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Sebastian
Es ist Dienstagabend und natürlich gibt es wieder die Unvernunft live. Hallo ihr
Lieben im Chat und im Livestream. Schön, dass ihr da seid. Und ja, mein Gott,
das war gestern ein Tag, muss ich mal sagen, denn ich hatte es geschafft, einen
Gast festzuhaben und alle anderen wollten erst am Freitag oder nächste Woche.
Und dann habe ich gestern bei Instagram mal kurz so ein kleines, die Ankündigung
für die Folge heute rausgehauen und gesagt, ja, vielleicht hat ja jemand Lust.
Jetzt habe ich eine lange Liste, aber ich habe auch meinen zweiten
Gesprächspartner oder meine zweite Gesprächspartnerin und ja, ich würde sagen,
die nächsten Folgen sind definitiv gesichert, was Gäste angeht.
Und bevor es losgeht, gibt es noch eine Sache kurz zur Telegram-Gruppe. Die gibt
es ja und manche Menschen hören ja das ja erst im Podcast-Feed. Und da habe ich
jetzt mehrmals eine Mail bekommen, wo ist denn diese Gruppe? Ist das vielleicht
nur was für die Besseren der Hörer oder gibt es da einen Club, wo man eintreten
muss? Ne, die ist vollkommen frei, aber den Link dahin, den gibt es nur im
Live-Chat während der Live-Sendung tatsächlich. Das ist nämlich eine Gruppe von
Hörern für Hörer. Deshalb kann ich die jetzt auch nicht groß publizieren, weil
was da drin ist, das entzieht sich meiner Kenntnis und Verantwortung. Und da
dürft ihr alle ganz viel Spaß drin haben. Und wer jetzt den Podcast irgendwie
erst in zwei, drei Tagen hört, schaut doch einfach mal in der Live-Sendung rein,
dienstags oder freitags, und dann findet ihr das Ding auch. So, Ankündigung
fertig. Ich begrüße meinen ersten Gast, den Tristan. Hallo.
Tristan
Hallo Sebastian.
Sebastian
So, du klingst hervorragend. Ich bin schon wieder glücklich. Sehr gut.
Tristan
Das ist ja leicht, dich glücklich zu machen.
Sebastian
Ja, also ich weiß, was alles schiefgehen kann. dann wird man genügsam.
Ja, ich stelle dich mal kurz vor, du bist 36, kommst aus Dortmund und
hast auch so ein Projekt gemacht. Ich kündige mal ganz kurz an, was es ist.
Nein, das kannst du vielleicht einmal tun und dann reden wir erstmal nicht mehr
drüber. Einverstanden? Dann
Tristan
Können wir so machen.
Sebastian
machen wir
Tristan
Okay, mein Projekt ist vielleicht ein bisschen nerdig oder ein bisschen
virtuell, aber es ist eine Website, die heißt Write4Me, also schreib für mich.
Die habe ich vor fast zehn Jahren entwickelt und habe eine ansehnliche
Userzahl da angesammelt und es geht quasi darum, seinen Subbies
Tippaufgaben zu geben und eine schöne Oberfläche zu haben, um zu kontrollieren,
ob die denn schön erfüllt würden.
Sebastian
Ja, das ist großartig. Wir haben uns da ein bisschen drüber unterhalten und ja,
so der böse Sadist in mir hat dann auch gleich das Leuchten gekriegt.
Aber natürlich, wie immer, die Mühlen der der Justiz, nein, die Mühlen der
Bürokratie laufen bei mir hier ja immer durch. Wollen wir dich erstmal ein
bisschen kennenlernen? Du bist selber BDSM-er, vermute ich, weiß ich.
Tristan
Ja, genau. Vielleicht wie die meisten so ab den späten Teenagerjahren
auf der Sub-Seite Fantasien gehabt, vor allem so
Bondage-Fantasien und dann das Internet entdeckt, das mir dann sehr viel Input
dazu gegeben hat. Und ja, dann irgendwann mit 16 habe ich meine erste Freundin
kennengelernt, mit der ich das dann auch ein bisschen ausprobiert habe. Die
Freundin ist nun seit 20 Jahren immer noch dieselbe und inzwischen meine Frau.
Aber das mit dem BDSM ist halt nicht so wirklich in unserer
Beziehung geblieben, weil sie mehr Vanilla ist. Deswegen haben wir unsere
Beziehung in der Zeit halt ein bisschen geöffnet und ich habe andere Menschen
kennengelernt und dadurch halt auch die andere Seite ein bisschen kennengelernt
und würde mich jetzt eigentlich als Switch bezeichnen mit einem Fokus auf der
submissiven Seite. Ich
Sebastian
Ja, das ist jetzt die Frage,
mit dem Öffnen ging das sehr schnell oder hat das gedauert?
Tristan
glaube, es hat die richtige Person oder das richtige Pärchen gebraucht. Das
haben wir
2009 kennengelernt. Wir hatten viele gleiche Interessen
und ähnliche, ja, also die Chemie hat halt direkt gestimmt. und
es war halt dann nicht nur so, dass ich eine Spielpartnerin gefunden habe,
sondern dass zu der Zeit meine Frau auch einen Spielpartner gefunden hat. Das
wurde dann etwas mehr in die Vanilla-Richtung und so war da gleich so eine
Harmonie da und man konnte mit der
Spielpartnerin spielen, ohne sich Gedanken machen zu müssen, dass die
eigentliche Partnerin sich jetzt gerade langweilt. Das war eine relativ gute
Situation in dem Moment.
Sebastian
Okay, und das scheint ja bis heute zu funktionieren und,
Tristan
Diese Sache hat lange angehalten, aber ist nicht mehr präsent.
Im Moment ziehen sich meine
BDSM-Erfahrungen leider ein bisschen wieder zurück und sind
jetzt eher so im Virtuellen angesiedelt. und es sind auch eher kleinere Spiele,
weshalb ich dann halt irgendwann auch dieses Projekt nochmal neu aufgesetzt
habe. Oh,
Sebastian
also ich mag da nochmal so ein bisschen drauf
rumreiten, also es hält schon noch, aber halt die Ehe ist halt die Konstante,
ne? ne, nicht, das war das, ne, das, nein, darauf wollte ich nochmal hinaus und
ganz ehrlich, wenn das für euch beide passt, dann ist das doch ein wunderbares,
ich sag mal, nicht Agreement, aber das ist ein Lebensmodell einfach und wenn das
für euch beide so gut ist, dann ist es auch wunderbar, viele scheitern ja
wirklich an ihrem Partner komplett, ne, und
Tristan
ganz genau, das wollte ich jetzt nicht falsch.
Das
Sebastian
da muss man einmal gucken, man ist immer so ein bisschen privilegiert, wenn man
in einer Beziehung lebt, wo man spielen kann, aber das ist halt doch ein Fall,
den hat wirklich nicht jeder, muss man mal ehrlich sagen, Okay.
Tristan
stimmt. Ich finde, es ist ein wundervolles Zeichen von Liebe, sich diese
individuellen Freiheiten zu gönnen, wenn man das kann.
Sebastian
Ja, das hast du am Anfang gesagt, Subby, Switch, oben, unten gespielt.
Wo ich so ein bisschen bei dir nochmal neugierig bin, ist so erste Erfahrung
überhaupt, so dieses Gefühl, wie du oder was ist so dein Fokus beim BDSM? Also
im Moment ist es ja online, aber wenn es jetzt nicht online ist, wo sagst du,
ja, das gehört für mich dazu? zu.
Tristan
Ich war ganz lange ganz, ganz neugierig und wollte alles einmal ausprobieren.
Ich glaube, das geht vielen so und hängen geblieben sind Dinge, Schmerzen,
nicht so sehr die Schlaginstrumente, aber ich habe einen wirklich großen
Fetisch für Feuer und Flammen und diese Dinge entwickelt. Ich hatte auch
Spiele, die in Brandings in einer Session resultiert sind und das ist
quasi einer meiner liebsten Schmerzen geworden und das ist etwas, was ich, ja,
ich könnte jetzt sagen, was ich am stärksten vermisse und damals hätte ich
gesagt, das ist ein
krasser, wichtiger Teil. Weil ansonsten,
nein,
Sebastian
Moment, Branding ist ja nur eine Sache, die kann man ja jetzt nicht ständig
wiederholen. Da ist ja irgendwann mal Ende.
Tristan
aber man kann es kreativ in Spiele einbauen. Zum Beispiel, wenn man
ein Branding hat, das immer weiter erweitert wird zu bestimmten Momenten
in bestimmten besonderen Sessions oder sowas.
Sebastian
Okay.
Okay. Das ist mal ein kreativer Umgang. Tatsächlich. Also hätte ich jetzt
tatsächlich gedacht, ja, das macht man einmal und dann ist halt gut, dann bleibt
die Erinnerung. Und die ist ja dann auch eingebrannt.
Tristan
So in dieser Form habe ich das vorher auch noch nie erlebt. Das war eine Idee
meiner Spielpartnerin und die ist halt sehr hängen geblieben.
Also ich fand diese Idee damals sehr großartig.
Sebastian
kann man ja nicht wegmachen, ne? Ist halt da.
Tristan
So ist das.
Sebastian
Ja, ich kenne mehrere Menschen momentan, die sich mit Brandings im Moment
beschäftigen. Ich glaube, da muss ich einfach mal eine komplett eigene Folge zu
machen, weil das Das ist ja jetzt auch nichts, was man zwischen Tür und Angel
macht.
Tristan
Es freut mich zu hören, dass hier die Themen nicht ausgehen.
Sebastian
Ah, Themen. Also ganz ehrlich, wenn ich die Liste aufschreiben würde, die es so
gibt, das ist Wahnsinn. Es ist natürlich vollkommen klar, dass Marius jetzt
fragt im Chat, was das denn so für ein Branding oder was das für Brandings sind
auf deinem Körper. Magst du es verraten?
Tristan
das ist ein recht organisches muster und es wurde
auch in jeder session stückhaft erweitert und zwar mit mit
einem quasi in einer Lötlampe zum Glühen gebrachten Kupferdraht der der quasi
live in die richtige form gebogen wurde und dann wurde es stück für stück
erweitert so dass es auch nicht nur ein schmerz war während der session sondern
sich über längere zeit aufgebaut hat und das ist an meinem
rechten oberarm nein
Sebastian
Darf ich fragen, wo?
Okay, so, jetzt noch eine Frage dazu. Das fragt nämlich Tanja.
Stört deine Frau nicht?
Tristan
also über solche dinge haben wir vorher gesprochen beziehungsweise hat meine
Spielpartnerin mit meiner Frau darüber gesprochen und hatte von mir das okay
aber eine
eine längere zeit vorher so dass ich in dem moment nicht damit gerechnet hatte
ich
Sebastian
Okay. Okay. Ja, du merkst, ich gehe jetzt ein bisschen mehr auf die
Persönlichkeit ein, als wir es abgesprochen haben.
Tristan
werde Ich werde dich zurückhalten, wenn es mir zu viel ist.
Sebastian
dann nehmen wir jetzt mal uns dein Baby vor. Das ist wirklich, ich bin ja selber
so ein bisschen Nerd und das ist wirklich Sadismus in Reinstkultur. Ich habe da
gestern und vorgestern ein bisschen mit rumgespielt.
Der Chat hat auch eben ein bisschen überlegt, was das denn ist. Da hingen sie
erst beim Online-Tagebuch oder Subi-Tagebuch und das ist es ja genau nicht.
Erklär doch mal, was Write4Me ist. Erstmal, ich sag schon mal davor, es kostet
nichts. Das kann man schon mal vorher sagen. Außer nerven.
Tristan
Ja, und das nicht zu knapp, übrigens auch, wenn man es entwickelt.
Es ist eine Website, quasi aufgebaut wie eine Community. Man kann sich da
anmelden und dann kann man als dominanter Part Schreibaufgaben erstellen, die so
sind wie Bart Simpson an der Tafel. So, schreibe x-mal
diesen einen Satz oder dieses eine Textfragment. Und das kann man ein bisschen
ausschmücken, zum Beispiel, dass es zusätzliche Strafzeilen gibt, wenn man einen
Tippfehler macht oder wenn man eine Pause macht oder dass random irgendwelche
Unterbrechungstexte eingeblendet werden, die dich rausbringen.
Oder dass, wenn du einen Tippfehler machst, irgendein Buchstabe zufällig
ausgetauscht wird. Es wird halt immer gemeiner.
Und der Grund,
warum ich es gemacht habe, das
Sebastian
ich habe das gemerkt. Ich habe da mal meinen Satz vorgegeben, meinen Lorem
Ipsum. Man schreibt dann auch noch blind, wenn man das will. Und dann sieht man
nicht mal, was man schreibt.
Tristan
finde ich ja besonders fies.
Sebastian
Und wenn ein Tippfehler ist, ja, und dann drückt man einen falschen Buchstaben,
dann wird der Bildschirm kurz rot und das macht Dirt.
Tristan
Das würde ich nicht meinen.
Sebastian
Und dann weiß man auch nicht mehr, was Sache ist. Ist schon ein bisschen fies.
Die ersten fangen auch schon an. Ich kann ja über die Zwischenablage was
einfügen. All das funktioniert nämlich nicht, habe ich gehört.
Tristan
Zumindest ist das ein ewiger Wettlauf, aber natürlich habe ich da jetzt ein
bisschen Vorsprung mit dem Versuch, mit irgendwelchen Skripten oder so
das zu umgehen.
Sebastian
Okay.
Tristan
Und ja, das ist natürlich ein Thema, aber ich spreche darüber eigentlich auch
immer so wie über Keuschheit vielleicht.
Vielleicht so ein Keuschheitsgürtel ist ja vielleicht auch etwas, was eher
psychisch ist und man würde den Spaß verlieren, wenn man dann versucht, da
rauszukommen oder tatsächlich da halt rauskommt. Wenn ich zwei Stunden
investiere, ein Skript zu schreiben, was vielleicht diesen einen Task löst und
es dann irgendwann beim zehnten Versuch hinbekommt, hätte ich die zwei
Stunden vielleicht auch die Aufgabe tippen können und meine Dommen glücklich
machen können.
Sebastian
Also ich glaube, um das zu demonstrieren, werde ich nach der Sendung, werde ich
morgen mal irgendwie vielleicht eine Challenge damit reinpacken und mal gucken,
wer es dann hinkriegt. Irgendwas Gemeines suche ich mir dann aus. Also es ist
tatsächlich so, es ist erstmal nur ein Stück Technik, wie ein Vorhängeschloss im
Grunde, man kann damit irgendwas machen, aber danach muss man kreativ sein und
du hast mir ein bisschen erzählt, was die Leute damit machen und in dem Moment
war ich begeistert.
Wo kann man denn da anfangen?
Erzähl du doch einfach mal, was für kuriose Dinge man damit tun kann, weil ich
kann das jetzt auch nur zusammenfassen aber du erzählst das viel schöner.
Tristan
Okay, also, weil wir gerade bei Keuschheit waren, es gibt natürlich diese
kleinen Schlüssel-Safes, die mit einer Zahlenkombination haben. Und ich habe es
schon oft, ja, es wurde oft an mich herangetragen, dass jemand halt seinen
Keuschheitsgürtelschlüssel in so ein Kästchen legen musste und vor der Webcam
halt die Zahlenkombination der Domme zeigen und sie selbst nicht sehen. Man kennt
das ja vielleicht. Und dann gab es halt eine dieser Tipp-Aufgaben, um den
Keuschheitsgürtel wieder losmachen zu können, also das Kästchen wieder öffnen zu
können. Und ja, dann kann man sich halt überlegen, ob man die Zeit investiert,
vorm Schlafen gehen und dann vielleicht die Nacht frei ist oder ob man ins Bett
geht und bis man wieder Zeit hat, die Tippaufgabe zu machen.
Sebastian
Also es gibt dann eine Lösung, wenn man die Aufgabe erledigt hat, dann kann eben
ein Lösungswort angezeigt werden oder die Zahlenkombination
Tristan
genau, da kann ein ganzer Text stehen oder Bilder oder ein Link und in diesem
Fall halt dann die Zahlenkombination. Das wird oft und gerne benutzt.
Es ist
Sebastian
Alles gut. Nein, also allein schon diese Idee zu sagen, also ich meine die
Währung ist ja an der Stelle Zeit, beziehungsweise aus Sicht der
dominanten Person ist es einfach eine Zeitaufgabe. Und wenn eben, das
kann dann auch wirklich sein, schreibe tausendmal diesen einen Satz.
Tristan
vielleicht nicht so romantisch, wie wenn man das in Schönschrift per Hand
schreibt, aber ein großer Punkt ist, glaube ich, das Verhältnis
der Zeit, die die dominante Person aufwenden muss, um so ein Task zu erstellen
und die Zeit, die es den Subi an die Tastatur fesselt. Weil
das können zwei Minuten zu acht Stunden sein, wenn man es darauf anlegt.
Und bei mir auf der Seite gibt es sehr viele dominante Frauen, die das
benutzen und die auch sehr, sehr viele Subis haben, die um ihre Gunst
wetteifern. Und für die ist es, glaube ich, ganz besonders interessant, dass sie
wirklich kaum Aufwand haben, dass sie schön statistisch aufbereitet sehen, wie
gut jetzt jemand getippt hat und wie viel. Und sogar mit einem
zeitlichen Verlauf der Tippgeschwindigkeit. Und ich
habe das dann ein bisschen ausgebaut mit einem Chat-System, das ich auf der
Seite habe.
Sebastian
Ja, das finde ich, das ist die Lösung für viele Mädels, die sich beschweren,
dass sie zu viele Mails bekommen. Ja,
Tristan
Als ich das eingebaut habe, habe ich so viele positive Zuschriften bekommen.
Also es ist halt so, dass ich Instant-Messaging auf der Seite habe. Und man
kann, wenn die Dame es möchte, einfach auf das Profil gehen und sie anschreiben.
Aber es gibt halt den Twist auf Wunsch, dass wann immer ich eine Nachricht
abschicken möchte, muss ich, um das zu bestätigen, erst einen ihrer Tasks
machen, den sie vorher auswählt. Und das scheint tatsächlich die
Bewerber ziemlich auszusieben und nur diejenigen
durchzulassen, die es wirklich ernst meinen. Nein.
Sebastian
ich habe erst mal fünf Minuten Aufwand, damit meine Nachricht durchgeht. Dann
muss die Nachricht auch irgendwie, dann kann ich auch die gleiche Zeit in die
Nachricht investieren.
Das heißt, also, wer nutzt es denn mehr? Also, du hast Statistiken? Okay,
Tristan
Genau, ich habe so ein bisschen Charts. Es gibt auch Menschen, die die viel zu
ernst nehmen und für die eine Welt zusammenbricht, wenn die in den Charts ein
Stück abrutschen.
Das gibt es für diejenigen, die diese Aufgaben stellen. Da wird halt einfach
aufsummiert in den letzten 24 Stunden oder 30 Tagen oder im letzten Jahr, wie
viel haben die Leute denn für dich Tippaufgaben gemacht und wie lange haben die
gesessen. Und auf Platz 1 ist jetzt gerade eine Person. In den letzten
24 Stunden haben Leute für sie 23 Stunden und 37 Minuten getippt.
Sebastian
Gott.
Ja, also, das ist wirklich, sag mal, es ist schon irgendwie fies. Im Moment, ich
sehe es halt jetzt in dieser Zeit, wo man sich vielleicht auch nicht unbedingt
sehen kann, ist es doch ein Mittel, um irgendwie, ja, nicht
miteinander, aber aneinander Zeit zu verbringen, so ein bisschen. kenne da so
ein paar Leute schon, wo ich genau weiß, dass die das heute Nacht noch
ausprobieren werden.
Tristan
Also für die meisten Menschen ist es tatsächlich eine Strafe. Für viele ist es
auch so eine Art Währung schon fast, um Anerkennung zu
vermitteln. Und ein kleiner, aber der spannendste
Teil, finde ich, sind so Menschen, die dieses System benutzen, um kreative Dinge
damit zu machen. Es gibt mehrere sehr große Choose-Your-Own-Adventure-Tasks
darin, die quasi darin bestehen, dass eine Geschichte erzählt wird. Und in
jedem wichtigen Schritt der Geschichte, also meistens eine BDSM-Geschichte, muss
man einen Task tippen, der auf die jeweilige Situation
angepasst ist und dann hat man eine Entscheidung am Ende, wo man weitermacht.
Zum Beispiel, du erwachst in einem Kerker und jetzt kannst du entweder warten
und schauen, ob jemand nach dir guckt, das ist dann ein sehr langweiliger, öder
Task, oder du kannst versuchen, die Tür aufzubrechen oder an der Tür zu kratzen,
das ist dann ein kürzerer Task, aber die Fehler werden härter bestraft und die
Zeilen, die du tippst, sind halt immer an die Situation angepasst. Und so geht es
halt durch 20, 30 neue Szenen und am Ende hast du es
vielleicht geschafft und kommst zu einem Lösungswort oder bekommst tatsächlich
eine Antwort der Person, die diese Welt für dich erschaffen hat.
Sebastian
Das kann man schön in Pen & Paper-Abende quasi einbinden und sagen, so, und der
Sieger ist dann der, der den Task zuerst löst, der das Lösungswort hat.
