Sebastian
Hallo und schönen guten Abend zur Unvernunft Live am Donnerstagabend am 29.
Thema Dominanz
September 2022.
Ja, mein Name ist Sebastian Stix, ich habe die Technik ein bisschen geupgradet,
wir werden sehen, ob es heute funktioniert. Und ja, heute reden wir über ein
Thema, aber erstmal begrüße ich euch ganz hoch offiziell in, wie immer,
dystopischen Zeiten. Und ich begrüße ganz herzlich die Menschen, die live
zuhören und die Menschen im Live-Chat, die mir heute ein bisschen helfen werden,
diese Sendung zu überstehen und von denen hoffentlich auch die eine oder andere
Person sich hier beteiligen möchte und hier anruft. Denn ich habe noch gar
keinen Gast heute.
Irgendwas ist ja immer, aber ich habe mir gedacht, Mensch, das ist das Thema
Dominanz. Und ganz ehrlich, wenn sich da keiner meldet, dann stimmt irgendwas
nicht. Das wird also funktionieren und klappen. Ja, Thema Dominanz heute
und ich habe natürlich wie immer laienhaft recherchiert und habe wie immer die
Wikipedia aufgemacht. Aber erstmal sage ich was dazu. Ja, Sub braucht Top und
Top braucht Sub und ja, einer von beiden oder einer von vielen muss halt diesen
Job übernehmen. Jemand muss, kann und soll die Ansagen machen, die Richtung
vorgeben. Und dafür soll eben eine Person dominant sein. Das klingt erstmal
einfach, aber was ist das eigentlich? Kann man das lernen? Ist man das einfach?
Ist man das immer? Ist das ein Verhalten, ein Wesenszug, eine erlernbare
Tätigkeit?
Es wird immer gesagt, der Mensch ist dominant oder ist nicht dominant. Und daran
können die Menschen auch nichts machen. Ob das so ist? Ich mag mit euch darüber
diskutieren und entscheidet man einfach, entscheidet man sich dazu, dominant zu
sein und dann kommt ja noch die andere Seite und deshalb möchte ich auch heute
mit submissiven Menschen sprechen. wann wirkt auf euch eine person dominant
anziehend also was macht das aus gibt es merkmale wo er sagt ja dass
Wikipedia sagt...
das macht dominanz aus oder das nicht es ist vielleicht kleidung ist es ein
auftreten wie jemand spricht was auch immer das könnt ihr mir heute sagen
ja fragen fragen fragen aus dem publikum habe ich auch ein paar weil da schon
eben die anregung kam oder schon der Hinweis, ich finde Switcher sind heute
ausdrücklich mit gemeint, aber nur, wenn sie sich nach Top und Dominantsein
fühlen. Also das ist einfach die Frage,
wie ist eure Stimmung heute und darauf gehen wir ein. Ja, natürlich, ich habe ja
schon angekündigt, ich habe recherchiert, Wikipedia sagt was dazu. Das finde ich
sehr schön, weil da gibt es nämlich zwei Definitionen. Einmal die allgemeine und
ich finde, die hat auch wieder was. Unter Dominanz versteht man in der Biologie
und in der Anthropologie, dass ein Individuum oder eine Gruppe von Individuen
gegenüber einem anderen Individuum bzw. einer Gruppe einen höheren sozialen
Status hat, worauf letzteres unterwürfig reagiert. Das Gegenteil von Dominanz
ist Unterwürfigkeit bzw. Subordination oder Submissivität. Ach, da sind schon
wieder mal so schöne viele BDSM-Begriffe drin und auf derselben Seite fand sich
dann noch im BDSM-Bereich etwas. Denn dort bedeutet es, dass jemand durch die
Anwendung bestimmter physischer oder psychischer Methoden die Kontrolle über
andere Menschen oder eine Situation erlangen kann oder es tatsächlich tut,
soweit der andere die Kontrolle freiwillig soweit abgibt. In diesem Kontext ist
das Gegenstück zu Dominanten der Devote Part. So, soviel zur Theorie, aber
an sich ist ja Dominanz dann doch eine Herzenssache und ja, wie die sich
anfühlt, wie die sich äußert, schwierige Sache und ich bin einfach sehr
gespannt, was heute kommt. So, und jetzt begrüße ich auch das Podcast-Zubi hier
ganz herzlich. Hallo!
Ich glaube, die hört noch gar nichts. Doch, sie kann was hören, ne? Kannst du
mich hören?
Sie nickt. Sehr schön. Okay, ich habe sogar ein paar Publikumsfragen bekommen
und dies und das und damit wir hier einfach anfangen können, würde ich sagen,
ich verrate mal diese wunderbare Telefonnummer, unter der ihr direkt in die
Live-Sendung reinkommen könnte. Und dann reden wir einfach drüber. Und wie
gesagt, das sind alle mit gemeint, denn ich glaube, das ist so ein Thema, jeder
hat irgendeine Meinung zur Dominanz und die darf auch polarisieren und dann
sprechen wir einfach mal drüber.
So, 051019118952 ist die Telefonnummer, die ich wie immer jetzt auch in den Chat
reinposte. Ansonsten findet ihr die, wenn ihr ein bisschen runterscrollt, ganz
unten. Und bevor ihr anruft, nicht vergessen, Live-Sendung einfach einmal auf
Stumm stellen,
damit ich mich nicht zwei, drei, vier Mal höre und dann wird das klappen. Das
ist wie in den 90ern, bei dir so ein ganzes Telefonschaos, wo es immer hieß, du
musst das Radio ausmachen.
Okay, oh no,
könnte es klingeln. Also ich muss jetzt einfach weiterreden. Ich ziehe mir mal
das Anruffenster hier in die Mitte, damit ich das auch sehe.
Ja, ich kann ja mal verraten, falls ich es noch nicht erwähnt habe, also ich
nehme auch für mich ein, der dominante Part zu sein und mich auf der Seite ganz
Anruferin Mase
wohl zu fühlen und das wohl auch gar nicht so schlecht zu machen. Das sagen
natürlich nur Menschen, die von sich sehr eingenommen sind.
Und was aber nicht klappen wird, das habe ich auch gelernt, wenn ich euch jetzt
anherrsche, ruft jetzt an, dann wird genau das nicht passieren.
Okay, bis es hier klingelt, ihr kennt es, dann werde ich von meiner
Dies-und-Das-Liste ein bisschen was erzählen, das muss ja auch mal sein. Ich
habe vergessen zu sagen, es wird heute eine Schätzfrage geben, diesmal auch mit
ein bisschen BDSM-Bezug und jetzt klingelt es hervorragend, so muss das sein.
Nein, deshalb gehe ich mal ran und sage, hallo, Sebastian hier, mit wem spreche
ich?
Mistress Pain & Mase
Hi, du sprichst jetzt wieder mit Mase.
Sebastian
Hallo, Mase, ja, mal wieder, sehr schön. Ja, Thema Dominanz. Gibt es dazu
irgendwas zu sagen oder habe ich jetzt schon alles gesagt mit meinen vier Zeilen
Wikipedia?
Mistress Pain & Mase
Ja, das war alles richtig. Und natürlich, nur Wikipedia hat recht.
Ja, also ich finde zum Teil schon.
Aber ich denke, man kann Dominanz auch lernen. Also in meinem Fall zum Beispiel
haben wir jetzt gewechselt. Jetzt bin ich der dominante Part.
Und am Anfang war es für mich etwas schwieriger. Und jetzt so nach der Zeit,
nach zwei Wochen, bin ich schon ein bisschen mehr drin im Thema sozusagen.
Sebastian
Nach zwei Wochen.
Mistress Pain & Mase
Ja, wir machen das jetzt drei Wochen und die erste Woche war wirklich furchtbar.
Sebastian
Okay, was ist denn daran so furchtbar?
Mistress Pain & Mase
Ja, erst haben wir, wir haben ja eigentlich das so, dass wir uns siezen, je
nachdem, die Mist wird gesiezt oder die Mist ist. Und wir haben gedacht, okay,
wir lassen das mal weg.
In meinem Fall, ich brauche es, um in dieser, in Anführungszeichen, Rolle zu
bleiben, habe ich dann halt gemerkt. Aber ihr ging das genauso. Für sie war das
auch schwierig, wenn sie mich nicht gesiezt hat, dass man so nicht auf Augenhöhe
als normale Beziehung ist, sondern ich bin top und sie ist und das ist da halt
für uns ein bisschen einfacher. Und deswegen war die erste Woche halt ein
bisschen schwieriger.
Sebastian
Ja, also vielleicht mag ich nochmal kurz beschreiben. Also wir haben, oh Gott,
vor zwei Wochen war es tatsächlich, haben wir gesprochen.
Mistress Pain & Mase
Genau.
Sebastian
Und ihr habt ja angekündigt, ihr wechselt jetzt einfach mal. Und jetzt ist es
passiert.
Mistress Pain & Mase
Richtig.
Sebastian
So,
Das heißt, dein Job ist jetzt, dominant zu sein. Klingt ja erstmal easy.
Mistress Pain & Mase
Genau.
Sebastian
Was fällt dir denn daran schwer? Und was wird überhaupt von dir erwartet, damit
du denn dominant bist?
Mistress Pain & Mase
Ja, das ist es nämlich. Ich bin an und für sich nicht so streng, wie sie es gerne
hätte, aber es kommt daher, dass sie, sag ich mal, im Alltag immer gesagt hat,
sie ist ein Weichei. Und da habe ich dann als dominanter Part Rücksicht
genommen und zum Beispiel beim Spanken nicht so zugehauen, wie ich vielleicht
gern würde.
Und da muss ich jetzt erst so mental reinfinden, dass ich das
mehr rauslassen kann und dass sie es aber auch einsteckt.
Sebastian
Okay, Moment, das heißt ja, ich nehme jetzt mal Adjektive, streng
und rücksichtslos und egoistisch. Macht das Dominanz aus?
Mistress Pain & Mase
so in etwa, genau.
Sebastian
Also merkst du, ich reite ein bisschen auf den Warum?
Mistress Pain & Mase
Vielleicht nicht für jeden, aber für uns ist so
strenge, durchsetzungsfähig, das ist für uns beide in beiden
Parteien wichtig.
Sebastian
Okay, weißt du was, ich fange jetzt eine Liste an mit Adjektiven.
Mistress Pain & Mase
Macht das.
Sebastian
Streng, durchsetzungsfähig, egoistisch.
Hm, okay, wird jetzt mal so ein bisschen das,
in deinem Fall ein blödes Sprichwort, aber du weißt, wie es gemeint ist, Herr
der Lage sein.
also man kontrolliert man macht die ansagen
Mistress Pain & Mase
Ja, also das ist schon ganz gut, das finde ich zumindest,
dass die Sub sich auch fallen lassen kann. und sich darauf verlassen kann, Dom
hat alles im Griff.
Sebastian
oder mal andersrum wenn du jetzt unten warst ist ja jetzt noch nicht lange
her was ist denn für dich wichtig um diese diese dominanz und sagt ja zu spüren
ok
Mistress Pain & Mase
Im Prinzip genau dasselbe, das ist ja das Witzige. Also ich möchte selber diese
Strenge und ja, einfach diese Härte, in Härte in
Anführungszeichen, die möchte ich persönlich halt auch spüren. Nur für mich ist
das in der anderen Seite dieses ihr das zu geben noch etwas schwierig.
Sebastian
aber das ist genau der punkt du musst das geben also da sage ich eben egoistisch
Aber jetzt ist es doch wieder genau das Gegenteil davon.
Ich versuche mal ein bisschen über die Publikumsfragen an die Sache ranzugehen.
Wie gesagt, ich mag das so ein bisschen ergründen, weil wenn du sagst, das kann
man lernen.
Ich glaube, lernen kann man ja nur das, was man tut. Aber so das Auftreten, wenn
man in den Raum kommt, ist das eine bewusste Entscheidung für dich immer wieder?
Oder klappt das jetzt nach zwei, drei Wochen automatisch?
Mistress Pain & Mase
Also es klappt schon wesentlich besser, aber manchmal bin ich nicht komplett in
der Rolle drin und dann rutscht mir mal ein Lacher raus oder die Mimik
geht ein bisschen flöten. Aber das ist wirklich selten geworden.
Und das ist einfach in meinem Fall Disziplin, dass ich da auch dranbleibe und
das auch, naja, ernst nehme sozusagen.
Sebastian
Okay, das klingt jetzt nach einer Rolle, würde ich sagen. Also das ist eine
Position, die du einnimmst und wo du sagst, ein Lacher rutscht dir mal
raus. Ich weiß nicht, also ich glaube schon, dass man Dominanz und Humor
verbinden kann. Und das, also, vielleicht Menschlichkeit, vielleicht ist das so
ein bisschen der Punkt.
du musst daran arbeiten. Und die Frage ist ja, kannst du dich irgendwann an
diese Rolle so gewöhnen, dass du dafür nicht mehr bewusst eine Entscheidung
treffen musst?
Mistress Pain & Mase
denke, das schon. Also es kommen auch einfach Situationen, wo sie dann sagt, das
war für sie total dominant und für mich war es einfach aus dem Gefühl richtig.
Ich habe das so jetzt nicht bewusst provoziert, dass ich jetzt in dem Moment
total dominant bin, sondern es kam dann einfach so und das war auch genau
richtig in dem Moment.
Sebastian
Ja. Christine schreibt im Chat, das finde ich ganz spannend, die Adjektive
streng egoistisch und hart beschreiben für mich nicht die Dominanz. Ich spreche
lieber von der Konsequenz, Aura, liebevolles Durchsetzungsvermögen. Aura finde
ich jetzt hier an der Stelle nochmal spannend. Spannend.
du das spüren, dass da sich um dich herum so eine, ja wie so ein Leuchten quasi
ergibt, so jetzt bin ich die Chefin.
Mistress Pain & Mase
weiß nicht, ob ich das so ausstrahle, aber ich fühle mich in dem Moment
dominant.
Es kann sein, dass es dann eine gewisse Aura ist, aber das kriege ich halt erst
einen Tag später oder so zu erfahren, wie denn das an dem Tag davor für sie war.
Aber für mich in dem Moment fühle ich mich sehr dominant und erhaben. Und ja,
das passt dann.
Sebastian
Was trägt sie denn dazu bei, dass du sagen kannst, okay, ich bin jetzt dominant,
ich fühle mich jetzt so. Also was trägt Subi, also darf ich Subi sagen, um
Gottes Willen, was trägt Sub dazu
Mistress Pain & Mase
Doch, du darfst so viel sagen. So steht es ja auch in meinem Handy.
Sebastian
Sehr gut, weiß sie das?
Mistress Pain & Mase
Das weiß sie tatsächlich, ja.
Also sie trägt da auch sehr viel bei. Sie versucht mir das halt auch einfach zu
machen. Indem sie zum Beispiel die Regeln, die wir aufgestellt haben,
wirklich fabelhaft
ausführt und alles, obwohl sie eigentlich ein bisschen brattig sein möchte ab
und zu, aber das unterdrückt sie, damit das für mich ein bisschen einfacher ist.
Es kommt zwar noch durch und das kriege ich auch eigentlich immer gehändelt,
aber trotzdem versucht sie es nicht auszureizen, damit ich da in der Rolle ein
bisschen was Einfacher habe.
Sebastian
glaube, das ist auch wieder so ein Sende-Empfänger-Prinzip. Also es kann ja
sein, dass eine Person dominant ist, aber sie kommt in den Raum und die Hälfte
der Menschen sagt, oh toll, eine dominante Person.
Mistress Pain & Mase
Ja.
Sebastian
Und die andere Hälfte sagt, oh, was ist das denn für eine Person? Also das kann
ja immer so und so wahrgenommen werden. Und das ist ja dieses, es muss
zusammenpassen irgendwie.
Und das kommt auf den guten Willen von beiden an.
Mistress Pain & Mase
Ja.
Sebastian
Wenn das Podcastsubbie der Meinung ist, dass ich nicht top bin, ja, dann haben
wir zwar Mechaniken, aber vom Grundsatz her muss sie auch willens sein, das
anzuerkennen.
Mistress Pain & Mase
Ja, genau. Also es muss auf beiden Seiten abgesprochen werden, sozusagen. Es
muss einfach passen.
Sebastian
Hilft sie dir auch mal?
Mistress Pain & Mase
Inwiefern?
Sebastian
Liebe, das war jetzt aber nicht sehr dominant. Kannst du nochmal reinkommen?
ist ja eine bodenlose Frechheit, ich gebe es ja zu.
Mistress Pain & Mase
Äh, jein.
Sebastian
Ja,
Mistress Pain & Mase
Also es kommt auch mal vor, aber wie gesagt, das kommt dann nicht direkt,
sondern sie lässt mich erstmal machen. Und dann gibt es so ein Feedback-Gespräch
sozusagen.
Das machen wir jeden Abend, bevor wir ins Bett gehen. Dann haben wir das so
abgemacht, dass sie positive Sachen aus der D/s-Beziehung nennt, die an dem Tag
passiert ist. Und ich mache dasselbe. Und dann gibt es so ein Feedback, was man
vielleicht auch hätte besser machen können.
