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Sebastian
Guten Abend und herzlich willkommen zur Unvernunft Live Nummer, man glaubt es
kaum, 18. Ja, ich mach das mal zwei, drei Wochen. Gucken wir mal mit Corona, das
ist schnell rum. Ja, jetzt sind wir jetzt in Woche neun demnach. Kann ja
überhaupt nicht sein, das ist doch Wahnsinn. Und ich hab tolle Gäste mitgebracht
und ja, hab ganz viel zu erzählen heute. Es war heute eben ein bisschen
stressig, deshalb fängt die Sendung auch zwei Minuten später an, weil ich
einfach nochmal zwei Minuten brauchte, um ein bisschen runterzukommen, weil hier
ganz viel Trubel war.
Ja, was kann ich erzählen? Ich begrüße erstmal den Chat. Hallo, schön, dass ihr
da seid. Heute ist eure Beteiligung besonders gefragt.
Dann werde ich hier gerade angeguckt.
Und ihr habt das Podcastsubbie jetzt nicht gehört, aber wir haben eine
Neuerung. Sie hat ein eigenes Mikrofon bekommen und deshalb kann ich sie hören
und sie kann mir hier quasi ins Ohr quatschen, weil gucken, wie bösartig sie
dabei ist. Ja, und den ganzen anderen Rest, den erzähle ich euch im Laufe der
nächsten, ja, gut 20 Minuten, dann ist die Sendung ja schon rum, nein, Quatsch,
der nächsten Stunden. Und jetzt begrüße ich erstmal meinen ersten Gast, nämlich
Zauberchen. Hallo.
Wow, bist du laut? Ich drehe dich nochmal ein bisschen leiser. So, dann kriegen
wir das technisch auch hin.
Ah, ja, du bist 24, Switch, aus dem Ruhrpott und sitzt gerade im Bett,
stimmt's?
Zauberchen
Das stimmt, genau so.
Sebastian
Ja, was ich alles weiß, sehr gut Und ja, soweit alles in
Ordnung gerade, ist gemütlich
Zauberchen
Ja,
es ist gemütlich, ich habe meinen Wein in der Hand, ein bisschen nervös, aber
ansonsten ist alles tutti.
Sebastian
Okay, ein bisschen nervös, ist völlig in Ordnung, damit kann ich umgehen
Wo fangen wir denn an? Ach ja, natürlich, wieso machst du denn den ganzen
BDSM-Kram?
Zauberchen
Ja, wie das Ganze angefangen hat, du sagst immer so schön, wie man pervers
geworden ist.
Ich war so 17 und mein Ex hatte sich überlegt, wir können ja mal neue
Dinge im Bett ausprobieren und es sollte BDSM sein. Ihm gefiel es nicht, ich bin
jetzt dabei geblieben.
Sebastian
Ja, vorbildlich. Achso.
Oh, okay. Ihm gefiel es nicht. Also er kam damit an und dann, okay, das ist
natürlich eine blöde Kombination.
Was hast du denn angestellt?
Zauberchen
Ja, ich habe gar nichts angestellt. Er hat mich gefesselt und wir haben ein
bisschen was rumgespielt und so. Aber der Typ war komisch, die Beziehung war ein
bisschen komisch. Er war schnell weg, BDSM blieb.
Sebastian
Okay, dann hat er ja was Positives in dein Leben reingebracht. Ist doch auch in
Ordnung.
Zauberchen
Genau, genau,
Sebastian
Okay, also Blut geleckt, das ist jetzt so um die fünf, sechs Jahre her.
Zauberchen
da war ich halt 16, 17.
Sebastian
Okay, was macht man da so?
Zauberchen
Was man da so macht, wenn man 16, 17 ist?
Sebastian
Naja, also wie fängt man an?
Zauberchen
Wenn man erstmal,
erstmal informiert man sich und fragt Tante Google nach BDSM und
Fesseln und so und landet dann auf Seiten für Erwachsene und weil man 17 ist,
muss man sich halt ein paar Monate älter schummeln, damit man da überhaupt
reinkommt.
Sebastian
Sowas tust du.
Zauberchen
Sowas habe ich getan, tatsächlich, ja.
Sebastian
Okay, wo denn?
Zauberchen
In der SZ habe ich mich damals angemeldet und ja.
Sebastian
Okay, und dann ging es los, hoffe ich mal. Oder eher nicht, weil eigentlich war
das ja alles illegal.
Zauberchen
Man lernte jemanden kennen, es wurde eine, danach kam halt eine vierjährige
Beziehung, in der nicht so viel passiert ist, aber der Gedanke war immer dabei.
Ich habe viel gechattet, war ein bisschen unartig, Ich habe kurz meine Dom-Seite
ausprobiert, habe sie aber damals wieder zur Seite geschoben und als dann die
Beziehung zu Ende war, habe ich quasi so richtig losgelegt.
Sebastian
Okay, was heißt denn richtig losgelegt?
Zauberchen
Naja, dann habe ich halt mich mehr umgeguckt nach einem Partner, mit dem BDSM
wirklich funktioniert und der nicht nur sagt, er ist Dom, sondern auch wirklich
Dom ist und habe meine ersten richtigen Erfahrungen gesammelt. Ja, alles nicht
mehr nur online versucht. Also ich habe halt da online mit jemandem ein bisschen
auf der Dom-Seite gespielt, mit dem ich tatsächlich heute noch Kontakt habe.
Also seit sechs Jahren haben wir Kontakt miteinander.
Und ja, habe dann angefangen zu spielen.
Sebastian
Okay,
jetzt mag ich ja mal fragen. Also wenn du jetzt sagst, da muss dann
der Richtige kommen. Was unterscheidet denn den, der mit dir kompatibel ist, von
dem, der nicht zu dir passt? Was muss der denn mitbringen?
Zauberchen
Man muss halt auf einer gewissen Wellenlänge sein. Also man muss sich menschlich
verstehen und das Vertrauen muss da sein. Und es muss halt irgendwie eine
gewisse Anziehungskraft da sein. Und wenn die gefunden ist, dann geht viel und
dann wird es auch schön.
Sebastian
Was sind so die Sachen, wo du sagst, das ist das, worauf du Wert legst, sage ich
mal? Also Authentizität höre ich schon raus.
Zauberchen
Genau, Authentizität. Ich bin jemand, der relativ auf Stimme fixiert ist. Also
ich sage immer, wenn er sich anhört wie Justin Bieber, dann kann ich leider
nur vor ihm knien, weil ich auf dem Boden liege vor Lachen.
Sebastian
Ich weiß nicht, wie Justin Bieber klingt. Ich habe den noch nie reden gehört.
Ich habe ihn immer nur singen gehört bislang. Okay,
Zauberchen
Ja, ungefähr so wäre halt ungünstig, weil das geht nicht. Stimme muss
halt da sein. Lieber größer als ich, kräftig gebaut,
dass ich das Gefühl habe, so ein Griff im Nacken und ich möchte mich gerne
unterwerfen.
Sebastian
hast du aber auch die Femdom-Erfahrung gemacht.
Zauberchen
Genau.
Sebastian
Mit wem, wie, wieso überhaupt und was und bleibt
das? Okay,
Zauberchen
Oh, das bleibt auf jeden Fall. weil ich sammle gerade immer mehr Erfahrungen.
Und wie es dazu kam, ich habe halt denjenigen oder meinen Ersten, mit dem ich
gespielt habe, habe ich damals in der SZ online kennengelernt. Wir haben so ein
bisschen online gespielt, aber ich fühlte mich damals nicht so sicher. Und es
war eher so ein, ich mache es, weil du es willst und wir gucken mal. Aber
wirklich gut gefühlt habe ich mich damit nicht.
Und ich bin ja auch auf Twitter unterwegs und bin dann da mit einem Sub ins
Gespräch gekommen und habe ihm davon erzählt, dass ich das irgendwann mal
versucht habe, Aber nie irgendwie weiterverfolgt. Und aus der Frage, warum ich
es nicht weiterverfolgt habe, wurde ein, boah, weiß ich eigentlich gar nicht,
aber könnte ich ja mal tun.
Und so.
Sebastian
macht es Spaß.
Zauberchen
Oh, es macht sehr viel Spaß.
Sebastian
dann nehme ich doch mal nehmen wir doch mal die unterschiede also unterscheidet
sich das spiel also du als Sub nehmen wir das erst mal was was charakterisiert
sich da so mehr Maso oder devot oder okay
Zauberchen
bei losen Kontakten bin ich tatsächlich mehr Maso und ein bisschen devot,
einfach weil ich da noch nicht so gerne die Kontrolle abgebe und bei meiner
Maso-Seite habe ich zumindest gefühlt noch die Kontrolle und ja, mein Körper
ist halt nicht so verletzlich wie meine Seele. Wunden heilen auf dem Körper,
aber ich sage immer, bei D/s gebe ich meine Seele her und das ist das, was ich am
meisten beschützen möchte. Deswegen muss da schon ein großes Vertrauen da sein.
Sebastian
das finde ich ja spannend also diese Maso und trotzdem die kontrolle also keine
physische kontrolle sondern eine kontrolle über die situation oder wie grenzt du
das ab
Zauberchen
Ja, also eine physische Kontrolle habe ich tatsächlich nicht, weil wer mich
schlägt, sollte mich besser fesseln. Ich bin am Anfang sehr wehrig
und brauche eine gewisse Zeit, um da reinzukommen. Ich fluche wie ein kleiner
Rohrspatz, bewege mich sehr viel, lache und so und wer mich nicht festbindet,
muss mich halt tatsächlich auch manchmal ein bisschen einschlagen. Deswegen ist
ist Festbinden schon ganz gut.
Sebastian
Okay, also das ist, sag mal, das geht in Richtung Spaß einfach, ne? Das ist so
dein, okay, dann können wir dich so ein bisschen einordnen.
Und wenn du jetzt oben spielst, dann hast du die Kontrolle ja eh schon.
Zauberchen
dann habe ich die Kontrolle.
Ich bezeichne mich immer als Arsch mit Herz.
Also ich bin tatsächlich sadistisch, aber auch
dominant und entdecke da gerade sehr, sehr viel.
Sebastian
Also, ja, okay.
Zauberchen
Ich habe da jetzt gerade jemanden über Twitter kennengelernt, das ist
mittlerweile eine gute Freundin von mir und man bezeichnet uns als das Duo
Infernale,
weil wir uns viel austauschen, uns total gut ergänzen und ich von ihr gerade
auch ganz viel noch lernen kann. Sie ist da schon ein bisschen länger unterwegs.
Und ja, für mich war halt immer so Sex und Femdomsein halt nicht so
kompatibel, weil ich nicht wusste, wie man sich da fallen lassen kann, wie man
da die Kontrolle behält.
Sebastian
Okay, wie machst du das?
Zauberchen
Und das halt gleichzeitig.
Oh, ich lerne quasi noch. Aber ja, man kann ja den Kopf halten,
wenn er unten zwischen deinen Beinen ist und bestimmen, wie er das macht. Oder
einfach darüber agierende Erniedrigungen, dass er halt jetzt, ob er denn
mal zeigen kann, dass er halt gut ist im Bett und dass man ihn da so ein
bisschen erniedrigt und das herauskitzelt und ihm halt auch genau sagt, was er
tun soll.
Sebastian
Ist das auch in der Tonlage?
Zauberchen
Oh nee, das ist dann nicht mehr in der Tonlage.
Sebastian
Na, zeig mal, ob du gut bist.
Entschuldigung, aber ich mag das ja so ein bisschen rauskitzeln und
Zauberchen
willst es rauskitzeln?
Sebastian
ich die Kopfhörer an die Seite legen oder wird es jetzt laut?
Zauberchen
Nö, es wird nicht laut, es wird ernst und tiefer und schon ein bisschen vulgärer
und nicht mehr so hihi und niedlich oder so, sondern eher mit einer direkten
Ansprache und einer direkten Aussprache und auch ganz klaren Anweisungen, was
ich möchte.
Sebastian
Nein, da
muss ich gestehen, ich mag ja diese Niedlichkeit
als Demütigungsmittel. Ja, das hast du aber fein gemacht.
Zauberchen
Ja, das kommt
Sebastian
Oh
Zauberchen
auch gerne. Das hast du aber fein gemacht und guck mal, wie
süß. Das
Sebastian
Gott, deswegen. Ja, wenn man es mag. Nein, man kann ja alles tun
tatsächlich, aber an der Stelle, das sind so in meinem Kopf dann so diese
Momente, wo ich sage, hackt's noch, tschüss. Also das hat ja einen Grund,
warum ich oben spiele, weil ich offenbar an der Stelle, boah, nee,
geht gar nicht.
Das heißt aber, da du ja switchst und das, ich habe jetzt relativ lange mit
keinem Switcher mehr hier gesprochen, auch da wieder die Frage, switchst du mit
einer Person oder müssen das mehrere Menschen sein? Nein.
Zauberchen
mehrere Menschen sein. Also zum einen ist mein Männergeschmack auf der
Dominanten- und der Devoten-Seite sehr, sehr unterschiedlich.
Also auf der dominanten Seite so groß, tätowiert,
bärtig, gerne mit langen Haaren, gepierzt, tätowiert
So ein Kerl halt, sage ich immer Und auf der, wenn ich dominant bin, mag ich
eher so die zarten Also da muss es nicht unbedingt klein sein, aber eher
schmächtig Und ja, jetzt nicht so ein Muskelberg oder so, sondern eher so
ein schlankerer einfacherer, nicht so durchtrainierter Kerl, dass ich das Gefühl
habe, wenn ich den packe, dann könnte ich den vielleicht auch noch körperlich
irgendwie dominieren.
Sebastian
jetzt nehmen wir mal den Anspruch her. Stell dir mal vor, dass genau der große,
tätowierte, bärtige Bär vor dir dann niederkniet.
Zauberchen
Und dann möchte ich mich ja hinknien. Jetzt
Sebastian
Ja, dann müsst ihr halt beide knien.
Nein, aber ist da nicht so dieser Reiz, dieses Beuteschema ein bisschen
erweitert, weil eigentlich, also du hast die Kontrolle über jemanden, der
eigentlich ohne weiteres aufgrund seiner Wirkung auf dich dich kontrollieren
könnte.
Zauberchen
ist das noch nicht dazu gekommen.
Vielleicht irgendwann mal, wenn ich mir noch ein bisschen sicherer bin und mich
halt noch ein bisschen gefestigt habe. Ich bin halt noch echt am Anfang, was das
angeht. Ich
Sebastian
Also große, bärtige, tätowierte Kerle, kniet vor ihr nieder, reihenweise.
Das macht sie wahnsinnig. Okay,
Zauberchen
knie mich wohl eher dazu. Wenn er dann noch so eine schöne, sonore Stimme und
tiefe Stimme hat, dann ist es leider um mich geschehen.
Sebastian
also deine Stimme scheint wirklich so dein Ding zu sein, ne?
Zauberchen
Ja, ich bin ein sehr auditiver Mensch.
Sebastian
Und du hörst trotzdem diesen Podcast.
Großartig. Sehr schön.
Zauberchen
Auditiv ist hören.
Sebastian
Ja, ja, eben, du hörst trotzdem diesen Podcast.
Zauberchen
Ja.
Sebastian
Ja.
Okay.
Zauberchen
Kannst du dir jetzt darauf einbilden, dass du eine angenehme Stimme hast, der
man gerne zuhört?
Sebastian
Ich bilde mir was drauf ein.
Oh, mein Gott. Das wird ein Abend heute. Ich glaube, ich sollte anfangen mit dem
Alkohol. Ich trinke doch mal hier einen Schluck von dem guten Gin Tonic. Da ist
sogar ein Strohhalm durch den Eiswürfel gesteckt.
Zauberchen
Ja, aber doch nicht bei Gin Tonic. Nein, brauche
Sebastian
Was braucht? Ja.
Zauberchen
ich nicht.
Sebastian
Nein, brauchen tue ich den auch nicht, aber schmeckt lecker. So ein halbes Glas
über den Abend verteilt ist wunderbar.
Zauberchen
Nein, war
doch nicht Gin Tonic, der ist doch ekelig.
Sebastian
Da gibt es Unterschiede.
Zauberchen
Oh, da gibt es ja große Unterschiede, was Menschen angeht.
Sebastian
Ja, einfach mehr Tonic, weniger Gin, dann ist das lecker.
Zauberchen
bleibe bei meinem Wein.
Sebastian
Das ist in Ordnung.
Du hast mir hier noch so ein kleines Zusatzthema reingeschummelt vor ein paar
Tagen.
Zauberchen
Ja.
Sebastian
Und das fand ich dann mal gleich wieder spannend. Ich habe es auch gleich
notiert. Der erste Dreier.
Zauberchen
Der erste BDSM-3er?
Sebastian
BDSM-Dreier.
Zauberchen
Ja, der war sehr schön. Das war halt mit der Freundin, die ich über Twitter
kennengelernt habe und ihrem Sub.
Sie und ich haben uns schon super verstanden und durch einen Zufall habe ich
dann auch mit ihm Kontakt aufgenommen und mit ihm verstehe ich mich auch super.
Und ich schreibe eine Fantasie auf, nämlich ich darf als Sub so ein
Mädelsabend bedienen und für die kochen und dann erniedrigen die mich und so wurde
ein, boah ja, lass mal machen.
Sebastian
Okay. Seid ihr euch da nicht ins Gerangel gekommen, ihr beiden? Also ich gehe
davon aus, dass ihr beide oben gespielt habt.
Zauberchen
wir ergänzen und,
Sebastian
Ich erkläre es aber, sage es auch nochmal.
Zauberchen
wir haben beide oben gespielt.
Sebastian
Okay. Also wie habt ihr denn da harmoniert? Weil ich habe immer das Gefühl, dass
es wenige dominante Männer gibt, mit denen ich dann
zusammen interagieren könnte und über ein Wesen herrschen könnte. Ich finde,
man würde sich da ins Gehege kommen.
Zauberchen
Nein, gar nicht.
Wir verstehen uns irgendwie blind so, dass das super funktioniert.
Beispielsweise, wir haben ihn dann geschlagen und haben ihn aufgewärmt und
halt mit der Hand den Arsch versohlt und so. Und das war dann sehr schnell, sehr
rhythmisch. Und wenn sie zu einem festeren Schlag ausholte, holt ich quasi
gleichzeitig zu einem festeren Schlag aus und wir ergänzen uns da sehr. Da, wo
sie
sanft ist, bin ich hart und wo ich hart bin, ist sie sanft.
