Das Transcript wurde automatisch erzeugt und kann Fehler enthalten.
Sebastian
Hallo und guten Abend zur Unvernunft Live Nummer 47 ist das heute und es ist
gleichzeitig die letzte in diesem Jahr 2020.
Ja, ich begrüße euch in noch dystopischeren Zeiten. Das ist ja
unglaublich im Moment. Aber heute Abend machen wir es uns hier ganz gemütlich.
Ich habe mir zur Feier des Abends eine Tasse Glühwein hier hergeholt und die
kühlt auch schnell ab, ist verdammt lecker. Irgend so ein weißes Bio-Zeug. Ich
habe auch schon Kekse heute vorbeigebracht bekommen. Das wird also wirklich ein
sehr gemütlicher Abend und ja, ich begrüße den Chat, schön, dass ihr da seid und
da kam auch schon eben die erste Frage, wie viel Glühwein ich trinken muss, bis
ich meine Geheimnisse ausplaudere. Ich plaudere irgendwann gar nicht mehr, ich
sitze dann nur noch da und gebe Töne von mir, also das wird aber nicht
passieren, wir machen heute einfach so lange, bis keiner mehr mit mir reden will
oder eben, wenn es früher eintritt, der Glühwein mich besiegt hat. Wir gucken
mal, was passiert. Ja, ich habe heute einen Gast, nämlich
Tanapus Monizero und den rufe ich ja auch gleich an. Da
reden wir ein bisschen über Gay-BDSM, also das Thema, was hier bisher völlig
untergegangen ist oder nein, es gab einfach viel zu wenig darüber und ich fand,
das muss einfach mal hier rein. Nein, und heute fangen wir damit einfach mal an.
Das kann man natürlich nicht alles an einem Abend hier durchplaudern, da müsste
man sich wahrscheinlich 6, 7, 8, 10, 20, 40 Stunden zusammensetzen, aber wir
versuchen es heute mal. Ja, was kann ich noch erzählen? Hier kann natürlich
danach dann angerufen werden, Themenwahl ist heute völlig egal. Im Zweifel heute
könnt ihr auch anrufen und sagen, ich möchte jemanden grüßen oder was weiß ich,
meinem Dom die Kapitulation unterbreiten, keine Ahnung, das ist euch absolut
überlassen. Und da gucken wir mal. Ja, und jetzt erzähle ich nochmal, warum ich
so ein bisschen aufgedreht bin. Wir haben nämlich hier das Joggen angefangen und
das war heute das zweite Mal. Meine Beine brennen wie die Hölle. Aber das soll
ja angeblich gut sein in diesen Zeiten. Also gucken wir mal, was da raus wird.
Ja, ich bedanke mich nochmal für das schöne Weihnachtsintro, was mir mein
Musikmensch gebaut hat. Das wird heute nochmal gespielt und vielleicht in diesen
Weihnachtsspezialausgaben. Aber dazu dann später mehr. Ja, es gibt heute noch
eine Schätzfrage und dies und das. Mein Zettel ist relativ lang. Ich habe hier
auch einige Menschen, die ich grüßen möchte. Muss ja auch mal sein. Und ich
glaube, ich werde jetzt einfach mal schauen, ob ich denn meinen Gast hier in die
Leitung reinkriege. Das heißt, ihr bekommt noch ein bisschen Musik und dann geht
es hier gleich weiter. Alter.
So, da bin ich wieder. Ich habe mich noch gar nicht vorgestellt. Mein Name ist
Sebastian Stix und ich begrüße meinen Gast, bei dessen Namensvorstellung ich
wieder mich verschlucken werde. Also stellt er sich selber vor. Hallo du.
Dan Apus Monoceros
Ja, servus Sebastian, ich bin Dan Apus Monoceros oder du kannst auch Dan sagen,
ob es jetzt Englisch oder Deutsch ausgesprochen wird, das bleibt dir überlassen.
Sebastian
Dann sage ich jetzt Dan und dann ist alles gut. Okay, wunderbar.
Dan Apus Monoceros
Sehr schön.
Sebastian
Haben wir das schon mal. Ja, ich bin schlecht vorbereitet offenbar, obwohl wir
so lange vorher gesprochen haben. Es ist unfassbar. Das liegt am Glühwein.
Dan Apus Monoceros
Du hast heute schon Glühwein getrunken.
Sebastian
Ich bin gerade dabei, ich trinke jetzt meinen zweiten Schluck.
Dan Apus Monoceros
Okay, Prost Mahlzeit. Ich verzichte heute drauf. Ja
Sebastian
Also ich muss ja für die Albernheit sorgen, also von daher versuche ich das mal.
Dan Apus Monoceros
gut, wir hatten ja hier Lockdown jetzt mittlerweile und natürlich am letzten
Tag, am Dienstag dann noch irgendwie richtig die Kante gegeben und gestern dann
nochmal einen drauf, aber privat und deswegen heute kein Alkohol mehr.
Sebastian
Das ist völlig in Ordnung, aber ja, also da kann ja eh jeder machen, was er
will. Aber ich habe heute beschlossen, nachdem ich die letzten Wochen da
irgendwie nur so ganz bisschen, wenn überhaupt, dachte ich mir heute, komm,
heute nimmst du mal den Glühwein, der steht seit Wochen im Keller. Und wann soll
ich ihn denn trinken mit Leuten, wenn nicht heute?
Dan Apus Monoceros
Da hast du allerdings recht.
Na gut.
Sebastian
Ja, wir haben ein Leitthema. Gay-BDSM. Nee,
Dan Apus Monoceros
Ja, das ist richtig. Das kommt daher, dass ich schwul bin und auf BDSM stehe und
ich gehört habe, dass es hierzu noch gar nicht so viele Leute dazu im Gespräch
bei dir waren.
Sebastian
also gar nicht.
Dan Apus Monoceros
Insofern dachte ich, ich bin der Erste.
Sebastian
Du bist der Erste. Es gab Mädels, aber die sind immer prinzipiell nicht schwul.
Aber da gab es schon mal das Thema.
Aber Jungs, sorry, da gab es gar nichts. Aber tatsächlich, die Ankündigung, dass
wir das heute machen, hat schon dafür gesorgt, dass sich Menschen gemeldet
haben, die sich das heute anhören wollen und dann entscheiden wollen, ob sie
vielleicht doch mal mitmachen.
Dan Apus Monoceros
Du meinst hier im Interview dann bei dir?
Sebastian
Genau, ich bin da sehr gespannt.
Dan Apus Monoceros
sehr schön Dann bin ich die Eisbrecher erstmal Quotenschwule hier sozusagen, der
Quotenschwule
Sebastian
Genau.
Guck mal, ich hab das schon gesagt, wir könnten ganz ehrlich, also allein dieses
Vorgespräch, ich glaub wir haben anderthalb Stunden gequatscht und wir könnten
mindestens zehn Stunden quatschen und wir werden uns heute einfach ein bisschen
was rausziehen und das überlasse ich dir auch so ein bisschen, wo die Reise
hingeht und dann müssen wir entweder wiederholen oder dann müssen andere
Menschen eben ergänzen, wenn ihnen was nicht passt und dann kriegen wir das hin.
Dan Apus Monoceros
Das
Sebastian
Ich muss ja für mich leider gestehen, Ich habe total, also gerade Gay und BDSM,
also Schwul und BDSM, ich habe einfach keine Berührungspunkte in meiner Bubble.
Das ist total fürchterlich. Alles ist dabei, aber das eine fehlt. Und ich konnte
mir das bisher nur erklären, dass die eine eigene Szene haben, die total geil
organisiert ist und die brauchen einfach niemand anderen.
Dan Apus Monoceros
hast du schon wunderbar zusammengefasst Nein, Spaß beiseite Also es gibt
durchaus eine gewisse sagen wir mal sagen wir es erstmal andersrum, es gibt
gewisse Sachen, die es für Schwule uninteressant machen, in Heteroszenen mit
reinzugehen, wie dass man meistens dort nicht unbedingt den passenden
Playpartner findet. Kommt auch dazu, dass viele natürlich ungeoutet sind. Gerade
in der Vergangenheit war das gar nicht so das Thema und entsprechend hatten sich
die Schwule auch relativ gut selbst organisiert mit entsprechenden Plattformen,
gerade im Online-Bereich. Ich sag jetzt mal, Romeo, Recon, wie die alle heißen.
Da gibt es sehr viele, auch im BDSM-Bereich, wo eben Dating möglich ist. Ich
würde jetzt mal böse behaupten, da waren die Schwulen auch schon schneller und
besser organisiert als die Heteros.
Einfach, weil es halt früher nicht möglich war, beim Einkaufen in der Disco oder
so irgendwie genau den richtigen Partner zu finden. Und da gab es irgendwie so
eine gewisse Geheimhaltung, die gewahrt werden musste. Und gleichzeitig wollte
man ja aber. Dann gab es diese legendären Parkplätze, diese Cruising-Parkplätze,
die dann irgendwie bekannt waren, hatten sich dort getroffen. Aber auch das war
alles anonym, aber eben gut organisiert. Und ja, so hat sich das irgendwie,
glaube ich, so ein bisschen eine Parallelwelt tatsächlich aufgebaut. Heute sind
wir relativ offen und können ja theoretisch auch, also zumindest in Berlin
kannst du ohne Probleme auch in einem Hetero-Club irgendwie einen schwulen Typen
abschleppen oder Bi-Typen oder wie auch immer. Also das heißt, es ist kein
Problem, dass du da auch jemanden für dich findest. Aber in der Vergangenheit
war das einfach nicht. Und ich glaube, das sind auch so die Überbleibsel. Und
man muss sagen, das ist schon ein Privileg, dass man da so gewisse Strukturen
hat, in denen man sich reinsetzen kann, wo man dann weiß, okay, hier kann ich so
sein, wie ich will, brauche ich mich nicht verstecken und ja, deswegen ist es
auch durchaus häufig eine andere Atmosphäre, zum Beispiel bei schwulen Partys
oder ähnliches, wie zum Vergleich zu Heteropartys, aber das sind schon wieder
Details.
Sebastian
Ja, ich finde das
tatsächlich ein bisschen schade, weil wenn ich dann mich in die BDSM-Szene
reinbewege, dann hoffe ich dann natürlich auf alle Menschen zu treffen, die das
irgendwie machen oder gut finden und dann fehlt da eine Gruppe einfach. Aber du
hast natürlich völlig recht,
ganz ehrlich, bei uns auf unserem lokalen Stammtisch, ja, die
Wahrscheinlichkeit, da jemanden zu finden und abzuschleppen, sag ich mal, ganz
platt, die ist nahe null, wenn ich das richtig im Kopf habe. Also, das
Es gibt gar kein Angebot. Man müsste wahrscheinlich erstmal das durchbrechen.
Dan Apus Monoceros
Ja, also das war bei mir, ich bin auch mal jetzt beim SMJG beim Stammtisch mal
in Augsburg vorbeigeschaut und hey, toll, dass da ein Schwuler ist, ja, also
hetero, hetero, hetero, lesbisch oder bi, aber weiblich, ja, so war ungefähr
die Aufteilung und wirklich schwule. Also es gab ein paar, die waren zumindest
gay open oder so heteroflexibel, wie man das nennt.
Da gab es ein paar, die interessiert waren. Aber das war jetzt nicht so, dass
man da irgendwie,
ich sage mal, wirklich was finden konnte, was man vielleicht gesucht hätte, um
seinen eigenen Fetisch oder Kink irgendwie auszuleben. Sondern es war halt gut,
um drüber zu reden. Es waren alles tolle und liebe Menschen. Sie haben einen
super aufgenommen. Aber es wäre halt ohne Früchte geblieben. Es war für mich,
glaube ich, einmal, dass ich da war und danach habe ich dann auch gesagt, okay,
wir haben ja gesagt, da war vor einem halben Jahr mal einer, der auch schwul
war, dabei und so, dann kam der auch nie wieder und ja, damit wären wir
vielleicht durch Zufall beide gleichzeitig da gewesen, das wäre spannend
gewesen, aber selbst zwei Schwule ist jetzt noch nicht, was man sich dann
wirklich als Auswahl irgendwie vorstellt oder einfach um Leute kennenzulernen,
sondern das sucht man ja dann doch irgendwo vielleicht ein paar mehrere und
deswegen sind meistens die Hetero-Angebote eher nicht so,
Sebastian
Ja, dann sehe ich natürlich nur eine Lösung, dass die ganzen hetero Menschen
einfach in die Schwulenszene reinmarschieren. Da ist dann für alle was da.
Dan Apus Monoceros
Das passiert teilweise schon in einigen Bereichen.
Ich kann ja jetzt mal so ein bisschen dieses Gay-Sein vertiefen, also zumindest
Frauen sind immer sehr gerne irgendwie bei den Schwulen mit dabei, weil sie halt
einfach nicht irgendwie der Center of Attention sind und von jedem irgendwie in
Gedanken schon genommen, ausgezogen, wie auch immer werden. Das ist so, glaube
ich, die eine Sache. Andersrum sind Schwule meistens relativ locker. Es gibt in
aller Regel wenig Streit und Stress, mit Ausnahmen. Also ich rede jetzt ein
bisschen von, ich sage mal, meiner Wahrnehmung. Also ich möchte es jetzt hier
nicht verallgemeinern und statistisch niederbrechen. Aber ich glaube, man kann
das durchaus bestätigen, dass da die Stimmung eher lockerer und umgänglicher ist
unter den schwulen Jungs. Und neben den Mädels finden auch einige hetero Jungs
das manchmal ganz spannend. dann einfach so dieses Lockere oder eben selber mal
im Center of Attention zu stehen und finden das dann eben auch spannend,
entsprechend als Hetero mit reinzugehen.
Sebastian
Ja, muss ich zugeben, ist mir auch schon passiert, in so einer Bar in Hannover,
da waren wir ein paar Mal und ich habe das gar nicht gecheckt am Anfang, da habe
ich festgestellt, okay, da flirten Menschen mit mir einfach so und das habe ich,
blöd wie ich bin, ich bin ja der Letzte, der sowas mitkriegt.
Dan Apus Monoceros
Aber ja,
Sebastian
Ich kam mir allerdings ein bisschen fies vor, weil dann habe ich natürlich
gesagt, nee, sorry, weil, sorry, stehe ich nicht auf dich. Da kam ich mir ein
bisschen fehl am Platz vor, weil ich fühlte mich ja irgendwie geehrt und auf der
anderen Seite war aber auch klar, das ist vergebene Mühe bei mir. Ich hätte mir
am liebsten so ein Pappschild aufgesetzt, so sorry, es lohnt sich bei mir
einfach nicht. Es war trotzdem total spannend, muss ich ganz ehrlich gestehen,
weil es mal ganz anders ist. Allerdings, wenn ich das immer hätte, das wäre
anstrengend, glaube ich.
Dan Apus Monoceros
also man kann es auch, selbst als Schwuler ist es ja manchmal anstrengend, wenn
man in solche Bars geht, weil die, ich sag mal, auch vom sexuellen Drive
häufig etwas zielgerichteter aus sind. Also der Grund, warum sich in der schwulen Szene
Menschen untereinander treffen, ist eben häufig, häufig, weil sie eben Männer
sind, die gerne Sex mit Männern haben und das führt irgendwie dazu, dass eben
diese Grundmotivation da auch irgendwie immer mitschwingt, das heißt, manchmal,
es kommt immer auf das Etablissement drauf an, ich sag jetzt mal in einem
schwulen Café ist es was anderes, als wenn du jetzt irgendwie in, ich sag mal,
eine typische Lederbar reingehst, aber in der Lederbar ist es dann doch stark
sexualisiert, das Ganze, das heißt, du kriegst teilweise irgendwie die Hand
sofort an den Arsch oder an den Schwanz oder so, nur beim Vorbeigehen, Also
Krabschen und Co., das sind durchaus, sage ich mal, übliche Übergriffe da drin
und das ist dann auch nicht wirklich als Belästigung zu verstehen, sondern das
ist dann halt manchmal so ein bisschen Umgangston. Finde ich nicht prinzipiell
schön, finden auch viele andere Schwule nicht prinzipiell schön, aber das ist
durchaus, sage ich mal, üblich in gewissen Etablissements. Andere Etablissements
sind da komplett anders. das. Also ich selbst bin ja auch Eventveranstalter,
mache eben Gay-BDSM-Events, beziehungsweise habe gemacht, während Corona kann ich
natürlich nichts machen in der Richtung, aber da haben wir eben zum Beispiel
genau versucht, da auch ein Gegenstück zu setzen, das ist halt eben, hört sich
jetzt ein bisschen
stigmatisiert an oder klischeehaft, aber ich versuche es mal etwas mehr erst mal
kennenlernen im vorderen Bereich und dann hinten zum Spielen hingehen.
Also da hat man quasi wirklich Arbeit teilweise das so zu machen und ich glaube,
wenn ich jetzt im Hetero-Umfeld das Ganze erzähle, dann denke ich, das ist doch
ganz normal, dass man vorher irgendwie erstmal redet, bevor man angegrapscht
wird.
Einigen Schwulen musste man das wirklich erstmal beibringen.
Sebastian
Du hast eben gerade so schön gesagt, ich mache das und das und ich habe völlig
den Teil übersprungen, wenn ich dich ein bisschen vorstelle.
Dan Apus Monoceros
Achso.
Sebastian
Ja, ne, also irgendwie, wir kennen uns ja schon.
Ich glaube, 37 stimmt noch.
Dan Apus Monoceros
Ja,
Sebastian
Okay, Kerl ist klar, Top, Sadist und Rigger. Okay,
Dan Apus Monoceros
Sadist, Rigger, ja, ein bisschen Dom. Ja, natürlich Dom, klar, aber eben würde
ich nicht im Hauptumfeld sehen. Eher eben tatsächlich Sadist und Rigger als
Kernidentifikationspunkte und Dom ist quasi einhergehend Master
entsprechend. Dementsprechend, ja, früher war ich mehr Master als die anderen
Themen. Das hat sich dann erst mit der Zeit so herauskristallisiert, dass
eigentlich das Mastersein und vor allem die ganzen Protokolle und so gar nicht
so sehr meine Hauptstimulation mehr sind, sondern es doch eher mehr ins
Haptische, also ins Fesseln und ins Physische reingeht und ich da eigentlich
mehr Spaß habe als am Psychischen.
Sebastian
also mit Seilen bist du happy hier. Ja,
Dan Apus Monoceros
Ja, ich bin ja auch Bondage-Coach, Performance-Künstler mit Ropes. Also da, ich
gebe Kurse regelmäßig, mittlerweile natürlich online, Allein sind mit
irgendwelchen Bondage-Shows auch öfters mal auf der Bühne unterwegs. Also da bin
ich ganz tief drin im Bondage und eben halt mit dem Sadismus. Gut, das ist jetzt
nicht so im Showgeschehen unterwegs, aber auch da, ich bin ja als Kink-Coach
auch mit Kursen oder so, auch im SM-Bereich eben unterwegs, also auch da relativ
fit, wobei ich das jetzt weniger auf die Bühne trage, weil ich selber dann von
meinem Naturell gerne in die extremere Richtung dann reingehe, Wo eben bei
vielen, zumindest im schwulen Bereich, einfach das Verständnis auch nicht da
ist.
Ich glaube, das ist auch wieder so ein Unterschied aus dem schwulen Bereich,
wenn du Hardcore-Sadismus betreibst mit Brechen und Auffangen hinten raus.
Das ist jetzt im schwulen Kontext häufig nicht so normal.
Da kriegst du dann eher ein paar komische Blicke und schräges Anschauen
als Zuspruch.
Sebastian
hilf mir mal ein bisschen. Du hast ja eben schon mal gesagt, hier Lederbars und
ich habe manchmal das Gefühl, BDSM scheint, ich denke immer, das ist jetzt
die große Gemeinsamkeit, aber es scheint dann im Detail dann doch wieder ganz
anders zu sein. Nein. Ich glaube, du kannst das am besten beschreiben. Du
machst ja auch Partys, wo einfach mal gemischt wird. Kann man da
verallgemeinern, dass es Unterschiede gibt?
Dan Apus Monoceros
Genau, also
ich bin selbst eben im Gay-BDSM-Club, natürlich im schwulen Bereich sehr stark
unterwegs und habe auch in verschiedenen Städten die Gay-Club, also ich bin in
meinem Leben sehr viel umhergezogen in Deutschland, aktuell lebe ich ja in
Berlin, bin dabei eben viel im schwulen Bereich unterwegs gewesen, da eben auch
viel in Richtung BDSM gesucht und eben parallel dazu auch im Hetero-Bereich.
Aktuell mache ich Veranstaltungen eben im schwulen Bereich mit, ich sage mal,
mindestens 50 Prozent männlich plus Friends.
Und ich mache eben komplett gemischte Veranstaltungen, wo, sage ich mal, Schwule
vielleicht so einen Anteil von 20 Prozent noch haben und sich dann überwiegend
die queeren Menschen da mit reintummeln und die Heteros mit dabei sind und die
Polyamoren und so weiter. Also da hast du einen ganz bunten Blumenstrauß an
Leuten mit dabei. so das zum hintergrund und aus beide bereiche
habe ich eben entsprechend analysiert im schwulen bereich kann ich das ungefähr
so sagen du hast zunächst mal das was du als die BDSM Szene vielleicht
erwartet nennt sich im schwulen bereich die fetisch szene hat einen ganz starken
bezug in der vergangenheit vor allem zu leder aber auch zu Rubber Uniform
Military Puppy Play ist mittlerweile aber eine ganz eigene Community und das
heißt, häufig ist im schwulen Bereich eigentlich ein Fetisch im Vordergrund und
nicht unbedingt die BDSM-Praktik. Und du hast auch Leute mit dabei, die einfach
nur wegen dem sozialen Aspekt oder weil sie, ich sag mal, Sex, normalen
Vanilla-Sex im Darkroom machen wollen oder ein bisschen Waffeln-Sex im Darkroom
machen wollen, die dann quasi auch in diese Szene mit reingehen, weil sie halt
einfach sagen, hey, da geht das alles, die Leute sind cool, das ist easy, man
kann offen über Sex reden, man kann Sex haben, wirst nicht blöd angeschaut, so
ein bisschen. Denn das ist, sage ich mal, die Standard oder die am weitesten
verbreitete schwule BDSM-nahe Community.
In Berlin, wo wir eine sehr, sehr, sehr große Auswahl haben, kannst du das aber
wirklich nochmal unterscheiden. Und da ist diese Vermischung ein bisschen
aufgehoben. Also deswegen zum Beispiel bei mir auch im Gay-BDSM-Club. Warum?
