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Sebastian
Hallo und guten Abend zur Unvernunft Live Nummer, ich glaube, 37.
Ja, und es ist schon wieder Donnerstag. Das ist für mich jetzt gerade blöd, dass
Donnerstag ist, weil heute Morgen hat mein Körper gesagt, hey du, irgendwas
Blödes ist mit dir, leg dich mal hin und schlafe. Und dann habe ich fast
überlegt, sage ich heute die Sendung ab und ich habe beschlossen, nein, die wird
gemacht.
Muss ja sein. Nein, ich habe da echt Bock drauf. Aber wahrscheinlich werde ich
heute ein bisschen mehr Tee trinken. Ihr habt es gerade schon gehört und im
Zweifel hier noch so ein schönes, wie heißen die Dinger, so ein GeloRevoice
irgendwie mal durch die Gegend lutschen. Das klingt dann ein bisschen komisch,
aber das macht nichts.
Ja, heute Abend werde ich Lars und Tessa dabei haben. Da gucken wir mal nach ein
paar Folgenupdates. Und ansonsten, ja, was muss ich noch erzählen? Ach ja, ich
brauche mal ein bisschen Inspiration von euch, liebe Hörer. Übrigens, lieber
Chat, schön, dass ihr da seid. Hoffentlich helft ihr mir heute ein bisschen. Ich
brauche ein bisschen Inspiration, denn irgendwie habe ich überlegt, wenn mal
tatsächlich was ist und hier sollte das ausfallen kurzfristig am Donnerstag,
dann hätte ich gerne irgendwie so eine Art Notfolge. Das heißt, ich muss mir
noch irgendwas überlegen, was ich dann im Zweifel einfach einspielen kann. Und
da hätte ich gerne irgendwas total Ungewöhnliches. Noch habe ich keine Idee, was
man da genau machen kann. Aber mit eurer Hilfe wird das schon werden. Gut, die
Stimme, da müsst ihr jetzt beurteilen, ob die noch normal ist. Das Podcastsubbie
sitzt neben mir und teilt mit, sie sei ein bisschen belegt heute. Das ist dann
eben so. Und ja, bevor es gleich richtig losgeht mit Lars und Tessa, ich mag
heute mal das Basement grüßen. Das ist der Laden, wo wir letztes Jahr
Hörertreffen gemacht haben. Und ich habe gehört, die werden heute oder morgen
acht Jahre alt und feiern das in ganz kleiner Runde. Dort gibt es natürlich
dieses Jahr leider gerade kein Hörertreffen, aber schön, dass es euch so lange
gibt. Mein Gruß von mir.
Gut, was haben wir noch? Ich habe ganz viel auf meinem Zettel drauf. Ich sage
schon mal eine Zahl, die merkt ihr euch bitte, bei dem Küchen-BDSM-Gewinnspiel.
Ich habe heute Mittag mal reingeguckt, also insgesamt haben 95 Gerichte
teilgenommen. Das ist mal eine richtig fette Zahl. Ich bin ein bisschen
beeindruckt und ein bisschen eingeschüchtert davon, dass ich den ganzen Tag
immer irgendwelche Nachrichten kriege mit Pling, du wurdest erwähnt und dann
mache ich das auf und dann gibt es dann ein Bild mit irgendwelchem leckeren
Essen und ich kriege dann davon Hunger. So habe ich mir das nicht gedacht. Naja.
Okay, und jetzt mache ich hier mal kurz Musik. Und dann hole ich mal Lars und
Tessa in die Leitung. Mal gucken, ob die Schalte so klappt, wie das klappen
soll. Und dann hören wir uns gleich wieder mit den beiden.
Und wer hätte gedacht, dass das so schnell und einfach funktioniert, zwei
Menschen anzurufen, die dann auch noch rangehen müssen und in der
Dreierkonferenz sind. Ich begrüße Lars und Tessa. Hallo.
Lars
Hallo.
Tessa
Hallo?
Sebastian
Sehr schön. Mal gucken, wie gut die Technik klappt. Ihr drückt mal bei euch den
Aufnahme-Button, bitte, damit wir hier trotz schlechter Verbindung irgendwie
hinterher noch ein geiles Ergebnis haben.
Tessa
Er läuft.
Lars
Läuft.
Sebastian
Okay, gut. Mal gucken. Manchmal ist die Technik ja zickig, gerade bei diesen
Dreier-Konferenz-Geschichten. Wir probieren das aus. Jetzt seid ihr da und jetzt
müssen wir einfach alles ganz schnell machen, bevor irgendeine Verbindung hier
zusammenbricht.
Tessa
Okay, also, schnell, schnell. Der Spruchrohr.
Sebastian
Ich spule vor, alles klar. Okay, ihr wart vor zweieinhalb Wochen, ihr lebt noch,
alles ist gut, macht's gut, tschüss. Nein.
Ich habe erstmal ein richtig fettes Feedback bekommen. Und also Lars, du baust
ja Spielsachen und dadurch ist passiert, dass ich Post bekommen habe, so richtig
reale Post mit Paket aufmachen und so und das poste ich jetzt mal in den Chat,
ansonsten ist das in den Shownotes drin. Ich hab nämlich Pussy Terror in der
Mahagoni-Variante geschickt bekommen und bedanke mich mal bei Alpha 8.0.
Hab ich mich sehr gefreut. Also das Ding ist schwer und es ist hier und Und es
ist wirklich schwer.
Jetzt ist ja die Frage für dich als Handwerkskünstler, wenn jetzt jemand das
Zeug nachbaut, weil du ein Bild im Podcast veröffentlicht hast. Hm. Ist das
ein sehr gutes Gefühl oder ein grausames?
Lars
Naja.
Es kommt drauf an. Es kommt drauf an. Es ist ja etwas gänzlich anderes, sage ich
mal. Die vordere Form ist anders, aber es ist deutlich schwerer. Es ist nicht
flexibel, weil rund hinten, ich habe es ja schon gesehen,
und hat damit natürlich auch im Schlag eine ganz andere Wirkung. Und das, was
ich hatte, war ja auch aus Mahagoni, aber halt sehr dünn und mit einer gewissen
Eigenflexibilität. und das hat ja seinen Sinn.
Aber ansonsten darf ja jeder machen, was er will. Es ist halt so. Es ist
ärgerlich, wenn man sowas irgendwo dann sieht, wenn es verkauft wird, klar, weil
so eigene Ideen und so, aber ansonsten, warum nicht, erfreue dich dran.
Sebastian
Ich erfreue mich dran. Also ich kann auf jeden Fall sagen, ja, das Ding ist
tatsächlich ordentlich massiv und ich liebe Alpha 8.0, was für ein Nickname. Ich
werde es nicht für irgendeine Pussy verwenden, weil ich habe echt Schiss, dass
ich damit irgendwas direkt kaputt haue beim ersten Schlag. Das heißt, das
werde ich für andere Körperteile verwenden. Also vielen, vielen Dank. Aber ich
finde das schön, wenn da so ein bisschen Inspiration kommt. Und es gab ja nicht
mal eine Bedienungsanleitung. Also Bedienungsanleitung dazu.
Aber finde ich schön, wenn Menschen ins Bauen kommen.
Lars
Ja, macht ja auch Spaß, ne?
Sebastian
Oh ja, Bauen macht immer Spaß. Außer wenn ich baue, weil dann bin ich hinterher
nicht glücklich damit.
Ja, ich mag noch erzählen, also wir haben bei der Aufnahme tatsächlich eine
Sache gehabt, dafür muss ich mich jetzt hier mal öffentlich entschuldigen, wir
haben Pizza bestellt zum Schluss, als wir fertig waren und ihr hattet ja ein
bisschen Zeitdruck, weil ihr seid hungrig nach Hause gefahren, weil dieser
Lieferheini hat dann irgendwie nach einer Stunde, also eine halbe Stunde nachdem
das Essen kommen sollte, noch mitgeteilt, nein wir brauchen noch eine Stunde, es
ist so viel los und dann ging es nicht mehr anders und dann war das ein riesen
Trara und ach alles doof.
Lars
Wir sind vor Hunger nach Hause gefahren, genau.
Sebastian
Das werde ich in Zukunft anders planen.
So geht es ja nicht. Also ihr seid glaube ich die Ersten, die bei mir hungrig
wegfahren mussten. Da muss ich dran arbeiten. Da gibt es einen Weg.
Tessa
Wir haben es überlebt.
Knapp, aber...
Sebastian
Ja, die Frage ist ja, seid ihr da noch irgendwo angehalten zwischendurch?
Tessa
Ja, wir sind direkt bei euch um die Ecke an der Tankstelle ran und haben da
schon mal eben was geholt.
Lars
in
Tessa
Schnell mal eben.
Sebastian
Oh weh.
Tessa
Ich glaube, bei McDonald's sind wir hier noch ran. Ich glaube, die Kinder mussten
ja auch noch essen.
Sebastian
Also, liebe Lieferdienste in meiner mittel-niedersächsischen Kleinstadt, so
geht's nicht. So.
Tessa
Ja.
Sebastian
Die wissen jetzt, die wissen genau, wer gemeint ist. So.
Tessa
Hören die das? Die Frage.
Sebastian
schick denen einfach die Folge. So.
Naja, ja, ansonsten, wir hatten ja in der Folge, war es ja
wirklich ein bisschen, wir sind ja über ganz viele Dinge drüber gegangen und
Tessa, ich fand das erstmal schön, dass über, wie heißt sie noch gleich?
Tessa
Lotta?
Sebastian
Lotta, dass ihr da wirklich detailliert was erzählen konntet. Und das hat
wirklich ein paar Menschen inspiriert. Die haben mir Mails geschrieben und
fanden das mal einen anderen Umgang und auch einen sehr offenen Umgang.
Also das hat offenbar gut geklappt, das zu transportieren. Und die Frage ist ja,
wie ist es denn im Nachhinein Lotta mit der Aufnahme gegangen? Was
Tessa
Eigentlich ganz gut. Also es war, ja, ich habe eine Weile gebraucht, bis ich es
mir angehört habe. Ich habe sehr mit mir gehadert, ob ich es überhaupt hören
möchte. Und das Hauptproblem war eher, dass sie Sorge hatte, dass es nicht gut
ankommt, also dass das Feedback nicht gut ist.
Ja, das ist halt das, was sie letztlich ja auch geprägt hat oder mich auch
geprägt hat oder uns beide, sagen wir mal, uns beide geprägt hat in der
Jugendzeit. Dieses, du bist komisch, du bist anders, du eckst an, mit dir kommt
man nicht klar. Ja, und das war so ein bisschen die Sorge, die mitschwang in dem
Moment, wenn man das öffentlich macht, wenn man sich outet, quasi in
Anführungszeichen, dass das Feedback halt komisch ist. Aber das war gar nicht
so.
Sebastian
habt ihr denn an Feedback bekommen eigentlich?
Tessa
Deswegen geht es mir jetzt eigentlich, ja,
Sebastian
Na
Lars
positiv ist.
Tessa
wir hatten kein Negativ-Feedback.
Also wir haben jetzt gar nicht so viel Persönliches.
Sebastian
sowas.
Tessa
Die meisten, die uns angeschrieben haben, haben uns eben wegen den Bausachen
angeschrieben.
Und Jasmin hatte was dazu gesagt, glaube ich, zu Lotta und sonst gar nicht so
viel. Da war einfach nur, dass es eine sehr sympathische Folge ist und dass man
mir wohl gut zuhören kann. Habe ich von jemandem gehört.
Lars
ja, das war ein Arbeitskollege von mir, der das gehört hat, genau, richtig.
Tessa
ich nicht Hörbücher einlesen möchte? Nein, möchte ich nicht.
Sebastian
Warum das? warum
Tessa
Warum ich nicht möchte oder warum ich es tun sollte?
Sebastian
du keine Hörbücher einlesen möchtest.
Tessa
Da habe ich keine Zeit für. Ich habe hier drei Kinder, Haushalt und Beruf und
Job und da habe ich keine Zeit für.
Sebastian
Könnt ihr beide noch ein bisschen euch voneinander entfernen, weil Tessa, dich
hört man im Lars-Mikrofon und dann gibt das hier so ein tolles Echo.
Tessa
Dein Mikro ist so empfindlich.
Sebastian
Ja, ihr müsst ein bisschen leiden jetzt.
Tessa
Moment, sonst muss man...
wechsle einfach den Raum.
Sebastian
Oder so. Wahrscheinlich wird jetzt die Verbindung fürchterlich oder irgendwas
wird jetzt wieder sein.
Tessa
Ah, wobei, ich bin ja über das mobile Netz drin, von daher
Lars
wir beide im mobilen Internet unterwegs sind, sollte das funktionieren.
Sebastian
Alles gut.
Ja.
Tessa
Licht wäre ganz gut.
Sebastian
Ich finde das ja immer schön, wenn es überhaupt klappt. Teilweise, was ich
woanders mitbekomme, da geht es dann völlig schief und Und dann bin ich immer
heilfroh, dass ich das irgendwie halbwegs gerettet kriege.
Tessa
So, ich bin einfach ins Schlafzimmer gegangen.
Sebastian
Sehr schön. Live aus dem Schlafzimmer. Tessa.
Tessa
Genau, live aus dem Spielzimmer.
Sebastian
Ach ja, richtig. Das ist ja auch das Spielzimmer. Okay, dann schau dich doch mal
um.
Tessa
Genau.
Sebastian
Erzähl uns doch mal irgendwas, was da ist, was uns wundern würde.
