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Live · 01.06.20 · 149min · 7.002 Downloads · 249

Unvernunft LIVE v. 29.05. - Konsens auf Partys

Eingreifen? Wann kann, darf und muss ich?

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Vorwort

Sebastian So, willkommen zur Unvernunft Live 21. Es gibt jetzt auch zuerst einen kleinen Einschub aus der Postproduktion, denn die Feed-Version dieser Folge braucht einen kleinen Disclaimer. Mein Gast, Nemaides, gibt uns seine Einschätzung zu Themen wie Strafbarkeit, Widerruf und moralische Einordnung zum Thema Session und Eingreifen. Dieses Thema polarisiert tatsächlich und ich freue mich, dass mein Gast seine Einschätzung mit uns teilen möchte. Dies tut er ausdrücklich als Privatperson im Gespräch mit mir und dies auch noch mit sehr wenig Vorbereitungszeit. Was Nemaides hier sagt, ist keine Rechtsberatung und soll auch nicht als solche verstanden werden. Ich persönlich finde jedoch, dass seine Perspektive für dieses Thema absolut wertvoll ist und gehört werden muss. Mögliche Quellen und Verweise habe ich in den Shownotes ergänzt. Nemaides sonstiger Background, so interessant er auch ist, ist absichtlich nicht Teil der Sendung. Ich bin mir aber sicher, das können wir alle wohlwollend respektieren. Und nun geht es los mit Folge 21.

Begrüßung

Hallo und guten Abend zur Unvernunft Live Nummer 21 am Freitag, dem 29.05. Ja, schön, dass ihr wieder da seid und live dabei seid. Auch zum Chat sage ich erstmal Hallo. Hallo, und heute wird es ein bisschen anders, denn ich habe genau einen Gast, den habe ich aber noch gar nicht in der Leitung. Ich erkläre einmal kurz den Modus. Da habe ich einen Gast, Nemaides wird es sein. Wir werden ein bisschen über das Thema Party eingreifen, wann kann, darf, muss und soll ich das tun, aus leicht, ich sage mal, juristischer Seite betrachten. Mal gucken, wie gut das klappt. Und danach ist dann hier entweder Ende oder ihr ruft einfach an. Es gibt da eine schöne Rufnummer, die sage ich dann an und dann freue ich mich einfach auf das, was der Abend so bringt.

Pizzadienst

Sondern bevor ich jetzt da die Nummer wähle, mag ich nochmal erwähnen, ich habe

Intro

tatsächlich einen Pizzadienst bestellt und der Blödmann, der kam nicht nach einer Stunde, sondern noch später und um viertel nach acht kam der den hier endlich angefahren. Und ich habe jetzt gerade noch ganz schnell irgendwas gefuttert, damit ich hier pünktlich anfangen kann. Ich klinge also heute ein

