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Sebastian
Hallo und guten Abend zur Unvernunft Live Nummer 44 am 26. November
2020.
Ja, liebe Hörenden, ich begrüße euch in immer noch mehr dystopischen Zeiten. Es
wird ja irgendwie nicht besser im Moment, aber so ist das eben. Und ja, die
Kunst der Unvernunft wurde am 20.11., also vor sechs Tagen, zwei Jahre alt.
Und jetzt könnte man ja meinen, hach, das wird jetzt groß gefeiert. Wir machen
jetzt hier eine Riesensause mit irgendwelchen super duper special Sachen und ich
habe dann überlegt, nö, wir machen heute eine ganz normale Sendung. Das heißt,
ich begrüße wie immer den Chat, schön, dass ihr alle da seid und mir ein
bisschen helft, die richtigen Fragen zu stellen. Und ja, was habe ich denn heute
alles? Ich werde heute mindestens einen Gast haben, euch am Telefon. Ich habe
wie immer eine Schätzfrage gesucht und gefunden, erzähle ein bisschen dies und
das und jenes.
und habe dann euch für die neue Folge, die am Montag erscheint, auch schon den
Trailer mitgebracht, noch einen Podcast-Tipp. Und ja, ich glaube, das ist auch
dann erst mal genug.
Ja, ich freue mich trotzdem darüber. Es gab ein paar Mails mit Glückwünschen,
obwohl ich das ja eigentlich gar nicht groß verraten habe. Deshalb erst mal
vielen, vielen Dank dafür.
Freue ich mich riesig. Aber ganz ehrlich, das geht ja so von alleine. Also Zeit
ist ja jetzt keine Leistung. Zeit vergeht von selbst. Und es ist eine ganze
Menge Zeit vergangen, seit meiner ersten Aufnahme und ich habe es geschafft. Ich
werde heute gleich
meinen Gast aus der allerersten Folge, nämlich Asterope, werde ich hier gleich
dabei haben und dann gucken wir mal, was in zwei Jahren so alles passieren kann.
Wird ja nicht viel sein, ne?
Ich glaube, ich hole sie jetzt einfach mal in die Leitung. Ihr wisst schon, wie
es läuft. Ich spiele jetzt noch ein bisschen Musik
und in circa einer Minute hören wir uns wieder und ich schmatze gerade ein
bisschen, aber ich habe hier eben irgendwie eine ganze Ladung Lebkuchen
vertilgt. Und jetzt muss ich dieses Geräusch noch loswerden. Ich
habe jetzt noch eine Minute Zeit. So, bis gleich.
Und da bin ich wieder. Nein, da sind wir wieder. Ich habe Asterope mitgebracht.
Hallo.
Asterope
Hi!
Sebastian
nach zwei Jahren sprechen wir uns wieder.
Wahnsinn.
Asterope
schon ne Zeit.
Sebastian
Ja, pass auf. Ich habe ja für die Menschen, die jetzt Folge 1 nicht gehört
haben, davon sollte es gar nicht so viele geben, Aber für die habe ich natürlich
was vorbereitet. Ich versuche ja jetzt immer jeden Gast, der schon mal da war,
innerhalb von einer Minute zu erklären, was natürlich ein Ding der Unmöglichkeit
ist. Und ich würde das jetzt einfach mal machen und dann gucken wir mal, wie
viel davon eigentlich inzwischen falsch ist. Okay,
Asterope
Klar.
Sebastian
Asterope kennt ihr aus Folge 1. Das bedeutet, sie hat eine Folge mit mir
aufgenommen und wusste überhaupt nicht, was dabei herauskommt. Sie müsste nun 32
Jahre alt sein und vor zwei Jahren switchte sie mit ihrem Partner fleißig herum.
Von unten angespielt hat sie zuerst gesagt und die Frau redet so, das könnte man
quasi aufschreiben und ein Buch direkt drucken. In unserer Folge haben wir uns
mit Deprivationswelten im Kopf beschäftigt. Ich merke, ich weiche
vom Skript ab.
Das heißt, das ist die Sache mit dem Sinnesentzug und dem Genussfaktor dahinter.
Ich wurde aufgeklärt, was Hoch- bzw.
Hypersensibilität ist und wie das mit BDSM zusammengeht. Und ja, sie mag es auch
noch, Menschen beim Spielen zuzusehen. Und jetzt habe ich nichts mehr zu sagen.
Hallo. So, um
Asterope
Hi!
Sebastian
Gottes Willen.
Asterope
Oh ja, ich hab mir die Folge dann auch doch selber auch nochmal angehört, weil
ich doch auch mal wissen wollte, was ich eigentlich so erzählt habe.
Ja, hast du doch schön zusammengefasst, find ich gut.
Sebastian
Gut, ich habe sie mir nicht nochmal angehört. Ich dachte mir, nee, wenn du das
jetzt machst, dann wird es schlimm. Nee, lass das mal.
Asterope
nö, ich fand's eigentlich ganz cool, das noch mal zu hören. Ja, zwei Jahre.
Sebastian
okay, also was haben wir denn? Habe ich dich versehentlich älter gemacht, als du
bist?
Asterope
Nee, ich bin 32, das ist durchaus richtig, ja.
Sebastian
Sehr gut, sehr schön. Ja, was haben wir denn? Switchen, gibt es das noch? Machst
du das noch?
Asterope
Ja, jein.
Sebastian
fangen wir mal früher an. BDSM, machst du das noch?
Asterope
Ja, jein.
Also, ich muss ausholen dafür. Also,
ja.
Sebastian
du, kein Problem. Wir haben Zeit. Hol aus, erzähl und der Chat ist natürlich wie
immer aufgerufen. Wenn ihr Fragen habt, dann fragt sie einfach.
Asterope
Ja, Ja, also genau, das war ja auch so ein bisschen tatsächlich der
Hintergedanke, warum ich überhaupt dachte, es könnte eigentlich interessant
sein, eine Folge zu machen, weil ich dachte, man redet irgendwie gar nicht so
viel darüber, wie es eigentlich ist, wenn man keinen Sex hat und wie das ist,
wenn man eine Flaute erlebt in der Beziehung und vielleicht auch eine länger
anhaltende Flaute. Und dann dachte ich mir so, okay, da ich jetzt sozusagen
mitten in dieser Experience bin, könnte ich mir das gut vorstellen, darüber mal
in einem Podcast zu sprechen.
Sebastian
Ja, und das unterscheidet dich auch von anderen, weil viele sagen, bei mir ist
gerade nicht so viel los, jetzt mag ich doch nicht mehr aufnehmen. Und dabei ist
eigentlich genau das spannend, weil das gehört irgendwie ja dann doch dazu. Es
gibt immer gute Gründe, warum es einfach mal gerade nicht geht. Und die gehören
auch dazu, finde ich.
Asterope
Und genau, das habe ich mir dann gedacht, dann sprechen wir da doch mal drüber.
Ja, deswegen die Frage, ob noch BDSM und ob
noch Switchen mit Jein beantwortet, weil, was ich sagen kann, Fantasien
sind bei mir noch da, auf jeden Fall, und Gedanken sind bei mir noch da, aber
praktische Umsetzung ist sozusagen im Moment weniger vorhanden.
ja genau also dass
wir quasi gerade eine Flaute haben in unserer Beziehung also
genau ich bin immer noch mit meinem Partner von damals zusammen und mittlerweile
auch verheiratet
Sebastian
Herzlichen Glückwunsch.
Asterope
danke sehr
Sebastian
Es ist auch gar nicht lange her.
Asterope
das stimmt, das ist noch nicht lange her drei Wochen, um genau zu sein
Sebastian
Pass auf, du kannst das Datum sagen, dann kann er sich diese Folge immer wieder
anhören, damit er dann immer weiß, ach, wo habe ich das notiert, wo habe ich das
notiert, dann kann er danach googeln, wann es denn soweit ist.
Asterope
5.11. da haben wir geheiratet ja genau jetzt bin ich
raus das wollte ich sagen also ja wir sind genau wir sind noch zusammen sind
auch verheiratet und dass wir eine flaute haben liegt gerade und das kann ich
schon so sagen ohne mir selbst schuld zuzuweisen liegt gerade ganz stark bei mir
ja Ja, das hat ganz verschiedene
Gründe.
Sebastian
Du, völlig okay, also,
Asterope
Und dadurch, dass ich jetzt auch gerade noch so in diesem Prozess einfach so
sehr drin bin sozusagen,
bin ich selber auch noch dabei zu ergründen, woran liegt das und
was hat das so für Ursprünge und was ist da so
passiert in der Vergangenheit und überhaupt.
Ja, soll ich einfach sprechen oder unterbreche mich ruhig, wenn du Fragen
stellen willst?
Sebastian
pass auf, pass auf,
ich mag jetzt erstmal definieren, wenn du sagst, ja, Flaute, es geht nix, oder,
also erstmal ist es für mich so, das möchte ich das Ausmaß begreifen, macht ihr
gar nichts mehr im Bereich BDSM miteinander, oder was ist da noch
übrig, weil das kann ja auch sein, dass du das als Flaute empfindest, weil du
hättest gern mehr, aber vielleicht ist es ja auch einfach das, was nach ein paar
Jahren passiert, dass es ruhiger wird.
Asterope
also was ich auf jeden fall sagen kann ist dass es seit ungefähr etwas über
einem jahr jetzt so ist naja was man was man vielleicht dazu sagen muss ist also
wir haben eigentlich auch immer nur in einem sexuellen kontext gespielt also wir
hatten kein 24/7 oder sowas sondern hatten eigentlich immer ein
sexuelles setting oder vielleicht auch auf einer party oder so aber Aber das
jetzt nicht so in den Alltag integriert, hatte ich, glaube ich, in der letzten
Folge auch schon mal gesagt.
Sebastian
Du darfst das wiederholen, wie gesagt, nicht jeder hat es gehört, ansonsten wer
das, wer jetzt Zeit hat und den Feed hört, der kann jetzt einfach hier jetzt
ausmachen und dann die Folge nochmal hören und dann hier weiterhören und dann
ist das natürlich viel schöner alles, aber wir versuchen das so abzubilden, dass
man auch so mitkommt.
Asterope
Ja, eben.
Genau, also jetzt ungefähr seit einem Jahr ist es halt so, dass wir, ich weiß
nicht, also wir hatten früher, hatten wir echt viel Sex eigentlich für mein
Verständnis. Also ich hatte auch eine sehr ausgeprägte Libido, so im Sinne von,
weiß ich nicht, fünfmal die Woche. und jetzt ist es halt so
ja alle ein bis zwei wochen einmal und im
moment auch mit viel
zurückhaltung und viel tagesform abhängig und also ob es dabei sozusagen
überhaupt in irgendeiner form ja weiß ich nicht BDSM anteil gibt
also ganz sanfte nuancen haben wir eigentlich immer irgendwie drin aber
wobei auch nicht mehr immer aber haben wir schon immer mal wieder noch mit
dabei so aber das ist wirklich nicht viel nicht so ausgeprägt wir haben eigentlich
gar keine großen settings mehr und ja also dass es
ist schon schon ganz großer unterschied dazu wie es vorher war und es ist auch
so ich weiß für ihn ist es überhaupt nicht leicht dieser zustand aber für mich
ist es auch nicht schön so. Also deswegen ist es bei beiden irgendwie, ich nenne
es jetzt mal einen Leidensdruck da so und dadurch kann man es schon auch,
würde ich jetzt sagen, offiziell als Flaute betiteln. Weil wenn wir jetzt beide
voll okay wären damit, dann wäre es ja, also dann wäre es nicht problematisch
und dann wäre es auch eigentlich keine Flaute. Ich glaube, Flaute ist es halt
dann, wenn es auch, nennen wir es mal, ein problematischer Zustand ist.
Sebastian
Okay, jetzt lass mich mal fragen, also ihr habt beide, sagt ihr seid damit
unzufrieden, das heißt ihr habt beide Lust was zu machen, aber ihr macht es
nicht. Jetzt ist für mich natürlich die Frage, was hält euch ab? Ab.
Asterope
Ja, also das ist genau der Grund, warum ich vorher gesagt habe, das liegt bei
mir,
weil ihn hält im Endeffekt eigentlich gar nichts ab, abgesehen von mir.
Und ich, ja, bei mir hat das irgendwie mehrere Gründe.
Also das Interessante ist, ich bin in Therapie aktuell
schon seit anderthalb Jahren jetzt, glaube ich.
Echt schon so lange? Ja, doch, schon so lange. Ja, seit ungefähr anderthalb
Jahren.
Und tatsächlich, das Interessante ist, dass es irgendwie bei mir tatsächlich
unter das Label Therapie-Nebenwirkung fallen könnte. Also ich habe auch mit
meiner Therapeutin darüber gesprochen und ich will jetzt auch nicht, dass
irgendjemand jetzt denkt so, oh Gott, dann mache ich bloß keine Therapie, weil
dann haben wir am Ende eine sexuelle Flaute. Sondern das ist super sinnvoll,
dass es so passiert ist im Endeffekt. Also soweit kann ich schon mal sagen, war
das schon gut.
ja weil also ich habe in der vergangenheit einfach auch viele viele sachen
gemacht nicht um mir selbst zu gefallen sondern um jemand anderen
also um dem anderen Part zu gefallen und auch gar nicht so jetzt
dass mein gegenüber das jetzt total gemerkt hätte so von wegen die findet das
jetzt bestimmt nicht gut und macht das nur mir zu liebe sondern Sondern ich habe
das so sozusagen verinnerlicht gehabt, dem anderen gefallen zu wollen mit dem,
was ich tue, dass das sozusagen mein höchster Antrieb war dabei.
Sebastian
Okay, Moment, also das könnte man ja rausdeuten, okay, du hast also ganz viele
Dinge gemacht, die du gar nicht wolltest, aber du hast sie gemacht, weil gehört
halt dazu, es gefällt ihm, das ist ein Geschenk an ihn, dann machen wir das
jetzt halt. Kann ich das so interpretieren?
Asterope
nicht unbedingt also tatsächlich war es auch so dass ich also wie
gesagt teilweise habe ich das auch nicht mal bewusst gedacht so sondern ich habe
manchmal wirklich sachen gemacht und habe erst wochen später oder so gemerkt
oder Monate später erst gemerkt eigentlich dass das gar nicht so gut
war so dass ich meine eigenen grenzen übertreten aber
Sebastian
Magst du vielleicht ein Beispiel nennen, geht das, weil das würde es halt ein
bisschen veranschaulichen, ne?
Asterope
gar nicht so leicht tatsächlich also ich glaube
der größte Faktor sozusagen war im Endeffekt eigentlich das unten
spielen da also beim oben spielen habe ich eigentlich selten meine grenzen
übertreten außer im sinne von ich hatte eigentlich schon nicht mehr so
wahnsinnig viel energie und habe dann immer noch weiter gemacht und war danach
dann irgendwie da also eher ausgelaugt so das schon aber
beim unten spielen gab es tatsächlich glaube ich auch einfach situationen und
die kann ich jetzt gar nicht so konkret nennen aber gibt es einfach situationen
in denen wird zum beispiel dann irgendwas gesagt oder irgendwas gemacht was
einfach in mir auch ja ich nenne es jetzt mal so was irgendwas in mir auch
retraumatisiert hat also ich habe schon ich habe jetzt keine wirkliche trauma
erfahrung im sinne von PTBS also posttraumatische belastungsstörung sondern
Sondern im Endeffekt ist es so, ich habe ein Bindungstrauma und
habe auch, und das muss ich jetzt in dem Zusammenhang dann quasi auch gleich mit
erklären, ich hätte auch eine Borderline-Diagnose bekommen, wenn ich quasi früh
genug diagnostiziert worden wäre. Heute würde ich sie nicht mehr bekommen, weil
ich sozusagen rausgewachsen bin, also weil ich nicht mehr alle Kriterien
erfülle, aber früher hätte ich eine bekommen und ein Punkt, der so ganz
klassisch halt auch ist bei Borderline oder bei vielen BorderlinerInnen ist,
dass man quasi dadurch, dass man ständig eine Angst davor hat, verlassen zu
werden, dass man sozusagen immer versucht, auf jeden Fall nicht verlassen zu
werden und sich dadurch natürlich auch ganz stark irgendwie anpasst und so. Und
man hat aber dann eben oft auch unterhalb dieser Diagnose, aber auch bei anderen
Bindungstrauma-Erfahrungen, halt auch alte Belastungen, die dann teilweise auch
einfach angesprochen werden. Oft auch zum Beispiel ein niedriges
Selbstwertgefühl. Und dann kann es zum Beispiel auch passieren, wenn man dann
halt unten spielt und wenn man dann halt auch noch mit erniedrigenden Aspekten
spielt oder doch mit härteren Aspekten spielt, dass davon dann sozusagen sachen
einfach ich habe das ich habe immer gesagt dass sachen einfach durchgehen
sozusagen also dass sie einen wirklich so treffen und zwar tiefer so
und und ich glaube das ist mir einfach öfter passiert und auch ohne dass ich
einfach direkt selbst bemerkt hätte auch ohne dass mein partner das selbst
bemerkt hätte sondern ja auf dem weg
Sebastian
ich gucke mal, wo ich bei dir Sprechpausen finde, wo ich hin und wieder
reingrätschen kann,
okay, also erstmal, ich nehme jetzt einfach mal die Perspektive von deinem
Partner ein,
weil, klar, er kann es nicht merken, wenn du es nicht äußerst, das ist
natürlich, trotzdem drückt es auf die Psyche, das ist ganz schwer,
erstmal kann ich ja sagen, der Ist-Stand ist, ihr habt jetzt geheiratet, also er
geht damit um, du bist ihm so wichtig, dass er jetzt da ist und er, gut, er
wird natürlich davon ausgehen, dass früher oder später legt ihr wieder los. Das
sind ja schon mal extrem, ich sag mal, positive und dann auch, wie soll ich
sagen, heilsame Erfahrungen.