Tristan
Oh,
da würde ich mich aber bedanken, wenn mein Meister mich dann an den Rechner
setzen würde.
Sebastian
Nein, also es ist so ein bisschen es ist halt, ich sag mal, so eine Art
Spielzeug einfach, man kann damit was tun und ja, man kann das ganz öde benutzen
und sagen, ja, Subi war blöd, die muss jetzt 2000 Mal ich bin kein braves Subi
tippen
Okay, aber ich kann es ja auch andersrum verwenden und sagen, okay, du wendest
jetzt mal eine halbe Stunde Zeit auf
und hinterher kommt irgendwie eine nette Grußbotschaft oder Liebesbotschaft raus
aus.
Tristan
Zum Beispiel.
Sebastian
Lady A fragt jetzt, ob es Punishment-Vorlagen gibt.
Tristan
Das klingt jetzt so nach realen Punishments. Es gibt ganz viele Tasks, die diese
Unterbrechungstexte benutzen, um zu sagen, jetzt leg dir da eine Klammer an oder
jetzt ohrfeige dich oder jetzt setze die Klammer woanders oder dreh sie um 90
Grad. So quasi interaktive Tasks, die diese Unterbrechungsnachrichten
benutzen, um dem Subi jetzt noch Befehle zu geben.
Sebastian
Das ist ja fürchterlich.
Tristan
Ich weiß nicht, ob das gemeint war. Punishment-Vorlagen?
Sebastian
Naja, also vielleicht dass ich nicht selber einen Task erstellen muss, sondern
ich kann einfach einen random auswählen und dann zack,
Tristan
Achso, es gibt quasi alle öffentlichen Tasks, sind komplett durchsuchbar und
wenn man auf irgendwas steht, dann gibt man einfach mal das Wort ein und da
kommen bestimmt Tasks.
Sebastian
läuft das.
Tristan
Vielleicht dann auch eher auf Englisch, weil die Community ist sehr
international darauf.
Sebastian
Genau, das wollte ich nochmal wissen. Wo kommen die Leute denn her? Weil,
also, die Seite ist auf Englisch, das stört aber nicht. Also ich finde, man kann
sie auch, wenn man da rudimentärste Kenntnisse hat,
also ausfüllen kann man das, das ist kein Problem und dann ist man da
angemeldet.
Tristan
Ich habe tatsächlich nicht viele deutsche Userinnen, sondern die sind ganz nett
verteilt über die gesamte Welt. Die USA ist ein bisschen weniger vertreten, als
man es denken würde. Ich habe ganz viel aus asiatischen Ländern. Ich habe
niemanden aus Nordkorea, aber ansonsten habe ich, glaube ich, jedes Land schon
gesehen. Und ich glaube, wir haben ungefähr 36.000 User im Moment angemeldet,
aber ich glaube nicht, also nur ein Bruchteil davon ist aktiv, natürlich.
Sebastian
ja gut, aber das ist ja schon mal eine Zahl. Also ich war auch tatsächlich
fasziniert, weil ich wusste auch nicht, dass es das schon so lange gibt.
Es ist irgendwie völlig an mir vorbeigegangen, denn Marketing könnte noch ein
bisschen Feinschliff ertragen.
ich schaue gerade so
Tristan
Ich nehme gern Tipps an.
Sebastian
ja, könntest ja mal einen Podcast mitmachen
Tristan
Oh, verrückte Idee.
Sebastian
nein, alles gut also wie gesagt, im Moment ist es einfach das Tool der Stunde
oder eine Möglichkeit, weil ja, ich kann natürlich meinen mit dem Handy
gekoppelten, ferngesteuerten Vibrator nutzen, das ist alles
wunderbare Sachen, aber die kosten eben auch ein Schweinegeld, muss man sagen
aber
Tristan
Ich habe schon überlegt, da Lush einmal anzuschreiben,
weil ich habe ja eine offene API und vielleicht kann
man das ja kombinieren. Das
Sebastian
vielleicht mache ich ja was dass ich sage so, wer hier anrufen will Aber dafür
habe ich nicht genug Anrufer, der muss dann erst irgendwas abtippen. Nein, das
ist ja Quatsch.
Aber ja, wenn man ein bisschen drüber nachdenkt, dann kommen da wirklich ganz
spannende Sachen raus. Die API, das ist natürlich jetzt wieder für mich, für den
Bastler ganz spannend, wenn man dann irgendwie das anfängt mit Dingen aus der
echten Welt zu kombinieren.
ähm, was weiß ich ähm, ich krieg eine, naja, ich krieg eh eine Nachricht, aber
hm, man muss mal gucken, was man da tun kann, ähm wir merken schon, das ist ja
so ein kleines Informatiker-Fachgespräch, hab ich das Gefühl
Tristan
tut mir leid, ich wollte nicht, dass es dahin abdriftet.
Sebastian
noch ist das alles verträglich die Hörer sind da geduldig mit mir, glaub ich
ähm, gibt's denn Sachen die auch, Anekdoten die du so mitbekommst, dass mal
irgendwas Besonderes passiert ist, okay
Tristan
Also es gibt, dieses Ding war eigentlich mein erstes
PHP-Projekt und sah ganz, ganz lange ganz, ganz schrecklich aus und zwar noch
bis Anfang dieses Jahres. In diesem Zustand hätte ich ja auch nie beim Podcast
mitgemacht. Ich habe das irgendwann neu geschrieben und dann habe ich ein Forum
eingebaut und das war ein großer Fehler. Aber wer sich einmal amüsieren möchte,
in diesem Forum gibt es eine Community und
ja, da gibt es so ein paar Charaktere, die ziehen quasi
den gesamten Wert ihres Lebens daraus, wie hoch sie in diesen Charts sind. Und
es ist ein Drama, wenn da jemand absteigt oder wenn da jemand jemand anderem
streitig macht, wer für wen getippt hat.
Ich habe es fast bereut, dieses Forum aufzusetzen.
Sebastian
also werd ich jetzt nicht nicht trollen und sagen, so, ich nehme jetzt alle in
jeder Folge, sagen hier den Kunst-der-Unvernunft-Task bitte ausführen von jedem
und allem und keine Ahnung was, um da diese Charts zu stürmen.
Tristan
Oh, das kannst du gerne machen.
Sebastian
Aber ich glaube, das wird nichts. Ich glaube, so schlimm ist es dann hier nicht.
Aber okay, aber weißt du, was das für Menschen sind?
Tristan
Also ich
Sebastian
Hast du da Kontakt, dass das für sie so wichtig
Tristan
habe teilweise Kontakt zu den Menschen, weil ich habe Kontakt gesucht, als ich
diesen Neustart der Seite angekündigt habe und Ideen gesucht. Eine Person hat
sich da sehr hervorgetan mit interessanten Ideen und Verbesserungswünschen. Und
eine andere Person, die auch sehr beliebt in der Community
war, hat sich dann weniger beachtet gefühlt, weil sie halt nicht auf mich
zugekommen ist. Und dann gab es große Dramen. Man könnte eine Staffel GZSZ damit
drehen, glaube ich.
Sebastian
Gott.
Tristan
Es gibt aber wirklich fiese Aufgaben. Zum Beispiel kann
man das Tool benutzen, um Leute am Schlafen zu hindern. Das habe ich noch nicht
so oft gesehen, aber ich finde es ziemlich fies, weil man kann halt Strafen für
Pausen einstellen. Und wenn man sagt, ja, wenn du fünf Minuten Pause machst,
dann bekommst du 8000 Zeilen mehr oder so, dann heißt das, wenn der gesamte
Task, wenn der dich vielleicht acht Stunden kostet und du siehst ja, wann
Subi anfängt zu tippen, wenn das abends ist, du siehst auch, wie viele Versuche
und wie viele Neustarts es gab und wenn die Order halt ist, du machst ihn jetzt
zu Ende, dann kann man jemanden effektiv daran hindern, in der Nacht ein Auge zu
tun. Und ja, vielleicht habe ich das auch schon mal probiert.
Sebastian
Vielleicht.
Müsste ja theoretisch. Ich muss das jetzt einfach mal fragen. Wurde dir selber darin
mal eine deiner Aufgaben gestellt, die du erfüllen musstest?
Tristan
Ich habe das eigentlich geschrieben, weil ich keine Ahnung, ob das komisch ist,
aber weil ich diese diesen Gedanken ziemlich spannend fand. Und deswegen gibt es
auf der Seite auch keine Admin Accounts oder so oder Cheats für mich, weil ich
die auch gern selbst nutze. Oh
Sebastian
Okay, alles klar.
Okay, ich gucke gerade mal kurz ein bisschen auf meinem Zettel.
Du suchst noch bestimmte Menschen.
Und das finde ich gut, das Thema. Da hatte ich auch tatsächlich mal fast einen
Gesprächspartner, aber leider kam ja Corona und dann kam es nicht dazu.
Tristan
nein.
Sebastian
Ja, das ist ja immer das Gleiche. Im Moment ist das meine Universalausrede, muss
ich ehrlich sagen.
Aber selbstgebautes, wie soll man das sagen, selbstgebautes BDSM-Equipment ist
ein Thema für dich?
Tristan
Das finde ich sehr spannend, genau. Ich habe noch ein anderes kleines
Bastelprojekt. Da habe ich, weil ich das im Markt nicht gefunden habe, einen
Safe gebaut, den man übers Internet mit einem Account fernsteuern kann.
Diese mit einer alten Geldkassette und einem Raspberry Pi und einem API
Endpoint. Und ja, solche Dinge finde ich sehr spannend. Also Remote
Domination mit ein bisschen Geeky und Technik dahinter. Und sollte es Menschen
geben, die in diesem Bereich irgendwie Dinge tun oder schöne Ideen haben oder
Inspiration, dann würde ich mich sehr freuen.
Sebastian
Also ich kann sagen, es gibt ja eine Messe dafür, die Maker Faire, wo ganz viele
unglaubliche Sachen sind, aber das ist natürlich eher, die Zielgruppe sind eher
Familien. Aber ich weiß, in München gab es mal einen Stand, wo dann hinter einem
schwarzen Vorhang dann auch BDSM-Equipment dann da quasi aufgebaut war.
Tristan
Genau. Genau.
Sebastian
aber es gibt einige Menschen und wenn man dann wirklich
man kann sich eine Peitsche selber bauen aber interessant wird es dann für
Menschen wie uns wenn die Peitsche auch noch ferngesteuert ist und irgendwie von
selber schlägt sowas ist natürlich total super und ja also wenn sich da Menschen
finden, dann bitte einmal bei mir melden oder magst du Kontaktdaten rausgeben
Tristan
Ich kann dir nachher auch mein FetLife-Profil geben zum Verlinken oder meine
Kontaktdaten, wenn du möchtest.
Sebastian
wir packen deinen FetLife Nicknamen dann einfach in die Shownotes rein und dann
kann man dich da anschreiben wenn man dann da mit dir zusammen zusammen basteln
möchte.
Tristan
Ja,
sehr gerne.
Sebastian
So, ich bin natürlich gespannt, ob das jetzt jemand irgendwie nutzt und wenn
sich dann bei mir den nächsten Tag jemand beschwert, dass er jetzt irgendwas
tippen musste.
Ja, warum denn nicht, ne? So, was haben wir hier? Goldstein sagt, ich hätte
Interesse, sowas zu bauen, habe aber gerade zwei linke Hände. Das ist kein
Problem, die habe ich auch, aber wenn man ein bisschen programmieren kann und
eventuell noch ein bisschen löten kann, dann kann man viele linke Hände quasi
ausgleichen damit, finde ich. Dann sieht es zwar hässlich aus, aber es
funktioniert.
Tristan
Und YouTube-Tutorials gibt es ja für alles.
Sebastian
Ja, ja, das stimmt wohl.
Tristan
Sogar zum Löten.
Sebastian
Ja.
Darüber rede ich jetzt nicht weiter. Nicht übers Löten.
Tristan
Okay. Wir waren doch vorhin schon bei Branding?
Sebastian
Ja, das werde ich irgendwann anders mal erzählen, wie meine ersten Versuche
aussahen, wenn ich irgendwas löten wollte. Aber ich habe ja das Podcastsubbie
im Haus und die kann das richtig gut. Also von daher, die sagt dann auch mal,
die Lötstelle ist kalt. Das kannst du so nicht lassen. Die guckt übrigens gerade
nach, Ach, die ist gerade am shoppen da drüben auf dem Bildschirm. Das heißt,
der Chat ist gerade nicht super aktiv. Kann gar nicht sein.
Ach so, sie schreibt aber schon, das Subbie lötet für dich mit Herzchen.
Ach, wie schön. Ja, ne?
Lieber Tristan, wenn du jetzt nichts mehr hast, wo du sagst, darüber müssen wir
noch reden, dann würde ich jetzt zu meinem nächsten Gesprächspartner langsam
übergehen wollen.
Tristan
Deswegen fliegen die bei mir nicht raus.
Sebastian
Okay, also du lässt das Ding wirklich einfach offen für alle. Und ja, das eine.
Tristan
Ja, es gibt so zwei, drei Themen, wo ich keine, also Nazis,
Dinge mit Kindern und ja.
Sebastian
Ja, gut.
Tristan
Aber ansonsten bin ich da sehr liberal.
Sebastian
Ja,
das öffnet dann eben auch einfach mal die Kreativität der Nutzer. Was
interessant ist tatsächlich, dass die Werbung, die ich bekomme, da kriege ich
jetzt Werbung für Lernvideos, Übungen, Arbeitsblätter und eine Hausaufgabe im
Chat.
Tristan
Auf jeden Fall.
Sebastian
Das kann ja wohl nicht wahr sein.
Tristan
Ja, das könnte sein.
Sebastian
Weiß man etwa, wonach ich gegoogelt habe in den letzten Wochen?
Tristan
Das
Sebastian
Ja, die Werbung weiß alles.
Naja, okay. Okay, lieber Tristan, ich wünsche dir ganz viele tolle User und
interessante Geschichten. Vielleicht probiere ich das tatsächlich mal und werde
einfach mal eine Aufgabe in die Shownotes mit reinschmeißen. Mal gucken, ob
irgendwer, ich sage mal, fürchterliche Langeweile hat. Wir schauen mal.
Ganz kurz, Mengenlehre schreibt, Code und Tischlerei hätte ich im Angebot. Also
du merkst, da sind jetzt auf jeden Fall schon mal Menschen dabei, die sich da
melden. Und dann stellen wir den Kontakt einfach her und dann läuft das.
Tristan
ist toll. Oh,
Sebastian
So, du hast dir Musik gewünscht. Die habe ich besorgt. VNV Nation war
das.
Und was war es denn? Das wird mir wieder nicht angezeigt, wie immer.
Tristan
aber mein Lieblingslied, weil dieses Jahr ist kein M'era Luna und ich vermisse
es.
Sebastian
ist fürchterlich.
Ja, das fällt dieses Jahr tatsächlich auch wieder aus. Naja. Immer ist irgendwas, ne?
Wie gesagt, weiter kann ich es nicht lesen. Aber ich spiele es jetzt einfach.
Tristan
When is the future?
Sebastian
Dann spiele ich das jetzt. Ich wünsche dir einen schönen Restabend.
Tristan
Ich
Sebastian
Und noch ganz viel Erfolg.
Tristan
danke dir.
Sebastian
Tschüss.
Tristan
Tschüss. Hallo
Sebastian
Da bin ich wieder. Nein, da sind wir wieder. Und ich habe jemanden mitgebracht.
In der Leitung ist Roxy, 27, aus Düsseldorf. Hallo.
Roxy
Sebastian.
Sebastian
Ja, mein Gott, du bist einer dieser Menschen, der gestern spontan gesagt hat,
ich mag da mal mitmachen.
Du hast mich gerettet. Dankeschön. Ja,
Roxy
Gerne.
Sebastian
war fürchterlich gestern, ne? Kriegst du keine Termine zusammen? Was mache ich
mit der Folge? Ich war zu faul am Wochenende.
Finde ich ja schon mal klasse.
Ja, wir haben auch relativ lange gestern schon telefoniert. Das heißt, ja, also
wenn es nach mir geht, müssten wir jetzt gar nicht weiterreden. Ich weiß ja
schon alles.
Aber ich glaube, es ist okay, wenn wir ein bisschen über dich sprechen, ne?
Roxy
Also
Sebastian
Okay, wie immer, wir fangen vorne an. Du machst BDSM. Warum, wieso, weshalb,
seit wann? Und ja, ich höre gern alles darüber. drüber.
Roxy
das seit wann finde ich tatsächlich sehr schwierig abzugrenzen,
weil ich so rückblickend sehe, dass das Thema schon irgendwie sehr lange für
mich präsent ist. Also irgendwie so mit 15, 16 habe ich
gemerkt, das gibt es und ich fand das irgendwie sehr ästhetisch, irgendwie auf
Bildern, aber ich habe gedacht, das bin ich überhaupt nicht und das machen
andere Menschen irgendwie. Das ist ganz, ganz weit weg. Und damit hatte ich das
dann zur Seite gelegt. Und dann gab es so vor ungefähr
vier Jahren eine Art Schlüsselerlebnis.
Das kommt nicht aus dem Lehrbuch. Ich war auf einer Weihnachtsfeier und habe
einen meiner Vorgesetzten mit nach Hause genommen oder beziehungsweise bin zu
ihm und wir waren sehr betrunken, es war viel Alkohol im Spiel und ja, er ist
BDSM-er und hat dann seine Spielzeugtasche ausgepackt ohne
warnende Worte.
Sebastian
Skandal.
Roxy
Wir hatten vorher auch keinen großen privaten Kontakt oder so und gesagt, das
gibt es alles, guck mal. Und dann war ich wie so ein kleines Kind und so voll
toll.
Sebastian
Gott.
Roxy
Was ist das? Und was ist das? Und hat das einen Namen? Und das war total
spannend für mich. Wir haben so ein paar Sachen ausprobiert, viel zu betrunken,
genauso wie man es halt nicht machen soll. Und er hatte am nächsten Tag halt
auch ein richtig schlechtes Gewissen und hat dann auch ganz viel nachgefragt, ob
es mir gut geht, ob er mich erschreckt hat und so. Aber das war alles in
Ordnung. Und dann haben wir ein Jahr lang gespielt.
Sebastian
Okay, er war zwar ein bisschen betrunken, aber was ist denn passiert an diesem
Abend und wer ist jetzt oben gewesen eigentlich? Also wenn er die
Spielzeugtasche hatte, dann ja.
Roxy
Er war oben?
Genau, also da dachte ich auch, dass ich niemals oben spielen könnte zu dem
Zeitpunkt.
Und er hat mir diverse Schlaginstrumente gezeigt und
ich konnte dann halt irgendwie sagen, so das finde ich doof und das fühlt sich
ganz gut an. Also wir haben das irgendwie so durchprobiert. Das haben wir später
dann auch im nüchternen Zustand nochmal gemacht, nach und nach, ganz langsam.
Ja,
Sebastian
So, jetzt wäre ja die Frage.
Also du bist dran hängen geblieben. Wie ist das so? Ich meine, du hast das ja
früher gesehen und konntest dich selber damit nicht identifizieren. Jetzt
stellst du fest, du kriegst es nicht mehr aus dem Kopf, raus. Was macht das mit
einem?
Roxy
es hat mich nicht überrascht. Also das ist jetzt nicht, als ob das aus heiterem
Himmel gekommen ist, aber es war auf einmal so viel näher. Ich kannte halt
niemanden, der mit der Szene irgendwie Berührung hat und dadurch war das so weit
weg wie so ein Vakuum und dadurch hatte ich jetzt auf einmal irgendwie so den
Fuß in der Tür und dann habe ich auch angefangen, irgendwie im Internet mehr zu
lesen dazu. Dazu bin aber nach einem Jahr Spielbeziehung
in eine Vanilla-Beziehung gerutscht und damit hatte sich das Thema wieder
erledigt.
Sebastian
Boah, ja, okay, das ist ja, das war das eine bewusste Entscheidung.
Roxy
Ja, ich
Sebastian
Also du wusstest, dass der Mensch das nicht mag und das war aber kein
K.O.-Kriterium.
Roxy
habe schon abgewogen, weil ich wusste, dass wir in unserer Sexualität schon sehr
unterschiedlich sind. Das habe ich relativ schnell gemerkt, aber das war so
eine Abwägungsfrage und ich habe gedacht, okay, das ist aber die
richtige Person. So, und das nehme ich in Kauf. Das ist okay für mich und ich
glaube, ich kann die nächsten 50 Jahre damit leben.
Sebastian
Frag ich doch mal, kannst und konntest du damit leben?
Roxy
Nein.
Sebastian
schlimm, ne? Einmal Blut lecken, versaut für immer, ne?
Okay, also,
ja,
also die Beziehung ist beendet inzwischen, das kann man sagen, ne?
Roxy
Ja, genau. Letztes Jahr habe ich mich getrennt. Das war der hauptsächliche
Grund. Und dann habe ich gedacht, so jetzt aber. Jetzt
weißt du, das sind nicht irgendwelche komischen Menschen, die sowas machen und
du Du weißt irgendwie, wie du an sowas rankommen könntest. Jetzt fängst du an,
das auszuleben.
