Zwei Metall-Buttplugs und ein schwarzes Halsband auf hellem Hintergrund
Live
Live · 06.03.23 · 106min · 11.099 Downloads · 118

Unvernunft Live 02.03.23 - Hätte ich das vorher gewusst

BDSM ist manchmal anders als gedacht

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Intro

Begrüßung

Sebastian Hallo und guten Abend zur Kunst der Unvernunft live am Donnerstagabend. Und wie immer stelle ich mich vor, mein Name ist Sebastian Stix, heute lispelnderweise. Das erkläre ich später vielleicht noch ein bisschen, mal sehen wie gut das heute klingt, aber entschuldigt das bitte, dass es so ist. Aber ich begrüße euch jetzt einfach mal zur Live-Folge Nummer 111. Und mir fällt jetzt gerade auf, hätten wir das vor zwei Wochen gehabt, die ultimative Schnapszahl zum Fasching. Naja, sowas wiederholen wir ja nicht mehr. Ja, ich rede schon wieder Quatsch. Herzlich willkommen, lieber Chat, liebe Menschen im Stream und lieber Tonmeister, wenn du das dann später hörst, denn der ist heute leider nicht mit dabei. Der muss nämlich Ton meistern, aber woanders, der geht fremd, unfassbar. Aber ja, trotzdem sitzt mir gegenüber das Podcastsubbie, ganz charmant, mit Augenkontakt, wenn sie den Kopf hebt. Ich weiß nicht, kennt ihr, hör mal, wer da hämmert von früher. Da gab es den Nachbarn Wilson, von dem man nur die Augen sieht. Und genauso habe ich das mit dem Podcastsubbie, weil ich ihr einen viel zu großen Monitor hingestellt habe. Eventuell kriegst du mal einen kleineren Bildschirm von mir. Jetzt schüttelt sie mit dem Kopf. Ja, und ja, was machen wir denn heute? Heute haben wir ein schönes, einfaches Thema. Das Thema im Voting bei Telegram hat es haushoch gewonnen. Das hat mich ehrlich gesagt ein bisschen überrascht, weil ich dachte, das ist ein schwieriges Thema. Da hat doch zwar jeder was dazu zu sagen, wirklich jeder und jede, aber da wird niemand anrufen. Und heute bin ich angetreten, dass ihr das Gegenteil beweisen könnt. Wir werden sehen. Und zwar lautet das Thema, hätte ich das vorher gewusst. Erkenntnisse des BDSM. Und ja, ich versuche das mal so ein bisschen einzuleiten, obwohl ihr eigentlich ganz sicher schon wisst, was ich meine. Aber es ist natürlich schon so, dass BDSM uns verändert und den Horizont zwangsweise erweitert. Oh, das ist schön doppeldeutig. Und ja, wir haben, zumindest ich hatte, bevor ich losgelegt habe, Fantasien und Ideen im Kopf. Ich habe natürlich Texte und Bilder und Videos konsumiert und hatte schon eine ganz gute Ahnung von, von was will ich eigentlich, was werde ich tun und auch was werde ich nie tun. Und natürlich habe ich mir auch vorgestellt, dass dies und das total einfach oder schwierig ist. Und sagen wir es mal so, hätte man mir vorher gesagt, dass die, naja, Zähmung kann man das nicht nennen, dass der Versuch der Zähmung des Podcastsubbies eine Lebensaufgabe darstellt. Das hätte ich nicht geglaubt, aber tatsächlich kann es so sein und macht unfassbar viel Spaß. Und im Grunde ist es das. Wir machen seltsame Dinge. Wir beachten plötzlich Regeln und akzeptieren Strafe. Wir laufen draußen mit irgendwelchen Sexspielzeugen und Knebeln und irgendwas herum und stehen im Wald mit irgendwelchen Peitschen, um sie auszuprobieren. und ja, wir machen einfach spannende Sachen und die Frage lautet einfach an euch, hättet ihr euch damals, bevor ihr losgelegt habt, vorstellen können, das zu tun, was ihr macht und was hätte man euch vorher sagen sollen, was vielleicht hilfreich gewesen wäre? Also wäre es hilfreich gewesen zu wissen, ja Mensch, also wenn du das so und so machst, dann solltest du vielleicht das und das wissen und vielleicht habt ihr ja wie ich jedes Fettnäpfchen auf dem Weg gefunden Und vielleicht kann man heute ein paar Menschen eine kleine Hilfestellung geben, dass sie eben nicht alle Fettnäpfchen mitnehmen müssen. Wobei, eigentlich machen die ja sogar am meisten Spaß. Spaß. Okay, das ist die Einleitung. Ich frage mal im Chat ganz provokant, ist denn schon wer da und möchtet ihr die Telefonnummer haben, unter der man mit mir sprechen kann? Ich verrate auch den Modus nochmal, weil ich sehe, ich glaube, ein, zwei neue Namen im Chat. Und neulich wurde ich gefragt, wie funktioniert das, wie funktioniert das? Das ist ganz einfach. Es gibt gleich die Telefonnummer, dann könnt ihr da anrufen, dann klingelt es bei mir und dann sprechen wir über Ich bin dabei, wir plaudern einfach ein bisschen, ich stelle ein paar Fragen, erzähle ein bisschen dies und das und dann läuft das eigentlich von ganz alleine. Man sagt mir, das soll so ein bisschen sein wie bei Domian, wobei es stimmt nicht ganz. Der hatte nämlich eine Redaktion im Hintergrund, die die Leute erstmal abgecheckt haben. Das haben wir hier nicht und es ist dem besten Publikum der Welt zu verdanken, dass das hier bisher alles ganz wunderbare Menschen waren, die angerufen haben. Okay, so, ich würde sagen, wir probieren es einfach mal. Ich stelle dir immer ein bisschen Zeit, weil natürlich so eine kleine Verzögerung da ist und wenn ich was sage, bis da eine Antwort im Chat kommt, das kann ein bisschen dauern. So, Nummer 0 5 1 0 1 9 1 1 8 9 5 2 ist die Telefonnummer und wenn ihr möchtet, könnt ihr da anrufen und wir sprechen einfach ein bisschen über Dinge, die ihr vielleicht doch lieber vorher gewusst hättet und auch Dinge, die vielleicht viel einfacher oder schwieriger waren als erwartet. Dinge, die ihr heute tut, die ihr niemals gedacht hättet, dass ihr das tun würdet. Um Gottes Willen, jetzt verhedder ich mich schon bei meinen eigenen Sätzen. Wahnsinn, ist aber eine spannende Woche gewesen jetzt. Und bis ich warte, bis das Telefon klingelt, spiele ich natürlich einfach irgendeine hässliche Musik ein. Nein, das mache ich natürlich nicht. Ich gucke mal auf meinen Spickzettel, was da so draufsteht, was ich heute noch zu tun habe. Ich sehe schon, ein Kaffeebecher muss verlost werden. Es wird eine Schätzfrage geben. Ein bisschen organisatorisches Dies und Das. Okay, das kriege ich heute alles hin. Und im Zweifel wird das Podcastsubbie mich auch erinnern, dass ich das alles mache. Ja, und das Schöne ist ja, bis es hier klingelt, habe ich schon mal einen kleinen Einspieler von Sempai, der kann heute Abend leider nicht dabei sein, aber der hat schon mal einen kleinen Anfang gemacht und seine Meinung zum Thema als Sprachnachricht geschickt.

Einspieler Sempai

Sempai So, also hier mal eben eine kleine Nachricht für dieses sehr interessante Thema im Sinne von der Schein trügt oder hätte ich es vorher gewusst. Sempai, mein Name, hallo. Und ich denke mal, meine beiden Punkte sind oder liegen primär auch mit daran begründet, dass ich Nummer 1 Switch bin. Und als aktiver Part hatte ich halt mal die Erfahrung, dass Symbolik über Haptik geht. Oder auch, dass der erste Schein dann trügen mag und die eigene Gefühlswelt nicht zu dem passt, was die andere Person eigentlich empfinden mag oder was sie mag oder nicht mag. War eine sehr interessante Erfahrung. Als Passiver war es mehr das Schmerzen, was etwas mehr sein können, als Schmerzen. Auch das eine sehr interessante Thematik. Mal sehen, vielleicht schaffe ich es noch irgendwie hier heute anzurufen oder ansonsten vielleicht irgendeinem anderen Mal. Auf jeden Fall Also wünsche ich euch heute Abend viel Spaß.
Sebastian Ja, Sempai, vielen Dank für die Einleitung. Das trifft es eigentlich auch ganz gut. Manchmal hat man auch Dinge auch gar nicht auf dem Schirm und hat keine Ahnung. Und ich glaube auch, wenn man sich heute im Netz und auf Stammtischen und überall informieren kann, also manchmal steht man ja doch da und wundert sich über sich selbst. Also ich habe immer diesen Vergleich, wenn ich dann irgendwie berufsmäßig mit Vanilla-Leuten dann zu tun habe und dann hatte ich das schon ein, zwei Mal in meinem Leben, dass dann dieser Moment kommt, wo man in ein Meeting, wo ein paar Leute mal rausgehen und man bespricht sich so ein bisschen fernab, um die Stimmung zu lockern und dann fangen die Sexgeschichtchen an. und dann, ja, was soll man tun, ne? Man ist dann einfach nur noch ganz still und hört den Menschen bei ihren Heldentaten zu und denkt sich um Himmels Willen, oh Backe, ich bin in einer ganz anderen Welt und keiner ahnt was. Das ist auch ein schönes Gefühl. Hätte ich auch nie von mir gedacht, dass ich da an der Stelle auch so eine Entspanntheit habe und einfach weiß, ja, ich habe da meinen Spaß und das ist dann halt meins und für mich. Ja, und jetzt könnte das Telefon tatsächlich mal klingeln. Ich drohe nochmal, wir haben ja immer diesen Anfangsschmerz hier in der Sendung. Niemand möchte der oder die Erste sein. Aber ich zwinge euch einfach mal. In der Regel ist es ja so, am Anfang wird es schwer und dann wird es immer leichter und leichter. Und ganz oft sagt dann eine Person auch noch, ich wäre gern durchgekommen, aber zum Schluss hat das irgendwie nicht mehr geklappt. Das kann man jetzt natürlich vermeiden.

Sebastian Überbrückt die Zeit...

Okay, ja, liebes Podcastsubbie, wir sind heute schüchtern. Was machen wir da? Musik an und ich verhaue dich, bis es klingelt? Ja, aber guck mal, dann wollen die ja, dass ich dann in Ruhe mit dir Zeit verbringe. Da würde niemand anrufen. Das geht nicht. Ich könnte ja dich so lange verhauen, bis es klingelt. Ach nee, das ist ja das Gleiche. Hm, da freut sich jemand. Okay. Nein, das machen wir nicht. Nein, das ist so, als ob ich dich auf eine Bühne stellen würde. Irgendwann sagen würde, so, und jetzt ist sie dran. Ben Hart sagt Musik aus und verhauen wäre okay. Okay, nee, dafür habe ich nicht das richtige Mikrofon aufgebaut. Ich finde, wenn das Podcastsubbie verhauen wird, dann muss auch das Mikrofon das richtige sein. Da muss dann an der Spitze des Rohrstocks ein Mikrofon sein, damit man quasi die Haut beim Federn hört. Das Podcastsubbie fragt mich, ob ich nicht eine Erfahrung habe, die ich teilen könnte. Was hätte man mir denn? Oh, jetzt merke ich, das ist total schwierig, das Thema. Was hätte man mir denn vorher sagen können? Im Grunde hätte man mir vorher mal sagen können, dass die Sachen, also, wie soll ich das sagen, anzufangen ist einfach mal total einfach, aber dann auch in so Situationen, die ein bisschen grenzwertiger sind, dann, dass man da so bei sich sein muss, dass man das so wegsortieren muss. auf der einen Seite die eigene Euphorie, oh mein Gott, was mache ich hier gerade, das ist ja unfassbar, dass man die auf der einen Seite wegsortiert, also nach links schiebt und erstmal dann auch so in diesem, ich bin jetzt bei meinem Gegenüber, also ich bin viel mehr bei ihr als bei mir, wenn wir irgendwas krasses machen. Ich glaube, das hätte ich vorher nicht erwartet. Ich dachte immer, der dominante Sadist ist der, der nur auf sich selber schaut und wo das Gegenüber völlig egal ist. Und ich überlege gerade, hätte ich das vorher alles gewusst, ob ich dann BDSM noch so spannend gefunden hätte? Ja, wahrscheinlich schon. tun. Naja. Ja, achso, ja, das Podcastsubbie hat da, da willst du auch immer in der Wunde rumreiben, ne? Das Podcastsubbie meinte, man hätte mir vorher sagen können, dass man Seil nicht in der Badewanne benutzt, weil das zieht sich zusammen. Kann ich bestätigen, tut es. Eigentlich müsstest du jetzt hier anrufen, meine Liebe. Sie knallt mir gerade ein Ding nach dem anderen an den Kopf, dass man bei braven Subis die Zügel nicht locker lassen darf, weil sie sonst aufmüpfig werden. Das Wort aufmüpfig kann ich gar nicht aussprechen. Du warst ja noch nie aufmüpfig, oder? Nein, ne? Oder nie was anderes. So, jetzt ist natürlich die Frage, ob das Telefon möglicherweise überhaupt nicht funktioniert. Hm. Doch, es funktioniert. Ich bin begeistert. Sehr schön. Hallo, Sebastian hier. Wer traut sich?

