Podcast-Cover mit zwei Personen im Gespräch, umgeben von BDSM-Symbolen und Szenen in Sprechblasen.
Live
Live 176 · 22.06.26 · 186min · 6.544 Downloads · 268

Unvernunft Live 176 - BDSM nicht BDSMerInnen erklären

Wie wir sagen, was wir tun

1027
Spike-Spiegel
1
19.07.26

Ein kleiner Zwang wegen meiner direkt nach dem Post entdeckten Tippfehler:
Mein neues Handy bringt mich noch zur Weißglut beim Tippen. Irgendwann wird es sicher auch gut erzogen sein, wie mein vorheriges 😅

RunenRufer
2
17.07.26

Ich fand, in der Folge waren wieder richtig viele gute Gedanken und Perspektiven dabei. Ein Punkt, der mir beim Hören aber noch gekommen ist, betrifft den Einstieg in das Gespräch. Ich glaube, ich würde nicht damit anfangen, BDSM oder Kinks direkt zu erklären, sondern erst einmal fragen: „Was weißt du denn darüber? Welche Bilder hast du im Kopf, wenn du an BDSM oder Kinks denkst?“ Ich glaube, dass man dadurch viel besser versteht, wo die andere Person gerade steht und woran man im Gespräch anknüpfen kann. Daran anschließend kann man dann Themen wie Konsens, die Vielfalt von BDSM oder auch den Unterschied zu den typischen Klischees viel passender aufgreifen. Denn viele Menschen verbinden BDSM immer noch automatisch mit Schmerz oder Gewalt, obwohl das Thema so viel facettenreicher ist. Ich glaube auch, dass sich das Thema gut über Schubladendenken erklären lässt. Fetische oder Kinks sind letztlich nur ein Beispiel dafür, wie schnell Menschen aufgrund einzelner Eigenschaften oder Vorlieben bewertet werden – so wie es in vielen anderen Lebensbereichen auch passiert. Dieser Vergleich macht das Thema, finde ich, greifbarer. Eine Metapher, die ich persönlich immer wieder gerne nutze, ist die vom Konsens als Container. Sobald Konsens da ist, entsteht ein gemeinsamer Rahmen. Innerhalb dieses Containers kann – solange alle Beteiligten einverstanden sind – ganz Unterschiedliches stattfinden. Das kennen wir eigentlich auch aus dem Alltag. Eine Person kocht gerne, die andere räumt dan… Mehr Text anzeigen

Spike-Spiegel
19.07.26
Moin.
Ich würde da nicht über Sexualität und Intimität pauschal sagen "ist ein Grundbedürfnis" sondern eher "ist für viele ein Grundbedürfnis"
Ohne Nahrung, Wasser und Luft stirbt ein Mensch für gewöhnlich. Ohne Sexualität lebt es sich einfach enthaltsam.
Ob gezwungenermaßen, aus Anpassung an die Situation, oder sogar ganz freiwillig.
Außerdem, wäre Sexualität und deren Erfüllung ein Grundbedürfnis, so ließen sich einerseits Gesetze explizit zum Erhalt definieren, anderseits müsste das, was was zur Erfüllung des Grundbedürfnis notwendig ist "Versachlicht" werden.
Und da wären wir ganz schnell auf ganz dünnem Eis mit den Taschen voller schwerer Steine unterwegs. 😅

Zurück zur Metapher.
Metaphern sind definitiv wichtig. Kaum etwas dient besser zur Erklärung.
Jemandem den zehntausendsten (am besten noch denglischen) Neoligismus um die Ohren zu hauen und dann mit einem "Wie, das kennst du nicht? Informier dich mal und sei nicht so rückständig!" zu kommen, schafft seltenst Verständnis.
Besser daher, das Erklären mit bekannten und nachfühlbaren Erlebnissen, die dann die oft aufwändige Begriffserklärung erst einmal deutlich vereinfachen. Spezialisieren kann man dann immer noch.
Azutopsi
23
09.07.26

