Illustration einer belebten Straßenszene mit drei Personen an einem Café-Tisch, darunter eine Person in Latexkleidung.
Live
Live 179 · 14.09.26 · 145min · 1.675 Downloads · 336

Unvernunft Live 179 - BDSM sichtbar machen

Was wir der Gesellschaft zutrauen und zumuten

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Intro

Begrüßung

Sebastian Hallo und guten Abend zur Unvernunft live am Donnerstagabend am 10. September 2026. Ich freue mich so auf so ein schönes Thema heute, aber erstmal erzähle ich, was wir alles haben. Mein Name ist Sebastian Stix, ich bin euer Moderator des Abends, selber kinky und links neben mir sitzt das bezaubernde Podcast, wobei ich mach dich mal laut, du darfst Hallo sagen.
Podcastsubbie Hallo.
Sebastian Wunderbar, damit ist alles gesagt. Und an dem anderen Ende der Stadt ist der Herr Tonmeister, der tonmeistert meisterlich, er überwacht nämlich, ob ich hier zu laut, zu leise bin und gibt dann aus der großen Entfernung hier Regieanweisungen und ich hoffe, dass ich ihn heute auch nicht allzu oft übersehen werde, und das Projekt der Tonmeister kann aus der ferne Tonmeister muss ich definitiv mal angehen. Ja, ich begrüße ganz herzlich den Chat. Es ist voll heute geworden. Also viele Menschen im Stream, viele im Chat. Großartig. Und ja, dann kann ich noch mitteilen, dass es eine Kurzanleitung für dieses Format gibt. Falls jemand zum ersten Mal dabei sein sollte, dann herzlich willkommen bei der Unvernunft Live. Wenn ihr das jetzt hier gerade live hört, dann seht ihr den Chat, da könnt ihr miteinander interagieren, ihr könnt Fragen stellen, ihr könnt einfach mal euch äußern, wie ihr mögt und ihr könnt zum Beispiel abstimmen. Ich werde zum Thema jetzt schon mal eine kleine Frage stellen, die lassen wir jetzt schon mal laufen und die lasse ich jetzt die nächsten paar Minuten auch laufen und dann könnt ihr mal überlegen, was zu euch passt und wir werden das Ganze noch ein bisschen aufgreifen.

Anleitung

Okay, so, was haben wir? Wir haben erstmal die Anleitung. Wie funktioniert das hier? Ist relativ einfach. Wir machen diesen Livestream. Das Ganze wird auch später am Montag dann als Podcast erscheinen, zum Nachhören für alle, die nicht live dabei waren. Und ja, ich bringe ein Thema mit, das stelle ich gleich vor und dann können wir miteinander sprechen. Das heißt, ihr seht eine Telefonnummer im Chat, die könnt ihr wählen und dann klingelt es hier und ja, ich kann leider nicht auswählen, wer anruft und wie, also das heißt leider, aber ich kann nicht sehen. Wer anruft und kann da gar nichts auswählen, sondern ich kann immer nur auf annehmen drücken und dann kommt hier jemand einfach in die Sendung rein. Ihr sagt einmal Hallo und sagt gerne einen Namen eurer Wahl und dann seid ihr hier auf Sendung und wir können uns da unterhalten. Ihr könnt also so anonym bleiben, wie ihr möchtet. Überhaupt kein Thema. Und wenn euch doch mal was rausrutscht, keine Sorge, das wird ja für den Podcast nochmal nachbearbeitet. Dann hören es nur die paar Leute hier live und ab Montag ist das dann korrigiert. Also traut euch, denn es gibt einen Grundsatz. Wer anruft, hat erstmal Mut bewiesen zu sagen, ich habe eine Meinung, ich vertrete sie, ich formuliere sie. Das ist mich ganz schön aufregend für manche Leute und sich da erstmal zu trauen, das ist eine großartige Sache und ganz ehrlich, ich bin gar nicht böse. Ich bin heute zwar in der Lage zu argumentieren und ich kann jeden Standpunkt einnehmen, weil ich mich gut vorbereitet habe, aber keine Sorge, denn heute geht es hier darum, dass wir miteinander sprechen und vielleicht auch auf Ideen kommen, wie wir das ganze Thema angehen können. Ich gucke mal in meinen Sendeplan, der ist heute mal wieder lang. Drei Einspiele habe ich mitgebracht. Dies und das Liste ist unfassbar lang. Ein paar Ankündigungen habe ich auch noch. Eine Schätzfrage haben wir auch noch. Okay, ich glaube, es kann losgehen.

Thema: Sichtbarkeit in der Gesellschaft

Deshalb stelle ich mal heute das Thema vor. Denn heute geht es um Sichtbarkeit. Wie viel zeigen wir von uns eigentlich in der Öffentlichkeit, in der Gesellschaft? Ich gebe es jetzt schon mal gleich zu, ich habe dazu eine ziemlich starke Meinung und die kennen viele auch schon, aber in der Vorbereitung habe ich in den letzten Wochen viele Gespräche geführt mit ganz unterschiedlichen Menschen aus der Szene, aus dem Bekanntenkreis und die haben mir echte Impulse gegeben, mit denen ich nicht gerechnet habe. So einfach, wie ich es selbst immer behauptet habe, ist es nämlich leider Gottes nicht. Mein eigener Standpunkt wackelt und ehrlicherweise, das finde ich total spannend. Wenn ich durch die Stadt gehe, sind da Menschen. Manche sieht man kaum, die sind unauffällig, andere sind irgendwie lästig. Einer fährt Auto, dass man drei Straßen weiterhört. Leute machen Unsinn an der Bushaltestelle. Ein Pärchen knutscht ganz wild auf der Parkbank und jemand trägt etwas, bei dem man zweimal hinschaut. Und ja, noch jemand geht mit dem großen, gefährlich aussehenden Hund durch die Stadt und erschreckt damit womöglich die Kinder, obwohl der Hund total lieb ist. Das sind wir alles irgendwie gewohnt, das ist der Trubel der Stadt. Und wir, ja, wir haben Räume gefunden, die mussten wir finden. Wir haben Stammtische, wir haben Partys, wir haben Orte, an denen wir uns nicht erklären müssen. Und viele kennen den Moment vor der Tür. Halsband ab, Jacke zu, irgendwie umschalten, angepasst sein. Denn. Draußen wird es schwieriger. Das Halsband im Café, das Outfit in der Fußgängerzone, die kleine Geste, die nur Eingeweihte verstehen. Wie sichtbar dürfen wir sein? Wie sichtbar müssen wir sein? Wie sehr dürfen wir unsere Umgebung damit konfrontieren, dass es uns gibt? Wir dürfen, nein, was dürfen wir der Gesellschaft zumuten und was können und dürfen wir uns selbst zumuten und was dürfen wir auch erwarten? Die Menschen um uns herum haben ja nicht zugestimmt. Brauchen wir ihren Konsens? Oder auf der anderen Seite, eine Gesellschaft muss etwas sehen, um sich daran gewöhnen zu können. Wollen wir das? Und wie weit dürfen wir gehen? Wollen wir uns ein bisschen zeigen, damit wir auch ein Stück weit Normalität des Stadtgeschehens werden? Eins steht für mich jetzt schon fest, abschließend klären werden wir das heute auf gar keinen Fall, denn mehr als je zuvor kommt es auf die Situation an. Da ist Fingerspitzengefühl gefragt, Einfühlungsvermögen, also Dinge, die wir BDSM, wir Kings da irgendwie am Blut haben sollten. Ich nehme heute garantiert Hausaufgaben mit und von euch hätte ich gern eure Position. Ruft an, schreibt in den Chat und wenn ihr möchtet, diskutieren wir auch gerne leidenschaftlich miteinander. Wie sichtbar seid ihr und wo ist dann auch für euch Schluss? Und ja, ich greife schon mal vor, im Chat habe ich eben schon eine Frage von Shelley gesehen, ob wir unsere Sexualität nach draußen tragen. Ich fasse es ein bisschen zusammen, beziehungsweise ob das dann auch die Vanillas tun sollten. Also, wenn wir BDSM als reine Sexualität begreifen, dann hast du mich damit tatsächlich erwischt. Aber vielleicht ist BDSM ja für ganz viele Leute mehr als Sexualität. Vielleicht ist es ein Stück weit Identität. Und Identität, die können, dürfen und sollten wir zeigen können. Ja, so, ich will gar nicht so viel beeinflussen, aber ich gebe zu, da werde ich heute nicht besonders gut drin sein. Vorwort ist gemacht und jetzt gucke ich mal, ich habe schon die erste Umfrage mal gestartet und die Frage war einfach in den Chat, was davon zeigst du im Alltag schon mal? Also zum Beispiel 17% Halsband oder Choker, 27% sagen Ring oder ein anderes Symbol, Fetischkleidung sagen 13%, Gesten und Anreden 23% und nichts davon sagen 17%. Ergibt zusammen irgendwie nicht 100%, aber das macht nichts. Aber die Tendenz ist klar. Wenn ich das so richtig überblicke, jeder Vierter, jeder Fünfte trägt etwas nach außen. Das ist ehrlicherweise gar nicht mal so viel. Wollen wir mal gucken, wie wir damit umgehen. So, ich überlege, fange ich mit einem Einspieler an oder wollen wir erstmal das Telefon? Ach, wir machen mal das Telefon an. Liebes Podcast, Sobi, bitte postet die Telefonnummer, damit ich sie ablesen kann. Ich weiß sie eigentlich auswendig, aber ich probiere es mal. 05101 911 8952 ist die Telefonnummer und da könnt ihr jetzt anrufen und kommt direkt in die Sendung rein und dann sprechen wir mal. Und ganz ehrlich, wer sich jetzt bei dem Thema traut, eine Meinung zu haben, Chapeau. Das ist nämlich gar nicht so einfach, denn da ist die Szene vielleicht sogar ein bisschen gespalten, würde ich nicht sagen. Aber die Meinungen gehen, glaube ich, ein bisschen auseinander. Da klingelt es aber tatsächlich. Geh mal ran. Mal sehen, ob wir schon was hören. Hallo, Sebastian hier, mit wem spreche ich?

Anrufer Sasche

Sascha Hier ist wieder mal der Sascha, hallo.
Sebastian Hallo Sascha, du hast Blut geleckt an der Unvernunft, sehr schön.
Sascha Unbedingt.
Sebastian Ja, Sascha. Das Thema Sichtbarkeit. Wie sieht es bei dir aus? Bist du sichtbar? Zeigst du etwas von deinem Kink?
Sascha Ja, also ich sage mal so, es kann sein, dass ich das auch in der früheren Situation schon mal ganz kurz angerissen habe. Aber wenn ich jetzt von einer Playparty spätabends oder frühmorgens nach Hause komme und aus meiner Spielzeugtasche die Dinge teilweise so rausgucken, weil ich noch keine so habe, die alles versteckt, und mich dann Leute ansprechen, dann sage ich denen auch ganz genau, was ich da gemacht habe. Also zumindest so, ja, ich komme von einer Spielparty und da dies und jenes. Und die Sache ist, ich bin ja selber, ich sage mal, gezeichnet davon, dass ich selber von mir nicht überzeugt war, eine ganze Weile das auszuleben, weil ich das irgendwie, ich sage mal, pervers fand. Und ehe das dann wirklich dazu kam, dass ich sage, diese Vorurteile, die können mir alles sowas von egal sein, ich mache einfach das, was ich will, das will ich gerne irgendwie so ein bisschen weitergeben. Falls ich da mal wirklich an jemanden gerate, der vielleicht auch mal überlegt hat, also der vielleicht auch so Gedanken hat wie ich früher und sich dann sagt, naja, ich weiß aber nicht, ob ich das wirklich umsetzen will, einfach so ein bisschen diesen Mut geben, sich auszuprobieren und dann auch Tipps an die Hand zu geben, wenn sich das anbietet.
Sebastian Darf ich mal ein paar Fragen stellen?
Sascha Ja, natürlich.
Sebastian Okay, also erstmal, da guckt das Zeug aus der Spielzeugtasche raus. Wer spricht dich denn da an?
Sascha Also ich, das ist jetzt zumindest noch die, ich weiß nicht, ob sich das jetzt nochmal demnächst anbietet. Ich hatte immer vom Quergeist in Berlin eine recht lange Rückfahrt vom Süden von Berlin, der Quergeist, nach Osten von Berlin mit den öffentlichen Verkehrsmitteln, nach Brandenburg raus. Und ja, ich habe schon mal ein Gespräch gehabt, da hatte ich einfach nur schwere Taschen, da guckte nichts raus. Aber die meinten, da kamen welche vom Baumblütenfest in Werder an der Havel. Und die meinten dann so, was, was schleppst du denn alles mit dir herum? Ich so, ja, da sind meine Spielsachen drin. Ich komme gerade von einer BDSM-Spielparty. Und ja, und dann sind wir so ein bisschen ins Gespräch gekommen. Einer von denen, der war Rettungsvanitäter und der hat dann schon gemeint, er musste schon aus manchen Leuten, aus manchen misslichen Situationen retten.
Sebastian Okay, also das heißt, wurdest eingeladen, darüber zu sprechen, ne?
Sascha Ja, also ich gehe jetzt nicht so offen auf Leute zu und sage, hier, guck mal, was ich hier dabei habe, so. Oder auch wenn Kinder dabei sind, dann versuche ich das auch so ein bisschen zu verdecken, dass man das nicht so sieht. Und letztens war auch Quegeist Flohmarkt jetzt vor einer Woche und da habe ich so einen Pranger gekauft, also nicht mit dem Fuß dran zum Hinstellen, sondern einfach dieses Ding, wo man halt...
Sebastian So eine Schandgeige quasi.
Sascha Ja, sowas in der Art, genau. Und dann haben mich auch so eine Mutter mit zwei Kindern, die Kinder, glaube ich, bei zwei Mädels, so zwölf Jahre alt würde ich jetzt mal schätzen, haben die gefragt, wofür haben sie denn das? Ich so, ja, das ist als Deko, um es an die Wand zu hängen. Also die beiden, habe ich gesagt, die sind jetzt noch ein bisschen zu jung, um denen zu sagen, hier... Leute machen sowas wirklich und spielen damit und das ist eine Sexualität. Nee, das habe ich mir da nicht, getraut.
Sebastian Okay, da haben wir schon diesen Punkt. Das Ding mit den Kindern, das habe ich in den letzten Wochen sehr häufig gehört. Und ich gucke jetzt mal rüber zum Podcast, und die guckt mich gleich entweder ganz böse an, ob ich hier Mist erzähle. Kinder haben erstmal ja nur eine Neugierde. Die sehen einen Gegenstand, der ist halt da. Und im Zweifel kennen sie den schon. Und ja, natürlich sollte man da jetzt nicht mit Sexualität und Zeugs anfangen. Aber wenn sie fragen, Zweifel. Natürlich in dem Fall sind wir immer im Bereich Mittelalter. Und dann passt das schon irgendwie. Im Zweifel haben sie das ja auch alles schon mal gesehen. Im Zweifel in irgendeiner Zeichentrickserie oder irgendwo.
Sascha Da habe ich auch sofort gesagt.
Sebastian Genau, da ist der Kram eh schon. Aber die sexualisieren das ja erst mal nicht. Die sind erst mal nur neugierig. Die Eltern sind immer so das Ding, wo ich denke, so hm.
Sascha Die Mutter saß ja jetzt daneben, nicht, dass sie dann gesagt hätte, hier, wie können Sie denn so, das wäre dann doof gewesen. Also bin ich da lieber vorsichtig gewesen.
Sebastian Ja, also das ist tatsächlich so ein ganz klarer Punkt. Wenn du jetzt nachts nach der Party nach Hause fährst, da kannst du eher davon ausgehen, dass da nur Erwachsene unterwegs sind. Aber ich glaube, das Sexualisieren der Sache selbst, das ist ja eine Geschichte, habe ich auch so im Vorfeld gemerkt, es gibt Menschen, die sexualisieren Dinge, die sie sehen, wo die betroffene Person das gar nicht sexualisiert. Also was weiß ich, die Person, die etwas durch die Gegend rennt oder mit den Taschen zum Beispiel und andersherum. Das ist also spannend, da mal zu gucken, wo der Maßstab eigentlich ist. Also wer muss es denn sexualisieren, damit es dann eventuell störend ist? Oh, das werden Fragen heute. Ja, also mit dem Teil bist du da durch die Gegend gegangen. Ganz ehrlich, ich sehe aber auch Leute mit einer ganzen Menge Kram, womit sie durch die Gegend gehen. Also das ist dann ja auch nur ein Gegenstand. Aber du hättest ja auch überlegen können, ich wickel das in den Decker ein. Also warum dieser Mut zu sagen, nee, ich mach das jetzt offen.
Sascha Ja, ich glaube, weil ich mich zu lange vor mir selbst versteckt habe. Das ist dann einfach so ein bisschen, ja. Also ich bin auch mal hier in Strausberg, hier im Osten von Berlin, bin ich in die S-Bahn eingestiegen, hatte schon meine Latex-Kluft an. Und da waren dann auch so, ich sage mal, Halbstarke, vielleicht so 15, 16 Jahre alt. Und die wollten dann unbedingt, dass sie ein Selfie mit mir machen dürfen. Ich so, ja, macht. Also ich habe damit kein Problem. Und ja, ich muss mich nicht verstecken, sage ich mal so. Also ich habe jetzt nichts zu verheimlichen. Ich bin jetzt nicht in irgendeinem Berufszweig, wo man mich irgendwie öffentlich auf irgendeiner Firmenwebseite zu sehen bekommen wird oder was. Deswegen bin ich da eigentlich ganz offen. Vor allen Dingen, wenn mich jemand darauf anspricht, auf irgendwas, was dann an mir ist und dann erfahre ich die Wahrheit und versuche mich nicht rauszureden.
Sebastian Ja, lass mich mal fragen, jetzt dieser Punkt Sexualität oder Identität? Was würdest du nach außen tragen? Sexualität ja klar nicht, aber ist BDSM für dich, wo auf dem Spektrum ist es? Ist es für dich Kink ist quasi Porn und das ist halt zur Erregung da oder ist es ein Stück weit Identität und das bin ich?
Sascha Das ist mehr Identität. Also ich sage auch immer, ich brauche für das BDSM, um da Spaß zu haben, keinen Sex. Aber mit Sex wäre jetzt auch nicht schlimm, wenn da jetzt Sex irgendwie mit bei wäre. Aber ja, das ist eher, ich brauche das aber nicht unbedingt so. Also daher ist die Frage eher zu antworten mit, ja, das ist eher so eine Identität. Ich mache die Dinge halt.
Sebastian Ich haue nochmal so ein schlimmes Beispiel raus. Der große Sportwagen, den sich jemand gekauft hat. Das sexualisiert diese Person vielleicht. Die wird vielleicht spitz davon, wenn sie in ihr Auto steigt. Trotzdem bleibt es ein Auto für die Umstehenden.
Sascha Brummen hört den Motor auf. Oh, da fällt mir jetzt gerade noch gar nichts ein. Na gut, vielleicht irgendwie wirklich, also so in Fetichkleidung rumlaufen, ja. Sobald man in Berlin ist, ist es eh das Normalste von der Welt, weil es irgendwie ist. Aber, ja, weiß ich nicht. Irgendwie öffentlich spielen oder zumindest auf irgendwie, dass ich sage, also ich habe jetzt zum Beispiel für das Vollsom wieder einen Spielpartner, der war letztes Jahr auch dabei, den, also Vollsom Europe, Das ist jetzt Samstag, das Straßenfest in Berlin, in Schöneberg. Das ist mehr so die Gay-Szene, aber ich finde, das ist immer so großartig, was da für Leute sind, so Outfits und so. Und ja, ich spiele ja auch mit beiden Geschlechtern, wie auch immer. Jedenfalls, ich mag die queere Szene sehr und da gehe ich, das ist immer ein Pflichttermin für mich, definitiv. Jedenfalls, da werde ich dann halt meinen Spielpartner in der Zwangsjacke an der Leine hinter mir herführen. Aber das würde ich jetzt nicht einfach irgendwo auf der Straße in der Fußgängerzone machen, weil das fände ich, ja doch, da würde ich dann sagen, das wäre drüber. Aber wenn ich jetzt sagen würde, ich würde jetzt irgendwo, wo es jetzt nicht so richtig kinky ist, aber wo halt Alternativität ähm. Ähm, also wo man alternativ sein darf, äh, alternativ aussehen darf, da würde ich auch mal auf irgendein Konzert in Latex gehen vielleicht, einfach um Aufmerksamkeit vielleicht. Also vielleicht habe ich auch so ein ganz bisschen so ein Aufmerksamkeitsding, aber weniger. Aber ich fände es halt cool, weil ich spreche ja auch gerne Leute an, die ein cooles Outfit anhaben. Wenn ich dann selber auch irgendwie, ja, aber jetzt nicht irgendwie da, ganz random so. Das fände ich dann wieder.
Sebastian Nee, wieder nicht. Inwieweit gibt es, das ist also erstmal so der Punkt, passt das zur Umgebung, was mache ich wo, wo ist aber vielleicht auch so ein Stück weit Selbstschutz dabei, wo sagst du, da gehe ich jetzt vielleicht nicht im Latex Outfit hin, weil, ich mag mir die Sprüche oder die Blicke von den Leuten sparen, also wo sagst du, da ist es nicht der, ich sag mal, der Schutz oder das Aufsehen erregen von anderen, dass die sich vielleicht darüber ärgern könnten oder das doof finden könnten, sondern dass du auch vielleicht ein negatives Feedback bekommst. Also wo sagst du, da würde ich eher aufpassen?
Sascha Oh, das weiß, ich gar nicht genau. Naja, ähm, Also ich sage mal so, die Sachen, wo ich bis jetzt mich irgendwie getroffen habe oder so, da war das, bin ich noch nicht in irgendeiner Situation gewesen, wo ich gesagt hätte, naja, hier lieber nicht. Ich zum Beispiel ist auch in gut einer Woche im Samstags Torture Garden und direkt nebenan ist quasi vom Neulendorfplatz, da ist das eine Filiale vom Amrit, von dem indischen Restaurant. Und da habe ich mich auch letztes Mal mit einer Person verabredet, vor dem Torture Garden. Also da bin ich da hochgekommen, da saßen die alle in ihrem Outfit da in dem Restaurant und ich fand das total stark, sagen Sie.
Sebastian Ja, das ist cool. Aber ich überlege gerade, wo könnte eine Grenze sein? Also nehmen wir mal an, du gehst in den Zoo. Müsste das im Latex-Outfit sein, weil da sind genug Menschen, wo du dir vielleicht einen Spruch ziehst?
Sascha Nee, das war da vielleicht dann auch wieder nicht. Also nicht so, wo jetzt so viel mit Familien ist. Was ich vorhin meinte, ist eher irgendwie, ja, ich weiß jetzt gar nicht mehr, was das für eine Veranstaltung war, aber das hat sich dann eh verschlagen. Aber da habe ich vor einem Jahr dann schon irgendwie gesagt, naja, da ging es mir auch gerade nicht so gut. Da habe ich gesagt, naja, jetzt würde ich ganz gerne mal hier so ein bisschen auffallen. Da hätte ich das dann vielleicht gemacht, wenn ich da wirklich hingegangen wäre. Aber letztendlich bin ich da gar nicht hingegangen.
Sebastian Ja, ich haue nochmal so ein Ding raus. Nehmen wir mal an, so eine Art Sport. Sport-Event, Fußballspiel, Stadion, alle Leute saßen eh bekloppt, die tragen eh Fetisch-Klamotten, also so Fanscharts und so ein Zeug und Trikots. Also genau, alles voll damit. Aber da hast du auch eine Menge Leute, die den Mund sehr weit aufmachen, weil da ordentlich Bier im Spiel ist. Also ich würde da dann davon absehen, irgendwas offen zu zeigen, weil ganz ehrlich, das ist dann vielleicht auch so das Gefühl eines Spießrutenlaufs.
Sascha Da kriegt man dann eher so diese negative Feedback, denke ich mal. Das wäre vielleicht nicht so schön.
Sebastian Also ich will das jetzt nicht unterstellen, dass das so ist, aber ich könnte mir vorstellen, dass das nun gerade ein Terrain ist, wo ich mich selber auch schützen wollen würde oder auch mein Subi.
Sascha Ja, also ich bin jetzt meistens, ich treffe meistens meine, ich habe jetzt keine feste Partnerschaft oder so. Ich treffe meistens die Leute dann am Ort und wir haben meistens irgendwie getrennte Rückwege dann. Aber gut, bald wohne ich eh sehr nah am Quälgeist, da muss ich dann gar nicht mehr so weit mit der Bahn fahren.
Sebastian Wenn der Quälgeist so weitermacht, dann hat er so sein eigenes kleines Viertel, wo sie alle eh den ganzen Tag kinky rumrennen. Schon öfter davon gehört, ich möchte näher an den Quälgeist ranziehen.
Sascha Ja.
Sebastian Möchte ich theoretisch auch, aber ich kann die Entfernung vielleicht um 20 Kilometer reduzieren, dann sind es immer noch 300. Ich weiß nicht, ob das was ausmacht.
Sascha Ja, das ist schwierig.
Sebastian Für die Menschen, die es nicht kennen, der Quergeist ist ein netter Club in Berlin, so ein kleines Lädchen, wo man ein bisschen feiern kann.
Sascha Vom Spielexikament der Beste.
Sebastian Das hast du jetzt gesagt. Das habe ich noch nicht herausgefunden. Muss ich vielleicht mal testen. Okay, Sascha, da wollen ja heute bestimmt noch mehr Menschen anrufen. Du hast einen super Anfang gemacht und ich habe dir erstmal ganz viel hingeworfen, damit es einmal gesagt ist. Ich bin gespannt, was die nächste Person sagt. Und dir wünsche ich, dass wenn du den Geigenkoffer oder ich weiß nicht, die ganzen Taschen mit dir rumträgst, dass daraus maximal nette Gespräche werden.
Sascha Bisher waren die immer sehr nett. Also hat jetzt keiner gesagt, hier irgendwie auch, was machen sie denn für komische Sachen oder so. Nee, die waren immer sehr interessiert. Bei dem einen, der hat auch wirklich gemeint, er findet es spannend, wirklich mal jemanden zu sehen, der das wirklich macht und nicht irgendwie diese Klischee-Scheiße, die man im Fernsehen sieht. Ja, das fand ich sehr schön.
Sebastian Wer sieht denn noch Fernsehen?
Sascha Ja, ich nicht mehr. Ich wünsche dir einen schönen Abend.
Sebastian Mach's gut. Tschüss.
Sascha Danke dir auch. Tschüss.
Sebastian So, ihr Lieben, das war Sascha. Der hat einen tollen Anfang gemacht, finde ich. Und ja, ihr habt schon gemerkt, ich habe ihm jetzt ganz viel hingeworfen. Und ja, ich möchte weiter mit euch sprechen. Die Telefonnummer ist bekannt. Ich sage sie aber gerne nochmal. Sie steht auch unter dem Chat irgendwo 05101