Sebastian
Fürchterlich für den armen Kerl.
Zauberchen
Ich glaube, er hat es genossen.
Sebastian
Das Podcastsubbie schreibt, hat eine These. Frauen können sich so besser
teilen.
Da frage ich mal den Chat, wie er dazu steht, dass Mädels besser teilen können
an der Stelle. Das würde mich mal interessieren.
Was habt ihr denn gemacht? Er hat euch tatsächlich bekocht und euch auf einen
schönen Abend gemacht.
Zauberchen
Ja, also sie sind samstags mittags angereist, sonntags sind sie
abends wieder abgehauen und ja, ich kann ja immer so ein bisschen durch den Tag
gehen. Also ich habe die beiden vom Bahnhof abgeholt, da die mit der Bahn
gekommen sind und
es war klar, also wir hatten uns keinen großen Plan gemacht, aber es war klar,
wir kommen an, er zieht sich aus, kniet sich hin, zieht uns die Schuhe aus,
bekommt sein Halsband und dann gucken wir mal einfach, was passiert.
Dann haben wir uns umgezogen, also wir haben uns gegenseitig ausgezogen, haben
uns ein bisschen schick gemacht, weil, keine Ahnung, irgendwie so ein Jeans und
Shirt ist halt irgendwie nicht so cool, aber jeder hat sich so ein bisschen was
anderes angezogen. Ich ein Kleid und Halterlose, sie hat sich auch ein schönes
Kleid angezogen. Dann durfte er uns erstmal Getränke bringen und so ein bisschen
die Füße massieren.
Ich habe dir ja geschrieben, es war quasi das Wochenende der vielen ersten Male.
Sebastian
Ja, weiter. Ich höre gerne allererste Male. Immer her damit.
Zauberchen
Viele männliche Subs sind ja so auf Füße und
Erniedrigungen und so. Und für mich war klar, also Füße massieren geht noch voll
klar, bei allem anderen bin ich komplett raus.
Das hat sich jetzt gewandelt. Das erste Mal war sehr witzig und
man fragte sich, ob man mir vielleicht den Fuß festbinden muss, damit ich ihn
nicht immer wegziehe.
Aber da gab es schon quasi das erste Mal, dass mehr als Hände an meinen Füßen
waren.
Sebastian
mehr als Hände an deinen Füßen waren.
Zauberchen
So Füße ist ja irgendwie so im Femdom-Bereich ein relativ großes Thema oft.
und da durfte er dann küssen und vorsichtig mal irgendwie mit seiner Zunge an
meinen Fuß und am Anfang war es noch sehr, sehr uaah und am Ende des Wochenendes
sah das Ganze dann ein bisschen anders aus.
Sebastian
Okay, also blutgeleckt einfach.
Zauberchen
Ja, blutgeleckt.
Sebastian
Was habt ihr denn vor diesem Wochenende, habt ihr da groß geplant, was ihr da
macht, oder war das alles recht spontan?
Zauberchen
Wir haben den Einstieg geplant und alles andere war spontan. Wir haben uns so
ein paar Eckpunkte gesetzt, wir hatten irgendwie vorher so eine
Erdbeerdiskussion, Also wir haben eine Telegram-Gruppe gehabt und
dann war so die Aussage von mir, ich frühstücke gerade Erdbeeren und dann war
so, boah ja, mit Erdbeeren und damit spielen und so. Dann haben wir gesagt, ja
okay, das ist auf dem Plan und alles andere war so ein, wir gucken und
probieren.
Sebastian
Okay.
Zauberchen
Wir haben uns wirklich keinen Plan gemacht. Es war klar, er kocht, es war klar,
der Einstieg ist so und alles andere war frei.
Sebastian
Wie ist sie denn verbunden mit ihm? Sind die beiden ein Paar, oder?
Zauberchen
Ähm, nee, die beiden sind einfach nur, ähm, als Dom und Sub zusammen, in
Anführungsstrichen. Also wirklich nur so.
Sebastian
Ja, weil da ist dann mal so die Frage, wie weit ist man miteinander verbunden,
weil was teile ich denn? und bis zu welchem Punkt und das finde ich ja immer
ganz spannend, dann zu schauen, wo da die Grenzen auch gezogen werden.
So, dann hat Temel eine Frage an dich.
Zauberchen
Ja.
Sebastian
Du sagtest, devot bist du eher nur gegenüber wenigen Menschen, um deine Seele zu
schützen. Hast du Bedenken, dass Spielarten in Richtung D/s bei dir etwas kaputt
machen können oder mehr als körperliche
Spielarten?
Zauberchen
Ich bin so ein bisschen vorgeschädigt, was Psyche angeht, um es mal vorsichtig
auszudrücken. Und, ähm, hab halt gelernt, dass meine Seele ein sehr großes Gut
ist, was man beschützen muss. Und, ähm, ich das nicht jedem vor die Füße werfen
möchte, so in Anführungsstrichen. Genau,
Sebastian
Ja, aber das ist ja auch ein guter Punkt, wenn ich weiß, an einer gewissen
Stelle
Sollte ich vorsichtig sein, dann bin ich es auch. Dann kann ich mich die ganzen
anderen Geschichten genießen dafür.
finde ich ja gut.
Zauberchen
und es gibt halt einen Menschen, der an der D/s-Schiene bei mir kratzen darf und
es auch tut.
Witzigerweise ist es der, den ich über die SZ als Sub kennengelernt
habe. Wir haben halt immer noch Kontakt und mittlerweile haben wir die Rollen
getauscht. Wir spielen so ein bisschen tatsächlich über WhatsApp, weil
trotz der sechs Jahre haben wir uns noch nie gesehen live. live, aber wir haben
halt echt eine gute Verbindung und auch eine gute Freundschaft und ja,
Sebastian
Okay, sechs Jahre nie gesehen, aber ihr interagiert da ja schon in dem Bereich.
Zauberchen
er darf da.
Sebastian
Was macht ihr denn da so alles? Also ich kann es mir schon ein bisschen
vorstellen, aber natürlich hätte ich gerne, wenn du ein bisschen erzählst, was
man denn sechs Jahre da irgendwie online per Chat und so weiter tut.
Zauberchen
wir haben halt immer mal wieder so kleines bisschen gespielt, aber ich habe ihm
ungefähr Anfang des Jahres die Ohren voll geheult, dass ich keinen Dom habe und
dass mir das auf den Keks geht und ich gern was Festes hätte und er ganz, ganz,
ganz uneigennützig sagte, ja, wir können das ja mal versuchen in der
Konstellation,
Sebastian
Okay.
Zauberchen
dass ich
unten bin und er oben und so hat das Ganze angefangen. Jetzt habe ich so ein
paar Regeln
und wir spielen halt hin und wieder über Online. Also ich bekomme dann Aufgaben
von ihm und wir telefonieren dabei und er bekommt halt ein paar Bilder.
Genau.
Sebastian
Okay, was für Regeln hast du denn? Also, und gelten die immer? Galten die jetzt
zum Beispiel auch an dem Wochenende, wo du Besuch hattest?
Zauberchen
Das sind so Regeln, die halt relativ allgemein sind. Also er freut sich halt
gerade über das, was passiert und nimmt da auch rege teil und ich erzähle ihm da
auch ganz viel. Aber es sind so Regeln wie, ich muss halt zum Beispiel so und so
viele Schritte in der Woche machen, und dann halt alles so ganz kleine Regeln
und ja, so zum Beispiel. Es sind halt nicht große, es sind wenige.
Sebastian
Okay, also eher Dinge, die dazu geeignet sind, einfach, dass sie positiv für
dich sind.
Zauberchen
Genau, es sind halt Dinge, die positiv für mich sind. Ich war halt jemand, der
sich gern zurückgezogen hat und lieber eher so für sich war
und hab dann so quasi die Aufgabe bekommen, halt rauszugehen, mich
auszuprobieren und das unterstützt der halt auch wirklich sehr. Ja.
Sebastian
Ja, und jetzt machst du hier mit, das ist ja wirklich das Gegenteil von
zurückziehen. Sehr schön, danke schön, finde ich toll, dass du das machst.
Nein,
finde ich wirklich gut. Gut, du hast jetzt ein paar Mal Twitter erwähnt. Das
finde ich tatsächlich ganz spannend. Es gibt, also ich sehe auch, dass dieser
Podcast muss drei komplett getrennte soziale Netzwerke offenbar bespielen,
nämlich Twitter, Instagram und FetLife tatsächlich, weil die, also
zumindest mit dem, was ich sehe, recht wenig Überschneidungen haben. aber ich
kenne wenige Menschen, die mehrere Plattformen davon nutzen. Also Instagram und
FetLife vielleicht noch am ehesten, aber Twitter scheint so nochmal ein eigenes
Ding zu sein, habe ich das Gefühl.
Zauberchen
Ja, aber ich mag Twitter tatsächlich sehr. Also zum einen ist es ein
reger Austausch, es ist viel Information und man lernt tolle Leute kennen.
Sebastian
Also generell, wie gesagt, ich glaube, das ist einfach eine andere Bubble.
Und wie gesagt, ich kriege immer so ein bisschen in den Hals, wenn ich dann
wieder irgendwie mal zwischendurch irgendwas rausposten will und dann, ah,
Instagram, ich muss wieder ein Bild machen dafür.
Twitter, da ist dann wieder der Text zu kurz und bei FetLife, da interessiert
den Text eh niemand. Also das ist so ein bisschen, es gibt noch kein so
richtiges soziales Netzwerk, wo ich sagen kann, ja, wenn ich da bin, dann habe
ich die ganzen Perversen auf einen Schlag abgedeckt. Keine Chance.
Zauberchen
Nee, gar nicht.
Sebastian
Und dann gäbe es ja noch Facebook, aber da hat der Podcast immer noch keinen
Account, weil er keinen kriegen wird. Yay.
Amerikaner. So,
ich motiviere den Chat nochmal, dass er sagt, hier, ich möchte noch irgendwas
wissen, die sind heute alle noch nicht so ganz wach, habe ich das Gefühl, es ist
ja auch erst Dienstag und das Wochenende, übermorgen ist es doch schon soweit.
Ja,
Zauberchen
Immer raus mit den Fragen.
Sebastian
die müssen jetzt erstmal tippen die hören das ja wahrscheinlich eh alles eine
Minute später
Ich mag nochmal wissen, also du hast jetzt von dem Menschen und noch ein Mensch
und noch ein Mensch gesprochen, wie viele Menschen hast du gerade, interagierst
du momentan im Bereich BDSM, wo du sagst, da ist da passiert irgendwas
Zauberchen
Sie von Twitter, er von Twitter und denjenigen, den ich schon so lange kenne.
Das sind so gerade drei feste Sachen. Und ich bin halt jemand, der oft auf
Partys geht und da so ein, zwei Leute hat, mit denen er hin und wieder mal
spielt. Aber das fällt ja alles gerade flach. Also aktuell sind es ja so
dreieinhalb Leute. Also da kommt gerade noch jemand dazu.
Auch über Twitter.
Und ja, die
Sebastian
Wie koordinierst du das zeitlich, wissen die alle voneinander, spätestens jetzt
wissen sie, dass es da noch andere gibt, aber Aber ja,
Zauberchen
Konstellation ist sehr eng verbunden. Also tatsächlich ist das eine relativ enge
Konstellation. Nur die beiden Männer haben quasi keinen Kontakt miteinander.
Sebastian
da sind die Jungs ja eh immer ein bisschen komisch.
Zauberchen
Genau. Ja, aber der eine wohnt halt weit weg. Der wohnt oben an der
Küste. Das ist halt tatsächlich treffen und so gar nicht möglich.
oder halt nur sehr sporadisch und sie wohnt bei mir in der Nähe. Wir sehen uns
regelmäßig jetzt mittlerweile, so einmal die Woche seit ungefähr vier Wochen
und mit ihrem Sub agiere ich halt viel übers Schreiben und
tatsächlich treffen wir uns jetzt am Wochenende das erste Mal zu zweit.
Sebastian
Wer genau?
Zauberchen
Ihr Sub und ich.
Aber das ist völlig abgestimmt, das geht völlig klar.
Ich darf da machen, ich habe da freie Hand. Sie hat ihn mir quasi für die Woche
überschrieben.
Sebastian
Okay, überschrieben. Das ist auch schön.
Zauberchen
Genau.
Ja.
Sebastian
Okay, sie will ihn einfach nur halbwegs heile wieder zurückhaben und sagen,
nicht mehr als ein Arm fällt, ist okay.
Zauberchen
Genau. Ein Arm darf fehlen.
Sebastian
Da passt gerade gut, Bondage Love hat eine Frage, ob du auch über
Keuschhaltungsspiele mit bei dir dazugehören. Das mag ich jetzt mal so offen
halten. In welche Richtung? Dom, ne?
Zauberchen
Also bei mir als Sub nein, aber als Dom ja.
Also er steckt aktuell im Käfig.
Ja.
Sebastian
hättest du jetzt fast verschwiegen.
Zauberchen
Ja. Ja. Nein, er steckt aktuell im Käfig und hört aber auch gerade zu. Das weiß
ich.
Sebastian
Okay.
Zauberchen
Sag mal freundlich Hallöchen.
Sebastian
Ja,
das kann ja mal zurückwinken, der Mensch. Oder hinterher anrufen und sagen, das
ist alles gar nicht so. Die ist total fürchterlich und dieses Ding juckt, das
ist okay. Also wenn nachher hier Anrufer durchkommen können, kein Problem. Ich
bin für alle Beschwerden offen.
Zauberchen
Oh, dann kriegt der aber am Samstag Probleme mit mir.
Sebastian
Schawad hat eine Frage, die finde ich ganz gut.
Was strebst du an? Also mittelfristig geht es eher in Richtung so
24/7-Beziehungen Spielbeziehung oder diese Spielbeziehung soll das bleiben, wo
möchtest du gerne hin?
Zauberchen
Auf der der auf der Sub-Seite tatsächlich so eine Spielbeziehung mit so ein
paar Regeln. Also 24/7 kann ich mir als Sub nicht vorstellen. Dafür habe ich
ein viel zu aktives Leben, bin viel zu viel, also mittlerweile,
bin außerhalb von Corona viel unterwegs und auch sehr offen und so. Und ich kann
mir nicht vorstellen, 24/7 hier, ich nenne es mal, rumzukriechen. Das wäre nicht
meine Persönlichkeit.
Sebastian
Ja, Moment, Moment, 24/7 heißt ja nicht, dass du nur noch zu Hause sitzt und
brav Regeln befolgst, sondern 24/7 heißt ja erstmal nur, dass immer so im
Hintergrund so ein gewisses Machtgefälle da ist, ist meine Definition.
Zauberchen
Nee, ich möchte auch gerne.
Sebastian
Ja,
Zauberchen
Ja, dann haben wir eine unterschiedliche Definition. Deine Definition dann ja,
so auf Abruf, wenn er möchte, dass ich dann Sub
bin und dass wir dann spielen und Regeln gelten und so ein paar
Hintergrundregeln, das finde ich völlig in Ordnung. Aber für mich ist 24/7 halt
verbunden mit stetiger Kontrolle, stetiger Devot
sein, stetig unten spielen. Ich glaube aber, dass da Definitionen sehr
unterschiedlich sein können, wie man gerade merkt.
Sebastian
das wäre eh nochmal so ein Diskussionsthema. Vielleicht machen wir mal so ein
Themenabend 24/7 und dann gucken wir mal, weil ich glaube, dass, also ich
würde auch behaupten, dass ich hier in einer 24/7 Beziehung lebe und außerdem in
einer 24/7 BDSM Beziehung, weil
das Machtgefälle ist irgendwie immer da, aber es heißt nicht, dass wir nicht
irgendwie völlig frei voneinander und selbstständig agieren können, Sondern es
heißt einfach nur, wenn ich sage so jetzt aber, dann gilt halt jetzt aber.
Zauberchen
Dann bekommst du auch...
Sebastian
Und dann, also da ist so ein bisschen, das kann immer so ein bisschen
aufflammen. Es schwelt immer so ein bisschen und jederzeit gibt es halt die
Möglichkeit, dass sie mich von unten anspielt oder ich sie von oben oder sonst
wie, dass das plötzlich aktiviert wird.
Zauberchen
Mit der Definition kann ich 24-7 leben.
Sebastian
Ja, wenn ich die nicht hätte, hätte ich keinen 24-7.
Zauberchen
Aber mit meiner Definition nicht.
Ja, ja, aber es sieht ja jeder anders. Also wenn du Meinungen zu
24-7 hören möchtest, dann bekommst du 24 und 7 unterschiedliche Meinungen.
Sebastian
Oh, die hätte ich gern alle.
Zauberchen
Ja, und als Dom aber auch gerne was Festes. Also er darf dann auch gerne
auch noch frei agieren, aber quasi unter meiner Fuchtel.
Sebastian
Ja, unter deiner Fuchtel. Wo würdest du dich denn da einmischen wollen?
Zauberchen
Also ich möchte gerne wissen, was er macht Also wenn er jetzt irgendwie mit
jemandem trifft, möchte ich es gerne wissen Und wenn er zum Beispiel gerade
nicht so ist, dass ich mir denke, dass er kommen darf Dann darf er gerne mit dem
Mädel, Kerl, also das ist ja egal, was auch immer, Sex haben Aber kommen muss er
dann zum Beispiel nicht
Aber
Sebastian
Also schön in die Bredouille bringen, ein bisschen die Kontrolle haben, so ein
bisschen wie der Erzähler im Film manchmal, der alles weiß und nur in
seltenen Ausnahmefällen mal wirklich eingreift und sagt hier Stopp.
Zauberchen
genau, aber
Sebastian
okay. So, jetzt weiß ich nicht, ob die Frage für dich ist oder ob die eher so
allgemein gehalten ist von MistressJulia44.
Magst du mal von den Partys erzählen? Die sind nämlich cooler, als ich immer
dachte.
Zauberchen
sicher mag ich davon erzählen, Mäuschen
Sebastian
Von was für Partys reden wir denn?
Zauberchen
Also ich bin auf Swinger-Partys und auf BDSM-Partys.
Sebastian
Okay, okay.
