Unvernunft LIVE v. 05.06. - Dokumentarisches Physiotrampling

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Sebastian Hallo und guten Abend zur Unvernunft Live Nummer 22. Ja, das ist Wahnsinn. So oft habe ich das schon gemacht, aber gut. Ja, es ist Freitagabend. Ihr habt jetzt eine ganze Woche gewartet. Das hat mir insofern überhaupt nicht gut getan, als dass ich euch da ein bisschen vermisst habe tatsächlich. Und ja, aber jetzt bin ich heute mit Elan wieder dabei und das Podcastsubbie macht im Hintergrund schon wieder ganz viel Krach, aber das ist auch nicht schlimm, das gehört auch irgendwie dazu. Ja, heute wird es ein bisschen leichter, glaube ich, thematisch, wollen wir mal gucken, auch recht abwechslungsreich und ich habe tatsächlich auch einen der Anrufer der letzten Sendung gleich rekrutieren können, nein, er hat mich gerettet, denn es war gar nicht so leicht, heute jemanden zu finden, der auch heute Zeit hat, nächste Woche, übernächste Woche danach, alles super, kein Problem, aber für heute, da haben offenbar viele Leute was vor. So, ich habe versprochen, ich erzähle ein bisschen, wie das hier weitergeht und entgegen der Tradition begrüße ich jetzt nicht sofort meinen ersten Gast. Ich habe ein bisschen überlegt, wie kann ich das machen, wie kann ich neue Podcast-Folgen aufnehmen, also lange Folgen, wo ich auch hinfahre oder die Leute hier zu mir kommen, die noch schneiden, bearbeiten, Trailer machen und veröffentlichen und noch Live-Sendungen und klar, zweimal die Woche live geht gar nicht und deshalb gibt es jetzt folgenden Plan. Plan, vorerst wird es jetzt einmal pro Woche erscheinen und zwar am Freitag, mittelfristig werde ich das allerdings auf den Donnerstag schieben wollen, schlicht und einfach, weil dann so ein bisschen Probleme mit familiären Verpflichtungen entfallen und wenn irgendwann wieder Partys sind und weiß der Kuckuck was, dann sind die Leute eh freitags alle unterwegs, deshalb halte ich den Donnerstag mittelfristig für den besten Tag. Das müssen wir dann sehen, ob das funktioniert und wie gut das klappt. Ich bin gespannt. So, und jetzt habe ich mir noch einen Dreh ausgedacht. Wenn jetzt eine neue Folge erscheint, also so eine lange Folge, die aufgenommen wurde, geschnitten und weiß der ganze Kuckuck was, dann fehlt da ja natürlich die Möglichkeit, ein bisschen Feedback zu geben und da auch ein bisschen was zu zu sagen. Das heißt, ab sofort bekommen alle Teilnehmer von Kunst der Unvernunft Folgen, also von den langen Folgen, ich brauche dafür noch einen Namen für den klassischen Folgen, bekommen dann die Gelegenheit, etwa zehn Tage nachdem die Folge erschienen ist, in der dann kommenden Live-Sendung mit dabei zu sein. Und dann kann man so ein bisschen, ja, Hörerfeedback geben, Dinge erörtern, die vielleicht es nicht mehr in die Folge geschafft haben, nochmal eine kleine Fragerunde einbauen, was auch immer. Und ich denke, das ist ganz schön, wenn das getrennt ist von der normalen Folge und zehn Tage sollten auch reichen, dass man die dann auch schon hören kann und dann eben schauen kann, ja, was man dazu überhaupt noch wissen möchte. Ich finde, das ist eine nette Kombination und da hätte ich tatsächlich gerne ein bisschen Feedback, ob das ein guter Plan ist oder ja, ob ihr da vielleicht noch Ideen habt, dieses Format weiterzuentwickeln. Zuletzt, ich habe nochmal ein bisschen geschaut, weil dieses Live-Format, das kostet tatsächlich auch Geld. Ich habe es mal relativ genau ausgerechnet. Fixkosten sind knapp 100 Euro im Monat, unabhängig, ob ich eine, zwei oder fünf Live-Folgen mache. Das sind halt immer diese Monatsabos und da lässt sich halt schlecht verhandeln. Da muss ich mal gucken, inwieweit das eben mit eurer Unterstützung zusammenpasst. Im Moment passt das auf jeden Fall sehr gut zusammen und solange das so ist, denke ich, kann man das dann auch langfristig weitermachen und vor allen Dingen fehlt mir dann nicht die Zeit und die Motivation, die bleibt eben auch. Auch. So. Ich glaube, dem habe ich gerade nichts hinzuzufügen. Wir werden einfach sehen, wie sich das weiterentwickelt. Ja, da gucken wir mal, wie das läuft. Insgesamt heißt das natürlich aufs Jahr gesehen eine mindestens Verdopplung der Unvernunft-Dosis für alle, die die Kunst der Unvernunft hören. Puh, jetzt habe ich schon fünf Minuten geredet und das ganz alleine. Jetzt wird es Zeit, dass ich mal dazu hole. Ich habe einen Gast in der Leitung. Ich begrüße Tony, hallo. Ha,
Tony Einen wunderschönen guten Abend. Also
Sebastian es hat funktioniert. Die Technik hat mich heute so geärgert und jetzt funktioniert es sehr schön. So, ich mache mal meinen Spickzettel auf, den ich für dich habe. Ja, was hältst du denn von dem Konzept? Nein, Quatsch. Jetzt wollen wir über dich reden.
Tony ich bin auf jeden Fall sehr gespannt, definitiv, was bei rumkommt, welche Gespräche du führen wirst und ja, schauen wir mal.
Sebastian Nicht nur du. Ja, da bin ich auch sehr gespannt.
Tony Vor allem die Kommentarmöglichkeit ist auch gut.
Sebastian So, ja, wir gucken mal.
Tony Ja,
Sebastian So, also, du kommst aus der Hamburger Ecke, bist 35 und du hast einen Beruf, der dir beim Perverssein hilft.
Tony ziemlich. Er lässt mich auf jeden Fall den ganzen Tag über sadistisch sein. Ich bin Physiotherapeut und kümmere mich meistens um die Leiden von verschiedenster Form, von neurologischen bis orthopädischen, hauptsächlich meistens eher orthopädisch. Das heißt, jeder, der irgendwie Schulterproblematiken, Halswirbelsäulenproblematiken oder allgemein Wirbelsäulen, Gelenksproblematiken hat, Bewegungseinschränkungen, Schmerzen, Ausstrahlung, kommt zu mir und kriegt hoffentlich Hilfe. Meistens auch nicht.
Sebastian Meistens auch nicht. Ja, gut, das ist dann der Teil, wofür du bezahlt wirst. Wir kommen da gleich so ein bisschen zu. Das lässt sich auf jeden Fall verwenden. Ich weiß gar nicht, übersteuere ich gerade. Das wird mir das Podcastsubbie gleich mal erzählen, ob ich das tue. Ich habe den Eindruck. Okay, du bist BDSM-er und bist reiner Sadist bei dem Beruf.
Tony das würde ich jetzt nicht sagen. Also ich bin auch Masochist, definitiv. Also ich bin Switcher an sich und genieße beide Seiten und lebe auch beide Seiten gerne im Spiel gleichzeitig aus. Also nicht gleichzeitig, aber nacheinander im Wechsel. Es kann ein Spiel mal komplett dominant sein, es kann ein Spiel mal komplett eher in den Sub-Bereich, würde ich nicht sagen. Ich bin eher Brat tatsächlich.
Sebastian Okay, ich habe hier stehen, masochistische Ader mit Miststückfaktor.
Tony Ja, so könnte man es nennen.
Sebastian sehr schön. Dein neuer Nickname ist hiermit geboren. Okay, und natürlich, du weißt jetzt, es gehört immer dazu, wie bist du zu dem BDSM gekommen?
Tony ich habe damals, ich war in einer ziemlich verqueren Beziehung, die sexuell, sage ich mal, nicht ganz ausgelastet war und auch nicht wirklich ehrlich und es gipfelte dann auch ein kleines bisschen in absoluter Unehrlichkeit und gerade in der BDSM-Szene habe ich gerade sehr viel offene und liebherzige und auch sehr viel reflektierte Menschen kennengelernt Und es hat sich einfach ergeben, ich persönlich wollte einfach die entsprechende Ader etwas mehr ausleben, hatte mich mehr dafür interessiert, hatte von Joyclub gehört und habe mich da angemeldet und es hat ganz gut funktioniert. Die erste Party war damals eine CFNM-Party, die eigentlich komplett gegenüber dem, sag ich mal, Switchertum komplett eher devot war, aber es hat einen Heidenspaß gemacht und ja, jederzeit immer wieder gerne. Und seitdem bin ich sehr, sehr gerne vertreten im Fetischbereich oder im BDSM-Bereich in Hamburg. Das Catonium würde ich fast als mein zweites Zuhause bezeichnen. Ich arbeite sonst manchmal als Masseur auf den Kunst und Sünde, eigentlich
Sebastian Und da muss ich mal ganz kurz aus der Postproduktion reinsprechen. Tony sagte nämlich, er hat massiert auf der Kunst-und-Sünde-Party. Das hat er einfach verwechselt in der Aufregung. Acht Sünden heißt es richtig und er hat mich darum gebeten, dass ich das hier nochmal kurz einwerfe. Also Acht Sünden, nicht Kunst-und-Sünde und wenn er das jetzt nochmal wiederholt. Wie gesagt, man ist unglaublich nervös bei so einer Live-Situation und da kann das schon mal passieren. Und nun geht es weiter. Du
Tony immer, wenn sie wiederkommt und freue mich da auch immer ganz tierisch drauf. Also
Sebastian arbeitest da als Masseur. Also du arbeitest da als Masseur oder du massierst dort Leute.
Tony ich massiere dort Leute, ich werde praktisch vom Betreiber dafür vergütet für den Abend und jeder, der zur Kunst und Sünde kommt, kann sich in eine Liste eintragen, die zeitlich begrenzt ist, weil es eben halt nicht alle massiert werden können und müssten dann zur entsprechenden Zeit, die sie sich eingetragen haben, vor Ort bei der Bank sein und dann bekommen sie eine Massage umsonst, praktisch auf Kosten des Hauses oder
Sebastian Okay, und das ist eine nette Massage.
Tony eine Behandlung. Das hängt davon ab, was die Person möchte und wofür die Person sich interessiert. Gerade weil ich da, sag ich mal, im arbeitstechnischen Bereich unterwegs bin, würde ich da nichts zu krasses machen. Auch Thema Wirbelsäuleneinrenkung ist ein gewisses Thema, wo man immer etwas aufpassen muss, weil man das sich als Physiotherapeut definitiv nicht darf. Und das würde ich dann zum Beispiel definitiv nicht machen. Oder ich würde jetzt auch nicht jemandem bis zu einer Unkenntlichkeit entstellen. Aber wenn jemand ein bisschen eine festere Massage haben möchte, dann ist das überhaupt kein Problem. Meine Massagen gehen meistens sowieso recht tief und sind meistens etwas intensiver.
Sebastian Ich habe jetzt noch keine Massage von dir genossen, deshalb kann ich das nicht einschätzen, aber ich gehe mal davon aus, wenn jemand das möchte, dann merkt er schon, was du da machst. Ich
Tony Ja, es hat ja auch einen großen empathischen Charakter. Das heißt, man merkt ja im Regelfall dann auch, sobald die Person auf der Bank liegt und man sich vorher vielleicht ein bisschen abgesprochen hat. Meistens geht es relativ schnell, weil die Zeit ist ja kurz, wie die Person drauf ist und wie man der Person Gutes tun kann.
Sebastian überlege gerade, ob ich dann nach der Session das Subbie dann bei dir abgebe und sage, mach die mal wieder fit.
Tony Ja, ist schon vorgekommen tatsächlich. Tatsächlich.
Sebastian Und funktioniert das oder sind die dann stinkig, muss man die festmachen?
Tony Naja, das hängt immer davon ab, wie sie abgegeben werden, würde ich sagen. Und wie sie auch wieder abgeholt werden.
Sebastian Benutzt und beschädigt.
Tony Aber genau. Oder auch, ja hier, bitteschön, guck mal, was du machst. Und ich bin da mit und trinke was. Das ist vielleicht nicht unbedingt der richtige Ansatz.
Sebastian Ja, das ist jetzt auch eher ein bisschen Humor gewesen. Wir haben so ein kleines Vorgespräch gehabt und da ging es immer so ein bisschen in die Richtung, was tue ich und wie mache ich das und was machst du anders als andere und du hast natürlich da diesen Wissensvorsprung so ein bisschen, weil du einfach weißt, ja das geht und das geht nicht und das fand ich tatsächlich sehr spannend.
Tony Ja, ja, klar.
Sebastian Und, oh Gott, wo fange ich denn jetzt mal am besten an? Wir machen jetzt mal Folgendes. Wie spielst du denn zu Hause privat? Was unterscheidet dich? Das
Tony hängt jetzt natürlich ab davon, was ich mache. Ich persönlich bin sehr, sehr, sehr gerne im Bondage-Bereich vertreten. Ich mache selbst Suspensions oder Suspensions und Fesselungen von anderen Leuten, als auch, dass ich mich selber fesseln lasse. Wenn ich jetzt mal im aktiven Bereich in Bondage unterwegs bin, dann läuft das meistens so ab, dass ich mir erst mal den Körper von oben bis unten angucke, sind irgendwo Wirbelverschübe, ist irgendwas eingeklemmt, gibt es Probleme, Bewegungseinschränkungen, geht der Arm wirklich nach hinten?
Sebastian ist mein letzter Rest von dem alten Zeug. Ich habe mir extra die Flasche ausgespült. du nehmen.
Tony Und wenn der Arm nicht nach hinten geht zum Beispiel, dann prüfe ich, woran liegt das, welche Strukturen sind eingeschränkt, sind es die Nerven, sind es die Muskeln, sind es die Kapselstrukturen und wie können wir das Ganze verbessern, dass es dann entsprechend wieder locker und fluffig läuft.
Sebastian Ja, Moment, aber das heißt ja, da ist das ja alles doch sehr verkopft. So rein spontan so ein bisschen was machen, fällt ja bei dir dann flach, weil du einfach diesen anderen Blick auf den Menschen hast. Das
Tony Ich nutze den Blick. Ich würde mal sagen, sobald ich auf Arbeit bin, ist das definitiv ziemlich verkopft. Wenn ich zu Hause bin, lasse ich mich da ganz gerne ein bisschen leiten. Natürlich habe ich meinen Konstrukt, bei dem ich sage, komm, wir müssen uns vorher die Wirbelsäule angucken. Wir müssen gucken, ob alles sitzt. Wir sollten vielleicht nochmal ein paar Verspannungen lösen. Das kann man natürlich auch wunderbar mit einer lockeren Massage verbinden, die dann vielleicht auch mich ein bisschen vom Verkopften runterbringt und dem entsprechenden Menschen näherbringt. Und da ich sowieso sehr gerne sehr warm fessel, geht das meistens alles viel mit Empathie und Ruhe und sehr viel Zuneigung gegenüber des anderen Menschen entgegen. Das
Sebastian ist natürlich so ein echter krasser Icebreaker, ne? Wenn dann erst mal, ja, ich wickele dich hier ein, ich mache das gleich schön, aber erst mal gucken wir, dass du da in Ordnung bist und dass du dich wohlfühlst und wenn da irgendwas entknackst werden muss, wunderbar, dann machen wir das auch gleich vorher noch mit.
Tony kann man eigentlich ganz schön gestalten. Also wenn die Person dann auf meiner Bank sitzt und mir den Rücken zuwendet, wenn ich dann langsam über den Rücken streiche, gute Musik vielleicht noch dazu läuft und ich feststelle zum Beispiel, dass ein Wirbel versetzt ist und ich dann zu der Person sage, Mensch, leg dich doch einmal hin und dann versuche ich mir das vorsichtig zu mobilisieren und beuge mich über die Person und halte sie fest und sie atmet aus und ich drücke sie langsam runter, dann kommt da auch schon ein klein wenig wenig Intimität und ein Gefühl füreinander, beziehungsweise ein bisschen Nähe zustande.
Sebastian Okay, ich fürchte mal, du findest bei jedem irgendwas, was da gerichtet werden kann. Ja, natürlich.
Tony Also kein Mensch ist perfekt.
Sebastian Ich meine, ich bin ja so ein Büroarbeiter und ich bin tatsächlich mein Leben lang bisher von Rückenschmerzen verschont geblieben. sagen wir es mal ich schiebe das auf den höhenverstellbaren Schreibtisch, den ich mir irgendwann mal geleistet habe, das war toll wenn ich inzwischen, ich habe allerdings so dieses ich weiß, die Tragkraft von dem Ding reicht halt für den Schreibtisch und die Platte, aber es reicht nicht um so wie unten drunter anzubinden und hochzufahren das ist sehr schade
Tony Ja,
Sebastian würde ich auch mal Hängebondage machen können naja, vielleicht kann ich ja die Platte mal abbauen
Tony du kannst ja rein theoretisch auch oben drüber einen Aufhängepunkt machen und kannst dann die Bank einfach oder den Tisch etwas hochfahren, sie drauflegen, fixieren und dann den ganzen Tisch einfach runterfahren. Geht auch in die andere Richtung.
Sebastian ja so rum habe ich das noch gar nicht gesehen Das heißt, du hast tatsächlich so ein Faible für das Hängen.
Tony Ja, definitiv. Also das, was mich persönlich zum Bondage gebracht hat. Ich würde mal sagen, wenn ich von klein an anfange, als kleiner Junge habe ich mich immer gerne, ich habe jetzt letztens gehört, Pucken heißt es, wenn ich mich immer gerne in meine Decke ziemlich eingerollt, wie eine Sushi-Rolle, möglichst fest und eng. Früher haben wir vielleicht auch mal so ein bisschen Räuber und Gendarm gespielt, den anderen, sag ich mal, fixieren und festhalten. Ja, und das hat sich dann gerade auch durch die Therapie, ich sag mal, Schlingentisch und auch Elektrotherapie hat auch noch mal mal gewisse Dinge im Thema BDSM, sag ich mal, für mich gereizt. Gerade der Schlingentisch, der in der Physiotherapie genutzt wird, kommt dem, der Suspension sehr, sehr, sehr, sehr, sehr nah.
Sebastian du, was ist ein Schlingentisch tatsächlich? Darunter kann sich keiner was vorstellen, aber du erklärst es und ich poste jetzt Bilder dazu. Ist das dein Schlafzimmer? Poste ich jetzt einfach mal in den Chat rein.
Tony Ja, mach mal, das ist mein Schlafzimmer. Kannst du ruhig machen, kein Problem.
Sebastian alles klar. Zack, Schlafzimmer Bild 1. So, und dann erklärst du mal, was wir da sehen. Ich werde es natürlich auch in die Shownotes reinpacken. Die kann man auf kunstderunvernunft.de auf der Folgenseite kann man die jeweils angucken. Da sind auch die Bilder drin. Ja, aber jetzt erklär mal, was das ist.
Tony also ein Schlingentisch, ja, sieht wunderschön aus. Also das Schöne daran ist, dass das Ding total mobil ist. Ich habe Vlies drunter gepackt, ich kann es übers Bett schieben, ich kann es über die Bank schieben, je nachdem, wie ich es haben möchte oder halt auch komplett frei, dass ich unten Bodenbondage zur Suspension machen kann. Also ich habe ein praktisch riesengroßes, megaschweres Stahlgitter, das auf vier Stahlstelzen steht. Das Ding hat eine Tragkraft von circa über 300 Kilo und in der Physiotherapie wird es im Regelfall genutzt, um Bewegungs... Wunderbar, Versprecher. Um Bewegungen sozusagen etwas geläufiger zu machen oder die Schwerkraft abzunehmen, damit es leichter fällt. oder halt auch den entsprechenden Körper an gewissen Gelenkstrukturen auf Traktion, also auf Zug zu bringen, die Wirbel auseinanderzuziehen zum Beispiel. Man kann sich das jetzt vorstellen, ich lege eine Person auf die Bank, die sich unterhalb des Schlingentisches, also unter dem Schlingentisch befindet, habe dann mehrere Schlingen und Gurte, an denen ich zum Beispiel die Lenden oben am Gitter fixiere, die Beine vielleicht noch in einer guten Stufenlagerung fixiere, dass die Person angenehm liegt und dann fahre ich die Bank runter, der Oberkörper wird mit runtergefahren und die Wirbelsäule wird auseinandergezogen im Lendenwirbelbereich und dadurch erhält die Person sehr viel Entspannung. Naja, und das Ding,
Sebastian sieht aber eher aus wie so ein Foltergerät aus dem Knast, sag ich dir ganz ehrlich.
