einfach in eurer Truppe ausgewählt, wer passt zu euch. Und deshalb kann man einfach sagen, alle, die zu diesen beiden Stammtischen gehen, die sind eine Empfehlung wert, weil sie gehen auf diese Stammtische. Und die anderen, die kommen da gar nicht hin. Also, ist das vielleicht so der Punkt, dass die Bubble schon ein bisschen gefiltert ist?
Lana Ja, das kann gut sein, weil natürlich erweitert sich dieser Stammtisch dadurch, dass ich jetzt sage, oh, ich kenne da eine ganz tolle, die bringe ich mal mit. Die hat Lust. So. Und klar, wenn ich mich mit allen gut verstehe, ist die Chance, dass diejenige oder derjenige, den ich mitbringe, sich auch vielleicht nicht schlecht verstehen wird.
Sebastian Okay, also, ja, du merkst, ich versuche ja, meine Position ein bisschen zu retten. Das gelingt mir auch ein bisschen. Aber es ist einfach schön, auch Lichtblicke da zu haben. Und ich glaube, um nochmal den Schulterschluss ganz vorne zu Joachim zu finden. Also die Hoffnung ist nicht verloren. Es ist wirklich einfach eine Sache, an wen man gerät. Das ist einfach wohl so. Ich
Lana Ja, das ist absolut so. Und ich glaube, es ist tatsächlich, also wenn man jetzt so dann ja auch mal ganz toll, auch jetzt hier durch deine Sendung und so weiter, einfach Menschen gehört hat, ah, konkret, die gibt es und die sind ansprechbar und so weiter. Vielleicht sagt sich auch so ein Joachim, ich begebe mich mal in eine andere Bubble, die klingt irgendwie netter oder so.
Sebastian finde ja den Gedanken von Mentoring ganz cool. Zu sagen, hier, komm, man schnappt sich dann die Jungs, die da echt ein bisschen auch blöde Erfahrungen gemacht haben oder die sich da unsicher sind, nimmt die so ein bisschen an die Hand. Warum denn nicht?
Lana Ja, das haben wir tatsächlich auch schon gemacht. Also eine von unseren Damen hatte das tatsächlich, sie hatte einen ganz, ganz jungen Sub, der gerade sich so gefunden hat und noch total am Hadern war und er wollte so gerne, aber hatte auch Schwierigkeiten damit, seine Rolle anzunehmen und so weiter. Und den hat sie einfach mal mitgebracht, hat das angekündigt und da haben wir dann einfach mal gesagt, hey, was hast du denn für Fragen, was bewegt dich denn so, was ist denn los, wieso bist du nur so aufgeregt, erzähl mal und wir erzählen von uns und wie das so läuft und was so toll ist und so weiter.
Sebastian dann hat er seinen Wunschzettel aufgesagt.
Lana Nee, ach, weißt du, das war gar nichts.
Sebastian Ich kriege kein Klischee bei dir unter. Wahnsinn. Sehr gut.
Lana Tut mir leid, tut mir leid.
Sebastian Ich freue mich, ehrlich.
Lana Nee, er war eigentlich ganz schüchtern dann in dem Moment und als er dann mal so ein bisschen sagte, was er toll findet oder so, weil wir dann auch fragten, wir sagten, ja, nur erzähl doch mal. Und als er das dann mal so sagte und dann mit großen Augen guckte, oh Gott, wie reagieren die denn jetzt so? Das ist natürlich auch eine Überwindung, kostet auch Mut. Also das das ist schon so, dann sitzt du da jetzt irgendwie vor so zehn Frauen, die alle da irgendwie ganz selbstbewusst dich angucken und sagen, nu erzähl doch mal. Das ist schon nicht ohne. Und das hat er aber ganz toll gemacht. Also alles super.
Sebastian Okay. Puh, Lana. Ich sage mal so, die Uhr, ne? Sie ist es wieder. Ich hoffe ja, ja, mal gucken.
Lana sollen ja noch ein paar mehr dran kommen.
Sebastian Also einen Menschen habe ich hier noch. Ich habe hier noch jemanden auf meiner Anrufliste. Also einen Menschen rufe ich jetzt auf jeden Fall noch an. Vielleicht kratzt er am Dach auch mal ein bisschen. Du merkst. Nein, ich finde das ein bisschen Entertainment, auch wenn das Thema an sich ernst ist, darf ja auch da sein und ich sehe aber auch einfach, auch gerade was das Podcastsubbie so bei mir am Anfang so eine Viertelstunde vor der Sendung eingetrichtert hat, hier, die und die und die und die, wie kommst du, ne, also, wo ich dachte, ja, hast ja recht, ne, sie hat ja recht, ne, es gibt ganz andere Menschen und dann ist einfach die Frage, vielleicht sind die auch schon alle einfach vergeben, die Guten. und dann bleibt halt nur noch was übrig, was halt bei sozialen Netzwerken irgendwie angeschrieben werden kann. Kann ja auch sein. Naja,
Lana Ja, darf ich nur ganz kurz zum Abschluss sagen, also es gibt tatsächlich alles, was man sich vorstellen kann, auch von der Femdom-Ausrichtung. Also wir haben eben auch Damen dabei, die mögen es gar nicht, wenn Subwünsche äußert. Was aber nicht heißt, dass vorher nicht kommuniziert wurde, was geht, was geht nicht, was mag ich, was magst du nicht. Aber dann nachher, wenn das geklärt ist, ist Ruhe. Die gibt es auch, aber man ist sich einig. So läuft es dann. Und dann gibt es die, die sind total die Reaktionsfetischistin und sagen, nein, ich stehe drauf, wenn ich merke, dass der andere draufsteht. Ansonsten bringt mir das gar keinen Spaß. Und alles dazwischen, weißt du? Also da darf man bitte, bitte auch nicht pauschalisieren. Also also miteinander reden, ist immer gut und hilft.
Sebastian Ja, also ich glaube, diese Botschaft, die zieht sich auch durch diesen Podcast, durch alle Folgen bisher durch, kommuniziert, kommuniziert, kommuniziert und das Schlimmste, was einem passieren kann, ist, dass es halt nicht klappt, aber naja, man hat es dann probiert. Also man ist mit sich selbst im reinen Gewissen. Ja, Ja, das Publikum wünscht sich auch eine Folge von uns beiden miteinander, so eine ausgedehnte Lange.
Lana Oh, echt? Oh, süß. Ich habe nicht geguckt in Chat.
Sebastian Ja, ich gucke ja auch nicht rein, aber ich kriege das hier weitergeleitet, diese Info.
Lana Und
Sebastian Also von daher, wenn du Lust hast, einfach mal mit mir kommunizieren, wenn du Lust und Bock hast. Und dann, Hamburg ist nicht so weit weg, das ist nur eine gute anderthalb Stunden, dann bin ich da.
Lana Hamburg ist so schön.
Sebastian Social Distancing ist ja momentan wieder so. Aber das geht ja vorbei, wir sind ja alle Optimisten und dann wird das.
Lana super. Dann wünsche ich dir und allen jetzt noch einen wunderschönen Abend und sage ganz, ganz lieben Dank für die Aufmerksamkeit.
Sebastian vielen lieben Dank für den Anruf, mach's gut, tschüss. Tschüss.
Lana Tschüss. Hallo.
Sebastian So, das war Lana. Also ich bin langsam, aber sicher überzeugt. Also ich finde das total toll. Ich habe hier mit so einem Brecher angefangen und wir tauschen uns hier wunderbar aus. Und jetzt rufe ich einfach noch jemanden an, nämlich, Kat Kristall hat mir geschrieben, ich könnte sie ja anrufen. Dann mache ich das doch einfach. Hallo. Hallo, wir
Kat Kristall Ach,
Sebastian sind schon live, aber du klingst ganz fürchterlich.
Kat Kristall wunderbar.
Sebastian Aber jetzt wird es gerade besser. Ja, hi, ich habe sogar schon gesagt, wer du bist. Du bist Kat Kristall. Wir haben eine Folge zusammen aufgenommen. Du bist auch Femdom und du bist total bösartig drauf. Du bist genau die, die allen Klischees entspricht, die ich am Anfang gesagt habe. Nee, ne?
Kat Kristall Voll. Auf jeden Fall.
Sebastian Ach, verdammt.
Kat Kristall Absolut. Richtig hart. Und ich wollte so nett anfangen mit Hallo, hier ist Kat Kristall, die kontroverse Meinung des Abends. Ja, also
Sebastian Okay, na dann, her damit Ich bin gespannt
Kat Kristall ich muss sagen, ich bin ein bisschen hin- und hergerissen des Abends wegen. Ich habe ganz viel gehört, dem ich zustimme. Ich habe ganz viel gehört, wo ich die Augen verdreht habe und die Arme in den Himmel geworfen habe. An dieser Stelle möchte ich einmal kurz sagen, das Wort Gentle Femdom, das empfinde ich ein bisschen als neue Wortfindung. Es gibt das Wort Sensual Domination seit 1982. Davon ist der Begriff Femdom übrigens auch geprägt. Das ist ja so ein bisschen mehr diese Dita-von-Teese-Richtung. Denn das, was viele Leute heute ja als Domina wahrnehmen, das kommt wie alles schlechter aus den 90ern, sage ich als Kind der 90er. Ja, das vielleicht zu diesem tollen neuen Begriff. Es gibt auch den Begriff Softdom. Auch den gibt es schon, glaube ich, seit 2000. Also zumindest ist der seitdem in meiner Hashtag-Liste. Das vielleicht kurz als Alternative zu Gentledom. Ich finde, der Begriff ist ein bisschen zu sehr geprägt von Gentleman und das ist mir wieder ein bisschen zu sehr an einem männlichen Klischee. Den Begriff gibt es, den Begriff gibt es genderneutral irgendwie. Genau, ist doch mal ein schöner Eifer. Ja, ja,
Sebastian Okay, gut, das ist eine Begrifflichkeit, aber die Idee, die dahinter steht, die ist doch erstmal schön
Kat Kristall total. Und die ist auch gut.
Sebastian Gut,
Kat Kristall Und die ist auch verbreitet. Wir reden ja jetzt aber so ein bisschen eigentlich über die negativen Beispiele.
Sebastian Ja, auch da frage ich dich natürlich auch Gibt's die? Kennst du die? Schon erlebt? Gesehen? Ich verzweifle ja langsam
Kat Kristall Ja, also sowohl Femdoms, die so drauf sind, auch mehr als es mir lieb ist, als aber auch, also auch ich habe täglich Malesubs in den E-Mails, die sich mir für alles auf der Welt unterwerfen würden und für jeden Scheiß. Das
Sebastian Ja, ist doch super Dann wählst du den Besten aus und mit dem kannst du machen, was du willst
Kat Kristall könnte ich, ja. Das ist nicht mein Anspruch an einen Spielpartner. Deswegen habe ich relativ hohe Hürden, damit man mich korrekt anschreiben kann. Ich glaube, darüber haben wir auch relativ viel in meiner Folge geredet. Aber eigentlich möchte ich ja so ein bisschen mehr über Frauen schimpfen als über Männer heute. ich
Sebastian Du möchtest über Frauen schimpfen, pass auf, davon halte ich dich nicht ab.