Gast Nemaides

bisschen schwer. So, und jetzt werde ich mal einfach versuchen, ob ich meinen Gast in die Leitung reinkriege. Wir schauen mal. Guten Abend, hallo.
Nemaides Guten Abend.
Sebastian So, du bist schon live drauf, man kann dich hören.
Nemaides Okay, sehr schön.
Sebastian Ich habe dich vorgestellt, ich glaube, ich habe dich schon mal vorgestellt, aber das kannst du selber auch nochmal tun.
Nemaides Achso, ja klar. Also ich bin der Nemaides. Es freut mich wieder hier zu sein. Ich war ja Anfang April schon mal beim Podcast von dir. Da habe ich mich auch schon so ein bisschen vorgestellt. Also 31, Rhein-Main-Gebiet, seit 13 Jahren in der Szene, in der lokalen Rhein-Main-Szene auch relativ aktiv. und beim letzten Mal haben wir ja so ein bisschen über Comedy und auch rechtliche Aspekte geredet und ich habe mir das im Nachhinein auch nochmal angehört, beziehungsweise mal so ein bisschen reingehört und ich verspreche, ich werde dieses Mal versuchen, mein Sprechtempo immer mal wieder ein wenig zu entschleunigen, weil ich konnte mir da selbst teilweise nicht mehr folgen.
Sebastian Ja, gut, aber das ist, wenn man viele Informationen in kurzer Zeit unterbringen will. Heute gibt es kein 30-Minuten-Zeitlimit für dich. und ich habe dich ja auch angesprochen und habe gesagt, ich habe hier ein Thema, kannst du mal was dazu sagen? Ich mag es einmal kurz erklären. Es gab hier vor vier Wochen etwa eine Folge mit Discover, das ist jemand, der ist auf seine allererste Party gegangen und das ging so ein bisschen daneben und daraus ist so eine Diskussion entsponnen. Menschen haben hier angerufen in der Sendung, ich habe ganz viele E-Mails bekommen und da ist so der Kern, auf einer Party spielen zwei Leute und greife ich nun ein, weil ich sehe, das ist so nicht mehr okay oder lasse ich es oder muss ich es vielleicht oder was auch immer ist da der günstige Weg und du bist mir eingefallen als der Mensch, der da vielleicht auch mal so ein leicht juristisches Auge drauf werfen kann.
Nemaides Ja, also ich habe mich sehr gefreut über die Anfrage, weil das ein sehr wichtiges Thema ist, was mir auch immer wieder sehr am Herzen liegt. Das bedeutet, dazu sage ich auch gerne etwas. Wie du es ja schon angedeutet hast, wir werden teilweise rechtliche Dinge sagen. Da möchte ich zu Beginn natürlich nochmal hervorstellen, dass alles, was ich sage, natürlich ohne Gewähr ist. Also es geht um allgemeine Erörterungen, wonach dann bei solchen Partys oder beim BDSM im Allgemeinen bestimmte Dinge oder Gesetze zu beachten sind. Ich treffe in keiner Weise irgendwelche rechtsverbindlichen Aussagen. Das bedeutet, wir sehen das einfach mal so, wie wenn wir am Stammtisch sitzen, virtueller Stammtisch. Und ich bin auch einmal nur irgendein Dude, der seine persönliche subjektive Rechtsmeinung kundtut und die eben weiterbringt. Aber wie gesagt, ich gebe natürlich dafür kein Gewähr. Ja, das
Sebastian Das ist aber, das ist auch völlig in Ordnung und diesen Disclaimer auch zu sagen, ist auch tatsächlich ganz wichtig. Ganz ehrlich, das muss man dann irgendwie vom Gericht klären lassen und das wollen wir nicht hoffen, dass das mal nötig sein wird.
Nemaides war wie gesagt so wichtig, aber ansonsten sage ich euch gerne meine Meinung dazu und ich habe auch, weil das ja so ein bisschen umrissen ist, auch überlegt, wie wir das Thema am besten aufziehen und ich möchte jetzt noch nicht gleich in diesen Spezialfall, der da Thema war, dazu kommen wir dann später, weil da gibt es eine absolut gerechtfertigte, vorhandene moralische Diskussion auch innerhalb unserer Szene oder sollte es auch geben. Ich möchte aber ein bisschen weiter ausholen an einem Punkt, wo eventuell höchstwahrscheinlich noch ein großer Konsens auch da ist.
Sebastian Lass dich einmal ganz kurz unterbrechen, weil da kam gerade ein Einwand aus dem Chat, nämlich die Frage, Die haben wir, ist beantwortet worden schon letzten Monat, aber wo hast du diese Ausbildung her, dass du hier Aussagen machen kannst? Kannst du das nochmal mit zwei Sätzen vielleicht nochmal erklären? Okay,
Nemaides also erstmal habe ich ja gesagt, dass ich grundsätzlich keine rechtsverbindlichen Aussagen treffe. Das bedeutet, theoretisch kann man es erstmal so sehen, man kann mir das glauben oder beziehungsweise man kann das so sehen, man muss es nicht so sehen, man kann es auch prüfen. Aber ich sage mal so, ich habe mich intensiv mit dem Thema sexuelle Devianzen beschäftigt und eben auch mit dem Thema, wann wird die Grenze beim BDSM und Fetisch oder auch in der Geldherrin- oder Findom-Szene zur Kriminalität überschritten. Also Deviant ist ja erstmal normabweichendes Verhalten oder Verhalten, das von der Gesellschaft als nicht der Norm entsprechend wahrgenommen wird und dann in diesem Fall sexuelle Verhaltensweisen, die nicht als der Norm entsprechend wahrgenommen werden. Und wann da eben, wann ist es noch Deviant und wann ist es eventuell Delinquent, wann wird diese Grenze überschritten? Damit habe ich mich intensiv beschäftigt und habe deswegen dazu eine Meinung.
Sebastian so. Mein Job ist heute, ein bisschen zu bremsen und dir irgendwie Knüppel zwischen die Beine zu werfen.
Nemaides Genau.
Sebastian Aber du hast ja schon ein Konzept ausgedacht.
Nemaides Ja, ich habe mir überlegt, dass ich halt mit einer Geschichte anfangen möchte, die ich erzählen möchte, um eben, wie gesagt, da erstmal etwas weiter auszuholen. Und das ist eine Geschichte, die ich erlebt habe. Und es ist circa acht Jahre oder so passiert. Also da war ich selber vier, fünf Jahre in der Szene. Und da bin ich in eine andere Stadt gefahren und war da auf einer privaten Party so ein bisschen. Es war eine kleinere Party, es waren so 30 Leute. Es war auch kein öffentlicher Club, sondern wie gesagt eine Privatwohnung. Und es war aber klar, dass es alles Kinksters sind. Und es war eben auch vorher kommuniziert, dass es eine Playparty werden soll. Und ja, dann kam man erstmal so an und gerade am Anfang, da versuchten die Leute sich noch kennenzulernen, weil eben nicht alle sich überhaupt kannten. Das bedeutet, es ist nicht so privat, dass praktisch von 30 sich 25 schon bestfremd sind und alles einschätzen können, sondern eben, das waren sehr viele unterschiedliche Personen aus anderen Städten. Das bedeutet, es hatte in einer gewissen Form den Charakter, ich kenne nicht jeden, der auf jeden Fall dort ist und ich kann auch nicht jeden einschätzen oder weniger als die Hälfte. Und da gab es dann ein Pärchen, die am Anfang dann angefangen haben, miteinander zu spielen, was natürlich da am Anfang noch nicht so viel los war, die Aufmerksamkeit auf sich gezogen hat. Und letztendlich war es dann irgendwann, die haben gespielt und alle anderen haben dann zugeschaut und das war auch eine sehr ästhetische Sache. Sie haben angefangen mit Bondage, das war jetzt der aktive Partner hier ein Mann und die passive Person war eine Frau und das war alles super schön und man hat auch gesehen, dass es ein intensives Spiel ist und dann ging es in Schmerzspiele über, das bedeutet in diesem Fall hat der Herr sie praktisch mit unterschiedlichen Schlagwerkzeugen bearbeitet und man hat auch gemerkt, je länger es ging, desto angestrengter war sie. Da war es schon gut dabei. Und dann aber irgendwann begann das Spiel zu kippen und auch die Stimmung zu kippen. Und das begann, als sie auf einmal Wörter gesagt hat, die in dem Kontext keinen Sinn hatten. Das bedeutet, sie sagte Wörter, die Bohrmaschine oder Rasenmäher, Dübel. Und der aktive Part hat darauf nicht reagiert und hat sie einfach weitergeschlagen. Und das war schon dieser Zeitpunkt, wo bei den Umstehenden so ein komisches Gefühl entstand und dann ging aber alles auch sehr, sehr schnell, weil dann schlug er und sie sagte, ich habe unser Codewort vergessen. Und daraufhin schlug er weiter. Und daraufhin sagte sie rot, er schlug weiter, sie sagte Mayday, er schlug weiter und dann ist eingegriffen worden von den Umstehenden. Wie gesagt, es hört sich jetzt zum Teil so an, als wäre da sehr viel Zeit vergangen. Das ist nicht der Fall gewesen, das ist relativ schnell passiert. Es hat sich dann aber herausgestellt, dass die zwei zusammen miteinander spielen ohne Codewörter und im Metakonsens, im Consensual Non-Consent und dass zwischen diesen beiden nichts passiert ist, was nicht vom Konsens abgedeckt war zu dieser Situation. Und das ist grundsätzlich erstmal die Situation, wie sie entstanden ist. Und die haben sich dann auch in einer gewissen Form ein bisschen echauffiert, dass sie unterbrochen worden sind und haben dann auch gesagt, naja, sie machen das halt gerne, sie beiden, die gespielt haben.
Sebastian Moment, beide?
Nemaides Und haben dann nämlich auch gesagt, dass sie immer gerne mal testen, wie andere Menschen darauf reagieren oder wie wir darauf reagieren, wenn sie diese Code wörter sagt. Das bedeutet, das haben sie in einer gewissen Form auch absichtlich gemacht. Und dazu möchte ich halt einfach nur sagen, es ist das eine, Metakonsens, Konsens und Non-Konsens zu spielen. Da kann man auf einer moralischen Ebene sicherlich drüber sprechen beziehungsweise das diskutieren, auch ohne Codewort ist das Spiel erstmal grundsätzlich kein Problem. Aber bitte nur, wenn keine Unbeteiligten noch da sind beziehungsweise wenn alle Beteiligten und Zuschauer sind, partizipieren auch an so einem Spiel, ihren Konsens darauf in einer gewissen Weise geben. Denn die Geschichte, wie sie da abgelaufen ist, ist aus meiner Sicht asozial. Und ich nehme jetzt absichtlich auch so ein hartes Wort, weil dies meines Erachtens auch einfach zutrifft. Asozial, denn dieses Pärchen hat 28 andere Menschen in eine sehr unangenehme Situation gebracht. In eine Situation, bei der die Umstehenden nicht wussten, ist das noch einvernehmlicher BDSM? Oder werden die hier gerade Zeuge einer Straftat, wo man sich im schlimmsten Fall die unterlassene Hilfeleistung vorwerfen lassen muss? Also seine Mitmenschen in solch eine Situation zu bringen, die hierzu keinen Konsens gegeben haben, absichtlich kann man machen, aber dann ist man halt, genau. Und ich bringe da immer gerne ein anderes Beispiel, weil ich zum Beispiel jemand, ich stehe unheimlich auf Ohrfeigen, sowohl aktiv als auch passiv, wenn mir der dominante Part, mal schön links, rechts, aus der Hüfte, aus dem Nichts heraus, ohne dass ich es vorher weiß, Pam in die Fresse, find ich gut. Und auf meiner Sub schlage ich gerne mal ins Gesicht, aber das ist alles natürlich im Konsens.
Sebastian Okay. Okay.
Nemaides Und das finde ich super. Ohrfeigen, Daumen hoch. Aber das mache ich nicht im Supermarkt. Und das mache ich nicht in der Innenstadt. Warum mache ich das nicht? Weil die Umstehenden nicht einschätzen können, dass das im Konsens passiert. Und vor allem, wenn dann Leute eingreifen würden, was gut ist, Thema Zivilcourage, gute Sache, und dann kriegen die aber die Reaktion von mir zum Beispiel, was, ich, ich wollte geohrfeigt werden, das ist mein Recht auf sexuelle Selbstbestimmung von meiner Partnerin, wann ich möchte, geohrfeigt zu werden. Ja, und das praktisch eventuell sogar noch so mache, dass die Person sich angegriffen fühlt. Ja, die fühlt sich dann wie ein Depp. Die fühlt sich wie ein Depp. Und die Folge, diese Person greift das nächste Mal, wenn es dann vielleicht wirklich häusliche Gewalt ist, dann vielleicht nicht mehr ein. Und das kann sowohl eine Gesellschaft nicht wollen, als auch wir als Subkultur meines Erachtens nach wollen das nicht. Und letztendlich ist die Geschichte mit dem Pärchen genau das gleiche, nur nicht eben die Vanilla-Version, sondern die Kinkster-Version. Denn wer weiß, vielleicht greifen einige Partygäste beim nächsten Mal nicht mehr ein, weil sie sich an diese Situation erinnern und sagen, die wollten das damals doch auch, es war doch in Ordnung, also greifen sie jetzt auch nicht ein, obwohl Mayday gefallen ist. und dann geschehen Straftaten und zwar im Schutze einer Szene, im Schutze unserer Szene. Ja, und was ich auch...
Sebastian Man merkt wirklich, dass du da gerade emotional unfassbar dabei bist.
Nemaides Ja.
Sebastian Das Beispiel mit dem Supermarkt war ganz gut. Es ist nämlich doch ein Unterschied, ob ich zu Hause bin oder ob ich irgendwo hingehe. In dem Moment, wo ich eine Location betrete, unterwerfe ich mich ja gewissen Regeln, die dort nun mal gelten.
Nemaides Man unterwirft sich allgemein diesem allgemeinen Konsens, der da ist, unser allgemeiner Konsens, auch bei einer öffentlichen Party, kann erstmal nicht der Metakonsens zum Beispiel sein, sondern ist erstmal SSC oder RACK. Das ist so ein allgemeines Verhaltensmodell, was, wenn man beispielsweise ins Catonium geht oder in die Grande Opera oder in sonstige verschiedene Fetish-Location, BDSM-Location, dann wird da ja erstmal ein gewisser Konsens ausgelebt, den man sich auch unterwirft, wie du richtig sagst, wenn man praktisch dort partizipiert. Dazu kommen wir auch auf jeden Fall nochmal intensiver. Was ich hier nochmal hervorstellen möchte, ist nämlich, was ist denn, wenn ein Neuling auf so einer Party ist? Und das war in diesem Fall nämlich auch der Fall. Und mit dieser Person habe ich danach auch lange sprechen müssen. Und weil ich zum Beispiel, ich habe den SMJG im Rhein-Main-Gebiet zehn Jahre organisiert und da haben wir wie überall auch zu Recht bei Personen, die neu in die Szene kommen, immer einen ganz, ganz starken Fokus auf Einvernehmlichkeit, Safewords, SSC, RACK erklärt und dass eben es wichtig ist, dass alles, was wir tun, im Einvernehmen und in einem positiven Sinne für alle stattfindet. Und das ist zum Beispiel, um das sicherzustellen, haben wir Sicherheitsmechanismen in der Szene, wie zum Beispiel Code-Wörter, wie Mayday, das zum Abbruch des Spiels führt. Und wenn man praktisch auf einer Veranstaltung ist und es würde ein Mayday oder ein Codewort hören, würde der aktive Part aufhören und würde er nicht aufhören, weil du gerade, also du bist gerade gefesselt beispielsweise und dann hört der aktive Part nicht auf und dann wird dir geholfen, die Umstehenden greifen ein. Und so eine Person, der man das so erzählt, die zum ersten Mal auf so einer Party ist, die so eine Szene mitbekommt, die ist doch danach total verunsichert. Diesen Vertrauensverlust, den diese Person in unsere Szene, in unsere Sicherheitsmechanismen hat, der ist ganz schwer wieder aufzuholen. Und das kann nicht in unserem Sinne sein. Deshalb sage ich immer, gerade Metakonsens und Konsens und Nonkonsens kann auf einer moralischen Ebene immer hitzig diskutiert werden. auf einer strafrechtlichen meistens gar nicht, weil da gibt es entweder ein Ja oder ein Nein in einer gewissen Form, zumindest nach herrschender Rechtsprechung oder sonstiges, aber moralisch gesehen kann man da auf jeden Fall diskutieren, das bedeutet, man kann auch Metakonsens konsensuell ausleben ohne Codewörter, aber das eigene Recht, auch das eigene Recht der sexuellen Selbstbestimmung hört spätestens da auf, wo andere verletzt werden und alle, auch Umstehende, die partizipieren in dieser Form an dieser Szene, müssen in einer gewissen Form einen allgemeinen Konsens darauf geben, wie zum Beispiel dass man sich an die Regeln hält, die auf einer Party eben vorhanden sind. Und alleine aus Rücksicht auf die anderen Partygäste hätte dieses Pärchen an diesem Abend einfach mal normal spielen sollen. Und um das nochmal zu überspitzen, sorry, ich weiß, ich gerate jetzt immer gerne einen Monolog.
Sebastian Ich geh nochmal kurz raus also du machst das hier weiter, ist alles gut du hast ja, ich weiß, du hast unglaublich viel, mach mal zwischendurch mal atmen, das ist okay
Nemaides Ja, okay, okay, ich zwischendurch mal atme. Ja, ich bin immer ein sehr großer Freund von Visualisierung oder auch Analogien, weil es die Sache immer auch platt auch nochmal darstellt. Und ich meine, wo wir uns glaube ich alle einig wären, ist bei folgendem Szenario Entführungsrollenspiel. Entführungsrollenspiel mit Rapeplay, ich entführe jemanden, finde ich geil, habe ich auch durchaus in einer Art von Rollenspiel auch schon mal gemacht. Aber das macht man nicht in einem Wohngebiet. Man kommt mit dem Lieferwagen an, zwei Vermummte gehen raus, schnappen sich den submissiven Part, machen da eine Tür über den Kopf, schmeißen den submissiven Part in den Lieferwagen und fahren weg. Keiner, glaube ich, wäre wäre wirklich überrascht, wenn diese Person im Verlauf wird und abends noch im Pistolenlauf der Polizei gucken würde, weil eventuell jemand, der in diesem Wohngebiet ist, weil es ist ein Wohngebiet, das gesehen hat und zu Recht natürlich die Polizei informiert. Wenn dann praktisch herausstellt, es ist ein verunglücktes Rollenspiel, weil man eben nicht beachtet hat, dass eben Leute das mitbekommen, dann weiß man zwar, es besteht keine strafrechtliche Relevanz, aber zu Recht wegen dieser Person dann die Kosten für den Einsatz der Polizei auferlegt. Und das ist auch gut so, weil eine gewisse Rücksichtnahme anderen gegenüber, die eventuell, wenn Fremde das sehen, werden vielleicht getriggert, weil sie dadurch solche Erfahrungen auch gemacht haben. Das ist einfach nicht in Ordnung, so etwas zu tun. Und ich glaube, da werden wir alle erstmal in dem Konsens, dass das zum Beispiel eine Grenze überschreitet. Und wie du vorhin schon gesagt hast, jemand, der auf eine Veranstaltung kommt, kommt, wie eben eine private Party oder auch eine öffentliche Party in bestimmten BDSM- und Fetisch-Locations, gibt den Konsens auf die Regeln, die dort vorherschen. Und wenn jemand zum Beispiel sehr extrem spielt, in Grenzbereichen, oder drüber geht, oder in Metakonsens, dann muss diese Person eben auch damit rechnen, dass eventuell andere Leute eingreifen. Und das ist auch in Ordnung so, weil das ist immer ein Ding und eine Prämisse, die mir wichtig ist, das ist halt meine Meinung, lieber einmal zu viel eingegriffen und vielleicht ein schönes Spiel zerstört, als einmal zu wenig und der submissive Part ist für immer geschädigt. Codewörter, sage ich an dieser Stelle auch immer, sind nicht nur eine Sicherheit für den submissiven Part, sondern auch eine Sicherheit für den aktiven und für alle Umstehenden, gerade auf einer Party, weil Codewörter die Abbruchsmöglichkeit gewährleisten, dass alle sich sicher sein können, das ist noch konsensuell. Das setzt allerdings natürlich voraus, dazu kommen wir später aber auch noch, dass der submissive Part in der Lage ist, von einem Widerruf Gebrauch zu machen, beziehungsweise kommunizieren kann, wenn etwas zu viel wird. Wenn das nicht der Fall ist, dazu kommen wir später gleich noch.
Sebastian kommen zu allem später oh Gott
Nemaides nein, nein, nein, da kommen wir wirklich noch später.
Sebastian ich trau mich ja kaum Zwischenfragen zu stellen, weil ich hab das Gefühl du hast eh alles auf dem Schirm Punkt
Nemaides Ja, aber wie gesagt, weil du hattest ja, glaube ich, mir auch mal in einem Gespräch gefragt, was muss denn ein Partyveranstalter machen? Und das hat mich auch gefragt, weil ich ja auch sowohl Stammtische als auch Szeneveranstaltungen organisiere und das ist letztendlich auch das Wichtige, was ich als Partyveranstalter sage, was man machen muss. Man muss ein Safe Space schaffen und das schafft man nur, indem man Sicherheitsmechanismen etabliert und das ist zum einen, dass immer gewährleistet ist, dass grundsätzlich die submissiven Parts immer eine Möglichkeit haben, abzubrechen. Also es gibt sicherlich Veranstaltungen wie das Knast-Event oder sonstiges, da möchte man speziell in einer anderen Konsensethik spielen, das ist ein anderes Thema, aber bei einer normalen Veranstaltung, wo man nicht vorher ein Envelope von Dingen kriegt, die man unterschreiben muss und wo man praktisch einen Neigungsbogen abgibt und wo das eine überschaubare Gruppe von 10, 15, 20 Leuten sind, Bei allen Veranstaltungen, die größer sind und die vor allem öffentlich sind und wo die Leute nicht genau wissen, in welcher Konsensethik spielen denn die anderen, da muss, damit wir keine Straftaten auf unseren Veranstaltungen der sexuellen Übergriffe zulassen, muss klar sein, dass ein Abbruch möglich ist durch so etwas wie Mayday oder eben Rot. Eine Party, die so etwas nicht hat, da hätte ich ein ganz, ganz schlechtes Gefühl dabei, an der würde ich selber auch nicht partizipieren und ich würde es auch niemandem empfehlen, weil das ist für mich dieser Safe Space, der da sein muss, dass eben klar ist, es ist möglich, für den submissiven Part abzubrechen, dass es da eben eine Grenze gibt, weil die anderen das auch gar nicht einschätzen können. können und
Sebastian Jetzt machst du grad fast ne Pause, ganz kurz du hast grad gesagt, Knast-Events da wäre nochmal was, da könnte man eventuell ein anderes Agreement treffen. Aber selbst das haben wir schon gelernt hier im Podcast, selbst die haben Sicherheitsmechanismen. Im Zweifel ein, ich möchte mal einen Anwalt sprechen, was ich unglaublich schön finde, weil es zum Rollenspiel dann auch passt.
Nemaides jeden Fall, auf jeden Fall, genau.
Sebastian Wenn irgendwas öffentlich organisiert ist, ich wüsste nicht, dass ich irgendwann mal was gesehen habe oder irgendwo war, wo es tatsächlich keine Sicherheitsmechanismen gibt. Es gibt sie überall und ohne die wird es halt problematisch. Ich glaube, so kann man das erstmal zusammenfassen. Das heißt, wenn ich eine Party mache, muss ich sie haben.
Nemaides Definitiv. Was ich damit nur meinte, ist grundsätzlich, dass es sicherlich Veranstaltungen wie Knast-Events gibt, die in der Konsensethik einen etwas noch einen extremeren, also einen ein bisschen extremeren Weg geht, aber ich sage halt, dass praktisch die normalen Veranstaltungen, Szene-Veranstaltungen, muss man grundsätzlich von den Verhaltensmodellen wie SSC, RACK und eben Einvernehmlichkeit ausgehen, wo nicht an der Schraube der Einvernehmlichkeit geschraubt wird. SSC ist ja sicher und einvernehmlich, beispielsweise RACK schraubt ja an der Schraube in Bezug auf Sicherheit und Metakonsens schraubt an der Schraube in Bezug auf Einvernehmlichkeit. Und auf der normalen Otto-Normal-Verbraucher-Szene-Party ist in der Regel immer der Konsens im Vordergrund und da wird nicht an der Einvernehmlichkeitsschraube gedreht und das ist auch wichtig und das muss man auch voraussetzen und zu diesem Konsens, den gibt man auch, wenn man auf solch eine Veranstaltung normalerweise geht, dass man sich daran auch hält. Und wenn man es nicht tut, muss man eben damit rechnen, dass andere eingreifen, die vielleicht auch auf Selbstschutz eingreifen. Also wenn ich in einer Situation bin und sage, ich bin mir nicht sicher, ob das eine Straftat ist und wenn ich dann nichts mache und dann danach höre, dass da tatsächlich jemand geschädigt worden ist, mache ich mir auch Vorwürfe und deswegen ist es auch übergriffig den Zuschauern oder den anderen Zuschauern gegenüber, weil man nur jemand, also in eine solche Situation zu bringen, ist einfach nicht fair.
Sebastian Ja gut, aber jetzt pass auf, wir haben es ja hier mit ganz subjektiven Einschätzungen zu tun.
Nemaides Es ist nicht fair.
Sebastian Also der Zuschauer schätzt auch subjektiv ein und hier Frank hat was geschrieben.
Nemaides Auf jeden Fall, ich ja auch.
Sebastian Das mag ich mal reinwerfen. Wo steht denn, was ein zu hartes Spiel ist? Also wie kann das der Umstehende beurteilen? Kann er doch eigentlich gar nicht.
Nemaides Nee, kann er nicht. Kann er nicht. Da sind wir, also wie gesagt, da kann er nicht. Was man beurteilen kann in Bezug auf den generellen Konsens auf einer Veranstaltung ist, ob eben Abbruchssignale kommen oder ob eben ein Codewort genannt wird und ob der aktive Part dann weitermacht. Und das ist eigentlich der Punkt, den ich jetzt mal meine, dann ist ein Eingreifen nicht diskutabel, sondern da muss eingegriffen werden. Das ist dann erstmal das, das ist auf dieser Ebene, auf der ich jetzt erstmal gerade sprechen will, wir sind praktisch jetzt schon ein bisschen vorgeprescht, das liegt doch an mir, das gebe ich zu, aber zu diesem Thema kommen wir jetzt gleich im Anschluss, weil, ja,
Sebastian ich fasse es in einem Satz zusammen. Kommt ein Codewort, was beim Betreten der Party gilt, dann ist einzugreifen. Punkt. Da gibt es auch gar keine Beurteilung, weil die Beurteilung trifft in dem Moment der passive oder aktive Part, je nachdem, wer das Codewort benutzt.
Nemaides aus meiner Sicht, ja,
Sebastian Und der sagt, ich brauche jetzt Hilfe, indem er ruft Mayday oder Rot. Und dann ist noch kein Eingreifen, sondern erst, wenn es dann der aktive Part, oder wenn es dann in irgendeiner Form weitergeht.
Nemaides wenn man weitermacht, genau,
Sebastian Und dann das ist die Regel. Punkt. Und die gilt, wenn ich da hingehe. Da brauche ich auch gar nicht beurteilen, ob ein Spiel zu hart ist oder nicht, sondern ich muss nur einfach hören, da ruft jemand Mayday. Und dann ist gut. Das ist eine ganz simple Beurteilung. Ich glaube, darauf können wir uns auch, glaube ich, alle, die auf Partys gehen, verständigen.
Nemaides Ganz genau.
Sebastian Wenn das kommt, dann brauche ich auch nichts mehr beurteilen. Ich habe es gehört, Punkt.
Nemaides Vielen lieben Dank. Manchmal ist es gut, wenn der Gesprächspartner das dann eventuell auch nochmal in dem normalen Deutsch zusammenfasst. Finde ich gut. Nein, also das ist genau das, was ich überhaupt eigentlich hier in den Punkt legen wollte. Heute, bevor wir jetzt zu diesem doch etwas diffizileren Thema kommen, möchte ich hier an dieser Stelle auch erst noch mal eine Lanze für die Szene brechen. Weil wir sprechen jetzt hier über ein doch durchaus strittiges oder negativ konnotiertes Thema. Und wenn man da intensiv drüber spricht, wird das eventuell manchmal so, als gäbe es nur das. Das ist nicht der Fall. Ich denke, es ist sehr, sehr wichtig, dass wir in der Szene genau über solche Fälle auch sprechen. Aber Lanze brechen möchte ich insofern, weil... Ich hatte ja erzählt, dass ich mich auch mit einer Studie sehr intensiv beschäftigt habe, die 2016 veröffentlicht worden ist, wo die Szene befragt worden ist. Die private BDSM und Fetisch-Szene. Diejenigen, die 2015 schon in der Szene waren, haben da vielleicht auch mitgemacht. Da haben insgesamt 2345 Menschen aus der BDSM und Fetisch-Szene mitgemacht. Und zwei Fragen möchte ich da jetzt gerade mal vorlesen raus. Und eine Frage war, stellen Sie sich vor, Sie befinden sich in einer Session mit Ihrem PartnerIn.
Sebastian stellst du auch noch die Fragen für mich. Also,