Anruferin Pesky

918. Ach, ich brauche es gar nicht weiter sagen. Es klingelt. Hallo, Sebastian hier. Mit wem spreche ich?
Pesky Mit der Pesky.
Sebastian Hallo Pesky. Ja, ich bin gespannt. Wie ist das bei dir? Wie weit magst du und kannst du sichtbar sein?
Pesky Also, es ist so, mein Cousin hat, in Stuttgart ein Tätowierstudio und hat mir tatsächlich auf dem Nacken ein BDSM-Tattoo gemacht. Beziehungsweise Priskele. Genau. Also sozusagen trage ich das dann immer bei mir so ein bisschen. Genau. Und wenn ich auch unterwegs bin, dann trage ich auch gerne so ein Kolle oder so. Genau.
Sebastian Kleinstadt oder Großstadt?
Pesky Also ich wohne ja in Freiburg.
Sebastian Das ist schon groß.
Pesky Schon groß, ja. Also ich sehe auch immer mal wieder so Menschen, die dann das auch tragen. Und dann freie ich mich dann immer, dann schreie ich die an und denke mir so, oh, voll schön.
Sebastian Ja, wir machen das ja auch ein bisschen, um uns auch gegenseitig vielleicht wahrzunehmen oder zu erkennen. Wurde es schon mal irgendwie angesprochen? Und gerade mit so einem Tattoo im Nacken, gut, Triskele, da kann man noch mit Mittelalter kommen, da kann man noch ausweichen. Aber also gab es da schon mal eine Ansprache oder mit dem Halsband, dass da irgendjemand was gesagt hätte oder wo du das Gefühl hattest, da guckt dich irgendwie jemand komisch an oder sowas?
Pesky Also angesprochen wurde ich noch nicht, aber ich wurde schon immer mal wieder so angeschaut, so auf der Straße. Also ich finde, man merkt dann schon die Blicke, wenn Leute einen entweder sehr interessiert anschauen oder auch so ein bisschen, ja, manche sind auch so ein bisschen angewidert, was auch irgendwie ein bisschen schade ist.
Sebastian Ja, jetzt müssen wir mal gucken. Also auf der Straße, okay, die Leute können weggehen. Das ist eine einfache Geschichte. Stell dir mal vor, du sitzt irgendwie im Restaurant oder im Café. Da sitzen die Leute ja auch und wenn die das dann nicht mehr sehen wollen, sage ich mal, dann müssten sie bezahlen und gehen. Also die hätten Umstände, die können nicht einfach ausweichen. Inwieweit müssen die das einfach akzeptieren und ertragen oder sagst du, nee, an solchen Orten, da zum Beispiel, da bedecke ich das Halsband als Beispiel oder da gucke ich, dass ich eine Hoodie trage, dass man den Nacken nicht sieht. Also inwieweit würdest du sagen, da nehme ich besonders viel Rücksicht oder wo du sagst, nee, das bin halt ich.
Pesky Also es ist tatsächlich das Zweite. Ich gehe damit sehr offen um und ich bin da auch sehr, also ich rede auch in der Öffentlichkeit offen über das Thema. Eine Sache ist mir eingefallen. Ich war mit einer Freundin zusammen, auf Frühstücken bei einem Bäcker und dann war da der Verkäufer, der tatsächlich dann zu uns kam und gesagt hat, ich finde es richtig schön, dass er darüber redet. Und es gibt auch so Aufklärungen anderen Menschen, die hören dann zu und so. Und es war total cool, das zu hören, das ist richtig schön.
Sebastian Bist du schon jetzt zwei Gespräche und die zweite Person, die sagt, da sind auch coole Gespräche entstanden. Das hatte ich vorher gar nicht auf dem Schirm, dass das die Umgebung vielleicht doch, ich sag mal, inspirieren könnte. Natürlich nicht alle, aber dass das ja auch eine Tür aufmacht zur Offenheit und zu Gesprächen. Das ist eigentlich eine total wichtige Mission tatsächlich.
Pesky Ja, zu schauen. Das ist richtig schön. Und das, hat mich auch irgendwie dazu gebracht, dass ich dachte, okay, ich bin einfach offen mit dem Thema. Also klar, wenn jemand zu mir sagt, du, da möchte ich jetzt gerade nicht so gerne reden oder so, eine befreundete Person oder so, die dann irgendwie selber drauf steht, das kann ich dann schon verstehen, wenn dann jemand sagt, oh, genau. Genau, aber ansonsten bin ich da sehr offen, also beziehungsweise auch sehr offen mit meinen Vorlieben und wenn ich irgendwie auf den CSD gehe oder keine Ahnung, dann trage ich tatsächlich auch immer ein Halsband oder einen Koller.
Sebastian Ja, also Halsband hat ja auch den Riesenvorteil, das ist jetzt inzwischen Mode, die kannst du bei H&M kaufen, habe ich gesehen, die sind auch auf irgendwelchen Werbeplakaten, also das muss man ja, darf man ja auch nicht vergessen, ich gehe durch die Stadt, ich sehe Werbebanner, Werbeplakate, ich sehe irgendwelche Screens mit Unterwäschemodels drauf und auch in den lustigsten oder in erotischen Posen, ich sehe Werbung für irgendwelche Sexclubs, ganz ehrlich, wenn ich rausgehe, dann werde ich ja eh mit allem beballert und ganz ehrlich, die ganzen Marvel-Kinos, nur Plakate, die überall dann im Zweifel rumhängen, die sehen jetzt auch ziemlich nach Fetischkleidung aus. Eigentlich haben wir doch, eigentlich machen wir doch noch gar nicht genug, da geht doch noch mehr.
Pesky Ja, das stimmt. Ich denke mir manchmal auch, schade, dass es nicht irgendwie so Demos oder so gibt manchmal. Das würde ich mir schon wünschen.
Sebastian Ich würde den CSD da schon so ein bisschen mit reinziehen, weil diese Freiheit, das ist ja ein Ort, wo die Leute sich auch da wirklich anziehen und sich auch, demonstrieren, dass das geht und dass sie Menschen sind.
Pesky Genau. Ja, ja, aber so eine eigene Demo habe ich tatsächlich noch nicht gesehen. Aber das fände ich auch mal cool, so eine Kinky-Demo.
Sebastian Ja, wo siehst du die Grenze? Also wo sagst du, das ist dann drüber, das würde ich nicht machen und das würde ich auch nicht wollen, dass andere BDSM-Leute das in der Öffentlichkeit tun? Wo sagst du, das ist zu viel, also das geht nicht?
Pesky Also ich glaube, wenn Kinder im Spiel sind und jetzt jemand irgendwie, weiß ich nicht, mit Lack und Leder in der Öffentlichkeit unterwegs sind, während Kinder dabei sind. Und der Kleine wird immer dabei sein. Das fände ich sehr schwierig.
Sebastian Okay, dein Limit. Du stehst in Lack und Leder da und neben dir das Plakat von Catwoman. Was verstört die Kinder jetzt? Entschuldigung, ich muss es einmal jetzt hier gesagt haben. Ich glaube nämlich, guck dir Animes an. Ganz ernsthaft? Eigentlich geht da mehr. Wo ist für dich der Unterschied? weil eigentlich machst du Cosplay dann, für die Kids ist das Cosplay.
Pesky Ja, also genau eben. Also bei mir ist es so ein bisschen so, dass ich denke, wenn Menschen wirklich aktiv, jetzt keine Ahnung, sich in der Öffentlichkeit zum Beispiel erschlagen würden oder so oder, weiß ich nicht oder so sexuelle Handlungen oder so vor Kindern ausüben.
Sebastian Super wichtiger Punkt. Also das würde ich auch unterschreiben. Das ist eine dunkelrote Linie. Da kommt dann auch noch dazu, dass ja andere dann abwägen müssen. Machen die da gerade Spaß oder ist das ernst und ich muss im Zweifel die Polizei rufen? Ich glaube, in dem und wo Leute auch darüber nachdenken. Ich glaube, da sind wir definitiv drüber, glaube ich.
Pesky Ja, genau. Also da würde ich dir sagen, okay, das ist eine Grenzüberschreitung. Wenn es um dritte Menschen geht, die damit eigentlich nichts zu tun haben wollen, dann fühlt sich das, ja, dann finde ich das nicht okay so. Ja, also ich finde es auch schön, in der Ähnlichkeit zu spielen. Ich finde es aber, wichtig, das dann verdeckt zu spielen.
Sebastian Ja. Ich habe auch da mal den Chat gefragt, wo ist so die Grenze. Und der Ausschlag ist hier, 40% sagen sichtbare Kleidung, Halsband, Latex, Leder ist die Grenze. Rituale Halsband anlegen Knien wird dann schon weniger, aber da scheint so das Limit zu sein. Ja, muss man gucken, was man zeigen will. Also die Frage ist ja, will ich das zeigen oder wenn ich es zeigen will, dann kommt ja erst die zweite Frage, was macht die Umgebung? Also ich muss mal schauen mit diesem Argument, die mediale Beschallung, also wie gesagt, ich mache TikTok auf, ich sehe Plakate, ich gehe ins Kino, ich sehe überall eigentlich Fetischklamotten, wenn ich mal darauf achte, da bin ich halt wirklich im Überlegen, wo, warum das, also das muss mir ja vielleicht jemand anders erklären, warum das eine Grenze sein kann und sollte, das müssen wir mal schauen, da bin ich noch nicht ganz überzeugt.
Pesky Also da gibt es mir schon auch recht, wo ich sagen würde, okay, das geht noch so, aber ich meine eher so, wenn es in Richtung sexuelle Handlungen geht oder jemand anderes kniet vor, der dominanten Person oder so, dann würde ich sagen, okay, das wäre vielleicht einfach ein bisschen viel so, weil, naja, doch tritt es vielleicht auch Richtung... Ja, auf Gewalt gehen könnte oder so. Und das würde ich sagen, wäre einfach zu viel, gerade eben, wenn auch Kinder dabei sind oder ja, auch Menschen, die das von außen sehen und denken, okay, was ist das? Also genau, ich finde, solange man einfach ein bisschen drauf achtet oder auf beide Seiten und einfach der Content auch gegeben ist. Ich glaube, da sollten einfach alle auch irgendwie damit fein sein. Genau.
Sebastian Ja, also ich glaube, auf den Punkt können wir uns einigen. In dem Moment, wo Außenstehende auf die Idee kommen können, da passiert etwas, dass Menschen der Meinung sind, sie müssen überlegen, ob sie eingreifen oder helfen müssen oder Hilfe holen müssen. Ich glaube, da sind wir dann wirklich an einem Punkt, wo es gar nicht mehr geht. Und davor, Fingerspitzengefühl.
Pesky Ja, ich denke mir halt immer, die Menschen, also in der Szene ist es sehr wichtig, dass da auch Konsens gegeben ist. Und alle müssen ja damit einverstanden sein. Und wenn man jetzt in der Öffentlichkeit sehr, denkt, okay, die beiden haben ja, keine Ahnung, den Content gegeben, dann haben die Dritten das aber nicht gegeben, den Content. Und das ist so, wo ich sagen würde, okay, naja.
Sebastian Ja, gut. Brauchen wir den Konsent von Dritten? Weil wir wollen ja mit denen ja nichts tun, sondern wir bieten, sie können etwas wahrnehmen. Das müssen wir noch diskutieren. Pesky, ich habe ja schon gesehen, es hat hier schon viermal geklingelt gerade. Ich glaube, ich führe das mit der nächsten Person weiter. Ich hoffe aber, dass du dich mit Halsband und Tattoo echt wohlfühlst und da, auch immer schöne und gute Gespräche mit hast und dass dich da niemand blöd anguckt.
Pesky Ja, danke schön Dann einen schönen Abend noch Danke.
Sebastian Dir auch, tschüss Tschüss, So, ihr Lieben, das war Pesky. Und jetzt ist die Leitung wieder zurückgesetzt. Immer wenn jemand aufliegt, dann wird hier zurückgesetzt. Das heißt, in dem Moment werden Anwaltversuche quasi instant blockiert.

