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Live
Live · 25.04.20 · 140min · 7.688 Downloads · 221

Unvernunft LIVE v. 24.04. - Heute mit allem!

Gäste & Call-In

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Intro

Begrüßung

Sebastian Hallo und guten Abend zur Unvernunft Live Nummer 11. Es ist Freitagabend und ich habe heute so viel zu erzählen. Ich fange einfach mal vorne an. Also hier geht es um BDSM. Das dürfte inzwischen jedem klar sein, der das hört. Ich hake hier mit dem Punkt Begrüßung ab. Modus, ich habe hier zwei Gäste, mit denen habe ich auch vorher schon gesprochen. Und danach mache ich die Telefonleitung auf und dann können Menschen einfach anrufen. zwei haben mir sogar versprochen, dass sie anrufen werden, wenn es kein anderer tut. Da bin ich noch gespannt. Die Nummer sage ich noch nicht. Die sage ich ein bisschen später. Und die poste ich dann natürlich auch in den Chat, den ich hiermit begrüße. So,

Papas Geburtstag

was habe ich noch? Ach ja, richtig, mein Papa hat heute Geburtstag. Lieber Papa, hiermit sei dir gratuliert, falls du das jemals hören solltest und wenn nicht, vielleicht sagt es dir irgendein anderer aus der Verwandtschaft, man wird es sehen. Ja, damit habe ich auch das getan.

Aufruf an Corona-Macher

Hm, dann bleibe ich dabei. Ich räume in der Sendung ab Dienstag mache ich das. Zehn Minuten für Leute frei, die etwas organisieren, die eine Discord-Gruppe machen, die irgendwas tun, um die anderen fünf Tage die Woche irgendwie auch BDSM-ig rumzukriegen. Da hat sich ja heute schon jemand gemeldet. Das passte da aber nicht so ganz, weil es war am Thema vorbei. Aber das geht immer noch. Und wenn ihr jemanden kennt, der sowas macht, dann sagt ihm doch, er soll sich einfach bei mir melden. So, was haben wir noch? Das Podcastsubbie ist heute gar nicht da, aber ein Hündchen. Und das wird die Aufgabe des Podcastsubbie hervorragend übernehmen. Da bin ich sicher. Ich mag neues Spielzeug, ist immer toll. Ja, und dann gibt es noch eine

Verlosung für Call-In-Menschen

Neuigkeit. Menschen, die hier anrufen, also diesen Call-In machen, da wird es was geben. Wir werden etwas verlosen für alle, die ab heute mitmachen. Aber was und wie das ist, das verraten wir dann erst am Dienstag. aber ich kann versprechen, es lohnt sich. Das Podcastsubbie hat schon gesagt, dass das Ding nicht aus der Hand gegeben wird und dass das auch schon einen Namen hat. Und ich habe ihr nur gesagt, dann muss sie halt selber hier anrufen, damit sie mit in den Lostopf reinkommt. So, ich