Nemaides Ihr PartnerIn nutzt kein Codewort und gibt nicht zu erkennen, dass ein Problem besteht. Ihr Partner reagiert jedoch anders als sonst und Sie sind unsicher, ob ein Problem besteht. Wie reagieren Sie? Und daraufhin, da haben 1726, also sprich 74 Prozent gesagt, ich unterbreche das Spiel. 557, also 24 Prozent, sagten, ich spiele ausschließlich passiv, kann nicht in die Situation kommen. Wobei man sagen muss, auch ein aktiver Part kann ihn kurz vornennen, auch ein aktiver Part kann ihn abstützen, aber das ist ein anderes Thema. 25 machten keine Angabe, 5 haben nicht beantwortet und 32, also etwas über einen Prozent, sagten, ich mache an dieser Stelle weiter. Und das meine ich mit Land zu brechen für die Szene, weil das ist, finde ich, eine Frage, die hat was mit gesundem Menschenverstand zu tun. Weil ich denke, wir sind uns alle einig, dass wenn wir mit PartnerInnen sexuell interagieren, dann machen wir das mit einem positiven Sinn. Wir wollen, dass wir alle eine schöne Zeit haben und auch wenn das im Nachhinein vielleicht erst der Fall ist. Aber zumindest ist irgendwie eine positive Konnotation da und das bedeutet, wenn ich unsicher bin, ob das gerade noch positiv ist, ob ein Problem besteht, dann ist doch die logische Folge, dass man innehält und das klären möchte, weil man möchte seinen Partner ja nicht schädigen. Und da fand ich es dann interessant, dass hier tatsächlich die absolute Mehrheit gesagt hat, ich unterbreche auch, weil ich halt nicht sicher bin, ob ein Problem besteht. Das meine ich mit Lanze zu brechen. Und das Zweite war dann nämlich genau auf diese Situation ausgelegt. Nämlich da war die Frage, stellen Sie sich vor, Sie befinden sich auf einer BDSM- und Fetischparty und schauen bei einem Spielszenario zu. Plötzlich ruft der submissive Part Mayday und der aktive Part macht ungehindert weiter. Wie reagieren sie? Daraufhin sagten 85 Prozent, also 1.992, ich greife ein. Entweder persönlich oder durch andere, wie zum Beispiel Freunde oder Leute, die diese Spielenden kennen oder durch den Location-Besitzer etc. etc. 221 sagten Sonstiges, wobei da auch erkennbar war, dass diese in irgendeiner Form eingegriffen hätten. 62 haben keine Angabe gemacht und 70 sagten, ich greife nicht ein. Das ist praktisch ja das, was wir gerade eigentlich besprochen hatten, dass wir uns da eigentlich hoffentlich alle einig sind. Der empirischen Studie zufolge wären sich da 3% nicht einig oder würden das anders sehen. Und da habe ich mir auch mal die Begründungen genauer angeschaut und ich möchte Ich möchte da ein, zwei gerade mal, also ein paar mal kurz vorlesen und erlaube mir, diese auch ein wenig zu kommentieren.
Sebastian Lässt du mich mal kurz zwischenfragen. Die Studie, kann man die irgendwie verfügbar machen?
Nemaides Also die kann man auf jeden Fall, also die kann man ganz normal kaufen. Ich glaube, sie gibt es nicht zur Zeit, also sie gibt es nicht online. Also die kann man jetzt nicht online kaufen oder als E-Book, aber die ist ganz normal erhältlich auf Amazon oder beim Verlag etc.
Sebastian gucke mal, dass ich von dir dann irgendwie einen Link oder sowas kriege. Und wen das wirklich brennend interessiert, der kann sich das Ding besorgen.
Nemaides Ja, auf jeden Fall. Genau. Genau. Und die Begründung war zum Beispiel, dass einer gesagt hat, ich greife nicht ein, wenn ich einen Mayday höre. Und der macht weiter, weil es kommt auf die Situation an. Eine Strafe ist eine Strafe. Solange der Dom kontrolliert agiert, sehe ich kein Problem. Dazu sage ich halt einfach nur, dass das ist eine Situation, wo eine Strafe passiert, die nicht konsensual ist. Und zu sagen, und da kann man nicht sagen, es kommt darauf an, insofern, dass solange der aktive Part die Straftat kontrolliert begeht, also eine kontrollierte Vergewaltigung, eine kontrollierte Körperverletzung, dann sehe ich kein Problem. Dem möchte ich ganz klar widersprechen. Ein anderer sagte, ich greife nicht ein, weil auf Partys gilt grundsätzlich, niemand greift in das Spiel anderer ein. Und da möchte ich dann klar sagen, nein, diese Prämisse gibt es nicht. Das ist nicht der Fall. Denn wenn Straftaten passieren, dann greifen wir auf Partys natürlich ein. Wir lassen keine Straftaten zu. Das bedeutet, niemand greift in das Spiel anderer ein. Kann man in dieser Sache so nicht einfach stehen lassen. Also wir greifen ein, wenn man sieht, dass hier jemand geschädigt wird, wenn Straftaten passieren, der Konsens überschritten wird. Genau. Ein anderer erwähnte zum Beispiel, dass es unterschiedlich ist, je nach kommerzielle, öffentliche, private Party oder Bekanntheit der Personen. Da möchte ich natürlich sagen, das ist völlig irrelevant für die Frage, ob man eingreift oder nicht. Relevant ist, ist der Konsens da, ist es eine Straftat oder nicht. Relevant ist nicht, ist das öffentlich, ist das privat und vor allem auch nicht, wenn es eine Szene-Bekanntheit ist, dann darf der das. Das sind auf jeden Fall keine Faktoren, die da eine Rolle spielen sollten. sollten. Ein anderer sagt noch, ich greife ein, abhängig davon, wie gut ich die Person kenne und einschätzen kann, ob das noch ein Metakonsens ist. Dazu muss man sagen, Metakonsens in der finalen Auslebung ist strafbar. Darauf möchte ich an dieser Stelle nicht stärker eingehen, weil es ein eigenes Thema ist. Aber ich kann in dieser Fall mal kurz Werbung machen. Ich war jetzt letztens in einem Podcast von NotVanilla, Mark und Coco, die ja auch auch bei dir waren, da haben wir über rechtliche Basics und dann auch sehr intensiv über Metakonsens und Consensual Non-Consent gesprochen.
Sebastian habe mal Grüße an dieser Stelle.
Nemaides Wenn mehr interessiert, dann kann man sich gerne diesen Podcast dann auch nochmal anschauen. Und das geht halt in diese Richtung, weil einer sagt auch, ich greife nicht ein, weil das zum Spiel gehören kann. Ja, es kann aber auch nicht zum Spiel gehören und deswegen wieder lieber einmal zu viel als einmal zu wenig. Und die letzte, die ich vorlesen möchte, ist, ich habe genug Frauen gecovert, die nicht auf mich gehört haben. Wozu einschreiten, sind selber schuld, wenn sie sich an Deppen binden. Also ich denke, dass diese Meinung entwert sich jeglichen Kommentar. Also ich hoffe einfach nur, dass das auch von diesen 3% nicht die Mehrheitsmeinung ist, weil das wäre sonst höchst bedenklich. Aber wie gesagt, es sind auch nur diese 3% und da bin ich ja schon zufrieden oder beziehungsweise es freut mich sehr, dass wir Sebastian da jetzt vorhin von diesem Konsens finden konnten, zwischen uns beiden zumindest, dass eben an dieser Stelle eingeschritten werden muss, wenn ein Widerruf kommt durch Mayday oder sonstiges und das dann weitergemacht wird, das dann geholfen wird.
Sebastian ich mag mal kurz die Gegenposition auch einfach mal reinwerfen, weil es gibt ja durchaus Gründe, warum Menschen sagen, eingreifen ist generell doof und blöd.
Nemaides Ja. Ja,
Sebastian Ich lese das einfach mal genauso vor, ist ein bisschen länger, ist von Temel. Wie lässt sich deiner Meinung nach verhindern, dass Gäste, die in ein fremdes Spiel eingreifen, nicht selber übergriffig werden, etwa auch gegenüber den Subs? Ich stelle mir vor, wie ich als Sub im Spiel, wo ich völlig im Rausch und hilflos bin, sehe, wie irgendein Fremder meinen Dom die Peitsche wegnimmt, weil er meint, da wäre irgendwas doof. Ich als Sub würde das doch hochgradigst bedrohlich finden. Einige benutzen die vermeintliche Hilfe leider für ihre eigenen Ego-Trips. Ich glaube, das ist gar keine Hilfe in dem Moment, weil erst mal kommt ja Ansprache.
Nemaides das ist ganz gut, weil das geht jetzt praktisch in die Tiefe. Also wie gesagt, mir war vorhin jetzt wichtig, diesen einen Konzept, weil man muss gerade was das als angeht, unterscheiden. Und zwar unterscheiden zwischen einer strafrechtlichen und einer einer moralischen Betrachtungsweise. Und die strafrechtliche war jetzt grundsätzlich erst mal, dass wenn es zu einem Widerruf kommt, durch eben sowas wie ein Codewort, dann muss man aufhören. Das trifft aber auf den jetzt dargestellten Fall von Temel nicht zu, weil sie ja in dieser Form dann gerade nichts zu widerrufen hat, sondern praktisch jemand anderes die Einschätzung hat, das ist nicht genug und dann eingreift. Das bedeutet, das ist erst mal fernab von dem, was wir bisher gesagt haben. Das bedeutet, es widerspricht grundsätzlich erst mal nicht dem, was wir bisher abgeklärt haben. Das bedeutet, wir gehen jetzt aber gerne in die Tiefe. Strafrechtliche und moralische Betrachtungsweise. Die strafrechtliche zu so einer Situation erstmal ist, dass der aktive Part da grundsätzlich, dass es unproblematisch ist, beziehungsweise dass ich davon ausgehen würde, dass es da niemals zu einer Verurteilung kommt, wenn es eben nicht zu so einem Widerruf gekommen ist. strafrechtlicher Natur, weil es geht hier immer um die Einwilligungserklärung. Das, was eine Einwilligungserklärung bedeutet, die kann ausdrücklich oder die kann konkludent passieren. Ich muss auf sexuelle Interaktion, auch auf die Körperverletzungen und sowas, muss ich grundsätzlich erstmal ein Einverständnis geben oder einwilligen. Das kann ich, indem ich sage, ja, ich möchte, dass du mir auf den Arsch schlägst, dann ist das ausdrückliche Einwilligungserklärung. Aber es wäre ja fernab jeglicher Lebenserfahrung, wenn man das jedes Mal machen müsste. Also immer so, okay, du hast mich gerade geschlagen, okay, jetzt den nächsten Schlag darfst du auch machen, den nächsten darfst du auch machen, den darfst du auch machen. Das wäre ja fernab jeglicher Lebenspraxis. Und dementsprechend geht das auch konkludent. Konkludent bedeutet, es ergibt sich aus dem Gesamtkontext, dass eben die Einwilligung, die vorhin auch gegeben worden ist, die immer noch besteht. Wenn die nicht mehr besteht, dann ist es auch wichtig, konnte der aktive Part das erkennen oder liegt ein Erlaubnis-Tatsbestandsirrtum vor, beispielsweise, dass der Täter oder die Täterin darüber irrt, dass eine Erlaubnis vorliegt, darüber irrt, dass eine Einwilligung noch vorliegt. Und zum Beispiel auch der Fall, der ja Ursprung dieser Diskussion war, da war es ja so, dass er auf eine öffentliche Veranstaltung gekommen ist mit einem Pärchen, hat sich so ein bisschen deren Obhut begeben und hat im Verlauf des Abends mit einer Dame gespielt. Und da ging es eventuell ein bisschen zu weit oder er hat dann auch gemerkt, okay, das ist zu intensiv und danach kam es zu einem Absturz. Und da kann man zu Recht erstmal auf eine moralische Komponente der aktiven Person, der Dame vorwerfen, die hat mehr Fachkenntnis, die hat mehr Erfahrung, sie wusste, dass er in dem Sinne noch nicht lange in der Szene ist, die hätte da einfühlsamer reagieren müssen. Das kann man auf einer moralischen Ebene vorwerfen. Auf einer strafrechtlichen Ebene ist es aber theoretisch so, dass es nicht zum Widerruf gekommen ist, beziehungsweise aus der Situation konnte sie erstmal, zumindest so, wenn ich das per se unterstelle, weil wenn man beispielsweise seinen Arsch weiterhin hinhält, auch nach einem Schlag, dann wäre das zum Beispiel sowas wie konkludente Einwilligungserklärung oder das Aufrechterhalten der Einwilligungserklärung. Und das ist auf einer strafrechtlichen Perspektive auch unglaublich wichtig, weil was wäre die Folge, wäre das nicht so. Dann würde der Gesetzgeber bzw. der Staat ja seine Mitbürger, Bürgerinnen oder die Bürger, BürgerInnen absolut bevormunden, weil grundsätzlich sagt man, alle sind erstmal mündige BürgerInnen. Und sie haben die Verstandesreife und die Urteilsfähigkeit, erstens auf sexuelle Interaktion und eben auch Körperverletzung einzuwilligen. Sie haben die Verstandesreife und Urteilsfähigkeit und sie haben auch die Verstandesreife und Urteilsfähigkeit, von einem Widerruf Gebrauch zu machen, beziehungsweise ihre Meinung zu ändern und zu sagen, jetzt möchte ich das nicht mehr. Davon sieht man grundsätzlich erstmal aus. Und dass praktisch diese Verstandesreife und Urteilsfähigkeit abzusprechen, als Staat oder als Gesetzgeber, in der Folge strafrechtlich sanktioniert wird, da sind die Herausforderungen sehr, sehr hoch und zwar zu Recht. Die sind dort zum Beispiel überschritten, wenn es um Kinder geht. Da sagt man, keine Verstandesreife, Urteilsfähigkeit, um auch SM-Handlungen zum Beispiel einzuwilligen. Das ist bei Jugendlichen eingeschränkter. Das ist bei Personen nicht vorhanden, wo man sagt, die sind absolut geistig beeingeschränkt, dement, krank, sonstige können auf diese Handlungen auch nicht einlegen. Aber da sieht man, in was für einer, in dem Ding bewegen. Das bedeutet, der Orthonormalverbraucher, der voll, ja, aus
Sebastian Ich breche das mal runter. Das heißt, ich gehe auf eine Party, ich kriege gesagt, Mayday ist dein Chordwort, das kannst du benutzen zu deinem Schutz. Sage ich das nicht, der Gesetzgeber geht davon aus, ich bin in der Lage, das zu benutzen, ich wurde darüber aufgeklärt und dann ist das andere erst mal eine Einwilligung. Punkt.
Nemaides einer strafrechtlichen Perspektive, muss man wirklich dazu sagen.
Sebastian Okay, moralisch ist nochmal was anderes.
Nemaides Also moralisch ist es was anderes. Strafrechtlich, aber die Sache ist, ich möchte nur noch mal herausstellen, dass es auch gut so ist. Weil wenn es nicht so wäre, dann würden wir uns von der Rechtsstaatlichkeit ja stark entfernen und eben wirklich die Bürgerinnen und Bürger in ihren Rechten beschränken. weil ich ja theoretisch, und das ist ja eigentlich auch in der Situation so, wenn ich das praktisch sehe und ich greife in der Situation ein, jetzt beispielsweise auch aus einer moralischen Sicht, dann nehme ich mir ja in einer gewissen Form das Recht heraus zu sagen, ich kann besser einschätzen als der submissive Tat, was der gerade noch möchte oder nicht. Das ist auf einer moralischen Ebene, kann man darüber diskutieren, dazu kommen wir gleich, auf einer strafrechtlichen, also auf einer Gesetzesebene, ist es aber richtig, dass man da auf jeden Fall sagt, nein, das kann das Strafrecht nicht. Das ist auch nicht die Aufgabe des Strafrechts oder ein allgemeines Lebensrisiko, was es ja ist, zu sanktionieren. Also das ist ein allgemeines Lebensrisiko, dass man, wenn man sexuell mit anderen interagiert, dass da Dinge passieren, die einem neu sind, wo man neue Erlebnisse hat. Und das im Vorfeld zu sanktionieren oder beziehungsweise würde eine Befrommung gleich kommen. Und es ist gut, dass das theoretisch strafrechtlich nicht der Fall ist. Das bedeutet, die Situation, wie zum einen jetzt erst mal der eine Gast erzählt hat, wäre aus einer strafrechtlichen Perspektive, nach meiner Rechtsauffassung, würde es dann nicht zu einer Verurteilung kommen, weil eben die Einsilligung in dieser Form noch vorhanden war, beziehungsweise nicht widerrufen wurde. So, jetzt aber zu dem Moralischen.
Sebastian Und jetzt mal eine ganz kurze Pause. Atme mal durch, ein bisschen langsamer. Im Chat ist schon der eine oder andere, der sagt, das ist ihm ein bisschen zu schnell.
Nemaides Ja, ja, ich verstehe.
Sebastian Ich weiß, das ist ja mein Job heute.
Nemaides Ja, ja, das
Sebastian Bremsen. Du machst mal jetzt 30 Sekunden Pause. Es gibt so einen Punkt, da kam jetzt ein, zwei, dreimal, da hätten Menschen gerne Belege zu allem, was du sagst. Jetzt muss ich sagen, das hier ist ein Podcast und das ist genauso wie, ich sag mal, wenn du eine Talkshow im Fernsehen hast, da sagen die Leute auch, was ihr Statement ist. Wenn man da wirklich Einzelbelege Das kann ich hier nicht anbieten. Also ich sage hier, jede Aussage wird belegt durch die und die und die Studie. Das übersteigt das Format, muss ich ganz ehrlich sagen. Deshalb bitte, jeder schätzt selber ein, wie weiter das hier, ich sage mal, für bare Münze nehmen will. Bild ist ein falscher Begriff, aber es ist tatsächlich so, es ist jetzt keine Anleitung von dir, das stimmt und das stimmt nicht, sondern es ist subjektive Meinung plus nochmal eine berufliche Erfahrung, sage ich jetzt mal, ohne jetzt zu viel zu sagen.
Nemaides ich am Anfang auch gesagt. ist eine subjektive Meinung.
Sebastian Das muss jeder für sich selbst beurteilen. Das hier ist keine abschließende Beratung, die jetzt sagt, so passt es. Ich glaube, die kriegt man wirklich erst vom Richter in dritter Instanz, der dann endgültig sagt, so ist es und nicht anders. Das
Nemaides Ich wollte gerade sagen, auch, und das hätte er als dritte Instanz. Nur weil praktisch etwas eine Meinung ist, heißt das noch lange nicht, dass der erste Richter oder der erste Staatsanwalt oder der erste Polizeibeamte, der damit zu tun hat, diese Meinung auch hat oder das halt nicht anders einschätzt. Und etc. p. Deswegen ist es immer natürlich eine subjektive Rechtsmeinung, die ich einfach jetzt hier als Stammtisch-Teilnehmer empfehle, weil ich darum gebeten worden bin, dass ich meine Meinung dazu sage. Das ist ja genau das Ding. Und das tue ich. Wobei hier natürlich zu bestimmten Dingen Sachen jetzt theoretisch auch, ich weiß nicht, ich habe den Chat jetzt nicht nebenbei jetzt offen, aber eigentlich wollten wir jetzt praktisch auf die moralische Betrachtungsweise nochmal kommen. Und das ist nämlich genau das Ding. Beim Strafrecht habe ich ja eben gesagt, da habe ich die Meinung, dass man das so sehen kann, dass es so ist. Bei einer moralischen Betrachtungsweise gibt es letztendlich kein richtig und kein falsch. Das bedeutet, jeder kommt aus unterschiedlichen Erfahrungen oder Meinungen, die man hat, oder Argumente, die man für wichtiger erachtet als jemand anderes, zu unterschiedlichen Meinungen. Und das ist auch in Ordnung. Es ist halt nur wichtig, dass man darüber diskutiert. Und zwar dann auf einer Basis, ich habe eine Meinung, du hast eine Meinung, die mag unterschiedlich sein, aber dennoch gehen wir als Freunde oder zumindest nicht als Feinde aus dem Raum raus oder nehmen das jetzt persönlich. Natürlich, das bedeutet auch in dieser Situation ist es so, dass es völlig in Ordnung ist, eine andere Meinung zu haben und es ist wie gesagt, es gibt kein Richtig und kein Falsch. Wichtig ist aus meiner Sicht, auch aus einer moralischen Sicht, dass immer wenn da was passiert, wie zum Beispiel ich greife ein oder ich greife nicht ein, dass es aus einer positiven Konnotation heraus passiert, dass es passiert, weil ich letztendlich etwas Gutes erreichen möchte oder weil ich gerade das Gefühl habe, hier stimmt etwas nicht. Also natürlich ist es eine Abwägungssache, genau,
Sebastian der Punkt, dass man erstmal Wohlwollen unterstellen sollte. Also wenn jemand irgendwie sagt, hier, ist das noch okay, was du da gerade tust, dann will der mich ja nicht ärgern damit in der Regel, sondern der macht sich Sorgen. Und das ist ja an sich erstmal ein schöner Wesenszug.
Nemaides da macht sich Sorgen.
Sebastian Versuch.
Nemaides Und natürlich ist es auch eine Art und Weise, wie man es macht. Also ich meine, wenn man den aktiven Partner wegzerrt und dann selber beispielsweise körperlich wird, dann ist es natürlich etwas ganz anderes, als wenn man praktisch irgendwie erstmal versucht, vorsichtig, in dem Sinne, also da gibt es ja ganz viele Abstufungen von, aber da möchte ich jetzt erstmal auch nicht sagen, das eine ist richtig und das andere ist richtig. Weil moralisch gesehen kann man darüber diskutieren, es ist wichtig darüber zu diskutieren, aber es ist auch in Ordnung, wenn andere Leute andere Meinungen haben. Aber wenn man zum Beispiel in einer Tromp spielt, auf einer normalen Party, nehmen wir beispielsweise eine Private-Play-Party, wo zum Beispiel ganz wichtig wie immer ist, es ist SSC und RACK. Und wenn dann da jemand beispielsweise ist, der sehr intensiv spielt, beispielsweise so, dass zum Beispiel der Part ist absolut bewegungsunfähig, ich habe vielleicht noch einen Knebel drin, sodass unbedingt nicht gesehen wird, dass eine Abbruchmöglichkeit da ist. Es wird so intensiv gespielt, dass der submissive Part in den Subspace kommt, anfängt zu fliegen. Man sieht, der ist körperlich weg, der könnte nicht mehr widerrufen, selbst wenn er oder sie wollte. Oder man spielt eben da sehr, sehr extrem. Dann gehört es für mich auch,
Sebastian Stopp mal, da mache ich jetzt die Kapitelmarke. Das ist jetzt der Fall. Der submissive Part ist zwar technisch noch in der Lage, ein Code-Wort zu sagen, aber er tut es nicht, weil er ja im Subspace ist und er kann es in dem Sinne geistig nicht mehr, sage ich mal, leisten, dass er das
Nemaides dann ist er technisch nicht mehr in der Lage. Dann ist er technisch ja nicht mehr in der Lage. Der submissive Part kann es nicht mehr sagen, weil man einfach weg ist. Das ist eine Situation, die gibt es.
Sebastian Genau.
Nemaides Ja, aber ich sag mal so, weil ich damit meinen wollte, ich hab deswegen extra die PPP genommen und wenn dann praktisch ein Pärchen so intensiv spielt, ja, und man muss davon ausgehen, wenn man auf so einer Party ist, dass das vielleicht auch Leute sind, die zum ersten Mal da sind, ja, und zum ersten Mal so was sehen. Für die ist das dann eventuell super intensiv und ich finde, da haben, das unterstelle ich jetzt erstmal, das sind Leute, die dann sehr, die vielleicht auch schon mehr Erfahrung haben, die so intensiv spielen, da haben auch auch grundsätzlich diejenigen, aber das ist jetzt komplett meine Meinung, das ist nur meine Meinung, haben die Erfahrenen, die auf so einer Party sind und intensiv spielen, in einer gewissen Form auch eine Fürsorgepflicht gegenüber diesen Neulingen, für die diese Party zum Beispiel auch gedacht ist, die PPP, die nicht in Situationen zu bringen, wo sie eben tatsächlich sich die Frage stellen müssen, ist das hier in Ordnung, was sehe ich hier gerade, ist das ein Zweck der Weisheit? Das kann auch zu Schäden führen bei den Zuschauern in einer gewissen Form. Und das ist, wie gesagt, eine rein moralische Komponente oder eine moralische Frage. Und es ist in Ordnung, die Meinung zu vertreten, nö, ich gehe da hin, ich bezahle genauso mein Geld, ich mache hier einfach mein Ding und da hat keiner was zu machen. Das ist eine Meinung, die man haben kann und über diese Meinung kann man diskutieren. Und es gibt auch die Meinung, dass man sagt, okay, nein, da sollte man vorsichtiger sein, man sollte eben auch darauf achten, dass man niemand anderes in eine unangenehme Situation bringt, indem man eben irgendwie eine Situation hat, wo nicht mehr klar ist, ob der Konsens vorhanden ist. Das ist auch eine Meinung und die ist auch in Ordnung. Und wichtig ist, dass man ins Gespräch kommt. Dass beide Meinungen auch ins Gespräch kommen und dass beide Meinungen auch offen sind für die Ansicht der anderen Meinung.
Sebastian also ich vertrete ja, das ist mal was Persönliches, den Standpunkt, wenn ich auf einer Party spiele, dann habe ich eine Nebenwirkung, nämlich ich spiele auf einer Party.
Nemaides Aber das ist jetzt meine Ansicht.
Sebastian Und ich versuche nicht nur Sub im Blick zu haben, sondern auch meine Umgebung so ein bisschen im Blick zu haben. Einmal, damit ich nicht irgendwie, wenn jemand mit einem Glas an mir vorbeirennt, ihm das Glas weghau, das ist ein Punkt.
Nemaides Ja, auf jeden
Sebastian Punkt, aber so ein bisschen die Stimmung im Raum, weil das ist ja das, was ich eigentlich auch möchte. Ich möchte ja nicht mich auf einer Party isolieren und für mich alleine sein und alles ausblenden. Dann kann ich es nämlich auch zu Hause machen. Ich gehe ja auf eine Party, um auf einer Party zu sein. Das ist ganz meine persönliche Ansicht an der Stelle. Und ja, es macht auch Spaß, ein bisschen mit der Umgebung und dem Drumherum zu spielen, indem man eben sich so ein bisschen leiten lässt. Da sehe ich aber auch wieder eine Gefahr. Das heißt, nämlich als Dom lasse ich mich antreiben und habe vielleicht nicht mehr also die Kontrollen, bin in meinem DOM-Space drin. Also, ne, das ist, da hab ich ja auch noch mal so einen ganz anderen Punkt.
Nemaides Fall. Domspace gibt es auch.
Sebastian Vielleicht hör ich das Mayday dann noch nicht mal mehr. Keine Ahnung.
Nemaides Ja, solche Situationen gibt es. Da wurde mir auch mal von einer Person erzählt, da hat mir jemand aus der Szene, eine Dame erzählt, dass sie eben auch mal in einen Domspace rein ist oder praktisch in so einem Dom Blackout, weil sie unglaublich auf Ritzen steht und hat dann halt ihn mit einer Rasierklinge geritzt und ist Blutfetischistin und dann war das Blut da und dann war sie so hin und weg, dass sie praktisch selbst in so eine Trance rein ist und einfach weiter geschnitten und geschnitten und geschnitten und geschnitten hat und praktisch gar nicht mehr auf das Gegenüber nicht mehr ein Partner, Spielpartner war, sondern theoretisch das Objekt der Begierde, also ein bisschen objektifiziert in einer nicht guten Art und Weise. Und das ist zum Beispiel auch ganz klar strafrechtlich relevant, wenn dann beispielsweise der submissive Partner dann, weil sie dann in der Situation, das hat sie auch gesagt, nicht mehr gehört hätte, wenn er von seinem Codewort Gebrauch gemacht hat. Und das ist natürlich eine absolut kritische Situation.
Sebastian Ja, also ich will dann, glaub ich, auch, dass mir jemand mal auf die Schulter fasst und sagt, ja, kommst du noch klar, ne? Das Problem ist einfach, ich seh Menschen grundsätzlich als fehlbar. Mich selbst und alle anderen um mich herum auch.
Nemaides Ja, genau.
Sebastian Und, ne, da kann ich noch so klare Regeln haben. Und ganz ehrlich, das ist ja auch ein ganz erster Teil des Spiels, So wie es fehlbar ist. Deshalb habe ich hin und wieder die Gelegenheit, sie zu bestrafen.
Nemaides Ja. Ja.
Sebastian Aber ich muss mir halt eingestehen, das gilt halt für mich genauso. Und das Vertrauen auf einen sicheren Raum auf einer Party, wo ich weiß, okay, selbst wenn ich da Mist baue, mir wird keiner die Peitsche aus der Hand nehmen. Aber, wie gesagt, eine leichte Ansprache. Was ich nochmal empfehlen mag, ist so ein, hier, alles gut, ich hab dir mal einen Wasser gebracht, du siehst gerade angestrengt aus. Kurze Unterbrechung, mal eine Minute Gedanken, der Mensch freut sich vielleicht noch, dass er mal einen Schluck zu trinken kriegt und das ist vielleicht auch der Moment, wo er wieder klarkommt. Das kann man freundlich machen. Es geht nicht um diesen bösartigen Peitsche aus der Hand schlagen, du Arschloch und mach so nicht weiter. Das soll es geben, aber ich glaube, das ist dann wieder was, das muss dann der Veranstalter auch klären.
Nemaides Genau. Also mir letztendlich ist bei diesem Thema eigentlich wichtig, dass ich hoffe, dass wir grundsätzlich einen, also da hoffe ich tatsächlich, dass wir einen gemeinsamen Konsens haben in Bezug auf die Sache, dass wenn es zu einem Widerruf des submissiven Parts kommt, durch eben so etwas wie ich nutze ein Codewort und der aktive Part macht weiter, dass dann eingeschritten wird, weil das gehört einfach zu den Sicherheitsmechanismen unserer Szene und da liegt es an jedem Einzelnen dafür Sorge zu tragen, dass eben diese Sicherheitsmechanismen funktionieren und eben wirklich sexuelle Übergriffe, Grenzüberschreitungen, die nicht gewollt sind, eben nicht toleriert werden. Und alle anderen Sachen mit zu extrem spielen und jemand fühlt sich dabei unwohl und greift deswegen ein, das ist eben eine sehr, sehr starke moralische Frage und Komponente, wo es kein, wie gesagt, kein Richtig und kein Falsch gibt. Und da mag jeder andere Meinung haben und das ist auch okay, letztendlich ist es immer eine Abwägungssache. Auf der anderen Seite habe ich halt für mich auch auf einer moralischen Komponente die Prämisse, dass ich grundsätzlich lieber einmal zu viel eingreife als einmal zu wenig.
