Unvernunft LIVE v. 05.05. - Die Rettung von Sebastian!

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Sebastian Es ist Dienstagabend und natürlich gibt es wieder die Unvernunft live. Hallo ihr Lieben im Chat und im Livestream. Schön, dass ihr da seid. Und ja, mein Gott, das war gestern ein Tag, muss ich mal sagen, denn ich hatte es geschafft, einen Gast festzuhaben und alle anderen wollten erst am Freitag oder nächste Woche. Und dann habe ich gestern bei Instagram mal kurz so ein kleines, die Ankündigung für die Folge heute rausgehauen und gesagt, ja, vielleicht hat ja jemand Lust. Jetzt habe ich eine lange Liste, aber ich habe auch meinen zweiten Gesprächspartner oder meine zweite Gesprächspartnerin und ja, ich würde sagen, die nächsten Folgen sind definitiv gesichert, was Gäste angeht. Und bevor es losgeht, gibt es noch eine Sache kurz zur Telegram-Gruppe. Die gibt es ja und manche Menschen hören ja das ja erst im Podcast-Feed. Und da habe ich jetzt mehrmals eine Mail bekommen, wo ist denn diese Gruppe? Ist das vielleicht nur was für die Besseren der Hörer oder gibt es da einen Club, wo man eintreten muss? Ne, die ist vollkommen frei, aber den Link dahin, den gibt es nur im Live-Chat während der Live-Sendung tatsächlich. Das ist nämlich eine Gruppe von Hörern für Hörer. Deshalb kann ich die jetzt auch nicht groß publizieren, weil was da drin ist, das entzieht sich meiner Kenntnis und Verantwortung. Und da dürft ihr alle ganz viel Spaß drin haben. Und wer jetzt den Podcast irgendwie erst in zwei, drei Tagen hört, schaut doch einfach mal in der Live-Sendung rein, dienstags oder freitags, und dann findet ihr das Ding auch. So, Ankündigung fertig. Ich begrüße meinen ersten Gast, den Tristan. Hallo.
Tristan Hallo Sebastian.
Sebastian So, du klingst hervorragend. Ich bin schon wieder glücklich. Sehr gut.
Tristan Das ist ja leicht, dich glücklich zu machen.
Sebastian Ja, also ich weiß, was alles schiefgehen kann. dann wird man genügsam. Ja, ich stelle dich mal kurz vor, du bist 36, kommst aus Dortmund und hast auch so ein Projekt gemacht. Ich kündige mal ganz kurz an, was es ist. Nein, das kannst du vielleicht einmal tun und dann reden wir erstmal nicht mehr drüber. Einverstanden? Dann
Tristan Können wir so machen.
Sebastian machen wir
Tristan Okay, mein Projekt ist vielleicht ein bisschen nerdig oder ein bisschen virtuell, aber es ist eine Website, die heißt Write4Me, also schreib für mich. Die habe ich vor fast zehn Jahren entwickelt und habe eine ansehnliche Userzahl da angesammelt und es geht quasi darum, seinen Subbies Tippaufgaben zu geben und eine schöne Oberfläche zu haben, um zu kontrollieren, ob die denn schön erfüllt würden.
Sebastian Ja, das ist großartig. Wir haben uns da ein bisschen drüber unterhalten und ja, so der böse Sadist in mir hat dann auch gleich das Leuchten gekriegt. Aber natürlich, wie immer, die Mühlen der der Justiz, nein, die Mühlen der Bürokratie laufen bei mir hier ja immer durch. Wollen wir dich erstmal ein bisschen kennenlernen? Du bist selber BDSM-er, vermute ich, weiß ich.
Tristan Ja, genau. Vielleicht wie die meisten so ab den späten Teenagerjahren auf der Sub-Seite Fantasien gehabt, vor allem so Bondage-Fantasien und dann das Internet entdeckt, das mir dann sehr viel Input dazu gegeben hat. Und ja, dann irgendwann mit 16 habe ich meine erste Freundin kennengelernt, mit der ich das dann auch ein bisschen ausprobiert habe. Die Freundin ist nun seit 20 Jahren immer noch dieselbe und inzwischen meine Frau. Aber das mit dem BDSM ist halt nicht so wirklich in unserer Beziehung geblieben, weil sie mehr Vanilla ist. Deswegen haben wir unsere Beziehung in der Zeit halt ein bisschen geöffnet und ich habe andere Menschen kennengelernt und dadurch halt auch die andere Seite ein bisschen kennengelernt und würde mich jetzt eigentlich als Switch bezeichnen mit einem Fokus auf der submissiven Seite. Ich
Sebastian Ja, das ist jetzt die Frage, mit dem Öffnen ging das sehr schnell oder hat das gedauert?
Tristan glaube, es hat die richtige Person oder das richtige Pärchen gebraucht. Das haben wir 2009 kennengelernt. Wir hatten viele gleiche Interessen und ähnliche, ja, also die Chemie hat halt direkt gestimmt. und es war halt dann nicht nur so, dass ich eine Spielpartnerin gefunden habe, sondern dass zu der Zeit meine Frau auch einen Spielpartner gefunden hat. Das wurde dann etwas mehr in die Vanilla-Richtung und so war da gleich so eine Harmonie da und man konnte mit der Spielpartnerin spielen, ohne sich Gedanken machen zu müssen, dass die eigentliche Partnerin sich jetzt gerade langweilt. Das war eine relativ gute Situation in dem Moment.
Sebastian Okay, und das scheint ja bis heute zu funktionieren und,
Tristan Diese Sache hat lange angehalten, aber ist nicht mehr präsent. Im Moment ziehen sich meine BDSM-Erfahrungen leider ein bisschen wieder zurück und sind jetzt eher so im Virtuellen angesiedelt. und es sind auch eher kleinere Spiele, weshalb ich dann halt irgendwann auch dieses Projekt nochmal neu aufgesetzt habe. Oh,
Sebastian also ich mag da nochmal so ein bisschen drauf rumreiten, also es hält schon noch, aber halt die Ehe ist halt die Konstante, ne? ne, nicht, das war das, ne, das, nein, darauf wollte ich nochmal hinaus und ganz ehrlich, wenn das für euch beide passt, dann ist das doch ein wunderbares, ich sag mal, nicht Agreement, aber das ist ein Lebensmodell einfach und wenn das für euch beide so gut ist, dann ist es auch wunderbar, viele scheitern ja wirklich an ihrem Partner komplett, ne, und
Tristan ganz genau, das wollte ich jetzt nicht falsch. Das
Sebastian da muss man einmal gucken, man ist immer so ein bisschen privilegiert, wenn man in einer Beziehung lebt, wo man spielen kann, aber das ist halt doch ein Fall, den hat wirklich nicht jeder, muss man mal ehrlich sagen, Okay.
Tristan stimmt. Ich finde, es ist ein wundervolles Zeichen von Liebe, sich diese individuellen Freiheiten zu gönnen, wenn man das kann.
Sebastian Ja, das hast du am Anfang gesagt, Subby, Switch, oben, unten gespielt. Wo ich so ein bisschen bei dir nochmal neugierig bin, ist so erste Erfahrung überhaupt, so dieses Gefühl, wie du oder was ist so dein Fokus beim BDSM? Also im Moment ist es ja online, aber wenn es jetzt nicht online ist, wo sagst du, ja, das gehört für mich dazu? zu.
Tristan Ich war ganz lange ganz, ganz neugierig und wollte alles einmal ausprobieren. Ich glaube, das geht vielen so und hängen geblieben sind Dinge, Schmerzen, nicht so sehr die Schlaginstrumente, aber ich habe einen wirklich großen Fetisch für Feuer und Flammen und diese Dinge entwickelt. Ich hatte auch Spiele, die in Brandings in einer Session resultiert sind und das ist quasi einer meiner liebsten Schmerzen geworden und das ist etwas, was ich, ja, ich könnte jetzt sagen, was ich am stärksten vermisse und damals hätte ich gesagt, das ist ein krasser, wichtiger Teil. Weil ansonsten, nein,
Sebastian Moment, Branding ist ja nur eine Sache, die kann man ja jetzt nicht ständig wiederholen. Da ist ja irgendwann mal Ende.
Tristan aber man kann es kreativ in Spiele einbauen. Zum Beispiel, wenn man ein Branding hat, das immer weiter erweitert wird zu bestimmten Momenten in bestimmten besonderen Sessions oder sowas.
Sebastian Okay. Okay. Das ist mal ein kreativer Umgang. Tatsächlich. Also hätte ich jetzt tatsächlich gedacht, ja, das macht man einmal und dann ist halt gut, dann bleibt die Erinnerung. Und die ist ja dann auch eingebrannt.
Tristan So in dieser Form habe ich das vorher auch noch nie erlebt. Das war eine Idee meiner Spielpartnerin und die ist halt sehr hängen geblieben. Also ich fand diese Idee damals sehr großartig.
Sebastian kann man ja nicht wegmachen, ne? Ist halt da.
Tristan So ist das.
Sebastian Ja, ich kenne mehrere Menschen momentan, die sich mit Brandings im Moment beschäftigen. Ich glaube, da muss ich einfach mal eine komplett eigene Folge zu machen, weil das Das ist ja jetzt auch nichts, was man zwischen Tür und Angel macht.
Tristan Es freut mich zu hören, dass hier die Themen nicht ausgehen.
Sebastian Ah, Themen. Also ganz ehrlich, wenn ich die Liste aufschreiben würde, die es so gibt, das ist Wahnsinn. Es ist natürlich vollkommen klar, dass Marius jetzt fragt im Chat, was das denn so für ein Branding oder was das für Brandings sind auf deinem Körper. Magst du es verraten?
Tristan das ist ein recht organisches muster und es wurde auch in jeder session stückhaft erweitert und zwar mit mit einem quasi in einer Lötlampe zum Glühen gebrachten Kupferdraht der der quasi live in die richtige form gebogen wurde und dann wurde es stück für stück erweitert so dass es auch nicht nur ein schmerz war während der session sondern sich über längere zeit aufgebaut hat und das ist an meinem rechten oberarm nein
Sebastian Darf ich fragen, wo? Okay, so, jetzt noch eine Frage dazu. Das fragt nämlich Tanja. Stört deine Frau nicht?
Tristan also über solche dinge haben wir vorher gesprochen beziehungsweise hat meine Spielpartnerin mit meiner Frau darüber gesprochen und hatte von mir das okay aber eine eine längere zeit vorher so dass ich in dem moment nicht damit gerechnet hatte ich
Sebastian Okay. Okay. Ja, du merkst, ich gehe jetzt ein bisschen mehr auf die Persönlichkeit ein, als wir es abgesprochen haben.
Tristan werde Ich werde dich zurückhalten, wenn es mir zu viel ist.
Sebastian dann nehmen wir jetzt mal uns dein Baby vor. Das ist wirklich, ich bin ja selber so ein bisschen Nerd und das ist wirklich Sadismus in Reinstkultur. Ich habe da gestern und vorgestern ein bisschen mit rumgespielt. Der Chat hat auch eben ein bisschen überlegt, was das denn ist. Da hingen sie erst beim Online-Tagebuch oder Subi-Tagebuch und das ist es ja genau nicht. Erklär doch mal, was Write4Me ist. Erstmal, ich sag schon mal davor, es kostet nichts. Das kann man schon mal vorher sagen. Außer nerven.
Tristan Ja, und das nicht zu knapp, übrigens auch, wenn man es entwickelt. Es ist eine Website, quasi aufgebaut wie eine Community. Man kann sich da anmelden und dann kann man als dominanter Part Schreibaufgaben erstellen, die so sind wie Bart Simpson an der Tafel. So, schreibe x-mal diesen einen Satz oder dieses eine Textfragment. Und das kann man ein bisschen ausschmücken, zum Beispiel, dass es zusätzliche Strafzeilen gibt, wenn man einen Tippfehler macht oder wenn man eine Pause macht oder dass random irgendwelche Unterbrechungstexte eingeblendet werden, die dich rausbringen. Oder dass, wenn du einen Tippfehler machst, irgendein Buchstabe zufällig ausgetauscht wird. Es wird halt immer gemeiner. Und der Grund, warum ich es gemacht habe, das
Sebastian ich habe das gemerkt. Ich habe da mal meinen Satz vorgegeben, meinen Lorem Ipsum. Man schreibt dann auch noch blind, wenn man das will. Und dann sieht man nicht mal, was man schreibt.
Tristan finde ich ja besonders fies.
Sebastian Und wenn ein Tippfehler ist, ja, und dann drückt man einen falschen Buchstaben, dann wird der Bildschirm kurz rot und das macht Dirt.
Tristan Das würde ich nicht meinen.
Sebastian Und dann weiß man auch nicht mehr, was Sache ist. Ist schon ein bisschen fies. Die ersten fangen auch schon an. Ich kann ja über die Zwischenablage was einfügen. All das funktioniert nämlich nicht, habe ich gehört.
Tristan Zumindest ist das ein ewiger Wettlauf, aber natürlich habe ich da jetzt ein bisschen Vorsprung mit dem Versuch, mit irgendwelchen Skripten oder so das zu umgehen.
Sebastian Okay.
Tristan Und ja, das ist natürlich ein Thema, aber ich spreche darüber eigentlich auch immer so wie über Keuschheit vielleicht. Vielleicht so ein Keuschheitsgürtel ist ja vielleicht auch etwas, was eher psychisch ist und man würde den Spaß verlieren, wenn man dann versucht, da rauszukommen oder tatsächlich da halt rauskommt. Wenn ich zwei Stunden investiere, ein Skript zu schreiben, was vielleicht diesen einen Task löst und es dann irgendwann beim zehnten Versuch hinbekommt, hätte ich die zwei Stunden vielleicht auch die Aufgabe tippen können und meine Dommen glücklich machen können.
Sebastian Also ich glaube, um das zu demonstrieren, werde ich nach der Sendung, werde ich morgen mal irgendwie vielleicht eine Challenge damit reinpacken und mal gucken, wer es dann hinkriegt. Irgendwas Gemeines suche ich mir dann aus. Also es ist tatsächlich so, es ist erstmal nur ein Stück Technik, wie ein Vorhängeschloss im Grunde, man kann damit irgendwas machen, aber danach muss man kreativ sein und du hast mir ein bisschen erzählt, was die Leute damit machen und in dem Moment war ich begeistert. Wo kann man denn da anfangen? Erzähl du doch einfach mal, was für kuriose Dinge man damit tun kann, weil ich kann das jetzt auch nur zusammenfassen aber du erzählst das viel schöner.
Tristan Okay, also, weil wir gerade bei Keuschheit waren, es gibt natürlich diese kleinen Schlüssel-Safes, die mit einer Zahlenkombination haben. Und ich habe es schon oft, ja, es wurde oft an mich herangetragen, dass jemand halt seinen Keuschheitsgürtelschlüssel in so ein Kästchen legen musste und vor der Webcam halt die Zahlenkombination der Domme zeigen und sie selbst nicht sehen. Man kennt das ja vielleicht. Und dann gab es halt eine dieser Tipp-Aufgaben, um den Keuschheitsgürtel wieder losmachen zu können, also das Kästchen wieder öffnen zu können. Und ja, dann kann man sich halt überlegen, ob man die Zeit investiert, vorm Schlafen gehen und dann vielleicht die Nacht frei ist oder ob man ins Bett geht und bis man wieder Zeit hat, die Tippaufgabe zu machen.
Sebastian Also es gibt dann eine Lösung, wenn man die Aufgabe erledigt hat, dann kann eben ein Lösungswort angezeigt werden oder die Zahlenkombination
Tristan genau, da kann ein ganzer Text stehen oder Bilder oder ein Link und in diesem Fall halt dann die Zahlenkombination. Das wird oft und gerne benutzt. Es ist
Sebastian Alles gut. Nein, also allein schon diese Idee zu sagen, also ich meine die Währung ist ja an der Stelle Zeit, beziehungsweise aus Sicht der dominanten Person ist es einfach eine Zeitaufgabe. Und wenn eben, das kann dann auch wirklich sein, schreibe tausendmal diesen einen Satz.
Tristan vielleicht nicht so romantisch, wie wenn man das in Schönschrift per Hand schreibt, aber ein großer Punkt ist, glaube ich, das Verhältnis der Zeit, die die dominante Person aufwenden muss, um so ein Task zu erstellen und die Zeit, die es den Subi an die Tastatur fesselt. Weil das können zwei Minuten zu acht Stunden sein, wenn man es darauf anlegt. Und bei mir auf der Seite gibt es sehr viele dominante Frauen, die das benutzen und die auch sehr, sehr viele Subis haben, die um ihre Gunst wetteifern. Und für die ist es, glaube ich, ganz besonders interessant, dass sie wirklich kaum Aufwand haben, dass sie schön statistisch aufbereitet sehen, wie gut jetzt jemand getippt hat und wie viel. Und sogar mit einem zeitlichen Verlauf der Tippgeschwindigkeit. Und ich habe das dann ein bisschen ausgebaut mit einem Chat-System, das ich auf der Seite habe.
Sebastian Ja, das finde ich, das ist die Lösung für viele Mädels, die sich beschweren, dass sie zu viele Mails bekommen. Ja,
Tristan Als ich das eingebaut habe, habe ich so viele positive Zuschriften bekommen. Also es ist halt so, dass ich Instant-Messaging auf der Seite habe. Und man kann, wenn die Dame es möchte, einfach auf das Profil gehen und sie anschreiben. Aber es gibt halt den Twist auf Wunsch, dass wann immer ich eine Nachricht abschicken möchte, muss ich, um das zu bestätigen, erst einen ihrer Tasks machen, den sie vorher auswählt. Und das scheint tatsächlich die Bewerber ziemlich auszusieben und nur diejenigen durchzulassen, die es wirklich ernst meinen. Nein.
Sebastian ich habe erst mal fünf Minuten Aufwand, damit meine Nachricht durchgeht. Dann muss die Nachricht auch irgendwie, dann kann ich auch die gleiche Zeit in die Nachricht investieren. Das heißt, also, wer nutzt es denn mehr? Also, du hast Statistiken? Okay,
Tristan Genau, ich habe so ein bisschen Charts. Es gibt auch Menschen, die die viel zu ernst nehmen und für die eine Welt zusammenbricht, wenn die in den Charts ein Stück abrutschen. Das gibt es für diejenigen, die diese Aufgaben stellen. Da wird halt einfach aufsummiert in den letzten 24 Stunden oder 30 Tagen oder im letzten Jahr, wie viel haben die Leute denn für dich Tippaufgaben gemacht und wie lange haben die gesessen. Und auf Platz 1 ist jetzt gerade eine Person. In den letzten 24 Stunden haben Leute für sie 23 Stunden und 37 Minuten getippt.
Sebastian Gott. Ja, also, das ist wirklich, sag mal, es ist schon irgendwie fies. Im Moment, ich sehe es halt jetzt in dieser Zeit, wo man sich vielleicht auch nicht unbedingt sehen kann, ist es doch ein Mittel, um irgendwie, ja, nicht miteinander, aber aneinander Zeit zu verbringen, so ein bisschen. kenne da so ein paar Leute schon, wo ich genau weiß, dass die das heute Nacht noch ausprobieren werden.
Tristan Also für die meisten Menschen ist es tatsächlich eine Strafe. Für viele ist es auch so eine Art Währung schon fast, um Anerkennung zu vermitteln. Und ein kleiner, aber der spannendste Teil, finde ich, sind so Menschen, die dieses System benutzen, um kreative Dinge damit zu machen. Es gibt mehrere sehr große Choose-Your-Own-Adventure-Tasks darin, die quasi darin bestehen, dass eine Geschichte erzählt wird. Und in jedem wichtigen Schritt der Geschichte, also meistens eine BDSM-Geschichte, muss man einen Task tippen, der auf die jeweilige Situation angepasst ist und dann hat man eine Entscheidung am Ende, wo man weitermacht. Zum Beispiel, du erwachst in einem Kerker und jetzt kannst du entweder warten und schauen, ob jemand nach dir guckt, das ist dann ein sehr langweiliger, öder Task, oder du kannst versuchen, die Tür aufzubrechen oder an der Tür zu kratzen, das ist dann ein kürzerer Task, aber die Fehler werden härter bestraft und die Zeilen, die du tippst, sind halt immer an die Situation angepasst. Und so geht es halt durch 20, 30 neue Szenen und am Ende hast du es vielleicht geschafft und kommst zu einem Lösungswort oder bekommst tatsächlich eine Antwort der Person, die diese Welt für dich erschaffen hat.