Zauberchen
Genau, also auf Swinger-Partys gehe ich halt gerne, also ich unterscheide da
gerne und nenne das gerne Feier-Partys oder Fick-Partys. Es gibt halt auch
Partys, wo man einfach super feiern kann und es total angenehm ist mit Musik und
vielleicht einem Cocktail und Spaß haben und tanzen und ja. Oder es gibt halt so
Partys, wo es halt tatsächlich eher darauf ausgelegt ist, dass man halt nur
miteinander schläft und Musik und Feiern und Tanzen im Hintergrund liegen,
Sebastian
Okay, jetzt ist die Frage, warum findet sie das immer cooler, als sie dachte?
Du weißt offenbar mehr.
Zauberchen
weil sie Vorurteile hatte.
Sebastian
Ja, die habe ich auch.
Zauberchen
Ja, aber sie hatte Vorurteile.
Sie hat sich gerade quasi geoutet. Das ist, also
ich weiß mehr über sie. Genau,
Sebastian
Du musst ja nicht viel über sie erzählen, das kann sie ja selber hier machen,
gar kein Problem.
Zauberchen
die Annahme mit,
Sebastian
Also okay, ich will dich jetzt nicht dazu bringen, dass du jetzt über sie da
viel verrätst, das muss sie dann schon selber machen, aber generell ist da
jemand, der Vorurteile hatte und jetzt offenbar eine andere Erfahrung gemacht
hat. So viel ist ja aus dem Text klar geworden. Okay.
Zauberchen
Erfahrung noch nicht, aber ich habe viel erzählt und ihre Meinung ist
mittlerweile anders. Sie dachte halt so Schiesser, Feinripp, eher ältere
Menschen, also so über 45 aufwärts und es ist halt eher so, wie man es halt
aus schlechten Dokumentationen quasi kennt. Es ist eigentlich viel lustiger und
angenehmer und entspannter, finde
Sebastian
Also junge Leute in coolen Klamotten, die einfach Bock zum Vögeln haben.
Zauberchen
ich tatsächlich.
Genau, also man kann halt feiern und wenn man da irgendwas sieht, was einem
gefällt, nimmt man es halt mit nach hinten. Da ist halt nicht die Frage zu mir
oder zu dir, sondern Pärchenzimmer oder das
andere.
Sebastian
Okay.
So, jetzt geht es hier aber los. Wir machen jetzt, wir sind jetzt auch schon
tatsächlich ein bisschen Richtung Ende. Drei Fragen habe ich noch, die stelle
ich dir auch noch alle ganz fleißig.
Zauberchen
Ja.
Sebastian
haben wir denn da? Lila, passiert es dir häufig, dass du dich von Menschen im
Chat angezogen fühlst und dann beim ersten Treffen vielleicht merkst, dass es
gar nicht passt?
Zauberchen
Also ich habe das eigentlich schon eher beim Schreiben raus,
dass das irgendwie gehen könnte oder nicht.
Sebastian
Also eine hohe Trefferquote.
Zauberchen
tatsächlich schon.
Sebastian
Okay. Ja, das habe
Zauberchen
Was jetzt nicht heißt, dass ich 23.000 Menschen treffe, aber
ich habe da ein gutes Bauchgefühl und eine gute Trefferquote. Ja.
Sebastian
ich auch.
Zauberchen
Ja,
Sebastian
Ich wurde eigentlich immer, naja, fast immer positiv überrascht, muss ich sagen.
Also das, ja, ja, doch. Sag mal so, wenn man mit den Menschen ein bisschen
kommuniziert, in der Regel, finde ich, sind die Menschen dann authentisch. Ich
habe es noch nie gehabt, dass ich dann einen völlig anderen Menschen da sehe.
Das muss man dann mal gucken. So, strebst du eine BDSM-Beziehung an oder
spielst du lieber außerhalb der Spielbeziehung? Von Dina, das verstehe ich jetzt
nicht ganz.
Zauberchen
ich, wenn ich eine Partnerschaft habe, ob das eine BDSM-Partnerschaft sein muss
oder ob ich lieber nur Spielbeziehungen habe. So würde ich das interpretieren.
Sebastian
Ja, du verstehst die Menschen besser als ich.
Und deine Antwort darauf? Da
Zauberchen
Meine Antwort ist, das ist mir tatsächlich egal, da ich das Modell der offenen
Beziehung, wenn nicht sogar einer Poly-Beziehung vorziehe. Also Monogamie kann
ich mir nicht vorstellen.
Und in einer offenen Beziehung, wenn er BDSM mitbringt, gerne. Wenn nicht, dann
ist aber auch klar, dass ich mir außerhalb dieser Beziehung jemanden zum Spielen
suche. Sowohl auf der Dom- als auch auf der Sub-Seite. Wenn er eine der Seiten
bedient, dann suche ich mir halt nur für eine der beiden Seiten jemand Festes
und Spaß für nebenbei halt.
Sebastian
hast du ja einen festen Plan. Das finde ich tatsächlich ganz spannend. Das,
finde ich, hat sich die letzten Jahre auch so ein bisschen verändert.
Es gibt viele Menschen und ich gehöre auch mal dazu und ich gehöre auch immer
noch dazu, der sagt, okay, ich habe eine Beziehung und in der gibt es einen
gewissen Rahmen, was möglich ist. Und es gibt aber diese Gegenbewegung
inzwischen, die ganz klar sagt, nein, ich habe Bedürfnisse und eine Beziehung
mit einem Menschen wird das aller Voraussicht nach nicht erfüllen können. Also
ist von vornherein klar, da müssen mehrere Menschen her. Ja.
Zauberchen
Genau, das ist ganz einfach. Ich bin bi.
Sorry, aber Mann und Frau gleichzeitig geht tatsächlich nicht.
Sebastian
Und was heißt gleichzeitig?
Zauberchen
Naja, er kann nicht Mann oder sie kann nicht Mann und Frau in einer Person und
gleichzeitig sein.
Sebastian
Achso.
Zauberchen
Das meine ich.
Sebastian
Ja, möglicherweise wird das ein bisschen kompliziert, das gebe ich zu. Es gäbe
ja noch die Möglichkeit dann zu sagen, okay, du hast da, nehmen wir mal, du hast
einen festen Partner, nehmen wir mal Dominant, der hat ja da auch was zu sagen
und dann hast du wiederum vielleicht noch einen Sub, der mit dazu kommt, aber
ihr seid dann immer zu dritt am Interagieren. Ist das kein Kompromiss für dich?
Zauberchen
Nee, es sind ja beides. Also ich bin, dazu muss man sagen, dass ich auf
der Sub- und Dom-Seite nicht bi bin, was gegensätzliche Rollen angeht. Also
ich kann mir nicht vorstellen, mit
einer Frau zu spielen, wo ich aktiv und sie passiv oder andersrum ist. Das kann
ich mir nicht vorstellen. Ich muss immer auf der gleichen Höhe mit der Frau
spielen.
Sebastian
Achso, das kommt auch noch dazu.
Zauberchen
Das
kommt auch noch dazu, ja.
Sebastian
Okay, also ein richtig gelungener Abend beinhaltet mindestens vier Personen.
Zauberchen
Ja,
nö. Ich muss nicht an einem Abend beide Rollen
bedienen. Das kann ich nicht. Ich
Sebastian
Okay, hätte ich jetzt gesagt, dass eventuell, na gut, deshalb frage ich ja, da
bin ich ja immer ein bisschen neugierig.
Oh, guck auf die Uhr, die sagt 21.10 Uhr, das heißt, da wartet schon jemand.
Ich finde es erstmal toll, dass du mir jetzt hier quasi fast 40 Minuten Rede
und Antwort gestanden hast und ich habe ja wirklich jede Frage gestellt, die mir
irgendwie einfallen wollte.
finde ich toll und du bist offenbar du bist gerade glücklich und ausgelastet und
ausgelassen und das finde ich einfach sehr sehr schön
Zauberchen
bin zufrieden, glücklich, ausgelassen und ja, das kann ich unterschreiben und
stempeln.
Sebastian
ja wunderbar, dann ist das doch der perfekte Abschluss dann würde ich dich jetzt
gern verabschieden oder eher halb ungern, aber du weißt ja wie es läuft dafür
kann ich ja was spielen für dich, hier steht leider wieder nur Black aber warte
mal, diesmal habe ich meine zweite Notiz gemacht dass ich weiß was ich spielen
werde
ah, Blutengel von Black oder Black von Blutengel was ist es?
Zauberchen
Nein, Black von Blutengel.
Sebastian
So rum, alles klar. Ja, hier steht nur Black, Bindestrich, Blutengel, zack, mehr
steht ja nicht. Ich werde das jetzt spielen, werde in der Zwischenzeit meinen
nächsten Gast hereinholen und dir wünsche ich einfach noch einen ganz schönen
Restabend, ein tolles Wochenende mit deinem neuen Spielzeug
Zauberchen
Dankeschön.
Sebastian
und dann hören wir hin und wieder voneinander und dann bin ich mal gespannt,
wann du ein Update posten oder erzählen kannst.
Zauberchen
Gerne. Das können wir gerne machen. Du
Sebastian
Ja, dann mach's gut. Tschüss.
Zauberchen
auch. Tschüss.
Sebastian
Wir sind zurück und ich habe den Daniel mitgebracht, um die 40 aus Hessen, Und
ja, hallo.
Daniel
Hallo.
Sebastian
war die Musik plötzlich zu Ende und alle konnten dich hören. Jetzt bist du
richtig nervös. Das tut mir leid.
Daniel
Ja,
Sebastian
Okay, alles in Ordnung. Wir reden ein bisschen über das Thema Religion und BDSM.
Und da frage ich doch erstmal, was qualifiziert dich dazu, hier darüber zu
sprechen?
Daniel
so ein bisschen. Da ich Theologie studiert habe und Religionslehrer bin, bin ich
ein bisschen qualifiziert dazu. Aber das ist nicht mein Spezialthema. Ich habe
dazu nicht geforscht.
Also jetzt nicht so, dass ich da jetzt Professor bin. Aber Theologie kann ich
ein bisschen. Ja,
Sebastian
Okay, ja gut, aber dadurch, dass du Lehrer bist, bist du also auf freche Fragen
gewöhnt. Heute möchte ich also den Chat auch mal dazu nötigen. Jetzt habt ihr
die Gelegenheit, fragt alles, das Podcastsubbie wird dann filtern, was davon
ich dann sehe und dann gucken wir mal.
Okay, aber über BDSM kannst du sprechen, weil, das
Daniel
Satz soll ich fortsetzen.
Sebastian
kannst du gerne tun.
Daniel
Ja, weil BDSM unvernünftig und Spaß macht.
Und ja, mit 15, 16 war ich im
Comicladen und da gab es einen Comic namens Sweet Gwendoline und der hat
irgendwie was mit mir gemacht.
Und das hat dann in gewisser Weise mich schon ein bisschen länger begleitet.
Ja,
Sebastian
Okay, also wir können sagen, dass du BDSM praktizierst. Ich habe hier stehen,
Spiced Vanilla passt ganz gut, sagst du.
Daniel
also ich finde das sehr nett, weil eben manche Teile des BDSM-Spektrums oder
große Teile des BDSM-Spektrums sind jetzt nicht so das, was ich auslebe.
Deswegen würde ich jetzt nicht sagen, dass ich eben alle Spektren abdecke.
Also, nee, bediene.
Sebastian
Ich habe gleich schon mal die erste Frage von Gentledom und das ist genau
richtig, über welche Religion reden wir denn überhaupt?
Daniel
Ich
bin evangelischer Religionslehrer. Aber
Sebastian
So, dann wissen wir schon mal, es ist schon mal ein bisschen offener. Ich muss
gestehen, ich wurde katholisch getauft und habe allerdings mich dann abseits
meiner Jugendzeit selber nicht weiter damit beschäftigt. Also da kann ich auch
relativ wenig zu sagen.
Aber da kann man schon mal sagen, das ist alles ein bisschen offener. Na, die
wichtigste Frage, die ich natürlich immer habe, ist, so, das ist so eine
allgemeine Meinung, Religion, Glaube und BDSM, das passt ja gar nicht zusammen.
Warum passt das deiner Meinung nach?
Daniel
man kann ganz viel sagen, warum es passt. Erstens gibt es ja
solche Tendenzen sowieso schon in der alten Kirche. Also nur Selbstgeißelung,
sich gegenseitig geißeln, im Mittelalter mit Peitschen und sowas. Also die Idee
Schmerz und Askese und sowas gab
es schon immer. Das könnte man natürlich auch noch machen. Und B, warum sollte
es nicht passen? Also das ist ja die Frage.
Sebastian
Oh, das so rumzustellen ist eine schöne Sache. Guck mal, BDSM ist ja so in der
Öffentlichkeit, da haben ganz viele so einen moralischen, das geht doch nicht,
das macht man nicht, das gehört sich nicht, das ist unvernünftig, da wird der
Volkskörper geschädigt.
Also es gibt ganz viele Gründe offenbar, warum man das nicht tun sollte und
da würde ich so ein bisschen unterstellen, das sind viele Menschen, die eben
ganz traditionell verwurzelt sind.
Daniel
Das findet man ja auch.
Sebastian
Okay.
Daniel
Wobei eben auch, ich habe es nicht, also BDSM ist ja auch jetzt nicht ganz neu,
ist ja auch ein paar hundert Jahre alt.
Oder hundert, oder, ach, keine Ahnung.
Sebastian
Ich glaube, dass die Menschen Spaß an Schmerz hatten.
Daniel
Also, genau,
Sebastian
Ich glaube, das gibt es schon wahrscheinlich seit tausenden Jahren.
Die Frage ist dieser Grad der Professionalisierung. Ich kaufe mir Equipment und
besuche Partys, wo man das macht. Ich glaube, das ist so etwas relativ Neues.
Daniel
das ist, glaube ich, wirklich neu. Aber ich denke, das passt schon.
Ich habe auch ein bisschen was dazu gelesen, dass es eben auch wirklich
Zusammenhänge gibt zwischen BDSM und Kirche und
gerade eben auch katholischer Kirche gibt es eben auch Zusammenhänge,
dass eben da Priester
oder andere eben ja auch in diese Richtung gegangen sind. Also ich glaube, das
gab es schon immer. Ob das damals dann gut war, ist eben die große Frage. Aber
das ist eine andere Sache.
Sebastian
Lass uns mal, also ich weiß, dass du deine eigene Art BDSM zu betreiben, das
geht so in den Bereich Bondage und Disziplin.
Also du bist kein Sadist.
Daniel
Das weiß ich nicht. Also nicht im Sinne, dass ich jetzt körperliche
Qualen mache, aber so ein bisschen quälen mag ich ja auch. Ist das nicht auch
dann Sadist?
Sebastian
Ja, da muss ich natürlich immer mit der flachen Definition ankommen und sagen,
okay, der Sadist, der führt körperliche Schmerzen zu. Ich behaupte ja auch
immer, ich sei kein Sadist, aber meine Definition, also meine Ausrede ist ein
bisschen kruder an der Stelle.
Ich sage immer, der Sadist, der fügt gerne Schmerzen zu. Ich wiederum mag es
gerne, wenn sie Schmerzen hat. Deshalb bin ich gar kein Sadist.
Okay, wir haben ein bisschen, ja, also ich sehe halt da so ein bisschen
Konflikte, weil du hast ja, ich sag mal, ich sehe jetzt mal die Kirche als
moralisches Standbein, wo du einfach hingehen kannst und sagst, okay, geh
vernünftig mit deinen Mitmenschen um, in diese Richtung so ein bisschen. Aber
dagegen verstößt du doch in dem Sinne eigentlich.
Daniel
also ich glaube nicht unbedingt also natürlich hat also nur zur
Nächstenliebe blubb bin ich jetzt noch ausführen ich hoffe das ist so ein
bisschen bekannt und ich glaube da ist eben auch dass da und dass jeder eben
jeder mensch das recht auf körperliche unversehrtheit hat und in dem sinne wenn
du ja klar aber eben nur beides beides sind da aber du hast ja gerade wegen
schlagen wochen und diese körperliche unversehrtheit hat das recht muss hat
jeder aber andererseits ist es ja auch so dass man das ja auch freiwillig
aufgeben kann wenn man zum Tattooladen geht und sich Piercing oder ein Tattoo
stechen lässt und
Sebastian
Und seelische. Ah,
Daniel
das Das bedeutet, die Notwendigkeit, man kann das selber aufgeben
und man muss dann eben in der Hinsicht das natürlich
verantwortungsvoll machen. Und das geht eben ja auch beim, also wenn man das bei
dem Bild mit dem Tattooladen ist, der muss einen informieren, der sagt dann
auch, manche Sachen gehen nicht. Was weiß ich, als ich im Laden war, hat er
gesagt, das steche ich dir nicht, das sieht in fünf Jahren scheiße aus.
Also in der Hinsicht, diese Verantwortung ist eben auch da und genauso gehört
eben dann eben gerade beim Schlagen eben auch das,
was eben das Wichtigste ist, der Konsens gehört eben dazu.
Sebastian
der Konsens.
Ist der zentral wichtig für dich?
Daniel
Ja, ich würde sagen, das ist ja auch, also sonst wäre es Zitat letzte
Folge, sonst wäre es kein BDSM, sondern dann wäre es häusliche Gewalt. Und
ich denke, das gehört einfach wirklich jedem, einfach insgesamt zentral. Und da
eine spannende Sache. Ich habe Veröffentlichungen von Theologinnen
gelesen, die sogar so weit gehen, dass die
Theologie
vom BDSM lernen können.
Sebastian
Oh, das würde ich gerne mal, also wenn du da die Referenz dann hinterher für
mich hast, da bin ich sehr gespannt, das zitiere ich
Daniel
kann ich dir gerne schicken genau also da gibt es mehrere paper die ich gelesen
habe
und sind zwar alle auf englisch aber also bei den engländern amerika ist es ein
bisschen stärker
und also in der in sich dieses gerade dass der konsens dass das eben ganz
wichtig ist und dass dass man da eben was lernen kann.
Sebastian
okay, hilft der? Ja.
Daniel
Und was gehört zum Konsens dazu?
Sebastian
Okay, also ich habe so, Also Konsens ist ja in den letzten Wochen ja auch immer
wieder Thema gewesen und auch, dass man Konsens verlieren kann und eben auch
aufrechterhalten kann.
Wie machst du das praktisch, sag ich mal? Wie stellst du Konsens her und
behältst ihn vor allen Dingen auch? Auch.
Daniel
Ja, das ist ja immer die Frage.
Das regelmäßige
Nachfragen, Kommunikation, das ist, glaube ich, einfach das Wichtigste. Immer
wieder Fragen und ich glaube, zum Konsens gehört eben mehrere Sachen dazu.