Asterope
auf jeden fall ist also finde ich auch ganz essentiell dabei also grundsätzlich
zu sagen in der beziehung aber auch aber auch in jeder form von nennen wir es
mal sexueller beziehung es muss ja nicht mal eine partnerschaft sein es ist
super super wichtig glaube ich einfach dass von beiden seiten einfach die
bereitschaft ist zu sagen ich habe mein größtes interesse bei allem was ich
hier mitbringen möchte ist dass es dir gut geht also oder dass es uns beiden gut
geht mit dem was wir hier tun weil das ist ja die basis für alles weitere was
man macht und deswegen ja ist es für uns es ist natürlich keine leichte
situation so aber wir haben darüber gesprochen und wir sprechen auch nach
wie vor immer wieder und ganz viel darüber und gucken halt, was passiert und wie
geht es uns damit und was können wir tun.
Ja, und dabei ist halt auch immer ein gegenseitiges Wohlwollen ganz essentiell.
Auf jeden Fall, du
Sebastian
Jetzt hast du mir ja gesagt, da sind noch Fantasien da von deiner Seite auch,
also in deinem Kopf.
Darf ich da mal so ein bisschen rumbohren?
Asterope
darfst rumbohren. Mal gucken, was da rumkommt.
Sebastian
Okay, ich bohre mal rum.
Okay, nehmen wir erstmal die Perspektive, da nochmal oben und unten spielst du
es so, was ist das, wo du sagst, das ist so die Fantasie, die mir eher liegt, also
von der Position her, was ist das, wo du sagst, das ist schöner oder das ist
häufiger?
Asterope
Also häufiger, naja doch, tendenziell glaube ich einfach Fantasien, auch bei
denen ich auch oben bin. Und das ist tatsächlich auch so, das fällt mir halt
auch leichter, weil ich dabei mehr emotionale Kontrolle habe, sozusagen auch
über mich selbst.
Deswegen fällt es mir, glaube ich, auch leichter, mich da rein zu versetzen.
Aber was, glaube ich, auch und auch bei dieser Flaute mit eine ganz große Rolle
spielt, ist zum Beispiel auch die Tatsache, ich glaube, am allermeisten vermisse
ich eigentlich auch so ein bisschen diesen Voyeur-Aspekt. Und den kann man zwar,
klar, man kann sich Audios anhören und man kann Pornos schauen und so, aber
diese Stimmung auf Partys, die man so erlebt, die ist natürlich
nochmal was ganz anderes. Und ich habe sehr, sehr viel von Partys gezehrt früher
auch. Also ich war gar nicht auf so unendlich vielen, aber das hat mir trotzdem
immer viel und lange was mitgegeben. Und ich merke auch, da ist einfach auch
irgendwie irgendwas in mir, fühlt sich da aktuell natürlich auch einfach so ein
bisschen weggesperrt sozusagen. Und tatsächlich merke ich, das ist was, wo ich
ganz oft denke, nur Zuschauen fehlt mir schon sehr und das würde ich mir total
wieder wünschen. Also ich freue mich sehr darauf, wenn diese Situation hier rum
ist und irgendwann wieder Partys gehen.
Sebastian
Ja, glaub mir, das geht nicht nur dir so, ich glaube, das geht uns allen so und
ja, gerade dieses Zuschauen, das ist ja nochmal,
du bist ja, hast du mir ja auch gesagt, dass du kannst dich dann in den
Menschen, den du siehst, reinversetzen und man muss es gar nicht unbedingt
selbst erleben, sondern da bleibt einfach ganz viel im Kopf hängen und das ist
natürlich ganz, ganz schwierig, wenn das einfach wegbleibt und im Moment muss es
wegbleiben. So, ich werfe mal kurz eine Frage rein, weil das gerade so schön
passt, weil da baut nämlich mein Rest hier auf. Von Lady A. Hat deine
Therapeutin ein Verständnis für deinen Lebensstil?
Asterope
ja ja ja tatsächlich war es auch so und zwar für mich auch ganz
wichtig also sowieso ist es ja total wichtig dass man zu therapeutinnen
irgendwie ein großes vertrauensverhältnis hat und ich habe tatsächlich auch
während der probatorischen sitzung schon gesagt ich bin kinky daran geht nichts
vorbei so schön wenn sie damit können wenn sie damit nicht können können wenn
sie nicht mit mir so ungefähr, also das habe ich jetzt so nicht gesagt, aber das
war für mich halt ganz klar, also wenn da eine Abwehr gekommen wäre oder so,
dann wäre das nicht die richtige Person für mich gewesen, weil ich halt auch
finde, also wie gesagt, Therapie basiert auf einem Vertrauensverhältnis und das
bedeutet für mich auch, alle meine Aspekte müssen okay sein.
Sebastian
Also im Bereich BDSM.
Asterope
Und ja, das war im Endeffekt bei ihr auf jeden Fall der Fall und sie ist da ganz
offen mit und ich kann da auch alles erzählen.
Sebastian
Okay.
Also thematisierst du auch gerade diese Flaute dann dort?
Asterope
Ja, habe ich schon und habe ich auch jetzt auch wieder auf dem Zettel stehen,
sozusagen, das immer mal wieder, sozusagen, auch über Zwischenstände und
wie es mir gerade mit bestimmten Dingen geht oder wenn ich irgendwie dann wieder
zu einer neuen Erkenntnis gekommen bin, sozusagen, weil ich denke daran
natürlich auch rum und mache auch Sachen, um das so ein bisschen zu handeln,
sozusagen.
Sebastian
Oh, sorry.
Ich muss mal kurz einen Schluck trinken.
Wenn einem was auf den Lippen liegt und dann soll man plötzlich reden und dann
kratzt der Hals.
Ich mache mir mal eine Kapitelmarke hier rein, damit ich das schneiden kann.
Okay, ich versuche es mal ein bisschen plastischer. Was hält dich jetzt in
diesem Moment davon ab? Ich weiß nicht, vielleicht ist er gerade im Haus.
Asterope
Ja, er hört wahrscheinlich auch gerade zu, ein Zimmer weiter.
Sebastian
Was hält dich jetzt, ja, Grüße, also was, wenn wir hier fertig
sind, was hält dich davon ab, da einfach mal rüber zu gehen und zu sagen, so,
hier, jetzt, wir machen jetzt hier mal eine Minute was, einfach so eine
kleine Einladung aussprechen, kannst du mir beschreiben, was im Kopf da diesen
Bremshebel anlegt, weil das, Klar, ich kenne auch bei mir diese üblichen Sachen,
man hat Stress, man ist müde, man hat tausend Sachen auf der To-Do-Liste und
dann liegt man irgendwo im Bett und pennt und dann ist halt der nächste Tag und
da ist wieder Stress und alles mögliche. Das kenne ich auch, man verschiebt so
ein bisschen und dann ist die Gelegenheit erstmal rum.
Asterope
Ja, also tatsächlich ist es für mich halt nicht einfach nur ein
Verschieben oder ich bringe das nicht unter, sondern was bei mir da erstmal ganz
vorrangig da ist, ist erstmal Angst. Und das liegt einfach daran, dass ich in
der Vergangenheit einfach so oft meine eigenen Grenzen übertreten habe, dass in
mir jetzt sozusagen, sagen wir mal, ein Anteil von mir Angst davor hat, dass ich
das wieder tue.
und das das muss man natürlich irgendwie dann auch erst mal bearbeiten so und
ja da sich dann auch an dinge erstmal wieder ran tasten und dann gibt es
natürlich auch also wenn man jetzt so wie ich in der vergangenheit zum beispiel
immer wieder den fehler gemacht hat den fehler gemacht hat den umständen
entsprechend habe ich halt so reagiert na also ich will mich dafür selber nicht
verteufeln oder so sondern das war okay dass es da so war und jetzt jetzt
versuche ich es halt anders zu machen aber wenn man halt immer wieder sich vor
allem danach gerichtet hat wer man denkt sein zu müssen
dann verletzt man sich auf dauer immer wieder selber also das klingt jetzt
irgendwie hart und das ist tatsächlich auch eine eigentlich einer meiner
jüngeren gedanken dazu also wie gesagt ich bin gerade sehr drin in diesem thema
aber wenn man so will dann war ich sozusagen über jahrelang mein eigener abuser
na also ich habe ich habe quasi mich selbst immer wieder über meine eigenen
grenzen hinaus gezwungen innerlich und mir selbst dabei aber gar keine
aufmerksamkeit geschenkt und ja
also
Sebastian
Warum? Lass mich mal überlegen. Also wenn du jetzt das, also die Frage ist ja,
was ist dein Bedürfnis? Wie gesagt, ich gehe da jetzt wirklich aus der
Laien-Sicht dran und ich hoffe, du kannst mir das erklären. Du hast ein
Bedürfnis, etwas zu machen, jetzt kommen da Ängste und die sagen, nee, das
machen wir jetzt nicht, könnte ja in irgendeine Richtung über meine eigenen
Grenzen gehen.
Jetzt kommt da jetzt in mir dieser nüchterne Analytiker raus und der sagt, okay,
dann legen wir jetzt vorher eine Grenze fest, von der wir ganz sicher sagen
können, die ist safe. Wir machen jetzt das und das ist safe und dann machen
wir es einfach.
Ich weiß, dass das nicht so einfach ist. Ich möchte jetzt, dass du da mal ein
bisschen konterst, weil das klingt immer alles so einfach. Da muss man nur mal
was machen und dann geht das schon alles und ebenso leicht ist es ja dann doch
nicht.
Asterope
tatsächlich der gedanke ist gut weil im endeffekt stimmt es auch und ich würde
auch sagen wir haben das auch wir haben so eine vereinbarung sozusagen für dinge
die mehr oder minder safe sind aber die frage ist halt wie niedrig ist diese
schwelle und ich glaube deswegen bin ich gerade noch nicht so auf die idee
gekommen das spontan zu beantworten weil diese schwelle liegt bei uns bei nackt
kuscheln punkt so das ist die schwelle die momentan safe ist und alles darüber
hinaus ist schon für mich schon gefühlt erst mal nicht mehr safe zumindest an
den meisten tagen und vor allem auch spontan oder was heißt vor allem auch
spontan manchmal ist auch spontan möglich dass anderes geht also das kommt wie
gesagt auch ein bisschen drauf an deswegen habe ich vorhin gesagt viele dinge
sind sehr tagesformabhängig aber klar also das kann auch durchaus sinnvoll sein
und gehört auch zu den dingen die wir auch gemacht haben also zu gucken man
trifft quasi gemeinsam ein agreement darüber was was jetzt gerade möglich
ist und einigt sich sozusagen auf ein gemeinsames maximum so was
was geht
Sebastian
Ja, aber da hast du doch wieder den Punkt, du verhandelst etwas und da ist
vielleicht dann doch wieder im Hinterkopf dieses, naja, ich muss ihm ja auch ein
bisschen entgegenkommen, wir müssen ja einen Kompromiss finden und dieser
Kompromiss ist vielleicht schon über der persönlichen Grenze in dem Moment, weil
man ja gefallen möchte.
Asterope
klar also diese das ist auch nicht so dass das dann so ist dass man von heute
auf morgen entdeckt so ja ok also jetzt in der vergangenheit bin ich immer über
meine grenzen gegangen und jetzt entscheide ich mich ich tue das nicht mehr und
dann macht man das einfach nicht mehr sondern das passiert immer wieder also
auch auf dem weg noch passiert das immer mal wieder dann da ist es mir auch
immer mal wieder passiert dass ich über meine eigenen grenzen jetzt noch
gegangen bin und das wird mir wahrscheinlich auch noch das eine oder andere mal
wieder passieren aber das interessante ist natürlich auch zum einen kann man den
partner dafür sensibilisieren also er ist durchaus so dass er dann immer wieder
sagt bist du dir sicher dass das gerade welt fühlt sich das für dich gerade
wirklich gut an und das ist natürlich eine ganz wertvolle hilfestellung für mich
weil er fragt mich manchmal an Stellen wo ich mich aus meinem muster heraus alles
gut und richtig machen zu wollen nicht fragen würde also super wichtig und wertvoll
auch dass die andere person dafür sensibel ist
Sebastian
Es zwingt euch auch einfach dazu, miteinander umzugehen. Da ist natürlich immer
einfach die Frage von Geduld einfach auch eine wichtige Frage.
Lass mich nochmal kurz hier was einstreuen, was ich im Chat gefunden habe vom
Popcorn-Bandit. Ich lese das einfach mal vor. Und mein Riesenlob an unsere
Anruferin, dass sie ein Problem erkannt hat und sich eine Therapie gesucht hat.
Das erfordert Mut, aber es ist auch bestimmt die richtige Entscheidung. Und das
mag ich auch nochmal sagen, ganz klar, man kann ja alles haben, aber wenn man
sich dann drum kümmert, dann ist ja schon mal der wichtigste Schritt eigentlich
getan. Also das finde ich immer gut, wenn du jetzt sagen würdest, mir geht es
schlecht und alles doof und dann gräbst du dich ein und machst gar nichts mehr
und tust auch gar nichts dafür, dass es besser wird. Das sehe ich immer sehr
kritisch, aber diesen Schritt bist du gegangen und dass du darüber erzählen
kannst, heißt ja auch, dass du schon sehr weit gekommen bist tatsächlich.
Asterope
tatsächlich ist auch so ich habe ja auch schon ich habe schon ein bisschen
therapie erfahrung ist nicht meine erste therapie und ich habe halt auch auf dem
weg sozusagen gemerkt dass das was mir am allermeisten eigentlich auf dem weg im
weg stand sozusagen war meine eigene scham über die Dinge, die an mir
vermeintlich falsch oder nicht toll oder was auch immer sind. Und
irgendwann, als ich das dann erkannt hatte und mir
das immer wieder klar wurde, dass mir das so auf dem Weg steht, habe ich mich
dann halt auch sozusagen für das radikale Gegenteil entschieden. Und dafür
entschieden zu sagen, okay, ich gehe dem gezielt entgegen und ich schreibe auch
darüber und zeige mich einfach auch damit, mit Sachen, die mich schämen, weil
ich nämlich auch ganz oft die Erfahrung gemacht habe, wenn man dann drüber
spricht, was einen beschäftigt und was da ist, dann gibt es immer oder fast
immer gibt es irgendjemanden, der sagt, ja, ich auch, mir geht es auch so.
Sebastian
Ja, definitiv. Also deshalb sprechen wir auch jetzt darüber, weil du bist da
nicht der einzige Mensch. Ich kriege ja auch gelegentlich E-Mails und das geht
ganz vielen Menschen so. Und da habe ich auch so eine These, dass gerade wenn
man am Anfang loslegt und das alles entdeckt, da regiert auch erstmal so ein
bisschen diese innere Geilheit. Und man macht ganz viel in einem hohen Tempo
und irgendwann kommt man mal so ein bisschen zur Ruhe und reflektiert und denkt,
um Gottes Willen, was mache ich da eigentlich?
Ich glaube, da ist dieses eigene Grenzen überschreiten, dass das passiert. Die
Frage ist jetzt einfach, manche Menschen, die sagen, nee, das war noch alles im
Level und andere erschrecken sich auch manchmal vor sich selbst ein bisschen,
dass man einfach ein bisschen gucken kann, was ist denn das, was ich will, weil
nicht jeder BDSM-er muss immer im Endeffekt bei Tacker, Nadel und Faden landen,
sondern man hat dann irgendwo seine persönliche Wohlfühlzone, wo man sagen kann,
hier bin ich angekommen, das ist genau das Richtige und ich muss gar nicht mehr
so steigern.
