Das Transcript wurde automatisch erzeugt und kann Fehler enthalten.
Sebastian
Guten Abend, herzlich willkommen zur Unvernunft Live Nummer 20. Oh,
fast ein kleines Jubiläum.
Ja, ich erkläre kurz, wie das hier funktioniert, nämlich im Prinzip so wie
immer.
Zwei Gäste habe ich. Ich habe ja auch ein lustiges Rauschen mit in der Leitung,
das eliminiere ich mal schnell. So, zwei Gäste habe ich hier vorbereitet. Ein
Gast ist auch schon in der Leitung, dazu kommen wir gleich.
Ja, wir sprechen über dies und das. Natürlich geht es um BDSM. und danach mache
ich die Leitung auf, bekomme vielleicht den einen oder anderen Anrufer, wäre ja
schön und zwischendurch streue ich hier alle möglichen Dinge ein, wie Geschenke,
es gibt auch wieder was zu gewinnen für Menschen, die anrufen
und Unterstützer und Musik und überhaupt alles, aber wir haben ein bisschen Zeit
und ich denke einfach, wir fangen mal an. So, und zwar mit Mina,
hallo. So,
Mina
Hallo Sebastian.
Sebastian
herzlich willkommen. Ich stelle dich kurz vor, du bist um die 30, Mitte 30 aus
Bayern.
Ja, und bist zu großen Teilen Sub.
Mina
80 Prozent.
Sebastian
80 Prozent, wieso 80 Prozent? Kann man das irgendwo rauskriegen?
Mina
Also es gibt keine offizielle Studie dazu, die wir betrieben haben, aber es ist
eher so ein Gefühl, wobei das auch immer wieder mal ein bisschen schwankt.
Manchmal sind das 70, manchmal 90. Also das darf sich so entwickeln.
Sebastian
Okay, so gut, dann überlegen wir mal. Also ich habe hier so ein paar Themen mit
dir, den ersten drei, ja, und alles mögliche. Aber
wir fangen natürlich vorne an, ist ja klar. Klar. Okay, wie kommst du denn zu
BDSM?
Mina
Gefühlt schon immer. Also es gab ja irgendwann mal bei dir im Podcast die Frage,
wann ist das erste Mal so passiert? Das war glaube ich mit 14. Und im Kopf hat
es schon angefangen so mit 8, 9.
So spannend im Kindergarten irgendwo eingesperrt zu sein oder auch in der Schule
und waren schon immer irgendwie Themen, die mich fasziniert haben.
Sebastian
jetzt kriege ich die Info. Man würde nur das Intro hören. Ich überlege mal, was
der Chat dazu sagt. Ist das denn inzwischen besser?
Mal gucken. Ich werde angeschrieben. Es könnte ja sein, dass hier irgendwas
Technisches komisch ist. Ich glaube, uns hört gar keiner.
Ich frage mal den Chat. Hört uns hier jemand?
Interessant, interessant. Das wäre jetzt das erste Mal, dass wir sowas haben.
Tum, tum, tum, tum, tum. Guck noch mal meine Technik an. Also hier sieht alles
super aus. Und die sagen auch im Chat alle, ja, das passt. Gut, dann legt das
Problem beim Podcastsubbie. Das startet jetzt den Stream einfach noch mal neu.
Und dann hoffe ich, dass das funktionieren wird.
Sehr merkwürdig.
Naja, gut. Okay, siehst du.
Manchmal spinnt die Technik hier im Haus auch noch rum. Und dann denke ich
immer, das kann doch nicht wahr sein. Warum ist das so schwer? Aber offenbar ist
sowas wirklich schwierig.
So, mit 8, 9 angefangen, also quasi, ne nicht angefangen, aber schon irgendwie
immer so ein bisschen in die Richtung orientiert. Ich habe dich ja eben so
fürchterlich unterbrochen, das werde ich natürlich schneiden.
Es tut mir leid.
Gut, aber das heißt, ja,
das so, wenn man das erste Mal den Popo verhauen kriegt?
Ja, das sagen viele, ne, das ist so, ne, plötzlich ist alles anders danach, ne.
Mina
Genau. Tatsächlich war das ganz spannend, weil ich mit jemandem liiert war und
dessen Freund quasi Ambitionen dazu hatte. Und mein damaliger
Partner wusste das schon und hat mich, hat ihn immer angerufen, so nach dem
Motto, sie wird wieder zickig, komm mal vorbei. Das war ganz spannend. Und ja,
also quasi schon in einer offenen Beziehung unterwegs gewesen als erstes.
Sebastian
Okay, ja, also im Prinzip einen sanften Einstieg hast du gehabt, nicht erst zehn
Jahre da rumgewartet und drum rumgekreist, sondern das passt so ein bisschen.
Okay. Ich habe hier stehen, BDSM im Alltag leben als Stichwort.
Mina
Und deswegen der Stichpunkt BDSM und Alltag.
Sebastian
Ja genau, wie ist das denn?
Mina
Also
Sebastian
Also klar, wenn die Menschen zusammenkommen, gerade über BDSM, dann sind die,
ich sage mal, spielsüchtig. Dann wird jede Gelegenheit genutzt und so wie das
Körper wird irgendwie ständig misshandelt und keine Ahnung was.
Aber es ist schon richtig. Wie kriegt man das über Jahre hin, dass man
miteinander spielt? Wie macht ihr das?
Mina
aktuell haben wir Dates. Also wir verabreden uns Sonntagabend. Das ist immer
für uns so ein guter Moment, wo wir beide wissen, okay, Sonntagabend
20.15 Uhr, statt Tatort, der Tatort im Wohnzimmer. Und dann
gibt es meistens vorher schon eine kurze Anweisung, was ist anzuziehen oder was
es vorzubereiten. und jeder hat so ein bisschen Zeit, sich einzustimmen. Und das
ist bestimmt so, dass man nicht immer Lust hat auf den Sonntag, aber manchmal
kommt der Appetit halt beim Essen. Und das, glaube ich, braucht auch so ein
bisschen Disziplin in der Beziehung pro
Sebastian
Okay, jetzt müssen wir, wenn ihr jetzt sagt, okay, ihr habt jetzt jeden Sonntag
ein Date, das sind 52 Mal pro Woche, kommt ja auch mal was dazwischen.
Mina
Jahr.
Sebastian
Ja, pro Jahr natürlich. Da kommt ja auch mal was dazwischen. Da ist irgendwie,
die Familie hat sich angekündigt Besuch und keine Ahnung was, fällt das dann
einfach ersatzlos aus?
Mina
glaube ich, entscheiden wir immer spontan, je nachdem, wie die Wochen auch sind.
Sind die super voll mit Arbeit, weil wir beide viel arbeiten und auch viel zu
Hause arbeiten,
nicht nur in Zeiten von dem bösen C-Wort, dann kann das passieren, dass das
ersatzlos ausfällt. Wie diesen Sonntag, wenn du Migräne im Bett liegst, dann ist
halt nichts mitspielen. Also könnte man, aber macht nicht so viel Sinn. Und
manchmal finden wir einen Weg, dass das unter der Woche oder dass wir es auf
Samstag verschieben. Aber die Familie kommt nicht dazwischen, weil wir sie nicht
dazwischen kommen lassen. Also das ist halt auch eine Frage von, es sagt halt
auch dann keiner zu, sondern beide sagen synchron, nee, Sonntagabend sind wir
schon verbucht.
Sebastian
Okay, und die anderen sechs Tage in der Woche seid ihr da völlig BDSM-frei.
Mina
Nee, es gibt so ein paar Regelchen, die sich eingefügt haben, die sich auch
immer wieder ändern. Das ist ganz spannend, weil wir da viel rumprobiert haben
und vielleicht wie viele andere auch erst mal zu dem Punkt gekommen sind, sich
mit Regeln völlig zu überfordern. Also sowohl er sich als auch ich mich. Und
dann haben sich so ein paar rauskristallisiert, die geblieben sind und andere
verändern sich halt nach wie vor.
Sebastian
Okay, was für Regeln sind das? Magst du da uns einen Einblick geben?
Mina
Also ich glaube, was immer geblieben ist und was von Anfang an da war, ist so
sexuelle Kontrolle, also kein Kommen ohne Fragen, sowohl alleine als auch in der
Session.
Was geblieben ist, ist so der Versuch, zu Hause ohne Unterwäsche zu sein. Das
geht manchmal ganz gut, manchmal nicht.
Das variiert und hat auch ein bisschen was mit Job zu tun, weil wenn ich halt im
Homeoffice vorm Rechner sitze in der Webex oder in den Online-Trainings, dann ist
ohne BH blöd. Also das nehmen wir raus, also beruflich. Und SM mischt sich
nie.
Aber dann versuchen wir halt in der Freizeit unterwäschefrei unterwegs zu sein.
Und aktuell gibt es noch so zwei Spielereien. Wir haben irgendwann beschlossen,
Dinge zu unterstützen, wo er denkt, die tun mir gut. Das ist einmal Klavier
spielen. Also ich spiele seit, weiß nicht, 20 Jahren Klavier. Und wenn man das
nicht regelmäßig tut, ist das nicht so schön zum Anhören. um seine ohren zu
schonen darf ich also dann zweimal die woche üben und es gibt so ein morgen
ritual bei mir es besteht aus yoga und meditieren und lesen und es gibt ein
kleines buch wo ich eintrage ob ich das morgens eben tue oder nicht und sonntag
ist sozusagen abrechnungstag
Sebastian
Abrechnungstag. Okay, das heißt, er hat dann Notizen und dann geht es los?
Mina
also er schnappt sich halt das buch vorher und er ist ein leidenschaftlicher
badewannengänger und liegt in einer Badewanne, liest das Buch, guckt halt, okay,
was hat geklappt, was nicht und macht sich dann böse Gedanken zu den Dingen, die
geklappt oder eben nicht geklappt haben.
Sebastian
Ja, okay. Also ihr habt im Prinzip so einen Rund-um-die-Uhr-D/s,
aber ihr nehmt euch dann auch die Zeit für so eine Art Wochenfinale, wo einfach
dann auch alles nochmal resetet wird und auf Null gesetzt wird. und dann geht es
wieder von vorne los.
Mina
Genau. Wobei es auch diese kleinen Momente im Alltag, eine Freundin hat mal
gesagt, wenn man BDSM lebt, dann kann die dreckige, der dreckige Kaffeefleck am
Fußboden zum erotischen Erlebnis werden. Das fand ich einen sehr schönen
Vergleich und das passiert natürlich auch einfach zwischendrin.
Und deswegen ist es auch aus meiner, also zumindest für mein Verständnis 24/7,
weil es halt immer irgendwie da ist.
Sebastian
Jetzt habt ihr etwas gehabt, worum ich euch erst beneidet habe, dann hast du es
mir erklärt und dann habe ich gedacht, hast du irgendwie recht. Ihr hattet mal
einen Spielkeller.
Mina
Ja, ganz
Sebastian
Was ist damit passiert?
Mina
das ist jetzt Lager und eine Töpfer Werkstatt geworden.
Tatsächlich haben wir uns wahnsinnig drauf gefreut, das einzurichten und es war
auch perfekt eingerichtet. Also so mit schwarzer Tapete und Muster und Gedönse
und an der Wand Haken und Ketten und uhu.
Und wir haben halt festgestellt, wir nutzen das total oft, also so ungefähr
zweimal einmal im Jahr und haben dann den Spielkeller wieder aufgegeben.
Also wir, allein der Weg da runter durch den Waschkeller, am Waschkeller vorbei
mit dem Blick auf, boah, Wäsche müsste ich auch noch abhängen, hat uns irgendwie
wieder rausgehauen. Und deswegen sind wir umgeschwenkt und spielen eigentlich im
ganzen Haus. Und das ist, glaube ich, auch ein Vorteil im Alltag, das zu leben,
weil du musst nicht irgendwo hingehen um das tun zu können so und das war immer
so die frage die spielen wir jetzt wirklich lohnt sich es runter zu gehen ist
eigentlich im keller eingeheizt so genau
Sebastian
Achso, natürlich, das ist arschkalt da unten dann auch noch, da willst du auch
nicht.
Mina
genau
Sebastian
Ja, kann ich verstehen. Also das ist tatsächlich so ein bisschen problematisch.
Ja, das ist ja wirklich der Traum von vielen, das Spielzimmer oder der
Spielkeller
wird mich auch generell mal bei anderen interessieren, wie oft nutzen sie das
tatsächlich, ne?
Mina
und uns hat es mehr eingeschränkt als als beglückt also es war mehr druck im
spielkeller dann auch wirklich mega zu spielen anstatt das irgendwie einfließen
zu lassen, ne
Sebastian
Ja, also die Frage ist ja, seitdem der Spielkeller weg ist, habt ihr öfter da
drin gespielt als vorher in der Töpferwerkstatt?
Mina
nicht wirklich weil in der Töpferwerkstatt, also man denkt jetzt so an
Ghost-Nachricht von Sam, boah, nee, also in der Werkstatt bin ich nicht
bespielbar. In der Werkstatt muss ich erstmal aufpassen, dass ich mir nichts
abhacke oder abdrehe oder sonst irgendwie. Die Werkstatt ist tabu. Das ist eben
tabu.
Sebastian
Ja, hätte ja sein können. Also manchmal ist ja dann auch, wenn das
Mobiliar weg ist, ne? Dann wird der Raum plötzlich wieder interessant, ne?
Mina
Ja, nee, also der ist so voll mit Werksachen. Ich glaube, er träumt, wir haben
gerade Gipsabdrücke gemacht und er träumt immer noch von Gipsabdrücken meiner
Brüste.
Aber noch hat er mich nicht so weit, dass wir das auch tun. Deswegen nicht im
Spielkeller.
Sebastian
Okay.
Jetzt hast du ja gesagt, Ja,
ganz viel Sub. Wie äußert sich denn der Rest?
Mina
Der Rest hat sich kurz vor ihm geäußert in einer tatsächlichen Spielbeziehung
mit jemand aus Nürnberg, das war ganz spannend der im Alltag eher Dom war und
eine Sub hatte und die beiden wussten, dass er die Neigung halt ausleben mag
und dann haben wir uns mal verabredet bei mir zu Hause und haben halt so alle
vier Wochen hatten wir einfach so einen Abend miteinander und das hat sie aber
aufgrund der Entfernung ich bin ja auch umgezogen dann Richtung tieferes Bayern
Und dann hat sich das so ein bisschen zerschlagen. Das sind so die anderen 20
Prozent. Und gerade so ein bisschen immer wieder auf der Suche nach jemandem,
der diese 20 Prozent füllen mag, aber noch nichts gefunden, was gut passt.
Sebastian
Okay.
Mina
Genau, aber ich glaube, nichts gefunden, was gut passt, liegt aber auch ein
bisschen daran, dass meine Bemühungen, jemanden zu finden bei 20 Prozent nicht
so ausgeprägt sind.
Sebastian
wollte gerade sagen, sucht ihr denn überhaupt? Das ist ja mal nochmal die andere
Frage.
Mina
Ja,
Sebastian
Was ich ja schön finde, ist tatsächlich dieses Latente im Alltag. Ich habe das
heute Mittag auch bei Twitter schon wieder gesehen. Da hieß es, ah, könnt ihr
mal wieder über D/s reden? Das kommt so selten vor.
Ich glaube, das ist bei mehr BDSMern mit drin, ohne dass die es wirklich so
nennen, weil man sich unter D/s immer ein Riesenkonstrukt und Alltag und 24/7
vorstellt.
Mina
wir
Sebastian
Aber ich glaube, diese Kleinigkeiten am Tag, die geben der Sache auch ganz, ganz
viel.
Mina
hatten das vorhin noch gegessen und er hat gekocht, weil ich lange gearbeitet
habe und dann ging es so darum, irgendwie Nachspeise holen und dann war so in
mir die Idee, ich gehe halt und hole für uns beide. Und dann habe ich in mir so
dieses Gefühl von Hingabe oder von was für ihn tun, obwohl wir gar nicht im
Kontext sind. Und das kriegt er auch gar nicht mit, das läuft einfach nur in mir
ab. Also es sind so Kleinigkeiten, aber die sind halt da, wenn Raum dafür ist.
Das
Sebastian
Ja,
okay. Und wenn jetzt kein Raum in dir dafür ist und er will aber?
Mina
gibt es ganz, ganz selten, weil ich glaube, es gibt keinen Menschen, der mich so
gut lesen kann wie er.
Also es ist nicht ganz selten möglich, dass er da einen Moment findet, wo es bei
mir nicht passt. Und da ich sehr kommunikativ bin, was mein Job mit sich bringt,
glaube ich, weiß man ganz gut, wo ich gerade stecke.
Also so Kleinigkeiten gehen dann schon und das macht dann auch Sinn, mich mal
aus meinem Alltag zu holen. Aber wenn ich in wirklich krassen Projekten stecke
und ich weiß, ich habe morgen irgendwie ein großes Meeting und da geht es heiß
her, dann habe ich da keinen Kopf für. Und dann kriegt er das eigentlich sehr
schnell mit und fordert das auch gar nicht.
Sebastian
okay.
Ja, dieses Aufeinander so ein bisschen eingrooven. Ich glaube, daran scheitert
es bei vielen, dass es immer weniger wird. Und dann müsste man ja wieder, dann
muss es ein Highlight sein. und das muss ich auch aus eigener Erfahrung so ein
bisschen sagen, dass manchmal dieses
zwischendurch einfach mal was, eine Kleinigkeit gemacht haben, das können auch
nur 10 Minuten gewesen sein. Ich finde, das gibt einem wieder so einen richtigen
Drive, das tut einem einfach gut.
Mina
Ja, es bringt halt ein, und ich glaube, es bringt beide wieder auf eine
gemeinsame Basis. Es ist wie so kurz connecten. Und es ist noch da und es ist
alles gut. Und man muss gar nicht so tief gehen. Es muss gar nicht immer so die
Mega-Session sein.
Ganz genau.
Sebastian
Was ich schön fand, das hast du mir erzählt und ich musste auch erstmal kurz
drüber nachdenken, ihr habt ein Safeword und zwar, der Top hat ein Safeword.
Mina
Ja, zwei. Also ein Wort zum Steuern haben wir festgestellt irgendwie in unserem
Gespräch und ein tatsächliches Safeword. Und wir nutzen beide tatsächlich.
Also ich war am Anfang, ich tue mich sehr schwer als Sub mit Safewörtern und
musste auch erstmal lernen, dass er sich darauf verlässt, dass ich es nutze und
das dann auch zu tun. Und andersrum eben genauso, dass wir dann nicht mehr, oh
Gott, oh Gott, jetzt hat irgendjemand gesagt, das geht nicht mehr, sondern dass
wir wirklich auch das nutzen.
