Unvernunft Live. 30.07. - Der Fluch des Stix

Das Transcript wurde automatisch erzeugt und kann Fehler enthalten.
Sebastian Hallo und guten Abend, herzlich willkommen zur Kunst der Unvernunft live Nummer 30, zufälligerweise am 30. Ja Mensch, als hätte ich das so geplant, man will es ja nicht glauben. Ja heute ist der Abend der Abende so ein bisschen, ich habe ja dieses Tassengewinn-Spiel 2-3 Wochen laufen lassen jetzt und heute Mittag haben wir dann tatsächlich mal geschaut, was kommt denn drauf, was wird gedruckt und das verraten wir dann ein bisschen später und natürlich werde ich hier dann auch die ganzen Dinge verlosen, Also die Tassen, die ich noch erst produzieren muss und die Seile und ach, alles mögliche. Und ja, das kriegen wir schon unter. Heute habe ich mal ein völlig egoistisches Thema ausgewählt, weil manche haben es ja schon mitgekriegt. Ich habe nämlich blöde Post bekommen und ja, das war jetzt einfach an der Zeit, mich ein bisschen mehr mit dem Thema Outing zu beschäftigen und ja, darüber spreche ich dann auch gleich. Ansonsten habe ich heute einen richtig schönen vollen Zettel, mag aber jetzt nochmal vorab sagen, das war eine richtig podcastige Woche Ich habe Montag eine Folge aufgenommen Ich habe gestern eine Folge aufgenommen Das wird also die nächsten Wochen sind auf jeden Fall gesichert und da bin ich jetzt einfach dabei in den nächsten Tagen und Wochen das zu schneiden und zurecht zu machen Also es gibt, was normale Folgen angeht, offenbar keine Sommerpause weil sich das alles so schön fügt und ergibt und das finde ich echt mal schön Schön. Ja, überlege ich jetzt. Soll ich meinen ersten Gast reinholen? Ich glaube, ich mache das. Wobei, nein, ich begrüße erstmal nochmal den Chat. Hallo, schön, dass ihr da seid. Und ihr seid hoffentlich genauso gespannt, wie ich, wen ich hier aus diesem Lostopf rausziehe. Mein Gott. So, legen wir doch los. Ich begrüße Marina, hallo.
Marina von Deviance Hi Sebastian, schön so schnell wieder bei dir zu sein.
Sebastian Ja, das hat sich irgendwie so ergeben. Als ich überlegt habe, Mensch, mit wem könnte ich denn heute mal sprechen, da dachte ich, eigentlich bist du genau der Mensch, mit dem ich darüber sprechen will und muss, weil du eigentlich denselben Prozess schon hinter dir hast. Ähm,
Marina von Deviance Ja, nur mit einem anderen Ergebnis. Ich muss jetzt aber ganz kurz noch was sagen, weil ich dachte nämlich, du wirst die schon jetzt am Anfang bekannt geben, was auf die Tasse kommt.
Sebastian nein, ganz sicher nicht.
Marina von Deviance Ich war jetzt so gespannt und ich dachte, das kommt vorher.
Sebastian Also ich kann dir etwa 158 Ergebnisse sagen, die es nicht geworden sind, so viele sind es tatsächlich, aber nein, das machen wir später. Peter, du musst noch die Spannung ein bisschen halten, also von daher, ich stelle dich mal ganz kurz vor, also du bist diejenige, mit der ich Secretary, den Audiokommentar aufgenommen habe, das hat eh richtig viel Spaß gemacht und du bist komplett mit vollem Namen in der Szene geoutet, weil du beruflich mit BDSM in Zukunft zu tun haben wirst, ist das korrekt?
Marina von Deviance Na gut, dann muss ich noch aushalten. Genau. Genau.
Sebastian Okay, und das ist ja so ein Prozess, das ist ja jetzt erst seit kurzem so bei dir.
Marina von Deviance Jein. Also es ist seit kurzem so, dass es tatsächlich auch im Internet steht. Wir machen ja die Deviants-App, eine Kennenlern-App für BDSM und Fetisch-Anhänger, die demnächst rauskommen wird. Es ist seit kurzem erst so, dass es tatsächlich auch im Internet steht, auch auf der Webseite, auch mit Bild und auch jetzt seit kurzem auch bei LinkedIn. Davor war das aber schon auch so, also das Umfeld wusste, was wir tun, meine Mutter wusste, was wir tun, ein paar Verwandte bis heute nicht, darüber kann ich später kurz was erzählen, aber ja, wie gesagt, so ganz offiziell im Internet ist es erst seit zwei Wochen, naja wohl, das stimmt auch nicht ganz. Bei LinkedIn ist es seit zwei Wochen, auf der Webseite ist es auch schon ein bisschen länger. Das hatte damit zu tun, dass ich bis vor zwei Wochen noch woanders festangestellt war und ich schon wusste, dass ich dieses Arbeitsverhältnis verlassen werde, aber man möchte ja dann doch nicht irgendwie, dass etwas auf den alten Arbeitgeber irgendwie zurückfällt oder wie auch immer halt. Ja, so genau.
Sebastian genau.
Marina von Deviance Also ich habe das zwar vom Arbeitnehmer natürlich alles genehmigt bekommen und alles super, aber so ein bisschen Rücksicht habe ich schon noch genommen, bis es dann halt tatsächlich dann soweit war und ich den Austritt hatte.
Sebastian Ja, also ich mag erstmal den Hörern erklären, warum das jetzt Thema ist. Ja, als ich jetzt vor zwei Jahren mit dem Podcast angefangen habe, habe ich auch so ein bisschen geschaut, wie machst du das? Und ja, nimmst du halt einen anderen Namen dafür, den guten Herrn Stix. Also wir sprechen auch über den Fluch des Stix. Und das ist soweit okay. Und dann habe ich überlegt, das musst du machen, Impressum und so, das kann man alles so ein bisschen hinschummeln, das geht. Und da habe ich gesagt, das ist in Ordnung für mich, das passt soweit. Und jetzt habe ich letztes Jahr schon gemerkt, oh, die Kunst der Unvernunft, das wächst so schön, da kommt immer mehr dazu. Und dann hat man mit allen möglichen Unternehmen zu tun und dann gibt es dann auch Hörer, die sagen, Mensch, ich will mal Post schicken. Tausend Gründe, wo ich immer wieder gemerkt habe, ich renne gegen eine Wand und ich muss da mal mit vollem Namen auftreten. Und ganz ehrlich, das hat mich irre gemacht letztes Jahr schon. Das macht mich heute immer noch irre. Also so ein PayPal-Konto, keine Chance, überall steht immer der echte Name und ich habe halt den Zwang, da ist eine Familie mit Kindern, die wollen jetzt nicht unbedingt auf dem Schulhof erklärt bekommen, was ihre Eltern im Bett machen und ich bin auch noch selbstständig und habe überall immer impressumspflichtig und stehe da immer mit vollem Namen drin und neue Kunden googeln mich. Das Problem ist, ich brauche für den Podcast deshalb einen Alias und muss den auch benutzen, weil ich sonst einfach weiß, dass ein Kunde, der die Wahl hat zwischen dem sauberen Kerl und diesem Herrn Stix oder Sebastian, der da entsprechend mit bei ist, der wird sich eventuell anders entscheiden. Und das ist ein Grund zu sagen, ich oute mich nicht voll. So, also ich fasse es ganz kurz zusammen, warum bin ich letzte Woche stinkig geworden, schlicht und einfach, ich habe dann überlegt, wie kann ich das Problem lösen und dann erschien mir letztes Jahr das eine gute Idee zu sagen, Mensch, ich lasse einen Künstlernamen in den Ausweis eintragen, das dauert irgendwie zwei Wochen, das geht mit einem formlosen Antrag und dann läuft das und dann kann ich den für alles mögliche benutzen, da kann ich sogar ein Bankkonto mit aufmachen, kann Post abholen und alles. Und letzten Freitag kam dann der Brief mit der Mitteilung, das können sie mal vergessen, sie sind nämlich gar kein Künstler und Journalist sowieso nicht und das machen wir nicht und wo kommen wir denn da hin. Hat mich sehr geärgert und ich habe mir am Wochenende echt Gedanken gemacht, was machst du denn jetzt und wie und was und wo und ich habe mich jetzt erstmal wirklich die letzten Tage mit dem Thema Outing beschäftigt, weil ich immer gesagt habe, es gibt doch gar keine Notwendigkeit sich zu outen. Das habe ich immer so vertreten, man muss ja nicht jedem auf die Nase binden, was man im Bett macht und jetzt stehe ich hier selber und scheiße, ist einfach an der Stelle. Ja, können wir gleich noch drüber sprechen, aber da merke ich jetzt einfach tatsächlich, das fällt mir schwer, also diesen letzten Schritt zu gehen und zu sagen, Mensch, mein voller Name ist googelbar, den gibt es auch nur einmal in Europa, das würde mir wehtun. Und da ringe ich mit mir, wie ich das Problem lösen kann oder was ich eben alles mit dem Podcast nicht machen kann, wenn ich das nicht tue. So, und jetzt möchte ich von dir einfach mal wissen, wieso hast du denn den Schritt gewählt zu sagen, ich gehe mit vollem Namen ins Netz rein und das ist jetzt so und meine Identitäten verschmelzen an der Stelle?
Marina von Deviance Also erstmal muss ich sagen, ich verstehe das vollkommen, dass du damit dir haderst und das nicht möchtest. Es ist ein Riesenschritt. Ich finde aber die Lösung mit dem Künstlernamen wahnsinnig smart. Also, du hast jetzt natürlich, wie du gesagt hast, böse Post bekommen, aber das ist ja hoffentlich nicht endgültig. Wir haben uns da auch lange überlegt, ja,
Sebastian Ja, da kommen wir noch zu, wie endgültig das ist.
Marina von Deviance damit kenne ich mich jetzt leider auch nicht aus mit Künstlernamen, wie das dann tatsächlich ist.
Sebastian Ja, das erzähle ich dann gleich. Ich wollte nur nicht so einen langen Monolog halten, ehrlich gesagt.
Marina von Deviance Ja, also auf jeden Fall, bei uns war ja auch echt lange tatsächlich die Überlegung irgendwie, ja, wie handeln wir das Ganze. Also ich muss sagen, dieses ganze Thema hat ja bei mir Sommer letzten Jahres angefangen, dass ich gesagt habe, ich mache da jetzt mal so eine App. Und von Anfang an war für mich klar, ja nee, aber das werde ich auch eben so anonym wie möglich gestalten oder ich werde mich da also versteckt halten, ich als Person, weil da geht es irgendwie eigentlich um mein Produkt und so, da habe ich nicht viel zu suchen und solche Sachen halt. und auch weil ich auch so ein bisschen ja man hat man macht sich eben gedanken irgendwie ja ist dann ist dann der ruf ruiniert dann ich bin eine frau da ist dann auch immer so so gedanken man hat da vielleicht irgendwie mit geschäftspartnern oder irgendwas zu tun ja und wird dann vielleicht sofort sexualisiert dann wird man halt eben nicht gesehen als irgendwie die gründerin oder so sondern eben als die die auf versauten sex steht also das war schon auch auch echt lange irgendwie, also für mich war das von Anfang an, ja,
Sebastian Wäre das denn falsch, diese Annahme? Entschuldigung, hier dürfen wir das mal besprechen.
Marina von Deviance also ich, es ist ja, sagen wir es so, das kann passieren, aber natürlich sind nicht alle so, ja, aber, oder,
Sebastian Die Frage war wesentlich intimer gemeint, als du sie gerade interpretiert hast, aber wir streichen die jetzt einfach.
Marina von Deviance was meinst du? Ja, aber genau, siehst du, das ist da ein bisschen, glaube ich, auch so ein Unterschied, weil wir haben das zwar gesagt, wir gehen natürlich mit unseren vollen Namen raus, aber da, also wir meine ich damit meinen Co-Founder, den Tolga und ich, aber Aber wir sprechen dafür halt eben sonst nicht darüber, was wir halt eben so mögen, wie unser Beziehungsstatus ist und was wir so tun. Eben weil halt ein voller Name da ist. Das ist ja, sag ich mal, der Unterschied zu dir, weil du bist eben da nicht geoutet mit deinem vollen Namen und kannst dafür aber auch offener darüber sprechen in deinem Podcast oder halt auch woanders eben.
Sebastian Ja, jetzt habe ich den Salat.
Marina von Deviance Also da haben wir dann sozusagen dafür dann wiederum die Grenze gezogen.
Sebastian Ja, jetzt habe ich genau das Problem tatsächlich, Es gehört ja auch ein bisschen mit dazu, auch zu sagen, ich sehe das so und so, ich handhabe das selber so und so. Ich will zwar eigentlich auch gar nicht in den Folgen so viel mein Gegenüber beeinflussen und sagen, welche Meinung ich jetzt gerade besonders erstrebenswert halten würde, aber ich lerne ja total viel auch durch das Vergleichen. wie machen das andere, wie mache ich das gibt es da vielleicht noch eine neue Welt, die ich entdecken kann, das ist ja das Schöne an dem ganzen Projekt und ja genau das ist der Punkt, ich müsste jetzt im Prinzip sagen, ich ändere das aber dann verrate ich gar nichts mehr über mich und das ist irgendwie auch blöd jetzt
Marina von Deviance Ja genau, es kommt halt so ein bisschen eben auf den individuellen Case an, was man halt macht. So, und das war halt bei uns eben, dass wir gesagt haben, wir stehen zu dem ganzen Thema BDSM, weil wir sagen halt, bei BDSM geht es jetzt nicht nur irgendwie darum, was macht man halt eben irgendwie im Bett oder wie gestaltet man seine Beziehung, sondern wir haben ja auch noch so ein paar andere Themen auf unserer Agenda, wie eben Aufklärungsarbeit und Entstigmatisierung und so. Und das kann man auch alles machen, wenn man halt eben nicht darüber spricht, was man halt so mag. Da verstehen wir dann aber mit unserem vollen Namen, mit unserem Gesicht und allem hinter dem Ganzen eben.
Sebastian mag ich mal fragen, also natürlich ist die Angst so ein bisschen nein, sagen wir mal so, für mich persönlich werde ich jetzt alleine leben in irgendein Haus mit 30 Briefkästen, völlig völlig egal irgendwo, dann wäre das schon mal relativ anonym und man müsste mich ja auch beruflich nicht im Internet finden, also irgendwo angestellt, dann ist das vielleicht ein bisschen einfacher, kann ich nicht sicher sagen oder ein Name, der häufiger ist. Das wäre so ein Case, da wäre es mir wahrscheinlich egal. Aber tatsächlich habe ich so dieses Ding, man findet halt genau diese eine Person mit allem, was sie so in ihrem Leben tut im Netz und da sehe ich eine neue Qualität zu früher. Da hattest du halt kein Google, da konntest du die Telefonbücher der Republik abgrasen, das funktioniert nicht mehr, habe ich das Gefühl, sondern du bist überall dann zurückverfolgbar mit sowohl, was mache ich beruflich, was mache ich privat und auch wenn ich glaube, dass mir nicht Menschen was Böses wollen würden, so würden doch aus meinem privaten Umfeld der ein oder andere zumindest mal mit der Nase rümpfen und sich vielleicht auch für jemand anderen entscheiden. Diese Bedenken habe ich tatsächlich und das finde ich eigentlich sehr schade, dass ich der Welt um mich herum nicht vertraue.
Marina von Deviance Mhm. Mhm. Und wenn wir das glaubhaft eben machen wollen, dann stehen wir eben auch mit unserem Namen dazu. Also das ist einfach auch wieder ein anderes, ja, ein anderer Grund gewesen.
Sebastian Ja, das ist tatsächlich so eine ganz schwierige Geschichte. Also klar, hauptberuflich ist nochmal eine andere Nummer, glaube ich, tatsächlich.
Marina von Deviance Ja, für uns war das jetzt auch so, okay, wir committen uns dann natürlich dadurch auch, ja, weil ist der Ruf erst einmal ruiniert, ja, so sage ich mal, dann gibt es eben auch kein Zurück mehr, ja. Ja, so dann müssen wir das jetzt eben auch durchziehen. Das rufst du jetzt mal so ein bisschen.
Sebastian Ja, wo ja, also wobei die App, die könntest du im Zweifel, wenn das dann nicht klappt und so, du könntest das alles zurückziehen und so nach und nach die Spuren verblassen lassen im Netz. würde gehen.
Marina von Deviance Ja, aber will ich das denn? Aber will ich das denn?
Sebastian Nein.
Marina von Deviance Weil ich, selbst auch wenn die App verschwindet oder so, ich meine, wir machen ja nicht nur irgendwie ein Produkt, sondern wir machen auch Content.
Sebastian Ich
Marina von Deviance Wir wollen in Zukunft auch tatsächlich viel stärker rausgehen, wenn es eben, wie gesagt, um so auch gesellschaftliche Themen tatsächlich geht. Wir wollen eben auch zeigen, dass wir wirklich dazugehören und dass BDSM dazugehört. Und selbst wenn die App halt irgendwie floppen sollte und das halt dann irgendwie wieder verschwinden sollte, dann ist auch hoffentlich, haben wir trotzdem auf einer Werteebene oder auf einer gesellschaftlichen Ebene oder wie auch immer man es denn möchte, ein bisschen was dazu beigetragen. Und dann werden wir auch in Zukunft sagen, ja gut, das haben wir gemacht, das haben wir probiert und damit leben wir dann halt eben, auch wenn es da irgendwelche negativen Konsequenzen geben sollte. Aber jetzt ist es gerade wirklich so, wir committen uns dazu, wir machen das und wir machen das halt voll.