Anrufer Herbi

Aber es klingelt direkt wieder hervorragend. Ich gehe mal ran. Hallo, Sebastian hier. Mit wem spreche ich?
Herbi Hallo, hier ist der Mike.
Sebastian Der Mike, ach der Mike. Alles klar.
Herbi Der Mike, genau.
Sebastian Sehr schön. Der, den das Podcast so wie jetzt mit H schreibt.
Herbi Oh, ja, das ist genau Herbie.
Sebastian Mike. Ja, ich glaube, jetzt hat sie nämlich den Falschen rausgewöhnt. Keine Ahnung, einer von beiden ist es. Okay. Ja, Öffentlichkeit. Wie sieht es aus? Wir haben uns ja schon im Vorfeld unterhalten. Du kennst alle meine boshaften Argumente. Ich habe ja an dir meine Argumentation getestet. Ja, ich weiß. Wie sieht es bei dir aus? Du musstest neulich über die Straße gehen, habe ich gehört.
Herbi Ja, ja, klar. Also das war, wir waren auf der Messe in Bochum. Und da fand ich das sehr toll. dass ich mich mal in Latex draußen auf der Straße präsentieren konnte. Das war zwar nur eine Jacke, aber das fand ich halt total schön. Aber wenn man das jetzt hier machen würde bei mir zu Hause, hör mal, du kennst ja mein Dorf hier und die Bevölkerung ist überwiegend alt. Und wenn ich dann mal in Latex an der Straße vorbeigehen würde, ich glaube, das würde sehr viel verstörende Blicke auf sich ziehen. Und naja, sehr viele Gespräche.
Sebastian Das würde der Maik doch, sowas macht doch der Maik nicht. Wie läuft denn der Maik da rum? Also wen schützt du dann? Deine Nachbarn oder dich?
Herbi Wahrscheinlich eher mich.
Sebastian Okay.
Herbi Ganz klar. Aber was ich gerade bei der vorigen Dame gehört habe, Konsens. Das ist natürlich ein Punkt. Die haben mir nicht den Konsens gegeben, dass sie das sehen wollen.
Sebastian Ja, ich gebe aber auch nicht den Konsens, dass ich Verbrenner auf der Straße sehe. Ja, ich gebe auch keinen Consent dafür, dass da irgendwie, ganz ehrlich, heute Mittag passiert, ein Hund bei mir auf das Grundstück kackt und all solche Sachen, während das Härchen daneben steht. Es passiert ganz viel, wo ich jetzt keinen Consent so gegeben habe. Also ich mag den Consent-Gedanken nicht entwerten. Consent ist toll und gut und wichtig und das brauchen wir auch. Die Frage ist nur, wenn die Leute irgendwas sehen zu dem Werbeplakat mit der Domina drauf, haben sie auch keinen Consent gegeben.
Herbi Nee, das ist richtig. Aber wir können uns als BDSM-er bewusst entscheiden, wenn wir zum Beispiel zum Party gehen, BDSM-Party, wissen wir ganz klar, hey, da gehen wir hin, da wird gespielt, da sehen wir Leute in Latex, in Leder, in Nackig und wie auch immer. Dafür haben wir uns bewusst entschieden. Wenn wir allerdings jetzt sagen, wir gehen so jetzt hier alltäglich durchs Dorf oder sowas und das ist mit Halsband und Leine und die Partnerin führt mich dann mit Leines durchs Dorf. Ich glaube, da würde ich für mich persönlich den Strich ziehen. Das fände ich zwar irgendwie ganz lustig, ja, aber ich glaube, ich möchte es nicht anderen Leuten antun, weil die damit wahrscheinlich nichts anfangen könnten, die meisten.
Sebastian Okay, ich mag gar nicht gegen dich argumentieren. Also ich kann das nachvollziehen, man könnte ja auch meinen, oh jemand, Halsband und Leine, da kann man denken, okay, ja die spielen da, die machen irgendwelchen lustigen Kram oder da hat jemand eine Wette verloren oder Junggesellenabschied, die machen übrigens auch sehr viele Dinge in der Öffentlichkeit, wo wenig Konsent ist und die machen solche Sachen mit Halsband und Leine, Entschuldigung. Also man sieht diese Sachen alle, die sind nicht einzigartig für uns. Aber da wäre natürlich schon denkbar, dass jetzt irgendeine Nachbarin in irgendeiner Wohnung sitzt und sagt, oh, da wird irgendwie jemand vielleicht entführt, der sieht jetzt nicht glücklich aus, wenn er da an dem Halsband durch das Dorf gezogen wird. Sowas haben wir ja noch nie gesehen. Ich rufe mal die Polizei. Das heißt, in dem Moment habe ich ja wirklich eine Person verunsichert und sie ist am Überlegen, ob sie jetzt hier Hilfe leisten muss. Ich glaube, das wäre so ein Ding, wo man sagt, also im Dorf vielleicht nicht so gut, in der Stadt, vorm Bahnhof, weiß ich nicht. Also was macht der Ort denn? Also welchen Unterschied macht der Ort tatsächlich?
Herbi Ja, also ich denke mal, in der Großstadt ist es einfacher als auf einem kleinen Dorf. Ich stelle dir mal vor, man geht durch Basche, alle in kinky Klamotten, keine Ahnung, ein paar Leute. Das würde auf jeden Fall für Spraystoff sorgen. Machst du das in Berlin oder in Hamburg oder wie auch immer, das ist quasi alltägliches Bild.
Sebastian Ja, aber die Leute sind doch die gleichen. Also was macht das beim Konsens für einen Unterschied?
Herbi Ja.
Sebastian Naja, Entschuldigung. Was ist der Unterschied? Da sind genau so alte Leute, junge Leute, Kinder, Jugendliche. Es ist genau das Gleiche. Autofahrer, die irgendwie, also sagen wir mal, klar, die Gesellschaft unterscheidet sich schon von Ort zu Ort in der Struktur, in der Alterszusammensetzung vielleicht auch. Aber vom Grundsatz her ist ja, Konsent hat ja nicht damit zu tun, ob ich auf dem Dorf lebe.
Herbi Nee, das ist richtig. Aber es hat ein bisschen mit der Bevölkerung zu tun und wie offen die Bevölkerung mit Sachen umgeht.
Sebastian Ja, okay, aber das ist dann wieder Selbstschutz.
Herbi Nein, nicht direkt, nicht direkt Selbstschutz.
Sebastian Ich muss mal ganz kurz sagen, liebes Publikum, Maik und ich haben das vorher schon ordentlich ausgefochten und deshalb darf ich, ich hoffe, Maik, du bleibst noch dabei, deshalb haben wir den Konsens, dass wir hier ganz schön fighten dürfen.
Herbi Ja, klar, hau auf, wie egal.
Sebastian Das heißt nicht, dass ich dich nicht respektiere oder deine Meinung, aber ich habe mich ja gut vorbereitet und dann darf ich hier gerade alles abfeuern, und ich kann auch in die andere Richtung argumentieren. die nächste Person anruft und sagt, ich mach alles, ich peitsche so wie auf der Straße auf, dann kann ich genau in die Gegenrichtung argumentieren. Also nicht denken, dass ich jetzt hier Mike platt mache, ihr Lieben. Im Gegenteil, es ist mir ein Fest und ich hoffe dir auch.
Herbi Alles gut.
Sebastian Okay, also das habe ich dich unterbrochen und selber den Faden voll entschuldigt. Ich habe den Faden auch verloren. Ist das gemein gerade, das ist unangenehm. Wo waren wir?
Herbi Ich glaube, wir waren im Dorf und in der Stadt, die Leute und mit Konsens. Ja, gut, aber der Faden ist trotzdem weg.
Sebastian Okay, also fangen wir mal so an. Wir nehmen jetzt mal die Stadt und es ist eine anonyme Stadt. Das heißt, du kannst davon ausgehen, du wirst mit den Leuten, die dort eventuell auch rumlaufen, nie wieder zu tun haben. Das heißt, dir kann es eigentlich egal sein, ob die dich doof finden. Das heißt, also dein Selbstschutz ist quasi dadurch erfüllt, dass du die Leute nie wieder siehst. Nehmen wir das mal an.
Herbi Ja.
Sebastian Also was hält dich davon ab, ich sag mal in irgendeiner Einkaufspassage in Berlin, im Latex-Sood durch die Gegend zu laufen?
Herbi Tatsächlich ist die Hemmschwelle da deutlich geringer, als wenn ich das hier bei mir zu Hause machen würde. Definitiv. Wenn man jetzt hier zum Beispiel zur Pettenmesse fährt, wenn man zieht sich da auf dem Parkplatz um teilweise, ist vollkommen egal. Da ist meine Hemmschwelle tatsächlich komplett weg. Wenn ich das hier jetzt im Garten machen würde, da müsste ich mit den Nachbarn erstmal sprechen. Hey, ist das okay für dich? Und da sind auch Kinder im Spiel. Und ich bin kein Superheld.
Sebastian Ja, aber du kommst einem Superhelden schon relativ ähnlich. Wenn du dann noch die Maske aufsetzt, ganz ernsthaft, das sieht nicht, also Ant-Man ist nicht so weit weg von dir.
Herbi Ah, okay.
Sebastian Mit der Maske, das kommt schon so ein bisschen hin, finde ich. Entfernt, aber so ein bisschen. Das gucken die Eltern mit ihren Kindern im Kino um Himmels Willen, das ist ja für das K-12.
Herbi Ja, es ist nur Kleidung, das stimmt schon. In meinem Fall ist es nur Kleidung. Das ist wahrscheinlich einfacher, als jetzt mit einer Leine oder ausgepeitscht zu werden, wie du es schon so schön gesagt hast, in der Öffentlichkeit. Aber ich würde mir wünschen, dass das alles anders wäre und man könnte durch die Straßen gehen, man könnte das alles anziehen, wie man möchte, egal wer, egal was, die keine Rolle. Aber die Realität sieht so aus, dass es so ist. Das können wir so schnell nicht ändern.
Sebastian Nein, das können wir nicht. Aber wenn wir nie irgendwie sichtbar sind, dann kann sich die Gesellschaft ja auch nicht an uns gewöhnen. Also das mal… Ne.
Herbi Das ist richtig.
Sebastian Wir haben uns… Also ich ziehe jetzt doch… Einmal mache ich das jetzt. Ich ziehe jetzt einmal die Homosexualitätskarte, einmal, liebes Wolling, und ich weiß, dass dieser Vergleich ordentlich hinkt. Also wirklich ordentlich. Dennoch ist so ein bisschen, die Entwicklung ist ja eine von vor 50 Jahren, 40 Jahren komplett verboten. Du wirst dafür angezeigt und gehst im Zweifel in den Knast zu, es wird legal und inzwischen ist es etwas, was, ich sag mal, ein Berliner Bürgermeister vor laufender Kamera macht, dass er seinem Partner die Hand hält und dass die sich zeigen. Da wurde also durch klares Framing öffentlich nach und nach geschafft, dass ein Großteil, leider noch nicht alle, Großteil der Bevölkerung sagt, das ist okay. Vielleicht finden das viele nicht toll, aber es würden sich wenig Menschen hinstellen, hoffentlich, hoffentlich und da auch wieder Stadt-Land-Unterschied, und sagen hier, um Gottes Willen, was ist denn da, ich fühle mich belästigt. Da ist also ich tue mich so schwer aber das Argument. Das schreit so danach erwähnt zu werden, deshalb mache ich das also bitte a la Shitstorm gegen mich, genau den Serienkram, habe ich auch da genau darüber nachgedacht genau so wie du aber da hat man sich irgendwie dran gewöhnt und ich mache Netflix an irgendeine Serie und die hat keine FSK-Einstufung in der Szene 1, Folge 1, Staffel 1, nach zwei Minuten knutschen da erstmal zwei Kerle rum und das ist, kein Drama Ja, der Code steht nicht in der Bild-Zeitung. Also da scheint Gewöhnung funktioniert zu haben. Ich will das auch für Kinky, also zumindest für Outfits will ich das haben. Und nur weil ich einen Stoff wie Latex geil finde und ich das sexuell anziehen finde, heißt das noch lange nicht, dass die Leute auf der Straße das irgendwie sexualisieren. Und wenn, dann ist es deren Problem.
Herbi Ja, wobei, ich muss ja sagen, so Klamotten generell, das wird ja mittlerweile schon salonfähiger. Durch ganze Filme, durch Bereiche, wenn man hier, ich komme nicht auf diesen Namen von diesen ganzen Läden, wo man Klamotten kauft, da gibt es ja mittlerweile auch schon Latex-Leggings teilweise zu kaufen. Bei Adidas war das. Oder generell glänzende Lederkleidung und solche Sachen kannst du ja mittlerweile nicht Decathlon. Wie sind diese ganzen Klamottenladen?
Sebastian Ja, es gibt sie alle.
Herbi Ja, genau, aber auf jeden Fall kann man da halt auch schon sehr viele solche Sachen kaufen, auch Schaukehaltsbenders, wir haben das auch erzählt gehabt. Die kannst du ja auch für Kinder mittlerweile kaufen, sowas.
Sebastian Okay, pass mal auf, ich habe hier im Chat gerade mehrere Zeilen gefunden von Solces und auch von Christine357. Die schreibt zum Beispiel, ich würde unterscheiden, ob es nur die Kleidung ist oder Fetischhandlungen in der Öffentlichkeit, egal ob Dorf oder Stadt. Ist ein Punkt, Handlung. Ja. So, wollen wir das auseinandernehmen?
Herbi Oh, Mann.
Sebastian Also, okay, nehmen wir mal an, du kannst anziehen, was du willst, solange du keine Geschlechtsteile zeigst, bist du erstmal safe.
Herbi Ja, grundsätzlich schon. Aber es gibt auch da Probleme. Man sieht ja zum Beispiel Instagram oder sowas, die machen ja ziemlich, diese ganzen Latex-Models, die haben Probleme mit ihren Accounts, die werden regelmäßig gesperrt, weil sie Latex-Kleidung zeigen.
Sebastian Ja, ob es an der Kleidung liegt, das ist noch zu diskutieren. Man weiß nicht, warum sie sperren. Ich weiß es ehrlich gesagt nicht. Aber ja, die haben Probleme. Das ist USA. Ja, wir nehmen jetzt Gesellschaft, wir nehmen jetzt mal Deutschland, weil ganz ehrlich, da sind die, ich sag mal auch die Gesetzeslage weltweit, das ist so unterschiedlich. Ich würde jetzt tatsächlich mich auf Deutschland beschränken wollen aus einem einfachen Grund, weil das ist der Raum, in dem die Menschen, die das hier hören, wenn ich vor die Tür gehe, dann bin ich halt in diesem Land, und nicht bei Facebook, weil die Regeln dort sind eh nochmal völlig bescheuert. Da werden auch Journalisten gesperrt. Also das heißt, Kleidung, würde ich sagen, da können wir mit einem gewissen, Ego sagen, es sind doch nur Klamotten. Was regt ihr euch auf? Erstmal. Handlung?
Herbi Aber zum Beispiel, ich habe eine tolle Maske von meiner Frau zum Geburtstag schon bekommen. Das ist so eine Silikonmaske. Das ist quasi so ein, ich will nicht sagen Pferdekopf, aber so ein Mähne dran und so was aus Silikon. Man sieht auch immer mein Gesicht kein bisschen. Das geht in der Öffentlichkeit, finde ich, schon wieder nicht mehr.
Sebastian Okay, was ist denn mit so einem Rudel-Papi-Player, die von Kneipe zu Kneipe ziehen mit ihren Papi-Masken?
Herbi Interessant, ja.
Sebastian Die sind so niedlich, sagen immer alle. Habe ich aber auch noch nicht gesehen. Hast du nicht gesehen? Okay. Also ich bin mir sicher, dass da auch eine Menge Menschen auf der Straße sagen, muss das denn sein? Oh, das ist ja wieder, das ist ja komisch. Nein, abartig wäre so ein Begriff. Aber die machen das, die sind sichtbar. Es ist ein Rudel Kerle im Zweifel. Also auch das ist ja nochmal so eine eigene Nummer für sich. Machen sie. Sollten die das lassen?
Herbi Ich denke nicht, solange die Leute sich nicht gestört fühlen. Aber es ist halt, wo kein Kläger, kein Angeklagter, kann man jetzt sagen. Sie sind sichtbar und sie machen keine sexuelle Handlung. Das finde ich halt schon eine wichtige Sache. Wenn es sich rein auf die Klamotten bezieht, finde ich das schon okay. Aber das ist meine Meinung. Ich bin auch sehr offen für alles Mögliche. Das ist schwierig. Es gibt mit Sicherheit Leute, die das total anders sehen und sagen, hey, das geht gar nicht.
Sebastian Also du bist so schön reflektiert und ich weiß ja, ich kann dich auch gar nicht überzeugen und das will ich auch gar nicht. Wir nehmen jetzt wirklich mal Wäsche in einem gewissen Rahmen, vielleicht nicht mit der Maske, wobei das wäre dann wieder Cosplay, rennen ja auch, Ferries rennen auch durch die Stadt, das geht auch alles, die sind im Zweifel niedlich und zu Fasching geht eh alles. Handlung wo wäre für dich die Grenze also würdest du dich hinknien um deiner Dame die Schuhe zuzubinden.
Herbi Ja, natürlich. Auch die High-Yields, meinetwegen.
Sebastian Würdest du das tun, ohne ihr die Schuhe zuzubinden?
Herbi Also man kennt geschichtlich eigentlich nur einen Knicks, den eine männliche Person vor einer Frau macht und der hat dann meistens so eine Schachtel in der Hand. So viele Knickse kenne ich sonst nicht.
Sebastian Okay, ja, also ich überlege auch immer, wie kann man Dinge legitimieren in der Öffentlichkeit? Das Schuhe zu binden zusammen mit dem Kommentar, ich habe es ja so im Rücken, danke, dass du mir die Schuhe zu bindest, zack, legitimiert.
Herbi Ja.
Sebastian Ja. Das stimmt schon, ja.
Herbi Wenn sie das machen würde, wenn sie das sagen würde, dann würde ich auf jeden Fall die Schuhe zu binden.
Sebastian Ja, ich höre jetzt aber mal auf, dir so viel Kontra zu geben, ich bin auch einfach verdammt gut vorbereitet, deshalb, nein, aber wo sagst du, das sind die Dinge, ganz klar, wo sagst du, das würde ich öffentlich machen und das würde ich gerade nicht mehr machen und vielleicht auch warum?
Herbi Ich bin ein total schlechtes Beispiel, weil ich sehr offen bin für viele Sachen und ich würde zum Beispiel meine Partnerin in den Nacken greifen, ich würde auch mal auf den Popo hauen, das ist ja auch nicht so gerne gesehen teilweise, aber ich würde sie wahrscheinlich nicht würgen in der Öffentlichkeit oder sowas, oder halt mit einem Schlagwerkzeug irgendwie hauen oder sowas, das würde ich wahrscheinlich nicht tun. Leinen rumführen. Wahrscheinlich auch nicht. Aber wenn es rein in die Klamotten geht, Klamotten, würde ich fast schon sagen, okay, aber auch nur in der Stadt. Hier zu Hause finde ich das irgendwie unpassend.
Sebastian Ja gut, aber wie gesagt, da kennst du ja die Leute im Zweifel auch und dann kommen deine Nachbarn damit rein und dann hat auch vielleicht deine Familie ein Problem, weil dann werden die Freunde der Freunde irgendwie angesprochen darauf, was macht denn der Mike da. Also dann spricht sich das rum und das will man auf dem Dorf vielleicht auch nicht so. Okay. Ja, also, ich glaube, das ist so ganz schwer zu überlegen, was kann ich wo machen und ja, wenn man da so interagiert und beide sehen glücklich aus, das macht ja auch nochmal einen Unterschied, können wir uns auf die Grenze einigen, wenn andere überlegen müssen, ob da jemand Hilfe braucht oder unterdrückt wird oder misshandelt. Dann haben wir eine rote Linie definitiv überschritten. Und davor können wir uns ja so ein bisschen rantasten vielleicht, ich sag mal abends in der Kneipe um 10, 11, da rennen dann auch keine Kinder mehr rum, sollten zumindest nicht oder tun sie es in der Regel nicht während es ich sag mal mittags 14 Uhr im Café in der Kleinstadt, gegenüber von dem Nachhilfezentrum vielleicht nicht so eine gute Idee ist.
Herbi Ja, das stimmt.
Sebastian Dieses verdammte Feingefühl schon wieder.
Herbi Generell hast du mit den Kindern komplett recht. Sie können mehr verkraften, als wir vielleicht denken, wegen Superheldenkostümen und, und, und. Aber mich stört so ein bisschen diese Beeinflussung von Kindern. Ich weiß, sie werden genug beeinflusst in alle möglichen Richtungen, aber aus meiner Richtung möchte ich das wahrscheinlich nicht machen. Also wir hatten hier zu Hause den Fall, meine Stieftochter, die hat meine Partnerin in Latex gesehen, fand das Material vorher total toll und war immer wieder am Gucken, was hat die da? Und dann hat die das erst mal angehabt und hat dann mal angefasst und dann war es auch immer total doof.
Sebastian Wollte nicht mehr. Okay, das ist eine super Strategie. Probier es, find es doof.
Herbi Thema durch. Die Beeinflussung vorbei.
Sebastian Ja, gut. Das ist natürlich spannend, weil das ist was Neues. Und das sieht aus. Aber an der Stelle, das heißt, deine Stieftochter, oh Gott, es tut mir jetzt schon ein bisschen leid, deine Stieftochter, würdest du da weniger schützen wollen als die Kinder von anderen Eltern?
Herbi Nein, nein. Aber das ist halt hier im heimischen Raum gewesen und ich sehe das halt so, das ist ein Teil von mir und meiner Frau und irgendwie muss das Kind da so leicht rangeführt werden. Wir setzen uns nicht auf den Stuhl und zeigen ihr, so spielen wir jetzt. Das wird nicht passieren. Aber wenn sie mal so sieht, dass man, wenn ich meinen Latex rumlaufe, das geht dann schon in die Richtung, wo ich sage, okay, eine Zeit lang hatte meine Partnerin auch ein Halsband getragen, das macht sie jetzt nicht mehr. Wir müssen ein bisschen diskutieren. Und das war auch okay. Sie hat auch einmal in der Küche vor mir gekriegt und da habe ich das angelegt, das war auch okay.
Sebastian Ja, also ich glaube, das Sexualisieren machen die Kinder tatsächlich nicht und, wenn gesehen wird, dass ihr irgendwie Spaß damit habt, dann ist es halt erstmal, ich glaube, interessant. Aber ich mag, also ganz ehrlich, das ist eure elterliche Entscheidung, Punkt. Und da müssen Eltern auch einfach Entscheidungen treffen, wie sie damit umgehen und wie nicht. Boah, Mike, ich glaube, ich muss dir einen ausgeben für das Gespräch. Danke.
Herbi Ja, alles gut.
Sebastian Das war schick. Dankeschön. Ja, ich mag jetzt auch gar nichts mehr sagen. Also für die Menschen, die jetzt als nächstes anrufen, so hart gehe ich mit niemandem heute mehr ins Gericht. Aber wie gesagt, dafür, dass wir vorher schon so hart diskutiert haben, das war super klasse. Danke dir. Hast du toll gemacht.
Herbi Kein Problem. Wieder gerne.
Sebastian Wunderbar. Ich wünsche dir einen schönen Abend. Mach's gut.
Herbi Tschüss. Ja, tschüss.
Sebastian Seid ihr Lieben, es war Mike-Hörby. Mal sehen, welchen Namen wir in die Shownotes dann gültig reinschreiben.