Kat Kristall möchte über frauen schimpfen
Sebastian Schimpf über Frauen, bitte Bitte.
Kat Kristall und zwar dieses generationen beispiel das hast du ja aus unserem tollen vorgespräch denn wir haben ja vorgestern heimlich telefoniert ja
Sebastian Ja, genau. Das musste ich irgendwie auch noch einbauen. Also ich habe mal kurz bei dir angerufen für mal kurz fünf Minuten um, hallo, sag mir mal, breche ich hier bei Twitter gerade was total Ungerechtes vom Zaun und dann haben wir wie 100 Minuten gequatscht.
Kat Kristall und es war gut ja
Sebastian Also liebes Publikum, wir versuchen das jetzt uns nicht zu sehr darauf zu beziehen, weil sonst könnt ihr ja überhaupt nicht mehr folgen, aber pass auf, hau raus.
Kat Kristall also ich muss sagen ich komme ja ursprünglich gerade aus einem kreis wo ich oft direkt mit sehr viel älteren dominanten persönlichkeiten umgeben war das heißt auf meinem ersten stammtisch war, glaube ich, die nächste Person an mir dran 15 Jahre älter als ich. Und ich stelle immer wieder fest, dass es so diese magische Grenze mit Ende 30, Anfang 40 gibt, wo die Leute noch ein anderes Verständnis von BDSM haben. Jetzt kann man sagen, wir haben eine ganz tolle Entwicklung in der Szene durchgemacht. Es wird nach Consent gefragt, es wird nach Meinungen gefragt. Es gibt einen viel tolleren, reflektierten Umgang. Das war vor zehn Jahren anders, weil die Öffentlichkeit anders war. Und ich glaube, das ist ein ganz großes Ding, was bei vielen Femdoms der Fall ist. Das Klischee des devoten Mannes gibt es schon immer. Es gibt schon immer das Klischee des gestressten Managers. Es gibt schon immer das Klischee des Mannes, der sich einer Frau hingeben will. Weil, dass Frauen sowas privat machen, diese Vorstellung ist ja noch gar nicht so lange sozial akzeptiert. Dass Frauen sowas für Geld machen, ja, Dominas, das gibt es schon deutlich länger, aber so dieses private Bild gibt es nicht. Und ich glaube, dass daher, ja,
Sebastian Ja, aber das ist das Bild, aber gemacht wird es ja doch schon länger. Das
Kat Kristall ja, klar, aber ich glaube, dadurch, dass diese Form, dass die so selten nach außen getragen wurde, nehmen sich viele Femdoms einfach das raus, was sie können. So, du bist als Frau ganz selten darauf angewiesen, wenn du dich dazu entschließt, Männer als ersetzbaren Faktor wahrzunehmen, wirklich dich deren Wünschen anzupassen. Du kannst das so machen, wenn du das möchtest. Und da es eben dieses stetige Angebot gibt und früher, wie gesagt, die Kommunikation noch eine andere war, gibt es einfach, finde ich, oder es ist mein Eindruck, Frauen, die jetzt Ende 40, Anfang 50 sind, die noch ganz anders leben und die auch eine super elitäre Ansicht von Femdoms haben. haben. Die sagen, du bist nur Femdom, wenn du keusch hältst, du bist nur Femdom, wenn du gewaltsam bist, du bist nur Femdom, wenn du dies und das und jenes bist. Und dieses Bild wird in bestimmten Kreisen sehr, sehr elitär gehalten. Und das ist aber auch ein ähnliches Bild, wie es nach außen kommuniziert wird.
Sebastian heißt, dieses Bild ist einfach besonders präsent, weil das ist halt das Bild, was schon lange da ist.
Kat Kristall dann kommt dazu, dass viele jüngere Frauen diesem Domina-Klischee von der Ästhetik her ansprechen und auch also viele kennen diese Twitter-Dominas, die sich auch mit Geldherrinnentum und Moneydoms beschäftigen und auch die schreiben super ignorant gegenüber Männern, schreiben nur von Würmern und Schweinen und ekelhaft, benutzen also eine bewusst abwertende Sprache, ohne jemals den Consent der Masse geholt zu haben und auch die hinterlassen einen Eindruck auf Malesubs, was wiederum dazu führt, dass die mit diesem Bild rangehen, Sie dürfen keine Ansprüche setzen, weil sie sind ersetzbar.
Sebastian Ah, okay.
Kat Kristall Denn das ist das, was ihnen kommuniziert wird. Und zu einem gewissen Grad, und das kann man nicht abstreiten, sind sie das, weil der Nachschub ist unendlich in vielen Stellen.
Sebastian Gott, der Nachschub ist unendlich. Ja, und dann fällt es aber unter dieser Maßgabe relativ schwer zu sagen, Moment, aber ich habe Ansprüche und die möchte ich auch erfüllt haben, weil es gibt halt wenige Menschen, die möglicherweise ins Bild passen. Und wenn ich das jetzt richtig überlege, alle Femdoms, die heute Abend angerufen haben, die sind auch bestens versorgt. Also wer gut drauf ist, der ist schon belegt, sage ich mal. Das macht dieses Bild, das macht es ja noch schlimmer.
Kat Kristall zwar oft ja nicht nur einfach, sondern doppelt und dreifach und online und bezahlt. Und das ist ja in Ordnung. Das ist toll. Wenn das dein Ding ist, dann mach das. So. Und dadurch hast du aber natürlich auch den Druck als Malesub, dass du, wie gesagt, von Anfang an gar keine Ansprüche stellen darfst, weil du den Eindruck hast, sonst klappt es nicht.
Sebastian okay, aber das ist ja so ein Teufelskreis.
Kat Kristall Und als Femdom, ja, genau, als Femdom kommst du super schnell in den Eindruck, ist eigentlich egal, was ich mache, weil läuft einer mir weg, steht Günther morgen vor der Tür.
Sebastian Da kommt es ja gar nicht mehr raus. Gott,
Kat Kristall Also,
Sebastian ist es wirklich so schlimm? Aber es wird doch auch geklagt. Es gibt nicht genug ordentliche, anständige, passende Subs für mich. Das ist doch schwierig, da jemanden zu finden.
Kat Kristall klar.
Sebastian muss ja auch irgendwo herkommen.
Kat Kristall Ich
Sebastian Also wo kommt denn dieses Ungleichgewicht her? Das ist einfach, dass man sich offenbar einfach nicht findet.
Kat Kristall glaube, viele Frauen sind sich zu fein, Leute anzuschreiben und viele Männer setzen auf Masse statt Klasse. Und dadurch entsteht eine Diskrepanz. Und ich kann mich zum Beispiel selber nicht komplett aus dieser Sache rausnehmen. Ich bekomme täglich viele, viele Zuschriften, weil ich auf vielen Kanälen aktiv bin, weil ich mich relativ öffentlich präsentiere. Jada, jada. Ich bekomme viele Nachrichten am Tag, die sagen, sei meine Herrin, oh gnädige Göttin. Und ich denke mir jedes Mal,
Sebastian Entschuldigung, ja.
Kat Kristall ach, Menno, ah ja. Und inzwischen ist es so weit, ich schicke meinen eigenen Guide, um bessere Nachrichten zu schreiben an diese Männer, In der Hoffnung, eine gute Nachricht zurückzubekommen.
Sebastian Achso, Moment, also du beantwortest diese Nachrichten dann auch tatsächlich.
Kat Kristall Also nur eigentlich, um Werbung für den Artikel zu machen, wenn wir jetzt mal ganz dreist sind. Und es war so ein kleines Experiment. Aber ansonsten, ich habe eine super hohe Barriere eingebaut, bis ich auf Nachrichten antworte. Also ich habe ein kompliziertes lateinisches Wort am Anfang meiner Profilseiten. Und wenn du zu blöd bist, es in die Nachricht zu kopieren, dann kriegst du auch keine Antwort. Ja,
Sebastian Okay, aber das ist jetzt aber der Punkt, denn immer wenn du nicht antwortest, dann hat ja jemand, der dir eine Nachricht geschrieben hat, im Grunde eine Ablehnung erfahren. Und dann ist halt so, vielleicht bin ich ja nicht subbig genug, vielleicht muss ich da nochmal eine Stufe tiefer gehen und dann probiere ich es weiter. Und dann werden die Mails ja eher fürchterlicher.
Kat Kristall aber die Frage ist ja dann, wäre es nicht sinnvoller, den Leuten einfach mal eine ruhigere Kommunikation an den Tag zu legen, auf beiden Seiten, sowohl als Femdom mehr Geduld aufzubauen, dem Gegenüber eine Chance zu geben und auf der anderen Seite als Malesub sich noch ein bisschen eingehender mit seinem Gegenüber zu beschäftigen. Ich glaube, es ist halt eine ewige Diskrepanz, die daraus feuert. Und wie gesagt, es gibt genügend Frauen, die sich selber keine Krone aufsetzen, sondern die halt schlecht über Männer reden, schlecht mit Männern umgehen, der festen Überzeugung sind, dass es einen Standard gibt. Und wenn du diesen Standard nicht erfüllst, dann bist du keine Femdom, was Quatsch ist. Und das eben auch einfach ein Misskonstrukt kreiert. Also ich habe,
Sebastian Ja, ich merke gerade, genau, das ist dann so ein Profilierungszwang so ein bisschen, dass man auch innerhalb der, wir hatten ja jetzt, ich muss mal kurz was trinken, wir
Kat Kristall ja, mach mal.
Sebastian haben ja jetzt Lana gehört, die sagt, wir haben da unsere Gruppe in Hamburg und da ist man so ein bisschen untereinander sozialisiert. und da ist halt dieser Profilierungszwang, ich bin die Femdommigere Femdom oder so, den scheinst du einfach nicht zu geben, aber wenn du jetzt in eine Gruppe gerätst, wo genau das der Fall ist, es gibt ja auch so Sachen, Femdom lässt sich nicht ficken und lässt sich allenfalls mal lecken und von hinten sowieso, also Sex und Anfassen überhaupt, also jetzt komme ich wieder mit meinen Klischees von Anfang an, aber das sind ja Sachen, die habe ich auch im Joyclub mal gelesen, dass bestimmte Handlungen generell zwischen Femdom und Mail-Sub nicht okay sind.
Kat Kristall genau. Also ich meine, ja.
Sebastian Und zwar riesige seitenlange Diskussionen habe ich da gesehen, wo er bittert gekämpft hat, was sich denn gehört und was bitte nicht. Umgekehrt übrigens genauso, Male-Dom darf Sub auf gar keinen Fall lecken, das ist total undommig, wenn er das tut, das geht gar nicht. Also das gibt es genauso andersrum. Das ist ja auch wieder so eine mistige Sozialisation.
