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Sebastian
Hallo und herzlich willkommen zu Unvernunft Live am Donnerstagabend.
Herzlich willkommen zu Live-Folge Nummer 168.
Ja, übrigens das Datum muss ich auch mal dazu sagen, am 22. Januar 2026.
Mein Name ist Sebastian Stix, ich führe euch hier durch den Abend.
Und heute haben wir ein spannendes Thema und ich habe tausend Ankündigungen.
Mein Gott, das wird spannend und hinter mir macht es gerade Krach,
der ist Podcast, so wie ist es noch beschäftigt. Die packt gerade Pakete ein,
na sowas. Aber die kommt gleich.
So, ich begrüße ganz herzlich den Chat. Schön, dass ihr da seid und so zahlreich.
Bei dem Thema war ich mir sicher, dass wir die Zielgruppe ein bisschen ausdünnen heute.
Sieht gut aus und ich begrüße ganz herzlich jetzt auch das Podcast.
Soll ich dich mal anmuten?
Podcastsubbie
Nein.
Sebastian
Nein, du kannst ja nicht reden und sagen, ich soll dich nicht anmuten.
Ich anmute dich jetzt. So, jetzt kann man dich hören. Sag hallo.
Podcastsubbie
Hallo.
Sebastian
Ah, schönes Podcast, wie ist auch danach. So eine praktische Sache und du hast
schon tausend Sachen auf dem Bildschirm. Das wird toll heute.
Ja, der Tonmeister lässt sich entschuldigen. Der muss irgendwie arbeiten oder
so. Keine Ahnung, was das schon wieder ist. Der schwänzt schon wieder.
Ja, und ja, wollen wir mal gucken, wie wir den Abend hier beginnen.
Ich habe ja viel Gepäck mitgebracht und da werden hoffentlich heute tolle Gespräche führen.
Ich bin äußerst gespannt und ja, es gibt erstmal die Kurzanleitung live,
denn dieses Live-Format funktioniert nur, wenn sich Menschen hier melden.
Das heißt, es gibt eine Telefonnummer, die kann heute angerufen werden,
da wird auch nicht vorgefiltert oder so, sondern ich gehe dann im Zweifel einfach
ran und ihr könnt euch mit einem Namen eurer Wahl melden, das muss nicht euer
Name sein und dann unterhalten wir uns einfach.
Das kann ein kurzes Gespräch sein, zwei, drei Minuten oder auch mal fünf, manchmal auch zehn.
Das hängt einfach vom Gesprächsverlauf ab und wir machen das total gechillt und total entspannt.
Und wenn euch hinterher dann doch auffällt, oh Gottes Willen,
an der Stelle habe ich das gesagt, oh Gott, das geht gar nicht.
Ihr müsst keine Angst haben, solange ich das bis Samstagmittag erfahre,
kann ich da auch nochmal im Schnitt drüber gehen und so Kleinigkeiten auch korrigieren.
Ja, es funktioniert allerdings nicht, wenn sich hier niemand meldet,
also das ist auch immer ganz wichtig und es ist ganz klar, wer hier anruft und mit mir redet.
Die Person hat erstmal recht. Wenn jemand anderer Meinung ist,
dann möge sie eben auch anrufen, das ist auch kein Problem, aber das ist ganz
klar, wer den Mut hat, hier diese Nummer zu wählen, das verdient auf jeden Fall
einen ordentlichen Bonus und wenn Menschen aufgeregt sind.
Dann formulieren sie Dinge auch nicht perfekt, aber das wissen ja hier alle
schon, dass man da einfach ein bisschen wohlwollend sein kann, darf und auch muss.
Dadurch wird das dann eben ein entspannter, schöner Abend für alle mit hoffentlich ganz vielen Infos.
So, und damit wir ja bald anfangen können, habe ich hier auch ein Thema mitgebracht.
Und ja, ich habe da verschiedene Formulierungen, die musste ich so wählen an
dem Thema, damit wir dann auch durch die ganzen Filter überall durchrutschen werden.
Das Thema ist also Elternschaft und BDSM. Das Podcast so wie möchte was sagen.
Doch nicht. Guck mal, wenn der Balken oben ist, dann bist du hörbar.
Was das da leuchtet, das hat nichts zu bedeuten. Das ist Technik.
Podcastsubbie
Das ist falsch eingestellte Technik.
Sebastian
Ja, das ist halt Technik. Auch mal der Bildschirm sagt die Wahrheit.
Oh Gott. Soll ich das Thema mal vorstellen oder möchtest du?
Podcastsubbie
Nein, mach das mal.
Sebastian
Ich mach das mal.
Podcastsubbie
Ich drück ein paar Knöpfe.
Sebastian
Ja, drück ein paar Knöpfe. Solange du den da drunter nicht erwischst und den
da drüber nicht, weil dann ist die Sendung vorbei.
Podcastsubbie
Sind wir nicht deine?
Sebastian
Ja meine, ach das ist schlimm. Oh Gott, das wird so wieder so ein Abend.
Ich glaube, heute trinke ich ein Gleischen Rotwein, aber erstmal bleibe ich beim Wasser.
Okay, also das Thema Elternschaft und BDSM. Kinder und Jugendliche, die sind was Tolles.
Das wissen alle, die Kinder haben. Wunderbar. Doch wir sind eben auch kinky
Menschen und hin und wieder brauchen wir eine Auszeit. Manche mehr, manche weniger.
Nun sind diese jungen Menschen neugierig, verdammt gute Beobachter und vor allem
gefühlt immer in der Nähe.
Es gibt Menschen, die lieber auf Kinder verzichten, weil das ja so viele Einschränkungen bedeutet.
Und ja, also die gibt es. Es gibt aber auch eine Menge Chancen und Möglichkeiten
und ganz neue Arten BDSM zu erleben.
Heimliche, konspirative Momente
der Zweisamkeit, das Schätzen und das besondere Genießen des Moments.
Das Wochenende auswärts, was eben nicht immer geht, bei dem man sich wirklich
nur auf diese Gier und Lust konzentrieren kann.
Kinky Zeit wird eben noch mehr besonders.
Und heute möchte ich mit euch darüber sprechen. Wie macht ihr das?
Wo lagert das Spielzeug? Mit welchen genialen, kindgerechten Ausreden könnt ihr heute glänzen?
Und wo wurde es manchmal auch brenzlig? Und weiter, die werden ja älter.
Stellt euch mal vor, die haben eine Ahnung, was das sein könnte.
Und stellt euch nochmal vor, die finden kinky Sachen irgendwann vielleicht auch ein bisschen spannend.
Würdet ihr mit denen darüber sprechen und aufklären oder überschreitet das so eine magische Grenze?
Ich habe heute ganz sehr praktische Fragen an euch.
Eines wollen wir aber den ganzen Abend über nicht vergessen,
auch wenn das heute etwas anders klingen wird manchmal.
Wir lieben sie, diese Racker und Spione, die überall sind und die Monster im
Schrank immer dann finden, wenn die Fesseln gerade warm geworden sind.
Wir wollen sie nicht erschrecken und auch nicht beunruhigen und wir wollen vorleben,
dass auch Eltern Menschen sind, die unvernünftigen Unsinn machen und im Zweifel
einfach auf komische Art und Weise ihre Verliebtheit zeigen.
Ja, eine kleine Abgrenzung habe ich heute, die ist wichtig. Nein,
eigentlich ist die gar nicht wichtig, nur der Vollständigkeit halber.
Alle Themen so im Bereich Ageplay und Rollenspiele, die sind heute explizit nicht gemeint.
Es geht also wirklich um gemachten Nachwuchs, der tatsächlich jung ist.
Und, oh Gott, das war eine schlimme Formulierung, Entschuldigung,
aber ihr wisst, was gemeint ist.
Und noch einen kleinen Disclaimer für Menschen, die keine Eltern sind.
Eltern haben oft eine etwas pragmatischere Perspektive, müssen sie auch haben.
Und ja, oft gilt es ganz spontan richtig zu reagieren.
Und ich weiß, dass manches für Menschen ohne Kinder komisch überzogen oder vielleicht
sogar ein bisschen verantwortungslos wirken kann.
Vertraut den Menschen, die sich hier heute zu Wert melden, ein bisschen.
Ich glaube, alle haben das gleiche Ziel, um,
Dass einfach tolle Menschen da heranwachsen. Aber man will eben auch kinky sein
und darüber müssen wir jetzt sprechen.
So, ich sag mal die Telefonnummer und das Podcast-Subi postet sie auch mal in den Chat rein.
Das ist die 05101 911 8952 und wir können einfach ein bisschen über Elternschaft
plaudern. Was bewegt euch da?
Was habt ihr schon erlebt? Was möchtet ihr sagen?
Und ja, wagt es einfach mal.
Ansonsten, ich habe schon vier Gespräche vorab geführt, weil natürlich Donnerstagabend
ist immer ein bisschen schwierig.
Die kann ich heute aber auf gar keinen Fall alle einspielen,
denn das ist gut eine Stunde etwa.
Also die wird es wahrscheinlich eher am Montag erst in der richtigen Podcast-Folge
geben und da klingelt es.
Hallo, Sebastian hier, mit wem spreche ich?
AnruferIn
Hi, hier ist Linnea Duna.
Sebastian
Herzlich willkommen bei der Unvernunft.
AnruferIn
Ja, hi.
Sebastian
Ja, also schön, dass du da bist. Das Thema hat dich also gekriegt. Was hast du damit zu tun?
AnruferIn
Also mein Mann und ich leben schon länger in der BDSM-Beziehung und wir haben auch zwei Kinder.
Und genau, wir fanden beide das Thema halt total spannend und ja,
einfach so die Fragen, die du hattest.
Welche Tipps gibt es? Welche Tricks gibt es? Wo lagern wir unser Spielzeug?
Wie macht man das im Alltag? Kann man das im Alltag mit Kindern überhaupt vereinbaren?
Und ja, auch die Frage, was passiert, wenn man in Anführungsstrichen erwischt wird?
Respektiert man das den Kindern oder nicht?
Sebastian
Es gibt so eine Frage, die werde ich von allen stellen. Musst du nicht beantworten
oder es reicht auch näherungsweise. Darf ich fragen, wie alt die Kids sind?
AnruferIn
Die Kleine ist jetzt fünf geworden im Dezember und der Große ist im Januar neun geworden.
Sebastian
Okay, ja, alles klar, Herausforderung.
Was habt ihr denn da schon erlebt? Also seid ihr schon die ganze Zeit,
also mindestens neun Jahre BDSM unterwegs oder kam das erst zwischendurch?
AnruferIn
So richtig BDSM-mäßig sind wir tatsächlich erst kurz vor meiner Schwangerschaft
mit meiner Tochter geworden.
Davor wusste mein Mann schon relativ lange, dass er BDSM-mäßig gerne mehr unterwegs
ist, aber ich kannte das zu dem Zeitpunkt noch gar nicht und war dann auch so
ein bisschen überfordert.
Und ja, grob umrissen nach einer Trennungsphase habe ich mir überlegt,
so was möchte ich für mich, was möchte ich für ihn und wir sind dann wieder
zusammengekommen, auch mit der Vereinbarung,
dass ich es auf jeden Fall mal ausprobiere und da habe ich dann gut geleckt.
Sebastian
Okay,
jetzt ist ja, das ist natürlich die Frage, also du hast ja eben schon Fragen
gestellt, die stelle ich heute auch eh allen, aber was hast du denn erlebt und
was ist so eure Einstellung?
Also man könnte ja, ich sag mal, die einfachste Lösung ist,
BDSM und Kink kommt überhaupt gar nicht vor, das gibt es nur außerhalb,
wenn wir Mahlzeit haben wegzugehen, wenn ihr überhaupt diese Zeit mal habt oder
habt ihr einen Kompromiss gefunden, dass das auch zu Hause sein kann und darf?
AnruferIn
Also das darf bei uns auch zu Hause sein. Und es gibt dann, sag ich mal,
so Kleinigkeiten zu Hause, die mein Mann und ich machen.
Zum Beispiel ab und zu, wenn ich in der Küche stehe, gibt er mir halt so einen Klaps auf den Arsch.
Und das sehen die Kinder natürlich auch. Und dann fing mein Sohn natürlich auch
damit an, mir eins auf den Po zu geben.
Und dann haben sie ganz klar gesagt, naja, hör mal, das ist eine Sache zwischen mir und Papa.
Das darfst du so nicht einfach machen, sondern du brauchst immer die Erlaubnis
von der anderen Person, dass du das machen darfst. hat er verstanden und seitdem,
Hat er es auch nicht mehr gemacht.
Sebastian
Oder er fragt. Ja, also genau, das ist so dieser Punkt mit dem Konsent herstellen
und so, dass das können ja Kinder bis zum gewissen Alter überhaupt nicht begreifen.
Und es gibt dann klare Regeln, man schubst nicht, man haut nicht und das gilt
so. Und jetzt machen die Erwachsenen das auch noch.
Also ich kann mir schon vorstellen, dass das ein bisschen merkwürdig ist.
Aber ich glaube, die Erklärung vorher fragen, ja, das ist merkwürdig, aber geht.
AnruferIn
Also wir machen das auch in der Familie einfach, sag ich mal,
spielerisch, dass wenn man die Kinder hetzt,
dann klopfe ich denen auch auf den Po und dass man einfach so spielerisch zeigt,
so jetzt ist es erlaubt, dann dürfen die das auch, dann sind die sozusagen,
fühlen die sich nicht ausgeschlossen, so warum darf Papa das, aber wir nicht.
Sebastian
Ja.
AnruferIn
Auch wenn da natürlich ein ganz anderer Hintergrund ist, wenn mein Partner das
macht oder meine Kinder das machen.
Sebastian
Ja, wo ist so die Grenze? Also den Klaps mal sehen. Ich meine,
ihr werdet das trotzdem nicht ständig machen, vermute ich.
Aber also das geht. Wo ziehst du die Grenze?
Also zum Beispiel, du könntest ja auch kleine Accessoires tragen.
Wer ist denn dominant von euch beiden, muss ich ja immer fragen.
AnruferIn
Mein Partner.
Sebastian
Okay, das heißt, das wäre zum Beispiel das Halsband, was du mal trägst oder
dass noch irgendwas rumliegt.
Also wo ist so das Limit, wo du sagst, nee, also das, darauf achten wir ganz
peinlich, dass das nicht passiert.
AnruferIn
Also Toys fliegen niemals rum, die sind immer aufgeräumt in unserem Elternschlafzimmer
und da wissen die Kinder auch, Elternschlafzimmer ist für die tabu,
die dürfen natürlich, wenn die schlecht geträumt haben, hochkommen,
aber wir haben einen Schrank,
da ist alles drin und wir haben einen Nebenraum,
da gehen die Kinder eigentlich auch nicht rein, da haben wir eine Sexschaukel,
ja, aber da hängen auch ganz viele Klamotten von uns, das heißt,
das ist für die Kinder auch relativ uninteressant, da reinzugehen.
Sebastian
Ja, also gerade so der große Schrank, den man niemals angucken darf,
ist natürlich magisch anziehend.
AnruferIn
Also wir haben das nicht verboten. Wir haben einfach nur gesagt,
oben ist unser Schlafzimmer, das ist unser Bereich.
Ja, da wollen wir auch einfach mal Ruhe haben, so wie ihr in euren Zimmern auch
eure Privatsphäre habt, ist das halt unser Bereich und das akzeptieren unsere Kinder.
Sebastian
Ja, total großartig. Jetzt macht das aber auch Geräusche eventuell.
Also es ist ja schon so generell, also ich stelle mir so gerade amerikanische Sitcoms vor.
Was ist das schlimmste Ereignis, was zu Hause passieren kann?
Genau, die Kinder kommen rein, wenn die Eltern unter der Bettdecke Sex haben.
Uh, ganz schlimm. Traumata.
Wahnsinn. So, jetzt wollen wir uns gar nicht vorstellen, wie das aussieht,
wenn der Papa da die Mama fesselt oder so.
Also ich vermute mal, ihr schließt ab, wenn ihr da irgendwas treibt oder aber
muss das denn leise sein oder wie geht ihr davor, weil das ist ja auch nochmal eine Herausforderung,
wenn man da mit einem, irgendwie mit dem Hinterkopf immer vor der Tür sein muss.
AnruferIn
Genau, also entweder man schließt ab. Meistens sind natürlich dann,
sage ich mal, so Spielchen eher abends.
Wir haben aber auch das große Glück, dass Großeltern gar nicht so weit weg wohnen,
die auch Enkelkinder unglaublich lieben.
Das heißt, da kann man auch schon mal so ein-, zweimal alle zwei Monate die
Kinder dann abschieben und dann macht man natürlich auch als Eltern einfach was Größeres zusammen.
Zusammen und da darf es dann auch laut werden, da darf es auch wild werden
und wenn Kinder im Haus sind, beschränkt sich das natürlich immer so ein bisschen
da drauf, so sind die Kinder gerade im Haus, sind die jetzt gerade mal zu Freunden
abgedüst, dann weiß man auch so, ah, jetzt hat man mal zwei Stunden,
wo man auch spontan mal was miteinander machen kann.
Sebastian
Wer gewinnt, wenn das Haus spontan mal leer ist, ist das sofort,
oh ja, super, ich packe sofort alles aus, auf geht's oder verpasst ihr dann
auch mal Gelegenheiten?
AnruferIn
Tatsächlich mal so, mal so, weil jeder, der Kinder hat, der weiß auch,
man genießt als Elternteil auch einfach mal die Ruhe.
Und manchmal ist es auch so, dass der eine Partner sagt, hier,
ich würde gerne jetzt so und so und der andere sagt, boah, nee,
ich habe jetzt gerade keine Ahnung, Notengebung hinter mir, ich habe da jetzt
gerade gar keine Lust drauf.
Ich will einfach nur ein bisschen schmusen, wir können gerne Sex haben,
aber auf große Spielchen und Fesseln und Seilchen oder Session habe ich jetzt
keine Lust. Und dann ist das auch in Ordnung.
Aber tendenziell ist es eher so, dass wir gerade, weil die Kinder jetzt auch schon älter sind,
dass wir die Gelegenheit eher nutzen und sagen so, ja, wir haben jetzt zwei
Stunden Zeit, jetzt probieren wir einfach irgendwas aus oder machen irgendwas.
Oder mein Partner ist da super, super kreativ und hat da richtig tolle Ideen
und sagt dann, ja, da habe ich schon ganz lange drüber nachgedacht,
das möchte ich jetzt ausprobieren.
Sebastian
Okay, und dann kann er dich auch vielleicht begeistern, ja?
Man weiß ja auch nicht, wann kommt die Gelegenheit wieder, also meistens zumindest,
wenn so plötzlich das Haus mal leer ist, das ist ganz ungewohnt.
Gibt es mal irgendwas, wo du relativ schnell eine Ausrede brauchtest oder irgendetwas,
wo du mal eine Geschichte erzählen musstest oder irgendetwas kindgerecht darstellen musstest?
AnruferIn
Unsere Tochter stand irgendwann mal bei uns im Raum, ich glaube mit drei oder
vier und wir waren eigentlich gerade dabei und ich habe dann einfach nur die
Decke um mich herum geschlungen,
und sie guckte mich an, ich so, ja, ich habe mit Papa ein bisschen geschmust,
ich war gerade noch unter der Dusche und ja, das hat sie halt geschluckt,
weil warum sollte Mama denn lügen?
Sebastian
Ja, dieses Urvertrauen von Kindern ist manchmal praktisch und wir nutzen es schamlos aus.
AnruferIn
Ja, also das war wirklich in dem Fall wirklich Glück, also wenn mein Sohn das
sehen würde, der würde sich wundern, so hä, wieso geduscht und dann geht ihr
dann nackt ins Bett, das macht ja gar keinen Sinn,
aber war bisher noch nicht.
Sebastian
Ja.
AnruferIn
Aber er wäre auch tatsächlich jetzt in so einem Alter, wo ich ihn tatsächlich aufklären würde.
Sebastian
Ja, das ist so der Punkt, also Aufklärung ist ja einmal Sexualität als solche.
Ja, Wie schmal ist der Grad? Weil man will ihnen das ja auch nicht einreden,
dass das jetzt auch sein müsse oder so.
Man möchte aber vielleicht, ich unterstelle das jetzt einfach mal,
zumindest signalisieren, das ist schon okay, wenn das jetzt weitergehend ist oder so.
Aber mit neun, ja, das ist vielleicht noch die zweite Stufe.
Also gibt es eine Formulierung, die du dir vielleicht schon zurechtgelegt hast oder sowas?
Offenbar nicht.
AnruferIn
Ich bin gerade am überlegen, wie ich das dir erkläre. Wir haben schon relativ
früh mit unserem Sohn auch über Sexualität gesprochen,
weil er hatte eine Phase, da hat er von sich selber als sie gesprochen und dass
er gerne ein Mädchen sein möchte.
Wir sind da ganz offen und haben gesagt, okay, klar, wenn du dich als Mädchen
fühlst, dann gucken wir mal.
Also momentan ist er aus dieser, ich nenne es jetzt mal Phase,
keine Ahnung, ob das jetzt richtig formuliert ist oder nicht,
aber gerade fühlt er sich als Junge und deswegen haben wir halt frühzeitig mit
ihm dann auch schon drüber gesprochen,
was ist ein Mädchen,
wie fühlt man sich als Mädchen, wie ist der Körper von dem Mädchen aufgebaut
und so ein bisschen drumherum.
Sebastian
Ja, aber finde ich gut, wenn ihr da dann auch nicht mit diesem Nimbus des,
oh je, das ist jetzt aber ein Drama und jetzt müssen wir ernsthafte Gespräche
führen, also dass ihr da keine Angst macht, sondern sagt, okay,
dann erklären wir es dir.
AnruferIn
Ich sage mal so, ich habe halt den großen Vorteil, ich bin Bio-Lehrer.
Sebastian
Ah, bei dir hätte ich ein Hühnchen zu rupfen.