Sebastian
das finde ich spannend. Also ich kriege gerade im Chat so ein bisschen mit und
das stimmt schon. Hier von Frechdach zum Beispiel. Jeder fängt mal klein an. Und
Gunhai auch, man wird doch nicht in zwei Wochen zur perfekten Dom. Und das
stimmt schon. Also das ist was, da darf man durchaus eine Lernkurve haben, finde
ich. Und auch gucken, wie fühlst du dich damit wohl? Das ist ja auch eine ganz
wichtige Frage. Ist das okay für dich? Macht das Spaß? Willst du mehr? Oder ich
sage jetzt mal, ich gucke mal, ihr habt ja glaube ich immer so ein Deal, dass
ihr nicht zu lange die Rollen behaltet. Ihr wollt ja wieder zurücktauschen
irgendwann. Irgendwann.
Mistress Pain & Mase
Irgendwann, ja.
Sebastian
Ja, das ist die Frage. Also wärst du dann froh drum, dass du sagst, oh, endlich
kann ich wieder auf den Boden und vor ihr da knien.
Also sehnst du das jetzt schon herbei?
Mistress Pain & Mase
Nee, gar nicht. Sie hat tatsächlich heute mich mal darauf angesprochen, wie das
denn wäre, wenn sie jetzt sagen würde, sie möchte wieder tauschen. Und ich
persönlich möchte noch gar nicht tauschen. Ich fühle mich gerade in der Rolle
tierisch wohl.
Aber das Gute ist auch, sie fühlt sich super wohl. Also es passt wieder, dass
beide sich wohlfühlen und beide nicht wechseln wollen im Moment.
Sebastian
Ja, sehr schön.
Gibt es was, wo du sagst, das sind Ziele, die du da erreichen möchtest? Also
möchtest du etwas noch verändern oder etwas erreichen für dich?
Mistress Pain & Mase
Also für mich persönlich diese Aura wieder die da eben beschrieben wurde, dieses
Auftreten, möchte ich gerne noch
festigen, dass man das auch gleich merkt, wenn ich zum Beispiel zur Haustür
reinkomme, dass sie dann gleich merkt, oh, okay, Miss ist da und nicht meine
Frau.
Ohne, dass man das irgendwie abgesprochen hat oder so.
Sebastian
Ja, da legt ihr aber ganz schön das Tempo zu, ne? Das sind ja wirklich auch so
Konditionierungsdinge, die einfach ein bisschen Zeit brauchen, bis die im Kopf
ankommen
Mistress Pain & Mase
Ja, das sowieso.
Sebastian
okay
Ich lass mich mal ein bisschen überlegen, die Mittel der Dominanz, also ich sag
mal jetzt, ohne dass man gerade schon spielt hab ich ein bisschen überlegt was,
ne, stell mal vor du gehst jetzt raus und möchtest als Dominant erkannt werden
Was könnte es sein? Ich denke an so Dinge wie Kleidung, aber auch Stimme, also
wie redet man?
Genauso dich anreden lassen möchtest, wie redest du mit deiner Sub jetzt im
Moment?
Mistress Pain & Mase
Also sie hat einen Namen, also sie heißt dann Sam, so wie ich als Sub eigentlich
Mase heiße und als dominanten Part bin ich Miss J, also Also jeder hat so seinen
Namen und so möchten wir dann auch angesprochen werden.
Sebastian
jetzt muss ich fragen, darf ich dich jetzt weiter als Mase oder als Miss J?
Mistress Pain & Mase
Kannst du gern machen, ja.
Sebastian
Das wird spannend. Klammer auf, ergänze Gäste-Profil.
Mistress Pain & Mase
Genau.
Sebastian
kompliziert okay aber da merkt ihr habt also mechaniken gesucht die die euch
helfen die rolle zu finden alle beide und dann auch sein und dann kann ja nur
noch das wohlfühlen eigentlich der faktor sein mit dem ihr umgeht um zu schauen
wie läuft es lass mich noch mal auf die klamotten noch mal zurückkommen ist
spielt das irgendeine rolle oder ist es völlig egal okay
Mistress Pain & Mase
An und für sich ist das völlig egal. Nur sie hat jetzt eine Kette von mir bekommen,
die halt nur ich ihr morgens umbinde und die ich auch alleine nur abmache. Und
das gibt für sie halt noch so eine Symbolik, die sie halt übertragen kann, die
sie haptisch anfassen kann. dann ist es für sie halt noch schön zu sagen, ja,
ich bin ihre Sub und habe nochmal irgendwie ein Merkmal dafür. Aber an Klamotten
jetzt nichts Bestimmtes.
Sebastian
das kann ja sein dass man sagt nein ich wenn ich am morgens vom spiegel stehen
dann definiere ich mich ein Weil ich schaue natürlich auch ein bisschen in
dieses Dominanz im Alltag drauf. Also man
sagt zwar immer ja im Alltag so und dann beim BDSM anders oder beides ist
gleich. Und dann gibt es da wieder diesen Mythos, das ist wieder der Mythos mit
dem Kerl, des geborenen Dom, der immer dominant und ruhig.
das ist so ein bisschen wie mancher Diktator auf der Welt, wo es dann Gerüchte
gibt, dass diese Person niemals aufs Klo geht und niemals pupst.
Ja, also man spricht dann so, das Göttliche spricht man der Person dann zu,
finde ich.
Mistress Pain & Mase
Nee, das machen die nicht.
Irgendwie schon, ja.
Sebastian
Okay, pass auf, ich mag das heute noch ein bisschen mehr erforschen. Du hast
natürlich jetzt eine wunderschöne Perspektive, dass du sagen kannst, oh, in
kurzer Zeit gucke ich einfach mal beide Perspektiven an und
finde auch diesen Switch. Und im Grunde bist du ja genau jetzt am Anfang, um
einfach zu gucken, wie fühlt es sich an? was kann ich tun, was kann ich mir
erlauben, wo übertreibe ich, auch das gehört ja dazu, dass man ein bisschen mal
übers Ziel hinausschießt, um zu sehen, was geht und was nicht.
Und meine letzte Frage wäre jetzt so an dich, wird es dir denn schwerfallen,
diese ganzen Rechte und Verfügbarkeiten und Möglichkeiten, die dann auch wieder
abzugeben?
Mistress Pain & Mase
glaube nicht. Ich weiß ja, dass es nicht für ewig verloren ist oder so, sondern
ich weiß, dass wir immer wieder mal switchen werden und dann kann ich wieder die
andere Seite genießen.
Sebastian
Okay, wenn du diesen Weitblick in dem Moment hast, sehr schön. Das wird spannend
sein, wie so ein Wechsel sich wieder stattfindet. Ob sie irgendwann sagt, jetzt
bin ich aber wieder oben Und dann sagst du, ja, okay. Und zack ist die Sache
erledigt. Man weiß das nicht.
Mistress Pain & Mase
So in etwa.
Sebastian
Mase, du hast einen wunderschönen Einstieg gemacht. Ich versuche heute auch ein
paar kürzere Gespräche mit mehr Menschen zu führen, wenn die denn möchten. Ich
bin sehr gespannt, ob das funktioniert. Und ja, wir schauen mal, wie das
aussieht.
Mistress Pain & Mase
Bestimmt.
Sebastian
Und es gibt ja auch noch diesen Widerspruch. Ach, das mache ich gleich, wenn wir
aufgelegt haben. Ich kann noch ganz viel erzählen. Ich muss ja Zeit überbrücken,
bis das Telefon klingelt. Mase, vielen Dank und ganz viele Grüße an deine
Anruferin Mary
Jetzt-Sub. Und ich bin sehr gespannt, ob und wann sich das wieder wechselt und
ob sich vielleicht auch mal das eine oder andere Neue im Kopf dann ergibt an
Möglichkeiten.
Mistress Pain & Mase
Ja, wir werden berichten.
Sebastian
Wunderbar. Alles klar. Mach's gut. Tschüss.
Mistress Pain & Mase
Bis dann, ciao.
Sebastian
So, ihr Lieben, das war Mase. Sie hat den Anfang gemacht. Und wenn ihr möchtet,
die Nummer, soll ich sie nochmal sagen? Ach, ich sag sie nochmal. Wenn ich sie
finde, 051019118952 ist sie. und wenn ihr mögt, könnt ihr da einfach
anrufen, dann sprechen wir über Dominanz. Seht ihr das anders?
Tut ihr etwas für eure Dominanz oder wie empfangt ihr Dominanz? Wie offen
seid ihr dafür? Und ich spreche einfach mit der nächsten Person, die ihr anruft,
das läuft ja wie am Schnürchen hervorragend. Ich gehe mal ran.
Hallo, Sebastian hier, mit wem spreche ich?
Mary
Mit Mary, hallo.
Sebastian
Hallo Mary, schön, dass du anrufst. Ich bin sehr gespannt, was du zum Thema
Dominanz sagen kannst und möchtest. Wir haben ja schon ein paar Mal gesprochen.
Mary
Grüß dich.
Sebastian
ja, wenn ich das richtig im Kopf habe, nein, ich rate jetzt nicht,
dass mein Gedächtnis mich da ärgert. Okay, also
Mary
Also,
Sebastian
magst du beitragen?
Mary
Also, wenn ich, also, wo ich gespielt habe, wir haben quasi, also, mein
Spielpartner und ich haben im Prinzip
Pause und spielen nicht.
Ich habe für mich herausgefunden, dass mir zum Beispiel so mein
Aussehen und Kleidung und so hilft. Zum Beispiel hohe Schuhe und halt schickes
Outfit.
Mir persönlich hilft das sehr, dann auch stärker und dominanter aufzutreten,
weil ich in meinem natürlichen Charakter eher schüchtern bin. Und ja, ich bin
der Meinung, es gibt Dinge, oder was heißt Dinge, Es gibt die Möglichkeit,
dass man bis zu einem bestimmten Punkt darin
sich üben kann, dominant aufzutreten, mit zum Beispiel Hilfsmitteln wie Kleidung
etc.
Oder auch Make-up jetzt in meinem Fall.
Aber das geht vielleicht nur bis zu einem gewissen Grad, weil vieles auch von
der natürlichen Persönlichkeit her abhängt.
Und da kann man das vielleicht nicht so leicht ändern. dann.
Sebastian
Ja, es ist so ein bisschen, ich kann mir das vorstellen, wie
Mary
So eine Mischung aus beiden. Man kann es halt bis zu einem gewissen Grad lernen.
Sebastian
ich stelle mir schon vor, dass man morgens da vorm Spiegel steht und oder wann
auch immer, Aber dass man dann da steht und sagt, ich tue jetzt was für mich und
bereite mich darauf vor. Vielleicht wie ein Auftritt. Das
klingt so, als wäre es gespielt.
Mary
Ja, so
Sebastian
Aber man muss ja die Chance haben, mental auch da in diesen Space reinzukommen.
Mary
geht es mir. Das beschreibt mich sehr gut. Also ich
fühle mich dann so
rein und wenn ich merke, ich habe halt Lust zu spielen, dann fällt mir das
natürlich leichter.
Sebastian
Ja, also
Mary
Ja.
Sebastian
im Allgemeinen, ich stelle mir das so selber vor. In dem Moment, wo ich sage,
ich mache mich jetzt schick, dann fühle ich mich ja irgendwie ein bisschen
anders. Das ist durchaus ein Unterschied, ob ich morgens irgendwie halb
abgeranzt im T-Shirt zum Bäcker gehe und sage, zwei Brötchen
bitte, müde, oder ob ich dann wirklich strahlend den Raum betrete
und sage, ja, ich habe was für mich getan und an mir und jetzt strahle ich das
aus.
Mary
Genau.
Sebastian
was ich wollte beim Friseur. Ich habe mich danach wieder einfach ein kleines
bisschen, ja,
besser gefühlt, das heißt besser gefühlt, aber einfach so ein bisschen mehr, man
hat das Gefühl, man hätte Ausstrahlung. Ich meine, es ist nur ein äußerlicher
Wert irgendwie, aber trotzdem wirkt er
Mary
Ja. Ja, aber innerlich macht das ja auch was mit einem und das kann ja auch
helfen, finde ich.
Sebastian
du hast den Begriff Naturdominanz gesagt, den finde ich sehr schön.
Mary
Ja,
Sebastian
Würdest du sagen, also du bist an sich nicht dominant, warum bist du es denn
dann beim Spielen?
Mary
ich mich da, sag ich mal, bewusst in die Rolle einfühle und mache es so ein
bisschen like fake it till you make it, also so zu tun quasi.
Aber damit kann ich reinkommen in diese Rolle. Ist das verständlich?
Sebastian
Ja, man braucht auch so ein Übergang, das ist ja auch auf der submissiven Seite
so, dass ich kann nicht zum Podcastsubbie, wenn sie durch die Tür kommt nach
der Arbeit und sie mir eigentlich erzählen will, mein Gott, das und das ist
passiert, dann kann ich nicht hingehen und sage so, auf die Knie, mach mal.
kann ich schon, aber
Mary
könnte man, ja, aber,
Sebastian
das erfordert schon ein bisschen Fingerspitzengefühl, wenn sie sagt, nee, das
geht jetzt gar nicht, hat einen Scheißtag. Also auch da muss man ja auch die
Chance haben,
da reinzufinden. Und warum sollte es top da anders gehen ehrlich gesagt ja
Mary
ich bin da so, ich darf
noch ein bisschen achtsamer sein und darauf achten, ob
Sub mir Hinweise gibt, dass er spielen möchte.
Es ist auch schon passiert, dass ich Ansätze versucht habe und dann nicht
verstanden habe, dass er gerade nicht möchte oder keine
Anzeichen dafür gemacht habe und ich habe das irgendwie missverstanden und das
war doof. Also, ja,
Sebastian
gut aber das ist ja wenn ich wagte er kann auch nicht gewinnen also an der
stelle würde ich ja mal so ein spielversuch auch wenn es in dem moment nicht
passt ja würde ich trotzdem ich sag mal immer honorieren weil das ist ja dann
auch eine einladung ja es kann blöd sein aber man muss schon mal anfang machen
sonst passiert halt einfach nichts ja
Mary
und ich für mich hab so, also ich kann am besten spielen, wenn der
Mensch halt so real so bei mir ist und ich ihn sehe und wir halt so den Tag
zusammen verbringen zum Beispiel.
Ich hatte das schon so gemacht, dass wenn ich weiß, wir sehen uns heute und ich
hab theoretisch Lust zum Spielen, dann zieh ich mir eine bestimmte Halskette an,
die Sub dann sehen kann. und dann weiß er, ich bin theoretisch bereit. Und wenn
er bereit ist, kann er einsteigen, so ungefähr.
Sebastian
das sind ja mal diese schönen kommunikations man muss es nicht sagen
Mary
Ja,
ja.
Sebastian
okay wenn du jetzt sagst das ist aber schon eine rolle die ich einnehmen muss
stell dir mal vor du wächst also voll rein und kannst das gar nicht mehr ablegen
wärst du dann also werde wäre das okay für dich wenn du generell immer dann so
bist oder dass der nee also dass das muss schon zeitlich begrenzt werden.
Vielleicht steigt dir das ja dann auch zu so.
Mary
Ich glaube eher, dass das für mein persönliches Selbstbewusstsein gut wäre.
Sebastian
Okay, ach komm, ganz ehrlich, du rufst hier an in der Live-Sendung und
Mary
Ja, aber bei manchen Malen wünsche
Sebastian
das ist
ganz ehrlich, manchmal ein bisschen Muffensausen haben ist völlig okay, das hab
ich auch.
Mary
ich mir doch mehr.
Sebastian
Ja, also es gibt auch komische Situationen, wo ich auch denke, oh, muss das
jetzt sein? Ich glaub, das hat jeder und das ist auch ganz okay, solange man
sich davon nicht unterkriegen lässt.
Mary
das stimmt.
Sebastian
Okay. Okay, Mary, das nehme ich mal wunderbar als
Perspektive.
Mary
So,
Sebastian
Ich muss allerdings sagen, ich glaube, mit so einer ganz naturdominanten
Person, wo ich mich dann auch nicht mehr traue, was zu sagen, würde ich
vielleicht auch gerne noch sprechen. Mal sehen, ob so eine Person hier anrufen
möchte. Ich weiß es ja nicht.
Anruferin Loony
Ich mag das ausdiskutieren. Bei dir bedanke ich mich auf jeden Fall ganz, ganz
herzlich und ich wünsche dir einfach, dass der
Rollenwechsel einfach und gelingt und dass sich das für dich gut anfühlt und du
einfach ganz viel Spaß haben kannst.
Mary
danke schön.
Sebastian
gerne, mach's gut, tschüss.
Mary
Wiederhören. Tschüss.
Sebastian
das war Mary hier. Spannend. Also den Begriff Naturdominanz, den finde ich auch
nochmal spannend.
Die Frage, was ist das? Naja, wir gucken mal. Aber ich gehe jetzt einfach mal
ans Telefon, denn hier klingelt es wieder. Sehr schön. Hallo,
Sebastian hier, mit wem spreche ich?
Loony
Hallo, hier ist die Loony.