Kat Kristall das
Sebastian Das
Kat Kristall Problem durch diese Kommunikation ist ja aber auch, du wirst die wenigsten Femdoms finden, die dir so privat im Rahmen mal sagen, ja, manchmal sage ich ihnen auch einfach, knall mich richtig durch. Aber
Sebastian macht es
Kat Kristall hier in deinem Podcast wird es keiner sagen. Weil sobald du das sagst, bekommst du halt Nachrichten mit, ey, du willst mal richtig durchgeknallt werden, Perle, gar kein Problem. Kannst auch deine Stiefel dabei tragen. Ui, toll.
Sebastian Okay,
Kat Kristall Das passiert. Sobald du sagst, ich mag Sex, hast du jemanden, der sagt, ich fick dich. Wenn du sagst, ich hab keinen Sex, hast du jemanden in deinen Nachrichten, der sagt, ich find total toll, dass du keinen Sex magst. Ich werd's trotzdem probieren. Ist mir letzte Woche passiert. Original so.
Sebastian ich werde es trotzdem probieren, ist ja immerhin schon mal, da musst du wenigstens drüber lachen. Das hat ja dann schon wieder so einen gewissen positiven Aspekt, so ich geb dich nicht auf. Um Gottes Willen. Vielleicht, du hast, wir haben ja eine Folge gemacht, wie lange ist das her? Zwei Jahre ist das jetzt etwa her und ich rühme mich ja immer damit, dass ich eine ganz tolle Bubble um den Podcast herum gefunden habe, die Mädels insbesondere nicht blöd, sie werden nicht blöd angemacht und angeschrieben und kriegen nicht tausend Nachrichten mit, boah, dich muss man nochmal richtig flachlegen und so Zeugs. Das passiert offenbar nicht. Ich hoffe, du kannst das jetzt bestätigen.
Kat Kristall Ich bekomme oft Nachrichten aufgrund des Podcasts und ich bekomme auch Anfragen, ob ich noch Interesse an Leuten habe, mit denen ich spiele. Ich bekomme keine blöden Fick-Anfragen. Aber ich bekomme regelmäßig Anfragen auch von Leuten, die den Podcast hören, die fragen, ob sie nicht mal mit mir spielen können. Ja, in
Sebastian Ja, und was sagst du dann?
Kat Kristall der Regel sage ich, dass wir ein längeres Gespräch führen müssen und sich die Leute halt bewusst sein müssen. Das Bild, was man online von sich darstellt, ist nicht unbedingt das Realistischste. Und auch wenn dieser Podcast ja eine große Widerspiegelung meiner Person war und ich mich immer freue, wenn Leute sich das zu Ende angehört haben, ist das, was vor zwei Jahren gesagt wurde, auch nicht unbedingt das, was ich aktuell suche. Und dann erzähle ich davon und dann passiert ganz oft, dass ich tolle, verständnisvolle Nachrichten bekomme und ich habe echt coole Freundschaften auch über den Podcast angefangen, so Grüße gehen raus, Grüße
Sebastian Ja, grüß an alle einfach, dann hast du keinen vergessen.
Kat Kristall an alle, aber ich habe auch zum Teil Leute, die zum Beispiel den Podcast hören und mir dann schreiben, ich kann mir so vorstellen, in deinem Käfig zu sitzen und dir den ganzen Tag dabei zuzusehen, wie du auf der Couch sitzt. Und ja, ich will unbedingt dein schlechtes Essen aus dem Mixer fressen. Und dann denke ich mir so, hey, ich habe nicht zugestimmt, dass du mich in dein Kopfkino einbinden kannst und ich habe gar keine Lust mehr auf ein Gespräch mit dir, weil egal, was ich sage, für dich bin ich immer diese Fantasie. und das ist ein ganz großes Thema, weil auch wenn jemand mich anschreibt und sagt, dass du alles mit mir machst, dann geht der mit dem Gedanken rein, diese Frau wird alles mit mir machen und deine Definition von alles ist nicht meine Definition von alles, denn nach meiner Definition von alles ist nicht mal gefragt worden. Wenn ich sage, ich will, dass du meinen Müll rausbringst mit dem Mund, träumt dich das auch an? Du hast gesagt, alles. Vielleicht ist das meine Vorstellung von alles.
Sebastian erstmal stelle ich fest, wir beide müssen mal ein Update machen. Zwei Jahre sind eine zu lange Zeit, verdammt.
Kat Kristall Ja. Ja,
Sebastian Kein Problem, kriegen wir hin. Leipzig ist nicht so weit weg.
Kat Kristall komme auch mal hoch, ne, dann grillst du.
Sebastian soll grillen, ja, kann ich machen.
Kat Kristall Und wir binden das Geist an den Rasenroboter.
Sebastian Nachbarn werden sich freuen, es wird großartig. Okay, ich versuche jetzt gerade nochmal so einen kleinen Ansatz zu finden. Also erstmal, ich merke, du hast Übungen im Beantworten von Mails oder auch im Ignorieren von Mails.
Kat Kristall Ja,
Sebastian Vielleicht versuche ich es mal mit so einem kleinen Resümee. Also ja, das gibt's. Ja, das ist besonders laut und deshalb auch besonders präsent, weil wer gut versorgt ist und einfach da jemand hat, was schön ist, der schreibt dann vielleicht auch bei Twitter nur das und das wird halt nicht so oft gefolgt und vielleicht folge ich da auch falsch zurück oder mir werden ja immer Beiträge vorgeschlagen. und dann kriege ich natürlich die, die am meisten Reactions da kriegen, vor die Nase gehalten und die sehen halt immer anders aus. Mal so konstruktiv gedacht, wenn man jetzt sagt, okay, jemand möchte Erfolg haben und sagt, hier, ich bin Sub, ich habe was zu bieten, es ist doch eine schöne Idee, dann auch mit Selbstbewusstsein da ranzugehen und zu sagen, hallo, hier, ich bin dein Mann, wie wäre es mit uns? Ne, ich glaube, das funktioniert auch wieder nicht, ne? Also, was wäre, was wäre, was hätte denn Erfolg deiner Meinung nach? So,
Kat Kristall also ich habe einen ganz tollen Artikel zu genau dem Thema.
Sebastian Ja, komm, sag es, es gibt den Artikel, sag ihn, sag den Link.
Kat Kristall Es gibt wirklich, es gibt original den Artikel, wie fange ich eine Nachricht auf Dating-Apps an. Also, how to talk on kinky Dating-Apps and how the fuck not. Genau, da habe ich das alles nochmal wunderbar als Liste aufgeführt. Weil ich die Schnauze so voll hatte und ich habe das Privileg, ich schreibe für so ein Magazin, dann kann ich auch darüber schreiben. Ich glaube, am wichtigsten von allen Dingen ist wirklich mal aufmerksam, dein Profil zu lesen. Denn was ich in meinem Profil schreibe, ist eine Anzeige von mir selbst. So, wenn ich ein Haus verkaufe, schreibe ich auch, wie viel der Zimmer hat das, wie ist der Zustand, gibt es da Fußbodenheizung, wie ist der Energieverbrauch. Und genau das steht ja auch in meinem Profil.
Sebastian Ja, aber
Kat Kristall Und wenn du ein Haus kaufst, guckst du dir das Haus vorher an. Und wenn du Interesse an mir hast, liest du mein Profil. Und wenn da drin steht, hey, ich bin gerade nicht auf der Suche, dann schreibst du mir vielleicht nicht, außer du möchtest dich austauschen. Und wenn du dich austauschen möchtest, dann hast du auch eine Idee worüber und schreibst nicht, naja, über BDSM und so, sondern, ne, nee.
Sebastian mit dem Profil, da hast du mich jetzt erwischt, ganz ehrlich. Also, ich habe das auch schon gesehen, da ist dann so ein Profil mit, was weiß ich, zwölf Seiten irgendwelche Ergüsse und meistens Zitate von irgendwem. Und wo ich dann auch sage, wie masochistisch muss man denn sein, dass man das ganze Pamphlet erstmal durchliest, bevor man sich zu einer ersten Nachricht hinreißen lässt. Abgesehen davon, dass dann natürlich die Masse nicht funktioniert. Also wenn ich da zehn Nachrichten am Tag schreibe, klappt das ja nicht. Aber auch da ist so diese Erwartungshaltung. Du liest, bevor du mir schreibst, mein Profil und bitte komplett und gehst auf alles ein. Das ist ja eine hohe Hürde, weil der Mensch weiß ja auch noch nicht, ob du vielleicht zu ihm passt. Also, da sehe ich ja schon, auch da dieses, so ein leichtes Ungleichgewicht, was sagt, arbeite erst mal, dann kannst du mir schreiben. Ist das nicht ein bisschen gemein, wenn
Kat Kristall Ich finde, wenn du nicht bereit bist, eine Seite Text zu lesen, um mich kennenzulernen, dann bist du es auch irgendwie nicht wert, dass ich im Gegenzug meine Zeit darauf aufwende, dir zu antworten. Wenn du dir keine Mühe mit deiner Nachricht gibst und das Mindestmaß an Kommunikation aufbringen kannst, bist du nicht wert, dass ich dasselbe tue. Da bin ich ganz kalt. Also außer deine Nachricht enthält das niedlichste Katzenbild der Welt, kriegst du mich nicht. Bitte schick mir keine Katzenbilder.
Sebastian jetzt, wenn jetzt, ja, ich wollte gerade sagen, wenn dann irgendwie in den nächsten Monaten hier ständig Beschwerden bei mir aufkommen, wegen dem blöden Podcast kriege ich ständig Katzenbilder von irgendwelchen Leuten geschickt, ne, dann wird es schlimm. Ja, also ich überlege, ob ich umgekehrt, also ich hab irgendwo mein Profil und würde ich jetzt erwarten, dass man erst meine Arbeit verrichtet, bevor man mich anschreibt, dann würde ich ganz klar sagen, nee, das würde ich nicht erwarten, weil die Hürde wäre zu hoch. Und dann entgehen mir vielleicht die interessanten Menschen. Also da ist vielleicht auch wieder das Masse-Problem wieder, zu viele.
Kat Kristall Ja,
Sebastian Also zu viele Jungs, die verfügbar sind und zu wenig Fem-Subs einfach, also im Verhältnis. ist.
Kat Kristall Naja, aber wenn du... Also erstens muss man jetzt nochmal ganz blöd mit Gender-Klischee reden. Du bist ja als Mann in der Regel auch dazu gezwungen, auf eine Fem-Sub zuzugehen. Und die möchte in der Regel ja auch eine Nachricht haben. Die meisten Frauen, die ich kenne, oder die meisten Menschen, die ich kenne, die Female-Representing sind, haben ein längeres Profil, in dem auch drinsteht, das möchte ich gerne haben, das sind meine Voraussetzungen. Und ich kenne durchaus Frauen, die haben ein Profil, das ist so spezifisch, die sagen, unter 1,90 Meter, bärtig und Stemmkraft 100 Kilo, brauchst du dich nicht melden. Weil das ist deren Anspruch und den können die sich nehmen. Und das ist okay.
