Sebastian
Es ist Dienstagabend, 20.31 Uhr, ein Minütchen zu spät, willkommen zur
Begrüßung
Unvernunft Live, der Live-Version des Podcasts, Die Kunst der Unvernunft und ja,
ich sehe schon, ein paar Leute sind schon im Chat, ihr seid hiermit begrüßt und
heute habe ich irgendwie hier eine viel zu volle Liste, mein Gott, eins, zwei
Menschen, drei Menschen, dann gibt es noch eine kleine Änderung mit dieser
Anruffunktion, das erkläre ich dann später und wir bringen wieder was unter die
Leute. Leute, ich mache schon mal ein Geräusch dazu.
So, jeder ahnt, was es ist. Nein, niemand ahnt es, das macht aber nichts.
Ja, was kann ich alles erzählen? Den Modus, zwei Gäste, danach machen wir noch
eine kleine Ankündigung für ein anderes Online-Event und dann mache ich die
Telefonleitung auf. Also so wie immer.
Und die erste Anruferin kann ich nicht sagen, aber meinen ersten Gast habe ich
schon in der Leitung. Das
Nikki
ist nämlich die Nikki. Hallo.
Nikki
Hallo.
Sebastian
So, da ist sie.
40 aus Teltow und Sub.
Nikki
Ja, auch das.
Sebastian
Wunderbar. Hiermit bist du anständig begrüßt und ja, du bist ja auch irgendwie
im Zwangsurlaub, deshalb machen wir das ja hier auch alles. Du
hast mir in unserem Vorgespräch erzählt, wie so deine Beziehung aussieht und ich
habe dann gesagt, Mensch, das ist ja eine organische BDSM-Beziehung ohne
Szene-Einfluss, sage ich mal. Und das finde ich ganz spannend, darüber auch mal
zu sprechen, denn ich glaube, es gibt ganz viele Menschen, die da einfach so
hineinwachsen mit ihrem Partner.
Nikki
Ja, also tatsächlich ohne Szene-Einfluss, den habe ich mir jetzt erst während
Corona eigentlich total begönnt, weil ich da deinen Podcast so oft gehört habe
und da war mal eine Folge mit der kleinen Soziologin Nadiane, die hatte mal
einen Spiegelartikel geschrieben und so. Also die fand ich ganz interessant und
darüber habe ich dann ganz viele Folgen von dir gehört. Und ja, ich muss dann
ständig die Begriffe googeln, weil man natürlich ohne
Szene die Begriffe gar nicht kennt. Und dann auf einmal erst mal merkt, oh Gott,
eigentlich passe ich total in die Szene und habe aber einfach nur keine
Kommunikation gehabt bisher.
Sebastian
Ja, wir bauen das natürlich wie immer von vorne
auf, ist ja logisch.
Nikki
Ja, wo fangen wir an?
Sebastian
Vorne würde ich sagen. Hier steht seit 25 Jahren dann doch
schon irgendwie dabei. Also, ach, weißt du was, wir machen es nach Schema X. Wie
bist du denn dazu gekommen und zwar nicht zum Podcast, sondern tatsächlich dazu
irgendwas zu machen im Bett, was vielleicht jetzt nicht Standard ist?
Nikki
Ja, ich habe eigentlich nie standardbettmäßig stattgefunden. Also ich habe
keine Begrenzung gehabt durch meine Eltern, dass das jetzt irgendwie verpönt
war, sich über Sexualität zu unterhalten. Das heißt, wir konnten als Kinder ganz
offen sagen, ja, ist ja interessant, wir finden das und das schön. Und dann
wurde gesagt, ja, okay, wir finden es komisch, aber gut.
Dann diese Einflüsse, deswegen sagte ich, dieses Gespräch mit der Soziologin war
ganz interessant, weil die sprach mir da echt aus der Seele. Du hast ja als Kind
schon Einflüsse, die du noch gar nicht zuordnen kannst, also sexuell überhaupt
gar nicht einordnest, aber so zum Beispiel mit acht oder neun Jahren hat mir
mein Großonkel mal ein Buch geschickt, erklär mir die Tiere. Also ein breites
Lexikon über alle möglichen Tierarten und ich habe mir das auch wirklich
sehr detailliert durchgelesen immer wieder und jedes Mal bin ich bei dieser
Schlange hängen geblieben, einfach Würgeschlange und hatte so immer dieses
ja, einfach eine Erregung obwohl ich ja gar nichts damit anfangen konnte, so,
ja, also solche
Inputs einfach ohne dass man weiß, was es eigentlich bedeutet die waren immer da
also wirklich die Würgeschlange, weil
ja, man kann sich nicht wehren, da wird irgendwas gemacht und es ist
Hilflosigkeit und alles mit drin Ja, auch die Atemreduktion, also ganz
interessant, war die für mich als Kind schon, fand ich ganz spannend.
Sebastian
Okay, ja, das ist manchmal spannend, worauf man einfach anspringt, wenn man dann
darf.
Nikki
Genau, richtig. Und da muss ich halt sagen, da ist nichts, wo
man drauf geschult wird oder irgendwie. Also deswegen finde
ich immer, ich finde es ganz spannend, wie andere Leute dazu auch kommen, weil
ich gar nicht sagen kann, dass ich erst später oder so darauf gekommen bin,
sondern das war immer da. Und ich durfte es halt auch immer so wahrnehmen und
artikulieren. Und dann war es für mich zum Beispiel ganz
interessant, als ich mich der Pubertät näherte, dass
ich das überhaupt nicht ertragen konnte, dass irgendjemand von mir denkt, dass
ich Jungfrau wäre oder mit Sexualität noch nie in Berührung war. Also ich habe
Gott sei Dank immer älter ausgesehen, als ich war und konnte mir dadurch immer
ältere Freunde suchen und habe dann eben immer gelogen. Und ich habe dann
gesagt, natürlich hatte ich schon mal einen Freund und das ist überhaupt gar
kein Problem. So habe ich das umgangen, da irgendwie mit Samthandschuhen
angefasst zu werden.
So gab es da eigentlich nie einen wirklichen Übergang.
Sebastian
Das ist ja ein bisschen
geschummelt schon.
Nikki
Naja, ja. Aber in der Pubertät muss man ja auch lügen und das hat ganz gut
geklappt.
Sebastian
Okay, also Pubertät, schon mal irgendwie ein bisschen geschummelt und dann Spaß
gehabt und keine Samthandschuhe gehabt.
Okay, das ist ja aber noch kein BDSM. Wie kommt man denn da hin? Oh,
Nikki
da kommt man hin. Also da hatte ich auch Glück.
Von der Zuordnung her natürlich. Wie gesagt, die Theorie, die habe ich erst seit
jetzt ein paar Monaten. Von daher war das immer nur gelebt. Also ich habe
einfach auch meinen Freunden und Partnern immer gesagt, was ich toll finde, was
ich gerne hätte.
Ja, der erste war, bei dem waren es dann noch so diese sexuellen Challenges, so,
ja, wer kriegt schneller einen Orgasmus, ne, also wir haben dann bei 25 Sekunden
war dann der Rekord, war dann, also ja, war halt so sehr lustig alles. Und dann
hatte ich einen, der war echt, der war Rollenspieler. Also das fand ich ja ganz
spannend, weil diese Rollenspiele ja, also ja, da hast du ja auch Hörer, die da
selber total bewandert sind. Und ich habe da leider nur sehr kurz mit zu tun
gehabt, nämlich während dieser Beziehung. Und der hat diese Rollenspiele, da hat
er mich dann immer mitgenommen, auch so gespielt, dass da eben so eine sexuelle
Komponente mit reinkam. Und der hatte zu Hause wirklich eine Schatztruhe voll
mit Spielsachen. Also das war geradezu göttlich und da war ich 14 oder 15.
Sebastian
okay.
Nikki
Ja, war toll.
Und da konnte ich mir raussuchen, was wir ausprobieren und wie. Und er hatte
auch coole Comics, also wo dann so Sachen drin waren, fand ich alles toll.
Sebastian
Was war denn da drin in der Kiste?
Nikki
Na, zum Beispiel hatte er, also Vibratoren, ne, kannte ich ja vorher auch nicht,
weil ja, mit 14, also das habe ich mich jetzt nicht getraut, in irgendwelche
Sexshops zu gehen oder sowas, Internet gab es auch nicht, also von daher muss
man von Mensch zu Mensch irgendwie was mitkriegen.
Aber was hatte, der hatte ganz, witzig war, also habe ich auch nie wieder
gesehen danach, der hatte Kondome mit Noppen, aber nicht so mit Noppen, wie man
das heute kennt hier von Durex oder so, sondern wirkliche Noppen, also wirklich,
Ja,
schon anders.
Ist ja doch schon ein paar Jahre her. Ich weiß gar nicht mehr, was da noch alles
drin war. Also es war auf jeden Fall immer sehr spannend.
Sebastian
nehme immer mal so diesen Moment, wann hat jemand das erste Mal, sag ich mal,
auf den Popo gekriegt oder umgekehrt. Das ist immer so, der auch auch da.
Nikki
Ja, auch da. Also auch in dieser Beziehung, ja.
Sebastian
da, okay, also
finde ich ja schon mal spannend, das heißt völlig unvorbelastet, einfach mal
gemacht und ausprobiert und Spaß gehabt. Wobei ist die Frage, hat es denn Spaß
gemacht?
Nikki
Ja, genau.
hat Spaß gemacht. Und ich habe ja auch, also es war immer so, dass ich
eigentlich gesagt habe, dass ich das möchte und dann erst aktiv gehandelt wurde.
Es war niemals so, dass jetzt jemand krasser war als ich. oder mich da auf Ideen
bringen musste, die ich nicht selber auch geäußert habe. Also meine
Sebastian
Okay.
Nikki
Fantasien sind schon ziemlich ausführlich gewesen immer.
Sebastian
Ja, erzähl. Nein, brauchst du jetzt nicht deine Fantasien da ausplaudern, um
Gottes Willen.
Nikki
Es dauert ja auch ein paar Jahre, bis ich dir jetzt alle erzählt habe.
Sebastian
Ach, ein paar Jahre nicht, aber man hat natürlich einfach ganz viel Kopfkino,
ne? Da könnte ich jetzt auch Dinge erzählen, das tue ich jetzt nicht.
Nikki
Genau.
Warum? Erzähl doch mal.
Sebastian
Ich bin da total
langweilig.
Nikki
nee, also okay,
Sebastian
Meine Fantasien sind im Grunde immer die gleichen.
Ja, Punkt.
Nikki
gut
er hustet
Sebastian
trinke mal einen Schluck von diesem Gebräu hier.
Nikki
ja, trink doch mal was ich warte noch, bis wir beide fertig sind und dann gönne
ich mir das
Sebastian
Das ist völlig in Ordnung.
Nikki
ja
Sebastian
Du hast einen Partner.
Den hast du seit...
Nikki
ja,
seit 13 Jahren
Sebastian
Stimmt.
mit dem lebst du BDSM aus.
Nikki
ja, auch
Sebastian
Ohne zu wissen, dass es das ist, aber irgendwie macht ihr das.
Nikki
ja, mittlerweile sind wir ja total auf dem Laufenden und
deine super
Fangemeinde, also die ich wirklich liebe. Ja, göttliche Menschen, alle. Ich
liebe sie.
Da kann man ja wirklich fragen und du kriegst ja sofort einen Support ohne Ende.
Also was ich alles gelernt habe in den letzten Wochen, seitdem Corona ist und du
diese Live-Sendung machst und der Chat dazu existiert, ist Wahnsinn. Ich finde
es ganz toll. Vielen Dank an euch alle für diese
Sebastian
Ja komm, aber jetzt nehmen wir mal, okay, dann greife ich da jetzt mal ein
bisschen vor.
Nikki
Infos.
Sebastian
Das heißt, du machst und hast eine Beziehung, wo so ein gewisses Machtgefälle da
ist und alles da und jetzt kommst du hier in eine Community, wo du Fragen
stellen kannst und dir zu den Dingen, die du tust, jetzt anfängt Begriffe zu
nennen.
Nikki
ja, gar
Sebastian
Was fragt man denn da als erstes? Oder gibt es irgendwas, wo du gesagt hast, oh,
das ist völlig anders, als ich es mir jetzt so gedacht hätte?
Nikki
nicht.
Ja, zum Beispiel kam neulich, ich habe nur so beschrieben, wie das bei mir so
ist. Also wie gesagt, er ist ja dominant, ich bin submissiv, absolut und hätte
auch niemals was anderes behaupten können und habe dann nur gesagt, naja,
manchmal haben Menschen ja mit sich selbst zu tun.
Ich meine, wir haben schon wirklich viel Sex, Also, ja, aber tatsächlich
vergisst er das manchmal. Also, da vergehen dann echt mal fast 40 Stunden oder
so, wo er einfach nur normal vor sich hin lebt. Und da ist dann bei mir schon
so, oh, das ist ja Vernachlässigung, ne? Also, grenzt dann schon an
Verwahrlosung eigentlich, wenn man so...
Sebastian
Ist das geplant von ihm? Ist das eine Maßnahme oder ist das einfach so,
ist halt ein ruhiger Mensch?
Nikki
Nee, nee, nee. Nein, das ist einfach, ja, also sowieso, er ist, ja,
ja. Ja, muss ich dann auf eine andere danach erklären. Aber
wenn er halt viel arbeitet oder so und dann einfach fertig ist. Also so, was
normale Menschen einfach mal haben.
Sebastian
gut, okay. Also du forderst das dann einfach auch mal ein und sagst, ja, jetzt
aber mal, zackig.
Nikki
genau. Und da kam dann sofort so dieses, aha, doch, Bratty.
Also den Begriff kannte ich nicht.
Sebastian
Ja,
Nikki
Also ich wieder gegoogelt. Dann jetzt in den letzten Wochen natürlich kam das ja
dann öfter. Und dann habe ich mir das auch nochmal genau erklären lassen. Das
sind alles, ja klar, also da sind dann doch nochmal einfach von den Vokabeln her
Begriffe, die es dann gar nicht so einfach beschreiben, wo man dann doch ein
bisschen facettenreicher ist. Aber ja, das sind so, also so war es jetzt ein
Beispiel, ne?
Sebastian
das geht ja vielen so, dass sie einfach, das Kind braucht manchmal einfach einen
Namen und dann kann ich dann auch weiter googeln und machen und tun. Es gibt
durchaus Leute, die bei Google eingeben, Fantasie, Frauen schlagen. Da wird man
Zeug finden, aber es dauert ein bisschen, bis man dann dahin kommt, wo man
eigentlich hin will. Das ist ganz schwierig, da was zu machen.
Nikki
Genau.
Sebastian
Aber das heißt im Prinzip, dieses ganze Wissen jetzt ändert jetzt nichts an
eurem Zusammenleben.
Nikki
Nein.
Sebastian
Okay, ist ja einfach.
Nikki
Nee, nee, nee, das nicht.
Sebastian
Einfach.
Nikki
Ja, es ist total einfach. Also wir sind so ganz einfache, total harmlose
BDSM-er.
Sebastian
Naja, es gibt, ich sag mal so, wenn ich mir die Szene angucke, nehmen wir mal
meine schöne Heimatstadt hier und dann gucke ich, wie viele Leute kommen da auf
den Stammtisch und dann die Leute, die ich da aber schon gesehen habe oder
durchlaufen gesehen habe in den letzten zehn Jahren und dann noch die Leute, die
wahrscheinlich nie auf den Stammtisch gehen würden, dann stelle ich fest, okay,
wahrscheinlich sind das hundertmal mehr, die irgendwas in dem Bereich machen,
als die, die ich in der Szene aktiv regelmäßig sehe.
Nikki
Ja.
Sebastian
Und
so gesehen ist das jetzt ein Glücksfall, dass ich dich erwischt habe.
Nikki
Ja.
Sebastian
Ja, ist doch schon mal gut.
Nikki
ja schon mal besser, als wenn du jetzt sagen würdest, oh Gott, du
Sebastian
So, aber jetzt ist natürlich der Punkt,
wenn jemand auf den Stammtisch kommt und kennt sich nicht aus, dann wird er
erstmal von allen zugeblubbert, wie das alles funktioniert und was es gibt. Ein
ganz wichtiger Punkt dabei ist ja immer das Thema Konsens. Es ist immer wichtig,
dass Dom und Sub, dass die sich verständigen und dann eben auch einen Konsens
herstellen, wie sie miteinander umgehen wollen. Wenn man da jetzt so reinwächst,
wie handelt man das aus oder wie funktioniert das?
Nikki
erwähntest sowas, ja.
Sebastian
Er
Nikki
Also ja, bei mir funktioniert es, also hat immer so funktioniert und auch mit
meinem Mann funktioniert es so, man lernt sich ja erstmal normal kennen. Also
dadurch, dass wir ja, wie gesagt, niemals das als solches benannt haben, haben
wir uns ganz normal kennengelernt, also ganz normal. Er hat mir einen
Staubsauger verkauft und ich habe gesagt, okay, den Mann nehme ich dazu. so
genau also ja so
Sebastian
ja einen Staubsauger verkauft.
klar. Ich dachte, wir wollten nur sicher gehen.
Nikki
der stand halt in der tür und ich hatte eigentlich beschlossen dass ich nun
wieder eine beziehung will weil die letzte war doof die davor hatte und das ist
mir eigentlich zuwider weil ich mag es ja in beziehungen zu sein aber wenn es
denn mal doof ist dann möchte ich das ja auch nicht mehr ganz ja ja ja und dann
wollte ich mir ein staubsauger kaufen mit meine Eltern zusammen, weil wir
nebeneinander gewohnt haben und er kam als der
Staubsaugervertreter, den wir bestellt hatten und ich kannte ihn ja nicht und es
war so, es war so wie in einem Barbie-Film. Ich habe die Tür aufgemacht und er
stand da so braun gebrannt mit blauen Augen und so, hi!
Dann habe ich echt überlegt, ob ich die Tür einfach wieder zumache. Meine Eltern
sagen, der ist nicht gekommen, weil er hat so meine ganzen Pläne durcheinander
gebracht, das ging so gar nicht. Naja, ich habe ihn dann doch reingelassen, habe
ihn aufgehalten bis nachts um elf und habe das dann zwei Tage später per Telefon
irgendwie
weitergebracht. Und da sieht man ja, was daraus geworden ist. Seit 13 Jahren
Beziehung und Ehe und Kind und ja.
Sebastian
Okay, und jetzt werden wir mal konkret, was macht ihr denn miteinander so?
Also ich sage mal so, hauen, fesseln, schlagen, sage ich jetzt mal, ist so das
ABC des BDSM so ein bisschen, habe ich das Gefühl.
Nikki
Ja, achso, ja genau, wir wollten ja darauf hinaus.
Genau.
Sebastian
Darf
Nikki
Ja, also wir haben eine 24/7-Beziehung, was das
Machtgefälle angeht. Also das heißt, zum Anfang, wie wir dazu gekommen sind oder
was du jetzt ja wissen wolltest, dieser Konsens,
die Beziehung fängt erstmal normal an. Die submissive Art kann ich nicht ändern,
die sage ich auch sofort, die merkt man auch sofort. Er hat es erstmal als
Klammern empfunden, ich nicht, weil ich gesagt habe, okay, ich möchte aber auch
den Mann nur, wenn er mich auch wirklich will, ansonsten bleibt so eine sexuelle
Beziehung muss ja nicht mehr sein, ist ja nicht schlimm. Ja, ist auch schön,
aber ja, wenn es mehr wird, ist toll. Wurde auch mehr. Und dann war bei ihm halt
so dieses, er
hat seinen Kumpel, mit dem er dann öfter mal auch staubsaugermäßig unterwegs
war. Und naja, in Berlin gibt es halt viele alleinstehende, hübsche, junge
Frauen, die die Tür aufmachen, sich auch nicht mehr als ein Tanga anziehen, auch
wenn die Staubsaugervertreter reinkommen. Und die waren sich da so einig. Das
war halt ein nettes Arbeiten gemeinsam.
Sebastian
ich kurz zwischenfragen, weil Caitlyn das wissen möchte, was für ein
Staubsaugermodell war es denn?
Nikki
Darf ich das sagen?
Sebastian
Gibt es den Hersteller noch? Doch.
Nikki
Ja.
Sebastian
Ja, ach komm, sag's.
Nikki
Vorwerk.
Sebastian
Sehr, sehr gut. Ist beantwortet hiermit. Es gibt ja eh nur, es gibt natürlich
ganz viele andere Marken, aber in diesem Fall geht es ja um den Vertreter. So,
aber Caitlyn ist jetzt glücklich.
Nikki
Ja, und da gibt es auch sehr viele Vertreter, die gar keinen Sex haben, glaube
ich. Also das hat gar nichts mit der Marke zu tun. Das waren einfach nur die
beiden im Team, die da so sehr aktiv waren.
Sebastian
Alles, alles gut. Wie gesagt, das ist
Nikki
Okay.
Sebastian
so eine bescheuerte Frage. Was für ein Modell auf die Idee würde ich gar nicht
kommen, das zu fragen. Aber gut.
So, okay.
Nikki
Jetzt hat man wieder Kopfkino.
Sebastian
Entschuldigung.
Weiter geht's. Okay, also.
Nikki
weiter geht's so und der
Kumpel, der war dann eben auch, irgendwann mal, die hatten so einen
Sondereinsatz in irgendeinem Hotel und er hat gefragt, ob ich da hinkommen will
sind ja da im Hotelzimmer, sehr schön also bin ich da hingekommen und na, wir
waren da voll zu Gange also mein Hintern guckte irgendwie unter der Bettdecke
vor und in dem Moment ging die Tür auf und ich schon so, oh, also bis dahin
hatte ich auch noch nie ein Dreier das kam bis dahin noch nie vor
wir waren da tatsächlich schon so leicht alkoholisiert und der Kumpel
kam rein und
legte sofort Hand an und ich dachte, okay.
