Coverbild Heiner - Grenzen buchstäblich überwinden

Heiner - Grenzen buchstäblich überwinden

Querschnittlähmung, Kink und ein neuer Zugang zur Lust

13.04.26
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Cover Heiner - Grenzen buchstäblich überwinden

Episodenblog

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Querschnittlähmung, Kink und ein neuer Zugang zur Lust

Diesmal habe ich Heiner besucht… und wir haben geredet.
Heiner hat erste Berührungspunkte mit BDSM bereits früh bei den Pfadfindern erlebt. Doch bevor er diesen Weg weitergehen konnte, veränderte ein Unfall sein Leben grundlegend – seitdem lebt er mit einer Querschnittlähmung und der Rollstuhl gehört zu seinem Leben.

Wir sprechen darüber, wie er seinen Zugang zur BDSM-Community gefunden hat, welche Rolle Stammtische und Vernetzung für ihn spielen und wie er sich heute engagiert – unter anderem im Schlagbar Weser-Ems e.V., wo er im Vorstand aktiv ist. Dabei geht es auch um die Räumlichkeiten des Vereins, die Möglichkeiten vor Ort und was dort konkret stattfindet.

Ein besonderer Fokus liegt auf den Herausforderungen und Möglichkeiten, BDSM als aktiver Part im Rollstuhl zu leben. Heiner erzählt offen, wie sich seine Perspektive auf Lust und Befriedigung verändert hat – und wie er durch seinen Kink einen ganz eigenen Zugang dazu gefunden hat.

Eine Folge über Wege in die Community, Engagement, Barrieren und neue Perspektiven.

Schlagbar Weser-Ems e.V.

Diese Folge wird unterstützt von:

Kapitelmarken

00:00:00
Intro
00:00:01
Trailer
00:01:00
Einleitung
00:03:01
Begrüßung
00:05:21
Hallo BDSM
00:11:16
Unfall und Behinderung
00:18:59
Community entdecken
00:21:25
Rollenfestlegung
00:22:47
Hilfe
00:26:55
Block auf Plattformen
00:33:30
Erster Stammtisch
00:40:51
Stammtisch gegründet
00:49:13
Spielen im Rollstuhl
01:09:10
Vorurteile und Co.
01:20:16
Schlagbar Weser Ems e.V.
01:21:07
Gebäude und Infrastruktur
01:28:56
Arbeit und Aufwand
01:52:31
Konflikte
02:00:04
Das gibt's zurück
02:07:37
Zukunft
02:08:50
Das Dinger Woche: Spielkoffer
02:18:56
Das A oder B-Spiel
02:23:32
Verabschiedung
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Kommentare & Fragen

21.04.26
turdus

Eine schöne Folge - und schön zu hören, dass Umgang mit Behinderung zumindest in deiner Umgebung so wenig ein Thema und so völlig selbstverständlich ist.

Ich musste zwischendurch ein paarmal kichern - man hört doch regelmäßig das Pfadfinder-Mindset raus, was auch wiederum sehr schön ist. Spätestens bei der Formulierung "Ich hab meinen Job gut gemacht wenn ich mich selbst überflüssig gemacht habe" dachte ich "Ah, die Jobbeschreibung des Roverleiters." Ich vermute mal wir sind im selben Verein...

Danke für eine sehr kurzweilige Folge, man konnte euch beiden gut zuhören.

Heiner
22.04.26
Vielen Dank dir für deinen schönen Kommentar!

Ja, das Thema Behinderung ist in meinem Umfeld zum Glück oft ziemlich selbstverständlich – genau so, wie es eigentlich sein sollte.

Und das mit dem Pfadfinder-Mindset… erwischt 😄
Das prägt einen doch mehr, als man vielleicht denkt – und manche Dinge bleiben einfach hängen.

Der Spruch gilt mindestens für die großen Verbände im Ring, und international gibt es ihn wohl auch. Angeblich geht er sogar auf BiPi selbst zurück.

Freut mich auf jeden Fall sehr, dass dir die Folge gefallen hat und du gut zuhören konntest!

Liebe Grüße
Heiner
20.04.26
dini_dark.7.0

Eine sehr starke Podcast-Folge. Besonders bemerkenswert empfinde ich Heiners Optimismus und seine Stärke. Für mich als ebenfalls sehr optimistischer und lebensbejaender (schreibt man das so?) Mensch sehr sympathisch.
Heiners Devise "immer auf alles vorbereitet zu sein", was er aus der Zeit der Pfadfinder verinnerlicht hat, hat ihm ja sogar spontane Spielgelegenheiten und Sessions ermöglicht. Sehr gut. Ich musste sehr schmunzeln. Trotz schwerer und schicksalhafter Thematik bringt diese offene und ehrliche Folge sehr viel Positives mit sich. Das liegt sicherlich auch an Heiners aufgeschlossener Art über seinen persönlichen BDSM zu sprechen und die Dinge auch beim Namen zu nennen.
Sebastian Stix gab auch ehrlich zu verstehen, dass ihm manchmal die richtigen Worte fehlen oder er im Gespräch etwas verunsichert war. Ich konnte die Zögerlichkeit gut nachempfinden, da ich für mich zugeben muss, im Umgang mit Behinderung irgendwie immer unsicher und hilflos zu sein. Eigentlich völlig sinnlos, denn offenbar weiß das Gegenüber meist, wie solche Situationen richtig aufgelockert und gelenkt werden können. So wirkt es zumindest bei Heiner.
Beinahe neidvoll blicke ich auf die Angebote und Aktionen der "Schlagbar". Wow.
Der Podcast mit seinen Gästen, Themen und Folgen ist einfach immer wieder grandios und bereichernd, vielen Dank dafür.
Lg dini_dark.7.0