Weil wir eben sagen, wir fokussieren uns auf den BDSM-Part und machen keine
Fetischbar auf. Wenn wir eine Fetischbar aufmachen, dann haben wir in Schöneberg
ganz viele Möglichkeiten dazu, Und ich sage mal, eine super Community, alles
toll, aber eben mehr fetisch und sexuell. Das kann man im Hetero-Bereich
vielleicht, ich weiß jetzt nicht, also die echte Fetisch-Szene im Hetero-Bereich
kenne ich nicht so gut, aber man kann es ein bisschen mit der Swinger-Szene im
Hetero-Bereich vergleichen. Das heißt, es geht mehr eigentlich um lockeres
Beisammensein, schnell vielleicht auch mal zur Nummer kommen, mit jemand
Fremdem mal irgendwie was starten.
wie bereits gesagt auch stark diese Grabbelecke mit, man tut vielleicht mal sich
an jemanden ranmachen, den man einfach mal anfasst oder so, das ist so ein
bisschen diese eine Community und eben diese BDSM Community die, ich sag mal in
Berlin, hat sie wirklich
eine relevante, also vielleicht man darf jetzt nicht mit der Hetero-BDSM
Community vergleichen, aber ist eben wirklich so, dass man sagen kann, Nische,
Gays kann man unterscheiden zwischen Leder und BDSM. Und in dieser Community
hast du in Berlin eben auch ausreichend. Dafür gibt es halt eben, außer von mir,
noch von ein, zwei anderen Leuten eben Veranstaltungen. Aber das ist zumindest
so groß, dass es spezielle Events eben dafür gibt, die sich speziell eben mit
BDSM befassen. Und das kann dann eben in verschiedene Richtungen, aber eben
wirklich diese klassischen BDSM-Sachen reingehen. Im schwulen Bereich hast du
hingegen auch noch, ich sag mal, eine
ähm, nennen wir es mal stark sexualisierte Ecke, also es ist ähnlich wie dieser
Fetischbereich. Das sind dann zum Beispiel Clubs wie Slap, das sind, sagen wir
einfach mal Sexclubs, die aber schon starke Fetischthemen, also über den
Klamottenfetisch hinaus mit drin haben. Das kann dann zum Beispiel auch eine
Pissparty sein oder eine Fistparty oder ähnliches, wo sie eben stark in diese
sexuellen Sachen reingehen. Prinzipiell ist im schwulen Bereich auch Pissplay
oder Fisten oder sowas relativ normal. Normal,
so habe ich es zumindest mitbekommen, im Heterobereich sind das dann schon eher
außergewöhnliche Sachen, wobei Fisting ist, glaube ich, gar nicht so selten bei
der Frau.
Sebastian
Ja, im Hetero-Bereich, also auf Partys, es gibt durchaus Partys, da kannst du
Sex haben, aber es ist jetzt nicht das, was jeder macht.
Sexuelle Praktiken, ja, aber wirklich so ganz normaler Sex, das gibt es gar
nicht immer und überall. Total. Pass mal auf, ich habe eine Mail bekommen, die
habe ich dir dann auch ja weitergeleitet gestern, die war sehr lang, ich weiß
nicht, ob du sie komplett gelesen hast, aber das
Dan Apus Monoceros
Ich habe sie, aber ich erinnere mich nicht mehr an alles.
Sebastian
ist, ich auch nicht, ganz ehrlich, das schaffe ich auch nicht, aber ein Punkt
war interessant, weil der Mensch schrieb mir, ja, dieser ganze Fetisch und
BDSM-Bereich, das ist eigentlich in seiner schwulen Szene gar nicht so
notwendig, weil jeder, der irgendwie schwul ist, ist auch irgendwie kinky drauf
und deshalb ist das eigentlich gar nichts so Besonderes. Und das geht quasi mit
der sexuellen Präferenz einher. Und da dachte ich mir, Moment, meine
Lebenswirklichkeit ist anders, weil ich kenne nämlich zwei schwule Pärchen, die
sowas von stockvanilla sind, dass ich mir dachte, das kann ich nicht einordnen.
Hilf mir mal.
Dan Apus Monoceros
Ja, also prinzipiell würde ich Folgendes sagen, wenn du schwul bist,
musst du dich irgendwann mal in deiner Entwicklungsphase sehr explizit mit
deiner Sexualität auseinandergesetzt haben. Als heterosexueller Mann könntest du
theoretisch aufwachsen, bekommst die Stereotypen mit, hier ist deine Frau und
dann so quasi mit eingebläut und kannst quasi stringent, ohne intensiver darüber
nachzudenken, dein auch sexuelles Leben aufbauen. Also ich hatte auch am Anfang
irgendwie drei Freundinnen, lief nie wirklich was, weil ich einfach keine
sexuelle Anziehung von ihnen empfunden hatte, war ich nie wirklich geil drauf,
irgendwie die zu berühren, zu knutschen und sonst noch was. Aber ich hatte sie
einfach, weil ich halt dachte, hey, ja komm, das erwartet man von mir. Quasi hat
mich meine Umgebung da reingedrückt. So, als schwuler Mensch musst du aber
sagen, hey, ich kann jetzt nicht einfach, wie von außen an mich erwartet wird,
das Ganze fortsetzen, sondern ich muss mich reflektieren. Ich muss sagen, nee,
stopp, das ist es nicht, ich bin irgendwie anders. Wenn du einmal anfängst, über
dich selber nachzudenken, dass du anders bist, dann ist das ein Prozess, der
auch zum Beispiel zu Fetischen führen kann, zu BDSM oder anderen Vorlieben, weil
du halt einfach schon mal quasi die Grund- oder die Vanilla-Welt, die
Cis-Norm-Welt, die quasi dir vorgegeben wird, in Frage stellst. Und wenn du sie
eben einmal in Frage stellst, dann kannst du es auch hinterher für Bondage,
Fesseln, Painplay, Rollenspiele, Erniedrigung, wie auch immer, gleich noch
weiter in Frage stellen. Und insofern bist du, glaube ich, als Schwuler durchaus
eher bereit, das zu akzeptieren, auch schneller vielleicht das Ganze mit
anzugehen. Aber es ist definitiv so, wie du sagst, es gibt auch ganz klassische,
spießige Vanilla. Ich nenne es immer homonormative schwule Menschen. Das ist
sowas wie die Heteronormativität, nur halt eben von Schwulen, die dann quasi
ganz klassisch sagen, okay, das ist mein Mann, das ist mein Häuslein, das ist
unser Hund und jetzt laden wir die Nachbarn zum Sonntagsbrunch ein und wir
pflegen den Garten und haben tolle Gartenzwerge. Also es gibt sowohl als auch
und nicht alle Schwule sind so. So, ein Punkt aber definitiv eben zum Beispiel
sowas wie Fisten oder eben Pissplay oder sowas ist bei Schwulen, wie bereits
gesagt, eine viel geringere Schwelle als jetzt, ich sag mal, ein
Vanilla-Heteropaar würde das wahrscheinlich nicht machen. Ich kenne aber einige
schwule Paare, die sich sehr, ich sag mal, Vanilla, also klassisch verhalten,
die dann aber sowas sagen, ja, also Fisten tun wir schon, das ist ja ganz
normal.
Und das ist so ein bisschen, wo du halt einfach sagst, okay, und wenn du jetzt
eben wirklich auf den echten Hardcore-BDSM gehst, also ich sag mal wirklich
sowas wie Hardcore-Painplay oder professionelleres Fesseln, was jetzt
ja gar nicht so abstrus mittlerweile ist, das ist ja eigentlich schon eine sehr
akzeptierte Sache.
Da ist es dann bei vielen Schwulen schon wieder so, ja, mal ein bisschen
Kontrolle abgeben, cool, aber ach so, du machst das so professionell, nee, da
eher nicht. Ja, aber was passiert denn da? Da will ich trotzdem durchgängig die
Kontrolle behalten. Also da sind sie dann doch wieder auch sehr vorsichtig, weil
das eben, also gerade in diese BDSM-Themen ist die schwule Welt, ich würde mal
sagen, gar nicht so extremst offen. Das ist eben eher so Erniedrigung
dominieren, Piss und Dirty Games und so weiter, da sind sie eher offen.
Liegt vielleicht auch ein bisschen an der Natur des Sex. Also wenn du jemanden
in den Arsch fickst, dann hast du da häufiger mal Gerüche irgendwie.
Auch kann es eben sein, dass du, wenn du die Prostata stimulierst, irgendwie mal
ein bisschen Pisse oben rauskommt.
Wenn du anfängst, jemanden vorzudehnen, dann tust du auch immer schon mal ein
bisschen die Finger reinmachen. Musst du ja machen, dass wenn der Schwanz später
kommt, dann sind halt vier Finger drin und dann fünf Finger. Und insofern ist es
gar nicht mehr so viel, dass dann irgendwie auch noch du mit über die
Fingerknöchel drüber kommst und dann ist ja die Faust schon drin. Also das sind
so, ja, das sind einfach naheliegende Sachen.
Sebastian
Ja, du machst halt einfach ein bisschen mehr von dem, was du eh tust. Es ist
also gar nicht ganz neu, sondern ich glaube, da ist für mich aus meiner
Hetero-Welt die Definitionssache.
Dan Apus Monoceros
Genau, richtig.
Sebastian
Für uns ist das Teil des BDSM, bei euch ist es aber einfach einen Schritt
weiter. Ganz einfach. Einfach.
Dan Apus Monoceros
Genau. Das ist also auch, ja.
Sebastian
Aber pass mal auf, du hast ja eben gesagt, hier Mensch, Kontrolle behalten und
so.
Wie ist denn da so die Verteilung, also wenn dann Menschen sagen, hier BDSM und
zwar richtig, wie ist denn da so die Verteilung Dom, Sub, ist das so 50-50 etwa
verteilt oder ist das komplizierter?
Dan Apus Monoceros
Also wie bereits gesagt, wir müssen erstmal davon, oder zuerst mal müssen wir
jetzt klarstellen, dass eben diese richtige Hardcore-BDSM-Welt sehr, sehr dünn
ist. Da würde ich mal behaupten, Und ich kenne jetzt die echten Statistiken
nicht, aber wenn wir sagen, 10% der Menschen stehen auf Hardcore-BDSM, wobei ich
wahrscheinlich eher von 5 ausgehen würde, die anderen mögen eher so diese
Softcore, denke ich mal, dann ist es eben genauso im Hetero-Umfeld wie im
Schwulen-Umfeld, dass es eben auch nur dieser Prozentsatz davon ist. Wenn du
eben sagst, du hast die Schwulen, das sind vielleicht ungefähr 10 Prozent der
männlichen Bevölkerung, dann hast du davon eben nur wieder 5 Prozent, die
vielleicht eben wirklich auf diese Hardcore-SM-Spiele gehen.
Sebastian
Ja, das heißt, du musst auch gut organisiert sein, damit du dich treffen kannst.
Dan Apus Monoceros
Und da gibt es eine,
Sebastian
Eine andere Chance hast du ja nicht, ne?
Dan Apus Monoceros
weil du halt eben wirklich beides genießen kannst und auch weniger Probleme
hast, einen passenden Partner zu finden.
Sebastian
Definitiv. Es sei denn, du suchst wieder einen Switch.
Dan Apus Monoceros
ja, wobei das klappt ja auch super. Also Switch mit einem anderen Switch, ich
glaube, das ist auch der größte Anteil. Also es gibt so eine Statistik von
Romeo, wo eben über Rolle Top, Bottom oder Versatile geht. Das
ist jetzt nicht auf das SM hingemünzt, aber da war eben der Größteil tatsächlich
im Versatile mit drin.
Und dann hast du eben Dom und eher Dom, beziehungsweise
Top und eher Top und Sub und eher Sub, da ist dann
insgesamt genauso viel wie quasi im Versatile mit drin war und das
finde ich eigentlich schon recht beeindruckend, dass du halt einen recht großen
Switcher-Anteil dabei hast, der ungefähr ein Drittel halt von der Gesamtwelt und
dann eben noch die Tops, die auch mal andersrum, beziehungsweise die Subs, die
auch mal andersrum können, kommen halt auch noch mit dazu und damit bist bist du
eigentlich im Switch-Bereich extremst gut aufgestellt.
Sebastian
Gut, aber das kann man sich ja immer nicht aussuchen, ne?
Dan Apus Monoceros
Ich würde,
Sebastian
Was man gut findet.
Dan Apus Monoceros
genau, das ist richtig.
Sebastian
Das ist ja immer der Haken an der Geschichte.
Dan Apus Monoceros
Das ist richtig, aber das klappt, also da ist halt relativ gut die Verteilung im
schwulen Bereich. Und dann, wenn du sagen musst, ob es mehr Doms oder Subs gibt,
ich sage mal, für klassischen Sex, mir kommt es immer vor, dass es mehr Subs,
also mehr Bottoms als Top gibt. Aber wenn du jetzt eben wirklich wieder in den
Hardcore-BDSM-Bereich reinschaust, dann kann
ich keine statistische Erhebung dazu geben, weil es einfach zu wenig sind.
Das sind jetzt ein paar Beispiele und dadurch, dass ich da jetzt keine Studie
dazu habe oder so, kann ich nichts sagen. Ich würde aber sagen, ich habe meine
Subs, das reicht mir und ich weiß auch, dass meine Subs immer mal wieder nach
anderen Tops Ausschau halten und dass sie da eher sagen, dass es wenig Gutes
gibt auf dem Markt. Insofern würde ich mal behaupten, dass es wahrscheinlich
mehr Subs als Tops gibt, Aber ich kann es nicht bestätigen.
Sebastian
Wie ist das denn, wenn ich rausgehe? Also auf Partys und so weiter. Wenn ich
jemand habe, dann kann ich das ja auch alles zu Hause machen. Dann muss ich ja
gar nicht mehr rausgehen. Das ist zumindest, sehe ich hier auf Stammtischen,
auch auf Partys. Gut, auf Partys geht man schon mal eher. Aber gerade bei
Stammtischen, wenn ich doch jemand habe und ich bin, ich sage mal, versorgt,
dann brauche ich ja nicht mehr rausgehen. Dann mache ich das zu Hause und dann
ist gut.
Gibt es da vielleicht eine andere Herangehensweise oder ein anderes Bedürfnis zu
sagen, ich gehe jetzt raus. Oder wenn man dann wirklich sagt, ich habe was
gefunden, dann kann man sich zurückziehen und dann eben in dem Haus mit dem Hund
und dann ist gut. Also nicht mit dem Hund, aber ich
Dan Apus Monoceros
Das ist natürlich eine sehr individuelle Frage. Und dadurch, dass du eben die,
die mit dem Haus und dem Hund nicht mehr in die Szene reingehen, auch nicht mehr
siehst, schwer zu beantworten. Also kann ich nur ein sehr einseitig geprägtes
Bild haben. Weil ich sehe natürlich nur die, die zum Beispiel in einer Beziehung
sind, aber noch einen Dritten suchen oder in einer offenen Beziehung sind oder
fremdgehen. Oder eben sowieso grundsätzlich offen sind oder gar nicht in einer
Beziehung oder in einer Polyamorenbeziehung. Also insofern, ich sehe ja quasi
nur diesen einen Teil.
Prinzipiell würde ich mal behaupten, dass es bei den Schwulen eine Tendenz dazu
gibt, eher offene Beziehungen zu haben. Heute nennt sich das ja übergreifend
Polybeziehung, also alles, was nicht klassisch monogam ist.
Auch klassische Dreierbeziehungen oder sowas gibt es eben im schwulen Umfeld
recht viel und dass man eben einen Dritten sucht oder dass zum Beispiel der eine
Partner halt auf SM steht, der andere Partner aber nicht. Und deswegen darf der
eine Partner für SM zum Beispiel jemand anderes finden oder suchen. Das ist, ich
sage mal, ganz normale Modelle. Und ich würde mal böse behaupten, dass über
längeren Zeitraum fast jede schwule Beziehung irgendwie offen wird oder
zumindest in die Richtung, dass eben ein Dritter dazukommt oder ähnliches
irgendwie aufgebaut ist.
Sebastian
habe gerade so ein bisschen das Gefühl, ihr seid uns da einfach mal, wir und
ihr, Entschuldigung, aber es geht gerade nicht anders, aber einfach mal zehn
Jahre voraus. Wo man einfach sagt, okay, wir gucken, dass es uns gut geht, wir
haben da einige Schritte gemacht und jetzt gucken wir einfach, was ist möglich,
womit fühlen wir uns wohl, was macht Spaß und dann wird das einfach gemacht und
dann lebt man einfach mal das Positive im Leben und dann ist gut.
Dan Apus Monoceros
Wie bereits gesagt, es kann sein, dass ich hier sehr, oder mit Sicherheit habe
ich hier sehr eingetrübte Bilder, wenn du das hier so verpauschalisierst, wir
und ihr. Also ich würde nicht behaupten, dass ich eben,
andersrum, ich habe über die Arbeit so ein, zwei
Kontakte mal gehabt, die eben in klassischen geschlossenen schwulen Beziehungen
sind und diese Menschen findest du eben nicht auf den Plattformen. Und wie viele
das eben sind und auch, ob du jetzt sagst, ob die voraus sind oder, ich meine,
die Schwulen, die ziehen sich ja bewusst zurück aus dieser Welt, die offen ist.
Also die machen das ja auch mit einem Grund, weil sie eben vielleicht sagen,
hey, wir brauchen gar nicht mit anderen Menschen und immer hin und her und wir
wollen vielleicht ja eben genau das, was Heteros haben, eben diese Zweisamkeit
genießen, dieses Aufbauen von einem heimischen Glück oder so. Also ich kann
nicht sagen, wie viele das sind und deswegen würde ich auch nicht zwangsweise
sagen, dass es eben voraus ist, wo wir sind, aber definitiv muss man sagen, dass
wir halt da glaube ich mehr, andersrum, das weiß ich wiederum für die
hetero-Welt nicht sicher, aber ich würde einfach sagen, dass die Schwulen sehr
viel darüber nachdenken, was sie eigentlich von Sexualität, ihrer Beziehung und
so weiter halten und wenn du wie bereits gesagt einmal darüber nachdenkst, wie
du orientiert bist, dass du eben dann auch denkst, hey, ich will aber Sex mit
mindestens zwei Typen haben und eine Beziehung mit denen führen, ist dann
einfach ein kleinerer Schritt, weil du eben eh schon mal am Nachdenken bist über
das Ganze und in Frage gestellt hast, als wenn du ansonsten einen
heteronormativen Weg gegangen bist und ja nur in die Fußstapfen deiner Eltern
oder deiner Umgebung getappt bist.
Sebastian
Gut. Ich muss gerade mal sagen, da habe ich gerade so ein bisschen auf eine
Hirnhälfte drüber nachgedacht, dieses Wir und Ihr. Das nervt mich ja gerade
total, aber ich glaube, da brauchst du einfach viel mehr Kommunikation, dann
fällt das auch für mich im Kopf einfach mal weg. Also das muss mehr werden. Pass
auf, ich habe hier ein paar Hörerfragen. Die sind ja schon 10, 20 Minuten alt
zum Teil.
Dan Apus Monoceros
Sorry.
Sebastian
Ja, das ist überhaupt nicht schlimm. Ich box die jetzt hier einfach rein.
Erstmal von Jasmin. Wie sieht es denn in der schwulen Ecke der Szene mit
Konsens- und Sicherheitstechniken aus? Also wenn die Übergriffigkeiten auf der
Kernebene so akzeptiert sind, gibt es da ja Unterschiede?
Dan Apus Monoceros
Also ich würde eben sagen, in diesem Fetischbereich, die klassische Fetischbar,
da ist eben in gewisser Weise der Konsens, er fasst mich an, ich lächle
zurück, ich fasse ihn an oder so ist quasi Bestätigung versus ich ignoriere ihn
oder schaue eben weg. Das ist quasi so ein nonverbaler Konsens, der damit
aufgebaut wird. Natürlich gibt es auch das klassische Flirten vorher, aber es
wird, ich sage mal, in diesem Bereich ganz wenig geredet. Ich sage mal, ich kann
mit dem Tisch, mit dem Typen am Nachbartisch flirten und dann stehe ich auf,
gehe auf die Toilette. Man hat dort irgendwie Sex, einen Blowjob oder sowas und
geht danach wieder zurück an den Tisch und es wurde kein Wort miteinander
gewechselt.
Und das gibt es durchaus. Im echten BDSM-Bereich ist Konsens natürlich was
ganz anderes und das ist auch viel wichtiger. Und da passiert eigentlich auch,
ich sage mal, klare Limits vorher abstimmen oder ähnliches. Ich würde jetzt mal
behaupten, es ist ähnlich wie im Hetero-Bereich. Ganz häufig, also wenn ich
date, dann schicke ich quasi frühzeitig über die entsprechenden Netzwerke quasi
meine Vorstellung, Likes, Don't Likes und dann kommt zurück, oh, das mag ich,
das mag ich nicht und so weiter.
Das heißt, man klopft sich hier relativ gut ab. Was dabei natürlich auf diesen
Online-Plattformen auf der Strecke bleibt, sind einfach immer das emotionale
Fitting. Das muss man da natürlich vor Ort schauen. Viele Schwule mögen aber
eben tatsächlich auch so Anonymität und wollen gar nicht zu tief mit reinkommen.
Also ich sage jetzt auch mal im Hetero-Bereich gibt es ja diesen sozialen
Kontrolle, also wenn sich ein Top irgendwo was rausnimmt, was überhaupt nicht
geht und mega den Konsens bricht oder so, dann ist der in der Szene ja
verschrien und wird nie wieder irgendwie eine Partnerin finden.
Im schwulen Bereich ist häufig eben diese Anonymität eigentlich genau gewollt
und gewünscht, dass eben niemand viel über mich weiß und kennt und ich anonymen
Sex haben kann. Was so ein bisschen aus der Vergangenheit kommt, denke
ich, eben wo halt das Ganze geheim bleiben musste, die Frau zu Hause war und
umso weniger ich von dem anderen wusste, umso weniger wusste er von mir, umso
sicherer war ich, umso sicherer war er und hat man sich dann doch irgendwo mal
begegnet, dann hat man sich halt offiziell nicht gekannt. Ich glaube, das ist so
ein bisschen der Hintergrund dabei. Aber ja, wie bereits gesagt, im echten
BDSM-Bereich, da muss ganz viel mit Konsens und Absprache und Abstimmung
einhergehen, da geht es einfach nicht ohne.
Sebastian
Okay, so nächste Frage von Page of Mind, ich glaube die haben wir schon quasi
beantwortet, wie weit BDSM verbreitet ist von Schawad habe ich aber noch was
schönes, wie weit sind die D/s-Dynamiken im Gay-BDSM-Bereich vertreten, also
spielt Machtgefälle eine zentrale Rolle in der Szene also gerade D/s
ist ja spannend und damit leiten wir auch so ein bisschen gleich Richtung
Puppyplay über, habe ich das Gefühl
Dan Apus Monoceros
Nein, aber dazu kommen wir gleich. Also erst mal D/s, du hast im
schwulen Bereich natürlich immer den aktiven Part und den passiven Part. Ganz
häufig ist daran geknüpft, also ich sage jetzt mal mit einer sehr hohen
Korrelation, dass der Aktive auch gleichzeitig Dominante ist und der Passive,
der Submissive. Das ist natürlich nicht immer der Fall, aber eben sehr häufig.
Also das heißt, es gibt bereits beim Standardsex so die Annahme, hey, fick mich
jetzt ganz hart und dominier mich, schlag mich dabei ein bisschen, würg mich ein
bisschen dabei. Das ist so ein bisschen vom passiven Part häufig schon die
Erwartungshaltung oder so ein bisschen unterschwellig mit dabei.
Sorry, ich verallgemeinere das jetzt sehr, das ist natürlich nicht korrekt. Den
Leuten, die eben auf diesen rauen Sex stehen, bei denen ist es so ein bisschen
die Erwartungshaltung. Wie bereits gesagt, es geht natürlich auch ganz
andersrum, dass der Passive auf dem Aktiven reitet und somit den dominanten Part
übernimmt, einfach nur der Vollständigkeit halber. Also man sollte das jetzt
nicht zu krass nehmen, aber es gibt schon eine gewisse Korrelation. Und das ist
quasi eine gewisse Vorstufe. Und da muss ich wieder sagen, das ist nur so dieser
Schritt weiter wie beim Fisten. Nach dem Fingern kommt das Fisten.