Und es gibt einmal so ein Safeword, wir haben uns irgendwann wirklich für eins
entschieden, mir ist kalt, weil es einfach schön auffängt. Also wenn ich sage,
mir ist kalt, dann weiß er, okay, wir sind so weit an der Grenze, dass es echt
kritisch ist. Und andersrum genauso. so. Und dann kann man das halt schön
auffangen, ohne die Session abzubrechen. Ich finde immer so, ja, so Wörter wie
Blumentopf hauen dich halt raus, ne? Und bei mir ist kalt, kannst du halt
sagen, hey, komm, wir machen dich wieder warm, ja? Oder wir sorgen mal dafür,
dass dir heiß wird. Und das Zweite ist tatsächlich, wenn ich etwas arg aufmüpfig
bin, was irgendwie so mein Wesen mit sich bringt, das kann ich ziemlich gut und
das mag er auch. Aber es gibt Phasen, da haben wir letztens lange drüber
gesprochen und das wusste ich gar nicht und deswegen glaube ich, es, über Dinge
immer wieder zu reden, ganz sinnvoll,
dass er gesagt hat, er mag eigentlich mehr mich im D/s und mehr in der
Unterwürfigkeit.
Und ich habe immer gedacht, er mag das so sehr, wenn ich so aufmüpfig bin.
Und haben quasi ein halbes Jahr so aneinander vorbeigespielt, ein bisschen
zumindest. Und es gibt so zwei Wörter, wenn er sagt Stille oder Ruhe, dann ist
das für mich das Signal, okay, es reicht jetzt mit aufmüpfig sein. Wir gehen
eine Stufe tiefer und Und dann kann ich mich da auch reinfallen lassen.
Sebastian
das funktioniert, du kannst dann auch umschalten.
Mina
Ja, ich glaube, es ist gar nicht das Wort. Es ist die Art und Weise, wie er es
sagt.
Das ist so unumwerflich mit so einer Tonalität, dass ich erst mal
Gänsehaut kriege und merke, hoppala, jetzt sind wir woanders unterwegs und jetzt
ist irgendwie auch Schluss mit lustig. Oft werden unsere Sessions dann ernster
und tiefer und wir blödeln weniger rum. aber ich mag diese tiefe sehr
ich suche die auch sehr haben
Sebastian
Es hat hier gerade hat SmallRoxy was im Chat geschrieben. Ich hätte das Problem,
dass mir irgendwann wirklich mal kalt ist.
Muss sie, ja.
Mina
wir geklärt dass es dann mich friert
Sebastian
Okay, alles klar. Ja, dann passt das doch. Ich mag den Chat übrigens einmal auch
begrüßen. Hallo, schön, dass ihr da seid. Und ihr seid auch zu Fragen
eingeladen. Also jetzt habt ihr die Gelegenheit.
Ich habe dich in dem Vorgespräch fast so ein bisschen abwürgen wollen, als du
damit angefangen hast.
dann hast du wieder, hast du erzählt und erzählt Und dann hat es doch hier auf
meinen Zettel geschafft. Du sagst nämlich, Fifty Shades ist toll. Okay,
Mina
total also ich finde es immer wenn ich einen podcast hören kommt zu diesem thema
denkst du auch schade also inhaltlich brauchen wir glaube ich nicht drüber
sprechen dass das besser geht und anders geht vor allem ich habe nur die
erfahrung gemacht dass sich menschen viel viel mehr zu BDSM verhelfen
kann, seitdem es das Buch gibt.
Sebastian
du verhilfst Menschen zu BDSM.
Mina
Naja, also beruflich gesehen bin ich ja Beziehungscoach, also so ganz offiziell
und verhelfe Menschen zu vielen Dingen. Und im privaten Leben verbinden sich
diese beiden Sachen so ein bisschen miteinander.
Und Leute werden neugierig durch das Buch. Und wenn ich dann erzähle, dass
das zwar nicht ist wie in dem Buch, aber dass das eben eine Tiefe gibt und es
nicht nur darum geht, dass mir jemand irgendwie das Fleisch von den Knochen
schält mit einem Rohrstock,
sondern was da auch bei mir passiert und dass das ähnlich ist wie Yoga machen,
also Hingabe an etwas, dann werden die Leute hellhörig und ich finde, seitdem es
das Buch gibt, ist es mehr Thema und somit auch sind die Leute offener für das
Thema.
Sebastian
Ja, das war ja, glaube ich, auch das, was die ganze Community sich, bevor der
Film kam, so ein bisschen erwartet hat, dass das so eine Brücke ist, dass es ein
bisschen gesellschaftsfähiger wird. Dann gab es dann hier diese ganzen
Toy-Pakete, wo das drauf stand. Das war leider in dem Bereich wirklich oft nicht
qualitativ besonders,
naja gut, ist ja egal.
Mina
Ja,
Sebastian
Also das war halt eine Marketing-Maschinerie. Aber das war tatsächlich wirklich
die Hoffnung. Und auch auf dem Stammtisch haben wir das da so gemerkt, so, ja,
da kommt jetzt der Film, jetzt sind die Bücher da, vielleicht kommt da jetzt ein
bisschen mehr. Und ich bin mir auch sicher, der eine oder andere ist auch
deswegen darauf aufmerksam geworden.
Aber ich glaube, der Impact war kleiner als erwartet.
Mina
vielleicht ist es auch mein Blickwinkel auf die Dinge, weil ich habe immer
offene Leute erlebt, also jeder Chef oder jede chefin mit der ich gearbeitet
habe wusste was ich mache meine eltern sind darüber aufgeklärt und sind da ganz
neugierig und also ich erlebe die welt nur offen dem thema gegenüber ich hatte
damit noch nie negative erfahrung
Sebastian
Ja, das muss ich auch gestehen, dass die Quote der Menschen, die dem wirklich
ablehnend gegenüberstehen, die ist wirklich gering.
Mina
vielleicht liegt auch daran könnte
Sebastian
Also nicht, dass die Leute das machen wollen, aber sie finden es interessant.
Und wenn man ihnen jetzt nicht gleich erzählt, ja, alle zwei Tage, was weiß ich,
mache ich die schlimmsten, bösesten Sachen, sondern wenn man so ein bisschen
dieses Gefühl vermittelt, dann sind die Menschen da wirklich offen, glaube ich.
Mina
man ja ketzerisch sagen dass die szene das aufrechterhält dass die sagt dass
es nicht gesellschaftsfähig ist vielleicht glauben wir das ja nur oder wollen es
glauben
Sebastian
ja es ist vielleicht kommt ja noch dazu, dass es auch spannend ist, du bist da
in der Szene unterwegs, du hast also eine Community und vielleicht will man auch
gar nicht, dass das alle machen weil dann fehlt ja auch so ein bisschen der Reiz
dahinter, habe ich mal das Gefühl
Mina
genau dann ist es nicht mehr geheimnisvoll böse und dreckig
Sebastian
ja das ist die eine Seite die andere Seite ist aber auch
die Menschen müssen da so ein bisschen hinterm Berg halten damit, was tun sie da,
was machen sie da und
dann muss das alles so ein bisschen geheim bleiben Weil ich habe da gestern
Abend noch ein bisschen drüber nachgedacht, dass ich dachte, dieser ganze
Bereich Swinger zum Beispiel, das ist so nochmal losgelöst vom BDSM, vielleicht
gar nicht so anders, aber da ist so ein, ja, ich kann es nicht genau sagen von
außen, ob da jetzt mehr Akzeptanz ist oder weniger tatsächlich. Tatsächlich.
Da habe ich immer das Gefühl, die machen das einfach, die haben dann ihren Spaß
und dann läuft das, ohne dass sie da diesen Drang dazu haben, diese Identität
nach draußen zu tragen. Ich habe das Gefühl, das machen BDSMer oder haben das
Bedürfnis mehr.
Mina
ich will ja auch nicht wissen auf welche stellung meine chefin steht gehe
ich auch nicht über in der regel wasser also kommt ja auch jemand exakt und
übrigens ich mag ihren missionar oder so also wenn
Sebastian
Ja, das ist tatsächlich so ein Punkt. Wenn ich sage, ich will damit offen
umgehen, heißt das ja trotzdem, es gibt immer noch den falschen Moment. Also ja,
theoretisch ist es toll, wenn ich im Bewerbungsgespräch sagen kann, Hobbys, BDSM
und dann finden die Leute das auch noch toll und gut.
Auf der anderen Seite, wenn ich da reinschreiben würde, Hobby, Blasenficken,
irgendwas, das kommt auch genauso schlecht an. Also ich glaube, das hat da
nichts mit damit zu tun, sondern einfach, dass es am falschen Platz ist.
So, Niki möchte was wissen.
Wie ist das, wenn Besuch von Unwissenden da ist, wenn diese Mechanismen,
musst du die oder gelingt es dir, die dann noch umzusetzen? Diese kleinen
D/s-Komponenten?
Mina
vor verabredet haben ja dann dann gelingt es, aber es gelingt immer so, dass die
Leute davon unberührt bleiben.
Sebastian
Okay,
Mina
Also ich bin kein Fan davon, Leute zu involvieren, die nicht involviert werden
wollen oder es nicht wissen, dass sie involviert werden.
Und deswegen gelingt es schon und dann planen wir es aber genauso, dass es eben
nicht, dass es nur zwischen uns stattfindet und keiner das mitbekommt.
Sebastian
zum Beispiel.
Mina
Kein Slip. Ja,
Sebastian
Okay, da müsste ja schon jemand dir da unter den Rock gucken, damit er das
sehen kann und sehr unwahrscheinlich.
Mina
das ist ganz unwahrscheinlich, dass das jemand bei mir darf. Ich glaube, vorher
würde was anderes passieren, aber ja, genau.
Sebastian
T-Mail mag wissen, welche Arten von Regeln im D/s habt ihr ausprobiert, die sich
aber eher langfristig nicht bewährt haben? Das ist immer die spannendste Frage.
Mina
Ganz viel. Ich fange mal so ein bisschen an.
Ich habe irgendwann mal meine Kreditkarten, meinen Zugang zu irgendwelchen
Konten und meine EC-Karte abgegeben und habe mit Taschengeld gearbeitet. im
außendienst wenn du mehrere tage unterwegs bist hat sich nicht bewährt war ganz
blöd dann haben wir eine Zeit lang soziale Medien über eine
app am handy versucht einzuschränken also schaltet sich nach 30 minuten ab zum
beispiel genau es
funktioniert schon die problematik Es hat halt Sachen abgeschaltet, die ich
aber brauchte.
Sebastian
Ja, wer Kinder hat, weiß, dass man sowas will und dass sowas nie gut
funktioniert.
Mina
Also das ist dann so, wenn du dann keine Musik mehr hören kannst, dann ist halt
auch blöd. Und das wollten wir ja gar nicht abschalten. Und das war dann am Ende
des Tages zu aufwendig einfach. Also auch das immer wieder nachzuhalten und zu
gucken und zu machen.
Also von Fernsehverbot über alle möglichen Themen haben wir da echt ausprobiert.
Sebastian
Ja, es ist vor allem auch sozial kritisch, wenn jetzt irgendwie, jetzt hier
gerade, wir sprechen gerade und wenn jetzt dann der Rechner sagt, so ich schalte
mich jetzt mal aus, weil dein Zeitlimit abgelaufen ist und dann bist du weg oder
generell, ich spreche mit jemandem via WhatsApp, schreibe da hin und her und
plötzlich kommt da nichts mehr bis zum nächsten Tag. ach, das ist dann schon
blöd dem anderen gegenüber.
Mina
Genau. Und auch für ihn einfach, also wir hatten so viele Situationen, da kannst
du mal bitte verlängern, weil ich hab da grad was, oder kannst du mal bitte das
umstellen, weil und es ging ihm irgendwann so was von auf den Nerv, dass er
gesagt hat, weißt du was, können wir das bitte irgendwie lassen, das kickt
mich grad mal so gar nicht.
Sebastian
da wurde ihm kalt.
Mina
Genau, da wurde ihm kalt.
Sebastian
Ja, aber interessant, dass ihr das probiert habt. Also das habe ich in dem
Bereich noch nicht gehört, dass man sagt, okay, man nutzt doch technische
Hilfsmittel, um eben solche Sachen einzuschränken. Also ihr habt da wirklich
einiges probiert, offenbar.
Mina
Meine Fantasie keine Grenze gesetzt.
Sebastian
Ja, apropos, worüber wir noch nicht gesprochen haben, ist, wie spielt ihr
miteinander? Was macht ihr da so?
Mina
Ja, das ist eine gute Frage. Was machen wir da so? Also ich glaube, es ist immer
eine gute Mischung aus aus D/s also tatsächlich so ein Start mit irgendwie knien
und begrüßen und so, da ich durchaus Masochistin bin
endet oft in schlägen
abbinden ist ein thema also brüste abbinden ist ein thema genitalfolter ist
ein thema das ab und zu bei uns vorkommt bis hin zu keine ahnung fußbank
für eine halbe stunde also es gibt da auch wenig was ich nicht mitmache
weiß für mich immerhin also erniedrigung kickt mich das ein thema für mich
und er versucht natürlich immer wieder mal zu gucken wie er mich da kitzeln kann
und wenn es halt wenn halt keinen kein folgsames sowie line da ist dann
gibt's zahlt.
Sebastian
Okay. Okay,
Mina
Aua.
Sebastian
aber funktioniert im Zweifel
Mina
Genau.
Sebastian
Gibt es auch so Sachen, wo ihr festgestellt habt, das ist nicht euer Kink, wo
ihr einfach probiert habt und festgestellt habt, nee, das packen wir mal ganz
tief in die hinterste Ecke.
Mina
Natursekt war so ein Thema. Das haben wir ganz weit weg gepackt und probiert und
nö.
Fantasie ist immer wieder ein Thema, jemanden, einen dritten männlichen Part
dazu zu holen. Aber das ist auch mehr Fantasie, weil wir immer noch das Thema
haben, dass wir eigentlich monogam leben wollen. Aber die Fantasie ist schön.
Deswegen ist das auch nach hinten gepackt.
Ansonsten haben wir haben mir viele Sachen einfach beibehalten. Also er ist
nicht so der Rohrstock-Fanatiker, er ist weniger Sadist als ich Masochist, würde
ich mal sagen.
Sebastian
Okay, das ist ja ein Problem, wenn du nicht genug Hauer bekommst.
Mina
gut, er findet andere Möglichkeiten, mit Strafen umzugehen, wobei Strafe ja auch
nicht gleich Strafe ist. Also bei mir ist eher, ach super, sie hat die ganze
Woche ihre Aufgaben gemacht, dann wird sie gehauen, toll, Belohnung.
Und Strafen gehen dann eher über Orgasmusverbot oder andere Themen, die mich
halt wirklich dann auch strafen.
ansonsten ist das ich glaube, wir finden da eine ganz gute Balance zwischen
gehauen werden und Sadismus und nicht Sadismus also er folgt mir dann schon auch
ein Stückchen und ich ihm halt
Sebastian
Ja, ich finde, da hört man auch so ein bisschen raus, ne, ihr guckt, dass ihr
miteinander da schön interagieren könnt und da geht es nicht darum, du folgst
ihm, ich sag mal, bis in den Tod, gibst alle Rechte ab, sondern ihr habt
ausprobiert und eben auch Sachen, die blöd sind dann oder nicht praktikabel,
sind dann eben auch mal wieder an die Seite gelegt. Also gerade dieses
Taschengeld-Thema, das finde ich tatsächlich äußerst schwierig.
Mina
bin mir nicht zu
Sebastian
Schwierig.
Mina
also ich glaube da hat er eher Skrupel du verdienst einen Haufen Geld und ich
will dir das irgendwie nicht wegnehmen, ich finde das komisch ja, ich möchte das
nicht und ich weiß gar nicht, was ich damit tun soll
und das fühlte sich einfach im Alltag für ihn nicht gut an Ich konnte, glaube
ich, ein bisschen besser mit.
Aber ja, manche Dinge, glaube ich, muss man, wenn sie einem nicht gut tun, auch
wieder verwerfen. Also wir haben es tatsächlich vor kurzem mal wieder so einen
Fragebogen ausgedruckt, ich ihm und er mir, so neigungstechnisch auf einer Skala
von 1 bis 5, wie sehr erregt dich. und haben da echt ein Drei-Stunden-Gespräch
geführt und haben festgestellt, dass sich die Dinge a. verändert haben und b.
wir beim anderen Sachen festgestellt haben, die vorher gar nicht da waren oder
die wir nicht wussten.
Sebastian
Okay.
Mina
Das hilft immer mal wieder.
Sebastian
Komm, da mag ich natürlich jetzt wissen, was hat sich denn verändert? Womit hast
du ihn überrascht oder er dich?
Mina
Was mich am meisten überrascht hat, war dieser D/s-Part, den er sich wünscht, von
dem ich nichts wusste oder das nie so geäußert hat.
Das hat sich ganz, ganz stark verändert und auch so ein Stück weit seine
Vorlieben mitzukriegen. Also Analverkehr war für mich früher ein Thema,
wo ich dachte, oh ja, findet er auch super, wo wir beide gesagt haben, nee,
jetzt nicht mehr. Also kickt uns irgendwie so gar nicht. Das hat sich zum
Beispiel verändert.
Sebastian
Okay, ja, also da ist es wieder schön, weil das ist wieder dieses, wir halten
den Konsens aufrecht und akzeptieren eben auch, dass sich da was verändert.
glaube, man hat am Anfang, wenn man sagt, oh, BDSM, und dann fängt man an, dass
erstmal alles irgendwie sich theoretisch geil anhört. Und dann muss man es halt
probiert haben.
Wir haben auch so ein paar Sachen hier, wo wir sagen, ja, kann man machen, muss
man jetzt nicht unbedingt forcieren. und andere Sachen, die sind halt immer
schön. Die sind auch nach ewig Jahren sind die immer noch einfach toll. Muss ich
mal ganz ehrlich sagen.
Mina
Ich finde, es ist so ein bisschen wie Essen. Also du hast ja auch nicht Bock,
jeden Tag Chinesisch zu essen. Und für mich ist BDSM so ein bisschen wie ein
Riesenbuffet durch die Welt. Und da darf sich Geschmack ja verändern. Und das
tut er bestimmt auch.
Sebastian
Ja, soll er ja auch. Guck mal, das wäre ja, also
es gibt auf der einen Seite einen Konflikt, dass wenn du sagst, Mensch, man
trifft jemand, den lernt man kennen und jetzt passt das mit den Neigungen
perfekt zusammen. Ja, und jetzt habe ich vielleicht fünf Jahre später das
Problem, dass es nicht mehr so passt.
Und dann muss man eben gucken, wie können beide damit umgehen und eine Mitte
finden,
wo sie miteinander Spaß haben können. Du kannst ja nicht darauf bestehen, du
hast vor fünf Jahren gesagt, du magst Analsex, das ist jetzt heute bitte auch
noch so.
Mina
Ich finde, es ist auch eine Frage von Kompromiss in Partnerschaften. Also es
gibt bestimmt Sachen, die ich toll finde, die ihn nicht kicken. Und dann müssen
wir halt gucken, okay, wie weit kann er es mitgehen, bis ihm halt kalt ist.