Tony ja, ich weiß, irgendwann mache ich es auch noch schön und werde es mit Bambus ummanteln, aber das wird wahrscheinlich noch ein bisschen dauern.
Sebastian ein bisschen Farbe drauf. Zwei Sachen, du hast das, dem Chat ist es natürlich aufgefallen, du hast eben Pucken und Pegging verwechselt. Natürlich ist das Einwickeln nicht Pegging.
Tony Schön.
Sebastian Das ist überhaupt nicht schlimm.
Tony Schön, scheiße.
Sebastian Das macht überhaupt nichts. Das passiert mir auch ständig, nur bei mir hört immer keiner zu, bei mir fällt das immer keinem auf. Und die Lautstärke ist tatsächlich immer so eine Sache, das muss ich auch mal erwähnen, also es ist manchmal so, das schwankt so ein bisschen. Ich steuere da gerne nach und Feedback ist auch immer ganz gut.
Tony soll ich etwas lauter reden?
Sebastian Nein, nein, das ist genau der Punkt, du redest lauter und leiser, das macht jeder so und ich versuche das hier so nachzukorrigieren, wenn das als richtige Folge erscheint, dann ist das immer alles perfekt genormt. Aber in so einer Live-Situation, ganz ehrlich, ich habe ja keinen Tontechniker, der sofort die Leute auspegelt. Ich versuche das immer gleich laut zu halten, muss man schauen. So, aber jetzt zurück zu unserem Foltergerät, ganz ehrlich. Also man nutzt das normalerweise für therapeutische Zwecke, dass man die Leute da irgendwie einhängt, damit man ihnen irgendwas einrenken kann.
Tony oder auch entlasten kann. Sagen wir entlasten.
Sebastian Okay.
Tony Weil das Gerät renkt nicht ein. Also, ich Ich ziehe die Wirbel auseinander und wenn man Glück hat und die Muskulatur ist entspannt, dann kann der Wirbel vielleicht von alleine in die richtige Position zurückrutschen. Aber es macht halt keinen Knickknack.
Sebastian So, aber jetzt benutzt du das ja, ist ja dein Schlafzimmer. Also machst du damit irgendwas anderes, habe ich das Gefühl.
Tony Ja, also hätte es tatsächlich gerne auch mal auf Arbeit genutzt. So gesehen nutze ich es jetzt im Privaten therapeutisch oder auch für mich zur Selbsttherapie. Aber ja, es ist ein riesengroßes Spielzeug. Gerade wenn man das sich genauer anguckt, an den Seiten der Füße sind auch nochmal Löcher. Das heißt, ich kann jemanden im Stehen oben am Gitter und unten an den Löchern fixieren. Ich habe mir eine Ganzkörperschlinge geholt. Die sieht einer Liebesschaukel ziemlich ähnlich. Ich kann sie allerdings 100% sauber, ordentlich, akkurat einstellen, wie ich das möchte. In Länge, in Höhe. Ich kann daraus einen Sessel machen. Ich kann daraus eine Liegemöglichkeit machen. Also so gesehen eine große Zahl an Variationen von Liebesschaukeln. Ich kann es für den Suspension-Bereich benutzen oder auch, wenn ich im Bett liege und einfach eine Schlinge runterhängen lasse und da mein Laptop reinhänge, dann kann ich ganz entspannt eine Serie gucken.
Sebastian Okay, also man merkt ja schon die Leidenschaft.
Tony gucken.
Sebastian Meine Güte. Also ich muss ja gestehen, bei Liebesschaukeln habe ich in meinem ganzen Leben immer gelernt, die Dinger sind entweder 10 cm zu hoch oder zu niedrig.
Tony ist multifunktional, Mensch.
Sebastian Auf jeden Fall ist es immer affig. Aber gut, du hast das nicht.
Tony Problem habe ich nicht.
Sebastian Du hast mir verraten, du hängst dich in dem Ding auch mal selber auf.
Tony Und ja, da habe ich zum Glück
Sebastian Wieso?
Tony auch, ich, hat mehrere Gründe. Also in den Schlingentisch einfach, weil es angenehm ist, zur Selbstsuspension, zum Lernen, zum Erfahren, zum selber Spaß haben. Es macht mir sehr viel Spaß, mich daran zu hängen und manchmal einfach Kopf über ein bisschen zu baumeln. Wenn ich einen Drehwirbel drin habe, auch mal schön im Kreis wie ein Tornado nur zu drehen und ja, ich habe sehr viel Spaß einfach an der Arbeit mit Seilen und ich persönlich denke mir, wenn ich eine Suspension mit einem Menschen machen möchte, dann sollte ich vielleicht 100% wissen, wie das funktioniert und es auch selber schon mal an mir gespürt haben und deswegen sind mir auch das Thema Selbstsuspension sehr wichtig. Oder ist mir das sehr wichtig?
Sebastian Das kann man ja nicht eins zu eins vergleichen. Wenn du dich selber da aufhängst oder jemand anderen.
Tony Nein, aber man kriegt auf jeden Fall ein Gefühl dafür, wenn Seile auf der Haut sind und wenn Seile Zug bekommen, wo es angenehm ist, wo es für Problematiken sorgt und naja, wenn man schon ein gewisses Maß von Statik weiß und um diese auszugleichen weiß, dann kann man damit ganz gut spielen und arbeiten. Natürlich kann ich mir nicht selber die Hände fesseln, aber ich habe schon ganz lustige Sachen in der Selbstsuspension ausprobiert.
Sebastian Okay, die Bilder dazu poste ich jetzt nicht, weil ich sie nicht habe. Wie ärgerlich, ne?
Tony Ja, davon gibt es leider auch nicht so viele Bilder, weil ich das sehr, sehr häufig ab und zu, ich weiß, das hören jetzt viele sehr, sehr ungerne, alleine mache. Kommt halt selten mal jemand vorbei und guckt zu und wenn jemand da ist, dann bin ich meistens eher dabei, diese Person zu fesseln. Aber ich habe ein paar Möglichkeiten zumindest für mich gefunden, wie ich das sehr viel sicherer mache Zum einen habe ich ein Messer unten liegen und habe ein Messer am Gitter hängen, an das ich jederzeit zugreifen kann Und habe auch meistens, wenn ich in der Selbstsuspension bin, die Massagebank direkt unter mir stehen Die ist elektrisch und hat ein Pedal, das ich dann über das Kabel oben fixieren kann Und dann muss ich eigentlich nur auf den Knopf drücken und mir kommt die Bank entgegen und entlastet mich wieder, wenn irgendwas passieren sollte. Und so bin ich eigentlich ziemlich gut, zumindest gesichert, solange ich nicht ohnmächtig werde.
Sebastian Okay, aber das mit der Bank, dass die unter dir hochfährt, das ist ja schon wieder, ich komme so auf sowas erstmal nicht, ne? Man denkt immer ans Runterfahren, nein, man kann auch was anderes hochfahren, man kann den Boden zu sich holen.
Tony Richtig.
Sebastian Hm, müssen wir nochmal dazu sagen, so Self-Suspension, wenn man alleine ist, macht es nicht nach, das Risiko ist hoch und wenn ihr es macht, dann sagt es keinem oder erzählt es vor allen Dingen auch nicht hier, damit es bloß keiner nachmacht, ne, genau,
Tony Nein, bitte mit viel Sicherheit. Also meistens versuche ich wenigstens eine Freundin noch anzurufen, dass über YouTube oder beziehungsweise über Skype eine Videokonferenz möglich ist und sie zuguckt und im Zweifelsfall die Polizei rufen kann, wenn es denn mal passt. Also
Sebastian Polizei rufen, wenn es passt, genau, das ist gut,
Tony wenn sie Zeit hat.
Sebastian alles gut, ich werfe dir nochmal ein Wort hin, Strom, was
Tony Da reicht das Wort schon zum Triggern tatsächlich. Also
Sebastian trigger ich denn damit?
Tony schöne Gefühle, Ruhe, Entspannung und wirklich ein sehr, sehr, sehr schönes Gefühl auf der Haut tatsächlich. Gerade auch in der Physiotherapie habe ich den Strom für mich damals entdeckt. Wir durften mit ganz, ganz tollen, gefühlt 20.000 Euro teuren elektronischen Geräten arbeiten. Wir haben lustige Spiele gemacht. Jeder hat eine Elektrode auf den Bizeps bekommen. Dann haben wir Armdrücken gemacht und ein Dritter hat den Strom hochgedreht, bis wir vor Verkrampfung nicht mehr halten konnten. Wer zuerst losgelassen hat, hat verloren. Irgendwie habe ich immer gewonnen. Und das hat sehr viel viel Spaß gemacht und später habe ich dann doch schon einige und jetzt mittlerweile auch schon ein paar Geräte für mich entdeckt. Unter anderem den Neon- oder Violet Wand oder auch ein Hochfrequenzstromgerät, das mir gerade mit der Kontaktelektrode sehr, sehr, sehr viel Spaß macht, auf jeden Fall. Habe auch ein E-Stim-Gerät hier und dafür habe ich mir noch nicht so viel Zusätze geholt, da muss noch ein bisschen was ran. Und ich würde mir tatsächlich irgendwann, wenn ich mal das das Geld habe, wirklich mal so ein richtiges physiotherapeutisches Gerät holen. So ein richtiges.
Sebastian Sind die denn besser, die teuren Teile, als so ein E-Stim? Ich
Tony Also zum einen hast du da meistens ein paar mehr Anschlüsse. Du kannst mindestens bis zu vier Elektropärchen anschließen und wenn wir mal zum Beispiel in die russische Muskelstimulation gehen oder Reizstrom oder bleiben wir erstmal bei der russischen Muskelstimulation, dann kannst du gewisse Elektroden auf den einzelnen Muskel setzen, kannst diesen durch Strom durchfluten, sodass dass er sich leicht verkrampft oder anspannt zumindest, allein durch die Stromaktivität. Und wenn du dann leichte Intervalle einstellst, zum Beispiel einen Rhythmus, in dem dieser Strom läuft, dann kannst du rein theoretisch jemanden zum Aufstehen oder auch zum Gehen bringen, ohne dass die Person das möchte. Das ist jetzt ein bisschen sehr utopisch. Vielleicht bräuchte man zwei oder drei Geräte dafür, aber es würde funktionieren. Zum Beispiel.
Sebastian kann mir gerade vorstellen, wie du da hinter dem Schaltkasten sitzt, hinter dem Pult in so einem weißen Kittel und sagst, so, Subbie, lauf. Und draußen ist noch ein Gewitter, Blitz und Donner und Regen und ...
Tony so eine schöne Mr. Burns Handbewegung ausgezeichnet.
Sebastian Bist du der Typ für solche fiesen Sachen, Sachen, die so ein bisschen, ja, wie
Tony Also ich hab daran Spaß, aber mein Gegenüber muss daran definitiv auch Spaß haben. Also ich hab sehr viel Spaß am Sadismus, aber nur, nur wenn ich merke, dass der Gegenüber wirklich auch das mitmacht und Lust dabei empfindet. Also bei mir ist der empathische Faktor dann ganz wichtiger. Ich würde tatsächlich weniger Sadist, sondern mehr Reaktionsfetischist sagen.
Sebastian auch eher so im Bereich, ich sag mal Service-Top. Ich mach das, ich misshandel dich, damit es dir gefällt.
Tony Ja, ich sag gern Pleaser.
Sebastian den Begriff kannte ich noch nicht, aber hab ich wieder was gelernt.
Tony Den habe ich auf meiner ersten CFNM-Party entdeckt, auf einem Sticker.
Sebastian Okay,
Tony Da durfte man sich Sticker anheften, was man ist und ich habe es mir alles angeguckt und dachte, nee, nee, halb, beschreibe dich nicht gut genug. Und dann war der Pleaser da und ich dachte, komm, das reicht, das ist okay.
Sebastian was für ein Sticker hat es die Medien angeheftet? Ja, ich kenn die Sticker ja nicht, ne?
Tony Gute Frage, gute Frage.
Sebastian Und zwar im Zweifel Presse.
Tony Da müsste ich jetzt, wahrscheinlich, da die Party so oder so so gestellt war, dass die Frauen eher dominant waren und die Männer eher devot waren, dann gab es da halt auch in den entsprechenden aktiven Part nicht so viele Sticker.
Sebastian Dann laufen sie alle weg. Ja, irgendwie wäre das für mich ein bisschen kompliziert. Also ich habe noch keine CFNM-Party besucht und ich vermute, das kann auch dauern, beziehungsweise wird wahrscheinlich nie passieren, bin ich halt nicht das Publikum für. Das Podcastsubbie räuspert sich gerade, irgendwas stimmt da mit der Frau.
Tony also es war jetzt auch nicht meine persönlich erste Wahl. Es hat sich einfach ergeben. Ich hatte bei Joy eine Frau geschrieben und sie meinte, hey, ich bin heute auf einer Party, ich bin zwar in Begleitung, aber wenn du möchtest, komm dazu. Und ich meinte, ja, schick mir den Link von der Party. Und sie schickte mir den Link und ich guckte es mir an und dachte so, jo, okay, ja, komm, machst du, bist du dabei. Und bin hin und ich habe es nicht bereut. Es war eine verdammt lustige Party. wo ich auch meinen größten gefühlten oder ersten Fetisch frönen konnte, dem Kratzen von Fingernägeln auf meiner Haut. Es war schon sehr schön und ich habe den ganzen Laden ziemlich zusammengestöhnt und geschnurrt.
Sebastian Ja, also du bist ja wirklich so ein Mensch, du fühlst halt gerne. Ich glaube, so kann man das ganz gut beschreiben, dieser Hautkontakt und dieses Haut- und den Körperspüren.
Tony Ja, ziemlich.
Sebastian Ich glaube, da ist so deine Mitte.
Tony Ja, auf jeden Fall. Also den Körper und den Menschen spüren, definitiv.
Sebastian Ja, aber jetzt mag ich nochmal auf diesen Punkt kommen, du weißt, was geht. Also gibt es Dinge, die du tun würdest, weil du weißt, dass es, ich sag mal, anatomisch sicher möglich, von denen ich jetzt eher die Finger lassen würde. Doch
Tony Also jemanden an dem Hals aufhängen würde ich jetzt mal definitiv nicht.
Sebastian geahnt, das nicht macht.
Tony Natürlich, es ist meistens unvorteilhaft. Und da die meisten Rigger zum Beispiel im Thema Bondage sehr, sehr, sehr erfahren sind, was Gos und No-Gos sind, kann ich jetzt nicht zwangsläufig sagen, dass ich was groß anders machen würde, abgesehen davon, dass ich mein Bunny vielleicht vorher ganz anders angucke und die Vorbereitung und die Nachbereitung deutlich intensiviere.
Sebastian Ja, aber gibt es nicht irgendwas, wo ich sagen würde, oh nee, das kann nicht klappen, was weiß ich, so wie an einem Arm aufhängen, um mal was Blödes, Plakatives zu nehmen, wo du sagst, oh nö, so anatomisch geht das, das mache ich ja an meinem Schlingentisch eh, da ist es halt therapeutisch, dann weiß ich auch,
Tony Also wenn man das richtig fesseln würde und richtig stabilisieren würde, also am Arm selber alleine, nein, definitiv nicht, weil das Schultergelenk selber eines der instabilsten Gelenke überhaupt ist. ist der Humeruskopf und die Scapula haben eigentlich überhaupt keine Verbindung miteinander. Nicht wie bei der Hüfte, wo der Kopf wirklich in der Gelenkpfanne sitzt. Aber wenn du rein theoretisch jetzt den Arm fixierst und das Ganze noch mit einer Brustkorbfesselung verbinden würdest und gucken würdest, dass es nicht in die Achsel rutscht und vielleicht noch irgendwo auch so fixiert ist, das ist schwierig, schwierig. Also an einem Arm kann funktionieren, wenn man den Körper statisch auszugleichen weiß, aber nur der einzelne Arm, nein, bitte nicht.
Sebastian wenn das jemand machen kann, dann bist du das, aber selbst du lässt davon die Finger.
Tony Ja, also ich bin da auf jeden Fall vorsichtig und würde das nur auf ausdrücklichen Wunsch meines entsprechenden Bunnies machen und mir dann halt auch vorher genau überlegen, welchen statischen Punkte ich zusätzlich ausgleiche.
Sebastian Okay, ja gut, aber das war jetzt nur ein Beispiel von mir. Gibt es irgendwas, wo du sagst, eher zutrauen, als andere das tun sollten? Oder stell dir mal mich vor, ich stehe dann da und mache irgendwas, wo du sagst, ja, das kann man machen, aber du nicht, Sebastian.
Tony Also vielleicht jemanden auch so fesseln, dass es vielleicht auch einen therapeutischen Wert hat, wenn ich jetzt weiß zum Beispiel, dass jemand eine gewisse Problematik hat, diese Problematik zum Beispiel auch über die Fesselsession zu verringern oder auch zu verbessern. Das kann funktionieren, dafür muss man aber den Menschen genau kennen. Ich würde zum Beispiel auch immer gucken, wie ist die skoliotische Fehlhaltung. Und wenn ich weiß, dass die Person eine Krümmung in die eine Richtung hat.
Sebastian Im Moment die was? Die skoliotische Fehlhaltung, was ist das denn?
Tony Also keine Wirbelsäule ist gerade. Kein Mensch hat eine hundertprozentige gerade Wirbelsäule. Im Regelfall hat man immer eine leichte Biegung mit drin. Und diese Biegung, das ist schwer zu erklären, ohne dass man es zeigen kann. Wenn man sich den Rücken von hinten anguckt und die Brustwirbelsäule, dann zum Beispiel einen Bogen nach rechts schlägt, das heißt oben Halswirbelsäule ist gerade und dann macht es wie so eine kleine Kurve, bis es dann wieder zur Mitte kommt, dann geht das gleichzeitig auch mit einer Linksrotation der Wirbelsäule einher und sorgt dann durch die Torsionsskoliose, also durch die Verdrehung, dass der entsprechende Nerv unter Umständen auf der gegensätzlichen Seite deutlich mehr komprimiert und problematisiert werden kann. Und wenn man sich dessen bewusst ist, dann kann man natürlich auch sich überlegen, in welche Seite sollte ich mein Bunny vielleicht eher hängen, dass der Rücken mehr entlastet und vielleicht auch entdreht wird.
Sebastian Okay, also das ist dann therapeutisches Bondage, das solltest du in der Praxis anbieten. Da kommen die ganzen Perversen zu dir, das versuchst du.
Tony Das versuche ich. Das ist zumindest eine Idee. Also ich habe schon viele Masochisten in Behandlung und andere Leute und es macht sehr viel Spaß, gerade mit Kinky-Leuten zu arbeiten, weil sie deutlich offener und deutlich freier auch über ihre Problematiken reden. habe ich immer zumindest jedenfalls so für mich erkannt und ich habe tatsächlich mal überlegt, ob ich sowas wie Bondage-Therapie oder auch BDSM-Therapie im Allgemeinen vielleicht anbieten könnte.
Sebastian gut, also die Frage ist natürlich, also du musst ja trotzdem deine Fähigkeiten aus dem Beruf vernünftig einsetzen, aber du kannst natürlich andere Materialien verwenden oder auch mal sagen, wir machen jetzt mal ein bisschen Extra-Zug, dann geht es ein bisschen schneller, weil ich weiß, du kannst das ab.
Tony Richtig. Genau.
Sebastian Da fragt,
Tony Zum Beispiel, ich habe zum Beispiel eine Patientin, die schon sehr masochistisch veranlagt ist und wenn sie Rückenschmerzen hat und ich drücke auf den entsprechenden Punkt, bei dem der Nerv eingeklemmt ist, dann höre ich von ihr immer nur mehr, mehr. Ja, wenn ich dann irgendwann an dem Punkt ankomme und bei mir schon ein Lächeln da ist, ich sage, na, ist das okay? Und dann höre ich nur noch so ein kleines. Das ist schon ganz schön auf jeden Fall. Das macht Spaß.
Sebastian da passt auch gerade eine Frage von Katinchen dazu. Bekomme ich in meinem Alter dann das Bondage per Rezept verschrieben, um die alten Gelenke zu entlasten?