Anruferinnen Mase & Mistress Pain

Mistress Pain & Mase Hallo, ich dachte, wir erlösen dich mal. Hier ist Mistress Pain and Mase.
Sebastian Ja, hallo, ihr zwei.
Mistress Pain & Mase Hallo.
Sebastian Wegen euch hat die Sendung zwei Minuten später angefangen.
Mistress Pain & Mase Ach so, schön.
Sebastian Ich habe das im Chat gelesen, musste leider so viel lachen, dass ich nicht anfangen konnte. Ich verrate jetzt aber nicht was.
Mistress Pain & Mase sie weiß es nämlich nicht. Das würde ich jetzt gerne wissen.
Sebastian Ich halte jetzt meine Klappe, ganz ehrlich.
Mistress Pain & Mase Okay, ich erzähle ihr später.
Sebastian So ihr beiden, zu euch kann ich erzählen, ihr wart neulich erst hier. Ich habe vorgestern die letzte Rumkugel gekillt und die Folge mit euch beiden erscheint in weniger als zwei Wochen.
Mistress Pain & Mase so lange.
Sebastian Ja, so lange. Ich kann doch nicht irgendwie einen Kilo Rumkugeln essen. Das dauert. So, aber da wir ja in einer Live-Folge sind und daran können wir ja nicht stundenlang plaudern, wir müssen ja irgendwie zum Thema kommen. Habt ihr was zum Thema zu sagen? Hätte man euch irgendwas vorher sagen sollen?
Mistress Pain & Mase Also, ich habe gedacht, dass, also, ich bin ja mehr, aber, so, fangen wir nochmal an. Also, als wir angefangen haben zu spielen, haben wir ja gleich festgestellt, ich bin Dom, sie ist Sub und fertig. Und wir haben ja erst wesentlich später herausgefunden, dass ich ja auch irgendwie eine Sub-Seite habe. aber dieses sich dazu zu bekennen und zu sagen ja okay, Sub-Sein ist doch toll und die Dom darf ruhig runter und gebrochen werden und für mich war das eher so ein wie soll ich das beschreiben? So ein Buch, da ist ja mehr weil sie ist ja halt im Alltag auch eher die Dominantere von uns beiden und dann so festzustellen, ach ich bin ja nicht nur Dominant, ich kann ja auch was anderes Genau, und sich dann auch dazu bekennen, zum Beispiel zu sagen, ja, nein, ich kann mich runterknien und ich kann devot sein und es fühlt sich auch gut an. Das war halt auch dieses, ich bin dominant und, bist du noch da?
Sebastian bin noch da, ich höre ganz gespannt zu.
Mistress Pain & Mase Okay, gut. Genau, also dieses, dass sich das auch wirklich gut anfühlt, devot zu sein, sich hinzuknien, sich in Flur, in Hammel zu legen und dann zu warten, wie sie reinkommt. Und dass es wirklich wie so ein innerliches Schwanzwackeln ist, dass man sich freut, dass der andere einen begutachtet. Also ich hätte das vorher halt nicht gedacht und habe mich die ganze Zeit dagegen gewehrt, diese Sub-Seite anzunehmen.
Sebastian Ja, aber kam das von dir aus, zu sagen, ich probiere das? Oder wie kam dieser Umschwung? Weil offenbar war das ja zementiert bei dir. Nee, ich mache das nicht.
Mistress Pain & Mase Genau, weil Mase ja gesagt hat, irgendwie fühle ich mich dann schon so dominant und da ich mich dann irgendwie so ein bisschen angegriffen gefühlt habe, so, ja toll, wenn du jetzt dominant bist und ich dominant bin, dann geht das ja nicht. Und nur einer kann dominant sein und du bist Sub und ich bin Dom und fertig.
Sebastian Ja, ihr könnt ja beide dominant sein.
Mistress Pain & Mase Ja, aber mein Ego nicht. Also früher zumindest nicht. Früher nicht, genau.
Sebastian Ja, wenn ihr beide gleichzeitig dominant seid, dann könnt ihr das ja auskämpfen.
Mistress Pain & Mase Und da ich, ja, aber gut, du weißt ja selber, bratmäßig und so, aber ja genau, aber wenn ich halt gewusst hätte, dass es wirklich schön ist, Sub zu sein, hätte ich das viel eher ohne Heulen im Auto und Sonstiges anerkannt und ja, also. Also,
Sebastian Also es ist wirklich für dich selber auch überraschend, aber woher kommt denn diese Erkenntnis zu sagen, also nein, ich mache das nicht, weil ich bin ja top, dieses Ausschlusskriterium. Also was hätte man dir vorher sagen müssen, damit dieses ganze Theater gar nicht so hätte sein müssen? Und
Mistress Pain & Mase ich finde einfach, wenn man von vornherein gewusst hätte, dass man in beiden Fällen so viel ausleben kann, wäre es einfacher gewesen für uns zu sagen, okay, wir probieren es zumindest mal und ob es uns gefällt, kann man dann ja immer noch gucken. Aber so hatte man gleich diese Haltung, okay, im Alltag bin ich so, also bin ich auch beim BDSM so. Man hat sich gleich selber in eine Schublade geschoben, dass man da sagt, ja, so passt das schon. Ich habe halt immer gedacht, ich verliere ja irgendwas. Ich verliere an Integrität, an Präsenz und keine Ahnung, wenn ich jetzt da unten knie und sie auf mich herabsieht, dann wird sie mich als Dom nicht mehr so nehmen, wie ich wirklich bin.
Sebastian das ist gar nicht so.
Mistress Pain & Mase Nee, gar nicht so. Ich kann mich unfassbar fallen lassen als Sub und freue mich. Und sie dominiert mich auch. Und wir haben ein sehr schönes Verhältnis miteinander. Und schon bin ich dominant genug, dass ich das beides aushalten kann.
Sebastian Ist da auch vielleicht dieser Effekt, wenn du quasi, ich sag mal, von dir als Dom Urlaub gemacht hast und dann kommst du wieder. Ist das dann nochmal neu spannend, weil man ja eine Pause hatte im Grunde?
Mistress Pain & Mase Ich finde, es ist so ein Push-Effekt. Man hatte so eine Pause, so ein Urlaub mäßig. und man hat dann, man steigt ja irgendwie nicht wieder gleich ein, man hat so seine Regeln, die vorher da waren, aber man hat so ein, nicht mal hat man es verpasst, aber man ist so mit neuer Energie da wieder rein. Also es ist am Anfang immer wieder neu geladen und so weiter und da kommt erst mal, was man alles verpasst hatte, packt man wieder. Also bei uns ist das auch so, wenn wir Subs sind, haben wir so Sachen im Kopf, ach, das kann ich ja als Miss oder Miss Tristan ja auch machen. Man hat das nie komplett aus im Kopf und denkt so, oh, jetzt darf ich es wieder ausleben. Jetzt kann ich die ganzen Ideen, die ich gesammelt habe, sozusagen endlich mal an ihr testen.
Sebastian Ja, okay. Das ist natürlich, oh, das ist nochmal so eine Auszeit, wo man Ideen sammelt. Oh, das ist schön. Also wenn Top und Sub dann so ein Notizbuch haben für den Tag, wo es wieder switcht macht. Das ist auch nicht schlecht. Gibt es denn technische Dinge, wo ihr sagt, na, das hätte man vielleicht lieber vorher gewusst? Keine Ahnung. Auf die Herdplatte fassen ist keine Bestrafungsmaßnahme, die man machen sollte oder irgendwas in der Richtung. Gibt es da was, auch so technische Dinge, Irgendwo ihr gemerkt habt, das ist vielleicht jetzt nicht so schlau gewesen.
Mistress Pain & Mase Also ich habe es eher andersrum. Ich habe ganz am Anfang immer gesagt, ins Gesicht schlagen wir nicht. Ja, da wird schon gelacht. Und Mistress wollte unbedingt mal Ohrfeigen ausprobieren. Und dann habe ich gesagt, okay, wir probieren es mal. Und sie hat mir mal richtig eine ins Gesicht gehauen. Und ich dachte, wow, okay, gefällt mir doch. Also Sachen, die dann ausgeschlossen werden, auf einmal, die vom Sinn her so, nee, das macht man nicht, ich möchte das nicht. Und dann, okay, wir testen es, ja, ist gut.
Sebastian Ja, spulen wir doch mal bei euch beiden jetzt mal ganz zurück. Vor dem ersten BDSM-Kontakt, wenn man euch da gesagt hätte, ja, ihr werdet später mal dieses und jenes tun. Also zum Beispiel freiwillig Ohrfeigen kassieren und geben. Hättet ihr das geglaubt?
Mistress Pain & Mase Nein. Nein, weil wir extrem früh da auch waren. Ja, wir hatten so ein allgemeines Weltbild, das ist in Ordnung, das ist nicht in Ordnung und so waren wir festgefahren im Kopf. Ja, also das, was du vorhin gesagt hattest mit dem, die einen reden über Sex und du denkst so, ja, heute hatte zum Beispiel eine Kollegin gesagt, ja, es gibt Menschen, die tragen ihre Socken und die anderen kaufen die dafür und ich dachte so, ja, es gibt noch viel schlimmere Sachen.
Sebastian Ja, Socken sind wirklich die Einstiegsdroge. Ich
Mistress Pain & Mase Ja, und man denkt sich so, ja, also wenn du wüsstest, wenn ich dir alles wirklich erzähle, du wirst mich nicht mehr angucken wollen.
Sebastian bin mir manchmal nicht sicher, ob BDSM-er außerhalb der eigenen Bubble als besonders prüde angesehen werden, weil die immer den Mund nicht aufmachen. Weil die immer so,
Mistress Pain & Mase Ja, das kann sein.
Sebastian entweder lohnt es sich nicht, was dazu zu sagen, oder man würde zu viel von sich selbst verraten.
Mistress Pain & Mase Aber manchmal wird es auch falsch verstanden. Ich habe auch meiner Kollegin mal gesagt, ja, ich bin Masochistin, Sadistin habe ich noch gar nicht erwähnt gehabt. Da sagt sie, nee, echt? Und du magst es, geschlagen zu werden? Ich so, ja. Dann können wir dir ja mal auflauern und dich verprügeln. wo ich mir denke, nein, das ist etwas Sexuelles. Ich möchte nichts Sexuelles mit euch. Aber schön, dass du in die Richtung denkst.
Sebastian Ja, gut, da müssen wir noch ein bisschen Aufklärungsarbeit leisten. Oh je.
Mistress Pain & Mase Ja, genau.
Sebastian Okay, auflauern. Okay, das hatte ich so jetzt auch noch nicht.
Mistress Pain & Mase Ja, weil eigentlich die Vorstellung, ja, dann verhauen wir dich. Okay, der Kontext ist jetzt komplett falsch bei dir.
Sebastian Ja, gut, ich finde, da kann man dann immer mit Sex dann einfach zurück kontern. Man kann auch sagen, nur weil du Sex magst, heißt das nicht, dass du möchtest, dass jeder auf dich draufsteigt.
Mistress Pain & Mase Ja, genau. Ja, genau, richtig.
Sebastian Aber das ist natürlich trotzdem ein bisschen schwierig. Aber ganz ehrlich, das ist ja auch wahrscheinlich witzig gemeint. Also von daher.
Mistress Pain & Mase Ja, war ja nicht ernst gemeint. Aber in meinem Kopf ging dann die Spirale weiter. weiter so, ja.
Sebastian Ja, wobei das mit dem Auflauern irgendwie, ist das jetzt auch ein Kopfkino?
Mistress Pain & Mase Nee, gar nicht.
Sebastian Ja, vielleicht reden wir in zwei Jahren nochmal drüber.
Mistress Pain & Mase Ja, du weißt, Ohrfeigen sind ja auch toll.
Sebastian Das ist ja glaube ich der nächste Punkt, das ist wieder total spannend, weil auch heute denke ich, es gibt bestimmte Sachen, die würde ich natürlich nicht machen und wahrscheinlich werde ich sie doch irgendwann ausprobieren und wenn ich das richtig sehe, liegt da unten im Schlafzimmer inzwischen ein medizinisches Gerät seit einer Woche und wartet darauf ausprobiert zu werden. Ich hätte gesagt vor ein paar Monaten, das möchte ich nicht oder das ist nicht meins und jetzt liegt das Ding da unten und wartet auf einen Satz. Soll ich sagen, was es ist, liebes Podcastsubbie? ein Tacker.