Sebastian Okay, also die Kröte müssen wir Kerle einfach schlucken.
Kat Kristall Das müssen auch Frauen schlucken. Wenn ich als Frau Interesse an einem gut gebauten, tollen Megasub habe, von dem ich zum Beispiel weiß, dass er alle meine Vorstellungen erfüllt, muss ich dem auch eine erste Nachricht schreiben, muss auch das Profil lesen. Und wenn da drin steht, der steht nicht auf Nerds, dann weiß ich auch, bin ich raus.
Sebastian Das heißt aber, wenn ich es schaffe, dass ich angeschrieben werde, dann stehen die Chancen verdammt gut, dass ich es nicht versauen kann.
Kat Kristall Ja.
Sebastian Also Profiltexte, feilt an den Profiltexten, arbeitet dran.
Kat Kristall Naja, jein, ne?
Sebastian Wobei das liegt ja auch einfach nicht jedem. Da haben natürlich die Menschen Nachteile, die einfach nicht, ja, denen das Schreiben einfach schwer fällt. Aber dafür gibt es ja immer noch Stammtische und alle möglichen Events, wo man einfach auf Menschen treffen kann. Das gibt es ja auch noch. Online ist ja nur eine Möglichkeit und wenn das einem nicht liegt, gut, dann muss es halt was anderes sein. Das macht einen ja nicht zum schlechten Sub, weil man, ich weiß nicht, also habe ich jetzt neulich gehabt das Thema, jemand sagte, ja super, mit dem Anschreiben ist totaler Mist mit Corona, ich habe Legasthenie, meine Nachrichten sind natürlich die Hölle und dann kriege ich ständig irgendwie, ich sollte mir mal Mühe geben, das ist totaler Mist, kann ich verstehen, aber da ist dann eben einfach das Medium ungeeignet für den Menschen, muss man einfach sagen.
Kat Kristall Ja.
Sebastian Also
Kat Kristall Ja, also als Legasthenikerin und ADHSlerin, du hast eine Diktatfunktion auf deinem Telefon, das kannst du vortesten, das dann in eine Rechtschreibüberprüfung eingeben und dann kriegst du auch einen richtigen Text raus. Wenn du deswegen geärgert wirst, korrigiere dich, arbeite an dir. mache auch so.
Sebastian nicht mal das zählt. Du bist aber echt hart drauf heute.
Kat Kristall Ich muss da ganz ehrlich sagen, ich bin mir diesem Privileg bewusst. Bitte niemand denke, ich bin eine arrogante Bitch. Ich weiß, ich habe ganz, ganz großes Glück. Ich bekomme täglich Nachrichten von tollen Menschen, von tollen Männern auch. Und ich gebe denen keine Chance, weil ich es mir aussuchen darf. Aber wenn ich es mir nicht aussuche, dann verbringe ich so viel Zeit und ich verwende so viel Lebenskraft und so viel Intellekt auf diese Nachrichten, dann bin ich zum Schluss, es ist ja auch für mich enttäuschend, eine Konversation zu haben, wo ich am Ende denke, oh, jetzt ärgere ich mich aber. Aber also das ist einfach, also ich muss meine Zeit wertschätzen, genauso wie die ihre Zeit wertschätzen. Und wenn die, wie gesagt, meine Zeit möchten, dann müssen sie auch ihre Zeit investieren. Also ich sehe das immer als Deal von uns beiden. Das ist immer Lebenszeit, die da drauf geht.
Sebastian Ja, wenn du nicht reinschreibst, dass du aktiv suchst, dann ist der Konsens ja schon in dem Moment gebrochen, wo die Mail kommt mit, hier, lass uns doch was machen.
Kat Kristall Und meine Lebenszeit, die ist mir heilig. Ja, ja,
Sebastian Oh, schwierig, schwierig. Lass mich nochmal mit dir über diese Sache mit dem Wunschzettel nochmal reden.
Kat Kristall ja,
Sebastian Auch da ist so, ich bin ja nochmal ein Kerl und so eine Anleitung ist immer ganz gut, wann ist denn so der Moment, wo ich sagen kann, pass auf, ich habe seit 10 Jahren die und die Fantasie, ich fände das total gut, wenn du das möglich machen kannst, ich bin bereit, alles mögliche für dich zu machen, aber das wäre mir eine Herzensangelegenheit. Also hätte ich mit dieser Formulierung vielleicht schon gewonnen. ha.
Kat Kristall Wenn du, wenn wir sagen, okay, wir haben Sebastian, ich habe dich kennengelernt. Ich finde dich gut. Wir haben eine Connection. Lass uns spielen. Ich lege die Karten auf den Tisch. Das ist meine Vorliebe. Das ist mein Must-Have. Das ist optional. Hier ist mein Soft Limit. Das ist mein Hard Limit. Und du sagst zu mir, das ist mein Soft Limit, das ist mein Hard Limit. Das ist mein größter Herzenswunsch. Und ich sage, Mensch, Sebastian, das kann ich mir vorstellen. Seien wir mal ganz ehrlich, wir nehmen jetzt mal was Krasses. Seien wir mal, du sagst, du möchtest gerne angepinkelt werden. Und ich sage, oh, ja, eigentlich, Urin ist so mein Soft Limit, aber ich könnte mir das vorstellen in einem Rollenspiel. Wäre das möglich für dich? Und du sagst, ja, ist mir eigentlich egal, ich möchte nur gerne angepinkelt werden. Und ich sage, toll, toll, cool, haben wir doch einen Konsens gefunden. Und dann kann ich sagen, hier, wir machen jetzt mein Rollenspiel da draus, meinetwegen, wir sagen, ich möchte mir gerne vorstellen, dass ich dich draußen anbinde und wir machen das und wir kreieren so eine Szene und dann pinkele ich dich draußen an. Mann, du bist glücklich, ich bin glücklich, alle sind glücklich und du bist angepinkelt. So, so, ne? Funktioniert ja.
Sebastian gut, aber auch da geht wieder dieses, man lernt sich kennen, man spricht miteinander und dann ist man erst, wenn man in diesem, okay, wir können uns vorstellen, miteinander zu spielen, dann kommen die Karten auf den Tisch.
Kat Kristall Ja, ich meine, ich kann auch von Anfang an reinschreiben, ich suche gezielt einen Sub hierfür und das steht dem ja auch frei. Wenn der sagt, ich suche eine Femdom, die auf Pissspiele steht, dann meldet sich ja auch keiner bei ihm, der das nicht gerne macht. Also, gibt halt zwei Möglichkeiten.
Sebastian oder vielleicht doch, weil es ist halt, auch da ist wieder der Konkurrenzdruck ist groß, da macht man halt Kompromisse, die man vielleicht gar nicht machen möchte und schreibt eben auch Menschen an, wo Must-Haves drinstehen, die man vielleicht erduldet, Aber dann hat man halt hinterher das Problem, dass man das halt scheiße gefunden haben wird und ja, Mist.
Kat Kristall Also ich muss sagen, wenn du halt auch mal so auf Plattformen wie Joyclub oder Fatlife guckst und da wird ein explizites Gesuch reingeschrieben von einem devoten Mann, zuallererst kriegen die Antworten von Femdoms die Tipps geben, wie du das Gesuch besser machen kannst und dann meldet sich vielleicht jemand da drauf. Genau,
Sebastian Okay, aber das ist ja dann wieder dieses Mentoring. Ah, guck mal, da sucht jemand, dem helfen wir jetzt mal.
Kat Kristall dann kommt da drunter, schreib dein Profil ein bisschen mehr aus, biet doch an, auch ein Gesichtsfoto mit zu schicken, wenn du da mit jemandem schreibst. Weil die Frauen wollen ja grundsätzlich, wir wollen ja alle was. Nur wir reden halt aneinander vorbei.
Sebastian genau, dieses aneinander vorbeireden. Also ich glaube, der Wunsch zu kommunizieren ist ja irgendwie bei allen da. Aber die Frage ist, wie finde ich die Ebene? Und ich glaube, die muss einfach dann auch, ja, die muss nicht auf Augenhöhe sein, aber es muss eine Ebene sein, wo beide stehen können. Und wo man sagen kann, da bin ich, da bist du, wo sind wir oder wo können wir hin. Und dass man dann einfach diesen Weg findet. Boah, Kat, weißt du was, ich gucke gerade auf die Uhr, das ist die längste Live-Sendung, die wir jemals hier hatten.
Kat Kristall Gut,
Sebastian Ganz ehrlich, vielleicht ruft ja nachher noch jemand an. Ich habe ja versprochen, ich höre dich vorher auf.
Kat Kristall du wirst Atem nehmen, mein Freund.
Sebastian Ich habe nicht mal eine Schätzfrage, ganz ehrlich.
Kat Kristall Also
Sebastian Doch, ich habe eine Notschätzfrage. Mal gucken, was ich da mache. Aber es hören auch noch Menschen zu. Ich bin begeistert, liebes Publikum, ihr seid toll.
Kat Kristall würde mir jetzt natürlich wünschen, dass noch eine Frau oder vielleicht auch ein Mann anruft, der mein Generationenbeispiel entweder belegt oder kontert. Ich bin der festen Überzeugung, dass diese Diskrepanz darin liegt, dass es diesen vor 15 Jahre über mir Konflikt gibt mit der Selbstdarstellung und der Wahrnehmung, weil erfahrungsgemäß so die wenigsten Jungs mit 20 teilen dasselbe Bild. Genau. Mal gucken. Vielleicht habe ich ja auch ganz dolle Unrecht. Ich lasse mich gerne überzeugen. Das ist gelogen. Aber jetzt haben wir doch mal eine gute Diskussion angefangen.
Sebastian Ja, jetzt haben wir so angefangen.
Kat Kristall Was soll ich jetzt lügen? Ich lasse mich nicht gerne überzeugen. Ella.
Sebastian Grüße nach hinten.
Kat Kristall Grüße.
Sebastian Es ist immer spannend. Immer sitzt noch irgendwer im Hintergrund. Der Zensor sitzt im Hintergrund. Was darf man sagen? Oh
Kat Kristall Dieses Mal immerhin nicht im Käfig.
Sebastian Na, immerhin, ich gratuliere. Nicht im Käfig. Okay, ich gucke nochmal, ob ich irgendwas auf meinem Zettel habe, was ich unbedingt von dir noch heute wissen will. Aber weißt du was? Ich glaube, ich gehe jetzt das Risiko ein. Ich werde mich jetzt von dir erstmal verabschieden. Nehmen das mit und gucken mal. Vielleicht kontert dich ja wirklich jetzt jemand und sagt, ne, also die Kat, das geht ja gar nicht. Aber ich habe jetzt auch, also Jungs, also am Anfang, Joachim und Lukas und dann kam da nicht mehr viel. Eure Sichtweise ist auch wichtig, also mehr davon bitte.