Heiner
21.04.26
Es freut mich sehr, dass du so viel Positives aus der Folge mitnehmen konntest und dass mein Umgang damit bei dir so ankommt. Gerade dieses „einfach offen damit umgehen“ nimmt oft vielen die Unsicherheit – und genau das hast du ja auch schön beschrieben.

Dass du dich in manchen Situationen unsicher fühlst, ist übrigens gar nicht so ungewöhnlich. Wichtig ist am Ende eher, wie man miteinander umgeht – und da hilft Offenheit meistens mehr als Perfektion.

Und danke auch für die lieben Worte zur Schlagbar – das bedeutet mir wirklich viel!

Ich wünsche dir weiterhin ganz viel Lebensfreude und vielleicht ja auch die ein oder andere spontane Gelegenheit zum Schmunzeln 😉
19.04.26
Sub

Lieber Heiner,

es war toll Deine Folge anzuhören und auch, wie Du mit Deiner Situation umgehst und auch Dein Spruch "Du bist nicht der Rollstuhl" finde ich super.

Wie Du aus unseren Folgen gehört hast, sind wir im Quälgeist Berlin e.V. aktiv, wir bauen als Verein extra einen Aufzug um unsere Vereinräume barrierefrei zu bekommen (zumindest die untere Ebene). Wer Infos dazu haben will oder gar bereit ist einen kleinen Obelus zu spenden kann dies unter

quaelgeist.sm/neuigkeiten-zum-aufzug-die-planung-steht/

tun. Ich bzw. wir finden es wichtig, dass Menschen wie Heiner genau wie geschildert ihren BDSM ausleben können. Einen Parkplatz für Rollifahrer gibt es übrigens auch vor dem Haus.

Nun zu Deinem Thema mit Bullwhip: es gibt einen Rollifahrer bei uns im Verein der genau das Thema Bullwhip für sich gefunden hat. Der Devote ist meist an unserem Fischernetz stehend oder wird von anderen dort fixiert und der Dominate im Rolli "parkt" in geeignetem Abstand dahinter und es ist faszinierend zu sehen wie präzise er die Hits verteilt und Muster auf den Rücken zaubert. Teste es aus, wobei mit Bullwhip defintiv üben üben üben erforderlich ist.

Du spracht von der Passion, gibt gibt Conny von BBWhips immer tolle Workshops zum Thema Bullwhip, vielleicht bist Du dieses Jahr dort - kann ich nur empfehlen und haben wir auch besucht.

Die Webseite Deines Vereins muss ich mir noch ansehen.

Mach also weiter und genieße Deinen BDSM.

Sub (von Dom-mit-Sub)

Heiner
21.04.26
Vielen Dank für deine lieben Worte und euren ausführlichen Kommentar!

Es freut mich sehr zu hören, dass ihr euch beim Quälgeist Berlin e.V. so stark für Barrierefreiheit einsetzt – das ist alles andere als selbstverständlich und ein wirklich wichtiger Schritt. Gerade solche Initiativen machen am Ende den Unterschied.

Bei uns fehlt im Grunde „nur“ noch ein barrierefreies WC, dann wären wir wirklich komplett barrierefrei. Aber hier auf dem Land wird das leider noch etwas dauern – bis dahin müssen wir mit Übergangslösungen arbeiten. In Berlin hat man natürlich ganz andere Möglichkeiten, einfach weil mehr Menschen da sind. Aber für das, was uns hier zur Verfügung steht, haben wir schon wirklich viel geschafft.

Das Beispiel mit dem Bullwhip klingt total spannend und beeindruckend. Genau solche Erfahrungen zeigen ja, dass oft viel mehr möglich ist, als man im ersten Moment denkt – mit Übung, Kreativität und dem richtigen Setting.

Und danke auch für den Tipp mit den Workshops, das behalte ich definitiv im Hinterkopf!

Ich wünsche euch weiterhin ganz viele tolle Momente im Verein und beim gemeinsamen Ausleben eurer Passion.
18.04.26
Zora

Hi! Vielen Dank für die tolle Folge. Bin selbst seit einigen Jahren Sub und mein Dom hat ebenso einen Rollstuhl, er ist fast ab dem selben Wirbel abwärts vollständig gelähmt. Ich hab ihn bzw. uns ganz vielem von dem, was du erzählt hast, wieder erkannt. Besonders spannend fand ich, als du vom Dom-Space und dem "Mitfliegen" gesprochen hast. Das ist tatsächlich auch etwas, was er bzw. wir ähnlich spüren. Ich wünsche dir richtig viele wunderschöne Erfahrungen in Zukunft, ganz viel Fliegen und Genießen. 😊
LG, Zora

Heiner
18.04.26
vielen Dank dir für deine lieben Worte!