Sebastian kriege gerade was Schönes aus dem Chat und da ist wahres dran von Metal Ich kann mich nicht outen, weil Nachbarn, Goldfisch, Vermieter. Gibt es nie eine Änderung in der Gesellschaft. Daher werde ich nie selbstständig sein, denn meiner Arbeitgeber geht es nichts an, was ich privat außerhalb meiner Arbeitszeit treibe. Ja, stimmt, geht die Leute nichts an, was aber nicht heißt, dass wenn ich da stehe und sage, hallo, ich würde mich hier gerne bewerben, dass die das vielleicht doch mal googeln und ich habe es ja selbst ins Netz gestellt. Also die Entscheidung, dass ich Content ins Netz packe, das ist ja eine freiwillige Entscheidung. Das würde aber auch bedeuten, ich kann jetzt hingehen und sagen, okay, ich mache den Podcast einfach nicht mehr, weil es geht die Leute ja nichts an, dann gehe ich auch nicht in die Öffentlichkeit. Das finde ich ganz schwierig an der Stelle. Und ich sehe halt immer auch noch die Familie dann da im Hintergrund, wo ich sage, die haben damit nichts zu schaffen. Die sind daran nicht schuld. Aber für die ist das möglicherweise ganz schön doof. Das ist so ein bisschen wie der Sohn vom Puffbetreiber im Dorf. Ich weiß, wovon ich rede, das weiß dann jeder. Und das ist zwar nur der Sohn, aber der hat darunter ein bisschen zu leiden. Das ist irgendwie einfach so, also Menschen sind einfach so und das finde ich sehr schwierig, das meinem direkten Umfeld dann auch zuzumuten. Ja,
Marina von Deviance ja also verstehe ich auch da bin ich auch wieder eine andere lage weil ich habe so gesehen eben keine so keine keine kinder oder ja und meine mutter die natürlich weiß was ich hier tue und das auch ganz cool und unterstützenswert findet kommt jetzt sage ich mal sonst nicht mit leuten also nein oder leute die mit bdsm zu tun haben kommen sonst nicht unbedingt mit ihr in Berührung. Dann gibt es halt eben noch meinen Partner, der das von Anfang an total unterstützt hat und auch diesen Schritt, wir outen uns jetzt, hat auch gesagt, nein, das ist gut. Und der da auch mit rausgeht und, sag ich mal, da irgendwie auch stolz drauf ist. Aber das ist halt wieder ein anderer Case, weil es gibt halt jetzt einfach weniger Leute, die davon tatsächlich irgendwie betroffen sein könnten in meinem Umfeld davon.
Sebastian und vor allem, das ist ja Management an der Stelle. Also du kannst ohne weiteres der Manager von, ich nehme mal einen Laden, die es nicht mehr gibt, von Beate Uhse sein. Dann ist das halt dein Job dort im Konzern. Wenn du dich dann hinstellst und selber die Pornos drehst als der Vorstand, dann sieht das ein bisschen anders aus.
Marina von Deviance Genau, das meinte ich ja eben so mit diesem, wir reden eben sonst nicht so drüber halt eben, was wir halt eben selber irgendwie mögen und tun oder auch nicht tun halt eben, ja. Und so bin ich zum Beispiel auch nicht irgendwie auf den Fotos von uns drauf oder solche Geschichten eben. Also das war dann halt eben, dass wir da die Grenze gezogen haben und gesagt haben, okay, wir sind halt jetzt eben hier die Manager oder die Gründer halt und wir stehen dazu, wir wollen damit auch was bewegen, aber was wir selber dann tun, da wollen wir uns halt nicht sexualisieren lassen, wenn es vielleicht mal drauf ankommt, sagen wir es mal so.
Sebastian Ja, genau, dieses Sexualisieren lassen ist vielleicht so die Grenze, bei der ich so ein bisschen zurückschrecke. Auf der anderen Seite, ganz ehrlich, die Stimme, in meinem Fall die erkennst du, das geht, aber da glaube ich immer, das ist so ein Punkt, wenn jemand das hört und nicht damit rechnet, dass ich das bin, dann wird ihm das gar nicht so sehr auffallen, aber die Stimme ist auch nicht googelbar.
Marina von Deviance Das habe
Sebastian Also immer die Überlegung, ich gebe einen Namen ein und dann sind die ersten 50 Treffer und zwar alle Treffer sind dann genau ich. Ich glaube, da sehe ich so mein persönliches Problem, muss man schauen. Tom hat gerade noch was eingeworfen, wie es denn mit einer Hilfskonstruktion sei, wie mit einem Verein zum Beispiel, muss ich sagen, im Impressum steht dann trotzdem der Vorstandsvorsitzende vom Verein, das heißt, ich muss irgendeinen Strohmann finden, der diesen Posten dann übernimmt. Damit ist, glaube ich, auch nichts gewonnen.
Marina von Deviance abgelenkt, weil ich das nämlich auch gerade gelesen habe. Ich weiß es nicht, ich kenne mich da tatsächlich auch zu wenig aus mit diesen ganzen Rechten halt und so.
Sebastian Verein war mal eine Überlegung, aber du hast immer, du musst deinen, also dieser Künstlernamen hat halt rechtlich so einen gewissen Vorteil, weil du kannst damit Bankkonten eröffnen, kein Problem. Du kannst damit zur Post gehen und Pakete abholen, geht und du kannst ihn auch ins Impressum schreiben, auch das ist alles gar kein Problem, du kannst ihn benutzen, du kannst sogar Flugtickets damit kaufen, habe ich gelernt, weil du ja keine Täuschungsabsicht hast an der Stelle. Und der Staat kann dich identifizieren, dazu ist es ja auch so ein bisschen da.
Marina von Deviance Super, wie schon erwähnt. Ja, so wie schon erwähnt, ich finde das auch eine super smarte Lösung, weil es stimmt, selbst bei einem Verein ist es wahrscheinlich dann doch in letzter konsequenz halt irgendwie irgendwo nachverfolgbar halt ja das war ja auch so ein thema bei uns haben wir auch gesagt ja wir stehen ja dann doch irgendwie im handelsregister oder sonst irgendwo wir müssen auch ein Impressum machen so also wenn es jemand rausfinden will weil warum auch immer dann kriegt das auch raus und wenn wir das sage ich mal das selber in die Hand nehmen dann haben wir da mehr kontrolle über dieses ganze thema Künstlernamen finde ich super smart und ja, ich wäre wahrscheinlich drauf gekommen.
Sebastian Es wäre so schön smart, es gibt auch einige Menschen, die das hingekriegt haben, die haben das einfach beantragt und dann war gut, und zwar einige, die beneide ich ein bisschen. Es ist gar kein so, nicht so ein Bashing, ich war erst am Und am Freitag war ich, denke ich, auf meine lokale Gemeinde, weil das muss ja mal das Bürgerbüro hier machen. Und die haben halt zehn Monate für die Bearbeitung gebraucht und mir auch am Telefon schon vorher zu verstehen gegeben, ja, das müssen wir erst mal hier in der Region klären und alles Mögliche. Und da war man auch so ein bisschen patzig, dass ich da öfter mal nachgefragt habe. Ich erzähle gleich, warum ich da jetzt ein bisschen abgedampft habe und bin. Aber das ist halt so eine Geschichte, man überlegt halt, Mensch, was kannst du machen? Es gab zum Beispiel jetzt bei diesen Tassen die Überlegung, Mensch, ich würde die gerne kaufen. Dann habe ich gedacht, okay, so einen kleinen Online-Shop aufsetzen. Ja, warum eigentlich nicht? Dann kann man halt den Kram kriegen. Wer das haben will, ist völlig okay. Dann irgendein T-Shirt, wo was draufsteht. Das ist völlig okay. Das ist eigentlich gar keine blöde Idee. Warum denn nicht? Aber auch da gilt immer wieder das gleiche Theater, Impressumspflicht, du stehst in allen Verträgen und Geldtransaktionen stehst du überall mit vollem Namen drin. Das nervt einfach an der Stelle und ich habe halt gesagt, Mensch, mit solchen Sachen, damit warte ich jetzt einfach ab, bis das durch ist und dann kann ich da voll durchstarten und das kann ich jetzt gerade alles genau nicht. Das ist einfach doof.
Marina von Deviance Total, aber jetzt würde mich mal interessieren, was du denn, weil du gesagt hast, also ja, zehn Monate Bearbeitungsfrist und am Anfang waren die auch schon so komisch, was hast du denn als Grund angegeben oder was du machst, wofür du das machst?
Sebastian Oh.
Marina von Deviance Stand da schon auch das Thema drin, also dass das vielleicht auch was damit zu tun hat irgendwie mit der Ablehnung?
Sebastian Witz ist eigentlich der, ich habe da ein 15-seitiges Pamphlet eingereicht, weil im Gesetz steht im Prinzip nur drin, dass wenn du unter dem Namen mehr als regional bekannt bist und den auch in einer gewissen Community trägst und da eben etwas schaffst, dann kannst du das machen. Mehr steht da im Gesetz nicht. Das ist ultraschwammig. Das ist im Prinzip, es ist ganz komisch, warum dieses Gesetz so unglaublich offen ist an der Stelle. Und ich habe dann gesagt, okay, ich sammle jetzt alle Informationen zusammen, hier welche Statistiken und was ist das für ein Projekt und dass das auch was mit Aufklärung zu tun hat und allem möglichen. Und auch die Gründe, Schutz von Familie, Broterwerb und aber eben auch die Geschichte, dass ich manchmal auch Gäste habe, die sagen, ich mache mit, aber ich bin gefälligst so richtig anonym bei dir, bis auf die Stimme, okay, ansonsten, das könnte man schon fast Quellenschutz nennen. Also das ist immer so eine ganz schwierige Geschichte und auch dieses Vertrauen aufzubauen gegenüber meinen Gesprächspartnern, dass die sich wirklich frei äußern können und dass sie im Zweifel Lieschen Müller heißen können. Das erlaube ich natürlich und das ist okay und ich, jetzt habe ich fast meinen Faden verloren, also ich habe wirklich ein riesiges Ding eingereicht mit irgendwelchen Links und iTunes-Platzierungen und alles, was so einem Sachbearbeiter für den vielleicht dienlich sein könnte. und ich habe eine wunderschöne Begründung bekommen, jetzt hole ich diesen Zettel doch mal von der Pinnwand
Marina von Deviance Ja, also
Sebastian das war großartig, weil im Prinzip wurde mir nahegelegt zu lügen ich will mal kurz schauen also ihr merkt, liebe Hörer, das ist heute mal ein bisschen anders, aber manchmal muss ich auch einfach mal hier ein bisschen Rambazamba machen vielmehr nutzen sie den Namen Sebastian Stix in ihrem Podcast, um aus unterschiedlichen Gründen einen Rückschluss auf ihre Identität nicht zuzulassen, diese Vorgehensweise benutzen viele Menschen bei ihren Auftritten im Internet, woraus sich meines Erachtens aber nach kein Künstlername herleiten lässt. Bedeutet, lieber Herr Stix, schreiben Sie doch ins Impressum, was Sie wollen, das macht ja jeder so. Da fehlt einfach dieser Punkt, ich bin halt medienrechtlich als Content Creator einfach gezwungen, zu sagen, wer ich bin. Das ärgert mich so, dass das überhaupt keine Beachtung gefunden hat.
Marina von Deviance Geschäftsfähigkeit sozusagen, die damit irgendwie weggeht.
Sebastian Ja, Ja, man muss auch sagen, die Kunst der Unvernunft ist ja gar nicht mehr so sehr Hobby. Im rechtlichen Sinne ist es das immer weniger. Das muss man einfach ehrlich sagen. Es wird halt mehr und das ist sehr schön. Aber ich rutsche halt da so ein bisschen durch. Aber gut, ich habe einen Plan. Ja,
Marina von Deviance Weil du vorhin gesagt hattest, kurz wegen deiner Stimme, wenn dich da jemand erkennt, aber ich meine, wenn dich jemand erkennt wegen deiner Stimme, dann weißt du ja Bescheid, ja okay, der hört auch den Podcast, also dann ist ja eigentlich auch nicht wild, weil dann seid ihr ja unter euch.
Sebastian es könnte auch mein Bruder sein, dessen Stimme ist nicht zu unterscheiden. Also ganz ehrlich. Also im Zweifel könnte man sich noch rausreden, ob man das dann wollen würde, muss man dann sehen.
Marina von Deviance kann es
Sebastian Ja, da muss man immer gucken. Das Problem ist, das kannst du halt nicht testen und kannst es halt nicht wieder rückgängig machen. Ich glaube, das ist so die Angst, die ich ein bisschen habe an der Stelle. Habe ich es einmal drin, der Podcast steht unter CC-Lizenz, das heißt, jeder darf ihn verwerten, selber nochmal neu veröffentlichen, nochmal bei YouTube hochladen, das ist alles erlaubt. Das kriege ich nie wieder weg und das heißt, dann müsste ich irgendwann meinen echten Namen ändern lassen, weil ich dann wirklich Probleme kriege dann, weil ich sage, ich kriege ja kein, das ist fürchterlich. Also das ist, ich weiß nicht, das ist so eine unfassbare Angst und vielleicht ist die Gesellschaft da auch schon viel weiter. Ich mag da noch nicht so dran glauben und wenn ich bei meinen Kunden, wenn die sich irgendwo präsentieren, stehe ich oftmals auch drauf als der Mensch, der was beigetragen hat. Vielleicht wollen die das auch nicht unbedingt. Unbedingt.
Marina von Deviance wirklich wahnsinnig schlecht beurteilen, wie eben da deine Kunden sind. Ich kann nur aus meiner Erfahrung berichten, dass ich keine negative Reaktion bisher bekommen habe. Also gar nicht. Wirklich gar nicht. Natürlich.
Sebastian Ja, gar nichts.
Marina von Deviance Aber da ist jeder unterschiedlich und jeder hat irgendwie andere Lebensumstände und andere Situationen, die er sich befindet.
Sebastian Ja,
Marina von Deviance So wie ich es eben vorhin auch gemeint habe, ich habe halt keine Kinder oder so, auf die irgendwas zurückfallen könnte. Ich mache es halt jetzt hauptberuflich und was in Zukunft ist, ich hoffe ja nicht, dass dieser Fall eintritt, dass ich wieder was anderes machen muss. Ja, aber das ist eben immer ganz, ganz unterschiedlich. Aber ich kann nur sagen, so von meinem Umfeld finden es alle gut. Auch neue Leute, die ich kennenlerne, auch dass wir das jetzt eben hingeschrieben haben, auch meine alten Kollegen eben von dem Job, den ich aufgegeben habe, die wussten ja dann auch alle Bescheid in den letzten Wochen und so und haben da auch gesagt, ja, okay, super. Das ist meistens, also das ist meine Erfahrung, ja. Ja, aber
Sebastian da fehlt mir glaube ich so ein bisschen das Vertrauen an der Stelle.
Marina von Deviance ist manchmal auch so eine Gefühlssache. Ich meine, selbst, das sind natürlich irgendwie alles rationale Gründe, die man halt irgendwie anbringt halt, aber im Endeffekt kommt es dann doch irgendwie darauf an, okay, fühle ich mich irgendwie wohl bei der Geschichte oder nicht. Und ja, war eine Überwindung. Seitdem wir es getan haben, fühlen wir uns sehr wohl damit, aber ich kann total verstehen, wenn man sich halt einfach nicht wohl damit fühlt und halt sagt so, nee, ich behalte, ich halte es weiter so. Und darauf kommt es doch daran eigentlich am Ende an.
Sebastian Ja, ich habe die letzten Tage wirklich überlegt, könnte ich diesen Schritt doch gehen und dann gucke ich die Argumente durch und alles, was mich nicht unbedingt mich selbst betrifft, das ist dann immer gleich das K.O.-Kriterium. Da ist dann Schluss.
Marina von Deviance Wie meinst du?
Sebastian Naja, immer wenn es dann eben den Rest der Familie betrifft zum Beispiel.
Marina von Deviance Mhm.
Sebastian Oder eben tatsächlich mein Einkommen betreffen könnte.
Marina von Deviance Ja.
Sebastian Ich gehe nicht davon aus, dass das so dramatisch wäre, dass mir dann alle Kunden davonlaufen. Aber man hat so das Gefühl einfach, ne.
Marina von Deviance Mhm.
Sebastian Ja, also deshalb, ich beneide dich unglaublich für diese Freiheit zu sagen, Mensch, das ist okay, das ist ein Teil von mir und damit gehe ich offen um. und ja, schwierig, da auch im Bereich, ich sag mal in der ganzen Queer-Szene, ich hab das bisher immer so hingenommen, dieses Outing, großer Moment, ganz schwierig und alles und ja, das ist auch ein großer Moment, aber jetzt spüre ich gerade selbst so ein bisschen die Tragweite, die das hat, diesen Schritt dann zu gehen, weil man mit Ängsten zu kämpfen hat, die man vorher so, die waren einem ja so egal, das ist was anderes
Marina von Deviance es ist ja nicht nur, das haben wir jetzt, also nicht nur für uns gemacht, sondern da geht es uns auch irgendwie viel um unsere zukünftigen User. Also die sollen halt einfach auch irgendwie Vertrauen zu uns haben, ja. Und wir haben halt einfach gesagt, es wirkt halt einfach vertrauensvoller, wenn da halt einfach zwei Menschen mit ihrem Gesicht und ihrem Klarnamen halt eben dazu stehen. Also das war jetzt auch nicht nur für uns, sondern wir haben auch gesagt, es gibt da halt einfach so viele Plattformen da draußen, die mehr oder weniger gut sind, die manchmal halt irgendwie einen ausländischen Sitz haben, wo total schwer nachzuvollziehen ist, wer steckt eigentlich dahinter und so. Und deswegen ist man ja auch skeptisch auf sowas zu gehen. Und deswegen haben wir halt gesagt, nee, wir wollen da irgendwie Vertrauen schaffen, wir wollen halt irgendwie zeigen, wir gehören dazu und das kommt aus der Mitte der Szene und das kommt sogar von einer Frau. Das war halt auch mit ein Grund, als wir halt eben gesagt haben, wir wollen da eben Vertrauen schaffen. Wir wollen nicht anonym sein, wir wollen uns nicht verstecken, sondern wir wollen mit den Usern interagieren und für sie da sein halt auch. Also da gibt es mehrere Sachen halt. Aber gerade weil wir auch neu auftreten jetzt, wir haben uns ja auch nicht dieses Vertrauen erarbeitet, wie du es halt einfach die letzten ein, zwei, drei Jahre.
Sebastian noch nicht ganz zwei Jahre im November gibt es dann einen zweiten Geburtstag ja, die Zeit rennt, das ist unglaublich, ich hätte auch nicht gedacht dass das solche Ausmaße annimmt, wer hätte das schon gedacht, aber es macht unfassbaren Spaß und ich brenne so dafür und ja
Marina von Deviance Ich weiß, ja, das merkt man auch, ja. Und ich hoffe auch, dass du es weitermachst, egal wie. Also, gut.
Sebastian weiter ja, also weiter auf jeden Fall, die Frage ist nur, was kann ich tun, aber ich habe einen einen Plan und ich mag den mal verkünden.