Tim

habe noch so viel zu sagen. Das verschiebe ich jetzt aber einfach. Moment, denn ich habe einen ersten Gast in der Leitung. Der wartet bestimmt schon sehnsüchtig. Ich begrüße Tim. Hallo.
Tim Hallo, schönen guten Abend.
Sebastian So, jetzt habe ich dann doch, was ich dir eben gesagt habe, noch nicht gemacht. Ich war nämlich so verrückt und dachte mir, Ja, ich nenne mal die Spender hier alle. Das würde zu lange dauern heute. Deshalb teile ich das auch in den nächsten Folgen ein bisschen auf. Aber nach dir sind die auch erst mal dran. So, aber jetzt kommen wir erst mal zu dir.
Tim Okay, ganz
Sebastian Du bist Tim, du bist 39, kommst irgendwie aus Bayern und dem Ruhrpott und bist Dom. Und ja, das ist eigentlich schon alles, ne?
Tim genau. Ganz genau. Also ich wohne im Großraum München und im schönen Ruhrpott. In etwa hälftig aufgeteilt. Wie du sagst, ich bin 39, ist richtig.
Sebastian Okay, ja, das ist doch gut. Und du hast dich gemeldet, weil du wurdest hierher geschoben.
Tim Genau,
Sebastian Und ja, wir haben ein bisschen gequatscht. Ich glaube, das war letzte Woche sogar schon.
Tim richtig.
Sebastian Interessant.
Tim Da saß ich ausnahmsweise draußen. Das habe ich mir für heute verbieten lassen, damit ihr keine Windgeräusche hört. Deshalb bin ich drinnen.
Sebastian Sehr gut. Wer auch immer die Kompetenz hat, dir das zu verbieten, verdient gerade einen Lob. Windgeräusche sind immer die Hölle, die kriege ich nämlich nicht raus.
Tim Okay, dann haben wir alles richtig gemacht.
Sebastian Ja, also Windgeräusche sind irgendwie immer komisch. Ja, ach, wo fangen wir denn an? Mensch, fangen wir mal da an. Wir reden gar nicht über dich. Ich will jetzt erst mal eine Sache vorher wissen, weil die auf meinem Spickzettel vorne steht.
Tim Okay, ganz
Sebastian Du hast gesagt, du hast bei den SRDs Auf- und Abbau mal mitgemacht.
Tim genau.
Sebastian So, bevor ich da mit jemandem spreche, der das organisiert, so was, mag ich mal wissen, wenn man da aufbaut, ist das ein lockerer Job oder hat man da richtig zu tun? Also SRDs sind SubRosaDictum-Partys in München.
Tim das
Sebastian das aufwendig?
Tim ist aufwendig bis furchtbar. Das kommt ein bisschen auf die Art und Weise der Veranstaltung an. Wenn es eine kleine ist, irgendwo im Cornitrella oder wie hieß das andere Ding, wo wir im Dezember waren, ich weiß es nicht mehr, im Hardclub, das ist nicht viel Arbeit. Da wisst ihr in zwei, drei Stunden durch. Doch beim Abbau vom Geheimen Garten im letzten Jahr habe ich 68 Bambuspflanzen quer übers Gelände getragen, die allesamt größer waren als ich und wo ich mich locker auch in den Topf hätte setzen können. Das ist also doch ein Riesenaufwand mit vielen, vielen Leuten. Das unterschätzt man immer, wenn man da ist, weil auch der Organisator das Ganze mit sehr viel Liebe plant und auch genau weiß, was er möchte. Und dann gibt es noch einen Commander, der nennt sich auch meistens so, der einen dann wirklich durch die Gegend kommandiert. Und man kommt da ordentlich ins Schwitzen.
Sebastian aber ohne Freiwillige, ich meine, das wird ja jetzt nicht nach Stunde bezahlt, glaube ich zumindest nicht. Oder doch? Genau, ohne Freiwillige gibt es sowas halt nicht. Das gehört eben auch bei Partys dazu.
Tim Das war ja auch irgendwo mein Einstieg. Ich wollte ja da irgendwo hin und mal irgendwie gucken und mir diese ganze Geschichte ansehen. Allerdings hatte ich auch keine Lust, ganz alleine auf irgendeiner Party zu sein, wo ich keinen kenne. Und deshalb habe ich den Tipp bekommen, dass ich doch mal in den Aufbau und Abbau gehen soll, weil man dann sofort irgendwie integriert ist. Und das war auch so. In
Sebastian So, und jetzt haben wir dort eine wunderbare Überleitung zu, wie kommst du zu BDSM? Da passt das doch. Wie lange bist du schon dabei?
Tim etwa anderthalb, zwei Jahre.
Sebastian Anderthalb, zwei Jahre. Ich habe hier stehen als Notiz entgleistes Tinder-Date. Ach,
Tim Das ist richtig. Eigentlich war es gar kein Tinder-Date. Das ist eine Halbwahrheit. Ich habe geschummelt.
Sebastian du hast geschummelt.
Tim Ich habe in meinem Stammlokal in München am Marienplatz, weil ich da, ich sage mal, in Laufweite arbeite, wenn ich in München bin, wegen mangelnder Motivation an einem Tag drei Tinder-Dates gehabt.
Sebastian Im selben Laden, ja?
Tim Immer im selben Laden, immer dem Match direkt geschrieben, du, ich bin gerade in der Stadt, was machst denn du? Lass uns doch da und da treffen, ist doch alles super. Schreibe mir hier nicht lange rum, ich bin kein Romaneschreiber, sondern ich kann entscheiden, ob ich dich mag oder nicht, wenn ich dich gesehen habe. Und die drei Dates waren alle Mist. Und danach kam die Kellnerin auf mich zu und sagte, sag mal, Tim, tinderst du? Ich sage, ja. Sagt sie, ja, brauchst du nicht. Hier ist meine Telefonnummer.
Sebastian Ach,
Tim Und...
Sebastian ja, das ist doch mal, das ist wie ein Drehbuch, ne?
Tim Ja, genau.
Sebastian Okay, und, und, und, und, hat sich das gelohnt?
Tim Das hat sich insofern gelohnt. Das Ganze hat an einem Sonntag stattgefunden. Also ich war da ab vormittags und bin dann um 17 Uhr mit ihr zum Junges-München-Fesseltreff gegangen, ohne zu wissen, wo ich überhaupt hingehe. Sie wollte mit mir auf eine Veranstaltung und hat mir nicht verraten, wo es hingeht.
Sebastian Ja, perfekt, hat sie gut gemacht, sehr schön. Schön.
Tim Ich fand es wahnsinnig befremdlich und habe sowas ja auch auch nie gesehen. Das war allerdings ja eher eine Sportveranstaltung. Alle irgendwo in Sportklamotten, in so einer alten Turnhalle, in einem Wohnhaus, ganz versteckt. Muss man sich auch anmelden, damit man diesen Ort erfährt. Und bin sehr früh gegangen. Ich glaube ein paar Stunden oder anderthalb. Weil, wie gesagt, ich fand es befremdlich. Hab dann die Leute gegoogelt und war direkt am Montag danach auf dem nächsten Stammtisch von denen.
Sebastian Okay, Moment, also du fandest es befremdlich, aber bist dann doch wieder hingegangen.
Tim Ja, weil irgendwie hat es mich ja doch neugierig gemacht. So ist es ja nicht.
Sebastian Wie haben denn die Leute auf dich reagiert?
Tim Absolut offen. Und das habe ich noch nie erlebt. Egal, wo ich bislang nicht engagiert habe oder hingekommen bin, du bist erst mal der Neue. Und das war sowohl bei diesem Treffen von Junges München als auch bei dem SRD-Aufbau völlig anders.
Sebastian Okay, ja.
Tim wäre gerne beim SRD-Aufbau länger mal der Neue gewesen, dann hätten sie nicht so viel vorausgesetzt, was ich alles auf- und abbauen kann. Mittlerweile kann ich es dann doch. Ich
Sebastian Ja, aber das finde ich mal schön, weil das ist mal ein Kontrast zu dem ganzen, ich habe es schon immer gewusst und ich habe mir das so und so, also das ist einfach mal ein ganz anderer Einstieg. und ich
Tim habe mich ja auch dafür geschämt, das schön zu finden. Ja,
Sebastian das ist jetzt genau die große Frage. Also ganz ehrlich, du wirst ja vorher schon ein bisschen Berührungspunkte damit gehabt haben oder irgendwas im Kopf gehabt haben.
Tim eigentlich nicht. Ich habe es da wirklich auch, also Berührungspunkte, man hat das immer mal irgendwo gehört oder gesehen. Klar, aber ich habe mir da nie näher Gedanken zu gemacht.
Sebastian Ich sollte, glaube ich, öfter mal Leute einfach mal nehmen, an die Hand und sagen, komm, wir gehen mal irgendwo hin. Mal gucken, wie sie reagieren. Wobei, da sehe ich immer ein gewisses Risiko, wenn man die Leute zu sowas hinschleift.
Tim Das ist die Frage, wo man sie hinschleift. Ich war danach auf vielen, vielen Stammtischen von Jungs München, habe mich auch im Rahmen von einer beruflichen Zusatzausbildung ein bisschen mit dem Thema befassen müssen. müssen. Da ging es um Streitschlichtung innerhalb der Beziehung. Und da war das sehr gut, weil die Sexualität in der Ehe häufig ein Thema ist in diesen Streitfällen, dass man direkt ein Draht zu Leuten hat, die alles schon mal gesehen haben und alles schon mal gemacht haben. Und mein Einstieg als Party war dann halt auch eine Playparty von Jungs München, wo ich dann wirklich zum ersten Mal live gesehen habe, was man da so machen kann.
Sebastian Ja, und? Hast Blut geleckt, offenbar, sonst wärst du ja nicht hier.
Tim Genau, da da habe ich Blut geleckt, dann ging es aber weiter, dann hat mich da einer angesprochen und hat gesagt, komm doch mal zur SRD, die ist leider ausverkauft, du musst beim Auf- und Abbau helfen. Dann habe ich gesagt, ich kenne da eh keinen, beim Auf- und Abbau helfen ist natürlich super, weil dann kenne ich sofort Leute. Ja, dann hat das so eine Eigendynamik angenommen und ist jetzt ein Teil meiner Freizeit geworden.
Sebastian Das Auf- und Abbauen oder BDSM?
Tim BDSM, um Gottes Willen.
Sebastian kann ja sein, also wo war denn das, irgendwo war das mal da waren wir dann und dann war da die Putzfrau, die total gerne in BDSM Locations was macht, weil die Leute da so nett sind und auch ein bisschen Tipp geben, aber selber kann sie damit nichts anfangen, aber die jungen Leute die sind super und die hat das einfach genossen, die hat da ihren Job gemacht und das war gut und BDSMer seien auch relativ sauber hat sie auch noch erklärt, das war immer ganz gut, wenn man warten musste
Tim Sind sie auch. Sind sie. Also, wenn ich jetzt das vergleiche, ich habe dadurch auch Gefallen an der Gastro gefunden und helfe immer mal so alle fünf, sechs Wochen in der Münchner Disco aus. Wenn man die Gäste vergleicht, sind die doch deutlich sauberer. Weshalb ich mir das mit dem normalen Club schon wieder abgewöhnt habe.
Sebastian Okay.
Tim Ist gerade eh alles zu.
Sebastian Ja, gut. Das ist halt gerade so. Aber deshalb machen wir das ja hier. Sonst hätten wir keine Gelegenheit, ganz ehrlich, das wäre Selbstmord zu sagen, ich mache so eine Live-Sendung am Freitagabend. Da wäre nämlich sonst einfach keiner da. So. Aber ich habe ja, das profitiere ich ja gerade ein bisschen. So.
Tim Ich mache es ja gerne.
Sebastian Jetzt hast du du hast jetzt alles gesehen.
Tim Ich gehe da ja auch offen mit um.
Sebastian Bondage und Dom und Sub und was man alles machen kann. Hauen, schlagen, fesseln und so weiter. Was ist denn bei dir hängen geblieben? Was ist denn jetzt deins?
Tim Genau so, wie du es gerade aufgezählt hast. Hauen, schlagen, fesseln.
Sebastian Ja, ist doch super. Also Universal-Dom.
Tim Würde ich nicht sagen. Also, mir fehlt, was Seile anbetrifft. absolut die Praxis, da brauche ich mal einen Trainingspartner. Deshalb würde ich mich da nicht als Universalmensch bezeichnen. Alles andere habe ich schon gut und gerne gemacht in den vergangenen zwei Jahren.
Sebastian ich glaube, man muss beim BDSM die Sachen nicht unbedingt beherrschen, dass sie Spaß machen. Aber wenn sie Spaß machen, beherrscht man sie irgendwann. Ich glaube, irgendwie so. Aber wichtig ist, man muss immer machen. Wenn man nichts macht, dann passiert halt auch nichts. Hier, der Brat-Apfel. Mein Gott. Ja, das habe ich mir jetzt gemerkt. Man sollte Vanillas nicht ganz so unvorbereitet da reinwerfen. Das stimmt schon. Man muss immer so ein bisschen gucken natürlich, was ist das für ein Mensch und ja, man sollte vielleicht auch nicht direkt jemanden mit auf eine Spielparty nehmen, der da möglicherweise nicht offen ist. Das ist natürlich klar, aber dafür muss man die Menschen halt ein bisschen kennen.
Tim Ja,
Sebastian Deine Kellnerin finde ich trotzdem lustig. Die darf sich hier übrigens mal melden. Ich bin gespannt, was sie dazu sagt.
Tim haben absolut keinen Kontakt mehr. Das war eine ganz kurze Episode, die es dann gab über vier Wochen. Die gibt es nicht mehr.
Sebastian Die gibt es nicht mehr.
Tim Leider.
Sebastian Vielleicht hört sie es ja trotzdem. Hier, melde dich. So, jetzt hast du aber genau eben gesagt, du brauchst im Prinzip jemanden zum Üben oder Fesseln, aber eigentlich willst du ja was anderes.
Tim Das würde mich freuen. genau. Ja, genau.
Sebastian Okay, du darfst gerne formulieren, was du möchtest, weil wenn ich das formuliere, dann liege ich bestimmt wieder daneben.
Tim Das weiß ich nicht. Also das wäre natürlich schön. Das ging so ein bisschen einher mit meiner Single-Werdung, dass ich mich mit dem Thema, also natürlich auch mit Tinder beschäftigt habe. Und es wäre halt schön, eine Beziehung zu finden, wo das wirklich auch ein Bestandteil ist. Damit meine ich nicht irgendein Polykül oder sonst irgendein Gerüst oder eine reine Spielgeschichte, sondern ich lege da schon Wert auf eine Kontinuität und dass es eine Beziehung ist wie jeder andere auch.
Sebastian Okay, jetzt haben wir den besonderen Fall, dass ich mit jemandem spreche, der Interesse hat, der da Spaß dran hat. Du hast auch schon Spielpartner gehabt, aber das ist ja nicht dein Wunsch, du willst eine langfristige Beziehung. da du noch keine langfristige BDSM-affine Beziehung hattest, ist jetzt natürlich die Frage, was stellst du dir vor? Wir backen uns mal deine, ich vermute mal, Suppe und dann mag ich mal wissen, was ist denn so, also es geht jetzt nicht um irgendwelche Träume, sondern einfach so realistische Wunschvorstellungen, wo sagst du, das wäre schon gut, wenn das wäre und wie kompromissbereit bist du da überhaupt?
Tim Genau. Natürlich, man ist ja immer kompromissbereit. Altersähnlich wäre nett. Die, die ich kennengelernt habe auf den ganzen Partys oder auch die, die auf mein noch immer aktives Tinder-Profil reagieren, wo drinsteht, ich kann nicht jeden Tag Vanilleeis essen.
Sebastian Ja, ein schöner Code, ja. Vanille-Eis oder Vanilla-Eis?
Tim Vanilla mit A hinten.
Sebastian Okay.
Tim finden und das auch kapieren, die sind dann plötzlich Anfang 20 und dann hört es irgendwo bei Mitte 20 auf und, also spätestens auf und geht dann erst bei 50 weiter. In meiner Altersklasse ist wahrscheinlich alles andere gerade verheiratet.
Sebastian Ja, alles nicht, aber es stimmt schon, der Markt ist da in dem Bereich ein bisschen kurz. Mir hat übrigens das Podcast-Hündchen gerade den Strohhalm geklaut, weil offenbar ist Trinken nicht so möglich, stelle ich gerade fest. Entschuldigung. Ich muss ja immer mal ein bisschen berichten, was hier passiert. Entschuldigung, aber ich sah nur, der Strohhalm verschwindet. Warum, wieso wird mir hier der Strohhalm geklaut?
Tim habe auch jetzt die Zeit genutzt und habe verbotenerweise einmal im Chat geguckt, liebe Grüße an Lady A, warum weint sie denn jetzt?
Sebastian Ich weiß es nicht, aber ... der Chat ist heute auch relativ entspannt, habe ich das Gefühl. So, aber du hast natürlich
Tim liegt an unseren ruhigen Stimmen.
Sebastian recht, also wenn ich so den Stammtisch angucke, dann ist da natürlich bei uns auch eine gewisse Lücke in der Altersklasse zwischen, sagen wir 30 bis Anfang 40.
Tim Das
Sebastian Das liegt natürlich auch daran, dass einfach ganz viele Menschen, ich ja auch, Kinder zu Hause haben, da ist man nicht ganz so frei und da muss man gucken. Aber früher oder später läuft dir jemand über den Weg, das ist ja immer eine Frage der Zeit.
Tim denke ich auch. bin tiefenentspannt.
Sebastian Ja, aber bis dahin, wie überbrückst du das jetzt?
Tim Naja, mein Tinder-Profil ist nach wie vor aktiv. Gar keine Frage, das bleibt auch aktiv. Ich habe mich ein wenig aus Joyclub wieder zurückgezogen, weil mir die Art und Weise der Kommunikation da nicht ganz so gut gefällt. Es ist natürlich schön, auf der einen Seite tabellarisch zu sehen, was jemand mag und was er nicht mag, mit mehr oder weniger aussagekräftigen Bewerbungsbildern. Allerdings werde ich immer mal wieder angeschrieben, allerdings aus den beiden beschriebenen Altersklassen. Insofern jammer ich vielleicht auf einem hohen Niveau. Aber du brauchst ja als Mann eigentlich da niemanden aktiv anzuschreiben, der dir gefällt. Du gehst ja unter in der Flut von den 4.500 anderen Nachrichten, die die Dame bekommen hat, von denen wahrscheinlich 4.000 mit sehr fragwürdigem Inhalt gespickt sind.
Sebastian Ja, also ich behaupte immer noch, wenn man sich blicken lässt, dann läuft einem früher oder später der Mensch über den Weg, mit dem das einfach passt. Aber wir waren jetzt eben noch, wir backen uns unseren Partner.
Tim Genau, das tue ich ja deswegen.
Sebastian Partner, okay, also ich habe verstanden, altersähnlich, okay, die super duper 24/7-D/s-Beziehungssüchtige-Frau, die sich komplett unterwerfen will, die ist genau das Falsche für