Asterope
Also, ja, und bei alledem ist es halt vor allem auch so, so, so wichtig,
eigentlich immer sich vor Augen zu führen, man macht die Dinge ja eigentlich,
weil man sich damit gut fühlen will, so, ne, und das ist ja eigentlich das
Wichtigste und das Schönste daran, dass sich die Beteiligten daran gut fühlen
dabei, so. Und dann ist es halt so wichtig, wenn man merkt, boah, das fühlt sich
für mich eigentlich gar nicht gut an, dass man, auch wenn es so viel Mut kostet,
und ich weiß selber, wie viel Mut es kostet, aber dass man dann tatsächlich
diesen Mut auch fasst, zu sagen, hey, du, weißt du was, wir machen das zwar
eigentlich schon eine Weile so und das hat sich irgendwie auch immer gut
angefühlt, aber jetzt irgendwie nicht mehr.
Sebastian
das ist dann auch die Frage, verlasse ich den Konsens durch weitermachen wie
bisher? Das war ja auch mal, das ist so ein Punkt, man kann mal was aushandeln,
aber Menschen ändern sich ja einfach auch, man entwickelt sich ja weiter. So,
ich lese mal was von Lara vor.
Finde ich nämlich auch sehr gut. Mich würde interessieren, woran die Anruferin
gemerkt hat, dass sie ihre Grenzen überschritten hat. Dass gerade Menschen, die
unten spielen, hin und wieder Dinge tun, weil sie ihrem Partner gefallen, ist
denke ich oft der Fall. Wann hat sie das für sich in Frage gestellt? Gab es
einen bestimmten Auslöser?
Asterope
gab es einen bestimmten Auslöser. Also tatsächlich würde ich sagen,
ich habe es, also so den einen Moment, den gab es nicht.
Ich glaube, ich habe im Rahmen meiner Therapie auch gelernt,
Nein zu sagen.
Und als ich angefangen habe, damit zu lernen, Nein zu
sagen, habe ich auch gemerkt, wann und wo in meinem Leben ich überall eigentlich
Nein sagen will und ich sage Ja. Ja, so und das zum
einen und zum anderen, ich bin, wie
gesagt, ging ja auch aus der letzten Folge schon hervor, ich bin ein sehr
sensibler Mensch. Und je öfter ich mich selbst
sozusagen übergangen habe, desto verletzter wurde ich.
und dann konnte ich tatsächlich mit der Zeit immer weniger
ertragen. Also ich konnte zum Beispiel auch das Untenspielen dann irgendwann
plötzlich immer und immer weniger ertragen. Ich wurde immer noch sensibler und
es ging, wie ich vorhin schon gesagt habe, es ging immer mehr durch sozusagen.
Immer mehr traf mich plötzlich persönlich und dann bis ich an ein Level kam, wo
ich das Gefühl hatte, ich kann nicht mehr unten spielen ich krieg's einfach
nicht mehr hin so und ja da da war dann quasi so der punkt erreicht wo dann klar
war okay das ist schon irgendwie schon mehr aber selbst da habe ich noch nicht
so endgültig geschnallt weil dann haben wir eine ganze zeit erst mal einfach nur
gespielt und ich war immer oben und das und aber selbst das wurde dann immer
weniger weil ich auch da gemerkt habe ich habe eigentlich viel zu oft irgendwie
ja gesagt wenn ich eigentlich schon viel zu erschöpft war oder und ich glaube
dass halt auch ein ganz wichtiger punkt ich habe irgendwie bei
alledem ganz oft total vernachlässigt wie viel liebevolle zuwendung
ich auch brauche gleichzeitig auch in dem prozess in dem ich war weil ich war ja
wie gesagt in einem therapeutischen prozess das nimmt wahnsinnig in anspruch und
gerade wenn man halt kindheit traumata oder oder Kindheitsereignisse, die
verletzend waren, bearbeitet, dann braucht man natürlich auch irgendwie im
Gegenzug zu dieser Zeit, glaube ich, sehr viel Liebe. Zumindest mir ging es auf
jeden Fall so. Und auch das habe ich halt übergangen. Und das hat sich auch
dadurch geäußert, nämlich dass irgendwie in mir plötzlich alles gesagt hat, hey,
du kannst diesen ganzen, ich sage es jetzt einfach mal so, du kannst diesen
ganzen Macht- und Gewaltscheiß so nicht mehr ertragen,
sondern du musst jetzt dich daraus zurückziehen so und dann ging in
mir quasi alle abwehr hoch und plötzlich ging irgendwie gefühlt erst mal gar
nichts mehr so und alleine das ja
naja
Sebastian
Ja, jetzt, jetzt, stopp, stopp mal kurz. Ich suche ja immer die Gelegenheit,
einfach, puh, mal atmen, um Gottes Willen, ja. So ein Rant ist auch okay, aber,
pass auf, es ist ja, muss ja jetzt irgendwas passiert sein, weil ich
glaube, das ist jetzt anderthalb Monate her, da hast du dich bei mir gemeldet.
Das heißt, du hast wieder, ich nenne es jetzt Motram, du hast von dir aus einen
Schritt in die Szene gemacht und dann habe ich gesagt, super, das passt vom
Datum gerade super. Aber da muss ja irgendwas passiert sein in Richtung Kinky
wieder, dass du gesagt hast, so jetzt melde ich mich da mal und dann reden wir
mal.
Was ist da reingekommen?
Asterope
also darüber nachgedacht habe ich schon länger weil ich also ich auch immer
wusste also es ist wie Und wie gesagt, ich habe ja schon gesagt, ich habe ja
immer noch Fantasien und so.
Und das ist eigentlich auch fast nie weg gewesen. Also Gedanken daran halte ich
immer, nur das Umsetzen, das war einfach, war und ist Thema.
Und ich kenne mich und ich weiß halt natürlich auch über mich selbst
richtig gut, komme ich auch voran, wenn ich über die Dinge rede. und
und es ist einfach für mich auch ein motiv dinge quasi
auch öffentlich zu besprechen von also quasi dinge zu machen vor denen ich mir
denke die hätte ich gebrauchen können also ich hätte es echt gut gebrauchen
können irgendwo eine folge zu hören mit jemandem der sagt wir haben gerade eine
flaute und es richtig scheiße aber so ungefähr und dann und dann dachte ich
so ja Ja, und ich fühle mich immer noch zugehörig der Szene. Und ich weiß auch
genau, sobald irgendwie diese ganze Geschichte vorbei ist, wird die erste Party
für mich ganz klar sein, okay, ich melde mich da an und ich gehe da hin und ich
gehe da mit meinem Mann hin und dann gucken wir, was passiert, weil ich es nicht
erwarten kann, diese Luft zu atmen.
Und es ist echt nicht die beste Luft, aber, ne, also, ja,
ne,
Sebastian
Ja, diese stickige, schweiß, aerosolbelastete Luft. Ja, ja.
Asterope
aber genau. Und deswegen war das für mich halt nie so fern.
Sebastian
aber vielleicht auch nochmal eine andere Position, die du einnehmen kannst. Du
kannst ja auch kinky sein, ohne selber jetzt Action zu machen, sondern auch
schlicht und einfach aus der Perspektive, ich gehe da hin, schaue mir das an und
nehme dieses Gefühl von Lust mit. mich mit. Und das kann ja auch sein, dass das
ein Kink von dir ist, tatsächlich,
der dich auch
sexuell auflädt. Das einfach zu sehen, was andere da machen, das ist ja an sich
schon ein Fetisch.
Asterope
es ist vor allem ja auch einer, der in Anführungszeichen nicht belastet ist.
Weil dabei zwingt mich niemand zu irgendwas und es überredet mich auch niemand
zu irgendwas und ich habe das auch noch nie gemacht, um jemand anderem zu
gefallen. sondern das war sozusagen immer nur meins
Sebastian
müssen wir mal den Partner mal damit irgendwie mit reinbringen, weil wenn ich
dir jetzt so zuhöre, klingt das nach, oh weia, der hat dich zu ganz vielen
Dingen gedrängt.
Also das kann ja nicht so sein, weil weil sonst wärt ihr jetzt nicht zusammen,
weil dann hättest du die Ursache ja identifiziert.
Aber trotzdem ist es irgendwo ganz tief im Hirn, muss da irgendwas angekommen
sein, diese Überforderung. Da mag ich nochmal so ein bisschen rumbohren. Also
inwieweit hätte er was anders machen können?
Asterope
also im
endeffekt also ich sage jetzt einfach nein weil sonst hätte er anders
gemacht vermutlich also ich ich muss ich glaube es
das heißt nicht ich muss ihn in Schutz nehmen sondern im endeffekt ist es halt
auch so ich kenne mich und ich weiß genau wie überzeugend ich sein kann und wenn
ich dann sagen ich will das wirklich dann glaubt man man mir das auch so und und
ich war ja selbst auch davon überzeugt und das ist das ist ja im endeffekt das
typische daran also ich war auch davon überzeugt dass das gut ist und das war
und es war auch gut es gab auch zeiten da war es wirklich gut dass gerade am
anfang wenn irgendwie so rosa rote brille und ganz viele hormone und so und dann
dann tut ja gefühlt sowieso nix weh sondern dann ist irgendwie einfach alles nur
so hammer und noch mehr ausprobieren und überhaupt.
Sebastian
Aus deiner Perspektive.
Moment, das hat das...
Asterope
Und ja, im Endeffekt, wie soll ich sagen? Und dann,
ja, mit der Zeit habe ich halt dann nur irgendwann
langsam gemerkt, okay, vielleicht nicht so gut, aber wenn ich halt, und das
konnte ich halt auch nicht. Ich konnte nicht wirklich Grenzen setzen.
Und auch aus der auch aus der angst einfach immer wieder nicht gut genug zu sein
und deswegen habe ich halt erst mal weiter gemacht und das kann ich wie gesagt
auch sehr überzeugend und deswegen ja also natürlich müsste man jetzt
dann ihn fragen ob er irgendwie der meinung ist so ja vielleicht hätte ich
damals doch hier da oder dort so oder so oder so aber ich würde jetzt einfach
sagen naja im endeffekt war das alles auch ein prozess und es ist so gelaufen
und wenn ich wirklich das gefühl hätte ich müsste ihm jetzt sozusagen nachhaltig
rollen dann dann hätten wir wohl nicht geheiratet
Sebastian
Ja, okay.
Asterope
wir haben wir haben viele sachen geklärt so ja
also
Sebastian
Ich unterbreche dich ja nochmal. Nochmal, das mache ich heute gerne.
Lass mich mal so ein bisschen nach dem Plan fragen. Also euer Wunsch ist es, da
wieder einzusteigen. Ihr wisst beide, das ist gerade schwer. Aber ihr wollt,
ihr habt einen Leidensdruck und daraus interpretiere ich jetzt, ihr wollt das
wieder verändern.
Dann habt ihr vielleicht auch da therapeutische Hilfe, wie ihr da wieder in die
Richtung gehen könnt. Das muss ja nicht von heute auf morgen sein, das wird wohl
kaum passieren, dass du eines Morgens aufstehst und sagst, boah, Schatzi,
unterwirf mich. Nämlich, das wird ja nicht passieren. Das
wird ja eher so eine Strategie der kleinen Schritte sein. Und der erste
Schritt ist ja immer der schwerste, aber auch der muss ja geplant sein oder
darauf kann man ja zuarbeiten auf diesen ersten Schritt.
Asterope
die frage okay wenn man jetzt in so einer situation ist was tun sozusagen
ja
Sebastian
Ja genau, also was ist jetzt so, ihr guckt, ihr redet ja miteinander und da ist
einfach die Frage, weil ganz ehrlich, wenn es total hoffnungslos ist, aus
irgendeiner Perspektive heraus, dann kann ich ihn ja auch irgendwann verstehen
oder dich, wenn ihr sagt, wir beide, wir kriegen das nie wieder hin, dann lassen
wir das jetzt alles bleiben.
Asterope
genau also
Sebastian
Das kann ja auch eine Entscheidung sein, aber die trefft ihr ja nicht, sondern
ihr merkt beide, ihr wollt ja und wie könnt ihr etwas dafür tun?
Asterope
aller erster grundsätzlich der punkt dabei erst mal
wenn es da ist akzeptieren dass es da ist weil es bringt gar nichts sich dagegen
zu wehren oder das wegreden zu wollen oder überhaupt sondern akzeptieren dass es
da ist und dass man jetzt damit umgehen muss und allein das ist schon schwer
genug aber nicht unmöglich Und dann,
also ich bin schon auch viel do-it-yourself
sozusagen im Sinne von, wir haben uns jetzt mal noch keinen Sextherapeuten
gesucht und auch ich habe mir mal noch keinen gesucht.
Ich spreche halt mit meiner Therapeutin darüber, aber eigentlich auch nicht über
Details, sondern wenn ich in so eine Situation gerate, dann mache ich erst mal,
als allererstes mache ich erst mal Selbstreflexion. Ich setze mich hin und
überlege mir, okay, was war da jetzt in der Vergangenheit? Was habe ich wirklich
gewollt? Was habe ich nicht gewollt? Was hat mich verletzt? Warum hat mich das
verletzt? So, das kann man auf jeden Fall auch mit Hilfe
tun. Und wenn man sich darin wirklich verloren und oder unerfahren zum Beispiel
auch fühlt, dann würde ich es auch immer empfehlen, weil es gibt Hilfe und es
gibt auch wirklich gute Hilfe.
Und die darf man dann sich auch zugestehen.
Und ja, im Endeffekt ist es im Moment das, was ich mache. Zum einen reflektiere
ich, wir sprechen miteinander. Und was ich auch mache, ist, ich lese, höre und
schaue. Also ich lese im Moment gerade das Buch Die Psychologie sexueller
Leidenschaft, wo es zum Beispiel um Sexualität in Langzeitbeziehungen geht.
Sebastian
Um Gottes Willen.
Asterope
Ja, ich bin aber auch so jemand, wenn ich ein Problem habe, lese ich erst mal
Sebastian
Ja, aber wird es dadurch nicht immer schlimmer, wenn man das Passende auch noch
liest?
Asterope
Nee, überhaupt nicht.
Sebastian
Also mir geht das immer so.
Asterope
Also für mich gar nicht.
Sebastian
Ich finde schlechte Nachrichten, dann google ich, dann lese ich und danach geht
für mich die Welt unter. Das ist fürchterlich.
Asterope
Nee, gar nicht.
Sebastian
Das ist so wie, oh Gott, ich habe da einen Pickel, ich google eine halbe Stunde,
danach bin ich halb tot. Ja, aber
Asterope
Ja, aber da darfst du halt dann auch nicht im Internet unbedingt dann zwingend
lesen. Und gerade es ist ja nicht, das ist so, also im Endeffekt würde ich jetzt
sagen, das ist ja nicht so wie Krankheiten googeln, sondern ich habe schon auch
geguckt, was will ich dazu lesen und dann dachte ich mir okay dann lese ich doch
mal was von jemand renommiertem und dann lese ich doch und dann lese ich mal
rein haben wir das buch erst mal in der bibliothek ausgeliehen und dann habe ich
festgestellt der typ hat eine total positiv und
zuversichtliche herangehensweise an die paare mit denen er arbeitet also erst
Paar- und
Sexualtherapeut und das hilft mir zu sehen, dass es da jemanden gibt
der sagt wisst ihr was da kann man was machen so und natürlich kann ich das
nicht unbedingt alles selbst umsetzen aber mir hilft es erstmal grundsätzlich
einfach zu sehen, okay, das Problem haben andere auch und da kann man was machen so
und
Sebastian
was wäre jetzt so im Moment, nach jetziger Perspektive, was wäre jetzt so der
nächste Schritt, wenn du sagst, ich möchte das, what's next?
Asterope
was wir jetzt machen immer mal wieder ist tatsächlich hier wir
verabreden uns oder manchmal verabreden wir uns nicht sondern finden uns dann
auch mal spontan zusammen aber Aber dann verabreden wir uns auch immer mal
wieder und fangen tatsächlich bei unserem Minimum an. So, dann sagen wir okay,
wir verabreden uns und dann kuscheln wir nackt. Und dann gucken wir ja, was
passiert. Und wenn wir uns damit gut fühlen und es sich richtig anfühlt, dann
gehen wir jetzt vielleicht einen Schritt weiter oder vielleicht auch zwei.
Und wenn nicht, dann nicht. Und gleichzeitig ist es halt einfach so, ich
versuche jetzt vor allem, und das ist für mich einfach gerade auch mit das
Wichtigste, Ich versuche jetzt vor allem gerade erstmal rauszufinden, was finde
ich wirklich gut und auch nicht nur, was finde ich in meinen Gedanken gut, weil
in meinen Gedanken kann ich echt viel gut finden, aber was finde ich gut und was
finde ich auch in der Praxis und in der Umsetzung noch gut. Was ist für mich
gerade gut umsetzbar? Und ja, da bin ich gerade sozusagen
immer noch selbst am Finden. Und darüber hinaus kann ich tatsächlich auch gerade
noch gar nicht so viel Ratschläge geben, weil weiter bin ich ja gerade noch
nicht.
Sebastian
Ja, pass auf, ich habe ja vom Chat so nach und nach ganz viele Nachrichten
bekommen. Das ist so, das sammelt sich ja so an, ich versuche das irgendwie
einzuflechten, das ist gar nicht so einfach, ich haue jetzt einfach mal was
raus. Also erstmal ein Kommentar von Elfe.
