Cover Nordmann & Lola - Abgewöhnen geht nicht

Nordmann & Lola - Abgewöhnen geht nicht

Alle Wege führen zum Kink

31.03.25
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Cover Nordmann & Lola - Abgewöhnen geht nicht

Episodenblog

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Alle Wege führen zum Kink

Heute spreche ich mit Nordmann. Er ist 41 Jahre alt, kommt von mir aus gesehen aus dem Süden und er spielt oben.

Er mag Kontrolle, lässt sich gerne fieser gemeiner Sadist und auch Caregiver nennen. Ein ganz normaler Gast in diesem Podcast - müsste man meinen. In Nordmanns Leben spielt Religion eine Rolle. Auch heute noch. Doch als er in seiner ersten Ehe das Thema BDSM ansprach, kam das gar nicht gut an und so landete er sogar bei einem "kirchlichen Berater", der mit ihm versucht hat diese BDSM-Phantasien abzugewöhnen. Das hat zum Glück nicht funktioniert.

Eigentlich war gedacht, dass Nordmann hier alleine spricht. Er hat jedoch seine Partnerin und Sub Lola mitgebracht. Nun gibt es im Hause Stix die Regel: Wer im Raum ist, bekommt ein Mikrofon. Ob Lola, 37 Jahre alt und auch gläubig etwas ins Mikrofon gesprochen hat und ob das in der Folge überhaupt drin bleiben dürfte, erfahrt ihr, wenn ihr diese Folge ganz genau hört.