Und wie weit kann ich entgegenkommen, dass ich sage, es gibt auch Sachen, die
muss ich nicht ausleben, da reicht auch ein Kopfkino für. Oder ich kann es
ummodeln in ein anderes Thema.
Und anstatt mir gleich den zweiten, dritten, vierten oder fünften Partner, der
genau das erfüllt, zu finden, sondern auch da ein bisschen miteinander zu
arbeiten in dem Thema.
Sebastian
Jetzt muss ich mal nebenbei ein bisschen lesen. Wir werden hier noch, ich mache
jetzt mal so einen letzten Schwung Hörerfragen, wenn das in Ordnung ist.
Mina
Klar,
Sebastian
So, Secret Baby Sheepma schreibt, habt ihr Vorstellungen, in welche Richtung
sich eure D/s-Beziehung entwickeln soll oder wird?
Mina
haben wir nicht. Also wir haben früher uns ganz, ganz viel Gedanken über Zukunft
und Entwicklung und da wollen wir hin und es gab Verträge und wo die Sub endet
und keine Ahnung und Zwischenschritte. Und wir haben festgestellt, dass uns das
viel zu sehr unter Druck setzt und Flexibilität nimmt.
Da wir dieses Jahr heiraten werden, bin ich sowieso seins, also da ist dann eh
nix mehr dran zu rütteln.
Sebastian
Oh, sehr schön. Schön.
Mina
Und da irgendwo auch ein Kinderwunsch da ist, hab ich eher das Gefühl, wird es
wahrscheinlich schwieriger als einfacher.
Da sind wir, glaub ich, auch ganz realistisch beide.
Und ich glaub, diese Inseln sich zu erhalten, das ist so ein Zukunftswunsch.
Sebastian
Ja, also wenn der Nachwuchs dann irgendwann da ist und so, ich sag mal so vier
ist, dann sollten wir nochmal sprechen und dann gucken wir mal, wie ihr eure
Inseln noch findet und wann und wo die denn sein können. Ab da wird es dann mal
spannend.
Mina
wir dürfen schon ein bisschen üben weil er eine tochter hat die alle 14 tage
hier ist also wir dürfen das schon mal üben so ein bisschen aber das tolle
soziale netzwerk um uns rundum wird uns inseln verschaffen gehe ich mal von
aus
Sebastian
Okay, ja, da muss man auch immer optimistisch sein, das ist vollkommen klar.
Mina
ja genau und die genießen das
Sebastian
Genau, genießen. Das ist immer der wichtige Punkt. Also wenn ihr mal
Sonntagabends euren Spezial-Tatort habt, dann kann die Woche ja danach nur noch
gut starten oder halt montags tut der Popo halt weh. Das ist auch nicht
schlecht. Vielleicht.
Mina
doch toll dann startet die woche super den
Sebastian
Crime mag noch wissen, gibt es diesen Fragebogen irgendwo oder habt ihr den
selbst erstellt?
Mina
habe ich tatsächlich selbst erstellt also der ist natürlich zusammen
zusammengewürfelt aus dem Netz und die Sachen rauskopiert, wo ich
zusammengesammelt, dass er sehr umfangreich ist. Und ich habe aber irgendwann
auch mal Fragen an den Dom mitgestellt, also so offene Fragen. Keine Ahnung,
wie beschreiben Sie gerade das Verhältnis zu Ihrer Sub?
Sebastian
Okay.
Mina
Oder wenn Sie sich was wünschen würden von ihr, was wäre das? Wovon sollte sie
weniger, wovon sollte sie mehr? im bereich D/s was ist ein
geheimnis oder was hat ihnen bisher besonders gut gefallen was dabei behalten
sein also das ist schon so die mischung aus coaching frage und die frage an den
Dom und da bin ich manipulativ an der einen oder anderen stelle was hat geholfen
sich auch klar zu werden wieso der eigentliche die eigene rolle ist die
Sebastian
würde ich ja mal ganz frech fragen, ist dieser Fragebogen, würdest du den aus
der Hand geben?
Mina
fragen ohne antworten bestimmt ja
Sebastian
Ja, die Fragen würden mir reichen.
Mina
und
Sebastian
Also ich nehme den auch mit den Antworten. Das ist bestimmt auch sehr spannend.
Das kann ich dann hier live verlesen.
Mina
das musst du mit ihm ausmachen na
Sebastian
Nein, aber ganz ehrlich, also wenn du diesen Fragebogen hergeben wollen würdest,
dann würde ich ihn natürlich hier in die Shownotes mit reinpacken und wenn dann
Hörer der Meinung sind, sie wollen ihn haben, ja, würdest du machen?
Mina
gerne also es gibt auch fragen an die Sub ich liebe einfach mal beides sehr
Sebastian
Ja, bitte, immer alles her damit und dann packe ich das irgendwo auf dem Server
drauf und verlinke das, wenn ich das denn darf und vielleicht kriege ich ja dann
gelegentlich die Ergebnisse davon ins Mail-Postfach von irgendwelchen Hörern.
ja, müssen wir mal gucken kannst auch gerne draufschreiben, dass er von dir ist
und keine Ahnung, das ist völlig dir überlassen aber wenn du was teilen magst
und möchtest und würdest, dann wäre ich doch sehr happy sehr schön ja prima, da
hat sich die Frage doch gelohnt, würde ich sagen
Mina
gerne sehr gerne
mache
Sebastian
ok, du schickst mir das Ding einfach rüber und dann packe ich das da einfach mit
rein
Mina
ich
Sebastian
ok, ich gucke mal weitere Fragen sehe ich jetzt nicht doch eine sehe ich jetzt
noch von TheBreadApfel, siehst ihr euch im Alltag oder nur im Fragebogen
Mina
wir siezen uns nicht im alltag und auch ganz selten in der session
also das im fragebogen war so
dahingesagt. Also das wurde irgendwie eben sie. Wir probieren
das auch in der Session. Ich tue mich unglaublich schwer damit. Ich kriege das
ganz selten über die Lippen, weil das für mich ganz viel Abstand bedeutet und
ganz viel beruflicher Kontext. Und ich verbinde das irgendwie ganz komisch
miteinander. Und deswegen sind wir ganz oft auf Du. Aber ich hatte mal Lust, das
im Fragebogen mal wieder auszuprobieren, wie sich das anfühlt, ihn zu siezen.
Auch
Sebastian
Ähm, ich muss gestehen, also es gibt so den Spezialfall extremst selten, ich
glaube, das habe ich auch nur zweimal im Leben gemacht, wenn ich Subbie dann
sieze.
Mina
spannend.
Sebastian
Jaja, das ist dann leicht verwirrend, finde ich. Aber das hat dann auch nochmal
so einen Punkt.
Mina
total.
Sebastian
Hätten sie die Güte.
Mina
Sich jetzt mal hinzuknien. Vielen Dank.
Sebastian
Ja, gut, das ist dann wieder diese unmenschliche Art des Sarkasmus, aber das
macht ja unglaublich Spaß.
Mina
Absolut.
Sebastian
Okay, ja, hast du noch was, was ich jetzt hier vergessen habe?
Mina
Ich finde, wir hatten so vieles, aber ich finde, dass das so schön rund ist
gerade.
Sebastian
Nö.
Mina
Und deswegen habe ich nichts, was du vergessen hast.
Sebastian
Sehr gut. Ha, ich habe es geschafft. Ich habe die Liste abgearbeitet mit dir.
Und ich finde, du hast das total schön erzählt und auch ganz entspannt.
Mina
Herzlichen Glückwunsch.
Sebastian
Und das hast du toll gemacht. Dankeschön.
Mina
Vielen Dank, war ja auch ein guter Fragesteller oder Dialogpartner.
Sebastian
Ja, ich schmeiße doch immer nur Stichpunkte hin. Dann klappt das meistens ganz
gut. Und ich gebe ja auch zu, die eine oder andere Frage haben wir nicht vorher
abgesprochen. Und da bist du trotzdem geduldig geblieben. Das finde ich ganz
toll. Danke dir. Dann ganz, ganz vielen lieben Dank. Und ja, wenn es was Neues
gibt, lass von dir hören.
Mina
gern.
Mach ich. Bis bald.
Sebastian
Okay, tschüss.
Mina
Ciao, Sebastian.
Sebastian
So, da bin ich schon mal wieder. Ich habe auch den nächsten Gast in der Leitung,
aber vorher muss ich noch was von meinem Zettel hier abhaken.
Nach meinem nächsten Gast werde ich ja hier die Telefonleitung aufmachen. Ich
bin gespannt, ob jemand anruft und ich kündige das immer viel zu spät an, also
sage ich das jetzt noch einmal. Mal. Es gibt tatsächlich wieder was zu gewinnen,
denn die Tanja Rast hat versprochen, sie schickt zwei Bücher an den Menschen,
die ich hier irgendwie aus der Losbox rausziehe und die wird sie auch selbst
signieren und reinschreiben, was ihr möchtet.
Wann kann man das schon mal haben? Eigentlich nur auf irgendwelchen Buchmessen
und da muss es schnell gehen. Das ist mal was anderes. Also Tanja, ganz vielen
lieben Dank, dass du den Podcast und damit auch die Motivation hier anzurufen
ein bisschen unterstützt und anschiebst. Das sind übrigens Übrigens die Bücher
Brombeer fesseln und fesselnde Sehnsucht und in einer guten halben, dreiviertel
Stunde werden wir sehen, ob das ein bisschen Wirkung zeigt bei euch. Mal gucken,
über welche Themen ich heute Abend denn noch sprechen kann, denn da lasse ich
mich also gerne überraschen. So, und jetzt hole ich mal meinen zweiten Gast hier
in die Leitung. Ich begrüße Cewa, hallo.
Cewa
Hallo.
Sebastian
So, du bist 21, kommst aus Hessen und ich darf und soll sagen, du bist
genderfluid.
Cewa
Ja, genau.
Sebastian
Okay, habe ich gleich erwähnt, ist wunderbar.
Und ja,
ich habe hier bei dir richtig viele Notizen, das Spannendste ist eigentlich, wie
bist du dazu gekommen? Ich fasse das mal zusammen, was ich weiß. Du hast ein
Hörbuch gehört, gesprochen von Rufus Beck, der Typ, der die Harry-Potter-Bücher
da eingelesen hat. Und irgendwie bist du da auf BDSM draufgekommen. Ich bin
gespannt.
Cewa
Ja, das fing irgendwann, ich vermute mal, Mal, das ist einer der Sommertrips,
war mit meiner Familie, wir waren mit dem Auto unterwegs, haben ein Hörbuch
gehört, das wir uns mal irgendwo ausgeliehen hatten. Und da war dann so eine
Stelle, wo ich dann so stand, oh, das macht irgendwas mit mir, da wird mir
kribbelig von.
Und da habe ich dann so gedacht, die habe ich mir dann öfters angehört. und habe
dann so, es war eine Stelle, wo es darum ging, um medizinische
Experimente, um jemanden, der dadurch dann auch ausgeliefert war und so weiter
und habe dann in die Richtung weiter gegoogelt und bin dann irgendwann
auf den Begriff BDSM gestoßen. Da war ich so, keine Ahnung, 13, 14,
ja,
Sebastian
Okay, wir können mal sagen, welches Buch das war, weil ich habe dann auch
gedacht, das kann doch gar nicht wahr sein.
Okay, das Zeitparadox, ne?
Cewa
aus der Artemis-Fowl-Reihe. Nein,
Sebastian
Und das sind jetzt keine erotischen BDSM-Bücher tatsächlich. Tatsächlich.
Cewa
das sind Kinder-Jugend-Bücher. Ich
Sebastian
Müsste man den Autor mal fragen, ob er da eine Absicht hinterhatte oder wie
viele Menschen darauf gekommen sind.
Cewa
vermute es mal nicht.
Sebastian
Okay, dann hat dein Gehirn sehr gut für uns hier gearbeitet. Ohne das wärst du
ja jetzt nicht hier. Sehr schön. Okay,
Cewa
Ich bin
Sebastian
das heißt, du betreibst BDSM und bist
Domsub, wie würdest du dich einordnen?
Cewa
Switcher. Ich switche also munter durch die Weltgeschichte. Ja,
Sebastian
Okay, mit dem gleichen Partner, mit anderen, also personenbezogen oder,
ja,
Cewa
ich switche mit meinem Partner, aber je
nachdem, mit wem ich es zu tun habe, switche ich mit der Person oder eben doch
nicht.
Sebastian
okay, von Anfang an schon oder hat sich die Rolle da,
deine Position entwickelt? Das muss
Cewa
Bei mir fing es erst mal an, sehr, sehr lange als Sub, dann
irgendwann festgestellt, oh, es macht mir auch Spaß, anderen Menschen weh zu
tun. Dann aber eher so, ich habe es dann gerne bezeichnet als Folterhelfer, weil
es war noch irgendjemand anderes da, der die dominante Rolle übernommen hat und
dann war dann irgendwann von meinem Partner die Bitte so, können wir das mal
ausprobieren, dass du gegenüber mir dominant bist. Und,
äh, das war irgendwann Ende 2018
und, äh, daraus hat sich dann ein relativ reges Switchen entwickelt.
Sebastian
ich gerade mal rechnen. Okay, da warst du ziemlich genau 18, kann das sein?
Cewa
Äh, nein, da war ich schon 19. Ich bin ein Sommerkind.
Sebastian
Ah, alles klar.
Okay, du konntest aber dann darauf eingehen auch tatsächlich, ne? Dein Partner
sagt, mach doch mal und du hast dann gesagt, okay.
Cewa
Ja,
ja, wir haben erst ein bisschen rumprobiert, größtenteils in Schriftform. Und
dann war es einmal die Sache, ich habe dann erst mal so sehr, sehr viel mit ihm
zusammen das geplant, was ich machen wollte. Und das ist dann immer freier
geworden mit der Zeit.
Sebastian
Okay, also ihr habt das gemeinsam geplant tatsächlich?
Cewa
Ja, was interessant ist, was er gerne machen würde, was so relativ
sicheres Territorium quasi ist.
Sebastian
Ja. Ist das eher so der Bereich, ich sag mal, also Body Impact, also
SM, Sadismus und Masochismus oder eher der
Bereich D/s-Rollenspiel? In welche Richtung unterscheidet sich das vielleicht bei
dir als Dom oder Sub, was du machst?
Cewa
Ich
habe die erste Session war glaube ich wo ich
relativ viel mit Kerzenwachs gearbeitet habe und je nachdem ich
war und bin
meistens eher auf der sadistischen Seite, aber ich habe es auch manchmal, dass
ich mehr in die D/s-Richtung gehe als Sub Ich
habe
definitiv eine Seite, die auch mal masochistisch ist, aber da ist sehr viel mehr
D/s dahinter, sehr viel mehr Service und auch weil wir aus einer
24/7-Beziehung zu dem Switchen gekommen sind und diese Beziehung auch
fast schon TPE war, ist noch viel davon da, also auch
Dinge, die im Alltag mit dabei sind und so weiter.
Sebastian
Okay, also die Sub schwingt quasi immer mit, aber hin und wieder hat sie mal
Urlaub und macht mal was anderes.
Cewa
Ja, auch wenn der Urlaub immer
häufiger geworden geworden ist. Ich
Sebastian
Okay, hast du eine Ahnung, wie das kommt, dass sich das so in die Richtung
entwickelt? Habt ihr vorher beide vielleicht die falschen Seiten eingenommen?
Oder wie kommt das?
Cewa
würde sagen, dass das
viel einfach auch von Stimmung und Stresslevel und so weiter beim
jeweiligen abhängt, wie es gerade passt.
Sebastian
Okay, also BDSM ist was, was euch zur Ruhe bringt, sage ich mal an der Stelle.
Cewa
Absolut.
Sebastian
Okay, ja, das ist doch super. Eine Entspannungstechnik.
Cewa
Könnte man so sagen.
Besonders wenn man zu viele Gedanken im Kopf hat, ist es dann so, ich habe nur
eine Sache, an die ich gerade denke. Und das ist das hier und jetzt.
Sebastian
ja, aber wenn dir das auffällt, dann denkst du doch gar nicht mehr an das Hier
und Jetzt, Weil dann denkst du ja, dass du auch an andere Dinge sonst denken
würdest.
Cewa
Ja, aber Aber du weißt, was ich meine.
Sebastian
Ja, man hat hinterher so dieses Gefühl, wenn dann hinterher die anderen Gedanken
kommen, das ist so wie morgens, dieser Moment, wo man aufwacht und alles ist so
kuschelig und warm und es ist noch diese ganzen Probleme und Sachen und die
To-Do-Liste ist noch gar nicht im Hirn angekommen.
Cewa
Sind noch nicht da.
Sebastian
Diese zwei Minuten, wo einfach die Welt morgens in Ordnung ist, bis auf den
Wecker.
Cewa
Ja, so ungefähr.
Sebastian
Okay.
Das heißt also, du switchst mit ihm, aber macht ihr da Zeiten aus? Also ist
das mal einen Tag so oder eine Woche oder geht das an einem Abend wild hin und
her?
Cewa
Bei uns, es geht relativ wild hin und her. Und oft gibt es dann auch so die
Frage, wer macht das gerade mit mir? Weil eine Handlung kann ja
unterschiedlich wahrgenommen werden, je nachdem, von wem sie kommt.
Oder von welcher Seite sie kommt. Was zurzeit da immer ein bisschen schwierig
ist, Das ist so, also versucht mich da gerade jemand anzutopsen oder kommt da
gerade die Brat durch, die Konsequenzen haben möchte?
Sebastian
Ach so, ja, aber dann entscheidet ja immer der andere, was er jetzt draus machen
mag vielleicht.
Cewa
Ja, das oder es wird einfach nachgefragt und
Sebastian
Okay. Ja, liegt irgendwie nah, muss ich ja zugeben.
Cewa
drüber geredet. Weil wir können beide keine Gedanken lesen.
Sebastian
Ja.
Cewa
Und wenn man dann so da steht und eine, je nachdem ist es ja auch einfach,
man hat was, was man möchte, was man nicht gerade genau gesagt hat Und wo man
sich dann so denkt, wer macht das gerade überhaupt? Ich muss gerade selber
nachdenken.
Sebastian
Ja, ich habe so ein Bild im Kopf. Ich glaube, ich habe das mal als Comic
gesehen. Ja, ich bin noch da. Hörst du mich noch? Man hört dich noch, aber du
hörst mich nicht. Also, wir ändern das Problem jetzt hier ein bisschen. So,
Klick einmal aufgelegt. So ärgerlich.
Das hatten wir jetzt schon seit ein paar Wochen nicht mehr. Heute ist das
Internet aber wirklich wackelig. So, ich telefoniere nochmal raus. Jetzt ist er
noch besetzt.
Moment.
Auflegen. Jetzt haben wir zum Glück immer eine zweite Kommunikationsform als
Ersatz.
Und jetzt steht da, dass es klingelt. Mal gucken, ob es funktioniert.
Cewa
Und da bin ich wieder.
Sebastian
Und hallo? Jetzt hörst du mich wieder?