Sebastian Ich habe es dir ja schon vorher gesagt, manche werden enttäuscht sein, dass wir hier keine genauen Anleitungen sagen können, das ist richtig, das ist falsch.
Nemaides Ne,
Sebastian BDSM ist halt unglaublich viel Gefühl und Feingefühl füreinander auch. Und
Nemaides das liegt an, ja, genau,
Sebastian ich glaube, Ich glaube, die Wahrscheinlichkeit, dass jemand in irgendeiner Form boshaft ist auf einer Party, also es bösartig handelt, die ist verschwindend gering.
Nemaides ich hoffe es, zumindest haben jetzt die empirischen Ergebnisse das auch eher gesagt, mit so einem Menschenverstand, ja, also, ich hoffe, wie gesagt, eigentlich, also, wie gesagt, es ist ein schwieriges Thema, auf
Sebastian Ja, auf jeden Fall, deshalb reden wir ja drüber und deshalb räume ich ja dafür auch ein bisschen Platz hier in der Sendung einfach frei, weil es schwierig ist und weil ich wirklich viel Feedback dazu kriege. Und zwar wirklich von ganz links bis ganz rechts, da ist die ganze Bandbreite dabei.
Nemaides jeden Fall, ich
Sebastian Viele ordnen sich so ein bisschen in der Mitte ein, aber sagen auch, ich weiß nicht genau was und das ist ganz schwierig.
Nemaides tendiere, ja,
Sebastian Ich habe hier noch ein Ding von Sarah, das mag ich, das steht hier schon seit 5 Minuten, ach seit 10 Minuten schon, das muss ich mal kurz vorlesen.
Nemaides ja, ja,
Sebastian Die sagt, ich wende mich immer direkt an die Sub und frage, ob alles okay ist. Das empfinden manche Doms als Einmischung, aber das ist mir Pups.
Nemaides ja,
Sebastian Die meisten Subs kommen hinterher zu mir und bedanken sich dafür, dass ich aufmerksam war. Das
Nemaides jeden Fall, weil es würde ja auf jeden Fall keinen Sinn machen, einen aktiven Part zu fragen. Und wenn man da Zweifel hat, wie gesagt, es geht auch darum, dass
Sebastian hatte ich aber auch schon. hatte ich aber auch schon, dass dann Leute zu Subbie gegangen sind und gesagt haben, ist bei dir alles okay? Und dann stand ich auch erst mal wie ein Ochs vom Pferd, was geht denn jetzt ab? auf der anderen Seite, auch da die Überlegung, der Mensch meint es ja nur gut und, ne, dass sie sagt, nee, nee, der soll mal weitermachen, dann ist das super, weil dann hat der ein gutes Gefühl und ich auch und, ähm, dann ist das in Ordnung. Ähm, da muss man gucken.
Nemaides in einem positiven Sinn praktisch agiert, das ist wichtig.
Sebastian gucken.
Nemaides Und ansonsten muss man einfach sagen, sind solche Situationen aus meiner subjektiven Sicht dem allgemeinen Lebensrisiko zuzuordnen. Und gerade im allgemeinen Lebensrisiko sind alle Leute unterschiedlich, sind alle anders. Und man hat dann eben das Risiko, dass jemand sich so sehr, so Angst hat um den submissiven Part, dass diese Person sich nicht anders zu helfen weiß, als irgendwie zu intervenieren. Und das ist auch irgendwie in Ordnung, dass diese Gefahr entsteht auf einer öffentlichen Party, wenn man super intensiv spielt, gehört halt einfach auch irgendwie dazu. Und das ist auch in Ordnung so und genau auch umgekehrt.
Sebastian Sub nimmt kein Codewort. Dom sieht auch noch halbwegs gut aus. Schlägt mit der fetten Peitsche, ja, aber immer wieder auf die Nieren. Und ich weiß ganz genau, das macht man nicht. Das kann zu Schäden führen. Bin ich an der Stelle nicht sogar verpflichtet, da jemanden vor Schaden zu bewahren? Immer wieder drauf. Schön in die Nierengegend, wird schon blau alles.
Nemaides okay, also das ist ja glaube ich jetzt etwas, wo wir jetzt wissen, das ist der allgemeine Konsens auf der Szene, dass das theoretisch gesundheitlich sehr bedenklich ist und praktisch SSC sowieso und in einer gewissen Form vielleicht auch sogar RACK schon verlässt, weil praktisch, ich glaube schon bekannt ist, medizinisch gesehen, man sollte nicht konstant auf die Niere schlagen. Und wenn ich das, also gut, das ist eigentlich ein ganz gutes Beispiel, wenn ich praktisch das jetzt sehen würde und würde sagen, okay, das ist ein absolut nicht safes Spiel, das wäre das ja, das ist ja nicht so wie jetzt beispielsweise bei den Beispiels von Temel, wo sie einfach nur intensiv gespielt haben und sie halt einfach weg ist und dann jemand eingreift oder sonstiges. Dann sehe ich, okay, ich kann auch aufgrund objektiver Kriterien sagen, dieses Spiel ist gerade nicht safe. Und dann würde ich auch als Partyveranstalter würde ich behutsam, also ich würde eigentlich nicht wechseln, aber ich würde behutsam das Spiel unterbrechen. Ich würde wahrscheinlich auch mit allen dann intensiv darüber sprechen, warum ich das tue und dann aber sagen, dass das halt einfach etwas ist, was auf der Veranstaltung wie hier im Rahmen dessen nicht funktioniert, dass man Wenn man in einer Art und Weise spielt, die nach objektiven Kriterien ganz klar nicht safe ist, wenn Sie das machen wollen, und man kann auch auf dieses Risiko einwilligen, man kann das konsensual machen, dann machen Sie es aber nicht auf meiner Veranstaltung. Also wenn ich wirklich sagen kann, es wird,
Sebastian ich hab Wissen, aufgrund meiner Ausbildung, was weiß ich, ich bin Arzt, Sanitäter oder sonst irgendwas und habe einfach ein ein gewisses Wissen, dass ich möglicherweise mehr weiß, als das, was die zwei da gerade machen, dass das gerade eine ganz doofe Idee ist.
Nemaides hast du eine überlegene Sachkenntnis.
Sebastian Das ist ein sehr schöner Begriff. Überlegene Sachkenntnis, die hätte ich tatsächlich ganz gerne mal bei ganz vielen Dingen. Genau, also die Begründung, ich halte die für einen guten Grund, dann auch wirklich einzuschauen. Also die Frage ist, muss ich, wenn ich diese Sachkenntnis habe, muss ich dann etwas unternehmen oder kann ich auch einfach aus dem Raum gehen? Ist das nicht dieser Punkt, unterlassene Hilfeleistung, sage ich mal?
Nemaides Also unterlassene Hilfeleistung in dem Sinne, wenn du siehst, dass theoretisch eine Straftat passiert, dann musst du ja beispielsweise, wenn du siehst, dass jemand auf der Straße verprügelt wird, musst du die Polizei rufen. Wenn du das nicht tust, wirst du unterlassener Hilfeleistung. Tut das beispielsweise ein Polizeibeamter, der eine Garantenstellung hat, der dafür verpflichtet ist, dann wirst du über Körperverletzung durch Unterlassen. In diesem Fall ist es aber theoretisch so, dass es erstmal, wenn man auf die Niere schlägt, per se erstmal nicht eine strafrechtliche Handlung ist. Also es ist trotzdem eine Körperverletzung, auf die rechtfertigend eingewilligt werden kann. Nur da
Sebastian Auch darauf? Das geht?
Nemaides ist, ich
Sebastian kann da einwilligen?
Nemaides verweise an dieser Stelle auf den Podcast von Not Vanilla, da haben wir darüber sehr intensiv gesprochen, aber letztendlich ist es so, eine Körperverletzung ist nochmal anders als Freiheitsberaubung, Vergewaltigung und so etwas, wo jeweils aus dem Tatbestand sich ergibt, dass das nicht gegen den Willen passieren muss. Das bedeutet, man kann niemanden mit dem Willen vergewaltigen, weil das ist dann Geschlechtsverkehr. Man kann niemanden mit dem Willen einsperren, weil sich aus der Natur der Sache ergibt, dass der Zweck der Freiheitsberaubung eben die Überwindung eines entgegenstehenden Willens ist. Und deswegen geht das nicht mit dem Willen. Das bedeutet, objektiv ist eine Frau in den Käfig und ein Mann in den Käfig zu sperren, die das möchten, ist objektiv vom Tatbestand her keine Freiheitsberaubung. Tatbestandsausschließendes Einverständnis. Der Unterschied ist allerdings bei Körperverletzungen. Bei Körperverletzungen, wie zum Beispiel Schläge auf die Niere, ist objektiv betrachtet grundsätzlich eine körperliche Misshandlung oder eine Gesundheitsschädigung. Und dementsprechend ist der objektive Tatbestand erfüllt, aber der könnte scheitern an der Rechtswidrigkeit, weil man rechtfertigend darauf eingewilligt hat. Das ist ein Rechtfertigungsgrund, wird aber an einer anderen Stelle im Prüfungsschema geprüft. Und da gibt es verschiedene Voraussetzungen daran. Und worauf man jetzt hier vor allem anspielt, ist die Sittenwidrigkeit. Weil das ist ein super wichtiger Paragraf für uns, der § 228 StGB. Körperverletzung mit Einwilligung. Körperverletzung ist in Ordnung, wenn sie nicht gegen die guten Sitten verstößt. Das stellt natürlich die Frage auf, was sind denn die guten Sitten?
Sebastian Ja, das ist doch sehr schwammig jetzt.
Nemaides Das ist doch hier ein moralischer, schwammischer Begriff. Man hat nur das Gefühl, dass der Richter Pi mal Daumen entscheidet. Das verstößt gegen die Sozialmoral oder das Denken aller Gerechtdenkenden. Und ein anderer Richter sieht das anders. Ist aber tatsächlich relativ klar definiert durch Rechtsprechungen durch den BGH, was gegen die guten Sitten bei Körperverletzungen verstößt im BDSM, bei sadomasochistischen Handlungen. Also tatsächlich für die Fallgruppe. Wie gesagt, wer das jetzt stärker interessiert, empfehle ich den Not Vanilla Podcast. Um es ganz kurz runterzubrechen, gibt es zwei Grenzen. Und das ist einmal die Herbeiführung oder die Vollendung eines schweren Verletzungserfolges. Also ich kann nicht darauf einwilligen, dass ich mein Augenlicht verliere, dass ich mein Gehör verliere, dass ich meine Fortpflanzungsfähigkeit verliere, dass ich dauerhaft entstellt bin, dass ich in Siechtum verfalle oder Lähmung verfalle und dass ich ein wichtiges Glied meines Körpers verliere. Ein wichtiges Glied ist jeder Knochen, der mit einem Gelenk, mit einem anderen Knochen verbunden ist. Darauf kann ich nicht einwilligen. Das sind aber krasse Dinge. Allerdings, alleine gehe ich mal davon aus, dass die meisten, die das hören, sagen, okay, auch so einen Verletzungserfolg habe ich jetzt im BDSM eigentlich nie abgesehen. Das wurde übrigens in der Studie auch gefragt. Da waren 99,9 Prozent, die gesagt haben, das haben sie nie gemacht. Dass so ein Verletzungserfolg eingetreten ist, der die Grenze zur Sittenwidrigkeit überschritten hätte. Und die zweite Grenze ist eben die konkrete Todesgefahr. Das bedeutet, wenn in der Körperverletzungshandlung in sich eine konkrete Todesgefahr innewohnt, ist sie sittenwidrig und nicht einwilligungsfähig. Sprich, die Körperverletzung an sich würde nicht gerechtfertigt sein durch irgendeine rechtfertigende Einwilligung, wenn eine konkrete Todesgefahr besteht. Eine konkrete Todesgefahr besteht grundsätzlich aber nicht bei einem Schlag auf die Niere. Bzw. meine Auffassung, allerdings bin ich auch kein Mediziner, Also ich möchte das gerade noch kurz relativieren. Wenn es schief geht am Schluss und jemand ist tot, da muss man sich immer anschauen, bestand in der Körperverletzungshandlung eine konkrete Todesgefahr, ja oder nein. Aber das ist immer das Ding. Körperverletzungen im BDSM, wo die Verletzungshandlungen eine konkrete Todesgefahr innewohnen, auf die können wir nicht einwilligen. Das bedeutet, das wäre tatsächlich auch eine Straftat in Form von einer vorsätzlichen Körperverletzung, die, wenn sie zum Tode führt, der dann nicht beabsichtigt ist, geführt in einer Körperverletzung, die Todesfolge. Das bedeutet aber, da sind erst die strafrechtlichen Grenzen tatsächlich überschritten. Und ansonsten ist dementsprechend alles andere abgedeckt vom Einverständnis bzw. der Einwilligung des submissiven Parts. Das bedeutet, wenn ich dann aber einschreite, hat das was von einer Bevormundung und in gewisser Form muss ich für mich selber aus einer moralischen Perspektive da auch tatsächlich einen Grund sehen. Aber theoretisch würde ich den, den bei wirklich wiederholten, wenn ich wirklich sehe, ein Spiel ist anhand von objektiven Kriterien, die ich im Kopf habe, nicht sicher oder wirklich auf einer nicht guten Art und Weise gesundheitsschädigend, weil ich auch zum Beispiel das Gefühl habe, das passiert nicht gewollt, sondern, ja,
Sebastian die Botschaft ist angekommen. Du vertiefst das jetzt immer weiter und weiter und weiter.
Nemaides okay, gut, sorry, ja, ja, ja, okay.
Sebastian Ich weiß, du möchtest das nochmal untermauern.
Nemaides Okay,
Sebastian Das verstehe ich auch total.
Nemaides verstehe.
Sebastian Aber ich glaube, die Message ist da. Ich habe hier nochmal so ein Ding gerade rausgesucht.
Nemaides Das
Sebastian Da merkt man auch schon wieder, da ist ja ganz viel Subjektives mit drin von Frank. Können wir mal von den eindeutigen Dingen wie Safewords, lebensbedrohlich etc. wegkommen? Ja, hat er recht. Es wird hart auf einer normalen SM-Party gespielt. Muss ich eingreifen und kann ich rechtlich belangt werden, wenn ich nicht eingreife? Welche Möglichkeiten habe ich denn jetzt? Da geht es halt wirklich um diesen Punkt, muss ich was tun, wenn ich das Gefühl habe, dass es nicht okay ist, was da läuft? Oder kann ich auch den Raum verlassen, wenn es jetzt nicht diese ganz schwere Schwelle überschreitet?
Nemaides tatsächlich eine schwierige Frage und ich wünschte, ich könnte sie mit einer klaren Antwort beantworten, aber das ist in dieser Form auch nicht möglich, weil ich die nicht auch einfach sage. Und das ist nämlich genau das, ich spreche immer von meiner subjektiven Meinung, aber das hat man auch bei Kommissariaten, bei verschiedenen Polizeibeamten, das hast du bei Staatsanwaltschaften, die andere Meinungen oder Rechtsbehandlungen haben und die dann eventuell zu einem anderen Urteil kommen und sagen, okay, ich eröffne die Strafanzeige aus diesem oder jenem Grund oder ich klage es an oder auch nicht. Auch wenn man beispielsweise sagen kann, aufgrund von höchstrichterlicher Rechtsprechung ist das nicht angebracht oder beziehungsweise wird es irgendwann scheitern beispielsweise. Und das ist halt immer die Sache. Ich meine, das Problem ist, ich kann auch deswegen darauf keine klare Antwort geben, weil ich ja auch nicht weiß, wann zum Beispiel Frank in diesem Fall, glaube ich, dieses Gefühl hat. Also ich muss mir die konkrete Situation anschauen, um dann sagen zu können, es gibt zum Beispiel auch Leute, ich meine, ich möchte jetzt nicht sagen, dass irgendjemand das so ist, aber es gibt zum Beispiel auch Leute, die haben zum Beispiel einfach die Einschätzung, das ist schon nicht mehr in Ordnung, ich muss aus dem Raum raus oder ich muss agieren, wo einfach es überhaupt noch in keinster Weise problematisch ist. Und dann gibt es aber auch Situationen, wo es eventuell problematisch ist. Das bedeutet, man kann das nicht pauschal sagen, weil natürlich auch nicht den Leuten, die dann diese Abwägung treffen, in den Kopf schauen kann und ich die Situation auch nicht vor mir habe und auch nicht sehe, ja, okay, da muss man jetzt eingreifen oder da muss man nicht eingreifen. Deswegen bin ich jetzt bei diesen extremen Fällen auch in einer gewissen Form, weil ich halt da sagen kann, da muss man eingreifen. Bei allen anderen Sachen, tut mir leid, es gehört zum allgemeinen Lebensrisiko dazu, kann man leider nicht sagen, okay, wenn du dich so verhältst, bist du astrein. Wenn du dich so verhältst, dann brauchst du dir keine Sorgen machen. Das ist halt leider nicht möglich.
Sebastian Ja, ich sag mal so, ich bin ja auch nicht alleine, wenn ich da zusehe. Du hast es eben schon gesagt, da sind Menschen um mich herum, mit denen kann ich mich absprechen, mit denen kann ich reden und gucken, hier, wie findet ihr das, was ist da und dann kann man auch gemeinsam zu einer Einschätzung kommen.
Nemaides jeden Fall. Das kann ich auch empfehlen, ja. Theoretisch dieses Feedback holen, beziehungsweise, oder andere auch, wie die die Situation einschätzen, ist sicherlich eine gute Taktik in so einer Situation.
Sebastian wie gesagt, man ist nicht alleine damit. Man kann mit Menschen sprechen, man kann sich ein bisschen rückversichern und in der Regel klärt sich das. Ich sage mal so, das will ich jetzt als ganz konkrete Empfehlung mal mitnehmen.
Nemaides Ja,
Sebastian Man ist nicht alleine. Ich bin auf einer Party, da sind auch andere Menschen und dann kann man da zu einer Lösung kommen. und das muss schon ein sehr schräger Abend sein, wo alle betrunken sind und keine Ahnung was. Oh, apropos betrunken. Also wenn ich jetzt so wie verhaue und hab da meine drei Gläser Rotwein getrunken, dann bin ich doch eh nicht mehr dazu in der Lage, dieses Spiel vernünftig zu machen. Das ist zumindest so eine einhellige Meinung, wenn ich auf einer Party harten Alkohol konsumiere und davon ein bisschen mehr. Und merke, ich schwank schon so ein bisschen. Naja, der Punkt ist dann der, also ich wünsche mir, dass dann jemand sagt, pass mal auf hier, Sebastian, das geht mal so gar nicht, weil das widerspricht unserem moralischen Standpunkt, dass wir nämlich mit klarem Kopf spielen. Die Frage ist, ja, darf ich dann überhaupt noch spielen? Um doch so als letztes Ding noch einen rauszuhauen, weil das ist gar nicht so unrealistisch.
Nemaides ist nicht so unrealistisch. Ich meine, mit 2,0 Promille wird man schuldunfähig. Mit 1,1 darf man nicht mehr. Aber theoretisch ist es so, dass wenn man ein bisschen was getrunken hat, man muss ja auch sagen, aber man kann es auch wieder da keine pauschale Antwort sagen, weil es gibt ja auch Menschen, also Alkoholiker, die beispielsweise erst ab einer bestimmten Promillezahl überhaupt normal agieren können und nur weil die praktisch diese Krankheit haben, kannst du ihnen nicht verwehren, sie dürfen kein BDSM ausleben und sie dürfen nicht SM spielen. Weil wenn jemand nur mit 1,1 Promille überhaupt vernünftig agieren kann, Dann würdest du ja, wenn du so eine Grenze ziehst, diesen Personen verwehren, grundsätzlich Sexualität auszuleben. Wenn man sagt, du kannst es nicht mehr sicher machen oder sonstiges. Das ginge natürlich nicht. Das bedeutet, man muss immer individuell auch die einzelne Person anschauen. Wenn es um strafrechtliche Relevanz geht, wenn es um jetzt eine Party geht, würde ich jetzt grundsätzlich sagen, Wenn man wirklich auch Spiele spielt, Bondage oder verschiedene Sachen, wo man tatsächlich einen wachen Geist haben sollte, dann geht das in die Richtung, wie aus meiner Sicht auch, das mit den Viren auf Dauer. Das ist ein Punkt, wo man als Partyveranstalter oder auch als Umstehender sagen kann, wir haben einen allgemeinen Konsens auf der Party, der eben auch beinhaltet, dass wir grundsätzlich nach objektiven Kriterien handeln, die sicher sind. Oder wo man sagt, wenn da wirkliche Bedenken sind, was zum Beispiel ist, wenn jemand schwankt und nicht mehr laufen kann, wenn der dann anfängt, auch mit einer Gerte oder sonstiges jemanden verprügeln zu wollen, dann denke ich, ist das aus meiner Sicht gerechtfertigt, da praktisch sozusagen behutsam, natürlich nicht übergriffig, sondern meistens ist es besser, wenn man auch an den Verstand der Person appelliert und theoretisch mit der Person darüber spricht, auf welchen Grunde man da jetzt vielleicht auch Bedenken hat. Also meine Erfahrung ist, wenn man das tut, die meisten von sich aus eigentlich dann auch sagen, okay, stimmt, hast recht, vielleicht bei der nächsten Party. Aber wenn jemand wirklich so angetrunken ist, dass ich es merke, dann wäre das für mich auch ein Grund als Veranstalter oder als Gastgeber, dem ja wichtig ist, dass alles, was passiert, in Ordnung ist und dass es auch eine gute Atmosphäre ist, würde ich für mich dann Rechtfertigung sehen, auf diese Person zuzugehen und meine Bedenken zu äußern.
Sebastian Sehr diplomatisch ausgedrückt. Ja, das ist auch eh noch mal eine ganz andere Perspektive, weil wenn ich was veranstalte, irgendwie hab ich dann auch mal das Gefühl, ich bin mittelbar für alles haftbar, was da passiert. Also hab ich schon, hab ich immer diese Zwickmühle, Wie viel Freiraum gebe ich denn meinen Gästen? Möglichst viel natürlich. Auf der anderen Seite will ich mir nicht hinterher sagen, dass Moment, sie haben hier einen Fight Club aufgemacht und zwei Leute sind tot.
Nemaides Ja, ja, auf
Sebastian Klar, das passiert nicht. Das muss man auch ganz klar und ehrlich sagen. Wir gehen hier wirklich in die Extreme rein und gucken uns die Fälle an. Dann auf der anderen Seite, wenn es jedes Wochenende in Deutschland, sage ich mal, 100 Partys gibt und auf jeder Party sind, was weiß ich, 50 Leute, dann habe ich schon 5000 Leute, die irgendwie interagieren und zwar jede Woche, mal auf 10 Jahre hochgerechnet und dann ist dann die Wahrscheinlichkeit, dass irgendwo mal richtig Scheiße gebaut wird, die ist dann da.
Nemaides jeden Fall. Auf
Sebastian Ne, du hast auch mal Leute, die schlechte Laune haben, weil sie sich gestern vor ihrer Freundin getrennt haben oder verlassen wurden und die kommen mit einem emotionalen Ballast da noch mit hin und wollen sich ablenken.
Nemaides jeden Fall ist sie da, auf jeden Fall.
Sebastian Keine Ahnung, ja. Und wie gesagt, wenn du das auf, ich sag mal, 100.000 mögliche Interaktionen hochskalierst, dann ist auch einer dabei, wo einfach mal das Ganze in eine ganz falsche Richtung geht. Und für diesen Fall, da finde ich, da muss die Szene da sein, auf die muss man sich so ein bisschen verlassen können, dass man sagen kann, okay, trotzdem passiert da nichts. Weil ganz ehrlich, wenn wir mal ehrlich sind, stell dir mal vor, eine BDSM-Party und jemand verreckt da fürchterlich und 50 Leute haben drumherum gestanden. Wenn die Bild-Zeitung das mitkriegt und da ein halbes Jahr rumpoltert, dann haben wir ganz schnell neue Gesetze, ist jetzt meine Befürchtung, die dann dazu führen, dass auf allen Partys plötzlich irgendeine Regel gilt, die uns überhaupt keinen Spaß mehr macht.
Nemaides ja, ja, Wobei ich dazu jetzt erst mal nochmal sagen muss, dass wir mit der Rechtslage hier in Deutschland, auch gerade im weltweiten oder auch im europäischen Vergleich, sehr zufrieden sein können. Weil theoretisch sehr vieles in Ordnung ist von der Einwilligung abgedeckt im Vergleich zu Großbritannien oder sonstiges, da ist die Rechtslage ganz anders. Aber ja, ich denke, um jetzt hier vielleicht auch dann abschließend auch nochmal zu sagen, dass ich weiß, dass das eine sehr heftige Diskussion ist und das war, glaube ich, ein harter Tobak war gerade die Diskussion, auch so gefühlt jetzt so für mich und ich meine, auch von den Rücksprachen aus dem Chat habe ich auch gemerkt, das ist halt etwas, wo jeder auch tatsächlich sehr emotional eine Meinung vielleicht auch hat, aufgrund von eigenen Erfahrungen, die man gemacht hat. Und mir wichtig ist, dass man da im Gespräch bleibt, in der Diskussion, dass wir uns im Klaren sind, dass wir so gut wie möglich versuchen müssen, dass in unserer Subkultur, in unserer Szene Sicherheitsmechanismen funktionieren. Und natürlich habe ich gerade am Anfang sehr stark über die Fälle gesprochen, wo jeder vielleicht sagen würde, natürlich muss man da einschreiten. Das muss man auch im Einzelfall sehen und da ist es in Ordnung, wenn man unterschiedliche Auffassungen hat. Das wäre komisch, hätten wir da nicht unterschiedliche Auffassungen.
Sebastian Das ist ja der Punkt, das ist ja auch der Punkt, wir haben ja eine Diskussion über dieses Thema auch in den letzten Wochen und ich war immer so ein bisschen unter Druck, ich muss dazu mal was sagen und das ist aber ganz schwer, weil ich kann keinen hundertprozentigen Standpunkt vertreten. So, jetzt machen wir folgendes. Jetzt haben wir dir über eine Stunde zugehört und du hast unfassbar viel gesagt. Du hast so viel gesagt, wie sonst hier in drei Stunden nicht gesagt wird. Also mit dem Redetempo, wenn wir uns zusammensetzen für eine lange Folge, dann muss ich mal gucken, dass ich dir vorher irgendwie ein bisschen was ins Glas tue. Mal gucken, ob das wirkt.
Nemaides Ich muss zugeben, das Gespräch war auch für mich so intensiv, ich habe mir währenddessen nach einer Dreiviertelstunde an einen kleinen Whisky genippt.
Sebastian hat nicht geholfen.
Nemaides Aber es hat nicht geholfen, sehr gut.
Sebastian Es ist aber okay. Der Punkt ist jetzt der, ich werde jetzt gleich in ein paar Minuten, Ich werde hier die Leitung aufmachen und jeder kann hier zu Wort kommen. Das ist okay. Man kann hier anrufen und dann kann man erzählen, was man möchte und seine Meinung kundtun.
Nemaides Auf jeden Fall.
Sebastian Ich nehme keinem übel, wenn er sagt, ich vertrete die und die Meinung. Ich vertrete meine Meinung zum gewissen Grad auch.
Nemaides Ich auch nicht.
Sebastian Deine kennen wir jetzt auch, zumindest zum Großteil. Ja, das ist auch so ein Punkt, da mag ich gar nicht zu neutral sein. Auf der anderen Seite wird hier niemand angegriffen. Das ist schon mal vollkommen klar.
Nemaides auf jeden Fall.
Sebastian Und jeder Mensch hat auch einen Grund, warum er zu einer Meinung kommt. Und vielleicht, wenn jemand als Top schlechte Erfahrungen gemacht hat, dann ist ihm das ja passiert und er handelt deswegen. Und das ist auch in Ordnung, diese Erfahrung zu haben und auch hier zu teilen, finde ich. So, wie machen wir das jetzt? Du hast mir Musik geschickt. Nein, magst du noch was Abschließendes, nochmal was Abschließendes sagen?
Nemaides dazu, ja, ich meine, das letzte Mal habe ich ja, da war ja so ein bisschen aufgeteilt, die eine Hälfte habe ich über Comedy gesprochen, was ich auch gemacht habe, und über das andere, über das Rechtliche, so ein bisschen aufgrund meiner Lecture-Performance, die ich auch in der Szene mache.
Sebastian Ja, natürlich. Natürlich.
Nemaides Heute waren wir ja sehr, beziehungsweise waren wir ja vor allem im Rechtlichen, beziehungsweise moralisch auch sehr interessanten und diffizilen Themen, also sehr ernsten Themen. Und da habe ich mir gedacht, habe ich jetzt nochmal einen, weil du ja immer fragst nach einem Übergangssong, habe ich dir jetzt einen geschickt, den ich ganz passend finde, vor allem auch, weil er, wir müssen anspielen, dein letzter Gast, der hatte nämlich auch erwähnt, dass ja der ICD-11, der jetzt im letzten Jahr verabschiedet worden ist, ein bisschen was für uns geändert hat und deswegen finde ich den Song so passend, weil er nämlich genau das thematisiert und es ist ein Experiment, aber wir werden mal schauen, ob es funktioniert.
Sebastian Ja, du hast mir noch nicht so wirklich verraten, du hast mir ein MP3 geschickt und hast gesagt, spiel das. Und dann habe ich geraten, was du wohl vorhast und dann habe ich mir gedacht, um Gottes willen. Also der Techniker in mir hat dann gesagt, oh Gott, Latenz und andere Probleme, das kann jetzt voll schief gehen. Und der Haken an der ganzen Sache ist, für den Podcast muss ich es auch noch rausschneiden, weil da kann ich ja keine Musik laufen lassen.
Nemaides Ja, das ist ja in Ordnung. Das ist jetzt praktisch nur was für die Live-Leute. Ja, schauen wir mal, ob es funktioniert. Ich weiß es auch nicht.

