Trailer
Beim Treffen haben wir erst mal, glaube ich, drei Stunden über irgendwelche
anderen Sachen geredet und dann habe ich so zwischendrin die Bombe platzen
lassen und gesagt, so, jetzt reden wir über Kink.
So im Nachhinein würde ich es als Date betiteln. Das erste Mal, wo man draußen
was gemacht hat, das hatte irgendwie so nochmal einen ganz anderen Reiz.
Wenn wir spielen, bist du halt Vincent.
Ich bin vorgerannt und er ist so fünf bis zehn Sekunden später nachgerannt.
Ja, ich bekomme dich. Mir egal wann, aber ich bekomme dich.
Bodyhandling und du packst mich von hinten und drückst mich einfach auf den
Boden. Das tut dann auch weh, aber das ist ja dann auch schön.
Also wenn wir richtig mit Angst und allem spielen, dann ist das für uns beide,
glaube ich, das Intimste, was wir teilen können.
Danach fängt er mich auch immer auf.
Einleitung
Sebastian
Hallo und herzlich willkommen zur Kunst der Unvernunft. Mein Name ist Sebastian
Stix. Ich moderiere hier die Unvernunft bin selbst kinky und in der Unvernunft
sprechen wir über BDSM. Über Dinge, aber eigentlich eher über Menschen. Was,
wieso, seit wann? Wir zeigen hier, dass ganz normale Leute BDSM leben, erleben
und entdecken. Das eben war der Trailer mit Faina und Vincent, 27 und 24 aus
der Gegend um Stuttgart. Faina hat im Endeffekt über Google zur SMJG
gefunden und war ein paar Tage später zum ersten Mal am Stammtisch. Vincent hat
in seiner ersten Beziehung einfach herumprobiert, ohne darüber nachzudenken, ob
das jetzt BDSM sein könnte. Kennengelernt haben sich die beiden dann
letztendlich über eine Fetisch-App mit einem schlichten Hi, wie geht's dir? Das
ist eigentlich unwahrscheinlich, dass man darauf eine Antwort bekommt, aber es
hat geklappt und dann kam gleich die Kink-Liste, vier Seiten doppelseitig
bedruckt. Und heute spielen die beiden sehr nah an an Grenzen und manchmal auch
darüber hinaus. Mit echter Angst, mit Panik und mit der Jagd über Felder und
durch Maislabyrinthe. Faina sagt, das sei absolut nichts für Anfänger und
absolut nichts für jeden, aber für manche eben schon. Und ich finde spannend,
wie die beiden da hingekommen sind. Das ging in vielen kleinen Schritten mit
sehr viel Kommunikation untereinander. Einen Subdrop gab es auch und die beiden
mussten sehr viel miteinander sprechen. Sprechen fast von vorne anfangen und
Rituale bauen, damit immer klar ist, wann Spiel ist und wann Alltag. Und wie die
beiden das genau trennen, erfahrt ihr noch. Dann geht es um Seil und wie aus
einem Mich-fesselt-niemand ein Rope-Switch wurde. Und dann wohnen auch die
Eltern im gleichen Haus. Leise sein müssen, laut sein dürfen, das erfordert wohl
ein bisschen Organisation und gegenseitige Rücksichtnahme. Auch darüber sprechen
wir. Besuch jetzt gerne kunstderunvernunft.de. Da gibt es die Shownotes, Bilder,
Dateien, Kapitelmarken, das Transkript und natürlich Platz für dein Feedback zur
Folge. Und jetzt noch, bevor es wirklich losgeht, der unvermeidbare Hinweis. Die
Kunst der Unvernunft ist fast komplett werbefrei. Da bin ich ein bisschen stolz
drauf. Und alle Folgen der letzten acht Jahre sind vollständig und überall für
alle frei verfügbar. Wir finanzieren das hier über freiwillige Unterstützung
unserer HörerInnen. Freiwillig ist mir super wichtig, denn nicht jeder und jede
hat am Monatsende noch Geld übrig. Und ich will hier echt nichts hinter einer
Paywall verstecken. Mit deiner Unterstützung hältst du die Unvernunft also frei
für alle.
Bonusfolgen bekommst du dafür übrigens nicht, auch nichts früher. Aber wenn du
magst, wir haben eine Hall of Fame, da kannst du dich eintragen, lass dich
feiern. Und einmal im Jahr schicken wir unseren UnterstützerInnen, die das
mögen, das können sie bestellen, auch eine Postkarte. So richtig handgeschrieben
und direkt in deinen Briefkasten. Ja, das alles und alle Infos dazu gibt es auf
kunstderunvernunft.de. Da gibt es oben den Unterstützen-Button, den kannst du
anklicken, da gibt es alle Infos. Und ja, jetzt erstmal vielen Dank für deine
Geduld hier. Und jetzt geht es endlich los mit Folge 146 mit Vincent und
Faina.
Begrüßung
Liebes Publikum, es ist der 12. September 2026, kurz vor 15 Uhr
und schon heute Morgen um 7 sind zwei Menschen ins Auto gestiegen, um hier in
den Norden zu fahren und beim Fabrikkeksverkauf vorbeizukommen. Ich begrüße
ganz, ganz herzlich Faina und Vincent, hallo.
Faina
Hallo.
Sebastian
Herzlich willkommen aus dem Süden. Ich stelle euch ganz kurz vor, Vincent, 24
aus eben dem Süden, kann man eine größere Stadt sagen, die da in der Nähe ist?
Vincent
Stuttgart.
Sebastian
Stuttgart, wunderbar.
Vincent
Stuttgart?
Sebastian
Und Faina, 27, auch aus derselben Ecke.
Faina
Genau.
Sebastian
Sehr schön. Und ich habe hier Notizen, ich habe mal geguckt, was kriege ich denn
aus diesem Vorgespräch raus. Also Vincent, bei dir steht hier laut Fetlife,
Top, Dom, Rigger, Sadist, Rope Switch. Rope Switch, okay.
Vincent
Ja.
Sebastian
Und du hast auch schon mal unten gespielt, bist aber aktuell nicht mehr so.
Vincent
Nicht mehr so? Okay.
Sebastian
Okay, mal gucken, warum das aufgehört hat, wir werden darüber sprechen. Und vor
allem Faina, bei dir steht, so Masochistin, Brat, Rope Switch und Bottom.
Vincent
Vor er bei
Faina
Genau.
Sebastian
Damit haben wir ja alles abschließend erklärt. Dein Motto ist übrigens, folge
deinem inneren Pinguin.
Faina
Ganz richtig.
Sebastian
Ich habe mir versucht, das vorzustellen. Liebes Publikum, versucht es bitte
nicht.
Faina
Wieso? Kommt doch nur Lustiges bei rum.
Sebastian
Damit haben wir die Metadaten schon mal grundsätzlich geklärt und die Pinguine.
Wir sprechen heute über euren einzelnen Weg, über Erlebnisse, bis ihr euch mal
getroffen habt. Dann sprechen wir aber eben auch über genau diese ganzen Sachen,
auch über diese Rope-Geschichte, wer, wen und wie. Dann gibt es noch so das
Thema, ihr wohnt mit, ich sag mal, elterlicher Beteiligung im Haus.
Faina
Ganz richtig.
Sebastian
Schön.
Faina
Schön.
Sebastian
auf jeden Fall auch nochmal ein Thema.
Vincent
hier noch mal ein Thema, Miri.
Sebastian
Wir reden über, ja, Subdrop werden wir auch nochmal ansprechen. Wir werden
nochmal über merkwürdige Communities reden, Alltagskonflikte,
Exhibitionismus und die Jagd.
Faina
Ganz richtig. Das wird spannend.
Sebastian
Auch Begriffe wie CNC werden fallen. Also, ja, liebes Publikum, ich glaube, das
wird relativ bunt. Ihr beide spielt miteinander, rein monogam habe ich notiert.
Faina
Ganz richtig.
Sebastian
Und werden wir darüber diskutieren oder nehmen wir das einfach so hin?
Faina
Wir können auch drüber diskutieren. Das ist gerade im Flow, so kann man mal dran
reden.
Vincent
...wird auch hier
Sebastian
guck an. Ich habe irgendwie das Gefühl gehabt, ich sollte mal irgendwie in der
Richtung fragen. Gut, dass ich es gerade getan habe. Also, ich schreibe jetzt
mal eine Notiz, denn ich habe ja heute den längsten Spickzettel aller Zeiten.
Ich werde gucken, dass ich mir die richtigen Themen rausziehe. Also, ich glaube,
wir müssen mal anfangen. Vielleicht beschreiben wir einmal ganz kurz, wenn ihr
Selbstvorstellung
euch jemanden vorstellen müsstet wie mir.
Ihr seid irgendwie kinky. Was tut ihr? Wer tut was und wie? Vielleicht mal so drei,
vier, fünf Sätzen, wenn man euch kennenlernen würde auf irgendeiner Plattform,
wie würdet ihr eure Beziehung, euren BDSM beschreiben? Einfach mal so als
kleinen, dass wir jetzt einmal den aktuellen Zustand einmal festgelegt haben.
Er hat gleich auf sie gezeigt, alles klar.
Faina
Ja, Grenzen sind gesetzt. Ja, also relativ
offen, sehr experimentierfreudig, aber im Spiel
sehr nah an Grenzen beziehungsweise auch über Grenzen hinaus.
alles aber auch auf viel vertrauter
Basis und ja, es wird verdroschen und
aber auch einiges an Spaß,
wenn wir mal nicht hundert Prozent hart spielen, würde ich sagen.
Vincent
Ja. Ja, vielleicht auch.
Sebastian
Und ansonsten teilt ihr euer Leben komplett, ihr wohnt ja zusammen.
Faina
Genau, wir wohnen zusammen, wir
lachen zusammen, streiten zusammen.
Ja, hat sich ganz schnell ganz natürlich ergeben.
Vincent
ziemlich schnell ich
Sebastian
Ja, wie ihr euch kennengelernt habt, darüber werden wir noch sprechen.
Hallo Kink bei Faina
Bei wem ist es denn länger her, dass so ein Begriff BDSM-Kink irgendwie mal im
Kopf auftaucht, also die erste Anwandlung? Also wie alt warst du, Vincent?
Hast du eine ganz grobe Idee, wo zum ersten Mal irgendwie so SM, BDSM,
Unterwerfung, Macht, wo irgendwas im Kopf Klick gemacht hat? So eine erste
Kleinigkeit. Bei manchen ist ja eine Kindheitserinnerung damit verknüpft, bei
anderen später.
Vincent
würde sagen mit
16, 17 so um den Dreh rum wenn ich mich jetzt zurück erinnern müsste
Sebastian
also okay, also so sieben, acht Jahre ist das her.
Faina
Ja, also
Sebastian
sieht's bei dir aus, Faina?
Faina
ich war 18, knapp ein bisschen länger.
Sebastian
Also knapp länger.
Dann fang. Okay, also Also, liebes Publikum, ihr kennt das bestimmt schon, ich
spreche erstmal so kleine Einzelgespräche, mal gucken, was ihr auch gegenseitig
von euch Neues erfahrt und dann bis zu dem Moment, wo ihr euch das erste Mal
über den Weg gelaufen seid und dann führen wir das hier zusammen. Wer mag den
Anfang, wie das so den Anfang genommen hat, wo die Infektion stattgefunden hat?
Faina
Wie die Infektion stattgefunden hat.
Vincent
hast mehr Übung drin
Sebastian
Moment, ich frage nochmal, wer spielt in der Regel oben? Er. Er, okay. Wer
wollte hier mitmachen?
Sie. Sie.
Vincent
es ging von dir aus
Sebastian
Jetzt könnt ihr aushandeln, ob seine Macht reicht, sie mal vorzuschicken oder
Faina
kann das auch übernehmen.
Vincent
fang du mal an
Sebastian
Liebes Publikum, ich kann das total nachvollziehen. Wenn ich mit dem Podcast so
wieder sitzen würde, würde ich auch immer sagen, sie. Sie muss reden. Also ich
kann das absolut nachvollziehen.
Faina
Cool, jetzt frage ich aber nochmal die Frage bitte.
Sebastian
Okay, die Frage. Also, hallo Kink. Also wo war so das erste Mal was, oh, da ist
etwas, etwas, was vielleicht nicht, ich sag mal, normaler Sex ist, oder in der
Form, was irgendwie interessant für dich sein könnte?
Faina
Ich war damals mit meinem Ex-Freund zusammen, beziehungsweise es war dann gerade
schon Richtung Trennung und ich weiß gar nicht, wie ich hundertprozentig
drauf gekommen bin. Ich lese sehr viel und irgendwie, ich glaube sogar, es war
von meinem Exfreund, kam so dieser, ein so ein Wort oder so ein Satz in die
Richtung und ich fand irgendwie, das hat sich für mich spannend angehört,
beziehungsweise irgendwie so, hm, könnte was sein. Nein.
Und als ich dann weiter recherchiert habe, ging das sehr schnell in die Richtung
von, das fühlt sich richtig an, das fühlt sich irgendwie verstanden an.
Also ich fühlte mich dann irgendwie ein bisschen mehr verstanden, allein nur von
den Texten. Ja, und dann habe ich geguckt, wie kann ich denn mit Menschen reden?
Und ich wollte halt keinen Chat oder so.
Sebastian
bist mir fast zu schnell. Also, dass es BDSM oder SM oder irgendwas in der
Richtung gibt, ich meine, von der Domina hört man auch als Frühjugendliche, du
wirst ja schon mal mitbekommen haben, dass es das gibt.
Faina
Passt so schnell, okay.
Sebastian
Das hatte ich aber nie gepackt oder bist du da doch mal dran hängen geblieben?
Faina
Ja, also nicht, dass ich wüsste, sage ich jetzt mal so. Es war irgendwie nie
Thema. Es war immer das, was halt so normaler Vanillasex
ist, war schön und gut. Dann ging das auch mal so ein bisschen, also
rückblickend würde ich sagen, so ein bisschen mehr in die D/s-Richtung, aber ich
habe nie das Bedürfnis gehabt, da irgendwas zu labeln oder da irgendwie mehr
nachzulesen, was ist das jetzt eigentlich, bis dann dieser
Lebensabschnitt, sage ich mal, zu Ende ging und ich dann angefangen habe zu
gucken, was will ich eigentlich, was mache ich eigentlich.
Ja, und dann kam das mit als erstes, dass ich dann gedacht habe, okay,
das gibt Sinn, was macht das, was sind die vier Buchstaben und wie kann
ich mich da irgendwie einordnen?
Sebastian
vorher schon kinky Dinge getan, ohne dass es so benannt wurde.
Faina
Ja, also wenn ich gerade so drüber nachdenke, Würgen war dabei, eigentlich immer.
Sebastian
Ich
Faina
Aber das hat sich für mich immer so, es war normal, weil man hat halt nicht
drüber gesprochen irgendwie. Es war jetzt nicht irgendwas, oh mein Gott, das ist
ganz komisch. Und vielleicht auch irgendwie aus meinem Umfeld war so dieses
ganze Fifty Shades of Grey und sowas eher, das machen die
anderen. Das ist ganz, ganz, ganz dunkel und böse und das machen wir nicht.
Und bei meinem Exfreund und mir war das ganz normal, dass er mich ab und zu mal
gewürgt hat. Aber ich habe das nicht in diesem Spektrum verortet,
bis ich es dann irgendwann doch getan habe.
Sebastian
finde das immer so spannend, was man alles macht und diese
Leute, die da Kink und BDSM machen, da gehöre ich überhaupt nicht dazu, los,
komm, lass die da draußen mal diese Perversen, wir würgen hier weiter.
Faina
Ja, irgendwie war das so. Also ich habe halt einfach keine Gedanken dazu gemacht
und ja, wenn ich jetzt so drüber nachdenke, ist es schon irgendwie ein bisschen
komisch.
Sebastian
Okay, recherchiert. Ja, was hat dich angesprochen im Speziellen? Gab
es also auch die Rolle Rolle unten oder oben, wo war klar, das ist eher deine
Rolle.
Faina
also meine Rolle war, oder was mich eher angesprochen hat, war auf jeden Fall
unten. Lustigerweise fand ich Seil dann ganz langweilig und so, ach nee, das
wollen wir nicht, dann gehen wir gleich mal weiter. Ich fand D/s immer ganz, ganz
spannend, auch beim Lesen, so dieses, man liest ja so die Anfangssachen, so ja,
dann bestimmt jemand mal über den Tag, über was zieht man an und was zieht man
nicht an vielleicht. Vielleicht.
Das fand ich immer ganz spannend. Das hat mich gereizt. Das hat mich irgendwie
dann auch in meinen Büchern, die ich sonst so lese, die gar nichts mit Kink zu
tun haben, waren dann auch immer so diese morally gray Menschen.
Und das fand ich auch immer ganz, ganz spannend. Und dann hat es irgendwie ja
Klick gemacht, dass das, dann hat es die Verbindung gegeben, dass das, was ich
da ja schon irgendwie konsumiere, da war.
Sebastian
In dem Moment, wo ich feststelle, oh Gott, ich bin ja irgendwie kinky, ich lese
den ganzen Kram, das erregt mich, das macht Spaß, dann will man ja auch
ausprobieren. Hast du gleich Kontakt gesucht zu Leuten und auch gefunden oder
gab es nochmal eine Wartezeit, wo man auch mit sich selber vielleicht ein
bisschen hadert? Oder wie offen warst du da?
Faina
Aber also dadurch, dass es ja so ein bisschen auch in die Trennung mit
reingespielt hat und ich mit meinem Ex-Freund auch schon zusammengewohnt habe,
war das alles ein bisschen schwierig.
Ich bin relativ bald auf die SMJG gestoßen und war dort dann als
Stammtischbesucher und konnte dann wenigstens mal mit den Leuten reden und
irgendwie feststellen, okay, das ist ganz normal oder das wird hier ganz normal
wahrgenommen. Es ist jetzt nichts Abnormes.
Sebastian
Bist du da einfach hin oder wie war der Weg? E-Mail schreiben, finden, googeln.
Faina
Ja,
Sebastian
Da muss man sich überlegen, was ziehe ich denn da an?
Faina
also ich habe gegoogelt, dann habe ich eine E-Mail geschrieben. Also ich habe
mir auf der Seite von Stuttgart war das dann die Orgas
durchgelesen und habe einer Orga geschrieben, wo ich dachte, okay, die hat
irgendwas mit Büchern in ihren Text reingeschrieben, das finde ich spannend,
irgendwie sympathisch, da schreibe ich mal hin.
Wurde dann natürlich auch eingeladen zum Stammtisch, mal vorbeikommen. Irgendwie
konnte ich mir gar keine Gedanken machen über, was ziehe ich an und was mache
ich, weil das einfach schon drei Tage später war.
Sebastian
Ah, okay. Jetzt
Faina
Und ich war dann noch am Arbeiten und dann war das so, okay, jetzt muss ich da
heute hin oder ich will da heute hin.
Sebastian
muss ich da hin.
Faina
Ja, weil ich habe ja schon zugesagt und ich war dann immer noch so ein bisschen
schüchtern. Und dann die Orga, mit der ich heute auch sehr, sehr gut befreundet
bin, hat uns dann, oder mir nochmal geschrieben und einer anderen, die sich
zeitgleich gemeldet hatte, wo wir uns treffen können, dass
sie mit uns zu der Location läuft. Und das war sehr, sehr schön. Es war so ein
bisschen, als ich dann da stand, hatte ich dann schon ein bisschen Bammel, weil
ich so, was passiert hier?
Sebastian
Ich habe hier was von einer Mentorin stehen. Ist das eben jene Mentorin?
Faina
Äh, nee, tatsächlich nicht.
Sebastian
Ah, okay, alles klar.
Okay, also da gewesen. Leute kennengelernt, da wird ja nicht gespielt. Da
passiert also auch gar nicht so viel. Aber du wurdest bestimmt irgendwie ein
bisschen als Single hingegangen. Das ist ja auch mal so ein Punkt. Das heißt, da
sind ganz viele Leute interessiert und dann fragen die, wie bist du denn drauf,
was magst du denn gerne, hattest du schon Antworten auf das alles oder wie bist
du damit umgegangen?
Faina
Ich war da ganz offen und habe halt gesagt, dass ich das gerade neu entdecke,
aber ich mich eher derzeit nach unten einordnen würde
und einfach mal gucke, was passiert.
Sebastian
Das
ist eigentlich immer so gemein, das ist so eine der ersten Standardfragen.
Hallo, wie heißt du und wo spielst du?
Faina
Ja, ja.
Sebastian
Und eigentlich, also ich kenne eine Person, kleiner Exkurs von mir, liebes
Publikum, ich kenne eine Person, die hat bestimmt ein halbes, dreiviertel Jahr
einen Stammtisch in Hannover besucht und da hat man immer gemerkt, auch ich habe
diese Frage gestellt und ja, nee, ich bin noch exploring und überlege noch, was
und wie und wo ich mich da wohlfühle. Und das war aber dann auch sehr lange, wo
ich dachte, wow, diese Person nimmt sich jetzt hier ein halbes, dreiviertel Jahr
Zeit, spricht mit Gott und der Welt über alles und hat sich einfach nicht
entschieden. Und dann ist mir auch mal aufgefallen, das muss man auch gar nicht.
Man kann erst mal gucken, was ist. Also man kann auch erst mal probieren, bevor
man sich festlegt. Und dazu mag ich auch immer mal ermutigen, man muss sich
nicht festlegen. Es muss auch nicht unbedingt das sein, was einen als erstes
erregt.
Faina
Ja, ich glaube,
Sebastian
und wenn du so Fantasien im Kopf hattest, was hast du gesehen? Hast du dich
gesehen, wie dir etwas zustößt oder hast du eher die andere Person gesehen, die
dir etwas antut? Das ist ja manchmal so ein, was ist so das Kopfkino Bild, was
dich begleitet hat zu der Zeit?
Faina
das kommt auch so ein bisschen von meiner Lesezeit. Ich habe nicht
so Point of View mäßig gesehen, ich habe das Ganze gesehen. Aber lustigerweise
habe ich den Fokus gar nicht auf mich gehabt, sondern auf eine
namenlose Person, die Dinge mit mir tut. Oder das, was ich gelesen
habe, das, was ich dann irgendwie recherchiert habe, so darstellt, wie ich
denke, dass es aussieht.
Sebastian
Kleine Frage, obwohl ich damit sehr vorgreife. Ist es denn dann so, wie das, was
man sich vorstellt, wenn man eine Szene liest? Weil was in Büchern steht, ist
meistens nahezu perfekt.
Ist es so?
Faina
ich glaube, am Anfang war es schon so, dass nichts schief geht und
gar nichts irgendwie, naja, so ist, dass man drüber nachdenken müsste.
Sebastian
Die ganzen neuen neuen Eindrücke überrollen einen auch so sehr, dass man da gar
nicht zum Abgleich kommt. Okay, Stammtisch besucht, aber der ist ja nach ein paar
Stunden auch vorbei. Wie bist du reingekommen? Wie bist du zum Spielen und
Erleben gekommen?
Faina
Ich habe auf dem Stammtisch jemanden kennengelernt und er wirkte
eigentlich auch eher so dieses von außen so das Perfekte zum
Ausprobieren oder das habe ich mir vorgestellt an einem Mann, beziehungsweise so
wie er auftritt, so wie er redet. Er hat dann halt auch schnell gemerkt, dass
ich da so ein bisschen drauf anspringe, auf dieses Gezeigte, Dominante.
Ja, dann haben wir Nummern ausgetauscht und haben uns dann auch so ein bisschen
geschrieben und irgendwann dann auch gesagt, komm, lass uns mal treffen und
einfach mal gucken, ob was passiert und was passiert. Wir haben uns ein paar Mal
getroffen und haben auch ein bisschen gespielt.
Rückblickend weiß ich, dass es so dieser typische Begriff von Dumm-Dom war, ist.
Also einfach ein Dom.
Sebastian
Hatte die Person sehr viele Erfahrungen oder war sie auch noch in der Lernphase?
Weil ich finde, da muss man immer unterscheiden.
Faina
Also was er selber gesagt hat, war tatsächlich, dass er sehr viel weiß.
Aber was ich dann später rausgefunden habe, als ich mit anderen Kontakt hatte,
dass das, was er getan hat, nicht das ist, was man tun sollte, wenn man Menschen
hat oder mit Menschen spielt, die keine Ahnung haben. Aber in dem Moment war es
für mich nicht schlimm. Deswegen bin ich ihm da gar nicht böse, weil ich fand es
in dem Moment voll super. Und auch nach dem Treffen voll super. Klar musste ich
viel neu ordnen für mich. Aber ich fand es jetzt nie so, dass ich sage, okay,
ich bin jetzt traumatisiert oder ich bin jetzt irgendwie, das geht gar nicht,
sondern es war für mich in der richtigen Dosis.
Sebastian
Okay, wie ist so dieser Abgleich? Ich stelle mir das vor, ich habe Fantasien und
das ist alles erregend und dann passiert es ja wirklich. Das kann einem ja auch
viele Fantasien kaputt machen. Also was weiß ich, nehmen wir mal das Hauen, ich
stelle mir das vor, da passiert dieser Akt und ich bin festgebunden und dann
spüre ich das und ah, Leidenschaft im Kopf und dann hat man ja den Orgasmus und
verknüpft das positiv und dann wird man mal gehauen und dann tut das weh. Also
ehrlicherweise ist das so ein Fakt, den ich persönlich direkt übersehen hätte,
dass da ja eventuell das auch wehtun könnte.
Faina
Ja, das war bei mir auch so. Meine erste Hauerfahrung war ein Rohrstock. Das
war vielleicht nicht so toll. Ich hatte eine Woche lang Striemen auf meinen
Oberschenkeln und ja, es war Frühling, Sommer. Nicht so cool mit
Kleidern.
und danach habe ich auch gesagt, das passiert nie wieder. Also ich will Hauen
nicht haben, ich mag den Schmerz nicht, aber ich mag die D/s-Dynamik drumherum.
Er hat es dann auch so ein bisschen auch mit anderen Sachen versucht, aber ich
wollte das dann auch in dem Moment erstmal gar nicht. Das hat er dann auch
akzeptiert und hat dann auch mehr
D/s gemacht.
Das fand ich dann wieder sehr, sehr schön
und ja, dann blieb es auch erstmal eine Weile so.
Sebastian
Okay, jetzt habt ihr beide euch ja dann immer noch nicht getroffen. Wie ging das
weiter, dass ihr euch irgendwann dann doch mal über den Weg gelaufen seid? Wie
viel hast du dafür leiden müssen bis dahin?
Faina
Ich weiß nicht, ob ich es Leiden nennen würde, weil ich habe dann nach ihm eine
Frau kennengelernt, die auch auf dem Stammtisch war. Jetzt ist sie ja
auch zu alt.
Die mich an die Hand genommen hat.
Sebastian
Zu alt fürs Publikum. Mit 27 fliegt man aus der SMJG aus dem Stammtisch einfach
raus, weil das ist die Altersgrenze.
Faina
Genau, perfekt. Ja, und sie hat mich dann so ein bisschen eingeführt und hat mir
alles gezeigt und hat auch alles mit mir gemacht. Ihr war es sehr wichtig, dass
ich einfach die Erfahrung machen kann in einem Rahmen, der passt. Und sie wollte
mich halt auch leiden sehen.
Aber das wollte ich auch. Also war alles cool. Ja, dann ist sie weggezogen und
dann war das auch zu Ende. Aber ich hatte dann auch schon Freunde, Kontakte
getroffen. Und dann lief das so, plätscherte so ein paar Jährchen weiter, bis
ich dann eine andere Beziehung hatte, die dann auch in die Brüche ging und wir
uns dann online kennengelernt haben.
