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Live · 21.06.20 · 122min · 6.538 Downloads · 274

Unvernunft LIVE v. 18.06. - Männerrunde

Top > Vanilla > Sub > Ankommen

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Intro

Begrüßung

Sebastian Hallo und guten Abend zur Unvernunft Live Nummer 24, wenn mich nicht alles täuscht und ja, die erste an einem Donnerstag und ich bin begeistert, denn ich sehe Menschen im Chat, ich begrüße euch hiermit, hallo und ja, es gibt jetzt erstmal ein kleines Update, danach habe ich einen Gast und dann seid ihr dran, so die Kurzversion des Ganzen. Das Update, wo fangen wir denn an? Ja, insgesamt ist ja, ich sag mal, diese Corona-Zeit so langsam rum. Es gibt zwar immer noch keine Stammtische, aber inzwischen ist man eigentlich durch Zoom-Konferenzen ganz gut versorgt. Das finde ich sehr, sehr schön. Ich habe so ein bisschen in den letzten Wochen gemerkt, mir fehlt so ein bisschen der Kern des Podcasts, diese langen Gespräche mit einer Person. Und seitdem ich wieder aufnehme, Samstag das letzte Mal übrigens, macht das einen Spaß. Das ist schön. Schön. Und ich mag tatsächlich zu diesen Wurzeln ein bisschen auch in dieser Live-Sendung zurückkehren und sagen, okay, wir machen daraus eher ein Zusatzangebot zu den üblichen Folgen, wo man ein bisschen schaut, dass es weniger, ich sag mal, Entertainment ist, sondern dass man sich einfach auf den Gesprächspartner konzentriert. Deshalb auch nicht mehr drei Stück hintereinander weg, sondern dass wir einfach mal gucken, wie kann man das einbauen und jetzt gucken wir einfach mal, wie gut das funktioniert. Ob das für euch in Ordnung ist, das werde ich ja dann sehen an den Hörerzahlen mittelfristig, da schauen wir einfach mal. So, ganz wichtig, der Call-In bleibt. Da muss man so ein bisschen gucken. Im Prinzip hat ja schon jeder hier mal angerufen, der auch im Chat ist. Aber das macht nichts. Ich sage mal so, das ist auch ein optionales Angebot, wo man sagen kann, ich möchte was erzählen, ich möchte was sagen, mir ist gerade was passiert. Ich habe gerade eine Krise, einen Erfolg, ein irgendwas. Und ich will das mal loswerden, ohne dass man jetzt einen Termin ausmacht und einen riesen Trara, um da eine ganze Folge draus zu machen. Vielleicht so ein, ich sage mal, so ein Szene-Update. Dafür ist das eigentlich da und das finde ich auch sehr, sehr schön. So, jetzt kriege ich aus dem Chat gerade den Vorschlag, ich könnte selber singen. Nein, das wollt ihr nicht. Und wenn diese Live-Sendung jetzt auch nicht sofort morgen im Feed erscheint, habt ein bisschen Geduld. Ich werde mir da jetzt auch absichtlich ein bisschen mehr Zeit lassen, bis ich das veröffentliche. Es muss ja auch noch einen Grund geben, das Ganze hier live zu hören. Und jetzt habe ich schon so lange wieder

