Sebastian
Hallo zur Unvernunft Spezial Weihnachten 2020, die
dritte Ausgabe davon und die am zweiten Weihnachtsfeiertag erscheint.
Ich habe ja Gespräche geführt, habe einfach Menschen angerufen, die mir ihre
Nummer gegeben haben oder wie im Fall meines dritten Gastes, wo mir dann die
Partnerin die Nummer gegeben hat und dann haben wir einfach ein bisschen
geplaudert und über die ganzen Weihnachtsfeiertage bis Silvester veröffentliche
ich das nach und nach. Heute sind dabei EM, das ist der Spielpartner von Page aus
der Folge von gestern, Otti aus der Schweiz und Stoffl, das
ist der Partner von Lena von Penumbra und mit dem habe ich ganz viel über
die Libertine gesprochen. Also da haben wir ein bisschen weniger über ihn selbst
gesprochen, sondern ein bisschen mehr über Szene und Österreich und was man da
nicht alles machen kann und überhaupt und sowieso. Also ja, ich kann hier schon
mal sagen, ich habe inzwischen ein Päckchen von den beiden bekommen mit Kunst
der Unvernunft Weihnachtsschmuck, also wo das Logo dann drauf ist und das hängt
jetzt auch bei uns immer noch am Baum und echt schön und dann noch so eine
kleine Prise österreichischem Humor. Das muss ich jetzt auch nochmal vorab
erwähnen. Ich habe nämlich dann eine Rolle Klopapier für Notfälle bekommen.
Ja, das muss österreichischer Humor sein. Ich habe mich auf jeden Fall sehr
gefreut und die Rolle kommt natürlich in den Tresor.
Ja, ich steige doch jetzt einfach ein, schneide da einfach ran. Es gibt dann
auch wie immer kein großes Ende oder so, sondern ich schneide das hintereinander
weg. Es ist auch fast gar nicht viel geschnitten innerhalb der Folgen, also
innerhalb der einzelnen Teilnehmer, weil warum? Wir haben ja Weihnachten und ich
habe noch anderes zu tun. Ich wünsche euch auf jeden Fall jetzt ganz viel Spaß
mit den dreien und wer den Podcast vielleicht jetzt erst so zwischen Weihnachten
entdeckt hat und das ein bisschen komisch findet, hört euch die Folge 0 an,
schaut auf der Webseite und was wir hier über Weihnachten machen, das ist eben
was ganz Besonderes, denn andere haben mit ihren Adventskalendern am 24.
aufgehört, wir fangen halt erst richtig an am 24. und jetzt geht's los.
EM
So, und weil ich ja mit Page gestern Abend zuletzt gesprochen habe, versuche ich
doch jetzt einfach mal, ja, Page sub ans Telefon zu kriegen. Mal gucken, ob das
heute klappt.
EM
Hallo, Sebastian.
Sebastian
Mensch, du weißt, wer ich bin, was ich bin und worum ich anrufe.
EM
Ja, genau.
Sebastian
Und du hast gerade ein bisschen Zeit für mich.
EM
Ja, in ein paar Sekunden, wenn ich die Kater gefüttert habe.
Sebastian
Okay, du fütterst mal die Kater. Ich erzähle mal kurz der Hörerschaft ein
bisschen was. Nämlich zum Beispiel, dass du laut meinen Aufzeichnungen M oder EM
bist. Das muss ich dich gleich noch fragen. Und du bist Sub von Page of Mine.
Glaube ich zumindest.
EM
Ganz genau.
Sebastian
Ja, wunderbar.
EM
Ja, richtig.
Sebastian
Ja, fütter die Kater und ich werde dir irgendwas erzählen. Was kann ich denn
erzählen? Ja, es ist Montagnachmittag und ich habe jetzt Urlaub. Das ist
großartig. Ich habe endlich Urlaub, so richtig. Für zwei Wochen.
EM
Zwei Wochen?
Sebastian
Zwei Wochen, ja. Also am 5. geht es wieder los, aber da denke ich doch jetzt
nicht dran.
Aber fütter du mal die Kater.
EM
ist doch gut.
Sebastian
Wenn die dann fit sind, sag Bescheid, dann plaudern wir.
EM
Kater sind gefüttert.
Sebastian
Sehr gut. Ausgesehen, zwei Stück?
EM
Ja, genau.
Sebastian
Okay, ja.
Wo fange ich denn an? Also ich wurde tatsächlich ein bisschen auf dich gehetzt
Und dann hast du ja angeboten, das machen zu wollen. Das finde ich total super,
weil ich habe ja definitiv Frauenüberschuss bei dieser ganzen Aktion.
Fürchterlich.
EM
Wusste ich gar nicht.
Sebastian
Ich wusste es auch nicht so lange, bis ich mal geguckt habe, wobei bei drei
Menschen anhand der Nicknamen kann ich das Geschlecht nicht bestimmen. Also von
daher bin ich da guter Hoffnung.
EM
Okay.
Sebastian
Ähm, ja, also ich kann dir schon mal verraten, sie hat gelobt, ordentlich,
besonders deinen Mut und das lobe ich hiermit auch schon mal, dass du sagst, du
machst hier mit, finde ich super. Auf der anderen Seite weiß ich sonst gar
nichts von dir. Ich weiß nicht, kannst du, ja, gerne, um Gottes Willen.
EM
Vielen Dank erstmal.
Sebastian
Also Lob kostet mich ja nix, ne.
Als Top hat man ja immer diese Ressource, Lob ist super, kostet nix, muss aber
trotzdem nicht ganz so häufig sein, weil sonst ist ja nicht mehr authentisch,
das ist immer ganz schwierig.
EM
kann ich mir vorstellen.
Sebastian
Ich würde gerne ein bisschen wissen, wie alt du etwa bist?
EM
So Mitte 40, genau
Sebastian
So Mitte 40, okay. Und BDSM-mäßig bist du schon ganz lange dabei oder erst seit
kurzem? Kannst du dazu was sagen?
EM
Seit Anfang des Jahres.
Sebastian
Ach ja, alles klar. Das ist ja jetzt fast genau zwölf Monate und da hast du ja
offenbar auch schon jemanden gefunden, wo das besonders Spaß macht.
EM
Ja, absolut.
Sebastian
Du bist ausschließlich Sub?
EM
Nein, theoretisch ja, aber ab und
zu auch in Switch-Situationen. Die die
Miss allerdings auch schnell wieder beenden kann, wenn ihr danach ist. Und dann
füge ich mich wieder in meine Rolle.
Sebastian
Okay,
also das ist einfach, Sub ist das, wo du dich wohlfühlst, wo du Spaß dran hast.
EM
Absolut, ja.
Sebastian
Okay, wie hast du es denn jetzt geschafft, bis Mitte 40 das alles
nicht auszuleben? Keine Gelegenheit gehabt? Also warum ist das jetzt vor einem
Jahr passiert?
EM
Ja, das
war relativ
lustig.
Und zwar, also dass ich
devot, ja, heute weiß ich, dass es devot ist, bin, das weiß ich schon ja
sehr lange, eigentlich immer schon, dass ich also lieber diene als bedient
werden. So, um es mal grob zu sagen.
Aber mit BDSM hatte ich im Grunde nichts am Hut, wusste nicht, was das
ist und kannte das nicht groß. Und ja, darauf gekommen bin ich dann. 2019
war es, glaube ich. Ja, das war durch Zufall,
dass mir eine Frau mal einmal auf den
Po gehauen hat und einmal hat sie mich gekratzt und dann so
verschiedene Dinge, die ich heute dem BDSM zuordnen würde,
die da halt so nach und nach hier ein Tröpfchen, da ein Tröpfchen.
Denn wir hatten Vanilla-Sex und die
BDSM-Anteile waren halt verschwindend gering. Aber ich habe
festgestellt, Mensch, die machen mir Spaß. Das ist was für mich.
Und dann haben wir uns gegenübergelegen, also auf der
Seite jeweils. Sie auf der linken, ich auf der rechten. Gesicht, also wir haben
uns gegenseitig angeguckt. und sie hat dann aus Spaß mal einfach mir den Hintern
versohlt, sag ich mal. Nicht besonders feste, nicht irgendwie mit einer
bestimmten Absicht. Sie wollte mich wahrscheinlich einfach noch ein bisschen
ärgern und ja, das blieb nicht ohne Folgen. Also ja,
ganz
Sebastian
okay, also das ging dann quasi einmal direkt ins Hirn und von da nochmal ganz
woanders hin.
Okay, das heißt aber, du hast es dann auch geschafft, ja, 40 Jahre medial, also
wenn du was in den Medien mitbekommen hast über BDSM, das hast du nicht auf dich
projiziert, das waren halt andere Leute, die irgendwas machen.
EM
genau.
Ja, viel habe ich da gar nicht mitgekriegt. Was ich wohl auf mich
projizieren konnte, das war ein winziger Teil vom BDSM. Und zwar,
ja, wenn die Männer den Frauen gedient haben,
ja, Füße geküsst oder mussten sie
lecken oder sowas in der Richtung, also unter Zwang dann mehr oder weniger. Und
ja, da habe ich mir gedacht, das sind doch Träumchen.
Das ist doch nichts Schlimmes. Ja,
Sebastian
Okay, aber es hat dann wirklich nochmal einen Gegenüber gebraucht, damit das
einfach ankommt. Darf ich so ein bisschen, ich stelle einfach mal ganz viele
Fragen, wenn dir das zu viel wird, dann sagst du es ruhig, das ist völlig in
Ordnung.
EM
genau.
Sebastian
Mich würde es so ein bisschen interessieren, was ist so das, wo du sagst, das
gefällt mir, ist es eher dieser dienende Aspekt oder dann ist da auch der
Masochismus, der da mit rein spielt?
EM
dienende Aspekt ist bei mir im Vordergrund.
Schmerzen konnte ich mir bis zum letzten Jahr, also ich
glaube, das waren sogar diese Schläge auf den Arsch, bis dahin gar nicht
vorstellen und danach zumindest keine starken Schmerzen vorstellen.
Und das mit den starken Schmerzen ist ja relativ, ist ja klar.
Ja, ich würde mich nicht als Masochist bezeichnen. Also ich stehe nicht auf die
Schmerzen.
Aber so ab und zu ein paar
Schläge vertrage ich inzwischen schon.
Sebastian
da geht es dann wahrscheinlich mehr um das Ritual, vielleicht eine Aufgabe, die
ist vielleicht nicht ganz so geworden und dann kommt eben eine Konsequenz, aber
das ist dann mehr ein Teil des D/s-Gefüges, sage ich mal, als dass es um das
Schlagen an sich geht.
EM
Ja, genau.
Sebastian
Ja,
EM
Also Schlagen selber jetzt einfach nur.
Habe ich auch schon öfter gelesen auf Twitter, dass es manchmal mal Sessions
gibt.
Ich weiß gar nicht, ob das dann immer nur in Clubs stattfindet. Die Beispiele,
die ich jetzt im Kopf habe, waren glaube ich in Clubs. Und da geht es dann nur
ums Schlagen, beziehungsweise geschlagen werden. Und das wäre für mich so gar
nichts.
Sebastian
es ist so ein bisschen die Atmosphäre und dann auch dieses Hinterher, wenn man
völlig fertig ist und der ganze Körper glüht und dann ist halt diese ganze
Stimmung drumherum, das kann ja schon so ein bisschen mitziehen, aber ich glaube
auch nicht, dass man da zum Masochisten wird.
EM
Ja, genau.
Sebastian
Und ich habe gerade überlegt, ob ich schon mal gesehen habe, dass jemand
ausgepeitscht wird und da einen Orgasmus davon bekommt,
also man spritzt es dann irgendwo hin oder so.
EM
Ja.
Sebastian
Das habe ich nicht gesehen bislang. Das mag es wohl geben, aber das ist
immer viel mehr ritualisiert. Ich glaube, da haben Femdoms einfach mehr
Feingefühl, dann auch aus kleinen Sachen ganz große Sachen zu machen. Aber
gut, Partys sind ja bei dir noch nicht aktuell gewesen, vermute ich zumindest.
EM
das stimmt. Das war dieses Jahr.
Sebastian
Das kann ja alles noch werden. Ja,
EM
Ja, absolut.
Über sowas haben wir uns letztens unterhalten, Partys oder sowas in der Richtung
halt im Wohnclub und ja, ist für mich
natürlich
auch wieder mit Mut verbunden,
aber ich würde es nicht ausschließen, also könnte ich mir vorstellen,
ja, nach Corona und so weiter irgendwann halt
und
Sebastian
man muss ja auch nichts machen. Man kann erst mal nur hingehen und mal gucken.
Das Schade ist, man denkt immer, das habe ich auch vor der ersten Party gesagt,
man muss dann alles möglich machen. Vielleicht gibt es ja gerade so ein
Aufnahmeritual oder irgendwas. Nee, gibt es alles nicht. Auf einer guten Party
hat man einfach Spaß. Und wenn man gucken mag, dann guckt man und nimmt einfach
ganz viele Eindrücke auf und ist danach völlig fertig vom Gucken.
EM
Mist.
Sebastian
Und für dich kann ich mir aber dann tatsächlich auch eher vorstellen, so
ein bisschen die, oh Gott, wie nennst du sie? Herrin, Mistress,
Miss, okay.
Die Miss ein bisschen zu verwöhnen. Also das fängt an von, die Getränke sind da,
du suchst einen Platz, du keine Ahnung, also du bist einfach für sie da und dann
ist es für sie ja auch total einfach und schön, weil sie sich dann einfach wohl
fühlen kann und umsorgt fühlen kann.
EM
meins, ja. Da schätzt du mich richtig ein.
Sebastian
Ja, das ist ja immer mein Problem. Ich kenne dich gar nicht, Ich rate immer
und dann gucke ich mal, wann ich daneben liege.
Ich mag mal so ein bisschen wissen, wenn ihr spielt, magst du ein bisschen was
sagen, was das so für eine Art Spiel ist, wie ihr die Zeit dann verbringt?
Weil das kann ich mir gerade gar nicht so richtig vorstellen.
EM
Ja, also wir sitzen erst mal zusammen auf der Couch und
alles ganz entspannt.
Manchmal, also wir haben auch schon, ja, jetzt ist die Frage, was kann ich da
alles erzählen und so weiter. Aber ich glaube, das sind Sachen, die ich auch auf
Twitter schon geschrieben habe oder die Miss selber veröffentlicht hat. Also wir
kochen zusammen, wir gucken zusammen Filme und so weiter.
Wir sehen uns also nicht nur so jetzt eine Stunde Session, leg los
oder sowas in der Richtung, sondern mit
vor und nach, ja nicht nur Bereitung, sondern
anderen Sachen halt, die mit BDSM und ähnlichem nicht zu tun haben.
und Sex.
Sebastian
Ja, man sieht sich ja nicht wirklich nur zum Hauen, dann geht man wieder, das
ist ja Quatsch.
EM
genau.
Sebastian
Aber vielleicht, sag mal so, wenn ihr zusammen seid, gibt es da vielleicht
bestimmte Regeln oder Rituale, die ihr entwickelt habt, die ihr euch gebunden
fühlt.
EM
Muss ich mal überlegen.
Also sie bestimmt ja, das ist klar. Das heißt, sie sagt so jetzt
also bestimmte Rituale eigentlich nicht. Es ist unterschiedlich. Mal
habe ich mich auszuziehen und mich ihr zu präsentieren.
Mal sagt sie, ich soll ihr einfach folgen. Also mich präsentieren wäre dann im
Wohnzimmer noch, wenn wir da gerade sitzen. Und mal geht sie auch vor und
entweder sagt sie, ich soll folgen oder sie guckt nur, dann weiß ich schon,
okay, jetzt ist mein Part folgen und gehe dann hinterher
und präsentiere mich dann im Schlafzimmer.
Manchmal bleibt sie angezogen, manchmal auch nicht. Das ist alles sehr
unterschiedlich. Also ein festes Ritual.
Sebastian
Okay, also du bleibst da auch bewusst vage und das ist völlig in Ordnung.
Aber es gibt so Sachen, die du vielleicht nicht tun solltest. Also ich sag mal
so, du gehst jetzt in die Küche, schenkst dir vielleicht ein Glas Wein ein und
kommst dann zurück, setzt dich dann daneben auf die Couch.
Und ja, also dieser dienende Kontext, sage ich mal, oder dieses Verwöhnen,
ich glaube wirklich, dass es das so ein bisschen ist bei euch beiden.
EM
Ja, das stimmt.
Sebastian
Gibt es da was, was du eher nicht tun solltest, wo du sagen würdest, das erlaube ich mir
nicht oder das wäre nicht angemessen? Du,
EM
Habe ich zwischendurch auf jeden Fall gehabt. Das weiß ich noch, dass wir dann
darüber gesprochen haben.
Und sie sagte, probiere einfach alles aus, mach alles.
Und ja, wirst dann schon merken, ob es okay ist oder nicht. Also, dass jetzt
grundsätzlich was verboten wäre oder war, ist nicht der Fall.
und das liegt mehr an mir, dass ich mich manchmal zurückhalte, weil ich mir
denke, das ist doch
unverschämt jetzt als Sub, wenn ich dies und das mache. Mir fällt nur gerade
kein Beispiel ein.