Sebastian
War die andere Beziehung auch kinky?
Faina
Ich hätte mir gewünscht, dass sie kinky gewesen wäre, aber die
Person wollte zu Anfang auch eine kinky-Beziehung, hat dann aber festgestellt,
dass das, was die Person unter kinky versteht und das, was ich unter kinky
verstehe, nicht übereinstimmt.
Sebastian
Okay,
das ist vielleicht vielleicht mal so ein Punkt. Es gibt ja immer Menschen, die
sagen, ich suche eine dominante Frau, einen dominanten Mann. Und dann hat man
so, okay, Geschlecht und Ausrichtung. Und dann reicht das ja schon. Das ist
leider, das heißt leider ist toll, aber BDSM hat so viele Geschmäcker, dass die
Wahrscheinlichkeit, dass sich zwei Menschen treffen, die miteinander da
harmonieren und funktionieren, grundsätzlich erstmal unwahrscheinlich ist. Also
er war Top und du Sub, dann hätte das ja wunderbar gepasst, oder war es eben
dann doch, also woran scheitert es? Wo seid ihr auseinandergegangen.
Faina
Es scheiterte daran, dass ich das Ganze halt leben wollte,
also wirklich leben wollte. Ich wollte viel ausprobieren. Ich wollte halt
wirklich so ziemlich alles mal testen. Und ich wusste aber zu dem Zeitpunkt dann
schon, aha, schlagen ist doch toll und ich will geschlagen werden. Und das ging
für ihn aber überhaupt nicht klar. Und auch diese ganze D/s-Dynamik, also
im Endeffekt ist er eher Spicy Vanilla und
ich halt nicht.
Sebastian
Also die Dosis war einfach nicht ausreichend. Ist das wirklich so ein,
ja klar, kann das ein Hindernis für eine Beziehung sein, wenn alles andere
stimmt?
Faina
dafür hätte alles andere ja stimmen müssen.
Sebastian
Wahrscheinlich ja.
Okay, also es kam also auch nur dazu.
Faina
Ja, natürlich.
Sebastian
Ja, und ich glaube, das muss man auch mal sehen. Nicht nur Sub darf Grenzen
haben und sagen, nee, das jetzt nicht, das ist zu viel und darauf muss man
eingehen. Das ist dann auch Top. Hat ja irgendwo auch so einen Punkt, wo man
sagt, nee, damit fühle ich mich nicht wohl. Das muss dann halt leider Gottes
passen.
Faina
Ja, und deswegen hat man das ja dann, oder ich dann, das ja auch dann zwei Jahre
lang gemacht ohne Kink. Obwohl ich halt die ganze Zeit gemerkt habe, ich will es
doch eigentlich haben. Irgendwann war es halt alles zu viel oder zu wenig,
wie auch immer man das dann sehen möchte. Und ja, dann haben wir uns auch
getrennt und dann, was macht man denn so, wenn man frisch getrennt ist und
irgendwie Langeweile hat, irgendwelche komischen Dating-Apps runterladen?
Sebastian
Welche war es?
Faina
Die heißt Fet, ist aber nicht FetLife und
Sebastian
Noch eine, okay. Die kenne ich jetzt, ach doch, eventuell kenne ich sie.
Faina
also die ist frei verfügbar. Also wenn man halt, Weil, also ich hatte in deinem
Podcast FetLife gehört und war dann so, okay, ich gebe das einfach mal in dem
App Store da ein. Und das war die erste, die es gefunden hat. Weil natürlich
gibt es von FetLife natürlich keine App.
Sebastian
Du kanntest da schon die Kunst der Unvernunft.
Okay, gleich mal meine persönliche Neugier. Das ist ja, dieser Podcast, so ein
bisschen einen Bubble hat er dann ja doch. Ich versuche es ja immer so bunt wie
möglich und möglichst auch alle Extreme zu zeigen,
War das für dich was Neues, was da drin war? Oder war das einfach nur so eine
Art Kontakt? Und ja, ich weiß das ja alles, ich kenne das ja alles schon. Und
Menschen reden mal darüber.
Oder wich das von deinem Bild von BDSM ab, was da erzählt wurde in diesem
komischen Podcast.
Faina
Abgewichen ist gar nichts.
Ich habe den Podcast über den Stammtisch kennengelernt. Und ich war da so
in meiner Schwammphase, würde ich jetzt einfach mal sagen. Ich habe alles
aufgenommen, was mit dem Thema zu tun hat. Und ich fand es deutlich angenehmer,
Menschen zuzuhören, die über ihren Kink reden, als irgendwelche Texte zu lesen,
die dann vielleicht stimmen oder halt irgendwie auch nur, naja, ein bisschen
übertrieben sind oder ein bisschen perfekter dargestellt sind. Da fand ich das
in dem Podcast sehr cool. Also es war dann in der Zeit ein wöchentlicher
Begleiter. Ich habe mich immer auf die neuen Folgen gefreut und habe die rauf
und runter gehört.
Sebastian
Gut, genug Lob reicht. Hier steht, die Freude daran, jemandem zu gehorchen und ab
und zu frech zu sein mit der unweigerlichen folgenden Strafe.
Ja, okay. Liebes Publikum, den Blick könnt ihr jetzt hier nicht sehen. Mehr
Zustimmung kann man kaum kriegen. Den Stammtisch hast du irgendwann auch
geleitet, ne?
Faina
habe ich auch gemacht.
Sebastian
Sollte man das tun?
Faina
Sollte man auf jeden Fall tun. Natürlich ist es eine Aufgabe und natürlich
braucht die Aufgabe Zeit. Und es ist nicht nur, ich gehe einmal im Monat auf
diesen Stammtisch, sondern da kommen ja auch Mails. Da sind ja dann auch noch
ein paar Fragen im Hintergrund oder eine Gruppe, die dann irgendwie
noch nebenher existiert, die dann auch irgendwie mal ab und zu mal reingeguckt
werden sollte, weil da vielleicht Fragen kommen. Dann muss man mit der Location
gucken, dass da auch immer frei ist, wenn man hingehen möchte.
ja, Webseite gucken. Und in der SMJG gibt es ja ganz viele andere Sachen, die
man auch noch tun kann. Und da hatte ich dann Zeit und dann habe ich
ja, mich in die Webseite ein bisschen mit eingeklinkt und da dann Texte
geschrieben für die SMJG.
Sebastian
Ui, okay, jetzt hast du ja deine allererste Erfahrung, weil, ich sag mal so, da
hatte ich ja jemand, ich sag mal, mitgenommen am Anfang.
Hattest du, wenn du dann so eine Leitungsfunktion hast, hat man denn den
Anspruch, ich sorge dafür, dass andere einen besseren Einstieg haben? Auch wenn
er jetzt, du hast ja gesagt, das war nicht dramatisch für dich, aber es war halt
nicht optimal. Also hast du Dinge unternommen oder überlegt, wie kriege ich es
hin, dass andere eben eher den sanfteren oder den, ich sag mal, nicht
den sanfteren, aber den passenderen oder den passgenaueren Einstieg finden? Also
gab es da Ideen? Hast du was gemacht da dran? Oder kann man das eh nicht ändern?
Faina
ich hatte halt immer so die Ambition, ich will gucken, dass es jedem irgendwie
gut geht und jeder sich wohl fühlt. Wir hatten auch immer dieses Orga-Gespräch,
so eine Viertelstunde vor Stammtischbeginn, dass die Leute einfach zu uns oder
bei uns sind ohne die anderen Leute. Und da haben wir auch immer
geguckt, dass
oder auch immer gesagt, dass sie kommen können, auch wenn sie sich einfach nur
gerade ein bisschen doof fühlen im Gespräch. Und wenn sie aber vielleicht sagen,
das ist ja noch gar kein Flirten oder noch gar kein irgendwie in die Ecke drängen,
aber sie fühlen sich unwohl, dass sie immer zu uns kommen können. Und wir haben
auch, wenn wir wussten, wir haben neue und wir haben ja mit denen gesprochen,
haben wir auch immer auf dem Stammtisch immer mal wieder geguckt, wo sind die,
wie läuft es, wie sieht es aus. Und wenn wir dachten von außen, die Person
verkrampft vielleicht gerade ein bisschen, haben wir uns einfach zu denen
gesetzt, in die Gruppe, weil bei uns auf dem Stammtisch war es dann auch so,
setz dich irgendwo hin und rede halt mit oder halt auch nicht. Das hat
eigentlich immer ganz gut geklappt. Also wir hatten dann ganz wenige wirkliche
Anfragen oder halt so, hey, kannst du mal bitte? Weil die Leute sich dann
eigentlich auch immer sehr gut verstanden gefühlt haben und unsere
Stammtisch-Teilnehmer alle sehr, sehr nett waren.
Sebastian
Ich mache da mal so einen kleinen Deckel drauf. Ich habe dann doch noch einen,
wir kommen jetzt zur Dating-App, da mache ich Stopp. Ich habe hier noch so einen
schönen Satz. Sie hat gelernt, wie es ist, beim Spielen richtig Angst zu haben
und steht drauf. So.
Das nehmen wir einfach mal als Teaser mit.
Du hast so viele Kontakte, so viel SMJG, so viel hier, so viel da. Und dann
wird es eine schnöde Dating-App. Das ist doch auch Verrat an der Community. Ich
finde hier eh keinen bei den tausend Menschen. Ich kenne sie eh schon alle. Ich
nehme jetzt die App. Darüber sprechen wir später.
Vincent
Ich
Hallo Kink bei Vincent
Sebastian
später.
Vincent, jetzt kannst du nicht mehr, da kommst du mir nicht mehr davon.
Vincent
das ab und nach. Ich
Sebastian
wie ging das los? Wo magst du anfangen? Wo kam das erste Mal die Idee, dass du,
das könnte interessant sein, vielleicht kriegt das Kind auch einen Namen.
Vincent
glaube, bei mir war es ein bisschen langweiliger, würde ich so am besten sagen.
Sebastian
Nein, das ist niemals langweilig.
Vincent
Ja, bei mir war es, das war so die erste längerfristige Beziehung. Und ich
weiß ehrlich gesagt gar nicht mehr, von wem es jetzt ausging. Oder von beiden,
keine Ahnung, dass man halt mal gesagt hat, ja, probieren wir einfach mal.
Sebastian
Was denn? Also eher fesseln, eher hauen, eher
Vincent
Das ist die frühzeitige Demenz jetzt dein.
Sebastian
ja,
Vincent
Ich weiß gar nicht mehr, in welcher Reihenfolge was, um Gottes willen, ich
glaube es hat am Anfang wirklich so mit, ja banal sagen wir mal, Würgen
Sebastian
das sage ich immer, liebes Publikum, das ist nicht der Einstieg, ihr geht euch
bitte nicht gleich an den Hals.
Vincent
Hauen
Sebastian
Ihr könnt sich ja mit dem Schal irgendwie ans Bett, auch nicht schön, aber okay,
na gut, fängt so an.
Vincent
Ja Es hat so angefangen, ob es jetzt der Idealeinstieg ist, ist eine andere
Frage
Sebastian
Dopaminsuche auf jeden Fall.
Vincent
Ja
Auch generell Hobbys, Adrenalinsüchtig Also das
Sebastian
Darf ich das verraten? Im Vorgespräch hier, bevor wir angefangen haben, mein
Gott, was ich gehört habe, was du an Sportverletzungen mitgenommen hast und so.
Also theoretisch, wenn man das so hört, wenn du mit dem Sport aufhören musst,
dann hast du nur noch die Wahl, hemmungsloser Masochist zu werden. Anders geht
es gar nicht. So, Entschuldigung. Ich höre dir einfach mal zu. Was
Vincent
da hat es dann angefangen, dass wir gesagt haben ja, probieren wir mal aus und
dann war es, ja gefällt uns und es hat sich dann eine Zeit lang so
gezogen, dass man gesagt hat, okay man switcht hin und her, weil wir einfach
gemerkt haben okay, jeder hat so seine Freude dran, entweder mal oben, unten es
war da zu der Zeit eigentlich noch so, ja hat beides gemacht, hat
beides Spaß gemacht. Und das hat sich dann so immer weiterentwickelt, dass wir
einfach gesagt haben, wir sind experimentierfreundlich und probieren halt aus.
Und wenn es nicht gefällt, dann gefällt es nicht. Wenn es einem gefällt, in
welchem Ausmaß und kann man weitermachen.
Sebastian
Was hat denn gefallen?
Oder wo gab es vielleicht auch mal eine Überraschung, dass man gesagt hat, ja,
also gerade wenn man so nicht diese ganze kinky Bibel im Hinterkopf hat, dann
kommt dann die Partnerin und sagt, können wir mal das probieren? Dann bist du
davon vielleicht nicht mal ganz überzeugt, aber man probiert es ja doch mal und
dann stellt man fest, das ist ja der Wahnsinn oder ist es eine Katastrophe? Also
gerade beim Experimentieren scheitert man ja auch mal und das ist ist ja auch
wichtig.
Vincent
Ich glaube, in der Beziehung war es tatsächlich fesseln. In der
Beziehung habe ich schon gesagt,
fesseln geht gar nicht. Dass ich mich von jemand anderem fesseln lasse oder
bewegungsunfähig bin, ging zu dem Zeitpunkt einfach gar nicht.
Sebastian
Erlaubt mir den Kalauer, du hast ja auch schon viel und lange und oft Gips
getragen.
Vincent
Ich weiß auch nicht genau, woran es lag, ob es jetzt im Nachhinein, ob man sagt,
fehlendes Vertrauen oder schlag mich tot. Woran es jetzt genau lag, weiß ich
nicht. Aber da, zu dem Zeitpunkt war es so, egal ob es jetzt mit Seilfesseln
ist, Handschellen oder sonstiges. So dieses
Bewegungsunfähige ging für mich gar nicht.
Sebastian
Und umgekehrt, dass es die trifft,
Vincent
Da war es weniger ein Problem. Also ich hatte auch weniger das Problem zu sagen,
ja okay, man fesselt mal. Das war jetzt so, ich habe nicht gesagt, das Fesseln
finde ich furchtbar. Es ist einfach nur, allein der Gedanke oder daran gefesselt
zu werden oder sich nicht bewegen zu können, ging zu diesem Zeitpunkt nicht.
Das war einfach so eine Grenze, die, das hat im Kopf auch nicht funktioniert.
Sebastian
Ich finde das total schön, wenn man da experimentiert und die Rollen sind gar nicht
festgelegt.
Also, ich stelle mir so dieses, wir haben heute Abend Zeit, lass uns Unsinn
machen.
Dann probiert man da irgendwas, wo wahrscheinlich kinky Leute, die davon hören,
wahrscheinlich sagen, um Gottes Willen, wie gefährlich, das gehört sich nicht.
In welche Richtung seid ihr gegangen? Also alles körperliche Sachen oder auch
mal dieses, ich sitze auf der Couch und befehle mal oder, also auch
dass man so in diese D/s-Richtung so ein bisschen reingeht oder war das wirklich
eher ein Beiwerk zum Sex, sage ich mal.
Vincent
glaube, am Anfang war es auf jeden Fall ein Beiwerk zum Sex. Also vor allem
körperliche war viel.
D/s wenig,
wenig würde ich mal sagen. Das hat sich dann mit der Zeit so ein bisschen
reingeschlichen. Also es war da nie so wirklich das Thema, dass man gesagt hat,
man redet drüber, dass wir sagen, wir wollen D/s oder sonstiges. Sondern es hat
sich irgendwie mit reingeschlichen gehabt und man hat gemerkt, ja, ist
eigentlich gar nicht mal so schlecht. Aber es war nie ein Riesenthema.
Sebastian
Also ist auch kein Thema, was so, ich sage mal, Identität und Identifikation
stiftet, sondern
ja, wir machen halt Sex in der Stellung und wir haben jetzt vielleicht auch noch
eine andere Stellung, also jetzt gar keine große Sensation, die man, war
Vincent
Nö, also es war nie, dass man sagt, so Identitätskrise oder sonst irgendwas.
Sebastian
War dir denn klar, dass das irgendwie SM, BDSM sein könnte und dass das in die
Richtung geht?
Vincent
Am Anfang, ob ich es jetzt darunter betitelt hätte, zu dem Zeitpunkt, wenn ich
jetzt zurückdenke und jetzt alles ausblenden würde, ob ich es so betiteln würde.
Am Anfang zumindest wahrscheinlich eher nicht. So irgendwann ist man sich ja
schon bewusst, so okay, ja okay, liest man ja auch drüber.
Das passt schon in die Kategorie. Und auch, ich
Sebastian
War das eher so ein Schock zu sagen, oh, ich gehöre offenbar mit dazu oder ist das
eher so, oh, endlich habe ich einen Namen gefunden und da kann ich jetzt
anfangen zu googeln im Zweifel.
Vincent
glaube eher so, ja, da habe ich jetzt einen Namen zu.
Sebastian
Okay, also positiv.
Vincent
Jetzt kann man es kategorisieren, ja. Und das hat mir auch immer gefallen. Das
war nie das Thema. Und dann war es so, ah, okay, ja, gut, jetzt gehöre ich auch
zum Perversen.
Sebastian
Sehr gut.
Okay.
Ja, ist ja schön, Beziehung läuft.
Vincent
Ja, genau.
Sebastian
Ihr seid wahrscheinlich auch immer weiter gegangen, immer ein bisschen mehr. Gab
es Dinge, die überraschend gut waren, wo man vorher dachte, ja, machen wir mal
und dann ist das ein Wahnsinn. Wenn einem die eigene Hand wehtut, wenn man
vielleicht die Partnerin spankt, das ist ja auch manchmal so ein Euphoriegefühl
oder sowas.
Vincent
Ich würde
Sebastian
Oder wenn sie mehr Lust empfindet, als man erwartet, weil man irgendetwas tut.
Also das sind jetzt nur Beispiele, liebes Publikum. Ich will gar nichts
vorsagen, aber gibt es noch was, woran du dich erinnerst, dass du sagst, das war
nochmal genial.
Vincent
sagen, das erste Mal, wo man draußen was gemacht hat, da würde ich auf jeden
Fall sagen, ja, das hatte irgendwie nochmal einen ganz anderen Reiz. Jetzt
Sebastian
Das seid ja wirklich nur dann ihr zwei allein Kontakt zu anderen gesucht oder
ist das was, wo man vielleicht auf der Arbeit oder in der Familie drüber redet,
weil es hat ja noch noch gar kein Label, es ist ja alles total entspannt, wir
machen halt ein bisschen härteren Sex. Oder war das wirklich euer Ding zu zweit?
Vincent
drüber reden war, also mit anderen drüber reden war auch nie ein Problem, aber
es war jetzt nie, dass ich irgendwie spezifisch gesucht
habe, irgendwie nach, wie jetzt Stammtisch, den habe ich dann über sie
kennengelernt. da war ich davor noch nie ja,
Sebastian
Okay.
Vincent
das war dann meistens eher so ein Thema zu zweit oder wenn halt mal jemand
gefragt hat, dann hat man auch drüber geredet damit hatte ich eigentlich noch
nie ein Problem zu sagen, man redet über Sex, ja, was ist dabei es macht jeder
warum sollte man nicht drüber reden
Sebastian
Ich habe vorher relativ viel überlegt, wie kriege ich dich denn zu diesem Punkt,
ah, jetzt habe ich da quasi ein Verständnis oder jetzt fühle ich mich, ich sage
mal, into it. Und dann bin ich darauf gekommen, manchmal fängt man ja irgendwann
an und braucht Zubehör. Und dann hat man das erste Mal irgendwo etwas bestellt.
Spätestens wenn ich irgendwie dann bei eis.de die Kategorie SM anklicke oder bei
baumwollseil.de zum Beispiel, liebes Publikum, also kauf da, wo es Qualität
gibt. Das ist dann nochmal der Moment, weil da mache ich einen Akt und ich gebe
auch noch Geld dafür aus.
Weißt du noch irgendwie ein erstes Spielzeug oder ein erstes Item, was irgendwie
ins Haus musste, um das ein bisschen, ich sag mal, professioneller auszuüben?
Vincent
glaube das erste ja, also das erste klassische was glaube ich jeder kennt sind
sind, glaube ich, von EIS diese billigen Handschellen.
Sebastian
Ja, wir sind
Vincent
Das würde ich sagen, war das Erste. Aber ich weiß gar nicht mehr, wer es
bestellt hat. Ich habe keine Ahnung. Aber ich würde sagen, das war das Erste,
woran ich mich jetzt so spontan erinnern kann. Ja gut, die sind auch schnell
wieder rausgeflogen.
Sebastian
erstmal da.
Vincent
Aber es war da.
Sebastian
Sie sind ein Symbol.
Vincent
Genau.
Sebastian
Ich glaube, die sind auch extra so gebaut, so schäbig, dass man da im Notfall
nämlich doch wieder rauskommt.
Vincent
Wahrscheinlich. Da ist ja der Kabelbinder stabiler.
Sebastian
Ihr werdet doch nicht sagen, dass ihr ja schon mal was mit Kabelbindern gemacht
habt.
Faina
Niemals.
Sebastian
Okay,
Gut.
Okay, jetzt einfach mal, die Beziehung ging irgendwann zu Ende, damit du dann
in diese Dating-App reinkonntest.
Vincent
Die Beziehung ging dann zu Ende.
Auf sexueller Ebene hat es funktioniert, auf Beziehungsebene war irgendwann so,
das fliegt nicht mehr. Das ging nicht mehr, dann ist es zu Ende gegangen.
Sebastian
Spannende Idee, dass BDSM der kleinste gemeinsame Nenner ist, den man noch in
der Beziehung hat.
Ja, okay. Okay.
Ja, schade, schlimm.
Vincent
Ja, dann
Sebastian
Wie lange ist das her, ganz grob? Zweieinhalb Jahre, schätze ich? Drei?
Vincent
lange war ich?
Faina
Ja, viel länger, oder?
Sebastian
Faina, du weißt es ja offenbar besser. Du schüttelst mit dem Kopf, guckst ihn
an.
Faina
Ja, also ich weiß, dass danach auf jeden Fall noch eine andere Beziehung war und
die war auf jeden Fall auch so um die anderthalb, zwei Jahre.
Vincent
Anderthalb, würde ich sagen.
Faina
Das heißt, davor, also es müssten ja schon locker mal fünf Jahre sein.
Vincent
Ja, so um den Dreh.
Sebastian
Moment, wie alt bist du?
Vincent
Bin jetzt vierundzwanzig.
Sebastian
Wenn du jetzt 24 bist, das heißt, du hast ja mit 15 im Grunde schon den Kinky
Stuff gemacht.
Vincent
Ja.
Sebastian
Kommt das hin?
Vincent
Fünfzehn, sechzehn. Ja, so sechzehn rum.
Sebastian
Echt? Okay. Okay, ich wollte es nur noch einmal hören.
Vincent
Ja, ja, ja. Ich würde sagen, so um den Dreh hat es angefangen.
Dann gingen die Beziehungen in Brüche. Dann war eine Zeit Pause. Ich
glaube ein Jahr. Ich bin mir nicht mehr sicher. Ist aber im Prinzip egal. Dann
habe ich meine Ex-Freundin auf der Arbeit kennengelernt und
da war dann tatsächlich gar nichts mit Kink.
Sebastian
Hast du es versucht?
Vincent
Wir haben mal drüber geredet, aber da war gar nichts. Sie
wollte auch nicht und das war dann okay.
Sebastian
Du hast es auch nicht vermisst oder so? Ist ja die Frage, ob man merkt, da hat
man doch so etwas.
Vincent
Ich würde sagen, unterbewusst habe ich es vermisst.
Sebastian
Okay,
Vincent
Aktiv würde ich sagen, habe ich es dann verdrängt, aber unterbewusst würde ich
mal sagen, habe ich es auf jeden Fall vermisst. Das lief dann eine Zeit
lang gut, bis sich daraus dann eine Fernbeziehung entwickelt hat, weil sie
weggezogen ist für eine zweite Ausbildung bzw.
Studium. Ich weiß nicht mehr genau, was war.
dann ist sie nach München gezogen und ja, dann bin ich am Anfang, am Wochenende
immer gependelt, war freitags bis um 12 Uhr gearbeitet dann ins Auto und
nach München runter, genau und relativ oft hin und her
Sebastian
man das so kennt, ja.
Vincent
bis dann einfach ja, eine Zeit lang mir ging es psychisch nicht so gut
und dann ging das Ganze auch in Brüche
Sebastian
Wie ist denn die App aufs Handy gekommen?
Vincent
ich glaube es war tatsächlich eher so
App Store mal rum, also aus Langeweile halt rumgesucht, das mal gefunden, dann
hatte ich das eine Zeit lang auf dem Handy und hab mir gedacht, was für ein
Scheiß.
Faina
war wirklich eine dumme App. Ja. Das
Vincent
Also wirklich pure Katastrophe. Dann hatte ich die wieder gelöscht gehabt und
war auch alles gut. Single Leben genossen, viel Motorrad gefahren und dann hab
ich sie mir irgendwann wieder aufs Handy gerufen. Ich weiß nicht mehr mal warum,
aber ich habe gedacht, ja komm, geben wir dem Ganzen nochmal eine Chance. Und da
haben wir uns dann kennengelernt.
Kennenlernen
Sebastian
Okay, das ist ja so der Punkt, also
Vincent
Also
Sebastian
man muss ja in so einer App so ein Profil ausfüllen, da muss man irgendwas
reinschreiben. Dann wisst ihr so gegenseitig noch so ein bisschen,
also wer hat, also erzählt ihr einfach mal und wer und wie viel das ist,
überlasse ich euch, aber natürlich, was stand so drin, was hat neugierig
gemacht, wer hat wen zuerst angeschrieben, vielleicht kann in der App auch nur
die Frau zuerst schreiben, das weiß ich ja nicht. Also wie läuft das ab, so ein
Kennenlernen?
Vincent
ich würde sagen, in meinem Profil stand so gut wie gar nichts, weil ich einfach
wirklich scheiße im Schreiben bin.
Faina
fand ich einfach wirklich scheiße im
Vincent
Und da auch absolut, ja, ich bekomme das nicht hin. Ich sitze dann davor,
überlege, überlege, überlege, überlege und es passiert nichts.
Ich weiß noch, dass in deinem Profil relativ viel stand.
Faina
Ja, ich bin ein bisschen perfektionistisch, was das anbetrifft.
Vincent
Ja.
Faina
Da muss immer ein Text drinstehen, der muss irgendwie mich repräsentieren, dann
gucke ich, was man so einstellen kann und ob man so Sachen vorher einstellen
kann, wie auf Fetlife, so welche Rolle man denn inne hat und so. Ich hatte auch,
wie, glaube ich, jede Frau auf jeder Dating-App so diesen Satz drin, bitte
Profil lesen und erst dann anschreiben, wenn passt. Natürlich hat das keiner
getan. Ja, dann kamen drei Millionen Nachrichten und eine davon war deine.
Sebastian
Oh, was stand drin? So
Vincent
Hi, wie geht's dir?
Faina
Tatsächlich.
Sebastian
einfach. Ist die aus der Masse herausgestochen? Was war an ihm
anders? Oder war einfach nur, dass da stand, in 0,5 Kilometer Entfernung oder
sowas. Also was war es?
Faina
Also die Entfernung, die war schon, das war schon so ein Pluspunkt.
Es war auch irgendwie ein Pluspunkt, dein Profilbild hatte Tiere mit drauf.
Fand ich ganz toll.
Sebastian
zieht wirklich.
Faina
Ich weiß nicht, also ich irgendwie, ich habe das Bild gesehen und ich fand es
sympathisch.
