
Daniel hat mich besucht. - Und wir haben geredet. Unser Leitthema ist BDSM & Glaube, Kirche und Religion.
Daniel ist selbst aktiver BDSMer, Religionslehrer und hat die richtige Gemeinde für sich schon gefunden.
Das und mehr klären wir in dieser Folge.
Gibt es dieses mal nicht
Schade, von der Folge habe ich mehr erwartet- wohl weil der Gast als Experte angepriesen wird, aber von der katholischen Lehre offenbar keinerlei Ahnung hat. Es lässt sich leicht recherchieren, wie streng die Regeln für einen großen Exorzismus sind. Wenn psychische und medizinische Ursachen ausgeschlossen sind, dann braucht es die Erlaubnis vom Bischof! Gibt es in Deutschland so gut wie nicht.
Und der kleine Exorzismus ist Teil jeder Taufe. Es geht darum die Seele unter den Schutz Gottes zu stellen und Böses fern zu halten. Alles andere ist Part irgendwelcher Horrorfilme.
Ansonsten fand ich es schade, dass der Gast zu seinem Glauben und seiner Gottesbeziehung nichts sagte. Wann immer es hätte darum gehen können, sprach er von Gemeindewechsel, dass er mit Pfarrern nicht über seine Sexualität spricht, etc.pp.
Ich selbst fand erst vor wenigen Jahren zum Glauben, denn in meiner Kindheit war die Taufe eher Familienfest. Und in der Konfi-Zeit ging es um alles mögliche und unmögliche, aber Jesus lernte ich nicht kennen.
Heute bin ich römisch-katholisch- und erlebe seitdem mehr Unverständnis, Kritik und Ablehnung als wenn ich mich früher Richtung BDSM outete. Das liegt wohl auch an den vielen Vorurteilen und der Unwissenheit, die in dieser Folge dargestellt wurde. Kein römisch-katholischer Priester kann eine Eheschließung zwischen Homosexuellen ermöglichen! Die Ehe ist ein Sakrament zwischen Mann und Frau, dass sich die Eheleute spenden vor Gott.
Anders ist es bei den Altkatholiken. Dort entscheidet aber auch keine einzelne Priesterin oder ein Priester sondern mindestens deren deutscher Bischof. Der (und es dürften auch Frauen Bischöfin werden) dürfte mittlerweile ebenso heiraten wie Homosexuelle. Und Scheidungen sind weder in der römisch-katholischen Kirche je verboten gewesen und bei den Altkatholiken erst recht nicht!
Verwundert war ich selbst oft wie viel sich BDSM von den Katholiken abgeschaut hat. Eure Erwähnungen wirken fast niedlich. Lest mal die Regel des Heiligen Benedikt! Dagegen wirkt mancher Sklavenvertrag fast niedlich.
Römisch-kath. Kirche bietet mir gerade deshalb Stabilität, weil sie nicht beliebig ist. Weil sie sich nicht nach dem Zeitgeist ausrichtet. Ich habe mir nach meiner Bekehrung durchaus vieles angesehen und landete bei den konservativsten Traditionalisten. Allerdings verstand ich anfangs nicht, wo denn die Strenge etc. sein sollte. Ich suchte im Katechismus nach Abschreckendem, stattdessen fand ich ganz viel Liebe. Nicht Eros! Davon steht übrigens soweit ich weiß auch nichts in biblischen Texten! Btw. gibt es für Liebe weit mehr als drei griechische Wörter.