AnruferIn
Genau, und ich mache so viel Sexualklärungsunterricht. Klar,
bei eigenen Kindern ist es natürlich nochmal was anderes, aber ja,
also auch da im Unterricht ist es mir halt persönlich immer sehr wichtig zu
sagen, Leute, es gibt nicht nur Schwarz und Weiß und es ist nicht nur Mann und Frau.
Und wenn Mann und Mann miteinander glücklich sind und Frau und Frau oder Transmann
mit Transfrau, Das ist egal, solange ihr glücklich seid. Und das tut ja keinem anderen weh.
Und das möchte ich meinen Kindern vermitteln. Die Hauptsache,
ihnen und dem Partner oder Partnerin geht es gut.
Sebastian
Oh, das ist total schön. Also vielleicht mache ich jetzt einen ganz kleinen
Exkurs, wenn das für dich in Ordnung ist.
Jetzt hast du mir halt eine Info rausgegeben, da muss ich halt drauf einsteigen.
Also erst mal, es gibt total tolle Lehrkräfte in diesem Land.
Also ich habe schon des Öfteren so ein bisschen so Podcast-Flyer auch an Lehrkräfte
verschickt, die dann halt sagen, ja, sie machen dann so einen Tisch,
wo alle möglichen Angebote drauf sind,
also in alle Richtungen und dann schadet das an sich auch erstmal nicht,
wahrscheinlich eher Oberstufe, aber ich persönlich habe Sexualkunde dreimal
erlebt, sechste Klasse, achte Klasse, zehnte Klasse und,
Sag mir bitte, dass das heute anders ist. Im Grunde habe ich dreimal sehr theoretische
Dinge gelernt, also ich kann mit Sicherheit behaupten, dass ich zumindest bei
den ersten beiden Malen noch nicht wusste,
wie Sex dann im Endeffekt tatsächlich aussieht und funktioniert,
aber ich wusste, ich werde daran sterben und das habe ich dreimal gelernt.
Ich werde daran sterben, ich werde daran sterben, ich hole mir tödliche Krankheiten
und überhaupt werde ich daran sterben und wenn ich Glück habe,
dann kommt nur ein Kind dabei raus. Entschuldigung.
Oh Gott. Das war wirklich die Message, die wirklich vorkam und wirklich eine
Klassenarbeit, ich weiß, heutzutage macht man glaube ich keine Klassenarbeit
mehr bei dem Thema, ich bin mir gerade nicht sicher, zumindest in der Grundschule nicht.
AnruferIn
Du kannst einen Test schreiben, aber.
Sebastian
Ja, ich bin wahr, also rückblickend um Gottes Willen, also kein Wunder,
dass ich mit dem Kink angefangen habe, weil dann kann ich alles außer Sex machen, dann sterbe ich nicht.
So, Entschuldigung, Blütenhonig schreibt sie es auch Biolären,
oh Gott, also ich will gar nicht gegen deinen Beruf randen, aber so vor der
Jahrtausendwende war das echt schwierig in der mittelhessischen Provinz.
AnruferIn
Das ist halt, ja, also um es einmal abzukürzen, ja, der Lehrplan ist teilweise
scheiße, weil die Pädagogik ist halt 200 Jahre alt und eigentlich müsste sich
mal jemand rantrauen und das zu überarbeiten.
Trotzdem habe ich natürlich als Lehrer oder Lehrerin die Möglichkeit,
ich habe immer so Pufferstunden, die thementechnisch nicht vergeben sind.
Und da kann ich natürlich dann meine eigenen Themen so ein bisschen reinbringen.
Und vor allem Sexualkunde, das ist so, so wichtig.
Die Kinder sind einfach nicht ausgeklärt, weil die Eltern ganz viel Angst haben.
Mein liebstes Beispiel, um ja jetzt aus dem Nähkästchen zu plaudern,
neunte Klasse und ich fragte dann nach Hygieneprodukten,
Was ist ein Tampon? Und ein Junge meldete sich und meinte, ja,
das sind doch die abgestorbenen Spermien, die aus der Frau rauslaufen.
Und ich bin aus allen Wolken gefallen, weil neunte Klasse.
Sebastian
Gut, woher soll er es wissen im Grunde?
AnruferIn
Er müsste es wissen, weil seine Mutter ist Gynäkologin.
Sebastian
Puh.
AnruferIn
Wie gesagt, ja. Also mehr sage ich dazu auch nicht, aber das war wirklich,
dass ich dachte so, da hätte Aufklärung halt stattfinden können. Aber ja.
Sebastian
Okay, vielleicht noch ein letztes Ding und liebes Publikum, ich komme auch gleich
wieder zum Thema zurück.
Ich weiß, wir hatten das gemacht, da gab es dann so eine anonyme Fragestunde,
die dann Zettelchen schreiben, dann in eine große Kiste schmeißen und dann hat
die Lehrkraft die da raus gepickt und dann die auch beantwortet.
Das ist wohl manchmal schwergefallen, dabei ernst zu bleiben,
aber da wurde, also auf jeden Fall wurde sich da Mühe gegeben.
AnruferIn
Das mache ich auch total gerne. Also ich mache eine Mädchenstunde und eine Jungsstunde
und ich sage, ihr dürft mir alle Fragen stellen, die ihr stellen möchtet.
Und die Jungs haben dann halt in der Zeit eine andere Aufgabe und müssen das
bearbeiten und in der Jungsstunde genauso andersrum. Und das ist total spannend.
Also wenn da einmal das Eis gebrochen ist, das ist in meiner Unterrichtszeit,
meine allerliebste Stunde, dieses wirklich aktiv aufklären, weil da kommen so ehrliche Fragen.
Das, was man sich halt zu Hause nicht traut zu fragen, das stellt man dann mir.
Sebastian
Meine Frage wäre, ob da auch mal Fragen in Richtung Kink und BDSM gekommen sind
oder wären und wie reagiert man dann und was kannst du dann dort oder was darfst
du dann dort auch tatsächlich sagen? Gab es das mal?
AnruferIn
Ähm...
So richtig in die kinky Richtung tatsächlich noch nicht, weil die kennen das noch nicht.
Also in der neunten Klasse, also man sagt ja so im Schnitt mit 13 fangen die
ja teilweise mit Pornografie an und könnten das vielleicht schon sehen,
aber in der Regel, also ich bin gerade echt am überlegen, hatte ich schon mal eine Frage?
Sebastian
Also meine weitergehende Frage wäre?
AnruferIn
Vielleicht nur so im Bereich, ist Fesseln okay, ist Fesseln okay,
ist Wirken okay und da dann halt immer der Hinweis, es muss mit dem Partner
abgeklärt sein, ihr braucht, also ihr müsst halt miteinander sprechen,
wann ist es mir zu viel, also im Prinzip, ich umschreibe das dann immer mit
dem Safe Word und ich erzähle natürlich nichts von mir privat,
sondern immer auf neutraler Ebene.
Sebastian
Okay, allerletzte Frage, weil ich muss natürlich auch anderen die Gelegenheit
geben und das klingelt auch tatsächlich schon.
Ja, letzte Frage, weil ich jetzt einfach die Gelegenheit habe,
wie viel Aufklärung muss und sollte wirklich von zu Hause kommen,
weil ich glaube, alles abbilden könnt ihr ja nicht.
Also was muss, was erwartest du im Grunde, wie weitgehend die Kids schon informiert
sind ab einem gewissen Alter? Und ist das dann auch so?
AnruferIn
Ähm,
Also viel reden die tatsächlich nicht zu Hause,
sondern meistens ist es über die Peergroups, also die Freundesgruppen und da
schleichen sich halt natürlich Fehler ein, weil wenn ein 13-,
14-Jähriger mit einer spricht und dann sagt, wie werde ich schwanger oder wie
werde ich nicht schwanger,
da sind dann halt die typischen Sachen, somit ich ziehe einfach raus oder ich passe ja auf.
Und da gibt es ja auch auf Insta die Marie-Joan, die ja so tolle Aufklärungsarbeit
leistet. Da gibt es ganz viele, ja.
Und die Frau finde ich auch mega gut.
Und ich versuche dann auch immer, solche Leute meinen Schülerinnen und Schülern
nahe zu bringen, weil dadurch kommen die dann auch so ein bisschen in die Richtung
so, was ist King? Ist das okay?
Dann auch natürlich auch als Frau, dass man sagt, du bist was wert.
Und du bist nicht nur schmutzig, weil du drei, vier Partner hattest.
Sebastian
Oh ja, ich merke, wir müssten das Thema theoretisch nochmal vertiefen. Schwierig, schwierig.
Aber dann gucke ich mal, ob wir heute noch neue Erkenntnisse für dich finden.
Und das war ein total schöner Beitrag. Vielen, vielen Dank.
Und ich bin jetzt total gespannt auf meine nächsten AnruferInnen.
Und ja, ich wünsche dir, dass du immer die passenden und richtigen Worte hast,
auch wenn es manchmal plötzlich und kompliziert wird.
AnruferIn
Dankeschön.
Sebastian
Sehr gerne.
AnruferIn
Und dann freue ich mich weiter von dir gleich zu hören.
Sebastian
Danke, tschüss.
AnruferIn
Danke, tschüss.
Sebastian
So ihr Lieben, das war Linnea Luna und mit ein paar Exkursen und da klingelt
es direkt, ich gehe mal sofort ran.
Hallo, Sebastian hier, mit wem spreche ich?
AnruferIn
Mit der Missy.
Sebastian
Hallo Missy, was hast du mit Nachwuchs zu tun?
AnruferIn
Ja, ich habe selber eine zur Einordnung achtjährige Tochter,
die Gott sei Dank jetzt auch im Bett ist.
Sebastian
Wenn du abbrechen musst, weil böse Träume sind, dann ist das okay.
Heute ist das explizit in Ordnung, wenn sowas mal sein muss.
AnruferIn
Ja, genau. Okay.
Sebastian
Okay. Ja, und du bist kinky. Passt das zusammen?
AnruferIn
Ja, das passt zusammen. Und auch zu dem, was gerade tatsächlich im Chat läuft,
im Sinne mit der Aufklärung in Biobüchern.
Weil ich tatsächlich mit 16 bereits gemerkt habe, da ist was.
Ich kann doch nicht alleine sein mit dem Kram.
Und bei uns war es tatsächlich so, dass ich dann unsere Stufe aufgeklärt habe.
Also von den Biolehrern kam bei uns eher wenig.
Und was halt das Thema Nachwuchs angeht, mit dem Aufklären ist es bei uns halt auch eine Sache.
Also auch wenn wir versuchen, dass nichts rumliegen bleibt, liegt dann halt
ab und zu doch mal leider was rum.
Und als Ausrede funktioniert bei uns Gott sei Dank immer noch,
das ist mein Spielzeug und schnell wegräumen.
Sebastian
Okay, ja, das ist ja auch ein ganz klares Statement. Das ist meins und nicht deins, Punkt. Okay.
Trotzdem, es geht ja nicht immer alles. Also, was geht noch zu Hause?
Ich weiß jetzt nicht, ob du mit deinem Partner zu Hause lebst und spielst.
Also, wo sagst du, da muss ich dann schon aufpassen, gerade wenn was rumliegt, okay, passiert.
Aber wo sagst du, da lege ich wirklich Wert drauf, dass das jetzt nicht durchsickert? Vielen Dank.
AnruferIn
Also alles, was Richtung Spanking geht, ist, also jetzt über den Klaps,
den wir eben auch schon gehört haben,
da gucken wir, dass das wirklich nicht durchsichert, weil das halt eine Erklärungsnot
auslöst, die deutlich komplizierter ist.
Sebastian
Ja.
AnruferIn
Und auch im Sinne von schwierig zu verstehen.
Sebastian
Ja, das ist ja so eine komplexe Ebene. Und um das zu verstehen,
muss halt quasi das Konzept von Consent und Ekstase irgendwie erstmal verstanden werden.
Und das ist ja dann mit acht einfach noch nicht an der Zeit.
Also das ist, glaube ich, tatsächlich wirklich schwierig.
Ja, es ist aber die Momente, wo ihr, ich sag mal, kindersicher seid,
nutzt ihr die oder wie plant ihr, dass ihr dann auch diese Kinky-Zeit einfach haben könnt?
AnruferIn
Ja, also zum einen ist es ganz praktisch, dass ich noch Studentin bin.
Sebastian
Ja.
AnruferIn
Und mein Mann tatsächlich so arbeitet, dass er zwei Monate zu Hause ist,
zwei Monate weg, Montage, See, wie auch immer.
Und von daher nutzen wir dann meistens die Zeiten, wo ich dann tagsüber zu Hause
bin und er halt auch. Dann ist das Kind halt in der Schule.
Sebastian
Ja, dafür wurde Schule erfunden, damit das auch mal geht.
AnruferIn
Sehr praktisch.
Sebastian
Ja.
AnruferIn
Und ansonsten machen wir es tatsächlich auch so, dass wir uns ab und zu Abende
gönnen, wo wir das Kind bei Oma abschieben und dann ins Apartment gehen oder
uns ansonsten auch mittlerweile, weil es halt sonst im Alltag auch öfter mal untergeht,
gesagt haben, jeden Abend donnerstags eigentlich,
außer diese Woche, da haben wir es verschoben.
Sebastian
Hoffentlich nicht wegen mir.
AnruferIn
Nee, er ist gerade auch wieder nicht zu Hause, da ist das mit dem Spielen dann
auch immer so eine Sache. Vielen Dank.
Genau, aber eigentlich jede Woche Donnerstagabend spielen wir und da ist es
eben so, dass wir halt dann das Kind ins Bett bringen, dann die 20,
30 Minuten warten, bis die wirklich tief schläft.
Und so als allgemeinen Tipp kann ich sagen, Augen auf bei der Wohnungswahl.
Unsere Wohnung ist leider sehr hellhörig, was das angeht, aber wir haben den
Vorteil und da haben wir auch drauf geachtet, wir haben das Badezimmer steckt
zwischen Elternschlafzimmer und Kinderzimmer.
Das heißt, da ist noch so eine Art Puffer dazwischen.
Und ansonsten haben wir auch Soundpanels installiert. Alle hängen noch nicht,
aber die anderen stehen da in der Capp.
Sebastian
Du hast ja eben schon gesagt, Spanking. Da gibt es auf jeden Fall Spuren eventuell.
Wie gewissenhaft kann man die verstecken?
AnruferIn
Die braucht man gar nicht verstecken. Du hast deinen blauen Fleck? Ja, ich weiß.
Sebastian
Okay, also keine große Sache draus machen.
AnruferIn
Ja, also es ist tatsächlich, das ist dieses auch, das Auffälligste fällt halt nicht auf.
Wenn man es nicht groß versteckt in dem Sinne.
Sebastian
Ja, es soll Eltern geben, die haben im Wohnzimmer dickfett das Andreaskreuz hängen.
Und das war halt schon immer da und das ist da halt. Und das ist halt völlig unauffällig.
AnruferIn
Das ist genau wie wir im Wohnzimmer unseren Hängesessel haben,
der sich sehr schnell umfunktionieren lässt.
Aber ansonsten ist das so ein ganz normaler Hängesessel von irgendwie La Fiesta
oder sowas, so eine Hängesitzmatte. und die halt runter und hängt was anderes auf.
Sebastian
Jetzt gibt es ja wirklich doch mal diese Momente, ihr seid da am Spielen und
macht und tut und dann klopft es an der Tür und irgendwas ist.
Ein schlechter Traum oder ich weiß es nicht, irgendetwas.
Gab es das schon mal, dass ihr dann unterbrechen musstet?
AnruferIn
Ja, das gab es. Definitiv.
Sebastian
Wie ist das mental auch, wenn man da so rausgerissen wird? Weil man kann ja
nicht sagen, nee, nee, wir spielen ja noch fertig. Halbe Stunde sind wir da.
Wir müssen noch landen. und Aftercare machen und dann kommen wir vielleicht.
Das geht ja nicht. Also, wie steckst du, wie steckt ihr das dann weg?
AnruferIn
Also, es kommt sicherlich auch drauf an, an welchem Punkt man in der Session angekommen ist.
Was allerdings sehr gut funktioniert meistens, also, bei uns spiele ich aktiv,
RS-Mind-Sub und es ist halt tatsächlich so, dass er,
insofern, wenn er liebt.
Oder wirklich relativ weit unten ist, aber noch nicht fliegt,
kann man ihn sehr gut mit einer Aufgabe beschäftigt halten.
Und ich gehe dann eben halt vor die Tür raus. Unsere Tochter hat das mit dem
Anklopfen mittlerweile sehr verinnerlicht.
Sebastian
Sehr schön. Kompliment.
AnruferIn
Ja, das ist aus dem eigenen Mist gewachsen und dann einfach mit dem,
wir klopfen ja auch bei dir an.
Sebastian
Solange ihr das immer macht, ist gut. Ich habe mal lernen müssen,
wer selber nicht anklopft, bei dem wird auch nicht angeklopft.
AnruferIn
Genau und in der Regel kriegt man es dann ganz gut hin oder mit acht ist ja
dann wird seit lang wieder dieses Verständnis dafür, geh schon mal ins Bett, ich komm jetzt gleich,
dass man die Session halt in dem Moment dann halt, Abbrauch ist halt immer scheiße,
aber geregelt abbrechen kann.
Sebastian
Ja, also die ein, zwei Minuten kann man sich auch dann noch nehmen oder auch mal unterbrechen.
Ich glaube, das ist auch so ein Punkt, auch so ein Unterbrechen,
das klingt vielleicht total unromantisch und so wieder unterbrechen,
aber eigentlich, ja, pragmatischerweise geht das.
Und man ist, also ich habe persönlich jetzt noch nicht erlebt,
ich gucke mal kurz rüber, dass man dann irgendwie dem Absturz nahe ist,
weil da so eine Unterbrechung war.
Nein, das Podcast ist so geschüttelt mit dem Kopf.
Also man wird da offenbar auch so ein bisschen resilient. Man weiß es ja auch
vorher, dass das eventuell mal sein könnte.
AnruferIn
Ja, ich denke, das ist auch eigentlich ganz essenziell. Also selbst wenn man
sich noch so weit fallen lässt, man weiß einfach, Kind ist zu Hause, es könnte passieren.
Und ich glaube, dass das auch eine gewisse Flexibilität mitbringt,
im Sinne, dass es nicht ganz so drastisch ist, wenn es dann doch passiert.
Natürlich ist das doof, aber nichtsdestotrotz, man ist ja vorgewahrt.
Sebastian
Ja, gibt es so Alltagssachen, die auch vor dem Nachwuchs funktionieren,
weil man kriegt es ja nicht mit, merkt es ja gar nicht.
Der leichte Griff ins Haar, in den Nacken vielleicht oder das kleine oder andere
Accessoire oder ich weiß nicht, der Ring der O wäre zum Beispiel so eine Sache
oder ich weiß nicht, Halsband.
Also irgendwelche Dinge, wo man sagt, naja gut, das ist dann halt ein Ausdruck
oder im Zweifel ist das halt Schmuck und Deko, sag ich mal.
Oder sagt ihr, nee, das grenzen wir ganz klar ab. Also so kleine Zeichen auch.
AnruferIn
Ja, also was kleine Zeichen angeht, haben wir das sehr geschickt gelöst.
Und zwar haben wir das so gemacht, dass wir sein Halsband als Fußband gemacht haben.
Das Ganze ist ein geflochtenes Paracordband, das um seinen Fußknöchel geht und
auch nicht mehr abgeht, außer man würde es durchschneiden.
Was den Vorteil hat, dass das Ganze halt recht gut verborgen werden kann.
Und auf der anderen Seite ist es halt einfach nur Deko.
Und was ansonsten ziemlich gut geht ist, wozu habe ich denn einen Sabi?
Der kann mir doch mal bitte meinen Tee servieren.
Und was wir gemacht haben, was recht gut funktioniert, ist, dass wir das auch
von der Partner- und Spielebene unterscheiden,
ist, wenn ich Bitte und Danke benutze, dann kann er sich überlegen,
wenn ich das nicht benutze, dann schnell.
Sebastian
Ah, okay.
Wird ja älter werden. Irgendwann, also das ist jetzt einfach eine hypothetische Frage.
Nehmen wir mal so fünf, sechs Jahre in der Zukunft.
Müsst ihr das dann noch eher zurückfahren oder könnt ihr dann eher sagen,
nee, nee, dann muss halt im Zweifel so aufgeklärt werden, dass ein Verständnis
da ist oder zumindest genug Ignoranz. Ich weiß es nicht.
Also gibt es da Überlegungen zu oder hat ist noch Zeit bei euch?
AnruferIn
Also grundsätzlich sprechen wir immer mal wieder drüber und wie ich halt eben
schon sagte, ich habe mit 16 damals meine Stufe über BDSM aufgeklärt.
Sebastian
Großartig, ja.
AnruferIn
Ja, es war sehr lustig. Also ich hatte den Spaß meines Lebens.
Sebastian
Das glaube ich. Also vielleicht eine andere Frage.
Würdest du, wenn der Nachwuchs irgendwann sagt, ich habe da so Ideen und so,
würdest du sagen, ja hier SMJG, geh mal hin oder informier dich da mal,
hier ist ein Flyer oder so oder Oder würdest du sagen, nein,
auf gar keinen Fall nicht noch anfeuern?
AnruferIn
Ja, doch, auf jeden Fall. Also ich würde auf jeden Fall aufklären,
weil letzten Endes ist Aufklärung das, womit man dann seine eigenen Entscheidungen treffen kann.
Und ich finde Aufklärung in jedem Bereich unglaublich wichtig.
Und in dem Fall kommen wir dann halt auch einfach in den Bereich,
wie du schon so schön sagst, da SNJG, geh da mal hin. Da bist du gut aufgehoch.
Sebastian
Okay, das klingt alles wesentlich entspannter, als glaube ich manche Menschen
als Horror-Version haben.
Oh Gott, das Kind kommt auf die Welt, Kinky-Zeit ist jetzt für mindestens 18 Jahre verboten.
Ich glaube, da habt ihr einen guten Kompromiss gefunden.
Wunderbar. Möchtest du noch was hinzufügen? Ansonsten würde ich mal schauen,
ob noch mehr Menschen anrufen möchten.