Cewa
Ja, das
Sebastian
Also ich hab dich noch gehört, aber tja, das schöne Internet ist immer so toll.
Cewa
schöne Neuland ist eine tolle Erfindung, aber sie ist immer noch nicht perfekt.
Sebastian
Bis es perfekt ist, ist es ja auch langweilig ist ja beim BDSM genauso
Cewa
Dann wäre es nicht live.
Sebastian
das ist wohl wahr ich habe so einen Comic im Kopf das ist so Dom haut
Sub und dann haut sie einfach zurück, sagt Switch und er geht auf die Knie, kann
ich mir das so vorstellen bei euch
Cewa
seltenst. Wir sind dann schon für eine Zeit lang, wenn das
einmal geklärt ist,
relativ fest in den Rollen, besonders weil ich je nachdem auch ihn
schlecht überpowern könnte, wenn was sein sollte.
Sebastian
was heißt überpowern könntest?
Cewa
Je nachdem ich, sollte er zum Beispiel denken, er möchte jetzt mit mir
kämpfen, wäre das für mich relativ relativ schwierig, gegen jemanden, der größer
und stärker ist, und Kampfsporterfahrung anzukommen.
Sebastian
in dem Moment, wo das mit dem Kampfsport kommt, bis dahin hätte ich noch gesagt,
du kannst noch beißen und an den Haaren ziehen, aber ab dem Moment Moment, es
ist vorbei.
Cewa
Ja, Beißen ist toll, aber
Sebastian
Ja,
Cewa
den
Sebastian
wissen, dass wenn ihr beide auf dieselbe Seite wollt, gibt es da mal den
Konflikt?
Cewa
gibt es selten, weil besonders ich auch
gerne Dinge als Service mache, also für den anderen, damit es dem anderen Spaß
bereitet und gut geht. Und dafür kann ich auch sehr gut aus einem
Submindset heraus. Oder wir fallen quasi in alte
Muster zurück und quasi in die D/s-Beziehung, die es schon
vorher gab, mit mir als Sub. Ja,
Sebastian
Von dieser D/s-Beziehung.
Ich wollte jetzt schon fast sagen, was ist denn davon übrig geblieben? Das ist
aber eine blöde Formulierung. Aber was ist da noch so latent von da, was
einfach dazugehört?
Cewa
es gibt ein paar Regeln, die da immer noch da sind, die auch immer noch Effekt
haben.
Wo ich gerade dran denken muss, meine Vorrednerin hat ja auch von technischen
Hilfsmitteln erzählt. Ich teile zum Beispiel meinen Standort permanent mit
meinem Partner.
Sebastian
Okay. Und
Cewa
Ja, da muss ich nur gerade dran denken. Es sind noch Dinge wie, ich darf
nicht ohne Erlaubnis kommen, ist immer noch da. Und die Sache ist, bei solchen
Dingen wird dann, wenn ich auf der dominanten Seite spiele, wird
dann ein Ansagen und kein Nachfragen mehr. Also ein, ich
komme gleich, anstatt ein, darf ich kommen.
Sebastian
könnte er dann da noch intervenieren und sagen, nee, tust du nicht?
Cewa
Er könnte ein Veto einlegen, das ist aber bis jetzt noch nicht
vorgekommen.
Sebastian
Okay. Also er Er spielt quasi dann auch mit und lässt ihr dann auch den Raum,
weil das wäre ja sonst auch ein bisschen fies, ehrlich gesagt.
Cewa
es
Sebastian
Ja, das ist so ein bisschen, ich sag mal,
Cewa
müssen beide es wollen.
Sebastian
genau, beide müssen mitmachen wollen. Wenn er dann sagen würde, ja, Moment, du
kannst zwar hier herrschen, aber im Zweifel, wenn es mir zu bunt wird, dann
bitte wieder nicht.
Cewa
Ja, nee, das ist nicht seine Art.
Sebastian
Okay.
Cewa
Das ist ja natürlich, ja, er kann ein Brat sein, aber
nur selten.
Sebastian
Okay. Ich darf mal erwähnen, ihr wohnt nicht zusammen, ne?
Cewa
Nicht mehr. Wir haben angefangen quasi als eine Fernbeziehung,
so einmal halb durch Deutschland hinweg und
dann haben wir ein Jahr lang zusammen gewohnt und jetzt bin ich quasi so seit
einem Monat, sechs Wochen wieder ausgezogen, weil ich dachte, oh,
es ist Präsenz-Uni, oh, ich habe keine Lust, so jeden Tag zwei Stunden zu
pendeln.
Sebastian
Ja, also das heißt, für die Uni bist du dann, ja, also bist
du wirklich ausgezogen oder hast du halt irgendwie ein Studentenzimmer näher
bewohnt und am Wochenende bist du eh mal wieder da?
Cewa
Ja, am
Wochenende sind wir meistens zusammen, soweit wir das können Es
Sebastian
Okay, und wie fühlt sich das an? Also macht es das schwerer, zum
Cewa
ist natürlich, ja, es macht es wieder anders Die Sache ist, dadurch
haben sich quasi wieder alte Regeln aus der Fernbeziehung
quasi reaktiviert
Die vorher quasi nicht mehr beachtet wurden oder in den Hintergrund
getreten sind
Sebastian
Beispiel?
Cewa
Ich schicke ihm ein Bild der Klamotten, die ich jeden Tag trage Und er
hat ein Veto, wenn er so sagt Aber so kannst du doch nicht rumlaufen
Sebastian
Oh, das mit dem Veto finde ich schön, weil das ist einfacher, als ich sage dir
jeden Tag, was du anziehen musst, weil das wird nämlich anstrengend. Ich weiß,
wovon ich rede.
Cewa
Ja, das war auch vieles in unserer Beziehung War so ein, nicht ich muss das
bestimmen Sondern oft auch Handle in meinem Sinne Und bei Dingen
habe ich das letzte Wort Du kannst mir auch gerne erzählen, warum du jetzt
gerade das nicht machen kannst oder warum auch immer, aber am Ende fügst du dich
meiner Entscheidung.
Sebastian
Okay, und das ist so eine Basis, die ihr miteinander einfach habt.
Cewa
Ja, das war zum Beispiel so ein, ja, ich muss jetzt gerade noch für die Klausur
morgen lernen, dann kann ich mich jetzt gerade nicht für dich ätschen. Das ist
natürlich sowas, dass man nicht direkt mitbekommt in einer Fernbeziehung.
Sebastian
Ja, natürlich. Und du musst halt dann mehr kommunizieren, weil du bist ja nun
mal nicht da und er sieht nicht, dass du lernst.
Cewa
Ja,
Sebastian
Das ist ja klar. Also du musst es sagen. Auf der anderen Seite ist dann aber
auch da wieder der Alltag, der einfach nervtötend ist und dann einfach immer
wieder Vorrang hat. Ach,
Cewa
Natürlich.
Wir waren uns auch beide relativ sicher, unsere Ausbildung bzw.
unser Studium hat jeweils Vorrang für irgendwelche
BDSM-Sachen, weil wir beide sagen, wir brauchen das, um später
in unserer Branche einen guten Job zu finden. Oh
Sebastian
sehr pflichtbewusst.
Wir sind hier bei der Kunst der Unvernunft. Meine Güte, das ist so vernünftig.
Okay,
wir werden jetzt hier mal das Thema wechseln und dann wollen wir mal den Chat
ein bisschen aufrütteln. Es gibt so ein Thema, das kam hier so selten vor
bislang und dabei mag ich dieses Thema so gern. Reden wir doch mal über Nadeln.
Cewa
ja, gerne.
Sebastian
Ähm, passiv und aktiv? Nein.
Cewa
Doch. Ich
Sebastian
Oh, okay, wo fangen wir denn an?
Fangen wir doch mal mit dem, nee, such dir aus, womit möchtest du anfangen?
Nadeln aktiv oder passiv?
Cewa
fange mal an mit Passiv, weil das auch chronologisch quasi das war, das ich als
erstes gemacht habe.
Sebastian
Okay, ich werde ganz kurz, wollen wir einmal ganz kurz erklären, für die
Menschen, die damit jetzt nicht so viel zu tun haben, was das mit dem Nadeln auf
sich hat.
Cewa
Ja, wir gehen auf desinfizierte Haut
unter Einhaltung auch weiterer Hygieneregeln und nehmen Nadeln und stechen
die quasi einmal kurz unter der Haut durch. Da werden dann diese
typischen steril verpackten Kanülen, die man auch vom Arzt kennt,
verwendet.
Sebastian
Okay, und die Nadel, also die Spitze, die kommt dann auch wieder raus. Das ist
also nur so ein kleines Hautstück, wo die Kanüle drunter ist. Und diese Kanülen
gibt es in ganz vielen verschiedenen Dicken und man kann die sehr günstig im
100er Pack im Großhandel kaufen.
Cewa
Genau.
Sebastian
Es ist trotzdem ein teures Hobby, weil man verwendet die natürlich nur einmal.
Cewa
Und die Sache ist, man braucht dann natürlich auch das Desinfektionsmittel dazu.
Man braucht was, wo man die Nadeln später entsorgt für und so weiter.
Sebastian
Das mit dem Desinfektionsmittel ist tatsächlich gerade ein bisschen schwieriger
als sonst. Ich gebe auch zu, ich habe die Desinfektionsmittelflasche, die jetzt
hier im Büro steht, bei mir, die habe ich aus der Spielzeugkiste entwendet, weil
ich mir dachte, es schadet vielleicht nicht, wenn die mal in Griffweite ist,
bevor sie abläuft.
Cewa
Womit war ich jetzt noch gedanklich? Ich hatte noch eine Sache. Ja, der Gedanke
ist mir wieder entfallen. Doch, die Sache ist, je größer die Nummer bei Nadeln
vor dem G ist, desto kleiner ist die Nadel. Das kann manchmal recht
verwirrend sein.
Also eine 18er Nadel ist größer als eine 20er Nadel zum Beispiel.
Sebastian
Stimmt.
Ja, wer sich das ausgedacht hat, habe ich auch nie verstanden. Und das ist jetzt
das Gemeine daran, die Kanülen sind farblich kodiert.
Das heißt, jeder andere Durchmesser hat eine etwas andere Farbe an diesem Ansatz
und das kann man ja wiederum, wenn man was optisch schön machen möchte, dann
muss auch mal was Größeres verwendet werden, weil vielleicht ein Blau jetzt ganz
gut passt.
Cewa
Oder ein Gelb oder was auch immer.
Sebastian
Mhm, genau. So, damit haben wir Nadeln jetzt, ich sag mal, in guten zwei Minuten
erklärt.
Cewa
Ganz klein erklärt.
Sebastian
Jetzt weiß niemand, warum das irgendwie eine erotische Komponente hat, aber die
hat es.
Wir machen das mal so, du erzählst, wie Nadeln für dich passiv sind, dann sage
ich einmal, wie für mich das ist, wenn ich sie aktiv verwende. Dann kannst du
auf das Aktive switchen und dazu kann ich dann wiederum nichts mehr sagen.
Cewa
das klingt gut.
Das erste Mal, ich glaube, ich habe vier Nadeln auf meinem Oberschenkel
geschafft, weil ich hatte so viel Schiss und mir tun Nadeln auch sehr
weh. Die Sache ist, manchmal, nein, nee, ich habe
sie von meinem Partner setzen lassen, so in einem so, doch, ja, nein,
so sehr, sehr unsicher und auch immer wieder so, wobei ich sah dann auch selber
noch, wie die Nadeln da kurz vorher waren und hatte dann immer kurz
vor dem Einstich nochmal mehr Schiss.
Sebastian
du hast die selbst bei dir in den Oberschenkel reingelassen.
Cewa
Danach haben wir das größtenteils an meinem Rücken gemacht und da war es dann
so, für mich ist es etwas, das sehr schmerzhaft ist, wo ich dann aber auch bin,
ich mag es manchmal an diese Grenze zu gehen,
wo es mir fast schon zu viel wird und ich mag es auch manchmal einfach, diesen
Schmerz quasi für meinen Partner auszuhalten. Es
Sebastian
Okay.
Würdest du sagen, passiv, du magst das? Also das mit den Nadeln? Oder ist das
sowas, wo es ist,
Cewa
ist schwierig, das zu beschreiben. Mögen würde ja implizieren, dass ich es immer
und immer wieder dauernd machen möchte, so ziemlich.
Das ist selten so. So wie manche Menschen, die gerne mal
so ein ganz scharfes Chili essen, aber nicht immer. Ich mag es manchmal,
an diese Grenze zu gehen, Selten. Mein Partner hat auch schon gesagt, ich leide
ihm dabei zu viel, als dass er das gerne macht.
Sebastian
Okay, das heißt aber, so nach einer gewissen Anzahl reicht es dann auch und dann
sind die halt da drin. Vielleicht darf ich nochmal erklären, die lässt man dann
nicht tagelang da drin stecken, sondern die müssen ja auch wieder raus, die
Dinger.
Cewa
Habe ich es wieder geschafft, dass ich dich nicht mehr höre?
Sebastian
Das kann sein, da hattest du eben eine Unterbrechung, jetzt hörst du mich nicht
mehr, das ist wunderbar, dann lege ich jetzt einfach nochmal auf. Du kannst es
ja eh nicht hören. Ach, wie schön. Ich habe so die Vermutung, dass es irgendwas
am Telefon ist, dass das dann irgendwann sagt, ich mag jetzt nicht mehr, ich
steige jetzt aus.
Aber dann rufe ich sie jetzt einfach nochmal an. Das klingelt auch schon.
So, da bist du wieder.
Cewa
Ja, diese Verbindung mag mich irgendwie nicht ganz so gerne.
Sebastian
Ja, so immerhin. Also ich kann dich wunderbar hören. Also keine Ahnung, was das
ist, aber wir können ja, ich kann ja morgen ein bisschen schneiden, dann geht
das.
Wo war ich denn? Ach ja, die Nadeln, man lässt sie ja nicht tagelang da drin,
sondern die müssen ja auch wieder raus. Das wird ganz gerne mal vergessen,
darüber zu sprechen.
Cewa
Ja, wir machen so, dass wir quasi auf die Stelle,
wo die Nadel wieder aus der Haut rauskommt, einen Alkoholtupfer drauflegen,
damit das quasi sollte angetroffen werden, dass sich das ein bisschen löst und
das dann quasi rausziehen und das dann in einem
Auffangbehälter dafür platzieren. Ich kenne auch Leute, die da
andere Dinge benutzen als diese medizinischen Auffangbehälter, aber die
sind nicht teuer und sie sind schön stichfest und halten auch dicht.
Sebastian
Ja, also das kann man vielleicht auch nochmal sagen. Es ist halt echt fies, wenn
die Dinger in irgendeinem Müllbeutel landen. Die Dinger sind halt spitz, die
gucken da halt raus und das ist richtig blöd.
Cewa
Ja, nee, das möchte man nicht. Wir versuchen auch schon irgendwie zu
vermeiden, dass sich jemand daran wieder sticht. Einfach weil
wir möchten diese Blut-zu-Blut-Situation nicht haben.
Sebastian
Ja, okay,
das ist jetzt der medizinische Ansatz.
Ich sage jetzt mal, für mich als aktiver Part ist es ja tatsächlich so, ich habe
so ein spitzes Ding in der Hand und ich stecke das jetzt in die Haut rein. Und
ich habe das gelernt, ich habe mal irgendwann, das ist zehn Jahre her, habe ich
mal gefragt, Mensch, wer kann mir das mal beibringen und dann wurde ich
eingeladen, saß dann in der Küche, mir wurde eine Orange in die Hand gedrückt
und da durfte ich das ein bisschen üben, weil die angeblich so ähnlich seien wie
Haut.
Und dann hatte die Dame jemanden eingeladen und der saß dann in dieser Küche, es
war auch schön warm und ja, dann sagte sie, so jetzt hast du ja geübt jetzt
hier, hat sie ihm da das T-Shirt ein bisschen hochgekrempelt.
Cewa
Dein erstes Opfer.
Sebastian
und dann drehte er sich mit seiner linken Hand eine Zigarette,
während ich da bibbernd an seiner Schulter hing und hatte diese Kanüle in der
Hand und sollte die da jetzt irgendwie reinrammen und er hat auch keine Miene
verzogen, das Ding steckt da irgendwie halb komisch drin, als er dann angefangen
hat, sich seine Kippe da anzuzünden.
Cewa
Das
Sebastian
Das war extrem surreal. Ich muss aber gestehen, das hat so einen gewissen
Machtrausch. Das erste Mal ist komisch und dann beim zweiten Mal auch.
Cewa
klingt sehr amüsant.
Sebastian
Das ist auch nur beim Erzählen so. Also ich habe da wirklich gesessen und
gedacht, was machst du hier? Oh, ist die Verbindung schon wieder weg. So, wir
machen jetzt mal folgendes.
Ich habe jetzt nochmal aufgelegt, wir werden jetzt einfach mal umswitchen.
Wir switchen auf Telefon und dann werden wir das mit dieser Verbindung
hinkriegen. Das heißt, ich muss jetzt einmal die Telefonnummer da eintippen. Wie
ärgerlich. Keine Ahnung, was heute los ist. So, dann mal gucken, wo ich die
Telefonnummer habe. Aber, wir sind ja auf alles vorbereitet. Da habe ich sie.
Klick, klick, klick.
könnte jetzt laute Geräusche geben. Ja, genau die.
Cewa
Einmal mal schauen, ob es jetzt besser funktioniert.
Sebastian
Ja, also du klingst auf jeden Fall nach Telefon.
Cewa
Hoffentlich.
Sebastian
Mal gucken, es wird funktionieren. Wenn das auch nicht klappt, dann switchen wir
wieder zurück, aber keine Ahnung.
Cewa
Ja.
Sebastian
Ähm, okay, das ist schon wieder Ansatz. Wo waren wir denn jetzt? Ach ja,
richtig, äh, genau.
Cewa
Du warst dabei, wie du erzählt hast, dass du gerade jemandem das erste Mal eine
Nadel in die Schulter gerammt hattest und er dabei eine Kippe rauchte.
Sebastian
Also es ist, es klingt beim Erzählen viel lustiger, als es in dem Moment war,
aber ich muss gestehen, dieses Gefühl, da ist jetzt jemand, der erlaubt mir,
dass ich scharfe Dinge unter seine Haut stecke, ähm, das ist schon ziemlich
grandios und das ist auch wirklich Übungssache, dass das irgendwie auch halbwegs
gleichmäßig aussieht. Das ist offenbar unglaublich schwer, dass die Dinger im
selben Abstand sind und gleich weit rausgucken und so.
Ja, so, also das ist meine Seite und das ist, glaube ich, der Spaß daran, dass
man da so ein bisschen, man hat ganz viel Verantwortung, man muss vorsichtig
sein, man will sich das Ding nicht wieder in den Armen rammen, irgendwie
versehentlich, man will die Dinger nicht rumliegen lassen, ich zähle auch immer
dann diese Schutzkappen durch, ob das am Ende passt. Das ist alles ganz
kompliziert.