Tessa
Nee, ich glaube, hier ist nichts, was wundern würde. Die Spielecke und der
Pranger ist ja bekannt.
Ein Hocker mit meinen High Heels obendrauf steht hier noch vom letzten Spiel.
Den sehe ich jetzt gerade so direkt vor mir.
Ansonsten, ich glaube, wir haben keine ungewöhnlichen Dinge hier.
Sebastian
Ich mag den Chat mal motivieren.
Tessa
Nichts, was andere auch haben. Welche
Sebastian
Lieber Chat, wenn ihr die Folge gehört habt, habt ihr bestimmt und noch
irgendwas wissen wollt, immer raus mit den Fragen. Dann gucken wir, dass wir das
jetzt einbauen. Jetzt habt ihr Gelegenheit und danach wahrscheinlich nie wieder.
jetzt kommt gerade noch die Frage nach der Bettwäsche von Lady A ich sag gar
nicht
Tessa
Bettwäsche. ganz normale blaue mit Sternchen, die gab es mal bei Aldi.
Sebastian
Moment, da steht der mega Pranger, ja, das Teil und dann die
Sternchenbettwäsche, ja
Tessa
Es
Sebastian
Stilecht ich
Tessa
ist ja eine Mischung aus Schlafzimmer und Spielzimmer. Von daher, wir schlafen
hier ja auch durchaus einfach nur manchmal.
Sebastian
glaub da könnte man nochmal was draus machen, dass man mal guckt wie sieht eure
Bettwäsche beim Spielen eigentlich aus, passt die dazu, zu dem was ihr tut
Tessa
Genau, wechseln die Leute, also nicht der Hygiene wegen, sondern des
Stimmungsbildes wegen, wechselt man die vorher. Also wir haben unser Zimmer ja,
unser Schlafzimmer generell umgestaltet und das ist alles so ein bisschen ins
Mittelalterliche. Wir haben auch einen großen alten Kronleuchter an der Decke.
Schon alles in sich stimmig, aber ja, die Bettwäsche
Vielleicht
Sebastian
kann man die kann man ja im Zweifel auch wegtun tun. Ich
Tessa
müssen wir mal BDSM-Bettwäsche mit Handschellen drauf oder so kaufen. Gibt's
bestimmt.
Sebastian
mag es nochmal so ein bisschen
beschreiben für die Menschen, die jetzt die Folge nicht gehört haben. Die muss
man ja auch denken. Jetzt haben wir Lotta eben erwähnt.
Mögt ihr nochmal kurz kurz beschreiben, wer Lotta überhaupt ist? Weil ich merke
gerade, ohne Zusammenhang sind die Leute, ist das völlig rätselhaft. Du
Tessa
Ja, Lotta ist ein zweiter Persönlichkeitsanteil von mir im Teenager-Alter
ungefähr.
Reicht das?
Sebastian
kannst das vielleicht noch mit zwei, drei weiteren Sätzen ausführen.
Tessa
Ja, das ist immer so schwer zu beschreiben, weil ich weiß aber nicht, wie ich
das in Worte fassen soll. Also es gibt halt einfach einen zweiten Teil in mir,
der auch eine ganz andere Persönlichkeitsstruktur hat als mein
Haupterwachsenenanteil. und auch eine andere Meinung ganz oft hat als ich,
mit der ich halt immer einen Konsent herstellen muss. Jetzt nicht nur im BDSM,
sondern ganz generell. Aber die Besonderheit von ihr oder ihr
Hauptkriterium, mir fehlt gerade das Wort dafür,
ja genau, mir fehlt tatsächlich gerade das Wort dafür. Also das, was sie
hauptsächlich ausmacht, ich umschreibe es mal, ist, dass sie den Emotionsbereich
inne hat. Also 90 Prozent meiner Emotionen hat Lotta.
Das macht es manchmal ein bisschen schwierig im Alltag.
Sebastian
Also mich hat beeindruckt tatsächlich dieses, Lars, was du dann auch gesagt
hast, dieses dieses, im Spielen, da taucht sie manchmal so ein bisschen auf,
dann ist Lotta so ein bisschen da und dann hast du auch die Möglichkeit, mit ihr
umzugehen oder das so ein bisschen zu erkunden und zu ergründen und dadurch euch
beide, dass ihr euch gegenseitig ein bisschen, ja, wie soll ich sagen, schon
fast sagen, besser kennenlernt.
Lars
Ja, und ich habe halt dann auch ihren Emotionsbereich, mit dem ich dann auch
spielen kann. haben.
Und das ist das, was oftmals, wenn Lotta halt nicht mitspielt,
im Verborgenen bleibt. Das ist das, was ich beschrieben hatte mit dieser Person
hinter einer Mauer, dass ich die wahren Emotionen, was in ihrem Kopf vorgeht,
nicht sehen kann. Wenn Lotta nicht mit präsent ist, halt im Spiel schwierig
macht. Ja,
Sebastian
Ich kann jetzt nicht sagen, von wem, da habe ich auch wirklich ein Feedback
bekommen,
ich zitiere es mal, ohne zu sagen, wer es gesagt hat, mein Gott, das ist aber
echt ein Tanz auf dem Vulkan, den er da macht, aber wenn er das hinkriegt, dann
können die beiden ja wirklich viel gewinnen an der Stelle, aber eben auch
Vorsicht, falls das schief geht, dann ist natürlich die Hölle los.
Lars
das ist richtig.
Ja, das ist uns beiden aber bewusst und wir wissen das. Wir haben das auch schon
oft genug erlebt und ja, dann muss man halt im Nachhinein wieder drüber
reden und wenn das dann wieder zur Ruhe kommt, dann kann man das analysieren
miteinander.
Sebastian
Ja vor allem, da ist ja dieses, es ist mal schief gegangen und dann ist jetzt
nicht da so viel verbrannte Erde, dass man es nicht nochmal probiert, sondern
ihr findet ja immer wieder einen Weg zueinander und das finde ich eigentlich
sehr schön, gerade wenn es schwierig ist, dass man doch wieder zusammenfindet.
Lars
Ja, weil wir es ja benennen können.
Tessa
Ja, ich
Lars
Wir wissen ja, wo es herkommt. Und wir wissen ja, was es ist.
Tessa
glaube, dass auch ein großer Pluspunkt für uns jetzt ist, dass wir einfach schon
so lange zusammen sind. Wir sind ja seit elf Jahren ein Paar und kennen uns
einfach gut genug. Und auch wenn Lotta in der normalen Beziehung, also in der
normalen Paarbeziehung, immer nicht so richtig Thema war einfach, weil das was
nicht nötig ist. Also im Alltag ist sie tatsächlich, man braucht immer so einen
Minimalanteil an Emotionen, den braucht man, wenn man sich im Alltag so bewegt,
das kennt ja jeder, denke ich. Aber so diese tiefer liegenden Emotionen, die sie
halt beherbergt, die sind halt im Alltag einfach nicht so wichtig. Und also auch
wenn sie da nicht so richtig Thema war, war sie ja trotzdem immer da. Und sie
ist ja nicht neu jetzt dazugekommen, nur weil wir BDSM machen. Das heißt, sie
kennt Lars ja auch. Es ist ja nicht so, dass das jetzt ein Fremder ist, der in
die Beziehung kommt, sondern sie weiß ja auch, damit umzugehen. Und ich glaube,
das ist wirklich ein, ja, letztlich ist es gut, dass wir so eine lange
BDSM-Pause hatten, glaube ich, weil wir zusammen wachsen konnten als Paar. Und
das macht es jetzt letztlich tatsächlich einfacher. Sie haut nicht ab. Ich
glaube, vor zehn Jahren oder so wäre sie einfach gegangen. Dann wäre die
Beziehung wahrscheinlich in die Brüche gegangen. In dem Moment, wo es schwierig
wird, hätte sie wahrscheinlich umgedreht und wäre gegangen. Und dann ist das
auch verloren.
Sebastian
Jetzt hast du gerade gesagt, Lotta kennt Lars. So, und jetzt eine Frage von
Regenbogen-Sub. Spricht Lotta eigentlich auch mit Lars oder spricht immer Tessa
für Lotta? Mein Gott, ist das kompliziert.
Lars
Nicht immer.
Tessa
Mal so, mal so, aber doch, Lotta spricht auch mit Lars.
Lars
Ja.
Tessa
Normalerweise ist es tatsächlich so, dass ich das gut unter Kontrolle habe und
dass ich einfach rausfilter, weil sie kann echt anstrengend sein. Und wenn sie
immer alles aussprechen darf, was sie so denkt, ist das manchmal echt schwierig
zwischenmenschlich. So ein Teenager, das ist tatsächlich so ein klassischer,
sehr irrational denkender Teenager manchmal. Und meistens habe ich die Oberhand
und filter es raus. Ich mache es mittlerweile aber ganz bewusst, gerade mit
Lars, damit sich die beiden auch kennenlernen können. Es hilft ja alles immer
nichts, wenn sie nicht so sein darf, wie sie ist, dass ich das zulasse. Dass ich
sie einfach meckern lasse und sagen lasse, was sie gerade denkt, sagen zu
müssen. Und dann muss Lars halt nur umgehen.
Sebastian
Lars, was sagt denn Lotta, was Tessa nicht sagen würde?
Lars
Ja, es sind tatsächlich so diese
Teenager-mäßigen, manchmal irrationalen Dinge. Kann ich jetzt an einem Beispiel
schlecht festmachen.
Sebastian
Also im Bereich BDSM kann ich mir wenig Rationales vorstellen, was Sub sagt.
Tessa
Ja doch, das ist gerade emotional irrational manchmal. Also sie projiziert halt
viel Dinge in Situationen rein, die da gar nicht sind.
Lars
Ja.
Tessa
Oder sie bauscht das halt gerne auch mal emotional hoch, obwohl das eigentlich
völlig unnötig wäre. Ja, schwierig. Jeder, der einen Teenager zu Hause hat, sind
jetzt wahrscheinlich nicht so viele, aber kennt das. Dass es manchmal schnell
eskalieren kann, emotional, obwohl es eigentlich völlig unnötig gewesen wäre.
Ja, das kann sie sehr gut.
Lars
Ja, schon manchmal nur, wenn sie weiß, dass ich dass ich im Recht bin. Wie
Teenager manchmal so reagieren. Also so in dieser Art muss man sich das
vorstellen.
Sebastian
Ja, die werden laut, wenn sie wissen, dass man im Recht ist. Das dürfte einiges
sein, da habe ich sehr oft recht. Okay, ja, aber
da kam tatsächlich noch mal eine Frage und zwar die Entwicklung
von Lotta tatsächlich. Also entwickelt sich Lotta weiter oder bleibt die
Teenager-Persönlichkeit, bleibt die da, wo sie ist? Also altert sie mit dir, um
das mal ganz plakativ zu fragen? Ich
Tessa
Sie entwickelt sich weiter, ja, aber ich glaube nicht, dass sie wirklich älter
geworden ist. Also den Eindruck habe ich jetzt nicht. Es ist tatsächlich ein
sehr Teenager, manchmal auch ein kindlicher Anteil mit drin noch. noch
lustigerweise lehnt sie alles, was die Little-Richtung geht, komplett ab,
obwohl dieser Teil sehr wohl auch mit reinspielt.
Sie entwickelt sich schon weiter. Ich habe auch den Eindruck, dass sie weiter
reift, was das Emotionale angeht und auch das Verständnis für gewisse Dinge und
den Umgang mit den Emotionen. Da reift sie schon weiter. Ich habe aber nicht das
Gefühl, dass sie älter wird. Wirklich. Also, dass wir uns irgendwann angleichen.
Das sehe ich im Moment noch nicht. Wer weiß, ob das noch kommt oder nicht.
Sebastian
Ich brech jetzt mal
Tessa
Kann ich auch keine Prognose.
Sebastian
mit der Reihenfolge der Hörerfragen noch mal was von Regenbogens ab. Wird das
Spiel dadurch nicht sehr brattig durch den Teenie?
Tessa
Ja, ist es.
Sebastian
Das muss ja für dich schrecklich sein.
Tessa
Ja,
Lars
Nee,
Sebastian
Du schaust quasi zu dabei, wie dein Körper da quasi noch mehr Action
abkriegt, weil in dir ein Teil ist, der sagt, ich provoziere noch mal, da geht
noch was.
Tessa
ich kann sie aber ja auch einbremsen. Ich habe ja auch Kontakt zu ihr. Ich bin
ja mit mir selbst im Kontakt quasi. Und ich kann da schon auch einen Riegel
vorschieben und sage, Ruhe jetzt. Also nicht alles, was sie denkt, muss ich auch
immer aussprechen.
Sebastian
Ja, Lars, viel Spaß.
Tessa
Selbstschutz.
Sebastian
Ich stell mir das wirklich kompliziert vor. Also, puh. also ich sag mal so
ich hab hinterher nochmal nachgedacht, hab mir gedacht vielleicht kann man sich
das so vorstellen, man hat einfach zwei Subs in einem Raum und muss sie jetzt
beide glücklich bespielen vielleicht ist es genau so kompliziert, die mögen
unterschiedliche Dinge die sind unterschiedlich drauf und jetzt muss man das
irgendwie gucken dass man das alles unter Kontrolle kriegt und da irgendwie was
schönes draus macht
nur dass der eine von den beiden immer plötzlich weg blinzelt und verschwindet
und die andere ist da und wieder umgekehrt. Also wenn du dich umdrehst, wechselt
die Person.