Tim Die möge sich bitte bei jemand anders melden. Ich sehe diese ganze D/s-Geschichte als schönes Spiel. Kürzlich habe ich gelesen, immer mit einer Portion Augenzwinkern, das fand ich eine nette Formulierung. Im Alltag lebe ich gern auf Augenhöhe.
Sebastian ist vernünftig, sage ich mal, auf Dauer, ja,
Tim Das macht in der Beziehung auch einfach mehr Spaß, als jemanden zu haben, der dich sofort kniend jeden Tag zu Hause begrüßt.
Sebastian ja,
Tim Das habe ich auch kurzzeitig gehabt, Das ist nicht meins.
Sebastian ja, also es ist immer schwierig, aber was ich bei dir schon mal raushöre und das ist schon mal ganz gut, Das ist bei vielen nämlich nicht so. Viele haben halt so ihre Fantasien und Ideen und dann suchen sie zu diesen Fantasien oder Praktiken, suchen sie einen Menschen, mit dem sie das ausleben können.
Tim Das ist ja Quatsch. Also so klar will ich diese Thematik ausleben, mehr oder weniger intensiv. Das ist selbstverständlich. Das gehört dazu. Es gibt Praktiken, die gefallen einem mehr, andere gefallen einem weniger. Aber das ergibt sich. Das ergibt sich ja im normalen Leben auch.
Sebastian Ja, also man muss da immer verhandeln auch. Das finde ich immer schön. Das hat mir Megan damals wirklich sehr gut nähergebracht. Wenn ich den Konsens herstelle, dann muss ich viel reden und dann diskutiere ich auch darüber, wo bewegen wir uns und was wollen wir überhaupt. Und dann muss man eben gucken, was gehört zusammen.
Tim genau. Und da ist Kommunikation gefragt. Aber die brauchst du halt immer im Leben.
Sebastian hier Blue Rose hat was geschrieben, wenn die Nachricht ansprechend ist, wird auch geantwortet, es sollen halt nicht nur 1,5 Zeilen sein und so weiter.
Tim Ist
Sebastian Ja, stimmt.
Tim richtig.
Sebastian Die Frage ist, wie ist, also ich hätte gerne eine Blaupause für ein Anschreiben, auf das man auch eine Antwort bekommt. Ich habe mal früher festgestellt, wenn ich dann Menschen angeschrieben habe, wenn ich zu viel Mühe mir gebe und zu lange schreibe, dann kriege ich als Antwort, dass das ein Standardschreiben ja sei und auf sowas braucht man nicht zu antworten. dabei war das persönlich und individuell und wenn es zu kurz ist, dann heißt es hast du meinen Profiltext nicht gelesen sagen wir mal so das ist schwierig, weil das ist für Mädels und auch Jungs teilweise einfach so ein Angriff aufs Postfach da kommt, macht das einmal Pling und da ist jemand und der will jetzt was von mir und ich soll den auch noch jetzt beschäftigen
Tim Bei Tinder gibt es ja solche Aufhänger, die immer funktionieren. Gerade bei Menschen, die mehr als zwei Zeilen Profiltext haben und mehr als drei Fotos, funktioniert eigentlich immer, Hallo Jacqueline, du bist ja ein schöner Match, wo bist du da auf dem dritten Foto? Du musst denen ja einfach nur Interesse zeigen und zeigen, dass du dieses Profil auch gelesen hast und die individuell anschreiben. Da kriegst du eigentlich immer eine Antwort.
Sebastian ja aber wenn du sagst, das funktioniert immer, dann ist es ja schon nicht mehr individuell
Tim Es funktioniert aber.
Sebastian Entschuldigung Entschuldigung, das ist immer, im Zweifel kann man immer einen draufgeben, ne.
Tim Es ist richtig, aber es funktioniert.
Sebastian Nein, es ist ja auch total schwierig und ich kann mir das auch vorstellen, wenn ich dann irgendwie da, was weiß ich, morgens das Ding aufmache, hab da 100 Nachrichten, keine Ahnung, was ich tun würde. Ich würde wahrscheinlich alle löschen und sagen, leckt mich, so viel Zeit hat doch keiner, ne.
Tim genau, ich kann das total nachvollziehen, deshalb bin ich da mittlerweile vorsichtig, also ich bin Standardmitglied immer noch, schreibe vielleicht nachher in den Chat auch meinen Namen, lieber ist mir der Instagram-Name, dann lese ich es auch. das ist halt blöd, ist halt schwierig, gerade wenn du also das habe ich häufig jetzt auch schon gesehen auf diesen Partys wie plump oft die Ansprache ist der Herren auf die Damen und denken dann, es handelt sich hierbei um Freiwild, nur weil sie vielleicht auch reizend gekleidet sind. Kann
Sebastian Ja, das sind aber, ich glaube, das kann man nicht verallgemeinern.
Tim ich ein bisschen verstehen, ja
Sebastian Ja, da muss man mal gucken, was kann ich alles verallgemeinern und was nicht. Im Endeffekt kommt es ja nur darauf an, dass sich zwei Menschen dann gegenseitig gut finden und dann finden die zusammen und ganz ehrlich, ob das dann ein besonders professionelles Anschreiben war oder nicht, da bin ich mir immer nicht so sicher, ob es dann darauf angekommen ist. Im Zweifel, die Wege sind immer unergründlich, habe ich das Gefühl. Gefühl. Das Podcastsubbie war auch so ein Zufallsfund mit einer der blödesten Mails, die ich jemals in meinem Leben geschrieben habe. Ja, also, ich werde jetzt nicht alles erzählen, aber im Grunde ging es erstmal nur darum, was bedeutet der Nickname, ja, dass das mal funktionieren könnte. War aber auch einfach nur Neugier dahinter, dass man dann irgendwie, dass das mal weitergeht, das war keine Intention dahinter, sondern wirklich nur, dass man, hä, was heißt denn das? Komischerweise, Wie gesagt, ergibt sich das jetzt. Jetzt Podcast so wie gerade irgendwas.
Tim Habe ich von der Dame ja,
Sebastian Ich kriege wahrscheinlich gleich unglaublichen Ärger.
Tim also wenn ich jetzt alles erzähle was mir so im Kopf ist, kriege ich gleich auch noch relativ großen Ärger. Die Dame, die mich zu ihr geschickt hat, ohne den Namen nennen zu wollen, die hat mich übrigens auch mit einem Korb ausgestattet auf Joyclub, ja. Aber heute mögen wir uns.
Sebastian Ja gut, das ist ja immer noch mal die Frage. Schreibt jemand was oder sehe ich ihn? Das ist ja auch noch mal was anderes. So, was haben wir denn da?
Tim Genau.
Sebastian Wer hat denn das geschrieben? Perlenkette hat geschrieben. Grins, ja, die Stimme hat was. @Kunst der Unvernunft. Wo kommt dein Gast noch mal her? München oder nur zum Arbeiten? Ja, da ist offensichtlich jemand, mit dem du mal chatten solltest.
Tim Auch. Herzlich gerne.
Sebastian Ja, wenn wir hier fertig sind, Einfach mal im Chat bleiben und ich glaube, dann findet ihr euch da schon irgendwie, ne?
Tim Genau. So ist der Plan.
Sebastian Ja, wunderbar. Also das war jetzt nicht der Plan, dich hier zu verkuppeln, aber offenbar.
Tim Gut, ich habe das schon mit Hintergedanken gemacht. Nein, um Gottes willen. Du wolltest ja von mir hören.
Sebastian du kennst die Provision, ne? Bei Hochzeit fallen 25 Prozent des Erbes an oder sowas. Oh Gott.
Tim Das kann ich mir in der Krise mit dem bösen C-Wort gerade noch leisten, weil da ist mein Erbe langsam null.
Sebastian Ja, alles in Ordnung.
Tim Insofern alles gut.
Sebastian Ah, ja, so, Rubina mag ich auch nochmal kurz vorlesen. Es sollte halt nicht gezwungen rüberkommen. Einfach, locker, leicht, etwas Witziges, worauf man auch antworten und eingehen kann. Das stimmt, man muss Fragen stellen. Wenn man keine Fragen stellt, dann kriegt man auch keine Antworten.
Tim Ja, das ist ja so ein alter Verkäufer-Trick.
Sebastian Du bist Verkäufer?
Tim Früher mal gewesen. Immer Fragen stellen, lass den Interessenten 80% reden und ich selber nur 20%. Das ist schon richtig. Aber es darf auch kein Kreuzfeuer werden. Ja,
Sebastian Ja, das habe ich immer beim Podcast versucht. Das gelingt mir dann nur, wenn ich danach viel geschnitten habe. Naja. Ja, Moment.
Tim noch brauchst du nicht viel rausschneiden. Wir waren ganz brav, oder?
Sebastian war jetzt ziemlich entspannt, glaube ich.
Tim Ja, das glaube ich auch.
Sebastian Also von daher, ich gebe dem Chat jetzt nochmal die Gelegenheit. Ich habe das Gefühl, das ufert heute zeitlich ein bisschen aus.
Tim Du hast mir gesagt, ich habe nur 25 Minuten. Jetzt weiß ich nicht, wie lange wir im Vorspann waren. Mein Display zeigt 28 Minuten 17.
Sebastian Alles entspannt. Also ein paar Minütchen haben wir noch.
Tim Eben, sehe ich genauso.
Sebastian Alles ist gut. Ich habe ja noch ein bisschen Musik. Musik und ich habe ja noch ein paar Unterstützer, deren Nachrichten ich auch noch heute verlesen will. Das muss ich alles irgendwie unterbringen, das wird noch spannend. Sagen wir es mal so, ich würde mir tatsächlich wünschen, wenn es bei dir Klick gemacht hat und du hast da den Menschen gefunden, dann hätte ich euch beide gerne einfach mal dabei. Da würde ich die Geschichte nämlich gerne hören und am besten ist, wenn sie anfängt mit, ich habe ihn im Podcast gehört.
Tim Und dann kriege ich Provision, aber herzlich gerne. Das ist versprochen.
Sebastian Wir schenken uns da nichts. Nein, also ich finde das Thema tatsächlich ganz interessant, weil es gibt sowohl Mädels als auch Jungs, ich darf ja nicht Mädels sagen, also Frauen und Männer, manchmal dauert das einfach seine Zeit, bis es dann mal passt und das kann auch mal fünf Jahre dauern, aber wenn ich dann die Menschen angucke, dann sind die auch angekommen und ich glaube, das ist ja auch das Ziel, dass man mal ankommt.
Tim Ich bin halt auch in einer gewissen Art und Weise wählerisch, weil ich bin halt nicht mehr Anfang 20 und nehme alles mit, was ich kriegen kann. Das ist natürlich ergibt sich das irgendwann. Das ist auch alles gut, nur ich könnte halt über das Thema Online-Dating sicherlich ein ganzes Buch füllen. Egal ob Tinder, Lovoo, was der Vorhof zur Hölle ist aus meiner Sicht. Ich habe sämtliche Portale schon mal irgendwann benutzt und irgendwann kannst du wirklich ein Buch drüber schreiben.
Sebastian Ja, ist doch mal eine Möglichkeit. Schreib ein Buch, finde ich super. Also sagen wir mal so, ich weiß nicht, irgendwas habe ich gelesen, 25 Prozent der Paare kommen über Online-Dating zusammen. Das kann ich mir durchaus vorstellen. Ich befürchte sogar, es sind im Endeffekt mehr.
Tim Ja, sagen
Sebastian der anderen Seite sind natürlich so Plattformen wie Joyclub, ich weiß jetzt nicht, ob das stimmt, ob das eine Unterstellung ist, die sind natürlich auch einfach gut dafür, um mal Abwechslung für ein paar Tage zu finden. So, Lady A, ich tröste gerne und speziell. Ich überlege gerade, wie ich das verstehen kann.
Tim wir mal.
Sebastian Es gibt verschiedene Möglichkeiten. Ja, ich schlage vor, du wirst gleich nochmal im Chat gucken, wer das eben war, der da eben irgendwie gefragt hat, wo du herkommst. Könnte ja sein. Wie gesagt, das ist, ne?
Tim Ich kenne halt auch einige da im Chat, wenn ich das so mit halbem Auge mitlese. Der Commander, von dem ich gerade gesprochen habe, ist auch schon da. Es gibt, glaube ich, nicht noch einen, der sich Commander nennt auf diesem Erdball. Den einen oder anderen kenne ich. Das wird sich zeigen.
Sebastian Ja, also ich wollte dich jetzt auch gar nicht verkuppeln, um Gottes Willen, aber ich finde tatsächlich, diese generelle Problematik ist tatsächlich nicht so einfach, weil, find jemanden.
Tim Nein. Nein, nee,
Sebastian Und dann muss das auch noch passen. Und selbst wenn du einen Menschen findest, der total super drauf ist, also stell dir mal vor, du findest den Menschen, den du in die Augen siehst und sagst, boah. Und dann sagt der Mensch dir auch noch, ja, also BDSM-Interesse ist auch da. Super. Und dann sagt dir die Frau, sie ist übrigens Top. Was machst du denn dann? Lässt es daran scheitern oder würdest du dann auf die Knie gehen und sagen, Scheiß
Tim das kann ich nicht. Also das habe ich mal versucht in einer einmaligen Session mit einer Art Einkaufszettel, was ich alles mal ausprobieren möchte. Aber nein, das ist nicht meins.
Sebastian Einkaufszettel?
Tim Ja, was ich ausprobiert haben möchte an mir. Gibt es ja diese, so eine Wunschliste. Also das möchte ich mal gemacht haben, das möchte ich mal gemacht haben. Dieses Werkzeug, dieses Werkzeug.
Sebastian Okay, Entschuldigung, aber fragen, was da drauf stand?
Tim Alles Mögliche, ja. Also mit was du mal geschlagen werden möchtest, wie du festgebunden werden möchtest und alles Mögliche, ja. Ja, ganz
Sebastian Okay, aber war nix. Ja, ist ja völlig in Ordnung. Ich meine, allein, dass man das so schnell konnte ich dich nicht muten. Ist aber nicht schlimm. Ganz ehrlich, allein zu sagen, ich probiere das mal aus, das kann ja doch spannend sein. Man muss halt gucken, wo man sich wohlfühlt und das ist dann auch, glaube ich, völlig in Ordnung.
Tim genau. Deshalb finde ich diese Partnersuche nach Praktik auch relativ schwierig, weil dir unterschiedliche Sachen mit unterschiedlichen Menschen auch durchaus mehr oder weniger Spaß machen können.
Sebastian Ja, wobei, also Tinder, wo man eben angeben kann, hier die und die Praktik, ich glaube, das würde zumindest die Anzahl der Menschen, die einem da vorgeschlagen werden, massiv reduzieren, wenn ich irgendwie, was ist denn das denn? Ich habe nur 10, ich habe 10, ja, ich habe, nee, nicht mit Praktiken, da kommt das nicht, aber da wollen wir noch nichts verraten.
Tim Ja, das kommt ja.
Sebastian Also mit Praktiken wäre es, wenn ich 10 Praktiken angebe und das muss matchen zu 90 Prozent, dann ist die Anzahl der Menschen, die darauf passen können, mathematisch schon mal sehr gering. Also ich glaube, einer von 1000 oder sowas, wenn ich das jetzt im Kopf zusammenzähle. Und selbst dann muss es ja noch nicht passen. Also, ob du gerne Wodka trinkst, soll ich dich noch fragen.
Tim Immer gerne, klar. Ich
Sebastian Warum ist das eigentlich wichtig? Also, ich blicke da nicht dahinter, aber gut. Ah. So. Pass auf, wir machen das jetzt so. Ich werde dich jetzt in den Chat entlassen, damit du dann da rausfinden kannst, wer, wie, was, wo.
Tim danke dir. Es
Sebastian Und, ja,
Tim hat mir Spaß gemacht. Ja.
Sebastian das hoffe ich.
Tim Herzlich gerne wieder.
Sebastian Und so unkompliziert, ne? Einmal telefoniert, zack, dabei.
Tim Richtig.
Sebastian So, dann hab ich, ich hab Musik für für dich, irgendwas, mehr zeigt mir das Fenster hier nicht an.
Tim Genau, von Volbeat. Genau.
Sebastian Okay, ja, dann werde ich dir das jetzt spielen, danach geht's weiter und dann ändern wir mal das Thema komplett. Ich verrate schon mal, es geht so ein bisschen in Richtung Goa.
Tim Wunderbar.
Sebastian Da weiß ja auch keiner was wirklich drüber.
Tim Ich freue mich.
Sebastian So. Ich wünsche dir einen schönen Abend, hab ein schönes Wochenende und wenn's dann soweit ist und geklappt hat, dann sag mal Bescheid.
Tim Wünsche ich dir auch.
Sebastian Das will ich dann wissen.
Tim Ganz genau. Dann komme ich nochmal wieder.
Sebastian Okay.
Tim Danke.
Sebastian Gerne. Tschüss.
Tim Ciao.

Spenderinnen

Sebastian Und weiter geht's. So, bevor mein nächster Gast kommt, das ist wichtig, weil es ist toll und ihr habt mich da total überrascht und ich habe langsam ein schlechtes Gewissen. Es sind Spenden reingekommen und Spenden, da darf ich ja gar nicht sagen, es ist Unterstützung reingekommen und zwar eine ganze Menge und die kann ich hier alle gar nicht nennen. Aber ich fange einfach mal an und werde jetzt jede Folge ein bisschen gucken, was da so dran stand und dann freue ich mich einfach, dass ich damit hoffentlich nie zu Ende komme. So, ich mache das jetzt auch relativ schnell, aber wirklich danke, danke, danke. Also der Fortbestand dieses Projekts ist in jedem Fall gesichert. Nur nicht aufhören. So, fangen wir an. Nummer 1, Clemens Support bei Fahrtgeld, Kaffee und Co. schreibt da. Sabine schreibt Nervennahrung und Kaffee für den Livestream. Anja, Kaffee und noch mehr Kaffee für den genialen Podcast. Podcast. Och, danke schön. So viel Kaffee abends trinke ich doch gar kein mehr. Christian, danke für den Podcast und den Aufwand, den du reinsteckst. Mach ich super gerne. Vanessa, ganz liebe Grüße an dich und die Community vom Tinder-Pärchen aus der Nähe von Zürich. Kann ich gerade noch nicht zuordnen. Ich arbeite dran. Ohne Text haben auch noch unterstützt Markus und Isabel. Nein, Isabel hat noch geschrieben, Spende für den Podcast. Ich glaube, das muss ich dann nicht immer so vorlesen. Ariane und Konrad auch. Philipp ohne Text. Ein Philipp, also wirklich ein anderer. Und das ist dann liebe Grüße vom Spicy Vanilla Zuhörer Philipp. Danke für die kurzweiligen Autofahrten. So, das sollte es aber erstmal gewesen sein für heute, was das angeht. Und jetzt begrüße ich Sefa. Hallo.