Joachim

vor mich hingesabbelt. Dann begrüße ich doch mal einen Gesprächsgast, nämlich meinen ersten und einzigen heute, den Joachim. Hallo.
Joachim Hallo, guten Abend. Auch einen wunderschönen guten Abend an die Leute im Chat und an die Zuhörer.
Sebastian Ja, wie kann ich dich denn jetzt am besten ankündigen? Ich kann sagen, du bist 40, kommst irgendwo aus der Gegend so um hier rum und vor zwei, drei Wochen ist bei dir etwas Neues passiert. Ja, ich mag gar nicht zu viel verraten. Du kannst, darfst, möchtest, willst erzählen. Auf geht's. Was ist passiert? Hat
Joachim Ich hatte ja schon mal angerufen im Call-In und da hatte ich ein bisschen erzählt zu meiner Geschichte, dass ich halt in einer Switch-Beziehung gelebt habe, beziehungsweise ich war eigentlich der Top in der Beziehung. Wir haben mal switchen probiert, aber es hat nicht so gut funktioniert, war nicht so erfüllend. Das habe ich beim letzten Mal schon erzählt. Und ja, die Beziehungen waren irgendwann zu Ende und ich habe dann gesagt, nee, BDSM versuche ich mal wegzulassen, ich versuche es mal ohne. Und irgendwann ging es halt, nee, das hat nicht geklappt.
Sebastian das
Joachim und ja, letztes Jahr ging es dann wieder los da musste ich dann wieder
Sebastian lass, pass auf, wir haben ja Zeit. Jetzt kann ich dich ja ein bisschen bremsen. du hast gesagt, du versuchst es ohne.
Joachim okay,
Sebastian Und warum hat es denn nicht geklappt? Also was ist in dir passiert, dass es nicht geklappt hat, dass das nicht ging?
Joachim ich hatte ständig Fantasien im Kopf und wollte so viel ausprobieren und ich habe das bekämpft, also ich habe dann gesagt nein, das ist macht alles kompliziert und einen Partner zu finden, der passt und der auch noch die passende Neigung hat, das ist Das ist sehr unwahrscheinlich. Und ich habe das dann einfach wirklich, wenn Fantasien kamen, habe ich dann gesagt, nein, das darf nicht sein. Also ich habe mich quasi selber innerlich abgeschaltet, also die Fantasien abgeschaltet.
Sebastian Okay, hat ja nicht funktioniert. Ich glaube, die Fantasien sind ja hoffentlich geblieben. Also auch wenn man aktiv ist, sollen die ja da sein. War das eher so ein schlechtes Gewissen oder warum waren die nicht zulässig oder in welcher Form hat dich das belastet?
Joachim Also ein schlechtes Gewissen, ein bisschen schlechtes Gewissen war dabei, weil es halt so ist, dass ich das auch nicht zugeben wollen würde vor der Familie, vor Arbeitskollegen und so weiter. Da tue ich mir immer noch schwer mit. Das ist das eine. Aber das andere ist halt auch, dass ich nach der Trennung, gut eine Zeit lang dauert es dann immer, da hat man eh noch zu tun damit, das zu verarbeiten. Aber nach der Trennung wollte ich dann irgendwann auch wieder eine neue Beziehung anfangen. Und da habe ich mir einfach überlegt, in welche Richtung gehe ich jetzt? Wie stelle ich die Weiche für die Zukunft? Also gehe ich in die Vanilla-Richtung? Ich habe mir das relativ einfach vorgestellt, weil ich von der Arbeit her auch eher so ein Logiker bin. Und ich habe gedacht, man kann das einfach so entscheiden und dann machen. Und genau, also gehe ich entweder in die Vanilla-Richtung oder halt in die BDSM-Richtung und da habe ich gesagt, nö, also wenn dann Vanilla, da hat man eine größere Auswahl und es wird alles einfacher und genau, das war so das Ding. Hat halt dann irgendwann dazu geführt, dass ich auch sehr, sehr traurig wurde, weil ich einfach, ja, ich war sehr, sehr schlecht zu mir selbst. Also mir ist auch der Begriff Selbstliebe eingefallen. Also jetzt, wo ich das wieder auslebe, ist diese Selbstliebe wieder stark gewachsen. und das hatte ich zu der Zeit, wo ich das so verneint hatte, hatte ich das halt gar nicht. Also da habe ich immer wieder auf mich drauf gehauen, sozusagen innerlich. Das war echt nicht schön.
Sebastian Ja, ich finde auch den Aspekt zu sagen, wenn ich das mit dem BDSM weglasse, ist es auch mit der Partnersuche einfacher. Also den Gedanken hat man schon mal, weil es klingt ja so kompliziert. Ich muss nicht nur jemand finden, den ich irgendwie lieben kann, sondern auch jemand, der mit mir meine Leidenschaft teilt und dann innerhalb dieser Leidenschaft auch noch die Sachen, die da sind. Das könnte einen ja echt zum Verzweifeln bringen.
Joachim Genau, das war auch ein Gedanke von mir tatsächlich. Also BDSM an sich heißt ja noch lange nicht, dass es wirklich auch passt mit Neigung. So war das ja in meiner letzten Beziehung. Also wir waren fünf Jahre zusammen. Wir haben es dann passend gemacht. Also ich war der dominante Part dann in der Beziehung, obwohl ich ich eigentlich eher Sadist bin, wenn ich aktiv spiele. Das Dominante steckt gar nicht in mir eigentlich. Aber ich habe quasi die Reaktionen gedeutet und bin dann quasi, wenn ich gesehen habe, es kommt gut an, weiter in die Richtung gegangen. Und ich habe dann auch so ein bisschen gelernt, durch Foren, durch Gespräche mit anderen. Und habe dann auch meinen Kopf dann auch so ein bisschen durchgesetzt. Also wenn dann irgendwelche Wünsche kamen, habe ich die halt nicht umgesetzt und so weiter. Aber das war halt alles gelernt. Das war nicht automatisiert in mir drin.
Sebastian Woher hast du das denn gelernt? Hat eine Partnerin dir das suggeriert oder hat das Internet? dir da einfach den entsprechenden Input gegeben.
Joachim Drei Quellen. Also die beste Quelle für mich waren Stammtische. Da habe ich das halt thematisiert und habe dann halt auch mal gefragt, was macht ihr denn da so? Ich habe da nicht unbedingt gesagt, ich bin eigentlich in einer D/s-Beziehung und bin da der aktive Part und habe keine Ideen, bitte helft mir mal, sondern ich habe eher so gefragt, was macht ihr denn so und habe mir da so Inspiration geholt. das Internet auch. War halt in Foren. Und, ähm, ja. Ansonsten, ja, Bücher. Ich hab noch ein paar Bücher gelesen.
Sebastian Okay.
Joachim Aber das war, ja, also ich denk, dass das,
Sebastian Also alle Quellen angezapft, die es so gibt.
Joachim genau, also ich denk, das Effektivste waren die Stammtische für mich.
Sebastian Jetzt mag ich mal, also offenbar hast du dich ja in der Top-Rolle nicht wohlgefühlt, kann man das so sagen?
Joachim Ähm, in der Spielart nicht richtig.
Sebastian Okay. Da ist jetzt nämlich die Frage, wie kamst du denn zu der Entscheidung zu sagen, ich spiele oben?
Joachim Ähm, naja, gut. Ich hab mich in eine Frau verliebt, die devot ist.
Sebastian Achso, ja, klar.
Joachim Und...
Sebastian Und dann bietet sich das ja auch an und die Reaktion ist ja auch schön, wenn man das sieht, ne?
Joachim Genau. Das hat schon Spaß gemacht. Es ist auch so, wir hatten am Anfang gesagt, wir switchen. Also ganz am Anfang. Wir haben es dann auch mal probiert, aber das hat sich nicht so angefühlt. Zum Beispiel war es so, dass wenn sie mir wehtun sollte, hat sie immer Angst gehabt, mir wehzutun. Dann war es immer nur so ganz, ganz vorsichtig und dann war es irgendwie, das ist wie ein Filmriss. Irgendwie ist das nicht schön. und wir haben auch viel drüber gesprochen und das hat sich dann so ausgeschlichen auch mit der Zeit die andere Richtung gegangen dass ich dann der Aktive war und das hat mir auch echt Spaß gemacht also ich hab dann auch Sachen gebastelt, also ich bastel sehr gerne so handwerkliche Sachen und hab dann auch kleine Möbel gebaut, ich geh gerne auf den Schrottplatz hab ich dann irgendwelche Sachen gefunden, mit denen ich was gebastelt hatte und haben wir dann auch verwendet und ja, das war schon eine tolle Zeit, muss man sagen Also das ist schon schön gewesen.
Sebastian Okay. So, und dann hast du jetzt wie viele Jahre nix gemacht?
Joachim war ein bisschen mehr als ein Jahr dazwischen, wo ich das so weggeschoben habe.
Sebastian Okay, dann spoilere ich mal, das hat sich geändert.
Joachim Vermutlich so. Ja, das hat sich geändert.
Sebastian mag mal aus meinem Umfeld sagen, also mir sind gerade zwei Menschen bekannt, einer davon hat sogar einen Podcast mitgemacht, die auch gesagt haben, so jetzt reicht es mit dem ganzen BDSM-Zeug, ich mache jetzt Vanilla und das ist mir jetzt genug. Also du bist nicht der einzige Mensch, der irgendwann sagt, ist jetzt gut erst mal.
Joachim Ich musste auch noch ein bisschen ausholen, weil das ist nicht das erste Mal, dass ich das gemacht habe. Weil ich habe nämlich das früher auch immer gemacht. Ich hatte drei Vanilla-Beziehungen davor. Und das war auch, wie man sieht, hat es nicht gehalten. Also ich bin da nicht das erste Mal auf die Nase mitgefallen.
Sebastian Meinst du BDSM war der Grund dafür, dass das nicht funktioniert hat, die Beziehung?
Joachim Also die Trennungsgründe waren immer andere. Ich weiß halt nicht, also die längste Beziehung davon war zwei Jahre lang. Ich weiß jetzt nicht, ob das ein Problem geworden wäre irgendwann. Also man hört ja bei Vanillapaaren ab und zu mal, dass das Sexleben irgendwann dann, wie soll ich sagen, ein bisschen mehr Abwechslung bräuchte, dass es noch Spaß macht. Und zu dem Punkt kam ich halt nie. also da war das also mit Vanilla Sex war ich zufrieden zu dem Zeitpunkt, ich hatte natürlich meine Fantasien aber es kam nie so weit dass es langweilig wurde im Vanilla Bereich
Sebastian Ja, wobei, wo zieht man da denn da die Grenze? Ich meine, so einfach nur Sex haben hat ja dann doch irgendwie kaum noch einer, unterstelle ich mal. Irgend bisschen was macht man ja doch noch.
Joachim ja, wobei echt ganz ganz wenig, also vielleicht mal, wir hatten in einer Beziehung, also eine Beziehung war die BDSMigste von allen da hatten wir dann so aus dem Beate-Uhse-Shop so Klettfesseln, diese mit mit Schaumstoff. Und die haben wir ein einziges Mal verwendet, in zwei Jahren. In dieser Beziehung habe ich sie mal überrascht. Also sie wusste ja, dass ich die Fantasien habe, das habe ich ja schon mal gesagt. Und dann sind wir mal in so ein BDSM-Mietapartment gegangen. Da habe ich noch in Stuttgart gewohnt. Da gibt es diese Arachne-Mietstudios, die gibt es heute immer noch. Und dann haben wir das mal gemacht, aber da war halt auch, ja, also sie war da, glaube ich, eher überfordert mit, leider. Alter, einfach nur mit dem Raum. Also wir haben da nichts gemacht. Das war einfach nur der Raum. Der war schon zu viel mit diesen ganzen bösen Sachen.
Sebastian prasselt viel auf einen ein. Man guckt sich dann um und hier und wenn man sich noch überlegen muss, wofür ist das Zeug alles gut. Und ja, okay, darf ich jetzt spoilern? Okay, du hast jemanden gefunden.
Joachim Ja, genau. Also ich habe dann, als es wieder losging, als ich gesagt habe, okay, das reicht jetzt. Ich hatte auch eine richtig schwere Phase auf der Arbeit und es hat alles sehr, sehr belastet, habe ich gesagt, okay, es reicht jetzt. Ich muss das zulassen. Und jetzt lebe ich die andere Seite aus. Jetzt lebe ich mal das aus, was ich schon immer machen wollte und habe dann angefangen. Ich bin dann wieder auf Stammtische gegangen, auf Partys und das hat dann dazu geführt, dass ich eine junge Dame kennengelernt habe, die mit mir jetzt aktiv spielt. Ja, genau.
Sebastian Also sie ist aktiv und du passiv? Okay, aber du bist ja eigen. Muss ich mal dazwischen, bevor, wie soll ich das jetzt fragen? Also du bist ja erst mal auf Stammtische gegangen, um wieder BDSM zu erleben. War das schon dir klar? Okay, ich wechsle jetzt die Seite.
Joachim Ja, das war mir klar. Das habe ich vorher schon auch mit mir ausgemacht. Also das war Bedingung. Und ich habe auch gesagt, ich habe auch gesagt, mindestens mal für ein Jahr mache ich das jetzt. Also eventuell auch länger, wenn es das Richtige ist. Das fühlt sich momentan auch richtig an. Also ich habe da auch momentan keine Bedenken, dass es länger geht. Aber ich wollte einfach in der Zeit keine Störung haben und ich wollte dann nicht zwischendrin mal passiv spielen, aktiv spielen, Entschuldigung. Ich habe es dann aus Versehen mal gemacht, aber es hat sich so ergeben halt.
Sebastian Okay, wie macht man das denn aus Versehen?
Joachim Weil, ja, ja
Sebastian Okay, die Fertigkeiten sind ja da. Eine Peitsche halten kannst du ja trotzdem noch. Hm.
Joachim gut, peitsche, so gut bin ich nicht. Ich habe ja diese sadistische Seite leider nicht so ausleben können. Also die Dominante, die ja nicht mehr drinsteckt. Aber ich habe dann einfach meine Hand benutzt. Das hat auch zu Schreien geführt und so. Ich fand das toll und habe auch ein bisschen gewürgt. Ich hatte mal so einen Workshop mitgemacht für Atemkontrolle, habe das aber nie aktiv umgesetzt, also wirklich in die Realität, weil meine Ex-Freundin wollte das nicht, da war das zu gefährlich. Wobei ich das halt sehr, sehr vorsichtig mache. Ich habe das im Workshop gelernt, ich weiß genau, dass in dem Kehlkopf und so weiter, wo man da drücken muss und nicht an der Seite und so weiter, das habe ich alles gelernt. Soll man auch machen, auf jeden Fall, bevor man damit anfängt, auf jeden Fall jemanden fragen, der sich damit auskennt. Ist gefährlich, ist sehr gefährlich, wenn man nicht weiß, was man tut. Genau, und dann hatte ich die Chance, das mal in die Praxis umzusetzen und das habe ich dann auch gemacht, hat auch echt Spaß gemacht.
Sebastian Okay. So, also du bist zum Stammtisch gegangen, regelmäßig, mit der, im Kopf mit der Ansage, ich such jetzt jemand, der mich toppt.
Joachim ja genau das
Sebastian wie, wie viele Stammtischbesuche hat's gebraucht? Kannst
Joachim ist schwer zu sagen also ich bin wenn ich dann so was mache mache ich dann richtig weil das hat dann höchste priorität und ich lasse dann auch andere sachen bleiben damit ich halt möglichst hohe trefferquoten möglichst hohe chance habe dass das auch umgesetzt wird mein wunsch und ich bin dann überall hingefahren ich bin sogar bis nach Köln gefahren Berlin Wien, also ich kann es ja sagen, ich wohne in Hildesheim, also in der Nähe von Hannover. Hannover war ich natürlich auch auf ein paar Stammtischen, in Hildesheim selbst auch, wir haben ja dieses BDSM-Heim da oben, also dieses Naturfreundehaus, das ehemalige, im Hildesheimer Wald, genau,
Sebastian sagen, BDSM Heim klingt so ein bisschen nach, ähm, äh, die Bösen, ne, äh, die Bösen werden da reingesteckt. Das find ich auch gar nicht Idee. Nein,
Joachim das sind also, naja, so richtig böse sind die ja nicht, die sind alle super nett da, außer wenn sie halt, genau, alle ganz lieb, außer wenn sie halt spielen, dann sieht es halt manchmal ein bisschen böse aus, aber das ist ja gewollt und auch schön.
Sebastian alle ganz lieb, keine Frage. Okay, also wirklich organisiert da rangegangen, das finde ich tatsächlich spannend, weil ich ja bei vielen auch sehe, die besuchen gelegentlich mal einen Stammtisch und irgendwann sagen sie, das hat ja nie geklappt, ich war schon fünfmal da. Ich glaube, das ist aber im Endeffekt dann ja doch vom Zufall abhängig.
Joachim Genau, ich meine, es ist ja auch nicht jeder jeden Abend, jedes Mal auf diesem Stammtisch, das ist schon dann ein Zufall, wenn man sich da trifft und es passt das ist schon so, ja und du hast noch gefragt nach der Anzahl der Stammtische, ich würde sagen dass ich, also ich habe im Oktober letztes Jahr damit angefangen, da ging es richtig los und seitdem war ich, ich vermute es mal vielleicht bis Corona losging auf 20 Stammtischen schätze ich mal, in Bielefeld war ich auch ein paar Mal Das ist auch ziemlich cool. Ja, so in dem Dreh.
Sebastian So, wollen wir mal gucken. Also nehmen wir mal den, es wird ja, du wirst ja diesen Menschen einmal getroffen haben irgendwann.
Joachim Ja, das war im Andersraum. Da haben wir uns das erste Mal gesehen.
Sebastian Okay, also Stammtisch Hannover, der Dienstagsstammtisch.
Joachim Wir
Sebastian Okay, also gesehen, ich würde diesen Moment gerne so ein bisschen, man muss ja irgendwie ins Gespräch kommen, das Ergebnis wissen wir ja schon so ein bisschen.