Nachdem der Partner sie innerhalb von einer einjährigen Flaute geheiratet hat,
sollte sie sich verinnerlichen, dass sie ihn durch ein Nein auch in Zukunft
nicht verlieren wird. Das ist mutmachend gemeint, steht sogar extra dran. Und
ich glaube, das kann man auch unterstreichen. Ich meine, was ist denn das für
ein Liebesbeweis? Das ist doch super, ne?
Asterope
ja auf jeden fall
Sebastian
Aber dann gibt es noch den Tipp, ob man es vielleicht mal probieren könnte,
indem man mal rausgeht, zum Beispiel in ein SM-Apartment, ob dieser Wechsel
der Umgebung, ob das was bewirken kann. Habt ihr sowas schon vielleicht probiert
auch mal?
Asterope
tatsächlich nicht. Gut, jetzt hat auch den großteil dieser zeit
jetzt hat auch corona eingenommen oder tatsächlich so optionen über die haben
wir noch gar nicht so nachgedacht
das liegt vielleicht auch so ein bisschen daran also zum einen liegt es halt
echt daran und ich meine das weiß er auch ich glaube ich glaube er ist auch
einfach ja doch zurückhaltend glaube ich mit größeren Vorschlägen, weil er halt
auch weiß, es ist schwierig sozusagen, mir jetzt Sachen vorzuschlagen von seiner
Seite aus, weil dann auch ganz schnell wieder passieren kann, dass ich dann
gegebenenfalls in die Situation komme, dass ich tendenziell zu irgendwas Ja
sage, obwohl ich es vielleicht gar nicht will, weil ich ja gewohnt bin, Ja zu
sagen.
Und deswegen glaube ich, wartet er auch irgendwie ein bisschen so darauf, dass
Impulse von mir kommen. Deswegen sage ich an dieser Stelle schon mal Danke für
diese Idee.
Sebastian
Okay, also Ideen einfach weiterhin schicken.
Asterope
Gegen Ideen habe ich gar nichts.
Sebastian
Ja gut, Ideen, das sind ja Vorschläge und aus Vorschlägen kann man dann was
raussuchen. Dieser ganze Podcast ist so entstanden, dass irgendwie Ideen da
waren und dann hat man daraus dann sich irgendwas rausgesucht.
Asterope
auf jeden Fall.
Sebastian
Also da können schöne Sachen entstehen.
Asterope
Es
Sebastian
Das würde ich jetzt auch nicht als übergriffig oder so bezeichnen, sondern das
ist einfach, manchmal sind es ja ganz banale Sachen, das kenne ich aber auch,
wenn wir irgendein Hotelzimmer beziehen, zu zweit, das ist immer wichtig, dass
es nur zu zweit ist, dass wir das beziehen, dann kommt da auch eine andere
Stimmung auf, muss ich ganz ehrlich gestehen, weil dieser Wechsel von
Raum und Umgebung einfach neue Impulse öffnet.
Asterope
ist halt eine Idee.
Sebastian
Da geht irgendwie, man schaltet in so einen anderen Modus einfach um. Das ist ja
bei einer Party vielleicht auch gar nicht anders. Man geht auf eine Party, man
sieht da Menschen, wie sie spielen und dann nimmt man das auch so ein bisschen
in sich auf und man hat eben dort andere Probleme als, was weiß ich, die
Steuererklärung vom letzten Jahr. Ja, das lässt man dann einfach zu Hause.
Asterope
Das
Sebastian
Da werdet ihr nicht die Ersten, bei denen auch aus meiner Meinung nach, wo der
Ort irgendwann hemmt, weil das ist dann der Ort des Geschehens, wo sich das
eingeschliffen hat, dass es schwierig ist.
Asterope
stimmt, das ist auch auf jeden Fall ein sehr wertvoller Impuls, den ich auch
noch mal mitnehmen werde, so gedanklich.
Und was ich halt auch gerade noch gedacht habe, ist natürlich auch, Also diese
ganze Pandemie-Situation jetzt gerade, die trägt natürlich auch noch mal dazu
bei. Wir sind beide im Homeoffice die meiste Zeit. Das heißt, wir sind beide die
ganze Zeit hier, sehen uns die ganze Zeit. Und irgendwie, mir geht es sowieso
so, seit März fühle ich mich irgendwie insgesamt einfach
beengt. Und damit meine ich jetzt nicht nur räumlich, sondern ich fühle mich
auch in meinen Gedanken beengt, in meinem Selbstausdruck beengt, in meiner
Kreativität beengt. Irgendwie dieses nicht greifbare Bedrohungssetting
in Anführungszeichen, weil wir haben ja keine
Hollywood-Zombie-Pandemie, die man irgendwie auch die ganze Zeit
vor der Tür sieht, sondern irgendwie ist es so halb nur im Kopf. Und alleine
dieses ganze Setting sorgt auch dafür, dass ich ehrlich gesagt nicht so
wahnsinnig gut schaffe, mich fallen zu lassen. Und es ärgert mich total, weil
ich hatte mir das nämlich für dieses Jahr vorgenommen. Für mich sollte 2020 so
ein Jahr werden, also ich hatte 2018 ein Burnout und 2020 sollte für mich
eigentlich das Jahr werden, in dem ich mal wieder anfangen kann, so richtig zu
leben. Ja, naja.
Sebastian
Ja gut, das ist halt ein bisschen verschoben. Ich bin ja auch für eine
Kalenderreform, dass wir einfach am 1.1. auf den 1.1.2020 springen.
wohl nicht reichen, aber naja. Ich mag noch so einen Impuls reinbringen, weil
das ist ja, es gibt viele Menschen, da ist das immer so die Überlegung, ich
kriege in meiner Beziehung nicht das, was ich will, wir werden jetzt einfach mal
poly.
Ich gehe nicht davon aus, dass er solche Gedanken mal geäußert hat, aber das
ist natürlich immer schon ein Thema, weil es gibt ja auch ganz viele
Beziehungen, wo dann der Partner dann BDSM außerhalb auslebt. Das ist ja
wirklich nicht selten. Und gab es diesen Konflikt bei euch, dieses
deine Bedürfnisse versus seine Bedürfnisse? Der
Asterope
Also sagen wir es mal so, das steht bei uns nicht zur Debatte, weil wir genau in
die andere Richtung gegangen sind. Also wir sind poly gestartet, so lange bis
ich an den Punkt kam, dass ich gemerkt habe, ich kann das nicht. Ich kann das
nicht mit meiner Vergangenheit und mit meinem Level an,
ja, ich mag das Wort nicht, aber mit meinem Level an Eifersucht, ich schaffe es
nicht, diese Emotionen zu bewältigen. Also das ist auch heute wieder ein anderes
Setting jetzt, oder es hat eine andere Grundlage dadurch, dass ich in der
Therapie auch an diesen Themen viel gearbeitet habe, so an Vertrauen und so.
Aber im Endeffekt war einfach dann klar, okay, ich kann das nicht, ich kriege
das nicht mehr hin, weil mich das so ausgezehrt hat. Und im Endeffekt, das
gehört eigentlich in unserem Setting jetzt sozusagen mit zum Problem, weil das
auch eine Sache ist, zu der ich zu lange Ja gesagt habe und da auch zu lange
meine eigenen Grenzen übertreten habe. Und deswegen bin ich mir nicht sicher, ob
das irgendwann nochmal möglich sein sollte.
Wir haben das dann irgendwann so gehandhabt, dass wir gesagt haben, wir
schließen die Beziehung.
beziehungsweise interessanterweise ist es halt so sogar jetzt noch wir haben wir
haben eine einseitig offene beziehung im sinne von ich könnte machen was ich
will weil er gesagt hat ja okay ich weiß du kannst damit nicht gut umgehen also
schränke ich mich ein aber warum sollte ich jetzt nicht einschränken weil mir
macht das ja nichts aus wenn du was machst wovor man auch noch mal richtig den
hut ziehen kann ja
Sebastian
Der Mann muss dich unfassbar lieben, das ist ja, das ist doch schön,
da kommt wirklich Romantik durch.
Asterope
das stimmt ja
Sebastian
Also ich,
Asterope
das tatsächlich ist es auch ist es vor sich selbst auch gar nicht so leicht zu
rechtfertigen also das muss man ja selber auch erst mal verkraften können zu
sagen boah ich schränke meinen partner so hart ein aber ich darf alles ist es
fühlt sich irgendwie auch nicht toll an aber es ist ein logisches agreement so
und Und ich nutze im Moment diese Freiheit logischerweise auch nicht. Aber was
wir auch gesagt haben, war halt, wenn es sich für uns gut anfühlt, machen wir
zum Beispiel auch gemeinsam Dinge mit anderen Leuten.
Und auch das ergibt sich jetzt logischerweise irgendwie so gar nicht mehr. Aber
auch da denke ich mir, das könnte ich mir auch auf jeden Fall wieder vorstellen.
Und das ist auch was, da will ich wieder hin.
Das heißt, es gibt ja auch noch was dazwischen. Es gibt noch andere
Möglichkeiten, als einfach nur zu sagen, okay wir lassen das und also entweder
wir gehen jetzt gleich wieder total in die vollen oder wir lassen das und jeder
von uns macht was mit anderen leuten so sondern ich glaube es geht auch darum
einfach die nuancen zu finden zu gucken wo wo klickt das was funktioniert gut
was kann man noch ausprobieren ich glaube man kann noch jede menge ausprobieren
bevor wir aufgeben
Sebastian
mich mal so Richtung Ende nochmal einfach mal die Frage stellen, wenn wir uns
nächstes Jahr so um den 20. November herum nochmal hier zusammen telefonieren
würden, was würdest du gerne erzählen können? Wo sagst du, dass es so, also
ohne, dass wir jetzt auf Realismus schauen oder pessimistisch oder zu
optimistisch sind, aber wo sagst du, das wäre so ein Punkt, wenn wir da
hinkommen, dann fühle ich mich wohl damit.
Asterope
ich merke tatsächlich macht mich gerade emotional mir treten ein bisschen
Tränen in die Augen, weil ich denke, ich glaube, das Schönste für mich
wäre, wenn er wieder Sex initiieren könnte,
ohne dass ich Angst davor habe. Nicht vor ihm, sondern vor dem,
was es mit mir macht. Ich glaube, das würde ich mir wünschen.
Sebastian
Ich glaube, das ist ein wirklich erreichbares Ziel und ich merke, dass dein
Körper, dein Geist möchte da auch hin, er möchte es auch.
Asterope
Ja,
Sebastian
Dann liegt dazwischen doch eigentlich nur noch Zeit und dann kann das auch
gelingen. Warum denn nicht?
Asterope
also wie gesagt, wir arbeiten da auch gemeinsam drauf hin und das ist steinig,
aber ich glaube, es ist machbar.
Sebastian
Ich finde, dann, pass
Asterope
Ach
Sebastian
auf, ich werde dich jetzt hier nicht ewig weiterquälen.
Nein, erstmal vielen Dank für die Gefühle, die du hier auch zulässt. Das finde
ich super.
Asterope
ja, bin halt ich.
Sebastian
Und ganz ehrlich, das gehört einfach dazu.
Asterope
Auf
Sebastian
Wie gesagt, ich schaue mein Mailpostfach an und da bist du nicht die Erste,
nicht die Einzige und hin und wieder kriege ich dann auch mal Erfolgsmeldung,
das gibt es dann auch, das dauert dann ein bisschen, da muss ich erstmal
nachgucken, huch, was ist denn das für ein Absender, auf welche Mail bezieht er
sich, ach das ist schon ein Jahr her, um Gottes Willen und dann gelingt das.
Also, dass es wirklich einfach nur schief geht und da kein Weg raus ist, das ist
mir bisher nicht bekannt und deshalb denke ich einfach, dass ihr da, ihr seid
auf einem Weg, ihr seid noch nicht am Ende und ihr geht einfach weiter und dann
kommt ihr irgendwann an diesen Punkt, wo ihr sagt, okay, jetzt haben wir wieder
einen Schritt erreicht und der nächste und der nächste und der nächste und ich
glaube, wenn ihr beide das Durchhaltevermögen und die Geduld habt, dann solltet
ihr das doch hinkriegen. Also ich bin da immer eh Optimist und ich hoffe, ich
kann mich jetzt damit einfach ein bisschen anstecken und ihn an dieser Stelle,
ich grüße nochmal ihn auch, es muss schon mit dem Teufel zugehen, denn man ist
kinky und das geht ja nicht weg.
Das ist ein Stück sexuelle Identität und die Frage ist einfach nur, was
hemmt einen und kann man da was machen und ich glaube, du arbeitest hart daran,
dass sich das eben ändert und dass das eben wieder passt.
Asterope
jeden Fall. Und was man auch dazu sagen muss, wir haben auch schon ganz
andere Sachen geschafft und wir sind beide unglaublich stur. Und wenn wir uns
das in den Kopf gesetzt haben, dass wir das jetzt hinkriegen, dann kriegen wir
das auch wieder hin.
Sebastian
Das kriegt ihr hin. Und wenn du dich nicht vorher meldest, dann klopfe ich so in
circa einem Jahr nochmal an und frage ganz vorsichtig nach, wie sieht's aus. Und
dann gucken wir mal. Vielleicht hast du ja Lust, nochmal mitzumachen.
Asterope
Richtig gerne.
Sebastian
Und dann setzen wir uns vielleicht wieder richtig zusammen, so mit Aufnahmegerät
und Kopfhörern und tralala.
Asterope
Kann ich dir jetzt schon sagen. Richtig gerne.
Sebastian
Und dann gucken wir, dass wir das irgendwie hinkriegen.
Das fehlt mir momentan ja auch unglaublich. Das ist ja wirklich ...
Doch, heute habe ich festgestellt, dass ich in einer Woche das Haus nicht
verlassen habe.
war nur letzte Woche mal zum Einkaufen weg. Es ist katastrophal. Dieses
Jahr ist kein gutes Jahr, um Fortschritte zu machen. Aber das nächste kommt
bestimmt.
Asterope
Und ich würde sagen, ich habe trotzdem dieses Jahr jede Menge Fortschritte
gemacht. Also auch wenn das sich jetzt nicht so rausgeklungen hat, aber doch, in
meinem Leben hat sich dieses Jahr richtig viel bewegt. Von daher, mal schauen,
was im nächsten Jahr so passiert.
Sebastian
Ich verfolge ja den Instagram-Account von dir. Und da sehe ich ja das eine oder
andere. Magst du, falls jemand sagt, Mensch, ich fühle mich jetzt angesprochen,
magst du eine Kontaktmöglichkeit über mich laufen lassen? Oder möchtest du
selber eine rausgeben?
Asterope
also
ja, ich werde jetzt gleich auch noch im Chat sein für Leute, die mich jetzt so
Sachen fragen wollen ansonsten kannst du auch meinen Instagram-Account gerne in
die Shownotes packen wenn du das willst, das
Sebastian
Das werde ich tun, alles klar. Ich schreibe das mal kurz auf, sonst vergesse ich
das. In die Shownotes. So, dann kommt das da
rein. So, und jetzt gucke ich auf die Uhr und stelle fest, wir haben ein gutes
Stündchen geplaudert.
Ui, das ging aber schnell, ne? Wahnsinn. Wahnsinn.
Asterope
stimmt aber
Sebastian
Also pass auf, dann sage ich dir jetzt einfach ganz lieb Danke, Danke, Danke,
dass du ja dein Herz mir und uns hier geöffnet hast. Total klasse.
Und ich glaube, damit hilfst du wirklich weiter. Aber ich möchte natürlich dann
nächstes Jahr die Erfolgsstory komplettieren. Das gehört einfach dazu. zu.
Asterope
kein Druck
Sebastian
Nein. No pressure.
Asterope
ne, total gerne, wie gesagt ich komme gerne wieder, hat mir sehr viel Spaß
gemacht, ja alles
Sebastian
Nein.
mir auch. Okay. Ja, ich wünsche dir noch einen schönen Restabend im Chat und
dann gucke ich mal, wie weit ich heute hier noch komme. Mal sehen, ob hier
überhaupt jemand anruft oder so. Wir werden sehen. Dann gucken wir mal.
Ja, also mach's gut.
Asterope
klar, ebenso Ciao!
Sebastian
Schönen Abend dir. Tschüss.
Hui. Das war Asterope.
Kontakt in den Shownotes.
Hui. Ich muss aber wirklich sagen, ich habe ja in meinen Gesprächspartner in den
letzten zwei Jahren auch ein bisschen geforscht und es gibt da tatsächlich
mehrere Menschen, die hier in der Folge mitgemacht haben und da auch eine Flaute
momentan erleben. Das ist einfach vorhanden. Ich kann das jetzt nicht
quantifizieren. Und es gibt sogar zwei Menschen, weiß ich, die haben BDSM
erstmal grundsätzlich an den Nagel gehängt. Also so eine Folge Kunst der
Unvernunft ist immer nur eine
Momentaufnahme und da kann sich eben ganz viel ändern. Genauso wie man man
innerhalb von kurzer Zeit anfangen kann und dann loslegt mit unten, oben
spielen, Party machen, alles mögliche.