So, und jetzt möchte ich mal hören, also bei mir geht es halt tatsächlich um
diese Nähe, um dieses Miteinander. Es tut weh, es piekst und man macht es und
man macht es trotzdem und es ist so ein gewisser Rausch entwickelt sich bei mir.
So, und jetzt bin ich bei dir gespannt, wie das ist, wenn du aktiv mit Nadeln
umgehst. Ich
Cewa
mir ist es zu einem Teil auf jeden Fall,
ich weiß, was für einen großen Endorphinrausch ich meinem
Partner dadurch bescheren kann. Ich mag auch sehr einfach dieses, ich
habe quasi eine Leinwand, mit der ich machen kann, was ich möchte in einem
abgesprochenen Rahmen und auch einfach dieses Intime von
jemand lässt mich quasi auch bis an sein Blut an sich
ran. Und es schadet nicht dazu, dass ich auch generell
Blut mag, wo ich dann mit einem Perversus stehe. Ich würde gerne das Blut
ablecken, aber das ist unhygienisch und das Desinfektionsmittel würde
wahrscheinlich scheiße schmecken. Ich bin
Sebastian
glaube, mir schmeckt es scheiße, ich weiß das.
Cewa
mir sicher auch, ich müsste schon mal irgendwo gebissen haben, wo das
Desinfektionsmittel war.
Sebastian
Hui. Ui, das heißt aber, dabei ist bei dir eher so ein künstlerischer Ansatz.
Cewa
Ja, auch. Und das ist ein künstlerischer Gedanke, Servicegedanke und Blut.
Also,
Sebastian
Ja, die Bilder haben wahrscheinlich die meisten schon mal gesehen. Man kann da
unglaublich schöne Muster machen. Man kann da irgendwie 200 Kanülen im Kreis in
Regenbogenabstufungen in den Rücken rammen. Und
man kann da unglaublich schöne Sachen machen. Das ist nicht mein Talent
übrigens. Wie gesagt, das sieht bei mir immer alles nicht symmetrisch aus,
aber ich bewundere die Menschen, die das können, sowohl aktiv als auch passiv,
das ist echt ein Kracher
Cewa
aber ja, das ist schwierig.
Die Sache ist ja auch einfach, passiv ist es deutlich mehr als einfach nur still
rumliegen. Auch wenn still rumliegen da mehr als schwer genug bei ist. Nee,
Sebastian
ja
da ja ihr auch diese da ja nun mal auch switcht ihr switcht aber jetzt nicht,
wenn ihr da so eine Nadel Session macht,
Cewa
das würde nicht passen, einfach weil da ist das Machtgefälle schon relativ
klar dargestellt und auch einfach, ich glaube nicht, dass er,
während er genadelt wäre, in der Lage wäre, hochzuswitchen, einfach auch, wie
stark er quasi dabei in einem Endorphinrausch kommt.
Sebastian
ja es ist ja auch so solange die Dinger da noch drin stecken und gerade im
Rücken, da kommt man auch nicht so gut selber ran um die wieder rauszuziehen
Cewa
Nee, das würde ich auch nicht empfehlen.
Sebastian
man muss ja so ein bisschen abwarten, bis der andere die auch wieder rausgeholt
hat
Cewa
Ja,
Sebastian
da ich gucke gerade auf die Uhr und stelle fest, oh weia. Ich mag mal den Chat
fragen, ob er Fragen zu dem Thema hat. Also ich lese hier so ein bisschen
nebenbei, dass das von vielen unangenehm gefunden wird. Andere sagen, dass sie
da Fan von sind. Andere sagen, das kann süchtig machen. Also da ist das so ein
bisschen zweigeteilt, die Community.
Cewa
natürlich, das ist ein relativ kontroverses Thema.
Sebastian
Ja.
Müssen wir mal gucken. Irgendwann kann ich ja auch nochmal breit über Risiken
und alles Mögliche sprechen.
Es kann auch mal ein bisschen Blut fließen, weil man erwischt halt manchmal ein
Äderchen, das ist halt alles möglich.
Cewa
Ja, und
Sebastian
Aber ich muss tatsächlich gestehen, also wenn ich irgendwo Bilder sehe, wo mit
Nadeln was gemacht wurde und ja, das kann ich einfach irgendwie, also
ich kann sehen, oh Gott, das war eine Menge Arbeit und zwar für beide, weil man
muss halt durchhalten. Es dauert seine Zeit.
Cewa
sowas, wenn man dann noch so dran denkt, ich muss anzeichnen, ich muss
vielleicht nochmal nachkorrigieren, wenn ich wirklich ein geplantes größeres
Bild habe und
wie viel Zeit da auch einfach drinsteckt, sowas zu üben oder mal
auszuprobieren. Okay, ja, es erinnert mich immer mehr an Seil. Ich
Sebastian
Das ist vielleicht so ein Ding, wenn man wie ich nicht mit Seilen umgehen kann,
dann nehmt einfach Nadeln. Da könnt ihr euch auch euer ganzes Leben mit
beschäftigen und man lernt immer nochmal was dazu.
Ja, ist vielleicht so eine Sache.
Also man muss das einfach mögen und das ist okay. Okay, ich
überlege, ob das eine Frage an dich ist oder von Corinna R99,
steht hier im Chat.
Warte, das ist weggescrollt da. Wie fängt man damit an? Ist doch sehr
gefährlich. Wo beginnt man da?
Cewa
habe in dem Fall nach jemandem geguckt, der das quasi selber schon aktiv gemacht
hat und mich ein bisschen dadurch coachen konnte.
So im Sinne von, mich muss man meistens
eher ein bisschen anfeuern, dass ich das richtig mache, weil ich sehr, sehr
zaghaft bin, wenn ich Dinge ausprobiere. Und da war es dann,
wir hatten uns vorher zusammen auch über Techniken
informiert, hatten uns auch Dinge von
Bekannten zeigen lassen, die im medizinischen Feld
arbeiten. Haben zum Beispiel uns auch von denen nochmal zeigen lassen, wie man
das Ganze richtig desinfiziert und so weiter.
Sebastian
Zeit ist da vor allen Dingen immer der Punkt. Man muss, das dauert einfach seine
Zeit, bis das keimfrei ist.
Cewa
Ja, man muss warten. Und was wir eine schöne Erfindung finden,
ist gefärbtes Desinfektionsmittel. Man sieht, wo es gewesen ist.
Sebastian
Oh, das kenne ich noch nicht.
Okay.
Cewa
Das Kodan, also alkoholische Hautdesinfektion, gibt es gefärbt und ungefärbt.
Die gefärbte macht so eine ein bisschen orangene Farbe,
die man je nach Hauttyp relativ gut sieht. Und dann sieht man einfach, wo das
Desinfektionsmittel gewesen ist. Nicht,
Sebastian
Ja,
okay. Okay, ja, so ein bisschen, ja, ich dachte, das ist dann irgendwie
jodhaltig oder so, ne?
Cewa
Nicht, dass ich wüsste. Müsste ich nochmal nachschauen. aber nicht, soweit ich weiß.
Sebastian
Okay, und das bleibt dann orange?
Cewa
Es lässt sich auch, nee, es lässt sich relativ leicht abwaschen.
Sebastian
Okay.
Cewa
Also nicht so schrecklich abzuwaschen wie Jod. Ich
Sebastian
Mag ich jetzt vielleicht mal fragen, was würdest du sagen, fängt man an mit
kleinen oder mit großen Kanülen?
Cewa
habe persönlich angefangen mit relativ kleinen Kanülen.
Einfach, weil ich da so, ich habe von einmal, quasi einmal von der kleinsten,
die wir hatten, bis zur größten, die wir hatten, hochgearbeitet.
Einfach, um auch ein bisschen Gefühl dazu zu bekommen, Wenn man so ganz, ganz,
ganz feine Nadeln hat, ist das irgendwann das Problem, dass die sich, je nachdem
wie hart die Haut ist, schon fast an der Haut verbiegen können.
Sebastian
Ja.
Ja, das stimmt, also die Führung ist schwieriger und dann gehen die immer weiter
und weiter durch die Haut. Also die haben so ein bisschen diesen
Cewa
möchte die wieder rausbekommen. Oh, dazu fällt mir noch was ein. Die meisten
Leute, die Nadeln passiv irgendwelche Erfahrungen haben, sagen auch definitiv,
dass wieder rausstechen aus der Haut ist schlimmer als was reinstechen.
Sebastian
Rausstech, man zieht es raus.
Cewa
Nein, im Sinne von, man geht ja einmal in die Haut rein und kommt dann wieder
aus der Haut raus.
Sebastian
Ah, ja, mhm.
Cewa
Die
Sebastian
Ja, ganz ehrlich, in meinem ganzen Leben wurden vielleicht vier, fünf Kanülen in
meinen Arm reingejagt, eben an besagtem Tag.
Cewa
kam auch nicht wieder raus. Ah, doch, okay, da.
Sebastian
Doch die kamen natürlich wieder raus. Ich kann es aber nicht mehr genau sagen.
Es war halt so, auf Zähne zusammenbeißen und irgendwann ist es halt vorbei.
Cewa
Also Nadeln passiv sind so nichts für dich.
Sebastian
eher nicht so. Naja, aber man muss ja nicht jeden Quatsch ausprobieren, ne?
Cewa
Genau. Ich
Sebastian
Also man sagt ja immer, ein guter Dom probiert alles mal aus, aber ich bin da,
gehöre dazu, ja,
Cewa
glaube, das kommt auch immer drauf an,
weil ich habe genug Dinge, wo ich sagen würde, die muss mein Partner nicht
ausprobiert haben, damit ich sie mit ihm mache.
Sebastian
vor allem, es fühlt sich ja anders an, ne? Also man weiß ja nicht, wie das
Gegenüber das erotisiert und welcher Effekt da ist, ne? Da ist ja nochmal ein
Unterschied. Ja,
Cewa
Und die Sache ist auch einfach, jeder hat ein bisschen eine andere
Schmerztoleranz. Und jeder Körper ist
anders. Und wenn jemand absolut sagt, ich kann mit dem gar nicht
anfangen, und jemand anderes sagt, ich finde das total heiß, dann muss
der, der damit nichts anfangen kann, das nicht ausprobieren, meiner Meinung
nach.
Sebastian
ich kriege hier so einen garstigen Kommentar gerade. Ich sage jetzt nicht von
wem, aber da steht ein guter Dom probiert dann auch Strom aus.
Nein, tut er nicht. Keine
Cewa
Wenn jemand Panik vor Strom hat, dann muss er Strom nicht ausprobieren.
Sebastian
Panik vor Strom.
Cewa
Aber wenn man es nicht möchte, dann möchte man es nicht.
Sebastian
Es wird nicht dazu kommen, dass ich eine Panik davor entwickeln kann. So,
das ist jetzt ja, Cewa grinst.
Ja, warte, ich habe das Gerät glaube ich hier noch in der Schublade. Warum liegt
das Ding eigentlich seit vier Wochen im Büro?
Cewa
Oh, alles
Sebastian
Oh, da hält mir jemand. Ich lasse das lieber bleiben. Ich lege das jetzt mal
weg.
Cewa
gut.
Sebastian
Schlimm.
Cewa
Das klingt ja fast wie ein Viehtreiber oder so vom Piepsen her.
Sebastian
Nein, nein, nein, so etwas würde ich hier nie im Büro liegen haben.
Cewa
Oh,
Sebastian
Wäre ja fürchterlich.
Ich glaube, ich habe es gerade draußen blitzen gesehen, das kann nicht sein,
aber wer weiß, vielleicht haben wir ja bald ein Gewitter. Das wäre mal cool.
Cewa
das wäre doch schön.
Sebastian
Eine Live-Sendung, da würde ich das Fenster aufreißen, damit man hier den Donner
hört, der würde dann, glaube ich, auch die Stimmung so ein bisschen extra
transportieren.
Cewa
Das
Sebastian
ich sehe keine weiteren Fragen hier im Moment. Das bedeutet, ach doch, eine
kommt jetzt gerade noch. Wie bzw. warum setzt man Nadeln ein? Strafe oder weil
Sub einfach den Schmerz genießt? Wieder von Corinna.
ist eine gute Frage.
Cewa
ist eher ein Genießen von Schmerz. Bei Strafen haben wir quasi eher im
D/s-Thema, dass Strafen eine Verhaltensänderung bewirken sollen und das ist dann
relativ ritualisiert bei uns, weil
Sebastian
Okay. Ja, die
Frage, die hat mich gerade ein bisschen verwirrt. Warum setzt man das ein? Und
ich könnte das, also ich selbst könnte es auch nicht beantworten, muss ich ganz
ehrlich gestehen.
Cewa
es Spaß macht.
Sebastian
Es ist zumindest unvernünftig und damit ist es ja für mich eine gute Sache.
Cewa
Ich
Sebastian
So, okay. So, dann sehe ich auf die Uhr, stelle fest, es ist spät, verdammt.
finde,
Cewa
könnte noch über 10.000 Themen reden, aber das ist, glaube ich, normal.
Sebastian
ja, das ist immer so und das muss auch immer so sein, glaube ich.
Wir picken uns ja hier immer nur so ein paar Sachen raus, wo wir dann schauen,
ist das interessant oder was ist in letzter Zeit ein bisschen zu kurz gekommen.
Ich hoffe, wir haben jetzt keins deiner Herzensthemen zu arg vernachlässigt. Ja,
Cewa
Nichts, das mir gerade einfällt, außer dass ich so sagen kann, ich mag Skalpelle
sowieso lieber als Nadeln an mir.
Sebastian
das nehmen wir dann nochmal in einer eigenen Folge.
Cewa
Ja, alles gut.
Kann man Leute mit anteasern.
Sebastian
Ja, kann man, ach, ich erzähl dazu jetzt nichts mehr.
Cewa
Alles gut.
Sebastian
Okay, so, ich hab da hoffentlich die richtige Musik jetzt für dich ausgesucht,
Kleid aus Rosen von, ja, von, diese Software macht
mich irre, die Warns, genau, mir wird ja immer nur wieder angezeigt, wie die
Datei heißt und da auch nur zur Hälfte ist, das ist immer schrecklich.
Cewa
Subway to Sally.
Sebastian
Das werde ich jetzt spielen und danach sind die Hörer wieder aufgerufen, hier
anzurufen, um mitzureden über was auch immer. Ich habe noch ein paar
Ankündigungen mir aufgehoben, also ich kann zehn Minuten locker überbrücken. Wir
gucken mal, was passiert.
Cewa, vielen, vielen, vielen Dank, dass du dich gemeldet hast, dass du
mitgemacht hast und dass du dir so bereitwilligst Auskunft gegeben hast.
Cewa
Gerne.
Sebastian
Finde ich schön. Danke dir.
Cewa
Gerne. Schönen Abend noch und viel Spaß.
Sebastian
Danke dir auch. Tschüss.
Und da bin ich auch wieder Und ich habe jemanden mitgebracht. Juhu, es hat
jemand angerufen. Hervorragend. Der Thomas hat angerufen. Hallo?
Ja, erzähl was über dich. Weshalb rufst du an? Worüber sprechen wir?
Thomas
längere Zeit verfolge, den ganz interessant finde.
Und ja, ich komme jetzt gerade vom Arbeiten und habe Nadeln in Menschen
reingesteckt.
Sebastian
Ja, das passt ja gut.
Thomas
Allerdings nicht aus Jux und Dollerei oder aus Spaß oder in einem BDSM-Kontext,
sondern weil ich noch nach der Schule heute Schmerztherapie bei mir in der
Praxis gemacht habe.
Sebastian
Okay, gut. Also etwas andere Verwendung. So soll man die Dinge ja auch
eigentlich benutzen. Das ist ja sogar vernünftig.
Thomas
Ja, das ist vernünftig. Aber wir reden ja über Unvernunft.
Sebastian
Genau, das finde ich immer gut, wenn wir das tun. Nun, ordnen wir dich mal so
ein bisschen ein. Du bist selber aktiver BDSM-er.
Thomas
Ich bin aktiver BDSM-er seit über 40 Jahren.
Sebastian
Das ist mal ein bisschen Erfahrung. Ui.
Thomas
Ja, ein wenig.
Sebastian
Du weißt ja, ich frage ja hier jeden, wenn du ein bisschen zugehört hast, wie
hat das so angefangen? Vor 40 Jahren war das nicht so einfach, wie das jetzt
ist.
Thomas
Nein. Also es ist schon ein bisschen mehr als 40 Jahre, es sind 45 so, die
Erkenntnis, dass ich Neigungen in diese Richtung habe, die habe ich so mit 15
gehabt und bin dann glücklicherweise auch direkt
an eine junge Dame, die etwas älter war als ich, geraten, die in dieser Richtung
unterwegs gewesen ist und die mich da eingeführt hat.
Wobei natürlich im Gegensatz zu heute das Problem war, dass das im Grunde alles
Learning by Doing war. Es gab so gut wie keine Informationen, das Internet war
unbekannt. Ja, mit 15, 16 in den Sexshop gehen und sich entsprechende
Zeitungen oder Journale zu holen, ist natürlich auch komplett ausgefallen.
Sebastian
Ja, das heißt, einfach ausprobieren und gucken, was gut ist. Mehr blieb dir ja
nicht, ne?
Thomas
Richtig ja, ausprobieren, gucken, was gut ist
Auf die Reaktionen der Partnerin achten, daraus lernen
Fehler machen sicherlich auch Aber 45
Jahre Erfahrung, da weiß man mittlerweile jetzt, worauf es ankommt, denke
ich
Sebastian
Ja, okay.
Erstmal, du bist also auch dabei geblieben. Das ist ja auch immer so ein
wichtiger Punkt.
Thomas
Ich bin dabei geblieben, ja.
Sebastian
Und wenn du oder die Hörer im Hintergrund jetzt irgendwas hören, das Podcast
subbie hat gerade einen Schluckauf, eventuell
Thomas
Hatte sich erschrocken.
Sebastian
ein bisschen. Oh Gott, das ist nicht schlimm. Das ist ganz sympathisch, das ist
menschlich. Ach, jetzt
versucht es jetzt irgendwie abzustellen. Nicht die Luft zu lange anhalten. Wenn
du mir umkippst, ist die Sendung zu Ende. Das ist dann auch blöd. Oh je.
Entschuldige, das hatten wir auch noch nicht.
Thomas
Ich lese da gerade was ganz Spannendes im Chat. Da schreibt jemand, pervers sein
ohne Internet ist ziemlich einsam.
Wow, das ist eine steile These.
Sebastian
Ist das so?
Thomas
Das sehe ich überhaupt nicht so.
Sebastian
Okay, wie siehst du es? Magst
Thomas
Ich denke, dass man das mit Einsamkeit überhaupt nicht in Verbindung bringen
kann. Es ist eine Einstellung und an diesen Begriff, der ich weiß, im
Podcast sehr gerne benutzt wird, nämlich dieser Begriff des Perversen, da stoße
ich mich ganz gewaltig dran, was aber bei mir berufliche Gründe hat.