Bilder zur Folge

Kapitelmarken

00:00:00
Intro
00:00:38
Einleitung
00:02:41
Begrüßung
00:06:07
Kink heute
00:06:56
BDSM entdecken
00:10:27
Das deponierte Pornoheft
00:12:22
Partnerin: Das ist krank, mach das weg
00:15:35
Anti-BDSM-Therapie
00:20:48
Neustart und los geht's
00:23:53
Konflikt Glaube und BDSM
00:25:15
Gruppe: BDSM und Christsein
00:26:44
Erster Stammtisch
00:34:11
Eigene Grenzen
00:38:35
Comming out
00:40:42
Ziel: Monogame BDSM-Beziehung
00:42:51
Lola kennenlernen
00:45:16
Lolas Weg
00:48:05
Pille absetzen, Kopfkino da
00:51:10
Mit dem Partner nicht kompatibel
00:55:24
Ausprobieren
00:58:22
Freundin: Ihr passt nicht zusammen
01:01:01
Verlieben mit Hindernissen
01:12:16
Vorspiel: Das klassische Date beim Italiener
01:15:56
Hauptgang: Spielen
01:17:20
Mono & Poly & eine Einigung
01:22:09
Regeln und Rituale
01:22:19
Das Ding der Woche: Halsband
01:34:52
Bürokratie und Gerechtigkeit
01:35:34
Das Ding der Woche: Regeln und Ärger
01:37:48
Strafe neutralisiert Ärger
01:44:10
Demütigung
01:53:09
Edging, Frust, Verbote und Vorsatz
02:00:56
Das Ding der Woche: Langwaffenkoffer
02:09:02
Welche Partys?
02:11:49
Wünsche
02:14:09
Kleiderordnung
02:15:37
Umgang mit dem Nachwuchs
02:22:13
Geschenke für Stix
02:23:43
Shorts
02:29:52
Das A oder B-Spiel
02:37:13
Verabschiedung
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Sebastian Hallo und herzlich willkommen zur Kunst der Unvernunft. Mein Name ist Sebastian Stix und hier darf ich mit Kinky-Menschen über BDSM sprechen. In diesem Podcast lernt ihr meist nichts über Praktiken, welche Spielsachen ihr kaufen solltet und wie man Menschen richtig auspeitscht, fesselt und so weiter. Hier lernt ihr aber die Menschen kennen, die BDSM leben und ausleben. Hier lernt ihr ihre Geschichte, Zweifel, Gefühle und eben ihren gesamten Kinky-Lebensweg kennen. Liebes Publikum, ich verspreche euch, egal welchen Kink ihr habt, ihr seid nicht allein. Und dieser Podcast und alle seine Folgen sind der Beweis dafür. Heute zu Gast habe ich den Nordmann. Er ist 41 Jahre alt, kommt von Hannover aus gesehen weit aus dem Süden und er spielt oben. Er mag Kontrolle, lässt sich aber auch gerne fieser, gemeiner Sadist nennen, aber auch Caregiver. Ein ganz normaler Gast für diesen Podcast, müsste man meinen. In Nordmanns Leben spielt Religion eine, ja, nicht unerhebliche Rolle. Auch heute noch. Doch als er in seiner ersten Ehe das Thema BDSM ansprach, da kam das gar nicht so gut an. Und er landete im Endeffekt sogar bei einem, ja wie nenne ich das mal, einem kirchlichen Berater, der mit ihm versucht hat, dieses BDSM, diese Fantasien loszuwerden und sich das abzugewöhnen. Kleiner Spoiler, zum Glück hat das überhaupt nicht funktioniert. Jetzt war eigentlich gedacht, dass Nordmann hier alleine spricht. Er hat jedoch seine Partnerin und so Lola mitgebracht und die wollte eigentlich gar nicht sprechen. Jetzt gibt es im Hause Sticks aber eine Regel, wer im Raum ist, bekommt ein Mikrofon. Ich habe zu oft gelernt, dass das viel zu ärgerlich ist, wenn die Menschen kein Mikrofon haben, denn sie wollen doch alle reden. Und ob Lola 37 Jahre alt und auch gläubig etwas ins Mikrofon gesprochen hat und ob das auch noch gesendet werden dürfte, das hört ihr jetzt. Los geht's mit Folge 127 mit Nordmann und Lola. Liebes Publikum, es ist wettermäßig offenbar der bisher schönste Tag des Jahres. Wir sitzen hier Anfang März in diesem kleinen Büro. Es ist noch nicht so warm, es ist schön. Und weit, weit weg aus dem Süden habe ich Besuch bekommen vom Nordmann. Hallo.
Nordmann Hallo Sebastian.
Sebastian Ja, irgendwie fünf Stunden wart ihr unterwegs.
Nordmann Ja, so viereinhalb, fünf Stunden haben wir jetzt gebraucht. sind aber echt gut durchgekommen und zu deinem Anfang März möchte ich noch anfügen, wir haben den Weltfrauentag heute.
Sebastian Ja, stimmt und ich habe sogar instinktiv den Podcast so wie heute Blümchen mitgebracht.
Nordmann Ja, siehst du mal.
Sebastian Ich habe mir gedacht, das ist total toll, mal ohne Grund und da dachte ich, ach du hast an den Weltfrauentag gedacht. Ja, ja, natürlich.
Nordmann Ja.
Sebastian Eigentlich sitzen nur wir beide heute hier und nehmen auf oder beziehungsweise eigentlich haben wir abgesprochen nur wir beide heute ein Mikrofon, Aber da sitzt daneben dir auch noch Lola. Hallo.
Lola Hallo.
Sebastian Du bist mal so mitgekommen und möchtest eigentlich gar nicht reden.
Lola Nö.
Sebastian Aber du kannst, denn es gibt diese fiese Podcast-Regel. Wer im Raum ist, kriegt ein Mikrofon. Wenn du willst, red so viel du möchtest und verbessere ihn vor allem. Und ich werde dich trotzdem gelegentlich Dinge fragen und dann entscheidest du einfach, ob du was dazu sagen möchtest. Hier wird natürlich niemand überrumpelt, aber es wäre doch so schade. Ja, ich versuche mal euch vorzustellen anhand dessen, was ich habe. Also Nordmann, 41 Jahre alt, offenbar in Beziehung mit Loda, 37. Darf ich das überhaupt sagen? Okay, du nickst, das reicht mir. Und ihr habt beide irgendwie mit BDSM zu tun.
Nordmann So weit, so richtig, ja.
Sebastian Genau, also wir haben uns vor ein paar Monaten ein bisschen unterhalten im Vorgespräch. Was habe ich hier so an Themen? Irgendwelche Porno-Heftchen in der Ausbildung, dann haben wir hier irgendwas mit Glaube und Christsein, Wilderei.
Nordmann Wilderei? Wer macht denn sowas?
Sebastian Ja, irgendwie stehen hier interessante Dinge. Hier stehen auch Dinge, die nicht passieren. Ach ja. Also es sind einige Themen hier auf dem Zettel. DS und Alltag natürlich. Alltagsfamilienkrams habe ich als Notiz. Dann steht hier allerdings auch Strafbuch.
Nordmann Ja, auch das gibt es tatsächlich.
Sebastian Und Party, Stammtisch, alles mögliche. Wirklich alles mögliche. Und das müssen wir einfach alles mal besprechen, denn bisher theoretisch bist du, seid ihr, die ganz normalsten perversen Menschen.
Nordmann Aber sind wir nicht alle ganz normale, perverse Menschen?
Sebastian Das ist ja die Hoffnung, dass ich in diesem Podcast das mal abschließend erklärt kriege. Das heißt ja nicht, dass es nicht interessant ist. Dadurch habe ich hier bei dir nochmal stehen, fieser, gemeiner Sadist.
Nordmann Ja, das ist ein Spitzname, den kriege ich gelegentlich von der lieben Lola zugesteckt. Ich weiß gar nicht, wie sie da drauf kommt.
Sebastian Okay, sie, sie, oh Gott, das ist viel Mimik. Also wir können es so machen, du musst nicht reden ins Mikrofon, wir halten nur eine Kamera drauf. Also ich überlege, ob ich das übersetzen möchte. Ich bin gespannt. Das ist ein Experiment. Wir schauen mal, was kommt. Also liebes Publikum, bisher haben alle Menschen im Raumwart immer irgendwann irgendwas gesagt, weil so viele Falschinformationen konnten sie nicht mehr an sich halten. Ich erwarte das heute quasi. Gut, aber dann beginnen wir einfach mal. Wo würdest du sagen, wie kannst du deinen Kink heute beschreiben? Ganz grob, ganz oberflächlich erstmal.
Nordmann Ich würde mich ganz grob und ganz oberflächlich als dominanten Sadisten bezeichnen. Ich habe also viel Spaß daran, Menschen leiden zu sehen bei einem Leid, das ich ihnen zugefügt habe. Und habe auch gerne so die Kontrolle im Leben, bestimme gerne, was passiert, wo es lang geht. Habe gerne die Fäden in der Hand.
Sebastian Okay, das klingt sehr klassisch und sehr einfach, was es nicht ist, ne?
Nordmann Naja, wenn man einen Mitspieler hat oder eine Mitspielerin, dann kann das auch sehr schön sein. Aber es gibt natürlich, wie bei allen zwischenmenschlichen Interaktionen, Stolperfallen.
Sebastian Ja, und über die wollen wir heute sprechen. Aber es gibt ja diese elende Tradition hier, wir fangen mal vorne an. Hier steht was von Räuberspiele.
Nordmann Räuber? Habe ich sowas erzählt?
Sebastian Ja, also wie hast du entdeckt, dass man irgendwie andere Sachen als kuscheln, streicheln und irgendwie massieren kann?
Nordmann Naja gut, ich meine, da müssen wir eigentlich noch ein bisschen weiter ausholen.
Sebastian So weit, wie du willst. Ich habe Zeit.
Nordmann Ja, wir auch. Wir fahren ja erst morgen früh wieder nach oder morgen Vormittag wieder nach Hause.
Sebastian Genau, ihr müsst euch jetzt das Abendessen und Frühstück verdienen.
Nordmann Wie ich war, das war Bestandteil der Einladung, habe ich gehört.
Sebastian Ich finde noch optionale Zusatzpakete.
Nordmann Naja, ich glaube, das ist was, was ganz, ganz viele oder eine Parallele, die ganz, ganz viele BDSMler teilen, dass man irgendwie so im Laufe der Kindheit merkt, irgendwie ist da was anderes und irgendwie ist man vielleicht beim Spielen lieber auf der einen Seite oder lieber auf der anderen Seite, sprich lieber der Räuber oder lieber der Gendarm, der fängt oder der gefangen wird, hat dann vielleicht auch mal seinen Spaß, dann in dem Alter noch im spielerischen Kontext jemanden irgendwo hinzufixieren, jemanden einzusperren, solche Themen.
Sebastian Okay, und das war ganz früh schon?
Nordmann Ja, also die ersten Erinnerungen daran zurück habe ich, ich weiß es nicht, da war ich so, Also es geht schon echt früh zurück.
Sebastian Und dann kommt ja irgendwann dieser Moment, wo man anfängt so ein bisschen zu merken, dass man ein sexuelles Wesen ist. Wann fing das bei dir überhaupt an grundsätzlich, dass du dich für Mädels interessiert hast?
Nordmann Ja, das ging so ganz klassisch in der Pubertät los mit 13, 14, 15, wobei das dann auch noch eine ganze Weile gedauert hat, bis ich tatsächlich meine erste Beziehung auch hatte. Es gab erste Berührungspunkte, aber dann auch durch die klassische Erziehung ist man noch nicht unbedingt so weit, dass man auch zu dem steht, was man vielleicht als Kind schon entdeckt hat, was man ja aber auch noch gar nicht zuordnen und benennen kann. Was einem dann aber doch gefällt. Also der Weg, da hinzukommen, dem Kind dann einen Namen zu geben und das auch anzuerkennen, dass das vielleicht sogar was ganz Schönes ist, das ist ein gar nicht so kurzer Weg.
Sebastian Ja, gab es schon irgendwelche Ideen und dann dieses macht man nicht, weil stand nicht in der Bravo, sag ich mal. So ging es ja mir so ein bisschen. Dann waren halt diese Heftchen in der Schule, sind die mal rumgegangen und alles mögliche und die Doktor-Sommer-Seite. und da stand immer alles drauf und alles, was ich interessant fand, das kam da im Grunde nicht vor. Also das wäre halt nicht statthaft gewesen.
Nordmann Also ich meine, wir sind ja ähnlich alt, wir zwei. Das heißt, auch ich bin mit der Bravo aufgewachsen, mit dem Internet war es noch nicht ganz so weit her. Google war, glaube ich, noch nicht mal gegründet. Von dem her hatte man da schon Ideen und hatte man schon Fantasien, Aber es war auch gesellschaftlich einfach teubisiert und das gab es nicht und das macht man nicht.
Sebastian Was hast du im Kopf? Gab es da konkrete Ideen schon, was mal spannend sein könnte?
Nordmann Es hat sich da im Prinzip auch schon drum gedreht, Macht zu haben, Kontrolle zu haben. Ich glaube gar nicht, dass es jetzt konkrete Fantasien gab. ob ich möchte jetzt, keine Ahnung, Spanking betreiben oder Bondage betreiben oder andere ganz, ganz konkrete Dinge umsetzen. Soweit war ich da, glaube ich, noch nicht.
Sebastian Wäre es so für immer so gewesen und wie kamen die Änderungen? Wie hat das Kind einen Namen bekommen?
Nordmann Es ging dann los, dass ich erstmal meine erste Frau kennengelernt habe und dann aber auch mit ihr relativ schnell zusammengekommen bin.
Sebastian Wie alt warst du da?
Nordmann Damals war ich 18 oder 19.
Sebastian Okay, also wirklich früh.
Nordmann Genau und wir waren noch, ich glaube wir waren anderthalb Jahre zusammen, bis wir dann geheiratet haben. Und das geht aber einher auch mit dem Ende meiner Ausbildung und da habe ich in dem Ausbildungsbetrieb noch weitergearbeitet. Und da bin ich das erste Mal auf ein Pornoheft gestoßen, dass da irgendein Kollege irgendwo deponiert hatte.
Sebastian Deponiert?
Nordmann Ja.
Sebastian So auf dem Kopierer oder?
Nordmann Nein, es war schon ein bisschen ein versteckter Ort, aber ich glaube, ich musste irgendwelche Unterlagen suchen und dann ist das mir halt in die Hände gefallen.
Sebastian Gut, aber wenn du quasi schon in Beziehung warst und volljährig in die Ausbildung, warum? Dann hast du ja schon mal ein Pornoheft gesehen.
Nordmann Nein, bis dato noch nicht tatsächlich.
Sebastian Okay.
Nordmann Das war meine erste Berührung mit einem solchen Medium.
Sebastian Gott, da gibt es ja viele von. Weißt du noch, was es war?
Nordmann Nein, das kann ich dir nicht mehr sagen.
Sebastian War es eher auf Kink spezialisiert oder eher so ein, wo man schwarze Balken über den Augen hat? Oder die Uschi irgendwas im Heu macht? Keine Ahnung.
Nordmann Es war, glaube ich, ein ganz allgemeines Pornoheft. Und es gab aber einen Abschnitt, ich weiß nicht, zwei oder vier Seiten, die sich dann mit dem BDSM beschäftigt haben.
Sebastian Okay. Vom Inhalt noch irgendwelche Ahnungen?
Nordmann Ich glaube, es war so ganz klassisch, die Domina, die den Manager oder den Mann irgendwie dominiert, schikaniert. Also das, was damals, glaube ich, auch medienmäßig am weitesten verbreitet war als Bild vom BDSM.
Sebastian Dann könnte man ja anfangen zu googeln.
Nordmann Dann könnte man anfangen zu googeln. Ich glaube, dann gab es Google auch schon inzwischen. Aber ich war ja verheiratet.
Sebastian Okay, wobei, lass mich nochmal überlegen. Also du hast das gelesen, dann gab es garantiert Bilder dazu, wahrscheinlich mehr Bilder als Text.
Nordmann Definitiv.
Sebastian Was hast du da gedacht vom Inhalt her? Oder was hat dich da angesprochen?
Nordmann Na, ich glaube, es hat so zum einen diese Idee, die ich ja eigentlich schon seit meiner frühen Kindheit und Jugend habe, hat es so ein bisschen den Namen gegeben, dass es da was gibt. Und dann fand ich das halt auch spannend, dass Menschen sowas miteinander tun. und da auch einen Lustgewinn dabei haben.
Sebastian Also das ist dabei schon rausgekommen in dem Inhalt.
Nordmann Ja, würde ich so sagen. Es ist aber so, dass es dann halt auch in der Ehe irgendwie nie einen Raum gefunden hat.
Sebastian Ja, lass mich da nochmal so reingreifen, weil ich finde immer diese Momente, wo man sich selbst gewahr wird, was passiert da eigentlich, welchen Namen hattest, also hast du dich dann weiter informiert oder gab es nur die eine Geschichte oder war das so der Startpunkt, ich lese jetzt das Internet leer vielleicht?
Nordmann Ich habe tatsächlich mich auch weiter informiert. Ich habe damals dann auch die Sklavenzentrale zum Beispiel entdeckt. Die ist ja auch ein schon sehr lange existentes Medium in der Community. Aber es hat halt trotzdem nie Raum gehabt in meinem Leben. Also es war schon so, dass ich das spannend fand und dass ich auch das irgendwie mir hätte vorstellen können oder gewünscht hätte sogar, das leben zu können. Aber es war einfach nicht möglich zu dem Zeitpunkt.
Sebastian Deiner Partner und deiner Frau hast du dich irgendwie anvertraut?
Nordmann Wir haben das besprochen, das Thema, also es war, naja, es klingt jetzt so sachlich.
Sebastian Wir haben das besprochen, ja, das ist so, ja, das klingt sehr pragmatisch.
Nordmann Ja.
Sebastian Nein, aber wie geht man da ran, weil was sagt man dann? Du, ich habe übrigens im Internet was gefunden und da gibt es dann so eine Plattform, die hat auch einen sympathischen Namen, die Sklavenzentrale, wollen wir uns da, oh Gott, also das wäre jetzt wahrscheinlich die schlechtest mögliche Variante, aber wie hast du versucht da ein bisschen auch Kommunikation zu Hause zu etablieren?
Nordmann Und letztendlich, indem ich erzählt habe, dass es da etwas gibt, was mich fasziniert, was mich auch schon lange begleitet, was ich gerne ausprobieren möchte.
Sebastian Reaktion?
Nordmann Größte Ablehnung.
Sebastian Okay, also nicht nur ein, nein, wir machen das nicht oder kann ich mir nicht vorstellen, sondern.
Nordmann Das ist ganz furchtbar und das macht man nicht und das ist ganz schlimm und das ist ganz böse und Menschen, die sowas machen, sind alle krank.
Sebastian Ja, ich wollte das so genau hören, weil im Grunde kommt es hier im Podcast relativ häufig vor, dass Menschen dann nach vielen Jahren, Sich dann doch ihrem Partner anvertrauen und dann entstehen wundervolle Dinge und man traut dem eigenen Partner oft nicht zu, dass das funktionieren kann oder dass da eine positive Reaktion kommt, aber bei dir war es dann ja genau andersrum. Wie geht es dir dann nach, wenn deine Partnerin sagt und deine Frau sagt, nee geht gar nicht, stell das ab und vergiss das bitte?
Nordmann Naja, es ist ein Problem, weil wie wir alle wissen, das lässt sich nicht einfach abstellen und das lässt sich nicht einfach loswerden. Das ist in meinen Augen Bestandteil unserer Persönlichkeit und wie ich heute sagen kann, ein ganz toller Bestandteil unserer Persönlichkeit gab dann auch zum Ende der Ehe den Versuch, das Ganze psychotherapeutisch zu bearbeiten, mit dem Hintergrund, das in Anführungszeichen loszuwerden. Und aus heutiger Sicht kann ich sagen, das hat Gott sei Dank nicht funktioniert.
Sebastian Das ging von ihr aus? Oder hast du jetzt den Leidensdruck, okay, ich habe es im Kopf, ich komme nicht davon los, das ist ein Problem. Also können ja beide entscheiden.
Nordmann Genau, es war dann im Rahmen schon des Trennungsprozesses. Ich glaube, ein Stück weit auch so ein Zugeständnis von mir, zu sagen, naja gut, ich probiere mal, ich schaue mal, was es da für Möglichkeiten gibt. Aber ich glaube, aus heutiger Sicht kann ich sagen, ich werde auch nicht dahinter gestanden hinter diesem Therapieansatz.
Sebastian Also du hast wirklich einen Therapeuten, eine Therapeutin besucht mit diesem Ansatz.
Nordmann Genau, ich habe mir einen Therapeuten gesucht, auch noch mit einem christlichen Background und habe dann dort mehrere Sitzungen gemacht mit dem Therapeuten. Und das Ende von diesem Therapieversuch war dann irgendwann, dass der Therapeut gesagt hat, naja, so viel kann ich ja jetzt aber auch nicht mehr für Sie tun. Und melden Sie sich doch mal wieder, wenn Sie wieder in einer Beziehung sind und das nochmal konkret werden würde.
Sebastian Vielleicht nochmal dieser Ansatz. Du meldest dich und sagst, hallo, ich habe hier ein sexuelles Verlangen, das muss weg. Dann hoffe ich ja eigentlich, dass ein guter Therapeut sagt, Nee, nee, nee, nee, wir machen hier nichts weg, wir gucken uns das erstmal an. Oder stand die Person wirklich dahinter zu sagen, ja, wenn sie das stört, dann machen wir das weg.
Nordmann Genau, so war das ja. Also der Ansatz war ganz klar, wenn mich das stört, dann schauen wir, dass wir das wegkriegen, dass das quasi in zukünftigen Beziehungen keine Belastung mehr werden könnte.
Sebastian Ja, also ich kann das nachvollziehen unter dem Aspekt, ja, das ist ein Problem, dann gucken wir, dass wir helfen, aber so die Idee zu sagen, okay, dann beschäftigt man sich mit dem Thema und schaut mal, ob man das vielleicht irgendwie als Teil und Akzeptanz quasi verstehen kann, das gab es nicht.
Nordmann Nein, gar nicht.
Sebastian Ich bin da mal neugierig, weil ich habe es noch nie gehört. Was für Ansätze gibt es denn dann da, das wegzukriegen? Also sich irgendwie immer schmerzhaft kneifen, wenn man daran denkt, funktioniert bei BDSM vermutlich eher umgekehrt nicht. Also Entschuldigung, ich will das gar nicht verharmlosen, aber im Grunde kann ich mir nicht vorstellen, wie man da loskommen soll davon.
Nordmann Naja, ich glaube, so einen richtigen Ansatz gab es da auch auf der Seite des Therapeuten nicht. Also es fand, Familienaufstellung fand dann statt und so. Und ich glaube auch, dass er die Ernsthaftigkeit nicht begriffen hat, weil es fiel dann irgendwann mal so ganz lapidar, fiel von ihm der Kommentar, ja, aber wenn man das macht, hat man dann nicht auch irgendwann mal das Bedürfnis zurückzuhauen.
Sebastian Ach so, das Konzept bin ich eben gar nicht verstanden.
Nordmann Ja, genau. Und auch nicht verstanden, auf welcher Seite ich denn, also dass ich oben unterwegs bin, hat er überhaupt nicht verstanden gehabt und, so wie du gesagt hast, das Konzept dahinter überhaupt nicht verstanden.
Sebastian Dabei müsste man eigentlich sagen, noch die andere Wange hinhalten und dadurch irgendwie Erlösung finden. Das sind eigentlich christliche Ansätze. Ich weiß, dass das gerade sehr ketzerisch ist. Verdammt. Okay. Ja krass, aber es hat zum Glück nicht funktioniert, sonst wärst du heute nicht hier.
Nordmann Genau, es hatte zum Glück nicht funktioniert, sonst wäre ich heute nicht hier, hätte nicht die tolle Lola dabei und könnte nicht mit dir diesen tollen Podcast heute aufnehmen.
Sebastian Das Lob zwischen den Zeilen nehme ich mal mit, Dankeschön. In dieser Zeit, also ich habe hier die Notiz, zehn Jahre warst du verheiratet.
Nordmann Genau, ja.
Sebastian Gab es denn da Sexualität, außer zur Fortpflanzung, sage ich mal?
Nordmann Jetzt wollte ich gerade sagen, naja, es gibt zwei Kinder, also gab es auch Sexualität. Aber das war generell ein sehr schwieriges Thema. Ohne das jetzt hier weiter ausführen zu wollen, war das durchaus ein belastendes Thema für die Beziehung. Was, glaube ich, letztendlich dann auch mit ein Grund war, warum die Beziehung auseinandergegangen ist. Es gab mehrere Faktoren, die dann am Ende eine Rolle gespielt haben, aber das war sicherlich ein Grund von mir.
Sebastian Ja, worauf ich nochmal hinaus möchte, ist so, ich kriege das, also ich kriege bei Instagram vornehmlich, kriege ich öfter auch mal Nachrichten von Menschen, die mit BDZM nichts zu tun haben, deren Partner auf diesen Podcast gestoßen ist und da nimmt man sich dann eine halbe Stunde Zeit und schreibt mit den Leuten ein bisschen hin und her und dann glätten sich die Wogen auch relativ schnell, weil die sehen dann mal den Podcast als Ursache für ihr Beziehungsunglück, was sie gerade haben. Also da kann man natürlich immer vermittelt so ein bisschen erzählen und dann kommen die Leute auch ins Gespräch und mehr kann ich auch gar nicht tun. Aber ganz oft stelle ich dann fest, die Menschen machen sehr viel BDSM schon zu Hause, ohne dass sie es so benennen würden oder benennen wollen würden. Aber sie machen halt schon Dinge, die ich eigentlich direkt und ganz klar dem BDSM zuordnen würde.
Nordmann Ja, dann ist man am Ende an dem Thema oder an der Diskussion, wo fängt denn BDSM an und wo hört BDSM auf. Ich glaube, dass ganz viele Menschen Dinge tun, die man dem BDSM zuordnen kann, ohne dass sie dem Kind diesen Namen geben und vielleicht auch ganz bewusst nicht geben wollen.
Sebastian Das ist die Frage. Hast du sowas erlebt, dass du schon mal gedacht hast, das war jetzt irgendwie vielleicht gut und dann war dir vielleicht auch später erst bewusst, da waren Anteile drin, die damit was zu tun haben, aber bloß nicht aussprechen?
Nordmann Nein, tatsächlich nicht. Meine richtige Reise in die Welt des BDMs ging dann tatsächlich erst nach dem Ende der Ehe los.
Sebastian Okay, dann gehen wir mal dahin weiter. Die Ehe ist Geschichte, so traurig es ist. Der Therapeut hat Erfolg gehabt darin, dass er dir nichts nehmen konnte. Vielleicht war das auch seine Strategie zu sagen, ich kann da nichts tun. Es ist halt so, leben Sie damit. Ihnen lebt der Teufel. Entschuldigung. Welche Konfession? Darf ich das einmal fragen?
Nordmann Evangelisch.
Sebastian Evangelisch, okay.
Nordmann Protestantisch, wie man hier im Neuen sagt.