Einmal, dass man
sich der Geschichte bewusst ist. Also diese Sache, dass man nicht einfach sagt,
macht, ach, das haben wir mal vor fünf Jahren ausgehandelt, das wolltest du
doch. Also, dass da eben, dass man das eben, also immer wieder neu ausgehandelt
und dass man nicht in so ein, wie nennt man das, Trott reingerät
und dann einfach sagt, ja, ach, haben wir ja gemacht. Also, das finde ich eben
für Konsens total wichtig. Also, die Geschichte, dass man weiß, woher kommt man
und warum ist das so.
Und für Konsens gehört eben aber eben auch dann einfach dass beide
Personen eben ja auch eben in dem Sinne frei sind
und nicht abhängig sind zum Beispiel voneinander. Und das kann ja ganz schnell
eben auch passieren. Also so ein Abhängigkeitsverhältnis kann ja relativ schnell
passieren und das muss man eben auch gucken, dass das nicht ist.
Sebastian
Okay, ja, das ist vielleicht so ein Punkt. Also das heißt, wenn ich mit meinem
Partner erst mal angefangen habe, das Haus zu haben und die Kinder gemacht habe
und alles ist quasi da, wir sind wirtschaftlich und auch, ich sag mal,
emotional durch Freunde, Freundeskreis etc. voneinander abhängig, kann ich dann
den Konsens noch so einfach herstellen? Oder wenn ich dann sage, ja Moment, als
wir zusammengekommen sind, da haben wir aber beschlossen, du bist Sub und jetzt
willst du nicht mehr, das geht doch nicht.
Das ist ja, das kann der Partner doch nicht einfach aufkündigen. Ähm,
es wird,
Daniel
Ja doch, muss er ja. Also ich glaube aber, deswegen gehört ja eben die die
Kommunikation zu beiden zu. Also ich glaube, beide müssen ja
Konsens haben wollen, damit es eben auch ertragbar ist
oder tragbar ist. Und deswegen kann
eine Person, wenn sie das nicht mehr trägt, eben auch in den Konsens aufbrechen.
Klar, wird nur schwieriger. Und da muss man eben wirklich rechtzeitig gehen.
Und die Frage ist eben, wenn man das noch nicht mehr mal aufbrechen kann, Und
aus so einer Situation, dann haben wir wirklich eben, oder dann ist da wirklich
ein großes Problem.
Sebastian
So, jetzt ist ja, wir bleiben mal dabei, du sagst, okay, das kann ich, ich
stelle den passenden Konsens her, dann kann ich das mit, ja, mit meinem Glauben
vereinbaren, dann brauche ich da keine Gewissensbisse zu haben. Aber trotzdem
ist vielleicht die Überlegung, kann ich damit dann zu meinem, ja, ich würde
jetzt sagen Pfarrer, aber zu meinem Pastor gehen und sagen, hier, pass auf, das
Subbie hat jetzt, hat mir gekündigt, was mache ich denn da?
Daniel
Rein theoretisch natürlich.
Faktisch gibt es eben ein Beichtgeheimnis.
Also deswegen müsste man eigentlich da dann weniger Probleme sehen. Selbst bei
Evangelischen gibt es das Beichtgeheimnis, was zwar fast keiner weiß, aber auch
da gibt es das. Die Frage ist, da würde ich gucken, was das für ein Mensch ist.
Also es gibt gerade in den Kirchen so
große Spektren. Also es gibt so konservative
Menschen in der Kirche, da ist BDSM aber sowas von schlimm und
böse. Und die würden das auch sagen, natürlich ist das schlimme Sünde und
man darf das nicht machen, weil irgendwo in der Bibel steht, geschrieben, man
darf nicht grausam sein und so. dann ja,
Sebastian
und Wollust ist ja auch eine Todsünde.
Daniel
aber nur bei den Katholiken.
Sebastian
Naja, das ist, das fehlt mir leider, diese Abgrenzung so ein bisschen. Da müsste
ich eventuell nochmal, nochmal jemand aus der katholischen Kirche herbeizitieren
oder vielleicht so ein Bischof oder so, das wäre
Daniel
Ja,
Also Todsünden gibt es da nicht.
Zum Glück bei den Evangelischen. Aber natürlich gibt es solche Leute, aber es
gibt eben auch wirklich das ganz andere Spektrum, glaube ich, die da viel
offener gehen. Und nicht umsonst gibt es ja auch Theologen an der uni die sagen
wir können davon was lernen also
muss man gucken
Sebastian
du hast, als wir gerade, als die Musik lief, hast du mir nochmal gesagt, dass du
angefangen hast, da zu lesen und dich reinzulesen. Und das merke ich jetzt auch,
dass du gerade versuchst, das auch zu verarbeiten.
Da würde ich dich dann tatsächlich einfach darum bitten, lies alles, was du
kannst. Und dann setzen wir uns nochmal richtig zusammen und dann gehen wir hier
die einzelnen Paper durch und gucken mal, ob wir nicht eventuell die, ja, die,
naja, eine eigene Kirche öffnen könnten vielleicht. Ich weiß es nicht. Nein,
eher nicht. Ich, hm,
Daniel
finde es ist wirklich spannend also gerade eben dieses voneinander lernen fand
ich sehr spannend also
Sebastian
pass
Daniel
da so aspekt so
Sebastian
mal folgendes, ich, ja, wir kommen uns ein bisschen ins Gehege gerade, weil wir
haben gerade so eine blöde Verzögerung, das ist gar keine Absicht, dass ich dich
immer unterbreche, im Zweifel setzt du dich durch und ich halte die Klappe.
Daniel
aspekt
ich beim einen vergleich fand ich total spannend dass eben dieses sich selbst
selbst unterwerfen und die Verantwortung der Dominanz, dass beides eben dazu
führen können, dass man eben sich, ja, sich
erweitert in gewisser Weise. Also, dass man sich körperlich und geistig eben die
Grenzen erweitert. Das fand ich zum Beispiel sehr spannend nochmal. Und dieses,
ich glaube, das geht so eben Richtung Subspace, also dass man eben einfach da,
ja, sich noch was ganz Neues erlebt. Und das finde ich ganz spannend, zum
Beispiel solche Sachen findet man eben in der Literatur. Ja,
Sebastian
Okay, so, weißt du, was ich mache, weil hier stapeln sich gerade Fragen, ich
werde jetzt einfach mal anfangen, die Hörerfragen auf dich loszulassen, ist das
in Ordnung?
Okay, es kommt ja auf die Ausübung, also erstmal von Pandora ist das, es kommt
ja auf die Ausübung der Religion an, oder? Viele Religionen sehen ja selbst Sex
als Sünde. An Gott glauben ja, aber Kirche und Zölibat und Unbeflecktheit, wie
spielt das zusammen?
Daniel
Also es gibt ein Verständnis von Ehe,
Familie, wo gesagt wird, Sex soll nur der Fortpflanzung dienen. Und alles andere
ist schlecht, Sünde, böse. Und das findet man in der alten Kirche. Und
das leben auch manche Kirchen noch. Die wollen eben, seid fruchtbar und
mehret euch. Und dann wollen sie eben einfach, dass Sex eben eigentlich nicht
dem Lustgewinn dient, sondern eben wirklich nur der Vermehrung. Aber da muss man
sagen, dass das zumindest in der evangelischen Kirche eigentlich nicht
mehr vertreten wird. Also da diese Feindlichkeit gegenüber Lust
ist, glaube ich, zum Glück größtenteils überwunden.
Sebastian
Okay, und wenn ich dann doch eine Kirchengemeinde habe, wo das in etwa vertreten
wird, dann sollte ich mir vielleicht einfach eine andere suchen.
Daniel
Richtig.
Sebastian
Es gibt andere.
Daniel
Genau. Also es gibt da wirklich ganz, ganz, ganz andere. Ja,
Sebastian
Temel möchte noch was wissen.
das Thema Religion, Kirche wir nehmen jetzt mal, ich schränke das jetzt mal auf
die evangelische Glaubensrichtung einfach mal ein, weil dazu kannst du
wahrscheinlich einfach mehr sagen da schränke ich das mit ein, ist das mit die
Kirche, evangelische Glaubensrichtung mit Polybeziehung vereinbar die gibt es ja
im BDSM-Bereich recht häufig zum Beispiel auch Spielpartner
das ist schön, einfach ein Ja, super, Punkt
Daniel
also
kann es auch erläutern, wenn es gewünscht ist.
Sebastian
bitte erläutere es,
Daniel
Also es gibt natürlich auch da solche und solche, aber gerade der
Familien- und Partnerschaftsbegriff ist eben auch aufgebrochen. Also vor ein
paar Jahren gab es eben von der Evangelischen Kirche eine Veröffentlichung zum
Thema Familie. Und da wurde eben Familie nicht mehr so eng definiert, Mann,
Frau, viele Kinder, sondern Familie wurde eben eigentlich definiert
als vertrauensvolles Verhältnis.
Und das
kann eben auch zwischen gleichgeschlechtlichen Personen sein, sodass eben ja
auch die Trauung von gleichgeschlechtlichen Menschen
immer häufiger ist, also häufiger erlaubt ist und auch eben
durchgeführt wird. Und wenn man, ja, in der Kirche, genau, und wenn man wenn man
dann das als Definition hat,
Sebastian
der Kirche
Daniel
Familie oder Partnerschaft ist eben wichtig, wenn es vertrauenvoll ist, dann
wäre eben Polyamorie in dem Sinne eigentlich möglich. Und ja, also es
gibt da mehrere Menschen, die das leben, ich persönlich zum Beispiel auch.
Sebastian
Ja, wunderbar. Ja, das ist ja auch mal schwierig, weil das ist ja, ich sehe das
immer als ganz viel Interpretation. Glaube generell, da wird viel interpretiert
und versucht zu deuten und dann auch eine Richtung, eine Linie vorzugeben.
Und da gibt es ja einfach ganz viele Möglichkeiten, Dinge zu sehen. Und das
Schöne an der Interpretation ist, sie kann sich dem Zeitgeist gemäß ein bisschen
weiterentwickeln. Finde ich gut.
So, was haben wir denn noch? Patti Blechschmidt, schöner Name. Ich hatte mehrere
Lehrer, die so hießen, die waren auch alle irgendwie zusammen. Also ich hatte,
das erzähle ich mal ein anderem Mal. Ja, das ist schlimm.
Es gibt in der christlichen Religion zwei Richtungen. Zum einen Schmerz,
Selbstgeißelung als Bestrafung und aber auch den Schmerz, um in ein
anderes Bewusstsein zu kommen und somit Gott näher zu sein. Nein.
Ist das wieder die alte Kirche?
Daniel
Ich
würde sagen, in der alten Kirche viel stärker gelebt, Aber ich glaube, es gibt
es heutzutage auch noch. Also dieses Askese,
teilweise eben, ja,
Geißelung jetzt nicht im Sinne, aber Schmerz wahrnehmen und
findet man auch. Ich glaube, weniger in Europa, aber in manchen Teilen
findet man das noch, ja. Also
Sebastian
Ja,
Daniel
ich glaube, das ist auch ein Teil, der immer wieder hervorkommt.
Dieses für Gott nehme ich das und das auf mich.
Und das kann eben dann eben so weit führen, dass man
so submissiv gegenüber Gott ist, dass das bis zum Masochismus führen
kann. Ach,
Sebastian
jetzt muss ich ja mal ketzerisch sein. Wir nehmen jetzt mal an,
du bist Top und nimmst die Rolle ein, also du bist jetzt oben. Das heißt,
du bist Gott in dem Moment.
Daniel
wunderschön.
Sebastian
Ja, ne?
Daniel
Ja, finde ich toll.
Sebastian
Geht das?
Daniel
Knie nieder und denk an England.
Sebastian
Was?
Daniel
Also ich persönlich werde mich nie als Gott wahrnehmen und
finde ich auch nicht gut.
Sebastian
Nein, aber wäre das nicht so, nenn mich so, befolge meine Regeln, tu dies, tu
das, tu jenes. Das ist ja schon so ein bisschen, ich sag mal, Amtsanmaßung an
der Stelle.
Daniel
Es wurde ja hoffentlich ein Konsens
erzeugt.
Sebastian
Ja, ja, okay.
Daniel
Ich kann ja und in der Hinsicht hoffe
ich, dass die Person, mit der ich spiele, dann natürlich auch sagt, eigentlich
will ich das. Und ich würde ja auch nicht wirklich dann, wenn dann Wenn im
Zweifelsfall Nein gesagt wird oder das Rot oder was auch immer, sollte man
ja auch sofort aufhören.
Sebastian
Ja, das heißt also, sowas wie ein Safeword ist für dich unabdingbar
tatsächlich, weil der Verlust des Konsens ist für dich eine ganz ernste Sache
einfach.
Daniel
Es muss nicht unbedingt ein Safeword sein. Es kann ja auch abklopfen oder was
auch immer sein. Aber es muss unterbrochen werden können. Ja,
Sebastian
Okay, also ein Sicherheitsmechanismus, vielleicht muss ich das in Zukunft mal
ein bisschen anders formulieren, weil jeder sagt mir immer, nein, wir brauchen
ja gar kein Safeword, wir haben ja auch noch dies und das und jenes. Stimmt
natürlich, ich nehme Safeword immer als Platzhalter dafür.
Daniel
Weil ja zum Beispiel eben soweit auch Konsens geht, aber das Problem ist ja auch
teilweise, es kann ja auch tagesabhängig sein. Nein, das, was gestern ging, ist
heute nicht möglich, weil vorher, keine Ahnung, die und die E-Mail gekommen ist.
Also ich finde, deswegen gehört es unbedingt dazu, dass man eben abbrechen kann,
Sebastian
So, jetzt nehme ich mal auf ein Schmerzblatt,
Daniel
auch für den Konsens.
Sebastian
nehme jetzt mal auf ein Schmerzblatt was, nämlich eine These, keine Frage, aber
wir werden es einfach als Frage behandeln.
Gehen wir zurück zu Adam und Eva. Ich finde, dass es schon beginnt, wenn man an
die Geschichte von Adam und Eva denkt. Die Schlange verrät das Vergehen, zu dem
die Frau, in diesem Fall schwach, den Mann anstiftet. Die Strafe folgt prompt,
die Frau hat sich dem Mann zu unterwerfen und ihm zu gehorchen oder eben,
umgedacht, der Schwächere dem Stärkeren
geschlechtsunabhängig zu sein.
Ja, Adam und Eva, soweit gehen wir schon zurück.
Daniel
Ja, und da würde ich eben einfach sagen, bin ich eben Theologe und kein
Biblicist. Also ja, Adam und Eva ist eine Geschichte, eine spannende
Geschichte, wenn man da wirklich genau reingeht.
hat man eben verschiedene Schichten.
Aber ich glaube kein, ich sage das jetzt bösartig, aber ich glaube kein
ernstzunehmender Theologe würde sagen,
es gab Adam und Eva, sondern es ist eine Geschichte und die muss man eben
deuten. Ich finde gerade eben diese Geschichte mit der Frucht,
da gibt es viele Seiten, die man eben sehen kann. Und erstens, das Erste, was
ich jetzt noch dazu ganz kurz sagen möchte, dass gerade diese Geschichten am
Anfang der Bibel eben eigentlich entstanden sind, um die Welt
drumherum in der damaligen Zeit zu erklären, weil sie eben keine Erklärung
hatten. Warum gibt es Zeit? Und sie sind nicht unbedingt jetzt Geschichten, die
so passiert sind.
Sebastian
Da muss ich mal einwerfen, in der Grundschule wird das genauso erklärt und da
wird nicht gedeutet, sondern da wird das so erklärt.
Mag ich jetzt aber nicht weiter darauf eingehen, aber naja gut.
Daniel
ich auch meine Meinung zu.
Sebastian
Die werden wir nochmal in Ruhe ausdiskutieren.
So, Kani und Peppi haben was. Und zwar wird das Thema Lust und Sexualität
generell im Theologiestudium behandelt. Und wenn ja, wie? Das finde ich eine
spannende Frage.
Daniel
mein erstes theologisches Seminar an der Uni, da
ging es um Queerness und
Sexualität. Ja, es wird behandelt.
Sebastian
Wow. Das finde ich
Daniel
Also das war das erste Seminar und da ging es um Homosexualität und verschiedene
Arten von Sexualitäten. Ja, den genauen Titel weiß ich nicht mehr, weil ich
einfach zu alt bin und mein Gehirn nachlässt. Aber das Thema, aber das war,
ja, viele.
Sebastian
das wäre ein schicker Einstieg. Das muss ja schon einige Jahre her sein. Ja,
Daniel
Genau.
Also deswegen, ja, gibt es. Die Frage ist eben, wird es, ob es an jeder Uni
gelehrt wird, weiß ich nicht. Und wird es jedes Jahr gelehrt?
Aber ja, ganz klar. Das
Sebastian
also, ja, das ist so ein bisschen, das entzieht sich einfach mal an Erkenntnis,
was ist da Teil. Man kriegt halt nur so, ja, mediale Statements gelegentlich mit
und das ist genauso wie bei Politikern. Die haben da die 30 Sekunden vorm
Mikrofon und müssen ihr Statement platzieren, wenn man es nicht lebt, ne.
Ja, Schawad hat noch eine schöne Frage.
Würde dein Gast sagen, also du, dass ihn sein persönlicher BDSM, seine Ausübung
als Religionslehrer bereichert? Sprich, bist du einfach offener als andere
Reli-Lehrer?
Daniel
ist so ein Henne-Ei-Problem. Was war
zuerst?
Ich wüsste es nicht, was zuerst war. Also ob die Offenheit dadurch
gekommen ist. Es war auch bei mir ein Prozess, ganz klar, weil ich viel, viel,
viel konservativer aufgewachsen bin. unter anderem war auch dieses erste
seminar an der uni hat mir auch noch mal ganz viele augen geöffnet keine
ahnung ich weiß es nicht also war was zuerst war ob meine
veranlagung oder was auch immer dazu geführt hat dass ich eben eher liberal
geworden bin oder genau anders rum ob die liberalität dann dazu führte dass
ausgeführt habe ich weiß es nicht wobei mit 15, 16, ach egal,
Sebastian
Ja, da würde ich jetzt, das musst du mir nicht beantworten, mag ich mal bohren.