Marina von Deviance Das
Sebastian Ja, also liebe Hörer, jetzt seid ihr so ein bisschen dran. Es ist mir eigentlich ein bisschen unangenehm, aber was soll's. Das ist ja erstmal nur so ein blöder Behördenbescheid und dagegen kann man ja immer Widerspruch einlegen. Das funktioniert in diesem Fall nur mit einer Klage vor dem Verwaltungsgericht. Und dann habe ich ja am Freitag nachgefragt und dann wurden mir ein paar nette Rechtsanwälte genannt. Ich habe mit einem mal gesprochen und was kann man tun und wie und was und wo und ich habe hier inzwischen auch so ein achtseitiges Schreiben, was sind die Risiken, wie sind die Erfolgsaussichten, alles mögliche und ich habe beschlossen, ich mache das, also, weil wenn ich das jetzt nicht mache innerhalb von 30 Tagen, dann ist das Ding erstmal fest und dann kann ich da sehr schwer dran rütteln und ich habe dann beschlossen, okay, was soll's, ne, du klagst da halt, ne, und das werde ich jetzt auch tatsächlich tun, Das heißt bis zum 24. August muss bei dem Gericht irgendeine Klage eingereicht sein, das kann dann zwei Jahre dauern und ich werde das jetzt machen und habe einfach die große Hoffnung, dass das passt, denn eine Meinung ist auch, dass möglicherweise dieser Fall so nicht von einem kleinen Sachbearbeiter entschieden werden sollte und dass da eine andere Instanz zur Klärung einfach, dass das von vornherein quasi so angedacht ist, dass man das mal ordentlich klärt. Das kann ich ja sogar nachvollziehen. Also ich mache das einfach. Juhu. Und jetzt kommt das Schlimme. Das kostet Geld. Das kostet richtig Geld. Also ich habe mir das vorrechnen lassen. Ich bekomme das zur Tabelle. Das ist so der Deal, den wir gemacht haben, dass ich keinen Stundenhonorar zahlen muss. Wenn ich verliere, hat der ganze Spaß 1500 Euro gekostet Wenn ich gewinne, null Ich finde, das sind gute Aussichten bei einer 50-50-Chance Und das werde ich machen Und jetzt kommt das Schlimme, was ich kaum aussprechen mag Liebe Hörer, könnt ihr mich da bitte unterstützen Denn das wäre echt cool Ein bisschen Kohle einfach auf dem Konto zu haben Und damit ich das jetzt hier nicht in Corona Sonst was Zeiten da nochmal raufschieben muss Also verlieren könnt ihr nichts dabei Also wenn ihr möchtet, unterstützt jetzt in diesem Moment den Podcast und damit exakt dieses Projekt mal so richtig heftig. Und wenn das durchgeht, ganz ehrlich, dann ist so viel Kohle da, dann kann ich davon irgendwie mindestens eine sehr fette Grillfete schmeißen. Dann kommt die Kohle ja zurück. Das muss jetzt jeder für sich selbst entscheiden, ob er sagen will, ich helfe da jetzt an der Stelle mal mit. Ansonsten mag ich das erstmal selber vorfinanzieren, das ist zwar nicht schön, aber mein Gott. Ich kriege noch vom Podcastsubbie noch eine kleine Info, wenn ich verliere, schlimmstenfalls bis zu zweieinhalbtausend Euro kann ich dann verlieren, weil die Gegenseite möglicherweise auch einen Rechtsanwalt da mit ran holt, was ich nicht hoffe, den muss man dann ja auch zahlen. Nein. Ich probiere das einfach aus und wenn das klappt, dann ist das dann gleich auch eine Referenz für andere. Wäre schön, muss man gucken. So, jetzt habe ich das mal gesagt und damit ist mein Egoismus für heute erstmal erschöpft an der Stelle.
Marina von Deviance Ist doch auch eine Art Outing. Das
Sebastian Ja, das ist so ein bisschen komisch, aber auf der anderen Seite, ganz ehrlich, ich habe so tolle liebe Hörer, dass ich da ein bisschen Hoffnung habe, dass das ein bisschen nicht ganz so dramatisch ist. Ich mag nochmal gerade jetzt, solange wir beide noch sprechen, kurz nochmal erwähnen, ich mache hier gleich das Telefon auf, dann kann man hier anrufen.
Marina von Deviance schaffen wir gemeinsam.
Sebastian Wer also dazu eine Meinung hat oder sich geoutet hat oder das eben genau nicht hat oder so, der kann hier gleich anrufen und dann sprechen wir. Vielleicht ist da ja nochmal ein bisschen mehr Input auch für mich dabei, damit ich vielleicht auch nochmal ein paar extra Perspektiven bekomme. Das fände ich echt cool, heute nochmal ein paar Meinungen von euch einfach zu hören. Dann, ja, Marina, Entschuldigung, dass ich dich jetzt hier so lange am Telefon immer warten lasse.
Marina von Deviance Na, alles gut, ich höre dir doch gerne zu.
Sebastian Wie gesagt, danke schön. Nein, ich beneide dich ja wirklich darum, weil du einfach sagen kannst, okay, jetzt ist das so und jetzt läuft das. Und ganz ehrlich, ich hoffe einfach, dass das mit der App auch bald mal klappt, dass die dann auch da ist.
Marina von Deviance Ja,
Sebastian Und dann gucken wir mal, weil ich kriege immer so Spam-Werbung, so Werbung, so Tinder, BDSM.
Marina von Deviance Wir geben Gas.
Sebastian Das gibt es ja gar nicht, so eine App. Aber trotzdem gibt es Werbespots dafür. Ich fände es cool, wenn es da was Offizielles gäbe und wieder ein Stückchen mehr Werkzeug in der Community da ist.
Marina von Deviance wir auch. Wir geben Gas. Jeden Tag Gas, ja.
Sebastian Wenn es soweit ist, sag Bescheid und reden wir drüber. Super.
Marina von Deviance Gerne, ja, gerne. Weil da gibt es ja noch ein paar andere Sachen, abgesehen vom Outing, was wir so erlebt haben. So, wir als Personen, sag ich
Sebastian Ja, alles her damit, überhaupt kein Thema. Ich mag noch was zur Secretary sagen. Ich
Marina von Deviance Ja,
Sebastian habe ja nicht erwartet, dass die Folge so oft gehört wird, weil da muss man ja in einem speziellen Setting sein, man muss quasi zu Hause sitzen, seinen Fernseher anhaben und dies und das. Und dann habe ich gedacht, naja, das werden vielleicht nicht so viele Downloads werden bei dem Ding, aber dafür wird das über lange Zeit vielleicht was Schönes werden. Ich habe bislang immer noch keine negative Kritik bekommen dazu und die Zahlen sagen mir, hoppala, das wird ja wirklich geguckt und es gibt Menschen, die sich die Zeit am Wochenende jetzt genommen haben und das geguckt haben und uns dabei zugehört haben.
Marina von Deviance ich
Sebastian Ich bin ganz überrascht gewesen. Sehr schön.
Marina von Deviance auch überrascht. Das freut mich natürlich sehr. Also wenn wir da irgendwie ein bisschen Entertainment geliefert haben am Wochenende. Freut mich.
Sebastian Ja, die
Marina von Deviance bin auch sehr überrascht. Also ich kann das ja überhaupt gar nicht einschätzen, weil ich kann das Podcast-Format an sich gar nicht so einschätzen. Ich kann auch nicht einschätzen, wie dann dieses Format, was wir aufgenommen haben, eben läuft. Du kennst deine Hörer. Freut mich.
Sebastian Hörer sind toll. Also was ich da so an Mails kriege, wobei ich bin schon wieder im Mail-Rückstand, ganz fürchterlich. Das ist einfach total schön und das kommt offenbar an. Manche haben es auch gehört, ohne den Film dabei zu sehen und das ist auch völlig okay. Aber ich bin wirklich da ein bisschen überrascht gewesen, weil ich dachte, das ist ja schon ein bisschen spezieller und ganz ehrlich ein bisschen Spaß und Entertainment. Ich finde, das muss sein. Immerhin habe ich ja dieses Motto, BDSM macht ja unglaublich viel Spaß. Das muss ja auch mal so ein bisschen zum Tragen kommen, finde ich. Man kann auch ernst machen, aber man muss nicht immer.
Marina von Deviance Also ich finde, wir hatten auf jeden Fall Spaß.
Sebastian Definitiv. Also es hat auch dieses Technik-Massaker. Ich habe, glaube ich, noch nie bei einer Aufnahme so viel Tools und Software da laufen gehabt. Das war ziemlich cool, weil ich durfte ja nicht schneiden hinterher. Das war schon schön, dass das tatsächlich geklappt. Das hat auch Spaß gemacht und du hast mir erst währenddessen erzählt, dass du vorher noch nie irgendwo eine Aufnahme gemacht hast. Also für deinen Mut an der Stelle, Marina, möchte ich mich mal ganz herzlich bedanken. Das ist total super, weil sich da so von mir ins kalte Wasser stoßen zu lassen, da gehört eine Menge Mumm dazu.
Marina von Deviance Also auch das ist wieder etwas, das gehört halt jetzt dazu, ja. Also ich kann mich eigentlich nur bedanken für die Chance eigentlich, weil ich hatte das vorher noch nie gemacht. Gerade so audio-only, also Bilder, das kann ich, Texte kann ich, aber mal nur sprechen war erst mal für mich, aber man hat ja die Gelegenheit nicht so oft. Deswegen kann ich mich nur bedanken für letzte Freitag oder Montag, als wir aufgenommen haben und für heute eben. Also es ist mal was Neues und macht Spaß.
Sebastian Das ist so ein bisschen, man hat so ein bisschen, ein bisschen nervös, aber man wird irgendwie süchtig. Danach habe ich das Gefühl, das ist fürchterlich.
Marina von Deviance Oh Gott, ich war heute nervöser als letztes Mal, hätte ich gesagt und ich bin es immer noch.
Sebastian ja auch live, die hören live zu, du bist direkt in der Kritik, du kannst nichts zurücknehmen, das ist total fürchterlich.
Marina von Deviance Ja. Ja.
Sebastian Nein. Das ist tatsächlich alles entspannt. Ich habe ja auch ganz liebe Menschen da im Chat und das ist völlig okay. Ich gucke gerade, also der Zettel ist lang und diese Verlosung muss heute irgendwann passieren, sehe ich. ich würde jetzt tatsächlich so ein bisschen die Call-In-Runde einfach mal aufmachen und dann gucke ich mal
Marina von Deviance Ja, bitte. Ich kann es kaum erwarten.
Sebastian wie das so läuft und dann gucken wir, dass wir diese Tassen hier endlich auch mal unter die Leute kriegen das muss ja irgendwie jetzt wirklich passieren also vielen Dank erstmal für deine Perspektive ich kann sie nicht übernehmen, leider Gottes, aber ich schaue ein bisschen zu dir auf
Marina von Deviance Nö, darum geht es ja auch nicht. Okay, danke. Wow.
Sebastian bitteschön ein bisschen, ja vielleicht kann ich das ja in 20 Jahren mache ich das vielleicht und sagst, so, jetzt ist alles anders.
Marina von Deviance Das ist total schön zu hören, weil es ist ja eigentlich genau andersrum, um es jetzt auch mal so zu sagen.
Sebastian Gucken wir mal. So, okay, jetzt fangen wir mal wieder...
Marina von Deviance Bevor wir uns jetzt unendlich zuschleimen hier.
Sebastian Genau, richtig, jetzt wird es klebrig. Liebe Marina, mach's gut.
Marina von Deviance Genau.
Sebastian Wir hören dich auf jeden Fall hier nochmal ein bisschen früher oder später. Ich werde dir einfach sagen, hier, komm, jetzt musst du und dann geht's los.
Marina von Deviance Ja, sehr gerne.
Sebastian Alles klar.
Marina von Deviance Und ich höre jetzt mal weiter und ich... Oh Gott, diese Verlosung. Bitte. Es muss bald kommen.
Sebastian Ja, ich weiß ja schon, was auf den Becher kommt.
Marina von Deviance Ich gehe jetzt mal raus.
Sebastian So, alles klar, mach's gut, tschüss.
Marina von Deviance Okay, okay. Ciao. So,
Sebastian So. Ich hab schon wieder so gesagt, das kann nicht sein. Ich brauch hier einen großen Zettel mit einem durchgestrichenen Ja, also liebe Hörer, die ihr zuhört, ich sage euch mal die Rufnummer, mit der man hier direkt in die Sendung kommt. Das ist die 051019118952 und die poste ich jetzt auch noch einmal in den Chat rein. Und ja, ihr merkt, das ist heute alles ein bisschen anders, aber das liegt mir einfach heute wirklich mal am Herzen, dieses ganze Drama. Und manchmal muss man auch mit Menschen reden, damit man dann noch zu einer Einsicht gelangt. Da hoffe ich einfach, dass ich heute ein bisschen was mitnehmen kann von Marina. Da habe ich ja schon was mitgenommen. Es kann funktionieren und das ohne Drama dabei. So, ich gucke mal, ob hier alles schön funktioniert. Die Technik sagt, ich kann angerufen werden. Ich lasse mich überraschen und bis hier jemand anruft, jetzt ziehen wir mal das Fenster hier ein bisschen rüber, damit das besser funktioniert, mag ich euch nochmal den einen oder anderen Tipp geben und zwar, ich hatte ja in Folge 22 was glaube ich, hatte ich die Leona Stahlmann zu Gast oder ich war bei ihr und wir haben da ein bisschen über ihr Buch gesprochen, da geht es ja um BDSM als sexuelle Identität und die ist jetzt am 12.8. macht sie eine Lesung bei den Kollegen von Bunt Lieben auf Instagram. Also wer da nochmal ein bisschen ein Update von ihr haben möchte, bunt-lieben heißt der Account und da kann man mal reingucken und ja, da gibt es einfach mal, ich glaube sie wird ein bisschen lesen, wird ein bisschen was dazu erzählen einfach und weil das Buch noch nicht da war, als ich mit ihr gesprochen habe, ist das vielleicht nochmal eine Quelle, wenn man da mehr hören möchte, dann schadet das nicht. Was habe ich denn noch hier Schönes? Genau, es gibt ein paar Unterstützer. Also das ist ja das, worauf ich jetzt die nächsten Wochen ganz besonders hoffe, dass ich dann wirklich sagen kann, okay, es muss nicht zu viel private Kohle rein. Nein, diese Woche haben Madeleine, Silvi, Gini und Arina mir da sehr geholfen und haben den Podcast unterstützt. Euch vielen, vielen Dank, dass ihr das Projekt unterstützt und wenn ich jetzt auch ein bisschen Kohle dafür abzweige, ist halt so, gehört irgendwie auch dazu. Und an euch schon mal ganz vielen lieben Dank, dass ihr einfach was gemacht habt und dann ist das okay. Okay, und ich glaube, wenn irgendwie, also ich habe es mal irgendwann ausgerechnet, wenn im Schnitt pro Download zwei Cent bei mir landen, dann bin ich sowas von super durchfinanziert. Das ist auch so ein mittelfristiges Ziel, dass das einfach läuft. So, ich sollte dieses so nicht mehr sagen, das wird langsam zum Running Gag. Ich überlege, ob ich hier demnächst verlose. Ich würde das davon abhängig machen, ob hier jetzt einfach jemand anruft und sagt, okay, ich mag noch da was zum Thema sagen. Ansonsten würde ich das jetzt hier vorziehen und wir müssen dann hier noch das kleine Video aufbauen und was da nicht alles dazu gehört, muss man ein bisschen schauen. So, ich streiche mal auf meinem Zettel alles durch, was ich jetzt hier schon gesagt habe. Generell wird es eine kleine Urlaubspause geben im Sommer. Das heißt, nächste Woche gibt es eine Live-Sendung. Danach, die Woche mag ich nicht versprechen, da könnte es also drei Wochen Unvernunft Live Pause geben. Aber ich hatte ja eben schon gesagt, dass da die neuen Folgen schon aufgenommen sind und die muss ich im Prinzip nur noch schneiden und dann geht es auch pünktlich am Montag dann im Moment um null Uhr an den Äther und dann passt das soweit. Das Podcastsubbie steht hier, ich habe hier eine Notiz, dabei müsste es eigentlich schon durchgekommen sein. Letzte Woche war sie ein bisschen kränklich, sie ist wieder da. Das finde ich total gut. Fast wieder fit und wir waren ja auch am Wochenende mal unterwegs, drei Tage. Ich glaube, das hat uns beiden ganz gut getan und das war einfach schön. Und so eine Sendung ohne sie, muss ich ganz ehrlich gestehen, das macht nicht so viel Spaß. Gerade, dass sie mir ja auch dann aus dem Chat ein bisschen den Überblick hat. Mein liebes Podcastsubbie, vielen, vielen Dank, dass du das immer so schön mitmachst. Oh, sie lächelt mich an. Das ist schön. Ich sage noch einmal die Nummer. Die 05101918. Nein, 9118952. So ist es richtig. Und währenddessen baue ich hier schon mal nebenbei so ein bisschen meine Losbox auf. Da haben wir wirklich Zettelchen ausgedruckt. Und da haben wir noch ein bisschen Seil. Und so einen ganzen Werbeschmutz, das packe ich da auch rein. Was habe ich denn hier? Alles ein King-Magazin. irgendwas vom Baumwollseil und auch überhaupt ein paar Unvernunft-Podcast-Zettel. Und jetzt ruft hier gerade jemand an. Hallo, Sebastian hier.
Otti hier ist der Otti.
Sebastian Hi. Schön, dass du anrufst.
Otti Gell?
Sebastian Lass mich raten, worüber sprechen wir?
Otti Wir sprechen über das Outing.
Sebastian Ja, sehr gut.
Otti Ja,
Sebastian Wunderbar. Du bist voll geoutet überall?
Otti halbwegs.
Sebastian Halbwegs.
Otti Also ich bin zumindest im Freundeskreis weitgehend geoutet. Ansonsten eigentlich auch ziemlich weit in der Familie. Aber eigentlich so beim Arbeiten nicht, obwohl ich da mal Probleme hatte. Ich
Sebastian Okay, du hattest Okay, was für Probleme hattest du denn?
Otti habe mal einen Job bekommen Anfang dieses Jahres, weil ich BDSMler bin.
Sebastian Du hast einen Job bekommen. Das ist doch super.
Otti Nicht bekommen, nicht bekommen.
Sebastian Ach, nicht bekommen. Oh, das hat man dir offen gesagt? Boah.
Otti die Blume, aber ja, sozusagen ja.
Sebastian Uh. Okay, also weil man dich gegoogelt hat? Oder weißt du, was passiert ist? Ja.