AnruferIn
Dann würde ich die Leitung einmal freigeben.
Sebastian
Wunderbar. Missy, vielen, vielen Dank für deinen Anruf. Total schön.
Und ich wünsche euch ja oder ihm entspannte Flüge ohne Unterbrechung und Turbulenzen.
AnruferIn
Danke.
Sebastian
Mach's gut. Tschüss.
Ja, ihr Lieben, die Leitung ist frei und ich sage nochmal die Telefonnummer,
das Podcast, so wie postet sie auch einmal in den Chat rein,
das ist die 05101 911 8952 und da könnt ihr mich jetzt anrufen und wir sprechen
über Eltern sein und BDSM.
Und ich gucke mal rüber.
Wärst du denn bereit, heute mit mir zu reden? Ich könnte also einen Promi-Anruf
bekommen, der gar nicht nach Telefon klingt.
Vielleicht ein Gespräch mag ich noch führen und dann schauen wir mal,
wie das hier weiterläuft.
Ich weiß, wir haben ein paar Menschen auch angerufen, also ihr könnt jetzt anrufen,
die Leitung ist frei und ja, erzählt ruhig und den Chat konnte ich jetzt nicht
ganz so verfolgen, da gucke ich jetzt auch noch mal ein bisschen drüber.
Irgendwas war da was sehr Spannendes.
Hier ist der Triple X. Ich habe zwei Kids, sechs und neun. Wir haben im Keller
ein größeres BDSM-Spielzimmer.
Wir haben dort ein Beamer, auf dem wir dann sehen können, ob die Kids noch schlafen.
Da wir nicht weggehen können, wenn die Kids hier sind, haben wir immer ausreichend Zeit.
Wow. Also das ist Babyphone in Krass. Okay.
Ja, aber den Keller einzurichten. Also irgendwann fällt das schon auf,
dass da irgendwie das Haus unten im Kellergeschoss kleiner ist als oben drüber.
Ja, wir schauen mal. Und ja, der Hängesessel, der hat Blütenhonig auch.
Ja, den Hängesessel sind eh total beliebt und wir haben sowas auch.
Wann hing der Sessel da das letzte Mal? Das dürfte schon länger her sein.
Oh, das klingelt gar nicht. Das gibt's ja nicht.
Ich glaube, dann figiere ich jetzt einen Anruf. Letzte Gelegenheit, hier anzurufen.
Nein? Na gut, dann machen wir das jetzt anders. Ich drehe mich mal zur Seite.
Hallo, Sebastian hier, wer sitzt neben mir?
Podcastsubbie
Du mich auch. Du musst mich erstmal unmuten.
Sebastian
Jetzt hast du dich selber gemutet.
Podcastsubbie
Warum, was ist denn mit deinem Button nicht in Ordnung?
Sebastian
Der Button ist egal, da ist das, was wichtig ist. Der Bildschirm, nur der Bildschirm.
Podcastsubbie
Ja, du hast gesagt, wenn es nicht leuchtet ist.
Sebastian
Das ist Equipment, was der Tonmeister
empfohlen hat. Beschwerden bitte an Tonmeister. Du nutzt das nur falsch.
Ja, dann wollen wir jetzt mal über das Thema reden. So, Nachwuchs.
Wir haben Nachwuchs. Du hast länger Nachwuchs als ich. Wollen wir es kurz erklären?
Podcastsubbie
Ja, was erklärt man denn da kurz? Ja, erklär mal kurz.
Sebastian
Ja, die waren halt schon da und die Bonus-Kinder sind jetzt meine, aber ja,
das heißt die Windelzeit, die konnte ich auslassen und dann haben wir uns kennengelernt
und ja, es drehte sich viel Zeit um die Kids, würde ich sagen.
Podcastsubbie
Ja.
Sebastian
Also so kennenlernen mit Kindern im Haus und Kinderzeiten und Freizeiten ist gar nicht so einfach.
Podcastsubbie
Ja, das war ja auch schwierig. Also ich muss sagen, das ist nochmal was ganz
anderes, wenn man einen Partner hat, dann kann man sich da schön abstimmen.
Bei mir war das eher der Modus, ich halte alles von den Kindern fern,
weil wenn da nicht so dieser eine feste Partner ist, dann ist das nochmal was ganz anderes.
Deswegen musstest du ja auch lange warten, bis du die Kinder kennenlernen durftest.
Sebastian
Ja.
Podcastsubbie
Ja, aber dann war ich mir ja sicher.
Sebastian
Ja, und dann haben sie mich assimiliert.
Ich stelle dir hier einfach Fragen, du konntest mir ja auch welche stellen,
aber so vom Grundsatz, also ich war sehr fasziniert, als wir das erste Mal abends
dann vergessen hatten, den Halsreif abzunehmen und du hast ihn nicht nur zur
Arbeit angehabt, sondern du hast ihn dann auch den Tag über getragen.
Gab es Fragen oder war ich ja nicht wirklich dabei in dem Moment?
Podcastsubbie
Nein, meine Kinder wussten ja schon immer, dass ich einen schlechten Geschmack habe.
Sebastian
Was Schmuck angeht.
Podcastsubbie
Also nein, ich glaube, die machen sich da grundsätzlich erstmal wenig Gedanken drum.
Oder zumindest habe ich das nie so wahrgenommen.
Das ist halt Schmuck und das war dann auch akzeptiert.
Was man sich immer so ein bisschen überlegen muss, ist natürlich,
was will ich nach außen transportieren?
Und das hat ja dann nicht nur Einfluss auf sich, sondern schlimmstenfalls auch
auf das Umfeld, aber das, nein, das war ganz schmerzfrei.
Aber ich glaube, das war so in vielen, also wenn da noch irgendwie mal Seile
lagen oder so, oder ein Rohrstock, also das ist, ich fände jetzt irgendein Sexspielzeug
wirklich viel problematischer,
als wenn man einfach so Alltagsgegenstände liegen lässt. Ja,
ein Seil ist halt ein Seil.
Sebastian
Ja, da kann man ganz viele Sachen machen.
Podcastsubbie
Kinder haben ja auch Seile gehabt.
Sebastian
Ja, und Stöcker schleppen die an. Aus jedem scheiß Wald werden Stöcker angeschleppt
ohne Ende. Da macht der eine Rohrstock auch nichts mehr aus.
Podcastsubbie
Und in den Blumen sind auch Stöcker drin. Also das ist, ja, dass die früher
oder später vielleicht mal drauf kommen.
Das ist jetzt nicht ausgeschlossen. Aber ich glaube, wir sind da immer sehr
natürlich mit umgegangen Oder sind nicht in Panik verfallen,
wenn dann da doch mal irgendwie ein Paddel lag.
Also ich glaube, das hätte eher für Verwirrung gesorgt, wenn man auf einmal
panisch durch den Raum huscht, weil irgendwo was liegen geblieben ist.
Sebastian
Die haben feine Antennen und die merken die Unsicherheit.
Ich habe so ein bisschen überlegt heute und wir hatten den Fall,
wir haben da gespielt und dann klopfte es an der Tür und du bist ganz schnell
aufgesprungen aus der Spielsituation raus, ein bisschen trösten,
wieder ins Bett bringen und dann wieder zurück und weiterspielen.
Und ich war völlig fasziniert damals, okay, das geht.
Entweder ist die total stumpf oder im Hirn total genial, ich weiß es nicht.
Podcastsubbie
Das war total stumpf.
Sebastian
Nein, aber deine Perspektive?
Podcastsubbie
Ja gut, aber das ist, ich glaube, das ist bei Eltern, dann hast du halt einfach
den funktionierenden Scheiter im Kopf.
Wenn sie hinfallen, dann reagierst du ja auch. Dann lässt du sie liegen und
guckst, ob sie Hilfe brauchen.
Die stehen schon wieder auf. Nein, aber ja, wobei ich sagen muss,
also zu Hause, das ist natürlich immer so ein bisschen, also diese wirklich
echte Session mit richtig viel Tiefgang und das kann ich ja zu Hause nicht.
Sebastian
Nee, das können wir beide nicht. Das, ja, so ganz tief, das funktioniert halt nur auswärts.
Podcastsubbie
Ja, ja.
Sebastian
Aber da ist das Haus infiziert. Also selbst wenn mal niemand da ist,
dann ist das Haus trotzdem irgendwie nicht der Ort dafür.
Podcastsubbie
Ja, das definitiv. Also dieses richtig tief fallen lassen mit Schweiß und Tränen,
das ist schwierig. Also das ...
Da brauche ich ein bisschen fremde Umgebung.
Aber mittlerweile ist das Haus ja nicht mehr frei von irgendwelchen Andeutungen.
Und ich meine, die wissen ja jetzt mittlerweile auch beide Bescheid.
Und ich glaube, bei uns war es ja immer so dieses, sie können jederzeit Fragen
stellen, wenn die Fragen denn da sind.
Und man hat mal am Rande gesagt, so und so ist es.
Aber man hat ihnen nichts aufgedrückt, keine quälenden Gespräche,
Ja.
Sebastian
Also ich erinnere mich noch an so Alltagsdinge wie mit 5 ist so ein Halsreif
eine super Festhaltemöglichkeit an Mama,
Irgendwann kam auch mal ich möchte auch so einen Halsschmuck haben wie du da
warst du sehr vehement Da hast du dann gesagt, nee, das ist mein Schmuck, den gebe ich nicht her.
Also da hast du auch eine Grenze gezogen und das auch sehr deutlich und ich
glaube, da kam dann auch nicht nochmal eine Nachfrage.
Podcastsubbie
Nein, ja gut, aber das sind ja so die Versuche.
Ich hatte gerade irgendwas im Kopf, aber jetzt ist es weg.
Sebastian
Oh, das Ärger. Vielleicht kommt es ja wieder. Also vielleicht,
das muss ich ja sagen, weil es wird ja nicht jeder hier jede Folge gehört haben.
Also, dass ich einen Podcast mache, habe ich beiden sehr schnell erklärt.
Und dann, da sind wie viele Jahre Unterschied?
Das sind sechs Jahre.
Einmal dem größeren Kind wobei sie war ja schon im Podcast zu hören hört Buffetwo
folgen ihr Lieben hört sie einfach dann wisst ihr dass wir es gar nicht so falsch
gemacht haben offensichtlich,
Also wirklich einmal, ein Podcast geht um Sexualität und einmal,
es gibt einen Podcast mit Erwachsenenthemen, also versucht kindgerecht und das
hat dann wirklich mehrere Jahre gedauert, bis dann auch das eigentliche Ding,
um was es denn geht, bis das sozusagen durchgesickert ist.
Jetzt mit 21 und 16, ja gut, wir wissen halt Bescheid, die sind ja auch nicht blöd.
Also ich glaube, verblöd verkaufen konnten wir sie nie und sollten wir, glaube ich, auch nie.
Podcastsubbie
Nein, das Ding war ja auch, die Entscheidung dann, das an der Stelle zu erzählen,
ist ja auch nicht so schlimmer, als wenn man es durch außen erfährt.
Wobei, du warst da ja auch anfangs wirklich sehr vorsichtig und sehr zurückhaltend
und dass das jetzt nicht einfach aus Versehen irgendwie die Nachbarschaft erfährt.
Sebastian
Ja gut,
also da wird man auch selber resilienter und ja es war wirklich noch so,
gerade Grundschule hat man so um Gottes Willen, die Kinder sind das Problem,
auch nicht die Freunde der Kinder, sondern möglicherweise die Eltern der Freunde
der Kinder sind das Problem.
Also da haben wir wirklich sehr aufgepasst, dass da wirklich nichts,
gar nichts irgendwo durchsickern kann und das haben die Kids aber auch sehr
schnell verstanden und auch sehr ausgewählt, wem sie denn auch nur Andeutung davon geben.
Also da sind die Kids echt clever, sag ich mal.
Podcastsubbie
Ja, ja.
Ja, also würde ich jetzt sagen, die gehen jetzt auch nicht wirklich damit hausieren oder so.
Ja, und ich glaube, was uns wirklich immer wichtig war, ist dieses,
jeder Mensch ist wertvoll und es ist egal,
wen du liebst, was du machst, sei dir selber wichtig, du bist wertvoll,
andere Menschen sind wertvoll.
Und ich glaube, das ist es schon. Ich glaube, wir haben auch immer bewiesen, dass wir uns lieben.
Man kommt ja auf tolle Ideen, diese kleinen Zeichen des Alltags,
auch sehr niedlich mit der Kaffeeklingel.
Sebastian
Ich bekam mal so eine Bimmel geschenkt, wo ich draufdrücken kann,
die steht auf dem Nachtschrank. Wenn ich da draufdrücke, kommt ein Cappuccino.
Nachteil,
wenn da dreimal gebimmelt wird, weil jemand neben dem Bett steht und sagt,
da ist ein Bimmel, ich drücke drauf, dann kriege ich halt auch viel Cappuccino,
den ich auch trinken muss.
Podcastsubbie
Naja, naja gut, aber das war eine Zeit lang sehr, nein so viel, also ja,
spaßeshalber kann man das mal machen, aber es war halt, es war so diese kleine
Hoffnung, oh vielleicht kriege ich ja einen Kakao, wenn ich da drauf drücke.
Das hat aber prinzipiell dann einfach nie geklappt, weil sonst hätten wir hier
lauter Klingeln im Haus gehabt und Mama wäre nur noch gelaufen. Nein, nein, also das.
Sebastian
Okay, auf die Kakao-Idee wäre ich nie gekommen.
Podcastsubbie
Doch, die hat er mal ganz deutlich formuliert.
Sebastian
Oh, ja. Ich glaube wirklich, dieses zu zeigen, wir lieben uns,
ich glaube, das ist einfach immer auch die wichtigste Botschaft und noch ein
Praxistipp vielleicht für alle, die nochmal auf eine Party gehen,
bevor es in den Sommerurlaub geht, wo man dann zu viert in einem größeren Hotelzimmer ist.
Ihr haltet euch eh nicht zurück. Selbst wenn ihr es plant. Und dann ist das
echt scheiße, wenn dann die Frau sagt, naja, Strand ist so eine Sache,
weil da sind ja noch blaue Flecken zu sehen.
Podcastsubbie
Weil ich es gerade lese, welche Kinder gehen mit der Sexualität ihrer Eltern aus ihren.
Nein, es ist ja nicht die Sexualität, sondern die hatten da ein recht feines
Gespür für, auch dass sie nicht erzählt haben, mein Bonus-Papa macht einen Podcast.
Also das könnte man ja durchaus erzählen.
Einfach, weil man gerade in einer Situation ist, wo man mal irgendwie auftrumpfen
will und dann aber auch dieses Feingefühl zu haben, naja gut,
wenn ich A sage, muss ich vielleicht auch B sagen und gut.
Ich glaube jetzt nicht, dass sie dann erzählt hätten, er macht einen Podcast
über Sexualität, aber so kann man sich ja auch einen Strick drehen,
da einfach irgendwas zu erzählen.
Also da sind sie sehr gut mit umgegangen und ja, viel schlimmer finde ich es
ist, wenn man auf einmal entdeckt,
dass Kinder auch dann anfangen in ein Alter zu kommen und dann auf einmal stehen
sie mit auf der Messe. Das war für mich.
Sebastian
Oh ja, das war trocken.
Podcastsubbie
Ja, das ist, ja, weil irgendwie sind sie ja doch immer die Kleinen und das,
da tue ich mich dann manchmal schwer mit.
Auch Eltern haben da dran zu knapp.
Sebastian
Ja, durchaus. Also die erste Boféwo-Messefolge, hört da mal rein.
Das war dann die Bestätigung, dass wir es so falsch nicht gemacht haben.
Ja, ich finde das, also auch diese Zeit, wo man wirklich mal ruht, wo wir mal wegfahren.
Wir wollen das immer öfter, als wir es tatsächlich tun, aber gut.
Und ich finde immer, die Momente waren immer ganz besonders wertvoll und ich
habe das ganz besonders genossen, wenn dann mal Dinge gehen oder wenn wir eine
kleine Alltagslücke gefunden haben, wo wir gesagt haben, das können wir immer
machen, das ist kein Problem.
Hätte ich nicht gedacht, ich hätte das immer als Hindernis gesehen,
aber es hat sich gezeigt, nein, es wird dadurch wertvoller.
Podcastsubbie
Es ist halt nicht selbstverständlich, oder? Man muss sich halt bewusst die Auszeiten
nehmen und ja, auch diese kleinen Alltagsrituale, die werden wahrscheinlich
gar nicht so spannend, wenn man sie nicht bräuchte.
Sebastian
Ja und die sind wirklich ganz kleine Rituale aber sie pritzeln so schön im Kopf
weil sie eben sind klein und niedlich und sie sind auch kompatibel aber,
ich mag jetzt gar nichts ausplaudern aber wirklich diese Kleinigkeiten die dann
einfach immer wieder bestätigen wir haben hier ein Machtverhältnis und das macht Spaß,
Möchtest du noch was erzählen?
Hast du noch eine Geschichte?
Podcastsubbie
Eine Geschichte, eine Geschichte nicht.
Sebastian
Okay.
Podcastsubbie
Nein, aber ich glaube, oder was ich glaube, ich immer wichtig fand,
ist dieses auch, nein, da steht keiner unter dem Pantoffel des anderen.
Also das wäre ein Weltbild gewesen, was ich nicht hätte vermitteln wollen.
Es muss trotz allem, oder für mich war immer wichtig, es ist trotzdem eine emanzipierte Beziehung.
Sebastian
Und ich wurde von dir auch einige Male zusammengefaltet. Also das waren die
Momente, wo jeder Zweifel an der Emanzipation quasi entfernt wurde.
Das gehört auch dazu, diese Paarebene und auch die Elternebene.
Ob wir alles perfekt gemacht haben? Nein, glaube ich nicht. Wir haben bestimmt
auch schon mal irgendwas entdeckt und sich Gedanken gemacht und es nicht angesprochen.
Das weiß man nicht, aber darüber müssen wir uns glaube ich auch keine Gedanken machen.
Podcastsubbie
Aber ich glaube, oft macht man sich viel mehr im Kopf und das ist wie bei vielen Sachen,
wenn man gelassen reagiert oder im Zweifelsfall dann einfach keine Ausreden
und Ausflüchter erfindet, die eh unglaubwürdig sind.
Weil ab einem gewissen Alter kann man, da ist das Urvertrauen einfach nicht
mehr da und da kann man nicht irgendwas erzählen, sondern dann merken die schon,
wenn man Blödsinn erzählt.
Sebastian
Ja, definitiv.
Podcastsubbie
Ja, ich glaube, das hat ganz gut funktioniert.
Sebastian
Das heißt, also wenn man überlegt, oh ja, verschiebe ich den Kinderwunsch,
weil ich entdecke gerade den Kink und möchte vielleicht noch ein,
zwei Jahre richtig toben, was würdest du vorschlagen?
Okay, die Frage findest du voll doof.
Podcastsubbie
Ja, die finde ich voll doof.
Sebastian
Oh, na gut.
Podcastsubbie
Hättest du mich noch um ein, zwei Jahre verschoben, um deinen Kink noch ungestörter ausleben zu können?
Sebastian
Okay, ich merke schon, die Frage stellt sich gar nicht.
Podcastsubbie
Nein.
Wer weiß, was in ein, zwei Jahren ist. Kinder sind was Schönes.
Und je früher man anfängt, desto früher ziehen sie wieder aus.
Sebastian
Das ist ein Argument, das muss ich ja zugeben oh weia okay dann,
soll ich dich jetzt verabschieden ich muss dir jetzt auch in der Dramaturgie
ich muss dir jetzt auch irgendwas wünschen,
ich wünsche dir dass wir nach Auszug der letzten Kinderheit und hoffentlich
keinem Wiedereinzug Entschuldigung dass wir dann eine schöne Wohnung finden
die quasi für dich ein neuer Raum ist.
Podcastsubbie
Für mich ein neuer Raum.
Sebastian
Ja, wir renovieren hier alles so lange, bis diese Farbe des,
oh Gottes willen, hier ist ein kinderbefülltes Haus, bis das verschwunden ist,
damit du auch hier frei sein kannst und weinen kannst.
Podcastsubbie
Wir machen dann Themenräume.
Sebastian
Oh Gott. Ja, ich muss mich leider verabschieden. Vielleicht gibt es ja noch
Menschen, die mit mir sprechen wollen.
Liebes Publikum, das war das Podcast, Subi. Und ich habe von ihr sehr,
sehr viel gelernt. Und ja, vielen Dank, dass du zu hören warst.
Möchtest du jetzt was einpacken oder möchtest du weiter hier beiwohnen?
Podcastsubbie
Ach, noch bin ich faul. Ich wohne noch ein bisschen bei und dann gehe ich wieder in meinen...
Sebastian
In den Fuchsbau. Ja, genau. Ja, der Fuchsbau. Ja, ich bringe das mal an,
damit das einmal erwähnt ist in der Folge.
Liebes Publikum, ich muss ja manchmal auch ein bisschen überbrücken hier.
Falls ihr so Interesse an so
Podcasting habt. Wir haben übrigens vanillafreundliche neue Kaffeebecher.
Da steht drauf, machtsüchtig waren ja die Alten. Die kleine Schwester von machtsüchtig
ist natürlich zwangsläufig.
Ich zeige euch den mal im Chat und den gibt es auch in den Shownotes.
Und den könnt ihr jetzt bei uns shoppen gehen. Und da dort nichts von BDSM draufsteht,
sondern nur die Kunst der Unvernunft auf der einen Seite und auf der anderen
Seite eben zwangsläufig, ist das wahrscheinlich sogar Haushaltskontakt.
Man müsste schon googeln und Kinder googeln, das habe ich schon gelernt,
die fragen einen trotzdem alles.
Ja, also da gibt es Möglichkeiten, haben wir jetzt, da müssen weg,
das Podcast so wie packt heute sogar noch ein bisschen was ein,
habe ich gehört. So, okay, so.
Thema. Also Eltern, Schaft und BDSM oder und Kink.
Wir können miteinander sprechen. Ruft mich gerne an und dann reden wir.