Ich habe dann
meinen Mann angeguckt und der hat nur gegrinst. Da dachte ich, okay, findet er
wohl gut. Naja, ich auch. Also von der Fantasie her hatte ich da sowieso Lust
drauf. Also von daher habe ich auch nichts weiter gesagt und dann hatten wir
echt zu dritt einen wunderschönen abend ziemlich extrem ich habe dann eine
stunde schlafen mussten morgens wieder bei der lufthansa arbeiten also war auch
echt heftig aber okay ja hohen
Sebastian
So, schöner Exkurs, aber komm, Komm, hauen, schlagen, fesseln. Du bist ja jetzt
doppelt gemoppelt. Wie kommt es da hin? Also da,
Nikki
schlagen fesseln ja das ging dann das ging dann einfach mal so weiter also
steigert dass ich habe dann immer weiter immer so er haut gerne auf den hintern
einfach so das war von anfang an so vom ersten mal dann eigentlich und ich habe
dann Und einfach irgendwann nur gesagt, ja okay, geht mehr, also können wir
noch. Und dann ging es auch in die Spielzeugrichtung. Dann bin ich ja sowieso
aufgrund meiner ganzen Berufsflummi-mäßigen
Art immer am Forschen. Also wir haben dann auch mal ein Profil bei Poppen.de
angemeldet. Da habe ich dann ein halbes Jahr lang mit finanziellen Interessen
einfach Männerbekanntschaften gehabt, die dafür bezahlt haben und ich wollte
halt wissen warum und habe versucht, deren Ehen zu retten. Bei manchen hat es
geklappt, bei manchen nicht.
Und da in der Zeit haben wir uns natürlich von diesem Geld auch ganz viel
Equipment so leisten können. Da war dann auf einmal Spielzeug ohne Ende, da die
verschiedensten Sachen, die man so kriegen kann, auch schöne Klamotten, also
weil ich stehe ja auf so bestimmt, also so Korsett, also jetzt nicht Lack und
Leder, ist gar nicht so meins, aber ich habe halt auch so meine Sachen, die sind
teuer.
Tja, also da sind wir dann so
Sebastian
Okay, also, ja
Nikki
immer weitergegangen, von Jahr zu Jahr und dann irgendwann kam das Kind und dann
haben wir mal kurz so nur noch Sex gehabt. Ein paar Jahre lang.
Sebastian
gut, Kinder ändern manchmal vieles, aber ihr seid ja wieder zurückgekehrt. So,
okay, also völlig rein. Ja, das ist im Prinzip an sich, schöner kann es ja gar
nicht gehen. Ihr habt beide gemerkt, das gefällt euch und habt das einfach
gemacht und dann ist damit auch schon gut. Wie unkompliziert kann es eigentlich
gehen? So, ne, ganz ehrlich.
Nikki
Ja, sag ich doch.
Sebastian
Weil manchmal, ja, ich glaube, wenn man den Podcast zu viel hört, auch zum
Beispiel, dann kriegt man auch im Prinzip nur eingetrichtert. Ja, Konsens und
hier und da und alles. Manchmal geht's auch eben anders, mit viel Zeit und
einfach gucken, was macht Spaß.
So, jetzt gibt's zwei Dinge, die du noch nicht gemacht hast oder die ihr noch
nicht gemacht habt.
Das finde ich ganz spannend.
Kein Stammtisch, keine Party bislang.
Nikki
das stimmt.
Sebastian
Warum nicht? Ich meine, man sucht ja irgendwann auch mal andere Leute, die
komische Sachen machen.
Nikki
Naja, weil, also wie gesagt, wir waren damals, während der Poppen.de-Zeit
konnten wir zum Beispiel ins Insomnia in Berlin. Das ist ja
glaube ich in der Szene bekannt.
Aber der Begriff BDSM war uns halt überhaupt gar nicht geläufig. Also das war so
was, ne, also, klar, hat mich mal jemand dann gebucht für ein
Rape-Game oder so, also damals, aber ich habe auch mit den englischen Begriffen
überhaupt nichts am Hut. Also der hat halt gefragt, ob wir so eine
Vergewaltigung inszenieren könnten.
Und das finde ich ja total toll. Und dann haben wir uns dann abgesichert, weil
wir uns ja beide nicht kannten und so weiter. Aber das ist so, ja, ich habe das
ansonsten mit dem Club gar nicht weiter in Verbindung gebracht. Klar sind da
Leute rumgeturnt, in einer Hundeleine hinter ihr hergekrabbelt und sowas alles,
aber das war für mich
ja, dadurch, dass mich das ja nicht stört, habe ich das auch nicht als irgendwas
Besonderes empfunden oder ich war jetzt bei einer Party dabei. Ich war bestimmt
bei Partys dabei und weiß es nicht mal, weil ich es einfach gar nicht
wahrgenommen habe. So, und Stammtisch tatsächlich kannte ich gar nicht. Also das
habe ich erst durch deinen Podcast überhaupt das erste Mal gehört, davon wusste
ich nichts, dass es sowas gibt, weil wir ja eben bis vor, oh Gott, wann hat der
angefangen sein Bett zu schlafen vor einem halben Jahr, also bis dahin waren wir
ja so ganz raus aus allem
Sebastian
Ja, bin gespannt. Das heißt, wenn jetzt diese ganze Hausarrestzeit rum ist,
geht's dann los oder sagt er, brauchen wir eigentlich auch gar nicht?
Nikki
ja, das ist die Frage also unser Oberdom, also das Kind liegt ja seit zu Hause,
also der schläft ja auch nirgendwo anders ab und zu mal bei einem Kumpel direkt
gegenüber aber das war es dann auch, also da weiß ich nicht wann es dann mal so
weit sein wird, dass wir mal tatsächlich das Haus verlassen können hier, aber
ja, sollte es mal so sein, ja, dass der Junge groß genug ist, um zu sagen, so
geht mal ich möchte mal das Haus für mich, dann machen wir sowas bestimmt auch
wieder.
Sebastian
Ja, gut,
dauert seine Zeit und irgendwann, ganz ehrlich, heißt es dann nur noch, ich bin
ein paar Tage beim Kumpel und dann könnte er die Sau rauslassen.
Nikki
Ja, genau. Oder er hat dann selbst mal eine Freundin. Irgendwann hat man ja auch
mal sowas.
Vielleicht.
Sebastian
Ja, doch, natürlich.
Nikki
Nein?
Sebastian
Aber egal wer, die wird nicht gut genug sein.
Nikki
Ach so, ja, na gut.
Sebastian
ist so ein ganz komisches Gefühl, das ist echt schräg.
Nikki
Ja, das glaube ich.
Sebastian
Okay.
Dieses, was du jetzt hast, seit, ich sag mal, sechs Wochen sind das jetzt etwa,
hier Podcast und Leute und Chat und keine Ahnung was. Inwieweit bindest du ihn
damit ein oder ist er da auch mit dabei oder berichtest du?
Nikki
Ja, ja. Er liest alles mit, also beschwert sich dann manchmal,
wenn er nach Hause kommt und der Gast noch nicht da war, dass sein Handy die
ganze Zeit gebimmelt hat, weil jedes Mal, wenn ich schreibe, sieht er das.
Ob ich nichts anderes zu tun habe, naja, aber ich mache dann also tatsächlich 50
Sachen gleichzeitig, schreibe auch noch gleichzeitig im Chat, sieht dann so aus,
als hätte ich echt Langeweile, nee, hatte ich gar nicht, aber trotzdem, also es
ist ja, doch, doch, da ist er voll eingebunden. Er ist halt ruhig, also er hat
nicht so dieses
Mitteilungsbedürfnis oder er hat auch nicht das Bedürfnis, andere auszufragen,
er freut sich da, wenn er was lesen kann, aber bei mir ist es auch nicht, glaube
ich.
Sebastian
Gut, aber da sind ja Menschen einfach unterschiedlich und
Nikki
Genau.
Sebastian
der eine ist ein bisschen rückwärts.
Nikki
ja nicht jeder am Sabbeln ständig.
Sebastian
Der macht da dann einfach was mit dir. Und wenn dann irgendwas nicht okay
war, dann wirst du das schon irgendwie merken.
Nikki
Ja, genau.
Sebastian
Wo geht's denn hin? Die Zukunft.
Was gibt's für Sachen, wo du sagst, Mensch, da boah, das muss jetzt aber sein.
Nikki
Ach,
Sebastian
Da hab ich in den letzten Wochen jetzt echt ein bisschen was erfahren. Das will
ich probieren, erforschen.
Nikki
sowas habe ich gar nicht. Ich lasse mich echt, ich bin so im Flow im Leben.
Also wenn ich eine Idee habe, dann muss ich die machen. Auch sehr schnell.
Deswegen kann ich jetzt gar nicht sagen, da gibt es noch was, was ich machen
möchte, wo ich drüber nachdenke, weil ich da gar nicht lange drüber nachdenke.
Ich mache das dann tatsächlich. Zum Beispiel hatten wir jetzt am Samstag im
Zoom, da war, können wir jetzt erwähnen?
Sebastian
Ja, das können wir jetzt Das können wir mal erwähnen.
Komm, das packen wir jetzt noch mal kurz mit rein.
Nikki
Okay,
Sebastian
Ihr habt schon wieder was Neues ausgetüftelt und ich wusste gar nichts davon.
Ich habe nur irgendwann bei FetLife eine Mail bekommen, wie man da reinkommt und
ich hatte keine Ahnung, worum es denn überhaupt geht.
Ja, da war ich nicht informiert, fürchterlich. Okay, also was habt ihr wieder
für eine Sauerei ausgebaldowert?
Nikki
Wir haben jetzt immer Samstagabend, wir haben hier im Zoom Let's Play BDSM.
Also da können dann Leute sagen, alles klar, diesen Samstag will ich mal. Und
dann gehen wir da einfach zur Sache und können
interagieren, also interaktives BDSM zugucken, mitreden,
sich freuen. Also einfach ein cooles
Beisammensein mit allem Drum und Dran.
Sebastian
Okay.
Aber das wird jetzt nicht irgendwie vor der Kamera gevögelt oder so.
Nikki
Wer macht denn sowas?
Sebastian
Wer macht denn sowas? Okay,
da. So, und jetzt haben wir hiermit die Erwartungen geschürt. Ich gehe
natürlich davon aus, da wird ein bisschen Shibari gezeigt und ein bisschen hier
und da und sowieso und dann ist alles
Nikki
Genau. Ja, ja, ja. Genau. Sowas auch. Und zum
Beispiel zeigte da der eine, ich weiß nicht, ob ich jetzt den Namen sage, ich
sage jetzt den Namen nicht, aber ich sage keine Namen überhaupt gar nicht,
zeigte so ein, oh Gott, wie heißt das?
Sebastian
Sag ich da keinen Namen?
Nikki
Jetzt habe ich es wieder vergessen. ist ein, ach, ich mit englischem Namen, ne,
geht gar nicht, so ein Stromteil.
Irgendwas mit Neon One, der Chat weiß bestimmt, von was ich rede, ich nicht.
Sebastian
der Violet Wand natürlich, dieses ratatatatat, irgendwas, was so schön leuchtet
und so schön kribbelt.
Nikki
Ja.
Nein, nicht der Sybian, so krass jetzt wieder nicht, sondern davor.
Sebastian
Ich dachte, dieses leuchtende Glas, dieses leuchtende Glas-Ding.
Nikki
Dieses Elektro-Teil, das kleine. Ja, ja, ja, das, genau.
Sebastian
Ja, ja.
Nikki
So, ne, und da sitzt Micha dann zum Beispiel, ne, von dem ja keiner was
mitkriegt, sitzt dann daneben mit dem Handy und ja, kommt dann und dann. Also
kam heute an. Wir haben aber, ah, er zeigt es gerade,
Elektro-Neon-Wand, genau. Ich spreche das bestimmt auch falsch aus, also ich
habe es nicht so mit Englisch.
Sebastian
die Gattung ist klar, aber die Die schönen kribbelnden Teile. Habt ihr jetzt zu
Hause, ja?
Nikki
ja. Haben wir jetzt zu Hause, kam heute an, aber ich habe dir den Vorrang
gelassen, wir haben es jetzt noch nicht ausprobiert, wir machen das später.
Sebastian
Ja, da wünsche ich euch jetzt schon mal ganz viel Spaß.
Nikki
Ja, danke.
Sebastian
Ja, Mensch, Nikki, stell dir vor, es ist 21 Uhr. Das kann doch nicht wahr sein,
oder?
Nikki
ich habe es mir gedacht, dass es irgendwann soweit ist.
Sebastian
Ja, das geht immer so unglaublich schnell, die Zeit.
Nikki
ich finde auch eine halbe Stunde echt kurz. Ich kann gar nicht unter drei
Stunden reden eigentlich, aber ich glaube, wir haben die halbe Stunde auch
irgendwie...
Sebastian
Das machen wir dann noch mal in Ruhe, so Auge in Auge. Das ist ja
immer das Gleiche. Wir müssen immer gucken, dass wir uns auf so einen kleinen
Ausschnitt konzentrieren. und der Rest, der kommt dann einfach in die zwei,
drei, vier Stunden Podcast-Folge. Mal sehen, wann ich die erste
Acht-Stunden-Folge mache.
Nikki
cool.
Ja, also mit drei Stunden, glaube ich, das kriege ich locker hin. Das ist kein
Problem. Acht Stunden, weiß ich nicht. Das könnte dann langweilig werden für die
meisten.
Sebastian
ja, da schummel ich mich dann irgendwie auf so ein Zeltlager und da wird einfach
jeder mal gefragt, der da ist und vor das Mikro gezerrt.
Nikki
Okay. Ja, das ist auch schön.
Sebastian
Keine Ahnung, so irgendwie inkognito. Mal gucken, wie ich das hinkriege. Brauche
ich eine schwere Erkältung dafür.
Ja, weißt du was? Wir machen jetzt folgendes. Du hast dir nämlich auch kein
Liedchen gewünscht. Ich sollte was aussuchen.
Nikki
Nein, ich spende das an die... Ich spende das einfach an die anderen netten
Leute, die ja schon bei dir im Podcast waren und sich Lieder gewünscht haben.
Sebastian
Genau, ich habe, ja, Temel hat nämlich mitgeteilt, als sie dabei war, gab es das
noch gar nicht. Und sie würde sich aber gern was wünschen. Da habe ich gesagt,
ah, das passt ja ganz gut.
Liebe Niki, ich wünsche dir ganz, ganz viel Spaß. Vor allen Dingen nachher oder
morgen oder wann auch immer ihr das macht. Ich werde beobachten, ob du weiterhin
im Chat dann bist oder ob du irgendwie einen Stromschlag abgekriegt hast.
Nikki
Ich habe da Poker-Face auch beim Stammtisch und so. Ich kann da trotzdem
chatten.
Sebastian
Ich überlege, ob wir jetzt noch eine ganz kurze Runde machen mit ein, zwei, drei
Hörerfragen.
Nikki
Ja, da
Sebastian
Da müssten die aber ganz schön schnell sein, glaube ich.
Nikki
müssten die jetzt schnell tippen, ne?
Also Jasmin schreibt gerade, acht Stunden wäre für mich läuferisch anstrengend.
Das stimmt, ne? Also ihr zuliebe könnten wir das dann ja doch auf drei Stunden
beschränken.
Sebastian
Ja, alles, was da an Hörerfragen jetzt noch kommt, die werden natürlich notiert,
kommen in mein Archiv. Und dann hebe ich mir die noch auf für dich. Dann können
wir vielleicht noch mal ein bisschen ausholen.
Nikki
Alles klar. So machen wir das.
Sebastian
wir
Nikki
Ja, finde ich gut.
Sebastian
wünsche dir einen schönen Abend und spiele jetzt für und von Temel kein Mord.
Keine Ahnung, was das ist. Ich bin sehr gespannt.
Ja, und dann kommt der nächste Gast.
Nikki
Ja, und dir und Podcastsubbie auch noch einen schönen Abend. Viel Spaß und ich
stoße jetzt mit euch mit Gin Tonic an.
Sebastian
Wunderbar, alles klar. Mach's gut, tschüss.
Nikki
Alles klar.
Alex von Artgerecht
Sebastian
Und da sind wir wieder. Und warum wir da wieder sind, hat den Grund, dass ich
hier jemand habe aus meiner fast alten Heimat, nämlich aus der Nähe von Kassel.
Ich begrüße den lieben Alex. Hallo.
Alex Artgerecht
Hallo, schönen guten Abend.
Sebastian
So, du bist 45 und Dominant steht hier.
Alex Artgerecht
Ja, dominant Plus vielleicht, ja.
Sebastian
Und du machst, ja, und hin und wieder machst du auch irgendwie irgendwelche
Basteleien mit Holz, habe ich gehört.
Alex Artgerecht
Genau. Ja, ich bastel mit Holz rum, richtig. Genau.
Sebastian
Genau. Wir sagen es einmal kurz, du bist der Mensch von Artgerecht, der diese
Stöckchen baut, aber
Alex Artgerecht
Genau.
Sebastian
darüber reden wir heute ja gar nicht.
Alex Artgerecht
Fast nicht.
Sebastian
Fast nicht, nein, wie bei jedem anderen auch, musst du erstmal durch meine
Mühlen der Bürokratie durch und das ist gut.
Alex Artgerecht
Aber das ist vollkommen in Ordnung.
Sebastian
Ja, also es ist ja, du verkaufst in der Szene,
aber du gehörst eben auch dazu und das finde ich immer gut, wenn Menschen, die
dazugehören, dann eben auch was machen und sich das alles so ein bisschen
verquickt. Das finde ich immer total spannend, wie man dann auf irgendwelche
Ideen kommt.
Alex Artgerecht
ja, es hat ja alles seinen Ursprung irgendwo, ich meine, wir haben alle irgendwo
angefangen, uns für das Thema zu interessieren und ich denke mal, es gibt auch
Hersteller, die vielleicht nicht so in der Szene sind oder halt es privat auch
vielleicht nicht ganz so
benutzen, was sie herstellen. Also ich habe auch ein bisschen länger gebraucht,
um meine Stücke für mich selber zu entdecken, also für mich ganz persönlich. Am
Anfang war das halt eher Kunst und mittlerweile beschäftige ich mich halt selbst
damit. Ja,
Sebastian
Ja, so ist das doch in Ordnung. Gucken wir doch mal nach den Ursprüngen.
Ja, auch bei dir die Frage, wie kommt man zum BDSM?
Alex Artgerecht
Wie kommt man zum BDSM? Also ich habe in meiner Spiel- und
Drangphase mit meinem Spielzeug mit zwölf, elf, zehn Jahren schon meine ersten
Gedanken über Fixierung und Fesseln gehabt. Das habe ich damals auf meine
Actionfiguren beschränkt,
da wir mit Barbies halt als Jungs damals weniger gespielt hat. Und habe die
irgendwo festgebunden und fand das irgendwie ganz toll, dieses im Spiel halt
dieses Gefangenehmen, so dieses typische Indianer, Räuber und Gendarm, diese
ganzen Geschichten.
Und damit habe ich mich dann halt erst mal nicht sexuell auseinandergesetzt und
das ging halt ein paar Jahre, wo dann halt auch meine Kumpels anfingen dann halt
die Frauen zu entdecken und alles und ich habe es halt immer von Anfang an ein
bisschen anders gesehen und habe mir gefragt,
ist das normal und warum reden meine Kumpels eben nicht über solche Sachen und
habe es dann auch erstmal so für mich behalten. Es gab ja damals auch kein
Internet. Ich habe mit niemandem reden können. Das war halt auch keine Zeit, in
der man so offen damit umgehen konnte auch.
Sebastian
man schwimmt dann so mit dem Strom erstmal mit und guckt mal, was machen die so
und dann versucht man auszuloten, wo man eigentlich steht und wo man sich hin
bewegt.
Alex Artgerecht
Manche Sachen haben mich nicht interessiert, die die ganz toll fanden. Und
andersrum dann vielleicht genauso. Aber ich habe halt niemanden gehabt, mit dem
ich wirklich so tief dann auch gehen konnte, um mit ihm zu reden. Und dann habe
ich es halt, wie gesagt, eher so mit mir ausgemacht. Habe halt lange Jahre
einfach gedacht, ich habe sie nicht alle an der Murmel. Und man zweifelt
dann auch an sich selbst, ob das normal ist, ob das krank ist.
Ja, und dann bin ich damit halt so ein bisschen aufgewachsen, habe dann meine
ersten sexuellen Erfahrungen non-BDSM-sexuell gemacht und irgendwann
kam halt das Internet. Und das Internet ist dann in meinem Leben geknallt, also
BDSM-mäßig, und hat mir gezeigt, ich bin nicht alleine.
Sebastian
Ja, was war denn da so der erste Eindruck? Also ich kann mal sagen, bei mir war
es irgendwann bei AOL, das gab es damals noch. Da kam dann so eine Spam-Mail mit
einem wirklich hübsch gefesselten Mädel. Und das hat dann erstmal dazu geführt,
dass ich Alta Vista zwei Nächte traktiert habe, obwohl das zehn Pfennig die
Minute gekostet hat.
Alex Artgerecht
Ja, geil.
Sebastian
Aber das war halt wichtig, ne?
Alex Artgerecht
Ja, denn ich weiß, damals hatten wir andere Prioritäten gehabt, Bei mir war es
günstiger, muss ich sagen. Ich habe ganz schnell im Internet Insex entdeckt.
Das ist so eine amerikanische Geschichte, die in den 80er Jahren ihren Ursprung
hatte und die schon relativ heftig ist, sage ich mal. Da gibt es auch
alles und nichts. Und das hat mich dann eine ganz, ganz lange Zeit begleitet,
mit der ich mich erst mal auseinandergesetzt habe, visuell. Ich habe ja vorher
nur Gedanken gehabt über Jahre. Und jetzt auf einmal sehe ich da eine Frau in
diesen Posen, wie ich mir das so vorstelle und denke mir, boah, super. Das ist
halt das,
Sebastian
aber
Alex Artgerecht
was ich will. Und dann beschäftigt man sich damit. Und dann bin ich im Internet
hin und her und dann kam die SZ dazu,
also die Sklavenzentrale. Und da war ich 21, da habe ich mich dann das erste Mal
angemeldet und sah mit 21 echt aus wie 15. Und das war
scheiße damals. Also das war, ja,
Sebastian
mich mal kurz aufs Insex kommen. Das ist ja nochmal ein Portal gewesen. Ja, man
hat diese Clips dann gehabt, die winzig klein waren und ich fand, das war extrem
technisches. Ja, war das BDSM?
