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Sebastian
Hallo und guten Abend zur Unvernunft Live Nummer 11. Es ist Freitagabend
und ich habe heute so viel zu erzählen. Ich fange einfach mal vorne an. Also
hier geht es um BDSM. Das dürfte inzwischen jedem klar sein, der das hört.
Ich hake hier mit dem Punkt Begrüßung ab. Modus, ich habe hier zwei Gäste, mit
denen habe ich auch vorher schon gesprochen.
Und danach mache ich die Telefonleitung auf und dann können Menschen einfach
anrufen. zwei haben mir sogar versprochen, dass sie anrufen werden, wenn es kein
anderer tut. Da bin ich noch gespannt. Die Nummer sage ich noch nicht. Die sage
ich ein bisschen später.
Und die poste ich dann natürlich auch in den Chat, den ich hiermit begrüße. So,
was habe ich noch? Ach ja, richtig, mein Papa hat heute Geburtstag. Lieber Papa,
hiermit sei dir gratuliert, falls du das jemals hören solltest und wenn nicht,
vielleicht sagt es dir irgendein anderer aus der Verwandtschaft, man wird es
sehen.
Ja, damit habe ich auch das getan.
Hm, dann bleibe ich dabei.
Ich räume in der Sendung ab Dienstag mache ich das. Zehn Minuten für Leute frei,
die etwas organisieren, die eine Discord-Gruppe machen, die irgendwas tun, um
die anderen fünf Tage die Woche irgendwie auch BDSM-ig rumzukriegen. Da hat sich
ja heute schon jemand gemeldet. Das passte da aber nicht so ganz, weil es war am
Thema vorbei. Aber das geht immer noch. Und wenn ihr jemanden kennt, der sowas
macht, dann sagt ihm doch, er soll sich einfach bei mir melden. So, was haben
wir noch? Das Podcastsubbie ist heute gar nicht da, aber ein Hündchen. Und das
wird die Aufgabe des Podcastsubbie hervorragend übernehmen. Da bin ich sicher.
Ich mag neues Spielzeug, ist immer toll. Ja, und dann gibt es noch eine
Neuigkeit. Menschen, die hier anrufen, also diesen Call-In machen,
da wird es was geben. Wir werden etwas verlosen für alle, die ab heute
mitmachen. Aber was und wie das ist, das verraten wir dann erst am Dienstag.
aber ich kann versprechen, es lohnt sich.
Das Podcastsubbie hat schon gesagt, dass das Ding nicht aus der Hand
gegeben wird und dass das auch schon einen Namen hat. Und ich habe ihr nur
gesagt, dann muss sie halt selber hier anrufen, damit sie mit in den Lostopf
reinkommt. So, ich
habe noch so viel zu sagen. Das verschiebe ich jetzt aber einfach. Moment, denn
ich habe einen ersten Gast in der Leitung. Der wartet bestimmt schon
sehnsüchtig. Ich begrüße Tim. Hallo.
Tim
Hallo, schönen guten Abend.
Sebastian
So, jetzt habe ich dann doch, was ich dir eben gesagt habe, noch nicht gemacht.
Ich war nämlich so verrückt und dachte mir, Ja, ich nenne mal die Spender hier
alle.
Das würde zu lange dauern heute. Deshalb teile ich das auch in den nächsten
Folgen ein bisschen auf. Aber nach dir sind die auch erst mal dran.
So, aber jetzt kommen wir erst mal zu dir.
Tim
Okay, ganz
Sebastian
Du bist Tim, du bist 39, kommst irgendwie aus Bayern und dem Ruhrpott und bist
Dom. Und ja, das ist eigentlich schon alles, ne?
Tim
genau.
Ganz genau. Also ich wohne im Großraum München und im schönen Ruhrpott. In etwa
hälftig aufgeteilt. Wie du sagst, ich bin 39, ist richtig.
Sebastian
Okay, ja, das ist doch gut. Und du hast dich gemeldet, weil du wurdest hierher
geschoben.
Tim
Genau,
Sebastian
Und ja, wir haben ein bisschen gequatscht. Ich glaube, das war letzte Woche
sogar schon.
Tim
richtig.
Sebastian
Interessant.
Tim
Da saß ich ausnahmsweise draußen. Das habe ich mir für heute verbieten lassen,
damit ihr keine Windgeräusche hört. Deshalb bin ich drinnen.
Sebastian
Sehr gut. Wer auch immer die Kompetenz hat, dir das zu verbieten, verdient
gerade einen Lob. Windgeräusche sind immer die Hölle, die kriege ich nämlich
nicht raus.
Tim
Okay, dann haben wir alles richtig gemacht.
Sebastian
Ja, also Windgeräusche sind irgendwie immer komisch.
Ja, ach, wo fangen wir denn an? Mensch, fangen wir mal da an. Wir reden gar
nicht über dich. Ich will jetzt erst mal eine Sache vorher wissen, weil die auf
meinem Spickzettel vorne steht.
Tim
Okay, ganz
Sebastian
Du hast gesagt, du hast bei den SRDs Auf- und Abbau mal mitgemacht.
Tim
genau.
Sebastian
So, bevor ich da mit jemandem spreche, der das organisiert, so was, mag ich mal
wissen, wenn man da aufbaut, ist das ein lockerer Job oder hat man da richtig zu
tun? Also SRDs sind SubRosaDictum-Partys in München.
Tim
das
Sebastian
das aufwendig?
Tim
ist aufwendig bis furchtbar. Das kommt ein bisschen auf die
Art und Weise der
Veranstaltung an. Wenn es eine kleine ist, irgendwo im Cornitrella oder
wie hieß das andere Ding, wo wir im Dezember waren, ich weiß es nicht mehr, im
Hardclub, das ist nicht viel Arbeit. Da wisst ihr in zwei, drei Stunden durch.
Doch beim Abbau vom Geheimen Garten im letzten Jahr habe ich 68 Bambuspflanzen
quer übers Gelände getragen, die allesamt größer waren als ich und wo ich mich
locker auch in den Topf hätte setzen können. Das ist also doch ein Riesenaufwand
mit vielen, vielen Leuten. Das unterschätzt man immer, wenn man da ist, weil
auch der Organisator das Ganze mit sehr viel Liebe plant und auch genau weiß,
was er möchte. Und dann gibt es noch einen Commander, der nennt sich auch
meistens so, der einen dann wirklich durch die Gegend kommandiert. Und man kommt
da ordentlich ins Schwitzen.
Sebastian
aber ohne Freiwillige, ich meine, das wird ja jetzt nicht nach Stunde bezahlt,
glaube ich zumindest nicht. Oder doch? Genau, ohne Freiwillige gibt es sowas
halt nicht. Das gehört eben auch bei Partys dazu.
Tim
Das war ja auch irgendwo mein Einstieg. Ich wollte ja da irgendwo hin und mal
irgendwie gucken und mir diese ganze Geschichte ansehen.
Allerdings hatte ich auch keine Lust, ganz alleine auf irgendeiner Party zu
sein, wo ich keinen kenne. Und deshalb habe ich den Tipp bekommen, dass ich doch
mal in den Aufbau und Abbau gehen soll, weil man dann sofort irgendwie
integriert ist. Und das war auch so. In
Sebastian
So, und jetzt haben wir dort eine wunderbare Überleitung zu, wie kommst du zu
BDSM?
Da passt das doch. Wie lange bist du schon dabei?
Tim
etwa anderthalb, zwei Jahre.
Sebastian
Anderthalb, zwei Jahre. Ich habe hier stehen als Notiz entgleistes Tinder-Date.
Ach,
Tim
Das ist richtig. Eigentlich war es gar kein Tinder-Date. Das ist eine
Halbwahrheit. Ich habe geschummelt.
Sebastian
du hast geschummelt.
Tim
Ich habe in meinem Stammlokal in München am Marienplatz, weil ich da, ich sage
mal, in Laufweite arbeite, wenn ich in München bin,
wegen mangelnder Motivation an einem Tag drei Tinder-Dates gehabt.
Sebastian
Im selben Laden, ja?
Tim
Immer im selben Laden, immer dem Match direkt geschrieben, du, ich bin gerade in
der Stadt, was machst denn du? Lass uns doch da und da treffen, ist doch alles
super. Schreibe mir hier nicht lange rum, ich bin kein Romaneschreiber, sondern
ich kann entscheiden, ob ich dich mag oder nicht, wenn ich dich gesehen habe.
Und die drei Dates waren alle Mist. Und danach kam die Kellnerin auf mich zu und
sagte, sag mal, Tim, tinderst du? Ich sage, ja. Sagt sie, ja, brauchst du nicht.
Hier ist meine Telefonnummer.
Sebastian
Ach,
Tim
Und...
Sebastian
ja, das ist doch mal, das ist wie ein Drehbuch, ne?
Tim
Ja, genau.
Sebastian
Okay, und, und, und, und, hat sich das gelohnt?
Tim
Das hat sich insofern gelohnt. Das Ganze hat an einem Sonntag stattgefunden.
Also ich war da ab vormittags und bin dann um 17 Uhr mit ihr zum
Junges-München-Fesseltreff gegangen, ohne zu wissen, wo ich überhaupt hingehe.
Sie wollte mit mir auf eine Veranstaltung und hat mir nicht verraten, wo es
hingeht.
Sebastian
Ja, perfekt, hat sie gut gemacht, sehr schön. Schön.
Tim
Ich fand es wahnsinnig befremdlich
und habe sowas ja auch auch nie gesehen. Das war allerdings ja eher eine
Sportveranstaltung. Alle irgendwo in
Sportklamotten, in so einer alten Turnhalle, in einem Wohnhaus, ganz versteckt.
Muss man sich auch anmelden, damit man diesen Ort erfährt.
Und bin sehr früh gegangen. Ich glaube ein paar Stunden oder anderthalb. Weil,
wie gesagt, ich fand es befremdlich. Hab dann die Leute gegoogelt und war direkt
am Montag danach auf dem nächsten Stammtisch von denen.
Sebastian
Okay, Moment, also du fandest es befremdlich, aber bist dann doch wieder
hingegangen.
Tim
Ja, weil irgendwie hat es mich ja doch neugierig gemacht. So ist es ja nicht.
Sebastian
Wie haben denn die Leute auf dich reagiert?
Tim
Absolut offen. Und das habe ich noch nie erlebt. Egal, wo ich bislang nicht
engagiert habe oder hingekommen bin, du bist erst mal der Neue. Und das war
sowohl bei diesem Treffen von Junges München als auch bei dem SRD-Aufbau völlig
anders.
Sebastian
Okay, ja.
Tim
wäre gerne beim SRD-Aufbau länger mal der Neue gewesen, dann hätten sie nicht so
viel vorausgesetzt, was ich alles auf- und abbauen kann.
Mittlerweile kann ich es dann doch. Ich
Sebastian
Ja, aber das finde ich mal schön, weil das ist mal ein Kontrast zu dem ganzen,
ich habe es schon immer gewusst und ich habe mir das so und so, also das ist
einfach mal ein ganz anderer Einstieg. und ich
Tim
habe mich ja auch dafür geschämt, das schön zu finden. Ja,
Sebastian
das ist jetzt genau die große Frage. Also ganz ehrlich, du wirst ja vorher schon
ein bisschen Berührungspunkte damit gehabt haben oder irgendwas im Kopf gehabt
haben.
Tim
eigentlich nicht. Ich habe es da wirklich auch, also Berührungspunkte, man hat
das immer mal irgendwo gehört oder gesehen.
Klar, aber ich habe mir da nie näher Gedanken zu gemacht.
Sebastian
Ich sollte, glaube ich, öfter mal Leute einfach mal nehmen, an die Hand und
sagen, komm, wir gehen mal irgendwo hin. Mal gucken, wie sie reagieren. Wobei,
da sehe ich immer ein gewisses Risiko, wenn man die Leute zu sowas hinschleift.
Tim
Das ist die Frage, wo man sie hinschleift. Ich war danach auf vielen, vielen
Stammtischen von Jungs München, habe mich auch im Rahmen von einer beruflichen
Zusatzausbildung ein bisschen mit dem Thema befassen müssen. müssen. Da ging es
um Streitschlichtung innerhalb der Beziehung. Und da war das sehr gut, weil die
Sexualität in der Ehe häufig ein Thema ist in diesen Streitfällen, dass man
direkt ein Draht zu Leuten hat, die alles schon mal gesehen haben und alles
schon mal gemacht haben.
Und mein Einstieg als Party war dann halt auch eine
Playparty von Jungs München, wo ich dann wirklich zum ersten Mal live gesehen
habe, was man da so machen kann.
Sebastian
Ja, und?
Hast Blut geleckt, offenbar, sonst wärst du ja nicht hier.
Tim
Genau, da da habe ich Blut geleckt, dann ging es aber weiter, dann hat mich da
einer angesprochen und hat gesagt, komm doch mal zur SRD, die ist leider
ausverkauft, du musst beim Auf- und Abbau helfen. Dann habe ich gesagt, ich
kenne da eh keinen, beim Auf- und Abbau helfen ist natürlich super, weil dann
kenne ich sofort Leute.
Ja, dann hat das so eine Eigendynamik angenommen und ist jetzt ein Teil meiner
Freizeit geworden.
Sebastian
Das Auf- und Abbauen oder BDSM?
Tim
BDSM, um Gottes Willen.
Sebastian
kann ja sein, also wo war denn das, irgendwo war das mal da waren wir dann und
dann war da die Putzfrau, die total gerne in BDSM Locations was macht, weil die
Leute da so nett sind und auch ein bisschen Tipp geben, aber selber kann sie
damit nichts anfangen, aber die jungen Leute die sind super und die hat das
einfach genossen, die hat da ihren Job gemacht und das war gut und BDSMer seien
auch relativ sauber hat sie auch noch erklärt, das war immer ganz gut, wenn man
warten musste
Tim
Sind sie auch.
Sind sie. Also, wenn ich jetzt das vergleiche, ich habe dadurch auch Gefallen an
der Gastro gefunden und helfe immer mal so alle fünf, sechs Wochen in der
Münchner Disco aus.
Wenn man die Gäste vergleicht, sind die doch deutlich sauberer. Weshalb ich mir
das mit dem normalen Club schon wieder abgewöhnt habe.
Sebastian
Okay.
Tim
Ist gerade eh alles zu.
Sebastian
Ja, gut. Das ist halt gerade so. Aber deshalb machen wir das ja hier. Sonst
hätten wir keine Gelegenheit, ganz ehrlich, das wäre Selbstmord zu sagen, ich
mache so eine Live-Sendung am Freitagabend. Da wäre nämlich sonst einfach keiner
da.
So. Aber ich habe ja, das profitiere ich ja gerade ein bisschen. So.
Tim
Ich mache es ja gerne.
Sebastian
Jetzt hast du du hast jetzt alles gesehen.
Tim
Ich gehe da ja auch offen mit um.
Sebastian
Bondage und Dom und Sub und was man alles machen kann. Hauen, schlagen,
fesseln und so weiter. Was ist denn bei dir hängen geblieben? Was ist denn jetzt
deins?
Tim
Genau so, wie du es gerade aufgezählt hast. Hauen, schlagen, fesseln.
Sebastian
Ja, ist doch super. Also Universal-Dom.
Tim
Würde ich nicht sagen. Also, mir fehlt, was Seile anbetrifft. absolut die
Praxis, da brauche ich mal einen Trainingspartner.
Deshalb würde ich mich da nicht als Universalmensch bezeichnen. Alles andere
habe ich schon gut und gerne gemacht in den vergangenen zwei Jahren.
Sebastian
ich glaube, man muss beim BDSM die Sachen nicht unbedingt beherrschen, dass sie
Spaß machen. Aber wenn sie Spaß machen, beherrscht man sie irgendwann. Ich
glaube, irgendwie so. Aber wichtig ist, man muss immer machen. Wenn man nichts
macht, dann passiert halt auch nichts.
Hier, der Brat-Apfel. Mein Gott. Ja, das habe ich mir jetzt gemerkt. Man sollte
Vanillas nicht ganz so unvorbereitet da reinwerfen. Das stimmt schon. Man muss
immer so ein bisschen gucken natürlich, was ist das für ein Mensch und ja, man
sollte vielleicht auch nicht direkt jemanden mit auf eine Spielparty nehmen, der
da möglicherweise nicht offen ist. Das ist natürlich klar, aber dafür muss man
die Menschen halt ein bisschen kennen.
Tim
Ja,
Sebastian
Deine Kellnerin finde ich trotzdem lustig. Die darf sich hier übrigens mal
melden. Ich bin gespannt, was sie dazu sagt.
Tim
haben absolut keinen Kontakt mehr. Das war eine ganz kurze Episode, die es dann
gab über vier Wochen.
Die gibt es nicht mehr.
Sebastian
Die gibt es nicht mehr.
Tim
Leider.
Sebastian
Vielleicht hört sie es ja trotzdem. Hier, melde dich. So, jetzt hast du aber
genau eben gesagt, du brauchst im Prinzip jemanden zum Üben oder Fesseln, aber
eigentlich willst du ja was anderes.
Tim
Das würde mich freuen.
genau. Ja, genau.
Sebastian
Okay, du darfst gerne formulieren, was du möchtest, weil wenn ich das
formuliere, dann liege ich bestimmt wieder daneben.
Tim
Das weiß ich nicht. Also das wäre natürlich schön. Das ging so ein bisschen
einher mit meiner Single-Werdung, dass ich mich mit dem Thema, also natürlich
auch mit Tinder beschäftigt habe. Und es wäre halt schön, eine Beziehung zu
finden, wo das wirklich auch ein Bestandteil ist. Damit meine ich nicht
irgendein Polykül oder sonst irgendein Gerüst oder eine reine
Spielgeschichte, sondern ich lege da schon Wert auf eine Kontinuität und dass es
eine Beziehung ist wie jeder andere auch.
Sebastian
Okay, jetzt haben wir den besonderen Fall, dass ich mit jemandem spreche, der
Interesse hat, der da Spaß dran hat. Du hast auch schon Spielpartner gehabt,
aber das ist ja nicht dein Wunsch, du willst eine langfristige Beziehung.
da du noch keine langfristige BDSM-affine Beziehung hattest, ist jetzt natürlich
die Frage, was stellst du dir vor? Wir backen uns mal deine, ich vermute mal,
Suppe und dann mag ich mal wissen, was ist denn so, also es geht jetzt nicht
um irgendwelche Träume, sondern einfach so realistische Wunschvorstellungen, wo
sagst du, das wäre schon gut, wenn das wäre und wie kompromissbereit bist du da
überhaupt?
Tim
Genau.
Natürlich, man ist ja immer kompromissbereit. Altersähnlich wäre nett.
Die, die ich kennengelernt habe auf den ganzen Partys oder auch die, die auf
mein noch immer aktives Tinder-Profil reagieren, wo drinsteht, ich kann nicht
jeden Tag Vanilleeis essen.
Sebastian
Ja, ein schöner Code, ja.
Vanille-Eis oder Vanilla-Eis?
Tim
Vanilla mit A hinten.
Sebastian
Okay.
Tim
finden und das auch kapieren,
die sind dann plötzlich Anfang 20 und dann hört es irgendwo bei Mitte 20 auf
und, also spätestens auf und geht dann erst bei 50 weiter. In meiner
Altersklasse ist wahrscheinlich alles andere gerade verheiratet.
Sebastian
Ja, alles nicht, aber es stimmt schon, der Markt ist da in dem Bereich ein
bisschen kurz. Mir hat übrigens das Podcast-Hündchen gerade den Strohhalm
geklaut, weil offenbar ist Trinken nicht so möglich, stelle ich gerade fest.
Entschuldigung. Ich muss ja immer mal ein bisschen berichten, was hier passiert.
Entschuldigung, aber ich sah nur, der Strohhalm verschwindet. Warum, wieso wird
mir hier der Strohhalm geklaut?
Tim
habe auch jetzt die Zeit genutzt und habe verbotenerweise einmal im Chat
geguckt, liebe Grüße an Lady A, warum weint sie denn jetzt?
Sebastian
Ich weiß es nicht, aber ...
der Chat ist heute auch relativ entspannt, habe ich das Gefühl.
So, aber du hast natürlich
Tim
liegt an unseren ruhigen Stimmen.
Sebastian
recht, also wenn ich so den Stammtisch angucke, dann ist da natürlich bei uns
auch eine gewisse Lücke in der Altersklasse zwischen, sagen wir 30 bis Anfang
40.
Tim
Das
Sebastian
Das liegt natürlich auch daran, dass einfach ganz viele Menschen, ich ja auch,
Kinder zu Hause haben, da ist man nicht ganz so frei und da muss man gucken.
Aber früher oder später läuft dir jemand über den Weg, das ist ja immer eine
Frage der Zeit.
Tim
denke ich auch. bin tiefenentspannt.
Sebastian
Ja, aber bis dahin, wie überbrückst du das jetzt?