Die Telefonnummer ist die 05101 911 18952.
Die Telefonnummer packe ich euch nochmal in den Chat rein und wenn ihr möchtet,
könnt ihr einfach anrufen und wir sprechen ein bisschen drüber,
wie macht ihr das, wie geht ihr damit um.
Habt ihr vielleicht auch schon erwachsene Kinder und habt mit denen mal drüber gesprochen?
Wie ist das vielleicht so in der ganzen Pubertätsphase? Wie wird man da nochmal
sensibler oder eher offener?
Gebt vielleicht anderen eine Orientierung, teilt gern eure Erfahrungen.
Den Anfang haben ja hier Linea Luna und Missy gemacht und das Podcast-Tobi.
Und ja, jetzt warte ich darauf, dass ihr anruft. Allerdings kann ich auch sagen,
ich habe noch Gespräche auf Halde. Also keine Sorge, ich kann diese Sendung
noch locker eine Stunde laufen lassen.
Ja, wenn ihr möchtet, dann meldet euch einfach und dann sprechen wir.
So, und jetzt warte ich mal, ob es klingelt.
Das wäre ja was, wenn jetzt hier das Telefon nicht klingeln würde.
Aber es klingelt tatsächlich hervorragend. Hallo, Sebastian hier. Mit wem spreche ich?
AnruferIn
Hallo, Sebastian. Hier ist Nadine.
Sebastian
Hallo, Nadine. Ja, wir sprechen über Nachwuchs. Du hast offenbar auch Nachwuchs zu Hause.
AnruferIn
Ich habe, warte mal, kannst du kurz den Ton noch?
Jetzt ist die Tonspur aus. Ja, ich habe einen Nachwuchs, der ist neun Jahre alt, der junge Mann.
Sebastian
Sehr schön, schönes Alter.
AnruferIn
Total schön, total tolles Kind, total pfiffig im Kopf, yay.
Sebastian
Verdammt.
AnruferIn
Der Humor der Eltern, der gefiel mir gerade bei euch auch, dann ziehen sie endlich aus.
Sebastian
Okay.
AnruferIn
Also nein, aber ja, ich bin halt alleine kinky mit meinem Vanillemann und ich
habe ja einen Spielpartner, einen Profi.
Sebastian
Mhm.
AnruferIn
Bis letztes Jahr war das kein Problem.
Sebastian
Okay.
AnruferIn
Du konntest die Termine planen. Seit letztem Jahr ist er 600 Kilometer weit weg und bleibt da.
Sebastian
Oh, das heißt, du musst quasi dir zwei Tage Auszeitminimum gönnen können und
das absprechen mit deinem Partner.
Und ich weiß nicht, wie viel Verständnis hat der für die Situation?
AnruferIn
Er hat das Verständnis, wir haben unseren Konsens gefunden. Und bei uns ist
das so ein bisschen, es ist mein Hobby.
Das ist so das, was wir im Alltag benutzen können, das Wort.
Und ja, er versteht, dass es mich glücklich macht.
Und dass er halt meinem Glück auch nicht im Weg stehen möchte.
So nach dem Motto, ich würde dir doch sonst nichts verbieten.
Wenn du Fallschirmspringen willst, kannst du das ja auch machen.
Mach das nur alleine und dann mach das halt.
Sebastian
Okay.
Das heißt aber, du hast prinzipiell erst mal kein Kram zu Hause groß rumliegen
oder es finden keine Sessions zu Hause statt. Ja, das ist doch alles super entspannt.
AnruferIn
Genau, erzähl mal einem Neunjährigen, warum Mama zwei Tage weg ist.
Sie sonst nicht beruflich irgendwie weg ist oder so. Oder vielleicht mal eine
Nacht über im Gesundheitswesen weg ist oder so.
Sebastian
Fortbildung, immer Fortbildung.
AnruferIn
Ich habe tatsächlich genutzt Fortbildung. Irgendwie dachte ich so, nee...
Dann habe ich ihm kindgerecht, altersgerecht die Wahrheit erzählt.
Sebastian
Oh, wie geht das? Jetzt bin ich gespannt.
AnruferIn
Ja,
er weiß halt, Liebe gibt es bei uns zwischen Mama und Papa. Ich beziehe hier
auch ganz klar erstmal nur aus meiner Sicht.
Und dann sage ich, da ist etwas, das findet Mama total toll,
das mag der Papa aber nicht.
Sebastian
Ja.
AnruferIn
Und ich habe jemanden gefunden, der das mit Mama spielen möchte.
Aber halt hat er das verstanden und dann habe ich noch ein Beispiel kreiert,
du hast ja auch Freunde mit denen spielst du am liebsten Fußball und mit einem
anderen Freund spielst du am liebsten Autos auf dem Sandkasten ja das stimmt.
Sebastian
War das nötig? die Frage ist jetzt ganz wertneutral aber inwieweit war dir das wichtig oder für,
deinen Sohn wichtig, dass du das so tief erklärst es hätte ja wie gesagt,
die Fortbildung hätte ja an der Stelle funktioniert.
Warum war das wichtig, da so explizit zu werden?
AnruferIn
Er kriegt das irgendwann spitz.
Er ist nicht blöd. Und ich möchte ehrlich mit meinem Kind umgehen. Immer altersgerecht.
Und ich möchte nicht, dass er auf Umwege denkt, die Mama hat da irgendeinen
Lover weit weg und lässt mich mit Papa hier alleine.
Was ein ziemliches Vertrauensbruch wäre für mich.
Sebastian
Okay. Gut, das heißt, du hast das einmal erklärt und das hat dann auch funktioniert
oder hat das zu Nachfragen geführt?
AnruferIn
Nö.
Sebastian
Okay.
AnruferIn
Er ist, glaube ich, noch vor der Stufe. Das ist alles noch ein I-Thema.
Sebastian
Ja gut, aber das ist ja erstmal für den Moment gar nicht so schlecht.
Und dann ist ja auch Zeit, durch Sehen zu lernen, die kommt ja immer wieder.
Vielleicht ist das ja auch an der Stelle gar nicht so schlecht.
Also ich habe mal mir sagen lassen, Kinder stellen intuitiv eher nur,
nicht immer natürlich, aber eher nur die Fragen, wo sie mit der Antwort auch umgehen können.
Nur den Fehler, den man nicht machen darf, ist, oh, da ist einmal eine vorsichtige
Frage gewesen und jetzt packe ich das ganze Besteck aus.
Also erzähle dann alles und viel zu viel. Das darf man dann nicht machen.
Aber wenn das so einmal abgehandelt ist, dann ist das ja okay.
Wenn du wiederkommst, dann bringst du ja im Zweifel auch vielleicht sowas wie Spuren oder so mit.
Da mag ich jetzt gar nicht auf deinen Mann eingehen.
Oder ist deinem Umgang was anders? Oder merkt dein Sohn irgendwie,
dass du eine andere Laune hast, wenn du wieder da bist?
Also wahrscheinlich bist du gelöst und glücklich oder sowas.
AnruferIn
Er merkt halt, Mama hatte Spaß und kommt glücklich wieder. Okay.
Es ist auch so, wir holen uns auch immer ab, wenn wir irgendwo sind und dann
kommt er mit und dann möchte er meinen Koffer vom Zug mittragen und das lasse
ich dann auch ganz klar zu. Ja, mach doch.
Sebastian
Ja.
AnruferIn
Dass er gar nicht auf die Idee kommt, dass er selber schon was Gutes machen
kann und das vielleicht gar nicht fragt.
Sebastian
Nein, das ist in dem Alter glaube ich auch einfach nicht an der Zeit.
Das kommt schon früh genug, im Zweifel kommt immer alles, ich habe mal bei der
Großen gesagt, es kommt alles immer zwei Jahre früher, als ich mich damit wohlfühlen würde.
AnruferIn
Das ist bei meinem sowieso.
Meiner ist auch so im Kaliber. Aber ich habe schon ein bisschen was hier zu
Hause. Es stimmt nicht ganz, dass ich nichts habe.
Und ja, und wenn er das sieht, wird es halt kindgerecht, altersgerecht erklärt.
Sebastian
Wärest du öfter unterwegs, wenn dein Sohn nicht wäre?
Also inwieweit ist da Rücksichtnahme auf deinen Mann, aber eben auch auf dein
Kind da, dass du halt sagst, ich begrenze das auch von der Dosis,
sage ich mal. Ich habe eine andere Begrenzung.
Die greift vorher.
AnruferIn
Die greift vorher. Skordprofi. Das ist die Begrenzung, das ist meine Begrenzung.
Würden öfters, ja, können, nein.
Sebastian
Ja gut, aber das macht es auch da wieder. Mangel macht wertvoll. Ganz einfach.
AnruferIn
Das auf jeden Fall.
Sebastian
Okay.
AnruferIn
Das ist vielleicht immer so ein kleiner, immer altersgerecht erklären,
offen erklären und die Kinder nicht überfordernd erklären.
Sebastian
Ja und was altersgerecht ist für das konkrete Kind und auch für die Eltern,
die sind ja auch ganz schön am Straucheln manchmal.
Das ist glaube ich eine Sache, da kann man auch nicht sagen,
ja also in dem Alter, da kann man das erzählen und in dem Alter kann man das erzählen.
Ich glaube, da sind so Millionen kleine Faktoren, das muss man da glaube ich wirklich intuitiv,
elterlich irgendwie entscheiden, was geht jetzt und was ist zu viel Info,
was ist auch zu wenig Info oder was ist auch eine Info, die einen Schaden verursacht,
wobei Schaden immer in Anführungszeichen zu setzen ist.
Genau, also das sind so Sachen, da kann man glaube ich keinen Rat geben, der immer passt.
Also was bei manchen vielleicht mit 13 okay ist zu erwähnen oder rumliegen zu
lassen, ist bei anderen mit 18 noch nicht okay. Das ist halt super individuell.
AnruferIn
Was ich bei meinem Aktuell halt noch erkenne in dem Alter ist,
wenn, egal bei welchem Thema, wenn wir zu viel Information auf das Kind einreden,
dann kann ich sehen, okay, jetzt hat es abgeschaltet, da brauche ich gar nicht weiter reden.
Sebastian
Ja gut, dass du das merkst und siehst und auch, dass das Abschalten funktioniert,
das ist ja gar nicht blöd. Schöner Mechanismus.
Okay, Nadine, ich versuche ein bisschen noch kurze Gespräche zu führen.
Erstmal vielen, vielen Dank für deinen Beitrag. Und ja, ich wünsche schöne Erlebnisse.
Erlebnisse und dass nach wie vor das einfach Spaß macht und dass das eben keinen Stress verursacht.
AnruferIn
Absolut habe ich schon für.
Sebastian
Alles klar. Mach's gut. Tschüss.
So ihr Lieben, das war Nadine und jetzt hat es eben nochmal geklingelt und die
Person lade ich jetzt auch nochmal ganz herzlich ein.
Ich habe deinen Anruf gesehen, aber ich kann halt immer nur einen Anruf annehmen.
Ich poste nochmal die Nummer in den Chat.
05101 911 8952. Du mit der 04er Telefonnummer.
Ich sehe zwar immer die letzten vier Stellen von der Telefonnummer nicht,
das ist jedem Datenschutz geschuldet,
aber ich habe die Vorwahl vorne gesehen. Irgendwas mit 04 war es.
Gerne nochmal anrufen. Und ja, tatsächlich, da klingelt es. Hallo,
Sebastian hier. Mit wem spreche ich?
AnruferIn
Moin, Stella hier.
Sebastian
Hallo Stella. Wir haben uns schon mal gesprochen. Ich bin gespannt.
Was möchtest du zum Thema Eltern sein und BDSM sagen?
AnruferIn
Ich habe mit Shibari nach einer Trennung angefangen vor drei Jahren und bin
dann immer regelmäßig zu den Fesseltreffen gefahren.
Dann war das so, dass mein Kind mich irgendwann mal gefragt hat,
Mama, wo fährst du eigentlich hin?
Das ist mein Kind zu dem Zeitpunkt 16 gewesen, hat ein IQ von 127.
Sebastian
Oh Gott. Autismus. Ja, dann kannst du keine Geschichten erzählen.
AnruferIn
Nee, dann habe ich dir gesagt, das sage ich dir nicht, aber wenn du es rätst,
gebe ich dir eine eilige Antwort.
Sebastian
Erste Antwort, erste Frage, Treffer.
AnruferIn
Nein, zweite Antwort.
Sebastian
Okay, womit hast du dich verraten?
AnruferIn
Ja, sie hat sich auch fürs Fesseln interessiert.
Sebastian
Ach.
AnruferIn
Das hat sie angesprochen. Sie sagt, du redest mit mir nur nicht über das,
was du machst, wenn es über 18 Themen sind.
Also konntest du in die Richtung gehen.
Sebastian
Ja, logisch. Ausschluss. Perfekt. Zack.
Ja, okay. Wie sieht denn eine ehrliche Antwort gegenüber einer 16-Jährigen aus an der Stelle?
Das ist ja doch, vielleicht versucht man es ja doch ein bisschen blumig und
ein bisschen im Bereich, das ist ja Kunst und das ist von den alten Japanern erfunden.
AnruferIn
War gar nicht notwendig. Weil sie hat auch Shibari als Antwort genommen und
dann habe ich direkt Ja gesagt. und hätte sie jetzt Bonnisch gesagt oder so,
dann hätte ich vielleicht noch was erklären müssen, aber dadurch,
dass sie halt Chibari gesagt hat. Ja, was ist?
Sebastian
Okay, also schon im Thema drin.
AnruferIn
Genau.
Sebastian
Okay, dann reicht es aber auch zu sagen, ja. Und sicherzustellen,
dass man nicht auf denselben Events versehentlich auftaucht oder sowas.
Das ist ja dann auch nochmal so ein Punkt.
AnruferIn
Ja, wird bei ihr nicht passieren. Also ich habe sie dann recht zügig auch an
die SMJG weitergereicht.
Da ich hier in Bremen und Oldenburg auch Menschen von der SMJG habe bei den Fesse treffen.
Sebastian
Ja.
AnruferIn
Und sie hat sich dort aber weiterhin bisher nicht gemeldet.
Also sie hat Discord-Daten, sie hat Kontaktdaten, aber es ist für sie ad acta,
da sie für sich eher asexuell ist.
Sebastian
Okay.
AnruferIn
Sie kann dem Ganzen, das ist eher witzig und jeder kann machen,
was er möchte, aber sie möchte damit nichts zu tun haben.
Sebastian
Ja gut, aber du hast ein Angebot, ich sag mal, vermittelt und wann und ob das
genutzt wird, im Zweifel erfährst du das ja nicht mal.
Im Zweifel wird das einfach genutzt und dann ist das Privatsache. Das gibt es ja auch.
AnruferIn
Das wäre auch voll in Ordnung. Die Menschen müssen mir auch nicht sagen,
dass sie sich gemeldet hat oder ähnliches. Das ist ja ihr Ding.
Sebastian
Ja, wobei, man ist ja, elterliche Neugier ist ja auch nochmal so ein Ding,
was manchmal sogar übergriffig ist.
AnruferIn
Nein, also mein Kind ist schon seit dem Kindergarten aufgeklärt,
weil ich finde, die Fragen der Kinder kann man am besten dann beantworten, wenn sie sie stellen.
Das ist dann besser im Vergleich zu dem Gespräch, ich muss mal mit dir reden
und das Kind verdreht schon halb genervt die Augen.
Ich komme mir mal vom Faden ab, weil ich den Hintergrund dafür erklären möchte.
Sebastian
Das ist die Frage, musst du entscheiden, ob du den erklären möchtest und kannst und willst.
AnruferIn
Ich brauche die Frage nochmal.
Sebastian
Ich war bei elterlicher Neugier.
AnruferIn
Achso, genau. Nee, also sie ist da recht aufgeklärt und wenn sie da was wissen
möchte, kommt sie eigentlich zu mir.
Oder auch wenn sie Bockmist gebaut hat oder ähnliches, dann gibt es so eine
Zeit, wo sie sich akklimatisieren muss und dann kommt sie zu mir.
Also ich brauche da nicht so neugierig sein.
Sebastian
Das ist total großartig, dass es wirklich dieses egal was ist,
wenn die Kacke am Dampfen ist, dann wähl diese Nummer, am besten meine,
die von Mama ist auch okay.
Das kriege ich aber,
also wenn dieses Urvertrauen dann da ist, das ist schon mal total toll,
ja wie war das denn für dich in dem Moment weil das war ja bisher so dein privates
Ding für dich und plötzlich ist das jetzt irgendwie zumindest deiner Tochter gegenüber ich sag mal,
ja so ein bisschen öffentlich also es ist nicht mehr so ganz deine Privatsache
und jetzt wenn du jetzt weg gehst, sagst du dann ja ich gehe zum Bondage oder
ist das nach wie vor so, dass du sagst nee,
das halte ich dann doch hinter Berg, auch wenn alle wissen, was Sache ist,
das muss ja nicht ausgesprochen werden.
AnruferIn
Naja, also erstmal, glaube ich, ist mir alles aus dem Gesicht gefallen.
Klar ist das Kind nicht doof, aber dass sie dann gleich beim zweiten Gäst da
so richtig liegt, damit habe ich nicht gerechnet.
Und dann auch noch mit dem Begriff habe ich nicht gerechnet.
Und dann gibt es aber auch viele Freiheiten. Also ich habe im Wohnzimmer,
haben wir einen Balken hängen.
Ja.
Die ist nicht doof. Klar kann da auch die Hängematte dran. Logisch,
für unsere Nachbarn ist da auch die Hängematte dran.
Aber das Kind sieht das dann auch, wenn da die Tartalimatte drunter liegt oder
die Seile halt noch liegen und ja.
Sebastian
Aber das ist dann für dich auch okay und dann wird da auch nicht groß drüber gesprochen.
AnruferIn
Das ist für mich okay, weil es für sie okay ist.
Sebastian
Ja, das ist ein ganz wichtiger Punkt. Man kann übrigens, also ich sag mal bei
Jugendlichen, kann man auch fragen, ist das okay?
Oder fühlst du dich damit wohl? Und dann kann man, ist es entweder okay oder
man muss halt einfach mal sprechen.
Aber die ernst gemeinte Frage ist das für dich, ich sag mal Beispiel,
ist das okay, wenn Mama ein Halsband trägt?
Einfach mal so, wobei Halsband würde man nicht sagen, dieser Halsschmuck,
ist das für dich okay, wenn sie damit rumläuft?
Das kann man ja wirklich mal direkt fragen. Und Kinder sind da ehrlich,
meiner Erfahrung nach, zumindest offener und entspannter, als man glauben mag.
AnruferIn
Ja, vor allem ist es bei uns ja andersrum, also er trägt das Halsband,
aber er trägt es dann halt auch hier und das stört sie auch nicht.
Sebastian
Okay, ja, das ist doch schön und entspannt, also gibt es ja eigentlich gar keine
Schreckgespenster oder so.
Oder gab es doch mal irgendwas, wo du irgendwie auch vorher schon mal ins Straucheln gekommen bist?
So mit einer Erklärung, die du finden musstest oder wo du gesagt hast,
oh Gott, bist du dann geflitzt, um was wegzuräumen?
Also gab es irgendeine Erlebnisse, wo man denkt, um Gottes Willen? Magst du was erzählen?
AnruferIn
Das ist, wenn halt noch Spielzeug rumliegt und das Kind kommt doch um die Ecke,
dann gibt es schon mal so Schreckmomente, wo man das mal ganz schnell unter
die Decke schiebt oder versteckt, weil man nicht dran gedacht hat,
dass es da noch ist oder weil man nicht aufgepasst hat, dass die Tür noch offen ist.
So also keiner von uns kommt irgendwo rein ohne anzuklopfen,
aber wenn halt die Tür gerade auf ist, weil keine Ahnung,
Aftercare man lag im Arm, man hat was zu trinken geholt, man ist gerade draußen,
hat die Tür nicht zugemacht, weil auch eigentlich sonst alles bedeckt ist und
kein Mensch liegt irgendwo nackig rum,
und dann kommt das Kind nachts um drei doch nochmal aus dem Zimmer wo jetzt
definitiv hätte schlafen sollen.
Sebastian
Ja, ja, natürlich die riechen das,
Wobei also eine These, Jugendliche, die haben so viel mit sich selbst zu tun,
selbst wenn du also nicht, dass das bei uns so wäre, das möchte ich gar nicht
sagen, aber es ist ja allgemein bekannt, dass Wäschekörper vor Zimmern,
dass die nicht gesehen werden und wahrgenommen werden.
Und ich glaube, dieser Wahrnehmungsfilter, der funktioniert bei elterlichen
Sachen, glaube ich, auch manchmal ganz gut und besser, als man manchmal zu hoffen
wagt. Und manchmal eben genau nicht.
AnruferIn
Das mag ja auch sein, Aber man möchte ja nicht das Risiko eingehen.
Sebastian
Ja, ist das ein Beschützen, dass man sagt, nee, also das halte ich fern?
AnruferIn
Ja, schon. Also ich trage ja auch meinen Schlüssel an der Kette oder meinen
Ring der Ohr an der linken Hand und wenn mich Menschen darauf ansprechen,
frage ich sie trotzdem, was möchtest du von einem Arbeitskollegen wissen oder
was möchtest du von mir wissen?
Weil wenn sie dann halt nochmal fragen, dann kriegen sie halt eine Antwort.
Aber ich hatte halt auch schon Menschen, die gesagt haben, okay,
dann möchte ich es nicht wissen.
Sebastian
Ja, ich glaube, dieses Einverständnis, ich breite das jetzt vor dir aus,
willst du es wirklich wissen?
Ich glaube, diese Frage zu stellen, das ist immer eine ganz gute Strategie bei
allen Menschen, glaube ich.
Okay, Stella, das heißt, es ist eigentlich relativ entspannt und du hast dich
jetzt, ich sage mal, geoutet und da werde ich noch eine Frage,
dein Partner, dein Spielpartner, ich weiß es nicht,
dem wirst du ja auch erzählt haben.