Sebastian Das kann man schön in Pen & Paper-Abende quasi einbinden und sagen, so, und der Sieger ist dann der, der den Task zuerst löst, der das Lösungswort hat.
Tristan Oh, da würde ich mich aber bedanken, wenn mein Meister mich dann an den Rechner setzen würde.
Sebastian Nein, also es ist so ein bisschen es ist halt, ich sag mal, so eine Art Spielzeug einfach, man kann damit was tun und ja, man kann das ganz öde benutzen und sagen, ja, Subi war blöd, die muss jetzt 2000 Mal ich bin kein braves Subi tippen Okay, aber ich kann es ja auch andersrum verwenden und sagen, okay, du wendest jetzt mal eine halbe Stunde Zeit auf und hinterher kommt irgendwie eine nette Grußbotschaft oder Liebesbotschaft raus aus.
Tristan Zum Beispiel.
Sebastian Lady A fragt jetzt, ob es Punishment-Vorlagen gibt.
Tristan Das klingt jetzt so nach realen Punishments. Es gibt ganz viele Tasks, die diese Unterbrechungstexte benutzen, um zu sagen, jetzt leg dir da eine Klammer an oder jetzt ohrfeige dich oder jetzt setze die Klammer woanders oder dreh sie um 90 Grad. So quasi interaktive Tasks, die diese Unterbrechungsnachrichten benutzen, um dem Subi jetzt noch Befehle zu geben.
Sebastian Das ist ja fürchterlich.
Tristan Ich weiß nicht, ob das gemeint war. Punishment-Vorlagen?
Sebastian Naja, also vielleicht dass ich nicht selber einen Task erstellen muss, sondern ich kann einfach einen random auswählen und dann zack,
Tristan Achso, es gibt quasi alle öffentlichen Tasks, sind komplett durchsuchbar und wenn man auf irgendwas steht, dann gibt man einfach mal das Wort ein und da kommen bestimmt Tasks.
Sebastian läuft das.
Tristan Vielleicht dann auch eher auf Englisch, weil die Community ist sehr international darauf.
Sebastian Genau, das wollte ich nochmal wissen. Wo kommen die Leute denn her? Weil, also, die Seite ist auf Englisch, das stört aber nicht. Also ich finde, man kann sie auch, wenn man da rudimentärste Kenntnisse hat, also ausfüllen kann man das, das ist kein Problem und dann ist man da angemeldet.
Tristan Ich habe tatsächlich nicht viele deutsche Userinnen, sondern die sind ganz nett verteilt über die gesamte Welt. Die USA ist ein bisschen weniger vertreten, als man es denken würde. Ich habe ganz viel aus asiatischen Ländern. Ich habe niemanden aus Nordkorea, aber ansonsten habe ich, glaube ich, jedes Land schon gesehen. Und ich glaube, wir haben ungefähr 36.000 User im Moment angemeldet, aber ich glaube nicht, also nur ein Bruchteil davon ist aktiv, natürlich.
Sebastian ja gut, aber das ist ja schon mal eine Zahl. Also ich war auch tatsächlich fasziniert, weil ich wusste auch nicht, dass es das schon so lange gibt. Es ist irgendwie völlig an mir vorbeigegangen, denn Marketing könnte noch ein bisschen Feinschliff ertragen. ich schaue gerade so
Tristan Ich nehme gern Tipps an.
Sebastian ja, könntest ja mal einen Podcast mitmachen
Tristan Oh, verrückte Idee.
Sebastian nein, alles gut also wie gesagt, im Moment ist es einfach das Tool der Stunde oder eine Möglichkeit, weil ja, ich kann natürlich meinen mit dem Handy gekoppelten, ferngesteuerten Vibrator nutzen, das ist alles wunderbare Sachen, aber die kosten eben auch ein Schweinegeld, muss man sagen aber
Tristan Ich habe schon überlegt, da Lush einmal anzuschreiben, weil ich habe ja eine offene API und vielleicht kann man das ja kombinieren. Das
Sebastian vielleicht mache ich ja was dass ich sage so, wer hier anrufen will Aber dafür habe ich nicht genug Anrufer, der muss dann erst irgendwas abtippen. Nein, das ist ja Quatsch. Aber ja, wenn man ein bisschen drüber nachdenkt, dann kommen da wirklich ganz spannende Sachen raus. Die API, das ist natürlich jetzt wieder für mich, für den Bastler ganz spannend, wenn man dann irgendwie das anfängt mit Dingen aus der echten Welt zu kombinieren. ähm, was weiß ich ähm, ich krieg eine, naja, ich krieg eh eine Nachricht, aber hm, man muss mal gucken, was man da tun kann, ähm wir merken schon, das ist ja so ein kleines Informatiker-Fachgespräch, hab ich das Gefühl
Tristan tut mir leid, ich wollte nicht, dass es dahin abdriftet.
Sebastian noch ist das alles verträglich die Hörer sind da geduldig mit mir, glaub ich ähm, gibt's denn Sachen die auch, Anekdoten die du so mitbekommst, dass mal irgendwas Besonderes passiert ist, okay
Tristan Also es gibt, dieses Ding war eigentlich mein erstes PHP-Projekt und sah ganz, ganz lange ganz, ganz schrecklich aus und zwar noch bis Anfang dieses Jahres. In diesem Zustand hätte ich ja auch nie beim Podcast mitgemacht. Ich habe das irgendwann neu geschrieben und dann habe ich ein Forum eingebaut und das war ein großer Fehler. Aber wer sich einmal amüsieren möchte, in diesem Forum gibt es eine Community und ja, da gibt es so ein paar Charaktere, die ziehen quasi den gesamten Wert ihres Lebens daraus, wie hoch sie in diesen Charts sind. Und es ist ein Drama, wenn da jemand absteigt oder wenn da jemand jemand anderem streitig macht, wer für wen getippt hat. Ich habe es fast bereut, dieses Forum aufzusetzen.
Sebastian also werd ich jetzt nicht nicht trollen und sagen, so, ich nehme jetzt alle in jeder Folge, sagen hier den Kunst-der-Unvernunft-Task bitte ausführen von jedem und allem und keine Ahnung was, um da diese Charts zu stürmen.
Tristan Oh, das kannst du gerne machen.
Sebastian Aber ich glaube, das wird nichts. Ich glaube, so schlimm ist es dann hier nicht. Aber okay, aber weißt du, was das für Menschen sind?
Tristan Also ich
Sebastian Hast du da Kontakt, dass das für sie so wichtig
Tristan habe teilweise Kontakt zu den Menschen, weil ich habe Kontakt gesucht, als ich diesen Neustart der Seite angekündigt habe und Ideen gesucht. Eine Person hat sich da sehr hervorgetan mit interessanten Ideen und Verbesserungswünschen. Und eine andere Person, die auch sehr beliebt in der Community war, hat sich dann weniger beachtet gefühlt, weil sie halt nicht auf mich zugekommen ist. Und dann gab es große Dramen. Man könnte eine Staffel GZSZ damit drehen, glaube ich.
Sebastian Gott.
Tristan Es gibt aber wirklich fiese Aufgaben. Zum Beispiel kann man das Tool benutzen, um Leute am Schlafen zu hindern. Das habe ich noch nicht so oft gesehen, aber ich finde es ziemlich fies, weil man kann halt Strafen für Pausen einstellen. Und wenn man sagt, ja, wenn du fünf Minuten Pause machst, dann bekommst du 8000 Zeilen mehr oder so, dann heißt das, wenn der gesamte Task, wenn der dich vielleicht acht Stunden kostet und du siehst ja, wann Subi anfängt zu tippen, wenn das abends ist, du siehst auch, wie viele Versuche und wie viele Neustarts es gab und wenn die Order halt ist, du machst ihn jetzt zu Ende, dann kann man jemanden effektiv daran hindern, in der Nacht ein Auge zu tun. Und ja, vielleicht habe ich das auch schon mal probiert.
Sebastian Vielleicht. Müsste ja theoretisch. Ich muss das jetzt einfach mal fragen. Wurde dir selber darin mal eine deiner Aufgaben gestellt, die du erfüllen musstest?
Tristan Ich habe das eigentlich geschrieben, weil ich keine Ahnung, ob das komisch ist, aber weil ich diese diesen Gedanken ziemlich spannend fand. Und deswegen gibt es auf der Seite auch keine Admin Accounts oder so oder Cheats für mich, weil ich die auch gern selbst nutze. Oh
Sebastian Okay, alles klar. Okay, ich gucke gerade mal kurz ein bisschen auf meinem Zettel. Du suchst noch bestimmte Menschen. Und das finde ich gut, das Thema. Da hatte ich auch tatsächlich mal fast einen Gesprächspartner, aber leider kam ja Corona und dann kam es nicht dazu.
Tristan nein.
Sebastian Ja, das ist ja immer das Gleiche. Im Moment ist das meine Universalausrede, muss ich ehrlich sagen. Aber selbstgebautes, wie soll man das sagen, selbstgebautes BDSM-Equipment ist ein Thema für dich?
Tristan Das finde ich sehr spannend, genau. Ich habe noch ein anderes kleines Bastelprojekt. Da habe ich, weil ich das im Markt nicht gefunden habe, einen Safe gebaut, den man übers Internet mit einem Account fernsteuern kann. Diese mit einer alten Geldkassette und einem Raspberry Pi und einem API Endpoint. Und ja, solche Dinge finde ich sehr spannend. Also Remote Domination mit ein bisschen Geeky und Technik dahinter. Und sollte es Menschen geben, die in diesem Bereich irgendwie Dinge tun oder schöne Ideen haben oder Inspiration, dann würde ich mich sehr freuen.
Sebastian Also ich kann sagen, es gibt ja eine Messe dafür, die Maker Faire, wo ganz viele unglaubliche Sachen sind, aber das ist natürlich eher, die Zielgruppe sind eher Familien. Aber ich weiß, in München gab es mal einen Stand, wo dann hinter einem schwarzen Vorhang dann auch BDSM-Equipment dann da quasi aufgebaut war.
Tristan Genau. Genau.
Sebastian aber es gibt einige Menschen und wenn man dann wirklich man kann sich eine Peitsche selber bauen aber interessant wird es dann für Menschen wie uns wenn die Peitsche auch noch ferngesteuert ist und irgendwie von selber schlägt sowas ist natürlich total super und ja also wenn sich da Menschen finden, dann bitte einmal bei mir melden oder magst du Kontaktdaten rausgeben
Tristan Ich kann dir nachher auch mein FetLife-Profil geben zum Verlinken oder meine Kontaktdaten, wenn du möchtest.
Sebastian wir packen deinen FetLife Nicknamen dann einfach in die Shownotes rein und dann kann man dich da anschreiben wenn man dann da mit dir zusammen zusammen basteln möchte.
Tristan Ja, sehr gerne.
Sebastian So, ich bin natürlich gespannt, ob das jetzt jemand irgendwie nutzt und wenn sich dann bei mir den nächsten Tag jemand beschwert, dass er jetzt irgendwas tippen musste. Ja, warum denn nicht, ne? So, was haben wir hier? Goldstein sagt, ich hätte Interesse, sowas zu bauen, habe aber gerade zwei linke Hände. Das ist kein Problem, die habe ich auch, aber wenn man ein bisschen programmieren kann und eventuell noch ein bisschen löten kann, dann kann man viele linke Hände quasi ausgleichen damit, finde ich. Dann sieht es zwar hässlich aus, aber es funktioniert.
Tristan Und YouTube-Tutorials gibt es ja für alles.
Sebastian Ja, ja, das stimmt wohl.
Tristan Sogar zum Löten.
Sebastian Ja. Darüber rede ich jetzt nicht weiter. Nicht übers Löten.
Tristan Okay. Wir waren doch vorhin schon bei Branding?
Sebastian Ja, das werde ich irgendwann anders mal erzählen, wie meine ersten Versuche aussahen, wenn ich irgendwas löten wollte. Aber ich habe ja das Podcastsubbie im Haus und die kann das richtig gut. Also von daher, die sagt dann auch mal, die Lötstelle ist kalt. Das kannst du so nicht lassen. Die guckt übrigens gerade nach, Ach, die ist gerade am shoppen da drüben auf dem Bildschirm. Das heißt, der Chat ist gerade nicht super aktiv. Kann gar nicht sein. Ach so, sie schreibt aber schon, das Subbie lötet für dich mit Herzchen. Ach, wie schön. Ja, ne? Lieber Tristan, wenn du jetzt nichts mehr hast, wo du sagst, darüber müssen wir noch reden, dann würde ich jetzt zu meinem nächsten Gesprächspartner langsam übergehen wollen.
Tristan Deswegen fliegen die bei mir nicht raus.
Sebastian Okay, also du lässt das Ding wirklich einfach offen für alle. Und ja, das eine.
Tristan Ja, es gibt so zwei, drei Themen, wo ich keine, also Nazis, Dinge mit Kindern und ja.
Sebastian Ja, gut.
Tristan Aber ansonsten bin ich da sehr liberal.
Sebastian Ja, das öffnet dann eben auch einfach mal die Kreativität der Nutzer. Was interessant ist tatsächlich, dass die Werbung, die ich bekomme, da kriege ich jetzt Werbung für Lernvideos, Übungen, Arbeitsblätter und eine Hausaufgabe im Chat.
Tristan Auf jeden Fall.
Sebastian Das kann ja wohl nicht wahr sein.
Tristan Ja, das könnte sein.
Sebastian Weiß man etwa, wonach ich gegoogelt habe in den letzten Wochen?
Tristan Das
Sebastian Ja, die Werbung weiß alles. Naja, okay. Okay, lieber Tristan, ich wünsche dir ganz viele tolle User und interessante Geschichten. Vielleicht probiere ich das tatsächlich mal und werde einfach mal eine Aufgabe in die Shownotes mit reinschmeißen. Mal gucken, ob irgendwer, ich sage mal, fürchterliche Langeweile hat. Wir schauen mal. Ganz kurz, Mengenlehre schreibt, Code und Tischlerei hätte ich im Angebot. Also du merkst, da sind jetzt auf jeden Fall schon mal Menschen dabei, die sich da melden. Und dann stellen wir den Kontakt einfach her und dann läuft das.
Tristan ist toll. Oh,
Sebastian So, du hast dir Musik gewünscht. Die habe ich besorgt. VNV Nation war das. Und was war es denn? Das wird mir wieder nicht angezeigt, wie immer.
Tristan aber mein Lieblingslied, weil dieses Jahr ist kein M'era Luna und ich vermisse es.
Sebastian ist fürchterlich. Ja, das fällt dieses Jahr tatsächlich auch wieder aus. Naja. Immer ist irgendwas, ne? Wie gesagt, weiter kann ich es nicht lesen. Aber ich spiele es jetzt einfach.
Tristan When is the future?
Sebastian Dann spiele ich das jetzt. Ich wünsche dir einen schönen Restabend.
Tristan Ich
Sebastian Und noch ganz viel Erfolg.
Tristan danke dir.
Sebastian Tschüss.
Tristan Tschüss. Hallo
Sebastian Da bin ich wieder. Nein, da sind wir wieder. Und ich habe jemanden mitgebracht. In der Leitung ist Roxy, 27, aus Düsseldorf. Hallo.
Roxy Sebastian.
Sebastian Ja, mein Gott, du bist einer dieser Menschen, der gestern spontan gesagt hat, ich mag da mal mitmachen. Du hast mich gerettet. Dankeschön. Ja,
Roxy Gerne.
Sebastian war fürchterlich gestern, ne? Kriegst du keine Termine zusammen? Was mache ich mit der Folge? Ich war zu faul am Wochenende. Finde ich ja schon mal klasse. Ja, wir haben auch relativ lange gestern schon telefoniert. Das heißt, ja, also wenn es nach mir geht, müssten wir jetzt gar nicht weiterreden. Ich weiß ja schon alles. Aber ich glaube, es ist okay, wenn wir ein bisschen über dich sprechen, ne?
Roxy Also
Sebastian Okay, wie immer, wir fangen vorne an. Du machst BDSM. Warum, wieso, weshalb, seit wann? Und ja, ich höre gern alles darüber. drüber.
Roxy das seit wann finde ich tatsächlich sehr schwierig abzugrenzen, weil ich so rückblickend sehe, dass das Thema schon irgendwie sehr lange für mich präsent ist. Also irgendwie so mit 15, 16 habe ich gemerkt, das gibt es und ich fand das irgendwie sehr ästhetisch, irgendwie auf Bildern, aber ich habe gedacht, das bin ich überhaupt nicht und das machen andere Menschen irgendwie. Das ist ganz, ganz weit weg. Und damit hatte ich das dann zur Seite gelegt. Und dann gab es so vor ungefähr vier Jahren eine Art Schlüsselerlebnis. Das kommt nicht aus dem Lehrbuch. Ich war auf einer Weihnachtsfeier und habe einen meiner Vorgesetzten mit nach Hause genommen oder beziehungsweise bin zu ihm und wir waren sehr betrunken, es war viel Alkohol im Spiel und ja, er ist BDSM-er und hat dann seine Spielzeugtasche ausgepackt ohne warnende Worte.
Sebastian Skandal.
Roxy Wir hatten vorher auch keinen großen privaten Kontakt oder so und gesagt, das gibt es alles, guck mal. Und dann war ich wie so ein kleines Kind und so voll toll.
Sebastian Gott.
Roxy Was ist das? Und was ist das? Und hat das einen Namen? Und das war total spannend für mich. Wir haben so ein paar Sachen ausprobiert, viel zu betrunken, genauso wie man es halt nicht machen soll. Und er hatte am nächsten Tag halt auch ein richtig schlechtes Gewissen und hat dann auch ganz viel nachgefragt, ob es mir gut geht, ob er mich erschreckt hat und so. Aber das war alles in Ordnung. Und dann haben wir ein Jahr lang gespielt.
Sebastian Okay, er war zwar ein bisschen betrunken, aber was ist denn passiert an diesem Abend und wer ist jetzt oben gewesen eigentlich? Also wenn er die Spielzeugtasche hatte, dann ja.
Roxy Er war oben? Genau, also da dachte ich auch, dass ich niemals oben spielen könnte zu dem Zeitpunkt. Und er hat mir diverse Schlaginstrumente gezeigt und ich konnte dann halt irgendwie sagen, so das finde ich doof und das fühlt sich ganz gut an. Also wir haben das irgendwie so durchprobiert. Das haben wir später dann auch im nüchternen Zustand nochmal gemacht, nach und nach, ganz langsam. Ja,
Sebastian So, jetzt wäre ja die Frage. Also du bist dran hängen geblieben. Wie ist das so? Ich meine, du hast das ja früher gesehen und konntest dich selber damit nicht identifizieren. Jetzt stellst du fest, du kriegst es nicht mehr aus dem Kopf, raus. Was macht das mit einem?
Roxy es hat mich nicht überrascht. Also das ist jetzt nicht, als ob das aus heiterem Himmel gekommen ist, aber es war auf einmal so viel näher. Ich kannte halt niemanden, der mit der Szene irgendwie Berührung hat und dadurch war das so weit weg wie so ein Vakuum und dadurch hatte ich jetzt auf einmal irgendwie so den Fuß in der Tür und dann habe ich auch angefangen, irgendwie im Internet mehr zu lesen dazu. Dazu bin aber nach einem Jahr Spielbeziehung in eine Vanilla-Beziehung gerutscht und damit hatte sich das Thema wieder erledigt.
Sebastian Boah, ja, okay, das ist ja, das war das eine bewusste Entscheidung.
Roxy Ja, ich
Sebastian Also du wusstest, dass der Mensch das nicht mag und das war aber kein K.O.-Kriterium.
Roxy habe schon abgewogen, weil ich wusste, dass wir in unserer Sexualität schon sehr unterschiedlich sind. Das habe ich relativ schnell gemerkt, aber das war so eine Abwägungsfrage und ich habe gedacht, okay, das ist aber die richtige Person. So, und das nehme ich in Kauf. Das ist okay für mich und ich glaube, ich kann die nächsten 50 Jahre damit leben.
Sebastian Frag ich doch mal, kannst und konntest du damit leben?
Roxy Nein.
Sebastian schlimm, ne? Einmal Blut lecken, versaut für immer, ne? Okay, also, ja, also die Beziehung ist beendet inzwischen, das kann man sagen, ne?
Roxy Ja, genau. Letztes Jahr habe ich mich getrennt. Das war der hauptsächliche Grund. Und dann habe ich gedacht, so jetzt aber. Jetzt weißt du, das sind nicht irgendwelche komischen Menschen, die sowas machen und du Du weißt irgendwie, wie du an sowas rankommen könntest. Jetzt fängst du an, das auszuleben.