Tim
Naja, mein Tinder-Profil ist nach wie vor aktiv. Gar keine Frage, das bleibt
auch aktiv. Ich habe mich ein wenig aus Joyclub wieder zurückgezogen, weil
mir die Art und Weise der Kommunikation da nicht ganz so gut gefällt.
Es ist natürlich schön, auf der einen Seite tabellarisch zu sehen, was jemand
mag und was er nicht mag, mit mehr oder weniger aussagekräftigen
Bewerbungsbildern.
Allerdings werde ich immer mal wieder angeschrieben, allerdings aus den
beiden beschriebenen Altersklassen. Insofern jammer ich vielleicht auf einem
hohen Niveau.
Aber du brauchst ja als Mann eigentlich da niemanden aktiv anzuschreiben, der
dir gefällt. Du gehst ja unter in der Flut von den 4.500 anderen Nachrichten,
die die Dame bekommen hat, von denen wahrscheinlich 4.000 mit sehr
fragwürdigem Inhalt gespickt sind.
Sebastian
Ja, also ich behaupte immer noch, wenn man sich blicken lässt, dann läuft einem
früher oder später der Mensch über den Weg, mit dem das einfach passt. Aber wir
waren jetzt eben noch, wir backen uns unseren Partner.
Tim
Genau, das tue ich ja deswegen.
Sebastian
Partner, okay, also ich habe verstanden, altersähnlich, okay,
die super duper
24/7-D/s-Beziehungssüchtige-Frau, die sich komplett
unterwerfen will, die ist genau das Falsche für
Tim
Die möge sich bitte bei jemand anders melden. Ich sehe diese ganze D/s-Geschichte
als schönes Spiel.
Kürzlich habe ich gelesen, immer mit einer Portion Augenzwinkern, das fand ich
eine nette Formulierung.
Im Alltag lebe ich gern auf Augenhöhe.
Sebastian
ist vernünftig, sage ich mal, auf Dauer, ja,
Tim
Das macht in der Beziehung auch einfach mehr Spaß,
als jemanden zu haben, der dich sofort kniend jeden Tag zu Hause begrüßt.
Sebastian
ja,
Tim
Das habe ich auch kurzzeitig gehabt, Das ist nicht meins.
Sebastian
ja,
also es ist immer schwierig, aber was ich bei dir schon mal raushöre und das ist
schon mal ganz gut, Das ist bei vielen nämlich nicht so. Viele haben halt so
ihre Fantasien und Ideen und dann suchen sie zu diesen
Fantasien oder Praktiken, suchen sie einen Menschen, mit dem sie das ausleben
können.
Tim
Das ist ja Quatsch. Also so klar will ich diese Thematik ausleben,
mehr oder weniger intensiv. Das ist selbstverständlich. Das gehört dazu. Es gibt
Praktiken, die gefallen einem mehr, andere gefallen einem weniger. Aber das
ergibt sich. Das ergibt sich ja im normalen Leben auch.
Sebastian
Ja, also man muss da immer verhandeln auch. Das finde ich immer schön. Das hat
mir Megan damals wirklich sehr gut nähergebracht. Wenn ich den Konsens
herstelle, dann muss ich viel reden und dann diskutiere ich auch darüber, wo
bewegen wir uns und was wollen wir überhaupt. Und dann muss man eben gucken, was
gehört zusammen.
Tim
genau.
Und da ist Kommunikation gefragt. Aber die brauchst du halt immer im Leben.
Sebastian
hier Blue Rose hat was geschrieben, wenn die Nachricht ansprechend ist, wird
auch geantwortet, es sollen halt nicht nur 1,5 Zeilen sein und so weiter.
Tim
Ist
Sebastian
Ja, stimmt.
Tim
richtig.
Sebastian
Die Frage ist, wie ist, also ich hätte gerne eine Blaupause für ein
Anschreiben, auf das man auch eine Antwort bekommt.
Ich habe mal früher festgestellt, wenn ich dann Menschen angeschrieben habe,
wenn ich zu viel Mühe mir gebe und zu lange schreibe, dann kriege ich als
Antwort, dass das ein Standardschreiben ja sei und auf sowas braucht man nicht
zu antworten.
dabei war das persönlich und individuell und wenn es zu kurz ist, dann heißt es
hast du meinen Profiltext nicht gelesen
sagen wir mal so das ist schwierig, weil das ist für Mädels und auch Jungs
teilweise einfach so ein Angriff aufs Postfach da kommt, macht das einmal Pling
und da ist jemand und der will jetzt was von mir und ich soll den auch noch
jetzt beschäftigen
Tim
Bei Tinder gibt es ja solche Aufhänger, die immer funktionieren. Gerade bei
Menschen, die mehr als zwei Zeilen Profiltext haben und mehr als drei Fotos,
funktioniert eigentlich immer, Hallo Jacqueline, du bist ja ein schöner
Match, wo bist du da auf dem dritten Foto? Du musst denen ja einfach nur
Interesse zeigen und zeigen, dass du dieses Profil auch gelesen hast und die
individuell anschreiben. Da kriegst du eigentlich immer eine Antwort.
Sebastian
ja
aber wenn du sagst, das funktioniert immer, dann ist es ja schon nicht mehr
individuell
Tim
Es funktioniert aber.
Sebastian
Entschuldigung Entschuldigung, das ist immer, im Zweifel kann man immer einen
draufgeben, ne.
Tim
Es ist richtig, aber es funktioniert.
Sebastian
Nein, es ist ja auch total schwierig und ich kann mir das auch vorstellen, wenn
ich dann irgendwie da, was weiß ich, morgens das Ding aufmache, hab da 100
Nachrichten, keine Ahnung, was ich tun würde. Ich würde wahrscheinlich alle
löschen und sagen, leckt mich, so viel Zeit hat doch keiner, ne.
Tim
genau, ich kann das total nachvollziehen, deshalb bin ich da mittlerweile
vorsichtig, also ich bin Standardmitglied immer noch, schreibe vielleicht
nachher in den Chat auch meinen Namen, lieber ist mir der Instagram-Name, dann
lese ich es auch.
das ist halt blöd, ist halt schwierig, gerade wenn du also das habe ich häufig
jetzt auch schon gesehen auf diesen Partys wie plump oft die Ansprache ist
der Herren auf die Damen und denken dann, es handelt sich hierbei um Freiwild,
nur weil sie vielleicht auch reizend gekleidet sind. Kann
Sebastian
Ja, das sind aber, ich glaube, das kann man nicht verallgemeinern.
Tim
ich ein bisschen verstehen, ja
Sebastian
Ja, da muss man mal gucken, was kann ich alles verallgemeinern und was nicht. Im
Endeffekt kommt es ja nur darauf an, dass sich zwei Menschen dann gegenseitig
gut finden und dann finden die zusammen und ganz ehrlich, ob das dann ein
besonders professionelles Anschreiben war oder nicht, da bin ich mir immer nicht
so sicher, ob es dann darauf angekommen ist. Im Zweifel, die Wege sind immer
unergründlich, habe ich das Gefühl. Gefühl. Das Podcastsubbie war auch so ein
Zufallsfund mit einer der blödesten Mails, die ich jemals in meinem Leben
geschrieben habe.
Ja,
also, ich werde jetzt nicht alles erzählen, aber im Grunde ging es erstmal nur
darum, was bedeutet der Nickname, ja, dass das mal funktionieren könnte. War
aber auch einfach nur Neugier dahinter, dass man dann irgendwie, dass das mal
weitergeht, das war keine Intention dahinter, sondern wirklich nur, dass man,
hä, was heißt denn das?
Komischerweise, Wie gesagt, ergibt sich das jetzt. Jetzt Podcast so wie gerade
irgendwas.
Tim
Habe ich von der Dame ja,
Sebastian
Ich kriege wahrscheinlich gleich unglaublichen Ärger.
Tim
also wenn ich jetzt alles erzähle was mir so im Kopf ist, kriege ich gleich auch
noch relativ großen Ärger. Die Dame, die mich zu ihr geschickt hat, ohne den
Namen nennen zu wollen, die hat mich übrigens auch mit einem Korb ausgestattet
auf Joyclub, ja.
Aber heute mögen wir uns.
Sebastian
Ja gut, das ist ja immer noch mal die Frage. Schreibt jemand was oder sehe ich
ihn? Das ist ja auch noch mal was anderes. So, was haben wir denn da?
Tim
Genau.
Sebastian
Wer hat denn das geschrieben? Perlenkette hat geschrieben. Grins, ja, die
Stimme hat was. @Kunst der Unvernunft. Wo kommt dein Gast noch mal her?
München oder nur zum Arbeiten? Ja, da ist offensichtlich jemand, mit dem du mal
chatten solltest.
Tim
Auch.
Herzlich gerne.
Sebastian
Ja, wenn wir hier fertig sind, Einfach mal im Chat bleiben und ich glaube, dann
findet ihr euch da schon irgendwie, ne?
Tim
Genau. So ist der Plan.
Sebastian
Ja, wunderbar. Also das war jetzt nicht der Plan, dich hier zu verkuppeln, aber
offenbar.
Tim
Gut, ich habe das schon mit Hintergedanken gemacht. Nein, um Gottes willen.
Du wolltest ja von mir hören.
Sebastian
du kennst die Provision, ne?
Bei Hochzeit fallen 25 Prozent des Erbes an oder sowas.
Oh Gott.
Tim
Das kann ich mir in der Krise mit dem bösen C-Wort gerade noch leisten, weil da
ist mein Erbe langsam null.
Sebastian
Ja, alles in Ordnung.
Tim
Insofern alles gut.
Sebastian
Ah, ja, so, Rubina mag ich auch nochmal kurz vorlesen. Es sollte halt nicht
gezwungen rüberkommen. Einfach, locker, leicht, etwas Witziges, worauf man auch
antworten und eingehen kann. Das stimmt, man muss Fragen stellen. Wenn man keine
Fragen stellt, dann kriegt man auch keine Antworten.
Tim
Ja, das ist ja so ein alter Verkäufer-Trick.
Sebastian
Du bist Verkäufer?
Tim
Früher mal gewesen. Immer Fragen stellen, lass den Interessenten 80% reden und
ich selber nur 20%. Das ist schon richtig. Aber es darf auch kein Kreuzfeuer
werden. Ja,
Sebastian
Ja, das habe ich immer beim Podcast versucht. Das gelingt mir dann nur, wenn ich
danach viel geschnitten habe.
Naja.
Ja, Moment.
Tim
noch brauchst du nicht viel rausschneiden. Wir waren ganz brav, oder?
Sebastian
war jetzt ziemlich entspannt, glaube ich.
Tim
Ja, das glaube ich auch.
Sebastian
Also von daher, ich gebe dem Chat jetzt nochmal die Gelegenheit. Ich habe das
Gefühl, das ufert heute zeitlich ein bisschen aus.
Tim
Du hast mir gesagt, ich habe nur 25 Minuten. Jetzt weiß ich nicht, wie lange wir
im Vorspann waren. Mein Display zeigt 28 Minuten 17.
Sebastian
Alles entspannt. Also ein paar Minütchen haben wir noch.
Tim
Eben, sehe ich genauso.
Sebastian
Alles ist gut. Ich habe ja noch ein bisschen Musik. Musik und ich habe ja noch
ein paar Unterstützer, deren Nachrichten ich auch noch heute verlesen will. Das
muss ich alles irgendwie unterbringen, das wird noch spannend.
Sagen wir es mal so, ich würde mir tatsächlich wünschen, wenn es bei dir Klick
gemacht hat und du hast da den Menschen gefunden, dann hätte ich euch beide
gerne einfach mal dabei. Da würde ich die Geschichte nämlich gerne hören und am
besten ist, wenn sie anfängt mit, ich habe ihn im Podcast gehört.
Tim
Und dann kriege ich Provision, aber herzlich gerne. Das ist versprochen.
Sebastian
Wir schenken uns da nichts.
Nein, also ich finde das Thema tatsächlich ganz interessant, weil
es gibt sowohl Mädels als auch Jungs, ich darf ja nicht Mädels sagen, also
Frauen und Männer, manchmal dauert das einfach seine Zeit, bis es dann
mal passt und das kann auch mal fünf Jahre dauern, aber wenn ich dann die
Menschen angucke, dann sind die auch angekommen und ich glaube, das ist ja auch
das Ziel, dass man mal ankommt.
Tim
Ich bin halt auch in einer gewissen Art und Weise wählerisch, weil ich bin halt
nicht mehr Anfang 20 und nehme alles mit, was ich kriegen kann.
Das ist natürlich
ergibt sich das irgendwann. Das ist auch alles gut, nur ich könnte halt über das
Thema Online-Dating sicherlich ein ganzes Buch füllen.
Egal ob Tinder, Lovoo, was der Vorhof zur Hölle ist aus meiner Sicht.
Ich habe sämtliche Portale schon mal irgendwann benutzt
und irgendwann kannst du wirklich ein Buch drüber schreiben.
Sebastian
Ja, ist doch mal eine Möglichkeit. Schreib ein Buch, finde ich super.
Also sagen wir mal so, ich weiß nicht, irgendwas habe ich gelesen, 25 Prozent
der Paare kommen über Online-Dating zusammen. Das kann ich mir durchaus
vorstellen. Ich befürchte sogar, es sind im Endeffekt mehr.
Tim
Ja, sagen
Sebastian
der anderen Seite sind natürlich so Plattformen wie Joyclub, ich weiß jetzt
nicht, ob das stimmt, ob das eine Unterstellung ist, die sind natürlich auch
einfach gut dafür, um mal Abwechslung für ein paar Tage zu finden.
So, Lady A, ich tröste gerne und speziell.
Ich überlege gerade, wie ich das verstehen kann.
Tim
wir mal.
Sebastian
Es gibt verschiedene Möglichkeiten.
Ja, ich schlage vor, du wirst gleich nochmal im Chat gucken, wer das eben war,
der da eben irgendwie gefragt hat, wo du herkommst. Könnte ja sein. Wie gesagt,
das ist, ne?
Tim
Ich kenne halt auch einige da im Chat, wenn ich das so mit halbem Auge mitlese.
Der Commander, von dem ich gerade gesprochen habe, ist auch schon da. Es gibt,
glaube ich, nicht noch einen, der sich Commander nennt auf diesem Erdball.
Den einen oder anderen kenne ich. Das wird sich zeigen.
Sebastian
Ja, also ich wollte dich jetzt auch gar nicht verkuppeln, um Gottes Willen, aber
ich finde tatsächlich, diese generelle Problematik ist tatsächlich nicht so
einfach, weil, find jemanden.
Tim
Nein. Nein, nee,
Sebastian
Und dann muss das auch noch passen. Und selbst wenn du einen Menschen findest,
der total super drauf ist, also stell dir mal vor, du findest den Menschen, den
du in die Augen siehst und sagst, boah. Und dann sagt der Mensch dir auch noch,
ja, also BDSM-Interesse ist auch da. Super. Und dann sagt dir die Frau, sie ist
übrigens Top.
Was machst du denn dann? Lässt es daran scheitern oder würdest du dann auf die
Knie gehen und sagen, Scheiß
Tim
das kann ich nicht. Also das habe ich mal versucht in einer einmaligen Session
mit einer Art Einkaufszettel, was ich alles mal ausprobieren möchte. Aber nein,
das ist nicht meins.
Sebastian
Einkaufszettel?
Tim
Ja, was ich ausprobiert haben möchte an mir. Gibt es ja diese, so eine
Wunschliste. Also das möchte ich mal gemacht haben, das möchte ich mal gemacht
haben. Dieses Werkzeug, dieses Werkzeug.
Sebastian
Okay,
Entschuldigung, aber fragen, was da drauf stand?
Tim
Alles Mögliche, ja. Also mit was du mal geschlagen werden möchtest, wie du
festgebunden werden möchtest und alles Mögliche, ja. Ja, ganz
Sebastian
Okay, aber war nix.
Ja, ist ja völlig in Ordnung. Ich meine, allein, dass man das
so schnell konnte ich dich nicht muten.
Ist aber nicht schlimm.
Ganz ehrlich, allein zu sagen, ich probiere das mal aus, das kann ja doch
spannend sein.
Man muss halt gucken, wo man sich wohlfühlt und das ist dann auch, glaube ich,
völlig in Ordnung.
Tim
genau. Deshalb finde ich diese Partnersuche nach Praktik auch relativ schwierig,
weil dir unterschiedliche Sachen mit unterschiedlichen Menschen auch durchaus
mehr oder weniger Spaß machen können.
Sebastian
Ja, wobei, also Tinder, wo man eben angeben kann, hier die und die Praktik,
ich glaube, das würde zumindest die Anzahl der Menschen, die einem da
vorgeschlagen werden, massiv reduzieren, wenn ich irgendwie, was ist denn das
denn? Ich habe nur 10, ich habe 10, ja, ich habe, nee, nicht mit Praktiken, da
kommt das nicht, aber da wollen wir noch nichts verraten.
Tim
Ja, das kommt ja.
Sebastian
Also mit Praktiken wäre es, wenn ich 10 Praktiken angebe und das muss matchen zu
90 Prozent, dann ist die Anzahl der Menschen, die darauf passen können,
mathematisch schon mal sehr gering. Also ich glaube, einer von 1000 oder sowas,
wenn ich das jetzt im Kopf zusammenzähle.
Und selbst dann muss es ja noch nicht passen.
Also, ob du gerne Wodka trinkst, soll ich dich noch fragen.
Tim
Immer gerne, klar.
Ich
Sebastian
Warum ist das eigentlich wichtig? Also, ich blicke da nicht dahinter, aber gut.
Ah.
So. Pass auf, wir machen das jetzt so. Ich werde dich jetzt in den Chat
entlassen, damit du dann da rausfinden kannst, wer, wie, was, wo.
Tim
danke dir. Es
Sebastian
Und, ja,
Tim
hat mir Spaß gemacht. Ja.
Sebastian
das hoffe ich.
Tim
Herzlich gerne wieder.
Sebastian
Und so unkompliziert, ne? Einmal telefoniert, zack, dabei.
Tim
Richtig.
Sebastian
So, dann hab ich, ich hab Musik für für dich, irgendwas,
mehr zeigt mir das Fenster hier nicht an.
Tim
Genau, von Volbeat. Genau.
Sebastian
Okay, ja, dann werde ich dir das jetzt spielen, danach geht's weiter und dann
ändern wir mal das Thema komplett. Ich verrate schon mal, es geht so ein
bisschen in Richtung Goa.
Tim
Wunderbar.
Sebastian
Da weiß ja auch keiner was wirklich drüber.
Tim
Ich freue mich.
Sebastian
So.
Ich wünsche dir einen schönen Abend, hab ein schönes Wochenende und wenn's dann
soweit ist und geklappt hat, dann sag mal Bescheid.
Tim
Wünsche ich dir auch.
Sebastian
Das will ich dann wissen.
Tim
Ganz genau. Dann komme ich nochmal wieder.
Sebastian
Okay.
Tim
Danke.
Sebastian
Gerne. Tschüss.
Tim
Ciao.
Sebastian
Und weiter geht's.
So, bevor mein nächster Gast kommt, das ist wichtig, weil es ist toll und ihr
habt mich da total überrascht und ich habe langsam ein schlechtes Gewissen. Es
sind Spenden reingekommen und Spenden, da darf ich ja gar nicht sagen, es ist
Unterstützung reingekommen und zwar eine ganze Menge und die kann ich hier alle
gar nicht nennen. Aber ich fange einfach mal an und werde jetzt jede Folge ein
bisschen gucken, was da so dran stand und dann freue ich mich einfach, dass ich
damit hoffentlich nie zu Ende komme. So, ich mache das jetzt auch relativ
schnell, aber wirklich danke, danke, danke. Also der Fortbestand dieses Projekts
ist in jedem Fall gesichert.
Nur nicht aufhören. So, fangen wir an. Nummer 1, Clemens Support bei Fahrtgeld,
Kaffee und Co. schreibt da. Sabine schreibt Nervennahrung und Kaffee für den
Livestream.
Anja, Kaffee und noch mehr Kaffee für den genialen Podcast. Podcast. Och, danke
schön. So viel Kaffee abends trinke ich doch gar kein mehr. Christian, danke für
den Podcast und den Aufwand, den du reinsteckst. Mach ich super gerne.
Vanessa, ganz liebe Grüße an dich und die Community vom Tinder-Pärchen aus der
Nähe von Zürich. Kann ich gerade noch nicht zuordnen. Ich arbeite dran. Ohne
Text haben auch noch unterstützt Markus und Isabel. Nein, Isabel hat noch
geschrieben, Spende für den Podcast. Ich glaube, das muss ich dann nicht immer
so vorlesen.
Ariane und Konrad auch. Philipp ohne Text. Ein Philipp, also wirklich ein
anderer.
Und das ist dann liebe Grüße vom Spicy Vanilla Zuhörer Philipp. Danke für die
kurzweiligen Autofahrten. So, das sollte es aber erstmal gewesen sein für heute,
was das angeht. Und jetzt begrüße ich Sefa. Hallo.
Sefa
Hallöchen.
