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Sebastian
So, herzlich willkommen zur Unvernunft Live am 12.05.
schon. So lange machen wir das hier schon. Es ist Nummer 16 und hin und wieder
braucht man auch mal was Neues. Und das Neue, was ich heute habe, ich habe mich
übrigens noch gar nicht laut genug gestellt. Entschuldigung, ich drehe mich mal
ein bisschen auf. So, jetzt müsste ich vernünftig klingen.
Ja, was ist heute? Heute probieren wir den ersten Dreier hier.
Und bevor es losgeht noch ein ganz kleines bisschen Hausmeisterei. Die streue
ich ansonsten im Rest des Abends auch noch ein bisschen ein. Was haben wir denn
heute?
Da hat ja jemand ein Paddle gewonnen und auch bekommen. Und ich mache das ja
wieder so, wir haben zwei feste Gäste, nein, heute sogar drei. Und danach gibt
es ja wieder Call-In, wo jeder anrufen kann, der möchte. Und dann können wir uns
über irgendwas unterhalten. Und als kleinen Anreiz habe ich dann mal den guten
Michael von Baumwollseil gebeten, er soll doch mal irgendwas in ein Paket
stecken und herschicken, damit ich das hier wieder verlosen kann. Das Schöne
ist, ich habe keine Ahnung, was drin ist und das Paket ist auch noch nicht da
und ja, man wird sehen, was kommt. Vielleicht kann ich es ja dann am Freitag
verraten oder ich werde es verinstagrammen oder sowas. Ja, das für das Erste von
mir. Also fühlt euch herzlich willkommen. Ich begrüße auch Live-Chat. Seid schön
aktiv heute. Das Podcastsubbie ist auch da. Aber viel wichtiger, ich habe Gäste
und da habe ich mich heute, die Coco und den Marc vom notvanilla-Podcast.
Hallo! Hallo, Moment,
Coco (notvanilla)
Hallo.
Marc (notvanilla)
Hallo, Sebastian. So, jetzt drehe ich euch mal so laut, wie es sein muss, damit
ihr auch gut klingt. Test, Test, Test. Es funktioniert, ich bin begeistert.
So, ja, ihr macht einen anderen Podcast, auch über BDSM. Herzlich willkommen.
Coco (notvanilla)
Ja, genau, wir sind...
Marc (notvanilla)
Ja, genau. Und das erste Mal live heute, sehr ungewohnt für uns. Normalerweise
nehmen wir immer vorher auf. Wir hoffen, man merkt es nicht so sehr.
Alles gut, alles wird entspannt. Wir werden uns wahrscheinlich eh ständig ins
Wort fallen, weil wir haben hier keine Kamera, mit der wir uns hier absprechen
könnten oder so. Wer unbedingt was sagen will, der brüllt einfach ins Mikrofon
und dann wird das schon irgendwie werden.
Coco (notvanilla)
so groß ist das Mitteilungsbedürfnis nicht.
Marc (notvanilla)
Ihr müsst, glaube ich, wie alle anderen auch hier einmal durch die Mühlen meiner
Bürokratie durch.
Und ich würde euch bitten, wenn ihr euch vielleicht nacheinander, miteinander
einmal so ein kleines bisschen vorstellt für die, die euch noch nicht kennen.
Und damit wir euch ein bisschen kennenlernen.
Coco (notvanilla)
Okay, ich fange einfach mal an.
Ich bin Coco, ich bin 25 Jahre alt, komme aus München,
organisiere hier den SMJG-Stammtisch und noch so ein
paar andere Projekte, Fesseltreff und Hüttenwochenenden und so Spielereien halt.
Und ja, irgendwann kam dann Marc auf mich zu und meinte, er hat Bock, einen
Podcast zu machen, ob ich nicht dabei wäre. Und ich dachte mir so, ja, coole
Idee.
Genau. Und jetzt gebe ich mal das Wort ab. Haben
Marc (notvanilla)
ich bin Marc, wie Coco schon meinte. Ich bin auch 25 Jahre alt, komme aus der
Nähe von Augsburg und war auch SMJG Orga in
Augsburg. Mittlerweile nicht mehr, mittlerweile mache ich nur noch den Podcast
und den mit Coco jetzt seit, ist es schon über ein Jahr? Ich glaube schon.
Coco (notvanilla)
wir unseren Geburtstag verpasst?
Sebastian
da kann ich nachgucken. Ich kann nachgucken.
Coco (notvanilla)
Okay,
Sebastian
8. Juni 19 steht hier, dass die erste Folge von euch kam.
Coco (notvanilla)
sehr gut.
Sebastian
Ich habe es aufbereitet.
Marc (notvanilla)
bist du schon mal 200 prozent mehr vorbereitet als wir in unseren folgen immer
genau
Coco (notvanilla)
Ja, das stimmt.
Sebastian
Okay, also wir fassen mal kurz zusammen. In eurem Podcast unterhaltet ihr euch
beide miteinander, jeweils über ein Thema aus dem Bereich BDSM.
Coco (notvanilla)
Ja, genau.
Marc (notvanilla)
wir suchen uns immer irgendwas raus jetzt die letzte folge ging über das online
spielen die nächste wird über fisting gehen und quatschen darüber so
40 minuten 45 minuten erzählen ein paar interessante
geschichten was wir so erlebt haben mit dem thema manchmal haben wir auch ein
gast dabei Das kommt immer ein bisschen drauf an.
Und ja, kommt jeden Samstag eine neue Folge.
Sebastian
Jeden Samstag?
Ja, stimmt, ich sehe es gerade auf meiner Liste. Mein Gott, Samstag, Samstag,
immer Samstag.
Coco (notvanilla)
Ja, ja.
Sebastian
Okay, wie schafft ihr das?
Coco (notvanilla)
Wir nehmen mehrere Folgen im Voraus auf meistens. Also tatsächlich,
als wir uns noch live quasi in persona getroffen haben, haben wir halt teilweise
vier Folgen am Stück aufgenommen. Da frage ich mich jetzt inzwischen, oh Gott,
wie haben wir das jemals geschafft, weil es ist echt anstrengend.
Aber dann kam Corona, dann konnten wir uns nicht in Persona treffen und jetzt
nehmen wir das Ganze online auf und das ist wesentlich angenehmer.
Sebastian
Ja, ganz ehrlich, Corona hat eh jetzt mal alles geändert. Aber gut, dafür machen
wir das ja heute. Ja, wie wären wir sonst zusammengekommen?
Coco (notvanilla)
Ja, genau.
Sebastian
Macht bei dir halt irgendwas im Hintergrund so ein bisschen? Also ich höre mich so
ein bisschen im Echo. Vielleicht, wenn du dein Kopfhörer noch ein bisschen
leiser machst oder so. Ich weiß nicht, wo es genau herkommt.
Marc (notvanilla)
ich weiß es auch nicht, aber ich habe gerade ein bisschen runtergedreht. Ich
hoffe, es ist ein bisschen besser.
Sebastian
Ja, ist es. Wunderbar. Perfekt.
Marc (notvanilla)
Sehr gut.
Sebastian
bin ja hier so ein Technik-Zyniker hier, der dann immer versucht, meine Gäste zu
quälen. Installiere eine App, installiere ein Programm, stell dies ein, stell
jenes ein. Da gebe ich zu, da bin ich ganz fürchterlich.
Was ich spannend finde, ist ja, ich habe ja hier bei der Kunst der Unvernunft
das Konzept zu sagen, ich habe einen Gast und dann erzählt der und hinterher
gucken wir dann, welche Themen kann ich draufschreiben, weil ich bin prinzipiell
immer so ein bisschen ahnungslos. Und wenn ich mir das hier ansehe, was ihr so
an Themen habt, ich habe mir die Liste tatsächlich hier mal ausgedruckt, boah,
also Bondage, okay, das ist noch Allerweltsthema, da kann ich sagen, da kann
fast jeder was drüber sagen, aber hier Mindfuck, Hypnose, Tentakel, Fetisch,
Kinky Cabin Spezial und wie die Folgen alle heißen, wo habt ihr das alles her?
Lest ihr euch das an oder was macht ihr da vorher? Ja,
Coco (notvanilla)
Nee, tatsächlich ist es so, dass wir uns beide quasi relativ gut ergänzen.
In dem Sinne, dass Marc sehr viele Fetische hat, die eher vielleicht auch so in
den Nischenbereich fallen. Stichwort Tentakel, was
hatten wir da noch, Transformation und so. Damit kann ich eigentlich gar nichts
anfangen. Ich bin da mehr so der klassische BDSMler mit
D/s-Schwerpunkt und das ist eigentlich nicht so Marcs Welt. Also können wir uns
so ein bisschen, können wir da schon ein relativ breites Themenfeld abdecken.
Dann probieren wir beide einfach unglaublich gerne aus. Von manchen Themen haben
wir auch einfach nur eine einmalige Erfahrung, weil wir es halt mal irgendwie
witzig fanden, das auszuprobieren und dann haben wir es gemacht. Und natürlich,
man muss auch dazu sagen, deswegen holen wir uns ja auch quasi die Gäste, weil
es gibt Themen, da gibt es einfach, da haben wir nicht so viel zu sagen
oder wir würden gerne mit jemandem reden, der da einfach spezieller
Informationen geben kann. Vielleicht auch ein bisschen in der Folge zum Beispiel
über psychische Krankheiten. Da haben wir uns auch gar nicht so alleine dran
getraut, ohne jetzt so ein bisschen jemanden, der da fundiertere Ahnung hat als
wir. Und so kommt dann ein ganzes Sammelsurium an Themen zusammen. Und ich habe
tatsächlich, also wir haben eine Themenliste immer, wenn ich irgendwo ein Thema
aufschnappe, dann schreibe ich das da auch fleißig in diese Themenliste rein
oder wenn mir was einfällt. Und diese Liste ist quasi geshared, also da schreibt
der Marc rein und da schreibt jetzt unsere neue Social-Media-Beauftragte auch
noch rein und dann ist uns nie langweilig mit Themen. Und ja, Marc,
Marc (notvanilla)
Ja, das war auch so ein bisschen die Grundidee von Anfang an. Nämlich, ich bin
ja zu Coco gegangen, weil ich mir überlegt habe, gut, ich möchte einen Podcast
machen, aber alleine in einem Mikrofon reden wäre langweilig. Da habe ich
überlegt, wer hat wohl die meiste Erfahrung und erzählt gerne davon? Coco. Da
habe ich Coco gefragt und so ging es los. Weil grundsätzlich war es so, man hat
einfach gemerkt, auf Stammtischen oder auch bei Freunden, also Vanilla-Freunden,
scheint das Thema, wenn es mal aufkommt, doch großes Interesse zu wecken.
Ja, und dann dachten wir uns, gut, dann erzählen wir es mal online, mal gucken,
wie viele es sich anhören. Ja,
Sebastian
das sind, glaube ich, eine ganze Menge. Ich habe irgendwie neulich irgendwas
gefeiert. Ich habe die Zahlen nicht mehr im Kopf. Ich weiß nicht, ob ihr sie
sagen wollt. Ist aber nicht wichtig eigentlich.
Ich muss nochmal, ich hänge da gerade so dran fest, weil ich muss gestehen, ich
habe nicht alle Folgen gehört. Ich muss jetzt selber nochmal fragen, was ist
dieser Tentakel-Fetisch? Okay,
Coco (notvanilla)
erzähl mal.
Marc (notvanilla)
Tentakel-Fetisch, wir machen so ein bisschen die Reihe der Fetische, die sich in
der Realität nicht umsetzen lassen.
Dazu zählen zum Beispiel auch die Tentakel. Ich glaube, am ehesten kennst du
Leute, die im Hentai-Anime-Bereich unterwegs sind. Das ist ein ziemlich stark
vertretenes Thema und es ist einfach dieses
Lustgewinn aus phallischen
Tentakeln, schleimig, die sich winden in großer Anzahl um Körper, in
Körperöffnungen eindringen. Und es ist mehr ein
Fantasiefetisch als ein tatsächlich umsetzbarer Fetisch, aber es ist trotzdem
was, was überraschend viele Leute teilen. Also es ist immer wieder interessant,
wie viele Leute sich dann doch melden, die sagen, ah ja, cool, geht mir genauso.
Sebastian
also ganz ehrlich, da bin ich noch nicht drüber gelaufen oder hingekommen. Ich
habe jetzt irgendwelche alten Filme im Hinterkopf, muss ich gestehen.
Coco (notvanilla)
diese Reihe heißt bei uns übrigens inoffiziell, habe ich sie Marcs Weird Shit
genannt. Wenn wir mal wieder eine Folge machen, wo einfach Marc über sein
abstruse Fetische redet, ja, das ist dann meistens irgendwie,
geht in die Richtung Transformation, Tentakel und so. Ist ganz
witzig eigentlich.
Sebastian
bin jetzt mal so ein bisschen gemein. Ihr habt es ja eben schon so ein bisschen
angedeutet, aber ihr lebt ja BDSM selber privat auch aus.
Spielt ihr miteinander.
Coco (notvanilla)
eigentlich.
Sebastian
Aha, erwischt.
Coco (notvanilla)
Marc mit einem Strap-on genommen habe und so, weil seine Freundin das unbedingt
wollte und mich da halt einbinden wollte.
Ganz, ganz früher, als ich quasi Marc kennengelernt habe, da haben wir so ein
bisschen auch uns tatsächlich mal regelmäßig zum Spielen getroffen, wobei
regelmäßig, glaube ich, so drei, vier Mal war. Und da ging es hauptsächlich
darum, Dinge mit Hypnose auszuprobieren.
Marc (notvanilla)
das war auch unsere Kennenlernstory.
Coco (notvanilla)
ist schon vier Jahre her
Marc (notvanilla)
Wir waren beide auf einer Veranstaltung, die Coco organisiert hat und sie meinte
am Abend, ja, es werden noch Leute gesucht, die einen Workshop machen wollen.
Kann jemand was? Da habe ich gerade mich frisch eingelesen und das Thema gehabt,
meinen ersten Erfolg mit Hypnose im BDSM-Kontext gehabt, habe dann so schüchtern
damals noch gemeint, ja, hier, ich könnte ein bisschen was erzählen und zack,
hatte ich am nächsten Tag einen vierstündigen Workshop an der Backe mit 30
Leuten. Das war ganz lustig.
Sebastian
Ja, glaube ich, ich würde im Boden versinken. Ich habe da ein Buch gelesen, ich
erzähle euch jetzt mal was.
Auch wenn man schon Erfolge hatte. Also wie gesagt, mir fällt das unglaublich
schwer, ins Leere reinzureden, muss ich ganz ehrlich gestehen.
Ich mag jetzt so ein bisschen hinter die Kulissen gucken. Was habt ihr denn in
eurem Podcast noch nicht verraten? Ich muss ja jetzt hier eine Sensation
präsentieren über euch. Ach,
Marc (notvanilla)
Oh, das ist schwierig. Es ist mittlerweile schon so, dass ich, wenn ich zu
Leuten hingehe, immer frage, ob sie einen Podcast hören, weil sonst fange ich
an, eine Geschichte zu erzählen und nach zwei Worten haken sie es ab mit, ah,
das kenne ich schon. Deswegen muss ich jetzt gerade echt überlegen.
Coco (notvanilla)
Ja, das ist tatsächlich ein Problem.
Marc (notvanilla)
Deswegen, äh, eben.
Coco (notvanilla)
Also ich habe auch oft das Gefühl, ich rede über Dinge teilweise zu oft und will
dann die Leute nicht langweilen, weil ich sie schon so oft auch teilweise im
Podcast gesagt habe. Und dann habe ich immer das Gefühl, ich habe das schon 30
Mal erzählt. Aber vielleicht noch nicht diese einen spezifischen Person, aber
irgendwie. Wenn du es schaffst, jetzt eine Frage an uns zu finden, die wir
tatsächlich noch nie behandelt haben, dann beantworten wir sie auch. Aber ich
glaube, so aus dem Blauen raus fällt mir gerade nichts ein.
Sebastian
ich gebe das jetzt einfach mal an den Chat weiter. Weiter.
Aufgabe, findet eine Frage, die die beiden noch nie beantwortet haben. Ich bin
gespannt, ob ihr eine findet.
Gucken wir mal. Also, ich meine, dafür ist der Chat ja da, ne?
Coco (notvanilla)
Du nutzt den Telefonjoker quasi, Publikumsjoker.
Sebastian
Ja, genau. Genau.
Coco (notvanilla)
Aber
Marc (notvanilla)
Ja, nee, wir reden ja oft auch sehr über viele sehr persönliche Dinge im
Podcast und dementsprechend kommt man
dazu, einfach sehr, sehr viele Dinge zu erzählen, an die ich mich teilweise
schon gar nicht mehr wirklich erinnere. Aber wo ich mir dann denke, oh scheiße,
habe ich so etwas Persönliches im Podcast erzählt, wo ich dann Leute darauf
anspreche, aber ja, habe ich wohl.
Coco (notvanilla)
Sebastian, können wir die Frage denn zurückgeben? Gibt es was, was du noch nicht
erzählt hast?
Sebastian
Ganz viel. Also ich versuche ja mal gar nicht so viel von mir selbst zu
erzählen. Ich erzähle zwar hier, ich esse zwar Kuchen hier in der Sendung und
all so ein Zeug, aber ich halte mich da immer so ein bisschen zurück und
versuche das so zu verteilen, dass ich möglichst 200 Folgen machen kann, bevor
so ein Gesamtbild von mir entsteht.
ich will ja immer was von meinem Gegenüber wissen ich bin so einfach so
wissbegierig und frag die Leute aus und ja, ihr merkt es ja auch gerade
habt ihr ja diesen Wochenrhythmus habt ihr schon für die, sagen wir mal die
nächsten vier Sendungen, habt ihr da schon Themen also für die nächste weiß ich,
dass ihr eins habt oh
Coco (notvanilla)
Ja, ich nutze momentan diese Gelegenheit, die wir haben, eben auch
Leute dazuzuholen, die nicht im unmittelbaren Umfeld von München oder Dillingen
stehen. Das war ja immer früher unser Knackpunkt, dass wir halt wirklich die
Leute zu uns bringen mussten, um mit denen aufnehmen zu können. Und jetzt
ist es so ein bisschen, dass ich die Fühler da ein bisschen weiter ausstrecke
und viele Themen angehe, die eigentlich für die Zeit geplant waren, wo wir jetzt
diesen Corona-Ausfall eben hatten. Das steht momentan auf der Liste. Also ich
glaube, die nächste Folge wird dann nach Fisting über Consensual Non-Consent
sein mit dem Nemaidis, der war hier auch schon im Podcast bei dir.
Sebastian
ja großes Thema tatsächlich, also da hab ich auch die meisten
sehr sehr viel Feedback auch bekommen
Wahnsinn, also das scheint wirklich ein super wichtiges Thema zu sein Ja,
Coco (notvanilla)
allem auch mal so ein bisschen die rechtlichen Sachen wirklich mal zu erklären.
Also man sagt immer so lapidar, ja, wenn man ein BDSM macht, dann ist man schon
mit einem Fuß im Knast, jedenfalls als dominanter Part. Aber stimmt das
überhaupt und unter welchen Umständen? Und naja, darum soll es gehen. Dann
habe ich eine Folge auf dem Plan mit über
Uniformfetisch, Komisch, was mich auch persönlich sehr anspricht tatsächlich,
aber wir holen uns trotzdem noch einen Gast dazu, der darüber mehr erzählen
kann.
Oh, was haben wir noch für Ideen?
Marc (notvanilla)
Hypnose zweiter Teil ist geplant, da war auch die Nachfrage sehr groß.
Coco (notvanilla)
Oh ja, genau.
Marc (notvanilla)
Es scheint die Leute auch sehr zu interessieren.
Sebastian
da bin ich ja selber interessiert. Da hatte ich ja neulich so einen Telefongast,
der hat einfach erzählt und ich fand das super spannend.
Mal gucken.
Coco (notvanilla)
Ja, die Folge habe ich jetzt nachgehört, die hatten wir im Vorgespräch schon
drüber gesprochen und dann dachte ich mir, die muss ich mir sofort anhören und
es ist echt ganz cool, was er erzählt. Ja, der hat es auch ganz gut erklärt und
auf den Punkt gebracht. Es
Sebastian
Machen wir es mal andersrum. Worüber würdet ihr nicht im Podcast sprechen? Also
worüber würdet ihr keine Folge machen? Gibt es da so ein Thema, wo ihr sagt, das
ist so heiß, das fassen wir auf keinen Fall an?
Für meine Ausschlussliste ist das ja vielleicht auch ganz gut. Ja,
Coco (notvanilla)
gibt Themen, wo wir vorsichtig sind. Wir hatten eine Folge, die wir tatsächlich
wieder rausgenommen haben, oder zum Teil rausgenommen haben. Da
wollten wir über Dinge sprechen, die in der Fantasie geil sind, aber nicht in
der Realität umsetzbar. Und es ging um, diese Folge ist dann sehr in
Bereiche abgedriftet, weil wir eben so ins Reden gekommen sind
über auch illegale Fetische, beziehungsweise allein die Fantasie zu haben, etwas
zu tun, ist ja nicht strafbar, also in keinem Fall, aber das Umsetzen
halt. Und wir haben da explizit dann über Tötungsfantasien
gesprochen und waren da halt rechtlich nicht gut vorbereitet. Also
wir hatten da kein, ja, wir haben das halt so lapidar vor uns hin erzählt,
ohne uns darüber Gedanken zu machen. Und dann hat uns eine besorgte
Podcast-Hörerin quasi geschrieben, und uns geraten, diesen Teil lieber
rauszunehmen, weil wir eventuell Leute dazu anstiften könnten oder es so
ausgelegt werden kann, als ob wir das tun würden, wollen, was wir nicht tun.