Sebastian Ja, natürlich. Es kann mag sein, dass man das hier so sagt. Okay. Du kannst neu starten. Du hast im Hinterkopf, da gibt es Sachen. Noch das schlechte Gewissen von, da ist jetzt eine Ehe dran gescheitert, da ist ein Therapeut nicht weitergekommen. Was war die Idee im Kopf? Ich will jetzt Erfahrung machen oder ich gucke jetzt, dass ich das doch irgendwie wegignoriert kriege?
Nordmann Naja gut, für mich war das in dem Sinne auch erstmal eine große Erlösung, weil ich konnte auf einmal anfangen das Internet leer zu lesen, ohne dass ich ein schlechtes Gewissen haben müsste, dass ich vielleicht was tue, was meine Beziehung gefährdet. Und du hast es ja eingangs erwähnt, ich bin auch bekennender Christ und wir haben ja gerade auch über die Konfession gesprochen. Und auch da ist es ja immer schwierig dann, wenn man vielleicht Dinge tut, die nicht so ganz dem gesellschaftlichen Kontext oder der gesellschaftlichen Prägung entsprechen. Also für mich war das von dem her erstmal eine große Erlösung, dass ich das Internet lesen konnte und dann bin ich natürlich auch auf Partnerinensuche gegangen. Ich wollte ja Erfahrungen machen, Dinge ausleben.
Sebastian Was hat dich angesprochen? Also die Top-Seite war direkt gesetzt für dich oder war das noch flexibel?
Nordmann Zu dem Zeitpunkt war da nichts mehr flexibel.
Sebastian Okay.
Nordmann Das war ganz, ganz sicher, dass ich oben bin.
Sebastian Ich habe hier irgendwo was stehen gehabt, dass du auch mal eher unten was probiert hast.
Nordmann Das war ganz am Anfang eine ganz kurze Zeit gewesen, wo es so Ideen gab, das auch andersrum vielleicht gestalten zu können, aber es war nicht das, was mir die Befriedigung gegeben hat, die ich gesucht habe.
Sebastian Hast du jemanden gefunden? Das ist jetzt, Lola, für dich natürlich mal blöd, wenn man quasi über die Ex-Beziehung spricht und so, aber vielleicht erfährst du ja heute auch noch was Neues.
Nordmann Vielleicht hat sie ja schon was Neues erfahren. Sie hüllt sich in Schweigen. Natürlich findet man dann auch auf den einschlägigen Plattformen Menschen, die sowas auch mitmachen möchten und die sowas auch teilen möchten. gab dann relativ schnell auch jemanden, den ich getroffen hatte und das war für uns beide damals so im Prinzip das erste Mal, das dann auch in echt irgendwie ausleben zu können. Wobei für mich ja dann immer noch das Problem war mit meinem Glauben. Also wie kann ich das toll finden, was ich da mit einem anderen Menschen mache, wo der Glaube mir doch sagt, sowas macht man nicht.
Sebastian Ja, wo sagt der Glaube das?
Nordmann Der Glaube sagt, du sollst deinen Nächsten lieben und der Glaube spricht nicht davon, du sollst deinem Nächsten wehtun.
Sebastian Ja, aber hast du mit jemandem gesprochen? Man hat ja, so eine Kirchengemeinde hat ja den Vorteil, man hat da im Zweifel den Pastor, die Pastorin, die man mal ansprechen kann, aber also, die sind ja meistens liberaler als man denkt, habe ich das Gefühl.
Nordmann Ja, schwierig. In dem Fall war es ja keine Kirchengemeinde, sondern es war eine freikirchliche Gemeinde, also keine landeskirchliche Gemeinde. Ich glaube nicht, dass das Thema da hingepasst hätte in irgendeiner Form. Also da war auch Sexualität nicht so offen gedacht, wie man sie erleben kann und soll. Sondern das war da alles etwas eingefahrener oder verfahrener. Und wie gesagt, ich war immer auch so ein bisschen in dem Gewissenskonflikt. Wie kann ich denn das toll finden, dass ich da jemandem anderen Leid zufüge? Was mir dann tatsächlich geholfen hat in dem Zusammenhang war, dass ich über die Sklavenzentrale jemanden kennengelernt habe, der sich ehrenamtlich mit BDSM und Christsein beschäftigt hat oder beschäftigt bis heute.
Sebastian Der Stefan bestimmt?
Nordmann Nein.
Sebastian Nein?
Nordmann Nein.
Sebastian Okay, weil den Stefan von BDSM und Christsein hatte ich ja auch schon hier.
Nordmann Ja, aber es ist BDSM und Christsein.
Sebastian Genau, diese Gruppe, die es da gibt. Die waren in der Sklaven Zentrale. Ich glaube, Zirkel hieß das. Die hatten sowas, ne?
Nordmann Ja, ich habe eine einzelne Person, die in ihrem Profil darüber geschrieben hat, dort getroffen, gesehen. Und habe dann diese Person angesprochen und bin eingeladen worden zu einem Stammtisch.
Sebastian Ach.
Nordmann Ja.
Sebastian Bei dir in der Gegend?
Nordmann In Heidelberg, genau.
Sebastian Okay, also direkt zum Stammtisch. Das heißt, du hast noch keine Erfahrung gemacht? Du hast noch keine perverse Person in real getroffen vorher?
Nordmann Doch, ich hatte ja dann die eine Person schon getroffen gehabt.
Sebastian Okay, das war vorher schon.
Nordmann Genau, das war vorher. Und war ja aber immer in diesem Gewissenskonflikt.
Sebastian Achso, du hast den Konflikt gar nicht aufgelöst und schon was gemacht.
Nordmann Naja, der Drang war halt auch groß.
Sebastian Okay, dann lass mich mal nachfragen. Du triffst dich mit jemandem und man probiert jetzt aus.
Nordmann Ja.
Sebastian Und das Gewissen ist schlecht. Was mache ich jetzt? Es muss so ein Gewissen sein, ich bin hier gerade irgendwie auf einem Raubzug oder breche gerade beim Juwelier ein oder sowas.
Nordmann Naja, aber es macht ja schon Spaß und fühlt sich ja schon gut an.
Sebastian Ja, wie war das überhaupt mal was zu probieren?
Nordmann Ja, total toll. Also A, zu sehen, es gibt Menschen, die machen da mit und die finden im besten Fall genau das Gegenteil toll, was den Kontext angeht. und dann diesen ganzen Ideen und Fantasien, die sich ja auch in der Ehe dann immer wieder, gesteigert haben, das endlich mal leben zu können, ist schon mega.
Sebastian Das heißt aber, da hat das schlechte Gewissen einfach verloren.
Nordmann Zumindest temporär hat das schlechte Gewissen verloren.
Sebastian Also ich habe so das Gefühl, man freut sich auf das Date, man macht dann was, es ist großartig und dann kommt man nach Hause, hat einen Moment Ruhe und dann stürzt das alles wieder auf so einen, um Gottes Willen, das darf ich nie wieder machen.
Nordmann So, nicht ganz so krass, aber dann, wenn man dann quasi zur Ruhe kommt, kommt das ganze Mensch, was mache ich da eigentlich und wieso finde ich denn eigentlich was gut, was jemand anderem wehtut und das kommt dann tatsächlich im Nachhinein.
Sebastian Hast du versucht, das zu lassen oder zu reduzieren oder gesagt, also ich habe ganz gewisse Grenzen, also das kann ich gerade noch mit mir vereinbaren, aber das würde ich niemals tun. Man hat ja versucht, ja so Strategien zu finden, wie man das irgendwie in Einklang bringt, ne?
Nordmann Ja.
Sebastian Oder Buße tun, was spenden irgendwo. Ich überlege gerade, was es so für Ersatzhandlungen geben kann, dass man da so ein bisschen irgendwie Seelenausgleich kriegt.
Nordmann Und Buße tun gibt es ja nun bei uns Evangelischen nicht.
Sebastian Ja, ich weiß nicht, irgendwie, wie gesagt, ich kann mir vorstellen, dass man sich in der Gemeinde mehr engagiert für den inneren Ausgleich, irgendwas. Ich meine, das arbeitet ja in einem und irgendwie will man sich ja vor sich selbst auch irgendwie rechtfertigen.
Nordmann Ja, ich glaube, ich habe die ganze Zeit lang mit dem schlechten Gewissen gelebt und vielleicht auch so ein bisschen mit dem dadurch etwas ins falsche Licht gerückte Selbstbild von mir. Hatte ja aber auch trotzdem immer wieder das Bedürfnis, dem nachgehen zu können. Es war immer so ein Zwiespalt, so ein Hin und Her.
Sebastian Was ist denn die Reaktion der Person, mit der du da gespielt hast? Die ist ja dann wahrscheinlich positiv gewesen.
Nordmann Ja, absolut.
Sebastian Also es kann doch nicht schlecht sein, wenn das jemand anderem dann so gefällt.
Nordmann Ja, jetzt kommen wir auch so ein bisschen in die Richtung, wie sich das dann am Ende für mich aufgelöst hat. Ich hatte ja schon erwähnt, dass ich da jemand tolles kennengelernt hatte von BDSM und Chris sein und wir dann auch ganz, ganz lange sprechen konnten, auf meinem allerersten Stammtischabend sogar.
Sebastian Also er hat wirklich gesagt, nach ein paar Mails, komm vorbei.
Nordmann Genau, komm vorbei, komm ein bisschen früher vorbei, dann können wir ein bisschen in Ruhe quatschen. Dann wirst du nicht so von der ganzen Menge überfahren. Das ist kein ganz so kleiner Stammtisch. Und dann bin ich tatsächlich hin, war, ich glaube, eine halbe Stunde vor offiziellen Beginn schon da. Und ich glaube, wir haben das ziemlich schnell thematisiert auch. Was letztendlich dazu beigetragen hat, das für mich aufzulösen, ist eben zu erkennen, dass es da nicht darum geht, irgendwelche Gewalt auszuüben, dass es nicht darum geht, jemandem anderen wehzutun oder jemandem anderen Leid zuzufügen. sondern dass es darum geht, sich gegenseitig Bedürfnisse zu befriedigen.
Sebastian Das Thema Gewalt, ich mag das, weil ich das schon wieder lange nicht hier gesagt habe, ich mag es hin und wieder in diesem Podcast sagen, manchmal wünschen sich Menschen, dass ich BDSM stärker von Gewalt abgrenze. Dass ich sage, das ist keine Gewalt und ich persönlich mag immer das Wort Gewalt und BDSM, die mag ich gar nicht so im selben Kontext oder im selben Satz erwähnen, weil ich will die Verknüpfung ja nicht herstellen. Per Definition ist ja BDSM keine Gewalt.
Nordmann Per Definition findet BDSM einvernehmlich statt und was einvernehmlich stattfindet, ist keine Gewalt, absolut.
Sebastian Genau, deshalb finde ich auch, muss man das gar nicht so abgrenzen, weil es das eben an sich schon mal nicht ist. Ich sage ja auch nicht, was weiß ich, frühstücken ist keine Gewalt, das sage ich ja auch nicht jeden Morgen, weil es selbstverständlich ist, dass es nicht so ist. So lebe ich natürlich in meiner Bubble und sehe das natürlich so, das ist sehr luxuriös. Für Außenstehende sieht das natürlich anders aus.
Nordmann Ich glaube, Außenstehenden fehlt oft so dieser Blick drauf, dass es da eben um Einvernehmlichkeit geht, dass es darum geht, Bedürfnisbefriedigung zu betreiben gegenseitig. So wie ich als Top habe, das Bedürfnis wehzutun, hat vielleicht Bottom das Bedürfnis wehgetan zu bekommen. Und wenn man sich diese Bedürfnisse gegenseitig einfach befriedigen kann.
Sebastian Wobei, weißt du, was deine Bedürfnisse waren? Weil wehzutun ist ja nicht das Bedürfnis, sondern das ist die Handlung, die es befriedigt. Aber das Bedürfnis ist vielleicht, ja, was ist das Bedürfnis? Macht, Kontrolle?
Nordmann Ich glaube, es ist eine Mischung aus wehtun dürfen und zu sehen, was das dann bei meiner Partnerin auslöst, wenn ich ihr wehtue.
Sebastian Also da ist wieder der Reaktionsfetischismus, der hier oft erwähnt wird.
Nordmann Durchaus, ja. Naja, und das ist ja auch schön, wenn man wehtun darf und dann so diesen Zwiespalt mitkriegt, in dem die Partnerin sich befindet zwischen eigentlich möchte ich hier ganz doll weg und eigentlich möchte ich aber doch noch viel näher hin und manchmal ist das dann so ein innerer Kampf.
Sebastian Okay, erster Stammtisch, irgendwie nach einer halben Stunde bist du bereits geheilt, sage ich mal, oder mit dir im Reinen, ging das so einfach?
Nordmann Also ich glaube, dass ich mit mir im Reinen war, hat noch ein bisschen länger gedauert, aber ich habe dort die Impulse mitgenommen, die mir geholfen haben, mit mir ins Reine zu kommen. Da war natürlich im Nachgang noch ganz viel Gedankenarbeit nötig. Was ich aber auf diesem Stammtisch auch erlebt habe, ist einfach Gemeinschaft. Gemeinschaft von Gleichgesinnten. Also ich weiß noch, der Abend war irgendwie angesetzt bis neun oder zehn und dann hat irgendwie das Restaurant auch zugemacht und wir sind aber bis um halb eins, eins nachts noch auf der Straße gestanden in einer kleinen Gruppe und haben uns einfach bestens unterhalten. Gar nicht jetzt primär um BDSM, sondern wie es halt auf Stammtischen so ist, man redet über Gott und die Welt. aber es war einfach eine ganz ganz tolle Gruppe und ich habe da Menschen kennengelernt, die begleiten mich bis heute.
Sebastian Das ist richtig cool, gerade wenn es am ersten Abend so funktioniert, Waren die wie erwartet?
Nordmann Die Menschen?
Sebastian Ja.
Nordmann Da ist die Frage, was habe ich denn erwartet? Ja, dann frage ich dich. Ich habe Menschen erwartet wie dich und mich. Vielleicht, dass der eine oder andere Mensch ein Halsband trägt oder ein anderes Schmuckstück oder was weiß ich was. Aber was ich gefunden habe, sind Menschen wie dich und mich.
Sebastian Ich glaube, die Tatsache an sich, die ist schon mal sehr, sehr schön. Wenn man einfach merkt, man muss jetzt nicht, keine Ahnung, ein fürchterlicher Mensch sein, um das zu mögen, sondern das sind normale Leute in normalen Berufen, die normale Sachen machen und die, wie man selbst auch die gleichen Probleme hat und die haben auch eine Stromrechnung einmal im Jahr und müssen auch gucken, was sie einkaufen.
Nordmann Steuern bezahlen.
Sebastian Genau, den ganzen normalen Mist, aber sie haben halt da ein bisschen mehr Spaß.
Nordmann Ein Benefit.
Sebastian Hat Sexualität auch im BDSM den Platz neu gefunden bei dir? Weil wenn das immer so ein belastetes Thema war, dann könnte man ja auch überlegen, ja dann mache ich jetzt diesen BDSM-Kram, aber das mit dem Sex und so, das ist ja immer noch belastet und das vergisst man ja vielleicht auch dann das zu bearbeiten, das Thema. Oder war das auch dann entspannt, hat sich das mit aufgelöst?
Nordmann Das hat sich in dem Zuge auch mit aufgelöst. Also ich kann heute BDSM und Sexualität genießen. Es muss nicht unbedingt zwingend miteinander einhergehen, aber ich kann das tatsächlich sehr genießen.
Sebastian Hast du für dich so moralische Grenzen festgelegt in der Zeit, wo du gesagt hast, okay, das macht Spaß, das kann ich machen, aber das ginge niemals?
Nordmann Ich weiß nicht, ob ich von moralischen Grenzen sprechen würde, aber es gibt definitiv Dinge, die würde ich nie tun. Weil ich sie aus medizinischer Sicht schwierig finde, weil ich sie aus hygienischer Sicht schwierig finde. Aber ich würde jetzt keine moralische Grenze ziehen.
Sebastian Aber wo ist für dich so die Grenze, wo du sagst, okay, also da können andere machen, aber da ist dann Schluss?
Nordmann Zum Beispiel bei allem, wo jetzt Blut im Spiel wäre oder bei irgendwelchen Spielen mit Fäkalien zum Beispiel. Da bin ich einfach aus medizinischen und hygienischen Gründen bin ich da raus. Dem kann ich nichts abgewinnen. Wo ich mich schwer mit tue, ist Ageplay, wo ich auch sage, das ist auch nicht der Bereich, in dem ich unterwegs bin, in dem ich mich wohlfühle.
Sebastian Aber auch so unredlich das Gegenüber in eine Zwickmühle bringen und solche Sachen, also da gehe ich so ein bisschen, ich nehme jetzt einfach mal im Hinterkopf, das ist ein bisschen gemein, ich nehme so die zehn Gebote einfach mal, ja auch ich musste sie auswendig lernen und dann gucke ich, was lässt man denn bleiben und man schummelt oder man lügt natürlich nicht und erzählt irgendetwas damit, dass es gegenüber ein anderes Szenario erlebt. Also mir hatte mal jemand erzählt, ich kann mit meinem Glauben nicht vereinbaren, Augen zu verbinden und dann zu sagen, ich werde gleich das und das tun oder ich habe jetzt dieses und jenes und dann stimmt das gar nicht. Weil das wäre ja wirklich eine offene Lüge. Und ich dann gesagt habe, also eigentlich ist das ja eher eine Art Schauspiel oder eine Art Theaterstück, das ist ja keine Lüge. Das würde mich mal interessieren, ob da für dich so eine Ehrlichkeitsgrenze existiert.
Nordmann Naja, ich finde ja Reaktionen ganz spannend. Und manchmal ist es schon auch sehr spannend, Dinge zu tun, die Erwartungshaltung schüren und Reaktionen provozieren. Also ich mag das schon, so Gedankenkonstrukte aufzubauen und vielleicht auch mal eine Zwickmühle zu schaffen oder, wie sagt man so schön, die Wahl zwischen Pest oder Cholera zu lassen.
Sebastian Gibt es noch was von den Menschen, von BDSM und Christsein, was der Mensch dir mitgegeben hat, was dich nochmal im Zweifel begleitet oder was du immer wieder im Kopf hattest, wenn so eine Situation kam, wo man vielleicht doch überlegt hat, ist das nicht vielleicht doch ein bisschen viel oder so?
Nordmann Letztendlich, der Kern der Thematik war ja zu erkennen, dass das, was da passiert, Bei gegenseitigem Einvernehmen, was total schönes ist und dass es darum geht, sich gegenseitig die Bedürfnisse zu befriedigen und damit ist das für mich tatsächlich vollumfänglich abgedeckt.
Sebastian Wie stellt man das her, dieses Einvernehmen?
Nordmann Man spricht ganz viel drüber. Man lernt sich ja irgendwie kennen und schreibt vielleicht ein paar Mails hin und her, telefoniert mal, irgendwann spricht man drüber, was mag man denn so, was mag man denn nicht, wo hat man denn vielleicht seine Tabus und seine Grenzen und so kann man ja ganz in der Kommunikation ganz, ganz schön ein Einvernehmen herstellen. Und ich glaube, das ist tatsächlich was, wo zum Beispiel eine BDSM-Beziehung, einer Vanille-Beziehung was voraus hat, weil in meinen Augen viel mehr Kommunikation nötig ist.
Sebastian Inwieweit warst du in der Gemeinde aktiv auch in dieser Zeit? Es gab vielleicht so ein Parallelleben nach dem Motto, ich gehe sonntags in die Kirche und vielleicht auch sonst noch zu anderen Terminen und dann habe ich aber noch das und das gleichzeitig. Vielleicht koppelt man das ab oder vielleicht hat auch dann einfach das Kirchliche dann einfach mal ein paar Jahre gelitten, kann ich mir vorstellen, dass man da einfach dann weniger besucht hat oder ließ sich das vereinbaren?
Nordmann Es waren für mich zwei getrennt parallel voneinander stattfindende Dinge. Also ich war ja für mich so weit, dass ich mein Glauben und meine Leidenschaft miteinander vereinbaren konnte für mich von meinem Gewissen. Von dem her gab es zu dem Zeitpunkt keinerlei Überschneidungen zwischen meinem Glauben und meinem BDSM.
Sebastian Also hast du das eigentlich auflösen können für dich? Konflikt ist weg.
Nordmann Es war die, Erkenntnis aus quasi diesem ersten Stammtisch, ich war noch ganz oft auf diesem Stammtisch und das war sicherlich auch noch öfter Thema, aber das, was ich mitnehmen konnte, war, dass ich eben diesen Konflikt komplett für mich auflösen konnte.
Sebastian Hast du auch mit Menschen außerhalb der BDSM-Community mal drüber gesprochen? Dass man sich mal anvertraut oder mal so im Zwiegespräch irgendwie, ich weiß es nicht, dass man mal was fallen lässt oder vielleicht auch mal auf dem Stammtisch jemand gesehen, den man eigentlich schon kennt aus dem anderen Kontext?
Nordmann Nee, das tatsächlich nicht. Also ich bin nie jemandem begegnet, von dem ich mir dachte, Mensch, das hätte ich ja nie gedacht, dass diese Person auch auf BDSM steht. Aber es gab im Verlauf meines Lebens bis heute Begegnungen, wo ich mich geoutet habe, wo es zu einem Outing kam, aus verschiedensten Gründen, wo ich aber auch nie zum Beispiel Verurteilung erlebt habe. Also ich habe, einmal habe ich gehört, was, das kann ich mir gar nicht vorstellen und stille Wasser sind doch tief und du bist doch immer so hilfsbereit. Ich mir dachte, das eine schließt ja das andere nicht aus.
Sebastian Buddel das Loch gerne für dich, damit ich dich dann reinlassen kann, so hilfsbereit.
Nordmann Ja, genau, genau, genau. Okay.
Sebastian Also, aufgelöst, passt.
Nordmann Genau.
Sebastian So einfach.
Nordmann Ja, aber jetzt fehlt ja dann noch die richtige Partnerin.
Sebastian Ja, das ist möglicherweise ein Problem, wobei ich kann mir gar nicht, ich weiß ja, das sitzt ja hier, das ist die Lösung. Aber wie ist das gelaufen? Also jemand kennengelernt, du hast auch vorher schon jemanden gehabt, Hat das jeweils lang gehalten? Ich vermute nicht.
Nordmann Unterschiedlich. Also es gab Begegnungen, die waren ganz, ganz kurz. Und es gab Begegnungen, die waren etwas länger. Meine längste Begegnung, die hat zwei Jahre gehalten. Aber letztendlich war das ja ein Weg von, was haben wir heute, 2025, von zwölf Jahren.
Sebastian Also immer wieder mal Leute kennengelernt, was probiert, neue Erfahrungen gesammelt.
Nordmann Es gab auch längere Durststrecken dazwischen. es hat auch nicht an Möglichkeiten gemangelt, dass man jetzt hätte Spielbeziehungen haben können oder One-Night-Stands oder, kurze Spielbegegnungen, wie man auch immer das bezeichnen möchte, aber meine Intention war ja immer, eine Beziehung führen zu wollen.
Sebastian Was für eine Beziehung? Auf welcher Ebene? Weil WDSM kann ja viel Beziehung ausmachen.
Nordmann Eine monogame Beziehung.
Sebastian Mit 24-7 Und gib ihm oder also hast du da schon Vorstellungen oder hat es gereicht irgendwie eine Schnittmenge zu haben im Kopf?
Nordmann Ich glaube, dass da eine Entwicklung stattgefunden hat. Also ich glaube, dass mein ganzes BDSM einer Evolution unterliegt. Ich glaube, es gibt Dinge, die ich heute mache, die konnte ich mir vor zwölf Jahren noch nicht vorstellen. Und vielleicht gibt es Dinge, wo ich mir heute denke, was ich da vor zwölf Jahren gemacht habe, das ist ja fast schon, ich will nicht sagen langweilig, aber kann man ja mal machen zum Anfangen und zum Einsteigen für einen Abend oder sowas.
Sebastian Dann meinst du, gab es so eine Abstumpfung, ja?
Nordmann Ja, weiß nicht, ob man das Abstumpfen nennen möchte oder ob man, vielleicht kann man auch Wachstum dazu sagen.
Sebastian Okay, also was hast du denn vor 10, 12 Jahren gemacht, wo du damals dachtest, boah, das ist jetzt so das Limit, also viel mehr wird nicht gehen?
Nordmann Zum Beispiel eine Frau über die Knie legen und ein bisschen den Hintern versohlen.
Sebastian Das war so das Höchste der Gefühle.
Nordmann Naja, ich war ja schon glücklich, das dann machen zu können. Also natürlich hat auch die Machtkomponente, die Kontrollkomponente eine Rolle gespielt, aber gerade jetzt so auf den Impact-Teil geguckt, war das schon so, wo ich dachte, Mensch, wow, dass das möglich ist und dass da jemand mitmacht und das ist ja total toll und da war ich glücklich. Letztendlich gab es dann da eine kleine Evolution bis heute.
Sebastian Wann hast du denn Lola kennengelernt? Wie lange ist das her?
Nordmann Wir kennen uns jetzt seit April 2024.
Sebastian Okay, seit einem Jahr etwa.
Nordmann Genau, nicht ganz ein Jahr kennen wir uns. Da haben wir uns kennengelernt auf einer privaten Party bei gemeinsamen Freunden, die wir haben. Übrigens, die Frau von diesen gemeinsamen Freunden gehört zu den Begegnungen von meinem ersten Stammtischabend.
Sebastian Das hat sich wirklich dann durchgezogen, die Leute sind geblieben. Das finde ich spannend, weil also ich erlebe das zumindest in Hannover, als ich 2007 in die Szene gegangen bin, das war immer so ein Komm und Gehen. Die Leute kommen in die Szene, dann sind die ein paar Jahre da, dann verschwinden sie, tauchen Jahre später wieder auf, vielleicht weil gerade eine Beziehung zu Ende ist oder so, dann sind sie wieder weg und dann so ein bisschen On-Off-Beziehungen quasi, die man zu den Leuten hat über die Jahre. das war schon sehr spannend und es gibt nur relativ wenige Gesichter, die konstant geblieben sind. Ist das auch so?
Nordmann Ich kann bis heute sagen, dass ich sehr, sehr gute Freunde in meinem Leben in der Szene gefunden habe und bis heute behalten habe.
Sebastian Sie seid euch also auf einer Party über den Weg gelaufen.