Sebastian
das ist gar nicht schlimm. Also ich habe dich ja jetzt hier auch eiskalt
erwischt und ohne Großvorbereitung einfach mal angerufen.
Ja, wenn ihr dann, sag mal, fertig seid, mit was auch immer, spielt ja keine
Rolle, was ist so dein Gefühl danach oder zum Ende hin? Entweder wenn sie noch
da ist oder schon gegangen ist.
Was gibt dir das?
EM
bin völlig fertig im positiven Sinne. Also
glücklich, zufrieden und
es war dann einfach eine wunderschöne Zeit.
Jedes Mal.
Sebastian
Okay, ja, also ich kann mir ein bisschen vorstellen, vielleicht, das ist ja, ich
habe ja immer als Kerl das Problem,
es ist schon praktisch, wenn einem das Gegenüber sagt, was es mag weil dann kann
man das machen und dann ist das Gegenüber auch dafür verantwortlich dass das gut
gewesen ist
also nehmen wir mal an die Miss wird geleckt oh Gott, das klingt so vulgär
dann kann sie schon sagen, wie sie es mag und was und dann hast du natürlich
auch für dich ein Erfolgserlebnis und sie ist auch glücklich und zufrieden
ich glaube, dass diese Dynamik das macht einfach vieles im Kopf ein bisschen
einfacher. Ja,
EM
Ja, das stimmt.
Wir spielen ja jetzt nicht erst seit gestern
miteinander. Das heißt, vieles ist schon im
Kopf angekommen und in die Gewohnheit. So, das habe ich gesucht.
Also da wissen wir schon beide, was der andere mag
und was gerade angebracht sein könnte, in welcher Situation und so
weiter. Also ich genieße zum Beispiel jede Berührung
von ihr.
Ob sie mir einfach die flache Hand, keine Ahnung, in den Nacken legt oder ihre
Füße auf meinen Schoß, Also auf dem Oberschenkel meine ich jetzt nichts
Sexuelles, ist völlig egal, wie, wo, was.
Ich genieße das einfach.
Sebastian
also okay, also da ist auch wirklich dieser
Zauber. Jede Berührung ist was Besonderes, sag ich mal. Und die ist auch
bewusst.
Ja, da muss ich ja fast ein bisschen neidisch werden. Wenn du das so
wertschätzen kannst. Das finde ich total schön.
Ich ja so ein bisschen hab, hör ich raus so ein bisschen, du betest sie so ein
bisschen an. Das ist so
ja, das ist schon gut.
Und dann ist ja Ja,
EM
Okay, ich
überlasse das dir.
Sebastian
orakele einfach rum und du kannst mich ja jederzeit verbessern, also das ist ja,
wie siehst du denn so eine Entwicklung, also du hast schon gesagt, ja ein
bisschen was mit Schmerzen kann man schon machen, gibt es Sachen, wo du sagst,
oh ja, das möchte ich gerne mal machen oder erreichen oder, also gibt es
irgendwas, wo du sagst, da ist noch Potenzial.
EM
Genau.
Male wurde ich viel gekratzt.
Was heißt viel? Die letzten zwei Male, glaube ich. Oder vor drei und vor zwei
Malen. Beim letzten Mal, glaube ich, nicht. Das ist was, das ich gut finde.
Und ja, dummerweise, meine Haut steckt viel ein, sag ich mal. Also
bleibende Spuren hätte ich gerne mehr in Zukunft. Hat aber auch schon
mal geklappt, dass ich am nächsten Tag noch ordentlich Striemen hatte.
Und vom Schlagen, da haben wir einige
Hilfsmittel oder Instrumente schon versucht.
Aber entweder halte ich nicht genug Schmerzen aus, dass
die Spuren bleiben oder meine Haut steckt das einfach zu gut
weg, dass es halt am nächsten Tag alles wieder weg ist.
Sebastian
da gewöhnt sich der Körper auch so ein bisschen dran.
EM
ich
Sebastian
Man hat dann irgendwann die Phase, wo man ganz viel sieht und dann hört das
irgendwann auf.
Ja, da ist ja jeder unterschiedlich. Aber auch wenn man nicht viel sieht, also
geht es darum, dass man sie sehen kann oder dass du es spürst, wenn du dich
irgendwie auf den Stuhl setzt und merkst, ach ja, gestern haben wir da was
gemacht. Also warum ist das für dich wichtig?
EM
das sehen wäre.
Ja, so wichtig ist es auch wieder nicht, aber es wäre schon schön, sag ich mal.
Und wir arbeiten daran und arbeiten uns vor.
Sebastian
Okay.
EM
Also das
Sebastian
Also das ist so eine bleibende Erinnerung für ein paar Tage dann.
EM
absolut, ja.
Sebastian
Habt ihr irgendwas? was ich nenne, ist jetzt mal ganz plump Markierung. Also so
eine bleibende Spur wäre ja so eine Art Markierung, zu sagen, hier, ich gehöre
zu ihr. Was hat sie gemacht? Man könnte dann ja aber auch ganz banale
Hilfsmittel nehmen. Also gibt es sowas wie ein Halsband zum Beispiel oder ein
Armband oder sowas.
EM
genau.
Das haben wir, also ich, von ihr halt. Ein Armband, Happily Owned, steht drauf.
Also es ist eine Gravur drauf und das trage ich tatsächlich jeden Tag.
Sebastian
Auch wenn sie nicht da ist.
Oh, cool.
EM
Genau,
Sebastian
Also auch am Tag in der Öffentlichkeit.
EM
absolut, ja.
Sebastian
Okay. Kann man das lesen oder ist das irgendwie auf der Innenseite oder das ist
frei, öffentlich, lesbar.
EM
Nee, es ist tatsächlich draußen sichtbar, aber so
eine Gravur auf Silber ist es, glaube ich,
sieht man vom Weiten erstmal nicht.
Und ja, das
nicht. und angesprochen wurde ich tatsächlich noch nie darauf.
Sebastian
das ist komisch. Man denkt das immer und es kommt so selten vor. Ich trage ja
auch seit 20 Jahren den Ring der O.
Also ich glaube, ich kann das an einer Hand abzählen, dass ich da mal nicht
innerhalb der Szene drauf angesprochen wurde.
Und das war dann meistens so ein verschmitztes Ja,
kenne ich. Ich glaube, die Betreiberin meiner örtlichen Postfiliale hat das
irgendwann mal gesagt. Ja, so einen hatte sie auch mal zu Hause. Irgendwie so.
So, wenn Sie das hier hören, ich bringe morgen übrigens ganz viel Post vorbei,
Grüße und dann gucken wir mal, ja, da müssen ja diese ganzen Weihnachtskarten an
die Unterstützer, die müssen ja irgendwie weg und ich bin da fürchterlich im
Rückstand, aber es wird alles gut. Gut, okay, also es ist ein
Silberarmreif tatsächlich.
Wer hat denn auch, hat sie den, also
EM
Kein Reif, sondern
am Band, also wie so eine Kette.
Und zwar war die Überlegung dahinter, also sie hat mich damit überrascht. Ich
hatte nichts auszusuchen oder so. Die Überlegung, also ihre war dahinter, dass
es so eine ähnliche Struktur hat wie die Kette fürs Halsband.
Also da habe ich eine Kette
und
daran
sollte das angelehnt sein. Das
Sebastian
gut ausgesucht und dann war auch die Ansage von ihr, das immer zu tragen oder
hast du die Entscheidung getroffen?
EM
weiß ich ehrlich gesagt gar nicht mehr. Also für mich war es klar, ich will es
tragen immer. Also wenn es nicht von ihr kam, wäre es von mir gekommen. Aber ich
weiß nicht mehr, wie es wirklich war.
Sebastian
Okay, ja,
EM
Ich glaube, sie hat gefragt, ob ich das immer tragen möchte.
Sebastian
was soll man da sagen? Wenn Miss das fragt, dann sagt man natürlich ja.
EM
Ich glaube, Wenn ich das nicht gewollt hätte. Also ich tue mich schwer mit Nein
sagen und für mich einstehen und dergleichen. Aber ich glaube, das hätte ich
dann gemacht. Also zumindest bis ich dann gemerkt hätte, oh, die Antwort passte
ja aber nicht. Und dann hätte ich vielleicht ein Rückzehr gemacht. macht. Aber
erst mal sehe ich so eine Frage als ganz wertneutral und die würde ich dann auch
ehrlich beantworten. Wenn ich jetzt mit Nein antworten möchte oder müsste, um
bei der Wahrheit zu bleiben, dann würde ich es auch tun und Nein sagen.
Sebastian
Sie wird das ja hier hören, da kannst du ja ziemlich sicher sein.
Ich mache da einfach mal das Türchen auf. Magst du ihr irgendetwas sagen?
Also die Möglichkeit gibt's ja. Du kannst sie grüßen, wenn du möchtest.
Was immer du möchtest, kannst du jetzt hier, ich geb dir einfach die Zeit und
Ruhe, die du brauchst und dann, wenn du möchtest.
EM
Vielleicht
wann erscheint die Sendung?
Sebastian
Also ich möchte, dass sie an Heiligabend morgens erscheint. Ich hoffe, das
gelingt mir auch ansonsten am ersten Weihnachtsfeiertag.
EM
Okay, dann ist es wahrscheinlich eine Überraschung, wenn ich jetzt sage, Ich
sage, dass sie ein Geschenk für mich ist, dass
sie einer der Hauptgründe ist, warum 2020 ein gutes Jahr für mich
ist, beziehungsweise war.
Rückblickend ist ja noch nicht zu Ende, aber erstmal ist es gut für mich.
und dann kommt ein Überraschungstweet natürlich auf
viele Tweets verteilt ich versuche jetzt nicht den englischen Begriff
auszusprechen
wo ich das auch nochmal versuche klar zu machen also meine
Empfindungen, Gefühle wie auch immer, was ich gerade denke in Worte zu fassen
das kriege ich manchmal nicht so gut hin und Und deswegen versuche ich, das
häufiger schriftlich zu machen.
Und das kann man dann bei oder auf Twitter nachlesen.
Sebastian
Ich finde, du hast das jetzt auch mündlich und wie gesagt, auch wieder völlig
spontan. Ich finde, du hast das wundervoll gemacht. Ich glaube, sie wird sich
freuen.
EM
Ich danke dir.
Sebastian
Und wenn sie sich nicht freut, dann kann sie sich bei mir beschweren, dass ich
dich und sie in so eine Situation gebracht habe.
Nein, aber das ist wirklich schön zu sagen, sie ist ein Geschenk und ja, dieses
Jahr hat sie für dich schön gemacht. Oh Gott, was kann man sich denn mehr
wünschen, ne?
Also würde mein Podcastsubbie das so sagen, dann würde ich da hinschmelzen, ganz
klar.
EM
super.
Sebastian
Ja, jetzt ist sie natürlich im Zugzwang, jetzt muss sie es gut finden.
Nein, also ich finde das ganz toll und das finde ich auch, auch das ist wieder
dieser Begriff, mutig, das dann auch hier zu sagen und das werden sicherlich ein
paar Menschen hören und die werden sich, glaube ich, auch einfach drüber freuen,
weil das bringt halt Menschen einfach so schön zusammen.
EM
Schön, das würde mich freuen.
Sebastian
Zusammen. Ich finde es natürlich spannend, dass ihr dann sowas öffentlich über
Twitter kommuniziert.
EM
Ist
Sebastian
Das scheint so eure Plattform zu sein einfach. Okay,
EM
unsere Plattform allzu intim, sage ich mal.
Ja, was heißt intim? Also allzu intim wird es nicht. nicht,
wollte ich gerade sagen.
Aber ja doch, manche Sessions werden schon recht detailliert beschrieben.
Also ja doch, das ist unsere Plattform.
Sebastian
also auch das ist dann so ein bisschen auch das öffentliche Tagebuch zum
Verarbeiten. Und da kriegt man ja Kommentare noch dazu, wenn man was schreibt.
EM
Ja, meistens.
Sebastian
Das ist dann ja auch schick.
EM
Ja, das auch.
Und ich selber erlebe es dann auch praktisch noch ein zweites Mal.
Hauptsächlich natürlich, wenn die Miss was zum Treffen schreibt, aber
manchmal auch, wenn ich selber schreibe, dann fallen mir auch wieder Details ein
und da kann ich mich dann auch wieder drüber freuen.
Sebastian
gebe zu, ich beneide euch da so ein bisschen.
EM
Ich überrasche mich mit meinem Text.
Sebastian
Hätte ich mal so meine ersten Sessions, hätte ich das mal besser dokumentiert.
Das wabert alles irgendwie im Hirn und man weiß gar nicht mehr genau, was man
wann und wie gemacht hat und was hat man wie zum ersten Mal gemacht. Ich glaube
das Einzige, was so im Gehirn hängen geblieben ist, sind so diese
überwältigenden Gefühle, also gar nicht mehr das Wissen, was habe ich getan und
warum und wieso und wie war die Situation, also da würde ich wahrscheinlich Zeit
und Ort und wahrscheinlich sogar den Menschen irgendwie teilweise verwechseln,
das finde ich total schrecklich.
EM
Ja.
Sebastian
Aber das Gefühl dieses, wenn man einfach so unglaublich wach ist und bei der
Sache ist, das ist hängen geblieben und an das erinnere ich mich fürchterlich
und deshalb beneide ich dich gerade unglaublich, weil ja so richtig am Anfang
bist du jetzt nicht mehr, aber trotzdem noch in so einer Phase, wo einfach ganz
viele Sachen unglaublich neu und toll sind.
EM
Ja.
Sebastian
Und da ist dann auch immer die Frage, wir können ja mal orakeln, in fünf
Jahren, wo bist du als Sub dann?
EM
Bestimmt.
Sebastian
Oder vielleicht bist du gar kein Sub mehr, sondern spielst du oben.
EM
Ja.
Also wenn ich überlege, der letzte, also dieses Jahr, war schon
ganz schön heftig von den
Gefühlen, von den Empfindungen Also heftig gut.
Ich denke, das weiß man inzwischen.
Das hätte ich mir auch nicht zu träumen gewagt. Deswegen
kann ich gar keinen Ausblick auf in fünf Jahren
wagen.
Sebastian
Ja, dann machen wir das doch einfach so. In fünf Jahren frage ich dich nochmal.
EM
Genau so machen wir es.
Sebastian
Dann spiele ich dir das hier vor und dann gucken wir einfach mal, was dann
passiert ist bis dahin.
Das kann ja in jede Richtung gehen. Das kann sich auch nochmal ändern, dass du
morgens aufwachst und sagst, ach nee, ich möchte eigentlich, das würde ich gerne
ausprobieren, was ich immer ausgeschlossen habe. Vielleicht mag ich noch mal so
ein bisschen, was mich noch mal so ein bisschen interessieren würde, sind so
diese Dinge, wo du am Anfang gesagt hast, die würde ich eher nicht gut finden
und dann hat sie es gemacht und dann war es dann doch irgendwie gut. Gut,
EM
habe oder so.
Jedenfalls habe ich ihr gesagt, wie gut ich die finde, auch den Inhalt.
Im Detail kann ich es jetzt nicht wiedergeben, aber dann wollte sie wissen, ob
auch einen bestimmten Punkt, hat sich aber mit meiner Nachricht überschnitten,
dass genau diesen Punkt, nämlich
das waren Beleidigungen, genau. Da hat die Miss ihren Sub
beleidigt und da habe ich ihr ihr halt geschrieben, das ist das Einzige, was mir
nicht gefiel an der Story. Und in dem Moment hat sie gefragt, was ist mit den
Beleidigungen? Ja, ich sage, das wie geschrieben ist nicht so meins.
Und ja, da hat sie mir dann ein paar Beleidigungen gesagt, beziehungsweise
gefragt, würde es dich nicht anmachen, wenn ich dich so und so nenne? Darf ich
das hier sagen? Wer hört den Podcast?
Sebastian
du darfst es sagen, also ja, das gucke ich dann hinterher, was ich zensieren
muss, also liebes Publikum, wenn es gleich piepst, dann habe ich zensiert, aber
es geht fast alles, also ja,
EM
Also, über 18.
Also, so schlimm finde ich es auch nicht. Also würde dir das nicht gefallen,
wenn ich dich Schlampe oder Fickstück oder so nennen würde. So, und da habe ich
dann gemerkt, okay, das kam jetzt von ihr.
Und in der Story standen nur Beleidigungen, da war kein Beispiel oder so.
Deswegen wusste ich nicht genau, was damit gemeint ist. Aber mir ist halt auch
Respekt wichtig, dass ich halt weiß, ich bin auf Augenhöhe und, oder wir spielen
auf Augenhöhe. Und ja, diese Beleidigungen haben mich aber dann
angemacht. Also das war zum Beispiel eine Sache, da kann ich kaum
genug von kriegen inzwischen und die konnte ich mir halt am Anfang gar nicht
vorstellen.
Sebastian
da bleibt das Herz dann so einen ganz kleinen Moment stehen, wenn das dann
gesagt wird.