Joachim haben an dem Abend gar nicht gesprochen. Wir hatten nur Augenkontakt, aber das ziemlich oft und ziemlich intensiv, weil es war dieser Gesprächsabend. Da gab es ja, ich glaube, der erste Dienstag im Monat war es, meine ich, wo es dann ein Thema gibt, wo dann irgendjemand kommt, der was Bestimmtes sagen will oder was Bestimmtes weiß oder gut kann. In dem Fall war es eine Paartherapeutin, die über die Psychologie hinter BDSM gesprochen hat. Also wo kommt das her? Was sind die Gründe? Warum wird man pervers? Und es war ein sehr interessanter Themenabend. Also wir waren auch richtig viele Leute in dem Raum hinten. Also es gibt ja so einen Raum hinter der Bar noch. Der war voll. Also das war richtig, richtig voll. Und ich saß mir ja gegenüber.
Sebastian der ist immer voll. Wenn Themenabend ist, dann sind da so viele Menschen drin. Da kann man auch eigentlich nicht drin atmen, wie ich finde. Es ist einfach zu viel Mensch für zu wenig Platz. man was Größeres her. Okay, also er hat
Joachim es ist schön, dass das so gut besucht ist. Also finde ich toll.
Sebastian auch eine schöne Mischung. Von jung bis alt ist alles dabei, jeder kommt zu Wort. Gut, also Augenkontakt. Das ist ja erst mal, also von beiden dann
Joachim Ja, und genau. Und ich hatte gedacht, naja, irgendwie, also irgendwas ist da, habe ich gedacht. Irgendwas geht da zwischen uns hin und her. Irgendwie so ein Gefühl. Da war so eine Anziehung da. Ja, genau. Und wir haben dann auch an dem Abend, also es ist so, ich musste ja am nächsten Tag arbeiten, da liegt der Termin ein bisschen blöd. Ich musste ja noch nach Hildesheim zurück und ich bin so ein früher Vogel. Ich bin dann immer so um sieben im Büro und da musste ich halt auch früh los. Da bin ich eigentlich relativ gleich nach dem Gespräch schon ab durch die Mitte und da haben wir nicht mehr gequatscht. Wir haben uns dann aber später noch getroffen. Also das Andersraum war ja nur die erste Begegnung.
Sebastian also da habt ihr euch zuerst getroffen und danach auch wieder einen Stammtisch oder eine Party oder reicht ja, wenn wir sagen, was das für ein Event war.
Joachim Das war eine Party in Dortmund und da habe ich mit ihrem Dom gesprochen, hauptsächlich. Die waren im Spiel und so ging das dann weiter. Ich habe sie da auch nochmal gesehen, aber die war so, so, ja.
Sebastian Moment, Moment, da unterschlägst du das kleine Detail, du hast mit ihrem Dom gesprochen. gesprochen. Okay, also wir halten schon mal fest, sie hat einen Dom.
Joachim Ja.
Sebastian Wir müssen es ja nicht einfach machen, wenn es auch kompliziert geht, finde ich. Okay, also und die Welt ist auch sowieso klein, war das jetzt Zufall, dass ihr euch da in Dortmund getroffen habt oder hast du schon geguckt, wo ist die vielleicht eingetragen, in welchen Netzwerken?
Joachim war Zufall.
Sebastian Die Szene
Joachim Das war Zufall, ja. Das war auch kurz danach. Das war wirklich, ich glaube, eine Woche später oder so. Und ja.
Sebastian Okay, so, also du hast mit ihrem Dom gesprochen, damit ist sie immer noch nicht deine Top. Wie kommt's?
Joachim Ja, da liegt ja noch ein bisschen was dazwischenzeitlich. Also es ist so, dass ich dann auf dieser Party mit ihm, er ist ja ihr Top, ins Gespräch gekommen bin und ich fand das einfach mega sympathisch. Ich hatte ein super, super entspanntes Gespräch mit ihm und ja, im Verlauf des Abends haben wir relativ viel miteinander geredet und ich habe sie auch viel beobachtet und fand das total schön. Und ja, so sind wir so ein bisschen befreundet worden, so als Paar quasi, ne?
Sebastian Okay, also einfach netter Kontakt. Und das heißt aber, du hast sie auch in Nöten gesehen, sage ich mal, wenn sie bespielt wurde.
Joachim Genau. Genau.
Sebastian Dann machen wir doch mal den Sprung. Also irgendwie muss es ja dazu kommen, dass du auf sie hörst. das auch willst vor allen Dingen. Das muss man ja auch noch raushandeln.
Joachim Also ich hatte irgendwie in meinem Kopf dann abgespeichert, okay, sie ist in einer Beziehung mit ihrem Top oder Dom. Ich weiß jetzt nicht, was ich da sagen soll. Tut mir leid. Also ich sage jetzt mal Top. Das ist, glaube ich, einfacher. Und ich hatte es dann irgendwie nicht weiter auf dem Schirm. Ich habe dann halt weiter gesucht auf Partys, habe ich dann gespielt mit verschiedenen Femdoms. Das hat sich immer so ergeben. Also immer, wenn ich auf einer Party war, ich bin relativ kontaktfreudig, ich hab dann mit allen möglichen Leuten gesprochen und irgendwann, das hat sich manchmal so ergeben, dass dann jemand gesagt hat, da hinten ist jemand, der will spielen oder so, ne, und dann hat man das so unter der Hand so übertragen, so war ein Flurfunk, ne, so ging das manchmal, beziehungsweise auf einer Party war auch so ein Speed-Dating und da hatte ich dann mit der Dame, die mit mir da gespielt hat, dann vorher auch gequatscht, so ein paar Minuten, ne, da mussten immer die Aktiven und die Passiven so gegenüber sitzen und dann wurde es so durchrotiert, ne? Für diejenigen, die halt keinen Partner haben, also wie so eine Single.
Sebastian gebe zu, ich hatte das mal als Idee vor zehn Jahren, dass man sowas mal machen könnte.
Joachim Das
Sebastian Ich wusste nicht, dass es das gibt. BDSM Speed Dating, ja?
Joachim gibt's. Ja, das war im Hemmungslos. Darf ich den Partynamen sagen?
Sebastian Also ich wüsste nicht, was dagegen spricht. Also,
Joachim Das war die Pleasure and Pain, war das. Die vierte. Und ja, das war eine coole Idee, auf jeden Fall. Also dann konnte man auch auf so einem Kontaktboard konnte man hinschreiben, was man so für Neigungen hat und was man für Wünsche hat und so. Wobei ich da ein bisschen Probleme mit habe, da können wir später noch dazu kommen.
Sebastian hast du ja alles an Aktionen, was man machen kann, um jemanden zu finden, mitgenommen. Also da schon systematisch rangegangen.
Joachim Genau.
Sebastian Das mag ich einfach nochmal festhalten, dass es nicht einfach zugeflogen kommt.
Joachim Genau.
Sebastian Ja, aber jetzt haben wir so viel drumherum und wir springen immer noch davon weg, wie seid ihr dazu gekommen, dass ihr miteinander was tut und dass sie auch dir gegenüber dominant auftritt?
Joachim Und dann hatte ich halt, ja, das ist so, dass das losging bei einem Tütteltreff. Da hat mich ihr Dom gefragt, ob es okay ist, wenn sie mich fesselt. Damit ging das los. Und ich hatte schon eine Andeutung vorher, vor dem Tütteltreff. Da ging es nämlich darum, unter meinen bekannten Freunden waren ein paar, die zu dieser Femdom-Funfair gefahren sind nach Hamburg. Die sollte im März stattfinden. Und da wollte mich Inga, also ich sage jetzt mal den Namen, mit dabei haben.
Sebastian Bei Inga sage ich mal, das ist nicht die Inga, die ich ja letztes Jahr in der Folge hatte. Den Namen gibt es ja tatsächlich öfter. Nicht, dass die da noch Mails kriegt jetzt und nicht weiß, was los ist. Okay.
Joachim und ich hatte da abgelehnt, weil ich da, ich war bei dem Casting auch dabei, ich hab da ja relativ viel gemacht in der Zeit, ich hab ja irgendwie alles gemacht, was irgendwie ging und da war ich bei dem Casting für die Male-Subs dabei und da hatte ich ja eine Erfahrung gemacht, die nicht so schön für mich war und deswegen wollte ich zu der Funfair nicht und hab dann der Inga abgesagt, also indirekt, also ich wurde quasi über jemand anders noch gefragt und das war so die erste Voreinkündigung, dass da was ist. Und dann kam das Fesseltreff, wo sie mich dann über ihren Dom oder ihren Top gefragt hat, darf ich dich fesseln? Und dann ging das los. Dann hat sie mich das erste Mal gefesselt. Und dann habe ich gemerkt, das ist total schön mit ihr. Und da könnte ich mir mehr vorstellen.
Sebastian Okay,
Joachim Also das war so das erste Mal, wo wir wirklich dann aktiv was miteinander gemacht haben.
Sebastian Okay, also sie hat dich da eingeseilt und das konnte sie auch, oder? Okay, und
Joachim da hat sie echt Talent für.
Sebastian das war jetzt dann auch so die erste, also die erste Interaktion mit ihr überhaupt, aber auch für dich die erste Interaktion als Sub, oder warst du erst mal, ich sag mal, neutrales Rope Bunny?
Joachim Ja, also ich habe in der Situation schon so ein bisschen was gefühlt. Also es war nicht bloß, dass ich da zugeguckt habe, wie die jetzt die Knoten da so um die Arme macht, sondern ich habe da auch schon so ein bisschen die Augen zugemacht und so ein bisschen reingefühlt in die Situation. Das war schon so ein bisschen subbig, glaube ich.
Sebastian Glaubst du? sie denn auch ein bisschen dommig? Ich weiß ja nicht, wie sie fesselt, ne?
Joachim Ja, also es hat schon wehgetan. Sie hat die Seile schon gut stramm gezogen, aber sehr, sehr vorsichtig war das. Es war nicht so wie jetzt. Es hat sich gesteigert seit da, deutlich gesteigert.
Sebastian Okay. Fesseltreff, dann ist sie wahrscheinlich, als ihr dann da fertig wart und du abgeseilt warst, habt ihr dann noch weiter was miteinander gemacht oder ist sie dann mit ihrem Top dann verschwunden, sag ich mal.
Joachim Sonst war an dem Abend nichts. Wir haben dann noch geredet, relativ lange zusammen, also wir drei. Und da war auch mega Sympathie da, also zwischen uns dreien. Da stimmt die Chemie einfach. Das war total toll. Aber genau, gemacht haben wir an dem Abend dann nichts mehr sonst. Hm.
Sebastian Dann war die Femdom-Party in Hamburg, stand an, du hast aber abgesagt. Warum hast du abgesagt?
Joachim Ich hatte dazu viel Respekt vor. Ich habe bei dem Casting mitgemacht und ich habe mittlerweile zum Glück durch Inga gelernt, dass es einen Unterschied gibt zwischen Erniedrigung und Unterwürfigkeit beim D/s. Das wusste ich vorher nicht. und ich hatte schon so eine Vorahnung, weil zum Beispiel hatte ich mal gesagt, ich will auf keinen Fall, dass mich irgendjemand verbal erniedrigt und da steckte die Erniedrigung ja schon drin und bei diesem Casting war es so, also es ist so, dass ungefähr 20, es waren ein paar weniger, ich glaube 18, 19 Male-Subs waren da und die müssen dann verschiedene Aufgaben machen, die kommen dann auf die Bühne rauf und müssen dann irgendwas was machen und da gab es verschiedene Gruppen und ich war in einer Gruppe, die halt sehr erniedrigende Sachen machen musste und damit kam ich nicht klar.
Sebastian Also es war die Party und um zur Party zu kommen, muss man zu einem Casting. ich das richtig verstanden?
Joachim Genau, also richtig, wenn man
Sebastian Und das fand wann statt? Wochen vorher oder an dem Abend? Oder wie ist
Joachim Wochen vorher
Sebastian ja gar nicht gedacht, dass die da so einen Aufwand treiben.
Joachim und zwar nur für Male-Subs ohne Begleitung, also wenn man jetzt ein Single-Male-Sub ist, muss man zum Casting, damit man zugelassen wird für die Party.
Sebastian Und du wurdest
Joachim Für die eigentliche Party. Ich wurde zugelassen, aber ich wollte nicht.
Sebastian Okay, ist ja in Ordnung die Entscheidung. So, und jetzt wollte sie dann mit dir hin, weil sie kann ja mit ihrem Top da nicht hin, weil es ist ja eine Femdom-Party. Also wollte sie mit dir hin als Top. Okay, den Sprung verstehe ich noch nicht. Ihr habt da getüttelt und dann sagt sie, komm doch mal, ich fahre da hin, komm mit. Oder wie? wie, okay,
Joachim das war so, dass wir auf einer Party waren und da haben sich drei Femdoms zusammengetan, die wollten da hinfahren haben aber einen Subi gebraucht der mitkommt und da sind sie auf mich gekommen, also ich vermute mal, dass das Inga war, die dann gesagt hat, da hinten, den nehmen wir mit sie war nämlich auch da anwesend und dann wurde ich halt gefragt, ob ich mitkomme und da habe ich erst mal dann Nein gesagt.
Sebastian das heißt, also sie ist so oder so schon als Top auch in der Szene unterwegs. Vielleicht, das muss man zum Verständnis vielleicht auch nochmal sagen.
Joachim Ja, war sie auch früher. Also das hat sie mir auch gesagt, dass sie früher schon sehr viel aktiv gemacht hat. Genau.
Sebastian okay. Also, du hast abgesagt. Wart ihr im Endeffekt zusammen dort?
Joachim Nein, aber ich glaube, die Party ist auch ausgefallen. Das war irgendwann im März.
Sebastian Ah, okay, ja, dann hat sich das ja eh erledigt. So, und jetzt mag ich natürlich wissen, wenn du sagst, ich sag mal, feste Spielpartnerin kann man sagen dazu, ne? Okay. Das heißt, ihr habt's ohne Party geschafft und es geht, du hast mir im Vorhinein so eine kleine Geschichte erzählt und die fand ich tatsächlich sehr spannend. Ich weiß nicht, wie ich dahin überleiten kann. Das musst tatsächlich du machen, weil ich bring sonst hier alles durcheinander. ging es um Klamotten, ne?
Joachim Genau. Es ist so, dass wir uns dann auch wieder durch Freunde, also durch so einen Bekanntenkreis verabredet haben, miteinander zu spielen. Also alles Corona-konform, mit Abstand und so weiter, frische Luft. Und da ging es dann darum, dass sie mir vorher gesagt hat, sie will entscheiden, was ich anziehe. Sie hat mich dann gebeten, ihr ein paar Vorschläge zu schicken und hat dann da ausgewählt und kombiniert. Also es war dann auch nicht so, wie ich es dann da anhatte, sondern noch ein bisschen verändert. Und das war ein tolles Gefühl für mich. Ja,
Sebastian Das war das erste Mal, dass dir jemand gesagt hat, was du anziehen sollst, ne?
Joachim genau.
Sebastian Ähm, okay, was heißt tolles Gefühl? Dass da jemand jetzt bestimmt und dir da eine Entscheidung abnimmt oder ähm,
Joachim Also Männer können ja Gefühle ganz schlecht beschreiben und ich kann das eigentlich jetzt nur falsch machen wahrscheinlich. Aber das ist irgendwie so, das geht so Richtung Anvertrauen, also so Zugehörigkeit. Sie, sie sorgt sich um mich. Also das Gefühl, das durch meinen Körper ging, als sie das gesagt hat, war auch ein plötzliches, spontanes Gefühl. Das war so wie so eine, wie soll ich das, also wie gesagt, Männer können das nicht. Es hat sich einfach schön angefühlt. Das war eine Gefühlsrichtung, also so verliebt sein, aber es war nicht verliebt sein. Das war aber ein schönes Gefühl in diese Richtung.
Sebastian also einfach ein das fühlt sich gut an. Vielleicht trifft es das ganz gut.
Joachim Genau. Ja, richtig.
Sebastian Okay, und das ist ja schon so ein D/s-Kontext.
Joachim Und das war überraschend für mich, weil ich das eigentlich gar nicht so auf dem Schirm hatte. Zu dem Zeitpunkt wusste ich noch nicht, dass das einen Unterschied macht, Unterwürfigkeit und Erniedrigung. Und ich hatte das D/s, weil ich da ein paar schlechte Erfahrungen gemacht habe. Also das Maze-Up-Casting, das war auch nicht das Schlechteste, sondern ich hatte auch mal tatsächlich früher schon, also schon vor dem Ganzen, hatte ich mal in einer Spiellocation unten gespielt, mal zum Testen, das war nur für einen Abend und da ging es halt wirklich um Erniedrigung und ich fand das total schrecklich. also für mich jetzt schrecklich also
Sebastian für dich persönlich erniedrigend und was ist ein Ausdruck von Unterwürfigkeit für dich?
Joachim ich muss noch ja, ich definier's gleich, aber ich muss noch eine Sache sagen, also mir ist es wichtig, dass es für mich nix ist also ich kann das total
Sebastian Kannst du
Joachim verstehen und tolerieren wenn das andere machen und ich seh auch auf Partys, wenn die spielen dass diese Erniedrigung da auch entsprechend ankommt, ich seh die Reaktion und dann ist es auch völlig okay, nur für mich persönlich geht's halt echt ins Leere beziehungsweise löst sogar das Gegenteil aus. Also ich komme dann wirklich raus aus dieser.
Sebastian Ja, also ich glaube, da sind die Hörer hier auch im Prinzip zu 100 Prozent verständlich an der Stelle. Wer den Podcast schon ein bisschen gehört hat, der weiß einfach, da ist jeder einfach anders, das, was sich für ihn gut anfühlt. Und man kann ja im Prinzip immer nur Anregungen geben, aber erfahren muss man es dann doch selbst.
Joachim Genau. Und die Definition ist für mich, also ich habe da auch mit Inga drüber gesprochen, sie hat mir da auch geholfen, das gerade zu ziehen. Erniedrigung ist ohne Respekt zu sagen, also quasi, wie soll ich das erklären? Also zum Beispiel bei verbaler Erniedrigung sagt man ja, Knie nieder, du Wurm oder so irgendwas. Und das Wichtige dabei ist, dass da kein Respekt ist. Also was da zum Beispiel überhaupt nicht passen würde, ist, dass sie dann miteinander lachen. Also dass die irgendwie das ist dann ein ernstes Spiel.
Sebastian aber schon fast wieder ein Klischee. Also Erniedrigung, also ich glaube ja, dass Respekt notwendig ist, um so ein Spiel in einem Bereich Erniedrigung fahren zu können, um das machen zu können. Weil sonst ist es ja einfach nur, ja tatsächlich nur erniedrigend, aber dann macht man das ja nicht wieder. irgendwas haben. Also aus meiner Warte jetzt, ich bin ja kein Experte für Erniedrigung.