Alex Artgerecht
total.
Sebastian
Es war halt extrem technisch. Also das würde
ich jetzt nicht mit dem BDSM vergleichen, was ich heutzutage so lebe.
Alex Artgerecht
Ja, nein,
Sebastian
Und trotzdem war das so, ui.
Alex Artgerecht
das stimmt.
Ja, das war halt einfach erst mal Futter.
Das war Futter für den Kopf, um zu sehen. Und dann bittet man sich halt auch
raus und will das dann auch ausprobieren. Und wie du schon sagtest, diese
technische Geschichte, die haben das ja alles super vorbereitet. In dem Video
ist das alles immer so, ne? So, zack, ist die gefesselt und auch wunderbar und
dir tut auch nichts weh und die wird dann benutzt. Aber wenn man dann halt so
über Jahre dann halt sich damit beschäftigt, merkt man halt natürlich, dass da
ganz andere Sachen dahinterstecken. Und das ist ja keine Frage. Aber für die
damalige Zeit, so von 0 auf 100, ne? So, das ging ja innerhalb von ein paar
Monaten dann, wo ich halt nichts wusste und wo ich dann ganz viel wusste, war
das schon heftig. Ja.
Sebastian
Okay, und dann kommt die Sklavenzentrale, da meldet man sich an und dann ist da
plötzlich deutsche Community. Ui,
Alex Artgerecht
Genau. Ja. Super. Und dann stehst du da und hast den Kontakt zu dem, was du
gerne möchtest und
Sebastian
das ist wie ein neues Leben, ne?
Alex Artgerecht
dann fängst du deine eigene Evolution an, also so, zumindest war es dann so bei
mir, was halt wirklich auch über Jahre ging, da meine Erfahrungen gemacht, meine
ersten und genau,
Sebastian
kommen wir doch mal zur ersten Erfahrung. Das finde ich immer spannend.
Auch da wieder der Moment, wenn du das erste Mal dann da jemanden hast, ein
Mädel, und dann sagt die, mach mal was. Und jetzt plötzlich kannst du, jetzt ist
dieser Moment, da läuft es einem doch eiskalt den Rücken runter, ich kann das
jetzt wirklich mal machen. Ich habe das bisher nur gesehen oder drüber
nachgedacht und jetzt geht es los.
Alex Artgerecht
ja, ja
ja, ich kann das genau wiederholen, wie du es gesagt hast, also ich habe gut,
meine ganz allerersten Erfahrungen hab ich dann schon irgendwie auch mit
Stino-Freundinnen gemacht, wo man sich dann mal diese günstigen Handschellen
geholt hat mit 14 oder was Aber das waren halt so die allerersten
Ansätze. Aber ich habe dann wirklich in der SZ damals jemanden kennengelernt.
Und wir haben uns getroffen und wir waren uns sympathisch. Und ich war auch
super aufgeregt. Und sie war so ein Stückchen weiter als ich. Also sie hatte
schon ein bisschen Erfahrung. Und dann hat sich das Mädel ausgezogen und hat
gesagt, so, du machst, was du willst.
Und dann habe ich genau diesen Moment gehabt, den du gerade da beschreibst. Ja,
und dann habe ich angefangen zu fesseln mit allem, was ich in die Hand gekriegt
habe. und hab
Sebastian
hat sie denn in der Hand? Ja,
Alex Artgerecht
ach alles, es war nicht vorbereitet da drauf, ich hab ja nicht ein riesen Ding
draus gemacht, sondern ich hab eine Frau kennengelernt und hab gesagt, naja, man
trifft sich mal und dadurch, dass die ein Stück weiter war, war die auch
insgesamt ein Stück weiter und hat mich ein bisschen mitgezogen, ja was ich halt
im Haus hatte, Seile, Schals,
dünne Stricke und sonst irgendwas da hat man auch gleich gemerkt, das geht und
das geht gar nicht und so hat man halt gelernt
Sebastian
das teile ich mit ihr. So ein bisschen meine erste Spielpartnerin, die ich dann
getroffen habe, recht unerwartet tatsächlich. Tatsächlich, die war auch, mein
Gott, die war schon seit 20 Jahren in der Szene unterwegs und hatte Erfahrung
bis zum Gehtnichtmehr und dann hat sie sich da von mir bespielen lassen und
diese paar Monate, das war eine Lernkurve, die war unfassbar, wirklich ein Ding
nach, jedes Mal, wenn wir uns gesehen haben, irgendwas Neues und boah,
Alex Artgerecht
ja, ja
und die hat dich ja auch dann quasi gefördert, oder?
Sebastian
sowas von, also ganz ehrlich,
Alex Artgerecht
Ja, genau. Und das kenne ich genauso, ja.
Sebastian
ist echt der Kracher, ne? Und wenn man da sagt, ja, Dom muss seinen Mann stehen
und muss immer über der Situation stehen. Nee, man kann auch einfach mal
zuhören, wenn die sagt, nee, ich will jetzt eine Ohrfeige haben, weil das
gefällt mir. Und du stehst da, nee, das ist doch ein Tabu, das macht man doch
nicht, das ist doch der ganz krasse Scheiß. Die sagt, nee, mich macht das geil.
Alex Artgerecht
Ja, genau.
Sebastian
So, dann stehst du da, okay, tätschelst da mal rum.
Alex Artgerecht
Ja, natürlich,
Sebastian
Aber das gibt auch viel Sicherheit, finde ich. Und nein,
das ist einfach richtig cool, wenn man dann davon einfach mal profitieren kann.
Ja,
Alex Artgerecht
klar. Und das war auch wirklich schön. Das waren so die ersten Momente. Und es
hat auch nicht lang gehalten. Es waren halt ein paar Sessions, die wir dann
damals gemacht haben. Obwohl, damals hatten wir ja noch nicht Sessions dazu
gesagt. Es war ja alles noch ein bisschen anders. Und dann ging es halt so
langsam weiter. Ich habe dann auch viel Privates gemacht, habe dann auch wieder
eine Stino-Beziehung geführt. Und ja, das hat sich dann so alles nach und nach
dann immer weiter entwickelt, da wo ich gerne hin möchte, was ich für Fantasien
habe. Und ja, in Kassel gab es damals, bitte?
Sebastian
okay. Und du gehst,
Alex Artgerecht
ich bin, wenn ich mich so beschreiben möchte, ich bin schon recht umfangreich.
Also ich bin Dom, weil es mir Spaß macht, weil ich darin meine
Befriedigung finde, mag mich da aber nicht so gerne irgendwo einsortieren,
sondern finde es einfach gut, mein Ding zu machen.
Deshalb finde ich es auch in der SZ schon immer sehr geil, dass man anders
anklicken konnte. Also man konnte sich aussuchen, wer man ist. Dom, Herr, sonst
irgendwas.
Und ich fand es immer schon ganz geil, dass man halt anders anklicken kann, um
sich selbst vielleicht seine Richtung zu geben.
Schlagwerkzeuge benutze ich super gern, aber ansonsten ich fixiere halt gern und
ich finde halt diese Zwangsgeschichten ganz gut. Das sind so Sachen, die mich
kicken, die mir Spaß machen und
ja, ich
Sebastian
Das ist ja hier der Podcast, wo manche dominante Menschen zugeben, dass sie
experimentiert haben.
Alex Artgerecht
experimentiere sehr gerne, davon mal ganz abgesehen, aber nee, ich habe mich
schon immer
so von außen betrachtet in dieser
Position, dieses Vereinnahmen, Beschützen und Fordern als aktiver Part. Also das
Das war für mich eigentlich auch nie eine Frage.
Sebastian
Also, dass du Beschützen jetzt genannt hast,
Alex Artgerecht
Von Anfang an, wenn ich gesagt habe, ich fessele gerne, möchte ich gerne der
sein, der auch fesselt. Oder fixiert oder wie auch immer.
Sebastian
hast jetzt Beschützen gesagt in der Aufzählung, das finde ich echt mal gut, weil
ja, das ist so ein Aspekt, das gehört auch irgendwie dazu, ne? Also ich finde
das als Kerl auch immer super, wenn ich sage, komm, ich bin für dich da, ich
beschütze dich vor allem, was nun so ist oder nicht, ist eine andere Frage, aber
es ist ein schönes Gefühl.
Alex Artgerecht
Total.
Ja, genau.
Ja, es ist ja dieses Benutzen ist
ja auch ein Gefühl. Und beschützen, benutzen. Ich mag diese Sachen, die so nah
beieinander liegen. Weil es halt wirklich was Inniges hat. Ich würde
dadurch auch nie eine Spielbeziehung führen. Ich brauche das im Ganzen. Und das
sind für mich einfach Sachen, die ganz nah zusammengehören für mich.
Sebastian
Das hast du sehr gut beschrieben. Ich schiele so ein bisschen auf den Chat und
ganz ehrlich, weißt du was, die können nicht anders, die müssen hier die ganze
Zeit nur über Spielzeug reden von dir.
Alex Artgerecht
Ja, können wir ja machen.
Sebastian
Komm, wir gehen, wir gehen, komm, dann gehen wir mal dahin.
Alex Artgerecht
Wir können ja auch reden darüber.
Sebastian
Also, du baust Sachen zum Hauen und ich gebe schon mal zu, ich besitze solche
Sachen auch schon von dir, ohne vorher gewusst zu haben, dass sie von dir sind.
Alex Artgerecht
nein.
Sebastian
Was machst du denn? Vollzeit berufstätiger Schreiner, der den ganzen Tag
irgendwelches Zeug baut und davon sehr gut leben
Alex Artgerecht
Also ich bin gelernter Metallbauer, Konstruktionsmechaniker
und gelernter Koch. Doch, und reich bin ich auch nicht
und arbeite noch nebenbei, drei Tage die Woche in einem Lager, kommissioniere
immer solche Geschichten und sonst widme ich meine freie Zeit in meiner Firma.
Also ich habe halt diese kleine Holzfirma, die ich jetzt seit ein paar Jahren
betreibe und habe da ganz klein angefangen und aus eigenen Ideen heraus,
Sebastian
Wann hast du angefangen? Wann hast du angefangen?
Alex Artgerecht
2013 habe ich mich selbstständig gemacht damit, also im Kleingewerbe halt.
Sebastian
Okay, aber das sind ja schon sieben Jahre jetzt, ne? Das ist ja schon ganz
ordentlich.
Alex Artgerecht
Ich habe auch schon in meiner ganzen BDSM-Zeit schon immer gerne
diesen, ich wollte immer gerne so eine Brücke aus meiner Neigung schlagen und
irgendwas Visuelles erschaffen. Also dass ich quasi was Greifbares habe, was mir
auch gefällt, so wie halt ein Spielzeug.
Und damals waren meine Gedanken noch sehr in Richtung Pranger und Fixierung,
weil das ja so mein Thema ist. Und da habe ich auch schon vor 12, 13 Jahren
Pranger gebaut.
Natürlich nicht in der Art wie heute, aber das waren schon so erste Ansätze.
Habe das wieder verworfen, habe mich dann anderen Sachen gewidmet und stand dann
irgendwann, also das war dann 2012 mit meinem Cousin im Keller und der hat eine
eigene Drehbank und der raucht solche E-Pfeifen, diese elektronischen Dinger.
Sebastian
ja, ja, kenne ich.
Alex Artgerecht
und hat sich unten drunter so ein Teil aus Holz gedreht.
Und ich gucke ihm da so zu und wir unterhalten uns und sage, guck mal, das sieht
eigentlich aus wie ein Dildo. Dann sagt er, ja klar sieht es aus wie ein Dildo.
Sag ich, wir können das Ding auch länger machen. Dann hat er mir ein bisschen
Holz gezeigt, was er sich so selbst geholt hat.
Und sag ich, ey, das ist total cool, lass uns doch einfach mal hier so ein Dildo
machen. Und dann habe ich den Dildo gemacht und saß dann abends bei mir zu Hause
und habe den dann noch mit der Hand geschliffen und alles. Ich habe mich da
richtig
mit befasst und saß dann nachts um eins da und habe mir gedacht, ey, das ist so
geil, das will ich nochmal machen. Und da hätte ich echt Bock, mich
selbstständig zu machen und verkaufe jetzt Holz. Das ist doch geil, habe ich mir
gedacht. Und mein Cousin hat dann keine Zeit gehabt, der musste alles arbeiten
und ich denke mir, Mensch, und dann habe ich mein eigenes Holz bestellt und habe
dann angefangen, bei meinen Eltern in einer ganz kleinen Werkstatt von zwei
Quadratmetern an einem Schleifbock Dildos herzustellen.
Damit fing quasi dann alles an.
Sebastian
Baust du noch Dildos?
Alex Artgerecht
Auf Anfrage, ja.
Sebastian
Ja, okay.
Alex Artgerecht
Also ich habe das irgendwann ausgekoppelt, weil ich wirklich durch meine Neigung
sehr schnell, also ich war auf so ein, zwei Märkten, im Bedo-Studio damals,
Markt der schwarzen Seelen noch,
war super und war echt toll, aber ich war halt trotzdem immer noch SMler und
das war mir irgendwann alles zu wenig. Hab dann mal angefangen, ein Dildo
herzustellen mit so einem Griff und so, also wirklich ein bisschen in Benutzung
zu gehen und bin dann halt ganz schnell zu einem Schlagwerkzeug gekommen.
Sebastian
Zu langweilig, würde ich fast sagen.
Okay, was hast du da zuerst gebaut?
Jetzt überlege ich, Mensch, ich kann mit Holz umgehen. Also ich kann es nicht,
aber ich nehme es mal an. Jetzt will ich was zum Hauen bauen. Dann würde ich
jetzt irgendeine Latte aus dem Baumarkt nehmen und dann guckt mich das Podcastsubbie
böse an und sagt, ach, du spinnst wohl, da kommen nur Splitter raus. Also
ich könnte es natürlich
Was hast du da zuerst gebaut?
Alex Artgerecht
Also ich habe ja das Holz kennengelernt durch die Dildos. Und wusste ja schon
ein bisschen, wie verhält es sich, weil ich da stundenlang und wochenlang
geschliffen habe. Ich habe es ja über anderthalb Jahre gemacht.
Und da wusste ich schon, was ich nehmen kann und was ich nicht nehmen kann. Und
habe dann angefangen, mir noch andere Händler zu suchen. Und habe angefangen,
mir noch eigene Holzsorten zu kreieren, die ich halt woanders noch herbeziehe.
Und habe dann anhand der Festigkeit angefangen, so Bretter zu machen.
Eigentlich, wie du auch gesagt hast, aber schon im guten Holz. Es war schon ein
hochwertiges Holz von Anfang an. Aber es war durchweg flach. Also die
Schlagfläche war ein Zentimeter und der Griff auch. Das habe ich dann verkauft,
die ersten. Und dann sagten die ersten, das ist toll, aber uns fehlt der Griff.
Sebastian
Ja, verständlich.
Alex Artgerecht
Also die konnten es schlecht halten. Und dann habe ich angefangen, weil sie halt
auch ein bisschen größer waren. Ich wollte ja Paddles machen und nicht so kleine
Schissdinger. Ich wollte ja schon was herstellen, was ein bisschen auch Power
hat.
Und dann habe ich angefangen, das zu verjüngen und habe an den Techniken
gearbeitet. und habe mich dann immer weiter, immer Stück für Stück neue Maschine
und irgendwas ausprobiert oder auch mal Holz gekauft, was gar nicht ging, was
jetzt immer noch in meiner Werkstatt steht
und ja, Lehrgeld bezahlt und immer weiter gemacht und mich damit halt dann auch
immer mehr beschäftigt quasi.
Sebastian
Hatte ich ja auch erzählt. Man fängt dann an und dann verkauft man vielleicht mal
was. Und was macht man mit dem Geld? Man kauft neues Werkzeug, damit man noch
bessere Sachen machen kann.
Alex Artgerecht
Richtig, und ich habe Holz gekauft, genau, richtig.
Sebastian
Und dann geht das immer so weiter. Und im Prinzip steckt man nur viel Zeit rein
und hat dann irgendwann eine geile Werkstatt und Holz. Aber irgendwie
rausgezogen hat man immer noch nicht viel. Aber das ist halt diese Leidenschaft
dahinter, das ist eigentlich scheißegal, das ist wie beim Podcast. Ich kaufe
auch ständig neue Mikrofone und so ein Kram.
Alex Artgerecht
das mache ich heute auch noch. Also ich habe auch jetzt keine super Werkstatt im
Gegenteil. weil ich habe, das ist auch ein Zufall, meine Eltern haben sich ein
neues Auto gekauft und es passte nicht in die Garage. Dann habe ich ihnen die
abgeschwatzt.
Seitdem mache ich in der Garage meiner Eltern meine Sachen und habe auch schon
Angebote gehabt, in Schreinereien zu gehen. Und ich will das aber nicht. Ich
will da bleiben, wo ich angefangen habe. Und da werde ich immer bleiben. Weil es
einfach mein, das ist mein Umfeld. Und das ist auch, das ist nichts, wenn du
jetzt denkst, ich habe da so eine Halle oder sonst irgendwas, da liegst du ganz
doll falsch. Und
Sebastian
Okay, ja, ganz ehrlich, hätte ich jetzt fast erwartet und dann hast du mir im
Vorgespräch gesagt, nee, nee, ich mache das allein in der Garage. Dann dachte
ich, huch.
Also das sagen aber ganz viele. Immer wenn ich mit irgendwelchen Leuten spreche,
die irgendwas machen, dann ist das immer zwei Nummern kleiner, als ich erwarte,
weil man denkt sich, oh Mensch, da steht eine Riesenfabrik oder was weiß ich, eine
Schreinerei und dann ist das ein Teil davon oder so.
Aber ich glaube, das
Alex Artgerecht
ich habe auch keine technischen Geräte, die sich niemand leisten könnte.
Meine Sachen in meiner Werkstatt, die ich benutze, hat jeder in einem Keller.
Jeder. Ich habe nicht eine Maschine, die keiner hat. Ich habe vielleicht mal
ein, zwei Spezialwerkzeuge, um irgendwelche größeren Sachen zu machen. Aber das
sind halt auch nur ein Bohrer oder ein Fräskopf oder sonst irgendwas. Also ich
bin
da wirklich...
Ich bleibe da klein und mache das so, wie ich es von Anfang an gemacht habe. Und
mag das halt auch ganz gern.
Sebastian
alles ist handgefertigt. Ich kann, ich erwähne einfach mal, also per Zufall, wie
gesagt, habe ich auch schon was von dir. Das Ding hat auch einen Namen bekommen.
Das Ding heißt nämlich Idefix.
Und ja, das ist so, das ist halt mal ein bisschen was anderes. Das ist halt
irgendwie schwer und verbiegt sich nicht und ist kein Rohrstock, der ständig
abbricht. Gut, inzwischen bin ich da auch besser geworden und breche die Dinger
nicht ständig ab.
Alex Artgerecht
Genau. Genau. Ja,
Sebastian
Aber trotzdem, das war einfach mal was anderes.
Alex Artgerecht
das kann ja mit meinen Sachen auch passieren. Das ist ja nun mal Holz.
Sebastian
Ja, das ist jetzt die große Frage. Die Frage ist jetzt, wenn du gar nicht so
viel Spezialwerkzeug hast, warum baut nicht jeder sowas? Braucht man so viel
Zeit dafür oder was ist da so kompliziert dran?
Warum kriege ich nirgendwo sowas wie von dir, was weiß ich, sogar aus China
vielleicht?
Alex Artgerecht
Die könnten meine Preise nicht halten.
Ich bin niemand, der da größenwahnsinnig
sonst irgendwo hin möchte. Ich möchte meine Kunst verkaufen. Und ich
habe so viele Kunden auf den Messen, die kommen und sagen, man sieht genau, dass
das dein Ding ist. Und das ist mein Lohn. Das ist, auf der BoundCon stehen,
das allererste Mal, und es kommt ein Kunde und sagt, ey, pass mal auf, du hast
den geilsten Stock auf der ganzen BoundCon. Seine Meinung, alles gut. Das ist
einfach das, was ich super finde. Und für das mache ich das.
Sebastian
das geht so. Lob geht eh immer runter wie Öl.
Alex Artgerecht
Ja, ja, okay.
Sebastian
Also keine Frage. Und selbst wenn es mal Kritik gibt, kann ich mal kurz
erzählen. Ich habe gestern Abend bei Twitter einen Kommentar gehabt, wo ich
dachte, okay,
ist nicht ganz so nett. Habe dann mal überlegt, kann man so sehen, ist in
Ordnung. Da muss man dann drüber stehen. Auf der anderen Seite, gut, da muss man
das halt annehmen und dann einfach gucken, wie kann ich in Zukunft damit
umgehen. Das gehört dann auch dazu. Und gut, du kannst es technisch verbessern.
Du kannst überlegen, was kann ich machen.
Ich muss dann eben gucken, wie ich das auch bei mir in meinen Spickzettel rein
verarbeite. Aber das gehört immer dazu. Und wenn sich das so ein bisschen in die
Waage hält, dann bleibt man, glaube ich, auch so ein bisschen auf dem Teppich
hoffentlich.
Sag mir mal, ich habe so ein Zebrading. Was ist denn das für ein Holz, verdammte
Axt? Ich habe das nie rausgekriegt.
Alex Artgerecht
Das ist Pappel, das ist deutsche Pappel.
gefärbtes Schichtholz, verleimt, verpresst und dann ein paar Jahre liegen
gelassen und dann wird es als Bohle verarbeitet. Und das Holz, was du hast,
läuft auch gerade aus, das wird es nicht mehr lange geben. Ein tolles Holz, auch
ein weiches Holz. Dein Stock wird wahrscheinlich so ein kleines bisschen dicker
haben, ein bisschen mehr Querschnitt, weil die stelle ich dann immer ein kleines
bisschen dicker her halt auch, dass es mir damit auch Spaß hat.
Sebastian
Ja, hat auf jeden Fall Wumms. Das kann man schon
Ja, klingt jetzt alles so ein bisschen nach Werbung. Aber ganz ehrlich, heute
ist mir das mal wirklich völlig egal. Denn du kaufst dich gleich frei.