Der D/s-Part kommt hinterher so ein bisschen. Und wenn wir jetzt den D/s-Part hier
sehen, dann ist damit, ich sag jetzt mal so ein typisches Beispiel,
oh ja, wenn ich reinkomme, dann zwingst du mich einfach nach unten und lässt mir
erstmal irgendwie die Füße lecken oder steckst mir deinen Schwanz in den Rachen
oder so in der Richtung. Das ist so ein bisschen sexuelle Dominanz, die da
häufig angenommen wird. Wenn du jetzt in den echten BDSM-Rollenspielbereich
reingehst mit, du hast mich zu bedienen, du hast sauber zu machen, du hast in
der Ecke zu stehen, vielleicht irgendwie eine Tee-Zeremonie, also diese ganz
klassischen Corporal-Punishment-Modelle auch, wo es dann mehr um die Bestrafung
hinten rausgeht, wenn du Fehlverhalten machst. Das ist dann eben schon wieder
ein wesentlich kleinerer Part, der das eben professioneller macht als andere und
ist aber durchaus auch vertreten, ist viel weiter vertreten als eben der
SM-Part.
Insofern ja, also D/s gibt es viel, viel eben einhergehend mit der eigentlichen
sexuellen Orientierung im extremen Part eben etwas weniger als
im softeren Part.
Sebastian
Oh Gott, so abschließende Antwort, da kann ich gar nicht einhaken
von Lara werfe ich nochmal was rein
sie findet das nämlich mit der Anonymität sehr spannend wieso hat sich das so
entwickelt allein aus diesem Geheimhaltungsdingsgrund oder gibt es irgendwo auch
einen Fetisch, wo man sexuell mit jemandem aktiv ist, den man gar nicht kennt,
also ist das selbst ein Fetisch vielleicht, entwickelt sich das vielleicht sogar
dahin das wäre ja etwas Positives, wenn das wirklich nicht aus ernsten
Beweggründen da ist okay,
Dan Apus Monoceros
Also
es ist definitiv aus ernsten Beweggründen da und entstanden, aber es ist
tatsächlich auch ein Fetisch oder eben eine Vorliebe davon. Im schwulen Bereich
haben wir die legendären Darkrooms, wir haben Glory Holes. Es gibt ganze
Pornoserien, die damit arbeiten, dass quasi nur ein Arsch und Beine durch ein
Loch durchgesteckt werden und man das Gesicht und den Typen gar nicht sieht. Und
der Typen wird dann von mehreren anderen Typen durchgefickt. Vielleicht sieht
man noch ein Foto von dem, der durchgefickt wird, aber der, der durchgefickt
wird, sieht eben die andere nicht. Also es geht so dabei eben, das ist durchaus
so ein erniedrigender Teil dabei. Es gibt auch den, zum Beispiel den
Fickstutenmarkt, wo eben die ganzen Bottoms frühzeitig reingeführt werden, dann
eine Tüte, also so einen Sack mit Löchern natürlich über den Kopf bekommen und
dann sehen sie nicht, wer sie später fickt. Also die Hengste, die kommen dann
später rein und ficken dann einfach, wen sie wollen. Da gibt es natürlich
Aufpasser, dass alles mit Gummi passiert, aber du hast eben keine Ahnung, wer
dich da gerade fickt und du musst auch quasi jeden ranlassen. Und ich kenne auch
genügend Anschriebe von Leuten, die eben die Fantasie haben, anonym, du kommst
zu mir, die Tür ist nur angelehnt, ich liege breitbeinig auf dem Bauch, auf dem
Bett und du fickst mich einfach durch. Oder Gruppenorgien-Fantasien oder
boah, geile Fantasie, es klingelt an der Tür, ich bin gefesselt, habe die Augen
verbunden, dann kommen deine Freunde und ficken mich auch noch durch.
Also ja, da gibt es einen ganz klaren Fetisch für und eine Vorliebe für.
Also das ist aber leider nicht nur aus dem Fetisch heraus entstanden, sondern
eben aus der Vergangenheit, wo es eben doch noch anders war. Und das Ganze hat
sich jetzt halt eher, sag ich mal, beibehalten. Vielleicht, weil es ein Fetisch
ist. Also es war sozusagen eine Notwendigkeit früher und der Fetisch ist
weiterhin bestehen geblieben. Ich kenne aber leider auch immer noch genügend
Leute, die sich nicht outen können oder wollen und entsprechend denen
auch immer noch die Diskretion so sehr wichtig ist.
Sebastian
ja, dieser Punkt Ich finde das wirklich schade, dass wir immer noch nicht so
weit sind, aber ich drücke da die Daumen, dass das mit dem Outen irgendwann
einfach gar kein Schritt mehr ist, sondern das ist halt einfach
so. Es wäre schön, wir gucken mal.
Dan Apus Monoceros
Es, also zwei Sachen sind mir gerade noch dazu eingefallen. Eine spannende Sache
hatte ich bei einem Date neulich, das ist mir sehr explizit vor Augen geführt
worden. Häufig mögen Schwule auch die Intimität nicht. Also kuscheln danach oder
sowas, das ist, oder überhaupt dabei, bekuschelt zu werden.
Sebastian
Es ist äußerst männlich, diese Einstellung.
Voll das Klischee.
Dan Apus Monoceros
Ja, es geht wirklich darum, dass sie keine Nähe zulassen wollen Also dass sie
keine emotionale Bindung zu dem anderen Menschen aufbauen wollen Sie wollen den
Sex, aber nicht die emotionale Bindung
Das ist durchaus eine Sache, die vielleicht auch noch zu erwähnen ist Die
vielleicht auch in diese Richtung des Fetisches mit reingeht Ja, das ist mir nur
so gerade noch gekommen Und eine andere Sache, wo wir auch grundsätzlich
Also es geht um dieses Thema mit gay oder nicht gay Wir dürfen nicht vergessen,
dass gay heute häufig einfach nur schwul übersetzt wird. Gay war aber früher
eigentlich ein Sammelbegriff für alles Mögliche, was irgendwie nicht
heteronormativ war. Also früher, ich meine, gay, theoretisch zählen auch die
Lesben heute noch mit dazu, aber es haben auch früher die Bisexuellen und so
weiter alle dazu gezählt. Heute haben wir eine ganz starke Aufteilung in
unterschiedliche Bereiche. Und wenn man jetzt sagt, es ist einfach normal,
schwul zu sein, dann müsste man eher sagen, nein, es ist einfach normal, Mensch
zu sein. Und wir sollten alle vielleicht pansexuell sein.
Und da ist, glaube ich, halt wirklich eher, wo ich bei Jüngeren heute
feststelle, dass die alle das Ganze nicht mehr, ich bin schwul, ich bin bi oder
pan oder zu 90 Prozent schwul und zu 10 Prozent noch hetero oder sowas. Sondern
ich glaube, da muss man mehr so dieses komplett akzeptieren, akzeptieren, wie
man ist, irgendwo sehen. Und ich finde es teilweise eher beängstigend, dass wir
immer mehr Begriffe bekommen, um das immer weiter runterzubrechen, anstatt dass
wir es eben stärker verallgemeinern und einfach zu sagen, du bist so, wie du
bist und ich bin jetzt ein Mann, der auf Männer steht, überwiegend. Und wenn da
mal eine Frau mit dabei ist, dann mache ich vielleicht mit oder eben nicht. Aber
das ist eine ganz andere Aussage, als wenn du jetzt quasi einen Titel
bekommst. Und wenn du gerade bei schwul oder gay bist, an gay hängt auch noch
ein gesamter Lebensstil zum Beispiel mit dran.
Sebastian
und da muss ich vielleicht nochmal was verlinken hier und zwar, es gibt vom
Hörchaos-Podcast, die haben eine Folge gemacht, die geht eine gute Stunde, wo
sie die ganze, wo sie eine Flaggenkunde machen. Da sind sie alle dabei. Eine
Stunde, ich glaube 30 Flaggen sind das für alles mögliche, natürlich auch
BDSMer. Und ich auch dachte, boah, das kann auch nicht wahr sein. Merken kann
sich die eh kein Mensch und die haben auch alle eine Bedeutung und die sind alle
total kompliziert und
boah, also Wahnsinn. Also ich verlinke das Ding nochmal, das war nämlich echt
gut. Da sind auch Bilder immer mit
Und da muss ich, vielleicht muss ich dich da mal jetzt persönlich fragen, wenn
du so auf der Parade da rumrennst, auf der Pride, und da rennen jetzt wir hetero
BDSMer mit rum, stört dich das?
Dan Apus Monoceros
Mich persönlich überhaupt nicht, aber das kommt immer auf die Definition
des CSD-Vorstandes drauf an, wie die das Ganze eben definieren und es gibt
leider sehr viele, die es eben
nicht als eine Parade der Toleranz und Offenheit und Inklusion von
unterschiedlichen Orientierungen sehen, sondern es eben als ganz klare, was weiß
ich, Rechte für Schwule, Frauen, Frauen, Minderheiten, Transmenschen
oder ähnliches und die damit quasi konkrete Ziele durchsetzen wollen, wo sie
dann teilweise sagen, BDSMler haben hier nichts zu suchen,
hier sind Kinder anwesend. Wo man sich dann fragt, ja und?
Das ist sehr, sehr unterschiedlich und viele haben
eben den Eindruck, dass sie BDSMler oder auch Fetischisten oder es
gibt auch die Nudisten, es gibt die Polyamoren und so weiter, dass sie die quasi
ausgrenzen, um ihre eigene Orientierung, um ihren eigenen
Ziel quasi besser dastehen zu lassen und nicht durch
die anderen zu, ich sage es jetzt mal, kontaminieren.
Sebastian
es ist ja auch eine politische Veranstaltung. Und wenn jetzt plötzlich alle da
sind, dann kann ich ja mein Ziel gar nicht mehr verfolgen. Also das stimmt
schon. Ich finde das in Hannover sehr angenehm, dass auch hier unser lokaler
BDSM-Verein dann da immer einen Stand hat.
gehört einfach dazu. Ich glaube, das haben die jetzt schon fünfmal gemacht oder
so. Da ist dann der Käfig und das gefesselte Kamel.
Dan Apus Monoceros
Sehr schön.
Sebastian
dieses Camel-Ding da. Ich weiß nicht, ob man das kennt, dieses Domina-Kamel.
Das war aber auch eine Entwicklung dahin, dass das möglich ist. Und das ist echt
schön, weil das ist so ein Tag, wo man einfach, da ist man einfach unter Leuten,
die offen sind. Und das entspannt, glaube ich. Und das ist
einfach schön, wenn es dann so ist. Aber trotzdem muss man die Initiatoren
natürlich mal fragen, wie fühlt ihr euch eigentlich damit, wenn wir das quasi
jetzt hier einnehmen und sagen, wir sind jetzt auch dabei, jetzt kommt klar. Auf
der anderen Seite ist das ja genau die Demo dafür, für diese Offenheit. Und ach,
da könnten wir jetzt, glaube ich, zwei Stunden über Politik reden.
Entschuldigung.
Dan Apus Monoceros
Ich kann da eine relativ einfache Antwort dazu sagen. Es waren die Transen und
die Fetischisten und die ganzen queeren Aktivisten. die das
Thema CSD gestartet haben. Wenn wir die History anschauen, so war der
BDSM-Bereich eigentlich immer schon querorientiert. Also
Ursprünge hier von Inanna irgendwie in der History, die hatten schon
gleichgeschlechtlichen Sex mit dabei. Marquis de Sade hatte den mit dabei.
Also insofern, das ist ein Thema, oder das sind Themen, die sind seit jeher
eigentlich eng miteinander verbunden. Und insofern finde ich, sollten sie auch
nicht getrennt werden. Das ist eher eben eine künstliche Trennung die sagt,
okay, das sollte jetzt hier separiert werden und dann sind es halt eben wirklich
die Ziele und Wünsche der einzelnen Gruppen, die halt auch teilweise sehr viel
Geld geben, auch an die CSD-Vorstände, die dann sagen, okay, ich kenne jetzt
ein, zwei Beispiele, ich möchte jetzt hier keine Gruppen an Pranger stellen,
aber die dann sagen, okay, diese Bewegung hat uns mehr Geld gegeben als die
andere, die haben uns gar kein Geld gegeben, die stehlen aber die Aufmerksamkeit
und kommen dann in die Zeitung, Dabei wollen aber die anderen eigentlich in die
Zeitung. Und deswegen tun wir die, die uns Geld geben, quasi bevorzugen oder
ähnliches. Und das, muss ich sagen, finde ich überhaupt nicht korrekt.
Sebastian
Es ist ja wirklich dann Politik und Lobbyismus.
Dan Apus Monoceros
Und das ist Lobbyismus.
Sebastian
Es ist überall.
Dan Apus Monoceros
Ja,
Sebastian
Es ist eine Nebenwirkung von Demokratie.
Dan Apus Monoceros
und da muss ich auch wirklich sagen, also da wehre ich mich vehement dagegen,
weil ich halt auch einfach sage, das sollte nicht der Fall sein.
Und aus meiner Sicht ist es, ich sage mal, eher eben diese Toleranz, miteinander
umzugehen. und es sollte für mich immer ein Umzug und eine Parade der Toleranz
und Offenheit sein, andere zu inkludieren, weil wenn es heute die eine
Zielgruppe ist, morgen ist es die andere Zielgruppe, die ausgegrenzt ist, warum
können wir nicht alle inkludieren? Und das ist für mich eher die Message, die
damit übermittelt werden sollte.
Gleichheit und Gleichberechtigung für alle und nicht irgendwie, die einen sind
gleicher als die anderen und für die treten wir ein, obwohl die anderen auch für
uns eingetreten sind und jetzt haben wir ja unser Ziel erreicht, jetzt treten
wir für die anderen nicht mehr ein Das finde ich eher traurig, so ein Verhalten.
Sebastian
Vielleicht brauchen wir einfach noch ein bisschen Zeit, bis sich das ordentlich
durchmischt, wieder zurückdurchmischt sozusagen. zu sagen. Und ja, wir gucken da
mal in die Zukunft. In zehn Jahren sieht das alles nochmal anders aus. Ich hoffe
besser. Das weiß man ja heutzutage auch wieder nicht. Okay, pass auf, haben wir
noch ein bisschen Zeit, um dieses ganze Puppy-Play-Thema uns nochmal ein paar
Minuten vorzunehmen?
Dan Apus Monoceros
Du musst mir sagen, wie viel Zeit wir haben.
Sebastian
So.
Ach, pass auf. Viertelstunde, 20 Minuten können wir bestimmt noch machen.
Ich glaube, da können wir es zumindest ein bisschen
anreißen, weil das ist nämlich nochmal so, ich sag mal, das ist fast eine
Schnittmenge oder ich glaube, dass es eine Schnittmenge ist, denn ich kenne eine
ganze Menge hetero Menschen, die nämlich auch die Maske im Schrank Die Maske.
Und die da auch teilweise total aktiv unterwegs sind, wo dann die schönen
Gruppenbilder vor der Kneipe gepostet werden, wo 25 Menschen die Hundemaske
aufhaben. Und das ist etwas, das wird mehr, das ist mehr geworden und das kommt
ja nun mal woanders her. Ja, und vielleicht kannst du da mal einen Überblick
geben, weil auch das ist wieder so ein Thema, was einfach hier zu kurz kam. Ja,
Petplay, ja, schön, alles gut, aber das scheint ja nochmal ein bisschen
spezieller zu sein.
Dan Apus Monoceros
Also, Pet Play, auch da nochmal kurz der Hintergrund. Ich referiere bzw. gebe
Workshops über das Thema Pet- und Puppy Play und organisiere die Puppy-Circuit in
Berlin. Das heißt, ich bin da sehr eng mit der Community auch vernetzt und auch
eben mit ein paar Hintergründen dabei. Dabei grundsätzlich muss man
unterschiedliche Strömungen hier aber miteinander verbunden sehen. Man hat zum
einen aus dem, ich sag mal, schwulen Tom of Finland-Milieu, das sind unsere
Lederfetischisten, das hat sich über die Zeit dort eine Rolle, nämlich der Dog
ausgebildet, also es war der Hund. Der war quasi noch unter dem Sklaven und war
so ein bisschen das letzte Glied in der Hierarchie. Der hat sich aber über die
Zeit immer mehr Sympathie erfreut, wurde dann zum Puppy, also zum Welpen,
ist dann auch irgendwie aus dem Lederbereich komplett raus, mittlerweile in
Neopren und bunten Farben und ganz quirlig unterwegs.
Das Ganze hat auch Einflüsse aus der Furry-Community. Dort gibt es die
sogenannte Fursona. Das kann man sich vorstellen wie einen
eigenen Charakter des Furries. In der Puppy-Community
ist das ähnlich eben der Puppy-Identität und das Ganze geht dann auch häufig
einher mit einem sogenannten Pup-Space. Das ist dann sowas wie ein Sub-Space
oder eben so ein ganz starkes Mindset, wo man eben dann handelt, agiert,
wirklich wie ein Hund. Und ich kenne Leute, mit denen kannst du da nicht mehr
reden, es sei denn, du holst sie quasi wieder mit Gewalt aus ihrem Pup-Space
raus.
Und du hast natürlich den gesamten Pet-Play-Bereich, der natürlich, ja, oder wo
das Puppy-Play natürlich eben auch stark verortet ist. Aber diese
Puppy-Community selber hat sich mittlerweile so gut und so stark organisiert.
Eigene Strukturen, es gibt viele Stammtische dazu. Dazu auf Telegram haben die
Hunderttausende von Gruppen, je nach Region.
Und auch mit Subthemen, mit irgendwie Puppies und Gaming-Puppies und
irgendwelche Nervenkrankheiten oder psychologische Krankheiten, Puppies. Also du
hast wirklich Hunderttausend Bereiche dabei.
Sebastian
Das ist also quasi so eine komplett eigene Szene, also gar nicht eine Untermenge
von BDSM, sondern das ist nochmal was anderes.
Dan Apus Monoceros
Und die sind da eben,
genau richtig.
Sebastian
Jetzt
Dan Apus Monoceros
Das ist eben ein Rollenspiel in erster Linie, beziehungsweise eben Pet Play, um
es konkret zu nehmen. Es gibt dabei eben gewisse, sagen wir mal, besondere
Attribute wie eben die Anonymität, die so eine Maske mitgibt.
Deswegen sind viele aus der Puppy-Community wiederum leichter dabei, zum
Beispiel neue Sachen auszuprobieren wie BDSM oder einfach quasi unter
dem Deckmantel der Puppy-Identität dann eben, was weiß ich, sich fesseln zu
lassen oder BDSM auszuprobieren. Sie machen ja bereits Elemente, wie ich sage
mal, Sie haben eine Leine an, Sie haben
hier verschiedene Elemente wie
Halsbandleine vom Napf fressen, auf dem Boden rumkriechen, an irgendwelchen
Socksniffen oder ähnliches. Das sind alles so Sachen, die quasi da schon
normal sind und der Übergang von da eben auf die anderen Bereiche ist somit
relativ leicht hinzubekommen. Anonymität tut ihr Übriges dazu
und das war's dann. Schon bist du drin.
Sebastian
bist du plötzlich hier fertig, das gibt's ja gar nicht, du bist plötzlich still.
Dan Apus Monoceros
bin still?
Sebastian
Ja, jetzt gerade ganz plötzlich, zack, Satz zu Ende, hörst auf zu reden.
Dan Apus Monoceros
Achso,
Sebastian
Da war ich nicht vorbereitet gerade, nein, alles gut.
Dan Apus Monoceros
ich wollte zum Punkt kommen, sorry.
Sebastian
Okay,
frage ich da auch nochmal nach der Durchmischung, weil ich ja ganz viele Heteros
kenne, die da auch unterwegs sind.
Ist das da auch nochmal offen oder sieht das jetzt nur für mich so aus, weil ich
jetzt einfach nur mal gerade persönlich Menschen kenne? Also mein persönliches
Bild ist ja manchmal verzerrt, deshalb musst du mich ein bisschen erden gerade.
Gerade,
Dan Apus Monoceros
Also, die Puppy-Community selber ist sehr stark schwul orientiert. Ich
würde mal behaupten, wenn
ich jetzt in die Vergangenheit zurückdenke, also wirklich die Szene war damals
90% gays und der Rest waren quasi bi und ähnliches, was
immer noch quasi in dem Bereich unterwegs war. Heute würde ich sagen, ist
vielleicht noch 60 Prozent wirklich gay und der Rest ist eben weiblich oder
hetero oder pan- oder asexuell. Auch von den
Geschlechtsidentifikationen ganz viele trans- oder fluide Menschen mit dabei
oder non-binaries, die sich da einfach auch gar nicht so festlegen lassen
wollen. Und ich glaube, das ist halt das Schöne am Puppy-Sein, dass es eben nicht
um dich als Mensch geht, sondern dass du eben quasi als Puppy komplett machen
kannst, was du willst und dich komplett neu erfinden kannst.
Und ja, ich glaube, da ist ein bisschen der gute Punkt, die Anonymität macht
es und eben diese Adaption der Fursona, also sprich diese Puppy-Identität, ist
hier, glaube ich, ein ganz tolles Element für die Leute, um sich da selbst neu
zu erfinden.
Sebastian
vielleicht magst du mal so ein paar, ich nenne sie mal Fachbegriffe erklären,
Alpha, Beta, Handler.
Dan Apus Monoceros
Ähm, ja.
Sebastian
Das ist hier nicht jedem geläufig, ehrlich gesagt. Ich
Dan Apus Monoceros
Ja. Also, vom Prinzip her, die Puppy-Community hat verschiedene Rollen. Du
hast unter dem, also man kann sich das so vorstellen, die Puppys sind häufig in
einem Rudel organisiert. Das heißt, es gibt verschiedene Hierarchiestufen im
Rudel. Der Alpha ist natürlich der oberste, dann kommt der Beta, dann kommt der
Zeta, Delta bis zum Omega runter. Aber so die Rollen Alpha, Beta, Omega sind
eigentlich so die bekanntesten, wobei eben der Omega quasi der unterste
in der Hierarchie ist und eigentlich dauerpassiv dominiert wird oder ähnliches
und eben der Alpha den Ton angibt. Dann hat man außerhalb des Rudels
eben sogenannte Streuner. Das heißt, die lassen sich keinem Rudel zuordnen.
Man hat auch außerhalb des Rudels natürlich die Menschen, also sprich die
Handler. Das sind die Besitzer oder die Herrchen oder Frauchen, die dann quasi
außenstehende Rollen wiederum haben und dann aber zum Beispiel einen Hund halten
können. Das heißt aber nicht, dass der Hundehalter automatisch der Alpha von
dem Hund ist, sondern es kann eben im Rudel immer noch jemand anderes sein. Und
ich sage auch mal die Rollenverteilung. Ein Alpha muss jetzt nicht zwangsweise
nur aktiv sein. Ein Alpha kann auch das gesamte Rudel befehlen, dass es ihn
besteigen soll.
Sebastian
muss gestehen, ich habe hier ein Biobuch aus der fünften Klasse, da steht viel
davon drin, muss ich gestehen. Ich war leider gezwungen, in den letzten Wochen
ein bisschen was zu lernen. Aber sag mal, dieses ganze Mindset, warum kommt das
jetzt? Ist es vielleicht einfach einzusteigen, weil es gibt so viele Normen, die
kann ich mir anlesen und dann kann ich da reinschlüpfen und sagen, let's go?
Oder warum ist das so beliebt? Weil man kann ja auch einfach ficken, um Himmels
Willen. Das scheint ja auch nicht so schwer zu sein.
Also was ist da der Reiz, der sagt, ja, okay, du gehst jetzt nochmal in dieses
Sub-Setting rein und sagst, okay, da kannst du dich wohlfühlen. Weil da hast du
ja auch wieder dieses, als Beta, sag ich mal, bist du ja auch, ich sag mal,
prinzipiell Switcher. Also da hast du ja auch wieder diese Zwischenposition. Das
scheint wirklich ein Regelwerk zu sein, wo jeder seine Position finden kann und
sagen kann, okay, da fühle ich mich jetzt wohl, das läuft.