Sefa

Sefa Hallöchen.
Sebastian So, wir haben so ein schönes Thema, was eigentlich noch gar nicht so richtig vorkam.
Sefa Ja, das war bisher ja immer nur so ein bisschen Randthema mal erwähnt. Ja,
Sebastian Genau, so, dann gucken wir mal. Das ist natürlich nicht alles streng nach Vorschrift, sondern eine Interpretation. Und es geht nämlich heute gleich um das Thema Gor.
Sefa genau. Um unsere Interpretation davon.
Sebastian Dann fangen wir aber wie immer von vorne an. Du bist 25, kommst aus der Gegend um Dresden.
Sefa Genau, das ist richtig.
Sebastian Und du bist sub...
Sefa Ja, hauptsächlich so mit leicht sadistischen Neigungen.
Sebastian Natürlich, irgendwie alle Frauen, die unten sind, haben irgendwie leicht statistische Neigungen. Das scheint irgendwie so eine... Nein, nicht alle, aber viele. Das scheint so eine leichtes... Du kannst nicht mal zu sein.
Sefa Ja, aber nur anderen gegenüber, nicht dem Herrn gegenüber.
Sebastian Natürlich, natürlich, niemals dem Herrn gegenüber.
Sefa Nein.
Sebastian Okay, du bist seit wie lange dabei? Also BDSM?
Sefa So seit heute in einer Woche seit einem Jahr so aktiv in der Szene mit dabei. Genau.
Sebastian Seit heute.
Sefa heute in einer Woche, also am 1.
Sebastian Heute?
Sefa Mai.
Sebastian 1. Mai? Okay, das ist ja schon fast das Jubiläum, aber ich habe dich leider jetzt vorher schon dabei. Tja.
Sefa Wir werden's überleben.
Sebastian okay. Das heißt, du hast es aber geschafft, 24 Jahre um BDSM herumzukommen. Die ersten Jahre verzeihe ich dir dann noch.
Sefa Sehr gütig.
Sebastian ja, entschuldige. Okay, wie kam's?
Sefa Wie kam es? Ich weiß nicht, also rückblickend betrachtet stellt man dann doch fest, dass man schon länger Interesse daran hatte. Die ersten Partner, wo ich dann gefragt habe, hey, können wir nicht mal irgendwie was ein bisschen machen? Nur so mal Augen verbinden, vielleicht Handschellen. Die waren dann nie so von begeistert. Deswegen hatte sich das die ersten ersten Jahren nie ergeben, wirklich. Dann der erste Versuch mit einem Partner, der das gemacht hat, ist dann gründlich in die Hose gegangen. Weswegen ich jetzt umso froher bin, dass ich jetzt meinen Herrn habe und so glücklich mit dem auch in der Beziehung bin.
Sebastian Nennst du ihn deinen Herrn? Nennst du ihn immer so?
Sefa Oft, ja. Also, wenn, gerade wenn ich in meiner Kajira-Sefa-Rolle bin, dann ist er definitiv immer mein Herr.
Sebastian Im Prinzip finden jetzt alles, was wir jetzt weiter besprechen, findet jetzt in diesem Setting statt. Und dann würde ich sagen, wir versuchen das mal so ein bisschen zu erklären. Ich sag dir mal, was ich über Gor früher gewusst habe. Da gibt es Bücher mit ganz viel Fiktion und die sind ganz brutal, aber da sind schöne Bildchen und Beschreibungen von Positionen drin und dann hat sich eine Community gebildet und hat daraus ein bisschen was BDSM-tauglicheres gemacht.
Sefa Ja, das ist ja
Sebastian falsch bin ich?
Sefa also an sich ist das ja richtig, also diese Gor-Reihe, diese Bücher-Reihe, der Planet, diese Gegenerde lebt ja von der, also von dem Sklaventum, so nennen wir das mal. Der ist da ja allgegenwärtig und ich habe da jetzt auch ein, zwei Bücher auch dann gelesen gehabt, weil ich das erst tatsächlich durch meinen jetzigen Herrn kennengelernt habe und das ist halt eine wundervolle Vorlage für sowas, besonders wenn man sehr auf auf D/s steht.
Sebastian Okay. Ich glaube, wir nehmen erstmal eure Beziehung ein bisschen unter die Lupe. Er ist so alt wie du? Oder
Sefa Nein, er ist ein bisschen älter, er ist 38.
Sebastian gut, das ist aber auch der Unterschied ist jetzt nicht so groß. Er kam damit um die Ecke.
Sefa Genau, ich war ja noch so das kleine, unerfahrene Ding und wusste auch überhaupt nicht, was er wollte, deswegen habe ich ihn auch immer 10.000 Mal gelöchert, was er überhaupt möchte, was er, was ihn überhaupt kickt und dann hat er mir das halt so vorgestellt und mir so ein kleines Ausbildungsbuch in die Hand gedrückt, wie er das bis jetzt meistens so gehandhabt hat und ich habe gesagt, boah, ja, Ja, das ist schön. Das macht Kopfkino.
Sebastian Hat er die Bücher gelesen?
Sefa Er hat eins gelesen, soweit ich weiß.
Sebastian Das reicht, da kann er ja delegieren.
Sefa Und ja, genau.
Sebastian aber das ist ja auch für so ein Setting nicht so wichtig. Ich kann auch die Geschichte der O zur Hälfte lesen und sagen, ach, das ist eigentlich ganz schön. Der zweite Teil ist da eh nicht mehr so wichtig.
Sefa Ja, doch, definitiv. Ja, das ist einfach sehr, sehr schön. Also dieses Trainingsbuch, ich kann das jetzt mal aufklappen. Ich habe das direkt vor mir liegen. Da steht, Entschuldigung, ist es in Kapitel unterteilt. Und das erste zum Beispiel ist einfach das Erkennen der eigenen Position. Dann sind die Grundpositionen erklärt, dann Strafpositionen, erweiterte Positionen, Haltung, die Handzeichen, die der Herr mir gibt, die Handzeichen, die ich geben kann. Und dann ist da aber auch ganz Allgemeines drin, darüber, womit überhaupt geschlagen werden kann und dann so eine schöne Auflistung von verschiedenen Schlaginstrumenten und wie die so auf einer Schmerzskala sind und wofür man die so verwendet. Ja, genau. Auch einfach, um zu sehen, weil ich das auch nicht in Worte fassen konnte, was ich möchte, zu sehen, überhaupt abzutasten, ob das was für mich ist. Erstmal nicht, dass ich das befolge, sondern als quasi Recherche.
Sebastian wie wir uns einig werden, was und wie hier, lies mal was und guck dir das an.
Sefa Ja, ich habe am Anfang sehr viel zu lesen bekommen.
Sebastian Ja gut, aber das ist ja manchmal gar nicht so schlecht, weil wenn du das dann auch lesen möchtest und da auch Interesse dran hast, dann hat er ja auch ein Sechser im Lotto dann quasi direkt gemacht.
Sefa ja, ich finde, ja, das hört sich gut an.
Sebastian Jetzt ist ja die Frage, hat er dich jetzt erst mal drei Monate irgendwas lesen lassen oder habt ihr gleich losgelegt?
Sefa Ich würde sagen, wir haben recht schnell losgelegt aber in sehr kleinen Schritten am Anfang, also es war wirklich erstmal gucken und was gefällt dir das überhaupt und wenn wir das so machen, wie fühlst du dich dabei, weil wir haben die ersten Monate so viel geredet und ich musste so viel Feedback geben für Sachen, die ich noch gar nicht in Worte fassen konnte, das war sehr, sehr hilfreich aber auch Also
Sebastian Ja, das ist ja tatsächlich so ein Punkt. Also Feedback, das ist ja auch mal das, wo ich dann sage, Sag mir mal, ich will Feedback haben. Es reicht mir auch nicht zu sagen, ja, die Session gestern war toll. will ja schon irgendwie so ein bisschen mehr wissen. Ich weiß nicht genau warum, aber ich habe auch immer das Gefühl, ich brauche das, damit ich dann so ein bisschen auch wirklich weiß, wo stehen wir gerade. So, ich weiß nicht, also manche kennen wahrscheinlich diese Positionen. Da gibt es so ein paar Klassiker, die mag ich auch ganz gerne. Magst du mal eine beschreiben, dass man sich das vorstellen kann, wenn man das jetzt nicht kennt? Das
Sefa ich würde sagen, also dann wahrscheinlich einfach die erste Grundposition, das Nadu, das ist das Knien. Das ist auch eine Position, aus der manch andere hervorgehen, die dann davon erweitert sind quasi. Nadu ist eine Knieposition, wo man dann auf den Fersen sitzt mit sehr geradem Rücken, gerader Kopf, aber Blick immer auf den Boden, weit gespreizte Beine. und die Hände sind dann schön gerade und mit leicht Spannung auf den Oberschenkeln.
Sebastian klingt nach Disziplin.
Sefa Ja, darum geht es ja auch sehr, sehr viel, um das Disziplin. Deswegen steht ja auch auf meinem schönen Ausbildungsplan ganz vorne drauf, Schönheit durch Disziplin.
Sebastian Oh, das ist ein sehr schöner Satz tatsächlich. Ja, man kann auch beim BDSM ganz viel rumsauen, aber ja, so eine ganz exakte Position, das macht schon Eindruck, das gebe ich ja zu. Das finde ich auch sehr schön. Wie viel? Okay, also wir haben jetzt diese Position. In welcher Position bist du denn jetzt gerade eigentlich?
Sefa Jetzt gerade sitze ich tatsächlich nur auf dem Boden, einfach damit ich halt auch ein bisschen entspannter sein kann und nicht ganz so nervös die ganze Zeit hin und her hobble.
Sebastian Alles gut. Ich wollte es ja nur mal wissen. Kann ja sein. Ich habe mal mit jemandem ein Vorgespräch geführt. Nein, es war nicht mal ein Vorgespräch, es war ein ganz anderes Gespräch. Und am Ende des Gesprächs hat man mir dann gesagt, Jani, ich habe mich ja vorher in dem Stuhl selber festgefesselt, damit ich entspannt bin. Ich dachte, ach, schön, das sagst du mir hinterher.
Sefa Ja, das ist auch eine gute Lösung. Ja, mein Herr hat auch eben schon vorgeschlagen, die Hand- und Fußfesseln dran zu machen, damit ich mich auch ein bisschen mehr entspanne.
Sebastian Okay, damit du dich entspannst, das ist doch gut. Und im Zweifel kannst du rumklappern, das klingt dann auch immer noch schön.
Sefa die liegen hier auch gerade sehr schön neben mir. Ich weiß nicht, ob man das hört.
Sebastian Das hat man sehr gut gehört, als wäre man dabei.
Sefa Ja, schön, oder?
Sebastian Die Position, wie gesagt, ich kenne einige, ich habe die Bildchen auch schon gesehen im Netz. Die Frage ist, wie viel gibt es denn da? Und
Sefa Oh Gott, da gibt es viele. Die haben auch im Internet verschiedene Namen zwischendurch. Deswegen ist das manchmal auch sehr schwierig, dann auf den gleichen Nenner zu kommen. weswegen ich schon sehr beeindruckt bin, dass mein Herr so viel Zeit in dieses Ausbildungsheft gesteckt hat und das alles so genau recherchiert hat, weil ich da auch sehr große Textabsätze nebenstehen habe, was dabei alles zu beachten ist.
Sebastian er muss das ja von den anderen auch selber alles kennen.
Sefa Ja, und die Namen dazu, weil die haben ja alles so schöne Namen wie Nadu, Lesha, Bara, Sula, Hulda.
Sebastian da reicht dann ein Wort und du nimmst dann die Position ein.
Sefa Genau.
Sebastian Ja, das ist schon praktisch. Gut, aber wie viele, ganz grob im Bereich 10, 20, 50, 100, kannst du es dann doch irgendwie, die
Sefa Ich sag mal, das erste Kapitel mit Grundposition hat sechs Stück, dann vier Grundhaltungen noch dazu, 9, 10, ich glaube, das sind so mit den Strafpositionen, die hier im Buch sind, an die 20 ran.
Sebastian 20, okay, die hast du ja alle geübt und beherrschst die einwandfrei.
Sefa Ja.
Sebastian Ja, natürlich.
Sefa Ja, natürlich. Da mein Herr auch gerade nebenan zuhört. Ja, ich kenne die natürlich alle in- und auswendig. Das sind halt die Positionen, die man einnimmt, um dann, weil auf Gor wird ja auch viel mit Peitschen und allem dann bestraft. oder mit Spanking allgemein und das sind dann Positionen, die man einnehmen kann oder muss, um dann diese Schläge zu bekommen, wo dann halt auch darauf geachtet wird, dass dann auf die Körperstellen, wo das ist, auch gerade möglichst viel Spannung ist. Genau, sie ist zum Empfang der Strafe da. Ja, das stimmt. Das ist ja das Schöne. Ich bin ein sehr großer Fan von Training und Bestrafung. Und ja, wenn man nicht so viele Schläge bekommt, wie man es gerne hätte, dann wird man vielleicht dann auch ein bisschen flapsiger und ein wenig frecher, als es eigentlich der Rolle zuträglich ist.
Sebastian Das bedeutet, du hast die Situation unter Kontrolle. Ah,
Sefa Nein, tatsächlich habe ich immer wieder feststellen müssen, dass ich das gar nicht habe, weil er ganz genau weiß, wenn ich nur versuche zu provozieren und mir dann erst recht nicht gibt, was ich möchte.
Sebastian okay, alles klar, da bricht er dann aus.
Sefa Ja,
Sebastian Ja, das ist immer so ein bisschen, sagen wir es mal so, wenn wir ganz viel Spaß miteinander haben, dann muss ich dann auch schon echt gucken. Ich lasse mich dann auch einfach mal gerne provozieren. Mehr haue, kein Problem, ich habe noch mehr. Ja, das geht schon. Ich versuche gerade eine schöne Überleitung zu den Merksprüchen zu kommen, weil ich möchte gerne einen abfragen, ohne dass du ihn abliest. finde das spannend, wenn man Dinge auswendig lernen muss, weil ich kann das überhaupt nicht.
Sefa okay, ja.
Sebastian Also was ich auswendig lernen kann, sind dann die Namen der Menschen, mit denen ich spiele. Und nein, das kriege ich dann schon noch hin, aber trotzdem, also Dinge merken ist nicht so meins.
Sefa Ja, das ist mir auch am Anfang sehr viel schwieriger gefallen. Also ich habe diesen Merkspruch auch am Anfang sehr oft nicht richtig aufsagen können.
Sebastian Okay, aber jetzt kannst du es.
Sefa Wir können es gerne versuchen und dann werde ich ja nachher sehen, was mein Herr dazu sagt.
Sebastian Ja, bitte.
Sefa Oh,
Sebastian Das Mikrofon gehört dir.
Sefa vielen Dank. Okay, dann. Er ist Herr und ich bin Sklavin. Er ist Eigentümer, ich bin Eigentum. Er befiehlt, ich gehorche. Er ist zufriedenzustellen und ich soll gefallen. Warum dies? Weil er Herr ist und ich Sklavin bin. So, das war's.
Sebastian Ja, war sehr schön vorgetragen.
Sefa Das war einer.
Sebastian Davon gibt es wahrscheinlich nicht 100 Stück.
Sefa Nein, in meinem Heft habe ich diesen einen Merkspruch und dann noch eins, was quasi ein Frage-Antwort-Spiel ist mit Was bist du? Ich bin Sklavin. Was ist eine Sklavin? Ein Mädchen, das Eigentum ist. Und das geht dann so weiter.
Sebastian Würde ich jetzt normalerweise kritisch fragen, das tue ich auch so ein bisschen. Also ihr habt den Konsens hergestellt, das wollt ihr beide so. Würdest du das als Rollenspiel bezeichnen oder als Lebensmodell?
Sefa Rollenspielen nicht wirklich, weil, okay, man sagt zwar, man nimmt eine Rolle ein, aber obwohl das eigentlich mehr ein Teil einer selbst ist, deswegen wahrscheinlich tendiert das eher Richtung Lebenseinstellung.
Sebastian Okay. Ja, also es ist immer so da, so diese Grenze, wenn du sagst, ich habe heute keinen Bock, heute geht es nicht, ich will nicht, ich habe ein scheiß Tag gehabt, lass mich mit dem Kram in Ruhe. Wie geht ihr mit sowas um, wenn es einfach mal, die Rolle einfach mal heute nicht passt?
Sefa Ja, solche Momente hatten wir auch schon und es ist dann schwierig für beide, das dann zu handeln. aber meistens dadurch, dass wir auch so in einer Beziehung sind und nicht strikt 24/7 den ganzen Tag in diesen Rollen sind, sondern halt auch Alltag auf Augenhöhe haben ist das dann auch kein Problem dann aus dieser Sache quasi auszubrechen und das dann nur leicht zu machen vielleicht gibt es dann hinterher noch eine Ansage, wenn ich dann überhaupt nicht wollte und mich sehr sehr gesträubt hatte, aber in dem Moment ist das dann Auch der Konsens da, dass das dann nicht erzwungen wird.
Sebastian Ja, da muss man dann immer gucken, da muss dann so eine menschliche Grenze dann auch einfach mal da sein.
Sefa Das muss ja auch gut und gesund für beide sein.
Sebastian Gesund ist da immer so ein schöner Begriff, das muss halt langfristig dazu führen, dass man irgendwie selbst bleibt, wenn man solche, wie soll ich das erklären? Ich meine, man hat immer die Vermutung, dass wenn man so ganz strenge Regeln hat über lange Zeit, dass das einen so irgendwann platt macht. Deshalb ist jetzt mal meine Frage, inwieweit du dann auch selber Dinge damit einbringst. Ich meine, du hast das Buch bekommen, du hast die Betriebsanleitung herbekommen. Was steuerst du dazu bei? Wo sagst du, das möchte ich gerne einführen, intensivieren, weniger haben? Wie geht ihr damit um?
Sefa also definitiv fragt er auch immer. Und wir tauschen uns ja, wie gesagt, immer sehr viel aus. Was dann halt für ihn, glaube ich, am Anfang sehr überraschend war, weil ich erst gesagt habe, 24-7 geht für mich gar nicht. Und ich möchte das überhaupt nicht in meinem Alltag haben, bis ich dann irgendwie nach ein paar Monaten angekratzt habe. Wie ist denn das? Was hältst du davon, wenn ich von dir ein paar Alltagsregeln bekomme?
Sebastian Den hast du selbst eingefordert, okay?
Sefa Genau, die habe ich selber eingefordert, weil irgendwie hat mir das dann doch gefehlt und ich wollte irgendwie so dieses Prickeln von D/s noch irgendwo mit im Alltag haben. Also wir haben Wir haben jetzt, also am Anfang hatten wir nur eine kleine Regel erst mal zum Einstieg, dass ich halt, wenn er ein Getränk von mir bekommt, dass ich dann einfach einen Handkuss gebe, einfach als kleines Zeichen und Erinnerung daran. Und jetzt tatsächlich zum neuen Jahr habe ich, weil ich dann auch immer wieder angefangen habe, jetzt wollen wir nicht mehr, wollen wir nicht mehr.
Sebastian Okay, also du gehst da voll drin auf, ne?
Sefa Ja, doch, ich liebe das. Ich bin ein absoluter Mensch, der Regeln liebt und ich liebe es, Regeln zu verfolgen.
Sebastian Ja, ich habe das Gefühl, wenn du dich im Spiegel ansiehst, ah, Disziplin, Regeln, habe ich alles gut hingekriegt, dann grinst du wahrscheinlich dich selbst an.
Sefa Ja, definitiv.
Sebastian Oderend hat meine Gedanken gelesen, sind die Regeln wie beschrieben nicht auch Erleichterung? Also die Überlegung wahrscheinlich, wenn ich die Regeln befolge, dann ist alles gut. Dann habe ich die Erwartungen erfüllt.
Sefa Ja, doch, doch, definitiv. Also ich denke, ja,
Sebastian Ja, du, ist völlig okay, du musst mir auch nicht alles verraten, Aber du merkst natürlich, ich bohre so gerne, gerade wenn ich was nicht weiß.
Sefa alles gut, darfst du ja auch.
Sebastian Ich habe in der letzten Folge mit jemandem gesprochen, da ging es dann auch um den Begriff Sklave, dass der so ein bisschen schwierig ist und auch nicht so sonderlich beliebt.
Sefa Ja, das stimmt.
Sebastian ich habe notiert, du hast den Begriff verabscheut.
Sefa Ja, also das war halt für mich am Anfang, also ich hatte nie ein Problem damit, wenn andere sich Sklave oder Sklavin genannt hatten. Ich hatte da aber im Kopf eine extreme Blockade, mich so bezeichnen zu wollen, weil das für mich als Person nicht okay war. Tatsächlich hat dann auch mein Herr aus dem Buch die meisten Sklaven rausgenommen und durchs Sub ersetzt, damit ich auch mehr Freude am Lesen habe. Aber tatsächlich ist das auch mit dem Merksprüchen und das halt alles Üben irgendwie. irgendwie, ich sag mal, neutraler geworden. Es ist jetzt immer noch nicht mein Lieblingsbegriff, aber es ist definitiv angenehmer und irgendwie ist das faszinierend zu beobachten, wie man sich so verändert. Ja,
Sebastian Okay. Das sind ja Aufgaben, Regeln, Bestrafung. Bestrafung heißt, es gibt ja auch Belohnung.
Sefa genau. Belohnung. Sehr schön.
Sebastian Ja,
Sefa Belohnung ist zum Beispiel, aber auch, weil ich Maso bin, auch Schläge. Also Schläge sind Belohnung oder Bestrafung. Kommt drauf an, wie die ausgeführt werden. Wenn ich dann schön aufgewärmt werde und dann halt auch so das Ganze spielerisch gemacht ist, dann ist das eine absolute Belohnung für mich, wenn er dann das Paddle oder die Singletail oder was auch immer rausholt. Ansonsten auch,
Sebastian ihr auch mal ein paar Wünsche erfüllen.
Sefa oh
Sebastian Was weiß ich, dass du mal zurückhauen kannst oder so.
Sefa Gott, das würde ich mich nie trauen. Da ist das Eche zu groß. Nein, aber zum Beispiel ist ja auf meinen Wunsch gefolgt, dass ich gerne zum Beispiel ein Elektro-Halsband hätte, was ich jetzt letztens zum Geburtstag bekommen hatte, was einfach schön und herrlich war.
Sebastian Alles gut, ganz entspannt.
Sefa und ich habe mich einfach so gefreut, dieses Halsband zu bekommen und das war auch so eine Belohnung und ach, dann die Handschellen zu bekommen, weil das auch was ist, was ich angezettelt hatte und immer viel drum gebettelt hatte.
Sebastian hast dir ein Elektrohalsband gewünscht. Das verrät mehr über dich, als du denkst. Ja, also bei den Dingern, da bin ich ehrlich gesagt immer noch so ein bisschen zwiegespalten. Auf der einen Seite denke ich, scheißgefährlich, auf der einen Seite, aber eigentlich wahrscheinlich, weiß ich noch nicht. Also wenn es da mal einen Profi gibt, der da mal wirklich auch ein bisschen über Anatomie, Nerven und Co. reden kann, vielleicht kann er mir ja mal ausreden, dass ich die Dinger nicht gut finde. Oder er sagt mir, lass das auf jeden Fall bleiben. Da habe ich nicht genug Ahnung. Ich weiß nur so Hals und Strom, weiß ich nicht. Ohne das jetzt bei dir werten zu wollen. Aber ich traue mich da tatsächlich nicht ran.
Sefa Das ist, ich weiß nicht, das ist bei mir auch so, also ich bin übelst neugierig auf Strom allgemein, habe da aber im selben Moment sehr viel Angst vor, was auch dieses Halsband auch widerspiegelt. Ich liebe es, um zu haben, zucke aber, wenn er auch nur das Piepen macht, komplett zusammen und so. Ich bin brav, ich bin brav.