Otti ich weiß ziemlich genau, was passiert ist. Also ich bin auch ein bisschen selber schuld. Ich hatte mein Instagram gemischt, ein besagtes mit ein bisschen Kinky drin. Da waren aber nur zwei, drei Fesselfotos drin. Und ich habe aber den Betrieb, bei dem ich mich beworben habe, den habe ich gefolgt auf Instagram. Auf, äh, auf Instagram und dann hat man dann zurückgefollowt und als ich dann beim Bewerbungsgespräch war, hat man mir gesagt, ja, ihre Fessel-Zeugs-Posts auf Instagram. Was das genau denn sei. Ich
Sebastian Man hat also noch gefragt. Sehr schön. Du hast dann erzählt oder kam
Otti hab dann eigentlich ziemlich frei von der Leber erzählt, so, was es mit den Fesseln auf sich hat und auch mit dem BDSM eigentlich und dass ich ja noch einen Stammtisch mache und überhaupt und dass das alles auf freiwilliger Basis ist und schön und gut Gut, und dass wir das mit Spaß so machen. Und dann hat es nach dem Bewerbungsgespräch, ja gut, er schaue mit den oberen Vorgesetzten noch, die sind da eigentlich sehr dagegen, aber er schaue mal und er würde mir mal garantieren zumindest, dass ich Probearbeiten darf.
Sebastian es dazu?
Otti Nein.
Sebastian Ja. Ja, das...
Otti Da kam dann Corona und dann habe ich das erste Mal, ja, momentan wollen wir noch niemanden zum Probearbeiten wegen dem ganzen Corona-Zeugs.
Sebastian Ja,
Otti Und dann so zwei, drei Wochen später hieß es dann, ja, ich muss ihn leider absagen, für den Probetermin auf meine Nachfrage hieß es dann, ja, es hätte mit den Insta-Posts von mir zu tun.
Sebastian da reicht ja, wenn dann von den fünf Entscheidungsträgern wenn einer dabei ist, der sagt, uh, das gefällt mir nicht, und dann war es das. Aber das hat man ja immerhin gesagt. Da ist die Frage, ist das denn überhaupt erlaubt? Diese Social-Media-Recherche im Grunde, weiß ich gar nicht, ob das erlaubt ist.
Otti Das kann ich natürlich so nicht sagen.
Sebastian Vielleicht weiß das ja einer der anderen Hörer.
Otti Schlussendlich ist es eigentlich auch eine Diskriminierung eigentlich wegen sexuellen Präferenzen oder das ist eigentlich auch nicht erlaubt. Da
Sebastian Da bin ich jetzt, die Diskriminierung als solche, okay, ich bin mir nicht sicher, inwieweit die Recherche erlaubt ist.
Otti verbinde ich mich. Das ist natürlich das Schweizer Gesetz, vielleicht etwas anders als das deutsche.
Sebastian Ja, also lieber Chat, wenn da jemand was weiß, immer her damit. Wobei, das ist natürlich der Punkt, nur weil es nicht erlaubt ist, heißt nicht, dass es nicht gemacht wird, nur es wird halt dann vielleicht nicht gesagt. Dann kommt einfach die Info, wir haben uns für jemand anderen entschieden und mehr Infos kriegt man nicht.
Otti Na, so hat man schon gesagt.
Sebastian Ja,
Otti Ich habe dann auch noch den den Geschäftsführer direkt angeschrieben. Da kam dann nur so eine billige Ausrede. Ja, ich sei eigentlich nicht wegen dem nur, sondern es fließen viele Sachen zusammen und auch der Umgang mit Social Media führe habe dazu geführt, dass ich nicht Probearbeiten komme und nicht den
Sebastian das ist natürlich dann auch wirklich ein existenzielles Ding tatsächlich.
Otti Job kriege.
Sebastian Das ist so diffus einfach an der Stelle, weil Sarah Blume schreibt gerade im Chat, zulässig ist das nicht, aber es wird halt gemacht.
Otti also ja,
Sebastian Und, ja, ich glaube, das ist so ein bisschen diese diffuse Angst, die ich da habe.
Otti ja,
Sebastian Und mein Gott, es ist zulässig, Alias dazu benutzen im Netz. Das darf man machen. Es gibt dann halt nur gewisse Grenzen, ob denen halt ein Alias eben nicht mehr zulässig ist. Und bei dir war es ja auch noch so, du bist ja auch noch mit dem Arbeitgeber quasi über dieses soziale Netzwerk verbunden gewesen.
Otti genau.
Sebastian Da hilft es ja nicht mal zu sagen, nur Freunde können das sehen, weil ein Arbeitgeber ist halt auch einer davon. von, was
Otti Problem war natürlich auch, dass ich mein Instagram als öffentlich und nicht als privat hatte. aber das war halt, ja gut.
Sebastian ist jetzt die Konsequenz für dich, was hast du jetzt gemacht, Instagram gelöscht, ja,
Otti Die Konsequenz ist, dass ich ein kinky Instagram gemacht habe und die kinky Sachen aus meinem normalen Instagram rausgenommen habe und im Instagram jetzt noch mit meinem Klarnamen drin bin, ohne kinky Sachen und noch ein zweites Instagram-Profil habe mit kinky Sachen ohne meinen Klarnamen.
Sebastian klar, kann man machen, ist ja bei mir im Grunde auch nicht anders, ist an der Stelle halt schwer, weil man ist halt heutzutage, ja, man ist halt auch als Arbeitnehmer, in dem Moment, wo man sich irgendwo bewirbt, man wird einmal komplett durchleuchtet, Und ja, es ist schön, dass irgendwie die Krankenversicherungen nicht befragt werden dürfen. Wenn sie könnten, würden es wahrscheinlich alle tun. Aber soziale Netzwerke sind da echt eine fiese Sache. Und BDSM ist, glaube ich, einfach noch nicht weit genug in der Mitte angekommen, dass man da sagen kann, ja, das macht ja jeder.
Otti habe natürlich da in dieser Zeit, als ich mich im Frühjahr bei verschiedenen Firmen beworben habe, mehrere Absagen gekriegt und Und im Nachhinein fragt man sich dann da, haben vielleicht auch andere Firmen das gestalkt und gegoogelt und mich dann so gefunden und habe ich deswegen Absagen bekommen?
Sebastian Ja, ich glaube,
Otti du das aber nicht eruieren, oder?
Sebastian du weißt es nicht und es könnte daran liegen und im Prinzip kannst du dann nur da den Job kriegen, wo jemand blöd genug ist oder sich so blöd ist und sich an die Gesetze hält. Das ist auch ein bisschen bescheuert.
Otti Ja, oder eben dadurch, dass ich halt dann das mal geändert hatte nach dem Bewerbungsgespräch und spätere Bewerbungen dann nicht mehr rückverfolgbar waren, hat es dann doch irgendwo noch Job gegeben.
Sebastian Ja, ich muss gestehen, aus meiner Sicht als potenzieller Arbeitgeber lese ich natürlich so Infos auch ein bisschen zweideutig. Und ich würde auch sagen, wenn ich jemanden einstelle, würde ich mir natürlich schon diesen Menschen sehr genau ansehen. Und da ist dann auch die Frage, was darf ich und was nicht. Aber wenn ich da jemanden frage, der da kompetent ist, dann sagt er, natürlich durchleuchtest du alle möglichen Profile und natürlich schaust du dir das an, weil das könnte ja mal Probleme machen.
Otti Ja, genau.
Sebastian Das ist total schwierig, weil das hat ja da nichts damit zu tun, ob jemand gute Arbeit leistet oder nicht, sondern es ist halt sein Privatleben. Auf der anderen Seite hast du natürlich als Unternehmen auch das Problem, wenn du auf die Homepage sagst, hier sind meine zehn Mitarbeiter, entweder lässt du denen einen weg oder lebst damit, dass irgendeiner deiner Unternehmenskunden dann im Prinzip sagt, nee, der hat ja diesen kinky Typen da bei sich in leitender Position, möglicherweise geben wir den Auftrag mal lieber an ein etwas traditionelleres Unternehmen. nehmen.
Otti Ich frage mich gerade, vielleicht bei meinem Job, der handwerklich begabt ist und ich keine lernte, ein handwerklicher Beruf, der keine leitende Stelle war, sondern einfach nur ein normaler Mitarbeiter, da frage ich mich dann schon, ja, gut, muss das dann sein?
Sebastian Ja, das ist die große Frage. Ich mag mal fragen, hast du inzwischen was gefunden?
Otti Ja, ich habe inzwischen das gefunden.
Sebastian Ja, das ist ja mal wenigstens ein kleines Happy End, das ist doch schon mal was wert.
Otti Es wurde dann halt einfach so gesagt, also ich kann es vielleicht ein bisschen ausholen, ich bin Fleischer von Beruf, also Metzger. Und da war das halt so eine Biomanufaktur, die sehr auf Nachhaltigkeit und Tierwohl und so setzt. Und dann war das Thema, ist das denn vereinbar mit dem Tierwohl, wenn er zu Hause die Frau schlägt und fesselt? Und wie geht er dann mit dem Tier um, wenn er so mit seiner Frau umgeht.
Sebastian Ja, das ist aber wirklich unterste Schublade, das ist ja wirklich fürchterlich. Oh Gott, ja.
Otti Also so wurde mir das dann am Bewerbungsgespräch gesagt.
Sebastian Boah. Das ist ja, glaube ich, dieser Impuls, dann aufzustehen und zu sagen, geht's noch und tschüss. Klar, man braucht ja den Job. So ist es ja nicht, aber boah,
Otti ich war, als er mir die Frage gestellt hatte, was mit diesem, was war das, ich weiß gar nicht, was er gesagt hat, er hat gesagt, ja, was mit diesem Fesselzeug, das auf Instagram ist.
Sebastian ja,
Otti Da dachte ich schon so, ja, hast dich gut informiert, wenn du Fesselzeug sagst, ganz gut. Gut, da dachte ich dann so, ich war da mal so eine halbe Minute ruhig und musste so zuerst mal meine Gedanken sortieren und überlegen, was ich jetzt dann eigentlich genau sage. Also ich war auch kurz davor zu sagen, geht dich eigentlich nichts an, ist mein Privatleben. Aber ich dachte dann, komm, ich bin jetzt so offen, ich erkläre das, ich versuche das so zu erklären, dass er es vielleicht versteht. Ich muss aber wirklich sagen, mit dem, dem ich das mehr als schwierig hatte, der hat ja wirklich Verständnis.
Sebastian ich glaube, das ist das Problem, man hat dann auch das Gefühl, man möchte den Menschen ja was erklären, gerade wenn sie so um die Ecke kommen, ne, und ganz gut, ganz ehrlich, jetzt kann ich natürlich auch sagen, das heißt ja Tierwohl und nicht Mitarbeitersfrauwohl, ne, also, ah, also das ist schon heftig, ne, und das gibt es und ich, Und da ist auch wieder so ein Bubble-Problem, also wenn ich dann zum Beispiel, ein guter Freund von mir ist homosexuell und in meiner Bubble ist das so egal, selbst in meiner Nachbarschaft, die Nachbarin, die ist irgendwie 80 und die freut sich total über das lesbische Pärchen im Haus nebendran, weil das einfach so schön ist, dass einfach alle Menschen da sind, aber das ist halt Teil der Bubble.
Otti Ja, ich weiß.
Sebastian Und dann gibt es aber eben noch die ganz andere Seite, die sagt, das geht gar nicht. Und als Außenstehender, also ich persönlich nehme das immer nicht wahr, weil in meiner Umgebung sehe ich einfach nur, das läuft, die Leute sind alle entspannt und das passt. Und trotzdem im beruflichen Umfeld, ja
Otti das Problem habe ich ja auch mit meiner Bubble. Ich habe ja auch praktisch 95% meiner Freunde und meinem Freundeskreis sind irgendwie pervers oder selbst Stammtischler und BDSMler und überhaupt. und ja, ich habe im Nachhinein schon noch die Gedanken gemacht, ja, was wäre denn, wenn ich jetzt schwul gewesen wäre? Wäre das dann auch ein Problem gewesen, oder?
Sebastian gut, das ist immer die Frage. Also da muss ich der LGBT-Community einfach mal ein großes Lob aussprechen, was die die letzten, ich weiß nicht, 50 Jahre da geleistet hat. Boah, also wenn die BDSM mal das hinkriegen würden, so geschlossen und so gesellschaftsdurchdringend, Wahnsinn, also das ist Wahnsinn, also das ist wirklich toll.
Otti Ja, genau. hatte jetzt die Reaktion von dir erwartet, weil ich hatte dir das ja dann noch nach dem letzten Mal, als es bei dir im Podcast war, so zwei Wochen später, hatte ich das dir ja noch geschrieben und da warst du ja schon erstaunt.
Sebastian Ja, toll.
Otti Vielleicht magst du dich jetzt erinnern.
Sebastian Ja, natürlich, ich erinnere mich an dich, ich muss allerdings gestehen, das Gespräch direkt, ich weiß, die Geschichte mit dem Arbeitgeber, das hast du erzählt, aber genau, das ist so ein bisschen, da weiß ich immer nicht, was kann ich jetzt hier erzählen und was nicht, da muss ich immer so ein bisschen filtern und da bin ich manchmal einfach ein bisschen blöder, als es unbedingt sein muss.
Otti Ja, das habe ich dir dann noch privat geschrieben. Naja, kein
Sebastian Das ist okay.
Otti Naja, kein Problem, man kann dir das auch sagen.
Sebastian Ich mag mich immer ungern verplappern und da bin ich immer ganz vorsichtig.
Otti Also ich glaube, da kann Naja, kein Problem. Darum habe ich es jetzt gemacht, ich habe es schon gemerkt.
Sebastian Ja, alles gut. Ja, wobei ich merke aber auch da, wenn es um die Kohle geht, von der man lebt, dann wird man vorsichtiger.
Otti Ja, also ich habe es jetzt gemerkt. Ich habe jetzt auch, also ich muss jetzt sagen, bei neuem Arbeitgeber, ich habe jetzt da auch, also mein direkter Vorgesetzter, die weiß, dass ich so Sachen mache, weil ich ihr auch gesagt habe, ich brauche zum Beispiel dann und dann frei, ich habe einen einen Kurs. Und da habe ich gesagt, ja, was ist das für ein Kurs? Und da habe ich gesagt, ja, was ist das und das? Und dann habe ich gesagt, oh cool, dann nimm frei.
Sebastian das ist doch cool, wenn da jetzt ein bisschen mehr Verständnis oder Toleranz einfach da ist. Ich muss nochmal ganz kurz sagen, weil da so viel jetzt kam zwischendurch von Sarah Blume, da kamen ja schon fast Paragraphen in den Chat rein. Also dass zum Beispiel die Beweispflicht beim Arbeitnehmer liegt und man hat dann auch regelmäßig Anspruch auf Entschädigung nach Gleichbehandlungsgrundsatz BGB und so weiter. Leute, danke für die Infos, ich kann die jetzt nur hier nicht so wunderbar gut verarbeiten tatsächlich, ich bin mir auch nicht sicher, es ist ja noch nicht so geklärt, dass es ja auch noch so ein Streitthema ist, BDSM eine sexuelle Identität tatsächlich oder ist es einfach eine Praktikneigung, wie auch immer, das schwimmt ja gerade noch so ein bisschen.
Otti Die Diskussion haben wir auch schon geführt in unseren Kreisen. Und wir sind uns da auch nicht einig. Also wir haben die Diskussion auch schon bei unserem Stammtisch geführt. Und da sind wir uns eigentlich gar nicht. Da gibt es diese und diese.
Sebastian Ja,
Otti dann auch Freunde von mir, die Kinkys sagen, ja, bist du halt ein bisschen schräger, musst du es ja nicht jedem auf die Nase binden. Habe ich gesagt, ja, toll, ich habe es dann nur auf Instagram gehabt, ja, pech. Gut.
Sebastian man will das aber auch irgendwie erzählen. Es macht ja auch Spaß. Es macht ein Stück von einem selbst aus und man möchte das ja erzählen.
Otti Ich meine, ich sage jetzt auch, oder, dann muss ich sagen, ja, ich brauche dann frei und dann, ja, warum brauchst du frei diesen Samstag? Ja, ich habe da einen Kurs und dann, ich meine, irgendwie wirst du ja dann auch nicht irgendwie sagen, ja, irgendwie anlügen wirst du ja dann eigentlich auch nicht und so nur so sagen, ja, Kurs und nee, ist dann irgendwie auch nicht so. Da fragt man sich dann, denkt vielleicht der andere, was macht der für einen Kurs oder macht das überhaupt legal oder ist das dann gerechtfertigt, wenn ich ihn freigebe oder wir ja samstags arbeiten und dann rücke ich lieber mit der Sprache raus und sag's halt und dann ist es auch klar.
Sebastian Also ich fände es jetzt cool, wenn es Arbeitgeber gäbe. Es gibt ja welche, die sagen, wir sind pro LGBTQ+, und das ist okay für uns. Das sagen Arbeitgeber ganz klar und deutlich, wenn die sagen, und Kink ist auch okay. Okay, also ich glaube, da gibt es noch keine Notwendigkeit, das zu tun. Fände ich aber mal schön, wenn ich das irgendwo lesen würde, in einem Unternehmen, das einfach in der Pressemitteilung raus hat, bei uns sollen die Leute auch machen. Hauptsache, sie leisten gute Arbeit und der Rest ist uns egal. Und kink-inklusive. Kink-inklusive finde ich ja ein schöner Begriff dafür.
Otti Ich meine, die meisten Stellenausschreibungen sind ja heute mit männlich, weiblich oder divers geschrieben. Das ist ja auch ein Punkt. Da ist man ja auch schon weiter, oder?
Sebastian Ja, gut, das ist aber, glaube ich, auch eine gesetzliche Geschichte, dass du immer gleich abgemahnt wirst, wenn du da nicht die Innen da mit dabei hast und alles entsprechend angegeben hast. Das finde ich auch okay, aber das ist auf jeden Fall ein Punkt, das wird auch nur gemacht, weil es Geld kosten würde, wenn man es nicht macht.
Otti Ja, ich weiß natürlich eben nicht, wie sich da das deutsche Arbeitsgesetz vom Schweizer Arbeitsgesetz unterscheidet. Das ist natürlich auch noch eine Frage, oder? Ja,
Sebastian Sagen wir mal so, der Kiosk, der dran stehen hat, wir suchen eine hübsche Verkäuferin, wir brauchen nicht lange darauf warten, dass da jemand reinmarschiert, sagt, kriege ich den Job, ich bin hässlich und dann hat der sofort die Klage am Hals. Das ist quasi wie ein Bankautomat, da gehst du hin, führst 10 Minuten Gespräch und danach hebst du Geld ab.