So schnell wie das beginnen kann, kann das eben auch ändern. Und ich finde das
auch schön, diese Aspekte hier einfach mal mit reinzubauen. So.
So, jetzt muss ich einmal kurz Luft holen. Ich quatsche ja auch schon wieder so
viel heute, aber es ist auch irgendwie schön heute, weil irgendwie ich bin heute
ein bisschen gelöst und ich weiß jetzt einfach, es sind zwei Jahre geschafft.
schafft.
Das habe ich auch so nicht erwartet und das ist einfach gut. Und ich verrate
euch jetzt mal die Rufnummer, unter der man hier anrufen kann, sofern ich sie
finde. Da ist sie.
So, ich habe sie mir nicht in meinen Spickzettel für heute reingepackt.
Unmöglich. So, und zwar, man kann hier anrufen und mit mir sprechen über das,
was wir eben hier besprochen haben, über ganz andere Themen, da bin ich komplett
offen und das ist die
05101-911-895, ich glaube
da kommt noch eine 1 dahinter, so, die habe ich nicht mit kopiert offenbar,
nein, 8952 ist es, also
05101-911-8952. So, ich müsste
diese Nummer ja langsam mal kennen, aber man merkt schon, irgendwie das will ich
mir nicht merken und da klingelt es auch schon.
Hallo, Sebastian hier, mit wem spreche ich?
Daniel
Hier ist Daniel
Sebastian
Ah, Daniel, sehr gut, gleich wieder erkannt und ich habe gehofft, dass du
anrufst.
Daniel
Ach, wunderschön. Ja, ich habe mich ja vorher schon ein bisschen angemeldet.
Sebastian
Genau. Dann versuche ich jetzt mal kurz zu sagen, also Daniel aus einer der, oh
Gott, Folge, ich glaube 35, 36, du bist der Mensch mit der Religion.
Daniel
Keine Ahnung.
Ja, aber darum geht es mir heute gar nicht.
Sebastian
Okay, dann bin ich offen für alles.
Daniel
Bei der letzten Live-Folge ging es ja um Wünsche erfüllen und
da habe ich ein bisschen, das hat in mir gegärt, weil häufig ja
mein Eindruck ist, dass immer wieder gesagt wird,
Wünsche erfüllen, das ist vom Top, das geht ja gar nicht oder
Topping from the bottom und dass man da ganz
vorsichtig sein muss.
Und irgendwie dachte ich mir, warum haben so viele Leute Angst vorm
Wünsche erfüllen, also ob sie Angst haben, weiß ich nicht, Angst vorm Wünsche
erfüllen. Weil eigentlich sollte es doch, geht es doch darum, Wünsche zu
erfüllen.
Sebastian
Ja, aber ich bin doch dann der Dom und ich sage doch, was Sache ist. Und wenn
sie mir sagt, was bei mir Sache zu sein hat, dann habe ich doch gar nicht mehr
gesagt, was Sache ist.
Daniel
Ja, aber andererseits ist, ja gut, aber dann frage ich, ist nicht Grenzen
aushandeln auch schon Wünsche nennen?
Sebastian
Ja, man kann ja, ja, hast du recht. Also ich bilde jetzt mal so einen kleinen
Gegenpol zu dir, wenn das okay ist.
Daniel
Gerne.
Sebastian
Okay, also du sagst, Wünsche erfüllen ist völlig okay. Das heißt, Sub sagt, hau
mich härter, dann haust du härter.
Daniel
Ja, in gewisser Weise definitiv, ja.
Also die Frage ist in
Sebastian
wenn sie sagt weniger, dann weniger.
Daniel
gewisser Weise gehört. Also ich glaube, es
geht nicht unbedingt jetzt darum,
sofort jetzt immer die Wünsche zu erfüllen, wobei eben auch da muss man eben
gucken.
Also, ich finde nur diesen Gedanken, dass es eben eigentlich beim
BDSM ja geht, dass beide Spaß haben. Und deswegen ist das
Wunscherfüllung, glaube ich, nicht unbedingt die Frage. Die Frage ist nur
vielleicht, in der Session, gibt
es da nur Anweisungen vom
Bottom? Das wäre eben die Frage. Also wer ist Regisseur?
Aber eben zum Beispiel, welches Spielzeug benutzt werden kann oder nicht.
Da ging es ja in der letzten Live-Folge. Oder wer das anschafft und wer da die
Idee hatte und so weiter und so fort. Ich finde, das sollte ja von
beiden kommen. Und wenn der Top nicht auf seine Grenzen achtet und eben nur das
macht, was Sub macht, dann ist der Konsens nicht da.
Aber irgendwie geht es eben ums Wunsch erfüllen.
Sebastian
Vielleicht ist der Begriff Wunsch einfach vorbelastet. Also der Wunscherfüller,
Wünsche erfüllen. Ich glaube, wenn ich das Wort Wunsch einfach mal durch das
Wort Bedürfnis ersetze, äußern von Bedürfnissen, dann sieht das ganz anders aus,
weil da habe ich ja dann auch als Top dann den Begriff der Fürsorge, dass ich
auf Bedürfnisse eingehe und das ist, sage ich mal, nicht negativ konnotiert.
Daniel
ich finde auch, ich
hoffe, dass Subs
auch den Wunsch haben, die
loszulassen und nicht
bestimmen zu wollen. Das ist ja auch häufig und das ist ja auch in gewisser
Weise ihr Wunsch oder eben ihr Bedürfnis. Ich glaube, Bedürfnis ist
besser und deswegen finde ich eben, ist es ja auch nicht schlimm, wenn eben
ihre Ideen und Bedürfnisse eben dann reinbringen. Und das wirkte bei
mir, also auf mich letzte Woche so ein bisschen so, dass das negativ ist und
eben auch häufig eben diese, ach ja, ich muss ja vorsichtig sein mit meinen
Wünschen, weil ich bin ja nur Sub. Das finde ich, da wird es dann schwierig.
Sebastian
Naja, es ist glaube ich aber auch so, eigentlich muss man vorsichtig sein mit
meinen Wünschen, sie könnten in Erfüllung gehen.
Daniel
Ja, und sie können ja auch vielleicht in Erfüllung gehen, wie sie nicht gewollt
sind. Also manchmal vielleicht wäre ja auch eine Möglichkeit.
Sebastian
Ja, aber ich glaube, da hat ja Sub dann aber ein ganz großes Problem, weil man
hat Wünsche und da gibt es ja auch einen gewissen Kick, wenn dann der eigene
Wunsch, ich sag mal, absichtlich umgedeutet wird.
Aber diese Aufregung, oh Gott, was wird da jetzt gemacht? Was macht meine
Femdom da mit mir?
Wenn Wenn ich das jetzt äußere und dann passiert was ganz Schreckliches und das
werde ich total doof finden, aber trotzdem wird es ja geäußert. Also da ist auch
die Frage, warum äußert man einen Wunsch, wenn man von vornherein weiß, oh Gott,
das wird fürchterlich. Ja,
Daniel
Ja, weil man den Kick braucht.
Vielleicht. Keine Ahnung.
Aber ich glaube, Wünsche sind eben nicht schlecht, weil sie
eben eigentlich zum Aushandeln die Bedürfnisse klar machen. Und ich wollte nur
ein Lanze brechen, ganz kurz, dass eben eigentlich Aushandeln von
Grenzen irgendwie auch schon was mit Wünschen zu tun hat. Und genau.
Sebastian
ich glaube, wir wären auch alle verloren, wenn unsere Partner uns nicht sagen
würden, das wünsche ich mir oder das ist mein Bedürfnis oder das brauche ich.
Wenn das nicht wäre, dann kann ich auch nur ins Leere reinspielen, aber dann ist
mein Gegenüber auch völlig austauschbar, weil ich überhaupt nicht mehr weiß, ich
mache eh nur, was ich will und Reaktion kann dann auch noch ganz nett sein. Aber
ansonsten, das ist ja auch das Miteinander, dass wir
machen was zusammen und hinterher können wir uns dann hinterher zu Tode
kuscheln, weil es so schön ist, dass der Wunsch jetzt in Erfüllung gegangen ist
für beide oder dass er eben zu Ende ist. Je nachdem, den
Daniel
Spannend wird es jetzt eben dann in der Umsetzung, zum Beispiel während des
Spiels.
Also ich glaube, dass Wünsche vorher geäußert werden, ist natürlich eine andere
Sache. Aber wie sieht es eben dann aus während des Spiels? Also geht man da zum
Beispiel drauf ein oder nicht? Also wer ist dann eben zum Beispiel beim
Spielen Regisseur? Also sind es immer beide? beide oder ist es eben wirklich nur
Top, der eben bestimmt und da wird es dann eben knifflig. Aber das ist dann ein
anderes Thema.
Sebastian
Begriff Regisseur finde ich ganz schön, den höre ich selten an der Stelle, weil
der wäre ja eigentlich jetzt die dritte Person und die anderen beiden sind ja
dann nur Schauspieler. Da passt der Begriff ja gar nicht. Kannst du mir den ein
bisschen näher bringen bitte?
Daniel
Ja, also in der Hinsicht, also ich persönlich
habe natürlich schon Ideen oder einen Plot, der Plot klingt zu viel,
aber ich habe meine Ideen, wohin das schon geht. Also das bedeutet,
beim Spielen habe ich ja schon Optionen und was weiß ich,
die und die Sachen rausgesucht oder die und die Sachen nicht rausgesucht. Und
dementsprechend würde ich mich selber jetzt nicht unbedingt als Schauspieler
wahrnehmen, sondern eben auch eben der, der eben den Plot voranbringt. Und
natürlich reagiere ich auch, aber es hat
eben auch wirklich was mit diesem,
okay, wo geht es jetzt hin, was passiert. Und teilweise gebe ich ja auch
direkte Anweisungen, also wirklich was auch immer. Und das ist ja dann
eigentlich schon eher für mich eher so dieses Regisseur sein, glaube
Sebastian
Ja. Gibt es auch mal den Moment im Spiel, wo du auf einen Wunsch wartest? Wo du
sagst, jetzt äußere dich mal.
Wünsch dir was.
Also ich bin ja der Typ, der sagt, Option A, die doof ist oder Option B, die
noch viel doofer ist.
Daniel
ich auch, ja.
Sebastian
Oder machst du das ganz offen? Dass du sagst, komm, was ist jetzt das, was
für dich den guten
Kick gibt?
Daniel
Ja, so weniger, sondern eher im Sinne von,
also eher zum Teasen, na was wünschst du dir?
Also was wünschst du dir? Komm, gib raus. Also in dem Sinne, dass das
zum Teasen rausbringt, weil das bedeutet ja nicht, dass ich das direkt geben
muss. Also,
Sebastian
Ja.
Aber das schafft dir ja auch einen Wissensvorsprung zu sagen, okay, heute ist sie
in Stimmung X, heute ist ihr nach, was weiß ich, gefesselt am Kreuz,
dann hast du schon mal die Grundstimmung. Das ist, glaube ich, auch einfacher,
als zu sagen, machst du jetzt dieses, ist das gut? Nee, okay, dann machen wir
was anderes. Ist das gut? Nee, auch nicht. Und dann wieder was anderes. Da
kannst du ja den ganzen Abend irgendwelche Dinge probieren und allein dadurch
wird es schon doof.
Daniel
klar.
Sebastian
Ich bin ja immer Fan davon, Sub als Ressource zu sehen. Also als,
guck mal, da ist ein denkendes, intelligentes Wesen vor mir, was genauso viel
Hirnschmalz mitbringt wie ich, mindestens. Ja, das ist ja mal das Schlimme.
Daniel
bei mir.
Sebastian
Und warum sollte man das denn nicht nutzen? Also das ist ja da und das kann
im Prinzip, du hast ja das Recht zu sagen, ich wähle aus, ich bestimme den
Zeitpunkt und dadurch ist dann auch wieder dieser Willkür-Faktor ein bisschen
drin. Also dadurch ist es trotzdem spannend, auch wenn gesagt wird, Mensch jetzt
packt mich an das Kreuz, ich brauche das heute. Und du sagst, ja machen wir,
aber nur wenn. Und dann hast du deinen Wunsch auch formuliert und dann habt ihr
beide was davon.
Daniel
Und ich glaube, es geht eben ja auch ein bisschen darum, trotzdem die
Abhängigkeit,
nennt man Abhängigkeit, aber eben das Machtgefälle zu erhalten. Und das kann
eben durch zu viele Wünsche, wenn Wünsche immer sofort erfüllt werden, kann eben
dieses Machtgefälle aufgelöst werden oder umgedreht werden. Also das bedeutet,
da muss man eben auch irgendwie arbeiten, dass das Machtgefälle eben noch
erhalten bleibt in der Situation.
Sebastian
Ja, was machst du da?
Daniel
Ja,
Sebastian
Also einfach mal Nein sagen, weil jeder zweite Wunsch wird abgelehnt.
Daniel
so viele Wünsche. Ehrlicherweise, das mit Wünschen ist während der Session, muss
ich einfach sagen, hält sich sehr, sehr, sehr, sehr, sehr in Grenzen, sondern
eher vielleicht vorher oder nachher reden.
Sebastian
Okay, also man
Daniel
Deswegen ist es jetzt nicht so, dass dann immer sofort und jetzt das und das und
das. Nee, das hält sich sehr, sehr in Grenzen. Sehr, sehr.
Sebastian
könnte das ja auch mal völlig umdrehen, da ist dann wieder so meine Überlegung
zu sagen, so, weißt du was, du hast das letzte Mal so viele Wünsche gehabt und
so viel geäußert, ich mache heute als Dom alles, was du willst und zwar sofort
und augenblicklich und jetzt sag mal was.
Daniel
Ach
Sebastian
Wie bösartig das schon sein könnte, ja? Zu sagen, so, und was jetzt? Jetzt habe
ich dich einmal gehauen. Ja, nochmal. Okay, dann sag das auch. Okay, nochmal,
zack. Und, und jetzt? Also, damit kannst du alles. Oh, Gottes Willen. Ach, das
stelle ich mir großartig bösartig vor.
Also, nein, aber
Daniel
nee, dann bestimme ich nicht. Dafür bin ich dann doch zu sehr,
zu
Sebastian
du verhinderst dadurch dieses Reinfallen in die Situation, weil du zwingst
Kontrolle auf, du zwingst dazu, ständig nachzudenken, was passiert jetzt, was
passiert jetzt, was soll jetzt passieren.
Daniel
sehr.
Sebastian
Ich glaube, damit kannst du unglaublich gut bestrafen, dass du einfach die
Session damit völlig kaputt machst, gesagt wird, ja, es wird jetzt gespielt,
aber es wird das gemacht, was du sagst und ich bin blöd und du musst mir jetzt
jeden kleinen Schritt sagen.
Ich
Daniel
wäre glaube ich nicht für mich, aber vielleicht, ich werde es mir im Kopf
behalten.
Sebastian
habe hier gerade von Jasmin noch was bekommen zum Begriff Regisseur. Ich lese
das mal kurz vor, wenn das in Ordnung ist.
Okay, Regisseur empfinde ich als unpassend, da es eine Kontrolle auf der
Meta-Ebene impliziert, die eben eine ganz explizite Kommunikation von Wünschen
benötigt. Also was die Regie-Person möchte und wie darauf zu reagieren ist, muss
ja bekannt sein, wenn das Spiel beginnt, damit es als Regie funktioniert. Also
ein Unterschied zwischen, oh Gott, extra-diegetischer Regieanweisung und
intra-diegetischer Ansage von Dom. Ich habe die Frage nicht verstanden, ich habe
sie jetzt nur verlesen, es tut mir leid.
Daniel
ja, dann fehlt mir ein besserer Begriff.
Also Aufgabe an Jasmin oder alle anderen, was ist dann ein besserer Begriff, um
dieses Lenken darzustellen?
Sebastian
Ich glaube, das muss ich da noch rausschneiden. Die Kurzform von
Führungspersönlichkeit würde ich jetzt mal in den Raum werfen.
Daniel
Ja,
Sebastian
Aber es ist schon richtig.
Regisseur und Hauptdarsteller in einer Person, kann man das vielleicht so
darstellen?
Daniel
ja, gibt es ja auch bei den großen Hollywood-Filmen, egal.
Sebastian
Ja, das gibt es und das scheint ja auch zu funktionieren. Also es gibt einige
sehr gute Filme, wo das so gemacht wurde. Ich würde zwar nicht tauschen wollen
mit dieser Doppelrolle, weil, um Gottes Willen, aber es ist offenbar möglich.
Und vielleicht haben wir ja auch die Möglichkeit beim BDSM zu sagen, wir führen
so viel, wie wir wollen. Wir müssen ja nicht immer beinhart und alles läuft
nur nach unserer Nase, sondern man hat ja auch Spaß an diesen Freiheitsgraden.