Mistress Pain & Mase bitte. Dann musst du berichten, wie das ist. Wir sind auch schon am Überlegen gewesen.
Sebastian Also der Witz ist eigentlich der, das kann ich nochmal erzählen, heute rufen ja nicht so viele Menschen an, ich hatte tatsächlich das schon mal so erzählt, ah, da müsste man jetzt mal rankommen und dann hat es mich an einem Stammtisch vor anderthalb Wochen gepackt und dann habe ich meinen Sitznachbarn gefragt, Mensch, du tackerst doch, hier, lass mal zusammen auf Amazon gehen und sag mir mal, was genau ich da bestellen sollte. Der hat mir dann auch gesagt, dass man was zum, äh, Klammern lösen auch mitbestellen sollte, das wäre gar nicht so blöd, da hätte ich selber gar nicht dran gedacht, ehrlich gesagt, naja, und dann haben wir das, äh, genau, die bleiben, ich dachte, die lösen sich auf, ne, ähm, nein, ähm, deshalb haben wir es ja noch nicht gemacht, ich habe mich noch nicht endgültig informiert, aber ich, auf jeden Fall wurde dann bestellt und so eine halbe Stunde später kam eine sehr liebe Freundin vorbei, meinte, mach mal deine Tasche auf und drückte mir eben diesen Tacker in die Hand, Also ohne, dass sie wusste, dass ich den jetzt eine Stunde vorher bestellt hatte.
Mistress Pain & Mase Die bleibt einfach drinnen, ne?
Sebastian Und dann habe ich gleich erstmal wieder storniert und seitdem liegt das Ding da unten. Und ja, mal gucken, wann wir ein bisschen Zeit und Ruhe haben und dann werden lustige Dinge passieren. Jetzt brauchen wir noch Geschenkband, habe ich gehört.
Mistress Pain & Mase Ich glaube,
Sebastian Ja, mal gucken. Also es ist auf jeden Fall was Neues und da hätte ich aber auch von dem Ja gesagt. Oh nee, das ist nicht meins. Nadeln sind schön, aber Tackern, ach nee. Aber irgendwie ist die Bereitschaft da.
Mistress Pain & Mase das ist doch sowieso so, dass man mehrere Sachen erst nach der Zeit sich rantraut. Man kommt erst mal irgendwo rein und dann hat man so Tabus und die verschieben sich irgendwie. Und dann möchte man da doch irgendwie dran. ran und dann hört man da und da und ich denke mir, es gibt ein paar Sachen, wo man sagt, ja, das hätte ich früher gerne gewusst, aber irgendwie ist es ja auch ganz schön, dass man mit der Zeit einfach wächst. Ich hätte auch nie gedacht, dass ich mir mal Nadeln unter die Haut stechen lasse. Und es werden immer mehr und immer mehr und es wächst einfach.
Sebastian Ja, definitiv so. Und jetzt haben wir hier Nadja ein bisschen getriggert offenbar. Jetzt geht das mit dem Tacker wieder los. Ich werde aufhören vom Tacker zu reden. Ich werde es heilig versprechen, sobald ich einmal das Ganze gemacht habe und das Ding in die Ecke gefeuert habe. Gucken wir mal, ob das funktioniert. Das Podcastsubbie kann sich einfach selber tackern.
Mistress Pain & Mase Zur Not, ja.
Sebastian Ja, das Podcastsubbie nickt schon. Momentchen mal. Nein, du tackerst nicht selber an dir rum. Denn wenn du an dir selber tackerst, heißt es, du kannst das mit dem Tackern und dann kann ich nicht mehr ruhig schlafen, weil du mir sonst auflauerst, während ich penne.
Mistress Pain & Mase Einfach mal die Bettwäsche ans Bett tackern, ne?
Sebastian Boah, macht ihr nicht solche Ideen?
Mistress Pain & Mase Nein.
Sebastian Das Podcastsubbie hätte, glaube ich, vor ein paar Jahren auch noch nicht gedacht, dass sie so eine Bratigkeit kann. Das ist ja fürchterlich. Naja. Ja, okay, gibt es noch Dinge, wo ihr sagt, habt ihr schon irgendwas kaputt gemacht und jetzt wisst ihr es besser? Hätte man euch da vielleicht ein bisschen Werkzeugkunde geben können?
Mistress Pain & Mase Leider noch nicht. Mein Hintern ist schon ziemlich kaputt, aber alles in Ordnung. Da bin ich komplett konform mit. Also wenn wir manchmal deine Podcast-Kandidaten hören, was dir da alles am Arsch kaputt gegangen ist. Nee, bei uns ist es irgendwie entweder haue ich nicht doll genug oder das ist sehr robust. Mir ist nur ein Stock noch kaputt gegangen.
Sebastian ist sehr robust, das ist auch schön.
Mistress Pain & Mase Es, Klammer, mein Hintern.
Sebastian Naja, aber dann habt ihr noch ganz viel Spaß und ich glaube, das ist nochmal so ein Familiending, wenn man sich irgendwie outet bei der Family. Dann erzählt man ja so ein bisschen, was man so macht. Und ich glaube, wenn ich selber von mir nicht glauben konnte, was ich mal später alles tun werde, dann geht es denen ganz genauso. Ich glaube, die haben dann in dem Moment genau das Problem. Das kann man selber natürlich nicht fassen, weil man sich ja nach und nach daran gewöhnt hat, dass man so wunderbar kinky ist.
Mistress Pain & Mase Ja, und erst recht, dann kommt man ja nicht mit den leichten Sachen, sondern man erzählt ja, welchen Stand man schon ist und der ist ja schon viel zu weit, dass man das dann eigentlich... Man fängt nicht mit Bondage an und sagt so, Ja, ich schneide ihr in die Haut.
Sebastian Ja, man fängt mit den Highlights an, mit dem, was einen bewegt.
Mistress Pain & Mase Ja, genau. Richtig.
Sebastian Ja, okay, also das werde ich auf jeden Fall für die Outing-vor-Familie-Folge mal im Hinterkopf behalten.
Mistress Pain & Mase Ich mag das.
Sebastian Nicht den aktuellen Stand nehmen.
Mistress Pain & Mase Genau. Nicht den, der am meisten beeindruckt einen selber.
Sebastian Ja,
Mistress Pain & Mase Achso, wir hätten vielleicht noch was. Wir hätten nie gedacht, dass wir einen Mann bearbeiten und nicht den voll in die Klöten fassen könnte. Stimmt, genau. Ist ja neu. Genau, das ist neu. Das war jetzt letztes Wochenende erst.
Sebastian okay, und wie ist es?
Mistress Pain & Mase Weich. sehr weich. Also das Spielen selber war richtig toll. Also ich habe meine... er war auch wirklich weich. Seine Haut war weich, hat er mir schon gesagt. Also wie gesagt, ich habe meine ersten Hoden angefasst. Ja, und ich fand die weich. Nein, also wie gesagt, wir haben als allererstes mit einem Mann gespielt und voreinander, miteinander und dass da keine Eifersucht und eher dieses Hochpushen war, das hätte man auch nicht so erwartet. Und dass andere noch zugeguckt haben, das war ja nicht abgeschlossen oder so. Hätte man uns das vor ein paar Wochen erzählt, hätten wir auch Nein gesagt.
Sebastian Das heißt, die Folge, die ich mit euch aufgenommen habe, die ist gar nicht mehr aktuell, verdammt.
Mistress Pain & Mase Nein.
Sebastian Ja, so ist das, dann kriegt das Publikum halt die Konserve zu hören.
Mistress Pain & Mase Weil wir hatten ja noch drinnen steht, dass wir mit anderen Leuten spielen wollen, vor anderen Leuten. Das war, glaube ich, eine Woche später haben wir dann jemanden bespielt. Wir machen sowieso alles recht zügig.
Sebastian Ja, das ist aber so ein Punkt, das geht mir ganz oft so. dass bis eine Folge erscheint, das sind meistens so zwischen zwei und sechs Wochen nach Aufnahme, dass bis sie erscheint ist meistens die Sachen, die besonders kritisch sind, schon alle wieder passiert. Also man müsste eigentlich gleich mit der Folge das Update erscheinen lassen. Aber ihr beide werdet euch austoben können. Also ich habe mir fest vorgenommen, innerhalb der nächsten Woche schaffe ich das, dass man nämlich auf der Podcast-Webseite zur eigenen Folge, also auch zu eurer dann, dass ihr dann so Updates unter die Folge posten könnt. Also wie so ein kleiner Blog. Und dann wird das auch schön auf der Startseite verlinkt.
Mistress Pain & Mase Sehr gut.
Sebastian Das stelle ich mir ganz toll vor. Und das können dann alle Menschen machen, die mit mir eine Folge aufgenommen haben, dass sie dann einfach so die Updates, dass die mal einen Ort haben, dass man die irgendwo mal sammeln kann. Ich glaube, das ist gar nicht so schlecht, weil viele Menschen auch mal nachfragen, was ist denn draus geworden? Was ist denn hier und da passiert?
Mistress Pain & Mase Ja.
Sebastian Und das mag sicherlich jeder und jede nutzen, aber manche Menschen bestimmt und für die ist das dann gedacht. So, gleich nochmal ein neues Feature beworben, was ich noch gar nicht habe. Ich schreibe mir das mal auf, dass ich das auf meiner ewigen To-Do-Liste habe. Das Unfallblock, das sind diese kleinen weißen Zettel, die auf meinem Schreibtisch liegen und erst dann verschwinden, wenn sie abgearbeitet sind und der Schreibtisch ist voll davon. von. Schlimm.
Mistress Pain & Mase Gut ist es, Kim.
Sebastian Ihr beiden, jetzt will ich gar nicht zu viel von der Folge
Mistress Pain & Mase Ja.
Sebastian verraten, die wir da aufgenommen haben. Eine Frage habe ich aber noch zum Abschluss. Also wenn ihr euch nicht erwartet hättet, vor Wochen oder Monaten oder Jahren so zu sein, wie ihr heute seid, seid ihr mit euch und wie ihr seid und was aus euch für BDSMlerInnen geworden sind, seid ihr damit zufrieden?
Mistress Pain & Mase Ja. Ja, sehr.
Sebastian Sehr schön. Also glücklich gemacht hat es auch noch.
Mistress Pain & Mase Sehr glücklich, ja.
Sebastian Naja, wunderbar. Dann hoffe ich, dass heute sich noch mehr Menschen trauen. Vielleicht haben ja auch Menschen, die widersprechen wollen.
Mistress Pain & Mase Ja.
Sebastian Das ist völlig in Ordnung. Ich wünsche euch beiden ganz viel Spaß und Mase, ganz viel Spaß dabei, wenn du das im Chat nachliest.
Mistress Pain & Mase ich bin gespannt.
Sebastian Sie war nicht nett. Sie war nicht nett zu dir. Ihr solltet nochmal switchen. So, ich werde von euch in den Nachrichten lesen. Macht's gut, tschüss. Tschüss. Jetzt habe ich das Bett möglicherweise angezündet. Naja, kann passieren. Ja, was hat mir das Podcastsubbie geschrieben? Erstmal sage ich die Telefonnummer, wenn ihr mit mir auch so ein schönes ausgelassenes Gespräch führen möchtet, gar kein Problem. 051019118952 ist die Telefonnummer und dann plaudern wir ein bisschen und ihr merkt, es ist eigentlich ganz einfach mit mir. Selbst wenn euch direkt nichts einfällt zum Thema, ist es überhaupt kein Problem. Komischerweise klappt das nach ein paar Minuten immer, dass etwas Sinnvolles kommt, glaube ich zumindest, behaupte ich. So, jetzt schreibt hier Ben Hart, hat im, das ist ein schöner Name, hat im Chat gefragt, testest du den Tacker auch erstmal bei dir selbst? Das ist eine Frage. Ich teste den Tacker natürlich zuerst mal. Allerdings nicht an mir, sondern wahrscheinlich an irgendeinem Gegenstand. Und dann teste ich ihn am Podcastsubbie und dann könnte ich ihn auch an mir selbst testen. Dafür ist ja da die Vorkosterin. So, es klingelt zum Glück.