Ja, aber ich glaube, das ist etwas, das können sich ganz viele überhaupt nicht
vorstellen und ich mir ehrlich gesagt, ich konnte mir das auch nicht vorstellen,
aber ich dachte mal Respekt und Wertschätzung, das ist alles total wichtig, aber
manchmal gibt es halt den richtigen Moment für die richtigen Worte,
Beleidigung oder so eine Herabwürdigung, also Erniedrigung. und
dann trägt das einfach dazu bei, dass es dann einfach nochmal eine Spur mehr
Spaß macht.
EM
absolut. Hundertprozentig. Also, die Beleidigungen waren eine Sache.
Demütigung, ja, da konnte ich mir im Grunde gar nichts darunter vorstellen unter
dem Begriff, wie werde ich gedemütigt oder so. und hatte
dann Angst irgendwie
ja,
du Versager, kleiner Schwanz oder sonst irgendwas, was man so aus
manchen billigen BDSM-Pornos oder so kennt und ja, das war es nicht, sondern
dann Sachen, die mich alle angemacht haben im Endeffekt
und
das ist also nichts
Schlimmes bei ihr Bei einem anderen Dom könnte das wieder anders aussehen oder
bei einem männlichen Dom oder wie auch immer. Also in anderen Beziehungen,
dass ich da sage, ja,
Sebastian
Ja, es ist auch die Musik, die dann die Stimmung macht. Also, wenn ich das jetzt
alles sagen würde, ganz ehrlich, dann wäre es wahrscheinlich Satire und du
würdest einfach auflegen und dir sagen, was erlaubt der sich? Bei ihr ist es ein
sexueller Kontext, da macht es wiederum Spaß und ich glaube für sie ist das auch
eine kleine Herausforderung, dann zu gucken, dass sie auch den richtigen Ton
trifft.
das ist halt dann einfach was anderes und das ist ja auch
dazu soll es ja auch da sein also sie weiß, dass es bei dir eine Wirkung hat und
dass es eine Wirkung hat, das gefällt ihr wiederum und das dir wiederum und dann
geht das immer so hin und her
da muss aber ich glaube auch jeder der jetzt hier zuhört, einfach schauen kann
das was für mich sein und ist das etwas, was mir gefallen kann oder eben nicht
EM
habe es halt am Anfang, als ich nur die Begriffe gehört habe, Beleidigung,
Demütigung und sowas, habe ich gedacht, nee, das kann ja für mich nichts sein.
und als ich aber dann die Beispiele gehört habe,
also von ihr, aus ihrem Mund halt, an mich gerichtet, da war ich hin und weg,
sag ich mal. Und ja, das macht dann halt die Chemie zwischen den Spielpartnern
und der Ton, also die Melodie, wie du sagtest.
Und das ist dann schon was völlig anderes, als wenn man einfach nur den
Oberbegriff liest und sich denkt, nee, kann ich nichts mit anfangen.
Sebastian
es scheint auch so zu sein, dass dann ja das Gehirn sagt, Moment, ich wurde
beleidigt, aber irgendwie der Trieb sagt dann irgendwie, ach ja, das ist jetzt
schon gut.
EM
Genau.
Sebastian
Und dann sagt das Hirn, na gut, dann ist das eben gut. Also da hat dann die
Sexualität hat dann einfach recht. Recht.
EM
Ja, es kann auch die Stimmung verstärken, wenn ich
auf den Knien, also in Hündchenstellung,
sag ich mal, mich ihr präsentiere. Das heißt hauptsächlich mein Hintern, sie ist
hinter mir dann.
Und ja, ich bin also bereit, dann sie aufzunehmen, sag ich mal.
Ja, wenn dann kommt, du bist meine Schlampe oder so, dann bin ich halt noch ein
Stück tiefer in meiner Stellung. Und das ist dann in dem Moment
auch genau richtig. Also das fühlt sich dann gut an. Ja,
Sebastian
Ja, also auch nochmal, um das Mindset dann zu verankern.
Ja, das ist ja auch so, wenn man dann, ja, du beschreibst das so schön
plastisch. Ich glaube, Menschen, die das Gefühl selber kennen, die werden jetzt
einfach nur zustimmen und die, die sagen, das ist nichts für mich, ganz ehrlich,
das wird sich da nicht ändern, muss es ja auch nicht. Wir haben so viel
Spektrum.
Ich habe mir noch eine Kleinigkeit zum Schluss aufgehoben, denn ich habe ja mit
der Miss schon darüber gesprochen, dass ihr euch kennengelernt habt irgendwann
und manchmal bin ich ja so einer, ich mag nochmal, also sie
hat mir gesagt,
dass du sie angeschrieben hast, ihr kanntet euch schon, dann hat sie dir
geschrieben und das hat offenbar den richtigen Ton getroffen, Sonst wärt ihr
nicht da, wo ihr jetzt seid. Und mich würde mal interessieren, so dieser Moment,
wo man entscheidet, okay, ich schreibe da jetzt mal, ich gehe da mal drauf ein.
Das tippt man ja nicht einfach mal eben so im Vorbeigehen und dann schickt man
das weg und dann kommt ja oder nein. Ich habe das Gefühl, das wird schon etwas
mehr Gedanken erfordert haben. Erinnerst du dich da noch ein bisschen dran?
EM
Ja, die Gedanken waren allerdings schon die Monate vorher
vorhanden. Also das war kein Schnellschuss tatsächlich, meine Bewerbung
nenne ich es mal, sondern ich
war schon bereit, sage ich mal,
zu so einer Beziehung mit ihr. Und dann hat sie
auf Twitter was veröffentlicht, Wünsche oder
Vorhaben. Was macht man immer, was sagt man Silvester? Nicht
vorhaben, Vorsätze.
Sebastian
Ja, Vorsätze für das neue Jahr.
EM
Ja, danke.
Sebastian
Ich glaube, ich bin mir jetzt gar nicht sicher, ob sie das wirklich gesagt hat.
Verdammt, ich bin schon im Urlaubsmodus. Ich glaube, sowas wie Vorsatz
fürs nächste Jahr einen Sub haben. Irgendwie sowas, kann das sein?
EM
Ja, genau. Also der genaue Wortlaut war, also neben anderen
Punkten, was sie sich vorgenommen hat, meine dominante Ader mal
live oder real ausleben oder so. Und so.
Sebastian
Ah, okay.
EM
Und da habe ich dann geschrieben, oh, okay, da muss ich meinen Hut
oder will ich meinen Hut in den Ring werfen oder so, weil ich bin Devot. Da
hatten wir vorher noch nicht drüber gesprochen. Wir haben zwar mitgeschrieben,
auch schon ein halbes Jahr, glaube ich, aber
ja, dass ich Devot bin, wusste sie nicht, hat sie dann auch überrascht.
und dann kam ich im Grunde auf die,
ich glaube, es hat sich kein anderer beworben, aber im Grunde, sag ich mal, auf
eine Liste, wie auch immer.
Sebastian
Ja, das ist dann ja auch so ein gewisses Pokerspiel. Da kann man ja auch nicht
sagen, ja super, dann fangen wir morgen an. Sondern da muss man ja auch erst mal
gucken, oh Gott, jetzt hat er mir das geschrieben. Jetzt muss ich damit auch
erst mal umgehen und überlegen und auch den Menschen neu sehen. Wenn sie das
vorher so nicht wusste, das brauchen manchmal auch ein paar Gedanken.
Und, aber im Endeffekt habt ihr euch ja dann abgesprochen und ja, offenbar einen
wunderschönen Weg gefunden und das Jahr 2020 zu einem guten gemacht. Toll.
EM
Also ich finde es überraschend, mit deutlich über 40
zum BDSM zu kommen Und dann
die erste Bewerbung, sag ich mal, war von Erfolg gekrönt.
Und mit dieser Dom verstehe ich mich auch noch
sowas von gut. Und das hält ja jetzt auch schon recht lange.
Also das sind alles Punkte, die
einzeln schon recht unwahrscheinlich sind,
sag ich mal. Also normalerweise, wenn man jemand Neues kennenlernt, ja, kann
klappen, aber muss nicht. Und bei uns hat alles von Anfang
an so gut geklappt, klappt weiterhin. Das ist unfassbar eigentlich
das stimmt
Sebastian
Ja, eben ein Geschenk und ein sehr willkommenes und ich glaube, ihr habt euch da
auch gegenseitig beschenkt.
ich mag das nochmal sagen, also es gibt ja ich kriege tatsächlich hin und wieder
E-Mails von Menschen, die sagen ja und das klappt immer alles nicht und da
steckt dann so ganz viel Frust und Druck dann drin und ich glaube wenn man an so
einem Punkt angekommen ist, dann wird es auch nochmal extra schwer
weil das spürt das Gegenüber auch
aber so du hast halt im Prinzip du hast schon Zeit gehabt, das mit dir so ein
bisschen auszumachen und irgendwann war einfach die
Gelegenheit da und da hast du dann eben auch die Gelegenheit ergriffen und
gesagt, okay, ich schreibe da jetzt mal was, mal gucken, was passiert und hat ja
geklappt und wie es wäre, wenn es nicht geklappt hätte, brauchen wir gar nicht
zu diskutieren, denn das Ergebnis zählt und ich glaube auch, dass mit den
bleibenden Spuren, früher oder später wird das funktionieren
EM
denke auch ist ja jetzt auch nichts
Sebastian
und man kann das auch ohne hauen, also ich werde die nächsten Tage jemanden
anrufen, die haben, ich bin mir mir noch nicht sicher, womit sie das gemacht
haben. Ich habe nur das Bild auf Fetlife gesehen. Das wird bestimmt zwei Wochen
zu sehen sein, was die gemacht haben und zwar ohne hauen und
da muss ich aber mal gucken, ob ich dann drüber sprechen kann und darf und
deshalb sage ich es jetzt noch nicht, aber das fand ich auch schön, weil ich
dachte, ja okay, da haben sich beide ein bisschen Zeit genommen und das muss ja
nicht immer alles grün und blau sein und ewig verheilen, sondern das kann ja
auch was gezieltes, schönes, kleines sein, was man dann mit sich rumtragen kann.
So ein bisschen wie wie das Halsband, was man dann halt ein bisschen mehr spürt,
sage ich mal.
EM
Ja,
Sebastian
Und dann ist sie ja auch einfach bei dir immer da.
So, ich habe es eben einmal gesagt, M oder EM, ich weiß es nicht. Ich habe dich
jetzt auch absichtlich die ganze Zeit über nicht richtig angesprochen. Was darf
ich denn sagen?
M, okay, dann Lautschrift M.
Okay, pass auf, ich würde jetzt so ein bisschen zum Ende kommen wollen. Das
liegt jetzt daran, dass ich nämlich drüben schon die Familie hinter dieser Tür
hier höre, die bestimmt irgendwas von mir wollen. Ist ja kurz vor Weihnachten
und da ist ja immer viel zu tun.
Deshalb erst mal frage ich dich, darf ich das denn hier veröffentlichen? Oh
EM
glaube ja. Also ja.
Sebastian
Gott, hat ja gesagt. Okay. Und das Zweite ist, also das biete ich jedem an, mit
dem ich jetzt hier die Tage spreche. Wenn du magst, schicke ich dir so ein
kleines Dankeschön-Kärtchen, dass du mich hier über die Feiertage rettest. Wenn
das okay ist für dich, dann bekommst du so einen schicken, kleinen Umschlag
einfach in die Post. Es ist wirklich nur ein ganz kleines Dankeschön-Kärtchen.
einfach so Richtung Weihnachten Neujahr, dann kannst du mir auf irgendeinem
anderen Weg einfach kurz eine Adresse rüber mailen und dann mache ich das
und ansonsten habe ich jetzt eigentlich gar nichts mehr zu sagen, ich habe
selber den Modus noch gar nicht rausgefunden wie diese Gespräche überhaupt
ablaufen ich telefoniere halt einfach gern
EM
Alles klar.
Sebastian
und ich finde du hast das toll gemacht auf jede Frage eine Antwort gehabt finde
ich schön, das ist also das sehe ich jetzt mal als Geschenk von dir an mich
EM
Vielen Dank.
Sebastian
und wenn die Miss das dann hört an Heiligabend oder ein, zwei Tage später, dann
hat sie hoffentlich auch einen kleinen Moment, wo sie innehält und sich einfach
drüber freut, was du gesagt hast.
EM
Ich
Sebastian
Das
EM
hoffe, ich habe nicht zu viel Quatsch geredet.
Sebastian
glaube ich nicht. Und selbst wenn, das kannst du immer auf diese Situation,
Sebastian ist am Telefon und stellt blöde Fragen schieben. Ich verführe ja
Menschen gerne zum Reden.
EM
stimmt. Und
hast du ganz schlecht geschnitten und alles aus dem Zusammenhang und überhaupt.
Sebastian
Genau, also du darfst das alles auf mich schieben, das ist völlig in Ordnung.
Oh Gott, jetzt habe ich Druck, jetzt habe ich ja voll Druck hier, jetzt muss ich
da mir auch noch Mühe geben. Ganz ehrlich, ich werde das alles gar nicht mehr
schneiden. Ich werde immer am Anfang und am Ende ein bisschen was machen und
ansonsten, ich habe ja nirgendwo die Zeit, das dann nochmal alles zu hören, in
Ruhe zu schneiden.
EM
Ja, da
Sebastian
Das ist dann eben so und das ist vielleicht auch qualitativ nicht immer so super
duper gut, also gerade mit der Tonqualität und allem, aber da denke ich mir,
dass was gesagt wird und die Emotionen, wenn man da dran rumschneidet, dann geht
die kaputt und das wäre doch auch schade.
EM
ist was dran.
Sebastian
Okay, dann sage ich auch nochmal ähm, es ist mit eines der häufigsten Wörter, was
ich beim Schneiden habe und dann immer wegmache bei dir, ausnahmsweise mal
nicht, bei dir hat das einen Sinn, das finde ich gut, Dankeschön.
EM
Ja, gerne.
Sebastian
Ich wünsche dir einfach noch eine wunderschöne Zeit die nächsten Tage, dass es,
auch wenn jetzt Corona alles komisch macht, aber dass es trotzdem schön wird und
Silvester, Neujahr und so weiter und so fort und dass du einfach dahin kommst,
dass ihr dahin kommt, wo ihr gerne sein möchtet und dass ihr einfach unglaublich
viel Spaß miteinander habt, das wünsche ich dir und euch und wenn du mal Lust
hast, irgendwann mal ein Update zu machen, vielleicht auch auch mit ihr
zusammen, dann sagt ihr einfach Bescheid und dann bin ich sicher, dass wir da
ein Plätzchen finden können.
EM
Wunderbar.
Sebastian
Okay.
EM
Vielen lieben Dank.
Sebastian
Ja, ebenso. Mach's gut. Tschüss.
EM
Tschüss. Hallo.
Sebastian
Das wäre eben wunderbar. Ah, schön. Also, sagt gar nicht viel, aber das dann mit
Herz und Substanz und, ach, super.
Also, es ist auf jeden Fall nicht so eine Sabbeltante wie ich.
Stoffl Versuch 1
Ich habe jetzt hier ein kleines Läufchen gemacht und jetzt muss ich ein bisschen
warten, dass die Dusche frei wird, weil mir hier die Family nach und nach
irgendwie das Bad belegt. Wenn ihr im Hintergrund irgendwelche Pfeifgeräusche
hört, dann ist das eben genau jene blöde Dusche. Und jetzt hocke ich hier im
Bademantel, warte gefleißig und dann dachte ich mir, Mensch, ich könnte ja
nochmal jemand anrufen. Wir haben es so viertel vor neun am Abend und ja, dann
wähle ich hier einfach mal eine Nummer aus Österreich. Die habe ich schon ein
paar Mal angerufen, hat aber immer nicht geklappt und jetzt werde ich es einfach
mit der Partnerin versuchen, mich dann durchstellen lassen. Mal gucken, ob das
klappt.
Hallo, hier ist der Sebastian.
Lena
Hi, Sebastian. Darf ich dich in 10 Minuten zurückrufen?
Sebastian
Das ist völlig in Ordnung. Ich dachte, du gibst mich einfach an den Stoffl
weiter.
Lena
Der, ja, der tut gerade seine Mama das Handy einrichten.
Sebastian
Oh weia. Ne, pass auf, dann rufe ich einfach in 10 Minuten nochmal an. Alles
klar, bis gleich.
Lena
Gut, ciao.
Sebastian
So, und jetzt habe ich nochmal jemanden ausgewählt. Den rufe ich jetzt einfach
Otti
mal an, gleich ins andere Land, in die Schweiz geht es diesmal.
Ich bin ja sehr gespannt.
Otti
Ja, schönen guten Abend. Guten
Sebastian
Guten Abend, hier ist der Sebastian.
Otti
Tag, Sebastian.
Sebastian
Ich habe Otti dran, richtig?
Otti
Richtig.
Sebastian
Sehr gut, und du weißt schon, warum ich anrufe und dass ich hier natürlich jetzt
aufnehme.
Otti
Ja, alles klar.
Sebastian
Ja, pass auf, ich habe ein Problem und das ist ein ganz blödes. Ich habe eine
Flatrate nach sonst wohin in Europa, sogar Großbritannien, aber die Schweiz ist
nicht dabei. Ich glaube, das ist sogar eine Handynummer. Das heißt, wir können
nicht ganz so lange sprechen, weil irgendwann ist jedes Guthaben aufgebraucht.