Kommentar Postproduktion

Sebastian Hier noch ein kleiner Einschub aus der Postproduktion. Normalerweise haben meine Gäste einen Musikwunsch frei, den ich nach der Sendung spiele. In diesem Fall hat mein Gast aber mir nur eine Instrumentalversion geschickt und dann hat er auch noch am Telefon gesungen. Einen eigenen Text, wunderschön vorgetragen, aber leider ist es so, dass ich aus rechtlichen Gründen, sprich ich finde keine passende GEMA-Lizenz dazu, das hier leider nicht einspielen kann. Nun ist das so schön verwebt in der Folge, dass ich das auch nicht korrekt schneiden kann, dass man das nicht irgendwie merkt. Also verzeiht mir, dass der Schnitt einfach an der Stelle saumäßig ist, aber ich habe es mit dem Podcast tatsächlich abgefeiert, das zu hören und das gab es eben nur, wenn man live die Sendung gehört hat. Für alle anderen tut mir leid, da gibt es leider eine Grenze, über die ich rechtlich eben nicht drüber hinweggehen kann. Und nun geht es einfach weiter und wir hoffen, dass das kein ganz so schlimmes Schnittmassaker ist.
Nemaides Ja, da habe ich mir gerade gedacht, es passt, weil ich das letztes Mal dann auch gehört habe. Und da ging es nämlich um den ICD-11, das eben geändert worden ist, was für uns sehr, sehr gut ist in der Form, weil eben der einvernehmliche Masochismus und Sadismus rausgenommen wurden und aus der Störungsdiagnose eben entpathologisiert und wir praktisch nicht mehr gegen den Willen das diagnostiziert bekommen könnten. Dementsprechend Meilenstein für uns dann auch, letztes Jahr, im Mai, glaube ich.
Sebastian bin gerade völlig platt, weil ich wusste ja nicht, was du da jetzt machst und jetzt haben wir es nur übers Telefon gemacht. Also ich ärgere mich gerade unglaublich.
Nemaides Ich weiß, ihr wusstet jetzt auch nicht überhaupt, wie sich das jetzt anhört, ob das überhaupt funktioniert mit dem Mikro, aber genau, ja. Ich wollte einfach jetzt, das war ein ernstes Thema und ich bin ja jemand, der bei der Lecture-Performance zum Beispiel, da rede ich nicht die ganze Zeit so ernst, da mache ich immer Witze dazwischen beziehungsweise witzige Anekdoten und so etwas, damit man sich das, wie gesagt, auch gerne anhört. Und da wir das jetzt aber die ganze Zeit sehr, sehr ernst machen, weil es aber auch sehr, sehr wichtig ist, wollte ich praktisch mit einem etwas witzigen, beziehungsweise mit einem Locker und Dings praktisch meine Redezeit hier beenden nach 90 Minuten.
Sebastian es hören immer noch Menschen zu. Also von daher alles gut, alles in Ordnung. Es sind glaube ich fünf Menschen ausgestiegen in den letzten 90 Minuten. Der Schnitt ist schon mal sehr, sehr gut. Gut, jetzt lassen wir aber noch andere Menschen zur Sprache kommen. Von meiner Seite erstmal vielen, vielen, vielen Dank, dass du dir Zeit genommen hast, dass du dich offenbar wirklich vorbereitet hast, dass du hier gesungen hast, das ist eine Premiere beim Hörertreffen, ganz ehrlich, du bist engagiert, läuft.
Nemaides Sehr gerne. Also es hat mir auch echt Spaß gemacht.
Sebastian Und ich werde jetzt erstmal, ich spiele jetzt ja auch noch ein bisschen Musik, ganz ehrlich, nehme mir nochmal zwei, drei Minuten Zeit und dann mache ich das ja auf. Nemaides, vielen, vielen Dank von mir und ja, hören wir ein bisschen rein, dann gucken wir ein bisschen, wie der Rest des Abends jetzt hier so verläuft. Ich bin da jetzt auch sehr gespannt und wir hören uns ja eh wieder.
Nemaides Genau. Und wenn irgendjemand von den Zuhörern auch noch irgendwie gefühlt einen Redebedarf mit mir selber hat, ihr könnt mich jederzeit auf FetLife anschreiben, da bin ich unter dem Nick Nemaides auch zu finden und dann können wir darüber auch nochmal sprechen. Also das ist mir auch nochmal wichtig zu sagen, weil wir jetzt im Moment ja emotionale Themen angesprochen haben und da eventuell noch Redebedarf bei dem einen oder anderen ist, da stehe ich offen gegenüber. Ja,
Sebastian Das ist doch mal ein Angebot. Super. Finde ich klasse, dass du dich dem auch stellst. Den Link zu der Non-Vanilla-Folge und auch zu der Studie, was ich da finden kann oder von dir kriege, das packe ich in die Shownotes rein. Da kann man ab morgen Mittag reinschauen. Dann gibt es das auch. Ich wünsche dir noch einen schönen Restabend. Genieß den Rest Whisky noch.
Nemaides und ich bin gespannt auf den Rest der Folge.
Sebastian ich freue mich drauf, die Stimme dann auch mal irgendwann live zu hören, singenderweise. Ich bin gespannt.
Nemaides Ja, nice. Okay, cool.
Sebastian einen schönen Abend. Tschüss.
Nemaides Danke, tschüss.
Sebastian So, weg ist er. Ja, das war jetzt mal ein bisschen anders, das ist jetzt auch einfach mal meine Herzenssache gewesen und das Schöne an dem Podcast, an diesem Live-Podcast ist vor allen Dingen, ich kann hier auch mal experimentieren und sage, ich mache mal was anders, ich probiere was Neues aus und dann gucken wir mal, was passiert. So, ich werde jetzt einmal Musik spielen und zwar das, was sich Thomas letzte Woche gewünscht hat, nein, diese Woche war es und ich sage jetzt vorher aber schon mal die Nummer an, das ist die 051019118952, die packe ich auch gleich in den Chat rein und Und ja, wie gesagt, melden kann sich ja jeder und ich bin wirklich für jede Meinung offen und ich weiß, dass es emotional ist und das ist okay und ja, dann lasse ich mich überraschen, was hier gleich passiert. passiert. So, wo haben wir es denn? Da, das war

Sarah, die O von Lady A

doch mal ein langes Liedchen. Ich habe auch schon jemand in der Leitung. Bevor ich dazu komme, ich mag einmal, wenn jeder, der hier anruft, das gilt weiterhin, nimmt an einem kleinen Gewinnspiel teil, also wer auch durchkommt und mit mir auch tatsächlich spricht. Es gibt zwei signierte Bücher von Tanja Russ und das habe ich jetzt gesagt, aber ich glaube, ihr ruft jetzt eh nicht an, um was abzustauben. Ihr ruft ja alle an, eigentlich, weil ihr was sagen wollt und ich habe da jetzt jemanden in der Leitung. Sarah, wenn ich das richtig verstanden habe. Genau, und zwar O von Lady A.
Sarah Lady A, ganz genau.
Sebastian Genau. Okay, damit können wir dich schon mal so ein bisschen einordnen, wer die Folge gehört hat, weiß schon sehr viel über dich.
Sarah Ja. Ja, genau.
Sebastian Okay, worüber sprechen wir?
Sarah Genau, also erstmal so kurz zu meiner Person. Ich bin also nicht nur die O oder der O von Lady A. Ich sehe mich selber als Femsub weiblich und würde also die O und Sarah halt dementsprechend bevorzugen, aber auf der anderen Seite gibt es mich halt auch als ganz professionellen Dominus, der der Sexarbeit nachgeht. Und in diesem Rahmen veranstalte ich letztendlich auch Veranstaltungen und dementsprechend komme ich jetzt mit zwei Stimmen gleichzeitig, um halt aus der Sicht eines Veranstalters da nochmal ein Gewicht draufzulegen von dem, was wir eben gerade so gesprochen haben. Und ja, das ist irgendwie so mein Thema.
Sebastian Okay, also einfach das ganze Thema aus Sicht des ich organisiere ein Event und stehe gefühlt mit einem Bein im Knast.
Sarah Man
Sebastian Okay, wie siehst du das?
Sarah kann sich, da möchte ich dem Vorredner durchaus recht geben. Ich habe jetzt in der Zwischenzeit auch mal ein bisschen gegoogelt nach Bundesgerichtshofurteilen, die sich mit BDSM beschäftigen. Das ist gar nicht so schwierig. Man muss halt nur die Webseite aufrufen und in den ganzen Sachen suchen. Dann findet man da schon was. Und nicht bei wer weiß was oder sonst wie. Ich habe die Erfahrung gemacht, mir selber ist in fast, ich bin jetzt 50 Jahre alt, ich mache jetzt seit 20 Jahren irgendwie so ein Zeug, seit fast 30 Jahren mittlerweile und ich bin noch niemals, niemals selber in einer Situation gewesen, gewesen ist, auch bei einer Veranstaltung, irgendetwas in der Form ausgeartet ist, dass man unbedingt zwingend eingreifen musste, weil halt irgendwas schief lief. Also entweder besuche ich die falsche Veranstaltung, ich weiß es nicht, ja,
Sebastian Ja, das spricht ja für uns alle einfach. Das spricht für die Szene, dass das eben ein wirklich seltener Fall ist.
Sarah und
Sebastian Punkt.
Sarah das ist genauso wie halt beispielsweise nach dem Prostituiertenschutzgesetz, gibt es ja auch gewerbliche Überprüfungen, wo man halt auch immer wieder hört, dass halt Menschen Oder dass Partys halt kontrolliert werden und jede Frau, die da rumläuft, ist automatisch eine Prostituierte, auch wenn sie da nur anwesend ist. Scheint wohl irgendwie ein Nord-Süd-Gefälle zu geben. In Bayern und Baden-Württemberg passiert das sehr häufig. Ich habe selber in NRW sowas noch nie erlebt, gar nicht. und insofern möchte ich einfach nur so aus meinem Gefühl darauf hinweisen, dass wir über Dinge reden, die einen gewissen Seltenheitswert haben. Aber darauf müssen wir als Veranstalter vorbereitet sein. Das ist das Problem damit, sich nämlich genau mit diesen Einzelfällen auseinanderzusetzen, weil wir am Ende des Tages bei solchen Veranstaltungen immer mit einem Bein im Knast stehen, weil da halt Dinge geschehen, die unter Umständen strafrechtliche Relevanz haben können. Wir haben das dann, wie soll ich das sagen, begünstigt an der Stelle. Ja,
Sebastian ich mal ganz kurz da reingrätschen? Ich höre im Hintergrund bei dir irgendwie noch eine andere Stimme. Ich ob das dein Echo
Sarah Lady A hört mich mit und sollte, brauchen Sie einen Kopfhörer, Lady A? Weil das stört im Chat.
Sebastian Also ich höre da jedes Wort. Tut mir leid. Aber das ist ganz schwer, hinterher irgendwie besser zu machen und rauszukriegen. Und das wäre schade, wenn Menschen abschalten, weil die Akustik so
Sarah so.
Sebastian Sehr gut. Okay. Entschuldige für die
Sarah Und ich stehe dann halt dementsprechend halt irgendwie so ein bisschen was halt davor, dass ich für Dinge gerade stehe, die unter Umständen schief gehen können. Und wenn ich mich da mit Rechtsanwälten befasse, sind die mir da Rat geben, weil ich bin zwar ehrenamtlicher für ganze Arbeits- und Sozialrecht, aber ich habe keine Ahnung von Strafrecht. Also hole ich mir fachkundige Meinungen und irgendwie habe ich das Gefühl, wenn ich zehn Anwälte frage, kriege ich 20 unterschiedliche Meinungen raus, weil sie sich alle irgendwie uneinig sind.
Sebastian Ja, das an.
Sarah Und ich habe dann, ja, frag den Richtigen und der sagt es dir dann. Und man muss sich dann auf eine Deutung halt irgendwie festlegen, mit der man dann halt geht. Und bei mir ist es halt so, dass ich ganz klar vorgebe, was die Regeln sind, dass ich ganz klar vorgebe, dass ich das Hausrecht vertrete aus dem BGB und dass ich befugt bin, uns das Personal auch jeden der Party zu verweisen, wenn ich der Meinung bin, da stimmt irgendwas nicht. Und das habe ich zweimal in der ganzen Zeit irgendwie gemacht, weil, das habe ich zweimal in den ganzen Jahren irgendwie gemacht, aber das hatte merkwürdigerweise nichts mit übergriffigen oder vermeintlich übergriffigen Sachen zu tun, sondern mit dem allgemeinen Verhalten. Wie Menschen halt nun mal so sind. Und ob sie zu alkoholisiert waren, ob sie rumgepöbelt haben, ob sowohl Domsen, irgendwelchen Subs einfach irgendwie zwischen die Beine gegriffen haben oder andersrum. Solche Geschichten. Und da muss ich einfach vorstellen, unabhängig von einer strafrechtlichen Situation, die geschieht, wo ich unter Umständen nicht eingegriffen habe, habe ich als Veranstalter auch ein Vertrauensproblem, wenn durchsickert, dass auf meinen Partys Dinge geschehen, die von der Allgemeinheit nicht als üblich abgehakt werden. Und dann kommt hinterher niemand mehr zu mir. Und deswegen sage ich halt immer, es gibt auf der ganzen Party nur ein einziges Safeword und das ist Mayday. Und das ist mir völlig Wurst im Prinzip wie die Konstellationen das so für sich irgendwie halten. Und deswegen hatte ich auch geschrieben, spätestens dann, wenn Mayday kommt, da geht das Personal dazwischen. Die sind da sehr aufmerksam und fragen dann halt auch bei der der betreffenden Sub meistens halt zwischendurch immer mal wieder nach. Geht's gut? Fühlst du dich wohl? Und von daher ist es mir immer völlig Pups, ob der dompt. Der muss halt abkönnen, der kann mal was Dominantes machen. Und das wird aber vorher immer kommuniziert, was geschieht. Wir haben also eine ständige Anwiederung geschrieben, dass
Sebastian jetzt nicht den Chat nebenbei lesen. Das funktioniert nicht. Ich komme mit dem Kram noch zu dir. Alles gut.
Sarah sich halt viele Leute keine Gedanken machen darum, unter welchem Druck manchmal die Veranstalter stehen, um das alles irgendwie sicher zu halten. Und dass es halt Regeln gibt, an die sich einfach jeder halten muss. Wir
Sebastian Vor allem, du hast, ganz ehrlich, da passiert einmal was auf einer Party. Das hängt dir als Veranstalter jahrelang nach. Oh, das ist doch die Party. Wo? das und das passiert. Zack. Schwierig. Das ist ein echtes Problem. Wie ist denn das, ich kenne jetzt die Partygröße nicht, aber wenn du da jetzt auch noch Leute hast, die das mit dir zusammen organisieren, ich sag mal, das sind die typischen Engel auf der Party, die da auch rumgehen, ein bisschen gucken und die Leute ein bisschen bespaßen und betreuen. Wie nordest du die denn ein? Also was sagst du denen für klare Regeln, worauf sie
Sarah haben grundsätzlich, meine Party ist jetzt nicht irgendwie so 100, 200, 300 Leute, das ist mir alles viel zu groß, da würde ich mich persönlich auch selber total unwohl fühlen. Meine Klientel ist irgendwie so 20, 30 Leute. Ich habe auch schon mal irgendwie 40 gehabt, weil irgendwann ist die feuerpolizeiliche Grenze für das Gehöft, in dem man sich aufhält, einfach erreicht. Und man verliert dann halt auch ziemlich schnell den Überblick. So, insofern
Sebastian Gut, also dann dann mache ich hier mal einen kurzen Aufruf, wenn jemand quasi so als Helfer auf einer Party ist, ich sag mal Aufpasser in dem Sinne da mal war, da würde mich mal interessieren, wie derjenige gebrieft wurde. Vielleicht ruft da nochmal jemand an dazu. Okay.
Sarah wird das halt dann an der Stelle gemacht. Es sind halt zumeist Menschen, die halt schon ewig und drei Tage meine Veranstaltung besuchen, zu denen man ein Vertrauensverhältnis aufgebaut hat und die halt wissen, wie man selber tickt und die ähnlich ticken und Dinge halt einfach ähnlich sehen. und ihr eigenes, wie soll ich das sagen, ihr eigenes Spiel ein bisschen zurückstellen gegen ein wenig Kostenerstattung, in Form von und so weiter. Also nicht Kostenerstattung, sondern Eintrittsreduzierung oder so. Und da halt einfach nach dem Rechten sehen zwischendurch und halt einfach aufmerksam sind. Ich habe festgestellt, dass ich das bei vielen gar nicht mehr irgendwie abfragen muss, sondern weil wir halt irgendwie so ein bisschen mehr familiär miteinander umgehen, machen das eigentlich alle in irgendeiner Form. Und gerade wenn neue reinkommen, die noch nie in einer Form irgendwas gemacht haben, die werden halt in diesem Kreis irgendwie dann aufgenommen, vollautomatisch. Da muss ich mich selber manchmal auch nicht großartig drum kümmern und insofern hält das alles unwahrscheinlich in Grenzen, sodass es halt auch für Neulinge ein schönes Erlebnis wird an der Stelle. Das ist mir halt super wichtig. Und ja,
Sebastian Ich mache ja keine Veranstaltung, um hinterher Leute unglücklich zu machen.
Sarah bitte
Sebastian Hier von Miss Mantra kommt da noch was. Und zwar, danke Sarah, dass du uns diesen ergänzenden Einblick gibst.
Sarah ja.
Sebastian Auch so ein Lob muss einfach mal jetzt mal vorgelesen werden Hier. Und dann noch von, oh Gott, das ist nämlich nochmal eine Frage von Lenkirre0815. Ich weiß nicht, ob ich das richtig ausgesprochen habe. Wie kommuniziert ihr das an Partygäste? Also jetzt gerade bei Neulingen. Wie werden die damit vertraut gemacht, wie das so läuft? Ja,
Sarah Kommuniziert wird das halt. Ich begrüße die Leute halt alle persönlich. Und wenn ich nicht gerade irgendwie von meinen Subs, um es mal so zu sagen, durch die Gegend gescheucht werde, um irgendwas zu richten. und ja, da bin ich ganz klar, auf einer solchen Veranstaltung bin ich der Veranstalter und mein Gefolge in Anführungsstrichen sind aber diejenigen, die sagen, muss man hier gucken, muss man da was machen, muss da und so weiter. Und ich führe alle neuen Leute durch die Räumlichkeiten, die wir haben und erkläre ihnen, wie das hier geht, dass wir hier aufeinander aufpassen Und dass es halt Leute gibt, die zwischendurch eventuell immer mal wieder herantreten, gerade bei neuen, um mal einfach zu fragen, weil man sich halt irgendwie noch nicht kennt, weil man ja nicht weiß, was heißt jetzt in irgendeinem Spiel, der irgendwie einschätzen können. Und wenn die Leute dann irgendwie zwei, dreimal irgendwie da gewesen sind, dann sind da auch weniger Nachfragen irgendwie nötig, weil man halt auch in den persönlichen Kontakt gekommen ist. miteinander umgehen, sage, in dem Sinne, wir machen das jetzt so und bla bla bla, einfach nur als Angebot das tun, aber das mit einer gewissen Verbindlichkeit, dass man sich darauf einstellen kann, sich unwohl fühlen, weil da vielleicht irgendwas aus dem Ruder läuft, gehen da halt meine Freunde da halt irgendwie schon dazwischen, indem sie direkt bei einem Mann, geht zu einem Mann, zu fragen, ist alles in Ordnung, reden
Sebastian aber auch da wieder dieser Punkt, keiner meint es da böse, sondern dass es ein, sich umeinander, um seine Umgebung, seine Mitmenschen Sorgen machen oder für sie, es geht einfach, es geht um eine gewisse Art von Harmonie dabei. Ich glaube, alle Menschen, die mit Bondage da viel zu tun haben, die können das nachvollziehen. Es muss einfach ganz viel zusammenpassen, damit es dann auch einfach subjektiv schön ist.
Sarah wir halt darüber und bei Kommunikation ist das das Beste, ja, was man miteinander machen kann und deswegen kommunizieren wir das einfach vorab, sodass sich dann halt auch irgendein dominanter Egomane sich dann nicht auf den Schlips getreten fühlt, weil wenn der dann direkt schon an der Kasse irgendwie austickt, was erlauben, dann kann ich dann auch dominant sein und sagen, ja, dann bist du leider hier auf dieser Veranstaltung nicht erwünscht, weil wir sind hier alle eine Familie, wir wollen alle irgendwie unseren Spaß haben, wir wollen alle einen schönen Abend irgendwie haben und wir möchten nicht, dass das uns so aus dem Ruder läuft. Wenn man da nicht in der Lage ist, die Regeln des Hauses immer
Sebastian ist vielleicht auch nochmal dieser Punkt, so 30, 40 Leute, das ist tatsächlich noch wirklich familiär. Ja, ich sage mal so, da müsste ich tatsächlich jemanden anrufen, der sagt, ich mache Partys mit zweieinhalbtausend Leuten. Ich glaube, da ist der Modus nochmal ein anderer, nämlich ein ganz Vielleicht ruft da jemand an, der sagt, ich habe letzte Woche, nein, letzte Woche nicht, also vor ein paar Monaten mal eine Party gemacht, wirklich mit einer vierstelligen Personenzahl. Weil man kann nicht überall zugleich sein. Und dann muss man nämlich mit seinen Leuten alles kommunizieren, man muss für alles Regeln haben. Man muss es eventuell aufschreiben, was auch wieder Haftungsgründe hat und, und, und, und, und. Und in diesem familiären Rahmen, ich glaube, man redet miteinander und findet einen Konsens. Und Konsens ist ja das, was wir brauchen, damit wir Spaß haben.
Sarah mal wieder vor, dass halt Leute auf den Partys sind, die sich einfach irgendwie daneben benehmen und das entwickelt sich dann halt irgendwie so im Laufe des Abends und leider Gottes haben diese Sachen meistens immer irgendwie mit und ich bin sowieso, also man könnte, irgendjemand hat mir mal gesagt, Mensch, du bist trocken, du trinkst ja nie was, was nicht ganz richtig ist, aber auf den Partys wie es nur ich erarbeite, da trinke ich nichts. Warum sollte ich da einen Sektglas schwenken für was auch immer? Aber halt auch, wenn ich selber spiele, geht gar nicht null. Also, weil ich auch weiß, wie ich persönlich darauf reagiere und ich glaube, ich habe an Silvester, in der Silvesternacht, da nehme ich mir mal irgendwie einen Sekt und vielleicht trinke ich ja meinen Geburtstag mal einen Kölsch und dann hat sich das dann auch schon erledigt. Ich bin einfach total freiwilliger Abstinenzler, weil mir das einfach alles nicht schmeckt. Und wenn ich da manchmal ich mal sehe, ich kann das bei Subs durchaus verstehen, wenn die das erste Mal da sind oder überhaupt, und dass sie sich dann irgendwie ein Weinchen irgendwie reinkippen, irgendwie nachvollziehen, aber wenn da halt dominante Menschen hingehen und sich da einkübeln müssen, um überhaupt in Stimmung zu kommen, ich glaube,
Sebastian auch eine einfache Möglichkeit. Also ich, ganz ehrlich, ich habe das auch schon auf einer Party gehabt, dass man dann wild spielt und hat richtig Spaß. Und hinterher haben wir dann mal nach dem harten Zeug gefragt, weil wir halt dann den Abend ausklingen lassen wollten mit ein paar Leuten einfach. Aber danach spielt man halt nicht mehr. Punkt, da gibt es noch einen Klaps auf den Popo, das ist dann okay. Das ist dann danach. Also klar, wenn ich da eine Flasche Wein erstmal platt mache, dann spiele ich auch ganz anders. Das kann man ganz streng sehen oder ganz locker und leger. Ich glaube, da muss man auch wieder da den Mittelweg finden tatsächlich. Und es gibt halt auf Partys auch manchmal den Begrüßungs-Sekt, das gibt es. Da muss halt auch jeder selber wissen, wie er darauf reagiert. Und meistens wird er eh nicht leer getrunken. Schmeckt meistens eh nicht. ich mag noch ein paar mehr Menschen heute zu Wort kommen lassen. Liebe Sarah, danke schön, danke schön, danke schön, finde ich toll. Schöner Beitrag. Und ja, ich hoffe, wir bleiben so ein bisschen über die Dauer ein bisschen im Gespräch, im Kontakt, dass wir einfach ein bisschen gucken können, wie sich das auch partymäßig bei dir entwickelt. Vielleicht geht es ja auch bald wieder los, in einem halben Jahr vielleicht, man weiß es nicht.
Sarah also ich glaube, weil ich das eben gerade halt auch im Vorbeifliegen gesehen habe, man kann wohl davon ausgehen, dass BDSM-Partys oder überhaupt Veranstaltungen zum Austausch von Körpersäften, nennen wir es mal so, in irgendeiner Form wohl erst dann wieder erlaubt werden, wenn auch Prostitution möglich ist. Wenn ich mir das halt beim Land NRW anschaue, ich bin ja selber auch davon als Sexarbeiter, werden wir höchstwahrscheinlich erst im September wieder auflaufen. Wobei die Schweiz macht jetzt übernächste Woche Prostitution wieder möglich, die Österreicher folgen im Juli und passiert aber in irgendeinem Begleitpapier beim Land NRW steht drin irgendwas mit Öffnung am 8. September und darauf muss man sich einfach einstellen, dass da jetzt längere Zeit einfach nichts geschieht, nicht zulassen. Ich muss auch ehrlich zugeben, dass diese Veranstalter mich aus reinem... Ich verdiene da nichts dran. Ich bin ein schwarze Null, deswegen bin ich da nicht auf die Einnahmen angewiesen, dass die stattfindet. Mit denen bin ich auch in Kontakt und die sagen auch, was erlaubt werden soll. Ich glaube, das wird uns alle noch ein bisschen was in die heimischen Wohnungen veranstalten. Das ist auch viel. Wenn meine Herren irgendwo hingehen, leider Gottes...
Sebastian wird umso schöner sein, wenn es wieder geht. So.
Sarah Darauf freuen wir uns alle und da bin ich absolut logisch und Vulkanier und ist halt so. Und deswegen leben Sie lange und in Frieden und erfolgreich. Und vielen Dank für das nette Gespräch. Sollen auch gerne andere kommen.
Sebastian Mach's gut. Tschüss.
Sarah Winke, winke, tschüss.
Sebastian Eine schöne Art Sarah da hat. Jetzt hat sie schon aufgelegt. Jetzt habe ich ganz vergessen zu sagen, sie darf mir gerne Mail schicken. Und dann erfülle ich einen Musikwunsch bei der nächsten Sendung. Die Leitung ist wieder offen. Es kann angerufen werden. Das heißt, ich werde das jetzt mal nochmal in den Chat posten. Hier sollte es einen Button geben, dass die Nummer da erscheint. Und solange hier niemand anruft, ich weiß, da wird noch jemand anrufen, hat es jemand zweimal versucht, aber da war ich mit Sarah schon im Gespräch, überbrücke ich