Alex Artgerecht
Ja, das
Sebastian
Der Chat meldet übrigens, seine Webseite würde nicht gehen. Das ist irgendwie
bekannt, ne?
Alex Artgerecht
ist wahrscheinlich die .com-Adresse. Ich habe einen Shop gehabt.
Mittlerweile gibt es aber nur noch eine, also was heißt nur noch? Ich arbeite an
einer Präsentationsseite. Die geht auch irgendwann, hoffentlich irgendwann mal
online. Und da wird man auch alles sehen können, was ich mache mit einem guten,
einfachen Kontakt zu mir. Aber das dauert noch ein bisschen. Und das ist dann
mein-artgerecht, darf ich das sagen?
Sebastian
Ja, komm, sag's.
Alex Artgerecht
Punkt.de halt. Nicht .com, sondern .de. Das ist die neue. Und die ist im Moment
noch auf Baustelle, aber da tut sich was.
Sebastian
komm, wenn wir den Kontakt haben, den Chat lade ich jetzt einfach mal ein,
stellt Fragen, jetzt könnt ihr.
Alex Artgerecht
Ich
Sebastian
Und ich teile mal mit, was ich dir aus dem Kreuz geleiert habe.
Paddelverlosung
Heute kam es mit der Post.
Alex Artgerecht
mache das mal.
Sebastian
Ich habe hier so ein kleines, sieht aus wie so eine Haarbürste im Querschnitt.
Nee, es ist ein, wie hast du das genannt? Ein Schwert?
Alex Artgerecht
Ein Klatscher.
Sebastian
Ein Klatscher. Ich habe hier einen Klatscher von dir. und den Menschen, die hier
angerufen haben letzte Woche, wenn dieser Call-In stattfindet und die jetzt
auch, sagen wir mal, diese und nächste Woche auch einfach spontan anrufen und
auch durchkommen, unter denen verlose ich diesen Klatscher und den werde ich
jetzt einmal kurz verlinken im Chat und ansonsten in den Shownotes, damit man
mal sieht, was das überhaupt ist. Klick, da ist der Link und wie gesagt, das
Ding habe ich dir abgeluchst, heute kam es mit der Post und wir haben uns da
schon überlegt, ob wir überhaupt das Ding verlosen wollen, ob wir das Ding
einfach behalten wollen.
Ja, ich schwärme gerade zu sehr.
Alex Artgerecht
Ich habe ein schönes rausgesucht.
Sebastian
Ja, ich schwärme gerade ein bisschen zu sehr, aber das ist jetzt einfach mal so.
Alex Artgerecht
Alles gut. Alles gut. Ich finde das doch toll. Für mich ist das doch schön.
Sebastian
Ja, für dich ist das super, ne?
Nein, ich glaube, wir sind da so eine kleine Community und Gemeinde. Wenn jetzt
jemand sagt, ja, aber ich stelle auch tolle Sachen zum Hauen her, dann soll er
mich mal anrufen, dann können wir mal sprechen.
Alex Artgerecht
na klar.
Sebastian
Da ist man natürlich eingeladen.
Alex Artgerecht
Dafür bin ich da.
Ich mag es halt auch lieber mit den Kunden so. Ich habe eh immer engen
Kundenkontakt. Ich finde das toll. Wenn Leute sagen, ich möchte das gerne dafür
und dafür haben, kann ich vielleicht noch einen Tipp geben. Ich arbeite ja
mittlerweile auch mit verschiedenen Schmerzarten. Die eine Seite ist halt rund
geschliffen für einen muskulären Schmerz und die andere ist flach für Oberfläche
und damit kann man halt auch von Anfänger bis Profi richtig Geile geben, das ist
super.
Sebastian
Du solltest eine Anleitung beilegen. Als du mir das erzählt hast vor ein paar
Tagen, und dachte ich so, achso, ich kann das Ding auch umdrehen und dies und
das. Auf die Idee bin ich noch gar nicht gekommen. Ich hau halt drauf.
Alex Artgerecht
Ja, aber du kannst dir den Schmerz aussuchen, das ist halt das Ding, aber da bin
ich auch erst jetzt seit ein paar Monaten dran und es gibt auch bald
Beipackzettel und es gibt auch mehr Informationen.
Sebastian
bin da so ganz stumpf.
Alex Artgerecht
Ich gebe mir Mühe, dies alles abzuarbeiten im Moment.
Sebastian
Ganz ehrlich, das sind dann immer so Sachen, solange das Zeug weggeht und du eh
nicht nachproduzieren kannst so schnell, solange braucht man das ja auch
Alex Artgerecht
Ja, nein, wenn jemand sagt, er möchte gerne mal sehen, was ich dann da habe,
dann kann man auch einen WhatsApp-Kontakt herstellen. Das ist alles überhaupt
kein Thema.
Sebastian
Jetzt sag mir mal, gibt's irgendwas, was du gebaut hast, was du nicht verkaufen
würdest, was so für dich selber ist, wo du sagst, da hab ich richtig nochmal
extra Zeit reingesteckt, das wird eh keiner bezahlen.
Alex Artgerecht
Nein, weil ich kann mich
komischerweise von jedem Stück trennen. Ich habe immer mal so zwischendurch
eins, wo ich sage, boah, das finde ich so geil.
Aber warte mal, doch, wo ich jetzt einmal drüber nachdenke, doch, ich habe
wirklich ein Stück. Ich habe doch den Bumerang, den würde ich wirklich nicht
hergeben.
Sebastian
Boomerang?
Alex Artgerecht
Also ich habe mal so ein, ja, ich habe ein Schlagwerkzeug hergestellt,
was vier verschiedene Schlagseiten hat.
Sebastian
Okay, also ich stell mir, ja, beschreib's mal.
Alex Artgerecht
Den kann man halt
die eine ist dann da innen gewölbt, die andere so ein bisschen nach oben
geschliffen und die andere ist ganz flach und die andere ist rund. Also so vier
verschiedene Oberflächen. Und dadurch, dass der Bumerang, den kann man ja
überall nehmen, wie man will. Man kann ihn drehen und wenden und kann auch super
damit zuhauen und der ist schon echt heftig. Aber da bin ich halt auch nicht.
Das sind so Projekte, die ich halt zwischendurch immer starte.
Sebastian
Ja, dieses Rumprobieren, Rumgefrickeln, ne?
Alex Artgerecht
Ja, ja,
Sebastian
Ja, sowas ist mal schön, wenn man dann einfach auch ausprobiert. Ich meine, das
Ding, was ich jetzt in der Hand habe, das sieht ja auch, das sieht ein bisschen
ungewöhnlich aus und ich würde es ja fast gerne probieren, aber ich glaube, das
mache ich, das frage ich erst dann, wenn es verlost ist, denjenigen, der es dann
kriegen wird, ob der sagt, hier, probier mal.
Alex Artgerecht
ja, ja,
Sebastian
Solange muss es halt hier liegen. Das fällt mir gerade ein bisschen schwer.
Naja.
Alex Artgerecht
ja, also.
Sebastian
Ja, passt schon.
Alex Artgerecht
Ich kann dir von hier leider jetzt nicht helfen.
Sebastian
Ja, Gott. Es gibt ja die Post. Ansonsten komme ich mal vorbei.
Alex Artgerecht
Ja genau.
Sebastian
Dann drehe ich mir mein eigenes Stöckchen um so ein krummes Ding.
Alex Artgerecht
Drehen, ich drehe. Ja, genau.
Sebastian
Nein, also bevor ich dir den Holster versende.
Alex Artgerecht
Warum nicht? Wir haben ja eh gesagt, dass wir uns vielleicht noch mal treffen.
Dann kommst du vorbei und dann machst du bei mir deine eigenen Stücke bei mir in
der Werkstatt.
Sebastian
komme vorbei. Wenn ich auf dem Weg zu meinen Eltern bin, komme ich bei dir
einfach rum. Das ist ja irgendwie auf dem Weg. Dann passt das. Und dann ist das
okay.
Alex Artgerecht
sind ein paar Kilometer weiter höher.
Sebastian
okay,
Alex Artgerecht
Ja, ja, ja.
Sebastian
wie ist denn das jetzt mit Corona bei dir? Wenn du überall auf Messen und so
verkaufst, ist ja gerade ein bisschen doof, ne?
Alex Artgerecht
Moment ist gar nichts. Also ich habe halt Aufträge, die ich noch abarbeite, auch
von der letzten Messe, wo wir alle wirklich froh sind, dass die überhaupt noch
stattgefunden ist, die Ops 7 in Stuttgart.
Sebastian
Die war so im letzten Moment noch unter Auflagen sogar.
Alex Artgerecht
Ja, aber die war super besucht und eine wirklich ganz, ganz tolle Messe. Also
auch mal ganz großes Kompliment an dieser Stelle. Das ist echt super gelaufen,
alles ordentlich, gerade in dieser Zeit mit dieser Situation. Das haben alle
super zusammengehalten und wir hatten trotzdem eine tolle Messe, auch wenn es
dann halt danach, war dann halt Feierabend.
Sebastian
Ja, da war dann direkt Ende, ne? Also das war ja auch wirklich mit Auflagen.
Alex Artgerecht
es war direkt danach, genau da.
Sebastian
Ich weiß gar nicht, wie die Auflagen da waren.
Alex Artgerecht
Und
Sebastian
Das war noch ohne Mundschutz, ne?
Alex Artgerecht
war ja noch, die Veranstaltung durfte ja noch stattfinden. Wir hatten ja die
Bild-Zeitung noch da. Und die hat am Stand noch Bilder gemacht. Am
Eingang musste jeder seine Adresse auf einen Zettel schreiben. Auf einer
BDSM-Messe, verstehst du? Und dann in so einen verschlossenen
Behälter rein.
Sebastian
Ja.
Alex Artgerecht
Und da sind auch viele Leute nicht gekommen. Aber trotzdem war sie gut besucht.
Ich habe mich echt gewundert. und die Leute waren super drauf und wir hatten
eine tolle Zeit an dem Wochenende, trotz dieser ganzen Geschichte, ja.
Aber das ist halt im Moment sonst,
ist halt nichts, ne.
Sebastian
Das heißt, du produzierst jetzt so ein bisschen vor dich hin und guckst, dass
das dann früher oder später, Ich meine, irgendwann wirst du es schon los.
Alex Artgerecht
Wenn es die bauen kann, ich
Sebastian
So ist es ja nicht.
Alex Artgerecht
experimentiere.
Sebastian
Oh, gibt es ein geheimes Projekt?
Alex Artgerecht
Also ich,
nee, es gibt keine, ich teile meine Projekte immer sehr gerne. Also ich habe
jetzt, wie gesagt, mein Cousin ist ja da, ne, Kurifil mit seiner technischen
Geschichte und
jetzt ging es halt darum, dass ich gerne diese Schmerzarten ein bisschen
vertiefen wollte. und ich habe halt nur bestimmte Möglichkeiten, da so eine
Mulde und so reinzumachen auf die eine Seite. Und er hat mir halt ein Stück
gefräst und hat mir nur die Schlagfläche quasi angefräst als Nut. Das war so
ein Strich, der hochging oben, war wieder gedreht und kam wieder nach unten. Und
dadurch sind so drei, vier Kanten entstanden auf der einen Schlagfläche und die
andere habe ich wieder rund gemacht. Also ich experimentiere total mit
Schmerzarten im Moment. Ich finde das total spannend.
Sebastian
Okay. Ja, es ist ja auch wahr. Du kannst halt mit einem Ding wirklich
viele Dinge machen und einfach mal das Schlagwerkzeug rumzudrehen. Ja, mit einer
Peitsche geht das auch. Aber das ist irgendwie auch doof.
Alex Artgerecht
Ja, aber wenn du im Club bist,
Sebastian
Aber einfach ausprobieren.
Alex Artgerecht
Genau, und wenn du im Club bist und hast dein Stück dabei und auf der einen
Seite ist es so schön flach und du haust es dann so wie auf den Po, dann
klatscht das schön, dann ist das oberflächlich, der Po wird rot und es gibt
einen Warm-up. Und wenn man dann irgendwann so weit ist und dreht man das Ding
rum und noch ein kleines bisschen mehr Kraft rein, dann geht das direkt in den
Muskel. Und so etwas ist halt der Unterschied dann. Und du hast nur ein Stück in
der Hand.
Und am besten hast du noch hinten so einen kleinen Dorn von mir da dran und dann
kannst du auch noch ein bisschen pieksen und dann kannst du drei Sachen
mitmachen.
Sebastian
Bisschen pieksen.
Ich gucke mal, was der Chat jetzt hier alles so geschrieben hat. Das ist aber
eine ganze Menge. Was haben wir denn da? Erstmal, was wird denn dieses kleine
Handtaschen-Paddle hier kosten eigentlich, will man wissen?
Bezetterer, mag das
Alex Artgerecht
die liegen...
Die liegen zwischen den 29 und 35 Euro, je nach Holz und Ausführung.
Sebastian
Ja, das ist mal ein Preis. Wie lange sitzt du an so einem Teil?
Alex Artgerecht
Also an den kleinen bin ich jetzt so zwei, drei Stunden. Ich muss dann noch
ölen, ich muss den nächsten Tag noch ölen. Das hat dann noch ein bisschen
Pflege. Ich schleife es dann nochmal über, weil beim ersten Ölen sich halt
kleine, feine Härchen hochstellen auf dem Holz.
Sebastian
Aber nicht für eins.
Alex Artgerecht
Und die schleife ich dann wieder mit der Hand weg. Und natürlich,
Sebastian
Aber nicht für eins. Du machst dann ja mehrere in den zwei, drei Stunden
hoffentlich. Oder, ja,
Alex Artgerecht
dann mache ich dann drei, vier Stück. Und mache die Arbeitsschritte dann halt
so, dass ich nicht jedes von Anfang bis Ende mache, sondern ich schneide dann
drei, vier Stück vor. Also ich versuche dann schon ein bisschen wirtschaftlich
zu arbeiten, ja.
Sebastian
trotzdem. Da wird man kein Millionär von, das ist jetzt endgültig klar.
Alex Artgerecht
Nee, alles gut.
Sebastian
Ich mach mal weiter. Gibt es das auch mit prägendem Muster? Lady A. Ich vermute
mal, dass da was auf dem Popo dann zu lesen bleibt.
Alex Artgerecht
Ja, ich habe für Kunden schon ganz viele Sachen gemacht. Ich habe ein Einhorn
als durchgängige Fräsung, die ich dann auch mit der Hand mache, die Silhouette
quasi oder ein Herz oder ein Buchstabe. Ich habe schon Kunden gehabt, denen habe
ich Bohrungen einen Namen als Blindenschrift auf das Paddle gemacht. Also schon
ganz viele Sachen. Mittlerweile habe ich auch so kleine Münzen, wo ich gravieren
kann drauf. Also ich übe mich da im Moment auch ganz doll weiter, was so ein
bisschen Personalisierung angeht und diese Schmerzarten. Und da gibt es immer
Möglichkeiten, da muss man einfach mit mir quatschen.
Sebastian
stelle mir gerade das Kunst der Unvernunft Paddel vor, wo dann irgendwie
Unvernunft dann zurückbleibt auf dem Hintern. Jetzt muss das Ding nur leider
irgendwie verdammt gut desinfizierbar sein, damit man dann auf so einem
Hörertreffen sagen kann, ja, wer will, der kann jetzt seinem Partner da einen,
ich war dabei, auf dem Hintern tätowieren damit. mit. Mein Gott.
Alex Artgerecht
Ja, eine super Idee.
Sebastian
Ja, da kommen Ideen.
Alex Artgerecht
Ja klar, natürlich.
Sebastian
es bleibt ja auch nicht
Alex Artgerecht
Das ist alles umsetzbar. Theoretisch ist das alles umsetzbar.
Sebastian
Ja, mal gucken, was mir einfällt, wenn ich dann irgendwie bei dir vorbeischaue.
Alex Artgerecht
Ich wollte mal was zu dem Bumerang sagen, den ich da mal erwähnt habe.
Sebastian
So, was haben wir denn?
Ja, bitte.
Alex Artgerecht
Und zwar habe ich den nicht alleine gemacht und habe den mit jemandem zusammen
gemacht. Und an dieser Stelle möchte ich mich dafür ganz herzlich bedanken, weil
der Mensch mir sehr viel bedeutet. Und das wollte ich nicht so stehen lassen,
deshalb habe ich das nochmal angeschnitten.
Sebastian
Ja, bitte.
Magst du noch sagen, wer was, wie?
Alex Artgerecht
Danke.
Sebastian
Ansonsten ist das so auch in Ordnung.
Alex Artgerecht
Alles gut, wir lassen das so stehen. Das passt.
Sebastian
Okay. Also der Mensch weiß, dass er gemeint ist und dann passt
Mhm. So.
Alex Artgerecht
Ja,
Sebastian
Was haben wir denn noch?
Kein Stückchen drehen, lieber kaufen. Das war, glaube ich, an mich gerichtet.
Catelyn hätte gern die Zebra-Nippelklemmen.
Alex Artgerecht
bitte.
Sebastian
Die sind ich
Alex Artgerecht
Mit Glöckchen und so kleinen Kettchen.
Sebastian
das musst du mit ihr dann aushandeln, was sie dann da dran haben will.
Moment, das ist aber ja nichts zum Hauen. Das ist ja nochmal was anderes. Sind
die aus Holz oder ist das dann wieder mit Metall mit bei oder was baust du
Alex Artgerecht
Also meine Klemmen, die ich mache. Ich mache Klemmen für die Nippel, ich mache
Klemmen für die Zunge und ich mache Klemmen für die Herren.
Bei den Nippelklemmen sind das zwei kleine Stöckchen in verschiedenen Längen, in
verschiedenen Dicken. Die werden zusammengehalten durch zwei Pferdegummis. Das
sind so Mähnengummis aus dem Reitsport. Die sind so witterungsbeständig und ein
bisschen stronger.
Und damit kann man dann halt klemmen. Aber ich mache ja ohnehin nicht nur
Schlagwerkzeuge. Ich mache ja auch kleine Möbel und Pranger und sowas. Aber ich
glaube, das wird für heute einfach auch zu viel.
Sebastian
Wir müssen uns da ja wohl eh nochmal zusammensetzen und dann halte ich dann auch
die Kamera auf alles mögliche Zeug drauf.
Alex Artgerecht
Ja, ich glaube auch.
Kannst du gerne machen.
Sebastian
Mag ich nochmal wissen. Also ganz ehrlich, sitzt dann da bei dir hier in der
Garage, ich probiere mal irgendwas aus.
Wo kommt das her? Wünschen sich die Leute was Spezielles? Haben die
Vorstellungen oder ist dir einfach mal langweilig?
Alex Artgerecht
also eigentlich kaufe ich mir eine Bohle, lege sie da hin und fange an zu
schneiden, ohne mir Gedanken zu machen. Ich weiß halt nur im Grunde, was ich
brauche. Ich sage jetzt zum Beispiel, ich brauche noch ein paar Schwerter oder
ich muss noch mal zwei, drei Paddles machen oder ich brauche ein Paddle, was
eher ein Beschlichter ist, weil ich jetzt die ganzen Schlichten verkauft habe
und richte mich da jetzt im Moment schon ein bisschen danach, was mein
Repertoire hergibt und braucht. braucht, aber
ansonsten schneide ich einfach auch drauf los. Wenn ich natürlich Kundenaufträge
habe, dann verwirkliche ich die halt mit meinen Kunden, so wie sie es haben
möchten. Das ist sowohl als auch so ein Mix aus allen.
Sebastian
Okay, aber
Alex Artgerecht
Und ich mache ja nur Unikate, ich mache ja nichts in Serie. Es gibt bei mir kein
Stück, was dem anderen 100% gleicht. Mal ganz abgesehen von der Maserung, was
ohnehin nicht geht, aber auch von den Maßen, von dem Handling.
Ich kopiere nichts. Es gibt Sachen, daran, die ähneln sich, aber sie sind immer
wieder anders.
Sebastian
ergibt dann auch Sinn, dass da kein Online-Shop ist, weil im Prinzip muss man
das Zeug auf einer Messe anfassen, einmal Probe hauen und dann kann man da
entscheiden, was will man haben in
Alex Artgerecht
Richtig.
Genau.
Ja. Man kann mich ja mittlerweile auch zu Hause bei mir besuchen. Na gut, im
Moment ist es halt wieder schlecht.
Sebastian
der Garage dann.
Alex Artgerecht
Aber im Großen und... Nee, da nicht.
Das ist da nicht so schön. Aber zu Hause kann man mich besuchen. Ich habe extra
hier einen Raum eingerichtet und habe auch vor, Richtung Winter auch
kleinere Sittings zu veranstalten mit maximal sechs Leuten und da wird es dann
auch im Joy dann einiges drüber zu lesen geben, eben wenn ich dann soweit bin.
Und ja, das sind so meine Zukunftsansätze. Jetzt auch, wo die Messen nicht
stattgefunden haben und halt auch ein bisschen trotzdem mit den Kunden wieder
Kontakt haben zu können. Und das muss ich halt jetzt einmal ein bisschen
abwarten, bis wir wieder dürfen. Das ist halt das Ding wieder.
Sebastian
Wir gucken, ob das dieses Jahr noch geht. Und ganz ehrlich, ich wünsche dir dann
einfach, dass dann das ganze Zeug, was sich bei dir in der Garage angesammelt
hat, dass das dann auch los wird, damit du nämlich nicht aufhörst. Das ist ja
immer so ein Punkt, viele geben gerade auf mit dem, was sie tun und das ist dann
einfach schade.
Alex Artgerecht
Aufgeben ist nie eine Option. Egal wie und egal wo.
Sebastian
Okay.
Ja, stell dir vor, es ist Viertel vor 10, die Uhr tickt jedes Mal, es ist so
Alex Artgerecht
Ja, krass.
Sebastian
Die ganzen anderen Sachen, die ich hier auf dem Zettel habe, über die reden wir
dann einfach persönlich bei dir zu Hause oder in deiner Garage,
Alex Artgerecht
Ja, war doch super.
Sehr gerne. Bist herzlich eingeladen.
Sebastian
ja super, Ja, dann gucken wir mal, was ich da abstauben kann.
Alex Artgerecht
Ich
Sebastian
Es ist
Alex Artgerecht
bin ganz sicher, wir werden uns einigen, wir zwei.