Vincent
Also ja, ich hab
Sebastian
Das
Vincent
gut, ich hab ja Hunde. Also bei unserer Familie haben wir zwei Hunde. Ich glaub,
das ist auch okay, wenn wir...
Faina
Ja, ja, ja, ja.
Vincent
Ja, das ist ja scheißegal.
Faina
Ja, nee, das muss
Sebastian
Wir werden merken, dass die Hunde nochmal die Datenschutzerklärung
unterschreiben.
Vincent
Ja,
das ist ganz wichtig.
Faina
man ganz wichtig.
Nee, also ich fand das Bild einfach total sympathisch und es war, glaube ich,
irgendwie halb zwölf nachts oder so.
Ich konnte nicht schlafen. Äh, er hatte, das weiß ich jetzt, eben, äh,
Spätschicht gehabt und war dann eben erst zu Hause und, äh, konnte
dementsprechend auch nicht schlafen, noch nicht schlafen. Und ich hatte
irgendwie aber noch zehn andere Nachrichten offen, die irgendwie auch so Hallo
oder so Drei-Kilometer-Text, der Copy-Paste reingemacht wurde. Und
irgendwie hatte ich dann gar keinen Bock mehr auf diese ganzen, ja,
ich will unbedingt einen Antworttext haben.
Sebastian
Moment, das heißt
Tatsache, dass er sich nicht um deinen Profiltext geschert hat und auch keine
Romane geschrieben hat sondern es ist einfach nur so, hi, wie geht's das hat,
also deine eigene Anweisung, bitte Profil lesen und dies und das, das war alles
völlig egal, ja
Vincent
Also gelesen hab ich's.
Faina
Ja, also nicht unbedingt das, sondern ich will schon, dass die
Leute oder wollte schon, dass die Leute mein Profil lesen und halt, wenn ich
halt drinstehen habe, dass ich unten spiele, dann soll mir bitte keiner
schreiben, der sagt, er würde gerne von mir, dass ich oben spiele, als erste
Nachricht. Das finde ich dann immer so ein bisschen, nimm dir zwei Minuten Zeit
und lese, weil damals stand da drin, dass ich definitiv niemals oben sein werde.
Sebastian
Okay, hi, wie geht's Antwort, gut und dir
Vincent
Ja,
Faina
Ja, tatsächlich war das die Antwort.
Sebastian
Wie seid ihr ins Gespräch gekommen?
Vincent
das war tatsächlich die... Ja.
Sebastian
Nein, wirklich
Faina
Das war tatsächlich die Antwort, ja. Ja. Was schreibt man denn einer fremden
Person auf Hi, wie geht's? Das schreibt man jetzt natürlich nicht. Ich bin
gerade voll down und mir geht's psychisch kacke und deswegen bin ich schon vier
Stunden länger wach, als ich eigentlich sein sollte, weil ich muss morgen
arbeiten. Also das schreibt man natürlich nicht. Also habe ich nie geschrieben.
Deswegen habe ich einfach gut und dir geschrieben.
Einfach und simpel.
Sebastian
Versuch noch rauszufinden, wie es dazu kommen konnte, dass ihr dann heute hier
sitzt.
Faina
Ja, das ist ja auch nicht so geil.
Sebastian
Also wie, einfach mal exemplarisch, weil das behandle ich in diesem Podcast so
selten, dieser Schritt eigentlich wie aus so einem Hi, wie geht's noch wirklich
mehr wird,
Vincent
wir haben dann noch ziemlich viel geschrieben ja,
Faina
es war bis drei Uhr morgens.
Vincent
eine ganze Weile und dann haben wir spontan hat sie mich gefragt
weil sie keine Lust hat auf ewig viel schreiben ob man sich relativ
zeitig treffen kann zum
Sebastian
um was zu tun.
Faina
Um zu reden.
Vincent
reden, einfach so als also nicht Date für Beziehungen sondern einfach treffen
Zum Reden und einfach mal schauen, könnte daraus was werden.
Sebastian
Und wo? Also eher so Kaffee oder bei ihr zu Hause?
Vincent
Nö, das war bei mir vor der Arbeit und ich bin aus der
Arbeit gekommen.
Sebastian
Ich
Vincent
Also es war wirklich, ja, ich hatte auch noch Arbeitskleidung an und alles drum
und dran.
Faina
Also es war gar kein, also was man vielleicht dazu sagen muss, dass es für dich
vielleicht greifbarer ist, ich habe, glaube ich, anderthalb Wochen vorher mit
meinem Ex-Freund Schluss gemacht und war dementsprechend gar nicht in diesem
Denken drin, ich brauche jetzt eine Beziehung oder ich brauche jetzt einen Mann
oder irgendwas, sondern ich war einfach froh, rauszukommen und mit Leuten zu
reden. Eben. Und natürlich war dann halt auch BDSM wieder Thema, weil ich wollte
natürlich auch BDSM wieder, weil ich war so, okay, das hat nicht geklappt.
Vielleicht war es auch so ein bisschen so eine Verdrängungstaktik oder sowas,
ich weiß es nicht. Auf jeden Fall war ich dann so, ja, ich will jetzt ja
wenigstens mal wieder mit Leuten zu tun haben, die das machen und vielleicht
entwickelt sich ja dann irgendwann eine Freundschaft plus oder sowas.
Sebastian
Warst du zu dem Zeitpunkt noch in diesem ganzen
SMJG-Konglomerat drin?
Faina
Ja, war ich auch.
Sebastian
da sind ja eigentlich genug Leute, mit denen man darüber reden könnte.
Faina
Ja, aber irgendwie wollte ich eine Person, die ein weißes Blatt ist für mich.
Also ich wollte jetzt niemanden, der jetzt die ganze Story mit der Beziehung
miterlebt hat und so, sondern einfach irgendjemand Frisches.
Sebastian
Ah,
Faina
Und wenn dann eine Freundschaft plus entsteht, dann finde ich das super. Und
wenn nicht, dann war ich wenigstens mal draußen und habe irgendwas getan, was
ich sonst eigentlich nicht tue.
Sebastian
so jetzt lauert die dir vor der Arbeit auf. Nein, also, nein, aber ihr habt ja
in dem Chat vorher schon über so kinky Sachen gesprochen, weil das wäre ja auch
das erste Mal, dass du dich quasi mit einem Profi darüber unterhältst, mit
jemandem, der mit viel Engagement und Erfahrung und Erlebnissen, und dann soll
es auch noch dominant sein.
Vincent
Nee, nein.
Sebastian
Ich stelle mir vor, dass das eventuell auch ein bisschen, ja, ich weiß nicht,
entweder einschüchternd ist oder zumindest, dass man das als Herausforderung
wahrnimmt.
Vincent
glaube, ich war eigentlich nur aufgeregt, weil es das erste Mal so, das erste
Mal, dass ich mich hier mit jemandem getroffen habe, den ich online
kennengelernt habe und so im Nachhinein würde ich es als Date betiteln.
So im Nachhinein. Aber zu der Zeit haben wir gesagt, es ist kein Date. Aber
trotzdem natürlich aufgeregt hoch 10.
Hatten wir geschrieben,
ob ich spontan heute kann und du musstest länger arbeiten. Ich habe, glaube ich,
bis um drei oder so gearbeitet und sie hatte um fünf wieder Zeit. Also habe ich
noch zwei Stunden auf der Arbeit gewartet, auf heißen Kohlen.
Sebastian
Oh, natürlich.
Vincent
Das war dann auch toll.
Natürlich mit Ausrede, ich habe einen Zahnarzttermin.
Faina
Das
Vincent
Das hat sehr lang gehalten, weil ich glaube, nachdem wir uns getroffen haben,
eine halbe Stunde später, ist erst mal mindestens ein Arbeitskollege von mir
dran vorbeigelaufen.
Und nur mit dem einzigen Kommentar, ist aber eine hübsche rothaarige
Sebastian
Zahnärztin, ja.
Faina
Zahnärztin.
Vincent
Zahnärztin.
Sebastian
Nur der Vollständigkeit halber, du studierst nicht gerade Zahnmedizin oder
sowas. Okay, ich frag nur.
Faina
Hätte ja sein können, wäre lustig.
Sebastian
Okay, also ihr habt euch da unterhalten auf der Straße, habt gequatscht.
Vincent
Park.
Faina
Wir sind dann in den Park gegangen und dadurch, dass wir schon geschrieben
hatten, weil ich ja dann auch schon dachte, okay, wir verstehen uns relativ gut,
ich kann das Thema ja mal ansprechen. Weil ich meine, es ist immer noch eine
Dating-App, die mit Fetisch zu tun hat. Also es ist nicht klar, dass jeder, der
auf der App ist, irgendwas mit Fetisch macht. Und ich wollte aber partout
niemanden kennenlernen, der jetzt irgendwie gar nichts damit zu tun hat. Also
war das Thema auch im Chat und da hat er auf alle Fragen, sag ich mal,
positiv reagiert und meinte so, ja, finde ich cool oder ja, finde ich spannend
oder ja, können wir mal drüber reden. Ja, und dann beim Treffen haben wir erst
mal, glaube ich, drei Stunden über irgendwelche anderen Sachen geredet, also
Gott und die Welt. Und dann habe ich so zwischendrin die Bombe platzen lassen
und gesagt, so, jetzt reden wir über Kink.
Sebastian
Die ist ja nett, ne?
Vincent
Es war auch klar, wir hatten auch gesagt, wir wollen drüber reden. Ich weiß
nicht mehr genau, worüber wir davor geredet haben, aber ist auch egal.
Faina
war ein ziemlich harter Cut von mir.
Vincent
Und dann kam auf einmal Cut.
Faina
Und
Vincent
Also es war kein fließender Übergang, sondern so ein harter Schnitt.
Sebastian
Ja, und das ist also Prüfungssituation.
Vincent
Und dann saß ich erstmal kurz da und war so Was?
Faina
saß ich
Reaktion. Ja.
Vincent
Das war erstmal so ganz verdutzt, nicht weil das Thema schlimm ist, aber es war so
ein lustiger, harter Schnitt, wo der Kopf erstmal ratter, ratter, ratter, warte,
warte, was?
Sebastian
Fluchtreflex oder oh ja, endlich.
Vincent
würde sagen, können wir reden. Es war eher halt nur so am Anfang mit der
Dampfwalze überrollt.
Sebastian
Okay,
Faina
Mache ich wohl öfter.
Vincent
Wer einmal die Dampfwalze auspackt.
Sebastian
jetzt mal, du bist ja voll in diesem Ding drin, Consent herstellen,
reden, sprechen, ranführen und so weiter. Und dann hast du jemanden, der diese
ganze Theorie, die Theorieprüfung BDSM quasi noch nie abgelegt hat. Das heißt,
auf der einen Seite, du hast Erfahrung, da ist jemand, der soll dir
möglicherweise was sagen, also die Führung übernehmen, aber du hast einen
unfassbaren Wissensvorsprung. Ich weiß, es gibt viele Menschen, gerade am
Anfang, die trauen sich da nicht, weil die sagen, oh Gott, mit einer erfahrenen
Person, das ist alles ganz schwierig, weil da kann ich ja gar nicht mithalten
oder da haben die Leute Ängste und gerade wenn sie Top sind, weil ja Top hat ja
gefälligst dieses Wissen zu haben, das wird ja immer von Top an Sub
weitergegeben, dieses Geheimwissen und hier ja nun ganz genau andersrum. Das
finde ich total gut, weil ich habe ja selber eine entsprechende Erfahrung
gemacht. Meine erste Spielpartnerin war ja auch unfassbar erfahren in der Szene
und, boah, was für eine Lernkurve.
Also, dass man diese Konzepte von unten, von ich möchte gerne unten sein, nach
oben quasi weiterleitet, kann aber auch sein, ich back mir meinen Dom. Also,
ich bin gespannt, wie ihr damit umgegangen seid.
Faina
Für mich war
das irgendwie nur so am Rand mal Thema, weil ich wollte natürlich schon
abchecken, so was weiß er, was macht er. Und man
kann ja Wissen auch von woanders her bekommen. man muss ja nicht unbedingt am
Stammtisch sein oder super viel lesen. Wenn man halt so weiß, wie die Sachen
funktionieren oder sie gemacht hat und das halt einfach für einen funktioniert,
dann ist es ja für mich, also wäre es für mich nicht schlimm, ihm dann zu sagen,
okay, das, was du machst, heißt das und das.
Sebastian
Ich sag mal so ein Begriff wie ein Safeword.
Faina
Genau, genau.
Sebastian
Vincent, war dir das bekannt, das Konzept zu dem Zeitpunkt?
Vincent
Ja gut, Safeword, ja.
Sebastian
Okay, also soweit warst du schon.
Vincent
Das Konzept, so weit war ich schon, das war jetzt...
Sebastian
Okay, wunderbar. Gut, dass wir das einmal geeicht haben. Ich wollte also auch
gar nicht so an diesem ersten Gespräch so lange festkleben bleiben. Aber das ist
natürlich schon spannend, wenn du dann sagst, so jetzt Kink.
Vincent
war lustig.
Faina
Aber, also auch in dem Gespräch haben wir ganz schnell rausgefunden, oder ich
ganz schnell rausgefunden, dass er weiß, wovon er redet. Auch wenn er jetzt
nicht unbedingt zu allem den richtigen Begriff weiß, aber das, was er
gesagt hat, das hat gestimmt, beziehungsweise, also es war halt, man hat
gesehen, dass es echt ist, also dass er jetzt nicht irgendwas erzählt, was er
irgendwo mal aufgeschnappt hat, sondern dass er das alles mal erlebt hat, ich
sei es jetzt passiv oder aktiv und das fand ich äußerst angenehm, ja.
Sebastian
Ihr habt euch dann irgendwann verabschiedet? Oder seid ihr noch wohin gegangen?
Faina
Wir waren dann essen und dann wurde es noch später und dann kam keine Bahn mehr.
Vincent
habe ich sie nach Hause gefahren.
Sebastian
Das ist sehr nett. und hat sie dich auf einen Kaffee eingeladen.
Vincent
Nee, das war so spät.
Faina
Um Mitternacht gibt es keinen Kaffee mehr.
Vincent
Ja.
Das war irgendwann um Mitternacht. Ich musste am nächsten Morgen wieder um fünf
aus dem Bett. Also, ja, nicht schlimm. Aber es war dann irgendwann so...
Irgendwann muss ich auch schlafen, sonst lohnt es sich gar nicht mehr. Dann mach
ich durch.
Sebastian
Aber ab dem Moment mehrere Treffen und los geht's.
Vincent
Äh,
ja.
Sebastian
Da machen wir jetzt mal einen Cut, weil ich habe euch ja angelogen. Ich habe
gesagt, wir machen nach 45 Minuten auf jeden Fall mal eine Pause. Eine Stunde
ist jetzt rum und wir machen gleich weiter.
Vincent
Und wir Ja.
Erstes Spielen
Sebastian
Liebes Publikum, wir haben eine kleine Pause gemacht. Wir haben über die ganzen
anderen Nicht-Kinky-Themen geredet. Das war äußerst spannend, aber wir müssen
hier weiterkommen.
Erstes Treffen. Juhu.
Wie seid ihr ins Spielen gekommen miteinander? Und wie war es?
Faina
Willst du oder soll ich?
Sebastian
Ihr beide bitte.
Vincent
Fang du mal an.
Faina
Fang Okay, wir haben relativ bald
wieder von mir angeleitet, habe ich eine Liste
weitergegeben.
Vincent
Okay.
Sebastian
schon eine sehr dominante Sub, ne? Okay.
Faina
Ich hätte halt gern alles so schön geordnet. Auf jeden Fall habe ich im Internet
Neugungsliste
eine Liste gefunden, wo sehr, sehr, sehr, sehr, sehr viele Kinks draufstehen und
sehr viele Praktiken draufstehen. Und da kann man ankreuzen, mache ich, mache
ich als aktiver oder als passiver und in welcher Skala mag ich das.
Sebastian
sind hunderte Einträge, ne?
Faina
Ja, es sind vier Seiten, doppelseitig bedruckt.
Sebastian
Gibt es die Liste noch?
Faina
Gibt's noch?
Sebastian
Sehr schön. Kriege ich die für die Shownotes?
Faina
Ich kann sie noch raussuchen, ja.
Sebastian
Du darfst die ein bisschen zensieren, aber ich würde sie gerne reinpacken. Und
liebes Publikum, wir haben jetzt auch eine Download-Sektion unter den Folgen.
Ich kann also auch PDF-Dateien anbieten seit neuestem. Haha.
Vincent
Aber ich
Faina
Ja, die ist frei verfügbar im Internet,
Sebastian
Gut, aber was du eingetragen hast, interessiert mich
Faina
Ja, das kriegst du als Foto nochmal nachgereicht.
Sebastian
Oh ja, da freue ich mich. Das hast du ihm gegeben?
Faina
Ja, und dann haben wir uns hingesetzt und jeder hat so eine halbe Stunde lang
für sich diese Liste ausgefüllt.
Sebastian
Ja.
Vincent
Ja.
Faina
Und dann haben wir drei Stunden lang über die Liste gesprochen. Und danach haben
wir so ein bisschen angefangen, Sachen auszuprobieren.
Sebastian
Jetzt stand da was drauf, wo du geschluckt hast. Wo sie angekreuzt hat, oh ja,
oder?
Vincent
Geschluckt, nicht wirklich. Die Liste bestand nur aus teilweise Begriffen, wo
ich dann erstmal daneben saß, warte, was ist das? und wir beide dann teilweise
waren so, warte, was war das?
Sebastian
Verstehe ich total.
Faina
Ja, also manche Begriffe waren echt wild.
Vincent
Ja, dann hat das Googeln angefangen und dann ging's weiter und dann haben wir
weiter ausgefüllt, weiter ausgefüllt und bei manchen Sachen war's halt so, ja
okay, da hat sich ja jetzt auch schon viel geändert
und was an Grenzen drauf stand, ist auch nicht mehr aktuell
Sebastian
Okay, das heißt aber, ihr habt einmal so einen Startpunkt definiert. Finde ich
total gut. Waren das Sachen, die ihr beide schon kanntet oder auch Sachen, für
die ihr euch interessiert?
Faina
haben sowohl als auch aufgeschrieben.
Sebastian
Also ich finde diesen Punkt, dieses, jetzt habe ich da eine neue Person. Das ist
ja alles schon mal aufregend. Dann würde man ja auch vielleicht strategisch da
Dinge ankreuzen oder eher nicht, von dem man weiß, dass die andere Person das
gut findet, da kann man ja zumindest mal ein Interesse bekunden. Auf der anderen
Seite wäre das ja auch so ein Eingestehen, was weiß ich, da steht irgendeine
Praktik, wo man sagt, oh, das ist ganz schön schwierig, das mir gegenüber
überhaupt einzugestehen und jetzt mache ich da einfach mal das Kreuz bei, will
ich probieren.
Oh, also gab es da Dinge, die vielleicht absichtlich
heruntergespielt wurden oder Dinge, wo man gesagt hat, ich mache jetzt das Kreuz
und nach mir die Sintflut.
Faina
Ja.
Sebastian
Was
Faina
Ich glaube sowohl als auch.
Vincent
Ja,
Faina
Also ich für mich kann auf jeden Fall sagen, damals hatte ich so eine Fantasie,
da war ich aber selber noch nicht so ganz dabei zu wissen, ob ich das jetzt
machen will oder ob das einfach nur so eine Hirngespinst ist. Das habe ich dann
explizit halt nicht aufgeschrieben, beziehungsweise nicht angekreuzt.
Kam dann aber später.
Sebastian
denn?
Faina
Knife Play.
Sebastian
Knife Play.
Vincent
das
Faina
Ja, und dann haben wir das halt erstmal nicht gemacht und dann natürlich auch
hingeschrieben, also keine Erfahrungen und offen gelassen, ob man es machen
möchte oder nicht.
Sebastian
Wie weit war denn die Konstellation? Er Top, du Sub, inwieweit war das schon
gesetzt oder war das noch etwas, was vielleicht im Fluss war? Okay.
Faina
Damals war das gar nicht im Fluss. Also damals war, ich habe gesagt, wenn, dann
spiele ich unten.
Vincent
war eigentlich von Anfang an, eigentlich schon vom ersten Treffen an klar, wo
wir so grob drüber geredet haben. Nichts Explizites, aber grob über das Thema.
Und da war das eigentlich schon klar, die Definition. Wer oben, wer unten.
Faina
Ja. Wer Ja.
Vincent
Das war gesetzt.
Sebastian
Also der Spielantrag auf Papier wurde ausgefüllt beiderseits, gegenseitig
begutachtet, besprochen, reviewed.
Man müsste ja mal was machen vielleicht.
Faina
Ja, also.
Sebastian
Wie und wo und was?
Faina
Wie und wo und was. Wir waren bei mir zu Hause.
dann haben wir noch ein bisschen geredet und natürlich, wenn man halt dann auch
die Liste durchgeht Und dann halt auch explizit wird in Sachen, die man dann
vielleicht getan hat oder nicht getan hat, kommt ja schon irgendwo so ein
bisschen Lust auf irgendwas auf.
Und da haben wir so ein bisschen, ja, ich würde sagen, so angespielt.
Vincent
Angespielt?
Faina
Angespielt trifft es ganz gut. Wir haben noch nicht miteinander geschlafen, wir
haben noch nicht richtig miteinander gespielt, weil ich musste dann auch an dem
Wochenende zu meiner Familie hochfahren.
und
Sebastian
Sprich weiter.
Faina
ja, dafür wollten wir uns eigentlich so ein bisschen Zeit nehmen, wenn wir dann
spielen und nicht so zwischen Tür und Angel machen
und deswegen haben wir uns ein bisschen angespielt, aber das war gut.
Sex oder Spielen
Sebastian
Kein Sex miteinander gehabt zu dem Moment.
Intimität, was ist intimer? Spielen oder Sex? Ich
Vincent
Also ich würde sagen Sex haben wir deutlich häufiger Also ich würde sagen am
intimsten ist wenn wir richtig spielen Ja,
Faina
Ja, also wenn wir richtig mit Angst und allem spielen, dann ist das für uns
beide, glaube ich, mit das Intimste, was wir teilen können.
Sebastian
meine auch zu dem Zeitpunkt. Also wäre Sex miteinander die Sache gewesen, die
kommt natürlich erst nach dem Spielen.
Oder war das ein Zufall?
Vincent
weiß gar nicht ob wirklich richtig intim, nach dem Motto mit Gefühlen oder
sonstigen Weil zu dem Zeitpunkt war es ja eigentlich noch relativ offen was
daraus wird
Faina
Na ja, also wir
Vincent
Ja
Faina
hatten beide kein Problem damit, miteinander zu schlafen. Wir hatten auch beide
kein Problem damit, miteinander zu spielen oder halt zu probieren, ob wir
miteinander spielen können. Es war dann halt nur, ich hatte zu dem Zeitpunkt
meine Tage und ich wollte halt nicht irgendwelche Sachen machen und
dann musste man halt zwangsläufig ein bisschen warten.
Sebastian
Ich glaube, das muss ich auch in diesem Podcast irgendwann nochmal ein bisschen
genauer auseinandernehmen, vielleicht in einer Live-Sendung. Weil viele Menschen
empfinden Kinky-Aktivitäten als deutlich intimer, als Sex und Sexualität.
aber sie würden kinky Aktivitäten sage ich mal eher mit jemandem machen, den sie
gerade erst kennengelernt haben während Sex für später vorbehalten ist also da
gibt es offenbar so ein kleines fällt auch, wisst ihr was das Publikum wird das
schon gehört haben weil diese Folge hier erscheint später, aber ich habe ja
nächste Woche, nein in zwei Wochen die Folge zum Thema Flirten, das heißt ich
werde mir das jetzt notieren dass beim Flirten das natürlich auch so ein Punkt
ist, also in dieser ganzen Anbahnungsgeschichte ab wann mache ich denn was das
finde ich super Super.
Faina
Ja, definitiv. Also war für uns auch so ein bisschen so ein Thema, wann ist was
okay vielleicht.
Da wir ja auch gesagt haben, oder für mich das ganz, ganz wichtig war, dass das
jetzt nicht auf eine Beziehung hinausläuft. Hat super geklappt, so rückblickend.
und
von daher war das halt einfach auf so einer freundschaftlichen Basis ja, dann
haben wir halt Sex miteinander
aber wir spielen auch miteinander
seitdem hat sich das nie wirklich getrennt also es
ist immer irgendwie beides da
Sebastian
ist für euch immer, das gehört für euch einfach zusammen oder würdet ihr es
gerne trennen oder gäbe es Gründe, das zu trennen?
Faina
also nicht jedes Mal, wenn wir miteinander schlafen, spielen wir miteinander
aber Aber fast jedes Mal, wenn wir miteinander spielen, schlafen wir
miteinander.
Sebastian
Oder ist es einfach Sachen miteinander machen?
Faina
Ja, also so kann man es vielleicht sagen.
Vincent
entweder im Spiel oder spätestens nach dem Spielen wenn es alles ein bisschen
abgeklungen hat, das gehört eigentlich immer dazu
Kein 24/7 DS
Sebastian
Lass uns mal über euer D/s sprechen.
ist denn euer D/s? Wenn ich euch so zusehe, also D/s würde ich jetzt mit Symbolen
verbinden, das wäre das Halsband oder etwas, das sehe ich jetzt nicht. Ich habe
also auch genau darauf geachtet, ob es hier irgendwelche, was heißt
irgendwelche, aber ob ich hier irgendwelche Unterwerfungsgesten oder
Verhaltensweisen sehe oder irgendetwas so ganz, zumindest habe ich jetzt hier
wenig bis gar nichts wahrgenommen, was so zwischen euch auch permanent vorhanden
ist. Gibt es da etwas?
Vincent
gar nicht
Faina
Wir haben das für uns irgendwann mal so definiert, dass wir nicht permanent
irgendwie da was haben wollen, weil das halt auch immer eine Anstrengung ist.
Man muss immer irgendwie denken, also jetzt auf meiner Seite, kann ich das jetzt
machen? Muss ich da jetzt die ganze Zeit nachfragen oder mal gucken mit einem
Blick, ist das okay, ist das nicht okay? okay, und auf seiner Seite, er muss ja
auch die ganze Zeit mitdenken. Und das ist einfach von der alltäglichen Arbeit
eher schwierig, das dann abends auch noch umzusetzen. Aber es gibt immer die
Möglichkeit, dass der eine Part den anderen Part ein bisschen anspielen kann.
Also bei mir dann so, wenn ich halt so ein bisschen bratty drauf bin oder so ein
bisschen trieze und bei ihm aber auch. Und dann wird relativ schnell klar, ob
das jetzt heute drin ist oder nicht.
Sebastian
Habt ihr es mal probiert, was permanent zu etablieren?
Vincent
glaube nicht
Faina
Nicht bewusst. Also ich glaube, wir hatten am Anfang mal so ein bisschen diese
Einordnung beziehungsweise Unterordnung, haben uns dann
aber auch dadurch, dass wir uns dann so oft gesehen haben, ging das gar nicht
mehr. Weil wir haben uns dann halt auch da gesehen, wo ich dann halt, sag ich
mal, alltagsdominant bin, zu Hause und irgendwie auf der Arbeit abgeholt und
solche Sachen. Da waren wir gar nicht in dem Mindset dafür. Also das war dann
irgendwie ganz schnell, ja.
Sebastian
Ja, das fand ich in dem Vorgespräch auch spannend, weil ihr habt ja ganz klar
kommuniziert, wir spielen, ich sag mal, Session-basiert, dann voll, aber das
muss gar nicht in den Alltag und alles rausstrahlen.