Sebastian
du sagen, was du machst? Pervers, okay,
Thomas
Das kann ich durchaus sagen. Ich bin seit 40 Jahren in der
Medizin, mittlerweile 42 Jahre in der Medizin tätig. Ich habe eine
Praxis für Schmerztherapie und Psychotherapie.
Ich unterrichte auch Psychotherapie. Und vor dem Hintergrund, muss ich sagen,
der Begriff des Perversen, den gibt es eigentlich gar nicht mehr.
Man hat bis vor, sagen wir mal rund 15 Jahren, alles, was nicht
Blümchensex gewesen ist, in den diagnostischen Kriterien als
Perversität bezeichnet. Vom Spanner bis hin zum BDSMler,
also die ganze Bandbreite wurde als pervers dargestellt und diesen Begriff gab
es auch als Diagnose.
Mittlerweile ist dieser Begriff aber aus sämtlichen diagnostischen Manualen
komplett entfernt worden. Den Begriff des Perversen als solches, den gibt es
nicht mehr Nur noch im Rahmen von Erklärungen, aber nicht mehr im Rahmen
von der Diagnosestellung Also das, was wir machen, wird nicht
mehr pathologisiert Zumindest nach diagnostischen Kriterien, wie das in den
Köpfen der Leute aussieht Das ist natürlich nochmal eine ganz andere Geschichte.
Sebastian
also nehmen wir mal zwei Sachen, also den Begriff pervers, ich gebe zu, ich
verwende ihn unbedacht, auch mit so einem leichten Augenzwinkern,
da kann man sich drüber streiten, ob das jetzt besonders feinfühlig ist, das
gebe ich ja ganz ehrlich zu, ich sage es mal so, noch habe ich dazu keine
richtig bösen Reaktionen bekommen.
Thomas
Nein, um Gottes Willen, das ist auch nicht böse gemeint. Das soll eigentlich nur
im Sinne einer Klarifizierung sein. Man spricht heutzutage von sexueller
Deviation, also von anderen sexuellen Neigungen und auch die
werden durchgängig eigentlich nicht mehr pathologisiert. Der einzige
Grund, eine solche Diagnose zu vergeben, ist es, wenn
jemand in dieser BDSM-Konstellation Leidensdruck hat.
Sebastian
Ja, also das heißt, es wird nicht mehr gesagt, BDSM ist jetzt das Problem,
sondern das Problem ist, wenn BDSM dem Menschen nicht gut tut.
Thomas
Richtig, genau das ist es. Ja, der
DSM-4, also respektive jetzt der DSM-5, das amerikanische Manual
und auch der ICD-10 benutzen diesen Begriff im Grunde überhaupt nicht mehr.
Sebastian
Ja, das ist ja sehr fortschrittlich.
Okay, und wird das auch von einem Berufskollegen so auch angewandt? Hat
sich das durchgesetzt?
Thomas
Ich denke ja.
Ich denke ja. Also ich habe in den letzten zehn Jahren viele Briefe von Kollegen
gelesen, aber auch im klinischen Setting, das gibt es eigentlich als Diagnose
gar nicht mehr.
Sebastian
okay. Es ist aber trotzdem so, dass viele Menschen, die jetzt zum Beispiel zum
Psychologen gehen, die sagen, ja, dem erzähle ich alles, weil der soll mir ja
auch helfen, aber das erzähle ich ihm dann lieber doch nicht.
Thomas
Das ist richtig.
Sebastian
Ist das ein Fehler in deinen Augen?
Thomas
Das kommt darauf an, ob dieses Thema der sexuellen
Ausrichtung zum Problem gehört.
Wenn es zum Problem gehört und man redet nicht darüber, dann bleibt es
ein Problem. Aber ich bin da schon der Meinung, die meisten Leute heutzutage
haben zwar mitbekommen durch die Medien, dass dieser
Begriff letztendlich nicht mehr pathologisiert ist und dass es so etwas wie ein
Allgemeingut geworden ist. und siehe dieses merkwürdige Ding mit dem Fifty
Shades of Grey.
Aber das auszusprechen und wirklich klar dazu zu stehen, in welche Richtung man
geht, ich glaube, das ist noch nicht gängige Praxis.
Sebastian
Okay. Würdest du Menschen ermutigen wollen, dass sie das erzählen, wenn es
zum Bild einfach dazugehört, zum Menschen?
Thomas
Ermutigen? Nein, ermutigen nicht, weil ich das als übergriffig erleben
würde. Ich kann einfach nur durch die Art und Weise, wie ich die
Bindung zu meinem Klienten aufbaue, ihm die Möglichkeit geben, sich zu
öffnen.
Das Problem ist ja häufig, leider auch in Therapeutenkreisen, wenn die etwas
erzählt bekommen, das nicht hundertprozentig in ihr Weltbild passt oder wo sie
selber Vorbehalte haben, dass sie das den Klienten spüren lassen und der macht
dann zu und das ist dann im Grunde das Ende des therapeutischen Bündnisses.
Sebastian
Okay.
Also der Therapeut ist eben auch nur Mensch an der Stelle. Aber
es ist natürlich schwierig an der Stelle.
Thomas
Ja, er sollte aber durch Ausbildung und
Selbsterfahrung in der Lage sein, im Grunde, das mag jetzt schwierig
klingen, aber er sollte in der Lage sein, alles zu verstehen, was das Gegenüber
ihm mitteilt. Er muss es nicht gut heißen, aber er soll es verstehen können
und soll dem Klienten auch signalisieren können, okay, du kannst mir das
erzählen, ohne dass ich rückwärts vom Stuhl falle.
Also dieses Signalisieren von Offenheit ist, glaube ich, eine wesentliche
Voraussetzung für ein gutes therapeutisches Bündnis.
Sebastian
Man spricht ja immer von einem Vertrauensverhältnis. Das muss ja auch in beide
Richtungen irgendwie halbwegs funktionieren können. Ja, okay.
Thomas
muss nicht halbwegs in beide Richtungen funktionieren. Das muss, zumindest wenn
man die ersten Sitzungen hinter sich hat, zu 100% in beide Richtungen
funktionieren.
Das heißt, ich muss dem Klienten vermitteln können, pass mal auf, egal was du
mir erzählst, ich lehne dich deswegen nicht ab, auch wenn ich
bestimmte Fragestellungen oder bestimmte Ansichten in Frage stelle, aber ich
darf ihn deswegen oder sie deswegen nicht ablehnen. Wenn ich das schaffe,
dann habe ich ein gutes therapeutisches Bündnis und dann brauche ich den
Klienten gar nicht zu animieren, mir irgendwas zu erzählen, das tun die
freiwillig. Das ist ein Erfahrungswert aus den letzten 20 Jahren Praxis.
Die kommen von selber.
Nein, das ist nichts Pathologisches. Da ist ein Bedürfnis nicht befriedigt.
Und dann ist es Aufgabe im Setting zu schauen, wie man gegenüber dieses
Bedürfnis befriedigen kann, auf welcher Grundlage dieses Bedürfnis bei ihm
entstanden ist und offensichtlich dann auch noch besteht. Und was die
Hinderungsgründe sind, und die Hinderungsgründe, auch das wiederum ein
Erfahrungswert, ist in den meisten Fällen schlechte Kommunikation mit dem
Partner.
Sebastian
Weil man es nicht ausspricht in der Beziehung, meinst
Thomas
Weil man es nicht ausspricht. Ich mache auch Paartherapien.
Sebastian
Oh, ha.
Thomas
wenn es mal zu diesem Thema kommt, was es recht häufig
tut, muss ich sagen, dann stelle ich gerne eine Frage, wo die Leute, die mir
gegenüber sitzen, müssen immer erst mal zu Boden gucken. Ich stelle die Frage,
wissen Sie genau, was Ihr Partner von Ihnen erwartet?
Und dann kriegt man die Antwort, ja, ja, klar, das weiß ich. Und dann frage ich,
woher? Ja, das merkt man doch. Nein, man merkt es eben nicht. Das ist ein
Trugschluss.
Und man vermutet zu wissen, dass das, was man mit dem Partner macht, gut
ist.
Und dann macht man immer mehr desselben, weil man denkt, das ist ja gut.
Aber man hat keine konkrete Aussage darüber, ja, das
möchte ich, nein, das möchte ich nicht. Und wenn es die Nummer auf der laufenden
Waschmaschine ist, ja, völlig gleichgültig. Die Kommunikation ist auch
bei Paaren leider nicht wirklich offen.
Sebastian
Warum? Ist es Angst davor, dass der andere das ablehnt?
Thomas
Es ist oftmals die Angst vor Ablehnung und, oh, jetzt geht es ein bisschen in
die Tiefenpsychologie rein. Nein, das sind die gelernten Regeln, Normen und
Werte. Wir Psycho-Heinis sprechen da von Über-Ich-Funktionen. Also das ist das,
was man gelernt hat, was man darf, was man nicht darf, was welche Konsequenzen
nach sich zieht. Und diese Über-Ich-Regeln sind auch heute,
2020, oftmals noch Überlieferungen aus dem letzten Jahrhundert, weil es
im Sinne von familiären Traditionen ausgesprochen oder unausgesprochen
weitergegeben wird, wie man zu sein hat.
wenn man dann feststellt, man ist anders, man hat andere Ideen, andere Wünsche,
andere sexuelle Wünsche,
dann denkt man sich als erstes mal, bin ich richtig so mit dem, wie ich
unterwegs bin?
Wer von den Leuten draußen auf der Straße hat sowas wie Selbsterfahrung gemacht?
Also hinterfragt, warum er so ist, wie er ist. Das sind die wenigsten.
Sebastian
Okay, aber jetzt brichst du das ja auf. Und du animierst die Leute dazu, mal
miteinander zu sprechen.
Thomas
Ja, das tue ich. Das tue ich sogar ganz konkret. Das tue ich auch in der
Sitzung.
Wobei ich dann natürlich sage, Leute, das müsst ihr hier nicht vor mir
besprechen, sondern macht das zu Hause und erzählt mir beim nächsten Mal, was da
rausgekommen ist. Was da rausgekommen ist, heißt jetzt nicht, dass ich wissen
will, wie die beiden im Bett miteinander interagieren oder im Sex generell,
sondern ich möchte gerne wissen, welche Veränderungen hat es in die Beziehung
reingebracht.
Sebastian
Ja.
Thomas
Steht man morgens mit einem besseren Gefühl auf? Freut man sich abends mehr auf
den Partner oder die Partnerin, weil man weiß, wenn ich jetzt geil darauf bin,
ihn oder sie ans Bett zu fesseln,
dann muss ich das nicht mit dem Vorbehalt tun, ist das vielleicht richtig, was
ich mache, sondern man weiß es und man geht viel entspannter an die ganze Sache
an.
Sebastian
Ja.
Wir nehmen jetzt mal einen Fall, von dem ich glaube, das betrifft dann doch
viele. Man redet in der Beziehung, man spricht seine Wünsche aus. Und jetzt sagt
der oder die andere, nee, mache ich nicht, will ich nicht, gehe mir weg damit.
Wie gehst du denn damit um, weil dann hast du offensichtlich einen Menschen, der
ein Bedürfnis hat und seinen Partner sagt halt, möchte ich, dem kannst du ja
auch nicht sagen, jetzt mach das mal mit, dann geht es deinem Partner besser,
das kannst du ja auch nicht machen.
Thomas
Nein, das geht nicht. Dann gibt es verschiedene Interventionsmöglichkeiten. Man
geht einfach hin und fragt, warum kannst du das nicht machen? Vielleicht lässt
sich herausarbeiten, dass diese Wünsche nach Dominanz oder Unterwerfung zwar
vorhanden sind, aber nicht verbalisiert werden können.
Sie können nicht verbalisiert werden, weil die Über-Ich-Funktionen, also diese
Regeln, Normen und Werte, die hauen einem da einfach ein Denkverbot rein. Da
darf man gar nicht drüber nachdenken. Weil dann käme ja etwas hoch, was
vielleicht verboten ist. Sei es Lustempfinden oder sei es auch komplette
Ablehnung, sei es Aggression.
Man muss versuchen für mein Empfinden, wohlgemerkt, das ist keine Lehrmeinung,
das ist meine subjektive Meinung aus der therapeutischen Erfahrung heraus, dass
man immer versuchen sollte zu verstehen, warum ist das so.
Sebastian
Ja, okay.
Aber du kannst ja, ich merke es, ich breche das jetzt sehr flapsig runter. Du
wirst ja nicht sagen, Mensch, jetzt lassen Sie sich doch von Ihrem Partner mal
ein bisschen dominieren und verhauen. Und dann, also die Frage ist, woran wird
gearbeitet? An dem Menschen, der ablehnt oder an dem Menschen, der sagt, ich
habe hier aber ein Bedürfnis?
Thomas
Ja, es muss eine Konsenslösung her.
Es darf kein Kompromiss werden. Der Kompromiss würde sagen, ich mache das jetzt,
um dir einen Gefallen zu tun, aber wir wissen ja aus der
Kommunikationsforschung, Kompromisse sind immer faul. Irgendwas fehlt an den
Kompromissen.
Sebastian
Ja, ich sage mal, ein Kompromiss ist es dann, wenn beide
unzufrieden damit sind. Ein guter Kompromiss ist es, wenn beide möglichst
unzufrieden damit sind, aber beide damit leben können.
Thomas
Wenn beide nicht unzufrieden sind, das wäre der Idealfall. Vielleicht muss
man dann einfach die Wünsche und Bedürfnisse auf der einen Seite ein bisschen
runterbrechen, auf der anderen Seite ein bisschen Offenheit schaffen.
Aber der Erfahrungswert geht eher dahin, dass das Problem wirklich diese
gelernten Regeln, Normen und Verbote sind.
Und das erlebe ich selbst bei Menschen, die durchaus mit
Sexualvariationen, also anderen Sexualpraktiken umgehen. Die tun das und
haben ein schlechtes Gewissen dabei.
Das ist immer eine ganz, ganz spannende Konstellation. Und ich sage jetzt nicht,
an allem ist die Mama schuld, um Gottes Willen. Stimmt nicht. Aber es sind dann
so, ja oftmals so familiäre Traditionen, die dazu führen, dass
bestimmte Dinge einfach abgelehnt werden und man tut so, als wenn man sich für
den Partner überwindet, das macht, vielleicht täuscht sie dann auch noch einen
Orgasmus vor und er sagt, boah, das war befriedigend, aber im Prinzip steckt
doch ein negativer Effekt dahinter, nämlich so ein Gefühl von Verbotenheit, das
darf nicht sein. Und ich glaube, manchmal
findet man keine Konsenslösung.
Sebastian
und wenn man die nicht findet gerade wenn du so ein Paar vor dir sitzen hast
wenn es die Lösung nicht gibt oder nicht gefunden werden kann
sagst du dann okay, dann geht getrennte Wege ich meine, das kann ja auch kein
Rat sein
Thomas
Nö, das muss ja nicht sein. Das muss ja nicht sein. Das ist auch niemals mein
Rat. Ich würde niemals jemandem sagen, also passt mal auf, ist besser, ihr
trennt euch, weil das gibt sowieso keinen.
Ich stelle dann die Frage, wie leidensfähig jemand ist.
Und manche Leute sind bemerkenswert leidensfähig und das sind dann Beziehungen,
die auf sexueller Ebene 40 Jahre unbefriedigt sind.
Dann ist das so. Wir Psychoheinis können nicht jeden retten.
Manche Leute sind so in ihren Modellen und Mustern verfangen, dass es einfach so
so ist, wie es ist, und dann dürfen wir auch nicht den Versuch machen, da auf
Teufel komm raus den Knackpunkt zu finden, das ist nicht unser Job.
Sebastian
Okay
Ja, also ich merke, da gibt es einfach ganz viel Augenmaß und einfach es gibt
keine generelle Handlungsweise sage
Thomas
es gibt kein Rezept dafür.
Es gibt kein Rezept. Man muss wirklich die ganz individuelle Situation
betrachten. Und vielleicht ist ja jemand auch dabei, der mit dieser
Unbefriedigtheit, die entstehen kann, recht
zufrieden ist, weil er eben gerne leidet. Und dieses Leiden eben nicht dadurch
lebt, dass er sich fesseln oder verprügeln oder Nadeln in sich stecken lässt,
sondern er einfach still vor sich hin leidet, weil es seiner, jetzt kommt wieder
so ein blödes Wort, weil es seiner neurotischen Grundstruktur entspricht. Also
er ist einfach so und ist vielleicht dann ganz zufrieden mit der Situation, darf
sich nicht zwingend wundern, wenn dann der andere Partner sich seine
sexuellen Bedürfnisse anderweitig erfüllen lässt.
Sebastian
Ja, okay
Okay, ich sage mal so, ich habe jetzt so leise im Hintergrund, mein
Unterbewusstsein sagt mir so ein bisschen, wenn du einen Partner hast, mit dem
du kein BDSM machen kannst, weil ihr euch da irgendwie nicht versteht oder man
weiß nicht, dann geh zum Paartherapeuten, der wird schon dafür sorgen, dass es
irgendeine Lösung geben wird.
Und die Lösung muss natürlich sein, dass mein Partner sich jetzt von mir
verhauen lässt.
Thomas
Nein, no way, no way, nein, das kannst du komplett
knicken, das kannst du komplett knicken, das funktioniert nicht,
das wäre gegen jeden therapeutischen Grundsatz.
Sebastian
Entschuldigung, das ist ein Gedanke, der nicht geht, ne? Okay.
Also weil ich jetzt auch gerade durch den Podcast Menschen kenne, die wirklich
da verzweifeln, naja nicht am Verzweifeln sind, aber die versuchen wirklich
alles. Die versuchen Brücken zu bauen, dass sie klein anfangen, dass sie ihren
Partner, ich sag mal so ein bisschen locken, manipulieren, dass irgendwas ist.
ist, was würdest du denn sagen, wenn ich jetzt so den Plan habe, okay, mein
Partner ist da jetzt nicht so aufgeschlossen wie,
Thomas
Ja.
Sebastian
also ich sage mal, man will ja seinen Partner, mit dem man zusammenlebt, nicht
manipulieren und hintergehen in dem Sinne.
Thomas
Stopp.
Du manipulierst deinen Partner oder deine Partnerin ständig, jeden Tag,
dutzend Male.
Aber lassen wir das mal dahingestellt, ich weiß, worauf du raus willst. Ich
vermute, du möchtest damit in die Richtung gehen, zu sagen, naja, ich kann doch
nicht hingehen und dann so lange an meinem Partner oder an der Partnerin
rumschrauben, bis er oder sie endlich das tut, was ich mir so sehnlich wünsche.
Sebastian
Genau das wollte ich auch so ausdrücken.
Exakt meine Gedanken. Sehr gut. Entschuldige.
Thomas
Ne, man muss hinschauen. Ich lese hier gerade so mit einem Auge in dem
Chat.
Sebastian
Oh, lass das.