Anrufer Prey

Es klingelt einfach wieder. Ich gehe einfach mal direkt ran und höre mal, wen ich da dran habe. Hallo, Sebastian hier. Mit wem spreche ich? Frey, ja.
Prey Ich muss mal eben den Player auf Pause schalten, weil das geht über das selbe Headset.
Sebastian Das ist eine gute Idee. Hallo Frey. Ich kann mal offenlegen. Wir haben uns letztes Wochenende gesehen und haben eine Aufnahme gemacht.
Prey Ja, das haben wir. Und mir fällt gerade so ein, was ich alles nicht einbringen konnte, was vielleicht hier zu diesem Thema ganz gut passt. Nach der schwere Kost im positiven Sinne mit den ganzen Betrachtungen, was kann man machen, was kann man nicht machen, wer könnte betroffen sein, Consent und so weiter, wollte ich vielleicht mal so 1, 2, 3, 15 Situationen von mir schildern, wo ich es einfach gemacht habe, sei es aus Unerfahrenheit, teilweise stehe ich heute noch dahinter, teilweise nicht.
Sebastian Lise, leg einfach mal los. Also was hast du gemacht? Aber immer bitte auch, wie wurde darauf reagiert oder wurde vielleicht auch gar nicht reagiert?
Prey Also letzten Endes habe ich selten Reaktionen bekommen. Doch, einmal, da fange ich vielleicht mit an, du weißt, ich hatte eine Papi-Zeit. Und in dieser Zeit war es unter anderem auch so, dass ich die, ich sag mal, Hundeprüfung an beiden Enden der Leine vor einer vereidigten Sachverständigen abgelegt habe, also sowohl den Hundeführerschein als auch den Wesenstest absolviert habe.
Sebastian Und bestanden?
Prey Natürlich, beides habe ich auch tatsächlich, ja jetzt nicht an der Wand hängen, das wäre im Büro ein bisschen doof, wenn ein Kunde reinkommt, aber doch schon gut abgeheftet.
Sebastian Ich weiß ja nicht, dass du es bist, ist ja eine Maske drüber, im Zweifel sagst du, das ist mein Bruder, das muss ich ja hängen haben.
Prey Das ist ja ohne Bild. Nein, aber dann war es tatsächlich so, dass wir abends mit einer Gruppe von so fünf, sechs Leuten, unter anderem halt auch der Hundetrainerin, dann abends mal durch die Siedlung gelaufen sind, spazieren gegangen. War ein bisschen regnerisch und so weiter. Und ich weiß jetzt gar nicht, ob es vor oder nach der Prüfung war. auf jeden Fall sagte Herrchen dann zu mir, Platz und ich mich auf die Straße gelegt und die Hundetrainerin dann nur so, der macht das ja wirklich, Ja, also da erstaunen, aber die Gute würde ich heute rückblickend so einschätzen, dass sie von dem Thema BDSM auch nicht ganz unbeleckt war, was ich aber nicht sicher weiß.
Sebastian Wie war denn das mit den Umstehenden, wenn ihr da unterwegs seid in der Gruppe? Gab es da schon mal komische Blicke oder habt ihr gemerkt, da setzen sich Leute vielleicht weg oder sowas?
Prey Das eigentlich nicht, weil wir tatsächlich in öffentlichen Teilen nur, ja eigentlich wenig gespielt haben, wobei das stimmt halt auch nicht, weil wir hatten schon ein, zwei Situationen, wie der eine Abend oder einmal, wurde ich auch zum Beispiel in der U-Bahn, war es in Berlin, ich glaube in Berlin an der U-Bahn am Bahnsteig auf die Knie geschickt. Ich weiß allerdings nicht, ob es Reaktionen gab, weil in dem Moment hatte ich dann nur Augen für meinen Top natürlich. Das war so eine krasse Sache, die würde ich unter Umständen heute nicht mehr machen, weiß ich nicht. Kommt auch auf die Situation an, da wird halt auch älter und vernünftiger. Zumal da war es ohne Maske, ohne alles. Gut, fremde Stadt, aber trotzdem weiß ich nicht.
Sebastian Ist Papiplay was sexuelles?
Prey Man kann es angeblich auch asexuell spielen.
Sebastian Okay.
Prey Ja, aber dieses nennt sich dann Social Pub. Aber die meisten Social Pubs, die ich kennengelernt habe, waren danach nicht mehr lange Social Pub, aber einfach aufgrund der Umgebung, in der ich mich bewegt habe. Da war es eigentlich was Sexuelles, auch wenn es jeder immer abgestritten hat.
Sebastian Was ist denn mit dem Konsent mit den Umstehenden?
Prey Ja, das ist eben so eine Sache, warum ich das in der U-Bahn vielleicht nicht mehr machen würde. Die Nachtwanderung, sage ich mal, die Situation war ein bisschen anders, weil da halt außer uns niemand war, und die mit uns spazieren gegangen sind, definitiv alle einen relativ tiefen Einblick auch hatten, was bei uns so abging. Also da sage ich es nicht als problematisch an, das würde ich heute Gruß an Lisa, die auch im Chat ist. Durchaus in so einer halböffentlichen Umgebung möchte ich es mal nennen, würde ich das nach wie vor gerne machen. Aber diese wirklich komplett öffentliche Sache, das muss nicht sein, das muss für den Schutz meiner Person nicht sein und das muss auch nicht sein für die anderen, die es vielleicht gar nicht sehen wollen.
Sebastian Wo siehst du denn wirklich die harte Grenze? Wo sagst du, das können wir, egal wie, das können wir nicht machen?
Prey Ist das nicht ein Thema, was fließend ist? Also mit Sicherheit geht nicht mittags um zwölf auf dem Marktplatz anbinden, und auspeitschen, bis die Klamotten runter sind. Aber alles andere ist ja auch immer eine Situationssache. Wirklich, wenn ein CSD in der Stadt ist.
Sebastian Dann würde ich auch nicht anbinden auf dem Marktplatz und auspeitschen. Ich glaube, gerade auf dem CSD würde ich mir das gut überlegen. Entschuldigung. Also ich kann die Leute auch absichtlich verärgern. Das ist wohl richtig.
Prey Nein, aber ich meinte, dass dann vielleicht andere Sachen gehen, die sonst dann auch nicht gehen. Wie beispielsweise mit der Papi-Maske in McDonalds, was ich auch schon auf einem CSD gemacht habe. Das würde ich auch nur auf dem CSD machen. Außerhalb finde ich es dann auch unpassend. Aber das ist meine persönliche Grenze. Vielleicht ist jemand Neurodivergent und braucht die Maske, um überhaupt mit Menschen interagieren zu können.
Sebastian Ja, nehmen wir mal diesen Punkt, also mit Mike, zum Teil würde ich das jetzt mal so als Gesprächsergebnis mitnehmen, Klamotten, wenn ich jetzt gerade nicht das Gesicht mit einer bedrohlichen Maske quasi verdecke, aber so Wäsche, also Material, Lederoutfit, mein Gott, Motorradfahrer, ist halt notwendig, Sicherheit und so. Also Klamotten, Styling, Wäsche, darauf können wir uns eigentlich einigen, aber die Handlungen sind es.
Prey Die Handlungen sind schwierig.
Sebastian Also würdest du dir das Halsband im Café anlegen lassen?
Prey Halsband Café, das ist unterhalb meiner Schwelle, ja. Das würde ich machen lassen.
Sebastian Aber das sehen ja andere Menschen und die fühlen sich vielleicht gestört.
Prey Ja, und draußen am Tisch sitzt einer und raucht und der Rauch zieht rein, fühle ich mich auch gestört. Und es, sage ich mal, garantiert gesundheitsschädlicher für mich, als das für den anderen ist, wenn mir ein Halsband angelegt wird.
Sebastian Ich ziehe jetzt mal argumentativ in die Gegenrichtung, aber nur weil der sich draußen nicht benimmt, heißt das ja noch lange nicht, dass du dich auch nicht benimmst.
Prey Ja, das ist richtig. Kann man es immer allen recht machen? Muss man es immer allen recht machen? Man muss mit sich selber doch im Reinen sein. Klar gibt es auch Gesetze, manche Dinge gehen halt nicht, gerade wenn es dann ins Klasexuelle reingeht. Aber letzten Endes muss man doch schauen, A, was ist für mich okay und B, wie wichtig ist mir meine Umwelt? Es kann ja auch sein, dass mir das völlig egal ist, wie andere sich fühlen, dass ich nicht empathisch bin. Dann sind meine Grenzen sicherlich woanders, als wenn mir das eben nicht egal ist und mir das schon ein bisschen wichtig ist, ob ich da jemanden verstören oder irritieren könnte.
Sebastian Ja, ich nehme jetzt mal was, was es in immer mehr Städten gibt, das Bondage-Picknick im Park. Die Leute sind angezogen, sie sagen auch ganz klar, das ist hier nichts Sexuelles, und wir tüddeln hier mit dem Seil öffentlich. Ist ein Park, da laufen Leute vorbei, Familien, Leute, die Gassi gehen, Leute, die Sport machen, die also denen vielleicht eh nur die Muskeln brennen und die gerade mit Sexualität eh keine, da keinen Gedanken dran verschwenden können, weil sie um das Überleben kämpfen, wenn sie da ihren Puls von 180 haben. Ist das, also warum ist das innerhalb der Community, wird das von vielen Menschen als okay beschrieben? Das können wir doch machen.
Prey Ich würde es auch okay finden.
Sebastian Warum? Ich meine, die machen eine Handlung dienen, also es ist ja eine Handlung an der Stelle auch.
Prey Ich bin vielleicht ein bisschen zu offen in dem Bereich, aber ich finde zum Beispiel auch gerade im Bereich Shibari und so kann das unheimlich auch einen künstlerischen Aspekt haben. Und wenn es wirklich eine rein komplett asexuelle Sache ist, dann, Also ich kann nicht nachempfinden, wie man sich daran stören kann, aber ich weiß, dass es Leute gibt, die auch nicht komplett wahnsinnig sein müssen. Das sind auch normale Menschen, die sich natürlich daran stören, aber da bin ich der falsche Ansprechpartner, zu sagen, warum die sich daran stören, weil ich kann mich einfach, da bin ich dann wieder nicht empathisch. Da kann ich mich nicht in die reinversetzen, warum die das jetzt stört, verstehe ich nicht.
Sebastian Mhm. Kann ich total nachvollziehen. Man lebt ja auch in einer Bubble und hat sozusagen so einen eigenen, ich sag mal, Wertekompass, sag ich mal. Und der ist ja auch unterschiedlich und trotzdem leben wir in einer Gesellschaft zusammen. Und da gehört ja auch ein bisschen Toleranz dazu und vielleicht sogar Akzeptanz. Da ist ein bisschen die Frage, wie viel können wir denn einfordern, wenn wir jetzt BDSM als identitätsstiftend betrachten und uns zum Beispiel Pesky einen Tattoo in den Nacken tätowieren mit einem Symbol. Das ist ja ein Stück weit Ausdruck von einem selbst, von Identität. Da kann doch eigentlich keiner was sagen und selbst wenn sich jemand gestört fühlt, da ist jemand Identität. Wie lebt jemand seine Identität aus und zeigt die. Ja, ich habe dir ja zwei Bilder geschickt.
Prey Ich habe dir ja zwei Bilder geschickt und ich wurde noch nie, weder in der Sauna, noch im Freibad oder Schwimmbad oder sonstiges angesprochen.
Sebastian Du hast zwei Bilder geschickt.
Prey Ja, direkt am Anfang.
Sebastian Ich sehe Bilder, ein Tattoo und noch ein Tattoo und noch ein Tattoo.
Prey Nee, zwei. Wenn da drei Bilder sind, dann ist da eins nicht von mir.
Sebastian Eins ist doppelt. Ich glaube, das Podcast-Subi zeigt die mal im Chat, die Bilder.
Prey Ja, gerne.
Sebastian Und vielleicht die anderen Bilder, wir dürfen sie auch zeigen. Anna Mkara und Christine 357, die haben auch Tattoos. Tattoos scheinen da wirklich ein Symbol zu sein, was die Leute tragen und zwar in sichtbaren Bereichen, nicht immer sichtbar, aber manchmal. Wir zeigen einfach mal die vier Bilder im Chat und dann seht ihr, was die Menschen mit sich rumtragen. Bei so einem Tattoo, da würde ich jetzt auch nicht nach Konsent fragen, sondern das ist ein Tattoo, das ist ein Ausdruck von mir selbst, da zeige ich mich, Punkt aus, ich kann es eh nicht mehr ändern. Zumindest ohne Laser nicht. Also ich finde die Consent-Frage total wichtig, aber die Frage ist einfach, brauchen wir immer für alles Consent? Mein Bäcker fragt mich auch nicht, bevor er die Preise erhöht und meinen Consent hat er dafür nicht, ehrlicherweise. Und die Tankstelle noch viel weniger. Die haben ja Gründe, aber die wollen überleben und die wollen leben und zwar würdig und wir wollen es ja irgendwie auch.
Prey Richtig. Und deswegen, ich denke, eine harte Grenze gibt es da halt nicht. Da spielen immer so viele Faktoren rein. Wie gesagt, es reicht ja schon, wenn ein CSD in der Stadt stattfindet und dass diese Grenzen zumindest für mich empfunden, verschoben sind.
Sebastian Ja. Und wie viele Faktoren gibt es da? Der CSD findet auch nicht jeder gut. Da gibt es auch genug Leute, die sagen, so einen Dreck will ich hier in der Stadt nicht haben. Das gibt es ja auch. Aber da gewinnt dann offenbar das Recht auf freie Entfaltung. Und zwar, ich sag mal, staatlich und gesetzlich legitimiert sogar. Warum denn nur während des CSD? Warum denn nicht auch außerhalb dieser Zeiten und Orte? Weil freie Entfaltung bleibt es ja nach wie vor. Ich glaube, mein Vorsatz, mache ich hier was Sexuelles oder zeige ich Identität? Ich, unabhängig davon, wie es wahrgenommen wird, dieses Recht, da müsste ich mal mit dem Anwalt reden, ob ich dieses Recht habe. Oh, das wäre spannend. Ich suche mal jemanden.
Prey Ja, wie gesagt, ich finde es einfach schwer, da eine allgemeine Regel zu finden oder meinetwegen noch eine Excel-Tabelle mit drei Parametern.
Sebastian Du triffst ja eh nicht alle. Ich glaube, du wirst immer jemanden finden, den du störst und du wirst immer jemanden finden, der es cool findet.
Prey Und deswegen finde ich einen moralischen Kompass da schlicht und einfach wichtig und unersetzbar letzten Endes. Das ist aber so eine persönliche Sache, das ist wie Sexualität selbst oder BDSM, es ist ein Spektrum, es ist ein unheimlich riesiges Spektrum und man kann es nie allen recht machen, aber man sollte versuchen mit seinen eigenen Taten und das nehme ich immer als Maßstab, anderen Menschen nicht zu schaden. Nicht bewusst große Schäden für andere, in Kauf zu nehmen. Wenn man da so ein bisschen seinen inneren Kompass, wenn der so ein bisschen passt, ist man, glaube ich, vielleicht manchmal daneben, aber nie so ganz weit.
Sebastian Ja, ich lese mal aus dem Chat nochmal vor von Substev. Eine These, Konsens wird nicht mehr benötigt, wenn es gesellschaftlich anerkannt ist.
Prey Ja, sicher rauchen.
Sebastian Okay, das heißt, wir haben doch ein Ziel. Gesellschaftliche Anerkennung. Und dann können wir sehr viel mehr machen.
Prey Die drückst du aber nicht durch aktive Handlungen durch, glaube ich. Gerade in dem Bereich können, ich weiß nicht, wie man das macht, keine Ahnung. Wenn ich das wüsste, wäre ich wahrscheinlich Bundeskanzler oder sonst was.
Sebastian Wir kaufen uns in alle Modelabels ein und sagen, so passt auf, ihr werdet jetzt in weltweiten Kampagnen jede Art von Fetischkleidung zum neuen Standard erklären. So wie Minirock und Bikini.
Prey Dann fang du mit Tommy Hilfiger an, den trage ich nämlich gerne. Wenn du das gekauft hast, ziehe ich mit der nächsten Marke nach.
Sebastian Ja, müssen wir zusammenlegen. Aber dadurch, da haben wir weltweite Kampagnen, wir machen Lobbyismus einfach auf die Art und Weise ganz viel und dann werden auch FernsehmoderatorInnen und Politiker werden kostenlos ausgestattet mit dem ganzen Kram, wenn die alle mit Lack und Latex durch die Gegend rennen. Ganz ehrlich? Ich möchte das nicht. Ach, das möchtest du nicht? Okay. Da habe ich nämlich den nächsten und letzten Punkt auch gerade. Es gibt ja auch Menschen und ich glaube, das sind auch einige im Chat und einfach viele Menschen, die das hören, Und BDSM und King, das hat ja auch so seinen Reiz, weil es so eine Geheimsache ist. Ich gehe in den Safe Space, ich gehe auf die Party, in den Stammtisch, wo eben keine Menschen, die Vanilla sind, uns sehen und mitbekommen. Und dort kann ich mich entfalten, ich habe meinen Space und da kann ich das machen. Und wenn ich das in den Alltag raustrage, dann ist das ja gar nicht mehr so ein exklusives, leicht verbotenes Ding. Also vielleicht wollen wir ja auch schützen, dass es sich so gut anfühlt.
Prey Um ehrlich zu sein, habe ich andere Sachen, die ich da eher als Kink, die aufgrund des Verbotes her reizvoll sind. Da habe ich andere Dinge, wie zum Beispiel Sessification. Wir haben darüber gesprochen. BDSM selber ist für mich wirklich so ein Lebensgefühl. Es ist unheimlich toll, wenn eine fantastische Person mir gestattet, mich ihr zu unterwerfen. Und das ist einfach nur mal was anderes für mich.
Sebastian Ich erspare mir jetzt den Karlauer, der mit Ehe anfängt. Und ich habe ihn damit doch gebracht. Vielen, vielen Dank. Ich mache da mal einen Punkt drunter. Wir müssen noch mehr Menschen hören. Ich habe nämlich gerade noch einen Spezialgast zufällig bekommen. Ja, ja, ganz seltene Gästin, die ich hier gleich habe. Ein Podcast-Subi. Gut geraten, verdammt. Ja, ich schalte sie schon mal auf laut. Vielen, vielen Dank. Von dir gibt es noch mehr zu hören. Ich denke mal, so drei, vier Wochen wird es dauern, bis ich da durch bin. Ich habe immer noch nicht reingehört in die Folge. Ich musste erst ein anderes Folgenmassaker noch begleiten, aber ich bin dran. Kein Stress. Ihr merkt, ich nehme wieder richtig auf und Pray war auch nicht allein auf meiner Couch.
Prey Der Mann ist on fire.
Sebastian Ich gebe mir Mühe. Mach's gut. Tschüss. Liebes Podcast, pack doch mal als Gast in der Sendung rein Warte,