Nordmann Damals war Lola in Begleitung auf dieser Party, ich war nicht in Begleitung auf dieser Party, war aber mit gemeinsamen Freunden dorthin gefahren. Und auf dem Rückweg von der Party, also wir haben uns dann da auch gut unterhalten, ich glaube sie ist neben mir gekniet, gesessen. Auf der Party ist es so, wir Männer haben bequeme Stühle und für die Damen gibt es dann Kissen auf dem Boden und wir haben uns glaube ich nett unterhalten und ich habe dann mit diesem befreundeten Pärchen auch ein bisschen gespielt auf der Party und Lola hat mit ihrer Begleitung gespielt auf der Party. und ich muss wohl auf dem Rückweg ziemlich geschwärmt haben.
Sebastian Also Ja, aber das geht ja nicht. Sie war ja in Begleitung.
Nordmann Naja, das war ja mein Problem. Deswegen habe ich ja gedacht, Mensch, das ist die Moral. Genau.
Sebastian Also da hört es doch jetzt wieder auf.
Nordmann Aber schwärmen darf man ja.
Sebastian Ja, natürlich. Wenn Menschen toll sind, darf man das auch.
Nordmann Genau. Und ich habe wohl weit über zehn Minuten geschwärmt auf der Fahrt nach Hause. was.
Sebastian Gab es zu schwärmen.
Nordmann Ich fand sie einfach ich fand sie damals schon sehr attraktiv und ich habe mich gut mit ihr unterhalten können wir hatten einfach so zwischenmenschlich auch eine Ebene ja und, ja es war so ich war hin und weg aber sie war ja nicht alleine da.
Sebastian Tja, dann Finger weg.
Nordmann Ja, genau, dann Finger weg.
Sebastian Okay, wir machen hier mal Stopp für den Moment. Jetzt kommt der Moment der Entscheidung, Lola. Wir können jetzt darüber sprechen, wie du dein Leben bis zu diesem Punkt in kurzer Form quasi oder in so langer Form, wie du willst, wie dein Leben da verlaufen ist bis zu dieser Begegnung. Musst aber natürlich ja nichts erzählen, aber ehrlicherweise würde es mich schon interessieren, wie du so weit gekommen bist, dass du ihm begegnen konntest. und mich interessiert einfach, wann du mit diesem Kink angefangen hast und wie das alles passiert ist, ob du auch diesen moralischen Wahnsinn hast. Wenn du möchtest, erzählst du. Fühl dich eingeladen. Das Tolle ist, wenn wir dir jetzt drüber sprechen, liebes Publikum, können jetzt zwei Dinge passieren. Sie sagt nix, okay, oder sie sagt was, wunderbar, oder das Schlimmste, sie sagt was und dann sagt sie mir hinterher, sie möchte es doch rausschneiden und das Geniale ist, ich habe die Folge jetzt so genau hintrapiert, dass du jetzt erstmal erzählen kannst und hinterher kannst du sagen, darf drinbleiben oder nicht ich werde es schneiden können, das Publikum wird dann einfach Verständnis dafür haben müssen, du bist also erstmal safe bis du dich dafür entscheidest das nicht mehr zu sein, ich würde mich wirklich da interessieren weil du sitzt ja sehr wissend und man merkt schon wie du allein durch Mimik und Gestik ganz still längst was er sagt also ich habe da das Gefühl, dass du da Einfluss hast.
Lola Ja, man muss dazu sagen, ich bin ja auch ziemlich ins kalte Wasser geworfen worden, weil ich kam ja an mit der Idee, ich kriege zwar ein Mikro, aber ich sage einfach nichts und jetzt rede ich doch. Ich glaube, ich hätte heute noch nicht so gut geschlafen, wenn ich gewusst hätte, dass ich doch reden werde.
Nordmann Ja, aber es ist ja deine freie Entscheidung.
Lola Ja, aber man kriegt doch Lust.
Nordmann Das ist doch sehr schön. Ja.
Sebastian Also soll ich dir einfach ein paar Fragen stellen? Wir haben natürlich den Punkt, ich habe keine Notizen über dich, gar nichts. Ich kann eigentlich meine Notizen im Kopf, ich lege die komplett weg.
Lola Ich bin die Überraschungskiste des Tages.
Sebastian Genau, aber das ist ja das Schöne in diesem Podcast, wir können einfach so einen Quatsch machen und einfach mal probieren. Ja, wollen wir vorne anfangen, das ist am einfachsten? Oder wollen wir rückwärts gehen von ihm getroffen und dann gehen wir rückwärts?
Lola Lieber von vorne, glaube ich. Ich war tatsächlich überrascht, dass es doch so viele Parallelen gibt, weil so genau hatten wir darüber gar nicht gesprochen.
Nordmann Ja, hast du doch einiges gelernt heute über mich.
Lola Ja, ich dachte vorhin, als sie da erzählt haben von ihrer Kindheit, schade, dass wir uns da noch nicht kannten, weil ich habe tatsächlich als Kind auch immer gerne Entführungsgespiele und sowas gespielt, aber da war ich dann natürlich schon eher das Entführungsopfer. Also ja, bei mir war wohl auch schon von Anfang an irgendwie so eine unterschwellige Neigung vorhanden, ohne dass ich die so greifbar hatte.
Sebastian Ja, wie, wann konntest du die greifen?
Lola Relativ spät, also so einen wirklichen Namen mit wirklichen Fantasien dazu, erst so mit Ende 20, zu einem Zeitpunkt, an dem ich tatsächlich verheiratet war und ich sehe da durchaus auch einen Zusammenhang dazu, dass ich damals die Pille abgesetzt hatte, weil ich versucht hatte schwanger zu werden und da sich hormonell sehr viel verschoben hat. Und da war das irgendwie so, als wache ich aus so einem Dornröschenschlaf auf und plötzlich waren sehr viele Dinge einfach total anders.
Sebastian Lass mich mal fragen, hast du die Pille gleich als Jugendlicher gekriegt?
Lola Und ja, so mit 18 glaube ich ungefähr.
Sebastian Das heißt, du hast im Grunde auch, es gibt viele Menschen sagen, die Pille dämpft eine Menge weg. Und wenn das bei dir offenbar so war, dann hat es ja vielleicht auch gar keine Chance gegeben, da irgendwas zu erleben.
Lola Ja.
Sebastian Oder auch versehentlich BDSM zu machen, ohne zu wissen, dass es das ist.
Lola Also so kleine Elemente waren in Beziehungen manchmal schon vorhanden, dass man sich mal irgendwie gefesselt hat so ein bisschen und das hat mich schon auch gereizt, aber jetzt ohne da wirklich tiefer bohren zu wollen. Also dieses richtig große Bedürfnis ist da dann tatsächlich nach Absetzen der Pille aufgeploppt.
Sebastian Und wenn ihr da probiert habt, war das dann einfach besonders gut oder war das halt dann einfach anders?
Lola Es war schon besonders gut, aber da war dann noch nicht der große Drang, da was zu forcieren und da einfach noch weiterzugehen.
Sebastian Okay, also so ein bisschen wie, ich bin jetzt nett essen gegangen und es hat mir gut geschmeckt. Ist jetzt nicht so ein Grund nochmal in den Laden zu gehen ständig und darüber ständig zu schwärmen und zu googeln, wie das Rezept ist, sondern es war okay. Oder okayer als okay, aber auch nicht mehr.
Lola Ja, also es war halt eine Praktik. Also bei mir hängt im BDSM ganz viel mit den Emotionen zusammen und auch mit dem Machtgefälle, das eben in der Beziehung unterschwellig drinsteckt und das hatte ich damals sowieso nicht so ausgeprägt, deswegen ist da das Bedürfnis nach wie tiefer gehenden Praktiken wahrscheinlich auch nicht so groß gewesen, wie wenn da ein größeres Machtgefälle vorhanden wäre.
Sebastian Jetzt hättest du die Pille ab. Was passiert? Man wacht morgens auf und hat komische Gedanken. Ich kann es mir nicht vorstellen, ich weiß es nicht.
Lola Nee, ich hatte dann plötzlich so Kopfkino-Ideen von Kontrollabgabe, Abhängigkeit und habe dann auch sehr viel in die Richtung gelesen. Also ich bin da eher so ein Kopf-Kino-Fantasie-Mensch, als jetzt wirklich sich Bilder anzugucken oder Pornos oder so. Aber ich habe da sehr viele Geschichten dazu gelesen, die mich da noch weiter inspiriert hatten und hatte einfach ein großes Bedürfnis danach, da was auszuprobieren. Also das zu empfinden, dieses komplette Kontrolle abgeben, sich in einer Abhängigkeit befinden, genau.
Sebastian Ja, hast du mit deinem Partner darüber gesprochen?
Lola Ja. Und er dachte auch, dass das funktionieren könnte damals. Aber für mich hat das in der Konstellation einfach nicht funktioniert.
Sebastian Was hast du ihm erzählt? Ich habe da so Ideen?
Lola Und er war da auch gar nicht abgeneigt und wir haben da eine ganze Weile ausprobiert, aber das hat für mich die Tiefe von dem, was ich gesucht habe, einfach nicht erreicht. Weil das vom Machtgefälle her zwischen uns einfach nicht so richtig gematcht hat.
Sebastian Weißt du, ob er das dann auch weiterverfolgt hat nach dir?
Lola Nein.
Sebastian Das weißt du nicht?
Lola Nein.
Sebastian Okay. Ja, das kann ja auch sein, dass der Mensch dann einfach auf dich auch eingehen wollte, was schön ist und toll ist. Aber man merkt es halt doch so ein bisschen, dass es eher eine Simulation ist.
Lola Also wir haben in der Konstellation das tatsächlich auch ein, zweimal, wenn ich mich recht erinnere, mal rollend vertauscht. Und er meinte dann, ah, jetzt verstehe ich erst mal, wie du dir das vorstellst. Also da konnte ich dann von oben eher in dieses Emotionale reinlenken, obwohl es ja gar nicht meiner Neigung entspricht eigentlich.
Sebastian Kannst du definieren, was das ist, was für dich so dieses Bäm gibt, dieses Gefühl von, das ist toll, das will ich?
Lola Ja, so diese Abhängigkeit, dieses totale Vertrauen, aber auch dieses Ausgeliefertsein. Es ist total schwer, das in Worte zu fassen.
Sebastian Wir haben ja alle Zeit der Welt.
Lola Ja.
Sebastian Ich werfe dir mal was hin. Also ans Bettfesseln schon mal probiert war okay. Jetzt ans Bettfesseln mit ich weiß jetzt, was das eigentlich bedeutet und ich muss da jetzt quasi durch und ich werde benutzt und ich habe jetzt nur mindere Einflussmöglichkeiten. Ist ja theoretisch dieselbe Praktik, aber im Kopf eine ganz andere Nummer jetzt.
Lola Ja, also ich will eigentlich, dass mir die Kontrolle abgenommen wird. Auf eine schon recht radikale Art und Weise.
Sebastian Die Notiz irgendwo, ich habe jetzt den Zettel ja weggelegt, der Glaube passt zwischen euch beiden hier. Das heißt, auch du warst in der Kirchengemeinde irgendwie verbandelt und auch gelegentlich da und das nicht nur zum Singen und auch nicht nur zu Weihnachten. Hattest du da einen moralischen Konflikt oder war das für dich kein Problem?
Lola Also nicht mit der Neigung direkt, damals so ein bisschen mit dem Ende meiner Ehe, weil man sich das ja doch anders vorgestellt hatte und da ja auch was versprochen hatte.
Sebastian War das der Auslöser für das Ende oder gab es andere Gründe nicht ausführen, aber es fehlte was?
Lola Ich würde sagen, mitunter auch, ja.
Sebastian Das heißt, du wurdest dir immer sicherer, dass du da was probieren willst?
Lola Mhm, ja.
Sebastian Ich glaube, das ist auch ganz normal, wenn man recht früh in eine Beziehung reingeht. Ich glaube, bis Mitte, Ende 20 entwickelt man sich auch einfach noch und wird viel offener und fängt an, ich sag mal, nicht nur das, was man beigebracht bekommen hat. Mir ging das so in der Schule, kriegt man den ganzen Tag irgendwas beigebracht. Dann muss man das alles erstmal verarbeiten. Und irgendwann kommt dann der Punkt, wo man dann feststellt, okay, ich habe jetzt ganz viel Wissen und jetzt kann ich selber anfangen zu denken und zu überlegen, was mache ich daraus und was bleibt da für mich? Könnt ihr dem zustimmen? Dass man diese Kapazität im Geiste hat, dass man eben nicht mehr jeden Tag neues Wissen kriegt, sondern dass man damit auch mal eine Überlegung macht und sich selber findet.
Nordmann Ich glaube, es geht sogar eher in die Richtung, dass man ja vielleicht dann mit ... dass Lehrinhalten aufbrechen muss, die man Zeit seines Lebens durch die Gesellschaft eingeimpft bekommen hat. Also du hast jetzt gerade das Beispiel der Schule gebracht, da bist du irgendwie fünfmal die Woche und das für zehn bis zwölf Jahre, bis du dann mit einem Schulabschluss da rauskommst. Aber ich glaube, ganz oft bist du ja dann auch konfrontiert mit gesellschaftlichen Normen und Werten, die du, keine Ahnung, über 20 Jahre, 24, 7 mehr oder weniger eingebläut gekriegt hast, mit denen man dann erstmal aufbrechen muss und klarkommen muss, dass man da vielleicht nicht so tickt, wie Eltern und Verwandte und Freunde und so das versucht haben beizubringen.
Sebastian Wie war das bei dir? Also du bist aus der Ehe raus und dann bist du ja ein weißes Blatt. Jetzt kannst du probieren, jetzt kannst du all das machen, was du willst. Ich vermute mal, als Frau und dann auch noch tendenziell unten, ist es relativ einfach, schnell jemanden zu finden, um endlich mal was zu probieren. Und man muss sich nur trauen und auch an die richtigen Leute geraten.
Lola Ja, also für mich war das damals dann tatsächlich so, als öffnet sich so ein neuer Horizont. Und ich dachte dann auch, auch jetzt, wo du dein Leben einmal auf links gedreht hast, musst du da auch was draus machen. Und dann bin ich auf die Suche gegangen und habe auch relativ schnell jemanden gefunden, mit dem das da richtig gut gepasst hat. Und dann ergab sich daraus auch eine mehrjährige DS-Beziehung.
Sebastian Ich weiß jetzt gar nicht, wie tief ich da noch bohren möchte und darf und soll. Du bist auf jeden Fall irgendwann auf diese Party gekommen. Jetzt bist du da mit jemandem und dann ist da noch jemand, der irgendwie, du bist ja schon vergeben und so. Wie kann man da überhaupt jemand kennenlernen?
Lola Naja, zu dem Zeitpunkt war ich mit meinem damaligen Herrn dort, den ich ein paar Monate kannte, der aber selber auch eine offene Beziehung hatte. Also das war jetzt nichts total Exklusives, Superfestes, sondern eine schöne Spielbeziehung einfach. Aber natürlich bin ich da jetzt nicht mit irgendeiner Erwartungshaltung auf die Party gegangen, da jetzt irgendjemanden kennenlernen zu wollen.
Sebastian Das heißt, so ein offenes Beziehungskonzept, das kanntest du, das hast du auch schon miterlebt. Das hat dein Partner ja nun jetzt eben schon klar formuliert, also das sollte schon monogam sein. Das ist ja möglicherweise, also war das alles nur ein Weg dahin, dass du gesagt hast, ich möchte eine Beziehung, eine exklusive Beziehung haben? Oder war das so, das ist eigentlich gar nicht so wichtig, wie das Konstrukt aussieht und ob das Poli ist oder nicht? Oder war es ein Ziel, eine Person zu finden und sich an die zu binden?
Lola Ne, das war eigentlich nicht unbedingt das Ziel tatsächlich. Also ich bin, was das betrifft, gar nicht so festgelegt, weil ich auch in anderen Beziehungskontexten tatsächlich auch schon gute Erfahrungen gemacht habe, dass das funktionieren kann. Wobei umgekehrt natürlich auch Beziehungen, die nicht exklusiv sind, auch immer Unsicherheiten bergen, die es einem auch manchmal schwerer machen. Also das hat immer alles natürlich Vor- und Nachteile. Wir sind ja auch in dieses monogame Beziehungsmodell reingeschlittert mit dem Kompromiss, dass wir jederzeit darüber sprechen können, wenn sich Bedürfnisse ergeben, die damit nicht vereinbar sind.
Sebastian Ich frage mal, gab es dieses Gespräch schon?
Nordmann Nein, bis jetzt gab es das Gespräch tatsächlich noch nicht.
Sebastian Okay.
Nordmann Ich möchte vielleicht nochmal, also wir haben uns auf der Party von gemeinsamen Freunden kennengelernt und man muss dazu sagen, wir beide wussten voneinander, dass es einander gibt, ohne uns zu kennen über die gemeinsame Freundin, die aber eben genau aus dem Grund gesagt hat, es könnte vielleicht schwierig sein, weil Nordmann möchte eben alles und ganz und monogam und komplett. Und wie hat sie gesagt, der möchte sich verlieben oder er verliebt sich auch. Und die gemeinsame Freundin wusste eben auch darum, dass Lola da vielleicht flexibler ist. Und deswegen hat sie den Kontakt zwischen uns nicht hergestellt.
Sebastian Ach so.
Nordmann Sonst hätten wir uns vielleicht schon ein Jährchen früher kennenlernen können.
Lola Wir hatten sie ja beide unabhängig voneinander gefragt, kennst du da nicht jemanden, weil ich bin gerade auf der Suche und dann kam immer ein, ja ich kenne jemanden, aber.
Sebastian Okay, das heißt, ihr wurdet also schon gegenseitig euch schon schlecht geredet. Ich mag ganz kurz nochmal fragen, moralische Konflikte, Glaube, so wie Nordmann das erlebt hat, das gab es bei dir so nicht, das war also vereinbar, vielleicht auch, weil dein Partner damals ja eher aufgeschlossen war, oder gab es was, wo du gesagt hast, das muss ich eher mal loswerden, gab es diesen Gedanken mal?
Lola Nee.
Sebastian Okay, also da bist du auf bessere Menschen getroffen, also verständigere Menschen getroffen, habe ich das Gefühl.
Lola Ich glaube aber vielleicht auch, dass es einfacher ist, wenn man unten spielt.
Sebastian Meinst du?
Lola Ja.
Sebastian Okay.
Lola Weil jetzt zu leiden ja nichts per se Negatives ist.
Sebastian Ich überlege gerade, was ich aus der Bibel kenne. Da war es immer sehr gut zu leiden, um dann den Glauben zu bestärken oder zu beweisen. Und die Gewalt geht dann höchstens von Gott selbst. Oh Gott, ich setze mich wahrscheinlich gerade fürchtig in den Nesseln. Aber Leiden ist eher gesellschaftsfähig. Das könnte ich mir tatsächlich vorstellen.
Lola Also ich hatte diesen Konflikt tatsächlich nicht. Also für mich nicht. Also ich weiß, dass in meinem Umfeld das durchaus sehr, sehr kritisch gesehen würde, wenn da Menschen mehr drüber wüssten. Aber ich für mich bin da sehr im Reinen, auch mit dem Glauben.
Sebastian Und jetzt sind wir an dem Punkt, wir sind jetzt an dem Abend, wo ihr euch kennenlernt, obwohl die Freundin beschlossen hat, dass ihr gar nicht zusammenpasst, weil ihr unterschiedliche Lebensmodelle habt. Und jetzt machen wir unsere erste Pause und dann starten wir mal an diesem Punkt. Liebes Publikum, wir haben eine kleine Pause gemacht, Getränke geholt. Hier wurde ein großes, schwarzes Irgendetwas neben mich gestellt. Das scheint wohl ein Ding der Woche zu sein. Da kommen wir glaube ich später drauf. Jetzt muss ich aber Lola dich erstmal fragen, weil das für den weiteren Verlauf dieser Sendung wichtig ist. Du hast so schön gesprochen. Lassen wir das drin?
Lola Ja.
Sebastian Okay, du hast eben in der Pause gesagt, es hat so lange gedauert, bis ich endlich dran war. Das freut mich total, dass ich hier eine Atmosphäre schaffen kann, in der Menschen auch wirklich sprechen möchten. Und ich glaube, das ist bei euch beiden, jede Einzelgeschichte für sich ist halt unvollständig. Auch wenn ihr erst euch seit einem Jahr kennt, wenn ich das jetzt richtig verstanden habe.
Nordmann Aber wir sind ja auch zusammen hier und wir gehören ja auch zusammen.
Sebastian Ja, jetzt seid ihr euch in diesem Abend begegnet. Er hat geschwärmt und zwar zu viel geschwärmt und irgendwie habt ihr euch gegen den Widerstand der gemeinsamen Freundin durchgesetzt und habt den Weg zusammengefunden. Wie ist das alles passiert? Erzählt es mir einfach mal zusammen und ich höre einfach ganz gespannt zu, weil dazu habe ich auch keinerlei Notizen vorab bekommen. Also von daher machen wir da jetzt einfach eine super entspannte Folge, wo ich euch einfach mal zuhöre, wie er hier quasi den Weg ins Glück skizziert. Oder war es doch vielleicht nicht so einfach?
Nordmann Das war nicht so ganz linear, wie du das da gerade dargestellt hast.
Sebastian Natürlich nicht.
Lola Eigentlich muss ich jetzt erst weiter erzählen, oder?
Nordmann Ja, dann erzähl du erst weiter.
Lola Also meine Beziehung ging dann zu Ende, also die Spielbeziehung aus anderen Gründen und dann flatterte so eine Partyeinladung von einem befreundeten Pärchen ins Haus und ich dachte, ach, das wäre ja ganz nett, wenn man sich da wiedersehen würde, weil ich meinen Sitznachbarn sehr nett fand. und dann habe ich so ein bisschen getrickst. Und habe unter dem Vorwand, dass mir der Joy-Club-Algorithmus ihn mir als kennst du schon vorgeschlagen hat, ihn angeschrieben. Und ja, war ein bisschen geschwindelt, aber.
Sebastian Wusstest du, dass er über dich ein paar Worte verloren hat?
Lola Nein, nein. Überhaupt nicht.
Nordmann Wir fanden uns unabhängig voneinander wohl ziemlich gut.
Lola Ja, ja. Und ich habe dann nur ein paar liebe Grüße dagelassen und sie haben dann geantwortet, bis zur nächsten Party.
Nordmann Genau, mich erreichte eine Nachricht im Joy-Club und ich dachte, Mensch, ja, schön, dass sie schreibt und ich fand sie ja echt sympathisch.
Sebastian Wie lange war das her seitdem?
Nordmann Was waren das? Wenige Wochen. Also zwischen der ersten Party, wo wir uns quasi das erste Mal kennengelernt haben und der Nachricht waren wenige Wochen. Und dann habe ich zurückgestimmt, ja, war total schön, euch da kennengelernt zu haben und freue mich schon, euch bald wiederzusehen.
Sebastian Freue ich. Man weiß es ja nicht besser.
Nordmann Genau, ich war ja immer noch der Meinung, Lola ist vergeben und nicht alleine da. Und dann kam keine Antwort mehr.
Lola Ich wollte dich mit der Tür ins Haus fallen und so. Ich dachte, okay, dann sehen wir uns auf der nächsten Party und dann wird sich ja ergeben, was sich ergibt.
Nordmann Genau, und dann war aber so, dass ich auf der...
Sebastian Punktstille ist natürlich immer ganz besonders, gut fürs Ego.
Nordmann Naja, für mich war das ja völlig in Ordnung. Ich dachte ja, naja, ich bin ein anständiger Mann und lasse die Finger von vergebenen Frauen.
Sebastian Aber du wusstest schon, dass sie da eigentlich flexibler ist?
Nordmann Nein, das war mir zu dem Zeitpunkt, ja, doch, eigentlich, ich wusste es schon, aber diese Flexibilität war ja für mich zu dem Zeitpunkt überhaupt keine Option.
Sebastian Also die Option, sie kriegen, aber dann teilen müssen, das geht nicht, okay.
Nordmann Gut, wir haben ja jetzt die Absprache, wenn sich da in der Richtung Bedürfnisse entwickeln, müssen wir drüber reden, dann muss ich natürlich auch meinen Standpunkt nochmal überdenken. Aber zu dem Zeitpunkt war es für mich definitiv so, was mir gehört, teile ich nicht.
Sebastian Vielleicht darf ich mal fragen, ihr habt euch ja wirklich nur kurz kennengelernt auf der ersten Party. Was fandet ihr denn aneinander interessant? Ich weiß nicht, ob ihr euch das bis heute jemals gesagt habt, aber vielleicht erstmal, Nordmann, was waren so die Dinge, wo du dachtest, ah ja, verdammt, das ist schon gut.
Nordmann Also zum einen, dass wir in der Zeit, in der wir da nebeneinander gesessen sind, und das waren schon noch mehrere Stunden, haben wir uns echt gut unterhalten. Ich habe gemerkt, wir haben auf der zwischenmenschlichen Ebene sofort eine Connection gehabt, haben auch da schon festgestellt, dass wir ein ähnliches Wertebild haben.
Sebastian Es war doch eine Party, worüber unterhält man sich da?
Nordmann Naja, worüber unterhält man sich denn auf dem Stammtisch? Über Gott und die Welt und manchmal auch ein bisschen über BDSM. Also vom letzten Urlaub über den Beruf bis hin zu Hobbys und Werten haben wir uns über ziemlich viel unterhalten an dem Abend. und ich glaube, wir haben auch eine ganze Zeit miteinander gesprochen und haben den ganzen Rest um uns drum herum auch ein bisschen ausgeblendet gehabt an dem Abend, und dann gibt es ja aber auch noch den BDSM-Teil von so einer Party, das heißt die Möglichkeit zu spielen und auch da haben wir miteinander ja beobachten können im Spiel auch wenn wir nicht direkt miteinander gespielt haben, war das sehr spannend, was ich da gesehen habe.
Sebastian Was hast du gesehen?
Nordmann Ihre Reaktion auf Dinge, die mit ihr getan wurden, Und neben der Attraktivität und der Verbindung, die wir dann zu dem Zeitpunkt schon auf zwischenmenschlicher Ebene auch hatten, fand ich auch das sehr spannend. Ich habe es genossen, habe das gerne gesehen und habe mir das total gegönnt und dachte mir vielleicht so, Mensch, verdammt nochmal, warum ist sie nicht alleine hier?
Sebastian Okay. Lola, wie war es bei dir? Was war an dem Typen interessant?
Lola Oh, ich glaube, er hatte schon eine gewisse Wirkung auf mich. Also so eine bestimmte Art von Dominanz wirkt einfach auf mich und spricht mich irgendwie an. Mir war auch da beim Spielen tatsächlich auch unterschwellig sehr bewusst, dass er möglicherweise zuguckt. Und in seinem Spiel war, also er war halt fies und das mag ich.