Sebastian okay, also so Sektkorken, also vielleicht mag ich nochmal ein bisschen darauf eingehen, also in der Beziehung, wie hast du damit gelebt? Also hast du es probiert, deinen Partner zu überzeugen oder ist das wirklich so ein, also es gibt ja verschiedene Strategien, die kenne ich jetzt von ganz vielen Menschen, die hier gerne mal mitmachen würden, wo aber zum Beispiel der Partner, der Vanilla-Partner nicht einverstanden ist damit, dass der Mensch hier darüber redet. Das gibt es, in Ordnung. Oder andere Menschen, die da, ich sage mal, die Hoffnung noch nicht aufgegeben haben und da mit ganz vielen kleinen Schritten dran arbeiten und das muss unglaublich frustrierend sein, sage ich ganz ehrlich, weil ich das Gefühl habe, dass je mehr man versucht, das in die Beziehung reinzubringen, dass der andere umso mehr blockt, habe ich das Gefühl.
Roxy Also anfangs hatten wir halt auch einfach normalen, guten Sex. dann war das halt schon was, was ich ansprechen konnte und gesagt habe, probier mal das aus oder das aus. Und ich habe da so eine kleine Kiste, da sind Sachen drin. Da war ganz langweiliges Zeug drin. Aber das war für ihn schon total schockierend. Und dann dachte ich, okay, Deckel drauf, die Kiste erstmal wieder weg, halbes Jahr warten. Das Negative in der Beziehung war, dass über die Jahre auch der Stino-Sex abgenommen hat Bis das halt wirklich ein unerträgliches Maß für mich erreicht hat Also da spielt halt Sexualität insgesamt eine Rolle Sodass ich heute auch mehr Wissen mir angeeignet habe im Bereich Asexualität Weil ich da so eine Vermutung habe Aber ich möchte mich da von Ferndiagnosen fernhalten
Sebastian Okay, gut. Im Endeffekt hat das sich ja dann jetzt verändert und na gut, gehen wir mal vorwärts. Du hast dann jetzt die letzten vier Monate alles ausprobiert, vermute ich.
Roxy Ja, schwierig mit dem großen Zeh, ne?
Sebastian Ja, möglicherweise, okay.
Roxy Das kam mir jetzt in die Quere. Also ich hatte angefangen und es gibt so ein paar Menschen, mit denen ich Dinge ausprobieren konnte, kann. Aber ja, es sind kleine Schritte. Ich würde halt gerne schneller mehr. Aber vielleicht ist das gar nicht so schlecht, dass äußere Umstände mich auch ein bisschen bremsen.
Sebastian Jetzt hast du ja jetzt ein Jahr, warst du Sub-Only, sag ich mal. Ich habe dich aber als Switch, glaube ich, vorgestellt, ne? Ach
Roxy Das ist richtig. Dieser Spielpartner, mit dem ich ein Jahr vor dieser Beziehung gespielt habe, der ist mittlerweile auch ein sehr guter Freund von mir. Das hat auch diese monogame Beziehung überdauert. Wir haben darüber einen freundschaftlichen Kontakt gehalten und ich habe mich halt nach der Trennung wieder bei ihm gemeldet und gesagt so, hey, wir können jetzt auch was anderes machen als essen gehen. Und dann hatte ich die Möglichkeit, weil er inzwischen auch nicht mehr mein Vorgesetzter ist und dieses Hierarchieverhältnis aufgehoben wurde, ich hätte niemals in diesem bestehenden Hierarchieverhältnis ihn dominieren können, das hätte nicht funktioniert.
Sebastian so.
Roxy und dann war das aber aufgelöst und dann hat er mir die Möglichkeit gegeben, ich hatte an dem Tag irgendwie einen Scheißtag und Arbeit war doof und wir waren verabredet und bin dann dahin gefahren und ich wusste mir sagt heute keiner, was ich zu tun habe
Sebastian Okay, und dann hat er quasi den Switch umgelegt und hat gesagt, komm, dann bist du heute mal aktiv.
Roxy also wir haben nicht drüber gesprochen aber im Endeffekt ist es genau das gewesen er kennt mich gut genug, um das einschätzen zu können, er war sehr nachsichtig mit mir und
Sebastian Warum muss der denn nachsichtig sein?
Roxy ja Ja,
Sebastian Was hast du angestellt?
Roxy naja, ich weiß nicht, ob ich beim ersten Mal so überzeugend war, wobei er das schon sehr lange vermutet hat. Ich hatte jetzt sogar nach unserem Telefonat nochmal mit ihm gesprochen. Und dann sagte er, naja, ich wusste, dass du Switcherin bist, aber du musstest das halt selber rausfinden.
Sebastian Okay, naja. Das heißt, du hast jetzt alle Möglichkeiten. Was möchtest du denn gerne in der Zukunft? Also jetzt gerade stehst du ja so ein bisschen auf der Bremse. Stammtische Partys gab es noch nicht für dich?
Roxy Das ist richtig und das ist was, was mich sehr interessiert, um hier in der Region halt einen Anschluss zu finden.
Sebastian Achso, du kennst auch noch gar nicht viele BDSM-er.
Roxy Nein, ich habe diesen einen Freund von mir, der aber nicht aktiv in der Szene drin ist. Also der ist auf diversen einschlägigen Seiten angemeldet und trifft sich auch schon mal mit Leuten. Aber der ist halt nicht irgendwie auf Partys oder war früher mal, ist mittlerweile nicht mehr. Der ist nicht auf Stammtischen oder so. Und ich würde gerne mehr Leute kennenlernen, um in den Austausch zu kommen hier in der Gegend. Das wäre schön.
Sebastian Da du ja keine Erfahrung hast, frage ich dich doch einfach mal, was erwartest du denn wie so ein Stammtisch oder wie so eine Party, wie das ist und was da passiert?
Roxy Naja, ich höre deine Podcasts ja chronologisch.
Sebastian Ja, streng chronologisch habe ich mir sagen lassen, ja.
Roxy ja, wobei du hast mir so sehr ans Herz gelegt, die Folge von letzter Woche zu hören, dass ich mich stark überwinden musste, es getan habe und mir die Folge angehört habe. Aber jetzt höre ich weiter streng chronologisch.
Sebastian sage doch mal, das war das Thema, wo jemand Discover Wars auf seine erste Party gegangen ist und das ging völlig schief. was hast du, wenn du das jetzt heute gehört hast, das hält dich aber jetzt nicht davon ab, auch mal eine Party zu besuchen.
Roxy Nein, absolut nicht
Sebastian Okay, aber nochmal die Frage, was erwartest du, was passiert? Ich
Roxy ich habe halt aus deinen Podcasts aus den bisherigen Folgen so ein paar Sachen mitgenommen, wie sowas abläuft und finde es schade, dass ich so an der Altersgrenze stehe vom SMJG Ich glaube, das wäre halt irgendwie ein guter Einstieg gewesen, aber das lohnt sich halt für die paar Monate jetzt auch nicht mehr, wenn überhaupt, bis ich zu alt bin, noch was stattfindet Ja, ich hoffe einfach, dass dass da nette Leute sind, die sich meiner annehmen.
Sebastian glaube, das wird kein Problem sein. Und ja, SMJG bist du wirklich jetzt gerade auf der Grenze, aber die ganzen Menschen, die die SMJG-Stammtische besuchen, die fangen ja auch an, dann andere Stammtische zu besuchen und das, ich sag mal so, auch auf anderen Stammtischen kommen genug junge Leute nach und da gibt es ja noch diese SMJG- Die Alumni-Stammtische, die sind ja auch so im Bereich, ich glaube bis 35 oder bis 40 sind die so ein bisschen angelegt. Also ich glaube schon, dass du da ganz schnell Menschen findest, mit denen du, ich sag mal, Spaß haben kannst.
Roxy Mir fällt gerade ein, ich habe gelogen. Mein bester Freund geht zu BDSM-Stammtischen, aber der wohnt nicht hier in der Region.
Sebastian Ja gut, aber dann kannst du ihn ja zumindest mal einpacken, dann geht er zusammen einfach mal hin, dann ist es leichter. Dann
Roxy Kann ich mir vorstellen, aber das ist, glaube ich, gar kein Hindernisgrund für mich. Also ich gehe auch so in meiner Freizeit alleine zu Veranstaltungen. Das hält mich nicht auf.
Sebastian machen wir das mal so, wenn du deinen ersten Stammtisch besucht hast oder deine erste Party oder beides, dann sollten wir auf jeden Fall nochmal sprechen. Ich mag immer gern dieses Vorher-Nachher-Gespräch, das finde ich immer total spannend. Und gerade wenn es dann noch ganz frisch ist, das finde ich einfach schön, wenn jemand dann nochmal so unmittelbar ein bisschen berichten kann, wie das für ihn war, weil bei mir ist es einfach zu lange her. Und ich kann, das ist so, ja, da bleiben halt bestimmte Erinnerungen, aber das meiste habe ich vermutlich vergessen und das ist so ein bisschen schade einfach.
Roxy Da können wir dann gerne drauf zurückkommen. Ja,
Sebastian Okay, gibt es noch irgendwie, ich sag mal, Dinge, die du jetzt im Moment besonders ausprobieren möchtest, wo du sagst, boah, das steht noch so auf meiner Liste, da bin ich gerade ein bisschen heiß drauf. Ja,
Roxy also ich entdecke gerade erst so die dominante Rolle für mich und diverse Praktiken, von denen ich dachte so, okay, nein, das mache ich nicht, das ist so weit weg für mich, das finde ich irgendwie komisch und das gibt mir nichts. Und jetzt finde ich halt raus über digitale Wege, ja doch, vielleicht ist es doch ganz interessant.
Sebastian was denn? Möchtest du sagen?
Roxy Edging. Ich habe momentan Kontakt zu einer Person. Das hat sich so im Gespräch ergeben, wir haben uns noch nie gesehen, dass ich ihm ein Orgasmusverbot auferlegt habe. Und dann haben wir lange telefoniert und ja, ich hörte, wie er gelitten hat. Und das war schön. Das hätte ich nicht gedacht.
Sebastian Okay, ja, da gibt es so viele Möglichkeiten. Da gibt es übrigens so ein Tool, von dem hat Tristan eben erzählt, damit kann man ganz fürchterliche Gemeinheiten machen aus der Ferne.
Roxy Ja, und ansonsten habe ich so den Weg eingeschlagen Richtung Pegging, denke ich. Das wäre was, was ich gerne ausprobieren würde, was ich total spannend finde. Ich finde sowieso total spannend, wie gesellschaftliche Muster irgendwie aufbrechen. Also dieses Männer, die sagen, so an meinen Hintern kommt keiner ran, irgendwie das gesellschaftliche Bild, was ich vorher hatte. Und mittlerweile stelle ich fest bei fast allen meiner Gegenüber, dass es kein Tabuthema ist.
Sebastian Ja, vielleicht leitest du gerade so schön zum nächsten Thema über. Ich mag noch mal,
Roxy Hättest du nichts gesagt, hätte es niemand gemerkt.
Sebastian ja, natürlich sage ich das, weil ich mich davon noch abhalten muss, weil Chat hat noch eine Frage gestellt, ob du in der jetzigen Zeit auch diverse andere Online-Angebote als Informationsquelle, als Vorstufe zu Stammtischen benutzt.
Roxy Perfekt.
Sebastian Also was sind so Seiten, wo du einfach Input herkriegst im Moment?
Roxy Also ich habe mich vor einiger Zeit beim Joyclub angemeldet, also theoretisch vor drei bis vier Jahren war dann aber nie aktiv und habe das jetzt reaktiviert. Ich habe mich aber auch, weil wir gestern kurz drüber gesprochen hatten, heute bei Fetlife angemeldet und finde das noch etwas konfus. Ich habe da noch irgendwie das System nicht verstanden oder so, aber ich klicke mich dann gerne so in Magazinen und Foren rum und lese verschiedene Stimmen dazu oder ich google ganz profan irgendwelche Begriffe und gucke, was da rauskommt. Was
Sebastian Was hast du zuletzt gegoogelt? Weißt du das noch?
Roxy habe ich?
Sebastian ich weiß, ich kann blöde Fragen stellen. Du musst sie nicht beantworten.
Roxy Dafür müsste ich jetzt wahrscheinlich mal mit nachdenken. Wenn du weiterredest, denke ich währenddessen.
Sebastian Okay, also wir kommen einfach, ich schreibe das nochmal auf, zuletzt gegoogelt.
Roxy Das
Sebastian Das ist ja immer so die Frage, die ich auf Stammtischen, wenn man wirklich direkt ein Tabu brechen will, fragt man jemanden, den man nicht kennt, was er zuletzt bei YouPorn eingegeben hat in die Suche. Das ist, glaube ich, so das mitintimste und schrecklichste, was man fragen kann.
Roxy weiß ich.
Sebastian Das weißt du?
Roxy Das weiß ich eher, als was ich als letztes gegoogelt habe.
Sebastian Na,
Roxy Femdom.
Sebastian Okay. Ja, das ist ja mal so ein ganz kleines Thema. Da reicht ja ein Einzeiler Wikipedia, um das zu beschreiben.
Roxy Und tatsächlich hat mich meine beste Freundin aber so ein bisschen darauf gepackt. Also die ist zwar nicht irgendwie BDSMerin, glaube ich, dass sie sich nicht so selbst betitelt und nicht in der Szene aktiv, aber wir entdecken das momentan beide irgendwie so ein bisschen.
Sebastian Oh ja, wenn du dann so eine Art Leidensgenossin hast, dann, ja, das ist natürlich schön, wenn man sich da noch ein bisschen austauschen kann.
Roxy Aber es wäre halt auch schön, irgendwie Kontakt zu jemandem zu bekommen, der schon länger dabei ist, der einen so ein bisschen an die Hand nehmen kann.
Sebastian Sagen wir es mal so, wenn du gleich, nachdem wir gesprochen haben, in diesen Chat einfach reinmarschierst, dann hast du vermutlich recht automatisch Kontakt zu irgendwelchen Leuten, wahrscheinlich aus deiner Gegend. Ich glaube, ich sehe schon drei im Chat, die zumindest nicht allzu weit weg von dir wohnen. Das musst du dann überlegen. Da mische ich mich nicht ein. Jetzt nehme ich deine Überleitung aber auf, denn wir reden über Feminismus. Feminismus.
Roxy Ja, ein Herzensthema.
Sebastian Okay, wie, so ist das ein Herzensthema?
Roxy Das hat gar keine sexuelle Farbe für mich. Das ist einfach was, was ich in den letzten Jahren für mich entdeckt habe, dass ich merke, es gibt irgendwie ein strukturelles Ungleichgewicht in der Behandlung von Geschlechtern. Und ich spreche speziell halt nicht nur von Frauen, weil ich denke, dass alle Geschlechter irgendwo betroffen sind. Frauen sind halt so das Greifbarste, glaube ich. Aber ja, damit habe ich mich viel beschäftigt. Ich mache auch so ein bisschen Bildungsarbeit nebenbei und bin immer weiter in das Thema reingekommen. Und dann hatte ich irgendwann diesen Konflikt, ich kann mich doch nicht ohrfeigen lassen und mich Feministin nennen. Ja doch, klar geht das, ist gar kein Problem.
Sebastian Fangen wir mal nochmal vorne an. Also Feminismus kann man, es gibt diesen Alice-Schwarzer-Feminismus. Mein Lieblingszitat ist natürlich, dass die Penetration der Frau nicht ohne ihre Erniedrigung funktioniert.
Roxy Es
Sebastian Aber das ist nicht das, was heutzutage unter Feminismus verstanden wird. Zumindest gibt es, ich glaube, es nennt sich moderner Feminismus. Gibt es diesen Begriff?
Roxy gibt halt nicht den Feminismus. Also es gibt manche Leute, die sagen, es gibt den modernen Feminismus oder den jungen Feminismus. Ich bin keine Freundin von Alice-Schwarzer-Feminismus, das können wir festhalten. Aber ich glaube, Feminismus kann für jede Person unterschiedlich aussehen.
Sebastian Also da deine Definition von Feminismus beinhaltet, dass man Frauen, ich sag mal, misshandeln darf, finde ich die ja schon als Mann automatisch gut.
Roxy Ja, aber immer mit Metakonsens. Wenn sie signalisiert, dass sie das geil findet, dann ist das großartig. Ansonsten sind wir halt bei häuslicher Gewalt. Das ist halt scheiße.
Sebastian Ja gut, das ist ja, das ist tatsächlich so ein Punkt, davon muss man BDSM auch ganz klar abgrenzen, aber das ist Lobbyarbeit tatsächlich. Das wird noch viele Jahre dauern, bis das auch in den Köpfen der Gesellschaft ankommt, dass BDSM halt keine Gewalt ist, sondern ein, ja, ich sag mal wie Sport, es tut weh, aber macht Spaß. okay, aber dein, okay,
Roxy Und dann lieber BDSM als Sport, aber bei der Definition gehe ich mit.
Sebastian hm, so, aber jetzt hat das ja doch irgendwie Einfluss auf deine Art, BDSM zu leben, oder nicht? Also die Femdom habt natürlich mit dem Feminismus leichtere, weniger Probleme. Konntest du das direkt sagen, dass das für dich vereinbar ist? Oder, ja?
Roxy Ja, also das war so ein Gedanke, der halt irgendwie aufgeploppt ist, aber da ich mich mit Feminismus länger, tiefer beschäftige als mit BDSM, war für mich relativ schnell klar, dass sexuelle Selbstbestimmung ein großer Teil des Feminismus für mich ausmacht und da gehört dann halt BDSM rein.
Sebastian Ja,
Roxy Ja,
Sebastian heißt aber, dein Gegenüber muss prinzipiell, also ich hänge mich da nochmal so ein bisschen dran, das war in der Folge mit Megan auch ganz spannend, weil da haben wir auch schon mal ein bisschen über Feminismus gesprochen. Hast du die denn schon gehört?
Roxy die habe ich schon gehört.
Sebastian ist sehr gut. Die kam übrigens im November, glaube ich, raus. Wer die nochmal nachhören möchte, die gibt es natürlich noch. Aha. Das ist jetzt, für dich kannst du das definieren, aber wenn du jetzt zum Beispiel anderen Feministinnen gegenüber das verargumentieren musst, dann kannst du eigentlich nur noch mit dem Konsens kommen, richtig? Oder gibt es da noch andere Argumente, die ich jetzt auch zum Beispiel benutzen könnte, um Argumente zu haben? Hilf mir mal ein bisschen.
Roxy Ich weiß nicht, ob das neue Argumente sind. Ich glaube nicht. Aber wenn eine Feministin sagt, eine Frau soll selbstbestimmt leben und sich von Rollenbildern trennen und das machen, was sie glücklich macht, dann kannst du genau das auf Sexualität übertragen.
Sebastian Ist das so einfach, ja? Ja,
Roxy Für mich mittlerweile. Ich glaube, das war es für mich nicht immer und das ist sicherlich auch nicht für alle genau so. Also für mich gibt es da einfach keinen Konflikt mehr. Es ist eher schwieriger, bei meinem Gegenüber abzutasten, ob wir die gleiche Ebene da haben. Also es gibt halt Menschen, die so, wie soll ich das sagen, tradierte Rollenbilder für sich vereinnahmt haben und das auf alle Menschen projizieren. Mit denen könnte ich das dann wahrscheinlich nicht. Genauso, aber da schlafe ich halt nicht mit Rassisten. Also Antifeministen würde ich halt auch nicht. Oder Antifeministinnen, die gibt es ja auch. Also ich bin da ja nicht festgelegt.
Sebastian Das heißt aber, dass dein Gegenüber, muss ich dazu schon mal Gedanken gemacht haben, also wie klopfst du das denn ab? Das scheint ja für dich ja wirklich auch ein K.O.-Kriterium zu sein.
Roxy Also das muss nicht von vornherein da sein, aber wenn wir auf das Thema kommen, dann möchte ich nicht, dass das halt irgendwie als lächerlich abgetan wird oder so. Dann ist es für mich ein K.O.-Kriterium, ja. Aber wenn ich jetzt mit jemandem schreibe, weiß ich nicht, Anfang 20 und hat sich noch nie mit dem Thema beschäftigt, woher soll er das haben? Also ist okay, dann können wir darüber reden, aber der darf mir halt nicht sagen, das ist alles Humbug und Quatsch und ja.