Sebastian
okay, also so Sektkorken, also vielleicht mag ich nochmal ein bisschen darauf
eingehen, also in der Beziehung, wie hast du damit gelebt? Also hast du es
probiert, deinen Partner zu überzeugen oder ist das wirklich so ein, also
es gibt ja verschiedene Strategien, die kenne ich jetzt von ganz vielen
Menschen, die hier gerne mal mitmachen würden, wo aber zum Beispiel der Partner,
der Vanilla-Partner nicht einverstanden ist damit, dass der Mensch hier darüber
redet. Das gibt es, in Ordnung. Oder andere Menschen, die da, ich sage mal, die
Hoffnung noch nicht aufgegeben haben und da mit ganz vielen kleinen Schritten
dran arbeiten und das muss unglaublich frustrierend sein, sage ich ganz ehrlich,
weil ich das Gefühl habe, dass je mehr man versucht, das in die Beziehung
reinzubringen, dass der andere umso mehr blockt, habe ich das Gefühl.
Roxy
Also anfangs hatten wir halt auch einfach normalen, guten Sex.
dann war das halt schon was, was ich ansprechen konnte und gesagt habe, probier
mal das aus oder das aus. Und ich habe da so eine kleine Kiste, da sind Sachen
drin. Da war ganz langweiliges Zeug drin. Aber das war für ihn schon total
schockierend. Und dann dachte ich, okay, Deckel drauf, die Kiste erstmal
wieder weg, halbes Jahr warten.
Das Negative in der Beziehung war, dass über die Jahre auch der Stino-Sex
abgenommen hat Bis das halt wirklich ein unerträgliches Maß für mich erreicht
hat Also da spielt halt Sexualität insgesamt eine Rolle Sodass ich heute auch
mehr Wissen mir angeeignet habe im Bereich Asexualität Weil
ich da so eine Vermutung habe Aber ich möchte mich da von Ferndiagnosen
fernhalten
Sebastian
Okay, gut. Im Endeffekt hat das sich ja dann jetzt verändert und na gut, gehen
wir mal vorwärts.
Du hast dann jetzt die letzten vier Monate alles ausprobiert,
vermute ich.
Roxy
Ja, schwierig mit dem großen Zeh, ne?
Sebastian
Ja, möglicherweise, okay.
Roxy
Das kam mir jetzt in die Quere. Also ich hatte angefangen und es gibt so ein
paar Menschen, mit denen ich Dinge ausprobieren konnte, kann.
Aber ja, es sind kleine Schritte. Ich würde halt gerne schneller mehr. Aber
vielleicht ist das gar nicht so schlecht, dass äußere Umstände mich auch ein
bisschen bremsen.
Sebastian
Jetzt hast du ja jetzt ein Jahr, warst du Sub-Only, sag ich mal.
Ich habe dich aber als Switch, glaube ich, vorgestellt, ne? Ach
Roxy
Das ist richtig.
Dieser Spielpartner, mit dem ich ein Jahr vor dieser Beziehung gespielt habe,
der ist mittlerweile auch ein sehr guter Freund von mir. Das hat auch diese
monogame Beziehung überdauert. Wir haben darüber einen freundschaftlichen
Kontakt gehalten und ich habe mich halt nach der Trennung wieder bei ihm
gemeldet und gesagt so, hey, wir können jetzt auch was anderes machen als essen
gehen. Und dann hatte ich die Möglichkeit, weil er inzwischen auch nicht mehr
mein Vorgesetzter ist und dieses Hierarchieverhältnis aufgehoben wurde, ich
hätte niemals in diesem bestehenden Hierarchieverhältnis ihn dominieren können,
das hätte nicht funktioniert.
Sebastian
so.
Roxy
und dann war das aber aufgelöst und dann hat er mir die Möglichkeit gegeben, ich
hatte an dem Tag irgendwie einen Scheißtag und Arbeit war doof und wir
waren verabredet und bin dann dahin gefahren und ich wusste mir sagt heute
keiner, was ich zu tun habe
Sebastian
Okay, und dann hat er quasi den Switch umgelegt und hat gesagt, komm, dann bist
du heute mal aktiv.
Roxy
also wir haben nicht drüber gesprochen aber im Endeffekt ist es genau das
gewesen er kennt mich gut genug, um das einschätzen zu können, er war sehr
nachsichtig mit mir und
Sebastian
Warum muss der denn nachsichtig sein?
Roxy
ja Ja,
Sebastian
Was hast du angestellt?
Roxy
naja, ich weiß nicht, ob ich beim ersten Mal so überzeugend war,
wobei er das schon sehr lange vermutet hat. Ich hatte jetzt sogar nach unserem
Telefonat nochmal mit ihm gesprochen.
Und dann sagte er, naja, ich wusste, dass du Switcherin bist, aber du musstest
das halt selber rausfinden.
Sebastian
Okay, naja.
Das heißt, du hast jetzt alle Möglichkeiten.
Was möchtest du denn gerne in der Zukunft? Also jetzt gerade stehst du ja so ein
bisschen auf der Bremse. Stammtische Partys gab es noch nicht für dich?
Roxy
Das ist richtig und das ist was, was mich sehr interessiert, um hier in der
Region halt einen Anschluss zu finden.
Sebastian
Achso, du kennst auch noch gar nicht viele BDSM-er.
Roxy
Nein, ich habe diesen einen Freund von mir, der aber nicht aktiv in der Szene
drin ist. Also der ist auf diversen einschlägigen Seiten angemeldet und trifft
sich auch schon mal mit Leuten. Aber der ist halt nicht irgendwie auf Partys
oder war früher mal, ist mittlerweile nicht mehr. Der ist nicht auf Stammtischen
oder so. Und ich würde gerne mehr Leute kennenlernen, um in den Austausch zu
kommen hier in der Gegend. Das wäre schön.
Sebastian
Da du ja keine Erfahrung hast, frage ich dich doch einfach mal, was erwartest du
denn wie so ein Stammtisch oder wie so eine Party, wie das ist und was da
passiert?
Roxy
Naja, ich höre deine Podcasts ja chronologisch.
Sebastian
Ja, streng chronologisch habe ich mir sagen lassen, ja.
Roxy
ja, wobei du hast mir so sehr ans Herz gelegt, die Folge von letzter Woche zu
hören, dass ich mich stark überwinden musste, es getan habe und mir die Folge
angehört habe. Aber jetzt höre ich weiter streng chronologisch.
Sebastian
sage doch mal, das war das Thema, wo jemand Discover Wars auf seine erste Party
gegangen ist und das ging völlig schief.
was hast du, wenn du das jetzt heute gehört hast, das hält dich aber jetzt nicht
davon ab, auch mal eine Party zu besuchen.
Roxy
Nein, absolut nicht
Sebastian
Okay, aber nochmal die Frage, was erwartest du, was passiert? Ich
Roxy
ich habe halt aus deinen Podcasts aus den bisherigen Folgen so ein paar Sachen
mitgenommen, wie sowas abläuft
und finde es schade, dass ich so an der Altersgrenze stehe vom SMJG Ich glaube,
das wäre halt irgendwie ein guter Einstieg gewesen, aber das lohnt sich halt für
die paar Monate jetzt auch nicht mehr, wenn überhaupt, bis ich zu alt bin, noch
was stattfindet
Ja, ich hoffe einfach, dass dass da nette Leute sind, die sich
meiner annehmen.
Sebastian
glaube, das wird kein Problem sein. Und ja, SMJG bist du wirklich jetzt gerade
auf der Grenze, aber
die ganzen Menschen, die die SMJG-Stammtische besuchen, die fangen ja auch an,
dann andere Stammtische zu besuchen und das, ich sag mal so, auch auf anderen
Stammtischen kommen genug junge Leute nach und da gibt es ja noch diese SMJG-
Die Alumni-Stammtische, die sind ja auch so im Bereich, ich glaube bis 35 oder
bis 40 sind die so ein bisschen angelegt.
Also ich glaube schon, dass du da ganz schnell Menschen findest, mit denen du,
ich sag mal, Spaß haben kannst.
Roxy
Mir fällt gerade ein, ich habe gelogen. Mein bester Freund geht zu
BDSM-Stammtischen, aber der wohnt nicht hier in der Region.
Sebastian
Ja gut, aber dann kannst du ihn ja zumindest mal einpacken, dann geht er
zusammen einfach mal hin, dann ist es leichter. Dann
Roxy
Kann ich mir vorstellen, aber das ist, glaube ich, gar kein Hindernisgrund für
mich. Also ich gehe auch so in meiner Freizeit alleine zu Veranstaltungen. Das
hält mich nicht auf.
Sebastian
machen wir das mal so, wenn du deinen ersten Stammtisch besucht hast oder deine
erste Party oder beides, dann sollten wir auf jeden Fall nochmal sprechen. Ich
mag immer gern dieses Vorher-Nachher-Gespräch, das finde ich immer total
spannend.
Und gerade wenn es dann noch ganz frisch ist, das finde ich einfach schön, wenn
jemand dann nochmal so unmittelbar ein bisschen berichten kann, wie das für ihn
war, weil bei mir ist es einfach zu lange her. Und ich kann, das ist so, ja, da
bleiben halt bestimmte Erinnerungen, aber das meiste habe ich vermutlich
vergessen und das ist so ein bisschen schade einfach.
Roxy
Da können wir dann gerne drauf zurückkommen. Ja,
Sebastian
Okay, gibt es noch irgendwie, ich sag mal, Dinge, die du jetzt im Moment
besonders ausprobieren möchtest, wo du sagst, boah, das steht noch so auf meiner
Liste, da bin ich gerade ein bisschen heiß drauf. Ja,
Roxy
also ich entdecke gerade erst so die dominante Rolle für mich und
diverse Praktiken, von denen ich dachte so, okay, nein, das mache ich nicht, das
ist so weit weg für mich, das finde ich irgendwie komisch und das gibt mir
nichts. Und jetzt finde ich halt raus über digitale Wege, ja doch, vielleicht
ist es doch ganz interessant.
Sebastian
was denn?
Möchtest du sagen?
Roxy
Edging. Ich habe momentan Kontakt zu einer Person. Das
hat sich so im Gespräch ergeben, wir haben uns noch nie gesehen, dass ich ihm ein
Orgasmusverbot auferlegt habe. Und dann haben wir lange telefoniert
und ja, ich hörte, wie er gelitten hat. Und das
war schön. Das hätte ich nicht gedacht.
Sebastian
Okay, ja, da gibt es so viele Möglichkeiten. Da gibt es übrigens so ein Tool,
von dem hat Tristan eben erzählt, damit kann man ganz fürchterliche Gemeinheiten
machen aus der Ferne.
Roxy
Ja, und ansonsten habe ich so den Weg
eingeschlagen Richtung Pegging, denke ich. Das wäre was, was ich gerne
ausprobieren würde, was ich total spannend finde. Ich finde sowieso total
spannend, wie gesellschaftliche Muster irgendwie aufbrechen.
Also dieses Männer, die sagen, so an meinen Hintern kommt keiner ran, irgendwie
das gesellschaftliche Bild, was ich vorher hatte. Und mittlerweile stelle ich
fest bei fast allen meiner Gegenüber, dass es kein Tabuthema ist.
Sebastian
Ja, vielleicht leitest du gerade so schön zum nächsten Thema über.
Ich mag noch mal,
Roxy
Hättest du nichts gesagt, hätte es niemand gemerkt.
Sebastian
ja, natürlich sage ich das, weil ich mich davon noch abhalten muss, weil
Chat hat noch eine Frage gestellt, ob du in der jetzigen Zeit auch diverse
andere Online-Angebote als Informationsquelle, als Vorstufe zu Stammtischen
benutzt.
Roxy
Perfekt.
Sebastian
Also was sind so Seiten, wo du einfach Input herkriegst im Moment?
Roxy
Also ich habe
mich vor einiger Zeit beim Joyclub angemeldet, also theoretisch vor drei bis
vier Jahren war dann aber nie aktiv und habe das jetzt reaktiviert. Ich habe
mich aber auch, weil wir gestern kurz drüber gesprochen hatten, heute bei
Fetlife angemeldet und finde das noch etwas konfus. Ich habe da noch irgendwie
das System nicht verstanden oder so, aber ich klicke mich dann gerne so in
Magazinen und Foren rum und lese verschiedene Stimmen dazu oder ich google ganz
profan irgendwelche Begriffe und gucke, was da rauskommt. Was
Sebastian
Was hast du zuletzt gegoogelt?
Weißt du das noch?
Roxy
habe ich?
Sebastian
ich weiß, ich kann blöde Fragen stellen. Du musst sie nicht beantworten.
Roxy
Dafür müsste ich jetzt wahrscheinlich mal mit nachdenken. Wenn du weiterredest,
denke ich währenddessen.
Sebastian
Okay, also wir kommen einfach, ich schreibe das nochmal auf, zuletzt gegoogelt.
Roxy
Das
Sebastian
Das ist ja immer so die Frage, die ich auf Stammtischen, wenn man wirklich
direkt ein Tabu brechen will, fragt man jemanden, den man nicht kennt, was er
zuletzt bei YouPorn eingegeben hat in die Suche. Das ist, glaube ich, so das
mitintimste und schrecklichste, was man fragen kann.
Roxy
weiß ich.
Sebastian
Das weißt du?
Roxy
Das weiß ich eher, als was ich als letztes gegoogelt habe.
Sebastian
Na,
Roxy
Femdom.
Sebastian
Okay. Ja, das ist ja mal so ein ganz kleines Thema. Da reicht ja ein Einzeiler
Wikipedia, um das zu beschreiben.
Roxy
Und tatsächlich hat mich meine beste Freundin aber so ein bisschen darauf
gepackt. Also die ist zwar nicht irgendwie BDSMerin, glaube
ich, dass sie sich nicht so selbst betitelt und nicht in der Szene aktiv, aber
wir entdecken das momentan beide irgendwie so ein bisschen.
Sebastian
Oh ja, wenn du dann so eine Art Leidensgenossin hast, dann, ja, das ist
natürlich schön, wenn man sich da noch ein bisschen austauschen kann.
Roxy
Aber es wäre halt auch schön, irgendwie Kontakt zu jemandem zu bekommen, der
schon länger dabei ist, der einen so ein bisschen an die Hand nehmen kann.
Sebastian
Sagen wir es mal so, wenn du gleich, nachdem wir gesprochen haben, in diesen
Chat einfach reinmarschierst, dann hast du vermutlich recht automatisch Kontakt
zu irgendwelchen Leuten, wahrscheinlich aus deiner Gegend. Ich glaube, ich sehe
schon drei im Chat, die zumindest nicht allzu weit weg von dir wohnen. Das musst
du dann überlegen. Da mische ich mich nicht ein.
Jetzt nehme ich deine Überleitung aber auf, denn wir reden über Feminismus.
Feminismus.
Roxy
Ja, ein Herzensthema.
Sebastian
Okay, wie, so ist das ein Herzensthema?
Roxy
Das hat gar keine sexuelle Farbe für mich. Das ist einfach was, was ich
in den letzten Jahren für mich entdeckt habe, dass ich merke, es gibt irgendwie
ein strukturelles Ungleichgewicht in der Behandlung von Geschlechtern. Und ich
spreche speziell halt nicht nur von Frauen, weil ich denke, dass alle
Geschlechter irgendwo betroffen sind.
Frauen sind halt so das Greifbarste, glaube ich. Aber ja,
damit habe ich mich viel beschäftigt. Ich mache auch so ein bisschen
Bildungsarbeit nebenbei und bin immer weiter in das Thema reingekommen. Und dann
hatte ich irgendwann diesen Konflikt, ich kann mich doch nicht ohrfeigen lassen
und mich Feministin nennen. Ja doch, klar geht das, ist gar kein Problem.
Sebastian
Fangen wir mal nochmal vorne an. Also Feminismus kann man, es gibt diesen
Alice-Schwarzer-Feminismus. Mein Lieblingszitat ist natürlich, dass die
Penetration der Frau nicht ohne ihre Erniedrigung funktioniert.
Roxy
Es
Sebastian
Aber das ist nicht das, was heutzutage unter Feminismus verstanden wird.
Zumindest gibt es, ich glaube, es nennt sich moderner Feminismus. Gibt es diesen
Begriff?
Roxy
gibt halt nicht den Feminismus. Also es gibt manche Leute, die sagen, es gibt
den modernen Feminismus oder den jungen Feminismus. Ich bin keine Freundin von
Alice-Schwarzer-Feminismus, das können wir festhalten. Aber ich glaube,
Feminismus kann für jede Person unterschiedlich aussehen.
Sebastian
Also da deine Definition von Feminismus beinhaltet, dass man Frauen, ich sag
mal, misshandeln darf, finde ich die ja schon als Mann automatisch gut.
Roxy
Ja, aber immer mit Metakonsens. Wenn sie signalisiert, dass sie das geil findet,
dann ist das großartig. Ansonsten sind wir halt bei häuslicher Gewalt. Das ist
halt scheiße.
Sebastian
Ja gut, das ist ja, das ist tatsächlich so ein Punkt, davon muss man BDSM auch
ganz klar abgrenzen, aber das ist Lobbyarbeit tatsächlich. Das wird noch viele
Jahre dauern, bis das auch in den Köpfen der Gesellschaft ankommt, dass BDSM
halt keine Gewalt ist, sondern ein, ja, ich sag mal wie Sport, es
tut weh, aber macht Spaß.
okay, aber dein, okay,
Roxy
Und dann lieber BDSM als Sport, aber bei der Definition gehe ich mit.
Sebastian
hm, so, aber jetzt hat das ja doch irgendwie Einfluss auf deine Art, BDSM zu
leben, oder nicht? Also die Femdom habt natürlich mit dem Feminismus leichtere,
weniger Probleme.
Konntest du das direkt sagen, dass das für dich vereinbar ist?
Oder, ja?
Roxy
Ja, also das war so ein Gedanke, der halt irgendwie aufgeploppt ist, aber da ich
mich mit Feminismus länger, tiefer beschäftige als mit BDSM,
war für mich relativ schnell klar, dass sexuelle Selbstbestimmung ein großer
Teil des Feminismus für mich ausmacht und da gehört dann halt BDSM rein.
Sebastian
Ja,
Roxy
Ja,
Sebastian
heißt aber, dein Gegenüber muss prinzipiell, also ich hänge mich da nochmal so
ein bisschen dran, das war in der Folge mit Megan auch ganz spannend, weil da
haben wir auch schon mal ein bisschen über Feminismus gesprochen. Hast du die
denn schon gehört?
Roxy
die habe ich schon gehört.
Sebastian
ist sehr gut.
Die kam übrigens im November, glaube ich, raus. Wer die nochmal nachhören
möchte, die gibt es natürlich noch. Aha.
Das ist jetzt, für dich kannst du das definieren, aber wenn du jetzt zum
Beispiel anderen Feministinnen gegenüber das verargumentieren
musst, dann kannst du eigentlich nur noch mit dem Konsens kommen, richtig? Oder
gibt es da noch andere Argumente, die ich jetzt auch zum Beispiel benutzen
könnte, um Argumente zu haben? Hilf mir mal ein bisschen.
Roxy
Ich weiß nicht, ob das neue Argumente sind. Ich glaube nicht. Aber wenn eine
Feministin sagt, eine Frau soll selbstbestimmt leben und sich von Rollenbildern
trennen und das machen, was sie glücklich macht, dann kannst du genau das auf
Sexualität übertragen.
Sebastian
Ist das so einfach, ja? Ja,
Roxy
Für mich mittlerweile. Ich glaube, das war es für mich nicht immer und das ist
sicherlich auch nicht für alle genau so. Also für mich gibt es da einfach keinen
Konflikt mehr. Es ist eher schwieriger, bei meinem Gegenüber abzutasten, ob wir
die gleiche Ebene da haben. Also es gibt halt Menschen, die
so, wie soll ich das sagen, tradierte Rollenbilder für sich
vereinnahmt haben und das auf alle Menschen projizieren. Mit denen könnte ich
das dann wahrscheinlich nicht. Genauso, aber da schlafe ich halt nicht mit
Rassisten. Also Antifeministen würde ich halt auch nicht.
Oder Antifeministinnen, die gibt es ja auch. Also ich bin da ja nicht
festgelegt.
Sebastian
Das heißt aber, dass dein Gegenüber, muss ich dazu schon mal Gedanken gemacht
haben, also wie klopfst du das denn ab? Das scheint ja für dich ja wirklich auch
ein K.O.-Kriterium zu sein.
Roxy
Also das muss nicht von vornherein da sein, aber wenn wir auf das Thema kommen,
dann möchte ich nicht, dass das halt irgendwie als lächerlich abgetan wird oder
so. Dann ist es für mich ein K.O.-Kriterium, ja. Aber wenn ich jetzt mit
jemandem schreibe, weiß ich nicht, Anfang 20 und hat sich noch nie mit dem Thema
beschäftigt, woher soll er das haben? Also ist okay, dann können wir darüber
reden, aber der darf mir halt nicht sagen, das ist alles Humbug und Quatsch und
ja.