Aber ja, da sind wir dann auf Nummer sicher gegangen, haben das wieder
rausnehmen müssen.
Ja, ich weiß nicht, ob es wirklich konkrete Themen gibt, über die ich gar nicht
reden würde. Ich glaube, ich bin da super offen, aber halt dann eventuell mit
der nötigen Vorbereitung.
Marc (notvanilla)
ja es
Sebastian
wobei so ein Thema, muss ich mal sagen, also ich gucke auch immer, wo, in
welchem rechtlichen Rahmen kann man sich bewegen und das ist ganz schwierig. Auf
der anderen Seite denke ich mal, jeder Autor, der irgendwelche Bücher schreibt,
die packen da Geschichten aus. Wahnsinn. Und die kann im Prinzip jeder
Jugendliche im Buchladen kaufen. Da bin ich mir auch mal nicht so sicher, wo
sind da die Grenzen. Da muss man dem Nemaidis vielleicht nochmal sehr genau
ausquetschen.
Coco (notvanilla)
Genau, und mit dem habe ich tatsächlich neulich gesprochen über so Snuffporn und
so, also über Tötungsfantasien. und habe dann eben auch gesagt, in jedem
Blockbuster sieht man da die übelste Blutlache und Morde und keine Ahnung was.
Wie kann denn das sein? Und der Knackpunkt ist tatsächlich, wenn etwas nur
deswegen quasi produziert wird, egal ob das jetzt Bild, Video oder
Tonmaterial oder Schriftmaterial tatsächlich ist, wenn das zum Zwecke der
sexuellen Befriedigung produziert wurde, Dann ist es Gewaltpornografie und
dann ist es verboten. Der Autor, der quasi ganz
normale Literatur schreibt, der tut das ja nicht aus sexuellem Bedürfnis,
sondern halt aus literarischem, in literarischem Kontext
und dann ist das halt keine Pornografie. Aber ja, es ist ein bisschen
wischiwaschi und ja.
Sebastian
Ja, solche
Marc (notvanilla)
ist einfach es ist einfach ein heavy thema und meistens man muss sich
so vorstellen wenn wir aufnehmen sagen wir vorher Coco hast du bock wir reden
heute über Fisting dann weiß jeder okay es soll ein Fisting gehen aber
vielmehr haben wir nicht abgesprochen sondern ist einfach wir reden als würden
wir gerade zusammen hocken freundschaftlich und man hat halt gemerkt ich Ich
meine, der Podcast ist auch für uns ein Lernprozess. Wir haben beide sowas
vorher noch nie gemacht. Und wir haben da einfach gemerkt, dass dieses sehr
lockere Konzept für so heftige Themen einfach zu locker ist für
Zuhörer. Und dementsprechend wird man da in Zukunft anders reingehen. Aber
grundsätzlich komplett vom Tisch ist das Thema nicht, zumindest nicht für mich.
Und wir haben ja durchaus schon sehr, auch andere sehr heftige Themen gehabt,
wie zum Beispiel eben psychische Erkrankungen im Kontext mit BDSM. Da
hatten wir aber dann auch das Glück, dass wir noch eine Psychologin tatsächlich
dabei hatten, eine Studierte, die dazu was erzählen konnte, was sehr interessant
war.
Sebastian
Leute sind immer Gold wert, finde ich, wenn die das so ein bisschen einordnen
können. Und dann nimmt man auch den Kritikern so ein bisschen den Wind aus den
Segeln.
So, ich sehe die Uhr. Also erstmal lobe ich gerade unsere aller drei
Sprechdisziplinen. Wir reden nicht alle gleichzeitig immer los. Das finde ich
super.
Das Experiment gilt damit für mich schon mal als gelungen.
Ja, man weiß ja immer nicht vorher, was kommt.
Coco (notvanilla)
Stichwort.
Sebastian
Das Podcastsubbie hat mir geschrieben, Also sie selber, sie würde gerne hören, ob
es irgendeine peinliche Geschichte gibt zum Podcast oder eurem BDSM an sich.
Das will ich auch hören.
Coco (notvanilla)
Boah, eine peinliche Geschichte.
Also zum Podcast fällt mir jetzt tatsächlich nichts ein, was so super peinlich
war.
Privat, ich glaube, dass der einzige, wie sagt man das jetzt, Unfall, es war
eigentlich gar kein Unfall, es ist einfach nur witzig. Da haben wir mit einer
befreundeten Domme gespielt, also eine
Dom, also weiblich.
Und wir hatten damals, das war noch in der alten Wohnung, da hatten wir so ein
Bondage-Gestell stehen, das ist riesig groß aus Holz und das stand da so in der
Ecke und das Ding hat natürlich vier Beine und eins davon, wenn das Ding in der
Ecke steht, steht halt frei im Raum.
Und sie haben mich bespielt, mein Mann und sie, und ich war ziemlich fertig, hab
da auf dem Hundekissen gelegen und geschlafen und dann haben sie sich gedacht,
Mensch, zweite Runde, los geht's, haben mich so gepackt, einer links, einer
rechts hochgezogen und wollten mich ins Schlafzimmer schleifen.
und der eine ist links an dem Balken vorbeigegangen, der andere rechts und haben
nicht gemerkt, dass ich in der Mitte bin und haben mich, ich hatte eine
Augenbinde drauf und haben mich volle Kanne gegen diesen Pfosten laufen lassen.
Also es ist Gott sei Dank nichts passiert, aber das halte ich den beiden immer
noch so ein bisschen vor. Ihr habt mich gegen den Balken laufen lassen.
Ja.
Sebastian
heißt auch, du hast nicht geschummelt mit der Augenbinde, immerhin.
Coco (notvanilla)
Ich habe gerade geschlafen, selbst, ich glaube, ich war, meine Augen mal waren
da drunter wahrscheinlich eh noch zu.
Ich glaube auch nicht, dass ich es gemerkt hätte, so schnell wie das passiert
ist, wenn ich tatsächlich auch keine Augenbinde aufgehabt hätte.
Und ich hätte mich ja sowieso nicht dagegen wehren können. Also ich hätte es
dann vielleicht kommen sehen, aber
Marc (notvanilla)
Du hättest noch schreien können Halt, stopp
Coco (notvanilla)
meine Arme waren ja quasi links und rechts.
Sebastian
Naja, gut.
Coco (notvanilla)
Dinge, die man nicht sagt, in einer Session Halt, stopp. Ist kein Safe Word.
Marc (notvanilla)
Na, ich wette, wenn du laut genug Pfosten gerufen hättest hätten sie schon
umgeguckt, was du jetzt meinst Na
Coco (notvanilla)
Ja, aber da wäre ich ja schon noch 10 cm wieder davor gestanden.
Marc (notvanilla)
gut, stimmt auch wieder
Coco (notvanilla)
war relativ amüsant, ja. Uh,
Sebastian
Ja, und Marc?
Marc (notvanilla)
Geschichten, peinliche Geschichten, die mir passiert sind
Mir fällt eine Situation ein die war zusammen mit Coco aber die war
weniger für mich peinlich als Jetzt, ich weiß auch nicht, um ehrlich zu sein, ob
es für Coco peinlich ist, dass er auch auf Erniedrigung steht.
Die Geschichte mit dem Ovipositor-Eiern und dem,
sagen wir, die falsche Körperöffnung.
Coco (notvanilla)
jetzt, oh Gott, was kommt jetzt?
Ja, okay, das ist cool, ja.
Marc (notvanilla)
Darf ich die erzählen?
Coco (notvanilla)
Erzähl. Ja, ja, alles gut.
Marc (notvanilla)
Ja.
Coco (notvanilla)
Alles gut.
Marc (notvanilla)
Okay, also. Es war so, ich habe ein Toy da.
Im Prinzip ist es, man macht Gelatine-Eier und dieses Toy schießt die in einen
hinein. Für das immer wieder bei merkwürdigen Fetischen.
und
Sebastian
Entschuldigung.
Coco (notvanilla)
Ja.
Marc (notvanilla)
ja,
Coco (notvanilla)
Ich sag doch, Marcs Weird Shit.
Marc (notvanilla)
es ist ein
ganz vereinfacht gesagt ein Silikonschlauch und man macht sehr feste
Gelatine-Eier, die schiebt man dadurch durch und der kann man dann in
verschiedene Körperöffnungen einführen, das ist dann sehr schleimig sehr
interessantes Gefühl, vor allem weil sich die Eier nach und nach auflösen auch
und ja, auf jeden Fall haben wir das dann ausprobiert, zusammen mit Coco weil
Coco das das wollte oder ihr Dom, ich weiß es gar nicht mehr genau.
Coco (notvanilla)
Nee, ich bin einfach neugierig gewesen, ja.
Marc (notvanilla)
Auf jeden Fall haben wir dann sechs dieser hühnereigroßen Gelatine-Eier gemacht,
wohlgemerkt zum zweiten Mal erst.
Und haben diese dann, auf der Kinky Cabin war das damals, in
Coco eingeführt, vaginal. Es ist überraschend, wie viele Hühnereier in einen
reinpassen. Allerdings, gut, man muss dazu sagen, ein paar von denen sind schon
ein Stück kleiner geworden durch die Körperwärme, aber egal. Auf jeden Fall
waren dann sechs dieser Eier in Coco und ihr Dom meinte dann, ja, jetzt
legst du die Eier auch wieder, also press sie raus.
Das hat bei drei dieser
sechs Eier noch gut funktioniert.
Sebastian
Entschuldigung. Ich
Marc (notvanilla)
Das vierte kam schon nur noch sehr klein raus und dann hauptsächlich Schleim.
Und meinte, ja, da fehlen noch Eier. Press weiter, Coco, press weiter. Und Coco
so, da kommt nichts mehr, ich kriege es nicht raus. Und presst und presst und
presst. Und ja, irgendwann, wenn man stark genug in diesem Bereich presst und
sagen wir mal so, man vorher nicht immer vielleicht beim Pinkeln war, könnte es
sein, dass irgendwann ein Urinstrahl statt einem Ei herauskommt.
Und ja,
es gibt ein sehr schönes Geburtsvideo davon.
Sebastian
brauche noch ein Video. Oh mein Gott.
Coco (notvanilla)
Ja, weil ich war so neugierig, dass ich, ich hab das ja nur gefühlt und man kann
da ja so, als Frau kann man da sehr schlecht hinschauen. und da war ich schon
sehr neugierig, wie dann das aussieht und das wurde dann gefilmt.
Sebastian
Entschuldigung. Was ist das?
Ja, ich stelle es mir gerade vor, das funktioniert nicht. Ich muss immer noch an
die Tentakel dabei denken.
Marc (notvanilla)
Ja, es ist artverwandt ein bisschen.
Sebastian
So, jetzt habt ihr mich endgültig aus jeglichem Konzept rausgebracht. Eine
vorbereitete Frage habe ich noch.
Da habe ich vorher mit Coco schon so ein bisschen drüber gesprochen und das ist
so ein Thema, das beschäftigt mich auch immer wieder.
Fachbegriffe. Also ich bin da so selbstherrlich und sage, okay, der Podcast ist
für BDSMler, die schon so ein bisschen was wissen und ansonsten Google bedienen
können. Und dann erkläre ich da nicht mehr allzu viel. Also was Bondage ist und
was Safeword ist, das versuche ich jetzt nicht ständig neu zu erklären.
Und ich habe das Gefühl, ihr seid da deutlich einsteigerfreundlicher, aber das
kostet auch eine Menge Zeit.
Marc (notvanilla)
Ja, das stimmt leider.
Coco (notvanilla)
Ja, also
Marc (notvanilla)
Es ist immer wieder so ein wiederkehrendes Thema und um ehrlich zu sein, weiß
ich noch nicht genau, wohin da die Reise geht. Mittlerweile sind wir glaube ich
so weit, dass wir sagen, wenn wir es schon mal in einer früheren Folge erklärt
haben, versuchen wir es nicht nochmal zu erklären. Wenn es ein ganz neuer
Begriff ist, gehen wir kurz darauf ein. Aber ja, es ist immer schwierig.
Inwieweit erkläre ich es so, dass sich nicht die alten Hasen langweilen und die
Neuen es trotzdem verstehen? Und inwieweit gehe ich einfach davon aus, dass es
bekannt ist?
Wir haben mal überlegt, auch eine Folge zu machen, in der wir nur auf so
Fachbegriffe eingehen im Rahmen von so einem kleinen Spiel Also, wer bin ich mit
BDSM-Fachbegriffen Dann kriegt Coco halt das Wort, keine Ahnung
Omega auf die Stirn geklebt und muss
erraten
wer sie jetzt oder welchen Begriff sie darstellt, so in die Richtung
aber ja ist auf jeden fall ja
ich weiß noch nicht endgültig wie wir es lösen werden in zukunft
Sebastian
Vielleicht macht ihr ja das, wozu ich zu faul bin. Ihr macht einfach über jeden
Fachbegriff so ein kleines Ein-Minuten-Audio-File, was ich dann selber immer
verlinken kann.
Marc (notvanilla)
das
ist eine interessante idee mal schauen irgendwie bezweifle ich dass wir das
umsetzen werden aber ich werde es im hinterkopf behalten
Sebastian
Irgendwer wird sich ja finden, der das macht.
Coco (notvanilla)
die Tendenz geht auch schon dahin, dass wir sagen,
wir wollen irgendwie auch jetzt ein bisschen, wie soll ich das sagen,
erwachsener werden, sagen wir mal so und da jetzt nicht immer wieder bei Adam
und Eva anfangen, weil irgendwann kommt auch bei uns eben so ein bisschen der
Punkt, wo wir dann genervt sind, Davon, dass wir alles wieder erklären müssen.
Und das ist natürlich ein bisschen blöd, wenn die, die den Podcast machen,
genervt sind von ihrem eigenen Podcast.
Das merkt man dann schon. Und also ich tendiere jetzt auch immer dazu zu sagen,
okay, also Grundbegriffe, die einfach immer wieder kommen,
setzen wir mittlerweile, glaube ich, auch stärker als gegeben voraus einfach.
Marc (notvanilla)
gehen auch einfach selbstherrlich davon aus dass die leute nicht irgendwo
mittendrin im podcast einsteigen sondern wenn dann die alten folgen auch gehört
haben und dann sollten sie die meisten Fachbegriffe schon mal erklärt bekommen
haben von uns.
Sebastian
Ich gucke gerade, das sind jetzt 33 Folgen. Ich glaube, sind die immer eine
Stunde lang? Habe ich das gerade richtig im Kopf?
Coco (notvanilla)
So 40 Minuten meistens im Schnitt.
Sebastian
Ja, das sind ja schon mal 24 Stunden Dauerhören.
Coco (notvanilla)
Krass.
Marc (notvanilla)
Ja, wir haben aber schon von einigen gehört, dass die das sehr gut finden, weil
die sehr viel Podcast hören und ich muss ja sagen, ich bin auch ein sehr aktiver
Podcast-Hörer und wenn mir einer
sehr gefällt und ich Zeit habe, dann höre ich die auch schon mal fünf, sechs
Folgen am Stück durch und da wird es mich auch aufregen, wenn ich dann jeden
Monat eine Folge oder so kommt.
Sebastian
das kenne ich auch. Ich habe auch manche Abos, die lasse ich erst mal ein halbes
Jahr liegen, bevor ich einsteige, weil mir einfach zu wenig kommt. Das stimmt
schon.
Gott,
ich gucke gerade auf die Uhr und ich kriege gerade einen Schreck. Das gibt es
doch nicht. Halbe Stunde schon rum. Warum?
Marc (notvanilla)
Zeit vergeht schnell, wenn man sich amüsiert
Sebastian
Ich würde jetzt einfach mal ein bisschen mit den Hörerfragen einsteigen. Ist das
okay für euch?
Coco (notvanilla)
Ja, klar.
Marc (notvanilla)
Gerne
Sebastian
Ich gehe einfach mal hier chronologisch durch. Die wurden mir natürlich vom
Podcastsubbie aufbereitet und jetzt gucke ich mal, ob das auch alles lesbar ist,
weil hier sind irgendwie tausend Sonderzeichen.
Weil euer Podcast ja so heißt. Wie definiert ihr den Begriff Vanilla für euch
persönlich? Weil darum gibt es ja durchaus Diskussionen. Das möchte nämlich
Temel wissen.
Coco (notvanilla)
Gute Frage.
Marc (notvanilla)
Also so, wir haben im Prinzip schon mal andersrum drüber geredet, nämlich ab
wann ist man BDSMler? Ich habe nämlich einen Freund, der
immer fragt, wer legt das denn fest? Wer ist BDSMler und wer ist Vanilla?
Und ich würde einfach sagen, wenn du dich als BDSMler bezeichnen willst, dann
bist du BDSMler, wenn du dich als Vanilla bezeichnen möchtest, dann bist du
Vanilla Das ist in meinem Sprachgebrauch erstmal nichts Schlechtes, auch wenn
manche Leute irgendwie dann einen abwertenden Ton dahinter
hören, aber für mich hat der keinen abwertenden Ton.
Ich weiß nicht, wie Coco das sieht, aber
Coco (notvanilla)
Ja, und ich sehe das genauso. Und die Idee hinter dem Namen war
ja auch, dass wir nicht nur BDSM ansprechen
wollten, sondern eben auch dem ganzen Bereich Fetisch. und der ist ja noch viel,
viel größer als jetzt nur die BDSM-Szene, sondern es gibt ja auch Leute, die
haben wirklich nur reine Materialfetische oder was auch immer und die sind ja so
gesehen dann quasi auch nicht normal, also Vanilla, so wie es quasi die
allgemeine Gesellschaft quasi sehen würde. Also für mich ist Vanilla das, was
die allgemeine Gesellschaft als normal betiteln würde, Also quasi
Blümchensex.
Die meisten Leute insgeheim da eigentlich gar nicht mit,
würden ja gar nicht unter dem Begriff Vanilla fallen, weil man sagt ja auch
irgendwie, jeder hat so seinen Fetisch, jeder hat seine Vorliebe. Ich glaube
auch, dass Vanilla-Leute oder die wir als Vanilla sehen, vielleicht gar nicht so
Vanilla sind, wie wir eigentlich denken. aber einfach so ein bisschen das
Anderssein vom Durchschnitt oder vom Gesellschaftskonformen vielleicht.
Sebastian
Okay, ja, das ist ganz schwierig. Also ich habe da auch so meine Probleme und
ich sage immer, im Zweifel gehört irgendwie jeder dazu, der ein bisschen mehr im
Bett will. Ob er es macht, ist ja eine andere Frage.
Ja, da hat Temel eine tolle Frage gestellt, da können wir eine Stunde drüber
diskutieren. Danke, Temel.
Marc (notvanilla)
das stimmt.
Sebastian
So, was Schönes, was Lena wissen mochte und wie euer Umfeld denn auf dem Podcast
reagiert. Und meine Frage ist, wissen eure Eltern davon und was sagen die dazu
und hören die den?
Marc (notvanilla)
Ja, also bei meinem Umfeld wissen es eigentlich tatsächlich alle, unter anderem
auch meine Eltern und meine Großeltern. Soweit ich weiß, hören sie den Podcast
nicht, aber sie wissen auf jeden Fall Bescheid, dass ich ihn mache.
Wie reagieren sie darauf?
Eigentlich ziemlich neutral, muss ich sagen. Sie haben mal nachgefragt, was es
ist, worüber wir reden, haben dann aber gemeint, okay, cool, wenn du das machen
möchtest, go for it.
Und ja, das war im Prinzip von meinen Eltern die einzige Reaktion. Der
Freundeskreis weiß das bei mir auch. Und der war, die meisten davon waren
tatsächlich mittlerweile schon im Podcast vertreten, also auch Vanilla-Freunde.
Sogar mein Bruder ist in einer Folge dabei.
Von dem her, ich gehe da relativ offen mit um.
Coco (notvanilla)
muss jetzt auch dazu sagen, Marc hat tatsächlich die Idee, wir konnten sie bis
jetzt noch nicht umsetzen, weil ich dann krank geworden bin, aber seine Eltern
wollten auch mal eine Podcast-Folge mitmachen. Und das finde ich schon ziemlich
cool eigentlich. Eigentlich.
Sebastian
Das allerdings, das kann ich mir bei meinen Eltern tatsächlich nicht vorstellen.
Bin mir auch sicher, sie haben mal reingelinst, aber das würden sie mir, glaube
ich, nicht sagen.