Tony Das wäre ein Traum, wenn man da noch rezeptgebunden über die Kasse arbeiten könnte. Das wäre ein Traum. Also die Schlingentischtherapie, die war tatsächlich mal drin und die ist, wie gesagt, unglaublich nah. Und dann könnte man das auch mit Seilen machen. Also das ist ja dann eine andere Sache. Die wird aber, glaube ich, von der Krankenkasse mittlerweile nicht mehr vertreten. Die Krankenkasse selber hat im Allgemeinen in den letzten Jahrzehnten unglaublich viele Therapien aus dem Wust, also aus dem Schatz herausgenommen, die sie nicht mehr bezahlen. Das wäre dann eher Wellness leider.
Sebastian Okay, also man muss da selber ran, aber gut, das kann man sich dann ja
Tony Also privat ist das natürlich meistens eine andere Sache. Gerade mit den Privatkrankenkassen sind die da meistens auch etwas gängiger. Aber ich glaube trotzdem, dass eine Privatkrankenkasse nicht unbedingt eine Suspension-Therapie bezahlen würde.
Sebastian Kommt ja drauf an, was man dann später auf die Abrechnung schreibt. Nein, das ist natürlich jetzt, man muss ja alles korrekt machen.
Tony Ich habe nichts gehört.
Sebastian Marc möchte noch was wissen.
Tony Ich
Sebastian Kann man helfende Suspensions ohne eine Ausbildung auch lernen?
Tony möchte, zumindest habe ich mal versucht oder kurz vor der Corona-Zeit versucht, aus dem Thema mal einen Workshop zu machen. Ich habe ihn damals noch etwas allgemein gehalten, was etwas blöd war, so ist er nicht ganz gut angekommen. Aber ja, gewisse Sachen kann man lernen, vielleicht nicht unbedingt alles. Für viele Sachen braucht der Mensch schon viel Zeit und Ausbildung und Gefühl und sollte viele, viele, viele, viele Menschen in der Hand haben, um dafür wirklich ein Gefühl zu entwickeln. Aber es gibt doch schon einige gute laienhafte Techniken, die man sehr, sehr gut jemandem beibringen kann.
Sebastian Aha. Also es gibt wirklich so ein paar Sachen, die kannst du mir zeigen und dann kann ich das machen und ich werde das Podcastsubbie dadurch nicht in den Rollstuhl verfrachten, ja? Okay, zum Beispiel
Tony Zum Beispiel eine Traktion der Lendenwirbelsäule kann man relativ gut eigenständig machen. Da gibt es verschiedene Möglichkeiten. Ich kann mein Subi rein theoretisch auf den Rücken legen, die Beine auf meine Schultern ablegen, angewinkelt. Dann lege ich die Seile um die Oberschenkel, fixiere sie hinten an den Rücken, bringen mich selber eine leichte Beugung nach hinten, dass ich einen leichten Krummrücken mache und somit Zug auf die Seile bringe und so kann ich dann über die Oberschenkel wunderbar die Lendenwirbelsäule auseinanderziehen und dafür eine Entlastung sorgen.
Sebastian in dem Bild, ich habe gerade versucht, das bildlich in meinem Kopf nachzuvollziehen, ist es mir nicht gelungen, mir das so vorzustellen, wie du es beschreibst, dass dabei was auseinandergezogen wird.
Tony Und wenn man das, ja,
Sebastian Ich habe jetzt ein Stauchen.
Tony Stufenlagerung, Stufenlagerung sagt ja sicher was, das Knie
Sebastian Ja, also okay, also so wie Subi liegt fußseitig zu mir, öffnet die Beine, streckt die nach oben, legt die auf meine Schulter ab. Soweit klar.
Tony gebeugt, 90 Grad Winkel.
Sebastian Okay, haben wir auch.
Tony Ich
Sebastian Okay, dann ist, also sind, okay, alles klar. Und was mache ich mit den Seilen um die Oberschenkel?
Tony lege das Seil oben praktisch, also sie hält das Seil fest, dass es praktisch zwischen Becken und Oberschenkel liegt oder auf dem Oberschenkel obendrauf, dann wickeln wir das einmal komplett auch um meinen Rücken herum, machen daraus eine Schlaufe und bringen die auch durch die Fixation auf Spannung und wenn ich mich dann nach hinten lehne oder meinen Rücken leicht krumm mache in der Lendenwirbelsäule, dann ziehe ich das Seil ja nach hinten und sorge damit dafür, dass die Oberschenkel in meine Richtung gezogen werden und dadurch wird die Wirbelsäule mitgezogen, wenn man dafür für ein gewisses Gefühl hat und die Person dann nicht ins Hohlkreuz bringt. Aber deswegen sollte man vielleicht auch einen Workshop diesbezüglich machen und es vorher beigebracht bekommen.
Sebastian Okay, das ist natürlich wunderbar. Das ist sogar familientauglich, wenn ich das erzähle. Wofür sind die Seile da? Ja, die sind dafür, um den Rücken da so ein bisschen zu entspannen. Gut, ob es mir einer glaubt aus der Familie, ist eine andere Frage. Also wenn hier, wenn das wieder möglich ist, dann mach bitte solche Workshops. Ich bin da sehr gespannt und ja, hab Erfolg damit.
Tony sehr gerne.
Sebastian Also ja, das ist ein bisschen schwierig, weil es ist nicht ganz so sexy wie der, ich weiß nicht, Feuerspiel-Workshop, wo man Subi dann irgendwie halb ankokelt. aber ich glaube das kann eine schöne Erfahrung sein tatsächlich, also allein der Workshop als Erfahrung, ob man das hinterher dann umsetzen kann, ist immer eine andere Frage
Tony Ich habe ihn damals sehr allgemein gehalten. Ich hatte auch keinen guten Namen. Und ich habe es nicht auf Bondage allein festgehalten. Ich hatte ihn damals Erkenne deinen Körper genannt. Und er kam damit, glaube ich, nicht so gut an. Ich wollte, dass Leute auch lernen, wie sie selber ihren Partner oder Gegenüber, wenn er Probleme hat, vielleicht auch selber therapieren können, Probleme lösen können, eine gute Vorbereitung für eine Bondage-Session erarbeiten können und das halt lernen. Der Massagekurs kam besser an.
Sebastian Okay, ja das ist manchmal ist das Marketing schwierig, das kenne ich ja selbst, das Problem
Tony Ja, wenn es zu allgemein gehalten wird, können sich die Leute selten schlecht was darunter vorstellen.
Sebastian werde jetzt noch so zum Abschluss eine Frage von Temel einbauen, die ist nämlich sehr sehr schön und da wird die Antwort wahrscheinlich länger sein als eine Minute
Tony Also
Sebastian Würdest du denn mit deiner Erfahrung als Physiotherapeut Bei bestimmten Arten von zum Beispiel Rückenbeschwerden auf keinen Fall fesseln oder bringt das da eher immer eine Verbesserung? Also wie muss der Rücken aussehen, dass du die Finger davon lässt und sagst dir, da muss ein Chirurg ran?
Tony es gibt einige Sachen, bei denen ich sagen würde, da lasse ich definitiv fesseltechnisch die Finger davon. Also wenn jemand zwei Prothesen in der Wirbelsäule hat, dann wäre ich da schon relativ vorsichtig. Weil durch den allgemeinen dauerhaften Zug rein theoretisch, wenn der Knochen brüchig ist, die Schrauben vielleicht nicht unbedingt so halten könnten, gerade wenn es dann vielleicht mal irgendwie auch in eine Schwungphase kommt oder so, das weiß man ja nicht. Natürlich kann es auch mal wieder passieren, dass jemand einen Tumor im Rücken hat. Die Chance ist zwar 0,1 Prozent, aber die Chance ist bestehend. Also es gibt schon einige Sachen, bei denen ich definitiv vorsichtig wäre und bei denen ich aufpassen würde.
Sebastian Ja, aber gibt es was, was ich so als Laie erkennen kann, wo ich denke, hm, das letzte Mal, wenn irgendwie was, weiß ich, die eine Schulter ist zwei Zentimeter höher als die andere, wenn sie vor mir steht, nehmen wir das mal als Beispiel.
Tony dann wäre ich als Laie schon mal vorsichtig. Gut ist es manchmal auch, ich würde es immer wieder, also ich habe das, glaube ich, gefühlt zehn Jahre am Stück geübt. Jedes Mal, wenn jemand reinkam und selbst wenn er am Knie eine Problematik hat, ich bin immer erst mal mit der Hand über den Rücken gefahren. Manchmal haben sich die Leute ein bisschen komisch angeguckt, aber ich habe gesagt, ich möchte ein Gefühl entwickeln. und das rate ich jedem immer wieder auch mal über den Rücken zu fühlen und man merkt das im Regelfall, wenn ein Wirbel verschoben ist, gerade in der Brustwirbelsäule, merkt man dann, wie auf einmal so ein kleines Loch kommt und wenn die Person schon beim Armeheben und Hochgucken sagt, ja, da zieht es in der Ecke, dann wäre ich vorsichtig, dann hat sich der Wirbel ein bisschen nach vorne verschoben, drückt auf den Nerven drauf und dann wäre Kompression durch die Seile jetzt nicht unbedingt das Sinnvollste. Also wenn ich die Person dann rein theoretisch mit zwei Seilen über die Schulter, das dann unter dem Becken durchziehe und da Spannung draufbringe, nee, lieber nicht.
Sebastian Okay, ja, also es ist immer so, ja, also ich sage mal so, wenn die Konstitution, wenn das alles so ein bisschen ja nicht symmetrisch ist, dann muss man zumindest mal genauer drauf gucken oder drauf gucken lassen. Das kann jetzt natürlich kein allgemeiner Rat sein, aber es gibt so ein paar Sachen, wenn man sich irgendwie, wie sieht das komisch aus oder ist irgendwie verschoben oder der Mensch hat Schmerzen, dann hängt man den Menschen vielleicht nicht gerade auf.
Tony Richtig. Und wenn man auch schon merkt, dass die Person vielleicht auch ein anderes Gefühl hat oder mitten beim Fesseln Schweißausbruch bekommt, dann würde ich gleich aufhören.
Sebastian Ich höre dich tippen, aber hier kommt nichts.
Tony Also wenn die Stirn dann schon etwas nass wird, dann ist es fast schon zu spät. Zumindest ist der Nerv dann gereizt. Und das vegetative Nervensystem fängt schon an zu arbeiten.
Sebastian So, jetzt packen wir noch eine allerletzte rein. Das heißt, es ist ja irgendwie, ich weiß nicht, ob du dazu was sagen kannst, aber wenn die Frage da ist, und vielleicht hast du ja Ahnung, würdest du bei einer Knochenkrankheit von Suspension abraten? Glasknochen Typ 1 von Corinna
Tony Mhm.
Sebastian So, ja.
Tony Das ist eine gute Frage. Das ist eine verdammt gute Frage. Also ich habe auch Glasknochenpatienten.
Sebastian Was ist da, was genau ist das? Typ 1, was muss ich mir darunter vorstellen?
Tony Das sind sehr, sehr, sehr, sehr gebrechliche Knochen. Du musst dir vorstellen, dass der Knochen selber im Regelfall osteoblastisch, also du hast den Knochen, wenn du ihn aufschneidest, dann ist der nicht glatt und dann ist der nicht flächig und komplett ausgefüllt, sondern hast du überall viele kleine Löcher. Es ist wie im Hirn, überall kleine Synapsen, die überall zusammenlaufen und alles fixieren und festhalten. So kann man sich das ungefähr vorstellen.
Sebastian Bimsstein.
Tony Ja, ziemlich genau. Genau. Und jetzt stell dir vor, du hast dann noch viel, viel, viel, viel mehr Löcher beziehungsweise der Knochen hat sich einfach nicht richtig gebildet, ist nicht stabil genug und dann ein Mensch mit Glasknochen muss im Regelfall eigentlich nur hinfallen und bricht sich sofort das Bein oder wenn er sich abstützt, ist die Hand im Eimer. Und diese entsprechende Patientin, die ich habe, zumindest im Oberkörper, ist es mittlerweile relativ stabil bei ihr, aber es hängt immer davon ab, wie man es dann macht. Ich habe auch schon Leute im Rollstuhl gesehen, die gefesselt waren mit dem Rollstuhl insgesamt.
Sebastian Okay, also würdest du als,
Tony Das hat wunderbar funktioniert. Also ich würde dann vielleicht die Person auf den Stuhl setzen und den Stuhl mitfesseln. Und das Ganze dann in eine Suspension bringen.
Sebastian okay, ja, aber Also an der Stelle ist es, glaube ich, schwierig.
Tony Da wäre ich vorsichtig.
Sebastian Da ist aber meistens der Betroffene ist meistens auch der, der am besten sich damit auskennt und informiert ist. Man muss es nur eben auch sagen und dass da ein Risiko ist.
Tony Richtig.
Sebastian Ja, ist schwierig. Also ich sage mal so, es gibt da K.O.-Kriterien für Bondage, gibt es sicher an der Stelle. Nein, nicht K.O., aber man muss halt gucken, was geht und was geht nicht.
Tony wie du selber schon sagst, die Person merkt selber meistens, was ihr zu viel ist. Und auf dieses Gefühl sollte man definitiv achten. Mindestens.
Sebastian Okay, jetzt habe ich noch ein allerletztes Ding. Da habe ich eine Frage ohne Namen. Wer weiß, wo die wieder herkommt. Aufwärmen vor dem Bondage.
Tony Ja, auf jeden Fall.
Sebastian Ich lese da eine
Tony Dehnen, stretchen.
Sebastian aus der Frage heraus an mich, aber erzähl mal was dazu.
Tony Naja, das hängt immer von der Person ab. Also wenn jemand einen niedrigen Kreislauf hat, dann würde ich schon aufwärmen, um den Kreislauf wenigstens vielleicht ein bisschen in die Höhe zu bringen. Durchblutung fördern ist immer sinnvoll. Natürlich wissen wir, zumindest die Leute, die im Bondage-Bereich vertreten sind, dass die größeren Gefahren von Nervenschädigungen und Nervendruckpositionen ausgehen als von Durchblutungsstörungen. Man kann rein theoretisch auch einen Arm eine gewisse Zeit länger, sag ich mal, vom Blut etwas unterbrochen lassen. Von der Nervenzirkulation ist das eine andere Sache. Und definitiv würde ich aufwärmen, weil das Aufwärmen ja auch für Beweglichkeit sorgt, weil die Wirbel- und die Gelenkstrukturen auseinandergehen. Ich würde jetzt nicht nur aufwärmen, ich würde auch stretchen. Definitiv. Und ja, finde ich, kann man auf jeden Fall, sollte man nach Möglichkeit mit einbinden.
Sebastian Okay, das heißt, jetzt habe ich auch noch ein bisschen was gelernt. Okay. So, Tony, die Uhr, die sagt mir, der nächste Gast wartet schon sicher ungeduldig.
Tony Kein Problem.
Sebastian Hei, hei,
Tony Ich hoffe, ich konnte nicht zu... Hab nicht zu viel gebrabbelt.
Sebastian Nein, nein, alles super. Ich finde das auch ein wunderbares Thema. Immer einfach, wie gesagt, wenn sich jemand mit etwas auskennt und dann auch nochmal das, was wir, ich sag mal, alle Hobby-mäßig, kann man bei manchen ja schon fast nicht mehr sagen, aber was wir so uns gegenseitig weitergeben und wo wir einfach gucken, dass wir das Richtige kennen und wo wir uns Sicherheitstipps gegenseitig geben auf Workshops und weiß der Kuckuck was. Und wenn da jemand auch mal ein bisschen mehr Einblick in die Anatomie hat, wie sieht der das? Das ist ein wirklich schöner Einblick und dafür mag ich mich einfach gerade mal bedanken. Toll.
Tony Gerne.
Sebastian Super. So, ich darf Musik für dich spielen. Erstmal muss ich noch fragen, habe ich noch irgendwas ganz Großartiges vergessen auf dem Zettel? Nee, ich glaube nicht, ne?
Tony Zumindest aus meiner Erinnerung ist das, glaube ich, eigentlich so ziemlich alles.
Sebastian Sehr gut. Ja,
Tony Mit Abkürzungen.
Sebastian das ist immer ein bisschen der Zeit geschuldet, das gehört aber dazu. Okay, dann spiele ich jetzt was für dich von Bela B.
Tony klar.
Sebastian Ich
Tony Verwöhnen.
Sebastian kannte das
Tony Ich liebe den Song.
Sebastian Ich habe es eben einmal gehört. Klasse.
Tony Ja, auf jeden Fall. Lange Zeit mein Titelthema gewesen.
Sebastian dann. Ich wünsche dir einen wunderschönen Restabend und gleich geht es weiter mit jemandem, der auch sehr gut massieren kann tatsächlich. Der hat sogar passende T-Shirts. Viele kennen ihn.
Tony Oh, ich bin gespannt. Super.
Sebastian Ja, aber jetzt gönne ich mir nochmal hier die 4-Minuten-Musik und dann geht es hier weiter.
Tony Dann einen schönen Abend.
Sebastian Dir auch. Tschüss.
Tony Tschüss. Hallo,
Sebastian Ach, was für ein schöner Track und so entspannend auch. Das passt auch super. Bevor mein nächster Gast gleich in der Leitung ist, mag ich nochmal ankündigen, nach meinem nächsten Gast, mache ich hier wieder die Telefonleitung auf und dann kann man hier anrufen. Ganz spontan und kann dann sprechen, über was man möchte. Die Nummer gebe ich dann auch bekannt. Und ja, es gibt immer noch was zu gewinnen. Nächste Woche machen wir auch endgültig die Auslosung. Das habe ich heute einfach nicht mehr vorbereiten können. Also kommen noch ein paar Leute mehr in den Lostopf. Das heißt, jeder, der hier anruft und durchkommt, der kann zwei handsignierte Bücher von Tanja Roos bekommen. Mir ist gerade entfallen, wie die beiden heißen. Das werde ich jetzt im Laufe des Abends aber noch mal erwähnen. Und da wird mir auch einfallen, wie die Bücher heißen. Und ich habe der Tanja nämlich auch schon ein paar Sachen von mir geschickt, vom Podcast, so ein paar Kärtchen und Buttons und so. Und die wird sie dann gleich mit verschicken. Ja, und dann kriegt man so ein kleines, ich sag mal, Kunst-der-Unvernunft-Überraschungspaket mit dazu. So, haben wir das. Und jetzt geht es weiter mit meinem nächsten Gast. Hallo Peter.
Peter Sebastian.
Sebastian So, wir haben ja letzte Woche schon mal gesprochen, da hast du einfach angerufen.
Peter Genau. Diesmal ist es hoffentlich ein bisschen schöner.
Sebastian Ja, letzte Woche haben wir ja über Trampling gesprochen und über schlimme Unfälle. Und das Thema an sich kam aber im Podcast fast noch gar nicht vor. Und als du dann gesagt hast, ich würde da mitmachen, da habe ich dann gleich gesagt, okay, dann musst du auch. Du bist da,
Peter Ja, mache ich doch gern.
Sebastian Wo fangen wir denn bei dir an? Du kommst aus Hannover, wir kennen uns schon ein bisschen und dich kennen eh ganz viele Leute, du bist 53 und ja, du bist der Typ, der rumrennt mit so einem T-Shirt immer, ne?
Peter Ja, das ist jetzt aber auch noch gar nicht so lange. Aber das ist auch eine schöne Sache, ja.
Sebastian steht drauf?
Peter Das war im deutschen Trampling Board. Da haben die berichtet, die sind auf die Messe gegangen, diese Erotikmesse. Wie heißt es jetzt wieder? Venus, genau. Und haben da so ein T-Shirt dann getragen. Und dann ist es eben wirklich so gekommen, dass viele von diesen wunderschönen Frauen, Frauen, die da bei dieser Erotikmesse die Dinge vorstellten und auf High Heels da den ganzen Tag verbracht haben, dieses Angebot genutzt haben und das war ein schöner Gag. Da habe ich gedacht, das machst du auch.
Sebastian Okay, was steht auf deinem Shirt, wenn du jetzt so zum Beispiel beim Stammtisch rumrennst?
Peter Bei mir ist es jetzt ja nicht nur Füße, ich massiere ja auch gerne Nacken oder Rücken oder sowas. Da steht dann halt Fußmassage, Nackenmassage gratis.