Joachim Es steckt selber nicht in mir, deswegen kann ich es nicht sagen. Es ist nur so, wenn es halt passiert, dann ist es für mich nicht angenehm. Und in dieser eine Party-Szene, die ich da hatte, war es so, dass ich halt vor dieser Dame gekniet habe. Ich war dann ihr Tisch. Ich habe dann ihre Beine auf mich gelegt und habe ihr dann die Zigarette, also sie hat dann reingeascht in meine Hand und solche Dinge hat die halt mit mir gemacht. Und hat mich quasi so als Gegenstand benutzt und hat mir auch ja, also quasi ihren Müll von der Zigarette da in die Hand. Ich fand das irgendwie komisch. Also es ist natürlich, muss ich dazu sagen, auch so gewesen, dass ich die an dem Abend erst kennengelernt hatte, diese Dame. Und, ähm, ja, da muss man wahrscheinlich auch ein bisschen eine Beziehung erst mal aufbauen. Das war vielleicht auch ein bisschen blöd von mir, das so zu versuchen.
Sebastian mag ich auch mal sagen, also ich sag mal, spielen mit Erniedrigung ist eigentlich immer etwas, was ich erst gemacht hab, wenn ich jemand sehr, sehr gut kannte. Wo man dann so eine gewisse Schwelle, wo man so da auf dieser Schwelle dann tanzt und guckt, wie weit kann ich da an der Stelle runterdrücken, erniedrigen, aber es muss noch so in meinem Gegenüber noch so so einen kleinen Kick auslösen einfach. Da kommt auch gerade was rein von Jante, Jante kommt's. Es gibt auch Erniedrigungen mit ich kann heute nicht mehr lesen, Anmerkung, es gibt auch Erniedrigungen mit Respekt. Das passt ja zu meiner Einstellung gerade. Aber das ist natürlich was, da muss erstmal eine Basis für da sein.
Joachim Aber gibt's auch, gibt's auch Erniedrigungen ohne Respekt im BDSM-Kontext? Oder ist das dann,
Sebastian bestimmt. Wenn man das so macht wie jetzt, wenn man sich glaube ich nicht kennt, ich glaube, dann kriegt man das auch gut hin. Hey du Sklave, da hinten komm mal her, mach mal dies und das und jenes und runter mit dir. Also möglicherweise, wenn ich jemanden nicht kenne, dann habe ich vielleicht auch noch keinen Respekt vor ihm. Und so kann ich es mir vorstellen. Aber da laden wir dann einfach nachher dazu ein, dass Menschen anrufen und darüber diskutieren. So einfach.
Joachim das, das wird mich echt interessieren. Das wär cool. Ich habe mir da auch schon viele Gedanken drüber gemacht, weil ja D/s für mich bisher ein rotes Tuch irgendwie war, weil ich das alles so in einen Sack gesteckt habe. Aber jetzt, wo ich merke, huch, irgendwas steckt ja da doch in mir drin, bin ich da sehr neugierig. Ja,
Sebastian Also es gibt nochmal so einen Begriff, den mag ich nochmal einführen, das ist Wertschätzung. Ich wertschätze, dass du das tust Oder ich wertschätze, dass du dich erniedrigen lässt. Also vielleicht ist das noch mal so ein Punkt. Von Lady A mag ich gerade mal was reinwerfen. Gab es keine Unterhaltung vorher? Einfach so ins eiskalte Wasser? Da sind wir jetzt, glaube ich, wieder bei diesem Casting, ne?
Joachim beides. Also sowohl auf dieser Party, das war in Karlsruhe, ist auch schon ein bisschen her, da hat man so Bändchen gekriegt. Links, rechts war dann aktiv, passiv und dann die Farben waren dann welche Spielart. Und ich wollte an dem Abend halt mal passiv DS ausprobieren. Hat dann die entsprechende Farbe auf der entsprechenden Seite. Das war, glaube ich, rechts. Und da hatte ich mit der Dame vorher überhaupt nicht gesprochen. Also die hat nur gesagt, willst du mit mir spielen? Und dann ging es direkt los.
Sebastian Ja, das kann gut sein. Aber ich glaube, das kann auch einfach schief gehen. Jetzt lenken wir aber so schön ab. Wir quatschen jetzt fast eine Dreiviertelstunde. Und wir sind immer noch nicht dazu gekommen, wie ihr beide es geschafft habt, dass ihr sagt, so, wir machen jetzt hier ein Top-Bottom-Verhältnis, dass das auch entschieden ist, dass beide das auch wissen, dass es dahin geht. Gab es da überhaupt so einen Moment, oder hat sich das eingeschlichen, wie bei euch,
Joachim Also es war so, wir haben uns dann im Wald getroffen, mit Freunden auch und da hat sie mich dann auch gehauen und auch gefesselt und gefesselt und gehauen. Also alle Kombinationen. Und das war total schön und ich habe mich bei ihr total vertraut gefühlt. Und dann haben wir uns auch mal so getroffen, privat. Und dann, das war einfach, das war wunderschön. Also das war genau das Ding, was ich gesucht habe. Also dieses Gefühl, was da entsteht, das war großartig. Und wir haben uns jetzt ein paar Mal getroffen und waren auch noch mal im Wald da mit den Freunden. Und dann hat sie mir ein Halsband gebaut Und hat mir das dann umgelegt.
Sebastian Wow. Wie
Joachim Ja, sie hat das selber gebaut. Ja,
Sebastian ich Menschen mit solchen Fertigkeiten beneide, ich muss sowas immer kaufen.
Joachim Inga baut sehr viel. Also die hat echt da ein gutes Händchen für. Sie baut auch Schlagwerkzeuge. Und ja, als sie mir dann das Halsband angelegt hat, da hat sie erst angedeutet, dass ich vorher hinknien muss oder darf. und ja, dann hat sie mir das umgelegt und ich war halt total aufgelöst. Das war so der Punkt, wo es dann besiegelt war.
Sebastian Also schon so ein Ritual auch mit drin und, also ich habe so ein bisschen das Gefühl, du bist jetzt irgendwie 10, 5, ich weiß nicht, 10, 15 Jahre gereist und fühlst dich gerade jetzt doch mal angekommen.
Joachim Genau.
Sebastian Ja, schön. Also finde ich schön, wenn, das ist ja immer so ein bisschen schwierig, auch sich selber zu finden und auch zu gucken, wo fühle ich mich wohl, mit wem fühle ich mich wohl, was ist eigentlich das, was ich will. Ich meine, ich kann so viel lesen, wie ich will und gucken, ganz ehrlich, wann wird der steif, aber das muss nicht unbedingt das sein, was ich dann auch erleben möchte. Und das finde ich schön, dass du da auch nicht aufgegeben hast und dass du gesagt hast, okay, ich probiere jetzt mal was anderes und egal und ich gehe jetzt weg und ich gehe raus und ich gehe das systematisch an und suche und mache. Ja, es ist halt für mich die Frage, wo geht es denn jetzt hin mit
Joachim Also ich hatte ja eben schon angedeutet, dass ich momentan gar nicht weiß, ob ich nochmal switchen will, ob ich nochmal oben spielen will. Das haben wir auch noch nicht besprochen. Ich wollte da mit Inga mal drüber sprechen. Das sind jetzt ganz neue Sachen, die da bei mir hochkommen. Ähm, momentan will ich das eigentlich gar nicht.
Sebastian Ja, doch nicht.
Joachim Ähm, nö, mach ich wahrscheinlich auch nicht. Also, das auf den Partys ist mir ja so rausgerutscht, ne? Deswegen, das hatte ich ja auch nicht vor. Ich hatte ja vorher gesagt, nee, du spielst jetzt unten. Ähm, ich, ja, denke mal, dass das jetzt selbst nicht mehr rausrutscht von selbst.
Sebastian Wobei jetzt ja die Frage ist jetzt ist ja, deine Top ist ja nun mal auch Switch Es kann ja auch mal sein, dass sie sagt, oh, weißt du was, hab ich keine Lust mich um dich zu kümmern, jetzt hier ist mein Hintern, jetzt hau mal drauf. Könntest du das?
Joachim Nee, das kann ich nicht.
Sebastian Keine Chance?
Joachim Ich kann mir das überhaupt nicht vorstellen, nee.
Sebastian okay Man muss ja zumindest mal gefragt haben Ich hab das neulich, ich weiß nicht wer es war bei Twitter, hat jemand mal geschrieben und ich hab jetzt jemanden gefunden, in den ich mich auch verlieben darf Da steckte dann sehr viel mehr drin, als ich dachte. Und das ist ja jetzt, also von außen betrachtet, ist das natürlich jetzt kompliziert, weil da ist sie, da ist ihr Top, da bist du. Ja, das funktioniert offenbar einfach, aber wie sieht da die Perspektive aus für dich?
Joachim Also, erst mal ist halt wichtig, dass wir sehr viel drüber reden, das machen wir auch. auch. Und er ist auch mit einbezogen. Also es ist so, dass ich schon auf der Reise bis jetzt schon sehr viel gehört habe über offene Beziehungen. Das ist ein neues Konzept für mich. Das habe ich bisher noch nicht so wahrgenommen. In der BDSM-Szene gibt es das ja schon öfter mal. Also jetzt, ja.
Sebastian das kommt
Joachim Und ich könnte mir sowas vorstellen in die Richtung, dass man das einfach dann ja so laufen lässt nur als offene beziehung und dass ich finde ja ich weiß es noch nicht wie das weitergeht ehrlich gesagt aber ja
Sebastian ja auch gemein. Das ist ja auch alles ganz frisch. Und auf der anderen Seite, ich bin so ein planerischer Mensch, dass ich halt sage, okay, ich gucke mal ziemlich genau, wo es hingeht, um dem Zweifel von vornherein zu sagen, oh nee, das brauche ich nicht.
Joachim genau das ist auch also
Sebastian Aber das ist ja auch in Ordnung zu sagen, ich genieße das jetzt auch verdammt nochmal einfach, wie es jetzt gerade ist. Das
Joachim letzteres auf jeden fall wir haben aber allerdings schon darüber gesprochen dass wir darüber mal reden wollen generell wie das dann ist das ist jetzt gerade aktuell die letzten zwei tage haben wir da gechattet und wir treffen Wir treffen uns demnächst nochmal und reden dann persönlich drüber. Also genau, es ist ja alles noch sehr, sehr frisch.
Sebastian riecht nach einem Update hier in der Sendung. Nein, es scheint tatsächlich so zu sein, dass das einfach mal ein bisschen laufen muss. Und dann muss man einfach mal gucken, wo geht es hin, was passiert. Und jetzt gucke ich gerade, wir sind schon fast eine Stunde am Quatschen. Also ich würde tatsächlich sagen, dass ich mir von dir ein Update wünschen würde. Wo ich einfach mal in einem halben Jahr vielleicht einfach mal, wo wir uns mal zusammensetzen. Da können wir uns ja zusammensetzen. und da du ja nicht weit weg von hier bist, würde ich sogar sagen, dann setze dich bei mir hier mit ins Büro und dann quatschen wir mal in ganz aller Ruhe, was ist draus geworden, ist das inniger geworden, was wurde verhandelt, vielleicht wollen wir jetzt nicht beschwören, hat sich auch alles ganz verändert, das ist ja alles möglich. So, bevor ich dich aber verabschieden möchte oder würde oder soll, keine Ahnung, müssen wir mal gucken, ich mag den Chat nochmal aufrufen. Wenn ihr was wissen wollt, Stellt die Fragen, die ihr fragen möchtet. Und ich mag aber noch mal in der Zwischenzeit ganz kurz noch mal gucken, dieses Spiel von euch beiden. Ist das eher D/s-lastig jetzt? Oder ist das doch schon so ein ... Bist du da auch doch eher der Masochist? Oder was bist du anders, als du erwartet hast?
Joachim Also bisher war es so, dass hauptsächlich Bondage und SM im Vordergrund standen. Also die D/s nur ganz, ganz wenig.
Sebastian Ja.
Joachim Aber ich denke mal, da ist Platz für mehr, bei mir zumindest.
Sebastian Also, wo sagst du denn, oh, das ist was, das will ich auf jeden Fall jetzt ausprobieren. Da brenne ich gerade drauf.
Joachim habe ich generell ein Problem mit. Also es ist so, dass ich so über Fantasien und Wünsche, da bin ich extrem schüchtern drüber zu sprechen, weil ich dann so ein bisschen Angst habe, dass das so eine Wunscherfüllung wird. da bin ich auch schon ein paar mal auf die nase gefallen ja also gerne also
Sebastian kann ich verstehen, tatsächlich. anderen Seite muss dein Gegenüber ja wissen, was in dir so schlummert, damit das dann auch möglich sein kann. Manchmal sind ja Missverständnisse, verhindern ja ganz oft was, weil man denkt, das mag der andere eh nicht oder der hat sich vielleicht dazu mal geäußert und das ist eigentlich das Gegenteil der Fall.
Joachim das klappt bei uns eigentlich hervorragend weil wir stolpern immer so rein in die in die sachen also irgendwie entweder das gedanken übertragen oder ich weiß es nicht also irgendwie wissen wir doch sehr viel übereinander obwohl ich so schüchtern bin in der hinsicht das ist auch so dass ich ja schon schlechte Erfahrung gemacht habe, dass ich ja schon abgeblitzt bin.
Sebastian Mhm.
Joachim Da habe ich dann jemanden kennengelernt, der mit mir aktiv spielen wollte. Und dann ich bin halt mega ehrlich und offen gewesen und habe dann halt gesagt, was alles so in meinem Kopf rumgeht. Und dann hat sie gesagt, ja, okay, das kennt sie schon, das ist typisch. Ich bin so ein Wunschzettel, so hat sie gesagt. Ja, das geht so überhaupt gar nicht. Und außerdem wird sie alles, was ich jetzt sage, sowieso nicht machen, weil das wäre ja dann, dann wäre sie ja quasi nur nur, also wie sagt man da, Topping from the bottom sagt man. Sie wäre dann quasi nur ausführendes Organ und ich wäre eigentlich derjenige, der oben spielt.
Sebastian Ja, das ist, finde ich, eine Schutzbehauptung.
Joachim Und das hat mich so ein bisschen
Sebastian Also ich finde Wünsche von Subs total großartig, weil ich das auf einem moralischen Level verwenden kann.
Joachim ja,
Sebastian kann einen Wunsch erfüllen natürlich ganz anders, dass es dann wirklich grausam und schrecklich wird oder sowas. Ich finde das schon wieder gut. Das zweite ist so dieses, nein, wir hören jetzt nicht auf. Nein, wir machen jetzt noch ein bisschen mehr weiter und überhaupt, weil das ist ja dein Wunsch und den erfülle ich dir jetzt und zwar so lange, bis ich damit fertig bin. also ich finde, das kann man immer ummünzen, aber dieses gegenseitig zuhören oder auch sagen auch als Sub, finde ich, darf man und soll man und muss man auch sagen, was will ich hier eigentlich und was wonach ist mir, ob das dann erfüllt wird, ist nochmal eine ganz andere Frage, aber ich glaube die Kommunikation ist einfach wichtig
Joachim das kriegen wir auch irgendwie ganz gut hin. Obwohl das von mir besser sein könnte, von meiner Seite. Aber irgendwie stolpern wir immer so rein in die, irgendwie weiß sie dann doch alles, was sie wissen muss, habe ich das Gefühl. Aber ich glaube, das wird auch besser mit der Zeit. Also ich glaube auch mit wachsendem Vertrauen, Und wenn ich merke, das kommt nicht blöd an, denke ich, geht das auch besser.
Sebastian jetzt mag ich nochmal gucken ich habe irgendwo im Chat gerade eine Frage überlesen ah hier, Regenbogensub schaut der Top von ihr bei deinem Spiel manchmal zu.
Joachim Ja, flüchtig, ja. Das ist auch passiert schon, ja. Es ist jetzt nicht so, dass er sich daneben setzt, aber ihr seht das schon ab und zu mal, ja.
Sebastian Okay. Greift aber nicht ein, oder? theoretisch die führende Person im Raum dann.
Joachim Nicht, dass ich wüsste.
Sebastian Okay.
Joachim Ich meine, ich kriege ja natürlich auch nicht alles mit, aber ich denke mal nicht. Also so wie ich das einschätze, ist das nicht passiert.
Sebastian Also Oderind hat jetzt hier nämlich Dom und Inga. Sag doch mal was dazu, ob eine Hierarchie-Kette wird. Das habe ich ja im Grunde gerade schon gefragt, so halbwegs versehentlich.
Joachim Nee, definitiv nicht.
Sebastian das ist offenbar wirklich nicht der Fall, ne?
Joachim Nee,
Sebastian Okay. Und dann Das ist so viel Text. Liebe Sarah, bist du so lieb und kannst das nochmal in einem Satz zusammenfassen, damit ich das auch vorgelesen kriege? Danke. Das ist immer schön. Das sieht alles immer gar nicht so wild aus. Und dann versuchst du es ja erstmal vorher zu überfliegen und zu lesen und dann nochmal vorzulesen. Es funktioniert einfach nicht. Also ich kann das nicht gleichzeitig. Das kann man aber bestimmt lernen. Okay. So, also Wünsche, Ziele, Zukunft Zukunft nochmal wieder treffen, wir haben eigentlich alles mit eingebaut. Ist noch was, wo du sagst, Mensch, das möchte ich auf jeden Fall noch erwähnen oder erzählen?
Joachim also zu der aktuellen Entwicklung ist es so, habe ich natürlich, also als Sub habe ich schon noch ein bisschen was zu erzählen. Es ist halt die Frage, wie weit wir jetzt gehen wollen. weil,
Sebastian Ich frage einfach mal den Chat, soll ich auch eben noch ein bisschen weiter detailliert erzählen? Die werden nicht Nein sagen, also von daher ist das ein Ja. Pass auf, wir nehmen uns jetzt nochmal fünf Minuten, dann ist aber auch gut, okay? Okay,
Joachim okay, gut, und dann können wir ja, also ich habe natürlich auch noch Erfahrungen alleine gemacht, in dieser Vanilla-Zeit, da zwischen den Beziehungen habe ich immer Sachen alleine gemacht, um irgendwas auszuprobieren, da können wir auch mal gern drüber quatschen, aber das würden wir dann, würde ich sagen, in der Folge machen, wenn wir dann zusammen aufnehmen, das sprengt jetzt den Rahmen.