Es ist total schön zu hören, dass ihr euch in so vielem wiedergefunden habt. Gerade dieses „Mitfliegen“ bzw. der Dom-Space ist etwas sehr Besonderes – umso spannender, dass ihr das ähnlich erlebt.

Ich wünsche euch beiden ebenfalls ganz viele intensive, schöne Momente, viel Vertrauen und natürlich ganz viel gemeinsames Fliegen und Genießen 😊

LG
16.04.26
One_4_Passion

Oh man das Thema ist hart, erstmal Hut ab, wie du damit umgehst. So Schicksale sind echt hart, ich könnte damit nicht umgehen.
Das ist echt ein zwiespaltiges Schwert.
Sagst du es nicht fühlt man sich ggf übergangen und irgendwie als Lüge begonnen. Sagst du es nicht, bekommst du Ablehnung oftmals. Andererseits gibt es Menschen, die damit nur schwer umgehen können, ob durch Unwissen, Unsicherheit oder Eigenverantwortung. Du weißt nicht was es mit Menschen macht, und der ein oder andere möchte vielleicht die Verantwortung und Konsequenzen nicht, was irgendwie auch verständlich ist, andererseits geben sie dir keine Chance, aber am Ende aus Mitleid oder nicht enttäuschen zu wollenbringt fir auch nichts. Da kann man es gefühlt nzr falsch machen. So, ich höre jetzt den restlichen dreiviertel Teil. Unter Hochachtung
Lg

Heiner
18.04.26
Danke dir für deinen ausführlichen Kommentar!

Ich glaube allerdings, dass du das Ganze ein Stück weit zu verkopft siehst. Am Ende weiß man vorher nie, wie man mit belastenden oder extremen Situationen wirklich umgeht – das zeigt sich immer erst, wenn man mittendrin ist. Ich hätte mir das vor über 20 Jahren jedenfalls auch nicht vorstellen können.

Und für mich ist wichtig: Ich bin nicht „der Rollstuhl“, ich habe ihn einfach nur dabei. Ich lebe mein Leben – mit allem, was dazugehört 😊
Und der Rest muss dann schauen, wie er mit mir klarkommt.
14.04.26
Poseoraction

Zum Thema Bullwhips: Es ist theoretisch wie praktisch kein Problem damit im Sitzen zu spielen. Kurze Snakewhips spiele ich zum Teil rein aus dem Handgelenk. Und selbst mit langen Bullwhips kann man im directplay die Whips durch die zweite Hand vor dem Oberkörper führen wie auch überkopf spielen und auch wrappen, das Gegenüber umschlingen. Da braucht man so oder so Platz um sich herum. Probiere es einfach mit 2 ft langen Whips mal aus und arbeite dich hin zu längeren.

Heiner
15.04.26
Danke für die Tipps!

Ich muss es am Ende wohl selbst ausprobieren. Grundsätzlich habe ich großen Respekt vor diesen Peitschen, aber ich werde sicher noch eine Möglichkeit finden 😊
14.04.26
Ehesklave

Eine klasse Folge, ich finde sie sehr gelungen und großartig. Ich hoffe sehr, das sie vielen Mut macht, aus vermeintlich widrigen Umständen am Ende doch positiv wieder hervor zu kommen. Und den Verein kann ich auch nur jedem wärmstens empfehlen, da mal vorbei zu gucken. Meine Herrin und ich haben dort auch eine Heimat gefunden, um BDSM frei auszuleben.

Heiner
15.04.26
Danke, das ist lieb von dir!
14.04.26
Iliand

Das Design deiner Räder am Rollstuhl ist ja großartig, ich finde die sehr gut. Wurdest du schon in der Öffentlichkeit darauf angesprochen? Ansonsten großartige Folge, du bist ein toller Mensch.

Heiner
15.04.26
Danke dir, das freut mich sehr!

Ich werde tatsächlich regelmäßig darauf angesprochen, wenn ich die Räder am Rolli habe – auf Festivals, in Clubs oder auch einfach so in der Stadt.

Die Herstellerfirma Ferime GOLZ-AV gibt es leider wohl nicht mehr. Insofern habe ich jetzt wohl ein echtes Unikat 😊
13.04.26
Luzifer Woff

Die Fotos das Vereinslokas sind ja Gossartig ! Da kann man ja nur neidisch werden 😅🙈

Heiner
13.04.26
Vielen lieben Dank für das schöne Kompliment, das freut uns wirklich sehr! 😊
Ich habe dein Lob auch direkt an die Fotografin weitergegeben – sie hat sich riesig darüber gefreut. 🙌

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