Also wenn du mit 15, 16 da schon gemerkt hast, ah, da schlummert was in mir und
hast doch vielleicht schon ein bisschen rumprobiert oder Gedanken zumindest,
dann ist die Frage, warum studiert man dann Theologie? Weil, um
da Erleuchtung zu erfahren, in dem Sinne, was ist mit mir eigentlich los? Wie
kann ich das vereinbaren? Oder war das überhaupt kein wichtiges Thema für dich
und das hat halt andere Gründe?
Daniel
Also die Quintessenz eigentlich hauptsächlich andere Gründe und warum ich
Religionslehrer geworden bin, weil mein Religionslehrer ganz schlimm war. Und
ich habe gesagt, man braucht auch gute Religionslehrer, in Anführungsstrichen.
Also mein Religionslehrer hat irgendwann zu mir in der Schule gesagt, was
du glaubst, ist falsch.
Kein Argument mehr. Und Und da dachte ich mir, so kann der Fröhliche uns
unterrichtlich sein.
Sebastian
Okay, ja, da habe ich tatsächlich recht positive Erfahrungen gemacht. Bei uns
kam der Pfarrer in die Schule und wir haben diskutiert. Das war an sich ganz
schön.
Daniel
so sollte es ja auch sein.
Sebastian
Ja, dann hatte ich eine Religionslehrerin und dann habe ich das ganz schnell
abgewählt.
Daniel
gibt solche und solche.
Sebastian
Okay. Ich gucke mal kurz, wo ich war. Ich habe die Zeile gerade verloren.
Ach ja, genau. Gab es Momente im Studium, die dein Bild des BDSM verändert haben
oder dir einen neuen Blickwinkel gegeben haben? Mag Schawad schon wieder wissen.
Daniel
Nein, ich
glaube nicht.
Sebastian
Okay, eine einfache Antwort.
Daniel
Nein,
also Menschenbild im Allgemeinen, aber ich glaube nicht, Bild ist eine
Sebastian
dann haben wir noch, oh Gott, ich glaube, da ist ein Tippfehler im Nicknamen.
Secret Baby, Sheep ist, glaube ich, so richtig.
Trennst du Religion und Kirche oder gehört für dich das zwingend zusammen?
Daniel
schwierige Frage.
Also ich finde, die Definition, was ist Kirche? Kirche ist ja nicht unbedingt
das, was wir als Gebäude, als Institution haben, sondern ich würde
Kirche sagen, Kirche ist die Gemeinschaft der Gläubigen. Also die, die einen
Glauben haben oder zumindest sich darunter sammeln, das ist Kirche. Und die
brauchen eben eventuell eine Institution, weil wir eben in einer Welt leben, wo
sowas helfen kann.
Und da finde ich es eben wichtig, dass man eben, aber es ist schwierig, aber man
braucht nicht unbedingt jetzt direkt die Institution Kirche, um glauben zu
können, aber irgendwie hilft es dann doch, eine Gemeinschaft zu haben. Und das
ist dann Kirche. In
Sebastian
So, ich habe noch eine letzte von Lila. Und dann fange ich mit meinem
Ketzerischen wieder an und dann bist du auch entlassen. Ich merke schon, das
geht in die Tiefe. Diese Zeit ist so ein bisschen gerade das Problem. Wir müssen
uns einfach nochmal sehr in Ruhe unterhalten und dann mag ich mich auch nochmal
so richtig vorbereiten.
Okay, also von Lila. Sind dein Beruf und deine sexuellen Neigungen je in
Konflikt gekommen? Im Sinne von, wie offen kannst du deine privaten Vorzüge denn
ausleben?
Daniel
der Schule?
Sebastian
Nein, nein, also generell, gibt es da Konflikte, wo du sagst, ich würde gerne
das eine oder andere BDSM-mäßig vielleicht machen, aber geht halt nicht, weil ich
da Konflikte zu erwarten habe oder hattest du vielleicht schon mal Konflikte,
weil, ich weiß nicht, du noch vergessen hast, die Peitsche aus dem Koffer zu
nehmen oder ich weiß es ja nicht.
Daniel
Also es sind noch keine Probleme aufgetreten, glaube ich. Nee,
da habe ich noch kein Problem gehabt.
Aber es wissen auch jetzt nicht so viele. Also ich bin jetzt auch nicht geoutet
wie manche andere, die überall geoutet sind.
Sebastian
Ja, würdest du dich da gerne outen, ein bisschen offener damit umgehen?
Daniel
einer perfekten Welt ja.
Sebastian
Okay, ja, okay, ja gut, das ist halt so, aber
ja, aber es ist auch schon ein bisschen schade, wenn man so eine Handbremse hat,
die einen ein bisschen festhält.
Daniel
Aber leider ist die Welt nicht perfekt. Ja
klar. Aber
Sebastian
Ich muss zugeben, als ich angekündigt habe letzte Woche, oh, ich habe da
jemanden, mit dem ich über das Thema ein bisschen spreche, da haben mich mehrere
Nachrichten erreicht und auch ein Mensch hat mir geschrieben, Ich mag jetzt da
gar nicht auf den Inhalt eingehen, aber der hat offenbar wirklich große
Gewissensbisse oder Konflikte mit sich auszufechten, weil er halt sagt, ich
bin verlobt, aber ich habe das in mir und mein Gegenüber
lebt es nicht und ich würde das am liebsten alles hier abbrechen, aber wie kann
ich denn, das geht ja alles nicht, weil ich habe doch da meinen christlichen
Background und der verbietet mir das. Also es gibt da offenbar Menschen, die da
wirklich nicht wissen, wohin mit sich. Was sollen die denn tun am besten? An wen
wenden die sich?
Daniel
Gute Frage.
Gute Frage. Frage.
In der Hinsicht, A,
ich glaube, das ist ein Prozess.
Ich glaube, das geht nicht so einfach, dass man dann auf einmal ganz schnell die
Antwort hat, weil gerade so wie ich sowas wahrnehme, ist
Glaube und Erziehung tief drin. Und wenn man das ganz viel gelernt hat, dass
zum Beispiel sowas schlecht ist, selbst wenn dann einem jemand sagt, es ist
nicht schlimm, dann
muss man das ja auch selber nochmal annehmen.
Sebastian
ja, die Frage ist auch, wer sagt einem, das ist nicht schlimm und wenn ich dann
da den Falschen erwische, der sagt, um Gottes Willen, Teufelsaustreibung,
Entschuldigung, das ist schon wieder, ich merke meinen Sarkasmus so ein
bisschen, dann wird es ja schlimmer.
Daniel
Ist kein Problem.
Ja, es kann sein, ja. Also ich muss da wirklich passen. Ich weiß nicht,
ob es da eine Gruppierung gibt, die helfen kann. Ich
weiß nur, dass es bei Fetlife Gruppen dazu gibt, aber ob die wirklich helfen,
das weiß ich nicht, weil ich nie in den Gruppen war.
Also ich glaube, da kann ganz
starker Leidensdruck sein.
Aber jetzt die perfekte Antwort habe ich leider nicht.
Sebastian
okay, es gibt also keine, ich sag mal,
Daniel
Ich glaube,
Sebastian
kein kirchliches Institut, wo ich mich mit solchen Konflikten hinwenden kann,
sag ich mal, die da offen sind.
Daniel
ich kann mir gut vorstellen, dass es das gibt, aber ich weiß es gerade nicht.
Sebastian
Okay, wenn jemand weiß, dass es sowas gibt, bei mir bitte melden und dann werde
ich das verlinken.
Daniel
da müsste ich mich erst informieren. Also ich glaube,
ich kann mir vorstellen, dass es so etwas gibt, definitiv, aber ich
kann da jetzt keine Antwort geben.
Sebastian
Ja, das finde ich so ein bisschen schwierig, weil man nimmt die Gemeinde, sag
ich mal, die kirchliche Gemeinde, nimmt man so wahr als, da habe ich meinen
Ansprechpartner, da habe ich mein soziales Gefüge und dann habe ich genau diesen
Punkt Und über den kann ich mit niemandem reden. Und das macht die Leute, glaube
ich, fertig.
Daniel
Ja, ich glaube, dass es da Leute gibt, mit denen man reden kann, gibt
es schon. Die Frage ist eben, was ist das für eine Gemeinde? Was ist das eine
sehr konservative Gemeinde? Die werden dann eben sagen, ja, das fühlst du,
aber das darfst du nicht machen.
und werden dann eben nicht unbedingt in dem Sinne,
jetzt bin ich bösartig, wirklich, die werden nicht helfen, sondern eben wirklich
das Ehe austreiben. Und deswegen müsste man, glaube ich, gucken, was ist das für
eine Gemeinde und was ist das für ein, jetzt geht es ins Theologische, was
verbreiten die für ein Menschen- und Gottesbild?
Also da geht es dann wirklich ins Theologische. Also es gibt Gemeinden, die ein
Gottes- und Menschenbild verbreiten, wo ich Kopfschmerzen kriege, weil die
eben einfach, da geht es dann Richtung BDSM,
wo es nicht heißt Glaube, Liebe, Freiheit, sondern du musst dich unterwerfen, du
musst dich unterwerfen, du musst dich unterwerfen. Und dann kommt dann eben
wirklich so ein, dass Menschen klein gemacht werden. Und solche Gemeinden gibt
es leider auch.
Sebastian
Das heißt, es gibt ja die Paarberatung der Kirchen oder die Familienberatung.
Also wenn ich in dem Bereich Nöte habe, meinst du, ich sollte mich an die wenden
oder es zumindest probieren oder es lieber gleich bleiben lassen?
Daniel
Ich würde mich informieren, also
da ich selber da noch nie war, kann ich es nicht sagen. Ich persönlich würde
jetzt einfach so machen, ich würde mich informieren. Was haben die, die haben ja
auch heutzutage eine Internetseite. Und was schreiben die dazu? Also die
schreiben vielleicht nicht was zu BDSM, aber die schreiben trotzdem darum, wie
sie umgehen.
Und wie sie zum Beispiel zu eben auch Homosexualität
umgehen. Also haben die ein positives Menschenbild oder ist es ein sehr
unterdrückendes Menschenbild? Und da würde ich eben gucken. Und wenn das eben
ein eher einengendes, wenig freiheitliches Menschenbild ist, dann würde
ich persönlich da nicht hingehen. Nein, aber
Sebastian
Okay, also,
Daniel
Kirche ist eben einfach wirklich groß
und bunt.
Sebastian
und wahrscheinlich, ich sage mal so, vielleicht trifft das da auch zu, in den
Großstädten noch ein bisschen bunter als vielleicht, sage ich mal, in der, sagen
wir mal, schwäbischen Provinz, wo es eventuell alles noch ein bisschen
traditioneller zugeht.
Daniel
In Schwaben weiß ich nicht, aber auch in der Provinz. Also es gibt, das hat
nichts mit BDSM zu tun, aber es gibt einen ganz tollen Kanal, Anders Amen,
das ist ein lesbisches Pastoren-Ehepaar und die leben wirklich in der Provinz.
Also nichts gegen die Provinz, auch dort gibt es wirklich ganz offene, ganz
positive Menschen.
Sebastian
das hätte ich jetzt nicht gedacht, das finde ich aber schön, weil das ist ja
nochmal zwei Schritte weiter, als ich erwartet hätte.
Nicht nur wir, wir trauen sie, sondern wir lassen sie auch einen Job hier
machen, finde ich gut.
Daniel
Ja, genau. Also da gibt es noch nicht so viele Beispiele, aber es gibt, ich kann
mehrere nennen, die ich kenne und die da eben wirklich als
Pastoren-Ehepaar, also lesbisches Pastoren-Ehepaar oder homosexuelles
Pastoren-Ehepaar eben zusammen eine Gemeinde leiten. Und das eben wirklich nicht
nur in der Stadt. Ja,
Sebastian
okay.
Ich lerne gerade dazu. So, jetzt machen wir noch zwei Sachen. Einmal von Stilles
Rauschen noch eine Frage und danach stelle ich dir noch meine Masterfrage und
dann bist du hier quasi heute auch durch.
Daniel
I'm dismissed. Das
Sebastian
Okay, pass auf. Stilles Rauschen, inwieweit ist denn die BDSM-Szene mit einer
Glaubensgemeinschaft zu vergleichen? Okay,
Daniel
beantworte ich noch nicht. Ich weiß, dazu gibt es eine Veröffentlichung, die
habe ich aber noch nie, nur überflogen und da würde ich mir noch nicht trauen.
Aber da gibt es wirklich eine Arbeit, also zusammen
Modern Queer BDSM und Ancient Rechords. Also
das müsste ich erst lesen.
Sebastian
du liest das und dann zu gegebener Zeit werden wir mal gucken, wie
gottähnlich ich mich halten darf.
Entschuldige.
Wir gucken, was da drin steht. geht.
Meine wichtigste Frage ist eigentlich, komme ich als BDSM-er in die Hölle?
Daniel
Da stelle ich jetzt erstmal die Gegenfrage, gibt es überhaupt eine Hölle? Das
wird unter Theologen, also erstmal sowieso, nicht alle Theologen gehen davon
aus, dass es eine Hölle gibt. Dann gibt es Theologen, die sagen, es gibt
vielleicht eine Hölle, aber da wird keine drin sein. Und dann gibt es natürlich
welche, die sagen, ja, es gibt eine Hölle, aber Hölle bestimmt nicht im Sinne
von, da ist irgendwie ein Teufel mit Peitsche und peitscht dann. Und da kommen wir
dann eben dazu, wäre das dann überhaupt für manche Masochisten überhaupt eine
Hölle oder wäre das denn nicht doch der Himmel, wenn man Quatsch spielt? Also
Sebastian
Das heißt, nur die masochistischen Subis kommen in die Hölle, weil es ihnen Spaß
macht.
Daniel
Und dann ist es aber der Himmel. Und die Doms können sich dann
hocharbeiten, damit sie dann auch mal die Peitsche benutzen dürfen. Nein, also
das Konzept Hölle ist sowieso stark umstritten.
Sebastian
Ja, gut, du weißt, wie meine Frage gemeint ist, aber
Daniel
Ja, klar. Aber du meinst auch, ob BDSM eine schlimme Sünde ist?
Sebastian
es ist eine nicht verzeihbare Sünde, die quasi direkt zur Falltür führt und ab
dafür.
Daniel
Nein. Also da sage ich persönlich natürlich nicht,
außer du hast definitiv keinen Konsens und
führst dann eben Gewalt aus. Aber selbst das ist ja theologisch eben
auch verzeihbar.
Wenn
Sebastian
Okay, du siehst das da alles relativ entspannt und dann kann ich also nicht mehr
sagen, so Subi, wenn du das jetzt nicht für mich tust, dann kommst du in die
Hölle und wenn du es tust, dann sowieso. Damit kann ich nicht mehr drohen.
Verdammt.
Ich würde jetzt mal als Ergebnis nehmen,
wenn ich BDSM betreibe, dann
und das mit dem entsprechenden Konsens, dann kann ich es mit Nächstenliebe
gleichsetzen, um diesen Begriff mal aufzunehmen.
Darf ich das tun?
Daniel
wollen, warum nicht?
Also wenn beide es wirklich wollen und man dem anderen was Gutes tut
und Reaktionsfetischist ist oder wie auch immer, würde ich darunter
fallen, persönlich.
Sebastian
muss nochmal kurz Konsens herstellen. Liebes Podcastsubbie, sind wir im Konsens und
sind wir uns einig, dass wir das beide wollen?
Daniel
Ja, aber jetzt ist der Druck, weil alle zuhören können.
Sebastian
Jetzt guckt sie komisch.
Daniel
Genau, und jetzt hören alle.
Sebastian
Niemand wird sehen. Sie antwortet nicht, sie lacht. Toll, ich kriege keine
Absolution. Naja.
Daniel
Genau.
Sebastian
Okay, so, ein letztes noch vom Stilles Rauschen. Sie hätte gern noch die
Autorennamen dazu von dieser Studie.
Hast du die gerade parat?
Daniel
Welche Studie? zum
Sebastian
du eben erwähnt hast mit der Szene.
Daniel
Between
Sebastian
Ja,
Daniel
ähm, das ist Jonathan Kahana Hebrew University of Jerusalem Israel.
Sebastian
okay.
Daniel
Da geht es eben Between Ancient Gnostic Ritual and Modern Queer BDSM.
Sebastian
Okay, ich weiß nicht, ob du den Chat hier benutzt. Wenn ja und du da gleich rein
strommerst, kannst du es ja nochmal da reinschreiben. Ansonsten kann mich
Stilles Rauschen nochmal anschreiben und dann werde ich nochmal gucken, dass das
irgendwie link- oder schriftlich irgendwie
Daniel
Ja.
gibt ja noch mehr. Genau.
Sebastian
Ja, wie gesagt, du wirst das jetzt durcharbeiten und ich freue mich dann einfach
drauf, wenn wir da mal so ein bisschen mit Quellen auch arbeiten können. Das
fände ich mal sehr schön, so eine richtig schöne, ausgedehnte Folge, wo wir das
mal ein bisschen sezieren können.
Daniel
Das macht ja auch wirklich erschreckend viel Spaß, sowas zu lernen, ne?
Sebastian
Ja, ich ganz ehrlich, ich habe ja auch sehr die ein oder andere Studie, habe ich
hier rumfliegen und auch gelesen. Manche fand ich ganz fürchterlich, andere
wiederum sehr schön.
Ich habe immer das Gefühl, je korrekter es ist, desto langweiliger ist es, desto
weniger habe ich dann Lust, das zu Ende zu lesen. Und wenn jemand dann irgendwie
völlig, meiner Meinung nach, völlig daneben liegt, dann lese ich aus Protest zum
Ende, um dann zu sagen zu können, das war Mist. Das ist ein bisschen schwierig.
Daniel
Ja, ist halt so, ne?
Sebastian
So, es gibt noch den Arbeitskreis, sehe ich hier gerade, den ökumenischen
Arbeitskreis SM und Christsein unter smund-christsein.de.
Das werde ich mir nachher mal angucken.
Finde ich gut, dass hier der Chat googelt.
Daniel
Sehr gut.
Sebastian
Ja, Daniel, du hast, ich habe dich jetzt hier quasi eine Dreiviertelstunde
wirklich gelöchert.
Daniel
Hätte ich nicht gewusst. Gern
Sebastian
Meine Güte, vielen, vielen Dank, dass du überhaupt gesagt hast, du machst hier
mit und dass du hier jede Frage geduldig beantwortet hast, finde ich super.
Super.
Daniel
geschehen.
Sebastian
Und vielleicht ist der eine oder andere, der jetzt hier zuhört, auch ein
bisschen erleichtert, weil das alles gar nicht so kompliziert und schlimm sein
muss, wie er sich das gerade überlegt.