Anruferin NadjaT

Hallo, Sebastian hier, mit wem spreche ich? Hallo Nadja. Ja, oh, da habe ich dich mit dem Tacker eben getriggert, hast du ja schon im Chat geschrieben. Hm, passt das denn zum Thema irgendwie? Das ist völlig in Ordnung.
NadjaT weiter, nee.
Sebastian Nein, da spritzt auch kein Blut, glaube ich.
NadjaT Nee, das ist trotzdem, das sind so Dinge.
Sebastian also um Gottes Willen, das ist ja das Schöne, BDSM ist so weit und ganz ehrlich, ja, auch wenn ich jetzt hier meine ersten Schritte mit so einem Gerät mache, BDSM ist auch im Zweifel einfach was mit Seilen machen. Das finde ich nämlich ganz schön krass, wenn Menschen das machen und BDSM ist im Grunde auch so ein schlichtes Füg dich. Also von daher, die Bandbreite ist riesig und ich will hier auch keine Maßstäbe setzen oder so.
NadjaT Das habe ich auch nicht so, das war auch mehr, deswegen hatte ich mir ja noch zwei Lieder hinterher geschickt, weil das war auch mehr so, nee, jetzt gehe ich gleich in die Werkstatt und mache die Kreissäge an, hier muss doch jemand zeigen, was richtig SM ist, ey.
Sebastian Nadja, ich weiß, bei dir ist eine Menge Entwicklung und ich behaupte, wir haben schon mal gesprochen, aber vor nicht allzu langer Zeit hättest du gesagt, da würde ich niemals anrufen und erzählen. Stimmt's?
NadjaT Ja, genau. Auch.
Sebastian Was hätte man dir denn vorher sagen sollen, schon vor Jahren vielleicht?
NadjaT Ja, also ich mache den ganzen unvernünftigen Kram ja nun wirklich schon ein paar Jahre, eher Jahrzehnte. und also ich habe eben gerade mal so beim Hören von den beiden anderen so überlegt, was hätte man mir sagen sollen und eine Sache, das ist so, was ich gerne vorher gewusst hätte, das sind so, dass man immer wieder auf Leute treffen werden wird, die einem sagen, was richtig und was falsch ist und wie das alles richtig, richtig geht und nur so ist das richtiger SM und alles andere, das ist unecht und was weiß ich was Und am Anfang, wenn man so naiv und jung in die Szene kommt, dann hängt man den alten Hasen so mehr oder weniger an den Lippen und denkt so, boah, die haben voll den Durchblick. Und irgendwann kapiert man dann, naja, nö, man muss eigentlich sein eigenes Ding machen, man muss sein eigenes finden, was zu einem selber passt. Und das muss dann niemandem gefallen, das muss nur den Leuten gefallen, die daran beteiligt sind.
Sebastian Ja, da hast du völlig recht. Und die Erkenntnis, alle kochen sie doch nur mit Wasser, die hat auch bei mir gedauert.
NadjaT Aha, genau.
Sebastian Am Anfang wollte ich von den Leuten lernen, lernen, lernen, wie es geht, um dann festzustellen, ja, natürlich ist da ganz viel Wissen.
NadjaT Fängt
Sebastian Aber dieses, das ist richtig, das ist falsch, puh, schwierig. Es gibt Dinge, da stimmt das durchaus. Also wenn man jetzt hier mit Nadeln anfängt, da finde ich schon, da ist Wissen schon irgendwie sinnvoll.
NadjaT das so nie an.
Sebastian Aber wenn man jetzt so jemanden auf den Popo hauen will, das macht man intuitiv schon mal nicht so falsch, finde ich.
NadjaT Nein. Aber auch so, wie man die ganze Einstellung dazu haben soll. Also, dass das dann nur echt ist, wenn man also mindestens einen Vertrag mit 128 Regeln hat und mindestens muss man das aber, erstmal muss man ein halbes Jahr als Sklave irgendwo in einer billigen Kaschemme gedient haben, damit man überhaupt weiß, wie das läuft.
Sebastian Sowas wurde dir erzählt?
NadjaT Nein, aber das ist jetzt so, ich habe es jetzt mal brutal übertrieben, aber es waren schon in Ansätzen so Dinge da, wo man gedacht hat, und das ist dann auch so, wo so langsam die Zahnräder im Kopf knirschen und sagen, meint der das jetzt ernst oder will der mich jetzt auf den Arm nehmen? Hm, wer meint das ernst? Hm, ich muss da nochmal drüber nachdenken.
Sebastian ja, das ist natürlich, also das habe ich ja auch so ein bisschen, dass wenn mich jemand direkt etwas fragt, dann möchte ich ja auch mein Wissen weitergeben. Und dann gebe ich ja natürlich wieder, wie ich es gut gefunden habe und die Erfahrung, die ich gemacht habe. Und ja, es ist dann manchmal ganz schwer, dann erstmal, wenn dann noch jemand anderes dann gleich danach mir gefragt wird, dann sagt die Person was völlig anderes. Da ist so einfach so ein Moment so, Moment, aber ich habe doch gerade genau die richtige Antwort gegeben und dann fällt mir wieder auf, ach nee, Moment, Stopp ist ja BDSM. Da geht ein bisschen mehr als die eigene Perspektive. Und da ist ja auch dann der Podcast draus entstanden, weil ich immer nicht aufhören konnte zu fragen. Das ist ja immer so mein Problem, dass es ja doch immer so viele Perspektiven gibt. Aber ja, also hätte man dir das vorher gesagt, aber was hätte das für einen Effekt gehabt, wenn du das vorher gewusst hättest, was wäre anders gelaufen?
NadjaT Ich wäre nicht so lange in die verkehrte Richtung gelaufen, anstatt mein eigenes Ding zu machen. Und statt zu sagen, okay, das ist meins, das ist nicht meins, davon nehme ich auch noch ein bisschen was mit, das muss nicht in einer Richtung sein. Es hat lange gedauert, bis ich aus diesem, wie soll ich das jetzt nennen, das ist ein blödes Wort, aber aus diesem Glaubenssystem rausgekommen bin, dass es eben einen richtigen Weg gibt. Das hat, lass mich lügen, aber, also zehn Jahre hat das wohl gedauert.
Sebastian Zehn Jahre.
NadjaT Ja, ich meine, du musst dir denken, damals gab es kein Internet, damals gab es keine Kunst der Unvernunft, damals gab es kein, wir hatten ja nichts.
Sebastian Wow. Wir hatten ja nichts. Ja, Entschuldigung. Okay, um welches Jahr reden wir jetzt? Um die 2000-Wende, 2010?
NadjaT Ja, wir haben angefangen 1997, 97, 98, irgendwo um den Dreh, ja.
Sebastian Da war das auch noch ein bisschen anders, ne? Also allein schon die Kontaktanzeigen in den Schlagzeilen, die habe ich so im Jahr 2000, da habe ich die mal intensiv studiert, um mal zu gucken, was wollen die Leute eigentlich.
NadjaT Ja, mhm,
Sebastian Da hatte ich das erste Mal das Magazin in den Fingern und da war das ein richtig dickes Beilegeheft und das klang auch genau so.
NadjaT ja, mhm, genau. Genau.
Sebastian Also Mensch, für Sklaven lassen wir uns dazu herab, eine Ausbildung anzubieten. Sechs Monate darfst du hier dienen und danach werden wir dich an einen Meister weitervermitteln oder sowas. Mit großer Chance, dass das klappt. Heute undenkbar so eine Überlegung, aber das war ernst gemeint.
NadjaT Ich meine, wie schüren wir uns überhaupt mal in einen, wie sagt man heute, Fachhandel für erotische Hilfsmittel oder so?
Sebastian Ehehygiene
NadjaT Na gut, das war noch vor unserer Zeit. Also so ein Thema doch noch wieder nicht. Aber ja, ich weiß, Beate Uhse, aber ich hieß damals, ist das jetzt Schleichwerbung?
Sebastian das darfst du völlig sagen, ich glaube der Laden ist eh sowas schon dreimal pleite gegangen
NadjaT Nein. Okay.
Sebastian also das ist kein Problem außerdem gilt da immer folgendes, Leute wenn hier Markennamen Podcast genannt werden oder irgendwelche Online Shops oder sowas, kauft dort ruhig eines völlig okay, aber geht den Betreibern auf die Nerven, woher ihr wisst, dass ihr da einkauft, um da ein bisschen Aufmerksamkeit zu schaffen, möglicherweise findet sich ja dann doch nochmal ein Sponsor für den Podcast
NadjaT Das hieß tatsächlich, glaube ich,
Sebastian also geht den Leuten da richtig auf den Sack und dann ist ja auch ein bisschen Werbung völlig okay, dann müssen wir ja nicht alles piepsen. Also Beate Uhse ist völlig in Ordnung und dann kannst du sagen, die sponsern hier ja nichts.
NadjaT Und dann hat da tatsächlich mal überhaupt die Schlagzeilen so ganz unten im Regal gefunden und dachte, echt, das gibt sogar ein Magazin zu dem Thema? Boah, das muss ich mir jetzt mal kaufen. Das war auch so ein Augenöffner, wo man gedacht hat, ja, das ist gar nicht so ungewöhnlich, was wir da machen. Zwar unvernünftig, aber nicht ungewöhnlich. Das ist auch so ein Moment gewesen.
Sebastian Darf ich bei dir mal raten, hat sich deine Art BDSM auszuleben verändert in den letzten Jahren?
NadjaT Ja, würde ich schon sagen, ja.
Sebastian Okay, was wäre denn jetzt, sagen wir mal, ich nehme mal vor fünf Jahren, was wäre da nicht denkbar gewesen?
NadjaT Das ist jetzt fünf Jahre, da hat sich tatsächlich nicht so viel verändert, weil da kam dann ja drei Jahre Pause dazwischen, zwangsweise. Also gut, wir hatten das ja schon im Dezember, dass ich gesagt habe, tatsächlich, dass wir mal mit und vor anderen Leuten so ein bisschen was gemacht haben, das war für uns ja völlig undenkbar. das konnten wir bis jetzt aber auch nicht weiter ausbauen da hat sich gar nicht so viel verändert, also im Vergleich zu ganz früher, wo ich dann ja eben ganz am Anfang noch versucht habe, dominant zu sein weil der Mensch, der in der Beziehung den Penis zwischen den Beinen hat, der muss ja unbedingt der Dominante sein hat man mir ja damals ungefähr erzählt
Sebastian Der hat ja auch den Fallus der Macht zwischen den beiden hängen, da geht das gar nicht anders.
NadjaT ja, ja, ja, genau und also und Und am Anfang haben wir dann halt geswitcht und das haben wir dann irgendwann auch aufgegeben. Was ich sagte, irgendwann findet man sein eigenes Ding und dann findet man im Internet tatsächlich andere Leute, die auch diese abseitigen Dinge machen, die man selber macht und denkt so, ach guck mal, da gibt es noch mehr Leute, die tragen auch Gummi und Latex und guck mal, da gibt es noch mehr Leute, die tragen so Sissy-Kleider und was weiß ich was und denkt so, hoppla, da ist ja doch irgendwie, vielleicht könnte man ja einfach mal das machen, was man selber machen will und nicht das, was andere Leute machen wollen oder was andere Leute sagen, was man machen soll.
Sebastian Ja, wobei, eigentlich magst du ja das machen, was jemand will. Das ist ein bisschen gemein, weil man ist so im Mindset drin, ich möchte ja quasi gehorchen und wenn man in dem Mindset schon mal drin ist, dann muss man trotzdem noch filtern und quasi selbstständig trotzdem noch denken, obwohl man das genau ja nicht tun will.
NadjaT Ja. Ja.
Sebastian ist
NadjaT Ja, genau.
Sebastian so kompliziert und so einfach eigentlich. Nein, aber was hätte man, welche Informationen, außer mach doch, was du meinst, hätte dir vielleicht ein bisschen geholfen? Vielleicht auch so ein, also bei dir würde ich jetzt formulieren, hätte ich vorher gewusst, dass es noch viel mehr Menschen gibt, die mir total ähnlich sind und die diesen Kink verfolgen. Hätte das was gebracht, wenn man dir mal quasi die richtige Gruppe vor die Nase gesetzt hätte?
NadjaT Ja, auf jeden Fall, die suche ich heute noch.
Sebastian Ach, das ist auch keine Ich gründe sie und wir werden gucken, dass da Menschen reinkommen. Da kann ich helfen.
NadjaT Also, was mir auf jeden Fall gerne hätte jemand am Anfang sagen sollen, kauf dir verdammt nochmal ordentliches Zeug, kauf dir nicht irgendwelche Handschellen aus dem Billigladen, die sind so gefährlich, kauf dir keinen Billigkram aus Fernost, die Sachen sind viel zu klein und wenn ich sage viel zu klein, dann meine ich viel zu klein.
Sebastian Okay,
NadjaT Das ist einfach, also ich habe so viel Kram gekauft, wo ich gedacht habe, boah, das sieht ja toll aus. Und dann nimmst du das mit nach Hause und das hält wirklich einmal einen Abend spielen aus und dann hast du das zerlegt. Und dann denkst du, nee, das hat einen Grund, warum Sachen von Markenname hier bitte einsetzen, nicht eben 50 Euro kosten, sondern keine Ahnung, 300 oder so. Und dann legst du dir die Sachen mal nebeneinander, nachdem du dir das 300-Euro-Teil gekauft hast, und denkst, ja, ich verstehe, wo der Preis herkommt. Es ist dann irgendwie doppelt und dreifach genietet und das Leder ist ganz anders. Also zum Beispiel so ein Armfesselsack. Wir haben einen billigen gekauft, wie gesagt, einmal zerlegt an einem Abend. Dann haben wir uns das gleiche Teil von einem namhaften Hersteller gekauft. Und es ist ein Unterschied wie Tag und Nacht. Kannst du nicht anders sagen. Hätte ich das vorher gewusst, hätte ich mir die 50 Euro gespart.
Sebastian ja.
NadjaT Ja,
Sebastian Ja, wobei die 50 Euro sind aber auch dann erstmal gut, um einfach mal zu gucken, ist die Sache was für mich. Also ich finde auch, manchmal hat man so den Billigkram einmal und hat sich gedacht, so von der Art und Weise her ist das gar nicht schlecht. Natürlich ist das Material doof und das Ding geht schnell kaputt und so. Aber dann weiß man so ein bisschen, in welche Richtung es gehen kann und wo man dann mehr Geld ausgeben möchte. Also, ja, ist jetzt nicht besonders nachhaltig, gebe ich ja ehrlich zu. Und die Sachen, die wir hier haben, hier ist genug im Keller, was ich nicht mal beim Flohmarkt abgeben würde, weil es mir peinlich wäre, Leuten so einen Schrott anzudrehen. Selbst verschenken würde ich das nicht. Aber, ja, hast du völlig recht. Okay, also ordentlichen Kram kaufen ist definitiv eine Info, die man eigentlich allen Leuten geben kann und sollte, die jetzt auch nur irgendwie loslegen wollen.
NadjaT auf jeden Fall.
Sebastian Also, ja,
NadjaT Heute ist das ja erheblich einfacher geworden. Ich kann einfach nur sagen, geht in ein vernünftiges Fachgeschäft, lasst euch beraten, fasst die Sachen an. dann, ihr werdet es nicht bereuen, wenn ihr einmal in Qualität investiert, in eine Sache, die euch wirklich, von der ihr schon wisst, dass sie euch Spaß machen könnte.
Sebastian ganz ehrlich, man blutet zwar ein bisschen dann, aber wenn man dann ein bisschen Geld ausgegeben hat, dann passt man auf die Sachen auch irgendwie, finde ich, ein bisschen anders auf.
NadjaT Ja, du hast sie ganz anders gerne, wenn du weißt, das Teil hat jetzt 300 Euro gekostet. Das kann ich nicht einfach so unbeachtet in der Ecke liegen lassen. Ja,
Sebastian Ja, das mag sein, wenn die Sachen da funktionieren, okay, das muss man halt gucken, also das muss man immer gucken, günstig und billig sind ja immer noch unterschiedliche Dinge, wie ich
NadjaT okay, ich wollte gerade sagen, es gibt,
Sebastian Ich finde das Spannende ja bei, die Erkenntnis hatte ich schon vor Jahren mal und jetzt hatte ich sie wieder, weil man das wieder ignoriert hat über Jahre, man kauft dem Podcastsubbie ordentliche Feinstrümpfe, halterlose und kauft nicht die 2,30 Euro Dinger, damit man sie hat, sondern man blutet fürchterlich, aber man hat eine unfassbare Freude daran, weil die Dinge halten und sie bleiben da, wo sie sind. Und man kann die irgendwie drei, vier, fünfmal, zehnmal tragen offenbar, wenn man sie nicht mutwillig kaputt macht. Und die sind nicht nach, bevor man auf der Party ankommt, schon hinüber. Also selbst dabei, bei sowas Einfachem im Grunde, gibt es unfassbare Unterschiede. Also es stimmt schon, ja.
NadjaT Unterschiede,
Sebastian Ja,
NadjaT da fällt mir auch noch was ein, was mir gerne einer sagen könnte, Oder was mir gerne einer hätte sagen können. Der Glaube, es wird ja immer wieder gefragt, oh, ich möchte als Mann Frauenkleider tragen, wie kann ich denn die Größen umrechnen? Das hätte mir gerne mal einer sagen können, dass man selbst Frauengrößen zu Frauengrößen nicht umrechnen kann, sondern dass da jeder Hersteller mehr oder weniger was draufschreibt, was so ungefähr vielleicht hinkommen könnte.
Sebastian das
NadjaT Also außer anprobieren geht da letzten Endes gar nichts.
Sebastian stimmt, das ist ganz ehrlich, das Problem habe ich ja inzwischen selber, also ich trage auch die Marke, von der die T-Shirts bei mir in Größe M passen, das ist so ein bisschen aus Protest mache ich das inzwischen, weil sie alle beschlossen haben, da was zu ändern, aber du hast völlig recht, nee, anprobieren läuft und ja, aber Stuff ist tatsächlich wirklich so eine Sache, wenn ich überlege, was ich ganz früher für Zeug herangeschafft habe, So ganz am Anfang, mein Gott war das ein Mist und ja da hatte ich echt nicht viel Kohle, aber als ich das erste Mal wirklich auf etwas gespart habe über Monate und dann hatte ich es, das war ein schönes Gefühl und das ist nochmal so ein ganz eigener Kink im Grunde, wenn man sich dann wirklich was geleistet hat und dann ist das auch noch gut. Gut. Also definitiv, kann ich nachvollziehen. Aber auch da mag ich dir mal die Frage stellen, auch bevor du mit BDSM angefangen hast, gut, ist schon jetzt lange her, aber das Bild von dir selbst und jetzt, wäre das jemals denkbar gewesen, dass du das bist?
NadjaT Absolut nicht. Bin ich
Sebastian Ja, herzlichen Glückwunsch und du bist glücklich mit dir, du bist zufrieden, ja? Ja, okay.
NadjaT zufrieden? Nein. Zufrieden bin ich erst, wenn ich da bin, wo ich eigentlich hin will. Das wird noch eine Weile dauern. Das ist eine Reise, die einfach nie ein Ende hat. Ja, was heißt zufrieden? Man ist natürlich in dem Moment, wo man steht, das ist okay. Und dann guckt man und sagt, okay, wo kann man von hier aus jetzt noch hingucken? Und da haben wir mit Sicherheit noch Potenzial, wo wir hingehen können, wo wir hingehen wollen, was wir besser machen wollen, das endet nicht so ohne weiteres. Also zufrieden, ja, aber nicht am Ende. Ach,
Sebastian Also du hast einen Masterplan sozusagen. Das heißt, sagen wir mal so, wenn du jetzt da total abbiegen würdest in eine ganz andere Richtung und dann kommst du ganz woanders hin.
NadjaT das wäre schön.
Sebastian Also ich weiß nicht, ist es denkbar, dass du, ich weiß nicht, in fünf Jahren total auf die krasse Domschiene gehst, weil du beschließt, ach, das ist ja doch ganz spannend. Könnte das passieren?
NadjaT Also das könnte alles, ich wüsste allerdings nicht, welche Verkettung seltsamer Umstände dazu führen sollte.
Sebastian Okay, aber wenn der Tag kommt, dann müssen wir unbedingt darüber sprechen. Wir haben es ja gerade von Mase und Mistress Pain gelernt.
NadjaT ist sehr, sehr unwahrscheinlich.
Sebastian Da war es ja im Grunde auch so, nee, das ist jetzt Dom ist Dom und so. Und plötzlich dreht sich da alles und ganz neue Welten sind verfügbar. Das ist ja auch Wahnsinn. Und ganz ehrlich, so eine dominante Chef-Sissy könnte ich mir durchaus vorstellen. Da muss man überlegen, da gibt es ja Hierarchien.
NadjaT sich die richtigen Umstände finden, Vielleicht, wer weiß.
Sebastian Ja, okay, die Brücke ist gebaut. Nein, also da gibt es ja wirklich tausend Möglichkeiten und ich hoffe einfach, dass du dich selber noch überraschen kannst.
NadjaT Ja, das werde ich wohl noch hinkriegen.
Sebastian Okay, wunderbar. Na ja, wir gucken mal, ob hier noch mehr Menschen heute mit mir sprechen möchten. Dir habe ich aber jetzt gerade, weil ich weiß, wir sind auf Fetlife miteinander connected, das heißt, ich habe dir gerade ein Passwort für die Webseite geschickt oder einen Einladungscode und damit kannst du dir dein Profil zurechtschmücken, wenn du magst. Und das wird dann mit allen Folgen, in denen du jemals gesprochen hast, wird das dann schön verknüpft und bald kommt noch ein bisschen mehr an Möglichkeiten, falls dich Menschen kontaktieren möchten für die Sissy-Schule oder Ähnliches, was du aufmachen könntest, dann ist das über den Weg sicher möglich. Das entscheidest aber du, ob du kontaktiert werden magst.
NadjaT Alles klar, tschüss.
Sebastian Wunderbar. Schönen Abend. Ja, mach's gut. Tschüss. So, ihr Lieben, das war Nadja. Und ja, also die Erkenntnis, die hätte ich auch mal direkt vorne auf die Folgenankündigung schreiben können. Wer billig kauft, kauft zweimal. Wobei, nein, also es gibt auch teure Sachen, die einfach doof sind. Und ich hab's eben im Chat auch irgendwie an mir mir vorbeifliegen sehen, ich glaube von Adrian war das, dass auch der China-Kram durchaus dazu geeignet ist, um einfach ein bisschen zu gucken, ob man, ob der Kink irgendwie passt, ob das irgendwie interessant ist. Und da muss man halt immer ein bisschen gucken, wofür mache ich das? Wenn ich allerdings tatsächlich irgendwie sechs Monate spare, um dann das super günstig Angebot zu nehmen, ja, weiß ich jetzt auch nicht, ob das so funktioniert. Ich glaube, da muss man echt ein bisschen ausprobieren. Ich habe mir sagen lassen, Da sind allerdings auch diese Fetischwohnungen, wie heißen sie, BDSM Apartments, sind recht spannend, weil man da die hochwertigen, teuren Sachen immer mal so zusätzlich mieten kann und dann kann man die mal in aller Ruhe ausprobieren. Das ist dann oft gar nicht so schlecht, wobei dann stellt man fest, dass die Ausführungen, die die haben, dass man sich die eh nie leisten kann. Und jetzt klingelt das Telefon, da gehe ich doch einfach mal ran.