Faina
das hat sich nicht geändert. Nein,
Sebastian
Ich finde, die Leute, die diesen Podcast hören, denken irgendwann, okay, es muss
wohl darauf hinauslaufen, dass man dann irgendwie die ständige 24/7-Unterwerfung
früher oder später etabliert. Nein, das ist eine Entscheidung, ob ich das will
und ob ich das brauche und wenn es nicht so ist, dann brauche ich es halt nicht.
Faina
gar nicht.
Vincent
haben wir
Sebastian
Okay, wie sieht euer D/s denn in der Session aus? Also gibt es da Rituale und
Dinge, die jetzt nicht gleich Impact und Action sind, sondern gibt es vielleicht
sowas wie eine reine D/s-Session mal als Beispiel? Das
Vincent
mal eine reine D/s-Session ich glaube nicht ich
Faina
Ich glaube nicht. Also Ritual ist definitiv das Halsband, das dann
gebracht wird, angelegt wird, geholt wird, wie auch immer. Und dann kommt es
immer darauf an, wenn ich jetzt sehr bratty drauf bin, dann ist es auch immer
irgendwie so ein Ritual, dass er mich erstmal runterbringen muss.
Sebastian
klingt harmloser, als es aussieht wahrscheinlich.
Faina
Ja, durchaus.
Ja, und dann ist ja immer noch auch nochmal bei uns der Unterschied, ob wir
jetzt Spielen spielen oder ob wir was mit Seil machen.
Sebastian
Ja, da müssen wir gleich drauf kommen. Ich spule nochmal ein bisschen zurück.
Jetzt bist du in der SMJG aktiv, dann bist du ja auch ständig da, dann musst du
Zur SMJG mitnehmen
ihn ja auch mal mit hinnehmen. Hallo, das ist mein neuer, oh Gott, welches Label
kleben wir drauf? Wie bringen wir ihn da hin? Wie führen wir ihn ein?
Hoffentlich kommt er mit den Leuten klar. Oh, das ist ja auch so ein bisschen,
wenn man jemanden in seine Bubble holt.
Und Vincent, wie war das überhaupt für dich? Wie kam die Idee oder wolltest du
da überhaupt mal hin? Ich weiß, du warst dort, aber wie ist das, wenn man dann
so in ihr Königreich oder in den Bereich, wo sie halt quasi auch sogar
eine Leitungsfunktion hat, plötzlich da reinkommt, weil da ist man ja auch
unsicher.
Vincent
am Anfang war es eigentlich gar kein großes Thema dass ich mitkomme
beziehungsweise ich war halt auch
entweder kein Lust, keine Zeit und dann bist du meistens ja dann alleine
alleine zum Stammtisch das meiste, was ich dann mal gemacht habe, ist halt
abholen
ich irgendwie noch gearbeitet habe oder sonst was, dann habe ich dich halt auf
dem Rückweg mal mitgenommen
und irgendwann hast du mich mal mitgeschleift äh kann
Faina
gesagt habe, das solltest du doch schon mal sehen.
und ich halt auch irgendwie wollte, dass du meine Stammtischfreunde ein bisschen
kennenlernst. Ich glaube, es war aber auch so eine ganz praktische Sache, weil
ich glaube, du hattest gar nichts zu tun an dem
Samstag und warst bei mir zu Hause und
Vincent
sein
Faina
da habe ich gesagt, ja, dann kommst du jetzt einfach mit
und das hat halt super funktioniert, also
er kann sich super gut in so bestehende Gruppen einfügen und findet irgendwie
mit jedem
Gesprächsthema, auch wenn es nur oberflächlich ist, aber man kann ihn da voll
gut alleine lassen und
ja, ich meine, er war nie alleine, er saß immer neben mir, aber er hat dann
super schnell
Kontakt zu den Leuten gefunden und
das hat eigentlich super gepasst. Klar gab es dann noch so ein paar Regeln, die
ich davor halt auch gesagt habe, also die ganz normalen Stammtischregeln
und wie halt,
Sebastian
Oh, das wäre schön gewesen, wenn du ihn hättest ermahnen müssen.
Faina
nee, das ist jetzt nicht.
Vincent
äh
Sebastian
Ach doch, Vincent, ich höre zu.
Faina
Also Also ich würde du hast
Vincent
also ich würde mal sagen, du hast gesagt es
Sebastian
Los, los, los, erzähl.
Vincent
du hast mir so ein bisschen Maulkorb angelegt.
Ja, und
Faina
anspricht, wie man jemanden labelt und gendert und solche ganzen Geschichten und
da bist du ein bisschen mehr frei Schnauze und das habe ich dir so ein bisschen
verboten. Einfach, ja.
Vincent
ich fange auch gern Diskussionen an, wenn ich merke, mit der Person, ich komme
nicht auf den gleichen Nenner. Dann mache ich mir einen Spaß draus und
wenn eine Diskussion anfängt, schmeiße ich immer noch so ein bisschen Öl ins
Feuer mit rein oder schütte Benzin mit dazu, damit es dann so richtig schön
Sebastian
Okay, da mal so ein kleines Ding zu Stammtischen.
Vincent
durchgeht.
Sebastian
Es ist so ein Thema, was ich auch immer wieder mal so ein bisschen im Kopf habe,
dieses, ja, es gibt Regeln, es gibt Umgangsformen. Auf der anderen Seite möchte
man den Einstieg erleichtern und im Grunde,
also ich sage mal so, die Qualifikation auf einen BDSM-Stammtisch zu gehen ist,
dass ich BDSM interessant finde und irgendwie vielleicht auch Leute kennenlernen
möchte, die damit auch zu tun haben.
Faina
genau.
Sebastian
Und dann, das sehe ich tatsächlich manchmal, ich habe dann so, das habe ich
schon gesehen, du hast dann wirklich so dieses Menschen, ich sage mal
Akademiker, die natürlich geschult darin sind, Sprache zu verwenden,
sowohl schriftlich als auch mündlich und eben auch, nehmen wir Beispiel Gendern
und bestimmte Formen der Rücksichtnahme, wie man fragt erstmal nach dem Pronomen
und so darf man sich umarmen und solche Sachen. Und dann habe ich aber auch
Menschen, die einfach im Leben dafür echt keine Zeit haben, die einfach
verstehen, oh, ich finde es irgendwie toll, was auf den Popo zu kriegen, gehe da
hin. Und dann prallen da gefühlt zwei Welten aufeinander und dann finde ich
nicht, dass ich eine Seite durchsetzen sollte mit den Regeln, sondern erstmal
ist grundsätzlich die Qualifikation ist okay und da muss man meiner Meinung nach
echt mal fünfe gerade sein lassen, damit die Leute erstmal ankommen und sich
wohlfühlen. Das finde ich jetzt gerade spannend. Jetzt kriegst du da einen
Maulkorb von ihr.
Also, ich sag mal so, sich da reinfinden, glaube ich, kann immer jeder. Die
Frage ist, wie lange ist man gutmütig und guckt, dass man die Leute so ein
bisschen coacht, dass die da gut reinfinden. Ich finde das immer schwierig, wenn
man irgendwo hinkommt und dann wird gleich gesagt, du hast gegen zwei Regeln
gerade verstoßen. Was? Oh Gott, ist das schlimm.
Faina
Ja.
Sebastian
Also, inwieweit ist das vielleicht so, vielleicht habt ihr dazu eine Meinung.
Ich habe jetzt ja schon meine Meine Meinung quasi euch aufgedrängt, entschuldigt
bitte, aber ich finde das echt groß, das Thema.
Vincent
Alles gut.
glaube, für mich war es gar nicht so schlimm. Es war halt so, okay, bitte reiß
dich ein bisschen am Riemen und schieße jetzt nicht gleich alle ab.
Faina
Ja.
Vincent
Also es war eigentlich ganz entspannt und ja, es war in sich ein netter Abend.
Aber ich glaube, es kann für andere,
könnte es einen Einstieg ein bisschen verschweren, wenn man, ja, je
nachdem, auf wen man halt trifft, ist, glaube ich, immer die große Frage. wer
gerade da ist, weil wenn halt nur Leute da sind, die, jetzt sagen wir mal,
ganz penibelst darauf achten, dass gegendert wird und schlag mich tot, und man
selber das halt in seinem Leben nie hat oder nie gewohnt ist.
Sebastian
Wo man auch einfach in einer Bubble ist, wo das einfach nicht üblich ist. Oder,
schönes Beispiel, Deutsch ist zweite Fremdsprache, also nicht Muttersprache. Das
ist für die nochmal ungleich schwieriger für die Menschen.
Vincent
Genau.
Sebastian
Also ich sage, also Gendern hat viel Wirkung,
aber ich würde es niemals von jemandem verlangen,
Faina
Ja.
Sebastian
Weil dann wird die Person vorsichtig und kann sich nicht mehr frei entfalten,
habe ich das Gefühl.
Faina
Das habe ich auch beobachtet, auch auch als Leitung ganz arg, wie können die
Leute denn reden?
Die ganzen Neuen, die haben dann auch immer geguckt, wie die anderen reden,
beziehungsweise halt nachgemacht. Und viel kam dann halt auch
auf mit, ja, wie spreche ich jetzt über diese Person? Ist es jetzt eine Sie oder
ein Er oder ein They oder ein was ganz anderes?
Sebastian
Im Zweifel ein Du, die
Faina
Genau.
Oder darf ich jetzt diese Person das und das fragen in dieser und jener
Tonlage oder sowas? Und das fand ich dann schon wieder ein bisschen schwierig.
Gerade auch in dem Hinblick, dass wir ja auch sagen, wir sind für alle da und
alle offen und jeder darf kommen. Und wenn man dann diesen Punkt erreicht hat,
also den ich dann erreicht hatte, als ich ihm dann gesagt habe, hey, nimm dich
da ein bisschen zurück, habe ich dann auch überlegt, ist es überhaupt, wird es
überhaupt so gelebt oder ist es jetzt nur die Bubble, die dann da sehr offen ist
und das alles weiß und respektiert und akzeptiert und so nach vorne bringt.
Sebastian
auch Zeit hatte, da reinzuwachsen.
Faina
Genau, die Zeit hat da reinzuwachsen und wo die Freunde einfach alle so sind.
Oder ist es dann vielleicht doch die ganze Gesellschaft oder nicht? Und wo
prallen Welten aufeinander und ist es dann gewollt? Genau.
Sebastian
hat ja auch nichts mit Intelligenz zu tun oder mit Rücksichtnahme oder Vorsicht,
sondern Menschen sollen und können sich ja natürlich verhalten. Und da gibt es
nun mal einfach Unterschiede. Und ich glaube, das ist der Punkt, zu hohe
Standards grenzen dann irgendwann wieder aus. Und ich glaube, das ist ja das
Gegenteil, was man davon will. Das geht immer so von ganz alleine. Oh, da war
was Blödes, da hat sich jemand nicht gut gefühlt, wir machen jetzt eine Regel.
Das wiederholen wir so ein paar Jahre. Und dann haben wir einen Punkt, der neuen
Personen den Einstieg extrem erschwert. Ich habe manchmal das Gefühl, man muss
manchmal Regelwerke einfach alle zwei Jahre einmal verbrennen und bei null
anfangen.
Ja, ich finde das gerade total schwierig, das Thema, weil man
will ja den Einstieg niedrigschwellig halten.
Vincent
Mhm.
Faina
Was ist okay, was ist nicht okay? Weil, also für mich und auch für dich, Vincent,
sind vielleicht auch einfach andere Sachen wichtig, wenn man Leute kennenlernt,
egal auf welcher Ebene. Und dann immer das vorauszusetzen, finde ich immer so
ein bisschen hemmend, weil will ich dann überhaupt mit der Person weiter
interagieren, wenn ich die ganze Zeit darauf achten muss, wie ich jetzt die
Person anspreche? Weil das ja dann auch projiziert wird, dass das super, super
wichtig ist und dass das eine super Verletzung ist, wenn du mich jetzt einmal
falsch genderst oder sowas. Natürlich sind das nicht alle und nur die, die am
meisten schreien, ist das ja immer so, aber irgendwie ist das dann trotzdem ein
Thema.
Sebastian
ich glaube natürlich, nehmen wir mal ein Pronomen als Beispiel. Wenn es gesagt
ist, sollte man schon versuchen, das auch zu verwenden. Auf der anderen Seite,
es gibt ja mal diesen Unterschied zwischen, die Person demonstriert, dass es ihr
egal ist und ignoriert es. Das ist ein Angriff oder die Person,
der fällt es halt schwer. Wenn ich irgendwo hinkomme, wo ich keinen kenne, dann
lerne ich zehn Leute kennen, dann habe ich mit dem Namen schon zu kämpfen und
den Gesichtern sowieso. Wenn ich dann immer noch Pronomen merken muss, dann wird
es komplizierter und wenn ich dann noch versuche, mir zu merken, wie die Leute
ihren Kaffee trinken, bei dir weiß ich es, schwarz ohne alles, das ist einfach,
das werden dann plötzlich sehr viele Informationen pro Person, die ich mir
merken muss, damit ich keinen Fauxpas begehe.
Vincent
ist schön einfach.
Faina
Genau, genau.
Sebastian
Und das ist natürlich, und dann ich müsste es aufschreiben, und ich glaube, ein
bisschen Gelassenheit.
Vincent
gut, das...
Faina
Ja, so ein bisschen einfach, man kann es ja immer mal wieder sagen, also wenn
man jetzt, also mir ist es früher ganz oft passiert, wenn die Pronomen
nicht dem entsprochen haben, was ich gesehen habe. Also einfach aus meiner
damaligen Bubble von Freunden eben so war, du siehst aus wie ein Mann, du bist
ein Mann, du hast die Pronomen er und so weiter. Und dann komme ich in die
SMG-Bubble und alles ist super toll und ich fühle mich super aufgenommen und
herzlich und dann ist das auf einmal anders. Und damit muss man erstmal in
seinem Sprachgebrauch klarkommen, dass dann da vielleicht das nicht
übereinstimmt. Und da sind mir dann immer wieder so diese Fauxpas passiert, dass
ich dann nicht nachgedacht habe und ein falsches Pronomen genommen habe.
Sebastian
Wie haben die Leute denn darauf reagiert, wenn es dir passiert ist? War das
okay?
Faina
Genau. Also dadurch, ich habe das dann immer selber gemerkt, wenn ich es gesagt
habe.
Und dann habe ich gesagt, oh nein, warte, das war ja bei dir anders, es tut mir
total leid und das ist nicht böse gemeint. Und das wussten dann auch viele, dass
das einfach nicht böse gemeint ist, sondern rausrutscht und passiert. Und dann
war das für die meisten voll in Ordnung. Natürlich sollte das halt auch nicht
immer passieren und irgendwann musstest du halt einfach merken. Aber das ging
dann schon relativ schnell bei mir.
Sebastian
glaube, wenn das Bemühen sichtbar ist, dann sollte es reichen.
Faina
Genau, genau.
Sebastian
Ich will auch gar kein Problem herbeibeschwören, was da vielleicht gar nicht
existiert. Dennoch, du hast einen Maulkorb bekommen, aber war okay. Mit den
Leuten bist du soweit klargekommen, das hat gepasst?
Vincent
Ja, ich habe es mir einfach gehalten, einfach kategorisch per Du.
Wenn es dich stört, sag was oder unterhalte dich halt nicht mehr mit mir, da bin
ich schmerzbefreit.
Sebastian
Sehr schön. schön.
Ausgezeichnet. Genau so ist es richtig.
Faina
es hat super funktioniert dann. Also alle Gedanken, die ich mir gemacht habe,
waren natürlich unbegründet.
Vincent
Ein bisschen benehmen kann ich mich schon.
Faina
Ja, das ist eine gute Frage.
Sebastian
Aber die Frage ist, ob sie möchte, dass du dich immer benimmst.
Vincent
So das absolute Minimum.
Sebastian
Das ist ja vielleicht auch Teil des Kinks, ne?
Die
Faina
Ja, definitiv.
Sebastian
Demütigung, wenn du dich für ihn entschuldigen musst. Ich kenne mindestens eine
Person, die da so einen gewissen Kink hat.
Faina
Nee, gar nicht.
Sebastian
So ein Fremdschämen-Kink.
Faina
Nee, gar nicht. Ich finde es total doof, wenn das so ist.
Vincent
Ja, ich weiß, du hast Fremdscham Auch wenn du allein nur Videos siehst oder so
und dich dann fremdschämst Das geht gar nicht
Faina
Ja,
total schlimm.
ich finde das ganz, ganz schlimm. Nee, aber das war gar nicht das Thema. Also
ich habe mir da vielleicht auch zu viel Kopf gemacht, weil man ja auch die ganze
Zeit dann immer hört, okay, ich heiße so und so, ich bin so und so. Und das dann
natürlich auch sehr gehäuft aufgekommen ist, wenn man jetzt dann auch viel in
der Bubble unterwegs ist.
Sebastian
er denn dann immer dabei, in Zukunft oder oft?
Faina
Oder ich war dabei. dabei.
Nee, also ab und zu mal, weil er war dann ja auch noch im Schichtdienst und
hatte dann halt auch einfach Spätschichten und war arbeiten, während ich auf dem
Stammtisch war.
Vincent
und zu mal
Faina
Deswegen, wenn es geklappt hat, war er dabei. Wir haben dann auch
viel, meine Nachbarn waren ja auch da, die waren auch noch Leitung und mit denen
waren wir immer gut befreundet und dann war das halt immer so ein wir treffen
uns halt und dann ist der Stammtisch halt auch noch da. So für ihn, glaube ich,
also so von außen betrachtet, war das, glaube ich, für dich eher so.
Vincent
Ja gut,
wir haben uns halt oft da dann getroffen Man hat so als Ausrede genommen Okay,
alle haben jetzt Zeit, wir treffen uns
Ja Der Rest hat halt so koexistiert würde ich mal sagen
Sebastian
Jetzt hast du ja, Vincent, gesagt, dass du gar nicht so viel viel mit deiner
ersten Partnerin darüber gesprochen hast, man hat einfach gemacht. Dann kommt
sie und sagt, du musst darüber mit mir reden und kommt mit Listen um die Ecke.
Und jetzt kommt man auf den Stammtisch, wo alle darüber reden wollen.
Reingewachsen oder war das für dich erstmal was, woran du dich gewöhnen
musstest, dass die alle darüber einfach reden? Ich
Vincent
ich hatte generell noch nie ein Thema darüber zu reden ich glaube das hat es
relativ einfach gemacht und dann ist halt ja jetzt würde man sich nochmal
unterhalten bei Stammtischen sind ja auch es geht ja nicht immer genau um das
Thema du rutschst ja mal in die Richtung und die Richtung dann kommt halt
das auf und das und das ich würde mal sagen es war eigentlich es war jetzt keine
Herausforderung oder irgendwas wo ich hätte reinwachsen müssen
würde ich jetzt nicht sagen
Faina
Glaube ich auch nicht. Also dadurch, dass wir auch einfach selber schon so viel
und offen darüber reden, war das dann für die anderen oder mit den anderen gar
kein Thema, weil es war vielleicht eher so das Thema, was wollen wir sagen?
Monogamie und Exklusivität
Sebastian
würde gerne mit euch so ein bisschen weitergehen wollen, mal in Richtung
Praktiken. Vielleicht noch so einen Punkt zum Thema Monogamie und Exklusivität.
Ist das ein Deal zwischen euch?
Faina
Ja.
Sebastian
Ich
Faina
Ja, so grundsätzlich auf jeden Fall.
Hat sich in den letzten Wochen vielleicht ein bisschen aufgeweicht.
Sebastian
bin also nicht mehr up to date.
Faina
Ja, vielleicht.
Sebastian
Was macht ihr denn mit anderen? Oder was machst du mit anderen? Oder du,
Vincent, was hat sich da aufgeweicht?
Faina
noch machen wir gar nichts.
Vincent
glaube,
Faina
Wir haben eine Freundin, die Seil lernen wollte
oder will. Und wir haben dann gesagt, komm mal zu uns, wir
machen so ein bisschen Fesseln und du kannst mal ein bisschen an dir
rumprobieren, was geht für Knoten, wie geht das, wie fühlt sich das an. und
irgendwie vielleicht entwickelt sich da eine Spielkonstellation, aber bei
der Person ist gerade auch viel privat los,
Sebastian
Zwischen wem entwickelt sich das?
Faina
für uns drei. Also nichts getrenntes. Und irgendwie kamen wir
dann auch so ein bisschen da drauf, so was wäre denn möglich, theoretisch? Und
ja.
Sebastian
Was wäre denn möglich, theoretisch?
Faina
Also wenn wir zu zweit als Paar auftreten, auf jeden Fall nichts getrenntes.
Ja, bestenfalls mit einem anderen Paar irgendwelche Sachen machen oder halt
mit einer Frau. Aber was dann, weiß man noch nicht.
Vincent
die Konstellation war immer schwierig. Wir hatten es immer drüber, so ja, an
sich kein Thema.
Und dann kommt das große Aber.
Sebastian
Ja, was ist das große Aber? Also was muss verteidigt werden?
Vincent
glaube, das ist nicht wirklich verteidigt, aber ich glaube, jeder von uns hat
hat so gewisse Grenzen,
was das Ganze dann wirklich kompliziert macht, weil man dann wirklich die
eierlegende Wollmilchsau braucht.
Faina
Ja, weil bei mir ist es zum Beispiel so, also ich kann mir theoretisch
vorstellen, einen anderen Mann da zu haben oder eine andere Frau da zu haben,
weil ich bi bin und mir das egal ist. Aber wenn da eine andere Frau ist und die
Frau dann ihn dann irgendwie auch total toll Und da irgendwie eine Dynamik
entsteht, die vielleicht auch wichtig ist bei so einer Situation, aber die mir
zu persönlich wird, sag ich mal. Also zu viel Küssen oder zu viel
sinnliches Anfassen oder sowas, da sehe ich dann für mich rot.
Sebastian
Also die Sache an sich geht, aber irgendwann könnte es ein zu viel geben.
Vincent
Genau.
Faina
Genau. Und ganz lange war auch theoretisch so dieses Küssen. Also wenn er eine
andere küssen würde, weiß ich nicht, ob ich das so toll finde, weil ich es
einfach auch noch nicht gesehen habe. Und dann sind das so Sachen, wo man sagt,
okay, das könnte vielleicht schwierig werden, das müsste man ausprobieren. Und
dann weiß man mehr. Ja, und ja, bei dir sind dann ja auch noch ein paar Sachen
dazugekommen, wenn das zum Beispiel ein Mann wäre, der dann da ist. Oder halt
ein befreundetes Paar, wo der Mann dann irgendwie mich anfasst oder so.
Sebastian
Also ihr habt schon Besitzanspruch gegenseitig.
Faina
Ja, schon.
Vincent
Oh ja.
Sebastian
so ein bisschen das mal ausprobieren der Reiz ist schon irgendwie dann doch so
ein bisschen da, also
Faina
Ja, also ist jetzt auf jeden Fall stärker geworden.
Aber naja, man muss ja auch immer dann jemand finden, der dann auch passt und wo
man auch sagt, okay, man kann auch irgendwie mit der Person normal reden oder
mit dem Paar normal reden und in welcher Konstellation soll das dann vielleicht
laufen? Also wollen wir eine langfristige Freundschaft? Wollen wir nur nur was
Einmaliges oder wie soll das dann alles so sein?
Vincent
Manchmal habe ich das Gefühl, wir planen das viel zu kompliziert.
Faina
Wahrscheinlich.
Sebastian
ihr habt natürlich jetzt hier ein bisschen Publikum, ihr könnt natürlich die
eierlegende Wollmilchsau hier definieren und dann
Faina
Warte, ich hole mal eine Liste.
Vincent
Ja.
Sebastian
liebes Publikum bitte einmal melden bei Faina und Vincent und dann
Vincent
Ja.
Faina
Ja, also ich glaube so grundsätzlich ist es halt immer so, Alter und kann man
sich halt einfach auch so miteinander unterhalten und
Sebastian
aber worum geht es, also was sucht ihr, Freunde, mit denen man auch den ganzen
anderen Spaß haben kann oder ist es eher ein Nein, wir wollen die Erfahrung
machen, wie das ist, wenn da nochmal eine dritte oder sogar eine vierte Person
in der Gleichung ist, was dann passiert. Man sieht es ja auch bei anderen
manchmal auf einer Party oder so, was da für eine Chemie entsteht und sowas.
Faina
also mich wird mich persönlich wird schon diese Chemie reizen, die entsteht,
wenn man halt sich öfter trifft.
Aber dadurch, dass wir das halt mit uns und einer anderen Person noch nie
ausprobiert haben. Wäre erstmal so der Punkt, erstmal einmal ausprobieren, wie
ist es und wie sind unsere theoretischen Grenzen wirklich?
Also bestätigt sich das, dass ich sage, boah, das geht gar nicht, wenn du jetzt
eine andere Frau küsst oder
andersrum?
Und wie
agieren wir dann miteinander? Also einfach so mal auf locker wäre mal so eine
Idee und dann gucken, ob sich da was weiterentwickelt.
Vincent
dann gucken
Sebastian
Immer so vom Mentalen. Du sitzt da und er neben dir flirtet mit jemand anderem.
Man muss es ja auch anbahnen.
Katastrophe oder spannend?
Faina
weiß ich gar nicht. Also ich glaube für mich wäre es einfacher, wenn ich flirte.
Sebastian
Ja, natürlich.
Faina
Ist natürlich immer einfacher.
Vincent
noch einfacher.
Faina
Aber wenn er dann gerade eher in dieser Anbahnung ist und dieses Flirten
hätte theoretisch und ich aber merke, dass von der anderen Person oder der
anderen Beziehung es immer als Einheit gesehen wird, er und ich. dann habe
ich da glaube ich nicht so viele Probleme mit und fände es glaube ich eher cool
zu sehen wie er dann reagiert, wenn er angeflirtet wird und so
ja,
Sebastian
Ich merke, da ist ganz viel Neugier.
Vincent
Da ist ja
Sebastian
Aber es ist ja nichts passiert und vielleicht ist das ja auch so ein bisschen
Teasing, Bettgeflüster, Kopfkino jetzt in dieser Phase.
Faina
ja
ja, das auf jeden
Sebastian
Aber es ist noch nichts entschieden. Also das heißt, meine Notiz vom 29. April
übrigens mit anderen spielen ist ausgeschlossen.
Exhibitionismus
Faina
oh Gott
Vincent
Ja.
Faina
das stimmt nicht mehr
Sebastian
Die kann ich streichen. Aber die andere ist, und das ist ja so ein, das ist der
Exhibitionismus vor anderen spielen geht. geht. Ich rede in diesem Podcast
relativ wenig über diesen bewussten Exhibitionismus, über dieses wir oder ich,
wir wollen, wir wollen, dass Leute zusehen.
Faina
ja ja
Sebastian
Da leuchten deine Augen.
Vincent
Ja.
Sebastian
Wie ist das für euch, wenn ihr vor anderen Leuten spielt und was macht ihr vor
anderen Leuten? Es
Faina
also lustigerweise haben wir noch gar nicht so viel vor anderen Leuten gemacht.
Wir waren immer mal wieder auf einer Hausparty von Freunden und einmal hat es
gar nicht gepasst, dass wir spielen. Und einmal haben wir so ein bisschen
angeteasert, weil wir da dann gerade auf der Ebene waren, wir wollen unsere oder
meine Grenze im Bezug von Schmerzen feststellen und hätten wir
dann weniger hart gespielt, damit wir die anderen nicht verstören, hätte uns das
rausgebracht. deswegen haben wir da nur angeteast, aber das war also für mich,
ich fand's mega cool, einfach so, du weißt da gucken die Leute zu, du
guckst selber Leuten zu, wie die irgendwas machen und
Vincent
Ja, war so.