Sebastian
Man könnte das Zeug hier ansammeln, egal von wem, egal was. Im Zweifel wird
nochmal ein neuer Schrank gekauft, wo der Kram rein kann.
Alex Artgerecht
Ja, genau.
Sebastian
Nicht nur von dir, aber es sind immer so Ideen. Und dann überlegt man aber, wie
oft und wie viel bespiele ich das Zeug und dann stellt man fest, man hat ja doch
immer nur so zwei, drei, vier Lieblinge und der Rest, der staubt so fleißig vor
sich hin. Das ist leider immer so.
Alex Artgerecht
Kann man nichts machen. Man hat seine Lieblinge, natürlich. Ich habe jetzt auch einen
ganz guten Kunden, der hat mir gesagt, er hat jetzt schon so viele Sachen von
mir, er wird sich jetzt eine Vitrine kaufen.
Und das fand ich auch schon ziemlich geil, wenn du dann zu Hause hinkommst und
die eigenen Stücke stehen dann so schön einsortiert irgendwo bei jemandem im
Schrank. Das macht einen natürlich auch stolz. Das ist schön.
Sebastian
So, bevor ich das jetzt hier beschließe, ich frage nochmal kurz Caitlin, ob ich
die Sachen mit dem Feuerzeug hier erzählen darf. Und wenn sie das ja jetzt noch
in den Chat schnell ja reinschreibt, dann erzähle ich das.
Alex Artgerecht
Oh ja, bitte.
Sebastian
Aber es betrifft ja nicht nur mich.
Wir müssen jetzt einen Moment warten.
Alex Artgerecht
Aber das ist so schön. Ja, ja, ja.
Sebastian
Eventuell hat sie da eine kleine Verzögerung. Ganz ehrlich, das ist jetzt auch,
das hätte mit deinen Sachen passieren können, das hätte mit anderen Sachen
passieren können, das spielt eigentlich keine Rolle, aber das Erlebnis ist
schön.
Alex Artgerecht
Natürlich.
Sebastian
Ich fürchte sogar, ich habe es im Podcast schon mal erzählt. Ich kann mich da
immer nicht mehr so dran erinnern. und jetzt schreibt sie, ich darf,
Dankeschön.
Alex Artgerecht
Auch schön, dann los.
Sebastian
Ja, also ich kauf ein Zeug auf einer Messe und abends ist eine Party und die
liebe Caitlin fragt, ah, das ist ja toll, darf ich das mal ausprobieren? Ja,
hier hast du das Ding. Ich hab selber damit noch nicht groß gespielt und dann
hat sie ihren Sub da drapiert und richtig ausgeholt und dann hat sie da einmal
Zosch gemacht, einmal auf dem Hintern und es tat einen Knall und ich dachte mir,
um Gottes Willen, der hat so eine Latexhose an, ist die jetzt kaputt oder ist
das ist Stückchen abgebrochen, was ist los? Ne, was war? Da hat er hinten in
der Hosentasche eine Packung Kippen gehabt mit einem Feuerzeug und die hat er so
drauf gezimmert, dass das Feuerzeug hochgegangen ist.
Alex Artgerecht
Wundervoll.
Sebastian
hat einen Schlag getan und ich gebe zu, das Spielzeug hat das überlebt, das hat
keine Macke abgekriegt, da war ich sehr stolz drauf.
Alex Artgerecht
Wundervoll. Und
Sebastian
Aber einfach mal so ein schönes Erlebnis, es tut einen Schlag und du weißt
nicht, was ist da gerade passiert und ich weiß gar nicht, ob das so
Alex Artgerecht
ich erst.
Total klasse, echt. Und
schön das Feuerzeug geplatzt.
Sebastian
aber richtig volle Kelle.
Alex Artgerecht
Ja, super. Ja,
Sebastian
Hätte auch sonst was passieren können, aber mein Gott, also in Zukunft immer
gucken, ob da irgendwas in der Hosentasche ist. Immerhin war es nicht das Handy,
das wäre wahrscheinlich blöd gewesen.
Ja, so, jetzt habe ich das auch noch erzählt. Jetzt
Alex Artgerecht
klasse, echt. Super.
Sebastian
Ich habe noch jemand, der auf einen Anruf von mir wartet heute, deshalb
verabschiede ich dich jetzt.
Alex Artgerecht
Jawohl.
Sebastian
Du hast dir
Alex Artgerecht
Vielen Dank, dass ich dabei sein konnte und durfte. War sehr schön.
Sebastian
ja, klar, das macht auch Spaß. Du hast auch echt schön viel von dir
preisgegeben, sage ich mal. Und das ist immer schön, so ein bisschen hinter die
Kulissen zu gucken.
Alex Artgerecht
Na bitte.
Sebastian
Was ist denn das für einer?
Alex Artgerecht
Ja.
Sebastian
Es gibt auch viele Menschen, die sagen, nee, darüber möchte ich nicht reden. Und
da sage ich dann auch im Podcast, wenn du nichts erzählen willst, dann
funktioniert das halt auch einfach mal nicht.
Alex Artgerecht
Ach, alles gut. Wir haben das doch hinbekommen.
Sebastian
Du hast dir artgerechte Musik ausgesucht für dich. Es ist so, dass ich das
hier mal spiele.
Ich spiele ja alles.
Alex Artgerecht
Ich find's gut.
Sebastian
Das hat immerhin nichts mit dem Einhorn zu tun. Das ist ja schon mal, das
besänftigt mich ein
Äh, ja. Ich spiele jetzt Ich und mein Holz.
Alex Artgerecht
Ja, genau.
Viel Spaß und einen schönen Abend noch.
Sebastian
Dir auch. Mach's gut. Tschüss.
Alex Artgerecht
Ciao.
Hinweis: Subrosadictum Livestream
Sebastian
an dem es keine Unvernunft live gibt. Ja, und ich habe hier die Robin in der
Leitung. Hallo.
So, 10 Minuten ab jetzt.
Robin
Danke, dass ich dabei sein kann.
Sebastian
Ja, gerne doch. Was macht ihr denn?
Robin
Wir
machen den Livestream von der Subrosadictum. Der ein oder andere kennt es
vielleicht.
Lifestyle und Fetisch-Events. Und wir haben jetzt subrosa live gestartet und wir
sind jeden Donnerstag live auf YouTube, auch um 20.30 Uhr.
Sebastian
ist eine tolle Zeit, ne?
Robin
Also die Zeit kann man sich schon mal merken, genau. Und ja, wir haben immer
wieder unterschiedliche Akteure der Szene dabei.
Wir haben diesen Donnerstag quasi ein Sex-Special. Wir haben ein paar Autoren
dabei diesmal, wie Susanne Wendel mit Gesundgevögelt. und
Männer sind Schweine, Frauen erst recht.
Und wir haben dann noch zwei Herren dabei, die mehrere Experten befragt haben
und das Buch geschrieben haben, auf dem Höhepunkt bleiben. Also wir wählen jede
Woche einen anderen Schwerpunkt quasi. Letzte Woche hatten wir auch ein
BoundCon-Special, das ja jetzt im Mai gewesen wäre,
die Convention.
Sebastian
darf ja leider nicht.
Robin
Und
ja, also uns als Veranstalter trifft es da natürlich Das ist natürlich auch
schwer, aber wir sind einfach weiterhin mit guter Laune dabei und versuchen
auch das am Leben zu halten. Unser Motto ist da auch ganz klar, keep the
spirit alive.
Und das wollen wir halt auch in unserem Livestream nach draußen bringen, diese
Message.
Sebastian
Ich formuliere das mal. Das ist ein Livestream bei YouTube, also mit Bild.
ich habe schon gesehen, ihr sitzt da irgendwie auf der Couch und dann macht ihr
da so Live-Schalten direkt rein, ne?
Robin
auf der Couch sitzen Christian aka Dr. Hase und ich
selbst auch als Fräulein Grey dabei und wir haben dann eben immer wieder Gäste,
die wir live auch über Video dazuschalten, das heißt unsere Gäste hört und sieht
man auch und wir machen auch jedes Mal ein kleines Avantgardista-Special mit
ob der ein oder andere wird es schon kennen, die anderen sollten es nicht
anschauen, denn hoffentlich wird es im Oktober dann wieder stattfinden.
Sebastian
ist das?
Robin
Die nächste große Veranstaltung.
Sebastian
Kannst du es in zwei Sätzen erklären?
Robin
Genau, also die Avantgardista ist ein Mode-Event, es geht über drei Tage. Wir
haben auch eine Messe mit verschiedenen Ausstellern und eine Modenschau und
natürlich im Anschluss auch wieder eine unserer Partys.
Und es ist spannend, so ein bisschen den Bogen vom
Sebastian
Okay, das
Robin
Fetisch zum Lifestyle, auch auch wirklich, weil dort auch nicht rein, also wir
haben natürlich auch viele Latex-Designer dabei, aber auch Leder, Schmuck, alles
Mögliche eigentlich.
Sebastian
Also einfach mal
Robin
Und ja, mach den Fetisch tragbar.
Sebastian
Ja, das heißt Donnerstag 20:30 ist für, ich sag mal, die perversen Unterhaltung
gesorgt.
Robin
Genau, und damit man im Anschluss dann auch nochmal richtig daheim feiern kann,
haben wir auch jedes Mal einen anderen DJ dabei, der dann nochmal mindestens
eine Stunde lang auflegt, auch live.
Sebastian
Das ist cool.
Das ist,
Robin
Dann kann man nochmal so richtig alles aufdrehen, daheim und am besten schon im
Outfit einfach zu Hause mitfeiern.
Sebastian
würde ich ja gerne mal Mäuschen spielen bei den Leuten zu Hause dann.
Robin
Das versuchen wir auch. Also es dürfen uns auch gerne weiterhin Leute über
Instagram und die sozialen Netze schreiben.
Dieses Mal dürfen sie auch gerne ihre Fragen an Susanne Wendel stellen.
Ansonsten auch gerne mit dem Hashtag Frag Dr. Hase. Und wir haben auch ein
Fotokontest laufen mit Hashtag Subrosa Fotokontest. Weil
wir sind natürlich auch gespannt. Und sind immer wieder über Tipps erfreut, was
man alles noch daheim anstellen kann.
Sebastian
Okay, ich hab grad kurz überlegt, aber nein, ich mach ja keine Fotos von mir.
Mich gibt's ja nicht zu sehen.
Robin
Ja, vielleicht lässt du ja noch was anderes Kreatives einfallen.
Sebastian
Mit Maske vielleicht.
Robin
Also wir nehmen auch Cartoon-Zeichnungen an.
Sebastian
Ah, die. Die, ja, die ist ja nicht mal von mir gemacht, die hat mir jemand
gemacht und ja, da war ich dann sehr happy, die könnte ich mir als Maske vor das
Gesicht halten. Na, mal gucken.
Okay, ja,
Robin
Oder nochmal ein bisschen aufpimpen.
Sebastian
jetzt hast du so viel und so schnell erzählt, damit habe ich gar nicht
gerechnet.
den Link dazu, den packe ich in die Shownotes rein ich weiß nicht, bist du
gleich gerade im Chat oder so, dann kannst du den da gleich gerne auch nochmal
reinschmeißen
Robin
Genau, ansonsten auf YouTube auch einfach Subrosadictum eingeben, dann kommt ihr
auch direkt nochmal zu unserem Kanal und auch auf Instagram sind wir als
Subrosadictum.de unterwegs und überall ist es geteilt.
Sebastian
ja, das habe ich letzte Woche mitbekommen mein Gott, alles war voll da seid ihr
gut dabei, aber das geht ja auch nicht mehr ohne, ich teile ja auch dieses
elende Podcast Cover in einer gebetsmühlenartigen Ruhe immer wieder und wieder
und wundere mich, dass immer noch Leute auf Like klicken, weil sie dieses eine
Motiv schon, ich glaube tausendmal sehen mussten aber so ist das eben
Robin
aber man wird ja momentan auch so überflutet und da muss man halt dann auch
nochmal ein bisschen dran erinnert werden, ansonsten vergisst man ja schon,
welcher Tag so heute ist.
Sebastian
Das ist wohl wahr. Und wir haben ja sogar einen Feiertag diese Woche. Mensch,
das heißt Donnerstagabend ist Zeit.
Robin
Genau, da kann nochmal extra lange Party gemacht werden, weil keiner aufstehen
muss.
Sebastian
Ja, und am Freitag mache ich dann weiter. Ich habe überlegt, ob ich Freitag
wirklich eine Sendung mache. Aber ich dachte mal, vielleicht einmal aussetzen.
Und dann ist mir aufgefallen, nee, eigentlich gerade erst recht dann. Die Leute
haben ja Zeit. Dann
machen wir das einfach. Okay, ihr macht das jede Woche?
Wie lange?
Robin
Genau, bis wir wieder anderes, entweder so oder bis wir uns
dann hoffentlich wieder live sehen.
Sebastian
ihr nicht mehr könnt.
Ja, das wäre schön.
Robin
Also, ja, wir hätten jetzt am 23.05. eine Party gehabt, da planen wir
momentan auch ein Live-Event. Das ist noch in Planung, aber kann man sich schon
mal vormerken. Und ansonsten hoffen wir natürlich auch ganz bald, uns in kleiner
bis großer Runde wiederzusehen. Und bis dahin versuchen wir durchzuhalten.
Sebastian
Ich bin
sehr gespannt. Ich freue mich auch drauf, weil ich brauche das auch echt mal
wieder, Leute um mich rum. Naja, gut, kann man nicht ändern. Liebe Robin, danke
schön.
Robin
dir und ich wünsche noch eine schöne
Sendung und dann hoffentlich bis Donnerstag.
Sebastian
Sehr schön präsentiert.
Ja, bis Donnerstag. Mach's gut. Tschüss.
Aufruf: Corona-Online-Events
So, okay, damit seid ihr jetzt informiert. Der Aufruf gilt übrigens weiterhin.
Also wer sagt, Mensch, ich mache da irgendwas, ich habe da eine Gruppe und wir
irgendwie pimpen den Sonntagabend BDSM-ig so ein bisschen auf, der ist herzlich
eingeladen und bekommt ja ein paar Minuten, dass wir einfach wissen, was es denn
gibt, denn nichts ist schlimmer, als wenn man zu Hause sitzt und sagt, ist
nichts, ich mache Netflix an. Dabei gäbe es ja vielleicht irgendein schönes
Programm.
So, ihr ahnt es, jetzt kommt die Sache mit den Anrufen. Ich habe eine kleine
Änderung gemacht, deshalb sage ich euch die Nummer noch nicht sofort.
Letzte Woche gab es ja, nein, Dienstag war es ja, nein, letzte Woche Freitag war
es. So rum, siehst du, ich habe die Wochentage auch schon nicht mehr ganz auf
dem Schirm. Da hatte ich das Problem, da haben Leute angerufen und dann hat es
hier nicht geklingelt und die Leute sind irgendwie auf so einer blöden
Telefonansage gelandet und es hat überhaupt nicht funktioniert.
Kleiner Ausweg, das wird wahrscheinlich heute nicht besser, weil ich weiß nicht,
woran es lag. Aber ich habe einen Anrufbeantworter geschaltet und da kann man
mich hören. Und wenn man nicht durchkommt, kann man dann eine Nachricht
hinterlassen, sowas wie, ja, ruf mich zurück. Und ich kriege ja während der
Sendung eine E-Mail mit der Telefonnummer und das, was gesagt wurde, wird dann
da eben als Text mit in die E-Mail reingeschrieben. Und wenn da drin steht, ich
darf heute, es gilt dann nur heute, zurückrufen, dann mache ich das. Und dann
kriegen wir das vielleicht irgendwie hin, dass ich hier nicht sitze und keiner
anruft und auf der anderen Seite im Chat die Menschen sitzen und sagen, ich
komme nicht durch, das ist irgendwie unbefriedigend, ich muss mal gucken, was
man da machen kann.
Ja, dann sage ich doch mal die Nummer 0552, da dürft ihr jetzt
sofort loslegen, wenn ihr mögt und wenn diese Technik dann auch funktioniert.
Und bis hier jemand anruft, mag ich nochmal weitermachen mit dem, was ich
letzten Freitag angefangen habe. Ich bin immer noch bei dem Wochentag irgendwie
Podcastunterstützer
völlig durch. Ich habe ja ein paar Spenden da gehabt und da habe ich ein paar
genannt. Und ich mache jetzt einfach mal weiter, weil ganz ehrlich, das sind
Menschen, die haben wirklich in die Spardose gegriffen und hier was
rübergeschickt und das finde ich super.
Und da mag ich Dankeschön sagen der lieben Marlena. Die schreibt nämlich eine
Podcast-Sparschwein-Spende. Ich habe langsam das Gefühl, da kommen
absichtlich solche Wörter.
Smiley Face, Dankeschön für deine Mühen aus AT, also Österreich. Vielen Dank für
deinen tollen Podcast. Du trägst uns ein bisschen durch diese Zeit. Kleine
Unterstützung zum Weitermachen von Kira und ihr. Und hier ist ein Anrufer.
Anrufer: Frank
Hallo, wen habe ich denn da in der Leitung?
Frank
Hey Frank, grüß dich. Kein Zeichen, dass ich direkt durchgekommen bin.
Sebastian
Ja, du bist direkt durchgekommen. Jetzt ist ja auch gleich der nächste Anruf,
der steht auf Incoming, aber den kann ich leider nicht annehmen. Aber du hast es
geschafft, du bist der Erste. Hallo, worüber sprechen wir?
Frank
wir reden über ein Zebra-Paddle, das ich normalerweise nicht kaufen würde, aber
das total genial ist, weil es sowieso was hasst, wie die Pest.
Und ich mich darüber dann natürlich freuen würde.
Sebastian
Das heißt, du möchtest eigentlich nur das Paddle abstauben, ja?
Frank
Du, ich kann dir natürlich noch mehr erzählen, aber ich habe ja erst vor 10
Tagen mit dir geredet.
Sebastian
Ja, ich habe das auf dem Schirm, aber ganz ehrlich, kein Problem. Du kommst
jetzt in die Kiste mit rein und dann gucken wir, ob dieses Paddle bei dir
ankommt. Muss ich das dann nach Südfrankreich schicken?
Frank
Nein, das kannst du nach Deutschland schicken, da habe ich... Da liegt eh noch
mehreres beim Kumpel von mir, also ich muss das runterschicken, ist kein Thema.
Sebastian
ist ja gut.
Frank
Ich denke mal, du wirst noch jemanden Neuen kriegen jetzt, sonst können wir
natürlich gerne wieder reden. Das ist kein Thema.
Sebastian
Nein, das ist völlig in Ordnung. Also hier zu sagen, ich will das Ding
abstauben, das ist in Ordnung und da kann ich doch gar nichts sagen. Vielleicht
mag ich noch mal wissen, weil wir ja letzte Woche gesprochen haben, gab es neue
Entwicklungen, gibt es irgendwelche Updates, haben wir was vergessen?
Frank
Wirklich. Wie gesagt, das, was ich ja noch mitgeteilt hatte, dass der
Metallgeier diese Edelstahlgerten gar nicht mehr macht, sondern eben jetzt im
Co-Produktion, die mit dem dicken Griff ruhig nicht so toll sind. Und deshalb
ist es bloß blöd, weil ich gesagt habe, die Gerte ist echt genial. Die ist
super ausgewogen und die kriegst du bei ihm nicht mehr. Ja, und wir haben
ja letztes Mal gesagt, bei Metallgeier gibt es die oder habe ich die her. Ist
natürlich doof, weil ich weiß ja nicht, wie viele Leute ihn jetzt angeschrieben
haben.
Aber sonst.
Sebastian
Wir werden sehen, wann es dann die großen Updates bei dir gibt und dein Name
steht jetzt hier bei mir auf der Liste und dann gucken wir mal, wie wir das dann
hinkriegen.
Tatsächlich, der Chat wird gerade ein bisschen unruhig, weil sie sagen, sie
kommen nicht durch, da ist besetzt, da ist besetzt. Ich mache jetzt die Leitung
einmal frei
Frank
Mach die Leitung frei.
Sebastian
und ja,
Frank
Wenn du niemanden zum Quatschen hast, kannst du mich zurückrufen. Dann können
wir mal ein bisschen weiterreden, weil die Zeit war ja letztes Mal wirklich
etwas kurz.
Sebastian
das ist echt ein Problem mit der Zeit. Also wir müssen noch eine Zeitmaschine
erfinden dafür. Das ist fürchterlich.
Frank
Ja, alles klar.
Sebastian
So, mach's gut.
Frank
Bis dann.
Sebastian
Tschüss.
Frank
Jo, tschüss.
Sebastian
So, ich bin gespannt, wen es denn treffen wird, dieses Ding. Im Zweifel packe
ich mich einfach auch in die Loskiste rein. Und du hast schon den nächsten
Anrufer. Ich werde hier nie irgendeinen Spender vorlesen können. Hallo, hier ist
Sebastian.
Anruferin: Maja
Ja, du bist durchgekommen.
Maja
Bin ich schon da.
Sebastian
Du bist schon da und bist schon voll drauf. Es tut mir leid, keine Vorwarnzeit.
Ich habe einfach auf Annehmen geklickt. Wer ist denn da?
Maja
Maja, hallo.
Sebastian
Hallo, Maja.
Maja
Ich dachte mir, ich muss jetzt auch mal anrufen.
Sebastian
Okay, warum? Worüber sprechen wir?
Maja
Naja, ich habe den Podcast, also ich habe alles angehört natürlich, weil ich am
Anfang war ich fast süchtig danach.
Sebastian
Oh je.
Maja
Ja, genau. Und dann dachte ich, muss ich jetzt anrufen und Hallo sagen.
Sebastian
Ja, hallo. Du hast wirklich das ganze Ding gehört? Das sind doch inzwischen,
glaube ich, 60, 70 Stunden oder so. Irgendwer hat das mal ausgewertet. Das ist
der Wahnsinn.
Maja
Ja, ich habe viel Zeit damit verbracht.
Aber geht ganz gut während dem Joggen. Ist motivierend, finde ich.