Leading Person mit Specials.
Daniel
Very nice. And in German?
Sebastian
Eine leitende Person mit Spezialfähigkeiten.
Daniel
Leitende Person? Super. So werde ich mich ab sofort nur noch nennen. Eine
Leitende Person mit Spezialfähigkeiten.
Sebastian
Lady A hat es etabliert, das ist hier
dokumentiert, vielen Dank.
Daniel
Klingt so ein bisschen nach James Bond.
Sehr gut.
Sebastian
Ja, also ich finde diesen Gedanken, überhaupt darüber nachzudenken, das finde
ich total super.
Ich habe so ein bisschen das Gefühl, du wolltest eigentlich nur das loswerden,
weil das in dir gegärt hat. Sehe ich das richtig?
Daniel
Richtig.
Sebastian
Das heißt, ich halte dich hier fieserweise in der Leitung.
Daniel
Eigentlich nur das.
Ja, nö, nicht fieserweise. Ich könnte einfach auch direkt auflegen. Aber
das war das, was ich loswerden wollte, weil ich irgendwie die
Schwierigkeit hatte, dass häufig auch eben diese
Wünsche sehr negativ wahrgenommen werden. Oder gerade wenn sie viel vom Sub
kommen. Und das finde ich eigentlich doch nur positiv.
Sebastian
Vielleicht gehen wir nochmal auf die letzte Folge kurz so ein bisschen ein, was
waren so die Punkte, das war ja ein sehr junges Paar
die Punkte, wo du sagtest, oh um Gottes Willen, damit kann ich jetzt nicht
d'accord gehen das ist, das macht mich das ist schwer für mich
Daniel
Von der Frage bin ich jetzt gerade ein wenig überfordert.
Sebastian
okay, du hast ja letzte Woche zugehört und, Gott, wie hießen sie denn, Maja und
Alex waren es, genau die beiden haben ja gesprochen und
Daniel
Ja,
Sebastian
ich hab das so empfunden Die beiden haben das entdeckt, sind am
Probieren und haben natürlich jetzt erstmal Stereotype vorgesetzt bekommen. Also
ich lese mir das an im Netz, da ist dann der Dom, da ist die Sub und jetzt muss
ich mal gucken, was ist und wie gehe ich damit um und ich erforsche dieses Feld.
Und dann ist es natürlich auch nicht schlecht, mich erstmal an Beispielen oder
an dem, was ich an Wissen erstmal zusammen glauben kann, daran mich
zu orientieren und damit was zu machen und dann damit zu spielen, also mit dem
Rollenbild der Sub und des Dom. Das kann ich ja dann immer noch später, aber ich muss ja
wie in der Schule auch erstmal das Alphabet lernen und dann die Wörter, bevor
ich anfangen kann, irgendwie lyrisch zu werden.
Daniel
und so sein, sondern eben einfach, dass es im Spiel direkt passiert. Mit
Sebastian
Ja, es ist natürlich trotzdem so ein Trend zu Workshops zu sehen, dass Menschen
also gerade auch im Bereich BDSM eine Anleitung suchen, wie geht es denn ja
richtig oder wie geht es besonders gut oder einfach. Das ist glaube ich in jedem
Lebensbereich so, dass man danach nach einem Rezept sucht, was man dann erstmal
nachkochen kann und danach anfangen kann zu interpretieren.
Ich glaube, diesen Entwicklungsschritt, den braucht man, den habe ich auch
selber gebraucht, dass ich erstmal ganz viel lesen musste und gucken musste, was
mache ich denn und dann habe ich irgendwann festgestellt, irgendwas ist da
komisch und dann habe ich angefangen selber mal nachzudenken.
Daniel
dem Lesen bin ich, oder informieren, ich glaube, dem würde ich immer zustimmen.
Ich bin ein großer Fan von Lesen und Informieren.
Aber ich glaube, konkret in der Beziehung
weiß ich nicht, ob da eben ist, okay, jetzt will ich die Stereotype ausgeben.
Das ist ja eine andere Person, mit der man eben Und
ich glaube, eigentlich können nur Personen miteinander agieren und nicht
Stereotype mit Personen. Oder die andere geht eben auch in die passende
Stereotype ein. Ja,
Sebastian
Ja, aber ich glaube, das haben wir auch in dem Bereich, allein schon hier,
Jungen und Mädchen und der Mann hat jetzt das zu tun und so und so und das
Mädchen ist genau das andere und wir merken ja, wie schwer es in der
Gesellschaft ist, das zu öffnen und zu sagen, nee, du
bist ein Mädchen, das heißt, du musst verheiratet werden und er muss jetzt
studieren und einen Beruf machen und eine Familie ernähren. Das wieder
aufzubrechen, dieses alte Ding, das wird seitdem ich denken kann versucht
und bis heute ist es immer noch nicht in allen Landesteilen gelungen zu sagen,
das ist für alle offen und deshalb sind wir es glaube ich auch einfach gewöhnt
uns an etwas zu orientieren und das zu durchbrechen. Ich glaube, das ist dann so
diese Meisterklasse und da nehme ich mich auch selber gar nicht mal raus, dass
ich sagen muss, ich gucke schon, dass ich so ein gewisses Selbstbild für mich
auch habe, was mir gefällt und das ist auch an Dinge angelehnt, die ich gesehen
oder erlebt habe. Habe.
Daniel
ich glaube, das ist eben dann trotzdem ein,
wie nennt man das, ein Mosaik und
nicht ein Bild.
Also das sind Mosaikstücke, die einem vielleicht gefallen oder die nicht,
aber eben nicht dieses Bild, so muss
es sein. Also in der Hinsicht, welche Versatzstücke
passen zu meiner Persönlichkeit, welche Versatzstücke passen in
unsere Beziehung, also in unsere BDSM-Beziehung, damit es eben auch wirklich
ein Miteinander wird. Und wenn die
Versatzstücke zu groß sind,
kann eben die Gefahr sein, dass dann eben
die Versatzstücke spielen, nicht ich selber. Oh,
Sebastian
Pass auf, lass mich nochmal, ich lass dich hier nicht gehen, ohne dass du mir
vielleicht einen Tipp geben kannst. Machen wir das mal so rum.
Daniel
ich, ups,
Sebastian
Okay, also wir stellen uns jetzt vor, Dom steht da und Sub hat
gerade einen Wunsch geäußert, egal ob jetzt vor der Session, in der Session,
wann auch immer und jetzt ist da dieser Impuls, dieses Teufelchen, was sagt,
aha, sie hat einen Wunsch geäußert, ich sag jetzt erstmal nein, weil dann bin
ich ja gar nicht so Dom. Was ist denn jetzt ein kluger Gedanke im Kopf? Welchen
Gedanken könnte ich haben, der mich jetzt aus diesem Muster ein bisschen
rausbringt, damit ich wieder denken kann, sage ich mal, damit ich nicht diese
Impuls, diese Übersprunghandlung habe? Das
Daniel
gute Frage. Ich würde sagen, als erstes mal eben
grundsätzlich eben eigentlich, ich wiederhole mich, Dankbarkeit
überhaupt spielen zu dürfen.
Also, dass das Sub eben einen spielen lässt und in dem Moment
eben einfach sagen, wow, nehme ich an.
Und dann muss man es eben in sein Schatzkästchen packen, in sein imaginäres
Schatzkästchen. Okay, das ist vielleicht eine Option, die Sub ausleben möchte.
Und dann muss man selber reflektieren, will ich das auch?
Aber eben als erstes eben nicht Nein sagen, sondern sagen, okay, danke für die
Idee. und dann eben muss man gucken, will ich das überhaupt, weil das ist ja
eben auch wichtig, also Grenzen des Tops, ich würde nie mit Nadeln spielen, da
wird mir ja schon beim Zugucken würde ich wahrscheinlich zusammenfallen und
zusammenbrechen, also das wäre eine definitive harte Grenze
und deswegen muss man da eben gucken, aber ich glaube eben als erstes mal
Dankbarkeit
Sebastian
ist schon recht, dieser Gedanke, okay, ich darf hier spielen, deshalb denke
ich mal, zumindest fange ich erstmal das Denken in dem Moment an, das ist
vielleicht gar nicht schlecht, sondern ich frage, ob dann die eigene Geilheit in
dem Moment das noch zulässt, aber spätestens hinterher, es reicht ja meistens,
wenn die Erkenntnis hinterherkommt.
Daniel
Ja und
Sebastian
Wir wollen ja alle besser spielen. Da haben wir jetzt auch wieder dieses
Orientierungsding. Wir sagen jetzt hier, was gut wäre. Oder ich sage, ich
impliziere es. Aber eigentlich soll ja jeder selber nachdenken. Ach, verdammt.
Das ist ein Teufelskreis.
komme eben doch in die Hölle.
Daniel
Problem, Wenn du da hinkommst, ich komme mit und dann haben wir viel Spaß.
Sebastian
Oh ja, auf jeden Fall.
Ganz ehrlich, ich wünsche dir noch einen wunderschönen Restabend. Vielen, vielen
Dank, dass du angerufen hast.
Daniel
Danke.
Sebastian
Pünktlich zum Fast-Jubiläum.
Und ja, dann hoffe ich. Ich wünsche, ich wünsche, danke,
ich arbeite dran und ich wünsche dir, dass du nicht von Subbies mit Wünschen
überhäuft wirst, bis du sie nicht mehr sehen kannst.
Daniel
viele, viele neue Folgen muss
ich mit umgehen.
Sebastian
Ja, wenn es nicht klappt, dann rufst du einfach an, dann reden wir drüber.
Daniel
Genau. Dann werde ich weinen und rufe dich halt an.
Sebastian
Alles klar, mach's gut, tschüss.
Daniel
Mach
Tschüss.
Sebastian
Daniel, Daniel gewinnt übrigens keinen Kaffeebecher, weil Daniel hat ja schon
einen Kaffeebecher, weil er ja hier in der Folge dabei war, noch vor gar nicht
so langer Zeit. Aber wenn man hier anruft, dann kann man eben also einen
gewinnen. Ich schmeiße ja Menschen dann hier in den Lostopf rein und einmal im
Monat, das wird bei der nächsten Live-Sendung soweit sein, ziehe ich mal wieder
jemanden aus der Kiste. Und man bleibt ja so lange da drin, bis man gezogen
wurde. Also auf lange Sicht müsste es eigentlich klappen, es gehen die Dinger
vorher aus.
Ich mag mal gerade erzählen, siehe da, sie gehen mir tatsächlich aus, ich habe
jetzt noch den allerletzten Karton hochgeholt und ich muss Nachschub besorgen
und wir, also wir haben schon zwei Abende hier gewühlt und geguckt, welcher
Spruch kann denn da drauf, denn der Becher der schwarzen Macht, das ist zwar
schön, aber ich finde da kann was anderes drauf und vorne kommt ein neues Logo
drauf und wir wollen es natürlich trotzdem noch vanillafreundlich haben. Wir
gucken mal, was wir da finden. Ja, es darf noch und wieder angerufen werden. Ein
bisschen machen wir heute noch, denke ich. Und ja, die
051019118952 ist die Rufnummer. Und
ich würde es einfach schön finden, wenn ich noch mit jemandem sprechen kann
über, ja, keine Ahnung was. Also da lasse ich mich überraschen. Ich schiebe
allerdings mal dieses Fenster hier rüber, weil sonst übersehe ich hinterher
noch, dass jemand anruft. Denn hier klingelt ja leider nichts laut.
Ich mag mal kurz noch jemanden grüßen, nämlich Unicorn, das ist ein Mensch, der
offenbar momentan Folge für Folge hört und ganz fleißig Kommentare auf der
Podcast-Webseite hinterlässt. Vielen Dank, also ich kann dich jetzt quasi, ich
muss ja mal die Kommentare freischalten, kann immer schön zusehen, wie weit du
jetzt schon wieder gehört hast und mein Gott, du verbringst aber eine Zeit
damit, Wahnsinn.
Okay. So, was habe ich denn noch? Ich habe einen ganzen Monat lang keine
Unterstützer mehr hier genannt und das tut mir leid, das passte irgendwie immer
nicht so richtig rein und deshalb habe ich mir vorgenommen, das ein bisschen
prominenter zu platzieren, denn Unterstützer finanzieren diesen Podcast und ja,
das ist auch gerade generell so ein Modell. Wir haben ja so eine Art Podcast da,
virtuellen Stammtisch und das ist so ein Modell, Podcast zu finanzieren, das
kann ganz gut klappen und muss aber nicht und dann wurde mir mal erklärt, wie
das mit Werbung funktioniert und sagen wir mal so, ich muss mir in den nächsten
Monaten Gedanken machen, ob ich da irgendwas tue. Ja, und jetzt kann ich keine
Unterstützer verlesen, weil es klingelt hier wieder. Sehr gut. Hallo, Sebastian
hier. Mit wem spreche ich?
Perlenkette
Hallo.
Hier ist Perlenkette.
Sebastian
Der Nickname kommt mir bekannt vor.
Perlenkette
Hallo.
Sebastian
Wir haben schon mal gesprochen. Pass auf, ich mache jetzt eine Sache, damit ich
das nicht vergesse. Ich werde jetzt mal ganz schnell sagen, wer diesen Podcast
überhaupt möglich macht und unterstützt. Und das dauert nur 30 Sekunden, aber
hast du die Geduld, ja?
Perlenkette
Ja.
Ja, ja.
Sebastian
Okay, und dann bin ich auch ganz für dich da. Okay, ich bedanke mich bei Markus,
Tina, Clemens, Sabine, einem anonymen Unterstützer, Lukas, Ralf, Peter, Stefan,
Itchy und Scratchy, Mirjam, Anja, noch einem anonymen Menschen und Joachim, der
grüßt auch das Podcastsubbie, Elfe, die schreibt nämlich Happy Birthday, Kunst
der Unvernunft und Ralf. So, das waren die Unterstützer der letzten 30 Tage,
glaube ich. Und ich bedanke mich vielmals bei euch. Dank euch ist das möglich
Und ich hoffe, ihr habt ganz viele Nachahmer, damit dieser Podcast von mir
sorgenfrei gemacht werden kann und ich hier nicht irgendwie das Haushaltskonto
plündern muss. Aber das kriegt ihr schon hin. So, und jetzt tut mir leid, es hat
ein Momentchen gedauert. Jetzt bin ich ganz für dich da und ich bin gespannt,
worüber wir sprechen.
Perlenkette
Ich habe tatsächlich sehr spontan entschieden, nochmal anzurufen, weil ich
den Vorredner total spannend fand.
Sebastian
Daniel, ne?
Perlenkette
Genau.
Sebastian
Okay,
Perlenkette
Genau. Und zu dem Thema Wünsche von der Sub,
weil ich in den letzten Monaten erlebt habe, wie
gerade der Freiraum, den ich hatte
oder habe,
Wünsche bzw. Sehnsüchte äußern zu dürfen, auch
zu müssen, mich eigentlich
immer tiefer in schon
vorhandenes Devotsein hineinführt. Und das glaube ich in der
Intensität nicht möglich wäre, wenn das
eben auf Befehl eingefordert worden wäre. Ich
Sebastian
also du darfst gezielt Wünsche äußern oder wird einfach nur darauf
eingegangen, wenn du dir etwas wünschst.
Perlenkette
glaube, es ist eine Mischung gewesen. Auf der einen Seite eben auch die ganz
explizite Aufforderung, darüber zu sprechen, was ich möchte, was mir
nicht unbedingt leicht fällt oder fiel, vor allem am Anfang.
und ganz unabhängig davon in bestimmten Bereichen
eben
eher
so ein Wissen von mir,
dass ich alles aussprechen kann und dadurch eben auch von mir aus quasi der
Wunsch nach zum Beispiel mehr devoten Gesten auch plötzlich ziemlich
tief aufgetaucht ist. Und ich glaube, wenn das von außen gekommen wäre, dann
wäre ich viel mehr mit den Teilen in mir beschäftigt,
die dann sich fragen, was machst du da eigentlich, warum machst du
das und so weiter und so fort. Und ja,
Sebastian
Ja, aber das bringt dich ja auch in Teufels Küche, denn wenn du einen Wunsch
äußerst, dann kann er ja auch in Erfüllung gehen und dann kannst du nicht sagen,
ja Moment, da habe ich mich vielleicht geirrt mit dem Wunsch. Also da ist ja
dann auch der Anspruch, das dann auch selber zu ermöglichen, an dich selbst, der
ist ja dann auch noch mehr da. Ja, also macht dich das vielleicht zu einer
besseren Sub, weil du musst ja dann. Das war
ja dein Wunsch.
Perlenkette
das jetzt tatsächlich in dem Bereich eher für mich eher im Sinne von so
tatsächlich so Sachen wie Knien neben meinem Partner und
solche Sachen betrifft, wo ich gemerkt habe, dass durch dieses
Clown beim Spiel dann tatsächlich ist
es eher so, wie du es gesagt hast, dass es dann auch gefährlich sein kann.