Folge aufgenommen mit Nika

die Zeit ein bisschen. Was haben wir denn? Ach, ich muss mal erzählen. Ich habe gestern Mittag eine Folge aufgenommen. Das war so cool. Also wir hatten ja wirklich Spaß über zwei Stunden. Also haben wir aufgenommen. Ich glaube, viereinhalb Stunden haben wir zusammengesessen. Und die Dame ist Domina und das Podcastsubbie hat schon wieder Schluck auf. Das kann nicht wahr sein. Und da habe ich tatsächlich, da muss ich mal vorgreifen, diese Folge wird in ein paar Wochen erscheinen und ich habe eine Sache völlig vergessen, dass ein Orgasmus im Studio möglicherweise ein wichtiges Element ist und das zweite, was

Sandra

ich vergessen habe, da kommt ein Anruf rein, ich sage jetzt erstmal kurz Hallo, Hallo Sebastian hier, Hallo
Sandra Hallo, hier Sandra.
Sebastian Sandra, kleinen Moment, ich mache noch kurz meinen Gedanken fertig und dann bin ich richtig für dich da einverstanden, wunderbar.
Sandra Alles klar?
Sebastian Aber das war das eine. Das zweite war, wir haben einen relativ großen Teil auch tatsächlich drüber gesprochen, wie man sich als Sexarbeiter anmelden kann und wie das funktioniert mit Gesundheitsamt etc., weil Sarah das eben erwähnte. Das ist tatsächlich ein sehr spannender Part, habe ich so nicht mit gerechnet. So, und jetzt habe ich einen Gast am Telefon. Jetzt begrüße ich dich nochmal richtig. Hallo.
Sandra Hi,
Sebastian So, ich habe deinen Namen eben leider nicht richtig verstanden.
Sandra Sandra, du kennst mich, Kosketos.
Sebastian Ach, du bist das. Ja, jetzt erkenne ich halt die Stimme.
Sandra Ich bin das, guck, guck.
Sebastian Ja, manchmal muss mehr als ein Wort kommen. Alles klar. Hallo, Sandra.
Sandra Hi.
Sebastian Schön, dass du anrufst. Worüber sprechen wir?
Sandra Ja, du hast nach Engeln gefragt, hier ist einer.
Sebastian Hallo Engel. Kein gelber Engel hoffentlich.
Sandra nein, nein. Nein, zum Glück nicht, nein.
Sebastian Okay, was magst du erzählen? Also
Sandra Ja, du hattest ja so ein bisschen nachgefragt, was Engel für Erfahrungen gemacht haben auf Partys. Und es ging ein bisschen darum, wie wir gebrieft worden sind oder wo wir eingeschritten hätten und so weiter und so fort. Und wir haben ja hier in Hannover vom Verein aus auch ein paar Partys gemacht und hatten da natürlich dann auch unsere Engel mit dabei, die dann eben auch aufgepasst haben. Und ja, hatten da das Konzept, dass wir tatsächlich uns verteilt hatten über die verschiedenen Räume, die wir dort hatten und einfach empathisch beobachtet haben, was passiert da gerade, wer ist unterwegs, wie wirken die beiden, wenn sie miteinander spielen. Und, ja, wenn wir eingeschritten hätten oder wären, dann wäre das nur in Abstimmung mit anderen Engeln passiert. Und wir hätten vorher immer genau geguckt, wie auch andere darauf reagieren und wären vor allem niemals hergegangen und hätten irgendjemanden in die Peitsche gegriffen.
Sebastian wir halten schon mal fest, es war einfach gar nicht notwendig.
Sandra Und es war nicht notwendig, nein. Wir hatten definitiv auch Paare dabei, die härter gespielt haben. Wir hatten ein paar, da war bekannt, dass die so hart spielen, dass er sie zum Beispiel auch durch den Raum treten würde. Das wussten wir aber im Vorfeld, weil wir im Vorfeld auch informiert worden sind, weil wir einen Großteil der Leute, die bei uns waren, das waren so 100, 120 Gäste, wir kannten alle. Weil wir es so gemacht hatten, dass wir damals die Karten verkauft haben und jeder musste persönlich die Karten abholen, entweder auf den Stammtischen oder aber eben am Eingang haben wir sie zumindest einmal dann spätestens gesehen und persönlich begrüßt. Und von daher haben wir halt viele einfach auch gekannt und wussten auch, wie die drauf sind, wie die spielen. Und wenn da Extreme in Anführungsstrichen dabei waren, dann sind wir auch vorher eigentlich in Kenntnis gesetzt worden, wie die spielen und ob das jetzt sehr sadistisch werden würde, ob da Subbie vielleicht auch heulend und flehend und wie auch immer am Boden liegen würde. Das wussten wir aber von den Paaren, sodass eben da auch gesichert war, dass wir nicht irgendwo in eine Session reinplatzen oder irgendwo etwas zerstören, was tatsächlich so gewollt war, wie es da eben dann tatsächlich auch dargestellt wurde. Ja,
Sebastian das ist ein guter Punkt. Ich gehe vorher zum Veranstalter und sage, hier, wir haben was Besonderes vor oder wir sind da echt ein bisschen schräg. Dann ist das okay. Und wenn dann ihr quasi überall verteilt wart, dann war auch quasi immer jemand in der Nähe, der dann den Leuten, die vielleicht zuschauen, auch sagen kann, nee, nee, das ist so abgesprochen tatsächlich. Die haben das auch vorher angekündigt. Da könnt ihr ganz entspannt zuschauen, braucht kein schlechtes Gewissen zu haben. Das ist ein schöner Weg.
Sandra Wir waren halt auch gekennzeichnet. Wir hatten Namensschilder, wo auch ganz deutlich drauf stand Engel. Das heißt, es war klar, dass man sich an uns wenden konnte, dass wir tatsächlich aufgepasst haben und dass wir für die Sicherheit da gestanden haben. Und das, was eben gerade schon gesagt wurde, die Verantwortung des Veranstalters. Wenn da wirklich was passiert wäre, wäre der Ruf des Vereins für immer ruiniert gewesen. Jeder spielt zwar auf eigene Verantwortung, aber trotzdem, wie du eben gerade auch gesagt hast, das war doch auf der Party von, wo das und das passiert ist. Den Ruf kriegst du ja nie wieder weg. Und wir wollen nicht, dass jemand bei uns zu Schaden kommt. Und deswegen haben wir es halt so gemacht.
Sebastian Da sind wir auf BDSM auch recht nachtragend. Wahrscheinlich aber auch aus unserem eigenen Schutzinteresse heraus.
Sandra ja, definitiv.
Sebastian wie kann ich Sub zu einer Party mit hinnehmen, wenn ich doch vorher schon gehört habe, dass da schräge Sachen passieren. Das ist so ein bisschen schwierig. Auf der einen Seite sage ich dann, man sollte nicht zu nachtragend sein. Wenn irgendwas zehn Jahre her ist, wenn es zehn Jahre her ist, das muss nichts heißen. Schwierig. Also das ist nochmal ein ganz eigenes Thema.
Sandra Genau, definitiv.
Sebastian mal. Aber ihr habt tatsächlich so ein Briefing dann auch gekriegt. Ich sag mal so eine gemeinsame Ansprache oder wie habt ihr das gemacht?
Sandra Ja, wir hatten uns, bevor die Party losging, haben wir uns alle versammelt. Also wir waren auch, ich hatte eben Tom nochmal gefragt, wir waren, glaube ich, so an die 20 Engel tatsächlich, die dann verteilt waren eben. Und wir haben tatsächlich auch für uns zur Einstimmung auf die Party uns alle nochmal am Anfang nochmal hingestellt, in Kreis gestellt und nochmal kurz Besonderheiten angesagt. Wir wussten, dass ein Pärchen kommt, die vielleicht was Besonderes plant. Das haben sie auch tatsächlich umgesetzt. Da hat er ihr tatsächlich lange blonde Haare, die sie hatte und er hat ihr tatsächlich eine Glatze rasiert auf dieser Party. Und das war aber mit uns vorher abgesprochen. Ist auch ein extremes Spiel, wo vielleicht auch manche denken, ach du Scheiße, was passiert denn da? Da muss man doch was machen, das geht doch nicht. Nee, das war klar.
Sebastian ich bin ein Kerl, ich kann das nicht. Ich weiß, Subbie sagt mir immer, sie kündigt mir alles, wenn ich anfange irgendwie im Schlaf die Haare abzurasieren.
Sandra Das war auch eines der intensivsten Spiele, was ich je gesehen habe. Wir hatten das Glück, dass wir in diesem Raum gerade Aufsicht hatten, dass das passiert ist. Ich habe wirklich, ich war in Tränen aufgelöst, weil das so unglaublich toll war und so innig und ja, das war der Hammer und es ist gar nichts Wildes passiert in dem Moment, aber wie gesagt, fällt auch unter extremes Spiel, weil sie hat nachher eine Glatze gehabt und so geht die auch wieder raus, das ist was Bleibendes, das sind keine blauen Flecke, die dann wieder weggehen oder so. und wäre halt auch ein Punkt gewesen, wo halt wer hätte sagen können, lass das, mach das nicht und ja, aber
Sebastian Aber das ist ein schönes Beispiel für subjektives Empfinden auch. Was ist ein heftiges Spiel?
Sandra ja,
Sebastian Da hätte ich jetzt gesagt, ja gut, der hat denen Glatze rasiert.
Sandra auch das, was
Sebastian Mein Gott, das würde ich schon so wollen.
Sandra ja, ist halt so, ne
Sebastian Ja, da habe ich den Bezug einfach nicht.
Sandra der Sommer kommt, fast schon
Sebastian Also das würde ich nicht in der Intensität erleben.
Sandra ja
Sebastian Aber wie gesagt, das sind eben unterschiedliche Blickwinkel, Perspektiven und Sichtweisen und das ist ja in Ordnung.
Sandra genau, und es ist halt tatsächlich dieses Subjektive, was ist jetzt extrem, was ist nicht extrem weil wenn wir spielen, werden wir auch laut und wenn ich spiele ich schimpfe auch und gucke ich ihn böse an und er wird laut und ich habe das gesehen, was Oderin und Temel geschrieben haben, dass ihnen da dann Leute ins Spiel gepfuscht haben, nur weil sie halt laut wurde und wir sind, glaube ich, bislang sind Tom und ich auf der Insel der Glückseligen unterwegs gewesen, weil solche Menschen, die da nicht empathisch genug zugeguckt haben und gesehen haben, dass da was passiert zwischen diesen beiden Menschen, die da spielen und dass das stimmig ist und die Ausstrahlung stimmt. Solche Menschen hatten wir bislang, die da irgendwie dann wirklich uns reingeredet haben in dem Moment.
Sebastian Okay, hier von Miss Mantra, das mag ich mal vorlesen. Man kann auch die Engel zu seinem Fürsprecher machen, wenn man vor potenziellen Unterbrechungen geschützt sein will. Und ja, das stimmt.
Sandra Genau.
Sebastian Man ist ja nicht alleine, nicht als Zuschauer, aber auch nicht, wenn ich spielender, aktiv Spielender bin. Ich kann ja auch die Partyveranstalter mit ins Boot holen einfach und mir dann meinen sicheren Raum für das, was ich tun möchte, schaffen. Ich habe auch mal ein Piercing gemacht vor einer Party, allerdings, das hatte ich allerdings auch abgesprochen, da hat mir das ganze Zimmer für uns alleine, ich konnte da schalten und walten und machen und tun und das war total großartig, das ist aber abgesprochen, weil eigentlich ist dort natürlich so, alles was mit Blut etc.
Sandra genau.
Sebastian ist, das war dort halt wirklich, ich sag mal, untersagt und man kann das besprechen und kann sich da einen schönen Wunsch erfüllen und das ist auch wirklich schön geworden, hat sehr viel Spaß gemacht.
Sandra Man
Sebastian macht. geht eine ganze Menge, wenn man redet, glaube ich.
Sandra hat halt auf der Party, man hat halt Verantwortung für sich, man hat aber auch die Verantwortung halt, dass da Menschen sind, die nur mal um einen rum sind. Darum geht man ja im Zweifel auch auf Partys. Man will ja auch gesehen werden und man will ja auch auch in gewissem Maße eine Interaktion haben. Weil sonst kann ich auch zu Hause im Kämmerlein spielen oder sonst was. Aber in dem Moment, wo ich mich halt anderen zeige, habe ich auch die Verantwortung für das, was ich mache in Bezug auf die Mitmenschen. Und wenn ich nicht will, dass ich gestört werde und das so vor sich hinlaufen kann, wie es schön ist und wie es für uns beide stimmig ist, dann sorge ich eben auch dafür, dass wir nicht gestört werden, indem ich halt tatsächlich die Fürsprecher hole, die Engel ins Boot hole, den Veranstalter ins Boot hole und dann halt drauf baue auf das Restrisiko, dass da halt tatsächlich dann Menschen unterwegs sind, die ansonsten eben dann auch nicht einfach da reinschießen in die Session, sondern die tatsächlich erstmal gucken, empathisch sind und einfach schauen und das Ganze versuchen zu lesen, diese Szene zu lesen, die da gerade stattfindet. Aber Idioten hast du halt immer überall. alle.
Sebastian Ja, die
Sandra Das ist das Problem. Auch selbst bei BDSM, dann hast du Idioten dabei.
Sebastian Ich hatte mal das sogar, ich hatte das mal auf einer Party, da war ich da am Hauen und Machen und Subbie war so schön warmgehauen, da konnte ich machen, was ich wollte. Der Popo, der hat immer noch provokant gewackelt. Und dann haben dann aber auch Umstehende dann auch angefangen, irgendwelche Witzchen zu machen. Na, der misst jetzt mal ordentlich und dies und das und jenes. Und ja, das hat mich gestört. Auf der einen Seite. Auf der anderen Seite fand ich das sehr amüsant, weil Weil, naja, die wissen halt nicht, wie wir interagieren und das hat uns beiden unglaublichen Spaß gemacht, dieses Spiel aus Provokation und auch einfach dieses, nee, ich übertreibe jetzt hier aber nicht, dein Arsch bleibt hinterher halbwegs heile, das kannst du vergessen. Und dann ist es aber auch schön, wenn dann wiederum Engel eben da sind, die dann eben auch sagen, jetzt haltet doch einfach mal die Klappe, lasst die mal spielen, die machen ihr Ding und dann ist gut, das müsst ihr jetzt nicht kommentieren. Das ist schön.
Sandra Genau. Genau.
Sebastian würde ich jetzt nicht als eingreifen, in dem Sinne sehen, sondern einfach als stören.
Sandra Ja, genau. Oder eben, dass genug Abstand gehalten wird, dass man nicht so, gut, im Zweifel sorgt man mit einer Peitsche für Abstand, aber dafür sind die Engel ja eben auch da, dass die Paare tatsächlich auch in Ruhe spielen können.
Sebastian Entschuldige, bitte wirklich, ich habe gerade auf den Chat gelinst und Miss Mantra hat jetzt was geschrieben, das ist, wenn Subbie einen Super Mario Stern verschluckt. Entschuldigung, unzerstörbar für 30 Sekunden.
Sandra Also,
Sebastian Ja, ja.
Sandra sehr schön.
Sebastian Es tut mir leid. Ich sollte diesen Chat nicht nebenbei lesen. Es
Sandra Frechheit.
Sebastian Es ist auch mal schön, dass es jetzt wieder ein bisschen leichter und entspannter wird hier gerade. Ja, das Podcastsubbie teilt mit Es mag Miss Mantra. Das ist schön. Wir werden sie besuchen.
Sandra Miss Mantra haben wir auch total lieb das
Sebastian Wenn wir sie alle lieb haben, dann holen wir sie doch hierher. Dann müssen wir nicht so viel Auto fahren.
Sandra haben wir schon längst vereinbart das ist schon längst safe
Sebastian Nichts habt ihr mir gesagt. Grüße nach Hannover okay ich glaube, ich mag noch mehr Menschen zu Wort kommen lassen, die Uhr tickt unerbittlich und ich glaube, heute möchte ich nicht, dass irgendwer sagt am Ende der Sendung ich kam nicht zu Wort, das war mir wichtig ich glaube, heute mache ich einfach so lange, bis keiner mehr anruft so,
Sandra mach mal sind ja durchgekommen wir haben ja gesagt, was wir sagen wollten also ich und mein Tom
Sebastian und dein Tom da wir ja schon gesprochen haben und ihr Switcher seid, wer ist denn gerade oben wer ist diese Woche dran
Sandra noch ist die Konstellation immer so dass ich oben bin aber der Brattismus nimmt zu haben wir festgestellt wir
Sebastian okay, also wenn es dann wieder Switch macht, dann sag mal Bescheid alles
Sandra melden uns, du wirst es hören Bis
Sebastian alles klar. Mach's gut, schönen Abend.
Sandra dann. Tschüss.
Sebastian Tschüss. So, das war Sandra. Jetzt wurde es auch mal wieder ein bisschen lustig. Das gehört auch einfach mal dazu. Und ich finde dieses Engel-Konzept, die zu Partnern zu machen, das ist gar keine blöde Idee. Und ich glaube, dann ist auch einfach mal viel mehr möglich. Man muss ja nicht allein als einsamer Wolf auf der Party sein. Man muss auch seine Sub da irgendwie. Man kann auch, glaube ich, ein Team bilden, um die Frau, ich sage mal, anständig zu unterwerfen. So, die Leitung ist wieder offen. Ich sag die Nummer nochmal. Muss ich die überhaupt nochmal sagen? Ach, ich glaube nicht. Ich glaube, die ist bekannt. Und wer eben hier auch angerufen hat, der wird jetzt aber gleich nochmal versuchen.