Dsa Podcastsubbie

wie heißt die noch gleich? Podcast Subi, das. Du hast angeboten, mit mir zu diskutieren und zu sprechen. Das wird jetzt hart für mich.
Podcastsubbie Nein, nein, nein. Ich wollte das ja gar nicht.
Sebastian Aber ich wollte das ja gar nicht.
Podcastsubbie Ich wollte das nur einfach nicht so stehen lassen, weil das haben wir ja vorher nicht auf dem Schirm gehabt, aber es geht ja nicht nur ums Äußere, sondern auch eventuell das Innere in der Familie. Und ja. Das finde ich, ist gerade ein bisschen kurz gekommen und deswegen wollte ich da nochmal einhaken.
Sebastian Ich höre dir gespannt zu.
Podcastsubbie Du gehörst mir zu, du musst mir Fragen stellen.
Sebastian Oh, okay, Entschuldigung. Okay, wie ist denn das mit Familie? Wir sind beide irgendwie kinky unterwegs. Man kriegt hier, wenn man im Haus lebt, auch mit, diese Erwachsenen machen da so einen Podcast und überlegt Zeug.
Podcastsubbie Wo Leute kommen. Ich glaube, wir sind sehr viel entspannter geworden die letzten Jahre. Das kommt dazu. Aber ich, fühle mich im Nachhinein gesehen, das ist ja immer das Doofe dabei, jetzt sind die Kinder fast groß, aber wir haben nicht immer alles akribisch versteckt und geheim gehalten. Und ich glaube, das hätte uns auch nicht entsprochen. Also genauso wie normale Eltern, die kein BDSM betreiben, ihre Sexualität und ihren Austausch von ich hab dich aber lieb und Küsschen hier und Küsschen da ja auch nicht verstecken sollten, haben wir das ja auch nie versteckt. Und ja, da lag auch mal irgendwo mal ein Seil oder mal ein Rohrstock oder... Und später, wenn man nicht mehr so drauf geachtet hat, weil den Kindern eh alles egal war, dann lagen da auch mal Klamotten oder vielleicht auch mal ein paar Manschetten.
Sebastian Oder der Halsreif, der Stahlhalsreif um deinen Hals, den du viele Jahre so schön getragen hast.
Podcastsubbie Es gibt nichts Schöneres für kleine Kinder als ein Elternteil, was einen Stahlhalsreif trägt, weil das ist total perfekt, um sich festzuhalten.
Sebastian Ja, der natürliche Mama, ich lasse dich nicht los, Anka.
Podcastsubbie Kinder haben einen ja eh an der Leine.
Sebastian Okay, also ich habe ja Maik eben diese unfassbar gemeine Frage gestellt.
Podcastsubbie Ja, fand ich auch sehr gemein und das kam so aus dem Nichts.
Sebastian Ich entschuldige mich auch, aber manchmal geht es dann auch mit mir durch. Aber dieses, warum haben wir denn, also würden wir andere Kinder, ich meine hier ist eine Grundschule um die Ecke, Würden wir die mehr schützen als die eigenen vor dem Einfluss?
Podcastsubbie Nein, wir schützen unsere Kinder in dem Sinne, dass wir darauf achten, dass wenn andere Kinder vorbeikommen, dass wir sie nicht in blöde Situationen bringen. Also das ist der Unterschied von außen und innen, aber ich hätte es ganz fatal gefunden, hätten wir uns immer versteht und hätten wir Heimlichkeiten daraus gemacht. Also von daher dieser Ansatz zu sagen, okay, du findest das interessant und, hab ja auch ein paar Outfits, wo... Wo das eine Kind zumindest auch immer sehr interessiert war oder dann auch, ach ja und ist toll und mal anprobieren oder so, das ist, also im Grunde, wo ich.
Sebastian Ich kann mich an Halloween erinnern, wo das große Kind unbedingt von dir dieses Mate-Kostüm haben wollte, weil das ja das perfekte Halloween-Kostüm ist und ich gesagt habe, es tut mir total leid, aber ich verbinde mit diesem Outfit so viel.
Podcastsubbie Ja, ich weiß, die Eltern haben die Probleme damit.
Sebastian Genau, das ist der Punkt. Das Kind einfach noch, geil, Halloween, super, dazu noch krasse Schminke und dann ist das voll die Killerbraut. Sexualisieren tun wir es. Verdammt.
Podcastsubbie Ja, aber ich glaube, dieses Verstecken hätte vieles kaputt gemacht, weil man ja dann unnatürlich ist. Und dann gibt es diese versteckten Ecken, wo keiner reingucken kann. Und den Kindern kannst du ja auch nicht begreiflich machen, das ist privat. Also ja, mag sein, es ist privat, aber es macht halt das Offene kaputt. Und ich finde, es ist relativ nah, an Aufklärung. Also nein, wir haben ihnen nie irgendwas aufgedrückt oder gesagt, wir müssen jetzt und wir erklären dir jetzt mal alles, sondern aber wir haben uns auch nicht versteckt.
Sebastian Wir haben nicht gezeigt, also wir haben nicht symbolisiert, dass es etwas Schlimmes.
Podcastsubbie Wäre ja auch schlimm, wenn sie mal irgendwann was sehen und dann, das heißt unvorbereit, aber so das.
Sebastian Ja, also du hast schon recht, wenn ein Besuch da ist, dann guckt man, dass man dann schon dafür sorgt, dass die Kinder sich nicht für uns rechtfertigen müssen. Auf der anderen Seite, die sind da so unbedarft und ich sage ganz ehrlich, wenn man dann mal vom Fernseher saß und ich nehme die Anime-Serien wirklich mal her, mein Gott.
Podcastsubbie Schlimm.
Sebastian Ja, also wirklich schlimm. Nein, aber deshalb war ich auch so bei diesem Kinderschutz-Argument, bin ich deshalb immer so ein bisschen so, nein, ich sehe so viel Cosplay und das ist so furry und harmlos und schön.
Podcastsubbie Wir haben in Hannover jahrelang Werbung für eine sehr… Die FKK-Villa.
Sebastian Sagst du. Ich habe überlegt, wie ich es beschreiben kann. Sagst du, wir laden es zu.
Podcastsubbie Casinos sind auch ein tolles Beispiel, wie die Werbung machen. Das finde ich schlimm.
Sebastian Und wenn man mal so einen 6-7-Jährigen vor so einer Spielhalle gesehen hat, der sagt, machst du denn hier so allein? Ja, ich warte auf Papa da drin, der ist schon lange da drin. Also okay, nein, jetzt schweife ich ab. Vielleicht nochmal, wo kommen wir eigentlich her oder auf welchem Spektrum können Menschen sein? Wir waren in einem Club, die haben auch einen Sexshop und die verkaufen da auch Latexschuhe. Und da haben wir jemanden getroffen, der war so, oh, ich bin ganz schlimm, ich habe die schlimmsten Gedanken überhaupt. Und die Person, die hat mit uns dann so ein bisschen gesprochen, wir waren erst ein bisschen genervt und dann tauchte sie ein bisschen auf und hat dann irgendwann gestanden, die Person steht auf Latex und würde sich gerne mal so Schuhe kaufen. Da hast du echt gemerkt, die Person, die hadert da ganz krass mit sich und die empfindet das als etwas bodenlos Schlimmes, dass sie den Wunsch hat, mal sowas zu tragen. Und ich glaube, das ist so dieses Level. Und wir haben natürlich als kinky Leute so einen super, so einen Grad der Entspanntheit, der wahrscheinlich allein schon die Leute um uns herum schocken könnte. Aber das ist das Spektrum, worüber man sich aufregen kann.
Podcastsubbie Ja, gehört auch Fingerspitzengefühl einfach dazu. Wo darf man selbst sein? Das ist ja das Schöne an so einer kinky Bubble, dass man nicht immer darauf aufpassen muss, was man sagt. Und im Zweifelsfall halt immer ein bisschen gucken muss. Stichwort Stadt, da geht vielleicht viel und Dorf, Da nehme ich mich zurück.
Sebastian Ja, meine Nachbarn müssen ja auch, die direkten Nachbarn müssen jetzt auch nicht alles mitbekommen, obwohl eigentlich könnte es uns egal sein.
Podcastsubbie Ja.
Sebastian Vielleicht lassen die den Hund dann doch bei uns in die Einfahrt kacken. Also das muss ich jetzt auch nicht haben.
Podcastsubbie Ich habe ein Hund mehr oder weniger.
Sebastian Okay, ja, aber mit denen muss ich mich auseinandersetzen und da kann ich dann wiederum nicht ausweichen.
Podcastsubbie Was hast du denn den anderen Nachbarn getan?
Sebastian Die sind im Grunde hier weinweise gestorben. An Altersspäche.
Podcastsubbie Nein, nein, ich meine wegen den Hunden. Also wenn die direkten Nachbarn, wenn wir die noch verschonen müssen.
Sebastian Anderes Thema. Wir sind hier an so einer Gassige-Ecke, die schlecht einsehbar ist. Das ist die Hölle. Einmal die Woche könnt ihr mich da sehen mit einem Beutel. Ich glaube, wir lassen mal wieder Menschen anrufen. Ich glaube, ich muss hier ein bisschen schneiden, oder? Die Hunde können die Nachbarn rauslassen.
Podcastsubbie Ja, dann kannst du die Hunde weglassen. Ich habe nicht mit den Nachbarn angefangen. Ich finde, wir haben nette Nachbarn.
Sebastian Das ist der Vorteil, wenn man live zuhört, dann kriegt man mehr mit. Okay, die Leitung ist wieder auf, liebes Publikum, das Podcast, so wie es wieder stumm gestellt und ja, 051019118952, ich weiß, hier wollen noch Menschen mit mir sprechen und wir sprechen auch einfach, denn ich glaube, wir haben gerade mal 10 Prozent von dem Thema abgedeckt, auch wenn überhaupt, also ruft gerne an und dann sprechen wir ja über Sichtbarkeit, über das, was wir Menschen zumuten wollen und können und vielleicht auch müssen. Also bitte anrufen. Und da klingelt es tatsächlich. Hallo, Sebastian hier, mit wem spreche ich?

Anrufer Fainaa & Vincent

Faina & Vincent Hier sind Feiner und Vincent, hallo.
Sebastian Feiner und Vincent, okay. Das Podcast Sobi wird überlegen, wie sie euren Namen schreibt und herzlich willkommen bei der Unvernunft zum ersten Mal, richtig?
Faina & Vincent Ja, richtig.
Sebastian Ja, herzlich willkommen. Wir sprechen über das Thema Sichtbarkeit. Wie sichtbar seid ihr und wollt ihr sein und müsst ihr sein?
Faina & Vincent Also wir spielen schon auch immer mal wieder draußen, aber dann eher an Orten, wo die Wahrscheinlichkeit gering ist, dass man uns sieht.
Sebastian Okay, das ist aber Spielen, also Handlung.
Faina & Vincent Also Handlung, genau.
Sebastian Wie spielt ihr denn draußen?
Faina & Vincent Und das kommt immer so drauf an, mal so eher anteasern Sachen, die dann vielleicht auch in nicht so ganz unsichtbaren Ecken, oder halt schon richtig spielen, das dann aber eher auf Feldern. Ja, ich glaube, das trifft es ganz gut. Also dann auch Sachen mit wegrennen und auf den Boden schmeißen lassen.
Sebastian Okay, da sieht euch keiner, dafür sorgt ihr. Also ihr nehmt da Rücksicht. Weil das könnte ja doch missverstanden werden, wenn das jemand sieht.
Faina & Vincent Ja, das auf jeden Fall. Deswegen sind das dann eher die weitläufigen Felder nachts.
Sebastian Okay, aber so in der Öffentlichkeit, also wo Menschen sind, würdet ihr da irgendwas machen oder seid ihr da perfekt angepasst?
Faina & Vincent Also wir hatten es ja vorher schon oder ihr hattet es ja schon mit der Kleidung und so Sachen, die halt normaler oder halt angenommen sind in der Gesellschaft, da haben wir weniger Probleme mit. Aber wir sagen halt wir wollen das auch gar nicht so nach außen tragen weil, wir werden ja teilweise davon angeturnt, dass wir dann solche Sachen anziehen oder diese Sachen machen also Halsband anlegen oder sowas und das wollen wir unter Umständen gar nicht in der normalen Öffentlichkeit sein.
Sebastian Würdet ihr euch denn gestört fühlen, wenn andere das tun würden?
Faina & Vincent Nein. Also die Wunschgesellschaft wäre natürlich so, jeder kann machen, was er will und guckst halt hin oder nicht. Aber dadurch, dass das derzeit nicht so ist, machen wir es halt irgendwie auch nicht und aber auch, ja, stört es uns nicht.
Sebastian Mhm, aber vielleicht doch ein kleines Symbol oder eine kleine Handlung in der Öffentlichkeit, so eine kleine DS-Schiene vielleicht, der eine läuft immer einen Schritt hinter dem anderen her oder, also es gäbe ja diese kleinen versteckten Symbole oder Handlungen, die erstmal keiner so richtig mitbekommt, also gar keine Lust drauf oder sagt der, nee, da halten wir uns auch zurück oder die machen wir eh schon?
Faina & Vincent Also so ganz kleine Sachen sind schon passiert, also gerade von Vincent Seite aus so mal ein bisschen stärker irgendwie drücken in irgendwelche Richtungen oder das ein oder andere teasen, wenn man eh schon Lust aufs Spielen hat, aber wirklich viel passiert da bei uns eigentlich gar nicht.
Sebastian Okay, jetzt nehmen wir mal an. Jemand kriegt das aber doch irgendwie so ein bisschen mit und fühlt sich gestört. Ihr seht da so einen komischen Blick. Ist das dann so ein Ding, wo ihr sagt, wir sind zu weit gegangen oder die Person ist aber empfindlich?
Faina & Vincent Dann gibt es halt einen komischen Blick.
Sebastian Okay, das ist dann egal, ja?
Faina & Vincent Ich bin da relativ schmerzbefreit. Gibt es einen komischen Blick oder halt nicht. Ich sage auch so, man muss jetzt nicht, extrem spielen und das an Orten, wo man sagt, da wird man gesehen. Irgendwo in Handlungen gibt es auch Grenzen.
Sebastian Ja, ich habe mir sagen lassen am Telefon, ich habe, wie gesagt, viele Gespräche geführt, Da hat jemand gesagt, ja, kannst du alles diskutieren, Sebastian, aber die Skalierbarkeit ist das Problem. Ja, du kannst ja die Schuhe zubinden lassen, mitten in der Stadt, das ist gar kein Problem. Aber dann irgendwie die Ohrfeige geben, da ist dann mal endgültig Schluss. Also es gibt halt immer dieses Fingerspitzengefühl. Denkst du drüber nach bei deiner Schmerzlosigkeit, was geht, was geht nicht? Hast du die Umgebung im Blick oder ist denn das E-Handlung nur zwischen euch und der Rest ist egal?
Faina & Vincent Ich würde sagen, Grenze ist halt da, zumindest für mich, wo ich sagen würde, auch ich selber würde da einschreiten, wenn ich das sehe.
Sebastian Ja, oder wenn man allein schon überlegen muss, wo eventuell Hilfe gebraucht wird. Ich glaube, da können wir uns echt drauf einigen, so ein bisschen, habe ich das Gefühl.
Faina & Vincent Ja, weil das sind dann halt Situationen, aus denen dann deutlich schlimmere Situationen entstehen könnten. Und das aufgrund von einem Missverständnis dann in dem Fall.
Sebastian Jetzt habt ihr ja auch gesagt, es wäre ja ganz schön, wenn wir da mehr machen könnten. Wie können wir das denn erreichen? Vielleicht können wir ja die Gesellschaft daran gewöhnen, indem wir immer wieder Kleinigkeiten machen.
Faina & Vincent Das ist ein guter Punkt. Da haben wir auch noch keine Lösung gefunden. Aber das ging auch bei uns in den Freundeskreisen immer so mal wieder umher. Wäre ja irgendwie nett, wenn man jetzt abends irgendwie noch zusammen draußen schon das und das anfangen könnte oder sowas. Aber dann war auch immer so diese weiß nicht, vielleicht auch diese Hürde wollen wir das machen und uns dem aussetzen aber andererseits ist ja auch wieder dann das Ding, nur durch sowas entsteht ja dann irgendwann Akzeptanz vielleicht, wenn das, aufgekommen, ist.
Sebastian Was haltet ihr denn von einer Challenge, die wir bei Social Media ordentlich streuen. So die Halsband und Leine Challenge, wo wir irgendetwas, wo wir Spenden für irgendetwas sammeln, was weiß ich, für Menschen mit Hühneraugen sammeln wir, Spenden, kein ernsthafter Grund vielleicht, irgendwas wirklich Ernsthaftes und sagen, so, wir sammeln da Spenden und wir machen da eine Challenge und jeder, muss halt zeigen, wie er irgendwie mit Halsband und Leine irgendwie durch die Stadt läuft und dann machen das Millionen von Menschen. Wenn wir das einmal durch haben, danach kann das jeder machen. Ist ja die Challenge. Und das ist ja noch für einen guten Zweck. Wäre das eine Idee? Würdet ihr mitmachen?
Faina & Vincent Also wir haben keine Leine, aber ja, würden wir schon mitmachen. Also wir fänden es tatsächlich wirklich cool. Aber ich weiß nicht, ob das dann auch dieser tiefere oder andere Grund mitkommt.
Sebastian Ja, wir verlieren dann nämlich unseren Kink dabei. Wir verlieren den Bezug dafür, dass wir ja was miteinander haben.
Faina & Vincent Genau und Kink ist ja auch, wie jetzt auch schon immer mal wieder irgendwie gesagt wurde, das passiert zwischen den agierenden Personen und warum muss das dann, in der breiten Öffentlichkeit passieren? Also ja, wir mögen es auch, wenn uns Leute anschauen oder wenn wir andere Leute anschauen, aber in diesem Safe Space von, man ist halt bei einer Hausparty, wo alle, gleich sind, sage ich mal, oder auf einer normalen Party, wo alle irgendwie auch damit d'accord sind, und da kann das dann auch sexualisiert werden. Und wenn ich das dann wo mache, wo das jetzt vielleicht eher weniger sexualisiert, werden kann, einfach aufgrund dessen, dass man halt in der Öffentlichkeit ist, da sagen wir halt, das wollen wir dann auch gar nicht.
Sebastian Ja, vielleicht entwertet das ja auch den Safe Space, also nehmen wir mal die Party, den Stammtisch oder den Ort, wo ich spielen kann. Wenn ich alles davon auch draußen tun könnte und die Gesellschaft wäre daran gewöhnt, Wo bleibt denn da noch der Kick, dass ich das da machen kann? Dann mache ich mir meine eigene Community und Szene oder mein eigenes Kopfkino kaputt.
Faina & Vincent Ja, zumindest auch der Reizwand draußen wäre irgendwie weg.
Sebastian Okay, ja. Das heißt, ihr habt jetzt, also erstmal ihr achtet drauf, dass euch keiner sieht. Wenn euch jemand sich da irgendwo auf dem Feld sieht, dann ist der Förster im Zweifel selber schuld, weil er mit seinem Fernseher am Spannen ist, sag ich mal.
Faina & Vincent Ja, oder wenn halt jemand vorbeikommt, dann so, ja klar, das Risiko nimmst du in Kauf.
Sebastian Ja gut, aber das ist ja genau diese Content-Geschichte, weil der könnte ja sehen, oh Gottes Willen, da jagt ein Mann eine Frau oder andersrum, ich rufe jetzt erstmal die Polizei. Also da überschreitet er, auch wenn es nur eine Person ist, die eventuell existiert, aber er überschreitet diese Grenze dann ja sehr deutlich.
Faina & Vincent Natürlich. Aber das ist dann so eine Sache, wo man sagen kann, okay, es ist kalkulierbar und ich nehme es in Kauf. Wenn es passieren sollte, nehme ich es in Kauf.
Sebastian Okay. Ja, ich glaube, das ist immer nochmal der nächste Punkt. Aber ihr habt ja Vorkehrungen getroffen im Grunde. Genau.
Faina & Vincent Du schaust ja im Rahmen. Okay, es sind sehr selten Personen dort. Und dann, ja, dann ist halt Pech. Wenn mal jemand da sein sollte und dann was ist, dann okay. Und dann kann man ja auch immer noch mit den Leuten reden. Also, ich hatte das jetzt noch nicht, Aber Freunde hatten auch schon mal so eine Situation und dann war das halt mal ein semi-peinliches Gespräch mit den Leuten, die das dann entdeckt haben und dann war das aber auch wieder alles cool. Ja, dann geht wieder jeder seines Weges.
Sebastian Ja. Okay, ihr zwei. Ich mache jetzt die Gespräche ein bisschen kürzer, weil ich sehe auf die Uhr und es sieht schrecklich aus. Ihr beide wurdet vom Podcast sowie als Gäste in der Unvernunft angelegt und wenn ihr möchtet, klickt ihr euch ein Konto auf der Webseite, und das Podcast sowie wird euch gleich nochmal kurz anflüstern über die Webseite, über den Chat und dann euch so einen Einladungscode geben und dann könnt ihr die Kontrolle übernehmen und dann entscheidet ihr, ob ihr zum Beispiel ansprechbar seid für, andere Menschen, die diese Folge hören oder eben nicht, das könnt ihr jederzeit ändern und selber steuern. Und wenn das nicht klappen sollte, einfach die nächsten Tage bei mir mal melden, dann richten wir das nachträglich ein.
Faina & Vincent Ja, super.
Sebastian Alles klar, vielen, vielen Dank für euren Beitrag.
Faina & Vincent Ja, gerne und viel Spaß noch.
Sebastian Danke, tschüss.
Faina & Vincent Ciao.
Sebastian So, ihr Lieben, es ist spät, aber ein bisschen telefonieren mag ich noch. Ach, das ist so ergiebig, dieses Thema und wir werden es eh nicht zu Ende durchdiskutieren. Ich habe aus dem Chat noch eine Sache von Shede. Ja, und wie viel Intimität ist noch vorhanden und wie viel Reiz und Lust, wenn man alles Intime öffentlich zeigt und teilt? Das gilt auch für die Partyszene oder für Szene-Partys, so rum. Gedanke bleibt einfach mal hängen. Ich behalte ihn im Hinterkopf und, oh, jetzt waren hier gerade zwei Anrufe und jetzt sind sie beide weg. Das wollte ich gerade auf Annehmen klicken. Da war ich zu langsam. Ich warte noch einen kleinen Moment. 05-1-019-91 8-9-5-2 Da ist die Telefonnummer, da könnt ihr jetzt anrufen und da klingelt, ah, schon wieder weg, nochmal und nochmal weg. Da ruft jemand über den Webclient an und klickt sich ein Wolf,