Faina
die Leute greifen vielleicht auch so ein bisschen ein, weil wir auch alle
irgendwo befreundet sind und dann so ach schlag doch mal da oder tritt sie doch
mal hier oder sowas und das war schon das war schon toll
Vincent
Also
Faina
ja, also das wird definitiv weiter ausgebaut
Sebastian
ist ja auch so ein Ding, da sehen mich andere, die können mich ja kritisieren
oder sehen uns andere und
gibt das euch nochmal so einen extra Kick, wenn andere euch sehen und dann kommt
es denn auf die Kommentare an oder bemerkt ihr überhaupt andere Menschen um euch
herum, während ihr miteinander spielt?
Faina
also Also, wenn ich da voll into bin, dann kriege ich da, glaube ich, gar nicht
mehr so viel mit. Also, dann weiß ich so am Anfang, okay, wir sind in einer
Öffentlichkeitsspiel-Location, wie auch immer. Und das sind andere Menschen,
die laufen um mich rum, die stehen vielleicht um mich rum.
Aber das kriege ich dann gar nicht mehr mit, weil ich bin dann irgendwann so auf
mein Gegenüber fokussiert, dass da gar nichts mehr anderes in meinen Kopf
reinkommt. Und als wir angespielt haben oder halt dieses Teasen so ein bisschen
gemacht haben, da war ich natürlich auch schon immer noch da.
Und da fand ich dann schon schön, wenn die Leute dann einfach auch zugeguckt
haben und das genossen haben, was wir tun.
Vincent
ich glaube, es kommt auch auf die Situation an, wie wir spielen. Wenn wir richtig
spielen würden, glaube ich, würde ich es auch gar nicht mehr mitbekommen.
Was ist "richtig spielen"
Sebastian
Was ist denn richtig spielen bei euch? Ich höre immer diese Abstufung, wir haben
mal ein bisschen
rumgespielt, da ist das dann so und so und wenn wir richtig spielen, also ihr
habt es jetzt mehrmals gesagt, vielleicht, ich schließe mal die Augen, erzählt
mir doch mal, wie ich mir das vorstelle, wenn ihr richtig spielt. Das muss ja
böse sein.
Faina
Soll ich mal anfangen?
Vincent
Fang du an, ja.
Faina
Okay.
Also, wenn wir richtig spielen, dann sind wir bei uns zu Hause. Und er hat
seine Spielsachen an, also eine Militärhose und Springerstiefel
und sein Auftreten ist halt komplett dominant und er guckt ganz anders,
er redet ganz anders. dass ich bratte dann vielleicht ein bisschen rum oder bin
direkt unten und dann fängt es eigentlich relativ schnell an mit Bodyhandling
und ja, auf den Boden drücken, rumtreten, drauf
rumtreten,
schlagen, würgen, ja, so lange, bis dann
halt Körperteile von mir blau sind Oder offen.
Und ich wirklich auf dem Boden liege und Angst habe vor allem und
weine.
Aber auch gleichzeitig ihn die ganze Zeit spüren muss.
er kann dann gar nicht oder darf dann von mir aus gar nicht mit einem
Schlagwerkzeug auf mich einschlagen, sondern muss seine Hand benutzen, weil ich
brauche die Verbindung. Und ich komme dann auch, also ich habe Angst vor dem,
was passiert, weil ich ja in dem mentalen Status bin, dass das jetzt irgendwie,
dass er die ganze Zeit auf mich einschlägt und die ganze Zeit irgendwelche bösen
Sachen mit mir macht. aber ich suche Hilfe an seinen Füßen also ich
klammere mich dann an seine Füße dran und ich weiß eigentlich so rational das
ist total bescheuert, weil von ihm geht ja die Gefahr aus, aber genau
Sebastian
Das heißt, du hast Angst vor dem, was er tut, aber nicht vor ihm.
Faina
irgendwie schon, also ein paar Mal, so ein, zwei Mal immer ist es dann so, wo
ich dann in eine Ecke gehe dann gibt er mir so ein paar Minuten oder Sekunden
und
dann komme ich aber schon irgendwie wieder oder Oder du ziehst mich wieder zu
dir und dann geht es eigentlich auch schon weiter. Also sobald der Körperkontakt
da ist, egal in welcher Form.
Vincent
Bist du die letzte halbe Stunde vom Spielen, würde ich sagen.
Faina
Ja, aber da ist dann halt auch Grenze. Und das ist das, was wir eben auch schon
mal gesagt haben, wo wir halt dann die Grenze austesten oder halt mal so ein
bisschen mit der Grenze spielen.
Was geht noch und wann ist, da hört es dann auf.
Vincent
So, wie weit geht es noch?
Faina
Ja,
Sebastian
Ist das ein, wir spielen jetzt bis zum Safe Word oder wie ist das?
Vincent
Nee, das ist über Safeword hinaus, würde ich sagen.
Faina
so ein ganz kleines bisschen drüber. Das ist absolut nichts für Anfänger und
absolut nichts für jeden.
Aber wir merken halt in dem Moment, wo wirklich dann der Trieb bei mir
einsetzt, also wo ich wirklich abschalte, ich versuche nur noch irgendwie,
sag ich mal, ganz doof zu überleben. Also es passiert ja faktisch nicht wirklich
was, Panik, genau. Da fühlen wir uns dann frei. Also
für mich ist das ganz klar dann irgendwie so ein Freiheitsgefühl. Ich denke an
gar nichts mehr. Und er hat alles in der Hand. Und ich kann ihm dazu 100 Prozent
vertrauen, dass er nicht weitergeht, als wirklich okay ist.
Und dass er …
Sebastian
Ja doch, weil du ja Safeword hast.
Faina
Nee, ich safeworde nicht. Also es würde nicht mehr gehen, aber es ist immer
so, dass er dann aufhört, wenn ich sagen würde, jetzt
reicht's.
Sebastian
so, ah, okay.
Vincent
geht auch nicht mehr. also wir haben schon festgestellt ne,
Faina
Und danach fängt er mich auch immer auf. Also er legt sich dann auch immer zu
mir und wenn das dann drei Stunden dauert, was es nie tut, ist er dann da.
Vincent
aber so eine Dreiviertelstunde Stunde ist meistens danach
Faina
Und wir vögeln halt immer noch danach oder währenddessen so gegen Ende, was dann
halt einfach auch nochmal den Druck irgendwie rausnimmt oder diese Brutalität
rausnimmt und wir wieder eine Verbindung haben. Und danach fühle ich mich auf
jeden Fall immer sehr, sehr verbunden mit dir.
Sebastian
Wenn ihr das mal Freunden von euch erzählt habt, man ist ja dann in der Bubble,
die sagt, Safe, Sane, Consensual und Safeword und dies und das und dann sagt
ihr so, das ist die Praktik, die wir wollen.
Wie gut kommen die Leute damit klar?
Faina
Also ich glaube, so viele wissen jetzt gar nicht so genau, was wir machen.
Sebastian
Seit heute schon.
Faina
Seit heute schon, ja.
Vincent
Leute, ja
Sebastian
Kommentare gerne auf auf kunstderunvernunft.de unter der Folge.
Faina
Genau, wir sind gespannt.
Sebastian
also ich halte das für völlig legitim, wenn ihr den Wunsch habt, so zu spielen.
Faina
Nee, aber …
Sebastian
Das Risiko ist natürlich,
Faina
ist gewaltig, ja.
Vincent
wir hatten es auch schon mal am Anfang
und dann ist es wirklich von Anfang an wieder komplett neu aufbauen und das
Thema ist, man kann Kann dann auch nicht sagen, wir lassen das jetzt erst mal
eine Weile, sondern selbst wenn was passiert, weißt du, okay, wir müssen jetzt
sehr zeitig wieder anfangen, aber von ganz unten.
Sebastian
wie kommt man denn überhaupt dahin? Weil diesen Wunsch, ich möchte, ich sage
mal, misshandelt werden, von dem Bus überfahren werden, sage ich jetzt mal so
übertragen. Also ich möchte wirklich diese Panik, diese Angst und diesen
Überlebenswillen spüren.
Wie formuliert man das denn einer Person, dass sie das mit einem tun soll? Und
Vincent, ich frage erst mal dich explizit. Wie wird Faina dir irgendwie erklärt
haben, in welche Richtung das für sie gehen soll? Das ist ja schon eine
Anforderung.
Vincent
Das hat sich mit der Zeit ergeben, würde ich sagen.
Sebastian
Ja, so lange seid ihr nicht zusammen.
Vincent
Nee, nee, das ging schnell, aber so mit der Zeit in Anführungszeichen ergeben,
dass man halt gesagt hat, ja okay, wir machen so und so und so.
Sebastian
Also das ging ja schon schnell.
Vincent
und am Anfang waren wir auch definitiv immer bis zum Safeword oder auch
Safeword in natürlich abgestufter Variante
Faina
die Ampel ganz klassisch.
Vincent
und da haben wir einfach gesagt ja okay, so machen wir das und dabei bleiben wir
Sebastian
Okay, und das Safeword ist dann also kein ultimatives, wir sind jetzt in einem
Bereich, wo was schiefgegangen ist, Signal, sondern ein Kommunikationssignal.
Wir sind jetzt kurz vor diesem Punkt, ab dem es für dich, Faina, wirklich
interessant wird. Ich
Faina
Ja, also was heißt interessant? Also als wir angefangen haben zu zu spielen, war
das
absolut auf der Tabuliste. Das passiert nicht. Ich will immer irgendwo, ich habe
mich dann immer maximal im gelben Bereich bewegt.
Und ja, das hat sich dann irgendwie, also es war bei uns irgendwie so, als
hätten wir unsere Kinks nochmal neu entdeckt.
Was geht zusammen, ist ja auch irgendwo immer klar, wenn man eine neue Beziehung
hat, was geht zusammen, geht noch das, was ich vorher mag, immer noch in der
Beziehung oder nicht.
Und wir haben das irgendwie nochmal mal komplett neu kennengelernt und also ich
würde es eher sagen, dass du vielleicht da so ein bisschen mehr die treibende
Kraft warst, zu sagen, komm, wir gucken mal, wie viele Schläge du vielleicht
aushältst und mit welchem Gegenstand
es doof ist oder es gut ist.
Vincent
Ja,
Faina
Ja, und dann hatten wir irgendwann so ein Level erreicht, wo wir sagen, das ist
voll okay, mein Hintern wird blau
ja, man hat so ein bisschen mehr
Wallung erlebt, sage ich jetzt mal, Also noch nicht Angst oder Panik, aber schon
so ein bisschen, es war jetzt mehr als Lustschmerz, sag ich mal.
Sebastian
stelle mir das für dich, Vincent, schwierig vor, wenn dieser Punkt kommt, wo du
merkst, ich hatte jetzt das erste Mal die Angst in den Augen. das so ein, oh
wow, weiter Moment oder ein, oh shit, jetzt gerade wird es schwierig,
weil dann kannst du nämlich nicht mehr objektiv entscheiden, passt das oder
nicht. Also wie weit ist dann auch dieses Zögern und dann
überlegen, sind wir jetzt an dem Punkt, wo es besonders gut und einmalig wird
oder mache ich hier gerade vielleicht auch was kaputt?
Vincent
nicht
Sebastian
Also
Vincent
beim ersten Mal also das hat mich
Faina
Ich glaube, beim ersten Mal waren wir beide echt überfordert.
Vincent
glaube auch ich glaube da waren, ja da waren wir beide dezent überfordert
inzwischen würde ich eher sagen, turnt's mich an
Faina
Ein bisschen.
Vincent
Dezent.
Ganz dezent.
Sebastian
man muss es also auch lernen, das zu erotisieren und darauf zu vertrauen, dass
sie das irgendwann dann doch als das war geil, also dass das irgendwann kommt.
Vincent
Nee,
Faina
Ja, also irgendwie auch nicht so in die Richtung.
Sebastian
Und
Faina
Also klar, für mich war das irgendwie immer mehr so, dass er halt die treibende
Kraft war, aber er ist halt einfach auch der aktive Part.
Sebastian
der Feind.
Faina
Und ja, nee, irgendwie nicht.
Vincent
irgendwie nicht.
Faina
Und dann war das halt so ein Ding, ja, er probiert halt dann auch aus, wie
viele Schläge es dann gehen und wenn wir dann sagen, okay, jetzt noch zehn und
ich dann bei acht schon denke, boah, Alter, hör auf, macht er halt nochmal drei
anstatt zwei. Und so hat sich das so ein bisschen entwickelt, weil wir halt auch
immer davor, danach, währenddessen und drei Tage später
irgendwie drüber reden, war das okay, ist das okay, willst du die
Grenze belassen oder willst du da vielleicht weitergehen oder war es schlimm
oder war es nicht schlimm.
und niemand jemals so die Grenze aufgezeigt hat, so wie ich will darüber nicht
reden oder sowas. Also es war immer mehr so ein, können wir darüber mal reden?
Irgendwie fand ich das ganz cool. Oder bei dem Spiel, was wir dann vor drei
Tagen hatten, da habe ich mir dann gedacht, also es wäre schon schön, hättest du
jetzt zum Beispiel noch mal fünfmal mehr zugehauen oder noch mal stärker gewürgt
oder mich vielleicht doch eher noch mal aufs Bett geschmissen, anstatt mich
selber hinlegen zu lassen, so auf die Art. Und dann hat man halt drüber geredet,
ob das so theoretisch machbar ist, möglich ist. Und dann hat man es ausprobiert
und dann ist man halt irgendwie bei geblieben und hat es gesteigert.
Vincent
Ja.
Sebastian
die Schritte sind also wesentlich kleiner, als es jetzt hier aussieht.
Faina
Ja, ja, ja.
Vincent
Oh ja.
Faina
Also sehr, sehr klein geteilt und auch sehr, sehr viel mit Kommunikation, also
wirklich.
Vincent
Also
Faina
Und dadurch, dass wir halt auch schon mal, oder ich gedroppt bin, sind wir da,
glaube ich, ganz arg hinterher.
Sebastian
Da kommen wir gleich zu. Dieses direkt hinterher, wenn du
quasi deine Seele wieder zusammenpuzzeln musst, dann hat man ja in dem Moment
nicht das Gefühl, dass man sowas nochmal erleben möchte.
Faina
Ja.
Sebastian
Ich unterstelle dir jetzt einfach, eventuell habe ich da Erfahrung drin, dass
das dann so ein, zwei, drei Stunden dauert und dann ist da plötzlich so ein
Dauergrinsen im Gesicht und dann fängt man an, das quasi zu erotisieren, dieses
boah, Wahnsinn. Ist das so bei dir etwa der Verlauf?
Faina
Ja, also es ist halt mal weniger lang und mal länger, bis dann dieser Moment
kommt. Aber ja, es kommt dann im Nachhinein. Also währenddessen, wenn du mich
währenddessen fragen würdest, würde ich sagen, Alter, der Typ, ich hasse ihn,
der schlägt mich durch, das ist voll beschissen. Kurz danach sage ich aber,
wehe, du nimmst ihn mir weg, weil er ist gerade mein sicherer Hafen. Und so, ja,
eine Stunde später oder so fängt es dann auf jeden Fall mal an zu sagen, oh, das
war schon schön, oh, toll. Ja.
Sebastian
Du weißt, dass Adrenalin dich da echt verarscht, ne?
Vincent
ab und zu dann liegt da echt
Sebastian
Ich habe hier, also über den Subdrop mag ich gleich als nächstes sprechen, aber
ich mag einmal nochmal die Tabuliste.
Vincent
Mhm.
Sebastian
Ich habe auch irgendwo eine Notiz dazu, aber ich finde sie gerade nicht, weil
ich einfach zu viele Themen habe. Aber ihr habt ja Tabus definiert. Nur damit
wir es einmal haben, was habt ihr so am Anfang an echten Tabus definiert, die
ihr niemals anfasst?
Faina
Angst,
so sichtbare, also so an
sichtbaren Stellen Körperverletzungen.
Vincent
Ja, an sichtbaren Stellen. An
Ja.
Faina
Was war noch? Ja, so NS und solche Sachen, alles, was
länger
Vincent
Länger bleibende Geschichten. Mhm.
Faina
bleibende Körperverletzungen.
Vincent
Ja, der Großteil hat sich aufgelöst.
Sebastian
Der Großteil hat sich aufgelöst. Also was ist denn davon noch übrig?
Faina
NS und jetzt wirklich also sichtbare Stellen, wenn man halt weiß, okay, die
nächsten drei Wochen muss ich halt viel draußen sein oder Familie und sowas, die
jetzt halt nicht so viel darüber wissen.
Sebastian
Okay, also eigentlich ist es eher die Bloßstellung oder dieses, dass man ja
dann, okay, nachvollziehbar.
Faina
Genau.
Vincent
Oder halt schwierig auf der Arbeit. Wenn man irgendwo arbeitet, wo man viel mit
Leuten zu tun hat, kann man auch schlecht sagen, sagen, ja okay, ein komplett
blauer Oberarm oder...
Sebastian
die Privatheit muss gewahrt bleiben.
Subdrop
Okay, so. Jetzt haben wir eben den Subdrop. Der steht hier auch auf meinem
Zettel. Jetzt grinst du. Moment, das ist ein ernstes Thema.
Faina
Ja.
Sebastian
Nein, also ganz ehrlich, die Erfahrung machen sehr viele Menschen früher oder
später.
Faina
Ja.
Sebastian
Auch wenn sie oben spielen. Irgendwann kommt es.
Und ihr seid nach wie vor zusammen, das heißt, ihr habt irgendwie geschafft,
damit umzugehen.
Möchtet ihr erklären, was passiert ist?
Vincent
am einfachsten erklärt wäre es wahrscheinlich, wenn man sagt, an dem Tag,
wir hatten schon drüber geredet mit, dass die Möglichkeit immer besteht. Und an
dem Tag war es so, ich war irgendwie im Kopf beim Spielen. Und wir
haben auch ein bisschen was gemacht. Das Problem war, es war dann nicht auf
beider Seite. Bei ihr nehme ich das,
Sebastian
Du hast gespielt und sie nicht. Ist das normalerweise Teil eures Abkommens, dass
das geht? Also
Faina
Nee, also es war mehr so, also wir hatten da zu der Zeit noch keine, also kein
Anfangsritual vom Spielen, also kein Halsband. Er hatte nicht seine Klamotten
und hatte auch noch nicht die Identität Vincent. Und das
brauche ich tatsächlich, dass ich das abgrenzen kann.
Sebastian
das braucht es also tatsächlich. Das
Faina
Für ihn jetzt glaube ich eher weniger, aber für mich auf jeden Fall.
Vincent
Für dich auf jeden Fall.
Faina
und dann war das halt so ein Ding von wir waren auf der Couch und er hat dann
halt auch angefangen zu vögeln, das war alles cool und dann wurde er aber, wie
kann man das gut beschreiben, also
dominanter, aber auch
kommunikativ
eher so, dass er mich runter macht
und da bin ich halt voll ausgestiegen. Also ich war gar nicht auf dem Zug da,
also der Zug ist an mir gar nicht vorbeigefahren, dass ich da hätte aufspringen
können. Ich konnte aber auch irgendwie irgendwie gar nichts sagen, dass das doof
ist, weil ich so perplex war. Und am Ende war es eigentlich nur Vögeln mit so
ein bisschen Degradierung. Und das hat mich aber so rausgehauen,
dass ich erst danach irgendwie verstehen konnte, das war jetzt
irgendwie doof. Und ich bin jetzt voll raus und fasse mich jetzt bloß nicht an.
Und dann hat er es auch erst gemerkt, weil ich halt nicht gekommen bin zum
Kuscheln oder Sonstiges. Und dann haben wir fünf Stunden geredet.
Sebastian
ist ja ein ernstes Ding. Also du machst es, ich sag mal, wie immer.
Vincent
genau,
Sebastian
Und es ist ja normal, wie sie währenddessen reagiert. Und jetzt ist das
plötzlich, jetzt ist plötzlich was kaputt.
Vincent
ja nichts anderes.
Sebastian
Also du hast es wirklich erst mitbekommen, weil sie nicht mehr mit dir
gesprochen hat.
Vincent
Beziehungsweise halt auch keine Nähe mehr gesucht hat. Also danach halt.
Sebastian
Ja.
Vincent
Weil das Problem ist ja, währenddessen ist ja immer alles gleich.
Faina
Oder ähnlich.
Vincent
Oder ähnlich.
Faina
Ja,
Sebastian
Ganz schön fies, wenn man da so in den luftleeren Raum spielen muss.
Vincent
Genau.
Sebastian
Ich würde danach sehr viel vorsichtiger werden.
Vincent
Das war es auch.
Sebastian
Ich
Vincent
Also wir haben danach, nachdem wir gerafft haben, dass wir beide einfach
komplett aneinander vorbeigeredet sind und zwar meilenweit entfernt
haben wir fünf Stunden lang geredet was jetzt genau passiert ist und dann
haben wir für jede erdenkliche Situation, was jetzt passiert ist haben wir
überlegt, was könnten wir als Lösung machen ja,
Sebastian
bin gespannt. Also erstmal wie analytisch ihr da überhaupt rangeht, weil das ist
ja in dem Moment auch eine zutiefst emotionale Geschichte.
Vincent
aber es war für uns beide klar, wir wollen spielen und wir waren beide, ja wenn
wir das jetzt nicht machen dann wird es wahrscheinlich sehr schwierig, das
wieder raus zu bekommen, also haben wir beide gesagt, ja, wir reden jetzt drüber
Faina
investieren die Zeit, die es jetzt nötig hat oder nötig ist, damit wir
wieder spielen können.
Sebastian
ich stelle mir gerade vor, gerade dieses Spiel mit Angst und jetzt ist quasi
diese Angst einmal ich sag mal berechtigt gewesen. Er hat deine Limits in dem
Moment, unwissentlich zwar, aber er hat sie überschritten und du konntest
dagegen im Grunde gar nichts tun. Das ist ja in dem Moment permanent im Kopf
drin.
Das heißt, das ist so ein bisschen, ich bin vom Fahrrad gefallen, ich muss
gleich wieder auf den Sattel, sonst mache ich es nie wieder.
Faina
Ja.
Sebastian
Also das könnte sich ja auch manifestieren. Ich halte das für ganz schön
schwierig und auch für dich, Vincent, dieses
Faina
War's auch.
Sebastian
wie kann ich sicher gehen, dass ich weiß, ihr habt eine Lösung gefunden und ich
finde die sehr schön.
Vielleicht möchtet ihr dem Publikum ein bisschen helfen, das nachzuvollziehen.
Vincent
also wir haben dann generell angefangen zu sagen, okay, wir brauchen ein
Ritual zu sagen, es wird gespielt also eine klare Abgrenzung zu
einem normalen Beziehungsleben so jetzt, wie, sagen wir mal wie beim Rollenspiel
hast ja auch, da sind wir dann auf den Trichter gekommen, weil du ja, als wir das
erste Mal geredet haben, gesagt hast, ist ja wie ein Rollenspiel im Prinzip ja
Sebastian
Also ich habe mir ja notiert, das Konstrukt von der Beziehung trennen.
Vincent
genau genau
Faina
Genau. Also für mich war das ganz wichtig, weil ich in dem Moment eben das nicht
trennen konnte. Und ich dachte so, das kommt jetzt irgendwie, also wenn man es
jetzt mal ganz überspitzt sagen würde, kommt es einer Vergewaltigung gleich. Und
das war es ja nicht.
Aber ich konnte es auch nicht mehr trennen, dass es das eben nicht ist. So wie
jetzt, wenn wir richtig spielen, dann ist das ja auch irgendwo Rape
und sowas alles. Und es ist ja nicht echt. Und das konnte ich nicht trennen. Ich
wusste aber auch die ganze Zeit, dass es eigentlich so nicht gemeint ist. Aber
ich kam nicht darauf, dass ich das auch so fühle. Und ja,
Sebastian
Vor allem, wenn ihr keinen Einstieg habt und er jederzeit damit beginnen kann,
dann bist du ja nie sicher, dann bist du immer angespannt.
Faina
ja,
ja, genau.
Sebastian
Damit habt ihr in eurer Beziehung, in eurem Miteinander ein Problem.
Vincent
genau
Faina
Genau, genau. Und das ist eben auch, dass deswegen für uns 24/7 halt einfach
auch nicht funktionieren würde. Und dann hat sich halt rausgestellt, also nicht
rausgestellt, aber in den Gesprächen hat sich dann gezeigt, dass ich eine
Abgrenzung brauche. Und dann kam es uns ja gelegen, dass er halt mehrere
Vornamen hat. Und dann haben wir halt überlegt, welcher Name passen könnte und
Vincent klang super.
Und dann haben wir halt gesagt, okay, dann, wenn wir spielen, bist du halt
Vincent. Und das war erst mal schon mal die erste Abgrenzung. Dann haben
wir immer ein Halsband benutzt, wenn es Richtung Spiel ging. Und irgendwann
haben wir halt Vincent auch Klamotten gegeben, die er jetzt auch immer schön
fleißig trägt.
Sebastian
Okay, also jetzt im Moment kann dir gar nichts passieren, weil er sitzt hier in
Jeans und T-Shirt, du bist quasi safe.
Faina
Ja, also jetzt im Moment könnte halt so ein, ja, also jetzt im Moment könnte
halt einfach so diese ganzen Anspielungssachen könnten passieren.
Sebastian
Vincent, du musst dich benehmen.
Vincent
jetzt im
Faina
Und wenn wir normal miteinander schlafen, dann haben wir ja auch immer irgendwie
so ein paar Elemente mit drin. Aber es ist dann nie dieses richtige Spielen,
sondern
Sebastian
Es ist dieses CNC, dieses Consensual Non-Consent, das ist gekoppelt an
eine eine Prozedur, sag ich mal, die ja immer abbrechbar ist von
beiden Seiten. Zieh dir das doch mal, zieh doch mal die besonderen Sachen an.
Nee, passt gerade, nicht die Stimmung. Man kommt raus mit dem Halsband. Das
findet alles noch in so einer
Augenhöhe, Ebene statt, dass man immer, wenn man, was auch ein paar Minuten
dauert, dass man auch die Möglichkeit hat zu merken,
jetzt wird gerade nicht gut gehen, ich komme aus der Sache gut raus, indem ich
nicht darauf einsteige. Aber wenn es dann erstmal komplett ist, das Setup, dann
hast du ein Problem, wenn du nicht mehr willst.
Vincent
ja
Faina
Ja, das auch nicht. Also dann wissen wir ja auch, okay, welche Safe-Wörter bei
uns gelten und wie ich halt auch reagiere. Also unser großer Vorteil
ist, dass er extrem gut sieht, wie ich reagiere und was dann mit mir los ist.
Und er hat es super, super gut gut einschätzen kann und teilweise vor mir weiß,
wann meine Grenze erreicht ist heute. Er ist halt auch sadistisch, das heißt, er
spielt halt auch an dieser Grenze ein bisschen rum und drückt halt auch mal so
ein bisschen den Finger in die Wunde, aber er sieht auch immer, wann es wirklich
nicht mehr geht. Da kann, da weiß ich dann halt einfach auch dadurch, dass wir
dann halt auch alles mühsam wieder aufgebaut haben nach dem Subdrop, dass ich
mich da auch wirklich fallen lassen kann oder wirklich, sag ich mal, Sub sein
kann und er schon macht.
Sebastian
Fühlst du dich denn sicher?
Aber eigentlich möchtest du das ja nicht.