Sebastian Okay, das ist einfach, aber das ist ja schon mal, ich meine, da kann man nichts für, aber du hast mit jemand anderem gespielt und hattest ihn im Kopf, also das ist ja auch, das gibt es ja auch eher selten, das ist ja eigentlich auch ein bisschen unfair, sage ich mal, gegenüber der Person, mit der du eigentlich da warst.
Lola Naja, aber wenn man im Partykontext spielt, spielen natürlich auch die anderen, die außenrum sind und gegebenenfalls zugucken, schon in gewisser Weise eine Rolle. Also sonst braucht man ja nicht auf eine Party gehen.
Sebastian Das ist eine ganz klar abschließende Argumentation, da kann ich nicht widersprechen. Okay, also ist im Kopf geblieben, du hast ihn ja angeschrieben unter dem Vorwand, ein bisschen geschummelt, geht auch.
Nordmann Ja, ich habe geantwortet in dem Bewusstsein, dass sie ja eh vergeben ist und habe dann einfach meine Freude kundgetan, sie wiederzusehen zu können auf der nächsten Party.
Sebastian Und ich glaube dir sogar, dass das ganz ohne Hintergedanken war.
Nordmann Absolut, in meinen Augen war sie ja vergeben.
Sebastian Oder bei dir war im Kopf, hoffentlich hat er Hintergedanken.
Lola Ich weiß gar nicht. Also ich fand ihn einfach total sympathisch und dachte, wenn sich da was ergeben würde, wäre es okay. Aber ich war da ja auch nicht krampfhaft auf der Suche nach irgendwas. Also da war eine Idee da, sonst hätte ich ihn wahrscheinlich nicht angeschrieben, aber jetzt ohne... Ohne allzu viele Hintergedanken. Also ich dachte, im Zusammenhang mit der Party wäre es einfach schön, wenn man wieder aufeinander trifft.
Sebastian Okay, also wirklich alle beide total entspannt und ahnungslos. Ihr nickt so halb so. Okay, dass was gegen euch sprechen würde, wusstet ihr auch schon, dieses Monogam und Poli. Okay, dann kommt man zu der Party und begegnet sich gar nicht, keine Ahnung.
Lola Ich kam zu der Party.
Nordmann Ich nicht.
Sebastian Ach was.
Nordmann Ich hatte ein Date an dem Abend.
Sebastian Wusste sie das? Hast du abgesagt?
Nordmann Ich habe bei den Gastgebern abgesagt, aber Lola wusste nichts davon.
Lola Ich habe auf der Party erfahren, dass er nicht kommt, weil er ein Date hat.
Sebastian Das könnte so ein Drehbuch sein für so ein Film, wo man sich immer wieder nicht begegnet. Wie war die Party ohne ihn?
Lola Oh, trotzdem schön.
Sebastian Okay.
Lola Ich wurde trotzdem verhauen.
Nordmann Ja, es sind schöne Bilder dabei entstanden, habe ich gesehen.
Sebastian Und dann hätte das jetzt zu Ende sein können und dann war das so, nein, wie ging es dann weiter nach der Partie? Wo warst du?
Nordmann Es war ja zum Glück nicht zu Ende und ich glaube, wir haben auch gar nicht kommuniziert danach, zumindest nicht direkt. Aber es war so, also mein Date war nett, aber halt auch nicht mehr. Und eine andere gemeinsame Freundin, der, den ich auf der Rückfahrt von der ersten Party so vorgeschwärmt hatte, steckte mir irgendwann, hey, die Lola war alleine auf der Party. Und dann dachte ich, was? Moment. Ich muss da, glaube ich, mal eine Nachricht schreiben.
Lola Und dann hatte ich auch noch ein Foto von den Spuren gepostet.
Nordmann Stimmt, ich hatte Bezug genommen auf das Foto, genau. Und habe gesagt, Mensch, es sieht ja aus, als hättet ihr einen schönen Abend gehabt auf der Party.
Sebastian Oder hat das also noch dieses, damit sie sagt und zugibt, dass da niemand mehr ist? Nimmst du Bezug drauf auf ihr? Also ich könnte mir da schon Strategie vorstellen.
Nordmann Ich weiß gar nicht, ob ich da so bewusst strategisch vorgegangen bin. Auf der anderen Seite bin ich glaube ich schon ein Mensch, der das ganz gut kann. Also wenn nicht bewusst, dann mindestens unterbewusst war natürlich die Hoffnung da, ja, aber die Spuren, das Spiel, ich war ohne meinen Partner von damals da.
Sebastian Das hättest du gerne hören wollen vielleicht.
Nordmann Ich glaube, das habe ich sogar ziemlich schnell gehört.
Lola Naja, die Spuren stammten ja von dem gemeinsamen Freund. Das war dann relativ.
Nordmann Das hast du ziemlich direkt kommuniziert gehabt.
Lola Es wurde auch ziemlich schnell ein Flirt raus, weil ich ihnen dann ja angeboten hatte, sie können ja vielleicht auch mal, oder vielleicht dürfen sie ja auch mal auf der nächsten Party oder so.
Sebastian Okay, also die Fronten sind im Grunde geklärt. Sie ist wieder frei. Ihr habt beide irgendwie Interesse, euch da anzuschreiben und die nächste Party steht irgendwann in den Startlöchern?
Nordmann Nein, die war ja viel zu weit weg. Wir waren ja ungeduldig. Wir sind dann relativ schnell in einen sehr intensiven Austausch übergegangen. Und dann bin ich aber erstmal für zehn Tage in Urlaub gefahren. Tja, und eigentlich hatten wir ja schon Bock, uns zu sehen.
Sebastian Hättest du mitnehmen können?
Nordmann Ja, schwierig. Die Kinder waren dabei und die kannten sie ja noch nicht.
Sebastian Ach so, ja, okay, Argument.
Nordmann Und von dem her, ich glaube, meine Eltern waren bei dem Urlaub auch noch dabei und das wäre vielleicht. Naja, auf jeden Fall mussten wir dann nochmal ein paar Tage Geduld aufbringen, bevor wir uns dann tatsächlich endlich, endlich treffen konnten.
Sebastian Wo habt ihr euch getroffen und für was?
Nordmann Wir haben uns getroffen in dem Ort, in dem Lola wohnt und hatten uns einen Tisch reserviert. Du hattest uns einen Tisch reserviert bei einem sehr tollen und leckeren Italiener.
Sebastian Total klassisch im Grunde.
Nordmann Ja, und ich glaube aber uns war beiden klar, wenn das Essen gut läuft, dann passiert da mehr an dem Abend. und das Essen lief so gut, dass wir uns beide angegrinst haben wie so zwei Honigkuchenpferde und fast vergessen haben zu essen.
Sebastian Also kein Dessert bestellt?
Nordmann Nein, kein Dessert bestellt. Es gab glaube ich nur einen Hauptgang und einen Aperol Spritz und irgendwas nicht Alkoholisches.
Sebastian Ich glaube, das ist auch total fies, wenn man dann so, eigentlich weiß man schon ab dem ersten Moment, Hauptgang um des Essenswillens, aber nur ein kleiner und dann weg hier und dann kommt das Gegenüber, aber Vorspeise. Und dann jetzt noch ein Dessert und jetzt noch ein Espresso vielleicht. Und man kann das ja ewig rauszögern.
Nordmann Ja, aber so fies wollte ich ja nicht sein in dem Moment.
Lola Aber wir haben uns so gut verstanden, dass wir unser Essen geteilt haben.
Nordmann Stimmt.
Sebastian Okay, das ist eine dumme Frage, aber was gab es?
Nordmann Bei mir gab es ein Nudelgericht mit Rindfleischstreifen und Paprika. Und bei dir gab es...
Lola Auch Pasta.
Nordmann Auch Pasta, ja. Ich glaube irgendwas mit Pesto und Knoblauch und so.
Sebastian Das teilt man auch besser, wenn man danach noch was vorhat.
Nordmann Ja, ich glaube, bei mir war auch Knoblauch.
Sebastian Okay, also quasi in einer Dreiviertelstunde im Schnellgang essen und dann wohin?
Lola Dann warten wir noch spazieren.
Nordmann Alibi-mäßig sind wir noch ein bisschen spazieren gegangen. Und ich glaube….
Sebastian So viel Moral im Raum, das gibt es ja nicht.
Nordmann Ja, nein, definitiv nicht, weil sie hatte schon eine kleine Aufgabe. Also die Aufgabe war, ohne Unterwäsche zum Essen zu kommen. Und ich meine, das muss ich ja kontrollieren. und kann ich ja nicht erst kontrollieren, wenn wir wieder zu Hause sind. Vielleicht ist sowas dann auf dem Spaziergang passiert.
Sebastian Worüber habt ihr euch unterhalten? War das Kapitulation verhandeln oder war das wir machen jetzt ums Verrecken Smalltalk?
Nordmann Ich glaube, wir haben echt über alles gesprochen. Auch über BDSM. Ich glaube, so richtig Kapitulation verhandelt haben wir auch nicht. Wir haben im Vorfeld schon abgesteckt, auch in der schriftlichen, telefonischen Kommunikation schon abgesteckt, was wir beide so mögen und was uns so wichtig ist. Ich sag immer, ich glaub, das ist sogar ein Zitat von deinem Podcast hier. Sie definiert den Rahmen und ich bewege mich in dem Rahmen so, wie es mir gefällt oder wir definieren gemeinsam den Rahmen und alles, was danach passiert ist, entzieht sich ihrer Entscheidungsgewalt. Und so handhaben wir das bis heute.
Sebastian Ich muss mal diese Ego-Frage für mich stellen. Kanntet ihr beide den Podcast zu dem Zeitpunkt?
Nordmann Ja.
Sebastian Okay. Wird nur mal so. Also er hat euch nicht ausgeredet.
Nordmann Nein, nein, nein, nein, nein. Also ich weiß gar nicht, ob wir das auf der Aufnahme drauf haben, aber irgendwann habe ich heute ja auch schon mal gesagt, dass ich, oder war es vor der Aufnahme, dass ich ganz oft mit Ideen aus dem Podcast komme, weil ich den Podcast gerne höre, wenn ich irgendwo hinfahre. Und nicht selten waren da schon inspirierende Ideen, die ich dann da mitgebracht habe aus dem Podcast.
Sebastian Jetzt muss ich dich leider enttäuschen, wenn du diese Folge hörst, die wir heute aufnehmen, wirst du keine neuen Ideen mitnehmen.
Nordmann Ach verdammt.
Sebastian Das ist immer der Nachteil.
Nordmann Wenn man selbst hier sitzt.
Sebastian Okay, also kontrolliert, keine Wäsche. Ich gehe mal davon aus, Loda, du warst brav und hast auf zu viel, auf ungehörigen Stoff verzichtet. Ja, dann geht man halt seiner Wege und trifft sich irgendwann wieder.
Nordmann Nein, natürlich bin ich nach dem Spaziergang nicht getrennte Wege gegangen, sondern ich wurde eingeladen, mit in ihre Wohnung zu kommen.
Sebastian Händlich?
Nordmann Ja, wir waren beide, glaube ich, ziemlich ungeduldig.
Sebastian War das für euch beide so ein, ich meine, das klingt ja wirklich nach so einem Hollywood-Date-Abend. Man geht, man telefoniert, man spricht, dann geht man essen, man macht noch einen Spaziergang. Ehrlicherweise, hier saßen ja schon einige Leute, das ist eher so ungewöhnlich, dass es so nach Lehrbuch verläuft.
Nordmann Na, ich glaube, was uns das leichter gemacht hat oder was uns geholfen hat, ist, wir kannten uns ja vorher schon durch die erste Party, auf der wir uns ja schon ausgetauscht hatten. Das heißt, wir wussten ja auch schon, wir haben irgendwie so eine gemeinsame Basis und wir fanden uns beide auch schon gut. und ich glaube der andere war wirklich, der Rest war dann Formsache fürs Protokoll oder so und es ist ja dann so, nachdem sie mich dann eingeladen hat, mit in ihre Wohnung zu kommen, dann sind wir ja auch nicht händchenhaltend, äh, Entschuldigung, sind wir ja nicht auf unseren Händen sitzend auf dem Sofa gesessen, sondern, da haben wir den Abend dann schon gleich sehr ordentlich genutzt.
Sebastian Das heißt, es war klar, das wird ja was, aber jetzt warst du ja noch auf dem Trip, ich möchte hier was Monogames und ich will, also Ich versuche das mal aus den Infos, die ich habe, zusammenzufassen. Im Grunde willst du besitzen und zwar ganz. Und du willst besitzen. War das mal Thema?
Nordmann Das haben wir tatsächlich besprochen. Ich weiß nicht, ob wir es vor dem ersten Abend so ausführlich besprochen haben oder danach. Aber wir haben da ganz, ganz ausführlich drüber gesprochen und haben mir dann eben auch gesagt, für den Moment ist es völlig in Ordnung zu sagen, wenn da Bedürfnisse aufkommen, Bin ich falsch? Dann korrigiere mich bitte.
Lola Wir haben das am 17. August besprochen.
Nordmann Ah, okay. Also, dann war es definitiv nie.
Lola Also, wir hatten unsere gegenseitigen Ausgangslagen besprochen, ohne daraus eine Konsequenz zu ziehen, wissend, dass die nicht so ganz kompatibel sind, aber wir hatten einfach Lust auszuprobieren, was da so zwischen uns passiert.
Sebastian Gut, das war August, jetzt haben wir März, das ist noch nicht so lange her.
Lola Ja, also wir haben uns ja auch Anfang August das erste Mal getroffen. Es hat bei mir dann gar nicht so lange gedauert, um recht bereitwillig gewisse Schrauben an meinem Leben zu drehen, weil ich ziemlich geflasht war, sozusagen. Also ich hatte zu dem Zeitpunkt tatsächlich zwei Spielbeziehungen für den BDSM-Teil in meinem Leben, die einfach offener und... offener Natur waren und mit denen ich, also für mich hat da eigentlich auch alles gepasst und dann ist er halt in mein Leben gestolpert und hat es so ein bisschen auf links gekrempelt. Und was ich ihm dann auch am Anfang gesagt habe und dann haben wir halt erstmal gesagt, wir gucken mal, wohin die Reise geht. Und dann hat es, glaube ich, eineinhalb Wochen intensiver Kontakt gedauert, bis ich vor ihm kniete und gesagt habe, ich weiß nicht, auf was für einen Beziehungsstatus ich mich im Tollclub stellen soll. Single passt jetzt ja nicht mehr so richtig, jetzt steht da gar nichts. Und dann sagt er, was kann man denn da so eingeben? und dann sagte ich so feste Beziehung und dann sagte er, ja das gefällt mir ganz gut Ich weiß aber auch noch.
Nordmann Dass das für mich ein ganz großer Moment war als du mir irgendwann gesagt hast, dass gerade für dich dieses nicht monogam sein total unwichtig geworden ist.
Lola Also mir fehlt ja auch einfach nichts Und mit dem Deal sollte sich das ändern. Darüber reden zu können, kann ich ganz gut leben. Weil ich dadurch, dass meine Ehe an sowas halt so kläglich gescheitert ist, ich mit mir selber nicht mehr vereinbaren kann, irgendwas zu versprechen, wo ich einfach nicht sicher bin, ich kann das über Jahre hinweg so tragen. Deswegen könnte ich damit jetzt nicht umgehen zu sagen, es ist monogam und es ist in Stein gemeißelt. Aber mit der Option, über Bedürfnisse sprechen zu können, sollten die sich als drängend erweisen, kann ich total gut umgehen und die sind noch nicht da, diese Bedürfnisse, also dementsprechend.
Sebastian Da habt ihr beide aber auch die Erfahrung gemacht, dass Bedürfnisse eben wichtig sein können, das heißt ihr könnt euch dann, wenn der Tag kommt, auch in die jeweils anderen reinversetzen und sagt nicht, ja es ist halt ein Bedürfnis, stell es ab, das würdet ihr glaube ich beide nicht sagen.
Nordmann Nein, wir sind uns ja beide der Wichtigkeit von Bedürfnissen bewusst und haben ja beide auch schon erlebt, was passiert, wenn Bedürfnisse nicht erfüllt werden können. Und deswegen glaube ich auch, dass wir dort dann einen sehr guten kommunikativen Weg finden, damit umzugehen. Und ganz klar natürlich auch in dem Gewissen, in dem Wissen, dass es von der einen oder anderen Seite oder von beiden Seiten Zugeständnisse braucht dann in dem Fall.
Sebastian Muss ich mir nochmal fragen, wenn du jetzt dann noch zwei Spielbeziehungen laufen hattest, mehr oder minder fest, hast du irgendwie aufgeräumt und dann abtelefoniert, gesagt, jetzt nicht mehr oder wie bist du damit umgegangen? Und es ist ja irgendwie auch wichtig, dass man dann auch den Menschen gegenüber klar sagt, ich stehe nicht zur Verfügung.
Lola Genau, hab ich.
Sebastian Wie haben die reagiert? Ist ja wie Schluss machen, so ein bisschen, ne?
Lola Naja, das war ja was Offenes. Also mit dem, ich meine, wenn man so eine Beziehung führt, muss man da ja wahrscheinlich auch damit rechnen, dass ich im Leben des jeweils anderen auch einfach was dahingehend ändern kann, dass das da nicht mehr funktioniert. Und ja, der eine Kontakt hat sich dann verloren. Und mit dem anderen Kontakt ist jetzt einfach eine Freundschaft entstanden.
Sebastian Jetzt haben wir im Grunde heute noch gar nicht drüber gesprochen, was ihr so macht. Also ich kann, liebes Publikum, ich kann euch mal verraten, Lola trägt ein Halsband.
Nordmann An der Stelle können wir auch gerne mal anmerken, dass das ein Ding der Woche sein darf.
Sebastian Das Halsband ist ein Ding der Woche.
Nordmann Halsband.
Sebastian Da wird sich Lena sehr freuen. Grüße an Penumbra.
Nordmann Da ist es nämlich her.
Sebastian Ja, was, was, was, ja, also erstmal, Entschuldigung, also erstmal, das Problem an Dingen der Woche ist, dass ich normalerweise sage, okay, die möchte ich ja dann auch in die Hand nehmen und so, aber wir lassen das einfach mal um deinen Hals.
Nordmann Darf sie selber auch nicht ablegen, also wenn, müsstest du mich bitten, aber das lassen wir einfach da, wo es ist.
Sebastian Genau, ich beschreibe es mal, es ist schwarz und hat, da sind da so ausgeschnittene Stücke und da sieht man so einen Stoff, der ist so, ja, ist das Himmelblau?
Nordmann Türkis.
Sebastian Türkis ist es von der Farbe her, ja. Und scheint er so durch. Und da gibt es also schon das Ritual angelegt und abgenommen wird von dir ausschließlich.
Nordmann Richtig.
Sebastian Lola, trägst du es oft genug, deiner Meinung nach?
Nordmann Brauchst ihn nicht angucken.
Sebastian Du kannst es mir sagen.
Lola Nö. Was sagt das? Alltagsbedingt aktuell nicht.
Sebastian Ja. Was sagt das Halsband aus?
Lola Oder dass ich ihm gehöre.
Sebastian Wie fühlt sich das an?
Lola Gut.
Sebastian Man müsste jetzt eigentlich eine Kamera haben, weil der Blick ist wirklich so ein, der ist schon schön. Liebes Publikum, stellt euch das einfach vor, so ein Wohlfühl. Okay, aber jetzt nochmal die Frage, also was tut ihr eigentlich? Euer Spiel besteht woraus? Ihr habt irgendwie 24 Stunden frei und es gibt keine Verpflichtung. Was tut ihr oder was macht ihr gerne oder was habt ihr etabliert? Woraus besteht euer Kink, was macht ihr gern?
Nordmann Wenn wir jetzt mal so den ganzen Alltag außer Acht lassen und sagen, wir haben jetzt tatsächlich mal wirklich 24 Stunden nur für uns, dann geht es damit los, dass ich als erstes nach dem Aufwachen einen leckeren Kaffee ans Bett serviert bekomme.
Sebastian Schwarz ohne Zucker und Milch.
Nordmann So gehört sich das nämlich, genau.
Lola Knien.
Nordmann Auf Knien, selbstverständlich. Und dann gibt es bei uns ein paar Rituale im Alltag. Neben dem Kaffee kriege ich auch das Handtuch gereicht nach dem Duschen. Wenn wir uns entscheiden, irgendwie wegzugehen, dann kümmert sich Lola auch darum, dass ich das passende Schuhwerk an den Füßen trage und das auch wieder ausgezogen bekomme. Dann starten wir ganz oft mit einem leckeren Frühstück in den Tag, nutzen die Zeit, wenn wir sie für uns haben, gerne, um auch mal auf den Stammtisch oder auf eine Party zu gehen oder nutzen die Zeit für durchaus nicht kurz stattfindende Sessions bei uns zu Hause.
Sebastian Okay, das heißt diese Rituale im Alltag, die sind euch wichtig, die gehören einfach dazu, dass immer wieder so kleine Gesten vorhanden sind.
Nordmann Ja, definitiv. Das ist was, was uns beiden wichtig ist und was auch schön immer ein bisschen die Position des jeweils anderen unterstreicht.
Sebastian Geht ja so wie jetzt miteinander um? Oder es gibt ja, man kann das nur noch weiterfassen, sie redet nur, wenn sie darf oder inwieweit?
Nordmann Nein, wir gehen so miteinander um, wie du uns jetzt hier auch erlebst. Wir lachen ganz viel zusammen. Wir, kappeln uns gerne auch mal ein bisschen das Einzige, was sie muss, ist sie muss mich siezen, wenn wir unter uns sind oder wenn, Sie muss mich immer dann siezen, wenn wir alleine sind oder Menschen dabei sind, die Bescheid wissen. Genau, und sonst pflegen wir einen ganz normalen zwischenmenschlichen Umgang miteinander. Wobei ich das schon auch genieße, ab und zu mal durchblicken zu lassen mit einem Griff in die Haare oder in den Nacken oder so. Wenn sie vielleicht ein bisschen zu sehr auf die Spitze treibt mit dem Kappeln oder wenn ich der Meinung bin, ihr Einhalt gebieten zu wollen.
Sebastian Man kann diese Alltagsregeln so gestalten, dass sie ganz von alleine gehen oder so, dass beide sehr aufmerksam sein müssen, dass es schon fast anstrengend wird. Wie habt ihr denn da so einen Mittelweg gefunden und wer hat da eigentlich was gefordert? Also ich möchte ihnen das und das Gutes tun oder ich verlange von dir. Also es gibt ja immer diese beiden Seiten und da muss man ja einen Mittelweg finden, weil wenn man einfach alle Wünsche und alles, was man im Kopf hat, da umsetzt, dann wird das sehr anstrengende Zeit.
Nordmann Ich glaube, da haben wir von der Menge ein ganz gutes Mittelmaß gefunden, ohne dass es jetzt zu anstrengend wird. Es gibt ein Ritual, das wird manchmal vergessen, aber das wird auch stetig besser. Sie muss mir noch einmal am Tag ein Selfie schicken. Auch wenn wir Zeit miteinander verbringen, möchte ich ein Selfie von ihr haben. Und was es auch noch gibt, wenn sie alleine ist, muss sie fünf Minuten am Tag knien in Gedanken an mich. Macht sie meistens dann auch vor dem Zu-Bett-Gehen. Aber das mit den Bildern, das funktioniert ab und zu mal nicht so ganz so gut.
Lola Es funktioniert nicht so gut, wenn wir uns den ganzen Tag sehen, weil ich dann irgendwie die Situation nicht finde, wo ich mal schnell noch ein Foto schicke.
Sebastian Möchtest du gerade ein Selfie von dir machen?
Lola Ah ja, ich habe mein Handy nicht hier. Und ich frage, bevor ich mich auf Möbelstücke setze.
Nordmann Stimmt und du darfst dich nicht ohne Erlaubnis hinsetzen, wenn wir zusammen sind.
Sebastian Habt ihr das in dieser Präzision schon mal in früheren Beziehungen erlebt?
Nordmann Ja.
Lola Anders, aber ähnlich.
Sebastian Okay, das ist also nichts Neues, was dann endlich gefunden wurde. Inwieweit passt ihr da zusammen? Also musste dann auch verhandelt werden und gesagt werden, also nee, das jetzt nicht, das ist jetzt keine so gute Idee oder das passt jetzt nicht so schön. Es gibt ja doch individuelle Dinge, wo man sagt, also Knien könnte ein Bass sein, wo man sagt, nee, Knien ist total doof, ich kann das nicht gut oder das tut mir nicht gut oder es gibt ja solche persönlichen Bedürfnisse. Also wie kriegt man raus, was geht und was nicht und auch du möchtest ja als Top wahrscheinlich auch nichts tun, was sie auf Dauer einfach nur, ich sag mal, jeden Tag aufs Neue nervt und einfach doof ist.
Nordmann Ich profitiere zum einen davon, dass sie sehr viel da draußen nimmt oder nehmen kann, mir etwas Gutes zu tun. Das ist, glaube ich, ein großer Faktor, der uns da hilft und das andere ist, ich hab halt ich sag mal Ideen geäußert, was ich so hab, was wir machen könnten. Sagen wir mal, Lola hatte die Möglichkeit, ihre Meinung dazu zu äußern. Und dann hab ich entschieden, ob wir das machen oder nicht.
Sebastian Okay, welche Sachen konnte sie dir denn ausreden?
Nordmann Ich glaub, du hast mir noch gar nichts ausgeredet, oder?
Sebastian Und Lola, auf welche Ideen ist er bislang immer noch nicht gekommen?
Nordmann Jetzt muss ich kurz hellhörig werden.
Lola Nein, aber warum das gut funktioniert, ist glaube ich, dass er auch nachsichtig ist, wenn ich überfordert bin.
Sebastian Okay, wann ist das der Fall? Wenn er dir das Handy wegnimmt den Tag über und dann sagt, das Selfie kam, aber nicht. Das wäre natürlich ein bisschen gemein.
Lola Naja, wir leben ja gerade häufig in einem Kontext, in dem sich die Situation, wo Seatzen möglich ist, relativ schnell hin und her wechseln, weil Kinder kommen und gehen, zum Beispiel und dann muss ich ja immer umschalten.
Sebastian Da hätte ich einen Tipp, wie ihr weiterhin siezen könnt, ohne dass es für die Kinder komisch ist. Einfach mit purem Sarkasmus siezen. Da haben sie aber toll drüber nachgedacht.
Lola Ich glaube, das bin ich nicht der Typ für. Es könnte auch Haue geben.
Nordmann Wenn ich zu viel Sarkasmus...
Sebastian Ja, das geht ja nicht. Das sind ja die Kinder.
Nordmann Aber das kann ich mir ja merken, bis die Kinder mal für ein paar Stunden weg sind.
Sebastian Ich glaube, das wäre gar nicht so schlecht, wenn man da Punkte sammeln kann.
Lola Weil das ist durchaus herausfordernd, auch das mit dem Setzen oder nicht.
Sebastian Das gilt dann weiterhin alles.