Sebastian Ja, also was ich zugeben muss, ich versuche das jetzt mal so zu verpacken, ich kenne tatsächlich sehr junge Menschen unter 18, wo dieses ganz traditionelle Rollenbild, Der Mann geht arbeiten und die Frau sitzt zu Hause und hütet die Kinder. Wo das scheint wieder aufzukommen, habe ich manchmal das Gefühl. Macht dich das wahnsinnig?
Roxy Oh, da macht mich aber so vieles wahnsinnig. Also es ist halt so, wenn du eine starke Strömung in eine Richtung hast, hast du immer auch einen starken Pol, der dagegen hält. Und ich glaube, je mehr Raum das Thema bekommt, desto lauter werden halt auch die, die es genau anders sehen. Und das ist mit fast allen Themen so. Ich habe mit solchen Leuten sehr viel zu tun gehabt. Da habe ich mich selber noch nicht Feministin genannt, da habe ich das alles noch nicht verstanden. Aber das fand ich damals schon schockierend, dass die halt gesagt haben, nee, also ich suche eine Frau und das ist mir egal, was die will, aber die macht keine Karriere und ich will drei Kinder und die bleibt zu Hause. Da gruselt es mich halt. Wenn das auf Konsens basiert, da sind wir halt wieder beim Thema. Also Konsens ist für mich auch nichts Sexuelles, das ist ja immer. Dann ist das in Ordnung. Eine Frau kann feministisch sein, fünf Kinder haben, sagen, ich bleibe zu Hause und ich arbeite nicht. Das geht. Das muss ihre Entscheidung sein. Auf
Sebastian Wobei ich auch gestehen muss, ich bin ein Mensch, ich finde es sexy, wenn jemand vor mir auf die Knie geht, der das freiwillig entscheiden kann. Der also kein Problem damit so hat, mir wirklich alles entgegenhalten zu können, sowohl Argumente als auch sonst was. Das ist auch wirklich dann ein, ich kann diesen Menschen nicht unterdrücken. Das kann ich gar nicht, das liegt außerhalb meiner Fähigkeiten. Ich kann ihn unterwerfen im Sinne von, er beschließt sich mir zu unterwerfen und das ist dann viel wertvoller und das finde ich einfach sexy, Punkt. Also da, das ist so, das ist dann so der Moment, wo das geht einfach runter wie Öl, da kriegt die Geste auch einfach ganz viel Bedeutung.
Roxy jeden Fall.
Sebastian Hörerin mag wissen, wie reagieren die Mitfeministinnen auf das Ausleben des BDSM-Kinks. Oh Gott, schlimm formuliert.
Roxy die größte Mitfeministin in meinem persönlichen Umfeld ist halt meine beste Freundin, die das genauso sieht. Also wir tauschen uns da halt auch sehr viel aus. Vielleicht schwimme ich da zu sehr in meiner Blase, aber natürlich gibt es Feministinnen, die das anders sehen, weil es halt nicht den Feminismus gibt. Das ist halt auch legitim. Das ist halt dann nichts, was ich teile. Aber es gibt so viele junge Feministinnen mittlerweile, die so für, ich hätte jetzt fast freie Liebe gesagt, ausgelebte Sexualität auch in die Öffentlichkeit treten. Da gibt es wunderschöne Buchempfehlungen. Ja, das bekommt immer mehr Stimme und mehr Öffentlichkeit.
Sebastian überlege gerade, ob das ein weiterer Baustein dazu ist, dass BDSM in der Öffentlichkeit, sage ich mal, mehr Normalität wird, wenn es sogar damit vereinbar ist, tatsächlich automatisch. Also je weniger Gruppen du hast, die sagen, das finden wir aber doof oder das finden wir komisch, desto mehr gerät BDSM zur normalen Nebensache und das wäre ja etwas, das würde ich mir ja wünschen. Deshalb machen wir ja irgendwie den Podcast, dass das so ein bisschen nicht mehr so ein Makel ist, sondern einfach so ein bisschen Normalität wird.
Roxy Das wäre total schön, wenn das so wäre Ich habe da so ein bisschen meine Zweifel In der Bildungsarbeit mit Jugendlichen zum Thema Sexualität mache ich ab und zu eine Übung Da müssen die dann halt sagen, was kennt ihr so an Spielarten oder sexuellen Ausrichtungen und Spielarten Also einmal die komplett, einmal alles erschlagen Dann kommt dann irgendwie Hetero sein, Homo sein, Bi sein BDSM sich schlagen lassen Masken, Furries, da kommt ganz, ganz viel und dann müssen die das einsortieren in, was denkt ihr denn, wie die Gesellschaft das sieht, das ist total anerkannt, da steht dann halt sowas wie Ehe, Heterosein, Vanilla-Sex, sowas und absolute Tabus bis hin zu Straftatbeständen und dann gibt es halt diese riesen Grauzone und das ist total interessant, was da für Ergebnisse bei rumkommen, weil je nachdem aus welcher Blase die Leute kommen, sind die Antworten super unterschiedlich.
Sebastian Okay. Was für Blasen meinst du jetzt an der Stelle?
Roxy Und deswegen glaube ich,
Sebastian Meinst du da jetzt eine gesellschaftliche Stellung?
Roxy kann alles sein. Das kann eine bestimmte Bildungsschicht sein. Das kann örtlich irgendwie sein. Also da muss ich jetzt die absoluten Klischees halt vorauskramen. Aber wenn du vom niederbayerischen Dorf kommst, dann denkst du, dann hast du eine andere Wahrnehmung davon, was die Gesellschaft um dich herum akzeptiert, als wenn du in Berlin aufgewachsen bist oder so.
Sebastian ja, das kann ich bestätigen. Ich komme auch eher vom Dorf nicht, aber aus einer kleinen Stadt und das habe ich, glaube ich, schon mal erzählt, wenn ich heute irgendwie bei, in der SZ gibt es ja eine Postleitzahlensuche, wenn ich diese Postleitzahl eingebe, trotz 30.000 Einwohnern, gibt es keine Treffer und nicht mal, wenn die Postleitzahl vierstellig ist, gibt es da irgendwelche Treffer. Das ist sehr interessant. Ich mag mal ein bisschen auf Hörerfragen eingehen. Mein Gott, hier sind ja ein paar aufgeploppt. Wo fange ich denn an? Pandora. Das ist aber nicht zufällig deine Freundin. Beschäftigt sie sich auch mit dem Rollenbild des devoten Mannes? Die Frage ist nämlich richtig gut, weil der devote Mann als solches findet eh irgendwie immer viel zu selten in solchen Diskussionen statt. Hast du dich damit schon beschäftigt?
Roxy Ja, als ich für mich entdeckt habe, dass ich auch eine dominante Seite habe, brauchte ich auch irgendwie eine devote Seite und da das mir egal ist welches Geschlecht mein Gegenüber hat und das sind tatsächlich halt meistens Männer habe ich mich damit beschäftigt und sehr unterschiedlich, also entweder bisher hat sich das halt meistens nicht ausschließlich auf Schreiben beschränkt melden sich halt so total unterwürfige Leute und damit kann ich dann halt einfach nicht so viel anfangen, weil ich muss halt irgendwie, ich muss dieses Kämpfen da drum haben. Die haben das scheinbar für sich halt irgendwie adaptiert und das ist okay, aber ich habe auch schon super viele Männer kennengelernt, die im Alltag dominant sind und oft auch denken, dass sie im Bett dominant sind und dann aber merken, dass sie es geil finden, wenn sie es mal nicht sind. Und ich glaube, das hat ganz viel mit unseren Rollenbildern zu tun und der Erwartungshaltung, die wir an Männer haben, also wir im Sinne der der Gesellschaft, weil ein Mann hat stark zu sein und man stellt sich immer vor die Frau und verdient das Geld und so und er erlegt das Fleisch noch eigenhändig.
Sebastian Warten wir mal zwei Jahre ab, dann frage ich dich nochmal. Ich kann dir sagen, bei mir waren die Stammtische da sehr heilsam, weil ich glaube, ich konnte jedes Vorurteil, was ich hatte, in der Richtung, wurde irgendwann widerlegt. Also egal, in welche Richtung, irgendwann war da immer jemand dabei, wo ich dachte, ach, guck an, das geht auch alles ganz anders. Interessant.
Roxy Glaube ich sofort. Also ich habe jetzt selbst in der kurzen Zeit schon so viele unterschiedliche Männer kennengelernt, die, wenn sie einen devoten Part haben und tatsächlich haben den alle irgendwo mindestens ein bisschen gehabt, die super unterschiedlich waren. Aber wenn wir von Rollenbildern sprechen, sprechen wir halt von Klischees.
Sebastian Ich werfe nochmal was rein. Diesmal keine Frage, sondern ein Zitat. Salome hat geschrieben, eine Frau, die sich selbst unterwirft, kann nicht gedemütigt werden. Sie hat den absoluten Vorteil, sich in selbstgewählter Weise einem selbstgewählten Menschen unterworfen zu haben und wird dadurch unverletzlich. Das soll von Simone de Beauvoir sein. Schönes Zitat. Gilt übrigens auch für Männer. Umgekehrt funktioniert das, glaube ich, genauso gut.
Roxy Simone de Beauvoir ist auch eine Frau, die ich unbedingt noch lesen möchte, weil die hat dauernd unheimlich tolle Zitate, die überall rumgeistern. Und irgendwann muss ich dieses Buch endlich mal lesen.
Sebastian sogar hier im Chat. Unglaublich.
Roxy Ja, siehst du mal. Und ja, da ist halt was dran. Also natürlich kannst du Leute immer noch verletzen, aber dann verlässt du den Konsensbereich.
Sebastian Ja,
Roxy Und das, was wir Demütigung nennen, das ist ja halt keine, du wirst auf der Straße angespuckt, Demütigung, sondern halt die Selbstgewählte, die halt konsensual ist.
Sebastian aber ist es da noch Demütigung?
Roxy Jetzt machst du aber eine Schublade auf und eine Ebene.
Sebastian Naja, ne? Naja, ne? Ich glaube,
Roxy Ich glaube, die Szene hat sich darauf geeinigt, eine grobe Richtung unter Demütigung zu fassen. Und damit sprechen wir von etwa dem gleichen Ding.
Sebastian der Konsens kann ja auch sein, tatsächlich eine Situation, die tatsächlich demütigend und fürchterlich ist oder schmerzhaft oder irgendwas hervorzurufen, wo du im Moment des Erlebens das wirklich doof und blöd und Mist findest. Aber der Konsens besteht eben auch dann darin zu sagen, nee, wir gehen da durch gemeinsam und hinterher stellt sich hoffentlich so ein beglückendes Gefühl ein.
Roxy Jetzt weiß ich nicht mehr, wer es gesagt hat. Es ist aus den Folgen vom letzten Jahr. Ja, eine deiner Gäste hat gesagt, ich muss für ihn tanzen und es gibt nichts Schlimmeres für mich, als für ihn zu tanzen. Das ist total demütigend, aber ich mache das.
Sebastian Das war Temel, das weiß ich noch ganz genau, ja, das ist
Roxy Ja, das ist ein total schönes Beispiel.
Sebastian großartig. So, jetzt wird es, ja, ja, als sie das erzählt hat, ich habe ja das Gesicht gesehen, ah, großartig. Also das war so, da hat man schon gemerkt, so diese Erinnerung daran, das Gesicht war so von verzückt zu angewidert, irgendwo dazwischen immer wechselnd. So soll es ja auch sein, das ist einfach schön. Boah, jetzt hört das hier gar nicht mehr auf. Pass auf, ich werfe dir noch zwei Dinger vor die Füße und dann gucken wir, dass wir langsam zum Ende kommen. Hier hat noch mal jemand Shades of Grey erwähnt, ist da nicht auch im Gegenzug, ich muss mal langsam mal lesen, ist da nicht auch im Gegenzug zu Fifty Shades of Grey der anfängliche Konsens, also die Entscheidung, BDSM als Sub zu praktizieren, entscheidend. Von Pandora schon wieder. Das beantworte ich mal. Ja, natürlich.
Roxy also Shades of Grey ist halt ja auch kein BDSM, das ist halt Gewalt. Und das basiert nicht auf Konsens. In einer deiner Folgen ist das auch schon mal thematisiert worden, aber das, was er da macht, ist halt hochtoxisch. Das hat mit BDSM nichts zu tun. Ich habe irgendwo mal den schönen Satz gelesen, wenn die Figur aus Fifty Shades of Grey in einem Trailer irgendwo in der Vorstadt Amerikas wohnen würde, dann wäre das ein Kriminalfall, dann wäre das bei Criminal Minds.
Sebastian Ja, gut. Ja, ich habe nicht alle Teile in mich aufgenommen, deshalb kann ich da jetzt nicht mitreden.
Roxy Ich habe mich durch die Bücher gequält.
Sebastian Sehr schön. Gott, wie pflichtbewusst. Auch wahrscheinlich chronologisch. So, jetzt lass mich.
Roxy Ja, das macht ja auch sonst wirklich keinen Sinn.
Sebastian Jetzt habe ich dir aber eine Falle gestellt. Pass auf, dieser Konsens ist also wirklich entscheidend. Jetzt hattest du einen Ex-Partner, der der hatte darauf keine Lust. Und du hast trotzdem irgendwie versucht, ihn da so ein bisschen in die Richtung zu lenken. Das ist ja das Gegenteil von Konsens.
Roxy wir haben ja nie was gemacht
Sebastian Ja, aber wenn, dann wäre es das Gegenteil von Konsens gewesen.
Roxy also das naja, er hätte halt sagen können okay, ich glaube nicht dass das was für mich ist, aber für dich probiere ich das aus das kann man ja machen
Sebastian Reicht das als Konsens? Das
Roxy ja, wenn er weiß, was auf ihn zukommt ja, also wie willst du das denn sonst machen, wenn jemand irgendwie neu einsteigt und irgendwie sagt ja, ich glaube, ich bin Sub und dann sagt jemand, ja okay, dann möchte ich dir was zeigen wir probieren mal was aus es ist die gleiche Situation.
Sebastian ist gemein. Ja, da geht es so ein bisschen darum. Ich glaube, dass tatsächlich, ja, man versucht natürlich, seinen Partner dann so ein bisschen auch zu lenken, sodass man eben eine Einigung auch findet. Ich finde allerdings, da vergruselt es mir so ein bisschen dieses, ja okay, dir zuliebe mache ich das. Ich finde, das kann ganz schädlich sein und ich glaube, da gibt es keinen ordentlichen Ausweg.
Roxy Es darf, glaube ich, nur das erste Mal der Fall sein und danach muss das aktiv von dem anderen Part ausgehen. Also wenn das jetzt gewesen wäre hier, das finde ich irgendwie toll, guck mal, so funktioniert das, ich zeige dir was dazu und dann hätte ich gern, dass du das machst und die Person würde sagen, naja, okay, ich probiere das mal aus und sage dann am Ende, ich muss das nochmal ausprobieren, ich kann mir jetzt noch keine Meinung bilden, dann ist ja ein Konsens da. Aber dieses, ich mache das nur für dich, weil Weil sonst, also dann geht es ja in dieses Erpresserische, ich darf halt kein Druckmittel aufbauen.
Sebastian Genau, weil sonst kann ich mit dir nicht zusammenbleiben, zum Beispiel.
Roxy Das geht halt gar nicht, das Erpressen.
Sebastian Also das ist so, das ist dann die Frage, was entstehen da für wirklich toxische BDSM-Beziehungen im Grunde. ich mag das fast jetzt heute nicht so weit aufmachen, aber das ist natürlich eine Gefahr weil für den einen, der halt die Neigung zum BDSM hat, das Bedürfnis danach hat, für den geht es ja dann auch an so einem Abend um alles im Grunde und dann sich danach zurückzunehmen und zu sagen, ja okay wenn es dir nicht gefällt, dann lassen wir das ganz ehrlich, was willst du denn da machen? Also das ist wirklich eine Zwickmühle, die man wirklich nicht auflösen kann
Roxy das ist eine Entscheidung, die du dann als BDSM-er oder BDSM-erin für dich selber treffen musst. Kann ich darauf verzichten oder nicht? Das ist die Frage, die ich mir am Anfang meiner letzten Beziehung gestellt habe und ich habe die erstmal für mich mit Ja beantwortet. Sowas ist ja fluide, das kann sich ja ändern, hat es bei mir dann auch. Aber ich würde niemals irgendwie einen Druckmittel aufmachen, weil das ist ja dann nicht mehr Interesse der Person. Ich glaube, das Vetorecht hat halt immer die Person, die nicht praktiziert. Ja,
Sebastian Ich gucke gerade erschreckt auf die Uhr um Gottes Willen, was habe ich getan? Ja, wir sind ja schon eine Dreiviertelstunde dabei. Mein Gott. Ich merke, das Thema ist diskussionswürdig. Ich mache das jetzt so, ich werde jetzt die Diskussion gleich ein bisschen verlegen und gucken, ob jemand anrufen mag und da auch noch eine andere Meinung vielleicht vertreten mag oder vielleicht meine und unsere Meinung auch unterstützen möchte. Ich finde es spannend, dass wir da so deckungsgleich sind. Also offensichtlich bin ich ein Feminist oder das Gegenteil und verstecke es nur gut. Das weiß ich noch nicht. Das werde ich nachher herausfinden müssen. Nein, aber diese Grundoffenheit, ich glaube, die tut einem einfach gut und die macht es einem auch insgesamt leichter.
Roxy aber bei allem halt.
Sebastian Ja, also ich würde sagen, ich gucke mir das bei dir jetzt ein Jahr lang an und dann sprechen wir nochmal und dann gucken wir mal, was dabei rausgekommen ist und dann bin ich gespannt, ob du dann deine zehn Spielpartner hast oder nur einen oder wieder einen Vanilla-Partner, auch das kann ja sein, wohin sich das entwickelt.
Roxy die Wahrscheinlichkeit halte ich für sehr gering, aber alles andere ist offen.
Sebastian Also ich wäre gespannt. Wollen wir das nochmal dann machen?
Roxy Können wir tun.
Sebastian Gut, damit wird deine Nummer jetzt hier auf ewig gespeichert.
Roxy Ah, DSGVO-persönliche Daten. Schwierig.
Sebastian Ah, verdammt. Da musst du dich eben melden. Naja, okay.
Roxy Ich werde ja weiter zuhören.
Sebastian Roxy, ganz, ganz vielen lieben Dank. Das ist so ein schönes, auch so ein fluides Gespräch. Und selbst meine fiesesten Fallen, denen bist du da mit Bravour aus dem Weg gegangen. Ich dachte mir, bei dir darf ich mir das mal erlauben.
Roxy Glück gehabt.
Sebastian Und ja, ich tue ja keinem was Böses. Dafür spiele ich jetzt auch was für dich.
Roxy Naja. Oh ja.
Sebastian Hier steht Desire. Naja, ich spiele das einfach an, wünsche dir einen wunderschönen Restabend und dann schauen wir mal, wie wir wieder zusammenkommen und ob da jetzt noch ein bisschen anderes Feedback kommt, da wäre ich sehr gespannt. Okay, mach's gut, tschüss.