Thomas
Ne, da ist eine interessante Geschichte drin. Da steht, ich bin auch ein echter
Fan von ressourcenorientierter Betrachtung. Ressourcenorientiert heißt in dem
Zusammenhang, welche Möglichkeiten, Fähigkeiten hat mein
Gegenüber, auf meine Wünsche einzugehen. Und wenn diese Ressourcen auf
irgendeinem Grund, sei es Biografie im weitesten Sinne, sei es Erziehung,
sei es Über-Ich-Funktionen, wenn diese Ressourcen einfach nicht gegeben sind,
dann wäre es völlig übergriffig, den Versuch zu machen, den anderen
dann mit sanftem Druck zu motivieren, meinen Wünschen
oder Bedürfnissen zu folgen. Das kann in der Konsequenz nur im Chaos enden,
das Ganze. Also man muss wirklich diese Betrachtungsweise, die jemand hier auch
gerade geschrieben hat, im Auge behalten. Sind überhaupt Ressourcen dafür
vorhanden?
Ist das einigermaßen verständlich oder ist das jetzt fürchterliches
Psycho-Geschwätz?
Sebastian
Sind die...
Das geht noch. Die Frage ist ja, wenn sie nicht vorhanden sind, was tue ich
dann?
Vielleicht schätze ich es ja auch falsch ein. Wer bin ich denn, dass ich die
Ressourcen meines Partners richtig deute?
Thomas
Das richtige Deuten funktioniert nicht, man muss es besprechen. Man muss wirklich
in die Kommunikation gehen. Und wenn jemand sagt, ich kann das nicht, dann gibt
es irgendwelche Abwehrmechanismen, die dieser Mensch aufgebaut hat, die ihn vor
negativen Affekten schützen. Und daran hat man nicht zu rühren.
Sebastian
Ja, das wäre dann dein Job. Ich
Thomas
Nein, das ist auch nicht mein Job. Ich kann versuchen, den Grund dafür zu
finden. Ich kann auch versuchen, sagen wir mal, diesen Grund
zu bearbeiten. Das sind die Gründe, die vorgegeben werden. Mama hat immer
gesagt, Sex macht man nur im dunklen Schlafzimmer. Sind das Gründe, die
man auf der einen Seite rational nachvollziehen kann und sind es Gründe,
die wirklich internalisiert sind, also sind die verinnerlicht? Ist das wirklich
ein Teil meiner Persönlichkeit oder habe ich eben Ressourcen zur Verfügung,
um diese Gründe zu übergehen, also den
Versuch zu machen, ohne dabei gleich ein schlechtes Gewissen zu bekommen?
Sebastian
Ich versuche mal so ein bisschen einfach mal das Praktische wirklich reinzugehen.
Sind Paare denn fähig, diesen Konflikt oder diese
Unbefriedigtheit selbst zu lösen oder ist da ein außenstehender Dritter
eher die bessere Wahl?
Thomas
des
Wenn Sie es hinbekommen würden, dieses Problem auf einer
kommunikativen Ebene zu lösen, ohne die Hilfe von Dritten, das wäre eigentlich
so der Goldstandard. Aber es funktioniert nicht, weil diese Menschen
oftmals, wie soll ich das nennen, in einem Tunnelblick drin sind. Die gucken
nicht rechts und links, die sind nicht in der Lage, in die Meta-Ebene zu gehen.
Oh, scheiße, schon wieder so ein Ding, Meta-Ebene. Soll ich das erklären oder
glaubst du, das wird allgemein verstanden?
Sebastian
Ich habe hier tatsächlich ein paar Fragen aus dem Chat, die ich dir gerne
stellen würde, so nach und nach, aber das Gespräch fesselt mich tatsächlich ein
bisschen, dass ich nicht genau weiß, wann packe ich das da rein, weil ich höre
dir zu und dann habe ich wieder einen Gedanken und dann habe ich wieder tausend
Fragen und das ist gerade ganz schwierig für mich und ich höre dir jetzt einfach
mal zu und wenn du da was aufgreifst, du bist offensichtlich in der Lage, Chat
zu lesen und mir was währenddessen zu erzählen,
mach einfach.
Thomas
Nein, also ich bin nicht in der Lage, Chat zu lesen, laufend, weil niemand auf
der Welt ist multitaskingfähig.
Ich will nur ganz kurz vielleicht auf den Begriff Meta-Ebene eingehen und dann
halte ich den Mund. Dann kannst du, wenn du das möchtest, gerne deine Fragen
abarbeiten. Meta-Ebene bedeutet, wenn man in einer
Konfliktsituation ist.
Ob die jetzt ausgesprochen ist, also interpersonell, dass man sich mit jemandem
in die Wolle kriegt oder auch wenn man mit sich selber in Konflikt ist, bedeutet
Meta-Ebene, sich einen Küchenstuhl zu nehmen, sich da drauf zu stellen
und von oben auf die Situation zu gucken. Also sich aus
dem Gefühl rauszunehmen und einfach von oben mal draufschauen. Und da bieten
sich oftmals schon Lösungsmöglichkeiten, die man übersieht, wenn man selber
bis zu den Knien im Sumpf steckt.
Sebastian
Du meinst das jetzt wörtlich, ne?
Thomas
ich meine das wörtlich, ob du es glaubst oder nicht, ich empfehle meinen
Patienten, wenn sie Meta-Ebene üben sollen,
pass mal auf, wenn du mit deiner Partnerin, mit deinen Kindern im Stress
bist, kann man natürlich nicht im Job machen, das ist scheiße, das geht nicht,
dann nimm dir einen Küchenstuhl und stell dich mal da drauf und guck mal von
oben auf die Situation. Situation, erstens wirst du jede Menge verwunderte
Gesichter sehen, die werden sofort alle den Mund halten und du wirst auf diesem
Stuhl stehen und erstmal grinsen. Und das ist schon oftmals die halbe Therapie,
da braucht man keinen Psychodackel wie mich. Man muss sich nur mal aus der Situation
rausziehen und von oben drauf gucken.
Sebastian
diese Perspektivveränderung, ne?
Thomas
Ganz simpel. Ja, natürlich. Was machen wir in der Therapie? Wir
verändern den Blickwinkel der Menschen auf ihre Probleme. Wir lösen die
nicht. Wenn ich in der Therapie anfange zu arbeiten, läuft was falsch.
Mein Klient muss arbeiten.
Sebastian
Ja, okay.
Darf ich mal fragen, du hast jetzt mehrmals gesagt Klient und eben hast du
gesagt Patient. Ist das jetzt ein Unterschied?
Thomas
Ja, ich weiß, das ist doof. Ein Patient ist eigentlich der Begriff, den ich
immer versuche zu vermeiden. Aber nach 40 Jahren in der Therapie und in der
Medizin rutscht er manchmal raus. Weil Patient bildet sofort
bedeutet sofort, dass ich jemanden pathologisiere. Du bist Patient, ich bin Therapeut, du
bist krank, ich weiß, was zu tun ist. Und das ist völliger Quatsch. Also spreche
ich eigentlich lieber vom Klienten, aber dadurch, dass ich ja auch Körpermedizin
bei mir in der Schule unterrichte, rutscht es halt manchmal dazwischen. Aber der
bessere Begriff ist eigentlich Klient.
Sebastian
Ich werde jetzt mal versuchen, hier ein bisschen Fragen zu ordnen und irgendwie
mal unterzubringen. Ich muss mal gucken, ob der Zusammenhang noch existiert.
Thomas
Okay.
Sebastian
Die erste Frage, die ich stelle und die du mir mit Ja beantworten wirst, ist,
machen wir eine komplette lange Folge miteinander?
Thomas
Okay, ja.
Sebastian
Gut, wunderbar, hat Ja gesagt, kann ich notieren. So, sehr schön.
Das heißt, alles, was wir heute hier nicht mehr unterbringen können, das bringen
wir irgendwann unter und möglichst bald, habe ich das Gefühl, weil das macht
nämlich gerade wirklich Spaß. Spaß.
Thomas
Schön.
Sebastian
So, fangen wir mal an. Nickname ist schreckliches Training.
Entschuldigung.
These. Wenn es keinen Leidensdruck gibt, ist es nicht krank.
Thomas
Richtig.
Sebastian
So einfach.
Thomas
So einfach.
Sebastian
Also wenn die Wände mit mir reden, aber ich leide nicht drunter, weil die mir
gute Tipps geben, dann ist das okay.
Thomas
Das ist richtig problematisch, wenn du mit denen in Konversation treten kannst.
Dann würde ich eine paranoide Schizophrenie vermuten.
Sebastian
Oder laute Nachbarn.
Thomas
Oder laute Nachbarn.
Sebastian
Okay.
So, Frage. Was ist mit Ausrichtungen, die früher illegal waren, heute
aber nicht?
Also wie gehst du in deinem Kontext damit um? Möchte Temporärdatei wissen? Was
sind das für Nicknamen heute?
Thomas
Ähm, was meint der oder diejenige mit illegal?
Sebastian
Ich glaube, da geht es dann so ein bisschen drum, hier zum Beispiel
Homosexualität. Das wurde ja vor, ich sag mal, 40, ist es 40 Jahre her? 30? Ich
weiß gar nicht genau, wann es sich geändert hat.
Thomas
Boah, das kommt drauf an, in welchem Land du dich befindest.
Sebastian
Okay, nehmen wir mal Deutschland jetzt.
Thomas
nehmen wir mal Deutschland, okay, wie ich damit umgehe, wertfrei.
Sebastian
Da leben wir im Moment.
Und das gelingt dir?
Thomas
Ja, absolut.
Ich war mir über mehrere Jahre nicht darüber im Klaren, ob mein Sohn nicht
schwul ist.
Mittlerweile weiß ich, er ist es nicht, aber selbst wenn, ja scheiß doch drauf,
dann ist er es halt.
Sebastian
Okay, aber wenn es jetzt illegal wäre, dann heißt das ja auch, dass man sich
Sorgen machen würde. Im Sinne von, oh Gott, der kommt dafür in den Knast.
Thomas
Für Schwulsein kommt in Deutschland keiner mehr in den Knast. Das ist für mich
gar kein relevantes Thema.
Sebastian
Okay, ja,
Thomas
Das ist eine sexuelle Ausrichtung, wie jede andere auch.
Sebastian
meine ich jetzt eben vor 40 Jahren. Also da hätte man einen Grund gehabt,
besorgt zu sein.
Thomas
Das mag sein, ja.
Sebastian
Da geht es um eine gesetzgeberische Geschichte, die einem eben dann Sorgen
macht.
Du merkst, ich versuche das so ein bisschen zu überspitzen. Das gelingt mir bei
dir allerdings nicht, das perlt so schön bei dir ab. Das ist auch mal schön.
Thomas
Sorry, das ist mein Job.
Sebastian
Das ist in Ordnung.
Thomas
Also eine neutrale Grundhaltung, das ist Grundlage
dessen, was ich beruflich tue.
Sebastian
Ja,
ich merke schon, hier ist auch der Ruf, dass ich mit dir eine Folge mache. Das
werde ich jetzt nicht als Frage formulieren, aber es wird gewünscht.
Es gibt eine These, BDSMler kommunizieren besser. Das
Thomas
Das stimmt.
Es gibt eine Untersuchung von einer holländischen Universität. Ich
würde mich jetzt verrennen, wenn ich genau sagen könnte, wer das war.
Das war, wenn ich mich nicht ganz täusche, eine Doktorarbeit, die ist noch gar
nicht so fürchterlich lange her. Da wurde untersucht, sind Vanillas oder
BDSMler die zufriedeneren Leute. Und das Ergebnis war zwar nicht in allen
der einzelnen Untersuchungspunkte sehr relevant, also vom statistischen Wert
her,
Das Summary, also die Zusammenfassung war, ja BDSMler sind ad 1 kommunikativer,
ad 2 stressresistenter, ad 3 wertfreier
gegenüber anderen, sind zufriedener im Beruf und dann hat
man auch noch ein paar Krankheiten untersucht, also die haben weniger Probleme
mit psychosomatischen Krankheiten, mit somatoformen Störungen, mit somatoformen
autonomen Funktionsstörungen. Funktionsstörungen. Also es sind eigentlich die
gesünderen Leute.
Sebastian
werde ich mir auf ein T-Shirt drucken. Und mit dem Verweis auf die Studie
gleich, also wenn du mir da irgendwann nochmal einen Link schickst, dann kommt
eine schöne Aufzählung da drauf.
Thomas
Das kannst du machen.
Ich glaube, ich habe die irgendwo auf meinem Arbeitscomputer liegen.
Sebastian
So sechs Punkte, läuft.
Thomas
Kann ich dir rüberschicken? Muss ich suchen? Also es ist schon ein bisschen her,
dass ich die gelesen habe. Aber wenn dein Englisch gut ist, dann kannst du die
also ohne Probleme lesen.
Sebastian
Okay, also wie gesagt, das würde ich mir wirklich auf den Shirt draufdrucken.
Sind stressresistenter, sind kommunikativer, zack, zack, zack, zack.
Thomas
kannst du machen.
Ja, das ist wissenschaftlich bewiesen.
Sebastian
Finde ich super. Super.
Thomas
Wobei, du weißt ja, glaub keiner Statistik, die du nicht selber fälschst. Wir
sehen das jetzt zur Genüge im Moment. Aber warum sollte jemand so eine
Statistik fälschen? Und das war einer, ich glaube, die Uni Utrecht, aber
ich bin mir nicht mehr hundertprozentig sicher.
Sebastian
Also wenn du es findest, immer her damit. Das kommt dann in meine Sammlung an, an
Dingen, die ich zwar lesen, aber nicht komplett verstehen kann, weil ich in dem
Thema nicht drin bin, dann füge ich das hinzu. Aber wenn ich das da so
rausziehen kann und unten noch einen Quellenverweis da quasi ranpatschen kann,
hervorragend. Also das pusht mein Ego gerade. Hervorragend. Sehr gut. Gut.
Ich habe noch eine schöne Frage. Ich weiß jetzt nicht mehr genau, von wem die
ist. Was meinst du, wo kommt die Veranlagung für BDSM im weitesten Sinne her?
Thomas
Dafür kann man keine pauschale Antwort geben.
Also das wäre vermessen, wenn ich jetzt sage, weil du die und die Kindheit
hattest, bist du jetzt BDSMler.
Ich denke, das hat etwas mit der Erfahrung und der Wirkung von
Macht und Ohnmacht zu tun.
Wie das jetzt im Einzelfall von der Konstellation ist, ja, wie soll ich das
sagen, das ist nice to have, wenn man es weiß.
Aber ändert das irgendwas?
Sebastian
Das ist eine gute Frage. Da hast du natürlich recht. Ändert das was?
Thomas
das ändert nichts.
Sebastian
Ich habe vielleicht dann eine Legitimation.
Thomas
Ja und?
Solange du keinen Leidensdruck hast darunter, ganz ehrlich, scheiß drauf.
Sebastian
das finde ich spannend, die Perspektive. Also dieses Suchen, warum nach etwas
suchen, was mir eh nichts bringt.
Thomas
Richtig.
Sebastian
Okay,
Thomas
Ich habe im Rahmen, Ich werde jetzt die Hintergründe nicht erzählen, das ist mir
in dem Setting hier wirklich viel zu persönlich, aber ich habe durch meine
Selbsterfahrung herausgefunden, warum ich BDSMler bin,
warum ich streng dominant bin, warum ich streng heterosexuell bin. Ich
weiß es.
Ändert das was? Nö.
Sebastian
es hat bei dir also offenbar nichts verändert.
Thomas
Nein, das hat nichts verändert.
Sebastian
Okay, ja, das ist jetzt tatsächlich so ein bisschen überraschend, weil
man möchte ja eigentlich genau wissen, wieso, weshalb, warum und wie
Thomas
Ja, da muss man auf tiefenpsychologischer Seite schauen,
welche Erfahrungen wurden mit Macht, Ohnmacht, Dominanz, Unterwerfung gemacht.
War das vielleicht eine Zeit lang eine Überlebensstrategie?
sich zu unterwerfen oder dominant zu sein. Und daraus entwickeln sich dann auch
bestimmte Persönlichkeitsmuster,
wie zum Beispiel Narzissmus oder Borderline-Persönlichkeitsstörung, dieser ganze
Mist.
Das sind alles Probleme, die im Grunde durch Bindungen oder nicht vorhandene
oder nicht stabile Bindungen
letztendlich ihre Wirkung in unser aktuelles heutiges Leben tragen.
Und das ist keine Geschichte, die man wirklich in einer kurzen Beratung
herausfindet, sondern da muss man schon ziemlich in der Tiefe graben. Und hier
bezweifle ich das Kosten-Nutzen-Verhältnis.
Wenn jemand das unbedingt möchte, okay, können wir hingucken.
Aber wenn jemand sagt, ey Alter, ich habe überhaupt keinen Leidensdruck, ich bin
submissiv, ich bin dominant, Dann sage ich, okay, alles klar, viel Spaß.
Sebastian
Wo würdest du denn die Abgrenzung zu BDSM machen? Also wenn jetzt jemand zu dir
kommt und sagt, ich möchte gerne das und das und das tun und
du merkst, ja und das ist eben kein BDSM mehr, weil es eben,
ich sag mal, nicht auf Konsens basiert und mir fällt jetzt gerade tatsächlich
kein konkretes Beispiel ein. Nein, was weiß ich, ich möchte, du
weißt, was ich meine, nein, weißt du nicht, verdammt,
okay, also ich komme jetzt mit der Fantasie um die Ecke, Mensch, ich möchte
jetzt mal, was weiß ich, meine Freundin möchte ich mal
irgendwie, was weiß ich, betäuben und vögeln und hinterher weiß sie von nix und
das ist doch bestimmt BDSM und das ist doch total super.
Thomas
ich weiß nicht, wie...
Sebastian
Super.
Thomas
Naja, das hat mit BDSM nichts zu tun.
Sebastian
Ja, genau.
Thomas
Das hat vordergründig erst was mit Machtfantasien zu tun.
Sebastian
Okay, dann müsstest du dem Menschen doch ein bisschen ausreden an der Stelle,
oder?
Thomas
Wow, ausreden? Ich kann keinem Menschen seine Wünsche ausreden. Ich kann eben
die Risiken vor Augen führen, das kann ich sehr gut durch meine langjährige
Erfahrung in der Medizin. Aber wenn das nicht auf Konsens beruht, dann
ist es ein Verbrechen.
Sebastian
Aber das musst du doch dann auch beurteilen, diese Grenze. Ja,
Thomas
Nein, wenn er es mir sagt und diese Fantasien hat. Man muss jetzt dazu
sagen, die wenigsten Menschen mit Extremfantasien leben die wirklich aus.
Meistens ist es ein Kopfkino. Wenn ich mich nicht ganz täusche, gibt es sogar
eine ganze Szene, die sich nur damit beschäftigt, den Partner zu betäuben und zu
vögeln, dass er nichts mehr davon weiß. Das habe ich irgendwann vor Jahren mal
mitbekommen.