Aber wir machen das jetzt einfach und erstmal freue ich mich total, dass du da
bist, denn ich wurde eben schon abgewimmelt aus Graz. Und da dachte ich mir,
weißt du was, dann probieren wir einfach mal Menschen, die auch Zeit haben und
rangehen wollen.
Otti
gerade einen guten Zeitpunkt erwischt.
Sebastian
Habe ich das? Das ist gut. Nein, wenn ich störe, sag es ruhig.
Otti
Also,
Sebastian
Ansonsten reden wir jetzt einfach ein bisschen über Zeug, wenn du magst.
Otti
ja, ich liege gerade in der Badewanne.
Sebastian
Pass auf, ich bin jetzt nicht ganz sicher, was ich alles von dir weiß. Soll ich
mal versuchen, was zu sagen und dann sagst du mir, wie sehr ich daneben liege.
Otti
Versuch mal und ich frage dann, ob es stimmt oder nicht. Ja, das passt.
Sebastian
Okay, also pass auf, ich habe im Hinterkopf, dass wir gesprochen haben in einer
der ersten Live-Sendungen und glaube ich zumindest und
du hast angefangen als Sub, dann das aber geändert, also hast du die
sadistische Ader entdeckt, wenn ich das auch noch richtig im Kopf habe. Nein,
ich habe es notiert, muss ich ehrlich gestehen.
Ich glaube aber, da bin ich aber nicht ganz sicher, dass du damals im April noch
Solo warst. Stimmt das oder liege ich da falsch?
Otti
Nein, da ist nichts falsch. Das Andere stimmt. Ich war da schon vergeben.
Sebastian
okay. Weil ich sehe nämlich immer bei, ich glaube Instagram, sehe ich immer
irgendwelche ganz netten Bilder von dir, wo ich denke, ach, der hat ja Spaß, der
Mann mit den Seilen.
Otti
immer noch?
Ja, habe ich auch. Das stimmt. Es ist immer die gleiche Frau.
Sebastian
Immer die gleiche Frau, ja, das ist die gleiche seitdem, aber ich verfolge dich
ja noch gar nicht so lange da und dann ist das, weißt du, da scrollt man rum und
dann ist man auch immer nicht so ganz sicher, weil das können ja auch Models
sein, wo mal jemand wechselt und so. Nein, aber das sieht sehr, sehr schön aus
und es wirkt so ein bisschen, als hättest du da eine Berufung gefunden mit der
Schnur. Nur,
Otti
Ja, das hat sich ein bisschen so... Also ich mache immer noch sehr viel
anderes auch, aber das hat sich so ein bisschen eingeschleift mit dem Fesseln. weil
nachdem es mal ein bisschen schwieriger war, hat es sich jetzt recht gebessert.
Sebastian
ja, okay, vielleicht müssen wir dich nochmal ein bisschen vorstellen. Ich habe
nirgendwo stehen, wie alt du eigentlich bist.
Otti
Unterdessen 29.
Sebastian
29, ja, das ist ja blutjung. Ja, und wie gesagt, aus der Schweiz. Und ja,
wie sieht es denn bei euch momentan aus? Ich weiß, es war alles ein bisschen
gelockert im September, da konnte man sogar wieder größere Veranstaltungen
machen. Seid ihr jetzt auch eingesperrt inzwischen wieder oder dürft ihr noch
ein bisschen was?
Otti
Das war dann mal offen. Wir hatten den ersten Stammtisch wieder im
August noch outdoor.
Und dann haben wir September und Oktober gemacht. und
dann kam im November eine erste
Verschärfung der Massnahmen das war aber nur für die Restaurants, dass man nur
noch zu viert an einem Tisch sitzen darf und da war der erste Stammtisch, den
wir nicht mehr gemacht haben wenn man nur noch zu viert sitzen durfte
und
dann war es November gleich und jetzt haben sie am Freitag die Schraube
angezogen und dass die Restaurants wieder ganz zu gehen.
Freizeitbetriebe sind geschlossen, Fitnessstudios und so weiter. Läden haben, aber
noch offen. Teilweise sind Skigebiete zu, aber nicht überall. Das ist dann
wieder so von Kanton zu Kanton anders.
Sebastian
Okay, ich muss dich mal unterbrechen, weil jetzt habe ich dir am Anfang gesagt,
ganz so ewig viel Zeit haben wir nicht und jetzt fange ich an, dich hier nach
Corona auszufragen. Das ist irgendwie das falsche Thema. Entschuldige bitte, da
habe ich jetzt Mist gebaut.
Otti
nichts.
Die Kurzfassung zum Schneiden. Wir haben seit Freitag wieder etwas verschärftes
Lockdown.
Sebastian
Ich schneide nicht.
Ich weiß, das ist so ein Kamikaze-Manöver, aber ich schneide das nicht.
Pass auf, da du ja unten angefangen hast und dann auch irgendwann ja gewechselt
hast und jetzt, wie gesagt, ich sehe nicht immer, wie du professionell mit dem
Seil da umgehst.
Otti
Ja, wirklich
Sebastian
Wo würdest du sagen, wo stehst du jetzt gerade mit deiner Partnerin? Wo sagst
du, Mensch, das ist das, was wir machen und das ist unsere Art des BDSM? Ich
Otti
schon. Also, durch das, dass ich ja wirklich eigentlich schon zehn Jahre oben
spiele, dass nach unten ja ein kleiner Ausflug war. Ich bin da immer oben und
unten, also ich oben und unten. Und momentan sehr viel mit Shibari und
auch sehr viel Impact-Play versuchen, das bisschen abzuwechseln. Und wir sind
jetzt in einer gefestigten Poly-Beziehung und versuchen da
Zusammenspaß zu haben. Ja,
Sebastian
finde den Begriff schön. Gefestigte Poly-Beziehung.
Poly heißt ja, es verändert, nein, nicht, es verändert sich was, aber gefestigt
heißt, meinst du damit, dass sich da jetzt nichts verändert, dass die so ist,
wie sie ist? Oder was meinst du mit gefestigt?
Otti
zusammen, uns haben die Grundfesten, die Beziehungen, die Festungen sind
eigentlich wirklich gut
zusammengewachsen als Paar
und ich bin einfach offen, auch andere Leute noch kennenzulernen, falls es denn
mal passt. Aber es war momentan schwierig. Ja,
Sebastian
Ja, im Moment geht das halt nicht. Pass auf, ich verstehe dich ganz schlecht.
Ich vermute, du hast jetzt nicht den tollsten Handyempfang.
Otti
ich warte mal schnell. So, bin wieder da. Entschuldigung.
Sebastian
Sehr gut. Hallo, mal gucken, ob das jetzt besser ist. Wenn das gar nicht besser
wird, dann wiederholen wir das einfach nochmal, dann vertagen wir uns ein
bisschen und gucken nach einem anderen technischen Weg. Aber ich glaube, jetzt
ist es schon besser.
Otti
Das ist kein Problem.
Nein,
Sebastian
Okay, also ich habe so ein bisschen gefragt, gefestigte Polybeziehungen, ihr
seid da offen für andere, aber ihr habt momentan jetzt nicht feste andere
Partner, die da jetzt mit im Polykül drin sind.
Otti
noch nicht.
Sebastian
Ach, noch nicht. Okay.
Otti
Das ist noch in der Findung. Das ist noch in der Ja, das ist noch
theoretisch praktisch noch nicht angemeldet,
Sebastian
Ja.
Ah, okay. Also das heißt, ihr wisst eigentlich noch gar nicht, ob das
funktioniert, ob das gut ist und was ihr eigentlich erwartet, aber trotzdem
wollt ihr. Das finde ich spannend. Warum?
Otti
weil wir einfach beide finden, dass es noch andere interessante Menschen gibt,
mit denen wir vielleicht gerne spielen oder sexuell interaktiv sein wollen
oder so.
Sebastian
Ja. Ja.
Otti
Ja, und wir das beide interessant finden. Also ich hatte letztens mal ein Date
mit einer anderen Frau.
Sie hatte ein Date mit einer Frau.
Genau. Also es ist noch nicht, es ist nicht nur theoretisch, aber zum ganz
Faktischen ist es noch nicht gekommen.
Sebastian
Okay, also ihr habt schon ein bisschen ausprobiert,
aber ihr habt euch erstmal kennengelernt, sagen wir es mal so.
Otti
Genau.
Sebastian
Ja.
Okay. Ja. Und ist nichts Ist nichts draus geworden bei euch beiden oder
jetzt wartet ihr drauf, dass die nächste Gelegenheit kommt?
Otti
Bei ihr ist noch nichts draus geworden dann auf dem Date.
Bei mir hat es einfach jetzt durch die ganze Weihnachtssituation und
Corona-Situation ergeben, dass ich einfach keine Zeit habe.
Sebastian
Ja, und vor allem braucht ihr auch Zeit für euch füreinander. Das ist ja auch
einfach wichtig.
Otti
Ja, genau.
Sebastian
Ja, also da ist jetzt die Erwartung von euch beiden,
dass ihr einfach, also dasselbe, was ihr miteinander macht, mit jemand anderem
macht oder was für neue Möglichkeiten erhofft ihr euch? Vielleicht darf ich das
mal fragen.
Otti
Also,
Sebastian
Da bin ich neugierig.
Otti
sie vor allem mal noch Erfahrungen mit Frauen, dass sie Erfahrungen mit Frauen
machen kann. Das hat sie noch nicht so groß gemacht, ein bisschen, aber noch
nicht so viele. Und für mich ist es einfach, dass ich auch vielleicht Sachen mit
anderen machen kann, die ich vielleicht mit ihr nicht machen kann. und das Feld
erweitern. Vor allem, wenn es Richtung Shibari geht, ist es dann interessant,
andere Reaktionen zu erfahren,
als die, welche sie mir gibt, weil diese Reaktionen
kenne ich meistens, weil ich weiß, wie sie wann reagiert, wenn ich was mache
im Seil und damit anderen zu fesseln, stärkt einfach
das Bewusstsein für das Seil und das Seiltraining und die Erfahrung auch
mit dem Seilen.
Sebastian
Ja, das glaube ich. Das ist ja gerade auch dieses Einstellen auf neue
Situationen.
Ich provoziere mal ein bisschen. Ich bin ja ein bisschen froh, dass ich momentan
nicht dieses Partnersuchen, dass ich aus diesem ganzen Rhythmus quasi raus bin,
weil ich empfinde das als anstrengend. Und auf der anderen Seite sage ich aber,
es ist aber auch total schön, weil es ist ja dann auch so ein bisschen
Herzflattern und ja doch alles dabei. Also dieses Flirten und dann
ruht man noch in sich selbst, weil man hat ja da noch jemanden. Also man hat ja
keinen Druck dabei. Das macht es ja auch sehr entspannt.
Otti
ist auf jeden Fall so. Ich bin wirklich froh, bin ich eigentlich so aus dieser
Hauptpartnersuche auch raus, dass ich nicht noch irgendeine Hauptpartnerin
suchen muss, mit der alles passt. Da bin ich echt froh. Und da darf ich dann
auch etwas wählerisch sein, was ich für Frauen gerne möchte. Und es
ist schon schön, neue Leute zu kennenlernen und die anzuschreiben, die man noch
nicht kennt und sich
auszutauschen und da da zu schauen, was geht und auch mal wieder frisch
anzufangen. Aber man hat dann doch noch zu Hause jemanden, den man dann
bespasten kann.
Und dann ist man dann wirklich...
Sebastian
Also wem sagst du das? Also diese Neugier auf Leute, die habe ich ja auch. Ich
lebe das ein bisschen anders aus. Ich habe einfach mal mit dem Podcast
angefangen. Du gehst da einfach noch einen Schritt weiter. Dafür schaffe ich
mehr Menschen. Menschen, kannst
Otti
Na gut, soll ich jetzt auch einen Podcast machen?
Sebastian
du machen, das ist völlig okay.
Otti
Nee, passt.
Sebastian
Bist ja Schweizer, versteht eh keiner, Entschuldigung.
Ich gebe zu, ich habe noch nie, man denkt ja manchmal, ich habe ja immer
diesen Dreisatzsender, dann denke ich manchmal, oh, manchmal werden die ja dann
auch übersetzt, weil sie dann wirklich, die verstehe ich nicht. Aber bisher
alle, die hier im Podcast angerufen und mitgemacht haben, da muss ich mal sagen,
ganz vielen lieben Dank. Ihr gebt euch da wirklich richtig Mühe, dass ich als
hier mit meinem norddeutschen Undialekt, dass ich hier alles glasklar verstehe.
Das finde ich super gut. Also das ist echt toll.
Otti
kannst ja nächstes Mal Podcast auf Plattdeutsch machen Okay,
Sebastian
Ja, wenn ich das könnte. Ich könnte ein bisschen hessisch babbeln, aber das ist
auch schon so lange her, dass das auch inzwischen verloren ist.
Otti
oh
Sebastian
Pass auf, weil, ich sehe hier diesen Counter da, also wie gesagt, ich kriege
keinen Flatrate für die Schweiz, das ärgert mich. Mal gucken, ob ich die doch
noch kriege irgendwie.
Wenn du magst, du darfst hier gerne auch mal Menschen grüßen oder auch deiner
Partnerin irgendwas Schönes sagen, denn diese Folge soll ja an Heiligabend
erscheinen.
und dann hast du vielleicht eine kleine Überraschung für sie, wie du möchtest.
Ja,
Otti
ja, also ich grüße sicher meine Sub, das Flying Girl und alle, die mal
beim Stammtisch Luzern, bei mir im Stammtisch Luzern waren und das hören und
alle anderen auch
Stammtischler in der Schweiz die mich kennen
und wünsche allen ein frohes Fest und schönen Weihnachten
Sebastian
das kriegen wir doch alle hin und wenn nicht, dann hören wir einfach Podcast und
dann kann man schön über Sebastians Technikprobleme lachen, das ist auch okay.
Otti
Genau, das ist immer schön Und
Sebastian
Okay, dann frage ich dich einmal, damit es offiziell ist, das darf ich so
senden, die Aufnahme?
Otti
ja, das darfst du so senden.
Sebastian
Wunderbar und dir biete ich das wie jedem anderen auch an, so als kleines
Dankeschön, dass du, auch du mich über diese Weihnachtszeit rettest, dass ich
mit Menschen reden kann. Eine ganz kleine Postkarte als Dankeschön würde ich dir
schicken, Wenn du sagst, das ist okay für dich, das kann ich machen, dann,
Otti
Das ist okay für dich. Also wenn du gerade dabei bist, du darfst gerne noch ein
paar neue Visitenkärtchen mitschicken.
Sebastian
der Umschlag wird voll gemacht, immer, ne.
Otti
Und ich nehme auch ein paar von den Buttons, weil die Visitenkärtchen sind am
Anfang, glaube ich, schon bald alle.
Sebastian
Ja, das kriegen wir doch hin. Dann schick mir einfach auf irgendeinem Weg
nochmal eine Adresse, dass ich die habe, denn ich lösche ja immer alle Adressen,
wenn ich was verschickt habe. Das ist ja datenschutzmäßig toll,
marketingtechnisch eine Katastrophe.
Einfach kurz eine Adresse schicken und dann werde ich das irgendwie
zwischendurch mal machen und dann geht das los. Ja, und dann bedanke ich mich
jetzt ganz lieb bei dir, dass du drangegangen bist erstmal, dass du ein bisschen
was erzählt hast, leider ein bisschen kurz heute, aber wir holen das nochmal
zwischendurch nach und wenn ich das nächste Mal in der Schweiz bin oder
durchfahre, dann halte ich bei dir einfach an.
Otti
sie gleich.
Das ist gut, das machen wir so.
Sebastian
Alles klar.
Otti
Gut, dann wünsche ich dir auch gute Weihnachten. Alles Gute mit Podcast-Sowie
und dem Rest.
Sebastian
Dankeschön.
Otti
Viel Spaß und
ja, bleibt gesund.
Sebastian
Ja, das machen wir. Wir geben uns Mühe. Mach's gut, tschüss und grüß dich schön
von mir.
Otti
gut, tschüss.
Sebastian
Ciao.
Otti
Hallo.
Stoffl
Sebastian
Jetzt nehme ich mein Telefonbuch und jetzt hatte ich ja eben Lena angerufen, mit
der ich gar nicht reden wollte.
Aber wir kriegen das schon hin. Vielleicht spreche ich auch mit ihr, das werden
wir dann gleich sehen. Jetzt wähle ich erstmal die Nummer. Jetzt
habe ich natürlich 20 Minuten später angerufen, eventuell bin ich zu spät.
Hallo, ich bin es schon wieder.
Lena
Jawohl.
Sebastian
Hallo Lena.
Lena
Hallo Sebastian.
Sebastian
Ja, also dein Kerl ist immer noch am Handy einrichten, richtig?
Lena
Nein, der ist fertig mit Handy einrichten.
Sebastian
Oh, was ist denn das für ein Handy? Ähm, ja, nein, ähm, pass auf, eigentlich,
ich hab dich auch auf meiner Liste, aber eigentlich versuche ich seit zwei Tagen
ihn ans Telefon zu kriegen und weil es total schön ist, wenn ich ihn über dich
ausfrage, hab ich mir überlegt, dass ich dich heute überspringe, ähm, und, aber
trotzdem, da ich dich schon dran hab, ähm, ganz, ganz liebe Grüße an dich und,
ähm, ja, wir hören voneinander.