Dan Apus Monoceros
Also, sagen wir es mal so, das Regelwerk ist sehr intuitiv. Man kennt ja
Hunde, man kennt Rudel, jeder hat eine Vorstellung davon.
Insofern, das ist relativ naheliegend für die Leute. Das heißt, man versteht
relativ schnell, okay, der Alpha ist. Und dann kann ich mich selbst überlegen,
wo will ich hin. Es ist außerdem eine Sache, die eben sich quasi ergeben kann.
Also, es ist ja nicht so, dass ich jetzt reingehe und sage, sag, hey, ich bin
unbedingt Beta, sondern ich kenne Leute, die waren halt Beta und sind dann
irgendwann mal zum Omega runtergekommen, weil sie sich dann einfach doch wohler
fühlen. Das ist eine relative Sache. Also du musst schauen, wie sind die anderen
drauf? Sind die dominanter? Sind die eher Devoter? Wie siehst du dich im
Vergleich zu den anderen? Und dadurch ergibt sich das quasi situativ und sehr
organisch.
Ein anderer Vorteil ist natürlich, warum das glaube ich sehr beliebt ist, ist,
weil du halt wirklich in einer Gruppe und einer Community aufgenommen wirst. Ich
sag jetzt mal, die Die Munches haben ja nicht nur den Effekt, oder sorry,
Stammtische. In Berlin sprechen wir immer von Munches. Ist aber genau das
Gleiche.
Sebastian
Ja, wir sollten den Begriff vielleicht auch mal ändern.
Dan Apus Monoceros
Die haben ja nicht nur den...
Sebastian
an. Also Stammtisch ist auch ein Begriff, der negativ konnotiert ist.
Dan Apus Monoceros
Ach, das ist...
Sebastian
Gerade wenn du vom Dorf kommst, dann gibt es leider Gottes die Kegelstammtische
und vom Jägerverein und das, mir ist noch eingefallen, es gibt noch das
Sparkästchen.
Dan Apus Monoceros
Ja, das stimmt.
Sebastian
Kennst du das?
Dan Apus Monoceros
Sparkästen. Ich kenne Sparschwein.
Sebastian
Ne, Sparkästchen. Da hängt dann in der Kneipe irgendwo so eine Spardose mit 30
Fächern und dann treffen die sich einmal die Woche und saufen und schmeißen dann
da ihr ich sag mal 5 Mark Stück noch rein und am Ende des Jahres kommt dann der
Kassenwart und sagt, jeder hat das und das gespart und wer am meisten gespart
hat, kriegt eine Medaille. Das ist ist ein Stammtisch. Um Gottes Willen, ja.
Dan Apus Monoceros
Okay.
Ja, nein, also so kenne ich das zum Glück nicht.
Sebastian
Als Deutscher geht es nicht. Das ist unglaublich, aber das gab es und das gibt
es auch noch.
Dan Apus Monoceros
ist
gut.
Sebastian
Ja, sorry. Also deshalb, ich glaube, den Begriff Stammtisch, wenn wir es
schaffen, den mal auszutauschen, es wäre nicht das Verkehrteste, weil allein der
Begriff schreckt schon Menschen ab, zumindest wenn sie vom Land kommen.
Dan Apus Monoceros
Ja, das kann sein. Also so wie du es mir erklärt hast, als würde ich da nicht
reingehen wollen.
Aber es geht ja um die Puppies und das, was halt der Stammtisch oder der Munch
oder eben auch ein Rudel halt als Tolles hat, ist, du bist in der Community
aufgehoben. Du kannst mit Leuten auch einfach nur reden. Also nicht jedes Rudel
ist irgendwie auch miteinander im Bett.
Sondern es gibt eben auch Rudel, die einfach nur miteinander Aktivitäten machen,
wie wir gehen zusammen Lasertag spielen oder einen Glühweinwalk oder zusammen in
den Park oder ähnliche Aktivitäten. Also das heißt, du bist einfach da in der
Gruppe, wo du mit deinen ganzen komischen Perversionen wie Puppy-Sein und
Headspaces oder ähnliches total happy aufgehoben bist. Und das ist halt super
wichtig, dass es da quasi, sagen wir mal, einen Rahmen gibt,
wo du einfach deine Identität nochmal entwickeln kannst, wo du dich selber
wohlfühlen kannst und dann ein bisschen vorankommst mit deiner
Persönlichkeitsentwicklung oder Kink-Identitätsentwicklung.
Sebastian
Ja, es scheint wirklich so ein Beschleuniger zu sein, ne. Find deinen Platz, füg
dich ein oder und da hab einfach Spaß Und dann macht man aber auch, dann hat man
trotzdem diese Anonymität einfach noch, wenn man die haben möchte und ist
dadurch nochmal auf eine ganz andere Art und Weise frei.
Dan Apus Monoceros
Genau,
Sebastian
Das hört sich schon echt, ja, das ist einfach ein
positives Setting, Punkt. Punkt.
Dan Apus Monoceros
Ja, genau. Und deswegen sind die halt, glaube ich, auch so erfolgreich. Und
dadurch, dass es eben kein kompliziertes Setting ist, wie wir jetzt gesagt
haben, du bist im Hunderudel drin, jeder kennt das, schnell adaptiert, schnell
drin, easy going. Und das ist, glaube ich, so ein bisschen der Erfolg dabei.
Viele fangen so an und sind halt später eher Sklaven oder sehen sich irgendwie
in einem ganz anderen Bereich wieder. Aber es ist halt so dieser einfache
Einstieg, um einen Fuß in die Kink-Identität zu bekommen.
Sebastian
jetzt überlege ich, ob wir das noch weiter vertiefen oder ob wir jetzt hier mal
einen Strich drunter machen bei dem Thema und sagen, hier, komm, das entwickeln
wir hier nochmal in einer ganz langen Folge weiter.
Ja, weil jetzt würde ich anfangen, Detailfragen zu stellen. Und zwar ganz viele
ohne Ende.
Dan Apus Monoceros
Dann würde ich doch wirklich sagen, lass uns das in einer eigenen Folge machen,
weil es ist ein großes Thema und da kannst du Stunden drüber reden.
Sebastian
Ja, definitiv. Da gibt es ja dann auch die Sachen mit dem Stuff, den es dann da
gibt. Ich gucke nochmal, ob ich noch die eine oder andere Frage finde. Warte. Da
gibt es nochmal ein bisschen was. Das müssen wir ja mitnehmen.
Das sind aber viele hier.
Dan Apus Monoceros
Also, es gibt die Plattform recon.com.
R-E-C-O-N.com. Das ist eben sowas wie FetLife
für Schwule. Sie ist jetzt nicht perfekt,
was die Anzahl an Leuten angeht, kommt aus dem englischsprachigen Raum, also
ähnlich wie FetLife, ist aber eben durchaus auch in Deutschland ein bisschen
vertreten.
Aber auch da findet man Leute, die halt eher auf den roughen Sex stehen und weniger
auf die entsprechenden anderen Elemente. Also das ist auch dort ein bisschen,
aber natürlich ein viel höherer Grad als jetzt bei Romeo als Beispiel. Beispiel.
Sebastian
Das hatte ich schon.
Das war Lara, die hatte ich auch schon. Ich glaube, ich bin hier schon durch
gerade. Das gibt es ja nicht. Ach, von Schabbat habe ich noch was. Gibt es auch
andere Pets, abgesehen von Puppys, welche in der Szene vertreten sind? Oder sind
Puppys das Markenzeichen der Gay-Szene?
Dan Apus Monoceros
Ja, ich sage es mal so, im
Petplay-Workshop oder im Petplay-Bereich, da habe ich mir von den Heteros
erzählen lassen, dass dort wohl das Pferd am dominantesten vertreten sei.
Zumindest war das anscheinend mal so, aber das ist nur, was ich gehört habe.
Sebastian
Pferd ist immer so teuer, die Ausrüstung.
Dan Apus Monoceros
Ähm, ja,
Sebastian
Die kann ja keiner bezahlen. Also wenn es geil aussehen soll, dann ist es gleich
mittel-vierstellig.
Dan Apus Monoceros
stimmt, ja.
Sebastian
Und so ein Hündchen ist wesentlich günstiger. Das kann ich aus eigener Erfahrung
sagen.
Dan Apus Monoceros
Ja, ja, ja. Nee, also da war definitiv, das war eine Info von einem meiner
Teilnehmer, die ich auch nicht bestätigt bekommen hatte. Im Internet habe ich
zwar mal so eine Quelle gefunden, aber ich kann es nicht mit meinem eigenen
Empfinden bestätigen. Im schwulen Bereich würde ich definitiv sagen, dass die
Puppies am weitesten verbreitet sind. Im Hetero-Bereich kenne ich viele Katzen,
die jetzt irgendwie da aufpoppen. Viele Puppies natürlich auch, klar. Es gibt
aber theoretisch alles Mögliche. Also gerade, ich kenne irgendwelche Drachen,
ich kenne Wölfe, Tiger, einer
ist ein Nacktmull, also du kannst, Insekten habe ich schon gesehen, also
nicht wirklich gesehen, aber zumindest gehört, dass er ein Insekt sei. Ich habe
keine Ahnung, wie der sich jetzt genau fortbewegt damit, aber ich kann mir
vorstellen, so eine Raupe in so einem Bondage-Sack irgendwie drin, die kannst du
ja die ganze Zeit nur vorrobben.
Sebastian
Ich habe jetzt an Willi von der Biene Maja denken müssen.
Dan Apus Monoceros
Aber, also
Sebastian
Sorry, aber wenn es Spaß macht.
Dan Apus Monoceros
da ist, ja eben, das
finde ich auch das Geile daran und du kannst wirklich das sein, was du willst
und kannst dir das raussuchen, was du willst. Und das ist, finde ich, so ein
bisschen eine außergewöhnliche Sache, wo du halt mit Petplay ganz viel
erreichen kannst und tun kannst. Und da musst du halt einfach kreativ sein, für
dich das Passende rausfinden.
Idealerweise hast du irgendjemanden, der genauso verrückt ist wie du und dann
eben mit dir in deinem Tier interagierst. Und dann hast du irgendwie einen Hund
und eine Biene Maja und die Biene Maja sticht den Hund in die Nase und wie auch
immer. Also da kann man sich wunderbare Spielereien vorstellen.
Und dann, jetzt muss man natürlich auch noch dazu sagen, Petplay ist ja nicht
nur, ich sag mal, Spielen von Tieren, sondern es hat natürlich, oder es kann
auch diese sexuelle Komponente haben.
Und je nachdem, wie das halt eben mit einfließt, kann das auch super spannend
sein.
Also da muss man natürlich auch immer für sich gucken, bin ich jetzt eher ein
sexueller Petplayer, eher ein nonsexueller Petplayer? Und damit kann sich das
halt in ganz unterschiedliche Richtungen für dich entwickeln.
Sebastian
Jetzt hast du hier eine gute Stunde, schnell gesprochen.
Bist du mit dem Überblick zufrieden, den du jetzt hier geben konntest?
Dan Apus Monoceros
Tja, also ich sage mal prinzipiell ja.
Ich weiß jetzt nicht, ich frage mich natürlich, ob es jetzt für die Hörer noch
irgendwas Spannendes fehlt oder nicht. Ich denke, es ist kein Thema, was du
abschließend überhaupt so kommunizieren kannst. Aber zumindest, was ich mir so
ein bisschen,
ich meine, ich habe mich noch in meinen Notizen aufgeschrieben, als Beispiel die
Unterschiede im, oder als ein schönes Beispiel für Unterschiede im Bondage,
zwischen hetero und schwulem Bondage. Das sind so lustige Sachen, die findest du
überall. in ganz unterschiedlichen Bereichen. Du kannst das so weit
runterbröseln. Also das ist, ja, dadurch, dass ich in beiden Welten unterwegs
bin, ich denke mir jedes Mal wieder, ist das jetzt typisch für die eine Welt
oder die andere Welt, klappt das hier oder da? Also das sind echt lustige
Dinger, die man da teilweise mitbekommt. Und es ist irgendwo schade, dass es
wenig Vermischungen gibt. Also wir zum Beispiel bei uns versuchen das ja immer
aktiv. Wir haben aber trotzdem halt beide, ich sag mal, Marken voneinander
getrennt, weil wir halt einfach wissen, es ist nicht der Standard. Und selbst
wenn ich auf dem schwulen Plattform von mir einen Bondage-Kurs für
alle Orientierungen anbiete, dann habe ich da halt überwiegend Schwule oder
interessanterweise häufig auch Frauen, die sich aber eher als Männer sehen oder
die Femdoms sind.
Die fühlen sich anscheinend da auch wohl in der Gay-Welt.
Aber ganz wenig, ich sag mal, klassische Rollenmodelle. Also in Deutschland
haben wir ja ein überwiegendes Rollenmodell von Male-Dom, Fem-Sub.
Ganz selten, dass ich die bei mir irgendwie im Kurs drin habe. Also wenn, dann
sind beide Switcher oder eben andersrum, dass eben die Frauen wirklich dom sind
und Lesben habe ich bei mir mit dabei, alles mögliche, aber so diese klassischen
Rollenmodelle, ganz schwierig. Bei meinen Veranstaltungen im gemischten Bereich
teilweise kommen sie mit rein, aber es ist nicht, dass ich sagen kann, die
fühlen sich da automatisch gleich alle wohl in dieser Welt, also sehr, sehr,
sehr lustig teilweise. Weise.
Sebastian
ich glaube, das ist auch manchmal, da sind auch einfach, das muss man einfach
mal sagen, Berührungsängste sind nun mal da. Deshalb bin ich heute mal ganz
stolz auf mein Publikum, denn hier sind genauso viele Hörer wie bei jeder
anderen Live-Folge auch. Und ich sehe hier schön, dass niemand ausgestiegen ist.
Also ja, klar, zwei, drei Leute verliert man immer über die anderthalb Stunden
da. Aber die sind alle brav dabei geblieben. Habt ihr schön gemacht. Ich glaube
an euch.
Dan Apus Monoceros
Brave Zuhörer.
Sebastian
Das heißt, das Thema ist also tatsächlich A, erstmal interessant und B, möchten
Menschen auch einfach mehr wissen, weil das ist tatsächlich dieser
Berührungspunkt. Da fehlen einfach Brücken im Moment. Vielleicht kann man da ein
paar bauen, du baust ja eh welche. Und pass mal auf, das mache ich ja eigentlich
nicht, aber weil du machst ja nun mal gerade auch keine Veranstaltung, die du ja
eigentlich gern tun würdest.
komm, hau mal raus, wo man dich, was man googeln muss, was man von dem Browser
eingeben muss, um von dir was zu finden, damit, wenn es dann wieder losgeht,
dass es auch richtig losgeht.
Dan Apus Monoceros
Also man findet mich mit den schwulen Veranstaltungen unter
gay-bdsm.club also statt .com oder .de einfach .club.
Das sind eben die schwulen Veranstaltungen, wobei alle Workshops auf der
Webseite eben offen für alle sind und die andere Webseite ist die Kinky in
Wonderland, orientiert so ein bisschen an Alice in Wonderland, nur eben Kinky.
Und dann mit Minus dazwischen .de jeweils. Und da findet man die überwiegend
gemischten Veranstaltungen, die eben alle auch, ja sagen wir mal, sehr
fantasievoll meistens orientiert sind. Und eben genau diese, wir nennen es
Polynormalität.
Sebastian
Ein schöner Begriff.
Dan Apus Monoceros
Das heißt, jeder ist normal bei uns und wird auch als normal behandelt, egal wie
individuell andersartig er ist. Und ich sage immer, früher hieß es, jeder will
individuell einzigartig sein, aber eigentlich wollen wir doch alle normal sein.
Oder zumindest so behandelt werden, das ist immer meine These dabei. Deswegen
eben die Polynormalität, dass wir doch alle ganz normal sind.
Sebastian
Ich mag den Begriff und die ganzen Links packe ich einfach noch in die Shownotes
rein für die Menschen, die das jetzt hier nachhören. Die können dann einfach da
draufklicken, dann passt das.
Ui, du hast es mir so unfassbar einfach gemacht.
Dan Apus Monoceros
Ja, sehr gerne.
Sebastian
Ich konnte einfach ein paar dumme Fragen stellen und dann hast du erzählt.
Super.
Dan Apus Monoceros
Ja, du hättest auch intelligente Fragen stellen können, aber es hat mir in den
dummen ja auch gepasst.
Sebastian
Ja, das hat in diesem Fall gereicht. Wenn ich das Thema vertiefe, muss ich dann
anfangen, ein bisschen cleverer nachzufragen.
Dan Apus Monoceros
Ist in Ordnung. Dann gib mir aber Vorbereitungszeit, wenn du clevere Fragen
stellst.
Sebastian
die brauchst du dann, ja?
Dan Apus Monoceros
Sicher ist sicher.
Sebastian
Ich glaube, wir setzen uns beide zusammen und dann schütten wir in irgendeiner
Art und Weise das Alkohol rein und dann kriegen wir beide zumindest nicht mehr
mit, wenn es irgendwie blöd und albern wird.
Dan Apus Monoceros
Ja, ich darf es dann nur nicht mehr hinterher anhören, aber ich glaube, du
schneidest das ja hinterher, das wird peinlich.
Sebastian
Ich glaube, wenn es dann so ist, dann schneide ich das auch nicht mehr. Das kann
ich mir selber nicht anhören.
Dan Apus Monoceros
Sehr schön, da freue ich mich doch schon sehr drauf. Also fühl dich eingeladen,
falls du mal in Berlin bist.
Dann trinken wir hier ein paar Flaschen Wein zusammen.
Sebastian
Machen wir. Super. Das ist schön. Schön. Einladung nach Berlin, kommt gleich auf
die Liste. Sehr gut. Pass auf, dann ich
Dan Apus Monoceros
ich habe ja auch ein kleines Studio. Das heißt, du kannst hier dann auch gleich
noch deine Freundin hinfesseln oder ähnliches, wenn du möchtest.
Sebastian
fesseln. Ja, klar.
Dan Apus Monoceros
Also fessel ich sie hin, ich bin da ja mittlerweile.
Sebastian
Ich soll das Kabelbinder-Wort ja nicht sagen.
Dan Apus Monoceros
Kabelbinder machst du?
Sebastian
Nein, mache ich ja nicht.
Dan Apus Monoceros
Ah ja, okay.
Sebastian
Aber ich darf es auch nicht mehr erwähnen und das kriege ich schon so wie Hau.
Da ist sie ganz streng.
Dan Apus Monoceros
Verstehe.
Sebastian
Also das darf ich nicht mal mehr erwähnen.
Dan Apus Monoceros
Komm, sag nochmal Kabelbinder.
Sebastian
Nee, sage ich nicht.
Dan Apus Monoceros
Okay, schade.
Sebastian
Kabel fest zur Vorrichtung aus Kunststoff. So.
Dan Apus Monoceros
Ah, okay.
Sebastian
Ich glaube, das ist von der Regel nicht erfasst.
Dan Apus Monoceros
Du weißt ja übrigens, dass es auch die gibt, die man wieder aufmachen kann ohne
Schere.
Sebastian
Ja, super. Super.
Dan Apus Monoceros
Also nur so als Hinweis, die sind ein bisschen weniger riskant.
Sebastian
Ja, da gehe ich eher so in diese praktische Richtung, dass ich sage, okay,
Manschetten mit irgendeinem Verschluss und auch ein Schloss dran und dies und
das und jenes und dann ist das okay und zipp und zapp und dann liegt sie da. Das
ist einfach einfacher. Aber ich, sagen wir mal so, dieser Podcast hat dazu
geführt in den letzten zwei Jahren, dass ich die Erotik von Seil A verstehe, B
nachvollziehen kann, C es sogar gut finde, das mal zu probieren, D aber immer noch
nichts hinkriegen, Knoten ordentlich zu machen. Also kommt es gelegentlich vor,
dass Subbie dann selber mal den einen oder anderen Knoten an sich probieren muss.
Dan Apus Monoceros
Geil, okay.
Sebastian
Also das ist dann so eine gewisse Art des Outsourcing, aber ich gebe mir Mühe,
da mehr machen zu wollen, wenn es denn mal irgendwann dazu kommt.
Dan Apus Monoceros
Na gut.
Na, man braucht doch immer Vorsätze fürs neue Jahr, oder?
Sebastian
Das ist ein schlimmer Vorsatz, das überlege ich mir nochmal sehr genau, ob das
ein Vorsatz sein kann. Im Moment bin ich ja bei diesem Jogging-Krams angekommen
und der Vorsatz ist ja, das jetzt einfach weiterzumachen. Obwohl meine Beine mir
sagen, ja, du spinnst wohl, aber da soll man angeblich drüber hinwegkommen
können.
Wir gucken mal, eins nach dem anderen.
Dan Apus Monoceros
genau, Step by Step.
Sebastian
Vielen, vielen Dank, dass das geklappt hat. Ich danke dir viel, viel, vielmals.
Die Folge erscheint Samstag und du kannst die dann auch teilen, wo und wie du
willst. Ich finde, du hast dich perfekt geschlagen.
Dan Apus Monoceros
Ach, danke, danke.
Sebastian
und ja, ich mache jetzt hier mit meinem Glühwein weiter und gucke mal, ob hier
jemand anruft
Dan Apus Monoceros
Sehr schön.
Sebastian
und dann hoffe ich, dass ich ganz viele Menschen habe, die in Zukunft aus der
Gay-Szene oder generell, die einfach schwul sind, sagen, ich mache zu Hause ganz
alleine mit meinem Partner BDSM und wir machen das für uns, dass Menschen da ein
bisschen erzählen mögen hier, dass ich das einfach ein bisschen zeigen kann,
weil das gibt es garantiert und das wäre ein blöder Podcast hier, wenn dieses
ganze Themenfeld einfach irgendwie so im Dunkeln bleibt, das gehört doch auch
dazu zu.
Dan Apus Monoceros
Dann, das
Sebastian
Ist doch auch kinky.
Dan Apus Monoceros
finde ich übrigens sehr gut, dass du das Ganze so bewusst nach außen tragen
willst. Also das finde ich immer die wichtigsten Bemühungen. Insofern besten
Dank für die Einladung.
Sebastian
Sehr gerne.
Dan Apus Monoceros
Ich hoffe, ich konnte etwas Licht auf die weißen Felder deiner
Landkarte bringen.
Sebastian
Ein bisschen, ja. Ich hätte noch tausend Fragen, aber das machen wir dann bei
der Flasche Wein.
Dan Apus Monoceros
Sehr schön.
Sebastian
Da habe ich natürlich ein Mikrofon dabei.
Dan Apus Monoceros
Gut.
Sebastian
Ich verabschiede dich jetzt.
Dan Apus Monoceros
Mikrofone habe ich hier genügend, kein Problem.
Sebastian
Ah, wunderbar. Ich verabschiede dich mit dem Kommentar von Lara. Die hat mich
geschrieben. Total spannend heute. Das finde ich auch. Und ich wünsche dir einen
schönen Restabend. Mach's gut. Tschüss.
Dan Apus Monoceros
Danke, ciao.
Sebastian
So.
Herrlich. Das hat Spaß gemacht. Genau das Richtige. Und ja, Liebes Publikum, ich
sage jetzt übrigens Publikum, weil ich festgestellt habe, dass Publikum der
perfekte Begriff ist für die Menschen, die ja zuhören. Da kann man nämlich
nichts falsch machen und muss nicht Hörerinnen und Hörer sagen. Und ich möchte
mir das jetzt angewöhnen. Mein Vorsatz fürs neue Jahr. Ich bitte das liebe
Podcastsubbie das Tässchen Glühwein hier einmal aufzufüllen, weil es ist nämlich
inzwischen leer. Es war so halb kalt, dann habe ich einen sehr großen Schluck
genommen, dann wurde es lustig.