Sebastian
Hallo, Loony.
Loony
Hi.
Sebastian
Schön, dass du
Loony
Ich würde mich zwar nicht als naturdominant
bezeichnen, aber ich glaube, ich bin relativ extrovertiert. Vielleicht hilft
das.
Genau.
Sebastian
Extrovertiert, das ist ein schöner Begriff, weil das passt
Loony
Ja, zumindest werde ich so wahrgenommen. Von daher gehe ich mal davon aus, dass
ich das bin.
Sebastian
Okay, also extrovertiert könnte ja ein Indiz für Dominanz sein.
Nein.
Loony
Vielleicht.
Ich wollte noch mal eine andere Seite beleuchten, weil ich fand es ganz
interessant, dass am Anfang davon gesprochen wurde, dass Dominanz oft mit sowas
Autoritärem in Verbindung gebracht wird. Ich muss sagen, ich empfinde das wieder
aus einer etwas anderen Perspektive und sehe Dominanz auch als eine Art
Mentoring von einer anderen Person. Und ich spreche aus Switch-Perspektive, also
kann sagen, dass ich, wenn ich Dominanz zeige, eigentlich das Beste aus einer
Person herausholen will und schauen möchte, Wo liegt denn das Potenzial in der
Person? Wie kann ich ihr helfen, ihre Ziele zu erreichen? Und das eben in dem
Kontext, dass ich ihr vielleicht irgendwie Regeln und Struktur vorgebe und
andersherum genauso bei mir, wenn ich was erreichen will zum Beispiel oder in
irgendwas besser werden, dann hilft es mir oft, wie so eine neumoderne Muse zu
haben, die mir sagt, hey, schau mal da, das könntest du vielleicht noch
verbessern und dann ist der Ansporn nochmal ein ganz anderer. So
Sebastian
Okay, also das heißt, du verbindest damit einen Plan, einen Masterplan und ein
Ziel und das durchzusetzen ist eine dominante Tätigkeit.
Loony
in der Art, ja, ungefähr.
Sebastian
ja, meine Zusammenfassungen sind immer ein bisschen gruselig, das gebe ich ja
zu.
Loony
Also zu bürokratisch sollte es jetzt natürlich auch nicht sein, weil ich finde,
es ist ja doch irgendwo ein Bedürfnis, das man hat, zum Beispiel, wenn man jetzt
submissiv ist, dass man etwas gut machen möchte beispielsweise. Beispielsweise
und dadurch, dass man jemanden hat, der sagt, hey, du hast das auch wirklich gut
gemacht und dir da so ein bisschen die Regeln vorgibt, hast du einfach
so ein sehr schönes Wertesystem, was ja vielleicht auch manchmal schwierig ist,
wenn man sehr idealistisch denkt, dass man sehr hohe Ziele hat oder wenn man
perfektionistisch ist, dass man vielleicht auch sehr unrealistisch denkt und
dadurch, dass man nochmal diesen Puffer hat durch eine andere Person, kann man
sich dann darauf verlassen, hey, es passt, was du getan hast.
Sebastian
Die Frage ist ja jetzt, tust du etwas dafür, um dominant zu sein? Nein, also da
nehme ich jetzt mal den Begriff Naturdominant nochmal her, der sagt mir nach dem
Motto, es bedarf bei dir keinerlei Anstrengung oder Vorbereitung oder
irgendeiner mentalen, eines mentalen Switches, sondern das ist dann halt einfach
so bei dir, du bist halt so. Also, das
Loony
Ich glaube, das kommt ganz darauf an, mit wem man in so ein
Verhältnis tritt. Ich muss sagen, ich lerne Menschen gerne tief kennen
und ich könnte jetzt auch nicht jedem gegenüber dominant sein, zumindest jetzt
nicht im BDSM-Kontext, sondern das ist einfach irgendwo das
Verständnis eines Charakters, würde ich sagen. Wenn man weiß, wie eine Person
tickt und darauf achtet, was ist ihr wichtig im
Leben und dann erkennt, das sind deine Prioritäten, daran ansetzt, dann
funktioniert das. Aber das braucht sehr viel Verständnis füreinander.
Sebastian
Verständnis ist ja dann auch Sprache. Ich greife das mal im Chat auf eben.
Ich habe nur so mit halbem Auge gesehen, irgendwie ging es um das Wort Bitte.
Und da dachte ich mir so, ja, ich habe mal den Tipp bekommen, wenn du dominant
bist, dann sagst du nicht Bitte. Da dachte ich mir, Moment, natürlich sage ich
bitte, aber ich sage es halt auf eine andere Art und Weise.
Loony
finde ich ganz kritisch.
Sebastian
Also, aber kann Sprache, Formulierung ändern die was?
Loony
Ja, definitiv. Also ich finde, Kommunikation ist wie immer super wichtig in
Beziehungen. Und ich finde es ganz schlimm, wenn man sagt, hey, wenn ich
dominant bin, dann machst du das alles ohne Wenn und Aber. Das ist für mich
keine wahre Dominanz. Weil Dominanz beginnt auf Augenhöhe, auch wenn das erstmal
ein bisschen contradicting klingen mag. Ich glaube, man kann auch nur wirklich
sich dominiert fühlen, wenn da irgendwo Verständnis da ist füreinander.
Und nicht einfach bloß der Wille, ich will jetzt jemanden unterdrücken, das
macht keinen Sinn. Ja,
Sebastian
Ja, aber wie ist denn das? Du bist irgendwo und dann siehst du eine Person und
sagst, boah, die will ich dominieren.
So, jetzt gehst du dahin, stellst dich dahin, baust dich auf, rücken gerade,
kreuzt gerade aus und dann sagst du, Wir sagen ja nicht bitte und wir fragen
auch nicht, sondern wir sagen, wir werden miteinander spielen.
So, das ist doch schon mal extremst dominant und naturdominant. Und dann müsste
die andere Person als ersten Satz, wenn sie dich kennen, schon mal
widersprechen. Das will man ja nicht, man will ja höflich sein. Du merkst, ich
konstruiere gerade die schlimmste Art des dominanten Auftretens.
Loony
ich merke schon.
Sebastian
Gewinnt man oder verliert man so eher? Da du ja auch beide Perspektiven kennst,
wie würdest du darauf reagieren?
Loony
Also sowohl im Vanilla- als auch im BDSM-Kontext kann ich von
zwei Gegenextremen sprechen. Und ich würde sagen,
dass ohne Vorwarnung in die Dominanz hineinzutreten
nie eine sonderlich gute Idee ist. Und das kann ich dann auch nicht ernst
nehmen. Da bin ich vielleicht auch zu Bratty. Deswegen gutes Beispiel. Erstmal
Nein sagen ist eine gute Option.
Sondern ich glaube, man muss sich schon irgendwo auch verdienen, dass
jemand submissiv ist. Ja,
Sebastian
Ja, aber dazu darf man ja trotzdem dominant sein.
Loony
das schon. Aber ich könnte das jetzt nicht so out of the blue, wenn ich die
Person nicht kenne. Also ich brauche da schon sehr viel
Kennenlernen, Kommunikation dafür.
Sebastian
ja, aber das ist ja so die Frage. Also, wenn eine Person quasi immer
dominant ist im Alltag auch, dann, die schaltet das ja nicht ab. Aber, also, ich
glaube, Dominanz ist ja nicht das Gegenteil von Höflichkeit, Nettigkeit, von
Bitte sagen, auch von Hilf mir mal, ne? Also, das ist ja
einfach, ja, ich werfe es mal rein. Ich glaube, es kann ein
Wesenszug sein, aber ich bin mir nicht sicher, ob das nicht einfach so eine Art
verdeckter Egoismus ist oder so der Glaube an sich selbst, also diese
Extrovertiertheit, dass man dann sagt, ich glaube daran, dass das schon klappen
wird und dann trete ich automatisch so auf, auch wenn ich noch so höflich bin
und bitte und danke sage. Also die Höflichkeiten muss ich ja nicht wegtun dafür.
Also weißt du, was ich sagen will? Ich verhedder mich ja gerade völlig in
Worten.
Loony
Gut, also ich glaube natürlich, man benötigt ein gewisses Selbstbewusstsein,
aber man sollte keine Selbstüberschätzung an den Tag legen. So lässt es sich
vielleicht ganz gut zusammenfassen.
Sebastian
sieht das aus? Welche Freiheit gibt dir
es, dominant zu sein? Also was kannst du tun,
was du sonst eher nicht könntest? Welche Grenzen darfst du überschreiten im
BDSM? Okay,
Loony
Das
ist eine gute Frage. Ja, also ganz grundsätzlich muss ich sagen, in meiner
jetzigen Beziehung ist der Fokus vielleicht eher verschoben. In meiner letzten
war ich die Dominantere, in der jetzigen ist es schon wechselseitig, aber
der Fokus bei mir liegt weniger auf der Dominanz. Aber wenn er bei mir auf der
Dominanz liegt, dann gibt mir das die Möglichkeit, Möglichkeit, vielleicht doch,
ja, bis zu einem gewissen Grad Kontrolle darüber zu haben, in welche Richtung
sich eine Person entwickelt. Ich
Sebastian
ich habe gerade von Miss Sophie noch was im Chat gefunden. Dominanz hat was mit
Selbstbewusstsein zu tun.
Braucht man das zwingend? Ja,
Loony
glaube, es hilft auf jeden Fall. Man sollte jetzt
nicht aufgrund der Dominanz, ich finde es schwierig, wenn man
sozusagen Sub als Mittel zum Zweck einsetzt. Wenn also nur durch das
Dominieren einer anderen Person Selbstbewusstsein gewonnen werden kann.
Ich glaube, es sollte schon ein gewisses Grundselbstbewusstsein vorhanden sein,
damit man auf eine gesunde Art Dominanz zeigen kann.
Weil ich glaube, sonst führt das in eine gewisse Abhängigkeit.
Sebastian
aber
nicht der Dienst von Sub an Top, zu sagen, ich unterstütze dich in
deinem Selbstbewusstsein, in deiner Dominanz, in deinem Ich-Sein? Nein,
Loony
Ja, schon.
Sebastian
also wäre doch so. Aber das kann nur verstärkend sein, meinst du.
Und es muss aber schon da sein.
Loony
Das ist schwer zu sagen, so ich bin nur eine Person.
Sebastian
Ja, also meine Überlegung ist so dieses, wenn Subbie mich von unten anschaut und
sie genießt meine Präsenz in einem Moment, dann werde ich ein
gefühlten Stück größer und selbstsicherer. Das finde ich ja erstmal nicht
schlecht. Ja, ich muss immer aufpassen, dass ich da nicht größenwahnsinnig werde
und das ist nochmal so ein nächster Punkt.
Aber
ich genieße das schon und das ist ein Dienst von ihr an mich,
mich wachsen zu lassen.
Loony
vielleicht ist man so die gegenseitige Topfpflanze voneinander und man gießt
sich.
Sebastian
Was meinst du denn? Wo wird es übertrieben? Also wo würdest du sagen, wenn ich
mal so bin, dann könnte ich mich selber nicht mehr in den Spiegel ansehen?
Puh, das ist gut.
Loony
Puh. Ja, also wenn ich irgendwie in
meinem Verhalten sehen würde, dass ich jetzt vielleicht nur
meine Ziele durchsetzen will und dann nicht mehr
auf das Wohlbefinden einer anderen Person achte. Weil ich finde, das dominante
Part muss man sehr gut lesen können in der Körpersprache und Mimik des Anderen,
wie weit es gehen darf, wie weit es gehen kann. Und ich finde, das
ist primär Verantwortung, die man trägt.
Sebastian
Ja, das ist dann immer der
das sind die, ich sag mal, die sozialen Kosten daran. Ja, ich darf auskosten,
aber ich muss dann eben auch meinen Beitrag dazu leisten.
Es soll ja für beide schön sein, sonst wäre es ja wieder kein BDSM.
Loony
Okay,
Sebastian
Ich hab mal ein bisschen überlegt, sind sämtliche Disney-Bösewichte,
die dominant oder einfach nur größenwahnsinnig? Das fällt mir ein bisschen
schwer, weil ich habe hier gewisse Sympathien mit allen möglichen.
Loony
hast du ein Beispiel?
Wer fällt dir da ein?
Sebastian
Also meine Lieblingsfigur ist ja Hades von Herkules mit der blauen Flamme auf
dem Kopf, der ist absolut größenwahnsinnig und kein Stück weit dominant
Loony
Aha,
Sebastian
das macht einen gewissen Humor aus, aber es gibt so ein, zwei, drei Positionen
und Stellen, wo ich sage ja, das ist schon cool also da ist immer so die Frage
da ist es dann zu viel die haben ja immer diese Schergen des Bösen dann immer
dabei, egal was du hast das Böse hat immer Helfershelfer Und da ist dann immer
die Frage, ist das Dominanz oder ist das einfach nur Scheiße sein? Und da mag
ich mich nicht immer so entscheiden. Vielleicht mag der Chat mal sagen, welche
Trickfilmfigur denn tatsächlich dominant ist. Darth
Vader zum Beispiel ist auch größenwahnsinnig, das ist auch nicht dominant.
Ich bin sehr gespannt.
Loony
glaube, das ist auch immer eine Frage, wie sieht sich der Villain selbst, weil
aus der Perspektive des Villains ist er ja der Held.
Und wir kriegen ja eine konstruierte Sichtweise auf den Film, dadurch, dass
dieses Schwarz-Weiß-Denken halt in Erzählungen sehr stark verankert ist. Aber
da gibt es ja natürlich auch Gegenbewegungen oder jetzt zum Beispiel, ich
glaube, auch zu Ariel gibt es irgendwie die Version, wo Ursula beleuchtet wird
und wie es der eigentlich geht oder Maleficent wurde ja auch verfilmt,
wo diese Perspektive nochmal umgedreht wird. Und ich glaube, das macht auch
irgendwo den Reiz von Bösewichten aus, weil man deren Psyche vielleicht stärker
hinterfragt und sich überlegt, ja, woher kommt das?
Sebastian
Okay, also das heißt, wenn der Charakter detailliert genug gezeichnet ist, Dann
kommt auch so was wie ein Gefühl von Dominanz dabei heraus.
Also Dominanz ist niemals plump, kann man das vielleicht sagen?
Loony
Vielleicht, ja.
Ja, Dominanz ist überlegt, würde ich sagen. Also man muss auf
sein Umfeld achten. Und ich glaube, deswegen wäre auch kein Film derselbe, wenn
es keinen Bösewicht gäbe. Weil der Bösewicht erst den Helden irgendwo
rechtfertigt. Die
Sebastian
Was habe ich denn hier noch gerade gelesen? Scar aus König der Löwen.
Ja, könnte ich mir vorstellen.
Loony
Frage ist immer, was ist das höhere Ziel eines Bösewichtes? Und über welche
Leichen geht er dafür? Ach
Sebastian
Weltherrschaft, immer Weltherrschaft.
Loony
so, ja, grundsätzlich.
Sebastian
Genau, also Weltherrschaft. Das ist ja auch das Gleiche mit dem Podcast hier.
Weltherrschaft. Wie immer ist das das Ziel und nichts drunter.
Loony
Aber wir wissen doch, dass die Delfine die Weltherrschaft an sich reißen werden,
seit Douglas Adams.
Sebastian
Oh ja, und die Mäuse.
Loony
Und die Mäuse, genau.
Sebastian
Oh Gott, ich merke, so wenig gelesen habe ich in den letzten Jahrzehnten nicht.
Das ist ganz gut. Ich kann ein bisschen mithalten, zumindest bei Douglas Adams.
Okay.
Das wird spannend. Also jetzt sehe ich im Chat hier auch nochmal Wörter wie
narzisstisch. Ja, das wird nochmal spannend.
Loony
Ja,
Sebastian
Magst du noch was hinzufügen? Ansonsten mag ich mal schauen, was es da noch für
Meinungen gibt. Und ich habe noch mit keinem Kerl heute gesprochen. Wundert mich
ehrlich gesagt.
Loony
das ist erstaunlich. Also zum Thema Narzissmus kann ich sagen,
wie zu jeder Art der Neurodiversität,
man muss, glaube ich, abwägen. Ich würde niemandem sagen, sagen, du darfst
jetzt aufgrund deiner neurologischen Differenzen nicht BDSM betreiben. Ich
glaube bloß, dass es da definitiv auch unschöne Zusammenkünfte geben kann, was
das betrifft.
Sebastian
Ja, das ist halt immer das Thema BDSM, es ist dadurch definiert, dass beide
davon, dass beide daraus etwas Positives ziehen.
Loony
Genau.
Sebastian
wenn es das nicht ist, dann ist es das halt nicht. Wobei beide immer die Frage
ist, es können ja auch mehr Menschen sein, aber Fakt ist, es darf niemand, ich
sag mal, mental zurückgelassen werden.
Okay, so, okay, Loony, dich schreibe ich mit Y oder I hinten?
Loony
Mit Y und zwei O.
Sebastian
Mit Y, wunderbar.
Loony
Genau.