Anrufer Nikkel

Hallo, Sebastian hier, mit wem spreche ich?
Nikkel Grüß dich Sebastian, hier ist Nikkel.
Sebastian Hallo Nikkel, schön, dass du anrufst. Was hätte man dir vorher sagen sollen, was jetzt hilfreich gewesen wäre oder was in den letzten Jahren hilfreich gewesen wäre?
Nikkel Ja, was hätte man mir vorher sagen können? Einfach mal hingehen überhaupt, also sich ein bisschen in die Szene werfen oder überhaupt den Mut zu haben, sich da in die Richtung mehr zu erkunden. Weil es sind einfach ganz normale Leute, wie jeder andere auch, die das machen. und man kann sich auch gegenseitig viel weiterhelfen und Sachen zeigen, also wo ich in die Szene gegangen bin, ich bin jetzt fast ein Jahr da und das hat sich bisher immer sehr gut erwiesen, also ich habe viele tolle Leute getroffen und neue Sachen gelernt und man entdeckt so viel Neues und es gibt wirklich kein richtig oder falsch, wie auch schon Vorsprecher gesagt haben, weil es so viel zu entdecken und zu erkunden gibt.
Sebastian Okay, was hast du denn gedacht, wie die Leute sind?
Nikkel Ja, da kann ich ja jetzt nur was Falsches sagen.
Sebastian Nein, du, wenn du nichts sagst, dann fange ich an, maßlos zu übertreiben.
Nikkel Also, ähm, ne, also, ne, ne, oh, da bin ich auch gut drin.
Sebastian Also, das ist kein Problem.
Nikkel Ne, ähm, ne, also ich hab ein bisschen erwartet, dass es, ähm, also die Vernetzung lange nicht so hoch ist und auch, dass es eine ganz, äh, also die Altersstruktur deutlich höher ist. Also zum Beispiel den SMJG zu entdecken, also ich bin ja erst 23, ähm, war sehr schön, Weil ich gedacht hätte, dass so diese hierarchischen Strukturen und festgefahrenen Strukturen viel, viel intensiver und fester sind als erwartet. Und das sind sie überhaupt nicht. Also auch so, wenn man auf einem Munch ist oder auch auf Partys geht, wo ältere, oder in Anführungsstrichen auch ältere Leute sind als man selbst, man kommt gut ins Gespräch. Es gibt keine so Parallelgesellschaften, wie ich es erwartet hätte oder sonst was, sondern die Szene ist sehr bunt und bewegt sich sehr heterogen. Es ist großartig.
Sebastian Ja, also gerade die SMJG ist total großartig, weil ich kenne das mit diesem Barcamp-Charakter. So dieses, ja da ist irgendein Event, da können Leute kommen und dann wird gefragt, ja wer hat denn irgendwo von Ahnung und möchte da mal was vorstellen und zack, ich weiß nicht, ob du selbst das auch schon hattest, da steht man dann da vorne, ich hatte es zum Beispiel nicht, ich bin leider zu alt dafür, aber steht man dann da vorne und erzählt anderen Leuten was über das Tackern oder sowas. Also das geht dann ganz schnell, dass Wissen auch ganz schnell geteilt wird. Habe ich damals zum Beispiel überhaupt nicht erwartet.
Nikkel Ja, es ist klasse, also so diese Plattformen oder die Szene, es schießen ganz schnell Leute aus dem Boden wie Pilze, die gerne was zeigen wollen, also oft jetzt auf den, die SMJG hat ja so Community-Treffen oder auf dem OHCT oder sonstiges, da sprießen die Leute aus dem Boden, die Talente haben, die man sich nie hätte vorstellen können und auch so Nischen aufmacht, die man sich vorher gar nicht hätte erahnen können. Also, ich hab Fireplay gesehen und Sonstiges. Also, das hätte ich mir vorher nie erahnen können, dass es so was überhaupt gibt und dass Leute cool finden. Oder auch Leute zu finden, die gemeinsame Interessen und Fantasien teilen, die man sich früher nicht so ganz zugestehen wollte. Also, zum Beispiel jemanden zu entführen und dann wirklich auf Leute zu treffen, die das schon gemacht haben, und dann Feedback geben, auf was man achten muss, ist schon sehr toll. Ich fühl mich sehr gut aufgehoben und freu mich, da auch weiter in die Tiefe zu gehen.
Sebastian Ich werfe mal, das ist ja nochmal thematisch heute nochmal passend, diesen Blick auf, bevor du kinky warst, dein Selbstbild und jetzt, hättest du geglaubt, dass das aus dir wird?
Nikkel kann ich das kann ich schwer beantworten also ich bin ja noch an ich bin ja noch nur anfänger sozusagen also meine skills haben sich jetzt noch nicht so extrem weiterentwickelt hat viele sachen gesehen aber durch universität und sonstige sachen kommt man noch nicht momentan zu viel zum ausprobieren ist allerdings auch schon mehr geworden als vorher ich denke ich werde mich auch noch in den jahren danach weiterentwickeln und dann bestimmt auch viel machen allerdings Allerdings hätte ich auch nicht gedacht, dass ich jetzt schon so Sachen gemacht hätte, wie anale Stimulation bei mir, bei anderen oder Strom. Früher war Strom auch so echt tabu, mittlerweile, joa, kann man machen.
Sebastian Ja, es läuft darauf hinaus, dass man irgendwie alle Tabus hat oder Dinge, wo man sagt, ah, das werde ich nie machen. Irgendwie bröckelt das immer und bei jedem so ein bisschen. Also das scheint so dieses, also ich neige auch langsam dazu, wenn Leute neu in die Szene kommen und sagen, ja, das würde ich nie und das würde ich nie. Ich neige langsam dazu zu sagen, ja, ich respektiere das, ich glaube dir das, aber das ist nicht abschließend geklärt, egal wie groß deine Überzeugung ist. Also das ist ein bisschen gemein, dieses Altherren-Gehabe. Du hast ja keine Ahnung, zu was du alles fähig bist. So blöd das klingt, aber so langsam, aber sicher sehe ich da ein Muster, was sagt, ja, kommt Zeit, kommt Erfahrung oder kommt Kinks irgendwie. Irgendwie, ne?
Nikkel Ja, auf jeden Fall, also da kommt immer viel dazu. Und auch so die Netzwerke bauen sich immer mehr auf, also man trifft auch auf Events dann Leute aus ganz anderem Bereich von Deutschland, wo man sich sonst nie aufhält, das finde ich echt großartig. Also ich plane mit zwei Freunden auch demnächst mal eine Expedition in einen Bereich von Deutschland, wo uns auch noch keiner kennt. Das wird auch bestimmt ganz toll.
Sebastian Eine Expedition. Ich finde den Begriff total großartig.
Nikkel Ja, wir hatten, wir saßen auf einem Stammtisch zusammen und haben uns überlegt, ja, was könnte man denn mal so demnächst mal angehen. Und dann, ich kam, ich hatte einen Podcast über, Geschichte gehört, über eine Arktis-Expedition und da hab ich so, lass mal eine Stammtisch-Expedition machen. Wir fahren einfach irgendwo hin, wo uns keine Sau kennt und dann stürmen wir da den Stammtisch nach dem Motto.
Sebastian Oh, ich kann dir sagen, aus langjähriger Erfahrung damit, das funktioniert unglaublich gut. Auch wenn man keinen Podcast macht, das hat schon immer funktioniert. Da hast du wieder den Vernetzungsgrad. BDSM sorgt dafür, dass du in jeder Stadt, in der du bist, nicht nur in Deutschland, weltweit im Grunde, wenn du irgendwie den BDSM-Stammtisch findest, dann findest du Anschluss und Leute. Leute, das klappt meiner Meinung nach fast immer, weil man natürlich diesen Wir-sind-hier-nur-Touristen-Bonus hat und sich die Leute dann auch nochmal extra mit einem beschäftigen.
Nikkel ja, auch aber auch so ein bisschen mal zu sehen, wie es woanders ist, also das ist finde ich auch immer sehr spannend, wie andere Leute was machen oder wie man auch teilweise damit umgeht wenn es zum Beispiel eher ländlich geprägte Räume sind, wo man ein bisschen do-it-yourself arbeiten muss, weil es keine Clubs oder Partys gibt und dass man dann so ein bisschen in so landwirtschaftliche Scheune oder sonst was ausweicht zum Spielen, sag ich mal das fände ich auch sehr spannend also
Sebastian Okay, davon habe ich noch nicht gehört tatsächlich. Also wenn deine Expedition da neue Erkenntnisse bringt, dann darfst du hier bei mir gerne den Sielmann 2.0 machen.
Nikkel den was? Okay.
Sebastian Oh Gott, heißt der nicht Sielmann? Es gibt so diesen Tierfilme, Tierdokus, uralte Dinger, wo dann immer die possierlichen Kaninchen hier rammeln irgendwie und dann werden da diese Tierdokus gezeigt. Expedition ins Tierreich hieß das, glaube ich, früher. Oh Gott, ich bin so alt, ich kenne das noch, verdammt.
Nikkel Mit ganz ruhiger, monotoner Stimme und so ging die Fahrt nach Norden.
Sebastian Genau, also wir haben das hier immer Stammtisch Klassenfahrt genannt, dass man dann mal wirklich so einen Ausflug macht, wobei der Plan, dass man dann mal so einen Reisebus chartert und dann den voll macht, das hat sich leider nie ergeben, das hat nie funktioniert.
Nikkel Oh, auch gut. Ja, an
Sebastian Würde ich aber tatsächlich gerne mal machen, sowas.
Nikkel dieser Schwelle stehen wir auch gerade so ein bisschen, weil diese Idee fanden ganz, ganz viele Leute gut und haben gesagt, oh ja, sag unbedingt Bescheid, wenn ihr das machen wollt und wenn ihr los wollt und so weiter und so fort. Ja, jetzt versuche ich da so ein bisschen konkreter in der Planung zu werden. Und das gestaltet sich schwierig, weil die meisten haben dann entweder keine Zeit oder keine Lust oder das ist ihnen zu weit weg oder dies oder jenes, obwohl das Ziel ist ja, dass es weit weg ist, dass man wohin fährt, wo man eben noch nicht so was hat, sag ich mal, oder noch nicht so Kontakt hat, whatever.
Sebastian es gibt da noch einen ganz anderen Punkt, der nicht zu unterschätzen ist. Wenn ihr jetzt mit, sagen wir mal, 30 Leuten in einen Bus steigt und dann irgendeinen Stammtisch besucht.
Nikkel Ja, 30 nicht, Gott.
Sebastian Ja, aber nehmt es mal an, ihr steigt mit 30 Leuten in einen Bus und fahrt zu irgendeinem Stammtisch auf dem ländlichen. Und da ist dann dieser Stammtisch in dieser Kneipe, der immer so aus sechs, sieben Leuten besteht. Und jetzt kommt ihr da hin. Dann besucht ihr ja keinen Stammtisch, dann übernehmt ihr ihn.
Nikkel Ja, das wurde mir auch schon gesagt, man sollte sich vorher eben ankündigen, wie viele Leute man ist. Also ich will mich da auf jeden Fall auch ankündigen, wenn das konkretere Züge annimmt. Also diejenigen Stammtische, die weit genug weg sind, seid gewarnt. Dass man eben keine Kaperfahrt draus macht, dass man den Stammtisch erobert, sondern man möchte ja Kontakte knüpfen und sich ein bisschen umschauen und auch mal sehen, wie es woanders ist, so sag ich mal. Also ich bin ein sehr neugieriger Mensch, ich gucke immer gerne, wie andere Sachen ausleben und deswegen höre ich auch deinen Podcast so gern, weil da immer Leute berichten, wie sie das machen. Das finde ich immer sehr schön und spannend.
Sebastian also ich würde gerade so ein bisschen, so eine Art Schüleraustausch, was Stammtische angeht. Ich glaube, da müsste man mal was, ja, ich überlege gerade, ob man so eine Art Mitfahrzentrale da macht.
Nikkel Schüleraustausch.
Sebastian Ich bin in Berlin und möchte zum Stammtisch nach Halle. Wer kommt mit? Maximal fünf Leute, ein Auto, läuft. Oh, da müssen wir mal was machen. Okay, kommt auf meine Ideenliste. Wird in fünf Jahren und so weiter. Nikkel, pass auf, was gibt es denn heute für Dinge, von denen du mir sagen würdest, also das wird sicher nicht im BDSM-Bereich passieren.
Nikkel Was wird sicher nicht im BDSM-Bereich passieren? Ich werde mich niemals nadeln lassen. Das wird nicht passieren. Ich habe ein bisschen Angst vor Spritzen.
Sebastian Ich auch.
Nikkel Und sonst auch so Breath Play finde ich ein bisschen gruselig an mir selbst. An anderen finde ich es schon interessant, aber traue ich mich auch noch nicht ran. Da würde ich sagen, nee, das geht nicht.
Sebastian Okay, dann mache ich jetzt mal folgendes, ohne das irgendwie kleinreden zu wollen, im Gegenteil. Das ist eine ganz klare Sache, wo du sagst, da hast du wirklich Respekt vor, das muss nicht sein. Nein, ich kann dir mal, ich versuche mal dieses, das ich dir vorher gesagt habe, wenn du es probierst, der eigentliche Thrill ist, dass du über deine eigenen Grenzen gehst und die Sache an sich, die ist wahrscheinlich gar nicht so spektakulär grausam schlimm, wie du es erwartest. So, jetzt habe ich das einmal gesagt und wenn es dann soweit ist, dann denkst du an mich.
Nikkel Ja, jetzt wo du das gesagt hast, ist das mein Weltbild natürlich total verändert, also jetzt sehe ich da überhaupt keine Hürde mehr, jetzt mache ich das natürlich sofort
Sebastian Genau, du hast völlig recht.
Nikkel Ja,
Sebastian Ich wollte jetzt wenigstens, dass wenn der Tag kommt und ich sage mal, wie hoch die Chance ist, musst du selber bewerten, aber wenn es dann soweit ist, dann kannst du sagen, okay, jetzt habe ich das geschafft, dann geht auch alles andere. Nein, aber das ist ja genau der Punkt. Hätte man es vorher gewusst, dann wäre es ja vielleicht auch ein bisschen langweilig gewesen und hoffentlich habe ich dir jetzt Nadeln nicht verlangweiligt.
Nikkel also nein, alles, alles nein, alles gut, also man wächst ja langsam und so weiter und so fort also ich bin jetzt auch kein Gipfelstürmer, der jetzt unbedingt immer höher, schneller, weiter muss sondern eher erstmal so ein bisschen sich umschauen und dann auch alles mit Augenmaß machen, sag ich mal, dann geht das auch ganz gut
Sebastian Aber schön, dass du dir die Zeit nimmst, das ist genau das Richtige. Okay, Nikkel, dann wünsche ich dir jetzt ganz viel Spaß bei allem, was da noch kommen möge. Und da du aber bestimmt auch so ein Profil auf der Website haben willst, habe ich hier noch was für dich und spiele jetzt ein bisschen Musik an, nachdem wir uns verabschiedet haben werden. Und dann bleibst du bitte noch kurz dran. Und dann gibt es noch ein Passwort von mir. So, also mach's gut, bis zum nächsten Mal.
Nikkel Mach's gut, ciao Hallo
Sebastian Tschüss. Tschüss. So ihr Lieben, das war Nikkel und ja, das habt ihr schon gemerkt, dieses hätte man es vorher gewusst, ja, aber er ist ja noch ganz jung, nein, er hat noch viele Möglichkeiten vor sich und man könnte ihm jetzt gar keine Tipps oder so geben, damit er irgendwas mal gewusst hätte. Also ich glaube, es ist wirklich so, dass man erst im Nachhinein herausfindet, welche Info man einfach gebraucht hätte. Und ich hoffe einfach ganz stark, dass gerade so stark vernetzte Communities wie die SMJG dafür sorgen, dass eigentlich niemand daran stirbt, dass er aktuelle Informationen nicht hat, sondern dass das Wissen so geteilt wird, dass man eben nicht zehn Jahre darauf wartet, dass man irgendetwas ausprobiert oder sich traut, sondern dass gleich losgehen kann. Ja, ihr Lieben, jetzt haben wir es 20 vor 10, jetzt ist die Zeit ja doch wieder vergangen. Wer möchte noch? 051019118952 ist die Telefonnummer und da können wir noch ein bisschen sprechen zum Thema, hätte ich das mal vorher gewusst, Erkenntnisse des BDSM. Und bis es hier klingelt, nein, kann ich gar nichts machen, denn es klingelt direkt wieder, sehr schön. Hallo, Sebastian hier, mit wem spreche ich?