Übrigens, die Tochter weiß jetzt Bescheid, warum du mit Halsband hier rumrennst.
Hat er sich da vielleicht ein bisschen erschreckt? Das ist mir aber unangenehm.
Das könnte ich mir ja auch vorstellen.
AnruferIn
Nee, ich meinte aber auch, wir hätten davor drüber gesprochen,
was ist, wenn sie was mitbekommen würde.
Dass sie ein direktes Spiel nicht mitbekommt, das versteht sich von selbst.
Aber dass man jetzt so ein Halsband, wenn er ein Halsband hier trägt,
dass das irgendwann auffällt. Vielen Dank.
Da kam man nicht drum herum und das war auch so okay.
Er hat da jetzt auch nicht negativ drauf reagiert und er hat halt so,
wie man halt so auf sowas reagiert, leichtes Grinsen und dann ist das so.
Sebastian
Ja, ich glaube, das stellt man sich immer so horrormäßig vor,
aber im Zweifel ist es alles gar nicht so wild.
AnruferIn
Ja, also das war auch ganz entspannt.
Sebastian
Und ganz ehrlich, das muss ich einmal hier erwähnen, also wenn man dann mal
jemanden von der Schule abholt und dann,
also ganz ehrlich, jedes Halsband, was wir hier besitzen, ist kleiner und dezenter
als teilweise die Joker, die da in Schulen getragen werden.
Also an der Stelle ist das eher noch die kleine Nummer.
Da könnte eher die Frage kommen, warum ist es nicht größer und pompöser?
Also völlig ohne den Zusammenhang. Das hat dann einfach einen modischen Aspekt
und sieht halt so ähnlich aus.
Und nur weil wir damit was zu tun haben, sehen wir da den Zusammenhang,
der gar nicht da ist tatsächlich.
Ich glaube den Ring der O gab es auch mal in irgendeiner Jugendzeitschrift als
Gimmick oder so aus Plastik.
Das ist dann halt Modepunkt und da kann man experimentieren und probieren und
ja, unsere eigene Sichtweise ist da manchmal glaube ich zu, ja man ist da einfach
zu aufgeregt glaube ich.
AnruferIn
Ja, definitiv. Nee, aber da von ihrer Seite aus ist alles sehr entspannt.
Was halt öfter mal vorkommt, ist, dass sie sagt, ich soll ihn nicht ärgern.
Dass wenn er halt schon mal am Zwicken kommt, sie sieht es nicht, aber sie hört es dann ja.
Ach, quält sie ihn schon wieder. So was kommt dann halt, aber sie kann es halt einordnen.
Dann wurde halt auch drüber gesprochen, dass man halt mit den Menschen nur so
umgehen darf, weil der einem die Erlaubnis dazu gibt, dass man so mit den Menschen umgehen darf.
Sebastian
Ja, also das ist ja gerade auch bei kleineren Kindern, klare,
verständliche, konsequente Regeln sind angeblich ja sehr gut und ich glaube,
wenn man diese Regel aufstellt, nein, das muss das Einverständnis von beiden
haben, das können die schon sehr früh verstehen, glaube ich.
AnruferIn
Ja, also bei ihr war es auf jeden Fall so, ja.
Sebastian
Ja, ich gratuliere. Schön. Und damit, ja, dieses Versteckspielen muss nicht
mehr so intensiv gelebt werden. Und dazu gratuliere ich ein bisschen.
AnruferIn
Dankeschön.
Sebastian
Sehr gerne. Stella, ich wünsche dir einen wunderschönen Abend und schau mal,
wohin das noch geht heute und ja, vielen, vielen Dank für deinen Beitrag.
AnruferIn
Danke. Tschüss.
Sebastian
Tschüss.
Jetzt hat mir das Podcast geschrieben, den Ring gab es mal bei H&M.
Auch nicht schlecht. Das ist ja auch ein witziges Gimmick, dem Produktentwickler,
der das da in die Regale gebracht hat.
Von dem hätte ich ja gern gewusst, ob der wusste, was er da rein schafft in die Regale.
Da muss ein komplettes Management, die müssen alle sowas von strunzens Vanilla
gewesen sein in einer Modekette oder sie haben, also ich kann mir das,
ja, übrigens Vanilla, ich benutze diesen Ausdruck nicht berufshaft oder so,
ich habe da neulich wieder einen Kommentar bekommen, mir fehlt das passende
Wort und ich mag, mein Lieblings Eis ist tatsächlich Vanille,
das esse ich sehr gerne, am besten mit so Karamellsoße,
aber das ist einfach, mir fehlt noch dieser richtige Begriff und so Begriffe
wie Stino, die möchte ich nicht benutzen, weil die Übersetzung,
die gefällt mir nicht und ich finde Vanilla ist immer noch durchaus wertschätzend,
weil das ist ja auch ein Lieblingsgeschmack.
Eine ganz kurze Unterbrechung aus der Postproduktion. Die nächste Gästin hat
mich gebeten, wegen Wiedererkennbarkeit diesen Beitrag ein wenig zu bearbeiten
und auch ihren Namen rauszulassen.
Dem Wunsch komme ich natürlich nach und wir steigen direkt ins Gespräch mit
der Anonymanruferin ein.
AnruferIn
Also meine Kinder sind schon inzwischen beide erwachsen. Die Kinder meines Partners,
er hat einen Sohn, der ist inzwischen auch 18 geworden.
Wir sind eingestiegen, sag ich mal, zusammengekommen oder ich bin in die Szene
eingestiegen. Da waren meine Kinder schon aufgeklärt.
Die waren schon so um die 15 rum oder so und die haben so ein bisschen grundsätzlich
schon ihr Ding gemacht, haben sich gar nicht so schrecklich dafür interessiert,
was ihre Mutter so macht.
Und das ist eigentlich auch so geblieben. Das heißt, wir hatten nie diese Situation
mit vielleicht kleinen Kindern oder so, dass man noch aufklären muss oder über
Sexualität generell spricht.
Das war sozusagen schon erledigt, was ich jetzt auch als Vorteil empfinde.
Und fanden das gar nicht so furchtbar aufregend und wollten auch gar keine Details wissen.
Das ist ein Vorteil, wenn jeder schon so ein bisschen sein eigenes Leben hat.
Dann ist da vielleicht diese Neugier nicht mehr so groß, was die anderen machen.
Man macht ja sein eigenes Ding, mein Sohn, meine Tochter auch.
Das ist der eine Punkt. Da hatte ich halt den Vorteil, dass die Kinder schon älter werden.
Die meisten, die jetzt angerufen hatten, hatten ja doch recht kleine Kinder
oder jedenfalls noch sehr viel jüngere Kinder.
Mein eigentlicher Punkt, warum ich anrufe, ist, ich würde auch heute nicht darüber
sprechen wollen, was wir machen.
Wir sind vor allem im Sadomaso unterwegs, wobei ich meistens dann sozusagen top bin.
Und ich habe so ein bisschen die Erfahrung gemacht, dass speziell masochistische
Männer nicht so furchtbar gut akzeptiert werden manchmal, dass man da Respekt verlieren könnte.
Und das möchte ich speziell, sage ich mal, seinem Sohn, der jetzt auch zwar
schon 18 ist, möchte ich gar nicht ausprobieren oder ihm nicht zumuten,
also meinem Partner auch gar nicht zumuten, dass das passieren könnte.
Natürlich ist der grundsätzlich auch aufgeklärt.
Aber ich habe das so im Bekanntenkreis ein bisschen erlebt. Ich habe es nicht
meinen Kindern erzählt, aber im Bekanntenkreis, wenn ich was erzählt habe,
dann war das die erste Reaktion immer, ja wie so ein bisschen,
das sagt gar kein richtiger Mann,
was, der lässt sich schlagen. Also so diese Ecke.
Sebastian
Oh ja, schade, schade.
AnruferIn
Wirklich schade. Gegenüber Fronten, man konnte das erklären,
Die akzeptieren das inzwischen auch. Aber ich finde es merkwürdig.
Und ich sage mal, das ist eine Situation, die würde ich jetzt nicht gern direkt in der Familie haben.
Also falls die hochkämen, muss ja nicht, aber man muss es ja auch nicht unbedingt drauf anlegen.
Wir haben da auch gar kein Sendungsbewusstsein, also gar keinen Drang uns zu outen.
Also wir können wunderbar woanders spielen. Mit meiner langen Bullwip kannst
du zu Hause sowieso gar nicht benutzen, da braucht man ja ein paar Meter Platz.
Sebastian
Ja, das ist wohl wahr. Ich muss mal ganz kurz unterbrechen, weil am 5.
März habe ich nämlich ein Thema angesetzt, das auch für eine Live-Sendung,
das heißt nämlich Gesellschaft, Freunde, Verein, Familie, wem erzählen wir was?
Wie offen gehen wir da um? Also dieses Thema, das ist mir auch,
während ich quasi eins dieser Gespräche hier vorab geführt habe,
auch aufgefallen, das ist auch nochmal so ein eigenes Thema.
Da müssten wir im Prinzip dringend sprechen dazu. Also ich würde den Teil vielleicht
nochmal ein bisschen vertagen.
Ja, also musst du mal schauen. Aber das Thema, das ist mir auch ganz wichtig,
weil man hat ja doch so ein bisschen, eben doch ein bisschen Sendungsbewusstsein.
Man möchte so, ja, es ist schön, wenn man einen Ort hat, wo man voll kinky sein
kann, aber so ein bisschen was mag man ja doch in den Alltag mit reintragen können vielleicht.
Und dann ist die Überlegung, geht denn das und wo geht das? Aber das ist ein anderes Thema.
AnruferIn
Vielleicht hat man es da im SM auch ein bisschen einfacher, weil das muss nicht
so in den Alltag reinragen.
Wenn man jetzt so eine Dorm-Dev-Beziehung hat, Dann will man das vielleicht
auch mehr im Alltag leben, so mit der Halsband und so. Das machen wir ja nicht.
Also wir arbeiten halt dann natürlich mit Schmerz und so und das macht man entweder
in einem Club oder halt in einer sehr moderaten Form zu Hause.
Und das ist eigentlich auch was, wo man jetzt keine großartigen Gerätschaften braucht.
Sebastian
Nestor und Melli haben im Chat an dich eine Frage gestellt, nämlich differenziert
man da zwischen masochistisch und devot?
Die Frage ist jetzt schon zwei Minuten alt, also vom Zusammenhang her,
da geht es wahrscheinlich wirklich schon nochmal um den Teil eben.
Ja, differenziert man da, also im Umfeld? Ich mag die Frage einfach einwerfen,
weil sie doch gar nicht, die ist echt gut die Frage, die interessiert mich auch.
AnruferIn
Ja, also ich meine, es gibt ja immer so ein bisschen Mischformen.
Wenn ich jetzt als Top dann zu Gange bin, bin ich natürlich in gewisser Weise auch dominant.
Und natürlich muss ich der Masochist irgendwie unterwerfen, aber wir leben keine
DS-Beziehung, sondern eigentlich wirklich hauptsächlich diesen Teil aus,
der mit Lustschmerz natürlich arbeitet.
Und da muss man natürlich auch ein bisschen leise sein. Spanking und sowas geht
nicht, mit Peitschen die knallen halt. Also das muss man im Club ausleben.
Aber es muss nicht so in den Alltag reinragen, insofern ist es vielleicht ein bisschen praktischer.
Sebastian
Vielleicht praktischer, vielleicht aber auch schwieriger, weil auch die kleinen
Sachen eben nicht immer zwischendurch gehen.
AnruferIn
Ja gut, so ist das mit Kindern immer, egal ob normale Sexualität oder ob man eine Sonderform fährt.
Man muss halt immer Rücksicht nehmen, egal wie alt die sind,
man kann sich nicht komplett ausleben. Aber ich meine, das sind Eltern ja gewöhnt.
Man kann ja nicht einfach immer irgendwas machen, was man möchte,
sondern man hat halt Kinder und klar nimmt man da Rücksicht in jeder Beziehung, denke ich.
Sebastian
Vielen Dank für deinen Beitrag.
AnruferIn
Okay, gut, dann wünsche ich euch noch viel Spaß heute Abend.
Ich höre weiter zu und ja, macht's gut.
Sebastian
Ja, tschüss.
Ja, jetzt hat Nestor und Melly haben noch was im Chat gefragt,
dazu mag ich persönlich auch noch mal was sagen. Also wir können noch mal anrufen,
vielleicht noch ganz kurze fünf Minuten Gespräche, das kriegen wir noch hin.
Nestor und Melly haben gefragt, bei volljährigen Kids fragen wir uns tatsächlich,
wie wir wohl reagieren, wenn wir einen von ihnen bei einer Veranstaltung sehen.
Der Nachwuchs würde wahrscheinlich cooler reagieren als wir. Nein.
Das Podcast, ich weiß es vielleicht auch noch, wir waren mal auf einer Party,
und da hatte eine Bekannte jemanden mitgenommen, der war relativ neu in der
Kinky-Community und war halt mit auf der Party, das war seine erste Party und,
irgendwann nach dem Spielen saß man, da war so ein Barbereich,
dann saßen wir da und der war völlig fertig und mit um Gottes Willen mein Vater
ist hier und alle kennen den und mein Gott, der hat sogar,
meine Begleitung mit auf seinen großen fünftigsten Geburtstag eingeladen,
von dieser Party wusste ich gar nichts und oh Gottes Willen.
Und jetzt möchte das Podcast so viel was sagen.
Podcastsubbie
Ja, mag ich gerade widersprechen. Also ich glaube, bei uns wäre das genau andersrum.
Wir wären da eher total schockiert.
Sebastian
Ich glaube, beide Seiten sind da schockiert.
Podcastsubbie
Nein, das glaube ich nicht.
Sebastian
Meinst du nicht?
Podcastsubbie
Nein.
Sebastian
Ja, also ich wäre schockiert, ja. Also nicht im Sinne von, um Gottes will,
Kind, du wirst dein Leben weg, aber vielleicht will ich so viele Details nicht wissen.
Podcastsubbie
Vielleicht möchte man so viele Details, also es wäre zumindest für uns ein interessanter Abend,
wo man dann ein bisschen Smalltalk betreiben würde, aber es wäre dann nicht
mehr der offensiv, also ja, natürlich,
aber ich glaube nicht, dass unser Kind da sehr…,
Das wäre okay für die.
Sebastian
Ja, aber zu viele Details muss man nicht haben.
Podcastsubbie
Das stimmt durchaus. Das wäre für mich, also ich.
Sebastian
Nee, ich auch nicht. Also irgendwie.
Podcastsubbie
Also von daher so oder so. Ich glaube, das kommt immer wie.
Sebastian
Also ich stelle ja gerne einfach diese eine Frage. Und das ist eigentlich für
mich immer die entscheidende Frage. Bist du glücklich damit?
Und um was es geht, ist dabei völlig egal. Wenn die Antwort ja lautet,
dann ist es valide. Punkt. Und mehr.
Nein, müssen wir nicht wissen.
Oder gäbe es noch Details, die du wissen wollen würdest?
Podcastsubbie
Nein, nein. Ach nein, also das ist, so haben wir sie ja erzogen.
Dass sie eigenständig ihre eigenen Entscheidungen treffen können und darauf
achten sollen, dass es ihnen gut geht.
Und dann ist das auch vollkommen okay.
Aber es ist jetzt nicht meine Wunschvorstellung, ein Familientreffen auf einer
KingKey Party zu machen, auf der ich spielen möchte.
Sebastian
Nein, auf gar keinen Fall.
Podcastsubbie
Da bin ich ein bisschen spießig.
Sebastian
Ja, das ist ja auch unseres. Das ist ja auch gelernt unser Elternbereich, sage ich mal.
Podcastsubbie
Die Auszeit vom Alltag. Und nein, dann möchte man vielleicht nicht irgendwie
die halbe Familie da treffen.
Sebastian
Nein, das ist auf gar keinen Fall.
Podcastsubbie
Da bin ich spießig.
Sebastian
Ja, also im schlimmsten Fall müsste man sich da absprechen und sagen,
okay, oh Gott, hier ist ein geteilter Kalender.
Wenn bei uns die Location steht, dann ist das für dich ein No-Go und umgekehrt.
Podcastsubbie
Ja, genau. Also da kann man sich ja offen drüber austauschen,
welche Party wem gehört.
Und es gibt ja auch genug Partys für junge Leute.
Also da dürfen wir gar nicht hin.
Sebastian
Genau, da dürfen wir gar nicht hin und damit ist die Sache ja auch gut so.
Gebe ich auch zu, da würde ich auch ein bisschen schwimmen. Wie gesagt,
ist glücklich? Ja, nein.
Das ist im Grunde die einzige entscheidende Frage. Alle anderen Details.
Das Dumme ist, ich könnte nicht mal ruhig gewissens diesen Podcast als Bildungsangebot
empfehlen, weil das würde mir einfach sehr schwerfallen, weil ich ja da auch
eigentlich zu viel verrate. Ach, es ist alles total schwierig und kompliziert.
Aber es klappt ja dann doch.
Okay, so, ich gucke mal in den Chat rein.
Hier, Sobeka, das erinnert mich daran, Patenkind, deine Mama und ich gehen auf
die Party, nach der Messe gehst du auf die andere.
Ja, das sollte man dann tatsächlich absprechen.
Ja, also ich glaube, an der Stelle ist es auch gar nicht schlecht,
dass es da gewisse Grenzen gibt und dann ist okay. und das ist im Zweifel,
wenn die alt genug sind, dann sind die auch absprachfähig. Das darf man ja auch immer nicht vergessen.
Ihr Lieben, das waren die AnruferInnen in der Sendung und das hat ganz wunderbar geklappt.
Ich habe aber eben bei dem Thema auch das Problem gehabt, dass viele Menschen
gesagt haben, sie können Donnerstagabend nicht.
Und ich habe vier Gespräche gehört und die werde ich jetzt in dieser Version,
in der Podcast-Version, die es ab Montag gibt, entsprechend einbauen.
Und wir fangen mal an mit dem ersten Gespräch mit Lena.
Liebes Publikum, Eltern sein hat Nachteile, was den Terminkalender angeht und
Donnerstagabend ist eine ganz schlechte Idee.
Lena hat das gleiche Problem, aber wir haben uns jetzt einfach am 14.
Januar zusammengetan, um 11 Uhr vormittags spannende Zeit, um miteinander zu
sprechen. Und Lena, ich begrüße dich ganz herzlich willkommen bei der Unvernunft again.
AnruferIn
Hallo Sebastian, schön, dass ich da sein darf.
Sebastian
Ja, wir haben schon mal gesprochen, das ist lange her, nämlich 2020 in Live-Sendung Nummer 40.
Und boah, also das ist schon eine ordentliche Zeit und du bist dem Podcast ja
doch irgendwie treu geblieben. Finde ich cool. Vielen Dank.
Und das Thema ist quasi mit dem Podcast entstanden, sag ich mal.
Also es gibt Nachwuchs im Haus. Herzlichen Glückwunsch.
AnruferIn
Vielen lieben Dank. Ja, ich bin jetzt seit einem Jahr Mama und da hat doch das
BDSM-Leben sich ein wenig geändert.
Vorher konnte man da doch wesentlich freier mit umgehen.
Sebastian
Ja, was hat sich getan? Also klar, es ist weniger Zeit, aber hat sich auch was
von der Art und Weise geändert?
Also ich sag mal so, mit einem Jahr, da kriegen die doch nichts mit,
da kannst du eigentlich alles liegen lassen und machen oder ändert sich doch was?
AnruferIn
Naja, pünktlich zu seinem ersten Geburtstag hat er unsere Spielekiste aus dem
Schrank im Flur verteilt, zehn Minuten bevor Oma und Opa zum Geburtstagscafé vor der Tür standen.
Da wurde mir dann doch bewusst, dass ich das Thema Türen verschließen ein wenig
ernster nehmen muss, wenn er sonst sich immer in meinem Halsband festhält,
wenn ich ihn trage. Da habe ich mich mittlerweile dran gewöhnt.
Aber jetzt sämtliche Spielzeuge im Flur verteilt zu sehen, hat eine gewisse
Sehnsucht davor gerufen, das eine oder andere doch mal wieder zur Anwendung
zu bringen. Aber es artete dann doch ein wenig in Stress aus.
Sebastian
Ja gut, wenn da eine Schublade ist, dann ist da eine Schublade.
Und der Halsreif, ganz ehrlich, das ist ja auch so ein toller Griff.
Da kann man sich immer gut festhalten. Das ist einfach praktisch.
Was macht denn das mit euch? Ich meine, als frischgebackene Eltern hat man ja,
denke ich mal, gar nicht mehr mental so viel Zeit für Kink.
Oder schafft ihr das noch irgendwie, dass ihr das auch im Kopf behaltet?
AnruferIn
Es fängt langsam wieder an. Das erste Jahr war sehr anstrengend mit sehr wenig
Schlaf und ich muss immer an unseren Deckenhaken im Schlafzimmer denken,
wo halt die Wiege dran hing.
Der konnte quasi für gar nichts anderes benutzt werden. Er hatte meinen Mann
auch ein Jahr Ruhe vor den Seilen. Das war ganz angenehm für ihn, glaube ich.
Und jetzt ist so langsam die Zeit, wo es mehr Schlaf gibt, wo wir wieder mehr
Zeit für Zweisamkeit haben, wo man körperlich auch wieder so fit ist oder in
dem Fall ich, dass solche Spiele überhaupt möglich sind. Man muss halt nur mit
der Lautstärke aufpassen.
Sebastian
Warum? Weil man nicht wecken möchte? Oder was ist es mit der Lautstärke?
AnruferIn
Ja, das nicht wecken. Das Schlafzimmer ist direkt am Kinderzimmer dran.
Und wenn ich mich dann zu sehr gehen lasse, dann kann es auch sein,
dass wir die Session sehr, sehr plötzlich beenden müssen, weil drüben jemand wach wird.
Sebastian
Okay, also das ist dann wirklich der Moment, sofort aufstehen und hin.
Wie ist denn das mental? Also du spielst unten und also ich sag mal so,
der Sub-Drop ist nicht weit, wenn die Tür aufgeht und dann steht da jemand und
man muss sofort aus der Situation nicht raus.