Guten Morgen
eine tolle Folge,.. ja wie erklärt man es. Ich denke das hängt sehr davon ab wem man es und mit welchen Zweck erklären möchte. Bei Freunden oder Kollegen denen man begeistert berichten möchte auf was für einem tollen Event man am Wochenende gewesen ist taste ich mich, wenn ich denke das sie es nicht verurteilen oder in den falschen Hals kriegen, vorsichtig vor und berichte erstmal über z.B. Shibary als Kunstform. Wenn dann ganz schnell das Thema gewechselt wird weiß ich das sie da kein weiteres Interesse haben ohn jetzt zu viele Details über mich erzählt zu haben. Wenn da Interesse da ist dann ist der Punkt um nachzufragen was sie denn genauer wissen wollen und das sie auch jederzeit sagen sollen wenn sie genug Info haben.
Mal eben den Kollegen, die staunen das man ja so schnell so gute Knoten in der Teambuilding Maßnahme Floßbauen kann, erklären das man das im Shibary Kurs gelernt hat finde ich auch witzig. Einige verstehen nur Bahnhof, andere halten das für einen blöden Spruch und die die es interessiert fragen dann ggf. unter 4 Augen nach.

Ausgesprochen witzig fand ich die eingeworfene Frage vom Podcastsubbi ab der Herr Stix noch etwas brauchen würde "Getränk, Nüsse, BJ?" Vermutlich war das Angebot nut 10 Minuten gültig und der arme Sebastian musste jetzt Prioritäten setzen

Miri234
16
03.07.26

Ich fand den Hinweis toll, dass mensch seinem Gegenueber auch einen Ausgang aus dem Gespräch ermöglicht. "Wenn es dir zuviel wird, sag Bescheid!" Gelebter Konsens :-)
Ansonsten bin auch ich wer, der vorfuehlt, wem ich was erzählen will - oder meine zu muessen. Oft kriegt man die Vibes ja recht frueh mit, wenn man weiss, wie die Personen bei anderen Themen ticken.
Und ich frage mich halt auch immer "Warum meine ich, das jetzt erzählen zu muessen?" Auf schwedisch "För vems skull?"
Feine Sendung, sehr bunt, und ja: die Neugier auf Sebastians neuen Kink ist natuerlich geweckt.

Finja
2
25.06.26

Es war eine super Folge auch wenn ich sie nicht live verfolgen konnte. Ich trage auf der Arbeit auch nein Halsband und Ring der O ganz offen und konnte ganz offt schon Fragen dazu beantworten wie : Was macht ihr den so für spiele ? Wie geht es bei dir dabei ? Wo kauft ihr euer "Spielzeug" ein?
Was habt ihr zu Hause eingerichtet für BDSM Sachen? Aber keiner fand das abschreckend wenn ich davon erzehlt habe. Habe Glück das alle bei uns da so offen sind. Am Anfang habe ich mich auch nicht so getraut das Halsband zu tragen aber nach der überwindung war alles super und werde auch so akzeptiert. Ich wünsche allen das sie auch weiter offen darüber sprechen können und ihr auch akzeptiert werdet wie ihr seit. Viele Grüße aus Datteln.

23.06.26

Eine sehr bunte und vielseitige Folge. Ich hoffe, es ist DIE Folge, die Sebastian Stix sich schon so sehnsüchtig wünscht. Eine, die er Nicht-BDSMern an die Hand geben kann, um BDSM zu erklären und verständlich zu machen.

Bei Spike-Spiegel bedanke ich mich für die Liedzeile von Rammstein aus "Ich tu dir weh". ... Du bist das Schiff, ich der Kapitän. Wohin soll denn die Reise gehen... Viele Texte von Rammstein beinhalten BDSM Kontext. Ich feiere das.

So so, Sebastian Stix hat neue Kinks für sich entdeckt. Wie neugierig sind wir denn jetzt bitteschön!!!!!

Danke auch an die Anruferin mit dem Buchtipp "Vernünftig unvernünftig".

Lg dini_dark.7.0

Sempai
3
23.06.26

Ich finde es wunderbar, wie Dinge blind ineinander greifen. Wenn eine Anruferin in ihrem Beitrag davon berichtet das unter anderem ein Feedback kam im Sinne von „wie wenig Selbstachtung kann man denn haben“ ; das war es, was ich in meinem Einspieler mit wappnen meinte. Denn damit muss man erst einmal klar kommen.

Asteria
1
22.06.26

Hallo ihr Lieben, da hab ich mich wohl bei meinem Einspieler etwas verquatscht bitte verzeiht! 🤭
Ich gelobe Besserung!
Liebe Grüße



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