Wünsche zu äußern, weil
schon auch gerne Grenzen ausgelotet werden, ohne dass sie nicht gratifiziert
werden, aber trotzdem gerne Grenzen ausgelotet werden. Und genau. Aber dieses,
eben dieses, das ist halt nicht ein, also dieses, ich glaube, diese,
wie soll ich es beschreiben, aber eben dieses
Vertrauen, dass
auf der einen Seite dieses Vertrauen, dass im Spiel schon schon ein klares
Machtgefälle da ist, egal was ich äußere und es auch für mich null in Frage
gestellt wird,
weil einfach das energie-technisch stimmt und aber auch
dieses, mich damit auseinanderzusetzen, was ich mir denn wünsche und es auch
nicht vorschieben zu können,
dass es mir jetzt befohlen wird und deswegen muss ich es machen, sondern ich
mache ganz viel, weil ich es mir tatsächlich ganz tief in mir wünsche. Und das
finde ich ist schon ein anderes Entdecken.
Sebastian
Also es ist dann wieder dein Bedürfnis, was du aussprichst.
Perlenkette
Ja, vielleicht ist es tatsächlich eher ein Bedürfnis und jetzt nicht ein Oh, ich
wünsche mir das pinke Fahrrad zu Weihnachten, sondern eher
Sehnsüchte, finde ich da vielleicht auch einen ganz guten
Begriff. Ja,
Sebastian
Stell dir mal vor, das ginge nicht. Du würdest das nicht äußern und ich habe das
Gefühl, du würdest unglaublich viel verpassen und zwar nicht nur an Empfindung,
sondern du würdest auch unglaublich viel von dir selbst verpassen und dein
Partner würde das ja dann auch verpassen.
Perlenkette
genau, total.
Sebastian
Ich
Perlenkette
Und das ist schon ein Unterschied. Das hat natürlich auch mit Vertrauen zu tun,
ganz viel. Und damit, dass es jetzt zum
Beispiel auch mehr als eine reine Spielbeziehung ist und
ich dadurch eben auch bereit bin, mich in Bereiche von mir selber
fortzubewegen, die vielleicht auch viel fragiler sind.
oder die dann aber auch viel spannender sind, natürlich, auf gewisse Art und
Weise.
Sebastian
überlege gerade, ob der Wunsch eventuell einfach eine sehr höfliche Art und
Weise ist, zu sagen, hier behandle mich so oder geh so mit mir um.
Perlenkette
Ja.
Sebastian
Es ist ja kein, mach das mal so, dann wird das alles besser, sondern es ist
einfach höflich, also vorgetragen.
Perlenkette
Nee, das gar nicht, genau, sondern eher, mhm,
Sebastian
Also es hat eine gewisse Formalität.
Perlenkette
Ja, und am Anfang war das auch tatsächlich für mich, also es ist immer noch so,
dass das für mich eher eine Herausforderung ist, das mir zu wünschen und das
quasi nicht aus einem Befolgen, sondern aus einer
Aktivität herauszumachen, also aus einem
inneren Bedürfnis zu folgen, herauszumachen. Und gleichzeitig führt mich das
halt auch viel, viel tiefer in mich rein und an viel existenziellere Stellen.
Weswegen ich es auch vorher nicht gemacht habe, meiner Meinung nach,
weil es eben einen anderen Raum eröffnet, als so ein
reines Spielen auf einer Befehls,
der eine befiehlt und die andere folgt oder die eine befiehlt und der andere
folgt oder wie auch immer die Konstellation ist.
Sebastian
Man kann sich das ja auch wünschen, einer befehlt, der andere folgt. Also,
wie ist denn das mal umgekehrt, wenn Dom einen Wunsch hat?
Perlenkette
Klar, es
Sebastian
Also, im Prinzip das Dumme ist ja, als Dom hast du das Problem, dass jeder
deiner Wünsche als Anweisung missverstanden wird.
Perlenkette
kommt ja auch darauf an, wie man es macht.
Sebastian
Wie macht man es denn?
Perlenkette
es gibt ja schon auch, naja, es gibt ja vielleicht auch Wünsche, die mich, die
gerade mich noch überfordern oder auf welchen Grund auch immer,
wo
ich mir wiederum wünsche, dass wir es im Moment
nicht tun,
aber es jetzt keinen absoluten Tabu betrifft.
Und da ist es ja dann durchaus auch, dass ein Wunsch, wenn ich weiß,
es ist ein Wunsch, dann arbeitet es ganz anders in mir,
als wenn das ein Befehl wäre, gegen den ich mich erst mal nur sträube.
Sebastian
ja, so
Perlenkette
Also es kann dann tatsächlich eher so dieses, dass ich immer wieder bei mir
auslote,
wie weit bin ich dann bereit zu gehen oder wann bin ich bereit, mich
darauf einzulassen.
Sebastian
ein Wunsch hat also die, also wenn ein Wunsch an dich herangetragen wird, dann
hast du die Freiheit, dein Tempo zu gehen.
Perlenkette
Ja, mir kommt gerade auch, ob das vielleicht auch die Frage ist, ob es ein
echter Wunsch ist oder ein maskierter Befehl.
Sebastian
Ja, das war meine Überlegung, wie formuliere ich einen Wunsch so, dass er auch
als Wunsch verstanden wird.
Perlenkette
Ja. Und dann ist, glaube ich, auch ein Wunsch von der Sub kein Problem mehr.
Aber wenn ich das Gefühl habe, dass, also wenn der Dom das Gefühl hat, er ist im
Zugzwang.
Sebastian
wie kann der Dom im Zugzwang sein? Das ist ja völlig unmöglich.
Okay, wir machen mal folgendes. Also erstmal habe ich hier eine Hörerfrage, ich
habe sie ja ein bisschen umformuliert.
Aber von Versuch macht klug, also wurde schon mal ein Wunsch umgekehrt A
gewünscht und B bekommen.
Perlenkette
Vom Dom?
Sebastian
Also sein Interpretationseifer war dann etwas höher als du erwartet hast, wenn
man das vielleicht mal so formuliert.
Perlenkette
Ah, jetzt habe ich sie verstanden, die Frage.
Oh,
mit Sicherheit.
Sicherheit.
Sicherheitsmein,
wenn ich, vielleicht ist das gerade ein bisschen schwierig, weil ich nicht
unbedingt auf einer verbal verwertbaren Verstandesebene bin,
wenn wir spielen.
Sebastian
Das ist theoretisch ein hervorragender Sendungstitel.
Perlenkette
Aber,
Sebastian
Also gerade für einen Podcast ist das natürlich perfekt, weil keine verbal
verwertbare Verstandesebene. Das ist gut.
Entschuldigung, ich bin heute ein bisschen lustig, ich weiß auch nicht.
Perlenkette
nee, es stimmt, ja, alles gut. Aber das hat mich tatsächlich, ich habe mir
tatsächlich überlegt, ob ich anrufe, weil das tatsächlich manchmal bei mir ein
Problem ist, dass sich die Dinge eben nicht unbedingt auf solchen Ebenen
abspielen und das dann in Worte zu kriegen.
Sebastian
Das ist gar nicht schlimm, weil du machst das super. Also ich bin da
völlig begeistert.
Ich gehe einfach mal eine Frage weiter, ich habe nämlich auch noch eine.
Du teilst Wünsche, aber ja doch nicht alle. Es gibt ja Wünsche, von denen man
weiß, also das sage ich jetzt mal lieber nicht. Nicht nur, weil es in Erfüllung
gehen könnte, sondern weil man sich das vielleicht aufheben möchte oder auch,
weil man sich selber überhaupt nicht sicher ist, ob das ein Wunsch ist oder ob
das nur eine fixe Idee ist. Da hätte ich gern Beispiele.
Perlenkette
Ja, vielleicht so ein bisschen der Wunsch, vor anderen zu spielen.
Das wäre vielleicht so etwas, wo ich im Moment noch ganz klar weiß, der ist
irgendwo in mir tief drin, aber den würde ich im Moment noch nicht umsetzen
wollen.
Ich glaube nicht, dass es eine fixe Idee ist, aber auf jeden Fall einer, vor dem
ich gehörig Respekt habe.
Sebastian
Also der Gedanke kickt dich also erstmal.
Das heißt, das als Wunsch zu formulieren, ist dann quasi so die finale
Geschichte. Also wenn es in dir gereift ist, dann kommt der Wunsch. Wunsch.
Perlenkette
vielleicht ist das wirklich auch so diese Sache, etwas, was
es in mir so lange reifen zu lassen und dann den Wunsch zu
formulieren, ist dann halt ein Ergebnis von einem Entwicklungsprozess von mir ja
auch. der
ja auch in meinem
Fall
viel mit Vertrauen zu tun hat, mit
Sebastian
Jetzt kommt die nächste Frage, die darauf aufbaut. Ich bin da heute irgendwie in
Schuss. Okay, also das heißt, den Wunsch äußern würdest du im Moment nicht, mit
anderen zu spielen oder vor anderen. Aber darüber sprechen kann man ja schon mal
mit Dom.
Ja,
Perlenkette
Aber dann so auf einer Fantasie-Ebene, also was sind Fantasien, weil das finde
ich auch schön, wenn man mit jemandem das nochmal differenzieren kann, Also zu
sagen, man kann über Fantasien sprechen und das sind erstmal Fantasien und es
ist klar, dass die mich jetzt zum Beispiel nicht, wenn ich das ausspreche, das
nicht bedeutet, dass das potenziell ins Spielrepertoire quasi
sofort rückt. weil
ich finde, das hilft auch, dieses Dinge zu enttabuisieren.
Ich habe ja durchaus mit Erziehung zu tun, bei mir auch durchaus mit einem sehr
feministischen Teil. Ich bin durch und durch Feministin und halte das überhaupt
nicht als Widerspruch, aber trotzdem muss ich mich da immer wieder mit
auseinandersetzen.
Und
dann eben so ein spielerischer Umgang mit Fantasien, wo sie auch einfach
Fantasien sein dürfen, finde ich, hilft auch, quasi das Spektrum
vielfältiger zu machen, Stück für Stück.
Und vielleicht auch wirklich die Vorstellung, ich mag die Vorstellung auch, dass
man Fantasien teilen darf und das eine eigene Spielqualität hat und das
erstmal einfach nur Fantasien bleiben. Oder vielleicht auch für ewig Fantasien
bleiben. Aber das sind so, ja.
Sebastian
da muss man auch ein bisschen abgrenzen. Also ich finde schon, dass es einfach
schön sein kann, sich gegenseitig Fantasien zu erzählen.
Wobei, man muss dann auch schon dazu sagen, sagen, das ist jetzt nichts, was ich
sofort umsetzen muss. Aber ich finde halt den Gedanken, der ist schön, das macht
mich spitz, das ist toll. Das ist genauso ein bisschen so diese fiese Falle,
wenn man jemand fragt, hier, was sind denn so deine Fantasien, wenn du
masturbierst?
Da kann ich ja auch nicht auf Realismus quasi, also daraus kann ich ja keinen
Wunsch ableiten, sondern erstmal nur ein, aha, da sind Aspekte drin, die
machen spitz, Punkt.
Und ich glaube, diese Trennung muss man da haben. Ist aber für Dom auch ganz
schwierig, so dieses Feingefühl zu zu haben, ne? So, wann ist so, aha, der
Gedanke, das kickt, ne? Okay, da könnte man ja mal was in die Richtung machen,
ne?
Weil das ist ja auch eine Anregung. Aber wenn man dann Unterstützung kriegt,
dass da ein Wunsch geäußert wird,
umso besser. Tja.
Oh, heute geht's viel um Wünsche. Mein Gott.
Ja, ich überlege gerade,
wie, gibt's da was, wo du sagst, dass das würde ich gern anders machen oder
Oder, wie soll ich das erklären?
Das ist ja fürchterlich gerade. Ich habe jetzt so einen schönen Gedanken, aber
ich kriege ihn nicht in Worte formuliert. Ach, schlimm.
Nein, aber du formulierst einen Wunsch und jetzt deine Erwartungshaltung, dass
der auch mal in Erfüllung geht. Wie sieht es denn mit der aus? Wenn du dir was
wünschst und das passiert nie. Das ist ja dann auch irgendwie wieder
frustrierend. Was ist denn die nächste Stufe? Ist das dann das Fordern? Ich
brauche das.
Und irgendwann ein, das will ich aber jetzt. Also ist der Wunsch vielleicht
einfach nur ein, ich habe Geduld, aber der Wunsch steht.
Perlenkette
überlege gerade, weil das tatsächlich der Bereich, in dem du mich jetzt auf den
Arm genommen hast ist das so, da ist da kann ich das quasi dann auch direkt
umsetzen weil das ist eher eben so Bereiche wo ich mir wünsche
mehr devote Gesten zu machen
so, tatsächlich aus mir heraus und das
dass er das dann auch sehr genießt, aber
da jetzt von sich aus nicht das tiefen Bedürfnis
hat, das zu machen. Wenn er es hat, dann macht er es.
Und dass dann eben dadurch, dass ich da den Freiraum habe und ich erlebe es dann
eher als Freiraum,
das halt für mich viel stärker wird. Und da ist es dann so Sachen wie, wenn ich
das formuliere oder wenn ich es dann einfach mache, dann ist das eher, dann ist
das quasi, dann ist da sofort Wohlwollen dabei. Aber auch eben, weil er weiß,
dass das für mich ein viel devoterer Akt ist, das aus mir selbst heraus zu
machen und ohne irgendwie was zu konstruieren, dass er das mir vorgibt, was ich
mache, als dass ich, genau, Genau, als dass er mir jetzt sagt, mach's nicht,
oder?
Sebastian
Ja, aber jetzt stellen wir uns mal vor, du hast einen Wunsch, nehmen wir mal
eine devote Geste, ich wähle jetzt mal irgendeine aus, was weiß ich, was wäre
eine devote Geste, dass du sagst, hier, mein Wunsch ist es, dass
ich, was weiß ich, im Badezimmer die Tür nicht mehr schließen darf. Keine, ist
jetzt keine devote Geste, ist ja völlig egal. Und er sagt, nö, mach ich nicht.
Und dabei bleibt er auch.
Dann stehst du ja da. Du hast diesen Wunsch, du hast dieses innere Bedürfnis. Du
willst das, möchtest das gerne machen. Und jetzt steht er da und sagt, nö. Dann
ist ja für euch beide da jetzt ein Problem. Da ist ein Konflikt, den ihr
irgendwie lösen müsst auf Dauer.
Perlenkette
Naja,
Sebastian
Wie überzeugst du ihn langfristig davon?
Außer, dass du die Tür abmontierst und wegschmeißt.
Perlenkette
es ist die Frage, ob ich ihn wirklich einfach überhaupt nicht kicke und ob es
mir dann so viel gibt, wenn er es trotzdem macht.
Das weiß ich nicht. Ich glaube, das spielt schon auch eine Rolle, dass es meinem
Gegenüber gefällt, was ich mache. damit,
also da bin ich im Prinzip auch wiederum eine
submissive Reaktionsfetischistin.
Das
Sebastian
Ach so, das heißt, dein Wunsch verschwindet, wenn du merkst, das würde ihm eh
nicht gefallen.
Perlenkette
frage ich mich gerade. Ich habe die Situation tatsächlich noch nicht. Also so
ein bisschen, ich wünsche mir sehr, wieder einen Halsband zu tragen und habe
bisher keinen.
Aber das ist für mich auch völlig in Ordnung, da warte ich halt einfach. Aber
da weiß ich jetzt auch, dass das nicht was ist, was nicht nicht kommt, sondern
was halt einfach noch nicht da ist.
Sebastian
Du kannst das ja provozieren und dann berichten. Das ist dann ein
Kunst-der-Unvernunft-Experiment. Du musst ihn ja nicht einweihen,
Perlenkette
mit einem Wunsch, den er nicht umsetzen möchte, oder wie?
Sebastian
wo du weißt, okay, das würde ihm vielleicht gefallen, aber er wird es nicht
umsetzen aus irgendwelchen Gründen. Und dann gucken wir einfach mal, was
passiert.
Also das wäre jetzt sehr manipulativ und sehr gemein, aber ja, ja
Perlenkette
fürchte, es würde sehr fies werden im Endeffekt, wenn ich ihn
provozieren würde.
Sebastian
verdammt.
Perlenkette
Das würde sehr fies werden.
Sebastian
Okay, also hier Menschen zu experimenten, mit ihren Partnern anzustiften, ist
vielleicht auch nicht die allerbeste Idee von mir.
Mach das doch mal so, da gucken wir mal, da berichten wir mal hier, da machen
wir eine Studie draus. Um Gottes Willen.
Perlenkette
Ja.