Lena
Jawohl.
Perfekt, gut.
Sebastian
Okay, so, jetzt gib mich mal weiter, bitte.
Lena
Soll ich dich weitergeben? Ausgezeichnet.
Sebastian
wär ganz lieb, danke. Danke.
Stoffl
Ja, einen wunderschönen guten Abend, Herr Stix.
Sebastian
Ja, hallo Herr Stoffl. Ja, also ich
erkläre es ganz kurz. Mir wurde gesagt, dass du gern auf die Liste möchtest. Das
habe ich eigentlich von dir noch nicht bestätigt bekommen.
Und deshalb habe ich angerufen. Ich habe es ein paar Mal probiert. Irgendwie
wollen mein und deine Telefongesellschaft nicht zusammenarbeiten.
Stoffl
Ich habe es mitgekriegt.
Sebastian
Jetzt bin ich diesen Umweg gegangen. gegangen.
Stoffl
Es hat geklingelt zu mir. Ich habe versucht abzuheben. Einmal warst du danach weg.
Ich glaube, einmal hat es ganz kurz funktioniert. Da habe ich dich kurz gehört.
Versuch 285.
Sebastian
Ja, ich habe es jetzt drei Anwahlversuche, aber jetzt höre ich dich.
Stoffl
Hörst du
Sebastian
Hast du gerade den Lautsprecher an?
Stoffl
So.
Jetzt habe ich dich direkt am Ohr mit vollem Empfang. Dual Sim. Ich muss
klappen.
Sebastian
jetzt klappt es auch. Du klingst hervorragend. Boah, endlich klappt das.
Stoffl
klappen. Ah, sehr gut.
Sebastian
Ich habe hier gerade schon rumgewitzelt, dass das jetzt so lange nicht klappen
wird und dass das dran liegt, dass ich eine Flatrate gebucht habe und dass die
deshalb die Qualität einfach schlechter machen, damit man nicht so lange
spricht. So, pass auf.
Stoffl
Aber bist du jetzt direkt durchgekommen oder?
Sebastian
Zweiter Versuch.
Stoffl
Okay, es wird bei mir davor nicht geklingelt. Lass
Sebastian
Keine Ahnung. Wir haben es jetzt hingekriegt. Ich werde da wahrscheinlich doch
ein kleines bisschen schneiden. Pass auf, solange die Verbindung steht, reden
wir jetzt. Ich finde es erstmal total toll, dass wir reden. Ich habe dich ja
auch schon gesehen bei Instagram, als ihr den Account da von Deviance übernommen
habt und okay, ich versuche mal gerade dem Publikum zu erklären, wer du
eigentlich bist.
Stoffl
Ah, du
Sebastian
Die Lena von Penumbra, das ist die, die diese schönen Halsbänder macht, die wir
ja auch schon verlost haben und von der ich auch immer Kärtchen mit einpacke,
die hat inzwischen wieder einen Partner, seit einigen Monaten schon und mit dem
ist sie offenbar total glücklich und postet bei Instagram total schöne Dinge und
alles. und jetzt habe ich aber bisher immer nur mit ihr gesprochen und jetzt
will ich doch mal wissen, wen sie da gefunden hat, weil sie wirkt doch sehr
glücklich gerade und
ja, du bist der Stoffl, wurde mir gesagt. Ich weiß nicht, wie alt du bist und
ich weiß nicht mal, wie ihr euch kennengelernt habt und was ihr überhaupt macht.
Ich weiß nur, ihr habt so ein bisschen 24/7. So, und das ist alles, was ich
weiß. Jetzt bist du dran. Ja,
Stoffl
bist schon mal richtig informiert. Stimmt, ich bin der Stoffl.
Und ja, gefunden.
In Österreich sagt man immer, ein gutes Ding braucht Weile. Und bei uns war das
eigentlich genau, ich sage mal, diese Entwicklung. Wir kennen uns eigentlich
schon ziemlich lange. Ich habe Lena kennengelernt, das war so um
2013 herum.
Und das war eigentlich sehr lustig. Das war bei einem spontanen SMJG-Picknick in
Graz. Da war ich gerade beruflich, da den neuen Job angetreten und war in Graz.
Ich habe mich dort mit einer anderen Freundin getroffen.
Die meinte damals, ja, es ist so, heute Abend, heute Nachmittag, bis in den
Abend rein, SMJG-Picknick, ob ich nicht Lust hätte, da mal mitzukommen. Ja, das
habe ich dann getan und dort einige richtig coole Leute kennengelernt. Ich wohne
eigentlich in Wien, das heißt, ich war nur ausnahmsweise in Graz. Ja, so habe
ich Lena kennengelernt an dem Nachmittag. Wir haben dann die letzten, was soll
das jetzt, siebeneinhalb, bald acht Jahre.
Wir haben eine gute Freundschaft miteinander gehabt, waren auch oft gemeinsam
auf Urlaub und haben uns recht häufig gesehen, aber immer das Problem gehabt,
dass wir gerade in Beziehungen waren. Ich hatte meine Beziehungen, sie hatte
ihre Beziehungen und im April diesen Jahres hatten
wir den glücklichen Umstand, gerade beide frei zu sein und ab Mai hat es dann um
Sebastian
da kann ich doch nur gratulieren.
Okay, also Lena ist, oh Gott, wie alt ist sie? 28? Irgendwie so?
Stoffl
28 und hat auch beschlossen, das ewig zu bleiben.
Sebastian
Okay, alles klar. Gut, das ist völlig in Ordnung.
Ich bin 39, aber wann und ob sich das jemals ändert, das werden wir dann noch
sehen.
Okay, also das finde ich tatsächlich, das ist total romantisch. Immer so die
verhinderte Liebe so ein bisschen über Jahre und immer Umstände und Vernunft und
macht man nicht. Und dann plötzlich funkt es und dann klappt es. Weil diese
Bilder, die ich am Baum gesehen habe, sind die mit dir?
Stoffl
Bilder meinst du?
Sebastian
Da gibt es so Bilder im Wald oder mit so einem Baum, auch so ein Bondage-Picnic
so ein bisschen.
Stoffl
das war das Libertine Graz Bondage Picknick im Rahmen des Christopher
Street Days. Ja, das war mit mir.
Sebastian
es wäre jetzt auch peinlich, wenn nicht. Man ist sich ja so ein bisschen sicher,
aber man weiß es immer nicht.
Nein, also das sieht man einfach so. Das ist so wirklich, ich sag mal, verliebt.
Und ja, das heißt aber trotzdem, ihr macht ja BDSM. Das heißt, du liebst die
Frau und tust ihr weh. Tja.
Und jetzt arbeitet sie auch noch in einem Business, was sehr BDSM-lastig ist.
Also eigentlich habt ihr doch von morgens bis abends nur das eine Thema.
Stoffl
und nein.
Also wir leben in einer 24/7-D/s-Beziehung und
dazu kommt noch, dass sie in der Branche auch arbeitet. Aber man muss dazu
sagen, dass wir zwei eigentlich seit langer Zeit eigentlich auch
sehr aktiv sind in der Szene. Ich weiß nicht, ob Lena dir erzählt hat, dass sie
früher Orga war und den SMJG-Stammtisch in Graz organisiert hat.
Ich war, seitdem ich nach Wien gezogen bin, schon aktiv in der SMJG und bin dann
auch 2003 in die Libertine. Ich weiß nicht,
ob du den Verein Libertine Wien kennst. Die
Sebastian
ich kenne ihn, aber dem Publikum kannst du das mal kurz erklären, weil die
stehen auch auf meiner Da-muss-ich-mal-hin-und-aufnehmen-Liste ganz oben drauf.
Stoffl
Libertine Wien ist der zweitälteste
BDSM-Verein Europas und der älteste deutschsprachige Verein. Und seit
2013 arbeite ich dort mit als Vorstandsmitglied und organisiere unter anderem in
Wien den Youngblood-Stammtisch. Und Lena hat auch kürzlich erst die Libertine
Graz gegründet. Das ist quasi die Zweigstelle, die sich in Graz bemüht. Rund um
die Libertine läuft von Ausbildungen, Seminaren, Workshops, Stammtische,
Playpartys, Events,
was du nicht alles so brauchst in der Szene, Alles plus der
gesamte politische Bereich. Das heißt, Libertine ist auch ein Verein, der sich
dafür einsetzt, dass wir das, was wir tun können und tun dürfen, weiterhin tun
können und tun dürfen und dass das alles so bleibt, wie es ist. Da war die
Libertine von Anfang an sehr, sehr aktiv.
Und das ist auch einer der Kernpunkte der Libertine. Wie
Sebastian
Bringst du mich in Nöte, reden wir über dich, über euch oder reden wir über
Libertine? Eigentlich am liebsten über alles, ne?
Stoffl
suchst du dir aus?
Sebastian
pass auf, ich würde Libertine heute ein bisschen anschneiden, weil Libertine ist
sowas, ich habe so ein bisschen schon ein bisschen geschaut und gespickt, was
kann man und wie kann man und da habe ich natürlich auch Lenas Kontakte, die hat
sie schon angeboten so ein bisschen drauf geschielt
Stoffl
Ich
Sebastian
ich glaube, ich mag so ein bisschen über Libertine können wir sprechen, aber da
würde ich mir noch mal richtig Zeit nehmen, weil ich glaube wenn das auch gerade
der zweitälteste Verein ist in dem Bereich, da ist ja ganz viel Geschichte und
wenn ich die jetzt am Telefon einfach mal mal schnell entlocke,
das wird der Sache nicht gerecht, habe ich das Gefühl.
Also auch gerade diese politischen Dinge, was hat man erreicht oder was hat man
versucht und was hat man nicht erreicht und wie viel Zeit ist vergangen und
Generationswechsel und keine Ahnung was.
Das ist Wahnsinn. Ich kann aber schon mal sagen, ich beneide euch ein bisschen,
weil ich habe auch das Gefühl, ihr seid da sehr gut organisiert, während ich im
Moment zumindest das Gefühl habe, dass wir hier in Deutschland so ein bisschen
zersplittert sind und das finde ich sehr schade, ehrlich ehrlich gesagt.
Stoffl
bin nur in
Sebastian
Und ja, also dieses
Gemeinschaftsding, das ist schön, wenn es jetzt in Graz eine Außenstelle gibt,
die gibt es ja nicht aus Zufall.
Stoffl
Graz. Es gibt auch Zweiggruppen der Libertine. Ich müsste nachgucken, was alles
aktiv ist. Aber es gab mal die Libertine Linz, die Libertine Salzburg. Ich weiß
auch nicht, ob in Tirol gerade was aktiv ist, soweit ich weiß nicht. Also da gab
es immer mal wieder, ich sage mal, Schwestervereine, die sich gegründet haben
und dann lokale Stammtische und lokale Events organisiert haben. Und wie es halt
so ist, du sagst es mit Generationswechsel, da tut sich mal was, dann tut sich
wieder nichts, dann tut sich wieder was, dann tut sich wieder nichts. und die
kommen und gehen, aber eigentlich ist es so österreichweit betrachtet eine
ziemlich coole Gesellschaft, die eigentlich ziemlich aktiv ist. Und man muss
denken, Wien ist die größte
Stadt, ist Graz und die
jungen und motivierten Szenen,
2014 in Wien, dass genau solche passieren,
und das Jahr
ist schon ziemlich cool, weil sie nach und nach neue Gruppen gegründet haben.
haben die Libertine wieder versucht, eine zentrale Rolle zu spielen, weil gerade
eben die Libertine im Moment besteht aus Leuten,
Sebastian
Ja, liebe Grüße auch von mir. Ich verlinke die Nummer, habe ich tatsächlich in
jeder Folge in den Shownotes stehen. Falls jemand sucht, finde ich echt
gut, dass es das gibt.
Stups ihn nochmal an. Wir haben uns da irgendwie verabredet, dass wir mal
sprechen wollen und dann haben wir uns ein bisschen aus den Augen verloren, weil
ich angefragt habe, darf ich euch denn überhaupt da so verlinken. Da haben wir
ein ganz tolles Gespräch gehabt, das war echt schön.
Aber naja gut, aber das ist ja nicht gestorben, sondern das haben wir nur
verschoben, bis wir das endlich mal hinkriegen. Also wenn du mit ihm sprichst,
sagst du hier, Sebastian, der hat dich immer noch auf dem Zettel und das wird
auch so bleiben.
Stoffl
glaube ich, die...
Ja, aber um das Ganze abzuschließen, also eigentlich haben wir, es ist ein
bisschen anders wie in Deutschland, aber in Österreich funktionieren die ganzen
Gruppen in 99% Synergie miteinander und das ist richtig geil. Ich weiß,
dass es die Bemühungen in Deutschland gibt, gibt beziehungsweise gab, so
Stichwort BVSM und so weiter, was eigentlich super coole Ideen sind, die in der
Praxis gerade eben nicht so gut funktionieren, wie sie sollten.
Ich weiß jetzt nichts gegen euch lieben Nachbarn, aber es ist schon ein Hobby
der deutschen Vereine zu gründen. Das zeigt sich auch da wieder. Und ja,
Libertine
Sebastian
Ja, ich glaube, das ist unglaublich schwer.
Ich glaube aber auch, dass auch hier gerade so eine unglaubliche Welle von
engagierten Menschen Power und Energie hat, da was zu reißen.
Und ich glaube, wenn die Szene, also ganz ehrlich, ich glaube, wenn Corona rum
ist, wird die Szene, Clubs und so weiter, die wird ziemlich ausgedünnt sein. Und
alle sind hungrig. Und dann bleibt ja nichts, als dass man was auf die Beine
stellt. Und ich hoffe sehr, dass dann ganz viele Menschen sagen, so, wir starten
jetzt hier mit irgendwas total durch. Und dann werde ich auch selber alles
geben, um zu sagen, okay, das soll jetzt bitte auch auch groß werden, muss man
schon, pass mal auf, zu Libertine habe ich aber noch ein Vorurteil.
Bei ältester BDSM, zweitältester BDSM war in Europas auch der Name Libertine und
ich glaube, ich habe Anfang der 2000er davon das erste Mal so ganz am Rande
gehört, da dachte ich, okay, das ist bestimmt sehr gewachsen, sehr traditionell,
sehr in Richtung hier Geschichte der O-Abende und sehr, da sind die Zigarren
und der Salon, ich habe dann, Gott, leider leider Gottes, so ein Kaffeehaus-Bild
im Kopf, ja. Also du merkst alle Vorurteile, die es gibt.
Und gibt es das gar nicht? Also ist das völlig überholt oder gibt es das auch
noch?
Stoffl
tatsächlich zu kämpfen hat mit genau diesen Vorurteilen. Und es gibt auch in
Österreich viele Leute, die die Libertine in dieses Eck stellen.
Die Libertine ist bis zur
Woche statt im Smart.
Sebastian
Ja, ich habe mit diesem Laden eh kein Glück.
Also ich war 2012 oder ich war da, am letzten Tag meines
Wien-Aufenthalts.
Und das war ein Montag und hatten die zu.
Ja, können wir morgen noch machen, können wir morgen noch machen, können wir
morgen noch machen, ne. Ergebnis war dann der Montag. Ja, super. Dann stand ich
davor, es gibt ein schönes Selfie von mir vor dem Smart Café, was an einem
Montagmittag geschlossen hat und ich saß da und dachte mir, nein, der Flieger
geht heute Nacht, das kann nicht sein. Aber das steht sowas von weit oben auf
der Liste, also hör mir auf.
Stoffl
Sebastian, fühl dich herzlich eingeladen. Wann immer du wieder Zeit und Lust
hast und man darf das
Sebastian
Hervorragend. Dann kann ich,
Stoffl
sogar an einem Dienstag den
Libertine-Stammtisch besuchen, wo du noch die ganzen alte
Geschichtsladung von, ich sag mal, 30 Jahren Szenenerfahrung und
Handberichten, so war es früher, ich sag mal, Zeiten, wo das Internet noch nicht
etabliert war. Wo die Leute irgendwo in einem besetzten Haus getroffen
haben, um über SM-Themen zu reden und
so weiter. Wo Mitgliederkarteien per Hand geführt und dann irgendwo versperrt
wurden, damit da ja niemand ran kann. Die Leute, die das damals gemacht haben,
die sitzen dort. Also
Sebastian
ich bringe alle Mikrofone mit, die ich habe und ganz viel Zeit.
Stoffl
ich liebe diese Abende.
Sebastian
Entschuldigung.
Stoffl
Aber du darfst eine Sache nicht vergessen und das ist natürlich die Downside von
dem Ganzen. Wenn du jetzt einen knapp über 20 Jugendlichen nimmst und der
verirrt sich zum ersten Mal auf so einen Stammtisch, dann
natürlich ist der Eindruck verstaubt und genau das, was du gerade als Vorurteil
vorhin beschrieben hast. Und ja, ich kann es nachvollziehen. Aber wenn
du dann zwei Wochen später am Samstag auf den Youngblood-Stammtisch gehst,
selbes Lokal, selber Tisch, dann hast du dort nicht, sagen wir mal, zehn
Urgesteine sitzen, sondern zwischen 50 an krassen Tagen,
lass es mal 85 sein, Jugendlichen, die in einer Lautstärke
über BDSM diskutieren, dass dir die Ohren wehtun, weil die alle gerade in voller
Euphorie dort hinten sitzen, diskutieren Infos haben wollen, plaudern Es ist
geil Ich liebe es, sage ich dir Ich
Sebastian
ich werde gerade ein bisschen neidisch. Ich glaube, wir
beide teilen da so dasselbe Glück so ein bisschen. Ich habe das auch beim
Podcast gemerkt, dass dann über dem Podcast sich Menschen finden.