Kann ich mir das so etwa vorstellen?
Lars
ganz so ist es nicht.
Sebastian
Also
Lars
Wenn wir Lotta im Spiel mit im Boot haben,
dann
funktioniert das. Dann ist das auch ein tolles Spiel. Das Problem ist halt nur,
wenn der zweite Persönlichkeitsanteil
gegenarbeitet, weil keine Lust oder wie auch immer oder kein Interesse am Spiel,
dann wird das schwierig, weil ich dann, wie gesagt, Emotionen habe, die für mich
nicht sichtbar sind.
Aber ansonsten, wenn Lotta mit im Boot ist, dann passt das. Dann sind die beiden
sich auch einig. Dann funktioniert das.
Sebastian
nicht ganz so schlimm, alles klar.
Tessa
Ich stelle den Kontakt vorher ja auch her. Also nicht nur den mit Lars, der
steht ja sowieso. Das ist ja ein Grundgrund, sind quasi vorhanden. Sondern ich
rede mit Lotta vorher auch. Also ich gehe auch mit mir selbst ins Gespräch quasi
und kläre, wie sieht es denn so aus, wo stehen wir denn und kommuniziere das
dann auch nach außen. Und dann kann es auch mal sein, wie weiß ich gar nicht,
vor ein paar Tagen das, ich habe es aber klar kommuniziert, dass tatsächlich ihr
Richtung weiß nicht, irgendwie heute können wir es auch besser lassen, nicht so
richtig Lust, aber über die Seile haben wir sie dann letztlich gekriegt. Also
Lars hat gemeint, naja, dann lass uns vorher so ein bisschen Bondage vorneweg
machen und das mag sie ganz gerne. Hat er gar nicht gemacht, weil sie das mag,
sondern einfach weil wir es eh mal wieder machen wollten so und damit haben wir
sie ins Boot gekriegt. Und dann war es aber tatsächlich so, dass sie immer so
ein bisschen versucht hat abzuschalten, die Seile auch letztlich angenommen hat,
aber viel mehr ist nicht gegangen. Da war dann, ja, weiß ich nicht, sie klingt
sich dann aus quasi, so nach dem Motto, ihr könnt ja machen, aber ich muss ja
nicht mitmachen. Und dann fehlt so ein Emotionspart irgendwie. Ja, ich weiß auch
nicht, es wird so ein bisschen einseitig, dann
haben wir dann auch gelassen. Aber das wusste ich vorher, ich habe es schon
gemerkt und ich hatte schon das Feeling dafür und habe das auch so kommuniziert
und dann weiß man aber auch vorher, dass das möglicherweise einfach nicht
funktioniert heute, dann ist das so.
Lars
Genau, man muss sich dann darauf einstellen, dass das unter Umständen nicht
klappt.
Sebastian
es scheint ja offenbar zu klappen.
Seit der Aufnahme seid ihr nochmal zum Spielen gekommen? Habt ihr es geschafft?
Lars
Ja. Ja, ja.
Sebastian
Ich bin ja immer neugierig.
Ich mag so ein bisschen nochmal zum Thema Spielzeug bauen und Konstruktion
und Co. nochmal rüber gehen. Ist das okay?
Tessa
Ja,
Sebastian
Gut, alles klar. Man muss ja nicht immer, das ist ja das Schöne bei euch, wir
haben ja wirklich zwei völlig gegensätzliche Themen und das habe ich auch
tatsächlich gemerkt, das kann ich, ich kann ja bei Spotify so ein bisschen
sehen, welche Teile werden wie gehört und da habe ich wirklich so, man sieht so
ein bisschen, dass die Leute, die jetzt sagen, oh hier, das ganze Thema Lotta,
Persönlichkeit, das interessiert mich nicht so, die sind weitergegangen zu den
Spielsachen und aber eben auch umgekehrt. Also man sieht, dass die Hörer sich
das auch ein bisschen
raussuchen. Das sind zwar nicht so viele, die da hin und her springen, aber man
kann es deutlich sehen. Das finde ich natürlich immer spannend, sowas, wenn dann
wirklich für jeden was dabei ist.
So, und erst mal von Alpha 8.0 nochmal ein Dankeschön an euch für die
Mega-Inspiration, für das Tool.
Und dann gibt es noch eine Fachfrage. Wo habe ich sie denn versteckt? Sie ist
hier irgendwie an mir vorbeigescrollt. Wo ist sie denn?
Ach da, Fachfrage. Wie verhält sich Walabaholz im Gegensatz zu Mahagoni in der
Verarbeitung und dem Schmerzreiz bei Sub? und wo kann man Walabaholz kaufen? Ich
Lars
Also die Unterschiede sind marginal. Es ist ein bisschen schwerer, aber es ist
vom Härtegrad her ähnlich.
Ich
denke mal, es gehört zu den Harthölzern. Und wie gesagt, das ist marginal.
Es ist halt einfach ein bisschen schwerer vom Gewicht her und von der
Verarbeitung her auch ähnlich. Ähnlich da vielleicht eher ein bisschen wie Eiche
von der Verarbeitung. Ist von der Maserung her auch ähnlich. Ein
bisschen kräftiger als die Maserung von Eiche, aber ähnlich. Während Mahagoni
ein bisschen feiner strukturiert ist.
Sebastian
glaube, ich muss jetzt mal ein Experiment machen. Sag mal, Lars, weißt du was?
Lars
Aber ich glaube, dass man in der...
Sebastian
Das Originalteil wiegt...
Lars
Ich
habe es noch nicht auf die Waage gelegt.
Sebastian
Hast du eine Waage in der Nähe?
Lars
Im Moment gerade nicht.
Sebastian
Ach, schade. Dann hätte ich gesagt, ich lege das Ding hier bei mir mal auf die
Waage, weil ich habe das Gefühl, also gefühlt ist das Ding, was ich habe,
doppelt so schwer. Und...
Tessa
ich mische mich mal, ich meine, Ich meine, ich hole mal die aus der Küche, die
Küchenwaage.
Sebastian
dann... Genau, das ist gut.
Lars
Du hast ein Paddle aus Eiche.
Sebastian
Und dann bitte ich das Podcastsubbie.
Lars
Das ist aber auch deutlich stärker. Das ist dicker. Das ist dicker als das
Walaba-Paddle.
Sebastian
Ganz kurz, liebes Podcastsubbie, ich hätte gern mal die Briefwaage.
Tessa
Das große Wiegen, leise.
Sebastian
Man muss ja... Ja.
Tessa
Musst du nur gerade leise sein, damit ich das Kind nicht wach mache. Tja,
Sebastian
So, hier quietscht das jetzt gerade, die guten Ikea-Schubladen.
Dankeschön.
So, ich bin jetzt mal sehr gespannt. Weil das Problem ist, wenn du Dinge in der
Hand hast, und das ist dann drei Wochen her, dann ist es sehr schwer für mich,
irgendwie ein Gewicht im Kopf zu wissen. Ich lege das Ding mal drauf.
So, ach, das ist ja mal lustig. 111 Gramm tatsächlich.
Aber
Tessa
bei unserer Waage ist jetzt die Batterie ja natürlich leer.
Die Einstellung.
Sebastian
vielleicht kriegst du noch eine Wiegung raus. Naja, 112 Gramm. Tja, dann müssen
wir das nachliefern, die Info.
Tessa
nicht.
Ja, die lässt sich gerade überhaupt nicht mehr anzeigen. Das ist ja lustig, muss
jetzt ausgerechnet jetzt sein.
Sebastian
Okay, also so oft backen, backen tut er nicht so oft.
Lars
Walaba ist einfach nur schwerer und hat eine wunderschöne Maserung und eine
wunderschöne Farbe. Von Natur aus eine schöne Farbe. Das ist im Grunde der
einzige Unterschied von Härtegrad, nimmt sich das nicht großartig aus.
Sebastian
glaube, das Ding ist auch einfach ein bisschen dicker. Aber generell, ich finde
diese Idee, wir besprechen im Podcast irgendwas, wir zeigen was und dann sagen
Leute, Mensch, ich baue das mal nach, ich finde das total cool. Natürlich
hättest du es natürlich lieber, dass Menschen das dann bei dir kaufen.
Auf der anderen Seite, ganz ehrlich,
gute Ideen verbreiten sich.
Lars
Das ist immer so ein bisschen Glückssache.
Große Hölzhändler auf jeden Fall einfach mal durchfragen. Es hat auch nicht
jeder Wurzel hinter der, sondern der Programm hat es immer verfügbar, weil es
halt der eine oder andere da ist, gut ist.
Sebastian
Lars, wir verstehen dich gar nicht, weil du hast irgendwie da irgendwas vor dem
Mikrofon, deine Hand vielleicht.
Lars
Nein, habe ich nicht.
Sebastian
Jetzt ist es wieder viel besser, sehr gut.
Lars
Also es ist halt so, mal bekommt man es, mal bekommt man es nicht. Einfach
durchfragen durch alle Holzhändler. Also große
Holzlieferanten.
Weil es ist halt ein rares Gut. Es ist halt ein bestimmtes Einzugsgebiet, wo man
das herkriegt. In Südamerika, halt aus diesem Stausee. Und das ist Glückssache,
sag ich mal. Einfach durchfragen. Das ist auch immer eine Nachfrage.
Bestimmt durch die Nachfrage. Wenn jemand, wenn ein Holzhändler da mehrere
Abnehmer für hat, dann hat er das öfter auf Lager. Und wenn er da weniger
Interesse von irgendwelchen Tischlereien oder was auch immer hat, dann hat er da
halt weniger von. Das ist, da hilft nur rumtelefonieren und rumfragen.
Sebastian
Nächste Hörerfrage, warum nimmst du denn Tropenholz? Also wird da nicht auch
einfach ein Stück, ich weiß nicht, Fichte, wäre das nicht auch völlig okay?
Lars
Nein,
um Gottes Willen.
Also der Tropenholz ist ja jetzt nicht unbedingt zwingend, außer es sind halt
welche, entweder Sachen, die aus Forst stammen oder halt, wie gesagt, das war
Wallaba aus dem Stausee. Also so wirklich jetzt so frisch geschlagene Urwald, das
würde ich auch nicht antun, schon aus umweltschutztechnischen Gründen nicht.
es ist ein Riesenunterschied bei den Hölzern. Ich nehme auch gerne deutsche
Eiche, sehr gerne. Das ist auch ein sehr schönes Hartholz, weil ich halt ein
hartes Holz haben möchte und mit einer schönen Maserung und mit einer, weil
Fichtetanne ist einfach weiches,
schnell reißendes, schnell kaputtgehendes, billig schnell nachwachsendes
Bauholz. Da kann man kein schönes Paddle von machen. Also nicht wirklich, da
müsste man jetzt schon mit sehr harten Klarlacken arbeiten, etcetera. Aber das
ist halt einfach, ich sag mal, ein schnell gewachsenes, minderwertiges Holz.
Sebastian
Ich notiere mal den Sendungstitel für heute, hartes Holz für harte Subs.
Ja, ich muss mir da immer was ausdenken, weil ich muss ja immer zwei Sachen da
eintragen, wie die Sendung heißen mag, damit das irgendwie gelistet werden kann.
Und da stehe ich manchmal wie der Ochs vom Berg. Heute habe ich mal was.
Lars
Also um es zu erklären, Fichtetanne ist ein typisches Bauholz für Dachstühle,
Dachlatten etc. Es ist ein schnell nachwachsendes, billiges Zeug, aber es ist
halt auch extrem weich und grob von der Faser. Und ich
sag mal, für ein Dachsparren ist das super, aber für ein schönes Paddle...
Sebastian
Ja, aber man merkt
schon im Chat so ein bisschen diese Nachhaltigkeit. Das ist einfach wichtig. Da
kommt hier gleich die nächste Frage.
Lars
Ja, es ist auch, wie als die Kinder dahin gehen, dann bin ich auch sehr rigoros,
was das angeht. Also ich würde kein Stück Holz irgendwie verbauen, wo ein
aktueller Urwald für umgenietet wird, außer es wie gesagt tatsächlich irgendwie
aus dem Forst, also das Mahagoni zum Beispiel, ist aus Forstwirtschaft
oder halt das Wallaba, was halt wie gesagt eh schon vor 60 Jahren mal überflutet
worden ist und da unten raus geerntet wird, das ist eh tot quasi. Das ist eh
kein lebender Urwald mehr, sondern das ist da 60, 70 Meter unter Wasser. Ja,
Sebastian
Wobei ich auch sage, für besondere Spielsachen, da darf es auch was, selten ist
jetzt ein schwieriger Begriff, aber da darf es auch was sein, was besonders ist.
Solange du daraus jetzt nicht irgendwie Terrassenplanken oder so sägst und die
Dinger dann verwittern lässt.
Lars
genau.
Sebastian
Wobei ich habe noch nie davon, ich sage mal so, manchmal hat man ja Sachen, die
halten wahrscheinlich ewig. Die Frage ist, würde man die Sachen vererben? Ich
glaube nicht.
Also was macht man mit dem Zeug? Da muss ich mir irgendwann mal Gedanken machen.
So in 30, 40 Jahren wird das Zeug verschenkt, verbrannt oder eben dann doch
vererbt mit der Aufschrift
Lars
Warum meinst du,
Sebastian
niemals öffnen.
Lars
nein, warum meinst du, dass das Thema BDSM dann gestorben ist?
Sebastian
Wenn man vererbt ist, die Frage immer an wen.
Lars
Wahrscheinlich eher nicht. Also kannst du es auch bringen.