Wenn es auch nur eine Person gibt, die das hört und dann sagt, okay, ich kann
ein bisschen positiver in den Tag reingucken, ich finde, dann hat sich das schon
super gelohnt.
Daniel
Und du hast ja meine E-Mail und dann kannst du auch E-Mails jetzt weiterleiten.
Sebastian
Okay, jetzt ist das doch mal ein Angebot. Also, wenn da Spezialfragen sind oder
irgendwas, ich leite weiter, einfach eine Mail an
sebastian@kunstderunvernunft.de und dann stelle ich da irgendwie den Kontakt her
und leite weiter. Und dann wird das. Ich finde es schön, dass du das machen
magst. Toll.
Okay. Ja, dann werde ich jetzt christliche Musik für dich spielen, habe ich das
Gefühl.
Daniel
Christliche Musik.
Sebastian
Ja, du hast dir was ausgesucht. Was war es denn noch? Ach, Highway to Hell.
Genau.
Daniel
Ja, ist ein schönes Lied.
Sebastian
Ja, ne? Das passt doch perfekt. Perfekt, das spiele ich dir noch gleich. Ich
werde mich jetzt von dir verabschieden, dann kurz was zu dem ganzen Live-Call-In
jetzt hier kurz erzählen und dann spiele ich die Musik. Ich muss das nur
irgendwann erwähnen, damit die Menschen auch eine Chance haben, mir anzurufen.
Daniel
Ja, klar.
Sebastian
Ich danke dir vielmals.
Daniel
Gerne.
Sebastian
Ganz toll auch dem Chat, dass die wirklich auch produktiv und konstruktiv Fragen
gestellt haben. Finde ich echt schön.
So gefällt mir das wirklich gut.
Okay, dann
Daniel
einen schönen Abend noch. Ich höre jetzt noch weiter.
Sebastian
klar. Mach's gut. Tschüss.
So, das war der Daniel. Und bevor ich ihn für den Highway to Hell spiele, Das
werden hier einige genießen.
Ich werde jetzt gleich die Leitung aufmachen und dann spreche ich mit euch über,
was ihr möchtet. Die Nummer ist 0512. Die packe ich natürlich auch
in den Chat wieder rein und dann läuft das eben wie immer. Was mag ich noch
erzählen? Ach so, das mag ich vorhin noch mal kurz erzählen. Samstag habe ich es
gesehen in meiner Statistik. Ich mag es ja auch noch mal erwähnen. Eine
Viertelmillion Downloads hat dieser Podcast schon gehabt.
Boah, das ist so eine Wahnsinnszahl.
Ich habe vor anderthalb Jahren da Prognosen angestellt und da wäre was, ja,
bestenfalls was Fünfstelliges bei rausgekommen. Danke, danke, danke an alle, die
den Podcast so toll unterstützen und immer weiter sagen und Visitenkärtchen
verteilt haben und ihren Freunden, Subis und Eltern und keine Ahnung, jedem
sagen, hör das.
Das ist der Wahnsinn.
Viertelmillion Downloads. Das ist eine Messzahl.
Ja, Ansporn genug, einfach weiterzumachen. So, und jetzt spiele ich erstmal
Highway to Hell und dann gucke ich mal, wen ich gleich am Telefon habe.
So, ich habe noch eine kleine Ankündigung. Ich habe ja grob vollmundig
angekündigt letzte Woche, Menschen, die hier anrufen, mitmachen, die können was
gewinnen und dann mussten die sich jetzt letzte Woche auch aussuchen, was sie
denn möchten und weil es ja mehrere Dinge gab. So und jetzt stehe ich da und
muss leider sagen, da hat sich der Michael von Baumwollseide gemeldet und hat
gesagt, Moment, das war schon so geplant, dass einer alles kriegt, weil das hat
er so als kleine Session geplant. Ein bisschen was zum Fesseln, ein bisschen was
zum Ärgern, ein bisschen was zum Saugen und deshalb habe ich den Modus jetzt
auch geändert. Das heißt, wer hier anruft, der kommt einfach in den großen
Lostopf und dann gibt es einfach irgendwas davon und ich werde das auch nicht
allzu lange machen. Das heißt, die Chancen stehen tatsächlich relativ gut.
Ja, aber kann man mal sehen, da war ich ein bisschen sparsam und Michael meinte
dann noch, nicht, dass die Leute denken, ich bin da geizig, im Zweifel checke
ich nochmal was. Gar nicht nötig, ich finde das total super, aber ich dachte
mir, super, so viel Zeug im Karton, dann verteilst du das ein bisschen, dann
hält das erstmal ein paar Wochen.
Ja, noch hat niemand angerufen. Das heißt, ich werde jetzt noch mal kurz
erwähnen, dass es ein paar Spenden gab von Zarkoso. Da hat bei Steady ein
Abo abgeschlossen. Vielen, vielen Dank. Monatliche Unterstützung ist immer
super, weil damit kann ich planen und planen ist super.
Axel schreibt für Kaffee gegen den Buffer Underrun, damit du weiter
schneller Unvernunft produzieren kannst.
Ja, und Malte schreibt, danke für den schönen Podcast. Ja, danke für
das schöne Geld. Da sind gerade echt Dinge möglich und das ist total cool.
Ihr werdet es nicht glauben, ich habe jemand in der Leitung. Die Technik spinnt
zwar ein bisschen rum und heute gibt es ein kleines Folgenupdate offenbar, denn
mich hat hier tatsächlich erreicht die Lilly von Folge 17. Hallo. Hallo.
Lilly
Hallöchen zusammen. Oder Moin. Nein.
Sebastian
Ja, oder Moin, das ist okay.
Lilly
Ich
Sebastian
So, du hast mir eben schon gesagt, du willst ehrlich gesagt erstmal in den
Lostopf. Das kriegen wir hin.
Hier, Lostopf schreibe ich auf. Lilly, alles klar. So, jetzt haben wir ja eine
Folge miteinander gemacht und da warst du noch so ganz, ganz frisch dabei. Seit
sechs Wochen erst und hast gerade deinen ersten Stammtisch erlebt und das ist
jetzt ziemlich genau ein Jahr her. Nee, nicht ganz. September war das, ne? Okay.
Lilly
war damals im Juli auf meinem ersten Stammtisch, wenn ich mich recht erinnere.
Und da bin ich eigentlich auch noch recht regelmäßig, wenn jetzt nicht gerade
das böse Corona umgeht.
Habe in der Zwischenzeit dann auch mal ein paar Partys mitgenommen mit meinem
Freund, den ich dann über die SZ kennengelernt habe. In der Folge war es ja noch
so ein bisschen schwammig, aber jetzt sind wir seit neun Monaten zusammen.
und tüdeln mehr oder weniger recht fleißig rum.
Sebastian
Also du hast dich erstmal festgelegt auf jemanden, das ist doch schon mal eine
Neuigkeit an der Stelle. Und wie hat es sich so entwickelt?
Lilly
Ja, genau.
Sebastian
Ja klar, im Moment kannst du jetzt nicht auf Partys gehen, ist klar, aber wieso
sagst du, das ist ein bisschen anders, als du es erwartet hast?
Lilly
ich weiß nicht, vielleicht ist auch so eine kleine Art Beziehungstrott
hereingekommen, dass man, also wir sind nicht so aktiv, aber im Moment ist auch
viel Unikrempel los und wenn man sich dann auch nicht so oft sehen kann,
genießt man dann schon oder wir genießen dann oft einfach nur so die
Zweisamkeit. Und ja, ich versuche ihn jetzt immer mal wieder zum Tüdeln zu
bewegen und das klappt mal besser, mal weniger gut. Aber es gibt zum Glück immer
noch so ein paar BDSM-ige Momente dann immer wieder in der Beziehung, die dann
immer sehr, sehr schön sind. Ja,
Sebastian
Ja, das ist so ein Mechanismus. Wenn man theoretisch immer kann, dann kann man
es ja auch noch morgen machen.
Lilly
genau. Und das ist manchmal ein bisschen doof, aber
naja, auch normal, wenn man auch eigentlich sonst eine Beziehung auf Augenhöhe
führt, was ich auch sehr, sehr wichtig finde. Ich
Sebastian
Ja.
Okay, und tüdeln tut ihr beide? Also euch gegenseitig oder eher nur dich?
Also er hat die Arbeit oder wie habt ihr euch da?
Lilly
lasse ihn arbeiten und ich lasse mich nur eintüdeln.
Aber genießen tun wir es beide.
Und es ist immer sehr schön, dann zu beobachten, wie es ihm gefällt, dann mit
den Seilen rumzuhantieren. Da
Sebastian
Okay, hätte ich jetzt gesagt, wenn er keine Lust hat, dann kann er halt auf der
Couch liegen und dann fängst du ihn an, da einzutüdeln und dann kann er was
dagegen unternehmen oder irgendwann kann er nicht mehr.
Lilly
bin ich nicht kompetent genug. Ich habe mich bis jetzt davor erfolgreich drücken
können, selber irgendwie Knoten zu müssen.
Und halte dann ihm lieber einen Seilbüschel unter die Nase und sage, das riecht
so gut, wollen wir nicht mal tüdeln?
Sebastian
Okay, wie lange ist denn das her, das letzte Mal? Weißt du
Lilly
Anfang des Jahres.
Sebastian
Oh, okay, du bist untertüdelt.
Lilly
ich bin untertüdelt.
Sebastian
Ja, aber du bist da offenbar auch die treibende Kraft an der Stelle, aber das
gibt es ja einfach, dass man eine Beziehung hat, wo man sagt, oh ja, mit dem
Menschen kann ich BDSM machen und dann ist aber diese Wichtigkeit des Themas, da
muss man sich erst ein bisschen annähern und aushandeln, wie es aussieht.
Lilly
Ja, das stimmt. Also es gibt immer aktivere Phasen. Also eine
Zeit lang oder ganz am Anfang haben wir super viel getüdelt.
Und dann war viel mit Umzug und Eingewöhn. Und ja,
Sebastian
und lebt ihr zusammen?
Okay, mit Umzug hätte ich jetzt gedacht, ah,
Lilly
Also Corona-bedingt schon.
Also coronabedingt haben wir jetzt schon sehr viel auch zusammen gewohnt. Also
ich war dann bei ihm.
Und ja, ansonsten sehen wir uns leider immer nur an den Wochenenden.
Sebastian
okay, ich habe inzwischen mal meine alten Sendungsnotizen rausgekramt. Haha,
ja, ich habe ja,
also auch wenn das ein bisschen chaotisch ist, dieses Notizbuch, diese App, die
ist inzwischen so voll, dass ich für alles immer die Suche benutzen muss und
dann findet die immer viel zu viel.
Hast du inzwischen, also Partys hast du inzwischen besucht? Die SMJG war ja noch
mal ein Thema, Die hattest du ja noch nicht besucht, als wir miteinander
gesprochen haben. Hast du da inzwischen mal jemanden kennengelernt?
Lilly
Nee, gar nicht. Aber wir haben bei uns am Stammtisch oder beim Stammtisch sind
recht viele Mädels auch in meinem Alter. Und da sind wir eigentlich jetzt
ziemlich gut untereinander vernetzt. Haben auch regelmäßig, dass wir jetzt im
Moment Discord nutzen. und darüber ein bisschen quatschen. Also eigentlich, ich
brauche eigentlich für mich keine SMJG. Ich
Sebastian
Okay. Ja gut, wenn das so ein bisschen da abgedeckt ist, keine Frage. Aber ich
greife das natürlich noch so ein bisschen auf. Was hat sich da geändert oder in
welche Spielrichtung ist es bei euch gegangen? Gibt es irgendwas, wo du sagst,
ja, das habe ich ausprobiert, das habe ich hinterher total abgelehnt? Oder
irgendwas, wo du sagst, das hättest du dir nicht vorstellen können?
Lilly
hätte mir nie vorstellen können, dass ich es irgendwie toll finden könnte, vor
ihm in der Küche zu knien. Da gab es vor kurzem so einen Moment, da haben wir
ein bisschen rumgekabbelt und dann hat er mich so ein bisschen zu Boden gedrückt
und auf einmal, ja, kniete ich dann vor ihm und das war total schön.
Sebastian
Okay.
Lilly
Also da habe ich mich ja glaube ich im September damals noch sehr gegen gewehrt,
dass ich das niemals umbitte oder niemals, dass ich das nicht möchte.
Sebastian
Okay.
Lilly
Und das ist jetzt irgendwie anders geworden.
Sebastian
Ja, ich bin mir gerade auch nicht ganz sicher, aber ich glaube so D/s in dem
Bereich, das hast du eher abgelehnt, ne?
Lilly
Ja, aber das ist eigentlich schon was, was ich mittlerweile nicht mehr
ablehne, was ich ganz spannend finde. Also ich weiß nicht, ob ihr da damals
drüber gesprochen habt, ich hatte ganz am Anfang ja mit noch einer anderen
Person gespielt und er hat mich dann irgendwie dazu bekommen, dass er mit
seiner Hand meinen Mund aufmachen konnte und dass ich dann den Mund so lange
offen behalte, bis er quasi mir wieder erlaubt, ihn zuzumachen. und
das ist zum Beispiel was, was ich total irgendwie auch genießen kann
mittlerweile oder genieße.
Sebastian
Ja.
Also doch, darüber haben wir gesprochen, aber das war das im Nachgang, wo wir
eigentlich mit der Aufnahme fertig waren und dann haben wir noch ein bisschen
gequatscht und dann hast du mir das erzählt.
Lilly
Wenn dann,
Sebastian
Und manche, komm, jetzt nehmen wir, das wird nochmal hier, zack, aufnehmen. Das
fügen wir jetzt nochmal hinzu, weil das gehört einfach zu dem Bild so ein
bisschen dazu.
Da warst du auch selber mit dir noch nicht so ganz sicher, wie du damit umgehen
kannst, weil du konntest das Gefühl dann noch nicht so richtig einordnen.
Lilly
ob ich das jetzt weiter einordnen kann, weiß ich gar nicht. Also ich weiß nur,
dass es mir mittlerweile nichts mehr ausmacht, dass mir das gefällt oder dass
ich es halt irgendwie mag.
Aber es funktioniert auf jeden Fall. Also vielleicht
Sebastian
Okay, das ist das Wichtigste, dass die Kniescheibe dann auf dem Küchenboden
einschlägt und dann bleibt sie da. da,
Lilly
nein. Nein, das
Sebastian
stelle mir das natürlich so ein bisschen filmisch vor, ich bin so ein Mensch,
ich kann mir, ich habe immer keine Bilder im Kopf oder so und ich weiß auch
nicht, das funktioniert bei mir irgendwie anders und dann ist es halt
tatsächlich so diese Szene, wo das Knie dann auftrifft und dann dieser Blick
dazu, dieses, hm, und jetzt ist das schön und das passt halt irgendwie gar nicht
zusammen,
komisch, also wie ich Sessions entwerfe, kann ich genau sagen, nämlich gar
nicht.
Lilly
kann man ja auch schlecht planen.
Sebastian
Ja, es driftet dann bei mir immer in Science-Fiction ab.
Okay. So, also das Tüdeln ist aber bei dir tatsächlich so das, was geblieben ist
als das will ich und das brauche ich.
Lilly
Ja, also neulich haben wir vor dem Fernseher ein bisschen getüdelt,
nachdem ich ganz viel gebettelt habe. Und es war sehr, sehr schön, die Spuren an
den Handgelenken zu sehen. Das habe ich sehr, sehr doll vermisst. Ich
hoffe, dass wir bald wieder richtig, richtig tüdeln.
Sebastian
Ja, also
Lilly
Der Hängepunkt ist da.
Sebastian
der Hängepunkt ist da ja, dann kann ich deinem Partner an dieser Stelle nur
sagen, hier, da ist ein williges Opfer, tüdel halt.
Ja gut, aber man muss ja auch immer Lust auf irgendwas haben, da ist man sich ja
nicht immer ganz einig und
ja, man kann ja niemanden dazu zwingen. Das ist ja wieder diese
Consent-Geschichte.
Lilly
Ja, klar.
Sebastian
Mach was mit mir, was du nicht willst. Äh, Moment. Das ist immer schwierig. Aber
da drücke ich euch einfach die Daumen, dass sich das einfach in die Richtung
entwickelt, die du gerne hättest.
Lilly
Ja, Danke kann ich gebrauchen.
Sebastian
Wo soll es denn hingehen?
Lilly
Immer
Sebastian
Also wo sagst du, Mensch, das möchte ich jetzt als nächstes gerne probieren oder
intensivieren oder da hätte ich gerne Entwicklung. Gibt es da was?
Lilly
wieder so kleinere Elemente einfach im Alltag zu haben, fände ich, glaube ich,
ganz schön.
Also dann, wenn man irgendwie, weiß
ich nicht, in der Küche am Rumwerkeln ist und der einem hinter einem steht und
man auf einmal eine Hand am Hals hat oder so, sowas hätte ich gerne öfters im
Alltag.
Sebastian
Okay. Okay. Ja, es geht dann schon so wirklich in diese Richtung, ne? In die
Richtung D/s und Alltags-BDSM, ne? Da scheint so ein,
da
Lilly
Ja, so ein bisschen, ja, noch mal wieder richtig spielen wäre schon echt schön.
Sebastian
ist Sehnsucht da. Da.
Lilly
Ja,
Sebastian
Ja, und was meinst du, was kannst du da jetzt tun, um das jetzt nicht ganz von
Zufall abhängig zu machen?
Das Problem haben ja ganz viele tatsächlich, dass der Partner dann einfach da
nicht auf der gleichen Wellenlänge ist oder nicht das gleiche Bedürfnis zum
selben Zeitpunkt hat.
Das ist eh nochmal ein ganz großes Thema.
Wie kann man sich da einig werden?
Lilly
das weiß ich gar nicht so genau. Vielleicht
wissen da andere mehr und können dann nochmal von oder die Erfahrung teilen,
wie das.
Sebastian
Ja, bitte, das sollen sie tun. Sie sollen hier anrufen und erzählen, wie machen
sie das, ne?
Vielleicht jetzt nicht unbedingt der Dom, der sagt, ja, wenn ich will, dann
musst du halt da durch, ne? Dann, ja, das mag funktionieren, aber auch da ist
wieder die Schwierigkeit, ja, also das würde mich tatsächlich interessieren.
ich hab,
Lilly
was mir noch eingefallen ist, während der Abi-Zeit damals,
habe ich einen ganz verrückten Sport angefangen, von dem es auch ab und zu blaue
Flecke gab oder bei dem man sich unter Wasser geprügelt hat.