Sebastian Okay. So, jetzt kommen die Hörer langsam hier in Fahrt. So, Tanja mag was wissen. Treffen sich die beiden mit einer Gruppe, wo Gor-Rollenspiele gespielt werden? Oder ist Gor ausschließlich das Regelwerk für die Beziehung der beiden?
Sefa gerne. Das kann ich so, ist die Frage glaube ich nicht wirklich zu beantworten, weil wir noch kein anderes Paar, Konstrukt, Personen getroffen haben, die Gor in irgendeiner Form praktizieren.
Sebastian Wollt ihr die kennenlernen?
Sefa Gerne.
Sebastian Gut, hiermit sei, wer auch immer euch kennenlernen möchte, dann möchtest du selber sagen, wie man euch kriegt und wo oder soll ich das dann vermitteln einfach, wenn da sich jemand meldet?
Sefa Das ist eine gute Frage, das hätten wir vielleicht vorher absprechen sollen, also mein Herr und ich auch.
Sebastian Ja, das ist mir auch, okay, also im Zweifel erstmal alles an mich und ich leite das dann einfach weiter, wenn da irgendwer sagt, ja, wir kommen hier auch aus der Gegend, dann trinken die Herren mal zusammen einen Kaffee und dann kann man mal gucken, was passiert.
Sefa gerne, ansonsten, also ich weiß nicht, auf Joyclub und Fetlife bin ich auch einfach zu finden, also Sonst geht das auch, wenn das vernünftige Nachrichten sind, dann kommt auch eine Antwort.
Sebastian So, jetzt muss ich mal kurz einmal vorgreifen. Lexi schreibt, DocRadioToy ist der Profi. Ich kenne DocRadioToy und DocRadioToy hat auf meine Beschwerde hin, dass das Ding nicht so funktioniert, wie es soll, sich das Ding zurückschicken lassen und hat mir die modifizierte Version geschickt, die jetzt so bösartig ist, dass das Ding, ja, da erzähle ich mal was anderes von. Also das ist ein bösartiges Stromgerät. Das scheint ja so, das ist irgendein Prototyp, den er rumfliegen hat, hat er dann zu mir geschickt und heieiei, hab ich Ärger gekriegt. Naja, Konrad mag noch von euch wissen, wie sieht denn der Alltag inzwischen aus? Also so ein ganz normaler Wochenendtag. Du wachst auf vom Stromschlag.
Sefa Leider nicht. Es ist aber so zum Beispiel, das hat sich jetzt auch über die letzten Wochen etabliert, dass ich sowieso meistens ein bisschen vor ihm aufstehe. Und dann ist irgendwie da mein erster Schritt, dass ich die Kaffeemaschine anmache und ihm seinen Kaffee mache. Und dann mich vors Bett knie und einmal Guten Morgen sage und dann die Tasse für ihn hinhalte, bis er sie dann nimmt.
Sebastian Und wenn er noch schläft, eine halbe Stunde oder Stunde?
Sefa Und das
Sebastian Das wird ja schwer und der Kaffee wird vor allen Dingen kalt.
Sefa muss ich auch richtig timen, weil ich kann ihnen ja keinen kalten Kaffee geben.
Sebastian Jaja, also du kippst ihm nicht den heißen Kaffee über die Decke und sagst, jetzt wach mal auf. Entschuldigung, dieses Rebellische, ich weiß nicht, wo ich das heute her habe, dass ich dir das unterstellen will. Das ist gar nicht böse gemeint, du hast auch gar nicht den Eindruck gemacht. Entschuldige bitte.
Sefa Alles gut. Nee, also gerade dieses Getränke überreichen und dieser Handkuss, ich weiß nicht, vielleicht weil das die erste Regel war, ist das halt für mich extrem wichtig und ich würde das um Himmels Willen nicht verspielen wollen.
Sebastian Und in der Öffentlichkeit? Gut, da bringt ja der Kellner das Getränk, das nimmst du dem ja nicht ab, oder?
Sefa Also wenn es ist, dass ich auch Getränke hole, kriegt ja auch in der Öffentlichkeit den Handkuss.
Sebastian Okay. Ja, das ist ja auch eine, das ist noch im Rahmen, sage ich mal, das kann man öffentlich, glaube ich, auch locker machen, ne? Ein Handkuss, mein Gott, das ist halt eine höfliche
Sefa Och, da hat noch keiner doof gefragt.
Sebastian Okay, aber du würdest jetzt, ja, ich überlege gerade, Öffentlichkeit, haben wir vorher nicht drüber gesprochen, gibt es da was, was du sagen magst, oder findet das überhaupt außerhalb der Wohnung statt? Ja,
Sefa Also, ich trage auch außerhalb der Wohnung zum Beispiel mein Halsband. Wir haben auch Regeln für den Alltag, die außerhalb der Wohnung stattfinden, zum Beispiel, dass ich immer rechts von ihm gehe, dass er, wenn wir in die Bahn gehen oder in ein Restaurant oder wo auch immer, dass er mir halt den Platz zuweist und dass ich erst anfangen kann zu essen und zu trinken, wenn er schon angefangen hat. Also das sind auch so Regeln, die mit in die Öffentlichkeit quasi so leicht kommen.
Sebastian das sind so kleine Aufmerksamkeiten, die unglaublich schön sein können.
Sefa das ist auch schön.
Sebastian Ja, jetzt ist ja die Frage, Zukunft, Ziele, Wünsche, wo geht es hin, deine sadistische Seite.
Sefa Ja, vielleicht finden wir noch jemanden, den ich irgendwann mal hauen kann. Das wäre schön. Schön. Ansonsten habe ich mir überlegt, also was wir halt momentan auch irgendwie, also nicht aktiv planen, aber schon mal in den Fokus gefasst haben, sind zum Beispiel auch solche Gefängnis- oder Knast-Sachen, weil ich da auch sehr angetan von bin, weil ich da wieder sehr schöne viele Regeln habe, die ich befolgen kann.
Sebastian Du stehst einfach total auf Regeln. Ich glaube, so einfach kann man dich als Charakter beschreiben. Regeln sind geil. Weil,
Sefa Ja, Regeln und Autorität sind geil. Äh,
Sebastian so, Sex, ihr werdet ja Sex haben, legt ihr das dann ab oder gibt es dafür vielleicht eine Position, die du einnimmst? Ist das eine Strafposition? Nein,
Sefa nein, also also definitiv findet er irgendwie schon immer in dem Kontext BDSM statt der läuft halt oft ich möchte auch nicht das falsche Verhältnis vermitteln, aber auf dieses Benutzen drauf zu, was
Sebastian mhm, du
Sefa ich aber auch sehr gerne hab ähm, in letzter Zeit ich glaub ich hab grad irgendwas gedrückt, alles gut?
Sebastian was gedrückt, aber jetzt bist du wieder da, alles ist gut. Gut.
Sefa Okay, Entschuldigung Sehr
Sebastian Also es läuft aufs Benutzen raus, Kätzchen schreibt übrigens, benutzen ist toll. Ja, das ist das Wort allein schon, das ist super, ne?
Sefa schön. Ja,
Sebastian Okay, das hatten wir vorher gar nicht abgesprochen, ehrlich gesagt.
Sefa alles gut. In letzter Zeit haben wir dann auch zwischendurch ein bisschen was mit Keuschhaltung gemacht. Das hat jetzt letzten Sonntag geendet und das waren dann auch ganz lange 21 Tage.
Sebastian Temel wird sich freuen, ja. Oh, wie habt ihr das technisch gemacht? Also gab es technische Hilfsmittel, nachts angekettet und damit da keine Unfälle passieren? Und wolltest du das oder er vor allen Dingen?
Sefa Nein.
Sebastian Also war das eine Bestrafungsaktion oder hat er dir einen Wunsch erfüllt?
Sefa Es war dann eher, glaube ich, Gott, ich habe es, glaube ich, nicht als Wunsch geäußert. Ich hatte nur irgendwann mal, hatte mich dann erwischt gehabt, wo ich dann auf Jodel, gibt es ja auch so schöne BDSM-Sendungen, dann hat eine über Keuschhaltung geredet und ich habe gesagt, ja, hier, das kickt mich auch und so. Und dann meinte sie so, wenn du darüber schreibst, dann machen wir das so. Für die nächsten 21 Tage war es das dann.
Sebastian Oh, und er hat vorher gesagt, dass es 21 Tage werden, ja?
Sefa Naja, es hieß bis zum Ende der jetzigen Ausgangsbeschränkung vielleicht auch eher, aber bis dahin kann es gehen
Sebastian Okay, da war er ja gnädig an der Stelle. Ich erwarte jetzt übrigens Fragen von Temel und Oderind, ganz ehrlich gesagt. Ich erwarte, dass die jetzt an der Stelle Fachfragen stellen. Okay, aber da gibt es ja so den Typus, es wird immer schlimmer und du wirst immer spitzer. Und es gibt den Typus, es ist immer egaler oder es ist einfach nur doof. Wie hast du das denn empfunden? Ich meine, drei Wochen ist eine lange Zeit, um darüber nachzudenken, dass gerade irgendwas doof ist und fehlt. Ah
Sefa also dafür, dass es mir nicht langweilig wurde damit, hat er sehr gut gesorgt da ich ja auch momentan die ganze Zeit bei ihm bin, konnte er das ja auch sehr gut überwachen und ach Gott, ich war einfach nur die ganze Zeit rollig und ich glaube aber es war auch ein bisschen nicht anstrengend für ihn dann, weil ich dann halt die ganze Zeit angekrochen kam.
Sebastian ja, mach was, mach was, mach was, mach was mit mir in der Aufmerksamkeit. Ach je. Ich sag dir jetzt was, also Oderind hat das geschrieben und das musst du mal als Kompliment verstehen. 21 Tage sind respektabel und dann ein Smiley dahinter.
Sefa Vielen Dank, das weiß ich zu wertschätzen.
Sebastian ja, ist immer noch ein spannendes Thema, weil das ja so ein Eingriff in das Selbst ist. Also, das macht man halt mal und dann macht man das plötzlich nicht mehr. So. Was schreibt denn hier? So, da wird nach dem Podcastsubbie gefragt. Das würde irgendwie fehlen. Ja, das ist irgendwie anders als sonst. Das liegt daran, dass das Podcastsubbie sich heute nicht äußern kann, weil es hat hier, es ist ja nicht da. Hier ist nur dieses Wesen mit den Öhrchen und der Schnauze und das guckt in diesen Bildschirm rein. Sehr schräg irgendwie. So, habe ich das mal verraten. Ich habe hier so etwas Schönes stehen. Enges Korsett für Fröhlichkeit. Also du klingst tatsächlich sehr viel fröhlicher, als ich es jetzt bei Goa tatsächlich erwartet hätte. Ich hätte das ja als sehr streng und rituell und, soll ich sagen, düster gesehen. viel lacht ihr denn miteinander?
Sefa Oh, sehr, sehr viel. Also, das fand ich vorhin auch so schön, das Ganze auch mit einer Portion Augenzwinkern dazu. Also, das ist, ich weiß nicht, ja, ein enges Korsett mit viel Lachen. Also, das ist halt, wir nehmen uns auch nicht die ganze Zeit hundertprozentig ernst im Alltag. Also, wenn wir dann eine Session haben, dann definitiv. Aber wie gesagt, sonst haben wir auch viel Zeit auf Augenhöhe Und ich bin einfach glücklich mit meinen Regeln
Sebastian Okay. Ja, dann ist das doch fast der perfekte Abschluss, wenn du so glücklich bist. Ich habe noch stehen, du bist vor Mama geoutet. Da mag ich noch mal drauf eingehen. so Outing, Öffentlichkeit, wenn du jetzt mit dem Halsband vor die Tür rennst, wie gehst du damit um?
Sefa Also ich habe dann irgendwann beschlossen, als ich dann gemerkt hatte Die ersten blauen Flecken und auf Arbeit und man hat versucht, das zu verstecken Dann habe ich gesagt, eigentlich bin ich da auch so stolz drauf Wenn jemand fragt, kriegt er auch die Wahrheit zu hören Was manchmal ein bisschen schwieriger ist, als ich gedacht hätte
Sebastian Oh, gab es da noch negative Erfahrungen?
Sefa Nein, nein, einfach diese Überwindung. Also bis jetzt gab es nur positiv, beziehungsweise okay, gut, ihr macht, was ihr wollt. Mehr möchte ich aber auch nicht wissen.
Sebastian Ja, das ist ja auch in Ordnung, wenn jemand sagt, mag gar nicht wissen, ganz ehrlich, dann muss man ihm auch nicht weiter damit, ich sag mal, auf den Keks gehen, aber wenn die Leute dann mehr wissen wollen, wie fängst du denn da an, was sagst du denn dann?
Sefa das ist eine gute Frage. Ich weiß nicht, zum Beispiel habe ich dann auch durch Zufall herausgefunden, dass mein einer WG-Mitbewohner auch mal sehr viel mit Bondage zu tun hatte und alles, weil ich dann auch schön die Flyer bei mir über einer WG aufgehängt habe. Ich provoziere das vielleicht auch ein bisschen.
Sebastian Aha. Ach, eventuell, kriegst du noch ein paar Flyer vom Podcast, dann kannst du die auch noch gleich da rumschmeißen, dann passt das. können die dich auch noch hören. Ich glaube, das möchtest du aber nicht.
Sefa Genau, ansonsten da hat er dann irgendwann so, hey und hier und ja, und dann habe ich auch gesagt, wir gehen gleich zum Stammtisch und dann meinte er, was für ein Stammtisch, ja, BDSM und so. Ist immer erst mal abtasten, ob die Leute damit überhaupt was anfangen können, ob die überhaupt wissen, was das ist. So fängt das eigentlich meistens immer an.
Sebastian Hast du recht. Und mit dem Begriff BDSM, das ist schon an sich ein guter Filter. Ich hatte das bei so einem Podcaster-Treffen in Hannover. Und da könnte ich jetzt ganz viel erzählen, aber im Grunde, ich habe nur kurz vorgestellt, ich mache einen Podcast über BDSM. Dann habe ich erst mal eine Pause gemacht und mir diese acht Leute angeguckt und habe dann nochmal gefragt, ist das erklärungsbedürftig? Und da hat man schon gesehen, nein, es war nicht erklärungsbedürftig, aber man hat genau gesehen, wer jetzt nichts weiter darüber hören möchte. Das war sehr interessant. Das war das erste Mal, dass ich vor einer Gruppe Vanillas dann das mal so in den Mund genommen habe.
Sefa Genau.
Sebastian Darüber erzähle ich auch irgendwann anders mal ein bisschen. Aber die Fachfragen sind da von Temel und Oderind.
Sefa Ja, sehr schön.
Sebastian Magst du überhaupt noch? Wir überziehen ja gerade schon wieder so ein bisschen.
Sefa Ach, alles gut, ich sitze jetzt auch ganz brav auch in der Position und ich bin bereit.
Sebastian Oh, wie heißt die Position?
Sefa Ich bin jetzt gerade einfach in Nadu.
Sebastian In Nadu, also die, die wir am Anfang beschrieben haben.
Sefa Genau.
Sebastian Knien, Beine gespreizt, Handflächen, Moment, da musst du halt das Telefon in der Hand haben. Ach nee, du hast einen Stöpsel im Ohr, ne?
Sefa Ich hab, genau.
Sebastian Okay, die Hände liegen also auf den Knien und alles ganz wunderbar, aber du hast noch was an, ne?
Sefa Ja.
Sebastian Okay, das wäre jetzt die Sensation gewesen. Irgendwer hat mir mal gesagt, irgendwer hat mir hinterher gesagt, dass er bei dem Interview nackig gewesen wäre am Telefon.
Sefa Nee, ausnahmsweise mal.
Sebastian Und ich dachte, ach schön, setzt das mal weg. So, Temel, hat sich für die Dauer oder in der Dauer der Keuschhaltung bei dir etwas verändert an der Wahrnehmung und an deinem Verhalten?
Sefa Ja, es steht gerade einer neben mir und lacht.
Sebastian Du darfst das Telefon gerne nehmen und kannst das gerne beschreiben, kein Problem.
Sefa Ja, ich glaube, das würde er genießen. Verändert. Also es war, ich weiß nicht, allgemein habe ich so lange das ja auch noch nie gemacht gehabt. Und es war ganz neu. Und ich weiß nicht, mich haben einfach die kleinsten Sachen einfach nur geil gemacht. Und ich weiß nicht, ich lag auch die ganze Zeit nur zu seinen Füßen und wollte bespielt werden. Und ich war einfach nur sehr aufmerksamkeitsgeil. Ich weiß
Sebastian Okay, also einfach,
Sefa nicht, ob das die Frage richtig beantwortet hat oder nicht.
Sebastian würde mal sagen, du wolltest einfach gefallen, um dann doch einen Benefit da rauszuholen.
Sefa Ja, vielleicht, wenn ich ja brav genug gewesen wäre, wäre ja auch früher schon die Erlösung gekommen.
Sebastian Der Chat ist übrigens hängen geblieben beim nackig telefonieren, da sind jetzt alle am diskutieren. Ah, so, oderend. Macht der Gast das nur über Vertrauen oder ist doch eine Kontrolle in irgendeiner Form dabei?
Sefa Naja, also hauptsächlich Vertrauen, glaube ich, würde ich sagen. Also wir haben jetzt auch keine Hilfsmittel Irgendwo nach vorne gehabt Von wegen Keuschheitsgürtel oder sonst irgendwas Aber es war halt für ihn Auch sehr leicht zu überprüfen Weil wir ja die ganze Zeit quasi aufeinander sitzen
Sebastian Das kann ja auch eine Belastungsprobe sein. Aber alleine spart dürftest du schon noch, ja?
Sefa Ausnahmsweise Ich bin ja auch brav Das war ja eine Regel und eine Regel, die ich verfolgen konnte Nein,
Sebastian Okay, ja, ist ja in Ordnung. Also ich würde auf keinen Fall versuchen, jetzt hier aus dir raus zu provozieren, dass du zugeben würdest, dass du geschummelt hast. Würde ich nie tun.
Sefa das würde ich mich auch nie trauen
Sebastian Ja, wobei, vielleicht ja doch, um dann angekrochen zu kommen und zu sagen, hier, Herr, da ist was schiefgegangen, versehentlich.
Sefa Ne, ne, ne Ich hätte zu Ne, ne Ich hätte
Sebastian Ja, merkst du, ich lock dich so ein bisschen, ne? Okay, wir gehen hier einfach weiter. So, Temel hat noch was. Auch von mir übrigens Respekt für die 21 Tage. Bei mir hat sich ja nach einer Weile die Geilheit personifiziert. Weiß ich
Sefa Oh ja, sehr süß.
Sebastian ach so, sie hat ja auch immer ihren, ihren, ihren, wie heißt das Ding? Sie hat ja diese Comics, genau, Horniness, diesen kleinen grünen, dieses Gummibärchen da, was schon ein bisschen länger in der Sonne lag.
Sefa Horniness?
Sebastian Das Ding ist ziemlich cool, ja. Ja, das ist überhaupt eine Idee, das dann zu übertragen, dieses Problem und zu sagen, das ist nicht zwischen meinen Beinen, das ist irgendwie woanders, das soll mich woanders nerven.
Sefa Äh, nee, so weit war das tatsächlich noch nicht. Das war immer noch bei mir und in mir und ein innerliches Brennen, das hat sich noch nicht personifiziert.
Sebastian Okay, also Steigerungspotenzial, das nächste Mal ein bisschen länger, wobei die Zeit ist ja ein Faktor, das muss nichts mit der Zeit zu tun haben, glaube ich.
Sefa Ja,
Sebastian Also wenn man ganz viel Stress auf der Arbeit hat und jeden Tag eh nur hundemüde ist, ich glaube, dann fällt es einem leichter, diese Regel zu befolgen, als wenn man Zeit hat, darüber ständig festzustellen, dass da irgendwas fehlt. Die
Sefa deswegen war das ja auch sehr schön von meinem Sadisten, dass er das jetzt über diese schöne, stille Zeit gemacht hat.
Sebastian schöne stille Zeit, ja. So, dann pass auf. Also mein Zettel ist sowieso schon seit längerem leer. Aber mit dir quatscht es sich so einfach.
Sefa ist schön.
Sebastian würde sagen, also regelfreundliche Menschen in Dresden sollen sich ruhig mal melden. Vielleicht kann man sich da irgendwie austauschen.
Sefa Sehr gerne.
Sebastian Vielleicht haben die ja noch irgendwelche Regeln, die du dann gleich noch mit dazu kriegen kannst.
Sefa Ach ja, dafür bin ich immer offen.
Sebastian Also wenn du jetzt nichts mehr hast, dann würde ich mich ganz herzlich bei dir bedanken.
Sefa Sehr gerne, hat sehr viel Spaß gemacht Oh,
Sebastian Ja, mir auch. Also das ging jetzt locker flockig. schönes Thema und doch ein bisschen anders als erwartet, weil wie gesagt, ich habe es eher als ein bisschen düsteres Thema und sehr ja, das ist so recht nah an dieser Erfüllung des Mythos des großen BDSM-Buches, in dem alles drin steht. Aber ich glaube, wenn man das so locker, leicht quasi umsetzt, dann klingt das echt nach Spaß.
Sefa das ist ganz herrlich viel Spaß
Sebastian Ja, wunderbar. So, du hast dir auch was gewünscht, nämlich Musik, die musstest du dir auch wünschen.
Sefa Ja
Sebastian Sick Like Me. Gut,
Sefa Genau Und zwar war es dieser Titel Ich konnte BDSM sehr, sehr lange für mich nicht zuordnen und wusste auch überhaupt sehr, sehr lange von diesem Begriff nichts Aber der hat mich halt von der Lyrik halt sehr früh, sehr schnell angesprochen, weil der halt sehr D/s-lastig ist Und weil das halt einer der ersten Titel war, die ich bewusst deswegen vermehrt gehört habe habe, ist das der geworden.
Sebastian dann spiele ich ich das jetzt gleich. Ich werde mich jetzt von dir verabschieden. Vorher mag ich aber noch mal die Anrufgeschichte hier eröffnen. Bleib noch kurz dran. Du kannst bestätigen, das tut nicht weh, hier anzurufen.
Sefa Oh nein, definitiv nicht und ich war einfach nur todesnervös davor und das ist doch eigentlich sehr schön und sehr, sehr entspannt.
Sebastian Sehr gut. Also ihr habt es gehört und deshalb sage ich jetzt mal die Nummer. Ich schreibe sie auch mal in den Chat. Das ist nämlich die 02. Die kann jetzt gleich gewählt werden, sobald wir hier auflegen und dann gucke ich mal, wen ich ans Telefon kriege oder ob ihr mich noch ein paar Minuten zappeln lasst. Ich lasse das Subi schon mal das Telefonbuch holen, damit ich daraus vorlesen kann. Ich muss mir echt mal eine Strategie ausdenken, wie ich das hinkriege, weil das ja auch ein bisschen problematisch ist, weil der Chat ja oder der Livestream manchmal zwei, drei Minuten Verzögerung hat. Kein Wunder, dass das da nicht gleich klappt, aber ich bin willens, das noch weiter auszuprobieren.
Sefa Sehr
Sebastian So, und jetzt werde ich hier gerade angenupst. okay. Ist es offenbar nix, dann ist ja gut. Ich vermisse das Podcastsubbie ein kleines bisschen. Jetzt spiele ich aber deine Musik Und ich wünsche dir und deinem Herrn einfach noch ganz, ganz viel Spaß, ganz viele neue Eindrücke, Experimente, Regeln, Positionen etc. etc. Und wenn ihr dann irgendwie so einen neuen Meilenstein erreicht habt oder irgendwas passiert ist und du sagst, das muss ich erzählen, dann ruf hier ruhig an und erzähl das ruhig nochmal. Da bin ich sehr gespannt.
Sefa gerne, jetzt traue ich mich auch.
Sebastian Wunderbar. Mach's gut. Bis zum nächsten Mal.
Sefa Mach's gut.
Sebastian Tschüss.
Sefa Tschüss.
Sebastian Tschüss.