Kat Kristall so, ganz kurz. Ich fand den Joachim ganz toll. Ich habe den auch schon kennengelernt und der hat eine tolle reflektierte Meinung und dem ist ganz großes Unglück geschehen. Also wenn sich da jemand anbietet, der nett ist, ist der bestimmt glücklich und wir alle auch. Das ist ein toller Mann.
Sebastian habt es gehört. Wer die Kontaktdaten von Joachim haben möchte, mich einfach anschreiben. Ich vermittle gerne, wenn Joachim das denn möchte. Kann er ja mal in den Chat schreiben.
Kat Kristall Ja, weiß ich gerade auch nicht mehr. Aber er ist wirklich ein total lieber Kerl und es tut mir leid, dass er so furchtbare Sachen erlebt hat. Der muss mal geknuddelt und geherzt und verhauen werden. Mit Liebe und Konsens. Okay,
Sebastian Ich werfe dich jetzt aus der Leitung Du wirst mit mir hier gerade so niedlich Ich wünsche dir einen schönen Abend Vielen, vielen Dank, dass wir sprechen konnten Mach's gut, tschüss
Kat Kristall mach's gut, Sebastian. Na klar. Mach's gut. Tschüss.
Sebastian So ihr Lieben, das war Kat Kristall Und ich löse mein Versprechen jetzt ein Wenn hier noch jemand anrufen möchte Dann kann der Mensch das tun Die Nummer sage ich auch nochmal 0 5 1 0 1 9 1 1 8 9 5 2 Und wenn jetzt hier niemand mehr anruft Dann würde ich noch so ein kleines Resümee ziehen Ich kann jetzt schon mal verraten, ich habe bewusst keins vorbereitet, weil ich habe schon irgendwie geahnt, dass das nach hinten losgehen würde. Und bis es hier klingelt, gucken wir doch mal, ob wir hier nicht diese Woche doch wieder so einen Kaffeelöffel irgendwie oder Pfannenwender unter die Menschen bringen. Das Podcastsubbie hatte eben noch eine Idee, was man denn da einbauen kann. Wir gehen wirklich auch, uns gehen die Fragen aus. Was hat sie heute gesagt? Oh, nicht schon wieder so eine Frage, schon wieder eine Woche rum. Wahnsinn. Ich poste einmal in den Chat rein, was ich hier habe. Aber wie gesagt, das Thema ist noch nicht rum und ich verlose hier auch weiter, während ich mit jemandem spreche. Das ist gar kein Problem. Und wer mag, jetzt ist die Gelegenheit. Wir haben heute das Thema, wir haben heute alle Sichtweisen, sind offen und möglich und da klingelt es tatsächlich. Ja, hervorragend. Hallo, Sebastian hier, mit wem spreche ich?
Austro Ja,
Sebastian Hallo, Austro, schön, dass du anrufst. Ich habe gar nicht mehr damit gerechnet. Jetzt muss ich mal gucken. Okay, den Kaffeelöffel gibt es gleich. So, machen wir erst mal eine Sache zu Ende. Ja, also schön, dass du anrufst. Und bist du beim Thema beteiligt? Also bist du Male-Sub oder? Ja, bist du.
Austro ich bin beim Male-Switch. Ich wollte eigentlich Joachim etwas positive Ratschläge geben oder positive Sachen, die mir passiert sind, weil ich bin in derselben Situation, wie Joachim war und wieder. Inzwischen habe ich auch einige Sachen gemacht und ich habe Frauen kennengelernt, die entsprechend das so machen, wie er sich das vorstellt. Wo man sich wirklich hinsetzt, was wollen wir machen, wie wollen wir gehen. Und was Kat Kristall gesagt hat auch, es ist generationenbedingt. Also die Mädels, die das machen, sind eher jüngere Leute. Ich bin 49, ich bin gerade aus einer zwei Jahre D/s-Beziehung raus, die eigentlich sehr, sehr gut war, wo man wirklich am Anfang gesagt hat, wir setzen uns zusammen, das ist, was wir machen wollen. und dann lebt man sich auseinander und ja, das ist in letzter Woche passiert, dass wir uns getrennt haben, aber es ist auch immer schön, jemand sagt, hallo, ich habe mich gerade an dich erinnert, willst du mit mir spielen? Und es ist auch so, dass ja, was willst du machen? Ja, Impact und Fesseln und das und das, das ist ja, hey, das taugt mir auch, mach ich doch, ja, setzen wir uns zusammen und das sind dann die Wunschzettel, das ist nur, das sind meine Neigungen und wenn da was Schönes rauskommen soll, dann muss das überlappen. Ja, das sind ja die ganze, wie heißt das,
Sebastian Konsens,
Austro Consensual Non-Consent ist ganz, ja, es ist auch ganz, ganz, ganz hübsch und so, aber wenn das dann irgendwo über harte Limits geht, dann ist das auch nicht mehr lustig. Dann macht man das einmal und dann hat man die ganzen Konsensverletzungen und dann ist man mehr oder weniger draußen.
Sebastian Hast du denn die Erfahrung gemacht, dass eben auch das, was dir auch passiert ist, dass das häufiger vorkommt. Ist dir das vielleicht auch schon passiert? Ich meine, die letzten zwei Jahre, das ging ja.
Austro Absolut, vorher habe ich versucht, mit jemandem zu reden, du wirst das, das und das machen und du musst mir zum Essen einladen und das Hotel bezahlen und bla bla bla, alles und da kommt dann nichts zurück. Wenn das alles dann gemacht wird, wie ich, also ich die Dame, mir das vorstelle, wie nach Nix da.
Sebastian Ja, wie reagiert man da drauf, wenn man so Ansage bekommt? Besser das als gar nichts? Oder wie reagierst du da drauf?
Austro Wenn das zehnmal kommt, dann überlege ich mir dann das auch und sage, ist das wirklich so? Und dann, weil ich in einer Gruppe für Subs bin, wo man es gegenseitig unterstützt. Eine der wenigen Males und ich immer sehe, oh, das ist so schön, wie die und die haben, warum kann ich das nicht? Also Geschlechter umgewandelt haben und das ist dann ganz was anderes. Das ist ganz komisch.
Sebastian Ja, aber auch dieser, das hat ja jetzt auch Kat gesagt, auch da dieses, vorher zieht sich ja den ganzen Abend schon drüber, da ist ja dieses Konkurrenzproblem auch einfach da. Ist man da nicht dann doch bereit zu sagen, ja, okay, ist jetzt nicht genau meins, Aber würde ich mitnehmen, weil dann habe ich wenigstens jemanden, der mit mir spielt.
Austro gewisse Kompromisse macht man, aber ich habe gelernt, dass das und gelernt Während in der schwierigen, mit Schmerzen und allem drum und dran, dass das nicht gut ist. Ich bin sehr serviceorientiert und ich war in einer Beziehung, wo ich immer reingegeben habe und das hat mir auch zu dem Zeitpunkt wirklich getaugt. Und dann ist es mir nicht so gut gegangen und da hätte ich gerne Unterstützung von meiner Dame bekommen und dann ist nichts zurückgekommen. Und das war einer von meinen größten Lernmomenten, wo ich wirklich gesagt habe, mein Service ist nicht mehr gratis.
Sebastian Ja, das ist schön.
Austro Das
Sebastian Mein Service ist nicht gratis. Das, finde ich, ist eine schöne Formulierung. Einfach dieses, man will ja auch was zurückhaben, man will was geben und dann muss ich das irgendwie ausgleichen, wenn das nicht ist.
Austro ist der Austausch. Ich
Sebastian Aber das ist halt auch, ja, ich
Austro dir meine Unterwerfung, du gibst mir deine Aufmerksamkeit und Liebe und Zuneigung.
Sebastian würde jetzt sagen, Aufmerksamkeit hätte ich jetzt.
Austro Und das ist ja mit den Vanillas ja auch nicht anders. Wenn du in einer Beziehung bist, wo du immer nur gibst und nichts zurückkommt, dann ist es auch schwierig.
Sebastian aber das ist, glaube ich, bei jeder Beziehung und immer so, wenn nichts zurückkommt, dann ist man verloren. geworden, ne. Puh, aber auch da ist es, du musst es auch erst mal lernen, ne, feststellen, okay, das geht nicht, ne, und dann neu anfangen mental und zu sagen, okay, ich habe einen Wert, ich habe etwas zu geben, was einen Wert hat, dann darf ich auch gewisse Ansprüche haben und wenn das jemand abspricht, dann funktioniert es nicht, ne, und das ist, glaube ich, in allen BDSM-Beziehungsformen so, ja, was jemand gibt, das hat einfach Und er erwartet natürlich und das zu Recht immer auch irgendeine Art Gegenwert, so ganz selbstlos und einfach nur der Sklave, der einfach immer nur gehorcht. Das ist, glaube ich, geil. Entschuldigung. Das ist geiles Kopfkino, aber eben auch mehr nicht. Der Illusion kann man sich, glaube ich, nicht hingeben. Das
Austro absolut. Und unsere Unterstützungsgruppe für die Subs, wenn ein neuer Male-Sub reinkommt. Die Neuen sind immer ganz, ich mache immer alles für meine Damen und so weiter. Alle gemeinsam stürzen wir uns auf den neuen Sub und sagen, nein, wenn sie deinen Arm abtrennen will, das willst du auch nicht, oder? Und dann sagt er, oh, das stimmt, ja. Alles mache ich nicht, aber ich mache viel. Und das ist auch wichtig.
Sebastian klingt so ein bisschen als ob einfach, man konsumiert einfach erstmal Geschichten und Pornografie und das Bild, was man da hat, damit geht man auf die Welt los. Das funktioniert hinten und vorne einfach nicht. Aber klar, wenn ihr dann in der Gruppe sagt, okay, wir reden da und wir norden die Neuen erstmal ein und sagen, hier, pass mal auf, das Bild, was du da hast, ist nicht so toll. Da haben ja alle was von, weil dann werden von diesen Leuten auch weniger von diesen ganz dramatischen Wunsch-E-Mails verschickt. Also diese Bestellungen werden dann auch weniger verschickt und dann ist das ja vielleicht auch so ein erster Schritt, dass dann auch diese Abwehrhaltung, die ja irgendwann entstehen muss, wenn man ständig das Postfach voll hat mit Anforderungen, vielleicht geht die dann auch irgendwann ein bisschen zurück. Aber ich glaube, das ist ein Prozess über Jahre, ne?
Austro und was mir immer die neuen Subs sagen, ist, mach eine Liste von Sachen, die du anbieten kannst und hast im Hinterkopf, was du dafür möchtest. Das ist ganz, ganz normaler Handel, zumindest am Anfang.
Sebastian Ja,
Austro Und das macht dann auch die Sachen für die Femdoms dann etwas einfacher. Wenn sie sagen, oh, der macht Pediküre, der macht mir das Haus sauber oder ist ein Klempner.