Sebastian
Nein, aber wenn der Fall tatsächlich eintritt, das wäre sehr spannend für
mich, darüber was zu hören. Weil das ist ja wirklich auch so ein innerer
Konflikt. Du möchtest ja auch gefallen, das ist ja Teil des Wunsches. Also bei
jedem Wunsch klingt mit, ich möchte gefallen, ich möchte mich unterwerfen, ich
möchte ihm etwas Gutes tun. Und dann ist ja auch wieder die Frage, ist mein
Wunsch vielleicht nicht in Ordnung gewesen? Das ist ja dann auch nochmal, das
fällt ja auf dich wieder zurück. Ach, das ist ja kompliziert.
Perlenkette
muss gerade darüber nachdenken, wie wichtig dieses Ich-möchte-gefallen ist.
Oder ob es...
Ja, muss ich darüber nachdenken, ob das wirklich so eine große Komponente da
drin ist, wie du es gerade benannt hast.
Sebastian
Dann machen wir das doch jetzt so. Wir vertagen uns da jetzt noch ein kleines
bisschen. Ich gucke nämlich auf die Uhr und ich sehe, uns gehen ein paar Hörer
verloren, um die Zeit ist das immer so. Da ist irgendwie offenbar auf die Hörer
Verlass, dass sie irgendwann sagen, ich bin müde, es ist ja auch Donnerstag.
Und da würde mich deine Erfahrung in Zukunft einfach noch ein bisschen
interessieren, was da so passiert, weil früher oder später, bei 100 Wünschen
muss mal einer dabei sein, der einfach auf Ablehnung stößt oder der nicht
gefällt.
Den würde ich gerne wissen.
Okay?
Perlenkette
Mal schauen.
Sebastian
Ich kann nicht bestechen. Ich werde dich jetzt hier in meine Losbox reinwerfen.
Und nächste Woche bist du da drin. Und dann hast du vielleicht Glück. Und dann
bekommst du einen Kaffeebecher von mir. Wenn das so sein sollte, werde ich dich
hier ausrufen.
Perlenkette
Alles klar.
Sebastian
Und dann klappt das schon irgendwie. Alles klar. Marianne, vielen Dank, dass du
angerufen hast.
Perlenkette
Ja, einen schönen Abend euch noch.
Sebastian
Danke. Dir auch. Tschüss.
Perlenkette
Tschüss.
Sebastian
So. So, also es wird heute sehr metaphilosophisch, habe ich das Gefühl. Und
bevor es zu philosophisch wird, komme ich jetzt mal mit etwas Handfestem. Ich
habe euch einen Trailer mitgebracht von der nächsten Folge, die am Montag
erscheint. Das ist der 30.
Und damit ihr ein bisschen wisst, was dabei rauskommen wird oder worum es geht,
spiele ich euch jetzt von Rike mal den Trailer ein. Und wer gerade im Chat ist,
der kann sogar schon das Podcast-Cover gleich sehen.
Ich habe schon wieder Besuch bekommen von Rike.
Rike
Hi! Hi Sebastian, grüß dich!
Ich habe die Neigung in mir für einen guten Zeitraum von so acht bis zehn Jahren
komplett begraben. Und das war nicht die einfachste Zeit. Auf einmal hat das in
mir so Klick gemacht und ich dachte so, alter Schwede, da ist ja noch was in
dir.
Und ich war so aufgeregt. Ich stand auf dieser Brücke und ich glaube, der tippte
mir auf die Schulter und ich drehte mich um und er grinste mich an und dann sagt
er was. Und in dem Moment war der Zauber zerbrochen.
Erniedrigung. Das wird bei mir sofort und ohne Umweg umgesetzt in sexuelle
Erregung.
Entweder ich date Frauen oder ich date Männer, aber dann nur noch im
BDSM-Kontext.
Ich habe halt aus der Vergangenheit gelernt, dass solche Instrumente, wenn sie
auf meinen Körper treffen, eine erhebliche Missempfindung auslösen, die ich
nicht kanalisiert kriege, also wirklich nicht.
Sebastian
So, ich freue mich drauf, die Folge am Samstag und Sonntag fertig zu bauen und
dann zu veröffentlichen. Das wird echt schön. Und ja,
lasst euch überraschen. Es sind auch einige Sachen drin. Also ich kann auch
sagen, die Sache mit der Brücke, die ist noch viel spannender, als es jetzt
angeklungen hat. Und ja, so ein Trailer in 60 Sekunden ist ja immer ein bisschen
grausam und polarisiert ja auch manchmal ein bisschen. Das rücken wir alles noch
gerade. So, was habe ich denn noch auf meinem Zettel heute? Es ist gar nicht
mehr so viel. Ich fange jetzt erst mal an mit der schönen Schätzfrage.
Warum? Weil ich habe eine rausgesucht. Hat ein bisschen gedauert. Ihr könnt mal
den zu schätzenden Gegenstand schon mal hören.
Hört sich gut an.
Und ihr könnt gewinnen einen, hier diesen Pfannenwender, auf dem draufsteht nur
für Koch und Brat. Und auf der anderen Seite steht Kunst der Unvernunft. Und den
schicke ich euch gerne zu, wenn ihr mir folgende Frage beantwortet. Denn ich
habe hier ein Buch vom Marquis de Sade. Ich will heute auch nicht wissen, dass
es Justine heißt und ich will auch nicht wissen, dass es genau 600 Seiten hat,
aber ich möchte wissen, was meine Briefwaage anzeigt, wenn man das Buch da drauf
legt. Ja und wer am nächsten dran ist, gewinnt. Das heißt, ich brauche dann eine
Adresse von dem, diejenigen irgendwie per Mail oder per Messenger
irgendwie und dann schreibe ich das einmal auf den Umschlag und schicke euch das
rüber. Jetzt bin ich einfach mal sehr gespannt.
Ja, das ist übrigens, das ist dieses Buch, von dem ich schon oft erzählt habe,
das so unglaublich kleine Schrift hat, auf diesen unglaublich dünnen Seiten und
man gefühlt dieses Buch, das foltert einen. Das ist wirklich grausam, weil man
liest stundenlang und hat das Gefühl, man kommt einfach nicht vorwärts.
So, jetzt wird der Chat hier gerade voll gebombt, das mit Vorschlägen, das finde
ich super. Ich warte noch ein bisschen. Ich sage euch mal, wofür BDSM noch
stehen kann. Da habe ich ja die lange, lange Liste. Und heute habe ich mir
ausgesucht, begehre deine Suppe machtvoll. Ja und wo ich das gerade erzähle,
sage ich auch schon mal, ich gucke gerade, was ich jetzt hier mit Drucksachen
mache und Tassen und Covern und keine Ahnung was.
Das ist ja, wir haben ja ein neues Logo und deshalb muss ich das jetzt auch in
Papierform bringen. Das ist so eine nette kleine Freizeitbeschäftigung und dann
wird es einfach die nächsten Wochen, werde ich das so alles nach und nach
umkrempeln und dann passt das. Ich habe auch wirklich schönes Feedback zum Cover
bekommen, teilweise sehr positiv, teilweise hat es auch ein bisschen polarisiert
und das finde ich auch okay, denn es ist ja schließlich Kunst und dann muss das
auch nicht jeder gut finden. Das Tolle ist ja, da ja so ein CI jetzt da ist,
darf ich ja auch ganz gern das Bildmaterial hin und wieder mal auswechseln. Und
jetzt gucken wir einfach mal, ich sage dem Podcastsubbie, dass jetzt der Moment
gekommen ist, wo sie einmal schaut. Der Letzte in der Liste ist also Lisa
H.W. gewesen.
Janik nehmen wir auch noch mit dazu.
Und dann ist aber gut. Und Stormwind, sorry, aber Karat mag ich jetzt nicht
umrechnen. Das Podcastsubbie, schaut mal nach, wer am nächsten dran ist. Und dann
werden wir gleich wissen, wer hier einen kleinen Umschlag von mir bekommt. Schön
neutral, Adresse drauf, passt.
Gut, mal gucken, wann ich hier gleich was kriege.
Ja, Feedback zum Logo habe ich gesagt, habe ich auch gesagt, habe ich auch
gesagt. Ja, und weil bald Weihnachten ist, mag ich Ihnen nochmal euch um die
Ohren werfen. Es gibt diesen schicken Amazon-Link, den man anklicken kann, bevor
man dort irgendwas kauft. Irgendwie ist da gerade auch Black Friday. Wenn ihr
den anklickt, dann muss Amazon ein paar Cent dem Podcast abgeben. Das ist eine
schöne Art der Unterstützung, wenn ihr da eh einkauft. Also ihr sollt jetzt
nicht wegen dem Podcast dort einkaufen. Ich bin grundsätzlich dagegen, dort
einzukaufen. Aber man kann es sich doch zunutze machen.
So, und zwar haben wir einen Gewinner. Yannick mit 440 Gramm. Bist am nächsten
dran, weil 473 Gramm hat meine Waage angezeigt. Und von dir brauche ich jetzt
auf irgendeinem Weg eine Nachricht. und freue mich dann einfach drauf, dass ich
dir deinen Namen da drauf packen kann. Schmeiße ich morgen in der Post ein und
dann kommt das Ding wie Samstag oder Montag bei dir an. So, ich notiere das
jetzt einmal.
Ja, ich lese hier gerade von dir die Art. Ach, Taschenbuch. Nein, das ist kein
Taschenbuch. Das Ding hat wirklich so ein Einband, also so ein Falteinband noch
drum herum liegen und ist auch wirklich sauschwer. Und ja, also es ist kleiner
als DIN A5 Format, würde ich sagen, aber es ist halt einfach schwer.
Ah, schönes Ding. Ich glaube, solche Bücherfragen kann ich öfter machen.
Und dass das Ding genau 600 Seiten hat, das war dann der Moment, wo ich gesagt
habe, nee, ich lege das Ding auf die Waage. Beim nächsten Mal frage ich
wahrscheinlich einfach, wie lange dauert das Ding, bis das Ding irgendwie von
zwei Meter Höhe fallen lasse, bis es am Boden zerschellt.
Da muss man dann nur wissen, wie groß es ist. Also Luftwiderstand und so.
So, hier kommt noch eine Frage von Lisa HW, ob es eine Folge gibt, wo Debris mal
thematisiert wurde. Wäre mal ein Thema.
Ich bin mir nicht sicher, ob ich das Debris meine, was du auch meinst.
Da würde ich mich freuen, wenn du mir nochmal einfach mal kurz eine Nachricht
schickst, eventuell mit dem Quellenlink. Ich glaube nämlich, dass ich darüber
schon gesprochen habe, aber ohne es zu benennen. Möglicherweise kann ich dir da
helfen, aber da müssen wir einfach mal gucken. Und ansonsten müssen wir das
einfach mal thematisieren. Ich meine, Gott, wofür sind die Live-Folgen da? Und
ich mag mal meine Planung für die Zukunft hierher geben. Also erstmal ganz
normale Folgen wird es natürlich weiterhin geben. Und so viel, ich
kriege gerade Übersetzung.
Interessant. Das Podcastsubbie hat mir gerade geschrieben, Debris-SM macht
Gefälle besonders stark.
Okay, ich habe tatsächlich irgendwie debris.org im Kopf gehabt und da ging es ja
eher darum, dass BDSM sehr, sehr schmutzig und wild sein kann. Ich
glaube, da muss ich mich nochmal reinlesen, ob das wirklich das Richtige ist,
was ich meine. Und wenn nicht, dann gucken wir mal, dass wir
da ein bisschen ein Thema draus machen können. Okay,
so, ich mach nochmal weiter. Also, weiterhin normale Folgen, klar, nehm ich auf,
macht Spaß, hab ich letzte Woche Freitag erst getan, ist super.
Live-Folgen mach ich auch weiterhin. Die werden eventuell nicht mehr wirklich
jede Woche Donnerstag ganz pünktlich sein. Also ich kann jetzt schon mal sagen,
Heiligabend werde ich nicht hier sitzen. Vielleicht überlegen wir uns noch
irgendwas, was ich auf den Stream schmeißen kann oder in den Feed gucken wir
mal. Und ansonsten hin und wieder, das wird hoffentlich nächstes Jahr gehen,
dass man einfach mal rausgeht und einen Schabernack macht, keine Ahnung also ich
fände immer noch die Idee total gut, irgendwo auf einer Party ein kleines
Eckchen zu haben und zu sagen wer gespielt hat, kann gerne zum Sebastian gehen
und dann reden wir ein bisschen drüber ich finde die Idee immer noch unglaublich
sympathisch dann da so völlig
pheromonentrunkene Menschen vor sich zu haben und da muss man mal gucken, was
man draus macht
aber da
mache ich mir dann nächstes Jahr Gedanken drum, da kann man dann auch irgendwas
mal ein bisschen feiern oder hier oder da oder mal Mal, was weiß ich, so ein
Hörergrillen machen. Ich habe total Bock auf unglaublich viele Dinge. Geht halt
gerade nicht. Aber ich sehe ja ein Licht am Ende des Corona-Tunnels und ich
freue mich einfach auf die Sachen, die man da machen kann. Und mit so einer
coolen Community, muss ich mal ehrlich sagen,
da muss man auch einfach mal hin und wieder was machen.
Okay, so, dann würde ich sagen, ich leite die Folge jetzt mal aus. Wir haben
heute was gelernt, nämlich wie man einen Wunschzettel formuliert. Da bald
Weihnachten ist, ist ja genau das Richtige. Also wie formuliere ich Wünsche und
wie besser nicht und was wünsche ich mir überhaupt?
Ich bedanke mich bei Asterope. Ganz toll, dass du heute Abend einfach offen
gewesen bist und auch wirklich uns hast teilhaben lassen. Echt schön, echt gut.
Das hilft hoffentlich dem einen oder anderen Menschen weiter, wenn man gerade in
einer ähnlichen Situation ist. Genau gleich ist so eine Situation ja nie, aber
ich finde immer, egal was ist, man muss sich ja nicht davon abhalten
lassen, seine sexuelle Identität auszuleben. Es gibt immer
tausend Gründe, etwas nicht zu tun, aber das ist dann doch etwas, wo man als
Ziel haben kann, ja, das möchte ich wieder machen und das kostet vielleicht
Mühe, aber das wird und die Hoffnung würde ich auf gar keinen Fall aufgeben, das
würde ich niemandem wünschen.
Ja, so, ich sehe gerade schon hier welche herzlichen Smilies zum Thema
Hörergrillen ich meine natürlich, dass Hörer gegrillt werden und ich grille mit
Hörern ihr merkt, ich bin in Kalauer Stimmung gerade das mag möglicherweise auch
neben dem Gin liegen, den ich heute getrunken habe vielen Dank an das tollste
Podcastsubbie der Welt, dass sie mich hier immer so schön mit Getränken und
überhaupt allem versorgt, ich finde das super ich trinke nochmal einen letzten
Schluck
ja, mehr bleibt mir heute eigentlich gar nicht zu sagen
hat heute richtig Spaß gemacht, finde ich super wer hier anrufen möchte, kann
das nächste Woche wieder tun, ich freue mich da immer drüber und es ist immer
wieder unglaublich spannend mit euch und einfach zu gucken wohin entwickelt sich
die Kunst der Unvernunft und jetzt mache ich es doch ein bisschen feierlich es
waren jetzt zwei Jahre es macht einen Haufen Arbeit es ist unfassbar viel Pensum
und ich bin schon wieder mit den E-Mails im Hintertreffen und so weiter das
macht doch immer wieder Spaß es ist einfach ein tolles Gefühl hier zu sitzen Und
ja, mit euch zu sprechen, zu sehen, dass ihr zuhört, dass
ihr euch einbringt, dass da ganz viel abseits in der Community passiert. Grüße
mal an die Telegram-Gruppe. Und das ist auch immer schön momentan auch, dass ich
dann doch hin und wieder mal die Gelegenheit habe, jemanden hier zu Gast zu
haben. sitzt man da zwar mit Abstand, aber man kann miteinander aufnehmen, man
spricht und das ist einfach ganz toll und einfach mal ein ganz großes
Dankeschön an alle, die das hier möglich machen, denn jeder einzelne Hörer, der
da ist, taucht hier zumindest in irgendeiner Statistik auf und ist damit auch
ein klitzekleines Stückchen Motivation für mich zu sagen, jo, das macht mir
Spaß, das ist schön.
Dankeschön an euch alle. Toll. So, jetzt bin ich raus für heute. Macht's gut,
wir hören uns nächste Woche Wir sehen uns nächste Woche wieder am Donnerstag
natürlich, dem 3. Dezember um 20.30 Uhr.
Dann auch mit einer kleinen Tassenauslosung für alle Menschen, die bisher hier
angerufen haben, beziehungsweise nächste Woche auch noch anrufen. Bis dahin muss
ich mir noch eine Schätzfrage ausdenken und dieses und jenes vorbereiten, aber
ich freue mich total und ja, einfach habt eine schöne Woche, ein schönes
Wochenende vor allem erstmal. Erstmal, ihr hört mich am Montag mit der neuen
Folge mit Rike und ich höre euch wieder am Donnerstag. Macht's gut. Tschüss.