Roxy Dankeschön. Tschüss. Ja,
Sebastian Bevor ich das jetzt spiele, mag ich nochmal kurz den kleinen Aufruf machen, denn heute gibt es keine Werbung für andere Veranstaltungen, heute gibt es tatsächlich nur diesen Podcast und ab jetzt nur noch Anrufer. Ich verkünde mal die Nummer. Das ist die 0552. Ich versuche die nebenbei auch parallel hier einzutippen in den Chat. Und dann würde ich vielleicht genau über das alles sprechen. Über Fernbeziehungsspielzeuge, Feminismus, Partnerwahl, was auch immer. Ich glaube, das kann man ganz gut aufnehmen. Und wenn ihr ein ganz anderes Thema habt, dann ist das auch völlig in Ordnung. Aber jetzt spiele ich erstmal für Roxy Desire. So, da bin ich jetzt wieder und ich bin tatsächlich immer noch alleine, aber die Leitung ist ja immer noch offen und unter 0518952 kommt man direkt ins Studio, sage ich mal. Nein, wir nennen es noch nicht so, dazu muss ich den Raum ja noch ein bisschen umbauen, bis ich es so nennen darf. Wer mitmacht, es gibt ja noch diesen Lostopf, wo man das kleine Paddel gewinnen kann und das werde ich am Freitagabend in der Live-Sendung dann tatsächlich unter die Leute bringen und dann jemanden aus dem Hut zaubern, der es gewinnen wird und dann hoffe ich, dass das auch ankommt und dass das Ding ganz viel Spaß macht. Wann hatte ich das denn angekündigt? Ich glaube letzte Woche Dienstag, da ist auch glaube ich ein Bild in den Shownotes tatsächlich drin. So, ich werde noch ein paar Spender würdigen, denn es gibt sie. Das Schöne ist nämlich, ich nehme heute mit einer etwas anderen Software auf oder mit derselben Software, aber in einem anderen Format, weil hier meine Festplatten alle voll laufen gerade. Und das Tolle ist, selbst wenn die Festplatte voll ist, das ist gar kein Problem, denn diesmal waren dabei die Stefanie. Die schreibt nämlich etwas Unterstützung für aktuelle Sachen oder Kaffee. Und du machst das toll. Vielen Dank. Mach weiter so. Liebe Grüße, Stefanie. Danke schön. Tina war auch dabei. Roland und Stefanie mit diesem Anlass geschrieben, haben bei Steady auch nochmal unterstützt. Lukas dankt für Inspiration und Sabine schreibt Nervennahrung und Kaffee für den Livestream. Kaffee trinke ich tatsächlich beim Livestream nie, aber dafür haben wir ja hier den guten Gin Tonic und das Leitungswasser und das ist offenbar eine sehr gute Kombination. Ja, was könnte ich noch erzählen? Ich gucke mal, ob ich hier noch irgendwelche Notizen habe. Es rufte mich tatsächlich niemand an. Naja, muss auch mal passieren. Ach ja, ich habe meinen ersten richtigen, echten Aufnahmetermin für eine neue Folge geplant und wenn das jetzt alles sich noch ein bisschen lockert, dann kann es in nicht mal einem Monat soweit sein, dass das erlaubt ist. und dann werde ich eine Folge aufnehmen mit einer Frau, die tatsächlich Domina ist und wirklich für Geld BDSM-Leistungen anbietet und sie hat mir versprochen, ich darf alles fragen und das wird total großartig, weil ich habe total viele Fragen und das ist ja auch ein Thema, was Berührungspunkte hat und ja, ach, da lasst euch einfach überraschen. Das kann dann ja auch zwei Monate dauern, bis das wirklich erscheint und ich freue mich einfach drauf, mal wieder in aller Ruhe mit einem Menschen im selben Raum einfach eine Folge aufzunehmen. Das wird toll. Das fehlt mir so unglaublich. Und ja, dann hoffe ich mal, dass das funktioniert. Aber wir werden sehen. Ich gucke jetzt jeden Tag immer Nachrichten, um zu schauen, was bei rumkommt. So, noch kein Anrufer. Das heißt, ich werde jetzt nochmal einmal Musik spielen und dann wird es entweder eine sehr kurze Sendung heute oder es geht erst richtig los. Da lasse ich mich jetzt überraschen. So, da ist es passiert. Niemand in der Leitung. Kann passieren. Heute ist es soweit. Zwei, drei Sachen sage ich aber noch. Steffi fragte mich, ob automatisch mit der Unvernunft Live Schluss ist, sobald ich wieder zu Aufnahmen fahre. Dazu kann ich sagen, diese Aufnahme kommt zu mir. Das ist schon mal gut. Und ich mache das tatsächlich ein bisschen davon abhängig, inwieweit wir hier quasi noch in diesem Lockdown drin sind. Das lockert sich zwar jetzt alles wieder, aber ich sage mal so, Stammtische sehe ich einfach noch nicht. Und Partys sehe ich gerade auch noch viel weniger. Und eventuell werde ich die Frequenzen ein bisschen runterfahren, dann gibt es dann vielleicht eine Sendung pro Woche, das muss man dann einfach schauen, aber im Moment mache ich mir da noch nicht allzu viele Gedanken, denn es macht ja auch einfach unglaublichen Spaß einfach. Also es ist wirklich toll, dass sich Menschen melden und dass man auch Gespräche machen kann, wo man ein bisschen das Thema einschränkt, wo man nicht jetzt sage ich mal zwei Stunden einen Menschen durchseziert. Das ist ja auch immer ganz schön, weil man dann einfach mal Themen, die so ein bisschen Randerscheinungen sind, ein bisschen mit einbauen kann. Also, ganz aufgeben werde ich das vermutlich nicht, aber die Frequenz hängt einfach davon ab, wie viele Leute hören zu, wie viele machen mit. Und apropos mitmachen, ich sage es jetzt noch ein letztes Mal, die Nummer 8, Quatsch, ich sage dir jetzt gar nicht die Nummer, kennt der Chat, ich habe sie zweimal gesagt und siehe da, da ruft wirklich jemand an. Hallo, Sebastian hier. Wer rettet mich?
Logan hi. Logan, hi.
Sebastian Hallo. Mensch, jetzt war ich kurz davor, die Abmoderation zu machen. So ganz kurz davor. Sehr gut.
Logan Ja, ich dachte mir, dass sich so viele Leute jetzt schon beklagt haben, dass sie nicht wollen, dass es vorbei ist. Dann nehme ich das Telefon in die Hand.
Sebastian Ja, genau. Die sollen sich nicht beklagen. Die sollen mitmachen. Dann funktioniert es einfacher. Haben aber auch schon ganz viele. Okay, worüber spreche ich mit dir?
Logan Keine Ahnung. Ehrlich gesagt, es ist das erste Mal, ich im Chat war, kam ab und zu die Frage auf zu Sachen von Hypnose. Da würde ich ein paar Sachen zu sagen, wenn da Interesse besteht.
Sebastian Ja, selbstverständlich. Also ich kann das ja sofort organisieren.
Logan Aber da bin ich halt...
Sebastian Ich drehe das Podcastsubbie gleich einmal zu mir, gucke in die Augen, ein Pendel finde ich auch und dann sagst du mir, was ich tun soll? Nein, vermutlich funktioniert es so nicht.
Logan Ja, also ich bin aber auf jeden Fall ein bisschen auf Fragen quasi angewiesen, sagen wir es so. Nee,
Sebastian Okay, dann frage ich doch einfach mal. Ich habe nämlich tatsächlich bei Netflix, was wir gesehen haben mit Freud, diese fürchterliche Serie, wo es dann auch ganz viel um Hypnose ging und wo ich dachte, das passt alles gar nicht. Magst du kurz beschreiben, was ist Hypnose? Das, was man denkt, Pendel in die Augen sehen, die Leute sind hypnotisiert und machen dann was man will oder kannst du beschreiben, was das überhaupt ist?
Logan das auf keinen Fall. Also dieses Machen, was man will, ist, glaube ich, sehr unzutreffend. Aber es ist eine gute Einstiegsfrage auf jeden Fall.
Sebastian Danke.
Logan Es ist immer ein bisschen schwierig zu beschreiben. Im Grunde genommen kennt jeder von uns Hypnose. Und zwar ist das so dieser Zustand, in dem man sich befindet, wenn man zum Beispiel eine Strecke mit dem Auto fährt, die man schon ganz oft gefahren hat, oder auch läuft oder wie auch immer und dann quasi von A nach B kommt und sich danach eigentlich überhaupt nicht mehr daran erinnern kann, wie man jetzt gerade von A nach B gekommen ist, weil man einfach komplett in so einem, wie soll ich sagen, sich so in so einem Geisteszustand befindet, in dem man über Dinge nachdenkt etc., aber sich halt nicht mehr auf das konzentriert, was eigentlich gerade vor einem direkt passiert.
Sebastian Okay,
Logan Oder wenn man zum Beispiel einen Film schaut. Ich meine, es gibt ja so Horrorfilme oder so, in die man sich auch so doll reinsteigern kann, dass man richtig die Angst bekommt, aber eigentlich ist es ja Quatsch, weil das, was vor einem stattfindet, ist ja nur ein flimmerndes Bild. So hat man Angst. Und das ist aber so dieser Zustand, wo man sich halt komplett in so einer Sache verliert. Das ist halt ähnlich oder genauso wie eine Hypnose, wo das bei einer klassischen Hypnose halt die Richtung, in die sich das alles bewegt, vorgegeben wird. Also, wie soll ich sagen, vorgegeben ist das deutsche Wort, man greift halt bewusst ein, sagen wir es so.
Sebastian also da du jetzt eben dieses Beispiel hattest, wenn man jetzt irgendwie durch die Gegend joggt oder so, kenne ich auch. Gut, ich fahre jetzt eher Fahrrad, aber okay. Tatsächlich ist es so, man kommt dann so, ich habe das Gefühl, ich komme dann in Gedanken und alles, was mit durch die Gegend fahren und so das Ziel erreichen zu tun hat, das nehme ich dann gar nicht mehr wahr. Das ist nicht wichtig. Das heißt, ich habe einfach ganz viele andere Sachen im Kopf und deshalb habe, entspannt mich das ja auch, weil der Kopf frei wird. Ist das immer noch vergleichbar?
Logan Ich denke, dass das vergleichbar ist. Also das Ding ist, dass diese ganzen Zustände, also die ganzen Geisteszustände, die du so annehmen kannst in einem Tag, die sind alle irgendwie ja verwandt und dann halt doch nicht, weil wenn ich dir jetzt das Gefühl beschreibe, wenn du dich in eine Serie vertiefst oder wenn du auf dem Fahrrad sitzt, dann ähnelt sich das irgendwie, ist aber trotzdem anders. und genau das gleiche ist, wenn du zum Beispiel einschläfst oder wenn du meditierst. Das sind alles so Sachen, die so Ähnlichkeiten miteinander haben, weil es ja einfach verschiedene Bewusstseinszustände sind, aber halt dann auch ihre Eigenheiten quasi so ein bisschen. Und ja, wie gesagt, ich würde sagen, dass das prinzipiell vergleichbar ist, dieser Zustand. Das Ding ist halt bloß, wie gesagt, bei der Hypnose hast du halt einen Gegenüber, was Suggestionen abgibt. Also eine Person, die quasi dann sagt, hier, das und das wäre eine gute Idee, um es mal so runterzubrechen. Und das war es natürlich beim Fahrradfahren halt eher nicht so.
Sebastian Okay, also da kommt das her, dass man sagt, dass im Prinzip nichts gegen den Willen passiert, sondern man muss schon so eine gewisse Bereitschaft dafür haben, das auch zu wollen, also um auf die Idee einzugehen zu können.
Logan Genau das auf jeden Fall. Ich
Sebastian Okay.
Logan glaube, am besten vergleichbar ist es mit dem, was kleine Kinder noch so erleben, wenn die halt irgendwas spielen. Die versenken sich ja auch teilweise völlig in eine eigene Welt und drehen, sage ich mal, die Umgebung auf die Art und Weise, wie auch immer es halt das Spiel vorgibt und handeln und sprechen genauso. Aber sie sind ja nicht wirklich in einer anderen Welt. Also ich meine, denen ist ja auch klar, dass es nur ein Spiel ist. und trotzdem fühlt es sich real an in dem Moment. Das
Sebastian Okay, und im Bereich BDSM, also ich habe da auch gleich schon die erste Erzählung, von der ich berichten könnte, aber im Bereich BDSM ist eben, wozu, ich sag mal, nutze ich das? Nicht benutzen, sondern wozu kann ich es nutzen?
Logan hängt ein bisschen davon ab, was die Fantasie einem halt quasi, also die Fantasie sind quasi die Grenzen und dessen, was man halt bereit ist, sage ich mal in Anführungsstrichen, mitzuspielen. Zum einen kann man, das ist halt für den BDSM-Bereich, denke ich, sehr interessant, gewisse Körperfunktionen auf eine Art und Weise nutzen, wie man bewusst Schwierigkeiten hat, sie zu steuern. Beispielsweise Orgasmus auf Knopfdruck, sage ich mal, ein bisschen übertrieben gesagt.
Sebastian Ich bin hellhörig. Ich kenne halt nur den Magic Wand, den halte ich da dran, drücke den Knopf und dann dauert das eine gewisse Zeit. Und naja, auf Knopfdruck, so richtig auf Knopfdruck funktioniert das auch nicht. Aber ja, es kommt der Sache noch recht nahe, sage ich mal.
Logan das war, das
Sebastian Okay, das funktioniert tatsächlich.
Logan funktioniert tatsächlich, aber das ist auch eigentlich völlig logisch, wenn du darüber nachdenkst. Und zwar ist es ja so, dass letztlich ein Orgasmus immer nur im Gehirn stattfindet. Ich meine, das Gehirn interpretiert irgendwelche Signale und erzeugt dann, wie soll ich sagen, eine gewisse Erotisierung des Ganzen, erzeugt Hormone und so weiter und führt dann halt letztlich zum Orgasmus. Aber Menschen, die jetzt beispielsweise eine Querschnittsgelähmung haben, die entwickeln ja meistens auch neue erogene Zonen, wo sie dann halt auch wieder zum Orgasmus gebracht werden können. Das
Sebastian Okay, das wusste ich tatsächlich noch nicht, aber das klingt irgendwie logisch. Hm,
Logan ist halt ja, das Gehirn braucht das halt oder möchte das halt und dementsprechend wird das halt dann notfalls umgelagert, wenn es halt gar nicht anders geht. Und ein Orgasmus ist ja halt, wie gesagt, auch eine reine Kopfsache. Ich meine, man verbindet das als Mann zum Beispiel schnell mit der Ejakulation, aber das sind eigentlich zwei getrennte Sachen, die da stattfinden.
Sebastian okay. Also ich kann mal was beschreiben. Ich bin mir nicht sicher, wer mir das erzählt hat. Das muss ewig her sein. Vielleicht habe ich es auch nur irgendwo gelesen. Da ging es darum, dass ein Er in ihr was verankert hat, dass sie, wenn sie etwas Bestimmtes tut, das Bedürfnis bekommt, die Beine einfach zu spreizen. So, dass sie das Bedürfnis hat, dass die Beine halt auseinander gehen. So wie ich das Bedürfnis habe, wenn ich unbequem sitze, dass ich mich mal richtig positioniere. Und das ging dann so weit, dass das aber eben auch funktioniert hat, wenn sie eben den kurzen Rock anhatte und keine Unterwäsche und irgendwo saß. Und sie konnte das steuern, aber sie hatte eben dieses unglaubliche Bedürfnis, dass sie das gerne tut und hat dann diesen inneren Kampf ausgefochten. Und das fand ich tatsächlich sehr spannend. Und tatsächlich, das kontrolliert die Situation durchaus, aber es ist so wie nachts an den Kühlschrank gehen so ein bisschen. Ich habe noch irgendwie Hunger, aber muss ich jetzt wirklich, ich wollte doch eigentlich ein bisschen kürzer treten, muss die Schokolade jetzt sein? Darf ich das so vergleichen? Bringe ich das halbwegs richtig rüber von der Vorstellung?
Logan Sogar ein extrem gutes Beispiel gefunden hast. Das ist immer so ein bisschen die Schwierigkeit, wenn ich mit Leuten drüber spreche, die sagen dann, ja, aber ich bin nicht da komplett willenlos, nee, bist du nicht, ja, aber wo liegt dann der Reiz oder warum machen die Leute das dann oder so und es ist ganz, ganz schwierig zu erklären, dass man zwar anders könnte, auch unter Hypnose und nicht gezwungen ist, etwas zu tun, aber dass man eben schnell diesen Effekt erreicht, dass dieser Reiz so unglaublich groß ist, das machen zu müssen, in Anführungsstrichen, fast den Zwang oder so, wenn man sich halt entsprechend darauf einlässt. Deswegen glaube ich, dass du da eine unglaublich gute Umschreibung gerade dafür hast, wie das Gefühl quasi ist für diese Menschen.
Sebastian danke. Ich habe es ja auch nur irgendwo gehört. Ich kenne mich ja nun mal nicht aus. Das diskutieren wir hier so ein bisschen. Also ich mag den Begriff Konditionierung. Durch antrainiertes, wiederholtes Verhalten, Verhaltensänderungen durchzuführen. Dauert ewig lange. Wäre jetzt Hypnose eine Abkürzung?
Logan Abkürzung sein, genau.
Sebastian Weniger Aufwand beim Podcast. So wie, interessant. Hm, ich höre.
Logan ist halt eine intensivere Form. Das Ding mit Konditionierung ist halt, dass bei Konditionierung im Klassischen, wir haben ja immer noch so diesen kritischen Faktor dazwischen, der halt dann unser Bewusstsein quasi darstellt. Also dieses, ich bin ein Mensch und deswegen habe ich jetzt nicht plötzlich den und den Trieb oder kann den halt gut kontrollieren oder probieren, vornherein abzublocken, dass sich irgendwelche Sachen, die ich halt nicht unbedingt will, festsetzen. und bei einer Hypnose kann man das halt natürlich auch wieder freiwillig, aber ein Stück weit halt in dem Moment ja quasi so ein Stück aussetzen ist schwierig genau zu beschreiben, aber es ist dann halt leichter Sachen, also auch dann nur, wenn man es halt wirklich will, aber leichter halt Sachen an diesem kritischen Faktor eben vorbei zu schleusen, sage ich mal. Also ich jetzt als hypnotisierter Part kann halt leichter Sachen an meinem eigenen Bewusstsein vorbeischleusen, wenn ich mich in diesem Hypnosezustand befinde?
Sebastian Okay, und das funktioniert bei jedem? Hm,
Logan Nein, nicht bei jedem, aber bei den meisten Leuten.
Sebastian okay. Ja, da muss ich mal drüber nachdenken, ob ich das Thema weiter erforsche. Ich habe ehrlich gesagt so ein bisschen Schiss, weil man hat dann schon so das Gefühl, wenn man so im Geist von jemand anderem rumpfuscht, dass man dann irgendwie auch Unsinn treiben kann. Und ich bin prädestiniert dafür, mit Dingen, die ich kann und tue, Unsinn zu treiben, ehrlich gesagt.
Logan Ja, das ist auch richtig, was du sagst, aber dieses Problem hast du ja generell in jedem, in jeder Beziehung mit einem Menschen. Also wenn du mit einer Person zusammen bist zum Beispiel, dann hast du ja auch ein gewisses Mittel, ein Druckmittel an der Hand. Das funktioniert nicht ewig und das ist sicherlich auch moralisch nicht unbedingt sinnvoll, das so zu machen. Aber du könntest quasi damit drohen, die Beziehung zu zerstören, zu beenden oder wie auch immer und die Person unter Druck setzen und sie zu gewissen Dingen bringen und halt quasi deine Macht missbrauchen, wenn du so willst.
Sebastian Okay, also Verantwortung, wie bei allen anderen Sachen, muss halt da sein.
Logan Genau, Verantwortung da sein. Aber es ist halt, na klar, wenn eine Person sich darauf einlässt, von dir hypnotisiert zu werden, ist es sicherlich schon ein gewisser Vertrauensbeweis auf jeden Fall. Und wenn sie sich da halt mit darauf einlässt, gewisse Dinge mit dir umzusetzen, noch mehr. Aber wenn du jetzt anfängst, das zu missbrauchen, dann kriegt die andere Person das ja auch mit. Und dann sinkt halt dieses Vertrauen halt auch mit der Zeit, logischerweise.
Sebastian Also das heißt,
Logan Da gibt es halt ein Wort für, das nennt sich Rapport. Ich bin mir nicht sicher, ob das wirklich richtig so ausgesprochen wird. In dem Hypnose-Bereich ist extrem viel, wovon extrem viel die Rede ist und die Höhe dieser Rapport ist. Deshalb funktioniert das mit der Hypnose überhaupt. Wenn der halt gar nicht vorhanden ist, dann funktioniert die Hypnose halt von vornherein nicht.
Sebastian aber wir umgehen damit jetzt nicht den freien Willen, also die Entscheidung unseres Gegenübers. Das heißt, wir dürfen auch noch, also ich darf mich dann trotzdem noch freuen, dass es funktioniert hat, weil das wiederum einen Vertrauensbeweis darstellt.
Logan Vielleicht ist es ein bisschen wie, wenn du dich einlässt darauf, eine Runde Jenga mitzuspielen und du mittendrin im Spiel keine Lust mehr hast, dann kannst du prinzipiell jederzeit aufhören, aber du hast dich halt vorher dazu verpflichtet mitzumachen und das ist dann irgendwie das Gefühl aus der Situation wieder rauszugehen und ich glaube, das trifft ganz gut das, was Hypnose ist.