Sebastian
So, wir haben so ein schönes Thema, was eigentlich noch gar nicht so
richtig vorkam.
Sefa
Ja, das war bisher ja immer nur so ein bisschen Randthema mal erwähnt. Ja,
Sebastian
Genau, so, dann gucken wir mal. Das ist natürlich nicht alles streng nach
Vorschrift, sondern eine Interpretation. Und es geht nämlich heute gleich um das
Thema Gor.
Sefa
genau. Um unsere Interpretation davon.
Sebastian
Dann fangen wir aber wie immer von vorne an. Du bist 25, kommst aus der Gegend
um Dresden.
Sefa
Genau, das ist richtig.
Sebastian
Und du bist sub...
Sefa
Ja, hauptsächlich so mit leicht sadistischen Neigungen.
Sebastian
Natürlich, irgendwie alle Frauen, die unten sind, haben irgendwie leicht
statistische Neigungen. Das scheint irgendwie so eine... Nein, nicht alle, aber
viele. Das scheint so eine leichtes... Du kannst nicht mal zu sein.
Sefa
Ja, aber nur anderen gegenüber, nicht dem Herrn gegenüber.
Sebastian
Natürlich, natürlich, niemals dem Herrn gegenüber.
Sefa
Nein.
Sebastian
Okay, du bist seit wie lange dabei? Also BDSM?
Sefa
So seit
heute in einer Woche seit einem Jahr so aktiv in der Szene mit dabei. Genau.
Sebastian
Seit heute.
Sefa
heute in einer Woche, also am 1.
Sebastian
Heute?
Sefa
Mai.
Sebastian
1. Mai? Okay,
das ist ja schon fast das Jubiläum, aber ich habe dich leider jetzt vorher schon
dabei. Tja.
Sefa
Wir werden's überleben.
Sebastian
okay. Das heißt, du hast es aber geschafft,
24 Jahre um BDSM herumzukommen. Die ersten Jahre verzeihe ich dir dann noch.
Sefa
Sehr gütig.
Sebastian
ja, entschuldige.
Okay, wie kam's?
Sefa
Wie kam es? Ich weiß nicht, also rückblickend betrachtet stellt man dann doch
fest, dass man schon länger Interesse daran hatte.
Die ersten Partner, wo ich dann gefragt habe, hey, können wir nicht mal
irgendwie was ein bisschen machen? Nur so mal Augen verbinden, vielleicht
Handschellen.
Die waren dann nie so von begeistert. Deswegen hatte sich das die ersten ersten
Jahren nie ergeben, wirklich.
Dann der erste Versuch mit einem Partner, der das gemacht hat, ist dann
gründlich in die Hose gegangen.
Weswegen ich jetzt umso froher bin, dass ich jetzt meinen Herrn habe und so
glücklich mit dem auch in der Beziehung bin.
Sebastian
Nennst du ihn deinen Herrn? Nennst du ihn immer so?
Sefa
Oft, ja. Also, wenn, gerade wenn ich in meiner
Kajira-Sefa-Rolle bin, dann ist er definitiv immer mein Herr.
Sebastian
Im Prinzip finden jetzt alles, was wir jetzt weiter besprechen, findet jetzt in
diesem Setting statt.
Und dann würde ich sagen, wir versuchen das mal so ein bisschen zu erklären. Ich
sag dir mal, was ich über Gor früher gewusst habe. Da gibt es Bücher mit ganz
viel Fiktion und die sind ganz brutal, aber da sind schöne Bildchen und
Beschreibungen von Positionen drin und dann hat sich eine Community gebildet und
hat daraus ein bisschen was BDSM-tauglicheres gemacht.
Sefa
Ja, das ist ja
Sebastian
falsch bin ich?
Sefa
also an sich ist das ja richtig, also diese Gor-Reihe, diese Bücher-Reihe,
der Planet, diese Gegenerde lebt ja von der,
also von dem Sklaventum, so nennen wir das mal. Der ist da ja allgegenwärtig und
ich habe da jetzt auch ein, zwei Bücher auch dann gelesen gehabt, weil ich das
erst tatsächlich durch meinen jetzigen Herrn kennengelernt habe und das ist halt
eine wundervolle Vorlage für sowas, besonders wenn man sehr auf auf D/s steht.
Sebastian
Okay.
Ich
glaube, wir nehmen erstmal eure Beziehung ein bisschen unter die Lupe. Er ist so
alt wie du? Oder
Sefa
Nein, er ist ein bisschen älter, er ist 38.
Sebastian
gut, das ist aber auch der Unterschied ist jetzt nicht so groß. Er kam damit um
die Ecke.
Sefa
Genau, ich war ja noch so das kleine, unerfahrene Ding und wusste auch überhaupt
nicht, was er wollte, deswegen habe ich ihn auch immer 10.000 Mal gelöchert, was
er überhaupt möchte, was er, was ihn überhaupt kickt und dann hat er mir das
halt so vorgestellt und
mir so ein kleines Ausbildungsbuch in die Hand gedrückt, wie er das bis jetzt
meistens so gehandhabt hat
und ich habe gesagt, boah, ja, Ja, das ist schön. Das macht Kopfkino.
Sebastian
Hat er die Bücher gelesen?
Sefa
Er hat eins gelesen, soweit ich weiß.
Sebastian
Das reicht, da kann er ja delegieren.
Sefa
Und ja, genau.
Sebastian
aber das ist ja auch für so ein Setting nicht so wichtig. Ich kann auch die
Geschichte der O zur Hälfte lesen und sagen, ach, das ist eigentlich ganz schön.
Der zweite Teil ist da eh nicht mehr so wichtig.
Sefa
Ja, doch, definitiv. Ja, das ist einfach sehr, sehr schön.
Also dieses Trainingsbuch, ich kann das jetzt mal aufklappen. Ich habe das
direkt vor mir liegen.
Da steht, Entschuldigung, ist es in Kapitel unterteilt. Und das erste
zum Beispiel ist einfach das Erkennen der eigenen Position. Dann
sind die Grundpositionen erklärt, dann Strafpositionen, erweiterte Positionen,
Haltung, die Handzeichen, die der Herr mir gibt, die Handzeichen, die ich geben
kann. Und dann ist da aber auch ganz Allgemeines drin, darüber,
womit überhaupt geschlagen werden kann und dann so eine schöne Auflistung von
verschiedenen Schlaginstrumenten und wie die so auf einer Schmerzskala sind und
wofür man die so verwendet.
Ja, genau. Auch einfach, um zu sehen, weil ich das auch nicht in Worte fassen
konnte, was ich möchte, zu sehen, überhaupt abzutasten, ob das was für mich ist.
Erstmal nicht, dass ich das befolge, sondern als quasi Recherche.
Sebastian
wie wir uns einig werden, was und wie hier, lies mal was und guck dir das an.
Sefa
Ja, ich habe am Anfang sehr viel zu lesen bekommen.
Sebastian
Ja gut, aber das ist ja manchmal gar nicht so schlecht, weil wenn du das dann
auch lesen möchtest und da auch Interesse dran hast, dann hat er ja auch ein
Sechser im Lotto dann quasi direkt gemacht.
Sefa
ja, ich finde, ja, das hört sich gut an.
Sebastian
Jetzt ist ja die Frage, hat er dich jetzt erst mal drei Monate irgendwas lesen
lassen oder habt ihr gleich losgelegt?
Sefa
Ich würde sagen, wir haben recht schnell losgelegt aber in sehr kleinen
Schritten am Anfang, also es war wirklich erstmal
gucken und was gefällt dir das überhaupt und wenn wir das so machen, wie fühlst
du dich dabei, weil wir haben die ersten Monate
so viel geredet und ich musste so viel Feedback geben für Sachen, die ich noch
gar nicht in Worte fassen konnte, das
war sehr, sehr hilfreich aber auch Also
Sebastian
Ja, das ist ja tatsächlich so ein Punkt. Also Feedback, das ist ja auch mal das,
wo ich dann sage, Sag mir mal, ich will Feedback haben. Es reicht mir auch nicht
zu sagen, ja, die Session gestern war toll.
will ja schon irgendwie so ein bisschen mehr wissen. Ich weiß nicht genau warum,
aber ich habe auch immer das Gefühl, ich brauche das, damit ich dann so ein
bisschen auch wirklich weiß, wo stehen wir gerade.
So, ich weiß nicht, also manche kennen wahrscheinlich diese Positionen. Da
gibt es so ein paar Klassiker, die mag ich auch ganz gerne. Magst du mal eine
beschreiben, dass man sich das vorstellen kann, wenn man das jetzt nicht kennt?
Das
Sefa
ich würde sagen, also dann wahrscheinlich einfach die erste Grundposition, das
Nadu, das ist das Knien. Das ist auch eine Position, aus der manch andere
hervorgehen, die dann davon erweitert sind quasi.
Nadu ist eine Knieposition, wo man dann auf den Fersen sitzt mit sehr
geradem Rücken, gerader Kopf, aber Blick immer auf den Boden, weit gespreizte
Beine. und die Hände sind dann schön gerade und mit leicht Spannung
auf den Oberschenkeln.
Sebastian
klingt nach Disziplin.
Sefa
Ja, darum geht es ja auch sehr, sehr viel, um das Disziplin. Deswegen steht ja
auch auf meinem schönen Ausbildungsplan ganz vorne drauf, Schönheit durch
Disziplin.
Sebastian
Oh, das ist ein sehr schöner Satz tatsächlich.
Ja, man kann auch beim BDSM ganz viel rumsauen, aber ja, so eine ganz exakte
Position, das macht schon Eindruck, das gebe ich ja zu.
Das finde ich auch sehr schön.
Wie viel? Okay, also wir haben jetzt diese Position. In welcher Position bist du
denn jetzt gerade eigentlich?
Sefa
Jetzt gerade sitze ich tatsächlich nur auf dem Boden, einfach damit ich
halt auch ein bisschen entspannter sein kann und nicht ganz so nervös die ganze
Zeit hin und her hobble.
Sebastian
Alles gut. Ich wollte es ja nur mal wissen. Kann ja sein. Ich habe mal mit
jemandem ein Vorgespräch geführt. Nein, es war nicht mal ein Vorgespräch, es war
ein ganz anderes Gespräch. Und am Ende des Gesprächs hat man mir dann gesagt,
Jani, ich habe mich ja vorher in dem Stuhl selber festgefesselt, damit ich
entspannt bin. Ich dachte, ach, schön, das sagst du mir hinterher.
Sefa
Ja, das ist auch eine gute Lösung. Ja, mein Herr hat auch eben schon
vorgeschlagen, die Hand- und Fußfesseln dran zu machen, damit ich mich auch ein
bisschen mehr entspanne.
Sebastian
Okay, damit du dich entspannst, das ist doch gut. Und im Zweifel kannst du
rumklappern, das klingt dann auch immer noch schön.
Sefa
die liegen hier auch gerade sehr schön neben mir.
Ich weiß nicht, ob man das hört.
Sebastian
Das hat man sehr gut gehört, als wäre man dabei.
Sefa
Ja, schön, oder?
Sebastian
Die Position, wie gesagt, ich kenne einige, ich habe die Bildchen auch schon
gesehen im Netz. Die Frage ist, wie viel gibt es denn da? Und
Sefa
Oh Gott, da gibt es viele. Die haben auch im Internet
verschiedene Namen zwischendurch. Deswegen ist das manchmal auch sehr schwierig,
dann auf den gleichen Nenner zu kommen.
weswegen ich schon sehr beeindruckt bin, dass mein Herr so viel Zeit in dieses
Ausbildungsheft gesteckt hat und das alles so genau recherchiert hat, weil ich
da auch sehr große Textabsätze nebenstehen habe, was dabei alles zu beachten
ist.
Sebastian
er muss das ja von den anderen auch selber alles kennen.
Sefa
Ja, und die Namen dazu, weil die haben ja alles so schöne Namen wie Nadu, Lesha,
Bara, Sula, Hulda.
Sebastian
da reicht dann ein Wort und du nimmst dann die Position ein.
Sefa
Genau.
Sebastian
Ja, das ist schon praktisch.
Gut, aber wie viele, ganz grob im Bereich 10, 20, 50, 100, kannst du es dann
doch irgendwie, die
Sefa
Ich sag mal, das erste Kapitel mit Grundposition hat sechs Stück, dann vier
Grundhaltungen noch dazu,
9, 10, ich glaube, das sind so mit
den Strafpositionen, die hier im Buch sind, an die 20 ran.
Sebastian
20, okay, die hast du ja alle geübt und beherrschst die einwandfrei.
Sefa
Ja.
Sebastian
Ja, natürlich.
Sefa
Ja, natürlich.
Da mein Herr auch gerade nebenan zuhört. Ja, ich kenne die natürlich alle in-
und auswendig.
Das sind halt die Positionen, die man einnimmt, um dann, weil auf Gor wird
ja auch viel mit Peitschen und allem
dann bestraft. oder mit Spanking allgemein und das sind dann Positionen, die man
einnehmen kann oder muss, um dann diese Schläge zu bekommen, wo dann
halt auch darauf geachtet wird, dass dann auf die Körperstellen, wo das ist,
auch gerade möglichst viel Spannung ist.
Genau, sie ist zum Empfang der Strafe da.
Ja, das stimmt.
Das ist ja das Schöne. Ich bin ein sehr großer Fan von Training
und
Bestrafung.
Und ja, wenn man nicht so viele Schläge bekommt, wie man es gerne hätte, dann
wird man vielleicht dann auch ein bisschen flapsiger und ein wenig frecher, als
es eigentlich der Rolle zuträglich ist.
Sebastian
Das bedeutet, du hast die Situation unter Kontrolle. Ah,
Sefa
Nein, tatsächlich habe ich immer wieder feststellen müssen, dass ich das gar
nicht habe, weil er ganz genau weiß, wenn ich nur versuche zu provozieren und
mir dann erst recht nicht gibt, was ich möchte.
Sebastian
okay, alles klar, da bricht er dann aus.
Sefa
Ja,
Sebastian
Ja, das ist immer so ein bisschen, sagen wir es mal so, wenn wir ganz viel Spaß
miteinander haben, dann muss ich dann auch schon echt gucken.
Ich lasse mich dann auch einfach mal gerne provozieren. Mehr haue, kein Problem,
ich habe noch mehr. Ja, das geht schon.
Ich versuche gerade eine schöne Überleitung zu den Merksprüchen zu kommen, weil
ich möchte gerne einen abfragen, ohne dass du ihn abliest.
finde das spannend, wenn man Dinge auswendig lernen muss, weil ich kann das
überhaupt nicht.
Sefa
okay, ja.
Sebastian
Also was ich auswendig lernen kann, sind dann die Namen der Menschen, mit denen
ich spiele. Und nein, das kriege ich dann schon noch hin, aber trotzdem, also
Dinge merken ist nicht so meins.
Sefa
Ja, das ist mir auch am Anfang sehr viel schwieriger gefallen. Also ich habe
diesen Merkspruch auch am Anfang sehr oft nicht richtig aufsagen können.
Sebastian
Okay, aber jetzt kannst du es.
Sefa
Wir können es gerne versuchen und dann werde ich ja nachher sehen, was mein Herr
dazu sagt.
Sebastian
Ja, bitte.
Sefa
Oh,
Sebastian
Das Mikrofon gehört dir.
Sefa
vielen Dank. Okay, dann.
Er ist Herr und ich bin Sklavin. Er ist Eigentümer, ich bin Eigentum. Er
befiehlt, ich gehorche.
Er ist zufriedenzustellen und ich soll gefallen. Warum dies? Weil er Herr ist
und ich Sklavin bin.
So, das war's.
Sebastian
Ja, war sehr schön vorgetragen.
Sefa
Das war einer.
Sebastian
Davon gibt es wahrscheinlich nicht 100 Stück.
Sefa
Nein, in meinem Heft habe ich diesen einen Merkspruch und dann noch eins, was
quasi ein Frage-Antwort-Spiel ist mit Was bist du? Ich bin Sklavin. Was ist eine
Sklavin? Ein Mädchen, das Eigentum ist. Und das geht dann so weiter.
Sebastian
Würde ich jetzt normalerweise kritisch fragen, das tue ich auch so ein bisschen.
Also ihr habt den Konsens hergestellt, das wollt ihr beide so.
Würdest du das als Rollenspiel bezeichnen oder als Lebensmodell?
Sefa
Rollenspielen nicht wirklich, weil, okay, man sagt zwar, man nimmt eine Rolle
ein, aber obwohl das eigentlich mehr ein Teil einer selbst ist, deswegen
wahrscheinlich tendiert das eher Richtung Lebenseinstellung.
Sebastian
Okay. Ja, also es ist immer so da, so diese Grenze, wenn du sagst, ich habe
heute keinen Bock, heute geht es nicht, ich will nicht, ich habe ein scheiß Tag
gehabt, lass mich mit dem Kram in Ruhe.
Wie geht ihr mit sowas um, wenn es einfach mal, die Rolle einfach mal heute
nicht passt?
Sefa
Ja, solche Momente hatten wir auch schon und es ist dann schwierig für beide,
das dann zu handeln.
aber meistens dadurch, dass wir auch so in einer Beziehung sind und nicht strikt
24/7 den ganzen Tag in diesen Rollen sind, sondern halt auch Alltag auf
Augenhöhe haben ist das dann auch kein Problem dann aus dieser Sache quasi
auszubrechen und das dann nur leicht zu machen vielleicht gibt es dann hinterher
noch eine Ansage, wenn ich dann überhaupt nicht wollte und
mich sehr sehr gesträubt hatte, aber in dem Moment ist das dann
Auch der Konsens da, dass das dann nicht erzwungen wird.
Sebastian
Ja, da muss man dann immer gucken, da muss dann so eine menschliche Grenze dann
auch einfach mal da sein.
Sefa
Das muss ja auch gut und gesund für beide sein.
Sebastian
Gesund ist da immer so ein schöner Begriff, das muss halt langfristig dazu
führen, dass man irgendwie selbst bleibt, wenn man solche, wie soll ich das
erklären? Ich meine, man hat immer die Vermutung, dass wenn man so ganz strenge
Regeln hat über lange Zeit, dass das einen so irgendwann platt macht.
Deshalb ist jetzt mal meine Frage, inwieweit du dann auch selber Dinge damit
einbringst. Ich meine, du hast das Buch bekommen, du hast die Betriebsanleitung
herbekommen.
Was steuerst du dazu bei? Wo sagst du, das möchte ich gerne einführen,
intensivieren, weniger haben? Wie geht ihr damit um?
Sefa
also definitiv fragt er auch immer. Und wir tauschen uns ja, wie gesagt, immer
sehr viel aus. Was dann halt für ihn, glaube ich, am Anfang sehr überraschend
war, weil ich erst gesagt habe, 24-7 geht für mich gar nicht. Und ich möchte das
überhaupt nicht in meinem Alltag haben, bis ich dann irgendwie nach ein
paar Monaten angekratzt habe. Wie ist denn das? Was hältst du davon,
wenn ich von dir ein paar Alltagsregeln bekomme?
Sebastian
Den hast du selbst eingefordert, okay?
Sefa
Genau, die habe ich selber eingefordert, weil irgendwie hat mir das dann doch
gefehlt und ich wollte irgendwie so dieses Prickeln von D/s noch irgendwo mit im
Alltag haben. Also wir haben Wir haben jetzt, also am Anfang hatten wir nur eine
kleine Regel erst mal zum Einstieg, dass ich halt, wenn er ein Getränk von mir
bekommt, dass ich dann einfach einen Handkuss gebe, einfach als kleines Zeichen
und Erinnerung daran.
Und jetzt tatsächlich zum neuen Jahr habe ich, weil ich dann auch immer wieder
angefangen habe, jetzt wollen wir nicht mehr, wollen wir nicht mehr.
Sebastian
Okay, also du gehst da voll drin auf, ne?
Sefa
Ja, doch, ich liebe das. Ich bin ein absoluter Mensch, der Regeln
liebt und ich liebe es, Regeln zu verfolgen.
Sebastian
Ja, ich habe das Gefühl, wenn du dich im Spiegel ansiehst, ah, Disziplin,
Regeln, habe ich alles gut hingekriegt, dann grinst du wahrscheinlich dich
selbst an.
Sefa
Ja, definitiv.
Sebastian
Oderend hat meine Gedanken gelesen, sind die Regeln wie beschrieben nicht auch
Erleichterung?
Also die Überlegung wahrscheinlich, wenn ich die Regeln befolge, dann ist alles
gut. Dann habe ich die Erwartungen erfüllt.
Sefa
Ja, doch, doch, definitiv. Also ich
denke, ja,
Sebastian
Ja, du, ist völlig okay, du musst mir auch nicht alles verraten, Aber du merkst
natürlich, ich bohre so gerne, gerade wenn ich was nicht weiß.
Sefa
alles gut, darfst du ja auch.
Sebastian
Ich habe in der letzten Folge mit jemandem gesprochen, da ging es dann auch um
den Begriff Sklave, dass der so ein bisschen schwierig ist und auch nicht so
sonderlich beliebt.