Ich glaube, Eltern sind da resilienter, aber wie ist das so vom Gefühl her?
Weil man kann sich ja gar nicht so richtig gehen lassen, weil jederzeit könnte
der Ruf kommen und man wird woanders gebraucht.
AnruferIn
Ja, das richtig fallen lassen ist eigentlich nur möglich, wenn der Kleine nicht
da ist, wenn der Oma und Opa übernachtet oder wir auf irgendwelchen Veranstaltungen sind.
Dann ist das mehr möglich, aber hier zu Hause ist man immer mit einem Ohr am Babyfohn.
Sebastian
Okay, das ist aber möglich, wegzugehen, ja?
AnruferIn
Ja, wir haben das Glück, dass wir sehr viel Familie um uns drum herum haben
und wir damit den Kleinen hin und wieder mal abgeben dürfen,
um Zeit für uns zu haben, ohne natürlich vorzuberichten, wofür wir diese Zeit
nutzen. Das ist unser Ding.
Sebastian
Ja, ich glaube, das versteht jeder der Kinder hat, dass Eltern auch mal Elternzeit brauchen.
Das sind ja so Momente, also was verändert sich dann, wenn man mal das Haus
verliert, weil irgendwie hat man doch so mit einem Blick schielt man dann doch
immer auf das Telefon, da könnte ein Anruf kommen,
irgendwas ist oder schaffst du es da wirklich, dich von freizumachen für die Zeit?
AnruferIn
Also ich schaffe es tatsächlich dann wirklich gut, mich davon freizumachen,
weil ich das Telefon dann einfach
meinem Mann gebe und der muss dann die Verantwortung tragen und aufpassen.
Er hat dann ja sowieso genug zu tun und dann kann er da ja auch noch ein Auge
drauf haben und ich kann es wirklich dann genießen, mich fallen zu lassen,
was aber auch nicht immer sofort geklappt hat.
Also die ersten Male hänge ich auch immer noch gedanklich am Kleinfest und habe
mir Sorgen gemacht, wie das bei so frischgebackenen Eltern eben ist.
Und vor allem mir als Mama fiel es auch schwer, mich wieder so zu zeigen und
mich in meinem Körper wohlzufühlen.
Das war auch ein Schritt, der ein wenig Überwindung gekostet hat.
Sebastian
Mit einem Jahr, also ich meine, da kann man immer noch sagen,
die kriegen nicht viel mit.
Also die könnte man theoretisch irgendwo auch mal mit hinnehmen,
wenn man sich irgendwie, was weiß ich, im Sommer Biergarten,
ein paar kinky Leute treffen sich über die Themen, über die man redet,
das merken die ja alles gar nicht.
Wie ist da so, habt ihr da einen Plan, auch wie ihr miteinander zu Hause umgeht?
Ich meine, der Klaps auf dem Popo ist einfach die Frage, ab welchem Alter wird
es kritisch, wenn die Kids das
mitkriegen und dann, die sollen sich das ja nicht unbedingt angewöhnen.
AnruferIn
Ja, also da haben wir schon einen kleinen Plan. Wir haben das Glück,
dass wir ein paar Nichten und Neffen haben und die finden es immer total toll,
dass ich so viel auf dem Fußboden bei denen sitze.
Dass dahinter die Regel steckt, dass ich nur auf Aufforderungen auf die Couch
darf, das checken die gar nicht.
Die finden es halt einfach toll, dass eine erwachsende Person mit denen auf
dem Fußboden sitzt und ich bin sofort die erste Anlaufstelle.
Also es gibt ja Möglichkeiten, das Machtgefälle auszuleben, ohne dass die Kinder
sich was Negatives abschauen.
Die Sache mit den Stammtischbesuchen oder Ähnlichem finde ich ab einem Jahr jetzt schwierig.
Vorher kein Problem, da schlafen die die meiste Zeit. Aber so mit 14 Monaten
passiert im Gehirn eine riesengroße Entwicklung der Sprache und des Sprachverständnisses.
Und ich möchte eigentlich nicht, dass die ersten Worte Rohrstock oder Ähnliches beinhalten.
Sebastian
Ja gut, das sind Wörter, die meistens kompliziert genug sind,
dass das nicht passiert.
Aber ja, genau, das ist der Punkt.
Also ich hatte das auch schon mal erlebt auf dem Stammtisch,
wenn so ein Stammtisch ganz in einer normalen Location ist, also was weiß ich, irgendein Café oder so.
Dass man da, habe ich zweimal erlebt, dass dann stolze Eltern das Neugeborene
mal mitbringen und einfach mal für eine Stunde da sind.
Das fand ich ganz nett und schön. Es ist zwar ein bisschen ungewohnt,
aber das geht, aber das passiert halt dann auch nicht ständig.
Ich glaube, das ist auch einfach, dass man im sozialen Umfeld einfach auch mal Hallo sagt wieder.
Ich glaube, das ist wichtig, dass Eltern auch sich mal wieder zeigen können.
Und jetzt, ja, was, was, also habt ihr schon drüber gesprochen oder habt ihr
jetzt, man ist ja als Eltern irgendwie auch vernetzt, habt ihr eine Idee,
was wann nicht mehr geht?
Also irgendwann werden Fragen kommen, wenn du immer auf dem Boden sitzt,
früher oder später, da ist noch Zeit, aber ja, also wie tariert man das aus
oder habt ihr da einen Plan, wie ihr rauskriegt, was geht und was nicht,
was kann man den eigenen Kindern zutrauen, auch an, was sie wahrnehmen dürfen?
AnruferIn
Wir versuchen eine altersgerechte Kommunikation zu finden und Totschweigen ist
das Schlimmste, was man machen kann in dem ganzen Bereich Sexualität.
Also wir versuchen das möglichst zu interviewisieren und immer dem Alter entsprechend
da Formulierungen zu finden.
Und im Moment haben wir halt noch das Glück, dass er früh ins Bett geht und
wir ganz expliziten Dinge außerhalb seiner Wahrnehmung machen.
Und das, was wir im Alltag so an Ritualen eingebaut haben, oder dass ich ein
Halsband oder Fußreif trage, das ist für ihn dann einfach normal und gegeben.
Sebastian
Ja, das ist ja auch dann einfach Schmuck. Also das ist ja auch eine Frage,
wie selbstbewusst trägt man das und wie normal ist es auch einfach.
AnruferIn
Ja, ganz genau. Und ob es jetzt Schmuck mit BDSM-Bezug ist oder ganz normaler
Schmuck, der von Nicht-BDSM-Menschen getragen wird, ganz viele tragen jeden
Tag einen und denselben Schmuck ohne diese Bedeutung dahinter.
Sebastian
Ja, und ganz ehrlich, so ein Armreif oder Halsreif oder Fußreif oder was auch
immer, den kann man weniger verschlucken als so ein dünnes Gliederkettchen,
was dann irgendwo auf dem Teppich mal verloren gegangen ist.
Also ich finde, das ist auch ein schöner Sicherheitsaspekt, dass die Sachen
groß genug sind, dass sie weniger gefährlich sind.
AnruferIn
Ja, ich habe es versucht, als er klein war, den Halsreif nicht zu tragen und
habe dafür eine andere Kette getragen.
Die durfte ich dann in einer Woche dreimal wieder löten, weil er sie kaputt gerissen hatte.
Sebastian
Also letzter Punkt, den ich gerne wissen möchte. Gibt es irgendwelche kinky
Gegenstände, die sich als praktisch erwiesen haben, weil, was weiß ich, beruhigend oder so.
Es gibt ja manchmal irgendwelche Artefakte, wo man sagen kann,
hier, nimm mal in die Hand oder so und dann ist das irgendwie nett.
Keine Ahnung, vielleicht gibt es ja irgendwas, was umfunktioniert wurde.
Eltern sind, soweit ich das weiß, immer sehr erfinderisch, was das angeht.
AnruferIn
Ja, also im Moment ist es tatsächlich nur eins von unseren Bondage-Seilen,
was am Bobbycar dranhängt, um den Kleinen damit zu ziehen.
Sonst ist alles sicher in der Schublade verwacht.
Sebastian
Genau so meine ich das. Genau, dann wird das schöne, tolle Seil,
mit dem man tolle Dinge erlebt hat, wird zum praktischen, ja.
Okay, ja. Ja, finde ich gut.
Das Schöne ist ja, im Prinzip, wenn du dann auch das Seil siehst am Bobbycar,
also siehst du dann noch das Bondage-Seil oder ist das jetzt halt das Bobbycar-Seil?
AnruferIn
Ja, also ich erkenne das ja schon als mein Bondage-Seil.
Ich mag es ja auch sehr gerne, verknotet zu werden, komme nur nicht so oft in den Genuss.
Und das weckt dann immer so eine kleine Sehnsucht und immer mal wieder so,
ach, da ist es ja, vielleicht musst du einfach nochmal ein bisschen den Auslösereiz
erhöhen und dafür sorgen, dass es mal wieder zur Anwendung kommt.
Das ist ja nicht das einzige Seil, was wir haben.
Sebastian
Ja, also ich muss auch ein bisschen aufpassen, also diese Sendung läuft ganz
schnell in diese Gefahr rein, oh Gott, Kinder, wie fürchterlich,
man muss sich ja immer nur einschränken und alles ist doof und es geht immer
alles nicht mehr und so, auf der einen Seite.
Auf der anderen Seite, ich habe mal so eine These, die sagt,
wenn nebendran jemand schläft, also der Nachwuchs schläft und man könnte immer
wieder gestört werden und es ist halt viel los und Trubel und der Tagesablauf
richtet sich eben nach dem Kind.
Ich behaupte mal, dass man dann die Zeit, die man hat, um Dinge zu machen,
viel intensiver wahrnimmt und auch genießt, weil das eben dann doch so eine
kleine, schöne Auszeit ist, die man ganz anders wertschätzt.
AnruferIn
Ja, also deiner These kann ich nur zustimmen. Das ist tatsächlich so.
Da nutzt man auch die kleinen zwei, drei Minuten im Alltag, die sonst vielleicht
einfach untergehen würden.
Sebastian
Das ist schon alles irgendwie cool. Und wenn man dann noch ein bisschen Zeit
findet, mal hier und da eine Minute oder auch mal weggehen kann,
ich glaube, das ist einfach Erholung pur.
Und Kink ist dann genau das richtige Gegengewicht zu diesem,
man muss als Eltern funktionieren und kann dann auch wirklich mal ganz besonders abschalten.
Und ich glaube, genau das wünsche ich dir, das wünsche ich euch.
Dass euch das auch gelingen möge.
AnruferIn
Vielen lieben Dank, das hoffe ich auch.
Sebastian
Schöne Zeit euch und Nächte am Stück vor allem. Mach's gut, tschüss.
AnruferIn
Vielen lieben Dank, tschüss.
Sebastian
Das war Lena und wir gehen gleich weiter in das nächste Gespräch mit Mike und Jubo13.
Liebes Publikum, es ist Sonntag vor der Live-Sendung, nämlich der 18.01.17.16
und ich gehe gleich lecker essen mit der Nachbarschaft und ich begrüße ganz
herzlich Jubo13 und Mike hier auf meiner Couch, weil ihr seid halt da und ihr
seid halt Eltern. Hallo.
Jubo13
Hallo.
Mike
Hallo Sebastian.
Sebastian
Ja, wie ist das mit euch, Eltern sein? Könnt ihr alles immer machen?
Ist das super? Ist das alles total easy? Und wie viele Kinder sind überhaupt
im Haus und was ist da überhaupt los?
Jubo13
Also seitdem wir zusammengezogen sind, ist das ein wenig schwieriger geworden.
Mike
Ja, bei uns ist ein junges Mädchen da und man kann natürlich nichts mehr rumliegen lassen.
Es ist halt sehr schwierig und die Zeit zwischen sie kommt aus der Schule,
sie geht ins Bett und ich muss schlafen, weil ich früh zur Arbeit muss, ist begrenzt.
Also Spielen kommt meistens zu kurz.
Aber ich habe den Vorteil, ich habe Spätschichten und dann ist das Kind morgens
um 7.15 Uhr aus dem Haus raus und dann bin ich noch mindestens so drei,
vier Stunden noch da und da kann man dann noch ein bisschen was machen.
Sebastian
Einmal zur Einordnung, wie alt ist denn das Kind oder die Tochter,
kann man ja sagen, glaube ich. 10.
Boah, das heißt, die kriegen schon eine Menge mit, aber sie können es selber noch nicht so fassen.
Also wie vorsichtig seid ihr in der Informationspolitik, weil wenn ihr mal alles
versteckt, das merken die ja schon und finden das komisch und irgendwie illegal.
Auch, dass wir jetzt hier oben sitzen, ist ja auch so eine Sache.
Also inwieweit seid ihr da doch offen oder eben genau nicht?
Jubo13
Ich denke schon, dass sie vielleicht irgendwann mal was gesehen hat,
weil man halt ab und an nicht so schnell ist im Aufräumen und wir der Fraktion ...
Materialschlacht. Angehören.
Sebastian
Ja, es ist so ein bisschen die Frage, ich meine, ihr seid ja nun mal auch erwachsene
Menschen, also ihr seid ja auch ein Paar.
Also an der Stelle kann man, also ich persönlich würde es immer erklären mit,
na gut, das sind halt erwachsenen Sachen und wir machen halt auch Quatsch miteinander,
und spielen halt, also ich weiß nicht, ob ich den Begriff spielen benutzen würde.
Also wäre das, habt ihr einen Plan, wenn sie irgendwann sagt, ich hab was gegoogelt?
Jubo13
Ja, so weit wäre ich jetzt noch gar nicht gegangen. Eher so dann die Fragen
wir mal, was ist das, wenn man dann doch noch was übersehen hat.
Wir hatten ja jetzt die Möglichkeit über die Ferien, da war sie sehr lange weg.
Da haben wir dann auch irgendwie ein paar Sachen liegen gelassen und dann ist
man hinterher durch die Wohnung gesaust und hat das versucht, alles einzusammeln.
Das eine oder andere ist vielleicht doch liegen geblieben und da kam dann auch die Frage, was ist das?
Und ja, da war ich ein wenig sprachlos erwachsen im Spielzeug.
Sebastian
Ich habe jetzt in einer anderen Vorabaufnahme gesagt, Eltern fällt im richtigen
Moment immer die passende kindgerechte Ausrede ein, nicht?
Jubo13
Meine Freundin ist da sehr kreativ gewesen, aber da ist es eher halt nicht kinky,
sondern ganz normal. Die haben auch die Probleme.
Der Sohn hat irgendwann das Gleitgel gefunden, die Schublade mit dem Kondom
und dem Gleitgel. Und sie hat dann gesagt, ja, es ist Haargel.
Das hat dann dazu geführt, dass er zwei Wochen später ankam.
Mama, ich habe das Haargel ausprobiert, meins war alle. Ja, okay.
Sebastian
Was hast du liegen lassen?
Jubo13
Das war diese Vakuum...
Mike
Es gibt ja für das männliche Geschlecht gibt es ja diese Vakuumröhren für den
Lörres, nenne ich ihn jetzt mal.
Und das habe ich aber umfunktioniert zum Sauggerät für so an den Möpsis zum
Beispiel ran oder sowas. Das kann man so halt schön Vakuum machen.
Das ist dann manchmal ein bisschen unangenehm für die junge Dame hier.
Ja, und das lag auf jeden Fall noch in der Schube neben dem Kamin in der Nähe
und ja, Und das habe ich dann irgendwie aus, ich habe es übersehen,
ich habe es dann einfach nicht weggeräumt, das lag irgendwie eine Woche lang drauf.
Sebastian
Ist ja kein Gegenstand, der irgendwie nach Sexualität aussieht,
das sieht eher nach Werkstattzubehör aus oder gehört in die Küche oder so.
Also meine Frage an euch, weil das so ein bisschen, wird man so ein bisschen
panisch, weil man ja selber zu viel weiß von den Sachen und dann…,
kriegt man da wie Panik, obwohl vielleicht jemand völlig neutral ist,
das überhaupt nicht wahrnehmen würde.
Also inwieweit wollt ihr eure Tochter auch beschützen, davor da was wahrzunehmen?
Mike
Ich halte das so, dass Kinder das für sich selbst entscheiden sollen,
ob sie irgendwas in diese Richtung mal irgendwann machen wollen oder nicht.
Wenn sie was mitkriegt, kriegt sie was mit.
Dann wird es erstmal roomig ausgeschmückt und irgendwann ist die Zeit dafür,
wo es dann halt ein bisschen expliziter in das Thema reingeht und,
da. Soweit habe ich noch nicht gedacht, wie weit ich dann das sage,
aber wir passen schon relativ gut auf.
Sie hat noch einen Sohn, der ist auch manchmal da und wenn wir dann in so einer
Küche gestanden haben und irgendwas ein bisschen, ich habe den Hals angefasst oder irgendwas,
da kam er dann nochmal so drei Schritte zurück, um zu gucken,
oh, was machen die da? Das sieht verboten aus.
Jubo13
Ja, ich kann mich daran erinnern, das war auf dem Sofa in deiner alten Wohnung
und da ist dann der Weg vom Büro wieder in den Flur und Küche und so gewesen
und da ist er dann immer hin und her gependelt und,
guckte und ganz langsam ins Lalom und ja.
Ja doch, eigentlich so wie ein gelaufen ist schon so viel Zeit wie möglich einfach
von A nach B und wieder zurück.
Sebastian
Was ist denn mit Akustik? Also wenn was gehört würde, wenn ihr was macht?
Also inwieweit sagt ihr, okay, das ist halt, Menschen machen halt Geräusche
und das ist halt okay und die gehören halt auch dazu oder sagt ihr,
nee, also wirklich das ganze Thema wirklich so weit fernhalten wie möglich?
Jubo13
Da haben wir den Vorteil, dass wir nicht so viel Geräusch machen,
weil wir nicht hauen und ansonsten bin ich da schon ein bisschen sensibler und
sag einfach, dass ich das nicht so gut finde, wenn wir irgendwas mit Geräuschen machen würden.
Mike
Warum schreibst du irgendwas auf? Warum schreibst du irgendwas?
Sebastian
Ja, ich schreibe was auf Schlafzimmerpolitik. Also ist das Schlafzimmer der verbotene Raum?
Mike
Nein.
Wenn sie einen Albtraum hat, dann kommt sie auch zu uns. Also das ist vollkommen okay.
Wir lassen so großteils nichts rumliegen. Es liegt hier und da ein bisschen
was rum im Schlafzimmer, ja, aber das ist jetzt nicht so, ja.
Jubo13
Also für Besuch ist definitiv Verbotzone, dass sie quasi nicht mit ihren Freundinnen oder so reingeht.
Sebastian
Ja gut, das ist auch sinnvoll, dass man auch sagt, das ist kein Spielbereich,
zumindest für den Nachwuchs.
Diese Stunden am Morgen, diese Spätschichttage, es ist das Kind aus dem Haus,
nochmal kurz gucken, ob sie wirklich um die Ecke verschwindet und dann,
so Frau, los geht's, pack alles aus, wir bauen jetzt erstmal eine halbe Stunde
auf oder ist das auch manchmal ein, lass uns frühstücken, Kaffee und erstmal die Ruhe genießen.
Also inwieweit ist der Spieltrieb stärker als die Müdigkeit?
Mike
Also es ist tatsächlich so, erst mal frühstücken. Ich glaube,
das letzte Mal war es, bis um 10 Uhr oder so haben wir frühstückt und dann habe
ich es mir geschnappt. Ja.
Ich gehe jetzt nicht ins Detail, aber wir haben dann halt unseren Spaß gehabt
und dann so um 13 Uhr mache ich mich auf den Weg und fahre dann zur Arbeit.
Sebastian
Ich habe das jetzt in dieser Folge, werde ich das auch schon mehrmals gefragt
haben, so diese Wertigkeit.
Wenn man immer kann, dann ist ja auch so, ach morgen ist ja auch noch Zeit,
dann lasst man heute nicht so.
Und ach komm, ich habe eigentlich Hunger, lass uns mal später spielen.
Und dann ist man hinterher müde, dann hat man nicht gespielt.
Ich glaube, wenn man so selten kann, dann spielt man mehr.
Jubo13
Nein.
Mike
Nee, es ist genau so, das, was du gerade gesagt hast, ist es dann so,
ah, komm Schatz, ich habe jetzt keinen Bock und dann heute Abend,
heute Abend mache ich was mit dir und dann ist aber, irgendwas kommt wieder
dazwischen und dann fällt das wieder aus und ja,
deswegen so mit Versprechungen ist es halt immer ein bisschen schwierig bei
solchen Sachen. Also es ist spontan.
Jubo13
Das ist das, was ich überhaupt nicht mag, dieses Vorankündigen und dann weiß
ich genau, das wird sowieso nicht dazukommen.
Das sind dann Versprecher.
Mike
Ja.
Jubo13
Da sind wir gerade dabei, dass ich ihm das austreibe.
Sebastian
Austreibe, die beiden switchen wechselseitig. Also das ist, wenn ihr das nicht
versteht, wer da was tut, tut niemand.
Mike
Hervorragend.
Jubo13
Ich auch nicht.
Sebastian
Okay.
Wenn ihr da einen Wunsch frei hättet, wo ihr sagt, okay, das wäre optimal.
Ich meine, Kinder funktionieren nicht nach Plänen.
Also die haben ihren eigenen Kopf, die sind eigenständige Menschen,
das ist auch genau toll und richtig so.
Aber gibt es irgendwas, wo ihr sagt, oh ja, den Keller ausbauen,
nochmal eine Hütte in die letzte Ecke des Gartens oder so. Gibt es irgendwas,
wo ihr sagt, oh, das wäre was?
Mike
Ja. Ja, du kennst ja unseren Dachboden und da sind 100 Quadratmeter hinterher
irgendwann mal angedacht, das als Spielfläche zu nutzen.
Aber bis dahin geht noch ein bisschen Zeit.
Und Energie. Ja, viel Energie.
Jubo13
Hausdauer.