Sebastian den Vergleich hätte ich
Logan Also wenn dein Leben jetzt bedroht wäre und es um dich herum brennt, dann spielst du diese Runde wahrscheinlich eher nicht zu Ende. Aber wenn dir einfach nur langweilig ist zum Beispiel, dann ist halt der Incentive, wie auch immer das deutsche Wort dafür ist, halt extrem hoch weiterzumachen, auch wenn du dich gerade nicht unbedingt super wohl fühlst. Das
Sebastian also wenn es mir gut tut, dann bin ich, wenn es einem gut geht oder wenn es gut ins Leben oder in die Situation passt, dann funktioniert es eher. Also ich kann jetzt, okay, damit sind auch die Grenzen quasi so ein bisschen definiert und wo wir bei Grenzen sind, Temel, ich wusste, Temel hat was gefragt und mir ist völlig klar, dass Temel das gefragt hat, weil ich finde das natürlich super spannend. Darf ich das mal hier reinschmeißen? Okay, kann man jemanden hypnotisieren, dass er nur noch auf Kommando kommen kann, sonst gar nicht mehr und ohne dieses Kommando? Oder geht das nicht, weil der Hypnotisierte, wenn er kommen will, einfach seinen Willen durchsetzt? Von wegen, man kann diesen Willen ja nicht überwinden.
Logan kann man machen, das funktioniert auf folgender Basis, dass wenn, also ich vergleiche das mal mit einer anderen Situation, wenn ich zum Beispiel so eine Situation mit einer Keuschhaltung oder sowas habe, dann gibt es meistens ja ein physisches Element, also irgendwie ein Peniskäfig oder sowas zum Beispiel. Und der ist aber auch selten hundertprozentig ausbruchsicher. Trotzdem ist es ja auch diese mentale Komponente, die drinnen steckt, dass wenn man jetzt ausbrechen würde aus diesem Peniskäfig, dann würde man sich schlecht damit fühlen, wenn man halt das Spiel bricht, das Vertrauen enttäuscht und so weiter und so fort, die ganzen Sachen, die einem dann durch den Kopf schießen würden. Und die greifen dann halt auch. Man könnte sicherlich noch kommen, wenn man vorher eine starke Suggestion bekommen hat, die gut funktioniert, dass man eben nicht kommen kann. Könnte man sicherlich trotzdem kommen, aber es wird sehr, sehr schwierig, über dieses Gefühl, dass man gerade etwas Falsches macht, dass man gerade Unrecht tut, quasi wegzukommen erstmal wieder. Wenn das dann erstmal gebrochen ist und man gemerkt hat, es passiert nichts Schlimmes, dann wird das wahrscheinlich einfacher mit der Zeit. Aber wenn man sich halt bis auf diese Ebene eingelassen hat, kann das halt sehr unangenehm werden.
Sebastian Okay, ja, ich merke schon, das ist ein bisschen komplizierter als gedacht. Aber das ist natürlich, ich sage mal, wenn ich jetzt mal Tebeln als Beispiel nehme, Sie fasziniert ja dieses Setting, dass sie nicht kann, wenn sie nicht soll, was wiederum dazu führt, dass das für sie einen positiven Reiz hat, dass es wahrscheinlich am ehesten funktionieren würde.
Logan Also ich denke, das Stärkste, was man erreichen kann, also wenn ich jetzt mal ein anderes Beispiel als Vergleich heranziehe hier, Wenn man, ich sag mal, beispielsweise strikt katholisch aufgewachsen ist, irgendwie zum Beispiel, und halt immer eingetrichtert bekommt, dass Sex halt was Schlechtes ist und dass man halt, weiß ich nicht, dass Orgasmen halt irgendwie was vom Teufel sind oder sowas, dann kann man da sicherlich in seinem Leben auch drüber hinwegkommen, gerade wenn man erwachsen wird. Aber für die Person ist das meistens, weil ich das weiß, sehr schwierig, dann erstmal diese Scham abzulegen und dieses extrem ungute Gefühl und das kann halt zu so einer Orgasmusblockade auch führen bei den Menschen, bis sie es halt geschafft haben, das zu überwinden.
Sebastian das ist ja dann quasi eine Konditionierung von Kleinkindalter an, das ist schmutzig, das macht man nicht, aber das löst man dann damit so ein bisschen. Also ich merke schon, du bist eher der Mensch, der das vermutlich für positive Sachen einsetzen möchte,
Logan Ja, normalerweise schon.
Sebastian normalerweise schon. ich komme natürlich, ich bin Spielkind, also ich nehme mir nochmal Temel vor, weil das so ein schönes Beispiel ist kann ich da nicht auch Konflikte heraufbeschwören zu sagen, okay also immer wenn irgendwas passiert, dann wirst du spitz und auf der anderen Seite, du kannst aber nicht kommen du merkst also ich bin schon wieder das fürchterliche Spielkind was das angeht, aber geht das und wie gehen diese Konflikte aus
Logan Naja, das ist jetzt erstmal kein unauflösbarer Konflikt. Also wenn man spitz wird, heißt das ja nicht automatisch, dass man kommt, oder?
Sebastian ja Temel, du hast schwere Zeiten vor dir Oder Rindt wird wahrscheinlich nicht schlafen, bis er das gelöst hat. Schawad mag noch wissen, wie lange das hält. Er nennt das auch Befehl. Ist Befehl das richtige Wort dafür? Und ja, wie lange hält das?
Logan ich würde eher von Suggestionen sprechen. Das hält ganz unterschiedlich lang. Also man muss vielleicht nochmal ganz wichtig sagen, dass zwar derjenige, der hypnotisiert, ein kleines Skillset braucht, aber viel mehr Skill braucht eigentlich die Person, die hypnotisiert wird. Das ist einfach eine Trainingssache auch. Und das ist halt ähnlich wie beim Konditionieren. Je öfter man das macht und je intensiver man das macht, desto länger hält sowas halt. Also wenn ich jetzt zum Beispiel dir eine Suggestion gebe, dass du jedes Mal, wenn ich Rot sage, bellst, dann wird das am Anfang wahrscheinlich nicht allzu lange halten. Aber wenn ich das halt regelmäßig mache, also sprich regelmäßig mal wieder Rot sage und du halt daraufhin bellst, dann verfestigt sich das halt natürlich in deinem Kopf. Und dann wird es natürlich schwieriger, das dann wieder abzulegen.
Sebastian Okay, also Wiederholung hilft einfach. Es ist also kein Weg und Schnipsen.
Logan Genau.
Sebastian Hm,
Logan Genau, und wenn die Leute halt mit der Zeit, also warte mal, womit kann ich das in Verbindung bringen? Wenn du irgendwas machst, irgendeine komplizierte Aufgabe, und du machst die halt beim ersten Mal, dann kommt dir das ja furchtbar kompliziert vor, weil du nicht genau weißt, wie du sie machen musst, wie du rangehen musst, aber je öfter du irgendwas machst, desto mehr brennt sich das in deinem Kopf. Irgendwann wird es so intuitiv, dass du dich gefragt hast, warum das jemals ein Problem war. Meditation ist zum Beispiel auch so ein Beispiel. Die Leute, die halt nur meditiert haben, wissen halt erstmal gar nicht, was sie überhaupt machen müssen, um in diesen Zustand reinzukommen. Das erfordert halt eine gewisse Menge Training. Und wenn man das halt ein paar Mal gemacht hat, wird es halt immer einfacher und so. Das ist mit Hypnose halt auch und generell auch mit Suggestionen. Wenn man halt schon Ideen davon hat, was das Gegenüber von einem möchte, Da kommt man a, schneller in den Zustand rein und kann b, halt auch viel schneller irgendwelche Suggestionen halt aufnehmen und die verinnerlichen.
Sebastian Lass mich mal fragen, wie kommst du denn dazu, das zu tun und das zu machen? Wie lernt man das? Wo muss ich hin? Welches Buch muss ich lesen?
Logan Ja, dadurch, dass ich jetzt spontan anrufe, habe ich leider keine Buchempfehlung. Müsste ich nochmal nachschauen, kann ich vielleicht nachreichen. Es gibt da auf jeden Fall gute Bücher, die sich auch tatsächlich mit dem BDSM-Aspekt befassen. Ansonsten Workshops teilweise und bei mir war es ein bisschen aus einer Not heraus geboren tatsächlich, dass ich mich mit dem Thema auseinandergesetzt habe, gar nicht mehr so sehr unbedingt mit Absicht. kann ich jetzt näher ausführen, aber da muss ich ein Stück ausholen, stark
Sebastian dann stelle ich dir noch eine Frage und dann lasse ich dich das ausführen, warum denn nicht, ich habe jetzt eigentlich jedem Gesprächspartner heute überzogen, also von daher, ich mag nochmal so einen Punkt, eventuell habe ich ja schon Skills und Erfahrungen in dem Bereich, vielleicht kennst du das, wenn man dann irgendwie mit seinem Partner da irgendwie im Bett liegt und dann macht man da irgendwelche bösartigen Dinge und dann bin ich so ein Mensch, ich flüstere dann gerne schlimme Dinge ins Ohr, einfach in diesem Moment und dann verknüpfe ich das so ein bisschen mit diesem schönen Reiz und Und geht das vielleicht schon so ein bisschen in die Richtung, dass man also, das ist eher unterbewusst, aber ich merke dann schon, dass die Bereitschaft meines Gegenübers, die Dinge, die eigentlich noch irgendwie als nicht so toll angesehen waren, dass die dann doch eher mit etwas Positivem verknüpft werden, dass das zunimmt. Wäre das schon Hypnose?
Logan in die Richtung. Aber wie gesagt, die Grenzen sind halt auch echt sehr schwammig. Zum Beispiel habe ich immer gedacht, dass Hypnose irgendwie so eine Sache ist, wo man jemanden vorher in so eine Trance bringt und dann halt Suggestionen abliefert und dann gibt es tatsächlich einige, es gibt ja auch so, wie soll ich sagen, so Zauberer, das ist das englische Wort, finde ich ein bisschen besser, die sich mit solchen Themen beschäftigen und Und da gibt es halt tatsächlich so ein paar Leute, die das halt auch machen mit Leuten, die halt bei vollem Bewusstsein sind. Die drücken ihnen halt irgendwie die Visitenkarten in die Hand und erklären ihnen halt, dass sie die Visitenkarten nicht mehr loslassen können. Die können die halt danach nicht mehr loslassen, für ein paar Sekunden zumindest. Das ist extrem faszinierend. Also ja, das geht definitiv in so eine Richtung, was du halt gerade beschrieben hast.
Sebastian Okay, ja, weil das wäre dann so, dass ich sage mal, das übliche Dom-Handwerkszeug, dass man ja, ich sage mal, nicht überredet, nicht Druck ausübt, aber man halt schon irgendwie ein bisschen Reize miteinander verknüpft, um dann eben zu gucken, können wir nicht doch mal in die Richtung kommen. Guck mal, der Rohrstock hier, der ist doch, ist der nicht schön weich und sieht der nicht gut aus und wie sich das anfühlen könnte und, ne, also dieses gut zureden, sage ich mal, ne. du merkst, ich habe keine Ahnung von Hypnose, also versuche ich jetzt hier so quasi jeden Strohhalm zu nehmen und zu gucken, ob ich eine Verknüpfung herstellen kann. Aber vielleicht muss ich mich damit einfach mal ein bisschen beschäftigen. Finde ich gut. Du wolltest ausholen.
Logan Ja, ganz kurz noch dazu die Assoziation, die du auf jeden Fall hast und auf jeden Fall nicht verkehrt. Also wie gesagt, es geht stark in die Richtung. Was du Hypnose halt eigentlich hauptsächlich lernst, Wie kriegst du jemanden dazu angeleitet, in einen Bewusstseinszustand zu kommen, in dem Suggestionen einfacher sind als in anderen Bewusstseinszuständen? Das ist die beste Umschreibung dafür. Und dann halt noch so ein bisschen dieses, wie formulierst du Sachen am besten, damit nichts schief geht. Also ganz kurzes Beispiel noch, wenn du eine Vergewaltigungsszene zum Beispiel hin suggerierst, also sprich die Person kann sich nicht erinnern, wer du bist und so weiter und so fort und hat Angst und so weiter, um halt dieses Szenario darzustellen. Das geht übrigens sogar bis hin zu einem Punkt, wo man Halluzinationen auslösen kann. Das heißt, die Person glaubt und sieht eine andere Umgebung, also glaubt, in einer anderen Umgebung zu sein. Dann sollte man aber auch vielleicht mit reinbringen, dass die Person, wenn sie den Raum verlässt, da wieder davon frei ist. Weil dann kommt die Person vielleicht auf die Idee, rauszurennen und die Polizei zu rufen. Das ist halt gar nicht so geil.
Sebastian Ah, okay, ja.
Logan Weil sie halt immer noch in dem Glauben ist, weißt du, und nimmt halt ein Telefon und wählt halt 1-1-0 oder so. Und dann ist das halt blöd oder alarmiert die Nachbarn oder so. Das willst du halt nicht.
Sebastian Ja, weil der Mensch das in dem Moment ja auch wirklich glaubt.
Logan Deswegen ist es,
Sebastian Der ist dann auch noch überzeugend am Telefon.
Logan gegebenenfalls schon, genau. Und das ist ja deswegen gut für solche Sachen, zum Beispiel auch so Rahmenbedingungen zu stecken. Und das sind so Sachen, die man halt dann lernt, wenn man so einen Workshop besucht, so kleine Fangnetze, sage ich mal, die dann halt noch greifen, wenn doch irgendwas ein bisschen schiefläuft.
Sebastian Okay, aber so richtig langfristig, was für den Geist schieflaufen, da das ja irgendwie doch ein gewisses Einverständnis braucht, kann eigentlich gar nicht so richtig schief gehen.
Logan Ja, es ist halt, wie ich halt schon sagte, das ist halt eine Sache, die halt auch trainiert werden muss und die sich halt dann einspielt. Und dann wird es halt auch, dann wird halt auch mehr möglich und dann kann halt auch wahrscheinlich mehr schiefgehen, denke ich mal.
Sebastian Okay. Du wolltest ausholen, die Frage, ob du Löffel verbiegen kannst, die stelle ich jetzt nicht. Bitte nicht beantworten. Ja, ich kann es ja ein bisschen verstehen. So ein bisschen nach Zauberei und Hokuspokus klingt das natürlich.
Logan Ja, ich weiß.
Sebastian Aber auf der anderen Seite ist es ja auch irgendwie Zauberei und Hokuspokus, dass ich so wie den Arsch wirklich verhauen kann und hinterher grinst sie und ist einfach unglaublich glücklich. Das kannst du auch jemandem erzählen und der glaubt dir kein Wort. Okay. Jetzt hast du die Gelegenheit auszuholen und ich stelle keine Zwischenfragen.
Logan doch, stell ruhig Zwischenfragen, wenn du Verständnisfragen hast.
Sebastian Jawohl.
Logan Also das Ding ist, der Grund, warum ich mich darüber auseinandergesetzt habe, ist, dass ich tatsächlich sehr früh schon in meiner Kindheit quasi auch schon durchaus gemerkt habe, dass ich gut darin bin, Menschen und teilweise auch eben sehr unbewusst zu manipulieren. Dann hatte ich einmal einen Berührungspunkt damit, dass meine damalige Freundin, die ist durch, ich sag mal, Übermüdung in so einen Zustand gekommen, Also sie wollte halt wach bleiben, ist aber trotzdem so ein bisschen eingepennt und in einen Zustand gekommen, in dem sie auch sehr suggestibel war. Also ich konnte der halt auch alle möglichen... Meine Idee war halt da noch so ein bisschen quasi dafür zu sorgen, dass sie halt irgendwelche Sachen anfängt zu träumen. Aber das hat extrem gut funktioniert, bis ich dann realisiert habe, okay, das muss in diese Richtung gehen von der Hypnose. Und mein absoluter Aha-Moment, den ich halt hatte, war, dass ich probiert habe, auf eine Person unwissens der Vorgeschichte einzuwirken. darauf hin, dass sie sich ein bisschen entspannt und so und versehentlich, also wirklich nicht vorsätzlich, wie ich dann im Nachhinein gelernt habe, so Hypnose-Sprachmuster angewendet habe und die Person tatsächlich in einem gewissen Trance rein begleitet habe. Leider, leider, leider ist die Person allerdings, zumindest im damaligen Zeitpunkt, hatte eine Persönlichkeitsspaltung und hatte halt so gewisse Mauern aufgebaut, um das ein bisschen abzugrenzen und in Kontrolle zu halten und die durchbricht zumindest sowas halt sehr gut. Und das ist halt auch passiert. Und das war A, nur eine schöne Erfahrung, sowohl für mich als auch für die Person selbst, für das Mädel. Und ich glaube, die hat auch danach vor allem auch damit zu kämpfen, dass ich halt da so in Anführungsstrichen leicht und unbeabsichtigt durch ihre mentalen Barrieren halt durchgefahren bin. Und das war der Zeitpunkt, an dem ich gesagt habe, okay, ich muss mich damit jetzt echt mal beschäftigen, damit ich nicht aus Versehen mal Scheiße baue damit, um einfach mal zu lernen, was das verursache ich damit, wenn ich auf bestimmte Art und Weise mit Menschen rede und welche Sprachmuster sollte ich halt in gewissen Situationen vielleicht echt besser lassen einfach. Weil das ist halt so ein Ding, du kannst sehr gut auch abseits von Hypnose und sowas mit Social Engineering und dergleichen Einfluss auf Menschen nehmen. Das Ding ist halt bloß, dass die meisten Menschen das dann relativ schnell durchschauen und dann sehr sauer sind. Und wenn man das unabsichtlich macht.
Sebastian Oh, da muss ich nochmal fragen, weil genau dieses Durchschauen, zerbricht das dadurch nicht? Also wenn dein Gegenüber durchschaut, was du da jetzt gerade tust, dann ist doch eigentlich rum. Ich habe noch eine Frage, nämlich von Blackstar Ruler, kann man jemanden gegen seinen Willen hypnotisieren? Ich glaube, das ist dann genau der gleiche Punkt. Geht ja eigentlich nicht, wenn der es erkennt.
Logan und nein, das ist so ein bisschen diese Schattenseite von dem Ganzen, wenn du dich damit sehr stark auseinandersetzt. Du kannst gewisse Muster einsetzen, um schnell Vertrauen aufzubauen zu den Menschen und dann kannst du sie quasi überrümpeln, wenn du so willst. Überrumpeln meine ich. Das ist halt ein bisschen so, als wenn du jemandem Fremden auf der Straße begegnest und er dich nach fünf Minuten dazu beredet hat, dass du einen teuren Handyvertrag abschließt. So die Kategorie. Dann gehst du weg von dem Stand und bist super pissig, dass du halt gerade diesen Vertrag abgeschlossen hast, den du eigentlich nicht leisten kannst. Keine Ahnung, ob man das jetzt als Hypnose schon bezeichnen will oder nicht, aber es ist halt sehr manipulativ und nicht schön.
Sebastian Ja, okay, aber da gibt es ja eine ganze Industrie, manipulatives Marketing, ja, wenn man das gut kann, dann kann man viel Geld da verdienen.
Logan Genau. Und das geht so in die Richtung. Aber das ist halt genau diese Sache, je mehr du auch quasi auf Zack bist und je mehr dir jemand von vornherein unsympathisch erscheint, desto weniger bist du irgendwie suggestibel für irgendwas. Aber das ist ja genau das Problem halt. Wenn jemand dich quasi jetzt gegen deinen Willen hypnotisieren wollen würde, dann würde er ja so auftreten, und als wäre das alles in deinem Interesse. Aber
Sebastian und wir bewegen uns ja jetzt hier im Bereich BDSM, das heißt, ich glaube, der gute Ansatz ist, dass man sagt, okay, man möchte jetzt gemeinsame Ziele erreichen, ein bestimmtes Verhalten zum Beispiel, und damit kann man das vielleicht erleichtern, wobei ich dann wieder überlegen würde, wenn ich es erleichtere, dann ist das Ziel schneller erreicht, das heißt aber, die Leistung meines Gegenübers, das Ziel zu erreichen, ist dadurch gemindert. Ich bin dann immer unzufrieden dann. Weißt du, was ich meine? Nehmen wir mal so als Verhaltensweise, was könnte denn das sein? Was weiß ich, irgendwas, ne? Bevor so wie ins Bett kommt, fragt sie, ob sie sich mit dazulegen kann, ne? Wenn man da jetzt ein bisschen auf die Art nachhilft, in dem Sinne, dann passiert das eher unterbewusst, aber dadurch ist die Leistung ja geschmälert, finde ich. Weißt du, kannst du das nachvollziehen?