Sebastian
Ja, also was ich zugeben muss, ich versuche
das jetzt mal so zu verpacken, ich kenne tatsächlich sehr junge Menschen unter
18, wo dieses ganz traditionelle Rollenbild, Der Mann geht arbeiten und die Frau
sitzt zu Hause und hütet die Kinder. Wo das scheint wieder aufzukommen, habe ich
manchmal das Gefühl.
Macht dich das wahnsinnig?
Roxy
Oh, da macht mich aber so vieles wahnsinnig. Also es
ist halt so, wenn du eine starke Strömung in eine Richtung hast, hast du immer
auch einen starken Pol, der dagegen hält. Und ich glaube, je mehr Raum das Thema
bekommt, desto lauter werden halt auch die, die es genau anders sehen. Und das
ist mit fast allen Themen so. Ich habe mit solchen Leuten sehr viel zu tun
gehabt. Da habe ich mich selber noch nicht Feministin genannt, da habe ich das
alles noch nicht verstanden.
Aber das fand ich damals schon schockierend, dass die halt gesagt haben, nee,
also ich suche eine Frau und das ist mir egal, was die will, aber die macht
keine Karriere und ich will drei Kinder und die bleibt zu Hause. Da gruselt es
mich halt. Wenn das auf Konsens basiert, da sind wir halt wieder beim Thema.
Also Konsens ist für mich auch nichts Sexuelles, das ist ja immer.
Dann ist das in Ordnung. Eine Frau kann feministisch sein, fünf Kinder haben,
sagen, ich bleibe zu Hause und ich arbeite nicht. Das geht. Das muss ihre
Entscheidung sein. Auf
Sebastian
Wobei ich auch gestehen muss, ich bin ein Mensch, ich finde es sexy, wenn jemand
vor mir auf die Knie geht, der das freiwillig entscheiden kann. Der also
kein Problem damit so hat, mir wirklich alles entgegenhalten zu können, sowohl
Argumente als auch sonst was. Das ist auch wirklich dann ein, ich kann diesen
Menschen nicht unterdrücken. Das kann ich gar nicht, das liegt außerhalb meiner
Fähigkeiten. Ich kann ihn unterwerfen im Sinne von, er beschließt sich mir zu
unterwerfen und das ist dann viel wertvoller und das finde ich einfach sexy,
Punkt. Also da, das ist so, das ist dann so der Moment, wo das geht einfach
runter wie Öl, da kriegt die Geste auch einfach ganz viel Bedeutung.
Roxy
jeden Fall.
Sebastian
Hörerin mag wissen, wie reagieren die Mitfeministinnen auf das Ausleben des
BDSM-Kinks. Oh Gott, schlimm formuliert.
Roxy
die größte Mitfeministin in meinem persönlichen Umfeld ist halt meine beste
Freundin, die das genauso sieht. Also wir tauschen uns da halt auch sehr viel
aus. Vielleicht schwimme ich da zu sehr in meiner Blase, aber natürlich gibt es
Feministinnen, die das anders sehen, weil es halt nicht den Feminismus gibt. Das
ist halt auch legitim. Das ist halt dann nichts, was ich teile. Aber es gibt so
viele junge Feministinnen mittlerweile, die so für, ich hätte jetzt fast freie
Liebe gesagt, ausgelebte Sexualität auch in die Öffentlichkeit treten. Da gibt
es wunderschöne Buchempfehlungen.
Ja, das bekommt immer mehr Stimme und mehr Öffentlichkeit.
Sebastian
überlege gerade, ob das ein weiterer Baustein dazu ist, dass BDSM in der
Öffentlichkeit, sage ich mal, mehr Normalität wird, wenn es sogar
damit vereinbar ist, tatsächlich automatisch. Also je weniger Gruppen du hast,
die sagen, das finden wir aber doof oder das finden wir komisch, desto mehr
gerät BDSM zur normalen Nebensache und das wäre ja etwas, das würde ich mir ja
wünschen. Deshalb machen wir ja irgendwie den Podcast, dass das so ein bisschen
nicht mehr so ein Makel ist, sondern einfach so ein bisschen Normalität wird.
Roxy
Das wäre total schön, wenn das so wäre Ich habe da so ein bisschen meine Zweifel
In der Bildungsarbeit mit Jugendlichen zum Thema Sexualität mache ich ab und zu
eine Übung Da müssen die dann halt sagen, was kennt ihr so an Spielarten oder
sexuellen Ausrichtungen und Spielarten Also einmal die komplett, einmal alles
erschlagen Dann kommt dann irgendwie Hetero sein, Homo sein, Bi sein
BDSM sich schlagen lassen Masken, Furries, da kommt ganz, ganz viel und dann
müssen die das einsortieren in, was denkt ihr denn, wie die Gesellschaft das
sieht, das ist total anerkannt, da steht dann halt sowas wie Ehe, Heterosein,
Vanilla-Sex, sowas und absolute Tabus bis hin zu
Straftatbeständen und dann gibt es halt diese riesen Grauzone und das ist total
interessant, was da für Ergebnisse bei rumkommen, weil je nachdem aus welcher
Blase die Leute kommen, sind die Antworten super unterschiedlich.
Sebastian
Okay.
Was für Blasen meinst du jetzt an der Stelle?
Roxy
Und deswegen glaube ich,
Sebastian
Meinst du da jetzt eine gesellschaftliche Stellung?
Roxy
kann alles sein. Das kann eine bestimmte Bildungsschicht sein. Das kann
örtlich irgendwie sein. Also da muss ich jetzt die absoluten Klischees halt
vorauskramen. Aber wenn du vom niederbayerischen Dorf kommst, dann denkst du,
dann hast du eine andere Wahrnehmung davon, was die Gesellschaft um dich herum
akzeptiert, als wenn du in Berlin aufgewachsen bist oder so.
Sebastian
ja, das kann ich bestätigen. Ich komme auch eher vom Dorf nicht, aber aus einer
kleinen Stadt und das habe ich, glaube ich, schon mal erzählt, wenn ich heute
irgendwie bei, in der SZ gibt es ja eine Postleitzahlensuche, wenn ich diese
Postleitzahl eingebe, trotz 30.000 Einwohnern, gibt es keine Treffer und nicht
mal, wenn die Postleitzahl vierstellig ist, gibt es da irgendwelche Treffer. Das
ist sehr interessant.
Ich mag mal ein bisschen auf Hörerfragen eingehen. Mein Gott, hier sind ja ein
paar aufgeploppt.
Wo fange ich denn an? Pandora. Das ist aber nicht zufällig deine Freundin.
Beschäftigt sie sich auch mit dem Rollenbild des devoten Mannes? Die Frage ist
nämlich richtig gut, weil der devote Mann als solches findet eh irgendwie immer
viel zu selten in solchen Diskussionen statt.
Hast du dich damit schon beschäftigt?
Roxy
Ja, als ich für mich entdeckt habe, dass ich auch eine dominante Seite habe,
brauchte ich auch irgendwie eine devote Seite und da das mir egal ist welches
Geschlecht mein Gegenüber hat und das sind tatsächlich halt meistens Männer habe
ich mich damit beschäftigt und
sehr unterschiedlich, also entweder bisher hat sich das halt meistens nicht
ausschließlich auf Schreiben beschränkt melden sich halt so total unterwürfige
Leute und damit kann ich dann halt einfach nicht so viel anfangen, weil ich muss
halt irgendwie, ich muss dieses Kämpfen da drum haben.
Die haben das scheinbar für sich halt irgendwie adaptiert und das ist okay, aber
ich habe auch schon super viele Männer kennengelernt, die im Alltag dominant
sind und oft auch denken, dass sie im Bett dominant sind und dann aber merken,
dass sie es geil finden, wenn sie es mal nicht sind. Und ich glaube, das hat
ganz viel mit unseren Rollenbildern zu tun und der Erwartungshaltung, die wir an
Männer haben, also wir im Sinne der der Gesellschaft, weil ein Mann hat stark zu
sein und man stellt sich immer vor die Frau und verdient das Geld und so und er
erlegt das Fleisch noch eigenhändig.
Sebastian
Warten wir mal zwei Jahre ab, dann frage ich dich nochmal. Ich kann dir sagen,
bei mir waren die Stammtische da sehr heilsam, weil ich glaube, ich konnte jedes
Vorurteil, was ich hatte, in der Richtung, wurde irgendwann widerlegt. Also
egal, in welche Richtung, irgendwann war da immer jemand dabei, wo ich dachte,
ach, guck an, das geht auch alles ganz anders. Interessant.
Roxy
Glaube ich sofort. Also ich habe jetzt selbst in der kurzen Zeit schon so viele
unterschiedliche Männer kennengelernt, die, wenn sie einen devoten Part haben
und tatsächlich haben den alle irgendwo mindestens ein bisschen gehabt, die
super unterschiedlich waren. Aber wenn wir von Rollenbildern sprechen, sprechen
wir halt von Klischees.
Sebastian
Ich werfe nochmal was rein. Diesmal keine Frage, sondern ein Zitat.
Salome hat geschrieben, eine Frau, die sich
selbst unterwirft, kann nicht gedemütigt werden. Sie hat den absoluten Vorteil,
sich in selbstgewählter Weise einem selbstgewählten Menschen unterworfen zu
haben und wird dadurch unverletzlich.
Das soll von Simone de Beauvoir sein.
Schönes Zitat. Gilt übrigens auch für Männer. Umgekehrt funktioniert das, glaube
ich, genauso gut.
Roxy
Simone de Beauvoir ist auch eine Frau, die ich unbedingt noch lesen möchte, weil
die hat dauernd unheimlich tolle Zitate, die überall rumgeistern. Und irgendwann
muss ich dieses Buch endlich mal lesen.
Sebastian
sogar hier im Chat. Unglaublich.
Roxy
Ja, siehst du mal. Und ja, da ist halt was dran. Also natürlich
kannst du Leute immer noch verletzen, aber dann verlässt du den Konsensbereich.
Sebastian
Ja,
Roxy
Und das, was wir Demütigung nennen, das ist ja halt keine, du wirst auf der
Straße angespuckt, Demütigung, sondern halt die Selbstgewählte, die halt
konsensual ist.
Sebastian
aber ist es da noch Demütigung?
Roxy
Jetzt
machst du aber eine Schublade auf und eine Ebene.
Sebastian
Naja, ne?
Naja, ne? Ich glaube,
Roxy
Ich glaube, die Szene hat sich darauf geeinigt, eine grobe Richtung unter
Demütigung zu fassen. Und damit sprechen wir von etwa dem gleichen
Ding.
Sebastian
der Konsens kann ja auch sein, tatsächlich eine Situation, die tatsächlich
demütigend und fürchterlich ist oder schmerzhaft oder irgendwas hervorzurufen,
wo du im Moment des Erlebens das wirklich doof und blöd und Mist findest. Aber
der Konsens besteht eben auch dann darin zu sagen, nee, wir gehen da durch
gemeinsam und hinterher stellt sich hoffentlich so ein
beglückendes Gefühl ein.
Roxy
Jetzt weiß ich nicht mehr, wer es gesagt hat. Es ist aus den Folgen vom letzten
Jahr. Ja, eine deiner Gäste hat gesagt, ich muss für ihn tanzen und es gibt
nichts Schlimmeres für mich, als für ihn zu tanzen. Das ist total demütigend,
aber ich mache das.
Sebastian
Das war Temel, das weiß ich noch ganz genau, ja, das ist
Roxy
Ja, das ist ein
total schönes Beispiel.
Sebastian
großartig.
So, jetzt wird es, ja,
ja,
als sie das erzählt hat, ich habe ja das Gesicht gesehen, ah, großartig. Also
das war so, da hat man schon gemerkt, so diese Erinnerung daran, das Gesicht war
so von verzückt zu angewidert, irgendwo dazwischen immer wechselnd.
So soll es ja auch sein, das ist einfach schön. Boah, jetzt hört das hier gar
nicht mehr auf. Pass auf, ich werfe dir noch zwei Dinger vor die Füße und dann
gucken wir, dass wir langsam zum Ende kommen.
Hier hat noch mal jemand Shades of Grey erwähnt, ist da nicht auch im Gegenzug,
ich muss mal langsam mal lesen, ist da nicht auch im Gegenzug zu Fifty Shades of
Grey der anfängliche Konsens, also die Entscheidung, BDSM als Sub zu
praktizieren, entscheidend. Von Pandora schon wieder.
Das beantworte ich mal. Ja, natürlich.
Roxy
also Shades of Grey ist halt ja auch kein BDSM, das ist halt Gewalt. Und
das basiert nicht auf Konsens. In einer deiner Folgen ist das auch schon mal
thematisiert worden, aber das, was er da macht, ist halt hochtoxisch. Das hat
mit BDSM nichts zu tun. Ich habe irgendwo mal den schönen Satz gelesen, wenn die
Figur aus Fifty Shades of Grey in einem Trailer irgendwo in der Vorstadt
Amerikas wohnen würde, dann wäre das ein Kriminalfall, dann wäre das bei
Criminal Minds.
Sebastian
Ja, gut.
Ja, ich habe nicht alle Teile in mich aufgenommen, deshalb kann ich da jetzt
nicht mitreden.
Roxy
Ich habe mich durch die Bücher gequält.
Sebastian
Sehr schön. Gott, wie pflichtbewusst. Auch wahrscheinlich chronologisch.
So, jetzt lass mich.
Roxy
Ja, das macht ja auch sonst wirklich keinen Sinn.
Sebastian
Jetzt habe ich dir aber eine Falle gestellt. Pass auf, dieser Konsens ist also
wirklich entscheidend. Jetzt hattest du einen Ex-Partner, der der hatte darauf
keine Lust. Und du hast trotzdem irgendwie versucht, ihn da so ein bisschen in
die Richtung zu lenken. Das ist ja das Gegenteil von Konsens.
Roxy
wir haben ja nie was gemacht
Sebastian
Ja, aber wenn, dann wäre es das Gegenteil von Konsens gewesen.
Roxy
also das
naja, er hätte halt sagen können okay, ich glaube nicht dass das was für mich
ist, aber für dich probiere ich das aus
das kann man ja machen
Sebastian
Reicht das als Konsens? Das
Roxy
ja, wenn er weiß, was auf ihn zukommt ja, also wie willst du das denn sonst
machen, wenn jemand irgendwie neu einsteigt und irgendwie sagt ja, ich glaube,
ich bin Sub und dann sagt jemand, ja okay, dann möchte ich dir was zeigen wir
probieren mal was aus es ist die gleiche Situation.
Sebastian
ist gemein.
Ja, da geht es so ein bisschen darum. Ich glaube, dass tatsächlich,
ja, man versucht natürlich, seinen Partner dann so ein bisschen auch zu lenken,
sodass man eben eine Einigung auch findet.
Ich finde allerdings, da vergruselt es mir so ein bisschen dieses, ja okay, dir
zuliebe mache ich das. Ich finde, das kann ganz schädlich sein und ich glaube,
da gibt es keinen ordentlichen Ausweg.
Roxy
Es darf, glaube ich, nur das erste Mal der Fall sein und danach muss das aktiv
von dem anderen Part ausgehen. Also wenn das jetzt gewesen wäre hier, das finde
ich irgendwie toll, guck mal, so funktioniert das, ich zeige dir was dazu und
dann hätte ich gern, dass du das machst und die Person würde sagen, naja, okay,
ich probiere das mal aus und sage dann am Ende, ich muss das nochmal
ausprobieren, ich kann mir jetzt noch keine Meinung bilden, dann ist ja ein
Konsens da. Aber dieses, ich mache das nur für dich, weil Weil sonst, also dann
geht es ja in dieses Erpresserische, ich darf halt kein Druckmittel aufbauen.
Sebastian
Genau, weil sonst kann ich mit dir nicht zusammenbleiben, zum Beispiel.
Roxy
Das geht halt gar nicht, das Erpressen.
Sebastian
Also das ist so, das ist dann die Frage, was entstehen da für wirklich toxische
BDSM-Beziehungen im Grunde. ich mag das fast jetzt heute nicht so weit
aufmachen, aber das ist natürlich eine Gefahr weil für den einen, der halt die
Neigung zum BDSM hat, das Bedürfnis danach hat, für den geht es ja dann auch an
so einem Abend um alles im Grunde und dann sich danach zurückzunehmen und zu
sagen, ja okay wenn es dir nicht gefällt, dann lassen wir das ganz ehrlich, was
willst du denn da machen? Also das ist wirklich eine Zwickmühle, die man
wirklich nicht auflösen kann
Roxy
das ist eine Entscheidung, die du dann als BDSM-er oder BDSM-erin für dich
selber treffen musst. Kann ich darauf verzichten oder nicht? Das ist die Frage,
die ich mir am Anfang meiner letzten Beziehung gestellt habe und ich habe die
erstmal für mich mit Ja beantwortet. Sowas ist ja fluide, das kann sich ja
ändern, hat es bei mir dann auch. Aber ich würde niemals irgendwie einen
Druckmittel aufmachen, weil das ist ja dann nicht mehr Interesse der Person. Ich
glaube, das Vetorecht hat halt immer die Person, die nicht praktiziert. Ja,
Sebastian
Ich
gucke gerade erschreckt auf die Uhr um Gottes Willen, was habe ich getan?
Ja, wir sind ja schon eine Dreiviertelstunde dabei. Mein Gott. Ich merke, das
Thema ist diskussionswürdig.
Ich mache das jetzt so, ich werde jetzt die Diskussion gleich ein bisschen
verlegen und gucken, ob jemand anrufen mag und da auch noch eine andere Meinung
vielleicht vertreten mag oder vielleicht meine und unsere Meinung auch
unterstützen möchte. Ich finde es spannend, dass wir da so deckungsgleich sind.
Also offensichtlich bin ich ein Feminist oder das Gegenteil und verstecke es nur
gut. Das weiß ich noch nicht. Das werde ich nachher herausfinden müssen.
Nein, aber diese Grundoffenheit, ich glaube, die tut einem einfach gut und die
macht es einem auch insgesamt leichter.
Roxy
aber bei allem halt.
Sebastian
Ja, also ich würde sagen, ich gucke mir das bei dir jetzt ein Jahr lang an und
dann sprechen wir nochmal und dann gucken wir mal, was dabei rausgekommen ist
und dann bin ich gespannt, ob du dann deine zehn Spielpartner hast oder nur
einen oder wieder einen Vanilla-Partner, auch das kann ja sein, wohin sich das
entwickelt.
Roxy
die Wahrscheinlichkeit halte ich für sehr gering, aber alles andere ist offen.
Sebastian
Also ich wäre gespannt. Wollen wir das nochmal dann machen?
Roxy
Können wir tun.
Sebastian
Gut, damit wird deine Nummer jetzt hier auf ewig gespeichert.
Roxy
Ah, DSGVO-persönliche Daten. Schwierig.
Sebastian
Ah, verdammt. Da musst du dich eben melden. Naja, okay.
Roxy
Ich werde ja weiter zuhören.
Sebastian
Roxy, ganz, ganz vielen lieben Dank. Das ist so ein schönes, auch so ein
fluides Gespräch. Und selbst meine fiesesten Fallen, denen bist du da mit
Bravour aus dem Weg gegangen. Ich dachte mir, bei dir darf ich mir das mal
erlauben.
Roxy
Glück gehabt.
Sebastian
Und ja, ich tue ja keinem was Böses. Dafür spiele ich jetzt auch was für dich.
Roxy
Naja.
Oh ja.
Sebastian
Hier steht Desire. Naja, ich spiele das einfach an, wünsche dir einen
wunderschönen Restabend und dann schauen wir mal, wie wir wieder zusammenkommen
und ob da jetzt noch ein bisschen anderes Feedback kommt, da wäre ich sehr
gespannt.
Okay, mach's gut, tschüss.
Roxy
Dankeschön. Tschüss. Ja,
Sebastian
Bevor ich das jetzt spiele, mag ich nochmal kurz den kleinen Aufruf machen, denn
heute gibt es keine Werbung für andere Veranstaltungen, heute gibt es
tatsächlich nur diesen Podcast und ab jetzt nur noch Anrufer. Ich verkünde mal
die Nummer. Das ist die 0552. Ich versuche die nebenbei auch parallel hier
einzutippen in den Chat. Und dann würde ich vielleicht genau über das alles
sprechen. Über Fernbeziehungsspielzeuge, Feminismus,
Partnerwahl, was auch immer. Ich glaube, das kann man ganz gut aufnehmen. Und
wenn ihr ein ganz anderes Thema habt, dann ist das auch völlig in Ordnung. Aber
jetzt spiele ich erstmal für Roxy Desire.
So, da bin ich jetzt wieder und ich bin tatsächlich immer noch alleine, aber die
Leitung ist ja immer noch offen und unter 0518952 kommt man direkt ins
Studio, sage ich mal. Nein, wir nennen es noch nicht so, dazu muss ich den Raum
ja noch ein bisschen umbauen, bis ich es so nennen darf.