Faina
Ja, aber irgendwie, also ich kann ohne Sicherheit
nicht diese
Panik ausleben.
Sebastian
Ja, aber das ist eine Menge Verantwortung für dich, wenn es da dieses, auf der
einen Seite will sie Angst, ist das Gegenteil von Sicherheit.
Aber das ist nochmal der Kink. Also das ist ja, ganz ehrlich, das ist ja nichts
Ungewöhnliches. Das ist ja bei ganz vielen Menschen Teil. Ich finde das toll,
dass ihr darüber sprecht. aber es ist natürlich echt so ein Ding das ist für
dich eine Riesenherausforderung auch gerade dieses, ich muss immer austarieren
gehe ich zu weit, denn im Zweifel sagt das Setting ich darf das alles tun
aber
also das ist aber auch ein Riesenreiz weil das natürlich
weil man da richtig auf der Welle schwimmt aber es ist nicht ungefährlich
Vincent
ich würde es auch niemandem, der anfängt, empfehlen Das ist wenn man sagt, man
will es unbedingt und man sagt, ich nehme das Risiko in Kauf
Sebastian
würdest du es überhaupt jemandem empfehlen?
Faina
Aber im gleichen Moment würden wir auch sagen, stimmt bei euch die
Kommunikation? Also könnt ihr über alles jederzeit reden? Und könnt ihr auch so
darüber reden, dass ihr dann auch da sitzt und weint, weil das so emotional für
euch ist und es ist okay.
Und wird jegliche Emotionen von dem anderen auch gehalten? Weil sonst würden wir
sagen, macht was anderes.
Sebastian
Wir nehmen mal an, der nächste Subdrop kommt, weil das ist eben ihr spielt ja
genau mit dieser Grenze kurz davor.
Habt ihr eine Strategie, wie ihr danach damit umgeht?
Vincent
gleiche wie letztes Mal
Sebastian
Man
Vincent
Sehr, sehr, sehr, sehr viel reden
extrem viel reden, vor allem direkt danach und dann wieder Stück für Stück
aufbauen, also dann im Prinzip wieder sagen, okay, wir fangen bei 0 an und
steigern das Stück für Stück, für Stück, für Stück. Auch das mit dem klaren
Wissen, so die ersten 10, 12 Mal spielen danach,
Faina
Bisschen anstrengend.
Vincent
sind kein Spielen, das ist mehr Arbeit wie Spiel.
Faina
Ja, weil es halt dann einfach dieses Ding ist so,
Vincent
Aber, ja.
Faina
welche Art von Schmerz oder wie oft schlagen geht noch und wie kann ich mich
dann wieder fallen lassen oder nicht? Und also, ich würde mich jetzt mal
rauslehnen aus dem Fenster und sagen, dass wir eigentlich damit, was wir jetzt
aufgebaut haben,
relativ gut davor geschützt sind, dass da noch mal was passieren könnte. Aus
dieser Art, weil wir eben diese Rituale haben, weil wir eben das komplett
abtrennen. Ja.
Es kann natürlich immer was anderes passieren. Oder irgendwie der Tag nicht
passen.
Sebastian
kann ja noch weiter steigern und steigern und steigern und irgendwann muss ja
der Punkt kommen, an dem dein Limit ist.
Vincent
Ja.
Sebastian
Ich glaube, viele Menschen, die das hier hören, die können da total mitfühlen.
Und ehrlicherweise, das sind Themen, die kommen eigentlich in diesem Podcast zu
selten vor,
weil Menschen auch sagen, Oh, das kann man ja hier nicht erzählen. Doch, kann
man.
Faina
Ja.
Sebastian
Und wenn Menschen jetzt sagen, um Gottes Willen, das geht gar nicht für mich,
kann ich auch total nachvollziehen. Aber das ist eben das Spektrum, was wir
haben. Und weil die Uhr so gerade so unerbittlich ist, also im Normalfall würde
ich mit euch noch eine halbe Stunde reden, dann wären wir hier durch, weil die
Zeit einfach rum ist.
Vincent
Ja gut.
Sebastian
Das werden wir heute nicht einhalten.
Draussen Spielen: Die Jagd
Ich habe da, ich muss das Tempo jetzt ein bisschen anziehen, leider Gottes. Ihr
habt es bei mir in der Live-Sendung, in der Live-Folge Nummer 179 schon ein
bisschen erzählt, als es um Öffentlichkeit und Gesellschaft ging. Ihr spielt
draußen. Und hier steht das schöne Titel Themenblock, die Jagd.
Okay, wer jagt wen?
Vincent
Das bleibt immer noch gleich. Ich sie. Also das ist irgendwo in der
Konstellation.
Sebastian
also ich stelle mir das gerade vor, ihr fahrt im Auto irgendwo hin, wo niemand
wohnt.
Faina
Ja.
Sebastian
Und dann, also die Szene, die ich im Kopf habe, ist, du trägst die Uniform
schon, du trägst die Stiefel. Sie sieht schon ein bisschen zerzaust aus und
flüchtet aus diesem Auto und rennt weg. Und ab dann geht es los. So stelle ich
mir das gerade vor. Wie ist das und was macht ihr da überhaupt und warum?
Und, ach Gott, also das Szenario, das kann hoch erotisch sein, aber auch für
Außenstehende völlig verstörend, aber die Außensicht haben wir ja schon an der
Live-Sendung gehabt. Aber was ist das Spiel? Rape-Play, die Jagd, was wird
gejagt, wer, wie, warum, wie überhaupt? Wer kann schneller rennen von euch
beiden? Und ja, noch,
Faina
Ja, also da müssen wir gleich so von vorne weg so ein bisschen sagen, so die
richtige, richtige Jagd hatten wir jetzt noch nicht. Einfach auch noch, noch
nicht. Einfach aus dem Grund, wir sind auf die Idee gekommen letztes Jahr im
Winter und im Winter ist es halt ein bisschen doof, draußen rumzurennen. Vor
allem, wenn man nicht so viel anhat.
Hat man mir gesagt, ist doof und Blasenentzündung kommt und das wollen wir halt
nicht.
Vincent
kommt bei dir definitiv.
Faina
Genau, deswegen haben wir so kleine Schritte gemacht und waren
erstmal bei uns auf dem Feld und haben erstmal so dieses noch humane
Normalklamotten an Wegrennen probiert. Also ich bin vorgerannt und er ist so
fünf bis zehn Sekunden später nachgerannt. Und einfach mal so dieses Fangen und
dann mal gucken, funktioniert das für uns. Können wir das irgendwie machen? Sind
wir nach fünf Metern außer Puste oder können wir das sogar sexualisieren?
Und das hat ganz gut geklappt.
Auf dem Feld ist ein Baum, genau einer. Ja, an diesen Baum bin ich
hingerannt. Ja gut, dann hatten wir halt da irgendwie auch Sex und haben danach
festgestellt, dass das Adrenalin, was ja dann kommt, wenn man rennt und wenn man
so ein bisschen von jemandem wegrennt, schon ganz toll ist. Und dann haben wir
angefangen zu überlegen, was kann man damit verbinden? Also wo könnte man
rennen? Wo kann man das machen, damit, wenn es nicht stockduster ist, dass man
eben keine Leute verstört, aber auch irgendwie noch genug
sehen kann? Und sind relativ schnell auf das Setting Wald gekommen, weil dann
muss man auch nicht so viel rennen, weil ich habe jetzt auch nicht so viel
Ausdauer.
Sebastian
hatte jetzt tatsächlich spontan an eine Nachtsichtbrille gedacht für ihn.
Vincent
Ich glaub, es wäre auf Dauer ein bisschen teuer.
Faina
Ich glaube, es wäre auch ein bisschen teuer. Ja, wir wissen es noch nicht. Also
bis jetzt ist so das Wunsch-Setting
Dämmerung Richtung Wald,
dass ich halt einfach irgendwie ein, zwei Minuten Vorsprung habe und weglaufe.
Und er dann
hinterher läuft, rennt und Sachen macht.
Sebastian
Wie steigt ihr da ein? Ihr seid jetzt irgendwo und dann gibst du ihm noch einen
Kuss und lächelst nicht so und ab jetzt bist du der Böse, ich renne dann mal
weg, aber nicht zu früh loslaufen und dann rennst du fröhlich weg. Nein, da
kommt ja keine Stimmung auf in dem Sinne, sondern wie ist so das, ihr
fahrt irgendwo hin, seid auf irgendeinem Parkplatz, jetzt müsst ihr noch bis zu
diesem Feld irgendwie gehen und ab dann muss ja der Moment kommen, wo dein
Fluchtreflex einsetzt.
Faina
Ja, also bis jetzt haben wir es so gemacht, also gut, da Maislabyrinthe
waren unser Freund.
Sebastian
Ah,
ich hätte
Faina
Dass ich halt dann irgendwann, oder wir haben natürlich auch den ganzen Tag
schon irgendwie drüber gesprochen, wussten, das könnte jetzt heute möglich sein,
wenn wir in dem Maislabyrinth oder auf dem Feld keine Leute sehen.
Und dann hast du entweder angefangen, oder ich habe gesagt, so, ich würde dann
jetzt mal.
Vincent
Ich hab angefangen.
Faina
Also einmal war es, glaube ich, ich und sonst war es immer du. Und dann, in dem
Moment kam das bei mir schon so ein bisschen auf, so, so, hm, er kann mich
gleich jagen, so ein bisschen.
Es ist jetzt noch nicht so diese richtige Jagd, so man rennt weg und man rennt
um sein Leben, sondern ich gehe jetzt vor
und irgendwann fängt er mich.
Sebastian
hier jetzt, ich habe auch überlegt, wie könnte man sowas gestalten. Im Grunde,
du hast zu Hause irgendetwas angestellt und kurz bevor es losgeht,
gestehst du ihm kurz, dass du irgendwie, keine Ahnung, seine Bettwäsche
weggeschmissen hast oder irgendetwas kaputt gemacht hast und dann rennst du weg
und die Fairness gebietet, dass er noch ein bisschen warten muss. Also wo du
wirklich weißt, der ist jetzt ein bisschen brass, ich hoffe, sowas macht er aber
nicht.
Faina
Nee, noch nicht.
Sebastian
Nee. Noch nicht.
Faina
Also das, also ich muss immer sagen, noch nicht, weil ähm,
Vincent
Ich muss immer
Sebastian
Ich notiere mir kurz einen Folgentitel. Noch nicht.
Faina
weil, also dadurch, dass wir jetzt noch nicht so dieses, das gemacht haben, was
jetzt bei uns im Kopf ist, mit dem Wald und so,
wissen wir auch noch gar nicht, was denn noch kommen kann. Also vielleicht
können wir das auch irgendwann so einbetten und sagen, gut, ich bin ja auch
irgendwo Bratty unterwegs, dass ich ihn halt wirklich trieze und sage, so, ich
will das jetzt heraufprovozieren. Aber bis jetzt ist es so, ja, wir haben heute
Lust, ja, es geht, seine Knie gehen, meine Ausdauer geht, alles geht irgendwie
und dann fahren wir halt ins Maislabyrinth oder aufs Feld oder ja.
Vincent
gut, das ist ja eh alles ums Eck.
Sebastian
Vielleicht mal, Vincent, aus deiner Sicht. Du bist Jäger jetzt. Du bist, sag
mal, in dem Setting geistig angekommen. Und jetzt rennt sie weg. Jetzt siehst du
sie da wegrennen. Was macht denn das mit dir?
Vincent
glaube, es ist einfach nur so, ich bekomme dich.
Faina
Und ich denke mir so, nein!
Vincent
denke mir
Also wir haben auch schon gemerkt, wenn ich hinterher renne, das ist eh viel zu
schnell rum.
Faina
aber er ist viel schneller als ich.
Vincent
Da hat sich dieses jahrelange Handballspielen noch gelohnt. Ja, das ist
eigentlich eher so ein Gedanke, ja, ich bekomme dich. Egal wann, aber ich
bekomme dich.
Sebastian
Liebes Publikum, der Blick von ihm, der hat sich gerade schwerst verändert. Das
ist wirklich so ein, wirklich so ein, ich bekomme dich. Nicht aggressiv, aber so
ein verbindliches, verbindliches, leicht boshaftes Na warte.
Kommt das hin?
Vincent
Ja, das kommt hin.
Sebastian
Okay.
Du rennst los. Du weißt, er wird einen Moment abwarten.
Aber was passiert in dir?
Faina
Also am Anfang dachte ich, er rennt mir wirklich hinterher und
das ist wirklich so, wie man es halt so in Büchern oder in Filmen kennt. Und
dann habe ich aber gemerkt, dass er das nicht so macht. Also er lässt sich
bewusst Zeit. Er rennt vielleicht ein bisschen, um mich noch zu sehen, Aber er
kommt auch nicht zu mir. Also er lässt mich da so ein bisschen zappeln. Ich
weiß doch nicht, wenn ich jetzt nicht mehr renne und laufe, weil er läuft ja
auch, dann weiß ich aber nie,
fängt er nicht in dem Moment an zu rennen. Weil beim ersten Mal hat er das so
gemacht.
Sebastian
Du drehst dich um immer, ne?
Faina
gucke schon immer, bin ich noch weit genug weg oder bin ich schon zu weit weg,
sodass man sich vielleicht verlieren könnte, Wenn man jetzt nicht in einem
weitläufigen Feld ist, wo man immer die Person sieht. Aber ja, ich finde es auch
irgendwie dann immer ganz schön, mich umzudrehen und zu gucken, was macht er
gerade oder wie ist sein Verhalten gerade, weil das spornt mich dann irgendwie
noch weiter an.
Sebastian
Welchen Grund gibt es denn, dass er dich nicht kriegen soll?
Gibt es irgendetwas, wo du weißt, wenn er dich hat, dann passiert das und das
will ich vielleicht gar nicht so. Weil wenn er danach Sex hat, toll, dann würde
ich mich doch fangen lassen.
Faina
Ja, das schon, aber ich will ja nicht, dass er mich schon kriegt. Also es ist
ein noch nicht. Ich will das noch so ein bisschen irgendwie
genießen, aber ich will auch so ein bisschen diese Spannung noch halten,
weil ich das sehr, sehr toll finde, wenn ich dann nach hinten schaue und ich
selber schon eher renne, weil ich halt einfach auch kleiner bin als er. und er
einfach von Natur aus große Schritte macht und ich halt zwei Schritte machen
muss. Das heißt, er kriegt mich relativ schnell, das ist klar.
Sebastian
Also wir reden hier von so fünf Minuten oder zehn maximal.
Faina
Ja, ja, genau, genau.
Sebastian
Das
Faina
Und dann ist es so,
wenn ich mich dann kurz umdrehe und er sieht einfach so selbstsicher aus. Ja,
so wie du gerade beschrieben hast, wie sein Blick sich verändert. Und genau das,
ich weiß nicht, was das immer macht, aber das macht was in mir.
Sebastian
er kriegt dich aber immer früher, als du willst, dass er dich kriegt. Was
passiert denn in dem Moment, wo du ihn spürst? Packt er dir von hinten in die
Haare? Also Vincent, vielleicht mal von deiner Perspektive. Es sind noch fünf
Meter, noch drei Meter, noch zwei Meter, noch ein Meter. Was ist die erste
Berührung oder der erste Kontakt? Kontakt.
Vincent
Kommt drauf an, was ich zu fassen bekomme.
Sebastian
Okay, was ist das Ziel?
Faina
Ja,
Sebastian
Sie auf den Boden bringen oder was macht ihr, was sagt ihr vielleicht auch?
Vincent
würde sagen, es kommt drauf an, in welchem Ausmaß wir es jetzt machen.
Sebastian
Das größte Ausmaß, das ihr schon hattet.
Vincent
Das
Sebastian
Ich mache es mal fest.
Vincent
Ich würde sagen, auf den Boden drücken, oder? Ja.
Faina
du hast mich ganz, ganz schnell, also wie wenn man sich so eine Verfolgungsjagd
im Action Film vorstellt. Du packst mich von hinten und drückst mich einfach
oder ziehst mich relativ schnell auf den Boden. Das tut dann auch weh. Aber das
ist ja dann auch schön.
Ja.
Vincent
Arm auf den Rücken und Füße wegziehen.
Sebastian
Okay, und dann bist du ausgeliefert und dann passieren halt die schlimmen Dinge.
Faina
Ja, ich wehre mich dann natürlich.
Sebastian
Achso
Faina
Also ich gucke dann schon noch so ein bisschen.
Sebastian
auch laut mit Worten da geht es wieder um Umgebung oder so wenn das dann jemand
hört, wie du um Hilfe schreist, dann wird es natürlich echt kompliziert
Faina
Nein.
Nee, es ist dann halt mehr so ein bisschen so Playfight spielt dann auch mit
rein.
Sebastian
Er gewinnt immer, ne?
Faina
Natürlich gewinnt er immer.
Aber auch manchmal lässt er mich auch so ein bisschen frei boxen, dass ich auch
vielleicht nochmal aufstehen kann, aber dann komme ich auch nur drei Schritte
weit oder so.
Sebastian
Okay, also es geht dir wirklich um dieses gekriegt und also überwältigt werden
ist es und er ist überwältigend
Ich habe mir jetzt gerade mal vorgestellt, er trägt dabei irgendwie am Körper
irgendwo so eine Action Cam und zeichnet das auf, wäre das Video etwas, was du
dir gerne ansehen würdest?
Faina
ich finde es extrem spannend mit dem Video, weil das hatten wir nämlich mal
überlegt, ob das sowas vielleicht Vielleicht eine Idee wäre so allgemein mal so
Video und Foto und so. Also Foto machen wir schon, aber Video. Ich fände es
durchaus spannend, das dann mal
anzugucken.
Sebastian
Vor allem davon, du siehst, wie du wegrennst und dich wehrst.
Faina
Daran haben wir noch nicht gedacht.
Sebastian
Wenn das soweit ist, das Video könnt ihr ja gerne irgendwo hochladen und ich
verlinke es natürlich gern, soweit ich das dann darf.
Vincent
Ja,
Sebastian
Okay.
Einfach damit das Wort mal gesagt ist, das ist so ein, also Rape Play, so ein
Vergewaltigungsszenario.
Was macht Rapeplay-Games zu Games?
Jetzt mag ich natürlich so ein Ereignis nicht verharmlosen. Es ist ja dann doch
was anderes. Es ist so ein Szenario, es ist ein Spiel. Was macht den
Unterschied, dass es noch ein Spiel ist? Weil du könntest ja auch jederzeit
entscheiden, oh nee, doch nicht. Also wo ist so dieser letzte Punkt Sicherheit,
der es zu einem Spiel macht, was ihr beide erotisieren könnt?
Vincent
sagen, die Möglichkeit, dass man jederzeit abbrechen kann, wenn man merkt, Nee,
doch nicht.
Faina
Und aber auch diese Sicherheit, die wir beide
uns gegenseitig geben.
Vincent
glaube, das...
Faina
Also dieses Ding, dass wir, selbst wenn wir sagen, wir haben Bock und es dann
irgendwie doch nicht geht oder wenn man dann irgendwie nicht weiß, was man
machen soll und dass es völlig okay ist.
Sebastian
Das heißt, das ist ein Spiel, bei dem andere Personen, die ihr dazu holt, das
kann gar nicht funktionieren. Das muss zwischen euch beiden bleiben, weil ihr
diese ganze Vorarbeit geleistet habt. Oder ist das auch eine Idee, eine
Treibjagd?
Faina
Das wissen wir noch nicht.
Sebastian
Noch nicht, war es wieder?
Faina
Tatsächlich haben wir uns darüber keine Gedanken gemacht derzeit, sondern wir
haben das einfach glaube ich auch schon kategorisch ausgeschlossen erstmal, weil
das so dieses richtige Spielen, wie wir es jetzt auch schon mehrmals genannt
haben.
Vincent
Nee, noch nicht.
Faina
passiert bis jetzt nur zwischen uns. Und immer, wenn wir das Leuten erklären
oder wenn Leute fragen, auch aus der Kinky-Bubble, ist es immer so, krass, sowas
macht ihr und das wäre gar nichts für uns. Und deswegen ist das ausge...
Sebastian
Werten die Leute?
Faina
Hm?
Sebastian
Werten die Leute? Dass die sagen, oh nee, das geht gar nicht, das solltet ihr
nicht tun.
Faina
Nein, gar nicht. Also die sind alle sehr supportive und sagen dann, voll cool,
dass ihr das für euch gefunden habt und die freuen sich total für mich, weil das
alles Freunde sind, die ich halt in die Beziehung gebracht habe, sage ich jetzt
mal. Und die kennen mich halt auch in der anderen Beziehung, die ich hatte, wo
ich nichts ausleben konnte und die sind sehr, sehr happy, dass ich das jetzt
ausleben kann
und dass das so gut funktioniert.
Sebastian
Habt ihr schon Leute getroffen, die das auch machen?
Vincent
In der Intensität nicht, ne.
Sebastian
Wollt ihr die treffen?
Faina
also ich würde sie schon gerne treffen.
Vincent
Ich würde es schon
Faina
Und du? Ja,
Sebastian
Wunderbar, kunstderunvernunft.de, da klickt ihr die Folge an, da habt ihr im
Button Gäste und da sind die beiden verlinkt und dann könnt ihr die anschreiben
und dann kann man sich ja mal austauschen, was es noch für Möglichkeiten gibt.
Faina
gerne.
Vincent
Ja.
Sebastian
Ich läute mal die nächste Pause ein, denn wir haben ein bisschen länger
gesprochen, als ich es geplant habe Und wir haben noch Themen Seil und Eltern im
Haus. Ich bin gespannt. Bis gleich.
Eltern im Haus
Liebes Publikum, unser letzter Aufnahmeblock. Natürlich haben wir wieder
überzogen, wie sich das gehört. Wir haben noch zwei Themen, nämlich einmal das
mit dem Seil. Das hebe ich mir noch fünf Minuten auf. Aber vorher müssen wir
noch mal eine logistische Sache klären, denn es ist eben nicht
selbstverständlich, dass man die eigenen vier Wände hat, wo die nächste
Verwandtschaft weit weg wohnt. Manchmal muss man ja gegenseitig Rücksicht
nehmen. Und diesmal sind es nicht Kinder. Denn ja, ihr habt Eltern im Haus. Wie
kommt das? Wie ist da die Situation?
Vincent
Ja gut, es kommt relativ einfach. Wir wohnen bei mir im Elternhaus. In der
Einliegerwohnung. also haben unsere 90 Quadratmeter
Sebastian
Das ist eine großzügige Einliegerwohnung, ja.
Vincent
also eine große ja genau, also komplett eigene Wohnung im Prinzip, aber
Eltern wohnen halt oben drüber
Sebastian
Aber ich
kenne Eltern. Ach, ich wollte nur mal gucken. Ich habe euch was mitgekocht. Da
geht die Tür schneller auf, als man gucken kann. Wie schlimm ist es?
Vincent
mitgekocht eher weniger, das ist höchstens am Wochenende, so wollt ihr mitessen
aber manchmal unter der Woche, je nachdem, wenn irgendwelche Aufgaben anstehen,
ja könnt ihr das mal kurz, oder kann ich mal kurz übernehmen nicht
Sebastian
Und inwieweit habt ihr Ruhe zum Spielen oder müsst ihr warten, dass da sicher
jemand eingeschlafen ist?
Faina
nicht eingeschlafen.
Vincent
eingeschlafen
Faina
Wir gucken immer, dass wir eher abends spielen, weil wir auch auch eine große
Fensterfront haben, die in den Garten geht. Wir haben auch erwähnt, es gibt
Hunde in dem Haus. Die Hunde gehen ja auch ab und zu mal in den Garten und dann
müssen die immer beaufsichtigt werden. Das heißt, es ist eh immer so, dass wir
eher spielen, wenn es dunkel ist. Und wenn es dunkel ist, ist die Gefahr sehr
niedrig, dass irgendjemand noch anruft oder runterkommt. Und selbst wenn jemand
runterkommt, es wird immer geklopft.
Sebastian
Das habt ihr schon mal etabliert. Das ist schon mal gut, das haben viele nicht,
diesen Luxus.
Faina
Genau.
Sebastian
Schwiegermutter steht im Zweifel neben dem Bett. So kenne ich das von ganz, ganz
früher.
Faina
Ja, nö, das haben wir gar nicht.
Sebastian
Katastrophal.
Faina
Das haben wir gar nicht. Ein, zweimal ist es passiert, dass sie angerufen haben.
Sebastian
Ah.
Faina
Weil in dem Haus sind alle notorischen lauffaul und man muss eine Treppe
benutzen. Das heißt, man ruft halt einfach kurz an, hast du Zeit, kannst du kurz
helfen oder ich brauche noch das und das von dir. Wenn dann halt angerufen wird,
dann geht man halt kurz ran und wenn wir halt spielen sollten, naja, so wichtig
wird es jetzt nicht sein. Und wenn es wichtig ist, dann wird unten geklopft. Und
Sebastian
Ihr macht ja wahrscheinlich auch Geräusche beim Spielen.
Faina
es geht eigentlich, also wir nehmen uns schon zurück. Also es sind
Vincent
Ja, es geht, aber die Wohnung ist auch gut gedämmt.
Sebastian
Ja, aber trotzdem, man könnte ja einfach mal schreien.
Faina
geht nicht. Also ich mache das nicht und wir haben auch gesagt, wir machen das
nicht zu Hause.
Aber die gehen ja auch in Urlaub.
Sebastian
Ah, okay. Die waren also mal im Urlaub. Was ist passiert?
Faina
Naja, dann wurde halt der Garten auch benutzt und
dann konnte halt auch mal so ein bisschen geschrien werden. Natürlich haben wir
auch immer noch Nachbarn.
Sebastian
Ja, gut, aber das sind ja nur Nachbarn.
Vincent
Wie jeder, ja.
Sebastian
Also inwieweit habt ihr vielleicht auch irgendwann, also ich kenne das so, dass
man gerade bei Eltern auch mal sagen muss, passt mal auf, wir haben hier
Privatsphäre und die brauchen wir und im Zweifel würde ich sogar so weit gehen
und sagen, wenn ihr abends irgendwelche lauten Geräusche hört, das ist
Privatsphäre, nicht nach dem rechten Sehen, das wäre so ohne, dass ihr jetzt
euch offenbaren müsst also gab es das oder
Faina
Genau.
Sebastian
inwieweit ist das ja auch so ein Ding, weil also mich würde das extrem stören
wenn ich, ich sag mal, immer aufpassen muss, wenn
Vincent
Das ist nicht immer aufpassen.
Faina
Nee, es ist halt immer eher so ein Ding von
Vincent
Nee, eher so ein
Faina
Schreien ist halt doof.
Einfach weil man müsste dann erklären, dass das normal ist.
Und es reicht schon, dass in der Anfangszeit von unserer Beziehung
die ein oder anderen Ansammlungen von Knutschflecken beäugt
wurden.
Weil, also ich bin super offen mit allem, du auch.
Vincent
Ja.
Faina
Aber ich muss muss jetzt nicht unbedingt den Eltern oder Schwiegereltern
erklären, was wir machen.
Sebastian
was in der Wohnung rumliegt, ein Spielzeug ich mein, wie
Wurden die dir schon mal angesprochen? Was ist denn das? Dann wird gemerkt, oh,
das ist was Intimes. Ich tue jetzt mal so, als wüsste ich nicht, was es ist.
Oder dann sitzt jemand auf der eigenen Couch und starrt die ganze Zeit auf
dieses Sideboard, wo der Knebel rumliegt und starrt dahin, sagt aber keinen
Mucks und verzieht die Miene nicht. Also ich stelle mir immer dieses vor, ich muss
immer den Spielkram in Ordnung halten. Ich muss immer gucken, dass da kein
Verdacht ist. Und ganz ehrlich, so blöd sind Eltern in der Regel aber auch
nicht. so dumm, dass sie da das nicht doch mitkriegen würden und meistens ist so
dieser Konsens, den man hat, keiner sagt was.
