Ich komme aus dem Raum Koblenz und engagiere mich seit einigen Jahren dafür, Menschen in der BDSM- und Kink-Szene miteinander zu vernetzen und Räume für offenen Austausch zu schaffen.
Vor rund drei Jahren habe ich den Stammtisch „Kinky Koblenz“ gegründet. Was damals mit sechs neugierigen Menschen begonnen hat, ist inzwischen zu einer regelmäßigen Runde mit über zwanzig Teilnehmenden gewachsen. Der Stammtisch soll ein Ort sein, an dem Menschen ohne Druck über ihre Neigungen sprechen können – egal ob sie schon lange Teil der Szene sind oder sich gerade erst vorsichtig damit beschäftigen.
Mir ist besonders wichtig, dass Aufklärung, Respekt und Sicherheit in der Szene einen festen Platz haben. Viele tragen ihre Fragen oder Fantasien lange mit sich herum und glauben, damit allein zu sein. Ein offener Austausch kann genau das verändern.
Neben dem Stammtisch organisiere ich auch Events und Treffen, um Menschen miteinander zu verbinden und der Szene in der Region mehr Möglichkeiten zu geben. Perspektivisch arbeite ich daran, daraus eine stabilere Struktur entstehen zu lassen – möglicherweise auch in Form eines Vereins.
Parallel baue ich ein kleines Nebengewerbe rund um Erotik- und Aufklärungsprodukte auf, unter anderem mit Toy-Partys und persönlicher Beratung. Für mich geht es dabei weniger um Verkauf als um einen offenen, entspannten Umgang mit Sexualität und Kommunikation.
Ich glaube daran, dass eine lebendige Szene nicht von großen Clubs entsteht, sondern von Menschen, die anfangen, Räume zu schaffen.
Und genau das versuche ich Schritt für Schritt umzusetzen.