Sebastian
Also sagen wir es mal so.
Lars
Naja, in die entsprechenden Kreise.
Sebastian
Ich
Lars
Also es wird sicher halt auch dann noch eine Community geben, wo du das mit
Sicherheit mit Kusshand loswirst.
Sebastian
habe mir einfach gerade überlegt, nehmen wir mal an, als meine Urgroß-Oma da
gestorben ist, ich hätte jetzt keine Heftchen von ihr erben wollen.
Lars
Die Heftchen nicht, aber ein schönes, kunstvolles Paddle aus einem tollen Holz,
das, klar, ab. Man
Sebastian
So, es
Tessa
Nein, ich hätte das, glaube ich, auch nicht erben wollen.
Vielleicht weiterverkaufen.
Ich glaube, ich würde kein Sexspielzeug von meinen Eltern haben wollen. Oder von
der Oma.
Sebastian
ja eh so, BDSM ist natürlich, wenn man will, eine unglaubliche Materialschlacht.
Das ist einfach eine sexuelle Präferenz, sage ich jetzt mal, bei der man
unfassbare Mengen Zeug ansammelt. Mir fällt eigentlich nichts anderes ein, wo
man so viel Sex-Kram ansammelt, es sei denn, man hat irgendwie einen Fips dafür,
irgendwelche Dildos und Vibratoren in rauen Mengen zu sammeln, aber da kriegt
man auch nicht so schnell mal zwei, drei Kommoden voll, also das ist bei BDSM
schon einzigartig.
Lars
muss ja mit gewissen Dingen auch eine gewisse Stimmung erzeugen. Und das ist
halt gerade mit schicken Spielsachen oder schicken Möbeln, ja, man möchte sich
einen Flair um sich rumpacken. Das ist wie, fragt eine Frau, warum sie sich so
viele Klamotten kauft.
Es ist ähnlich.
Sebastian
Warum kaufen Frauen so viele Klamotten?
Tessa
weil das zur Stimmung passen muss, das stimmt schon. Weil ich morgens
entscheiden können möchte, was ich anziehe. Also ich zumindest,
ich weiß ja nicht, man kann, glaube ich, das darf man jetzt wieder nicht so
pauschal sagen, aber mir geht es schon so, dass ich morgens spontan entscheiden
möchte, was ich anziehe und nicht nur die Wahl zwischen zwei Hosen und drei
Pullis haben möchte, sondern mehr Auswahl haben möchte. Jetzt
Sebastian
Ich oute mich da mal, ich habe eine unglaubliche Sammlung an Hemden in allen
möglichen Farbtönen.
Tessa
haben wir die Frage beantwortet, warum.
Sebastian
Ich trage eh immer nur dieselben fünf.
Lars
Genau.
Sebastian
Ich weiß auch nicht warum, aber so ein weißes Hemd hat man im Schrank zu haben
und nach drei Jahren vergilbt es irgendwie oder nach fünf und dann kauft man
wieder ein neues, aber man trägt es ja doch irgendwie nicht. Ich
Tessa
muss ein schwarzes kaufen. Interessant
Sebastian
schütte nochmal Tee nach. Sehr schön. Ja, heute ein bisschen Geräuschstimmung.
Draußen regnet es auch immerhin, es windet ein bisschen.
Tessa
wird ja dann auch die Wohnungsauflösung, so eine BDSM-Wohnung. Ich glaube, wir
lassen das einfach so, wenn wir alt werden. Und das dürfen sich dann die Enkel.
Sebastian
Ja, merkt er selber, das ist so ein bisschen schräg, oder?
Tessa
Ja, wir haben ja auch Freunde, das Vanilla-Pärchen. Also bei ihr weiß ich es gar
nicht, aber er hat sich den Podcast angehört. Und ja, man merkt schon, dass er
sich ein bisschen schwer tut damit, dass er versucht es als Hobby. Also er hat
es letztlich mit seinem Fußball und den Pen-and-Paper-Rollenspielen
gleichgesetzt. jetzt. Er tut sich im Kopf ein bisschen schwer, das einzuordnen,
wo er es hinordnen soll.
Sebastian
Oh, das ist aber spannend. Spannend. Okay, also ist doch gar nicht so falsch,
das so einzuordnen. Das ist was, was der Mensch in seiner Freizeit macht mit
ganz viel Leidenschaft.
Tessa
Ja, er hat es als Hobby eingeordnet. Ich habe es auch einfach so stehen lassen.
Lars
Das ist
Sebastian
Okay, wie würdet ihr das denn einordnen? Gibt es dafür eine Formulierung, die
gut passt?
Tessa
Ja, letztlich ist es schon eine sexuelle Spielart.
hat ja schon viel mit Sex zu tun.
Letztlich ist es ein Teil des Sexuallebens, aber damit, glaube ich, tut er sich
ein bisschen schwer mit dem Gedanken. Von daher ist es auch okay als Hobby.
Lars
Stück weit Ausleben der eigenen
Persönlichkeit.
Sebastian
Ja, gut, aber auch das ist ja beim Sport, würde ich das, also ich versuche das
immer so als Brücke zu nehmen, wenn ich Vanillas erkläre, wie ist denn das,
warum macht man das überhaupt und dann komme ich immer wieder mit dem Marathon
da um die Ecke.
Das ist noch die Brücke, die am ehesten funktioniert.
Aber ich glaube, da ist so, bei BDSM hast du aber auch ganz viele Dinge, die du
mit Sex und Sexualität vermischst, die theoretisch, ja, also für uns hat das
natürlich alles irgendwas mit Sexualität zu tun. Aber du hast ja ganz viele
Alltagsrituale und dadurch ist ja Sex bei BDSM theoretisch omnipräsent, wenn du
BDSM als Sexpraktik quasi bezeichnest.
Lars
Deshalb ist es das auch nicht nur. deshalb meinte ich das, das ist ein Stück
weit Ausleben der eigenen
Persönlichkeitsanteile, die man so in sich trägt. Also diese
Dinge auch mal rauszulassen und auszuleben.
Tessa
Damit passt er wieder zum Pen & Paper.
Lars
Ja, genau. Ein Stück weit vielleicht schon.
Tessa
Was ja letztlich auch in die Richtung geht. Da
Sebastian
Da muss ich es eh gestehen, da ist die Überschneidung unglaublich. Neulich habe
ich eine Aufnahme gemacht und dann haben wir nach der Aufnahme hat der Mensch
mir ein bisschen, ja ich nenne es jetzt mal so ein Pen-&-Paper-Szenario hat er
mir mal vorgetragen.
Boah, hätte ich das mal aufgenommen. Das war großartig. Und ich auch dachte, ja,
das ist ganz gut. Das ist quasi aus meiner Perspektive, oh nee, ich sage das
jetzt nicht, aber doch, es gibt Hörbuchsprecher, die kriegen das ähnlich gut
rübergebracht. Da dachte ich, ja, da kann man, glaube ich, den ganzen, da kann
man unglaublich viel Herzblut reinstecken. Warum die Überschneidung da so hoch
ist, BDSM plus Pen & Paper und Informatiker, das ist mir eh noch ein Rätsel.
Lars
Weil ich denke mal, dass bei diesen ganzen Rollenspielgeschichten man ja einen
eigenen Charakter nach seinen eigenen Wünschen formt. Das heißt, ein
Persönlichkeitsanteil da in diesem Spiel auslebt, den man
ja selbst geschaffen hat quasi. der das, was an diesem Persönlichkeitsanteil in
einem steckt, halt auslebt. Und ähnlich ist das ja bei BDSM. Und wahrscheinlich
ist da wieder die Brücke.
Sebastian
Oh, das heißt, Frage, Wenn BDSMler Pen-&-Paper-Rollenspiele spielen,
entspricht dann der Charakter, den sie da erschaffen, ihrem, ja, genau,
Lars
Oder so im Spiel gehe ich ganz stark von aus, ja.
Sebastian
das sollte man mal diskutieren. Guckt auf meine Liste.
Tessa
kann bestimmt Jasmin was dazu sagen.
Sebastian
Oh, ganz bestimmt.
Lars
Oder man hat vielleicht noch mehrere Rollenbilder im Kopf und lebt da eine
gänzlich andere Seite aus, die man in seiner Spielbeziehung oder in der
BDSM-Beziehung vielleicht gerade nicht ausleben kann.
Tessa
Die ist jetzt heute nicht dabei.
Sebastian
Stimmt.
Tessa
Da
Lars
Manche haben ja mehrere. Es gibt ja auch Switcher etc.
Aber es ist im Grunde nicht viel anders. man lebt dort im Rollenspiel etwas aus,
was ein Anteil seiner eigenen Persönlichkeit ist, in dem man seinen Charakter da
selbst gestalten und
leben lassen kann und ähnlich ist es ja im BDSM auch, man hat halt einen
Persönlichkeitsanteil, den man darin ausleben kann.
Sebastian
Ich muss da nochmal ein bisschen weiter reingucken.
Tessa
müssen sich, glaube ich, die Pen & Paper-Spieler mal... Wir können nur mutmaßen.
Sebastian
genau.
Mir ist einfach aufgefallen, dass ich das immer öfter höre und denke mir, wenn
es so oft kommt, dann ist das doch nicht so nischig, wie ich dachte.
Tessa
Ja, aber unser
Sebastian
Ich
Tessa
Vanilla-Freund macht auch Pen & Paper oder hat es mal eine Weile gemacht und ist
kein BDSMler. Es gibt auch Pen & Paper-Spieler.
Vielleicht wird er ja noch ein BDSMler. Vielleicht haben wir ihn ja jetzt
angefüttert.
Man weiß es nicht.
Sebastian
gehe jetzt zum Schluss nochmal so ein bisschen in die Richtung, normalerweise
würde ich jetzt fragen, na, was ist denn so alles passiert? Habt ihr inzwischen
seit der letzten, seit der Aufnahme, habt ihr irgendwelche Partys besucht oder
Stammtisch oder sowas? Ich vermute fast, ja, habt ihr einen
Tessa
Ja, wenn man auch ein Stammtisch hat.
Lars
Ein Stammtisch, ja.
Sebastian
Stammtisch?
Lars
Ein nicht Corona-konform.
Sebastian
Oh,
Tessa
Ja, doch, er war offiziell Corona-konform. Aber ich habe mich trotzdem sehr
unwohl damit gefühlt. Es ist halt Bremen, dummerweise. Und es ging halt kurz,
nachdem wir auf dem Stammtisch waren, die Zahlen in Bremen hoch. Mittlerweile
ist Bremen ja auch ein Risikogebiet. Und ich habe mich wirklich, wirklich nicht
gut gefühlt damit danach. Weil die Corona-Regeln ja generell besagen, oder
zumindest hier im Moment, dass sich ja bis zu 20 oder 25 Personen in einem Raum
sein dürfen. Und bis zu 10 dürfen ohne Abstand zusammen sein aus fremden
Haushalten. Und so war es auch. Es waren zwei Tische, wo man wirklich sehr eng
beieinander war. Aber das hat mir so im Nachhinein der aktuellen Zahlen nicht
gut gefallen. Aber wir sind gesund, von daher war es wohl okay.
Sebastian
Ja, da habt ihr mir was voraus.
Nein, ja, aber das ist tatsächlich auch so mein Problem, dass man einfach nicht
weiß, die Frage ist, was ist legal und was kann man machen und
fühlt man sich dabei noch wohl und irgendwie ist das immer noch eine
Katastrophe.
Lars
Also es war zwar
so, wie es war, schon legal, aber wenn man das so im Nachhinein Revue passieren
lässt, weil das alles Leute sind, die du nicht in deinem Alltag um dich
hast, aus einer anderen Stadt etc. Wenn man das nochmal so durch den Kopf gehen
lässt, denkt man sich auch so,
wenn man sich was wegholen hätte können, dann so.
Aber es war alles im Rahmen des Erlaubten.
Sebastian
Aber das
Tessa
Also ich finde es schwierig und ich glaube, wir warten auch mit dem nächsten
Stammtisch, warten wir jetzt ein bisschen, bis sich in Bremen die Lage beruhigt.
Lars
Ja, definitiv.
Sebastian
war ja, nee, das war nicht euer erster Stammtisch, ne?
Tessa
Doch, das war der erste.
Sebastian
doch, siehst du, ich habe jetzt gerade echt gedacht, Mensch, ich habe hier einen
Notiz erster Stammtisch, jetzt dachte ich, ich habe schon falsch gelegen, gut.
Ja, dann habt ihr ja gleich der erste Stammtisch mit so einem mulmigen Gefühl,
aber war es denn wie erwartet?
Tessa
Leider nein.
Sebastian
Oh, was habt ihr erwartet und was war das Problem? Leben.
Tessa
Was haben wir erwartet? Ich glaube, erwartet haben wir gar nicht so viel. Wir
hatten einen netten Abend mit ein paar neuen Leuten. Ich sage das mal aus meiner
Perspektive, dann kann der Lars gleich nochmal was sagen.
habe ich so erwartet. Ein bisschen gestört hat es mich, dass wir tatsächlich ja
so ein bisschen lost waren auf dem Stammtisch. Also wir kannten vorher schon ein
Pärchen, zwei davon quasi, wovon sie aber so ein bisschen erkältet war und
deswegen den Stammtisch Corona-bedingt aus Rücksicht nicht besucht hat und nur
er da war. Und dann als wir hingekommen sind, so zehn Minuten nach offiziellem
Beginn ungefähr, war dieser erste Haupttisch schon voll. Und wir standen
tatsächlich so ein bisschen lost im Raum. Niemand hat Hallo gesagt, niemand hat
irgendwie uns uns großartig begrüßt oder aufgenommen und ja, wenn wir nichts
gesagt hätten, wären wir glaube ich noch ein paar Minuten länger ein bisschen
lost im Raum rumgestanden, haben uns dann irgendwann an den zweiten Tisch
gesetzt, aber es war halt, es ist viel auch der Corona-Situation geschuldet,
einfach, dass man auch nicht Plätze tauschen darf und dass natürlich die Orga
auch nicht großartig zwischen den Tischen pendeln darf.