Anrufer Domazer

Domazer Sebastian, hier ist der Domazer.
Sebastian Hallo Domazer, so, da habe ich dich, Kapitelmarke ist eingerichtet. Was hättest du gern vorher gewusst, was dir weitergeholfen hätte? Ja,
Domazer Dass in mir beide Seiten schlummern, sowohl die Dominante als auch die Devote. Und dass es echt richtig geil ist, als Switcher unterwegs zu sein.
Sebastian das geht ja so ein bisschen wie Mistress und Mase, ne? Dass es wirklich, dass man da so feststeckt. Wie lange hast du gebraucht für diese Erkenntnis?
Domazer Also faktisch waren es eher wenige Tage, nachdem ich die richtige Frau kennengelernt habe, meine Partnerin. Da wusste ich auf einmal, in mir schlummert ja was ganz anderes, als das, was bisher an der Oberfläche war. Und das dann überhaupt mal wahrzunehmen, da ist ja noch viel, viel mehr. Oh, ich möchte dominant sein, ja. Und ich genieße es, dominant zu sein. Und ja, ich genieße es auch, devot zu sein. Und bevor ich was ausprobiere in Richtung zum Beispiel jetzt Peitschen oder Nadelrad, möchte ich das natürlich erstmal bei mir wissen. Wie fühlt sich das denn überhaupt an? Um es dann einzusetzen und zu sagen, okay, doch, fühlt sich spannend an, so oder so.
Sebastian Ah, okay.
Domazer Und ja, dann daraus eben eine neue Perspektive zu entwickeln, eine neue Sicht.
Sebastian Okay, aber das hatte ich ja eben schon mal gefragt, aber wie lange machst du schon BDSM nur als Top, bis dann der Moment kam, wo du dann auch mal die andere Seite entdecken dürftest?
Domazer Beides sehr dicht beieinander. Das sind wirklich wenige Tage, Wochen. Ich würde sagen maximal vier Wochen.
Sebastian Achso, das ist gleich die erste Person, mit der du gespielt hast, bei der kam die Erkenntnis schon.
Domazer Zwischen und die Wurst.
Sebastian Okay.
Domazer Ja, und das ist auch gar nicht so lange her. Das ist jetzt knapp anderthalb Jahre her.
Sebastian Und auch vorher? Also BDSM war das schon länger vorher im Kopf?
Domazer Nein, gar nicht.
Sebastian Okay.
Domazer Also als braver Mensch macht man das nicht.
Sebastian Ja.
Domazer Also sozusagen, ja. das geht ja nicht. Das passt doch ins Weltbild nicht. Was sind denn das für Perverse?
Sebastian Wobei, da habe ich noch einen schönen Spruch. Wenn man als Erwachsener mal brav sein möchte, dann geht das ja ausschließlich, wenn man BDSM macht, weil sonst ist ja niemand da, der zu einem sagt, brav gemacht.
Domazer Ja, klar, ja. Ja, brav sein.
Sebastian Okay, aber das ist ja bei dir schon mal gut, dass der Zeitraum, dass der kurz war.
Domazer Hast du wirklich brav gemacht.
Sebastian Gibt es noch andere Dinge? Ich meine, anderthalb Jahre sind ja jetzt auch so ein Zeitraum, in dem kann man schon ein bisschen was probieren. Gibt es irgendwas, wo du die letzten Wochen gedacht hast, ach verdammt, jetzt habe ich was Neues gelernt, hätte ich das mal vorher gewusst?
Domazer Beispiel das mit den Peitschen. Ja, das war am Anfang eine Fantasie. Und wenn wir jetzt wirklich über die letzten anderthalb Jahre reden, das war eine Fantasie. Und dann war ich mit meiner Susan auf einem Workshop Erotic Flogging hieß der. Und dann habe ich gelernt, oh, fühlt sich ja interessant an, passiert da was. Und dann habe ich mir die Bullwhip geben lassen, weil mir danach war, ich wollte wissen, wie fühlt sich so ein Ding an, auf der Haut zu spüren. Und das war eine tolle Erfahrung. Und ich sagte, okay, okay, okay, ja. Ja, möchte ich mehr erlernen, mehr erfahren und es auch anwenden. Selbst anwenden und an mir anwenden lassen.
Sebastian Wenn du jetzt so auf dich selber schaust, sagst du, das passt jetzt so? Oder gibt es noch Dinge, wo du sagst, nein, das lehne ich ab? Oder Dinge, wo du sagst, die sind in Stein gemeißelt? Also Überzeugungen, die du jetzt hast, die sich auch nicht ändern werden. werden.
Domazer Nee, nee. Also was vor zwei Monaten noch war, da hätte ich mir nie vorstellen können, dass ich mich mal vielleicht für Fireplay interessiere. Also an mir angewendet und selbst anwenden. unten an meiner saubersten Suppe. Ja, und jetzt finde ich wohl einen Workshop, auf dem ich das erlernen kann, wie das funktioniert. Ja, und das ist toll. Oder überhaupt,
Sebastian Wo kommt denn das Interesse so plötzlich her?
Domazer naja, weißt du, wenn sowas dann 58 Jahre in einem schlummert und dann auf einmal bricht da etwas durch, dann ist das wirklich ein Durchbruch. Dann ist da auf einmal mal ein neues Feld, ein neuer Raum auf, der extrem kreativ ist.
Sebastian Ich merke schon, im Hintergrund ist ein bisschen Krach bei dir.
Domazer Ja, ein bisschen.
Sebastian Ja, es wird sich gekümmert.
Domazer Nee.
Sebastian Alles gut. Jetzt hast du es aber doch gesagt, wenn sowas 58 Jahre in einem schlummert, also nochmal Hand aufs Herz, also so überhaupt die Idee, da fehlt mir was, da könnte was sein, das war ja doch schon ein bisschen früher Das ist ja doch nicht anderthalb Jahre her.
Domazer War da, ist kurz aufgeblitzt, in meiner Jugend. Und ja, da war die Gwendoline Comics, die ein Freund von seinem Vater bekommen hat, nicht bekommen hat, sondern gefunden hat. Und die wir uns dann angeschaut haben, wo ich gedacht habe, Das ist ja schon sehr erregend irgendwie. Ja, und dann später wollte ich auch mal sehen, wie ist denn das eigentlich, mal jemanden zu fesseln? Und da habe ich es bei meiner Frau probiert. Die war da überhaupt nicht begeistert. Ich habe mich wahrscheinlich erst saublöd angestellt. Und dann habe ich den Gedanken wieder verworfen.
Sebastian Okay, aber das ist vielleicht der Punkt.
Domazer dann war ich einfach weg.
Sebastian Was hätte man dir damals sagen können, dass diese unfassbar lange Pause, dass die gar nicht erst entstanden wäre?
Domazer Steh zu deiner Sexualität.
Sebastian Ja,
Domazer Steh zu deinen Bedürfnissen. Steh zu deinen Wünschen, steh zu deiner Sexualität.
Sebastian ja, und ich glaube, das mag ich auch allen Leuten mal direkt weitergeben, die diesen Podcast in aller Heimlichkeit hören. Es gibt sie, aus den unterschiedlichsten Gründen, aber im Zweifel sage ich, gebt euch einen Ruck. Ihr habt nur was zu gewinnen, ganz ehrlich.
Domazer Ja, definitiv.
Sebastian also wenn dir das jemand gesagt hätte, das hätte geholfen und wahrscheinlich hätte man dir damals erzählt, wenn du heute in die Vergangenheit gegangen wärst und hättest gesagt, hier, pass mal auf, das so wirst du mal sein in ferner Zukunft, geglaubt hättest du es nicht.
Domazer Nein, nein, ganz sicher nicht. Und wenn mir das jemand vor zwei Jahren gesagt hätte, wie ich heute drauf bin, hätte ich auch gesagt, nee, nee, geht nicht. Das macht man doch nicht.
Sebastian Ich glaube, das
Domazer war der Durchbruch ja noch nicht. Und dann kam er, und da war er so vehement, so unglaublich energetisch packend, Und jetzt
Sebastian so ein bisschen dieser Zauber von BDSM, den einfach niemand begreifen kann, der es nicht erlebt hat. Man erkennt sich selbst im Grunde nicht wieder und ja, ich muss bei mir auch weit zurück gucken. Ich muss dann gucken, so als Jugendlicher mit 14, wie war ich da drauf? Es wäre nicht denkbar gewesen, was heute ist und auch nicht, was die letzten 20 Jahre war, muss ich ganz ehrlich sagen. Großartig. Aber gut, damals hatte ich eben auch nicht diesen Antrieb, das genauso zu verfolgen, weil ich nicht wusste, wie wichtig ist es mir selbst.
Domazer ist es wichtig. Und wenn es dann wichtig ist, dann öffnen sich da auch wieder neue Räume. Ah, okay, das klingt ja mal interessant. Mal schauen, was ergibt sich denn da.
Sebastian Vielleicht zitiere ich hier noch Teufel79 aus dem Chat. Es ist nie zu spät, etwas in seinem Leben zum Besseren zu verändern. Und Domazer, das ist dir offenbar gelungen. Und dazu kann ich doch nur gratulieren.
Domazer Danke, ja.
Sebastian Sehr gerne. Du bleibst noch gleich kurz dran, dann kriegst du noch was von mir. Und ich wünsche dir einen wunderschönen Restabend und bis zum nächsten Mal. Mach's gut.
Domazer Dankeschön, ciao.
Sebastian Tschüss. Tschüss.

Die Schätzfrage

So ihr Lieben, das war Domazer und ja auch da, man würde nicht drauf kommen und es ist ja auch tatsächlich nie zu spät, da mal was zu verändern. an. Gut, jetzt haben wir es so kurz vor zehn, ihr Lieben. Ich glaube, ich habe mir vorgenommen, die Schätzfrage ein bisschen früher in die Sendung einzubauen und genau das werde ich heute auch tun. Und dann mache ich es diesmal auch ein bisschen anders. Ich stelle jetzt erstmal die Schätzfrage. Die erste Info lautet, wer meint, die Antwort zu kennen oder nah dran zu sein, der kann das einfach in den Chat rein posten. Und dann gibt es was zu gewinnen. Aber das erzähle ich gleich. Und zwar die Schätzfrage. Heute Mittag habe ich Podcast-Buchführung gemacht. Dazu muss man wissen, sobald ich mit Geld umgehe, fange ich an, Dinge komplett zu buchhalten und jeden Beleg aufzuheben, einzuscannen und halt alles auszurechnen, damit alles schön sauber und ordentlich ist. Der Podcast hat ja auch ein Konto und auch diverse Ausgaben. Hosting gibt es jeden Monat eine Rechnung und von hier und da und irgendwelche Aufnahmetools und wenn ich Zeug kaufen muss und und und. Und meine Schätzfrage diese Woche lautet, wie viele Belege, also Rechnungen, Quittungen und sowas, habe ich allein im Jahr 2022 für den Podcast gesammelt, dokumentiert und abgeheftet. Wenn ihr ahnt, wie viele das waren, dann schreibt das einfach mal in den Chat rein und es gibt etwas zu gewinnen und das erzähle ich jetzt. Und zwar, es gibt den wunderbaren Kochlöffel für Brat mit Herz und auch einen Schlüsselanhänger und beides zusammen mit ein bisschen Podcast-Krams wie irgendwelchen Kärtchen packe ich gerne in den Umschlag rein für die Person, die am nächsten dran ist. Das Podcastsubbie wird gleich ermitteln, wer am nächsten geraten hat oder vielleicht sogar einen Volltreffer hat. Und jetzt sehe ich auch gerade, dass meine Bilder gerade im Chat weggeschoben wurden. Ihr könnt ein bisschen scrollen, aber sie sind da. Das ist auch das kleine Podcast-Memory mit

100 Getränke

dabei. Und ja, wenn ihr das haben möchtet, dann schreibt in den Chat rein. Ich sehe hier schon lustige Zahlen und ich fürchte, manche davon werden auch in späterer Zukunft zutreffen. Aber wer am nächsten dran ist, wird hier als Gewinnerin gekürt und dann brauche ich eine Postanschrift. Die schreibe ich dann auf den Umschlag, dann packe ich die Adresse auch weg, dann behalte ich die auch nicht mehr, aber dann packe ich einen Umschlag morgen, übermorgen fertig und dann sollte nächste Woche schon Post kommen. So und ihr erahnt es, während ihr weiter ratet, ich muss euch ja ein bisschen Zeit geben, weil manche Menschen haben ja bis zu zwei Minuten Verzögerung hier im Stream, mag ich mal ganz herzlich würdigen, wer diesen Podcast unterstützt hat. Das waren nämlich wieder einige Menschen und ja, das Projekt 100 Daueraufträge ist noch nicht erreicht, aber ich kann schon mal sagen, es sind welche dazugekommen. Wir haben jetzt nach Stand jetzt genau 70 Menschen, die den Podcast monatlich unterstützen. Ich wünsche mir, dass es mehr werden. Das Ziel lautet dieses Jahr, da 100 zu machen. 100 Menschen, die den Podcast monatlich per PayPal oder Überweisung regelmäßig unterstützen. unterstützen und manchmal fragen mich Menschen, ja wie viel spendet man denn so beim Podcast und meine Idee ist, gebt mir einfach ein Getränk aus, ein Getränk eurer Wahl, schaut was das kostet und das ist dann etwa der Betrag. Das kann sein, im Zweifel der Tee für einen Euro ist völlig in Ordnung, das landet hier genauso wunderbar auf dem Konto wie jeder andere Betrag und wenn jemand sagt, ach ganz luxuriös, der braucht jeden Monat einen fetten Gin Tonic von der Karte, auch kein Problem, nehmen wir hier auch herzlich gerne und damit finanzieren wir das ganze Projekt. Also monatlich als Dauerauftrag ist zwar für euch ein bisschen komplizierter, ist aber verdammt gut für den Podcast, weil so kann ich echt ein bisschen besser planen und habe nicht diese unfassbaren Schwankungen da drin, wo ich dann immer nicht weiß, was ist und dann hocke ich im Zweifel auf dem Geld, weil ich immer nicht weiß, brauche ich es in zwei Monaten oder nicht. Deshalb könnt ihr mir das Leben da ein bisschen leichter machen. Okay, so und bis wir ja sagen, wer gewonnen hat, ich mache jetzt erstmal hier eine Linie im Chat und alles, was darüber ist, wird vom Podcastsubbie berücksichtigt und ausgewertet. Und ich sehe hier gerade, ah, Voluptas hat hier mehrmals geraten. Das werden wir in Zukunft übrigens technisch verhindern. In Zukunft wird es nur einmal die Möglichkeit geben, einen Tipp zu geben und dann ist gut. Und da werden wir noch ein bisschen gucken, damit das auch fair ist für alle. Sonst wer am schnellsten tippen kann, gewinnt am ehesten. So klappt das