Und wenn du möchtest, liebes Podcastsubbie, wir teilen uns einfach den Rest aus
der Pulle und dann passt das schon.
Ja. Ah, jetzt flitzt sie los. Ich habe Alkohol versprochen. Das ist nach dem
langen Tag heute auch genau das Richtige.
Gut, wer möchte, kann hier anrufen. Heute spreche ich, solange ihr wollt. Ich
gehe mal auf meinen anderen Sendeplan hier.
Und die Rufnummer dafür ist die 05101 911 18952.
Die poste ich jetzt hier mal in den Chat rein. Und dann kann man hier einfach
anrufen und mit mir sprechen, über was ihr wollt. Und bis das passiert und je
nachdem, ob das passiert, kann ich ja, achso, heute dürfte auch jemand grüßen
oder so, das ist völlig okay und man kommt auch in den Lostopf rein, dann kann
man nochmal eine von den wenigen Tassen gewinnen, wenn man hier durchkommt.
Alles gut, ich gucke auch gleich nochmal in meiner komischen Telefon-App, dass
ich da nicht verpasse, wenn jemand anruft. Das klappt ja manchmal nicht so toll,
aber heute bin ich darauf vorbereitet, dass es eventuell schief geht. So, was
soll ich denn alles erzählen? Ich habe ja mehrere Dinge getan in der letzten
Woche. Das erste ist, ich habe jetzt dieses Thema Weihnachtsfolgen und
Weihnachtsanrufe aufgemacht und da habe ich ja gesagt, Mensch, es können sich
Leute melden, mir ihre Telefonnummer geben und dann rufe ich zwischen den Jahren
einfach an oder jetzt ab Samstag, Samstag habe ich überlegt, fange ich damit an.
Das heißt, ich rufe einfach an, wir telefonieren und dann schnacken wir ein
bisschen über dies und das und jenes. Und wenn das dann sendefähig ist, das
bestimme aber nicht ich, sondern mein Gegenüber, dann packe ich das alles
hintereinander weg in eine sehr schöne lange Folge, die dann in genau sieben
Tagen, also an Heiligabend erscheinen soll und eine zweite irgendwie Silvester
und je nachdem wie viel Zeug ich habe, gibt es halt noch mehr. Das ist ein
kleiner Ersatz für die Live-Folgen. Und dann gucken wir mal, ob ich jemanden
erwische, der vielleicht auch gerade am Baumschmücken ist, irgendwie beim
Noteinkauf an der Tankstelle noch mal schnell die letzten Geschenke besorgt. Ich
weiß es nicht. Müssen wir mal gucken. Und ich war nicht sicher, ob sich Menschen
melden. Deshalb habe ich ja mal meine Liste mit den Nicht-Freiwilligen angelegt.
Also Menschen, von denen ich weiß, wenn ich anrufe, sagen die vermutlich nicht
nein. Aber es haben sich inzwischen 20 Menschen gemeldet, die sagen, kannst du
dich ruhig anrufen. und die haben sich auch dann meine Nummer notiert und können
mich dann auch im Telefonbuch einspeichern, irgendwie unter hier, Stix ruft an,
Ausrufezeichen, Panik, Ausrufezeichen, keine Ahnung. Ich fürchte allerdings so
langsam, ich werde gar nicht alle anrufen können, weil 20 und dann plus nochmal
so 10 auf meiner Liste hier, das sind schon 30, 30 Anrufe, wenn die überall alle
so um eine Stunde gehen. Ganz ehrlich, dann werden die Anrufe so kurz und
gezwungen. Also deshalb kann ich nicht versprechen, dass es immer klappt, aber
wir gucken mal und wer da mitmachen möchte, wie gesagt, man braucht sich da
nicht von mir drängen lassen, aber wer mag, kann mich einfach anschreiben bei
Telegram, E-Mail, wie auch immer, Telefonnummer, vielleicht einen Namen, wie ich
dich dann ansprechen kann, ist immer ganz gut und vielleicht eine grobe
Zeiteinteilung, dass ich weiß, okay, was weiß ich, zwischen 19 und 21 Uhr ins
Bett geht es halt für den Nachwuchs oder so, oder bitte nicht anrufen oder
sowas, das hilft mir immer sehr, da kann ich das ein bisschen planen und ich
freue mich schon unglaublich, wenn ich dann übermorgen das Telefon in die Hand
nehme, Thema, wenn ich schon wieder Joggen war übrigens und dann gucken wir mal,
was dabei rauskommt. Hier hat noch niemand angerufen gerade, also die wollen
alle, dass ich anrufe. Ich könnte ja jemand von der Liste jetzt einfach nehmen
und jetzt anrufen, aber das ist nicht der Deal. Dann schauen wir mal, was habe
ich noch Schönes?
Ach ja, Weihnachten.
Also, ich habe den Menschen, die den Podcast bei Steady unterstützen, schon eine
Mail geschickt, dass ich nämlich deren Adressen gerne hätte weil ich finde eure
Unterstützung so toll, dass ich sage ich möchte euch eine kleine Überraschung in
die Post stecken irgendwas winzig kleines, eine kleine Geste der Wertschätzung
und da kam auch schon eine ganze Menge zurück und auch an alle anderen Menschen,
die den Podcast im letzten Jahr unterstützt haben der Aufruf, die das jetzt hier
hören es werden nicht alle hören, aber ich hoffe ich kann die meisten hier quasi
einmal miterledigen
wenn ihr den Podcast unterstützt habt Und ich würde euch wirklich gerne was
Gutes tun. Dann poste ich jetzt mal einen Link hier in den Chat rein, den packe
ich natürlich auch in die Shownotes. Das ist ein Formular, das kann man
ausfüllen, da kann man seine Adresse reinpacken, die behalte ich auch nur für
diesen einmaligen Postversand, danach lösche ich die. und damit ich weiß, wer es
war, gibt es da auch gleich die erste Frage, die so ein bisschen gucken soll,
dass das auch wirklich Menschen sind, die den Podcast unterstützen.
Ja, also ich würde euch wirklich, wirklich gerne was Gutes tun. Ob das alles
klappt, hängt tatsächlich von der blöden Druckerei ab, die schon wieder in der
Lage ist, die fertig gedruckten Sachen seit drei Tagen bei sich auf dem Hof
liegen zu haben und nicht der Post zu übergeben. Ich hoffe aber, dass das klappt
und dann wäre das sehr schön.
Lena schreibt übrigens, sie würde ja anrufen, aber ihr fällt spontan kein
Thema ein. Nein, Lena, ich bin mir sicher, dass es geht. Im Zweifel ist es das
Schlürfen und das Keksekauen, was dann hier thematisiert werden kann. Wir
kriegen da schon was. Ganz kurz mag ich noch mal die Unterstützer seit letzter
Woche einfach mal würdigen. Einmal Lara, dann Christian. Der hat übrigens einen
A2-Gutschein geschickt. Die sind auch mal heiß begehrt, gerade jetzt. Und Lena
hat ein Steady-Abo abgeschlossen. Und euch dreien ganz vielen lieben Dank. Ihr
macht das Ganze möglich. Und da kann ich mir sogar so kleine Sauereien erlauben,
dass ich zum Beispiel sagen kann, Okay, ihr kriegt einfach ein bisschen Post von
mir und dann passt das.
Ja, was kann ich noch alles Schönes erzählen? Ja, ich habe ja Kekse gepostet
heute und ich werde jetzt mal einen davon essen. Katrin war nämlich hier. Die
hat hier mal schnell eine Tüte abgegeben mit Keksen und Kuchen im Glas. Finde
ich übrigens eine lustige Sache. Den Kuchen im Glas werde ich heute nicht mehr
schaffen. Aber so ein Keks.
Danke
Katrin, die Kekse sind sehr lecker wenn man den ganzen Keks im Mund steckt hat
man ja ein Problem dann
kann ich reden
also
ihr merkt schon, ich bin in in dystopisch vorweihnachtlicher Stimmung, so dann
grüße ich noch Jantje, die müsste nämlich angeblich gerade Geschenke einpacken,
Gruß dabei da bist du mir etwa eine Woche mit dieser Tätigkeit voraus und an
Sarah mag ich auch nochmal sagen, du weißt, dass du gemeint bist, wenn gute
Besserung passt. Was auch immer ist. Gute Besserung. Bitte. So.
Okay.
Hallo, Sebastian hier. Mit wem spreche ich?
Lena
Hallo Sebastian, hier ist Lena.
Sebastian
Ach, die Lena. Hallo.
Hat der gesagt.
Lena
Hallöchen.
Sebastian
Du bist die, die jetzt nicht weiß, worüber wir sprechen, ja?
Lena
Ja, ganz genau. Ich bin immer so tierisch und kreativ.
Sebastian
Das kriegen wir hin.
Wirf mal ein Wort hin. Kinky Weihnachten. Passt das für dich zusammen?
Lena
Ja, auf jeden Fall. Also ich habe es auch heute auf Twitter gelesen, dass man
bei der Kunst der Unvernunft gut Geschenke einpacken kann. Die habe ich jetzt alle
schon durch. Ich habe gemerkt, dass Gerten scheiße einzupacken sind.
Sebastian
Ach, wir sollen einfach drei Stückchen schneiden und dann passen die in einen
kleinen Karton, ne?
Lena
Ja, das ist aber auch irgendwie blöd. Ich habe mit dem Geschenkpapier
rumgeflucht und habe mich dann entschieden, dass das Ganze unverpackt gibt.
Sebastian
Okay. Also das heißt, du verschenkst die Gerte, unter der du leiden sollst.
Willst.
Lena
Ja.
Sebastian
Okay, das ist doch in Ordnung.
Lena
Ja, ich schaufel mir dann manchmal mein eigenes Grab, weil ich manchmal so fiese
Ideen habe und die dann irgendwie erzähle und dann kommen die irgendwie retour.
Sebastian
Ja, aber sie
nicht zu erzählen, da würde es doch platzen, oder?
Lena
Ja, natürlich.
Sebastian
Okay, also du hast schon mal hier verraten, dass du eine Gerte verschenkst. Das
ist gut.
Lena
Ja. Nee,
Sebastian
Das heißt, du bist mit Dom unterm Baum und ihr könnt dann ungestört euch
irgendwie mit dem Baum pieksen. Oder was ist da der Plan?
Lena
nicht ganz, da ist leider noch ein bisschen Familie drumherum, aber wir machen
das am zweiten Weihnachtstag. Nur wir zwei und dann schön,
einen fesselnden Abend, glaube ich, wenn ich das richtig gesehen habe, was er
geplant hat. Ganz
Sebastian
Also er hat geplant und du schenkst das Zubehör.
Lena
genau.
Sebastian
Das ist aber wieder, das ist immer übrigens sehr einseitig, finde ich. Also Sub
schenkt Gerte, um damit gehauen zu werden. Dann Dom schenkt Sub irgendwie
Halsbänder für Sub. Also im Endeffekt ist aus Doms Sicht Weihnachten eine sehr
selbstlose Tätigkeit.
Lena
Ja, so kann man das sehen. gehen.
Sebastian
Ja, kann man.
Lena
Aber er hat ja auch seinen Spaß daran.
Sebastian
Ah, also du schenkst also Freude. Das
Lena
Ja, das soll man doch zu Weihnachten machen.
Und so zur besinnlichen Weihnachtszeit muss man ja auch lieb zu den Subis sein.
Auch wenn sie frech sind, weil es ist ja die besinnliche Weihnachtszeit.
Sebastian
wusste ich noch gar nicht. Da muss man lieb sein.
Lena
Ja, also als Dom muss man dann lieb sein, habe ich beschlossen, dieses Jahr.
Sebastian
Okay, aber dann heißt das ja, ich wollte gerade sagen, weil das endet doch
daran, dass du die Gerte maximal angucken und anschmachten darfst, aber sie wird
ja nicht benutzt, weil er ist ja lieb.
Lena
Hat aber auch noch nicht so ganz geklappt.
Das Problem ist, ich habe die schon fast ein Vierteljahr herumliegen und habe sie
immer wieder versteckt und aber dann auch wieder angeguckt und ja, etwas
ungünstig, dass ich die schon so früh besorgt hatte.
Sebastian
Okay, also du hast die so früh zu Weihnachten besorgt oder das ist so dein
Hassobjekt und du willst ihm schenken, dass er jetzt dann doch das Ding benutzen
darf.
Lena
Nee, ich habe die so früh zu Weihnachten besorgt, weil meine ganze Familie im
Dezember Geburtstag hat. Ich habe jetzt schon zwölf Geburtstage hinter mir im
Dezember und brauche für jeden sowohl ein Weihnachts- als auch ein
Geburtstagsgeschenk. Da muss man schon im August anfangen, damit man alles
zusammenkriegt.
Ja, nee,
Sebastian
Okay, also ja, das ist tatsächlich grausam. Das heißt, das ist eine ganz
besinnliche Weihnachtszeit. Und dann müsste man ja eigentlich Weihnachten
woanders hin verlegen. Aber der Chef, der Dom, der hat jetzt nicht im Dezember
Geburtstag.
Lena
das ist der Einzige von uns, der im Sommer Geburtstag hat.
Sebastian
Na, immerhin. Glück gehabt. Vielleicht hast du ihn ja deswegen ausgesucht. Du
Lena
Ich weiß es nicht, nächstes Jahr wird er 30, das will er noch nicht hören. Er
sagt, er fährt dann weg, weil er diese Party nicht haben will. So mit
Rathaustreppe fegen und so, das findet er nicht so cool. Habe ihm aber schon
gesagt, dass er da garantiert nicht drum herumkommen wird.
Sebastian
kannst ja als Subi ihm helfen beim Fegen.
Lena
Und dass er mir sonst was androhen könnte.
Sebastian
Hm. Okay, also aber zweiter Weihnachtsfeiertag. Die Gerte ist so das Geschenk.
Gibt's vielleicht Aus der Kategorie selbst gebastelte Geschenke sind ja manchmal
so Gutscheine. Gutscheine sind ja Weihnachten immer sehr beliebt. Sowas wie, du
darfst mit mir mal XY machen. Ist das nicht vielleicht eine Möglichkeit? Ja,
Lena
Geht so. Also ich bin dann eher so jemand, der sagt, wenn du das da machen
willst, dann können wir das gerne ausprobieren. Aber dann mache ich mir auch
was, was ich will.
Handelt dann immer ein Kompromiss aus. Also so Gutscheine sind dann eher so eine
Diskussionsgrundlage, auf der man dann die weiteren Konditionen verhandeln kann.
Sebastian
aber du verschenkst ja den Gutschein.
Lena
Ja, aber heißt ja nicht, dass ich mich da immer zwangsweise dran erinnern muss.
Sebastian
Okay, also der Gutschein muss bei dir mindestens schriftlich überreicht werden.
Und notariell beglaubigt hilft, glaube ich, auch.
Ja, also das ist mal so die Überlegung. Also ich habe auch das Problem, wenn ich
mir überlege, mache ich ein Geschenk, mache ich ein Kinky-Geschenk, was wäre
das? Und im Zweifel komme ich immer nur drauf, naja, vielleicht sind das ja doch
die Sachen, die normalerweise so aus der Kategorie sind. Ja, schon geil, wäre
echt cool, wenn man das hätte, aber eigentlich zu teuer. Und dann überlegt man,
aber das Weihnachten, da könnte man ja. Ich mache das übrigens dieses Jahr
nicht, ich bin eben zu spät dran.
Lena
Also ich habe schon alles Mögliche hier. Ich habe, wie gesagt, früh angefangen
und schiebe das mit dem Geschenkeinpacken auch schon einen Monat vor mich hin.
Jetzt habe ich mir mal einen Ruck gegeben, weil mal kein Geburtstag anstand,
dass ich das noch vorher erledigt kriege, weil ich noch drei habe, bis
Weihnachten losgeht.
Und ja, ich habe aber jetzt auch vor Weihnachten schon ein Geschenk bekommen von
meinem Dom und zwar einen wunderschönen Halsreif.
Sebastian
Oh, der
Lena
Und da bin ich auch sehr, sehr stolz drauf, dass ich den gekriegt habe, weil ich
da schon ungefähr anderthalb Jahre immer so drum zuschleiche. Aber ja, aber
nein, aber doch. Und dann aber doch teuer und das ist ein bisschen schwierig.
Sebastian
Podcast heißt ja nicht umsonst Unvernunft. Da passt das schon dazu. Aber er
konnte jetzt auch nicht warten, bis Weihnachten dir das Ding zu schenken. Das
musste jetzt vorher sein.
Lena
Ich habe das für meine Abschlussprüfung bekommen. Also das hatte schon einen
Grund. Und das fand ich dann in Ordnung.
Sebastian
Okay,
gratuliere ich. Aber das heißt natürlich, er muss jetzt noch was haben.
Lena
Ja, er erzählt mir auch schon immer so, ah, guck mal, das habe ich jetzt
eingepackt und das habe ich wieder versteckt und das habe ich nochmal anders
gemacht. und du wirst es eh nicht erfahren vor dem zweiten Weihnachtstag. Also der
kann da auch dicht halten. Ich bin eher so jemand, der sagt, weißt du was,
willst du es wissen? Ich sag's dir.
Sebastian
Das ist aber fies. Das ist ja so ein Totschlagargument. Da sagt man natürlich,
nein, ich will es nicht wissen. Weil wenn man sagt, man will es wissen, dann hat
man sich hinterher irgendwie, ja, das ist ja gemein von dir.
Lena
Ja, ich bin einfach selber sehr neugierig. Ich bin auch jemand, der jetzt noch
durchs ganze Haus gehen würde zum Suchen. Ich hab mich so gerade eben unter
Kontrolle.
Und
dann will ich es halt eben auch irgendwie mitteilen.
Sebastian
Ja, das fällt mir aber auch sehr schwer, dann zu sagen, ich sag nix. Vielleicht
ist die Strategie, das Ding einfach einzupacken und irgendwo in der Bude zu
verstecken, gar nicht so schlecht, weil dann denkt man nicht mehr so viel dran,
weil man hat ja alles erledigt.
Lena
Ja, das hatte ich auch schon mal. Ich hab Weihnachtsgeschenke schon mal so gut
versteckt, dass ich die erst im Februar wiedergefunden hab.
Sebastian
ja gut, das ist klar.
Lena
Ja.
Sebastian
Ja, okay.
Lena
Ungünstig.
Sebastian
Es kommt immer darauf an, was es ist. Wenn das dann zum Beispiel die Gerte ist,
von der man vielleicht doch nicht möchte, dass Dom sie in die Finger kriegt,
dann ist das ja eventuell ja auch so eine unterbewusste Geschichte, dass man
sagt, ich vergesse mal, wo das Zeug ist. Dann kann Dom dann zu Ostern die Bude
durchsuchen. Irgendwann wird er es schon finden. Hey,
Lena
Ja, ich hatte das, ich hab eine eine Spreizstange
organisiert gehabt und die hatte ich in einem meiner Ballkleider versteckt
gehabt. Ich habe so lange Kleider gehabt. Und da habe ich das einfach so
reingestellt, hat man nicht gesehen. Habe ich aber auch wieder vergessen, bis
ich dann zum Musikerball musste im Februar und dann so, oh, da war noch was.
Sogar schon eingepackt. Ich
Sebastian
da hast du sie sofort verschenkt dann? Oder an die Seite gelegt fürs Nächste,
ja.
Lena
habe bis zum Geburtstag gewartet.
Sebastian
Okay, also Geduld hast du offenbar, alles klar.
Ich hab das aber auch mal, ich hab das schon mal erzählt, ich hab mal irgendwann
ein Spielzeug, ein Schlagwerkzeug, ein richtig tolles. Wir haben es, ohne dass
da jemals Tiere gestorben sind, aber wir haben es, wie sag ich den Namen?
Nein, ich sag jetzt nicht, wie ich es genannt habe. Aber das Ding war auf jeden
Fall irgendwann weg. Und das hat uns beide ja total geärgert, weil das war echt
schön, das Teil. Und dann waren wir auf einer Messe ein paar Jahre später und da
habe ich genau das Ding wieder gefunden, exakt das Teil. Und dachte mir, oh
super, das kaufst du jetzt, jetzt haben wir es wieder. Und war echt stolz auf
mich, auf meine Glanzleistung, dass ich das wieder gefunden habe. Kann ja sein,
dass wir es auf einer Party irgendwo liegen lassen, man weiß es nicht. Ich will
das in diese Spielzeugtasche stecken, in so ein spezielles Fach. Und dann passt
das da nicht rein. Und dann gucke ich, da steckt irgendwas drin und ziehe das da
raus und finde genau dieses Ding da drin. Das haben wir halt zwei.
Naja, Glanzleistung, ne?
Lena
Du, das passiert jedem mal. Auch so ein Dom ist nicht fehlerfrei.
Sebastian
Nein, also ganz ehrlich.
Lena
Auch wenn die es manchmal nicht so gerne hören.
Sebastian
Sub ist ja, wenn man, oh Gott, ich hoffe, dass wir dich jetzt politisch nicht
völlig kaputt reden, aber Sub ist ja, wenn man trotz Doms Fehler und
Schlechtleistung trotzdem noch unten sein kann und das auch noch genießen kann.
Ich finde, da gehört eine gewisse Art dazu, dass man das schafft, dann zu sagen,
okay, der baut zwar gerade irgendwie Mist und er denkt auch gerade nicht nach,
aber ich bin jetzt unten, da, wo ich sein will und sein soll, alles ist gut.
Lena
Ja, da kommt bei mir der Brat-Gedanke so ein bisschen durch. Ich bin dann eher
jemand, der die Fehler nochmal unter die Nase reibt und sagt, ich habe es
gewusst.
Das ist dann ja auch wieder recht.
Sebastian
glaube, ich habe das heute bei Instagram gesehen, da hat Deviance irgendwas,
irgendeine Umfrage gehabt zu Brats, ich weiß gar nicht mehr, was genau da war,
aber irgendwas war mit 70% pro Brat oder sowas, wo ich dachte, oh Gott, echt
jetzt?
Es scheint eine Welle zu geben. Ja,
Lena
Ja, ich habe auch das Gefühl, dass das immer mehr wird.
Sebastian
wobei ist Brat nicht einfach so der Ausdruck von ich bin halt wie ich bin und
ich mach und ich provoziere und jetzt haben wir halt ein Label drauf geklebt,
weil
sowieso die ganz untene
Sklavin entrechtet und nach Protokoll
durchsubbt quasi. Oder auch Kerl gilt ja das gleiche.
Das ist ja auch auf Dauer für Dom ein bisschen eintönig. Man braucht ja
Herausforderungen, an denen man wachsen kann, finde ich.
Lena
Ja, auf jeden Fall. Und ich glaube, dass es auch gesünder ist, wenn man mal hin
und wieder sagt, du bist zwar oben, aber du bist echt ein Vogel.
Dass das Ganze auch ein bisschen auflockert und man nochmal über sein eigenes
Handeln nachdenkt. Und man halt eben auf Fehler aufmerksam gemacht wird.
Sebastian
Ach, das würdest du tun? Er würde sagen, ja, das war aber nicht korrekt.
Lena
Ja, auf jeden Fall. Also ich bin dann auch jemand, wenn die Fesselung nicht
schön sitzt, dann zeige ich ihm das nochmal, wie das richtig muss. Dann muss er
dann an dem auch mal stillhalten und dann zeige ich ihm, wie er das verknoten
muss und dann muss er das bei mir nochmal üben.
Sebastian
Ja, es kann aber auch sein, dass er sich einfach blöd anstellt, damit du es dann
selber machst. Dann spart er ja quasi Arbeit und Energie.
Lena
Nein, also ich verknote ihn dann, damit er weiß, wie es aussehen muss und dann
muss er das bei mir wieder versuchen.