Oder als ich hier dieses Hörertreffen vor anderthalb Jahren da gemacht habe, wo
ich dann auch dachte, was machst du da, wozu machst du das, naja gut, wir machen
es halt mal. und dann war ich unglaublich glücklich und echt euphorisiert, weil
ich gesehen habe, wie sich Menschen, die mitgemacht haben, Menschen, die einfach
nur gekommen sind, dass die sich kennengelernt und vernetzt haben und die hätten
sich sonst nicht kennengelernt und die treffen sich dann auch bis heute und
haben bis heute Kontakt. Dieses Menschen zusammenbringen, nicht mal unbedingt
Pärchen, also dass die dann hinterher zusammen, als Paar zusammen sind, aber
einfach, dass Menschen zueinander finden, die das normalerweise nicht tun
würden. Das macht so einen Spaß, das ist so toll,
und also das ist ein unglaubliches Glücksgefühl, das so ein bisschen zu
durchmischen, dass eben diese Cliquen auch ein bisschen aufgebrochen werden, wir
haben das, vielleicht kann ich das mal ganz kurz erzählen, wir haben hier in
Hannover, damit haben wir vor einigen Jahren angefangen, ich und das Podcastsubbie, so
wie damals gab es noch keinen Podcast, dass wir gesagt haben, ja, wir machen so
ein bisschen außerhalb vom Stammtisch so Treffen, so was wie, wir gehen mal, was
weiß ich, hier gibt es so ein Fest am See, das Maschsee-Fest, wir gehen da
einfach mal hin mit BDSMlern, Also öffentliche Veranstaltungen unter freiem
Himmel und gehen da einfach mal hin und natürlich wird da ein bisschen was
getrunken und gequatscht und da hat sich auch dieser Effekt gezeigt, dass der
sitzt da halt auf einer Bierbank und dann geht jemand was zu trinken holen, dann
rücken die anderen wieder zusammen und hin und her und da wird auch ständig die
Position getauscht und auch da kommen Menschen zusammen, weil die sitzen
plötzlich gegenüber oder nebeneinander, lernen sich kennen, die sich auf dem
Stammtisch normalerweise gar nicht so richtig begegnen oder unterhalten würden,
weil die halt in ihren Cliquen so ein bisschen drin hängen und plötzlich
entstehen da neue Verbindungen und das finde ich total schön, das zu sehen und
ich finde das, ja, das ist einfach toll, wenn ihr das hinkriegt in Wien oder,
ne, das will ich sehen, das finde ich nämlich toll, das ist nämlich schön sowas.
Stoffl
habe gerade Kontakte mitten drin aber weil du es schon am Anfang unseres
Telefonats kurz angesprochen
und vorbei ist bist du gestern
rein, die sich damit schon lange beschäftigt haben, die jetzt gerade sagen Okay,
jetzt gibt es genug Online-Angebote Ich muss nicht gleich mal auf den Stammtisch
gehen Ich geh mal so in einen Voice-Chat rein und gucke mal und so weiter an
die Kinky Deviants, an Robert und mir Nur,
Sebastian
du hast vor allen Dingen jetzt auch diesen Punkt, dieser Schritt, ich gehe auf
einen Stammtisch. Allein schon der Name Stammtisch schreckt ja ein bisschen ab,
klar.
Aber da hinzugehen ist nur ein gewisser Schritt. Aber wenn du jetzt über ein
Online-Meeting Menschen kennengelernt hast, gesehen hast, mit denen interagiert
hast und dann findet ein Stammtisch statt und die sagen, ja wir gehen jetzt da
zum Stammtisch, dann komme ich ja eher mal mit, weil ich kenne ja schon
Menschen, ich habe Bezugspersonen und jetzt wechsle ich nur noch den Ort. Also
da ist glaube ich der Schritt dann einfach nicht mehr so groß.
Und ich glaube auch diese anderen Angebote sollte es hinterher weitergeben, weil
sie einfach flexibel sind und niedrigschwellig.
Ja,
Stoffl
dass eins nicht vergessen ist, gerade von Seiten der Organisatoren und so, ist
es unglaublich anstrengend, das Ganze zu machen.
Sebastian
definitiv.
Stoffl
Also es ist großartig, dass es die gibt, aber ich weiß nicht, wie es dir geht,
wenn du jetzt zum Beispiel die ganzen Telefonate führst und dann den Podcast
moderierst und dann Telefonanrufe hast, die ganze Zeit am Reden und am
Moderieren und am Tun und am Machen bist. Das ist einfach in persona, zumindest
empfinde ich es so,
unglaublich einfacher. Und wenn du dann, also wir hatten gerade Libertine Graz,
wo ihr mit Lena mitarbeitet und dann die
Lehmblatt dazu, wir hatten an jedem Wochenende am Anfang und
die waren da und du bist dann immer drin und merkst dann so nach ein, zwei
Wochen, dass es mit
deinem Headset ausgut, das ist bei mir auch so, dass ich beruflich gerade so wie
viele andere Homeoffice mache, ich bin es gewohnt, ich mache das schon immer so,
am
Freitagabend sitzt und du hast davor den ganzen Freitag gearbeitet mit
Webcalls, Headset oben, Abend
weiter, halt nur zum anderen Thema.
Sebastian
Definitiv, ja, ist man. Auf der anderen Seite ist das aber auch eine entspannte
soziale Interaktion und das gibt einem ja auch wieder ein bisschen Energie und
ein bisschen Glück. Also meine Telefonanrufe beruflich, die sind anstrengend, da
muss ich präsentieren, da muss ich irgendwas erklären und dies und das und jenes
und supporten und weiß was nicht noch alles. ist. Aber dann mit Menschen zu
interagieren, und da gebe ich auch ehrlich zu, da ist so ein gewisser
Masochismus bei mir auch da, dass ich gerade bei so einer Live-Sendung nicht
weiß, ruft denn jetzt jemand an? Und kann man mit dem überhaupt reden? Und wie
wird das eigentlich? Also es ist ja nicht so, dass da hunderte Menschen dann
live zuhören. Das ist ein recht kleiner Kreis, wie ich finde. Aber der ist sehr
ausgesucht und sehr aktiv. Wenn ich dann sehe, der Chat. Und dann kommt dann
plötzlich ein, zwei, drei Tage später eine E-Mail, wo jemand gesagt hat, Ich
habe das gehört, das ist total spannend für mich und damit beschäftige ich mich
jetzt. Da kommt dann auch wieder dieser Motivationsschub, der dann einfach sagt,
okay, das, was ich da mache, das macht Leuten Spaß und das eröffnet
neue Horizonte, nicht nur für mich selbst. Und dann habe ich diese Motivation
einfach und die gibt einfach Power und dann macht man das gerne und was ich
jetzt gerade mache mit diesen Anrufen, das ist ja auch wieder so eine
Geschichte, klappt das, funktioniert das, kriege ich das hinterher
zusammengeschnitten und und und und da rufe ich auch zum richtigen Zeitpunkt an
und ich muss gestehen, jetzt die ersten Gespräche, so schön, ich glaube, das
mache ich in Zukunft weiter. Also ich kriege ja nicht genug davon.
Du,
Stoffl
Bin gespannt auf die Folgen, wenn die rauskommen.
Sebastian
das wird eine richtig lange an Heiligabend werden. Die geht bestimmt fünf
Stunden.
Stoffl
Sehr geil.
Sebastian
Man muss ja mal gucken, was die Technik so hergibt. Das ist zwar schlecht für
die Downloadzahlen, wenn ich jetzt jeden Tag eine kleine Folge veröffentlichen
würde, wäre das grandios. Da könnte ich Mediadaten einsammeln, das wäre
herrlich.
Aber ganz ehrlich, das ist mir ja relativ egal.
Und ich hoffe einfach, dass das dann, wenn Leute eben dann doch zu Hause hocken
müssen, dass das ein bisschen ablenkt. So, jetzt muss ich ja nicht drüber reden
und dann lenkt es ja wieder nicht ab. Pass mal auf, bei Libertine, jetzt haben
wir so viel über Libertine gesprochen, jetzt mag ich doch noch eine Sache
wissen. Als ich damals, das ist inzwischen anders, aber 2007, 2008 das erste Mal
auf den Stammtisch hergegangen bin, der war relativ bunt gemischt, es gab da so
zwei Kerngruppen, die eine war erfahren und die andere nannte man dann
Jugend forscht. Und ich war irgendwo so ein bisschen dazwischen, das war ein
bisschen schwierig.
Und da war aber tatsächlich ganz oft dieses Bild, ja, die alten, erfahrenen
Herren, die baggern erstmal den jungen Dingern an, die da jetzt an den
Studentinnen, die jetzt gerade frisch auf den Stammtisch kommen. Und das fand
ich als extrem schädlich, war aber so. Und die Mädels hatten wiederum diesen
Eindruck, also wenn ich einen Dom will, dann muss der schon erfahren sein, dann
muss der schon mindestens 10, 15 Jahre älter sein. Und das fand ich immer ganz
schwierig, weil damit dieses gemeinsame Entdecken übersprungen wird. Das finde
ich irgendwie wichtig.
Gab's das? Gibt's das? Und tut man was dagegen? Oder ist der Österreicher so
einfach nicht drauf?
Stoffl
versuche es jetzt, darüber
könnte man eine ganze Podcast-Folge machen, wenn du möchtest. Aber
lass es mich so versuchen. Ich habe die Erfahrung gemacht und ich war auf meinem
ersten Stammtisch beziehungsweise das erste Mal SMart Café und so Leute
kennenlernen ungefähr 2006. Da bin ich damals nach Wien gekommen.
Und es hat sich über die Zeit massiv geändert. Und es hat
sich auch massiv geändert, was okay ist und was nicht okay ist. Und ich finde,
wenn du jetzt die heutige Zeitaufnahme nimmst, es macht einen Unterschied,
welcher Stammtisch, welches Publikum, welcher Schwerpunkt, welche Lokalität.
Wenn man davor, ich meine, es ist super schwierig für einen Szene-Neuling, der
das alles noch nie erlebt hat.
Eher hin, dort nicht hin, dort finde ich das am
Tisch. Die Schwerpunkte, wenn man
zumindest in Österreich so über die Jahre gewisse Trends festlegt
hat. Da war ein Thema, und
das war D/s. Die
Leute, die sich hübsch gemacht haben, und dann hat es nur dominante Männer bei
dem Stammtisch.
Ebenfalls aber von denen wurde verlangt, dass sie ein gewisses
Pro-Generation, würde
man es heute nennen.
Sebastian
Ja, wir haben jetzt,
haben inzwischen so eine Lockerheit da gefunden, glaube ich so, aber alle, dass
man einfach sagt, dieses jeder kann machen, was er will und dann ist das okay.
Das setzt sich immer mehr durch und Hauptsache es macht Spaß und das finde ich
so gut.
Stoffl
Ja, aber da muss ich ich dir bis zu einem kleinen Punkt widersprechen. Also, so
sehr ich ein Fan bin von Menschen, die kommen, die es ausprobieren, die was
wissen wollen und so weiter. Das ist eine großartige Entwicklung, die gerade
passiert.
Leider kann ich dir auch sagen, die
mit unterschiedlichen Erfahrungswerten Ideen. Der
zweite Stammtisch nach Fifty Shades of Grey, gut, da hatten wir kurz davor auch
ein Radio-Interview zu dem Thema und dort hatte ich damals kurz, wenn
du mal ins SMart Café kommst, das Ding ist, leider,
und das ist jetzt der Punkt, auf den ich erinnere,
an die
Besitzen alles mal ausprobiert,
Aber bei der
SM gibt es gewisse Sachen,
wenn man sagt, ich möchte die einfach nur mal ausprobieren.
Gibt man nicht einfach mal aus, weil jemanden erklären,
was ein Rohrstock ist. Wir sind rum,
niemanden ernsthaft weh zu tun.
Ausprobieren und Feedback kriegen mit, die Art von Schmerz finde ich gut.
Okay, aber etwas fester, etwas ding oder nicht so hoch. Da kann man dran
arbeiten und das ist eine Einmal-Erfahrung, die man gemacht hat. Und kann man
Häkchen drauf halten,
die nicht
einmal Sklave sein für den Abend. Diese
Erfahrung quasi des Häkchens. setzt, dann fängt es für mich an gefährlich zu
werden. Oder die Dinge, die ich bei der ganzen Euphorie, die gerade läuft, nicht
so toll.
Themen,
Sebastian
Ja, da empfehle ich auch tatsächlich dem einen oder anderen Menschen,
probier es mal in einem Studio.
Stoffl
da braucht man Zeit.
Sebastian
Da kannst du in einem sicheren Rahmen sagen, was du erleben möchtest und dann
bekommst du das auch geboten. Und dann kann man immer noch, aber das will immer
wieder keiner.
Stoffl
Ja, aber da sind wir schon wieder bei einem ganz wichtigen Punkt. Die meisten
Leute hätten gar nicht so das Problem mit dem Studio. Aber die wissen nicht,
was sie wollen.
Sebastian
Ja, gut, das rauszukriegen, da habe ich auch ewig gebraucht und viel rumprobiert
und gemacht und inzwischen weiß ich genau, was mein Herz erfreut.
Stoffl
Ganz genau.
Sebastian
Und trotzdem verändert sich das immer wieder. Da kommt so ein kleiner Impuls vom
Podcastsubbie und da denke ich mir, hm,
ja, habe ich zwar schon mal darüber nachgedacht, habe es abgehakt, aber
irgendwie ist es jetzt wieder spannend. Also das wird nie aufhören, glaube ich.
Pass auf, inzwischen machen wir es einfach so, wir empfehlen denen einfach 50
Hours of Kunst der Unvernunft Podcast und wenn sie die gehört haben,
Stoffl
Genau das meine ich
Sebastian
dann haben sie D/s und so ein paar Sachen so ein bisschen im Ansatz erklärt
bekommen und wer das 50 Stunden gehört hat, da kannst du dir sicher sein, der
meint es dann auch ernst. Das kannst du als Aufnahmeritual machen.
Darf es nur kommen, wenn du Fragen aus den ersten 10 Folgen beantworten kannst,
um Gottes Willen. Nein, aber ich glaube, das muss man den Menschen zugestehen.
Und wenn zehn Leute kommen, weil sie irgendwie davon gehört haben, dass es
interessant ist, dann ist einer vielleicht dabei, der über lange Jahre dabei
bleibt.
Auf der anderen Seite ist es natürlich für dich, wenn du ein Stammtischleiter
bist, dann hast du jede Woche unfassbaren Aufwand. Und ich glaube, dann will man
auch einfach mal unter sich sein, also unter Leuten, die schon viele Jahre dabei
sind.
Stoffl
es gar nicht. Und es ist auch nicht so, dass ich jetzt den Stammtisch alleine
leite. Also wir sind ein Orga-Team. Unter anderem ist auch Sven von Mayday im
Orga-Team von Youngblood.
Und noch eine ganz liebe Freundin von mir. Grüße an die Jasmin. Und die
Rundleitung des Stammtisches ist schon mal zu dritt. Das heißt, diese
Erstgespräche und so weiter, die teilt man sich auf. Und du hast natürlich auch
die Leute, die schon länger dabei sind und gerne Dinge erklären und die machen
dann das. Also das ist gar nicht so das Problem. und dass du eine natürliche
Fluktuation hast an Leuten diesmal, die mir drüber reden wollen und dann
feststellen ich nicht meins oder zum Beispiel feststellen ist nicht mein
Stammtisch, weil sie zum Beispiel, was hat man letztens einen Interessenten für
Latex die
Menge an Latex Fetischisten war jetzt nicht so hoch an dem Youngblood Abend, den
wir damals noch hatten als wir noch durften. Wenn
es praktisch ist, dann kann man so jemandem empfehlen, es gibt einen eigenen
Stammtisch, dort geht es nur um Latex ging
wieder zu uns und war happy auf dem Latex Es gibt
Sebastian
Ja, gut, das ist ja wieder unser Problem.
BDSM ist ja im Grunde alles, was nicht mehr Vanilla ist.
Und ja, dann ist die Welt riesengroß. Also da kannst du ja,
wenn du sagst, ich probiere jetzt ein Jahr lang mal alle Praktiken durch, mit
dem Jahr kommst du einfach nicht hin, selbst wenn du jeden Tag was anderes
machst.
Ja, das
Stoffl
sogar Leute, die kommen auf den Stammtisch, obwohl sie Vanilla sind, einfach
weil sie die Offenheit dort so mögen und sie wohlfühlen. Und das finde ich
richtig cool. Es sind nicht viele, aber die gibt es.