Coco (notvanilla)
Bei mir ist es so, dass ich eigentlich, also meine Eltern wissen es, ich glaube
meine Mutter, der habe ich es das mal so erzählt, dass ich halt nach, keine
Ahnung, dass ich nach Dillingen fahre und einen Podcast aufnehme, halt über das
Thema BDSM. Ich bin ja auch geoutet. Sie hat da jetzt nicht näher nachgefragt,
sie weiß auch nicht, wie der Podcast heißt und ich glaube auch nicht, dass ich
ihn jetzt googeln würde oder sowas.
im Freundeskreis. Ich meine, die meisten meiner Freunde sind kinky, die haben da
auch schon Erfahrung mit gehabt und auch da ist es wie bei Marc, die Hälfte der
Freunde war auch schon im Podcast, weil das halt die am schnellsten verfügbaren
Leute sind für spezifische Themen, die man da an der Hand hat, wo man auch weiß,
mit denen kann man gut darüber reden.
Ja, und Vanilla-Freunde, boah, ich glaube, Also da sind halt auch echt nicht so
viel bei mir übrig geblieben.
Und ich glaube, die wissen es eigentlich auch alle. Aber ja, da bin ich ja auch
komplett geoutet, also kein Thema.
Sebastian
Ja, dann sind nicht so viele übrig geblieben. Ja, das ist so ein Faktor, das
entsteht fast von ganz alleine, habe ich so das Gefühl, weil man sich immer auch
mehr zu den Menschen in dem Umfeld hingezogen fühlt. Vor allem, da kann man
einfach offener reden, finde ich.
Coco (notvanilla)
ja. Und es ist natürlich so, dass alte Freundschaften aus Bereichen jetzt
Schulzeit oder so, dass die auch einfach irgendwie sich langsam dezimieren und
es ist auch sehr anstrengend, halt da Kontakt zu halten. Und dann bleibt da so
aus irgendwie jeder Epoche meines Lebens, sag ich mal, immer so nur einer übrig,
mit dem man dann wirklich noch Kontakt hält. Die wissen es dann eh schon. Also
ich bin ja früher auch sehr offen damit umgegangen, auch als ich noch gar nicht
in der Szene war.
Und irgendwie, also tatsächlich habe ich auch ein paar damit reingezogen quasi,
also dann, die sind jetzt so halb kinky quasi.
Sebastian
Schlechten Einfluss ausgeübt.
Coco (notvanilla)
Ja, so ein bisschen.
Genau.
Sebastian
Okay. Ich würde jetzt so zum Abschluss noch mal so ein bisschen wissen wollen,
wie interagiert ihr jetzt mit Hörern? Also was kriegt ihr da so an Feedback?
Außer das war toll, das war schlecht.
Was bekommt ihr da in der Richtung so? Ja, was bekommt ihr?
Coco (notvanilla)
Wir kriegen relativ viel sehr, sehr Spezifisches. Also ich dachte mir am Anfang
auch, wenn wir da irgendwie nach Kommunikation irgendwie aufrufen, dass wir dann
eher so kurze Nachrichten bekommen, so keine Ahnung, finde ich gut, finde ich
scheiße oder sonst was, womit ich gar nicht gerechnet hätte, ist, dass wir
wahnsinnig lange Nachrichten bekommen. bekommen. Also wenn uns Leute schreiben,
dann ist das
meistens doch eine
Wall of Text, die wir da bekommen, wo alles drinstehen kann.
Da steht dann Lob und Kritik drin, da steht auch manchmal sehr spezifisch
Anmerkungen drin, wenn etwas vielleicht irgendwie ein bisschen sauer aufgestoßen
ist, was wir so
lapidar dahingesagt haben und Und gar nicht so meinten eigentlich.
Also da kriegen wir doch sehr, sehr viel Feedback. Was ich
unglaublich gut finde, ist, dass wir bis jetzt, glaube ich, noch kein einziges
Mal irgendwie so richtig ätzende Nachrichten bekommen haben. Also
was wir uns ja auch wünschen ist, wenn es Anmerkungen gibt oder Kritik, dass man
sie auch äußern kann und dass wir uns das auch zu Herzen nehmen. Aber ich, also
wir möchten halt konstruktive Kritik und nicht einfach irgendwelche
Beleidigungen. Und damit hätte ich tatsächlich gerechnet, dass das irgendwann
kommt. Aber das ist bis jetzt noch, also toi toi toi, echt
ausgeblieben. Also wir haben da, glaube ich, eine sehr disziplinierte Community.
Marc (notvanilla)
Ja, und wir kriegen auch viele
sehr persönliche Nachrichten, also gerade auf Themen
wie zum Beispiel psychische Erkrankungen oder auch,
als wir über körperliche Einschränkungen gesprochen haben, haben uns Leute ihren
Umgang damit erzählt, wie sie das im Alltag
erleben, wie die damit umgehen.
Sebastian
zuerst.
Marc (notvanilla)
Oder auch wenn es um Sachen wie Age Play geht, kamen einige Zuschriften, wie die
Leute das machen, was sie vielleicht anders in ihrer Art zu spielen machen.
Wie Coco schon sagt, sehr lange Texte immer und darüber freuen wir uns aber
auch, weil das zeigt uns, dass die Leute Interesse daran haben und mit uns in
Kontakt treten wollen. Und wir versuchen auch immer zu antworten und dann auch
vielleicht mal, wenn eine Frage noch zu was ist, zu irgendeinem Stammtisch oder
so, da mal einen Kontakt herzustellen zu den Orgas und solche Geschichten.
Sebastian
Also ich kann das auch bestätigen. Also ich versuche immer eine Mail genauso
lang zu beantworten, wie ich sie bekomme.
Wenn sich jemand da zwei Stunden Zeit genommen hat, dann, aber es ist einfach
nicht mehr möglich. Also man bekommt wirklich ganz, ganz viel, ganz
Ausführliches und boah, Wahnsinn, wie sich die Menschen da offenbaren.
Das liegt aber, glaube ich, an der Art der BDSMer tatsächlich, die sich damit
auch auseinandersetzen. Ja,
Coco (notvanilla)
Wir kriegen auch ganz viel Mail von Leuten, die, glaube ich, noch gar nicht so
sehr lange in der Szene sind, weil wir uns ja vielleicht auch eher an Anfänger
richten. Und dann ist das auch teilweise sehr, alles noch sehr, sehr frisch.
Und ich bekomme zum Beispiel sehr oft dann irgendwie auch
persönliches Feedback, so, ah, bist du die Coco aus dem Podcast? Ich wollte dir
mal sagen, ich habe den Podcast gehört und dann habe ich mich endlich getraut,
zum Stammtisch zu gehen und so. Und das sind eigentlich die schönsten
Komplimente für uns, dass wir, also nicht nur, dass wir irgendwie keine Ahnung,
jetzt irgendwie interessante Themen haben oder sonst was, sondern wenn wir
Leuten helfen konnten, irgendwie sich mit dem nicht mehr so falsch zu fühlen
oder über ihren Schatten zu springen oder sich zu trauen oder irgendwie neuen
Input bekommen haben zum Ausleben ihres Fetisches oder so. Und das finde ich
wahnsinnig schön.
Sebastian
also dieses Hemmungen abbauen. Und
ist, ja, das ist tatsächlich einfach schön. Das kann ich auch bestätigen. Jetzt
sind wir in so einer Selbsthilfegruppe, Podcaster über perverses Zeug und
bestätigen uns hier uns gegenseitig.
Marc (notvanilla)
ja muss ja auch mal sein oh
Sebastian
Ja, ich
beschließe, das wär's so langsam, weil die Uhr tickt und tickt und tickt. Ich
komme jetzt hier mit euch erstmal für heute zum Ende.
Ihr habt mir aus dem Kreuz geleiert, dass ich einen Gegenbesuch machen soll,
muss, kann.
Coco (notvanilla)
Ja.
Marc (notvanilla)
ja
Coco (notvanilla)
Wir bestehen da drauf.
Sebastian
Ihr besteht da drauf. Ja, ich werde dann noch ein, das Skript werde ich dann
noch schreiben für die Pressemitteilung, die ich dann bei euch vorlesen werde.
Marc (notvanilla)
definitiv
Sebastian
Nein, da lasse ich mich natürlich drauf ein, überhaupt keine Frage.
Wobei, eigentlich mache ich sowas ja immer nicht. Aber gut, schauen wir mal.
ich bin jetzt so ein bisschen ausgequatscht gerade auch, weil ich würde immer
nur drauf rumreiten, aber eigentlich finde ich das schön, es gibt eigentlich
noch nicht genug BDSM-Podcasts es sollte mehr geben, ich glaube die Hörer
vertragen auch noch mehr und auch mehr Farben in dem Bereich und ich finde das
schön, dass wir uns jetzt hier auch mal so ein bisschen vernetzen und
das gehört einfach dazu und das muss man auch glaube ich machen
Coco (notvanilla)
Ja, auch. Wir hatten es ja schon im Vorgespräch.
Marc (notvanilla)
und man muss dazu sagen ja man muss dazu sagen es ist echt nicht viel notwendig
um den Podcast zu machen also du machst es ja schon auf einem sehr
professionellen standard wir sind ja eher so hobby mäßig unterwegs und wenn
ihr da bock drauf habt, einen BDSM-Podcast zu machen, holt euch ein günstiges
Mikrofon und legt los.
Coco (notvanilla)
Ja,
das ist echt ganz cool. Cool. Und ich finde es halt auch nicht so, dass man
jetzt irgendwie sagt, boah, das ist jetzt mega die Konkurrenz oder so.
Es sind ja irgendwie, kommt immer was Neues raus und wie du sagst, der Markt ist
eigentlich noch gar nicht so gesättigt davon.
Also finde ich es wahnsinnig cool, auch mal, ich finde es tatsächlich auch mal
cool, einen anderen Podcast zu hören als unseren eigenen. Das klingt immer so
ein bisschen…
Sebastian
ihr hört euren eigenen Podcast Podcast?
Coco (notvanilla)
Ja, ich höre tatsächlich manchmal den Podcast, weil ich höre die
fertige Folge meistens tatsächlich erst, wenn sie rauskommen, weil mit dem
Schnitt danach, also nachdem wir sie aufgenommen haben, habe ich gar nichts mehr
zu tun, das macht alles der Marc. und dann höre ich tatsächlich manchmal rein,
ich höre, meistens höre ich sie nicht ganz, sondern zappt da ein bisschen mal
rum, ich höre da meistens auch mehr so auf die Technik als auf das, was wir da
so rumgeprabbelt haben oder wenn natürlich jemand eine Mail schreibt oder so und
sagt, hey, das, was ihr da, keine Ahnung, an Minute 15 gesagt habt, das finde
ich total doof oder das ist irgendwie komisch, dann muss man es natürlich
nochmal anhören, weil ich nicht eine Uhr im Kopf habe, wo ich genau weiß, was
ich wann gesagt habe.
Und tatsächlich, neulich habe ich mal wieder eine ganze Folge angehört, weil wir
eben diese Hypnose 2.0-Folge machen wollen und die soll ja ein bisschen
fortgeschrittener werden. Da wieder bei Adam und Eva anzufangen wäre dann blöd.
Deswegen habe ich mir quasi die erste Podcast-Folge von Hypnose wieder angehört,
um zu gucken, was haben wir denn da eigentlich schon erklärt und bildet das eine
gute Grundlage dann, um darauf aufzubauen.
Und ja, nach 33 Folgen weiß man oft nicht mehr, wann man was gesagt hat.
Sebastian
Ja, ich nein,
das weiß man auch nicht mehr, ganz ehrlich, das geht auch nicht.
Joa, dann würde ich sagen, ich werde mich jetzt von euch verabschieden. Ich habe
Musik für euch besorgt, die ihr euch gewünscht habt. Ich versuche mal heute,
dass ich dieses Fenster größer ziehe, aber nein, da steht nur Lead-On.
Von wem auch immer das sein mag, ich werde es für euch spielen. Ich hoffe, das
ist das Richtige.
Coco (notvanilla)
Ja, das
Marc (notvanilla)
Ja, vielleicht noch ganz kurz, also wenn ihr uns hören wollt, man findet uns
überall, wo es Podcasts gibt, unter notvanillapodcast und wir sind auf Social
Media auch überall, eigentlich auf allen Seiten unter notvanilla zu finden.
Sebastian
Dankeschön, jetzt hast du mich gerettet, das hätte ich jetzt fast unterschlagen.
Oh, Boah, ja, hat der gehört?
Coco (notvanilla)
Der Werbeblock, der Werbeblock muss er jetzt doch noch sein, ne?
Marc (notvanilla)
Kein Problem. Oh
Sebastian
Nein, völlig okay und ich packe auch den Link, packe ich schön mit Logo bei mir
in die Shownotes mit rein und wer die dann liest, da ist dann gleich ein Link
drin, da kann man dann draufklicken und dann klappt das auch. Und ich glaube,
was wir alle beide oder alle drei im Podcast gerne hätten, ich sehe immer,
BDSM-Podcasts haben bei iTunes unglaublich wenige Rezensionen, da geht mehr,
finde ich.
Marc (notvanilla)
ja.
Oh ja. Schreibt uns da alles voll am besten.
Sebastian
Ja, immer, immer rauf damit.
Marc (notvanilla)
Am besten nur positive Ja, ist
Sebastian
Ja, ich habe nämlich meine zweite Ein-Sterne-Rezension bekommen und dachte mir,
ja gut, ist halt so. Das gehört aber auch einfach dazu, dass da jeder eine
Meinung haben kann und dann ist das halt ein halbwegs demokratisches Medium.
Marc (notvanilla)
halt so.
Sebastian
Naja, okay, also ich sag's auch nochmal, notvanillapod heißt das Ding,
Marc (notvanilla)
Genau.
Sebastian
das findet man, genau, und egal wo man sucht, ich hab's probiert,
Marc (notvanilla)
Also Not Vanilla Pod oder Podcast.
Coco (notvanilla)
Ja, also auf manchen Seiten ist man leider etwas limitiert mit den Zeichen,
deswegen heißen wir teilweise nur Pod oder so. Also, aber ja, man
findet, glaube ich, auch uns persönlich relativ leicht und dann sind wir
irgendwie verlinkt. Also, ja,
Marc (notvanilla)
Oder auch unter jeder Folge sind die ganzen Social Medias verlinkt.
Sebastian
also Instagram und was weiß ich, es ist ja überall, ihr seid ja auch super
aktiv.
Also wer euch nicht findet und mir dann eine Mail schreibt, ich fände den
Podcast nicht, das ist dann die erste böse Antwort, die ich glaube ich dann
schreibe, wo ich sage, google, bitte googeln. Ihr seid echt gut vernetzt und das
gehört ja auch dazu, man muss ja auch gefunden werden und ich hoffe einfach,
dass wir das sämtliche BDSM-Podcast, die es gibt, dass wir einfach das Thema so
ein bisschen doch so langsam ein bisschen mal in die Öffentlichkeit reinsickern
lassen können,
denn je mehr Menschen Bescheid wissen, desto leichter ist es, glaube ich, dann
auch mit seinem eigenen BDSM umzugehen, wenn einfach mehr Umfeld da ist.
Coco (notvanilla)
ja,
Marc (notvanilla)
Wir indoktrinieren einfach die Gesellschaft mit unserem BDSM Talk.
Sebastian
Jawoll, das ist gut. So, und jetzt entschuldige, dass ich das eben fast
unterschlagen habe, jetzt spiele ich den Lead-out
und wünsche euch einfach einen wunderschönen Restabend. Ja, und dann hören wir
uns bei euch.
Marc (notvanilla)
vielen Dank, dass wir da sein durften.
Sebastian
Sehr gerne.
Marc (notvanilla)
Genau.
Coco (notvanilla)
Dankeschön. Ciao.
Sebastian
So, tschüss.
Coco (notvanilla)
Hallo,
Sebastian
Und da sind wir wieder. Mensch, boah, mit zwei Menschen zu sprechen, das ist
dann nochmal ein bisschen eine Herausforderung für mich, weil man echt so ein
bisschen koordinieren muss, wer spricht, wo kommt das Störgeräusch gerade her,
aus welchem Stream, aus welchem Lautsprecher, aber ich finde, das hat ganz gut
geklappt und ja, ich werde dann auch natürlich hier ankündigen, wenn es mich mal
irgendwie dann dort gibt.
Bevor ich meinen nächsten Gast begrüße, habe ich hier noch was auf meiner
kleinen Planungsliste. Was habe ich denn schon gehabt? Genau, die Verlosung habe
ich gehabt. Und ich mag mal sagen, am 28. Mai nehme ich tatsächlich
wieder eine Folge auf. Juhu, habe ich schon mal erwähnt, mit einer Frau, die ist
tatsächlich Domina. Und die darf ich alles fragen. Und mein Problem ist immer,
ich kann mir zwar Fragen ausdenken, Aber ich hätte gerne so in den nächsten
Tagen von euch ganz gerne irgendwie E-Mails oder so mit Dingen, die ich fragen
kann. Alles, was so Studiobesuche angeht und alles, was euch darum herum
interessiert, immer her damit. Das nehme ich dann und gucke mal, dass ich das
damit eingebaut kriege. Und dann denke ich mal so Mitte Juni wird die Folge dann
tatsächlich erscheinen. Aber das werde ich natürlich erst dann ankündigen, wenn
ich sie auch wirklich aufgenommen und geschnitten habe. So, und nun begrüße ich
Mila. Hallo. Hallo.
Mila
Sebastian.
Sebastian
Boah, jetzt bist du aber plötzlich laut. Also die Technik ärgert mich heute ein
bisschen, aber das wird schon.
So, 21 Jahre alt, aus Unterfranken steht hier.
Mila
Genau, richtig.
Sebastian
Und da steht auch, dass wir heute miteinander sprechen. So viel zu meinen
Notizen. Sehr gut. Gut.
Ja, wir haben ein schönes Vorgespräch gehabt. Das ist schon ein paar Tage her.
Mila
Richtig.
Sebastian
einen langen, langen Zettel.
Mila
Ja,
Sebastian
Ich würde sagen, wir fangen wie immer ganz von vorne an. Wie kommst du zum BDSM?
Mila
ich glaube so, ich glaube, man wird mit BDSM geboren, also man muss es nur
finden. Und ja, irgendwann kam es dann so, dass ich auch...
Ich
Sebastian
Ja, und jetzt ist sie plötzlich weg. Hallo?
Okay,
das ist nicht schön. Soll das nicht sein. Aber da ist wirklich gar nichts mehr
in der Leitung. Ich lege jetzt einfach nochmal auf und rufe einfach nochmal neu
an.
Gucken wir mal. Mal. Vielleicht hat dieses Doppelgespräch jetzt gerade die
Technik so sehr
strapaziert. Neuer Versuch. Hallo, bist du da?
Da warst du einfach weg.
Mila
bin da. Sehr komisch.
Sebastian
Ja, drück nochmal den Aufnahmeknopf, dann haben wir unser Backup.
Mila
Ja,
hab ich.
Sebastian
Sehr gut, okay.
Okay, du hast gerade erzählt, man wird damit geboren und dann warst du plötzlich
verschwunden.
Mila
Okay, gut. Ich finde, man wird damit geboren und man muss es nur entdecken. Und
irgendwann kam halt dieser einschneidende Moment durch Freunde, durch bestimmte
Filme, wo ich mich dann halt eben ein bisschen mehr damit befasst habe. Und ja,
dann kam ich auch auf bestimmte Themen und dann wollte ich ausprobieren.
Sebastian
Okay, dann wolltest du ausprobieren. Was wolltest du denn ausprobieren?
Mila
Ich wollte DDLG ausprobieren und Schmerz.
Sebastian
Okay, also DDLG, das Thema hatten wir jetzt in den letzten Wochen schon ein paar
Mal. Und Schmerz. Warum so zielgerichtet? Warum genau das? Ich meine, es gibt so
viele Möglichkeiten.
Mila
Richtig.
Warum genau das? Weil ich, ja gut, ich glaube dann, als ich irgendwann mal
richtig ausprobiert habe, war ich dann schon 18. Und dann, ich wollte
wissen, wie Leute das dann so finden. Also ich habe dann viel darüber gelesen in
verschiedenen Seiten und dachte, okay, wie ist es, geschlagen zu werden, zum
Beispiel.
Oder hat ein Freund gemeint, du bist so bratty, du bist bestimmt ein Little. Ja,
dann habe ich ausprobiert.
Sebastian
Okay,
Mila
So kam das.
Sebastian
also
Mila
Mich hat das beim Brummen gar nicht interessiert.
Sebastian
ganz zielgerichtet, ich will das erleben, mach das mal einer.
Mila
Richtig, genau.
Sebastian
Okay, wie findet man dann jemanden, um das mit jemandem zu machen?
Mila
Ganz schlicht bin ich in eine Beziehung reingerutscht, wo ich gar keine wollte.
Und dann habe ich halt gemeint, weil natürlich dann auch das Thema Sex aufkommt,
habe ich gemeint, ja okay, aber ich möchte das und das ausprobieren. Ist das für
dich in Ordnung? Und dann hat man drüber geredet.
Sebastian
Und das auch gemacht, vermute ich jetzt mal.
Mila
Und das ist dann auch gemacht, ja.
Sebastian
Okay, da bist du auch bis heute so komplett dran hängen geblieben oder hat sich
das jetzt in den letzten drei Jahren für dich so ein bisschen entwickelt? Was
ist so passiert?
Mila
Es hat sich entwickelt auf jeden Fall. Also ich bin noch wissbegieriger
geworden. Es hat sich noch ein bisschen mehr fokussiert. Also es ist D/s mit
reingerutscht auf jeden Fall. Das ist jetzt auch ein kleiner Bestandteil.