Sebastian finde das Wieso? Also das musst du jetzt erzählen. Jetzt hast du damit angefangen, du kannst ja jetzt nicht sagen, doch nicht. Also wenn du wirklich nicht willst, dann nicht, aber ansonsten würde mich das schon interessieren, was man alleine macht.
Joachim Also ich wäre da okay mit, das zu erzählen, aber es ist halt die Frage, ob die Zeit reicht, ich kann gern ein bisschen was erzählen, ja. Ja, es ist halt so, dass ich relativ viel mit Selbstbondage so gemacht habe und habe mir da halt auch dann Sachen gekauft, die ich irgendwie total cool fand, so in Fantasien und habe die dann ausprobiert und habe dann zum Beispiel, ich hatte mal die Fantasie, ich fand diese Krankenhausfessel-Sets da ziemlich cool, die mit diesen Baumwollgurten und ich fand, habe da immer Fotos geguckt und fand das total schön, weil ich finde dieses Gefühl total festgemacht zu sein.
Sebastian Ja, die kenne ich.
Joachim Also sich überhaupt nicht bewegen zu können, finde ich schön. Also schon in der Fantasie war das schön und ich habe das schon sehr, sehr früh ausprobiert, schon als Kind und fand das toll. Und irgendwann habe ich dann gedacht, komm, jetzt kaufst du dir mal so ein Ding. Ich habe das dann bestellt, direkt beim Hersteller und die sind halt nicht so diskret. Also die hatten,
Sebastian auch nicht billig, ehrlich gesagt, ja
Joachim ja, das kostet ein paar Euro, das stimmt. Aber es ist auch nicht so schlimm, weil die ja auch relativ gute Gebrauchtpreise haben. Ich habe es dann wieder verkauft auf eBay und das war ein relativ guter Deal. Jedenfalls haben die so eine Klarsichthülle draufgeklebt und in der Klarsichthülle war die komplette Liste zu sehen, was da drin ist. Und das hat meine Nachbarin angenommen. Da stand dann drin Handfessel, Fußfessel, Schulterzusatzhalterung und alles mögliche. und sie hat mir das Paket dann auch übergeben mit so einem ganz grimmigen Gesicht. Ich habe dann auch nichts gesagt, ich war da nicht schlagfertig genug. Ich habe dann später nochmal drüber nachgedacht und habe gedacht, irgendeine Ausrede oder so wäre mir wahrscheinlich auch gar nicht eingefallen. Was sagt man da, wenn sich ein junger Mann sowas bestellt?
Sebastian gut, das ist dann, da kann man der Nachbarin vielleicht noch sagen, ja, das ist für sie, wenn sie mir auf die Nerven gehen, aber tut man natürlich auch nicht, ne, das macht man nicht, ja, das ist schon blöd, wenn es nicht neutral verpackt kommt. Okay, aber wenn du jetzt alleine das Zeug benutzen willst, das hat ja so einen Magnetverschluss und ist ja dafür gemacht, dass du da nicht rauskommst.
Joachim Und dann habe ich dann habe ich, genau, ich habe dann halt eine Hand nur mit dem Klettverschluss zugemacht, weil die haben Die haben ja noch zusätzlichen Klettverschluss und da hat es sich so angefühlt, als wäre ich jetzt wirklich fest. Also natürlich konnte ich das Ding aufziehen und dann hatte ich die Möglichkeit, wieder das loszumachen. Und ich hatte auch insgesamt drei so Schlüssel und habe die Schlüssel an verschiedenen Positionen am Körper festgemacht. Das heißt, wenn irgendwas blöd läuft, der Schlüssel kullert runter vom Bett oder so, dass ich da mehrere Möglichkeiten habe, dann das loszumachen. und ich habe dann auch übernachtet in dem, ich habe es versucht und das war so meine Fantasie, boah geil sich abends festmachen und dann schön im Bett übernachten da drin und dann morgens aufwachen und immer noch fest sein
Sebastian Wie klappt das?
Joachim nee das ist total kacke und da tun mir die Leute echt leid, die das machen, also die, ne, es ist ja es ist ja ein blödes Thema weil es gibt ja Leute, die das ja nicht wollen und machen müssen wobei dann natürlich auch nicht so strikt gefesselt wird normal die haben ja dann mehr bewegungsfreiheit ein bisschen wenigstens aber genau
Sebastian Naja, es sei denn, sie sind wirklich am Randalieren, ne, also das ist ja das Blöde an der ganzen Geschichte, deshalb ist das so robust, also Also das ist wirklich unglaublich robust, das Zeug.
Joachim ja
Sebastian Und das verträgt, kann ich sagen, das verträgt Kochwäsche 90 Grad. Das geht nicht kaputt.
Joachim das ist wirklich da ist auch keine kommen und ich glaube dass die dann auch etwas kriegen dass sie sich beruhigt dass sie das nicht mitkriegen weil es wirklich durch das liegen ich
Sebastian gerade ein bisschen schlecht. Mal gucken, ob ich da kann. Nö, jetzt ist es wieder gut. Ja,
Joachim super wenn ich mal wieder raus jetzt noch mal schlecht ist also es ist so dass allein durch das liegen auf auf derselben Stelle und durch das Nichtbewegen der Muskeln, du kannst dich ja wirklich überhaupt nicht bewegen, also noch nicht mal irgendwie einen Arm hoch oder runter, also das kannst du wirklich so einstellen, dass du wirklich gar keine Bewegungsmöglichkeit hast und das tut einfach irgendwann weh, also bei mir es kommt wahrscheinlich darauf an, welchen Körper du hast, ob du sportlich bist, nicht sportlich, je nachdem, keine Ahnung, bei mir waren es so nach etwa drei Stunden war so das Limit erreicht, da konnte ich nicht mehr, da war ich auch hellwach, ich konnte auch nicht mehr einschlafen, hab dann aber gedacht, nee, das ziehst du jetzt durch. Das war eine Fantasie. Und ich lag dann noch, weiß nicht, eine Stunde wach oder so und es hat einfach nur wehgetan. Da habe ich irgendwann gedacht, komm, nee, das macht keinen Sinn. Und dann habe ich das so weit aufgemacht, dass ich mich zur Seite drehen konnte und die Arme und die Beine so ein bisschen bewegen konnte. Und dann habe ich darin übernachtet, bis morgens bin aber auch wieder wach geworden zwischendrin. Also das ist echt nicht angenehm. Das ist so eine Fantasie, die toll ist im Kopf, aber wenn man es dann in Realität umsetzt, jetzt ist es nicht ganz so, wie man sich das gedacht hat. Und ich habe dann auch später mal im Internet nachgeguckt, da gibt es ja wirklich viele Leute, die das machen, hat mich gewundert, dass man da nicht alleine ist mit so einer Idee. Und die haben das Problem eigentlich auch. Also da gibt es Leute, die haben das länger geschafft, aber so richtig übernachten, das ist schon hart. Also es
Sebastian das ist eine sehr romantische Vorstellung. Sub abends immer schön ans Bett fesseln und dann passt das schon so. Dem würde mich jetzt aber doch noch mal was interessieren. Also wenn jetzt Inga sagt, so, mein Lieber, jetzt lege ich dich mal ins Bett und mache dich da fest. Wäre das jetzt Limit für dich? Oder wäre das so ein, ach, wenn die das macht, dann ist das was anderes?
Joachim kommt darauf an, ob ich am nächsten Tag arbeiten muss.
Sebastian Du würdest also nicht Nein sagen?
Joachim Also, ich glaube nicht, aber ich rede nicht, also wie soll ich es sagen ich rede nicht jetzt sehr toll
Sebastian Okay. Ja, mach ruhig, ist kein Problem. Red dich ruhig ins Verderben. Ich muss es ja nicht ausbaden.
Joachim Weiß ich nicht Ja, also ich glaube, ich würde nicht Nein sagen aber es müsste dann schon also ich hab's halt nicht komplett durchgezogen, das Spiel Ich weiß halt nicht, was passiert, wenn du die Schmerzen dann einfach sein lässt ist. Und ich weiß nicht, ob das dann irgendwann unerträglich wird oder keine Ahnung.
Sebastian die ja auch, ist vielleicht ein mentales Ding, ist jemand anderes jetzt dafür verantwortlich?
Joachim Ob das dann...
Sebastian Habe ich da jemanden, auf den ich einfach stänkig sein kann? So ein bisschen Wut auch manchmal. Ich würde jetzt tatsächlich doch an der Stelle einen Cut machen.
Joachim Okay.
Sebastian Würde nochmal zwei Hörerfragen, die noch reingeschwuppst sind, nochmal stellen in aller Ruhe. Wo fangen wir denn an? Also fangen wir bei Sarah mal an. Und zwar, was bedeutet verlieben dürfen? Kann man das überhaupt verbieten? Fragt Sarah Blume. Das habe ich ja gesagt und gar nicht du.
Joachim Genau.
Sebastian Also ich sage mal, was ich da rein interpretiert habe, ist ein Verlieben dürfen im Sinne von, da habe ich einen Menschen, der ist nicht total gebunden und es wird alles total kompliziert und schlimm und bloß auf Distanz bleiben. So interpretiere ich das jetzt mal. Das war das, was ich bei Twitter, also nicht bei dir, aber was ich da halt in dem Tweet da auch rein interpretiert habe, dass da jemand einfach jemand gefunden hat, wo einfach alles offen ist. Das geht dir jetzt ja im Prinzip auch anders im Moment, ne? Im Prinzip gibt es ja eine Grenze an der Stelle.
Joachim Also das ist auf jeden Fall ein Thema, wo wir noch gut drüber reden müssen, Inga und ich. Aber ich sehe es momentan nicht als Problem an. Aber das muss ja unter uns dreien kein Problem sein. Also ich alleine bin ja der Spieler, der keine Rolle hat. Es muss ja bei allen dreien passen. Ich habe mir da vorher noch keine Gedanken drüber gemacht, aber auf jeden Fall ist das ein Thema. Müssen wir drüber reden.
Sebastian ich würde auch, ich sage jetzt erstmal, erstmal genießen jetzt, ne? So, Regenbogen Samt mag noch wissen, könnte er sich vorstellen, auch von beiden dominiert zu werden? Okay, einfache, klare Antwort, passt. So, und jetzt muss ich dich erstmal fragen, ob ich das fragen darf. Kennt dich offenbar jemand, Christos? Ich darf, ja?
Joachim Ja, ja, du darfst.
Sebastian Okay, ich soll dich mal fragen nach der Handschelle, die nicht mehr aufging.
Joachim Ja, das war auch noch so ein Ding, was ich alleine gemacht habe. Ja, das war auch ziemlich doof. Ich habe Handschellen bestellt, bei einem Security-Geschäft, der eigentlich, also es ist kein Perversenladen, der halt nur Handschellen hat und so Pfefferspray und so Zeug. Und ich hab dann welche bestellt, die so ein Kardanengelenk haben, weil ich halt, ich wollte was, was ein bisschen restriktiver ist. Ich find das mit diesen Ketten irgendwie halt zu viel Bewegungsspielraum und da hatte ich mir welche ausgesucht, die aus Spanien kommen. Ich will jetzt den Hersteller nicht sagen, weil das wäre jetzt ja voll die schlechte Werbung, was jetzt kommt. jedenfalls kamen die an, Postbote hat geklingelt, Handschellen drin, boah, Hammer und gleich festgemacht, also zugemacht. Ja, und dann ging halt einen nicht mehr auf. Also zum Glück dann eine Seite, ich hab's auch zum Glück nicht irgendwo an einem Heizkörper gemacht, wo ich dann nicht mehr rauskam, sondern es war einfach nur halt eine Schelle an der Hand fest und ging nicht mehr auf.
Sebastian weil das Ding kaputt war oder weil
Joachim Und dann, ja, das war ab Werk kaputt.
Sebastian es
Joachim Und ich hab's halt vorher nicht ausprobiert. Also normalerweise geht man ja nicht davon aus, dass sowas kaputt ist ab Werk, aber es wird es in Zukunft immer machen. Also wenn ich irgendwo irgendwas irgendwie festmache, was irgendwie lebt, sei es ich oder irgendjemand anderes, würde ich vorher gut ausprobieren, ob das Zeug funktioniert, weil da kann echt eine blöde Situation entstehen. Und naja, jedenfalls habe ich dann die Flex ausgepackt. Ich habe dann halt so nasse Tücher draufgelegt, dass die Funken nicht so wehtun.
Sebastian an dir rumgeflext.
Joachim Und dann habe ich das aufgeflext, das Ding. Und das habe ich dann dem Geschäft auch geschickt. Und der hat mir einen riesen Warengutschein geschickt und gesagt, boah, sowas ist ja noch nie passiert und es ist ja voll peinlich und der war total
Sebastian Ja,
Joachim Aber das war im ersten Moment schon ein bisschen doof, weil dann denkt man ja okay, also im ersten Moment denkt man ja nicht mit klarem Kopf, ja, jetzt pack halt die Flex aus und flex das Ding auf.
Sebastian Also ich hätte jetzt tatsächlich, ja klar, man kann an die Feuerwehr denken und ich weiß jetzt nicht, wenn das tatsächlich gutes Zeug ist, ist das ja auch robust, da geht auch nur die Flex.
Joachim So was, genau. Genau.
Sebastian Oh, ja, das ist aber schon fies. Wobei, ich hatte das auch mal. Ich habe mal vier Schlösser bestellt, so kleine Vorhängeschlösser für Fesseln und so. Und die sahen auch echt schick aus. Also vierer Pack bestellt, gleich schließend. Also vier Schlüssel dabei, jeder Schlüssel passt an jedes. das. Und ich hatte aber, ich weiß nicht warum, vorher irgendwann auch schon mal ein baugleiches Schloss und jetzt sind die irgendwann mal in derselben Kiste gelandet. Das heißt, ich hatte fünf Schlösser, wovon vier gleich schließend sind und eins nicht. Also, sagen wir mal so, es ist nie was passiert, aber da habe ich auch wie ein Schießhund drauf geachtet, dass ich bloß im Schrank immer den passenden Schlüssel in jedem Schloss stecken habe und die auch so mit zur Party nehme. Die kleinen Dinger, ja, die kriegst du auch so auf, ne, ein bisschen Gewalt, dann klappt das schon irgendwie, ne, aber es ist könnte blöd werden. Also alles, was mit Schlüsseln ist, ist komisch.
Joachim auch eine Variante. Oh je, ja.
Sebastian Ach, das geht schon irgendwie, ne, und da hat man im Zweifel so einen Hausmeister-Schlüsselbund bei sich, wo tausend Schlüssel dran sind.
Joachim Ja.
Sebastian Oder auf der Party fragt man einfach, hat jemand so ein ähnliches Schloss? Meistens sind die ja gar nicht so unterschiedlich, vielleicht passt ja von irgendjemand anderem der Schlüssel.
Joachim Ja, das könnte uns tatsächlich auch passieren. Inga hat nämlich dieselben Schlösser wie ich. Ich habe auch so gleichschließende, so silberne irgendwie, relativ gute Markenware. Und ich habe die halt einfach damals gekauft, damit es halt ein bisschen stabil ist und so. Und ich habe dann zehn Stück gekauft, alle gleichschließend. Und ja, Inga hat halt genau die gleichen. Da müssen wir jetzt auch aufpassen. Wir haben schon probiert, die Schlüssel passen nicht, also ihre Schlüssel passen nicht auf meine Schlösser. Muss man jetzt echt gucken. Also da könnte sowas, was du da hast, auch passieren, theoretisch.
Sebastian Ja, das kann man sabotieren, ne, also wenn du mal sie in Panik sehen willst, dann wächst, naja, gut, dann tauschst du einfach die
Joachim Boah, nee. Nee, nee, nee. Naja, nee. Besser nicht. Ja, wer weiß. Ich meine, ich bin ja derjenige, der da das Problem hat, wenn das Schloss nicht aufgeht, unter Umständen.
Sebastian Ja, naja gut, aber Top ist ja verantwortlich, ne? wäre ein Fürchterlicher, weil ich Top ständig zu Tode erschrecken wollen würde.
Joachim nee, nee nee, nee, das würde ich nicht machen also, obwohl der BDSM-Test gesagt hat, ich wäre auch Brat aber sowas würde ich nicht machen
Sebastian Das kann ja alles noch werden, ne?
Joachim ja,
Sebastian Aber darüber sprechen wir dann beim nächsten Mal. Die Uhr sagt mir auch, ja, wir haben uns Zeit gelassen, das finde ich gut. Ich finde das gerade total schön, dass das hier so entspannt möglich ist. Das gefällt mir. Also mir gefällt es tatsächlich. finde das auch super, dass du jetzt hier mit mir eine Stunde, über eine Stunde Rede und Antwort gestanden hast. Toll.
Joachim es war total kurzweilig und hat auch echt Spaß gemacht und ich sag natürlich ja, zum Aufnehmen der nächsten Folge, also das machen wir gerne dann in deinem Büro
Sebastian wunderbar. Dann warten wir noch ein bisschen ab. Ich gucke mal, ich habe mir nämlich so tolle Möbel ausgesucht zum Aufnehmen mal, damit ich das nicht immer im Wohnzimmer mache. Habe aber festgestellt, das Büro ist einfach zu klein. Also im Prinzip der Aktenschrank muss raus. Mal gucken, was ich da jetzt mache. werde wahrscheinlich gleich böse angeguckt. Da sind nämlich nicht nur meine Akten drin. Ja, da kommt... Du kannst aber echt böse gucken, ne? Habt ihr sie jetzt gehört? Nein. Ich glaube nur, ich habe sie jetzt gehört. Der Schreibtisch des Podcasts, so wie es bleibt, hat sie gerade mitgeteilt. Es gibt ja Klappschreibtische. Joachim, ich werde mich jetzt von dir verabschieden. Ich danke dir und werde jetzt gucken, dass ich mich hier wieder einkriege. Ich wünsche dir einfach noch eine ganz tolle Zeit in den nächsten Wochen, Monaten und dann setzen wir uns einfach wieder zusammen.
Joachim vielen Dank das hat Spaß gemacht
Sebastian Ja, mir ebenso. Dem Chat glaube glaube ich auch. Und ja, einfach noch einen schönen Abend, viel Spaß noch im Chat und ich gucke mal, inwieweit das hier heute noch weiter geht. Tschüss.
Joachim tschüss