Sebastian
das habe ich auch schon ein paar Mal gesehen, wo man am Anfang die Leute ein
bisschen einschätzen möchte und dann stellt man fest, nein, die fühlen sich ja
einfach nur wohl. Auf der anderen Seite gibt es aber auch genug BDSMer, die sich
eben auf dem Stammtisch nicht wohl fühlen.
Stoffl
Klar, absolut
Sebastian
Gibt es ja auch. Ja, also ich bin da sehr gespannt, wie sich das hier
entwickelt. Ich bin da sehr gespannt, wie sich das bei euch entwickelt. Und ich
werde mir das auf jeden Fall im Smart Café ansehen. Also das steht sowas von auf
der Liste. Ich stelle allerdings fest, ich müsste mindestens zwei Wochen mal mir
eine kleine Tour durch Österreich gönnen.
Und selbst dann nützt das alles nix. Ich muss mal gucken, ob irgendwie das
Podcastsubbie so eine Art Homeoffice kriegt, dass wir einfach mal vier Wochen dann
sagen können, okay, wir arbeiten beide aus Österreich.
Ich glaube, das überleben wir nicht, weil wir dann jeden Abend irgendwas machen,
um Gottes Willen.
Lass mich nochmal so ein bisschen
auf euch beide schauen
Also ihr seid voll drin, alle beide
Lena beruflich mit BDSM viel zu tun Stammtische kommen noch dazu Ihr habt also
immer Programm Jetzt würde ich ja euch unterstellen, so eine gewisse private
Müdigkeit Dass man irgendwann sagt, jetzt haben wir die ganze Woche BDSM-Krams
gehabt Jetzt machen wir einfach mal nix in dem Bereich? Oder gibt es das bei
euch gar nicht?
Stoffl
Es sind zwei komplett getrennte Dinge. Ich sage immer, BDSM
kann eine sehr soziale Komponente haben, wenn man das will. Die ganzen
Stammtische, Themenabenden, Workshops, Gatherings, Playpartys und so weiter.
Aber die muss es nicht haben. Aber wann immer es diese soziale Komponente hat,
ist es eine andere Form bzw. es fühlt sich anders an. Und es
ändert dann nichts, also zumindest für uns jetzt nicht oder für mich nicht,
die
Kabel. Hier
ganz viele Systeme und ganz viele Praktiken, die einfach den gesamten Alltag so
lustigsten
versitzen, sonst
nicht dagegen sind.
Orgas tätig sind oder gerade ein Stammtisch leiten oder ein Workshop oder was
auch immer. Wenn
sie privat sind, ist die
ganze Zeit, aber es ist immer da. Nein, ich finde das schön.
Sebastian
das hoffe ich, dass du das schön findest und sie offenbar auch. Und dann wird
das... Pass auf, dann machen wir... Das ist bei euch beiden, das ist so... Ich
merke schon, das sind so vier... Ich zähle so im Hinterkopf durch, so vier,
fünf, sechs Folgen, die man machen müsste, um das alles zu erfassen.
Fürchterlich.
Pass auf, ich mache jetzt mit dir einfach mal hier eine kleine Teufelei.
Ich werde im Rahmen dieses ganzen
Stix ruft an, Panik bitte, bitte, werde ich Lena auch nochmal anrufen, denn
ich habe mir ja zwei Listen gemacht. Einmal die Liste mit Menschen, die gesagt
haben, ja, du kannst ruhig anrufen und die Liste mit Menschen, wo ich
beschlossen habe, nee, die rufe ich einfach an und die werden nicht gefragt. Die
können dann zwar noch nein sagen, aber ich probiere es dann einfach mal. Man
muss ja auch ein bisschen Überraschung mit reinbringen.
Wenn ich sie dann dran habe,
gib mir doch mal zwei, drei Dinge, die ich sie fragen kann, auf die ich nie
kommen würde, die sie vielleicht ein bisschen in Bedrängnis bringen.
Stoffl
Welche Richtung darf es denn sein?
Sebastian
das ist völlig dir überlassen, also da, wie gesagt, ich lasse mir jetzt von dir
einfach ein bisschen helfen.
Bei Lena, da reden wir ganz schnell über Business und Penumbra und Halsbänder
und schön und Zwangsjacken, alles toll und Weihnachtsgeschäft und weiß der
Kuckuck noch was, alles schön. Schön, ja.
Das wirkt dann zwar immer wie Werbung, aber ich mag das auch immer so ein
bisschen begleiten, weil ich das unglaublich spannend finde.
Aber du kannst mir so ein bisschen die Richtung geben, wie privat darf es denn
werden? Weil wenn ich dann sagen kann, der Stoffl hat gesagt, du musst mir das
beantworten.
Vielleicht ist das interessant, wenn du jetzt sagst, lass mal lieber, das ist
dir zu albern, dann ist das auch okay, aber ja,
Stoffl
Was witzig sein könnte. Zwei Dinge fallen mir spontan ein, wobei ich nicht weiß,
wie sehr sie dann in dem Moment, wo du sie anrufst, auch antworten kann oder
will. Aber versuch es einfach. Ich glaube, das könnte lustig sein.
Frag sie zum einen nach D/s während der Arbeitszeit.
Sebastian
oh,
Stoffl
Und wenn du wirklich Spaß haben willst, frag sie nach hypnotischen Triggern.
Sebastian
gibt es vielleicht ein besonderes Wort, was ich sagen kann, was dann irgendetwas
auslöst?
Stoffl
Nein, das wäre fahrlässig.
Sebastian
Nein, okay,
ich muss ja zumindest mal gefragt haben, also Hypnose begegnet mir gerade
ständig, aber ich habe damit null Erfahrung, aber es scheint so zu sein, dass
ich mich damit ganz dringend beschäftigen muss.
Stoffl
Spannendes Thema, kann ich dir sehr ans Herz legen.
Sebastian
Ja, offenbar.
Stoffl
Ich kann dir auch einen Tipp geben, aber ich möchte keine Werbung machen. Also
Sebastian
Du kannst mir einen Tipp geben, kein Problem.
Stoffl
es gibt im Moment sogar, wenn du das jetzt machen möchtest, von den
zwei Menschen, die ich für mit Abstand am besten halte im deutschsprachigen
Bereich,
Gratisseminare bzw. Webinare, die online abgehalten werden und auch unglaublich
viele Gratisunterlagen.
Und zwar sind die beiden Undine und Jochen. Sitzen in Hamburg, wenn ich es
richtig im Kopf habe.
Sebastian
Die habe ich irgendwie schon auf dem Zettel.
Stoffl
Und die
Sebastian
Irgendwo gibt es eine Notiz.
Stoffl
zwei sind großartig. Du kannst einfach mal googeln, Hypnose Undine und Jochen.
Und was die machen, ist richtig, richtig gut. Es ist wirklich gut aufgebaut, ich
finde es super verständlich und die haben einfach so unglaublich viel Erfahrung.
Und ich weiß nicht, ob du Undine selbst kennst oder ob sie dir was sagt, aber
allein die Frau könnte dir Stunden über Stunden über Stunden erzählen und
ja, großartige Menschen.
Sebastian
Das macht überhaupt gar nichts. Also ganz ehrlich, das ist ja der schöne
Podcast. Ich habe hier nicht nur zweieinhalb Minuten Wortbeiträge und dann ist
die Zeit zu Ende. Ich habe ja Zeit und ich bin bereit, das noch viele Jahre zu
machen.
Stoffl
Das klingt doch gut. Ich hoffe, dass du das machst.
Sebastian
So ein bisschen.
Stoffl
...
Sebastian
Ganz ehrlich, das sieht momentan ganz gut aus. Ja, ich habe unglaublich viel
Stress und Arbeit und keine Ahnung. Es ist immer ganz viel.
Man muss auch gucken, wie der Podcast sich weiterentwickelt. Da merke ich, da
kommen momentan so bürokratische Zwänge dazu. Das ist ein bisschen lästig. Da
muss ich gucken, wie ich damit umgehe. Bestimmte Tabus sind inzwischen auch
keine mehr, wo ich zumindest drüber nachdenke. Da muss man ein bisschen schauen,
aber der Kern des Ganzen, mit Menschen sprechen und einfach auch mal Fragen
stellen und allein für mich dieser Benefit, ich habe das schon immer auf dem
Stammtisch gemacht, dass ich, wenn da jemand Neues war, dass ich einfach wissen
wollte, was machst du, wie machst du das, warum machst du das, was bringt dir
das? Und das wollte ich schon immer wissen, weil ich will alles dazu wissen
irgendwie. Und auch wenn ich nichts davon mache oder nur ein Prozent vielleicht,
trotzdem sehe ich diesen Unterschied zu, ah, da sind zwei, die machen das und
das und dann sehe ich das vielleicht mal auf einer Party, aber das muss ich
deswegen weder gut finden, vielleicht finde ich das sogar komisch und abstoßend.
Und wenn ich dann aber im Gespräch bin und die Menschen erklären, warum, was für
einen Reiz das gibt, dann ändert, dann merke ich, wie sich in meinem Mindset was
verändert, dass ich nicht unbedingt das machen möchte, aber dass ich verstehen
kann, warum jemand etwas gut findet. Und dieses Öffnen des Geistes, das tut mir
unglaublich gut, weil man dann einfach ganz neue Welten erleben kann.
Das ist einfach schön und da ist BDSM unglaublich ergiebig. Also muss ich das so
lange weitermachen, bis mir keiner mehr was Neues erzählen kann.
Stoffl
Ich verstehe zu hundert Prozent, wovon du sprichst, das ist großartig und danke, jetzt vermisse ich
gerade die Stammtische.
Sebastian
Die kommen wieder, die sterben nicht aus. Vielleicht, wir müssen gucken, dass
wir Stammtischen mal einen neuen Namen geben. Dieses Feedback habe ich jetzt
sehr oft bekommen, dass ein Stammtisch etwas ist, wo man nicht hingeht.
weiß nicht, ob es das in Österreich gibt. Ich habe das in der letzten
Live-Sendung erzählt vom Sparkästchen-Stammtisch.
es das?
Stoffl
den Sparkästchen-Stammtisch kenne ich jetzt nicht in Österreich, aber bei
uns sind die auch so, ich würde mal sagen, ländlich, traditionell. Man trifft
sie halt zum Plaudern und sitzt dann in einem Wirtshaus.
Sebastian
Okay, also Sparkästchen erkläre ich jetzt nicht nochmal. Es ist auf jeden Fall
so die Urform der gruseligsten Art eines Stammtisches. Im Zweifel googelt
das mal. Es ist schlimm. Stimmt.
Nein, vielleicht brauchst du da auch einfach mal einen neuen Namen. Ich wüsste
jetzt nicht welchen, der sich dann auch durchsetzt, wo dann auch jeder weiß, was
gemeint ist. Aber ich finde, es ist an der Zeit, da einfach mal einen nächsten
Schritt zu gehen.
Man muss ein bisschen schauen. Ich weiß, wie schwer es ist, manchmal Stammtische
zu machen. Sobald sie eine gewisse Größe haben, wird die Location ein bisschen
schwieriger. So gesehen finde ich das gar nicht so schlecht, dass es den
Gastwirten jetzt nicht mehr so gut geht, dass die nämlich dann auch eher dann
sagen, ja gut, dann kommen da halt 30 Perverse und dann ist das aber okay. okay,
wir sitzen im Separee und das interessiert keinen. Das war nämlich die letzten
Jahre immer ein bisschen schwierig.
Und vielleicht bricht das ein bisschen auf und vielleicht wird dadurch BDSM
wieder ein bisschen gesellschaftsfähiger. Gucken wir mal. Also Shades of Grey
hat da ein bisschen was geholfen. Und dann hatte ich das Gefühl, wieder Reset,
zurück zum Anfang und man ist wieder genau da, wo man vor zehn Jahren war. Und
das ist, glaube ich, immer wieder dieselbe Welle. Immer wieder zurück zum
Anfang. Und ich möchte einfach mal, dass es nicht zurück zum Anfang geht,
sondern dass sich was entwickelt. Ja,
Stoffl
Hoffen wir einfach, dass mit jedem Stups, der durch auch bei mir sehr, sehr
schlecht gemachte Filme und Bücher wie Fifty Shades of Grey kommt, ein bisschen
was in der Gesellschaft hängen bleibt. Und wenn du mich fragst, dann bin ich
schon der Meinung, dass mit jedem Mal, wo irgendwas kommt, nimmst du damals die
Geschichte der O, Venus im Pelz, was es nicht alles gibt, bis hin zu Fifty Shades
of Grey, sich die Gesellschaft jedes Mal ein Stückchen weiterentwickelt und
Dinge annimmt, die sie davor abgestoßen hat. und ich bin schon der Meinung, dass
du inzwischen in gewissen Sparten viel
alltagskompatibler mit BDSM umgehen kannst und viele
Leute nicht mehr so vorurteilsbehaftet darauf reagieren, wenn du sie damit
konfrontierst. Und über die Jahre finde ich das richtig, richtig gut. Du musst
dir nur Entwicklungen anschauen, wie im Moment im medizinischen Bereich
passieren. ICD-10 hin zu ICD-11 und so weiter, wo das jetzt keine psychische
Erkrankung mehr ist und einfach behandelt wird, also behandelt wird,
thematisiert wird, ist das richtige Wort, den
Weg in die Gesellschaft
lange gebraucht, um neue Dinge anzunehmen. Da
lässt man schon
stundenlang Storys erzählen, wie lange die gebraucht haben,
Anerkennung zu haben, damit es normal ist, damit sie Dinge tun dürfen, die
heterosexuelle Menschen seit Ewigkeiten tun dürfen. Und
wenn du sie jetzt fragst, dann werden die dir auch erzählen, dass die noch lange
nicht dort sind, wo sie es gerne haben würden, wenn
es vor 10 Jahren war, besser als 20 Jahren war. In gewissen Ländern würde ich
jetzt gerade nicht schauen. Okay, dort ist es sehr rückschrittlich, aber bei
uns, sagen wir mal Österreich, Deutschland, finde ich, dass es absolut in die
richtige Richtung geht.
Sebastian
du hast recht, also wenn ich überlege, meine Erziehung, die war, was das
angeht, Homosexualität, die war da völlig neutral, das war nichts Abstoßendes,
nichts Problematisches, zumindest vom Elternhaus her, auch wenn ich auch im
hessischen Dorf aufgewachsen bin, da war das trotzdem noch ein bisschen komisch,
weil es gab halt niemanden, an dem man das mal sehen konnte.
Aber das war immer Normalität, also das war nichts, wo man jetzt gesagt hätte,
das ist aber komisch, sondern das war eher eine gewisse Neugier.
Das klingt immer so klischeehaft, aber als ich dann so meine ersten Kontakte
tatsächlich hatte, das hat ein bisschen Gewöhnung erfordert, bis ich irgendwann
festgestellt habe, okay, ist normal, ist schön, ist nichts Außergewöhnliches
mehr, gehört halt einfach dazu. Das ist jetzt meine Generation, ich kann
nicht für alle sprechen in meinem Alter, aber das ist das, was ich so
mitbekommen habe. Und wenn das im BDSM-Bereich in den nächsten 20, 30 Jahren
passiert, dann erlebe ich davon vielleicht auch noch ein bisschen was mit, das
wäre ja ganz schön.
Ich fände es einfach schön.
Stoffl
ganz stark.
Sebastian
Schön.
Ja, wir gucken mal, was da passiert.
Oh Gott, ich sehe hier auf die Uhr, ja, die läuft und tickt, das ist, ach, das
ist ja wunderbar.
Pass auf, wir werden, also ich habe ja mit Lena ja eh schon mal ausgemacht, ich
habe sie sogar hier eingeladen und das kam ja dann alles wieder nicht zustande,
Corona, Corona, Corona, aber irgendwann werde ich mit ihr definitiv aufnehmen,
vielleicht machen wir es dann einfach zu dritt oder separat oder wir gucken
einfach mal, wie das klappt, aber du kommst mir da auch nicht vom Haken.
Stoffl
Gerne.
Sebastian
Da würde ich mich unglaublich freuen und ich gebe dir jetzt nochmal die
Gelegenheit, wenn du irgendwen grüßen möchtest oder irgendwem irgendwas sagen
möchtest, jetzt einmal als Weihnachtsgruß, das hier soll ja am 24. erscheinen,
dann gebe ich dir hier Freiraum und Gelegenheit, du kannst sagen, was du
möchtest.
Stoffl
Richte ich einfach
allgemeine Weihnachtsgrüße an die gesamte Szene, die gerade zuhört und dabei
ganz besonders an an all diejenigen Leute, die aktiv in der Szene beteiligt
sind, die etwas organisieren. Vom kleinsten Stammtisch, von der kleinsten
Gesprächsrunde bis hin zu den Leuten, die einfach im privaten Kreis
Aufklärungsarbeit leisten, Leuten was erklären, Leuten helfen.
Ohne solche Menschen wäre die Szene nicht das, was sie heute ist. Und ich finde
es cool, dass es passiert. Und allen anderen, genießt die Szene, seid Teil
davon und genießt Weihnachten. und ich hoffe für uns alle, dass wir demnächst
wieder die Szene so erleben und beleben können, wie wir das vor Corona gemacht
haben, in persona, mit Körperkontakt, mit Menschen treffen und bis dahin machen
wir das Beste und freuen uns, dass wir die Möglichkeiten haben, die wir in 2020
bzw. 2021 haben, mit Internet, mit Online, mit Webcam. Ja,
vor 20, 30 Jahren hätten wir uns Briefe schreiben können. Also von daher gesehen
finde ich es cool, in welchen Zeiten wir leben.