Sebastian
ja,
Lilly
Und ich glaube, da fing das so ein bisschen an. Ich habe mich jedes Mal damals
über die blauen Flecke gefreut, die ich da bekommen habe. Aber die anderen in
der Mannschaft haben sich darüber aufgeregt. Und ich war immer so, oh, ein
blauer Fleck, wie schön.
Und das habe ich jetzt erst so rückblickend quasi ein bisschen kombiniert, dass
ich da so den Schmerz oder die Spuren sehr
geschätzt habe.
Sebastian
ich glaub, das ist manchmal, wenn man, wenn man zurückblickt, ne, dann fällt
einem auch erst mal auf, inwieweit man schon so ein, so ein, ich sag mal, so ein
BDSM-igen Einschlag im, im, im Gemüt einfach drin hat, ne.
Lilly
die dann, ja,
voll.
Sebastian
aber du warst zur Abi-Zeit, warst du noch unschuldig und hast das nicht damit in
Zusammenhang gebracht.
Lilly
Ja,
da wusste ich, glaube ich, noch gar nicht, dass es BDSM gibt. Die
Sebastian
Naja gut, aber das ist ja ein lösbares Problem in der Regel. Früher oder später
kommt dann doch jeder drauf.
Magst du mal sagen, welcher Sport das überhaupt war? Unter Wasser und prügeln.
Also ich habe gerade Kampftaucher bei der Bundeswehr im Kopf und irgendwelche
James-Bond-Filme, wo sie sich, nein, das wird es nicht gewesen sein.
Höchstens bei Hogwarts.
Lilly
Sportart heißt Unterwasser-Rugby.
Sebastian
Nein, das gibt es, Da habe ich noch nie was von gehört.
Lilly
Bei YouTube gibt es ein paar Videos von der Sendung mit der Maus,
da wird das erklärt.
Sebastian
Ich
bei Google eingegeben und es gibt so eine Videovorschau und das sieht so ein
bisschen aus,
also das sieht so ein bisschen aus wie diese Aufklärungsvideos, wo dann die
Spermien sich um die Eizelle da kloppen, so ein bisschen.
Es tut mir leid, aber meine
Herren. Und damit hast du aufgehört.
Lilly
Durch den Umzug in eine andere Stadt und eine Zeit im Ausland habe
ich mich von dem Sport entfernt. Und hier in der neuen
Stadt gibt es leider nicht so eine tolle Mannschaft wie früher.
Und dann hat es keinen Spaß mehr gemacht und dann habe ich irgendwie aufgehört.
Sebastian
Ja, passiert manchmal. Ich sehe gerade, das gibt es tatsächlich in Hannover.
Nein, damit fange ich jetzt nicht an, obwohl
es ist schon spannend. Also tatsächlich, ich lerne hier Dinge kennen, von denen
ich wirklich noch nie gehört habe. Ihr müsst ja meinen, dass man das irgendwann
mal mitgekriegt hat.
Das ist jetzt völlig off-topic. Es tut mir leid. Wie kommt man denn zu diesem
Sport?
Lilly
Ich wollte einen Wassersport machen, Turmspringen fand ich seltsam. Normales
Schwimmtraining war mir zu langweilig. Und dann bin ich zum, hab ich gesehen, es
gibt Unterwasser-Rugby, dann bin ich da einfach hin. Ja, es ist übrigens ein
Vollkörper-Kontaktsport, also du solltest keine Angst haben, irgendwie Menschen
zu berühren. Und ich so, ja, keine Ahnung, nö, passt eigentlich. Und tauchen
kann ich wohl auch. Und dann bin ich irgendwie dabei geblieben und war dann
zwei- bis dreimal die Woche beim Training und habe mich dann mit den Leuten
unter Wasser gekloppt.
Sebastian
Okay. Gewinner ist aber nicht der, der als letztes noch auftaucht, oder?
Lilly
Nee, nee, das Team mit den meisten Körben.
Sebastian
Alles klar.
Ah, ja.
Meine Herren. Okay, gut. Der Chat verspottet mich ja schon, wieso man das nicht
kennen könne. Ja, das ist mir halt noch nie vor die Linse gelaufen tatsächlich.
Aber okay.
Lilly
ist ja auch nicht so ein bekannter Sport.
Das gibt es ja auch nicht in so extrem vielen Städten.
Sebastian
Okay, naja, gut, aber vielleicht, also wenn es mir, ich werde
mal gucken. Manchmal ist es ja so, man hat von etwas noch nie was gehört und
die, wenn man dann davon gehört hat, dann sieht man es überall plötzlich. Ich
bin gespannt, wann mir das passieren wird.
Lilly
Da musst du mir schreiben.
Sebastian
So, also du hast dich auf jeden Fall definitiv hier für den Lostopf qualifiziert
ich bin auf die nächsten Updates gespannt bei dir, was dann passieren wird
und in welche Richtung es geht, denn es ist ja tatsächlich so, wir haben diese
Folge letztes Jahr aufgenommen, da warst du wirklich ganz, ganz, ganz kurz dabei
und man hat es auch so ein bisschen gemerkt, du warst noch nicht so abgeklärt,
du hast noch nicht für alles ein Wort oder konntest es so beschreiben, das fand
ich an sich sehr schön, dass man das mal so richtig ungefiltert bekommt.
Das hat auch, ich habe auch hin und wieder mal zur Folge einfach nochmal was
bekommen, ein kleines Feedback per Mail im Sinne von, ja, das hat mir ein
bisschen geholfen, weil ich auch so frisch dabei bin. Das ist immer ganz
spannend tatsächlich, wie das aufgenommen wird.
Lilly
einer der Nachrichten hat sich auch so eine kleine Brieffreundschaft oder so
eine Kik-Freundschaft entwickelt. Ich schreibe da mit einer aus
Sachsen immer hin und her über unsere Erfahrungen, die wir dann so gesammelt
haben.
Sebastian
Eine Fick-Freundschaft habe ich jetzt verstanden.
Lilly
Das wäre eine Kik-Freundschaft.
Sebastian
Ah, okay, der Messenger, alles klar.
Lilly
Ja, genau, diese komische, anonyme.
Sebastian
Okay.
Lilly
Ganz schön, da schreiben wir uns alle paar Wochen hin und her. Danke, dass du
uns da quasi connected hast.
Sebastian
Ich habe ja nicht viel beigetragen, aber wenn es funktioniert, dann funktioniert
es.
Lilly
Nee,
Sebastian
So, und jetzt der Spott im Chat hört nicht auf, ich müsse mehr Öffis fahren,
weil da gibt es ja in Hannover die die White Sharks und
ja,
ja, jetzt ist, naja, gut, so ist das. Manchmal hat man eben nur den Blick für
das Wesentliche. Und wenn ich Öffis fahre, fahre ich meistens mit dem
Podcastsubbie und da sehe ich natürlich keine Werbung, da sehe ich mir das
Podcastsubbie an. Nicht, dass die irgendwelchen Quatsch macht, ne?
So.
Lilly
das geht ja nicht.
Sebastian
Ich werde mich jetzt von dir verabschieden.
Lilly
Ja,
Sebastian
Wir gucken mal, ob dann noch ein Anrufer reinkommt. Vielleicht können wir dann
über Unterwasser-Rugby sprechen. Ich weiß es nicht.
Und dir wünsche ich jetzt einfach, dass du bald wieder Seile auf der Haut spürst
und
Lilly
danke schön.
Sebastian
dass sich das einfach schön und positiv entwickelt und dass du einfach ganz viel
Spaß hast.
Lilly
Ja, vielen Dank.
Sebastian
Okay, dann mach's gut. Tschüss.
Lilly
Ja, du auch. Tschüss.
Sebastian
So, das war doch eine schöne Überraschung von Lilly.
Ja, ich werde jetzt noch mal ein bisschen Musik spielen. Was habe ich noch als
Letztes auf meiner Liste? Während ihr jetzt darüber diskutiert, rufe ich jetzt
an oder nicht, oder die, die es später hören, bei mir prasseln gerade bei iTunes
momentan so schöne, anonyme Ein-Sterne-Bewertungen rein. Die ziehen den Schnitt
runter. Ich finde, da muss ich mal die Community aufrufen, da mal gelegentlich
irgendwo drauf zu klicken. Fünf Sterne muss mir ja keiner geben, aber ich finde
das gerade ein bisschen schade, da hat wohl irgendwer, ich sag mal, den Podcast
gefressen und das muss ein bisschen ausgeglichen werden. Das wäre einfach schön,
wenn da ein bisschen was, ein bisschen Unterstützung von euch an dieser Front
mal kommt.
Es ist kaum zu glauben, aber ich habe einen Anrufer und den kenne ich sogar
schon. Ich begrüße Uli, hallo.
Uli
Jo, hallo Sebastian. Sebastian, du,
Sebastian
Ah, herrlich, du hast mich gerettet.
Uli
ich wollte eigentlich nur ganz kurz was zu einer der
letzten Sendungen sagen und zur letzten Sendung.
Sebastian
Sehr gut. Gut,
Uli
Und ich fange mal mit dem ersteren an, also zu der Sendung, wo der junge Mann da
ziemlich stark in Mitleidenschaft gezogen wurde. Ich persönlich muss da ganz
ehrlich sagen, ich bin der Meinung, auf jeden Fall eingreifen, wenn man merkt,
dass da was nicht so läuft, wie es vielleicht laufen sollte. Es gibt natürlich
ein paar Reserven, die man ziehen kann, aber im Endeffekt eingreifen.
Sebastian
okay, also ich helfe nochmal kurz, das war eine Sendung vor zwei Wochen, da hat
Discover erzählt von seiner ersten Erfahrung, die dann gleich mit einem Absturz
und ja, ganz fürchterlich endete und da war genau diese Diskussion auch und das
hat auch tatsächlich ein paar Wellen geschlagen, da habe ich ganz viele E-Mails
auch bekommen, von dir habe ich auch ein paar Nachrichten bekommen, das ist
tatsächlich ganz schön kompliziert. Wann greife ich ein? Greife ich ein? Und
ja, für den Spielenden ist es blöd, aber ich sag mal so, nicht zu
helfen ist eigentlich auch keine Option, ne?
Uli
Ich sehe das aus einer ganz einfachen Warte. Ich will abends beruhigt nach Hause
gehen und nicht überlegen müssen, ist das Subi, das jetzt als männlich und
weiblich gesprochen, was wir ja heutzutage fast schon immer dabei sagen, ist das
Subi nach Hause gelaufen, ins Krankenhaus gelaufen oder ins Krankenhaus getragen
worden oder noch schlimmer. Nee, also wenn ich da keinen sehe, der ansprechbar
ist, der die beiden eventuell kennt, den man fragen kann, ist das für die
normal? Wenn der sagt, jawohl, ich kenne die, ist normal, brauchst du dir keine
Gedanken machen, dann ist das in Ordnung für mich. Wenn ich zum Subi keinen
Blickkontakt kriege und keinen Daumen hoch oder runter oder was auch immer,
dann greife ich dem Dom in die Peitsche und dann hat er halt Pech gehabt, wenn
es in der Schulter wehtut.
Sebastian
Das würdest du tun.
Uli
Ja, rein und tschüss. Mir ist das lieber, ich mache
eine Session kaputt, als dass ein Subi kaputt gemacht wird.
Sebastian
Ist das schon mal passiert?
Uli
Also ich habe es auf einer Party von uns vom Verein erlebt, nicht im Spiel,
das muss ich dazu sagen. Da hat eine junge Dame Stress
mit ihrem Begleiter gehabt und da bin ich dazwischen gegangen und habe gesagt,
Sagt, hallo, willst du das, was er will? Sie sagt nein. Und dann habe ich ihn
ganz klar bei den Engelchen, die man bei uns auf den Partys so nennt, in
Anführungsstrichen gesagt angezeigt.
Sebastian
Hm, also okay, also
Uli
Und auch anzählen lassen. Und der ist dann wohl eine Viertelstunde, halbe Stunde
später nach Hause gegangen. Ja,
Sebastian
Ja, das ist tatsächlich schwierig, ne? Die Frage ist einfach, kann ich von außen
sehen, ob beide sich da noch unter Kontrolle haben, ne? und sehen kann
ich es nicht und du hast schon recht, auch diejenigen, die jetzt nicht spielen,
sondern auch die, die zusehen, die wollen irgendwie halbwegs beruhigt nach
Hause gehen können.
Die Frage ist halt, wie viel Fingerspitzengefühl hast du da? In jedem Fall ist
halt der Preis,
wenn ich sehr intensiv spiele, gehört das vielleicht auch einfach dazu, dass ich
das Risiko bewusst eingehe, darüber reden wir ja ständig drüber, dass es eben
sein kann, dass ich unterbrochen werde, weil das da nicht hinpasst oder eben
nicht passend wirkt oder ich eben mich selber in so einen Rausch reinspiele.
Ich finde, es gibt keine richtige Lösung dafür.
Uli
aber wenn ich jetzt von mir aus schon weiß, dass ich sehr hart spiele,
dann hole ich mir vielleicht einen Dritten, der uns schon öfter spielen gesehen
hat. Wenn ich auf eine Party bin, wo ich noch nie war, wo ich keinen kenne,
nehme ich vielleicht einen Dritten mit und sage, bitte bleib dabei, wir spielen
hart, das weißt du. Und sollte da jemand irgendwie suchen, versuchen zu uns
Kontakt aufzubauen, sprich ihn bitte an, dass das alles im grünen Bereich ist.
Wenn ich sowas nicht mache, ist Kirchenabbruch. Ja,
Sebastian
Ja, das ist dann die Frage, ist das dann die Aufgabe des oben Spielenden, dass
der dann, ja, also das ist tatsächlich, da kann man sich drüber streiten
so ein bisschen, weil theoretisch sagt man ja, ja, spielen und spielen lassen.
Uli
genau, so sehe ich das. Das ist dem seine Aufgabe. Ja,
Sebastian
Und auf der anderen Seite, ich habe halt Verantwortung in dem Moment und
auch nicht nur für meinen Subi, sondern auch für das Wohl meiner Umgebung, sage
ich mal. Also ich kann jetzt auch nicht irgendwie so lange auf Subis Popo
rumhauen, bis das Blut überall rumspritzt, dann habe ich auch gesundheitliche
Probleme. Wenn dann irgendwelche, ich sag mal, du weißt ja, Hygiene-Geschichte
einfach, ich kann halt nicht alles machen.
Ich habe das auch mal gehabt bei einer Party-Location, wo dann der Mensch, der
da sauber gemacht hat, mir erzählt hat, ja, hinter der Couch, da haben wir auch
schon mal irgendwelche Nadeln gefunden, die schon benutzt waren und sowas.
Also wo Menschen ausgelassen feiern, passiert Scheiße. Das ist nun mal wohl so
und die Frage ist, wo ziehe ich eine Grenze und das finde ich super schwer.
Uli
ich denke, das ist eine Abwägungssache. Man muss da vorsichtig
sein, man muss sie beobachten. Und wenn man dann wirklich das Gefühl hat,
sprich Strich drunter, jetzt unterbreche ich das, dann hat er halt Pech gehabt, wenn er
keinen dritten dabei hat.
Aber das dazu.
Sebastian
du kriegst, stopp, stopp, stopp, bevor du das Thema wechselst, also
Apex schreibt, stimme deinem Gast absolut zu, wenn es zu extrem ist
und Altea, glaube ich, ich hoffe, ich habe es richtig, Altea, ich hoffe, ich
spreche das richtig aus, hat geschrieben, danke für die klaren Worte deines
Gastes.
Uli
Und dann...
Haha, das macht der Chef.
Sebastian
Okay, also und
Uli
Zweimal positiv reicht mir.
Sebastian
Temporärdatei, was ja wieder ein wunderbar nerdiger Nickname ist. Gute Idee mit
der dritten Person, wäre mir nicht in den Sinn gekommen. Stimmt, das ist
tatsächlich eine ganz gute Idee.
Uli
in Hannover, wo ich spielen gehen könnte, wenn der Verein wieder mal eine Party
macht oder wo ich gucken gehen kann, da kennt man alle, da weiß man, okay, der
spielt ein bisschen härter, der spielt ein bisschen softer und da kriegt man das
dann eventuell so ein bisschen im Blick, das läuft alles normal. Und wenn ich da
jetzt irgendwo in Hamburg wäre, wo ich noch nicht war, dann muss man sagen,
okay, steht da irgendwie jemand, der die kennt, dann fragt man vielleicht auch
mal drumherum jemanden, zwei, drei und dann, wenn alle sagen, nee, kennen wir
nicht, kennen wir nicht, dann Break, Punkt. Ja,
Sebastian
Du hast den Chat auch tatsächlich gerade wieder aufgeweckt mit dem Thema.
Ich könnte jetzt hier größere Absätze vorlesen. Ach, weißt du was, ich tue es
einfach. Secret Baby Sheep schon wieder. Wieder. Es gibt bei dem Thema in meinen
Augen keinen Königsweg. Ich tue mich da aber sehr schwer mit dem Argument, dass
derjenige, der eingreift, ein reines Gewissen haben möchte und sein Bedürfnis
damit über die Freiheit der anderen stellt, ihre Bedürfnisse ausleben zu können
und zu dürfen.
Ja, ist auch ein Punkt, ne?
Uli
klar, ist richtig, sehe ich genauso, aber trotzdem würde ich immer
meinen Punkt da vorziehen und sagen, ein
Spielzeug, was kaputt ist, da ist mir die kaputte Session lieber.
Sebastian
Ja, ich sag's auch ganz ehrlich, das ist ja auch so ein, langsam wird das mein
Lieblingsbegriff, dieser Konsens. Ich stelle ja auch, wenn ich eine
Partylocation betrete, einen Konsens da mit der Location her, also mit den
Menschen, die dort sind. Ah, ich sollte damit aufhören. Jetzt lese ich noch von
Discover eine Sache vor, weil das ist ja der Mensch, um den es dabei im Grunde
erstmal ging, wo das Thema ja ursprünglich herkommt. Mir geht es um Achtsamkeit.
Ich finde den Ansatz von Uli sehr gut, mit Augenmaß Kontakt zu suchen und im
Zweifel lieber einmal zu viel zu helfen als zu wenig.
Uli
das ist das Ding. Lieber einmal zu viel rufen, als einmal zu wenig.