Anrufer: Christian

Sebastian Ja, so, also, wo fangen wir denn an? Es gibt jetzt die Möglichkeit, hier anzurufen, einfach mit mir zu sprechen über was ihr wollt, über irgendwelche Ereignisse, die es gegeben hat, nicht gegeben hat, geben wird, Dinge, die doof sind, Dinge, die schön sind, Dinge, die ihr entdeckt habt, mir egal. Ich freue mich über alles. Und jetzt sage ich mal die Nummer und die poste ich auch in den den Chat hinein. So, das ist nämlich die 0512. Ja, wenn jemand möchte, kann er hier einfach anrufen. Und solange kann ich meine Liste abarbeiten. So, was habe ich da auf meinem Zettel stehen? Gar nicht mehr so viel, aber ich mag... Ach, was fange ich überhaupt an? Hier klingelt es schon. Hallo, Sebastian hier.
Christian na, hi Christian hier Ja, wir hatten heute Mittag schon kurz per E-Mail Kontakt.
Sebastian Hallo, Christian. Genau, du hast mich angeschrieben und habe ich gesagt, das ist aber kurzfristig, wenn du willst, rufe einfach an. Ja, passt ja super.
Christian Genau.
Sebastian Hallo, Christian. Christian,
Christian Hi.
Sebastian jetzt gucken wir, dass wir dich noch ein bisschen lautstärkemäßig einpegeln, jetzt müsste es passen und du hast ein Thema mitgebracht, nämlich, ach weißt du was, magst du es erzählen?
Christian Ja, ich hatte zu Anfang meiner, ich nenne es mal SM-Laufbahn, tatsächlich das Problem, dass ich als Top immer wieder zwischendrin das Gefühl hatte, du verstößt hier gegen jede Konvention, die dir irgendwann mal anerzogen wurde. Und das hat mich lange Zeit im Spiel immer wieder rausgebracht und hat mich auch nachher sehr beschäftigt. Naja,
Sebastian Okay, also gegen jede Konvention, was meinst du denn damit?
Christian ich hole jetzt mal ein bisschen weiter aus. Ich bin seit 20 Jahren mit der gleichen Frau zusammen und wir hatten das Glück, SM wirklich zusammen zu entdecken. Wir haben als Vanillas gestartet und sind heute die klassisch Perversen.
Sebastian Okay, oh und dann hat das auch gleich gepasst alles, darf ich fragen, wie lange wart ihr zusammen, bis ihr das entdeckt habt?
Christian Ja, bis wir uns wirklich beide eingestanden haben, 15 Jahre,
Sebastian 15, ja. Beide. Das heißt, einer hat früher angefangen als der andere.
Christian Nein, wir sind wirklich beide als Vanillas gestartet und klar, man hat sich mal im Bett gefesselt und es gab auch mal einen Klaps auf dem Hintern, aber wie ich heute sagen würde, nichts wirklich SM ist. ist.
Sebastian Ja, okay.
Christian Und wir sind, würde ich sagen, relativ untypisch in die Szene gestartet. Kein Stammtisch, sondern wir haben uns direkt eine Party rausgesucht. Etwas exklusiveres Ding. Du meldest dich im Internet an, kriegst eine Adresse, dann feierst du auf dem Schloss. Das hat uns eine Das hat uns eine Freundin erzählt, ich habe das meiner Frau dann irgendwann mal zu Weihnachten geschenkt und dann sind wir da hingefahren, haben uns das angeguckt und sind völlig überfordert daraus, aber gesagt, ey, das müssen wir nochmal machen.
Sebastian Das könnten wir jetzt natürlich komplett zerlegen. Aber ich sag mal, in Kurzform, ihr seid wirklich gestartet mit, boah, wir wollen sowas mal machen. Seid auf die fette Schlossparty, wo alle gespielt haben. Und hinterher habt ihr nicht gesagt, wir haben keinen Bock mehr. Das ist ja fürchterlich, diese Leute. Sondern ihr habt Blut geleckt.
Christian total.
Sebastian Ja, großartig.
Christian Und wir sind da die ersten, ich sag mal, zwei, dreimal mehr oder weniger rumgelaufen, haben uns das Ganze angeschaut, haben uns dann ab und zu mal zurückgezogen und irgendwann haben wir dann die passenden Leute kennengelernt und haben gesagt, hey, das passt, lass uns mal spielen. Erstmal ein bisschen Haue auf den Hintern und das hat sich immer weiter gesteigert.
Sebastian Ja. Ja, und jetzt sagtest du ja, mit den Konventionen hast du da Schwierigkeiten, also wir können ja verraten, also du hast mir heute Mittag eine Mail geschrieben und da bin ich auch sofort darauf angesprungen, weil da habe ich gesagt, oh, das ist aber ein spannendes Thema, das kann ich selber nachvollziehen tatsächlich. Tatsächlich. Also was ist dir da schwergefallen an der Stelle? Also du bist ja der aktive Part demnach.
Christian Du hast einen Menschen dir gegenüber, den du eigentlich echt lieb hast und du hast Lust, den Hintern zu verhauen. Und im Zweifelsfall tatsächlich auch nicht nur ein bisschen härter streicheln, sondern wirklich zu hauen. Das ist, oder bei mir zumindest so, war in der Fantasie immer eine tolle Geschichte und zwischendrin haben wir immer wieder gedacht, hey, was machst du hier eigentlich? Und dann auch, wir hatten am Anfang zwar kommuniziert, aber nicht sehr tief, aber je weiter wir gegangen sind, hat meine Frau dann auch gesagt, hör mal zu, gefällt mir, mag ich, mach mehr davon.
Sebastian Also
Christian Trotzdem kam dann bei mir immer wieder zwischendrin die Frage, will sie das wirklich oder macht sie das mir zuliebe? Ich
Sebastian ist ja erstmal ein gutes Zeichen, wenn du dann da dich auch hinterfragst und nicht nur sagst, oh, ich finde das geil, ich haue da jetzt drauf bis zum geht nicht mehr, sondern auch hinterfragst, will sie das und kann ich das tun? Das sind ja ganz wichtige Fragen, wie ich finde. Ja,
Christian möchte das auch nicht missen, weil gerade dieses immer wieder selbst hinterfragen und auch das Feedback, was ich dann kriege, mir tatsächlich heute immer mehr die Sicherheit gibt, Das, was ich mache, ist okay für mich und das ist auch okay für mein Gegenüber. Aber das hat bei mir lange gedauert, bis ich da wirklich hingekommen bin. Das
Sebastian was hast du denn unternommen oder welche Schritte waren denn erforderlich, damit du diesen Weg gehen konntest?
Christian war wie immer Kommunikation. Also viel reden, was mir sehr geholfen hat, ist tatsächlich auch zunehmend mehr in das Kopfkino meiner besseren Hälfte reinschauen zu können. die erzählt mir heute sicher Sachen, die sie mir vor zehn Jahren nie erzählt hätte. Wo ich sage, hey, an dem Punkt können wir ansetzen.
Sebastian Ja,
Christian Und je sicherer ich mir bin, dass ihr das Spaß macht, umso entspannter gehe ich an die Sache ran und umso entspannter kann ich auch agieren. Ich
Sebastian aber trotzdem dieser Gedanke, also ich mache da jetzt was, hat das was mit dem Gewissen zu tun oder eher was mit Erziehung?
Christian würde eher sagen, mit einem Gewissen. Weil ich sadistisch bin, ich möchte meinen Gegenüber nie wirklich Wir sollen ja beide zumindest am Ende der Session irgendwo sagen, jetzt haben wir Spaß gehabt.
Sebastian Ja, auch selbst wenn ich direkt danach, aber dann schon im Laufe der Zeit muss das schon irgendwie hängen bleiben. Zumindest bei den meisten, behaupte ich jetzt mal.
Christian Ich möchte nie aus dem Spiel rausgehen und mir ein paar Tage später anhören müssen, du hast da jetzt gerade dein Kopfkino gespielt und du hast Sachen gemacht, die ich definitiv nicht wollte. Also
Sebastian Ja, wobei das ja auch wieder ein Kopfkino sein kann, dieses der macht, was er will oder sie macht, was sie will, je nachdem. Ich finde es einfach schön, dass du diesen Aspekt mal reinbringst, weil ich kann das auch nachvollziehen. Ich habe eine unglaublich plastische Erinnerung daran, dass ich das erste Mal so einen nackigen Popo über meinem Schoß hatte, Meine Hand war da und da war so dieses, jetzt haue ich da gleich drauf. Und das war schon so ein Moment, also für mich so ein Scheideweg. Ich kann mich da wirklich genau daran erinnern, wie das war, wie ich gezögert habe auch und wie ich es dann gemacht habe. Da sind mir auch tausend Dinge durch den Kopf gegangen. Also so einfach so mal eben schnell einen Mädel hauen, das war nicht drin bei mir. Das hat einfach ein bisschen Überwindung auch gekostet. Ja,
Christian definitiv. Ich kann mich noch super erinnern, das erste Mal, als wir tatsächlich ein bisschen intensiver gespielt haben, war eben auf so einer Schlossparty und es gab einen mini blauen Fleck am Hintern. den habe ich am nächsten Tag gesehen und ein so mega schlechtes Gewissen gehabt. Wie kannst du nur, also so ein bisschen rote Haut ist ja okay, aber du kannst doch deine Frau nicht hauen, dass sie blaue Flecken kriegt. Und
Sebastian würde mich jetzt interessieren, was deine Frau dazu gesagt hat.
Christian die so, halb so wild.
Sebastian Ja, okay. Oder vielleicht sogar noch, oh, das ist aber schön, das gibt es ja auch noch.
Christian Das vielleicht damals noch nicht, das ist heute eher so, aber ja, also meine Frau war mir da über über weite Strecken weit voraus. Die hat sich mit ihrer Rolle arrangiert, die ist damit glücklich. Und die hat das auch ab einem gewissen Punkt nicht mehr hinterfragt, warum mache ich das, sondern die hat gesagt, das macht mir Spaß und deshalb mache ich es.
Sebastian Okay. Ja, und dann hast du aber diesen Ballast.
Christian Und tatsächlich
Sebastian Jetzt ist das ja, ist das langsam weniger geworden oder gab es da auch, ich sage mal, ein Ereignis, wo das dann entfesselt wurde bei dir?
Christian über eine ganz lange Zeit, also wir spielen jetzt fünf Jahre ungefähr, das ist langsam weniger geworden. Ich habe das heute noch ab und zu. Ich kann es wesentlich besser einfach wegdrücken. Im Zweifelsfall, wenn es mir wichtig ist, weiß ich, ich kann danach auch, oder auch zwischendrin nochmal nachfragen, ist bei dir alles in Ordnung?
Sebastian Ja, das kannst du. Aber du hast gerade gesagt, wegdrücken. Also das ist noch da. Du musst dich immer wieder überwinden.
Christian Nicht immer, aber manchmal ist es tatsächlich so, dass mittendrin es bei mir hochschießt und ich so das Gefühl habe, ist das noch okay, was du hier machst? Gerade weil man sich ja auch im Spielen immer weiter steigert. Wir hatten am Anfang ja tatsächlich sehr SM-lastig gespielt. Jetzt kommt so langsam so ein bisschen auch die D/s-Nummer, auch vielleicht ein bisschen demütigendes Spiel, wo ich dann immer zwischendrin das Gefühl habe, ist das noch okay? Und in dem Moment, wo ich mir selber sicher bin, dass das meinem Gegenüber noch gefällt, kann ich es tatsächlich wegdrücken und sagen, jetzt übertreib es mal nicht. Ich, wenn ich mir unsicher bin, frage ich inzwischen einfach nach. Und wenn es eigentlich so zweimal oder dreimal ist, kann
Sebastian Okay, das ist aber auch dein gutes Recht. Und das ist ja auch völlig in Ordnung zu sagen, ich möchte wissen, wo du gerade bist, ich dann mit dir auch interagieren kann. Ich behaupte jetzt mal, das geht nicht allen so. Es gibt Menschen, die sagen, hauen ist überhaupt kein Problem, das mache ich halt so. Und es gibt dann eben auch die, die da dann auch sagen, sagen, okay, ich überschreite jetzt hier eine gewisse Schwelle. Aber wo kommt denn diese Schwelle her?
Christian ich es dir nicht sagen. Klar, du hast, oder ich habe zumindest eine Erziehung, dass man sagt, okay, verletz keinen anderen, weder körperlich noch emotional, weil ansonsten bist du ein schlechter Mensch.
Sebastian Darf ich mal eine Hörerfrage reinwerfen?
Christian Na klar, das mach
Sebastian Lady A hat geschrieben, okay, ich muss mal gucken, wie das jetzt formuliert ist, sich Gedanken macht, eine andere Spielpartnerin zu suchen, ohne das blöde, dieses blöde in Anführungszeichen Gefühl zu haben. Also meinst du, ich interpretiere das mal so, würde es dir vielleicht bei jemand anderem leichter fallen? Ist es vielleicht schwierig, weil es deine Frau ist?
Christian Kann sein. Also ich glaube, wenn ich jemanden kennenlernen würde, wo von Anfang an die Grenzen klar abgesteckt sind, dass man sagt, man findet zusammen nur um zu spielen, dann kann man natürlich vorher viel mehr erklären, was geht und was geht nicht. Ich
Sebastian Ja.
Christian könnte mir vorstellen, dass es tatsächlich dadurch, dass wir eben da beide zusammen reingewachsen sind, dass da die Verbundenheit einfach nochmal größer ist Und dass die Angst, seinem Gegenüber wehzutun, jetzt nicht im positiven Sinne, noch größer ist. Nichtsdestotrotz, ich möchte mich ja mit meiner Frau weiterentwickeln. Wir hatten durchaus auch schon, wenn wir gespielt haben, andere Leute mit dabei. Und bei anderen Subs fällt es mir tatsächlich auch leichter, wir wissen alle, warum wir hier sind und warum wir das machen. Ja,
Sebastian Okay. Ja, also da ist auch Erfahrung da, dass du auch schon mit anderen Subs gespielt hast. Okay. Hat denn auch mal jemand anderes mit deiner Frau gespielt? da ist dann die Frage, wenn du das dann siehst, was geht da in dir vor? Also wenn ich das fragen darf.
Christian ich grundsätzlich kein Problem damit. Ich gucke mir das auch gerne an. Witzigerweise, wir hatten gerade an diesem Anfang, wo wir angefangen haben, intensiver zu spielen, mit einem befreundeten Pärchen zusammengespielt und der andere Dom ist tatsächlich übertrieben. Der war nicht böse, sondern der hat härter gespielt und der ist wirklich davon ausgegangen, dass da ein Consent herrscht, dass auch dieses härtere Spielen okay ist. Und es gab bei meiner Frau einen erstklassigen Absturz. Im
Sebastian Okay.
Christian Nachhinein alles super gelaufen. Sie hat dann irgendwann gesagt, hört mal zu, das geht nicht. Und dann saßen vier Leute bei uns auf der Couch, haben meiner Frau die Schokolade reingedrückt, sie warm gehalten, war im Nachhinein alles in Ordnung. War für mich natürlich auch nochmal so ein Punkt, wo ich mir gedacht habe, okay, du bewegst dich hier in Sphären, in die du eigentlich nie wolltest und nie reingehört hast.
Sebastian Okay.
Christian Aber auch das ist eine Sache, wir haben da oft drüber geredet und ich denke, inzwischen sind wir da so gut auch kommunikativ auf einer Ebene, dass ich weiß, egal was ich mache, ich kriege ein Feedback. Und wenn das Feedback irgendwann ist, du bist gerade an der Grenze und hier ist Tod.
Sebastian Also das gibt dir auch einfach die Sicherheit Und ja, also die Kommunikation ist da, die habt ihr etabliert. Ich glaube, ihr habt das Gefühl, die musstet ihr euch auch tatsächlich erarbeiten.
Christian Definitiv. Ich
Sebastian Und ja, aber das ist doch eigentlich dann auch schön, wenn deine Frau dir vertraut und du vertraust ihr genauso, dass ihr beide so sicher spielen könnt, dass ihr euch wohl damit fühlt.
Christian bin froh, dass wir heute an dem Punkt sind, wo wir sind, weil eben das für mich viel entspannter geworden ist, je sicherer ich mir bin, dass sie nicht irgendwas mir zu Liebe macht, sondern weil sie Spaß dabei hat und mir aber auch wirklich jederzeit sagt, sagt, hier ist eine Grenze, mehr möchte ich nicht.
Sebastian das heißt aber, also, hm, darf ich mal, darf ich mal vermuten, also wenn sie jetzt sagen würde, nee, ich mag das nicht mehr, dann, dann könntest du das auch lassen und würdest, würdest das vielleicht auch, also du könntest auch ohne leben. Okay.
Christian Weiß ich aber, könnte sie auch nicht.
Sebastian Gut, ja, dann seid ihr euch da ja einig. Ah, Sarah Blume hat nochmal eine Frage. Ist es vielleicht deswegen schwierig, weil Angst besteht, dass Fehler als Dom später auf die Beziehungsebene im Alltag finden? Also
Christian Ja, würde ich nicht komplett verneinen.
Sebastian musst es ausbaden, ne?
Christian Ich glaube, so weit denke ich in dem Moment, wo mich das schlechte Gewissen packt, so weit denke ich in dem Moment. Aber das mag man reinspielen können.
Sebastian Okay, ja, also ich habe auch so diese Theorie, dass man mit, ich sage mal mit, das ist ein blöder Begriff, mit flüchtigen Spielpartnern tendenziell härter spielen kann oder tendenziell härter spielt, weil, ja, das geht ja am Ende des Abends auseinander. Also das ist jetzt eine sehr gewagte Theorie, die ich jetzt hier ausspreche. Aber ich habe vielleicht dieses Gefühl, wenn man sich nur selten sieht, dann alles auf eine Karte, das muss alles in einem Abend reingedrückt werden und dann geht man nochmal zwei Schritte weiter vielleicht. Vielleicht.
Christian Würde ich genauso unterschreiben.
Sebastian Okay. Ja, also ich kann da immer nur so meine eigenen Erfahrungen so ein bisschen sehen, aber ich habe das nicht experimentell nachgewiesen. Also da bin ich dann tatsächlich auf die, ja, tatsächlich auf viele Meinungen einfach angewiesen, um mir da auch ein ordentliches Bild zu machen.
Christian Lass uns mal eine Doppel-Blind-Studie dazu betreiben.
Sebastian Ja, genau. Ja, da müsste ich jetzt theoretisch, da müssten das aber einfach viel, viel, viel mehr Hörer sein, wo ich dann sagen kann, okay, wir machen jetzt so eine Blitzfragerunde, wo ich einfach mal 30 Leute anrufen lasse, die einfach jeder drei Fragen beantwortet, zack, auflegen, der Nächste bitte. Das wäre vielleicht witzig, aber ich glaube, das ist nicht toll. Aber sowas muss man selber erfahren.
Christian Nein, das ist richtig. Bei einem flüchtigen Spielpartner, was passiert jetzt mal, solange man sich im Konsens bewegt? Was passiert schlimmstenfalls, dass dein Gegenüber sagt, mit dir spiele ich nie wieder? Dann ist das halt so, dann geht man nicht unbedingt glücklich aus dem Abend raus. Wenn ich das innerhalb von einer Beziehung mache und meine Frau sagt, mit dir spiele ich nie wieder, habe ich mir ganz böse ins Knie geschossen.
Sebastian ist wohl wahr. Stimmt, da ist dann so, ja, ohne Wiederkehr. Oder im Zweifel musst du dann eine Menge, ich sag mal, Geschenke herbeibringen, um wieder eine Chance zu haben. Da gelten die alten Prinzipien schon. Die gelten da weiterhin. Bloß kein Schnellkochtopf.
Christian Das eignet sich nicht zum Spielen.
Sebastian Ähm, Entschuldigung, das ist jetzt sowas von politisch inkorrekt, ne, aber, ähm, ja, ich als Kerl, mir haftet dann an, wir nehmen mal an, ich würde jetzt einen großen Strauß Blumen besorgen, einfach so, ich glaube, ich würde gefragt werden, was ich angestellt habe, dass ich jetzt mit Blumen um die Ecke komme.
Christian Echt, das kenne ich so gar nicht. Nein, Spaß beiseite, das wäre bei mir genauso.
Sebastian Ja, also das ist dann, ja, da können wir Kerle jetzt da ein bisschen rumwitzeln, aber ja, das ist wirklich politisch unglaublich inkorrekt. Aber egal, macht ja nichts, wir können uns das ja leisten. Ich habe übrigens gerade gemerkt, ich habe dir überhaupt keine Gelegenheit gegeben, dich einmal ordentlich vorzustellen. Magst du das noch nachholen oder reicht Christian an der Stelle?
Christian Können wir gerne machen. Also ich bin 45, komme aus der Frankfurter Ecke. Wie schon durchgeklungen ist, ich bin Dom. Jo, was willst du noch wissen?
Sebastian deine Schuhgröße natürlich, nein. ja, das ist immer so ein bisschen, das geht immer so ein bisschen unter mit hier und da und dann klingelt es, dann geht man ran und zack, jemand ist am Telefon. Ach, das ist immer schön, also mir macht das ja unglaublichen Spaß. Okay, ich kriege gerade den Tipp, ich müsste einfach öfter Blumen mitbringen, dann sei das nicht so verdächtig. Ja, das ist möglicherweise eine Strategie, damit kann ich das schlechte Gewissen also vorbereiten, dankeschön. ähm,
Christian Allerdings kommen dann die Blumen, die wirklich zur Entschuldigung gedacht sind, die gehen total unter.
Sebastian du hast auch wieder recht stimmt, da müssen wir dann das steigert sich irgendwie und irgendwann müssen wir dann mit dem Autoschlüssel um die Ecke kommen, jaja
Christian Ich wollte es gerade sagen. Dann als nächstes kommt das iPhone und als übernächstes die 8.
Sebastian aber jetzt haben wir doch genau diesen Punkt da kann ich so viel Dom sein, wie ich will und 24/7 und D/s und tralala, kann ich ja alles machen und kann da der Dom vom Herrn sein, das nützt mir alles nix wenn die Frau stänkig auf mich ist, dann muss ich sie umgarnen und wieder zurückerobern ist
Christian Sind wir uns doch mal
Sebastian das nicht schön?
Christian klar drüber, in dem Moment, wo unsere Spielpartner nicht mehr mitspielen, wird das verdammt langweilig.
Sebastian äh, ja, definitiv jetzt habe ich hier gerade Krach gemacht, es wird langweilig und es ist ja eben, der Partner ist ja dann auch nicht mehr auswechselbar. Also ich glaube, da ist auf der einen Seite die Freiheit, die du mit dem Spielpartner hast, der nicht, dass man das so denken würde oder wollen würde, aber der flüchtig ist an der Stelle und das geht halt wahrscheinlich auseinander oder auch nicht, also kann man halt nicht sagen. Es ist halt alles offen. Oder ich bewege mich halt in einer Beziehung, die einen essentiellen Wert hat für mich, wo ich sage, das möchte ich um jeden Preis erhalten und dann diesen Menschen wehzutun, ihn zu misshandeln und durch die Wohnung zu treiben und bösartig zu sein. Also ich glaube, dass man unterbewusst da schon doch ein kleines bisschen vorsichtiger ist. Okay,
Christian Auch das würde ich jetzt so direkt drunter schreiben.
Sebastian wo würdest du sagen, das ist nicht so, wie man sich das vorstellt?
Christian Ich weiß gerade nicht, worauf du raus willst. Ich
Sebastian Ja, also wir sind uns beide gerade unglaublich einig und was das angeht und ich erwarte gerade so einen kleinen Shitstorm aus dem Chat, den bekomme ich noch nicht, da muss ich wohl noch zwei Stufen weiter gehen. Aber wo wir zu sagen ist, ist das bei euch ein bisschen ungewöhnlich. Also was jetzt, wo ich jetzt nicht sagen würde, das kann ich sofort nachvollziehen. Gibt es da was, wo ihr sagt, das ist so für euch speziell?