Mike
Und ist auch nicht ganz günstig, so einen Raum zu bauen.
Jubo13
Bringt sehr viel Müdigkeit mit.
Sebastian
Aber das wäre dann so die Idee, dann könnt ihr immer auch, wenn der Nachwuchs
im Haus ist, dann geht das immer. Da glaubt ihr da dran, ja?
Jubo13
Nein.
Mike
Abschließen und fertig. Das ist meine Illusion. Nimm sie mir nicht.
Jubo13
Also dann musst du quasi argumentieren, wo geht ihr hin? Warum geht ihr da hin?
Warum bleibt ihr da so lange? Sport.
Mike
Wir machen Sport.
Jubo13
Will ich mitmachen?
Mike
Nee, sie macht keinen Sport. Das ist anstrengend, das macht sie doch nicht.
Jubo13
Sie macht Sport.
Sebastian
Es gibt eine gemeine Frage. Den meisten werde ich dir heute auch schon gestellt haben.
Der Moment, wo ihr sagt, okay, jetzt ist sie alt genug, um davon zu erfahren,
man erzählt ihnen ja nicht, was man im Bett macht, aber wo so ein gewisses,
okay, es gibt da Optionen und im Zweifel gibt es auch sowas wie die SM&G,
also du musst nicht alleine damit sein, hab da keine Angst, also wo man mal
irgend so ein Gespräch führt, Eltern möchten dieses Gespräch nie führen,
aber ist das eine Idee oder sagt ihr, nee, also da haltet ihr euch komplett
raus oder habt ihr da einen Notfallplan oder irgendwo einen Flyer liegen, wo ihr sagt, hier Kind,
da gibt es alles, wend dich dahin, wir wollen das nicht mit dir besprechen.
Jubo13
Ich hätte kein Problem das zu besprechen, aber ich glaube, da brauche ich mir
keine Gedanken zu machen, dass ich das irgendwann mal machen müsste,
dass sie selber Interesse hat.
Und wenn sie halt irgendwie fragt, was wir machen, ja, dann kommt das von ihr
aus. Da warte ich dann einfach, bis der Moment da ist.
Mike
Also wir lügen nicht, wenn es soweit ist, aber wir erzählen es auch nicht von
vornherein und so raus. Wir machen jetzt das und das, ist voll toll.
Sebastian
Ja, ich glaube, man muss auch keine Details erzählen, aber man muss halt irgendwie
verdummt verkaufen, darf man es halt irgendwie auch nicht.
Es ist ein schmaler Grad.
Mike
Ja.
Jubo13
Was auf jeden Fall halt wichtig ist, was man halt so mitgenommen hat oder ich
mitgenommen habe, nachdem ich in die Szene abgetaucht bin.
Einfach der Konsens, dass das ist, was mir gefehlt hat in einer normalen Beziehung,
die einfach im BDSM-Kontext da sind, also was da ist und das dem Kind halt dann
irgendwann mitzugeben, wenn es soweit ist.
Sebastian
Letzte Frage, so Alltagssachen. Mal ein schönes Halsband, mal ein Teil aus Latex
einfach mal drunter tragen oder solche Dinge.
Also man kann ja auch einfach mit Dingen selbstverständlich umgehen und dann
sind die auch nicht, dann sind die auch gar nicht aufgeladen mit diesem Anschein
von, das ist etwas Verbotenes, sondern das ist halt Schmuck und das macht man einfach so.
Wie weit geht ihr da und wo ist die Grenze?
Mike
Ja, dazu kann ich was sagen. Also es gab einmal das Gespräch mit der Kleinen.
Findest du es eigentlich doof, wenn Mama ein Halsband tragen würde? Nö.
Okay, Schatz, ab im Schlafzimmer und hol dir ein Halsband.
Jubo13
Es war halt vorher immer so dieses Aufpassen, okay, sie kommt gleich aus der
Schule, das muss wieder ab, was dann einfach Stress verursacht hat.
Sebastian
So einfach kann man ein Problem lösen, ja?
Jubo13
Ja.
Mike
Kommunikation.
Sebastian
Da kam auch keine weiteren Nachfragen oder so, ne?
Jubo13
Nein.
Sebastian
Ich behaupte, kann man mir gerne widersprechen, aber im Moment stehe ich noch
dazu, Kinder wollen auch nur Dinge wissen, wo sie Antworten auch vertragen können.
Ich glaube, die schützen sich selber auch ganz gut vor zu vielen Details.
Ja, und jetzt müssen wir, vier, fünf, fünf sind wir jetzt, ne?
Müssen wir jetzt essen gehen?
Dann beenden wir das jetzt hier. Ich glaube nicht, dass ich es in die Folge
direkt einbauen werde, sondern es wird dann in die Podcast-Version kommen.
Aber es macht einfach Spaß, mit euch zu quatschen. Und wenn ihr noch irgendwas
sagen möchtet, habt ihr jetzt die letzte Gelegenheit. Und dann mache ich das
Mikrofon aus und wir gehen essen.
Mike
Nö, nö. Wir lieben deinen Podcast. Du bist ein ganz toller Mensch.
Das Podcast Subi ist super.
Sebastian
Ah Gott, mir wird schlecht.
Mike
Ah ja.
Sebastian
Okay, ich störe mal hier. Stopp, liebes Publikum, zurück in die Sendung. Tschüss.
Jubo13
Tschüss.
Mike
Tschüss.
Sebastian
Das waren Maik und Jubo13. Weiter geht's mit Fiene.
Liebes Publikum, es ist Dienstagmittag 13.30 Uhr und wie kann es anders sein?
Ich nehme ein kleines Gespräch für diese Folge auf.
Ich habe am Telefon Fiene. Hallo.
AnruferIn
Hallo.
Sebastian
Ja, wir haben uns hier zusammengeschlossen, weil, Überraschung,
du hast Job und Nachwuchs im Haus und noch extra Bonus und deshalb haben wir
uns heute Mittag verabredet. Ja, wie ist das bei dir?
AnruferIn
Genau, ich habe ein kleines Kind. Meine kleine Tochter wird jetzt bald vier
Jahre alt und dann lebt hier noch meine Schwester, die 17,5 ist.
Und das macht die Planung von Fashions manchmal ganz schön kompliziert.
Sebastian
Okay, das sind ja zwei Ebenen. Also 17, fangen wir mal bei der Schwester an.
Die Schwester ist also in einen kinky Haushalt gezogen.
Wusste die vorher davon?
AnruferIn
Nein, nein.
Sebastian
Sehr schön.
AnruferIn
Ich habe hier dann irgendwann mal eine Schublade aufgemacht und es ist knallrot geworden.
Sebastian
Ja, okay, also 17,5 ist natürlich so ein Alter, die wissen im Grunde Bescheid,
aber da ist noch nicht so diese Sicherheit vielleicht, aber du bist ja die Schwester
und nicht die Mutter, das heißt, da ist vielleicht nochmal eine andere Gesprächsebene.
Also, ja, die Schublade, rot werden und dann, ja, wie geht man dann damit um?
Ich gebe zu, ich habe meine Verwandtschaft auch mal eingeweiht und das ist mir
schwerer gefallen, als ich dachte. Also, ja, gab es ein Gespräch oder ist es
bei der Schublade geblieben?
AnruferIn
Erstmal ist es bei der Schublade geblieben. Das war auch ein Kontext,
wo die Kleine hier noch rumlief und wo es dann nicht so passend gewesen wäre, da was zu zu sagen.
Wir hatten auch tatsächlich, ohne es zu wissen, zweimal auf unsere Tochter abends
dann aufgepasst, als wir ausgewiesen sind, wo wir dann einfach nur gesagt haben,
wir wollen gerne tanzen gehen und dann noch gucken mussten, wie früher,
dass man möglichst unauffällig gekleidet aus dem Haus geht.
Und dann haben wir aber irgendwann ein Gespräch geführt und haben ihr gesagt,
wir wollen ja gerne sagen, was wir so machen, wenn wir tanzen gehen.
Und du hast ja auch schon so eine Schublade geöffnet und genau,
haben dann ein Gespräch geführt, was zugegebenermaßen erst ein bisschen unangenehm gewesen ist.
Aber sie war eigentlich recht entspannt damit.
Da sie ja schon was gesehen hat, sich ihre Gedanken schon gemacht hat,
hat sie das dann irgendwie alles auch nicht mehr so sehr überrascht.
Lustigerweise hat sie eher überrascht, dass ich unten spiele und der oben,
weil sie haben das rum eingeschätzt das war noch ganz lustig.
Sebastian
Ich ordne mal ein, du bist 29, ihr seid also gar nicht so weit auseinander,
aber dann doch schon ein ordentliches Stückchen.
Aber ihr habt jetzt einen entspannten Punkt gefunden und dann ist es okay.
Aber das geht jetzt nicht in den Alltag rein, dass man sich dann jeden Morgen
über irgendwelche Sachen da unterhält, sondern das ist noch deins und nicht eures, ne?
AnruferIn
Nee, nee, nee. Das ist auf gar keinen Fall. Was sie halt inzwischen auch weiß,
es gibt ja einen Spielpartner bei mir, von dem weiß sie, den kennt sie inzwischen auch.
Ja, da gab es dann schon mal Situationen, der kneift sehr gerne,
wo sie das dann auch mal gesehen hat zum Beispiel.
Oder...
Es gab mal eine Regel, die wir dann aber wieder aufgehoben haben,
dass ich nicht naschen darf, beziehungsweise vorher fragen soll.
Die hatten wir aufgehoben, aber ein Telefonat, was sie mitbekommen hat,
meinte er dann ja und dann nasch nicht zu viel heute Abend.
Und dann haben wir uns zusammen aufs Sofa gesetzt, haben was gespielt und dann
hat sie mir die Nasch-Tüte hingehalten und dann meinte ich noch,
du weißt doch, ich darf nicht.
Und das sind dann so Momente, wo sie das dann doch so ein bisschen mitkriegt.
Sebastian
Ja, und dann ist auch die Frage, wie geht sie damit um oder ob man sich da unter
Geschwistern ein bisschen foppt, das kann ich mir durchaus vorstellen, dieses,
ja, sollen sie mal machen, ich sorge dafür, dass in jedem Raum immer Süßigkeiten
rumliegen, nicht, dass ich sowas tun würde.
AnruferIn
Beim letzten Gespräch hat sie, also jetzt letztes Wochenende war er hier und
in einem Abend waren wir auch bei ihr, sie war bei unserer Mutter an dem Abend.
Da hat sie ihn auffällig viel geärgert und ich meinte dann irgendwann,
jetzt lass mal gut sein, ich kriege das alles zurück.
Weil sie alles halt, also sie hat Sachen erzählt, von denen sie weiß,
dass ich ihn damit auch gerne aufziehe und hat es dann auch weiter auf die Spitze getrieben.
Und er hat schon bitterböse geguckt und ich meinte, lass gut sein.
Ja, da hat sie dann doch sehr viel Spaß dran gehabt.
Sebastian
Das ist ja vielleicht auch so eine Ebene, wo man sich der Sache eventuell ein
bisschen annähern kann, weil
das einfach dann auch zwischen euch da ein vernünftiges Verhältnis ist.
Ich meine, wenn sie bei dir wohnt, dann werdet ihr euch offenbar gut verstehen.
AnruferIn
Ja, doch.
Sebastian
Und das ist schon mal sehr schön. Ich habe mir gerade mal notiert,
für die nächste Folge, irgendwann in ein paar Wochen oder so,
muss ich unbedingt mal die Folge machen, Familie, Freunde und Freizeitleute.
Also alle Menschen im privaten Umkreis, die nicht kinky sind.
Ich muss mal gucken, ob mir da eventuell ein passender Themenname vereinfällt.
Ich glaube, das könnte spannend sein. Danke für das Thema schon mal.
AnruferIn
Gerne.
Sebastian
Das ist deine Schwester. Und dann ist deine Tochter noch da.
Und mit vier Jahren, ganz ehrlich, die kriegen doch nichts mit.
Da kannst du doch alles machen im Grunde. Oder doch nicht?
AnruferIn
Ja, aber nein. Das ist natürlich so ein bisschen das Spannungsfeld zwischen
was möchte man auch vorleben.
Weil in dem Alter können die Kinder das natürlich noch nicht einordnen.
Das Einzige, was die Kinder einordnen, ist zum Beispiel, wenn die Erstmachtgefälle
besteht, dass Papa steht über Mama.
Und das ist ja etwas, was dückweit dann vorgelebt wird und was für das Kind
aber nicht eingeordnet werden kann.
Also das Kind weiß nicht, das ist eine aktive Entscheidung und im Grunde genommen
sind auf Metaebene dann doch wieder beide gleichberechtigt.
Das kann ein Kind in dem Alter ja nicht verstehen und dementsprechend ist das
was, wo ich schon definitiv viel verstecke.
Sebastian
Ich kramme in meiner Erfahrungskiste ein kleines bisschen rum.
Und ja, da ist der Meta-Konsent und man hat da auch ein Machtgefälle,
was auch in den Alltag reingeht,
was aber keine Rolle mehr spielt, wenn die Frau Mama den Herrn Sebastian da
zusammenfaltet bis zum geht nicht mehr wegen irgendwas.
Also ja, man lebt halt automatisch dann doch so ein bisschen vor,
dass jeder so seine Kompetenzbereiche hat.
Aber ja, ich kann das total nachvollziehen. Okay, jetzt,
Da gibt es den Spielpartner und du lebst mit deiner Schwester und deiner Tochter
alleine. Da hat sich also was verändert.
Der Spielpartner kommt ja zu Besuch. Gibt es das?
AnruferIn
Das gibt es. Er war letztes Wochenende da, das war das zweite Mal.
Also wir kennen uns seit einem halben Jahr ungefähr.
Haben uns viel außerhalb getroffen, die ersten Monate.
Genau. Und dann gab es eine Situation, wo ich zufällig, also er wohnt nicht
so ganz um die Ecke, wo ich zufällig mit meiner Tochter bei ihm in der Nähe
war, wo wir uns dann kurz zu dritt gesehen haben.
Ich war so das allererste Kennenlernen und ansonsten gab es da aber bisher wenig
Überschneidungspunkte, aber auch das wird sich gegebenenfalls ändern,
weil mit Jobs und Distanz und so weiter ist ein Sehen sonst einfach sehr, sehr schwierig.
Sebastian
Also ich glaube, das ist eher so die mentale Brücke in deinem Kopf,
die schwierig und wackelig ist, weil ganz ehrlich, wäre das jetzt irgend so
ein Vereinskollege aus dem Bienenzüchterverein, ja,
dann kann der halt eh mal, dann kommt der halt mal vorbei und so und dann lernt
deine Tochter ihn auch kennen, dann ist das entspannt.
Also macht das einen Unterschied, weil er aus dem, ich sag mal,
aus dem Milieu kommt, aus dem man nun mal kommt, nämlich aus dem Milieu WDSM
und Sexualität für dich.
Also macht das einen Unterschied, wie du agierst und kriegt das deine Tochter
vielleicht auch unterbewusst mit?
AnruferIn
Das sind doch generell schlechte Menschen, wusstest du das noch nicht?
Sebastian
Ah, naja gut, aber daran ist deine Tochter ja offenbar gewöhnt,
denn du wohnst ja auch zu Hause.
AnruferIn
Nein, also für mich ist es tatsächlich kein Unterschied. Ich habe lange nicht
so eine Häufung von lieben, empathischen, toleranten, einfach großartigen Menschen
getroffen wie in der Szene.
Ich bin jetzt ja seit einem halben Jahr ungefähr, seit ich mit meinem Spielpartner
öfter unterwegs gewesen bin, war ich öfter auch auf Veranstaltungen und generell
einfach mehr Kontakt zur Szene.
Und für mich macht das definitiv keinen Unterschied.
Aber es gibt halt Menschen im Umfeld, die einen Unterschied machen und das kann
dann schwierig werden, wenn da eine Wertung entsteht.
Sebastian
Ja, aber neutral bist du ja auf keinen Fall. Also lebst ja was vor,
man muss ja auch was vorleben, damit Kinder auch ein Vorbild haben.
Ich muss dir mal was hinwerfen. Stell dir mal vor, Leute von einem Stammtisch
oder so, also kinky Leute, die du kennst, kommen zu Besuch.
Er trägt sein Hemd und sie trägt ein nettes Halsband wäre das valider besucht
wäre das okay oder würdest du zu Hause sagen das nehmen wir mal bitte ab.
AnruferIn
Das wäre für mich vollkommen in Ordnung ich trage tatsächlich auch es ist nicht
klar, das Halsband erkennbar es ist ein Jute-Seil mit einem Magnetverschluss,
was aber eng anliegt wie ein Halsband und für mich die Funktion eines Halsbandes
hat ohne Ring, aber nichtsdestotrotz für Menschen, die aus der Szene kommen
denke ich auch wegen dem Bonnisch-Seil durch die Auserkennung.
Sebastian
Wo ist da die Grenze tatsächlich? Also wo sagst du, okay, wie viel Accessoires
würdest du deiner Tochter und auch deiner Schwester zumuten?
Weil deine Schwester sieht dann ja auch quasi ein Signal und da sie ein bisschen
Wissen hat, weiß sie, ah, das ist eventuell ein sexuell perverser Kontext.
Es ist ein böses Wort, ich weiß, ich meine das nicht so.
Aber also inwieweit bist du auch bereit, deiner Kernfamilie das zuzumuten,
dass sie das mitkriegen und dass sie das auch wegstecken und einordnen müssen?
AnruferIn
Also so sehr klare Symbole wie zum Beispiel die aufgerollte Bullgrip am Gürtel
oder das Rohrstock Potpourri.
Das müsste jetzt für mich nicht unbedingt sein. Ich würde aber jetzt,
also wenn ich Freunde zum Kaffeetrinken einlade oder zum Filmeabend,
dann hoffen sie auch in der Regel nicht mit ihrer Bullgrip oder den offenen
Rohrstocken durch die Gegend. Die kommen dann eher,
Abends später zum Vorschein, wenn es halt auch Richtung aktives Spiel geht.
Und da wiederum würde ich auf jeden Fall eine klare Grenze ziehen.
Das eine sind so kleine Ärgereien, also mein Spielpartner knascht mich zum Beispiel
zwischendurch ganz gerne mal und das auch ein bisschen doller als man es sonst
unter Freunden als normal erachten würde, sagen wir es mal so.
Aber wie viel Kraft da drin steckt, sieht ja keiner von außen.
Sebastian
Ja, solange du transportierst, ihr neckt euch da gerade.
Ihr flirtet, ihr habt Spaß, genauso wie man sich mal einen Kuss gibt.
Das sind ja alles so Gesten.
Ich glaube, das können Kinder wahrscheinlich eher nachvollziehen,
weil die necken sich ja auch gegenseitig und probieren sich da aus und gehen
miteinander körperlich um.
AnruferIn
Bei meiner Tochter tatsächlich, als er mich einmal gekniffen hat,
ihn ganz böse angeguckt hat. Du darfst Mama nicht ärgern, kneifen darf man nicht.
Sebastian
Ja.
AnruferIn
Sehr lustig, hat mich sehr gefreut.
Sebastian
Wie hast du das denn erklärt?
AnruferIn
Also sie hat ihn angeguckt und er hat dann direkt gesagt, das ist kein Ärger.
Hat er gesagt, ich weiß gar nicht, ich habe sie nur ein bisschen geärgert oder
so und dann hat sie nochmal gemeint, darf aber nicht ärgern,
ja okay. Dann hat er gesagt, okay, dann mache ich das nicht mehr.
Sebastian
Oh, oh, oh.
AnruferIn
Ja genau, und du ahnst schon, was dann passiert ist.
Sebastian
Die Tochter hat ihn gekniffen?
AnruferIn
Nee, nee, nee, aber ich habe ihm das natürlich regelmäßig aus Butterbrot geschmiert,
das habe ich mich ärgeriert.
Sebastian
Oh, auch schön. Also ich behaupte ja immer, dass wenn Kinder Eltern fragen,
dass Eltern aus dass da irgend so ein Geistesblitz immer auftaucht und dass
man die richtigen kindgerechten Worte findet, die man nicht vorformulieren kann.
AnruferIn
Auf jeden Fall, ja. Doch schon.
Sebastian
Wann musstest du das mal nutzen? Wie sieht dein Arm aus, Mama?
Hat er dich etwa wieder gekniffen?
AnruferIn
Das Thema Spuren ist tatsächlich auch eins, wo ich lange mit mir gehadert habe, wie ich damit umgehe.
Mittlerweile, also ich gucke das Spuren an den Beinen, kriege ich ganz gut mit
langen Klamotten verdeckt.
Thema wird es dann eher nachts, weil ich halt in der Regel nicht mit langer
Hose und dicken Pulli schlafe.
Also die sieht sie bisher. Da hat sie, ich glaube, da hat sie tatsächlich schon
mal gefragt, was da passiert ist. Und dann habe ich mir wehgetan.
Sebastian
Punkt.
AnruferIn
Und dann hat sie nicht weiter nachgefragt. Das sind ja auch Dinge,
das kann sie noch gar nicht so reflektieren, wie doll, dass so ein blauer Fleck
ein bisschen mehr braucht, als Mama ist mal kurz irgendwo hängen geblieben.
Sebastian
Ja, eigentlich schade, dass man den Kindern da, also ich würde nicht sagen belügen,
sondern das ist ja, aber man muss ihnen halt eine andere Geschichte erzählen, als die, die es war.
Also das ist die Frage, klar mit vier, das ist dann auch einfach Schutz vor
zu viel Information an der Stelle, aber sie wird ja älter werden.
Hast du vor, sie irgendwann so einen Punkt zu haben, dass du sagst,
wenn sie dann irgendwie mit 13 irgendwann fragt, ja das ist ja offensichtlich
ein Halsband, was du da trägst und ihr macht doch da so Sachen.
Ja, ist deine Antwort, ja, du hast recht oder ist deine Antwort,
nein, auf gar keinen Fall und dann fährst du alles zurück?
AnruferIn
Ich denke, ich würde eher in die Ehrlichkeit gehen.