Wer mitmacht, es gibt ja noch diesen Lostopf, wo man das kleine Paddel gewinnen
kann und das werde ich am Freitagabend in der Live-Sendung dann tatsächlich
unter die Leute bringen und dann jemanden aus dem Hut zaubern, der es gewinnen
wird und dann hoffe ich, dass das auch ankommt und dass das Ding ganz viel Spaß
macht. Wann hatte ich das denn angekündigt? Ich glaube letzte Woche Dienstag, da
ist auch glaube ich ein Bild in den Shownotes tatsächlich drin. So, ich werde
noch ein paar Spender würdigen, denn es gibt sie. Das Schöne ist nämlich, ich
nehme heute mit einer etwas anderen Software auf oder mit derselben Software,
aber in einem anderen Format, weil hier meine Festplatten alle voll laufen
gerade. Und das Tolle ist, selbst wenn die Festplatte voll ist, das ist gar kein
Problem, denn diesmal waren dabei die Stefanie. Die schreibt nämlich etwas
Unterstützung für aktuelle Sachen oder Kaffee. Und du machst das toll. Vielen
Dank. Mach weiter so. Liebe Grüße, Stefanie. Danke schön.
Tina war auch dabei. Roland und Stefanie mit diesem Anlass geschrieben, haben
bei Steady auch nochmal unterstützt. Lukas dankt für Inspiration und
Sabine schreibt Nervennahrung und Kaffee für den Livestream. Kaffee trinke ich
tatsächlich beim Livestream nie, aber dafür haben wir ja hier den guten Gin
Tonic und das Leitungswasser und das ist offenbar eine sehr gute Kombination.
Ja, was könnte ich noch erzählen? Ich gucke mal, ob ich hier noch irgendwelche
Notizen habe. Es rufte mich tatsächlich niemand an. Naja, muss auch mal
passieren. Ach ja, ich habe meinen ersten richtigen, echten Aufnahmetermin für
eine neue Folge geplant und wenn das jetzt alles sich noch ein bisschen lockert,
dann kann es in nicht mal einem Monat soweit sein, dass das erlaubt ist. und
dann werde ich eine Folge aufnehmen mit einer Frau, die tatsächlich Domina ist
und wirklich für Geld BDSM-Leistungen anbietet und sie hat mir versprochen, ich
darf alles fragen und das wird total großartig, weil ich habe total viele Fragen
und das ist ja auch ein Thema, was Berührungspunkte hat
und ja, ach, da lasst euch einfach überraschen. Das kann dann ja auch zwei
Monate dauern, bis das wirklich erscheint und ich freue mich einfach drauf, mal
wieder in aller Ruhe mit einem Menschen im selben Raum einfach eine Folge
aufzunehmen. Das wird toll. Das fehlt mir so unglaublich. Und ja, dann hoffe ich
mal, dass das funktioniert. Aber wir werden sehen. Ich gucke jetzt jeden Tag
immer Nachrichten, um zu schauen, was bei rumkommt. So, noch kein Anrufer. Das
heißt, ich werde jetzt nochmal einmal Musik spielen und dann wird es entweder
eine sehr kurze Sendung heute oder es geht erst richtig los. Da lasse ich mich
jetzt überraschen.
So, da ist es passiert. Niemand in der Leitung. Kann passieren. Heute ist es
soweit.
Zwei, drei Sachen sage ich aber noch.
Steffi fragte mich, ob automatisch mit der Unvernunft Live Schluss ist, sobald
ich wieder zu Aufnahmen fahre. Dazu kann ich sagen, diese Aufnahme kommt zu mir.
Das ist schon mal gut.
Und ich mache das tatsächlich ein bisschen davon abhängig,
inwieweit wir hier quasi noch in diesem Lockdown drin sind. Das lockert sich
zwar jetzt alles wieder, aber ich sage mal so, Stammtische sehe ich einfach noch
nicht. Und Partys sehe ich gerade auch noch viel weniger. Und eventuell werde
ich die Frequenzen ein bisschen runterfahren, dann gibt es dann vielleicht eine
Sendung pro Woche, das muss man dann einfach schauen, aber im Moment mache ich
mir da noch nicht allzu viele Gedanken, denn es macht ja auch einfach
unglaublichen Spaß einfach. Also es ist wirklich toll, dass sich Menschen melden
und dass man auch Gespräche machen kann, wo man ein bisschen das Thema
einschränkt, wo man nicht jetzt sage ich mal zwei Stunden einen Menschen
durchseziert. Das ist ja auch immer ganz schön, weil man dann einfach mal
Themen, die so ein bisschen Randerscheinungen sind, ein bisschen mit einbauen
kann. Also, ganz aufgeben werde ich das vermutlich nicht, aber die Frequenz
hängt einfach davon ab, wie viele Leute hören zu, wie viele machen mit. Und
apropos mitmachen, ich sage es jetzt noch ein letztes Mal, die Nummer 8,
Quatsch, ich sage dir jetzt gar nicht die Nummer, kennt der Chat, ich habe sie
zweimal gesagt und siehe da, da ruft wirklich jemand an.
Hallo, Sebastian hier. Wer rettet mich?
Logan
hi.
Logan, hi.
Sebastian
Hallo.
Mensch, jetzt war ich kurz davor, die Abmoderation zu machen. So ganz kurz
davor. Sehr gut.
Logan
Ja, ich dachte mir, dass sich so viele Leute jetzt schon beklagt haben, dass sie
nicht wollen, dass es vorbei ist. Dann nehme ich das Telefon in die Hand.
Sebastian
Ja, genau. Die sollen sich nicht beklagen. Die sollen mitmachen. Dann
funktioniert es einfacher. Haben aber auch schon ganz viele. Okay, worüber
spreche ich mit dir?
Logan
Keine Ahnung. Ehrlich gesagt, es ist das erste Mal, ich im Chat war, kam ab und
zu die Frage auf zu Sachen von Hypnose. Da würde ich ein paar Sachen zu sagen,
wenn da Interesse besteht.
Sebastian
Ja, selbstverständlich.
Also ich kann das ja sofort organisieren.
Logan
Aber da bin ich halt...
Sebastian
Ich drehe das Podcastsubbie gleich einmal zu mir, gucke in die Augen, ein
Pendel finde ich auch und dann sagst du mir, was ich tun soll?
Nein, vermutlich funktioniert es so nicht.
Logan
Ja, also ich bin aber auf jeden Fall ein bisschen auf Fragen quasi angewiesen,
sagen wir es so. Nee,
Sebastian
Okay,
dann frage ich doch einfach mal. Ich habe nämlich tatsächlich bei Netflix, was
wir gesehen haben mit Freud,
diese fürchterliche Serie,
wo es dann auch ganz viel um Hypnose ging und wo ich dachte,
das passt alles gar nicht. Magst du kurz beschreiben, was ist Hypnose? Das, was
man denkt, Pendel in die Augen sehen, die Leute sind hypnotisiert und machen
dann was man will oder kannst du beschreiben, was das überhaupt ist?
Logan
das auf keinen Fall. Also dieses Machen, was man will, ist, glaube ich, sehr
unzutreffend. Aber es ist eine gute Einstiegsfrage auf jeden Fall.
Sebastian
Danke.
Logan
Es ist immer ein bisschen schwierig zu beschreiben. Im Grunde genommen kennt
jeder von uns Hypnose. Und zwar ist das so dieser Zustand, in dem man sich
befindet, wenn man zum Beispiel eine Strecke mit dem Auto fährt, die man schon
ganz oft gefahren hat, oder auch läuft oder wie auch immer und dann quasi von A
nach B kommt und sich danach eigentlich überhaupt nicht mehr daran erinnern
kann, wie man jetzt gerade von A nach B gekommen ist, weil man einfach komplett
in so einem, wie soll ich sagen, sich so in so einem Geisteszustand befindet, in
dem man über Dinge nachdenkt etc., aber sich halt nicht mehr auf das
konzentriert, was eigentlich gerade vor einem direkt passiert.
Sebastian
Okay,
Logan
Oder wenn man zum Beispiel einen Film schaut. Ich meine, es gibt ja so
Horrorfilme oder so, in die man sich auch so doll reinsteigern kann, dass man
richtig die Angst bekommt, aber eigentlich ist es ja Quatsch, weil das, was vor
einem stattfindet, ist ja nur ein flimmerndes Bild. So hat man Angst.
Und das ist aber so dieser Zustand, wo man sich halt komplett in so einer Sache
verliert. Das ist halt ähnlich oder genauso wie eine Hypnose, wo das bei einer
klassischen Hypnose halt die Richtung, in die sich das alles
bewegt, vorgegeben wird.
Also, wie soll ich sagen, vorgegeben ist das deutsche Wort, man greift halt
bewusst ein, sagen wir es so.
Sebastian
also da du jetzt eben dieses Beispiel hattest, wenn man jetzt irgendwie durch
die Gegend joggt oder so,
kenne ich auch. Gut, ich fahre jetzt eher Fahrrad, aber okay.
Tatsächlich ist es so, man kommt dann so, ich habe das Gefühl, ich komme dann in
Gedanken
und alles, was mit durch die Gegend fahren und so das Ziel erreichen zu tun hat,
das nehme ich dann gar nicht mehr wahr. Das ist nicht wichtig. Das heißt, ich
habe einfach ganz viele andere Sachen im Kopf und deshalb habe, entspannt mich
das ja auch, weil der Kopf frei wird. Ist das immer noch vergleichbar?
Logan
Ich denke, dass das vergleichbar ist. Also das Ding ist, dass diese ganzen
Zustände, also die ganzen Geisteszustände, die du so annehmen kannst in einem
Tag, die sind alle irgendwie ja verwandt und dann halt doch nicht, weil wenn ich
dir jetzt das Gefühl beschreibe, wenn du dich in eine Serie vertiefst oder wenn
du auf dem Fahrrad sitzt, dann ähnelt sich das irgendwie, ist aber trotzdem
anders. und genau das gleiche ist, wenn du zum Beispiel einschläfst oder wenn du
meditierst. Das sind alles so Sachen, die so Ähnlichkeiten miteinander haben,
weil es ja einfach verschiedene Bewusstseinszustände sind,
aber halt dann auch ihre Eigenheiten quasi so ein bisschen. Und ja, wie
gesagt, ich würde sagen, dass das prinzipiell vergleichbar ist, dieser Zustand.
Das Ding ist halt bloß, wie gesagt, bei der Hypnose hast du halt einen
Gegenüber,
was Suggestionen abgibt. Also eine Person, die quasi dann sagt, hier, das und
das wäre eine gute Idee, um es mal so runterzubrechen. Und das war es natürlich
beim Fahrradfahren halt eher nicht so.
Sebastian
Okay, also da kommt das her, dass man sagt, dass im Prinzip nichts gegen den
Willen passiert, sondern man muss schon so eine gewisse Bereitschaft dafür
haben, das auch zu wollen, also um auf die Idee einzugehen zu können.
Logan
Genau das auf jeden Fall.
Ich
Sebastian
Okay.
Logan
glaube, am besten vergleichbar ist es mit dem, was kleine Kinder noch so
erleben, wenn die halt irgendwas spielen. Die versenken sich ja auch teilweise
völlig in eine eigene Welt und drehen, sage ich mal, die Umgebung auf die Art
und Weise, wie auch immer es halt das Spiel vorgibt und handeln und sprechen
genauso.
Aber sie sind ja nicht wirklich in einer anderen Welt. Also ich meine, denen ist
ja auch klar, dass es nur ein Spiel ist. und trotzdem fühlt es sich real an in
dem Moment. Das
Sebastian
Okay, und
im Bereich BDSM, also ich habe da auch gleich schon die erste Erzählung, von der
ich berichten könnte, aber im Bereich BDSM ist eben, wozu, ich sag mal,
nutze ich das? Nicht benutzen, sondern wozu kann ich es nutzen?
Logan
hängt ein bisschen davon ab, was die Fantasie einem halt quasi, also die
Fantasie sind quasi die Grenzen und dessen, was man halt bereit ist, sage ich
mal in Anführungsstrichen, mitzuspielen.
Zum einen kann man, das ist halt für den BDSM-Bereich, denke ich, sehr
interessant,
gewisse Körperfunktionen auf eine Art und Weise nutzen, wie man bewusst
Schwierigkeiten hat, sie zu steuern.
Beispielsweise Orgasmus auf Knopfdruck, sage ich mal, ein bisschen übertrieben
gesagt.
Sebastian
Ich bin hellhörig.
Ich kenne halt nur den Magic Wand, den halte ich da dran, drücke den Knopf und
dann dauert das eine gewisse Zeit. Und naja, auf Knopfdruck, so richtig auf
Knopfdruck funktioniert das auch nicht. Aber ja, es kommt der Sache noch recht
nahe, sage ich mal.
Logan
das war, das
Sebastian
Okay, das funktioniert tatsächlich.
Logan
funktioniert tatsächlich, aber das ist auch eigentlich völlig logisch, wenn du
darüber nachdenkst. Und zwar ist es ja so, dass letztlich ein Orgasmus immer nur
im Gehirn stattfindet. Ich meine, das Gehirn interpretiert irgendwelche Signale
und erzeugt dann, wie soll ich sagen, eine gewisse Erotisierung des Ganzen,
erzeugt Hormone und so weiter und führt dann halt letztlich zum Orgasmus.
Aber Menschen, die jetzt beispielsweise eine Querschnittsgelähmung haben, die
entwickeln ja meistens auch neue erogene Zonen, wo sie dann halt auch wieder zum
Orgasmus gebracht werden können. Das
Sebastian
Okay, das wusste ich tatsächlich noch nicht, aber das klingt irgendwie logisch.
Hm,
Logan
ist halt ja, das Gehirn braucht das halt oder möchte das halt und
dementsprechend wird das halt dann notfalls umgelagert, wenn es halt gar nicht
anders geht. Und ein Orgasmus ist ja halt, wie gesagt, auch eine reine
Kopfsache. Ich meine, man
verbindet das als Mann zum Beispiel schnell mit der Ejakulation, aber das sind
eigentlich zwei getrennte Sachen, die da stattfinden.
Sebastian
okay. Also ich kann mal was beschreiben. Ich bin mir nicht sicher, wer mir das
erzählt hat. Das muss ewig her sein. Vielleicht habe ich es auch nur irgendwo
gelesen.
Da ging es darum, dass ein Er in ihr was verankert hat,
dass sie, wenn sie etwas Bestimmtes tut,
das Bedürfnis bekommt, die Beine einfach zu spreizen.
So, dass sie das Bedürfnis hat, dass die Beine halt auseinander gehen. So wie
ich das Bedürfnis habe, wenn ich unbequem sitze, dass ich mich mal richtig
positioniere.
Und das ging dann so weit, dass das aber eben auch funktioniert hat, wenn sie
eben den kurzen Rock anhatte und keine Unterwäsche und irgendwo saß. Und sie
konnte das steuern, aber sie hatte eben dieses unglaubliche Bedürfnis, dass sie
das gerne tut und hat dann diesen inneren Kampf ausgefochten. Und das fand ich
tatsächlich sehr spannend. Und tatsächlich, das kontrolliert die Situation
durchaus, aber es ist so wie nachts an den Kühlschrank gehen so ein bisschen.
Ich habe noch irgendwie Hunger, aber muss ich jetzt wirklich, ich wollte doch
eigentlich ein bisschen kürzer treten, muss die Schokolade jetzt sein? Darf ich
das so vergleichen? Bringe ich das halbwegs richtig rüber von der Vorstellung?
Logan
Sogar ein extrem gutes Beispiel gefunden hast. Das ist immer so ein bisschen die
Schwierigkeit, wenn ich mit Leuten drüber spreche, die sagen dann, ja, aber
ich bin nicht da komplett willenlos, nee, bist du nicht, ja, aber wo liegt dann
der Reiz oder warum machen die Leute das dann oder so und es ist ganz, ganz
schwierig zu erklären, dass man zwar anders könnte, auch unter Hypnose und nicht
gezwungen ist, etwas zu tun, aber dass man eben schnell diesen Effekt erreicht,
dass dieser Reiz so unglaublich groß ist, das machen zu müssen, in
Anführungsstrichen, fast den Zwang oder so, wenn man sich halt entsprechend
darauf einlässt. Deswegen glaube ich, dass du da eine unglaublich gute
Umschreibung gerade dafür hast, wie das Gefühl quasi ist für diese Menschen.
Sebastian
danke. Ich habe es ja auch nur irgendwo gehört. Ich kenne mich ja nun mal nicht
aus.
Das diskutieren wir hier so ein bisschen. Also ich mag den Begriff
Konditionierung. Durch antrainiertes, wiederholtes Verhalten,
Verhaltensänderungen durchzuführen. Dauert ewig lange. Wäre jetzt Hypnose eine
Abkürzung?
Logan
Abkürzung sein, genau.
Sebastian
Weniger Aufwand beim Podcast. So wie, interessant.
Hm, ich höre.
Logan
ist halt eine intensivere Form.
Das Ding mit Konditionierung ist halt, dass bei Konditionierung im Klassischen,
wir haben ja immer noch so diesen kritischen Faktor dazwischen, der halt dann
unser Bewusstsein quasi darstellt. Also dieses, ich bin ein Mensch und deswegen
habe ich jetzt nicht plötzlich den und den Trieb oder kann den halt gut
kontrollieren oder probieren, vornherein abzublocken, dass sich irgendwelche
Sachen, die ich halt nicht unbedingt will, festsetzen.
und bei einer Hypnose kann man das halt natürlich auch wieder freiwillig, aber
ein Stück weit halt in dem Moment
ja quasi so ein Stück aussetzen ist schwierig genau zu beschreiben, aber es ist
dann halt leichter
Sachen, also auch dann nur, wenn man es halt wirklich will, aber leichter halt
Sachen an diesem kritischen Faktor eben vorbei zu schleusen, sage ich mal. Also
ich jetzt als hypnotisierter Part kann halt leichter Sachen an meinem eigenen
Bewusstsein vorbeischleusen, wenn ich mich in diesem Hypnosezustand befinde?
Sebastian
Okay, und das funktioniert bei jedem? Hm,
Logan
Nein, nicht bei jedem, aber bei den meisten Leuten.
Sebastian
okay.
Ja, da muss ich mal drüber nachdenken, ob ich das Thema weiter erforsche.
Ich habe ehrlich gesagt so ein bisschen Schiss, weil man hat dann schon so das
Gefühl, wenn man so im Geist von jemand anderem rumpfuscht, dass man dann
irgendwie auch Unsinn treiben kann. Und ich bin prädestiniert dafür, mit Dingen,
die ich kann und tue, Unsinn zu treiben, ehrlich gesagt.
Logan
Ja, das ist auch richtig, was du sagst, aber dieses Problem hast du ja generell
in jedem,
in jeder Beziehung mit einem Menschen. Also wenn du mit einer Person zusammen
bist zum Beispiel, dann hast du ja auch ein gewisses Mittel, ein Druckmittel an
der Hand. Das funktioniert nicht ewig und das ist sicherlich auch moralisch
nicht unbedingt sinnvoll, das so zu machen. Aber du könntest quasi damit drohen,
die Beziehung zu zerstören, zu beenden oder wie auch immer und die Person unter
Druck setzen und sie zu gewissen Dingen
bringen und halt quasi deine Macht missbrauchen, wenn du so willst.
Sebastian
Okay, also Verantwortung, wie bei allen anderen Sachen, muss halt da sein.
Logan
Genau, Verantwortung da sein. Aber es ist halt, na klar, wenn eine Person sich
darauf einlässt, von dir hypnotisiert zu werden, ist es sicherlich schon ein
gewisser Vertrauensbeweis auf jeden Fall. Und wenn sie sich da halt mit darauf
einlässt, gewisse Dinge mit dir umzusetzen, noch mehr. Aber wenn du jetzt
anfängst, das zu missbrauchen, dann kriegt die andere Person das ja auch mit.
Und dann sinkt halt dieses Vertrauen halt auch mit der Zeit, logischerweise.
Sebastian
Also das heißt,
Logan
Da gibt es halt ein Wort für, das nennt sich Rapport. Ich bin mir nicht sicher,
ob das wirklich richtig so ausgesprochen wird.
In dem Hypnose-Bereich ist extrem viel, wovon extrem viel die Rede ist und die
Höhe dieser Rapport ist.
Deshalb funktioniert das mit der Hypnose überhaupt. Wenn der halt gar nicht
vorhanden ist, dann funktioniert die Hypnose halt von vornherein nicht.
Sebastian
aber wir umgehen damit jetzt nicht den freien Willen, also die Entscheidung
unseres Gegenübers. Das heißt, wir dürfen auch noch, also ich darf mich dann
trotzdem noch freuen, dass es funktioniert hat, weil das wiederum einen
Vertrauensbeweis darstellt.
Logan
Vielleicht ist es ein bisschen wie, wenn du dich einlässt darauf, eine Runde
Jenga mitzuspielen und du mittendrin im Spiel keine Lust mehr hast,
dann kannst du prinzipiell jederzeit aufhören, aber du hast dich halt vorher
dazu verpflichtet mitzumachen und das ist dann irgendwie das Gefühl aus der
Situation wieder rauszugehen und ich glaube, das trifft ganz gut das, was
Hypnose ist.
Sebastian
den Vergleich hätte ich
Logan
Also wenn dein Leben jetzt bedroht wäre und es um dich herum brennt, dann
spielst du diese Runde wahrscheinlich eher nicht zu Ende.