Otti gibt es natürlich.
Sebastian Da sind die Gesetze wirklich erstaunlich klar hier und okay,
Otti natürlich bei uns auch schon so. Da gibt es natürlich immer, wenn zum Beispiel auch hier, kommt dann immer irgendwo ein Artikel in der Zeitung, wenn irgendwo einer schreibt, ja, wir suchen einen Eidgenossen oder einen Schweizer, dann bist du sofort irgendwo in den Medien.
Sebastian pass mal auf, ich würde jetzt mal gucken, dass ich hier dieses Zeug, was auf meinem Schreibtisch ist, langsam loswerde. Hast du eigentlich mitgemacht bei dem Gewinnspiel?
Otti Ich habe mitgemacht, mehrmals.
Sebastian Ja, wunderbar. Also dann bist du in meiner langen Liste.
Otti Ja, gespannt, ob mein zum Kaffeebecher passendes kommt oder nicht.
Sebastian das mag ich ja noch nicht verraten.
Otti Ja, ich will noch was.
Sebastian Ich habe ja eine super schlaue Liste, die muss ich auch hinterher dann wieder löschen. Also ich glaube einmal, zwei, du hast auf jeden Fall mitgemacht, sehe ich hier. Dein Name taucht in der Liste auf.
Otti Ja, das ist
Sebastian Also du bist auch ausgedruckt worden und in die kleinen Zettelchen reingekommen.
Otti super.
Sebastian Also du hast eine gewisse Chance, die ist allerdings etwa ein halbes Prozent.
Otti Ja,
Sebastian Also da muss man ein bisschen gucken.
Otti schauen wir mal.
Sebastian Wobei sie ist höher. Ich ziehe ja drei Stück raus. Ach, wir gucken mal. Dann werde ich mich jetzt von dir verabschieden. Ich bedanke mich vielmals, dass du das hier erzählt hast. Finde ich super.
Otti Ich möchte nur noch anführen, ich werde da bestimmt noch was in die Unterstützerkasse zahlen für dein Gerichtsverfahren.
Sebastian Ja, gerne.
Otti werde ich machen, weil ich habe das letzte Woche gelesen auf Twitter und Instagram. Da dachte ich, ja toll, eigentlich bist du ja Künstler, schlussendlich machst du ja Unterhaltung.
Sebastian Das Wort Künstler ist ja gar nicht so weit. Also der Begriff ist gar nicht so. Man muss ja keine Kunst schaffen. Es gibt auch andere Lebensbereiche, in denen das Gesetz funktionieren müsste.
Otti Ja, genau.
Sebastian Ganz ehrlich, ich ärgere mich jetzt einfach darüber, weil es einfach zehn Monate gedauert hat, mir zu sagen, nee, ist nicht.
Otti Ja, das kann ich absolut
Sebastian Und dann gibt es halt kein Widerspruchsverfahren, weil ganz ehrlich, nach zehn Monaten ist schon wieder so viel anders geworden hier. Das ist ja gar nicht Grundlage der Entscheidung. Und das ärgert mich einfach, aber das ist wohl völlig normal im Verwaltungsrecht, dass man immer klagen muss. Und jetzt nichts zu tun bedeutet einfach, der Zug ist abgefahren und dieser Druck dahinter, den finde ich einfach gerade fürchterlich. Naja, wir gucken, was da passiert und ich werde auch sehr genau Buch führen.
Otti nein, du
Sebastian Und wie gesagt, wenn das klappt, dann gehe ich einfach hin und wenn die Kohle dann zurückkommt, sage ich, jetzt machen wir irgendwas Großartiges draus. Da fällt mir schon irgendwas ein.
Otti Genau.
Sebastian Ich habe ja dann noch irgendwie ein bis zwei Jahre Zeit, mir was zu überlegen. Wie fürchterlich. Diese Zeiträume sind grausam.
Otti rufe dich an, ich bringe es gleich.
Sebastian du bringst das Fleisch. Das finde ich total super. Ich nehme dich beim Wort, ich notiere das jetzt. Alles klar. Okay, pass auf.
Otti Danke dir.
Sebastian Ich habe die Kiste schon in der Hand. Ich wünsche dir einen wunderschönen Restabend, dass es mit dem neuen Job geklappt hat. Schönes Happy End, finde ich super. Und nochmal
Otti vielmals. Schönen Restabend.
Sebastian dir auch.
Otti Tschüss.
Sebastian Tschüss. So, das war der Michael. Ja, echt mal Mist, ne? Verdammt. So, der Chat sagt schon hier, Lady A, ich mag Filet, das kann ich mir vorstellen, das mag ich auch. So, ich habe einen Trick gefunden, wie ich bei Instagram mehr als eine Minute posten kann, die werde ich nämlich brauchen, ich mache mal passendes Licht zum Aufnehmen, das Podcastsubbie ist bereit, die Aufnahme läuft schon. Wollen wir vielleicht zuerst verraten, was auf die Tasse kommt oder als letztes? Nein, als letztes, ne? Okay, sie redet ja nicht, sie nickt immer nur. So, also liebe Hörer, ich habe gefragt, wofür stehen die Buchstaben B, D, S und M auf der Rückseite der Tasse, denn ich möchte eine Tasse produzieren, die man in die Küche stellen kann, wo auch mal die Familie kommen kann und man muss schon googeln, um rauszukriegen, dass das was Perverses ist und ich habe euch gefragt und 159 Vorschläge bekommen per Mail, per Twitter, per Instagram und ich will jetzt einfach mal, ich halte das mal in die Kamera hier, ist das nicht total cool mit diesen ganzen kleinen Zetteln und jetzt packe ich sie wieder alle rein. So, ich mache jetzt folgendes. Ich ziehe jetzt drei Menschen. Diese drei Menschen bekommen, ich werde hier angetippt, ja, ich soll was drehen. Ich bekomme hier Handzeichen. Mach du das doch, was immer du willst. Mhm. Ich soll das woanders hinschieben. Ja, ich soll das zu mir schieben, das Ding. Alles klar, ich mache das auch so, weil im Bild ist nämlich das Ding zu sehen, was es wird. So, da liegt noch einer. Wolltest du mir das sagen? Mein Gott. Also, was würde ich ohne das Podcastsubbie tun? Red doch mit mir, verdammte Axt. So, okay, also, ich ziehe drei Menschen daraus, die bekommen jeweils, ich halte das mal in die Kamera, ein schönes Hanfseil, ich glaube es sind fünf Meter und eine, so eine Kugelkettenpeitsche aus Stahl vom Tüdeltüftler, der hat mir das einfach geschickt, der hat gesagt, Mensch, wenn du was verlost, dann verlost du doch nicht nur Tassen, sondern eben auch mein Zeug, den findet man bei Ebay, da kann man das Zeug einkaufen, aber drei Sets habe ich bekommen, nein, ich habe vier Sets bekommen und drei verlose ich jetzt. Dazu gibt es noch einen ganzen Stapel an hier Werbeschmonzes, den ich immer so liegen habe. Da freut sich der eine oder andere darüber aus. Dem macht das Paket schon schwer. Dauert aber ein bisschen, weil ich muss ja die Tassen jetzt erst mal produzieren. Und wenn ich die dann habe, dann packe ich die ein. Schicken wir denen jeweils eine oder zwei? Eine. Gut. Aber derjenige, der den richtigen Spruch hatte, der, der kriegt zwei. So, das habe ich jetzt entschieden. Ich muss ja auch ein paar haben, weil die sind ja eigentlich gedacht für die Gäste, die ich im Podcast habe. Weil die bringen mir immer tolle Dinge mit. Gestern habe ich schon wieder Gin bekommen, teures Zeug und verdammte Axt, ich habe immer nichts. Ich ziehe mal, also der dritte Platz und damit eine Tasse plus Spielzeug geht an Stefanie und die hat geschrieben, braucht dauerhaft starkes Machtgefälle. Passt also, die vier Buchstaben passen. Ja, du bekommst tatsächlich das ganze Zeug. Paket schicke ich dir. Ich schreibe dich an. Ich weiß, ich kriege dich über Instagram. Und ansonsten rufst du auch nochmal an. Wir haben ja schon zusammen aufgenommen. Das kann ich ja schon mal sagen. So, also haben wir einmal das Paket. Läuft. So, nächster. Wieder eine Tasse und wieder Spielzeug gehen an. Oh Gott. Monroe to Party mit Karo. Ah, okay. Okay, und zwar beides darf Sinn machen. Auch sehr schön, würde auch Sinn ergeben auf der Tasse, haben wir aber nicht ausgewählt. Haben wir auch via Instagram reingekriegt. Wunderbar. Und noch einen. Jetzt wühle ich nochmal ein bisschen richtig durch. So, hier unten einen. So, ich habe einen, der letzte. Bin gespannt. So, was haben wir denn da? Von Atera Luna. Bislang das schönste Miteinander. So, das ist auch eine schöne Idee. Es kommt aber auch nicht auf die Tasse drauf. Auch du bekommst eine Tasse und ein bisschen Spielzeug, ein bisschen Seil, ein bisschen Zeug und das kommt dann alles, ich denke mal, es wird so drei Wochen dauern, bis die Tassen hier sind, ich das alles eingepackt habe. So, der Rest geht leider leer aus und es ist wirklich eine schöne Kiste und jetzt mag ich euch mal verraten, was auf die Tasse kommt. Vorderseite ist ganz klar, da kommt Die Kunst der Unvernunft drauf und Podcast, das ist soweit okay und auf der Rückseite wird stehen, ich habe es selber vergessen, ach ja, richtig, Becher der schwarzen Macht. Das hat Alpha 8.0 bei Instagram geschrieben, am 17. war das schon und nach allem hin und her überlegen, haben wir uns überlegt, jo, das muss da drauf, das ist nämlich nicht zu kinky, aber auch nicht total langweilig und Macht ist schon mal mit drin und da es ja eh ein Becher ist, passt das und dann haben wir eben den Becher der schwarzen Macht und also ich finde das super und also vielen Dank, ich wäre niemals drauf gekommen. Und ja, Alpha 8.0, du bekommst Post, ich werde dich jetzt anschreiben die nächsten Tage, möchte dann deine Adresse haben und dann läuft das. So, jetzt mache ich hier mal einen Kringel drauf irgendwie, damit ich auch weiß, der ist es geworden. So, nicht, dass das hier noch verwechselt wird und ich meine eigenen Folgen machen muss. Jetzt kommt schon im Chat die Frage, wo kann man die Tassen dann kaufen? Ja, das ist genau das Problem. Ich kann ja keinen Online-Shop aufsetzen, weil den Präps Pflichten, Arme und so weiter und so fort. Ich werde mir da irgendwas ausdenken und da wird es irgendeinen Weg geben. Vielleicht kann man mal sagen, bei den Steady-Abos, da muss ich mal kalkulieren, dass ich sage, okay, kommt Leute, wer da irgendwie so ein Firmware-Abo macht, der kriegt automatisch einen Becher zugeschickt. Da überlege ich mir auf jeden Fall was. Was? Zwei Jahre warten mag ich auch nicht. Bis dahin ist es wahrscheinlich schon die dritte Generation, der Unvernunft Kaffeebecher dann auch schon erledigt. Vielen Dank an das Podcastsubbie für das Filmen. Ich werde das dann irgendwie die Tage so ein bisschen zusammenschneiden. Dann posten wir das auch auf Instagram. Und sobald ich hier ein Paket mit den Tassen bekomme, es wird eine dreistellige Zahl werden, werde ich das auch nochmal ordentlich posten und Päckchen packen und das alles rausschicken. Und dann hoffe ich einfach, dass das passt und irgendwie läuft. Ich habe auch gerade hier die Idee bekommen, man könnte es ja bei jemand anderem in seinem Online-Shop reinbauen, ja, dann bleibt aber nichts mehr übrig. Also das merke ich immer wieder, sobald man Menschen dazwischen schaltet, wird das so ein bisschen aufgefressen. Merke ich auch bei Steady, dass da unterm Strich die Quote dessen, was bei mir wirklich ankommt am Ende, geringer ist, als man denken mag, auch wenn die sagen, sie nehmen nur ein zehn Prozent. Das ist wirklich ein bisschen kompliziert. Aber ich denke mir was aus und ganz ehrlich, irgendwie ein Hörertreffen wird es ja auch nochmal geben und da wäre ich ja blöd, wenn es da nicht irgendwie einen Riesenstapel mit den Kaffeebechern gäbe. Gut, ich sage es nochmal, Becher der schwarzen Macht und wir haben uns hier wirklich zusammengesetzt, gestern und heute und echt überlegt und eliminiert, weil es konnte erstmal nur einer werden, denn jedes weitere Motiv kostet ja immer wieder unverhältnismäßig viel Geld, gerade bei diesen Online-Druckereien. Und wir hatten aber echt so ein paar wirklich, wirklich schöne dabei, wo wir dann auch überlegt haben, die wären aber eher nicht so ganz Vanilla-friendly. Und da haben wir echt so ein bisschen abwägen müssen. Trotzdem also ganz, ganz, ganz, ganz, ganz vielen lieben Dank für eure echt tollen Ideen. Da waren Dinge dabei. Ich suche da, glaube ich, mal Highlights raus. Ich kann, glaube ich, die nächsten 160 Folgen immer eröffnen mit BDSM steht für... Und habe jedes Mal was anderes. Das hat echt Spaß gemacht. Ein bisschen Arbeit auch, aber ja, dankeschön. Und ohne eure Kreativität würde ich das jetzt nicht machen, sondern würde noch ein halbes Jahr rumlamentieren, was denn auf die blöden Becher draufkommt und dann würde es im Endeffekt gar keine geben. So, ich habe wieder so gesagt. Ich glaube, wir haben das jetzt hier mit eingetütet. Ich würde gerne nochmal mit jemandem sprechen heute. So ganz so lange mag ich gar nicht machen. machen. Das ganze Thema Outing würde mich noch weiter interessieren, aber ich öffne mich jetzt hier auch so ein kleines bisschen. Wer also anrufen mag, der tut das einfach und vielleicht habt ihr auch einfach mal eine schöne Erfahrung gehabt. Vielleicht hat ja der Arbeitgeber festgestellt, ach wir sind ja befreundet beim Fetlife, ich weiß es nicht, soll das alles schon gegeben haben und ist auch cool und das sind auch Erlebnisse, die einfach wichtig sind und die einfach dann auch ein bisschen Mut machen, sag ich ganz ehrlich. Ich muss auch gestehen, also auf Stammtischen oder auf Partys, wenn man da Nummern und Namen austauscht, das ist mir auch egal. Aber das ist halt nicht googelbar. Das ist dann doch nochmal eine andere Geschichte. So, ich werde jetzt noch einmal die Nummer in den Chat posten, die 05101 911 8952. Und vielleicht seid ihr auch ganz anderer Meinung und sagt hier, Sebastian, jetzt mach doch einfach, jetzt oute dich doch endlich gefälligst, ordentlich und mit Adresse und Namen und gib ihm, Stell dich doch nicht so an Auch das ist ein Argument Nein, ein Argument ist das nicht, das ist eine Meinung Und vielleicht gibt es aber Argumente dafür Zu sagen, mach es und dann ist es halt auch gut Es könnte ja vielleicht auch neue Chancen ergeben Gerade wenn man selbstständig ist Kann es ja auch sein, dass man dann eben Mehr Kunden aus der ganzen Kinky-Ecke hat Wenn das denn passen würde Zum Geschäft Wäre ja auch nicht blöd Also Chancen gibt es auch Ich stecke da aber ehrlich gesagt gerade so ein bisschen fest So, was kann ich dir noch Schönes erzählen Ich habe heute noch Post bekommen von der lieben Tanja Russ. Die hat nämlich auch sich hier so Postkarten machen lassen. Da sind recht schicke Motive drauf, muss ich gestehen und auch mal was Nettes zum Schreiben. Und ich habe heute dann wirklich, ich weiß gar nicht, war das ein Einhorn-Paket? Podcastsubbie, könntest du mir doch bitte nochmal den Karton von vor der Tür holen? Ich mag nochmal gucken, was da drauf war. Also es kam ein irrsinnig buntes Paket heute mit der Post und ich war nicht sicher, was da drin ist. Mal gucken, jetzt wird hier der Karton nochmal reingeholt. Ich habe den extra jetzt für das Video aus dem Büro einfach rausgeschafft. Nicht, dass ich jetzt lüge, aber ein Einhörner drauf. Ach nee, Vögel sind drauf. Hier so Kakadus wird mir gerade zugeflüstert. Kann man das echt so verschicken? Das ist ja echt mal cool. Also auf jeden Fall, Tanja, vielen lieben Dank für die schöne Post. Ich hebe den Karton auch auf. Mal gucken, wofür ich den wieder verwende, denn normalerweise sind die Dinger einfach grau und hässlich. Packe ich auch dann in die Gewinnerpakete da einfach was mit rein. Was habe ich noch? Das Kink-Magazin ist auch inzwischen die neue Ausgabe bekommen. Ohne Stammtische kommt man da ja so schlecht ran. Das gibt es dann eben auch frei Haus. Ja, mehr zu gewinnen wird es auch jetzt erstmal nicht geben. Da warte ich noch ein bisschen, aber einfach nochmal vielen lieben Dank, dass ihr das auch geteilt habt und da echt weitergegeben habt und überhaupt. Ich bekomme gerade vorhin eine Kartinchen geschrieben. Nein, bitte schützt die Kinder. Alles andere ist nicht wild, aber die Kinder können auf dem Schulhof echt schlimm draufhauen, ja und genau das ist glaube ich auch, das sind meine größten Bedenken äh, denn die googeln sich heutzutage gegenseitig einfach und äh, ich glaube Kinder sind noch vielleicht gar nicht so schlimm, aber deren Eltern, ähm, da bin ich mir manchmal nicht sicher, wie dann einsortiert wird, wer darf mit wem äh, spielen gehen, etc. äh, da muss man echt, ja, also an der Stelle fällt das dann wirklich schwerer zu sagen, ist mir doch egal. Also wenn es hauptberuflich wäre, wäre es vielleicht noch anders, aber nee. Also Dankeschön für deine moralische Unterstützung gerade. Hier kann immer noch angerufen werden. Ich kann die Sendung natürlich auch beenden, es ist kurz vor zehn, das geht. Dann freut sich tatsächlich auch die Ferienbande im Haus ein bisschen, dass wir ein bisschen früher hier fertig sind. Aber ich glaube, einen Anrufer hätte ich heute gern noch dabei. Liegt aber auch einfach daran, dass das Thema mich jetzt selber betrifft und ich da einfach Input haben mag, bis zum Gehtnichtmehr, länger an den anderen Folgen schneiden. So, jetzt kriege ich aber hier die Info, das hatten wir letzte Woche schon, dass Menschen mir mitteilen, dass sie angerufen haben und es hat bei mir einfach nicht geklingelt. Ich habe hier so eine wunderschöne App von meinem Telefonieanbieter und dann kann ich sehen, ob es hier Anrufe gibt, die nicht durchgegangen sind. Aber jetzt klingelt es hier, sehr schön. Hallo, Sebastian hier.