Sebastian Ja, und ich habe gehört von vielen Menschen, dass du das sehr, sehr gut kannst tatsächlich. Und so haben wir die Brücke zu Tony geschlagen. Sehr schön. Fangen wir mal so bei dir so mittel vorne an. Wir fangen nicht ganz vorne an. Du bist irgendwann wieder zum BDSM gekommen. Magst du uns mal ein bisschen aufklären?
Peter Ja, also erstmal habe ich halt wirklich lange mich in Arbeit geflüchtet und das Ganze versucht zu verdrängen. Und dann irgendwann habe ich Liebe Sünde geguckt und da gab es einen Beitrag über Trampling. Tomate nennt er sich, mit dem bin ich jetzt auch schon seit Jahren guter Kumpel. Und dann habe ich geguckt und habe gedacht, das gibt es ja wohl nicht. Ich hatte den Begriff bis dahin noch nicht mal so wirklich drauf, aber habe natürlich gleich erkannt, ja, das ist meins. Und er hat dann berichtet, dass er so ein Forum auch im Internet angelegt hat. Das ist jetzt halt auch schon über 20 Jahre her. Und dann mit AOL da einwählen, Forum suchen, anmelden. Hier bin ich richtig.
Sebastian Okay, das heißt, wir sind schon ganz schön, darf ich fragen, wie viele Jahre, 20 Jahre ist das denn her? Ja, ja.
Peter Ja, das war, das weiß ich gar nicht genau, 1995, 96, 97, irgend so in dem Bereich.
Sebastian Also ich muss sagen, seitdem ich seit, ich glaube, 2008, 2009 rum so ein bisschen hier in die Szene reingegangen bin, aktiv auch, also der Peter, der war immer da. Und der wird auch noch immer da sein, habe ich das Gefühl.
Peter Ja, ist ja nun mal meins. Das ist auch gut so. Ja,
Sebastian Okay, aber jetzt haben wir ja schon über Trampling gesprochen und wie gesagt, das tat mir letzte Woche so ein bisschen leid, dass wir das Thema einführen mit dem, was alles schief gehen kann. Magst du erstmal beschreiben, was Trampling überhaupt ist? Weil ich kann mir darunter inzwischen was vorstellen, aber ich musste auch erstmal reinlesen, was denn damit genau gemeint ist. Ich
Peter Trampling ist jetzt ein Randthema, aber als Randthema ist das auch schon wieder quasi ein eigenes Universum, wie wahrscheinlich viele andere Randthemen auch. Ja, Trampling in erster Linie, trampelt halt jemand auf einem herum. Aber da gibt es ja ganz viele Möglichkeiten. Also das kann auch etwas sehr Angenehmes sein. Also das ist auch etwas, wie ich da reingekommen bin. Es gibt dann diese Massageart, Ashiatsu. Das habe ich da in so einem Film gesehen, wo das gemacht wurde und dann wurde das gleich getestet.
Sebastian habe so einen James-Bond-Film mal gesehen, wo sie dann die japanischen Mädels auf dem Rücken da rumrennen und dann knackt es ganz fürchterlich und sie genießen das, die Jungs.
Peter Ja, da gibt es das auch, genau. Und das gibt es also sehr sanft, sehr angenehm als Massage fast. Dann würde ich sogar sagen, das hat auch mit Schmerz und BDSM vielleicht gar nicht so richtig zu tun. Aber gut, da steht jemand auf einem, man hat dieses Druckgefühl, was ich selbst halt auch sehr mag, so dieses Gedrücktwerden, also dieses Gewichtspüren, das gibt mir so ein bisschen Halt und ja, es ist ein bisschen wie sehr fest umarmt werden. Und dann gibt es es natürlich gemeiner, nicht? Wo dann halt auch gefährlich werden kann mit den High Heels.
Sebastian Ja, ich glaube, das ist gefährlich. Das schieben wir noch ein bisschen raus. Nehmen wir jetzt mal nochmal den angenehmen Part. Also man liegt dann da zum Beispiel auf dem Bauch und dann marschiert einem da jemand über den Rücken. So, jetzt müsste Tony wahrscheinlich in Ohnmacht fallen bei dem Gedanken, weil dabei verschiebt sich wahrscheinlich jeder Wirbel. Aber das geht offenbar.
Peter das ist, das geht gut.
Sebastian Offenbar ist das möglich.
Peter Ja, Ja, und es ist auch Atemreduktion mit dabei, je nachdem, wie schwer die Frau ist. Oder es gibt auch welche, die Multitrampling mögen, möglichst viele auf einem drauf.
Sebastian Achso, ja.
Peter Und dann ist wirklich irgendwann der Punkt, dann kriegst du keine Luft mehr. Dann kannst du das halt nur noch ein Momentchen genießen. Aber dann ist man mal so richtig platt gedrückt.
Sebastian Ja, okay.
Peter Und das ist auch etwas, dieses viele Gewicht und dieses wirklich platt gedrückt werden. Auch das habe ich schon genossen. Das ist auch wirklich spannend. Hinterher, wenn das dann aufhört, wenn dieser Druck von einem abweicht, das dauert fast eine halbe Stunde, hast du das Gefühl, dass sich der Brustkorb wieder so ausdehnt?
Sebastian Also es wird so eine Erleichterung, die dann auch ein bisschen anhält tatsächlich. Tatsächlich. Ist aber schon eine heftigere Sache dann oder hängt das tatsächlich vom Gewicht des, ja wie nennt man den Aktiven beim Trampling?
Peter Ja,
Sebastian Den Trampler? Ich weiß es nicht.
Peter die Topfrau, die halt oben steht.
Sebastian Okay.
Peter Also gibt es da einen Begriff dafür? Eigentlich nicht.
Sebastian wenn nicht, dann erfinden wir einfach einen. Wir erklären dann Trampling erstmal zum Mainstream und dann müssen wir einen passenden Begriff finden und dann wird das alles. Okay, also dir gibt das ein Gefühl von Nähe, Ohnmacht, körperliche Anspannung. Ich vermute mal, du wirst jeden Muskel dabei anspannen müssen, damit das irgendwie,
Peter Nee, also wenn das im Prinzip mit diesem Rücken massieren gemacht wird, kann ich da eigentlich echt auch bei entspannen und locker lassen Nee, das ist eigentlich wirklich kein Ding Aber das ist halt auch unterschiedlich Da ist eben auch wie dein eigener Körper jetzt beschaffen ist spielt da natürlich auch rein Nein,
Sebastian ich kriege da eher so ein bisschen Panik, weil ich habe dann hier so einen, ja, so einen noch nicht Jugendlichen im Haus, der gerne mal irgendwo draufsteigt. Und das tut einfach nur weh. Okay, was geht denn da? Also über den Rücken kann man drüber gehen. Geht man oder steht man?
Peter gehen, also bei mir wird auch gesprungen, also die fangen auch an und springen da ordentlich drauf rum auf dem Rücken, das geht.
Sebastian Okay, das geht auf dem Rücken. Ich sage mal so, was bleibt denn da noch? Da haben wir noch die Beine zum Beispiel.
Peter Ja gut, Beine ist dann so eine Sache mit den Kniegelenken, da muss man ein bisschen aufpassen, da kannst du jetzt nicht so ganz doll drauf rumlaufen, also wenn man sie seitlich macht, Oberschenkel geht natürlich schon ganz gut. Und dann gibt es natürlich so Spezialitäten, die ich auch gerne mag. Also die Hände zum Beispiel. Du hast an den Händen ja ein viel besseres Tastempfinden und bist da viel empfindlicher. Dementsprechend intensiver ist es natürlich, wenn dir jemand auf den Fingern rumlatscht.
Sebastian Okay, ja, Finger sind erstaunlich stabil. Aber
Peter Ja, das sind sie.
Sebastian ja, das ist was. Ich habe dich bestimmt auch schon mal dabei gesehen, aber ich habe das dann nie so wahrgenommen vielleicht. das geht ja auch, wenn du auf dem Rücken liegst, auf der Brust, das habe ich ja jetzt auch schon letzte Woche gelernt, das ist möglich, ähm, ist natürlich was ganz anderes dann nochmal, mhm, okay,
Peter Brust geht eigentlich sogar ziemlich gut, finde ich. Also wie gesagt, das hängt natürlich immer von der Person ab. Man muss das eben erstmal für sich selber dann auch testen. Aber für mich ist es eigentlich ziemlich gut.
Sebastian ähm, ich sage mal so, wenn jetzt zum Beispiel, das machst du mit Menschen, die, äh, die dich schon länger kennen oder sagst du, ja, hallo, ich bin der Peter und du kannst jetzt übrigens über meinen Rücken marschieren und legst dich hin und dann, das, so wird es ja nicht, so wird es ja nicht gehen, denke ich.
Peter Sowohl als auch, doch, das geht bei mir eigentlich.
Sebastian Ja,
Peter Also das ist eben, ich weiß, dass ich da auch wirklich gut was abkann. Und ich habe auch vom Trampling noch nie irgendwas selber ein Problem gehabt. Also von daher habe ich da jetzt keine großen Sorgen. Ich sage denen dann auch, auf dem Hintern kann man halt, wenn du jetzt auf dem Bauch liegst, dann können sie auf dem Popo problemlos erstmal draufstellen sich, da geht so gut wie nichts kaputt und dann kann man ja erstmal vorsichtig anfangen auf dem Rücken. Am besten muss man sich natürlich irgendwo gut festhalten können oder von jemandem gestützt werden. Ja, und die Leute, also die Frauen, die das mehr machen, die bekommen dann irgendwann auch ein Gefühl dafür und haben irgendwann einen erstaunlichen Gleichgewichtssinn. Dann liegt man da wirklich und die schweben über einen dahin.
Sebastian stimmt. Das ist gar nicht so einfach, weil so ein Körper ist ja nun mal jetzt keine Betonplatte.
Peter Ne, das wackelt.
Sebastian Bist du auch schon mal über jemanden drüber gelaufen?
Peter Naja, wir haben mal so Tests gemacht, also ich bin jetzt halt nicht derjenige, der die Top-Rolle mag aber man probiert natürlich mal so spaßeshalber was aus
Sebastian Ist das was, ja, die Rollenverteilung, also eher Femdom und Male-Sub oder ist das, oder ist mein Bild da gerade zu eingeschränkt? Also, wer macht das mit wem?
Peter Ja, das ist es gibt es schon in allen Kombinationen aber dass ein Mann auf der Frau herumlatscht, ist seltener das ist ja jetzt auch nun mal so, dass überwiegend Männer schwerer sind, muskulöser sind, kräftiger sind und Frauen dann doch zierlicher. Klar gibt es Ausnahmen, aber tendenzmäßig ist das so. Und ja, was es auch gibt, ist Frauen untereinander, dass die Trampling machen. Da gibt es auch richtig Seiten und sowas. Ansonsten ist es aber hauptsächlich, dass die Frau auf den Mann herumläuft.
Sebastian Ich mag mal den Chat gerade motivieren. Wer von euch hat das denn schon mal ausprobiert? Also, wer hat schon mal mit Trampling Erfahrung Erfahrung gemacht oder da was gesehen und ja, das würde mich tatsächlich mal interessieren, weil ich habe es wirklich auch nur mal so von weitem Augenwinkel mitbekommen und mir nie die Zeit genommen, da mal genauer zuzusehen, was da passiert. Ich meine, dich mal gesehen zu haben, wie du irgendwann mal tief eingeatmet hast und da am Grinsen warst tatsächlich. Tatsächlich.
Peter Ja, das ist so. Ich mag es, das ist klar. Das ist, wie gesagt, für mich hat das was von Nähe und besonders fest geknuddelt werden. Also so ist es natürlich nicht, aber so ist es in meinem Kopf ein bisschen verankert. So
Sebastian Ja, und wenn das so verankert ist, dann ist das doch schön. Und wenn das dann auch, ja, die Frage ist jetzt, wie kommt man dazu, das zu machen tatsächlich? Also ist das eine Person oder sind das, also mehrere gibt es ja auch. Auch ist das, ja, ich kann mir dieses Event jetzt oder diesen Charakter da nicht vorstellen gerade. Also,
Peter eine Trampling-Party meinst du jetzt?
Sebastian zum Beispiel, es gibt Trampling-Partys.
Peter Ja, aktuell nicht mehr so viel, weil es jetzt ein ganz hohes Angebot von BDSM gibt und es auch bekannter geworden ist. Aber eben vor 20 Jahren, da ist es so gewesen, dass selbst Femdoms, selbst einige Dominas Trampling auch nicht kannten. Und dann gab es eben dieses deutsche Trampling Board als eigenes Universum und die haben sich zu der Zeit auch als nicht BDSMler bezeichnet. Ja, das war also dann schon ein bisschen getrennt und dann gab es eigene Trampling-Partys, wo man sich dann getroffen hat und wo es dann lustig zuging.
Sebastian Okay, ja, ich habe tatsächlich da von der Nische mag ich jetzt gar nicht sagen. Davon habe ich noch gar nicht so viel gehört bislang. Ich wusste, das gibt es, aber ja, es ist schön, dass du mich auch alle Fragen stellen lässt. Und vor allem, da ist noch eine von Miss Mantra. Die mag nämlich wissen, was sich für dich besser anfühlt, mit oder ohne Schuhe und wenn Schuhe, welche.
Peter Besser kann man nicht sagen an der Stelle. Anders ist das natürlich. Aber beides hat was für sich, sodass ein Besser da eigentlich gar nicht vorhanden ist. Also Barfuß ist natürlich sehr intensiv, weil Hautkontakt und Wärme und auch die Frau, also viele Frauen möchten es auch lieber Barfuß machen, gerade wenn man sich mag und kennt, die möchten dann auch das fühlen, die möchten da die Muskeln abtasten und meinen Körper dann auch spüren. Barfuß ist aber halt relativ easy, finde ich wenn man dann auch mal ein bisschen Schmerz haben möchte, dann ist natürlich so ein spitzer Absatz der sich da irgendwo in den Körper reinbohrt und ein bisschen piekst auch ein ganz tolles Gefühl was anderes, aber auch schön
Sebastian Okay, also alle Varianten haben ihren Reiz, sage ich mal.
Peter genau
Sebastian Gibt es nicht so einen Liebling, wo du sagst, oh ja, wenn ich die Wahl habe und einen Wunsch frei habe, dann...
Peter zumindest nicht für mich ich mag das, ich bin da eh sehr breit, es gibt in der Trampling-Szene auch welche, die die sehr auf einen Bereich wieder fixiert sind. Also ich bin da irgendwie jemand, der in alle Süßigkeiten reingreift. Ja,
Sebastian Gibt es da einen Aspekt beim Trampling, den ich jetzt hier völlig vergesse gerade, wo ich gar nicht drauf kommen würde, als als ahnungsloser. Ich
Peter es gibt dann noch Trampling, was sich auch sehr angenehm anfühlt in Nylons. Alleine dieses Gewebe, das mögen auch einige sehr. Dann kommt natürlich der Geruch dazu. zu. Beim Trampling befinden sich natürlich auch ganz viele Fußfetischisten, die da halt dabei sind. Oder eben Fetischisten konkret auf Stiefel oder auf High Heels. Also das ist da, wie ich schon sagte, das ist eigentlich auch wieder ein Universum für sich.
Sebastian habe nebenbei mal das Trampling Board, ich glaube trampled.de ist das, googeln lassen. Ist
Peter Ja, das ist, das gibt's da, also das deutsche Trampling-Board an sich gibt's heute leider gar nicht mehr.
Sebastian Okay, aber ich
Peter Das ist so ähnlich wie die Partys. Es gibt jetzt die ganzen Plattformen Und überall ist es jetzt auch so ein bisschen bekannt, sodass es leider gestorben ist, diese reine Nische.
Sebastian okay, aber diese eine Webseite, ich würde jetzt in die Shownotes einfach mal reinwerfen, dass man da mal reingucken kann vielleicht. Ich packe es jetzt nochmal kurz hin. Es gibt aber, Aber die Rechercheabteilung hier im Haus sagt, es gibt da diverse. Den einen Link packe ich jetzt rein.
Peter Ja, da gibt es mehr, ja.
Sebastian Dann kann man da mal gucken. Also es ist ja spannend. Das heißt, die Nische wurde so ein bisschen verdrängt dadurch, dass es so breites BDSM gibt. Das habe ich so jetzt gar nicht erwartet.
Peter Ja, wir sind da jetzt so ein bisschen auch, es ist auch so, bei den Trampling-Partys, die wir dann gemacht haben, da war es auch gar nicht so einfach, genügend Leute zusammenzukriegen. Ist halt schon nicht so Mainstream. Also da sind dann auch aus der Schweiz und aus den Niederlanden, Belgien, Leute mit hier nach Deutschland irgendwo in die Mitte, haben wir uns getroffen und haben immer noch Probleme gehabt, so einen größeren Laden vollzukriegen. Ja,
Sebastian Ja, okay. Also es bleibt so ein bisschen Nische. Aber jetzt ist es so weit akzeptiert, dass man das auf anderen Partys einfach machen kann.
Peter jetzt wird es auch, jetzt kennst du die meisten Dominas auch und Partys, viele Femdoms kennst.
Sebastian dann ist das
Peter Also es ist bekannt geworden und hat sich in der BDSM-Szene so ein bisschen mit etabliert.
Sebastian Okay. Ja, dann würde ich doch sagen, dann sind wir doch da. Erstmal, was das Thema angeht, sind wir doch rund. Hoffe ich. Jetzt ist es so, bei dir, Peter, habe ich das Problem, auch wir könnten eine ganze Folge füllen, also eine richtig lange Folge. Das sollten wir auch mal tun. Ich habe hier noch so ein paar Themen, über die wir jetzt noch sprechen können und ich würde sagen, auswählen tust du. Also ich habe hier noch Filmdreh stehen. Das würde mich ja interessieren. Wollen wir darüber sprechen?
Peter Ja, können wir machen.
Sebastian Okay, also
Peter Ja, das ist so, als ich da jetzt eben vor 20 Jahren dann im Internet auf dieses deutsche Trampling-Board gestoßen bin, beziehungsweise über die Fernsehsendung Liebe Sünde dann ja konkret gesucht habe, es gefunden habe und mich da angemeldet habe, dann gab es da ja viele Bilder und Links und dann erst mal dieses, oh ja, Mensch, guck dir das an, da gibt es noch andere. Und da gab es damals auch dieses Other World Kingdom, OWK. Und da waren auch Trampling-Videos und andere Dinge. Und da sind mir auch zwei Frauen aufgefallen, die Carmen Rivera unter anderem. Wo ich dann gedacht habe, Mensch, also die hat auch Kontakt zu dem, den sie da bearbeitet. Also da waren auch viele, die haben den gar nicht beguckt, die haben da auf irgendwen eingedroschen. Das war dann nicht so schön. Aber die ging auch mal rum, die hat den auch mal in die Augen geguckt, die hat den auch mal angefasst und die ist mir aufgefallen als angenehme Frau. Und genau diese Frau suchte jetzt im deutschen Trampling Board nach jemandem, der bei einem Trampling Video mitmacht. Da habe ich gesagt, Mensch, da möchtest du mitmachen. Die war angenehm, habe ich mich gemeldet.
Sebastian wann war das? Wie lange ist das
Peter Oh, das ist noch vor 2000 gewesen. Ich denke mal so 1999 in dem Dreh.
Sebastian Okay. Ja, da fing das gerade so richtig an, diese professionell gemachten Videos an der Stelle. Du hast da hingeschrieben und dann hat das auch geklappt.
Peter die hat sich direkt gemeldet. Also ich war zu der Zeit auch schon, sage ich mal, einigermaßen bekannt im deutschen Trampling Board. Vielleicht ist es dadurch gekommen, aber die hat mich sofort engagiert.
Sebastian Okay. Wie seid ihr da zusammengekommen? Was ist passiert? Was habt ihr gemacht? Was ist entstanden? Ja, die ganze Geschichte bitte. Ich bin ja immer neugierig.