Anrufer 1: Josie

So, Musik zu Ende und es klingelt in diesem Moment, es gab nämlich ein technisches Problem, aber jetzt habe ich eine Verbindung, ich werde verrückt. Hallo, wer ist denn da?
Josie Hallo, hier ist die Josie.
Sebastian Hallo, mein Gott, ich habe gerade so geschwitzt, weil mir die Menschen im Chat geschrieben haben, es würde nicht gehen, dann habe ich selber die Nummer gewählt und dann hieß es auch irgendwie, Gesprächspartner sei nicht da, ich habe jetzt hier irgendwas neu gestartet und jetzt geht es, mein Gott.
Josie ich habe es auch mehrere Male jetzt probiert und bin froh, dass es geklappt hat.
Sebastian okay, ich werde rausfinden, was da wieder los ist. Irgendwas scheint da komisch zu sein, darum kümmere ich mich morgen. Aber du bist durchgekommen und das hat funktioniert und darüber bin ich jetzt sehr glücklich. Ich habe deinen Namen nicht ganz verstanden.
Josie Josie,
Sebastian Josie, hallo Josie. Du hast mich gerettet, danke schön. Worüber möchtest du mit mir sprechen?
Josie also ich habe mir jetzt ehrlich gesagt kein Ich habe kein konkretes Thema ausgesucht. Ich wurde jetzt die letzten Tage ein bisschen motiviert, hier anzurufen von der lieben Dame, mit der du gerade eben gesprochen hast. Wir sind in einer Chatgruppe. Und genau, sie meinte, ich solle mich doch trauen und deswegen habe ich das jetzt gemacht. Und ich bin auch noch nicht so lange jetzt in der Szene drin. Also ich habe vor nicht ganz zwei Jahren das erste Mal einen Stammtisch von der SMJG besucht und habe dann meine ersten Erfahrungen auch gemacht und bin jetzt aber zwischenzeitlich in einer ganz normalen monogamen Vanilla-Beziehung gewesen und fange jetzt sozusagen nochmal komplett von vorne an.
Sebastian Okay, aber das ist doch auch schön, wenn man loslegen kann wieder, ne?
Josie Ja, auf jeden Fall. Also ich habe halt einfach, im Grunde wusste ich schon am Anfang der Beziehung, dass BDSM für mich ein sehr wichtiger Aspekt ist. Und das habe ich ihm auch relativ früh gesagt, nur hat er damit leider nicht viel anfangen können. Er hat es zwar versucht, mir zuliebe, er hat versucht, mir auch mal wehzutun, aber das waren Dinge, die konnte er einfach nicht. Also er konnte es nicht übers Herz bringen, mich irgendwie zu verletzen. Und das war natürlich nicht der Hauptgrund, warum die Beziehung jetzt zugrunde gegangen ist. Aber ich denke, es hat da auch auf jeden Fall einen sehr großen Teil doch gespielt, dass mir da einfach irgendwas gefehlt hat in der Zeit. Auf
Sebastian Ja, das ist so eine innere Unzufriedenheit dann, Aber man kann dem anderen ja nicht vorschreiben, was er zu mögen hat. Das ist ein ganz blöder Zwiespalt, der immer da ist.
Josie jeden Fall.
Sebastian Also wenn es nicht passt, dann passt es nicht. Und man kann, glaube ich, auch keinen, also man kann Menschen für etwas begeistern, aber man kann sie nicht dazu erziehen, etwas zu mögen, glaube ich.
Josie Nee, das sehe ich genauso. Und ich wollte auch ihn ja zu nichts drängen, was für ihn unangenehm ist. Also ich wollte ihn auch nicht dazu zwingen, mich zu schlagen. Und das wäre ja auch nicht der Sinn. Ich wollte ja, dass er mich zu Dingen zwingt und nicht andersrum. und genau, ja.
Sebastian Okay, und wie sieht es jetzt aus?
Josie Jetzt, also ich bin jetzt zur Zeit nicht auf der Suche nach direkt neuen Spielpartnern oder generell Partnern, mir geht es jetzt im Moment vor allem darum, dass ich mir noch bewusster werde, was genau möchte ich, was erwarte ich von einer zwischenmenschlichen Beziehung und eben auch von einer Beziehung jetzt im BDSM-Kontext und dass ich auch einfach mein eigenes Wissen noch erweitere, sage ich mal, bevor ich jetzt wieder auf andere Leute zugehe.
Sebastian Okay, also erstmal fit machen und sich über sich selber klar werden. Das ist ja keine blöde Idee. Was hast du denn da schon rausgekriegt? Wo sagst du jetzt, wie würdest du dich da einschätzen?
Josie Also mir hat der Podcast auf jeden Fall sehr viel geholfen. Ich habe den auch erst vor ein paar Wochen entdeckt, muss ich ehrlich zugeben, und habe jetzt einen Großteil der restlichen Folgen schon mir durchgehört. Und das fand ich extrem...
Sebastian Das sind 70 Stunden inzwischen. Gott.
Josie Ja, naja, ich bin den ganzen Tag zu Hause. Ich habe nichts zu tun. Es war eine schöne Abwechslung. Und das fand ich eben so spannend, weil eben extrem viele Dinge ja von so verschiedenen Menschen besprochen wurden. Das fand ich nochmal gut, um so die eigene Selbstreflexion anzuregen und eben mir auch mal über Dinge Gedanken zu machen, mit denen ich mich vorher einfach noch nie beschäftigt habe. Ich habe, für mich ist es relativ klar, dass ich auf jeden Fall in Richtung Bondage und Shibari mich weiter informieren möchte. Ich habe auch schon ein paar Seile von baumwollseil.de herumliegen und nutze jetzt auch die Zeit in der Quarantäne, um ein bisschen an mir selber da Dinge zu probieren.
Sebastian natürlich.
Josie Aber
Sebastian Okay, sag mal, jetzt Bondage, Shibari, warum? Weil es schön aussieht oder weil es weh tut oder weil es dich bindet? Oder was ist da für dich der Reiz an der
Josie es ist die Kombination aus allem. Also ich finde das auf der einen Seite auf jeden Fall von dem handwerklichen Aspekt, sage ich mal. Das Künstlerische dahinter finde ich extrem schön, dabei eben sowohl das Fesseln als auch das Gefesseltwerden. Und gerade beim Gefesseltwerden ist es eben dieses Gefühl, natürlich diese Enge und irgendwie ist es ja Unfreiheit, aber genau das ist es eben, was einem da diese Sicherheit gibt und dieses Geborgensein, auch wenn es schmerzt. Das
Sebastian Und jetzt hast du ja schon bei deinem Ex-Freund, wenn ich das so sagen darf, schon gesagt, er soll dich hauen. Wie hast du das zugeordnet? Also ich finde diesen Prozess immer noch spannend und ich kaue auch bei jedem immer wieder drauf rum. Hast du das entschieden oder wieso sagst du, du spielst unten?
Josie war bei mir im Grunde von vornherein klar. Also ich bin auch so eher ein ziemlich schüchterner und zurückhaltender Mensch, der es auch im Alltag gerne mag, wenn vielleicht mal die eine oder andere Entscheidung abgenommen wird. und das war dann bei mir so, dass eben mit dem Entdecken der eigenen Sexualität eben im Jugendalter dann auch direkt irgendwie beim ersten Freund das auch so war, dass er eben dann auch mal fester zugepackt hat und eben mir gezeigt hat, also das hat mir gezeigt, dass ich das eben sehr gerne mag Und dass ich es auch mag, wenn mir Dinge wehtun. Und ich habe das damals natürlich, mit 14 kann man sowas nicht benennen und da spricht man auch nicht von BDSM. Und ich habe das dann im Laufe der Jahre auch immer so ein bisschen abgetan und mich da nicht weiter mit beschäftigt. Aber dann eben vor zwei Jahren war es dann so, dass ich eben gesagt habe, ja, das muss jetzt doch mal weiter in die Richtung geforscht werden.
Sebastian ja, das ist spannend, weil man müsste ja meinen, Sexualität, wenn man die entdeckt, das ist dann so, man entdeckt und guckt, was macht Spaß und dann macht man das halt, aber da in dem Bereich scheint dann immer nochmal so eine Barriere zu sein, zumindest für Menschen, die unten spielen, so empfinde ich es zumindest, dass man da nochmal so seine gesamte Erziehung quasi verrät.
Josie Ja, auf jeden Fall. Ich fand das ganz passend. Ich weiß nicht genau, ich glaube, das war die Anna aus der Schweiz, mit der du gesprochen hattest. Die hat das gesagt, dass sie manchmal diese Momente hat beim Spielen, wo sie so ganz kurz den Gedanken hat, was mache ich hier eigentlich? Ich lasse mich hier gerade verprügeln praktisch. Und das fand ich sehr witzig und natürlich ist das auch was, worüber ich sehr viel nachgedacht habe. Und auch, das muss ich vielleicht auch dazu sagen, das ist auch ein ganz interessantes Thema, dass ich eben selber auch Depressionen habe. Und dementsprechend, das ist ja auch, also die Kombination Depression und BDSM finde ich auch sehr, also es ist riskant und da gibt es wahrscheinlich auch unterschiedliche Meinungen dazu. zu, aber das eben, jetzt hatte ich meinen Faden verloren, ja
Sebastian komm, dann sag ich mal zwei Dinge dazu. Nämlich erst mal, ja, es gibt Menschen, die sagen, das ist riskant, das darf man auf keinen Fall machen. Das ist aber, glaube ich, zu einfach gedacht, denn ich sag ja Menschen auch nicht, weil sie irgendeine Krankheit haben, dass sie das mit der Sexualität bitte bleiben sollen und dass sie ihren Schwanz am besten gleich amputieren lassen können. Ich glaube, es gibt da Wege, damit gut umzugehen und damit auch positiv umzugehen. Ich hab da auch so einen kleinen Kontakt auch zu einem einem Psychologen, den ich mal fragen kann, wenn ich sage, kann man darüber so sprechen und dies und das. Und er sagt halt auch, naja, man muss es den Leuten gar nicht verbieten. Es geht nur darum, dass die Leute glücklich werden und da hat die Krankheit erstmal nichts damit zu tun, dass sie in der Sexualität Erfüllung finden. Das kann auch schief gehen. Das Risiko ist wohl ein bisschen höher, aber wenn man da sich um sich selbst kümmert, also daran arbeitet, dann ist das möglich. Dann muss natürlich auch der Partner dann mitziehen. und dann sehe ich auch jetzt keinen Grund zu sagen, nein, Finger weg, sondern man soll ja glücklich sein und Glück ist ja vielleicht auch etwas, was eine Depression mildert.
Josie ich denke auch, also mir persönlich ist es dann einfach wichtig, dass man wirklich bewusst auch auf die Stimmungstiefs achtet und also bei mir persönlich ist es zum Beispiel so, dass ich niemals spielen, wenn ich gerade wirklich in einem Tief bin, einfach weil ich nicht möchte, dass der Schmerz, der mir beim BDSM zugefügt wird, irgendwie auf einer Ebene mit Selbstverletzungen in irgendeiner Art und Weise steht. das ist mir wichtig, das ganz klar zu trennen. Also, wenn ich in einer Situation bin, in der es mir extrem schlecht geht, oder eher früher, als es mir so schlecht ging, habe ich mich öfters selbst verletzt. Und das habe ich jetzt schon seit längerer Zeit nicht gemacht. Aber wenn ich in so einem Stimmungstief wäre und ich dann durch die Session, die in dem Moment stattfindet, diese Schläge bekommen würde, wäre das Risiko, dass ich dann noch tiefer reinrutsche und dann diesen Schmerz nicht mehr als positiv und irgendwie erfüllend wahrnehme, sondern wirklich als zerstörerisch, sage ich mal. Genau, dass darauf geachtet wird, wie die aktuelle Verfassung zu dem Zeitpunkt ist. Und
Sebastian Ja, da muss der Partner natürlich dann auch wirklich mitziehen. Ich glaube, die Art des BDSM muss auch eine sehr positiv lustgesteuerte sein, wobei ich bin dann natürlich kein Experte. Das darf man mal ganz klar sagen. Ich kann da auch nur aus meinem eigenen Empfinden sprechen. Darf ich fragen, ob du, hast du da Unterstützung, was das angeht? Oder vielleicht einen Therapeuten, der in dem du da...
Josie ich bin lange in Therapie gewesen und seit 2013 habe ich mich in Therapie begeben und bin dann, ich glaube, bis vor anderthalb Jahren da gewesen. Und mittlerweile bin ich aber so stabil, dass ich meinen Alltag super bewältigen kann und dass ich auch in keiner Weise gefährdet bin, weil ich bei mir eben jetzt diese Signale erkennen kann. Und genau merke, okay, es geht wieder in die Richtung und dann kann ich eben gezielt dagegen wirken.
Sebastian Ja, das ist ja, glaube ich, ein großer Teil, dass man das lernt, sich selbst dann auch zu erkennen und auf sich selber auch ein bisschen zu hören. Das steht natürlich so ein bisschen im krassen Gegensatz zu so einem Konstrukt, Dom sagt, Sub gehorcht. Da müssen dann wirklich beide mitziehen und da musst du natürlich auch den richtigen dann auch haben.
Josie Auf jeden Fall, das ist ja schon in einer normalen Beziehung eine Herausforderung, so eine Depression oder generell psychische Erkrankungen. Und ich denke, in dem Dom-Sub-Kontext, also deswegen, ich könnte mir zum Beispiel auch nie so etwas ganz striktes 24/7 vorstellen, weil ich eben nicht in jeder Situation dann abliefern kann, wenn ich es vielleicht müsste, weil es einfach vielleicht von der psychischen Verfassung her gerade nicht passt und da muss dann eben auch der Partner bereit sein zu sagen, ja, sie springt eben nicht immer, wenn ich das sage. Auf
Sebastian Ja, aber da haben wir ja das Glück, dass das Feld BDSM so groß ist. Du kannst eine strikte 24-7-Beziehung mit vielen Regeln führen oder du kannst einfach auch Sex mit ein bisschen Beißen machen, was ich jetzt gar nicht abwertend meine, sondern Lust und Spaß an der Sache sind auch einfach wichtige Triebfedern. Sonst, wenn es keinen Spaß machen würde, würden es auch, glaube ich, die wenigsten machen. Man möchte ja profitieren und ich glaube, das steht dir genauso zu. Jetzt, klar, es gibt natürlich immer so diese Grenze, wo ich immer sage, ja, der Dom ist kein Therapeut, das ist dir klar, wie ich so höre. Da muss man immer ein bisschen gucken, das ist es natürlich die Ansprechperson, der vertraute Mensch, mit dem man da was machen macht, da muss man natürlich immer so ein bisschen abgrenzen und dann ist es mal gut, wenn man im Hintergrund nochmal, ich sage mal, einen unbeteiligten Dritten hat, den man im schlimmsten Fall einfach mal um Rat fragen kann. Das schadet, glaube ich, Ja, du merkst, ich laviere so ein bisschen rum, weil da kann ich gar nicht so viel zu sagen, aber ich habe irgendwann beschlossen, dass ich mir mal eine Meinung bilde und habe dann wirklich festgestellt, nein, also lassen muss es niemand. Man muss einfach nur gucken, dass man gut damit umgeht und wenn es einem nicht gut geht, das kann aber jedem passieren tatsächlich und ein Absturz passiert auch den psychisch gesundesten Menschen, dass er mal einen Absturz und ein großes Tief hat und dann muss der Partner ja auch da sein und gucken, dass er ihn da wieder raus begleiten kann so ein bisschen.
Josie jeden Fall.
Sebastian Wo geht es denn hin bei dir? Also, du informierst dich gerade, du schaust gerade gut Stammtische und rausgehen an Partys, steht gerade nicht auf dem Plan, leider Gottes. Aber gucken wir mal zwei Jahre in die Zukunft, wenn ich das fragen darf, wo wärst du da gerne?
Josie In zwei Jahren wäre ich hoffentlich im Studium und würde dann diesbezüglich wahrscheinlich auch in einer anderen Stadt wohnen als jetzt und würde hoffen, dass ich dann dort vor Ort eben, sei es jetzt ein Stammtisch oder eine andere Konstellation, sage ich mal, gefunden habe und da auch mein festes Umfeld habe und vielleicht auch dann mit Partner und Dom. Aber so weit will ich jetzt gar nicht gehen. Mir geht es erstmal darum, dass ich eben wirklich für mich selbst herausfinde, was genau tut mir gut und was genau brauche ich von einem anderen Menschen, um diese Beziehung eingehen zu können.
Sebastian Ich finde, das ist eine sehr schöne Sache. Es ist auch für deinen Partner leichter, wenn du selber weißt, was du brauchst, willst und kannst, als wenn du dir selber total unsicher bist und der Mensch raten muss. Also, das finde ich immer generell gut. Also ich mag Menschen, die klare Linien da einfach haben. Das ist für alle Seiten einfach, je weniger geraten wird, desto mehr kommuniziert werden kann, desto schöner ist es Dann hat man mehr Zeit für den Spaß. Was hat denn Temel gerade geschrieben?
Josie Ich bin
Sebastian 24/7-Beziehung heißt ja auch nicht, dass es 24/7 ist, nur, dass es 24/7 passieren könnte. Rücksichtnahme, wenn es jemandem gerade nicht gut geht, schließt das auf keinen Fall aus. Da hat sie natürlich recht. Ja, Josie, ich habe übrigens vergessen, dich zu fragen, wie alt du bist. Darf ich das überhaupt fragen? Man soll das
Josie heute 20 geworden.
Sebastian Du bist, heute bist, also gerade an deinem, du hast gerade Geburtstag, ja, siehst du, jetzt hat sich das noch gefragt.
Josie Genau.
Sebastian Ja, ich gratuliere ganz herzlich, der Chat singt jetzt bitte ein Ständchen.
Josie Dankeschön.
Sebastian Ja, herzlichen Glückwunsch.
Josie Dankeschön.
Sebastian Ja, und an dem Tag hast du dann, ja, da rufst du hier an, jetzt bin ich überhaupt nicht vorbereitet, ich trinke jetzt,
Josie Ja, naja, Geburtstagsparty zu feiern ist ja jetzt nicht möglich, deswegen, ja, Dankeschön.
Sebastian ich habe von Dienstag habe ich noch ein Stück Kuchen, das werde ich jetzt für dich einfach futtern nachher und du wirst jetzt noch einen großen Schluck Gin Tonic dann hier einmal trinken und der Chat überschlägt sich gerade.
Josie Ich
Sebastian Schade. Das hätten wir jetzt beinahe übersprungen. Ich habe gedacht, fragst du es jetzt noch? Hättest du am Anfang fragen müssen, was machst du denn jetzt? Ja, nein, alles, alles Gute, auch vom Chat. Ich lese jetzt nicht alle vor, aber das Fenster scrollt hier so an mir vorbei.
Josie schaue dann selber nochmal nach, was wir alles geschrieben haben.
Sebastian Genau, da schaust du einfach
Josie Dankeschön.
Sebastian also wenn das okay ist für dich, würde ich jetzt sagen, wir gehen jetzt hier einmal weiter.
Josie Auf
Sebastian Ich würde dir jetzt einfach einen wunderschönen Restabend wünschen und ich drücke dir einfach die Daumen, dass du genau dahin kommst, wo du hin möchtest und dass es dir einfach gut geht. Und dann, ja, vielleicht sprechen wir uns dann nochmal, wenn du sagst, du hast was zu erzählen, möchtest gern was loswerden, du weißt ja, wie du mich erreichen kannst.
Josie jeden Fall. Würde mich freuen. Dankeschön.
Sebastian Sehr gerne, mach's gut, tschüss.
Josie Macht's gut. Tschüss.
Sebastian So, das war ja was. Geburtstag. Also, wenn ich das dann hinterher jetzt im Chat gelesen hätte, dass ihr auch noch Geburtstag gehabt hättet, da hätte ich mich ja geärgert. So, bevor hier noch jemand anruft, spiele ich jetzt einen Track und zwar haben ja Menschen, die schon mitgemacht haben, auch einen Musikwunsch frei und da hat mir Jasmin von Dienstag auch was geschickt, Black Flag. Und bevor ich jetzt den Playbutton drücke, sage ich nochmal, wir werden tatsächlich etwas was verlosen. Das heißt, Josie nimmt da auch dran teil. Wenn sie mir noch irgendwie Kontaktdaten oder irgendwas schickt, auf irgendeinem Weg, dann kommt sie mit in die Lostrommel und dann nächste Woche Dienstag verraten wir dann, um was es überhaupt geht. Das ist gerade noch ein bisschen geheim, da arbeite ich noch dran. So, und jetzt spiele ich erstmal Black Flag und dann geht's hier gleich weiter mit dem nächsten Gast, sofern dieses Telefontool da funktioniert. Mal gucken, nicht, dass wir gleich in der Support-Warteschleife hängen. Ja,