Tüdeltüftler Hallo.
Sebastian Ja, Sebastian hier, mit wem spreche ich?
Tüdeltüftler Tüdeltüftler ist hier.
Sebastian Ach, du bist das. Ja, das ist ja passend.
Tüdeltüftler Ja.
Sebastian Sehr schön.
Tüdeltüftler Ah, ich muss mal eben den Podcast ausmachen. Sonst, so,
Sebastian Ja, bitte. Ich gucke auch gerade rein. Ich sehe gerade eins, zwei, ich sehe hier vier verschiedene Nummern von Menschen, die in den letzten fünf Minuten hier angerufen haben. Und es hat nicht einmal geklingelt. Ich hasse die Technik heute. Du bist der Mensch, der das Seil und die Peitsche gesponsert hat. Dankeschön an der Stelle.
Tüdeltüftler Es ist mir eine Leidenschaft, Leiden zu schaffen.
Sebastian Ja, also mit dem Ding geht das bestimmt. Ich werde das jetzt nicht ausprobieren, weil ich will ja kein benutztes Spielzeug verlosen. aber ich habe mich sehr gefreut, dass du gesagt hast du machst das und gibst dem Ganzen nochmal so einen Extraschubs super
Tüdeltüftler Ja, ich freue mich auch, dass das so gut angekommen ist. Genau,
Sebastian ja, warte mal ab, bis die Leute das Zeug in der Hand haben weil das sieht immer optisch, im Shop weiß man immer nicht, was es ist aber ich habe es dann hier in die Hand genommen das war dann schon okay aber ich glaube, wir wollen ein bisschen über das Thema sprechen vermute ich
Tüdeltüftler also ich habe zum einen zum Outing ein bisschen meine Erfahrung. Ich mache ja so ein bisschen BDSM-Spielzeug so nebenher. Angefangen habe ich da in der Werkstatt von meinen Eltern und irgendwann habe ich zum Beispiel meinem Vater mal gesagt, was ich da eigentlich so mache, weil der auch ein bisschen neugierig ist manchmal. Und für den war das ganz cool. Mittlerweile hilft er mir auch bei meiner Steuererklärung da für mein Geschäftchen. Meine Mutter will da nicht wirklich was von wissen. Für die ist das aber auch, ja, neutral.
Sebastian er macht halt seinen Kram
Tüdeltüftler Genau. Genau. Na gut, sie macht sich ein bisschen Sorgen so von wegen, wenn man jetzt meinen Namen googelt, was da so aufploppt oder was da aufploppen könnte. Aber sonst, ob
Sebastian du verkaufst, glaube ich bei eBay ist primär so deine Quelle musst du da überhaupt komplette Anbieterdaten angeben? Oder tust du es, fragen wir mal, so um erst mal.
Tüdeltüftler Ob ich das muss? Also ich habe meinen Klarnamen da irgendwie drin, aber den erfährt man auch nur, wenn man wirklich Sachen bei mir kauft.
Sebastian Ja, okay,
Tüdeltüftler Ansonsten eher nicht. Ja,
Sebastian also da ist es noch ein bisschen entspannter und ich habe immer so das Gefühl, auch so gegenüber Behörden zum Beispiel, habe ich da wenig Bedenken. Also bei mir ist es wirklich dieses Ding, wenn ich Google anwerfe. Das ist so mein Ding, wo ich immer denke, da finde ich es doof.
Tüdeltüftler als ich mein Gewerbe angemeldet habe, das war auch sehr entspannt. Auch hier in Vechta ist ja eher so ein eher konservatives Örtchen. Die Dame, die ich da hatte, der habe ich erklärt, was ich mache und dann haben wir geguckt, worunter könnte das Ganze dann laufen und wir sind dann übereingekommen, dass ich Metallkunstfiguren herstelle und verkaufe.
Sebastian Okay, ja das ist nochmal eine positive Herangehensweise auch.
Tüdeltüftler Ja,
Sebastian Ja, ich bin da immer nicht so sicher, also wenn man was herstellt, wenn man was produziert, ich weiß nicht, ist da so eine behördliche Distanz auch eher? Weil du bist ja nicht derjenige, der es benutzt an der Stelle, das ist ja nochmal eventuell was anderes. Oder nein, also auf dem Papier bist du nicht derjenige, sondern du stellst halt die Sachen her.
Tüdeltüftler da habe ich mir nicht wirklich Gedanken drüber gemacht.
Sebastian Ja, also ich fand diese behördliche Offenbarung, also ich schreibe ja einen Antrag, da steht mein Name drauf, meine Adresse und all das ganze Zeug und dann eben auch, was ich da bezwecke, da habe ich auch so das Gefühl gehabt, okay, ich offenbare mich jetzt tatsächlich erstmalig dem Staat und ich habe mich in dem Moment eigentlich gefreut, dass ich in einem Land lebe, wo ich das machen kann, wo ich da jetzt keine Befürchtungen haben muss, dem Staat solche Infos zu geben. Also das war eigentlich ein schönes Gefühl. Und ich glaube, ein Gewerbe anmelden, wenn ich das müsste an der Stelle, ich glaube, da wäre ich auch noch relativ entspannt. Wobei, gibt es da nicht ein Register eigentlich, wo das alles drin steht?
Tüdeltüftler Ja, da gibt es glaube ich. Habe ich aber noch nie reingeguckt.
Sebastian Okay. Ja, wer guckt da schon rein?
Tüdeltüftler Und selbst wenn, dann stehe ich da halt unter Metallkunst, Metallfiguren.
Sebastian ja gut, stimmt, man ist ja nicht mit dem Produkt angemeldet, sondern tatsächlich erstmal mit der Tätigkeit, das ist noch was anderes. Darf ich mal fragen, gab es mal irgendwas Negatives, wo du gesagt hast, ah, das fand ich jetzt an der Stelle aber blöd?
Tüdeltüftler Nö, fällt mir nichts ein. Also was so ein bisschen, wo es mir erst so ein bisschen unangenehm war, aber was dann ganz cool war, ich habe für eine Kundin die Griffe von ein paar Schlagwerkzeugen gravieren lassen beim Juwelier. Und da war ich erst einmal da ohne das Zeug und habe gefragt, habe so ein bisschen die Form beschrieben und gefragt, ob man sowas gravieren könnte, ohne zu sagen, was es denn ist. Und danach war ich einmal mit den Dingern da und der Chef vom Juwelierladen, der sagt, ja, klar, mach ich. Die Mitarbeiterinnen haben so ein bisschen rumgedruckst und fanden das irgendwie ganz lustig.
Sebastian glaube an der Stelle ist man dann aber auch professionell.
Tüdeltüftler Ja,
Sebastian Also auch als ich hier diese ganzen Kärtchen habe machen lassen oder auch die Buttons. Gut, das ist so ein anonymes Online-Geschäft, aber das geht, wobei man stellt sich auch vor, es gibt mindestens den Mitarbeiter, der den Kram einpackt, der das in der Hand hat. aber ich weiß auch nicht, in dem Moment, wo man Kunde ist oder so, habe ich das Gefühl, wenn ich Kunde irgendwo bin und eine Leistung in Anspruch nehme, für die ich auch bezahle dann bin ich da wesentlich entspannter, weil dann erwarte ich einfach, dass das okay ist und bist du ja im Prinzip bei dem Juwelier auch, hast du bei dem öfter was gemacht?
Tüdeltüftler ja, nee, nur das eine Mal.
Sebastian Okay, ja, aber du könntest, oder man wird dir wahrscheinlich gesagt haben, das kann man immer wieder machen, weil die wollen ja auch Kundschaft haben
Tüdeltüftler Ja, genau.
Sebastian Ja, also ich habe mal so ein bisschen geguckt, also auch wenn ich hier so die ganzen Online-Shops sehe, wenn du da im Impressum reinschaust, da sind natürlich auch ganz viele dabei. Und ich nehme jetzt mal den, den Michael picke ich jetzt mal raus, der ja auch wirklich dann auch bei mir hier in der Sendung ganz viel erzählt hat, was er macht, wie sein Leben so verlaufen ist und so. Und ich gebe zu, das hat mich ein bisschen erschreckt, als er mir so ein bisschen erzählt hat, was alles so in seiner Umgebung da, was da so alles an Dingern gelaufen ist, wo er dann auch gegen Wände gerannt ist. Und das hat mich vielleicht auch so ein bisschen erschreckt tatsächlich, dass die Nachbarschaft da einfach nicht so toll war. Was gerade für einen Unternehmer natürlich die Hölle ist, weil du lebst ja davon, dass du mit deiner Umgebung auch irgendwie gut klarkommst und dass man sich gegenseitig empfiehlt.
Tüdeltüftler ja. Ja, na sowas habe ich von der Gunula Schildhauer, von die Papereien, die war ja auch bei dir mitbekommen.
Sebastian die war auch da, ja ist noch gar nicht lange her
Tüdeltüftler Ja, also die hat auch ein paar Sachen von mir, also Seile bezieht sie von mir und das ein oder andere Schlaginstrument.
Sebastian und sie hat gar nicht so viel, da bist du aber gut reingerutscht, aber das ist ja auch tolles Zeug, ich spiel jetzt hier schon die ganze Zeit dran rum, ich muss das ich leg das jetzt weg, weil ganz ehrlich, dieses Seilbündel ist schon wieder irgendwie halb zerfetzt, also tut mir leid, wenn ich das so hinschicke, dann kann das Podcastsubbie das reparieren sie guckt schon böse ich bin da einfach ich übe mit Seilen, ich habe wirklich den festen Vorsatz und mal kurz Gruß an Salome, ich bin dran. Ich werde Ergebnisse liefern. Ja, ich
Tüdeltüftler ich hatte letzte Woche glaube ich auch schon mal in den Chat geschrieben, Ich gebe dir wohl einen kleinen Crash-Kurs, was Shibari angeht.
Sebastian bin mir gerade nicht sicher, ob ich das erzählt habe, aber sie war da und dann hat sie mir, es gibt ja diese Technik, dass man ein Seil so zusammenbindet, dass man da nur an zwei Stellen ziehen muss und dann kriegt man das auf und hat ein Seil und kann loslegen. Ich glaube, so hast du die auch eingewickelt.
Tüdeltüftler Ja, so habe ich die auch gewickelt.
Sebastian Und dann drückte sie, sie drückte mir das in die Hand und meinte, du ziehst jetzt genau genau da und da und dann ziehst du jetzt einfach. Dann habe ich das gemacht und habe da und da gezogen und das war ein verknotetes Knäuel und die Mädels lachten sich halb kaputt, weil das würde in einem von tausend Fällen vielleicht mal passieren und das ist total fürchterlich. Sie hat das dann beim anderen Seil nochmal selber probiert und da hat das auch super funktioniert und ich wollte nicht noch ein Seil da irgendwie völlig verknoten, weil das hat irgendwie mehrere Minuten gedauert, das da auseinander zu fizzeln. Ich habe es bei deinem, habe ich auch mal ganz vorsichtig dran gezogen, Aber es ist ehrlich gesagt gar nichts passiert. Also vielleicht mache ich da irgendwas ganz fürchterlich falsch. Ich weiß das nicht. Ja, aber ich werde mir das zeigen lassen.
Tüdeltüftler sein.
Sebastian Man kommt ja so langsam auch wieder ein bisschen raus und dann lasse ich mir das zeigen. Und vielleicht, wenn der Fünfte mir alles Mögliche gezeigt hat, vielleicht kommt das in meinem Hirn auch mal an. Und da kann das Podcastsubbie ja auch nur von profitieren, wenn ich weiß, was ich tue mit der Schnur.
Tüdeltüftler Also ich habe schon den einen oder anderen Anfängerkurs gegeben, wo wirklich die ganz einfachen Basics gemacht wurden. Ja,
Sebastian ja, der Witz an der Sache ist ja tatsächlich, das ist das Gemeine, man bekommt genau erklärt, jetzt machst du das, jetzt ziehst du das da und da und da und wenn man dann auf die Finger schaut, dann sind so ganz viele kleine Bewegungen, wo dann nochmal wie der Daumen das nochmal kurz ein bisschen hält und dies und das. Ich glaube, diese Kleinigkeiten, diese Übung, die macht einen riesen Unterschied dabei. Aber sie hat mir eine Sache gezeigt, das ist irgendwie so ein Single-Column-Tie-Nupsi-Irgendwas und das soll ich jetzt einfach üben und das tue ich auch ganz fleißig. Und ja,
Tüdeltüftler brav.
Sebastian mal gucken. Ich gebe zu, ich habe das ein bisschen vernachlässigt in den letzten Tagen. Aber das wird werden. Und ich beneide auch meine Gesprächspartner, wenn die das Bunny da in der Hand haben bei der Aufnahme und es da mal neu verknoten und nochmal neu verknoten und es jedes Mal immer besser aussieht. Ich will das auch können. Früher oder später kriege ich das hin. Ich habe ja noch Zeit. Okay, ich muss ein bisschen überlegen gerade. Also ich habe gesehen, dass diese fürchterliche Telefon-App, 1, 2, 3, 4, 5 Menschen haben hier angerufen und keiner ist durchgekommen. Du warst dann der Erste. Ich würde es jetzt darauf ankommen lassen. An der Stelle erstmal ganz vielen lieben Dank. Sag du, bei dir funktioniert das. Du hast den Namen da auf dem Gewerbeschein stehen, das läuft. Im Prinzip machst du jetzt auch was Künstlerisches. Vielleicht kannst du es auch mal probieren mit dem Künstlernamen. Dann habe ich eine Referenz, wo ich dann sagen kann, warum kriegt der das und nicht ich.
Tüdeltüftler Also ich mache das ja nur nebenberuflich.
Sebastian Gerade dann. Ich bin auch nicht sicher, ob das Gesetz so gedacht ist. Vielleicht beugen wir das da auch so ein bisschen. Aber an meiner Stelle wäre es halt perfekt. Ja, also die Kinder sind nochmal was. Was jetzt auch Katinchen im Chat schrieb, die Kinder sind tatsächlich das ganz knallharte Argument, weil ganz ehrlich, den Vorwurf mag ich mir nicht gefallen lassen. Irgendwie in 20 Jahren hättest du das nicht gemacht, hätte ich es einfacher gehabt. Das ist es doch alles wieder nicht wert. Das ist immer Mist.
Tüdeltüftler also im BDSM-Kontext kann ich da auch nicht viel zu sagen.
Sebastian Naja,
Tüdeltüftler Also im Poly-Kontext habe ich halt gehört, dass die Kinder da sehr offen mit umgehen, also dass da keine Probleme sind. Kann man aber nicht eins zu eins übertragen, denke ich mal.
Sebastian ja, da müsste man mal gucken. Ich glaube, das ist so der Haken. BDSM ist so ein bisschen auch missverstanden mit, der Mann schlägt halt die Frauen. Bei Menschen, die da gar keine Ahnung von haben. Und das ist halt schwierig. Also das muss halt noch durchdringen. Und das reicht, wenn von 100 Leuten einer dazwischen ist, der vergiftet die anderen 99 so ein bisschen mit. Ich weiß auch nicht. Also vielleicht traue ich da aber auch der Gesellschaft einfach nicht genug zu. Also möglicherweise ist alles schon viel weiter, als ich denke und ich sitze hier in meiner kleinen Burg und denke mir einfach nur, aber wenn dann doch noch einer dabei ist und es wird immer jemand dabei sein, der damit nichts anfangen kann.
Tüdeltüftler Ja, ja,
Sebastian Also diese Sicherheit, die ich mir wünschen würde, die kann ich an der Stelle glaube ich auch nicht kriegen.
Tüdeltüftler ja,
Sebastian Naja, okay, wir räumen mal die Leitung, also ich bedanke mich nochmal vielmals, dass du gesagt hast, ich unterstütze dieses ganze Gewinnspiel, wenn ich wieder eins mache, dann frage ich vielleicht sogar einfach mal und sage, hier, wer mag da noch ein bisschen was dazuschmeißen, weil das ist natürlich schon cool, der Moment, wenn ich hier so ein Paket packen kann und es wird immer schwerer und schwerer, weil da irgendwie Zeug drin ist, warum denn nicht, ne? und vorerst muss man ein bisschen gucken, was dann so die nächste Aktion wäre, und da darf auch ein kleiner Werbeeffekt für dich sein, und ich hoffe einfach, dass es bei dir gut läuft, und dass du das machst, und dass es funktioniert, und was ich hier in der Hand hatte, das hat mir auf jeden Fall gefallen, und vielleicht ist ja demnächst auch mal privat was da, das muss ich mal gucken, ich habe zwar eigentlich viel zu viel Spielzeug, aber es kann eigentlich nicht genug geben, alles klar.
Tüdeltüftler Ich habe auch jede Menge hier. Ja, eine
Sebastian Ja, irgendwann habe ich nicht mehr genug Zeit für zu viel Spielzeug, Es ist fürchterlich. Aber es ist Schönes zu haben.
Tüdeltüftler Sache noch wegen der Tassen. Du hast es wegen Vertrieb vorhin was gesagt.
Sebastian Ja,
Tüdeltüftler Also, wenn du magst, kannst du über meinen eBay-Shop, können da einfach ein paar reingestellt werden, das würde dann irgendwie auch 100% dann zu dir gehen.
Sebastian okay. Ich werde das mal eruieren, weil ich bin so immer der Mensch, der sagt, okay, Zahlungsgebühren sind in Ordnung, der Rest kann bitte schön da bleiben und muss nicht bei irgendwelchen Dienstleistern sein. Wir können uns ja mal zusammensetzen und mal nachrechnen, was bei eBay bleibt und dann passt das. Ehrlich gesagt bin ich da auch ein bisschen geizig. Ich bin immer nicht bereit, 30 Prozent irgendwo zu lassen für nix. Da muss man ein bisschen gucken. Aber vielen Dank für das Angebot. Warum denn nicht?
Tüdeltüftler Gerne, gerne.