Sefa
Ja, das stimmt.
Sebastian
ich habe notiert, du hast den Begriff verabscheut.
Sefa
Ja, also das war halt für mich am Anfang, also ich hatte nie ein Problem damit,
wenn andere sich Sklave oder Sklavin genannt hatten. Ich hatte da aber im Kopf
eine extreme Blockade, mich so bezeichnen zu wollen, weil das für mich als
Person nicht okay war.
Tatsächlich hat dann auch mein Herr aus dem Buch die meisten Sklaven
rausgenommen und durchs Sub ersetzt, damit ich auch mehr Freude am Lesen habe.
Aber tatsächlich ist das auch mit dem Merksprüchen und das halt alles Üben
irgendwie. irgendwie, ich sag mal, neutraler geworden. Es ist jetzt immer noch
nicht mein Lieblingsbegriff, aber es ist definitiv angenehmer und irgendwie ist
das faszinierend zu beobachten, wie man sich so verändert. Ja,
Sebastian
Okay.
Das sind ja Aufgaben, Regeln, Bestrafung. Bestrafung heißt, es gibt ja auch
Belohnung.
Sefa
genau.
Belohnung. Sehr schön.
Sebastian
Ja,
Sefa
Belohnung ist zum Beispiel,
aber auch, weil ich Maso bin, auch Schläge. Also Schläge sind Belohnung oder
Bestrafung. Kommt drauf an, wie die ausgeführt werden. Wenn ich dann schön
aufgewärmt werde und dann halt auch so das Ganze
spielerisch gemacht ist, dann ist das eine absolute Belohnung für mich, wenn er
dann das Paddle oder die Singletail oder was auch immer rausholt.
Ansonsten auch,
Sebastian
ihr auch mal ein paar Wünsche erfüllen.
Sefa
oh
Sebastian
Was weiß ich, dass du mal zurückhauen kannst oder so.
Sefa
Gott, das würde ich mich nie trauen.
Da ist das Eche zu groß.
Nein, aber zum Beispiel ist ja auf meinen Wunsch
gefolgt, dass ich
gerne zum Beispiel ein Elektro-Halsband hätte, was ich jetzt letztens zum
Geburtstag bekommen hatte, was einfach schön und herrlich war.
Sebastian
Alles gut, ganz entspannt.
Sefa
und ich habe mich einfach so gefreut, dieses Halsband zu bekommen und das war
auch so eine Belohnung und ach, dann die Handschellen zu bekommen, weil das auch
was ist, was ich angezettelt hatte und immer viel drum gebettelt hatte.
Sebastian
hast dir ein Elektrohalsband gewünscht. Das verrät mehr über dich, als du
denkst.
Ja, also bei den Dingern, da bin ich ehrlich gesagt immer noch so ein bisschen
zwiegespalten. Auf der einen Seite denke ich, scheißgefährlich, auf der einen
Seite, aber eigentlich wahrscheinlich, weiß ich noch nicht. Also wenn es da mal
einen Profi gibt, der da mal wirklich auch ein bisschen über Anatomie, Nerven
und Co. reden kann, vielleicht kann er mir ja mal ausreden, dass ich die Dinger
nicht gut finde. Oder er sagt mir, lass das auf jeden Fall bleiben. Da habe ich
nicht genug Ahnung. Ich weiß nur so Hals und Strom, weiß ich nicht.
Ohne das jetzt bei dir werten zu wollen. Aber ich traue mich da tatsächlich
nicht ran.
Sefa
Das ist, ich weiß nicht, das ist bei mir auch so, also ich bin übelst neugierig
auf Strom allgemein,
habe da aber im selben Moment sehr viel Angst vor, was auch dieses Halsband auch
widerspiegelt. Ich liebe es, um zu haben, zucke aber, wenn er auch nur das
Piepen macht, komplett zusammen und so. Ich bin brav, ich bin brav.
Sebastian
Okay.
So, jetzt kommen die Hörer langsam hier in Fahrt. So, Tanja mag was wissen.
Treffen sich die beiden mit einer Gruppe, wo Gor-Rollenspiele gespielt werden?
Oder ist Gor ausschließlich das Regelwerk für die Beziehung der beiden?
Sefa
gerne. Das kann ich so, ist die Frage glaube ich nicht wirklich zu beantworten,
weil wir noch kein anderes
Paar, Konstrukt, Personen getroffen haben, die Gor in irgendeiner Form
praktizieren.
Sebastian
Wollt ihr die kennenlernen?
Sefa
Gerne.
Sebastian
Gut, hiermit sei, wer auch immer euch kennenlernen möchte, dann möchtest du
selber sagen, wie man euch kriegt und wo oder soll ich das dann vermitteln
einfach, wenn da sich jemand meldet?
Sefa
Das ist eine gute Frage, das hätten wir vielleicht vorher absprechen sollen,
also mein Herr und ich auch.
Sebastian
Ja, das ist mir auch, okay, also im Zweifel erstmal alles an mich und ich leite
das dann einfach weiter, wenn da irgendwer sagt, ja, wir kommen hier auch aus
der Gegend, dann trinken die Herren mal zusammen einen Kaffee und dann
kann man mal gucken, was passiert.
Sefa
gerne, ansonsten, also ich weiß nicht, auf Joyclub und Fetlife bin ich auch einfach
zu finden, also Sonst geht das auch, wenn das vernünftige Nachrichten sind, dann
kommt auch eine Antwort.
Sebastian
So, jetzt muss ich mal kurz einmal vorgreifen. Lexi schreibt, DocRadioToy ist
der Profi. Ich kenne DocRadioToy und DocRadioToy hat auf meine Beschwerde hin,
dass das Ding nicht so funktioniert, wie es soll, sich das Ding zurückschicken
lassen und hat mir die modifizierte Version geschickt, die jetzt so bösartig
ist, dass das Ding, ja, da erzähle ich mal was anderes von. Also das ist ein
bösartiges Stromgerät. Das scheint ja so, das ist irgendein Prototyp, den er
rumfliegen hat, hat er dann zu mir geschickt und heieiei, hab ich Ärger
gekriegt. Naja, Konrad mag noch von euch wissen, wie sieht denn der Alltag
inzwischen aus? Also so ein ganz normaler Wochenendtag. Du wachst auf vom
Stromschlag.
Sefa
Leider nicht.
Es ist aber so zum Beispiel, das hat sich jetzt auch über die letzten Wochen
etabliert, dass ich sowieso meistens ein bisschen vor ihm aufstehe.
Und dann ist irgendwie da mein erster Schritt, dass ich die Kaffeemaschine
anmache und ihm seinen Kaffee mache.
Und dann mich vors Bett knie und einmal Guten Morgen sage und dann die Tasse für
ihn hinhalte, bis er sie dann nimmt.
Sebastian
Und wenn er noch schläft, eine halbe Stunde oder Stunde?
Sefa
Und das
Sebastian
Das wird ja schwer und der Kaffee wird vor allen Dingen kalt.
Sefa
muss ich auch richtig timen, weil ich kann ihnen ja keinen kalten Kaffee geben.
Sebastian
Jaja, also du kippst ihm nicht den heißen Kaffee über die Decke und sagst, jetzt
wach mal auf. Entschuldigung, dieses Rebellische, ich weiß nicht, wo ich das
heute her habe, dass ich dir das unterstellen will. Das ist gar nicht böse
gemeint, du hast auch gar nicht den Eindruck gemacht. Entschuldige bitte.
Sefa
Alles gut. Nee, also gerade dieses Getränke überreichen und dieser
Handkuss, ich weiß nicht, vielleicht weil das die erste Regel war, ist das halt
für mich extrem wichtig und ich würde das um Himmels Willen nicht verspielen
wollen.
Sebastian
Und in der Öffentlichkeit? Gut, da bringt ja der Kellner das Getränk, das nimmst
du dem ja nicht ab, oder?
Sefa
Also wenn es ist, dass ich auch Getränke hole, kriegt ja auch in der
Öffentlichkeit den Handkuss.
Sebastian
Okay. Ja, das ist ja auch eine, das ist noch im Rahmen, sage ich mal, das kann
man öffentlich, glaube ich, auch locker machen, ne? Ein Handkuss, mein Gott, das
ist halt eine höfliche
Sefa
Och, da hat noch keiner doof gefragt.
Sebastian
Okay, aber du würdest jetzt, ja, ich überlege gerade, Öffentlichkeit,
haben wir vorher nicht drüber gesprochen, gibt es da was, was du sagen magst,
oder findet das überhaupt außerhalb der Wohnung statt? Ja,
Sefa
Also, ich trage auch außerhalb der Wohnung zum Beispiel mein Halsband.
Wir haben auch Regeln für den Alltag, die außerhalb der Wohnung stattfinden, zum
Beispiel, dass ich immer rechts von ihm gehe, dass er, wenn wir in die Bahn
gehen oder in ein Restaurant oder wo auch immer, dass er mir halt den Platz
zuweist und dass ich erst anfangen kann zu essen und zu trinken, wenn er schon
angefangen hat. Also das sind auch so Regeln, die mit in die Öffentlichkeit
quasi so leicht kommen.
Sebastian
das sind so kleine Aufmerksamkeiten, die unglaublich schön sein können.
Sefa
das ist auch schön.
Sebastian
Ja, jetzt ist ja die Frage, Zukunft, Ziele, Wünsche,
wo geht es hin, deine sadistische Seite.
Sefa
Ja, vielleicht finden wir noch jemanden, den ich irgendwann mal hauen kann. Das
wäre schön. Schön.
Ansonsten habe ich mir überlegt, also was wir halt momentan auch irgendwie, also
nicht aktiv planen, aber schon mal in den Fokus gefasst haben, sind zum Beispiel
auch solche Gefängnis- oder Knast-Sachen, weil ich da auch sehr angetan von bin,
weil ich da wieder sehr schöne viele Regeln habe, die ich befolgen kann.
Sebastian
Du stehst einfach total auf Regeln. Ich glaube, so einfach kann man dich als
Charakter beschreiben. Regeln sind geil. Weil,
Sefa
Ja, Regeln und Autorität sind geil. Äh,
Sebastian
so, Sex, ihr werdet ja Sex haben,
legt ihr das dann ab oder gibt es dafür vielleicht eine Position, die du
einnimmst? Ist das eine Strafposition? Nein,
Sefa
nein, also also
definitiv findet er irgendwie schon immer in dem
Kontext BDSM statt
der läuft halt oft ich möchte auch nicht das falsche Verhältnis vermitteln, aber
auf dieses Benutzen drauf zu, was
Sebastian
mhm, du
Sefa
ich aber auch sehr gerne hab
ähm,
in letzter Zeit ich glaub ich hab grad irgendwas gedrückt, alles gut?
Sebastian
was gedrückt, aber jetzt bist du wieder da, alles ist gut. Gut.
Sefa
Okay, Entschuldigung Sehr
Sebastian
Also es läuft aufs Benutzen raus, Kätzchen schreibt übrigens, benutzen ist toll.
Ja, das ist das Wort allein schon, das ist super, ne?
Sefa
schön.
Ja,
Sebastian
Okay, das hatten wir vorher gar nicht abgesprochen, ehrlich gesagt.
Sefa
alles gut.
In letzter Zeit haben wir dann auch zwischendurch ein bisschen was mit
Keuschhaltung gemacht. Das
hat jetzt letzten Sonntag geendet
und das waren dann auch ganz lange 21 Tage.
Sebastian
Temel wird sich freuen, ja.
Oh, wie habt ihr das technisch gemacht? Also gab es technische Hilfsmittel,
nachts angekettet und damit da keine Unfälle passieren?
Und wolltest du das oder er vor allen Dingen?
Sefa
Nein.
Sebastian
Also war das eine Bestrafungsaktion oder hat er dir einen Wunsch erfüllt?
Sefa
Es war dann eher, glaube ich, Gott, ich habe es, glaube ich, nicht als Wunsch
geäußert.
Ich hatte nur irgendwann mal, hatte mich dann erwischt gehabt, wo ich dann auf
Jodel, gibt es ja auch so schöne BDSM-Sendungen, dann hat eine über Keuschhaltung
geredet und ich habe gesagt, ja, hier, das kickt mich auch und so. Und dann
meinte sie so, wenn du darüber schreibst, dann machen wir das so. Für die
nächsten 21 Tage war es das dann.
Sebastian
Oh, und er hat vorher gesagt, dass es 21 Tage werden, ja?
Sefa
Naja, es hieß
bis zum Ende der jetzigen Ausgangsbeschränkung
vielleicht auch eher, aber bis dahin kann es gehen
Sebastian
Okay, da war er ja gnädig an der Stelle. Ich erwarte jetzt übrigens Fragen von
Temel und Oderind, ganz ehrlich gesagt. Ich erwarte, dass die jetzt an der
Stelle Fachfragen stellen.
Okay, aber da gibt es ja so den Typus, es wird immer schlimmer
und du wirst immer spitzer. Und es gibt den Typus, es ist immer egaler oder es
ist einfach nur doof. Wie hast du das denn empfunden? Ich meine, drei Wochen ist
eine lange Zeit, um darüber nachzudenken, dass gerade irgendwas doof ist und
fehlt. Ah
Sefa
also
dafür, dass es mir nicht langweilig wurde damit, hat er sehr gut gesorgt da ich
ja auch momentan die ganze Zeit bei ihm bin, konnte er das ja auch sehr gut
überwachen und
ach Gott, ich war einfach nur die ganze Zeit rollig und ich glaube aber es war
auch ein bisschen nicht anstrengend für ihn dann, weil ich dann halt die ganze
Zeit angekrochen kam.
Sebastian
ja, mach was, mach was, mach was, mach was mit mir in der Aufmerksamkeit. Ach
je.
Ich sag dir jetzt was, also Oderind hat das geschrieben und das musst du mal als
Kompliment verstehen. 21 Tage sind respektabel und dann ein Smiley dahinter.
Sefa
Vielen Dank, das weiß ich zu wertschätzen.
Sebastian
ja, ist immer noch ein spannendes Thema, weil das ja so ein Eingriff in das
Selbst ist. Also, das macht man halt mal und dann macht man das plötzlich nicht
mehr.
So.
Was schreibt denn hier? So, da wird nach dem Podcastsubbie gefragt. Das würde
irgendwie fehlen.
Ja, das ist irgendwie anders als sonst. Das liegt daran, dass das Podcastsubbie
sich heute nicht äußern kann, weil es hat hier, es ist ja nicht da. Hier ist nur
dieses Wesen mit den Öhrchen und der Schnauze und das guckt in diesen Bildschirm
rein. Sehr schräg irgendwie.
So, habe ich das mal verraten.
Ich habe hier so etwas Schönes stehen. Enges Korsett für Fröhlichkeit. Also du
klingst tatsächlich sehr viel fröhlicher, als ich es jetzt bei Goa tatsächlich
erwartet hätte. Ich hätte das ja als sehr streng und rituell und, soll ich
sagen, düster gesehen.
viel lacht ihr denn miteinander?
Sefa
Oh, sehr, sehr viel. Also, das fand ich vorhin auch so schön, das Ganze auch mit
einer Portion Augenzwinkern dazu.
Also, das ist, ich weiß nicht, ja, ein enges Korsett mit viel Lachen. Also, das
ist halt, wir nehmen uns auch nicht die ganze Zeit hundertprozentig ernst im
Alltag. Also, wenn wir dann eine Session haben, dann definitiv.
Aber wie gesagt, sonst haben wir auch viel Zeit auf Augenhöhe Und
ich bin einfach glücklich mit meinen Regeln
Sebastian
Okay. Ja, dann ist das doch fast der perfekte Abschluss, wenn du so
glücklich bist.
Ich habe noch stehen, du bist vor Mama geoutet. Da mag ich noch mal drauf
eingehen. so Outing, Öffentlichkeit, wenn du jetzt mit dem Halsband vor die Tür
rennst,
wie gehst du damit um?
Sefa
Also ich habe dann irgendwann beschlossen, als ich dann gemerkt hatte Die
ersten blauen Flecken und auf Arbeit und man hat versucht, das zu verstecken
Dann habe ich gesagt, eigentlich bin ich da auch so stolz drauf
Wenn jemand fragt, kriegt er auch die Wahrheit zu hören
Was manchmal ein bisschen schwieriger ist, als ich gedacht hätte
Sebastian
Oh, gab es da noch negative Erfahrungen?
Sefa
Nein, nein, einfach diese Überwindung. Also bis jetzt gab es nur
positiv, beziehungsweise okay, gut, ihr macht, was ihr wollt. Mehr möchte ich
aber auch nicht wissen.
Sebastian
Ja, das ist ja auch in Ordnung, wenn jemand sagt, mag gar nicht wissen, ganz
ehrlich,
dann muss man ihm auch nicht weiter damit, ich sag mal, auf den Keks gehen,
aber wenn die Leute dann mehr wissen wollen, wie fängst du denn da an, was sagst
du denn dann?
Sefa
das ist eine gute Frage. Ich weiß nicht, zum Beispiel habe ich dann auch durch
Zufall herausgefunden, dass mein einer WG-Mitbewohner auch mal sehr viel mit
Bondage zu tun hatte und alles, weil ich dann auch schön die Flyer bei mir über
einer WG aufgehängt habe. Ich provoziere das vielleicht auch ein bisschen.
Sebastian
Aha.
Ach, eventuell, kriegst du noch ein paar Flyer vom Podcast, dann kannst du die
auch noch gleich da rumschmeißen, dann passt das.
können die dich auch noch hören. Ich glaube, das möchtest du aber nicht.
Sefa
Genau, ansonsten da hat er dann irgendwann so, hey und hier und
ja, und dann habe ich auch gesagt, wir gehen gleich zum Stammtisch und dann
meinte er, was für ein Stammtisch, ja, BDSM und so.
Ist immer erst mal abtasten, ob die Leute damit überhaupt was anfangen können,
ob die überhaupt wissen, was das ist. So fängt das eigentlich meistens immer an.
Sebastian
Hast du recht. Und mit dem Begriff BDSM, das ist schon an sich ein guter Filter.
Ich hatte das bei so einem Podcaster-Treffen in Hannover.
Und da könnte ich jetzt ganz viel erzählen, aber im Grunde, ich habe nur kurz
vorgestellt, ich mache einen Podcast über BDSM. Dann habe ich erst mal eine
Pause gemacht und mir diese acht Leute angeguckt und habe dann nochmal gefragt,
ist das erklärungsbedürftig? Und da hat man schon gesehen, nein, es war nicht
erklärungsbedürftig, aber man hat genau gesehen, wer jetzt nichts weiter darüber
hören möchte. Das war sehr interessant. Das war das erste Mal, dass ich vor
einer Gruppe Vanillas dann das mal so in den Mund genommen habe.
Sefa
Genau.
Sebastian
Darüber erzähle ich auch irgendwann anders mal ein bisschen. Aber die Fachfragen
sind da von Temel und Oderind.
Sefa
Ja, sehr schön.
Sebastian
Magst du überhaupt noch? Wir überziehen ja gerade schon wieder so ein bisschen.
Sefa
Ach, alles gut, ich sitze jetzt auch ganz brav auch in der Position und ich bin
bereit.
Sebastian
Oh, wie heißt die Position?
Sefa
Ich bin jetzt gerade einfach in Nadu.
Sebastian
In Nadu, also die, die wir am Anfang beschrieben haben.
Sefa
Genau.
Sebastian
Knien, Beine gespreizt, Handflächen, Moment, da musst du halt das Telefon in der
Hand haben. Ach nee, du hast einen Stöpsel im Ohr, ne?
Sefa
Ich hab, genau.
Sebastian
Okay, die Hände liegen also auf den Knien und alles ganz wunderbar, aber du hast
noch was an, ne?
Sefa
Ja.
Sebastian
Okay, das wäre jetzt die Sensation gewesen.
Irgendwer hat mir mal gesagt, irgendwer hat mir hinterher gesagt, dass er bei
dem Interview nackig gewesen wäre am Telefon.
Sefa
Nee, ausnahmsweise mal.
Sebastian
Und ich dachte, ach schön, setzt das mal weg.
So, Temel, hat sich für die Dauer oder in der Dauer der Keuschhaltung bei dir
etwas verändert an der Wahrnehmung und an deinem Verhalten?
Sefa
Ja, es steht gerade einer neben mir und lacht.
Sebastian
Du darfst das Telefon gerne nehmen und kannst das gerne beschreiben, kein
Problem.
Sefa
Ja, ich glaube, das würde er genießen.
Verändert. Also es war, ich weiß nicht, allgemein habe ich so
lange das ja auch noch nie gemacht gehabt. Und es war ganz neu. Und ich weiß
nicht, mich haben einfach die kleinsten Sachen einfach nur geil gemacht. Und ich
weiß nicht, ich lag auch die ganze Zeit nur zu seinen Füßen und wollte bespielt
werden. Und ich war einfach nur sehr aufmerksamkeitsgeil. Ich weiß
Sebastian
Okay, also einfach,
Sefa
nicht, ob das die Frage richtig beantwortet hat oder nicht.