Ja, trotzdem waren wir so ein bisschen lost und ignoriert auf dem Stammtisch.
Natürlich haben wir trotzdem zwei, drei Leute kennengelernt und hatten auch das
eine oder andere nette Gespräch, aber es war leider, wir sind so in dieser
Hauptgruppe quasi, weil sie, die sich halt am Anfang an einem Tisch
zusammengefunden sind, nicht so richtig aufgenommen wurden. Wir versuchen es
dann einfach nochmal.
Sebastian
Ja, ich glaube, das dauert manchmal einfach ein bisschen, dass man ein paar Mal
hingehen muss, bevor die Leute dann sagen, ach, guck mal, die meinen es, ich
sag mal, ernst.
Tessa
Ja, wobei wir waren angekündigt und wir wussten, also eigentlich haben sie
gewusst, dass wir kommen und wir kannten nicht,
Sebastian
Ihr wart angekündigt.
Tessa
ja, der,
Lars
Man hätte sich zumindest mal vorstellen können in irgendeiner Form und das war
so gar nicht irgendwie.
Tessa
wir wussten
ja gar nicht, wer es wäre und zumindest die Orga hätte sich mal eben kurz
vorstellen können, finde ich jetzt. Weiß nicht, ob die Erwartungshaltung eine
falsche ist da, aber gerade Neulinge, ich habe ihr aber dann auch das Feedback
so gesagt, gerade jemand, der vielleicht nicht so kontaktfreudig ist und das
erste Mal da, noch ganz neu in der Szene, vielleicht auch gerade erst weiß ich
nicht, 20, 25,
ich glaube, der wäre direkt wieder gegangen. Und das ist halt irgendwie auch
nicht das Ziel so eines Stammtisches. Also ich glaube, man muss Neulinge ein
bisschen mehr in die Gruppe holen, damit sie sich wohlfühlen.
Sebastian
Das hängt immer so ein bisschen vom Stammtisch tatsächlich ab. Aber was ihr
eigentlich geplant hattet, da ist ein Pärchen, was wir kennen und dann hängen
wir uns an die so ein bisschen dran. Das ist ja an sich eine gute Strategie. Ist
halt leider ein bisschen gescheitert.
Tessa
Hat nicht funktioniert, aber wir gehen trotzdem nochmal hin. Also jetzt nicht
so, dass wir sagen, oh Gott, das war ganz schlimm und wir machen es einfach
nochmal und dann klappt es besser.
Sebastian
Ja.
Tessa
Und gut.
Sebastian
Jendl, darum schreibt er es auch und da hat er auch recht, es ist für die Orga
ist momentan auch sehr schwierig, weil irgendwie bist du gefühlt mit einem Bein
im Knast, dann gibt es irgendwie tausend Regeln, die du beachten musst und
normalerweise würde man ja dann auch sagen, okay, wer neu dabei ist, da setzt
man sich mal dazu, quatscht mal, stellt mal die Leute sich gegenseitig vor und
ja, jetzt ist aber so, die Leute sitzen da, wo sie sitzen und
also probiert es da ruhig nochmal, das kann nur besser werden.
Tessa
Ja, machen wir auch. Gerade weil wir ein Teil ja kennen. Von daher, alles gut.
Gut, aber es war halt so ein bisschen, die Erwartungshaltung war eine andere und
ich glaube aber, dass vieles tatsächlich der Corona-Situation geschuldet ist und
die Orga nur einen kleinen Teil hätte anders machen können. Das haben wir als
Feedback auch zurückgesendet quasi, das werden sie auch machen, sagt sie
zumindest. Und ja, mehr. Ansonsten war das trotzdem ein netter Abend.
Sebastian
Ja, das ist doch gut. Worüber habt ihr denn gesprochen mit den Menschen dort?
Was war Thema?
Tessa
Viel natürlich, wer seid ihr, wie lange lebt ihr schon BDSM? Es ist halt immer
so, wie lange seid ihr schon dabei, wo kommt ihr her?
Sebastian
Mensch.
Tessa
Das war so der eine Teil. Dann saß direkt neben mir auch eine Transgenderfrau.
Da habe ich mich so ein bisschen unterhalten, auch über die Bremer Szene, was
das angeht.
Ja, und ein sehr bunt gemischtes Publikum war das tatsächlich. Ein alter
BDSMer, also im Sinne von Jahre alt, war auch da. Und der hat
auch ganz viel von sich erzählt, wie er in die Szene gekommen ist und wie das
früher so war, so ganz ohne Internet und wie schwierig das teilweise war, die
Szene überhaupt zu finden und
ja, wie viele Ausreißer er auch so hatte in falsche Richtungen, kann ich jetzt
hier natürlich alles nicht, weil ich ja nicht weiß, ob der Mensch möchte, dass
man darüber spricht, aber es war ganz interessant, warum man... Ja, tut mir
leid, aber ich kann ja jetzt
Sebastian
Ja, Tessa, kannst du ein bisschen langsamer sprechen? Ich komme kaum noch
hinterher.
Tessa
Ja, man kann jetzt natürlich nicht über die privaten Dinge, die er uns so
erzählt hat, sprechen, aber es war mal ganz interessant, wie schwierig das war
früher, so ganz ohne Internet und Handys und kennen wir ja alle gar nicht,
in die Szene überhaupt rein.
Sebastian
das war ja auch wirklich eine Leistung, das erstmal zu finden. Und das habe ich
ja auch, wenn ich Gesprächspartner habe, die schon ein bisschen älter sind.
Mach das erstmal. Wir haben es da ein bisschen leichter.
Nein, das erzähle ich euch nächste Woche. Also nicht euch beiden, sondern
generell. Da muss ich nämlich noch ein zweites Telefonat führen, bevor ich dazu
was sagen kann.
Von Adi habe ich noch einen Kommentar.
Das beobachtet man bei vielen Stammtischen. Man wird oft erst nach ein paar
Besuchen ernst genommen. Und das kann ich auch bestätigen.
Ich vermute, das hat so ein bisschen was damit zu tun, dass man halt auch viele
Menschen da hat, die kommen genau einmal. Und dann kommen die vielleicht auch
nie wieder. Und vielleicht muss man sich erst ...
Lars
Aber vielleicht ist ja genau das der Grund.
Tessa
Genau, das ist ja dann die Frage, warum kommen die? Vielleicht kommen sie
nämlich genau deswegen nicht nochmal wieder. Wir wissen alle, die nochmal neu
auf einen Stammtisch gegangen sind, wie viel Überwindung das manchmal am Anfang
kostet, gerade wenn man da vielleicht alleine hingeht. Und dann, ja, es ist
schwierig, wenn man dann nicht richtig aufgenommen wird oder irgendwo mitten im
Lokal steht und den Stammtisch gar nicht findet.
Lars
ist die Hauptgruppe die alteingesessene Gruppe, die es sich nicht mehr für nötig
hält, sich mal vorzustellen, mal Hallo zu sagen, ich bin der und der. Also wenn
das schon nicht drin ist, wenn man sich dann so da so überheblich einfach weiter
unterhält, so ja, ja, geht mal dahinter irgendwie, so tschüss.
Sebastian
Ja, also ich habe da auch beide Perspektiven so ein bisschen.
Lars
Das ist irgendwie komisch.
Sebastian
Ich bin ja auch mal an meinem ersten Stammtisch hingekommen und stand da auch so
ein bisschen alleine da und bin eigentlich nur aus Protest auch mal
hingegangen, kann aber wirklich sagen, ja, so zweiter, dritter Besuch und dann
fing das an, richtig Spaß zu machen und irgendwann, wenn du jahrelang hingehst
und dann kommt irgendwer Neues, dann guckst du einmal und dann lässt du die
Leute aber auch erstmal ein bisschen in Ruhe, weil du willst ja auch nicht,
stell dir vor, ihr kommt neu auf den Stammtisch und dann habt ihr plötzlich dann
wie zehn Leute, die nacheinander zu euch kommen und euch dazulabern mit
irgendwas.
Also das ist ganz schwer, da so ein
Tessa
Ja, deswegen sage
Sebastian
Gleichgewicht zu finden. Und ich
Lars
Also
Tessa
ich ja, die Orga hätte halt mal eben Hallo sagen können. Zumindest müssen ja
gleich nicht alle, Man muss jetzt auch nicht hier so einen, wir werfen einen
Wollknäuel hin und her und jeder stellt sich mal vor. Das will ja auch keiner.
Aber die Hauptorgas waren zwei Leute von der Orga da und die hätten, die müssen
auch nicht herkommen und uns knuddeln dürfen sie ja gerade nicht, aber zumindest
mal eben kurz Hallo sagen und sagen, hier, wenn irgendwas ist, wir sind die
Orga, setzt euch mal da hinten hin, fühlt euch wohl.
So was. Also wir sind tatsächlich mitten im Raum gestanden und es hat auch
niemanden interessiert, ob wir da stehen. Also ich fand das schwierig und ich
glaube, das ist ein Grund, warum manche Menschen dann nicht wieder hingehen. War
Sebastian
muss gerade gestehen, da ist so gerade der Teufel in mir, so eine
Vorstellungsrunde jede Woche beim Stammtisch, wo jeder sich kurz vorstellt. Ich
bin sowieso, ich mache das und das, ich spiele so und so. Ich glaube, ich würde
mich jede Woche hinsetzen und jede Woche eine völlig andere Story erzählen mit
einem völlig anderen Inhalt und Namen und allem. Einfach nur, weil ich es kann.
Tessa
auch eine Idee.
Sebastian
Und irgendwann weiß ich gar nicht mehr, wer ich eigentlich bin.
Ich glaube, Harald Schmidt hat das gemacht. Auch wenn die Presse wollte was von
ihm wissen, bei jedem Interview hat er mitgemacht, hat jedem Reporter ans
Mikrofon gesprochen und jedem was anderes gesagt, damit in der Zeitung am
nächsten Tag in jeder was anderes steht. Ich finde das total super, diese
Taktik.
also bitte probiert es wieder, also das, und
Tessa
auf jeden Fall.
Sebastian
ansonsten, es wird, irgendwann werde ich es auch nochmal hinkriegen, so ein
Hörertreffen nochmal zu organisieren, das tut mir, also ich merke das jetzt
gerade, das jährt sich ja langsam so ein bisschen und da tut mir das schon ein
bisschen weh, aber so die Vorstellung 20, 30 Leute in so einen kleinen Raum
reinzusperren für einen Abend, da habe ich echt kein gutes Gefühl und jetzt kam
auch bei Twitter die eine oder andere Nachfrage, Mensch, machst du wieder was?
Nee, mache ich nicht. Also dieses Jahr, das sehe ich einfach nicht, dass das
funktioniert. Und heute Morgen um sechs bin ich auch geweckt worden mit den
Worten 4000.
Und ganz ehrlich, verdammt. Also das muss jetzt einfach leider noch warten.
Tessa
Ja, gerade ist die Lage ja gerade wirklich wieder nicht gerade entspannt,
sondern angespannt und ja, wird
sich das wohl abwarten müssen.
Sebastian
Irgendwann kommt das, irgendwann geht das wieder. Wir müssen nur durchhalten.
Tessa
Genau.
Sebastian
Ich habe gerade hier noch die Anregung, Alpha 8.0 würde einen Bastel- und
Do-It-Yourself-Stammtisch interessant finden.
ja, ich glaube das ist tatsächlich cool, ich meine es gibt Shibari-lastige
Stammtische dann gibt es einfach offene, dann gibt es Femdom, Femsub und so
weiter, also geschlossene Stammtische, ich glaube das gibt es immer wieder mal
so als
Themenabend, aber ja wenn sich die Leute finden, warum denn nicht das
Lars
im Rahmen deines Live-Podcasts in der Telegram-Gruppe gibt es eine solche
Gruppe bereits, also zumindest online.
eigene Gruppe, die sich Tooltime nennt. Und da kann jeder seine
selbstgebastelten Sachen reinschmeißen und kann sich austauschen, Tipps und hin
und her.
Sebastian
Ding heißt Tooltime natürlich
Lars
Was ist nicht so? Ja, genau. Also es haben sich innerhalb deiner Community schon
viele Untergruppen gebildet. Eine zum Thema Hypnose,
BDSM und Eltern und Kinder und ja, da gibt es so einige Untergruppen
mittlerweile. Und unter anderem auch eine Tooltime-Gruppe, wo sich halt Leute so
ihre selbstgemachten Sachen einstellen und sich von anderen Tipps holen. und wo
man sich austauschen kann.
Du
Sebastian
ich, ich, ja und das merke ich mal selber gar nicht, ist das nicht fürchterlich
Lars
ziehst einen ganz schönen Rattenschwanz hinter dir her. Das
Sebastian
nein, es ist ja ja wirklich schön. Ich sage aber auch immer, das ist nicht mein
Podcast, sondern immer der Podcast von mir und den Menschen, mit denen ich die
jeweilige Folge aufnehme, weil ganz ehrlich, wenn ich mich allein vor das Mikro
setze, das haben ja schon einige hier in den Live-Sendungen manchmal
mitbekommen, da kommt nichts Gutes bei rum.