Sebastian Okay, Juti, dann mach's gut, schönen Restabend und vielleicht kriegst du ja von den Menschen, die das gewinnen, noch ein Feedback. Ich merke, ich verabschiede dich immer wieder und dann haue ich noch mal einen raus.
Tüdeltüftler Ja, das wäre schön.
Sebastian Entschuldige, jetzt ist Schluss. Mach's gut, tschüss.
Tüdeltüftler Tschüss.
Sebastian Ich komme heute einfach nicht zum Ende. Ich bin heute wirklich in Plauderlaune. So, erstmal Entschuldigung an die Menschen, die es hier immer wieder probiert haben. Ich mache jetzt keine Rückrufe. Ihr wäret immer direkt und live in der Sendung. Hier habe ich eine Nummer, die hat jetzt auch gerade eben nochmal angerufen. Jetzt ist die Leitung frei und probiert es einfach mal. Und ich hoffe, das geht dann. Ich habe das Fenster im Blick. Ich bekomme leider auch kein Signal, sondern hier ist einfach ein Annehmen-Button, wenn jemand durchkommt. Jetzt klingelt es hier schon. Es passt alles gut. Hallo, der Sebastian hier.
Jan Hallo, hier ist der Jan, der
Sebastian Hallo Jan, dich kenne ich.
Jan Herr. Nicht kennst du genau, doch so ein Selbstständiger.
Sebastian Ja, das stimmt, das ist ja auch. Wie machst du das denn?
Jan Aber naja gut, es hat sich über die Zeit und über die Jahre gegeben. Letztlich habe ich in dem Kontext verschiedene Erfahrungen gemacht. Ich meine, man läuft ja nicht gerade offensiv herum damit, dass man in die Richtung veranlagt ist oder die tut. Ich habe jetzt aber gerade zum Beispiel gemerkt, dass mit einem Auftraggeber relativ stumpf man darüber reden konnte, dass der es beim ersten Bier bei einem Termin angenehm fand, wie unkompliziert man mit mir darüber reden kann. Und beim nächsten Termin sich selber outete.
Sebastian Okay, das ist natürlich der perfekte, optimale Fall. Super. Super.
Jan Naja, genau. Man merkt ja sicherlich auch, wie weit man gehen kann, beziehungsweise wie weit es sinnvoll ist zu gehen. Beim Outing innerhalb der Familie zum Beispiel gab es sicherlich Punkte, an denen man jetzt besser aufhörte, weil alles, was die Gegenseite hören wollte, gesagt war. und andererseits gab es Leute, die nachfragten, es interessant fanden und für mich war eigentlich der wichtigste Punkt, dass man danach nichts mehr zu verstecken hatte. Also dass das Wichtigste gesagt war und dann musste man halt auch nicht mehr weiter reden. Es gab aber zumindest auch nichts, was man versteckte. Das
Sebastian Ja, ich glaube, diese Offenheit, also in der Familie ist das auch so. Als ich meiner Mama erzählt habe, ich mache da übrigens so einen Podcast, dann fragte sie nur, das möchte ich wahrscheinlich nicht hören. Und dann meinte ich, ich glaube, das möchtest du nicht hören tatsächlich. Und dann war das okay, dann war das gesagt und dann war das in Ordnung. Ja, jetzt habe ich ja diesen Haken einfach, dass ich ja doch offensiv der Welt erzähle, was ich da so mache. Was würdest du an meiner Stelle jetzt machen? Also auch mit deiner Selbstständigkeit, würdest du so einen Podcast unter deinem Namen ins Netz stellen?
Jan ist eine sehr gute Frage und das ist eine sehr, sehr gute Frage. Meine Dame und ich haben ja gerade zum Beispiel jetzt ganz stumpf eine Runde mal als Partyveranstalter einen Auftritt gemacht und die war hemmungslos vernetzt und angemietet, dass man immer wieder Party machen kann.
Sebastian Ja, sehr schön.
Jan Ich war aber ehrlich gesagt relativ froh erstmal, dass das unter unserem Nick läuft und dass, wenn man das nicht auf einer Webseite postet, man ja überhaupt keinen Impressum benötigt. Also den Nick, ich sag mal mit Foto unter anderem, den wollte ich nicht unbedingt mit meinem Namen haben, wobei man wie gesagt erleichtert feststellte, dass das so nicht geht oder so gar nicht nötig war.
Sebastian Ja, weil da dann auch die Location dann einfach als Veranstalter rangeht.
Jan weiß nicht, so ähnlich ist es ja jetzt quasi bei... Richtig, genau. So, bei dir? Also sprich, bei dir geht es doch de facto um das Impressum, oder?
Sebastian Ja, Impressum ist so dieser Hauptpunkt. Es gibt halt so, das zählt ja schon fast offenbar so ein bisschen als Rundfunk. Ich brauche keine Lizenz, aber du hast halt gewisse Informationspflichten, die an der Stelle ein bisschen nervtötend sind. Und da ist es schwierig, du brauchst halt einen inhaltlich Verantwortlichen.
Jan Das ist
Sebastian Das muss eine natürliche Person sein. Das kann keine GmbH sein, das kann kein Verein sein, sondern du brauchst eine Person und
Jan schlecht.
Sebastian genau, das ist halt das Problem, du stehst halt da und sagst,
Jan Kann man nicht irgendeinen Rechtsanwalt in der Szene vorschieben? Der sagt, er sei die inhaltlich verantwort... Ja,
Sebastian oh ja, das hab ich probiert, das geht, das lassen die sich bezahlen und zwar nicht zu knapp, und zwar jeder Brief, jede Kommunikation, also wenn man das vernünftig macht, ich hab schon den guten Deal, dass ja im Impressum ja steht ja tatsächlich eine Kanzlei-Anschrift drin,
Jan bedenken.
Sebastian das geht, aber wenn ich dann sage, hier auch inhaltlich verantwortlich etc., da gibt es unglaublich lange Verträge, da reden wir über mehrere hundert Euro im Monat und trotzdem ist er inhaltlich verantwortlich, nicht diejenige, der sagt ja auch nur, ich bin verantwortlich, wenn ich es selber gehört und abgesegnet habe, das heißt ich müsste eine inhaltliche Kontrolle zumindest machen, damit er seinen Stempel da drauf setzt, ganz ehrlich, da wäre das Ding tot.
Jan dann bleibt dir ja nur noch, das irgendwie bei Hostinger oder irgendeinem anderen Bulletproof-Hoster zu hosten, reinzusetzen und das Impressum dann halt schlicht und einfach sein zu lassen. Was wiederum sehr schlecht ist, wenn man das Ganze streamen möchte über die Standardplattformen. Nö, also ich sage es mal so, das Problem ist nicht mit neunmalklugen Sprüchen auflösbar, beziehungsweise jegliche Art von Lösung wäre neunmalklug, weil letztlich nicht so einfach.
Sebastian also ich habe mir vorher echt lange Gedanken gemacht, kann ich das machen, wie mache ich das, was brauche ich da und was brauche ich nicht, ich glaube das Problem ist das Wachstum tatsächlich, es kommt halt immer mehr und
Jan Moment, bei wie vielen Hörern bist du denn jetzt eigentlich?
Sebastian die Anzahl der Hörer ist ja gar nicht wichtig. Wachstum ist an der Stelle tatsächlich, dass du brauchst halt mehr Technik, damit du die Downloads bewältigen kannst, du fängst halt an mit, ich nehme ja hier Unterstützung, also Spenden an, das heißt es fließt Geld, das muss auch tatsächlich gebuchhalterisch da durchgekaut werden und zwar ab dem ersten Cent. Das ist nervtötend, aber es muss halt sein, das geht Aber in dem Moment, wo du so, es gibt so Menschen, die sagen, Mensch, ich hätte gerne irgendwie so ein Shirt oder eben die Tasse oder so ein Kram. Also in dem Moment, wo du auch tatsächlich so ein bisschen Merch-Kram in die Welt reinpackst, ob das nun jetzt sinnvoll ist oder nicht. Aber ganz ehrlich, warum sollten nicht Leute sagen, ich unterstütze den Podcast mit 15 Euro und wenn da 5 Euro beim Podcast hängen bleiben, dann finde ich das sogar gut. Warum denn nicht? In dem Moment, wo du Handel treibst und sowas, da ist dann endgültig vorbei.
Jan Ja, aber sag mal... das geht relativ... Also, wie ist das denn mit deinen Kunden? Ich meine, du betreibst ja einen Podcast. Na, ich verstehe das Problem. Also, du betreibst einen Podcast, der eigentlich relativ gesellschaftskonform wäre, würde ich behaupten. Aber in den Details, die du im Zweifel auch über dich erzählst, und sei es nur deine Meinung zu bestimmten Themen, geht das eventuell ein bisschen tief aus Sicht mancher Auftraggeber.
Sebastian Ja, ich glaube, das ist der Punkt. Denn die Auftraggeber sagen halt schon, okay, wir packen dich da, wir nennen dich da auch. Und das heißt, das ist dann so eine ganze Kette. Und ich glaube, die ist das Problem. Und wenn da einer sagt, wir wollen das mal lieber für uns behalten, dass du damit involviert bist, ich glaube, an der Stelle wird es dann auch recht schnell komisch. weil du gehst dann in so eine Anonymität rein und das verhindert natürlich, dass du diese Reputation auch haben kannst und jeder Neukunde, der mich googelt und das tun sie alle und sie nehmen mich da wirklich bei Facebook und sonst wo auseinander, der guckt natürlich schon, passt der denn zum Unternehmen so ein bisschen und da wird es dann blöd.
Jan Ja, den Part finde ich jetzt aber interessant. Also letztlich, ich meine, deine Person, also dein Können, dein Auftritt als Selbstständiger in deinem Fachgebiet ist ja letztlich das, was eine Visitenkarte ist. Ich meine, die Visitenkarte, die habe ich selber seit Jahren aufgebaut. Ich meine, wenn du jetzt meinen Namen eingibst, den wir hier nicht nennen, findest du bei Google eine breite Straße, was für ein super toller Typ ich bin.
Sebastian Ja, genau, das macht man ja so.
Jan ich in der Form gar nicht so richtig absichtlich gebaut habe, aber dann doch irgendwie schon provoziert habe. habe. So, das ist eine Visitenkarte letztlich, das stimmt. Und ich sehe auch immer wieder, dass sie hilft.
Sebastian Genau, das hilft. Und wenn du jetzt, nehmen wir den Podcast mal, der zieht SEO-technisch, also Suchmaschinentechnisch zieht der Podcast super, dass der die ersten 50 Treffer ergibt.
Jan du bringst dann einen, nee, so
Sebastian Bums.
Jan erstens, zweitens, ja genau, das führt dazu, dass deine Visitenkarte auf einmal eine ganz andere ist. Das hat dann nichts mit Fachlichem zu tun. Die finden das dann vielleicht interessant, aber die sehen einfach nicht, was sie sehen sollen. So, und damit bist du ehrlich gesagt bei einer Art Zweitidentität-Künstlername.
Sebastian Genau.
Jan den Weg da reinzuklagen, Also den halte ich hiermit vorhergeleitet.
Sebastian Ja, es gibt eigentlich gar keine andere Möglichkeit.
Jan Keine Ahnung.
Sebastian Ich hatte mir das auch so schön ausgedacht, naja, wenn das Ablehnen kein Problem ist, ändert sich ja mal ganz viel, dann kannst du neue Argumente hinwerfen und dann machst du einen neuen Antrag und das machst du so lange, bis sie Ja sagen. Aber nein, ist ganz einfach, du musst klagen, Punkt. Und das nervt so, weil die
Jan wie ist denn das rechtlich? Also selbstverständlich nervt das. Aber wie ist denn das rechtlich? Also ich würde denken, dass ein Sachbearbeiter, wenn du gegen diesen Bescheid klagst, eine begrenzte Motivation hat, da Arbeit reinzustecken für den Fall, dass du eigentlich recht hast. Wie ist denn jetzt die Rechtslage? Hast du eigentlich recht oder nicht? Also ich saß eben im Zug.
Sebastian Rechtslage ist total konfus.
Jan Ich habe den Anfang des Podcasts leider nicht
Sebastian Also im Grunde ist das so offen, warte mal, ich kann mal gucken, ich versuche mal hier an mein Whiteboard ranzukommen und diese Magnet zu lösen.
Jan Mhm.
Sebastian Also ich habe hier eine sehr schöne Einschätzung, Rechtslage, Meldegesetz und dies und das, das ist der Paragraph, den kannst du selber mal lesen, Paragraph 12 BGB ist das und die Behörde hat halt bei der Geschichte ein unfassbares Ermessen. Sie muss nicht, sie kann. Und vielleicht ist auch an der Stelle so ein bisschen der Punkt, vielleicht will der Sachbearbeiter auch nicht jetzt da eben sagen, ja, ich muss nicht.
Jan du bist
Sebastian Das kann man bitte in einer anderen Instanz entscheiden. Aber es gibt keine andere, außer eben das Gericht als nächstes. Es
Jan ein Künstler, der real vor Publikum auftritt, der unter diesem Namen auftritt,
Sebastian ist ja keine Kunst, es ist ja kein Bild, du kennst das Problem, der Künstler ist ja derjenige, der Fotos macht, der Musik macht, der Skulpturen erzeugt, also das wurde hier an der Stelle sehr eng ausgelegt.
Jan relativ leicht. Du musst dich jetzt mit jemandem, der sich auskennt, vielleicht nicht unbedingt ein Anwalt auf Stundenlohn, aber eigentlich, ehrlich gesagt, ein spezialisierter Fachanwalt auf Stundenlohn. Mehr als zwei Stunden brauchst du mit dem nicht. Danach kannst du den Antrag eventuell selber schreiben ans Gericht.
Sebastian Ja, ich
Jan Mehr als zwei Stunden sind immer noch 400 Euro.
Sebastian weiß.
Jan Aber du
Sebastian Ich sag mal so, eine Instanz,
Jan wirst jetzt eigentlich einmal den Kopf vollkriegen von einem Typen, der sich wirklich auskennt und mit dem diskutieren, diskutieren, diskutieren, diskutieren, danach hast du theoretisch den Kopf voll, idealerweise Stichpunkte geschrieben und dann schreibst du, Moment,
Sebastian theoretisch ja, wenn dann nicht auch da wieder der Punkt ist, auch das ist es wiederum Ermessenssache. Also es gibt ganz viele, der Mensch, den ich habe, der hat ganz viele Referenzurteile rausgesucht. Echt schöne Dinge, wo er raus sagt, an der Stelle wurde es halt stattgegeben.
Jan dein Sachbearbeiter hat Referenzurteile herausgesucht.
Sebastian Nein, nein, ich habe ja schon einen rechtskundigen Menschen kontaktiert und wir haben das schon mal sehr genau eruiert.
Jan Und mhm,
Sebastian Ganz ehrlich, sagen wir es mal ganz ehrlich, ob er das jetzt mir mit Stundenlohn mich berät oder ob er die erste Instanz durchzieht, das ist halt das Schöne. Der Mensch ist offenbar selbst kink-aware, dass er gesagt hat, okay, er macht es ausnahmsweise nach Tabelle. Für die Hörer nach Tabelle heißt das, im Rechtsanwaltsvergütungsgesetz steht, das ist der Streitwert, das darf es kosten und dann wird es danach gemacht, unabhängig von der Stundenzahl, die gebraucht wird. Das ist der Deal, den wir jetzt gemacht haben. Der ist okay.
Jan das ist nett,
Sebastian Das ist ziemlich nett, finde ich, weil sonst kann das mal ganz schnell ganz anders aussehen, das weiß ich nämlich auch schon. Ja, es ist so ein bisschen dieser Handlungszwang. Innerhalb eines Monats musst du Klage einreichen. Und das ist das, was mich eigentlich nervt, dass ich jetzt nicht erstmal, was weiß ich, ein halbes Jahr vergehen lassen kann und sagen kann, okay, und dann mache ich das mal in aller aller Ruhe, sondern jetzt und bald und innerhalb von 30 Tagen und selbst dann wird es wieder ewig dauern. Ich glaube, dieser Druck, der dahinter steckt, der stört mich, wenn das Ganze durchgeht, dann ist das alles total locker, dann kann ich das überall drauf schreiben, das ist legal und dann ist das okay.
Jan mhm, mhm, mhm,
Sebastian Muss man sehen, aber ja, das Berufliche und auch mit den Kindern, sage ich ganz ehrlich, das ist ja, das ist ein wirklich gewichtiges Argument, wie ich finde. So ein Schulhof ist nicht unbedingt unbedingt ein leichtes Pflaster.
Jan okay, ja, klar, ja,
Sebastian Ich weiß nicht, wie du das da machen würdest, aber ich glaube, an der Stelle ist so dieser Schutzgedanke der Familie einfach, der steht einfach über allem.
Jan das würde ich jetzt erstmal so unterschreiben, äh, mhm,
Sebastian Ja, das ist völlig okay, musst du gar nichts weiter zu sagen. Da muss man ein bisschen gucken. Der Chat versucht auch wirklich zu helfen heute. Vielen Dank dafür.
Jan sehe hier gerade einen Second Screen bei meiner lieben Dame. Ja, ich sehe hier schon tatsächlich, da werden Links empfohlen.
Sebastian also habe ich ein bisschen was zu tun, um mich ein bisschen reinzulesen.
Jan Ja, interessant finde ich ja den Aspekt, dass man sich erpressbar macht, wenn man es verheimlicht. Ja, das Schöne bei Selbstständigen ist ja andererseits, dann sagst du auch meinem Chef,
Sebastian Genau.
Jan den Spruch, den habe ich vor zehn Jahren schon mal gebracht, also dass die Leute, so dass sie Kunden sind, sie könnten einen bei Kunden anschwärzen.
Sebastian Ja gut, aber wenn das passiert, dann passiert das.
Jan Ja, aber ich
Sebastian Ich sag's ganz ehrlich, dann ist das eben so. Also dann ist das aber nicht, dann hat da jemand sich Mühe gegeben. Und das lässt sich im Zweifel auch rausfinden, wie und was und wo. Da muss man gucken. Ich hab immer noch, vielleicht ist das auch einfach der Punkt, ich hab einfach Respekt davor, dass Google nicht vergisst, Punkt. Und das ist auch in, was weiß ich, 30 Jahren wirst du das noch herbeigoogeln können, im Zweifel bei Archive.org, also das Internetarchiv. Auch das listet den Podcast und das wird das so lange tun, bis es kein Internet mehr gibt. Also von daher, ich möchte ja mit dem Podcast etwas schaffen, was so ein bisschen nicht zeitlos ist, aber ganz ehrlich, das ist vielleicht eine Ressource, eine Quelle für Menschen, die sich informieren wollen und das möglichst niederschwellig. Und dann darf das auch wirklich unter einer freien Lizenz stehen, überhaupt keine Frage. Frage.