Jasmin

Hallo, Sebastian hier. Mit wem spreche ich? Hallo, Jasmin. Du hast Meinung. Okay, ja dann, her damit. Damit,
Jasmin wo eben im Zweifel halt auch nachgefragt wird, ob alles in Ordnung ist, was da gerade passiert, weil mir würde das, glaube ich, eher Sicherheit geben, weil das passiert halt jetzt nicht, auch übergriffige Leute kommen ständig hin und geben tippsweise, das wäre auch zu viel, aber dem könnte man sich, glaube ich, erwehren. Aber jetzt das Prinzipielle, wenn man, wie du auch schon vorher sagtest, aus ehrlicher Sorge nachfragt, da sollten, glaube ich, gar keine Hemmungen bestehen. Das fände ich gut, wenn das einfach Teil unserer Szene-Kultur ist, da aufeinander zu achten in vielen Bereichen.
Sebastian das ist mir eben, das ist mir vor einer halben Stunde schon aufgefallen, ich muss es mal erwähnen, sollte wirklich jemand, der mit BDSM noch nicht viel zu tun hat, diese Folge aus Versehen als allererster erwischt haben, bitte hört erst alle anderen und die dann zum Schluss, weil die macht natürlich so, wie wir ans Thema einsteigen, einen ganz falschen Eindruck. Und du hast recht, man möchte der Szene vertrauen. Ich gehe irgendwo hin, dann möchte ich das Vertrauen haben, dass da, ich sage mal, keine Idioten rumlaufen und dass ich mich jetzt hier wirklich in so ein, ich sage mal, so Hühnerwettkämpfe oder sowas, dass ich mich zu solchen Veranstaltungen begebe. Ich glaube, die Erwartungshaltung ist ja auch, die Leute sind eh schon verängstigt genug, bevor sie auf eine Veranstaltung gehen. Und ich glaube, das ist wichtig, dass alle in der Szene dann sagen können, okay, so Partys, das kannst du machen, da kannst du drauf vertrauen, da bist du nicht alleine, da gibt es gewisse Regeln, darauf vertrau bitte, läuft.
Jasmin Genau. Und halt, wenn jemand da als Neuling bewusst ist, um nochmal auf Judas Covers Beispiel zurückzugreifen, dann, ja, ich glaube, da müsste man auch die Empathie aufbringen, dass es vielleicht nicht so ist, dass Mayday ausreicht. Und dann halt einfach vielleicht noch eine Rückversicherung geben und dadurch eventuell die Person, die in der Situation ist, erinnern, dass die Möglichkeit besteht, auch den Konsens wieder zurückzunehmen, nachdem man einmal irgendwie in die Szene reingestolpert ist. Das wäre jetzt mein Vorgehen, aber ich bin auch noch nicht Party erfahren, was Corona angeht. Aber ich glaube, auch so eine Fürsorglichkeit füreinander ist für die Szene im Allgemeinen cool, weil man kann ja auch aufeinander achten außerhalb des Ganzen. Und ich glaube auch, dass da in der Szene auch ein sehr starkes Harmoniebedürfnis herrscht, das manchmal dazu führt, dass man negative Aspekte verdecken will. Also dass, wenn tatsächlich halt jemand übergriffig wird auf Partys oder was auch immer, oder halt auch, wenn man weiß, dass jemand übergriffig ist, dass man gerne nicht darüber sprechen möchte und das irgendwie möglichst verhindern will, dass das rauskommt, wie eben mit diesem, wenn auf Partys das passieren würde, dann würde die Bild-Zeitung mitkriegen, dann kämen Gesetze nach draußen. dass dieser Instinkt dazu führt, dass man eher so Leute, die gefährlich sind, als Missing Stairs behandelt. Also das Konzept, man hat eine Treppe und da fehlt eine Stufe und man steigt immer über die fehlende Stufe rüber. Und wenn Gäste kommen, warnt man sie, dass sie über die fehlende Stufe rübersteigen müssen und man kommt nie zu dem Punkt, wo man sie repariert. Und in der Szene wäre das, es gibt einen Menschen, von dem alle wissen, Der versucht sich Neulinge abzugreifen und mit denen irgendwie zu spielen auf eine Weise, die sie nicht wollen können, weil die noch nicht erfahren sind. Das ist ja praktisch ein Klischee, dass es diese Menschen gibt. Und von denen wird unter der Hand gewarnt. Aber man spricht nie offen darüber, dass es diese Probleme gibt. Ich möchte eher suggerieren, dass BDSM fast sicherer wäre als normales Dating, weil wir sind ja alle super in Kommunikation und so. Aber ich
Sebastian haben eine soziale Kontrolle untereinander. Das kann man schon ganz klar sagen. Ich sag mal so, das ist auch ein rein stochastisches Problem. Wenn du einfach eine Million Spielinteraktionen auf Partys hast, dann hast du einfach nur mal, das lag die Lebenserfahrung, hast du einfach irgendwann mal eine Niete mit dabei. Das ist einfach so. Und ich nutze diesen Podcast hier auch ganz klar. Ich habe jetzt nicht angefangen, tausend Mails dazu zu beantworten, weil ich habe wirklich Mails bekommen mit Leuten, die schlechte Erfahrungen gemacht haben. Manche haben im Podcast drüber gesprochen. Manche sagen, sie sehen das ganz anders und haben sowas auch noch nie erlebt. Und das ist ganz schwierig. Schwierig. Ich nutze das hier aber einfach und sage auch, ich wage das Experiment zu sagen, wir reden genau darüber, obwohl es unangenehm ist, darüber zu reden und weil es blöd ist und trocken ist, darüber zu reden. Aber ich glaube, du hast jetzt die Erfahrung an der Stelle noch nicht gemacht, aber ich kann ganz klar sagen, das ist verschwindend gering, aber ich kann es auch nicht totschweigen und ich hoffe, dass das heute Abend so ein bisschen einmal zum Abschluss kommt, was zumindest hier im Podcast die Sache ist, bis irgendwas Neues sich ergibt. Ja,
Jasmin habe auch sehr viele positive Erfahrungen in der Szene, also eigentlich fast nur positive Erfahrungen in der Szene gemacht. Das möchte ich gar nicht bestreiten, aber es ist halt auch nicht auf eine magische Weise sicherer, als jede andere Form von Dating in der BDSM-Szene PartnerInnen zu finden. Und gerade das Konzept, wie sich covern lassen, sind dann halt auch wichtig. Oder eben, wenn Leute eben tatsächlich übergriffig sind in der Szene, die dann halt auch auszuschließen von sowas wie Partys und Stammtischen, damit sie eben nicht weiterhin übergriffig sein können, anstatt denen den Platz zu geben und alle anderen zu warnen, dass der gefährlich ist.
Sebastian da muss ich mal was aus eigener Erfahrung sagen. Also man tut sich, gerade wenn man einen Stammtisch leitet, sehr, sehr schwer, Leute auszuschließen. Es gab mal einen Fall, wo jemand sich wirklich andauernd immer wieder daneben benommen hat. Und dann ist so dieser Punkt, dass du sagst, hier in der Gegend gibt es nicht viel anderes Angebot. Schließe ich den hiervon aus, dann hat er keinen Anschluss mehr irgendwo hin. Der weiß nicht, wohin er soll. Und das ist ein echtes Problem, also man hat da schon echt mit sich zu kämpfen und gibt den Leuten nochmal eine Chance. Es kommt immer auf die Schwere an, das ist vollkommen klar, aber wir nehmen jetzt mal ein leicht nerviges, arg nerviges Verhalten. Du ringst dann schon mit dir, weil du sagst, Mensch, ich habe hier eine Ressource, die ist selten. Oder der Mensch, der kommt immer wieder, egal wie oft er abgelehnt wird, weil es ihn dahin zieht, weil er mit seinem Kink sonst nicht klarkommt. Kann ich dem wirklich verbieten, herzukommen? Auf einer Party sehe ich das nochmal ganz anders, aber bei so einem Stammtischangebot zum Beispiel ist das schwierig. Und dann habe ich aber auch Menschen, die sagen, der ist ja jede Woche hier, der guckt mich immer an.
Jasmin aber wenn,
Sebastian Dann komme ich nicht mehr. Da stehst du da, da hast du keine Lösung für, weil Leute angucken, das kann man.
Jasmin genau, das meine ich.
Sebastian Also, es gibt da kein richtig und falsch an der Stelle, aber man tut sich unfassbar schwer, dann, ich sag mal, die, ja, die Menschen, die da so einen negativen Spirit reinbringen, was sie nun mal tun, ob beabsichtigt oder nicht, die dann quasi da rauszunehmen. Also, boah, das ist wirklich schwer, kann ich ehrlich sagen.
Jasmin Ja, ich habe ja auch ein bisschen Community-Management-Erfahrung beruflich und ich kann das sehr nachvollziehen, aber ich spreche halt auch nicht von angucken, sondern eben von tatsächlicher Übergriffigkeit oder herabwürdigenden Äußerungen. Wenn die immer wieder kommen, dann ist irgendwann der Punkt, wo halt dann tatsächlich, wo andere Leute gehen oder wo andere Leute schweigen, weil dieser Mensch da ist oder weniger Vertrauen in die Szene haben, weil sie sich eben nicht um die wenigen toxischen Elemente, die dann leider tatsächlich existieren, kümmern.
Sebastian Toxische Elemente, Entschuldigung. Ja,
Jasmin Ja, jetzt wieder sozialwissenschaftliche Sprache schon wieder.
Sebastian den Begriff kannte ich jetzt noch nicht. Ja, den Begriff kannte ich noch nicht, der ist interessant.
Jasmin Ja, genau, das heißt Leute, die praktisch die Stimmung vergiften im Wortsinne.
Sebastian Ja,
Jasmin Und ja, was ich auch jetzt schon erlebt habe, ist das halt oft, wenn Leute tatsächlich übergriffig werden und irgendwelchen Kram haben. Das sind halt die Dummdoms, das sind Fake-Doms, die das nur nutzen, um unerfahrene junge Damen abzuschleppen, die BDSM-Szene. Die gehören nicht zu uns, aber die könnten das ja alle nicht machen, wenn es die BDSM-Szene nicht gäbe, in der sie sich bewegen. Also gehören die sehr wohl zu uns. Es ist auch unsere Verantwortung, da irgendwie mit umzugehen und da in der Community ein Sicherheitsnetz zu haben, denke ich.
Sebastian ich
Jasmin Es können ja nicht immer nur die Guten und Coolen zu uns gehören und dann ist es nicht unsere Verantwortung sonst.
Sebastian Nein, nein, das ist so dieses Thema Auslese, ich glaube, das ist nochmal ein ganz anderes. Bewegen wir uns auch so ein bisschen weg vom Thema. Ich mache jetzt mal folgendes, also wir haben es jetzt tatsächlich schon wieder 10 vor 11. Wahnsinn, und heute habe ich fast keine Musik gespielt.
Jasmin Ja, kann
Sebastian Also das ist heute echt mal ein bisschen außergewöhnlich. Ich wusste ehrlich gesagt, ich habe geahnt, dass das heute Abend so läuft. Hier hat mir noch jemand auf die Mailbox gesprochen. Dem Menschen möchte ich auch noch die Gelegenheit geben, bevor er dann ganz weg ist und ins Bett verschwindet. Ich mag halt wirklich
Jasmin auch sein, dass ich das gewesen bin, aber ja, bitte. Bitte.
Sebastian Nein, du warst das tatsächlich nicht. Ich habe eben, während du gesprochen hast, noch mal nachgeschaut, ob da vielleicht eine Doppelung ist. Nein, das ist es nicht. Also da ist noch ein Mensch, der möchte auf jeden Fall. Und wenn ich halt wirklich jeden hier noch mal durchkommen lassen möchte, dann sollte ich da auch was für tun. Erst mal vielen Dank für den Beitrag tatsächlich. tatsächlich, du hast recht, dass wir ja, also gerade weil du eben noch auf keiner Party warst, das ist jetzt so ein bisschen theoretisches Wissen, aber offenbar konnte man dir vermitteln, das wird nicht so wild sein, das ist nicht brutal, das ist nicht gefährlich und das ist ja schon mal ein gutes Zeichen.
Jasmin Ich habe jetzt keine Angst, auf Partys zu gehen, deswegen, aber ich würde nach dem Sicherheitskonzept der Party fragen, bevor ich auftauche. Halt
Sebastian Glaub mir, das Ding mit der Ampel und dem Mayday, also eine Party, wo du das nicht findest, mir wäre keiner bewusst.
Jasmin und nicht hingehen dann.
Sebastian So, ich werde mich jetzt von dir verabschieden und dann gucke ich mal, ob es hier gleich wieder wer klingelt oder nicht. Und sonst mache ich nämlich tatsächlich auch mal einen Rückruf. Soll es ja auch geben. Ich wünsche dir noch einen schönen Restabend und vielen, vielen Dank, dass du angerufen hast.
Jasmin Klar doch, bis dann. Wahrscheinlich habe ich einen Musikwunsch.
Sebastian Ja, bitte. Immer schicken und in die Lostrommel kommst du eh auch rein und dann gucken wir mal, was rauskommt, ne?
Jasmin Jo, bis dann.
Sebastian Dann tschüss. So, ja, ich merke schon, bei der nächsten Sendung muss ich eine Menge Musik spielen. So, hier Jasmin einmal auf die Liste schreiben. So, auf einen Anrufer warte ich jetzt noch und dann gucke ich mal, ob er jetzt anruft oder nicht. Und wenn er nicht anruft, dann rufe ich ich ihn einfach zurück, denn das darf ich. Das hat er nämlich auf die Mailbox gesprochen. Nicht, dass ihr euch wundert, dass ich irgendwie nebenbei die Mailbox abhöre. Ich kriege das hier jetzt transkribiert, was da drauf gesprochen wird. Und wenn jemand sagt, ja, du darfst zurückrufen, dann mache ich das auch. So, eine Sache hatte ich noch. Ach ja, genau, die Spende. Also zwei sind es nur. Deshalb mache ich das jetzt schnell. Ach nein, die mache ich nicht. Okay, das war ein bisschen chaotisch heute. So, wen haben wir denn? Da haben wir