Sebastian
Mit reingerutscht, okay.
Mila
Ja, das hatte ich nicht geplant, weil ich immer gesagt habe, ja, aber wenn du
sagst, ich soll machen, dann sage ich aber.
Sebastian
Kannst du ja sagen.
Mila
Das ist zwar heute auch nur so, aber ich mag, wenn ich keine Wahl habe, wenn er
sagt, ja, okay, dann machen wir aber das und das. und das ist vielleicht für
dich noch schlimmer als das vorher.
Sebastian
Okay, also du hast jemanden gefunden, der dich überzeugen kann, sage ich jetzt
mal. Der so ein bisschen dich geknackt hat an der Stelle.
Mila
Richtig.
Sebastian
Wolltest du das so oder hast du es zugelassen einfach nur? Oder wer führt dich
da vorwärts? Oder wie kannst du diese einzelnen Sachen nach und nach zulassen?
Das stelle ich mir doch sehr schwierig vor.
Mila
es, aber ich glaube, da ist der oberste Punkt erstens natürlich Vertrauen und
zweitens Reden.
Am Anfang war ich vollkommen verwirrt. Das war einmal nämlich, oh, plötzlich da,
wo er gesagt hat, ja, okay, dann machst du aber das.
Und dann saß ich da auf Knien vor ihm und sagte, ja, toll, super, das ist aber
genauso scheiße. Ich möchte das nicht, Aber nein, natürlich möchte ich das. Und
dann hat er kurz Pause gemacht und hat gemeint, okay, möchtest du das echt nicht
oder möchtest du das oder sollen wir es ausprobieren oder machen wir langsam
oder keine Ahnung. Dann habe ich gesagt, okay, ich probiere es aus. Ich bin auch
so ein Mensch, ich kann erst mitreden, wenn ich es gemacht habe. Also musste ich
halt dann machen und dann war das gut. Er
Sebastian
Okay, da wir jetzt ihn schon haben erwähnt, darf ich fragen, wie alt ist
er im Vergleich zu dir?
Mila
ist eineinhalb Jahre älter als ich.
Sebastian
Okay, alles klar. Oh, das ist aber spannend, jetzt haben wir ja dieses
DDLG-Thema.
Da unterstellt man ja immer, da muss ein großer Altersunterschied sein, damit
das funktioniert. Das scheint ja nicht so zu sein bei euch.
Mila
Nein, auf keinen Fall. Meine Altersgrenze ist zehn Jahre älter als ich.
Sebastian
Okay, die hast du so definiert.
Mila
dann komme ich zu Kind rüber. Also wenn ich da so einen 33-Jährigen habe,
das funktioniert ja nicht. Man ist ja auch im Privaten total unterschiedlich.
Ich bin noch Berufsschule, er arbeitet oder vielleicht ist das voll der Boss
irgendwo oder so. Das würde nicht funktionieren für mich.
Sebastian
Ja, okay, also soll im Alltag so ein gewisses Gleichgewicht einfach da sein.
Ja gut, dann ist das Vorurteil hiermit mal abgehakt. Es geht also auch ohne. Das
finde ich eh immer ganz spannend.
Mila
geht auch ohne.
Sebastian
Ich habe das, als ich damals in die Szene gekommen bin, das ist jetzt auch
schon, mein Gott, ewig her, aber da war das auch so, dass ich dachte, es gab
dann die Mädels, ganz jung, die sagten, ja, also ich bin Anfang 20, ein Dom,
der muss mindestens Mitte 40 sein. Meine Beobachtung ist, das hat sich
inzwischen fast komplett aufgelöst.
Also das gibt es nicht mehr so häufig, sage ich mal. Klar, Ausnahmen bestätigen
die Regel.
Aber offenbar sind die jungen Jungs inzwischen ganz schön patent geworden und
werden da nicht mehr übergangen, weil das ist natürlich auch schwierig, wenn man
selber, man ist ein Kerl oder auch eine Frau, die dominant sein möchte oder ist
und dann ist man irgendwie, ich sag mal, Anfang 20 und dann ist da einfach
keiner, mit dem man spielen kann, weil man dafür ja noch zu jung wäre. Ist ja
auch irgendwie
Mila
Richtig.
Ja, vor allem kann man ja so ganz viel zusammen entdecken. Das ist auch total
toll, wenn er sagt, okay, ich hatte das auch noch nicht. mal gucken, wie es für
ihn ist. Fände ich total spannend. Das hätte ich da halt ganz selten, glaube
ich.
Sebastian
Ja.
Ich hab hier stehen, du hast noch keine Stammtische oder Partys besucht.
So. Wieso?
Mila
Ungewollt.
Sebastian
Ungewollt. Also okay, wieso nicht? Also abgesehen von Corona sag ich jetzt mal.
Das stört jetzt gerade ein bisschen dabei, aber
hält dich was davon ab, in die Szene zu gehen?
Mila
Ja, erstens die Entfernung. Keiner geht mit mir.
Sebastian
Keiner geht mit dir.
Mila
Also ich habe es
Sebastian
Ach, das kriegen wir doch hin. Also da bist du jetzt hier genau an der richtigen
Stelle.
Also ich sag mal so eine Art Stammtisch-Party oder einfach jemand, den man
kennt, mit dem man zusammen zum Stammtisch gehen kann, da wird sich ja hier wohl
jemand finden. Finden.
Mila
ja.
Sebastian
Was war das irgendwie? Franken war das? Unterfranken?
Mila
Unterfranken.
Sebastian
Ja, wer aus der Ecke kommt, du bist ja bestimmt nochmal im Chat oder so,
vielleicht nächste Woche oder Freitag oder so, dann findest du da jemanden, weil
es ist eigentlich immer schade, wenn man das so für sich alleine, finde ich,
ausbrütet und macht und tut und man lernt auch ein paar Leute vielleicht online
kennen, aber mal rausgehen.
Also bei mir war es die beste Entscheidung, die ich je getroffen habe, dass ich
das dann einfach mal gemacht habe. Zwar aus Trotz so ein bisschen, aber ich habe
es halt gemacht
und seitdem bin ich dann immer wieder hingegangen.
Mila
Total toll. Mir fehlt es auch. Also ich hätte gerne viel mehr Leute, mit denen
ich darüber reden kann. Es gibt zwar auch perverse Freunde, aber das sind
vielleicht drei oder vier. Und da fehlt noch ganz viel. So
Sebastian
das reicht schon, um einen Stammtisch zu gründen. Zack, da ist er.
Mila
mutig bin ich dann doch nicht.
Obwohl das hier ganz gut wäre. Wir sind dann, das ist gar nicht so viel hier.
Sebastian
okay.
Also Möglichkeiten gibt es. Es wäre ja mal schön, wenn sich hier auch neue
Stammtische gründen würden. Also mir haben schon öfter Leute gesagt, bei mir
in der Gegend gibt es keinen.
Gründet halt einen Stammtisch, finde ich. Ja, so blöd es klingen mag, aber
erstmal geht man nur irgendwo hin, unterhält sich und es kommen halt irgendwie
hin und wieder mal Leute dazu. Das ist eigentlich auch nicht schlecht.
Ja, aber wo du sagst, es sind drei, vier Leute, wie ist denn das mit deinem
Freundeskreis, mit deiner Umgebung? Wissen die alle, wie du drauf bist?
Mila
Also wirklich alle. Ich bin total offen. Da sage ich auch Leuten, fragt, wenn ihr
Fragen habt, wenn ich weiß, sie sind nicht so.
Ja, ich
Sebastian
Okay, wie erklärst du denn jemandem, der gar nichts mit BDSM am Hut hat, wie
erklärst du dich oder das, was du tust?
Mila
sage es eigentlich ganz offen. Meistens sage ich dann einfach, okay, also ich
mag das und das und das. Und das lebe ich aus. Und dann fragen die, was? Lässt
dich schlagen? Das geht ja mal gar nicht. Dann sage ich, doch, das geht und das
ist super toll. Und wenn ihr das beide möchtet, ist das super toll. Und ja, es
Sebastian
Ja, ist das so ein kurzes, kleines Gespräch oder ist das dann, also
verbringst du da länger mit, was wollen die denn alles wissen?
Mila
kommen ganz viele Fragen.
Sehr lange. Ja,
Sebastian
Ich habe so ein Gespräch schon so lange nicht mehr geführt, ehrlich gesagt und
als aktiver Part ist das aber ein bisschen blöd, weil ich schlage ja dann
Frauen, das ist dann auch wieder doof.
Mila
ich weiß nicht. Also dann kommt meistens, der von mir das Beispiel gibt zu,
wahrscheinlich hat dir trotzdem mal dein Freund oder dein Partner mal einen
kleinen Klaps auf den Hintern gegeben und stellt dir das einfach intensiver vor.
Und wenn du darauf schon stehst, vielleicht auch auf was anderes, dann kommt
meistens, nein, nein, nein, das ist kein Fall. Und dann sage ich, wie es sich
für mich anfühlt und sage, dass man vielleicht hoffentlich in eine Art Rausch
rutscht und dann fühlt sich das eh alles nochmal ganz und gar anders an.
Sebastian
Ja, genau, das ist nämlich die Frage, wie fühlt sich das für dich an? Also wenn
du sagst, du willst Schmerz erleben.
Schmerz ist ja normal, also ich kann ja von mir sagen, Schmerz ist erstmal doof.
Nein, nicht erstmal, das ist halt doof. Also ich kann mir das immer nicht
vorstellen.
Gibt es da, also gibt es ja auch unterschiedliche Arten von Schmerzen. Was ist
so das, wo du sagst, ja, das gibt mir was, das ist gut für mich.
Mila
Im Vordergrund stehen da wirklich Schläge. Ich habe leider nicht so ganz viel
Schlagwerkzeug ausprobiert, das kommt noch. alles hoffentlich.
Sebastian
Alles.
Mila
Aber ja, ich
Sebastian
Das gibt eine Menge, da kannst du lange ausprobieren, ja.
Mila
habe
noch nicht den richtigen Partner dazu gefunden, der sagt, okay, ich schlag dich,
keine Ahnung, mit, weiß ich nicht, ne Bullwhip zum Beispiel.
Das ist was, was ich unbedingt ausprobieren möchte.
Sebastian
Von den Dingern habe ich auch noch Respekt.
Mila
will wissen, wie es sich anfühlt.
Sebastian
Ich habe bisher noch mit keiner gehauen, muss ich ja mal zugeben, das muss man
nämlich üben und naja, gut, das,
Mila
stimmt und deswegen traut sich da auch keiner ran und ich sage natürlich dann
nicht, ja, probier das an mir aus. Da muss er erst mal an etwas anderes
ausprobieren.
Sebastian
also du hast schon Ansprüche, ja,
Mila
Bei sowas bin ich vorsichtig. Ja, Ja, auf jeden Fall, weil es muss ja auch die
Unfallgefahr, nenne ich das jetzt mal, beachtet werden.
Also ich muss, ich will nicht bluten oder so.
Sebastian
gut, das mit dem Blut, ja, darüber können wir dann, kann ich ja, mache ich ja
nochmal irgendwann eine ganz eigene Folge, wo es nur um Blut geht, nein, also,
sagen wir mal so, wenn das, nein, ich sage das jetzt nicht, das sage ich nicht
öffentlich, passe ich jetzt mal auf an der Stelle, aber, nein, nein,
ich sage tatsächlich nichts.
Mila
Okay. Ach,
Sebastian
Es hätte mich fast verleitet.
Mila
das wäre mal super gewesen.
Sebastian
Nee, aber du hast mir gesagt, dass du die Folge mit dem Orakel gehört hast und
das mit dem Gummiband, das fandst du, ich weiß, ich habe jetzt nicht notiert, ob
du es ausprobiert hast, aber hast du?
Mila
Ja.
Unglaublich toll.
Ich habe es ausprobiert. Ja.
Sebastian
Okay, magst du nochmal beschreiben?
Mila
Ich habe die Folge gehört und habe am Abend gesagt, das müssen wir ausprobieren.
Sebastian
Oh, okay, dann würde ich mich freuen. Erklärst du nochmal ganz kurz oder soll
ich, was da die Sache ist?
Mila
Die Szene vom Orakel, was er da gesagt hat, meinst du?
Sebastian
Genau.
Mila
Oder was meinst du?
Sebastian
Genau, weil nicht jeder kennt ja jede Folge, weil so viel Zeit hat niemand, dass
er den ganzen Podcast anhören kann.
Mila
Ja, da sind...
Ja, klar. Ja,
da meintest du, dass du in seiner Spielzeugsammlung ein Gummiband gefunden hast
und da meinte er, ja, das ist wunderbar an Füßen und vor allem,
wenn du es das hundertste Mal tust, dann hat mein Kopf gerattert. Das
Sebastian
Ja, vor allem an den Füßen, das ist ja nochmal was ganz anderes. Und so ein
blödes Gummiband, das ist Teufelszeug.
Mila
ist mies, das ist richtig mies, das geht schon, das ist schon, also echt gut.
Ein sehr, sehr beliebtes Spielzeug geworden.
Sebastian
Okay, so ein schlichtes Gummiband. Ja, das können jetzt auch alle.
Mila
Ja, für einen, weil es so simpel ist. Das kannst du überall haben. Das kannst du
überall mitnehmen. Das ist perfekt.
Sebastian
Ja, wenn ihr jetzt im Chat nichts weiter zu tun haben,
Mila
Genau, probiert mal das Gummiband aus.
Sebastian
euch ein Gummiband und dann könnt ihr dann in den Chat reinschreiben, Aua, Aua,
oder macht doch nichts. nix.
Das ist tatsächlich, ich mag ja auch diese kleinen Spielideen, wo man jetzt kein
großes Equipment braucht und irgendeine Kleinigkeit und dann kann man da echt
was Schönes draus machen.
Mila
Richtig, vor allem, wenn man wegfährt. Das ist perfekt zum Einpacken. Braucht
keinen Platz.
Sebastian
Ich mag den Chat noch mal ein bisschen ermuntern, hier noch mal die ein oder
andere Frage zu stellen, denn ihr habt jetzt die Gelegenheit.
Danach mag ich ja Mithilfe von euch haben und dann möchte ich Anrufer hören.
Blue Rose hat noch was geschrieben,
nämlich, dass du auch im SMJG-Chat mal vorbeischauen kannst. Den gibt es
auch noch. Da war ich auch ganz früher mal drin. Kennst du den?
Mila
Nee, das wusste ich gar nicht.
Sebastian
Okay, dann sage ich es mal smjg.org und die haben da tatsächlich einen Chat,
der ist glaube ich auch recht
gut moderiert, also da geht es gesittet zu und
da kann man
einfach mal reinschauen, glaube ich. Ich glaube, da braucht man auch keine große
Anmeldung oder so. Der schadet nicht. Hat Blue Rose recht, ist eine gute Idee.
Grüße übrigens, du hast ja das Paddel gewonnen. Ich bin gespannt, wenn es dann
ausprobiert ist, was dabei rauskommt. Es ist auch schon da. Hm,
okay, was haben wir hier noch Schönes? Ach ja, vor der Mama geoutet. Das sind
ganz viele Leute ja nicht unfreiwillig oder freiwillig.
Mila
Freiwillig. Ich gehe damit total offen um und habe das auch so einfach mal
gesagt abends.
Sebastian
Und dann hat sie was gesagt?
Mila
Nein, gar nicht. Ich hatte meine Kiste dabei. Ja,
Sebastian
Deine Kiste dabei.
Mila
wir hatten so eine Kiste, da war das ganze Spielzeug drin. Und wir haben ja
nicht zusammen gewohnt, zumindest anfangs nicht. Und dann sind wir immer
Wochenends mit dieser Kiste durch die Tür geschleppt. Und irgendwann meinte
meine Mama, was schleppt ihr denn da mit?
Und dann sagte ich, okay, dann packen wir aus. Und dann habe ich das alles über
den Küchentisch geleert. Na, na Ruhe.
Sebastian
Das kann ich mir vorstellen. Oh, ich hätte keinen sanfteren Weg
gegeben. Mein Gott.
Mila
Doch natürlich, aber ich bin halt direkt. Bist
Sebastian
Offenbar. Und was hat sie dann dazu gesagt im Endeffekt? Kind, was machst du nur?
Mila
du wahnsinnig?
Sebastian
Oder?
Mila
Nein, sie versteht das gar nicht. Das ist komplett furchtbar.
Sebastian
Naja, gut, also ganz ehrlich, also Eltern-Kind-Beziehungen in dem Bereich, da
muss man auch nicht allzu viel Verständnis erwarten.
Mila
Aber, nee,
Sebastian
In beide Richtungen nicht, glaube ich. Das ist okay.
Mila
das passt. Sie sagt, ich soll vorsichtig sein, das finde ich als Mutter total
toll, würde ich auch sagen. Und ist vollkommen in Ordnung.
Sebastian
Mhm.
Mila
Ich finde es ja komisch, wenn sie gesagt hätte, ja, das finde ich super. Dann
hätte ich gesagt, was?
Sebastian
Ich glaube, dann wäre es nicht mehr so cool, ne?
Mila
Mama, nein.
Wir wechseln mal Thema. Ich weiß nicht, was ich sagen soll.
Sebastian
machen wir. Pass auf, da hilft mir ja Grime oder Grime, ich glaube Grime soll
das heißen, gibt es etwas, was du unbedingt mal ausprobieren möchtest, dass du
dir aber mit deinem Partner nicht vorstellen kannst?
Mila
Dreier. Also so ein Dreier mit zwei Doms.
Sebastian
Kannst du dir nicht vorstellen?
Mila
Nee.
Sebastian
Okay, warum nicht? Das ist ein spannendes Thema, da bin ich noch nie drauf
Mila
Weil ich total...
Sebastian
Also nicht im Podcast drauf gekommen.
Mila
Ich bin da total fokussiert.
Okay. Ich bin da total...
Sebastian
falle ich dir ständig dazwischen, Entschuldige.
Mila
Ich bin da total auf meinen Dom fokussiert und ich bin ein eifersüchtiger Mensch
und hab meistens auch einen eifersüchtigen Dom und das würde einfach für uns
beide gar nicht klar gehen. Ich könnte auch mich nicht auf den anderen
einlassen. Wenn der jetzt sagen würde, mach dies...
dann würde ich ihn auslachen und sagen nein und schaue meinen Dom an und sage,
was soll ich machen. Wenn er dann sagt, er macht das, was er gesagt hat, ist das
vollkommen für mich in Ordnung. Aber ich bin da total fokussiert auf meinen Dom
und dann ist es für mich auch vollkommen ausgeschlossen, dass ich da jemanden
mit einladen würde.
Sebastian
Ja, okay.
Ja, weil hin und wieder braucht man immer auf einer Party, ja gut, hast du ja
noch nicht gehabt, aber das ist manchmal manchmal hilfreich, jemanden zu haben,
der mal mithilft, der einfach mal, ich sag mal, festhält oder so, ne?
Mila
Das ist ja wieder was anderes. Er darf nur nicht dominierend sein. Er darf
festhalten, er darf von mir aus doch zugucken, das juckt mich alles nicht. Er
darf nur nicht mich ansprechen und mir einen Auftrag geben.
Sebastian
Okay, also so eine Party, wo generell in Subs und Doms sortiert wird,
das wäre, glaube ich, dann auch nicht das Richtige für dich.
Mila
Nee, auf keinen Fall. dazu
Sebastian
So, was mag denn Temel noch wissen? Was ist denn das, was dich beim DDLG
anspricht? Eher Geborgenheit oder eher die Richtung Erziehungsspiel oder
Verhaltensmodifikation?
Mila
muss ich sagen, zum Beispiel DDLG ist für mich nichts sexuelles, sondern das ist
so außer
sexuellen Parts total wichtig für mich und da ist es wirklich diese
Fürsorge,
ich werde bemuttert, ich bin im Mittelpunkt, super.
Sebastian
Du wirst bemuttert, okay? Okay,
Mila
Ja, ich bekomme dann, ich werde hoffentlich vielleicht auch gefüttert, wenn wir
zum Beispiel grillen oder so, dann darf ich vor ihm knien, dann werde ich mit
Steak oder so gefüttert, also sowas kommt ja nicht vor, wenn du so, ähm,
mäß ich nicht allerselben vor, wenn du einen Dom vor dir hast. Das passiert
eher, wenn du einen Daddy vor dir hast.
Sebastian
ehrlich, also mit Steak würde ich mich da auch ordentlich füttern lassen, also
da habe ich gar kein Problem mit.
Mila
geht mit allem, aber ich denke so, das ist was Festes, das fällt nicht von der
Gabel.
Sebastian
Ja, das ist wohl wahr. Ja, okay.
Wie ist es heute? Das hast du ja schon gemerkt bei den notvanilla-Leuten
aufgefallen. Ich habe es mit der Zeit heute nicht so.
Ich würde jetzt dem Chat nochmal die Gelegenheit geben, die eine oder andere
Frage zu stellen. Eine habe ich hier auch noch, nämlich ob du ein Malbuch hast
überhaupt. Hast du sowas?
Mila
Ja. Ja, ich hab so was, ich hab, glaube ich, drei, vier Malbücher.