Christian würde sagen, Wir sind in keinem Spielbereich so extrem, dass ich jetzt damit auftrumpfen könnte. Da kann ich irgendwas viel besser. Weder spiele ich bei einer Frau mit der 5 Meter Bullwhip, noch haben wir jemals 500 Nadeln in ihr versenkt. Nein, ich denke, wir spielen bei vielen, was ich bei dir bisher zu den Podcasts gehört habe. relativ sanft erheben,
Sebastian Ja, wobei, das muss man auch nicht vergleichen.
Christian würde ich auch sagen, das ist kein Wettbewerb. Jeder so, wie er sich wohlfühlt. Für mich,
Sebastian Es gibt diese Heldentaten, sage ich mal. Es gibt so ein paar Sachen, das habe ich mal auf dem Stammtisch gesagt. Dieses Jahr, was kann ich eigentlich? Ich kann nicht schön peitschen, ich kann nicht schön fesseln und ich kann nicht tolle Fotos machen. Ja, gut, ich kann halt quatschen. Das hilft mir an der Stelle. Aber man sticht nicht heraus. Okay,
Christian worauf ich ein Stück weit stolz bin und womit ich glücklich bin, ich bin zunehmend mehr in der Lage, mein Kopfkino und das Kopfkino meines Gegenübers unter einen Hut zu bringen und das immer weiter auszureißen. Und das macht gerade einen unglaublichen Spaß. Ich
Sebastian also das heißt zunehmend in der Lage, waren eure Kopfkinos eher asynchron bisher oder gab es da Dinge, die nicht zusammengepasst haben?
Christian glaube, wir haben einfach zu wenig kommuniziert.
Sebastian Hm,
Christian Ich höre immer wieder Sachen von meiner Frau, wo sie sagt, während wir gerade gespielt haben, hatte ich das Szenario im Kopf, das hätte ich mir nie getraut, damit jetzt anzukommen und gesagt, in der Richtung spielen wir mal. Da
Sebastian okay. Du magst jetzt nichts verraten, ne? Oder doch?
Christian müsste ich jetzt das Kopfkino von meiner Frau preisgeben, ohne, ja okay, mache ich das nicht.
Sebastian Okay, ja, das ist in Ordnung. Ja, du weißt ja, mein Job ist es zumindest gefragt zu haben, ne?
Christian Nein, tatsächlich mal ganz grob gefasst, wir spielen uns seit ein paar Monaten tatsächlich mit so Demütigungsgeschichten. Ich hätte mich nie früher getraut, sie Schlampe zu nennen. Jetzt ist sie halt nicht Schlampe, sondern meine Schlampe.
Sebastian Ja, okay. Also im Prinzip eine demütigende Koseform.
Christian Und seit wir das machen, kriege ich einfach auch immer mehr Feedback, worauf ich dann beim nächsten Mal spielen aufbauen kann. Im
Sebastian Ist das, diese Überwindung, sage ich mal, zu sagen, ich tue ihr jetzt weh, ist das schwieriger, als zu sagen, ich erniedrige sie?
Christian Gegenteil. Also das fand ich am Anfang tatsächlich noch schwieriger. Dieses körperlich Schmerzen zuzufügen, ist, finde ich, berechenbarer. Wenn ich einen Rohrstock nehme, auf den Hintern haue, gibt es einen roten Streifen. Hau ich noch fester zu, gibt es einen blauen Fleck. Der braucht drei Tage, bis er abheilt. Und dann kriege ich im Zweifelsfall noch drei Wochen vorgehalten, dass das ein bisschen fest war.
Sebastian Ja, gut, aber das heilt.
Christian In dem Moment, wo ich auf psychischer Ebene anfange, an Grenzen zu kratzen. In dem Moment, wenn ich da tatsächlich eine Grenze überschreite und sie verletze, das hängt mir länger nach. Oder das hängt ihr länger danach und damit mir auch.
Sebastian Ja, stimmt schon. Und das sind diese seelischen Wunden, die sieht man nicht so richtig und da ja, die heilen auch nicht unbedingt von ganz alleine, ne? Da muss man dann schon wieder was tun, aber auch an der Stelle wieder Kommunikation, ne?
Christian Und ich glaube, da wird es tatsächlich auch schwieriger mit Kommunikation, wenn du dein Gegenüber wirklich in deinem Selbstwertgefühl verletzt, ist die Frage, kommt dann dein Gegenüber wirklich noch auf dich zu und sagt, hör mal zu, du hast mir jetzt wirklich emotional richtig wehgetan und das kann ich nicht einfach als Spiel abtun. Und da hätte ich tatsächlich wieder Angst, dass das dann auch auf Dauer Auswirkungen auf unsere Beziehung haben kann.
Sebastian Ja, vor allen Dingen, wenn das dann, ist ja auch die Frage, wie weit das Spiel dann auch in den Alltag reinstrahlt, ne? Also meine Schlampe, ist das dann was du auch im Alltag sagst oder was dann eng begrenzt ist vom Zeitraum?
Christian Im Bett oder bettähnlichen Lokalitäten statt.
Sebastian Ähnliche Lokalitäten, das finde ich gut. Ja, ich glaube, das brauchst du auch, dass du diesen Kontext bildest, dass du sagst, wir sind jetzt im Kontext und darin gelten andere Regeln als sonst im Alltag.
Christian Nein, was Rohrstock angeht, wenn ich hier abends, wenn das in unserem Rahmen ist, mit dem Rohrstock auf dem Hintern haue, ist das in Ordnung. Würde ich das beim Aldi an der Kasse machen, würde sie mir eine scheuern und das ist zu Recht.
Sebastian Ja, wohl wahr. So, jetzt gucken wir mal. Ich schaue mal ein bisschen, was der Chat noch so sagt, wenn das in Ordnung ist. Ich gucke nämlich auf die Uhr und stelle fest, ach, ich verquatsche mich hier, das ist ja wunderbar. Aber, ah ja, hier, Regenbogenschaf schreibt, ein falsch gesetztes Wort braucht sieben liebe Worte, um es zu neutralisieren. Ja, wahrscheinlich brauchst du noch mehr als sieben. Ja, aber du hast schon so im Hinterkopf so ein gewisses Gefühl von, ich kann da was kaputt machen. Das heißt, du hast Respekt vor der Situation.
Christian Ich habe auf der einen Seite ein Interesse dran, das, was mir Spaß macht, weiter ausleben zu wollen und was mir Spaß macht, ist tatsächlich auch an Grenzen zu gehen. Aber das, was ich vorhin gesagt habe, ich würde mir selber ins Knie schießen, wenn ich es übertreibe und mir damit selber zukünftige Spielmöglichkeiten versau und ganz extrem oft meine eigene Beziehung torpediere.
Sebastian Ja, aber jetzt kommen die kritischen Menschen hier. Dieses Rauschen schreibt da was Schönes und das kann ich auch ein bisschen nachvollziehen. Also der Gast scheint das Motto zu haben, mache nichts kaputt, was du nicht wieder heile machen kannst. Guter Wert. Aber beim BDSM braucht es ja manchmal auch so ein bisschen Zucker im Tank. Also mal was wagen, ein bisschen über die Grenze gehen, einen Schritt weiter gehen. Wie sieht es da aus?
Christian Diese Gratwanderung betreiben wir seit Jahren. Was geht doch? Wo kann man sich an die Grenze rantasten? Ich bin mir sicher, es gibt zig andere, die das viel schneller und auch mit weniger Skrupeln durchgezogen haben. Auf der anderen Seite denke ich mir, da spiele ich lieber, ein bisschen sicherer, habe länger meinen Spaß dabei. Und sie hat ihren Spaß auch dabei nebenbei. Es geht ja um beider Spaß.
Sebastian Ja. Okay, jetzt mag ich ja mal wissen, wo geht die Reise jetzt für euch hin? Also wo sagst du jetzt, okay, komm, da soll es jetzt hingehen, das möchte ich jetzt gern.
Christian Ich finde die Reise spannend. Ich habe kein konkretes Ziel vor Augen. Ich möchte nicht irgendwann, übertrieben gesagt, die willenlose Sklavin zu Hause haben. Mir macht diese Reise Spaß, sich immer wieder auch gegenseitig an die Grenzen heranzuführen. Was meine Skrupel angeht, im Zweifelsfall auch was ihre Skrupel angeht, und solange wir uns da weiter vortasten, ist wirklich der Weg das Ziel. Ich
Sebastian Ja, finde ich super. Finde ich schön. Also ihr habt einfach Spaß miteinander, entwickelt euch, müsst aber auch nicht hetzen, habe ich das Gefühl. Also ihr müsst nicht dieses höher, schneller, weitergehen, sondern guckt einfach, was macht euch Spaß und ich habe das Gefühl, ihr habt da einen schönen Weg gefunden.
Christian bin tatsächlich inzwischen nicht unglücklich damit.
Sebastian Nicht unglücklich damit.
Christian nein, was ich damit meinte, so diese Skrupel zwischendrin, die haben tatsächlich unglücklich gemacht. Nein, ich bin super froh, dass das in unserer Beziehung so läuft und ich glaube, das ist ein Sechser im Lotto, dass du als Vanilla mit irgendwelchen Fantasien im Kopf anfängst, eine Beziehung zu führen mit einem anderen Vanilla, wo du dann irgendwann feststellst, hoppla, wir haben da Schnittmengen und jetzt bauen wir da drauf mal auf.
Sebastian Ja, also das ist tatsächlich, also das kommt vor, Das habe ich auch schon einige Male gesehen, dass es das gibt. Und dann ist aber auch wieder spannend, wie lange es dauert, bis man sich dann in der Beziehung, wo man auch zwischendurch geheiratet hat und weiß, guck, guck, was alles durchgestanden hat, dass es dann trotzdem noch ewig dauert, bis man dann sagt, hier, also das mit dem BDSM, das wäre ja schon ganz gut, wollen wir nicht mal. Also 15 Jahre waren es jetzt, glaube ich. die Geduld müsste ich mal haben.
Christian 20 und nach 15 Jahren haben wir angefangen.
Sebastian Ja, aber wirklich 15 Jahre habt ihr beide im Prinzip nicht rausgerückt damit, ne?
Christian ich kann jetzt da nur für mich sprechen, ich jetzt nicht 15 Jahre super unglücklich abends ins Bett gegangen bin und das Gefühl hatte, da fehlt dir was. Du hast vage Ideen im Kopf gehabt, du hast sicher mal den anderen Porno geguckt, wo ich aber vor 10 Jahren noch gesagt hätte, das, was ich da sehe, ist in gar keinem Fall Konsens und damit völlig indiskutabel. Heute würde ich das an vielen Stellen anders sehen. Auch auf die Partys, wo wir gehen. Die ersten Leute, die wir da wirklich hart haben spielen sehen, wir standen da daneben und haben uns gedacht, was machen die da? Ist das wirklich noch okay?
Sebastian aber auf der anderen Seite, habt ihr dann mit Leuten gesprochen, die ihr da habt spielen sehen?
Christian Die ersten ein, zwei Mal nicht. inzwischen zunehmend mehr. Klar hast du dann immer mal Ausreißer. Vor einem Jahr waren wir auf einer Party, wo offensichtlich zwei, drei gut betuchte Herren sich eine Dame geleistet haben. Die hat da mitgespielt, aber du hast eindeutig gesehen, die hat da null Spaß bei.
Sebastian Okay. Ja,
Christian Abtörner schlechthin. Auf der anderen Seite sehen wir viele andere, die wirklich hart spielen und wo du im Nachhinein mit denen zusammen auf einen Sekt oder einen Whisky an der Bar sitzt und die haben alle ein Grinsen im Gesicht. Das finde ich schön und das mag ich. Ja,
Sebastian das ist ja auch, warum gehe ich auf eine Party? Ja, da kann ich spielen, da kann ich machen, da kann ich tun, aber ich kann auch einfach Menschen in Ekstase erleben, ne? Und ja, das einfach auch schön finden.
Christian und je mehr von diesen Menschen da sind, umso schöner ist die Party.
Sebastian Ja, genau. Also wenn dann so alle am Machen und Tun und Spielen sind, das ist einfach so ein ganz eigenes Flair. Das fällt mir auch immer unglaublich schwer zu beschreiben, wie das Gefühl ist, wenn man auf einer Party ist. Es ist einfach, man hat eine verdammt gute Zeit, denke ich einfach. Und ich glaube, das ist das Einzige, was ich dazu so richtig sagen kann. Ja,
Christian Ja, ich denke, ich hätte gerne mal diese Mischung, die Nervosität beim ersten Mal und die Abgeklärtheit heute. Es gäbe eine schöne Mischung.
Sebastian das stimmt. Da beneide ich aber auch die Menschen, die gerade erst anfangen, weil die haben so ganz viele erste Male vor sich. Aber ganz ehrlich, es macht ja nicht weniger Spaß, nur weil diese Aufregung nicht da ist, sondern man hat dann einfach im Kopf genug Ressourcen, um dann noch neue Dinge zu entdecken, die man am Anfang nicht gesehen hätte, finde ich.
Christian Ja, diesen Adrenalinkick hätte ich auch gerne nochmal. Was
Sebastian Okay, also der ist tatsächlich verschwunden bei dir?
Christian Partys angeht, ja.
Sebastian Okay.
Christian Also da ist es tatsächlich so, wir machen das für uns so, wir haben ein Kind, sprich wir müssen da immer ein bisschen organisieren. Wir sagen dann zwei, dreimal im Jahr, wir gönnen uns wirklich mal großen Auszeit und dann fahren wir auf Schloss XY oder gehen halt mal abends hier im Kreis auf eine Privatparty. Aber das zelebrieren wir dann wirklich als Auszeit für uns. Aber da gehen wir nicht mehr mit Herzflattern ran, sondern freuen uns wirklich auf dieses Event. Und beim ersten Mal war es wirklich so, Zittern der Hände, kalter Schweiß auf der Stirn. Hast du das Richtige an?
Sebastian Komme ich überhaupt rein?
Christian Ja, ja, damals hat sich gar nicht so die Sorgen gemacht, sondern was für perverse Leute sind da unterwegs. Na gut, heute sagt man, hoffentlich sind viele perverse Leute da unterwegs. Das
Sebastian also da bin ich aber auch so ein bisschen, also meine erste Party war nicht die übliche Party, die man hier in Hannover besucht hat zu der Zeit, sondern das war eine andere Party. Über glückliche Irrung und Wirrung bin ich dort hingekommen und das war auch so eine Party, die war ganz chillig und die Menschen waren ganz liebenswürdig böse zueinander und das war einfach gut. Gut, ja, und ich überlege gerade, da muss ich mir noch mal Gedanken machen, weil natürlich war ich super aufgeregt, aber in dem Moment, wo ich da durch die Tür bin, hatte ich so ein, ach, jetzt bin ich zu Hause-Gefühl. Man hat da die Menschen spielen, da dachte ich mir, genau das, jetzt fühlt sich das jetzt gut an, hier bin ich angekommen.
Christian hatten wir tatsächlich bei unserer Favoritenparty. Da sind wir dahin gekommen, bei diesem Event, bei dem wir waren. Es gibt erstmal ein schönes Dinner, wo alle zusammensitzen und später wird dann gespielt. Da sind wir mit einem Pärchen an einem Tisch gelandet, die sicher auch so im Spielen ein ganzes Stück weiter waren als wir. Mit denen haben wir uns unterhalten und nach einer Viertelstunde hatten wir das Gefühl, ey, die kennen wir seit 20 Jahren. Und die fingen dann irgendwann an, ey, habt ihr nicht Lust zu spielen? Wir haben dann zugestimmt und an dem Abend sind so viele eigentlich festgelegte Limits gefallen. Wir hatten gesagt, wir küssen niemand anderen. Wir spielen mit niemand anderem. Wir sind nach dem Wochenende raus und haben gesagt, was haben wir hier eigentlich gemacht? Wir haben uns beide angeguckt und haben gesagt, keine Ahnung, aber es war geil. Weil,
Sebastian Ja, das ist optimal, besser geht's doch gar nicht. Schön.
Christian klar,
Sebastian Schön. Pass auf, ich mag den Chat, wenn ich darf, noch mal kurz ermutigen, weil ich werde dich demnächst verabschieden wollen, werden müssen. Wenn die noch was von dir wissen mögen, dann müssen sie jetzt mit der Sprache rausrücken. Also lieber Chat, seid so mutig, fragt, was ihr fragen wollt. Aber das finde ich ja toll. Wenn du wirklich dann sagst, nach dem Wochenende gehe ich jetzt hier raus und boah, das ist legendär gewesen. Und das bleibt, glaube ich, auch die Erinnerung an so ein Event.
Christian glaube, wir haben inzwischen die eine oder andere Party mitgenommen. Aber wenn du mich oder meine Frau fragst, diese Party können wir dir mehr oder weniger minutiös erzählen. Und es kommt bei beiden das Gleiche raus. Ja,
Sebastian Wie ist denn das mit dem Gefühl, wenn man sowas erlebt hat nach so einer Party? Das will man doch wiederholen. Habt ihr das versucht?
Christian also speziell mit diesem Pärchen haben wir uns auch noch mehr als einmal getroffen. sei es auf Partys, sei es auch privat, das war auch das Pärchen, wo es den Absturz gab, hat trotzdem weiterhin eine Freundschaft ergeben. Also das war wirklich sehr, sehr schön.
Sebastian Okay, aber dieses Gefühl hinterher, war das nochmal wieder da?
Christian Ich glaube nicht, dass wir das, glaube, so kriegen wir das nie wieder, weil die Anforderungen, die wir an so eine Party gestellt haben, ein paar andere sind. Wir sind danach nie wieder mit solchen Limits an eine Party rangegangen. Und das war ja gerade das Spannende, dass wir eben mehrere Grenzen innerhalb von einem Abend völlig über Bord geworfen haben. Und zwar beide. Und damit beide auch danach völlig konform gegangen sind. Und
Sebastian okay. Also auch dieses gemeinsam über Grenzen gehen. So, jetzt.
Christian das Wichtige ist, das Gemeinsame. Ich
Sebastian Ich guck mal. Also Lady A ist neugierig und möchte wissen, welche Schlossparty das war. Kannst du, magst du, Darfst du dazu was sagen oder bleibt das jetzt erstmal eine Schlossparty?
Christian kann gerne den Veranstalter nennen, ich werde nicht sagen, wo es war.
Sebastian Wenn du nicht sagen kannst, wo es war, dann ist ja
Christian Das war von, kann
Sebastian ja also, sagen wir mal so. Kommst du gleich nochmal in den Chat rein?
Christian ich gerne machen, klar.
Sebastian dann kannst du einfach Lady A nochmal dich direkt mit ihr austauschen. Dann kannst du ihr da mal eine Empfehlung geben, auf welche Schlossparty sie unbedingt gehen muss. Und dann passt das ganz
Christian Ja, mache ich gerne. Für Lady A, ich bin als Smartrun, so,
Sebastian Okay, wunderbar. Dann könnt ihr euch ja jetzt gleich da treffen. So, Regenbogen-Sub mag noch wissen, wissen, wie spielen sie und erklären es den Kindern, wenn diese zu Hause blaue Flecken sehen? Hat es das überhaupt schon gegeben?
Christian dass man es nicht hätte verheimlichen können. Wir sind beide relativ sportlich unterwegs und beim Radfahren, wo ich dich übrigens mit dem Podcast immer sehr, sehr mag, auf Mountainbiketouren. Nein, da hat man immer mal einen blauen Fleck. und so, dass jetzt hier ein kompletter Rücken oder ein kompletter Hintern oder die Oberschenkel blau gewesen wären. Das haben wir so einfach nicht.
Sebastian Also da mag ich auch nochmal empfehlen, also ich habe ja letztes Wochenende eine Folge hier aufgenommen und da ist das Thema Kinder, also Eltern sein und BDSM ist auch thematisiert und die wird vermutlich in etwa zwei Wochen erscheinen, die Folge, und da einfach mal reinhören, da werden wir so ein bisschen drauf eingehen einfach. So, einfach nochmal als kleinen Hörtipp hier rausgeben.
Christian Ich denke, bei Kindern, da sollte man sie wirklich relativ raushalten. Also, dass Eltern Sexualität haben, ist völlig in Ordnung. Ich glaube, so tief sollte man sie nicht reinschauen lassen. Das ist schwierig, das wirklich zu verstehen.
Sebastian da gibt es auch ganz viele unterschiedliche Herangehensweisen und da gibt es auch glaube ich keine, es gibt wahrscheinlich ganz viele richtige Varianten, wie man es machen kann, aber es gibt auch ein paar unglaublich falsche. Aber das ist immer ein schwieriges Thema. Das können wir jetzt auch nicht in zwei Minuten nebenbei behandeln. So, als allerletztes, jetzt lasse ich hier noch einen durch. Würde er denn überhaupt noch auf Partys gehen? Fragt Lenk hier 0815. Die Frage habe ich jetzt nicht ganz verstanden. Vielleicht kannst du sie interpretieren.
Christian Jederzeit wieder, sobald es wieder geht. Was tatsächlich so ist, dadurch, dass wir relativ hoch eingestiegen sind, würden wir beide jetzt nicht mehr sagen, wir gehen hier auf irgendeine klassische Swinger-Party, wo ein bisschen BDSM läuft, sondern dann tatsächlich lieber zusammen ein Wochenende rausgesucht, ein paar Euro mehr in die Hand genommen und richtig Spaß gehabt. Ja,
Sebastian Ja, ich glaube, das hält auch diesen Nimbus des, es ist was ganz Besonderes, den hält das nochmal richtig hoch auch.
Christian definitiv.
Sebastian da muss sich einfach jeder gucken, was für eine Party ist für jemanden interessant. Eine Swinger-Party, die ein bisschen BDSM-ig ist oder so eine klassische Play-Party, die alle zwei Wochen stattfindet in einer festen Location. Oder eben zu sagen, ich mache zweimal im Jahr hier einen richtig drauf. Jetzt
Christian Das sollte in keiner Weise wertend sein. Wir haben für uns unseren Weg gefunden. Und jeder, der es anders macht, völlig okay.
Sebastian muss ich ja gestehen, ich war noch nie auf einer Schloss-Party. Sollte ich Ich mich mal einladen. Ich glaube, ich lasse mich mal einladen. Aus journalistischen Gründen. Ja, ach, das ist aber auch Freizeitplanung. Aber das ist ja unser Ding, was wir hier so machen. Ich glaube, das würde ich mit dem Podcast gar nicht so vermischen und hoffen, dass ich dann einfach gar nicht erkannt werde. Ich rede dann einfach nicht. Schweigsamer Dom.
Christian Steckst dir einfach die weiße Lilie in das Ohr, dann erkenne ich dich.
Sebastian Hm, eine weiße Lilie.
Christian Von mir aus auch eine grüne Rose.
Sebastian Ich stecke mir gar nichts hinter das Ohr. So.
Christian Völlig
Sebastian Nee, nee, nee, ich mehr, ach. So, weißt du was, wir haben es schon wieder halb elf und wir haben ja morgen noch einen normalen Bürotag, also einen Arbeitstag und ich glaube, der ein oder andere Hörer hat sich auch schon verabschiedet, weil er irgendwann doch mal schlafen muss. Ich würde jetzt hier einen Deckel drauf machen, wenn das in Ordnung ist.
Christian okay.
Sebastian Und dann sage ich einfach vielen, vielen Dank, dass du A, dich gemeldet hast, B, angerufen hast, auf jede Frage hier geantwortet hast und uns da einfach Einblick gegeben hast. Ja, danke schön, Christian.
Christian Danke dir, es hat mir einen Spaß gemacht.
Sebastian Ja, mir ebenso. Dann passt das so und läuft. Super. Dann, ja, ich sage mal, grüß deine Frau schön.
Christian Mache ich gerade.
Sebastian Und ja, hab noch einen schönen Restabend und eine schöne Restwoche.
Christian Danke dir auch.
Sebastian Sehr gerne. Tschüss.
Christian Bis dann. Ciao.