Sebastian ja,
Austro Das sind alles Sachen.
Sebastian der Beruf, der ist natürlich dann auch im Zweifel praktisch, ne? Ja, ja, aber klar, zu sagen, das habe ich anzubieten, ne? Und ich glaube, in dem Zug ist es dann auch okay, wenn man in der Reihenfolge auch dann erst sagt, das kann ich dir anbieten und dann kann man auch sagen, hier, aber einen gewissen Preis hat es auch, ich bin nicht völlig altruistisch veranlagt und ich glaube, dann ist das auch völlig in Ordnung.
Austro auch.
Sebastian Darf ich mal eine Frage stellen? Ich sehe hier eine Nummer, die muss sonst woher sein. Darf ich mal fragen, aus welchem Land du anrufst?
Austro Amerika.
Sebastian Aus den USA direkt. Okay, ich habe es ja schon fast gedacht. Mein Gott, das ist auch das erste Mal. Sehr schön.
Austro wir haben schon mal hin und her geschrieben. irgendwann mal rufe ich dich noch mal an, wenn ich mal wieder einen Donnerstag freinehme. Dann können wir reden, was da hier passiert und dass das ganz gar nicht so legal ist, wie es anscheinend ist.
Sebastian Das Thema Legalität und von BDSM in den USA, das steht eh nochmal auf meinem Zettel.
Austro Aber
Sebastian Heute würde ich mich erstmal verabschieden wollen, weil, hier möchte noch jemand mit mir sprechen.
Austro sehr schön.
Sebastian Entschuldigung. Und ganz ehrlich, wir nehmen hier alles mit. Also vielen Dank erstmal für die Sicht und auch, dass ihr da zu sehen, ihr seid in den USA, ihr seid organisiert, das Problem existiert offenbar dann, das heißt das Problem, aber ja, das gibt es eben auch in den USA, vielleicht ist es auch einfach, glaubst du?
Austro Extremer, glaube ich. Ja, ich glaube, es ist 10 zu 1. In Deutschland, glaube ich, ist es mehr 3 zu 1 oder 4 zu 1. Zumindest von den Partys, die ich besucht habe in den vergangenen Jahren.
Sebastian Okay, extremer. Kann ich jetzt, gut, da wird es jetzt schwierig, das zu validieren, aber auch da kann ich mal die Augen aufhalten, was mir so an Infos vor die Nase läuft und vielleicht, wenn du es mir dann irgendwann nochmal erzählst, wie das drüben aussieht über dem Atlantik, das wäre natürlich auch nochmal spannend. Für heute sage ich dir erstmal gute Nacht, wobei bei euch ist jetzt gerade Mittag, ne?
Austro Fünf am Abend.
Sebastian Ja, das geht ja noch. Okay, dann habt noch einen schönen Abend, meiner ist bald vorbei und ja, vielen Dank für den Anruf.
Austro Ja, eben.
Sebastian Mach's gut, tschüss.
Austro Gute Nacht. Hallo
Sebastian Ja, das war Austro. Also sowas wie heute, wenn ich das vorher gewusst hätte, ich bin beeindruckt. So, ich muss jetzt diesen Kaffeelöffel unbedingt loskriegen, weil das Podcastsubbie muss auch irgendwann ins Bett, denn die muss nämlich im Gegensatz zu mir super früh aufstehen, deshalb, ich überlege, ob wir den nicht einfach nächste Woche unter die Menschen bringen. Ich gucke mal, ob noch jemand zuhört. Ja, es hören, komisch, es hören weniger Menschen zu, als gerade im Chat sind. Das ist witzig, aber ich mache jetzt folgendes. Liebes Podcastsubbie, denk dir doch mal bitte irgendeine Zahl aus und schreib sie auf einen Zettel und die möge der Chat jetzt erraten, bitte. So, wir machen das jetzt ganz einfach. Hier kriegst du sogar einen Rotstift von mir. So, wunderbar. Und ihr Lieben, ja, also das Podcastsubbie wird jetzt irgendeine Zahl notieren, ihr merkt, das ist wirklich so die unterste Variante von wie kann ich eine Schätzfrage bauen, aber ich finde, der Kaffeelöffel muss weg. Nein, der Pfannwender natürlich, der muss weg, weil ich schicke gerne Post. Ja, ihr merkt, es ist jetzt halb zwölf gleich und jetzt fängt auch meine Aufmerksamkeitsspanne um diese Zeit langsam ein kleines bisschen an zu Ende zu sein. Aber einer geht ja noch. Und jetzt kriege ich hier eine Nummer und jetzt wähle ich die einfach mal und währenddessen wird im Chat weitergeraten. Ich finde das total spannend. Also offenbar kann ich hier überziehen ohne Ende und es sind immer noch Menschen da. Oh ja, das ist schon mal ein gutes Zeichen. Hallo.
Katrin Sebastian.
Sebastian Ja, da ist die Katrin am Telefon.
Katrin Genau, das ist ja heute hier eigentlich genau mein Thema. Ja, deswegen muss
Sebastian Ja, da hast du erstmal alle reden lassen, bevor du selber was dazu sagst, ne?
Katrin ich... Ja, kann ja auch nicht, ich habe da immer so ein Problem mit, man kann ja auch nicht immer anrufen. Aber nachdem unsere liebe Kat dann ja eben auch da war, dachte ich mir so, ach, jetzt ist es auch egal, kannst du auch noch anrufen.
Sebastian Ja, auch heute geht das. Mal gucken. Ich werde im Schnitt morgen die Krise kriegen. Also wenn diese Folge nicht Samstag erscheint, sondern erst Sonntag, dann liegt es einfach daran, dass das Ding lang ist. Pass auf, erlaubst du mir, liebe Katrin, dass ich nochmal ganz schnell versuche, diesen Kochlöffel, den du ja schon pink angemalt hast, unter die Menschen zu bringen? Okay, pass auf, dann bleibst du jetzt einfach dran, ich mache jetzt hier eine Linie und das Podcast Subbie schaut mal, ob jemand irgendwie in der Nähe ist.
Katrin Genau, natürlich. Ich warte.
Sebastian Sie hat eine Zahl notiert. Ich glaube, ich kann die Zahl schon mal sagen. 697. Ich weiß noch nicht, was die genaue Bedeutung dieser Zahl ist. Das werde ich dann irgendwie nachher erfahren. Aber ich bin sehr gespannt. Ja, du musst dich noch ein kleines bisschen gedulden. Wir werten hier aus. Nein, nicht wir, sondern das Podcastsubbie wertet aus. Wobei, ich habe ja jetzt die Zahl schon gesagt, kann ja nicht einfach derjenige sich melden, der am nächsten dran ist. Und dann haben wir das abgekürzt.
Katrin Ich warte auch, das ist gar kein Problem, es ist eh schon so spät. Also von daher, ich habe auch den Mann gerade ins Bett geschickt, der,
Sebastian Also es ist auch total einfach. Der Mensch hat gewonnen, der am höchsten geraten hat. Mit 101 hat Pluto, war am nächsten dran an der 697. So, damit ist dieser Akt erledigt. So, Pluto, vielen Dank für den Tipp und vor allen Dingen, dass du, ja, du hast gewonnen. Herzlichen Glückwunsch. Du kriegst Post von mir, wenn du mir eine Adresse schickst. und dann packe ich den guten Kaffeelöffel, wie ich ihn inzwischen immer nenne. Es ist ein Pfannenwender, um Himmels Willen. Auf dem steht drauf, nur für Brat und Koch. Den schicke ich dir gerne zu. Ganz viel Spaß damit. Und du merkst aber, ich halte das jetzt gerade ganz kurz dahin mit Katrin, damit wir beide noch ein bisschen quatschen können.
Katrin nein,
Sebastian So, fragen wir mal an. Bist du so eine Femdom? Es ruft einfach keiner an.
Katrin ich hörte auch, ich hörte, also ich höre auch immer nur diese Schauer-Geschichten tatsächlich.
Sebastian kennst du denn solche Menschen?
Katrin Ja, ja, die gibt es, aber die möchte ich, also ich möchte mich dann halt mit dieser Art von Femdoms, ich nenne sie ja liebevoll Domsen, nicht, also ich möchte mich halt mit denen da nicht weiter beschäftigen oder mich nicht mit denen weiter umgeben.
Sebastian Toll, jetzt hast du es geschafft mit einem Satz. Ich habe jahrelang versucht, den Begriff Dom so wieder zu rehabilitieren und zack, vorbei ist es. Ja,
Katrin Damit musstest du rechnen.
Sebastian jetzt ist es passiert, verdammt. Okay, also mit denen umgibst du dich nicht, von denen hältst du dich fern, aber woran erkennst du die denn? Ja,
Katrin Ja, das kann ich gar nicht so genau sagen, aber es ist die Art von BDSM, wie du es halt am Anfang oder wie zum Beispiel Kat das beschrieben hat, dass es halt Frauen gibt, die sich das halt aussuchen können und die halt da immer aus dem Vollen schöpfen können und es kommt ja immer Nachschub. ist nicht mein Ansatz.
Sebastian da ist man sich auch bewusst, dass das so ist. Der Nachschub ist ja gesichert, dann kann ich Grenzen austesten.
Katrin Ja, das wollte ich auch gerne sagen, das mag bei vielleicht vielen Frauen so sein, die das wollen. Also bei mir ist das zum Beispiel nicht so, weil ich das aber auch bewusst von mir fernhalte, weil es zum Beispiel so ist, also wenn ich dem so nachgehen würde, was ich und es ist so, wie auch alle Vorrednerinnen das gesagt haben, dass man halt einfach unheimlich viele Nachrichten kriegt und auch einfach einfach unheimlich viele blöde Nachrichten und da dann schon mit so einer echt negativen Grundstimmung dran geht. Und wenn ich, also ich mag es eigentlich auch gerne, aktiv auf Menschen halt zuzugehen. Aber wenn ich das so machen würde wie andere, so ja, da kommt dann jetzt immer der Nächste und der Nächste oder ich habe, weiß ich nicht, fünf oder sechs gleichzeitig, Das würde mich als Mensch emotional belasten, weil
Sebastian Das ist schlicht viel Arbeit dann.