Peter Ja, dann haben wir erst telefoniert und erstmal abgesprochen, ob ich sichtbar bin Da habe ich gesagt, ja, für mich ist das kein Ding Viele machen das da mit Maske und so Ich habe gesagt, nee, Maske will ich nicht Mich kann man ruhig sehen, alles gut Und in Berlin war das dann noch mit einer zweiten Frau Und dann bin ich da halt hin mit großer Aufregung Und die hat dann zwei Kameraleute da gehabt mit so richtig großen Kameras, mit diesen Mikrofonen, mit Puschel und also es war schon ein Hammer irgendwie das Ganze dann da zu erleben. und die haben dann erstmal vorsichtig angefangen mit Fotos, also gar nicht gleich so Video und los, sondern erstmal testen, was ich denn wirklich aushalte und dann stand dann diese Carmen Rivera da auf meiner Brust und das ist eine hübsche Frau und das war ja wie so eine Wunscherfüllung und ich lag da mit einem voll breiten Grinsen im Gesicht, worauf die dann sagten, so geht das aber nicht, du musst gequält ausgucken, kannst doch da jetzt nicht bis an die Ohren grinsen. Das passt nicht zum Video. Ach ja.
Sebastian Ja, wobei, ich meine mal gehört zu haben, ich weiß nicht, ob es stimmt, dass so in den 90ern in den USA diese ganzen BDSM-Schmuddeldinger, die da entstanden sind, da gab es irgendwelche Gesetze gegen Gewaltvideos und deshalb haben bei diesen ganzen BDSM-Videos die Mädels immer in den absurdesten Situationen gelächelt. Weil das wohl so eine rechtliche Abgrenzung ist mit, das ist okay noch. Also, wenn die da verheult und schlimm geguckt haben, dann gab es irgendein Gesetz, was dagegen spricht. Also, da sind ganz schräge Dinge wohl entstanden.
Peter Das habe ich auch noch nicht gewusst. Nee, das war aber nicht der Fall.
Sebastian Vielleicht kann das mal jemand recherchieren, ob das wirklich stimmt, weil ich habe das nur irgendwie gehört und verinnerlicht und abgespeichert als, aha, Amis.
Peter Ja, und dann habe ich... Ja,
Sebastian Natürlich. Okay.
Peter die sind eh ein bisschen anders. Aber gut.
Sebastian Also, du solltest leiden.
Peter Ja, dann hat die zweite sich dann mit einem Absatz auf meine Hand ein bisschen gestellt. Erst. Und immer mehr belastet und irgendwann rief die dann jetzt stehe ich aber mit meinem gesamten gewicht mit diesem absatz auf der hand guckte jetzt endlich gequält und dann habe ich aber auch gequält geguckt dann passt es doch
Sebastian Weil du solltest oder weil weil es angemessen war.
Peter dann tat das schon auch weh ja
Sebastian Muss ich mal fragen. Gut, ist schon ein bisschen her, das ist heutzutage wahrscheinlich ein bisschen anders, aber muss man da nicht ganz viel Papierkram unterschreiben und kriegt man da nicht auch Kohle für?
Peter natürlich natürlich ja das habe ich auch gekriegt das stimmt aber jetzt nicht so viel aber zumindest war die Reise und alles, musste ich jetzt nicht draufzahlen.
Sebastian Na, immerhin.
Peter Das ist auf keinen Fall. Und die hat mich hinterher noch zum Essen eingeladen und solche Dinge. Und überhaupt, muss ich sagen, mein Eindruck von der Carmen Rivera über dieses Video, wo ich so das Gesicht, was ich da so dachte, hat sich mehr als bestätigt. Die war super nett. Das war so eine angenehme Frau. Bin ja da sehr aufgeregt angekommen, Aber die hat mich gleich runtergeholt, Kaffee angeboten und sich erst mal ganz lieb unterhalten. Wirklich, war ganz klasse.
Sebastian Und im Video hinterher, war die da auch noch so nett und hat auch noch den Kaffee gebracht oder was?
Peter Na, nee, da nicht mehr.
Sebastian Also was war denn der Inhalt dessen, was dabei rausgekommen ist? Das würde mich ja auch noch mal interessieren.
Peter Ja, der Inhalt ist schon heftig. Abstrafung brutal heißt das Video. Kann man auch, glaube ich, wenn man danach sucht, findet man das auch immer noch und kann sich das auch runterladen. Und eigentlich war es auch so, dass da noch ein zweiter kommen sollte. weil da auch mit Rohrstock-Aktionen und so dabei waren. Das war nicht nur Trampling. Ich war jetzt eigentlich erst nur für Trampling gedacht und tauchte der andere aber nicht auf. Und dann habe ich sozusagen das volle Programm bekommen.
Sebastian Okay, also gleich noch mal was mitgenommen.
Peter Ja, das war schon ordentlich.
Sebastian brutal. Ich überlege, ob ich
Peter Abstrafung, Abstrafung brutal heißt das Ding.
Sebastian Google mal reinhaue und dich dann sehe, aber ganz ehrlich, das müssen die Hörer selber entscheiden, ob sie das wollen und machen.
Peter Genau. Ist schon heftig gewesen. das ding
Sebastian Okay, ich habe es bei Google eingegeben und ich sehe dich und ich skipp da jetzt mal durch und mein Gott.
Peter nein
Sebastian Okay, du armer Mensch. Also aus meiner Perspektive ist das ja echt böse.
Peter ja die
Sebastian Gotteswillen. Alter Schwede. Sind die gemein. Na gut, also ich mach das jetzt aus.
Peter sind schon gemein das
Sebastian Ja, das ist immer so der Punkt. Bei Jungs hab ich da eher Mitgefühl. Das ist immer so. Ich weiß, die haben Spaß, aber trotzdem ist das immer so, uh, wenn ich da
Peter brauchst du bei mir nicht haben ich
Sebastian Alles klar. Klar.
Peter habe auch dann mit der Carmen noch ein paar videos mehr gemacht hinterher also das war sehr schön das war ich glaube
Sebastian Würdest du das heute nochmal machen, sowas?
Peter so in der intensivität heute wahrscheinlich nicht mehr also ja das ist bei Ich bin jetzt natürlich auch 53. Ich meine, wenn man so anfängt, das fragst du auch öfters, dieses höher, schneller, weiter. Das ist bei mir ein Ende erreicht. Also noch höher, schneller, weiter ist da nicht mehr. Ich habe auch alles, was in meinem Kopf ist, irgendwie ausgelebt und zwar reichlich und habe da so eine gewisse Entspanntheit und Sättigung und Ruhe irgendwie. Das muss jetzt nicht mehr so viel sein.
Sebastian Ja, also man muss mal sagen, wenn man dich kennt und sieht, dann stellt man fest, du bist wirklich gut gealtert und du bist tatsächlich einer der Entspanntesten in der Szene, die ich so kenne. Du bist so ganz ruhig und locker und dann hast du da die bösen Dominas um dich rumsitzen und du bist da entspannt und die können dir androhen, was sie wollen, du bist da ja, mach doch.
Peter Ja,
Sebastian Du bist da entspannt, der Peter, der macht das und dann machen die irgendwas Böses und so und dann zehn Minuten später sitzt du wieder da völlig entspannt im Zweifel mit einem Tee in der Hand.
Peter das stimmt. Ja,
Sebastian Und oh ja, war schon schön, was wir jetzt hatten. Also ich finde diese Art, nicht dieses, wie soll ich das sagen, dieses dienende Kriecherische, sondern dieses, wir machen hier schöne Sachen und das macht mir Spaß.
Peter genau.
Sebastian Und dann sollen sie mich mal verwöhnen und wenn sie auch noch dabei Spaß haben, ist doch super.
Peter Ja, das Kriecherische ist sicherlich nicht meins, aber dient schon, auch schon beim Massieren natürlich.
Sebastian finde ich so schön entspannt. Wollen wir noch mal kurz zum Thema Massieren noch mal kurz was dazu sagen. Wir haben ja jetzt eben den, ich sag mal, den Berufsprofi-Masseur gehört.
Peter Ja,
Sebastian machst das ja ein bisschen anders.
Peter natürlich. Ja, bei mir ist es auch, natürlich, weil es mir Spaß macht. Ja, es ist halt auch eine komische Sache. Das wurde dann bei einer Femdom-Party von mir verlangt, sage ich mal, Füße massieren. Das habe ich dann zum ersten Mal gemacht. Aber das war wie eine Erweckung. Also als ich das gemacht habe, habe ich gedacht, oh ja, ich habe gleich die Augen irgendwie zugemacht, habe mich da reingefühlt in diesen Fuß und habe den ertastet, erfühlt und die Frau hat dann gleich gesagt, Mensch, du machst das aber gut, du hast da ja schon viel Erfahrung drin. Wie gesagt, ich habe es zum ersten Mal gemacht, aber es war, als hätte ich es, auch für mich selbst hat sich gleich das so angefühlt, als hätte ich das schon immer gemacht und ich fühle mich da rein. Nein, ich denke da auch nicht bei. Ich kann dabei selber entspannen. Ich fühle einfach nur noch und es findet irgendwas im Kopf statt, was ich gar nicht bewusst mache, wo ich irgendwas spüre, was da ist an dem Fuß vielleicht, wo irgendwelche Genubbel sind, wo irgendwas... Und dann machen die Hände plötzlich irgendwas und geht von alleine. Und ich denke, was ist das ein Ding? Und ich entspanne da selbst.
Sebastian einfach
Peter Das ist wie meditieren irgendwie.
Sebastian Okay, das finde ich ja spannend. Das ist ja auch Kontakt und das passt ja auch so ein bisschen zu der Position. Du sitzt ja meistens eher unten dann. Wäre ja auch komisch, wenn sie auf den Boden liegt und ihren Fuß da hochhalten muss, damit du massieren kannst.
Peter beim Füßchenmassieren liege ich am liebsten auch wirklich irgendwie so unter ihr Bein ein bisschen angewinkelt, dann kann sie die auf den Beinen ablegen und auch selbst möglichst entspannt liegen, sodass es alles eine total entspannte Geschichte ist und dann kann ich da den Fuß abtasten und mich da hineinfühlen und das ist einfach herrlich. Also das kann ich auch ewig. Das genieße ich voll Kanne.
Sebastian Ja, das ist jetzt, muss ich gestehen, das ist nicht so meins. Also wenn ich da so wie das Füßchen in der Hand habe, dann ist eher so dieser Drang, da auch mal richtig drücken, damit es mit einer Aua kommt. bin da einfach nicht, das ist ein bisschen Ja, das ist aber so ein, das ist ja schon häufiger, sag ich mal. Woher kommt das? Ist das die Position am Boden oder dieses Verwöhnen oder was ist da so der Punkt, wo du sagst, oder vielleicht ist das auch ein Türöffner. Jeder weiß, also den ich kenne, Peter, jeder weiß, Peter massiert super, das muss man mit sich machen lassen, das fühlt sich gut an,
Peter das auch. Ja, das ist da natürlich auch mit bei. Das ist aber nicht der Grund. Also ich glaube, es wird auch mir reflektiert von den Frauen, dass sie eben spüren, dass ich wirklich das Massieren echt mag, dass ich es gerne mag. Deswegen können das viele Frauen auch überhaupt nur annehmen von mir. Und wenn du jetzt massieren würdest mit einem Hintergedanken, dann käme das überhaupt nicht so an. Ich lehne auch ab, dass eine Frau dann sagt, Mensch, das war toll, was kann ich dir jetzt Gutes tun? Dann sage ich, nee, musst du nicht. Das Massieren selber macht mir so einen Spaß. Ich habe das selbst genossen, brauchst nichts machen jetzt.
Sebastian Okay. Ja, das muss man, glaube ich, auch gesehen haben. Ich sehe gerade, ich schiele die Linse doch gerade mal auf den Chat, der ist relativ ruhig gerade, da kann ich dann doch mal einen Blick drauf werfen. von Cosketus schreibt, Peter, am Boden beim Füße massieren ist einer meiner ersten Eindrücke vom Stammi gewesen. Und ja, ja, ist okay. Und das ist so, das wirkt auch gar nicht komisch oder so. Also du hast offenbar so eine Ausstrahlung, dass du das mit erhobenem Kopf machen kannst. Finde ich sehr, sehr schön.
Peter Ja, das ist so. Das wird auch irgendwo mir oft so gesagt. Also viele sagen dann halt, ja, da sehe ich dann welche, so Fußfetischisten oder die sind wirklich, die da rumkriechen oder so. Aber wenn ich da liege, sieht das nie aus wie irgendeiner, der da kriechend wäre oder so. Alleine die Optik wohl scheinbar schon nicht.
Sebastian Ja, man muss wohl, man muss das einfach gesehen haben. Aber die Chancen werden ja in Zukunft ganz gut stehen, dich mal irgendwo wieder auf einer Party zu sehen. den dann, Peter, ja,
Peter Aber ich liebe das halt auch einfach. Also das kann ich nicht anders sagen. Das ist eine Form von Liebe an dem, was ich da tue.
Sebastian wenn man das erstmal rausgefunden hat, was man mag und dann macht man es auch noch, dann ist doch, dann passt das doch, ne?
Peter Ja, das passte sofort. Das war gleich wie so ein Wow, das ist es.
Sebastian Lieber Peter, ich gucke auf die Uhr, ich gucke immer auf die Uhr, aber heute sagt sie mir ganz besonders, ich habe hier ausgedehnte Gespräche geführt. Ich würde tatsächlich jetzt so ein bisschen zum Ende kommen wollen mit dir. Wenn du nicht noch was hast, wo du sagst, oh, da müssen wir ganz dringend noch drüber reden heute. Ich
Peter Eigentlich vielleicht noch eine ganz kleine Ergänzung beim Trampling. Du hattest das irgendwie beim Vorgespräch schon mal gefragt mit Nase und so. Wir hatten Hände als Besonderes, hatte ich schon mal genannt. Das Gesicht ist natürlich auch was ganz Besonderes. Da hast du ja auch ganz viele Extranerven an den Wangen, Lippen und an die Nase, auch der Geruch. Also es gibt auch viele, die wirklich total gerne Trampling direkt mitten auf dem Gesicht mögen.
Sebastian schiebe nochmal ganz kurz ein, ich habe vergessen, den Chat mal zu fragen, ob er noch Fragen an dich hat, also bitte jetzt, zackig, habt ihr das nämlich selber völlig vergessen, lass mal überlegen, Trampling und Gesicht, das stellt man sich aber nicht drauf.
Peter Und viel, doch, das geht gut. Ist ein bisschen heikel an den Zähnen nur. Der Rest ist eigentlich überhaupt gar kein großes Problem.
Sebastian Echt?
Peter Der Kopf ist das Stabilste so ziemlich an unserem Körper. also die stabilsten Knochen sind die größte über den Augen, das ist so das Dickste, was wir haben und das stabilste halt auch um die augen zu schützen sicherlich von der evolution her also da geht so schnell nichts kaputt
Sebastian Da steht jemand dann auf deinem Gesicht, auf deinem Kopf.
Peter ja das ist die intensivste wahrnehmung er war sozusagen zu sagen.
Sebastian Druckkopf. das glaube ich. Da siehst du, da wäre ich im Leben nicht drauf gekommen, dass das geht, weil normalerweise, ne, bei ganz vielen Sachen ist halt das Gesicht, spart man einfach aus. Okay. Hm. Und das funktioniert? Und wie ist das vom Gefühl her? Also kriegst du da nicht fürchterlich, ich sag mal so Druckkopfschmerz oder sowas?
Peter Nee, gar nicht. Also ich nicht. Auf den Augen hast du es ein bisschen. Und wie gesagt, die Zähne, also die Lippen auf den Zähnen, das ist so teilweise ein bisschen unangenehm. Aber je nachdem, wenn die Frau das so ein bisschen verteilt, ist das okay. Und ich habe auch glücklicherweise so eine Nase, die kann man so ein bisschen platt drücken. Also ich bin da jetzt nicht mit so einer großen, üppigen Nase ausgestattet, da geht es sicherlich nicht. Die wird wahrscheinlich dann eher wegbrechen. Aber bei mir geht das gut. ich mag das sehr.
Sebastian ich merke schon, also ich lerne nicht aus, das ist ja das, was an dem Podcast, was mir immer so unglaublich viel Spaß macht, dass immer was Neues kommt und ich meine, ich beschäftige mich jetzt seit anderthalb Jahren intensiv damit, mit was geht, wie machen Leute irgendwas und ich finde immer noch keinen Menschen, wo ich sagen würde, ja, wusste ich alles schon, ne?
Peter Nein.
Sebastian Und da habe ich alles auch schon, habe ich genau alles betrachtet. Ich glaube, vor zehn Jahren als junger Dom oder so in die Szene reinmarschiert, da habe ich gedacht, ich habe mehr Ahnung, als ich jetzt habe. Und ich merke immer wieder, meine Ahnung wird offenbar immer weniger. Das ist ja fürchterlich.
Peter Das ist das. Je mehr man weiß,
Sebastian werde immer blöder. Oder,
Peter umso mehr weiß man, dass man fast nichts weiß. Das kennen wir doch.
Sebastian habe hier eine Frage von Schmutzi. Wer künstliche Beißerchen hat, kann beim Gesichtstrampling sich mehr entspannen, weil Zähne ja eh nicht da sind, die man kaputt machen kann.
Peter Ja, das könnte ich mir gut vorstellen. Dann nimmt sie vielleicht vorher sogar raus oder so. Dann tut es auch nicht so weh an den Lippen.
Sebastian ist tatsächlich eine spannende Frage. Was geht dann, ne? Kann ich nicht beurteilen. Da müssen wir auch mal einen Zahnarzt hier haben. Das fände ich aber auch spannend. Wenn der Nachfeierabend mit Sobi in seiner Praxis spielt.
Peter Also ich habe aber noch nie gehört, dass da auch was bei passiert ist beim Kopf oder beim Gesicht. Also ich kenne ja nun wirklich viele vom Trampling über die vielen Jahre. Klar haben halt einige gesagt, die Lippen, okay. Und manchmal ist es auch so, wenn das wirklich sehr scharfe Zähne sind vorne und die Lippen so reingedrückt werden, dass das mal anfängt zu bluten vielleicht, die Lippen. Das ist vorgekommen. Aber dass da jemand echte Probleme hatte, sonst mit dem Kopf, nö. Rippen ist natürlich eher was.
Sebastian Ja, die knacksen eher weg, ne? Gut, aber was dann alles passieren kann und schief gehen kann, wenn man das jetzt noch hören möchte, dann hört man einfach in die letzte Folge vom letzten Freitag rein, da hast du ja angerufen,
Peter Also ich
Sebastian Gesundheit und ich weiß gar nicht, ob man das Niesen hier überhaupt gehört hat, aber Gesundheit muss sein.
Peter habe es gehört.
Sebastian Du hast es gehört, dann hat es jeder gehört, alles klar. Passiert. Ja, noch eine Anregung von Joachim, Peter, wäre so ein Zahnschutz, den man bei Boxen benutzt, nicht eine Option?
Peter ja auf jeden fall ist das ich hab ja ich mache ja auch kampf sport und andere dinge und habe ja auch so ein zahnschutz und du hast auf jeden fall die kante von den zähnen nicht mehr wo die wo die oberlippe dann so drauf drückt eventuell das ist dann gepolstert halt.
Sebastian Ja, so, ich würde sagen, wie gesagt, die Uhr, die Uhr, die Uhr, das ist immer das gleiche Spiel mit der Uhr. Du hast dir Musik gewünscht und wir hatten ja eben was von Bela und dann hast du dir was gewünscht, das konnte ich nicht beschaffen, keine Chance, ich habe überall gesucht, es gab nur dieses YouTube-Video, aber ich muss die Dinger immer käuflich erwerben und keine Chance.
Peter schade. Wäre schön gewesen.
Sebastian Und dann hast du mir eine Alternative angeboten, nämlich den Schunder-Song von den Ärzten. Und das finde ich ja schon mal klasse, den mag ich nämlich. Und ich habe eine sehr schöne Live-Version für dich rausgesucht.
Peter Danke dir.
Sebastian Ja, komm mal gucken, ob du das auch genießen kannst. Ich werde mich jetzt erst von dir verabschieden, mache dann hier mal eine kleine Mini-Ankündigung noch und dann spiele ich die Musik ein. Das heißt, Peter, vielen, vielen, vielen Dank, dass du hier einfach so offen erzählt hast und wir haben doch jetzt einige Themen, die wir jetzt hatten und wir müssen uns wirklich mal richtig zusammensetzen und dann arbeiten wir alles auf im Detail.
Peter Ja, alles wird nicht gehen. Dafür bin ich zu lange dabei. Aber die schönsten Sachen.
Sebastian Im Zweifel nehme ich auch acht Stunden auf, das ist kein Problem.
Peter Okay, schönen Abend.
Sebastian klar. Ich wünsche dir einen schönen Abend. Mach's gut. Tschüss.