Würdigung der Unterstützer

Sebastian Mensch, also ganz ehrlich, Donnerstagabend, ich war ja mir nicht sicher, ob ich hier irgendwie über 10 Hörer rauskomme, weil es ist ja ein Wochentag und alle müssen morgen früh raus und ja, also liebe Hörer, insbesondere lieber Chat, ihr seid dabei, ihr seid aktiv dabei, immer noch, es ist so spät schon und das läuft. Ich glaube, das hat Zukunft. Schön. Schön, dann würde ich jetzt aber trotzdem langsam zum Ende kommen, sogar relativ schnell. Ich mag noch hier 1, 2, 3, 4 Unterstützer, mag ich nochmal würdigen, die nämlich diesen Podcast so wunderschön unterstützen, indem sie eine Überweisung machen, indem sie bei Steady ein Abo abschließen oder einen Dauerauftrag oder irgendwas, um einfach zu sagen, okay, der Podcast hat eine finanzielle Basis und ich muss mir eben keine Gedanken um Zugtickets und all so ein Zeug machen, sondern kann sagen, was notwendig ist, das kann ich machen. und muss dann eben nicht Termine irgendwie verschieben oder absagen, weil es eben mal nicht drin ist, irgendwie 200 Euro Zugticket kaufen zu müssen oder sowas. Und das ist möglich, weil zum Beispiel Susanne überwiesen hat und schreibt in den Betreff Unterstützung Podcast, ganz klassisch. Anja macht zum Beispiel einen Dauerauftrag, da steht drin Kaffee und noch mehr Kaffee für den genialen Podcast. Dankeschön. Wenn ich davon immer nur Kaffee kaufen würde, ganz ehrlich, dann wäre ich immer wach. So, Wolfgang schreibt Gin Tonic in der Meta-Ebene und Malte schreibt Danke für den schönen Podcast. Euch vor allen Dingen vielen Dank, dass ihr den Podcast unterstützt habt und das auch weiterhin tut. Ich mag noch mal eine kleine Vorschau geben. Also ich habe am Samstag eine Folge aufgenommen mit einem Pärchen. Die erscheint Ende Juni, Anfang Juli rum. Und nächstes Wochenende, also in acht, neun Tagen etwa, habe ich schon wieder eine Aufnahme und da habe ich ein Pärchen da, die machen ganz

Hörerfragen zu D/S und Verabschiedung

viel mit D/s. Also da werde ich dann wirklich mal alles, was ich zum Thema D/s an Fragen raushauen kann und unterbringen kann, von vorne bis hinten durchexerzieren und wenn ihr Hörer da Fragen zu habt oder so, dann schickt mir mal eine Mail oder so, dann packe ich die noch mal bei mir auf meinen Spickzettel drauf, damit ich die da auch verarbeiten kann. Ich glaube, für heute reicht es erstmal. Nochmal, liebe Hörer, vielen, vielen Dank, dass ihr hier durchgehalten habt bis zum Ende und vielen Dank an meine beiden Gesprächspartner, dass sie einfach mit mir einen richtig schönen Abend hatten. Danke euch, macht's gut, tschüss.

Outro



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