Würdigung der UnterstützerInnen

natürlich nicht. Aber in den letzten zwei Wochen wurde dieser Podcast unterstützt von ganz lieben Menschen und ich verlese mal deren Namen. Überwiesen haben nämlich zum Beispiel Marvin, Marcel, Odim, Schawad, Carolina, Annette, Markus, Wilke, Alexandra, Jessica, Tina, Uwe, Markus, Clemens und Andreas. Und PayPal wird auch inzwischen von immer mehr Leuten genutzt, deshalb ganz lieben herzlichen Dank an Annette, an Nancy, Daria, Vivian, Jana, Illy, Sonja, auch Dankeschön an Michael, Ralf, Guido, Christian, Roy, Wolfgang und Olivia. Olivia, vielen, vielen Dank. Es ist mir immer eine Freude. Das ist dann so dieser Blick spätestens alle zwei, drei Tage aufs Konto, um mal zu gucken, geht das jetzt oder geht das nicht, was ich vorhabe. Und dann stelle ich ganz oft fest, geht. Und das ist großartig. So, und das Podcastsubbie hat ermittelt. Hat die Person nicht schon mal gewonnen? Rät offenbar ganz gut. Ich gucke nochmal, ob das meine Antwort war. Boah, fast Volltreffer. Okay, was das technisch verhindert bedeuten soll, das erzähle ich euch gleich. Und zwar am nächsten dran ist Carmelita. Herzlichen Glückwunsch, denn du hast 166 Belege getippt und tatsächlich in der Buchhaltung abgeheftet, registriert und in der Liste eingetragen habe ich für das Jahr 2022 163 Belege. Ich finde, das ist eine ganze Menge. Das ist fast alle zwei Tage eine Rechnung, einen Zettel, einen Kassenzettel für irgendwas. Ich finde, das ist schon wirklich viel. Also drei Stück pro Woche? Wer hätte das gedacht? Am Anfang dachte ich, da hat man vielleicht zehn Belege im Jahr. Funktioniert leider nicht ganz so. So, also Carmelita, herzlichen Glückwunsch, von dir brauche ich auf einem Weg deiner Wahl eine Postanschrift und dann mache ich einen Umschlag fertig und packe ein bisschen Zeug rein und diese nagelneuen Postkarten, die packe ich auch in etwas größerer Menge gleich mit dazu, wenn du sie haben möchtest, die kannst du dann entweder verschicken oder im Zweifel kann man die auch auf Stammtischen als willst du mit mir spielen, ja, nein, vielleicht Zettel benutzen, wobei das drucke ich bei den nächsten Karten mal auf die Rückseite drauf, das ist schön. Oh ja, das machen wir. Okay. So, jetzt erkläre ich nochmal kurz, was das mit diesem technisch verhindern sollte. Mein Traum, seitdem es diese Podcast-Webseite seit einem Jahr endlich gibt, ist ja, dass wenn die Schätzfrage kommt, dass bei euch dann ein Fenster aufpoppt, live über den Chat und sagt, hallo, das ist die Frage und dann hat man ein Abstimmungsfeld und dann kommt so eine Sanduhr. Wenn wir dann alle abgestimmt haben, dann wird der Person, die am nächsten dran ist, sofort gesagt, hey, du hast gewonnen, super, hier gleich Adresse eingeben. Okay, klicken, fertig. Das wäre super. Allerdings möchte ich natürlich ein bisschen drumrum noch haben, dass man auch ein bisschen was davon sieht und nicht nur das System irgendwas ausbüffelt. Also es soll noch ein bisschen schick aussehen. Ja, wenn ich mal Zeit dazu habe. Es steht auf der ewigen To-Do-Liste seit einem Jahr etwa. Das ist doch Wahnsinn. Okay, Apex schreibt noch hier, Sebastian kauft einfach zu viel bei den gleichen Shops, statt mehrere Unternehmen zu begünstigen. Also ich versuche zum Beispiel Amazon komplett zu vermeiden, wo immer es geht, aber die schicken ja auch keine Sammelrechnungen, ehrlich gesagt, da hast du auch einen Einkauf mit drei Artikeln und kriegst drei Rechnungen, also von daher, naja. Ja, okay. Liebes

Verlosung Kaffeebecher

Podcastsubbie, wir haben noch eine kleine Tradition und die wird sich bald dem Ende zuneigen, denn wir haben wieder die erste Live-Sendung im Monat. Wir müssen einen Kaffeebecher verlosen. Hier haben ja Menschen mitgemacht und das gilt ja nach wie vor. Wer hier anruft, kommt in den ewigen Lostopf und dann wird einmal, guck mal hier ist die Kiste, das da ist die Belegekiste gewesen, an der du warst, wird einmal im Monat ein Kaffeebecher ausgelost zwischen allen Menschen, die hier schon mal angerufen haben. Wobei, das wird bald enden, denn mir gehen die Kaffeebecher endgültig aus und ich werde diese Kaffeebecher nicht mehr nachproduzieren. Es wird etwas anderes geben müssen. Die Frage ist nur was. Und ich glaube, ich habe noch sechs Kaffeebecher da und langsam geht es zu Ende. Nein, diese Woche wird das Podcastsubbie, also sie hat gerade mal die Kiste genommen und geschüttelt. Diesmal wird sie nicht den Zettel essen. Ich schreibe ja mit einer Tinte, die wasserlöslich ist. Das ist keine gute Idee gewesen. So, okay, also einen Kaffeebecher gibt es auch noch und zwar für Annalena, die hat in Livestream Nummer 75 angerufen, das dürfte jetzt auch schon wieder zwei Jahre her sein und siehe da, Becher in 111 gewonnen. So, jetzt ist natürlich die Frage, wie komme ich an die Annalena ran? Wenn sie noch jemand kennt, sagt ihr mal Bescheid. Ansonsten werde ich jetzt ein bisschen schauen, ob sie mir irgendwo mal vor die Füße gelaufen ist. Ansonsten, wie gesagt, wenn ihr sie kennt, sagt ihr Bescheid. Sie soll sich bei mir melden. Sie hat einen Kaffeebecher gewonnen und der wird hier ganz brav auf sie warten, bis sie Bescheid sagt. Akt. Genau, die Jahre hatten eine schöne Idee. Warum eigentlich Kaffeebecher? Man kann doch auch Tee draus trinken. Stimmt, wir machen keine Kaffeebecher mehr, wir machen in Zukunft Teebecher oder Teetassen. Dann haben wir keine Kaffeebecher mehr. Ich bin meinem Versprechen treu geblieben. Aber nee, irgendwie hatte das zu viele Nachteile mit Dingern. Wir gucken mal, was wir draus machen. Okay, ihr Lieben. So, was habe ich denn noch auf meinem Zettel? Ich habe, glaube ich, alles erzählt, aber vielleicht eine Person. Mit einer Person würde ich vielleicht noch ganz gerne sprechen. Ich habe ja gedacht, ich halte nicht so lange durch. Ich erzähle gleich nochmal warum, werde es aber rausschneiden hinterher. Wer möchte, 051019118952, mein letztes Gespräch für heute. Und wenn ihr möchtet, ruft die einfach nochmal an, dann plaudern wir noch ein paar Minuten und dann geht die Sendung heute auch ohne Postshow zu Ende. Schlicht und einfach deshalb, ich muss es mal einmal erzählt haben, dann wisst ihr auch warum ich hier so fürchterlich lisple, ich habe mir so fürchterlich auf die Lippe gebissen, dass sich das so fies entzündet hat, dass jedes Reden, dass der Zahn da so lang schrabbert und dass das einfach nur wirklich fürchterlich wehtut und jetzt habe ich mich genau für zwei Stunden perfekt betäubt, aber die Betäubung lässt gerade nach und deshalb können wir heute leider nicht so lange machen. Das tut mir ein bisschen leid, dämpft auch mal ein bisschen die Stimmung, das ist ein bisschen schade, aber so ist das manchmal. Und jetzt klingelt das Telefon, ich gehe mal ran.