Pass auf, ihr beiden. Ich würde mich jetzt von euch verabschieden. Ich finde das
total super, dass ihr heute Abend Zeit hattet und hier einfach mitgemacht habt,
gerade mit Kindern und ins Bett bringen und so weiter, ist das ja immer ein
bisschen kompliziert und offenbar hat es gut geklappt.
Ja, dann ganz ehrlich, ich wünsche euch jetzt jetzt vorerst einen schönen
Restabend und wenn das mit dem nächsten Stammtischversuch besser geklappt hat
oder weniger gut oder
Lars, du irgendwie diese große Wassermühlrad irgendwie umgebaut hast, dann ruf
doch einfach mal an und dann genau, dann mag ich davon erfahren.
Lars
Lassen wir es dich wissen.
Das wirst du.
Sebastian
Sehr gut. Alles klar. Dann schönen Abend euch beiden. Macht's gut.
Lars
Und dir auch.
Sebastian
Tschüss.
Tessa
Tschüss.
Sebastian
Das waren Lars und Tessa. Hui, ein bisschen durcheinander, aber ich finde, da
hat's ganz gut geklappt. Also ich bin, Ich habe ja immer Respekt vor diesen
Dreierkonferenzen.
Aber heute sind wir gut hingekommen. So, ich sehe gerade, Blue Rose ist im Chat.
Das ist gut, die kann ich an der Stelle mal grüßen, weil ich schneide gerade an
der Folge mit ihr und bin ein bisschen zeitlich hinterher. Ich arbeite daran.
Das wird schon werden.
Heute kann hier wieder angerufen werden.
Trotzdem, also der Teekonsum hilft ganz gut. Ich habe jetzt während des letzten
Stündchens hier eine gute halbe Kanne Tee getrunken. Mal gucken, wie
lange die Stimme durchhält. Aber das fühlt sich momentan ganz gut an.
Okay, ich habe meine schöne Liste hier. Die würde ich heute ein bisschen
abarbeiten wollen mit euch. Also Klassenarbeit. Zuerst der Punkt, man kann hier
natürlich anrufen. Wer mit mir sprechen möchte über Whatever, kein Problem.
Dafür gibt es nämlich die Nummer, die 05101-9118952.
Einfach anrufen, dann sehe ich das hoffentlich. Ich gehe ran und wir sprechen
miteinander und thematisch bin ich da offen, wobei ich zugeben muss, letzte
Woche hatte ich ja so ein bisschen das Thema aufgerufen, Spielzeug, was man
gekauft hat oder angeschafft oder gebaut hat und danach irgendwie nie wieder
benutzt hat, darüber würde ich eigentlich gerne noch ein bisschen mehr sprechen.
Also wenn da jemand nochmal was erzählen mag, bitte.
Ja, und was ich immer vergesse zu sagen, anrufen lohnt sich natürlich auch, denn
wir haben ja hier noch ein paar Restkaffeebecher und die bringe ich einmal im
Monat unter die Menschen, die angerufen haben. Wer in den Lostopf kommt, bleibt
da drin, bis er was gewonnen hat. Und hier haben wir schon den ersten Anrufer.
Hallo, Sebastian hier. Mit wem spreche ich?
Hi. Oh, sehr gut.
Dreiachser
Hi,
Sebastian
Schön, dass du nochmal anrufst.
Ich notiere das mal. Jetzt kommst du eigentlich nicht nochmal in meinen Lostopf,
denn du bist ja schon drin.
Alles klar.
Ich kenne dich ja schon ein bisschen.
Magst du dich ganz kurz vorstellen für die Hörer, die dich noch nicht kennen?
Dreiachser
bin 53 und seit Geburt blind und habe 15 Jahre bei einer professionellen
Domina ausgelebt, sozusagen im Studio, dreimal im Jahr. Und das geht nicht mehr
und darum habe ich aufgehört. Wenn
Sebastian
Wegen Corona oder... Aber du hast jetzt nicht für immer aufgehört.
Dreiachser
das Ding für immer da bleibt, dann schon. Und wenn man
Sebastian
Das Ding bleibt ja nicht für immer da. Da müssen wir optimistisch sein, finde
Dreiachser
Kekulé glauben darf, dann wird das nicht verschwinden. Aber na gut.
Sebastian
Ja, also da wäre ich durchaus optimistisch. Also und irgendwann wird man auch
einen Weg finden. Aber genau, ich fasse das mal so ein bisschen zusammen, was
ich noch im Kopf habe.
Tatsächlich sagt sie momentan, da ist ein gewisses Risiko einfach und da muss
sie eben gucken, kann da keine Leistungen anbieten,
weil geht halt einfach an der Stelle einfach nicht.
Aber da ist ja jetzt für dich auch die Frage, Gibt es da andere Möglichkeiten?
Ich meine, gut, mit der Dame geht es nicht, aber was ist dein Plan?
Dreiachser
Gar nichts erst mal. Also wie gesagt, ich habe jetzt aufgehört. Aber ich wüsste
nicht, wo ich sonst hin soll. Und ich
habe schon früher gezögert, in irgendein Großstudio zu gehen.
Wie in einer großen Arztpraxis, wo fünf Leute oder mehr. Nee,
das wäre nichts für mich. Das wäre total abtörnend. Aber gut, ich wüsste auch
nicht, wohin.
Sebastian
Ja, die Frage ist ja, wie wäre es mit BDSM, mit einem Menschen, einfach mit
einem Spielpartner zum Beispiel. Also ist das eine Variante für dich? Oder warum
ist das nicht das, was du möchtest?
Dreiachser
Es wäre im Prinzip, aber ich wüsste nicht, wo ich so jemanden kennenlernen soll.
Und jetzt sowieso nicht mehr, weil man nirgends hin kann. Man kriegt es ja bei
uns in der Gegend.
Mein ganzes Leben ist so vertaktet durch die langen Arbeitswege. Und ich bin ja
zwölf Stunden am Tag auf Achse und davon bin ich ja fünf Stunden unterwegs. Also
das
Sebastian
Ja, aber vielleicht sind diese fünf Stunden eine gute Zeit,
Dreiachser
ist nur Wartezeit.
Sebastian
ja, okay, ich habe jetzt überlegt. Also ich weiß jetzt nicht genau, also ich
kann es immer nur alles vom Hören sagen, ich habe es nicht selber probiert, aber
ich gehe mal davon aus, so ein bisschen smartphoneaffin bist du? Nein, bist du
nicht, okay, verdammt, okay, weil ich bin immer total verwundert, wenn ich dann
erfahre, dass Menschen, die nichts sehen können, gar nichts, also die wirklich
blind sind und dann trotzdem auf so einem iPhone, die dieses Ding virtuos
bedienen können, Wahnsinn.
Dreiachser
Aber ich kann diese besoffene Wischerei nicht.
Sebastian
sind.
Dreiachser
Erstens
Sebastian
Okay, alles klar. Hm, ja, das heißt, dann heißt es nur abwarten und dann gucken,
also, ich dachte, also ich mag dir natürlich Community ans Herz legen,
Stammtische und irgendwas, natürlich jetzt im Moment wieder nicht, aber im
Grunde wird das aber dem Teufel zugehen, wenn du da nicht Menschen kennenlernen
würdest, gar nicht mal unbedingt zum Spielen, aber einfach auch Menschen, die
das teilen können, die dich da einfach verstehen können, ne?
Dreiachser
mal, man kennt mich. Und wenn ich dann im Taxi irgendwo fahre, dann kriegen das
Leute mit. Dann kriegen das auch Leute in der Arbeit mit. Und das ganze Umfeld,
ich wohne am Land, da ist es nicht so einfach.
Und wie gesagt, man kennt mich. Also ich falle auf als Blinder, weil ich ja nun
mal so ziemlich der Einzige bin, der rumläuft. Weil
die meisten, die es noch gibt,
verteilt sich. Da gehe ich jetzt sehr ins Detail. Die meisten Blinden sind,
also bei uns im Verein sind der Großteil der Blinden sehr alt, weil das sind
meistens Leute, die erst spät blind werden.
Sebastian
Ist völlig okay.
Dreiachser
Leute wie ich sind eigentlich heutzutage recht selten bei uns. Ich gehe auch im
Verein, also im Blindenverband, zu den Jüngsten, Mitte 50.
Sebastian
Ja,
Dreiachser
Dann geht es steil bergauf.
Sebastian
okay.
Dreiachser
Also ich kenne außer mir noch eine
Blinde, die arbeitet bei uns in der Stadt, wo ich arbeite. Und die meisten sind
also Rentner, Pensionäre. Aber das führt jetzt hier zu weit.
Sebastian
ja, du Ich habe gerade überlegt, es gibt ja eigentlich für jede Art von Mensch
irgendwie das passende BDSM-Event.
Dreiachser
Selbst
Sebastian
Jetzt habe ich gerade versucht nebenbei mal zu googeln, ob es nicht was gibt,
dass sich Menschen, dass blinde Menschen sich vereinigen und sagen, wir haben
hier irgendwie eine Gruppe, eine Community, wo wir uns austauschen können oder
so. Ich muss leider gestehen, dass das gerade fürchterlich gescheitert, weil ich
immer nur die ganzen Events bekomme, wo Menschen mit Augenbinden rumrennen und
dass irgendwelche Blindnights sind und sowas. Das ist tatsächlich schwierig,
aber da mag ich mal ein bisschen jetzt die Community fragen.
Gibt es da irgendeine Gruppe vielleicht, wo du dann auch quasi einen Kontakt
aufbauen kannst, wo man sich einfach untereinander austauscht? Wäre doch
eigentlich ganz schön, wenn es sowas gäbe. Man muss es nur finden.
Dreiachser
im professionellen Bereich, wie gesagt, ich habe damals, als ich die Lady
gesucht, als ich die Lady dann gefunden habe, damals 2005, ich war seit 2004 in
diesem Domina-Forum,
Die meisten konnten sich ja nicht vorstellen, wie das funktionieren soll.
Ich meine, jemanden in die Augen verbinden ist eine Sache, aber jemanden, der
von Haus aus nicht sieht, da haben die meisten Ladies die Waffen gestreckt und
haben gesagt, das geht nicht. Weil man sich die Session ganz ohne optische Reize
zumindest vorher oder nachher nicht vorstellen konnte.
Sebastian
Ja, aber es ist offenbar ja möglich und du hast da offenbar auch wirklich Spaß.
Dreiachser
Ja, natürlich. Ich meine, wir haben auch Vertrauen aufgebaut. Und wie gesagt,
das war, ich meine, 15 Jahre sind ein Haufen Zeit. Und dreimal im Jahr, das sind
manchmal viermal. Und
Sebastian
Ich
Dreiachser
es wäre auch weitergegangen Vielleicht wird es irgendwann weitergehen Wir werden
sehen, wenn es wieder funktioniert Ich
Sebastian
würde dir gerne einfach ein bisschen Perspektive schenken, wenn ich das
irgendwie kann, aber im Moment klingst du jetzt da nicht sehr optimistisch.
Dreiachser
bin realistisch Wahrscheinlich bin ich sowieso der einzige Blinde Der SM
überhaupt in Deutschland macht Dann
Sebastian
Das ganz sicher nicht, das kann ich dir versprechen. Da wird es Menschen geben.
Wir machen jetzt mal Folgendes. Liebe Hörer, wenn ihr da jemanden kennt, dann
sagt mal Bescheid. Ich möchte den Beweis antreten, dass du nicht alleine bist.
Da bin ich mir hundertprozentig sicher.
Dreiachser
wollte ich noch was sagen Ich kann es mir nicht vorstellen Dann wollte ich noch
was sagen, weil du vorhin Spielzeug gesprochen hast Ich habe damals Für unsere
Sessions drei Paar Handschellen bestellen lassen Also die Lilly hat sie bestellt
Ich habe sie nicht bestellt Und die zwei Paar haben wir benutzt Regelmäßig
Regelmäßig, also
es handelt sich um die Standard, die Firma, die jeder kennt, gehe ich mal davon
aus, die aus Solingen, also
Clejuso, kennt ja jeder. Die 12er und die 13er, die benutzen wir regelmäßig. Und
15er habe ich auch noch gekauft, aber die haben sich nicht geeignet, die sind
einfach zu groß und zu schwer. Die sind eigentlich nur groß und schwer, aber
haben keinen Effekt. Die
Sebastian
Okay, und wo liegen die jetzt rum?
Dreiachser
liegen bei mir rum. Ich
Sebastian
Okay, einfach so kann man nichts mitmachen. Naja gut, passiert. Wahrscheinlich
waren das auch noch die teuersten, ne?
Dreiachser
weiß, die haben miteinander gekauft, das weiß ich nicht, was die im Einzelnen,
aber die, ich nehme mal an, die sind ursprünglich entwickelt worden, um
Gefangene zu transportieren über längere Fahrstrecken oder so. Also wenn ich
jemanden vom Gefängnis ins Gericht oder wenn ich jemanden drei Stunden im Auto
transportiere oder so, ich vermute mal, für sowas sind die ja entwickelt worden.
Die dürfen nicht einschneiden, die dürfen nicht verletzen oder nicht dafür
sorgen, dass irgendwelche Gelenke einschlafen oder was.