Sebastian
da bin ich ja. Okay, das wusste ich jetzt nicht, aber das ist natürlich
praktisch, weil dann kam ich ja gleich auf Disney-Cartoons. Sehr gut. Was ein
Die goldene Brücke hat sich irgendwie ergeben. Ich danke dir herzlich für deinen
Anruf und wünsche dir noch einen wunderschönen Abend und ich hoffe, dass wir das
Thema noch ein bisschen diversifizieren können. Was ist denn das für ein
Anrufer Dionysos
Wort?
Und dass wir vielleicht doch noch rauskriegen können, was ist Dominanz und wie
wird man das? Hab einen wunderschönen Abend.
Loony
Okay, dann vielen Dank.
Sebastian
Vielen Dank. Mach's gut.
Loony
Ciao.
Sebastian
Tschüss.
Hallo, Sebastian hier, mit wem spreche ich? Hallo,
Dionysos
Hi, Dionysos hier. Grüß dich.
Sebastian
Dionysos. Ja, da sind wir ja gleich wieder bei den Sagen, okay.
Dionysos
Ja, bin ich halt so weit geändert. Ja,
Sebastian
frage mal direkt, Dom oder Sub?
DOM, definitiv, gut. Dann, pass auf, du bist dran
und kannst sagen, was du magst und ich stelle dann irgendwelche blöden Fragen,
bin gespannt.
Dionysos
Dominanz finde ich ist ein
sehr, sehr spannendes Thema an sich, weil gerade dadurch, dass sich halt die
Dynamiken von Person zu Person eben unterscheiden, unterscheidet sich auch die
Dominanz anderen Leuten gegenüber immer. war. Also nur weil ich jetzt zum
Beispiel mit der Spielpartnerin sehr dominant auftrete, ist die Dominanz
einer anderen Sub gegenüber ja nicht unbedingt die gleiche.
Sebastian
Ja.
Heißt das, du passt das an? Du schaust dir die Person an und guckst, was passt
dazu?
Dionysos
Ja,
das auf jeden Fall, weil es ist halt genau wie mit den Vorlieben. Ich meine, die
einen Leute kannst du wirklich hart und böse quasi bespielen und
die Spielweise
Dominanz muss nicht körperlich sein, das läuft ja alles über den den Kopf. Und
da halten manche Leute eben mehr aus und manche halt weniger. Ich finde, es ist
völlig normal, dass man sich da dann auf seinen Spielpartner eben anpasst.
Sebastian
Hm. Wie bist du draufgekommen, dass du dominant sein könntest?
Hat man dir das gesagt?
Dionysos
Nein, man hat es halt einfach mitbekommen.
Ich bin jemand, der sehr fürsorglich ist. Ich nutze die Dominanz nicht nur, um
ganz blöd formuliert, meinen Größenwahn, wie wir vorhin so schön festgestellt
haben, irgendwie durchzusetzen und zu sagen, sondern ich will jetzt eine gute
Zeit haben. Ich mag halt das Nachhaltige dabei.
Schlechte Angewohnheiten abtrainieren, die beste Version von
meiner Spielpartnerin rausholen, die ich in ihr sehe. Einfach die Möglichkeit
zu haben, jemanden nach meinen Vorstellungen nachhaltig zu formen, ist einfach
wunderschön. Und genauso, ja,
Sebastian
Da haben wir also wieder die Sache mit dem Ziel. Wir haben also ein höheres
Ziel, das du in die Hand nimmst.
Dionysos
ob ich jetzt meine Sub für die Session in die Hand nehme oder
ob ich das jetzt weiterführe und quasi schaue, okay,
was kann man da noch rausholen, wo geht da noch was? Es macht einfach verdammt
viel Spaß. Also
Sebastian
Wie ist das im Alltag? Also brauchst du diesen Switch, Dominanz, Alltag,
Dominanz in der Session oder gegenüber deiner Sub oder bist du da einfach die
gleiche Person?
Dionysos
ich bin grundsätzlich ich.
Dadurch, dass meine Sub einen separaten Partner für ihre
klassische romantische Beziehung hat, gibt es keinen gemeinsamen Alltag.
Sprich, wenn wir uns sehen, haben wir automatisch unsere Dynamik und es ist
klar, okay, wir spielen jetzt gemeinsam.
Und dementsprechend gibt es da keinen Unterschied. Ich habe normalerweise auch,
bis ich die Kleine kennengelernt habe, immer gesagt, okay, so eine generelle
Machtverschiebung und generell dauerhaft einfach nur dominant sein zu wollen,
ja, kann man eben für eine Session machen, das ist in Ordnung. Aber
es ist immer mittlerweile so, dass diese Grunddynamik, die wir haben, sich halt
einfach sehr, sehr gefestigt hat und die außerhalb der Sessions läuft. Also wenn
wir uns sehen, ist ganz klar, okay, sie ist meine Sub, ich bin ihr Herr.
ja, blöd formuliert für uns beide, ist das ein Naturgesetz. Es ist halt einfach
für uns beide völlig natürlich, dass diese Machtverschiebung so existiert. Und wir
sind beide sehr froh, dass wir die Möglichkeit haben, das so auszuleben.
Sebastian
heißt, sie macht es dir auch einfach.
Oder sie ermöglicht es vielleicht sogar erst.
Dionysos
Unterwerfung ist ein Geschenk. Ich meine, man muss es ja wertschätzen.
Sebastian
Ja.
Dionysos
Na klar kann ich auch die Ellenbogen raus und sage, okay, pass auf bis dahin und
nicht weiter und Grenzen aufzeigen, natürlich.
Aber wer nicht will, der will nicht. Und da muss ich halt sagen, warum soll ich
mit jemandem spielen, der nicht möchte? Also sich da aufzuzwängen oder die
Dominanz mit einer gewissen Brechstange durchzusetzen, macht überhaupt keinen
Sinn.
Sebastian
Ja.
Tust du irgendetwas, um mal mehr, mal weniger dominant zu sein?
Gibt es was, was du für dich auch tust? Also,
Dionysos
Nicht wirklich. Also ja, die Sessions unterscheiden sich,
aber prinzipiell nein, ich bin einfach ich.
Und wenn ich sage, okay, pass auf, wir machen das jetzt rechts rum und dabei
machst du meinetwegen einen Kopfstand, dann wird das halt so rumgemacht. Dann
werde ich auch dafür Sorge tragen, dass es so ist.
Und wenn ich merke, okay, heute ist jetzt vielleicht nicht so der beste Tag oder
ähnliches, fahre ich halt auch ein bisschen mit meinen Anforderungen runter und
bin halt auch vielleicht mal ein kleines bisschen weniger konsequent. Lass
vielleicht mal eine Kleinigkeit durchgehen, merke, dass sie ihre Freude dabei
hat, hat, um dann ein paar Minuten später wieder zu sagen, so nach dem Motto, und
jetzt hier läuft das wieder wie gewohnt.
Sebastian
ich würde sagen, ein bisschen Geradlinigkeit, das Ziel nicht aus den Augen
verlierend. Könnten das Eigenschaften sein, die es beschreiben können?
Dionysos
Sehr.
Wobei ich halt auch sagen muss, es ist wie überall
im Leben. Ja, man hat ein Ziel, aber sind wir ehrlich, welcher Weg verläuft
immer geradlinig? Dann wird hier ein bisschen nachjustiert, dann wird da ein
bisschen nachjustiert.
Sebastian
Ja, aber trotzdem, man richtet sich immer wieder auf das Ziel aus. Und im
Zweifel lautet das, heute Abend möchte ich durchsetzen das. Und der feste Glaube
daran, und das wird so passieren. Und wenn ich das glaube und das auch
formuliere, das wird so passieren. Du kannst dich sträuben, du kannst meckern,
du kannst motzen, das wird so passieren. Da merkst du schon diese Worte, die
einfach ganz klar ausdrücken, das ist jetzt so. Du kannst es abstreiten und
diskutieren, es ändert aber nichts an der Sache. Ich glaube, da steckt schon
eine Menge Dominanz drin, einfach auch in der Art, es zu formulieren und in der
Art, es selber zu glauben. Also ich glaube daran, dass es so sein wird, dann
kann ich es vertreten und dann wird mein Gegenüber diese Dominanz auch spüren.
Dionysos
Ja, es hat auch sehr viel mit Körpersprache zu tun, mit der Art und Weise, wie
man sagt, formuliert, aber eben auch konsequent und dabei sehr glaubhaft
zu sein. Was nützt es mir, wenn ich Strafen über Strafen androhe und dann im
ersten Moment heißt es von der Gegenseite dann so, ja, okay, man reizt ja gerne
mal die Grenzen aus und dann passiert nichts. Man verliert seine
Glaubwürdigkeit.
Sebastian
Sagst du bitte?
Dionysos
Ich bin generell sehr höflich, aber nur weil ich Bitte sage, heißt es noch lange
nicht, dass es kein Befehl ist.
Sebastian
Ja, bitte kann auch sowas sein wie,
könntest du jetzt mal bitte stillhalten? Also dieses, diese
Unausweichlichkeit. Also es kommt immer darauf an, wie man etwas meint.
Ich versuche mal, was herbeizukonstruieren. Es gibt dieses wunderschöne Buch,
Shades of,
ich will immer sagen, Shades of
Dionysos
Bullshit.
Wir haben da eine ähnliche Meinung.
Sebastian
das sage ich nicht, das habe ich natürlich nicht gesagt. Aber da die ersten
Seiten sind so erfüllt von, sie hat ihn gesehen und er hat so eine
Ausstrahlung und wirklich nur auf Bildern gesehen oder ich weiß nicht, an ihr
vorbeigelaufen oder so und sie kann nicht, kriegt nicht mal den Mund auf und
alles, es wirkt alles so. Also er hat im Prinzip gar nichts dazu beigetragen,
außer dass er halt irgendwie ein Hemd trägt, beim Friseur war und sich gewaschen
hat und das Büro halt groß ist oder der Aufzug irgendwie besonders ist, keine
Ahnung.
Dionysos
Existiert und atmet.
Sebastian
Also es ist überhaupt noch nichts passiert und irgendwo kommt eine Ausstrahlung
her, die sie total umhaut und damit ist vollkommen klar, er ist der dominante
Typ und zwar der dominante Typ schlechthin.
Das ist ein ganzes Märchen.
Dionysos
sag mal, natürlich, ein gewisses Charisma hilft, gar keine Frage. Eine gewisse
Grundart, wie du Leuten gegenüber trittst.
Dominanz hat nichts mit Lautstärke zu tun. Es hat mit Präsenz zu tun. Es hat
generell damit zu tun, wie man auf Leute zugeht, wie du dich mit den Leuten
unterhältst. Ja, wenn jemand submissiv ist, glaube ich schon, dass es die
Möglichkeit gibt, einfach nur durch das Beobachten festzustellen, so nach dem Motto,
ja, der ist schon ganz lecker, ne? Und ja, man hätte Lust, da zu spielen.
Aber das hat jetzt nichts mit einem Anzug oder einem großen Büro zu tun.
Sebastian
Aber es geht mir um diese Wirkung. Also ohne etwas dazu beigetragen zu haben,
aus der Entfernung heraus, aufgrund von Informationen und Umständen, wirkt man
bereits dominant. Das kann ja auch mal verheerend sein. Man will das vielleicht
gar nicht. Ich glaube, einige Subs haben das Problem, dass sie dominant wirken.
Mädels und Jungs gleichermaßen. Sie tragen überhaupt nichts dazu bei, aber
werden so wahrgenommen. Ich glaube, das ist dann auch wie so ein Fluch, ne?
Dionysos
Also in der Haut will ich da nicht stecken, weil eigentlich wüsste ich ja
gesagt, wir bekommen so unter dem Motto, ne?
was dann da auf dich zukommt. Aber
Sebastian
Ja, also wenn man so
Dionysos
ich glaube, das liegt halt sehr, sehr stark daran, dass halt viele der
submissiven Leute halt auch genau wissen, was sie nicht wollen. Und das halt
auch sehr klar kommunizieren. Finde ich völlig legitim.
Und also mich wundert das halt bei vielen Leuten halt einfach nicht,
die halt auch, ich sag jetzt mal, im Alltag
diese dominante Ader oder diese dominante Art haben, um dann zu Hause dieser
Klassiker zu sagen, so ein Motto, aber
beim Spielen hätte ich dann doch bitte gern, dass jemand anderes den Ton angibt.
Also ich glaube, das ist tatsächlich weiter verbreitet, als man denkt.
Sebastian
jetzt muss ich meinen Faden wiederfinden. Das ist immer das Problem, wenn ich
zuhöre. Ich wollte etwas Schönes sagen, verdammt.
und du jetzt überlegst, stell dir mal vor, du gehst irgendwo hin und dann wirst
du missgedeutet, also deine Dominanz, sie prallt auf
Ablehnung.
Ich finde, man hat ja schon, ich sag mal, erarbeitet so ein bisschen
Ego-Push zieht man ja da raus. Stell dir mal vor, das wirkt auf eine Person
nicht so. Wie gehst du damit um?
Also machst
Dionysos
Ist doch das Normalste der Welt, dass man einen Korb kriegt, oder? Es kann doch
nicht sein, dass beide Seiten sich immer mal irgendwie automatisch beide gleich
ansprechend zu finden.
Sebastian
das ist aber dann wirklich immer persönliche Chemie zwischen zwei Menschen.
Dionysos
ja natürlich. Also ich kenne auch genug Pärchen, wo
er dominant und sie zum Beispiel sub ist, um bei dem Klassiker zu bleiben, aber
beide nicht gemeinsam spielen können, weil halt eben diese Alltagsdominanz, die
der submissive Part drin hat, dem Dom quasi die Füße weggezogen hat und
er halt dadurch nicht mehr ins normale Spiel reinkommt.
Sebastian
Ja, wobei das ist ja dann auch eine Frage des Wollens, weiß ich nicht.
Dionysos
Nein, ja wollen und können.
Weil du hast dann ja ein gewisses Bild von deiner Partnerin und auch
wenn eigentlich klar ist unter dem Motto, okay, von der Spielweise her würde es
theoretisch funktionieren, heißt es ja noch lange nicht, dass man irgendwie die
Dominanz des anderen irgendwie annehmen kann vom submissiven Part her. Also
generell, punkto Dating und Ähnlichem, dass sich zwei Leute finden, die sich
sehr gut verstehen und sich gegenseitig attraktiv finden und alles drum und
dran. Das ist für viele Leute schon schwierig genug. Aber dann halt auch noch
die Möglichkeit mit in Betracht zu ziehen, dass halt noch die ganzen Kinks
matchen müssen
und dass sich halt so eine eigene Dynamik aufbaut,
wo sich ein Wort irgendwie das nächste ergibt und das halt so wirklich dieses
dass es richtiges Spiel wird.
Weil, also das ist so die Magie dahinter, weil draufhauen kann, also blöd
gesagt, draufhauen kann jeder, das macht keine Dominanz.
Sebastian
Ja, deshalb habe ich das Thema auch ein bisschen getrennt und vielleicht verrate
ich mal, an dem Abend, als ich das Podcastsubbie dann real kennengelernt habe.
Ganz ehrlich, da sitzt man halt sechs, sieben, acht Stunden in
einem Laden und unterhält sich und verhandelt, ich nenne es so schön,
stundenlang die Kapitulation, die beide wollen.
Man verhandelt sie. Es wird nicht Hand angelegt oder irgendetwas, sondern man
einigt sich darauf, wie die Sache zu laufen hat, ohne dass irgendein weiteres
Druckmittel da ist oder so. Sondern man überzeugt, man umwirbt an der Stelle
einfach. Und dann ist einfach die Frage, ob das dem Gegenüber, ob das dann auch
zusammenpasst und wie sich das entwickelt.
Dionysos
Kinky flirten.
Sebastian
Wenn jetzt deine Spielpartnerin, wie dürfte sie dich nicht sehen?
Wo sagst du an der Stelle, da bin ich einfach mal gar nicht dominant? Du bist
jetzt ein Kerl, da würde ich sagen, schnupfen.
Einfach mal, um Klischee herzunehmen.
Dionysos
Ich habe überhaupt kein Problem.
Sebastian
Aber gibt es was, wo du sagst, das geht gar nicht?
Dionysos
Nein.
Absolut nicht. Ich bin einfach, in dem Fall ich, egal ob wir spielen
oder nicht, unsere Dynamik ist aktiv, solange bis wir uns wirklich
hinsetzen und sagen, okay, pass auf, hier Meta-Ebene, wir müssen mal irgendwie
über irgendwas quatschen, was jetzt gerade nicht in die Dynamik passt.
Ich habe auch kein Problem damit, mal einen richtigen Scheißtag zu haben und fix
und alle zu sein und dann halt einfach auch zu sagen, so, weißt du, die Welt ist
scheiße und das ist völlig in Ordnung so.
ich finde da halt einfach verdammt wichtig,
authentisch zu sein. Weil wenn du so einen richtig beschissenen Tag hast, hast
du vielleicht auch einfach nicht den Kopf irgendwie jetzt zu sagen, okay und
jetzt kriegst du die dämlichste Aufgabe, die mir gerade einfällt, nur zu meiner
Belustigung und so auf die Art und Weise, ja beschäftig dich doch mal selbst
damit. Das macht keinen Sinn. Ja,
Sebastian
Ja, ich füge Authentizität meiner Liste hinzu.