Peter Tschüss. Hallo
Sebastian So, das war der Peter und ich wollte das letzte Woche wirklich nicht stehen lassen, dass man hier im Podcast von Trampling nur hört, wenn etwas passiert, da gibt es eben auch andere Sachen. So, ich werde jetzt gleich Musik spielen, vorher aber noch den Aufruf an euch, wer heute etwas erzählen möchte und zwar wirklich mir ist egal was. Also habt ihr irgendwas erlebt, habt ihr irgendwas nicht erleben können, wollt ihr irgendwas machen, seid ihr neu dabei und habt überhaupt noch keine große Vorstellung, was ihr wollt, macht ihr das schon seit 40 Jahren und habt irgendwie was voll krasses erlebt? erlebt. Ich nehme alles und unterhalte mich wirklich gerne über alles. Ich gebe euch mal die Nummer, unter der man mich hier einfach anrufen kann. Und solange hier Musik läuft, kriegt man auch erstmal nur mich ans Telefon tatsächlich. Dann kann man erstmal ein, zwei Minuten ein bisschen sich eingrooven und dann geht's los. Da muss man also wirklich gar keine Angst zu haben. Und die Nummer lautet 051. Die tippe ich jetzt natürlich wie immer auch nochmal in den Chat ein. Und zwar während ich rede. Das kriege ich offenbar sogar ganz gut hin. Und da bin ich gespannt, ob heute jemand anruft und worum es denn gehen wird. Da bin ich wirklich sehr gespannt. Und jetzt spiele ich erst mal den Schunder-Song. So, und da bin ich auch wieder und ja, ich habe gerade Hannover gehört. Das ist unglaublich. Ich habe es geschafft, diese Live-Aufnahme zu kriegen. Ja, ich bin wieder da und es hat jemand angerufen und wir bleiben thematisch bei Peter. Ich finde das großartig. Hallo Katrin.
Katrin Sebastian.
Sebastian Ja, an dich habe ich eben schon fast gedacht und dachte mir, oh, wäre schön, wenn sie mir anrufen würde und erzählen würde und Und als wäre es, ja, als hätte ich dir das befohlen, sage ich mal, hast du auch angerufen, finde ich toll.
Katrin war Gedankenübertragung.
Sebastian Ja, so ein bisschen, ne? Ja, raten wir mal, worüber möchtest du sprechen?
Katrin Über Trampling.
Sebastian Über Trampling, da, so eine Überraschung, sehr gut. Wir machen hier den Trampling-Abend draus heute. Okay.
Katrin Ja, also wir haben ja gerade den lieben Peter gehört und ich bin tatsächlich schon des Öfteren mal auf ihm herumgelaufen. Auf einer Party, letztes Jahr zum Beispiel. Also
Sebastian Und ich meine, du hast mir mal irgendwann auf dem, irgendwann hast du mir mal erzählt, Oh, ich bin über jemanden drüber gelaufen das erste Mal und das war total cool und spannend und du warst total begeistert und ehrlich gesagt konnte ich das gar nicht so nachvollziehen. Erklär es mir nochmal.
Katrin Peter war tatsächlich nicht der Erste, aber ich hatte letztes Jahr jemanden kennengelernt, der einen Fetisch hatte und der war absoluter Trampling-Begeisterter. Und ich kannte das vorher nicht, also ich hatte da auch keine Berührung mit, so gar nicht. Und fand das aber spannend und habe gesagt, ja, können wir ja mal ausprobieren. Du musst mir aber sagen, wie das funktioniert, weil ich hatte ja keine Ahnung. und brauchte da halt auch dann ein bisschen Anleitung von ihm, damit ich einfach nichts kaputt mache beziehungsweise worauf man halt dann achtet, wenn man halt über einen Menschen halt drüber läuft. Aber derjenige hat mir das echt gut erklärt und hat auch gesagt, nein, ich sag dir sofort Bescheid, wenn irgendwas komisch ist oder wenn sich irgendwas doof anfühlt, ist es überhaupt gar kein Problem. Und für mich war dann der Reiz, also was sich für mich als aktiven Partner absolut gut angefühlt hat, ist diese Emotionen im Gesicht des anderen so zu sehen. Also ich mache etwas mit meinem Körper, also baue halt Druck auf und füge halt auch mitunter Schmerzen zu und kann die Reaktion und die Emotionen direkt im Gesicht ablesen. Das wäre toll gewesen. Nein.
Sebastian Ja, okay. Ist das denn so einfach? Man steigt da über jemanden drüber und dann ist es gut. Also ich meine, was
Katrin Das ist gar nicht einfach.
Sebastian macht das denn so kompliziert?
Katrin Also du brauchst halt erst mal, so wie das Peter halt auch gesagt hat, du brauchst auf jeden Fall einen festen Stand. Natürlich machst du es erst mal barfuß oder halt nur in Strümpfen, um halt einfach ein besseres Gefühl halt für die Füße zu bekommen. Also weil der menschliche Körper gibt dann ja nach. Und also man hat halt auch immer etwas, woran man sich halt festhalten kann. Also am besten irgendwie einen Tisch oder einen Schrank oder eine Fensterbank oder was auch immer, dass derjenige halt auf einer Matte liegt. Und man kann sich dann halt auf jeden Fall festhalten und abstützen, damit man halt nicht, ich sag mal, ja, eine ungeschickte Bewegung macht und dann denjenigen halt doch irgendwie verletzt. Ja,
Sebastian Ja, das ist das so, der Nervenkitzel dabei, dass man jetzt was macht, was verletzen kann.
Katrin vielleicht schon. Das würde ich schon sagen, also was Peter vorhin gesagt hat, dass man zum Beispiel auch hochspringt, also das habe ich auch gemacht schon. Das war eine sehr intensive Erfahrung, die Reaktion dann halt im Gesicht desjenigen zu sehen, was halt passiert, wenn ich hochspringe und wieder aufkomme. Das ist schön. Und auch so dieses, dann halt so die Haut bewegt sich unter den Füßen, also des anderen, also sehr intim.
Sebastian Ja, okay.
Katrin Und ja,
Sebastian Das ist, finde ich gerade schön, einfach mal auch die andere Perspektive jetzt dabei zu haben. Dass man es einfach auch mal von beiden Seiten tatsächlich auch mal in einer Sendung hört. Das finde ich gerade wirklich ja, finde ich gut. Aber wenn jetzt, wie kommt man denn dazu? Sagt der mir, kannst du mal über mich mich drüberlaufen oder ist das von dir ausgegangen oder also wo kommt der Impuls dafür her?
Katrin also der Impuls kam halt letztes Jahr durch den einen Menschen, den ich da kennengelernt hatte, der halt mich da überhaupt drauf gebracht hat. Und der das halt eigentlich auf jeder Party macht, wo er da so hingeht und Peter ja auch und dann haben wir uns quasi letztes Jahr auf einer Party gesehen und dann lagen da auf einmal halt unter anderem Peter und halt noch jemand anders auf dem Boden und haben halt gesagt, ja Ladies, wenn ihr möchtet, beziehungsweise hier Ladies haben gesagt, wir möchten jetzt gerne Trampling machen, ihr legt euch jetzt da hin und dann lagen da zwei Männer und wir Ladies sind halt immer über die drüber gelaufen. Auch auch mit mehreren. Und das ist halt auch gleichzeitig, genau.
Sebastian Okay, gleichzeitig oder
Katrin Also gleichzeitig teilweise, dass wir zu drei Frauen auf Peter drauf waren und auf dem anderen.
Sebastian versuche mir das gerade so ein bisschen vorzustellen mit so ich versuche auf so einer fest aufgeblasenen Luftmatratze rumzulaufen und das ist ja auch eine recht wackelige Angelegenheit. Kann man das so ein bisschen vergleichen?
Katrin Ja, doch, würde ich sagen. Oder vielleicht auch ein bisschen so wie ein Wasserbett. So vielleicht auch, würde ich sagen. Ja, weil der Körper halt nachgibt. Also wir haben uns dann auch zum Beispiel mit den Frauen, dass wir uns halt gegenseitig festgehalten haben und uns dann halt gegenseitig halt dann auch Support gegeben haben. Also wenn jetzt zum Beispiel eine ein bisschen gemeiner sein wollte, zum Beispiel mit ihrem Heel kratzen oder solche Dinge, dass man sich dann halt gegenseitig festgehalten hat, damit sie halt einen besseren Stand hat. Also es ist einfach ein sehr schönes Zusammenspiel dann auch untereinander, auch unter den Frauen. Genau.
Sebastian Oh, das muss ich mal erwähnen. Also das ist tatsächlich etwas, das sehe ich bei Männern eher nie, bei Mädels aber häufiger. Dieses dieses gemeinschaftliche Spielen. Also mehrere Femdoms spielen gemeinsam an ihrem Objekt herum oder helfen sich gegenseitig, damit sie das können. Das ist so eine Art Kooperatives. Das sehe ich da häufiger tatsächlich.
Katrin Also da kann ich zum Beispiel auch eine Geschichte zu erzählen. Also Peter war der Erste und bis jetzt auch der Einzige, ja doch nicht der Erste, auf dem ich wirklich halt auch meine High Heels anhatte. und da hat dann, während wir das gemacht haben, eine andere Femdom, die halt auf dem Boden stand, mich festgehalten, also wirklich richtig an den Armen festgehalten und mich gestützt und ich konnte mich halt auf sie aufstützen, damit halt nicht einfach dieses ganze Gewicht von dem Pfennigabsatz sofort drauf ist, Weil das ist ja auch, das haben wir ja in der letzten Folge so gehört, auch einfach gefährlich. Und dadurch, dass sie mich halt abgestützt hat, konnte ich das halt dosieren. Also diese Kraft, die halt dann in dem Heel ist und in dem Absatz ist, so dosieren, dass es halt immer ein bisschen mehr weh tut. Und dann tut es mehr weh und dann tut es vielleicht ganz doll weh und dann nehme ich es mal wieder weg.
Sebastian hast du die leuchtenden Augen. Ich höre sie schon wieder. Okay. Ja, also hätte ich jetzt gar nicht gedacht, dass wir, ja, das nimmt man halt so wahr. Und dann gibt es da irgendwelche Online-Foren und es gibt da Videos und es gibt Leute, die das machen und überhaupt. Und wieso geht das an mir vorbei? Die Frage ist jetzt, möchte ich auf Subi rumlaufen? Ich weiß es nicht. Mal gucken. Also, wobei, ich kenne das auch, wenn sie auf dem Boden liegt und dann mit den guten Schuhen dann mal irgendwie die auf den Rücken stellen oder so und sie ein bisschen zu Boden drücken.
Katrin ich glaube,
Sebastian Aber das ist was anderes. Also, ich würde nie auf die Idee kommen, ein ganzes Gewicht auf einen Menschen da drauf zu packen.
Katrin dass es tatsächlich echt so ist, dass sich Männer auf Frauen draufstellen, das habe ich so auch noch nicht gehört einfach.
Sebastian Ja,
Katrin Wobei ich auch sagen muss, also was für mich persönlich ist es viel schöner, auf der Vorderseite rumzulaufen oder auf der Vorderseite desjenigen Trampling zu machen, weil es für mich persönlich bringt es mir überhaupt nichts, auf dem Rücken rumzulaufen, weil dann kann ich nicht das Gesicht von demjenigen sehen.
Sebastian ach so, ja, das Augenkontakt dann da, ne?
Katrin Das ist nur halb, das ist, ja, und ja, es ist genau, es ist kein Augenkontakt da und es ist keine, also ich bekomme nicht die unmittelbare Reaktion für das, was ich halt mache. Also wenn da jemand halt einfach auf den Bauch liegt und ich so ein bisschen auf seinem Rücken oder dem Po rumlaufe, ja, das ist nett. Das ist dann vielleicht auch ein bisschen Massage für denjenigen und man kann dabei ja auch gemein sein. Aber wenn ich nur das machen würde, würde es mir nichts geben, weil ich mag das, dass ich sein Gesicht dabei sehen kann.
Sebastian Ja, da ist wieder der Reaktionsfetischismus, ne?
Katrin Ja, auf jeden Fall.
Sebastian Wobei, ne, ob er lächelt, grinst oder ein schmerzverzerrtes Gesicht hat, im Grunde ändert das ja nichts an dem, was du tust, weil sowohl das eine als das andere ist ja in Ordnung, ne? ne?
Katrin Also wir können auch mal auf Peter zurückkommen. Also dieses Grinsen von Peter in seinem Gesicht, das ist schon enorm. Also wie er halt einfach diese Sachen, die man mit ihm tut, so genießt. Und das, was er halt auch gesagt hat über die Carmen Rivera, dass die ihm gesagt hat, lacht er immer noch und das gibt's doch nicht. Und dann macht er dann endlich mal das schmerzverzerrte Das kann ich genau so bestätigen, weil dass Peter mal ein schmerzverzerrtes Gesicht macht, habe ich noch nicht erlebt. Und das kann einen tatsächlich, man entwickelt ja auch als Femdom einen gewissen Ehrgeiz, das kann einen schon ehrgeizig machen, wenn man da überhaupt gar keinen, jetzt reicht es eigentlich, mal rauskriegt. Ja,
Sebastian Also da ist dann, da fehlt dir dann ein, so ein gelangweilter Blick wahrscheinlich, der macht dich wahrscheinlich irre, ne? Ähm,
Katrin aber ich glaube, das würde Peter nie einfallen. Also Peter würde zum Beispiel nie gelangweilt dabei schauen. Er lächelt halt, es macht ihm halt Spaß. Spaß. Das
Sebastian Schmutzi schreibt gerade im Chat was, wahrscheinlich dazu, dass ich auf dem Podcastsubbie stehe. Sie liegt entspannt auf dem Rücken, setzt dich auf ihren Brustkorb mit verschränktem Bein und genießt ihren Gesichtsausdruck. Jetzt muss ich dazu sagen, soweit würde ich gar nicht kommen, denn das Podcastsubbie empfiehlt, dass man es doch eher treten sollte, als dass man sich draufsetzt. So, ich hab, das ist ja,
Katrin wäre tatsächlich auch nochmal so eine Geschichte, also, wo ich, was ich noch nie gemacht habe, wo ich aber schon mal Bock drauf hätte, so jemanden zusammentreten. Wobei das auch wieder so eine Geschichte ist, wo ich dann auch ein echtes Sicherheitsempfinden habe, dass ich da bloß nichts kaputt mache. Oh
Sebastian ja, also das ist nochmal was, ich hab das mal auf einer Party erlebt, das das war interessant, da waren auch zwei am Spielen, so quer durch diesen ganzen Spielbereich und sie krabbelte über den Boden und er trat sie immer so ein bisschen so an die Seite, also dass sie halt so, ja, ne, dass sie im Endeffekt auf dem Rücken landet Und ja, das haben die beiden wohl schon sehr lang und sehr viel gemacht und das hatte so eine ganz eigene Dynamik tatsächlich. Also ich kann nicht behaupten, dass das irgendwie schrecklich ausgesehen hat. Das war schon irgendwie heftig, aber irgendwie, die waren beide dabei gut drauf und ich habe leider dann die beiden danach nicht mehr gesehen. Das hätte ich da mal ein bisschen nachgefragt. Vielleicht hören die beiden das ja hier, dann können sie ja mal hier anrufen. Das war, ja, das war schon spannend, weil das gehörte auch nicht zu meinem Repertoire, sage ich mal, aber man kann fast alles erotisieren, wenn man es irgendwie mit ein bisschen Verstand macht, habe ich das Gefühl.
Katrin ja.
Sebastian Ja. Meinst du, ich sollte es wagen, heute noch auf mehr Anrufer zu hoffen?
Katrin Ja klar.
Sebastian Ja, klar, sagst du hier, ne?
Katrin Ja klar.
Sebastian Ja, ich habe so ein bisschen den Eindruck, wir haben ja jetzt schon ganz viele dabei gehabt und dann auch noch ein zweites Mal dabei und ich habe so ein bisschen manchmal das Gefühl, da traut sich der eine oder andere nicht, weil, ne, ist ja auch ein bisschen komisch dann. Also ich,
Katrin also ich Ich hatte tatsächlich auch erst Bedenken, ich war ja jetzt auch schon in einer deiner Live-Sendungen und jetzt nochmal anrufen und hm, aber das Thema hat jetzt gepasst. Von daher rufe ich gerne an.
Sebastian also das Thema passt und es ist auch, egal was man hier sagt, das ist nicht unbedingt für die Ewigkeit, also wenn man sich hier wirklich mal um Kopf und Kragen redet, ich bin da durchaus bereit, nochmal im Schnitt ein bisschen Hand anzulegen und dann hören es eben nur die Menschen, die eben wirklich live mit dabei sind, ne. da muss man ein bisschen gucken und es gibt ja auch was zu gewinnen und da muss man ein bisschen schauen. Da bin ich gerade nicht so sicher, ob dieses Call-In, ob ich da nicht im Prinzip alles schon mal dabei hatte und ob mir dann einfach irgendwann die Leute ausgehen. Das werde ich in den nächsten Wochen einfach sehen und da muss ich einfach mal Experimente machen. Solange das gut klappt, bin ich da ja auch gut dafür und selbst wenn niemand anruft, ganz ehrlich, das ist überhaupt nicht schlimm, denn ich habe ja auch mal Gäste. Katrin, aber weil du ja so eine treue Hörerin bist diese, was ich am Anfang erzählt habe, du hast es mitbekommen was ich jetzt so in den nächsten Wochen und Monaten vorhabe
Katrin Ja, das
Sebastian das eine brauchbare Idee in deinen Ohren
Katrin ist eine sehr brauchbare Idee. Also ich finde es gut, wenn du den Tag verschiebst, weil ich selber merke jetzt auch, Auch, dass es manchmal gar nicht mehr so leicht ist, jedes Mal live zuzuhören, weil eben der Alltag wieder Einzug hält. Und weil man wieder auch Sachen draußen machen kann oder sich halt gegebenenfalls auch mal mit Freunden treffen kann. Das geht ja jetzt alles so wieder. Dementsprechend finde ich es gut, wenn du den Freitagabend auf den Donnerstag verschiebst. Ich glaube schon, dass dir das helfen wird.
Sebastian ja, das ist immer so eine Entscheidung aber der Donnerstag hat sich so als der Tag also wir haben den Kalender angeguckt und haben festgestellt, ja Donnerstag ist noch der Tag, wo ich am ehesten sagen kann, dass es mit einer hohen Quote funktionieren wird, auch bei uns was so das Familienleben angeht, da muss man tatsächlich immer so ein bisschen gucken, also kein Tag ist perfekt und zudem können alle, auf der anderen Seite gibt es natürlich das Ding hinterher im Podcast-Feed und ja, also Freitag ist immer so, da kommt immer irgendwas dazwischen und wenn man irgendwie wegfährt übers Wochenende oder so, dann fährt man natürlich auch freitags los und dann würde das natürlich immer ersatzlos ausfallen, Nein, das fände ich ja auch blöd.
Katrin Genau. Nein, also ich denke schon, es ist auf jeden Fall gut auch mit dem, wenn du sagst, ja, die Leute können dann noch mal Feedback geben. Also zu den festen oder zu den, wie auch immer du es nennen wirst, zu den fest aufgenommenen Folgen noch mal Feedback geben oder noch mal was loswerden oder vielleicht noch mal mehr Fragen anstellen.
Sebastian Ja, man muss aber ein bisschen gucken, weil ich würde auch gerne an den Live-Sendungen festhalten, weil das ist so ein wunderschönes Experimentierfeld, wo ich auch mal sagen kann, so, wir holen jetzt vier Leute gleichzeitig ans Telefon. Ich empfand das als unglaubliches Chaos, aber das Feedback hinterher war so, ach, das war wie Stammtisch. Und das ist dann auch für mich immer total spannend, wenn man einfach mal ein bisschen rumprobieren kann, neue Sachen austesten kann Und dann funktionieren manche Dinge super, manche funktionieren gar nicht. Das macht dann einfach schon Spaß. Und manchmal bleibt auch was übrig.
Katrin Ja.