Jan bin mal sehr gespannt, wie du das löst. Also für Gedankenspiele oder ähnliches, Reflektionen bin ich gerne zu haben. Ich würde raten, dass du dich jetzt allerdings so tief eingearbeitet hast, dass ich nur noch schlaue Sprüche bringen kann. Im Sinne von, mögen vielleicht schlau sein oder im Grundsatz schlau sein auf Allgemeinwissensbasis, aber ich denke, dass du darüber längst hinaus bist. Das
Sebastian Ja, wie gesagt, das Gesetz gibt nicht viel her. Wenn du das Ding liest, mach das mal in Ruhe und das dauert etwa eine Minute, mehr steht da nicht drin. Ja, es ist wirklich so und da steht drin, kann, muss aber nicht. Wirklich einen Anspruch hast du drauf nicht, aber das Gesetz ist halt genau, also meiner Meinung nach genau für so einen Fall gemacht worden. Und, ja, aber Ermessens, nee,
Jan hängt dann vom Richter ab. Erstens, zweitens, vielleicht kann man dann ja im Gericht dahin kommen, dass man sagt, man könnte das ja... Also vielleicht kann man dem Sachbearbeiter wieder ein bisschen entgegenkommen. Ich weiß gar nicht, ob man das auf Bereiche einschränken kann, diesen Künstlernamen oder ähnliches.
Sebastian der Sachbearbeiter hat damit nichts zu tun mehr.
Jan Ja,
Sebastian Der ist da raus jetzt an der Stelle.
Jan Moment, wenn du klagst, also dann gibt es da ein Setting. Du, eventuell plus Anwalt, Richter plus wer sitzt da?
Sebastian Genau, ich weiß genau, wer da sitzt.
Jan Was
Sebastian Da sitzen Vertreter der Region und dann
Jan haben die für Interessen, dich nicht durchkommen zu lassen?
Sebastian ja, das ist ja die große Frage. Das ist ja genau der Punkt, das weiß ich nicht. Es gibt ein wunderschönes Argument, dass diese Eintragung nämlich auch im Sinne des Staates ist, weil dadurch der Künstler nämlich wenigstens für die Staatsorgane identifizierbar wird. Das ist gar nicht doof, der Gedanke. Ich finde, das ist eine sehr gute Argumentation.
Jan Also letztlich ist das ja ein Würfelspiel. Aber ich denke, dass du alleine mit der Klage ein bisschen bewirkst, nämlich eine gewisse Ernsthaftigkeit bringst. Dann würde ich denken, dass es nützlich ist, nach allem, was ich gehört habe. letztlich darzustellen, dass es hier um keine Information oder ähnliche Dinge geht, wie es vielleicht bei Journalisten wäre, sondern es dir um ein bestimmtes Gesamtwerk geht, was du gerne entstehen lassen möchtest, und zwar nicht als einzelne Sendung, also was wir jetzt zum Beispiel haben, also nicht als einzelne Sendung, sondern als dass die Gesamtsumme der Sendungen ein Werk an sich ist, was bestimmte Bedeutung hat, was für Menschen bestimmte Bedeutung hat. Ich
Sebastian Ja, ja, genau.
Jan komme jetzt gerade selber schon in so einen Faden.
Sebastian Genau, genau, genau.
Jan Also ich denke schon, dass man diesen Faden auswalzen kann.
Sebastian Ja, genau. Das ist aber der Punkt, das überlasse ich.
Jan Und dann frage ich mich,
Sebastian Aber das überlasse ich dann dem Menschen, der mich da dann vertritt, dass der dann eine Strategie ausarbeitet, tatsächlich. Weil der ja Ahnung hat. Und zwar mehr als ich habe, sonst bräuchte man ihn ja nicht. Ich mag noch eine Sache kurz sagen, weil ich habe das gerade hier auch nochmal per Nachricht bekommen, dass natürlich, wenn ein Urteil ergeht, dass dieses Urteil natürlich dann auch veröffentlicht wird. Das stimmt und darüber wurde ich auch aufgeklärt, dass das ein gewisses Risiko ist, dass diese Urteile aber in der Regel anonymisiert sind und damit ist das kein Problem. Weil das wäre ja Quatsch. Du erwirkst ein Urteil, dass du das so machen kannst und dann hinterher hast du auf der Homepage vom Amtsgericht stehen, der Herr sowieso hat jetzt seinen Künstlernamen eingetragen bekommen. Das wäre Quatsch. Das passiert aber in der Regel nicht. Das kann man, man kann die Akte beim Gericht anfordern und sowas, denn natürlich, das geht immer. Aber wenn es jemand darauf anlegt, mir geht es tatsächlich um den Case Google, offensichtlicher Zusammenhang. Wenn jemand wirklich tief gräbt, dann soll er graben. Ganz ehrlich, dann ist das eben so. Ganz ohne Risiko geht es natürlich nicht. Also da bin ich auch viel zu offen für.
Jan man das Ganze, denke ich, auch langsam schließen. Genau. Also der Kern ist ja, dass die Visitenkarte im Netz, die bei einer Google-Suche nach deinem Namen oder deiner Firma erscheint, dass die halt in Richtung kompetenter Kerl in seinem Fachgebiet geht und halt die Augen nicht abgelenkt werden. Das würdest du ja damit erreichen.
Sebastian Genau, also man muss einfach ein bisschen gucken. Ich werde die Argumentation nicht aufstellen. Wie gesagt, da muss der Profi ran und dann gucken wir mal und wenn das dann klappt, dann hat es geklappt und ganz ehrlich, wenn es nicht klappen soll, dann soll es halt nicht sein. Dann muss ich nochmal ganz andere Strategien nehmen, aber jede andere Strategie ist teurer. Wie gesagt, der dazwischen geschaltete Rechtsanwalt, der die Post entgegen nimmt, der kostet Schweinegeld und zwar jeden Monat und zwar ewig, ganz ehrlich.
Jan Mhm. Oh
Sebastian Das ist jetzt tatsächlich die kostengünstigste Variante. Ich überlege noch,
Jan Gott. Jetzt mal eben aus Interesse nochmal in den Podcast reingefragt auch. Was kostet dich denn so ein Verfahren an Gerichtsgebühren?
Sebastian ich hatte das eben schon mal ganz am Anfang erzählt, ich mach's ganz kurz, laut Tabelle kostet der eigene Anwalt um die 900, das Gericht nochmal um die 450 und wenn die Gegenseite auch einen Anwalt hernimmt, dann muss der auch noch bezahlt werden, nochmal die 900 irgendwas.
Jan Äh, aha.
Sebastian Das ist also alles noch im Rahmen.
Jan Mahlzeit.
Sebastian Man kann deutlich teurer vor Gericht auftreten. Das klingt sehr viel Geld. Ich finde, das ist auch nichts, was man aus der Kaffeekasse rausnimmt. Aber ich hoffe einfach auf ein bisschen höhere Unterstützung, dass ich dann sagen kann, okay, schmeißt was in die Kasse rein, dann wird es für mich nicht ganz so schlimm. Und wenn es klappt, dann kommt die Kohle ja zurück. Und dann kann man damit irgendwas Großartiges starten. Das ist doch auch nicht schlecht dann. Also so gesehen, danke
Jan wünsche dir da viel Erfolg. Erstens. Zweitens halte ich deinen Podcast für eine sehr wichtige Sache.
Sebastian schön. Das finde ich super. Ich finde ihn natürlich auch wichtig, weil ich mache ja so viel damit, aber ich merke erst so in den letzten sechs Monaten auch, was da so alles dahinter klemmt, was ich an Mails kriege. Das ist total großartig einfach. Das macht schon fast süchtig, das zu machen, ehrlich gesagt. Ich gucke mal, ob jetzt noch ein Anrufer mit reinkommen mag. Erstmal vielen Dank, dass du angerufen hast, erstens, dass du, also ich merke auch, da muss man einfach ein bisschen schauen, diese Gedanken, die du hast, die habe ich nämlich genauso, welche Strategie kann ich fahren, wie kann ich sicher gehen, dass das klappt und dann lese ich das Gesetz und denke mir, verdammte Axt, sicher gehen kann ich nicht, ich kann nur hoffen, dass das irgendwie funktioniert, das ist wirklich wie würfeln und so eine Fifty-Fifty-Chance einfach.
Jan wenn du den Würfel nicht wirfst, dann passiert nichts.
Sebastian Einfach.
Jan Insofern.
Sebastian Genau, das ist der Punkt. Also wird er geworfen und ich sag mal so, ich muss auch dran glauben, dass es klappt und ich glaub auch dran. Ich bezweifle nämlich diese Folge von heute und lege dem Richter vor und sag, hören Sie sich das Drama an, dann wissen Sie, was los ist. So, alles klar.
Jan Also, schönen Abend wünsche ich noch.
Sebastian Dir auch, mach's gut, tschüss. Tschüss. So, das war Jan. Ist ein bisschen trocken heute. Ich gucke mal kurz, ob ich überhaupt noch Hörer habe. Oh ja, oh. Also ich habe wirklich erwartet, dass ihr alle ausmacht. Einer nach dem anderen und dann ist einfach keiner mehr da. Finde ich toll. Ihr seid ja wirklich leidensfähig. Alles nur Masochisten, die hier zuhören. Wahnsinn. Okay. Ich würde sagen, einen Anrufer kriegen wir auf jeden Fall noch rein, wenn er denn mag oder sie. Ich gucke mal, ob meine schlaue An-Telefon-Liste hier was sagt dazu. Ja, die sagt, da wäre theoretisch noch jemand. Machen wir es so, zwei, drei Minuten noch, wenn in der Zeit jemand durchruft, wunderbar. Und wenn das nicht so ist, dann soll es nicht so sein. und es ist eigentlich so ein bisschen schade, dass ich das Schöne heute, dieses Verlosen und so, dass ich das jetzt nicht so in so ein Bett an coolen, positiven Gästen einbetten konnte. Das ist ein bisschen schade. Ja, aber ich glaube, heute merke ich einfach mal selber, ich habe da mal ein Bedürfnis und ich nutze einfach die Ressource, die mir zur Verfügung steht und die lautet eben an der Stelle Podcast und hört mich Leute, ich habe hier ein Problem, könnt ihr mir helfen. Und Und erstmal vielen Dank für die Menschen, die jetzt schon angerufen haben, dass sie mir da an der Stelle, ja, also nicht unvorbehaltlos zustimmen, das wäre ja auch Quatsch, aber mir schon ein bisschen Rückendeckung geben und dafür einfach mal ganz groß vielen lieben Dank. Das ist echt toll. Jawoll. Ich mag mal einen Aufruf machen, denn es gibt ein Missverständnis. Bei den Live-Sendungen sagen nämlich ganz viele Menschen, ja, ich würde gerne mal mitmachen, aber da machen ja schon immer so viele mit. Und gerade mal der erste Gast, den ich habe, da muss man immer gucken, weil da muss ja auch die Zeit stimmen, das muss passen. und habe ich dann Wochen, da habe ich dann wie fünf Leute, die gleichzeitig wollen, der Woche drauf hat niemand Zeit. Wer sagt, er mag mal hier mit mir über ein Thema sprechen, was man dann auch zum Thema des Abends so ein bisschen machen kann, der kann sich ruhig mal bei mir melden und sagen, hier, okay, mag ich machen, ist okay und dann machen wir so ein kleines Vorgespräch, checken einmal die Technik so ein bisschen durch und dann haben wir so auch einen ruhigeren Rahmen, um miteinander zu sprechen. Also nicht, dass jeder denkt, der hat ja schon so viele, ich komme eh nicht dran, genau andersrum wird was draus. Und jetzt sagen wir mal vor den Ferien, die jetzt bei mir in zwei Wochen anstehen, gibt es ja im Grunde auch nur noch eine Chance. Also wer das jetzt immer so ein bisschen auf die lange Bank geschoben hat, für den ist jetzt die Gelegenheit. Und dann einfach mal bei mir melden die nächsten paar Tage und dann gucken wir mal, wie wir dann die nächste Sendung am Donnerstag zusammenstellen. Das ist übrigens der 6. August und dann passt das. Die Menschen im Chat, die wissen das ja schon alle, da waren ja schon so viele Menschen hier mit dabei und das macht auch immer wieder Spaß, wenn jemand dann auch nochmal anruft oder wenn es da ein Update gibt oder einfach jemand ein ganz neues Thema reinwirft, an das ich noch gar nicht gedacht habe. Also ich warte immer noch bei so ein paar Themen darauf, dass jemand anruft und sagt, darüber hast du noch nie gesprochen, darüber sollten wir reden. Ich bin da wirklich offen für jeden ganz neuen Impuls. Ich mag jetzt noch nicht sagen, bei welchen Themen mir da noch so ein bisschen fehlen. Ich glaube auch früher oder später kommen sie alle automatisch dran, aber es gibt noch so ein paar dunkle Ecken, wo ich dann auch einfach nur dazulernen kann und ich mag es auch nochmal betonen, gerade dieser ganze Bereich, hier Nika zum Beispiel arbeiten als Domina, was ja eben eine ganz andere Art des Herangehens ist. ist, ich fand das unglaublich erhellend, einfach mal diese Perspektive zu hören. Und ich kann auch verraten, dass ich eine zweite Folge schon in einem ähnlichen Bereich aufgenommen habe letzte Woche. Und ja, die muss ich natürlich noch schneiden und so. Aber das war auch ganz, ganz spannend. Vielleicht verrate ich mal so viel. Ein mietbarer Dom unter anderem. Also, sagen wir mal so, denkt man, das gibt es gerüchteweise, aber das gibt es tatsächlich. Und da könnt Könnt ihr in den nächsten Wochen ein bisschen was drüber hören. Da verrate ich aber nächste Woche mehr. Ich glaube, hier ruft niemand mehr an. Ich bedanke mich nochmal bei euch, liebe Hörer, dass ihr ein paar Anrufer, Menschen angerufen habt, die ihre Erfahrung teilen. An Marina nochmal ein herzliches Dankeschön, weil sie, ja, also ich habe wirklich an sie gedacht, weil sie hat dieses Outing, dieses Komplett-Outing auch im Business-Umfeld hat sie gemacht und fährt damit offenbar gut. und ich merke gerade, was das für eine Freiheit sein kann und das ist glaube ich schon ziemlich cool, naja ja, okay, dann kommt jetzt noch ein bisschen Social Media, da werde ich mich von euch verabschieden, Tassen bestellen morgen werde ich die Bestellung da machen und ich, angeblich sind die in fünf Werktagen bei mir also vielleicht kann ich Donnerstag schon was präsentieren was zeigen, vielleicht mal ein Bild oder so mal gucken, da würde ich mich ehrlich gesagt riesig freuen, wenn das dann zügig geht vielleicht hat die Druckerei ja nicht viel zu tun So, wer dem Podcast folgen möchte, das geht bei Twitter und Instagram und auch bei FetLife, einfach nach Kunstunvernunft oder Kunstderunvernunft, je nachdem suchen, da könnt ihr dem Podcast folgen, ich folge euch nur zurück, wenn euer Profil in irgendeiner Form kinky ist oder ihr anfangt mit mir zu viel zu interagieren und zu retweeten, denn auch da ist ja der Punkt, ich will ja nicht, dass jeder da, ich sag mal, diverse Follower hat, da bin ich ein bisschen vorsichtig tatsächlich. Tatsächlich, gut, bei FetLife ist es mir egal, da könnt ihr euch einfach mit dem Podcast anfreunden und da bekommt ihr dann immer alles mit, was so an Gewinnspielen ist oder an neuen Folgen ist oder wenn ich Hörerfragen habe kurz vor einer Aufnahme, dann sind da die ganzen Interaktionsmöglichkeiten. und ich bitte euch heute halt nochmal ganz besonders inständig, wenn ihr trotz Corona irgendwie da Kohle rumfliegen habt und sagt, okay, komm, ich will, dass der Sebastian klagt, ich will, dass der das mal durchzieht und da mal den Kampf kämpft und gewinnt, dann findet ihr auf der kunstderunvernunft.de alle Möglichkeiten, wie ihr den Podcast unterstützen könnt. Da gibt es ganz viele verschiedene Möglichkeiten, guckt einfach mal drauf, das geht auch tatsächlich anonym, das ist möglich. Ich sage nur Amazon-Gutschein und das landet auf jeden Fall alles in der Podcast- und Kriegskasse und ich bediene mich da auch nicht privat draus und dann gucke ich mal, dass ich das durchgefochten bekomme und würde natürlich hier im Podcast auch immer fleißig Updates rausgeben, sofern mir hier mein rechtskundiger Mensch das nicht verbietet, um einfach euch da so ein bisschen mitzunehmen und zu schauen, was kommt am Ende raus oder nicht. Vielleicht kommt es ja sogar zu einer Verhandlung, da wäre es ja ganz cool, ein paar Hörer hinten im Saal sitzen zu haben, ich weiß es nicht. Ich kann mir das jetzt alles ausmalen, ich muss jetzt erstmal in der nächsten Woche deine Strategie entwickeln und dann Dinge tun und anleiern, das werde ich jetzt auch machen. und ja, erstmal vielen Dank, dass ihr so lange zugehört habt, so zahlreich, empfehlt den Podcast weiter, damit helft ihr dem Projekt sowieso am meisten und ich mache einfach weiter mit Aufnahmen, mit Schneiden, Folgen bauen etc. etc. und was dann wie kommt, davon erzähle ich euch dann ab nächster Woche, jede Woche ein Stückchen mehr. Achso, ja, Sommerpause gibt es auch noch, okay. Aber wer hier dabei ist, der ist da auf jeden Fall informiert. Bin ich jetzt fertig? Also ist es tatsächlich immer so diese Uhrzeit, wo ich dann merke, die Konzentration lässt nach. Das macht aber nichts. Ja, liebe Hörer, macht's gut. Vielen Dank, dass ihr da gewesen seid, dabei seid. Ganz lieben Gruß an das Podcastsubbie, was ich letzte Woche wirklich schmerzlichst vermisst habe. Du darfst lächeln. Sie lächelt, danke schön. Und sie kämpft auch mit mir, das finde ich gut. Ja, und nun macht's gut. Habt einen schönen Restabend, Habt ein tolles Wochenende, genießt die Sonne. Tschüss, bis zum nächsten Mal.