Sebastian
Hahaha, okay.
Okay, ich glaube, ich trinke noch mal einen Schluck von diesem Glühwein.
Entschuldigung, aber das muss ja leer werden.
Okay, du sagst dann, okay, jetzt mache ich das bei dir.
Und das lässt er zu? Also
Lena
Mal ja, mal nein, aber da er das mit den Seilen irgendwie cool findet, aber da
noch kein Gefühl großartig für hat, findet er das schon mal spannend, das Ganze
zu sehen und wie das funktioniert und sich das ein bisschen anlernen zu lassen.
Sebastian
er hat mir definitiv voraus, dass er das zulässt und dann auch sagt, okay, und
ich achte dann auch noch drauf und habe noch einen Lerneffekt.
Das habe ich tatsächlich nicht. Da finde ich einfach keinen, da
finde ich den Zugang einfach nicht, weil ich habe immer nur das Gefühl, es
dauert halt und wenn es fertig ist, dann drückt halt irgendwo was. Ja,
Lena
Ja, das ist ziemlich platt ausgedrückt, aber richtig. Also das, vor allem wenn
man so kunstvolle Sachen macht, dauert das ja schon recht lange.
Aber er hat dann immer so den Ansporn, wenn ich ihm dann was zeige oder mich
selber irgendwie an den Beinen oder am Arm verschnüre, dann, ja, ich möchte das
ja auch können und ich möchte es besser können. Da ist dieser Ehrgeiz noch mit
dabei und deswegen klappt das ganz gut.
Sebastian
das ist vielleicht so ein bisschen wie Klavierspielen. Es ist total toll, die
Vorstellung, dass man dann irgendwo sitzt und spielt da was und alle anderen
drumherum und finden das toll. Und bei Bondage ist das im Prinzip auch so ein
Ding, wenn man das dann zeigen kann. Das ist egal, ob man das deswegen macht,
aber es ist trotzdem ein cooles Gefühl, wenn ja einfach ganz viele Leute sagen,
hier, das ist toll, das ist schön und das ist super und ich finde
das ja auch einfach schön. Schön, also von der Optik her, was man da alles
machen kann und ich finde das auch total faszinierend, weil dann sind die alle
genau gerade, die Schnüre und da bleibt auch nichts übrig irgendwie, das mit den
Längen ist alles perfekt austariert und ach, das ist einfach schön, also muss
ich mal ganz ehrlich sagen und tja, so ist das eben. Es ist mir nicht in die
Wiege gelegt worden, aber wem schon? Ich glaube, die meisten Menschen, die das
gut können, die haben einfach unglaublich viel geübt.
Lena
Ja, ich habe da schon früh mit angefangen. Dieses ganze Thema Knoten war schon,
ja, Pfadfinder, Feuerwehr, da ist das Ganze ja irgendwie ein
Muss. Da muss man ja irgendwie Knoten lernen und ich war im Knotenlehrgang immer
ganz vorne.
Und meine erste Spielbeziehung war der Domsegler gewesen, was natürlich
auch ungemein hilft. Ich
Sebastian
Oh, das hatte ich doch neulich erst. Das war aber Rieke, die das erzählt hat.
Das ist auch ihr erster Mensch, mit dem sie das gemacht hat, war auch Segler.
Also Segler scheinen da in Bondage-Kreisen zumindest beliebt zu sein.
Hm, okay.
Ja, aber jetzt ist ja, warum bist du selber keine Riggerin?
Ah,
Lena
glaube, ich bin da zu ungeduldig für.
Also die Leute müssen dann bei mir auch stillhalten, wenn ich die verknote und
dann muss das auch alles perfekt sitzen. Und wenn das nicht funktioniert, dann
mache ich nochmal alles auf und dann mache ich so eine Fesselung auch drei,
vier, fünf, sechs Mal. Und die meisten haben dann einfach keine Luft da drauf.
Sebastian
okay, also du bist da eher so, ich sag mal, technisch interessiert.
Lena
Ja, auf jeden Fall. Das ist ja auch eigentlich sehr, sehr logisch, auf welches
Seil man welchen Zug geben darf, welche Knoten man ineinander in Verbindung
setzt, damit die auf Spannung gehalten werden.
Ich finde das alles eine sehr logische Herangehensweise.
Sebastian
Ja, das finde ich eben genau nicht, weil dann habe ich da Seil und dann ist da
halt Seil.
Lena
Ja, aber du hast doch auch,
Sebastian
Also der Knoten muss ja vor allem so sein, dass er hält. Das ist allein schon
ein Problem, weil der geht halt gerne auf. Ich kann diesen einen Knoten und der
funktioniert auch, ich weiß nicht mal wie er heißt, das Podcastsubbie möge mir
verzeihen, Sie möge mich mal da ein bisschen so flirren, mir diesen Namen von
diesem Knoten einfach mal um die Ohren hauen. und ich irgendwie Double Column Tie,
irgendwie sowas. Kann das sein? Oh Gott.
Lena
kenne das alles nur mit Rettungsknoten und Stich und doppelter Stich. Und ich
habe das Ganze halt über die Feuerwehr gelernt. Da hat das alles noch ein
bisschen andere Namen, habe ich immer das Gefühl, die ganzen Knoten.
Sebastian
Also Feuerwehrmenschen sind da auch geeignet. Was machen die denn mit Seilen,
ganz ehrlich? Also einen Schlauch werden sie nicht einknoten.
Lena
Nein, aber zum Beispiel von Gebäuden abseilen und dann die Sicherung.
Sebastian
Ah, ja.
Okay, da hätte ich jetzt gedacht, der Enter-Haken, der ist dann schon fertig. Da
muss man nichts mehr mit dem Seil machen. Das ist dann alles zusammengeschweißt
und gemacht und getan und dann läuft das schon. Jetzt
Lena
Ja, Vertrauen ist gut, aber Kontrolle ist besser. Und wenn man zum Beispiel
Sturmschäden hat, dass man gewisse Äste auf Spannung bringt oder entlastet,
bevor man was wegräumt, damit das nicht auseinanderbricht.
Da muss man dann ja auch spontan mal eben eine Schlinge legen.
Sebastian
komme ich wieder zurück zu deinem Partner.
Also ja, der macht das mit den Seilen bei dir, aber er muss deinen
Qualitätsansprüchen genügen.
Lena
Ja,
da arbeiten wir auch noch dran.
Sebastian
Okay, da arbeitet ihr dran. Okay, jetzt wollen wir mal das Dom-Sub-Verhältnis
dabei auseinandernehmen. Also du sagst ihm, wie er dich einzuseilen hat.
Das ist ja nicht sehr devot.
Lena
Ja, aber sonst hat er meistens das Sagen.
Sebastian
Ja, das ist genau die Frage. Also gibt es halt diesen Punkt, wo er sagt, nee,
ich mach das jetzt so, wie ich das mache und dann ist gut jetzt. Das
Lena
Ja, den Punkt, den gibt es öfter mal. Also ich muss ihn echt gut am guten Tag
erwischt haben und mich auch nicht so viel habe zuschulden kommen lassen.
Dann klappt das mit dem Verknoten. Sonst ist er auch sonst der Verfechter von
Manschetten oder dem bösen Wort mit K.
Sebastian
ist doch genau der Reiz für dich, dass dann er das macht, was er machen will und
du dann nicht mitzureden hast. Das ist ja eigentlich das, was du möchtest.
Lena
Ja, natürlich ist das der Reiz.
Sebastian
Das ist ja so Also, das ist ja mal schwer.
Lena
Ja,
Sebastian
Also du kämpfst so ein bisschen um die Vormacht, was die Seile angeht. Aber im
Grunde genommen gefällt es dir umso besser, wenn er dich nicht machen lässt. Ja,
Lena
das ist so ein bisschen so ein zweischneidiges Schwert.
Sebastian
da könnt ihr ja nur beide gewinnen oder keiner.
Lena
Ja, eigentlich sind wir ganz zufrieden, nur wie es ist.
Sebastian
Okay.
Lena
Obwohl, wenn ich jetzt mal wieder mein Strafbuch gucke, da kommt vor Weihnachten
noch ziemlich was zusammen.
Gut, dass ich bald Urlaub habe und nicht mehr im Büro sitzen muss.
Sebastian
Ja, da ist der zweite Weihnachtsfeiertag schon verplant. Ja,
Lena
Ich glaube, vorher nochmal irgendwann. Wir haben beide zusammen vor Weihnachten
Urlaub. Da könnte man auch nochmal ganz entspannt das
Strafbüchlein ein bisschen leeren.
Sebastian
ich überlege tatsächlich, ob ich nicht der Familie vorschlage, dass wir doch
statt Lametta, was ich ja keiner mehr kennt so richtig, nicht einfach ein paar
Seile um den Baum legen. Fände ich mal ganz schön.
Aber das darf ich dann wieder nicht machen und naja, gut.
Lena
Nee, ich bin nicht so der Lametta-Typ. Aber ich könnte dir einen wunderschönen
Knoten zeigen, wo am Ende eine Kugel bei rauskommt. Ich
Sebastian
eine Kugel rauskommt. Also kannst du die mir zeigen oder kannst du das irgendwie
machen und nachher schicken?
Lena
kann das auch gerne machen und herschicken morgen.
Sebastian
Nein, pass auf, du schickst die Anleitung und wenn das Podcastsubbie in
passender Stimmung ist, dann bastelt sie den perfekten Weihnachtsstern aus
Schnur.
Lena
Nee, ich hab nur eine Weihnachtskugel aus Seil gemacht.
Sebastian
Aber das reicht schon. Da findet sich irgendwas. Ich muss eh mal gucken. Ich
möchte ja ein, zwei von diesen Buttons, Podcast-Buttons an den Baum dran
schmuggeln, damit ich irgendwie irgendwas habe, was ich dann frech posten kann,
wo ich dann sagen kann, guck mal, Kinky Weihnachten, yay.
Naja, nein.
Lena
Aber bitte ganz versteckt auf der Rückseite.
Sebastian
Warum?
ja nur kurz dran Bild machen, wieder abbauen und dann kann man dann sagen, hier,
ich bin da total offen und kinky und alles.
Ja. So, ich begrüße übrigens Basbold erst im Chat mal wieder zurück. Die
Tonprobleme scheinen gelöst zu sein, aber wir plaudern ja hier auch einfach nur.
Und jetzt ist ja Folgendes passiert. Aki hat tatsächlich geschrieben, ich könne
anrufen und mir eine Nummer geschickt. Meinst du, ich soll das wagen oder sollen
wir uns da lieber vertagen? Was sagst du denn, Lena?
Lena
Also, ich würde das auf jeden Fall machen. Es sind ja noch viele Leute auch im
Chat da und
ja, es ist ja vor Weihnachten und die letzte Live-Folge. Mal schauen, wie viele
Leute du ans Telefon kriegst, wie viele dich wieder wegdrücken, weil die Familie
daneben steht, sind
Sebastian
Ich kann jetzt nicht offen reden, das macht nichts. Ich gehe einfach die
Buzzwords A bis Z durch und du sagst nur Stopp. Und dann gucken wir mal.
Okay, pass auf, dann würde ich gerne mit Aki ein bisschen über Furrys und
Katzen reden. Da bin ich tatsächlich sehr gespannt. Das passt nämlich ganz gut.
Gut, aber du hast mir heute auf drei Arten sehr geholfen. Erstens, du hast ein
Weihnachtsgeschenk verraten. Das finde ich schon mal toll.
Zweitens gebe ich die Hoffnung mit Bondage nicht auf. Das habe ich jetzt einfach
beschlossen.
Und drittens hast du einfach dafür gesorgt, dass das mit Aki, dass das heute
überhaupt klappen kann. Also dafür haben wir ganz vielen lieben Dank. Und du
kommst natürlich in den Lostopf hier für den Becher dann. Irgendwann im Januar,
wenn es da wieder eine Sendung gibt. Und dann gucken wir mal, dass der zu dir
kommt. Ich habe übrigens noch exakt vier Stück hier. dann ist Schluss. Also ich
muss da wirklich was machen. Aber das erzähle ich gleich.
Lena
schon im Lostopf drin.
Sebastian
Das macht nichts, dann kommst du nochmal rein. Du hast ja einen Partner.
Lena
Okay, ich wollte dich nur vorwarnen, nicht, dass mir irgendwie Schummelei
unterstellt wird.
Sebastian
Das ist ja der Nachteil am Datenschutz tatsächlich. Ich schreibe das hier so
auf, dass ich das nicht mal verfolgen kann, wenn du es mir nicht sagst.
So ist das eben. Dann gewinnst du halt zweimal. Nicht schlimm. Nachschub kommt.
Okay, Lena, also vielen, vielen Dank. Ich wünsche dir ganz viel Spaß und wünsche
dir, dass du, ja, was wünsche ich dir? Dass du unglaublich wenig sitzen willst,
nachdem das Strafbuch geleert ist.
Und dass ihr einen wunderschönen zweiten Weihnachtsfeiertag zusammen habt und
mit der Familie, die das vorher alles abkaspern konnte und dass du da auch reich
beschenkt wirst.
Lena
Dankeschön. Ich wünsche euch auch eine besinnliche Adventszeit und frohe
Feiertage.
Sebastian
Dankeschön, mach's gut, tschüss.
Lena
Du auch. Tschüss.
Sebastian
Hi, das war Lena und jetzt rufe ich gleich Aki an. Ich überlege noch, ob ich
kurz noch eine Sache sage. Aki, du darfst noch ganz kurz mal durchatmen. Ich
habe es nämlich getan aus verschiedenen buchhalterisch-steuerlichen Gründen. Ich
glaube, so kann man das schön verklausuliert sagen. Bin ich gezwungen gewesen,
neue Kaffeebecher zu bestellen. habe ich jetzt getan und ich habe diese Firma,
die die herstellt, bequatscht und zwar richtig bequatscht. Ich habe nämlich
gesagt, ich will zwei unterschiedliche Arten von Kaffeebechern ohne zwei
vollständig neue Aufträge mit Druckeinrichtungen zu bezahlen und dann haben wir
überlegt und überlegt, was kann man da draufschreiben, was kann man da machen.
Wir haben hier den Becher der schwarzen Macht und das ist ja auch schon total
gut und ich habe jetzt mal einfach mal drei Bilder in den Chat reingepostet, die
packe ich auch in die Show Notes. Vorne kommt natürlich das neue Podcast-Logo
drauf, auf der Rückseite steht dann drauf Becher der schwarzen Momente, auch
wieder BDSM schön untereinander. Das ist also die Vanilla-freundliche Version.
Und die zweite Version, die kommt, die habe ich extra deswegen, damit ich sie
nicht wieder versehentlich viel zu oft rausgebe. Auf dem steht tatsächlich,
wofür BDSM tatsächlich richtig steht, BDSM richtig steht. Also steht wirklich
Bondage, Disziplin, Dominance, Submission, Sadism, Masochism. Das steht da
wirklich genauso auf der Rückseite. Und darunter steht wunderbar, und ich habe
in einem Podcast davon erzählt, Und ihr merkt, diesen Becher kriegen garantiert
nur Menschen, die auch hier im Podcast mitgemacht haben und damit schütze ich
mich auch davor, dass ich mit diesen Bechern irgendwie zu Larifari umgehe und
dann kann ich mir sicher sein, für die nächsten zwei Jahre habe ich da auch was
und ich muss mal gucken, wenn ich jemanden sehe, der schon einen mitgemacht hat
und einen von den alten Bechern hat, dann machen wir einfach einen Umtausch und
dann kriege ich einfach den alten Becher wieder und dann kann man den anderen
haben, wenn man denn möchte. Irgendwas werde ich mir noch überlegen.
Überlegen. Ihr merkt, der Glühwein wirkt. Wir sind jetzt bei anderthalb Tassen.
Ich trinke mal einen Schluck.
Aber die Folge nenne ich dann, wenn ich es so veröffentliche, irgendwie Sebastian
trinkt sich einen hinter die Binde oder so.
Nein. Und dann gucken wir mal, was das ist und wie das klappt. Und irgendwie
Ende Januar, Anfang Februar sollte das dann hier ankommen, in einem
Riesenkarton. Und dann kriegt ihr auch eine Möglichkeit, wenn ihr die haben
wollt, dass ihr auch da rankommen könnt. Ich habe das ja am Anfang unterschätzt,
dass es Menschen gibt, die die haben wollen. Aber das ist okay. Und da freue ich
mich. und jetzt rufe ich einfach mal AKI hier an.
AKI
Hallo.
Sebastian
Hallo, hier ist der Sebastian.
AKI
Hier ist die AKI.
Sebastian
Hallo AKI. Ja, schön, dass du rangegangen bist.
AKI
Ja.
Sebastian
Bei solchen Sachen, wo mir jemand eine Nummer schickt, dass ich anrufen kann,
ist immer das Risiko, dass der mir die Nummer von irgendwem schickt. Und dann
stehe ich blöd da, aber das ist noch nie passiert.
Aber dir habe ich jetzt einfach vertraut.
AKI
Nee, nee.
Sebastian
Es ist ja Weihnachten und so.
Ja,
AKI
Ja.
Sebastian
du bietest an, dass wir über Furries reden.
AKI
Ja, weil das gerade eben kurz aufgekommen ist und dann wenn das in dem
Kink-Bereich aufkommt, ich immer so einen Drang dazu habe, was dazu zu
sagen.
Sebastian
Ja, heute ist der Moment, dann sag ich dir mal, wann ich das erste Mal an
Furries gedacht habe.
AKI
Okay.
Sebastian
Also, wann mir das erste Mal das erklärt wurde, was das ist und das ist fast
peinlich. Es gab mal eine Folge bei CSI und kein Furry war der Mörder.
So, das kann ich schon mal sagen, aber das sah auf jeden Fall unglaublich
flauschig aus und die Kostüme waren unglaublich aufwendig und ich dachte, aha,
okay, aber die wollen alle nur kuscheln, also auch okay und wie gesagt, Mörder
war keiner von denen. Das Problem war nur nur irgendwie, das heißt CSI, das
Problem war wohl, dass sie einfach zu viele Haare gefunden haben, deshalb dieser
DNA-Test schiefgegangen ist, irgendwie sowas, aber das ist, glaube ich,
inzwischen 18 Jahre her oder ewig her auf jeden Fall, mein Gott. Das war mein
erster Berührungspunkt damit und ich habe das damals überhaupt nicht mit BDSM in
Zusammenhang bringen können.
Jetzt magst du mir vielleicht erstmal sagen, was ist denn das wirklich?
AKI
Was Furries sind?
Sebastian
Ja, bitte.
AKI
Sagen wir es so, Furries sind im Grunde einfach nur Menschen, die ein Interesse
an Anthro-Tieren haben, also
vermenschlichte Tiere. Und es hat in der Tat auch nichts mit Kink an
sich zu tun. Also bist du da vollkommen richtig.
Sebastian
Okay, also wenn es damit gar nichts zu tun hat, was ist es denn dann? Ist es
überhaupt sexuell?
AKI
Kink verbunden, aber in der Regel, die meisten Furries sind auch, es gibt viele
Furries, die sind zwischen 10 und
18 Jahre alt auch und somit ist eigentlich die
Demografie von Furries auch relativ jung teilweise.
Natürlich gibt es in jedem Alter Furries, aber
Sebastian
Also willst du mir sagen, die sind brav?
AKI
meisten, ja.
Sebastian
Also die machen dann auch nix oder so, ne? Okay, okay.
AKI
Also die meisten Ansonsten, ich meine, Furries müssen auch nicht unbedingt das,
was man wahrscheinlich kennt, diesen ganzen Anzug haben. Es geht halt
primär einfach nur darum, Sachen, die mit vermenschlichen Tieren zu
tun hat, dass man die mag. Zum Beispiel, man kann so weit gehen, dass zum
Beispiel König der Löwen auch Furry ist, weil
Sebastian
Also das heißt so im Prinzip, wie im deutschen Unterricht habe ich gelernt, eine
Fabel ist, wenn Tiere reden können und denken etc.
AKI
es vermenschliche Tiere sind.
Genau.
Sebastian
Das heißt, wenn, ja im Prinzip geht das doch in die Richtung von der Definition
her. Ja,
AKI
Ja, so ungefähr.
Also es hat nichts im Grunde damit zu tun. Allerdings gibt es auch natürlich
einige, die das miteinander verbinden.
Sebastian
Ich glaube, das ist immer nie ausschließlich. Also wenn man sagt, das
Furry-Dasein hat erstmal nichts mit Sexualität oder BDSM zu tun, dann heißt das
ja nicht, dass man das nicht kombinieren kann.
AKI
Genau,
Sebastian
Sondern es ist erstmal so, die Grunddefinition ist erstmal, ich sag mal, brav,
einfach mal um diesen Begriff jetzt einfach mal zu nehmen.
AKI
genau das.
Sebastian
Und dann kann man immer noch den ganzen Quatsch machen. machen. Habe ich auch
auf der Maker Faire, habe ich auch hier in Hannover ein paar Furries rumrennen
sehen. Unglaublich toll sieht das aus. Echt der Kracher.
Am Anfang, beim ersten hatte ich noch, das ist so ein Maskottchen bestimmt.
Nein, das ist mir aufgefallen. Nein, nein, nein, das hat jetzt, ist hier nichts
gesponsertes oder so, sondern das ist eine ganz andere, eigene Art. Und
ja, da steckt unglaublich, also zumindest was ich gesehen habe, unglaublich viel
Liebe in der Ausstattung drin.
AKI
Ja, die Teile können sehr teuer werden. Gar
Sebastian
Ja, aber wenn man jetzt jung ist, Also was muss ich denn minimal anschaffen,
damit ich als Furry durchgehe?
AKI
nichts.
Sebastian
das ist günstig.
AKI
Absolut gar nichts.
Sebastian
Okay,
AKI
Also man kann theoretisch auch einfach, wenn man irgendetwas haben möchte, kann
man auch einfach aus Pappe sich vielleicht Ohren basteln, wenn man Ohren haben
möchte, zum Beispiel.
Aber im Grunde braucht man nichts, um furry zu sein. Nein.
Sebastian
das muss dann ein existierendes Tier sein oder kann das auch irgendein
Fantasy-Drache sein?
AKI
Nein.
Sebastian
Okay,
AKI
Alles. Man kann absolut alles nehmen. Man kann auch alles miteinander verbinden.
Irgendwelche Hybriden, sich sich selbst ausdenken. Im Grunde geht eigentlich
alles. Ich
Sebastian
und wie passt du da jetzt rein?
AKI
zeichne Furry-Art, unter anderem. Ich bin dadurch relativ viel
in dieser Community herumlaufen. Ich habe selbst keine Klamotten, habe
allerdings mehrere Fursonas.
Dadurch habe ich relativ viel mit Furries zu tun. Dadurch weiß ich auch, dass
viele Furries es halt nicht nicht so cool finden, wenn die automatisch mit Kink
in Verbindung gebracht werden, da sie, wie soll
man sagen, es gibt häufig das Problem, dass das halt automatisch direkt damit
verbunden wird, vor allem in zum Beispiel Amerika.
Und dann denken halt zum Beispiel die Eltern von einem 14-jährigen
Kind, oh nein, was zur Hölle macht das Kind da gerade? Was hat das mit diesen
Furries zu tun? Ich kann das Kind halt auf keinen Fall zu so einer Convention
gehen lassen. Dabei haben halt die Conventions nichts mit
solchen Dingen zu tun.
Sebastian
Okay, das ist eher so Comic-Con.
AKI
Und das ist halt sehr problematisch.
Sebastian
Das ist ja auch aus Elternsicht ganz schwierig, weil du hast dann ja erst mal
bis zu einem gewissen Alter, es ist völlig okay, wenn das Kind mal Hund mal
Katze spielt und durch die Bälle durch die Gegend krabbelt.