Sebastian Also ich muss mal gucken. Ich werde, glaube ich, mal ein bisschen Hörerfeedback einsammeln zum Thema Donnerstag, weil der gefällt mir wirklich am besten bisher. und da muss ich einfach mal hier bei Twitter und Instagram und so einfach mal Leute fragen, fragen, fragen und dann probiert man es einfach aus. Ich überlege mir, ob man das vielleicht schon in zwei Wochen ausprobiert, dass man dann sagt, okay, nächste Woche nochmal Freitag wegen der Verlässlichkeit und danach auf den Donnerstag gehen. Ich glaube, ich muss die nächsten Tage mal Marktforschung machen, ansonsten nehme auch jede E-Mail und sonst PM entgegen, weil wäre natürlich auch blöd, wenn keiner mehr zuhören kann, weil er irgendwie Donnerstag, weil Donnerstag alle was anderes zu tun haben. Ist ja auch blöd. Oh, ja, so, was haben wir noch? Joachim hat noch was geschrieben. Ich hab dich jetzt dran, du bleibst jetzt einfach in der Leitung. Sollte hier noch jemand anrufen, der kann hier gleichzeitig mit dir übrigens in die Leitung rein. Ich krieg das technisch hin. Ja, Joachim Joachim schreibt, würde gerne mal anrufen und mit mir sprechen, aber hat im Vergleich zum letzten Mal noch nicht so viel zu erzählen, dass es sich lohnen würde. Das kann man dann später mal machen. Ich glaube nie, dass es sich nicht lohnen würde.
Katrin Oh, ich wüsste eine ganze Menge über das, was über Achim sprechen könnte, was in den letzten Wochen passiert ist. Das
Sebastian Ja, dann mach ich doch jetzt hier ein Telefondate mit Joachim. nächste Woche Freitag, alles klar. Und du hast jetzt die Aufgabe, Joachim zu überzeugen.
Katrin kriege ich hin.
Sebastian Oh Gott, nein, also ganz ehrlich, wer nicht mag, der mag nicht und niemand muss. Und da muss man einfach schauen, wer Lust hat. Auf der anderen Seite, ich beiße in der Regel nicht. Da muss schon viel passieren, dass ich dann anfange, komisch zu werden. Ich glaube, ich mache jetzt folgendes. Ich werde mich jetzt von dir verabschieden, werde dann noch so ein bisschen organisatorisches hier reinbringen, nochmal Musik spielen, gucke, ob dann dann in der Zwischenzeit noch jemand anruft und ansonsten haben wir dann einfach einen schönen Freitagabend gehabt oder es geht noch weiter.
Katrin schauen wir mal.
Sebastian Und bei dir bedanke ich mich, weil das passt dir jetzt einfach gerade gut mit der ja, wie nennt man das denn jetzt? Die trampelnde Frau ist ja irgendwie ein falscher Begriff. Die Tramplerin, ja.
Katrin oder? Ich weiß nicht, da so tief bin ich in der Szene tatsächlich noch nicht drin. Ich habe festgestellt, dass ich das mag, aber ich kann also jetzt so mit Fachbegriffen kann ich tatsächlich noch nicht glänzen. Da müssen wir Peter gleich noch mal im Chat fragen. Was
Sebastian Ja, er wusste es ja eben auch nicht genau, also suchen wir noch einen Begriff, weil ich habe irgendwas auch gelesen im Vorbeifliegen, irgendwie Spaziergeherin oder Spaziergängerin oder so, finde ich auch ganz schön. Das klingt so so luftig, leicht, harmlos.
Katrin ich gleich haben würde. oder ganz böse und sadistisch.
Sebastian Ja, hängt vom Vielleicht habe ich noch eine Anekdote.
Katrin Genau.
Sebastian Ich habe irgendwann mal, da konnte ich nachts nicht schlafen, habe irgendeine blöde amerikanische Dokumentation gesehen. Und da hatten sie irgendwelche Erfinder, die einen total tollen neuen Bodenbelag hergestellt haben und haben den auch getestet und Belastungsprüfung und alles aus irgendeinem Naturmaterial. Also alles super. Dann haben sie es irgendwo verlegt und dann festgestellt, ja, alles geht super. Super, du kannst Möbel draufstellen, mit dem Bürostuhl drauf rumfahren, aber Pfennigabsätze, die machen es direkt kaputt. Also das ist nochmal eine ganz andere Nummer.
Katrin Das ist tatsächlich, also man muss auch tatsächlich echt aufpassen, wenn man zu Freunden kommt, die halt irgendwie Echtholzparkett oder irgendwie sowas halt haben, dann heißt das eigentlich immer Schuhe aus.
Sebastian Also ganz ehrlich, der Boden gehört nicht mir, der ist gemietet. Wenn der da Spuren kriegt, dann ist das so.
Katrin Mach's
Sebastian Und sonst müssen wir das mal wegschleifen irgendwann. So. Vielen Dank nochmal. Ich werde mich jetzt wirklich von dir verabschieden. Schön, dass du angerufen hast. Und dann gucke ich jetzt mal, wie das hier so weitergeht.
Katrin gut, Sebastian.
Sebastian Mach's gut. Tschüss.
Katrin Tschüss.
Sebastian So, das war die Katrin. Ja, das passt doch gut. Also Also finde ich schön, wenn das hier so sich so gegenseitig ergänzt. So und weil jetzt der Monat frisch angefangen hat, ich mag natürlich auch die Unterstützer hier würdigen. Ich habe ja schon am Anfang gesagt, was allein diese Live-Sendungen kosten. Und das Schöne ist, es gibt Unterstützer und es gibt offenbar Menschen, die auch dann so einen festen Dauerauftrag auf ihrem Konto haben, weil ich merke das immer am Anfang des Monats, dass da so viele kleine Beträge dann innerhalb von ein, zwei Tagen da so reinpoppen auf dem Konto. Und das finde ich total super und natürlich wird das gewürdigt und das mache ich jetzt. Was haben wir denn? Zuerst habe ich jemanden, der hat anonym was dagelassen. Und zwar, ich bekam wirklich eine Mail von einer, wo ich den Absender jetzt auch nicht groß kenne, mit einem Amazon-Gutscheincode. Das ist super. Das kann ich dann immer direkt in Musik ummünzen und Equipment und so weiter. Das ist, glaube ich, die anonymstmögliche Variante, den Podcast zu unterstützen. Und dann ist gekommen was von Clemens. Supportbeitrag, Geld, Kaffee und Co. Von Tina kam etwas ohne Kommentar. Von Von Thomas und Annett. Die schreiben Podcast, die Kunst der Unvernunft. Jede Folge spannend und informativ. Da bedanke ich mich nochmal extra für. Markus schreibt Unterstützung für den wunderbaren Podcast. Sabine, Fördermittel für ein unbeschwertes Podcast aufnehmen jeglicher Art. Das finde ich doch toll, wenn ich das so frei verwenden darf. Super. Lukas ist auch noch dabei und schreibt Danke für die Inspiration. Der Peter für unvernünftige Vielfacherei. und dann habe ich noch von Itchy und Scratchy einen Dauerauftrag. Liebe Grüße. Ja, Dankeschön. Das waren die Unterstützer für diese Woche und nochmal, ohne euch würde das nicht gehen. Das wäre nicht möglich. So viel Familienbudget könnte ich hier nicht abzweigen und danke, danke, danke an alle Unterstützer, die das Projekt einfach immer weiter unterstützen und ja, ich gucke, dass ich gut mit der Kohle haushalte. Auf der anderen Seite, wenn ich jetzt so Sachen habe, wie ich möchte Musik spielen, ich kann Man kann es einfach machen und muss jetzt hier nicht irgendwie wegen 2,50 Euro dann irgendwie überlegen und rumknausern. Und das ist sehr schön, wenn man sich einfach dann auch auf das Machen konzentrieren kann. So, ich sage nochmal die Nummer, die 05952, unter der kann man hier anrufen. Und bevor ich jetzt hier noch was spiele, mag ich noch kurz was zum CSD sagen. Wir hatten ja in Hannover den Online-CSD am Sonntag. Die haben da fürchterlich mit der Technik gekämpft, da war ich ein bisschen schadenfroh, das gebe ich zu. Aber auch der Beitrag von mir und dem Podcast sowie vom BDSM Hannover e.V., der war da mit drin und das fand ich ganz schön. Das waren so fünf Minuten, wo auch das da repräsentiert wurde und da hat man auch tatsächlich den Peter gesehen, wie er auf der Wiese liegt und auch was sagt und das fand ich sehr, sehr schön und natürlich er lag auf der Wiese. ist ja irgendwie klar, mag ich aber erwähnen, also wir haben das geguckt tatsächlich und war gut, im nächsten Jahr wäre es dann schön, wenn wir wieder einen richtigen CSD haben und da wäre es dann schön, wenn ich dann auch dann dabei sein kann und da am Stand stehe, wo man einfach zeigen kann, hier BDSM ist da, es existiert und es ist bunt und dann gucken wir mal. Okay, so was spiele ich denn jetzt? Ach hier, für Chess habe ich noch was, Cheval heißt es, ich habe es noch nicht gehört und ja, dann gucken wir mal, ob wir in drei Minuten hier Anrufe haben oder ob ob wir eine Abmoderation machen. Bis gleich. Ja, war das schön. Das war gewöhnungsbedürftig, weil ich habe gerade auch tatsächlich einen Anrufer in die Leitung reinbekommen und wir hören dann die Musik immer weiterhin, wenn wir schon uns kennenlernen, recht laut im Hintergrund. Es war gar nicht so leicht, das zu übertönen. Ich begrüße Conny aus Salzburg, hallo.
Conny Hallo, hallo. Freut mich sehr, mal hier zu sein.
Sebastian Ja, ich freue mich auch, denn wir haben ja auch vorher schon ein bisschen gemailt und ja, du hast mir schöne Sachen geschickt. Ich habe tatsächlich etwas von dir ausgedruckt, hier unabgesprochen liegen. Also ich muss wirklich betonen, du hast nicht vorher gesagt, dass du anrufst. Darüber sprechen wir gleich. Die Frage ist nämlich, worüber sprechen wir? Was möchtest du von dir erzählen?
Conny Ja, also wie gesagt, du hast mir schon die Wahl gestellt, ob wir jetzt über meine neuen Erfahrungen sprechen, weil ich bin jetzt noch nicht so lange in der Szene drinnen, also wirklich in der Szene drinnen, würde ich sagen. Aber ich habe mich halt schon länger informiert und auch schon seit längerer Zeit einfach gedacht, Ich dachte, ich könnte das Ganze in meinem Beruf mit einwirken lassen und eine Dokumentation machen darüber, über BDSM, weil es mich einfach selbst interessiert hat und ich mir gedacht habe, es ist so ein spannendes Thema und es wird immer nur einseitig dargestellt und ich wollte es eben mal divers darstellen und nicht nur heteronorm, sondern einfach Diversität in das Thema reinbringen.
Sebastian Also ich mache jetzt schon mal folgenden Vorschlag, wir reden auf jeden Fall noch einmal, also das werden wir heute, kriegen wir das alles nicht unter, aber diese Dokumentation, also du hast mir so ein Exposé dazu mal geschickt und ich habe dir dann auch tatsächlich meine Meinung dazu geantwortet und du hast diese Antwort von mir noch nicht gelesen, hast du mir eben noch erzählt. Das ist großartig, weil das heißt, ich habe einen Spickzettel zufälligerweise jetzt für dieses Gespräch.
Conny Keine Ahnung, ja. Nee,
Sebastian Es tut mir leid. Also eine Dokumentation, erzähl mal, ist das Fernsehen, Ton, Radio, um was geht es überhaupt?
Conny es ist ein Dokumentarspielfilm, sprich das soll im Kino gezeigt werden und irgendwann natürlich vielleicht auch in Streaming-Plattformen, aber vorwiegend ist es einfach ein Kino-Dokumentarspielfilm und der stellt quasi verschiedene Porträts vor von Menschen, die BDSM ausleben. Eben so ein bisschen wie das visuelle Pendant zu dir. Und es geht mir eben darum, nicht direkt in die Szene reinzusteigen, sondern so ein bisschen den äußeren Blick beizubehalten, weil ich doch immer finde, dass die Differenz, also quasi die Distanz zwischen wem, der jetzt Vanilla ist und sich noch nie mit dem Thema beschäftigt hat und jemand, der was irgendwie 10 bis 30 Jahre in der Szene ist, einfach groß ist. Und von dem her wollte ich so ein bisschen einen äußeren Blick darauf werfen und eben die einzelnen Bereiche, also BDSM, an sich mal erklären. Also Bondage und Submission, also diese einzelnen Definitionen. Und zu jeder Definition gibt es halt ein Porträt und ein Interview. Und das soll halt auch ästhetisch sein. Und also im Prinzip einfach auch ästhetisch wirken. Also ich sehe einfach so viele Dokumentationen, die jetzt diesen Dirty Look haben, die jetzt ein bisschen schmutziger sind einfach von der Darstellung. Jetzt nicht irgendwie im Kontext, sondern wirklich, wie sie dargestellt sind und immer so diesen verruchten, skandalösen Touch haben. Und dann will die eben ein bisschen dieses Kink-Shaming ein bisschen auflösen.
Sebastian Okay, jetzt haben
Conny Das wäre so mein Ziel. Du
Sebastian gibt es irgendwas in diesem Exposé, was ich nicht erwähnen darf? Und wenn ich es doch versehentlich tue, dann fahr mir bitte einfach dazwischen. Ich darf alles erwähnen.
Conny darfst alles erwähnen, alles gut.
Sebastian Okay, das Ding hat ja einen Namen und du sagst, das soll ja dieses Kink-Shaming nicht haben, aber das Ding heißt I am Pervert. Eine Spurensuche des Unmoralischen. Und ich habe das tatsächlich vor ein paar Tagen gelesen. Ich gebe zu, nicht alles gelesen. Ich habe es an manchen Stellen ein bisschen überflogen. Und ja, du hast ja so einen Twist da mit drin, dass du sagst, okay, wir machen vier Stories, also vier Teile. ähm, so ich hab es hoffentlich so richtig verstanden ähm, über eben diese, diese, der Masochist Sadist, äh, D/s und, oh was war der andere Teil ich bleib da mal durch,
Conny Bondage, Shibari und so weiter.
Sebastian diese vier Teile, die dann aber am Ende äh, zusammengeführt werden ne, also, also wirklich Zeit also wenn das gerade im Kino kommt dann geht das ja nicht nur 10 Minuten, ne
Conny Ja genau, das ist dann 90 Minuten lang. Also so ein normaler Spielfilm hat meistens 90 plus Minuten. Und es wird eben die einzelnen Themenbereiche. Natürlich hat Bondage auch Sadismus drinnen oder Masochismus drinnen oder Dominanz. Also das kann man ja nicht einteilen im Grunde genommen. Und irgendwann verstrickt sich das Ganze. Also wer zum Beispiel Babel gesehen hat, das sind vier einzelne Teile und die Geschichte wird zum Schluss einfach ein Ganzes. Und so soll es dann auch werden mit der Dokumentation. Also das ist nicht losgelöst voneinander am Anfang schon, damit man ein bisschen einführt, damit man erklärt, damit man mal reingeführt wird, wie bei einer Session quasi, einfach mal eingeleitet wird in das Ganze und dann darf es ruhig zum Schluss auch intensiver werden und auch irgendwie heftiger gespielt werden. So wie man es irgendwie auch von einer Session, also zumindest wie ich jetzt von einer Session kenne, ich kenne es noch nicht so lange, von der wir auch nicht
Sebastian okay, ja genau, da, da seh ich jetzt genau diese, also erstmal müssen wir festhalten, das ist noch nicht produziert oder entstanden.
Conny produziert und entstanden sind. Und ich bin natürlich auch, also das darf man natürlich vormerken, ich bin neu in der Szene und ich habe einen Außenblick immer noch. Und ich habe jetzt irgendwie meine dritte Session hinter mir, das heißt, ich bin ziemlich neu. Und mir geht es aber auch darum, natürlich bilde ich nicht die Meinung einer Dokumentation, sonst wäre es keine Dokumentation, sondern Spielfilm oder eine Reportage mit meiner Meinung. Und das ist es nicht, sondern ich gehe mit einer Meinung rein in meine Dokumentation und ich darf sie wie bei einer Bachelorarbeit, wie bei einer Masterarbeit immer wieder verändern. Und ich darf Neues dazulernen und ich darf meine Meinung komplett umkrempeln, also die Meinung darf komplett umkrempelt werden und komplett in eine andere Richtung gehen nachher, sodass ich nachher, nach der Dokumentation einfach mit einem neuen Weltbild dastehe. Und das ist ich und vielleicht auch die Zuseher und so weiter. Und das ist eigentlich ein Ziel der Dokumentation, dass man keine Meinung hat, sondern eher Fragestellung. Fragestellung, genau.
Sebastian Ja, aber jetzt muss ich mal fragen, wenn du mit so einem Exposé hingehst und sagst, so finanziere mir das mal jemand. Das ist ja nicht gerade Kriegt man das hin?
Conny Aber es
Sebastian Kriegt man sowas finanziert? Oder, also geht das überhaupt? Also ich meine,
Conny geht tatsächlich, es geht zu finanzieren und man muss dann eben anfangen, das Ganze mal so zu formulieren, dass es irgendwie nicht BDSMler, also Vanilla-Leute auch verstehen. Dann muss man versuchen, also es ist halt schwierig, man muss viel ansuchen, Man muss viel Förderstellen ansuchen, die auch ein bisschen auf das ansprechen, was du jetzt quasi als Inhalt hast. Es gibt zum Beispiel ganz viele queere Förderstellen oder es gibt Förderstellen, die extra für Themenbereiche sind, die im Mainstream nicht angesprochen werden. Das wird auch reinfallen. Und da muss man einfach mal die Förderungen suchen, da muss man Exposés und Treatments schreiben, da muss man Formulare ausfüllen, das ist sehr bürokratisch, Kalkulationen aufstellen.
Sebastian also pass auf, ich habe nämlich zu dem ganzen Ding, habe ich dir nämlich was geschrieben.
Conny Ja, mit der Kritik.
Sebastian Und ja genau, nein, also pass auf, mir ist aufgefallen, dass du tatsächlich da so einen Rundumschlag planst, wo du auch ganz viele Ethnien drin hast und möglichst alle Arten von sexuellen Identitäten, also von Trans von A bis Z, alles mit drin. Und ich habe mir gesagt, also der Zuschauer, da entsteht doch dann hinterher so ein bisschen der Eindruck, das machen alles immer nur die anderen. Also der normale, ich sage mal, der Nicht-Perverse, der Mann, Frau, Kind, der sieht dann im Prinzip immer alles, nur nicht sich selbst abgebildet. Aber ich merke gerade, das hat offenbar finanzielle Gründe, dass man an die Fördertöpfe rankommt, dass man da so einen Rundumschlag machen muss.
Conny die auch irgendwie zur Dokumentation passen. Es ist kein Casting, aber ich rede halt, weil ich habe auch Vorgespräche und ich rede ganz viel mit denen und dann muss es halt passen. Und das kann auch sein, dass dreimal diese klassischen Rollenbilder passen und einmal halt nicht. Aber es geht halt darum, dass ich nicht zwangsweise versuche, die reinzubringen, zu bringen, sondern dass ich offen bin dafür, dass sie auch einen Platz haben. Weil normalerweise bei Filmen, ganz viel Filme, also auch generell Hollywood, sucht man sich eben das Bild, was man schon im Kopf hat. Deswegen ist es immer wichtig, das Bild, was man nicht im Kopf hat, anzubringen und einfach mal darzustellen und auch darüber zu schreiben, weil erst dann hat man das im Bild, weil zum Beispiel Menschen mit Disabilities oder mit Behinderungen, die hat man normalerweise nicht im Bild. Wenn ich es jetzt aber aufschreibe und sage, okay, die haben einen Platz in meiner Dokumentation, dann denke ich an die und dann kann ich auch Leute finden und suchen, die vielleicht Disabilities haben und die vielleicht interessant sind und vielleicht Platz in der Dokumentation haben. Und sonst ignoriert man die. Und das ist ein
Sebastian Ja, stimmt schon. Also ich nehme gerade mal so ein bisschen die Stimmung aus dem Chat auf und da kann ich auch verstehen, dass tatsächlich die meisten Dokumentationen, die BDSM zum Thema haben, da fühlt man sich nicht so gut repräsentiert. Es gibt da ganz wenige, wo ich auch sagen würde, oh, da fühle ich mich gut repräsentiert an der Stelle. Es ist also unglaublich schwer, da den richtigen Ausschnitt zu wählen, dass du sowohl den aktiven BDSMern, dass die sagen, ich fühle mich gut repräsentiert an der Stelle, als auch eben, dass ich den Vanilla habe, der das sieht und der nicht völlig überfordert ist mit Eindrücken. Ich weiß, ich habe es irgendwo da drin gelesen, du machst dir da tatsächlich Gedanken Aber ich glaube, da hast du dir eine Riesenaufgabe gestellt und wenn dir das gelingen sollte tatsächlich, also ich halte es ja fast für unmöglich, boah, ganz ehrlich, dann stelle ich mich ja persönlich hin und mache Werbung dafür. Aber vorher muss ich es auch mal sehen. Ich sehe gerade, du hast ja ganz viele Sachen drin. Asexualität und BDSM, Color of Kink, Dramaturgie und Bild, das ist ja alles schon wirklich ausgearbeitet. Darf ich mal fragen, wann geht es denn los? Hast du schon alles zusammen, was du brauchst? Leute, Technik, Geld?