Sebastian
würde mal sagen, du wolltest einfach gefallen, um dann doch einen Benefit da
rauszuholen.
Sefa
Ja, vielleicht, wenn ich ja brav genug gewesen wäre, wäre ja auch früher schon
die Erlösung gekommen.
Sebastian
Der Chat ist übrigens hängen geblieben beim nackig telefonieren, da sind jetzt
alle am diskutieren. Ah, so, oderend. Macht der Gast das nur über Vertrauen oder
ist doch eine Kontrolle in irgendeiner Form dabei?
Sefa
Naja, also hauptsächlich Vertrauen, glaube ich, würde ich sagen.
Also wir haben jetzt auch keine Hilfsmittel Irgendwo nach vorne gehabt Von wegen
Keuschheitsgürtel oder sonst irgendwas
Aber es war halt für ihn Auch sehr leicht zu überprüfen Weil wir ja die ganze
Zeit quasi aufeinander sitzen
Sebastian
Das kann ja auch eine Belastungsprobe sein. Aber alleine spart dürftest du schon
noch, ja?
Sefa
Ausnahmsweise Ich bin ja auch brav Das war ja eine Regel und eine Regel, die ich
verfolgen konnte Nein,
Sebastian
Okay, ja, ist ja in Ordnung. Also ich würde auf keinen Fall versuchen, jetzt
hier aus dir raus zu provozieren, dass du zugeben würdest, dass du geschummelt
hast. Würde ich nie tun.
Sefa
das würde ich mich auch nie trauen
Sebastian
Ja, wobei, vielleicht ja doch, um dann angekrochen zu kommen und zu sagen, hier,
Herr, da ist was schiefgegangen, versehentlich.
Sefa
Ne,
ne, ne
Ich hätte zu Ne, ne Ich hätte
Sebastian
Ja, merkst du, ich lock dich so ein bisschen, ne? Okay,
wir gehen hier einfach weiter. So, Temel hat noch was. Auch von mir übrigens
Respekt für die 21 Tage. Bei mir hat sich ja nach einer Weile die Geilheit
personifiziert.
Weiß ich
Sefa
Oh ja, sehr süß.
Sebastian
ach so, sie hat ja auch immer ihren, ihren, ihren, wie heißt das Ding? Sie hat
ja diese Comics, genau, Horniness, diesen kleinen grünen, dieses Gummibärchen
da, was schon ein bisschen länger in der Sonne lag.
Sefa
Horniness?
Sebastian
Das Ding ist ziemlich cool, ja. Ja, das ist überhaupt eine Idee, das dann zu
übertragen, dieses Problem und zu sagen, das ist nicht zwischen meinen Beinen,
das ist irgendwie woanders, das soll mich woanders nerven.
Sefa
Äh, nee, so weit war das tatsächlich noch nicht. Das war immer noch bei mir und
in mir und ein innerliches Brennen, das hat sich noch nicht personifiziert.
Sebastian
Okay, also Steigerungspotenzial, das nächste Mal ein bisschen länger, wobei die
Zeit ist ja ein Faktor, das muss nichts mit der Zeit zu tun haben, glaube ich.
Sefa
Ja,
Sebastian
Also wenn man ganz viel Stress auf der Arbeit hat und jeden Tag eh nur hundemüde
ist, ich glaube, dann fällt es einem leichter, diese Regel zu befolgen, als wenn
man Zeit hat, darüber ständig festzustellen, dass da irgendwas fehlt. Die
Sefa
deswegen war das ja auch sehr schön von meinem Sadisten, dass er das jetzt über
diese schöne, stille Zeit gemacht hat.
Sebastian
schöne stille Zeit, ja. So, dann pass auf. Also mein Zettel ist sowieso schon
seit längerem leer. Aber mit dir quatscht es sich so einfach.
Sefa
ist schön.
Sebastian
würde sagen, also regelfreundliche Menschen in Dresden sollen sich ruhig mal
melden. Vielleicht kann man sich da irgendwie austauschen.
Sefa
Sehr gerne.
Sebastian
Vielleicht haben die ja noch irgendwelche Regeln, die du dann gleich noch mit
dazu kriegen kannst.
Sefa
Ach ja, dafür bin ich immer offen.
Sebastian
Also wenn du jetzt nichts mehr hast, dann würde ich mich ganz herzlich bei dir
bedanken.
Sefa
Sehr gerne, hat sehr viel Spaß gemacht Oh,
Sebastian
Ja, mir auch. Also das ging jetzt locker flockig. schönes Thema und doch ein
bisschen anders als erwartet, weil wie gesagt, ich habe es eher als ein bisschen
düsteres Thema und sehr ja, das ist so recht nah an dieser Erfüllung des Mythos
des großen BDSM-Buches, in dem alles drin steht. Aber ich glaube, wenn man das
so locker, leicht quasi umsetzt, dann klingt das echt nach Spaß.
Sefa
das ist ganz herrlich viel Spaß
Sebastian
Ja, wunderbar. So, du hast dir auch was gewünscht, nämlich Musik, die musstest
du dir auch wünschen.
Sefa
Ja
Sebastian
Sick Like Me.
Gut,
Sefa
Genau Und zwar war es dieser Titel
Ich konnte BDSM sehr, sehr lange für mich nicht zuordnen und wusste auch
überhaupt sehr, sehr lange von diesem Begriff nichts
Aber der hat mich halt von der Lyrik halt sehr früh, sehr schnell angesprochen,
weil der halt sehr D/s-lastig ist
Und weil das halt einer der ersten Titel war, die ich bewusst deswegen vermehrt
gehört habe habe, ist das der geworden.
Sebastian
dann spiele ich ich das jetzt gleich. Ich werde mich jetzt von dir
verabschieden. Vorher mag ich aber noch mal die Anrufgeschichte hier eröffnen.
Bleib noch kurz dran. Du kannst bestätigen, das tut nicht weh, hier anzurufen.
Sefa
Oh nein, definitiv nicht und ich war einfach nur todesnervös davor und das ist
doch eigentlich sehr schön und sehr, sehr entspannt.
Sebastian
Sehr gut. Also ihr habt es gehört und deshalb sage ich jetzt mal die Nummer. Ich
schreibe sie auch mal in den Chat. Das ist nämlich die 02.
Die kann jetzt gleich gewählt werden, sobald wir hier auflegen und dann gucke
ich mal, wen ich ans Telefon kriege oder ob ihr mich noch ein paar Minuten
zappeln lasst. Ich lasse das Subi schon mal das Telefonbuch holen, damit ich
daraus vorlesen kann. Ich muss mir echt mal eine Strategie ausdenken, wie ich
das hinkriege, weil das ja auch ein bisschen problematisch ist, weil der Chat ja
oder der Livestream manchmal zwei, drei Minuten Verzögerung hat.
Kein Wunder, dass das da nicht gleich klappt, aber ich bin willens, das noch
weiter auszuprobieren.
Sefa
Sehr
Sebastian
So, und jetzt werde ich hier gerade angenupst.
okay. Ist es offenbar nix, dann ist ja gut. Ich vermisse das Podcastsubbie ein
kleines bisschen.
Jetzt spiele ich aber deine Musik Und ich wünsche dir und deinem Herrn einfach
noch ganz, ganz viel Spaß, ganz viele neue Eindrücke, Experimente, Regeln,
Positionen etc. etc. Und wenn ihr dann irgendwie so einen neuen
Meilenstein erreicht habt oder irgendwas passiert ist und du sagst, das muss ich
erzählen, dann ruf hier ruhig an und erzähl das ruhig nochmal. Da bin ich sehr
gespannt.
Sefa
gerne, jetzt traue ich mich auch.
Sebastian
Wunderbar. Mach's gut. Bis zum nächsten Mal.
Sefa
Mach's gut.
Sebastian
Tschüss.
Sefa
Tschüss.
Sebastian
Tschüss.
So, Musik zu Ende und es klingelt in diesem Moment, es gab nämlich ein
technisches Problem, aber jetzt habe ich eine Verbindung, ich werde verrückt.
Hallo, wer ist denn da?
Josie
Hallo, hier ist die Josie.
Sebastian
Hallo, mein Gott, ich habe gerade so geschwitzt, weil mir die Menschen im Chat
geschrieben haben, es würde nicht gehen, dann habe ich selber die Nummer gewählt
und dann hieß es auch irgendwie, Gesprächspartner sei nicht da, ich habe jetzt
hier irgendwas neu gestartet und jetzt geht es, mein Gott.
Josie
ich habe es auch mehrere Male jetzt probiert und bin froh, dass es geklappt hat.
Sebastian
okay, ich werde rausfinden, was da wieder los ist. Irgendwas scheint da komisch
zu sein, darum kümmere ich mich morgen. Aber du bist durchgekommen und das hat
funktioniert und darüber bin ich jetzt sehr glücklich. Ich habe deinen Namen
nicht ganz verstanden.
Josie
Josie,
Sebastian
Josie, hallo Josie.
Du hast mich gerettet, danke schön.
Worüber möchtest du mit mir sprechen?
Josie
also ich habe mir jetzt ehrlich gesagt kein Ich habe kein konkretes Thema
ausgesucht. Ich wurde jetzt die letzten Tage ein bisschen
motiviert, hier anzurufen von der lieben Dame, mit der du gerade eben gesprochen
hast. Wir sind in einer Chatgruppe. Und genau, sie meinte, ich solle mich doch
trauen und deswegen habe ich das jetzt gemacht. Und ich bin auch noch nicht so
lange jetzt in der Szene drin. Also ich habe vor nicht ganz zwei Jahren das
erste Mal einen Stammtisch von der SMJG besucht und habe dann meine
ersten Erfahrungen auch gemacht und bin jetzt aber zwischenzeitlich in einer
ganz normalen monogamen Vanilla-Beziehung gewesen und fange jetzt sozusagen
nochmal komplett von vorne an.
Sebastian
Okay, aber das ist doch auch schön, wenn man loslegen kann wieder, ne?
Josie
Ja, auf jeden Fall. Also ich habe halt einfach, im Grunde wusste ich schon am
Anfang der Beziehung, dass BDSM für mich ein sehr wichtiger Aspekt ist. Und das
habe ich ihm auch relativ früh gesagt, nur hat er damit leider nicht
viel anfangen können. Er hat es zwar versucht, mir zuliebe, er hat versucht,
mir auch mal wehzutun, aber das waren Dinge, die konnte er einfach nicht. Also
er konnte es nicht übers Herz bringen, mich irgendwie zu verletzen.
Und das war natürlich nicht der Hauptgrund, warum die Beziehung jetzt zugrunde
gegangen ist. Aber ich denke, es hat da auch auf jeden Fall einen sehr großen
Teil doch gespielt, dass mir da einfach irgendwas gefehlt hat in der Zeit. Auf
Sebastian
Ja, das ist so eine innere Unzufriedenheit dann, Aber man kann dem anderen ja
nicht vorschreiben, was er zu mögen hat. Das ist ein ganz blöder Zwiespalt, der
immer da ist.
Josie
jeden Fall.
Sebastian
Also wenn es nicht passt, dann passt es nicht. Und man kann, glaube ich, auch
keinen, also man kann Menschen für etwas begeistern, aber man kann sie nicht
dazu erziehen, etwas zu mögen, glaube ich.
Josie
Nee, das sehe ich genauso. Und ich wollte auch ihn ja zu nichts drängen, was für
ihn unangenehm ist. Also ich wollte ihn auch nicht dazu zwingen, mich zu
schlagen. Und das wäre ja auch nicht der Sinn. Ich wollte ja, dass er mich zu
Dingen zwingt und nicht andersrum.
und genau, ja.
Sebastian
Okay, und wie sieht es jetzt aus?
Josie
Jetzt, also ich bin jetzt zur Zeit nicht auf der Suche nach
direkt neuen Spielpartnern oder generell
Partnern, mir geht es jetzt im Moment vor allem darum, dass ich mir noch
bewusster werde, was genau möchte ich, was erwarte ich von einer
zwischenmenschlichen Beziehung und eben auch von einer Beziehung jetzt im
BDSM-Kontext
und dass ich auch einfach mein eigenes Wissen noch erweitere, sage ich mal,
bevor ich jetzt wieder auf andere Leute zugehe.
Sebastian
Okay, also erstmal fit machen und sich über sich selber klar werden. Das ist ja
keine blöde Idee.
Was hast du denn da schon rausgekriegt? Wo sagst du jetzt, wie würdest du dich
da einschätzen?
Josie
Also mir hat der Podcast auf jeden Fall sehr viel geholfen. Ich habe den auch
erst vor ein paar Wochen entdeckt, muss ich ehrlich zugeben, und habe jetzt
einen Großteil der restlichen Folgen schon mir durchgehört.
Und das fand ich extrem...
Sebastian
Das sind 70 Stunden inzwischen.
Gott.
Josie
Ja, naja, ich bin den ganzen Tag zu Hause. Ich habe nichts zu tun.
Es war eine schöne Abwechslung. Und das fand ich eben so spannend, weil eben
extrem viele Dinge ja von so verschiedenen Menschen besprochen wurden.
Das fand ich nochmal gut, um so die eigene Selbstreflexion anzuregen und eben
mir auch mal über Dinge Gedanken zu machen,
mit denen ich mich vorher einfach noch nie beschäftigt habe. Ich habe, für mich
ist es relativ klar, dass ich auf jeden Fall in Richtung Bondage und Shibari mich
weiter informieren möchte. Ich habe auch schon ein paar Seile von
baumwollseil.de herumliegen und nutze jetzt auch die Zeit in der Quarantäne, um
ein bisschen an mir selber da Dinge zu probieren.
Sebastian
natürlich.
Josie
Aber
Sebastian
Okay, sag mal, jetzt Bondage, Shibari, warum? Weil es schön aussieht oder weil es
weh tut oder weil es dich bindet? Oder was ist da für dich der Reiz an der
Josie
es ist die Kombination aus allem. Also ich finde das auf der einen Seite auf
jeden Fall von dem handwerklichen Aspekt, sage ich mal. Das Künstlerische
dahinter finde ich extrem schön, dabei eben sowohl das Fesseln als auch das
Gefesseltwerden.
Und gerade beim Gefesseltwerden ist es eben dieses Gefühl, natürlich diese
Enge und irgendwie ist es ja Unfreiheit, aber genau das ist es eben, was einem
da diese Sicherheit gibt und dieses Geborgensein, auch wenn es schmerzt.
Das
Sebastian
Und jetzt hast du ja schon bei deinem Ex-Freund, wenn ich das so sagen darf,
schon gesagt, er soll dich hauen. Wie hast du das zugeordnet? Also ich finde
diesen Prozess immer noch spannend und ich kaue auch bei jedem immer wieder
drauf rum.
Hast du das entschieden oder wieso sagst du, du spielst unten?
Josie
war bei mir im Grunde von vornherein klar. Also ich bin auch so eher ein
ziemlich schüchterner und zurückhaltender Mensch, der es auch im Alltag gerne
mag, wenn vielleicht mal die eine oder andere Entscheidung abgenommen wird.
und das war dann bei mir so, dass eben mit dem Entdecken der eigenen Sexualität
eben im Jugendalter dann auch direkt irgendwie beim ersten
Freund das auch so war, dass er eben dann auch mal
fester zugepackt hat und eben mir gezeigt hat, also das hat mir
gezeigt, dass ich das eben sehr gerne mag Und dass ich es auch mag, wenn mir
Dinge wehtun.
Und ich habe das damals natürlich, mit 14 kann man sowas nicht benennen und da
spricht man auch nicht von BDSM.
Und ich habe das dann im Laufe der Jahre auch immer so ein bisschen abgetan und
mich da nicht weiter mit beschäftigt. Aber dann eben vor zwei Jahren war es dann
so, dass ich eben gesagt habe, ja, das muss jetzt doch mal weiter in die
Richtung geforscht werden.
Sebastian
ja, das ist spannend, weil man müsste ja meinen, Sexualität, wenn man die
entdeckt, das ist dann so, man entdeckt und guckt, was macht Spaß und dann macht
man das halt, aber da in dem Bereich scheint dann immer nochmal so eine Barriere
zu sein, zumindest für Menschen, die unten spielen, so empfinde ich es
zumindest, dass man da nochmal so seine gesamte Erziehung quasi
verrät.
Josie
Ja, auf jeden Fall. Ich fand das ganz passend. Ich weiß nicht genau, ich glaube,
das war die Anna aus der Schweiz, mit der du gesprochen hattest. Die hat das
gesagt, dass sie manchmal diese Momente hat beim Spielen, wo sie so ganz kurz
den Gedanken hat, was mache ich hier eigentlich? Ich lasse mich hier gerade
verprügeln praktisch. Und das fand ich sehr witzig und natürlich ist das auch
was, worüber ich sehr viel nachgedacht habe. Und auch, das muss ich vielleicht
auch dazu sagen, das ist auch ein ganz interessantes Thema, dass ich eben selber
auch Depressionen habe. Und dementsprechend, das ist ja auch, also die
Kombination Depression und BDSM finde ich auch sehr, also es ist riskant und da
gibt es wahrscheinlich auch unterschiedliche Meinungen dazu. zu, aber das eben,
jetzt hatte ich meinen Faden verloren, ja
Sebastian
komm, dann sag ich mal zwei Dinge dazu. Nämlich erst mal, ja, es gibt Menschen,
die sagen, das ist riskant, das darf man auf keinen Fall machen. Das ist aber,
glaube ich, zu einfach gedacht, denn ich sag ja Menschen auch nicht, weil sie
irgendeine Krankheit haben, dass sie das mit der Sexualität bitte bleiben sollen
und dass sie ihren Schwanz am besten gleich amputieren lassen können.
Ich glaube, es gibt da Wege, damit gut umzugehen und damit auch positiv
umzugehen. Ich hab da auch so einen kleinen Kontakt auch zu einem einem
Psychologen, den ich mal fragen kann, wenn ich sage, kann man darüber so
sprechen und dies und das. Und er sagt halt auch, naja,
man muss es den Leuten gar nicht verbieten. Es geht nur darum, dass die Leute
glücklich werden und da hat die
Krankheit erstmal nichts damit zu tun, dass sie in der Sexualität Erfüllung
finden. Das kann auch schief gehen. Das Risiko ist wohl ein bisschen höher, aber
wenn man da
sich um sich selbst kümmert, also daran arbeitet, dann ist das möglich. Dann
muss natürlich auch der Partner dann mitziehen. und dann sehe ich auch jetzt
keinen Grund zu sagen, nein, Finger weg, sondern man soll ja glücklich sein und
Glück ist ja vielleicht auch etwas, was eine Depression mildert.
Josie
ich denke auch, also mir persönlich ist es dann einfach wichtig, dass
man wirklich bewusst auch auf die Stimmungstiefs achtet und
also bei mir persönlich ist es zum Beispiel so, dass ich niemals spielen, wenn
ich gerade wirklich in einem Tief bin, einfach weil ich
nicht möchte, dass der Schmerz, der mir beim BDSM zugefügt wird, irgendwie
auf einer Ebene mit Selbstverletzungen in irgendeiner Art und Weise steht.
das ist mir wichtig, das ganz klar zu trennen.
Also, wenn ich in einer Situation bin, in der es mir extrem schlecht
geht,
oder eher früher, als es mir so schlecht ging, habe ich mich öfters selbst
verletzt. Und das habe ich jetzt schon seit längerer Zeit nicht gemacht. Aber
wenn ich in so einem Stimmungstief wäre und ich dann durch
die Session, die in dem Moment stattfindet, diese Schläge bekommen würde, wäre
das Risiko, dass ich dann noch tiefer reinrutsche und dann diesen Schmerz nicht
mehr als positiv und irgendwie erfüllend wahrnehme, sondern wirklich als
zerstörerisch, sage ich mal. Genau,
dass darauf geachtet wird, wie die aktuelle Verfassung zu dem Zeitpunkt ist. Und
Sebastian
Ja, da muss der Partner natürlich dann auch wirklich mitziehen. Ich glaube, die
Art des BDSM muss auch eine sehr positiv lustgesteuerte sein, wobei ich bin dann
natürlich kein Experte. Das darf man mal ganz klar sagen. Ich kann da auch nur
aus meinem eigenen Empfinden sprechen. Darf ich fragen, ob du, hast du
da Unterstützung, was das angeht? Oder vielleicht einen Therapeuten, der in dem
du da...
Josie
ich bin lange in Therapie gewesen und
seit 2013 habe
ich mich in Therapie begeben und bin dann, ich glaube, bis vor anderthalb
Jahren da gewesen. Und mittlerweile bin ich aber so stabil, dass ich meinen
Alltag super bewältigen kann und dass ich auch in keiner Weise gefährdet bin,
weil ich bei mir eben jetzt diese Signale erkennen kann. Und genau merke, okay,
es geht wieder in die Richtung und dann kann ich eben gezielt dagegen wirken.