Anrufer 2: Alina

So, Hallo, ich habe jemand in der Leitung sogar während der Musik noch gehabt. Das ist mir auch noch nicht passiert.
Alina Hallöchen.
Sebastian Hallo, wer bist du denn?
Alina Ich bin die Alina.
Sebastian Hallo Alina, ich bin der Sebastian.
Alina Hallöchen.
Sebastian Und du hast es geschafft und hast wahrscheinlich x-mal angerufen, bis dieses blöde Telefon dich hier durchgelassen hat.
Alina Nee, tatsächlich nur einmal. Ich hatte gehofft, dass die Technik versagt. Ich bin ein bisschen sehr nervös.
Sebastian Musst du nicht sein. Erzähl mir einfach, was du magst und dann wird alles gut.
Alina Ja, also ich mag Ageplay sehr gerne. Und ich hatte das Gefühl, dass im Podcast ein wenig darüber geredet wird. Also dachte ich, ich stelle mich mal zur Verfügung.
Sebastian Ja, sehr gut. Okay, dann definieren wir mal erstmal Ageplay. Es gibt so ein paar Varianten davon. Welche ist es deine?
Alina Ja, ich
Sebastian Also wahrscheinlich, ich vermute, die Stimme klingt zumindest relativ jung.
Alina bin 18.
Sebastian bist 18, okay. Und ich rate jetzt mal, du bevorzugst ältere Herren.
Alina Nee,
Sebastian Aha, okay, jetzt bin ich gespannt.
Alina gar nicht zwingend. Also ich gehe eher in die Richtung DDLG.
Sebastian Ja, also Daddy Dom, Little Girl.
Alina Genau, also mir ist das Machtgefälle sehr wichtig und viel weniger der Aspekt, dass ich selbst ein Baby bin. Also ja, die Dynamik ist mir einfach viel wichtiger als das Drumherum, sagen wir so. Ja, und ich stehe nicht auf ältere Herren. Das wird immer fälschlicherweise von mir angenommen. Tatsächlich ist es mir sogar lieber, wenn jemand in meinem Alter ist, weil dann der Erfahrungsschatz nicht ganz so weit voneinander entfernt ist. Das
Sebastian Ja, okay, also ich hatte das mal, das kam im Podcast schon mal vor, das war ganz am Anfang mit dem Morakel. Er hatte mir das so schön erklären können, das war so eine positiv unterstützende Beziehungsform, um das mal so auszudrücken. Das war so in Richtung Anleiten, hilf mir mal, ich bin da nämlich total, ich habe da ganz wenig Ahnung von, hilf mir mal mir das vorzustellen, wie es für dich gut ist, wie du dir das vorstellst, wie es für dich okay ist.
Alina ist eine schwierige Frage. Ich finde, ein Dom an sich sollte schon so eine gewisse Dominanz ausstrahlen, klar. Aber in dem Zusammenhang mit Ageplay und DDLG auch eine gewisse liebevolle Art, dass man sich einfach geborgen fühlt. Denn ich finde, Ageplay ist deutlich intimer als zum Beispiel Sex, also für mich jetzt. Und da muss ich mich zu 100 Prozent fallen lassen können und wirklich sicher gehen können, dass die andere Person sich nicht denkt, was macht die gerade, ist die verrückt? so, also ich muss wirklich sicher gehen, dass die andere Person auch das mag, was ich gerade mache und wenn ich dieses Gefühl nicht habe und diese Sicherheit, dann kann ich mich auch nicht fallen lassen und dann komme ich gar nicht in diesen Little Space rein. Ich
Sebastian oh, Little Space ist ein schöner Begriff, der poppte in der Sekunde auch immer im Chat auf, das ist interessant. Fangen wir mal so an, ist das, das ist eingeteilt, ich sag mal in Sessions, also zeitlich begrenzt, dieses Verhältnis oder ist das irgendein Beziehungskonstrukt für dich?
Alina würde eher sagen, ein Beziehungskonstrukt.
Sebastian Okay, und wie sieht das konkret aus, wenn du sagst, da musst du dich wirklich fallen lassen können? Das heißt, da ist schon irgendwas Ungewöhnliches mit dabei.
Alina Ja, also ich bin noch nicht so erfahren. Ich kann jetzt ein bisschen aus so ganz bisschen Erfahrung sprechen und sehr viel Fantasie.
Sebastian ist völlig in Ordnung, du hast mehr Erfahrungen da als ich. Also ich kann nur lernen und das mache ich gerne.
Alina Okay, das ist gut. Ich stelle es mir so vor, dass ich halt wirklich in sehr süßen Klamotten rumlaufe mit meinem Nuckel und Kuscheltier und halt den ganzen Tag mich nicht unbedingt nur mit mir selbst beschäftige, aber so, was weiß ich, mit Puppen spiele oder mit einfachen Videospielen spiele oder male oder Unsinn mache und irgendwas in der Küche zusammen mansche und irgendwann wird mir schon jemand sagen, Bitte hör auf damit, wir machen was, ich beschäftige dich jetzt. Also wie ein richtiges Kind, dass man halt schon ein bisschen aufpassen muss, dass ich keinen Mist baue, was
Sebastian Okay, also es geht so ein bisschen auch um Erwartungen bei der ganzen Geschichte. Also was wird von dir als Mensch erwartet, dass das so ein anderes Setting einfach ist?
Alina von mir erwartet wird.
Sebastian also ich ziehe mal eine Parallele zum Thema Petplay. wo ich nämlich auch sagen kann, okay, wenn ich jetzt mein Hündchen habe, von meinem Hündchen erwarte ich nicht, dass es den Müll rausbringt von meinem Hündchen erwarte ich nicht, dass es beim Podcast mir hier tolle Tipps gibt wie ich die Sendung verbessern kann von meinem Hündchen erwarte ich eben, dass es den Napf leer futtert und dabei alles einsaut und das ist völlig okay innerhalb dieses Settings innerhalb dieses Petplay-Space sage ich mal und da drin sind einfach ganz viele Dinge einfach in Ordnung die sind einfach okay Der Schnauze sagt, sag ich jetzt mal. Treffe ich das so ein bisschen vielleicht?
Alina das klingt sehr, sehr passend. Also vielleicht, dass ich als Little auch gar nicht so mich ausdrücken kann. Also es ist ja bei vielen so, dass sie ein bestimmtes Alter angeben können, in welchem ihr Little Space stattfindet. Es gibt ja neben Little Space auch noch Middle Space, wo man dann so eher in Richtung Pubertät spielt, glaube ich. Da bin ich mir nicht so sicher.
Sebastian Oh Gott.
Alina Für mich ist es, glaube ich, so, ich sage mal, ich wäre dann so drei oder vier. Also vielleicht kann ich auch Sätze noch nicht ganz richtig sprechen und ich kann noch nicht schreiben. Und ich stelle es mir auch so vor, dass ich dann halt ein Regelset quasi bekomme, Zum Beispiel mit Schlafenszeiten. Oder ich darf nur eine bestimmte Frisur tragen, was weiß ich. Oder ich darf keine Schimpfworte sagen oder nicht so viele Süßigkeiten, was halt so Kinder zu regeln haben. Und dann gibt es halt auch dementsprechende Strafen. Das
Sebastian Okay, dementsprechende Strafen. Da wird's jetzt interessant, weil wenn das auch innerhalb dieses Little Space stattfindet, dann sehen die ja ein bisschen anders aus wahrscheinlich. Das wird dann nicht der Rohrstock sein.
Alina kann passieren.
Sebastian Okay.
Alina Es wird aber wahrscheinlich eher die Hand sein. Nein, je nachdem, wie sadistisch mein Gegenüber veranlagt ist.
Sebastian Okay.
Alina Ich hatte schon die Situation, dass ich mir den Mund mit Seife auswaschen musste oder in der Ecke stehen musste oder dass meine Schlafenszeit verkürzt wurde oder ich unendlich oft den gleichen Satz runterschreiben musste, was nicht schön ist, gar nicht schön. Also schreiben, nee, wirklich, nee.
Sebastian Ja, das wäre jetzt zum Beispiel in der Ecke stehen, das wäre jetzt so ein Punkt Demütigung. Und jetzt muss ich mal fragen, ich ahne schon, worauf das hinausläuft. Du bist ja dennoch ein erwachsener Mensch, jetzt stehst du in der Ecke und kommt da nicht mal der Gedanke, ich stehe jetzt hier in der Ecke und das macht mir jetzt Spaß, weil ich wollte es ja so. Oder bist du dann wirklich da in dieser, da so drin, dass du diese Gedanken gar nicht mehr hast, also diese erwachsenen Gedanken, sage ich mal.
Alina Doch, schon. Vor allen Dingen, wenn das Ganze online läuft. Wenn ich mit einer Person in einem Raum bin, dann sind die Gedanken eher weniger da, weil ich mich dann komplett fallen lassen kann, wie gesagt. Wenn ich aber allein in meinem Zimmer bin und mich in die Ecke stelle, dann ist es so, Mann, jetzt muss ich hier stehen. Voll doof. Es kontrolliert ja auch keiner, ob ich hier gerade stehe oder nicht. Also theoretisch könnte ich mich jetzt einfach umdrehen.
Sebastian Ja, aber das ist ja trotzdem etwas, was dir doch Spaß bereitet.
Alina Ja, klar, sonst würde ich es ja nicht machen.
Sebastian Genau, ne? Ich habe hier ganz viele Nachrichten schon bekommen. Mein Gott, wie soll ich die hier alle einbauen, ne? Ich habe hier ganz viele Hörerfragen und Kommentare schon. Soll ich da mal versuchen, ein bisschen Ordnung reinzubringen? Ui, genau, mit dem bestimmten Alter, das hat nämlich Kätzchen gefragt, das haben wir schon beantwortet. So, dann Oderin sagt, was erwartet denn der Gast von DDLG, ist das Loslösung von eigener Verantwortung. Das finde ich ein spannender Punkt. Diese Verantwortung, die du ja sonst immer trägst. Löst du dich davon wirklich?
Alina ja schon. Also ich glaube, das ist auch der Reiz an dem Spiel, dass ich halt mich um gar nichts kümmern muss. Also ich habe auch logischerweise andere Fetische und Kinks und so und ich gehe zum Beispiel auch super auf Servant Play. Und da bin ich halt quasi genau das Gegenteil von dem, was ich in DDLG bin. Denn da bin ich so klein, da muss ich mich nicht darum kümmern, ob ich Essen habe oder teilweise auch nicht, ob ich auf Toilette muss, weil ich eine Windel trage oder so. Also komplett mich einfach auf die andere Person verlassen, das geht. Im Servantplay verlässt die andere Person sich ja quasi komplett auf mich und meine Dienste. Nächste.
Sebastian Kannst du mir mal Servantplay bitte beschreiben, den Begriff? Der ist jetzt nicht so geläufig.
Alina Also, dass ich halt in einem Maid-Kostüm, sag ich mal, meinen Dom dann bediene den ganzen Tag.
Sebastian Okay, also Maid ist glaube ich der Begriff, der jetzt mehr Menschen geläufig ist, obwohl Servant klingt auch schon wieder gar nicht schlecht, also vom Wortklang her. Ja, das ist dann ganz viel Denken, vorausschauend. Und der Wunsch wird schon von den Augen abgelesen, noch bevor er überhaupt gedacht ist. Ich glaube, das ist tatsächlich das volle Gegenteil.
Alina Ja, ich
Sebastian Und beides findest du aber gut.
Alina schwanke da sehr. Wie gesagt, das, was ich an der ganzen Sache mag, ist das Machtgefälle, die Dynamik. Und da ist es mir eigentlich schon so ein, ja nicht egal, aber das Rollenspiel an sich spielt eher eine zweitrangige Rolle. Ich
Sebastian Weil du noch so jung bist, mag ich das mal fragen. Wie bist du jetzt auf DDLG tatsächlich gekommen? Hat jemand gesagt, hier, wir probieren das mal aus? Oder wie ist dir das über den Weg gelaufen?
Alina war online auf Twitter mit jemandem am Schreiben. Und ich habe einen ganz dämlichen Witz gemacht, weil ein Kumpel von mir einen Zylinder aufhatte auf dem Bild. Und ich habe geschrieben, hahaha, Granddaddy. Und dann in dieser Sekunde ist mir bewusst geworden, ich habe eigentlich absolut keine Ahnung, was ein Daddy-Kink ist. Und dann habe ich halt angefangen zu googeln und es sind halt super viele Bilder aufgepoppt und ich war so, wow, was ist das? Erstmal war ich ein bisschen, okay, wow, was ist das? Und dann hat sich herauskristallisiert, dass ich es doch ganz interessant fand und dann bin ich nochmal rausgegangen und habe noch weiter gesucht und irgendwie bin ich dann drauf hängen geblieben.
Sebastian Wie lange ist das her?
Alina Ähm, zwei Jahre etwa.
Sebastian Okay, ja, das ist ja noch im Rahmen. Gut, aber in zwei Jahren, also seitdem, sag ich mal, probierst du da aus.
Alina Nee, es hat, also, ich habe tatsächlich gewartet, bis ich 18 geworden bin, bis ich mich auf Fetlife angemeldet habe, weil ich sehr lange nichts davon wusste. Tatsächlich habe ich erst durch deinen Podcast erfahren, dass es Fetlife gibt und dass es Stammtische gibt und bin jetzt seit Oktober regelmäßig bei einem Stammtisch.
Sebastian Ach,
Alina Schöne Grüße an die Perversen an dieser Stelle.
Sebastian die mit Ä, ja, Grüße auch nach Hessen, in die alte Heimat.
Alina Ja, ja,
Sebastian Und die haben dich da gut aufgenommen, ja? Gut, dann kann ich die auch mal irgendwann besuchen, alles klar. Klar. Ich sag mal so, ich kenne nicht, ich glaube, eine Handvoll, naja, vielleicht zehn Menschen, die diesen Kink teilen. Und ich habe das Problem, ich stelle dann immer offenbar die falschen Fragen oder unterstelle immer das Falsche. Ist dir das schon passiert, dass da Menschen mit Unverständnis reagieren? Und was sagst du denen? Oder wie versuchst du ihnen das näher zu bringen?
Alina Also ich muss dazu sagen, ich bin eigentlich überall geoutet. Und die einzige Person, die so ein bisschen Unverständnis zeigt, ist meine Mutter.
Sebastian die Mama, die darf das.
Alina sie darf das. Aber sonst sind die Leute eher neugierig und fragen mich sehr lange aus. Also da eigentlich noch gar keine negativen Erfahrungen mitgemacht. Ja,
Sebastian Okay, ja, du siehst es ja auch an mir, ne? Ich stelle hier Fragen über Fragen. Habe ich aber noch eine Hörerfrage, die habe ich jetzt schon zweimal übersprungen und jetzt werde ich sie dann noch nochmal fragen. Ich glaube, die haben sogar zwei Menschen gestellt, nämlich Vögelchen und Danny, nämlich was zum Thema Trigger. Gibt es das, um da in den Space reinzukommen oder, ja,
Alina definitiv. Also ich habe gemerkt, dass ich viel leichter in den Little Space komme, wenn eine andere Person um mich herum ist und mir da quasi reinhilft. Aber so Sachen wie Rasseln oder das Geräusch einer Rassel triggert mich sehr, sehr stark. auch der Geruch von Babycreme, also Penatencreme oder so.
Sebastian ja, das kann ich mir vorstellen. Da gehen bei mir auch sofort Erinnerungen hoch, ganz frühe Erinnerungen, gebe ich ehrlich zu.
Alina und ansonsten, es gibt halt so teilweise, wenn ich also bestimmte Spielzeuge sehe, da werden halt so Erinnerungen von mir getriggert, wo ich dann gleich quasi da reinrutsche. Aber es ist jetzt nicht so, dass es sehr oft passiert oder dass ich mich da zusammenreißen muss, nicht in die falschen Situationen reinzukommen. Ich weiß, dass es so Leute gibt, aber wie gesagt, ich komme eher rein, wenn da jemand dabei ist, der da quasi dafür sorgt, dass ich in den Space reinrutsche.
Sebastian Ja, okay. Das ist immer ganz gut, wenn man eine Möglichkeit dann auch hat tatsächlich. Man muss ja auch irgendwie reinfinden. Ich glaube, bei so, ich sag mal, so Rust BDSM ist es manchmal ganz schwierig zu sagen, wie komme ich da rein? Und wenn du da definierte Trigger hast, dann macht es die Sache wirklich leichter.
Alina Ja.
Sebastian Was mich jetzt nochmal interessieren würde, ja, du gehst zu einem Stammtisch. Gibt es da auch, ich sag mal, Spezialstammtische, die du besuchst vielleicht oder wo du dich austauschen kannst?
Alina Nee, tatsächlich nicht. Also ich glaube, es gibt im Raum Frankfurt noch einen, der für Littles ist, aber da war ich noch nicht. Ich bin eigentlich bisher immer bei den Perversen gewesen und bei Nianxin auch, aber darüber hinaus hat sich noch nicht viel ergeben.
Sebastian Ja gut, das kann ja noch werden. Du bist ja noch verdammt jung, da kannst du ja noch alles bereisen und ausprobieren. Ich mag so auf das letzte Ding nochmal auch, naja, zwei Dinge. Das eine ist, wie kommt man da wieder raus? Stellt sich dann irgendwo hin und sagt, so, ich hab jetzt genug oder wer entscheidet das und ja, wie verlässt man den Space wieder?
Alina Manchmal werde ich halt als Erwachsene getriggert. Also wenn ich angerufen werde, zum Beispiel, bin ich sofort raus, dann muss ich halt einfach mal präsent sein. Das Gleiche gilt für Nachrichten im WhatsApp-Chat, die von der Uni kommen oder so. Da bin ich auch, da weiß ich, ich muss jetzt ein bisschen erwachsener sein, mich ein bisschen zusammenreißen. Auch wenn da so so, ja
Sebastian Ja, also äußere Einflüsse, sag ich mal, die dann einfach erzwingen, dass man jetzt einfach da ist.
Alina genau, dass man eventuell auch halt zwischen meinen Kinks switcht, also dass ich vom Little dann in das Age-Play quasi gehe, also dass das auch schon passiert, dass halt, ja,
Sebastian Gott, also direkt von einem ins andere.
Alina also dass halt eine Session vorbei war und ich dann halt nicht mehr im Little-Space war, sondern direkt soll ich dir nicht ein Wasser holen? Jetzt als Beispiel.
Sebastian das kann ja auch ein Angebot dann an den Partner oder an den Spielpartner sein, zu sagen, so komm, jetzt wechseln wir hier mal ein bisschen die Position, dann ist das ganz gut. Da ist so ein Angebot natürlich eine goldene Überleitung. Okay, dann habe ich, ich gucke auf die Uhr, mir wird schon wieder schlecht. Ach ja, eine Sache haben wir noch. Wer ist das hier? Kate Riff? Schreibt man das so? Kate Riff? Ich weiß es nicht genau. Ich freue mich auf Lautschrift im Chat. hat sie ein Gitterbett. Und ich mag dazu schon mal anmerken, dieser Kink hat den großen Vorteil, dass man in ganz vielen Geschäften einkaufen kann. Man muss nicht in den perversen Shop gehen. Was hast du denn so als Zubehör? Oder was gibt es da, wo du sagst, ja, das habe ich tatsächlich. Das Gitterbett weiß ich jetzt nicht. Wenn du eins hast, sag es ruhig. Das ist okay.
Alina Ne, erstmal liebe Grüße an Markus an dieser Stelle. Er weiß auch, dass ich noch kein Gitterbett habe. Es steht auf Platz 1 meiner Wunschliste. Ich hätte gerne eins, bei dem das Gitter halt um das Bett herum geht. Und dann kann man es nach unten fahren und dann sitzt es am Käfig unter dem Bett.
Sebastian so, eins, ja. Sowas wurde tatsächlich für Kinder gebaut.
Alina Ja, ich hätte sowas noch gerne in groß. Das wäre toll. Ansonsten habe ich sehr viele Kuscheltiere. Ich habe Nuckel, leider noch keine Trinkflasche, aber das steht auch auf meiner Liste. Ein paar Windeln habe ich hier liegen. Es häufen sich in letzter Zeit sehr viele Sachen an, die rosa sind. Obwohl ich eigentlich sonst sehr viel in schwarz rumlaufe. Das überrascht mich ein bisschen.
Sebastian Ja, das ist mal ein Kontrast. Wobei, das passt auch gut zusammen, ehrlich gesagt.
Alina Ja, und sonst? Ja, es fehlen noch einige Sachen, aber es wird.
Sebastian Okay, so ich habe jetzt hier tatsächlich Lautschrift bekommen, dann muss ich sie auch vorlesen. Kai Tiff, alles klar. Danke. Danke. Okay, das wird also mehr, die Reise geht weiter und wie gesagt, da ich so ein bisschen auf die Uhr geguckt habe gerade und noch einen Gast gern noch mit in der Sendung hätte heute, machen wir es so, ich werde mich jetzt von dir verabschieden. Ich werde nur das Allernötigste schneiden tatsächlich morgen, weil ich finde das total klasse, dass du hier ganz offen erzählt hast, mir auch mal ein bisschen neue Erkenntnisse gebracht hast. Das ist doch so ein weites Feld und ich glaube, da muss ich einfach auch in Zukunft noch ein, zwei, dreimal darüber sprechen, bis ich dann wirklich dann auch verstehe, was da alles dahinter hängt. Aber dafür machen wir das ja hier ja, damit Sebastian dann irgendwann auch mal die Welt kapiert. Für dich gilt das Gleiche wie für alle anderen. Melde dich ruhig hier danach nochmal bei mir, damit ich nämlich A, dir einen Musikwunsch für die nächste Sendung erfüllen kann und dass ich B, dich mit in den Lostopf reinschmeißen kann und Dienstag erfährst du dann mehr, was du davon haben könntest. Ich glaube, es würde dir gefallen. Ich weiß ja schon, was das ist. dann Alina, ganz, ganz, ganz vielen lieben Dank, dass du angerufen hast. Danke an die Technik, dass sie dich durchgestellt hat. Und dann machen wir jetzt noch eine Runde und ich erfülle noch mal einen Musikwunsch, nämlich den von Bettina von Dienstag. Gold in Them Hills ist das. Ja, und Alina, hab einen schönen Abend, mach's gut und danke noch mal, dass du angerufen hast und so viel erzählt hast. Tschüss.