AKI
Ja, ich
Sebastian
Das ist völlig okay und dann sollen sie es halt machen, es halt spielen. Und
dann kommen die aber in so ein pubertäres Alter, wo man denen einfach keine
lauteren Absichten mehr unterstellen mag.
Ich glaube, das ist eine ganz doofe Formulierung.
Okay, aber was, kannst du, also du bist selber Furry? Nein, bist du nicht, du
zeichnest nur, oder, okay,
AKI
sehe mich Teil der Furry-Community, sehe mich aber selbst nicht als Furry, auch
wenn ich Fursonas habe. Aber ich
bin halt relativ viel aktiv in der Community, aber
würde mich halt selbst nicht so labeln, auch wenn andere
mich so labeln würden.
Sebastian
aber vielleicht kannst du mir ja trotzdem, vielleicht kannst du mir ja trotzdem
ein bisschen erklären, was ist es denn, was man, ja, was das für einen ausmacht.
Also warum sage ich, ich möchte das jetzt? Also ich suche mir ein Tier aus,
ich suche mir irgendein Kennzeichen, ein Merkmal, ein Kostüm, super aufwendig
über das Pappschild, was auch immer es ist, kann ja auch ein T-Shirt sein. Und
dann definiere ich mich da rein.
Warum möchte ich das?
AKI
Primär Freiheit, die
Sebastian
Okay, ganz
AKI
Möglichkeit, sich selbst so zu zeigen, wie man ist. Es gibt zum Beispiel auch
viele Trans-Personen, die dadurch halt die Möglichkeit haben,
in einem geschützteren Umfeld halt sozusagen
das andere Geschlecht oder wenn man halt non-binary ist, halt das auszuleben,
ohne das halt als selbst, also als, wenn ich zum
Beispiel sagen würde, als Aki selber das zu machen.
Stattdessen nimmt man dann diesen Charakter und kann das dadurch herausfinden,
ob das wirklich das ist, was man möchte.
Oder andere Sachen zum Beispiel, unter anderem auch Sexualität.
Sebastian
kurz, Furry ist geschlechtsneutral oder sucht man sich da doch eine Position
aus? Das muss ja nicht die eigene sein.
AKI
An sich, ein Furry zu sein, ist komplett geschlechtsneutral, ja.
Sebastian
Okay, ja nur zum Verständnis. Ich bin ja einfach jetzt neugierig und dann muss
ich auch mal die blöden Fragen stellen. Lieber Chat, ihr seid auch gerne
eingeladen, wenn ihr irgendwas wissen wollt. Jetzt habt ihr die Gelegenheit,
Fragen zu stellen, weil Aki ist nun mal gerade da. Das müssen wir
ja ausnutzen, finde ich. Okay, ich habe dich aber unterbrochen. Entschuldige,
bitte. Weitermachen.
AKI
nee, ich habe gerade tatsächlich vergessen, was ich gerade gesagt habe.
Sebastian
Okay, also Furry zu sein ist ein Stück Freiheit.
AKI
Ach so, ja.
Sebastian
Ich habe die Freiheit, einen Charakter, sage ich jetzt mal, zu wählen, das zu
sein und da einzutauchen.
AKI
Genau.
Sebastian
Jetzt stehe ich aber dann da.
AKI
Es gibt
Sebastian
Ich sage mal, im Zweifel habe ich jetzt meinen... Was nehmen wir denn? Was würde
ich denn nehmen, um Himmels Willen?
Ich glaube, ich würde einen wunderbaren Drachen nehmen mit seinen großen
Schwingen. Dann würde ich mir irgendwas zusammenbasteln, aus ein paar
Toppits-Folien und ein paar Kabelbinder und dann bin ich dann da. Aber dann
stehe ich halt nur in meiner Küche und dann ist das auch irgendwie ein bisschen
langweilig. Also wie interagiert man dann? Was macht man dann mit anderen? Der
AKI
viele Foren. Es gibt auch ein großes deutsches Forum, wo ich gerade
den Namen tatsächlich vergessen habe.
Sebastian
Chat wird helfen, da bin ich absolut sicher.
AKI
Eine Sekunde.
Ja, Nee, irgendwie finde ich das gerade tatsächlich auch noch nicht mal in
meiner Suche.
Sebastian
Ist überhaupt nicht schlimm.
AKI
Egal. Aber es gibt...
Sebastian
Wenn es dir hinterher einfällt, dann schickst du mir das einfach und ich packe
es in die Shownotes rein und dann jetzt, liebes Publikum, klickt in die
Shownotes, klickt auf diesen Link und dann kommt ihr in dieses Forum und dann
könnt ihr euch das anschauen.
AKI
Ja.
Sebastian
So, okay,
AKI
Auf jeden Fall gibt es halt ganz viele halt Foren online.
Auf Twitter sind Furries ganz aktiv oder auf YouTube zum
Beispiel gibt es ganz viele, die
auch eigene Geschichten mit ihren Charakteren zum Beispiel machen. Also komplett
animierte eigene Sachen.
Oder einfach miteinander schreiben und dann natürlich die Conventions noch.
Und zeichnen. Viel zeichnen.
Sebastian
Moment, das heißt, es geht um den Austausch und dann bin ich auch im Chat
unterwegs mit einem, wie soll ich das sagen, meiner eigenen Persönlichkeit,
färbe ich dann mit meinem Furry-Charakter, Charakter ist der falsche Begriff,
ne, wie heißt es denn richtig? Richtig.
AKI
Es wäre ein Fursona.
Sebastian
Fursona, okay. Oh Gott, ich.
AKI
Also es wäre theoretisch das ist halt Fur für
Furry und Sona für Persona.
Sebastian
also Fursona würde ich jetzt, wäre richtig.
AKI
Genau.
Sebastian
Das heißt, ich kann das ein bisschen mischen und kann dadurch eine andere Rolle
einnehmen, also ein bisschen anders auch kommunizieren, auch wenn ich in einem
Forum jetzt nur am Schreiben bin. Das ist ja egal erst mal.
AKI
Kann man machen, ja. Wobei meistens man Also ich habe bisher hauptsächlich erlebt,
dass die Leute, wenn sie normal miteinander schreiben, eher einfach so
miteinander schreiben irgendwie, ohne halt wirklich irgendeine Art Rollenspiel
zu spielen. Aber zum Beispiel in den verschiedenen Foren gibt es zum Beispiel so
Bereiche, wo die dann halt zum Beispiel, wenn das halt ganz viele
Tiere
sind, die halt in der Savanne leben, dass die dann da irgendwelche Rollenspiele
machen. Und zum Beispiel, wenn es mehrere Löwen sind, dass die dann halt
zusammen in einer Pride leben, also in einem Rudel und dann sich eine Geschichte
ausdenken, was die dann spielen.
Sebastian
Aber ansonsten in so einem Forum, was wird da diskutiert? Also klar,
Rollenspiel, ein Bereich. Das Zweite ist vielleicht, wie baue ich mein,
ich will nicht Kostüm sagen, was ist denn der richtige Begriff?
AKI
Mit Kostüm geht schon.
Sebastian
Ja, Kostüm geht, okay. Also wie baue ich das, wie verbessere ich das?
AKI
Ja, auch.
Sebastian
Also wie bekomme ich es hin, dass meine Schwingen nicht mehr aus Alufolie sind,
sondern vielleicht gehe ich auf das nächste Level.
Was kann man da noch diskutieren?
AKI
Da gibt es viel auch, also zum Beispiel Gespräche
über genderidentitäten sexualitäten im sinne von
viele im fandom sind
etwas anderes als hetero es
gibt viele auch, die sind hetero, aber aber viele kommen halt auch mit ins Fandom,
dadurch, dass sie halt ein bisschen anders sind, ein bisschen quirky.
Sebastian
Ich habe nebenbei mal ein bisschen die Google-Bildersuche aufgemacht. Habe
einfach mal Furry eingegeben. Meine Herren.
Die sehen alle so fröhlich und niedlich aus. Ist niedlich ein wichtiges Merkmal?
AKI
Kommt drauf an. Es gibt auch welche, nicht alle Furries haben Fell, auch wenn
man bei dem Wort Furry davon ausgehen kann, dass sie Fell haben.
Sebastian
Nein, nicht doch.
AKI
Es gibt auch welche, die machen einen Drachen, der ist
dann halt komplett mit einzelnen Schuppen und so weiter. Und dann
gibt es welche, die sehen richtig gruselig aus.
Sebastian
Ich sehe gerade den Wolf mit dem Hitlergruß. Das ist irgendwie unpassend. Das
ist gleich ein Top-Treffer. Das ist ja Mist. Muss es auch geben.
AKI
Blöde Sachen gibt es halt in jedem Fandom.
Sebastian
Die gibt es immer.
Ja, okay.
Okay, das heißt, ich mache das und ich kann mich eben auch treffen. Da gibt es
dann Conventions.
AKI
Unter anderem.
Sebastian
Was mache ich da? Also ganz platt, also ich kann, wenn ich, ja, Selfies kann man
miteinander machen, offenbar, sonst wäre die Bildersuche nicht so voll.
Aber was tut man miteinander? Was ist so eine blöde
Tätigkeit, sage ich jetzt mal. Also es ist wie das iPhone vor 20 Jahren,
Entschuldigung für das Vorurteil, die kuscheln, die liegen aufeinander rum und
schnurren und summen.
AKI
Ja, doch.
Ja.
Sebastian
Okay.
AKI
Gibt es unter anderem auch.
Sebastian
Okay,
AKI
Oder halt eigentlich so wie auf jeder anderen Convention. Es gibt Panel, wo dann
Leute über Sachen reden, über, keine Ahnung, wenn es zum Beispiel
Künstler sind, die dann halt irgendwelche Sachen erklären oder
Leute, die halt diese Fursuits, also die Kostüme
machen, wie die Sachen funktionieren, wie die die machen und alles mögliche.
Eigentlich genauso wie auf jeder anderen Convention. Dann gibt es noch Leute,
die Sachen verkaufen. Zeichner, Leute, die irgendwelche Ohren zum Beispiel
verkaufen oder andere Klamotten verkaufen.
Eigentlich alles so wie auf jeder anderen Convention auch.
Sebastian
also ordentlich Zubehör und Merch und dann passt das.
AKI
Ja, genau.
Sebastian
Okay. Weißt du, wo das herkommt ursprünglich?
AKI
Wo Furry an sich herkommt, sagen wir so, im Grunde kann
man sagen, dass Furry schon immer existiert hat, weil Menschen schon immer Tiere
personifiziert haben.
Aber dass dieses mit den Klamotten kam, glaube
ich, mehr aus Amerika.
Sebastian
Lass mich nochmal so zum Schluss, also vielleicht muss man mal ein bisschen
gucken. Also ich finde das gerade spannend, weil für Kinky-Leute ist irgendwie
klar, das gehört irgendwie als Untermenge zu uns. Und dann die Furries sagen,
nein, ich bin doch nicht Kinky.
Und dann gibt es wahrscheinlich die, die beides mögen. Da würde ich dich jetzt
aufgrund der Tatsache, dass du hier angerufen hast, einfach auch mal
einsortieren, die dann auch irgendwie sagen, jetzt stehe ich aber zwischen den
Welten, die einen mögen die anderen nicht und die anderen verstehen die anderen
Mist, das ist doch alles blöd.
Wo stehst du denn da? Wo ist deine Position?
AKI
Ich kann jetzt keine wirkliche Position, ich bin halt dazwischen, ne?
Sebastian
Ja genau, aber das ist ja auch so eine blöde Position, da muss man ja,
AKI
Grunde ist es halt einfach, dass man halt diesen Punkt
festlegen muss, dass Furry-Sein
halt nichts an sich mit Kinks zu tun haben muss. Aber
man kann es halt mit drauflegen,
weil es halt nicht unbedingt etwas mit rein muss, also mit
reingehört. Weil es gibt halt genug Kinder in dem Furry-Fandom.
Und das automatisch miteinander zu verbinden, ist dann halt problematisch für
diese Kinder. weil das halt dann echt blöd für die werden kann, wenn die Eltern
dann deswegen Terz machen.
Sebastian
ja, okay, also da geht es dann auch um sicheren Raum einfach, dass der auch
sicher bleibt.
AKI
Genau.
Sebastian
Dann müssen wir mal sagen, warum ist denn ein Pet-Player kein Furry?
AKI
Weil ein Furry nicht automatisch sich verhält wie ein Tier und
ein Pet-Player das Ziel hat, sich wie ein Tier zu verhalten,
würde ich sagen,
Sebastian
Okay, ich streue mal eine Frage von gentledom.de ein. Nimmt man die Rolle
in Anführungszeichen nur in der Gruppe an oder auch für sich zu Hause allein?
AKI
Kommt mit Sicherheit auf jede Person unterschiedlich an.
Ich persönlich habe jetzt meine Fursonas nur im Internet, primär,
weil es halt Charaktere sind, die ich zum Beispiel
als sozusagen Maskottchen für meine Zeichnungen benutze,
also für meine Künstleridentität.
Aber andere haben das mit Sicherheit noch weiter überall.
Sebastian
Ich muss mal, ich überlege gerade, ach weißt du, das machen wir einfach mal.
Wenn ich von dir was sehen will, damit wir mal wissen, über was wir überhaupt
reden. Gibt es nicht irgendwo zu finden, was weiß ich, Instagram oder irgendwas,
wo du sagen kannst, Geh mal da hin und dann, ich will ja mal was sehen von dir.
AKI
Ja,
ja. Ja.
Man kann mich auf Instagram unter Akiosoma
finden.
Sebastian
Geosoma, ich gucke mal.
AKI
S-O-U-M-A.
Sebastian
Als hättest du geahnt, dass ich mich gerade vertippt habe.
AKI
Es vertippen sich immer alle.
Sebastian
Geosoma, so. Ah ja, mit Unterstrich dazwischen, da habe ich dich doch.
AKI
Genau.
Sebastian
Ich mache das ja eigentlich nicht, ich folge dir jetzt da einfach mal.
AKI
Okay. Kann
Sebastian
So, Bilder oben. Ja, also schaut euch das an. Ich packe den Link jetzt einfach
mal in den Chat hier rein.
Und die sehen immer so gut gelaunt aus.
Also es scheint einfach, es gibt offenbar so ein paar Merkmale, die einfach
wichtig sind und das ist offenbar, also große Augen, Lächeln. Ja, nicht immer.
Also schaut da mal rein. Von dir mag ich natürlich wissen, so ein ganz super
ungewöhnliches Furry-Kostüm, wo sagst du, boah, das hab ich einmal gesehen oder
selbst nur auf dem Bild oder so, aber das, da wär ich auch nie drauf gekommen.
Dan hat ja eben schon vom Nacktmull gesprochen, gesprochen, das fand ich jetzt
ein
bisschen passt beim Furry ja jetzt nur gerade nicht, aber
was wäre
AKI
man auch machen, theoretisch. Alles.
Sebastian
theoretisch, kannst du einen Maulwurf machen und ja
AKI
Absolut alles.
Sebastian
das ist dann immer die Frage will man das und welche Identität hat jetzt ein
Bandwurm, also das ist dann
AKI
Nee, ähm,
Sebastian
ein bisschen, ja jetzt werde ich albern, du merkst es aber was wäre was, wo du
sagst, boah das habe ich gesehen das ist ein Highlight für mich, das ist oder
das kann es nicht in echt geben, aber so als als Fiktion einfach. Das ist
total cool.
AKI
was ich bisher gesehen hab, war ein komplett mechanischer Drache, also den
hab ich nicht persönlich gesehen, den hab ich im Internet zu Bilder gesehen, wo
die Flügel sich komplett ausbreiten konnten und halt so sich
bewegen konnten mit Lichteffekten auch drin.
Das war cool.
Sebastian
Oh ja. Oh, da fällt mir auch was ein. Ich habe jetzt gerade das Podcastsubbie mal
gebeten, rauszufinden, was das war. Ich glaube, das war ein Engel. Auf der Maker Faire
wieder. Das ist irgendwie, da lief dann auch jemand rum, auch wo so Flügel, auch
mechanisch, die man dann ausfahren kann und wirklich mit einer Spannweite, ich
weiß nicht,
vier Meter Flügelspannweite, das war auf jeden Fall riesig, das Ding.
und dann haben wir uns auch ganz lange mit dem Menschen unterhalten, da war
stehen geblieben und haben ein bisschen gefragt, was hat er da gemacht und der
hat auch total lieb Auskunft gegeben und ah ja, jetzt kriege ich auch die
Antwort, ein Engel mit mechanischen Flügeln, genau, das war es und
boah, wirklich krasses Zeug, ausgefuchst, wahrscheinlich schweineteuer,
jahrelang dran gearbeitet,
wunderbar, also ganz ehrlich, klasse, kannst du auch im BDSM-Kontext im Grunde
nicht nehmen, weil du keinen Club finden wirst, wo du die Flügel ausklappen
kannst, das geht halt nur unter freiem Himmel
aber also wirklich toll, das sind so diese Dinge wenn dann so viel Herzblut da
drin steckt da würde ich mir manchmal wünschen, na doch so eine Kombination aus
BDSM und anderen Geschichten
oh, ne, das ist so ich weiß auch nicht ich hätte gerne mal so einen BDSM Club,
der irgendwie so, wo alle Spielgeräte so Steampunk mäßig aufgebaut sind
AKI
das wär cool.
Sebastian
also wo du dann das Kreuz hast, was du du mit Dampfmaschine angetrieben drehen
kannst oder so. Irgendwie so diesen Bereich, das fände ich irgendwie, hätte das
mal was.
AKI
Definitiv.
Sebastian
Also ich finde, da kann man sich gegenseitig ein bisschen was abschauen und
mindestens Petplayer haben da eine ganze Menge, wo sie gucken können, weil da
einfach eine riesige Community ist, die die Dinge erfindet. Finde ich großartig
und das ist einfach schön anzusehen.
Okay.
AKI, dann ich sage jetzt erstmal Dankeschön. Es ist jetzt hier Viertel vor elf,
also für so eine der längeren Live-Sendungen heute. Vielleicht mag noch jemand
ansonsten ratter ich jetzt gleich einfach das runter, was auf meinem Zettel
steht und ich bedanke mich einfach mal ganz herzlich bei dir. Ich darf den Link
zu Instagram bei dir in die Show Notes reintun, ja, ne?
AKI
Ja, okay, klar.
Sebastian
Okay, wenn nicht, kannst du mir das hinterher irgendwie schreiben, dann werde
ich das so schneiden, dass ich danach nie gefragt habe und es nie erwähnt worden
sein wird.
Überhaupt gar kein Problem, das kriegen wir dann schon hin. Mit dem Schnitt, da
bin ich inzwischen recht gut.
Also nochmal, Vielen, vielen, vielen Dank und ich wünsche dir einfach ganz viel
Spaß weiterhin zwischen den Welten und wenn sich da mal was verändert und du das
irgendwie kombinieren kannst und willst oder da irgendwas, ein Meilenstein
passiert, dann ruf ruhig wieder an, ich bin gespannt.
AKI
Ich meine, ich bin ja Petplayer, aber ich verbinde die beiden Geschichten nicht
miteinander.
Sebastian
Das kann ja noch werden, ich bin gespannt. Es sollen ja Wunder geschehen
manchmal und manchmal ist einfach nur Zeit das, was dazwischen liegt und ich bin
da manchmal sehr geduldig.
AKI
Okay.
Sebastian
Alles klar. Vielen, vielen Dank für deine Zeit heute Abend. Ich wünsche dir auch
einen möglichst brauchbar guten Übergang in das nächste Jahr und dann hören wir
uns wieder.
AKI
Ebenso.
Sebastian
Mach's gut, tschüss.
AKI
Tschüss. Hier
Sebastian
Oh, das fand ich jetzt spannend. Also wir sind jetzt ein bisschen vom Kernthema
hier vom Podcast abgekommen, aber ich finde, das macht überhaupt nichts.
Und ich sehe weiterhin, es gibt immer noch Menschen, die hier zuhören. Das finde
ich großartig. Also ihr teilt das offenbar. Und mein Gott, werde ich viele
Kapitelmarken in dieser Folge reinbauen. Das wird großartig. Ja, wenn noch
jemand möchte, dann möge er anrufen. Ich bin für fast jede Schandtat heute zu
haben. Ansonsten erzähle ich hier noch meine letzten paar Dinge und dann, mal
gucken, da ist der Glühwein auch leer. Das Gebräu ist inzwischen übrigens kalt
im Becher, aber es ist auch so wenig drin, dass es sich nicht lohnt, das nochmal
warm zu machen. Aber, also
wir sind jetzt so auf der Temperatur Weihnachtsmarkt, es ist kalt draußen, ich
habe den Glühwein 10 Minuten schon irgendwie in der Kälte stehen lassen, aber er
schmeckt immer noch, das ist ja schon mal ganz gut und den Nächsten macht dann
einfach das Podcastsubbie, die kann das nämlich auch ganz toll, die schmeißt dann
irgendwelche Zaubergewürze da in den Wein rein und dann ist das unglaublich gut.
Gut, ich glaube, ich erwähne mal eine Schätzfrage.
Nein, mache ich nicht, denn es ruft hier jemand an. Hallo,
Sebastian hier, mit wem spreche ich?
Sefa
ist Sefa.
Sebastian
Hallo, schön, dass du anrufst. Wir haben schon mal gesprochen, wenn ich das
richtig im Kopf habe.
Sefa
Genau, haben wir mal ganz am Anfang des Jahres.
Sebastian
Ganz am Anfang des Jahres. Okay, also schon lange her. Das heißt, wir müssen
dich ein bisschen vorstellen. Beziehungsweise, damit ich nicht zu viel von dir
verrate, machst du das einfach mal. Und dann passt das.
Sefa
Ja, ich bin Sefa, bin 25, komme so aus dem Dresdner Eck und bin
hauptsächlich Sub und lebe mit meinem Herrn viel D/s aus.
Oh Gott, ich bin nervös. Nicht
Sebastian
Ja, okay. Warte mal. Ihr wart doch diejenigen, die umziehen wollten.
Sefa
wirklich.
Sebastian
Okay, dann liege ich völlig daneben. Dann habe ich dich jetzt leider nicht
korrekt wiedererkannt.
Sefa
Verdammt.
Sebastian
Okay, dann fangen wir einfach mal bei 0 an. Weil offenbar ist mein Gedächtnis
nicht ausreichend dafür. Aber du hast angerufen bestimmt nicht ohne Grund, du
möchtest sicher irgendwas erzählen oder über irgendetwas sprechen.
Hoffentlich, bitte.
Sefa
sicher bin ich mir denn nicht. Auf jeden Fall wollte ich einmal meinen Herrn auf
jeden Fall grüßen, das durften wir ja heute. Ah,
Sebastian
Ja, das dürft ihr. Dann grüß den Herrn.
Sefa
ich bin etwas leise, wird mir gerade gesagt.
Sebastian
Das ist nicht schlimm, weil ich hab dich schon ein bisschen lauter gedreht
gerade, das müsste jetzt so langsam, aber sicher müsste das jetzt lauter werden.
Sefa
Ich weiß nicht, wo, also ich bin eher ein bisschen planungsangehoben.
Ich habe heute ein paar Sprachstörungsfindungen zu mir.