Ich nehme an, dafür sind sie entwickelt worden, dass er trotzdem nicht
rauskommt, aber dass auch trotzdem sonst nichts passiert.
Also die sind sehr massiv, aber sind auch sehr locker. Also für eine Session
nicht zu gebrauchen
Sebastian
gut.
Ja, das habe ich irgendwann auch vor ein paar Monaten gelernt, oder wir das gelernt,
dass wenn man so aus Metall Fesseln hat, die wirklich passen, die genau passen,
die nicht rumschlackern, dann lassen die sich sogar relativ angenehm tragen.
Ich gebe dir mal kurz ein Feedback aus dem Chat, das finde ich gerade ganz
schön.
Elfe schreibt bei uns am Stammtisch gibt es eine gehörlose Sub mit ihrem Partner
und Gentle Dom schreibt noch, wo habe ich ihn? Ah, jetzt ist er schon
weggescrollt hier. Moment, ich muss einmal suchen.
Bei uns gibt es eine Fastblinde mit Ehemann und Hund. Also es gibt es irgendwie.
Die mischen sich da so ein bisschen runter. Du bist nicht alleine, können wir
jetzt schon mal sagen.
Ich bin mir auch nicht sicher, ob ich in Hannover auch mal jemand getroffen
habe. Das kann sein, aber ich weiß nicht, ob ich das jetzt irgendwie falsch
abgespeichert habe.
Also es gibt Menschen und ich könnte mir das sogar tatsächlich, also ich stelle
mir also das kann ich mir tatsächlich sehr innig und schön vorstellen.
Dreiachser
aus einer Zeit, als es sowas ja noch nicht gab. Das
ist ja, wie gesagt, war alles vor dem Ende. Früher, ich habe es ja damals schon
erzählt, geht auch so wenig, wie ich in meiner Jugend,
wie ich mein Umfeld hätte fragen können, wo kriegt man hier das beste Hasch?
Oder so wenig
hätte ich fragen können, wo das zusammenkommen
Sebastian
ich mag dir eigentlich immer nur sagen, es ist nie zu spät, da irgendwie
Community und Leute zu finden, bei denen man sich wohl fühlt.
Also da würde ich wirklich die Hoffnung nicht aufgeben wollen.
Das gibt es. Die Frage ist immer, wie bereit bist du auch dafür, zu sagen, okay,
komm, ich gehe das Wagnis jetzt ein. Nein,
Dreiachser
würde. Ich kenne das nicht, dass mein Leben so sehr vertaktet ist und durch die
ganze Arbeit und alles. Und dann bin ich eigentlich an den Wochenenden froh,
wenn ich nicht weit fort muss, weil ich die ganze Woche auf Achse bin. Ich bin
von halb sechs bis halb sieben eigentlich immer fort. Also früh bis Abend.
Und dann bin ich am Wochenende eigentlich froh, wenn ich ausschlafen kann und
mich ausruhen kann.
Sebastian
auch du hast bestimmt mal Urlaub.
Dreiachser
Weil, wie
Sebastian
Also
Dreiachser
gesagt, durch das geht sowieso nichts. Da ist noch alles offen und ja, wenn das
mal rum ist, ja, dann wird
da was werden. Ich
Sebastian
ich bin mir sicher, wenn wir in einem Jahr sprechen, dann werden wir
zurückblicken auf diese schlimme, schlimme Zeit und wie fürchterlich das war,
aber es ist dann besser.
Dreiachser
glaube noch nicht dran, wo
Sebastian
Ach, also ich glaube,
Dreiachser
ich bis der Arbeit, naja. Ja
Sebastian
also da bin ich tatsächlich der geborene Optimist und dann wird das schon
irgendwie werden und dann passt das und dann, da müssen wir einfach jetzt durch,
leider Gottes und du hast halt die Möglichkeit, klar, man kann natürlich online
ganz viel versuchen, irgendwelchen Foren ein bisschen schauen, dass man einfach
Leute spricht, da hilft es ja manchmal auch schon, wenn man sich austauschen
kann.
Das kann ja auch schön sein, wenn du sagst, hier, da sind so drei, vier Leute,
mit denen man sich regelmäßig irgendwie durch die Gegend mailt oder so oder
telefoniert, ist ja noch viel besser. Das kann ja auch einfach mal helfen.
Ich kriege von Elfe gerade einen Tipp zur Überbrückung für diese Zeit.
Jetzt sind natürlich auch erotische Hörbücher eine Variante. Ich weiß nicht, wie
du dazu stehst.
Dreiachser
gut, ich habe, was man halt auf, also einiges, was man halt auf CD so kriegt,
habe ich. Weil mit anderen Sachen bin ich nicht so bewandert und die ist auch
nicht ohne weiteres bedienbar. Also Audible und so, da müsste ich wieder über
Bekannte gehen, die dann, weil ich meine, auch das geht verstärkt immer mehr für
uns über die iPhone-App zusammen.
und ja, also es ist nicht mehr so einfach, wie es mal gewesen sein soll.
Andere Sachen, die man auf CD kriegt, habe ich schon eigentlich im
Sebastian
Da gebe ich dir jetzt einen ganz fürchterlichen Tipp. Stell dir eine Alexa ins
Haus.
Ja, aber das ist super, also sagst dem Ding, spiel das und das Hörbuch oder kauf
das Hörbuch und dann läuft das.
Dreiachser
Haus. Ne, das ist, ne, die kommen mir nicht ins Haus.
Sebastian
Ja, das ist dann immer eine andere Frage, ne?
Dreiachser
Ich habe auch kein WLAN, also bei uns, das Netz läuft alles nur über LAN bei
uns.
Sebastian
Okay, ja gut, es ist ja nur ein Vorschlag, also da hätte ich jetzt fast
erwartet, dass das Ding tatsächlich einen Segen darstellt.
Dreiachser
Ja, ich weiß, aber es ist, ja,
wenn man nicht, ja, ich kenne genug Leute, die es haben, aber ne, da hast du die
Spione im Haus, also das ist, ne.
Sebastian
Also ich mag dir wirklich nochmal mit auf den Weg geben. Sei da ruhig optimistisch,
das wird wieder. Und es wird halt ein bisschen dauern, okay, da kommen wir nicht
drum rum. Aber früher oder später kommen auch die Handschellen wieder zum
Einsatz, so wie du das möchtest. Und dann hast du auch Spaß.
Ja, also da, wie gesagt, da glaube ich, also das ist ja das Schöne eigentlich,
das vergeht ja nicht. Also das ist ja nicht so, dass es nur morgen die
Möglichkeit gibt oder übermorgen, sondern das bleibt ja. Und wenn
es drei Jahre dauert, dann dauert es halt drei Jahre. Aber die Menschen, die
BDSM mögen und machen, die sind danach ja trotzdem da. Und dann ist das so.
Dreiachser
weiß jetzt nicht, ob sie wieder aufgemacht hat, weil sie hat ja gesagt, sie will
eigentlich wieder aufmachen.
Aber ich meine, sie hat ja genug Gäste noch, weil es ist ja nur wegen mir, weil
ich öffentlichen Nahverkehr benutze und weil ich deswegen ein potenzielles
Risiko bin. Aber wenn jetzt jemand anders lebt und, wie gesagt, ich weiß nicht,
ob sie wirklich wieder aufgemacht hat,
weil, wie gesagt, ich weiß nicht, dass sie sich wieder Arbeit gesucht hat und da
hat ihr medizinische Bildung geholfen. Ja,
die muss jeden Monat 4.000 Euro Miete blechen für das Studio. Wenn du
da für ein halbes Jahr keine Einnahmen hast, dann sind die Rücklagen schnell
aufgebraucht.
Sebastian
Ja, natürlich.
Dreiachser
Also
Sebastian
Gut, aber das ist natürlich auch so mal ein ganz anderer Punkt, dass du halt
nicht genau weißt, woran liegt es jetzt und ja, der öffentliche Nahverkehr,
Risiko hin oder her, schwierig.
Dreiachser
wenn sie wieder aufmacht, also ich, bevor wir nicht geimpft sind, brauche ich
nicht mehr kommen, Bevor wir beide aus der Gefahr sind, bevor das Risiko nicht
höher ist als vorher.
Eben weil ich mit dem Nahverkehr fahre.
Wir haben teilweise 200 Leute im Zug früh, wenn der nur 75 Plätze hat. Also
Abstand geht auch nicht.
Sebastian
Ja, ist klar.
Dreiachser
Wahrscheinlich bin ich wirklich risikopräsenter
für Sie als andere Leute, die eben nicht mit dem Nahverkehr fahren. Mag sein.
Nee,
Sebastian
Ja, aber da merkst du schon selber, da ist so ein leiser Zweifel, ob das
tatsächlich der Grund ist. Das ist ganz schwierig zu fassen an der Stelle
tatsächlich.
Dreiachser
ich glaube das schon.
Sebastian
Tatsächlich.
Dreiachser
Warum soll sie mich anlügen? Ich meine, wir kennen uns seit 15 Jahren und
gelegentlich
Sebastian
Habt ihr denn noch Kontakt im Moment?
Dreiachser
telefonisch. Also seit ein paar Monaten jetzt nicht mehr, aber wie gesagt, das
ist sowieso schwer zu erreichen. Und sie nimmt sich ja immer die Schichten
jetzt, also sie arbeitet in einem Kliniklabor und nimmt sich natürlich die
Schichten, was sie am meisten verdient, sprich abends oder am Wochenende.
Sebastian
Ja, natürlich.
Ja, da kann man auch gerade ganz gut verdienen, weil da sehr viel zu tun ist im
Moment.
Dreiachser
Also ich mache die normalen Kliniken, aber die werden ja auch genug Leute jetzt
gebraucht. Also sie ist gut ausgelastet, nehme ich an. Und
ja, mehr
Sebastian
kann dir da tatsächlich nur die Daumen drücken, dass das wieder wird und dass es
halt jetzt nicht zu lange dauert.
ja, also
Dreiachser
kann man ja nicht mehr machen als hoffen.
Sebastian
Hoffnung bitte nicht aufgeben und ich mache mal folgendes, also ich gucke jetzt
mal, hättest du denn, wenn sich hier bei mir Menschen melden, die sagen, hier,
ich bin selber blind und mache BDSM und würde mich da gerne mit dir austauschen,
darf ich, soll ich da einen Kontakt für dich herstellen?
Dreiachser
Ich meine, es wird
Sebastian
Wäre das was für dich?
Dreiachser
sich keiner melden.
Sebastian
Bitte? Bitte?
Dreiachser
Von mir aus, ja, aber es wird sich niemand melden.
Sebastian
Ah, warten wir mal ab. Also ich habe, ich mache ganz oft irgendwelche Aufrufe
und da meldet sich niemand und dann meldet sich ja doch jemand. Also das kann
passieren. Ich würde in so einem Fall, würde ich mich, ich habe ja da eine
Telefonnummer, habe ich hier, ja, also ich würde, glaube ich, in so einem Fall
würde ich dich einfach mal anrufen und fragen, hallo, darf ich irgendwas von dir
weitergeben? Wäre das in Ordnung für dich?
Dreiachser
Oder morgen schreibe ich eine Mail und gebe dann die Mailadresse.
Sebastian
Ne? Also bei, ich glaube, egal was ist, wenn man es nicht alleine, sondern
gemeinsam irgendwie durchsteht, dann ist es immer ein bisschen leichter.
Ne,
Dreiachser
Ich bin ja jetzt nicht verzweifelt.
Ich habe lang genug ohne gelebt und werde auch noch.
Sebastian
und dazu soll es auch gar nicht erst kommen, dass da irgendwie Verzweiflung ist.
Dreiachser
Ich war 38, als ich die erste Session hatte.
Also ich bin 30
Jahre alt. Wenn ich ohne ausgekommen bin, dann werde ich auch noch mal zehn
Jahre ohne ausgekommen. Das
ist zwar nicht angenehm, aber gut, wird auch gehen. Ich meine,
Sebastian
Ja, es wird gehen, aber vielleicht kann man es ein bisschen mildern, ne?
Okay, pass auf, ich drück dir erst mal die Daumen, dass das einfach positive
Überraschungen kommen und
dann gucken wir. Und wenn ich tatsächlich jemand finde, dann melde ich mich bei
dir und dann wird das. Und auch aus dem Chat, toi toi toi Dreiachser, also da
merkst du, das nimmt hier auch die Hörer tatsächlich ein bisschen mit, dass du
ein bisschen dass du ein bisschen einfach diesen Schwung mal jetzt mitnimmst,
ne? Alles
Dreiachser
alles Gute an alle miteinander. Und ja, dann wünsche ich euch alle miteinander
einen schönen Abend und neulich, wie ich immer so schön sage.
Sebastian
Ja, bis demnächst. Tschüss.
Das war drei Achser. Also da nochmal der Aufruf, wenn sich da jemand mit ihm
austauschen möchte, einfach an mich mailen und dann kriegen wir das schon hin
und dann gucken wir mal. Und ich, lieber Chat, ich finde das toll, dass ihr da
auch konstruktiv schaut. Gibt es da Lösungen? Kann man da vielleicht irgendwie
helfen oder machen oder tun?
Denn es geht ja doch dem einen oder anderen tatsächlich so, dass man momentan da
einfach wirklich so ein bisschen ein bisschen ausgebremst ist und ich merke auch
schon, heute wird diese ganze Sendung ein bisschen Corona-intensiver, das muss
glaube ich hin und wieder mal sein, weil für die Menschen, die es später hören,
heute ist dieser Tag, wo sich die Zahlen mal eben verdoppelt haben, das ist
fürchterlich.