Aber wenn dir einfach nur langweilig ist zum Beispiel, dann ist halt der
Incentive, wie auch immer das deutsche Wort dafür ist, halt extrem hoch
weiterzumachen, auch wenn du dich gerade nicht unbedingt super wohl fühlst.
Das
Sebastian
also wenn es mir gut tut, dann bin ich, wenn es einem gut geht oder wenn es gut
ins Leben oder in die Situation passt, dann funktioniert es eher. Also ich kann
jetzt, okay, damit sind auch die Grenzen quasi so ein bisschen definiert und wo
wir bei Grenzen sind, Temel, ich wusste, Temel hat was gefragt und mir ist
völlig klar, dass Temel das gefragt hat, weil ich finde das natürlich super
spannend.
Darf ich das mal hier reinschmeißen?
Okay, kann man jemanden hypnotisieren, dass er nur noch auf Kommando kommen
kann, sonst gar nicht mehr und ohne dieses Kommando? Oder geht das nicht, weil
der Hypnotisierte, wenn er kommen will, einfach seinen Willen durchsetzt? Von
wegen, man kann diesen Willen ja nicht überwinden.
Logan
kann man machen, das funktioniert auf folgender Basis, dass wenn, also ich
vergleiche das mal mit einer anderen Situation, wenn ich zum Beispiel so eine
Situation mit einer Keuschhaltung oder sowas habe,
dann gibt es meistens ja ein physisches Element, also irgendwie ein Peniskäfig
oder sowas zum Beispiel.
Und der ist aber auch selten hundertprozentig ausbruchsicher. Trotzdem ist es ja
auch diese mentale Komponente, die drinnen steckt, dass wenn man jetzt
ausbrechen würde aus diesem Peniskäfig, dann würde man sich schlecht damit
fühlen, wenn man halt das Spiel bricht, das Vertrauen enttäuscht und so weiter
und so fort, die ganzen Sachen, die einem dann durch den Kopf schießen würden.
Und die greifen dann halt auch. Man könnte sicherlich noch kommen, wenn man
vorher eine starke Suggestion bekommen hat, die gut funktioniert, dass man eben
nicht kommen kann. Könnte man sicherlich trotzdem kommen, aber es wird sehr,
sehr schwierig, über dieses Gefühl, dass man gerade etwas Falsches macht, dass
man gerade Unrecht tut, quasi wegzukommen erstmal wieder. Wenn das dann erstmal
gebrochen ist und man gemerkt hat, es passiert nichts Schlimmes, dann wird das
wahrscheinlich einfacher mit der Zeit. Aber wenn man sich halt bis auf diese
Ebene eingelassen hat, kann das halt sehr unangenehm werden.
Sebastian
Okay, ja, ich merke schon, das ist ein bisschen komplizierter als gedacht.
Aber das ist natürlich, ich sage mal, wenn ich jetzt mal Tebeln als Beispiel
nehme, Sie fasziniert ja dieses Setting, dass sie nicht kann, wenn sie nicht
soll, was wiederum dazu führt, dass das für sie einen positiven Reiz hat, dass
es wahrscheinlich am ehesten funktionieren würde.
Logan
Also ich denke, das Stärkste, was man erreichen kann, also wenn ich jetzt mal
ein anderes Beispiel als Vergleich heranziehe hier, Wenn man, ich sag mal,
beispielsweise strikt katholisch aufgewachsen ist, irgendwie zum Beispiel, und
halt immer eingetrichtert bekommt, dass Sex halt was Schlechtes ist und dass
man halt, weiß ich nicht, dass Orgasmen halt irgendwie was vom Teufel sind oder
sowas, dann kann man da sicherlich in seinem Leben auch drüber hinwegkommen,
gerade wenn man erwachsen wird.
Aber für die Person ist das meistens, weil ich das weiß, sehr schwierig, dann
erstmal diese Scham abzulegen und dieses extrem ungute Gefühl und das kann halt
zu so einer Orgasmusblockade auch führen bei den Menschen, bis sie es halt
geschafft haben, das zu überwinden.
Sebastian
das ist ja dann quasi eine Konditionierung von Kleinkindalter an, das ist
schmutzig, das macht man nicht, aber das löst man dann damit so ein bisschen.
Also ich merke schon, du bist eher der Mensch, der das vermutlich für positive
Sachen einsetzen möchte,
Logan
Ja, normalerweise schon.
Sebastian
normalerweise schon.
ich komme natürlich, ich bin Spielkind, also ich nehme mir nochmal Temel vor,
weil das so ein schönes Beispiel ist kann ich da nicht auch Konflikte
heraufbeschwören zu sagen, okay also immer wenn irgendwas passiert, dann wirst
du spitz und auf der anderen Seite, du kannst aber nicht kommen
du merkst also ich bin schon wieder das fürchterliche Spielkind was das angeht,
aber geht das und wie gehen diese Konflikte aus
Logan
Naja, das ist jetzt erstmal kein unauflösbarer Konflikt. Also wenn man spitz
wird, heißt das ja nicht automatisch, dass man kommt, oder?
Sebastian
ja Temel, du hast schwere Zeiten vor dir
Oder Rindt wird wahrscheinlich nicht schlafen, bis er das gelöst hat.
Schawad mag noch wissen, wie lange das hält. Er nennt das auch Befehl. Ist
Befehl das richtige Wort dafür? Und ja, wie lange hält das?
Logan
ich würde eher von Suggestionen sprechen. Das hält ganz unterschiedlich lang.
Also man muss vielleicht nochmal ganz wichtig sagen, dass zwar derjenige, der
hypnotisiert, ein kleines Skillset braucht, aber viel mehr Skill braucht
eigentlich die Person, die hypnotisiert wird. Das
ist einfach eine Trainingssache auch. Und das ist halt ähnlich wie beim
Konditionieren. Je öfter man das macht und je intensiver man das macht, desto
länger hält sowas halt. Also wenn ich jetzt zum Beispiel dir eine Suggestion
gebe, dass du jedes Mal, wenn ich Rot sage, bellst, dann wird das am Anfang
wahrscheinlich nicht allzu lange halten. Aber wenn ich das halt regelmäßig
mache, also sprich regelmäßig mal wieder Rot sage und du halt daraufhin bellst,
dann verfestigt sich das halt natürlich in deinem Kopf.
Und dann wird es natürlich schwieriger, das dann wieder abzulegen.
Sebastian
Okay, also Wiederholung hilft einfach. Es ist also kein Weg und Schnipsen.
Logan
Genau.
Sebastian
Hm,
Logan
Genau, und wenn die Leute halt mit der Zeit, also warte mal, womit kann ich das
in Verbindung bringen? Wenn du irgendwas machst, irgendeine komplizierte
Aufgabe, und du machst die halt beim ersten Mal, dann kommt dir das ja furchtbar
kompliziert vor, weil du nicht genau weißt, wie du sie machen musst, wie du
rangehen musst, aber je öfter du irgendwas machst, desto mehr brennt sich das in
deinem Kopf. Irgendwann wird es so intuitiv, dass du dich gefragt hast, warum
das jemals ein Problem war.
Meditation ist zum Beispiel auch so ein Beispiel. Die Leute, die halt nur
meditiert haben,
wissen halt erstmal gar nicht, was sie überhaupt machen müssen, um in diesen
Zustand reinzukommen. Das erfordert halt eine gewisse Menge Training. Und wenn
man das halt ein paar Mal gemacht hat, wird es halt immer einfacher und so. Das
ist mit Hypnose halt auch und generell auch mit Suggestionen. Wenn man halt
schon Ideen davon hat, was das Gegenüber von einem möchte, Da kommt man a,
schneller in den Zustand rein und kann b, halt auch viel schneller irgendwelche
Suggestionen halt aufnehmen und die verinnerlichen.
Sebastian
Lass mich mal fragen, wie kommst du denn dazu, das zu tun und das zu machen? Wie
lernt man das? Wo muss ich hin? Welches Buch muss ich lesen?
Logan
Ja, dadurch, dass ich jetzt spontan anrufe, habe ich leider keine
Buchempfehlung.
Müsste ich nochmal nachschauen, kann ich vielleicht nachreichen. Es gibt da auf
jeden Fall gute Bücher, die sich auch tatsächlich mit dem BDSM-Aspekt befassen.
Ansonsten Workshops teilweise und bei mir war es ein bisschen aus einer Not
heraus geboren tatsächlich, dass ich mich mit dem Thema auseinandergesetzt habe,
gar nicht mehr so sehr unbedingt mit Absicht.
kann ich jetzt näher ausführen, aber da muss ich ein Stück ausholen, stark
Sebastian
dann stelle ich dir noch eine Frage und dann lasse ich dich das ausführen, warum
denn nicht, ich habe jetzt eigentlich jedem Gesprächspartner heute überzogen,
also von daher, ich mag nochmal so einen Punkt, eventuell habe ich ja schon
Skills und Erfahrungen in dem Bereich,
vielleicht kennst du das, wenn man dann irgendwie mit seinem Partner da
irgendwie im Bett liegt und dann macht man da irgendwelche bösartigen Dinge und
dann bin ich so ein Mensch, ich flüstere dann gerne schlimme Dinge ins Ohr,
einfach in diesem Moment und dann verknüpfe ich das so ein bisschen mit diesem
schönen Reiz und Und geht das vielleicht schon so ein bisschen in die Richtung,
dass man also, das ist eher unterbewusst, aber ich merke dann schon, dass die
Bereitschaft meines Gegenübers, die Dinge, die eigentlich noch irgendwie als
nicht so toll angesehen waren, dass die dann doch eher mit etwas Positivem
verknüpft werden, dass das zunimmt. Wäre das schon Hypnose?
Logan
in die Richtung. Aber wie gesagt, die Grenzen sind halt auch echt sehr
schwammig. Zum Beispiel habe ich immer gedacht, dass Hypnose irgendwie so eine
Sache ist, wo man jemanden vorher in so eine Trance bringt und dann halt
Suggestionen abliefert und dann gibt es tatsächlich einige, es gibt ja auch so,
wie soll ich sagen, so Zauberer, das ist das englische Wort, finde ich ein
bisschen besser, die sich mit solchen Themen beschäftigen und Und da gibt
es halt tatsächlich so ein paar Leute, die das halt auch machen mit Leuten, die
halt bei vollem Bewusstsein sind. Die drücken ihnen halt irgendwie die
Visitenkarten in die Hand und erklären ihnen halt, dass sie die Visitenkarten
nicht mehr loslassen können. Die können die halt danach nicht mehr loslassen,
für ein paar Sekunden zumindest.
Das ist extrem faszinierend. Also ja, das geht definitiv in so eine Richtung,
was du halt gerade beschrieben hast.
Sebastian
Okay, ja, weil das wäre dann so, dass ich sage mal, das übliche
Dom-Handwerkszeug, dass man ja, ich sage mal, nicht überredet, nicht Druck
ausübt, aber man halt schon irgendwie ein bisschen Reize miteinander verknüpft,
um dann eben zu gucken, können wir nicht doch mal in die Richtung kommen. Guck
mal, der Rohrstock hier, der ist doch, ist der nicht schön weich und sieht der
nicht gut aus und wie sich das anfühlen könnte und, ne, also dieses gut zureden,
sage ich mal, ne.
du merkst, ich habe keine Ahnung von Hypnose, also versuche ich jetzt hier so
quasi jeden Strohhalm zu nehmen und zu gucken, ob ich eine Verknüpfung
herstellen kann. Aber vielleicht muss ich mich damit einfach mal ein bisschen
beschäftigen. Finde ich gut. Du wolltest ausholen.
Logan
Ja, ganz kurz noch dazu die Assoziation, die du auf jeden Fall hast und auf
jeden Fall nicht verkehrt. Also wie gesagt, es geht stark in die Richtung.
Was du Hypnose halt eigentlich hauptsächlich lernst, Wie kriegst du jemanden
dazu angeleitet, in einen Bewusstseinszustand zu kommen, in dem Suggestionen
einfacher sind als in anderen Bewusstseinszuständen? Das ist die beste
Umschreibung dafür. Und dann halt noch so ein bisschen dieses, wie formulierst
du Sachen am besten, damit nichts schief geht. Also ganz kurzes Beispiel noch,
wenn du eine Vergewaltigungsszene zum Beispiel hin suggerierst, also sprich die
Person kann sich nicht erinnern, wer du bist und so weiter und so fort und hat
Angst und so weiter, um halt dieses Szenario darzustellen. Das geht übrigens
sogar bis hin zu einem Punkt, wo man Halluzinationen auslösen kann. Das heißt,
die Person glaubt und sieht eine andere Umgebung, also glaubt, in einer anderen
Umgebung zu sein.
Dann sollte man aber auch vielleicht mit reinbringen, dass die Person, wenn sie
den Raum verlässt, da wieder davon frei ist. Weil dann kommt die Person vielleicht
auf die Idee, rauszurennen und die Polizei zu rufen. Das ist halt gar nicht so
geil.
Sebastian
Ah, okay, ja.
Logan
Weil sie halt immer noch in dem Glauben ist, weißt du, und nimmt halt ein
Telefon und wählt halt 1-1-0 oder so. Und dann ist das halt blöd oder alarmiert
die Nachbarn oder so. Das willst du halt nicht.
Sebastian
Ja, weil der Mensch das in dem Moment ja auch wirklich glaubt.
Logan
Deswegen ist es,
Sebastian
Der ist dann auch noch überzeugend am Telefon.
Logan
gegebenenfalls schon, genau. Und das ist ja deswegen gut für solche Sachen, zum
Beispiel auch so Rahmenbedingungen zu stecken. Und das sind so Sachen, die man
halt dann lernt, wenn man so einen Workshop besucht,
so kleine Fangnetze, sage ich mal, die dann halt noch greifen, wenn doch
irgendwas ein bisschen schiefläuft.
Sebastian
Okay, aber so richtig langfristig, was für den Geist schieflaufen, da das ja
irgendwie doch ein gewisses Einverständnis braucht, kann eigentlich gar nicht so
richtig schief gehen.
Logan
Ja, es ist halt, wie ich halt schon sagte, das ist halt eine Sache, die halt
auch trainiert werden muss und die sich halt dann einspielt. Und dann wird es
halt auch, dann wird halt auch mehr möglich und dann kann halt auch
wahrscheinlich mehr schiefgehen, denke ich mal.
Sebastian
Okay. Du wolltest ausholen, die Frage, ob du Löffel verbiegen kannst, die stelle
ich jetzt nicht. Bitte nicht beantworten.
Ja, ich kann es ja ein bisschen verstehen. So ein bisschen nach Zauberei und
Hokuspokus klingt das natürlich.
Logan
Ja, ich weiß.
Sebastian
Aber auf der anderen Seite ist es ja auch irgendwie Zauberei und Hokuspokus,
dass ich so wie den Arsch wirklich verhauen kann und hinterher grinst sie und
ist einfach unglaublich glücklich. Das kannst du auch jemandem erzählen und der
glaubt dir kein Wort.
Okay. Jetzt hast du die Gelegenheit auszuholen und ich stelle keine
Zwischenfragen.
Logan
doch, stell ruhig Zwischenfragen, wenn du Verständnisfragen hast.
Sebastian
Jawohl.
Logan
Also das Ding ist, der Grund, warum ich mich darüber auseinandergesetzt habe,
ist, dass ich tatsächlich sehr früh schon in meiner Kindheit quasi auch schon
durchaus gemerkt habe, dass ich gut darin bin, Menschen und teilweise auch eben
sehr unbewusst zu manipulieren.
Dann hatte ich einmal einen Berührungspunkt damit, dass meine damalige Freundin,
die ist durch, ich sag mal, Übermüdung in so einen Zustand gekommen, Also sie
wollte halt wach bleiben, ist aber trotzdem so ein bisschen eingepennt und in
einen Zustand gekommen, in dem sie auch sehr suggestibel war. Also ich konnte
der halt auch alle möglichen... Meine Idee war halt da noch so ein bisschen
quasi dafür zu sorgen, dass sie halt irgendwelche Sachen anfängt zu träumen.
Aber das hat extrem gut funktioniert, bis ich dann realisiert habe, okay, das
muss in diese Richtung gehen von der Hypnose. Und mein absoluter
Aha-Moment, den ich halt hatte, war, dass ich probiert habe, auf eine Person
unwissens der Vorgeschichte einzuwirken. darauf hin, dass sie sich ein bisschen
entspannt und so und versehentlich, also wirklich nicht vorsätzlich, wie ich
dann im Nachhinein gelernt habe, so Hypnose-Sprachmuster angewendet habe und die
Person tatsächlich in einem gewissen Trance rein begleitet habe.
Leider, leider, leider ist die Person allerdings, zumindest im damaligen
Zeitpunkt, hatte eine Persönlichkeitsspaltung
und hatte halt so gewisse Mauern aufgebaut, um das ein bisschen abzugrenzen und
in Kontrolle zu halten und die durchbricht zumindest sowas halt sehr gut. Und
das ist halt auch passiert. Und das war A, nur eine schöne Erfahrung, sowohl für
mich als auch für die Person selbst, für das Mädel.
Und ich glaube, die hat auch danach vor allem auch damit zu kämpfen, dass ich
halt da so in Anführungsstrichen leicht und unbeabsichtigt durch ihre mentalen
Barrieren halt durchgefahren bin. Und das war der Zeitpunkt, an dem ich gesagt
habe, okay, ich muss mich damit jetzt echt mal beschäftigen, damit ich nicht aus
Versehen mal Scheiße baue damit, um einfach mal zu lernen, was das
verursache ich damit, wenn ich auf bestimmte Art und Weise mit Menschen rede und
welche Sprachmuster sollte ich halt in gewissen Situationen vielleicht echt
besser lassen einfach. Weil das ist halt so ein Ding, du kannst sehr gut auch
abseits von Hypnose und sowas mit Social Engineering und dergleichen Einfluss
auf Menschen nehmen. Das Ding ist halt bloß, dass die meisten Menschen das dann
relativ schnell durchschauen und dann sehr sauer sind.
Und wenn man das unabsichtlich macht.
Sebastian
Oh, da muss ich nochmal fragen, weil genau dieses Durchschauen,
zerbricht das dadurch nicht? Also wenn dein Gegenüber durchschaut, was du da
jetzt gerade tust, dann ist doch eigentlich rum. Ich habe noch eine Frage,
nämlich von Blackstar Ruler, kann man jemanden gegen seinen Willen
hypnotisieren? Ich glaube, das ist dann genau der gleiche Punkt.
Geht ja eigentlich nicht, wenn der es erkennt.
Logan
und nein, das ist so ein bisschen diese Schattenseite von dem Ganzen, wenn du
dich damit sehr stark auseinandersetzt. Du kannst gewisse Muster einsetzen, um
schnell Vertrauen aufzubauen zu den Menschen und dann kannst du sie quasi
überrümpeln, wenn du so willst.
Überrumpeln meine ich.
Das ist halt ein bisschen so, als wenn du jemandem Fremden auf der Straße
begegnest und er dich nach fünf Minuten dazu beredet hat, dass du einen teuren
Handyvertrag abschließt. So die Kategorie. Dann gehst du weg von dem Stand und
bist super pissig, dass du halt gerade diesen Vertrag abgeschlossen hast, den du
eigentlich nicht leisten kannst.
Keine Ahnung, ob man das jetzt als Hypnose schon bezeichnen will oder nicht,
aber es ist halt sehr manipulativ und nicht schön.
Sebastian
Ja, okay, aber da gibt es ja eine ganze Industrie, manipulatives Marketing, ja,
wenn man das gut kann, dann kann man viel Geld da verdienen.
Logan
Genau. Und das geht so in die Richtung. Aber das ist halt genau diese Sache, je
mehr du auch quasi auf Zack bist und je mehr dir jemand von vornherein
unsympathisch erscheint, desto weniger bist du irgendwie suggestibel für
irgendwas. Aber das ist ja genau das Problem halt. Wenn jemand dich quasi jetzt
gegen deinen Willen hypnotisieren wollen würde, dann würde er ja so auftreten,
und als wäre das alles in deinem Interesse. Aber
Sebastian
und wir bewegen uns ja jetzt hier im Bereich BDSM, das heißt, ich glaube, der
gute Ansatz ist, dass man sagt, okay, man möchte jetzt gemeinsame Ziele
erreichen, ein bestimmtes Verhalten zum Beispiel, und damit kann man das
vielleicht erleichtern, wobei ich dann wieder überlegen würde, wenn ich es
erleichtere, dann ist das Ziel schneller erreicht, das heißt aber, die Leistung
meines Gegenübers, das Ziel zu erreichen, ist dadurch gemindert. Ich bin dann
immer unzufrieden dann.
Weißt du, was ich meine? Nehmen wir mal so als Verhaltensweise, was könnte denn
das sein?
Was weiß ich, irgendwas, ne? Bevor so wie ins Bett kommt, fragt sie, ob sie sich
mit dazulegen kann, ne? Wenn man da jetzt ein bisschen auf die Art nachhilft, in
dem Sinne, dann passiert das eher unterbewusst, aber dadurch ist die Leistung ja
geschmälert, finde ich. Weißt du, kannst du das nachvollziehen?