Sinnwittchen

jetzt probiere ich es einfach mal. Hallo, Sebastian hier, mit wem spreche ich?
Sinwittchen Hallo, Sündchen hier.
Sebastian Herzlich willkommen bei der Unfunkt, auch zum ersten Mal dabei.
Sinwittchen Ganz genau.
Sebastian Ja, wir reden über, ja, zeigen Öffentlichkeit, Gesellschaft, wie siehst du das?
Sinwittchen Ich finde Sichtbarkeit sehr wichtig. Also auf die Eingangsfrage, es ist für mich Identität, weil sehr viel mehr dahinter steht als nur die Praktik oder meine Sexualität, sondern der ganze Weg, wie ich da hingekommen bin. Aber Sichtbarkeit ist deswegen für mich wichtig, weil es mir auch um Aufklärung geht. Denn zum Beispiel das Thema mit dieser Online-Challenge, wir pusten so viel Inhalt und Infos online hoch und es steht dann da. Es wird je nach Algorithmus allen Leuten zugespielt, entweder mit echten Informationen, mit gefakten Informationen, aber dann außen, also so im echten Leben, halten sich viele sehr, sehr bedeckt. Themen werden totgeschwiegen oder sie werden polarisiert, aber es wird selten richtig aufgeklärt. Und das finde ich extrem wichtig.
Sebastian Ja, auch da ist die Frage. Also aufklären kann ich ja nur jemand, der das tendenziell auch möchte.
Sinwittchen Ja, natürlich.
Sebastian Wenn ich jetzt rausgehe und sage so, ich zeige mich jetzt, ich sage jetzt mal im Outfit oder ich mache so kleine Gesten und Handlungen und sage, ja, ich möchte euch aufklären. Das unterscheidet ich glaube du kannst damit gut umgehen das unterscheidet jetzt nicht unbedingt von diesen, Bibelleuten die in Hannover am Kröpke stehen und da immer die Leute anquatschen so Entschuldigung also ganz, nein aber das ist so ein bisschen der Punkt, da gehe ich dann auch vorbei und so, oh die nerven mich ja schon wieder, da werde ich angequatscht, also da ist so ein bisschen der Punkt Aufklärung ist, ist das nicht etwas was die Leute sich holen oder was man ihnen geben soll.
Sinwittchen Es ist schon gut, wenn sie es sich selber holen, weil wenn es freiwillig geholt wird, dann ist natürlich die Aufnahmebereitschaft auch größer, aber durch Symbole oder Handlung und hier sehr, sehr eingeschränkt, weil natürlich kann ich manche auf eine gewisse Art und Weise antriggern, die jetzt, naja, vielleicht so, wenn man echauffiert ist oder was machen die denn da? Das ist für mich aber was anderes, wie bei jemandem zum Beispiel einen Traumaträger zu treffen, wie jetzt zum Beispiel mit einer Ohrfeige, wenn ich die in meinem Sub verpasse. Da habe ich ja keinerlei Handhabe, wer jetzt neben mir sitzt und was dieser Mensch vielleicht schon erlebt hat. Aber eben durch Symbole, wenn ich irgendwas habe, was vielleicht bei manchen die Neugier wegzumachen, was machen die da, was trägt die da, dann trage ich dafür grundsätzlich immer die Verantwortung, offen für ein Gespräch zu sein. Also man darf mich immer ansprechen.
Sebastian Also du sprichst also eine Gesprächsanladung aus und sagst, hallo, ich konfrontiere dich mit etwas, frag mich ruhig, wenn du wissen willst, was das bedeutet.
Sinwittchen Ja, aber in meinen Augen auf eine sehr sanfte Art und Weise. Also ich bin, Es ist schwierig jetzt, weil ich eine, ich bin sehr stark tätowiert, auch im Gesicht. Ich glaube, ich bin so schon eine sehr polarisierende Persönlichkeit, aber eine sehr ruhige. Das heißt, ich möchte natürlich nicht immer mit der Panzerfaust überall reingehen, aber ich möchte schon zeigen, dass es manche Dinge gibt und ja, diese Einladung aussprechen, also wirklich einladen, aber nicht aufdrängen.
Sebastian Ja, und manchmal ist es ja so, da ist man, ich sag mal, gezwungen, die Leute damit zu konfrontieren. Also jetzt gerade, wenn du sagst, du hast Tattoos und du gehst, ich sag mal, in ein Geschäft und kaufst dir was anzuziehen, dann werden die Leute mit diesen Tattoos nun mal konfrontiert. Kann man dann sagen, ja, den Beruf haben die Leute sich ja ausgesucht, aber trotzdem will man ja den Konsent herstellen. Also an der Stelle ist so ein, also ich glaube, im öffentlichen Raum, Dürfen wir bis zu einem gewissen Grad den Leuten ein bisschen was abverlangen und eben nicht so superkonform sein? Das stimmt.
Sinwittchen Also es geht nicht um falsche Zurückhaltung. Also ich verbiete mir alles oder ich bin immer extra vorsichtig. Aber ich denke mir eben, gewisse Sachen mache ich einfach nicht, weil ich mir vorstellen kann, dass sie andere auf eine Art und Weise berühren, die ich vielleicht nicht auffangen kann, weil ich es in dem Moment nicht mitbekomme. Also sprich, eine Ohrfeige oder Hinknien finde ich jetzt auch nicht so dramatisch, obwohl ich natürlich durch meine, längere Spielerfahrung oder auch durch meine Offenheit manche Dinge nicht mehr als schlimm betrachte oder nicht mehr so extrem finde.
Sebastian Ja.
Sinwittchen Und ich möchte mich auch in meinem Wesen nicht komplett einschränken. Da bin ich ja auch sehr dagegen.
Sebastian Beim Hinknien bin ich mir auch echt nicht sicher, weil das ist so eine Geste, die tut ja erstmal nicht weh. Die ist ungewöhnlich. Und ich glaube auch kaum, dass jemand im Café sagen würde, oh Gott, da kniet jemand, die Person wird unterdrückt. Wenn die da lachend und scherzend da sitzt und vielleicht noch, ich habe es ja auf dem Coverbild zu der Folge so ein bisschen dargestellt, wenn die noch lachend da sitzt und die Kaffeetasse hält, es tut keinem weh. Es ist ungewöhnlich. Die Leute sehen es, sie gucken hin, sie machen sich Gedanken und dann interpretieren die Leute. Ich sage mal, so eine Geste, jemand kniet am Boden mit der Kaffeetasse, aus der die andere Person trinkt, das lässt sich auch wahrscheinlich relativ schwer sexualisieren, wenn man das sieht. Spricht also was gegen diese Geste.
Sinwittchen Nein, gegen diese Geste spricht eigentlich nichts. Und so ist es mit allen. Aber das extremere Beispiel, eine Ohrfeige, jemanden festhalten, jemanden auch demütigen, verbal. Das ist zwischen den beiden Personen abgesprochen und jeder weiß, wie er es wahrnehmen kann und was damit gemeint ist. Aber also auch meine Person, die ja durchaus auch gerne härter spielt, wenn jemand neben mir eine Ohrfeige bekommt, dann ist bei mir Alarmzustand.
Sebastian Definitiv. Und das muss dann auch wirklich eine harte Grenze sein. Also das ist wieder dieses jemand anderes überlegt, ob da jemand Hilfe braucht oder Unterstützung braucht und in einer Notsituation ist. Und da haben wir wieder diese ganz knallrote Linie. Das mit dem Demütigen ist ein spannender Punkt. Ich kann gar nicht sagen, wie oft ich schon gehört habe, dass irgendwie irgendwelche Paare, die sehr wahrscheinlich nichts mit King zu tun haben, alter, wie der eine den anderen runterputzt. Also wirklich demütig. Also sei es im Klamottengeschäft, das Zitat, sie sagt zu ihm, ja, hättest du dich mal am Riemen gerissen, hättest du jetzt nicht den Bauch, dann hättest du jetzt den schönen Anzug. Und ich denke so, boah, es ist, du merkst wirklich, wie der arme Kerl sich da wirklich schämt und da die Krise kriegt. Das fällt dann mir auch auf. Natürlich demütigend, das kann ich, Ich kann das in einem gewissen Setting eine erotische Sache sein, aber an der Stelle weiß ich einfach ganz klar, hier ist gerade was nicht schönes passiert und das stört mich und das hätte ich dann nicht. Also, dass ich das dann mitgekriegt habe, das hat mich nicht traumatisiert oder war jetzt besonders schlimm, sondern ich habe mit der Person mitgefühlt und ich glaube, das ist der Punkt, wo kann man, also wenn andere Leute Mitgefühl empfinden für jemanden, ist da vielleicht schon der Punkt, weil ich hätte jetzt gesagt, das fand ich jetzt nicht so toll, weil ich habe einfach gesehen, wie jemand ernsthaft gedemütigt wurde in einem, Setting, was garantiert so nicht abgesprochen und erotisiert war. Da ist dann mein Limit als kinky Person gegenüber nicht-kinky Person plötzlich ganz niedrig. Und dabei würde ich das im Spielkontext viel stärker machen. Also da fühle ich mich dann auch irgendwie erwischt, dass ich merke, dass meine Toleranz und Offenheit da wahrscheinlich auch Grenzen kennt.
Sinwittchen Ja, weil es halt, glaube ich, auch eine gewisse Hilflosigkeit auslöst. Also es ist immer dieses, wie sehr hat das der Person jetzt vielleicht geschadet? Es ist jetzt kein richtiger Schaden entstanden. Es ist nicht körperlich oder so, aber es war auch nicht okay. Und dann fällt es halt einfach runter. Also es wird nicht weiter thematisiert. Man hat das so hingenommen. Ich habe auch so eine Situation schon im Supermarkt erlebt. Da hat eine Frau ihren Mann fürchterlich rund gemacht und irgendwie haben alle ganz betroffen weggeguckt. Und ich habe mich auch dabei erwischt, dass ich eigentlich was sagen wollte, aber es kam nicht raus. Und es beschäftigt mich bis heute, weil auch diesen Menschen ging es nicht gut dabei. Und es hat mir auch wahnsinnig leid getan.
Sebastian Also da haben wir auch mal den Spiegel, wie es in der anderen Richtung sein kann.
Sinwittchen Ja.
Sebastian So, jetzt gehen wir vom Thema gerade so ein bisschen weg. Stell dir mal vor, jemand fragt jetzt dich nach dieser Sendung so also Öffentlichkeit und so ich finde das so toll, ich fühle das ist so ein Teil meiner Identität was kannst du sinnwillig mir denn raten was kann ich, wie weit darf ich denn gehen was kann ich denn machen, wie weit darf ich selbstbewusst sein weil ich halt mich dieser kinky Community irgendwie zugehörig fühle.
Sinwittchen Ich finde, das ist super individuell. Also, wie ist das Umfeld von der Person? Womit fühlt sie sich wirklich wohl? Also auch da wieder, was kann sie tragen, tun und die Konsequenzen für, naja, tragen die an Reaktionen, die sie dann vielleicht bekommt? Und trage ich ein sehr auffälliges Outfit? Kann ich mit den Blicken leben? Kann ich vielleicht mit Sprüchen leben? Mit Gesprächen, die auf mich zukommen könnten, egal ob positiv oder negativ? Hat das Konsequenzen für mich beruflich? Auch das Thema, habe ich Kinder? Wie kann sich das auf das Kind auswirken? Nicht nur im Sinne von, wie kläre ich meine Kinder aus, sondern wie gucken mich die Eltern im Kindergarten an?
Sebastian Ja, die sind der Entgegner tatsächlich, weil da leidest nicht du drunter, sondern im Zweifel dein Kind. Das ist dann nochmal ein anderer Punkt. Boah, Sinn Wittchen, ich gucke auf die Uhr und stelle fest, eigentlich müsste die Sendung langsam zu Ende gehen. Es ist noch mittendrin sozusagen. sagen. Ich mache es jetzt ganz kurz. Ich bedanke mich vielmals bei dir und wünsche dir, dass du das Interesse bei den Menschen wächst, dass du bei ihnen dann vielleicht im Einzelgespräch ein bisschen Verständnis erzeugen kannst.
Sinwittchen Dankeschön. Danke auch für die Sendung.
Sebastian Sehr, sehr gerne. Mach's gut. Tschüss.
Sinwittchen Tschüss.
Sebastian So, ihr Lieben, was ist denn die Bilanz gerade? Ich habe noch drei Einspieler, die gehen insgesamt zehn Minuten. Ich habe, ich weiß, dass da noch mindestens eine Person hier schon einige Male versucht hat anzurufen. Ich sage die Nummer noch einmal, weil es ist zwar schon spät, aber ich glaube, die Folge braucht das und das Thema kann das vertragen. 051019 118952 ist die Nummer und ja, legt los, ruft gerne nochmal an und dann, Ja, ich fürchte, ich werden wir hier eine zweite Sendung von machen müssen, früher oder später. Und dann muss ich mal gucken, mein ganzes Feuer habe ich ja dann heute schon verschossen. Das ist ganz gut. Das heißt, ich kann dann viel demütiger an das Thema rangehen. Aber ihr merkt, ich habe mich vorbereitet. Warum konnte ich das tun übrigens? Weil ihr diesen Podcast so schön unterstützt und deshalb konnte ich unverschämt viel Zeit in das Thema stecken. So, und da klingelt es. Ich sage mal, hallo, Sebastian hier, mit wem spreche ich?

Anrufer TheWoody

theWoody Ja, hallo, hier ist der Wudi.
Sebastian So, Woody, hallo. Ich weiß, du hast es schon ein paar Mal probiert. Jetzt hast du es geschafft. Hervorragend.
theWoody Ja, genau. Am besten hat es nicht funktioniert.
Sebastian Wir müssen ein bisschen kurz machen. Thema Öffentlichkeit, Gesellschaft. Was zeigen wir? Wie handhabst du das?
theWoody Genau, Öffentlichkeit. Da hätte ich zwei Sachen, die würde ich ganz gerne ansprechen. Also, wenn wir zu einer Kinky-Party fahren und mit mehreren Leuten unterwegs sind und unser Kinky-Outfit auch schon anhaben in den Öffis oder in der Bahn, dann ist mir so aufgefallen, dass eigentlich kaum Leute einen beachten. Das mag natürlich so ein bisschen mit einer Gruppe liegen irgendwo, wenn es mehrere Leute sind, aber man wird wirklich kaum beachtet. Das finde ich ganz interessant. Und jetzt hatte ich aber vor kurzem so eine Situation, oder Situation ist gut, wo ich, im Fetisch-Outfit mit Halsband und Leine durch eine große Innenstadt und Bars geführt worden bin, zu später Stunde, abends.
Sebastian Ich glaube, die Uhrzeit macht da einen Unterschied, ne?
theWoody Die macht einen Mega-Unterschied, auf jeden Fall.
Sebastian Ja, okay.
theWoody Aber es war sehr interessant, also es waren Reaktionen da, die waren stellenweise aggressiv gewesen, muss man wirklich sagen, von einigen Leuten.
Sebastian Großstadt, ne?
theWoody Großstadt, genau, im Südwesten. Jetzt nicht mega-aggressiv, dass es uns gegenüber körperlich wurde oder so, aber man hat uns hinterhergerufen, und was ist denn das und, Es gab aber auch ganz viele Situationen, wo viele Leute auf uns zukamen, alleine schon mit positiven Blicken und Lächeln und was auch ganz tolle Gespräche dann gegeben hat. Und das fand ich wirklich sehr, sehr interessant.
Sebastian Ich lege mich jetzt schon mal fest, nach dir werde ich den Einspieler von Senpai abfeuern. Also ich greife schon mal so ein bisschen vor, da ist so dieses, ich kann da viel machen, aber ich muss mit dem Gegenwind, muss ich klarkommen können und wollen.
theWoody Ja, das ist richtig, genau.
Sebastian Also ich glaube, die Erwartungshaltung, dass alle nur fröhlich und positiv gestimmt sind, die dürfen wir nicht haben.
theWoody Nee, das ist wirklich so. Das ist wirklich so. Also wir wurden auch angehalten von der Polizei. Das war tatsächlich, wie du vorhin gesagt hast, am Bahnhof. Ich wurde auch gefragt, ob ich das freiwillig mache oder ob ich dazu gezwungen werde.
Sebastian Das finde ich total gut.
theWoody Ja, es war an sich eine ganz witzige Situation gewesen. Also ein Gespräch hat fünf Minuten gedauert. Ich habe auch ein bisschen meine Späße dann daraus gemacht. War so ein bisschen brettig gewesen wahrscheinlich.
Sebastian Ich habe auch gefragt.
theWoody Ob wir mal die Handschellen ausleihen können. Aber auf jeden Fall mussten sie auch lachen, beziehungsweise grinsen. Haben aber auch gewusst, dass keine Fetisch-Party an dem Abend war in der Stadt. Und haben gefragt, was wir denn da überhaupt machen.
Sebastian Okay, ja, also ich kenne das, dass Leute mit Fetisch, Outfit und Rucksack oder irgendwie so einer großen Tasche, die werden gerne mal gefragt, weil die haben im Zweifel auch Gegenstände dabei, die sie nicht dabei haben dürfen. Ich glaube Hannover ist so eine Waffenverbotszone, darfst du auch keine Messer dabei haben und irgendwelche gefährlichen Gegenstände. Da ist man natürlich, wie kommt man zu einer Party in Hannover, wenn man quasi mit Öffis anreisen will und da irgendwie durch diesen Hauptbahnhof muss. Bin mir auch nicht ganz klar, wie das legal gehen soll. Hoffentlich wird man nie angehalten. Okay, aber also auch die Polizisten, also ich finde das immer toll, dass die erstmal so die grundsätzliche Frage, machen sie das freiwillig und das Gespräch suchen, weil... Ja, ich finde das erstmal eine gute, geschulte Reaktion. Frag nach, ob das so passt für die Leute. Auch wenn es für dich unangenehm ist.
theWoody Genau, also an sich war das vollkommen in Ordnung gewesen, dass wir da angesprochen worden sind.
Sebastian Wie siehst du das mit dem Content der Umstehenden? Also wie viel Mut darfst du ihnen zumuten? Sie dürfen schauen, sich wundern, sich eventuell auch, vielleicht finden sie es auch irgendwie doof und sie beschweren sich oder die nächste Stufe wäre dann sie überlegen, ob da jemand Hilfe braucht. Das wären ja die Polizisten im Zweifel. Also bis zu welchem Level würdest du gehen?
theWoody Meinst du jetzt während dem Punkt, wo die Polizei da war oder wo die Stadt gegangen ist?
Sebastian Du gehst durch die Stadt und jemand könnte den Eindruck haben, hier Halsband und Leine und dann wirst du durch die Gegend gezogen. Irgendjemand mit einem Weltbild, was halt nicht ganz so offen ist, fragt sich, oh, es wird da gerade eine Person unterdrückt. Also ist das ein Risiko, das du kalkulierst hast dann an der Stelle?
theWoody Ja, das ist ein Risiko, aber das Gefühl hatte ich während der ganzen Zeit eigentlich überhaupt gar nicht. Es gab viele Blicke, die sind eher zur Seite gegangen, so wie so eine Art Fremdschämen, sage ich jetzt mal, die wirklich nur so zur Seite geguckt haben und wollten gar nicht hingucken. Und es gab viele so Blicke, wo man genau gesehen hat, da sind die Augen rübergekommen, die Mundwinkel ein bisschen hochgegangen, die Leute am Anfang zu grinsen. Und viele Leute haben uns dann tatsächlich auch angesprochen. Und das fand ich auch sehr interessant. Es waren, wie gesagt, echt nette Gespräche gewesen von Leuten, die mit BDSM eigentlich gar nichts zu tun haben, aber das so mega interessant fanden und viele Sachen nachgefragt haben, wo man denen vielleicht auch einen kleinen Anhaltspunkt gegeben hat.
Sebastian Lass mich das mal mit dem Fremdschämen mal nehmen, weil das Fremdschämen ist ja schon so ein leicht unangenehmes Gefühl. Einfach mal, vielleicht hast du darauf eine bessere Antwort als ich, weil ich habe keine darauf. Darf man den Leuten zumuten, dass sie sich da fremdschämen? Ist das nicht irgendwie übergriffig von uns? Oder müssen sie das halt aushalten?
theWoody Ich finde, es ist nicht übergriffig. Ich finde, das muss jemand auch aushalten können. Doch, das finde ich wirklich, weil in dem Moment, man tut ja niemandem was. Man ist ja irgendwo für sich unterwegs und es ist ja nur im Endeffekt das äußere Erscheinungsbild und diese Handlung mit der Leine, was man da gerade durchführt.
Sebastian Aber da können die Leute ja vorbeilaufen, wenn du jetzt da in der Kneipe sitzt und die am Tisch daneben da irgendwie das Unangenehm finden, die müssen dann zahlen und gehen. Also die können ja nicht so einfach ausweichen. Das ist auch ein Argument, was ich in den letzten Tagen häufiger gehört habe, dass da dann so eine Grenze ist, wenn man dann Leute quasi vertreibt oder sie eine Handlung, die sie eigentlich nicht machen wollen, nämlich zahlen und gehen, ausführen müssen, um der Sache auszuweichen. Wäre das ein Punkt oder sagst du auch da eigentlich wenn das abends spät in der Großstadt muss das in der Kneipe drin sein, mein Gott die saufen Alkohol und stinken, Entschuldigung tun sie meistens nicht, aber wenn sie es doch, egal, also inwieweit haben wir auch das Recht einfach zu existieren und zu sagen, nee wir leben uns aus.
theWoody Genau das meine ich, man lebt sich aus und ich glaube das Recht hat man dazu, ich denke mal auch oder gerade in einer Großstadt wenn man in Bars geht, und also gefühlt waren wir auch nicht oder ich nicht der Einzige gewesen, der so unterwegs gewesen ist. Ich habe auch andere Leute gesehen, vielleicht ein bisschen dezenter, aber man hat viele queere Leute auch gesehen und also ich, habe da nicht das Gefühl gehabt, dass wir wirklich anstößig gewesen sind anderen gegenüber, dass die gesagt haben, dann okay, wir verlassen jetzt die Bar, weil das zu uns zu viel wird. Das Gefühl habe ich überhaupt nicht gehabt.
Sebastian Ich greife mal Scheläche nochmal im Chat auf. Bei diesem Thema frage ich mich, inwieweit das öffentliche Umfeld gebraucht wird, um seinen Kink zu befriedigen, und damit das Umfeld auch instrumentalisiert wird für den eigenen Kink. Die meisten suchen schon die Aufmerksamkeit der anderen Menschen. Ist da was dran?
theWoody Die meisten suchen die Aufmerksamkeit der anderen Menschen.
Sebastian Also dass du dein Umfeld brauchst. Also wird dein Kind befriedigt, weil da andere Menschen sind? Also sind die Teil, der Handlung? Also dadurch, dass die da sind, wird die Sache spannend und du instrumentalisierst die Umstehenden quasi? Oder, ist das ein Teil des Reizes?
theWoody Ich glaube, das ist ein Teil des Reizes. Ich muss dazu sagen, das habe ich zum ersten Mal gemacht. Aber das hat genau diesen Reiz auch ausgemacht irgendwo, das in der Öffentlichkeit irgendwo zu zeigen und dadurch natürlich auch zu polarisieren. Das hat irgendwo wirklich einen Reiz ausgemacht.
Sebastian Ja, genau. Ich mag da auch wieder den Vergleich, mit dem ich kaufe den teuren Sportwagen, der eine Menge Krach macht. Und der Krach macht am meisten Spaß, wenn ich durch die Stadt fahre damit. Da instrumentalisiere ich die Leute ja im Grunde auch. Und am besten gebe ich vom Altersheim noch Gas. Nachts um drei.
theWoody Oh, das ist aber ein unfairer Vergleich.
Sebastian Ja, nein, also nein, aber da muss man ein bisschen gucken. Also natürlich, Öffentlichkeit ist ein Reiz. Und ich sage mal so, wenn ich überlege, was ist verboten, dann sind die Schwellen ja noch ganz andere. Also wir bewegen uns hier überhaupt nicht in Bereichen, wo man irgendwie sagen würde, oh, da könnte man für angezeigt werden wegen Ärgernis irgendwas. Überhaupt nicht. Sondern das ist halt öffentlicher Raum heißt leider Gottes ich bewege mich in der Öffentlichkeit und da sind Menschen und niemand sagt, dass alle Menschen sich irgendwie einem Schema anpassen müssen. Es gibt Länder wo das der Fall ist, da wird sogar die Frisur für Männer vorgeschrieben, da gibt es da eine Liste mit fünf Frisuren und die muss man dann haben, ich glaube das ist vielleicht auch ein Ausdruck von jetzt kannst du mir zustimmen oder widersprechen sehr gerne vielleicht ist das auch ein Ausdruck von Individualität und Freiheit, dass ich das in diesem Land darf.
theWoody Auf jeden Fall. Stimme ich dir voll und ganz zu. Das ist auf jeden Fall ein Ausdruck davon. Aber guck mal, wenn man mit mehreren Leuten auf eine Kinky Party fährt zum Beispiel. Und ich denke mal, viele Leute fahren doch auch schon in ihrem Outfit auf eine Kinky Party. Das sehe ich hier im Großraum auch. Wenn wir mit den Öffis unterwegs sind und immer näher kommen zu dem Party-Event, dann siehst du ja auch viele Leute, die in ihrem Outfit schon unterwegs sind. Ist das dann nicht irgendwo genau das Gleiche? Man zeigt sich ja dann auch in der Öffentlichkeit.
Sebastian Ja, genau.
theWoody Das können ja auch viele Leute schon anstößig finden. Ich meine, klar, der Aspekt Leinen ist natürlich wieder wirklich polarisierend.
Sebastian Aber man muss ja auch Grenzen ein bisschen austesten, um auch zu sehen, wo sie sind. Und offenbar war es jetzt nicht so, dass quasi der Mob auf die Straße gegangen ist, um dich von dieser Leine zu lösen. Also das gehört ja auch dazu, Grenzen ein bisschen zu suchen, ehrlicherweise.
theWoody Genau.
Sebastian Und ja, ach Gott. Also das Thema ist so riesig, es ist so groß und wir werden keinen Konsens heute hier finden, wo alle, die jetzt hier zuhören, sagen, ja, ich stimme dem total zu, den werden wir nicht finden. Und das ist auch gar nicht schlimm, weil ich glaube, das ist heute auch ein Anfang, also zumindest für mich, um nochmal da in den nächsten Wochen und Monaten genauer drüber nachzudenken und zu schauen, okay, was geht denn und was geht nicht und was kann ich für mich und das ist vielleicht dieser Punkt der Eigenverantwortung, was kann ich für mich verantworten, was ich meiner Umgebung zumute. Boah. Die Uhr.
theWoody Habe Brot.
Sebastian Ein Satz noch von dir und dann muss ich mich verabschieden, wenn du möchtest.
theWoody Oh du, da fällt mir spontan keiner rein.
Sebastian Wunderbar. Perfekt.
theWoody Ich wünsche allen, die da Lust drauf haben, viel Spaß und ich glaube... Es ist gar nicht so schlimm. Man muss sich das nur trauen und ich glaube, es ist gar nicht so schlimm.
Sebastian Perfekt.
theWoody Und es macht Spaß.
Sebastian Vielen, vielen Dank, The Woody. Mach's gut. Tschüss.
theWoody Gerne. Schönen Abend. Tschüss.
Sebastian So, und obwohl wir ja ein bisschen überziehen und sich ein paar im Chat schon verabschiedet haben, weil sie in die Haie müssen. Oh Gott, was sagt denn sowas? Weil sie schlafen müssen.