Faina
Ja.
Sebastian
Ist das so der Punkt oder inwieweit müsst ihr aufpassen oder gab es doch mal
einen peinlichen Moment?
Faina
Also, wir haben eine Kiste und in der Kiste ist eigentlich immer alles drin.
Diese Kiste ist eine große Holzkiste und die ist vorm Bett. Natürlich passiert
das halt auch mal, dass dann Sachen rumliegen, also so Gummi-Dinge, die dann
halt abends benutzt wurden und dann halt morgens noch im Waschbecken liegen.
In der Regel ist das nicht schlimm, weil ich meistens unten bin, dadurch, dass
ich studiere und viel zu Hause eben machen kann. Das heißt, wenn jemand kommt,
kann ich die Tür zumachen, also die Badezimmertür, wo das dann drin liegt und
trocknet oder Sonstiges.
Sebastian
Was ist der Notfallplan, wenn der Kram dann da liegt und da
Faina
Es gibt keinen Notfallplan. Notfallplan ist, wir räumen vorher alles auf. Es ist
aber auch schon passiert, da war ein Handwerker da und ich war nicht da, weil
ich in der Uni war und ich dachte, die Handwerker kommen erst später. Ja, und
dann lag halt im Waschbecken noch so Utensilien rum, schon geputzt.
Und die wurden dann halt nichtssagend einfach weggeräumt.
Sebastian
ja, das sind Profis.
Vincent
Ich würde
Faina
Es wurde nie wieder darüber gesprochen. Die Eltern waren ja mit unten und haben
dann gesehen, dass nichts vorbereitet war, weil ich eben davon ausgegangen bin,
dass ich danach noch ein bisschen Zeit habe.
Sebastian
Man könnte sich outen.
Faina
Also für mich ist das nie aufgekommen, weil wir nie darüber geredet haben.
Es gab, glaube ich, mal von dir so diesen Verdacht von den Eltern. Ich habe da
auch mal was bei meinen Eltern gefunden. aber es wird bei euch im Haus nicht
darüber
Vincent
sagen,
Sebastian
Also ihr könnt das ja jetzt ausdiskutieren, was denn dafür spräche, sich mal auf
eine clevere Art so zu outen, dass ihr zumindest
das Problem dann los habt, in dieser Angst leben zu müssen, dass mal was gefunden
wird, was zu Nachfragen führt.
Vincent
ich habe keine Angst, dass irgendwie was gefunden wird, was zu Nachfragen führt.
Faina
Ja, weil bei euch nicht darüber geredet wird.
Vincent
Nein, es wird nicht darüber geredet oder halt auch bei uns im Schlafzimmer
hängen auch Bilder von uns.
Faina
Also
Vincent
Also, ja, es ist so.
Faina
wir sind alle erwachsen, jeder weiß, dass es Praktiken gibt, die man
halt als Paar oder als wie auch immer Gruppe, wie auch immer geartet macht.
Man muss es jetzt dem anderen nicht unter die Nase reiben und wenn jemand
fragen möchte, kann er das tun. Aber jetzt Jetzt gerade bei Eltern werde ich
nicht auf die Idee kommen, das denen erklären zu wollen.
Sebastian
Ja, also die Frage ist ja auch, inwieweit muss man ins Detail gehen? Erster
Punkt. Zweiter Punkt.
Ich habe mir mal sagen, dass das viel schlimmere Szenario ist nicht, dass man
sich dann outet und die sagen, mhm, okay, sondern wenn dann kommt, ja, wir
auch, dann können wir ja jetzt
Faina
Ja.
Sebastian
schreien und ihr könnt schreien, passt alles. Also wenn man dann plötzlich da
oh Gott, also feststellt, verdammt, Also das, es löst
natürlich ein Problem, weil dann kann alle so viel schreien, wie sie wollen im
ganzen Haus, das ist dann auch kein Thema mehr, aber, ja, ja, also
einfach mal dieser Gedanke, nee, steht nicht an oder, also
an der Stelle gilt einfach, das zwingt ja euch zu einer gewissen Ordnung, damit
das Thema möglichst niemals Thema ist.
Vincent
kommt ein neues auf.
Faina
Einfach weil, also ich sehe keinen Grund.
Dadurch, dass die Wohnung so gut gedämmt ist, dass man es eigentlich nicht hört
und wir eh erst abends auf die Idee kommen zu spielen, weil tagsüber ist halt
immer
Vincent
Alltag.
Faina
Alltag,
Vincent
Freizeitstress.
Faina
Freizeitstress oder einfach nur lass mal in Ruhe und abends kommt man dann
so auf die Idee, man hat irgendwie gegessen und ach ja, wäre doch nett.
Vincent
Ja gut,
Faina
Und dann kommt eh keiner mehr und dann ist halt eigentlich nur das Einzige,
alles, was benötigt wurde, relativ zügig wegzuräumen.
Vincent
das meiste, was wir benutzen, wenn es rumliegen würde, würde auch eher aussehen
wie ein Sauhaufen. Also es hätte hätte dann auch nichts, wo ich sage,
ästhetisches oder sieht schön aus, sondern das wäre einfach nur wie eine
komplett unaufgeräumte Küche, wo du hingehst und denkst, heilige Scheiße, sieht
das hier dreckig aus.
Sebastian
Also ihr geht zum Beispiel mal auf eine Party und habt euch da schick gemacht
und in den Klamotten müsst ihr ja auch bis zum Auto kommen irgendwie, da könnte
man ja gesehen werden. Also inwieweit trägt man dann eben doch den Mantel
drüber, damit man nichts sieht oder so.
Faina
Ja, aber
Sebastian
Nur für die Eltern, die im selben Haus leben.
Faina
auch für
Partyklamotten sind ja auch immer eher freizügig und
unsere Partys, die waren irgendwie immer Richtung Richtung Herbst, Winter und da
ist es sowieso kühl. Das heißt, man hat eh immer eine Jacke an.
Sebastian
Also ich mag gar nicht dafür werben, dass ihr euch da outet, aber so ein
bisschen so dieses, die Überlegung ist so ein bisschen, ich
will gar nicht widersprechen, die Überlegung, die im Hinterkopf ist, ist so ein
bisschen dieses, wenn dann doch mal irgendwas entdeckt wird, wenn also diese
große Kiste irgendwie dann doch offen ist und da steht ein Elternteil vor, dass
man dann sagen kann, ist nicht so wild, ist halt so.
Faina
Ich sehe schon, dass es entspannter ist.
Sebastian
dann kann man sagen, ist unser Privatding, kommt damit klar, fertig. Also dass
man diesen Plan irgendwo hat, damit die Sache dann niemals groß wird.
Faina
Ja, also das wird dann schon gesagt. Also da sind wir auch beide so, wenn er
jetzt alleine da ist oder ich alleine da bin, dann wird halt so genau das
gesagt, was du gerade gesagt hast. Ja, und dann ist das Ding auch gegessen, weil
die reden nicht darüber, wir reden nicht darüber mit denen, dass das alles, ja,
Loveseat
Sebastian
Okay, vielleicht ist das euer Consent. Was ist denn mit dem, dem Love Seat?
Seat?
Faina
es ist so ein Unausgesprochener.
Sebastian
Vielleicht müsst ihr erst mal erklären, was das ist. Hier steht nur
wellenförmiges Möbelstück.
Faina
Ja, wir waren Anfang des Jahres in einem BDSM-Apartment und
da haben wir diese, ja, diese Bank gesehen. Also
das ist ja so eine lange Bank, wie so eine Chaiselongue.
Sebastian
Bitte ein Bild für die Shownotes schicken, danke.
Faina
Genau. Und auf der kann man dadurch, dass es so ein bisschen wellenförmig ist,
unterschiedliche Positionen einfacher oder besser einnehmen, weil man eben so
eine Unterstützung hat.
Sebastian
Das klassische Spanking-Möbel und Sex-Möbel.
Faina
ja, aber das ist sehr weich, das ist eher so wie eine Couch.
Sebastian
Möbel.
Ah, okay. Auch ich brauche das Bild offenbar dann.
Faina
Ja, das
Sebastian
Das schreit doch nach, die haben Sexmöbel im Haus.
Faina
haben wir ja auch gar nicht im Haus.
Sebastian
Das kann man doch gar nicht verstecken.
Faina
Also wir haben uns überlegt, das mal zu holen, also weil wir eben in diesem
Apartment festgestellt haben, dass das eigentlich ganz gut funktioniert.
Vincent
wir sind
Faina
funktioniert, aber es ist zu teuer und dafür, was man damit
machen kann, wollen wir das Geld nicht ausgeben und dann lohnt es sich auch
nicht so.
Vincent
deswegen ins Apartment, weil wir gesagt haben, wir wollen es mal ausprobieren,
einfach weil es sündhaft teuer ist und wir es davor ausprobieren wollen, bevor
wir uns zulegen.
Faina
Ja, stimmt, Weil wir
Vincent
Und haben dann festgestellt, so, ja, nee, für das Geld nicht.
Faina
haben dann festgestellt,
Also es ist schon sehr, sehr cool, weil man halt so diese Doggy im Stehen oder
Reiten und unterschiedliche Sachen sehr viel einfacher hinkriegt.
Sebastian
wenn ihr ein verwendbares Bild davon habt, ich hatte mir notiert, ihr habt das
Ding.
Faina
Achso, nein.
Vincent
Also, nein.
Sebastian
Oder wenn ihr es nicht habt, dann wäre die Frage, würdet ihr es dann trotzdem
ins Wohnzimmer stellen, weil Eltern. haben, aber das ist die Frage, das wäre,
Vincent
Ja, doch.
Faina
Nein, nein, nein.
Vincent
Oder?
Faina
Ich würde nicht ins Wohnzimmer stellen.
Vincent
Ich hätte damit kein Problem.
Faina
Ich würde damit keine Lust haben.
Vincent
Also, das sieht eigentlich so unauffällig aus.
Sebastian
so.
Vincent
Ist jetzt nicht, wie als würde ich mir ein Andreaskreuz an die Wand hängen oder
ins Wohnzimmer stellen.
Wo dann wirklich Fragen aufkommen würden. Aber das, da könnte Mensch, auch
drüber reden, ist ein Designermöbelstück.
Faina
Ja, nein.
Nein.
Sebastian
Wenn das Ding da steht, schreibt ihr das gerne ins Blog unter eure Folge.
Faina
Das
Sebastian
Ihr habt ja einen Blog, da könnt ihr irgendwas ergänzen später.
Faina
wir.
Sebastian
Ich sag's mal ganz ernsthaft, das ist jetzt ein bisschen ketzerisch, aber oft
finden Eltern es sogar beruhigend, wenn sie mitbekommen, dass ihre Kinder ein
Sexleben haben in der Altersklasse, weil dann sind ja die Enkel auch irgendwann
mal unterwegs. Das ist ja auch so ein Gedanke, der fürchterlich unangebracht
ist. Jedes Mal, wenn sowas erwähnt wird, aber im Grunde ist das wohl auch so ein
elterlicher Gedanke.
Faina
Ja, also so ähnlich, also du hast ja auch Geschwister und da kam das teilweise
auch schon auf, weil die Geschwister jetzt halt nicht so,
also auch noch nie einen Partner mit nach Hause gebracht haben. Dann war es so,
ist da überhaupt was? Passiert da überhaupt was? Muss man sich sich Sorgen
machen und ich glaube, in der Hinsicht sind die dann schon entspannt, weil ich
einfach auch irgendwie von Tag eins da bin. Also seitdem wir wirklich zusammen
sind, bin ich auch da. Also an sich kriegen die alles mit. Die kriegen mit, wenn
wir uns streiten, die kriegen mit, wenn...
Switch beim Bondage
Sebastian
Ich habe gesagt, wir geben dem Thema Eltern maximal 10 Minuten, das waren jetzt
14, deshalb gehen wir mal ganz schnell weiter.
Vincent
Nee,
Sebastian
Da haben wir noch so ein größeres Ding.
Ja, Vincent, du magst nicht irgendwie gefesselt werden und Seil und sie ist halt
Sub. Tja, damit ist das Thema Seil erledigt. Oh, da gibt es ja doch was zu zu
sagen.
Vincent
also das war, Seil war ja von ihrer Seite aus von Anfang an da.
Faina
Seil war ja,
Vincent
sie es möchte.
Sebastian
Passiv.
Vincent
Genau.
Faina
also ich habe schon in der Zeit davor eben festgestellt, so wenn ich Seil mache,
finde ich das auch irgendwie ganz cool.
Und ich finde es sehr entspannend für mich.
Aber
Vincent
Er hatte
Faina
er hatte mir von Anfang an gesagt, er möchte das nicht. Also er möchte oder er
kann das nicht selber gefesselt sein.
Und er hat sich auch noch nicht so in dem ich fessele jetzt auf schön
eingelassen gehabt, weil es irgendwie immer zweckmäßig war. Also ich
verbinde diese Person, dass sie sich nicht bewegen kann. Das ist das Ziel, das
wurde durchgeführt. Und dann kam ich und habe gesagt, ja, aber da gibt es so
schöne Knoten und dann kann man da so ein Harness machen oder dann kann man da
ein Hogtie machen oder wie auch immer. Und dann hast du erst mal ein bisschen
dir Knoten beigebracht.
Vincent
die Knoten beigebracht. Ja.
Faina
Ja.
Vincent
Es war dann auch, je nachdem, wenn du keine Zeit hast, ich alleine zu Hause war,
Knoten, Knoten, Knoten, Knoten, Knoten.
Sebastian
je.
Ja, okay.
Faina
war üben.
Vincent
Dann irgendwann hast du gefragt, wie war es noch, als du mich das erste Mal
gefesselt hast? Ich weiß gar nicht.
Faina
Also ich glaube, ich hatte einfach nur mal gefragt, weil ich wollte unbedingt
zwei Handgelenke fesseln und kann ich halt an mir
nicht. nicht, funktioniert nicht und dann habe ich halt gesagt, komm, kann ich
das mal bei dir ausprobieren und üben, dass ich das auch nochmal wieder
hinkriege, weil ich das auch eine Zeit lang gemacht habe und es hat gut
funktioniert und ich habe dann gemerkt, ich kriege das gar nicht mehr hin. Und
er so, ja, wir können es ja mal probieren, aber halt völlig
ohne Spielkontext, also Jogginghose auf der Couch und dann haben wir das
gemacht und es hat
erstaunlicherweise irgendwie noch ganz gut funktioniert für mich und du hattest
dann irgendwann auch gesagt, okay, ja, das ist jetzt kein Thema, also es geht.
Und dann ist es wie beim Spielen gewesen, wir sind immer wieder ein bisschen
weitergegangen, weil ich dann natürlich auch Lust hatte, irgendwie zu fesseln,
also das kam dann auch bei mir wieder auf. Das war dann auch so ein Vortasten,
also da hatte ich dann die Rolle von was geht und was geht nicht. Und ich musste
das dann auf einmal lernen, bei ihm zu sehen. Also wo fühlt er sich wohl?
Kann ich jetzt die
zusammengefesselten Hände über den Kopf halten und um den Oberkörper wickeln
oder so. Oder kann ich die Füße noch zusammenfesseln?
Sebastian
aber er hat doch definiert, dass er das nicht mag.
Faina
Ja, aber er hat in dem Moment dann auch gesagt, also das geht und mach mal ein
bisschen.
Sebastian
Ah. Ah, Vincent,
Faina
Also es war dann schon diese Kommunikation da so, hm,
gucken wir mal, wie weit es geht. Vielleicht geht es nur noch eine Schlinge und
dann ist rum.
Sebastian
also sie macht da, du bist so gutmütig und lässt sie da mal das an den
Handgelenken probieren und weißt ja, wenn die Handgelenke da gefesselt sind,
dann kannst du sie im Zweifel noch erwürgen, also das geht, also das ist noch
keine Gefahr, aber dieses noch ein Schrittchen weiter, noch ein Schrittchen
weiter, ich stelle mir jetzt vor, dass irgendwann der Moment kommt, wo du
feststellst, ups, da komme ich jetzt gerade nicht raus.
Vincent
Ja,
Sebastian
Hier ist plötzlich so ein Moment, wo, jetzt hat sie mich. Das ist ja auch
ein ganz neues Gefühl.
Vincent
es war halt so, ja, mach halt mal.
Mal schauen, was dabei rumkommt. Es war halt, ich glaube, so ein bisschen
Experimentierfreude, dass ich ja,
Faina
Ja, wir haben in der Zeit aber auch viel anderes probiert.
Vincent
dass ich einfach mal gesagt hab ja, okay, ja, warum nicht probieren wir es mal
aus und ja, ich sag dir, wenn es langt oder nicht mehr geht
Faina
Und das kam halt nicht.
Sebastian
Fühlst du dich denn inzwischen wohl damit?
Vincent
ja also bei Seil ist eigentlich bei uns so, je nachdem wer
gerade mehr Lust hat zu fesseln fesselt
Sebastian
Ist
Faina
Ja, also ich hänge ihn auch auf, er hängt mich auf.
Alles cool.
Sebastian
das etwas, was außerhalb eines Machtgefüges stattfindet?
Vincent
ja, definitiv also es kommt drauf an, wenn wir Wenn wir komplett ohne Kontext
fesseln?
Sebastian
Das
Vincent
Ja.
Faina
Ja, also wir können auch ohne Kontext fesseln. Also einfach so
Schlabberklamotten und wir probieren uns einfach mal aus. Wir haben das gesehen,
lass uns das mal nachmachen oder ich will nochmal gucken, ob ich das hinkriege.
Das geht komplett ohne, da können wir auch lachen nebenbei und einfach irgendwie
noch darüber reden, ach Gott, morgen müssen wir noch einkaufen. Ja, das geht
aber auch ganz, ganz schnell, dass sich das dann währenddessen auch wandelt und
dann derjenige, der eben gerade fesselt, auch dominanter ist.
Und dann so ein bisschen triezt oder so ein bisschen das in das Sexuelle zieht
oder so ein bisschen Schmerz zufügt, sowas.
Sebastian
ist also dann doch die Switch-Seite mit dem Seil.
Faina
Ja.
Sebastian
Damit brecht ihr ja doch etwas auf. Also erstmal ist der Vorteil, dass ihr ja
kein
24/7-D/s-Konstrukt habt, sondern dass ihr in Sessions verpackt habt. Dadurch habt
ihr ja diesen
Augenhöheraum, in dem ihr euch auch dann mal in die Richtung bewegen könnt, ohne
was anderes an der Stelle
kaputt zu machen.
Faina
Ja.
Sebastian
Das ist an der Stelle, glaube ich, sehr, sehr clever. Aber dann habt ihr also
einen potenziellen Konflikt, wenn beide doch aktiv sein wollen. Wer gewinnt denn
im Zweifel immer? Wer kann sich im Zweifel durchsetzen?
Vincent
Der, der mehr Energie hat.
Faina
Ja.
Vincent
Also Seil machen wir meistens unter der Woche.
Faina
Und dann kommt es halt wirklich drauf an.
Vincent
Außer mal ab und zu im Urlaub, aber so normal unter der Woche. Je nachdem, wenn
ich einen anstrengenden Tag habe und sage, ja, an sich habe ich Lust, aber
körperlich, wenn, dann will ich mich hinlegen und entspannen.
Faina
Aber tendenziell ist der, der mit der Idee kommt, der macht dann auch meistens
oben.
Sebastian
Wie ist denn der Moment für dich, wenn du merkst, okay, jetzt
funktioniert die Fesselung, jetzt hat sie mich. Ist das für dich ein Entspannen
oder eher ja aushalten, sage ich mal. Also was macht das mit dir? Kommst du
vielleicht sogar zur Ruhe?
Vincent
komme relativ gut runter dabei. Weil es einfach mal, ich muss an nichts denken.
Faina
Sehr süß ausgedrückt, du bist völlig weg.
Also das, was bei mir passiert, passiert auch voll bei dir. Also wenn wir das
richtig von ganz vorne an machen, dann bist du irgendwann, du kannst gar nichts
mehr. Also du bist voll so in so einem La-La-Land irgendwie.
Ich finde das total schön.
Sebastian
Liegt es am Seil oder daran, dass sie auch vielleicht einfach gut darin ist,
oben zu sein? Das könnte man ja auch, wenn mal kein Seil da ist, dann kann sich
das trotzdem gut anfühlen. Also ist es wirklich das Seil oder ist es die Magie
zwischen euch?
Vincent
Sozusagen Seil und andere auch. Aber ohne Seil geht nicht.
Sebastian
Das müsstest du sagen, noch nicht.
Vincent
Nee, also dann
Faina
Nee, also da muss ich tatsächlich sagen, das geht nicht. Das haben wir
ausprobiert.
Da war ich mal oben, weil wir gesagt haben, komm, ich bin noch im Seil oben,
dann kann ich das doch jetzt auch mal so machen, weil er dann auch so ein
bisschen auch bratty wurde. Und dann dachte ich so, komm, dann probieren wir das
doch mal aus, nehmen wir uns den nächsten Tag. Das hat von vornherein schon
nicht funktioniert. Also ich war schon die ganze Zeit genervt, weil er die ganze
Zeit nicht das gemacht hat, was ich wollte. Er hat die ganze Zeit irgendwie über
irgendwelche die Stränge geschlagen. Ich habe keinen Bock gehabt, das irgendwie zu
maßregeln. Ich wusste nicht, was ich machen soll. habe das dann irgendwie
durchgemacht, weil ich dachte so, komm, vielleicht kommst du rein und er hat
sich halt einen Spaß draus gemacht und dann hat das nicht so richtig
funktioniert, das haben wir beide danach gemerkt.
Sebastian
die Ernsthaftigkeit war es.
Faina
Nee, irgendwie auch nicht, aber es war so, er hat halt probiert, bis wohin kann
er gehen und ich habe halt gemerkt, ich kann keine Grenzen setzen in dem Teil
oder ich will es nicht und oder es geht nicht, weiß ich nicht
und dann haben wir beide danach gesagt, sagt, okay, aber nö. Also er kam nicht
an, ich kam nicht an und es war für mich nur Arbeit und es war nur eine halbe
Stunde, aber ich war danach fertig.
Sebastian
Okay, also das Seil ist also quasi das Ding, was euch da Ja, ja, verbindet.
Faina
Ja, da geht es voll. Also im Seil, da kann ich ihn dann halt auch irgendwo
triezen, ich kann ihm dann auch ein bisschen wehtun, ich kann ihm dann auch
sagen,
wenn er noch was machen kann, was er machen soll oder nicht machen soll, ich
kann ihn da auch so so reinbringen und da dann auch schon dominant sein. Aber
das hat alles in diesem Kontext Ruhe, Entspannung und Sein.
Sebastian
Und Sex?
Ruhe und Entspannung, natürlich, nicht bei euch.
Faina
Sex kommt am Ende. So gegen Ende kommt es dann schon.
Vincent
Ja.
Sebastian
Also vielleicht ist Seil dann auch tatsächlich so eine Legitimation. Ich kann es
ja eh nicht ändern, dann kann ich mich auch entspannen.
Faina
Ja, irgendwie schon.
Sebastian
Mehr davon?
Vincent
ist für mich einfach wirklich Entspannung. Das würde ich sagen, was es mir am
meisten bei Seil gibt, ist Entspannung. Weil ich einfach mal nichts machen muss.
Ich muss einfach nur... Es macht
Sebastian
Ja, aber dann triezt sie und dann ist sie ein bisschen dominant und so. Also
ist das ein Nebeneffekt, der aushaltbar ist oder ist das auch Teil der Magie?
Also gefällt dir das? Macht dich das an, fragen wir mal ganz konkret.
Vincent
zum Teil Spaß, ja.
Faina
Zum Teil Spaß.
Vincent
Ja, bei manchen Sachen denke ich mir, lass mich.
Faina
Ja, ich sage ihm dann halt irgendwie so, wenn er noch nicht so ganz gefesselt
ist, dass er jetzt mal nicht an sich rumspielen soll.
Sebastian
Ja, ich sage
Faina
Das mag der nicht.
Sebastian
Also ich hätte jetzt, damit ihr das mit dem Rest so ein bisschen verbinden
könnt, ihr könnt ja das auf dem Feld mit ein bisschen Rapeplay machen, mit dem
Unterschied, dass du ihn erstmal fesselst, so dass er noch rauskommt. Es dauert
halt ein paar Minuten und dann rennst du weg.
Faina
Oh Gott, nein.
Sebastian
Also, das wäre doch eigentlich eine Nummer, die, dann hast du den passenden
Vorsprung und je nachdem, wie sehr viel Mühe du dir gegeben hast, passt das. Und
wenn du dir zu viel Mühe gegeben hast, dann liegt er halt nach einer Stunde noch
da, dann musst du ihn halt da rausholen. Das muss man halt gucken. Aber das
könnte ja zu diesem Instinkt passen, weil wenn, Entschuldigung, ich orakele
jetzt hier rum, aber dieses, da hat sie doch ein bisschen, ist zu gut gemeint
damit, na warte. Also dieser Blick, ja da ist der Blick wieder. Also nicht, dass
das jetzt eine Spielidee wäre, aber ich habe mir bei dem Vorgespräch gedacht,
das muss ich mal dringend notieren. Das war so das erste Bild, was ich im Kopf
hatte bei euch.
Faina
Ich weiß nicht, also man kann es mal
Vincent
Lustig wird's schon.
Oh, Spaß.
Faina
machen, aber ich weiß nicht, ob das dann einfach vielleicht die Stimmung kaputt
Vincent
Ich
weiß auch nicht.
Faina
Es wäre so ein typisches noch nicht.
Sebastian
Ah, das dann doch.
Faina
Also, weil wir sind ja neugierig und wir sagen dann schon, also wenn jetzt nicht
irgendwas dagegen, extrem dagegen spricht, dass wir das ausprobieren. Und dann
sind wir auch so offen und gehen dann halt auch offen da ran und sagen, okay,
schauen wir mal, was uns das bringt. Oder halt auch nicht.
Vincent
gut, das gleiche wie mit Branding oder sonst
Branding für zwei
Faina
das nächste Tabu, das gelöst würde.
Vincent
was.
Sebastian
gibt ein Branding.
Faina
Ja.
Sebastian
Ich möchte mehr wissen.
Faina
Das war auch in dem Wochenende.
Sebastian
Wer hat es denn? Fragen, was muss es? Es kann ja auch ein Unfall in der Küche
gewesen sein.
Faina
Beide.
Vincent
Beide.
Faina
Ja, also wir haben angefangen bei dem Wochenende, wo wir auch das
Apartment hatten und Knife Play war ja auch
immer da und dann haben wir das Messer halt einfach mal heiß gemacht und dann
hat er seinen Buchstaben in
Vincent
Wo wäre das Apartment?
In der Initialen.
Faina
reingeritzt.
Sebastian
wo? Also wenn ihr möchtet, erzählt mir mehr. Ansonsten ist es auch okay, wenn
ihr sagt, das reicht jetzt an Infos.
Faina
Überm Herzen.
Sebastian
Okay.
Faina
Bei mir überm Herzen.
Vincent
Es
Faina
Und das war super. Also das hat wehgetan, es war heiß und also
wirklich heiß, weil die Klinge war halt heiß. Ich war gefesselt, ich konnte mich
nicht wirklich bewegen und ich habe aber ihm die ganze Zeit auch in die Augen
geguckt, wie er das dann gemacht hat.