Ich glaube, das ist nochmal so vielleicht ein Wesenszug von Dominanz, dass man
sagt, ich bin halt ich
und das ist halt so, mit allen Stimmungen oder Nicht-Stimmungen.
Aber gibt es nicht auch mal Momente, wo du sagst, also da das ja für dich kein
Moduswechsel ist, sondern einfach, du bist so, wie du bist und das passt halt
auf das Label Dominanz und da hast du einfach Glück mit gehabt. Kann man das so
sagen?
Dionysos
es ist auch sehr
lange sehr unterschiedlich gewesen, dass ich mich
auch erst natürlich so reinfinden musste, dass ich jetzt einfach so reflektiert
bin, dass ich weiß, wer ich bin, dass ich weiß, was ich möchte und dass ich auch
ganz genau weiß, was ich nicht will.
Und man lernt halt immer dazu. Wer sich hinstellt und sagt, okay, ich bin jetzt
dominant,
okay, das ist eine legitime Aussage. Und dann wird er sich irgendwie, keine
Ahnung, wird er die Hose tragen müssen, die er da haben will. Aber ob er sie
ausfüllen kann, wird sich zeigen. Weil, keine
Sebastian
Da sprichst du was an, da habe ich einen super Widerspruch, den habe ich, als
ich meine ersten Stammtische besucht habe, immer, das habe ich immer wieder
gehört.
Auf der einen Seite sage ich, ich fühle mich in der dominanten Rolle am
wohlsten. Deshalb möchte ich diese Rolle im BDSM einnehmen. Das ist, wie ich
finde, völlig legitim. Ich fühle mich damit wohl.
Dionysos
Keine Frage.
Sebastian
So, dann bin ich so. Und dann hast du aber die anderen Menschen, die dann sagen,
du bist ja gar kein richtiger Top, du bist keine richtige Topse. Entschuldigung,
mir fällt gerade der richtige Begriff nicht
Ich wollte Dom so sagen, weil das wäre tatsächlich ein echtes Zitat aus der
Zeit damals, aber also das ist einmal die Bewertung durch das Umfeld und einmal
der Wunsch, wie möchte ich mich selber sehen und das kollidiert an der Stelle
ganz schlecht und dann wird immer gesagt, ja gute Tops, die erkennt man ja schon
und die sind da dominant und das merkt man, wenn die in den Raum betreten, bla
bla bla bla bla, was aber irgendwie nicht zum Selbstverständnis von BDSM passt,
dass ich ja eben das tun kann, womit ich mich wohlfühle und da sehr wenig
Grenzen gesetzt sind und ich finde, Meinst du, ist das noch so? Oder hat sich da
was gewandelt in der Betrachtung
Dionysos
Also
ich finde generell die Aussage, Aussage, so nach dem Motto, du machst es ja nicht
richtig oder bist du doch gar nicht. Wer sind wir denn bitte zu urteilen? Also
wenn jemand irgendwie, keine Ahnung, die Aftercare
vergisst oder man halt irgendwie so Geschichten mitbekommt, wo halt einfach
wirklich was eklatant falsch läuft, dann kann man sagen, okay, pass auf, ist
scheiße. Aber wer sind wir denn bitte zu urteilen, ob eine Person jetzt
irgendwie sich dominant fühlt oder nicht? Wenn ihm das Handwerkliche dazu fehlt,
weil sich keiner richtig
informiert oder sich noch nicht mit der Thematik beschäftigt oder meinetwegen
auch ein Neuling. Kann ja alles sein. Nein, aber jemandem sowas an den Kopf
zu werfen, finde ich einfach nur vermessen, weil es ist völlig egal, ob
du das 25 Jahre oder 25 Tage betreibst, solange du
und deine Partnerin dabei Spaß haben und ihr beide das auf einem gut
kommunizierten Weg macht. Bitte, tobt euch doch aus.
Sebastian
untereinander? Definitiv.
Dionysos
Und da muss ich halt auch genau sagen, diese Grundfestigkeit des Charakters
im Sinne von, jo, ich bin jetzt, also ich habe meinen Platz gelernt, ich weiß
jetzt genau, was ich möchte und was nicht. Und dann kann mir doch auch
scheißegal sein, was andere Leute darüber denken oder darüber sagen.
Sebastian
Ja, also das ist dann auch wieder so ein bisschen, das Selbstbild macht es aus.
Dionysos
Selbstbild macht halt in dem Punkt sehr, sehr viel aus. Aber es muss halt, wie
gesagt, authentisch sein. Wenn sich irgendjemand hinstellt und sagt, fake it
till you make it, absolut legitim, wenn halt immer ein
gewisser Fortschritt dabei ist, wenn man dann halt auch selber merkt, wie man
quasi in diese Rolle reinwächst, weil irgendwoher muss man es ja lernen. Aber
genau diese kleinen Unsicherheiten und die kleinen Fehler können deshalb ja auch
komplett aus einer Session rausreißen
Sebastian
Ja gut, das
Dionysos
dir den Spaß daran versauen.
Sebastian
hast ja schon gesagt, das ist dann Handwerk. Und Handwerk kann man ja
prinzipiell lernen. Und da ist noch kein Meister vom Himmel gefallen und da muss
man sich auch bewusst sein.
Anrufer Talazard
Dionysos
Natürlich.
Also, wer sich hinstellt und sagt, der weiß alles, lügt.
Sebastian
Der hat halt einfach noch nicht gelernt,
dass er nicht alles weiß.
Okay, Dionysos, ich mache hier an der Stelle mal einen Punkt drunter, denn hier
ist noch jemand sehr hartnäckig und das Gespräch will ich auf keinen Fall
verpassen.
Dionysos
Ja.
Alles klar.
Sebastian
Ich bedanke mich ganz herzlich bei dir und ja, ich habe schon das Gefühl, wenn
du sagst, das ist so, dann ist das erst mal so, weil du drüber nachgedacht hast.
Dionysos
Ja, kein Thema.
Sebastian
Das ist gut. Vielen Dank.
Dionysos
Ja, bis dann.
Sebastian
Mach's gut. Tschüss.
So, das war Dionysos Und jetzt ist der Moment, wo ich einer Person,
die es hier gerade schon ein paar Mal probiert hat, sage, jetzt. Und aha, da
klingelt es. Sehr gut, ich gehe mal direkt ran.
Oha, da muss ich jetzt mal direkt was pegeln hier. Hallo, Talazard!
So, du hast es jetzt ein paar Mal probiert, habe ich gesehen.
Heiko
Ja, ich wusste nicht, ob ich den Call aufrechterhalten soll, aber ich habe ja
dieses Tool benutzt.
Sebastian
Ja, alles gut.
Heiko
Wie das da funktioniert. Das Problem ist, eigentlich hat mein Vorredner schon
alles gesagt, was ich sagen wollte.
Sebastian
Ich kann
Heiko
Das ist so etwa genau meine Einstellung zu der ganzen Sache.
Sebastian
Ah, warte.
Okay, was ist der erste Punkt? Du pegelst nochmal ein ordentliches Stück runter,
denn du übersteuerst ganz fürchterlich. Du klingst wie so ein YouTuber gerade.
Heiko
Oh, okay, besser?
Sebastian
Die schreien auch immer in ihre Mikros. Aber noch ein bisschen mehr.
Heiko
Noch mehr, okay.
Sebastian
Ja, jetzt kommen wir der Sache näher. Sehr schön. Jetzt bin ich glücklich.
Heiko
Okay, das ist ja das, was wir wollen.
Sebastian
Genau.
Heiko
Oh
Sebastian
So, also, pass auf, wenn dein Vorredner schon alles gesagt hat, ich höre mich
übrigens im Hintergrund noch reden, aber ich weiß nicht, ob das noch kommt oder
nicht, ist auch im Prinzip egal. Egal.
habe jetzt zwei Dinge nicht angesprochen, eben in dem Gespräch, weil die habe
ich mir für dich aufgehoben extra.
Heiko
Gott.
Sebastian
Ja, und zwar, also da wir beide auf denselben Stammtisch, zur
selben Zeit gegangen sind, du kannst es nachvollziehen, dieses, die Person ist
gar nicht dominant, auch wenn sie das von sich selber sagt. Das kennst du, diese
Diskussion, ne?
Heiko
Ja, natürlich. Ich meine, wie du schon sagtest, wir kennen uns ja schon eine
ganze Weile vom Stammtisch. Und ja, das Problem, ich finde, man muss
jemanden auch nicht direkt auf einem Stammtisch oder auf einer Party ansehen, ob
er dominant ist. Dominanz ist für mich immer eine Frage, was ist für mein
Gegenüber dominant. Also ich habe für mich eine Einstellung, was ist für mich
Dominanz, was will ich damit ausstrahlen. Da gehört für mich sehr viel
Authentizität dazu. Ich will mich nicht für jemanden verbiegen, nur weil jemand
etwas anderes dominant findet. Das finde ich, das bin dann nicht mehr ich.
Und wenn jetzt jemand sagt, ja, du musst auf einer Party einen Anzug tragen oder
du musst das und das machen, um dominant zu sein, dann sage ich, nö, wenn ich
das nicht bin, bin ich das nicht. Wir hatten das Thema ja vorhin mit dem Thema
Lachen. Für mich gehört Lachen und Spaß beim Spielen dazu. Das ist für mich
wichtig.
Und wenn dann jemand sagt, nee, das ist aber nicht dominant, wenn du lachst, ja
gut, dann ist das für ihn halt oder für sie nicht dominant, für mich aber schon.
Sebastian
Ja, ganz ehrlich, wenn ich dominant wirken will, dann sage ich einfach dem Subi,
lass mich dominant aussehen. Und dann kuscht sie ganz besonders gut und dann
wirklich dominant. Also relativ einfach. Die Leute gucken ja mehr auf sie als
auf mich, weil sie ist die hübsche Person von uns beiden. So einfach.
Heiko
unterschreibe ich.
Sebastian
Super, danke schön.
Na warte.
Okay, pass mal, es gibt noch so zwei Dinge.
Heiko
Ja, oh,
Sebastian
Und zwar erst mal das Alter. Hilft das Alter beim Dominantwerden? Oder beim
authentisch Dominantwerden?
Heiko
das ist schwierig. Das kommt halt immer darauf an, wann fängst du an, wie kommst
du dazu. Und
ich finde, man kann mit 18 genauso dominant sein, wie mit über 40
oder über 50 oder über 60. Das hat, also für mich hat das Alter, das Aussehen
oder die Größe nichts mit Dominanz zu tun. Ich war vor Jahren auf einer Party,
da war ein Mann, der war vielleicht 1,64, 1,65, der war mit einer Frau da,
die war fast 1,80. Der hat eine Dominanz ausgestrahlt, obwohl seine Subbie so so
viel größer war, wo ich mir gesagt habe, Hut ab. Also das ist für mich wirklich
ausgestrahlte Dominanz. Das war sehr beeindruckend. Und dasselbe mache ich dann
auch am Alter fest.
Sebastian
Ja, da hast du recht. Also manchmal ist man da auch überrascht, weil man nicht
damit rechnet. Ich habe mal auch auf einer Party mal, ich sage es mal ganz
ehrlich, eine Oma gesehen.
Heiko
Genau.
Sebastian
Ja, also man saß da so in diesem Kneipenbereich da auf der Party und die ist
halt knapp 80 gewesen. Also darf ich Oma schon sagen und die sah erst mal ganz
lieb und nett aus. Und dann hat die den Mund aufgemacht. Meine Herren, ja, da
hätte auch ich mich da in die Reihe gestellt und gesagt, ja, Ma'am. Also ich
dachte, wow, also die wurde gar nicht laut oder irgendwas und auch körperlich
war da nicht viel drin, sage ich mal.
Mit Rollator und Co. Und dennoch war ganz klar, wenn die eine Ansage macht, dann
macht die eine Ansage.
Heiko
Ja.
Sebastian
Und ich konnte aber bis heute kann ich nicht sagen, woran das liegt, dass diese
Person mich direkt eingenommen hat. Also den ganzen Raum im Grunde, alle. Also
selbst wenn sie geflüstert hat, das hat jeder gehört.
War spannend und das ist dann wieder der Punkt Aura.
Heiko
Ja.
Sebastian
ich ersetze alter mal durch erfahrung also wird man besser oder geübter wie
geht's dir
Heiko
Was heißt besser? Also ich sage mal so, die
Technik kann man lernen. Also wie gehe ich mit meinem Seil um oder wie gehe ich
mit meiner Peitsche um? Das kann man jedem beibringen. Ob man demjenigen dann
auch, wenn er gar keine Dominanz hat, Dominanz beibringen kann, das kann ich
nicht beurteilen. Es macht schon sehr viel Selbstvertrauen aus, wenn ich mich in
dem wohlfühle, was ich da tue. Und das kommt mit der Erfahrung. Also ich sag
mal, auf meiner ersten Party als Dom, ich war super nervös, auch als Dom,
natürlich, warum auch nicht, weil ich meine, auch Doms sind Menschen, wie jeder
andere auch. Und von daher, aber ich bin wirklich, für mich persönlich, je
länger ich das mache, umso sicherer fühle ich mich, umso authentischer, umso
besser kann ich mich auch verkaufen und dementsprechend auch auftreten.
Sebastian
verkaufen
Heiko
Das kann aber für jemand anderen, wo die Naturdominanz, ich mag das Wort
einfach, diese Naturdominanz, weil nur weil jemand naturdominant ist, heißt ja
nicht, dass er das auch sonst ist. Ich meine, es gibt ja nicht umsonst dieses
Klischee, dass viele, die sonst in hohen Positionen sind, gerade Männer in
diesen großen Firmen, es kommt aus Japan und aus Firmen, man kennt das ja, dass
diese Manager dann zu einer Domina gehen, weil sie halt das irgendwann mal
ablegen wollen. Weil die Männer sind im Normalen naturdominant. Das sind sie
dann aber plötzlich nicht mehr. Genauso kann jemand, der sonst eher ein ruhiger
Mensch ist, auf einer Party komplett anders auftreten. Auch da, einer meiner
ersten und besten Freunde in der Szene, ist ein absolut ruhiger Mensch. Gibst du
dem aber Seile in die Hand und er ist mit seiner Partnerin irgendwo auf einer
Party oder sie treten irgendwo auf, dann ist das eine komplett andere Situation
und du erkennst ihn in dem Moment nicht wieder, weil er ein unglaublich
selbstsicheres Auftreten dann hat und auch diese Dominanz ausstrahlt.
Sebastian
überlege gerade mit dem ob man das lernen kann wenn ich überlege ärzte ja wenn
die notfallsituation passiert und da ist ein arzt dann wird der das zepter der
führung übernehmen in dem moment und durch sein wissen und dadurch dass er weiß
wissensvorsprung hat in dem und vor allen anderen wird er der Chef im Raum,
sofort, ja. Es spielt überhaupt keine Rolle, das funktioniert.
Also ist Kompetenz vielleicht noch hilfreich? Du weißt ja, ich und Seile, das
ist ja so ein Kompetenzproblem. Du und Seile, das ist ja etwas, da muss ich
gestehen, da strahlst du, indem du ein bisschen Schnur in die Hand nimmst,
strahlst du automatisch eine gewisse Grundkompetenz aus, die sagt, ich bin Arzt,
lass mich hier durch, ich weiß, wie es geht, ja. Da musst du gar nichts zu
sagen. Das ist einfach so, sobald du so ein Stück Schnur berührst, kann ich mal
direkt sagen, ist das so.
Also ist das eine Fertigkeit?
Heiko
Wie gesagt, das ist wieder das, was ich am Anfang sagte. Man muss authentisch
bleiben. Und wenn man das, was man gerne macht, auch tut, dann macht man das mit
Freude und dann strahlt man das auch aus. Und jetzt steht es gerade im Chat,
Kompetenz ist schon gut, wenn man das hat. Also deswegen, man sollte nichts
machen, wo man sich nicht wohl bei fühlt. Weil dann wirkt man unsicher und das
strahlt man dann auch aus.
Sebastian
Wobei ich ja mit meiner Inkompetenz immer ganz gerne spiele und ich bin der
Meinung, sie macht mich dominant, weil ich weiß, wo meine Grenzen liegen.
Heiko
ja gut
das sollte man als Dom auch wissen, wo seine eigenen Grenzen liegen das ist auch
wichtig
Sebastian
Ich habe mir noch einen zweiten Begriff für dich aufgehoben.
Heiko
okay,
Sebastian
Es geht ja um dieses Naturdominant, kann man das lernen, Erfahrung und so
weiter. Aber im Grunde gibt es eine relativ einfache Geschichte, die einem doch
hilfreich sein kann, wenn es die denn gibt. Talent.
Heiko
oh Talent also ich sag mal die Grundneigung, jemanden dominieren zu
wollen, sollte man schon haben, weil sonst wird's schwierig, also finde ich, wie
immer meine Meinung, wobei man das ja oft erlebt das ist jetzt wieder voll das
Klischee und ich weiß, wir haben 2022, aber aber viele Frauen fangen ja als Subs
an und erst später merken sie, oh, vielleicht probiere ich auch mal das andere.