So, die Leitung ist wieder offen. Wer möchte, kann gerne anrufen. Und bis das
passiert, erzähle ich nochmal ein bisschen was zu dem Thema Küchen-BDSM.
Denn ihr macht da mit. Und ich dachte, ach, sehr schön, so 15, 20 Einsendungen
kommen, ist super. Ich kann euch verraten, ich habe heute wirklich eine Stunde
damit zugebracht, diese Bilder da zusammenzustellen und Lena wird nächste Woche
Mittwoch von mir dann den ganzen Stapel an Daten bekommen, damit sie Donnerstag
das in der Sendung auslosen kann. Das heißt Mittwoch, der 14. ist ein
Sendeschluss. Wer da jetzt gar nicht weiß, was das ist, ganz einfach,
ihr kocht was Schönes, twittert das, instagrammt das, schreibt Hashtag Küchen
BDSM dran und verlinkt mich und vielleicht Lena von Pinnum Rauch, denn die
sponsert immer die schönen Halsbänder und wir machen ein Fünf-Gänge-Menü und je
nachdem, was man kocht, also ob Suppe, ob Hauptgang, ob Dessert, gibt es ein
anderes Halsband, was man da gewinnen kann. Und das sind insgesamt fünf Stück
und den Link dazu packe ich in die Shownotes, da kann man sich die Dinger
nochmal genau ansehen und ich finde die tatsächlich auch sehr schön und die muss
ich leider alle aus der Hand geben.
Ich mag da jetzt einfach mal protzen. Also ich habe hier 13 Vorspeisen, 15
Suppen, 18 Desserts und 20 Hauptgänge und 26 mal den Gruß aus der Küche. Da habe
ich gedacht, der Gruß aus der Küche ist immer das seltenste, was überhaupt
vorkommt.
Nein, offenbar das alles so ein bisschen zu drapieren, also als Kleinigkeit, das
kommt schon ganz gut an.
Habe ich es noch nie selber gemacht, ehrlich gesagt. Also ich kriege immer den
Gruß aus der Küche und dann ist das immer ganz nett und das ist das Schöne.
Eventuell habe ich hier ein kulinarisches
Defizit. Mal gucken, vielleicht kann ich ja das Podcastsubbie mit sowas mal
überraschen und sagen, guck mal, hier ist was ganz Leckeres, aber es gibt nur
einen Löffel davon.
Was mag ich noch erwähnen? Ich muss noch mal erwähnen, ich habe gerade so viele
Mails in meinem Postfach und es gibt auch einige Menschen, die haben angerufen,
Mensch, ruf doch mal an und warten hier auf einen Rückruf von mir. Ich hänge da
gerade ein bisschen hinterher, denn die Herbstferien fangen ja ab morgen an und
irgendwie ist das beruflich bei mir auch gerade im Hauptjob ein bisschen
anstrengend und da muss ich meine Zeit einteilen und nach so einem langen Tag
abends habe ich dann aber ehrlich gesagt auch keinen Akku mehr, um dann
irgendwie nochmal zu sagen, komm, jetzt quatsch mal nochmal ein Stündchen oder
so. Da muss ich meine Kraft gerade ein bisschen einteilen und das wird aber,
also es geht nichts verloren, keine Mail wird vergessen und ich kümmere mich
drum. Habt ein bisschen Geduld mit mir.
So, ich mag die Unterstützer nochmal ein bisschen würdigen. Ich finde das
nämlich immer toll, dass dieser Podcast sein kann, weil weil er unterstützt wird
von euch lieben Hörern. Das heißt, ich kriege ja hier gelegentlich Überweisungen
oder man kann hier so ein Dauerabo bei Steady abschließen. Und heute mag ich
einfach mal ganz schnell Clemens, Sabine, Ralf, Lukas, einem anonymen Menschen,
Stefan, Peter, Itchy, Scratchy, Mirjam und Anja Dankeschön sagen, denn seit der
letzten Live-Sendung ist von euch ein kleiner Betrag hier auf meinem Konto
angekommen. Und dadurch kann ich den Podcast so, wie er ist, machen. Dankeschön.
Und Nachahmer sind natürlich immer erwünscht.
Gut, so, was habe ich denn noch? Also anrufen kann man immer noch. Ich glaube,
ich sage die Nummer einfach nochmal.
Ansonsten, na, kurz vor 10, also theoretisch könnte die Sendung jetzt schon zu
Ende gehen.
05101 911 8952 ist die Rufnummer. Und
wer mit mir sprechen möchte, kann das tun. Mit einem Menschen spreche ich heute
noch, wenn er mag. Und danach ist dann die Sendung für heute einfach beendet.
Wir haben ja jetzt bald zweijähriges Podcast-Jubiläum und mir ist nichts
eingefallen bislang, aber ich habe ja nach einem Jahr die Nullnummer, also die
allererste Folge, habe ich mal erneuert und ein bisschen was von dem
Hörertreffen damit reingeschnitten. Und ich glaube, ich möchte das auch wieder
tun, dass man halt diese Einführungsfolge hin und wieder mal ein bisschen
aktualisiert und sagt, hier, das ist der Podcast, da stelle ich den ja so ein
bisschen vor innerhalb von ein paar Minuten und dann möchte ich in den nächsten
Wochen mir mal was überlegen, was man da so mit reinbauen kann. Und hintendran
hätte ich, glaube ich, auch gerne ein bisschen was von euch.
Ich überlege noch, was und wie man da was machen kann, also bisher sind es ja
O-Töne aus den Folgen, vielleicht gibt es ja noch eine schöne Möglichkeit, das
ein bisschen aufzupeppen, auch da schmeiße ich das mal in die Runde, wenn ihr da
Ideen habt, wie man das schön gestalten kann, immer her damit, also ihr merkt,
ich outsource hier ein bisschen die Denkleistung.
Gut, so, jetzt habe ich noch was geschrieben bekommen.
Darf man häufiger für dasselbe Halsband mitmachen?
Fragte Regenbogenschaf. Ja, darfst du und es gibt sogar Menschen, ich weiß von
einem Menschen, der hat glaube ich mindestens achtmal eine Suppe oder war es der
Groß aus der Küche, also da hat wirklich ein Mensch sehr viele Einsendungen für
einen Teil gemacht und möchte das auf jeden Fall unbedingt gewinnen und das ist
völlig erlaubt. gar kein Thema
und
ja, probiert es einfach und wir machen halt dann wirklich aus jeder Einsendung,
aus jedem Bild, was wir kriegen, machen wir dann ja ein Los und dann schauen
wir mal, was passiert. Einzige Einschränkung, gewinnen kann man nur ein
Halsband. Das heißt, wenn man zum Beispiel den Gruß aus der Küche gewinnt, dann
kann man halt hinterher keinen Hauptgang mehr gewinnen. Also da ist dann
irgendwann begrenzt, weil sonst könnte ja irgendjemand irgendwie die letzten 200
Foodporn-Bilder einfach reinposten und dann wäre er ganz groß mit im Pott
einfach drin. Das wäre es ja auch nicht.
Also das ist die einzige Regel. Und natürlich, Backen ist Kochen, aber
Fertiggerichte sind kein Kochen. Also die werden aussortiert.
Okay.
Jetzt kommt die Frage, ob es Ergebnisse aus dem Tassenverkauf gibt. Ich kann
sagen, sie sind alle, zumindest alle, die ich verkaufen kann. Ich habe mir noch
ein paar aufgehoben von den Bechern der schwarzen Macht,
die die nächsten Teilnehmer in seinen Live-Sendungen, nicht in Live-Sendungen,
aber in normalen Podcast-Folgen bekommen.
Ich kann sagen, alle sind weggegangen. Es wurde reichlich gespendet. Ich glaube
etwa so 2,50 Euro, 2 Euro irgendwie so ist der Durchschnitt, was dann Menschen,
die dann die Tassen gekauft haben, nochmal zusätzlich gegeben haben. Und da muss
ich mal ganz groß sagen, super, klasse, danke schön.
Ja, das ist einfach toll. Und das Podcast-Konto ist wieder ein bisschen gefüllt.
Und jetzt gucken wir mal, mal, dass das für die eine oder andere nächste Aktion
drauf geht.
Ist natürlich so, wenn ich wieder irgendwelche Kaffeebecher produzieren möchte,
dann weiß ich ja schon mal, womit ich das finanzieren kann. Also das ist ein
elendiger Kreislauf,
aber ich mag nämlich die Hörerspenden jetzt nicht dafür benutzen, jetzt hier
irgendwelche
Gimmicks dann in Umlauf zu bringen, aber so ein Dankeschön für Menschen, die
eben im Podcast mitmachen, die eben ihre Stimme leihen, die ihre Perspektive
darstellen, die anreisen vielleicht, die sich Zeit nehmen, Da ist ja einfach die
Idee gewesen, ein kleines Dankeschön zu haben und zu sagen, hey, schön, dass du
mitgemacht hast, hier ist eine Erinnerung.
Okay, ich glaube, hier ruft heute niemand mehr an tatsächlich.
Das kann ich natürlich nochmal fünf Minuten Monolog führen, aber da ich auch
merke, dass meine Stimme so langsam, aber sicher so ein bisschen kratzig wird,
trinke ich jetzt erstmal mal einen Schluck Tee aus der bekannten Tasse.
Ich glaube, dann komme ich heute mal zum Ende, damit ich dann nächste Woche
wieder eine schön geölte goldene Stimme habe und habe dann noch zwei Dinge hier
bei mir auf der To-Do-Liste. Da schreibt aber jemand, nein, es kommen alle
durch, soweit ich weiß. Wir haben ja auch manchmal Technikprobleme, aber ich bin
heute vorbereitet. Ich weiß, dass die Technik funktioniert.
Okay, zwei Dinge habe ich noch. Das erste ist der BDSM-Spruch der Woche. Da habe
ich ja welche gesammelt und diese Woche nehme ich Bund der schlagfertigen
Menschen. Das ist natürlich das, wofür die vier Buchstaben BDSM stehen.
Und heute mache ich es nicht nach der Outromusik, sondern heute mache ich es mal
vorher. vorher, ich verlose heute doch nochmal ganz spontan so einen Brat- und
Kochlöffel. Wer sie schon kennt, der weiß, was gemeint ist, also ein ganz
kleiner, einfacher Pfannenwender und auch hier ist es ganz einfach, wer in den
Chat jetzt als erster reinschreibt, Achtung, wie viele Einsendungen habe ich
heute Morgen für das Küchen-BDSM-Gewinnspiel gehabt? Der kriegt von mir einfach
Post und dann packe ich einen rein. So, ging das schnell.
Das war fast gleichzeitig. Gleichzeitig, was machen wir denn jetzt?
Das war eigentlich gleichzeitig, ich würde sagen, Elfe und Regenbogensub, ihr
kriegt von mir beide einen davon und schickt mir mal eine Adresse, einfach per
Mail und dann packe ich die Dinger in den Umschlag und dann sind die weg. Mein
Gott, seid ihr schnell. Und ich habe jetzt extra gedacht, ich sage es ganz am
Anfang. Und dann gucken wir mal, wer das irgendwie über eineinhalb, zwei Stunden
behalten kann.
Ich bin beeindruckt. Ich schreibe das mal auf. Elfe und Regenbogen-Sub.
Ich schicke das dann in einem schönen weißen Umschlag, der natürlich neutral
aussieht von außen. Und innen drin schmeiße ich dann immer noch so ein bisschen
Infomaterial mit rein, was hier so rumfliegt. Und dann passt das. Mein Gott,
seid ihr schnell. Nee, also Wahnsinn.
Ich glaube, dann haben wir es für heute. Wie gesagt, die Stimme wird noch ein
bisschen geschont. Dem Podcastsubbie ist, glaube ich, auch noch ein bisschen
kalt. Das ist uns beiden, uns ist einfach irgendwie kalt heute. Und jetzt werden
wir uns schön einkuscheln, haben noch einen schönen Restabend. Und den wünschen
wir euch auch, liebe Hörer.
Ich bedanke mich nochmal bei Lars und Tessa und bei Dreiachser, dass ihr da heute
mitgemacht habt. Und nächste Woche habe ich vermutlich ein, das könnte
spektakulär werden. Ich mag noch nicht mehr verraten, Wir haben es noch nicht
ganz festgezurrt, weil das terminlich nicht so klappt, aber da freue ich mich schon
drauf. Und dann erscheint ja auch schon in etwa zehn Tagen die nächste Folge.
Also es geht weiter, Schritt für Schritt, Stück für Stück. Und ich mag heute
einfach mal sagen, das macht echt Spaß. Und selbst an so Tagen, wo man mal so
ein bisschen down und platt ist, man macht ja eine Live-Folge, quatscht mit
Menschen und es ist einfach schön. Ganz vielen lieben Dank an euch, liebe
Mitmachende und Hörer und das liebe Podcastsubbie, Dankeschön, dass du, egal wie
viel Stress es ist, die Zeit nehmen wir uns einmal die Woche, dass wir hier eine
Live-Sendung machen können. Finde ich total toll. Okay, ich glaube, jetzt bin
ich auch schon wieder leer gequatscht. Na so, ein Zufall, sage ich ja immer.
Habt einen schönen Restabend und wir hören uns wieder am Donnerstag, den 15.10.
mit der Verlosung der Halsbänder von Lena und weiteren
Gästen. Macht's gut, tschüss.