Ja, frohe Weihnachten an alle.
Sebastian
das ist das perfekte Schlusswort. Jetzt muss ich dir aber doch noch zwei Fragen
stellen. Nein, nur eine. Die mit der Postkarte, die stelle ich dir nicht.
Die kriegst du einfach nicht gestellt. Da gibt es keine
Entscheidungsmöglichkeit.
Magst du noch verraten, was du Lena unter den Baum legst? Außer Lena selbst?
Das ist eine gemeine Frage, aber dann kann ich sagen, ich weiß es, ich weiß es
schon.
Stoffl
Antwort ist eigentlich ganz einfach und ganz langweilig.
Gar nichts.
Sebastian
Ganz viel Liebe und Aufmerksamkeit und Zeit für euch.
Stoffl
Absolut, aber das lege ich nicht unterm Baum.
Sebastian
Ja, nee, wenn du sie unter den Baum legst, na gut.
Stoffl
Nein, das funktioniert nicht. Nachdem wir Weihnachten im ganz, ganz kleinen
familiären Kreis feiern, würden die es wahrscheinlich komisch finden, wenn ich
Lena unter den Baum lege. Das heißt, ich werde das eher nicht machen. Aber nein,
wir haben eigentlich beschlossen, uns nichts zu schenken. Haben dann
beschlossen, wir schenken uns doch etwas und haben uns das geschenkt, schon in
der Vorweihnachtszeit, damit wir es bereits nützen können und erleben können.
Und auch das ist relativ langweilig, weil wir sind beide begnadete Hobbyköche
und es ging grob um Utensilien und
Küchenmaschinen, Zubehör, der ziemlich geil ist. und den haben wir jetzt in der
Lockdown-Zeit einfach schon mal vorverwendet und deswegen ist das
Weihnachtsgeschenk eigentlich schon ausgepackt und zu Weihnachten selbst gibt es
dann nichts.
Sebastian
das kenne ich irgendwoher. Die Kaffeemaschine wurde auch gekauft und dann in
Betrieb genommen und nicht noch drei Wochen in die Ecke gestellt, weil sie macht
ja gar keinen Kaffee.
Das kann ich so gut nachvollziehen. Ich gebe auch ehrlich zu, ich sage das jetzt
mal, es gibt dieses Jahr nichts Perverses. Ich habe das dann, was ich da hatte,
das habe ich dann einfach zum Nikolaus hergegeben, damit wir einfach ein
bisschen Spaß in der Vorweihnachtszeit haben. Da war ich mir selber auch nicht
ganz treu, aber so ist das manchmal. manchmal. Trotzdem möchte ich, trotz
Kindern im Haus, ich überlege noch, wie wir den Kindern verkauft kriegen, als
völlig normal. Also ich vermute noch, also umweltfreundliches Lametta geht noch
ganz gut. Ich würde gerne ein Seil um den Baum legen oder so.
Nachhaltig produziertes Lametta, wiederverwendbar.
Mal gucken.
Stoffl
Multipurpose-fähig, muss man sagen.
Sebastian
Ja, genau. Oh Gott. Ja, da guckt man mal. Baumschmücken, ich glaube, übermorgen
geht's an den Baum ran. Der steht schon auf der Terrasse, den haben wir gestern
gejagt und gefunden.
Stoffl
Cool. Und unsere auch. Unsere auch.
Sebastian
es war fürchterlich.
Stoffl
Steht auf der Terrasse und wartet, dass er reingetragen wird.
Sebastian
Ja, ich habe eine Sache unterschätzt, da wir einen Lockdown haben und viele
Leute ihre Familie nicht besuchen, feiern sie Weihnachten zu Hause und brauchen
demnach einen Baum, den sie sonst nicht brauchen würden, weil sie halt zu 10, 15
mit der Familie feiern würden.
Stoffl
Absolut
Sebastian
Deshalb war das hier relativ kahl alles. Also selbst unser
Bio-Weihnachtsbaum-Plantagen-Anbieter um die Ecke, wo man selber sägen kann und
so tralala.
hat schon vor drei Wochen zugemacht, weil nichts mehr da ist. Wahnsinn, oder?
oder? Naja.
Mensch, Stoffl, ich frage dich noch einmal, darf ich das hier so senden? Ist das
in Ordnung für dich?
Stoffl
in Ordnung. Dann
Sebastian
Wunderbar, dann schreibe ich auf, hat ja gesagt.
Und irgendwie,
Stoffl
lass mich abschließend dir noch eine Frage stellen.
Sebastian
oha, ja, frag mal.
Stoffl
Wenn du jetzt vorstellst, ganz rein hypothetisch, du würdest von Penumbra ein
Weihnachtspräsent bekommen, was wäre da drin?
Sebastian
Ach
du großer Gott. Ich habe ja schon, ich habe hier noch vier Halsbänder von
Penumbra, die wir bei der Verlosung nicht losgeworden sind und ich habe schon
schlechtes Gewissen, dass die hier liegen.
Weil die passten ja nicht und dann hat sie mal andere Größe verschickt und jetzt
liegen die die hier, ich habe wirklich ein riesengroßes Gewissen, das Zeug ist
ja eine Menge wert. Was wäre da drin? Um Himmels Willen. Ich gebe zu, dass ich
schon ein bisschen auf diesen Christbaumschmuck ein bisschen geschielt habe,
aber dann habe ich es nicht geschafft, mir etwas einfallen zu lassen, was das
denn hätte sein können.
ich habe keine Ahnung. Ich fahre ja immer auf persönliche Dinge ab, also
selbstgebasteltes und Penumbra hat ja nur selbstgebasteltes, also es war
vermutlich alles toll. Also ich glaube, wenn das Podcastsubbie sich drüber
freuen würde, dann würde ich mich sehr drüber freuen. Aber weil ja heute schon
der 21. ist, würde das eh nicht mehr pünktlich klappen können. Und von daher
gesehen ist das ja eine rein hypothetische Frage.
Stoffl
Dann darfst du im Nachhinein sagen, ob du was gekriegt hast und ob du richtig
gelegen bist.
Sebastian
schon die Teufelei. Okay, alles klar.
Nicht nötig. Wirklich nicht.
Aber das ändert nichts daran, dass ich mich freue, wenn ich irgendwie Post
bekomme. Überhaupt keine Frage.
Stoffl
sage, ich habe mit all den Dingen überhaupt nichts zu tun, aber Lena hat
unendlich viel Spaß daran, Menschen Freude zu bereiten.
Sebastian
Oh, das erzähle ich noch eine Kleinigkeit. Also ich habe ja gesagt, Mensch, die
Menschen, die den Podcast unterstützt haben, denen wollte ich irgendwie so ein
kleines Dankeschön zukommen lassen und habe dann gesagt, naja, ich mache so ein
Online-Formular, aber ich habe ja keinerlei Daten von den Leuten und wenn die
sich da eintragen, dass sie den Podcast unterstützt haben, dann gucke ich mal,
ob ich ihnen vielleicht eine Karte verschicke. Ich habe zwar keine mit
Weihnachtsmotiv, völlig egal, aber so ein kleines Dankeschön, dass ich hier
sorgenfrei podcasten kann, ohne drauf zu zahlen. Das ist großartig und das sind
nämlich relativ wenige Menschen, wenn ich die Hörerschaft so sehe, sind das
wenige Menschen, die viel dafür tun, dass es den Podcast gibt. Das ist
eigentlich ein bisschen ungerecht, aber so ist es eben. Und ja, dann kam dann
diese Liste und dann wurde diese Liste immer länger und immer länger und dann
habe ich das abgeglichen und dachte mir um Himmels Willen und da sind Leute, die
haben wirklich so viel Kohle in dieses Projekt reingesteckt, dass ich dann auch
gedacht habe, den kannst du ja nicht nur eine Karte schicken. und dann habe ich
ehrlicherweise ein bisschen abgestuft und habe dann ein bisschen geschaut, dass
es so ein bisschen passt und wir haben heute drei Stunden dran gesessen, gestern
vier Stunden und nochmal ein paar Stunden, also irgendwie haben wir hier mit
mehreren Leuten viele, viele Stunden reingesteckt und ich habe die erste Ladung
heute Abend zur Post gebracht, ich hoffe, das kommt noch pünktlich und die
zweite bringe ich morgen früh zur Post, weil ich so dieses Gefühl habe,
vielleicht freuen sich die Menschen einfach über so ein kleines Kärtchen, wo ich
einfach mal Dankeschön sagen kann und Und dann schmeiße ich auch ein paar
Buttons mit rein und sowas halt. Aber diese Freude, weil ich weiß, das kriegt
jemand einfach so. Der hat das auch nicht vorher gewusst, als er irgendwie den
Podcast unterstützt hat, dass da was kommen wird. Und dann hoffe ich einfach,
dass das so ein kleines Lächeln einfach zaubert und einfach sagt, hier, okay,
das habe ich nicht erwartet, habe es aber bekommen und dann freue ich mich. Auch
wenn der materielle Wert quasi nichts ist, aber es ist mir ein Bedürfnis,
einfach zu sagen, Dankeschön. So, jetzt habe ich das auch mal untergebracht
irgendwo.
Dankeschön, dass du da jetzt zugehört hast.
Stoffl
Das erinnert mich an unsere letzten Tage, war bei uns ganz genauso. so.
Sebastian
Ja, und dieses Jahr hat man auch noch mehr das Gefühl, dass man einfach sagt,
okay, ich will da was Schönes machen.
Und es ist manchmal so einfach, auch auf Stammtischen. Manchmal ist es so
einfach, Menschen in schlechte Laune zu machen. Und manchmal reichen ein, zwei
Sätze, die tun einem nicht weh.
und dann freut sich jemand. Also das ist etwas, das positive Sehen und
das auch Erwähnen, nicht in Form von einem Lob, das siehst ja geil aus oder so,
sondern einfach so ein einfach etwas schön finden und das ausdrücken, das kostet
mich gar nichts und aber ich glaube, der Effekt ist immer viel größer als das,
was ich da für ein Mühlen aufgewendet habe und das ist doch eine
Win-Win-Situation.
Stoffl
Absolut,
Sebastian
Da muss ich jetzt also noch ein
Weihnachtspaket an Penumbra schicken, ja, ich hab doch nix, verdammt. Nein.
Stoffl
überhaupt nicht. Du kannst dir einen Pfannenwender schicken, wobei da liegen
noch meine Werkstätten drauf.
Sebastian
Ich geh mit den Dingern, werf ich ja gerade so quasi um mich, also ich hab schon
überlegt, wenn die alle sind, also vielleicht für die Hörer, die es nicht
wissen, ich hab ja die Dinger bei so einem Gastro-Großhandel beschafft,
unglaublich billig, hab sie Lena geschickt, die hat sie dann unter den
Laser-Cutter da drunter gelegt und damit dann graviert.
Stoffl
Da muss ich einhaken, die letzte Charge habe ich graviert, weil sie keine Zeit
hatte, weil so viel los war, dann habe ich das am Wochenende gemacht.
Sebastian
Gott, ich hab ihr gesagt, sie soll doch um Himmels Willen das nur
machen, wenn sie eh Langeweile hat.
Stoffl
Ich hatte Langeweile, weil ich hatte nebenbei was zu tun und konnte dann nochmal
helfen und alles.
Sebastian
Also Pfannenwender schicke ich euch definitiv nicht.
Stoffl
Verrat ihr nicht, dass ich das gesagt habe.
Sebastian
Ich werde schweigen. Der Feed wird sprechen.
Nein, aber ich habe da ...
Stoffl
Man muss den Teil dann rausschneiden oder auch so ein sehr langes BIEP
einblenden.
Sebastian
Ich lasse das drin und sie hört es einfach nicht. Und wenn sie es hört, dann hat
sie es gehört. Ja, dann sage ich dir auch Dankeschön. Das ist total cool. Weil
ganz ehrlich, wenn ich das irgendwie bei diesen Online-Druckereien machen würde,
das wäre unbezahlbar. Und die Dinge haben den Vorteil, die passen halt in den
Briefumschlag für einen Euro rein. Also das ist nicht wie die Kaffeebecher, wo
man dann gleich 8 Euro Paketporto drauf hat oder bestenfalls 5 und die Hälfte
geht zum Bruch.
Also das ist so ein Gimmick, einfach so eine blöde Idee.
Und ja, muss ich einfach mal sagen, Dankeschön, weil dafür habe ich nichts
bezahlt. Ich glaube, sogar das Rückporto hat Lena bezahlt. Ach,
aber das macht auch wiederum mir Spaß, wenn man einfach irgendwelche coolen
Sachen macht und ich hoffe, sie hat sich ganz viel an die Seite gelegt und Und
ja, mal gucken. Also wenn ihr mal hier seid, dann gehe ich, ich weiß schon
genau, wo wir essen gehen. Ich habe da schon eine schöne Idee. Dann werdet ihr
ordentlich verwöhnt.
Stoffl
sobald du es nach Wien schaffst, machen wir das Gleiche bei uns.
Sebastian
Ja, Wien oder Graz oder beides, da gucken wir mal.
Stoffl
Ja, das sind nur zwei Stunden, das geht schon.
Sebastian
Ja, bis ich in Wien bin, dann machen zwei Stunden mehr oder weniger auch nichts
mehr aus.
Stoffl
Eben.
Sebastian
nein, also das steht definitiv an. Und wenn wir wieder reisen können, weil es
gut ist, dann haben wir uns auch wirklich vorgenommen, wir machen das, dass wir
uns hier auch das als Paar einfach gönnen, diese Auszeiten. Denn das letzte
Jahr, ganz ehrlich, ich hocke seit September hier in der Bude. Ich kriege die
Krise, ehrlich gesagt.
Stoffl
Frag uns, wir machen das seit März.
Sebastian
Ja, seit März, aber es gab so eine kleine Phase im August, da waren wir dann mal
drei Tage unterwegs und dann im Juli waren wir auch noch mal drei Tage
unterwegs. Das hat uns unglaublich viel Energie gegeben. Das hat uns echt gut
getan, aber seit September eben gar nicht mehr. Und boah, aber jetzt will ich
hier nicht, ja genau, Vielleicht schneit es ja übermorgen noch.
Stoffl
Ja, und jetzt kommt es dazu, dass es Winter ist, aber gut.
Sebastian
Vielleicht habt ihr ja sogar schon Schnee.
Stoffl
Ich glaube es nicht, aber schön wäre es.
Sebastian
Ja, mein Gott.
Dankeschön, dass du dir so viel Zeit genommen hast und dass du auch so geduldig
warst mit diesem technischen Anruf-Dilemma. Ich glaube, ich schneide da gar
nichts. Ich lasse einfach alle Fehlversuche drin.
Das ist dann so Tease and Denial. Oh, jetzt ruft er da an, jetzt ruft er da an.
Nein, hat wieder nicht geklappt. Und diesmal hat es geklappt. Finde ich
unglaublich schön. Und grüße mir die Lena ganz lieb. Ich war nicht sicher, ob
das zu gemein ist, sie anzurufen, zu sagen, so, jetzt gib mich mal weiter. und
da dachte ich
Stoffl
Nee, alles gut.
Sebastian
irgendwie
Stoffl
Dann
Sebastian
aber für sie, da ist auch noch ganz viel Zeit und ich freue mich, wenn wir uns
dann auch wieder in persona auch wieder sehen, da hast du völlig recht, das ist
nun mal was ganz anderes und dann schnacken wir auch einfach mal privat da
Stoffl
freue ich mich drauf. Es hat mich sehr gefreut, dass du mich gemeldet hast. und
dann wünsche ich euch ein frohes Weihnachtsfest und ich hoffe, wir sehen uns in
2021.
Sebastian
müsste schon eine Menge schief gehen dass das nicht klappt, das wird schon
klappen alles klar
Stoffl
Perfekt.
Sebastian
euch das gleiche und ja
ja, mach's gut, ich wünsche dir einen schönen Restabend, habt eine schöne Zeit
zusammen mach's gut, tschüss das
Stoffl
Dankeschön. Tschüss.
Verabschiedung
Sebastian
war Stoffl und Und ein wunderschönes Gespräch mal wieder, wie gesagt, ich
könnte ja da immer schwelgen und das liegt nicht an irgendwelchem Alkohol, den
ich hier konsumiere, sondern das macht wirklich einfach Spaß, weil ich ja vorher
immer nicht weiß, worum es geht. Ihr habt es ja gemerkt, dass ich am Anfang das
Thema so ein bisschen in die eine oder andere Richtung eingeleitet habe und dann
hat er das Thema gewechselt und zack, schön. Ich werde für heute aber hier
Schluss machen, weil ich glaube, ich habe niemanden, der nach 22 Uhr mit mir
noch sprechen möchte, zumindest nicht unvorbereitet.
Deshalb höre ich jetzt für heute auf und dann füge ich hier morgen noch ein
bisschen was hinzu. Macht's gut.
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