Katrin ich viel Arbeit und für mich gehört zu einer Femdom-Malesub-Beziehung auch ganz viel Vertrauen. Und auch das, was Joachim am Anfang gesagt hat, dass man eben halt so die Schnittmenge untereinander findet findet und dass man erstmal den Menschen halt kennenlernt und nicht es um irgendwelche Praktiken geht oder um Dinge, Drehbücher oder Wunschzettel abzuarbeiten, sondern darum, also
Sebastian Aber dass der Wunsch da ist, ich habe eine Fantasie, ich will was erleben, das ist ja dann auch da und dann will man ja nicht alles andere machen, aber diesen Wunsch nicht erfüllt kriegen. Also ich kann diesen Drang dazu schon irgendwie nachvollziehen, aber ja, es funktioniert halt nicht, ne. Ja,
Katrin für mich ist es, ist ein Wunschzettel eigentlich gar nicht sowas Negatives, wenn man das halt in einem gewissen Rahmen halt auch vorbringt. Also die erste Nachricht oder die erste Ansprache vielleicht auch irgendwo auf dem Stammtisch oder auf einer Party oder was auch immer und dann wird direkt gesagt, ich stelle mir aber das, das und das vor und dann wird erstmal da so eine Litanei an Praktiken irgendwie aufgezählt, obwohl man überhaupt gar nicht weiß, ob man den Menschen mag, ob man gut miteinander klarkommt, ob man auf einer Wellenlänge ist, das zählt dann in dem Moment nicht. Und dann finde ich das unangebracht, so wie auch die Vorrednerin das schon gesagt hat.
Sebastian das ist wieder dieser alter, dieser blöde Spruch einfach, ne, dieses such einen Menschen, mit dem du was machen kannst und such nicht zu deinem Fetisch einen Menschen, der es dir umsetzt, ne, also einen Dienstleister. Ich glaube, das ist immer wieder das zentrale Problem.
Katrin Und da muss ich dann halt auch sagen, da bin ich mir dann halt auch als Frau, als Femdom dann auch zu schade für. Also nur in Anführungsstrichen Dienstleisterin für jemanden zu sein, weil ich möchte ja mit den Menschen interagieren und dass wir beide gemeinsam eine tolle Zeit haben und nicht, weil mir da irgendwas übergestülpt wird. Also
Sebastian Jetzt haben wir ja eben wirklich auch gehört, das ist ein Generationending möglicherweise und auch man kann sich das erlauben. Also die Frage ist ja, wenn ich gewisse Ideale habe, ich habe manchmal so den Eindruck, es gibt einfach schlecht gelaunte Frauen, Die suchen jemanden, den sie für irgendwas büßen lassen können und dann verhalten sie sich eben in sozialen Medien, gerade wie ich es vor drei Stunden inzwischen übrigens, wie ich es beschrieben habe. Du merkst, das ist schon ein ziemlich markiges Vorurteil jetzt, aber so langsam bleibt mir nur noch diese Erklärung dafür, weil ich finde keinen anderen Grund, warum man so agieren soll.
Katrin das ist
Sebastian Jawohl, ich
Katrin auch mit ein Grund, weswegen ich mich aus solchen Foren halt auch fernhalte. Weil mich das aufregt, also die Damen, die da so halt so agieren, also so Männerhassend oder so, ich bin die absolute Göttin hier und ihr habt alle nach meiner Pfeife zu tanzen. Aber das ist auch wieder dieses so, ja die, die am lautesten schreien.
Sebastian glaube, du hast auch diese, irgend so eine Diskussion beim Joyclub, ich weiß nicht, da haben wir sogar mal vor Ewigkeiten drüber gesprochen, da hast du dich irgendwie auch aufgeregt, irgend so was war das mal, dieses Stereotypen und was darf man als Femdom und was darf man nicht, das ist mir doch alles egal, was man darf, irgendwie so habe ich da noch was im Hinterkopf.
Katrin Ja, ja, ich
Sebastian und ich habe vielleicht um das Thema hier richtig kontrovers heute auszudiskutieren, ist einfach die Bubble des Podcasts einfach geradezu schön
Katrin glaube auch, dass das so ist, tatsächlich. Aber ich meine, das ist ja eigentlich auch schön und das spricht ja auch für deinen Podcast, dass das so ist. Aber ich glaube halt auch einfach, dass wenn man sich so im realen Leben bewegt oder auf Stammtischen, auf Partys Und wenn man, so wie auch Lana vorhin gesagt hat, wenn man halt vernetzt ist unter tollen Femdoms.
Sebastian ja,
Katrin Ich bin auch mit den Hamburgerinnen vernetzt. Das ist eine ganz tolle Community, wo man sich halt gegenseitig hilft und alles an Fragen stellen kann, wie man möchte. da gibt es auch kontroverse Meinungen öfters mal, aber das ist okay. Also es werden alle Meinungen akzeptiert, diskutiert, auch auf den Stammtischen und es wird keiner verurteilt. Also so dieses, das steht jetzt im goldenen Buch des BDSM, wie man etwas als Femdom machen muss, Weil das einem so suggeriert wird, wie dieser Schwachsinn mit Femdoms dürfen ja auch keinen Sex haben im Sinne von Penetration oder dürfen ihrem Sub keinen blasen etc.
Sebastian wo hast du denn deine wo hast du denn deine Sozialisation her, also dir wurde offenbar klar gemacht du, das
Katrin kommt irgendwo her.
Sebastian ist ein Geben und Nehmen da ist Konsens, darauf muss geachtet werden hat dir das mal jemand gesagt oder oder hat dir schon mal vielleicht jemand versucht was anderes zu erklären, eben, vielleicht hat dich mal jemand beiseite genommen, hier, dein Sub, den musst du schon ordentlich keusch halten, sonst geht das gar nicht. Gab's das schon mal, dass jemand da einen, ich sag mal in Anführungszeichen, guten Rat geben wollte? Ich
Katrin Ja, das gab es. Das ist zwar schon länger her. Ich meine, ich bin ja jetzt auch schon lange irgendwie in der Hannoveraner Szene vertreten, das sind jetzt so, glaube ich, 15 Jahre oder so, wo ich auf die Stammtische gehe. Und gerade so am Anfang, da hatte ich auch noch so diese Stereotype der absolut bösen Femdom irgendwie, die total skrupellos sein muss irgendwie in meinem Kopf, weil das irgendwie so ein weiß ich nicht, so ein Bild, was irgendwie so vor allem so von außen irgendwie eingetrichtert wird, aber wenn man dann mal auf sich selbst hört und was man halt eigentlich selber will und was man halt selber für ein Mensch ist und das dann genauso umsetzt, ohne sich halt irgendwelchen Blödsinn erzählen zu lassen, dann macht es das ja viel besser jetzt
Sebastian glaube, ich verrate dir jetzt mal was. Als ich dich das allererste Mal gesehen habe, da hatte ich so den Eindruck, ah, okay, das ist möglicherweise genau so eine.
Katrin kommt das
Sebastian Und dann habe ich Hallo gesagt und dann war so, Mensch, hallo, wer bist du denn? Und dann war das weggeblasen. Aber aus irgendeinem Grund habe ich das erstmal gesehen. Ich kann dir nicht sagen, warum. Ich weiß auch nicht, wie viele Jahre das schon her ist.
Katrin ist
Sebastian Das ist gar nicht böse gemeint, aber wo ich dachte, ach guck an, das ist auch so einer der Punkte, wo ich dann auch gelernt habe, du kannst auf jeden zugehen. Lass dich nicht von diesem ersten Eindruck oder auch optischen Eindruck, du kennst das, wenn man ist auf einer Party und dann ist da am anderen Ende des Raumes ist da jemand. Davon sollte man sich nicht leiten lassen, weil da liegt man einfach oft genug unfassbar falsch.
Katrin das ist tatsächlich das ist aber tatsächlich auch so ein ein bild was man von mir hat wenn man sich jetzt wenn man mich jetzt zum beispiel auf einer party spielen sieht, dann bin ich die unfassbar böse ab schluss und unheimlich viel spaß an ihrem gegenüber hat, aber eigentlich das nette Mädchen von nebenan.
Sebastian Ja, gut, aber man muss erstmal ins Gespräch kommen. Ich glaube, das ist auch da wieder die Kommunikation, mein Gott.
Katrin Genau.
Sebastian Wir gucken mal, ob wir das jetzt hier ein bisschen konstruktiv hinkriegen. Also wir haben ja jetzt das Problem identifiziert, das Problem lautet, da sind einfach Missverständnisse, sich selbst verstärkende Verhaltensweisen und einfach dieses Ungleichgewicht, ich sag mal, verfügbares Angebot passt nicht zu dem, es passt einfach mengenmäßig schon nicht.
Katrin passt nicht zusammen.
Sebastian Das heißt, die Frage ist einfach, wie kriege ich es hin als Kerl, wenn ich sage, Mensch, ich möchte eine liebe, nette Femdom haben, die mich ordentlich quält und die auch schön gemein ist, aber dann auch bitte gelegentlich ein schönes Happy End anbietet und die sich vielleicht auch daran erfreut.
Katrin Also
Sebastian Wenn ich sage, das möchte ich gerne, wo würdest du sagen, das ist doch schon mal ein guter Weg. Hast du vielleicht noch einen neuen Impuls? Und
Katrin ich bin da auch bei den anderen eher Real Life zu suchen. Ja, das ist jetzt mit Corona und so schwierig. Aber erstmal die Menschen auf Augenhöhe kennen lernen und gucken, ob man eine gemeinsame Basis hat, dass man sich gut versteht und dann kommt alles andere ganz von allein.
Sebastian ich glaube, das Vertrauen darin zu haben, Das ist etwas, also Jungs, ganz ehrlich, das Vertrauen könnt ihr haben, denn ich glaube, da muss ich jetzt dir einfach mal unterstellen, es ist doch nicht so geil, als wenn so ein toller Typ sich für einen ein Bein ausreißt und Dinge tut. Gut, das ist dann ja auch für dich wunderschön und dann freut man sich einfach und dann will man doch auch irgendwie was Positives zurückgeben, da hat man doch diesen Drang einfach danach auch zu sagen, komm, da wird auch belohnt.
Katrin Oh ja, total.
Sebastian Und
Katrin Auf jeden Fall. Tatsächlich bin ich halt auch eine von den Femdoms. Ich brauche auch so ein Zeichen von Sub, dass es jetzt, dass es irgendwo auf Gegenseitigkeit beruht. Also ich kann schlecht sagen, ja so du und dich hätte ich jetzt gerne. Und komm mal ran hier.
Sebastian das kannst du schon sagen, es klappt wahrscheinlich sogar.
Katrin Ja, das könnte das, das würde wahrscheinlich schon klappen, aber ich
Sebastian Ja,
Katrin brauche da, bevor ich so agieren kann, erstmal ein Zeichen von so, dass der sagt, dass er das überhaupt wollen würde.
Sebastian ist das vielleicht auch,
Katrin Und das ist also Also das ist für mich persönlich, da stehe ich mir manchmal auch selber im Weg, dass ich das nicht so krass einfordere, wie andere das halt machen würden. Also wenn die Situation halt geklärt ist, also so, dass man darüber gesprochen hat, was für ein Machtverhältnis man jetzt eingeht, dann ist kein Problem. Aber da erstmal hinzukommen, so weil man sich jetzt vielleicht ganz gut findet, und aber dann weiß man ja dann doch noch nicht so richtig wird das was oder nicht also
Sebastian bitte,
Katrin solche Femdoms gibt es auch die nicht immer ich plaudere jetzt hier total aus nee, gestern ja
Sebastian werde dich nicht unterbrechen.