Sebastian
Ich sehe jetzt schon, ich habe das Chatfenster auf dem zweiten Monitor offen, da sehe ich
von Tim auch schon wieder so einen 12-Zeilen-Absatz. Du wolltest doch das
Thema eben wechseln, tu das doch bitte mal.
Uli
Ja, jetzt lese mir doch nochmal das von Tim. Ne, Quatsch.
Sebastian
Okay, mach ich. Ich finde es interessant, dass bei der ganzen Sache so gar nicht
die Möglichkeit zur Sprache kommt, ob sich nicht Sub vom Eingreifen einer
fremden Person ganz plötzlich bedroht fühlt und im schlimmsten Fall abstürzt.
Schließlich stellt so eine Aktion auch die Mündigkeit des Subs und der Person,
der sie vertraut, völlig in Frage und das in einem intimen Moment voller Emotionen.
Uli
Ja,
Sebastian
Ja, stimmt, glaube ich.
Uli
ist schwer. Es ist definitiv eine schwere Entscheidung, da einzugreifen. Und ich
muss von Anfang bis Ende sagen, ich fühle mich bestätigt, ich greife
ein. Und für mich ist es so, ich muss abends auch beruhigt nach Hause gehen.
Und ich weiß nicht, ob du mir das geschrieben hattest, ein guter Dom ist dann
auch in der Lage, das Spiel relativ schnell wieder aufzunehmen und denjenigen da
wieder hinzubringen, wo er vorher war.
Sebastian
Weiß ich nicht, ob ich das geschrieben habe.
Uli
Irgendwo habe ich diesen Spruch her und genau.
Sebastian
Ja, das ist ein Thema, das schreibt man der Mündigkeit in dem Sinn, also man
untergräbt quasi die Autorität des Doms.
Ja, auf der anderen Seite, ich mag ja immer sagen, das ist ja keine böse
Absicht. Also ich gehe ja nicht auf eine Party und sage, ach guck mal, da
spielen zwei, da greife ich jetzt mal ein, damit die heute Abend möglichst einen
großen Absturz haben deswegen. Sondern es ist ja die Intention, dahinter ist ja
was Positives.
Und das ist, glaube ich, das Schwierige dabei.
Lieber einmal, ja, wie gesagt, ich tue mich da auch schwer und ich hatte ja auch
einmal die Situation, wo ich und das Subi dann auch nicht eingegriffen haben,
weil zwei gespielt haben, sondern weil einfach der Spielpartner nicht mehr da
war und der andere in diesem Gestell so komisch drin hing. Wo dann auch so die
Frage ist, wie lange warte ich? Und da habe ich auch wirklich mit mir gerungen,
wie lange warte ich, bevor man jetzt hingeht und sagt, okay, ist alles in
Ordnung oder nicht? und gut, es ist sauschwer.
Okay, du wolltest das Thema wechseln, jetzt wechseln wir es wirklich.
Uli
hast letzte Woche gesagt, was hat man vom Podcast,
was man da so drüber erlebt hat oder wie du das ausgedrückt
hattest. bei
Sebastian
Ja, gut zugehört. Was hast du davon?
Uli
mir, was ich davon habe, eine neue Person kennengelernt auf der
Arbeit, die den jetzt auch liebend gerne immer hören würde. Ich weiß nicht, ob
die Dame jetzt dabei ist, aber
leider Gottes seit einem Jahr keusch gehalten wird.
Sebastian
okay, seit einem Jahr. Das ist aber lang.
Uli
Ja, jetzt nicht keusch in dem Sinn, wie du das wahrscheinlich verstehst. Sie
darf seit einem Jahr nicht mehr spielen, aber Sex hat sie wahrscheinlich noch.
Sebastian
Du erklärst mir.
Okay, also sie lebt wahrscheinlich in einer Beziehung, wo sie das nicht ausleben
kann, oder?
Uli
Genau, Ganz genau, ganz genau. Und wo der Freund auch nicht unbedingt das Ganze
gut findet.
Sebastian
Hm,
Uli
Schade ist es, aber ich finde sowas immer schade, wenn da einer auf irgendwie
eine Seite komplett verzichten muss.
Nee, irgendwann in einer Pause haben wir uns mal unterhalten und dann hatte ich
ihr die Karte gegeben.
Sebastian
ja.
Uli
Und dann habe ich drei, vier Monate, glaube ich, gar nicht mehr darüber
gesprochen mit ihr. Und dann habe ich sie mal alleine wieder getroffen und dann
hatte ich kurz gefragt, sag mal, hast du die Karte jetzt aus,
ja, ich mag das jetzt nicht nein sagen, die Karte genommen und in die
Ecke gepfeffert? Oder hast du die Karte aus eigenem Interesse genommen?
Und dann sagte sie mir, es ist schon ein Interesse.
Sebastian
Okay, ja, und dann bist du mit dem Menschen jetzt da ins Gespräch darüber
gekommen, oder?
Uli
Ja, immer mal wieder. Ich meine, du weißt ja, was ich jobmäßig mache. Viele
anderen aus dem Chat wissen es ja auch, müssen nur nicht alle wissen.
Sebastian
Alles gut.
Uli
und von daher, genau, und von daher, so wie wir uns
treffen und wenn wir mal privat ein bisschen Zeit dazu haben, dann schnacken wir
drüber.
Sebastian
Okay, ja, das ist doch schön, wenn da ein Zugang ist. Du darfst den Menschen
gerne grüßen, jetzt ohne Namen zu nennen.
Darfst du gerne tun. Ich
Uli
Also wenn sie das hört, dann weiß sie auch, wer gemeint ist und wenn sie nicht
weiß, wer gemeint ist, dann weiß sie auf jeden Fall mit meinem Namen, dass sie
mich ansprechen kann und fragen kann, ob sie gemeint war.
Sebastian
glaube, sie wird sich schon wieder erkannt haben. Sehr gut.
Uli
Ja, das glaube ich auch.
Sebastian
Ja, das ist tatsächlich ganz spannend. Das habe ich auf dem Hörertreffen erlebt.
Das sage ich auch immer wieder. Oder ich sehe es auch hier in dieser
Telegram-Gruppe und diesen ganzen Zoom-Geschichten. Da lernen sich Menschen
kennen, weil sie halt, sie hören halt den Podcast und dann quatschen sie oder
hier im Chat irgendwie merken sie, sie sollten sich mal unterhalten. Und dann
kommen Menschen, ja nicht zusammen, aber sie lernen sich kennen und können
miteinander sich austauschen. Und das finde ich total super, dass der Podcast
das bewirkt. Das hatte ich vorher gar nicht auf dem Plan, dass das so ein
Nebeneffekt sein könnte. Ich wollte ja eigentlich nur so ein bisschen Menschen
ausleuchten oder beleuchten und dann einfach gucken, was gibt es so im
BDSM-Bereich. Und das finde ich total spannend. Interessant.
Uli
Ja, und dann fällt mir jetzt gerade noch ein, ich hatte auch schon fast eine
richtige Abmahnung deshalb, wegen dem Podcast,
weil, ja, wenn dann auch beide Seiten, Ulrich greift immer gleich voll in die
Scheiße.
Sebastian
Das auch noch, ja.
Okay,
Uli
Nee, nee, also ich habe fünf Kollegen gefragt, wie die Kollegin
vom anderen Ortsteil hieß,
ja, dann habe ich einen Namen bekommen, den habe ich fünfmal bestätigt bekommen
und ich dachte, ich bin bei der richtigen.
Und nach kurzer Zeit kriegte ich eine E-Mail von meiner Vorgesetzten und dann
hieß es, du bist da involviert und eventuell, und sie hat sich da ganz schwammig
ausgedrückt, meine Vorgesetzte, und dann habe ich zurückgeschrieben, nee, nee,
involviert, das stimmt absolut nicht so, wie du das schreibst. Ich bin der
Initiator und
Sebastian
das müssen wir jetzt nochmal so, okay, wir dröseln es mal ganz kurz auf.
Uli
was
Sebastian
Also es geht im Prinzip um dieses kleine Visitenkärtchen vom Podcast, was du
weitergegeben hast und der Empfänger fühlte sich damit nicht so wohl, richtig?
Richtig?
Uli
ich über Dritte habe weitergeben lassen, das war in einem Briefumschlag mit den
Unterlagen vom Verein, weil
Sebastian
Ist
Uli
die Dame, mit der ich darüber gesprochen habe, die mich auf meinen Ring
angesprochen hat,
die sagte ganz klar, dass sie da kaum Erfahrungen hat, aber mit ihrem Mann hin
und wieder mal ein bisschen spielt und dass sie ganz interessiert war an dem
Verein. Nein, wochenlang, monatelang, genau,
Sebastian
es bei der falschen Person gelandet oder?
Uli
ganz genau.
Sebastian
Ah, okay.
Uli
Es ist dann bei der falschen Person gelandet und die hat dann,
ja,
keinen Aufriss gemacht, um Gottes Willen. Die hat das super sensibel, vorsichtig
versucht zu lösen, alleine erst, hat sie nicht geschafft. Dann hat sie ganz
vorsichtig bei meiner Vorgesetzten angefragt und die hat dann gesagt, okay, wenn
du den Ball flach halten willst, kriegen wir das ganz simpel hin. Dann hat sie
mich angesprochen, involviert und eventuell und haste nicht gesehen. Und dann
habe ich ihr in der ersten Mail gleich um das Thema zurückgeschrieben und
gesagt, nee, nee, ich habe das nicht involviert. Ich bin der Initiator und wenn
das bei dir auf dem Tisch gelandet ist, dann ist da was ganz bitterbös falsch
gelaufen, wofür ich mich hiermit entschuldigen möchte. So, und dann war es mit 5
Euro für einen Kaffee, war es dann getan. Ja,
Sebastian
Immerhin ein Happy End. Aber das ist tatsächlich dieses Outing im Beruf.
Das ist kompliziert und schwer, weil das kannst du eben ganz schnell mal
missverstehen.
ja, das ist in vielen Bereichen schwierig, also
Uli
hatte ich das auch schön alles dezent in verschlossenem Briefumschlag, ja nicht
blickdurchlässig, nichts, dass da irgendwas nur mit ihrem Namen drauf
und hab weitergeben lassen und das war der Fehler. Ich hätte es
persönlich geben müssen, dann hätte sie mir das persönlich um die Ohren gehauen
und dann wäre da gar kein Dritter mehr involviert worden. Da
Sebastian
ja, das ist tatsächlich da muss man nochmal schauen, weil auf der einen Seite
gibt es ganz viele Menschen, die sagen, oh im Beruf ganz kompliziert und ganz
schwierig und ich habe da schon Dinge gehört und aber tatsächlich erzählen tun
das relativ wenige Menschen, was sie da an negativen Erfahrungen gemacht haben,
vielleicht ist da mal wieder ein Aufruf nötig, also wenn hier da tatsächlich
irgendwie Outing im Beruf im Büro, was weiß ich, wo wo auf der Arbeit, wenn ihr
euch da getraut habt oder vielleicht wurdet ihr auch geoutet, kann ja auch
passieren, so ein Zwangsouting, das ist auch eine ganz üble Sache. Wenn ihr
darüber sprechen möchtet, dann einfach bei mir melden und dann wird
das Thema nochmal spannender.
Uli
habe ich heute was bei dem Vanilla-Podcast gehört, den du,
genau, ganz genau, da war jemand, der hat das wohl irgendwo im Internet
gefunden, ein Profil von der Dame und hat das ausgedruckt und ganz
fleißig, fand er sich richtig klasse dabei und hat das schön an die Pinnwände der
Firma reingehängt und durfte dann über kurz oder lang das Unternehmen
verlassen, weil
Sebastian
Bei dem NotVanilla-Podcast, ja,
Uli
er jemanden zwangsgeoutet hat. hat.
Sebastian
das ist ja tatsächlich eine erweiterte Form
von Mobbing.
Uli
Massiv. Das
Sebastian
Geht ja gar nicht. Ist aber dann auch schön, wenn die Firma dann da auch
entsprechend reagiert. Trotzdem ist es nicht schön, der Moment. Und da muss man
immer so ein bisschen gucken. Ich versuche gerade mal diese Folge zu finden im
NotVanilla-Podcast, damit ich da drauf verlinken kann. Aber ich finde sie jetzt
nicht direkt.
Uli
müssten die ersten, innerhalb der ersten zehn gewesen sein. Ich habe heute
Vanilla gehört.
Sebastian
Okay, also wer das hört oder das sucht irgendwann in den ersten zehn Folgen und
ansonsten. Schauen wir mal.
Ja, ich sollte mehr andere Podcasts hören tatsächlich. Ich produziere inzwischen
so viel, dass ich kaum noch was anderes höre. aber das ist ein echtes Problem
langsam, dass ich nicht mehr auf dem Stand bin.
Uli, es ist 23 Uhr
Uli
Tja.
Sebastian
und das an einem Dienstag.
Uli
Ja, dann lass doch noch fünf andere reinkommen. Kann doch auch noch Null Uhr
werden.
Sebastian
das mache ich dann bei der letzten, also wenn ich dann die letzte Live-Sendung
dann mache, dann sage ich, okay, wir fangen, was weiß ich, um 16 Uhr an und dann
habe ich keine Gäste und lasse einfach nur noch einen Anrufer durch, bis keiner
mehr will und wenn das nachts um vier wird, super
und wenn es dann halt eine Stunde später zu Ende ist, ist es auch okay. Ich
glaube, das wäre dann das ultimative Experiment Und wenn ich dann ganz viel Pech
habe, dann hänge ich 24 Stunden am Telefon, weil sich irgendwer Spaß draus macht
und immer wieder neu anruft.
Uli
Ja, dann du musst immer den Chat nicht vergessen. Dann sprechen die sich mit
Uhrzeiten genau ab, der ganze Chat. Ich bin da ja nun nicht aktiv drin. Manchmal
lese ich mit, manchmal nicht. Das geht mir alles viel zu schnell da.
Und Und dann sprechen die sich nachher noch ab und dann bist du da wirklich
nicht nur 24 Stunden drin.
Dann wird mal getestet, ob du diese Moderatoren-Wettkämpfe da im
Radio überschreiten kannst, von Karsamstag bis Ostermontag durchmoderieren und
solche Scherze.
Sebastian
Ganz ehrlich,
irgendwann schnarche ich dann einfach ganz friedlich ins Mikrofon.
Uli
Ja,
Sebastian
So, ich werde jetzt eine kleine Verabschiedung hier einsprechen und dann,
ganz ehrlich, dann ist für heute erstmal Schluss. Uli, ich danke dir. Ich hätte
gar nicht damit gerechnet, dass du anrufst, weil du hast mir mal gesagt, Folge
machen. Oh ne, eher nicht. Und ich finde es total klasse, dass du jetzt hier
quasi einfach spontan angerufen hast.
Uli
dieses eine Thema, das hat mir einfach bis heute, kocht das immer wieder in mir
hoch.
Sebastian
Sehr schön.
Uli
Und es kam eigentlich nur so rüber, nee, nee, um Gottes Willen, um Gottes
Willen, eingreifen, auf gar keinen Fall. Und von daher habe ich dann mal gesagt,
nee, auch mal eine andere Meinung.
Sebastian
Okay.
Uli
Ich
Sebastian
finde ich gut.
Dir sage ich das und der lieben Lilly habe ich das eben nicht gesagt. Deshalb
wiederhole ich das hier nochmal. Ihr habt beide die Möglichkeit, euch was zu
wünschen. Das heißt, ihr könnt euch irgendwelche Musik aussuchen. Das schickt ihr
mir per Mail oder was auch immer. Und dann spiele ich das hier in der nächsten
Folge einfach ein für euch.
Uli
weiß nicht, ob du von letzter Woche die WhatsApps von mir noch hast. Da steht
es schon drin.
Sebastian
Ob ich die
WhatsApps von dir noch habe. Ich habe immer diesen Punkt, dass ich sage,
irgendwann das Handy ist jetzt mal aus. Aber Aber,
nee, aber ich komme teilweise, also gar nicht, ich habe dreimal WhatsApp auf dem
Handy installiert und ganz ehrlich, ich blicke da teilweise echt nicht mehr
durch, aber das gehört eben dazu. So, ja,
Uli
hat es dein Subbie auch noch.
Sebastian
ich werde sie fragen. Okay, so, ich werde mich jetzt von dir verabschieden.
Uli
Alles klar, danke
Sebastian
Mach's gut, hab einen schönen Abend.
Uli
gleichfalls, gute Nacht euch zwei und
Sebastian
Danke, tschüss.
Uli
tschüss.
Sebastian
So, fand ich auch mal schön, nochmal so einen Einschlag in die Richtung zu
haben.
So, was sage ich denn jetzt noch zur Verabschiedung? Ich werde mal, das habe ich
lange nicht gemacht, mal erzählen, wie man diesen Podcast überall findet, weil
offenbar habe ich das seit zehn Folgen nicht getan. Man findet diesen Podcast
auf kunstderunvernunft.de. Da gibt es alle Folgen und auch vor allem die
Shownotes, wo ich alle Links reinpacke, die es gibt und nochmal die
Gesprächspartner und Themen nochmal ein bisschen aufbereite.
Dann gibt es den Podcast natürlich bei Instagram, da heißt der kunstunvernunft
oder Twitter.
Und selbst bei Fetlife gibt es ein Profil und mit dem darf man sich einfach
anfreunden. Ich nehme jede Freundschaftsanfrage an und dann hat man eben einfach
ein bisschen im Blick, wenn es neue Folgen gibt oder was jetzt Thema wird in der
nächsten Folge.
So, am Freitag um 20.30 Uhr geht es hier weiter. Ich habe tatsächlich noch
keine Teilnehmer dafür eingeplant. Ich muss noch ein paar Vorgespräche führen,
habe ich das Gefühl.
Und habe auch noch keinen Themenausblick oder irgendwas, da lasse ich mich
überraschen. und morgen früh werde ich erstmal diese Folge hier
zusammenschneiden und veröffentlichen, dass die auch bald
rausgeht und dass auch die Menschen im Feed, die hiermit auch mal gegrüßt sind,
die hören können. Wenn auch eben ohne Musik, aber rechtlich kriegen wir es nicht
anders hin. Jo, dann
spiele ich jetzt nochmal ein bisschen den Trailer und dann wünsche ich euch einen
schönen Restabend. Kommt gut ins Bett, habt eine tolle Zeit und vor allen Dingen
einen schönen Feiertag übermorgen und ich bin jetzt raus. Tschüss!