Lola Es geht halt, solange keine Kinder im Raum sind. Aber manchmal bin ich dann halt auch einfach selber in einem anderen Modus und dann frage ich auch nicht, obwohl ich theoretisch könnte, aber da ist er dann auch nicht überstrengt zum Glück, weil ich glaube, das würde mich frustrieren, weil ich ja gerne brav bin.
Sebastian Okay, also das wollte ich gerade fragen. Das ist so deine innere Motivation. Du bist gerne brav und gibst die Kontrolle ab und kannst dich so, ich sag mal, diesen Begriff unten einkuscheln.
Lola Ja.
Sebastian Das heißt, du bist überhaupt nicht aufmüpfig oder sowas in der Art?
Lola Selten.
Sebastian Okay, da seid ihr euch einig, aber so ganz glaubend, naja. Sie ist fleißig. Welche Dienste, Nordmann, erbringst du an ihr?
Nordmann Was erbringe ich? Ist das ein Dienst, sie ab und zu zu hauen?
Sebastian Kommt drauf an. Also, wenn sie das so sieht, ja.
Nordmann Ist das ein Dienst, die Einhaltung der Regeln und Rituale auch ein bisschen im Auge zu behalten? Weil ich meine, manchmal ist das ja durchaus auch ein Problem, wenn Regeln aufgrund eines Alltags irgendwie in Vergessenheit geraten.
Sebastian Ja, das ist Aufmerksamkeit. Gibt es auch Dinge, sie zu baden oder zuzudecken oder zu bekochen oder ich weiß nicht was. Also es gibt ja auch tausend Möglichkeiten, wo man so aus Caregiversicht so ein bisschen dann auch doch einfach was zurückgibt, außer hast du fein gemacht.
Nordmann Also tatsächlich ist Caregiving ja durchaus ein großer Teil meiner Motivation und ich genieße das total, wenn ich sie mal mit einer Massage verwöhnen kann. Ich glaube zuletzt gestern Abend bist du in den Genuss gekommen. Also das machen wir beide sehr gerne, uns gegenseitig massieren oder ich koche auch leidenschaftlich gerne, wovon Lola dann auch immer sehr profitiert.
Lola Und er versteht mich. Also er kriegt in regelmäßigen oder unregelmäßigen Abständen sehr, sehr lange, sehr, sehr emotionale E-Mails, in der ich die aktuelle Situation oder was mich so beschäftigt relativ ausführlich schildere und dann immer das Gefühl habe, das ist zu viel an Emotionalität. Und dann sitze ich so ein bisschen mit mir hadern zu Hause und dann kommt irgendwann der erlösende Anfänger, Anruf und dann sagt er, ich verstehe dich, das ist alles gut und jetzt sage ich dir schon mal das und das und das dazu und dann kommt irgendwann noch eine sehr, sehr liebevolle Antwort-E-Mail und dann, fühle ich mich voll angenommen und verstanden. Und das ist, glaube ich, mir das Wichtigste, was er tun kann und auch tut.
Nordmann Das ist auch ein Ritual, was wir ja nachts noch gar nicht thematisiert haben, die langen E-Mails, die wir uns immer schreiben. Es ist total schön, dann auch zu lesen, was in Lola vorgeht und was sie gerade bewegt, auch wenn es vielleicht mal was ist, was sie kritisch hinterfragt. Und dann da einfach auch Bezug nehmen drauf zu können und meinen Standpunkt dann dazu äußern zu können. Aber auch aus meiner Perspektive, die Erlebnisse zum Beispiel darstellen zu können. Wir haben gesagt, irgendwann lassen wir die ganzen Mails mal ausdrucken und in ein Buch binden oder so.
Sebastian Ja, ihr könnt ja schon mal üben und mir ein paar davon für die Shownotes zur Verfügung stellen, nehme ich sehr gerne.
Nordmann Nein, das geht nur uns beide was an.
Sebastian Das bleibt ja unter uns. Die Shownotes guckt sich kein Mensch an. Auf kunst.de kriegt die Folge an. Aber das macht, wie gesagt, niemand.
Nordmann Wie oft werden Folgen in der Regel statistisch gehört?
Sebastian Ach, fast Gar nicht. Lebt ihr zusammen?
Nordmann Leider nein.
Sebastian Aber ihr seht euch dann doch häufig.
Nordmann Genau, also wir versuchen mindestens jedes zweite Wochenende miteinander zu verbringen und in den Wochen, wo wir uns am Wochenende nicht sehen können, schauen wir, dass wir uns unter der Woche sehen können.
Sebastian Dann garantiert den ganzen Tag über diverse Messenger, Messages, Mails, Anrufe. Also im Grunde habt ihr jeden Tag einfach mehr, wahrscheinlich mehr Kontakt als Leute, die zusammenleben.
Nordmann Ja, das könnte durchaus passieren, wenn du jetzt jemanden hast, der zusammenlebt und die beide zehn Stunden im Büro oder berufstätig sind und in der Zeit kein Austausch stattfindet, dann haben wir definitiv mehr Austausch, das ist so. Ist aber auch was, was uns beiden sehr wichtig ist, den Austausch pflegen zu können.
Sebastian Ich bin mir gerade nicht sicher, ob das ein Zitat aus dem Vorgespräch ist oder ob ich das jetzt da einfach irgendwo reininterpretiert habe. Aber ich habe hier stehen, Mark, Bürokratie und Gerechtigkeit.
Nordmann Das ist was, was du rein interpretierst.
Sebastian Oh Gott, ich hoffe, ich lag nicht zu sehr daneben.
Nordmann Ist aber auch nicht ganz falsch. Das Thema Bürokratie würde ich jetzt nicht unbedingt so unterstützen. Also ich bin jetzt kein super bürokratischer Mensch, auch wenn ich natürlich die Einhaltung von Regeln und Ritualen sehr schätze und sehr genieße.
Sebastian Gibt es eine Excel-Tabelle oder sowas, wo du irgendwas aufzeichnest?
Nordmann Nein, die Regeln und Rituale, die sie hat, sind in einem Buch festgehalten.
Sebastian Ja, und da liegt es auch schon.
Nordmann Und in diesem Buch, was dann das zweite Ding der Woche ist, sind auch Verfehlungen.
Sebastian Die bekommen ja ich, also erstmal nehme ich es in die Hand. Liebes Publikum, ich habe hier ein Notizbuch, ein sehr schönes übrigens, in blau-schwarz gehalten. Ich glaube, das soll das Meer und Brandung darstellen. Kann das sein? Keine Ahnung. Es ist auf jeden Fall schön. Es hat ein Lesezeichen drin. Das ist aber noch sehr weit am Anfang. Und ihr schickt mir natürlich Bilder hiervon, zumindest von außen.
Nordmann Das können wir gerne machen, ja.
Sebastian Wir müssen ja Dinge zeigen. Und genau, jetzt ist die Frage, was ist da drin? Ich schlage es mal nicht auf. Erstmal, wer schreibt rein und was? Loda schreibt rein. Okay, du hast dich gemeldet.
Lola Da stehen Regeln drin und mein Ärger.
Sebastian Und dein Ärger, okay.
Nordmann Also Verfehlungen heißen bei uns Ärger.
Sebastian Ja, also es gibt durchaus Strafen, ja?
Nordmann Ja, wobei die Strafen da nicht drinstehen.
Lola Noch nicht.
Nordmann Noch nicht. Es gibt aber auch keine festen, fixen Strafen für irgendwelche festgelegten Vergehen oder so, sondern ich entscheide das dann immer ganz intuitiv und individuell, wie so eine Strafe aussieht. Aber wenn denn der Ärger, ich sage jetzt mal, erledigt ist, dann zeichne ich das mit Datum entsprechend ab.
Sebastian Okay. Bei Strafen ist es natürlich immer so, dass ich nach Beispielen frage, für welche Verfehlung wäre welche Strafe angemessen, damit ich mal so mitkriege, was für ein Level das ist und sollen die Strafen einem, ist das eine Konsequenz, um die Sache abgehakt zu haben oder geht es darum, dass in Zukunft eine Verhaltensänderung eintritt? Das ist ja auch nochmal eine Frage, was die Intention dahinter ist.
Nordmann Es kommt immer ein bisschen drauf an. Es gibt beides. Also eine Strafe kann zum Beispiel sein, einen gewissen Satz, eine gewisse Anzahl oft auf ein Stück Papier bringen zu müssen.
Sebastian Ach du, oh ja, sehr schön. Und das noch jeder Buchstabe in einer anderen Farbe.
Nordmann So fies bin ich nicht.
Lola Aber das ist dann nicht bequem, wenn man dabei auf der Matte kniet.
Nordmann Auf der Akkupressur-Matte. Naja, das soll ja auch nicht, soll ja eine Strafe sein. Also es gibt auch noch verschiedene Schärfegrade bei den Strafen.
Sebastian Ich sehe gerade hier jemand sehr grinsen. Hahaha. Was ist Strafe? Ist das Aufmerksamkeit oder was ist Strafe für dich? Oder was macht Strafe mit dir?
Lola Also ich habe ja nicht gern Ärger. Und ich bin dann froh, wenn der Ärger weg ist.
Sebastian Das wird sozusagen neutralisiert. Das ist wie Wäsche waschen. Die Flecken sind weg.
Lola Ja. Ja.
Sebastian Das heißt, du hast noch nie Ärger absichtlich provoziert.
Lola Nein, ich ärgere mich dann immer, dass ich Ärger habe. Deswegen passt das Wort ja sehr gut.
Sebastian Okay, jetzt aber stell dir mal vor, du würdest es schaffen, über Wochen und Monate quasi keinen Ärger zu bekommen.
Nordmann Ich glaube, das würde Lola sehr glücklich machen.
Lola Ja, aber ich glaube, dass sie danach helfen würden.
Nordmann Vielleicht. Auf der anderen Seite brauche ich aber keinen Grund an den Haaren herbeiziehen, um ihr wehtun zu dürfen oder um sie piesacken zu dürfen. Also sie hat mir irgendwann die Erlaubnis gegeben, ihr Herr sein zu dürfen und sie hat sich mir unterworfen und damit hat sie mir auch das Vertrauen geschenkt, dass ich ihr mehr oder weniger nach gut dünken wehtun darf und mit ihr machen darf, was ich für richtig halte.
Sebastian Ich habe neulich bei FetLife den Begriff Free-Use-Klausel gesehen. Fand ich sehr schön. Also dieses, er kann immer oder in dem Fall er tatsächlich und sie steht auch immer zur Verfügung, egal ob sexuell oder sonst was. Und das ist halt die Free-Use-Klausel. Habt ihr sowas? Habt ihr sowas mal vereinbart?
Nordmann Ja, kann man schon sagen. Also ich habe ja vorhin erzählt, dass wir im Prinzip einen Rahmen abgesteckt haben und in diesem Rahmen bewege ich mich so, wie ich das für richtig halte. Und das kommt ja dieser Free-Use-Klausel schon sehr nah.
Sebastian Seid ihr nervös, dass ich das Büchlein in der Hand habe und immer fast reingucke?
Nordmann Wenn du das tust, um uns zu ärgern, dann muss ich dir leider sagen, es funktioniert nicht.
Sebastian Ich schlage jetzt mal auf. Ich mache das hier immer so. Ich gucke mal rein. Darf ich lesen? Okay, und dann kann ich ja mal... Also falls ich jetzt hier irgendwas erwähnen oder vorlesen sollte, was nicht in die Folge soll, dann sagt es mir einfach, dann werde ich es nicht gesagt haben. Aber es fängt schon mal an, hier sind doch zwei farbige Schrift. Hier stehen Regeln und dann erstens, zweitens, drittens in einer anderen Farbe als der Text. Ich lese jetzt mal nichts davon vor. Oder gibt es eine Regel, die euch beiden so wichtig ist, dass ich sie hier mal benennen darf? Du willst jetzt nicht gucken, oder?
Lola Meine Lieblingsregel ist die emotionale Regel. Natürlich.
Sebastian Welche ist das? Welche Nummer hat sie? Du willst jetzt hier nicht gucken, du wirst die doch auswendig kennen. Ist das die 10?
Lola Ich weiß es nicht.
Sebastian Ich gebe es dir nochmal. Wer hat die Regeln gemacht?
Lola Die 8.
Nordmann Die haben wir glaube ich zusammen definiert. Also da sind Impulse von uns beiden drin in den Regeln.
Sebastian Okay, also Nummer acht ist, über alles, das mich beschäftigt, darf ich jederzeit mit meinem Herrn sprechen. Wo kommt die Anrede her? Wurde es eingefordert oder wurde es einfach benutzt und für gut befunden?
Nordmann Ich glaube, das hat sich so etabliert und wir finden es beide gut. Habe ich das aktiv gefordert?
Lola Ja.
Nordmann Okay. Also ich habe es gefordert und Lola erweist mir diese Ehre sehr gerne.
Sebastian Ich kann auch bestätigen, dass Regel Nummer 9 eingehalten wird. In Anwesenheit meines Herrn habe ich gemachte Finger und Zehennägel. Zumindest die Fingernägel sehe ich. Also das sind so Sachen, um dich zu erfreuen, wenn ich das jetzt hier überfliege. Oder ist da auch Selfcare-Sachen dabei?
Nordmann Ja, ich finde gerade die Regel Nummer 8 mit den Emotionen und der damit verbundenen Aufforderung, Dinge zu äußern, die Lola bewegen, das hat schon auch einen Selfcare oder einen Care Aspekt.
Sebastian Ja, wird Regel 6 eigentlich gerade eingehalten in diesem Moment.
Nordmann Ich glaube, wir müssen Sebastian das Buch mal wieder wegnehmen.
Lola Ja, vielleicht.
Sebastian Falls ihr wisst, welche das ist.
Lola Ich weiß, welche das ist, ja.
Sebastian Ich benenne sie mal. Das ist die Regel, dass beim Sitzen die Beine leicht geöffnet sind.
Nordmann Vorhin waren sie mal überschlagen, aber trotzdem geöffnet.
Sebastian Also ich mag hier gar nicht zu viel verraten, aber es ist natürlich auch nochmal was anderes, Dinge zu verschriftlichen und aufzuschreiben. Ist das immer dabei, das Buch?
Nordmann Fast immer, ja.
Lola Ja, so wenn ich länger unterwegs bin, auf jeden Fall.
Sebastian Ich blätter mal weiter und hier bis zum Lesezeichen, es gibt jetzt die Überschrift Mein Ärger. Ich finde die Bezeichnung total toll. Also das Podcast-Subi bezeichnet sich selbst und ich inzwischen auch ganz gern als meinen Untergang. Ärger ist auch nochmal was sehr Schönes. Und ich sehe hier auch zweimal abgezeichnet, erledigt, mit Namen. Es gibt so Stempel übrigens, so Datumstempel.
Nordmann Nein, das wäre viel zu unpersönlich.
Sebastian Findest du? Stempel? Nein, nochmal drüber unterschreiben.
Nordmann Nein, nein, ich möchte das gerne handschriftlich darin festhalten.
Sebastian Okay.
Lola Ich habe mir jetzt ja auch gewünscht, dass auch die Strafe noch dazu vermerkt wird, weil ich das schön fände, wenn das da auch noch steht.
Nordmann Ja. Dann musst du aber reinschreiben dann.
Lola Ja, okay.
Sebastian Ja, also ich werde jetzt hier nicht vorlesen, was da alles so drinsteht, aber da steht mal ein Datum und da steht da eine Verfehlung, sage ich mal, fängt an im Oktober und ... Ja, zum Schluss wurde ja noch nicht abgezeichnet.
Nordmann Ja, da ist auch noch ein bisschen was offen.
Sebastian Achso, das geht jetzt hier bis zum 14.02. Wir haben jetzt inzwischen Anfang März. Seitdem war alles in Ordnung?
Nordmann Seitdem ist alles, ja.
Sebastian Okay, dann könnte man doch jetzt so ein Smiley drunter malen oder so für die Zeit.
Nordmann Ja, aber es ist ja noch nicht erledigt, was noch offen ist.
Sebastian Achso, die Sachen, die hier noch nicht abgezeichnet sind, die erfordern noch Konsequenz.
Nordmann Ja, oder es läuft gerade Konsequenz.
Sebastian Läuft gerade eine Konsequenz?
Nordmann Ja, tatsächlich läuft gerade eine Konsequenz.
Sebastian Na, welche ist es?
Nordmann Möchtest du das Publikum das wissen lassen? Soll ich das erzählen? Also, es hängt mit den Bildern zusammen, die ich gerne jeden Tag haben möchte. Und das hat ein paar Mal nicht funktioniert. Und auch schon zum wiederholten Male. Deswegen habe ich das jetzt gesteigert. Und das Thema Demütigung ist etwas, was für Lola nicht einfach ist. Und jetzt ist es so, dass sie, glaube ich, viermal vergessen hat, mir ein Bild zu schicken.
Sebastian Warte, eins, zwei, drei, vier. Und beim fünften Mal steht, ich habe schon wieder vergessen. Also fünf.
Nordmann Fünfmal. Also und für jedes Mal Bild vergessen, muss sie mir zwei Bilder in irgendeiner demütigenden Position schicken.
Sebastian Okay, das ist wieder so ein Hauptthema auf meiner Liste Demütigung steht hier. Was ist denn demütigend? Weil das ist ja hochpersönlich. Ich gebe das Buch jetzt erstmal wieder zurück oder steht da hinten noch mehr?
Nordmann Nee, mehr steht noch nicht drin.
Sebastian Okay, da ist also noch viel Platz für eine Menge Ärger. Vielen Dank, dass ihr euch reinschauen dürft.
Nordmann Wir sind ja auch noch jung.
Sebastian Falls ihr möchtet, auch gerne ein Bild von einer Seite aus diesem Buch. Das Publikum freut sich immer sehr über solche Artefakte. Und wenn das Buch mal irgendwie versehentlich wegkommt oder so, dann ist es schön, wenn ich auch noch ein Archiv für euch habe. Was ist demütigend? Und was ist doof, demütigend? Oder ist Demütigung toll in eurem Fall?
Nordmann Demütigung ist etwas, was nicht zu unseren üblichen Gepflogenheiten gehört. Also ich lasse das ganz selten, lasse ich das mal einfließen oder ich nutze es halt ganz bewusst für so eine Strafe.
Sebastian Also Demütigung ist jetzt nichts, was irgendwie einen positiven Reiz auslöst, das ist dann einfach Strafe.
Nordmann Ich kann dem schon einen gewissen Genuss abgewinnen ich weiß aber dass es für Lola überhaupt nicht einfach ist und deswegen findet das nur sehr bewusst Einfluss in unser Spiel ok.
Sebastian Aber jetzt gibst du ihr die Aufgabe sei du selber kreativ und demütige dich, Allein das ist ja an sich schon wieder demütigend und fies. Ich komme nicht drum rum, sonst kriege ich vom Publikum Ärger, weil ich nicht gefragt habe, was ist denn ein demütigendes Selfie oder Bild oder eine Haltung oder was wäre demütigend?
Lola Eins mit Knebel.
Sebastian Da verzieht sich der Mund auch so ein bisschen, ja.
Lola Das hasse ich.
Nordmann Nein, es war letztens auch, also sie schickt mir dann immer ein Bild und fragt mich, ob das zählt.
Sebastian Und das ist clever.
Nordmann Ja, und ich habe sie dann letztens, ich glaube beim letzten Bild sogar, oder beim vorletzten, habe ich sie zurückgefragt, war es denn demütigend für dich? Und ich meine, natürlich setze ich da ihre Ehrlichkeit voraus, ja, aber wenn sie es als demütigend empfunden hat, das Bild so zu machen, dann zählt das auch.
Sebastian Ersetzt das die Selfies oder ist das dann zusätzlich...
Nordmann Das ersetzt an dem Tag das Selfie.
Sebastian Das ist natürlich so ein Punkt. Also ich finde das total spannend im DS-Kontext, dass man so anfängt, auch in die Randbereiche des Wohlfühlens zu gehen. Also so Dinge, Strafe, Demütigung, Konsequenz, Ärger im Allgemeinen. Das sind ja Dinge, die immer wieder sagen, da hast du etwas nicht gut gemacht oder nicht ausreichend. Und das kann unglaublich spannend sein, Weil damit werden diese Sachen alle erledigt und sind dann weg. Es kann einen aber auch runterziehen so ein bisschen. Oder wie bist du da so drauf? Also gewinnst du dadurch Ego oder kostet es dich eher? Und welche Rolle spielt er dabei überhaupt, wenn er eine spielt?
Lola Ich glaube, dass es durchaus beides ist. Es ist halt auch was, was wieder sehr emotional ist. Und bei mir spielen durchaus auch Emotionen, die schon in das negative Spektrum gehen, eine Rolle. Also auch sowas Demütigendes, wo ich eher eine Abneigung empfinde, machen halt eine Form von Intensität, die mir wichtig ist.
Sebastian Viele wandeln das ja in Lust um.
Lola Nee, das ist nicht direkt, aber ich glaube, das macht sehr viel mit unserer Verbindung.
Sebastian Bei ihm darf ich das oder bei ihm kann ich so sein? Ist das der Gedanke?
Lola Für ihn würde ich das tun.
Nordmann Das ist, glaube ich, eher ein Vertrauensbeweis in meine Richtung. Also, dass sie das für mich auf sich nimmt.
Sebastian Ja, das heißt, ich merke schon den Beweis. Also ich habe das Gefühl, dass wenn du, Nordmar, wenn du sprichst und darüber sprichst, so eine gewisse, so einen gewissen Demut strahlst du gerade aus. So eine Demut, ich weiß das zu schätzen. Ich empfinde das nicht als selbstverständlich. Ich verlange es zwar, aber es ist trotzdem wie ein Geschenk. Ich versuche deine Blicke, deine Gesten gerade so ein bisschen zu deuten.
Nordmann Das siehst du aber auch ganz richtig. Also ich bin da unheimlich dankbar dafür, dass sie mich ausgewählt hat, ihr Herr sein zu dürfen. Also mir ist ja dieses Einvernehmliche extrem wichtig und mir ist auch wichtig, dass es ihr gut geht mit mir an ihrer Seite. und ich würde das niemals geringschätzen, wenn sie etwas für mich tut. Also es ist auch im Spielekontext, wenn wir dann mit Schmerz eine Grenze erreichen zum Beispiel, wo ich dann einfach total dankbar dafür bin, wenn sie für mich ein bisschen über die Grenze hinausgeht und vielleicht auch sogar durch meine Motivation ein bisschen über diese Grenze hinausgehen kann. Indem sie, indem ihr dann auch bewusst ist, dass sie jetzt z.B. für mich noch fünf Schläge mit einem bestimmten Werkzeug aushalten muss und ich zeige ihr dann auch ganz klar, dass ich dann total stolz darauf bin, wenn sie für mich das noch aushalten kann. Also ich hätte ein ganz, ganz schlechtes Bild von mir selber, wenn ich das geringschätzen würde, was Lola da für mich tut und welches Vertrauen sie mir einfach entgegenbringt.
Sebastian Ja, das scheint so wirklich dieser, ich möchte es gut machen, richtig machen, ich möchte es wertschätzen, das ist so ein moralischer Anspruch an dich selbst.
Nordmann Definitiv, ja.
Sebastian Jetzt gibt es aber auch sowas wie einen Machtrausch, wo man im Eifer des Gefechts so sehr genießt, dass man, ja, das Moral nicht mehr so wichtig ist, das ist gerade einfach toll.
Lola Aber das ist gut. Also ich glaube, dass es beides braucht und dass es auch deswegen so gut matcht, weil es das beides gibt. Weil ich für mich auch immer gesagt habe, ich brauche ein Gegenüber, dem ich mich nicht zu 100 Prozent gewachsen fühle. Und wenn das immer nur so liebevoll zugewandt bliebe, würde mir glaube ich da auch der Gegenpol fehlen. Also deswegen ist auch dieses fieser Sadist sein und konsequent Dinge auch durchsetzen, auch was, was super wichtig ist. Also es braucht glaube ich wirklich die beiden Pole.
Nordmann Ja, wobei ich mit dem Begriff Machtrausch ein bisschen hader. Weil Machtrausch setzt voraus, dass ich nicht mehr Herr meiner Sinne bin und nicht mehr mir dessen bewusst bin, was ich da tue. Ich würde mich selber schon als sehr kontrollierten Menschen sehen. Wir hatten es im Vorgespräch auch davon, dass ich ja zum Beispiel aus dass ich sexuelle Erregung und das Ausleben von Sadismus oder von BDSM einfach trennen kann, was mir das einfach ermöglicht, dass ich auch, wenn wir eine Session haben über zwei, drei Stunden, dass ich da zu jeder Zeit Herr meiner Sinne bin und weiß, was ich tue. Also es ist jetzt nicht so, dass ich dann in einen Machtrausch verfalle und auf Lola einprügele, bis mir die Arme wie Blei an der Seite runterhängen, sondern das, was ich tue, da bin ich mir immer dem bewusst, was ich da mache.
Sebastian Ich habe den Eindruck auch gewonnen, deine sexuelle Befriedigung, das ist jetzt bei einer Session erstmal nicht so wichtig, sondern da geht es um andere Sachen. Das heißt ja nicht, Lola, dass das bei dir nicht andersrum ist. Also inwieweit ist Lustgewinn eine Motivation, Lustbefriedigung, Geilheit, Hinhalten, Etchen und einfach nur befriedigt sein. Also ist das so sexuell für dich oder ist das eher was, was auch für dich zu anderen Zeiten stattfindet?
Lola Also das kommt drauf an. Schmerz an sich ist nichts, was mich unbedingt direkt erregt. Also dazu bin ich nicht Maso genug, glaube ich.
Sebastian Ja, aber so grundsätzlich im Spiel, also dieser Lustgewinn aus der ganzen Sache heraus.
Lola Dieser Aspekt der Kontrollabgabe reizt mich halt total. Also so hilflos zu sein, nichts entgegensetzen zu können, das ist was, was mich durchaus erregt. Und da hat es dann schon auch ganz schnell eine sexuelle Komponente, ja.
Nordmann Übrigens, weil du gerade Edging angesprochen hast, das ist ein bisschen eine Hassliebe.
Sebastian Für wen?
Nordmann Ich genieße es sehr, aber Lola hat da eine gewisse Hassliebe für entwickelt.
Sebastian Ich warte mal, was kommt. Ich sage dazu nichts.
Nordmann Bedarf das weiterer Ausführungen?
Sebastian Ja.
Nordmann Ach so, so.
Sebastian Das Publikum hat überhaupt keine Ahnung, was dieser Begriff sein soll. Ich erkläre es jetzt mal aus dem Lehrbuch. Edging ist, man fängt an, sexuellen Spaß zu haben und bringt es einfach nicht zum Orgasmus.
Nordmann Genau, erregen und verweigern.
Sebastian Genau, immer wieder und wieder, über Tag, Wochen, Monate, keine Ahnung. Ja, das ist die Frage, wie geduldig ihr da seid.
Nordmann Ich bin da, glaube ich, deutlich geduldiger als Lola. Wir haben so in letzter Zeit auch ein bisschen etabliert, wie nenne ich es, Dankbarkeit zu üben. Dankbarkeit für Dinge, die ich tue, auch wenn sie ihr vielleicht nicht so gefallen. Und da ist eben Edging ein großes Thema, weil es durchaus vorkommt oder weil ich das durchaus gerne mache, dass ich sie errege, wie auch immer, auf verschiedenste Art und Weise, ohne dass sie direkt einen Orgasmus haben darf. Und ich das auch genieße, sie dann bis kurz davor zu bringen oder sogar einen Orgasmus zu ruinieren. Auch das ist schon vorgekommen.