Fand ich jetzt spannend, weil ich unter anderem zwölf Jahre
Anästhesie-Intensivmedizin gemacht habe und weiß, welche Risiken damit verbunden
sind. Aber ich denke in der Konsequenz, dass es die wenigsten sind. Und der
Fairness halber muss ich sagen, so einen Fall habe ich in meiner ganzen
Praxiszeit noch nie gehabt.
Also wie das jetzt wirklich aussieht, das wäre reine Fantasie von mir, wenn ich
da jetzt etwas zu sagen würde.
Sebastian
ich merke, es driftet jetzt auch so ein bisschen ab ins wirklich rein
Spekulative.
Im Anbetracht der Uhrzeit würde ich jetzt noch eine Hörerfrage nochmal
mitnehmen.
Thomas
Okay, gerne.
Sebastian
Schreckliches Timing schreibt, was ist mit der Tatsache, dass psychische
Krankheiten in der Szene eher auffallen? Haben Menschen in der Szene wirklich
mehr, nein, haben in der Szene wirklich mehr Menschen psychische Probleme oder
werden sie bei uns nur mehr besprochen? Sagt
Thomas
Ups, interessante Frage.
Dazu habe ich keine validen Zahlen.
Das mal vorneweg.
Sebastian
Drosten auch immer.
Thomas
Also da müsste ich erst mal Zahlen zu haben, haben, weil ich weiß jetzt nicht,
wer es geschrieben hat, das ist erstmal reine Fantasie.
Es mag sein, dass das in der Szene mehr auffällt, vielleicht,
weil andere Gespräche geführt werden, aber dass
jetzt Leute, die BDSM betreiben, eher psychisch krank sind, das kann ich so
letztendlich überhaupt nicht bestätigen, vor allem, weil diese holländische
Studienlage Genau das Gegenteil sagt, BDSMler sind deutlich verantwortlicher als
die Vanillas im Umgang mit dem Partner.
Es mag durchaus sein, dass es bestimmte Persönlichkeitsakzentuierungen gibt, die
in der BDSM-Szene deutlich vermehrt auftreten.
Hier möchte ich so ein kleines bisschen zwinkernd auf die Narzissten gucken,
was aber auch mit Dominanz letztendlich nichts zu tun hat.
Und dass es mehr Menschen gibt mit, sagen wir mal, selbstunsicheren
Persönlichkeitsanteilen, die sich leichter lenken lassen vielleicht, aber dass
generell ein höherer Anteil an Menschen mit einem
Störungsbild, was wirklich pathologisch zu bezeichnen ist, in der Szene
sind, das kann ich für mein Empfinden so nicht beurteilen. Wobei ich der
Fairness halber sagen muss, mit der Szene als solches, also Stammtischen und
diesem ganzen Kram, habe ich seit 20 Jahren nichts mehr zu tun oder seit 30
Jahren mittlerweile nichts mehr zu tun. Ich habe mich da komplett rausgezogen.
Sebastian
Okay, pass auf, die Frage, warum das so ist, die würde ich jetzt tatsächlich
vertagen an der Stelle.
Thomas
Kein Problem, ja. Ja,
Sebastian
Wow, also ich habe das erste Mal jetzt jemanden, ich sage mal, vom Fach am
Telefon und es ist tatsächlich so in meinem Kopf da, die Fragen, die ich stellen
möchte, es wird immer größer, dieser Berg und ich habe jetzt nebenbei auch
nochmal so ein bisschen mitgeschrieben, was ich alles noch wissen wollen würde
und ich merke, das hört gar nicht mehr auf.
Das müssen wir wirklich in einem ruhigen Gespräch mal auseinandernehmen, da muss
ich mich auch ein bisschen vorbereiten.
Aber Dankeschön, das ist toll.
Thomas
Ich denke, der Einfachheit halber, schick mir doch einfach mal eine Liste.
Und ich muss auch sagen, ich kann nicht alles beantworten. Das ist ganz
klar.
Aus, sagen wir mal, psychiatrischer Sicht kann ich das überhaupt nicht. Ich bin
kein Psychiater, ich bin ein Psychodackel.
Wir machen grundsätzlich verschiedene Dinge.
Sebastian
Ja, ich glaube, mir geht es auch so ein bisschen darum, wie du Dinge siehst und
wie du sie beruflich dann sehen musst auch. Da musst du ja wahrscheinlich auch
nochmal differenzieren.
Thomas
Ähm, nö.
Wenn ich das tun würde, wenn ich meine
berufliche Sicht anders als meine private Sicht hätte,
Sebastian
Nö, zack.
Thomas
dann wäre ich nicht authentisch. Und dann könnte ich keine gute therapeutische
Bindung aufbauen. Ich muss also schon so sein, wie ich bin, damit ich eine gute
Bindung aufbauen kann und für meine Klienten auch ein gutes Ergebnis aus den
Gesprächen rausziehen kann. Also, dass sie da ein gutes Ergebnis rausziehen
können, die müssen mich ja bezahlen. Ich mache ja nichts über Kassenabrechnung,
ich arbeite nur auf Privatbasis.
Sebastian
Ja, das stimmt auch wieder.
Thomas
und da müssen nach Möglichkeit vernünftige, tragfähige
Ergebnisse für meine Klienten rauskommen und das geht nur, wenn ich selber
authentisch bin. Also wenn mir etwas präsentiert wird, von dem ich sage, boah,
nee, will ich überhaupt nichts mit zu tun haben und das meinem Klienten auch
zeige, dann war es das mit dem therapeutischen Bündnis.
Sebastian
Ja, das wirst du ihm dann auch sagen und dann sei es so an der Stelle.
Thomas
Dann ist es so. Es gibt Dinge, da gehe ich nicht mit, ja. Also alles, was ins
Klo gehört, hat bei mir nichts im Bett zu suchen. Und das sage ich den Leuten
auch ganz klar. Aber nichtsdestotrotz bin ich neugierig und frage nach, warum
ist es so. Ich lehne ihn deswegen nicht ab.
Sebastian
Ja, das geht mir ja auch so ein bisschen so. Ich mag ja hier im Podcast auch
wirklich erstmal alles hören und auch Sachen, wo ich eigentlich sagen würde, die
sind ja komisch. Wenn die Menschen mir das dann erklären, warum, wieso, weshalb,
dann fange ich an, auch eine andere Perspektive zu entwickeln und dadurch muss
ich das dann selber noch nicht unbedingt mögen oder machen wollen. Aber ich kann
so ein bisschen diese Faszination vielleicht nachvollziehen.
Thomas
Genau darum geht es. Es geht darum, zu verstehen, auch wenn man es nicht
gut heißt.
Das ist eigentlich mein primärer Job.
Sebastian
okay. Wir werden uns da unglaublich intensiv drüber unterhalten. Ich merke dann
schon, hinterher werde ich irgendwie mit einem guten Gefühl da rausgehen, habe
ich das Gefühl.
Thomas
Das ist schön.
Sebastian
Ich werde jetzt hier gleich dem Podcastsubbie allerdings aber sowas von, also die
provoziert hier heute ganz fürchterlich, die hat ein Gummiband in der Hand und
schnipst damit die ganze Zeit rum und lacht sich einen. Nein, also ich weiß auch
nicht genau, was du da jetzt in dir bewirkt hast, aber gut.
Thomas
Also ich möchte jetzt nicht auf der Interaktion stören. Ich glaube, ich hole mir
jetzt einfach mal einen schönen Whisky und wie gesagt, ich bin selber erst um,
naja, jetzt haben wir gleich 11 Uhr.
Ich bin erst um halb 10 aus der Praxis gekommen. Was, haben wir schon fast eine
Stunde
Sebastian
Ja, ja, ich habe dich jetzt hier einfach quatschen lassen, weil so eine
Gelegenheit hat man nicht so oft und ganz ehrlich, alles was ich zu sagen habe,
das kann ich auch in ein paar Tagen noch sagen.
Thomas
Das kommt jetzt darauf an, wie groß dein Schlafbedürfnis ist, was du jetzt noch
sagen möchtest.
Sebastian
Also das sagen wir mal so, mein Schlafbedürfnis ist lang und viel, aber wenn ich
das hier ein bisschen zusammenfasse, dann bin ich in zehn Minuten durch, das ist
alles
Thomas
Okay, alles klar.
Sebastian
Thomas, vielen, vielen, vielen Dank, dass du uns hier so ein bisschen erleuchtet
hast, sage ich jetzt mal, ganz optimistisch.
Thomas
Ach nee, um Gottes Willen, das kann ich nicht.
Sebastian
Doch so ein bisschen, ja,
Thomas
Das entzieht sich meinen Fähigkeiten, sonst wäre ich wahrscheinlich Guru
oder sowas. Nein, das ist nicht meine Welt.
Sebastian
ich konnte jetzt so ein bisschen einfach eintauchen, wie du, ja, wo auch die
Grenzen bei dir dann auch sind, was kannst du alles nicht und allein das ist
schon eine Erkenntnis, die finde ich gut.
Thomas
Das ist Grundvoraussetzung für den Job, den ich mache, zu wissen, was ich nicht
kann.
Sebastian
Ja, aber das weiß ich ja nicht, also stellen wir dir Fragen und dann kommen
schöne Dinge bei raus.
Thomas
Ist okay.
Sebastian
Ach, ganz ehrlich, wir können da jetzt über Spitzfindigkeiten diskutieren. Ich
glaube, das würde mit dir auch wirklich viel Spaß machen, aber dazu brauche ich
noch mindestens zwei Gin Tonic und dann können wir die ganze Nacht weitermachen.
Thomas
So, ich hole mir jetzt ein Springbank, 18 Jahre, und dann gucke ich mal, was
noch passiert hier.
Sebastian
Ach, verdient.
Thomas
Ich habe meinen ersten Patienten morgen erst um 10, also ich kann ausschlafen.
Sebastian
Ich wünsche dir den Schlaf der Gerechten. Genieß den Whisky
Thomas
Das werde ich tun.
Sebastian
und ich höre schon das Geräusch wie das ein, ja, das, mhm, sehr schön. Komm, wir
legen jetzt auf. Vielen, vielen, vielen Dank und für dich gilt natürlich für
alle anderen auch, schick mir mal eine Mail mit einem Musikwunsch, den spiele
ich egal was es ist.
Thomas
Okay, alles klar
Sebastian
Wunderbar.
Thomas
Schönen Abend noch
Sebastian
Ja, dir auch. Tschüss.
Thomas
Tschüss
Sebastian
Wahnsinn.
Das fand ich jetzt, das war jetzt überraschend und das war wirklich schön und
wirklich hochinteressant und ich werde noch, glaube ich, ein, zwei Tage
brauchen, um das
ja, um selber noch mal ein bisschen drüber nachzudenken, was Thomas da gesagt
hat. Das heißt, ich werde diese Folge ausnahmsweise selber noch mal hören.
Wirklich schön. Also vielen, vielen Dank nochmal jetzt hier auch an den Chat für
die Beteiligung.
Das ist super, wenn ihr da auch nochmal so einen Einschlag mit reinbringt. Jetzt
haben wir es fünf vor elf. Was machen wir denn jetzt? Also ich werde jetzt
meinen ganzen Plan, den ich hier habe, werde ich jetzt einmal kürzen und werde
nur noch eine Sache machen. machen.
Ich werde mich nämlich hier für ein kleines Geschenk bedanken, was ich bekommen
habe und alles andere, das muss halt warten bis Freitag. So, ich habe nämlich
Post bekommen und das muss ich einfach mit euch teilen. Das habe ich auch,
glaube ich, schon bei Twitter geteilt. Und zwar habe ich bekommen ein
Paket heute. Da wurde ich gefragt, ob ich mal eine Adresse hergeben würde. Ich
habe es getan. Sagt mir, ja, das machst du mal.
Ich poste jetzt einfach mal in den Chat drei Bilder rein. Nein.
Heute kam ein wunderschöner Karton und da war etwas drin zum Hauen mit einem
ganz lieben Brief dabei. Und Lars und Tessa, ihr habt mir das eingepackt. Das
ist das erste Mal, dass ich hier so einen
Podcast-Unterstützer-Post für mich bekomme,
denn ich habe ein Schlagwerkzeug bekommen. Es ist grün, es ist wunderschön
lackiert, es ist selbst gemacht, ich glaube von Lars an der Stelle. Ich lese den
Brief, der dabei war, jetzt nicht vor. Aber ich mag sagen, danke, danke, danke,
das ist total klasse. Und das Podcastsubbie hat ja jetzt hier die letzte
halbe Stunde fleißig mit diesem Gummiband rumgespielt und provoziert, weil es
mir die Aufnahme versauen wollte.
Ja, das ist so ein bisschen, ne?
Ich werde gleich Musik spielen und währenddessen gucke ich einfach mal, ob das
Ding funktioniert. Da grinst auch schon wieder jemand. Eigentlich möchte ich ja
hier nicht irgendwie spielenderweise im Podcast unterwegs sein, aber ich habe
das Gefühl, das ist heute einfach mal nötig.
ich glaube, ich spiele jetzt nochmal ein Liedchen und dann mache ich eine kleine
Verabschiedung und ich glaube, dann haben wir es auch kurz nach 11 und dann ist
das okay für heute
jetzt gucke ich mir erstmal das schöne neue Spielzeug an ihr habt ja ein Bild
dazu bekommen
so, noch ein paar letzte Worte von mir erstmal machst du da hinten die Musik
aus, liebes Podcastsubbie im Chat kam gerade die Frage, wer oder was ist ein
Podcastsubbie
kurz erklärt, ein Podcastsubbie ist ist meine Partnerin, die hier bei den
Live-Sendungen neben mir sitzt und mich tatkräftig unterstützt, indem sie den
Chat liest und indem sie vor den Sendungen Musik raussucht und überhaupt mir
ganz viel Unterstützung gibt. Und manchmal ist sie ein bisschen frech und dann
packt sie der Fips oder sie hat einen Schluck auf oder oder oder und dann
brauchen wir hier ein bisschen Musik, damit wir kurz miteinander interagieren
können.
Ich liebe diese Frau unfassbar, egal was sie tut, aber sie sollte es nicht
übertreiben. Sonst liebt sie mich vielleicht nicht mehr dafür.
Zitzitzitz. So.
So, haben wir das auch gesagt.
Ich mag noch ganz zum Schluss jetzt zwei liebe Unterstützer würdigen, denn die
GEMA läuft jetzt gerade aus, die haben mir sogar eine E-Mail geschickt, das ist
ganz freundlich, dass es ab dem 30. illegal ist, wenn ich hier Musik spiele und
dank eurer Unterstützung und Spenden auf das Podcastkonto und
Amazon-Gutscheine und was ihr nicht alles tut, bin ich in der Lage zu sagen,
kein Problem, kann ich machen. So, deshalb verlese ich das, was auf den
Überweisungen draufsteht, hier immer sehr gerne und das mache ich jetzt auch.
Zum Beispiel der hier. Ich höre euch so gern zu, hört bitte niemals auf. Liebe
Grüße, Arina. Also niemals ist eine verdammt lange Zeit, liebe Arina. Ich gebe
mir Mühe, erst dann aufzuhören, wenn es wirklich sein muss. Und es macht ja auch
unglaublichen Spaß. Spaß. So, der Nächste. Vielen Dank für die tollen Podcast.
Ist super. Dein Dr. Snoop aus der Schweiz. Ja, danke schön.
Und ja, das waren die beiden. Mehr gab es jetzt nicht, aber das macht auch gar
nichts. Die letzte Sendung ist ja auch erst mal vier Tage her.
Ihr seid da im Moment echt klasse, unterstützt das Projekt und wenn ich jetzt
zum Beispiel Thomas besuchen fahren muss, dann ist das kein Problem. Dann steige
ich in die Bahn, kaufe vorher das Ticket, nehme mein ganzes Equipment mit,
verbringe da einen Tag, eventuell noch noch eine Nacht, weil es lange dauern
kann, habe ich das Gefühl. Und dann ist das aber okay und machbar und ich werde
daran finanziell nicht zugrunde gehen. Das ist dank euch möglich und wenn ihr
bitte das Projekt weiter unterstützt,
danke. Das ist einfach klasse. Wer jetzt noch nicht weiß, wie man den Podcast
unterstützen kann, auf kunstderunvernunft.de gibt es den Unterstützen-Button und
da steht dann, wie das alles geht. So, kann ich noch was sagen? Zur Zukunft des
Podcasts wollte ich, oder zur Zukunft der Live-Sendung wollte ich noch was
sagen. Das Das mache ich heute aber nicht, ehrlich gesagt, weil ich gerade viel
zu euphorisch bin.
Ich kann sagen, die nächste Live-Sendung gibt es am Freitagabend um 20.30 Uhr.
Und eventuell klappt es, dann werden wir dieses ganze unsägliche Thema
eingreifen auf Partys, Ansprache, wann darf, kann, muss
ich helfen, mal ein bisschen ordnend nochmal angehen.
Nemaides hat sich bereit erklärt und wenn es mit Zeit und Ort und Rahmen alles
passt, dann können wir ein bisschen darüber sprechen, wann denn der Punkt
gekommen ist, wann man eben eingreifen muss und wann eben nicht. Vielleicht kann
man von der Seite das mal ein bisschen sachlich betrachten, das fände ich ganz
schön, wenn wir das damit so ein bisschen rund kriegen an der Stelle, dass wir
auch einfach mal diese Seite gehört haben Zur Vorbereitung kann man einfach die
letzten, ich sag mal, 5, 6 Folgen der Unvernunft Live hören, angefangen mit
Discord.
Findet man in den Shownotes das alles und dann kann man das ein bisschen
aufarbeiten, dann macht das am Freitag sicherlich noch ein bisschen mehr Spaß.
So, ja. Nächste Sendung ist angekündigt. Alles habe ich verlesen. Thomas nimmt
natürlich auch in der Verlosung teil, der wird sich freuen. Ich weiß nicht, ob
er sowas liest. Da bin ich mir bei ihm aber nicht sicher, aber man braucht ja
auch Geschenke. So.
Okay, 23.01 Uhr, die perfekte Zeit, hier fertig zu werden. Ich spiele jetzt
nochmal zum Ausklang was Schönes. Was nehmen wir denn da? Warte, da dreht sich
jemand um. Ich soll Schminke spielen. Ich spiele jetzt Schminke. Das Podcastsubbie
hat gesprochen, ich werde gehorchen.
Das nehme ich, wenn ich das irgendwann als Klingelton höre. Oh weia.
So, liebe Hörer, liebe Menschen im Live-Chat und auch die Menschen, die das
jetzt erst in den nächsten Tagen hören, im Podcast natürlich. Vielen Dank für
eure Aufmerksamkeit. Vielen Dank fürs Mitmachen und Und wie gesagt,
unterstützen, dabei sein, motivieren und E-Mails schreiben. Das ist echt toll,
das macht echt Spaß. Und ich werde jetzt mit einem Grinsen und glücklich mit dem
Podcastsubbie irgendwo hingehen, wo uns keiner hören kann. Gute Nacht.