Anrufer 3: Erik

Juhu, ich habe jemanden in der Leitung und ihr werdet es nicht glauben, das ist tatsächlich ein Glücksfall, gerade, dass genau dieser Mensch durchgekommen ist. Ich mag euch eigentlich noch gar nicht sagen, warum und wieso. So, okay. Ich begrüße Erik, hallo.
Erik Sebastian und hallo zusammen alle im Chat und die alle zuhören.
Sebastian Genau, so, jetzt gucken wir mal, wie wir dich verraten, ohne dich zu verraten. Du bist 38 und ganz zufällig hast du auch so mit dieser Gor-Geschichte zu tun.
Erik ganz rein zufällig.
Sebastian Ganz rein zufällig. Ja, okay, machen wir es kurz. Du bist der besagte Herr von Sefa.
Erik Ja, und da bin ich und freue mich darüber.
Sebastian die Welt ist klein, das passt doch gerade gut. Leidet sie gerade? Bist du zufrieden mit ihr?
Erik Nein, sie leidet überhaupt nicht. Sie freut sich gerade irgendwie den ganzen Tag schon, nachdem sie irgendwie die Podcast-Zusage bekommen hat und heute live sprechen durfte und jetzt natürlich noch mehr, dass ich durchgekommen bin. Das, was wirklich ein Zufall war, dass sie einfach nur die ganze Zeit strahlt und sich freut.
Sebastian So ist doch optimal. Also wenn der Podcast das bewirkt, dass Menschen strahlen und sich freuen, ist doch super. Ich könnte jetzt theoretisch mal die komplette Liste von ihr nochmal durchgehen mit dir und immer nach deiner Perspektive fragen.
Erik Kannst du gerne machen.
Sebastian Kann ich machen? Ich werde es ein bisschen abkürzen. Ich frage erstmal, wo bist du denn nicht mit einverstanden gewesen? Wesen. Du
Erik war alles gut erzählt Beziehungsweise aus ihrer Position heraus Erzählt Ist natürlich immer die Frage Wie ich das für mich Oder warum ich das überhaupt für mich Erkundet habe Und was für mich natürlich Die Anlehnung war Jetzt kriege ich sogar noch ein Glas Wein hier dazu Oder Gin
Sebastian Gin. Meiner ist alle.
Erik Nein, das ist eine gute Erziehung Einfach Und nach dem üblichen Handkuss dazu Und wieder strahlt jemand
Sebastian Verdammt. Ich habe hier nur noch Wasser.
Erik Genau. Ja, aber das eigentliche Thema war ja, ob sie was falsch gemacht hat oder richtig gemacht hat. Also der Merkspruch war richtig. Ich habe auch nochmal nachgefragt, ob er abgelesen war oder nicht, weil ich war ja nicht im Raum gerade, aber er war nicht abgelesen. Also von daher sehr gut. Mit
Sebastian Sehr schön. Es ist immer gut, das nochmal aus der Perspektive zu haben. Sagen wir mal so, du hast, das fand ich gerade so spannend, du hast dir am Anfang dieses Büchlein in die Hand gedrückt. Hast du das selber verfasst?
Erik langen Recherchen im Internet habe ich das selber verfasst einfach, wie ich für mich BDSM und BDSM in meinem Kontext sehen möchte und wie ich ihn für mich ausleben möchte mit meinen Spielpartnerinnen oder Spielpartnern halt.
Sebastian Okay, also das heißt, wenn du mir das jetzt schickst, dann kann ich das dann in den Kunst-der-Unvernunft-Shop reinpacken. Wird das gelingen? An einer schönen Gor-Beziehung. Sehr gut.
Erik Kannst du machen, ja.
Sebastian 14,99.
Erik Ja, das ist eher ein Handbuch, also ungebunden.
Sebastian Alles gut. Okay, aber du hast das verfasst. Wie ist denn das? Du gibst ihr das und dann weißt du ja nicht, kommt das gut an oder schmeißt sie dir das Ding zwei Stunden später um die Ohren und sagt, du hast doch nicht mehr alle Latten am Zaun.
Erik Nein, also es geht ja für mich, ging es im Wesentlichen immer darum, dass wenn ich mit irgendjemandem ins Spiel komme, also wenn ich irgendwie Spielpartnerinnen gefunden habe, die a, generelles Interesse am SM bzw. BDSM hatten, da einen gewissen Kontext herzustellen, was stelle ich mir vor und was stellt sich vielleicht irgendjemandem gegenüber vor. Und da habe ich lange darüber nachgedacht, wie das irgendwie am besten stattfinden kann und habe mich dann natürlich auch belesen, im Internet recherchiert etc., was es A für Möglichkeiten gibt, was mir davon gefällt und bin das meistens an einem, ich nenne es einfach mal Leitfaden, entlanggegangen. Und da hat sich dann über die Zeit einfach dieses Ausbildungsbuch bzw. einfach diese Grundsätze für mich einfach herauskristallisiert. Also auf
Sebastian Okay, da haben sich ja zwei gefunden, weil so Regeln, da hat man schon das Leuchten in den Augen gehört, sage ich mal.
Erik jeden Fall.
Sebastian wie ist denn das für dich zu dieser Entscheidungsprozess? Das ist dann eines Morgens und dann steht sie da und sagt, ich würde gern mal das und das machen oder dann musst du ja eine Entscheidung treffen. Gehe ich darauf ein? Erfülle ich diesen Wunsch? Muss ich das uminterpretieren? Du gehst ja offenbar wirklich darauf ein. Jetzt ist nochmal die Frage, wie sehr lässt du dir reinreden mit
Erik dem Fall natürlich nehme ich Vorschläge gerne offen an und nehme die natürlich auch wahr. Also ich bin jetzt kein Unmensch und denke jetzt nur irgendwie an mich und will ja auch dadurch, dass wir eine Beziehung, eine offene Beziehung führen, in dem Kontext auch weiter spielen. Und da Da nehme ich natürlich auch die Bedürfnisse meines Gegenübers einfach wahr. Und wenn da natürlich irgendwie Vorschläge und Anregungen kommen, dann erörter ich sie für mich einfach, indem ich halt erstmal überlege, wäre das was, was mir gefallen könnte? Und dann im anderen Augenblick oder im nächsten Augenblick einfach nochmal, was könnte ihr es bringen? Also es gibt gerade auch das Thema, was ich ja angesprochen hatte mit dem Stromhalsband, mit dem ich bis dato auch nie Erfahrung hatte. Strom war für mich auch relativ neu. Ich habe ein TENS-Gerät in meinem Spielearsenal, was auch relativ selten zum Einsatz kommt. Wir haben aber in unserer Stammtisch-Community ein Pärchen, die viel mit Strom agieren. Und mit denen habe ich mich dann kurz geschlossen, habe dann auch nochmal die Risiken und nochmal die ganzen Details nochmal abgefragt, was da passieren kann oder in welchen Rahmen man es einsetzen sollte etc. Und dann habe ich einfach gesehen oder die Brücke gefunden zu dem, was es uns in unserer Beziehung auch bringen kann. Also dass diese Disziplin und dieser Faktor halt einfach weiter ausgebaut werden kann durch, in dem Fall halt durch Strom und nicht durch Bestrafung durch irgendwelche Schlaginstrumente.
Sebastian dem Strom? Sag mal, ich habe folgendes Problem bei diesen Geräten. Da ist ein Knöpfchen, da kann ich auslösen und da ist ein Regler, damit stelle ich die Stärke ein. Und ich bin dieses blöde Spielkind, was sich nie sicher ist, wie hoch dieser Poti gerade eingestellt ist. Und dann drückt man mal das Knöpfchen und hat völlig vergessen, dass man nur mal, um zu drohen, vor einer halben Stunde das Ding mal aufgedreht hat. Und dann hat man vergessen, das wieder runterzudrehen. Und danach ist dann quasi so wie Stinkkentsauer, weil man ja unvorbereitet da Vollgas gegeben hat. Also ich habe irgendwie den Ruf hier im Haus, dass ich mit sowas nicht umgehen kann. Das erfordert ja auch Disziplin bei dir.
Erik Ja, aber die Möglichkeit gibt es natürlich, indem man sich darüber beliest bzw. die Leute fragt, die sich damit auskennen. Wir haben zum Beispiel eine Fernbedienung, die digital eingestellt wird, also in Stufen eingestellt wird und die nicht einfach ein stufenloses Rad an der Seite irgendwo hat, wo man dann doch mal schnell drankommt und dann doch mal von der 1 in die 10 springt und dann ganz gekrümmt am Boden liegt, sondern dass man dann doch schon gezielt mit den Stufen arbeiten kann.
Sebastian Dankeschön. Perfekte Argumentation. Jetzt kann ich immer sagen, es liegt am Gerät. Das ist falsch konstruiert. Es liegt nicht an mir. Ich bin nicht verantwortlich.
Erik Ja, gute Ausrede.
Sebastian Das hilft auch nichts, glaube ich. Hinterher wahrscheinlich würde Subbie das lösen. Dieses Rädchen wird sie wahrscheinlich einfach mit Sekundenkleber irgendwann so feststellen, dass es bei niedrigster Stufe einfach hängen bleibt. Und dann ist gut.
Erik Ja, bei Strom ist halt immer die Schwierigkeit, dass natürlich jeder anders einen anderen Empfindungsgrad hat und natürlich jede Körperstelle anders darauf reagiert. Und gerade am Hals ist es halt eine sehr empfindliche Stelle, die halt schon bei kleinsten Stufen, ja, dementsprechend gut reagieren kann. Und deswegen haben wir es am Anfang natürlich ausprobiert, erstmal ich an mir am Oberschenkel oder an der Hand. und danach ging es dann erstmal an ihren Hals, wo wir dann festgelegt haben, okay, was sind denn so die Stufen und aus den Gesprächen mit unseren Stammtischpartnern haben wir herausgefunden, dass natürlich auch die Stufen ausbaufähig sind. Also man passt sich irgendwann mal dieser Stufe halt an oder
Sebastian Ja, das ist tatsächlich so. Es wird irgendwie bei gleicher Stufe schlimmer, je öfter man das macht, aber irgendwie auch, man kann dann trotzdem steigern, es ist über Strom, da könnte ich nochmal fünf Sendungen machen, da muss ich mir dann so einen Lötmenschen holen, der solche Geräte baut und sagt, hier komm, erzähl mal.
Erik Programmtechnisch dann zusammenschaltet.
Sebastian Ja, das ist dann nochmal so ein ganz eigenes, also ich habe immer noch die Vision sagen zu können, hier Alexa, ich muss das jetzt leise sagen, weil das springt ja so ein Ding an, Subbie war böse und dann kommt irgendwann ein Autsch aus dem Haus, ja, so stelle ich mir das vor, das Wissen dafür ist auch da.
Erik Perfekte Vorstellung.
Sebastian Jetzt schweifen wir natürlich ja gerade völlig ab. Ich behaupte mal, Disziplin bei Subbie bedeutet auch, oder bei, sage ich eher Kajira, ist das besser? Oder ist Subi
Erik Du darfst beides sagen, ich verstehe es schon.
Sebastian Dann bleibe ich bei Subbie. Okay, Disziplin bei ihr heißt auch Disziplin bei dir. Du musst das ja schon irgendwie vorleben und einfordern und auf jede Kleinigkeit achten. Ich stelle mir das manchmal sehr schwierig vor, dass einem dann auch auffällt, dass sie vor dir angefangen hat zu essen zum Beispiel.
Erik Ja, aber das ist einfach eine Gewöhnungssache. Wir haben zum Beispiel, wenn wir auf Partys fahren, dann nimmt sie dann doch nochmal ihr Handbuch zur Hand und geht nochmal kurz die Handbewegung durch, die sie benennen darf, beziehungsweise die sie benutzen darf und versucht nochmal nachzuempfinden, welche das nun waren, weil wir gerade die Handbewegung, die sie benutzen darf oder Handzeichen, die sie benutzen darf, nur auf Partys einsetzen im öffentlichen Raum halt. und da bin ich natürlich dann auch immer mit dahinter her, dann sie zu kontrollieren beziehungsweise einfach die Regeln sozusagen einzuhalten. Ja,
Sebastian Okay. Ja, aber ich glaube, also ich persönlich sehe das als, wie soll ich das sagen, dass wenn Regeln nicht eingehalten werden, ist es ein Zeichen von meiner Aufmerksamkeit, dass ich das bemerke und auch sanktioniere. Wenn mir das egal wäre oder ich das übersehe, habe ich immer das Gefühl, ich habe mich nicht genug gekümmert oder ich war nicht aufmerksam genug.
Erik dazu muss ich sagen, dass ich in der vorhergehenden Beziehung eine gute Lehrerin in dem Sinne hatte, dass man so wie damals eher psychische Probleme hatte, aber das Vorteilhafte war daran, daran, dass sie halt sehr auf diese Details Wert gelegt hat, dass sie halt genau nur bestraft werden wollte, wenn sie wirklich was falsch gemacht hat. Und das habe ich halt dadurch auch gelernt, dass man natürlich auf Kleinigkeiten viel mehr achten sollte und muss und die dann in dem Fall halt bestraft bzw. überhaupt erstmal wahrnimmt.
Sebastian Also da ist einfach eine Lernkurve und davon profitiert sie jetzt einfach.
Erik Ja, ja.
Sebastian Okay, so, was habe ich hier noch stehen? Mein Chatfenster sagt, es wird mit gleicher Stufe nicht schlimmer. Ach, es geht um den Strom. Also es geht mit gleicher Stufe nicht, es geht mit gleicher Stufe nicht schlimmer. Gott, ich kann nicht mehr lesen. Es wird mit gleicher Stufe, da hat jemand diesen Satz so unglaublich formuliert, dass ich ihn nicht vortragen kann.
Erik hat denn den
Sebastian Es wird mit gleicher Stufe nicht schlimmer. Stufe schlimmer. Wuff, es setzt Gewöhnung ein. Wuff, Wuff ist hier der Podcastsubbie-Ersatz, der gerade hier dabei ist. Das gibt es doch nicht. liegt wieder am Gerät bestimmt.
Erik ja, auf jeden Fall. Blöde Technik.
Sebastian Ja, ganz ehrlich, so spät am Abend darf auch ein bisschen Humor sein. Was magst du mir denn noch verraten, was sie mir jetzt nicht verraten hat über euch, über sie, über dich?
Erik Genaueres fällt mir jetzt gerade nicht ein. Also wie gesagt, es ist halt sehr schön, jemanden zu finden, der gerade nochmal Zurückkopplung auf deinen ersten Gast, der ja eine Beziehung sucht oder da irgendwie den Ausschweif hat, irgendwie eine Beziehung zu finden, die ihm erfüllt, dass man halt einfach Geduld mitbringen muss und einfach irgendwann diesen Menschen halt findet oder halt nicht findet, der da genau das passende Gegenstück zu einem selber ist. Und das hat sich bei mir die letzten mittlerweile 15 Jahre hingezogen, da endlich jemanden zu finden, mit dem ich halt genauso spielerisch, neugierig und experimentierfreudig umgehen kann und der alle Dinge da in einer gewissen Absprache natürlich mit mir irgendwie umsetzt und ausprobieren möchte.
Sebastian Ja gut, aber das ist ja, irgendwann ist es dann eben soweit und ich glaube, da darf man auch einfach nicht aufgeben. Und man sieht ja jetzt an dir, das hat offenbar geklappt. Aber ein Ding habe ich dann doch noch. Ich merke, ich suche so ein bisschen nach Zwietracht bei euch.
Erik Naja, auf jeden Fall.
Sebastian Die werde ich aber natürlich nicht finden.
Erik Probiere es ruhig.
Sebastian Aber sagen wir mal, diese Keuschhaltungsgeschichte, 21 Tage, das hast du von vornherein so bestimmt, das geht zu lang oder?
Erik Nein, wie ja schon Sefa angesprochen hat, ging es eigentlich dahingehend, dass wir, ich glaube sogar durch Tim ausgelöst oder durch die Sendung von dir ausgelöst, dass es um Keuschhaltung ging, wo sie immer strikt dagegen war und immer so dieses Nein, will ich nicht und kann ich nicht und halte ich niemals durch. Und für mich dann einfach so diese Herausforderung war, okay, hältst du nicht durch, na dann probieren wir das einfach mal. und wir dann einfach ein Datum festgelegt haben, wo wir gesagt haben, okay, ich finde immer, Regeln müssen bestimmt sein und müssen auch ein gewisses Ablaufdatum haben und für mich war einfach dieses Ablaufdatum okay, dann nehmen wir uns ein Datum vor, was absehbar ist und in dem Fall war es halt die damalige Ausgangsbeschränkung in diesen Zeiten halt und dann habe ich halt für mich festgelegt, okay, innerhalb dieser Zeit, dann darfst du halt nicht kommen, beziehungsweise musst du darauf verzichten. Und ja, ich hatte natürlich ab und zu dann doch schon mal Lust, irgendwie mehr zu bekommen, als es irgendwie möglich war. Und wir hatten natürlich auch Sex in der Zeit, aber sie hat sich da meinen Anweisungen hingegeben und hat das auch wacker durchgehalten und darauf bin ich auch sehr stolz, dass sie das einfach bis zum Ende durchgehalten hat, bis sie dann erlöst worden ist in einer guten Session.
Sebastian glaube, das kannst du auch sein. Und ganz ehrlich, wurde es nicht irgendwann ein bisschen nervig, wenn sie dir den ganzen Tag dann da an deinem Rockzipfel hängt und sagt, hier, mach was, tu was, sei lieb zu mir, lass mich doch. Doch, die
Erik Ja, auf der einen Seite vielleicht ein bisschen nervig, aber eigentlich auch süß und eigentlich auch das, was man ja möchte. Also nie in der negativen Abhängigkeit, aber in der positiven Abhängigkeit, dass man halt die ganze Zeit im Kopf ist, auch wenn wir die ganze Zeit irgendwie zusammen waren, aber dass das Thema noch mehr irgendwie in ihrem Kopf einfach verankert worden ist.
Sebastian Frage ist, hatte sie dich zwischendurch mal so weit, dass du gesagt hast, ach komm, jetzt lasse ich sie. Du merkst, echt
Erik Also ich weiß nicht von Ihrer Seite, ob das so war, aber auf meiner Seite war das nie der Fall.
Sebastian nicht, du warst da echt so kalt und dachtest, nee, haben wir ja gemacht, ist eine Regel, da halten wir uns jetzt schön beide dran.
Erik Nein.
Sebastian Ich stelle mir das tatsächlich schwer vor, weil es schränkt dich ja ein, du kannst ja jetzt nicht beschließen, jetzt lasse ich sie hier den ganzen Abend kommen, einmal nach dem anderen, weil die Regel muss ja auch dann durchgängig sein, ne.
Erik Ja, aber ich hatte ja meinen Spaß. Also ich durfte ja kommen so oft und in welcher Form auch immer ich wollte, nur dass sie halt nicht kommen durfte. Und von daher hat mich das ja weniger eingeschränkt als sie.
Sebastian Ja, und das ist auch, das ist sehr pragmatisch. So, natürlich hat Temel jetzt wieder eine Frage dazu.
Erik Oh Gott.
Sebastian Natürlich, die, ja, wer sonst?
Erik Wer sonst?
Sebastian Ich meine, sie hat es euch ja eingebrockt, irgendwie indirekt.
Erik Ja, auf jeden Fall.
Sebastian So, hast du sie während ihrer Keuschhaltung denn auch geteased und mit den Nicht-Dürfen aufgezogen?
Erik Ja, auf jeden Fall. Also wir hatten auch, wie gesagt, Sex während der Zeit, wo sie nie kommen durfte. Ich habe sie, wie darf ich das sagen, gefingert, geleckt, heiß gemacht mit meinen Worten etc. Also da gab es schon einige Momente, wo sie dann einfach schon am Verzweifeln war und auch ihr Blick dann verraten hat, dass sie dann doch schon eigentlich mehr will und mehr wollte und es ihr schwerfällt oder sehr schwerfällt, in dem Moment sich beherrschen zu müssen.
Sebastian So, jetzt habe ich noch einen Punkt dazu. Dann kam ja der Moment X, wo sie dann dürfte. Also ich wäre jetzt das Arschloch, was sagen würde, du, ich gehe jetzt mal eine Runde spazieren. da ist der Küchenboden, jetzt hab Spaß mit dir, ich bin in einer Stunde wieder da und dann ist bitteschön auch alles wieder sauber. So, das ist natürlich die grausamstmögliche Variante. Nein, ich habe sie das tatsächlich eben nicht gefragt, das ist mir hinterher aufgefallen, dass ich dachte, oh Gott, dieser Moment der Erlösung, der kam überhaupt nicht vor. Magst du ein bisschen erzählen?
Erik Ja, also die Erlösung, da habe ich mir auch wieder ein Vorbild an Timel und Odrin genommen, dass natürlich auch diese Erlösung für mich in dem Fall, weil es unser erstes längeres Keuschhalten war, natürlich nie irgendwie lapidar in einem normalen Nebenbei-Orgasmus endet, sondern dass wir halt eine gute Session gemacht haben. Ich stehe nebenbei auf Bondage und habe so meine gewissen Schlaginstrumente um mich herum, beziehungsweise haben wir dann eine normale Session oder eine ausgiebige Session gemacht, um sie dabei auch noch weiter zu teasen und da auch nie jeden, oder den ersten Moment sozusagen verpuffen zu lassen in einem Orgasmus, der dann vielleicht irgendwie irgendwie sehr hinfällig gewesen wäre, sondern das ein bisschen herausgezögert habe. Und das war, denke ich mal, auch ein gutes Erlebnis, dass halt dieses Verzichten über die gesamte Zeit halt auch zu einem guten und vielleicht nicht unvergesslichen Erlebnis, aber zumindest zu einem schönen Ende gefunden hat einfach.
Sebastian so ein schönes Highlight. Die Frage ist natürlich jetzt, wenn Temel das Beispiel war, gab es Kuchen?
Erik Kuchen?
Sebastian Ja, bei Temel gibt es immer Kuchen.
Erik Nein, nein, nein, nein,
Sebastian Wenn Temel Kuchen kriegt, dann...
Erik nein. Sowas gibt es nicht, nein.
Sebastian das gibt es hier nicht. Ja gut, kann ja sein. Also ich fand die Idee ganz niedlich. Da gibt es halt Kuchen bei ihr. Ich weiß auch nicht. So eine schöne Verknüpfung fürs Hirn einfach.
Erik Na ja, ich könnte mir überlegen, ob sie beim nächsten Mal einen Kuchen backen muss, vorneweg.
Sebastian Wobei dann verrät es es ja wieder. Wobei dann isst du einfach den Kuchen und dann ist es gut.
Erik Aber in der Kuchenbackzeit, das sind ja immer noch drei Tage Zeit, also der ist noch lange gut.
Sebastian Ja, da hast du auch wieder recht. Man will ja auch nicht verraten. Man will ja so ein bisschen hinterm Berg halten und ist selber so ganz diebisch, sag ich mal, am Grinsen und weiß ja, morgen, morgen ist es soweit. Und dann habe ich mir das und das ausgedacht. Ich finde immer, das erfordert sehr viel Disziplin vom Top an der Stelle, dass man dann auch sich die Zeit nimmt und auch selber darauf wartet, dass man eben auch so ein Highlight auch umsetzt tatsächlich.
Erik Aber das ist ja auch die Freude für den Top eigentlich, dass man halt diese, in Anführungsstrichen, Macht über den anderen und dieses Geschenk in dem Falle bestimmen kann, wann das denn erlöst wird, beziehungsweise wie es denn erlöst wird.
Sebastian Die Frage, die ich dir jetzt nicht stellen wollte, die ich dir stellen wollte, stelle ich jetzt nicht. Die stelle ich jetzt on air. Da frage ich einfach mal in den Chat rein, wann Sefa denn wieder ein Bild zeichnen darf. Wenn er sagt, jetzt gleich, dann wird sie mich verfluchen oder liebhaben.
Erik Wird es ein guter Abend?
Sebastian Ich Gibt es irgendwas, wo du sagst, Mensch, da müsst ihr noch dran arbeiten? Das ist ja so meine abschließende Frage, wo sagst du, da ist jetzt noch Potenzial da? Oh je, sag
Erik von einer Vorliebenliste oder wie man das nennt, so Neigungsbogen, dann abgesprochen mit meinem Gegenüber und das habe ich halt natürlich mit Sefa auch gemacht und mittlerweile zeigt sich aber, dass sich halt diese Themen, die sich am Anfang so als niemals und geht gar nicht, dann doch verschwimmen oder weiterentwickeln zu, na könnte ich mir dann doch vorstellen und könnte ich vielleicht mir vorstellen, das sogar auszuprobieren und wir haben bei uns im Stammtisch, also unser Stammtisch ist halt nie bloß, dass er halt irgendwie Reden zulässt oder dass wir halt Gespräche haben, sondern dass wir halt auch miteinander agieren können und auch zu gewissen Themenfeldern uns ausprobieren können und da gibt es halt immer Themen wie Nadeln.
Sebastian mir mal was Konkretes, wo du sagst, das steht jetzt so auf deiner To-Do-Liste, sage ich mal.
Erik Naja, bei uns steht im Moment das Thema Strom halt weiter auszubauen und mehr in den Alltag auch zu integrieren beziehungsweise habe ich das so durch die Blume erfahren, dass es halt auch das Thema NS irgendwie was sie am Anfang rigoros abgelehnt hat, mehr in den Mittelpunkt kommt und beziehungsweise eine gewisse Neugier da ist und da haben wir noch viele andere Themen, die wir weiter ausbauen können, wollen und möchten einfach und die wir dann für meine Verhältnisse wieder in Regeln packen einfach.
Sebastian Okay, ja, also Thema NS haben wir tatsächlich im Podcast auch noch fast gar nicht drüber gesprochen, was mich ehrlich gesagt wundert. Ja, das wäre auch mal ein Thema. Da kann man auch, ja, das ist ein bisschen grenzwertig für manche Menschen, aber ich kann sagen, das ist gar nicht so ein wildes Thema und das kann man von verschiedenen Seiten betrachten.
Erik Auf jeden Fall.
Sebastian So, ich werde die Sendung jetzt beschließen. Ich habe hier noch drei Sachen mir nebenbei mal aufgeschrieben, die ich noch erwähnen muss.
Erik Dann mach das.
Sebastian Das Erste ist, dass du, jetzt hast du natürlich den perfekten Joker, weil so kommt ihr dann doch in die Losbox rein. Jetzt verrate ich doch so ein kleines bisschen, in welche Richtung es geht. Es geht um was Artgerechtes. Und mehr sage ich dazu heute nicht. Das machen wir dann Dienstag. Wir wollen ja auch ein bisschen provozieren, dass wir auch ein paar Hörer haben. Da packe ich euch rein, weil da habe ich ja Kontaktdaten. Und du hast natürlich jetzt die wunderbare Möglichkeit, mir auch nochmal hinterher kurz eine Mail zu schicken. Dann spiele ich euch auch was Schönes, was ihr gerne mögt, damit ich dann eben auch noch genug Musik habe beim nächsten Mal. Das fällt mir nämlich immer so schwer, was auszusuchen. Ja, lieber Erik, Mensch, das war mal ein guter Zufall gerade. Das passt
Erik auf jeden Fall. Finde ich auch.
Sebastian Ich wünsche euch heute Abend einfach noch ganz viel Spaß. Morgen Mittag wird dann die Folge dann im Feed runterkommen. Dann könnt ihr sie euch auch nochmal anhören, wenn ihr mögt. Und ja, ich hoffe einfach, dass ihr beide ganz, ganz viel Spaß miteinander habt. Und wenn da wirklich ein Meilenstein ist, habe ich ja auch schon gesagt, dann meldet ruhig euch auch beide. Wir können auch mal zu dritt einfach mal eine Folge aufnehmen, ob sie dann was sagen darf, musst du dann entscheiden und das sehen wir dann.
Erik Welche Position, auf jeden Fall.
Sebastian Okay, dann verabschiede ich dich hiermit und wir hören, lesen voneinander.
Erik Ich danke dir vielmals. Auf jeden Fall.
Sebastian Ja, dann mach's gut, tschüss.
Erik Lass es dir gut gehen.
Sebastian Tschüss.
Erik Tschüss.

Das Fräulein vom Amt

Sebastian So, das war der letzte Gast heute. Jetzt habe ich doch wieder zu viel verraten, aber erst ganz am Ende. Ja, was sage ich denn noch? Ich werde mich jetzt auch von euch verabschieden, liebe Hörer. Da tatsächlich Menschen hier anrufen und den Mut haben, hier anzurufen. Ich grüße mal das Fräulein vom Amt hiermit. Wird das wahrscheinlich nicht hören, aber das macht nichts. Ich glaube, da werde ich auch einfach mal als Hörer anrufen. Das traue ich mich jetzt auch mal. Ich muss ja auch mit gutem Beispiel

Verabschiedung

vorangehen. Ja, ich mag immer sagen, dieser Podcast wird unterstützt durch all die lieben Hörer, die mir in den letzten Tagen wirklich ganz schön viel Druck weggenommen haben, denn egal wie lange die Folgen sind, ich kann das jetzt bezahlen und kann das veröffentlichen, ohne dass es Probleme gibt und die weiteren Namen werde ich da auch alle noch nennen, Stück für Stück. Ich bedanke mich ganz herzlich auch beim Chat, der jetzt hier mittlerweile, Gott, fast drei Stunden mitgemacht hat, geschrieben hat, zugehört hat, Wahnsinn wirklich schön, es ist ein wunderschöner Start fürs Wochenende für mich dass auch die Gästemischung heute so spannend war und dass die Themen, die hatten ja heute mal eine Bandbreite ja, was soll ich da noch sagen, ich bin begeistert, werde heute perfekt schlummern und hoffe einfach, dass ihr auch alle eine gute Zeit habt und dann hören wir uns am Dienstag mit besagtem Losbox-Gast den ich natürlich nicht verraten möchte um 20.30 Uhr und heute habe ich mir jetzt noch ein letztes Liedchen gewünscht das dudelt bei mir schon ganz oft rum und ich weiß auch nicht warum, aber es hat so einen schönen Klang irgendwie und deshalb spiele ich jetzt für mich den Roten Pfau, wünsche euch einen schönen Abend, macht's gut und bis Dienstag


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