Sebastian
Okay, ich kann das nicht verstehen. Also Malbuch, also ich habe die schon als
Kind gehasst, deshalb, weil ich konnte auch nie malen. Ich habe immer über
die Linien gemalt oder habe über den Hasen da das Hochhaus gemalt, was ich mit
dem Lineal ausgemessen habe und das war dann gefälscht, gerade.
Mila
Ich auch.
Sebastian
Wenn du so ein Malbuch in der Hand hast, was ist da so der, was passiert da mit
dir?
Wozu ist das
Mila
Er setzt das meistens so ein, dass ich runterkomme, wenn ich einen total
hibbeligen Tag habe und die ganze Zeit um mich herum hüpfe und, oh, machen wir
mal diesen, machen wir mal jenes, dann sagt er, okay, setz dich jetzt an den
Tisch, ich geb dir ein Malbuch, du malst jetzt. Und er hat den Trick gefunden.
Ich bin so ein kleiner
Harry Potter Fan zum Beispiel und dann habe ich ein Harry Potter Malbuch
bekommen. Und das ist so aufwendig, dass ich da
stundenlang dran sitze und das gibt mir so die Ruhe und dann so um runter zu
fahren.
Sebastian
also du wirst dann auch nicht abgelenkt oder so oder hast du irgendwelche
anderen Aufgaben noch, sondern einfach, hier ist ein Stift, hier ist das
Malbuch, los geht's.
Hm,
Mila
ist einfach eigentlich nur dafür da, um mich runter zu bringen.
Dann heißt es auch, ich darf nichts machen. Dann ist mein Handy auch zum
Beispiel in der Küche. Weil ich auch ein total handyfokussierter Mensch bin.
Wenn er das in dem Moment nicht möchte, dann bekomme ich mein Malbuch.
Sebastian
okay. Ja gut, das ist ja mal eine Maßnahme auch, ne?
Mila
Genau, ja. Am Anfang habe ich es gehasst.
Irgendwann ist es ganz toll. Ja. Ja, ich kann auch nicht malen.
Sebastian
du hast es am Anfang gehasst oder hast du es immer noch und dann geht dieser
Hass langsam aber sicher weg, wenn man sich damit ein bisschen beschäftigt.
Mila
Ich habe noch nie gemalt.
Nee, ich hasse es nicht mehr, weil ich merke, dass ich ja auch dann in dem Tag
total unruhig innerlich bin. Wenn er dann sagt, okay, jetzt setz dich bitte hin,
dann kann ich mich darauf fokussieren und dann geht meine innere Ruhe auch
wieder.
Sebastian
Okay. Ich
Mila
Also mittlerweile ist das ein ganz gutes Ablenkungsmanöver.
Sebastian
guck mal, ich meine, das durchschaust du aber doch.
Mila
Natürlich, aber ich habe doch keine andere Wahl. Wenn er sagt, ich soll malen,
dann habe ich ja nur noch eine schlechtere Alternative. Also male ich halt
lieber.
Sebastian
Okay.
Ich mach mal weiter.
Coco mag wissen.
Übrigens Grüße. Also, kniest du dich zum Gefüttertwerden denn auch dann hin
oder, ja, wie machst
Mila
Das ist ganz unterschiedlich. Das kommt erstens darauf an, welche Situation es
ist. Also wenn wir mit Freunden oder sowas grillen, dann kommt es schon mal vor,
dass ich einfach zum Beispiel auf der Treppe sitze und er mit einem Stuhl neben
mir. Also ich bin schon unter ihm auf jeden Fall, aber ich darf dann auch mal im
Schneidersitz vor ihm sitzen oder so. Also ich muss nicht strikt knien. Aber das
kommt auch vor.
Sebastian
Okay, ja, ich merke auch gerade hier, mein Gott, der Chat, der rattert hier
durch.
Finde ich sehr schön, Kätzchen mag wissen, ob die Ergebnisse denn dann auch
formal bewertet werden.
du Noten da drauf?
Mila
Er schaut sich's... Nee, Gott sei Dank nicht. Da würde ich ja nur Sechser
kriegen.
Scheißfarbe oder so. Übergemalt.
Vor allem, wenn ich so aufgebracht bin, dann achte ich da nicht drauf, ob da
eine Linie ist. Also, ganz gruselig. Aber nee, er schaut sich das auf jeden Fall
an. Fragt mich auch, warum ich diese Farbe zum Beispiel gewählt habe. Also, wir
reden dann ganz lange über dieses Malen.
Sebastian
Okay, das ist also tatsächlich dann auch ein Thema.
Ich muss mich mal gerade bei Discover entschuldigen. Ich habe die Frage
missinterpretiert, das mit dem Hinknien beim Gefüttert werden. Das war an
mich gerichtet, die Frage. Meine Güte, ich bin das doch nicht gewöhnt, dass man
mir Fragen stellt, ob ich mich hinknie.
Das kann ich tatsächlich mal beantworten. Wenn ich mich hinknie, dann fühlt
sich mein Gegenüber unwohl.
Da kommt so ganz schnell dieses, jetzt kommen wir wieder hoch, das ist eklig.
Ich mache das aber im Zweifel. Da habe ich gar kein Problem mit. So als
Instrument der Demütigung knie ich mich auch gerne mal hin. Kein Problem.
Mila
glaube, ich würde genauso reagieren. Ich würde auch ganz schnell sagen, bitte
steh wieder auf.
Sebastian
Ja, ist man nicht gewöhnt, ne? Und dann ist das okay.
Mila
Richtig, dann kniet der mal vor einem. Das
Sebastian
Ja, um dir die Schuhe zuzubinden.
Mila
ist noch nie passiert. Doch, das ist einmal passiert. Also ich darf nicht gar
nicht sagen, dass es nie passiert, aber das ist selbst schon da unangenehm. Ich
mag das selbst da auch nicht.
Sebastian
Ja, hier war noch eine Frage zum Thema D/s. Von D/s ist Magie. Das passt ja gut
zum Namen. Du sagtest, du spielst auch D/s. Habt ihr ein Machtgefälle im Alltag?
Mila
Ja,
mittlerweile schon.
Am Anfang war das ein bisschen für mich komisch, mich da reinzufinden, aber
mittlerweile ja.
Sebastian
Okay.
Ich schaue noch mal ein bisschen durch. Wir wollen aber echt viel wissen hier.
Aber ich glaube, jetzt habe ich es halbwegs geschafft, hier keins zu überlesen.
Das Podcastsubbie sagt noch, es sei unvernünftig, ein Malbuch zu haben.
Mhm. Okay.
Soll ich vielleicht mal ein Malbuch hier besorgen? Dann gucke ich, ob ich gleich
hier gewürgt werde. Ich werde es erfahren und ihr werdet es hören.
Gott, schon wieder kurz vor zehn. Wir machen jetzt Folgendes. Ich werde jetzt
erst mal, weil ich das eben so versaut habe und dann schon die Verabschiedung
eingedeutet habe, ich frage dich jetzt einfach, habe ich was vergessen?
Wo du sagst, das möchtest du gerne erzählen.
Mila
Oh Gott.
Ich würde gerne nochmal auf dieses DDLG eingehen, um ein Vorurteil zu zu
überdenken.
Sebastian
Okay, dann auf geht's.
Mila
DDLG ist ja immer so, ja, es ist dieses Age Play total aktiv da drin und du
sprichst dann total süß und hast dann kindliche Kleidung an oder keine Ahnung,
das ist, oder Windeln, das gibt es. Will ich gar nicht sagen, dass es es nicht
gibt. Das ist aber für mich gar nicht da.
Ich bin ganz normal angezogen, ich spreche ganz normal mit ihm. Ein bisschen
frecher zumindest, aber in einem ganz normalen Tonfall. Also, es ist einfach
nicht dieses Age Play dabei. Auf gar keinen Fall. Ich spreche ihn anders an
und er spricht mich anders an, dass wir beides merken, okay, wir fallen jetzt in
diese, ich will es nicht sagen, aber ich muss es in diese Rollen. Für mich ist
zum Beispiel Rollenspiel was total furchtbares, das kann ich nicht, weil ich
dann nicht fokussiert auf mich bin, sondern auf diese Rolle. Und da, das ist
eben ganz, ganz wichtig, das ist es bei mir gar nicht.
Sebastian
Okay, das ist aber auch wieder spannend. Das kann man in tausend Richtungen
interpretieren und ja,
Mila
Und das macht es so schwierig.
Sebastian
aber ist es denn dann noch DDLG?
Also wo ist da die Grenze, dass man dann sagt, Mensch, eigentlich ist das doch
nur so ein, ich sag mal, Dom-Subverhältnis mit Niedlichkeitskomponente.
Mila
Das könnte man so sagen, das ist es wahrscheinlich auch. Aber es macht es für
uns einfacher, einfach zu sagen, okay, wir fallen jetzt in diese Rolle
und wir gehen jetzt ganz anders miteinander um. Warum? Er verändert ja
auch nicht unbedingt seine Tonlage. Natürlich, wenn ich jetzt dreimal gesagt
habe, nein, ich will aber das und das nicht machen, dann verändert er es
natürlich. Aber es ist einfach einfacher und bevormundender. Also er greift da
mehr auch ein bisschen in meinen Lebensraum ein, würde ich jetzt mal sagen.
Ich habe Schlafenszeiten zum Beispiel. Oder halt in meinem Malbuch oder sowas.
Das könnte natürlich auch in...
Sebastian
Oh, bist du jetzt noch innerhalb, außerhalb deiner Schlafenszeit?
Mila
Ja, was?
Sebastian
Müsstest du nicht schon im Bett liegen?
Mila
Ich weiß gar nicht, wie viel Uhr es ist.
Sebastian
Ach, ich sag dir das dann mal lieber nicht. Nicht, dass du dann panisch
auflegst.
Mila
Wahrscheinlich nicht. Nee, 22.30 Uhr ist, glaube ich, meine Grenze.
Sebastian
Dann
Mila
Aber ich darf immer mal überziehen, das ist nicht ganz so schlimm. Dann wird der
nächste Tag ein bisschen schlimmer und dann ist es gut.
Sebastian
wird der nächste Tag ein bisschen schlimmer. Okay. Okay, ja, aber natürlich,
klar, wenn das so ein Mechanismus ist, um in das Spiel reinzukommen, das ist
vielleicht auch mal, da müsste man mal einen ganzen Themenabend machen, wie
komme ich in eine Spielsituation rein, gerade mit dem Partner, manchmal ist das
so, man hat so viel Alltag und so viel drumherum und wie kriege ich das jetzt
hin, den richtigen Moment zu erwischen und die richtige Handlung und zu sagen,
so jetzt machen wir was, sowohl als Dom, als auch als Sub-Sicht,
Mila
richtig.
Sebastian
Wie kriege ich das hin, meinem Gegenüber zu sagen, so jetzt können wir was
machen, jetzt sind wir beide in Stimmung dafür oder wie auch immer das
Machtgefälle da ist. Da ist sowas natürlich so ein Beschleuniger zu sagen, so
hier, wenn du anfängst da, ich sag mal, darf ich das sagen, zickig zu sein, dass
er dann eingeladen ist, da sofort konsequent zu reagieren.
Mila
Ja, natürlich.
Richtig, natürlich. Das ist auch einfach von mir so gewollt. Das ist ja genauso,
da kommt ja auch der Masochismus wieder raus. Wenn ich gerade das möchte, dann
nerve ich so lange, bis ich das halt auch bekomme. Ob ich das in dem Moment dann
bekomme, ist fraglich. Aber das ist die Absicht dahinter. Das hast du, habt ihr
ja die letzte Folge da ein bisschen drüber diskutiert, fand ich total spannend
und habe dann nämlich überlegt, oh Gott, gehst du da gerade über seine Grenze
drüber? Ich glaube nicht. Ich glaube, ihm gefällt das ganz gut, wenn ich ein
bisschen zickiger werde, weil dann hast du ja auch einen Grund. Also zum
Beispiel, er sagt nicht so, beug dich mal darüber und ich haue dir auf deinen
Hintern, sondern da braucht er schon einen Grund, um das zu tun. Und das hat er
dann.
Sebastian
Okay, ja, da sehe ich schon einen Unterschied, weil ich empfinde Willkür als
äußerst sexy. Dieses, ich hau dich jetzt, aber ich brauche keinen Grund dafür.
Es ist natürlich schön, einen zu haben, okay, aber es ist jetzt nicht völlig
nötig. Ich kann einfach sagen, ich hau dich jetzt, weil es macht mir Spaß, ne?
Mila
Ja, natürlich, das kommt auch vor, aber das ist jetzt nicht die Regel.
Gut, ich bin eh immer frech. Also es kommt
mindestens dreimal die Woche vor, dass dass das zu dieser Szene kommt, weil ich
sage, ach nee, mach selber deinen Scheiß weg oder so und er hasst es, wenn ich
fluche und das mache ich natürlich dann mit Absicht und sage, ja, mach deinen
Scheiß aber selber weg und dann sagt er, wie bitte? Und ich sage, ja, mach den
weg, deinen Scheiß und dann knallt es halt.
Sebastian
Okay, also da, hm, wenn ich jetzt ganz ketzerisch bin, würde ich ja sagen, also
du kontrollierst dann ja schon die Situation, du gehst eben so auf die Nerven
und provozierst so sehr, dass du kriegst, was du willst.
Mila
Richtig.
Sebastian
Da kann er ja gar nichts gegen machen.
Mila
Nö, topping from the bottom.
Funktioniert bei uns super. Wir finden das auch beide, er sagt, da hat er
nochmal den Kick dagegen anzugehen, dann brodelt es in ihm und sagt, das hat er
jetzt nicht gemacht. Ich gucke gerade Fußball und jetzt nervt die mich.
Ich will ja nicht, dass er Fußball guckt. Das ist ein wunderbarer Grund, zu
nerven.
Sebastian
willst nicht, dass er Fußball guckt. Wie weit würdest du gehen? Würdest du
irgendwann Wasser in den Fernseher kippen?
Mila
Nein, ich merke irgendwann, wenn ich nicht weiterkomme, dann verziehe ich mich.
Sebastian
Okay.
Dann hat der Mensch jetzt doch kein Mitgefühl von mir. Dann muss er das selber
regeln, weil an der Stelle hätte ich dann gesagt, okay, da hätte er mir ein
bisschen leid getan, wenn die Technik auch noch dran glauben muss dafür.
Mila
Ja, auf keinen Fall. Irgendwo gibt es auch Grenzen. Die sind zwar weit, aber
nicht gibt es.
Sebastian
Also für mich klingt das wirklich so ein bisschen so, dass es so ein
beiderseitiges wir geben beide Gas, Vollgas, rennen wir aufeinander zu, es
knallt dann ordentlich und hinterher liegen beide glücklich da und dann läuft
das. Finde ich schön, super.
Mila
Richtig, genau so ist es.
Sebastian
Okay, so, jetzt ist 22 Uhr, das heißt, meine Bettgehzeit, die nähert sich so ein
bisschen und wenn ich hier noch mit ein, zwei Leuten sprechen mag, dann muss ich
mich tatsächlich von dir jetzt verabschieden.
Ach, liebe Mila, vielen, vielen Dank, dass du hier mitgemacht hast
Mila
danke auch.
Sebastian
war gar nicht so schlimm, ne?
Mila
Nee, ich bin zwar immer noch am Zittern und eiskalt, aber es war okay.
Sebastian
Das ist es wert, das ist der Preis, damit kann ich leben, keine Frage. Ich habe
die Musik ja besorgt und mitgebracht, Power Over Me heißt das ganze Stück.
Mila
okay. Okay.
Sebastian
werde mich aber jetzt erst von dir verabschieden, dann noch ein, zwei Sätze
sagen zu den Hörern und dann spiele ich das erst, aber ich glaube, die zwei
Minuten schaffst du auch noch, ne?
Mila
Auf jeden Fall, ja. Vielen Dank.
Sebastian
Ja, sehr gerne, mach's gut, tschüss.
Mila
Tschüss.
Sebastian
So, ihr wisst, was jetzt kommt.
Also, liebe Menschen im Livestream und Live-Chat, es ist soweit. Ich werde jetzt
die Nummer verkünden. Da hat sogar gestern Mittag jemand angerufen. Das kriege
ich aber nur mit, weil ich sehe das dann in dieser ewigen Anrufliste. Und hier
klingelt kein Telefon oder so außerhalb der Sendung. Aber jetzt funktioniert die
Leitung. Deshalb poste ich die jetzt einmal in den Chat.
0510152 ist die Nummer. Guck mal, da könnt ihr mich anrufen und dann können wir
reden, worüber auch immer ihr wollt. Vielleicht auch ein Gast aus den letzten
Folgen, wo ich irgendwie ein Thema unterschlagen habe. Auch das ist in Ordnung.
Und bis es hier klingelt, was es hoffentlich tut, das werde ich gleich sehen,
habe ich noch ein paar organisatorische Kleinigkeiten hier. Da ruft schon jemand
an. Ich gehe jetzt erstmal ran und sage erstmal Hallo.
Hallo, hier ist der Sebastian.
Hallo, wer ist denn da?
Elli
Hi, hier ist Elli.
Sebastian
Hallo Elli. Ja, du bist schon live dabei, live drauf. Ich habe die Musik noch
gar nicht gespielt und das Thema MayDay habe ich jetzt auch noch nicht gesagt.
Elli
Gott.
Sebastian
Aber schön, dass du da bist. Hätte ich gar nicht gedacht, dass es so schnell
geht heute.
Elli
Ich hatte mir vorgenommen, anzurufen und saß jetzt schon die ganze Zeit super
nervös da. So ganz schlimm wie vorm Vorsingen damals in der Schule. Wenn man
weiß, man muss dann vor und oh.
Und ich hab mir gedacht, okay, du rufst jetzt an, sonst traust du dich nicht
mehr.
Sebastian
Okay, du möchtest jetzt aber nicht singen.
Elli
Nee, um Gottes Willen. Ich glaube, es möchte niemand, dass ich jetzt singe.
Sebastian
Okay, worüber sprechen wir denn?
Elli
Also ich rufe eigentlich hauptsächlich deswegen an, weil ich letztens die Folge
gehört habe, wo du mit Roxy über Feminismus gesprochen hast und BDSM.
Und ich das super interessant fand, aber auch zwei Sachen quasi gesagt wurden,
wo ich so dachte, da habe ich irgendwie eine andere Perspektive drauf. Und ich
dachte, dass es vielleicht interessant sein könnte, darüber zu sprechen.
Sebastian
Ja, immer her damit. Okay, sollen wir das nur kurz noch zusammenfassen, worum es
mit Roxy ging zum Thema Feminismus oder gehst du da eh drauf ein? Ich denke, du
hast dir das ein bisschen vorbereitet.
Elli
kleines bisschen zumindest.
Sebastian
dann lauschen wir dir einfach.
Elli
Ja, also ich habe, also mein Hauptpunkt war eigentlich, dass du, glaube ich, an
irgendeinem Punkt gesagt hast, BDSM ist wie Sport, es tut weh,
aber es macht Spaß.
Und ich fand das lustig und verstehe auch, was du damit sagen willst, das ist ja
generell so ein Vergleich, der in der Community gern gemacht wird, BDSM und
Sport, gerade Extremsport.
Ich habe dann aber auch gedacht, dass es manchmal vielleicht auch problematisch
ist, dass wir dazu neigen, BDSM zu sehr verharmlosen
zu wollen, hin und wieder. Ich
Sebastian
Okay, definier mal Verharmlosen. Also, ich kann nicht sehen, ich verstehe dich,
aber ich mag mal deinen Gedanken dazu hören.
Elli
denke, es ist uns allen wichtig, irgendwie in der Gesellschaft mehr Akzeptanz zu
schaffen für unseren Lebensstil und sei es halt einfach nur, damit man sich halt
nicht mehr verstecken oder entschuldigen muss oder irgendwelche hanebüchenen
Vorurteile anhören muss.
Ich denke aber auch, dass deswegen halt manchmal unterschlagen wird, welche
Risiken wir halt auch eingehen mit manchen Spielarten.
Sebastian
ja schon wieder eine Parallele zum Sport. Da gehst du auch ganz viele Risiken
ein.
Elli
Ja, definitiv. Der Punkt ist eigentlich für mich vor allem der, dass man halt
wissen sollte, welche Risiken man eingeht. Ich habe halt auch schon erlebt, dass
Leute neu in die Szene kommen und natürlich dann, ich war selber an dem Punkt,
Und halt irgendwie alles total toll finden und alles mitnehmen wollen und alles
ausprobieren wollen. Und sich am liebsten gleich direkt zum ersten Fesseltreff
halt suspenden lassen wollen.
Und ich finde es tatsächlich problematisch, wenn Leute, die schon länger in der
Szene sind und die erfahren sind,
das so möglich machen, dass Menschen sich kopfüber da so reinstürzen.
Insbesondere, wenn halt nicht erklärt wird, was es wirklich für Risiken gibt.
Also um jetzt mal beim Beispiel Fesseln zu bleiben, beim Beispiel Suspension,
ich habe das auch schon erlebt, dass Leute aufgehangen wurden zu ihrem ersten
Fesseltreff, ohne dass denen vielleicht vorher eingängig klar gemacht wurde,
dass selbst wenn der Rigger super viel Ahnung hat, selbst wenn er alles richtig
macht,
kann trotzdem irgendwas schief gehen, eben wie beim Extremsport. Du kannst ein
total erfahrener Snowboarder sein und dann fällst du in irgendeine
Gletscherspalte und dann war's das halt.