Einspieler Sempai

Ich spiele mal schnell den Einspieler von Senpai. 4 Minuten 54 gehört ihr jetzt Senpai.
Sempai Ja, schönen guten Abend. Und hier ist mal wieder Senpai zu diesem wieder mal höchst spannenden Thema mit der Öffentlichkeit. Spoiler vorweg, es wird eher nüchtern und sachlich. Zum einen möchte ich auf zwei Dinge hinweisen. Das ist einmal die gausche Normalverteilung, die hier an dieser Stelle eben halt sehr stark reinkommt. Es gibt immer ein großes, großes Feld von Menschen, die, sagen wir mal, Dinge auf eine bestimmte Art und Weise sehen. Und dann gibt es halt Menschen, die Dinge vielleicht ein bisschen anders sehen. Und je weiter sie von der großen Menge wegkommen, das Du kleiner wird diese Gruppe. Man spricht im Mathematischen dann eben halt auch von Sigma. Man muss sich einfach immer wieder vor Augen halten, dass Menschen, die BDSM mögen, auf jeden Fall halt in die Gruppe mit den Sigma gehören und je nachdem, welcher Kink es ist, kann es halt das erste, das zweite oder das dritte Sigma sein. Das heißt, die Gruppe von Menschen, die nachvollziehen können, was man da gerade macht, wird immer kleiner. Das ist der erste Punkt. Der zweite Punkt ist, dass man immer noch mal an das interkulturelle Verhalten denken muss, weil wir sind zwar ein zivilisiertes Volk, oder im Minimum tun wir so, aber wir haben immer noch nicht ganz vergessen, wie die Zeit war als Jäger und Sammler. Und aus dieser Zeit existieren halt immer noch so der eine oder andere Impuls. Und ein Impuls ist nun mal leider, dass Unbekanntes erstmal als gefährlich eingestuft wird. In unserem Kulturkreis ist es dann glücklicherweise so, dass man vielleicht dann erstmal nur die Stirn runzelt oder sich vielleicht auch lächerlich macht. Aber es kann eben halt auch umschlagen in Aggressionen bis zu, dass es körperlich wird. Darüber muss man einfach nachdenken. Ja, was macht man jetzt damit? Also persönlich habe ich einen Selbstversuch laufen seit ca. 20 Jahren. Also ich kleide mich seit 20 Jahren relativ androgyn. Ich habe eigentlich schon lange, lange nichts mehr im Kleiderschrank, was nicht eigentlich in den Kleiderschrank einer Frau gehören würde. Und zu diesen femininen Kleidungsstücken gehören eben halt auch Stiefel, waren hohe Stiefel, die ich im Winter, also jetzt seit 20 Jahren, über der Skinny Jeans trage. Was eben halt schon die eine oder andere steile Stirnfalte erzeugt hat in all der Zeit. Ich gehe damit auch zur Arbeit. Auch da war das eine Zeit lang erstmal ein Thema, aber mittlerweile haben die Leute das halt auch in dem Sinne akzeptiert. Es ist letztendlich eben halt auch tatsächlich die Frage, wo man sich bewegt. Also wie gesagt, das sind dann Sozialsysteme, die, sagen wir mal, in einem gewissen Rahmen damit klarkommen müssen. Es ist auch die Frage, in welcher städtischen Regierung man unterwegs ist, weil ich sage mal, in Berlin muss man sich schon sehr viel Mühe geben, wenn man auffallen möchte. Also da hat man manchmal so den Eindeut, da geht fast alles. Oder auch an Städten wie Hamburg, die sind in diesem Bereich auch sehr liberal. Auf der anderen Seite habe ich eben halt eher Gegenteiliges erlebt, als ich in Dresden war. Also Dresden ist eine wunderschöne Stadt, aber die fanden das teilweise nicht so cool, wie ich da rumgelaufen bin. Und noch etwas spannender wird das Ganze dann halt, wenn man in ländliche Regionen geht. Darüber muss man sich einfach im Klaren sein. Ansonsten ist es eben halt auch von unserer Seite her ein relativ hoher Anspruch, den wir an die Menschen stellen, die traditionellen Richtungen, traditionellen Normen folgen. Denn wir haben es auch in der Minderheit BDSM in der Regel, dass nicht immer alles gleich gut ist. Also wir machen mal zwei Beispiele zu geben. Ich habe mal davon gehört, dass es im DS-Kontext eine Art Rangfolge gibt, wie, sagen wir mal, dominante Herren, dominante Damen, dominante Subs und subversive Subs, also subversive Damen, dann eben halt betrachtet werden, in welcher Reihenfolge das geschieht. Und was ich schon sehr spannend finde, wenn man über den Gleichbehandlungsgrundsatz nachdenkt. Und natürlich kann man immer sagen, es ist doch nur ein Spiel, es ist eine Fiktion. Aber ich bin mir da manchmal nicht ganz so sicher, ob es das wirklich ist. Ein weiterer Punkt, der, sagen wir mal, vielleicht auch mich persönlich betrifft, es ist auch die Dauer schon ein bisschen ermüdend, als alter weißer Mann ständig unter Generalverdacht zu stehen. Aber das passiert eben halt auch oft. Persönliche Lehren, die ich vielleicht gerne mitgeben würde, ist, man sollte immer versuchen einzuschätzen, wie weit man gehen kann. Im Sinne von, in welcher Örtlichkeit befinde ich mich, was für ein Event ist das. Und möglicherweise gehen halt bestimmte Dinge, andere Dinge gehen vielleicht nicht und auch da ist es wiederum persönlich, mein eigenes Lieblingsoutfit ist sogar gesetzlich verboten. Also ich habe da eigentlich so gar keine Chance. Verhalten, man kann es tun, man sollte es auch tun im Grunde genommen, aber man muss eben halt auch bereit sein, den Gegenwind auszuhalten und der kann je nachdem, wo man sich gerade befindet, eben halt auch ein bisschen kräftiger ausfallen. Und ansonsten ist für mich, also aus den 20 Jahren, habe ich eigentlich als beste Verhaltensweise festgestellt, am besten ist es sich so zu verhalten, als wäre das Outfit, das man gerade trägt, das normalste der Welt. In diesem Sinne wünsche ich euch noch einen schönen Abend und ja, bis bald mal wieder.
Sebastian Ja, ihr Lieben, das war Senpai und das mit dem Gegenwind, das ist tatsächlich so ein Punkt, auf den muss man sich einfach einstellen, aber den kann man da noch aushalten. Ich glaube, das ist dann auch eine normale Reaktion, mit der man rechnen muss. Auch dieses Unbekanntes als gefährlich einstufen, als Default-Einstellung von Menschen, das ist ein spannender Aspekt. Ich habe im Chat gerade noch von der Gehorsam was gelesen und ich glaube, das mag ich einfach mal so kommentarlos vorlesen. Es ist so auslaugend, mich ständig anzupassen und zu verstecken. Sorry, aber ich sehe das nicht mehr ein. Für mich ist nur die Handlung entscheidend, also Handlung, wo ich das Gefühl hätte, dass ich eingreifen müsste, weil die Person Hilfe braucht. Anpassen tut man sich doch ständig in ganz anderen Zusammenhängen. Wenn ich schlechte Laune habe, lasse ich das möglichst nicht an anderen aus und wenn ich bedrücklich bin, lasse ich das nicht raushängen. Das ist Öffentlichkeit.

Einspieler Luftwunder

So, der zweite Teil war übrigens von Kara. Habe ich jetzt nicht richtig gekennzeichnet, aber... Und ja, ich glaube, das hat ja so einen gewissen Druck irgendwie, dann auch zu sagen, ich bin ich. Und ja, dann habe ich nochmal einen zweiten Einspieler von Luftwunder. Der ist akustisch nicht ganz so schön, aber ich glaube, ihr werdet es verstehen. Ich starte ihn einfach mal. Der ist auch nur ganz, ganz kurz.
Luftwunder Hallo, liebes Umgang auf Team. Jo, es ist wirklich ein kontroverses Thema, weil auf der anderen Seite ist man glücklich und stolz. Aber auf der anderen Seite möchte man auch nicht die Leute damit belästigen. Ich zum Beispiel trage 24-7 einen Halspunkt. Da zeigt man ja schon was, was aber viele auch nur als Schmuck darstellen und sehen auch, was ich auch gut finde. Weil manchmal, gerade wenn es bei Kindern mit dabei sind, sollte man halt aufpassen. Und auch ich finde, man sollte das Thema trotzdem breiter gestalten und breiter zeigen, weil es ist ja auch nichts Verwerfliches dabei.
Sebastian So, das war Luftwunder, ganz kurz. Dann habe ich noch einen Satz, den werfe ich euch im Chat mal hin. Wenn es sexy aussieht, wird es eher akzeptiert. Könnt ihr mal darauf rumdenken. Und weil ich jetzt gerade so in Stimmung bin für Einspieler und das Telefon nicht ständig klingelt, bekommt ihr noch einen Einspieler, den letzten, den ich habe, von Lexi.

Einspieler Lexxi

Lexxi Hallo und guten Abend, hier ist Lexi und ich versuche mich heute mal an meinem ersten Einspieler, auch wenn ich das Thema dazu unglaublich schwierig finde, weil es einfach so viele Facetten hat und es zig verschiedene Situationen und Aspekte gibt, die, mein Handeln in einer Situation beeinflussen würden. Eine Pauschalantwort oder wie Sebastian immer so schön sagt, das Thema ist dann umfassend und für ein für alle Mal geklärt, passt hier glaube ich noch weniger als sonst. Für mich persönlich ist BDSM etwas ganz Intimes und gehört zu meinem privaten Beziehungs- und Sexualleben. Das heißt nicht, dass ich mich verstecken möchte. Ich trage meinen Herzband gerne und vielleicht würde ich es auch gern häufiger tragen, aber zum Beispiel auf Arbeit stellt zumindest mir persönlich sich die Frage aufgrund von vorgeschriebenen Kleidervorschriften halt einfach nicht. Aber ich kann durchaus nachvollziehen, wenn andere Menschen ihren Kink gerne freier und sichtbarer leben möchten und es als Einschränkung empfinden, wenn es da gesellschaftlich Vorbehalte gibt, die ihnen da Grenzen setzen. Es gibt für mich aber trotzdem einen ganz gewaltigen Unterschied zwischen sichtbar sein und öffentlich ausleben, weil Sichtbarkeit ist nicht automatisch Aufklärung. Und wenn ich meine bisherigen Diskussionen dazu mit Sebastian richtig einordnet habe, dann geht es ihm ja hauptsächlich genau darum. Ein Beispiel, vielleicht ja auch eins, was heute diskutiert wird. Das Anlegen eines Halsbands in der Öffentlichkeit. Das Halsband selber finde ich dabei überhaupt nicht problematisch. Wenn sich allerdings die Bottom-Person dafür mitten in der belebten Fußgängerzone vor die Top-Person kniet, sehe ich persönlich, denn diese Auslegung ist sicher unterschiedlich, wiederum ganz anders. Denn die meisten Menschen drumherum werden das nicht einordnen können. Sie kennen unseren Kontext nicht, sie wissen vermutlich nichts über Konsens. Vertrauen oder auch die Bedeutung dieses Rituals. Und ich glaube auch nicht, dass sie danach zu uns kommen und fragen, was sie da gerade gesehen haben. Sie werden sich ihr eigenes Bild machen. Und das vielleicht vollkommen falsch. Und im schlimmsten Fall triggert es sogar Personen, die hier Unterdrückung sehen und das daraus vielleicht auf häusliche Gewalt schließen. Weit hergeholt? Vielleicht? Vielleicht ja, aber auch nicht. Natürlich begegnen uns in der Öffentlichkeit ständig Dinge, die wir uns nicht ausgesucht haben. Trotzdem möchte ich persönlich nicht, dass mein Wunsch, meinen Kink auszuleben, automatisch zur Aufgabe anderer wird, ihn einordnen oder, nur um es genannt zu haben, weil es sicher Thema sein wird, Kindern erklären zu müssen. Und genau da wird es für mich eine Frage der Rücksicht. Muss ich andere denn überhaupt in diese Situation bringen, nur weil ich mein Ritual unbedingt an genau diesem Ort ausleben möchte? Ich bin mir nicht sicher, ob Sichtbarkeit beim BDSM automatisch dazu führt, dass es irgendwann einfach normal wahrgenommen wird. Sebastian zieht da gerne den Vergleich zur LGBTQ-Szene und dem Gedanken, dass Sichtbarkeit Akzeptanz schafft. Ich glaube aber, dass BDSM an dieser Stelle deutlich komplizierter ist. Denn beim BDSM sieht man von außen eben das Entscheidende nicht. Man sieht vielleicht ein Machtgefälle, ja, ein Halsband, Knien, einen groben Griff in die Haare oder oder oder, könnt ihr selber füllen, aber man sieht halt nicht den Konsens dahinter, nicht die Absprache, nicht das Vertrauen und vor allem auch nicht die Grenzen. Wenn es also tatsächlich das Ziel sein soll, BDSM stärker zu normalisieren, dann müsste für mich mindestens genauso stark vermittelt werden, was BDSM eben nicht ist. Es ist kein Freifahrtschein für Gewalt und eine Rollenbezeichnung wie Dom, Sub, Herr oder Sklavin ersetzen niemals Konsens. Ich glaube, mir würde schon reichen, wenn BDSM existieren darf, ohne dass man sich dafür schämen oder rechtfertigen muss. Es muss für mich gar nicht in jedem Bereich vollkommen selbstverständlich oder für alle verständlicher werden. Denn ich mag zugegeben auch diese kleinen Zeichen, die vielleicht nur eingeweiht erkennen. Ein Halsband, ein Ring oder ein anderes Symbol. Und dieses kurze, wissende Lächeln, das ist mir schon wichtig und hat auch seinen ganz eigenen Reiz. Und vielleicht darf ja auch genau dieses kleine Stück Besonderheit einfach bleiben.

Fazit

Sebastian Ja, ihr Lieben, das war Lexi, die übrigens gerade in den Chat gekommen ist und einen Punkt mit Lexi, ihr merkt, den habe ich auch vorher stark diskutiert, man sieht den Consent dahinter nicht. Eventuell können wir da was tun, also wenn ihr irgendwas macht, dann guckt bitte, dass das Umfeld nicht übersehen kann, dass ihr Spaß daran habt. Vielleicht ist das so ein Punkt, dass man sagt, okay, damit können wir so ein bisschen was mildern und den Leuten beim Einordnen helfen. Die lachen, die haben Spaß miteinander, die scherzen, die feixen und sie machen komische Sachen. Na gut, dann lassen wir sie halt machen, wenn ihr offensichtlich Spaß habt. Vielleicht ist das eine kleine Brücke, die man bauen kann, um einfach der Gesellschaft ein bisschen zu helfen, das einzuordnen. So, jetzt haben wir 22.43 Uhr, also maßlos überzogen, ihr Lieben. Uff, was ein Thema. Ich habe jetzt die Leitung hier geschlossen, es wird nicht mehr telefoniert heute. Das hat mir richtig Spaß gemacht. Und ja, ich habe wirklich, ich gebe es zu, ich habe ein paar Menschen ein bisschen überfahren, da musste ich ein bisschen an mich halten, aber das Thema halte ich einfach für so wichtig und so stark und es betrifft uns früher oder später ja dann doch fast alle, weil wenn wir da ein Stück Identität durch BDSM gewinnen, dann wollen wir diese Identität vielleicht auch nicht an der Wohnungstür abgeben. Und da muss jeder und jede für sich austentern, wie weit, wie viel, um welchen Preis. Und da müssen wir auch ein bisschen aufpassen, dass wir nicht durch, ja durch, ist mir doch alles egal, dafür sorgen, dass die gesamte Community quasi in Verruf gerät. Also an der Stelle zeigen, wenn wir BDSM zeigen, auf welche Art auch immer, dann müssen wir auch zeigen, dass das was ist, was wir gerne machen, was wir wollen, woran wir Spaß haben. Und wenn wir das nicht vergessen, dann dürfen wir uns vielleicht nach und nach ein bisschen mehr erlauben. So, das war jetzt mein Schlusswort Ich müsste mal eine Umfrage machen Wie schlimm war der Sticks heute? Aber ich glaube, das Ergebnis will ich nicht sehen Gott, Ich glaube, das Thema, das braucht nochmal irgendwann Stufe 2. Ich bin unfassbar gespannt.