Logan
auch die Frage, was ist halt dein Ziel, wenn der Weg das Ziel ist? Also wenn ich
jetzt zum Beispiel 10 Kilometer jogge, dann ist ja das Joggen das eigentliche
Ziel. Ich könnte die 10 Kilometer im Auto vielleicht überwinden oder am
Fahrrad.
Wie ich meine, also das ist halt immer die Frage, willst du quasi diesen Weg
haben? Ist das halt das Ziel? Dann ist Hypnose keine gute Idee. Wenn du aber das
Ziel hast, einen bestimmten Effekt zu erreichen, dann ist es wahrscheinlich ein
gutes Hilfsmittel.
Sebastian
Okay, ja. Das heißt, eigentlich kann ich Temel jetzt nur wünschen, dass sie das
einfach trainieren muss Und ganz viel trainieren muss und dann freut sich Oderin
noch viel mehr. So, um das einfach nochmal aufzugreifen.
Okay, jetzt nehmen wir mal an, das hören ja hier ein paar Leute, jemand sagt,
okay, ich will das machen, ich will das lernen und ich will das gut machen und
will das für positive Dinge einsetzen und nicht sub die Andom dazu in Richtung
hypnotisieren möchte, dass er mal den Arsch hinhält, kann ja auch sein.
Wie fange ich am besten an?
Logan
Idealerweise, es kommt halt mit so einer Frage an, es gibt ja die Menschen, die
quasi quasi immer suggerieren, dass jegliche Art von autodidaktischem Lernen
immer schlechter ist, als irgendwelche Workshops oder dergleichen zu besuchen.
Und ich persönlich sehe das aber nicht so. Ich denke, dass man auch durchaus
autodidaktisch schon auf jeden Fall ein bisschen was lernen kann.
Sebastian
Also du meinst, man kann sich selbst hypnotisieren?
Logan
Das sogar auch, ja, tatsächlich gibt es auch Selbsthypnose. Nee, ich meinte aber
jetzt eigentlich eher, dass man sich irgendwelche Bücher schnappen kann und halt
einfach drin lesen kann. Ich denke, dass das für einige Leute gut funktionieren
kann. Anderen Leuten hilft es vielleicht selbst erstmal hypnotisiert zu werden,
um dann zu wissen, wie ist denn das überhaupt, worauf lasse ich mich da gerade
ein, wie erreiche ich dieses Gefühl bei jemand anderem. Weil die Hypnose, das
ist halt auch so eine Sache, ist halt meistens immer so ein bisschen eigene und
fremde Hypnose gleichzeitig. Es hilft halt quasi selber ein bisschen mit, ein
Stück weit abzudriften in diesen Zustand, um die andere Person auch in diesen
Zustand zu bringen. Das ist so ein bisschen wie, wenn ich will, dass du quasi
jetzt zum Beispiel dich beruhigst und entspannt bist, dann fange ich an,
hektisch auf dich einzureden und selber hektisch zu sein, weil das macht dich
sicherlich nicht entspannt, sondern es ist dann besser, wenn ich halt ganz ruhig
und entspannt mit dir rede und halt ein Stück weit halt mich auf das Mindset
begebe, in dem ich dich halt haben will. Und bei der Hypnose ist es halt genauso.
Wenn ich halt anfange, quasi selber in dieses Mindset so ein bisschen
abzudriften, diese Trance, dann kann ich damit leichter mein Gegenüber erreichen.
Sebastian
Ja, ich merke das ja beim Podcast ja auch, wenn ich sage, los, entspann dich
jetzt, entspann dich, na los, dann wird das nicht funktionieren.
Die Leute hassen mich dann.
Kann ich nachvollziehen, tatsächlich. Tatsächlich,
Logan
um die Frage zu beantworten, also wie gesagt, ich kann gerne noch ein Buch auf
jeden Fall nachliefern. Es gibt da mindestens eins, was sich auf den Bereich
bezieht, was einem vorne bis hinten erklärt wurde und auch schon mal so Skripte
drin sind, die man im Zweifelsfall dann einfach vorlesen kann, wenn einfach gar
nichts einfällt.
Und für die Leute, für die das halt nicht gut funktioniert, denen steht halt
immer noch offen, mal irgendwo einen Workshop zu besuchen. Es gibt auch einige
Hypnose-Stammtische, aber die sind über Deutschland verteilt, glaube ich, immer
noch relativ rar.
Habe ich jetzt auch gerade nichts parat, wo jetzt welche sind.
Sebastian
Mach einfach so, du schickst mir nochmal hinterher hier einfach eine Mail und
dann packe ich einfach nochmal ein, zwei Buchempfehlungen von dir in die
Shownotes rein und du hast ja auch einen Musikwunsch frei dann für die nächste
Folge, den schickst du mir gleich mit dazu, dann kann ich das nämlich besorgen
und dann auch für dich spielen.
Wunderbar. Möchtest du noch mehr erzählen? Oder ich würde jetzt an der Stelle
mal so einen Deckel einfach drauf machen. Und ja,
Logan
wenn noch Fragen da sind, gerne, aber sonst habe ich, denke ich, das Wichtigste
erstmal gesagt.
Sebastian
also ich habe noch das, was haben wir denn noch? Da dein Gast gerade Meditation
erwähnte. Sind Menschen, die Meditation praktizieren, leichter zu hypnotisieren
oder haben die bessere Skills, sich selbst zu hypnotisieren? Mag Schawad gern
wissen. Okay.
Logan
Jede Hypnose ist quasi auch immer eine eigene Hypnose, nur eine angeleitete.
Das ist wieder der Faktor, ich kann dich nicht hypnotisieren, du kannst
dich hypnotisieren und ich erkläre dir quasi, wie es funktioniert. Also ich rede
mit dir und bringe dich in die richtige Richtung. Das ist quasi wie so ein
Personal Trainer. Ich kann dir halt das Gewicht geben, was du aber machen musst,
das ist halt selber letztlich. Deswegen denke ich, dass jemand, der
zum Beispiel schon Meditation und dergleichen Erfahrung hat, wahrscheinlich
viel, viel leichter in diesen Hypnosezustand kommt, weil es sich wahrscheinlich ein
Stück weit bekannter fühlt.
Sebastian
Gut. Also weitere Fragen sind jetzt hier bei mir nicht.
Das heißt, ich bedanke mich nochmal ganz herzlich bei dir, dass du beschlossen
hast, hier anzurufen. Sehr gut. Ich war wirklich sehr kurz vor der Abmoderation.
Logan
Sehr gerne.
Sebastian
Genau im richtigen Moment. Da kommt auch gleich die passende Stimmung auf.
ich verabschiede mich von dir
spiele für Maja gleich noch Play with Fire und dann gucke ich mal, ob dann
tatsächlich nochmal jemand anruft und ansonsten ist dann wirklich Schluss.
Nochmal vielen, vielen Dank, dass du das Thema hier einfach mal aufgemacht hast,
weil es gab immer mal so Ansätze, darüber könnte man mal sprechen und es kam
aber noch nie so richtig dazu und ich glaube, auf das Thema mag ich nochmal in
einer der nächsten Folgen ein bisschen mehr eingehen, also vielleicht hat man ja
auch
Logan
Können wir gerne machen, dann kann ich mich auch gerne ein bisschen vorbereiten,
wenn wir noch mal sprechen sollten und dann kann ich da auch ein bisschen
Fachkundiger vielleicht noch was zu sagen.
Sebastian
ich glaube, ich hätte gerne mal einen passiven Part, wo das in der Beziehung
einfach auch aktiv eingesetzt wird, wie sich das auf der Seite auch anfühlt und
vielleicht, dass das jemand auch ein bisschen beschreiben kann.
Logan
Ich
Sebastian
Vielleicht hast du ja jemanden hierher schicken, bitte.
Logan
weiß nicht, ob mir wer einfällt, aber mache ich gerne.
Sebastian
Okay, super.
Logan
Gut,
Sebastian
Danke, Logan.
Logan
nochmal einen Aufruf auch an die anderen. Traut euch ruhig anzurufen. Das ist
wirklich nicht schlimm und
man wird ja auch nicht gebissen oder so.
Sebastian
ich beiße nicht.
Nur hinterher dann. Nein.
Ja, und du kommst natürlich auch in die Losbox für das lustige Paddel rein. Und
das Ding ist wirklich schön. Und ich muss das auch Freitag loswerden, weil sonst
fange ich an, das Ding zu benutzen. Und dann ist es nicht mehr neu. Verspreche
ich, dass es dann auch nicht mehr neu aussieht. Das ist ein tolles Teil. Na gut,
mach's gut. Schönen Abend dir. Tschüss.
Logan
Ebenso. Tschüss.
Sebastian
So, jetzt muss ich mal gucken, was ich hier spiele.
für Maja Play with Fire, hatte ich ja eben schon gesagt. Und dann läuft das jetzt
und dann gucken wir mal, ob es hier gleich klingelt. Ich bin sehr gespannt.
Hallihallo, ich habe die Cathrin am Telefon und ja, du hast angerufen. Vielen
Dank. Hallo.
Cathrin
Hallo.
Sebastian
So, wir haben jetzt, machen jetzt schon mal den Teaser vorweg. Du hast Nachwuchs
im Haus und wenn der sich jetzt regt, dann musst du leider dich darum kümmern
und dann ist das Gespräch beendet, richtig?
Cathrin
Leider darum kümmern mag ich es so nicht unbedingt stehen lassen, aber ja, ich
muss mich dann darum kümmern und das Gespräch wäre dann vermutlich sehr schnell
beendet. Wir hoffen jetzt einfach mal, dass das nicht so ist.
Sebastian
Okay, ich drücke die Daumen, das für den guten Schlaf. Ich kenne dieses Gefühl.
Cathrin
Genau.
Sebastian
Und wenn man es besonders braucht, dass sie gut und tief und fest schlafen, dann
sind die unglaublich aktiv.
Cathrin
Auf der anderen Seite, die haben es ja nicht geplant, von daher könnte das Glück auf
unserer Seite sein. Normalerweise ist es ja Murphy und so, immer wenn was
geplant ist, dann funktioniert es nicht.
Sebastian
Stimmt. Die riechen das irgendwie, ne? Das ist so...
Cathrin
Die haben da, das ist furchtbar, sie dompt. Die haben auch einen siebten Sinn
für alles, wo sie keinen siebten Sinn für haben sollen.
Sebastian
Okay, dann frage ich doch mal. Du bist also kein Dom demnach?
Cathrin
Nein, ich
Sebastian
Okay. Darf ich fragen, wie alt du bist, um dich so ein bisschen einzuordnen?
Cathrin
bin 31.
Sebastian
31. So. Worüber sprechen wir?
hast du dir überlegt?
Cathrin
Gar nicht so viel. Also eigentlich bin ich ziemlich offen. Ich habe
meine Devotion angenommen, auf dem Weg meinen Masochismus
anzunehmen. Ich bin absolut nicht universal devot. Ich
bin sadistisch. Ich liebe, anderen
wehzutun, allerdings nicht im dominanten Sinne um meiner Freude willen, sondern
um der anderen Freude willen.
Sondern, ja, frag,
Sebastian
Okay.
Cathrin
was dich interessiert.
Sebastian
Ja, also ganz ehrlich, das ist total einfach. Ich kann immer fragen. Du bist
jetzt 31. Das heißt, du hast Du hast irgendwann damit angefangen und ich finde
das immer noch, egal wie oft Menschen mir das erzählen, ich finde das immer noch
spannend, die Frage, wie kommt man eigentlich dazu, BDSM nicht nur zu kennen,
sondern auch auszuleben.
Cathrin
das
ist tatsächlich hier eine interessante Geschichte.
Vor guten ein und dreiviertel Jahren
lief es in meiner Ehe ganz bescheiden. Und ich war mit meiner Hebamme und guten
Freunden essen. Ich kam nach Hause und kam in ein dunkles Schlafzimmer und
mein Nochmann saß in diesem dunklen Schlafzimmer und sagte mir, wir müssen
reden. Ich dachte, oh, das sind ja beste Voraussetzungen. Und dann erzählte er
mir so von all seinen Gedankengängen und Gefühlen und eben auch Neigungen,
die ich nie in ihm gesehen habe, in keinster Weise. Vielleicht, weil sie einfach
nicht da waren und er sie einfach mal als spannend erachtet hätte. Ich vermute
tatsächlich, dass das der Grund war. Und eine dieser Neigungen war eben zu
sagen, er möchte den dominanten Part in dieser Beziehung, Ehe und überhaupt
einnehmen. Und ja, dann haben wir das mal getestet und haben festgestellt, dass
das für ihn überhaupt nicht leistbar war. Also es war dann so der typische von 0
auf 200, um dann wieder zurück auf 30 zu fallen, weil bei ihm totale
Überforderung und bei mir dementsprechend dann ja totale Desillusionierung. Aber
durchaus gemerkt zu haben, okay, für mich ist das nicht nur mal ein Ausflug.
Hier beantworten sich ganz viele Fragen, wo ich die
Fragen nicht kannte, aber wusste, da ist was.
Sebastian
Moment, ich spule nochmal zurück. Also, ihr saßt im Schlafzimmer, er hat dir das
erzählt und du hast gesagt, oh ja, super, ich habe da die passenden Gedanken zu,
lass uns das machen. Oder, okay, da hat er ja quasi, also erstmal gut, dass er
dann gesagt hat, machen wir.
Cathrin
Ja, auch
Eheversprecher haben gute Seiten, das stimmt.
Sebastian
Quasi ein Sechser im Lotto.
ja gut, aber jetzt ist es natürlich, das ist wiederum das Schlimmste passiert,
was ihm passieren konnte. Du hast ihn quasi angefixt, aber mit ihm klappt es
halt einfach nicht. Obwohl ja, die
Cathrin
Ja, es war tatsächlich so, dass er viel die treibende Kraft war und ich
gesagt habe, lass uns mal langsam einsteigen.
meine doch mitliebste Anekdote ist unser erstes Treffen
in die dunkelbunte Welt. Und zwar bekam ich dann, also dieses Gespräch war an
einem Donnerstag und am Samstag bekam ich dann die Ansage, du hast hier das und
das anzuziehen, ab dann und dann hast du fertig zu sein, Kinder schlafen bei
unseren Eltern, wir machen oder bei seinen Eltern, ich kümmere mich um das, was
wir machen. und ich komme aus Nordhessen und dann fuhren wir nach Kassel und in
Kassel
gibt es das ranzigste Pornokino überhaupt und
natürlich war sein erster Gedanke da, nee, nee, also nee, wirklich nicht,
boah, da schaudert es mich, weißt du, ich habe noch nie Herpes gehabt, aber wenn
ich an dieses Kino denke, da ploppt es quasi, also sowas, so nun
ja, da wollte er mit mir rein, habe ich gesagt, ich gehe Also weiter als
irgendwie Demarkationslinie war, um mal reingucken zu können.
Sebastian
müssen so sein. Nein.
Cathrin
Mir kamen Menschen entgegen, wo ich gesagt habe, nee, also wirklich nicht. Die
guckten mich an wie ein Alien in diesen Hallen. Und ich guckte sie an wie,
ich möchte jetzt ein Alien sein und ganz weit weg, ja. Und dann hat er sich
überlegt, okay, vielleicht war das jetzt nicht der beste Einstieg. Und dann
fuhren wir in ein Pornokino, eine
Kette.
Sebastian
Ja,
Cathrin
Und da gab es dann auch einen SM-Raum.
Sebastian
da immerhin. Also das ist ja schon mal die Flexibilität zu sagen, okay, ich
schleife dich da jetzt nicht rein, du fühlst dich nicht gut, ich nehme jetzt mal
so ein bisschen seine Position an.
Cathrin
Ja, ja.
Sebastian
Man ist da ja auch so ein bisschen verzweifelt, man hat Vorstellungen, man
möchte jetzt ein grandioses Erlebnis bieten und manchmal ist es einfach schlimm.
Cathrin
Ja, ja, ja, ja.
Sebastian
Problem,
Cathrin
Scheiße. Ja, genau. Also es war dann so, wir sind dann in dieses andere
Pornokino gefahren. Dementsprechend kann ich auch sagen, es sind nicht alles so
ganz schlimme Löcher. Auch das war grenzwertig, einfach weil ich glaube, dass da
halt nicht häufig junge Frauen in der Form sind.
Nun ja, jedenfalls dieser SM-Raum war dann dummerweise natürlich auch kurz
vorher belegt. So, wir sind da also einmal rein in den Pärchenraum. Ich bin da
rein, Kopf runter, bloß durch, rechts und links nur gesehen, mir wichsende
Männer entgegengekommen. Ich gedacht habe, okay, das ist für den Einstieg
verdammt viel. Das ist für den Einstieg verdammt, verdammt viel.
Sebastian
hast ja auch nur zwei Tage im Grunde, ne?
Cathrin
Jaja, also ich hatte die Gedanken durchaus schon länger, waren jetzt keine neuen
Gedanken, aber in der Intensität schon. Also das war schon ein Start, wo ich
gedacht habe, uiuiui, naja. Ich habe dann gesagt, ey, mag jetzt eigentlich echt
gerne nach Hause. Und dann sagt er, ja, dann müssen wir jetzt hier raus. Ich
habe gesagt, will ich aber nicht raus. Er sagt, das fühlt sich so wohl. Ich so,
nee, aber die Vorstellung, da draußen wieder zu sein, die ist ja noch schlimmer.
Naja, und so diskutierten wir dann so ein bisschen hin und her. Du merkst, seine
dominante Art war nur marginal ausgeprägt.
Einfach, es ist mir scheißegal, du gehst da jetzt durch.
Kam halt nicht so.
Sebastian
Ja gut, das muss man ja auch tatsächlich erstmal lernen, ne? Und das ist
tatsächlich echt ein steiniger Weg.
Cathrin
Das ist so. Und du musst es halt auch sein. Du musst halt auch einfach dominant
sein, um das zu können. Und um das auch authentisch rüberzubringen.
Sebastian
Ja, das ist eh eine ganz spannende Frage, kann man Dominanz lernen oder nicht?
Cathrin
Nein.
Sebastian
Und
Cathrin
Nein. Meine Meinung Nein. Ich glaube, du bist dominant, du kannst schlagen
lernen, du kannst Schmerzen zufügen lernen, du kannst Menschenführung lernen,
aber ich glaube, du bist dominant oder du bist es eben nicht. Nein,
Sebastian
dann umgekehrte Frage, kann man dann das, Devotion, kann man das lernen?
Cathrin
glaube ich auch nicht.
Sebastian
Okay, also da muss man,
Cathrin
Ich
glaube, das sind Grundgrundneigungen, die einfach in uns verankert sind.
Und entweder ist man das oder man ist es nicht. Genauso, es ist ja auch das
Verständnis füreinander. Ich glaube, dass ganz viele dominante
Menschen logisch nachvollziehen können, warum der devote
Mensch das jetzt tut, aber es ganz selten nur nachempfinden können. Genauso wie
es umgekehrt bei mir ist. Ich kann logisch verstehen, warum der dominante Mensch
das tut, was er tut. Aber ich kann es nicht fühlen einfach, weil mir fehlt
diese Neigung zu sagen, ich empfinde Freude daran, einen Menschen zu demütigen.
Sebastian
ich glaube da kommt aber auch für mich so ein bisschen die Faszination her, dass
ich sage, tu jetzt das und ich würde das, ich kann mir nicht mal vorstellen, das
jetzt zu tun, weil das fände ich total doof.
Cathrin
Klar, ich
Sebastian
Und dann sehe ich, wie mein Gegenüber da freudestrahlend genau das macht und
dabei ein, und zwar nicht ein Knick vor mir, sondern mit einer Freude und einem
Stolz dieses und jenes tut und wir beide sind einfach glücklich und das ist
tatsächlich etwas, das ergänzt sich an der Stelle.
Da kommt wirklich für mich die Faszination so ein bisschen her, dass ich mir
auch gar nicht so richtig vorstellen kann, warum das für den anderen toll ist.
Aber deshalb stellt man ja auch diesen Konsens her, dass man absteckt, wie passt
das zusammen?
Cathrin
würde tatsächlich gerade ganz gerne mal springen, weil mir dann irgendwann
gesagt wurde, ich sei ein typischer Switcher. Ich muss dazu sagen, ich habe hier
zu Hause die Verantwortung für beide Kinder. Ich hatte lange die
Verantwortung für den Nochmann mit dazu.
Ich kann sehr überzeugend sein und ich kann auch durchaus dominant auftreten.
Und in Kombination damit, dass es mir auch Spaß macht, anderen Menschen weh zu
tun,
wurde mir dann irgendwann gesagt, ich sei ein Switcher. Und ich habe gesagt, na
gut, dann gucken wir uns das doch mal an.
Sebastian
Gut, das ist ja erstmal eine Schublade, ne?
Hat dir das dein Mann damals gesagt oder war das später dann?
Cathrin
Und dann kam ich, nein, nein, das hat sich dann sehr schnell erübrigt. Ich bin
dann in den Spielkreis gekommen und da hat sich das dann ein bisschen ausgebaut
und tatsächlich über das Thema Trampling.