Und ich glaube, dass manchmal den Leuten
die Möglichkeit genommen wird, wirklich im vollen Umfang zu wissen, worauf sie
sich einlassen.
Sebastian
darfst du.
Elli
Und dann halt trotzdem zu sagen, ja hey, ich kenne das Risiko und ich gehe es
halt ein. Nein, aber ganz kurz
Sebastian
Ja, also, ich glaube, das zeigt dann auch so ein bisschen von der, ja, die
Intention ist wichtig. Also, nur weil ein Erfahrungsgefälle, sage ich mal,
existiert. Jemand, der seit 15 Jahren was macht zu jemandem, der, ich sage mal,
das erste Mal da ist,
klar, wenn die miteinander interagieren, also ich sage mal gegeneinander
interagieren, dann hat der andere natürlich, der Erfahrene natürlich einen
riesen Vorteil. Wenn der es aber gut meint, sage ich mal, und sagt, okay, ich
habe die Erfahrung, dass ich das tragen kann, dann ist ja schon mal, also die
Intention zu sagen, hier ist jemand neu, ich zeige dem was, die finde ich
erstmal positiv. Positiv. Wo du natürlich recht hast, ist klar, der
andere Mensch kann ja das Risiko noch nicht einschätzen, aber wie kann man das
aufbereiten? Spielverbot für Neulinge, dass man sagt, die müssen erstmal dreimal
zugucken und sich einen Vortrag anhören oder wie würdest du das lösen wollen?
Elli
erstmal zu der Sache mit den guten Absichten. Ich unterstelle niemandem,
dass da irgendwie böse Absichten dahinter hängen oder so, oder dass sie sich
halt auf Kosten irgendwie unwissender profilieren wollen oder so. Darum geht es
nicht. Ich glaube, die meisten Leute haben da gute Absichten. Aber es bleibt
halt die Tatsache, dass halt trotzdem was passieren kann Und
dann das Model vielleicht eine Fallhand hat oder sonst
irgendwie irgendeinen Nervenschaden oder sonst was.
Und ich meine, der Top fühlt sich dann wahrscheinlich scheiße deswegen und
furchtbar, aber er ist trotzdem nicht die Person mit der Fallhand. Und ich
glaube, Fallhand
Sebastian
darf ich mal zu dieser Fallhand was fragen, weil das erwähnt jeder.
Weißt du, wie oft sowas vorkommt? Weil ich hab das immer als etwas, das ist
etwas
äußerst Seltenes bisher einsortiert. Aber das ist so prominent hier auch im
Podcast, gerade, dass ich gerade das Gefühl hab, das kommt irgendwie bei jedem
dritten Bondage-Treff vor, dass irgendwer mit einer Fallhand da rausgeht.
Elli
ist halt so das Lieblingsbeispiel, von was halt schief gehen kann.
Also ich halte mich nicht für qualifiziert genug, um da jetzt absolute Aussagen
treffen zu können. Denn von dem, was ich weiß, ist es nicht so unglaublich
üblich, dass das passiert.
Es ist halt so, dass das halt immer noch, also wenn halt was passiert, wenn es
halt wirklich einen Nervenschaden gibt und so, dann ist das halt, also die Art
Nervenschaden halt wahrscheinlich gehört anscheinend damit, bei den schweren
Nervenschäden anscheinend mit zu den häufigsten. Von dem, was ich gehört habe,
passiert das vor allem eben bei Suspensions, ist das
Risiko, dass das passieren kann, am höchsten.
Und es liegt wohl vor allem auch daran, ich weiß nicht, wie
vertraut du mit den Fesseltechniken bist.
Sebastian
Gar nicht.
Also das kann ich tatsächlich so zusammenfassen und das trifft es auch ziemlich
gut.
Elli
Weißt du, was ein TK ist oder ein Box-Tie?
Sebastian
Nein.
Elli
Okay, also
Sebastian
Also ich habe es schon gehört, aber ich könnte Sagen wir mal so, ich kann es
nicht produzieren.
Elli
ein Box-Tie ist im Prinzip eins der beliebtesten
Elemente für Suspensions. Also wenn das Model die Hände auf dem Rücken hat
und quasi die auf dem Rücken gefesselt hat und dann
Lines halt um den Oberkörper laufen.
Und es wurden früher sogenannte Kanukis gemacht, um halt die Lines zu sichern.
und es wurde dann irgendwann, die wurden halt an einer bestimmten Stelle gemacht
und die Stelle, an der die gemacht wurden, wurde halt damit in Verbindung
gebracht, dass dadurch wohl anscheinend häufiger Fallhände aufgetreten sind. Das
alles ohne Gewähr, das alles vielleicht eher was, wo zum Beispiel ja ist, was zu
erzählen könnte, sehr viel besser als ich, war auch,
Sebastian
Ich muss mal gerade ein bisschen sortieren, weil du gehst gerade sehr in Details
rein. Und da müsste ich jetzt ein bisschen gucken, weil du hast ja angerufen
und gesagt, du möchtest eigentlich über das Thema Feminismus reden.
Elli
Entschuldigung,
ja, wir sollten vielleicht was mit.
Sebastian
Und jetzt sind wir gerade bei den Risiken von Bondage. Wir machen das mal so zur
Einigung. Ich bleibe für mich mal dabei, dass ich das Vanillas dann doch über
den Sport versuche zu erklären. Im Sport gibt es eigentlich einen Unterschied.
Bevor ich irgendwie Fallschirm springen kann, dann muss ich irgendwas
unterschreiben, wo draufsteht, dass die nicht verantwortlich sind, wenn ich da
jetzt vom Himmel falle. Das habe ich im BDSM nicht. Vielleicht sollte jemand mal
so einen Schrieb aufsetzen und danach rennen alle schreiend weg und sagen, mit
so schlimmen Leuten mache ich nichts mehr.
Aber lass mich nochmal zum Feminismus kommen, weil das war das Vergessen, das
Thema.
Elli
Vielleicht ganz kurz noch, ich glaube, das Einzige, worauf ich wirklich hinaus
wollte, weil das ist, was ich persönlich halt wichtig finde, gerade Neulingen
oder so, oder wenn man halt generell vielleicht neu mit irgendjemandem, den man
vorher noch nicht kannte, halt was macht, also um mal beim Fesselbeispiel zu
bleiben, dass man denen halt sagt,
hey, weißt du, dass Dinge passieren können, weißt du, dass du Nervenschäden
davontragen kannst, wenn irgendwas schief geht. Und wenn die Person dann sagt,
ja, weiß ich, ist okay für mich das Risiko, dann ist ja alles super.
Sebastian
Also einfach ein bisschen Aufklärung über Risiken, dass das einfach nochmal ein
bisschen im Bewusstsein drin ist. Finde ich generell gut, dass man den Menschen
sagt, was alles passieren kann und ich sag mal,
ja, irgendwas kann immer passieren, es ist natürlich nicht schlecht, wenn man so
fair ist und seinem Gegenüber sagt, pass auf, wir machen jetzt was und
kann halt auch schief gehen. So ehrlich muss man, glaube ich, auch sein und ich
glaube, dass, allein wenn man das sagt, wenn ich jemanden habe, mit dem ich noch
nie gespielt habe, und ich sage dem, pass auf, wenn ich das und das jetzt mit
dir mache, dann kann das und das passieren. Ich glaube, das schafft auch einfach
Vertrauen, dass das Gegenüber auch weiß, okay, der ist sich dessen bewusst, dass
er jetzt was macht, was nicht ganz ohne ist.
Elli
Sehe ich genauso.
Sebastian
So, Feminismus. Ich bleib da jetzt dran kleben, Entschuldigung.
Elli
Okay, ja.
Weil du dran kleben bleiben willst, hast du eine konkrete Frage.
Ansonsten würde ich gerne nochmal auf die Aussage zurückkommen, BDSM ist keine
Gewalt. Auch
Sebastian
Ja, okay. Ist das auch deine Aussage, die du treffen würdest?
Elli
da weiß ich, wie es gemeint war und stimme, glaube ich, im Prinzip dem
Grundgedanken dahinter zu. Ich würde es aber nicht so definieren. Also ich würde
halt tatsächlich schon sagen, BDSM ist Gewalt.
Aber da wir BDSM, also sicheren BDSM zumindest, mit
Konsens praktizieren, ändert das halt irgendwie die Bedeutung
dieser Gewalt, die da ausgeübt wird.
Sebastian
Ja, das ist aber so ein bisschen, das ist so ein bisschen auch wie die
Staatsgewalt. Wir haben da so einen gewissen Konsens, dass wir verschiedene
Organe brauchen. Da haben wir jetzt auch nicht zugestimmt, aber irgendwie finden
wir es alle ganz gut, dass wir dann doch eben Recht und Gesetz so ein bisschen
haben und dass wir uns halten können.
das wäre jetzt, um auf den Begriff so ein bisschen rumzureiten
wie, was wäre so ein Begriff, wo du sagst, damit würdest du dich also würdest du
Gewalt dazu wirklich sagen wollen oder gibt es einen anderen Begriff, wo du
sagst, der trifft es besser
Elli
Also ich glaube, du lädst mich auch gerade ein bisschen ein, hier voll
abzunörden. Ich sollte vielleicht mal ganz kurz noch zu meinem Hintergrund was
sagen.
Ich bin Studentin,
schreibe gerade meine Bachelorarbeit und zwar tatsächlich über die Konstruktion
von Gruppenidentitäten in der BDSM-Community.
Sebastian
oh sehr schön, dann will ich auch, wenn das Ding fertig ist will ich es haben,
ich lese diese Dinger unglaublich gerne, das
Elli
schreibe es aber auf Englisch.
Sebastian
macht nichts
Elli
Okay, das ist gut.
Sebastian
also hin und wieder muss der Google Übersetzer für Vokabeln her, aber
probieren kann ich es Ich habe einige von den Facharbeiten und Bachelorarbeiten
gelesen. Manche waren fürchterlich, manche waren richtig gut.
Da erlaube ich mir das Urteil erst, wenn ich es tatsächlich komplett gelesen
habe. Okay, das heißt, du gehst da wissenschaftlich ran. Finde ich ja gut.
Elli
Ja, schon so ein bisschen. Also insbesondere, weil ich mich halt gerade auch
extrem viel
mit
akademischen Texten zum Thema beschäftige. Und also ich weiß nicht, ob dir
Foucault was sagt, aber der hat tatsächlich auch schon über BDSM geschrieben.
Also genau genommen über
Sadomasochismus.
Sebastian
Ich glaube, geschrieben haben ganz viele. Also erstmal müssen dazu sagen, du
kannst ja nicht einfach einen Text verfassen und dir was ausdenken. Du musst ja
für alles immer eine Quelle haben. Du kannst ja nichts reinschreiben, was du
nicht belegen kannst. Und dann darfst du am Ende versuchen,
daraus was zu entwickeln. Das ist ja immer das ganz Fiese dabei, dass du da
versuchen musst, objektiv zu bleiben.
Gibt es da schon eine Erkenntnis, so eine Art Zwischenfazit oder ein Ergebnis,
wo du sagen kannst, das läuft darauf hinaus, was mich jetzt überraschen würde?
oder?
Elli
Naja, das ist nicht ganz der Anspruch meiner Arbeit. Also was ich im Prinzip
mache, ist mir zuerst anzuschauen, wie bildet sich generell eine
Identität von einer Subkultur, irgendeiner Subkultur. Ich könnte mir auch die
Goths angucken zum Beispiel. Also was geht da rein? Worauf gründet sich das?
Und was da die erste Erkenntnis war, ist zum Beispiel, dass Leute, die einer
Subkultur angehören, gemeinsame Werte haben. haben oftmals irgendwie einen
ähnlichen Style, also äußerlich gesehen einen ähnlichen Style, gerade in
früheren Kulturen oftmals auch einen ähnlichen Musikgeschmack.
Und dann halt auch, dass diese Menschen halt oftmals ähnliche Lebenserfahrungen
gemacht haben, was halt dann dazu geführt hat, dass sie halt irgendwie
zusammengefunden haben, weil wir Menschen letzten Endes sozial sind,
grundlegend, und halt alle nach einem Ort suchen, wo wir halt dazugehören
können.
Und auch Leute, die in der BDSM-Community landen, sind halt oft Menschen, die
halt so in der Mainstream-Gesellschaft, wovon auch jeden kann heutzutage, halt
eben nicht die Akzeptanz gefunden haben, nach der sie vielleicht gesucht haben.
Sebastian
Ja, und das ist ja dann positiv, dass das dann auch innerhalb der BDSM-Szene
auch gefunden werden kann.
Elli
Ja, klar, auf jeden Fall.
Sebastian
Ich merke jetzt eine Sache, ich frage dich zu deinem Herzensthema aus und dann
passiert, wenn ich das tue, immer das, dass Menschen dann unglaublich viel
erzählen können
und dafür müssen wir uns Zeit nehmen, glaube ich.
Wenn du das Ding geschrieben hast, dann schick mir, bitte, bitte schick mir das.
Ich werde da ein bisschen brauchen, um das zu lesen, wenn es auch noch auf
Englisch ist, brauche ich noch ein bisschen länger. Vielleicht ist das dann was,
worüber man dann mal ausführlich sprechen kann.
Ich gehe jetzt aber noch mal rüber zum Feminismus, weil irgendwie, wir kommen ja
mal dahin und dann geht es ja mal wieder woanders hin.
Elli
Ja, gerne.
Sebastian
Irgendwie klappt das nicht.
Zwei Minuten dazu, die gebe ich dir jetzt noch, aber dann muss ich hier Musik
einmal spielen und die Musik muss ich spielen, weil ich ehrlich gesagt, wohin
muss ich?
Entschuldigung, das habe ich dir noch nie zugegeben, aber jetzt mache ich
Elli
Okay, zwei Minuten.
Sebastian
Okay, Feminismus.
Elli
Feminismus. Ja, naja, also ich glaube, was ich gerne noch sagen würde, ist, dass
ich euch halt grundsätzlich zugestimmt habe, man kann BDSM leben und Feminist
sein, Feministin sein.
Ähm, ich denke, dass wir, also ich denke
ja, ich denke BDSM ist Gewalt, weil letzten Endes, ähm, letzten
Endes tust du jemandem weh, wirklich, so, und du spielst halt mit Grenzen
und mit, mit Schmerzen und mit, äh, also mit, mit Macht auch irgendwo,
mit einem Machtgefälle. Ich meine, selbst Sadisten, die sich selbst nicht als
dominant irgendwie ansehen, gibt es ja auch genug, ich bin ja auch schon ein
Spielpartner, selbst die haben halt eine gewisse
Macht logischerweise über dich in dem Moment, wo sie dir wehtun und so. Und ich
meine, alles in der BDSM-Community, jeder feministische Anspruch kommt
eigentlich immer wieder auf die Basis von Konsens zurück. Wenn du den nicht
hast, dann geht es halt nicht quasi.
Sebastian
Ja, also ich glaube, Konsens ist das, was BDSM von Gewalt, wie sie, ich
sag mal, umgangssprachlich verstanden wird, unterscheidet.
Gewalt, der Begriff Gewalt sagt mir ja im Grunde, es gibt keinen Konsens. Ich
tue etwas mit jemandem und er hat dazu keine Einwilligung gegeben. Und so
versuche ich das abzugrenzen und das muss ich auch so abgrenzen,
weil ich dann auch einfach kein gutes Gewissen habe mehr mit dem, was ich da
eigentlich mache.
Okay, wir machen jetzt folgendes. Wir vertagen uns an der Stelle ein bisschen
mehr. Doch enthält die Zeit davon? Ich habe ja heute eigentlich ein Zeitlimit.
Da steht nämlich 23 Uhr. Dann muss ich hier ausmachen.
Boah, du meldest dich, wenn das Ding fertig ist. Wann ist das soweit?
Elli
wahrscheinlich Ende Juni.
Sebastian
Ende Juni. Wunderbar. Immer her damit. Meine E-Mail-Adresse kennst du bestimmt.
Ansonsten, ja,
Elli
Ja, kriege ich auf jeden Fall im Zweifelsfall von Menschen, die ich kenne,
die schon bei dir waren.
Sebastian
Sebastian at kunstderunvernunft.de. Da kann man eh mal hinschreiben. Und dann
gucke ich da mal rein. Und dann, wie gesagt, ich merke einfach, das Thema ist
ausufernd. Und da den Platz, den haben wir hier einfach nicht mal eben so
zwischendurch. Das funktioniert leider nicht. Ich würde mich nämlich auch gern
dann mal ein bisschen vorbereiten. Dann kann ich nämlich auch schlaue Fragen
stellen.
Elli
aber ich glaube, das machst du auch so ganz gut. Das wollte ich sowieso mal noch
sagen. Du machst das eigentlich echt voll gut, auf deine Anrufer und Gäste und
so einzugehen. Du machst dich nicht immer so schlecht im Nachhinein, dass du
sagst, es ist so nett, dass die Leute deine Provokationen und so mitmachen.
Dabei, weiß ich nicht, habe ich immer das Gefühl, dass du relativ gut irgendwie
erfasst, was Menschen sagen wollen.
Sebastian
Danke. Ja, also manchmal denke ich mir, kann ich das jetzt fragen? Darf ich das
sagen? Wenn ich eben so besprochen habe, darf ich sagen, das ist zickig. Das ist
ja etwas, was man nicht unbedingt sagen möchte.
Okay, Elli, habe ich richtig verstanden, ja?
Elli
Ja, Elli,
Sebastian
Okay, das habe ich mir auch richtig notiert. Du hast auch einen Musikwunsch
frei. Den darfst du mir gerne auch mailen. Dann spiele ich den in der nächsten
Sendung. Und jetzt werde ich aber endlich das Lied, was ich eben spielen wollte,
spielen. Und danach sage ich noch was zu MayDay SM. Und dann mache ich das
Telefon wieder auf, weil sonst komme ich ja hier zu gar nichts mehr. Vielen
Dank, dass du angerufen hast.
Elli
danke dir auch.
Sebastian
Mach's gut.
Elli
Okay, tschüss.
Sebastian
Tschüss.
Elli
Hallo,
Sebastian
So, ich nehme mir jetzt nochmal die Zeit. Und danach nehme ich einen Anruf an,
wenn es denn noch einen gibt. Wir schauen mal. Also, ich bekomme tatsächlich
immer wieder Mails von Menschen, denen geht es gerade einfach nicht so gut. Und
die brauchen einfach jemanden, dem sie mal erzählen können. Und da muss ich
gestehen, ich antworte gerne auf solche Nachrichten. Ich nehme mir da auch die
Zeit für. Aber ich bin darin natürlich überhaupt nicht geschult und kann dann
eigentlich immer nur weiter vermitteln. Und deshalb habe ich mit MayDay SM mal
ein bisschen gemailt. Das ist eine kleine Organisation, ich glaube sogar ein
Verein ist das, weiß ich gerade gar nicht genau. Und die nennen sich kostenloses
ehrenamtliches Telefon- und E-Mail-Beratungsangebot für SMler und sexpositiv
denkende Menschen. Und die haben tatsächlich eine Webseite, nämlich maydaysm.de
und die packe ich ab heute auch in die Shownotes immer rein und in den nächsten
Tagen auch auf die Kunst der Unvernunft Webseite. Und die haben halt was
wirklich Schönes, die kann man nämlich anmailen oder sogar anrufen. Die sind
montags von 19 bis 23 Uhr immer erreichbar und da kann man, wenn man Probleme
hat, konkrete Probleme, kann man sich dort einfach melden und die können einem
Adressen und Kontakte nennen, die können einem einfach mal zuhören oder auch
einfach mal einen guten Rat geben und ich finde das total klasse, dass es das
gibt. Und ich sammle jetzt auch noch so ein paar dieser Angebote. Wir haben ja
in Hannover auch so eine BDSM-Beratungsstelle und werde die mal auf
kunstderunvernunft.de so ein bisschen mit einbeziehen, denn es
ist tatsächlich so, BDSM, das ist manchmal ein Nervenaufreiben. Da gibt es, da
findet man jemand, da gibt es mal etwas, was nicht mit Konsens zu tun hat, da
gibt es eine Trennung und dann ist die Welt einfach fürchterlich. Und ich finde
es toll, dass es Menschen gibt, die in so einem Moment dann einfach da sein
können und auffangen können, denn ich muss wirklich gestehen, es geht ein
bisschen über meine Fähigkeiten drüber hinaus und ich mag natürlich auch mal
nichts verschlimmern und den Leuten sagen, ja, ist alles nicht so wild oder so.
Also da bin ich wirklich froh, dass es Menschen gibt, die da auch geschult sind
und helfen können. Also wenn da wirklich bei euch mal der Schuh drückt, da
hinwenden und ich hoffe, die können dann auch tatkräftig weiterhelfen.
So, jetzt sage ich nochmal die Nummer, die
05101952 und da kann man mit mir tatsächlich über fast alles
diskutieren, über Themen, die im Podcast drin
waren, über Dinge, die in den letzten Wochen gesagt wurden oder wenn
man auch einfach mal eine andere Meinung vertreten möchte, das ist hier völlig
in Ordnung. Ich mag ja auch die Vielfalt haben und ich sehe auch im Chat ist da
gerade relativ viel los gewesen.