Ich weiß nicht, woher das kommt. Warum sie nicht einfach als Dom einsteigen.
Eigentlich ist das ja die sichere Seite, wo man sagt, okay, hier kann mir
eigentlich nichts passieren, hier kann ich nicht an den Falschen geraten, hier
suche ich mir das selber aus.
Sebastian
Ich kann dir sagen, woher es kommt.
Heiko
Erzähl es mir.
Sebastian
Kultur und Kirche.
Heiko
Ja gut, da habe ich mit Kirche zum Glück nichts zu tun, von daher.
Sebastian
aber ich glaube, dass es daher kommt, kommt, dass wir einfach da gewisse soziale
Werte haben, die irgendwie in unsere Großeltern reingeimpft wurden, die immer
noch zu uns durchschlagen. Dass es daher vielleicht so ein bisschen kommt.
Deshalb haben Jungs auch immer blaue Latzhosen an und die Mädchen haben rosa
Röckchen an. Das wird schon in die Wiege gelegt. Aber wichtig ist ja, dass man
irgendwann im Leben dann das so ein bisschen abschüttelt und sagt, okay, jetzt
höre ich mal in mich rein und gucke nicht, was wird von mir erwartet.
Okay, also Talent und Kompetenz sind hilfreich.
Heiko
Ja.
Sebastian
ist denn, wenn du jetzt siehst, wie, ich nehme jetzt einfach mal das Beispiel,
ein Kerl sagt, ich bin Top und versucht da bei einem Mädel zu landen und du
siehst das. Und das klappt aber nicht. Und je mehr sie sich, ich sag mal, ziert,
desto mehr muss er ja aufdrehen. Man versucht dann ja zu sagen, ich bleibe ja am
Ball.
Hast du schon mal diesen Kipppunkt gesehen, wo aus einer Dominanz, die wirklich
da ist, so eine Art Verzweiflungsdominanz wird? Das ist ein schöner Begriff.
Heiko
das habe ich schon. Und das endet meistens nicht gut. Und das Problem
ist dann, also ich sag mal, bis zu einer gewissen Grenze sagt man sich, gut,
lass ihn machen. Man denkt sich dann, warum tust du das? Du merkst doch, es
bringt in dem Moment nichts. Erst wenn es, sagen wir mal, jetzt auf einer Party
zum Beispiel wirklich gefährlich wird.
Und das habe ich auch auf einer Party schon erlebt, wo dann wirklich das Ganze
in ein Spiel umkippt, was nicht mehr Consent ist. wo dann auch wirklich mehrere
eingegriffen haben und zu sagen, hier bis jetzt und jetzt hörst du mal auf und
ihm dann die Peitsche aus der Hand genommen haben, weil klar war, dass sie das
so nicht mehr will und sich einfach nichts zu sagen getraut hat in dem Moment,
es aber ganz offensichtlich war, dass das zu viel war, dann greift man auch ein,
aber ansonsten stellt man sich dann halt hin und sagt, ja gut, es soll jeder
seins machen, wenn er meint, dass das unbedingt probieren oder unbedingt
forcieren zu müssen, ja bitte, dass das am Ende dann nichts wird, das ist dann
leider offensichtlich.
Sebastian
Ja gut,
eine Partysituation ist natürlich ein klassischer Fehler.
Heiko
Schönes
Sebastian
Das hat glaube ich erstmal nichts mit Dominanz zu tun, sondern einfach damit,
dass man selber die Situation falsch einschätzt. Das kann passieren,
egal wie man da drauf ist. Also da habe ich tatsächlich immer ein bisschen
Verständnis für die Leute, weil BDSM hat man halt nicht aus dem Handbuch gelernt
und niemand hat gesagt, wenn du, wie beim Autofahren, zwei Bier und du fährst
nicht mehr, das gibt es beim BDSM in dem Sinne, zu viel Selbstaufpeitschung,
du weißt, was ich meine, dass man sich da so, ja, dass man
da so in so einen Strudel reingerät, so ein Machtrausch, sage ich mal.
Heiko
Wort.
Sebastian
Okay, frag mal, magst du noch was mitteilen?
Oder hast du
ich bin gespannt. Du kannst bei jedem Thema mitreden. Also ganz ehrlich.
Heiko
Weil ich mir als Dom sage, es gibt Sachen, die mache ich nicht. Also für mich
ist zum Beispiel ganz klar, ich mache nichts mit Nadeln, weil erstens reizt es
mich nicht, zweitens traue ich mir nicht zu. Und dann reite ich mich dann halt
da auch raus, wenn so ein Thema wäre. Also wie gesagt, man sollte auch als Dom
klare Grenzen haben und auch die gegenüber einer Spielpartnerin, einer Sub, klar
kommunizieren und sagen, hey, sorry, du möchtest das gerne, aber ich kann dir
das nicht bieten, weil das für mich eine Grenze ist. Und da sollte eigentlich
auch jeder Dom so die, ich denke, da sollte jeder die Eier dazu haben, oder halt dazu
stehen und sagen, nee, das kann ich nicht leisten, das möchte ich nicht, weil
das halt für mich zu viel ist. Da bricht sich ja keiner einen Zacken aus der
Krone. Das ist ja, jeder hat irgendwo Grenzen, wo er sagt, das mache ich nicht
mehr.
Sebastian
Okay, das heißt, ich schreibe mal das Sich-Selbstbewusstsein. Also nicht
Selbstbewusstsein, sondern Sich-Selbstbewusstsein als Adjektiv mit
Heiko
Ja, ja, unbedingt.
Schöne Adjektivsammlung übrigens.
Sebastian
ich bin gespannt. Ich glaube, sie ist absolut nicht vollständig. aber, oh warte
mal, ich kann ja, Computer können ja Dinge zählen, fällt mir gerade auf, machen
wir mal eine nummerierte, 13 Punkte stehen schon drauf sehr gut, okay ich bin
Anruferin Jasmin
gespannt ob da noch was dazu kommt heute
Talasa ich sage erstmal ganz vielen lieben Dank, ich trinke übrigens ein
Getränk, was du mir gesponsert hast
Heiko
Oh, sehr gut. Ich hoffe, du bist zufrieden damit.
Sebastian
absolut zufrieden also klar, das Tonic verwässert das natürlich ein bisschen,
aber passt sehr gut, das
Heiko
Sehr gut.
Da reden wir morgen drüber.
Sebastian
können wir machen ich wünsche einen guten abend ja mir auch tschüss
Heiko
Alles klar. Sebastian, hat mir Spaß gemacht. Ciao.
Sebastian
das war Talazard und wer noch möchte so ein, vielleicht zwei Personen gehen noch,
ah und da klingelt es tatsächlich auch hervorragend
hallo Sebastian hier, mit wem spreche ich
also hallo Jasmin ich bin sehr gespannt, ob du noch weitere Disney-Helden zu
melden hast und wie du Dominanz überhaupt siehst, denn als Rollenspiel-Mensch
glaube ich hast du da nochmal einen ganz anderen, tieferen Einblick
Jasmin
Ja, könnte ich nur berichten. Ich wollte eigentlich auch erst ein bisschen
Gegenrede zu Naturdominanz als Konzept halten.
Sebastian
Pass auf, sehr gerne, einen Punkt muss ich aus dem Chat aber nochmal ganz kurz
kommentieren von Skywise, das habe ich mir gehalten, ob ich das mit den Ärzten
wirklich glaube.
Dazu muss ich sagen, ich habe es gesehen und es ist unfassbar gewesen, das zu
sehen, wie eine Person einfach mal übernimmt. Also eigene Erfahrung und den Film
sieht man es ja auch. Das dazu. Aber die Gegenrede, die hätte ich jetzt sehr
gern von dir.
Jasmin
Ja, du hast halt auch schon ein paar Punkte angebracht, du hast ein paar
gekommen, eben mit hier der Klischee-Dom, die man sich vorstellt, ist männlich
und eben, woran liegt das, wo Leute anfangen? Und ich würde halt einfach sagen,
dass die Neigung, Dominanz ausüben zu wollen oder in einem Machtgefälle oben zu
stehen, konsensuell, die können alle Leute prinzipiell haben oder entwickeln.
Und einige Leute werden eben in ihrem Alltag mehr dafür belohnt, dominant
aufzutreten. Also die Gesellschaft belohnt das mehr. Natürlich, Geschlecht
spielt da eine Rolle, das spielt auch sozialer Stand eine Rolle bis zu einem
gewissen Grad und wenn man das als natürlicher sieht, dass eine Person, die eben
die ganze Zeit dahin gefördert wird, eben dominant aufzutreten in ihrem
Alltag und wenn die dann halt in den BDSM-Kontext tritt und zu sagen, ja, das
ist natürlich, weil das fällt der Person leicht, weil die wird an allen anderen
Stellen dafür belohnt. Und ich würde mir da eher wünschen, dass wir eben den
Wunsch nach Dominanz eher als natürlich sehen und auch Leute, die das vielleicht
eben erlernen müssen oder erstmal das Selbstbewusstsein finden, um eben in
einem BDSM-Kontext zum Beispiel dominant aufzutreten, während sie im Alltag das
eben gar nicht können, weil es eben sanktioniert wird durch die Gesellschaft.
Dass das eben ein genauso natürlicher Weg zur Dominanz ist und ein genauso
lobens- oder bewundernswerter und diese Personen eben auch genauso mit Recht
dominant sind und eben auch genauso tolle Doms sein können, wie eben Leute, die
ja praktisch ihr Leben darauf geprimed wurden und das entsprechend viel,
ich sag mal, intuitiver verkörpern können von Beginn an.
Sebastian
das beschreibt also so eine Art Erfahrungskonditionierung der Menschen. Also sie
sind dominant aufgetreten, wurden dafür belohnt, weil sie hatten Erfolg oder
eben nicht, also je nachdem wie ihr Umfeld war und dadurch konnten sie das mehr
oder weniger entwickeln vielleicht.
Also wenn ich zum Beispiel, ich habe in der Schule aufgemuckt, das ist in der
Regel schief gegangen, da gab es eher keine Belohnungen dafür, in anderen
Bereichen hat das aber sehr gut funktioniert und irgendwo ist was kleben
geblieben.
Jasmin
Genau.
Sebastian
Oder ich hatte eine gewisse Dominanz, weil ich in einer Sache halt als
Jugendlicher sehr gut war und deshalb habe ich da ein gewisses Selbstbewusstsein
gelernt und konnte mich durchsetzen und dadurch habe ich vielleicht auch diese
später in deinem Leben eher in diese Richtung gefunden, weil die positive
Bestärkung da war. Also kann das vielleicht den Weg bereitet haben?
Jasmin
glaube, ja. Und wenn wir uns mal die Wurzeln der BDSM-Szene ganz weit zurück
ansehen, da laufen halt dann Leute rum wie, was weiß ich, der Marquis de Sade, der
adelig ist, oder Sacher-Masoch, der auch adelig ist und die entsprechend halt
daran glauben, dass es Leute gibt, die von Geburt zum Herrschen unterwegs sind.
genau wie halt die leder szene sich aus einem militärischen kontext nach dem
zweiten weltkrieg entwickelt hat wo eben auch leute drin sind die gewohnt sind
in befehlsstrukturen aufzutreten eben als offiziere oder unteroffiziere und die
dann eben natürlich damit schon auftreten können die szene reinkommen also
sozusagen in den in den grundlagen der szene wurde halt auch schon glaube ich
auch konditioniert dass man eben die leute den leuten die dieses auftreten schon
haben
gewisses Gewicht gibt.
Sebastian
Ja, wo du gerade den militärischen Kontext mal angesprochen hast. Da ist es ja
noch mal gerade so, dass, also wenn du nicht gerade ganz oben an der Spitze der
Pyramide bist, dann bist du immer Befehlsempfänger und Geber. Also du hast immer
beide Aspekte. Das heißt, ich überlege gerade, da wird einem das Switchen ja
beigebracht. Oh, da muss ich mal gucken, ob jemand da zustimmt oder nicht.
Also da hast du immer noch mal beide Richtungen mit drin.
Jasmin
Ja, das ist natürlich sehr geschichtlich, aber in den Anfängen der Lederszene
USA war Switchen auch praktisch normativ. Also man fängt unten an und arbeitet
sich hoch.
Also man muss erst es unten erleben, bevor man eine Praktik tatsächlich
sozusagen ausüben kann, um Meister zu sein, halt im handwerklichen Sinne.
Sebastian
das wird ja im BDSM immer noch als gute Qualität verkauft, dass man bitte das
das Subsein möglichst nicht überspringt, damit man ja erkenntnisreich ist. Das
ist auch, glaube ich, gar nicht falsch, aber man darf es überspringen, glaube
ich.
Jasmin
Ja, natürlich. Mein Also mein Punkt war ja auch eben, die Leute sollen mit ihrer
Neigung folgen und das machen, was sich gut anfühlt. Und wenn sie eben
schüchterne Menschen sind oder introvertierte Menschen, aber sagen, nee, ich
möchte aber im Machtgefälle oben stehen, dann können die das halt machen und
können eben auch sehr beeindruckende Doms werden, würde ich, also aus meiner
Erfahrung jetzt so, dass, auch wenn man es ihnen im Alltag vielleicht nicht
anmerkt oder in der durchschnittlichen Situation. Man kann ja eben mit dem
Element Einvernehmlichkeit nochmal einen ganz anderen Faktor schaffen und da
auch viel mehr erlauben.
Sebastian
es ist schon natürlich immer in so einem ganzheitlichen Kontext. Eine Person ist
dominant in allem. Aber ich nehme mal so Aussprüche wie, oh, die Person
hat aber eine dominante Stimme. Diese Person hat ein dominantes Auftreten. Diese
Person verhält sich dominant. Dominant.
Ist das eine andere Dominanz als das Komplettpaket? Eine Person ist dominant?
Jasmin
Ich glaube, eine Person ist dominant, sagt man eben, wenn das dominante
Auftreten eben sehr mit dieser Person assoziiert wird.
Also wenn es sehr stark einfach die Wahrnehmung bestimmt und da kann man halt
was dazu machen, dass das so ist oder auch nicht. Also, wo du eben Rollenspiel
angesprochen hast, man kann halt Hoch- oder Niedrigstatus annehmen. Das ist halt
auch was, was man zum Beispiel für Theaterdinge lernt. Also, wie man seine
Stimme benutzt oder wie man sich halt körperlich hält, das beeinflusst, wie man
wahrgenommen wird. Und im Chat, Talazard schreibt auch gerade, dass man in der
Bundeswehr lernt, wie man mit der Stimme führt. Das ist halt auch was. Natürlich
kann man halt lernen, seine Stimme auf eine bestimmte Weise zu benutzen. Sei es
Betonung, sei es eben halt Lautstärke, was auch immer man da eben
herausarbeiten möchte. Da kann man auf jeden Fall, das ist halt auch Technik,
also Technik ist nicht nur Fesseln, Technik ist auch Navigation von
sozialen Situationen und eben auch Nutzung des eigenen Körpers und der eigenen
Stimme und auch bis zu einem gewissen Grad Schlagfertigkeit kann man auch
lernen. also man kann sich in situationen begeben wo man eben ja das übt
das
Sebastian
Ja, aber dann habe ich ja jetzt wieder, dadurch, dass ich das alles lernen kann,
was bringt mir dann noch Talent?
Jasmin
wie immer es gibt als florian zieling sozusagen du das talent sagt
dir halt wo du anfängst du es ist eine das ist eine grundlage für den start ist
und da gibt es halt manchmal eben ja oben also wie
was kann ich erreichen gibt es vielleicht auch begrenzung aber BDSM ist halt
überhaupt kein wettbewerb deswegen Also es geht ja nicht wirklich darum, der
Dominanteste von allen zu sein und ganz oben in der Hackordnung zu stehen. Also
ja, das ist
Sebastian
so.
Ich bin natürlich die dominanteste Person von allen, das ist natürlich
vollkommen klar. Das steht ja außer Frage. Frage.
Lass mich mal den Begriff Macht noch mal etablieren. Über den Begriff habe ich,
glaube ich, heute noch gar nicht gehört.
Macht, Macht, Dominant.
Jasmin
ein Mittel. Oder also hängt es natürlich ab, welche der
Definitionen man nimmt.
Wenn wir jetzt von Machtgefälle sprechen, dann gibt es halt eben auch sozusagen
den Power Exchange, also dass Macht übertragen wird an die dominante Person.
also Dominanz macht mächtig bis zu einem gewissen Grad.
Und du hast ja auch schon vom Hochspielen gesprochen, dass eben du Podcastsubbie sowas
befiehlst oder anrätst, lass mich mal dominant erscheinen. Wenn du jemanden
schon hast, über den du Macht hast, der dich hochspielt, dann erscheinst du
natürlich auch mächtiger und damit dominanter bis zu einem gewissen Grad.