Die Schätzfrage

Aber ihr Lieben, ich habe noch die eine oder andere Tradition. Ich habe noch tausend Sachen, die ich heute erzählen muss. Deshalb mache ich das jetzt relativ zügig. Fangen wir mal an. Wir haben hier eine alte Tradition, die heißt die Schätzfrage. Das bedeutet, wir haben hier Kochlöffel und da steht drauf für Brat mit Herz. Und die könnt ihr gewinnen, wie immer. Und das Podcast-Tobi packt die dann liebevoll ein. Wir schicken sie auf den Weg. Es kann ein, zwei Wochen dauern, weil wir nicht ständig da die Dinger packen. Wir versuchen immer mit zwei zusammenzupacken. Das ist ein bisschen einfacher und geht schneller. Aber ihr könnt da jetzt mitmachen. Wenn ihr also im Chat seid, im Live-Chat, dann bekommt ihr gleich diese Schätzfrage gezeigt. Dann könnt ihr schätzen. Und wer am nächsten dran ist, kriegt einen schicken Button zu sehen und kann die Adresse eingeben, an die wir das Ganze schicken wollen. Und die Adresse löschen wir auch hinterher, sobald wir den Umschlag auf den Weg gebracht haben. So ein, zwei Wochen später löschen wir das dann. Wenn wir auch eine Ahnung haben, dass es angekommen ist oder eben nicht. Das Podcast-Ubi schreibt mir gerade, wir haben noch 16 Kochlöffel. Das ist definitiv zu wenig. Wir müssen neue produzieren lassen. Sehr gut, danke für den Hinweis. Aber für heute wird es noch reichen. Und die Schätzfrage lautet, ich habe eine Folge aufgenommen, so Mitte Juli. Ich wollte ja schon immer mal auf einer Party aufnehmen. Das ist schwierig. Ich habe aber eine Party gefunden, wo ich als Einziger ein Mikrofon haben dürfte. Das Dumme ist, auf so einer Party gibt es Musik. Laute, gute Musik in allen Räumen und überall. Ich habe einen Aufwand getrieben wie noch nie, um das Ganze so hörbar zu machen, dass ihr es A noch verstehen könnt. Das heißt, ich habe jeden einzelnen Satz präpariert und ich habe mit allerlei technischen Hilfsmitteln versucht, diese Musik so weit wegzudrücken, dass ich die Folge überhaupt veröffentlichen darf. Dabei ist mir eine Zahl ins Auge gefallen und die müsst ihr jetzt raten, nämlich die Frischheitsfrage lautet, in der Folge aus Berlin musste ich sehr, sehr viel schneiden. Ein neuer Rekord, jeder Satz musste angefasst werden, überall zwischen Übergang Musik und Verständlichkeit irgendwie gepegelt werden und abgewogen werden. Wie viele Schnitte, also ein Schnitt ist immer dann, wenn ich sage, hier, ich teile die Audiospur und mache dann irgendwas mit den einzelnen Bausteinen. Wie viele Schnitte wurden es? So, da kommt ihr eh nicht drauf. Deshalb dürft ihr jetzt einfach mal raten und schätzen, was ihr denn glaubt, wie viel das war. Ich habe jetzt übrigens so eine Art Redaktionsschluss gemacht. Wenn ich alles, was ich bis Sonntagabend von den ProtagonistInnen bekomme, das werde ich dann da noch mal nachbearbeiten. Da wird sich die Anzahl der Schnitte noch mal ein bisschen erhöhen. Und dann wird diese Folge tatsächlich erscheinen dürfen. Das war nämlich auch noch nicht so ganz klar und da bin ich ein bisschen stolz, dass die überhaupt erscheinen darf. Ja, während ihr ratet, gibt es hier eine weitere Tradition, nämlich die Hall of Fame. Übrigens, seit neuestem wurde ein Gerichtsurteil an anderer Stelle beschlossen, dass dieser Podcast eine gewerbliche Tätigkeit ist, dessen Einnahmen vollständig und umfassend sind, anders in der Steuer zu behandeln sind. Ich habe gerade Spaß daran, glaubt mir. Nein, es macht überhaupt keinen Spaß, aber so ist das. Eben, man muss das ja auch richtig korrekt machen und wir geben uns da richtig Mühe.

Die Hall of Fame

Aber es gibt Menschen, die beschließen, dass sie diesen Podcast hören wollen, dass sie unser Tun hier unterstützen wollen, dass sie den Sticks ermöglichen wollen, sich lange und gut auf eine Live-Sendung vorzubereiten, irgendwo hinzufahren. Ich fahre übrigens nächste Woche Donnerstag nach Berlin. Da freue ich mich schon auf die Zugfahrt für eine Aufnahme, um dann am nächsten Morgen gleich wieder zurückzufahren oder abends nochmal gucken. Aber Menschen entscheiden, dass ihnen das etwas wert ist, dass wir das tun können. Und das funktioniert ganz einfach. Ihr habt da den Unterstützen-Button auf der Seite. Und da könnt ihr zum Beispiel beschließen, Mensch, wir geben dem Sticks, dem Podcast sowie dem ganzen Team, geben wir ein Getränk aus. Zum Beispiel, das ist so die Höhe des Beitrags. Zum Beispiel irgendwie die Cola in der Studentenkneipe. Ich nehme aber auch den Gin Tonic in der Skybar. Das ist alles okay. Ihr könnt euch also was ausruhen und überweist uns einfach was aufs Konto oder per PayPal, geht mit ein paar Klicks. Und dann können wir damit arbeiten. Das tun einige Menschen, im Moment ein paar weniger, klar, wir haben auch weniger Folgen gemacht aus bekannten Gründen. Aber diese Menschen, die können sich in der Hall of Fame verewigen und da können sie selber festlegen, ob sie dort erscheinen und ob ich sie hier an der Stelle nennen darf und deshalb bedanke ich mich ganz herzlich bei den Neuzugängen, Koriander, bei Hochheiligste Sünderin, bei Sinnwittchen und Prunus, willkommen in der Hall of Fame und ich bedanke mich außerdem bei Friendly and More, bei Marcel Odem, bei dem Bundlerteufel, bei Mr. Erik, Kiesel69, Iant, Fixihaar, Milady und Subrosa und Motex. Und außerdem, ich habe noch eine zweite Liste, bedanke ich mich ganz herzlich bei, wen haben wir denn hier noch? Mistress and Toy, bei Janna, bei Pedomus, Meti, Tyrion Smile, Sub Sascha, Leon, Marc mit Kara und J.K. Voss. Vielen Dank an euch, dass ihr das hier möglich macht, dass ihr dafür sorgt, dass wir die Unvernunft hier genauso mit diesem unfassbaren Aufwand treiben können. Es ist ehrlich gesagt ein Luxus, zu sagen, okay, hier ist was kaputt gegangen, wir brauchen Equipment, keine Ahnung, wir brauchen ein Zugticket für Gäste, damit sie anreisen können, können wir alles machen. Und ihr macht das möglich und das ist absolut großartig. Also an euch vielen, vielen Dank. Eure Namen, die ich gerade genannt habe, die stehen übrigens auf ewig in den Show Notes. Und außerdem haben wir was Neues. Wir haben nämlich den oder die Unterstützer in des Tages, die auf der Startseite der Webseite erscheint. Und ihr könnt, wenn ihr euch die Hall of Fame ansieht, könnt ihr auch nachsehen, wer denn da schon Unterstützer in des Tages war. Das habe ich jetzt neu eingeführt, um einfach auch ein bisschen zu symbolisieren. Hier sind echte Menschen, die sagen, wow, das ist mir was wert und die machen es möglich, dass dieser Podcast seltenst Werbung hat. Also ich glaube nicht, ich muss nichts gut finden, was ich irgendwie für Schrott halte. Das ist auch ein ganz tolles Privileg. Dankeschön. Und dass vor allem auch die Menschen, die vielleicht gerade keine Kohle übrig haben, dass die diesen Podcast hören können. Alle Folgen von Folge 1 bis heute, dass die kostenlos bei diesen Live-Sachen mitmachen können. Also jeder Euro, den ihr hier mit in die Kasse werft, sorgt dafür, dass nicht nur ihr dieses Projekt unterstützt, sondern auch andere Leute, diesen Podcast hören können, dass wir hier Transkripte haben, dass wir demnächst auch eine kleine Unvernunft-KI haben, mit der ihr Folgen finden könnt. Denn das ist das größte Problem. Wir haben so viel Unvernunft, dass niemand mehr die Folgen findet. Wir werden das angehen. Es ist fast fertig. Da geht so, so viel. Also danke, danke, danke. Es ist mir ein Privileg. Und weil die Menschen warten, wir haben jetzt endlich alles da und alle Postkarten geschrieben für die Menschen, die im Jahr 2025 die Unvernunft unterstützt haben. Und ich glaube, wir müssen sie jetzt nur noch einpacken. Nur noch, das ist auch ein Tag Arbeit. Und dann schicken wir die endlich raus. Das hat dieses Jahr viel, viel länger gedauert. Eigentlich schaffen wir es bis spätestens Mai, aber es hat geklappt und wir haben diesmal etwas dabei, was es noch nie gegeben hat. Dafür habe ich jetzt auch Zettel gedruckt, die wir beilegen. Also wenn ihr euch da in die Liste eingetragen habt, das konntet ihr im Dezember und Januar tun, dann es ist bald endlich soweit. Das Warten hat ein Ende. Wir haben euch nicht vergessen. Aber manchmal geht halt was anderes vor. Und nun löse ich die Schätzfrage mal auf. Also die Frage war, wie viele Schnitte hat die Folge? Ich glaube mir, das hat mich wirklich Blutschweiß und Tränen gekostet, aber ich wollte endlich eine Folge von einer Party haben. Und nach fast acht Jahren war das auch einfach mal nötig. Und die richtige Antwort lautet, 1.286 Schnitte hat es gegeben, bis so der Rohschnitt endlich fertig war. Das ist eine Zahl, die hatte ich so wirklich noch nicht und dabei habe ich nicht mal die M's und Ä's rausgenommen, weil durch die Musik im Hintergrund konnte ich die gar nicht schneiden, weil sonst hätte man das durch den Takt der Musik im Hintergrund gehört, dass das irgendwie nicht passt und deshalb musste ich das eh so lassen. Irre. Also, wir gucken mal, wer am nächsten dran ist und am besten geraten hat. Und da sehe ich auf Platz 1, Suse Maus, die hat nämlich 1251 geschätzt, liegt nur 35 daneben. Es gibt erstaunlich viele Menschen, die nah dran waren. Ich bin beeindruckt. Übrigens, die Durchschnitt aller Antworten war 2917 ein bisschen drüber. Aber wenn man das so ein bisschen normalisiert, nur 2300 auch drüber. Aber ihr Lieben, ihr habt mir da mehr zu getraut, als es wirklich war. Ganz so schlimm ist es dann doch nicht gewesen. Aber ... Wow, also das hat mich wirklich nervengekostet, das Ding, aber es ist geschafft, und es ist nur noch ein kleiner Weg, bis sie veröffentlicht werden kann. So, Susum aus, du hast die Möglichkeit, deine Postanschrift zu hinterlassen. Übrigens, witzigerweise hatte ich eventuell, nein, das darf ich jetzt hier nicht sagen. Na gut, mache ich nicht, aber Grüße. So, und dann habe ich noch ein paar Ankündigungen zu machen.

Dies und das

Zum Beispiel der Merch-Shop unter shop.kunst.unverlust.de, der wird demnächst schließen. Wir werden ja zur Messe wieder neue interessante Dinge haben. Wir werden die Sachen vom letzten Jahr, die noch übrig sind, natürlich mitnehmen. Aber wir werden wahrscheinlich kurz nach der nächsten Live-Sendung, so um den, was ist denn das, der 28., da werden wir den Online-Shop zumachen für ein paar Wochen. Und also wenn ihr da jetzt noch was von den Sachen, die es da gibt, haben wollt, dann ist jetzt genau die Gelegenheit. Und dann gucken wir mal, ob wir den eröffnen wieder und wann und unter welchen Vorzeichen. Das kann ich alles noch nicht sagen. Also wenn ihr da was haben möchtet, sehr gerne jetzt. Dann schließt sich so ein kleines Zeitfenster. Gut, so, was habe ich noch? Das habe ich schon gesagt, das habe ich schon gesagt. Genau, letzte Woche hatte ich eine Aufnahme, zufällig mit Prey und Begleitung. Samstag kommen hier neue Aufnahmegäste bis 13 Uhr. Das heißt, wir müssen hier noch einen kleinen Hausputz machen. Also zumindest muss ich mein Büro wieder auf Vordermann bringen. Das sieht ein bisschen chaotisch aus. Die Aufnahmeecke, naja, wobei es geht gerade, naja, auf jeden Fall muss ich da morgen ein bisschen Zeit investieren und nächste Woche Donnerstag steige ich dann in den Zug nach Berlin, um da eine ganz besondere Folge aufzunehmen in einem Etablissement, von dem wir hier sonst nur, am Rande mal sprechen. Gut, was habe ich noch gesagt? Das habe ich, das habe ich, das habe ich. Auf der Webseite habe ich ganz viele Änderungen gemacht. Die Buffetwo, 2. bis 4. Jahrzehnt. Wenn ihr Gast bei mir wart und habt eine Folge mit mir aufgenommen, dann schaut mal in eure Mailpostfach oder lockt euch ein. Eventuell liegt da eine Einladung zur Messe für euch. Da könnt ihr euch registrieren, dann wissen wir, dass ihr kommt. Und ihr bekommt dann auch so ein schickes Badge, das da steht drauf hier, das ist XY, war in Folge sowieso zu Gast. Und dann könnt ihr, wenn ihr das möchtet, euch kenntlich machen bei uns am Stand auf der Messe und dann können andere Menschen, die uns besuchen, euch erkennen und vielleicht mit euch ins Gespräch kommen, weil sie die Folge mit euch gehört haben. Die Möglichkeit wird es geben. Bis dahin müssen noch eine Million Dinge organisiert werden. Morgen kommt mal wieder ein dickes, dickes Paket. UPS hat schon gesagt, dass sie morgen pünktlich kommen, zwischen 8 und 18 Uhr glaube ich. Also ich werde den ganzen Tag hier vor dem Briefkasten sitzen oder vor der Klingel. Und ich mag euch einmal jetzt schon verraten, wer denn diese Messe möglich macht, denn wir möchten nämlich keine Unterstützergelder für die Messe verwenden. Die Messe muss ich von selbst tragen. Wer sagt, ich unterstütze diesen Podcast, damit er es die Podcast Aufnahmen macht, der möchte genau das unterstützen. Und damit die Messe sich selber halbwegs trägt, haben wir uns Sponsoren geholt und deshalb nenne ich die jetzt schon einmal in beliebiger Reihenfolge vielen Dank jetzt schon mal an Baumwollseil, an Fixihaar, an Fesselspiel, Penumbra und neu dabei ein Neo-Stil, die machen das möglich, dass wir da mit einem irren Aufwand und Team und Hotel und ich weiß nicht was alles auf der Messe sind. Und ich bin voll in den Vorbereitungen, also ich freue mich total drauf, euch mal wieder zu sehen und zu treffen. Das war letztes Jahr so schön, mit Menschen aus dem Publikum mal wenigstens ein paar Minuten zu reden und vor Publikum aufzunehmen. Es war einfach großartig und ich bin total heiß drauf, aber bis dahin muss ich noch ein bisschen in Vorbereitung schwitzen. Aber ich freue mich. Also jetzt noch drei Wochen und dann geht's los. Und das werden krasse vier Tage, aber es wird wieder unglaublichen Spaß machen. Das Podcast-Obi freut sich, glaube ich, auch. Ich gucke mal rüber. Ja, sie nickt. Alles klar, das reicht mir. Okay, so, dann gucke ich mal, welche Notizen ich hier noch habe. Einmal, das Podcast-Obi möge gern die Werbung für Unterstützung in den Chat nochmal rein posten, damit wir das auch noch einmal getan haben. Und damit verabschiede ich mich mit folgendem Fazit von dem Thema.

Zweites Fazit

Einigkeit kriegen wir da nicht hin. Das Thema ist nicht ein für alle Mal und für alle Zeiten erledigt. Es ist ehrlich gesagt total im Fluss und wir alle haben eine Verantwortung, dass wir unserem Umfeld nicht zu viel zumuten und wir haben damit aber auch eine Chance, unser Umfeld mitzunehmen. Vielleicht ein bisschen dran zu gewöhnen in kleinen Dosierungen, Wir haben Grenzen, die wir einhalten müssen. Wir haben Grenzen, die wir einhalten sollten. Aber vielleicht, und das ist ein Aspekt, den hatte ich vorher wirklich nicht auf dem Schirm, vielleicht kommt es ja zu guten Gesprächen und vielleicht machen wir ja auch einem Menschen, der uns anspricht, Mut, den Schritt zu gehen, zu sagen, ach was, das ist ja gar nicht total pervers und abartig. Das ist ja was, was sympathische Menschen machen und die haben auch noch Spaß da dran. Vielleicht traue ich mich ja jetzt auch mal, vielleicht google ich ja mal nach BDSM-Podcast im Internet und informiere mich ein bisschen. Also an der Stelle, ganz ehrlich, wir haben eine Verantwortung, wir haben eine Chance und wir haben vielleicht eine Möglichkeit, auch einfach mehr Spaß, mehr Freiheit, mehr Ausleben. Das ist eine Menge Verantwortung und eine Menge Möglichkeiten, aber ganz ehrlich, wer, wenn nicht wir, sollte diese Challenge übernehmen. Und ich würde mich freuen, wenn ich das Thema vielleicht in ein, zwei, drei, vier, fünf Jahren nochmal machen kann. Und dann sind wir vielleicht einen Schritt weiter. Wer weiß. Ich würde mich total freuen. Ich habe ein Riesenpaket an Hausaufgaben mitgenommen. Ich habe immer wieder das Problem, ich war vorher schlauer als nach der Sendung. Vielleicht geht es euch genauso. Ist überhaupt nicht schlimm. Wenn wir ein bisschen drüber nachdenken und ein bisschen austarieren und das vielleicht nochmal nachvollziehen, dann kommen wir vielleicht so auf unser persönliches Ding. Und ja, können vielleicht sogar ein bisschen Werbung für BDSM machen, dass einfach sich mehr Menschen trauen. So, und jetzt fange ich an, mich zu wiederholen. Das ist das Zeichen dafür, dass der Sticks tot und leer gequatscht ist. Es ist jetzt auch fast 23 Uhr. Weiter geht's am 24. Dezember. Ich gucke mal kurz, wie das Thema lauten wird. Sekunde, da ist es genau. Ich habe das alles neu sortiert hier und deshalb finde ich die Sachen so schlecht.

Vorschau

Oh ja, es wird auch so ein Hammerthema. Also am 24.09. sprechen wir über Flirten, über Anbahnungen, über... Was ist gut? Wie komme ich in Kontakt? Ja, wie flirtet man miteinander? Wie flirten eigentlich kinky Leute miteinander? Machen die was anders oder gehen die auch alle einen Kaffee trinken oder machen die ganz andere Sachen? Geht mal in euch, überlegt mal, wie ihr geflirtet habt, wie ihr flirten würdet, welchen Flirt ihr als empfangende Person gut finden und gelungen finden würdet. Ich weiß nicht, ist es einfacher oder schwerer im BDSM-Bereich? Wahrscheinlich einfacher, weil man ja immerhin so ein gemeinsames Thema hat, wenn man auf einer passenden Veranstaltung ist. Könnte ein Thema sein, was voll gegen die Wand fährt und überhaupt nicht funktioniert. Oder es funktioniert richtig gut. Das hängt tatsächlich von euch ab. Wenn ihr da eine Meinung zu habt, gerne jetzt schon auf kunst-und-vernunft.de slash live einen Einspieler hinschicken. Den könnt ihr direkt auf der Webseite aufnehmen. Ihr müsst euch ja nicht registrieren. Dann kriege ich eine Audiodatei von euch. Oder ihr schickt mir was oder ihr ruft natürlich bestenfalls in der Sendung an, am 24.09. ab 20.30 Uhr. Und natürlich werde ich hier eventuell, wenn der Tonmeister noch wach sein sollte, eine kleine Postshow machen, aber jetzt werde ich erstmal euch ein bisschen Musik einspielen, werde mich hier verabschieden, werde mich vom Podcast Sobi verabschieden, die musste mich ganz dringend ins Bett, denn die war schon zwei Stunden vor mir wach. Also, ihr Lieben, vielen, vielen Dank für alle Menschen, die angerufen haben. Danke an Sascha, Pesky, Herbie, Prey, das Podcast Sobi, Faina und Vincent, Anzin Wittchen, Sibodi, Senpai, Luftwohner und Lexi. Ihr habt das ganz toll gemacht und wenn ich euch ein bisschen hart angegangen bin, entschuldigt bitte, aber ich hatte so viel zu dem Thema im Kopf. Ich musste es auch kanalisieren und da bin ich dann manchmal vielleicht auch nicht mehr so professionell, sondern da habe ich einfach ganz viel Leidenschaft. Ich hoffe, es hat trotzdem Spaß gemacht und funktioniert. Und ja, bis zum nächsten Mal am 24.9. um 20.30 Uhr.


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