Sebastian Ist das verzichtbar, Lola? Nein?
Lola Doch. Schwer.
Sebastian Also nein, ist das gut, dass er das so macht oder wäre es vielleicht schöner, wenn er einfach die Sache auch mal zu Ende bringt?
Lola Es wäre anders. Also ich leide ja auch mal gern für ihn und da leide ich halt ziemlich doll. Also an manchen Stellen frustriert es mich dann tatsächlich auch sehr. Also das ist sowas, wo man mich sehr mit anpieksen kann.
Sebastian Weil ich das hier schon seit einer Viertelstunde stehen habe, Verbote. Gibt es Verbote?
Nordmann Verbote gibt es keine, aber es gibt Dinge, die ohne meine Erlaubnis nicht stattfinden dürfen.
Sebastian Okay, das heißt, es gibt also Dinge, wo du in der Regel Ja sagen wirst, wie wenn sie fragt, ob sie sich hinsetzen darf. Da geht es um die Geste, dass sie fragt, aber im Grunde ein Verbot wäre etwas, wo du nur in Ausnahmefällen mal Ja sagst.
Nordmann Sie darf zum Beispiel keinen Orgasmus haben ohne meine Erlaubnis. Und das beschränkt sich nicht nur auf unser Zusammensein. Ich glaube, das ist ziemlich klassisch in der Szene. Da ist es so, dass ich da aktiv gefragt werden möchte und mir das da auch mal vorhalte, das nicht zu erlauben.
Sebastian Ist das einfach?
Lola Nö.
Sebastian Okay, dann tut es genau seine Wirkung. Also ich frage da so im Detail, weil wenn ihr quasi erst im August wirklich losgelegt habt, Also ich habe den Eindruck, ihr seid in so einer Phase, wo jede Interaktion zwischen euch beiden Spaß macht. Neues entdecken, ausprobieren, selbst Dinge, die man früher schon mal für doof gehalten hat, mit euch miteinander macht es doch wieder Spaß und dann kosten manche Sachen auch mal Nerven und Aufwand, aber egal, es ist gerade einfach schon so eine Verliebtheitsphase einfach oder hoffentlich keine Phase, aber.
Nordmann Also es ist definitiv eine große Verliebtheit und wir sind da ganz zuversichtlich, dass sie auch noch ganz, ganz, ganz lange anhalten wird. Aber es gibt durchaus schon auch Themen, wo wir im Anschluss deutlich Redebedarf hatten, um die einfach für uns sauber zu klären und für uns da einen Weg zu finden, wie wir beide gut damit klarkommen können.
Sebastian Was sind das für Themen? Natürlich frage ich. Und ich schneide auch mal eine Rückfrage, schneide ich einfach raus und dann wirkt es so, als hättest du eh von selbst erzählen wollen.
Nordmann Also ein Thema war zum Beispiel ein ruinierter Orgasmus. Das ist passiert und das fandst du ziemlich, ziemlich scheiße hinterher und da haben wir auch echt ein bisschen reden müssen, um das wieder hinzukriegen und letztendlich ist ja dann da auch unser Edging-Spiel daraus, hervorgekommen.
Sebastian Das heißt, sie hat sich bei dir echt beschwert?
Nordmann Naja, sie war halt maximal frustriert hinterher, also aus verständlichen Gründen.
Sebastian Dann ist der Kompromiss, das auszubauen. Ich verstehe es noch nicht ganz.
Lola Naja, das Problem ist ja damals auch gewesen, dass ich super duper frustriert war und er das ja gar nicht so richtig mitgeschnitten hat in der Situation. Also da gab es ja auch schon eine Vorgeschichte, wo es einfach länger nicht mehr, wir länger keine Session hatten und ich dann sowieso schon ziemlich erregt war und dann war das halt wirklich.
Nordmann Frustrierend.
Lola Ja.
Sebastian Ja, ich merke schon, zwischen den Zeilen liest man ganz klar dieses mehr Ungerechtigkeit.
Lola Ja, wenn er bewusst ungerecht ist, weil er das als Mittel zum Zweck benutzen möchte, ist es ja wieder was anderes, wie wenn das aus Versehen passiert. Ich gehe mit der Jagd dann ja kommunizieren muss, dass es gerade super duper doof für mich ist, ohne dass er das vielleicht weiß.
Sebastian Okay, also verstehe. Also das ist tatsächlich so dieser ganz große Punkt. Er muss böse sein wollen, damit es gut ist.
Nordmann Er will ja böse sein. Er ist ja gerne böse.
Lola Sonst leide ich ja und er kriegt davon nichts mit.
Nordmann Ich bin ja nicht aus Versehen böse.
Sebastian Ja, offenbar schon.
Nordmann Ja, manchmal.
Sebastian Okay, aber das ist tatsächlich das Hauptmotiv. Das ist wichtig. Er muss es wollen. Allein dadurch, dass du leidest und dass dich das irgendwie anmacht und erregt und dass das irgendwie die Vorstellung total großartig ist, das reicht dir überhaupt nicht.
Lola Nein, ich brauche das Miteinander dafür, dass... Dass Leiden gut ist.
Sebastian Seitdem ihr miteinander zugange seid, gab es mal sowas wie ein schlechtes Gewissen? Oder so ein Gefühl von, jetzt haben wir übertrieben, vielleicht sollten wir dann nochmal genauer gucken oder vielleicht ein bisschen weniger davon. Gab es mal irgendwas, wo ihr gemerkt habt, da seid ihr vielleicht übers Ziel hinausgeschossen?
Nordmann Nein, also das ist tatsächlich, harmonieren wir da sehr gut miteinander. So, dass es noch nicht vorgekommen ist, dass wir jetzt übers Ziel hinausgeschossen sind oder ich Grenzen überschritten habe in einem Maß, wo es nicht mehr gut gewesen wäre.
Sebastian Ist das eine Grenzüberschreitung, wenn sie sich an eine Regel nicht hält? Also wie siehst du das? Ist das vorsätzlich böse von ihr oder ist das ein, sie kann es ja nicht besser, was ich übrigens noch viel schlimmer fände, die Idee, das so zu denken. Also was ist das in dem Moment, wenn sie da beichtet?
Nordmann Ich unterstelle ihr da keine Bewusstsein, keinen bewussten Verstoß gegen die Regeln, weil ich einfach auch weiß, wie wichtig ihr das ist. Und weil ich weiß, wie ungern sie Ärger hat. Ich glaube, dass Regelverstöße, wenn, dann im Affekt passieren. Ich bin jetzt auch kein Mensch, der dann da wochenlang irgendwie drauf rumreitet und sauer ist und stinkig ist, sondern wenn es ein Regelverstoß ist, dann gibt es eine Konsequenz und wenn das erledigt ist oder wenn die Konsequenz feststeht, dann ist das Thema auch gegessen. Dann muss man da nicht noch drauf rumreiten oder drei Tage lang schlechte Laune haben oder was auch immer.
Sebastian Ich springe mal ganz heftig, denn die Zeit, die Zeit und eindlicherweise bin ich neugierig, denn rechts neben mir steht seit zwei Stunden mittlerweile so ein sehr schwerer Kunststoffrollkoffer. Und es soll ein Ding der Woche sein, habe ich gehört.
Nordmann Ja, tatsächlich.
Sebastian Ist das ein Ding der Woche? Also ist der voll?
Nordmann Der ist voll, ja.
Sebastian Also ist das ein Koffer voll der Dinge der Woche, ja?
Nordmann Ja, so könnte man das definieren.
Sebastian Okay, ich werde mit meinem Stuhl mal ein bisschen rumrücken. Ihr schickt mir von dem Ding bitte Bildmaterial bis zum Gehtnichtmehr hinterher.
Nordmann Gerne.
Sebastian Und gibt es natürlich in den Schaunouts. Und ich nehme einfach mal das gleiche Köfferchen. Oh, Alter, das ist ja schwer. Also ich habe hier einen Koffer, der ist, ich würde sagen, 1,20 Meter lang.
Nordmann Kommt ungefähr hin, ja.
Sebastian Ja, und so 40 Zentimeter breit und Kunststoff. und er hat Rollen. Ja, ich vermute, das ist Party-Equipment.
Nordmann Das ist tatsächlich Party-Equipment.
Sebastian Ich darf ihn aufmachen? Kriege ich ihn auf?
Nordmann Er ist nicht verschlossen. Und zwar hatte ich das Problem.
Sebastian Das ist das Geräusch. Das hört sich toll an, ne? Vier ordentlich Riegel. Okay, jetzt ist er auf, jetzt können wir.
Nordmann Soll ja auch was hermachen.
Sebastian Ja, macht was her. Wie geht's dir gerade?
Lola Gut.
Sebastian Okay, gut. Wer weiß, was da drin ist.
Lola Da springt nichts raus.
Sebastian Okay. Ich mach ihn mal auf.
Lola Wir fallen damit auf Partys regelmäßig auf.
Sebastian Oh ja. Aha. Liebes Publikum, ich habe diesen Koffer hier und ich habe jetzt erwartet, dass da einfach sehr viel Zeug drin ist. aber nein, der ist ausgeschäumt. Da ist dieser Schaumstoff drin, der in diesen Koffern ist, so wie diese Bombenkoffer in den Filmen immer. Oder wenn man ein sehr gutes Werkzeug kauft, dann ist auch jedes Teil genau mit seinem Abdruck da drin. Und genauso ist es hier. Hier hat jedes Teil quasi seinen Platz, wobei ganz so stimmt das nicht. Es ist alles eingelassen und mit diesem Kegelschaumstoff. Und ja, hier sind Dinge drin zum Spielen. Gott, soll ich das jetzt alles ausräumen? Nein.
Nordmann Nein, ich glaube, das wäre zu viel.
Sebastian Guten hier, aber hier ist alles Schlagseile, überhaupt große Peitschen, Flogger, Unfassbare Mengen an Wäscheklammern. Vakuum, Nippelsauger, Nippelklemmen. Was ist das hier? Achso, noch so ein Sauger. Ein bisschen Seil, eine Augenbinde. Ja, also einmal komplett Partyausstattung. Keine Seile, also keine wirklichen.
Nordmann Keine Seile. Bondage ist tatsächlich nicht so unser Thema. Und das Ganze ist ein Koffer für Langwaffen, falls jemand was Vergleichbares sucht. Wir hatten immer das Thema, worin nehmen wir denn auf Partys oder sonst wohin unser Equipment mit? Worin nehmen wir das mit? Und da habe ich lange gesucht und habe verschiedene Sachen rumprobiert. Ich hatte schon irgendwelche Werkzeugköfferchen und da passen aber gerade die langen Sachen nicht so schön rein. Und irgendwann bin ich dann auf diesen Koffer für Langwaffen gekommen und ich bin ein sehr ordnungsliebender Mensch. Und dieser Schaumstoff, den man dann dort angepasst herauslösen kann, hat mich dann am Ende doch sehr glücklich gemacht. Also mein innerer Monk war sehr, sehr, sehr glücklich, als ich den Koffer eingerichtet hatte und da jetzt alles seinen ordentlichen Platz hat.
Sebastian Das heißt aber, wenn da ein neues Teil kommt, das nicht zum Schaumstoff passt, dann fängst du an, die Würfel da wieder rein zu fummeln und neu auszupuzzeln.
Nordmann Soweit sind wir noch nicht. Bisher hat alles so seinen Platz da drin gefunden.
Sebastian Okay, das ist immer das, was mich davon abhält, sowas zu investieren. Ich habe da mal eine praktische Frage. Du hast jetzt diesen Koffer, also er ist 1,20 lang, etwa 40, 45 tief und er ist relativ schwer und jetzt drehe ich ihn einmal um. Ich mache ihn mal kurz zu. Genau, habe ich mir gedacht. Du kannst ihn nachher heranrollen, aber spätestens, wenn du anfangen willst zu spielen, in irgendeiner Party Location, neben dem Kreuz steht in der Regel kein Tisch oder du hast keinen Aufklappmechanismus oder irgendwas. Das heißt, der Koffer steht danach auf dem Boden beim Spielen.
Nordmann Richtig.
Sebastian Ist das immer noch so?
Nordmann Ja.
Sebastian Okay. Ich finde, dafür brauchen wir eine Lösung in der Szene.
Nordmann Ich würde empfehlen, klappbare Beine an diesen Koffer zu montieren oder einen Koffer zu kreieren, an dem klappbare Beine drin sind.
Sebastian Ja, so Keyboardständer mäßig.
Nordmann Camping-Tisch, Keyboardständer, wie auch immer, ja.
Sebastian Da muss man ja noch mehr mit sich rumschleppen. Aber eigentlich bin ich dafür, liebe Partybetreibende, stellt doch neben Spielgeräte einen kleinen Tisch.
Lola Das braucht aber einen großen Tisch für den großen Koffer.
Sebastian Ne, ja, klein ist ja relativ. So ein kleiner Tisch, so ein kleiner Beistelltisch, so S-Tischgröße oder so. Irgendwas, wo man dann auch im Zweifel dann Subi dann drauf, naja. Also das finde ich immer blöd, wenn man dann diese ganzen Spielgeräte auf den Boden stellt und dann hat man immer Schiss, dass wenn irgendwer an einem vorbeiläuft, dass der dann in seinen Koffer latscht oder so. Aber das ist jetzt nur mein Gemeckere auf hohem Niveau. Das ist ein sehr schöner Koffer. Hast du schon länger?
Nordmann Nee, den habe ich noch gar nicht so lange. Vielleicht jetzt acht Wochen oder so? Dezember?
Lola Ich würde sagen drei bis vier Monate, oder?
Nordmann Dann war es Dezember.
Lola Ja.
Nordmann Okay, dann habe ich ihn schon seit Dezember.
Sebastian Okay, dann bist du einer dieser Kofferdoms damit.
Nordmann Und ich bin sehr glücklich damit.
Sebastian Der sieht so massiv aus. Im Grunde kannst du sie auch auf das Ding draufbinden und dadurch die Gegend rollen.
Nordmann Auch das wäre durchaus machbar, ja. Ich meine, der Koffer ist als Waffenkoffer gebaut. Er muss also eine gewisse Widerstandsfähigkeit aufweisen. Hat auch die Schlossösen, wo man Vorhängeschlösser dran machen kann, wenn man das möchte.
Sebastian Da ist aber kein Schildchen drin, wenn du mich gefunden hast, bring mich dahin zurück oder so.
Nordmann Nein, weil den lasse ich nicht aus dem Auge.
Sebastian Okay, ich bin jetzt ein bisschen fies. Ich gucke mal kurz, ob... Okay, da ist nichts drunter. Ich habe jetzt mal den Schaumstoff aus dem Deckel rausgelöst, ob da irgendwas Gemeines drunter ist, was Lola noch nicht kennt.
Nordmann Nee.
Sebastian Man kann ja durchaus hier nochmal so ein zweites, so was rauslösen, dass dann auf der Innenseite nochmal irgendwas ist. Lola, hast du mitbestimmt, was hier drin ist?
Lola Nö.
Sebastian Was kann denn weg hiervon? Gibt es da irgendwas, was du jetzt nicht so toll findest, was einfach...
Lola Oh ja, aber das hat ja durchaus auch seinen Reiz.
Nordmann Ich muss da mal was rausholen. Da ist nämlich was ganz Tolles drin.
Sebastian Ich bin sehr gespannt. Ein bisschen versteckt. Ah, in der zweiten Reihe.
Nordmann Weißt du, was das ist?
Sebastian Das ist eine Fingerschelle.
Nordmann Richtig.
Sebastian Also eine Handschelle für Finger.
Nordmann Richtig.
Sebastian Oh, das ist ja toll.
Nordmann Die habe ich von Lola geschenkt gekriegt. Ich glaube, die war in meinem Adventskalender drin im Dezember.
Sebastian Ah.
Nordmann Und es...
Sebastian Habt sie kaputt gemacht?
Nordmann Nö, die kannst du nicht kaputt machen.
Sebastian Okay, ich krieg sie jetzt nicht mehr. Gibt es einen Sicherungsmechanismus? Ah, jetzt, jetzt. Es hat ein bisschen geklemmt.
Nordmann Und als sich die ausgepackt hat, musste sie natürlich gleich zum Leidwesen von Lola ausgeprobiert werden. Was Lola in die Situation gebracht hat, dass sie ein wenig bei alltäglichen Dingen auf meine Hilfe angewiesen war.
Sebastian Das ist schön, ne? Ich hab dir das jetzt einfach mal gegeben, ihr könnt ja mit Wachen machen, was ihr möchtet. Das ist ein schönes Detail. Sieht man selten so was? So eine Art Fingerfalle. Welche Finger nimmt man? Die Daumen eher? Die Daumen. Genau.
Nordmann Theoretisch könnte man auch Fußzähnen nehmen, um die Bewegungsfähigkeit ein bisschen einzuschränken. Aber wenn die Daumen damit mehr oder weniger aneinandergefixiert sind, aneinandergefesselt sind, sorgt das schon für eine gewisse Einschränkung und eine gewisse Abhängigkeit.
Sebastian Partys? Wie wichtig sind die euch? Gehören die fest dazu oder reicht es nicht auch, wenn ihr zu Hause dann Spaß habt?
Nordmann Nö, die gehören fest dazu. Also wir haben uns vorgenommen und das klappt auch ziemlich gut im Moment im Monat auf mindestens eine Party zu gehen. Weil wir das einfach da genießen, die Atmosphäre, die Menschen zu sehen, Menschen zuzugucken, selber auch spielen zu können. Und haben da jetzt auch schon auf den letzten Partys spannende Begegnungen gehabt mit anderen Menschen. War jetzt auch schon einmal eine etwas unschöne Begegnung dabei, wo man ein bisschen intervenieren musste. was aber dem Platz auf der Party ein bisschen geschuldet war oder der Rücksichtslosigkeit von den anderen Gästen. Aber überwiegend sind wir sehr positiv da und haben viele nette Menschen kennengelernt.
Sebastian Was besucht ihr für Partys? Er hat Tanzpartys, Playpartys oder dann gibt es ja noch die ganzen O-Events oder welche Mottos gibt es auf den Partys, die ihr besucht?
Nordmann Definitiv Playpartys, wo es sich rund um das Thema Impact Play dreht. im Endeffekt. Also jetzt auch nicht unbedingt besonders sexlastig.
Sebastian Ich hätte jetzt was im Bereich DS und Protokoll erwartet, was vielleicht zu euch passen könnte.
Nordmann Also das wäre uns, glaube ich, beiden zu anstrengend. Du sprichst jetzt diese O-Events an.
Sebastian Ja, naja, muss ja nicht mal sowas sein, aber es gibt ja durchaus so Party-Konzepte, wo es einfach ein paar Regeln gibt, dann ist da irgendwo der rote Teppich, den Subs nicht betreten dürfen und sowas. Also wo so ein bisschen Rahmen vorgegeben ist für alle.
Nordmann Nee, so Partys sind das tatsächlich Das sind einfach nur Partys, auf denen munter gespielt werden kann in verschiedenen Bereichen, vielleicht thematisch ein bisschen sortiert die Bereiche, also es gibt irgendwie Klinikbereiche und hast du nicht gesehen und uns findet man aber meistens da, wo man Lola ein bisschen festmachen kann und wo man sie gut hauen kann.
Sebastian Das wäre ja so dieser Punkt, wo man dann darüber überlegen könnte, da sind viele Menschen, da sind Spielgeräte, ausgelassene Stimmung, da könnte man ja überlegen, auch andere Menschen mit einzubeziehen. Ist das im Moment ein Reiz oder interessiert euch das gerade gar nicht?
Nordmann Da könnte man darüber überlegen, aber wenn, dann würden dafür nur Menschen in Frage kommen, die wir auch gut genug kennen.
Sebastian Wie habt ihr da ja?
Nordmann Nicht ausschließlich. Jemand, den ich da einmal getroffen habe und sympathisch finde, den kenne ich nicht so gut, dass ich den in ein Spiel mit einbeziehen würde. Ist aber aktuell auch kein Thema.
Sebastian Ich klappe den Koffer mal zu. Ich habe irgendwie immer Angst, dass ich gerade gleich mit dem Fuß in diesem Koffer drin bin. Wobei habe ich jetzt was eingeklemmt.
Nordmann Ja, wahrscheinlich schon.
Sebastian Ist schon. Wobei einfach mal draufsteigen, dann geht er auch zu. Wobei sieht eigentlich ganz gut aus, da kann nichts passieren. Ja. Ach, das Geräusch. Aber der kommt auf jede Party mit, ja? Ja. Wenn du den vergisst, dann hast du ein Problem oder dann gibt es noch andere Möglichkeiten?
Nordmann Da sind schon ein Großteil unserer Möglichkeiten drin. Also wenn wir den irgendwo vergessen, verlieren, geklaut kriegen, dann müssen wir in einen bekannten Karlsruher Laden fahren und viel Geld aufgeben.
Sebastian Lola, was hast du denn an Spielsachen mit dazu gebracht, was er nicht hatte? Gibt es irgendwas, wo du gesagt hast, hier, das habe ich übrigens, benutze das doch gelegentlich.
Lola Habe ich was mitgebracht, was sie noch nicht hatten?
Nordmann Du hast mitgebracht zum Beispiel Latexmasken.
Sebastian Oh, spannend, ja.
Nordmann Du hast zum Beispiel auch verschiedene Dildos und Vibratoren mitgebracht, die wir gelegentlich benutzen. Und du hast Dinge mitgebracht, die wir beide noch nicht benutzt haben und vielleicht mal irgendwann noch benutzen wollen.
Sebastian Soll ich die Frage jetzt stellen oder sagt ihr es so?
Nordmann In dem Fall wären es Nadeln beziehungsweise Kanülen und ein Hotacker.
Sebastian Ja, ist also geplant.
Nordmann Die Möglichkeit wäre da, wenn wir es irgendwann umsetzen wollen.
Sebastian Bist du Firmen darin oder wäre das auch dein erstes Mal?
Nordmann Ich bin dahingehend Firmen, dass ich ja im Rettungsdienst engagiert bin. Aber es wäre mein erstes Mal.
Sebastian Was ist eigentlich so gemeinsame erste Male? Also ihr habt ja nun mal beide Vorerfahrungen mitgebracht und es gibt ja mal so diese Angst, oh, dann lerne ich jemanden kennen und dann spult der sein Programm ab und so. Also wie individuell ist das und was habt ihr gemeinsam entdeckt? Ich meine, es ist noch nicht so lange, aber man kommt ja gemeinsam auf blöde Ideen.
Nordmann Wir haben natürlich beide einen reichhaltigen Schatz und Erfahrungen schon mitgebracht und da haben wir uns auch mal lange drüber unterhalten. Und letztendlich ist es so, dass wir trotz all unserer Erfahrungen, die wir zusammen schon mitbringen in unsere Beziehung, trotzdem unser gemeinsames BDSM zusammen entdecken. Was macht uns zusammen Spaß? Was macht uns zusammen vielleicht keinen Spaß? Aber es spielt auch im Endeffekt keine Rolle, was jemand mit jemand anderem schon für Erfahrungen gemacht hat oder wie sich eine Sache angefühlt hat mit jemand anderem. Weil das, was zählt, ist das, wie wir es zusammen erleben. Und ich glaube, fast alles, was wir bisher gemacht haben, haben wir in der einen oder anderen Form schon mal mit anderen Menschen auch erlebt. Aber wie gesagt, das, was spannend ist, ist eben, wie erleben wir das zusammen. Und von dem her haben wir ganz, ganz viele erste Male gehabt und werden auch noch ganz, ganz viele erste Male haben.
Sebastian Steht was Konkretes an? Also die Nadeln, ja, wenn ihr euch dazu entschließen könnt.
Nordmann Ansonsten haben wir, glaube ich, jetzt konkret gerade nichts auf der Agenda.
Sebastian Liebes Publikum, wenn ihr diese Folge kommentiert, setzt den beiden doch mal Flausen in den Kopf. Nur mal so als Idee. Ich habe noch so, ich habe jetzt nicht mehr viel auf meinem Zettel ehrlich gesagt stehen. Eigentlich noch zwei, eine kleine und eine große Sache. Das eine ist, ich habe hier die Notiz, sie trägt eine Kette und sonst eh wenig Kleidung. Hört man nicht so häufig. Ich glaube, seit dem Heizkosten gestiegen sind, höre ich das seltener. Wie sind da eure Regelungen und wie praktisch ist das?
Nordmann Es kommt wieder darauf an, du hast natürlich mit der Jahreszeit ein bisschen recht, aber das ist manchmal auch ein erschwerender Faktor, wenn man nicht alleine ist, dann lässt sich das, selten umsetzen, aber ich glaube, der Kontext zu der Aussage war das Thema des Zoos in Sessions und manchmal trägt sie des Zoos, wenn wir eine Session anfangen, meistens ist Lola tatsächlich aber nackt und trägt ihr Halsband und ihre Kette oder Dessous erledigen sich in relativ kurzer Zeit.
Sebastian Okay, aber es gibt jetzt keine Regel, dass ihr, wenn ihr zu Hause seid, dass dann einfach keine Wäsche da ist oder so.
Nordmann Auch da bin ich ja kein Unmensch und bei 18 Grad Raumtemperatur lasse ich mir.
Sebastian Also 18 Grad Raumtemperatur ist indiskutabel. Also unter 20 Grad fange ich an zu motzen, egal wie viel ich anhabe.
Nordmann Ja, aber du vergisst, ich bin ein Nordmann. Ich friere nicht so schnell.
Sebastian Ja, du kommst ursprünglich gar nicht so weit weg von hier, ne?
Nordmann Ja, genau. Ich komme vom Jadebusen, also aus Wilhelmshaven, um genau zu sein.
Sebastian Okay, ja, und ich komme eigentlich ja auch eher aus dem Süden, also haben wir von irgendwann getauscht.
Nordmann Ja, genau.
Sebastian Okay. Ich ahne, dass es da irgendwie inzwischen eine Änderung gibt. Ich habe hier den Zwei-Jahres-Plan stehen, da kann ich gar nicht genau sagen, wie viel du davon verraten möchtest, aber wir kommen jetzt zu dem Bereich Zukunftsplanung, was steht an, was wollt ihr machen, wie sieht es aus denn so dieses, ich habe schon das Gefühl, ihr wollt dann doch irgendwie zusammen leben und wohnen und da mehr machen oder irre ich mich gerade total? Also was ist der Zwei-Jahres-Plan? Die beiden schauen sich jetzt gerade einfach nur an.
Nordmann Wir müssen kurz ausdiskutieren, auf nonverbale Ebene, wer jetzt antwortet.
Sebastian Soll ich kurz Pause drücken oder Einzelverhöre starten? Kann ja sein, dass die Pläne überhaupt nicht zusammenpassen von euch.
