BDSM - Die Kunst der Unvernunft

Megan - Feminismus und Aufklärung

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Ich habe Megan eingeladen und sie hat mich besucht.

Sie betreibt nicht nur BDSM, mag Bondage und hängt an Türmen herum. Sie engagiert sich auch in Ihrer Freizeit, z.B. bei der smjg und arbeitet daran, Aufklärung in Sachen BDSM zu Ihrem Beruf zu machen. Wir dokumentieren den Beginn dieser Reise und schauen ganz nebenbei, wie BDSM mit Feminismus zusammen passt.

Es gab dieses Mal 2 Dinger der Woche. Und weil ein Buch dabei ist, hier der Link dazu:

Buch bei AmazonLink zu Amazon: Die BDSM-Szene: Eine ethnografische Feldstudie

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1 Jahr Podcast - 20 Folgen Unvernunft

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Kommentare

Sebastian Stix
by Sebastian Stix on 08. November 2019
Zu Marias Kommentar: Ein schöner, wichtiger Beitrag. - Vielen Dank. Liebe Maria, Kontaktdaten von Dir habe ich keine, würde mich aber freuen, wenn Du Dich bei mir melden würdest.
Maria
by Maria on 07. November 2019
Hallo ihr Zwei, Vielen Dank für den Podcast, er hat mich sehr zum Nachdenken und Nachfühlen angeregt. Ich bin eine junge, queere, feministische, sexpositive Frau, die in ihrer Freizeit gerne viel über Sex redet, mit allem rumexperimentiert worauf sie Lust hat und ab und an bei sich zu Hause Play Parties organisiert. Außerdem bin ich von Beruf klinische Psychologin und auf dem Weg zur Psychotherapeutin. Ich fand es schade, wie ihr über die Berufsgruppe der im Gesundheitssystem arbeitenden Menschen gesprochen habt. Das war mir ehrlich gesagt zu unreflektiert und generalisiert. Natürlich war die Erfahrung, die Megan gemacht hat, nicht in Ordnung. Es kommt leider immer wieder mal vor, dass mir sowohl im privaten Umfeld als auch Patient*innen von solchen Erfahrungen mit Kolleg*innen berichten, bei denen sie sich in wesentlichen Aspekten ihres Selbst abgelehnt oder pathologisiert gefühlt haben. Das ist eine bedauerliche Realität. An dieser Stelle würde ich auch von blindem Vertrauen in Ärzt*innen und Therapeut*innen abraten. Die sind auch nur Menschen, und es gibt solche und solche. Dank der freien Ärztinnenwahl ist es ja zum Glück möglich, für sich gut zu prüfen, zu wem man gehen kann. Davon sollte auf jeden Fall Gebrauch gemacht werden. Auch in einer ärztlichen oder therapeutischen Praxis darf man nicht die Selbstverantwortung abgeben, so wünschenswert das vielleicht auch manchmal wäre. Wie dem auch sei, möchte ich stark widersprechen, dass alle/die meisten meiner Berufsgruppe mit dem Thema nichts anfangen wissen und das für pathologisch halten. Es gibt sicher genügend Menschen (mich eingeschlossen), die selbst eine der allgemeinen Norm widersprechende Form von Sexualität und/oder Beziehung leben und gleichzeitig im Gesundheitssystem arbeiten. Genauso gibt es Menschen, die das nicht tun und dennoch in der Lage sind, allen Variationen des menschlichen Daseins offen zu begegnen. Wie ihr bereits angesprochen habt, ist ja auch nicht auszuschließen, dass die BDSM-Praktiken der jeweiligen Person teil dessen sind, was in ihrem Leben zu Belastung führt. In einer Behandlung ist es nötig, genau zu explorieren, ob das Teil der Belastung, teil der Ressourcen, oder manchmal beides ist. Gleichzeitig ist mir auch wichtig zu sagen, selbst WENN das Teil der Belastung sein sollte, steht es jedem Menschen zu, die eigene Sexualität nach aktuellen Wollen und Können auszuleben, egal wie das aussieht. Es wäre absolut anmaßend, irgendjemand das Recht auf das Ausleben der eigenen Sexualität mit dem Scheinargument der Pathologisierung abzusprechen (Gesetz den Fall, dass dabei niemand zu Schaden kommt). Besonders widersprechen möchte ich dem Beispiel "Ich könnte mich vor eine Gruppe stellen und sagen, ich schlage seit 15 Jahren Frauen und danach wäre der Saal leer". Ich würde im Gegenteil behaupten, dass Menschen meiner Berufsgruppe genau die sind, die dann nicht gehen, da sowas zu unserem Berufsalltag dazugehört. Außerdem fehlt hier ja auch der wichtige Zusatz "weil sie das so möchten und das vorher abgesprochen wurde". Allgemein kann ich Megans Vorhaben nur unterstützen. Als angehende Therapeutin finde ich Informationsmaterial und den Dialog mit den jeweiligen Communities immer hilfreich und es gibt ja bereits viele Beispiele, wo genau das zu besseren Behandlungsmöglichkeiten geführt hat (beipielsweise bei Autismus oder Transsexualität). Nur die Darstellung, dass hier noch nichts passiert und man dafür hart kämpfen muss, weil "die" sich dafür nicht interessieren, möchte ich so nicht stehen lassen.

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