Sebastian
Okay. Und du hörst den Podcast, weil, ja, also bist du da schon voll
drin, so BDSM-Szene, Freund, Partner und so? Oder wo bist du da? Wo kann ich
dich einordnen?
Maja
vor einem Jahr war ich auf dem ersten Stammtisch.
und habe seitdem Erfahrungen gemacht.
Ja, genau.
Sebastian
Ja, sehr gut. Und wie erwartet, also wenn man zum Stammtisch geht das erste Mal,
dann ist das ja immer so ein bisschen, also ich fand das ein bisschen gruselig,
da dann reinzugehen, weil ich habe was anderes erwartet. Wie war das bei dir?
Maja
Ja, also ich bin auf den SMJG gegangen und es war eigentlich so, ich dachte, er
wäre eine Woche später, wurde aber verschoben und somit war es genau an dem Tag,
wo ich sozusagen nachgefragt habe, wo ich hin muss und habe dann eben ganz
spontan entschieden, okay, ich fahre da jetzt hin, einfach los und war dann
plötzlich dort.
Sebastian
Okay. Darf ich fragen, wie alt du bist?
Maja
21. Das
Sebastian
Okay, ja, du bist alleine tatsächlich da hingegangen und gleich rein integriert,
ja.
Maja
Alter war es eigentlich.
Sebastian
Ja, aber ist doch cool, wenn man das dann mal gemacht hat, ne, das ist dann, ich
glaube, das ist mal der schwerste Schritt, erst mal hinzugehen, ne.
Maja
Und ja, ich glaube auch. Und weil es mir dann eben auch sehr gut gefallen hat
dort, bin ich direkt zum nächsten Stammtisch und ja, genau, hat mich da echt
wohl gefühlt.
Sebastian
Ja, das ist dann immer so ein Ding, wo man dann einfach nicht mehr davon
loskommt, das stimmt schon, da hast du recht.
Ja, und magst du noch ein bisschen erzählen oder wie du möchtest? Also ich lasse
mich da themenmäßig voll auf dich ein, ansonsten kann ich natürlich immer mit
Fragen bohren, da bin ich ja auch irgendwie ganz gut drin
Maja
Ja, ich werde auch immer ganz gern ausgefragt.
Ja, also es war eigentlich so, dass die ganzen Gedanken auch schon gefühlt immer
da waren. Aber ich eben dachte, ja, es ist nur eine Fantasie. Das ist jetzt
nichts, was ich jetzt ausleben müsste oder bin gar nicht auf die Idee gekommen,
dass das gehen würde.
Ich bin dann halt auch im Internet irgendwann draufgekommen, wie das Ganze
heißt, hatte dann aber so meine erste ganz normale Vanilla-Beziehung
und habe dann irgendwann festgestellt, ja, mir fehlt was. Und
ja, die war dann so ein Jahr, bisschen mehr als ein Jahr lang und danach war ich
halt dann eben ziemlich schnell auf dem ersten Stammtisch.
Sebastian
Okay, ja, wenn man erstmal weiß, was einem da fehlt, dann geht es ja meistens
recht schnell.
Maja
Genau. Ich
Sebastian
Spielst du, bist du auf der dominanten Seite oder sub oder switchst du oder wie
kann ich dich da einordnen? und
Maja
Sub und denke
aber in den letzten Wochen ein bisschen drüber nach, ob ich vielleicht mal ein
bisschen experimentieren sollte als Dom. Aber ja, das ist noch relativ vage.
Sebastian
experimentieren ist aber immer gut. Also das schadet auch echt nicht. Würde ich
immer empfehlen, das zu machen.
Maja
Ja, es gibt ja mehr als genug zum Ausprobieren. Also,
Sebastian
Das ist wahr, da kann man ein halbes Leben, aber wahrscheinlich ein ganzes Leben
mit Ruhe verbringen. Aber diese Entscheidung zu sagen, okay, ich bin jetzt hier
Sub,
wie kamst du dazu?
Maja
dass ich die Rolle Sub habe,
Sebastian
Genau.
Maja
das war mir eigentlich von Anfang an klar. Ich habe gar nicht drüber
nachgedacht, dass da auch was anderes möglich gewesen wäre.
Ja, weil ich halt eben davor schon viel drüber gelesen habe und ich eigentlich
das ganze Internet durchforstet habe nach allen möglichen Informationen, war für
mich das eigentlich gleich klar. Ja,
Sebastian
Ja, und wenn man so Geschichten liest, da ist ja auch, ich sag mal, relativ
häufig die Frau, die Sub, wenn ich jetzt hier Bücher oder sowas was angucke, die
ich da im Schrank habe, die auch schon teilweise 20 Jahre alt sind,
das Rollenbild ist da immer relativ
gleich, sag ich mal.
Maja
das stimmt.
Deswegen habe ich auch keine anderen Geschichten jetzt gelesen bis jetzt.
Aber ich habe jetzt auch nicht nur so Geschichten gelesen, sondern auch eben so
informative Sachen,
die jetzt eher so Hintergründe und so weiter und was für
Spielarten es gibt und so weiter.
Sebastian
Ja, naja, und es macht halt Spaß, dann auch einfach mal sich anregen zu lassen.
Maja
Ja, genau. Menschen,
Sebastian
Wieso? Also ich, du merkst, ich frag jetzt hier einfach ein Ding nach, wenn das
so viel ist, sag mir das ruhig, das ist völlig okay.
Jetzt verstucke ich mich erstmal ordentlich, sehr gut.
Und wenn du jetzt sagst, du magst jetzt auch mal die dominante Seite
ausprobieren, probieren.
Einfach aus Spaß heraus oder gibt es vielleicht einen Menschen, der gesagt hat, hier,
mach mal oder, ja, wie kommst du drauf?
Maja
mit denen ich gut befreundet bin, mit denen ich mich viel austausche
und irgendwie durch unsere Gespräche und so weiter sind wir auf die Idee
gekommen, dass vielleicht so ein Tausch der Rollen möglich wäre und irgendwie
haben wir so ein bisschen mit den Gedanken gespielt und es hat irgendwie so auf
den Anstoß gegeben bei mir, so, ja, warum eigentlich nicht? Also, es würde mich
schon interessieren, weil ich eben auch schon immer eher so eine ruhige
Persönlichkeit war und mich immer recht wenig getraut habe auch, auch bevor ich
so viel ausprobiert habe.
Und dann dachte ich mir, auch das in BDSM mal so zu machen, würde mir auch
selbst so zeigen, ja, ich kann auch irgendwie anders und ich glaube auch, dass
ich anders kann, nur dass ich irgendwie diesen Schritt mal machen müsste, dass
da noch mehr so dahinter stecken könnte. Ja,
Sebastian
Hast du da konkrete Vorstellungen, wo du sagst, das würde ich gerne oder ist das
vielleicht dasselbe, was du jetzt als Sub-Passback erlebt hast, dann auf der
anderen Seite oder ist das was ganz anderes vielleicht? Ich meine, das ist ja
nochmal eine komplett neue Welt. Wir
Maja
also als Sub ist es bei mir, glaube ich, schon anders, weil ich mich da eben
sehr fallen lassen kann und sehr wenig nachdenken und
so weiter. Und bei dem anderen ist es, glaube ich, eher so das Spielerische, so
ein bisschen gucken, wie kann ich in diese Rolle, in diese
Persönlichkeit so reinkommen. Ich glaube, da geht es mehr um die Persönlichkeit,
da mit Spielen, mit Worten spielen, mit Gesten spielen und so. Und bei dem
anderen ist es einfach, also als Sub wäre es für mich einfach viel mehr, was ich
da umsetze. Also da geht es auch mehr in ganze
Szenarien
und nicht so oberflächlich, wie ich jetzt denke, ich das als Dom schaffen
könnte. Also ich glaube, ich könnte als Dom nicht so intensiv spielen. Ich denke
Sebastian
hätten jetzt natürlich theoretisch eine einzigartige Möglichkeit, da musst du
wissen, ob du das möchtest,
Wenn du ein bisschen ausprobiert hast, würdest du vielleicht nochmal mit mir
sprechen, dass wir dann mal so ein bisschen gucken können, was ist draus
geworden?
das fände ich tatsächlich total spannend, einfach mal so zu sagen, okay, so
betrachtest du es jetzt und dann ist es dann ganz anders gewesen oder
katastrophal, kann ja auch mal sein, dass man dann feststellt, das ist
vielleicht doch nicht meins.
Das würde mich tatsächlich brennend interessieren.
Maja
auch, dass es auch ganz anders sein kann, als ich es mir im Moment vorstelle,
weil es ist auch sehr schwer, sich vorzustellen, wie das dann am Ende ist,
weil ich mich damit auch erst seit Kurzem so beschäftige.
Sebastian
Ja.
Was heißt denn seit kurzem?
Maja
Seit, weiß ich nicht, zwei Monaten.
Sebastian
das ist schon eine Menge Zeit, um, ich sage mal, schlimme Gedanken zu haben.
Maja
Ja, das auch.
Sebastian
Wir machen das so.
Maja
War
Sebastian
Du hast ja sowieso einen Musikwunsch bei mir frei,
wenn du möchtest. Du schickst mir auf irgendeinem Weg, das kann Instagram sein oder
Twitter oder E-Mail oder FetLife oder weiß der Kuckuck, schickst du mir einmal
deinen Wunsch, damit ich den in der nächsten Sendung spielen kann.
und dann habe ich auch gleich da irgendeinen Kontakt zu dir und dann packe ich
dich auch gleich hier in meine Losbox rein, wenn du denn so ein Paddel haben
möchtest. Dann kannst du dir nämlich überlegen, ob du es jemandem gibst, damit
er dir damit irgendwie Gutes tut oder ob du jemand anderem Gutes tun möchtest.
Das darfst du dir dann selbst überlegen. Dann hast du zumindest eine gewisse
Startausstattung dafür.
Maja
super. Ja,
Sebastian
Okay, ja, wenn du jetzt im Moment nichts weiter erzählen möchtest,
dann würde ich mich schon von dir verabschieden, wenn das in Ordnung ist.
Maja
war ein schönes Gespräch.
Sebastian
Ja, also vielen Dank auch, dass du den Mut wirklich auch hast hier zu sagen, ich
rufe hier an und alle können mich hören und das ist total toll und du weißt ja,
ich habe die erste Sendung, wo ich das gemacht habe, habe ich hier gesessen und
dachte, das macht bestimmt keiner und das finde ich total klasse und ohne euch
Hörer und auch dich, Maja, das würde nicht funktionieren, dann wäre die Sendung
jetzt einfach zu Ende und das wäre ja auch irgendwie schade.
Maja
Ja,
davon lebt das Ganze ja.
Sebastian
Ja, dann wünsche ich dir noch einen ganz tollen Abend und ja, vielleicht
Vielleicht hören wir uns dann, sobald du die andere Seite der Macht mal
ausprobiert hast.
Mach's gut, tschüss.
Maja
Tschüss.
Sebastian
So, das scheint ja heute mit der Technik hier halbwegs zu funktionieren. Das ist
Anrufer: Dan
ja schon mal gut. Ich spiele jetzt immer noch keine Musik. Ich werde jetzt
versuchen, noch ein paar Spender hier vorzulesen. Wobei, ich habe ja gerade noch
die Info bekommen. Hier ist jemand mit einer Statistik. 65 Stunden hat der
Podcast und 19 Stunden live. Mein Gott. Und das hört ja gar nicht mehr auf. Hier
ist schon wieder jemand am Telefon. Hallo, hier ist Sebastian.
Dan Apus Monoceros
Hallo Sebastian, hier ist der Dan.
Sebastian
Hallo Dan, ah, dich kenne ich. Du bist der Mensch, nur schriftlich, du bist
der Mensch aus der Schweiz, ist das richtig?
Dan Apus Monoceros
Ja, nur schriftlich bis jetzt.
Das ist richtig.
Sebastian
Und du machst auch einen Podcast.
Dan Apus Monoceros
Genau.
Aber klein, sehr klein im Vergleich zu deinem. Das ist richtig,
Sebastian
ehrlich, das kann man nicht vergleichen, es wird gehört oder es wird nicht
gehört, aber ich habe gesehen, irgendwie sechs Folgen gibt es schon von dir und
da sprichst du auch über BDSM, richtig?
Dan Apus Monoceros
ja. Ja, und vorher während eines Gesprächs
mit der Community haben wir beschlossen, du bist jetzt offiziell eingeladen.
Offenbar, sie suchen jemanden, der dich ausfragt.
Sebastian
Jemand, der mich ausfragt, aha, ja, das war ja wieder klar, dass das
früher oder später kommen wird.
Das ist eine ganz liebe Einladung, aber ich hätte ja nichts zu erzählen.
Dan Apus Monoceros
Das sagen ja alle.
Sebastian
Bin da total langweilig. Das Podcastsubbie ist frei erfunden und
ja auch sonst, nein.
Vielen Dank für die Einladung. Ich überlege mir das tatsächlich, was und in
welcher Form. Es ist ja nicht das erste Mal, dass jemand sagt, ich soll auch mal
was erzählen. Aber ich finde, ich erzähle doch schon immer in jeder Folge so
viel von mir. Gibt es denn da überhaupt noch was, was ich noch mehr erzählen
kann? Oh
Dan Apus Monoceros
Du, ich werde mal so machen, ich profitiere jetzt mal von deinem Chat. Also die
Leute können mal da schon mal ein paar Stichfragen stellen, die werde ich mir
notieren. Da habe ich schon mal Stoff.
Sebastian
weia. Also ich ahne das schlimm.
Dan Apus Monoceros
Das ist gemein. Das ist jetzt gemein.
Sebastian
Ach ganz ehrlich, die können ja alle Fragen stellen.
Dan Apus Monoceros
Ich
Sebastian
Das ist überhaupt kein Problem. Und ich kann dann auch durchaus erklären, ja,
Gott. Ich glaube wirklich, ich habe schon eigentlich alles erzählt. So immer so
als kleine Episoden. Und wenn man einfach fleißig alle Folgen gehört hat und das
dann zusammenschneidet, dann müsste man schon so ein Bild kriegen. Aber das ist
okay. Aber jetzt kommen wir nochmal dazu. Sechs Folgen hast du gemacht. Das
heißt, du hast wann angefangen damit?
Dan Apus Monoceros
habe vor zwei Monaten angefangen.
Sebastian
Ja, das ist ja noch richtig frisch. Mensch, dann brauchst du ein paar Hörer.
Dan Apus Monoceros
Ja, ja.
Sebastian
Wo findet man dich?
Dan Apus Monoceros
Man findet mich ziemlich überall. Also auf allen gängigen Plattformen, wenn man
Inside-SM eingibt, sollte man das finden.
Sebastian
Okay. Und die Themen, wo bewegst du dich in welchem Bereich?
Dan Apus Monoceros
Ich bin relativ offen, muss ich sagen. Also natürlich, wo ich mich wohlfühle,
ist meine Position als dominanter Mensch. Und meine Sub macht
Sarah, liebe Grüße an dieser Stelle. Die macht auch ab und zu mal mit. Also
die zwei Seiten sind schon da, aber ich bin offen. Also man kann über Gott
und die Welt diskutieren. Ja
Sebastian
finde das tatsächlich bemerkenswert, weil du machst das Ding ja allein zum
Großteil und ich denke immer so, um Gottes Willen, wenn ich mich da hinsetzen
würde, würde ich allein ins Nichts reden. Ich kann das nicht. Also ich fange
dann an, hier die Unterstützer des Podcasts vorzulesen, wahlweise das
Telefonbuch, weil ich da echt nicht weiß, was ich sagen soll. Das bewundere ich
tatsächlich, wenn man das kann.
Dan Apus Monoceros
gut, bei mir hat natürlich mit dem Blog angefangen. Also
ich sage nicht, dass das mal natürlich ist, aber das fällt mir
wahrscheinlich einfacher, anstatt zu schreiben, einfach zu reden.
Sebastian
Mhm. Ja, zum Bloggen war ich immer zu faul, gebe ich ehrlich zu. Aber da du ja
bei mir jetzt in der Sendung bist, kann ich ja Fragen zu dir stellen. Das heißt,
ich gehe mal davon aus, du betreibst BDSM.
Erzähl uns doch ein
Dan Apus Monoceros
Was willst du wissen?
Sebastian
Ach, da fangen wir mal an.
Dan Apus Monoceros
Oder was wolltest du hier wissen? Nee,
Sebastian
Ich will natürlich immer wissen, ganz klar, wie bist du da so gekommen? Was
machst du da so? Besuchst du Stammtische, Partys? Ach, das ganze Paket
natürlich. Normalerweise haben wir so wenig Zeit dafür immer hier.
Dan Apus Monoceros
also ich bin altmodisch, sagt man.
Stammtische habe ich natürlich auch besucht und auch so Spielevents und
Spielpartys. Muss ich aber ehrlich sagen, ist nicht gerade meins.
Also ich finde, SM ist etwas intim. Und
ja,
so
Stammtisch ist okay, um Leute kennenlernen, aber ins Eingemachte geht es zu
zweit.
Sebastian
Ja, okay. Und du hast eine Partnerin schon länger, wie ich vermute.
Dan Apus Monoceros
Nein, das ist nicht so lange her. Das sind jetzt knapp ein bisschen mehr als
zwei Jahre.
Sie hat wirklich von null angefangen
mit entsprechenden Herausforderungen. Vor allem auf ihrer Seite, nicht auf
meiner. Das ist nicht meine erste Sub.
Sebastian
Wie lange bist du schon dabei? Also, seit wann bist du aktiv?
Dan Apus Monoceros
Ich bin 50 und ich habe mit 17 angefangen.
Sebastian
17? Boah, das sind ja, mein Gott, 33 Jahre.
Dan Apus Monoceros
Also es ist schon eine Weile.
Sebastian
Also das ist ja,
Dan Apus Monoceros
Ja, das war natürlich nicht nur...
Sebastian
ganz ehrlich,
bin davon gar nicht so weit weg.
Dan Apus Monoceros
Ja,
Sebastian
Ich habe halt ein bisschen früher angefangen, aber das geht so schnell rum, die
Zeit. Und man spielt dann so vor sich hin und denkt sich, hups, schon wieder
fünf Jahre weg.
Dan Apus Monoceros
es gab auch Pausen dazwischen, wo ich gar nichts hatte.
Für mich muss ich ehrlich sagen, Qualität ist besser als Quantität. Also ich bin
nicht jemand, der jetzt, wenn ich niemand hätte, so eine Spielparty besuchen
würde, um mich auszutoben. Dann lasse ich das eben sein. Ich muss die richtige
Person dafür haben. Ja,
Sebastian
Ja, und wenn du das auch als, ich sag mal, als intimen Akt bezeichnest, also
etwas, was für zwei ist, Zweisamkeit,
dann muss es ja noch umso mehr passen.
Dan Apus Monoceros
das finde ich wichtig. Das
Sebastian
Ja, natürlich bei dominanten Menschen, gerade wenn du schon lange dabei bist,
komm, was hast du für Experimente gemacht? Magst du was erzählen? Also gab es da
mal was, wo du sagst, Mensch, vielleicht ist ja die andere Seite besser oder,
hm?
Dan Apus Monoceros
hatte ich noch nie.
Sebastian
Nee, okay.
Dan Apus Monoceros
Also ich hatte auch noch nie irgendwie den Bedarf oder die Neugierde.
Das gab es noch nie. Ich war schon immer dominant, was das angeht.
Ich werde oft gefragt, ob ich es nicht ausprobieren will.
Nein,
eigentlich nicht.
Was ich aber regelmäßig mache, ist, dass ich Sachen
an mir ausprobiere, bevor ich die Sub damit konfrontiere.
Also wenn ich ein neues Spielzeug hole, so ein Paddle oder was auch immer, ich
probiere es aus. Ich weiß nicht.
Sebastian
apropos, wo ist das Paddle hin? Das lag eben noch auf meinem Schreibtisch. Das
ist irgendwie verschwunden. Das hat sich das Podcastsubbie hier einfach mal
geschnappt.
Es gibt ja das Ding. Das brauche ich, damit ich hier nicht nervös bin. ist
irgendwie verschwunden.
da ist es wieder, es kommt jetzt über mir auf den Schreibtisch damit es nicht
wegkommt, irgendwie versehentlich oder durchbricht nein, es wird natürlich nicht
bespielt
ja, wobei es ist natürlich immer so der Punkt, wenn du sagst, du probierst
selber aus, das fühlt sich ja anders an, also ich habe nicht die Fähigkeit, Lust
dadurch zu empfinden, dass mir irgendwie die Hand oder der Popo weh tut also ich
kann es nicht nachvollziehen so sehr ich das auch gerne möchte, aber Aber ich
kann da nicht sagen, so fühlt sich das an. So, Subbie, du kannst jetzt noch, weil
ich habe es ja getestet. Es geht nicht.
Dan Apus Monoceros
Nein, natürlich nicht. Aber es geht vor allem darum, irgendwo das
Schmerzlevel einzustufen.
Ist es Pipifax oder ist es kaum zu ertragen? Das
ist einfach mal so eine Einstufung. Der
Sebastian
Ja, okay.
Dan Apus Monoceros
Rest, also ich sage immer, für den dominanten
Part, Empathie ist ein Muss.
Wenn du das nicht hast, dann geht garantiert was schief, früher oder später.
Und das alles andere mit dem Spielzeug, das wird
ausprobiert mit der Sub. Und
ich weiß nicht, ist das geil oder ist das nichts.
Sebastian
Das heißt, jetzt
Dan Apus Monoceros
Für eine der zwei Seiten oder für beide.
Sebastian
ist es natürlich schön, wir hatten jetzt Alex dran, der halt das Spielzeug
herstellt. Und da ist das natürlich ein ganz wichtiger Part. Aber natürlich
vergisst man in so einem Gespräch dann auch ganz schnell, das ist ja erst mal
das Werkzeug. Aber ich brauche natürlich eine entsprechende Beziehung, Bindung,
Machtgefälle, was auch immer, damit das überhaupt Spaß macht, mit diesem
Spielzeug was zu tun. Und da muss man schon zusammenpassen.
Dan Apus Monoceros
Ich fand es schön, dass ihr darüber diskutiert habt, dass so ein Spielzeug oder
speziell diese kleine Paddle kann man in verschiedenen Arten und Weisen drehen.