Sebastian
Ja, das ist ja, glaube ich, ein großer Teil, dass man das lernt, sich selbst
dann auch zu erkennen und auf sich selber auch ein bisschen zu hören.
Das steht natürlich so ein bisschen im krassen Gegensatz zu so einem Konstrukt,
Dom sagt,
Sub gehorcht. Da müssen dann wirklich beide mitziehen und da musst du natürlich
auch den richtigen dann auch haben.
Josie
Auf jeden Fall, das ist ja schon in einer normalen Beziehung eine
Herausforderung, so eine Depression oder generell psychische Erkrankungen.
Und ich denke, in dem Dom-Sub-Kontext, also deswegen, ich könnte mir zum
Beispiel auch nie so etwas ganz striktes 24/7 vorstellen, weil ich eben
nicht in jeder Situation dann abliefern kann, wenn ich es vielleicht müsste,
weil es einfach vielleicht von der psychischen Verfassung her gerade nicht passt
und da muss dann eben auch der Partner bereit sein zu sagen, ja,
sie springt eben nicht immer, wenn ich das sage. Auf
Sebastian
Ja, aber da haben wir ja das Glück, dass das Feld BDSM so groß ist. Du kannst
eine strikte 24-7-Beziehung mit vielen Regeln führen oder du kannst einfach auch
Sex mit ein bisschen Beißen machen,
was ich jetzt gar nicht abwertend meine, sondern Lust und Spaß an der Sache
sind auch einfach wichtige Triebfedern. Sonst, wenn es keinen Spaß machen würde,
würden es auch, glaube ich, die wenigsten machen. Man möchte ja profitieren und
ich glaube, das steht dir genauso zu.
Jetzt, klar, es gibt natürlich immer so diese Grenze, wo ich immer sage, ja, der
Dom ist kein Therapeut, das ist dir klar, wie ich so höre.
Da muss man immer ein bisschen gucken, das ist es natürlich die Ansprechperson,
der vertraute Mensch, mit dem man da was machen macht, da muss man natürlich
immer so ein bisschen abgrenzen und dann ist es mal gut, wenn man im Hintergrund
nochmal, ich sage mal, einen unbeteiligten Dritten hat, den man im schlimmsten
Fall einfach mal um Rat fragen kann. Das schadet, glaube ich,
Ja, du merkst, ich laviere so ein bisschen rum, weil da kann ich gar nicht so
viel zu sagen, aber ich habe irgendwann beschlossen, dass ich mir mal eine
Meinung bilde
und habe dann wirklich festgestellt, nein, also lassen muss es niemand. Man muss
einfach nur gucken, dass man gut damit umgeht und wenn es einem nicht gut geht,
das kann aber jedem passieren tatsächlich und ein Absturz passiert auch den
psychisch gesundesten Menschen, dass er mal einen Absturz und ein großes Tief
hat und dann muss der Partner ja auch da sein und gucken, dass er ihn da wieder
raus begleiten kann so ein bisschen.
Josie
jeden Fall.
Sebastian
Wo geht es denn hin bei dir? Also, du informierst dich gerade, du schaust
gerade gut Stammtische und rausgehen an Partys, steht gerade nicht auf dem Plan,
leider Gottes.
Aber gucken wir mal zwei Jahre in die Zukunft, wenn ich das fragen darf, wo
wärst du da gerne?
Josie
In zwei Jahren wäre ich hoffentlich im Studium
und würde dann diesbezüglich wahrscheinlich auch in einer anderen Stadt wohnen
als jetzt
und würde hoffen, dass ich dann dort vor Ort eben,
sei es jetzt ein Stammtisch oder eine andere
Konstellation, sage ich mal, gefunden habe und da auch mein festes Umfeld
habe und vielleicht auch dann mit Partner und Dom. Aber so weit will ich jetzt
gar nicht gehen. Mir geht es erstmal darum, dass ich eben wirklich für
mich selbst herausfinde, was genau tut mir gut und was genau brauche ich von
einem anderen Menschen, um diese Beziehung eingehen zu können.
Sebastian
Ich finde, das ist eine sehr schöne Sache. Es ist auch für deinen Partner
leichter, wenn du selber weißt, was du brauchst, willst und kannst, als wenn du
dir selber total unsicher bist und der Mensch raten muss. Also, das finde ich
immer generell gut. Also ich mag Menschen, die klare Linien da einfach haben.
Das ist für alle Seiten einfach, je weniger geraten wird, desto mehr
kommuniziert werden kann, desto schöner ist es Dann hat man mehr Zeit für den
Spaß.
Was hat denn Temel gerade geschrieben?
Josie
Ich bin
Sebastian
24/7-Beziehung heißt ja auch nicht, dass es 24/7 ist, nur, dass es 24/7
passieren könnte.
Rücksichtnahme, wenn es jemandem gerade nicht gut geht, schließt das auf keinen
Fall aus. Da hat sie natürlich recht.
Ja, Josie, ich habe übrigens vergessen, dich zu fragen, wie alt du bist. Darf ich
das überhaupt fragen? Man soll das
Josie
heute 20 geworden.
Sebastian
Du bist, heute bist, also gerade an deinem, du hast gerade Geburtstag, ja,
siehst du, jetzt hat sich das noch gefragt.
Josie
Genau.
Sebastian
Ja, ich gratuliere ganz herzlich, der Chat singt jetzt bitte ein Ständchen.
Josie
Dankeschön.
Sebastian
Ja, herzlichen Glückwunsch.
Josie
Dankeschön.
Sebastian
Ja, und an dem Tag hast du dann, ja, da rufst du hier an, jetzt bin ich
überhaupt nicht vorbereitet, ich trinke jetzt,
Josie
Ja,
naja, Geburtstagsparty zu feiern ist ja jetzt nicht möglich, deswegen, ja,
Dankeschön.
Sebastian
ich habe von Dienstag habe ich noch ein Stück Kuchen, das werde ich jetzt für
dich einfach futtern nachher und du wirst jetzt noch einen großen Schluck Gin
Tonic dann hier einmal trinken und der Chat überschlägt sich gerade.
Josie
Ich
Sebastian
Schade.
Das hätten wir jetzt beinahe übersprungen. Ich habe gedacht, fragst du es jetzt
noch? Hättest du am Anfang fragen müssen, was machst du denn jetzt? Ja, nein,
alles, alles Gute, auch vom Chat. Ich lese jetzt nicht alle vor, aber das
Fenster scrollt hier so an mir vorbei.
Josie
schaue dann selber nochmal nach, was wir alles geschrieben haben.
Sebastian
Genau, da schaust du einfach
Josie
Dankeschön.
Sebastian
also wenn das okay ist für dich, würde ich jetzt sagen, wir gehen jetzt hier
einmal weiter.
Josie
Auf
Sebastian
Ich würde dir jetzt einfach einen wunderschönen Restabend wünschen und ich
drücke dir einfach die Daumen, dass du genau dahin kommst, wo du hin möchtest
und dass es dir einfach gut geht. Und dann, ja, vielleicht sprechen wir uns
dann nochmal, wenn du sagst, du hast was zu erzählen, möchtest gern was
loswerden, du weißt ja, wie du mich erreichen kannst.
Josie
jeden Fall. Würde mich freuen. Dankeschön.
Sebastian
Sehr gerne, mach's gut, tschüss.
Josie
Macht's gut. Tschüss.
Sebastian
So, das war ja was. Geburtstag. Also, wenn ich das dann
hinterher jetzt im Chat gelesen hätte, dass ihr auch noch Geburtstag gehabt
hättet, da hätte ich mich ja geärgert. So, bevor hier noch jemand anruft, spiele
ich jetzt einen Track und zwar haben ja Menschen, die schon mitgemacht haben,
auch einen Musikwunsch frei und da hat mir Jasmin von Dienstag auch was
geschickt, Black Flag. Und bevor ich jetzt den Playbutton drücke, sage ich
nochmal, wir werden tatsächlich etwas was verlosen. Das heißt, Josie nimmt da
auch dran teil. Wenn sie mir noch irgendwie Kontaktdaten oder irgendwas schickt,
auf irgendeinem Weg, dann kommt sie mit in die Lostrommel und dann nächste Woche
Dienstag verraten wir dann, um was es überhaupt geht. Das ist gerade noch ein
bisschen geheim, da arbeite ich noch dran. So, und jetzt spiele ich erstmal
Black Flag und dann geht's hier gleich weiter mit dem nächsten Gast, sofern
dieses Telefontool da funktioniert. Mal gucken, nicht, dass wir gleich in der
Support-Warteschleife hängen. Ja,
So, Hallo, ich habe jemand in der Leitung sogar während der Musik noch gehabt.
Das ist mir auch noch nicht passiert.
Alina
Hallöchen.
Sebastian
Hallo, wer bist du denn?
Alina
Ich
bin die Alina.
Sebastian
Hallo Alina, ich bin der Sebastian.
Alina
Hallöchen.
Sebastian
Und du hast es geschafft und hast wahrscheinlich x-mal angerufen, bis dieses
blöde Telefon dich hier durchgelassen hat.
Alina
Nee, tatsächlich nur einmal. Ich hatte gehofft, dass die Technik versagt. Ich
bin ein bisschen sehr nervös.
Sebastian
Musst du nicht sein. Erzähl mir einfach, was du magst und dann wird alles gut.
Alina
Ja, also ich mag Ageplay sehr gerne.
Und ich hatte das Gefühl, dass im Podcast ein wenig darüber geredet wird. Also
dachte ich, ich stelle mich mal zur Verfügung.
Sebastian
Ja, sehr gut. Okay, dann definieren wir mal erstmal Ageplay.
Es gibt so ein paar Varianten davon. Welche ist es deine?
Alina
Ja, ich
Sebastian
Also wahrscheinlich, ich vermute, die Stimme klingt zumindest relativ jung.
Alina
bin 18.
Sebastian
bist 18, okay. Und ich rate jetzt mal, du bevorzugst ältere Herren.
Alina
Nee,
Sebastian
Aha, okay, jetzt bin ich gespannt.
Alina
gar nicht zwingend.
Also ich gehe eher in die Richtung DDLG.
Sebastian
Ja, also Daddy Dom, Little Girl.
Alina
Genau, also mir ist das Machtgefälle sehr wichtig und viel weniger
der Aspekt, dass ich selbst ein Baby bin. Also ja,
die Dynamik ist mir einfach viel wichtiger als das Drumherum, sagen wir so.
Ja, und ich stehe nicht auf ältere Herren. Das wird immer fälschlicherweise von
mir angenommen. Tatsächlich ist es mir sogar lieber, wenn jemand in meinem Alter
ist, weil dann der Erfahrungsschatz nicht ganz so weit voneinander entfernt ist.
Das
Sebastian
Ja, okay, also ich hatte das mal, das kam im Podcast schon mal vor, das war ganz
am Anfang mit dem Morakel.
Er hatte mir das so schön erklären können, das war so eine positiv
unterstützende Beziehungsform, um das mal so auszudrücken. Das
war so in Richtung Anleiten, hilf mir mal, ich bin da nämlich total, ich habe da
ganz wenig Ahnung von, hilf mir mal mir das vorzustellen, wie es für dich gut
ist, wie du dir das vorstellst, wie es für dich okay ist.
Alina
ist eine schwierige Frage. Ich finde, ein Dom an sich sollte schon
so eine gewisse Dominanz ausstrahlen, klar. Aber in dem Zusammenhang mit
Ageplay und DDLG auch eine gewisse liebevolle Art, dass man sich einfach
geborgen fühlt. Denn ich finde, Ageplay ist deutlich
intimer als zum Beispiel Sex, also für mich jetzt.
Und da muss ich mich zu 100 Prozent fallen lassen können und
wirklich sicher gehen können, dass die andere Person sich nicht denkt, was macht
die gerade, ist die verrückt?
so, also ich muss wirklich sicher gehen, dass die andere Person auch das mag,
was ich gerade mache und wenn ich dieses Gefühl nicht habe und diese Sicherheit,
dann kann ich mich auch nicht fallen lassen und dann komme ich gar nicht in
diesen Little Space rein. Ich
Sebastian
oh, Little Space ist ein schöner Begriff, der poppte in der Sekunde auch immer
im Chat auf, das ist interessant.
Fangen wir mal so an, ist das, das ist eingeteilt, ich sag mal in Sessions, also
zeitlich begrenzt, dieses Verhältnis oder ist das irgendein Beziehungskonstrukt
für dich?
Alina
würde eher sagen, ein Beziehungskonstrukt.
Sebastian
Okay, und wie sieht das konkret aus, wenn du sagst, da musst du dich wirklich
fallen lassen können? Das heißt, da ist schon irgendwas Ungewöhnliches mit
dabei.
Alina
Ja, also ich bin noch nicht so erfahren. Ich kann jetzt ein bisschen aus so ganz
bisschen Erfahrung sprechen und sehr viel Fantasie.
Sebastian
ist völlig in Ordnung, du hast mehr Erfahrungen da als ich. Also ich kann nur
lernen und das mache ich gerne.
Alina
Okay, das ist gut. Ich stelle es mir so vor, dass ich halt wirklich
in sehr süßen Klamotten rumlaufe mit meinem Nuckel und Kuscheltier und
halt den ganzen Tag mich nicht unbedingt nur mit mir selbst beschäftige, aber
so, was weiß ich, mit Puppen spiele oder mit
einfachen Videospielen spiele oder male oder
Unsinn mache und irgendwas in der Küche zusammen mansche und irgendwann wird mir
schon jemand sagen, Bitte hör auf damit, wir machen was, ich beschäftige dich
jetzt. Also wie ein richtiges Kind, dass man halt schon ein bisschen aufpassen
muss, dass ich keinen Mist baue, was
Sebastian
Okay, also es geht so ein bisschen auch um Erwartungen
bei der ganzen Geschichte. Also was wird von dir als Mensch erwartet, dass das
so ein anderes Setting einfach ist?
Alina
von mir erwartet wird.
Sebastian
also ich ziehe mal eine Parallele zum Thema Petplay.
wo ich nämlich auch sagen kann, okay, wenn ich jetzt mein Hündchen habe, von
meinem Hündchen erwarte ich nicht, dass es den Müll rausbringt von meinem
Hündchen erwarte ich nicht, dass es beim Podcast mir hier tolle Tipps gibt wie
ich die Sendung verbessern kann von meinem Hündchen erwarte ich eben, dass es
den Napf leer futtert und dabei alles einsaut und das ist völlig okay innerhalb
dieses Settings innerhalb dieses Petplay-Space sage ich mal
und da drin sind einfach ganz viele Dinge einfach in Ordnung die sind einfach
okay Der Schnauze sagt, sag ich jetzt mal. Treffe ich das so ein bisschen
vielleicht?
Alina
das klingt sehr, sehr passend.
Also vielleicht, dass ich als Little auch gar nicht so mich ausdrücken kann.
Also es ist ja bei vielen so, dass sie ein bestimmtes Alter angeben können, in
welchem ihr Little Space stattfindet. Es gibt ja neben Little Space auch noch
Middle Space, wo man dann so eher in Richtung Pubertät spielt, glaube ich. Da
bin ich mir nicht so sicher.
Sebastian
Oh Gott.
Alina
Für mich ist es, glaube ich, so, ich
sage mal, ich wäre dann so drei oder vier. Also vielleicht kann ich auch Sätze
noch nicht ganz richtig sprechen und ich kann noch nicht schreiben. Und ich
stelle es mir auch so vor, dass ich dann halt ein Regelset quasi bekomme,
Zum Beispiel mit Schlafenszeiten.
Oder ich darf nur eine bestimmte Frisur tragen, was weiß ich.
Oder ich darf keine Schimpfworte sagen oder nicht so viele Süßigkeiten, was halt
so Kinder zu regeln haben. Und dann gibt es halt auch dementsprechende Strafen.
Das
Sebastian
Okay, dementsprechende Strafen. Da wird's jetzt interessant, weil
wenn das auch innerhalb dieses Little Space stattfindet,
dann sehen die ja ein bisschen anders aus wahrscheinlich. Das wird dann nicht
der Rohrstock sein.
Alina
kann passieren.
Sebastian
Okay.
Alina
Es wird aber wahrscheinlich eher die Hand sein. Nein, je
nachdem, wie
sadistisch mein Gegenüber veranlagt ist.
Sebastian
Okay.
Alina
Ich hatte schon die Situation, dass ich mir den Mund mit Seife auswaschen musste
oder in der Ecke stehen musste oder dass meine Schlafenszeit verkürzt wurde oder
ich unendlich oft den gleichen Satz runterschreiben musste, was nicht schön ist,
gar nicht schön. Also schreiben, nee, wirklich, nee.
Sebastian
Ja, das wäre jetzt zum Beispiel in der Ecke stehen, das wäre jetzt so ein Punkt
Demütigung. Und jetzt muss ich mal fragen, ich ahne schon, worauf das
hinausläuft. Du bist ja dennoch ein erwachsener Mensch, jetzt stehst du in der
Ecke und kommt da nicht mal der Gedanke, ich stehe jetzt hier in der Ecke und
das macht mir jetzt Spaß, weil ich wollte es ja so. Oder bist du dann wirklich
da in dieser, da so drin, dass du diese Gedanken gar nicht mehr hast, also diese
erwachsenen Gedanken, sage ich mal.
Alina
Doch, schon.
Vor allen Dingen, wenn das Ganze online läuft. Wenn ich mit einer Person in
einem Raum bin, dann sind die Gedanken eher weniger da,
weil ich mich dann komplett fallen lassen kann, wie gesagt.
Wenn ich aber allein in meinem Zimmer bin und mich in die Ecke stelle, dann ist
es so,
Mann, jetzt muss ich hier stehen. Voll doof.
Es kontrolliert ja auch keiner, ob ich hier gerade stehe oder nicht. Also
theoretisch könnte ich mich jetzt einfach umdrehen.
Sebastian
Ja, aber das ist ja trotzdem etwas, was dir doch Spaß bereitet.
Alina
Ja, klar, sonst würde ich es ja nicht machen.
Sebastian
Genau, ne?
Ich habe hier ganz viele Nachrichten schon bekommen. Mein Gott, wie soll ich die
hier alle einbauen, ne?
Ich habe hier ganz viele Hörerfragen und Kommentare schon.
Soll ich da mal versuchen, ein bisschen Ordnung reinzubringen?
Ui, genau, mit dem bestimmten Alter, das hat nämlich Kätzchen gefragt, das haben
wir schon beantwortet. So, dann Oderin sagt, was erwartet denn der Gast von
DDLG, ist das Loslösung von eigener Verantwortung. Das finde ich ein
spannender Punkt. Diese Verantwortung, die du ja sonst immer trägst.
Löst du dich davon wirklich?
Alina
ja schon.
Also ich glaube, das ist auch der Reiz an dem Spiel, dass ich halt mich um gar
nichts kümmern muss.
Also ich habe auch logischerweise andere Fetische und Kinks und so und ich
gehe zum Beispiel auch super auf Servant Play.
Und da bin ich halt quasi genau das Gegenteil von dem, was ich in DDLG bin. Denn
da bin ich so klein, da muss ich mich nicht darum kümmern, ob ich Essen habe
oder teilweise auch nicht, ob ich auf Toilette muss, weil ich eine Windel trage
oder so.
Also komplett mich einfach auf die andere Person verlassen, das geht.
Im Servantplay verlässt die andere Person sich ja quasi komplett auf mich und
meine Dienste. Nächste.
Sebastian
Kannst du mir mal Servantplay bitte beschreiben, den Begriff? Der ist jetzt
nicht so geläufig.
Alina
Also, dass ich halt in einem Maid-Kostüm, sag ich mal, meinen
Dom dann bediene den ganzen Tag.
Sebastian
Okay, also Maid ist glaube ich der Begriff, der jetzt
mehr Menschen geläufig ist, obwohl Servant klingt auch schon wieder gar nicht
schlecht, also vom Wortklang her.
Ja, das ist dann ganz viel Denken, vorausschauend. Und der Wunsch wird schon von
den Augen abgelesen, noch bevor er überhaupt gedacht ist. Ich glaube, das ist
tatsächlich das volle Gegenteil.
Alina
Ja, ich
Sebastian
Und beides findest du aber gut.
Alina
schwanke da sehr. Wie gesagt,
das,
was ich an der ganzen Sache mag, ist das Machtgefälle, die Dynamik. Und da ist
es mir eigentlich schon so ein, ja nicht egal, aber das Rollenspiel an
sich spielt eher eine zweitrangige Rolle. Ich
Sebastian
Weil du noch so jung bist, mag ich das mal fragen. Wie bist du jetzt auf DDLG
tatsächlich gekommen?
Hat jemand gesagt, hier, wir probieren das mal aus? Oder wie ist dir das über
den Weg gelaufen?
Alina
war online auf Twitter mit jemandem am Schreiben. Und ich habe einen ganz
dämlichen Witz gemacht, weil ein Kumpel von mir einen Zylinder aufhatte auf dem
Bild. Und ich habe geschrieben, hahaha, Granddaddy.