Conny Exposé. Ich habe Leute im Kopf, ich habe auch eine Kamerafrau, die unglaublich ästhetisch und gut arbeitet, die auch ein Musikvideo gemacht hat, die Kink repräsentiert und deswegen auch recht gut dazu passt in dem Ganzen. Ich habe eine Produzentin, aber ich muss halt eine Produktionsfirma suchen, weil ich bin aus Österreich und ich brauche eine deutsche Co-Produktion, also damit ich auch in Deutschland produzieren kann und Förderungen aus Deutschland bekomme, weil ich sonst in Deutschland leben muss und das tue ich nicht. Und auch meine Produzentin ist aus Frankreich, tut das nicht. Deswegen ist es vorher mal, muss ich die ganzen Förderungen einreichen, dann muss ich Produktionsfirma finden. Dann natürlich wird es irgendwann mal auch außerhalb von Förderungen so Crowdfunding geben. Also das ist mir schon auch wichtig, dass ich mal mit einem vorgedrehten Video, also das Video, ich werde vorher schon mal ein Beispiel-Video drehen, wie das nachher dann aussehen wird, damit man sich was darunter vorstellen kann. Mit dem würde ich gerne dann Crowdfunding machen und das sind
Sebastian ja ein Riesending. Also
Conny sehr viele Schritte.
Sebastian kann noch einige Jahre dauern, habe ich das Gefühl. Pass auf, dann verdiene ich mir jetzt mal meinen Platz in deinem Abspann. wer weiß, wer das hier hört. Also wenn dann tatsächlich irgendeine Produktionsfirma das hört. Oder jemand, also was brauchst du? Brauchst du Produktionsfirma oder brauchst du möglicherweise Schauspieler?
Conny Ja, Schauspieler brauche ich nicht. Ich brauche normale Menschen, die was gerne mal wirklich vor die Kamera treten.
Sebastian Okay, also so Leute wie Peter zum Beispiel, der ist das ja schon fast gewöhnt. Also du brauchst Leute, du brauchst Unternehmen, du brauchst Unterstützer, du brauchst Förderung, du brauchst im Prinzip noch ganz viel.
Conny Genau, ich stehe am Anfang. Es ist gerade einfach eine recht theoretische Auseinandersetzung und das geht Stück für Stück. Und irgendwann mal nächstes Jahr soll eigentlich gedreht werden. Ich
Sebastian da komme ich natürlich vorbei und dann mache ich dann meine Podcast-Folge dann vom Dreh und beobachte das alles. Entschuldigung.
Conny kann es beklären, Max.
Sebastian Ja, da habe ich mal einen Grund, durch die Gegend zu reisen, ne?
Conny Kein Problem.
Sebastian Nein, aber wenn jemand das hier hört und sagt, ah ja, da könnte ich aber was machen, da könnte ich aber irgendwie mir, könnte ich ein Teil beitragen oder irgendeine Tür öffnen vielleicht, das reicht ja manchmal auch schon. Wollen wir Kontaktdaten von dir? Gibt es irgendwas, was wir hier nennen dürfen? Oder soll das über mich gehen?
Conny gern anfangs jetzt über dich, weil ich habe jetzt nur wirklich einen Fetlife Account, so neu bin ich da.
Sebastian Okay, dann also Mail an mich und ich leite einfach weiter. Das ist ja gar kein Problem, das kriege ich hin. Weil ich finde den Ansatz, Öffentlichkeit für BDSM zu schaffen. Und den finde ich gut, weil mache ich ja selber auch und versuche da mein Bestes. Und ja, klar, irgendwann ist man immer am Anfang. und bis es dann fertig ist, das kann dauern und braucht viel Hilfe und Unterstützung. Das kann ja dann auch eine Gemeinschaftsleistung aus der Szene dann im Endeffekt so ein bisschen sein, wenn einfach viele Leute ihre Unterstützung bei irgendwas anbieten können.
Conny Ja, das wäre super, ja. Also zudem, also ich habe, das ist nicht meine erste Doku, das ist meine zweite Doku und es ist schon so, dass ich halt Dinge fertig mache. Also es ist halt ein Riesenprozess. Meine letzte Doku hat jetzt irgendwie vier Drehjahre, Produktionsjahre gedauert, aber jetzt ist sie fertig Ja, vier. Aber das ist auch noch ein anderer Prozess gewesen, weil das war zwischen Studium und Arbeit und alles hin und her. Und jetzt kann ich mich voll darauf konzentrieren und jetzt dauert, glaube ich, keine vier mehr, aber es werden sicher zwei sein, die es jetzt dauern wird. Zweieinhalb, ja, genau.
Sebastian Du hast hier auf Seite zwei auch so schön die Überschrift stehen, im Schatten von Fifty Shades of Grey. Machen wir es mal andersrum. Deine Mission muss also lauten, stell Fifty Shades of Grey in den Schatten. So.
Conny Ja, das ist gut.
Sebastian Man muss groß denken, finde ich. Nein, aber wie gesagt, du hast ja gesagt, du hast jetzt selber Erfahrung im BDSM gesammelt. Jetzt ist ja dein Problem, wenn du so einen neutralen Blick von außen, es ist eine Dokumentation, draufwerfen willst. Je mehr Erfahrung du selber machst, desto schlechter bist du doch geeignet, die Dokumentation zu machen.
Conny also das glaube ich auch nicht, weil es natürlich so ist, dass egal, ob ich jetzt da drinnen bin, komplett in der Szene oder ob ich jetzt Erfahrungen mache durch das, ich ja immer noch mich ganz reflektieren kann und ich immer bei einer Dokumentation, ich immer schauen muss, okay, was sind meine eigenen Ansichten, was sind dann zum Beispiel auch meine religiösen Ansichten, was habe ich gelernt, was ist mein Umfeld und was ist jetzt wirklich das, was den Menschen wichtig ist. ausmacht in einem Interview. Was ist der Kern des Menschen? Was ist die Intention und für was steht er? Und das ist nicht meine Aufgabe, dass ich das bewerte, sondern es muss wirklich, es muss natürlich ist eine Subjektivität dabei, weil ich schneide das Ganze, das kennst du eh. Aber
Sebastian Ja, wir sind uns da relativ ähnlich, Weil ich bin ja auch kinky drauf und versuche relativ neutral alles zu erfahren und zu wissen, was es zu wissen gibt.
Conny genau, ja,
Sebastian Das funktioniert erstaunlich gut. Wie gesagt, ich stelle mal wieder fest, ich weiß jedes Mal weniger, wenn ich mit jemandem gesprochen habe, gefühlt. ja, aber dieser ganz neutrale Blick, den hat man auch nicht und dann wenn du das auch noch in 90 Minuten abhandeln willst also ich brauche 90 Minuten, um mit einer Person zu sprechen und das ist schon das ist eine Fähigkeit die ich überhaupt nicht habe, Dinge dann auf den Punkt zu bringen tatsächlich und das auch noch mit Bild
Conny das ist eine Herausforderung und das war es auch bei meiner letzten Dokumentation. Da haben wir über über ein Dreivierteljahr geschnitten, einfach nur. Und dann waren, also es waren auch so Schnittprozesse, weißt du, man schneidet was und dann braucht man Abstand und dann sieht man das wieder oder hört man das wieder und denkt sich, was habe ich denn da gemacht? Ich muss über das Ganze nochmal drüber gehen, das geht so nicht. Oder da war ich, da habe ich die Aussage gemacht, indem ich das so geschnitten habe und nicht die Person. Und das ist halt einfach ein Riesenprozess und da muss man immer wieder reflektieren und neu drüber gehen. sodass halt dann zum Schluss wirklich ein Bild rauskommt, das einfach das Ganze repräsentiert, was nicht immer einfach ist.
Sebastian ich kann mal hier plaudern ich habe, ich durfte neulich einen Film sehen, mit mit BDSM-Bezug, der noch keine Weltpremiere hatte.
Conny Und
Sebastian Die ist leider Corona-bedingt ausgefallen und hab da auch ein bisschen schon ein bisschen Background-Infos und ganz viel bekommen und oh, was soll ich sagen? Das Problem ist gerade, ich darf dazu gar nicht so viel sagen, aber ich hab schon festgestellt, mein Gott, was da alles dahinter steckt, das ist wirklich der Wahnsinn, so ein kreativer Prozess, was da da entstanden ist, das sah für mich als Laie erstmal gar nicht so beeindruckend aus. Dann habe ich dann ein paar Background-Infos bekommen und dachte mir, ach du Heilige, das ist ja sehr beeindruckend. Also da tut sich so ein bisschen was, habe ich gerade das Gefühl. Also BDSM kommt doch langsam in so einer langsamen Welle innerhalb der nächsten zwei Jahre wieder ein bisschen mehr in die mediale Aufmerksamkeit rein. Das finde ich sehr, sehr gut.
Conny es darf auch sein, also generell.
Sebastian Gut. So, jetzt ist natürlich die Frage zu deinen Erfahrungen, die du jetzt gemacht hast. Also ich sehe auf die Uhr, es ist schon 23 Uhr, es ist ja doch wieder so Wollen wir beide uns nochmal, wenn du so ein paar Schritte weiter schon bist, wollen wir uns da nochmal ein bisschen in Ruhe zusammensetzen und dann uns auch nochmal ganz um dein persönliches BDSM so ein bisschen darum ein bisschen widmen?
Conny Können wir gerne machen, ja.
Sebastian Also würde ich sehr gerne machen. ja, weil langsam, ich weiß immer, 23 Uhr ist die Schwelle, da werde ich irgendwann blöd und müde. Das
Conny Ist okay, wenn der dritte Gin Tonic schon wirkt oder so.
Sebastian Nee, nee, nee, heute gab es tatsächlich einen Tee für mich und ein Glas Wasser. Ich habe heute einfach mal auf Alkohol konsequent verzichtet. Ich hoffe, man hat es nicht gemerkt.
Conny Alles gut.
Sebastian Dann machen wir das doch so, weil das ist, glaube ich, auch so ein Prozess, wenn der so aufwendig ist, dann kann man auch mal so einen kleinen Zwischenstand Vielleicht immer wieder mal abbilden. Das fände ich sehr schön, wenn ich das ein bisschen begleiten dürfte.
Conny Ja, gerne. Gerne.
Sebastian habe ich aus dem Chat noch eine Sache und zwar den einen Satz, den finde ich gar nicht so schlecht, dass nämlich nicht Leute, also Emotionen sind schwer zu vermitteln und Menschen werden da meist vorgeführt. Kannst du mir aus deiner Sicht, ich sag mal, des Profis sagen, wie verhindert man, dass man Menschen gerade in einer Dokumentation vorführt, sondern begleitet? Weißt du, was
Conny Ja, indem man ganz viele Fragen stellt und keine Antworten liefert. Also es ist eben, wenn man meint, die Antwort schon zu kennen, dann ist das das große Problem. Oder wenn man sagt, okay, das würde jetzt den Zusehern unglaublich gut gefallen, weil es eben provoziert oder weil es polarisiert, dann muss man sich aber trotzdem nochmal zurücknehmen und sagen, Ja, okay, vielleicht nicht ganz der Sinn von deiner Sache oder von dem, was du ausdrücken willst, dem muss man sich natürlich klar sein. Also was für Aussage will ich mit dem Film machen? Und wenn du dann, also das habe ich schon mal gehabt, dass ich das reingeschnitten habe und dann wieder rausgenommen habe, weil ich gemerkt habe, das ist nicht meine Aussage. Das habe ich reingestellt, weil es polarisiert, weil es vielleicht Aufmerksamkeit erregt, aber es ist nicht die Person, sondern das habe ich auch irgendwie erfragen wollen. Und das ist wichtig, dass man nachher reflektiert. Und dann eben,
Sebastian Ja, aber wenn du ein Bild zeigst, also wenn du einem Menschen zeigst, wie er was macht und ja, ich glaube, der Kommentar, also der Sprecher, der da drauf spricht, der macht, glaube ich, einen Riesenunterschied.
Conny ich habe ja keine Sprecher bei meinen Dokumentationen. Ich lasse Bilder sprechen.
Sebastian Oh, das ist aber, das kann schnell missverständlich sein.
Conny ich weiß, aber deswegen müssen Sie ja Gedanken über die Bilder machen. Also man muss schon ganz genau wissen, was man da tut. Das könnte
Sebastian Also pass auf, ich habe ja eine Wette am Laufen mit den Kindern, dass ich nämlich gesagt habe, irgendwann stehe ich mal in einem Film im Abspann. Du könntest mir das ermöglichen.
Conny möglich sein, ja.
Sebastian Mal gucken. Nein, also das ist mal ganz schrecklich, weil sowas kriegt man immer nicht aus dem Hinterkopf, bis es erledigt ist, wenn es 50 Jahre dauert. Das soll mir auch recht also ich würde das tatsächlich gerne ein bisschen begleiten und, äh, wenn es dann irgendwann fertig ist, ne, äh, ich glaube, dann, dann kann man wirklich drüber sprechen, ist es gelungen oder nicht oder, ne, was sagt dann auch die, die, die Szene oder die, die Community dazu, um die es geht. Ich glaube, das ist dann immer so der große Gradmesser und da wünsche ich dir einfach ein unglaublich glückliches Händchen bei.
Conny das wird viel Arbeit, aber ich hoffe, dass ich da die richtigen Schritte mache.
Sebastian Ja, also du hast ja, also dieses Exposé sieht wirklich gut durchgearbeitet aus, allerdings in meiner Vorstellungskraft brauche ich dafür nicht 90 Minuten, um das alles unterzubringen, sondern eher 9000. Wie das geht, ist mir noch ein Rätsel.
Conny geht aber jeder aus dem Zimmer.
Sebastian Ja, ne? Auf der anderen Seite im Radio kriegen sie ihre Wortbeiträge auch in 150 Sekunden immerhin.
Conny Ja,
Sebastian Und ja, wenn die das hinkriegen, irgendwas auf 150 Sekunden zu reduzieren, dann kann man doch in 90 Minuten noch eine ganze Menge machen.
Conny also man kann es zumindest versuchen.
Sebastian Okay, ja, Conny. Dann würde ich mich jetzt fürs Erste von dir verabschieden. Schmeiße ich natürlich auch deinen Zettel mit in die Losbox rein. Vielleicht gewinnst du ja ein paar Bücher. Und einen Musikwunsch hast du natürlich auch frei. Genauso wie Katrin eben, einfach mir eine Mail schicken und dann gucke ich, dass ich beim nächsten Mal genau das spielen kann, was du gerne möchtest für dich. Und ja, dann würde ich mich erst mal mit dir vertagen und dann bin ich gespannt, da ein bisschen was Neues gelegentlich zu erfahren. Und wenn ich irgendwie Rückfragen kriege oder irgendwas für dich habe, dann schicke ich dir das natürlich auch weiter.
Conny Ja, sehr gerne. Hat mich voll gefreut.
Sebastian Ja, mich auch. Mach's gut. Tschüss.
Conny Tschüss.
Sebastian Ja, das ist doch manchmal spannend. Da mailt man so ein bisschen hin und her und überlegt, könnte man mal miteinander sprechen oder nicht und zack ist der Mensch am Telefon und ich kann fast vorbereitet tun. Finde ich mal spannend, ich finde tatsächlich, ich mag das nochmal betonen, wenn BDSM in die Öffentlichkeit reinkommt, selbst wenn es dann nicht 100% alles abbildet und 100% korrekt ist, trotzdem schafft es erstmal Aufmerksamkeit und ist erstmal sichtbar. Ich glaube, diese Sichtbarkeit ist ein schöner Punkt. Und da mag ich jetzt nochmal was zitieren, was ich bei diesem Online-CSD hatte. Ich habe das nochmal extra googeln müssen, um das Zitat rauszukriegen. Wir reden ja immer alle davon, das Wort Toleranz. Und eigentlich ist das falsch. Wir wollen eigentlich nicht toleriert werden, wir wollen respektiert werden von der Gesellschaft. Weil wenn ich jemanden toleriere, dann kann ich ja hingehen und sagen, ja, der macht das schon und ein bisschen merkwürdig und komisch, aber soll er mal machen. Und wenn ich was respektiere, dann respektiere ich tatsächlich das, was er tut und kann dafür auch ein gewisses Verständnis aufbringen. Also da ist ein anderer Punkt der Wertschätzung mit bei. Das finde ich sehr, sehr schön. Und wenn ich dieses Zitat tatsächlich nochmal richtig aufgeschrieben habe, dann werde ich das irgendwo auch rein posten. Ich glaube, weitere Anrufe gibt es heute nicht mehr. Es ist schon 23.05 Uhr. Wahnsinn. Ich hätte heute nicht gedacht, dass das so lange geht. Da mag ich mich jetzt erstmal beim Chat bedanken für die vielen schönen Rückfragen, auch die Eindrücke, die da jetzt mit drin waren, auch die Stimmungsbilder. Das finde ich immer sehr schön, wenn da was kommt. Und ohne den würde es auch nur halb so viel Spaß machen. Deshalb nochmal Dankeschön an euch, dass ihr mir hier auch eure Unterstützung in der Form da lasst. So, was habe ich noch? Gäste, Gäste, Gäste. Also für nächste Woche einen Gast habe ich schon für die Live-Sendung. Es wäre schön, wenn sich da wieder ein paar Leute melden würden. Mit denen würde ich dann so ein kleines Vorgespräch führen, ein bisschen die Technik erklären und dass ich einfach spannende Gäste auch in den nächsten Wochen habe. Diese Woche habe ich einfach ein bisschen verpennt, ein bisschen spät angefangen zu suchen und zu sagen, Leute, ich brauche mal jemanden. Ich glaube, da muss ich wieder ein bisschen vorbereiteter sein. Also wenn jemand sagt, Mensch, ich würde da gerne mal mit Sebastian sprechen, So am Anfang, halbe Stunde etwa. Einfach melden und dann gucken wir, worüber wir sprechen, worüber wir nicht sprechen. Auch das ist dann immer ein wichtiges Thema. Dann kann man das soweit klar machen. Ja, was habe ich denn noch? Gäste, genau, Social Media gibt es auch, also wer dem Podcast folgen möchte, ich habe es lange nicht mehr gesagt, es gibt ein FetLife-Profil, das heißt Kunst der Unvernunft bei Twitter und Instagram gibt es den Podcast auch und dort folge ich euch allerdings auch nur dann zurück, wenn ich merke, ihr postet da kinky Zeug, dass ihr mich da nicht unbedingt als Follower drinstehen habt, wenn ihr den Account irgendwie privat mit der Familie benutzt oder so. Ich gehe zwar nicht davon aus, dass es ein Problem ist, aber ich respektiere das dann schon, dass viele Menschen das einfach nur abonnieren möchten, um informiert zu bleiben. So und ich glaube, jetzt habe ich alles gesagt, was auf meinem Zettel hier steht. Ich gucke nochmal. Okay, ich sehe, sieht gut aus. Das heißt, ich bin durch. Es geht weiter am Freitagabend um 20.15 Uhr und ich kann jetzt schon mal ankündigen, dass die nächste echte Folge vermutlich am 15. Juni erscheinen wird. Ich denke, bis dahin habe ich sie fertig geschnitten, bearbeitet mit Intro und Trailer und allem versehen. Und dann geht es auch wieder richtig weiter. Ihr merkt also, ich mache das auch so ein bisschen parallel. Ich glaube, letzte Hausaufgabe für alle Hörer. Empfehlt diesen Podcast weiter, sagt es allen. Keine Ahnung, also überzeugt die Menschen. Ich möchte einfach, dass möglichst viele Menschen von dem Podcast wissen. So, und jetzt rede ich mich ja gerade wieder um Kopf und Kragen. Wünsche euch einen wunderschönen Restabend. Bis nächste Woche.