Und ja, da habe ich dann durchaus Gefallen dran gefunden. Und irgendwann
war ich in Österreich in einem kleinen
Club, ganz niedlich, ganz hübsch und war eigentlich mit einem
Daddy verabredet. War auch schön im Little-Kostüm, also hatte den Schottenrock,
also den kurzen Schulrock, die weißen Rüschensocken und das weiße Bluse mit
zwei Zöpfchen geflochten, also total niedlich. Und der Idiot kam nicht.
Und dann sagte die Femme, also nein, ich bin eine Freundin besuchen
gefahren und den Rest haben wir drumherum geplant.
Sebastian
dafür bist du nach Österreich gefahren? Okay.
Cathrin
Ich glaube, sonst hätte ich ihm ganz dezent ganz viel aufgerissen und das wäre
kein freundlicher Schmerz gewesen.
Sebastian
Okay.
Cathrin
Ne, jedenfalls saß ich dann da und die Femme dann vor Ort sagte, wer möchte denn
mal ein bisschen mit der Bullwhip spielen. Wir waren den Abend irgendwie auch
nur 10, 15 Leute oder so. Und ich dachte, ich sitze ja gerade hier
und habe jetzt gerade nichts Besseres zu tun. Der, mit dem ich den Vorabend
gefesselt habe, der war mit seinem Subi da. Und ich habe gesagt, gut, ist dann
auch durch. Ja, dann machen wir das doch mal.
Naja, und da hatte ich dann das erste Mal die Bullwhip in der Hand und habe dann
so einen Sandsack gehauen, weil ich gesagt habe, ich weigere mich das erste Mal
irgendwie überhaupt da. Aua und so.
Naja, und irgendwann kam dann Alex zu mir und Alex fragte, du, sag mal, kannst
du mich vielleicht ein bisschen damit verhauen? Ich habe gesagt, Alex, du hast
aber mitbekommen, dass ich das heute das erste Mal mache. Ja, ja, ich lasse auch
das Korsett an. Ja gut, dann bitte. Nun ja, dann stand Alex vor mir.
Alex hatte ein hübsches, schwarzes, kurzes Kleidchen an und ein Korsett und
Netzstrümpfe und High Heels. Und Alex war ein Mann.
und dann stand ich also im Little-Kostüm mit der Bullwhip hinter Alex
feminisiert dargestellt und habe ihn verhauen.
Wir haben hinterher noch Tränen gelacht, wie dieses Bild ausgesehen
haben muss. Ich glaube, es hätte nur noch der böse alte Mann mit den Flicken auf
den Ellenbogen gefehlt, der mit dem Rohrstock daneben steht und der perfekte
Z-Porno wäre da gewesen.
Ja,
keine Ahnung, da bin ich nicht sehr bewandert.
Ja, war super.
Sebastian
Boah, ich, ja, glaube ich. Okay, aber seitdem ist das so ein bisschen geweckt
und die Bullwhip ist dein Liebling, ja? Gott.
Cathrin
Tatsächlich nur bis zu dem Moment, als meine Devotion mal angenommen werden
konnte, beziehungsweise ich ein dominantes Gegenüber gefunden habe, bei dem
ich das auch spüre und fühle. Und seitdem das so ist, ist das
sehr eingeschränkt. Und ich habe auch inzwischen eruiert, woran es gelegen hat.
Weil für mich das sadistische und das
Schmerzenzufügen einfach eine Form des Dienens war. Und zwar habe ich das nur so
weit gemacht, wie das dem anderen gefallen hat. Also das ist das, was ich
vorhin meinte mit, Mich reizt nicht, das irgendwie auf dominante Art irgendwie
über Grenzen zu führen oder so, sondern ich bin eine Wunscherfüllung.
Sebastian
du,
erstmal beantworte ich meine selbstgestellte Frage gerade. Hier, Elderflower
sagt, das ist Suicide Squad mit Harley Quinn. Genau das meinte ich, richtig.
Cathrin
Möglich?
Sebastian
ist etwa das Bild. Okay, das heißt also, bei dir ist so diese Grundintention, du
möchtest gefallen, verwöhnen, dienen, Freude machen, sage ich mal. Und
das gelingt dir?
Cathrin
habe wenig Beschwerden bisher gehört.
Wenn
Sebastian
Es macht ja Umstände, also du tust ja dann ganz viel.
Wie sind denn deine Ansprüche da an der Stelle, wo du sagst, das ziehst du für
dich raus?
Cathrin
ich sehe, dass mein Gegenüber glücklich ist, bin ich glücklich. Und das ist
sowohl, wenn es der dominante Part ist, wenn ich dienen kann, wenn ich
Hingabe gebe, wenn ich Schmerz gebe, wenn ich Tränen gebe, aber auch im aktiven
Bereich, wenn ich merke, dass mein Gegenüber beginnt zu schwimmen, zu
fliegen, dass es ihm gut geht. dass meine schönste
Situation tatsächlich im aktiven Spiel war eine
Dame, wo das Spiel sehr asexuell war.
Und ich war die Erste, die außer ihrem Mann diese Dame bespielen durfte. Und
diese Dame hat am Ende mit Tränen in den Augen und schluchzend
und vor Freude strahlend im Arm ihres Mannes gelegen. Und dieses
Bild, das war so wundervoll, das war so schön, diesen Menschen so glücklich
zu sehen und zu wissen, dass ich diejenige war, die sie so glücklich gemacht
hat. Das ist das, was es mir gibt. In
Sebastian
Ja, das ist eine,
ich kann das ein bisschen nachvollziehen, das ist wirklich dieses Hit-Hat,
dieses schöne Gefühl, wenn man dann so, ja, wenn beide so ein bisschen am
Fliegen sind. Ja, verstehe ich. Das ist auch eine schöne Motivation.
Wobei, dieses Überwinden dann auch mal was Böses zu machen, ist was anderes.
Jetzt muss ich aber mal gucken, also deine Dynamik ist eher so eine Art
dienende. Die Frage ist ja, ob du nicht doch auch mal herausforderst oder sagst,
nee, du kannst mich mal.
Cathrin
Inwiefern? Im
Sebastian
Naja, also
nehmen wir mal an, dein Partner möchte
was von dir, hat da Ziele, mit denen du jetzt nicht einverstanden bist. Wo ist
so da für dich die Grenze, wo du sagst, nee, also das kann ja mal knicken.
Cathrin
Aktiven? Also bin ich in deiner Frage gerade aktiv oder passiv?
Sebastian
Du bist passiv.
Cathrin
Ich bin passiv.
Sebastian
Da du die Frage stellst, würde ich dich doch als Switcherin einsortieren jetzt
gerade, ne?
Cathrin
Also ich habe meine Tabus.
Nee, gar nicht.
Nee, tatsächlich gar nicht, weil mir die dominante Motivation fehlt. Es ist aber
so, dass ich schon böse und hart spiele, glaube ich. Und
dieses
Fordern, das habe ich tatsächlich, als ich das erste Mal auf jemandem
draufgestanden habe, das ist kein devoter Mann im Sinne von
dienend, sondern das ist ein sehr, sehr stolzer Mann.
bei der Bundeswehr und dementsprechend auch sehr gestanden und ist eigentlich
nur seiner Partnerin gegenüber devot, liebt aber das Trampling. Und der lag
unter mir und grinste mich frech an. Sagt, ach du bist aber sanft. Damals habe
ich 95 Kilo gewogen. Ich habe gesagt, also viel sanft dürfte das eigentlich
wenig sein. Liegt unter mir und grinst mich an. Das war schon so der Moment, wo
ich gesagt habe, und ich gehe von diesem Kerl erst runter, wenn er nicht mehr
grinst.
Also das ist schon so dieses Fordernde, wo ich sage ja, Ja, und im
passiven Bereich, da habe ich Tabus,
die auch ziemlich fest sind.
Sebastian
Zum Beispiel, also Also außer jetzt die gewöhnlichen drei, was wolltest du
sagen, das ist für dich Tabu?
Cathrin
Und ich, was
sind denn die gewöhnlichen drei?
Sebastian
Naja, also im Prinzip alles, was ...
Gott, muss ich jetzt, muss ich sie aufzählen? Mein Gott.
Alles im Bereich ...
Cathrin
Was ist denn in unserer Szene gewöhnlich?
Sebastian
Okay, also die gewöhnlichen drei Tabu ...
Cathrin
Das ist ein bisschen wie alles, was gegen das Gesetz geht.
Sebastian
Nein, genau, das ist der Punkt. Die gewöhnlichen drei Tabus, die einfach jeder
nennt, weil sie einfach dazugehören sind, nämlich immer Kinder, Probleme mit dem
Gesetz, also wirklich Probleme und eben bleibende Schäden zum Beispiel. Also
würdest du deinen Spielpartner nicht verletzen, sage ich mal.
Cathrin
Ja,
Sebastian
Oder dich verletzen lassen.
Cathrin
ja. Ja, für
Sebastian
Das sind jetzt so die drei Sachen, von denen man erstmal ausgeht. Alle anderen
Dinge sind ja meistens verhandelbar.
Cathrin
mich, also natürlich Kinder und alles, was in, ich habe zwar Little-Anteile, aber
Ageplay ist für mich zum Beispiel auch was, was ein totales Tabu ist. Ich bin
Mama, ich habe zwei kleine Kinder unter fünf. Das ist was, das kriege ich im
Kopf nicht klar. Dann ist für mich alles, was in diese White-Geschichte geht,
also alles, was in Richtung Klinikspiele geht. Das ist für mich einfach
was, wo ich sage, da bin ich raus. Das toucht mich minus 20. Das ist nicht mein.
Mich von Frauen dominieren lassen ist ein absolutes Tabu.
Sebastian
Okay.
Cathrin
Was habe ich denn noch? Natursekt und Kaviar.
Sebastian
Ja, das ist ja schon wieder, ja
Cathrin
Und Erbrochene. Das ist so, da bin ich echt so, das ist nicht mein. Wer drauf
steht, finde ich super.
Sebastian
gut,
Cathrin
Finde ich total spannend. Ich kann es nur nicht nachempfinden.
Sebastian
da sind wir auch schon wieder so ein kleines bisschen im Bereich Klinik, würde
ich schon wieder sagen. Je nach Setting so ein bisschen, aber dann geht das in
den Bereich.
Cathrin
genau, je nach Setting.
Genau, und ansonsten gibt es tatsächlich viele Nadeln. Oh, Nadeln sind auch noch
was. Nadeln sind auch echt ein Tabu.
Sebastian
Ja gut, ist ja wieder Klinik.
Cathrin
Ja, ich habe auch eine ganz gemeine Nadelphobie. Das ist halt mein Problem.
Vielleicht hat das auch mit dieser Klinikgeschichte einen Zusammenhang. Da habe
ich mir tatsächlich noch nie Gedanken drüber gemacht. Ja, und alles andere sind
Grenzen.
Sebastian
Ja,
Cathrin
Die
Sebastian
achso, okay. Und die möchtest du auch überwinden.
Cathrin
möchte ich überwinden und derzeit überwinde ich sie auch spannenderweise und
stelle fest, dass das mit einem Partner oder einem
Gegenpart, der einen zu führen weiß,
sehr gut funktionieren kann.
Sebastian
Magst du Beispiele nennen?
Cathrin
Nein. Nein.
Sebastian
Nein. Nein, okay, das heißt, ich muss jetzt ganz viele Dinge aufzählen,
du sagst immer, das ist es nicht, das ist es nicht, bis die Stimme ein bisschen
brüchig wird, nein, natürlich nicht,
Cathrin
Tatsächlich, also was ich sagen kann, ist allein wirklich der Aspekt Demut und
Hingabe und tatsächlich Gehorsam, das kannte ich vorher nicht. Also ich bin
schon durchaus immer reichlich frech, also ich bin auch generell nach wie vor
frech, zu ihm halt nicht.
Und das ist was, was ich tatsächlich einfach merke oder ja meine
Devotion angenommen zu haben und zu angenommen zu haben, dass eben
auch einfach das vor ihm Knien Hingabe ist und geben ist. Das
sind so Kopfgrenzen, die bei mir nicht da waren. Für mich war am Anfang immer
nur Schmerz eine Möglichkeit, ihm was zu geben.
Und da überwindet er momentan tatsächlich weniger
körperliche Grenzen als momentan viel mehr Grenzen im Kopf. Ich kann
Sebastian
also da ist eine Entwicklung ganz deutlich, du möchtest dich weiterentwickeln,
du willst also irgendwo hin, ich würde jetzt hier, die Uhr sagt auch
tatsächlich, es ist 23 Uhr und es wird auch langsam ein bisschen ruhiger im
Stream und im Chat, Die Leute müssen irgendwie offenbar zur Arbeit oder schlafen
oder irgend so blöde Sachen. Ich mag aber wirklich nur mal wissen, wo magst du
denn jetzt so hin? Wo sagst du, ah, das wäre jetzt genau das, was ich jetzt
brauche, da will ich hin, das will ich haben oder hast du schon alles? Okay,
Cathrin
Ich kann es dir gerade gar nicht sagen. Also bei mir ist es momentan, dass ich einen
totalen Spagat fahre, dass ich bei meinem Herrn die komplette Möglichkeit habe,
loszulassen und einfach zu sein und im bürgerlichen Leben
als mehr oder weniger bereits alleinerziehende Mutter die Verantwortung für mich
und für zwei kleine Menschen habe.
Und da mich gerade versuche, neu aufzustellen.
Ja, und tatsächlich kann ich dir noch nicht sagen, wo ich hin möchte. Ich möchte
mich finden, glaube ich. Ich glaube, das ist tatsächlich was, wo ich sage, ich
möchte rausfinden, wer bin ich überhaupt, um dann sagen zu können, da fühle ich
mich wohl.
Sebastian
aber der Weg scheint steinig zu sein, weil Kinder binden dich auch an einen Ort
und sie binden dich zeitlich und das alles unter einen Hut zu kriegen, also ich
weiß selber, das ist manchmal nicht so einfach und die riechen einfach, wenn man
irgendwie vorhat, abends ein Date miteinander zu haben und dann sind die eben
besonders lange wach.
Cathrin
Mein Herrn und mich trennen ungefähr 250 Kilometer. Von daher mal spontan
abends ist da generell nicht. Von daher ist das eh immer mit, ja, aber es ist
tatsächlich, macht es, glaube ich, einfacher, weil es eh immer mit Planung
verbunden ist.
Sebastian
oh, das auch noch. Ach,
Cathrin
Die Kinder haben noch einen Papa und genießen die Papa-Zeit sehr. Und ich
genieße die Papa-Zeit auch sehr, weil sie dann gut versorgt sind Und ich kann
halt auch am Stelle verbringen dann eher mehr Zeit am Stück als irgendwie
einzelne Momente, was für mich auch gut ist, weil eben dieser Spagat so
da ist und überhaupt erst wieder in diese Rolle als Bottom zu kommen, brauche ich
persönlich einfach immer ein bisschen Zeit. Und daher ist das für uns momentan,
glaube ich, eine ganz gute Option. Und auch er ist so, dass er natürlich auch
noch ein anderes Leben hat und das so alles nicht so richtig geplant war.
Eigentlich sollte er mir nur den Hintern versohlen.
Sebastian
gut, aber es kommt ja immer anders, als es gedacht ist und dann ist das eben so.
Und ich sage mal so, auch dieses, das sei dir auch wirklich gegönnt, gerade
alleinerziehend und voll Karacho, ja, das ist wirklich unglaublich Arbeit und
dass du da einfach dann gelegentlich die Zeit hast, mal wirklich abschalten zu
können.
Cathrin
ist so toll und das ist so wichtig.
Sebastian
Ja, weil das gibt ja auch einfach die Kraft dann auch für den Alltag wieder,
glaube ich. Und ich
Cathrin
Unglaublich toll, ja.
Sebastian
da hat jeder was von.
Cathrin
Total.
Sebastian
Okay.
Cathrin
Im Endeffekt ist es ja immer so in einer Verbindung, dass alle Beteiligten da was
von haben.
Sebastian
So, jetzt merke ich, der Chat wird auch langsam müde. Die fasern schon wieder
irgendwas von Autogrammkarten. Das ist, mein Gott, ihr habt meine Unterschrift
noch nicht gesehen.
Cathrin
Ich
Sebastian
Die kann eh keiner lesen.
Ich würde mich jetzt, also ich danke dir. Das ist auch mal ein total schönes
Thema, einfach hier mal mit reinzubringen und dieser Spagat, der, ich glaube,
das kostet auch manchmal eine Menge Kraft und ich drücke dir einfach die Daumen,
dass du die Kraft hast und dass du dadurch Kraft gewinnst. und ja, dann
unterhalten wir uns einfach mal, wenn wieder was passiert ist und sehr gespannt,
ja, wo die Reise bei dir hingeht, denn eine Reise ist es offenbar.
Dann, liebe Cathrin, vielen, vielen Dank und
Cathrin
danke dir.
Sebastian
ja, dann auch du natürlich, kommst in meine Losbox hier rein, dann hat ein
bisschen Spaß mit dir.
Ding ist nicht zum böse Aua machen, das ist, ich hab mir sagen lassen, das ist für
Brüste und Pussy gedacht
und
Cathrin
das macht natürlich noch besser.
Sebastian
Ja, ist super, ne?
Cathrin
Das ist ja voll mein Thema, so gar nicht. Nee, gar nicht.
Sebastian
Nee, überhaupt nicht. Ist sehr schön. Ja, du kommst genauso wie, du hast genau
einen Platz in dieser Kiste und dann gucke ich mal, dass ich Freitag da einen
Namen rausziehe und ich bin da auch tatsächlich völlig unparteiisch. Wäre
natürlich schön, wenn es dann jemand kriegt, der es dann auch verwendet und
nicht irgendwie einrahmt, an die Wand hängt und sagt, hach, guck mal da, ich
benutze was gar nicht, aber ich hab's.
Cathrin
klar. Ich
Sebastian
Das wäre ja auch blöd irgendwie.
Cathrin
bin mir ziemlich sicher, also eigentlich schlafe ich auch auf Ansage schon seit
einer halben Stunde. Von daher bin ich mir sehr sicher, dass Ihnen das durchaus
gefallen würde, dass wir da mal drüber sprechen müssten.
Sebastian
ist illegal, dass du hier anrufst.
Cathrin
Ja, es war so eine Grauzone. Er hat mir gerade Gute Nacht geschrieben, als ich
den B-Knopf gedrückt habe.
Sebastian
Gut, also in dem Fall, ich entschuldige ausnahmsweise mal Verhalten von anderen
Menschen, weil an der Stelle warst du einfach meine Rettung für den Rest des
Abends. Und dann gucken wir mal, was bei rauskommt.
Cathrin
es wird
Sebastian
Wenn du da zu sehr leiden musst, dann bin ich halt schuld. Das ist dann auch in
Ordnung.
Cathrin
kein Schmerz sein. Er bestraft mich mit Schmerz. Von daher wird es vermutlich
nass und kalt werden.
Sebastian
naja, besser als warm und nass, ne?
Okay.
Cathrin
Nein, lassen wir das.
Sebastian
Ja, genau.
Cathrin
Ich glaube, du wirst auch müde.
Sebastian
Ja, definitiv war tatsächlich ein langer Tag. Okay, ich wünsche dir einen
schönen Abend.
Cathrin
Ja, dann danke.
Sebastian
Mach's gut.
Cathrin
Danke dir auch noch.
Sebastian
Ja, tschüss. Das
war doch nochmal ein schönes Gespräch.
Ich finde das toll, dass die Themen gerade hier generell so seit zwei Wochen so
ein bisschen einfach mehr Farbe bekommen.
Und ja, finde ich einfach toll. Dann gucke ich nochmal auf meine tolle Liste, ob
ich da noch irgendwas verlesen muss oder irgendwas noch erwähnen muss. Habe ich,
habe ich, habe ich. Ich werde gleich sehen, ob mein neues Audioformat, mit dem
ich aufnehme, wirklich funktioniert. Ich bin da gleich sehr gespannt.
Ich bin auch leer gequatscht, ganz ehrlich.
Ja, dann wünsche ich allen Hörern hiermit einen wunderschönen Restabend. Kommt
gut ins Bett oder in was auch immer ihr noch vorhabt. Ich werde mich jetzt, ich
glaube, in zehn Minuten lege ich auch flach.
Und es war einfach wieder ein schöner Abend. Cathrin mag ich noch sagen, sie kann
sich Musik wünschen. Und das habe ich mir schon wieder vergessen. Also man
merkt, ich habe auch langsam hier geistige Ausfälle, dass ich meine Checkliste
ignoriere. Ach, wunderbar. Aber ich habe ja das Podcastsubbie, das sitzt immer
daneben und souffliert mir sowas. Das ist toll.
Was spiele ich denn noch? Eins habe ich noch. Das hat nämlich das Podcastsubbie
ausgesucht, Werge Bounce, als kleiner Abschied. Und ja, dann wisst ihr, wie es
läuft. Dann kommt noch das Intro ein paar Mal hintereinander weg und dann ist
der Stream hier aus. Und wir hören uns wieder am Freitag. Die Gäste für die
Sendung habe ich auch tatsächlich schon zusammen. Und zwar um 20.30 Uhr, wie
immer an gleicher Stelle auf live.kunstderunvernunft.de. Und ja, jetzt macht's
gut. Ich mache hier aus. Schönen Abend. Tschüss.