Und dann in dieser Sekunde ist mir bewusst geworden, ich habe eigentlich absolut
keine Ahnung, was ein Daddy-Kink ist.
Und dann habe ich halt angefangen zu googeln und es sind halt super viele Bilder
aufgepoppt und ich war so, wow, was ist das? Erstmal war ich ein bisschen,
okay, wow, was ist das? Und dann hat sich herauskristallisiert,
dass ich es doch ganz interessant fand und dann bin ich nochmal rausgegangen und
habe noch weiter gesucht und irgendwie bin ich dann drauf hängen geblieben.
Sebastian
Wie lange ist das her?
Alina
Ähm, zwei Jahre etwa.
Sebastian
Okay, ja, das ist ja noch im Rahmen.
Gut, aber in zwei Jahren, also seitdem, sag ich mal, probierst du da aus.
Alina
Nee, es hat, also, ich habe tatsächlich gewartet, bis ich 18 geworden bin, bis
ich mich auf Fetlife angemeldet habe, weil ich sehr lange nichts davon wusste.
Tatsächlich habe ich erst durch deinen Podcast erfahren, dass es Fetlife gibt
und dass es Stammtische gibt und bin jetzt seit Oktober regelmäßig
bei einem Stammtisch.
Sebastian
Ach,
Alina
Schöne Grüße an die Perversen an dieser Stelle.
Sebastian
die mit Ä, ja, Grüße auch nach Hessen, in die alte Heimat.
Alina
Ja, ja,
Sebastian
Und die haben dich da gut aufgenommen, ja?
Gut, dann kann ich die auch mal irgendwann besuchen, alles klar. Klar.
Ich sag mal so, ich kenne nicht, ich glaube, eine Handvoll, naja, vielleicht
zehn Menschen, die diesen Kink teilen. Und ich habe das Problem, ich stelle dann
immer offenbar die falschen Fragen oder unterstelle immer das Falsche.
Ist dir das schon passiert, dass da Menschen mit Unverständnis reagieren? Und
was sagst du denen? Oder wie versuchst du ihnen das näher zu bringen?
Alina
Also ich muss dazu sagen, ich bin eigentlich überall geoutet.
Und die einzige Person, die so ein bisschen Unverständnis zeigt, ist meine
Mutter.
Sebastian
die Mama, die darf das.
Alina
sie darf das.
Aber sonst sind die Leute eher neugierig und fragen mich sehr lange aus.
Also da eigentlich noch gar keine negativen Erfahrungen mitgemacht. Ja,
Sebastian
Okay, ja, du siehst es ja auch an mir, ne? Ich stelle hier Fragen über Fragen.
Habe ich aber noch eine Hörerfrage, die habe ich jetzt schon zweimal
übersprungen und jetzt werde ich sie dann noch nochmal fragen. Ich glaube, die
haben sogar zwei Menschen gestellt, nämlich Vögelchen und Danny, nämlich was zum
Thema Trigger.
Gibt es das, um da in den Space reinzukommen oder, ja,
Alina
definitiv.
Also ich habe gemerkt, dass ich viel leichter in den Little Space komme, wenn
eine andere Person um mich herum ist und mir da quasi reinhilft.
Aber so Sachen wie Rasseln oder das Geräusch einer Rassel triggert mich sehr,
sehr stark. auch der Geruch von Babycreme, also Penatencreme oder so.
Sebastian
ja, das kann ich mir vorstellen. Da gehen bei mir auch sofort Erinnerungen hoch,
ganz frühe Erinnerungen, gebe ich ehrlich zu.
Alina
und ansonsten, es gibt halt so teilweise, wenn ich
also bestimmte Spielzeuge sehe,
da werden halt so Erinnerungen von mir getriggert, wo ich dann gleich quasi da
reinrutsche. Aber es ist jetzt nicht so, dass es sehr oft passiert oder dass ich
mich da zusammenreißen muss, nicht in die falschen Situationen reinzukommen. Ich
weiß, dass es so Leute gibt, aber wie gesagt, ich komme eher rein, wenn da
jemand
dabei ist, der da quasi dafür sorgt, dass ich in den Space reinrutsche.
Sebastian
Ja, okay. Das ist immer ganz gut, wenn man eine Möglichkeit dann auch hat
tatsächlich. Man muss ja auch irgendwie reinfinden. Ich glaube, bei so, ich sag
mal, so Rust BDSM ist es manchmal ganz schwierig zu sagen, wie komme ich da
rein? Und wenn du da definierte Trigger hast, dann macht es die Sache wirklich
leichter.
Alina
Ja.
Sebastian
Was mich jetzt nochmal interessieren würde, ja, du gehst zu einem Stammtisch.
Gibt es da auch, ich sag mal, Spezialstammtische, die du besuchst vielleicht
oder wo du dich austauschen kannst?
Alina
Nee, tatsächlich nicht. Also ich glaube, es gibt im Raum Frankfurt noch einen,
der für Littles ist, aber da war ich noch nicht. Ich bin
eigentlich bisher immer bei den Perversen gewesen und bei Nianxin auch, aber
darüber hinaus hat
sich noch nicht viel ergeben.
Sebastian
Ja gut, das kann ja noch werden. Du bist ja noch verdammt jung, da kannst du ja
noch alles bereisen und ausprobieren.
Ich mag so auf das letzte Ding nochmal auch, naja, zwei Dinge. Das eine ist, wie
kommt man da wieder raus? Stellt sich dann irgendwo hin und sagt, so, ich hab
jetzt genug oder wer entscheidet das und ja, wie verlässt man den Space wieder?
Alina
Manchmal werde ich halt als Erwachsene getriggert. Also wenn ich angerufen
werde, zum Beispiel, bin ich sofort raus, dann muss ich halt einfach mal präsent
sein.
Das Gleiche gilt für Nachrichten im WhatsApp-Chat, die von der Uni kommen
oder so. Da bin ich auch,
da weiß ich, ich muss jetzt ein bisschen erwachsener
sein, mich ein bisschen zusammenreißen.
Auch wenn da so so, ja
Sebastian
Ja,
also äußere Einflüsse, sag ich mal, die dann einfach erzwingen, dass man jetzt
einfach da ist.
Alina
genau,
dass man eventuell auch halt zwischen
meinen Kinks switcht, also dass ich vom Little dann in das
Age-Play quasi gehe, also dass das auch schon passiert,
dass halt, ja,
Sebastian
Gott, also direkt von einem ins andere.
Alina
also dass halt eine Session vorbei war und ich dann halt nicht mehr im
Little-Space war, sondern direkt soll ich dir nicht ein Wasser holen?
Jetzt als Beispiel.
Sebastian
das kann ja auch ein Angebot dann an den Partner oder an den Spielpartner sein,
zu sagen, so komm, jetzt wechseln wir hier mal ein bisschen die Position, dann
ist das ganz gut. Da ist so ein Angebot natürlich eine goldene Überleitung.
Okay, dann habe ich, ich gucke auf die Uhr, mir wird schon wieder schlecht. Ach
ja, eine Sache haben wir noch.
Wer ist das hier? Kate Riff? Schreibt man das so? Kate Riff? Ich weiß es nicht
genau. Ich freue mich auf Lautschrift im Chat. hat sie ein Gitterbett. Und ich
mag dazu schon mal anmerken, dieser Kink hat den großen Vorteil, dass man in
ganz vielen Geschäften einkaufen kann. Man muss nicht in den perversen Shop
gehen.
Was hast du denn so als Zubehör? Oder was gibt es da, wo du sagst, ja, das habe
ich tatsächlich. Das Gitterbett weiß ich jetzt nicht. Wenn du eins hast, sag es
ruhig. Das ist okay.
Alina
Ne, erstmal liebe Grüße an Markus an dieser Stelle.
Er weiß auch, dass ich noch kein Gitterbett habe. Es steht auf Platz 1 meiner
Wunschliste. Ich hätte gerne eins, bei dem das Gitter halt um das Bett herum
geht. Und dann kann man es nach unten fahren und dann sitzt es am Käfig unter
dem Bett.
Sebastian
so, eins, ja. Sowas wurde tatsächlich für Kinder gebaut.
Alina
Ja, ich hätte sowas noch gerne in groß. Das wäre toll.
Ansonsten habe ich sehr viele Kuscheltiere.
Ich habe Nuckel, leider noch keine Trinkflasche, aber das steht auch auf meiner
Liste. Ein paar Windeln habe ich hier liegen.
Es häufen sich in letzter Zeit sehr viele Sachen an, die rosa sind.
Obwohl ich eigentlich sonst sehr viel in schwarz rumlaufe. Das überrascht mich
ein bisschen.
Sebastian
Ja, das ist mal ein Kontrast. Wobei, das passt auch gut zusammen, ehrlich
gesagt.
Alina
Ja, und sonst?
Ja, es fehlen noch einige Sachen, aber es wird.
Sebastian
Okay, so ich habe jetzt hier tatsächlich Lautschrift bekommen, dann muss ich sie
auch vorlesen. Kai Tiff, alles klar. Danke. Danke.
Okay, das wird also mehr, die Reise geht weiter und wie gesagt, da ich so ein
bisschen auf die Uhr geguckt habe gerade und noch einen Gast gern noch mit in
der Sendung hätte heute, machen wir es so, ich werde mich jetzt von dir
verabschieden. Ich werde nur das Allernötigste schneiden tatsächlich morgen,
weil ich finde das total klasse, dass du hier ganz offen erzählt hast, mir auch
mal ein bisschen neue Erkenntnisse gebracht hast.
Das ist doch so ein weites Feld und ich glaube, da muss ich einfach auch in
Zukunft noch ein, zwei, dreimal darüber sprechen, bis ich dann wirklich dann
auch verstehe, was da alles dahinter hängt.
Aber dafür machen wir das ja hier ja, damit Sebastian dann irgendwann auch mal
die Welt kapiert.
Für dich gilt das Gleiche wie für alle anderen. Melde dich ruhig hier danach
nochmal bei mir, damit ich nämlich A, dir einen Musikwunsch für die nächste
Sendung erfüllen kann
und dass ich B, dich mit in den Lostopf reinschmeißen kann und Dienstag erfährst
du dann mehr, was du davon haben könntest. Ich glaube, es würde dir gefallen.
Ich weiß ja schon, was das ist.
dann Alina, ganz, ganz, ganz vielen lieben Dank, dass du angerufen hast. Danke
an die Technik, dass sie dich durchgestellt hat. Und dann machen wir jetzt noch
eine Runde und ich erfülle noch mal einen Musikwunsch, nämlich den von Bettina
von Dienstag.
Gold in Them Hills ist das. Ja, und Alina, hab einen schönen Abend, mach's gut
und danke noch mal, dass du angerufen hast und so viel erzählt hast. Tschüss.
Juhu, ich habe jemanden in der Leitung und ihr werdet es nicht glauben, das ist
tatsächlich ein Glücksfall, gerade, dass genau dieser Mensch durchgekommen ist.
Ich mag euch eigentlich noch gar nicht sagen, warum und wieso. So, okay. Ich
begrüße Erik, hallo.
Erik
Sebastian und hallo zusammen alle im Chat und die alle zuhören.
Sebastian
Genau, so, jetzt gucken wir mal, wie wir dich verraten, ohne dich zu verraten.
Du bist 38 und ganz zufällig hast du auch so mit dieser Gor-Geschichte zu tun.
Erik
ganz rein zufällig.
Sebastian
Ganz rein zufällig. Ja, okay, machen wir es kurz. Du bist der besagte Herr von
Sefa.
Erik
Ja, und da bin ich und freue mich darüber.
Sebastian
die Welt ist klein, das passt doch gerade gut.
Leidet sie gerade? Bist du zufrieden mit ihr?
Erik
Nein, sie leidet überhaupt nicht. Sie freut sich gerade irgendwie den ganzen Tag
schon, nachdem sie irgendwie die Podcast-Zusage bekommen hat und heute live
sprechen durfte und jetzt natürlich noch mehr, dass ich durchgekommen bin. Das,
was wirklich ein Zufall war, dass sie einfach nur die ganze Zeit strahlt und
sich freut.
Sebastian
So ist doch optimal. Also wenn der Podcast das bewirkt, dass Menschen strahlen
und sich freuen, ist doch super. Ich könnte jetzt theoretisch mal die komplette
Liste von ihr nochmal durchgehen mit dir und immer nach deiner Perspektive
fragen.
Erik
Kannst du gerne machen.
Sebastian
Kann ich machen? Ich werde es ein bisschen abkürzen. Ich frage erstmal, wo bist
du denn nicht mit einverstanden gewesen? Wesen. Du
Erik
war alles gut erzählt Beziehungsweise aus ihrer Position heraus Erzählt Ist
natürlich immer die Frage Wie ich das für mich Oder warum ich das überhaupt für
mich Erkundet habe Und was für mich natürlich Die Anlehnung war Jetzt kriege ich
sogar noch ein Glas Wein hier dazu Oder Gin
Sebastian
Gin. Meiner ist alle.
Erik
Nein, das ist eine gute Erziehung Einfach Und nach dem üblichen Handkuss dazu
Und wieder strahlt jemand
Sebastian
Verdammt. Ich habe hier nur noch Wasser.
Erik
Genau. Ja, aber das eigentliche Thema war ja, ob sie was falsch gemacht hat oder
richtig gemacht hat. Also der Merkspruch war richtig. Ich habe auch nochmal
nachgefragt, ob er abgelesen war oder nicht, weil ich war ja nicht im Raum
gerade, aber er war nicht abgelesen. Also von daher sehr gut. Mit
Sebastian
Sehr schön. Es ist immer gut, das nochmal aus der Perspektive zu haben.
Sagen wir mal so, du hast, das fand ich gerade so spannend, du hast dir am
Anfang dieses Büchlein in die Hand gedrückt. Hast du das selber verfasst?
Erik
langen Recherchen im Internet habe ich das selber verfasst einfach, wie ich für
mich BDSM und BDSM in meinem Kontext sehen möchte und wie ich ihn für mich
ausleben möchte mit meinen Spielpartnerinnen oder Spielpartnern halt.
Sebastian
Okay, also das heißt, wenn du mir das jetzt schickst, dann kann ich das dann in
den Kunst-der-Unvernunft-Shop reinpacken. Wird das gelingen? An einer schönen
Gor-Beziehung. Sehr gut.
Erik
Kannst du machen, ja.
Sebastian
14,99.
Erik
Ja, das ist eher ein Handbuch, also ungebunden.
Sebastian
Alles gut. Okay, aber du hast das verfasst. Wie ist denn das? Du gibst ihr das
und dann weißt du ja nicht, kommt das gut an oder schmeißt sie dir das Ding zwei
Stunden später um die Ohren und sagt, du hast doch nicht mehr alle Latten am
Zaun.
Erik
Nein, also es geht ja für mich, ging es im Wesentlichen immer darum, dass wenn
ich mit irgendjemandem ins Spiel komme, also wenn ich irgendwie
Spielpartnerinnen gefunden habe, die a, generelles Interesse am SM bzw. BDSM
hatten, da einen gewissen Kontext herzustellen, was stelle ich mir vor und was
stellt sich vielleicht irgendjemandem gegenüber vor. Und da habe ich lange
darüber nachgedacht, wie das irgendwie am besten stattfinden kann und habe mich
dann natürlich auch belesen, im Internet recherchiert etc., was es A für
Möglichkeiten gibt, was mir davon gefällt und bin das meistens an einem,
ich nenne es einfach mal Leitfaden, entlanggegangen. Und da hat sich
dann über die Zeit einfach dieses Ausbildungsbuch bzw. einfach diese Grundsätze
für mich einfach herauskristallisiert. Also auf
Sebastian
Okay, da haben sich ja zwei gefunden, weil so Regeln, da hat man schon das
Leuchten in den Augen gehört, sage ich mal.
Erik
jeden Fall.
Sebastian
wie ist denn das für dich zu dieser Entscheidungsprozess? Das ist dann eines
Morgens und dann steht sie da und sagt, ich würde gern mal das und das machen
oder
dann musst du ja eine Entscheidung treffen. Gehe ich darauf ein? Erfülle ich
diesen Wunsch? Muss ich das uminterpretieren?
Du gehst ja offenbar wirklich darauf ein. Jetzt ist nochmal die Frage, wie sehr
lässt du dir reinreden mit
Erik
dem Fall natürlich nehme ich Vorschläge gerne offen an und nehme die natürlich
auch wahr. Also ich bin jetzt kein Unmensch und denke jetzt nur irgendwie an
mich und will ja auch dadurch, dass wir eine Beziehung, eine offene Beziehung
führen, in dem Kontext auch weiter spielen.
Und da Da nehme ich natürlich auch die Bedürfnisse meines Gegenübers einfach
wahr. Und wenn da natürlich irgendwie Vorschläge und Anregungen kommen, dann
erörter ich sie für mich einfach, indem ich halt erstmal überlege, wäre das was,
was mir gefallen könnte? Und dann im anderen Augenblick oder im nächsten
Augenblick einfach nochmal, was könnte ihr es bringen? Also es gibt gerade auch
das Thema, was ich ja angesprochen hatte mit dem Stromhalsband,
mit dem ich bis dato auch nie Erfahrung hatte. Strom war für mich auch relativ
neu. Ich habe ein TENS-Gerät in meinem Spielearsenal, was
auch relativ selten zum Einsatz kommt. Wir haben aber in unserer
Stammtisch-Community ein Pärchen, die viel mit Strom agieren. Und
mit denen habe ich mich dann kurz geschlossen, habe dann auch nochmal die
Risiken und nochmal die ganzen Details nochmal abgefragt, was da passieren kann
oder in welchen Rahmen man es einsetzen sollte etc. Und dann habe ich einfach
gesehen oder die Brücke gefunden zu dem, was es uns in unserer
Beziehung auch bringen kann. Also dass diese Disziplin und dieser Faktor halt
einfach weiter ausgebaut werden kann durch, in dem Fall halt durch Strom und
nicht durch Bestrafung durch irgendwelche Schlaginstrumente.
Sebastian
dem Strom? Sag mal, ich habe folgendes Problem bei diesen Geräten. Da ist ein
Knöpfchen, da kann ich auslösen und da ist ein Regler, damit stelle ich die
Stärke ein. Und ich bin dieses blöde Spielkind, was sich nie sicher ist, wie
hoch dieser Poti gerade eingestellt ist. Und dann drückt man mal das Knöpfchen
und hat völlig vergessen, dass man nur mal, um zu drohen, vor einer halben
Stunde das Ding mal aufgedreht hat. Und dann hat man vergessen, das wieder
runterzudrehen. Und danach ist dann quasi so wie Stinkkentsauer, weil man ja
unvorbereitet da Vollgas gegeben hat. Also ich habe irgendwie den Ruf hier im
Haus, dass ich mit sowas nicht umgehen kann. Das erfordert ja auch Disziplin bei
dir.
Erik
Ja, aber die Möglichkeit gibt es natürlich, indem man sich darüber beliest bzw.
die Leute fragt, die sich damit auskennen. Wir haben zum Beispiel eine
Fernbedienung, die digital eingestellt wird, also in Stufen eingestellt wird und
die nicht einfach ein stufenloses Rad an der Seite irgendwo hat, wo man dann doch
mal schnell drankommt und dann doch mal von der 1 in die 10 springt und dann
ganz gekrümmt am Boden liegt, sondern dass man dann doch schon gezielt mit den
Stufen arbeiten kann.
Sebastian
Dankeschön. Perfekte Argumentation. Jetzt kann ich immer sagen, es liegt am
Gerät. Das ist falsch konstruiert. Es liegt nicht an mir. Ich bin nicht
verantwortlich.
Erik
Ja, gute Ausrede.
Sebastian
Das hilft auch nichts, glaube ich.
Hinterher wahrscheinlich würde Subbie das lösen. Dieses Rädchen wird sie
wahrscheinlich einfach mit Sekundenkleber irgendwann so feststellen, dass es bei
niedrigster Stufe einfach hängen bleibt. Und dann ist gut.
Erik
Ja, bei Strom ist halt immer die Schwierigkeit, dass natürlich jeder anders
einen anderen Empfindungsgrad hat und natürlich jede Körperstelle anders darauf
reagiert. Und gerade am Hals ist es halt eine sehr empfindliche Stelle, die halt
schon bei kleinsten Stufen, ja, dementsprechend gut reagieren kann. Und
deswegen haben wir es am Anfang natürlich ausprobiert, erstmal ich an mir
am Oberschenkel oder an der Hand. und danach ging es dann erstmal an ihren Hals,
wo wir dann festgelegt haben, okay, was sind denn so die Stufen und aus den
Gesprächen mit unseren Stammtischpartnern haben wir herausgefunden, dass
natürlich auch die Stufen ausbaufähig sind. Also man passt sich irgendwann mal
dieser Stufe halt an oder
Sebastian
Ja, das ist tatsächlich so. Es wird irgendwie bei gleicher Stufe schlimmer, je
öfter man das macht, aber irgendwie auch, man kann dann trotzdem steigern, es
ist über Strom, da könnte ich nochmal fünf Sendungen machen, da muss ich mir
dann so einen Lötmenschen holen, der solche Geräte baut und sagt, hier komm,
erzähl mal.