Teilt es hier mit. Kein Problem. Einfach die Nummer anrufen, dann seid ihr
direkt bei mir und dann geht es los. Los.
Was mag ich denn noch erwähnen? Ja, ich warte noch auf das Paket von dem
Baumwollseil-Menschen. Das ist halt noch nicht da. Ich habe ja gehofft, dass er
es gestern in die Post bringt und dann kann ich heute hier irgendwie so einen
Live-Unboxing-Podcast machen und mich dann wundern, was der Mensch meint, was
hier unbedingt unter die Leute gebracht werden muss. und auch an Elli nochmal
der Hinweis, du nimmst natürlich auch an der Verlosung teil, wenn du denn
möchtest.
So, okay, Anrufer habe ich jetzt keinen.
Ich habe noch eine Spende bekommen, die mag ich natürlich auch noch würdigen.
Das ist immer toll, dass man so ein paar Sachen hat, die man tatsächlich immer
zur Überbrückung hier nehmen kann. Von Ralf nämlich, der hat was geschickt und
da steht einfach bei, vielen Dank für deinen Einsatz und dann sage ich dazu sehr
gerne und durch die Unterstützung in den letzten Tagen habe ich jetzt auch echt
Möglichkeiten, hier ein paar kleine Sprünge zu machen, man sieht es heute,
Gespräch zu dritt, scheint jetzt zu funktionieren technisch, gut, das hat jetzt
kein Geld gekostet, aber ich traue mir da einfach ein bisschen mehr zu, wenn ich
ein bisschen weiß, okay, ich muss jetzt nicht an jedem Euro da rumknabbern oder
so und wenn jemand sagt, ich habe da was und brauche das gerade nicht,
vielleicht gerade eine Steuererstattung, die soll es ja geben, habe ich gehört,
ich habe sowas noch nie gehabt, dann freue ich mich über eure Unterstützung.
Unterstützung. So, Anrufe sehe ich jetzt gerade keinen.
Das könnte eine kurze Sendung heute werden, wobei zwei Stunden haben wir schon
wieder. Ich werde jetzt noch einmal Musik spielen und schauen, ob es hier
klingelt. Das heißt, der Mensch, der jetzt anruft, der hat den Vorteil, dass er
nochmal so zwei Minuten allein mit mir hat, bevor uns andere hören können. Und
ja, dann gucke ich mal, was das Podcastsubbie sich gewünscht hat. Was haben wir
denn da? Other Side habe ich hier stehen. Dann spiele ich das doch mal.
Ach, und jetzt ruft hier jemand an. Das kann ja wohl nicht wahr sein. Was für
ein Timing. Hallo, wer ist denn da?
Temel
Temel ist hier. Mal wieder.
Sebastian
Ach, Temel ist da. Hallo, Temel.
Temel
Temel ist da.
Sebastian
Sehr schön. Dann diskutieren wir.
Temel
Ja.
Sebastian
Worüber?
Temel
Ich dachte, da das Thema jetzt schon mehrmals aufgekommen ist, spielen wir
einfach mal dieses Thema BDSM und Feminismus und ist BDSM jetzt Gewalt
oder doch nicht. Ich dachte, wir spielen das mal schnell durch, dann ist das
Thema gegessen und dann können wir uns irgendwann anderen Dingen zuwenden.
Sebastian
Okay.
Wir spielen das mal schnell durch, okay?
Temel
Genau.
Sebastian
So.
Temel
Ah,
Sebastian
Du hast dich übrigens damit gerade zu einem Musikwunsch qualifiziert schon
wieder.
Temel
schön. Ja, ich habe noch ein paar.
Sebastian
Ja, ne? Ist das nicht super?
Temel
Ja. Ja,
Sebastian
Okay. Das Thema ist ja auch ein bisschen schwierig. Aber da geht ja auch jeder
implizit davon aus, der Mann schlägt die Frau. Und ich glaube, in 50 Prozent der
Fälle ist es eh auch nochmal andersrum. Und wie heißt denn das bei Männern? Also
das Gegenstück von Feminismus ist nicht Humanismus.
Temel
naja, das ist glaube ich nicht so eindeutig zu definieren, weil
es gibt zwar den Maskulinismus, der dann quasi sagt,
wenn sich Feminismus für Frauenrechte einsetzt, dann tun das halt Männer mit dem
Maskulinismus für Männerrechte, aber naja, dann kommt wiederum von vielen
Feministen der Vorwurf, das sei schon die Default-Einstellung. Also
Feminismus sieht sich ja so ein bisschen als Gegenbewegung, weil die Welt eben
männlich ausgerichtet ist.
Sebastian
Ja, wobei, da gibt es
Temel
Also das ist dann auch nochmal ein schwieriges Thema.
Sebastian
doch verschiedene Betrachtungsweisen. Also ich fand die Betrachtungsweise letzte
Woche sehr schön zu sagen, ja, das heißt Feminismus aus
historischen Gründen, aber im Grunde geht es eigentlich um was Größeres.
Temel
Ja, ich denke, also ich versuche ja schon nachzuvollziehen, was deine Gäste so
sagen oder was irgendwo Leute in Diskussionen so sagen. Und ich denke, das
Thema, was beim BDSM und Feminismus immer wieder kommt, ist zweierlei.
Einerseits das mit der Gewalt, also mit dem Schlagen, mit dem Akt des Schlagens
häufig und auch mit dem Unterdrücken. Das fällt dann eben direkt in diese
häusliche Gewalt und eigentlich müsste man sich ja emanzipiert verhalten als
Frau und Dinge nicht mit sich machen lassen. Also auch so dieses Thema, es
entscheidet jemand über den Kopf von jemand anderem hinweg. Also nicht nur, dass
er einem schreckliche Dinge antut, sondern er tut das auch noch ohne dessen
vermeintliche Zustimmung. Ich denke, das ist immer so
Sebastian
Da musst du aber zwischendurch bei den Sätzen mal einen Punkt machen und dann
kann ich was dazu sagen. Wenn die Gesellschaft sagt, die Frau möge sich doch
bitte emanzipieren, ist das dann nicht das Gegenteil von Feminismus?
Sie soll doch selber entscheiden können.
Temel
Ja, ja, so sehe ich das im Prinzip auch. Also einen Satz würde ich vielleicht
noch anfügen zu dem, was ich gerade sagte. Ich denke, ganz wichtig ist es, dass
wir, wenn wir sowas versuchen, also auch geht BDSM und Feminismus oder geht das
mit BDSM und Gewalt, dass man sich so ein bisschen Gedanken macht,
wo definieren wir eigentlich gerade? Also der Gast vorher, ich habe schon wieder
vergessen, wie sie hieß, ich glaube Ellie Kitten im Chat.
Sebastian
habe ich natürlich jetzt nicht komplett ausreden lassen.
Temel
Aber sie sagte ja, dass es im Prinzip Gewalt ist, aber irgendwie durch den
Konsens dann doch irgendwie anerkannt.
Sebastian
Das ist ein bisschen, man muss, ja,
Temel
Und ich denke, wichtig bei diesen ganzen Definitionen ist, wo bewegen wir uns
eigentlich? Also wovon reden wir eigentlich gerade? Und auf einer
strafrechtlichen Ebene ist Gewalt was ganz anderes als irgendwo auf so einer
Ebene des Konsens in BDSM. Und das finde ich einen ganz wichtigen Punkt. Wir
definieren häufig irgendwo so herum unter BDSMlern und haben eigentlich nicht so
richtig festgestellt, wovon wir eigentlich gerade reden wollen. Jetzt
Sebastian
also ich gebe zu, ich habe tatsächlich nebenbei den Wikipedia-Artikel über
Gewalt geöffnet.
Temel
ist er weg.
Sebastian
Ich bin noch da.
Jetzt hörst du mich wieder.
Temel
Jetzt warst du kurz weg, ja.
Sebastian
hat mich die Technik geärgert. Ach, verdammt. Ich habe tatsächlich einfach mal
den Wikipedia-Artikel, übrigens Marco, nebenbei, du hast aufgehört zu reden,
hast dich gewundert, dass da keiner mehr ist.
Entschuldigung, hätte ich gar nicht erwartet. Ich habe den Wikipedia-Artikel mal
aufgerufen und habe mal geschaut, wie wird das denn definiert tatsächlich. Und
Temel
Gewalt kommt von der Herrschaft, von der Wortherkunft her.
Sebastian
also um es einmal gesagt zu haben, Gewalt ist der tatsächliche oder angedrohte
absichtliche Gebrauch von physischer oder psychologischer Kraft oder Macht, die
gegen die eigene oder eine andere Person, gegen eine Gruppe oder Gemeinschaft
gerichtet ist und die tatsächlich oder mit hoher Wahrscheinlichkeit zu
Verletzung, Tod, psychischen Schäden, Fehlentwicklung oder Deprivation führt.
Temel
Genau.
Sebastian
Nichts davon, die da als Folge genannt werden, kann ich mit BDSM vereinbaren.
Temel
Ja, und wie ich gerade sagte, es kommt eben extrem darauf an, in was für einem
Kontext wir uns bewegen. Und das ist das Thema, was mir auch so bei Diskussionen
wie BDSM, jetzt Gewalt oder nicht, immer ein bisschen zu kurz kommt. Dass nicht
darüber gesprochen wird, was für einen Kontext wir da eigentlich herstellen. Und
deswegen finde ich eigentlich auch den Sportvergleich so gut. Da kam, glaube
ich, auch dein Gast vorhin am Anfang drauf und wegen, er findet diesen Vergleich
mit Sport oder Extremsport verharmlosend.
Sebastian
Ja, Moment, wir wollen mal den Gast vorher, wir wollen das jetzt mal nicht zu
sehr werten, weil sie hat natürlich nur zehn Minuten gehabt und das ist
natürlich ein bisschen schwierig.
Temel
Leider kamen Sie da nicht mehr so richtig drauf.
Sebastian
Aber ja, sagen wir mal so, wir
sagen, wir stellen Konsens her und dadurch können wir, damit legalisieren wir
das. Ist das zu einfach? Jetzt
Temel
denke ich nicht. Ich denke, das ist die Grundlage von allem. Also
für mich persönlich ist es eben auch so eine Errungenschaft von
ein mündiger Bürger sein oder von studiert zu haben oder whatever, also sich
irgendwie Skills und Bildung angeeignet zu haben in seinem ganzen Leben, auf
welche Art und Weise auch immer, dass man in der Lage ist, die Dinge im
Einzelfall zu unterscheiden. Ich glaube, es gibt da ein ganz nettes Beispiel aus
so einer eigentlich Horror-Kurzgeschichte, die ich mal gelesen habe, womit man
das gut erklären kann. Das ist auch nur ganz kurz. Da geht es um, es ist eine
Horror-Kurzgeschichte, aber sie ist nicht so schlimm. Da geht es jedenfalls um
so einen Kriegszustand und dann so einen Sohn und seinen Vater, die jagen
dann ab und zu im Wald, weil Krieg und alles blöd. Und dann sagt der Vater immer
zu seinem Sohn, gebetsmühlenartig, du darfst nie irgendwas wegwerfen im Wald,
wenn wir draußen sind. Sonst findet das jemand und dann werden wir vielleicht
abgeschossen. Also nie irgendwas wegwerfen. So weit, so gut. Und irgendwann
kommen sie nach Hause und vor dem Haus liegt was. Und der Sohn hebt das auf und
der Vater von Weitem erkennt, dass das eine Mine, eine Bombe, was Tickendes,
was Gefährliches ist. Und schreit den Sohn an, wirf das auf jeden Fall weg. Und
der Sohn sagt, aber ich darf das doch nicht wegwerfen. Und behält es in der Hand
und die Geschichte endet.
und das denke ich ist ein gutes Beispiel dafür, wie wir eigentlich mit allen
Dingen umgehen müssen natürlich ist es meistens eine gute Idee in der Geschichte
jetzt nichts wegzuwerfen, weil aber es gibt eben auch Situationen, wo der
Kontext die Dinge außer Kraft setzt, dass es vielleicht doch eine gute Idee
ist selber zu entscheiden, im Einzelfall zu entscheiden, zum
Sebastian
Also auch die Entscheidung, wie gehen wir mal weiter, die Entscheidung zu sagen,
nein, ich lasse mir jetzt körperliches Leid antun, weil ich davon einen Nutzen
habe, im Einzelfall.
Temel
Beispiel
oder eben auch, weil man das, und da kommt auch der Feminismus ein bisschen ins
Spiel, weil ich das willentlich willentlich festgelegt habe, weil ich für mich
die Entscheidung getroffen habe und weil ich damit sowohl den Gewinn als auch
das Risiko trage, weil es eben nicht über meinen Kopf hinweg entschieden wurde,
wie Gewalt halt immer so ein bisschen impliziert, sondern es war meine
willentliche Entscheidung, das einzugehen und damit auch das Risiko mitzutragen.
Sebastian
Weil du,
Temel
Und das finde ich immer einen sehr mündigen Prozess. Und ich denke, darum geht
es, dass man nicht Dinge mit sich geschehen lässt, sondern dass man selber sein
Leben gestaltet in die Richtung, die einem wichtig ist und die nicht
fremdbestimmen lässt. Das finde ich wesentlich feministischer als vieles andere.
Sebastian
interessanterweise das, was du als feministisch jetzt bezeichnest, das kann ich
einfach auf alle Geschlechter und alle Geschlechtsidentitäten anwenden.
Temel
Ja,
Sebastian
Das ist da tatsächlich keine Einschränkung.
Temel
ja,
Sebastian
Es gibt ja noch eine andere Betrachtungsweise, die sagt, wenn ich die
Entscheidung treffe, dass ich BDSM auslebe, ich sag mal als passiver Part
insbesondere, dann ist diese Entscheidung ja schon nicht vernünftig und damit
kann diese Entscheidung ja schon nicht in Ordnung sein. Also weißt du, was ich
meine? Also die Tatsache, dass ich das legalisieren will für mich, sagt ja
bereits da aus, dass ich nicht die nötige Reife besitze, um diesen Konsens
herzustellen.
Temel
Ob das eine vernünftige Entscheidung ist oder nicht, ist ja auch ziemlich
subjektiv und teilweise kann man sich ja auch bei seiner Entscheidung nicht
unbedingt sicher sein, dass es die richtige sein wird. Also ich finde es schon
vernünftig, dass sowohl bei BDSM als auch bei Sport oder solchen Dingen schon
immer diese Komponente des Risikos erwähnt wird, die ist da bei solchen
Tätigkeiten und auch, dass man vielleicht mal eine falsche Entscheidung trifft,
aber das gehört dazu. Und ich finde es gut und sinnvoll, sowas wie eine
Risikobewertung zu treffen, also sowas wie eine Bank auch tut, und sein
Handeln irgendwie nach dieser Risikobewertung auszurichten, aber deswegen nicht
daraus resultiert, ich treffe keine Entscheidungen mehr, die ein Risiko
enthalten könnten. Denn das können sehr viele Entscheidungen und man muss sich
auch damit abfinden, dass viele Entscheidungen, die man trifft, falsch sein
werden. Man weiß immer nur nicht, welche.
Sebastian
Ja, gut, also da ist auch so die Frage, dieses
asketische Leben. Nicht rauchen, nicht trinken, nicht BDSM betreiben, ob man das
jetzt in eine Reihe setzen kann, ist eine andere Frage. Keine Drogen, kein
Autofahren, überhaupt gar nichts mehr.
Temel
Kein Kuchen.
Sebastian
Es ist die Frage, braucht der Mensch einfach so ein, ja, etwas Unvernünftiges,
da bist du schon wieder das Wortschuldige, steckt das unten so ein bisschen drin
und BDSM ist halt eine Art und Weise, damit umzugehen und die ist auch noch
sehr, ja, also die funktioniert meistens nicht alleine. Du weißt, was ich meine.
Ich versuche so ein bisschen jetzt mal zu schauen.
Nur weil etwas nicht sinnvoll ist, heißt das nicht, dass ich das nicht tun
sollte.
Temel
Ja, richtig. Und vor allem ist es auch immer eine individuelle Entscheidung. Wir
dürfen eben auch nicht den Fehler machen, zu sagen, ich halte die und die
Entscheidung für eine nicht so gute Idee. Deswegen dürfen alle anderen das auch
nicht. Und manchmal geht das in Diskussionen dann so ein bisschen durcheinander.
Ich zum Beispiel würde auch nie Fallschirm springen, weil ich das furchtbar
finde. Das ist die gräuseligste Vorstellung ever. Trotzdem gibt es
offensichtlich Menschen, die das voll toll und den totalen Kick finden. Dann
sollen die das gerne machen, bis irgendwann Mottenfraß ist und sie es nicht mehr
machen. Aber das ist völlig super.
Ich würde nicht auf die Idee kommen, so meine Einstellungen und meine
Entscheidungen auf jemand anderen als vernünftig zu projizieren. Da muss jeder
ein bisschen auf sich selber schauen. auch wenn es Dinge gibt, die
tendenziell ganz gut sind und tendenziell vielleicht weniger, aber das muss man
selber entscheiden und darf dann nicht sich selber als Vorbild für alle nehmen.
Das ist, glaube ich, ganz, ganz wichtig.
Sebastian
glaube, worauf Elli ja auch am Anfang hinaus wollte, war dieses, ich gehe zu
einem Fesseltreff, ich habe noch keine Erfahrung und dann macht jetzt irgendwer
was mit mir. Das heißt, ich habe nicht die nötigen Informationen, um
einwilligen zu können in etwas.
Das ist ein Kritikpunkt, den kann ich ja tatsächlich auch teilen, dass ich sage,
okay, wer sorgt dafür, dass der Mensch eine informierte Entscheidung überhaupt
treffen kann?
Temel
ist auch ein Punkt, den ich sehr nachvollziehen kann. Ich würde ihn halt nicht,
ich hätte ihn anders interpretiert oder anders gewertet als vorhin, aber es
gibt natürlich sowohl Leute, die sich selber zu viel zutrauen, also ein großes
Thema sehen und Hängebondage ist voll eine tolle Idee, das muss ich unbedingt
machen.
Ich weiß nicht, was es für Risiken gibt, aber interessiert mich auch nicht, ich
muss es machen. Und dem man dann vielleicht erstmal sagen muss, ja, du kannst es
ja machen, aber vielleicht erstmal ein bisschen langsam und es hat auch Risiken
und sowas. Und es gibt natürlich auch diejenigen, die dann unerfahrene Leute
ausnutzen. Gar kein Thema, gibt es immer. Wir hatten ja auch schon bei dir in
der Sendung mal das Thema mit der Selbstverantwortung und vielleicht auch
Fremdverantwortung und sowas, das ist ja auch nochmal ein riesiges Thema. Aber
das ist für mich irgendwie klar, dass es immer ein bisschen mit den Personen
steht und fällt. Also es gibt welche, die sich vielleicht etwas cleverer
verhalten, vielleicht nicht so clever. Es ist nur für mich losgelöst von diesem
Thema des Metakonsens von ist BDSM Gewalt oder ist BDSM mit Feminismus
vereinbar. Also es gibt immer komische Leute, das ist bei allem so. Aber das hat
mit dem Thema nichts zu tun, verstehst du?
Sebastian
Ja, ich glaube, wenn man das weiterdenkt, dann muss man auch sagen, okay, wenn
ich BDSM betreiben will, dann muss ich eine gewisse Empathie und Intelligenz
besitzen, damit ich dazu berechtigt bin, BDSM zu machen.
Temel
Es
Sebastian
Wenn wir in die Richtung denken, dann wird es sehr, sehr böse, glaube ich. Ich
glaube da, hm,
Temel
ist vielleicht auch gar nicht Intelligenz. Ich glaube eher so etwas wie eine
Mischung von vielem, aber einfach so den gesunden Menschenverstand einschalten,
vielleicht auch empathisch sein. Ich würde es noch nicht mal festmachen an, wie
viel man weiß, also nicht, wie viel Erfahrung hat man. Ich fände es auch
schwierig, jemandem zu sagen, du musst erst zehn Jahre Shibari studiert haben,
bevor du es machen darfst. Sondern ich denke eher, man lernt in seinem Leben
insgesamt Fähigkeiten, wie man so mit neuem Wissen umgeht. Aber auch wenn man
BDSM-Neuling ist, dann bist du ja nicht bei allem auf der Welt, was du jemals
gelernt hast, Neuling, sondern zwar in dieser Sache, aber du hast schon gelernt,
wie gehe ich damit um, wenn ich in einer Sache neu bin. Also ich bin vielleicht
erst vorsichtig, hole mir Unterstützung von Personen, die Ahnung haben. Also du
kommst ja nicht als BDSM-Anfänger wieder als kleines Kind auf die Welt, sondern
du hast schon Fähigkeiten aus anderen Disziplinen, die du dir ranholen kannst,
um da etwas besser vorzugehen.
Sebastian
ja und,
Temel
Du fängst ja nicht immer wieder bei null an, das ist der Punkt.
Sebastian
also ich sage mal so, in dem Moment, wo du mit Sex anfängst im Leben, da lernst
du ja auch schon Verantwortung, ich gebe zu, das hat mir das Podcastsubbie wieder
ein bisschen geflüstert hier gerade, aber gerade so Dinge, Kondome, Verhütung,
Kinder machen im Allgemeinen, das hat was damit zu tun,
Verantwortung sich selbst gegenüber. Ich glaube, das ist ein Punkt und in der
Regel kommt ja BDSM erst nach dem Sex.