Und es kommt auch niemand und fragt einen zur Sexualität aus! Für seine Gewissenserforschung ist jeder selbst verantwortlich. Ich wollte nie Beliebigkeit. Sondern einen stabilen Rahmen. Den gibt mir die römisch- katholische Kirche. Nicht die Frauen, die meinen ihre eigene Kirche erschaffen zu wollen. Das sind jene die kritisch schauen und vermutlich lästern, wenn ich ganz freiwillig beichten gehe. Und das ist der Grund, warum ich es eher bei Ordenspriestern mache oder im Ausland. Zumal in Pfarrkirchen die Beichtstühle wegmodernisiert wurden oder als Besenkammer dienen. Und so manche dieser Kirchen wird immer seltener genutzt. Ich muss auch weitere Strecken fahren, damit ich sicher sein kann nicht in meiner Andacht gestört zu werden, so lange knieen kann wie ich es vor meinem GOTT will ohne dass jemand kritisch schaut oder gar nachfragt, ob das sein muss. Man stelle sich das mal in der BDSM-Szene vor, dass Modernisieren durchs die Clubs ziehen und kritisch schauen oder gar kommentieren, dass manche nicht mehr zeitgemäß ist, man den Dresscode gefällig anpassen soll und Schutzkleidung getragen werden sollte, wenn man unbedingt so mittelalterliche Schlaginstrumente nutzen will.
So nun hoffe ich, dass die Kommentarspalte kein Korsett trägt ;)
Lieber Daniel,
deine Folge hab ich einige Male gehört, zum einen, weil man euch einfach gut zuhören konnte und zum anderen, weil ich toll fand, wie du viele Dinge erläutert hast!
Es war wunderschön wie du die Dankbarkeit gegenüber deiner Partnerin zu Beginn eines Spiel beschrieben hast 🥰.
Natürlich orientiert sich die Bibel und deren Auslegung an der Gesellschaft, sonst wäre sie ja von ihr auch nicht umsetzbar 🤷♀️. Ich finde immer wieder verwunderlich, dass sich Leute wortwörtlich versuchen auf die Bibel zu beziehen und damit deutlich machen wollen, was für ein "Quatsch" da drin steht... Ja, natürlich ist das nicht "aktuell" die Texte sind über 2000 Jahre alt 🤦♀️ das damals Gebote wie "Du sollst keine Ehe brechen" existenziell- und überlebenswichtig waren und das z.B. die Bezeichnung "Jungfrau" damals einfach eine Bezeichnung für eine "Junge Frau" waren wird dabei immer gern übersehen, soweit muss man sich ja damit nicht beschäftigen, ist ja alles "Quatsch"😤... so bevor ich mich weiter in Rage schreibe 😅 du hast das super an einigen Beispiel sehr deutlich gemacht.
"Gott hilft durch andere Menschen" - oh ja, wenn ich mit offenen Augen auf mein eigenes Leben zurück schaut dann finde ich genau das...🙏🏻
Ein Punkt mit dem ich mich tatsächlich schwer tun würde, wäre der Titel "Mein Herr" für meinen Spielpartner, aber da das bisher nie gefordert wurde, brauchte ich mich mit diesem eventuellem Konflikt noch nicht weiter beschäftigen.
@Sebastian, warum sollte es auch keine Parallelen geben. Christen glauben und hoffen doch genau das, dass der Herr eben immer an ihrer Seite ist und sie vor Bösem bewahrt 😉. Ich hoffe allerdings, dass deine Ideen zu 🐍ex auf einem Altar in die Kategorie Kopfkino "das man hat aber nie umsetzt" gehört 😳.
Die Herkunft des Andreaskreuzes kannte ich nicht, also auf jeden Fall auch was dazu gelernt! Danke für diese tolle Folge!
Leider ist der Podcast "Ben spricht" nicht mehr verfügbar 😕, ich hatte Ben sogar angeschrieben, aber seine Folgen verschwinden irgendwann einfach - wie gut, dass das bei diesem Podcast nicht so ist!!!🥳
Und jetzt entschuldige ich mich für diesen ellenlangen Kommentar🙈.
<div>Hallo Sebastian, zu erstmal: Es was eine echt coole und interessante Folge. Ich weiß leider nicht ob dich jemand schon auf das Folgende hingewiesen hat oder nicht, wenn ja tut es mir leid für die Dopplung. Auf YouTube gibt es ein Kanal von einem lesbischen Pastoren-Ehepaar der Anders Amen heißt. Dort werden Themen rund um LGBTQIA+ und Kirche behandelt. Falls es dich interessiert kannst du dich da ja mal umschauen. Liebe Grüße von einem interessierten Vanilla.</div>