Katrin die nicht immer irgendwie ganz klar dominant sind und da irgendwie ihren Willen jemand anders aufzwingen wollen, also ich bin schon jemand, die braucht da so ein Zeichen Oh
Sebastian Ja, also das ist ja auch nochmal was, auch dieses Feedback, diese Selbstbestätigung. hier, was ich mache, ich bin böse und ich bin gemein, aber es wird gut gefunden es macht dem anderen Spaß und der mag das auch wieder haben und es wird ihm wieder Spaß machen ich glaube, das ist ja auch was das eigene Ego auch stärkt, das ist ja auch wieder so ein Punkt, das bringt ja Spaß mit ins Spiel rein Katrin, die Uhr und die Uhr aber eine Sache hätte ich da noch
Katrin ja.
Sebastian Heike hat das so schön geschrieben weil du ja nun damit dich gut gut auskennst, ich lese mal von Heike vor, nach dieser Folge traut sich keine Femdom mehr, ihren Sub keusch zu halten, damit sie nicht so eine Femdom ist. So, das wäre das Schlimmste, was passieren kann, dass am Ende dieser Folge heraus kommt, dass irgendwer das bleiben lässt, was Spaß macht.
Katrin Bitte auf gar keinen Fall die Keuschhaltung einstellen. Ausrufezeichen. Das ist eine ganz wunderbar tolle Spielart.
Sebastian dem schließe ich mich jetzt einfach mal an, weil ich von genug Jungs gehört, also ganz ehrlich, das Ding der Woche, was mit Abstand am häufigsten schon hier bei mir auf dem Tisch lag, das war der KG und zwar von Jungs angeschleppt. also das kann man ich wollte das am Anfang nicht generell verteufeln und auch da ist ja auch die Spielart, das ist ja eine Spielart mit der Lust und nicht mit der Unlust, es geht ja darum, dass man dann früher oder später dann eben doch Spaß hat, wobei
Katrin Oh, und das ist eine ganz tolle Spielart, mit der Lust, mit anderen zu spielen.
Sebastian du lässt dann auch mal hin und wieder auch mal kommen, ja
Katrin also als Belohnung, klar.
Sebastian ja, also gut, das ist ein Mittel der Wahl dann so, ja, nicht, dass wir hier irgendwelche Praktiken tot machen wobei so einen Einfluss hat der Podcast Kasselmann auch wieder nicht. Das sollen ja auch alle machen, was ihnen Spaß macht. Katrin, ich merke, meine Stimme gibt langsam aber sicher auf. Ich werde zwar trotzdem noch mal rangehen, wenn es hier noch mal klingelt, aber die Gespräche werden kürzer.
Katrin Aber ich glaube, ich gehe gleich auch mal ins Bett.
Sebastian Ich bedanke mich ganz herzlich bei dir, dass du angerufen hast und ja, ich muss mir jetzt gleich noch ein flammendes Endplädoyer des Abends hier ausdenken, mal gucken, ob mir das gelingt und dir wünsche ich ganz viel Spaß auf beiden Seiten. Das hast du ja auch schon kundgetan.
Katrin Dankeschön.
Sebastian Und ja, wir sehen uns hoffentlich bald wieder. Mach's gut.
Katrin bald. Mach's gut. Tschüss.
Sebastian Tschüss. Das war Katrin. Und ja, mal sehen, ob hier noch jemand anrufen möchte. Wie gesagt, ich gehe ran und ich gebe mir auch Mühe. Also so ist es nicht. Nicht, dass ich dann hier völlig gelangweilt da sitze und sage, noch einen Anrufer, ich will aber nicht. Aber wenn jemand sagt, ich habe noch einen neuen Aspekt, ich will das noch reinbringen, das muss hier noch gesagt werden, dann ist das okay, dann anrufen und dann werden wir darüber sprechen. Aber ich gehe jetzt erstmal nicht davon aus, wir haben jetzt auch die 3-Stunden-Marke längst geknackt und ich gucke mal kurz, eine Sache habe ich noch vergessen, nämlich zu sagen, also wir haben ja den BDSM-Spruch der Woche, also wofür stehen die vier Buchstaben B, D, S und M? Und da kann ich mal sagen, bedien dich schon mal, funktioniert auch. Ja, und ich glaube, ich fasse mich jetzt kurz, weil hier gehen auch gerade einige Menschen ins Bett Das kann ich auch verstehen, das ist Viertel vor zwölf, Wahnsinn und ich glaube, ich werde diese Folge auch einfach gar nicht schneiden, ich werde die eins zu eins nehmen und fupp in den Feed reinpacken. Ich mag nochmal die UnterstützerInnen würdigen diese Woche, nein mag ich doch nicht, denn diese Woche gab es keine, also wenn ihr möchtet, unterstützt den Podcast gerne und so viel ihr möchtet bei Steady oder indem ihr was aufs Konto überweist oder oder oder oder auf kunstderunvernunft.de schaut ihr einfach mal rein und da könnt ihr dem Podcast was Gutes tun, da freue ich mich immer. Und inzwischen gibt es ja auch die Möglichkeit, hier einzelne Folgen zu sponsern. Das ist ja vielleicht für kleine Unternehmen interessant in dem Bereich. Wer da mal was machen mag, einfach mal mich ansprechen. Jetzt habe ich das Ganze eingeleitet mit, ich habe bei Twitter gesehen und bei Instagram und in diversen Blogs gelesen. Und da sah das so und so aus. Da bin ich natürlich auch, beziehungsweise nicht ich, sondern der Podcast selbst sucht einfach nach Kunst der Unvernunft. So, und jetzt sage ich noch, wann es die nächste Folge gibt, nämlich am 6.05. um 20.30 Uhr. Da ist auch schon ein bisschen Planung gediehen. Wahrscheinlich wird es so sein, dass ich mit einem Kunstkollektiv spreche. Ja, jetzt komme ich nicht mehr drum herum. Jetzt versuche ich mal hier so ein kleines Plädoyer des Abends zu bauen. Also ich habe ja am Anfang wirklich hier eine steile These vertreten, habe was vorgelesen. Und eine Sache, unabhängig davon, ob es Femdoms gibt, die höchst problematisch sind und, ich sage mal, irgendeine Art Frust an den Männern auslassen. Ich zähle mal durch. Katrin 1, dann haben wir Kat Kristall 2, Lana 3, Roxy 4, Lady A 5 und Anna 6. Also 6 Mädels, Femdoms, darf man Mädels sagen? Weiß ich gar nicht, haben hier angerufen und haben den Eindruck gemacht und das glaube ich auch, das geht auch alles ganz anders und Und das ist einfach nur laut und das ist einfach dieses ganze Social-Media-Gedöns. Und liebe Malesubs, lasst euch davon um Himmelswillen nicht unterkriegen. Fangt Gespräche an, lernt Leute kennen und wenn man ein bisschen Glück hat, dann scheint es einfach auch früher oder später klappen zu müssen. Das liegt einfach in der Natur der Sache. Mir wird übrigens gerade gesagt, Ladies wäre der richtige Begriff. Okay, ich benutze jetzt mal Ladies. Das klappt früher oder später. Nicht aufgeben und wenn jemand euch nicht wertschätzt, dann ist er eure Dienste einfach nicht wert, so einfach. Und ich glaube, diese ganze Geschichte mit Konsens finden, erhalten, immer wieder neu aushandeln, diese ganzen Iterationen, die da stattfinden, das gehört einfach zu jeder BDSM-Beziehung dazu. Und wenn jemand sagt, nee, auf diesen Schnickschnack, so Konsens und so, darauf kann ich verzichten oder so ein Gespräch, das ist verzichtbar. Ich glaube, das ist einfach ein Warnsignal und das würde ich glaube ich auch generell über jeden submissiven Part, egal ob Mann, Frau, einfach mal weitergeben. Wenn ihr das Gefühl habt, ihr werdet nicht wertgeschätzt, dann ist der Mensch das vielleicht auch nicht wert. Da müsst ihr halt prüfen und schauen. Und selbst wenn es Jungs für euch viel Konkurrenz gibt, die mag es ja geben, aber ihr seid ja trotzdem toll und dann klappt das auch früher oder später. Auch gerade und insbesondere Joachim. Ich habe das Gefühl, das wird ein Happy End und dann sprechen wir hier einfach vielleicht nochmal drüber. Okay, ich hoffe, ich habe mich jetzt nicht unfassbar um Kopf und Kragen geredet heute. Ich habe die leise Hoffnung, dass am Samstag, wenn diese Folge erscheint, nicht der große Shitstorm auf mich wartet, wobei ich habe Twitter den ganzen Abend über auch noch nicht aufgemacht. Ich glaube, das ist jetzt alles für heute. Mehr habe ich nicht zu sagen. Ich mag mich bedanken und zwar absolut herzlich für ganz viele Aussagen, ganz viele Eindrücke, ganz viel ja, was ich jetzt mitnehmen konnte. Ich hoffe, ich habe es geschafft, so ein bisschen ja, auch neutral zu sein. Das versuche ich ja immer. Ich bedanke mich bei Lukas, ich habe jetzt hier Zettel, bei Joachim natürlich, Katrin, bei Kat Kristall, bei Austro und bei Lana natürlich, bei Roxy, Lady A und Anna. Und also, vielen vielen Dank. Das war mir heute ein Fest, mit euch allen zu sprechen. Hier ist kein Krieg ausgebrochen. Auch im Chat ist es wirklich zivilisiert vor sich gegangen. Das ist man ja heutzutage kaum noch gewöhnt. Alle so angespannt. Deshalb vielen, vielen Dank. Ich habe zumindest, was das angeht, die tollste Bubble, das tollste Publikum der Welt mal wieder. Und ja, lieber Chat, vielen Dank, dass ihr so lange durchgehalten habt. Da sind immer noch über 100 Leute drin. Es ist Wahnsinn. Deshalb einfach toll. Ich bin ein bisschen gerührt und auch völlig fertig mit den Nerven. Ich werde mir gleich noch meinen zweiten Gin Tonic gönnen und mich dann auch hinlegen, wenn die Folge erst Sonntag erscheint oder so, seid mir nicht böse, aber die drei Stunden wollen erstmal geschnitten werden. Ja, und jetzt wünsche ich euch einen schönen Restabend. Erzählt jedem vom Podcast. Ja, ich freue mich, wenn Menschen zuhören und wenn ihr Feedback habt, auch was heute jetzt, wenn ihr nicht anrufen wolltet, ihr könnt mir da ruhig schreiben, das ist kein Problem. Ich lese das alles durch, Antworten, zeitnah antworten fällt mir manchmal ein bisschen schwer, aber ich nehme das alles auf jeden Fall mit und versuche das hier auch einzubauen und jetzt euch allen vielen vielen Dank für eure Zeit, dafür, dass ihr mir so viel Input gegeben habt, macht's gut bis nächste Woche, tschüss