Sebastian
War das spontan?
Vincent
war spontan, dass wir es gemacht haben, aber wir haben davor schon über die
Fantasie und das zu machen haben wir relativ, haben wir öfters mal geredet, dass
Faina
Genau, weil ich auch gesagt habe, ich würde das gerne mal ausprobieren, aber es
ist halt ein Ding, das dann auch sehr lange bleibt, unter Umständen.
Vincent
glaube, das hat sich so ein Vierteljahr würde ich mal sagen, so ein Vierteljahr
hat sich's gezogen, bis wir's dann gemacht haben.
Faina
Ja.
Sebastian
Okay, also gut vorbereitet, aber dann eben den Zeitpunkt spontan festgelegt.
Vincent
Genau.
Faina
Ja, und dann hat uns das sehr gut gefallen.
Und ich glaube, ein, zwei Monate später habe ich bei dir meinen
Vincent
Ja.
Faina
ersten Buchstaben.
Vincent
Ja.
Faina
Das hat Spaß gemacht.
Sebastian
Mhm. Also da ist Bewegung drin bei euch. Und zwar ordentlich. Also es rappelt
noch richtig.
Vincent
Ja.
Faina
Ja, also wir suchen uns immer wieder neu.
Sebastian
finde das schön, dass ihr da nicht so abgeklärt seid. So, wir haben das jetzt,
unseren Kink gefunden, dabei bleiben wir jetzt und das ist genau so.
Vincent
Ja.
Sebastian
Und wenn jemand sagt, da könnte sich was verändern, niemals. Nein, ich glaube,
ihr seid auch wirklich jetzt noch in so einer Phase, wo, ja, das ist alles nicht
flüssig wie Wasser, aber es ist eher so, es ist schon irgendwie relativ fest,
aber da lässt sich dann doch noch was dran machen und ihr wollt dann doch neue
Sachen entdecken.
Ihr beiden, die Uhr ist unerbittlich.
Das Ding der Woche: Kratzehandschuh
Faina
Ich werde jetzt den Schnelldurchgang sagen.
Vincent
Ja.
Sebastian
Ich werde jetzt den Schnelldurchgang mit euch machen. Es gibt noch Dinge der
Woche, habe ich gehört.
Faina
Ja,
Sebastian
Sind die hier?
Zeigt her.
Faina
Ich brauche meine Tasche.
Sebastian
Die steht hier um die Ecke, die gebe ich dir mal. Und sie ist auch gar nicht so
leicht.
Faina
Ja, da ist noch ein Buch drin.
Sebastian
Ich weiß auch nicht.
Vincent
Die hat immer Betonsteine dabei.
Sebastian
Und Bücher sind ja verbotene Dinge der Woche.
Faina
Ja, also, du darfst raten, wofür wir
das benutzen.
Sebastian
Jetzt kommt's. Ich darf raten.
So, ich bekomme ein kleines Kästchen mit Ringen, also nicht Unterlegscheiben, so
ähnlich, sondern das sind eher so sehr kleine Schlüsselringe, nein, was würde
ich sagen, 1 cm Durchmesser, 1,5 mm Stärke und
daraus könnte man Kettenglieder bauen, daraus könnte man ein Harness vielleicht
zusammenbasteln, aber wofür nutzt ihr sowas?
bin gespannt. Also, ich schüttel das mal vor dem Mikrofon.
Klingt super.
Faina
Also, du kannst die Kiste auch aufmachen, pass aber auf,
Sebastian
Ja, da werde ich ja nicht mehr sehen. Sonst fällt alles raus, ne?
Faina
es ist …
Sebastian
Ach, die sind gar nicht lose da einfach drin. Aua, die piksen ja.
Ach, ich kenne die Dinger doch. Warte mal, das ist, oh, woher kenne ich die
denn? Das sind gar nicht nur Ringe, die haben nämlich alle nochmal so drei
Krallen.
Ah, woher kenne ich
Vincent
sind für Leinwände, zum fixieren ja,
Sebastian
Ah, ja, genau. Leinwände, richtig. Die legt man drauf und dann hämmert man die
rein. Genau, dann hat man diese Ringe. Okay, davon brauche ich definitiv
Detailfotos.
Ich ahne Schlimmstes.
Faina
Was machen wir damit?
Sebastian
ist eine gute Sitzgelegenheit.
Faina
Nein, wir haben ein
Exempel dabei.
Sebastian
Okay.
Ein Handschuh.
Ah, ihr habt einen Handschuh und da habt ihr die reingemacht. Das ist das also,
was man in diese Handschuhe reintut. Ich habe mich immer gefragt, also ich habe
jetzt gerade einen Lederhandschuh in die Hand bekommen, liebes Publikum, wo die
dann so reingesteckt sind von innen und damit hat man so einen richtigen
Kratzerhandschuh. Das wird aber blutig. Ja.
Vincent
wir haben es am Anfang eigentlich gemacht, weil wir gesagt haben, okay,
Knife Play ist auch eine Form von Sensation Play
also, ja, haben wir uns gedacht, ja okay, Vampire Gloves
ja, aber kann man doch auch selber machen, wäre doch einfach mal so ein lustiges
Abendprojekt vorm Fernseher, wenn man irgendeine dumme Serie hier schaut.
Sebastian
Das ist zum Spanking gedacht oder zum drüber streicheln?
Vincent
wir haben am Anfang gedacht, so zum drüber streicheln, ging dann gar nicht.
Faina
ging gar nicht.
Vincent
Das Gefühl war furchtbar.
Ja.
Faina
Er verzieht ganz angewidert das Gesicht.
Sebastian
gebe euch den Handschuh mal zurück, ja.
Vincent
Gefühl war furchtbar.
Sebastian
Jetzt wird
Vincent
Und dann haben wir uns gedacht, ja,
damit spanken. Wäre doch eigentlich mal ganz lustig.
Sebastian
eine blutige Sache.
Vincent
Ja.
Faina
Weiße Wände sind nicht so toll, haben wir festgestellt.
Vincent
Je nachdem, wie weit man es treibt, sieht es, hast du halt überall Blutflecken
an der Decke, an den Scheiben, an den Wänden.
Sebastian
Blut war auch mal ein Tabu, ne? Ist es jetzt ein Must-Have?
Vincent
kein Must-Have, aber es ist auch sehr gerne dabei.
Faina
Ja, ab und zu, am Ende und dann
Sebastian
Also klar, liebes Publikum, Infektionsgefahr und weiß der Teufel was, aber
verheilt das wieder
Faina
natürlich ist das dann auch alles desinfiziert.
Sebastian
narbenfrei?
Weil die gehen auch nicht so tief, das sind so 3 Millimeter und wo?
Vincent
ist halt tief genug, dass die Haut aufbricht, aber die ist halt auch ziemlich
schmal und ziemlich dünn.
Faina
Und deswegen halt auch am Ende, weil wenn dann eh schon überall das Blut direkt
unter der Haut ist, durch das Schlagen brauchst du ja nicht mehr viel
Sebastian
Ausschließlich.
Faina
Hintern ausschließlich.
Ja, das ist
Sebastian
auch lieb. Er hat mir sagen lassen, das soll weniger wehtun als zum Beispiel
jetzt ein Paddel oder so. Das
Faina
ist das auch. Also es zwiebelt halt so ein bisschen, weil
wenn er draufschlägt, dann
dringt es ja in die Haut ein und das rausziehen, je nachdem wie langsam er das
macht, das zwiebelt dann so ein bisschen.
Wie wenn man sich halt irgendwie mit einem schärferen Messer schneidet, weil man
irgendwie Brot schneidet oder so, das zieht dann ja auch so ein bisschen.
Sebastian
geht aber, also der Trend bei euch geht schon unter die Haut mit dem Messer und
damit.
Also das ist ja auch, das sind ja auch dann, ich sage mal Verletzungen, die sind
eben nicht am Ende der Session weg.
Vincent
Das ist
Sebastian
Das ist auch so dieses Gefühl am nächsten Morgen, ich setze mich irgendwo in der
Uni zum Beispiel auf dem Stuhl und merke, wow, gestern haben wir, also dieses
Mittragen, das ist das Ding.
Faina
Ja,
also auf jeden Fall.
Vincent
meistens dann so eine Woche oder so ist das dann.
Faina
Also er nutzt es auch schamlos aus, ne?
Sebastian
Nur mal, um einfach nochmal die Grenzen ein bisschen zu sehen. Wenn sie dich
fesselt und hat dann diesen Handschuh plötzlich an. Dann ist das Limit erreicht
oder dann wird es spannend.
Faina
Also ich schlage dich jetzt nicht blutig, aber was wir dann machen ist, ich habe
den Handschuh an und ich halte ihn halt fest und drücke so ein bisschen zu.
Vincent
würde sagen, es ist kein Limit. Ja, nee.
Faina
Dann ist es auch nicht blutig, aber es drückt halt und es piekt so ein bisschen.
Sebastian
ihr seid schon weiter, als ich dachte.
Das Ding der Woche: Manschetten
es noch ein Ding der Woche?
Faina
zwei Sachen.
Sebastian
Zwei Sachen noch, na dann.
Faina
Also, die gehören zusammen.
Sebastian
Okay, das sind Manschetten für die Arme, glaube ich, ja. Und zwar
relativ robuste, schön gepolstert und mit einem Muster. Ah, die kommen
wahrscheinlich aus Österreich.
Grüße an Lena von Penumbra. Ich wusste gar nicht, dass die auch so Breite
herstellt, ehrlicherweise. Ich dachte, sie macht eher zierliche Sachen. Das ist schon
die etwas brutale Variante.
Faina
Dann können wir dir auch gleichzeitig noch das zeigen, was dazugehört. Das haben
wir nämlich auch bei ihr machen lassen.
Sebastian
Und ein Halsband, selbstverständlich. Oh, da steht sogar was drauf.
Faina
Ja,
Sebastian
Vincents Stück.
Ja, und jetzt strahlst du. Okay. Ich kann die Folge auch noch umbenennen. Dann
nenne ich sie halt Vincent und Stück.
Faina
Nein, also.
Sebastian
Warum Vincents Stück? Ist das eine Tonalität? Oder ist das ein Ausdruck, den du
benutzt im Spiel.
Vincent
es hat eigentlich angefangen, dass wenn wir spielen,
nenne ich sie kleines.
Und irgendwann hat sich auch etabliert, dass einfach mal zwischendrin halt
kleines Stück
Faina
Und das hat halt nicht aufs Halsband gepasst.
Vincent
dazukommt.
Und dann haben wir uns gedacht, ja, das passt eigentlich. Das gefällt uns.
Und das Tolle beim Halsband war dann wirklich halt Sonderanfertigung.
Sebastian
Ja, und das ist ein bisschen breiter, ein bisschen stabiler, ein bisschen dicker
vom Material.
Vincent
Also das fand ich wirklich, das war super.
Faina
War es halt sehr viel breiter.
Sebastian
Da wird Lena Spaß gehabt haben an dem Auftrag, weil man muss ja durch dieses
Material auch erstmal die Nähte durchkriegen.
Faina
Ja, aber es war auch sehr, sehr lieb, dass die uns dann halt auch die
Möglichkeit gegeben haben, weil die haben dann auch gefragt, wie wollt ihr es
haben?
Welches Leder und wie breit und wenn es dann so ist, dann kann das schon so und
so dann passieren.
Vincent
Ich
Faina
Also wenn ich das Halsband trage, dann kann ich halt auch nicht mehr so ganz
genau jetzt meinen Kopf nach unten bewegen, weil es halt einfach dicker ist.
Und es ist auch so ein bisschen so eine Immobilisierung, aber das ist genau
irgendwie auch das, was uns dann gefällt.
Sebastian
Vincent, wie fühlen sich denn diese Manschetten bei dir an? Das ist ja Bondage.
Vincent
die habe ich noch nie, nein, die haben wir bei mir noch nie benutzt.
Faina
Nein.
Sebastian
Okay, das
Faina
Okay.
Sebastian
Damit habe ich jetzt das Limit gefunden. Ich gebe das mal zurück. Ich nehme
Nehme sehr gerne sämtliche Fotos. Und warum erzähle ich hier so freimütig, dass
Lena von Penumbra sowas macht? Ganz einfach, weil die nämlich ganz kostenlos
uns immer die Kochlöffel lasert, damit wir sie auch Gästen geben können. So, die
Uhr zwingt mich. Deshalb, wir haben noch ein paar Traditionen hier.
Shorts
Und da nehme ich erstmal, da habe ich auch dieses Mal ganz wenig drauf. Es gibt
immer so die Shorts. Was sind die Shorts? Ich mache mir zwischendurch ein paar
Notizen, wenn mir Dinge auffallen, die ich euch mal hinwerfe. Und dann hätte ich
gerne so ein kurzes Statement von euch.
Und ich habe eigentlich nur einen Punkt. Ach nee, stimmt nicht, da oben sind
noch mehr. Und ich werfe euch das einfach mal hin, einfach was euch so dazu
einfällt, ganz spontan. Und zwar als erstes Prüfung schrägstrich Challenge.
Faina
würde ich sagen,
wie viel hältst du aus? Also wie viel halte ich aus?
Vincent
Challenge
Faina
Prüfung?
Für mich, ähm, halte ich das dann auch aus.
Also, zu,
Vincent
Wie weit Wenn wir spielen, wie weit ich dich lesen kann Ja
Und Prüfung ist dann, ob es funktioniert
Sebastian
nächste. Niemals.
Vincent
Ja
Sebastian
Erniedrigung.
Faina
eher nicht,
Vincent
Weniger Gut,
Sebastian
Bald.
Im Sinne von demnächst.
Faina
wegrennen, also die Rape-Geschichte.
Sebastian
Das will ich unbedingt noch, aber heute würde ich mich das niemals trauen.
Faina
Vielleicht ein eher sehr langanhaltendes
Branding.
Vincent
das hält ja schon relativ lang Ja Ich würde sagen, beim
Fesseln
100% hängen Ja
Sebastian
Letzter. Das wollte ich dem Stix nicht verraten.
Vincent
da habe ich mir jetzt keine Gedanken drüber gemacht.
Faina
hatte nicht gedacht, dass wir darüber reden, ob wir mehrere Personen
holen.
Vincent
Wäre gut, ja.
Faina
Aber es wäre jetzt auch nicht schlimm, also ist es auch nicht schlimm gewesen,
aber ich habe jetzt nicht dran gedacht, dass es tiefer wird.
Sebastian
okay, dafür bin ich ja da diese Themen zu finden
Vincent
Ist das
Faina
war auch ultra spannend.
Für uns auch, mega.
Sebastian
da gibt es bestimmt nochmal Updates und weil die Uhr immer noch unerbittlich ist
Das A oder B-Spiel
ich habe noch das A oder B Spiel für euch, ihr kennt es beide
Vincent
Ich habe
Faina
Nee, ich kann es tatsächlich nicht.
Sebastian
hach du hast also den Podcast lange nicht mehr gehört sehr schön, ich erkläre
das A oder B Spiel es ist eigentlich ganz einfach ich habe hier eine Liste mit
Vincent
oder wie ist das
Sebastian
64 Paaren ich werde nicht alle davon benutzen Das sind so Wortpaare, sowas wie
Hund oder Katze. Und der Plan ist, ihr antwortet ganz spontan und wählt eins
davon aus. Also wenn ich sage Hund oder Katze, dann sagst du zum Beispiel.
Vincent
Was?
Faina
Du sagst entweder eins oder das andere.
Vincent
Achso, achso. Ah.
Sebastian
Okay, wir machen das nochmal, damit ich das schneiden kann.
Vincent
Okay, jetzt habe ich es verstanden.
Faina
Das
Sebastian
Ich habe dich jetzt kalt erwischt. Also wenn ich sage Hund oder Katze, sagst du
Vincent?
Genau, zum Beispiel. Gar nicht drüber nachdenken. Ihr könnt ruhig gleichzeitig
antworten. Das Publikum versteht entweder, wer was sagt oder eben genau nicht.
Oder ihr seid euch da super einig. Das kann ja auch sein.
Und ja, wenn ihr das jetzt gerade nicht auf dem Schirm habt, wie das
funktioniert, dann wünsche ich euch jetzt ganz viel Spaß im Nächsten. Das dauert
nur drei Minuten, das geht ganz schnell.
Faina
geht ganz schnell.
Vincent
Schnell.
Faina
Okay.
Sebastian
Und ich werfe euch einfach mal was hin. Und wenn ihr gar nicht genau wisst, was
gemeint ist, ist es überhaupt nicht schlimm. Einfach gucken, wo zieht es euch
eher hin. Also Eule oder Lerche?
Faina
Eule.
Sebastian
Ich habe dich gar nicht gehört, Vincent.
Vincent
Achso, Eule.
Sebastian
Okay. Konsens oder Risiko?
Vincent
Risiko.
Sebastian
Erst fragen oder danach um Verzeihung bitten.
Faina
Erst fragen.
Vincent
Erst fragen.
Sebastian
D/s oder Impact?
Faina
Impact, ja.
Sebastian
Küssen oder kuscheln?
Faina
Küssen.
Sebastian
Pinguin oder Adler?
Vincent
Pinguin. Sommer
Faina
Pinguin, natürlich. Immer. Sommer.
Sebastian
Sommer oder Winter?
Drinnen oder draußen? Ich
kann nicht, wenn du nickst, du nickst, also Vincent nickt immer. Das könnt ihr nur nicht
hören. Ich muss natürlich darauf bestehen, dass ihr beide etwas sagt, damit das
Spiel funktioniert. Ihr habt es bald geschafft. Wir haben schon nicht so viel.
Vincent
Wald. Nachts
Sebastian
Feld oder Wald.
Nachts draußen oder tagsüber drinnen.
Vincent
draußen Später
Faina
Tagsüber drin.
Sebastian
Jetzt wenig oder später mehr.
Vincent
mehr. Geschichte
Faina
Definitiv.
Sebastian
Fifty Shades oder Geschichte der O.
Faina
Geschichte der O.
Vincent
der O. Film
Sebastian
Buch oder Film.
Lehrbuch oder Bauchgefühl.
Faina
Lehrbuch.
Sebastian
Gruppe leiten oder geleitet sein.
Vincent
Geleitet sein Ich
Faina
Gruppe leiten.
Vincent
weiß
Sebastian
Stammtisch oder Hausparty.
Faina
Hausparty.
Sebastian
Hand oder Gerte.
Faina
Hand.
Sebastian
Oder Schlagstock.
Faina
Hand.
Sebastian
Oder Flogger.
Faina
Hand.
Vincent
Hand
Sebastian
Hanf oder Nylon?
Faina
Hanf.
Vincent
für Hanf
Sebastian
Oder Baumwolle?
Im Seil oben? Nein, ich mache es anders. Nie mehr im Seil oben oder nie mehr im
Seil unten?
Vincent
Seil oben
Faina
Nie mehr im Seil oben.
Sebastian
Okay, jetzt höre ich euch einig.
Vincent
Das ist
Sebastian
Angst oder Schmerz?
Faina
Angst.
Vincent
eine Scheißfrage.
Äh, ja, Angst.
Sebastian
Kratzen oder beißen?
Vincent
Beißen.
Faina
Kratzen.
Sebastian
Blut sehen oder Blut spenden?
Faina
Blutspenden.
Vincent
Sehen.
Faina
Du bist bei Sehen.
Sebastian
Rennen oder verfolgen?
Vincent
Verfolgen.
Faina
Rennen.
Sebastian
Entkommen oder gefangen werden? Ja,
Faina
Gefangen werden.
Vincent
Ja.
Faina
Das
Vincent
Das
Sebastian
möchtest du entkommen oder gefangen werden?
Vincent
ist eine Scheißfrage.
Sebastian
Ja, ich weiß.
Vincent
würde sagen, entkommen.
Sebastian
Party oder unter vier Augen?
Faina
Unter vier Augen.
Vincent
Ja.
Sebastian
Oder unter vielen Augen?
Faina
Unter vielen Augen.
Vincent
Unter vielen Augen,
Sebastian
Gesehen werden oder erwischt werden?
Vincent
Gesehen werden.
Faina
Erwischt werden in bestimmten Kontexten.
Vincent
Mhm.
Sebastian
Abbrechen oder durchziehen?
Vincent
Durchziehen.
Faina
Abbrechen.
Sebastian
Kekse oder Chips?
Vincent
Chips.
Faina
Kekse.
Sebastian
Aftercare oder schnell weiter?
Vincent
Aftercare.
Faina
Aftercare.
Sebastian
Rolle oder Mensch?
Oder Rolle oder Persönlichkeit? ist besser
Vincent
Persönlichkeit.
Faina
Ja.
Vincent
Die Rolle gehört ja. ist ja Teil von Persönlichkeit.
Faina
Ja, doch. Ja, nee. Ich glaube Persönlichkeit, ja. Das ist so ein
Fifty-Fifty-Ding gerade.
Sebastian
Willkür oder Strafe? Provoziert, Brat
Faina
Strafe provoziert.
Vincent
Ja,
Faina
Ganz
Sebastian
oder brav
Vincent
ich würde sagen, wir beide eher ein bisschen, right?
Kleines bisschen? Ganz kleines bisschen?
Sebastian
Lob oder Tadel
Orgasmus oder Verweigerung? Lass
Faina
Orgasmus.
Vincent
Orgasmus.
Sebastian
uns ficken oder benutz mich
Faina
Benutz mich.
Vincent
Lass uns ficken.
Sebastian
spiel mit sex oder sex mit spiel
Faina
Spiel mit Sex.
Sebastian
einmal im monat oder einmal am Tag?
Vincent
Einmal im Monat.
Das ist die große Frage. Sex oder Spielen?
Faina
Das ist fies.
Vincent
Spielen einmal im Monat.
Sex einmal am Tag.
Faina
Ja, das unterschreibe ich.
Sebastian
Ich lass das mal gelten.
Leise sein dürfen oder laut sein müssen?
Faina
Leise sein dürfen.
Sebastian
Alles im Schrank oder alles offen?
Faina
Alles im
Sebastian
Sofort drauf los oder Schritt für Schritt?
Vincent
50-50
Ja, anpassen
Faina
Schritt für
Sebastian
Anpassen oder auffallen?
Faina
Anpassen.
Sebastian
Intimrasur oder Frisur?
Chatten oder anrufen?
Faina
Anrufen.
Sebastian
Oder Sprachnachrichten?
Faina
Sprachnachrichten.
Sebastian
hier steht da tatsächlich Hund oder Katze.
Vincent
Katze
Sebastian
Oder Eichhörnchen?
Vincent
Eichhörnchen auch
Sebastian
Okay, Akku immer voll oder Powerbank immer dabei.
Faina
Keins von beidem. Mein Akku ist meistens leer und ich habe keine Powerbank dabei.
Sebastian
Ja, okay, dann was wäre denn das Ideal?
Faina
Powerbank dabei.
Sebastian
Okay, Sharing is Caring oder meins gehört mir.
Faina
Meins gehört mir.
Sebastian
Auto oder Bahn?
Oder Fahrrad?
Vincent
Dehnen
Sebastian
Regeln einhalten oder Regeln dehnen?
Faina
Dehnen.
Sebastian
Moral oder Unvernunft?
Faina
Definitiv.
Sebastian
Sehr gut, das ist die einzig richtige Antwort auf die letzte Frage.
Ui, ihr zwei, die Uhr tickert hier immer noch weiter. Ich muss mal gucken, wie
ich das im Schnitt hinkriege, aber ich glaube, wir haben es geschafft. Ich habe
auch einen schönen Titel, ich habe drei Titelideen für diese Folge. Wow. Und da
ist noch ein ganzer Bereich, den ich noch nicht durchgestrichen habe auf meinem
Sendeplan, den streiche ich jetzt einfach durch, der entfällt.
Boah, okay.
Hm, habt ihr heute was Neues erfahren voneinander?
Faina
Ja, also
ich finde deine Sicht immer so spannend und wir reden ja super, super viel,
aber so mit den gezielten Rückfragen von dir
hast du halt einfach noch so viel mehr gesagt und das fand ich
super spannend anzuhören.
Sebastian
Also, liebes Publikum, Vincent hat so den Punkt, er redet nicht so viel mit
Worten, nicht so viel wie sie, aber mit seiner Gestik und Mimik, das ist der
Wahnsinn. Das kann ich natürlich in dem Podcast leider nicht zeigen. Denkt es
euch einfach jetzt nachträglich. Da kommt sehr viel bei mir an. Deshalb habe ich
teilweise auch gar nicht mehr rückgefragt. Bei mir war vollkommen klar, was er
sagt, weil du sprichst wirklich mit diesem Gesicht. Das ist, das ist wirklich
erstaunlich. Boah, das hat mir richtig Spaß gemacht.
Faina
Uns auch.
Sebastian
Wir werden jetzt gleich den Pizzalieferanten bestellen und mal gucken, dass wir,
ihr habt gut gefuttert hier nebenbei. Ich habe euch auch lange genug hungern
lassen, wir haben es jetzt auch um 19 Uhr schon, Wahnsinn.
Verabschiedung
Wow, nein, wirklich toll, hat echt Spaß gemacht, wunderschön. und ja, wir werden
jetzt hier noch einen netten Abend zusammen mit dem Podcast-Subi haben und
Faina
Ja,
Sebastian
ja, ich glaube, liebes Publikum, ich muss gar nicht mehr viel sagen. Ich kann
mich einfach nur verabschieden. Das letzte Wort gebe ich euch beiden. Ihr könnt
einfach noch sagen, was ihr möchtet. Ich weise noch kurz darauf hin.
kunstderunvernunft.de, da findet ihr die richtigen Shownotes, die vollständig
sind. Kontakt zu meinen Gästinnen von allen Folgen und eben auch zu euch beiden.
Ihr könnt euer Profil noch passend befüllen, dass Menschen euch finden können
oder nicht. Das könnt ihr jederzeit entscheiden und ändern und ja, wenn ihr mehr
von diesem Podcast hören wollt, geht wie gesagt auf diese Seite, da gibt es auch
eine schöne Suche, damit ihr auch das findet, was ihr sucht. Ich finde es total
schön, auch gerade Themen wie CNC habt ihr heute
einen Raum gegeben und ich finde das einen sehr natürlichen Weg und auch so ein
paar Entscheidungen zu sagen, wir steigern nicht die Zeit und machen 24/7 und
voll D/s, sondern wir gehen einen Schritt zurück und können dadurch
andere Praktiken und andere Felder öffnen und die so auch auch ein bisschen im
Griff behalten. Ich finde, da ist eine schöne Mechanik drin und ich wünsche euch
ganz viel Spaß und wenn es doch nochmal einen Subdrop gibt, ich glaube, ihr
kriegt das hin, dass ihr dann doch so miteinander kommunizieren könnt und
miteinander umgehen könnt, dass ihr euch auch danach wohlfühlt und wieder
zusammen findet. Deshalb von meiner Seite viel Spaß und liebes Publikum von
meiner Seite macht's gut und das letzte Wort haben jetzt meine Gästinnen.
Faina
also wir können das nur zurückgeben. Es war super schön mit dir.
Ich habe super viel Neues rausgefunden und
ja, wie gesagt, wenn irgendwelche Fragen sind, schreibt uns und dann
gucken wir, was wir tun können. Oder wir würden uns freuen, wenn sich andere
finden, die auch so Wax Play und so machen, wo wir vielleicht ein bisschen lernen
von können. Oder vielleicht so ein paar Sachen, wo man drauf achten soll. Ja,
dann wünschen wir auch noch einen schönen Abend, Tag, wann auch immer ihr diese
Folge hört.
Tschüss.
Sebastian
Okay, dann sagen wir einmal gemeinsam Tschüss!
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