Anrufer Ben Hart

Hallo, Sebastian hier, mit wem spreche ich?
Ben Hart Mit Ben, hi. Ich
Sebastian Hallo Ben, gar
Ben Hart muss mal eben meinen Chat hier oder mein Audio leise machen. Ja, moin.
Sebastian kein Problem. So, letzte Gelegenheit heute hier anzurufen zum Thema, hätte ich das vorher gewusst. Was hättest du denn gern vorher gewusst?
Ben Hart Ich habe mich in der letzten Zeit gefragt, ob ich zu Clubs und auf Messen gegangen wäre, wenn ich gewusst hätte, dass ich viele Leute aus der Community eher nicht um mich herum haben mag. Also für mich ist es so, ich habe BDSM immer für mich zu Hause gelebt und dachte dann irgendwann, ich müsste jetzt mal rausgehen und habe da eigentlich noch nie so wirklich positive Erfahrungen gemacht.
Sebastian Okay, also du bist rausgegangen in die Szene, in Clubs, auf Stammtische, auf Partys, Messen und du hast schlechte Erfahrungen gemacht.
Ben Hart Ja, Messen, nee, Stammtische noch nicht. Ich hatte dich vor ein paar Tagen mal angeschrieben, wenn du dich erinnern kannst, Stammtische in Hannover. Ich war tatsächlich noch nicht auf Stammtischen, aber Messen, Clubs, sowas irgendwie und ich fand das irgendwie, ist es nicht meins. Man möchte halt sich austauschen mit Leuten und irgendwie grundsätzlich auch mal reingucken in diese, in Anführungsstrichen, Szene. Nadja hat ja vorhin gesagt, was ist denn Szene? Ja gut, Community, wie auch immer. Also ich bin sehr viel in Social Media unterwegs, bei Facebook und was weiß ich was. Da finde ich das okay. Die Leute live um mich rum haben, finde ich für mich irgendwie unpassend. Ich weiß nicht warum. Warum?
Sebastian Okay, und das ist ja spannend. Okay, gehen wir mal die Sache an, weil ganz ehrlich, ja, du hast es mir geschrieben und ich habe das Thema ja auch tatsächlich zur Abstimmung gelegt, ob das mal bei der Live-Sendung drankommt, so Tschüss-Szene, aber das findet irgendwie keinen Zuspruch, dieses Thema offenbar. Deshalb bringen wir das doch heute einfach mal, wir schummeln das mal in die Sendung so ein bisschen rein. Also vielleicht gucken wir erst mal auf Erwartung und Wirklichkeit. Also was hast du erwartet, wenn du jetzt zum Beispiel auf eine Messe gehst, dass du da mit Leuten ins Gespräch kommst, um da ein bisschen mehr zu erfahren, richtig?
Ben Hart Ja, auch grundsätzlich, dass man, also dass man, was ich halt als extrem störend empfinde und was mich so ein bisschen nervt, ist, dass es halt viele Leute gibt, die sich natürlich sehr profilieren mit dem, was sie sind, wie lange sie schon dabei sind und was weiß ich was. Und einem das als Person, die gerade frisch reinkommt, so mega auf die Nase binden. Irgendjemand hatte vorhin schon das Thema, dass die alten Hasen dann erzählen und man selber denkt, um Gottes Willen, was muss ich denn alles sein? Ja, ich muss gar nichts sein. Aber ich mag diese Profilierung überhaupt nicht. Das ist überhaupt nicht meins.
Sebastian Ja, okay. Jetzt ist natürlich eine Messe gerade, ich nehme jetzt mal eine Messe als Beispiel, gerade ein Ort, wo man natürlich schon die Highlights zeigt. Da zeigt man besonders viel Outfit, Es gibt Shows, es wird halt auf Maximum gegangen und die Leute sind natürlich auch genau in so einer Stimmung.
Ben Hart Klar, völlig verständlich. schon ein Schaulaufen, ne?
Sebastian Ja, doch auch so ein bisschen, weil das ist ein Ort, da kann ich mal voll im Outfit den ganzen Tag rumrennen, nicht nur abends in dem dunklen Club, sondern bei Tageslicht in einer großen Halle und mich sehen viele, viele Menschen. Also das natürlich jetzt, das kollidiert ein bisschen, wenn du sagst, naja, dieses Profilieren, das ist nicht so deins und dann bist du an einem Ort, der ja im Grunde genau dafür gemacht ist. Das ist natürlich, das empfinde ich tatsächlich als schwierig. Ich gebe zu, das hätte mich am Anfang auch völlig erschlagen und das hätte ich wahrscheinlich, ja, das wäre schwierig für mich gewesen. und da kann ich dir absolut zustimmen.
Ben Hart Vielleicht war die Erwartungshaltung eine andere. Also ich sehe eine Messe nicht als Ort, der dafür prädestiniert ist, dass man sich dort profiliert. Ich sehe eine Messe als Ort, wo jemand, der das bislang vielleicht immer nur zu Hause gemacht hat, mit, ich sage mal, Bordmitteln, wie auch immer, einfach mal reingucken kann. Weil es sind so viele tolle Aussteller gewesen. Und man kann sich einfach mal Sachen angucken und auch mit den Ausstellern sprechen, was tatsächlich wesentlich angenehmer war, das ist für mich der Sinn und Zweck bei einer Messe.
Sebastian Ah, okay.
Ben Hart Und im Club fand ich es halt schwer, weil du natürlich erst mal alles gesagt bekommst, wie man sich zu verhalten hat, wie auch immer. Das ist auch vollkommen verständlich. Und dann stehst du halt eben da. Und dann fand ich es extrem schwer, überhaupt mit Leuten ins Gespräch zu kommen.
Sebastian Also ja, auch da, ne? Club, also kommt ja jetzt drauf an, auf was für eine Veranstaltung du warst. Eher eine Playparty oder eher so eine Fetisch-Tanzparty, die gibt es ja auch. Darf ich fragen, was das für ein Event war?
Ben Hart Ja, ich war in Hildesheim beim, wie heißt das jetzt, Dark Secrets, da die haben immer so einen Tag der offenen Tür irgendwie, wo ich gedacht habe, ach, ich gucke da jetzt erstmal rein.
Sebastian Okay.
Ben Hart Ich glaube, das heißt nicht Tag der offenen Tür.
Sebastian Ja, okay, aber dann hast du natürlich...
Ben Hart Erschlagt mich nicht, wenn ich nochmal hingehe.
Sebastian Okay, also ich versuche mal ein bisschen, das sehe ich jetzt auch einfach mal als meine Aufgabe und der Chat möge mich dafür huldigen oder steinigen, Je nachdem, ob ich das jetzt richtig oder falsch mache. Das sind natürlich beides so Events, so eher Klassentreffen-Charakter. Da kommen einfach viele Menschen und man trifft natürlich, also ich gehe auch in die Szene, um Menschen, die ich auch schon kenne, zu treffen und wenn man da Leute hat, die ganz neu dabei sind, die auch sagen, ah, ich bin das erste Mal hier, dann will man die natürlich irgendwie beeindrucken. ja, hier gibt es ganz viele tolle Sachen und ich komme schon seit zehn Jahren hierher und so weiter. Und dann gemeint ist so ein bisschen dieses, okay, kein Problem, du bist neu, das wird schon alles, fühl dich wohl. Ankommen tut natürlich ein, ich bin schon zehn Jahre hier, du nicht. Ich glaube, das ist so ein bisschen das, was dir auch ein bisschen auf die Füße tritt.
Ben Hart Ja. Ja, richtig.
Sebastian Das ist vielleicht so ein Sender-Empfänger-Problem. Also da würde ich erst mal keine Boshaftigkeit unterstellen.
Ben Hart Nein, auf keinen Fall. Aber es macht es halt auch nicht leichter. Also für Neue, die dazukommen, macht es das.
Sebastian genau.
Ben Hart Ich habe mich dann tatsächlich mit zwei Leuten dort unterhalten, die auch neu da waren, die noch nie irgendwie in so einer Nummer waren irgendwie und die dann auch gesagt haben, ja, ich finde es auch gerade extrem schwierig, überhaupt mit jemandem in Kontakt zu treten. So, ne? Und das war dann schon das Highlight für mich des Tages, mit zwei Leuten zu sprechen, die auch noch nie vorher da waren.
Sebastian Ja, aber damit hast du doch schon mal, im Prinzip hast du jetzt schon eine kleine Community, drei Leute und wenn da jetzt jedes Mal, wenn du hingehst, noch eine Person dazu kommt, hast du nach zehn Wochen schon zehn, zwölf Leute.
Ben Hart Ja, toll.
Sebastian Dann hast du schon alles übernommen.
Ben Hart Ja, natürlich. Ich finde es halt nur, vielleicht auch als Appell mal so an die Leute, macht es den neuen Leuten doch mal ein bisschen leichter, irgendwie reinzukommen. Also klar, ja, ich sehe das mit dem Klassentreffen-Charakter auch. Kann ich auch super nachvollziehen, weil die meisten Leute sehen sich vielleicht drei, viermal im Jahr irgendwie und wollen das dann natürlich auch genießen. Aber wenn man sich dann abkapselt, ist es halt extrem schwer, weil man wirkt ja auch so nach außen. Es ist halt auch extrem schwer für andere dann zu sagen, ja gut, die vier oder sechs, die sind da jetzt gerade super am Erzählen und scheinen sich zu kennen. Ich setze mich da jetzt einfach mal dazu. Ich bin da auch nicht der Typ für, muss ich ehrlich sagen. Also ich bin zwar extrovertiert, aber in dem Moment nö.
Sebastian okay, pass auf, ich nehme das jetzt mal, ich packe dich mal bei meiner Ehre, also mein erster Stammtischbesuch überhaupt, es war eine Katastrophe, ja, und ich bin nur nochmal hingegangen aus Protest, weil ich so enttäuscht war. Also mit mir hat keiner geredet, ich habe mich mit an den Tisch gesetzt bei den jungen Leuten damals, die kannten sich aber alle schon ewig und ich saß da nur und mit mir hat keiner ein Wort gewechselt und das war fürchterlich, ich weiß auch nicht, was ich vorher erwartet habe, ehrlich gesagt. Und ich bin nochmal hingegangen und ab dem zweiten Mal wurde es besser und ab dem dritten Mal wurde es gut und so weiter. Das kann ich inzwischen auch so ein bisschen nachvollziehen, weil man hat ganz oft Leute da, da ist jemand neu und dann beschäftigt man sich mit der Person, ein, zwei Stunden nimmt sich Zeit und dann taucht diese Person ja doch nie wieder auf. Warum hat man das gemacht? Also irgendwann merkt man da so eine gewisse Müdigkeit und deshalb, ich mag dir einfach mal empfehlen, da du jetzt keinen traditionellen Stammtisch besucht hast, ich weiß, der Begriff schreckt ja allein schon ab, aber es ist einfach so, da treffen sich Leute, die trinken ein leckeres Getränk, bei manchen gibt es auch was zu futtern und dann ist man im Prinzip dazu verdammt, sich miteinander zu unterhalten. Und das klappt. Im Zweifel hörst du mal eine halbe Stunde zu und ich sage mal, früher oder später, das muss schon mit dem Teufel zugehen, dass du nicht Kontakte knüpfst. Und wenn deine Erwartung ist, ich habe mich mit einer Person unterhalten und zwar mit einer anderen als beim letzten Mal, dann behaupte ich, das klappt nicht bei jedem Stammtisch und klappt auch nicht überall und immer.
Ben Hart Ja, das denke ich
Sebastian Aber ich behaupte, wenn du vielleicht drei verschiedene Stammtische jeweils zwei, dreimal besucht hast, dann, also ganz ehrlich, ich würde persönlich zu dir kommen und das retten wollen, wenn du sagst, ich habe jetzt neunmal Stammtische besucht, insgesamt drei verschiedene, ich war jeweils dreimal da und es hat nicht geklappt. Ganz ehrlich, wenn der Tag kommt, dann sagst du mir bitte Bescheid und dann nehmen wir dich einfach mit. Und dann wirst du da auf Teufel komm raus so rein integriert, dass du da nicht mehr weg willst. Also das nehme ich jetzt persönlich, weil ich finde, niemand soll an der Stelle außen vor bleiben müssen.
Ben Hart Ja, okay.
Sebastian Und wenn man mal einen schlechten Tag erwischt hat, wo es einfach blöd war oder wo die Mischung der Leute gerade ungünstig war und und und, Und das kann passieren und gerade wenn man neu ist, dann haut einen das so richtig raus und das ist total enttäuschend. Aber im Grunde suchst du ja nur Gespräche und ganz ehrlich, das sollte ein Stammtisch liefern können.
Ben Hart Denke ich auch. Ja, und mehr, das ist tatsächlich genau das Ding. Man sucht halt einfach Kontakt zu neuen Menschen, mit denen man sich austauschen kann, mit denen man auch mal über das reden kann, was man jetzt nicht unbedingt mit seinem Nachbarn bespricht.
Sebastian Vielleicht können wir jetzt folgendes machen. Also du wirst ja am Ende dieses Gesprächs von mir noch ein Passwort bekommen, mit dem du dir auf der Podcast-Webseite ein Profil basteln kannst und damit können dich Menschen auch anschreiben, sodass du anonym bleibst, wenn du möchtest. Also die Möglichkeit besteht. Und wir können es jetzt so machen, wenn du sagst, die und die Region, wenn da Leute sind, die sagen, oh Mensch, den möchten wir jetzt mal mit auf den Stammtisch nehmen, den Ben, dass die sich bei dir vielleicht melden können, weil dann kennst du nämlich schon vorher Leute, mit denen kannst du vorher vielleicht auch irgendwie Social Media mäßig dich ein bisschen unterhalten oder sogar mal telefonieren und chatten und dann ist es ein bisschen leichter, wenn man vielleicht mit zu zweit, zu dritt zu einem Event hingeht und dann kennt man schon Leute, an die man sich so ein bisschen halten kann. Was hältst du davon?
Ben Hart hört sich doch gut an.
Sebastian Okay, dann machen wir hiermit den Aufruf. Welche Region? Also Region Hannover-Hildesheim, sehe ich das jetzt richtig?
Ben Hart Ja, ja,
Sebastian Okay, also liebe Menschen, die ihr mit Ben mal auf einen Stammtisch gehen wollt und zeigen wollt, oder auf eine Party oder woanders hin, ist im Grunde egal, und zeigen wollt, Mensch, doch, da kommt man gut rein, die Leute sind eigentlich ganz cool, manchmal brauchen wir nur so einen Türöffner. Wir nehmen den Ben mit und dann, schauen wir mal, dann schreibt ihn an, ihr könnt über die Podcast-Webseite diese Folge anklicken, da findet ihr über den Gästen den Ben und dann könnt ihr ihn kontaktieren und dann könnt ihr euch mit ihm austauschen und ich fände es total schön, wenn die Community so ein bisschen Mentoring untereinander betreibt, dass einfach alle Menschen auch einen Zugang finden und dann wird sich ja zeigen, ob das klappt. Und von dir hätte ich natürlich super gerne Feedback, ob es dann früher oder später auch geklappt hat.
Ben Hart kriegst du definitiv.
Sebastian So, also wie gesagt, ich kann mir das wirklich vorstellen, weil ich es selbst erlebt habe, das kann auch echt mal blöd sein. Aber bitte gebt nicht auf, das wird klappen.
Ben Hart Also ich denke auch, dass das Einzelfälle waren. Ich war jetzt auch nicht so oft irgendwie unterwegs, aber man kennt es ja auch aus anderen Situationen. Es kann ja auch jeder andere Stammtisch, ich sag mal, wenn du, keine Ahnung, neu zu irgendeinem Verein gehst oder was weiß ich was, da ist das ja oft genauso. Aber es ist halt immer schwer, in so eine geschlossene Gruppe reinzukommen. Und da fände ich es halt, Vielleicht habe ich es auch anders erwartet. Also ich habe die Community als sehr offen und weltoffen empfunden, zumindest online. Wahrscheinlich bin ich da auch mit einem ganz anderen Mindset rangegangen. es wahrscheinlich ja
Sebastian Askan schreibt gerade im Chat, ich kann ihn verstehen, als introvertierte Person auf einem Stammtisch, wo die meisten Leute sich gut kennen, ist echt schwer, auch nach drei, vier Mal hingehen. Ja, kann ich nachvollziehen, aber ganz ehrlich, das ist machbar und also tatsächlich, wenn du mit jemandem hingehst, dann ist es einfacher, weil dann hast du mit der Person vorher schon ein bisschen gesprochen und hängt natürlich von der Erwartung ab, aber wenn du sagst, du möchtest einfach gute Gespräche haben, ganz ehrlich, das ist doch machbar. Okay, gut.
Ben Hart ich lese gerade Lars. Wir treten definitiv in Kontakt.
Sebastian Lars Lemgo, 11.03. passt. Ja, siehst du, also da ist doch schon eine Möglichkeit. Jetzt versorge ich dich hier noch mit einem Profil, damit du auch angeschrieben werden kannst und damit das funktioniert.
Ben Hart klar.
Sebastian Und wenn es geklappt hat und du sagst, Mensch, ich habe da jetzt Leute gefunden und das klappt gut, dann sag mir bitte unbedingt Bescheid, denn die Erfolgsmeldung, die möchte ich mir nicht nehmen lassen.
Ben Hart Ja, stimmt.
Sebastian Okay?
Ben Hart Alles klar.
Sebastian Wunderbar. Alles klar.
Ben Hart Machen wir.
Sebastian Dann bleibt noch kurz dran und bis hoffentlich demnächst mit Erfolgsmeldungen. Mach's gut. Tschüss. Tschüss, das
Ben Hart Mach's gut. Ciao.

Feedback Schmerzblatt

Sebastian war der Ben und jetzt ganz zum Schluss möchte ich auch noch ein bisschen Erfolgsmeldungen loswerden. Und zwar hatten wir ja vor einem Monat, das ist jetzt ein Monat schon her, Schmerzblatt im Podcast und ich habe ja darum gebeten, wenn Menschen Kontakte haben und es klappt, es funktioniert irgendwie, dann sollen die Leute mir Bescheid sagen. Und das ist tatsächlich passiert. Schawad hat mir eine längere Voice Message geschickt, die kann ich jetzt hier nicht vorspielen, aber er hat auf jeden Fall mehrere Menschen gefunden, mit denen er in, ich zitiere, intensiven Austausch steht, ich glaube, das war die Formulierung, und dann war noch am Anfang ein Pärchen und die haben mir auch geschrieben, dass das funktioniert hat, dass sie da jetzt Kontakte haben und dass da was passiert ist. Und ich hoffe natürlich, dass es bei allen anderen auch so ist, aber das ist wirklich schön zu hören, dass einfach der Podcast, der ja im Prinzip auch nur das Mikrofon anmacht und da wird ein bisschen geplaudert, dass da auch Dinge passieren, die Menschen bewegen und wo, ja, die Menschen bewegen, die sie voranbringen, finde ich sehr, sehr schön und das freut mich immer wieder. Und das motiviert auch eben an so Abenden, wo ich eigentlich hätte heute absagen wollen, dass ich dann sage, Mensch, komm, jetzt machen wir die Folge, weil das macht dann Spaß und wenn ich erstmal angefangen habe, dann bin ich auch richtig drin und das begeistert mich immer wieder und dass hier so

Vorschau

viele Menschen wieder zuhören, ist absolut großartig. Okay, Vorschau, nächste Live-Sendung am 16. März und da kommt das Thema, das das Podcastsubbie so wie sich explizit gewünscht hat und das es bei der Abstimmung auch leider nur auf Platz 2 geschafft hat, aber das ist gar nicht schlecht, da haben wir ein bisschen Vorlauf und zwar am 16. März sprechen wir über BDSM und Karriere. Also welche Skills aus dem BDSM-Bereich sind vielleicht in eurem Beruf durchgesickert oder in euer Studium oder wo auch immer ihr euch da noch so bewegt? Also was hat euch das gebracht oder habt ihr vielleicht durch BDSM eine Berufung gefunden? Was ist da passiert? Und da würde ich mich freuen, wenn ich vorher vielleicht ein, zwei Gäste fest eingeplant habe, die ein bisschen was erzählen wollen und können. Und auch da freue ich mich ganz ehrlich herzlich über Sprachnachrichten, die ich in der Sendung einspielen kann. Die müssen gar nicht lang sein. Eine Minute, zwei Minuten spielt keine Rolle. Und dann ist das völlig in Ordnung und dann kann ich die einspielen. Da würde ich mich auf jeden Fall riesig drüber freuen, wenn ich davon euch ein bisschen Material bekomme. Ich finde das Thema ist relativ groß, denn ganz ehrlich, wenn wir ehrlich sind, im Bereich Beruf verbringen wir mehr Zeit, als die meisten Leute im Bett schlafen verbringen und wahrscheinlich auch mehr Zeit, als man BDSM machen kann. Und ich würde BDSM manchmal so ein bisschen als Fortbildung sehen, wo man einfach nochmal Dinge erlernt, die man irgendwie auf andere Art und Weise adaptieren kann. Ich fände es schön, wenn wir bei dem Thema es richtig krachen lassen können und vielleicht die längste Live-Sendung aller Zeiten machen, keine Ahnung, vielleicht gelingt es mir ja auch irgendwann nochmal, dass ich meine BDSM, wie nennen wir das denn hier, Moderatoren und Leute zu Tode quatschen Skills, dass ich die nochmal beruflich einsetze, ist bisher nicht vorgekommen, aber könnte ja sein. Also mich selbst betrifft das Thema dann auch ein bisschen und vielleicht würde sogar das Podcastsubbie wieder anrufen. Nein, würde sie nicht. Du könntest eine Sprachnachricht machen. Du könntest eine Sprachnachricht aufschreiben und ich finde jemand, der die Sprachnachricht von dir einspricht, damit ich sie dann einspielen kann. Ach komm, du könntest auch einfach anrufen. ein recht offenes Thema. Ich glaube, es braucht auch immer wieder mal solche Live-Folgen und tut mir den Gefallen, sorgt dafür, Ben wird sich in der Szene wohlfühlen. Das habe ich jetzt hiermit an die Community delegiert, sonst mache ich es persönlich. Das ist auch okay. Aber nein, ganz ehrlich, ich finde wirklich, jeder sollte einen Platz finden, wenn er Menschen und Community sucht,

Verabschiedung

dann soll es auch einen Ort geben, wo er oder sie sich wohlfühlt. Und Und das wird schon hinzukriegen sein. So, und jetzt bedanke ich mich nochmal ganz herzlich bei den Menschen, die heute Abend hier mitgemacht haben. Dazu müsste ich nochmal meine Kapitelmarken finden. Da habe ich sie. Und zwar bedanke ich mich natürlich bei Sempai für den kleinen Einspiel am Anfang. Sehr vorbildlich. An Mistress Pain und Mase, Dankeschön. An NadjaT, Nikkel und Domazer sowieso. Und Ben nochmal liebe Grüße. Schön, dass ihr mitgemacht habt. Und ja, jetzt werde ich die Folge die nächsten Tage schneiden. damit sie jetzt am Montag dann auch für alle anderen Menschen zu hören ist, am 6. erscheint sie dann, ja und wir hören uns dann wieder am, ich gucke mal kurz, am 13. mit der, tatsächlich mit Folge Nummer 89 mit Mistress Pain und Mase und dann geht es am 16. schon wieder live weiter, sagt es weiter, es geht um BDSM und Karriere und damit ist nicht nur gemeint mit, ich habe mal ein BDSM zum Beruf gemacht, auch das ist spannend, sondern auch, gibt es vielleicht einen Skill, den ihr erlernt habt beim BDSM in eurer Beziehung oder irgendwas in der Richtung, wo ihr sagt, oh, das kann ich beruflich super verwenden. Oder sogar umgekehrt, gibt es etwas aus dem Beruf, was ihr da verwenden könnt. Ach, es ist so vielfältig und so viele Möglichkeiten, Wahnsinn. Und jetzt habe ich mich eigentlich gerade warm gequatscht. Heute ohne Tonmeister, nächstes Mal bestimmt wieder mit ihm und dann in einer erweiterten Postshow. Und jetzt wünsche ich euch eine gute Nacht, schlaft schön und bis zum nächsten Mal. Tschüss.


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