Sebastian
pass auf, die habe ich auch dafür habe ich ja gesorgt wir machen jetzt erstmal
folgendes, als erstes packe ich dich jetzt hier bei mir in meine Losbox rein da
bist du jetzt auf jeden Fall drin, da bist du jetzt safe so, erstens zweitens,
wenn du deinen Herrn grüßen möchtest so ein kleiner Weihnachtsgruß oder so, gar
kein Problem das kannst du jetzt nicht mehr tun, du kannst sagen was du ihm
sagen möchtest du kannst, das überlasse ich jetzt tatsächlich dir, ansonsten
kann ich ihn aber auch grüßen, du müsstest mir nur sagen, wen ich grüßen muss
und dann werde ich das erledigen für dich
Sefa
Sehr
gut. Würde
ich das einmal über dich laufen lassen, dann könntest du einmal den GentleDom
.de grüßen. Ich
Sebastian
Ja, okay, alles klar. Okay, kleinen Moment, ich denke mir kurz was aus.
So, lieber Gentle Dom Delay, du hast hier nicht nur in den letzten Monaten, das weiß
ich, weil ich hab den Namen oft vorgelesen, geistreiche Fragen und Kommentare in
den Chat reingepostet, dafür von mir einen ganz vielen lieben Dank, sondern du
hast es auch geschafft, dass deine
Sub, äh, wie nennt man das denn noch gleich? Nicht Sub, sondern, wie war der
richtige Begriff für das, was ihr macht?
Sefa
bin eine Kajira.
Sebastian
Eine Kajira, genau. Du hast es auch geschafft, dass deine Kajira auf Kommando
hier bei mir anruft und mich dazu bringt, hier Grüße an dich ausrichten zu
lassen. Also wünsche ich dir hiermit ganz herzliche weihnachtliche Grüße von
deiner Kajira und eben auch von mir und ich glaube, das Podcastsubbie ist mir
nicht böse, wenn ich von ihr auch nochmal Grüße ausrichte. So, und hiermit bist
du gegrüßt. So, war das zu deiner Zufriedenheit, Sefa?
Sefa
war schon ganz okay. Wir üben das nächstes Mal nochmal.
Sebastian
Okay, das nächste Mal bitte vorher ein Transkript schicken, dann kann ich das
dann verlautbaren und verlesen.
Sefa
Sehr gut.
Sebastian
Okay, darf ich fragen, was habt ihr denn zu Weihnachten vor?
Sefa
Also tatsächlich wird bei uns Weihnachten erstmal ein bisschen mit dem kleinsten
Familienkreis von ihm stattfinden, weil die in der Nähe sind. Weil mein
Familienkreis ein bisschen weiter weg ist, deswegen ist das dieses Jahr ein
bisschen unmöglich.
Sebastian
Okay Ja gut, da muss man halt aufpassen und der kleine Kreis muss ja auch klein
bleiben
Könnte ich jetzt einen kleinen Rant von mir geben, was, nein, das tue ich jetzt
Ich verrate jetzt nichts, okay, aber das heißt, ihr seid unter Beobachtung, das
heißt, ihr könnt gar nicht so viel machen oder seid ihr da so durchgeoutet dass
das überhaupt kein Problem ist
Sefa
Teils, teils. Also ein Teil weiß Bescheid. Das wäre zum Beispiel seine Mutter.
Der Rest weiß nicht so richtig Bescheid. Ach,
Sebastian
Okay, das heißt, ihr müsst euch da ganz brav verhalten und unauffällig und, ja,
Sefa
also so ein paar Regeln gehen dann ja trotzdem, also so die D/s-Regeln, die wir
im Alltag ja haben, dass ich nicht vor ihm esse oder trinke. Von daher, das
passt ja schon mal ganz gut. Das
Sebastian
aber das fällt ja auch keinem auf, ne? ne?
Sefa
ist ja schön. Und bisher ist auch der Handkuss nie aufgefallen, von daher.
Sebastian
Das sind so...
Wie hast du das denn geschafft, dass der nicht auffällt?
Sefa
Also, wir haben die Wutschung gesehen, sage ich mal, aber es ist tatsächlich nie
das Thema draufgekommen, warum das passiert.
Sebastian
Darf ich ganz kurz fragen, hast du das Telefon gerade auf Freisprechen?
Sefa
Ja, weil tatsächlich, wenn ich es ans Ohr nehme, die ich nicht mehr verstehen
könnte. Das ist
Sebastian
Okay. Gut, dann müssen wir jetzt damit leben, weil manchmal ist dein Telefon der
Meinung, es müsse die interessantesten Nebengeräusche aufnehmen.
Ist überhaupt nicht... Wir kommen damit durch, das geht schon. Und der Glühwein
ist jetzt auch fast leer. Ich hab noch einen, weißt du was, ich mach den jetzt
leer, dann hör ich auf, darüber zu reden. Einverstanden? Dann können wir uns auf
dich konzentrieren.
Eine Snoopy-Tasse übrigens. So,
jetzt ist er leer und jetzt können wir, okay, also ihr müsst quasi inkognito da
mehrere Tage vermutlich auskommen. Ist die Frage, fällt euch das schwer oder ist
das einfach eingeübt und trainiert?
Sefa
schon völlig okay, das sollten wir gut durchkriegen und dafür wird es danach
wahrscheinlich wieder ein bisschen mehr.
Sebastian
Okay, das heißt, ihr fahrt dann zurück und dann wird quasi abgerechnet.
Sefa
Man muss das ja ausgleichen, hoffe
ich.
Sebastian
Emy fragt jetzt gerade schon, ob es eine explizite Gor-Folge gibt. Nein, gibt
es noch nicht, aber ich arbeite daran. Mit euch offenbar.
Ja, das muss man ja auch mal auseinander nehmen, da freue ich mich auch drauf.
Das heißt aber, also ich habe immer folgendes Problem, man hat ja im Alltag, man
hat Regeln und auch diese Positionen und Haltungen und ganz
viele kleine Verhaltensweisen. Und jetzt kommt dann, ist man außerhalb oder man
ist bei der Familie und jetzt muss man ein paar Regeln gehen und ganz viele, die
quasi schon so drin sind, die du als Automatismus machen würdest, umsetzen
würdest, da musst du dich dann zusammenreißen. Das stelle ich mir unglaublich
anstrengend vor.
Sefa
Das könnte es tatsächlich werden, aber ich denke, das wird dann an meine große
Schönheit unter Disziplinen fallen, dass ich dahin die Disziplinen bewahre. Ich
Sebastian
Okay, aber es wäre ja jetzt auch eine schöne Gelegenheit, sich da ein bisschen
weiter zu outen.
Also wenn jetzt, sagen wir mal so, man sitzt da am großen Tisch und die Familie
sagt, Mensch, ihr macht da irgendwie komische Sachen, irgendwas ist anders bei
euch, erzählt doch mal. Und habt ihr da schon was vorbereitet?
Sefa
bin noch nicht richtig.
Sebastian
Ja,
Sefa
Also normalerweise handhaben wir das immer so, wenn die Frage kommt, antworten
wir ehrlich drauf.
Wie das aber in dem Kontext ist, müsste man sehen, weil da kleinere Kinder mit
bei sind.
Sebastian
Ich muss mal gucken, ob ich das dann drin lassen kann oder ob ich das
rausschneide. Ich wurde hier neulich gefragt, wofür denn BDSM eigentlich steht
und dann standen wir hier beide sehr perplex und wussten
nicht so eine richtige Antwort und dann habe ich auch nur gesagt, naja, das ist
was, was man beim Sex macht. Und dann war die Frage damit ausreichend
beantwortet.
Aber ja, es ist halt die Frage. Also ich finde ja, BDSM zu beschreiben für die
Familie, Vanilla-Familie, ist schon schwierig. Wenn man jetzt aber noch Gor
beschreiben will, ich glaube, dann wird es nochmal eine Spur komplizierter oder
einfacher, je nachdem.
Sefa
Ja, es könnte man einfach handhaben, dass man quasi so ein Live-Action-Roleplay
macht, quasi dass es an einem Buch angelehnt ist.
Oder man könnte erst versuchen, dieses ganz große Konstrukt BDSM zu erklären und
dann die Nische Gor da drinnen.
dann wäre so oder so ein sehr langes Gespräch. Das
Sebastian
Ja, dann ist ja auch die Frage, wie detailreich ist das denn überhaupt gewollt,
dass man dann erzählt. Also ich kann mir auch vorstellen, dass dann einfach so
ein gewisser Selbstschutz der Familie greift, dass das einfach niemand anspricht
und dann ist das eben so.
Sefa
kann natürlich auch sein, das stimmt.
Sebastian
Hattet ihr das letztes Jahr auch schon zu Weihnachten?
Sefa
Da war es recht unkompliziert, weil es quasi nur ein Tag war.
Sebastian
Okay, aber auch da ist ja so die Frage, gab es da irgendwas, wo du inhalten
musstest und überlegen musstest, so nach dem Motto, das mache ich jetzt hier
nicht? Oder gab es Fragen oder Interesse, weil ich vermute mal so ein
Halsreif oder so trägst du ja bestimmt trotzdem.
Sefa
Ja, das stimmt.
Aber da ist tatsächlich nie eine Frage drauf gekommen. Letztes Jahr war das so,
dass ich halt nachgekommen bin und dass er mich dann halt vorher empfangen hat,
wo ich dann halt mein Begrüßungsritual machen konnte. Da
Sebastian
Ja, dann heißt das, das wird total entspannt für euch. Ich habe jetzt die
Sensation und die Schwierigkeit mit der Family erwartet.
Nichts davon ist tatsächlich passiert und wird passieren.
Sefa
tut mir leid, dass ich seine Sensationslust nicht befriedigen konnte.
Sebastian
Ja, ich sage ja immer so, etwa 22:30 fange ich etwa an, ein bisschen komisch zu
werden.
Sefa
Ja,
Sebastian
Ich kann nicht mal sagen, warum. Da werde ich ein bisschen enthemmt und lustig.
Und genau davon bist du jetzt Opfer.
Ich habe aber gerade immerhin gesehen, dass ein Link gepostet wurde mit der
Folge, wo du das erste Mal dabei warst.
Sefa
das hat das Podcastsubbie ganz super gemacht.
Sebastian
Ja, am 24.04. nämlich in der Live-Show Nummer 11, also das ist wirklich ganz am
Anfang gewesen. Und da war das noch so, dass wir ganz kurz nur gesprochen haben,
immer nur so 20 Minuten.
Sefa
Ja,
genau, das war ja nur ganz, ganz kurz. Das war wirklich einmal auf das
Wichtigste quasi runtergebrochen. Ich
Sebastian
Ja, das war ein bisschen gemein damals, das habe ich dann aber auch irgendwann
bleiben lassen. Aber dennoch haben wir damals, ich sehe es gerade in den
Kapitelmarken, etwa 45 Minuten gesprochen.
Das heißt, jeder, der jetzt sagt, oh, über Gor mag ich noch was wissen, weil da
weiß ich, da haben wir drüber gesprochen, der schaut da einfach mal rein. Und
ich hoffe einfach, dass ich deinen Auftrag, deinen Meister zu grüßen,
oder deinen Dom, so einfach, dass ich diesen Auftrag vernünftig erfüllt habe.
Das kann man auch als Anrufbeantworter-Spruch verwenden oder so diesen Gruß. Um
Sefa
finde den sehr gut. Ich werde mir den nochmal rausschneiden und den nochmal zu
Weihnachten abspielen.
Sebastian
Gottes Willen, bloß nicht. Ja, also mach ruhig, gar kein Problem und
also ich bin fest entschlossen, das Thema Gor wirklich mal, wirklich so fein
ziviliert auseinanderzunehmen und wirklich mal zu gucken. Ich fürchte
allerdings, dazu muss ich vorab ein bisschen was lesen. Ich glaube, es gibt so
ein Gor-Wiki irgendwo, wo alles drin steht, ne?
Sefa
Genau, es gibt ein WikiGor, es gibt gegenerde.de, da ist alles
extrem fein auseinandergetüdelt.
Sebastian
Okay,
Sefa
Da geht es aber hauptsächlich um die Bücher an sich.
Genau, und dann ist WikiGor ein bisschen BDSM-orientierter. Einfach
Sebastian
schickt mir mal zwischendurch einen Link, dann hänge ich den an die Folge jetzt
mit dran. Und wenn es soweit ist, dass wir dann darüber mal sprechen, mal so
richtig und lange und ausschweifend und ich vielleicht mir noch was zeigen
lassen kann, dann werde ich da ordentlich die Werbetrommel rühren. Weil Gor ist
eine Sache, ich glaube, als ich in die Szene reingegangen bin, ist relativ
schnell kam mir dieser Begriff um die Ohren, also wurde mal erwähnt, so,
ja, ich bin eher so der Gor-Typ, aha, interessant, was ist das?
Aber das ist offenbar, es ist halt nie Mainstream geworden und in meiner Bubble
auch nie so richtig angekommen. Oder Menschen in meiner Bubble, die es machen,
die danach leben, die erzählen das nicht. sondern die machen es einfach und man
findet es von außen einfach sehr schön und allein diese Positionen, die sind ja
nun mal leider Gottes extrem beispielhaft, aber
die sind halt besonders sichtbar und sehr
sie drücken Disziplin und Hingabe aus, vielleicht kann man das so mal
beschreiben.
Sefa
sehr, sehr schön.
Sebastian
Optische Sachen sind immer super und ich erzähle hier einen Podcast von
optischen Reizen, das ist immer zwecklos.
Oh, Sefa, pass auf, bevor ich hier gleich vom Stuhl kippe, der Glühwein gewinnt,
so langsam merke ich, werde ich mich jetzt von dir verabschieden, bevor es für
mich peinlich wird. Ich bedanke mich bei dir, dass du angerufen hast.
Sefa
Sehr gerne, auch wenn ich nicht so viel sagen konnte.
Sebastian
Gruß nochmal.
Du, pass auf. Das ist manchmal so ein Gespräch, ist einfach wie es ist und wenn
du Lust hast, dann schick mir einfach nochmal hier Zeug, also eine
Telefonnummer und dann rufe ich einfach zwischen den Jahren nochmal an, dann
versuche ich es nochmal ohne Glühwein. Da kann man auch schon mal ein bisschen
Sefa
Die hast du tatsächlich während der Sendung bekommen. Sind
Sebastian
Die habe ich während der Sendung bekommen. Ja, da ist wieder ein Nachteil, dass
ich während der Sendung keine E-Mails checke. Ich gucke mal gerade drauf. Gut,
ich habe schon wieder vier E-Mails bekommen. Die eine lautet, wir haben hier
Guthaben aufgeladen. Ach, wie schön.
Sehr gut, die kriege ich irgendwie inzwischen in jeder Sendung. Aber das gehört
dazu.
Okay, bevor ich ganz albern werde. Also vielen, vielen Dank, dass du angerufen
hast. Ich wünsche euch eine wundervolle Zeit, so gut es halt irgendwie geht.
Alle Geschenke habt ihr offenbar, sonst wärt ihr jetzt mehr in Panik und nicht
hier beim Podcast hören.
Und dann hört ihr mich ja nächstes Jahr wieder. in irgendeiner Art und Weise und
ich euch bestimmt hoffentlich auch wieder. Und ihr seid meine erste Adresse für
alle Gore-Geschichten und da bin ich sehr gespannt.
Sefa
wir sehr gerne. Wir freuen uns auch darauf, wenn das mal tatsächlich stattfinden
kann. Finde
Sebastian
Wird es. Im Moment ist das ja alles ein bisschen auf Eis gelegt. Ich habe auch
keine Aufnahmetermine im Moment. Ich habe alles abgesagt, weil ich gesagt habe,
das hat ja keinen Zweck gerade.
Mal gucken. Vielleicht kommen wir dann wieder in den Modus 2 Live-Sendungen pro
Woche und dafür keine normalen Folgen. Ich fände es sehr schade, wenn das so
wäre, aber ich arbeite an Lösungen. Wir gucken mal. Okay, hab
einen schönen Restabend und danke, dass du dich getraut hast, dass du einfach
angerufen hast und das haben wir doch super hingekriegt, finde ich.
Sefa
ich auch sehr schön. Hat mich gefreut.
Sebastian
Ja, mich auch.
Sefa
Ciao,
Sebastian
Mach's gut. Tschüss.
Sefa
ciao.
Sebastian
Das war Sefa. Ja, so langsam können wir die Folge nennen. Der Sebastian wird
immer
wortfindungsstörungsreicher. Oh mein Gott. Pass auf, ich mach jetzt mal ganz
schnell hier die Schätzfrage.
Okay, ich erklär's einmal kurz. Ich muss gestehen, von diesem Tassendesign dann
scheint irgendwie nicht wirklich jemand begeistert zu sein. Das ist sehr
interessant.
Noch habe ich den Würfel nicht zur Druckerei geschickt. Ich wette, sollte ich
nochmal fragen. Ach, mal gucken. So, ich schicke euch jetzt mal einen Link,
nämlich den Link zu dem Kochlöffel. Wer die Show Notes sieht, der sieht die da.
Und den kann man bekommen. Und zwar verschicke ich die. Wahrscheinlich kommen
sie sogar noch pünktlich vor Weihnachten. Und zwar habe ich eine Schätzfrage.
Wer mir die so nah wie möglich beantworten kann, der bekommt einen kleinen
Umschlag. Da ist einfach der Brat- und Kochlöffel mit dabei und dann
versuche ich das morgen noch rauszuschicken. Wenn mehrere Menschen genau
treffen, dann kriegen auch mehrere Menschen das Ding. Es ist ja schließlich
Weihnachten. Und zwar lautet die Schätzfrage. Beim letzten Mal habe ich 108
Kaffeebecher bestellt. Wie viele davon sind der Post insgesamt zum
Opfer gefallen oder waren aus anderen Gründen nicht zu gebrauchen? So, und jetzt
hätte ich beinahe die Antwort vorgelesen. Also ihr merkt, ich muss ja
gleich Schluss machen. Und solange der Chat jetzt hier am Raten ist,
sage ich euch nochmal, wofür BDSM noch stehen kann. Nämlich für besonders
durchschlagende spielerische Möglichkeiten. Und da rattert es durch den Chat
durch.
Ich gucke mal gerade, noch hat niemand genau getroffen. So, ich gebe euch
nochmal ein, zwei Minuten Zeit. Ich mach euch nochmal einen kleinen Ausblick auf
2021 geben, den ich euch eigentlich gar nicht geben kann, weil ich würde
natürlich sagen, Mensch, wir nehmen total tolle Folgen auf, ich habe total viele
Termine. Nein, im Gegenteil, ich habe total viele Vorgespräche dieses Jahr
geführt und ganz gar keine Termine dazu gemacht, weil man weiß ja nicht, ob das
klappt und wie und was und wo. Da sind auch manche potenziellen Gesprächspartner
ein bisschen, ja, die fragen halt schon mal nach, wie sieht es denn jetzt
endlich aus und da muss ich leider immer sagen, sorry, das ist gerade einfach
nicht planbar, das macht mich wahnsinnig. Ich hätte gerne nächstes Jahr mal so
Dinge wie, dass man, wenn ich in irgendeiner Stadt bin, dass man vielleicht
sagen kann, okay, man sagt einfach hier, der Stix und das Podcastsubbie, wir sind in
der Kneipe XY und wer vorbeikommen will, kommt vorbei, dann machen wir ein
kleines Hörertreffen oder vielleicht im Sommer mal so ein kleines Hörergrillen
oder ja, solche Sachen. Also dass man mal was macht, wo man sich sieht, das
fände ich sehr, sehr schön. Ja, die Planung dafür sieht momentan schlecht aus.
Am Format selber mag ich gar nicht viel verändern im Moment, weil ich bin sehr
glücklich damit, diese Live-Folgen einmal pro Woche zu machen. Vielleicht wird
es nicht immer klappen, aber das macht Spaß und einfach Folgen aufnehmen,
schneiden, veröffentlichen, das ist richtig, richtig schön und ich bin da mit
Herzblut dabei und das macht so einen Spaß, immer wieder neue Gesprächspartner
zu haben, die mich in ihre Welt des BDSM reinlassen und mir
selbst nach zwei Jahren hier und knapp 50 Folgen immer noch neue Dinge zeigen
können, finde ich toll, finde ich absolut klasse. Gut, so, ich glaube, das
Podcastsubbie kann jetzt mal auszählen.
Okay, sie sagt schon zu viele, okay.
Einen Brat- und Kochlöffel dafür bekommen, gentledom.de, V1NC7UM und
Nina, Page of Mine und Kartinchen. Nein, das sind vier, sagt sie.
Wieso denn jetzt vier? Jetzt habe ich sie schon verlesen, meine Liebe. Okay, ich
habe euch gesagt, also von euch brauche ich eine Adresse und da bekommt ihr so
einen Brat- und Kochlöffel, auch von mir sehr gerne zugeschickt. und dann passt das,
weil die richtige Antwort wäre übrigens gewesen 16, es sind genau 16 Tassen zu
Bruch gegangen, meistens ist der Henkel übrigens abgebrochen. Ich kann das
überhaupt nicht verstehen, weil teilweise habe ich die Dinger so gut eingepackt
und wie die das geschafft haben, das Zeug muss irgendwie, ich weiß nicht, ein
Auto drüber gefahren sein, ich habe keine Ahnung. Oh mein Gott, ja das ist aber
auch nach 23 Uhr bin ich endgültig durch und wisst ihr was, ich bedanke mich
jetzt erstmal bei meinen Gesprächspartnern, bei Dan, bei Lena, bei AKI, bei
Sefa. Schön, dass ihr angerufen habt. Das hat mir heute unglaublichen Spaß
gemacht und ich werde jetzt einfach mal die nächsten, ja, es sind genau drei
Wochen, glaube ich, oder so vermissen. Ich weiß gar nicht, wann es die nächste
Live-Sendung gibt. Ich schaue mal in den Kalender.
Also im Grunde erst wieder am 7. Januar 2021.
An dem Tag seid dann doch bitte einfach alle da und hört mit rein. Vielleicht
kann ich mir bis dahin noch irgendwas Schönes überlegen und ausdenken. Dann, ja,
bis dahin versuche ich mindestens eine oder zwei, vielleicht sogar mehr von
diesen Weihnachtsspezialfolgen zu machen. Die werden natürlich dieses
unvergleichliche Weihnachtsintro haben, was ich danach nie wieder verwenden
werde, bis wieder Weihnachten ist. Und ja, ich glaube, jetzt bin ich echt durch
und fertig und ich wünsche euch einfach, dass ihr das jetzt gut rumbringt, die
Zeit, dass ihr die nächsten zwei, drei, vier Wochen
haltet einfach durch und dann wird das, glaube ich, auch alles werden. Und wenn
ihr schön Heiligabend oder so was Schönes machen könnt, dann macht es einfach
und genießt es. Und ja, wir hören uns dann im neuen Jahr. Und jetzt kriegt ihr
noch einmal für mich das Weihnachtsintro als Rausschmeißer. Und ja, macht's gut.
Tschüss.
Ja, aber so einfach kommt der mir dann doch nicht davon, denn ich muss ja doch
noch eine Sache sagen. Ich habe nämlich hier das perfekte,
ober-super-duper-Weihnachts-Podcastsubbie. Wobei das macht jetzt Podcastsubbie
Urlaub und ist dann einfach nur mein Subbie.
Ich finde dich so toll und das war so ein schönes Jahr. Du hast mir dieses Jahr
bei jeder Live-Sendung hast du ja neben mir gesessen und mir hier souffliert und
geholfen und gemacht und getan.
Ach, also das wird nicht so viel Spaß machen, wenn du nicht da wärst.
Dankeschön.
Also zum Dank wird es dann bestimmt auch über die Feiertage geben oder so.
Irgendwas werde ich da schon machen. Kriegen wir hin. Wir haben auch tatsächlich
so einen Kochlöffel noch gar nicht so richtig eingeweiht. Das könnten wir
eigentlich ja auch mal machen. Wir haben ja immerhin eine Vorbildfunktion. So,
und jetzt endgültig. Macht's gut. Tschüss, bis ins neue Jahr. Ja, es dauert ein
bisschen, aber das wird schon. Tschüss.