Das finde ich ganz gut.
Was auch noch vergessen wurde, ist vielleicht, dass positionsabhängig das gleiche
Werkzeug nicht immer die gleiche Wirkung hat.
Sebastian
Ja, das stimmt. Also diese Tagesform, von der ja immer alle sprechen, das kann
ich auch nur bestätigen.
Also das ist tatsächlich, also ich finde, da ist der Spieltrieb einfach wichtig.
Man kann da einfach noch mal als Dom, kann man noch mal fünf Jahre sein und
einfach mal rumprobieren und gucken, was passiert. Das ist dann dieser
Reaktionsfetisch, dass man mal schaut, Was kommt dabei rum? Und ich bin da auch
immer wieder überrascht. Das wäre ja auch irgendwie langweilig, wenn es aber
gleich wäre. Ach
Dan Apus Monoceros
Nein, und vor allem, ich sage ja, die Position ist immer gut. Und
manche Leute staunen, Was wir alle, und mit alle sage
ich nicht nur die SMler, auch die Vanillas dazu, was wir alle am
Essenswerkzeug zu Hause haben. Nur wir merken es nicht, weil die sind in der
Küche oder sonst irgendwo. Man kann einiges missbrauchen.
Sebastian
so, dieses,
habe da noch einen Schürhaken am Kamin, aber ich traue mich nicht, mit dem was
zu machen.
Dan Apus Monoceros
Ne, ne, aber so einen Holzkochlöffel zum Beispiel, das wäre so ein Klassiker.
Sebastian
Ja, du hast schon recht, also die Küche ist eh immer der beste Raum im Haus, der
Werkzeugkeller ist dann immer nicht so gut, habe ich auch wieder gelernt, so ein
Akkuschrauber, der lacht zwar das Domherz so ein bisschen, aber so wie guckt er
nur an und sagt, leg weg das Ding, hat es ja auch irgendwie recht, ne, trotzdem.
Dan Apus Monoceros
Ja, bedingt. Du,
Sebastian
So manchmal denkt man sich, was kann ich damit alles anstellen.
Ja, wir machen das so. Ich packe dich jetzt erstmal bei mir eh in die Losbox
rein, wie alle. Du darfst dir auch Musik wünschen tatsächlich. Da schickst du
mir einfach nochmal eine Mail oder wir hatten, glaube ich, bei Twitter gestern
Kontakt. Das ist ganz wunderbar. und ich werde mir sehr gut überlegen, wie
machen wir das, setzen wir uns mal zusammen und dann, ob du mich dann ausfragst,
ich überlege tatsächlich ja zu sagen, aber wir haben ja noch Corona und das kann
ja noch fünf Jahre dauern und dann dauert das halt noch ein bisschen.
Dan Apus Monoceros
ich zwinge niemanden. Es wäre schön mit
Corona. Ich kenne Studiolink auch, das ist kein Thema. Ich bin technikaffin.
Das ist keine Entschuldigung.
Sebastian
keine Ausreden mehr, ja.
Da muss ich mit der Kür punkten.
Dan Apus Monoceros
Sebastian, es muss nicht morgen sein, aber übermorgen.
Sebastian
Nein, aber übermorgen, so, so. So, ich gebe ja zu, ich genieße so ein bisschen
diesen Nimbus des, ich zeige mich hier nicht und ich verrate auch nicht allzu
viel und dann ist das okay, obwohl ich natürlich trotzdem sehr
mitteilungsbedürftig bin auf der anderen Seite auch. Und ich gebe es ganz
ehrlich zu, immer wenn ich dann auch irgendwie unterwegs war und habe ein
Interview gemacht mit jemandem, der mir da wirklich toll Dinge erzählt und mir
auf jede Frage geduldig antwortet und dann frage ich noch ein viertes und
fünftes Mal nach. und die Menschen sind so geduldig und die wissen, was sie
erzählen wollen und ich würde, glaube ich, fast immer dastehen und sagen, hm,
was sage ich denn jetzt dazu? Also, ich glaube, das würde mir wesentlich
schwerer fallen und deshalb versuche ich es halt mit dem Fragen stellen, weil
erzählen, ob mir das so liegt. Vielleicht lasse ich es mal darauf ankommen, wir
probieren es einfach aus.
Dan Apus Monoceros
Ja, kein Problem.
Sag Bescheid.
Sebastian
Du schickst mir eine Mail, damit ich Musik für dich finde
Dan Apus Monoceros
Mach ich?
Sebastian
und ich mache jetzt hier eine kleine Musikpause aber auch tatsächlich, damit
ich einmal kurz meinen Getränkenachschub hier organisieren kann. Und ich glaube,
einen Anrufer machen wir heute noch. Da warten wir jetzt aber nochmal zwei, drei
Minuten und dann geht das los. Lieber Dan, mach's gut und ich höre bei dir
einfach weiter rein und dann gucken wir mal, wie sich das entwickelt.
Dan Apus Monoceros
Wunderbar.
Sebastian
Mach's gut, tschüss.
Dan Apus Monoceros
Danke Sebastian, tschüss.
Sebastian
So, was spielen wir denn? Für Aline habe ich hier Daily Issues und das
spiele ich jetzt einfach mal. Und dann gucken wir mal, wer als nächstes hier
Anruferin: Steffi
dran ist. So, ich habe da jemanden am Telefon und der ist ganz aufgeregt und das
musst du doch gar nicht sein. Hallo Steffi.
Steffi
Hi.
Sebastian
So, du bist durchgekommen und warst ganz überrascht. Aber das ist eine gute
Probe jetzt, die wir jetzt haben, denn wir hatten eigentlich schon einen
Aufnahmetermin, sogar schon den zweiten im April eigentlich.
Steffi
Ja, genau.
Sebastian
Ja, hat nicht geklappt, Corona sei Dank.
Steffi
Ich habe mich auch etwas geärgert, aber ja, man muss es halt so nehmen.
Sebastian
Ja, und ich mich erst. Ja, vor allem, ich musste einen Termin, musste ich ja
absagen, das kommt selten vor, aber das ging dann einfach nicht anders und dann
saß ich da und musste es verschieben, ja und jetzt haben wir es verschoben und
dann war nichts, ne, Mist. Du
Steffi
Ja, aber ich stehe ja auf deiner Liste mit drauf, von daher alles gut.
Sebastian
da auch drauf. Und das Schöne daran ist, ich habe meinen Spickzettel, als wir
das Vorgespräch hatten. Wann war denn das? Ich gucke mal kurz nach. Das war
Mitte Januar. Den habe ich gefunden und hier.
Es kann natürlich sein, dass das alles nicht mehr aktuell ist. Darf ich den so
ein bisschen nehmen? Also ich weiß zum Beispiel, wie alt du bist und dass du
einen Freund hast, der Andi.
Steffi
Ja.
Sebastian
Und du bist die Sub und er der Dom.
Steffi
Ja, genau.
Sebastian
Und ihr habt auch Nachwuchs im Haus. Und darüber wollten wir nämlich
ursprünglich auch ein bisschen reden, dass das ein bisschen kompliziert ist.
Steffi
Ja, genau. Richtig.
Sebastian
Ja, die Frage ist jetzt, wie weit sabotieren wir jetzt die Folge, die wir
miteinander machen, wenn wir denn jetzt zu viel reden, ne?
Steffi
Ja, das musst du jetzt entscheiden. Nicht, dass wir deine ganze Folge oder
unsere ganze Folge, ja, dass die sich nicht mehr lohnt, weil ich hier schon dir
alles verrate. Ja,
Sebastian
Nein, pass auf, der Spickzettel ist so lang und der ist auch noch nicht fertig
sortiert, ne? Ja, ich schreibe doch immer mit, ne?
Okay, sagen wir mal so, den einen Punkt, den kann man immer nehmen, der
funktioniert immer und zwar, wie kommt man dazu, das musst du dann in der Folge
einfach nochmal erzählen und dann kann ich vergleichen, ob du irgendwelche
Änderungen eingebaut hast.
Ihr lebt beide BDSM miteinander und
Steffi
genau. Seit 14 Jahren mit dabei.
Sebastian
14 Jahren. Da kann ich meinen Spickzettel schon mal für die Folge korrigieren.
Da steht noch 13 Jahre. Sehr gut.
Und wie seid ihr zusammengekommen? Das soll
Steffi
Wir haben uns über die SZ kennengelernt. Tatsächlich.
Sebastian
es geben. Eben.
Steffi
Ja, wirklich.
Sebastian
Okay, wer hat wen angeschrieben?
Steffi
Er mich. Wobei er mir später erzählt hat, er hat mich wohl zweimal
angeschrieben, weil ich ihn das erste Mal habe abblitzen lassen.
Sebastian
Oh, okay, hast du denn dann die erste Mail noch gefunden und hast verglichen?
Vielleicht hat er auch zweimal dieselbe Mail geschickt.
Steffi
Nein, nein, nein. Ich habe auch mittlerweile vor ein paar Jahren die SZ
gelöscht. Oder mich gelöscht aus der SZ, sagen wir so.
Sebastian
da ist auch nichts mehr los, ehrlich gesagt.
Gut, aber er hat dich angeschrieben und weißt du noch, was da drin stand? Also
du hast ja immerhin geantwortet.
Steffi
Nee, heute, ganz ehrlich, keine Ahnung. Ich weiß es heute nicht mehr. Vielleicht
kann dir Andi das in der Folge erzählen. Ganz ehrlich, ich weiß es nicht mehr.
Sebastian
Ja, so doll kann es ja noch nicht gewesen sein. Aber es hat ja dann dazu
geführt, dass ihr zusammengekommen seid, ihr wohnt zusammen, ihr habt Nachwuchs
gemacht und seid am Spielen. Das dürfte eine der besten Mails gewesen sein, die
er in seinem Leben verschickt hat.
Steffi
Ich denke, ja.
Sebastian
Ja, wenn er das dann auch bestätigt.
Steffi
Schauen wir mal, der sitzt im Nebenzimmer.
Sebastian
Also bei euch, weil das so ein großes Thema ist, kann man, glaube ich, ein
bisschen darauf eingehen, dieses Elternsein und BDSM.
Das ist ja ein bisschen kompliziert.
Steffi
Ja.
Ein bisschen, ja.
Sebastian
Okay, fragen wir mal. Darf ich fragen, wie alt der Nachwuchs ist?
Steffi
Viereinhalb mittlerweile.
Sebastian
Viereinhalb. Okay, das heißt noch so jung, dass es noch nicht
dramatisch ist, aber schon so alt, dass der
Nachwuchs schon mitkriegt, was da eigentlich Sache ist. Also sowas wie Papa haut
Mama, das kriegen die schon mit in dem Alter. Und dann gibt es noch einen
Kindergarten, wo sie es erzählen können.
Steffi
Hm, ja, wir halten es noch
geheim vor ihr oder versuchen es ein bisschen vor
ihr geheim zu halten, sagen wir es mal so.
Sebastian
Oh je.
Steffi
Also wir spielen dann auch nur entweder, wenn sie im Bett liegt oder
bei den Großeltern ist.
Aber sollte sie irgendwann mal Fragen stellen, warum, wieso, weshalb, haben wir
auch beide beschlossen. Wir antworten ihr ganz ehrlich und wir setzen uns hin
und erklären ihr das, warum, wieso, weshalb und möchten ihr da auch nichts
verheimlichen. Weil ich der Meinung bin, wenn sie dann fragt, dann sind wir
ehrlich und versuchen es ihr zu erklären.
Sebastian
Da ist immer die Frage, wie man das kindgerecht erklären kann.
Steffi
Ja, das müssten wir uns dann noch überlegen. Das weiß ich bis jetzt noch nicht,
aber das kriegen wir hin.
Sebastian
Aber man muss das mal andersrum denken. Wenn man Kindern versucht zu erklären,
wie ganz normaler Sex funktioniert.
Das können die, glaube ich, noch viel weniger nachvollziehen, als zu sagen,
naja, das fühlt sich halt spannend an, wenn wir da ein bisschen raufen und uns
festhalten und sowas. Also ich sehe da die Möglichkeit, dass man das vielleicht
verpacken kann, aber ich stelle es mir unglaublich kompliziert vor.
Steffi
Ja, ich stelle es mir auch etwas komplizierter vor. Aber wie gesagt, noch können
wir das ganz gut von ihr abhalten. Und noch ist der Zeitpunkt nicht gekommen, wo
sie das mitbekommen hat.
Sebastian
So, jetzt hast du gesagt, ihr versucht das von den Zeiten so zu regeln, dass sie
da im Bett liegt.
Das heißt aber so besonders viel Krach könnt ihr auch nicht machen, ne?
Steffi
Nee, nicht allzu viel. Aber es gibt ja genug Spielmöglichkeiten, die keinen
Krach verursachen. Oder man kann den Krach ein bisschen mindern.
Sebastian
Jetzt sind wir hier wunderbar in der Unvernunft-Ratgeber-Ecke.
Steffi
Naja,
Sebastian
Wie kann ich BDSM betreiben, ohne dass ich Krach dabei mache, damit Nachbarn,
Kinder und Verwandtschaft nicht gestört werden?
Was macht ihr denn, wenn ihr versucht, wirklich leise zu sein?
Steffi
also ein bisschen Lautstärke geht schon, weil
der Nachwuchs so tief schläft, dass es das meistens nicht mitbekommt.
Ansonsten gibt es da immer noch sowas wie Knebel oder man nimmt halt solche
Schlagwerkzeuge, die nicht gerade den lautesten Knall verursachen.
Sebastian
Ja, aber das ist alles kein Gegenmittel zu Klopf, Klopf, Klopf, Mama,
ich hab Durst.
Es gibt ja Menschen, die sagen, dieser Subspace, das ist ihnen total wichtig,
dass sie da reinkommen und dass sie da auch, ich sag mal, wieder rausgeführt
werden, ein bisschen nachsorgen und alles. Und als Eltern hat man, das kann ich
aus eigener Erfahrung sagen, da geht halt die Tür auf und da ist halt ein Kind
und dem ist halt schlecht und dann ist halt die Session und wie schön es auch
gerade war, in dem Moment schlagartig beendet.
Steffi
Das ist richtig, da gebe ich dir vollkommen recht. Wenn das Kind in der Tür
steht, ist es hin. Also dann ist alles weg. Aber das Problem hatten
wir zum Glück bis jetzt noch nicht.
Sebastian
Oh, da habt ihr aber Glück gehabt.
Da hätte ich jetzt schön fragen können, okay, was macht das denn, wenn man da so
voll drin ist und dann wird man da so rausgerissen? Das möchte man ja eigentlich
in einer Session auch wirklich um jeden Preis vermeiden.
Steffi
Ja, auf jeden Fall, weil
ja, man möchte halt nicht, dass das Kind in der Tür steht und fragt, warum macht
ihr das jetzt und was ist hier los? Und wie gesagt, aber wir hatten das große
Glück, wir haben das bis jetzt noch nicht gehabt, die Situation.
Sebastian
Okay. Und wie ist das mit dem anderen Faktor? Ich sage mal so, ihr seid
wahrscheinlich abends schlapp, alle und kaputt.
Kommt das vor, dass ihr sagt, eigentlich wollen wir, aber wir sind beide zu
faul?
Steffi
Das kam auch schon vorher.
Ja, leider.
Sebastian
Ja, gut, das ist ganz normal. darüber reden gar nicht so viele Leute, habe ich
das Gefühl.
Das ist immer alles spannend und man hat Energie und macht und probiert aus und
geht auf Partys, aber manchmal muss es eben ein bisschen auch zurückstehen.
Steffi
Wobei,
ja, das ist halt so, ne, aber aber irgendwann ist das Kind auch größer und wie
das bei Nikki vorhin schon war, ist dann auch vielleicht mal außer Haus und
schläft dann freiwillig bei den Freunden und dann hat man ja auch wieder ein
bisschen mehr Zeit und ein bisschen mehr Luft und dann, ja,
Sebastian
Okay, und dann baut ihr die großen Geschütze auf oder
Steffi
dann wird es halt auch schon länger. Also wenn das einmal im Monat das Kind bei
den Großeltern ist, dann nutzen wir halt die Zeit auch und machen ein bisschen
was Größeres oder ziehen das ein bisschen in die Länge oder probieren was Neues
aus. Und
Sebastian
Gibt es da was, was ihr, ich meine jetzt gerade ist ja Großeltern gehen gerade nicht.
Gibt es irgendwas, wo ihr sagt, das wollen wir jetzt ausprobieren, aber wir
können halt gerade nicht.
Steffi
sonst fällt mir da jetzt gerade nichts ein, ne?
Sebastian
Kann ja sein. Ich habe das Problem immer, mal, da kommt mit der Post ein neues
Spielzeug. Und man will es sofort ausprobieren, aber nein, wir legen es dann
nochmal an die Seite, bis der richtige Moment kommt.
Es ist für mich fürchterlich.
Steffi
Ja, das ist schon sehr hart, der Moment, wenn man das
Spielzeug in der Hand hat.
Das Kind steht fast hinter einem und will dann sehen, was im Paket ist. Aber
man muss es dann nochmal schnell in der Schublade verstecken, bis der richtige
Moment da ist. Aber der Moment kommt ja dann zum Glück irgendwann auch und dann
kann man es in aller Ruhe ausprobieren.
Sebastian
Ja, wobei das widerspricht natürlich, ich sag mal, jedem Erziehungsratgeber,
dass man dann vor seinem Kind etwas verheimlicht und dann schließt man die
Schlafzimmertür ab und sowas, also dieses Open House und dass man da,
man macht halt Geheimnisse und kramt da so ein bisschen vor sich hin rum. Da
bin ich aber nicht so so sicher, was kriegen die Kids schon mit und was nicht
und werden sie dann vielleicht auch neugierig. Wenn jetzt der Nachwuchs an die
Spielzeugschublade geht, dann müsste er erzählen, dann müsste er dieses Gespräch
führen.
Steffi
Ja, nein, soweit kam es zum Glück noch nicht, dass sie unsere Spielzeugschublade
entdeckt hat. Ja,
Sebastian
Vielleicht sollten wir mit der Folge, die wir miteinander machen, warten, bis
der Tag gekommen ist. Ich würde das dann live mit Mikrofon begleiten. Mama,
was ist das?
Eltern haben ein unglaubliches Talent, die bösesten BDSM-Werkzeuge als harmlose
Dinge irgendwie darzustellen.
Steffi
das glaube ich.
Sebastian
Also das ist eine Haarbürste. Das ist dafür. Der Stock ist für Blumen und
all so ein Zeug.
bin da immer wieder unglaublich fasziniert tatsächlich, wie schnell man da
irgendeinen Mist erfinden kann tatsächlich.
Steffi
Ja, Eltern können da sehr kreativ werden, wenn es denn die Situation hervorruft.
Sebastian
Gibt es doch vielleicht schon ein Beispiel? Also mit dem Paket wegpacken, okay.
okay,
Steffi
Ja, gibt es. Ich habe
irgendwann mal, das ist schon ein paar Wochen her,
meine Metallschellen für die Füße bekommen
und wollte die dann natürlich, ich hatte die in der Hand und wusste, was es ist
und wollte sie auspacken und in dem Moment, oder habe sie ausgepackt und in dem
Moment stand sie hinter mir und ich habe sie wieder eingepackt und habe gesagt,
naja, nein.
Sebastian
es ärgert dich in so einem Moment. Was ist da drin? Was ist das?
ist so eine Geschichte. Man will die Kinder auf der einen Seite davor schützen,
auf der anderen Seite, ganz ehrlich, dass die bis 18 nichts mitkriegen, ist
irgendwie auch unrealistisch, der Gedanke. Ich finde den Ansatz von euch da gar
nicht schlecht zu sagen, da müssen wir ein aufklärerisches Gespräch führen.
Steffi
Ja, dass sie bis 18 nichts mitkriegen, ist halt verkehrt gedacht. Die werden
schon irgendwas mitkriegen. Man weiß halt nicht, in welchem Alter die was
mitkriegen leider. Aber wenn es so weit sein sollte, dann versuchen wir ihr das
irgendwie zu erklären und hoffen, dass sie es versteht.
Sebastian
Und irgendwann kommt auch der Tag, da fangen die an und wollen das alles gar
nicht mehr wissen. Da bist du dann raus, aus, weil die gucken von selber weg.
Das ist dann auch immer nicht schlecht.
Aber das hat ja noch ein bisschen Zeit.
Ich gucke gerade so ein bisschen diesen Spickzettel durch und wir könnten jetzt
im Prinzip eine komplette Folge machen. Da sind wir jetzt hier zweieinhalb
Stunden am Quatschen. Das ist kein Problem.
Wir machen das nicht.
Steffi
Nein, wir wollen ja auch nicht zu viel verraten.
Sebastian
Ja, also dieser Aspekt, den kann man noch ein bisschen ausführen. Aber an der
Stelle mache ich jetzt folgendes. Ich packe dich jetzt hier auf meinen Loszettel
und du darfst dir Musik wünschen. Kontaktdaten hast du ja. Und dann werde ich
die mal einspielen Und ich mag heute, glaube ich, noch einen Menschen, einen
Anruf mag ich heute noch durchstellen. Und wir beide oder wir drei dann, dann
ist ja auch dein Mann endlich mit dabei. Den kenne ich ja fast gar nicht. Nur
einmal vom Telefon.
Steffi
Ja, genau.
Sebastian
Wenn es dann soweit ist und wir dürfen wieder raus, dann setze ich mich in den
Zug und dann komme ich rum und dann kriegen wir das endlich hin. Und dann gibt
es eine schöne Folge komplett. Komplett.
Steffi
Jawohl, genau. Machen wir.
Sebastian
die große Mikrofonprobe hast du heute schon überstanden. Hast du super gemacht.
Dankeschön.
Steffi
Ja, ich bin froh.
Sebastian
Ja, dann bleibt mir erstmal dir nur einen schönen Arrestabend zu wünschen. Erhol
dich von dem Schreck, dass du plötzlich durchgekommen bist.
Steffi
Mach ich.
Sebastian
Und ja, dann gucken wir mal, wer dann noch kommt. Tschüss. Tschüss.
Steffi
Tschüss.
Anruferin: Bluerose
Sebastian
So, klick.