Sebastian
Wobei, das ist natürlich nochmal so eine ganz krude Nummer. Was tut sie dann,
wenn ich sage, lass mich mal nochmal ein bisschen dominanter wirken? Also nicht,
dass ich das jemals getan hätte. Ich glaube, das ist immer in der Retrospektive,
dass man dann hinterher denkt, ach, guck mal an, das hat übrigens eine Wirkung
gehabt. Wenn sie sich dann besonders subbig verhält, dann ist es natürlich so,
ah, das strahlt meine Dominanz wunderbar. Wenn sie aber eher dominant auftritt
und ich die Person sein darf, die einzige Person in diesem Universum, die sie im
Nacken packen darf und sagen kann, Boden, jetzt. Jetzt, das ist so, also im
Grunde ist es egal, wie sie sich verhält, so oder so, das ist ja wirklich das
Gegenteil voneinander, aber ich habe in dem Moment das Gefühl, ich profitiere
davon. Es kommt nur darauf an, wie ich es wahrnehmen möchte und damit wirkt es.
Es spielt überhaupt keine Rolle, was die Leute sehen, sondern was ich daraus
mache, scheint irgendwie einen Unterschied zu machen.
Jasmin
Ja, sicherlich. Also es gibt auf jeden Fall auch Techniken, wie man andere Leute
eben, also wenn positiv auf deine
Aktion reagiert wird oder eben unterwürfig oder was halt immer gerade gewünscht
ist. Wenn eine Reaktion kommt, die dich in deiner Rolle bestärkt, das kann halt
eben von oben oder von unten sein, dann steigt halt eben auch deine eigene
Immersion um die Rolle. Du glaubst es mehr, dass es so passiert. Also im Theater
und im LARP oder auch im Rollenspiel ist das halt auch durchaus eine Technik, die
man verwenden kann, dass man halt eben den Status der Leute untereinander
klarstellt, um die Rollen auch besser spielbar zu machen. Also auch ich als
zwar extrovertierter Sub, aber eben doch halt eine Person, die überhaupt nicht
oben unterwegs ist.
Sebastian
Sagt doch Brat, extrovertierte Sub.
Jasmin
Ja, ja.
Sebastian
Also Brat passt, sehr
Jasmin
Es ist ja nicht dasselbe. Das Extrovertiert hat ja zu Brat nichts zu tun. Das
ist auch wieder ein...
Sebastian
Okay, das ist dann für die Folge Brat oder Brat sein oder nicht Brat sein, das
ist die Frage.
Jasmin
Ja.
Sebastian
Für diese Folge wird das spannend.
Jasmin
Nee, das... Nee, genau. Brat würde ich jetzt auch nicht... würde ich nie
verleugnen. Aber es geht mir jetzt halt gerade ja um... Also es ging mir gerade
nicht um meinen Ansatz im Spiel, sondern um die und die position aber genau also
ich kann halt auch sozusagen im rollenspiel kann ich die person darstellen
dieser dominant ist aber es bringt mir halt auf einer Kink-Ebene nichts weil das
nicht meine mein neigung entspricht so also das ist halt auch wieder ein ding
also nur weil es techniken gibt hilft es mir nichts
Sebastian
aber wenn man jetzt so eine Art kinky Rollenspielrunde macht, da könntest
du doch durchaus top sein.
Jasmin
könnte top spielen ja aber ich könnte es also ich wäre Also es würde mir halt
auf einer Kink-Ebene nichts bringen.
Sebastian
Okay, also da geht dann die Authentizität verloren.
Jasmin
Ja, oder eben, ich hätte halt auf anderen Ebenen Spaß damit, im Sinne von, ach
ja, ich habe das hier jetzt, ich habe jetzt erfolgreich diesen Charakter
dargestellt,
aber auf der Kink-Ebene bringt es mir wenig. Also man kann mich halt als eine
Top-Person casten, aber ja, ich bringe da halt dann eben nicht diese, sozusagen
nicht den letzten Funken, dass ich es selber lebe mit.
Sebastian
ok also ja ich versuche weitere Attribute der
liste hinzuzufügen ich glaube dominant ist man wenn man auf andere dominant
wirkt
Jasmin
Ja, ähm,
ja, durchaus. durchaus, wenn andere es anerkennen bis zu einem gewissen Grad,
mindestens eine Person.
Sebastian
wenn anderes anerkennen ok man wenn andere das
anerkennen so
Jasmin
Ich glaube, es hilft.
Ja, um nochmal einen Brat-Faktor reinzubringen, ich bratte halt auch mehr Leute
an,
Sebastian
ja bitte
Jasmin
deren Dominanz ich anerkenne, sozusagen, wo ich mir eine Reaktion wünschen
würde.
Weil, also es bringt mir halt nichts, eben jemanden anzubratten, der damit dann
überfordert ist oder von dem ich sozusagen keine Top-Reaktion haben möchte.
Also sozusagen richtig bratty werde ich halt nur gegenüber Personen, deren
Dominanz ich sozusagen schon anerkenne und wo ich bereit wäre, mich wieder in
die untere Position schieben zu lassen. Das
Sebastian
ok also da ist aber auch wieder dieses wechselspiel also gut Gut, dass wir
Menschen soziale Wesen sind, weil ohne das würde es Dominanz und Submission
nicht geben.
Wobei, im Tierreich geht es ja auch.
Jasmin
ist ja aber auch sozial.
Sebastian
Ja,
also, okay, aber dann haben wir ja, dann ist es ja so ein Urinstinkt sogar
schon. Denn es ist ja ganz tief verankert und verwurzelt, dass wir in Dominanz
und Unterwerfung denken.
Jasmin
Es ist, glaube ich, bis zu einem gewissen Grad, wenn wir jetzt auf so eine
evolutionäre Überlebensebene kommen, manchmal hilfreich, wenn eine Person die
Führung übernehmen kann und einer Person folgen kann.
also wenn jetzt irgendwie das Mammut kommt und man möchte vorweglaufen wenn eine
Person die Richtung angibt, das kann hilfreich sein
Sebastian
Ja, also, ich sag mal, Mut füge ich der Liste nochmal hinzu. Das ist ein guter
Punkt mit dem Mammut. Ah, spannend. Und da können wir jetzt ganz philosophisch
werden und ganz detailliert. Der Haken ist die Uhr. Und ich weiß, hier hat noch
eine Person gerade angerufen.
Jasmin
ja, ja
Sebastian
Jasmin, gibt es einen Punkt? Habe ich dich jetzt von irgendeinem Thema noch
abgebracht, was du sagen wolltest noch?
Jasmin
nee, ich hätte halt jetzt noch mehr Brat-Kram bringen können, aber lass lieber
noch jemand anders
Sebastian
Das muss man mit Respekt behandeln. Brat-Kram. Ich finde, das ist wichtig.
Jasmin
aber
wenn ich Doms nicht mit Respekt behandle, dann muss ich auch jetzt gerade das
Brat-Thema nicht mit Respekt behandeln
Sebastian
so, das wäre besonders bratty, wenn du die heilige Brattigkeit auch schätzt,
während, ja, das mit dem Dommsein, das ist jetzt nicht so die wilde Sache, das
kann ja jeder. Oh, das wäre mal ein Ansatz, richtig bratty zu sein, indem man
das Dommsein einfach sabotiert und nicht
Jasmin
das ja ist halt auch wieder wo wir es mit natur
bei leuten die da unsicher sind würde ich halt nicht machen das ist glaube ich
was man die limits vorher absprechen müsste so ja
Sebastian
Ja, ich glaube auch Dominanz ist so ein Punkt, da ist so eine gewisse Skala da.
Ich darf mich reiben, ich darf kratzen, ich darf beißen. Also die Range, wie
weit ich ärgern und provozieren kann, ist dann einfach ein bisschen höher, weil
ich darauf vertrauen kann, dass mein Gegenüber dann nicht in seinem Ego gekränkt
ist, sondern das perlt so ein bisschen ab. Mhm.
Jasmin
genau das also da gibt sozusagen eine person die eben klar dominant ist die weiß
ich stelle das gerade nicht wirklich in frage gibt mir da als Brat auch die
möglichkeit eben sowas zu machen
Sebastian
Jasmin, letzte Frage, weil ich es gerade im Chat sehe und ich hätte gerne deine
Expertinnen-Meinung dazu.
Jasmin
das
Sebastian
Diese Disney-Figur, wir haben noch was von Pixar im Chat gerade gefunden. Manni
das Mammut, dominant oder nicht?
Jasmin
ist glaube ich sogar dreamworks oder sowas aber der
der Daddy Dom der ist ja das ist halt so ein bäriger also pelziger typ
der so ich aber der hat halt auch irgendwie die kontrolle versucht es zumindest
zu halten also manchmal leicht überfordert also der Daddy Dom von Bratty
Littles einem einem ganzen Rudel davon.
Sebastian
Ja, oh Gott, das weißt du mehr als ich.
Daddy Dom.
Okay, dir ist klar, dass ich jetzt jenen Menschen, der von Daddy Dom redet, von
Anruferin Leia
Manni das Mammut dann erstmal hinwerfe und sage, passt das? Oh, das wird
spannend.
Jasmin
Gut, das hast du dir auch selbst jetzt zuzuschreiben. Ich hab nur die Frage
beantwortet.
Sebastian
Ich lasse das schön auf deinem Rücken. Sag immer, Jasmin hat gesagt. Dann
Jasmin
Ja, können Leute mich auf Twitter anschreiben, dass sie Ja,
Sebastian
Ja, genau.
Liebes Publikum, Beschwerden bitte direkt an Jasmin. Dankeschön. Okay, Jasmin,
äh, nein, Quatsch. Vielen, vielen Dank.
Schön, dass wir uns einfach mal wieder gesprochen haben. Ist lange her. und
immer wieder gern.
Jasmin
sehr gerne.
Sebastian
Mach's gut. Tschüss.
Es klingelt mal wieder. Das wird eine lange Sendung. Irgendwann muss ich noch
mal eine Schätzfrage machen, aber ich gehe erst mal ran und sage, Hallo,
Sebastian hier. Mit wem spreche ich?
Leia
Hallo Sebastian, hier ist Leia.
Sebastian
Hallo, Leia.
Hi. Wir reden über Dominanz.
Leia
Ich hab ja Jasmin mit dem sauren Apfelring bestochen.
Ähm, ja, also beides.
Sebastian
du dominant oder magst du dominante Menschen? Oder beides?
Leia
Ich bin Switcherin, beziehungsweise ich mag es eigentlich lieber mittlerweile,
mich als Femdom und als Bratty-Sub zu bezeichnen.
Sebastian
Aber nicht gleichzeitig.
Leia
Nee,
Sebastian
bei derselben Person oder doch schon?
Leia
mit meinem
Partner nicht weil er ist zwar auch Switch aber da passen
ausschließlich meine Dominante und seine submissive Seite zusammen
Es funktioniert zwar, dass er mich in sein Seil einwickelt und dann ist er aber
sehr verspielt, dominant, zurückhaltend und da darf ich nicht bratty sein, weil
das bringt ihn total raus
Sebastian
Okay.
Leia
Ja, das ist dann sehr niedlich.
hey, ich bin aber Switcherin. Ja, aber die Subs wollen auch mal unter sich
sein.
Sebastian
Aha.
Leia
Und ich war so, excuse me?
Also, das ist halt dieses, ich bin ja nicht permanent dominant und jedem und
allem gegenüber, sondern da, wo es halt okay ist, angebracht ist, also
vorzugsweise meinem Spielpartner gegenüber.
Sebastian
Okay, aber jetzt haben wir ja einen Punkt. Die Tatsache, dass du fähig bist,
dominant zu sein im Spiel, disqualifiziert dich als Sub.
Leia
Scheinbar wird das bei manchen so gesehen. Das ist, finde ich, dieses Vorurteil
gegenüber switchenden Menschen, Was ich total schade finde.
Und meine dominante und switchende Seite und Subseite wollen total
andere Dinge.
Also ich könnte mich auch nicht selber dommen, weil das würde auch nicht
zusammenpassen.
Sebastian
das erfordert dann sehr viel Disziplin, ne?
Leia
Oh, schwierig.
Sebastian
Ich schreibe mir heute eine Liste mit Dingen, die ich morgen erledigen muss.
Dann am nächsten Tag erledige ich sie und am übernächsten Tag bestrafe ich mich
entsprechend.
So, damit ich wenigstens einen Tag dazwischen habe und ein Stück Papier, was
vorgibt, was ist. Also so kann ich mir selber bedommen vorstellen. Okay, das
mache ich
Leia
weiß nicht, also ich nenne das dieses Erwachsensein und das funktioniert auch
schon immer nicht so gut mit Neurodiversität.
Sebastian
Okay, aber wenn du jetzt deine Position als
dominant charakterisieren möchtest, also ich habe ja jetzt hier diverseste
Eigenschaften mal aufgeschrieben, nicht alle davon sind gut, je
nachdem, aber was würde dich charakterisieren?
Leia
ja,
ich
Sebastian
Vielleicht kannst du mir mal so drei, vier Adjektive nennen, die irgendwie
sagen, das macht deine Dominanz aus.
Leia
mag es herausfordernd zu sein. Ich
bin aber auch gerne verspielt dabei.
Dabei, ja,
Sebastian
Das reicht, glaube ich, schon. Also das heißt, dieses ruhig gelassen, das Ziel
im Auge behalten, autoritär, gar nicht so sein.
Leia
aber auch gerne mit so einem Augenzwinkern. Also wir hatten ja heute schon
mehrfach das Wort Bitte.
Wenn ich das sage, dann eher so nach dem, so, machst du das bitte?
Dann ist es halt so, auf den Unterton kommt es dann an. Also ich kann ja
trotzdem einen höflichen Wortschatz verwenden, wenn ich es möchte. Aber das
klingt halt nicht wie das Bitte von Sub, wenn er um etwas bettelt.
Sebastian
Ja, wobei das ist dann die Frage, ob das denn noch, das Wort mag zwar Bitte
heißen und auch so geschrieben werden, aber das ist, glaube ich, ein anderes
Wort, sondern das ist eher so ein aber flott.
Leia
Oh ja.
Ja, schon.
Sebastian
Also die
Leia
Das ist halt mehr so, hast du es nicht gehört, muss ich mich wirklich
wiederholen. Aber stattdessen legt man es halt in den Unterton mit rein.
Sebastian
Ja, wobei das Bitte ja immer eher so in Richtung Frage geht. Also ich habe mal
vor vielen, vielen Jahren mal das Kunststück vollbracht und habe einfach mal
ausprobiert, ob mir das liegt, dass man einfach keine Fragen stellt als Top,
sondern dass man sagt, was passiert. Also nicht, kannst du mir bitte das Glas
geben, sondern du gibst mir jetzt das Glas oder gib mir das Glas. Also
alles als eine Aufforderung oder als ein Statement daraus
zu machen und einfach zu sagen, das wird jetzt passieren und dann einfach zu
gucken, was kommt dabei raus.
Leia
Also ein Statement, ja.
Sebastian
Es stellt sich übrigens heraus, dass es sehr kompliziert ist, A durchzuhalten, B
ist es irgendwann albern und C, man will ja auch menschlich miteinander umgehen.
Leia
Ja, da kommt es glaube ich drauf an, in welchem Zeitrahmen das macht. Also ich
meine, ihr wohnt zusammen. Meinen Spielpartner sehe ich halt alle paar Wochen.
Das ist halt immer ein anderer Zeitrahmen. Wobei ich, also ich weiß jetzt nicht,
wie sessionbasiert das bei euch zum Beispiel wäre.
Sebastian
Ja gut, es gibt ja auch eine Anfangszeit, man zieht ja nicht zusammen und sagt
dann, jetzt können wir endlich spielen, vorher dürften wir ja
Leia
Das Thema hatten wir schon mal, dass er mit seiner Frau zusammen wohnt.
Sebastian
Ja, ich glaube, das ist auch einfach sehr kompliziert, weil man dann einfach
versucht, die aufgezwungenen Spielregeln so sehr zu erfüllen, dass man bei jedem
Satz nochmal nachdenkt, was sage ich da gleich, dass dann einfach diese
Natürlichkeit auch einfach verloren geht.
Leia
Ja, also zum Beispiel diese Aufforderung als Statement sage ich gerne für ein
Getränk also zum Beispiel ist es halt klar, dass er mir das Getränk bringt, das
Wasser bringt, den Kaffee macht und dann sage ich gerne ich hätte jetzt gerne
meinen Kaffee und er weiß ganz genau, okay dann hat er das jetzt zu machen
Sebastian
Okay, ein Bedürfnis äußern und das ist ja im Selbstverständnis der Job, dass das
Bedürfnis erfüllt wird.
Leia
genau, und das halt
Sebastian
Hm.
Leia
genau für sowas geht es, aber dann Dann weiter während einer Session oder so
passt es für mich auch nicht. Das fühlt sich zu unnatürlich an, weil im normalen
Sprachgebrauch redet man halt in der Regel nicht so.
Also manchmal gegenüber dämlichen Arbeitskollegen ja, aber ich versuche es
eigentlich zu vermeiden.
Sebastian
muss mal kurz was von Nia aus dem Chat einwerfen.
Leia
Ja bitte, den sehe ich gerade nicht.