Erik
Programmtechnisch dann zusammenschaltet.
Sebastian
Ja, das ist dann nochmal so ein ganz eigenes, also ich habe immer noch die
Vision sagen zu können, hier Alexa, ich muss das jetzt leise sagen, weil das
springt ja so ein Ding an, Subbie war böse und dann kommt irgendwann ein Autsch
aus dem Haus, ja, so stelle ich mir das vor, das Wissen dafür ist auch da.
Erik
Perfekte Vorstellung.
Sebastian
Jetzt schweifen wir natürlich ja gerade völlig ab.
Ich behaupte mal, Disziplin bei Subbie bedeutet auch, oder bei, sage ich eher
Kajira, ist das besser? Oder ist Subi
Erik
Du darfst beides sagen, ich verstehe es schon.
Sebastian
Dann bleibe ich bei Subbie. Okay, Disziplin bei ihr heißt auch Disziplin bei dir.
Du musst das ja schon irgendwie vorleben und einfordern und auf jede Kleinigkeit
achten. Ich stelle mir das manchmal sehr schwierig vor, dass einem dann auch
auffällt, dass sie vor dir angefangen hat zu essen zum Beispiel.
Erik
Ja, aber das ist einfach eine Gewöhnungssache. Wir haben zum Beispiel, wenn wir
auf Partys fahren, dann nimmt sie dann doch nochmal ihr Handbuch zur Hand und
geht nochmal kurz die Handbewegung durch, die sie benennen darf, beziehungsweise
die sie benutzen darf und versucht nochmal nachzuempfinden, welche das nun
waren, weil wir gerade die Handbewegung, die sie benutzen darf oder Handzeichen,
die sie benutzen darf, nur auf Partys einsetzen im öffentlichen Raum halt.
und da bin ich natürlich dann auch immer mit dahinter her, dann sie zu
kontrollieren beziehungsweise einfach die Regeln sozusagen einzuhalten. Ja,
Sebastian
Okay. Ja, aber ich glaube, also ich persönlich sehe das als, wie soll ich das
sagen, dass wenn Regeln nicht eingehalten werden, ist es ein Zeichen von meiner
Aufmerksamkeit, dass ich das bemerke und auch sanktioniere. Wenn mir das egal
wäre oder ich das übersehe, habe ich immer das Gefühl, ich habe mich nicht genug
gekümmert oder ich war nicht aufmerksam genug.
Erik
dazu muss ich sagen, dass ich in der vorhergehenden Beziehung eine gute
Lehrerin in dem Sinne hatte, dass man so wie damals eher psychische
Probleme hatte, aber das Vorteilhafte war daran, daran, dass sie halt
sehr auf diese Details Wert gelegt hat, dass sie halt genau nur bestraft werden
wollte, wenn sie wirklich was falsch gemacht hat. Und das habe ich halt dadurch
auch gelernt, dass man natürlich auf Kleinigkeiten viel mehr achten sollte und
muss und die dann in dem Fall halt bestraft bzw. überhaupt erstmal wahrnimmt.
Sebastian
Also da ist einfach eine Lernkurve und davon profitiert sie jetzt einfach.
Erik
Ja, ja.
Sebastian
Okay, so, was habe ich hier noch stehen? Mein Chatfenster sagt, es wird mit
gleicher Stufe nicht schlimmer. Ach, es geht um den Strom. Also es geht mit
gleicher Stufe nicht, es geht mit gleicher Stufe nicht schlimmer. Gott, ich
kann nicht mehr lesen. Es wird mit gleicher Stufe, da hat jemand diesen Satz so
unglaublich formuliert, dass ich ihn nicht vortragen kann.
Erik
hat denn den
Sebastian
Es wird mit gleicher Stufe nicht schlimmer.
Stufe schlimmer. Wuff, es setzt Gewöhnung ein. Wuff, Wuff ist hier der
Podcastsubbie-Ersatz, der gerade hier dabei ist.
Das gibt es doch nicht.
liegt wieder am Gerät bestimmt.
Erik
ja, auf jeden Fall. Blöde Technik.
Sebastian
Ja, ganz ehrlich, so spät am Abend darf auch ein bisschen Humor sein.
Was magst du mir denn noch verraten, was sie mir jetzt nicht verraten hat über
euch, über sie, über dich?
Erik
Genaueres fällt mir jetzt gerade nicht ein. Also wie gesagt, es ist halt sehr
schön, jemanden zu finden, der gerade nochmal Zurückkopplung auf deinen ersten
Gast, der ja eine Beziehung sucht oder da irgendwie den Ausschweif hat,
irgendwie eine Beziehung zu finden, die ihm erfüllt, dass man halt einfach
Geduld mitbringen muss und einfach irgendwann diesen Menschen halt findet oder
halt nicht findet, der da genau das passende Gegenstück zu einem selber ist. Und
das hat sich bei mir die letzten mittlerweile 15 Jahre hingezogen, da endlich
jemanden zu finden, mit dem ich halt genauso spielerisch, neugierig und
experimentierfreudig umgehen kann und der
alle Dinge da in einer gewissen Absprache natürlich mit mir irgendwie
umsetzt und ausprobieren möchte.
Sebastian
Ja gut, aber das ist ja, irgendwann ist es dann eben soweit und ich glaube, da
darf man auch einfach nicht aufgeben. Und man sieht ja jetzt an dir, das hat
offenbar geklappt.
Aber ein Ding habe ich dann doch noch. Ich merke, ich suche so ein bisschen nach
Zwietracht bei euch.
Erik
Naja, auf jeden Fall.
Sebastian
Die werde ich aber natürlich nicht finden.
Erik
Probiere es ruhig.
Sebastian
Aber sagen wir mal, diese Keuschhaltungsgeschichte, 21 Tage, das hast du von
vornherein so bestimmt, das geht zu lang oder?
Erik
Nein, wie ja schon Sefa angesprochen hat, ging es eigentlich dahingehend, dass
wir, ich glaube sogar durch Tim ausgelöst oder durch die Sendung von dir
ausgelöst, dass es um Keuschhaltung ging, wo sie immer strikt dagegen war und
immer so dieses Nein, will ich nicht und kann ich nicht und halte ich niemals
durch. Und für mich dann einfach so diese Herausforderung war, okay, hältst du
nicht durch, na dann probieren wir das einfach mal. und wir dann einfach ein
Datum festgelegt haben, wo wir gesagt haben, okay, ich finde immer, Regeln
müssen bestimmt sein und müssen auch ein gewisses Ablaufdatum haben und
für mich war einfach dieses Ablaufdatum okay, dann nehmen wir uns ein Datum vor,
was absehbar ist und in dem Fall war es halt die damalige Ausgangsbeschränkung
in diesen Zeiten halt und dann habe ich halt für mich festgelegt, okay,
innerhalb dieser Zeit, dann darfst du halt nicht kommen, beziehungsweise musst
du darauf verzichten. Und ja, ich hatte natürlich ab und zu dann doch schon mal
Lust, irgendwie mehr zu bekommen, als es irgendwie möglich war. Und wir hatten
natürlich auch Sex in der Zeit, aber sie hat sich da meinen Anweisungen
hingegeben und hat das auch wacker durchgehalten und darauf bin ich auch sehr
stolz, dass sie das einfach bis zum Ende durchgehalten hat, bis sie dann erlöst
worden ist in einer guten Session.
Sebastian
glaube, das kannst du auch sein. Und ganz ehrlich, wurde es nicht irgendwann ein
bisschen nervig, wenn sie dir den ganzen Tag dann da an deinem Rockzipfel hängt
und sagt, hier, mach was, tu was, sei lieb zu mir, lass mich doch. Doch, die
Erik
Ja, auf der einen Seite vielleicht ein bisschen nervig, aber eigentlich auch süß
und eigentlich auch das, was man ja möchte. Also nie in der negativen
Abhängigkeit, aber in der positiven Abhängigkeit, dass man halt die ganze Zeit
im Kopf ist, auch wenn wir die ganze Zeit irgendwie zusammen waren, aber dass
das Thema noch mehr irgendwie in ihrem Kopf einfach verankert worden ist.
Sebastian
Frage ist, hatte sie dich zwischendurch mal so weit, dass du gesagt hast, ach
komm, jetzt lasse ich sie.
Du merkst, echt
Erik
Also ich weiß nicht von Ihrer Seite, ob das so war, aber auf meiner Seite war
das nie der Fall.
Sebastian
nicht, du warst da echt so kalt und dachtest, nee, haben wir ja gemacht, ist
eine Regel, da halten wir uns jetzt schön beide dran.
Erik
Nein.
Sebastian
Ich stelle mir das tatsächlich schwer vor, weil es schränkt dich ja ein, du
kannst ja jetzt nicht beschließen, jetzt lasse ich sie hier den ganzen Abend
kommen, einmal nach dem anderen, weil die Regel muss ja auch dann durchgängig
sein, ne.
Erik
Ja, aber ich hatte ja meinen Spaß. Also ich durfte ja kommen so oft und in
welcher Form auch immer ich wollte, nur dass sie halt nicht kommen durfte. Und
von daher hat mich das ja weniger eingeschränkt als sie.
Sebastian
Ja, und das ist auch, das ist sehr pragmatisch. So, natürlich hat Temel jetzt
wieder eine Frage dazu.
Erik
Oh Gott.
Sebastian
Natürlich, die, ja, wer sonst?
Erik
Wer sonst?
Sebastian
Ich meine, sie hat es euch ja eingebrockt, irgendwie indirekt.
Erik
Ja, auf jeden Fall.
Sebastian
So, hast du sie während ihrer Keuschhaltung denn auch geteased und mit den
Nicht-Dürfen aufgezogen?
Erik
Ja, auf jeden Fall. Also wir hatten auch, wie gesagt, Sex während der Zeit,
wo sie nie kommen durfte. Ich habe sie, wie darf ich das sagen, gefingert,
geleckt, heiß gemacht mit meinen Worten etc. Also da gab es schon
einige Momente, wo sie dann einfach schon am Verzweifeln war und auch ihr Blick
dann verraten hat, dass sie dann doch schon eigentlich mehr will und mehr wollte
und es ihr schwerfällt oder sehr schwerfällt, in dem Moment sich beherrschen zu
müssen.
Sebastian
So, jetzt habe ich noch einen Punkt dazu. Dann kam ja der Moment X, wo sie dann
dürfte. Also ich wäre jetzt das Arschloch, was sagen würde, du, ich gehe jetzt
mal eine Runde spazieren. da ist der Küchenboden, jetzt hab Spaß mit dir, ich
bin in einer Stunde wieder da und dann ist bitteschön auch alles wieder sauber.
So, das ist natürlich die grausamstmögliche Variante. Nein, ich habe sie das
tatsächlich eben nicht gefragt, das ist mir hinterher aufgefallen, dass ich
dachte, oh Gott, dieser Moment der Erlösung, der kam überhaupt nicht vor. Magst
du ein bisschen erzählen?
Erik
Ja, also die Erlösung, da habe ich mir auch wieder ein Vorbild an Timel und
Odrin genommen, dass natürlich auch diese Erlösung für mich in dem Fall,
weil es unser erstes längeres Keuschhalten war, natürlich nie irgendwie
lapidar in einem normalen Nebenbei-Orgasmus endet, sondern dass wir halt eine
gute Session gemacht haben. Ich stehe nebenbei auf Bondage
und habe so meine gewissen Schlaginstrumente um mich herum, beziehungsweise
haben wir dann eine normale Session oder eine ausgiebige Session gemacht, um sie
dabei auch noch weiter zu teasen und da auch nie jeden, oder den ersten Moment
sozusagen verpuffen zu lassen in einem Orgasmus, der dann vielleicht irgendwie
irgendwie sehr hinfällig gewesen wäre, sondern das ein bisschen herausgezögert
habe.
Und das war, denke ich mal, auch ein gutes Erlebnis, dass halt dieses Verzichten
über die gesamte Zeit halt auch zu einem guten und vielleicht nicht
unvergesslichen Erlebnis, aber zumindest zu einem schönen Ende gefunden hat
einfach.
Sebastian
so ein schönes Highlight. Die Frage ist natürlich jetzt, wenn Temel das Beispiel
war, gab es Kuchen?
Erik
Kuchen?
Sebastian
Ja, bei Temel gibt es immer Kuchen.
Erik
Nein, nein, nein, nein,
Sebastian
Wenn Temel Kuchen kriegt, dann...
Erik
nein.
Sowas gibt es nicht, nein.
Sebastian
das gibt es hier nicht.
Ja gut, kann ja sein. Also ich fand die Idee ganz niedlich. Da gibt es halt
Kuchen bei ihr. Ich weiß auch nicht. So eine schöne Verknüpfung fürs Hirn
einfach.
Erik
Na ja, ich könnte mir überlegen, ob sie beim nächsten Mal einen Kuchen backen
muss, vorneweg.
Sebastian
Wobei dann verrät es es ja wieder. Wobei dann isst du einfach den Kuchen und
dann ist es gut.
Erik
Aber in der Kuchenbackzeit, das sind ja immer noch drei Tage Zeit, also der ist
noch lange gut.
Sebastian
Ja, da hast du auch wieder recht. Man will ja auch nicht verraten. Man will ja
so ein bisschen hinterm Berg halten und ist selber so ganz diebisch, sag ich
mal, am Grinsen und weiß ja, morgen, morgen ist es soweit. Und dann habe ich mir
das und das ausgedacht.
Ich finde immer, das erfordert sehr viel Disziplin vom Top an der Stelle, dass
man dann auch sich die Zeit nimmt und auch selber darauf wartet, dass man eben
auch so ein Highlight auch umsetzt tatsächlich.
Erik
Aber
das ist ja auch die Freude für den Top eigentlich, dass man halt diese, in
Anführungsstrichen, Macht über den anderen und dieses Geschenk in dem Falle
bestimmen kann, wann das denn erlöst wird, beziehungsweise wie es denn erlöst
wird.
Sebastian
Die Frage, die ich dir jetzt nicht stellen wollte, die ich dir stellen wollte,
stelle ich jetzt nicht. Die stelle ich jetzt on air. Da frage ich einfach mal
in den Chat rein, wann Sefa denn wieder ein Bild zeichnen darf. Wenn er sagt,
jetzt gleich, dann wird sie mich verfluchen oder liebhaben.
Erik
Wird es ein guter Abend?
Sebastian
Ich
Gibt es irgendwas, wo du sagst, Mensch, da müsst ihr noch dran arbeiten? Das ist
ja so meine abschließende Frage, wo sagst du, da ist jetzt noch Potenzial da?
Oh je, sag
Erik
von einer Vorliebenliste oder wie man das nennt, so Neigungsbogen, dann
abgesprochen mit meinem Gegenüber und das habe ich halt natürlich mit Sefa auch
gemacht und mittlerweile zeigt sich aber, dass sich halt diese Themen, die
sich am Anfang so als niemals und geht gar nicht, dann doch verschwimmen oder
weiterentwickeln zu, na könnte ich mir dann doch vorstellen und könnte ich
vielleicht mir vorstellen, das sogar auszuprobieren und wir haben bei uns im
Stammtisch, also unser Stammtisch ist halt nie bloß, dass er halt irgendwie
Reden zulässt oder dass wir halt Gespräche haben, sondern dass wir halt auch
miteinander agieren können und auch zu gewissen Themenfeldern uns ausprobieren
können und da gibt es halt immer Themen wie Nadeln.
Sebastian
mir mal was Konkretes, wo du sagst, das steht jetzt so auf deiner To-Do-Liste,
sage ich mal.
Erik
Naja, bei uns steht im Moment das Thema Strom halt weiter auszubauen und mehr in
den Alltag auch zu integrieren
beziehungsweise habe ich das so durch die Blume erfahren, dass es halt auch das
Thema NS irgendwie
was sie am Anfang rigoros abgelehnt hat, mehr in den Mittelpunkt kommt und
beziehungsweise eine gewisse Neugier da ist und da haben wir noch viele andere
Themen, die wir weiter ausbauen können, wollen und möchten einfach und die wir
dann für meine Verhältnisse wieder in Regeln packen einfach.
Sebastian
Okay, ja, also Thema NS haben wir tatsächlich im Podcast auch noch fast gar
nicht drüber gesprochen, was mich ehrlich gesagt wundert.
Ja, das wäre auch mal ein Thema. Da kann man auch, ja, das ist ein bisschen
grenzwertig für manche Menschen, aber ich kann sagen, das ist gar nicht so ein
wildes Thema und das kann man von verschiedenen Seiten betrachten.
Erik
Auf jeden Fall.
Sebastian
So, ich werde die Sendung jetzt beschließen. Ich habe hier noch drei Sachen mir
nebenbei mal aufgeschrieben, die ich noch erwähnen muss.
Erik
Dann mach das.
Sebastian
Das Erste ist, dass du, jetzt hast du natürlich den perfekten Joker, weil so
kommt ihr dann doch in die Losbox rein. Jetzt verrate ich doch so ein kleines
bisschen, in welche Richtung es geht. Es geht um was Artgerechtes.
Und mehr sage ich dazu heute nicht. Das machen wir dann Dienstag. Wir wollen ja
auch ein bisschen provozieren, dass wir auch ein paar Hörer haben.
Da packe ich euch rein, weil da habe ich ja Kontaktdaten. Und du hast natürlich
jetzt die wunderbare Möglichkeit, mir auch nochmal hinterher kurz eine Mail zu
schicken. Dann spiele ich euch auch was Schönes, was ihr gerne mögt, damit ich
dann eben auch noch genug Musik habe beim nächsten Mal. Das fällt mir nämlich
immer so schwer, was auszusuchen.
Ja, lieber Erik, Mensch, das war mal ein guter Zufall gerade. Das passt
Erik
auf jeden Fall. Finde ich auch.
Sebastian
Ich wünsche euch heute Abend einfach noch ganz viel Spaß. Morgen Mittag wird
dann die Folge dann im Feed runterkommen. Dann könnt ihr sie euch auch nochmal
anhören, wenn ihr mögt.
Und ja, ich hoffe einfach, dass ihr beide ganz, ganz viel Spaß miteinander habt.
Und wenn da wirklich ein Meilenstein ist, habe ich ja auch schon gesagt, dann
meldet ruhig euch auch beide. Wir können auch mal zu dritt einfach mal eine
Folge aufnehmen, ob sie dann was sagen darf, musst du dann entscheiden und das
sehen wir dann.
Erik
Welche Position, auf jeden Fall.
Sebastian
Okay, dann verabschiede ich dich hiermit und wir hören,
lesen voneinander.
Erik
Ich danke dir vielmals.
Auf jeden Fall.
Sebastian
Ja, dann mach's gut, tschüss.
Erik
Lass es dir gut gehen.
Sebastian
Tschüss.
Erik
Tschüss.
Sebastian
So, das war der letzte Gast heute. Jetzt habe ich doch wieder zu viel verraten,
aber erst ganz am Ende.
Ja, was sage ich denn noch? Ich werde mich jetzt auch von euch verabschieden,
liebe Hörer.
Da tatsächlich Menschen hier anrufen und den Mut haben, hier anzurufen. Ich
grüße mal das Fräulein vom Amt hiermit. Wird das wahrscheinlich nicht hören,
aber das macht nichts. Ich glaube, da werde ich auch einfach mal als Hörer
anrufen. Das traue ich mich jetzt auch mal. Ich muss ja auch mit gutem Beispiel
vorangehen. Ja, ich mag immer sagen, dieser Podcast wird unterstützt durch all
die lieben Hörer, die mir in den letzten Tagen wirklich ganz schön viel Druck
weggenommen haben, denn egal wie lange die Folgen sind, ich kann das jetzt
bezahlen und kann das veröffentlichen, ohne dass es Probleme gibt und die
weiteren Namen werde ich da auch alle noch nennen, Stück für Stück. Ich bedanke
mich ganz herzlich auch beim Chat, der jetzt hier mittlerweile, Gott, fast drei
Stunden mitgemacht hat, geschrieben hat, zugehört hat, Wahnsinn
wirklich schön, es ist ein wunderschöner Start fürs Wochenende für mich dass
auch die Gästemischung heute so spannend war und dass die Themen, die hatten ja
heute mal eine Bandbreite ja, was soll ich da noch sagen, ich bin begeistert,
werde heute perfekt schlummern
und hoffe einfach, dass ihr auch alle eine gute Zeit habt
und dann hören wir uns am Dienstag mit besagtem Losbox-Gast
den ich natürlich nicht verraten möchte
um 20.30 Uhr und heute habe ich mir jetzt noch ein letztes Liedchen gewünscht
das dudelt bei mir schon ganz oft rum und ich weiß auch nicht warum, aber es hat
so einen schönen Klang irgendwie und deshalb spiele ich jetzt für mich den Roten
Pfau, wünsche euch einen schönen Abend, macht's gut und bis Dienstag