Peter

genau den Menschen. So, hallo, Sebastian hier. Mit wem spreche ich?
Peter Hallo Sebastian, hier ist der Peter.
Sebastian Hallo, Peter. So, dich muss ich jetzt gar nicht zurückrufen. Wie auf Kommando?
Peter Hallo Sebastian, der Peter.
Sebastian Perfekt.
Peter Ja, hast du ja quasi, ja,
Sebastian Ja, schön, dass du anrufst. Wir kennen uns auch persönlich, das kann ich schon mal sagen.
Peter wir kennen uns schon eine Weile.
Sebastian Und du bist auch, glaube ich, ein Hörer der ersten Stunde. Vielen Dank.
Peter Genau.
Sebastian Vielen Dank dafür.
Peter Ja, es sind ja viele Bekannte und das war dann ja etwas, wo ich sehr neugierig bin. Gut, dieses Thema halt mit dem Eingreifen, da wollte ich dann doch ein bisschen auch dazu erzählen. Das habe ich ja schon selbst gemacht, so ein Stück weit. Ist jetzt sicherlich auch ein Randthema. Ich komme ja aus der Trampling-Szene, wo dann halt auf einen herumgestiefelt wird. Und da haben wir Partys gemacht, wo wir dann auch so in einer Reihe gelegen sind. mit mehreren und wo die Frauen dann von einem zum anderen so übereinander laufen und dann hat neben mir einer gelegen, der war auch Anfänger. Das ist halt auch wirklich was, so als Anfänger einfach so da mit reinzuspringen, das ist natürlich auch mutig. Der hatte auch gar keine Erfahrung und wie die Frau da auf seinen Brustkorb draufsteigt, sackte der so richtig so ein bisschen zusammen, dieser Brustkorb, das habe ich auch noch nie gesehen vorher und er kriegte keine Luft mehr und der wurde dann ganz rot und bläulich im Gesicht und irgendwann habe ich dann gesagt, also das geht hier nicht, das muss da runter.
Sebastian Ja.
Peter Das war einfach, man hat es gesehen, du siehst es dann einfach. Und der konnte auch nichts mehr sagen, der war da wie paralysiert, der Gute. Und dann ist sie auch von ihm so richtig noch ein bisschen runter gehüpft und dann brauchte der dann mindestens ein, zwei Minuten, tastete sich dann irgendwann ab und hinterher hat man dann gehört, der hat da mehrere Monate Schmerzen gehabt in den Rippen und so. Ja, war nicht so toll.
Sebastian Na gut. ist ein Risiko dabei. Du warst in dem Moment auch auf passiver Seite unterwegs, hast aber dann auch tatsächlich da gesagt hier, Rolle hin oder her, egal.
Peter Ja, ich habe halt in dem Fall ja nun auch genau neben ihm gelegen zufällig und gucke da halt in das Gesicht und ich kenne ja die anderen, wie sie aussehen, wenn es gut ist und wie ich gucke, wenn es nicht gut ist oder wenn es gut ist und der schaute nun gerade nicht mehr gut aus und ja, der hat ja sogar Farbe gekriegt und
Sebastian Ja,
Peter ja,
Sebastian okay, also es
Peter dann, irgendwann muss man dann mal was sagen, ne?
Sebastian mir ist gerade ein Begriff eingefallen und zwar Subbie-Solidarität.
Peter Ja, ja, ja, das auch, genau.
Sebastian ist tatsächlich so, ne, ne, Subs untereinander haben nochmal einen ganz anderen Blick, zumindest meiner, ja, meiner Erfahrung nach, ne, das ist jetzt nicht ausschließlich so, aber, ne, da ist auch so ein gewisser Beschützerinstinkt einfach da.
Peter Genau, man kann sich da ja einfühlen selber auch.
Sebastian da. Finde ich auch gut, wenn du dann was gesagt hast. Wie bist du denn jetzt damit umgegangen, dass sie da nochmal runter, ich sag mal, gehüpft ist?
Peter Ja, gut, war blöd in dem Moment, andererseits war es aber halt auch so, dadurch, dass seine Brust so einsackte, ne, war sie tiefer, also die war da auch, das war dumm, einfach Es wäre besser gewesen, wenn sie vorsichtig einfach seitlich runtergegangen wäre. Aber ich schätze mal, man ist dann als Top, ich bin jetzt kein Top, aber das ist sicherlich auch eine blöde Situation. Die war vielleicht auch dann ein bisschen überfordert und wusste nicht, was mache ich denn jetzt.
Sebastian Hat sie selber gemerkt, als die Brust da eingesackt ist? Oder warst du das gemerkt?
Peter Ja, das hat sie sogar gesagt. Sie hat gesagt, huch, was ist das? Bei den anderen war das nicht so und bei ihm war es halt spürbar und auch sichtbar. Da habe ich auch geguckt, was ist jetzt? Das sieht ja ganz seltsam aus.
Sebastian Ja. Ja, gut.
Peter Nein, das ist das.
Sebastian Also es ist ein Unfall einfach
Peter Der hatte halt keine Erfahrung. Der hat das nur immer auf Bildern und Videos geguckt und hat sich dann einfach dazugelegt. Wir waren dann natürlich so ein paar Hardcore-Leute, die das schon gut kannten, sich selber kannten und haben dabei noch Späße gemacht und gelächelt. Und dann hat das wahrscheinlich gewirkt, als wäre das nichts. Ja, und gut, ist nicht bei jedem so.
Sebastian Ja, es gibt ja auch so antrainierte Schutzmechanismen. Ich weiß jetzt nicht, beim Trampling, ob man da gewisse Muskeln einfach anspannt, die dann nochmal ein bisschen auch dem entgegenstehen Oder, keine Ahnung, musst du mir sagen.
Peter Ja, ich denke auch, also das kann ich jetzt auch nicht wirklich bewusst sagen, aber ich denke unbewusst ja. Und es ist auch irgendwie so, dass meine allerersten Trampling-Erfahrungen haben ja auch mir dann wehgetan. Man wird dann auch irgendwie so ein bisschen abgehärtet davon. Der Körper passt sich ja auch immer an alles an. Das ist ja auch sowas halt. Also ist auch beim Kampfsport so, da haben sie ja auch irgendwo schon gemessen, wenn die Leute dann da ständig sich auf die Knochen hauen, dann verdicken die Knochen auch und werden einfach abgehärtet irgendwo. Das dürfte dann bei solchen Spielarten auch passieren.
Sebastian Ja, es dürfte auch, ja, es kommt darauf an, wie oft man das macht. Also, was man da dem Körper zumutet, das ist eh nochmal eine ganz,
Peter Genau. Das geht auch wieder rückwärts. Also wenn du eben dann einen Monat lang kein Trampling gemacht hast, dann merkst du es auch erstmal wieder ein bisschen mehr.
Sebastian ja, okay. Okay, da könnten wir uns jetzt, das wäre mal so, ich sag mal, also nicht Kondition im Sinne von konditionieren, sondern Kondition im Sinne von fit bleiben für BDSM, da könnte man eigentlich auch nochmal eine ganze Folge drüber machen, wer schon mal einen festen Partner hatte und dem öfter mal den Popo verhaut hat, der wird auch irgendwann gemerkt haben, der wird nicht mehr so schnell blau und rot, sondern irgendwie dauert das länger und geht auch schneller weg, also da scheinen körperliche Veränderungen durch BDSM, die gibt es, meine ich, definitiv.
Peter Ja, naja,
Sebastian Ähm, das ganze Thema jetzt auch, du warst ja nochmal an dem Spiel, an der Session unmittelbar beteiligt da. Wie siehst denn du das, wenn jetzt mal jemand von außen kommt und sagt, hier, das geht aber nicht mit dem auf den Leuten rumrennen, da könnte ja ein Brustkorb einsacken zum Beispiel. Wie würdest du denn damit umgehen? Ja,
Peter Ja, ist ja auch geschehen bei der Salto sind ja dann, also allerdings hinterher sind dann welche auf mich zugekommen weil die Frau dann also auch zur Musik richtig auf mir getanzt hat und da sind die hinterher auch gekommen und gesagt, sag mal bist du verrückt ist das nicht, naja das finde ich okay, wie gesagt man soll ja aufeinander aufpassen also ich bin da auch wirklich dann eher jemand, der dann sagt lieber einmal zu viel und eine Session kaputt machen als dass eben jemand monatelang halt mit Schmerzen rumläuft, weil er Rippenprellungen hat. Also es ist schon okay.
Sebastian okay. Moment. Weißt du, was ich meine? Da ich ja weiß, dass du unten spielst und du spielst hart und extrem und mein Gott, ich kann mir das gar nicht ansehen. Entschuldigung.
Peter Ja, ist schon so.
Sebastian Meinst du, wie geht es denn dir dabei, aus deiner Sicht, wenn jemand deinen Top anspricht und sagst, bist du sicher, dass das so gut ist?
Peter Ja, wie geht es mir dabei eigentlich? Ich habe das jetzt auch noch nicht wirklich erlebt. Da müsste ich jetzt wirklich mich reinversetzen und mir das ausdenken, weil das noch gar nicht stattgefunden hat.
Sebastian Okay, nö.
Peter Also bei mir ist es eigentlich so, dass die Leute immer sagen, man kann mir ansehen, dass es mir gefällt und dass es mir gut geht. Und von daher hat das wohl noch nie jemand für notwendig empfunden, obwohl es hart ist. Also man kann wohl trotzdem noch sehen, dass es mir gefällt.
Sebastian Ja, das sind die Schlimmsten, die dann noch lächeln.
Peter Ja, wie würde es mir gehen, wenn das jemand macht? Ja, es ist besorgt und ich weiß, dass es hart ist. Ich würde es akzeptieren, denke ich.
Sebastian Ja, also das ist halt ein berechtigter Einwand, ne? Der Schutzgedanke Sub gegenüber der Subs, jetzt merke ich, jetzt wird es spät, Subs, ja, geistiger Verfassung gegenüber, was passiert dann da, ne? Gut, wenn dir das noch nie passiert ist, kannst du dazu noch nicht so viel sagen. Wenn dir das mal passiert, dann sag mal Bescheid, bitte. Ich habe noch was für dich von Temporärdatei, schreibt nämlich in den Chat. Cool, wie Peter erklären kann. Immer wieder schön das. Hach. Und das Mutter, dem schließe ich mich auch tatsächlich
Peter Ja, danke schön. Ja, und dann gibt es ja noch eine zweite Geschichte, die ist schon ein bisschen heftiger. Da bin ich wirklich auch, da habe ich nicht eingegriffen und das ärgert mich eigentlich. Also da muss man jetzt auch ein bisschen noch voranschicken. Wir haben dann bei diesen Trampling-Partys auch so ein Ritual, dass wir so zu Mitternacht machen wir so einen roten Teppich. Da nimmt sich jeder so ein rotes T-Shirt, Pullover, was immer mit. Ziehen wir uns an, legen uns auch wieder so in eine Reihe. an so eine Bar ran und da steht dann halt so ein Sekt, Mitternachtssekt sozusagen oder eben auch O-Saft. Und dann können halt die Frauen, die mitmachen wollen, dann von einem zum anderen über so einen lebenden roten Teppich dann da hin und dann so einen Sekt zum Mitternacht trinken. So was haben wir dann halt gemacht.
Sebastian Ja, okay.
Peter Das ist eigentlich eine witzige Sache. Das ist auch eine schöne Team-Bildungssache. Gut, und jetzt hat eine Frau diesen Sekt dann irgendwie irgendwie nicht ganz so gut vertragen und hat hinterher dann auch wackelig gestanden auf den Leuten. Und auch da habe ich dann geguckt und habe gedacht, oh, das sieht irgendwie nicht mehr gut aus und habe dann halt mit mir gerungen. Da machst du dich ja auch zum Buhmann, wenn du jetzt hingehst und sagst, nee, das geht nicht mehr und so und habe ich dann nicht gemacht. Und tatsächlich hat sie dann das Gleichgewicht nicht richtig gut gehalten Und ist dann plötzlich mit so einem Heelabsatz im Bauch stecken gewesen von jemandem.
Sebastian Bitte was?
Peter Ja, der ist halt wirklich, der Heelabsatz ist halt in den Bauchraum hinein. Der steckte dann da drin.
Sebastian Okay, ja, ich höre jetzt erstmal zu.
Peter Ja, da habe ich mich dann hinterher natürlich geärgert, dass ich dann nichts gesagt hatte, obwohl ich auch da schon wieder so ein Gefühl hatte, es ist nicht gut.
Sebastian Das ist nicht gut. Also ich, was soll ich dazu jetzt sagen?
Peter Das ist heftig, ne? Ja,
Sebastian Sagen wir mal so, Frage, warum ist das passiert? Also war sie jetzt Blödheit oder unvorsichtig? Oder hätte man das gar nicht erst tun, also gar nicht erst mit dem Absatz da draufsteigen dürfen? Ich kenne mich jetzt im Trampling nicht
Peter mit diesem Verlust des Gleichgewichtssinns war das einfach nicht mehr in Ordnung. Der war nicht mehr so da, wie er sein soll und das war letztlich fahrlässig.
Sebastian Und wann wäre jetzt deiner Meinung nach der Moment gewesen, wo du hättest eingreifen wollen oder sollen?
Peter Wo ich das eigentlich gesehen habe, dass sie nicht mehr so sauber, sicher steht, sondern so leicht torkelig ist und dann halt trotzdem noch da mit dem Trampling weitermachte, da hätte ich, da wollte ich eigentlich hingehen und sagen, nee, also irgendwie, das sieht nicht mehr gut aus. Ich habe Angst, also man kriegt dann ja irgendwie auch so ein, gehen ja die Nackenhaare hoch, man sieht ja so eine Gefahr, also ich jedenfalls empfinde es so.
Sebastian Ja, das heißt beim nächsten Mal würdest du da wahrscheinlich zwei Stufen vorher Woher?
Peter Ja, da würde ich dann, also das jetzt gerade nach dem Erlebten dann ja, Ja, also und sie wollte dann auch noch den Absatz eigentlich wieder herausziehen.
Sebastian ich?
Peter Dann war dann zum Glück jemand da, der Rettungssanitäter war, der dann gleich den Fuß irgendwie festgehalten hat und den Schuh ausgezogen hat und gesagt, nee, das muss da jetzt so bleiben und dann ist der halt abtransportiert worden ins OP und dann haben sie das da halt sauber rausoperiert.
Sebastian Okay, also der ist, weißt du,
Peter Nee, es ist alles wieder gut und der legt sich auch immer noch wieder drunter, so ist es nicht.
Sebastian Okay, wahrscheinlich, also das ist jetzt eine Unterstellung, aber wahrscheinlich zeigt er ganz stolz her, da hat mal ein Absatz drin
Peter Ja, ich glaube sogar, ja.
Sebastian Ja, das ist dann ja auch so ein bisschen so eine,
Peter Könnte ich mir vorstellen, ja. Das würde jetzt zu ihm passen, das kommt schon hin.
Sebastian Ja, gut, das ist jetzt auch aus der Kategorie Unfall möglicherweise vermeidbar. Schwierig, aber auch da wieder Alkohol. Und ja, ich mag das mal, wie ich das mache, sagen.
Peter Genau.
Sebastian Ist ganz einfach. Ich spiele ganz gern mit Gerät. Aber wenn ich was getrunken habe, und das muss nicht viel sein, dann gilt, ja, ich hau zwar noch. Aber nur noch mit der Hand und nur noch auf dem Popo. Weil da weiß ich zuverlässig, da kann ich keinen Schaden anrichten. Vorher bricht mir eher die Hand. Das ist so der Punkt, man kann da noch weiterspielen. Ja, das geht alles noch. Aber das ist so ein Safe Space, den wir dann auch rausgefunden haben, der geht.
Peter Ja.
Sebastian Das ist nicht bei allen so. Bei ihr weiß ich einfach, der Popo und meine Hand, das ist so, ja, da kann ich nur kapitulieren und das ist dann eher Spaß. Aber da mag ich auch wirklich vermeiden, dass das Spielzeug auf einer Party oder auch zu Hause, das wird weggelegt. Punkt. Nicht in Reichweite. Keine Federstahlgerte, wo man dann doch betrunken auf die Idee kommt, ach, ich hau mal da und da hin. Hat keinen Wert einfach. Einfach. Gut.
Peter Ja.
Sebastian Ja, hast du noch so ein drittes Ding vielleicht? Vielleicht hast du dir noch was Schlimmes aufgehoben. Ich habe Befürchtungen.
Peter Nee, nee, nee. Gott sei Dank. Na ja, gut. Nein, aber das sind eigentlich die beiden Sachen, wo ich halt bei den beiden gleich so ein Gefühl hatte, da muss man jetzt eigentlich was sagen. Bei dem einen habe ich es gemacht, beim anderen habe ich es nicht gemacht. Und ich bedauere eigentlich das, wo ich es nicht gemacht habe.
Sebastian Ja, es ist schwer, die Zeit da zurückzudrehen und es geht nicht, es ist gut ausgegangen.
Peter Kann man ja nicht. Und wenn ich natürlich eingegriffen hätte, wenn ich da jetzt was gesagt hätte, wäre dann ja nichts passiert.
Sebastian Ja,
Peter Dann wäre ja diese wirklich üble Geschichte gar nicht passiert. Dann hätten sie natürlich irgendwo auch gesagt, ach der jetzt, der stellt sich an.
Sebastian genau das ist glaube ich das Problem auch tatsächlich. Also das ist wirklich eine subjektive Geschichte und wenn jemand es für nötig hält einzugreifen, dann hat er vielleicht auch genau so eine Erfahrung gemacht. Und ja, es passiert nichts, es wäre vielleicht auch nichts passiert, aber das ist ein guter Grund, einmal mehr zu sagen, oh verdammt, weil der Abend ist halt Krankenwagen und tralala und
Peter Ja, der war natürlich ein bisschen gestorben.
Sebastian also sowas habe ich noch nicht miterlebt und ehrlich gesagt möchte ich das auch nicht.
Peter Ja,
Sebastian Also,
Peter nee, das möchte man nicht. Nein, da war die Stimmung natürlich hin. Gut, es war halt letztlich irgendwo auch ein Unfall. Das Risiko beim Trampling ist da immer so ein bisschen mit dabei. Das ist ja jetzt auch so ein Stück eher RACK und für mich ist sogar ja dieses Risiko, dass dann halt doch mal so ein Abrutschen oder irgendwas passieren kann, so ein Nervenkitzel ist ja tatsächlich auch ein Teil des Spiels. Also das ist
Sebastian ich glaube, das muss man auch immer unterscheiden. Es geht hier nicht um Boshaftigkeit an der Stelle oder so, dass jemand jemand anderen verletzen will, sondern das ist, ja, wie gesagt, es ist so dieser Wille, wir kommen gut aus der Sache raus.
Peter ja natürlich nicht gewollt. eben, wenn der Gleichgewichtssinn nicht mehr so da ist, dann ist das Risiko zu groß. Und das habe ich halt irgendwie intuitiv gesehen und gedacht, oh, das ist nicht mehr gut.
Sebastian Peter, ich sage mal erstmal vielen Dank, dass du angerufen hast, dass du das erzählt hast. Finde ich super. Und ja, also ich habe leider gerade so ein Bild von so einem Absatz da in einem Bauch irgendwie im Kopf und das kriege ich gerade irgendwie auch nicht mehr weg.
Peter Ja, ist übel, nicht? Ja,
Sebastian Das ist irgendwie jetzt blöd.
Peter aber wie gesagt, das ist alles wieder gut bei ihm.
Sebastian Aber es ist wert, darüber nachzudenken, ganz
Peter Er legt sich immer noch drunter und es wird auch so sein, wie du sagst, er zeigt es stolz. Ja, kann man auch wieder drüber verschiedener Meinung sagen, ob es gut ist. Aber es ist keiner gestorben.
Sebastian Okay, immerhin. dann vielen, vielen Dank ich glaube, jetzt haben wir es ja auch 10 nach 11 so langsam werden die Hörer auch weniger das kann ich auch nachvollziehen, ich bin auch langsam hundemüde ich gucke mal, ob jetzt noch wirklich jemand zum Abschluss noch anruft und von dir würde ich mich erstmal verabschieden vielen Dank nochmal und auch du hast einen Musikwunsch frei einfach eine Mail schicken auf irgendeinem Weg und dann baue ich dir in der nächsten Sendung mit ein alles
Peter Gerne. Okay, tschüss.
Sebastian klar, danke dir, tschüss

Würdigung der Unterstützer

so, jetzt gucke ich mal in meine ganz schlaue Anrufer-App ich glaube, da ist keiner mehr dabei, der hier nicht durchgekommen ist. Kann aber sein. Also die Leitung ist wieder offen und jetzt gucken wir nochmal, wenn jemand auch anruft und was sagen möchte, dann kann er das tun. Ich werde jetzt aber trotzdem noch die Zeit nutzen. Im Zweifel ist das jetzt schon Teil der Abmoderation und wer hier so lange jetzt mit dabei ist, der erträgt das auch noch. Ich bedanke mich bei zwei Unterstützern, nämlich Miriam, die hat bei Steady ein Abo abgeschlossen. Das ist super. Das heißt, jeden Monat kalkuliere ich mal Geld für den Podcast und damit kann ich toll arbeiten. Und dann kam haben noch eine Überweisung mit einem schönen Text. Nämlich, danke für den wundervollen Podcast. Liebe Grüße, Ginny. Ja, vielen Dank, Ginny, für deine Unterstützung. So, ihr merkt, der Break ist gerade ein bisschen hart.

Online CSD Hannover

Ich wurde gebeten und ich möchte das auch gern selber sagen nochmal, übermorgen, also am 31.05. gibt es ja den CSD in Hannover nicht, aber es gibt auf www.hannovercsd.de gibt es so eine Art Online CSD, da kann man reingucken und Und den Link packe ich auch in die Shownotes. Ansonsten hannovercsd.de. Und um 14.55 Uhr ist dann der BDSM Hannover e.V. dran. Und da habe ich ja auch einen kleinen Beitrag zusammen mit dem Podcastsubbie

Podcastsubbie hören

gemacht. Und weil das eben im Chat vorkam, wer das Podcastsubbie gerne mal hören möchte. Es sind nur 10 Sekunden, aber man kann sie hören. Also da hört man sie. Ansonsten wird man sie im Podcast hier ja nicht hören. Irgendwann hat das mal angefangen, dass sie vor dem Mikrofon stumm wurde. Und dann hat sich das irgendwie zu einem Running Gag entwickelt Und ich glaube, es muss schon viel passieren, dass sie nochmal in dieses Mikrofon reinredet. Aber das ist dann so das ewige Mysterium des Podcastsubbies. Ich verspreche aber, sie dürfte reden und sie könnte reden, wenn sie denn wollte. Sie ist nämlich gerade auch gar nicht da im Raum, deshalb kann ich das mal hier sagen.

Dankeschön an die Gäste

So, ich glaube, es kommen tatsächlich keine weiteren Anrufe. Musik habe ich heute auch wirklich nur einen Titel gespielt. Ihr habt das hier, zack, zack, zack, zack, mir die Leitung hier voll gemacht. Da muss ich mich mal bedanken, wirklich für die mutigen Menschen, die hier anrufen, die hier live was sagen wollen, mitmachen. Klasse. Und ja, ich glaube, jetzt ist auch der Moment gekommen, wo ich mich mal verabschiede.

Nächste Sendung am Freitag

Die nächste Sendung gibt es nicht am Dienstag, dem 2.6., ich glaube am 2.6. Die fällt aus, denn ich merke tatsächlich, ich habe jetzt wieder Podcastaufnahmen, ich habe jetzt schon mehrere Aufnahmetermine wieder gemacht. Dieses Zuhause-Rumsitzen haben wir jetzt coronamäßig auch nicht mehr alle. Das heißt ganz konkret, Leute gehen wieder arbeiten, haben wieder Nachtschicht und dies und das und jenes. Und das merke ich auch so ein bisschen an der Live-Hörerzahl. Die geht so ein bisschen runter inzwischen. Das ist immer noch tipptopp und toll, dass so viele Menschen hier live zuhören. Aber ich merke eben auch, wie mein Alltag immer stressiger wird. Und heute war es auch wieder bis auf die letzte Minute. Und ich werde jetzt den Modus erstmal ändern. Das heißt, am Freitag in einer Woche gibt es die nächste Live-Folge. Das gibt mir nämlich auch die Zeit, die nächste richtige Folge zu schneiden. Muss ja auch mal gemacht werden. Also am 5. Juni um 20.30 Uhr geht es weiter. Also, da werden, ein paar sind wahrscheinlich enttäuscht, aber sorry, ewig war klar, kann ich das hier nicht zweimal die Woche machen, das ist der Wahnsinn. Ihr merkt, ich komme so ein bisschen ins Reden, das ist immer so diese 23-Uhr-Schwelle, wenn ich anfange müde zu werden. Jetzt bin ich völlig hinüber, ich habe noch die zweite Hälfte meines Lieferdienstessens, das wartet jetzt auf mich und wird in der Mikrowelle gleich zu einem, einem, naja, nicht mehr ganz so leckeren Zeug, aber wenigstens vertreibt es den Hunger. Das Podcastsubbie ist nicht mehr im Raum. Die hat jetzt familiäre Pflichten gerade. Im Namen von ihr werde ich mich heute mal verabschieden. So, damit hat sie dann doch ein bisschen geredet. Und ja, ich wünsche euch ein wunderschönes Wochenende. Schöne Pfingsten vor allen Dingen. Und wir hören uns an dieser Stelle in einer Woche am Freitag, den 5. Juni um 20.30 Uhr wieder. Euch einen schönen Abend. Macht's gut. Tschüss.


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