Sebastian
Dominanz und Unterwerfung können schlecht für sich alleine stehen. Ist quasi
reaktionär. Ja, dem stimme ich zu.
Leia
Ja voll,
voll. Also jemand, der laut in den Raum schreit und versucht dominant zu sein,
Wenn dem niemand zuhört, dann verhallt das halt auch nur. Und wenn jemand
versucht, unterwürfig zu sein und keiner merkt es oder keiner möchte darauf
eingehen, dann hat das ja auch keinen Mehrwert für die Situation.
Bei meinem Partner zum Beispiel, der ja auch mein Sub ist, mag ich es total
gerne, dass er ganz oft das sozusagen anbietet,
submissiv zu sein. Also nicht nach dem Motto, darf ich das jetzt oder ich möchte
das jetzt, sondern dass er halt einfach seine Ausdrucksweise und seine Art
ändern sich. Dass er dann fragt, ob er bitte was für mich machen darf oder so.
Er schafft es total schön, dass es dann von dieser Augenhöhe ins Machtgefälle
rüber geht, wo ich halt total einfach drauf anspringen kann. Da
hatten wir letztens eine schöne Situation, da waren wir zu dritt bei mir. Da war
noch eine andere Freundin da, mit der ich halt nicht spiele. Und er
und ich waren halt nicht sozusagen an sich im Machtgefälle. Und trotzdem hat er
mir den Kaffee auf Knien gebracht. Und ich habe das nicht erwartet und ich habe
sozusagen nicht darum gebeten, sondern nur gesagt, hey, kannst du mir den Kaffee
bringen? Habe sogar von meiner Seite aus es auf Augenhöhe formuliert. Und
plötzlich hat er sich von sich aus hingeknien. und ich bin geschmolzen.
Sebastian
glaube ich. Wie hat denn die Freundin darauf reagiert?
Leia
Total gut, die fand es wunderschön, unsere Dynamik sehen zu dürfen.
Also die ist halt auch im Kink und die beiden sind schon länger befreundet und
deswegen konnte er halt einschätzen, dass es für sie in Ordnung sein wird, das
mitzubekommen.
Sebastian
Okay,
Leia
Ja, also dieses nicht Unbeteiligte mit einbeziehen, da achten wir dann schon
drauf.
Sebastian
ich finde, das ist jetzt erstmal ein guter Schluss für heute.
aber auch ein bisschen auch, ich gebe es ja zu an der Uhr, schon wieder 20 nach
Leia
Oh ja, oh mein Gott.
Sebastian
wahr sein. Nein, da hast du Bettzeit, okay.
Leia
In zehn Minuten habe ich Bettzeit.
Die Schätzfrage
Sebastian
Ich frage jetzt nicht weiter.
Leia
Ja, Bürojob und so.
Sebastian
Ja, geht mir auch nicht anders. Aber ganz ehrlich, meine Probleme, morgen
aufzustehen, sind erst morgen meine Probleme. Das kann ich ja für heute erst mal
ignorieren.
Leia
Subbie ist ja mein persönlicher Wecker, deswegen wird das schon klappen mit dem
Aufstehen.
Sebastian
Ich habe noch ein paar Fragen aus dem Publikum. Ich werde die jetzt hier nicht
mehr verbauen können. Das ist eigentlich sehr schade.
Ich bedanke mich jetzt erst mal ganz herzlich bei dir. Grüß dich, genieß die
Dominanz und das Gegenteil davon. auf welcher Seite auch immer.
Leia
Oh ja, das werde ich.
Sebastian
bedanke mich ganz herzlich für deinen Anruf. Mach's gut.
Leia
Vielen Dank. Tschüss.
Sebastian
So, ihr Lieben, es gibt ein paar Pflichtdinge, die auf der Liste stehen. Ja,
diesmal habe ich Publikumsfragen bekommen und ich werde sie einfach gleich mal
selber versuchen zu beantworten, während wir hier diese Schätzfrage bearbeiten.
Da ich das Podcastsubbie wegen »Sie ist schon seit so lange wach« irgendwann ins
Bett geschickt habe eben, mag ich euch die Schätzfrage hier einmal präsentieren
und dann wird mein Tonmeister hier mal versuchen, das auszuwerten. So, das gibt
mir die Gelegenheit, in der Zeit ein bisschen was zu machen. So, mein Lieber,
also du wirst gleich hier als Gast einmal gucken, ob du hier rauskriegst, wer am
nächsten dran ist. Die Schätzfrage, wie funktioniert das? Für die Menschen, die
es noch nicht kennen. Ich glaube, es kennen alle, die jetzt so lange zugehört
haben. Ich poste euch trotzdem ein wunderbares Bild von einem Kochlöffel. Da
steht drauf, Brat mit Herz.
Und wenn ihr den haben möchtet, ist ganz einfach. Ihr schätzt im Chat einfach
die Antwort auf meine Frage, die ich euch stelle und wer am nächsten dran liegt,
der schickt mir oder die schickt mir eine E-Mail, eine Telegram-Nachricht, was
auch immer mit einer Postanschrift und dann stecke ich das morgen übermorgen in
den Umschlag, dann ab zur Post damit und in ein paar Tagen haltet ihr einen
Kochlöffel in der Hand. So, dann kommt schon die Frage, wer ist denn der
Tonmeister? Ich glaube, das darf ich so nicht sagen, es sei denn, der Tonmeister
beschließt, sich als Tonmeister zu outen, das kann er selber tun.
So, und zwar die Schätzfrage. Ich habe im Wohnzimmer ein Bücherregal und da gibt
es eine Ecke mit den BDSM-Büchern, also alles was so Geschichte der O,
Würdigung der UnterstützerInnen
SM-Handbuch, alles was so dazu gehört. Einige sind im Moment verliehen, andere
sind sogar noch ungelesen, aber sie sind immerhin da. Da, meine Frage, wie breit
ist dieser, oder wie hoch wäre dieser Bücherstapel, der in meinem Regal steht?
Also ich habe die Bücher ganz normal, ich stapel die jetzt alle auf den Tisch
und dann nehme ich das Lineal, messe und zwar Antwort in Millimetern. Das muss
ja auch mal eine ordentliche Zahl geben. So, also was meint ihr, wie viel
BDSM-Literatur, Schundbücher und Zeugs hat der Stix bei sich stehen?
Okay, während ihr schätzt, mag ich mich ganz herzlich bedanken bei den Menschen,
die den Podcast unterstützen. Und das tun einige Menschen. Und ich glaube, ich
habe es neulich mal ausgerechnet, jeder tausendste Hörer, jede tausendste
Hörerin beschließt, im Podcast etwas Gutes zu tun. Und in den letzten zwei
Wochen waren das erstmal Oliver, vielen Dank an dich, Yildiko, Jana, Jonas,
Sonja, Sven, Guido und Christian. Vielen Dank an euch, dass ihr das hier
möglich macht, dass ich hier wirklich sorgenfrei podcasten kann und dass obwohl
die Zeiten ja eher auf, wir halten unsere Kohle beisammen und stecken das Ganze
in irgendwelche Gaskessel, toll, dass das trotzdem möglich ist. Dafür ganz, ganz
vielen lieben Dank und echt klasse. Und weil da auch noch ein, zweimal Menschen
gesagt haben, ja, sie würden ja gerne unterstützen, aber es ist gerade
schwierig, müsst ihr nicht. Wenn ihr die Ressourcen habt, sehr gerne, dann nehme
ich die Kohle und stecke sie alle in den Podcast rein. Und wenn nicht, ist das
gar nicht schlimm. Ich möchte, dass die Kunst der Unvernunft von jedem gehört
werden kann, ohne Barriere, ohne Paywall und irgendwelche blöden Sachen, die
dafür sorgen, dass nicht jeder den Podcast hören kann. Also deshalb macht euch
da bitte überhaupt keine Sorgen. Aber wenn ihr könnt und möchtet, dann geht
gerne auf die Unterstützenseite des Podcasts und da findet ihr sicher eine
Möglichkeit. Eine der besten Möglichkeiten ist übrigens immer weitersagen,
weitersagen, weitersagen. Das kostet nichts und dann hören einfach noch mehr
Menschen die Kunst der Unvernunft.
Ja, so und ich sehe schon im Chat hier sind hier ganz viele Antworten.
Wow, 3600 Millimeter lese ich hier. 3
Meter. Ihr traut mir was zu. Okay, ich
bin gespannt. Ich mache jetzt gleich mal eine Linie hier im Chat und alles, was
über der Linie ist, wird gewertet. Und jetzt muss ich natürlich meinem
Tonmeister auch die Antwort geben, schreibt er gerade. Ja, möglicherweise wäre
das relativ wichtig, um rauszukriegen, wer hier am nächsten dran ist. Dem sage
ich mal Bescheid. Okay, die Antwort ist gepostet, die sage ich euch jetzt noch
nicht und er kann jetzt in aller Ruhe auswerten, wer ist da am nächsten dran und
sobald er mir was sagt, werden wir eine Person küren, die ja demnächst einen
neuen Kochlöffel in der Küche, im Wohnzimmer, im Schlafzimmer, egal wo haben
wird. Manche hängen sich das übrigens auch ans Auto, an den Rückspiegel. Ich
weiß nicht, ob das so toll ist, aber offenbar geht das, wenn die Scheibe groß
genug ist. Okay, jetzt gehe ich aber doch nochmal kurz auf den Chat ein.
Von Blümchen kam so die Frage, das Thema Unsicherheit wäre interessant. Und ja,
muss ich sagen, habe ich vergessen, heute hier einzubauen.
Also Unsicherheit wirkt wenig dominant, aber Dominanz ohne angebrachte
Unsicherheit, glaube ich, ist auch wieder blöd.
Ich glaube, da kommt es dann wirklich auf das an, was zum rechten Zeitpunkt ist.
Jetzt fange ich an, Fragen zu beantworten. Also es ist nur meine persönliche
Einschätzung, jetzt kann auch niemand mehr was dazu sagen. Man möge mir
widersprechen und dann werde ich das einer der nächsten Sendungen auch
richtigstellen.
matriya schreibt sind switcher weniger dominant oder unglaubwürdiger dominant
glaube ich nach der sendung heute ist definitiv klar switcher können genauso
dominant sein und ich würde meinem adjektiv noch meine adjektiv liste noch etwas
hinzufügen wollen dominanz kann auch sein die glaubwürdige fähigkeit zur
Boshaftigkeit. Aber das könnt ihr mir bitte noch mal
sagen ob das dass noch ein passendes Adjektiv ist. Ich würde sagen, im
BDSM-Bereich kann das durchaus passen. Wenn eine Drohung dann auch eine Drohung
ist,
schreibt Andrea, warum dem Chat hinterherhängt. Ja, ich weiß, warum das so ist,
weil dein Browser beschließt, wie viel er cachen mag. Um dieses Delay
wegzukriegen, kann man allerdings auch die PodLive-App benutzen und da ist der
Delay in der Regel unter einer Sekunde. Die Möglichkeit gibt es, da kriegt man
auch gesagt, Mensch, der Stix streamt wieder und dann poppt auf dem Handy eine
Nachricht auf.
So, der Tonmeister hat einen Sieger gekürt. Ich glaube, es ist ein R.
Und zwar, also, ihr werdet es nicht glauben, aber ich habe relativ wenig Bücher
da stehen, weil ich irgendwann auch mal einen ganzen Stapel verloren habe. habe.
Deshalb sind es 546 Millimeter, also 54 Zentimeter, 6 Millimeter ist mein
Bücherstapel hoch und Crunch war mit 524 Millimetern am nächsten dran. Deshalb
sage ich herzlichen Glückwunsch. Von dir brauche ich jetzt auf irgendeinem Weg
eine Anschrift. Bitte nicht in den Chat posten, das ist auch schon mal
vorgekommen, sondern auf irgendeinem anderen Weg. Schreib eine E-Mail zum
Beispiel an Sebastian at kunstderunvernunft.de und dann bekommst du post von mir
So, Crunch mit 524 hat gewonnen, muss ich mir auch notieren, sonst weiß ich das
morgen nicht mehr hervorragend okay ich gucke noch mal auf meinen spickzettel
was ich dann noch so finde. Übrigens, die nächste Folge ist noch nicht
aufgenommen ich habe noch zwei wochen zeit ein anderthalb noch das zu tun ich
Fazit und Verabschiedung
glaube die wird nicht pünktlich erscheinen im moment ist aber auch einfach der
der normale job der wirklich sehr an mir zehrt und der gerade ein ein bisschen
verhindert, dass ich Aufnahmetermine machen kann, wie ich das möchte.
Im Zweifel
holen wir das mal irgendwann nach, aber im Moment muss ich da echt ganz genau
gucken, wie kriege ich das hin und der Podcast soll ja Spaß machen und schön
sein und soll sich nicht wie Arbeit anfühlen und ich glaube, das würde es, wenn
ich dann
an der Stelle wirklich dann auch die wenige Freizeit, die gerade da ist, opfern
würde.
Deshalb da bitte ein bisschen Verständnis, wenn es im Moment ein bisschen
holpriger ist, was neue Folgen.
Okay. Was habe ich noch?
Die Kaffeebecher sind alle endgültig. Das heißt, es gibt nur noch welche, wenn
man hier mit mir aufnimmt oder einmal im Monat aus dem Lostopf gezogen wird.
Dieses Mal habe ich übrigens ein paar Gäste wieder hinzugefügt und ich glaube,
ich mag mich jetzt erstmal ganz herzlich bedanken bei Mase, bei Mary, bei Loony,
bei Dionysos, Talazard, Jasmin und Leia. Ja, es hat
mir sehr viel Spaß gemacht, dass ich heute mit euch über das Thema diskutieren
konnte. Ich habe jetzt hier eine gewisse
Liste an Adjektiven, die werde ich in die Show Notes reinschreiben, was Dominanz
sein kann.
Ich glaube, sie ist weder vollständig noch auf jeden anwendbar. Vielleicht kann
ich so als Fazit heute Abend einfach mal ziehen, Dominanz ist das,
was man daraus machen mag, wie man sich fühlen mag, wie man sein Gegenüber
wahrnehmen mag und dann ist Dominanz einfach eine Sache der Absprache und
Kommunikation und manche Menschen haben vielleicht ein bisschen mehr Talent,
andere haben ein bisschen mehr handwerkliches Geschick und dann
kommt aber für jeden das dabei raus, was es sein soll. Ich glaube, niemand wirkt
auf jeden dominant oder so dominant, dass es auch anziehend wirkt.
BDSM ist halt kompliziert und rein statistisch gesehen wird nie jemand einen
Spielpartner finden, weil einfach so viele Faktoren da zusammenpassen müssen.
Deshalb finde ich BDSM auch so magisch. Da finden sich Menschen, die miteinander
die richtige Spielchemie haben, die dieses Machtgefälle miteinander etablieren
können, obwohl tausend und Millionen Faktoren dazugehören, dass es irgendwie
zusammengehört, aber scheinbar sind Menschen extrem flexibel und können halt
schauen und mit dem arbeiten, was da ist und gucken, Mensch, ich habe vielleicht
nicht die Person gefunden, die perfekt zu mir matcht, Aber ich habe die Person
gefunden, mit der ich das gerne versuchen möchte, mit der ich das ausprobieren
und entdecken möchte. Und dazu gehört Dominanz dazu und Submission genauso. Und
ich finde das einfach ein bisschen magisch. Ihr merkt, ich habe jetzt gerade
meinen romantischen und das ist immer der schwere Moment, wo ich dann ganz klar
sagen muss, Sendung beenden, verabschieden und dann bis zum nächsten Mal. Wir
hören uns hier wieder am 13.
Oktober live mit Folge Nummer 102. Das Thema habe ich noch nicht festgelegt.
Theoretisch wäre Submission-Unterwerfung das angebrachte Thema. Ich glaube, das
verschiebe ich aber noch ein bisschen. Und wenn ihr Tipps oder Ideen habt, was
könnte in der Live-Sendung ein Thema sein, dann schreibt mir ruhig. Ich packe
das dann gelegentlich auf die Liste, die ich dann bei Telegram zur Abstimmung
stelle und dann könnt ihr einfach sagen, das ist gut und das ist gut. Dann könnt
ihr auch mehrere Themen auswählen und danach richte ich mich dann auf jeden
Fall.
So, okay, 22.32 Uhr und ich wünsche euch
einfach eine ganz tolle Zeit. Es gibt einen Feiertag, ihr könnt ein langes
Wochenende jetzt erleben und für die Menschen, die das jetzt nachhören,
erscheint ja wirklich am Feiertag, am 3. Oktober die Live-Sendung. Ich bin sehr
gespannt, ob das viele oder wenig Leute hören werden an dem Tag, mal sehen, was
das ausmacht.
Habt eine gute Zeit, bleibt dominant oder submissiv oder halt wie ihr euch wohl
fühlt. Es hat mir viel Spaß gemacht, hat mir ganz viel Erkenntnis gebracht und
jetzt kann ich mit dem Podcastsubbie noch ganz viele Dinge ausdiskutieren. Jetzt
macht's gut, tschüss.
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