Nordmann Ich glaube, das bedarf ein bisschen mehr Erläuterung. Der Zwei-Jahres-Plan war ursprünglich mal der Plan, in dem es möglich wäre, dass wir uns einen gemeinsamen Lebensmittelpunkt schaffen. jetzt hat es aber bei mir eine gravierende Veränderung gegeben seit ein paar Wochen, wo wir auch einfach nochmal gucken müssen wie ist das dann mit dem Zwei-Jahres-Plan vereinbar und wie gestalten wir das dass das gut funktioniert, genau du nix zustimmend, und zwar sind seit ein paar Wochen leben meine Kinder vollständig bei mir, das spielt sich jetzt gerade alles ein jetzt sind die natürlich in einem Alter was uns schon viel ermöglicht unter anderem auch hier zum Podcast zu kommen für eine Aufnahme, aber es bedeutet doch auch einige Einschränkungen was unseren DS und unseren BDSM angeht, gerade so was den Alltag angeht also wir müssen jetzt ganz bewusst gucken wie schaffen wir uns Räume wie nutzen wir Zeiten in denen die Kinder nicht da sind, damit wir unseren BDSM leben können. Das ist doch ein Punkt, der uns sehr wichtig ist und wo wir beide auch nicht wollen, dass das auf der Strecke bleibt.
Sebastian Ja, das ist tatsächlich schwierig. Also ihr habt das ja eben schon gesagt, dieses Umschalten, wann gilt was und welcher Zustand. Auf der anderen Seite muss man auch gucken, was, Kinder sind ja nicht blöd, die merken ja auch, wenn man irgendwie sich anders verhält, wenn sie in einen Raum reinkommen, was ja auch irgendwie doof ist. Also inwieweit kann man da auch Dinge trotzdem tun oder sogar vielleicht erklären, kindgerecht natürlich, also in Form von, nein, wir haben da eine Wette am Laufen oder wir fühlen uns so wohl oder wir machen dies und das und jenes. Also jetzt beim Halsband zum Beispiel, wenn es etwas neutraler wäre, dann kann das auch einfach Schmuck sein, mal als Beispiel. Wie tariert er das aus?
Nordmann Ja, dafür hat Lola ja die Kette zum Beispiel, denn die kann sie natürlich immer tragen. Da ist auch glaube ich noch nie irgendwas gekommen in die Richtung von den Kindern. Auf der anderen Seite ist es mir aber wichtig, dass die Kinder ihre Sexualität selber entdecken können und nicht dort irgendwie beeinflusst werden durch die Sexualität, die wir leben. Es ist eine Gratwanderung.
Sebastian Ja, also da ist wirklich momentan ausprobieren oder Vorsicht angesagt.
Nordmann Ja, da sind wir einfach noch am Gucken, wie entwickelt sich das, wie finden wir unseren Weg, damit unsere Bedürfnisse da nicht auf der Strecke bleiben. Da kann man mal Vormittage nutzen, wenn die Kinder in der Schule sind oder eben Zeiten, die wir bei Lola verbringen oder Partys kann man da nutzen, aber es ist noch nicht zu Ende ausgefeilt, wie wir das gut machen können miteinander.
Sebastian Ja, also ich glaube auch, dass es grundsätzlich immer eine gute Idee ist, zu zeigen, dass man sich mag und die Wege können auch im Zweifel ein bisschen krude sein, aber es ist natürlich klar, man möchte nicht, dass die Kinder irgendwie die morgendliche Auspeitschung mit ansehen oder es auch nur mitbekommen. Also das ist tatsächlich auch, kommt auch aus dem Publikum relativ häufig diese Frage, oh Gott, wie gehe ich damit um, wenn Kinder im Haus leben, dann kann ich ja gar nichts machen. Und ich bin manchmal auch nicht sicher, ob so dieser Eindruck, oh, wir machen hier etwas Ungehöriges und deshalb dürfen Kinder nicht mitkriegen, dass man ein sexuell denkendes Wesen, also dass man eine Sexualität hat und dass man irgendwie da eventuell auch was Abweichendes hat, dass die das gar nicht mitkriegen dürfen. Das muss nochmal für eine andere Podcast-Folge, vielleicht für eine Live-Folge nochmal Thema werden, weil da sind die Sichtweisen natürlich höchst unterschiedlich und man muss natürlich gucken, dass man sich damit wohl fühlt und man kennt seine eigenen Kids ja doch eh am besten, aber das ist nicht allgemeingültig zu sagen.
Nordmann Nein, ich glaube auch nicht, dass die Kinder die Idee haben, wir hätten keine Sexualität, die wir miteinander leben würden. Also da sind die sich, glaube ich, sehr bewusst, dass wir die haben. Die Frage ist, ob und wie kommuniziert man die Art und Form der Sexualität?
Sebastian Ja, gibt es da was, wenn da mal eine direkte Frage kommt? Habt ihr euch da schon was zurechtgelegt, was ihr sagen könnt?
Nordmann Also ich bin der Meinung, also ich möchte den Kindern nicht auf die Nase binden, aber wenn die eine konkrete Frage stellen, dann kriegen sie auch eine ehrliche Antwort.
Sebastian Ohne jetzt zu wissen, wie alt sie sind. Wenn so eine Frage kommt, als Beispiel, warum sagt sie immer Bescheid, wenn sie sich hinsetzt? Mal als Beispiel. Man kann ja sowas beantworten. Die Frage ist immer, wie sehr man dabei schummelt. Das ist so ein bisschen wie mit dem Weihnachtsmann. Ich glaube, so ein bisschen Splienigkeit darf man sich als Eltern erlauben, die dann auch zwar erklärungsbedürftig ist, aber dafür gibt es ja vielleicht auch eine passende Erklärung. Komischerweise wüsste ich jetzt selber auch gar kein Beispiel, was man nehmen kann. Doch es gibt ein paar Sachen, die mag ich hier aber jetzt nicht öffentlich ausbreiten, wo man meistens, komischerweise findet man einen praktischen Grund, warum das eine gute Idee ist. Das habe ich irgendwann mal festgestellt, dass einem da erstaunlich oft Dinge einfallen, wo man denkt, ja, das ist eine total logische Erklärung und die geben sich damit auch zufrieden.
Nordmann Die geben sich auch damit zufrieden im Zahel zwar, wenn man sagt, das ist halt ein Ding, was wir möchten, ohne, dass man das jetzt weiter ausbreiten möchte. Auf der anderen Seite, ab einem gewissen Alter sind die ja auch mit Medien konfrontiert und machen die sich ihre Gedanken, entdecken ihre eigene Sexualität und können ja durchaus auch eins und eins zusammenzählen.
Sebastian Genau, also man sollte sie nicht für blöd halten. Die kriegen eh schon was mit. Okay. Ich frage euch beiden jetzt einfach nochmal so Richtung Schluss. Es gibt noch zwei Rituale, die kommen, aber was möchtet ihr noch dazu geben, was möchtet ihr noch sagen, wo sagt ihr, das muss noch Erwähnung finden, vielleicht fange ich mit dir mal an, Lola, was gehört noch in diese Folge rein, da möchtest du ihm vielleicht was sagen oder noch jemand grüßen, es geht ja alles hier quasi, wenn du da Bedarf hast, noch was in die Welt hinaus zu posaunen, dann jetzt gerne.
Lola Nö.
Nordmann Nix?
Lola Nö. Ich habe sowieso viel, viel mehr gesagt, als ich vor Ort dazu sage.
Sebastian Das stimmt und das finde ich total super, Dankeschön, finde ich zu sein. Ja, und du hast noch was zu sagen. Ich sehe schon rot aus.
Nordmann Was zu sagen, was zu geben. Wir dürfen ja hier heute Gast sein bei dir im Podcast. Und ich meine mitgekriegt zu haben, dass du eine gewisse Vorliebe für ein gewisses Getränk hast.
Sebastian Ja, eventuell trinke ich gelegentlich mal einen Gin.
Nordmann Vielleicht haben wir da auch ein kleines Gastgeschenk mitgebracht.
Sebastian Ein kleines Gastgeschenk, ein großes kleines Gastgeschenk. Das ist auf jeden Fall schwer. Ich kriege ja einen Jutebeutel in die Hand, liebes Publikum. Dach, der Liebling auch noch, ein Gin, ein Roku-Gin, hervorragend.
Nordmann Ich hoffe, du magst ihn.
Sebastian Wir werden den nachher einfach zusammen verkosten.
Nordmann Würde ich sagen.
Sebastian Tonic ist unten, das heißt, das müssen wir nur noch kalt stellen und dann kann es ein spannender Abend werden. Hervorragend, vielen Dank. So, jetzt fühle ich mich ja fast bestochen. Aber ich habe noch ein paar Sachen mir so während des Gesprächs notiert, so Kleinigkeiten, die sogenannten Shorts. Und ihr kennt es schon, aber für das Publikum nochmal. Ich habe hier während des Gesprächs so den einen Begriff oder so einen halben Satz aufgeschrieben. Ich würde das euch einfach mal hinwerfen. Teilweise für dich, Nordmann, teilweise für dich, Lola, oder für euch beide. Und da reichen mir einfach so zwei, drei, vier, fünf Sätze zu als kleines, kurzes Statement. Könnt ihr dazu sagen, was ihr dazu sagen möchtet. Und das folgt auch keiner Logik, was mir da eingefallen ist, sondern das sind einfach so Impulse, wo ich gedacht habe, Mensch, das mag ich euch dann hinwerfen. Und das werfe ich euch beiden hin, den ersten Begriff Regelpause.
Nordmann Regelpause ist keine Option, aber über Regeln kann durchaus nachverhandelt werden.
Sebastian Okay, Loda hat nichts dazu zu sagen. Ich dachte mir schon, dass die Antwort diplomatisch ist oder endgültig. Augenhöhezeit.
Lola Gibt es nach außen hin, glaube ich, im Alltag schon häufig, aber das Machtgefährle ist ja trotzdem unterschwellig vorhanden.
Nordmann Dem würde ich so zustimmen, ja.
Sebastian Okay. Mehr, mehr, mehr.
Nordmann Alias höher, weiter, schneller?
Sebastian Mhm.
Nordmann Nein. Ich glaube, das Ziel ist ankommen. Und gerne aber Neues zusammen entdecken. Aber nicht auf Teufel komm raus.
Sebastian Stimmst du zu?
Lola Teilweise ja. Ich glaube, ich habe diese Tendenz schon ein bisschen mehr als sie. Und vielleicht ist es gar nicht so schlecht, wenn ich da ein bisschen eingenordet werde.
Sebastian Dann muss ich noch eine Frage stellen. Also ihr habt ja beide mit der Religion noch zu tun. Geht ihr gemeinsam in die Messe?
Nordmann Wir gehen gemeinsam, wann immer es uns möglich ist, in den Gottesdienst, ja.
Sebastian Okay. Jetzt ist natürlich das so eine Sache des Vokabulars. Und da wird nun mal in einem Gottesdienst sehr häufig das Wort Herr genannt. Und wenn das Wort Herr in der Messe gelesen wird oder das Wort des Herrn, also eigentlich ist es gar kein Short, das ist die richtige Frage. Funktioniert das, dass der Kopf dann auch dann wirklich bei der Sache bleibt oder führt das zur Abschweifung, weil die Formulierungen sind natürlich da auch zum Teil sehr gefällig für den King-Bereich.
Nordmann Also wir haben uns angewöhnt, zum Gottesdienst zu laufen und auch wieder nach Hause zu spazieren. Und ich glaube, es war unser erster Gottesdienstbesuch.
Lola War beim letzten Gottesdienstbesuch.
Nordmann Da haben wir uns länger über genau dieses Thema auf dem Heimweg unterhalten und haben aber festgestellt, dass es für uns sehr wohl möglich ist, da die Themen zu trennen zwischen BDSM und Glaube. und ich fühle mich natürlich nicht angesprochen, wenn sie jetzt im Lobpreis mitsingt und über den Herrn singt oder wenn sie ein Gebet mitspringt und den Herrn anbetet, fühle ich mich natürlich nicht angesprochen, sondern ist mir natürlich ganz klar bewusst, um was es da geht.
Sebastian Das heißt, der King bleibt vor der Kirchenpforte?
Nordmann Nein, das nicht unbedingt. Das Machtgefälle ist auch im Gottesdienst präsent oder nach dem Gottesdienst im Gemeindesaal präsent. aber wir können da einfach differenzieren was ist Kink und was ist Glaube.
Sebastian Ich werfe euch mal das nächste Ding hin. Verleih. Jetzt grinsen sich die beiden an, schauen sich tief in die Augen. Ihr sollt unabhängig voneinander. Könnt ihr sagen, was ihr darüber denkt? Unterschiede sind erlaubt.
Nordmann Oder erwünscht.
Lola Ich habe da ja nichts zu entscheiden.
Nordmann Naja, aber du hättest zumindest ein Mitspracherecht. Wenn du jetzt sagst, du möchtest das unbedingt erleben, dann müsste ich mir Gedanken darüber machen, ob und wie sich das gestalten lässt. Also erschließt sich vielleicht auch so ein bisschen meine Antwort auf. Könnte ich mir unter den richtigen Bedingungen vorstellen, muss aber nicht unbedingt sein.
Sebastian Hast du sie verleihst oder sie dich?
Nordmann Ich sie?
Sebastian Okay, es kann ja mal sein, dass auf einer Party notfallmäßig jemand gebraucht wird, der eine Gärte schwingt.
Nordmann Naja, es wäre jetzt die Frage, was wäre, wenn wir auf einer Party von unseren gemeinsamen Freunden wären? Also da könnte ich mir zum Beispiel schon vorstellen, da auch mal zu tauschen. Aber das sind dann ja wieder wohlbekannte, vertrauenswürdige Personen.
Sebastian Okay, letzter Punkt von meinen Shorts hier. Schuhe.
Nordmann Notwendiges Übel, um mit gesunden Füßen durch die Welt zu kommen?
Sebastian Boah, das ist wirklich die unromantisch mögliche Antwort. Gut, dass wir noch eine Frau im Raum haben. Wir würden über Schuhe noch mehr zu sagen haben, da bin ich sicher.
Lola Eine gute Möglichkeit, mich ein klein wenig mehr auf Augenhöhe zu rücken. Wie groß ist unser Größenunterschied?
Nordmann 30 Zentimeter oder so.
Sebastian Das sind ordentliche Absätze.
Nordmann Also spielen keine entscheidende Rolle, werden aber gelegentlich auch mal durchaus in einer Session eingebaut. Auch wenn ich vorhin so unromantisch geantwortet hatte, ist es natürlich schön anzusehen, sie in ordentlichen Schuhen und High Heels zu sein. dabei zu haben.
Sebastian Da ich das eben mit angesehen habe, dass wenn sie da ist, dass du Schuhe nicht mehr selbst anziehen brauchst, ist gesetzt. Gehe davon aus, dass das doch ein bisschen ritualisierter ist, als es jetzt klang.
Nordmann Also ritualisiert ist natürlich ganz klar, dass wann immer es möglich ist, sie sich um mein Schuhwerk kümmert, was Anziehen und Ausziehen angeht. Und wenn ich natürlich das Bedürfnis habe, dass sie andere Schuhe trägt, dann entscheide ich das entsprechend.
Sebastian Da muss ich dich jetzt mal fragen, Dolor, wenn er jetzt er kommt rein und dann die Schuhe zieht er einfach aus und dabei standst du schon bereit. Musst du die dann wieder anziehen, damit du sie ihm ausziehen kannst ordentlich oder also wärst du da enttäuscht, weil das ist ja eigentlich deine Aufgabe oder?
Lola Das passiert tatsächlich relativ selten, bis gar nicht.
Nordmann Ja und wenn es passiert, dann werde ich zurecht gerügt, ne?
Sebastian Ja, Das gehört dann auch dazu. Okay, ihr beiden. Ich habe noch als letztes Ding das A- oder B-Spiel. Das heißt, ich habe hier ein paar Begriffe und ihr dürft euch immer entscheiden zwischen den Sachen. Ihr könnt da ruhig gleichzeitig antworten. Das ist relativ einfach. Gar nicht weiter darüber nachdenken. Ich werfe euch also irgendwas hin, sowas wie oben oder unten. Und dann sagt ihr einfach das, was euch näher liegt. Und dann, ja, liebes Publikum, entweder sagen sie beide das Gleiche gleichzeitig. dann werdet ihr das merken und wenn sie was unterschiedliches sagen, dann könnt ihr die Stelle noch viermal hören, bis ihr rauskriegt, wer was gesagt hat. Ich werfe euch einfach mal ein paar hin, das sind so um die 50 Stück, die ich hier eventuell habe und da kommt es mir wirklich darauf an, dass ihr gar nicht drüber nachdenkt, sondern dass ihr einfach schaut, was passt am besten für euch. Das ist eigentlich ganz einfach, es geht auch ganz schnell und das erste Wortpaar, was ich für euch habe ist Eule oder Lerche?
Lola Lerche.
Sebastian Konsens oder Risiko?
Lola Risiko Ich kann mich nicht entscheiden, muss ich?
Sebastian Ja Risiko Erst fragen oder lieber danach um Verzeihung bitten?
Lola Erst fragen Erst fragen.
Sebastian Ihr dürft ruhig gleichzeitig antworten Okay, DS oder Impact?
Nordmann Impact.
Sebastian Küssen oder kuscheln?
Nordmann Das ist eine fiese Frage. Kuschelnd küssen.
Sebastian Küssen oder kuscheln?
Nordmann Küssen. Kuscheln.
Sebastian Okay. Nur oben oder nur unten?
Nordmann Nur unten.
Sebastian Geplante Session oder spontane Session?
Nordmann Geplante Session.
Lola Geplante Session.
Sebastian Materialschlacht oder Minimalismus?
Nordmann Materialschlacht.
Lola Minimalismus.
Sebastian Sommer oder Winter?
Nordmann Sommer.
Lola Winter.
Sebastian Drinnen oder draußen?
Lola Drinnen.
Sebastian Ihr könnt einfach beide mich angucken, dann müsst ihr nicht mal warten, bis der andere was sagt. Drinnen oder draußen?
Nordmann Drinnen.
Sebastian Jetzt wenig oder später mehr?
Nordmann Später mehr.
Lola Später mehr.
Sebastian Fifty Shades oder Geschichte der O?
Lola Geschichte der O.
Nordmann Geschichte der O.
Sebastian Buch oder Film?
Nordmann Buch.
Lola Buch.
Sebastian Dialog oder Kamschott?
Nordmann Kamschott.
Lola Dialog.
Sebastian Sex oder Spielen?
Nordmann Spielen.
Sebastian Flogger oder Gärte?
Lola Gärte.
Nordmann Flocke.
Sebastian Paddel oder Rohrstock?
Nordmann Paddel.
Lola Rohrstock.
Sebastian Hanf oder Nylon? Hanf oder Baumwolle Hanf Kabelbinder oder Wäscheleine Kabelbinder Wasser oder Strom Wasser, Halsband oder Halsreif Halsband Party oder unter vier Augen Unter vier Augen, Safe Word oder kein Safe Word Mayday oder Mayday.
Lola Mayday?
Nordmann Mayday oder Mayday?
Sebastian War jetzt spontan.
Nordmann Wie entscheidest du jetzt, ob rechts oder links rum?
Sebastian Das darf das Transkript-Team entscheiden. Kekse oder Chips?
Nordmann Chips.
Lola Kekse.
Sebastian Ach doch, Süßkram. Hätte ich das gewusst, hätte ich mehr Süßkram da gehabt heute. Okay, Aftercare oder schnell weiter?
Nordmann Aftercare.
Lola Aftercare.
Sebastian Baden oder duschen?
Lola Baden.
Nordmann Baden.
Sebastian Baden oder Waschlappen?
Nordmann Baden.
Sebastian Seil oder Handschellen?
Nordmann Handschellen.
Lola Seil.
Sebastian Schlafzimmer oder Wohnzimmer?
Nordmann Wohnzimmer.
Sebastian Oder Hotelzimmer?
Nordmann Wohnzimmer.
Sebastian Orgasmus oder Verweigerung?
Nordmann Verweigerung.
Sebastian Schlucken oder Ausspucken?
Nordmann Schlucken.
Sebastian Latex oder Lack?
Nordmann Latex.
Sebastian Latex oder Metall?
Lola Latex.
Nordmann Latex.
Sebastian Latex oder Leder?
Lola Leder.
Nordmann Latex.
Sebastian Ausschlafen oder Session?
Nordmann Session.
Sebastian Frühstück oder Session?
Nordmann Session.
Sebastian Erst futtern oder erst Session?
Lola Erst Session.
Sebastian Lass uns ficken oder benutze mich bitte?
Lola Benutze mich bitte.
Nordmann Benutze mich bitte.
Lola Sie, benutzen Sie mich bitte?
Nordmann Ja.
Sebastian Oder habe ich dir ein Duzen, habe ich dir sehr schön aufgeschwatzt. Hund oder Katze?
Nordmann Katze.
Sebastian Wasser oder Softdrink?
Nordmann Wasser.
Sebastian Brett oder Brav?
Nordmann Brav.
Sebastian Sens habe ich nicht verstanden. Brav. Brav, okay. Intim Rasur oder Frisur?
Nordmann Rasur.
Lola Rasur.
Sebastian Chatten oder anrufen?
Nordmann Anrufen.
Sebastian Anrufen oder Sprachnachrichten?
Nordmann Anrufen.
Lola Anrufen.
Sebastian Geben oder nehmen?
Lola Geben.
Nordmann Nehmen.
Sebastian Schummeln oder beichten?
Lola Beichten.
Nordmann Beichten.
Sebastian Verschenken oder verkaufen?
Lola Verschenken.
Nordmann Verschenken.
Sebastian Überraschen lassen oder vorbereitet sein?
Nordmann Vorbereitet sein.
Lola Überraschen lassen.
Sebastian Lob oder Tadel?
Lola Lob.
Nordmann Ich tadel manchmal aber auch gerne. Tadel.
Sebastian Kaminrot oder schwarz?
Nordmann Schwarz.
Lola Kaminrot.
Sebastian Akku immer voll oder Powerbank immer dabei?
Nordmann Akku immer voll.
Sebastian Verein oder Verschwörung?
Nordmann Verein.
Sebastian Strenge oder milde?
Lola Strenge.
Nordmann Schließe ich mich an?
Sebastian Mit der Hand oder dem Gerät?
Nordmann Mit der Hand.
Lola Mit der Hand.
Sebastian Machen oder konsumieren?
Nordmann Machen.
Sebastian Oral oder anal?
Nordmann Oral. Oral.
Lola Oral.
Sebastian Oral oder vaginal?
Nordmann Vaginal.
Sebastian Sharing is caring oder meins ist meins?
Nordmann Meins ist meins.
Lola Meins ist meins.
Sebastian Bilder machen oder Text schreiben?
Nordmann Text schreiben.
Lola Text schreiben.
Sebastian Auto oder Bahn?
Nordmann Auto.
Sebastian Auto oder Fahrrad?
Nordmann Auto.
Sebastian Auto oder gehen?
Lola Gehen.
Sebastian Regeln einhalten oder Regeln denen?
Nordmann Regeln einhalten.
Sebastian Moral oder Unvernunft?
Nordmann Unvernunft.
Sebastian Hervorragende, richtige letzte Antwort. Oh weia. Ich habe gemerkt, ich habe wirklich versucht, da irgendwie möglichst das Gleiche zu sagen, aber jetzt habt ihr was zum diskutieren.
Lola An welchen Stellen?
Sebastian Das müsst ihr in der Folge hören.
Nordmann Es wäre auch langweilig, wenn wir bei allem in der Meinung wären.
Sebastian Also ich meine, das ist ja der Punkt, man muss ja ein bisschen unterschiedlich sein, um sich zu ergänzen und ich glaube, ihr habt da genug Reibungspunkte, um unfassbar viel Spaß zu haben und also ganz ehrlich, eure Wege sind irgendwie gar nicht so unterschiedlich und dann sind sie doch wieder so unterschiedlich und irgendwie ist es ein Wunder, dass ihr aufeinander getroffen seid, weil eigentlich hätten so die Überlegung, wie ist mein Lebensmodell, in welche Richtung soll das gehen, das ist ja dann doch irgendwie alles unterschiedlich gewesen. Aber jetzt seid ihr beide schlicht und einfach, sorry, dass ich das jetzt so sage, ihr seid ganz schön verknallt ineinander.
Nordmann Ja, da stimmen wir dir ganz voll und ganz zu. Da spreche ich jetzt für uns beide. Und ich bin super dankbar dafür, dass sich unsere Wege gekreuzt haben.
Lola Ich auch.
Sebastian Dann bin ich gespannt, wie sich das entwickeln wird bei euch. Mir hat das heute hier sehr, sehr viel Spaß gemacht, auch so ein bisschen dieser Einblick. Und auch das ist tatsächlich das erste Mal, dass ich wirklich höre, dass jemand versucht bekommen hat, sich den Kink abzugewöhnen und nicht auszudenken, wenn das gelungen wäre. Also im Himmels Willen, also bitte dabei bleiben. Und ich glaube, ihr werdet noch sehr viel Schlimmkram entdecken und entwickeln. Und auch die neue Herausforderung zu Hause. Also ich glaube, das werden jetzt einfach spannende Zeiten. Es wird mal mehr, mal weniger Kink geben können. Aber ich glaube, wir haben beide so Bock aufeinander, dass das eigentlich nur gut werden kann.
Nordmann Ja, das sehe ich auch so.
Sebastian Bevor ich euch jetzt quasi das letzte Wort übergebe, also liebes Publikum, kunstderunvernunft.de, auch wenn ihr jetzt über Spotify hört und das Showdowns habt, guckt auf der Webseite, da gibt es Bilder zur Folge. Es gibt Kapitelmarken, Kontakt zu den beiden, wenn sie wollen. und vielleicht sogar Ergänzungen im Folgenblock, wenn ihr also was zu berichten habt, dann gerne dort, nutzt es, und ja, wir werden heute Abend noch irgendwie ein bisschen was zu futtern finden und werden irgendwie einen netten Abend hier zu viert haben. An euch beiden, also vielen, vielen Dank, hat mir echt Spaß gemacht und ja, wenn ihr wollt, seid ihr jetzt noch dran, ihr könnt euch jetzt noch irgendwelche Liebe schwören oder vielleicht einen Antrag, das hatte ich jetzt auch hier noch nicht, ich habe keine Ahnung, ob es an der Zeit ist. Ihr haltet gerade so ein schön Händchen, da musste ich das einfach sagen. Aber grundsätzlich, die letzte Minute gehört euch und vielen Dank.
Nordmann Ja, lieber Sebastian, vielen Dank, dass wir heute hier sein durften, um mit dir den Podcast aufzunehmen. Ich bin gespannt, ob und was es für Feedback gibt. Wir werden gucken, dass wir auch erreichbar sind für die Community und freuen uns jetzt auf einen gemütlichen Abend zu Pferde.
Lola Ja, danke fürs Überzeugen, doch was zu sagen.
Sebastian Sehr gut, damit ist die Freigabe erteilt dass ich diese Folge nicht massiv massakrieren muss, wenn ich schneide Ja, vielen Dank Macht's gut, tschüss Tschüss.

Kommentare & Fragen

dini_dark.7.0
01.04.25

Hej zusammen!
Und wieder eine ganz wunderbare Folge mit Stix, Nordmann und seiner Lola. Ich bin jedesmal sehr gespannt, was für eine neue Folge mich montags erwartet. Eines weiß ich aber schon vorher: es kann nur gut werden.
Auch bei Nordmann und Lola wurde es wieder richtig interessant. Es ist einfach toll durch diesen Podcast (den besten der Welt) die vielen BDSM Geschichten und Erfahrungen so vieler unterschiedlicher Menschen und Paare zu erleben und zu entdecken.
Und es sind immer wieder ganz tolle und offene Gäste dabei. Auch Nordmann und Lola mochte ich gerne zuhören und hätte liebend gerne auch die Blicke und Mimik der beiden gesehen. Das muss ein Schauspiel für Stix gewesen sein. Hihi *
@Sebastian Stix: Das Thema Kinder im Haus und Nachwuchs und Elternsein allgemein kann ich mir seeeeeehr gut in einer oder gar zwei Podcastfolgen vorstellen.
Lg und weiter so!

Luftwunder
01.04.25

klasde ihr halsband

Luftwunder
01.04.25

toller Podcast tolle Folge klasse Geschichte

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