Logan auch die Frage, was ist halt dein Ziel, wenn der Weg das Ziel ist? Also wenn ich jetzt zum Beispiel 10 Kilometer jogge, dann ist ja das Joggen das eigentliche Ziel. Ich könnte die 10 Kilometer im Auto vielleicht überwinden oder am Fahrrad. Wie ich meine, also das ist halt immer die Frage, willst du quasi diesen Weg haben? Ist das halt das Ziel? Dann ist Hypnose keine gute Idee. Wenn du aber das Ziel hast, einen bestimmten Effekt zu erreichen, dann ist es wahrscheinlich ein gutes Hilfsmittel.
Sebastian Okay, ja. Das heißt, eigentlich kann ich Temel jetzt nur wünschen, dass sie das einfach trainieren muss Und ganz viel trainieren muss und dann freut sich Oderin noch viel mehr. So, um das einfach nochmal aufzugreifen. Okay, jetzt nehmen wir mal an, das hören ja hier ein paar Leute, jemand sagt, okay, ich will das machen, ich will das lernen und ich will das gut machen und will das für positive Dinge einsetzen und nicht sub die Andom dazu in Richtung hypnotisieren möchte, dass er mal den Arsch hinhält, kann ja auch sein. Wie fange ich am besten an?
Logan Idealerweise, es kommt halt mit so einer Frage an, es gibt ja die Menschen, die quasi quasi immer suggerieren, dass jegliche Art von autodidaktischem Lernen immer schlechter ist, als irgendwelche Workshops oder dergleichen zu besuchen. Und ich persönlich sehe das aber nicht so. Ich denke, dass man auch durchaus autodidaktisch schon auf jeden Fall ein bisschen was lernen kann.
Sebastian Also du meinst, man kann sich selbst hypnotisieren?
Logan Das sogar auch, ja, tatsächlich gibt es auch Selbsthypnose. Nee, ich meinte aber jetzt eigentlich eher, dass man sich irgendwelche Bücher schnappen kann und halt einfach drin lesen kann. Ich denke, dass das für einige Leute gut funktionieren kann. Anderen Leuten hilft es vielleicht selbst erstmal hypnotisiert zu werden, um dann zu wissen, wie ist denn das überhaupt, worauf lasse ich mich da gerade ein, wie erreiche ich dieses Gefühl bei jemand anderem. Weil die Hypnose, das ist halt auch so eine Sache, ist halt meistens immer so ein bisschen eigene und fremde Hypnose gleichzeitig. Es hilft halt quasi selber ein bisschen mit, ein Stück weit abzudriften in diesen Zustand, um die andere Person auch in diesen Zustand zu bringen. Das ist so ein bisschen wie, wenn ich will, dass du quasi jetzt zum Beispiel dich beruhigst und entspannt bist, dann fange ich an, hektisch auf dich einzureden und selber hektisch zu sein, weil das macht dich sicherlich nicht entspannt, sondern es ist dann besser, wenn ich halt ganz ruhig und entspannt mit dir rede und halt ein Stück weit halt mich auf das Mindset begebe, in dem ich dich halt haben will. Und bei der Hypnose ist es halt genauso. Wenn ich halt anfange, quasi selber in dieses Mindset so ein bisschen abzudriften, diese Trance, dann kann ich damit leichter mein Gegenüber erreichen.
Sebastian Ja, ich merke das ja beim Podcast ja auch, wenn ich sage, los, entspann dich jetzt, entspann dich, na los, dann wird das nicht funktionieren. Die Leute hassen mich dann. Kann ich nachvollziehen, tatsächlich. Tatsächlich,
Logan um die Frage zu beantworten, also wie gesagt, ich kann gerne noch ein Buch auf jeden Fall nachliefern. Es gibt da mindestens eins, was sich auf den Bereich bezieht, was einem vorne bis hinten erklärt wurde und auch schon mal so Skripte drin sind, die man im Zweifelsfall dann einfach vorlesen kann, wenn einfach gar nichts einfällt. Und für die Leute, für die das halt nicht gut funktioniert, denen steht halt immer noch offen, mal irgendwo einen Workshop zu besuchen. Es gibt auch einige Hypnose-Stammtische, aber die sind über Deutschland verteilt, glaube ich, immer noch relativ rar. Habe ich jetzt auch gerade nichts parat, wo jetzt welche sind.
Sebastian Mach einfach so, du schickst mir nochmal hinterher hier einfach eine Mail und dann packe ich einfach nochmal ein, zwei Buchempfehlungen von dir in die Shownotes rein und du hast ja auch einen Musikwunsch frei dann für die nächste Folge, den schickst du mir gleich mit dazu, dann kann ich das nämlich besorgen und dann auch für dich spielen. Wunderbar. Möchtest du noch mehr erzählen? Oder ich würde jetzt an der Stelle mal so einen Deckel einfach drauf machen. Und ja,
Logan wenn noch Fragen da sind, gerne, aber sonst habe ich, denke ich, das Wichtigste erstmal gesagt.
Sebastian also ich habe noch das, was haben wir denn noch? Da dein Gast gerade Meditation erwähnte. Sind Menschen, die Meditation praktizieren, leichter zu hypnotisieren oder haben die bessere Skills, sich selbst zu hypnotisieren? Mag Schawad gern wissen. Okay.
Logan Jede Hypnose ist quasi auch immer eine eigene Hypnose, nur eine angeleitete. Das ist wieder der Faktor, ich kann dich nicht hypnotisieren, du kannst dich hypnotisieren und ich erkläre dir quasi, wie es funktioniert. Also ich rede mit dir und bringe dich in die richtige Richtung. Das ist quasi wie so ein Personal Trainer. Ich kann dir halt das Gewicht geben, was du aber machen musst, das ist halt selber letztlich. Deswegen denke ich, dass jemand, der zum Beispiel schon Meditation und dergleichen Erfahrung hat, wahrscheinlich viel, viel leichter in diesen Hypnosezustand kommt, weil es sich wahrscheinlich ein Stück weit bekannter fühlt.
Sebastian Gut. Also weitere Fragen sind jetzt hier bei mir nicht. Das heißt, ich bedanke mich nochmal ganz herzlich bei dir, dass du beschlossen hast, hier anzurufen. Sehr gut. Ich war wirklich sehr kurz vor der Abmoderation.
Logan Sehr gerne.
Sebastian Genau im richtigen Moment. Da kommt auch gleich die passende Stimmung auf. ich verabschiede mich von dir spiele für Maja gleich noch Play with Fire und dann gucke ich mal, ob dann tatsächlich nochmal jemand anruft und ansonsten ist dann wirklich Schluss. Nochmal vielen, vielen Dank, dass du das Thema hier einfach mal aufgemacht hast, weil es gab immer mal so Ansätze, darüber könnte man mal sprechen und es kam aber noch nie so richtig dazu und ich glaube, auf das Thema mag ich nochmal in einer der nächsten Folgen ein bisschen mehr eingehen, also vielleicht hat man ja auch
Logan Können wir gerne machen, dann kann ich mich auch gerne ein bisschen vorbereiten, wenn wir noch mal sprechen sollten und dann kann ich da auch ein bisschen Fachkundiger vielleicht noch was zu sagen.
Sebastian ich glaube, ich hätte gerne mal einen passiven Part, wo das in der Beziehung einfach auch aktiv eingesetzt wird, wie sich das auf der Seite auch anfühlt und vielleicht, dass das jemand auch ein bisschen beschreiben kann.
Logan Ich
Sebastian Vielleicht hast du ja jemanden hierher schicken, bitte.
Logan weiß nicht, ob mir wer einfällt, aber mache ich gerne.
Sebastian Okay, super.
Logan Gut,
Sebastian Danke, Logan.
Logan nochmal einen Aufruf auch an die anderen. Traut euch ruhig anzurufen. Das ist wirklich nicht schlimm und man wird ja auch nicht gebissen oder so.
Sebastian ich beiße nicht. Nur hinterher dann. Nein. Ja, und du kommst natürlich auch in die Losbox für das lustige Paddel rein. Und das Ding ist wirklich schön. Und ich muss das auch Freitag loswerden, weil sonst fange ich an, das Ding zu benutzen. Und dann ist es nicht mehr neu. Verspreche ich, dass es dann auch nicht mehr neu aussieht. Das ist ein tolles Teil. Na gut, mach's gut. Schönen Abend dir. Tschüss.
Logan Ebenso. Tschüss.
Sebastian So, jetzt muss ich mal gucken, was ich hier spiele. für Maja Play with Fire, hatte ich ja eben schon gesagt. Und dann läuft das jetzt und dann gucken wir mal, ob es hier gleich klingelt. Ich bin sehr gespannt. Hallihallo, ich habe die Cathrin am Telefon und ja, du hast angerufen. Vielen Dank. Hallo.
Cathrin Hallo.
Sebastian So, wir haben jetzt, machen jetzt schon mal den Teaser vorweg. Du hast Nachwuchs im Haus und wenn der sich jetzt regt, dann musst du leider dich darum kümmern und dann ist das Gespräch beendet, richtig?
Cathrin Leider darum kümmern mag ich es so nicht unbedingt stehen lassen, aber ja, ich muss mich dann darum kümmern und das Gespräch wäre dann vermutlich sehr schnell beendet. Wir hoffen jetzt einfach mal, dass das nicht so ist.
Sebastian Okay, ich drücke die Daumen, das für den guten Schlaf. Ich kenne dieses Gefühl.
Cathrin Genau.
Sebastian Und wenn man es besonders braucht, dass sie gut und tief und fest schlafen, dann sind die unglaublich aktiv.
Cathrin Auf der anderen Seite, die haben es ja nicht geplant, von daher könnte das Glück auf unserer Seite sein. Normalerweise ist es ja Murphy und so, immer wenn was geplant ist, dann funktioniert es nicht.
Sebastian Stimmt. Die riechen das irgendwie, ne? Das ist so...
Cathrin Die haben da, das ist furchtbar, sie dompt. Die haben auch einen siebten Sinn für alles, wo sie keinen siebten Sinn für haben sollen.
Sebastian Okay, dann frage ich doch mal. Du bist also kein Dom demnach?
Cathrin Nein, ich
Sebastian Okay. Darf ich fragen, wie alt du bist, um dich so ein bisschen einzuordnen?
Cathrin bin 31.
Sebastian 31. So. Worüber sprechen wir? hast du dir überlegt?
Cathrin Gar nicht so viel. Also eigentlich bin ich ziemlich offen. Ich habe meine Devotion angenommen, auf dem Weg meinen Masochismus anzunehmen. Ich bin absolut nicht universal devot. Ich bin sadistisch. Ich liebe, anderen wehzutun, allerdings nicht im dominanten Sinne um meiner Freude willen, sondern um der anderen Freude willen. Sondern, ja, frag,
Sebastian Okay.
Cathrin was dich interessiert.
Sebastian Ja, also ganz ehrlich, das ist total einfach. Ich kann immer fragen. Du bist jetzt 31. Das heißt, du hast Du hast irgendwann damit angefangen und ich finde das immer noch, egal wie oft Menschen mir das erzählen, ich finde das immer noch spannend, die Frage, wie kommt man eigentlich dazu, BDSM nicht nur zu kennen, sondern auch auszuleben.
Cathrin das ist tatsächlich hier eine interessante Geschichte. Vor guten ein und dreiviertel Jahren lief es in meiner Ehe ganz bescheiden. Und ich war mit meiner Hebamme und guten Freunden essen. Ich kam nach Hause und kam in ein dunkles Schlafzimmer und mein Nochmann saß in diesem dunklen Schlafzimmer und sagte mir, wir müssen reden. Ich dachte, oh, das sind ja beste Voraussetzungen. Und dann erzählte er mir so von all seinen Gedankengängen und Gefühlen und eben auch Neigungen, die ich nie in ihm gesehen habe, in keinster Weise. Vielleicht, weil sie einfach nicht da waren und er sie einfach mal als spannend erachtet hätte. Ich vermute tatsächlich, dass das der Grund war. Und eine dieser Neigungen war eben zu sagen, er möchte den dominanten Part in dieser Beziehung, Ehe und überhaupt einnehmen. Und ja, dann haben wir das mal getestet und haben festgestellt, dass das für ihn überhaupt nicht leistbar war. Also es war dann so der typische von 0 auf 200, um dann wieder zurück auf 30 zu fallen, weil bei ihm totale Überforderung und bei mir dementsprechend dann ja totale Desillusionierung. Aber durchaus gemerkt zu haben, okay, für mich ist das nicht nur mal ein Ausflug. Hier beantworten sich ganz viele Fragen, wo ich die Fragen nicht kannte, aber wusste, da ist was.
Sebastian Moment, ich spule nochmal zurück. Also, ihr saßt im Schlafzimmer, er hat dir das erzählt und du hast gesagt, oh ja, super, ich habe da die passenden Gedanken zu, lass uns das machen. Oder, okay, da hat er ja quasi, also erstmal gut, dass er dann gesagt hat, machen wir.
Cathrin Ja, auch Eheversprecher haben gute Seiten, das stimmt.
Sebastian Quasi ein Sechser im Lotto. ja gut, aber jetzt ist es natürlich, das ist wiederum das Schlimmste passiert, was ihm passieren konnte. Du hast ihn quasi angefixt, aber mit ihm klappt es halt einfach nicht. Obwohl ja, die
Cathrin Ja, es war tatsächlich so, dass er viel die treibende Kraft war und ich gesagt habe, lass uns mal langsam einsteigen. meine doch mitliebste Anekdote ist unser erstes Treffen in die dunkelbunte Welt. Und zwar bekam ich dann, also dieses Gespräch war an einem Donnerstag und am Samstag bekam ich dann die Ansage, du hast hier das und das anzuziehen, ab dann und dann hast du fertig zu sein, Kinder schlafen bei unseren Eltern, wir machen oder bei seinen Eltern, ich kümmere mich um das, was wir machen. und ich komme aus Nordhessen und dann fuhren wir nach Kassel und in Kassel gibt es das ranzigste Pornokino überhaupt und natürlich war sein erster Gedanke da, nee, nee, also nee, wirklich nicht, boah, da schaudert es mich, weißt du, ich habe noch nie Herpes gehabt, aber wenn ich an dieses Kino denke, da ploppt es quasi, also sowas, so nun ja, da wollte er mit mir rein, habe ich gesagt, ich gehe Also weiter als irgendwie Demarkationslinie war, um mal reingucken zu können.
Sebastian müssen so sein. Nein.
Cathrin Mir kamen Menschen entgegen, wo ich gesagt habe, nee, also wirklich nicht. Die guckten mich an wie ein Alien in diesen Hallen. Und ich guckte sie an wie, ich möchte jetzt ein Alien sein und ganz weit weg, ja. Und dann hat er sich überlegt, okay, vielleicht war das jetzt nicht der beste Einstieg. Und dann fuhren wir in ein Pornokino, eine Kette.
Sebastian Ja,
Cathrin Und da gab es dann auch einen SM-Raum.
Sebastian da immerhin. Also das ist ja schon mal die Flexibilität zu sagen, okay, ich schleife dich da jetzt nicht rein, du fühlst dich nicht gut, ich nehme jetzt mal so ein bisschen seine Position an.
Cathrin Ja, ja.
Sebastian Man ist da ja auch so ein bisschen verzweifelt, man hat Vorstellungen, man möchte jetzt ein grandioses Erlebnis bieten und manchmal ist es einfach schlimm.
Cathrin Ja, ja, ja, ja.
Sebastian Problem,
Cathrin Scheiße. Ja, genau. Also es war dann so, wir sind dann in dieses andere Pornokino gefahren. Dementsprechend kann ich auch sagen, es sind nicht alles so ganz schlimme Löcher. Auch das war grenzwertig, einfach weil ich glaube, dass da halt nicht häufig junge Frauen in der Form sind. Nun ja, jedenfalls dieser SM-Raum war dann dummerweise natürlich auch kurz vorher belegt. So, wir sind da also einmal rein in den Pärchenraum. Ich bin da rein, Kopf runter, bloß durch, rechts und links nur gesehen, mir wichsende Männer entgegengekommen. Ich gedacht habe, okay, das ist für den Einstieg verdammt viel. Das ist für den Einstieg verdammt, verdammt viel.
Sebastian hast ja auch nur zwei Tage im Grunde, ne?
Cathrin Jaja, also ich hatte die Gedanken durchaus schon länger, waren jetzt keine neuen Gedanken, aber in der Intensität schon. Also das war schon ein Start, wo ich gedacht habe, uiuiui, naja. Ich habe dann gesagt, ey, mag jetzt eigentlich echt gerne nach Hause. Und dann sagt er, ja, dann müssen wir jetzt hier raus. Ich habe gesagt, will ich aber nicht raus. Er sagt, das fühlt sich so wohl. Ich so, nee, aber die Vorstellung, da draußen wieder zu sein, die ist ja noch schlimmer. Naja, und so diskutierten wir dann so ein bisschen hin und her. Du merkst, seine dominante Art war nur marginal ausgeprägt. Einfach, es ist mir scheißegal, du gehst da jetzt durch. Kam halt nicht so.
Sebastian Ja gut, das muss man ja auch tatsächlich erstmal lernen, ne? Und das ist tatsächlich echt ein steiniger Weg.
Cathrin Das ist so. Und du musst es halt auch sein. Du musst halt auch einfach dominant sein, um das zu können. Und um das auch authentisch rüberzubringen.
Sebastian Ja, das ist eh eine ganz spannende Frage, kann man Dominanz lernen oder nicht?
Cathrin Nein.
Sebastian Und
Cathrin Nein. Meine Meinung Nein. Ich glaube, du bist dominant, du kannst schlagen lernen, du kannst Schmerzen zufügen lernen, du kannst Menschenführung lernen, aber ich glaube, du bist dominant oder du bist es eben nicht. Nein,
Sebastian dann umgekehrte Frage, kann man dann das, Devotion, kann man das lernen?
Cathrin glaube ich auch nicht.
Sebastian Okay, also da muss man,
Cathrin Ich glaube, das sind Grundgrundneigungen, die einfach in uns verankert sind. Und entweder ist man das oder man ist es nicht. Genauso, es ist ja auch das Verständnis füreinander. Ich glaube, dass ganz viele dominante Menschen logisch nachvollziehen können, warum der devote Mensch das jetzt tut, aber es ganz selten nur nachempfinden können. Genauso wie es umgekehrt bei mir ist. Ich kann logisch verstehen, warum der dominante Mensch das tut, was er tut. Aber ich kann es nicht fühlen einfach, weil mir fehlt diese Neigung zu sagen, ich empfinde Freude daran, einen Menschen zu demütigen.
Sebastian ich glaube da kommt aber auch für mich so ein bisschen die Faszination her, dass ich sage, tu jetzt das und ich würde das, ich kann mir nicht mal vorstellen, das jetzt zu tun, weil das fände ich total doof.
Cathrin Klar, ich
Sebastian Und dann sehe ich, wie mein Gegenüber da freudestrahlend genau das macht und dabei ein, und zwar nicht ein Knick vor mir, sondern mit einer Freude und einem Stolz dieses und jenes tut und wir beide sind einfach glücklich und das ist tatsächlich etwas, das ergänzt sich an der Stelle. Da kommt wirklich für mich die Faszination so ein bisschen her, dass ich mir auch gar nicht so richtig vorstellen kann, warum das für den anderen toll ist. Aber deshalb stellt man ja auch diesen Konsens her, dass man absteckt, wie passt das zusammen?
Cathrin würde tatsächlich gerade ganz gerne mal springen, weil mir dann irgendwann gesagt wurde, ich sei ein typischer Switcher. Ich muss dazu sagen, ich habe hier zu Hause die Verantwortung für beide Kinder. Ich hatte lange die Verantwortung für den Nochmann mit dazu. Ich kann sehr überzeugend sein und ich kann auch durchaus dominant auftreten. Und in Kombination damit, dass es mir auch Spaß macht, anderen Menschen weh zu tun, wurde mir dann irgendwann gesagt, ich sei ein Switcher. Und ich habe gesagt, na gut, dann gucken wir uns das doch mal an.
Sebastian Gut, das ist ja erstmal eine Schublade, ne? Hat dir das dein Mann damals gesagt oder war das später dann?