Temel
Häufig, ja.
Sebastian
Das heißt, ich habe mich schon irgendwie in meinem Leben meistens damit mal
auseinandergesetzt, dass ich mir gegenüber eine Verantwortung habe und das muss
ich jetzt auf dem Bereich BDSM eben projizieren können. Oh, da sage ich jetzt
aber Dinge, über die ich vorher nicht nachgedacht habe, muss ich gestehen. Ja,
Temel
Also dieses, das hatten wir auch mal in einem der Podcasts, dass man
Eigenverantwortung für sich selber hat und die auch wahrnehmen muss, einfach
weil es für einen selber besser ist, das löst natürlich nicht andere von ihrer
Verantwortung gegenüber anderen Menschen. Also auch wieder zu dem Punkt, was ich
sagte, es gibt immer Arschlöcher, die doof sind und mit denen man sich besser
nicht abgibt und man macht auch Fehler und sowas. Aber einfach dieser ganze
Komplex, sich selber darüber klar zu werden, was man möchte. Vielleicht so eine
Art Plan, wie gehe ich da vor, indem ich zwar ein gewisses Risiko eingehe, aber
ein überschaubares. Das sind alles Dinge, die kann einem leider keiner abnehmen.
Wir waren ja da alle irgendwo mal Anfänger und auch nicht nur in BDSM. Es ist
einfach meiner Meinung nach eine gute und wichtige Sache,
auf sich selber zu schauen und auf sich selber aufzupassen. Es nützt einem ja
auch nichts, wenn man dann immer wieder Fehler macht dass er immer wieder vor
die Wand rennt, aber immer sagen kann, die anderen waren aber schuld. Ich finde
es angenehmer, wenn ich nach mir selber gucke, nach meinen Bedürfnissen und
schon auch die Verantwortung für mich selber trage, weil ich mich tatsächlich
damit auch sehr mündig fühle, insgesamt in meinem Leben.
Sebastian
aber jetzt kommt der Punkt, du sagst, du fühlst dich mündig, du trägst selber
die Verantwortung und dennoch willst du die Verantwortung abgeben und dich
unterordnen und auf gut Deutsch willst du Scheiße fressen, weil du dich
hinterher gut fühlen wirst vor Lust.
Da ist doch jetzt ein Konflikt.
Temel
Wieso?
Sebastian
Wieso?
Wieso ist eine gemeine Frage. Ich versuche mir das immer abzugewöhnen. Ganz kurz
an Small Roxy nochmal. Ja, ich habe sexuelle Krankheiten vergessen, als ich das
Thema Kondome, Verhütung und Kinder angesprochen habe. Die gehören natürlich
auch noch dazu.
Sorry.
Äh,
ja, jetzt habe ich meinen Faden verloren. Ach, wie schön, das
Temel
Ich verstehe es schon, ich verstehe es schon. Konflikt.
Ich denke, das kann ich auch relativ einfach erklären, denn auch damit habe ich
mich für mich natürlich schon beschäftigt. Also ich könnte mir auch selber die
Frage stellen, wie vereine ich BDSM mit meinem Feminismus oder mit meinem doch
relativ selbstständigen Leben, wie geht das für mich zusammen? Und ich denke
immer, dass der Konflikt nur scheinbar ist. Also dass wir teilweise versucht
sind, Dinge auf Linie zu bringen, also Dinge zusammenzubringen, die wunderbar
parallel nebeneinander existieren können. Also ich sehe mich im
Alltagsleben, im Berufsleben und eigentlich auch im Privatleben als einen sehr
umtriebigen Mensch, da haben wir ja auch in meiner Folge schon mal drüber
gesprochen, als einen aktiven Mensch, der Dinge zu sich ran holt, der neugierig
ist, der mündig ist schon in meinem Verständnis. Aber
das ist eben nur ein Teil. Es gibt dann eben auch einen Teil, einen
sexuell geprägten Teil, der Bedürfnisse nach ganz anderen Dingen hat. Gleich so
wie dieses Manager-Klischee im BDSM. Sie sind im Berufsleben voll die
Bosse und Durchstarter und im Bett wollen sie dann dominiert werden.
Ich denke nicht,
Sebastian
das letzte Klischee auch noch aus.
Temel
dass es, naja, ist ja egal, ob es ein Klischee ist oder nicht, oder ob es bei
den meisten nicht so ist oder bei einigen so ist.
Sebastian
Ja,
Temel
Bei mir sehe ich das so als parallele Existenzen. Ich brauche das nicht
übereinzubringen. Ich habe nicht das Bedürfnis quasi, dass es so in meinem
Persönlichkeitsbild die eine Linie gibt und alles ordnet sich dem unter, sondern
es gibt viele verschiedene Facetten, die ich habe, die teilweise nicht
zusammenpassen, aber es sind die Bedürfnisse, die ich habe. Und danach, ich
ordne das nicht zueinander zu, sondern ich ordne es danach, ob es ein Bedürfnis
von mir ist oder nicht. Ich versuche keinen Zusammenhang in etwas zu finden, was
keinen Zusammenhang braucht. Und ich denke, dann braucht man auch keinen
Konflikt zu haben, wenn man sich selber zugesteht, dass verschiedene Dinge nicht
zueinander passen müssen und dass sie parallel existieren können, wenn es einem
wunderbar damit geht. Und wenn man sich gut fühlt damit, wenn man sich da auch
nicht unterdrückt von irgendjemandem fühlt, sondern wenn man das Gefühl hat, man
geht einem eigenen Bedürfnis nach.
Sebastian
und der andere hilft dabei, willst du das sagen? Der ermöglicht, dass das so
ist.
Temel
Der Spielpartner?
Ja, sicher.
Sebastian
also da kommen wir jetzt ins Philosophieren, da ist der Spielpartner nur der
Mensch, der Dienstleister, aber so einfach ist es ja nun mal dann wieder gar
nicht, es ist ja viel komplexer.
Temel
Also es ist ja auch, es
Sebastian
Aber sagen wir so, wir haben Sicherheitsmechaniken wie Safe Words oder im
Prinzip irgendeine Sicherheitsmechanik hat jeder, auch wenn man sagt, man spielt
ohne Safe Word.
Trotzdem hat man sich darüber Gedanken gemacht, wie beide sich
gegenseitig davor schützen, dass wirklich Mist passiert. Sollte man zumindest.
Temel
ist richtig, die Sicherheitsmechaniken können einfach anders sein. Also ich sage
häufig, habe ich glaube ich auch bei dir schon mal gesagt, dass meine
Sicherheitsmechanik vor allem über die Partnerauswahl oder die Menschenauswahl
einfach geht. Das ist auch ein großer Sicherheitsmechanismus.
Und ich wollte es jetzt auch gar nicht so einteilig formulieren, von wegen, ich
suche mir irgendeinen, der meine Bedürfnisse erfüllt. Einen sehr schönen Teil am
BDSM-Spiel finde ich tatsächlich auch, so die Tiefe der Verbindung, die sich zu
jemand anderem aufbaut und auch die Unberechenbarkeit daraus. Also
ich brauche tatsächlich irgendwo so diesen, ja
Sebastian
ist so ein bisschen wie ein Glücksspiel. Kann das dasselbe Zentrum im Hirn
treffen?
Temel
genau, ja so diesen Thrill, also das Bedürfnis, vielleicht kommt das auch wieder
in dieses Kontrollieren oder Nichtkontrollieren, wenn wir Kontrolle abgeben,
also wo ich doch im Alltag sehr viel Kontrolle habe und die auch wähle,
finde ich es tatsächlich sehr, sehr spannend, wenn ich da mit jemand anderem zu
tun habe, der andere Vorstellungen hat oder andere Ideen als ich und ich dann
einfach mal gucke, was dem so einfällt. Das ist einfach spannend. Also ich bin
auch einfach ein wahnsinnig verspielter Mensch, der tendenziell schnell
gelangweilt ist. Und ich fände es für mich persönlich brutal langweilig, wenn
ich im BDSM auch noch die Kontrolle hätte. Das ist einfach, ja,
das ist vielleicht so ein bisschen platt dahergesagt, aber so empfinde ich das
tatsächlich.
Sebastian
wäre langweilig.
Temel
Also irgendwie, BDSM ist ja was, was ich mache, weil ich Spaß daran habe und
wenn es langweilig ist, macht es keinen Spaß.
Sebastian
Ja, aber ich glaube, da ist jetzt so ein Punkt.
Wir unterstellen jetzt, dass jeder BDSM macht, weil er Spaß dran hat. Und weil
in meiner Definition ist BDSM nur deshalb BDSM, weil es irgendwas bringt, weil
es was Positives bewirkt. Alles andere ist kein BDSM. Deshalb fällt es mir immer
so schwer, von schlechten BDSM zu sprechen, so in Abhängigkeitsverhältnissen und
dann ist der Konsens nicht gegeben. Aber dann ziehe ich halt immer die Grenzen
und sage, Moment, das ist dann für mich persönlich definiert kein BDSM mehr,
weil ich entziehe dem Ganzen ja die Berechtigungsgrundlage.
Oh, das können wir aber ewig diskutieren. Was machen wir denn jetzt?
Temel
Wir haben jetzt BDSM definiert, wir sind dran.
Sebastian
Ja, ja, du wolltest doch Feminismus mal eben schnell kurz abhaken.
Temel
Ja, ich hoffe schon, dass ich das damit ein bisschen tun konnte.
Sebastian
es nochmal in einem Satz abhaken?
Temel
Also allen da draußen, vielleicht die für sich selber auch mit dem Thema so ein
bisschen hadern, wie kann ich BDSM mit meinen sehr liberalen Vorstellungen
vereinbaren oder mit meinem eigenen Feminismus vereinbaren. Ich rate einfach,
macht daraus gar nicht so einen großen Kampf.
Überlegt zuallererst, und das ist auch der Kern des Feminismus, überlegt, was
ihr selber wollt.
Und setzt das durch. Und lasst euch nicht von irgendjemandem erzählen, ihr dürft
das nicht entscheiden, ihr seid unmündig oder sonst wie unterdrücken, sondern
geht nach euch selber und nach euren Bedürfnissen und verfolgt die. Und das wird
euch auf den Weg bringen, der gut ist. Und dann braucht man auch vor allen
anderen Dingen auf der Welt keine Angst zu haben, dass die sich nicht mit dem
Feminismus vereinbaren lassen oder sich irgendwelchen Blödsinn erzählen zu
lassen. Es gibt natürlich auch Feministinnen, die Blödsinn erzählen.
Komische Leute gibt es überall.
Sebastian
Oh Mann, du machst ja echt einen Rundumschlag.
Temel
Aber danach, ja, aber, ja, dass es komische Leute gibt
überall, das kann man, glaube ich, so als Fakt für die Welt festhalten.
Sebastian
Stopp.
gut jetzt.
Temel
Das ist aber auch nicht, genau.
Sebastian
Ja, es gibt immer Idioten, das ist klar. Dieses Thema Informationsvorsprung
generell mag ich, ich glaube, das mag ich in Zukunft noch mal ein bisschen
thematisieren, weil ja auch ganz oft einfach Menschen aufeinandertreffen.
Temel
Aber das ist nicht das
Sebastian
Da kommt jemand neu in die Szene, der sucht ja jemanden zum Spielen und jetzt
findet er jemanden und da ist ein bisschen Erfahrung ja gar nicht so schlecht.
Und jetzt ist dann die Frage, wie kriege ich dieses Ungleichgewicht, wie kriege
ich das so verarbeitet, dass beide davon etwas Positives haben? Ist ja auch
nicht mehr so einfach, ne?
Temel
man selber noch keine Erfahrung hat und sich dann Leute sucht, die Erfahrung
haben.
Sebastian
Ja, also ja, das ist so der Punkt. Ich muss ja dieses Ungleich...
Nehmen wir mal ein Beispiel. Nehmen wir mal an, ich suche mir heute ein neues
Podcastsubbie. Nur mal so, nicht, dass das notwendig wäre.
Temel
Aha, ja.
Sebastian
Obwohl eben war die Tür auf, es zog hier wie Hechtsuppe durch und dann schrieb
ich hier in mein kleines Chatfenster rein, es zieht. Dann passierte nichts. Aber
gut, das Podcastsubbie darf bleiben. Ist nämlich auch so ganz toll.
Temel
Ja, Glück gehabt.
Sebastian
Nein, aber
dann habe ich möglicherweise jemanden vor mir, der null Erfahrung hat und dann
ganz ehrlich, meine Idee ist dann immer, okay, man fängt mit jemandem, mit dem
man neu anfängt zu spielen, fängt man einfach bei null an. Und dann lernt man
einfach von vorne nochmal und sagt nicht, ich kann schon Leute auffängen und
tackern und keine Ahnung was, sondern man fängt einfach da an, wo der andere ist
und holt ihn ab und dann wächst man gemeinsam. Ich finde das einfach gar nicht
schlecht, diese Perspektive.
Temel
Das unterstütze ich total. Total. Das kann man auch noch mal erwähnen.
Egal, ob man jetzt schon länger BDSM macht oder gerade an Tag 1 ist.
Ich sage ja auch immer, ich bin das größte Weichei von allen oder der
ahnungsloseste Anfänger von allen. Ich stehe dazu. Es ist nicht nur nicht
schlimm, von etwas noch keine Ahnung zu haben,
sondern es ist eigentlich ganz normal. Es gibt so viele Dinge, keiner kann die
alle kennen. Und ich finde auch, wenn man irgendwo einen neuen Spielpartner hat,
dann sollte man ja auch nicht da hintreten und sagen, sagen, ja, ich habe schon
zehn Jahre BDSM-Erfahrung als Sub. Du kannst also schon voll in die Vollen
gehen, sondern man sollte individuell immer gucken, wie das passt und wie viel
man sich selber zutraut. Also das hat nichts mit der Erfahrung zu tun. Auch da
kommt wieder das Thema Selbstverantwortung hinzu. Aber lasst euch da nichts
erzählen von irgendwelchen anderen mit viel Erfahrung, wenig Erfahrung. Schaut
nach euch selber. Ich glaube, das ist ein Punkt, den kann man gar nicht oft
genug und stark genug betonen.
Sebastian
Jetzt hast du quasi ein Machtwort gesprochen.
Temel
ist so simpel.
Tja, ich habe mit Thor's Hammer auf den Tisch gehauen.
Sebastian
Weißt du was, ich stelle dir jetzt eine letzte Frage.
Kannst du noch Nein sagen?
Temel
ich hoffe, ich habe es vermieden. Er hört ja zu. Also
hoffe ich mal, ich habe es vermieden.
Sebastian
Ja, wir
es ja jetzt aufgenommen.
Temel
Ja, super.
Ich hoffe, ich habe es drum herum geschifft.
Sebastian
Idealerweise hättest du auf die Frage jetzt einfach Ja gesagt und dann wäre gut
gewesen.
Temel
Schöne
Sebastian
Okay, also ich sehe das Thema, oh Gott, warum werden alle Themen momentan so
komplex eigentlich? Ich finde das gut.
Temel
Themen. Das ist eine gute Sache, die du da machst, weil die Themen besprochen
werden wollen. Es ist gut, die von links nach rechts zu drehen und
unterschiedliche Sichtweisen zu hören. Also ich finde das auch gar nicht
schlimm, wenn du mal nachfragst oder wenn es auch mal kontroverser wird. Ich
finde das gut. Nur so können wir einfach alle im Level der Erkenntnis
aufsteigen. Ich finde das super und weiter so.
Sebastian
Ja, level up.
Temel
Level up, ja, total.
Sebastian
Ja, wir müssen mal gucken, wo uns das hinführt. Ich bin auch dafür. Wir machen
tatsächlich im Rückblick mir die Folgen am meisten Spaß, wo es manchmal auch ein
bisschen knirscht. Wo dann einfach mal jemand sagt, das sehe ich aber anders.
Und dann versucht man Argumente. Und manchmal sind die Argumente gut und
manchmal prallen die auch völlig ab, weil man sich nicht informiert hat.
Temel
Ja, ich
Sebastian
Ich glaube, das ist völlig in Ordnung, wenn man die austauscht. Man darf sich
nur nicht hinterher, darf man nicht böse aufeinander sein und sagen, du bist
aber doof, du hast ja eine ganz andere Meinung als ich.
Auch da wieder Konsens herstellen. Und im Zweifel lautet der Konsens, wir haben
eine unterschiedliche Meinung. Auch das ist okay.
Damit kann man umgehen. Aber wir müssen halt drüber sprechen.
Temel
denke, häufig ist es sogar ein Qualitätskriterium, dass an bestimmten Themen
sehr viel Kontroversität herrscht. Denn wenn man sich mit etwas
auseinandersetzt, woran einem viel liegt, dann setzt man sich eben so genau
damit auseinander, dass es manchmal auch einen Zwiespalt gibt. Ich denke, gerade
weil einem an einem Thema was liegt, kann es da auch mal Zweifel oder
Schattenseiten geben. Das ist was ganz Normales. Das ist nichts, wofür man sich
fürchten muss. Also irgendwo Zweifel und harte Themenwechsel oder sonst
irgendwas, das muss ein Thema oder das muss eine Diskussion aushalten. Das ist
was Gutes und eigentlich meiner Meinung nach ein gutes Zeichen.
Sebastian
Ich sage es mal so, selbst wenn ich mit jemandem wirklich unterschiedlicher
Meinung bin, hinterher geht man zusammen einen trinken und dann ist es okay.
Okay, das ist in Ordnung. So, ich werde dich jetzt hier aus der Leitung werfen.
Ich werde diese Sendung jetzt zu Ende bringen.
Temel
Ja, ich
Sebastian
Und ja, erstmal vielen Dank dafür, dass du hier angerufen hast und nochmal das
Ende der Sendung nochmal um eine gute halbe Stunde rausgezögert hast. Wunderbar.
Temel
könnte das Thema aber so nicht stehen lassen. Das hat mir zu sehr in den Fingern
gejuckt. Das ist mir selber ein Bedürfnis und da musste ich doch ein paar Dinge
dazu sagen und vielleicht konnte ich ja einigen ein bisschen das Thema etwas klarer
zusammenfassen. Ich hoffe es.
Sebastian
Du hast deine Meinung gesagt, das finde ich gut. Und wenn wir nächste Woche
darüber oder Ende der Woche jetzt noch weiter darüber sprechen, mein Gott, dann
machen wir das eben. Dafür haben wir diesen Raum hier und diese Möglichkeit.
Und das ist ja gar nicht schlecht. So, du ab wieder zurück in den Chat mit dir.
Temel
Genau.
Sebastian
Ich werde jetzt auflegen. Mach's gut. Tschüss.
Temel
Danke dir. Tschüss.
Sebastian
So, das war die letzte Anruferin. Hier kommt auch keiner mehr durch heute. Ich
mache das jetzt hier mal aus, denn es ist tatsächlich schon wieder 23 Uhr. Ach,
ich bin gerade begeistert. Nochmal gerettet hier. Ihr lasst mich ja von Sendung
zu Sendung immer ein bisschen länger warten, bis hier irgendjemand anruft. Aber
im Endeffekt klappt es dann doch und ich finde, da kommt auch echt was Gutes bei
raus. Und ich mag den Chat, da ging es jetzt gerade noch so ein bisschen hoch
her, nochmal ermutigen. Diskutiert das ruhig aus, das ist in Ordnung. Seid
trotzdem respektvoll zueinander, das klappt, soweit ich das sehe, ganz
wunderbar. Und da bin ich so ein bisschen stolz drauf, dass hier die Hörer der
Kunst der Unvernunft dann auch wirklich einfach mal verschiedene Meinungen haben
und dann eben drüber sprechen. Und, ja, man kann auch manchmal ein bisschen
beleidigt sein, aber im Grunde genommen glaube ich immer, niemand meint es
wirklich böse. So, was bleibt mir noch zu sagen? Am Freitag geht es hier weiter
und zwar um 20.30 Uhr wie immer, denn es gibt ja immer noch Corona und immer
noch ist kein Stammtisch in Sicht und dann machen wir das halt. Ich habe
tatsächlich auch schon Gäste eingeplant, nämlich eine Autorin. Das habe ich,
glaube ich, schon mal erwähnt. Und also im Moment ist sie glücklich mit dem, was
ich so, ja, so kurzhörbuchmäßig da produziert habe, auch wenn ich diesen Text
unfassbar bösartig überarbeitet habe, damit ich es schaffe, ihn nämlich zu
lesen. Wir werden sehen, ob ich das dann hier veröffentlichen darf. Ich bin da
sehr gespannt. Und ja, dann gibt es am Freitag auch wieder ein paar Anrufer,
wenn denn welche da sind und ich freue mich einfach drauf, die Woche dann mit
euch ausklingen zu lassen. Jetzt erstmal schönen Abend, ich spiele jetzt noch
ein letztes Lied, was habe ich denn? Eins habe ich noch, Poor Old Sun habe ich
noch und ja, kommt gut ins Bett, ich wünsche euch einfach noch einen schönen
Restabend, ganz viel Spaß und ja, bis Freitag, tschüss.