Ja, was machen wir denn jetzt? Ich klicke hier einfach auf annehmen und das,
mein Gott, hier geht ein Fenster nach dem anderen auf. Das gibt es doch, was ist
denn heute los mit euch?
Nehmen wir mal nicht den, sondern, mein Gott, hier sind so, den klicke ich jetzt
an. Hallo, Sebastian hier.
BlueRose
Ja. Tschüss.
Sebastian
Wer auch immer da ist, du bist durchgekommen.
BlueRose
Hallo.
Oh,
ich wurde ein bisschen überrascht. Ich musste gerade noch kurz die Lautsprecher
aufmachen, damit ich mich nicht doppelt höre.
Sebastian
Kein Problem.
Ich kann auch erstmal ein bisschen Musik für die Hörer spielen und dann können
wir uns erstmal ein bisschen unterhalten, wenn du möchtest. Aber wir können auch
sofort loslegen.
BlueRose
Mir egal.
Sebastian
Okay, dann legen wir sofort los, dann sparen wir Zeit.
BlueRose
Okay.
Sebastian
Mit wem spreche ich denn?
BlueRose
Ja, ich bin Rose, beziehungsweise im Chat als BlueRose angemeldet.
Sebastian
Ah, du bist das.
BlueRose
Und ich hatte so das Gefühl, nachdem du mich so
indirekt öffentlich erwähnt hattest mit dem Twitter-Kommentar, dass ich doch
nochmal anrufen wollte. Leute, ich,
Sebastian
Ich habe darauf spekuliert, dass genau das passiert. Okay.
Ich habe es ja nur sehr indirekt genannt. und das ist, glaube ich, eine ganz
gute Gelegenheit auch gerade.
BlueRose
tut mir furchtbar leid, dass der so ankam, also so negativ.
Sebastian
völlig in Ordnung. Also ganz ehrlich, Kritik muss man umgehen und das ist ja
mein Problem und das ist ja durchaus eine Kritik, die kann ich ja
nachvollziehen. Ich kann mich da versuchen rauszuwinden und erklären, wieso und
weshalb. Bei Twitter ist das natürlich schwierig.
Darf ich den Tweet einmal kurz raussuchen?
BlueRose
Darfst du, ich habe ihn auch, ich habe ihn sogar schon offen bei mir.
Sebastian
Dann lies ihn doch mal.
BlueRose
Also Auslöser war gestern Abend vor, Twitter sagt vor 23 Stunden, ich glaube es
sind eher mittlerweile 24 Stunden, war ein Tweet von mir, wo ich schrieb, dass
ich gerade die Folge 14 von Kunst der Unvernunft höre.
und da kam irgendwann die Aussage, dass irgendwie
die Hälfte der Hörer, glaube ich, schon abgeschaltet hat, weil es so
harmonisch zwischen dem Paar ist. Und meine Aussage dazu
war dann irgendwie, die Harmonie zwischen dem Paar löst bei mir nicht das
Ausschaltengefühl aus, eher der Moderator, der was Negatives sucht und auch nach
x Folgen mit Menschen, die glücklich und nicht mono sind, und das Konzept
irgendwie nicht ganz akzeptieren kann, will. Ja, in einem
kurzen Tweet kriegt man das auch nicht unbedingt alles super gut rein oder so.
Sebastian
Ja, da muss ich sagen, ich habe nochmal geguckt gestern, das war Folge 14, das
war die mit Katrin, glaube ich auch die, die du meinst.
BlueRose
Genau, ich glaube.
Sebastian
Das ist auch ganz gut, die ist nämlich im Chat, die ist quasi verfügbar. Aber es
ist natürlich, ich muss das mal erklären, also so ein Interview ist ja wirklich
eine Geschichte, ich habe meinen Spickzettel, da stehen aber keine Fragen drauf.
Da stehen tatsächlich so ein paar Themen einfach drauf, über die man sprechen
kann und ich versuche auch immer nicht zu viel vorher zu wissen, damit ich dann
ja auch noch wirklich fragen kann, was mich interessiert. Und wenn ich alles
weiß, dann vergesse ich möglicherweise auch wichtige Dinge zu fragen.
Und ich habe mir das gestern tatsächlich, ich habe das von dir gelesen und
dachte mir, hm, erst mal dachte ich, das ist ja ein blöder Kommentar, dann habe
ich das nochmal gelesen und dachte mir, ja, so ganz unrecht hat sie nicht und
dann ist mir aufgefallen, Moment, das ist ja jetzt auch über ein Jahr her und da
habe ich tatsächlich aber auch durch den Podcast eine Entwicklung gemacht, weil
ich einfach öfter mit Menschen gesprochen habe, die poly sind und da jeweils
verschiedene Möglichkeiten gefunden haben, glücklich zu sein und dass das auch
funktioniert.
Das ist eine Entwicklung, die nehme ich aus dem Podcast mit, aber ich muss mich
natürlich auch an der Folge von vor zwei Jahren im Zweifel messen lassen. Da
kann ich dich verstehen und ich finde das auch gut, dass mal jemand was sagt.
BlueRose
Ja, ich muss zugeben, ich höre mich halt gerade noch durch die
Folgen durch. Also ich höre schon sehr chronologisch und dass ich gerade live
mithöre, ist so dem
geschuldet, dass ich irgendwie nicht so schnell hinterher kam mit dem Hören, wie
ich wollte.
Sebastian
Alles gut. Also die Folgen, das entwickelt sich zwar immer so ein bisschen
insgesamt weiter, aber ich versuche das wie so eine Fernsehserie zu machen, dass
du im Zweifel funktioniert jede Folge einzeln.
BlueRose
Ja, weil so funktioniere ich nicht.
Sebastian
und du hörst ja weiter, du hast ja nicht bei Folge 14 aufgehört, sondern hast
dich aufgeregt und sagst das auch und weiter geht's.
Das finde ich auch schon wieder klasse.
BlueRose
arbeite ich auf die Folge mit Tim Melton.
Sebastian
Ja, die ist auch, die hat aber auch geschmort.
mag jetzt aber nicht spoilern.
BlueRose
Es macht wahnsinnig viel Spaß zuzuhören und alles und vielleicht kommt der
Kommentar auch aufgrund der Kürze und so von Twitter ein bisschen sehr harsch
rüber oder so, weil ich ihn wirklich super gerne den Podcast höre und es super
viel Spaß macht und so und
das ist halt so das Einzige, was mir bisher aufgefallen ist und Und ich dann
auch hinterher nochmal drüber nachgedacht habe und überlegt habe, dass es mir
zum Beispiel an anderen Stellen oder so überhaupt nicht aufgefallen ist und so.
Und ich nur dabei so ein bisschen dieses Gefühl hatte und ich vielleicht auch
gestern Abend einfach an der Stelle dann ein bisschen sehr empfindlich war oder
so mit diesem Nachbohren. Und diesen, offensichtlich,
Sebastian
Du brauchst dich da gar nicht zu entschuldigen, um Gottes Willen, das ist ja in
Ordnung, das ist ja für mich auch wichtig, dass ich hier nicht immer nur mit
irgendwelchem Lob vollgeseiert werde.
Das ist zwar schön, aber dann verliere ich auch irgendwie den Kontakt und weiß
auch nicht mehr, was ich mache. Jetzt habe ich natürlich, das ist eine fiese
Falle, du bist jetzt hier durchgekommen und eigentlich kommt hier keiner davon,
ohne dass ich ein paar Fragen stelle zu dir. Die Frage ist, kann ich das? Ja,
das ist doch schon mal gut. Gut, ich rate mal, du bist nicht monogam,
ja, offensichtlich, ja, okay, dann erzähl doch mal, wie dein
Konstrukt so ist, wie kann man gut leben und wo habe ich mich vielleicht
getäuscht auch, wo siehst du,
BlueRose
ja, also, ja, ich würde,
wie mein Konstrukt gerade ist. Das ist aktuell sehr kompliziert. Ich weiß das
nämlich selber nicht. Ich bin gerade, was das angeht, irgendwie wieder in einer
Findungsphase.
Ich bin im Prinzip über BDSM und meinen ersten
BDSM-Partner im Prinzip in das Polysein reingerutscht.
War vorher auch wahnsinnig auf dem Trip, nee, das ist nichts für mich und so.
Und hatte drei Jahre eine
Poly-Beziehung, wobei ich als
Beziehungspartner nur einen Partner hatte.
Und ansonsten hatte ich noch nebenbei eine Freundschaft Plus und jetzt seit
einem knappen Jahr einen Spielpartner. und also die Beziehung ist mittlerweile
zu Ende und aktuell kann ich nicht ganz sagen, ob was ich in
welcher Form ich eine neue Beziehung haben möchte oder so, also aktuell kann ich
mir nicht vorstellen, dass wir wieder 100, also eine wirklich rein monogame
Beziehung kann ich mir nicht vorstellen,
aber welche Form von nicht monogamer Beziehung, frag mich bitte nicht.
Sebastian
dann frage ich dich da nicht, sagen wir mal so, ich fasse das mal zusammen, also
das ist gerade ein bisschen im Fluss und verändert sich einfach gerade. Schade.
BlueRose
Ja,
Sebastian
Wenn man an Beziehungen baut, finde ich, dann sucht man immer etwas
Bestimmtes, aber man möchte gern etwas. Also man hat eine Vorstellung davon, das
brauche ich und dann bin ich glücklich. Kannst du das fassen, wo du hin willst?
BlueRose
ja, also ich bin immer noch nicht ganz weg und werde davon glaube ich auch nie
ganz ganz wegkommen von dem
Haus mit weißem Gartenzaun, zwei Kindern, Mann und
so weiter.
Aber nur das ist auch irgendwie gefühlt gerade nicht das
Passende. Und ja,
ich
Sebastian
Ja gut, also das ist ja auch manchmal ein bisschen kompliziert. Darf ich fragen,
wie alt du bist?
BlueRose
bin 28.
Sebastian
Ja gut, aber ganz ehrlich, da ist ja noch nichts gelaufen. Also da sind ja
nochmal locker 50 Jahre Zeit, um dann auch da hinzukommen, wo du hin willst.
BlueRose
Ja, aber zumindest so ab und zu meldet sich zumindest, was Kinder angeht, so
eine biologische Uhr. Nur ich
Sebastian
Da muss ich jetzt, das ist tatsächlich so ein Thema, da habe ich bisher noch
niemanden gehabt, mit dem ich darüber sprechen konnte, wenn dann, Poly, ja, das
ist eine Sache, erwachsene Menschen handeln da etwas aus und dann kann das
wirklich gut funktionieren. wenn Kinder ins Spiel kommen, ich stelle mir das so
unfassbar kompliziert vor.
Boah, also das wäre vielleicht was, wo ich da nochmal sagen würde, da könnte man
vielleicht mal drüber sprechen, wenn da jemand Interesse hat und sagt, ja, wir
machen das, wir leben das und wir kriegen das alles gut hin und verpackt und den
Kindern geht es auch gut. Das wäre was, das würde mich persönlich einfach mal
interessieren, weil ich stelle mir das so kompliziert vor. Wir kriegen das ja so
schon kaum hin, dass das alles ordentlich hier gesittet läuft.
BlueRose
muss zugeben, mir fallen auch,
also zumindest aus dem Bekanntenkreis und Umfeld fällt mir niemand ein, wo
ich sagen würde, der lebt wirklich poly und hat Kinder, wo ich da Sachen viel
mitbekommen würde.
Sebastian
Schließt sich das vielleicht so ein bisschen gegenseitig aus? Was meinst du?
BlueRose
Keine Ahnung.
Sebastian
Ja, du merkst, ich bohre aber jetzt schon wieder unvorbereitet in tiefe
Lebensfragen rein.
BlueRose
Ja, also ich finde, das ist
Sebastian
Das tut mir total leid.
BlueRose
gut. Ich finde das halt wahnsinnig schwierig zu beantworten, weil ich glaube,
dadurch, dass ich bisher im Wesentlichen auf den Stammtischen
von der SMJG bzw. Alumni unterwegs war und so,
wenn halt die Leute mit noch verhältnismäßig jungen Kindern auch und je jünger
die Kinder sind, umso schwieriger ist halt der Besuch eines Stammtisches. Und
ich glaube, das macht es nochmal schwieriger. Ich
Sebastian
gut, aber wenn die biologische Uhr tickt und sagt, hier, kümmere dich um mich.
Gut, gehört einfach zum Leben dazu, sage ich mal.
Oh Gott, hier mein Fenster ich mache jetzt hier die Hälfte meiner Fenster am
Bildschirm einfach mal zu hier gerade, irgendwie mich erwischen hier Dinge, das
gibt es ja gar nicht das Telefon teilt mit, dass Leute angerufen haben und sonst
was
Mich würde jetzt natürlich schon nochmal interessieren, was kann ich um nochmal
auf diese Folge da mit Katrin da zu kommen
Was wünschst du dir, wenn ich da wieder jemand habe und ich habe das Thema mal,
was interessiert dich? Was kann ich an Fragen stellen, auf die ich jetzt
vielleicht gar nicht kommen würde? Beziehungsweise, wo sollte ich nicht so sehr
bohren?
Ja.
Nein, um Gottes Willen. Ich stelle Fragen ganz fürchterlich viel, aber
musst du nicht jetzt beantworten.
BlueRose
weiß nicht, also
spontan fällt mir jetzt nichts ein, wo ich sage, das würde mich noch
interessieren oder das
solltest du unbedingt fragen oder so.
Mir ist halt zumindest in der Folge irgendwie einfach dann stark aufgefallen,
dass ich zumindest
den Eindruck hatte, dass für dich dieses Konzept von nicht monogam irgendwie
so
total fremd ist.
Sebastian
Ich müsste jetzt von mir erzählen, was ich aber natürlich nicht tue. Ich
beschließe jetzt Folgendes, dass ich bei jeder Paarkonstellation einfach mal
ganz stumpf und stur ganz gleichberechtigt sage, okay, wo knackt es, was klappt
nicht, weil ganz ehrlich, das betrifft ja jede Beziehung, dass da irgendwas im
Argen ist und natürlich ist das auch ein wichtiger Teil, weil immer nur über die
Sonnenseite des Lebens zu sprechen, das funktioniert zwar, aber dann
transportieren wir ja auch ein Bild der BDSMler, was
irgendwie gefühlt nicht unbedingt der Realität entspricht.
Also auf Stammtischen, ganz ehrlich, was ich da schon an ein paar Dramen und
Beziehungsdramen miterlebt habe,
Ich weiß gar nicht, wie viele Leute sich auf Stammtischen getrennt haben. Ich
habe keine Ahnung. Es müssen viele sein.
Das gehört einfach mit dazu.
BlueRose
Ja, also es war auch nicht nur, also mir ist es da viel aufgefallen, also
vorher schon so ein bisschen, aber
mache
Sebastian
Wir gucken mal. Du hörst noch die restlichen Folgen fertig und dann sagst du mir
nochmal hier, wird schlimmer oder wird besser?
BlueRose
ich.
Sebastian
Okay, und wenn ich dann irgendwann mal bei Folge 50 bin, der Livestream zählt ja
nicht als Folgennummer dazu,
dann gucken wir einfach mal, was wir da tun können. Also ich rufe da wirklich
alle auf, wenn ihr sagt, Mensch, es ist total doof, ich will den Podcast jetzt
nicht mehr hören, weil der hat wieder Mist gebaut.
Dann ruhig her damit. Ohne das funktioniert es auch nicht.
BlueRose
Nee, so ist es überhaupt nicht. Also so ist es überhaupt nicht. Aber gestern war
ich zumindest so weit, dass ich kurz den Podcast ausmachen musste.
Sebastian
im Zweifel kannst du auch mal eine Folge überspringen.
BlueRose
kam ja dann noch sehr viel Spannendes und das Thema war ja dann auch irgendwann.
Es
Sebastian
Was hat dich denn dann noch gefesselt? Was war dann so das Thema, wo du sagtest,
Oh, jetzt bleibe ich doch dran.
BlueRose
war
Sebastian
Bestimmt das Waterboarding.
BlueRose
spannend, die Beschreibung zu hören, aber irgendwo auch so ein bisschen, ich
will das jetzt eigentlich nicht hören.
Sebastian
Ja, okay, aber wenn es dann noch gereicht hat, dass du es fertig gehört hast,
ich glaube, dann war der Spannungsbogen genau richtig. Ich versuche das im
Schnitt auch immer so ein bisschen hinzubiegen, gebe ich ja ehrlich zu.
BlueRose
Ja,
Sebastian
Okay, ich glaube, es ist 23 Uhr. Das kann doch nicht wahr sein, schon wieder so
spät geworden.
Ich werde die Sendung jetzt gleich beenden.
Die packe ich natürlich auf meine Liste. Das heißt, einen Musikwunsch hast du
frei, selbstverständlich. und so ein kleines Paddel, damit kannst du bestimmt
auch was anfangen. Darf ich fragen, aktiv oder passiv, wo würdest du es
benutzen?
BlueRose
eher, also zumindest ausprobieren, ob es mir gefällt.
Sebastian
Okay, dann kann ich dir die Werbebeilage schon mal sagen, es soll auch irgendwie
nicht nur auf dem Popo gut sein, aber ich kann das ja jetzt hier nicht
ausprobieren. Ich werde dieses Ding hier im Büro anstauben lassen müssen.
Ärgert mich das. Naja.
Ich wünsche dir, also erstmal nochmal vielen Dank, dass du da überhaupt dich mal
geäußert hast gestern, das fand ich gut. Auch wenn ich dann natürlich versucht
habe zu erklären gerne zu relativieren, gehört auch dazu.
BlueRose
Wir
Sebastian
Ich finde das gut und wenn da wieder was ist, dann sag einfach Bescheid und im
Zweifel, wenn du Interesse hast, dann nehmen wir beide einfach mal eine Folge
auf, wenn das wieder geht.
BlueRose
hatten da schon ein bisschen drüber geschrieben bei FetLife,
Sebastian
Oh, ja, dass ich den Nicknamen von Twitter und FetLife, dass ich das
zusammenkriege, tut mir leid, das schaffe ich fast nie.
BlueRose
das ist aber doch der gleiche.
Sebastian
Ja, gebe ich ehrlich zu, das ist dann, da suche ich dann nicht groß, also das
wird mir zu kompliziert. Ich hätte am liebsten ein E-Mail-Postfach, Da kommt
alles rein und dann wird das alles schön sortiert. Gelingt mir nicht. Dann werde
ich da nochmal gucken.
BlueRose
Ja, wir hatten kurz geschrieben, wie nennst
du es, die verlorene Generation oder was war das?
Sebastian
Ja, da klingelt was. Ach, das war mit dem Alumni, ne?
BlueRose
Ja, genau.
Sebastian
Okay, da wolltest du ja nochmal Rücksprache halten.
Dann lasse ich dich Rücksprache halten.
BlueRose
Ja,
Sebastian
Und wenn du da weiter bist, dann schreibst du mich einfach an. Dann machen wir
an dem Punkt weiter. Und jetzt geht meine Stimme langsam über den Jordan.
BlueRose
mach ich.
Sebastian
Ich werde mich jetzt von dir verabschieden. Wünsche dir einen wunderschönen
Restabend. hoffe ich konnte dich ein bisschen versöhnen
BlueRose
Ja, ich war nur vorhin ein bisschen perplex, als du es angesprochen hast und ich
dann so das Gefühl hatte, oh je, jetzt ist es viel, viel negativer angekommen,
als ich dachte.
Sebastian
es ist halt wichtig und es bewegt mich halt das ist ja schön, ich habe die Macht
über den Podcast, ich kann sagen was ich will
und gehört eben auch dazu und dass du dich jetzt gemeldet hast, das passt ja
dann gleich das ist, ja besser geht's doch gar nicht
ich wünsche dir einen schönen Restabend jetzt mache ich noch eine kleine
Abmoderation und dann mache ich das Ding hier heute auch aus
BlueRose
Dankeschön, dir auch.
Sebastian
tschüss Tschüss,
BlueRose
Tschüss.
Verabschiedung
Sebastian
klick und jetzt mache ich das tatsächlich, ich mache noch eine kleine
Abmoderation, ich lese noch einen Spendengruß vor, nämlich von Temel und
Schäfchen und danke für die Mühe, die du dir machst, danke schön auch an dich
und ich merke das schon, ich werde jetzt hier die Unterstützer einfach so nach
und nach einfließen lassen und ihr habt das echt seit einer Woche, was soll ich
sagen, ihr füllt das, das läuft, das funktioniert und ich bin da echt begeistert
und ja, heute die Folge war ein bisschen ungewöhnlich, Es sind immer noch Leute
im Chat. Ich denke mir immer so, nach zweieinhalb Stunden müsste auch langsam
mal die Luft raus sein.
Wahnsinn.
Toll.
Ich bin auch ein bisschen platt, das merkt ihr gerade auch. Und deshalb spiele
ich jetzt noch einen Titel für euch.
Ich gucke noch mal kurz auf meinen besonderen Spickzettel, ob es noch irgendwas
gibt, was ich heute erzählen wollte oder muss.
Nö, ich bin tatsächlich durch. Ich habe alles gesagt, was ich sagen musste. Und
wollte. Die nächste Sendung ist dann definitiv am Freitagabend, den 1.
Mai. Da habt ihr ja nichts zu tun. Und da
muss ich noch ein bisschen planen, wer da überhaupt mitmacht. Ich habe die
tatsächlich noch überhaupt nicht geplant, die Folge. Aber ich glaube, mir fallen
da jetzt schon zwei, drei Leute ein, mit denen hatte ich schon ein bisschen
vortelefoniert. Mal gucken, ob die Zeit für mich haben. So, also
Freitag die nächste Folge, 20.30 Uhr, wie immer, schön Werbung machen und
weitersagen, damit hier auch ein paar Leute dabei sind, ansonsten Donnerstag ist
ja die Subrosadictum Geschichte bei YouTube, da könnt ihr auch nochmal
reinschauen und ich spiele jetzt hier für Josi, die beim letzten Mal angerufen
hat, denn die hat ja auch Geburtstag, Mein Name ist Sebastian, verabschiede mich von
euch und wünsche euch einfach noch einen richtig schönen Restabend, ganz viel
Spaß und dann hören wir uns am Freitag.
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