Cathrin Und dann kam ich, nein, nein, das hat sich dann sehr schnell erübrigt. Ich bin dann in den Spielkreis gekommen und da hat sich das dann ein bisschen ausgebaut und tatsächlich über das Thema Trampling. Und ja, da habe ich dann durchaus Gefallen dran gefunden. Und irgendwann war ich in Österreich in einem kleinen Club, ganz niedlich, ganz hübsch und war eigentlich mit einem Daddy verabredet. War auch schön im Little-Kostüm, also hatte den Schottenrock, also den kurzen Schulrock, die weißen Rüschensocken und das weiße Bluse mit zwei Zöpfchen geflochten, also total niedlich. Und der Idiot kam nicht. Und dann sagte die Femme, also nein, ich bin eine Freundin besuchen gefahren und den Rest haben wir drumherum geplant.
Sebastian dafür bist du nach Österreich gefahren? Okay.
Cathrin Ich glaube, sonst hätte ich ihm ganz dezent ganz viel aufgerissen und das wäre kein freundlicher Schmerz gewesen.
Sebastian Okay.
Cathrin Ne, jedenfalls saß ich dann da und die Femme dann vor Ort sagte, wer möchte denn mal ein bisschen mit der Bullwhip spielen. Wir waren den Abend irgendwie auch nur 10, 15 Leute oder so. Und ich dachte, ich sitze ja gerade hier und habe jetzt gerade nichts Besseres zu tun. Der, mit dem ich den Vorabend gefesselt habe, der war mit seinem Subi da. Und ich habe gesagt, gut, ist dann auch durch. Ja, dann machen wir das doch mal. Naja, und da hatte ich dann das erste Mal die Bullwhip in der Hand und habe dann so einen Sandsack gehauen, weil ich gesagt habe, ich weigere mich das erste Mal irgendwie überhaupt da. Aua und so. Naja, und irgendwann kam dann Alex zu mir und Alex fragte, du, sag mal, kannst du mich vielleicht ein bisschen damit verhauen? Ich habe gesagt, Alex, du hast aber mitbekommen, dass ich das heute das erste Mal mache. Ja, ja, ich lasse auch das Korsett an. Ja gut, dann bitte. Nun ja, dann stand Alex vor mir. Alex hatte ein hübsches, schwarzes, kurzes Kleidchen an und ein Korsett und Netzstrümpfe und High Heels. Und Alex war ein Mann. und dann stand ich also im Little-Kostüm mit der Bullwhip hinter Alex feminisiert dargestellt und habe ihn verhauen. Wir haben hinterher noch Tränen gelacht, wie dieses Bild ausgesehen haben muss. Ich glaube, es hätte nur noch der böse alte Mann mit den Flicken auf den Ellenbogen gefehlt, der mit dem Rohrstock daneben steht und der perfekte Z-Porno wäre da gewesen. Ja, keine Ahnung, da bin ich nicht sehr bewandert. Ja, war super.
Sebastian Boah, ich, ja, glaube ich. Okay, aber seitdem ist das so ein bisschen geweckt und die Bullwhip ist dein Liebling, ja? Gott.
Cathrin Tatsächlich nur bis zu dem Moment, als meine Devotion mal angenommen werden konnte, beziehungsweise ich ein dominantes Gegenüber gefunden habe, bei dem ich das auch spüre und fühle. Und seitdem das so ist, ist das sehr eingeschränkt. Und ich habe auch inzwischen eruiert, woran es gelegen hat. Weil für mich das sadistische und das Schmerzenzufügen einfach eine Form des Dienens war. Und zwar habe ich das nur so weit gemacht, wie das dem anderen gefallen hat. Also das ist das, was ich vorhin meinte mit, Mich reizt nicht, das irgendwie auf dominante Art irgendwie über Grenzen zu führen oder so, sondern ich bin eine Wunscherfüllung.
Sebastian du, erstmal beantworte ich meine selbstgestellte Frage gerade. Hier, Elderflower sagt, das ist Suicide Squad mit Harley Quinn. Genau das meinte ich, richtig.
Cathrin Möglich?
Sebastian ist etwa das Bild. Okay, das heißt also, bei dir ist so diese Grundintention, du möchtest gefallen, verwöhnen, dienen, Freude machen, sage ich mal. Und das gelingt dir?
Cathrin habe wenig Beschwerden bisher gehört. Wenn
Sebastian Es macht ja Umstände, also du tust ja dann ganz viel. Wie sind denn deine Ansprüche da an der Stelle, wo du sagst, das ziehst du für dich raus?
Cathrin ich sehe, dass mein Gegenüber glücklich ist, bin ich glücklich. Und das ist sowohl, wenn es der dominante Part ist, wenn ich dienen kann, wenn ich Hingabe gebe, wenn ich Schmerz gebe, wenn ich Tränen gebe, aber auch im aktiven Bereich, wenn ich merke, dass mein Gegenüber beginnt zu schwimmen, zu fliegen, dass es ihm gut geht. dass meine schönste Situation tatsächlich im aktiven Spiel war eine Dame, wo das Spiel sehr asexuell war. Und ich war die Erste, die außer ihrem Mann diese Dame bespielen durfte. Und diese Dame hat am Ende mit Tränen in den Augen und schluchzend und vor Freude strahlend im Arm ihres Mannes gelegen. Und dieses Bild, das war so wundervoll, das war so schön, diesen Menschen so glücklich zu sehen und zu wissen, dass ich diejenige war, die sie so glücklich gemacht hat. Das ist das, was es mir gibt. In
Sebastian Ja, das ist eine, ich kann das ein bisschen nachvollziehen, das ist wirklich dieses Hit-Hat, dieses schöne Gefühl, wenn man dann so, ja, wenn beide so ein bisschen am Fliegen sind. Ja, verstehe ich. Das ist auch eine schöne Motivation. Wobei, dieses Überwinden dann auch mal was Böses zu machen, ist was anderes. Jetzt muss ich aber mal gucken, also deine Dynamik ist eher so eine Art dienende. Die Frage ist ja, ob du nicht doch auch mal herausforderst oder sagst, nee, du kannst mich mal.
Cathrin Inwiefern? Im
Sebastian Naja, also nehmen wir mal an, dein Partner möchte was von dir, hat da Ziele, mit denen du jetzt nicht einverstanden bist. Wo ist so da für dich die Grenze, wo du sagst, nee, also das kann ja mal knicken.
Cathrin Aktiven? Also bin ich in deiner Frage gerade aktiv oder passiv?
Sebastian Du bist passiv.
Cathrin Ich bin passiv.
Sebastian Da du die Frage stellst, würde ich dich doch als Switcherin einsortieren jetzt gerade, ne?
Cathrin Also ich habe meine Tabus. Nee, gar nicht. Nee, tatsächlich gar nicht, weil mir die dominante Motivation fehlt. Es ist aber so, dass ich schon böse und hart spiele, glaube ich. Und dieses Fordern, das habe ich tatsächlich, als ich das erste Mal auf jemandem draufgestanden habe, das ist kein devoter Mann im Sinne von dienend, sondern das ist ein sehr, sehr stolzer Mann. bei der Bundeswehr und dementsprechend auch sehr gestanden und ist eigentlich nur seiner Partnerin gegenüber devot, liebt aber das Trampling. Und der lag unter mir und grinste mich frech an. Sagt, ach du bist aber sanft. Damals habe ich 95 Kilo gewogen. Ich habe gesagt, also viel sanft dürfte das eigentlich wenig sein. Liegt unter mir und grinst mich an. Das war schon so der Moment, wo ich gesagt habe, und ich gehe von diesem Kerl erst runter, wenn er nicht mehr grinst. Also das ist schon so dieses Fordernde, wo ich sage ja, Ja, und im passiven Bereich, da habe ich Tabus, die auch ziemlich fest sind.
Sebastian Zum Beispiel, also Also außer jetzt die gewöhnlichen drei, was wolltest du sagen, das ist für dich Tabu?
Cathrin Und ich, was sind denn die gewöhnlichen drei?
Sebastian Naja, also im Prinzip alles, was ... Gott, muss ich jetzt, muss ich sie aufzählen? Mein Gott. Alles im Bereich ...
Cathrin Was ist denn in unserer Szene gewöhnlich?
Sebastian Okay, also die gewöhnlichen drei Tabu ...
Cathrin Das ist ein bisschen wie alles, was gegen das Gesetz geht.
Sebastian Nein, genau, das ist der Punkt. Die gewöhnlichen drei Tabus, die einfach jeder nennt, weil sie einfach dazugehören sind, nämlich immer Kinder, Probleme mit dem Gesetz, also wirklich Probleme und eben bleibende Schäden zum Beispiel. Also würdest du deinen Spielpartner nicht verletzen, sage ich mal.
Cathrin Ja,
Sebastian Oder dich verletzen lassen.
Cathrin ja. Ja, für
Sebastian Das sind jetzt so die drei Sachen, von denen man erstmal ausgeht. Alle anderen Dinge sind ja meistens verhandelbar.
Cathrin mich, also natürlich Kinder und alles, was in, ich habe zwar Little-Anteile, aber Ageplay ist für mich zum Beispiel auch was, was ein totales Tabu ist. Ich bin Mama, ich habe zwei kleine Kinder unter fünf. Das ist was, das kriege ich im Kopf nicht klar. Dann ist für mich alles, was in diese White-Geschichte geht, also alles, was in Richtung Klinikspiele geht. Das ist für mich einfach was, wo ich sage, da bin ich raus. Das toucht mich minus 20. Das ist nicht mein. Mich von Frauen dominieren lassen ist ein absolutes Tabu.
Sebastian Okay.
Cathrin Was habe ich denn noch? Natursekt und Kaviar.
Sebastian Ja, das ist ja schon wieder, ja
Cathrin Und Erbrochene. Das ist so, da bin ich echt so, das ist nicht mein. Wer drauf steht, finde ich super.
Sebastian gut,
Cathrin Finde ich total spannend. Ich kann es nur nicht nachempfinden.
Sebastian da sind wir auch schon wieder so ein kleines bisschen im Bereich Klinik, würde ich schon wieder sagen. Je nach Setting so ein bisschen, aber dann geht das in den Bereich.
Cathrin genau, je nach Setting. Genau, und ansonsten gibt es tatsächlich viele Nadeln. Oh, Nadeln sind auch noch was. Nadeln sind auch echt ein Tabu.
Sebastian Ja gut, ist ja wieder Klinik.
Cathrin Ja, ich habe auch eine ganz gemeine Nadelphobie. Das ist halt mein Problem. Vielleicht hat das auch mit dieser Klinikgeschichte einen Zusammenhang. Da habe ich mir tatsächlich noch nie Gedanken drüber gemacht. Ja, und alles andere sind Grenzen.
Sebastian Ja,
Cathrin Die
Sebastian achso, okay. Und die möchtest du auch überwinden.
Cathrin möchte ich überwinden und derzeit überwinde ich sie auch spannenderweise und stelle fest, dass das mit einem Partner oder einem Gegenpart, der einen zu führen weiß, sehr gut funktionieren kann.
Sebastian Magst du Beispiele nennen?
Cathrin Nein. Nein.
Sebastian Nein. Nein, okay, das heißt, ich muss jetzt ganz viele Dinge aufzählen, du sagst immer, das ist es nicht, das ist es nicht, bis die Stimme ein bisschen brüchig wird, nein, natürlich nicht,
Cathrin Tatsächlich, also was ich sagen kann, ist allein wirklich der Aspekt Demut und Hingabe und tatsächlich Gehorsam, das kannte ich vorher nicht. Also ich bin schon durchaus immer reichlich frech, also ich bin auch generell nach wie vor frech, zu ihm halt nicht. Und das ist was, was ich tatsächlich einfach merke oder ja meine Devotion angenommen zu haben und zu angenommen zu haben, dass eben auch einfach das vor ihm Knien Hingabe ist und geben ist. Das sind so Kopfgrenzen, die bei mir nicht da waren. Für mich war am Anfang immer nur Schmerz eine Möglichkeit, ihm was zu geben. Und da überwindet er momentan tatsächlich weniger körperliche Grenzen als momentan viel mehr Grenzen im Kopf. Ich kann
Sebastian also da ist eine Entwicklung ganz deutlich, du möchtest dich weiterentwickeln, du willst also irgendwo hin, ich würde jetzt hier, die Uhr sagt auch tatsächlich, es ist 23 Uhr und es wird auch langsam ein bisschen ruhiger im Stream und im Chat, Die Leute müssen irgendwie offenbar zur Arbeit oder schlafen oder irgend so blöde Sachen. Ich mag aber wirklich nur mal wissen, wo magst du denn jetzt so hin? Wo sagst du, ah, das wäre jetzt genau das, was ich jetzt brauche, da will ich hin, das will ich haben oder hast du schon alles? Okay,
Cathrin Ich kann es dir gerade gar nicht sagen. Also bei mir ist es momentan, dass ich einen totalen Spagat fahre, dass ich bei meinem Herrn die komplette Möglichkeit habe, loszulassen und einfach zu sein und im bürgerlichen Leben als mehr oder weniger bereits alleinerziehende Mutter die Verantwortung für mich und für zwei kleine Menschen habe. Und da mich gerade versuche, neu aufzustellen. Ja, und tatsächlich kann ich dir noch nicht sagen, wo ich hin möchte. Ich möchte mich finden, glaube ich. Ich glaube, das ist tatsächlich was, wo ich sage, ich möchte rausfinden, wer bin ich überhaupt, um dann sagen zu können, da fühle ich mich wohl.
Sebastian aber der Weg scheint steinig zu sein, weil Kinder binden dich auch an einen Ort und sie binden dich zeitlich und das alles unter einen Hut zu kriegen, also ich weiß selber, das ist manchmal nicht so einfach und die riechen einfach, wenn man irgendwie vorhat, abends ein Date miteinander zu haben und dann sind die eben besonders lange wach.
Cathrin Mein Herrn und mich trennen ungefähr 250 Kilometer. Von daher mal spontan abends ist da generell nicht. Von daher ist das eh immer mit, ja, aber es ist tatsächlich, macht es, glaube ich, einfacher, weil es eh immer mit Planung verbunden ist.
Sebastian oh, das auch noch. Ach,
Cathrin Die Kinder haben noch einen Papa und genießen die Papa-Zeit sehr. Und ich genieße die Papa-Zeit auch sehr, weil sie dann gut versorgt sind Und ich kann halt auch am Stelle verbringen dann eher mehr Zeit am Stück als irgendwie einzelne Momente, was für mich auch gut ist, weil eben dieser Spagat so da ist und überhaupt erst wieder in diese Rolle als Bottom zu kommen, brauche ich persönlich einfach immer ein bisschen Zeit. Und daher ist das für uns momentan, glaube ich, eine ganz gute Option. Und auch er ist so, dass er natürlich auch noch ein anderes Leben hat und das so alles nicht so richtig geplant war. Eigentlich sollte er mir nur den Hintern versohlen.
Sebastian gut, aber es kommt ja immer anders, als es gedacht ist und dann ist das eben so. Und ich sage mal so, auch dieses, das sei dir auch wirklich gegönnt, gerade alleinerziehend und voll Karacho, ja, das ist wirklich unglaublich Arbeit und dass du da einfach dann gelegentlich die Zeit hast, mal wirklich abschalten zu können.
Cathrin ist so toll und das ist so wichtig.
Sebastian Ja, weil das gibt ja auch einfach die Kraft dann auch für den Alltag wieder, glaube ich. Und ich
Cathrin Unglaublich toll, ja.
Sebastian da hat jeder was von.
Cathrin Total.
Sebastian Okay.
Cathrin Im Endeffekt ist es ja immer so in einer Verbindung, dass alle Beteiligten da was von haben.
Sebastian So, jetzt merke ich, der Chat wird auch langsam müde. Die fasern schon wieder irgendwas von Autogrammkarten. Das ist, mein Gott, ihr habt meine Unterschrift noch nicht gesehen.
Cathrin Ich
Sebastian Die kann eh keiner lesen. Ich würde mich jetzt, also ich danke dir. Das ist auch mal ein total schönes Thema, einfach hier mal mit reinzubringen und dieser Spagat, der, ich glaube, das kostet auch manchmal eine Menge Kraft und ich drücke dir einfach die Daumen, dass du die Kraft hast und dass du dadurch Kraft gewinnst. und ja, dann unterhalten wir uns einfach mal, wenn wieder was passiert ist und sehr gespannt, ja, wo die Reise bei dir hingeht, denn eine Reise ist es offenbar. Dann, liebe Cathrin, vielen, vielen Dank und
Cathrin danke dir.
Sebastian ja, dann auch du natürlich, kommst in meine Losbox hier rein, dann hat ein bisschen Spaß mit dir. Ding ist nicht zum böse Aua machen, das ist, ich hab mir sagen lassen, das ist für Brüste und Pussy gedacht und
Cathrin das macht natürlich noch besser.
Sebastian Ja, ist super, ne?
Cathrin Das ist ja voll mein Thema, so gar nicht. Nee, gar nicht.
Sebastian Nee, überhaupt nicht. Ist sehr schön. Ja, du kommst genauso wie, du hast genau einen Platz in dieser Kiste und dann gucke ich mal, dass ich Freitag da einen Namen rausziehe und ich bin da auch tatsächlich völlig unparteiisch. Wäre natürlich schön, wenn es dann jemand kriegt, der es dann auch verwendet und nicht irgendwie einrahmt, an die Wand hängt und sagt, hach, guck mal da, ich benutze was gar nicht, aber ich hab's.
Cathrin klar. Ich
Sebastian Das wäre ja auch blöd irgendwie.
Cathrin bin mir ziemlich sicher, also eigentlich schlafe ich auch auf Ansage schon seit einer halben Stunde. Von daher bin ich mir sehr sicher, dass Ihnen das durchaus gefallen würde, dass wir da mal drüber sprechen müssten.
Sebastian ist illegal, dass du hier anrufst.
Cathrin Ja, es war so eine Grauzone. Er hat mir gerade Gute Nacht geschrieben, als ich den B-Knopf gedrückt habe.
Sebastian Gut, also in dem Fall, ich entschuldige ausnahmsweise mal Verhalten von anderen Menschen, weil an der Stelle warst du einfach meine Rettung für den Rest des Abends. Und dann gucken wir mal, was bei rauskommt.
Cathrin es wird
Sebastian Wenn du da zu sehr leiden musst, dann bin ich halt schuld. Das ist dann auch in Ordnung.
Cathrin kein Schmerz sein. Er bestraft mich mit Schmerz. Von daher wird es vermutlich nass und kalt werden.
Sebastian naja, besser als warm und nass, ne? Okay.
Cathrin Nein, lassen wir das.
Sebastian Ja, genau.
Cathrin Ich glaube, du wirst auch müde.
Sebastian Ja, definitiv war tatsächlich ein langer Tag. Okay, ich wünsche dir einen schönen Abend.
Cathrin Ja, dann danke.
Sebastian Mach's gut.
Cathrin Danke dir auch noch.
Sebastian Ja, tschüss. Das war doch nochmal ein schönes Gespräch. Ich finde das toll, dass die Themen gerade hier generell so seit zwei Wochen so ein bisschen einfach mehr Farbe bekommen. Und ja, finde ich einfach toll. Dann gucke ich nochmal auf meine tolle Liste, ob ich da noch irgendwas verlesen muss oder irgendwas noch erwähnen muss. Habe ich, habe ich, habe ich. Ich werde gleich sehen, ob mein neues Audioformat, mit dem ich aufnehme, wirklich funktioniert. Ich bin da gleich sehr gespannt. Ich bin auch leer gequatscht, ganz ehrlich. Ja, dann wünsche ich allen Hörern hiermit einen wunderschönen Restabend. Kommt gut ins Bett oder in was auch immer ihr noch vorhabt. Ich werde mich jetzt, ich glaube, in zehn Minuten lege ich auch flach. Und es war einfach wieder ein schöner Abend. Cathrin mag ich noch sagen, sie kann sich Musik wünschen. Und das habe ich mir schon wieder vergessen. Also man merkt, ich habe auch langsam hier geistige Ausfälle, dass ich meine Checkliste ignoriere. Ach, wunderbar. Aber ich habe ja das Podcastsubbie, das sitzt immer daneben und souffliert mir sowas. Das ist toll. Was spiele ich denn noch? Eins habe ich noch. Das hat nämlich das Podcastsubbie ausgesucht, Werge Bounce, als kleiner Abschied. Und ja, dann wisst ihr, wie es läuft. Dann kommt noch das Intro ein paar Mal hintereinander weg und dann ist der Stream hier aus. Und wir hören uns wieder am Freitag. Die Gäste für die Sendung habe ich auch tatsächlich schon zusammen. Und zwar um 20.30 Uhr, wie immer an gleicher Stelle auf live.kunstderunvernunft.de. Und ja, jetzt macht's gut. Ich mache hier aus. Schönen Abend. Tschüss.