Von der Tendenz her, weil ich denke, Kinder spüren sowas sowieso.
Kinder spüren auch, ob man ehrlich ist oder nicht.
Und ich sehe da wenig Sinn drin, sie dann zu belügen.
Also ähnlich haben wir es mit meiner Schwester ja auch gehandhabt.
Die war ja gerade eben 16 geworden, als sie zu uns gezogen ist.
Und hat es dann auch relativ schnell drauf gefunden und geoutet haben wir uns
dann vor vier Monaten, glaube ich, final.
Sebastian
Ja, ich glaube, bei Jugendlichen, da kann man auch tatsächlich die Frage stellen, ist dir das unangenehm?
Also wenn du zum Beispiel da was um den Hals trägst und dann kann man darüber
sprechen und dann vielleicht auch einfach gucken, dass man eine Lösung findet.
Das ist ja nun mal auch ein Zuhause von allen und in Zuhause soll man sich wohlfühlen
und das wird halt immer schwierig.
So, jetzt habe ich noch zum Abschluss eine Frage. Die Schublade,
die deine Schwester gefunden hat, die ist auch wirklich sicher vor deiner Tochter?
AnruferIn
Das ist so eine Kallaxbox und das ist in der dritten Reihe quasi von eins,
zwei, drei nach oben. Da kommen sie noch nicht ran.
Sebastian
Ja, aber das wird nicht mehr lange dauern. Also einfach mal angenommen,
sie findet irgendwas, irgendwelche Gegenstände und so.
AnruferIn
Mein Satisfyer hatte sie neulich in der Hand.
Sebastian
Gut, also ganz ehrlich, wenn ich nicht wüsste, wozu der ist,
würde ich auch nicht drauf kommen, ganz ernsthaft.
Das ist im Zweifel ein sehr kaputtes Ohrenthermometer.
AnruferIn
Ohrenthermometer ist gut, das merke ich mir.
Sebastian
Ja, also ich glaube, da findet man was und genauso wie alle Magic-Vans auf dieser
Welt für Rückenprobleme erfunden wurden.
AnruferIn
Natürlich auf jeden Fall.
Sebastian
Ja, aber nehmen wir wirklich mal, eine Manschette liegt irgendwo rum,
wo ja, also das interessiere ich auch eher an deine Schwester tatsächlich eher so ein bisschen.
Also wenn man Kram hat, dann bleibt der auch mal liegen und wenn irgendwas beim
Spielen hinter die Couch fällt oder so.
Ist das sowas, wo du sagst, da bin ich ganz penibel oder sagst du,
naja, wenn dir Kram hier öfter mal ein bisschen was rumliegt,
was nicht dramatisch ist, dann kann ich es ja damit auch ein bisschen normalisieren vielleicht?
AnruferIn
Das ist tatsächlich was, was ich so nehme, wie es kommt. Also ich gucke schon,
dass ich aufräume oder wir aufräumen, je nachdem.
Der Vorteil daran, wenn Spielpartner von außen kommen, ist ja auch,
dass die ihr Zeug wieder mitnehmen in der Regel, weil wir ja ein eigenes Interesse daran haben.
Aber wenn mal was liegen bleibt, ich kann es sowieso nicht vermeiden.
Ich bin schuldig und kann es sowieso nicht vermeiden und würde dann eher gucken,
dass ich im Moment kindgerechte Erklärungen dafür finde.
Sebastian
Ich mache mal den großen Werbeblock auf. Da stünde ein Kunst der Unvernunft
Kaffeebecher bei dir in der Küche. Dürfte der da stehen?
AnruferIn
Ja.
Sebastian
Okay, wunderbar. Gibt es übrigens wieder, liebes Publikum, haben wir heute am
Dienstag, habe ich sie freigeschaltet.
Gott, was für ein fürchterlicher Werbeblock. Entschuldigung,
ich kann da nicht an mich halten.
Ich habe jetzt zwei Stunden Kaffeebecher angeguckt, um zu schauen,
welche sind Bruch und welche nicht.
Ich bin blind, ja. Das sieht immer nur alles gleich aus.
AnruferIn
Ich bin kaputt gegangen.
Sebastian
Nee, diesmal nicht, interessanterweise. Aber ich werde den Werbeblock in der
Folge eh nochmal eingebaut haben, das heißt, das Publikum ist eh schon zu Tode
gelangweilt, dass er es wieder nicht lassen kann.
Fiene, möchtest du noch was hinzufügen? Wir sind schon über die Zeit,
aber das Gespräch ist so schön, also fühl dich frei, noch etwas zu sagen.
AnruferIn
Nee, wirklich was zu erzählen habe ich nicht mehr. Also so richtig Kinky gesehen
hat meine Tochter, glaube ich, auch noch nichts.
Mit einmal gesehen, wie ich mich selber gefesselt habe. Tatsächlich,
da habe ich mir ein Schmuckharnis angelegt. Das war natürlich auch spannend.
Aber da habe ich dann auch einfach gewollt, das ist Schmuck.
Sebastian
Ja und das ist es ja auch tatsächlich und im Zweifel ist es auch,
das fühlt sich gut an und das sind ja so ganz einfache Emotionen,
die man auch verkaufen kann, die man ehrlich vermitteln kann und im allerschlimmsten
Fall, wenn nichts mehr geht,
dann sind halt sehr viele Eltern heutzutage eben Mittelalter-Fans, da geht eh immer alles.
AnruferIn
Ja, das ist auch eine Ebene, auf der ich, also das Thema Bondage ist bei mir
in der Familie relativ weit geoutet tatsächlich,
dass das einfach was ist, was mir Spaß macht und wo ich auch über die Schiene gegangen bin,
ich habe es in der letzten Folge schon erzählt, ich habe ADHS,
im ADHS ist ja dieses Thema, also so Gewichtsdecken werden ja oder generell,
also Gewichtsdecken beruhigen, Punkt, nicht nur Menschen mit ADHS,
aber im Bereich ADHS sind Skills ja auch weit verbreitet und Seile haben für
mich eine ziemlich exakt gleiche Wirkung.
Nur, dass die Haptik nochmal ein Zusatzfaktor ist.
Und das ist eine Ebene, die bei mir in der Familie mittlerweile eigentlich fast allen bekannt ist.
Schon alleine, weil ich halt vier Veranstaltungen unterwegs gewesen bin und
dann immer wieder die Fragen kamen, ja, was sind denn das für Veranstaltungen,
wo bist du denn da immer, wenn die halt über mehrere Tage gehen.
Ich halt auch schon auf Messen war, auf der Passion zum Beispiel und dann einfach
irgendwann gesagt habe, ich habe keinen Bock mehr hier auf Affentanz,
mir immer was Neues auszudenken und irgendwelche Lügen zu erfinden und dann
halt das Thema Bondage einfach erklärt habe auf dieser Ebene.
Sebastian
Und Bondage ist ja auch nun wirklich, das kriegt man auch wunderschön unter
den Begriff Kunst untergebracht.
AnruferIn
Genau.
Sebastian
Zumindest wenn man ein bisschen mehr talentiert ist als ich.
AnruferIn
Mein Papa meinte trotzdem, das wäre too much information für ihn.
Sebastian
Ja, aber ganz ehrlich, Kinder können sich das nicht aussuchen.
Bei Eltern bin ich immer noch der Meinung, wir müssen ein bisschen was aushalten
und das ist dann einfach so.
Und ja, ich liege meiner Mutter auch, wenn sie es nicht hören will,
auch in den Ohren und sagt, nee, ich habe keine Zeit, ich mache Podcast.
Oder so. Da hat sie der Podcast immer. Ich glaube, das findet sie auch unangenehm,
aber es ist Teil meines Lebens und Eltern haben sich für das Leben ihrer Kinder
zumindest ein bisschen zu interessieren.
Man muss ja nicht ärgern, aber ich glaube, in die Richtung darf der Informationsschluss
auch mal gehen und solange er nicht sagt, Kind, um Gottes Willen,
du musst jetzt in eine Entwöhnungstherapie,
wo du dann einen Stuhl gefesselt und entwöhnt wirst, Entschuldigung. Das ist sehr gut.
Solange ist es glaube ich dann auch okay, wenn man die Ebene fahren kann.
AnruferIn
Und jetzt kann ich zumindest ehrlich sagen, ich war auf der Passion, wenn er fragt.
Und darum ging es mir halt einfach, dass ich nicht mehr im heißen Brei rumreden
muss, sondern einfach sagen kann, ich war auf der Passion, Punkt.
Oder wenn ich jetzt sage, ich war auf einer Messe, dann wahrscheinlich kann
ich mir fragen, was war das für eine.
Weil er kann sich denken und damit ist das Thema auch durch.
Mit meiner Mutter ist es tatsächlich ganz anders. Die ist aber auch Sexologin,
also Master of Sexologie.
Und die ist da super offen. Mit der kann ich über ganz viel sprechen.
Die weiß auch ganz, ganz viel, eigentlich quasi alles tatsächlich.
Und das ist total entspannt wiederum.
Also so unterschiedlich kann es sein.
Sebastian
Fiene, großartig. Also du hast jetzt ganz viele Rollen abgedeckt.
Mutter, Schwester, Tochter, Spielpartnerin, Partnerin. Also alles in einem Gespräch.
Und das gerade mal in etwas mehr als 20 Minuten.
Wahnsinn. Ich kann dir nur einfach wünschen, dass du A, immer die richtigen
Worte hast, dass du den Aufräumzustand findest, den es braucht.
Dass deine Tochter, dass dein Kallax noch genug Etagen hat, damit deine Tochter
noch ein bisschen Zeit hat, die Sachen zu finden.
Und ja, dass einfach dein Umfeld entspannt mit dir umgehen kann und das auch
tut, sodass du auch einfach entspannt du selbst sein kannst,
insbesondere auch zu Hause.
AnruferIn
Das klingt gut, danke.
Sebastian
Sehr, sehr gerne. Mach's gut, tschüss.
AnruferIn
Und tschüss.
Sebastian
Ja, vielen Dank an Fine für das schöne
Gespräch. Und ja, mein letzter voraufgezeichneter Beitrag war mit Brunus.
Das ist eigentlich der erste, den ich aufgenommen habe. Nee,
der zweite, aber die Reihenfolge ist ja gar nicht so wichtig. Los geht's mit Prunus.
Liebes Publikum, es ist Donnerstag, eine Woche vor dieser Folge und es ist 15.30
Uhr und ja, weil eben Kinder den Terminkalender gerade Donnerstagabend gut füllen
können, habe ich jetzt schon Prunus in der Leitung. Hallo.
AnruferIn
Ja, hallo Sebastian, ich grüße dich.
Sebastian
Ja, ich habe schon ein paar Metadaten. Also du bist Mitte 30 und es sind vier
Kinder zwischen zwei und elf.
AnruferIn
Ja, ganz richtig, genau.
Sebastian
Wie sieht dein oder euer Kinky-Life denn aus? Gibt es das noch?
AnruferIn
Das gibt es und ich bin doch überrascht, wie viel es davon gibt.
Also ich habe mir das am Anfang auch nicht so vorstellen können,
dass das so gut geht, aber wir schaffen das wirklich, wirklich toll, das einzubauen.
Sogar im Alltag tatsächlich.
Sebastian
Okay, also ich bin gespannt. Wir haben ja zwei Ebenen. Einmal Alltag und einmal
so diese Weggeh- und Partzeitebene.
Genau. Wenn du möchtest, erzähl mal ein bisschen und vielleicht auch das,
was auf gar keinen Fall mehr geht oder wo ihr dann auch an eine Grenze stoßt,
weil ich glaube, Menschen, die hier zuhören, die suchen auch ein bisschen Orientierung.
Was kann ich meinen Kindern zumuten, wenn ich zum Beispiel irgendwas rumliegen
lasse oder wie sehr muss ich die Sachen verstecken und was ist vielleicht gar
nicht so schlimm auch für euch? Ich höre dir einfach mal zu.
AnruferIn
Ja, also Sachen verstecken, damit kann ich vielleicht ganz gut einsteigen.
Das ist schon sehr wichtig für uns.
Wir haben da einen extra Spielzeugschrank. Der ist in der Zwischenzeit auch mal gewachsen.
Und da ist ein dickes Vorhängeschloss vor.
Und so Schubladen mit Magneten, die sich nur mit Magneten öffnen lassen.
Und auch einfach abends aufräumen oder so ist schon uns sehr wichtig,
weil wir die da nicht irgendwie mit involvieren wollen.
Also die sollen da jetzt vor allen Dingen in diesen jungen Jahren überhaupt
nichts von mitbekommen.
Wenn sie mal älter sind und Fragen stellen oder was auch immer oder Aufklärung,
dann kann man da schon mal drüber reden.
Aber ansonsten sollen die da bitte nichts von sehen, weil das ja auch nicht
so leicht zu verstehen ist aus Kindersicht.
Genau. Aber was zum Beispiel total gut geht, wo ich jetzt schon mal so angedeutet
habe im Alltag, sind so Heimlichkeiten.
Also, dass ich dann zum Beispiel meine Ehefräulein umarme und ihr dann ganz
subtil an den Haaren ziehe.
Kräftig, aber so, dass es halt niemand merkt. Und sie muss dann natürlich auch
die Kontinence bewahren.
Sebastian
Oder,
Ja, das sind diese spannenden Momente, aber das ist ja, das wisst ja dann nur
ihr, aber den Klaps auf dem Popo vor den Kindern, den gibt es nicht.
AnruferIn
Den gibt es jetzt nicht vor den Kindern, nie. Aber wir haben doch ein relativ großes Haus.
Wir können uns auch dementsprechend gut mal irgendwo kurz in die Speis gehen
oder so und die Tür zu machen.
Und wenn dann praktischerweise noch das Zimtründenöl in der Speis steht,
dann ist das doch mal ganz nettes Tunnelspiel so to go sozusagen.
Sebastian
Okay, ja. Und so wirklich Paarzeit?
Also ich weiß nicht, gibt es da eine Regel bei euch? Um 22 Uhr ist das Elternschlafzimmer
abgeschlossen oder eigentlich will man ja offen erziehen und nicht immer, aber Kinder sind a.
Nicht blöd und b. man braucht aber trotzdem seine Zeit zu zweit, ne?
AnruferIn
Ja, genau. Also das haben wir trotzdem.
Also ich meine, so kleine Spielereien, das ist dann ganz nett,
um sich auch immer so ein bisschen irgendwie anzunähern oder schon mal warm
zu machen sozusagen für den Abend.
Aber jetzt kommt auch wieder so ein bisschen der Vorteil von einem Haus ins
Spiel, dass die Kinder oben schlafen und die schlafen echt gut.
Also ich klingt jetzt ein bisschen blöd, aber ich würde jedem empfehlen,
einfach mal vorm Einschlafen die Bohrmaschine noch mal ein bisschen laufen zu
lassen oder den Hobel anzuschmeißen, damit die Lärm gewöhnt sind sozusagen.
Sebastian
Ja, okay, normalisieren von Krach, auch eine schöne Strategie.
AnruferIn
Genau, normalisieren von Krach, das trifft es ganz gut, sodass die dann auch
gar nicht so geräuseempfindlich sind, ne?
Wenn dann doch mal irgendwie ein Schlaginstrument oder so lauter wird.
Meine Frau ist selten lauter, aber eher dann etwas Schlagendes, was dann lauter wird.
Sebastian
Das heißt, ihr habt euren Bereich tatsächlich und ihr könnt dann auch sagen,
jetzt ziehen wir uns mal zurück und dann müsst ihr auch nicht auf der Hut sein die ganze Zeit.
Bei zwei Jahren, das ist noch so dieses Nachts aufwachen, schlimme Träume haben.
Also so ein bisschen mit einem Ohr ist man dann doch mal im Kinderzimmer.
AnruferIn
Genau, genau. Also tendenziell ist es bei uns dann das Wohnzimmer,
wo wir dann spielen. Das ist im Erdgeschoss und eben die Kinder schlafen oben.
Und ja, da steht dann auch manchmal das Babyphone rum.
Das wird dann natürlich während des Spiels so gut wie möglich ausgeblendet,
außer es meldet sich halt jemand. Dann müssen wir natürlich kurz unterbrechen.
Und das macht es dann manchmal spannend, je nachdem, welches Kind was braucht oder so.
Da haben wir uns dann manchmal auch schon ganz schön beeilt,
dann beim Abfesseln oder so.
Sebastian
Ja, wie ist denn das mental, wenn das Baby vorhin rappelt, man ist immer mit
einem Ohr da und dann egal, wie schön die Stimmung gerade ist, man muss da raus.
Also wie ist das auch für dich und deine Frau, wenn euer Spiel dann nun mal
jetzt unterbrochen werdet?
Also könnt ihr überhaupt so tief ins Spiel eintauchen oder ist das dann doch,
ich will nicht sagen oberflächlich, aber halt zumindest anders?
AnruferIn
Ja, ich glaube schon, dass es ein bisschen anders noch ist. Wir haben ja natürlich
auch Zeiten, wo dann mal die Großeltern die Kinder übernehmen oder so,
wo wir dann wirklich ganz in Ruhe spielen können.
Aber dadurch, dass das Babyphone so selten rappelt, ist es wirklich okay.
Und wenn ich in meiner Rolle bin, dann schaffe ich es auch ganz gut,
dass das zwar da steht, aber dass ich da jetzt nicht die ganze Zeit hindenke.
Und meine Frau ist meistens eh mit Augenbinde und Gehörschutz und was auch immer.
Also die kriegt davon eh nichts mit.
Sebastian
Gehörschutz, damit sie das Babyfone nicht hört. Das finde ich gut.
Ich gebe zu, ich habe auch vor Jahren, als wir in diese Hütte hier eingezogen
sind, es fehlte der Schlüssel vom Wohnzimmer und dann ist da auch noch so eine Glasscheibe.
Die ist zwar nicht so durchsichtig, aber man sieht halt schon,
wenn jemand davor steht. So Milchglas mäßig.
Und das war mit einer der Aktionen, die mir wichtig waren. Auch wenn der Nachwuchs
ist schon über 16, kann ich glaube ich hier mal erwähnen.
Und der kommt nicht einfach so. Der weiß auch, dass wir Elternzeit mal haben.
Und trotzdem war es mir unglaublich wichtig, dass ich dieses blöde Schloss da
einmal austausche, damit ich einen Schlüssel dafür habe.
Man will dann auch diese Sicherheit haben, dass auch wenn es oben brennt,
dann muss es ja nicht sein dass dann die Tür auch fliegt mittendrin,
ok, jetzt erstmal der geheime Schrank mit dem großen Vorhängeschloss,
ich meine ganz ehrlich es gibt nichts spannenderes als die verbotene Tür da
wird doch immer gefragt, was ist denn da drin,
oder das macht ja neugierig, oder habt ihr es geschafft, dass die Kids den völlig
ignorieren? Oder was habt ihr gesagt, was da drin ist?
AnruferIn
Also, der steht im Büro, das heißt, es ist ein Raum, wo die Kinder relativ selten drin sind.
Und wir haben einfach gesagt, das sind Sachen drin, die wir gebrauchen,
das sind unsere privaten Sachen.
Und dann war das Thema auch vom Tisch. Also wir haben das dann eben so verkauft,
dass sie ja auch eigene Sachen haben und so haben wir auch eigene Sachen.
Also natürlich war da schon eine gewisse Neugier am Anfang, aber es ist relativ schnell verflogen.
Sebastian
Jetzt hast du ja gesagt zwischen zwei und elf und mit elf, da fängt das so langsam an mit der Pubertät.
Das heißt, irgendwann steht ja auch mal so ein Aufklärungsgespräch an.
Habt ihr da eine Strategie für?
Also wollt ihr da irgendwas erwähnen oder sagt ihr nein, das muss man nicht erwähnen?
AnruferIn
Tja, jetzt triffst du mich sozusagen. Tatsächlich,
also für mich passiert Aufklärung, das meiste passiert eigentlich an Aufklärung
so irgendwie am Alltag oder am Essenstisch oder so, dass man da nach und nach
mal so ein bisschen mehr drüber spricht.
Ich finde, man braucht jetzt nicht so, dass man sich hinsetzt und so,
jetzt reden wir mal darüber, wie das mit Bienchen und Blümchen ist.
Aber ob ich ihr jetzt unbedingt schon am Anfang der Pubertät von diesem,
wie sage ich jetzt, ein bisschen ausgenommenen Bereich oder ein bisschen so
ein Randbereich, ich finde unsere Zähne immer noch ziemlich klein,
ob ich ihr das jetzt gleich am Anfang erzählen würde, glaube ich eher nicht.
Sebastian
Ja, also ich hätte ja auch so eine, also man macht es ja doch nie,
wie man es sich vornimmt, aber mir persönlich war es immer wichtig,
nichts auszuschließen, also dieses alles ist okay,
das erstmal grundsätzlich zu verkaufen und wirklich zu sagen,
alles ist okay und es gibt auch Sachen, die sind vielleicht ungewöhnlich,
aber auch die können okay sein.
Ja, ja.
Das ist gemein, ich weiß, aber es ist halt gerade so, es steht ja bald an darüber,
sich zumindest mal Gedanken zu machen oder wäre das was, wo du sagen würdest,
nein, auf gar keinen Fall gehst du da hin, weil die Kinder müssen ja dann durchaus
sich schon erklären, wo sie da hingehen,
aber also wäre das was, wo du sagen würdest, ja, ist gut oder ist es eher so
um Gottes Willen viel zu früh, das geht gar nicht, frühestens mit 25?
AnruferIn
Also ich finde, wenn solche Gedanken und Fantasien da sind und bei meiner Frau waren die so früh da,
dann bin ich total wertvoll, dass es solche Orte gibt und solche Stammtische
und wo hoffentlich auch einfach gute, vernünftige Volljährige sind,
die das Ganze dann gut begleiten und einfach, dass die da einen gesunden und
sicheren Umgang mit finden.
Und wenn sie da solche Ideen hat oder Fantasien sind es ja am Anfang oft nur,
ja, darf sie gerne machen, unbedingt.
Also ich genieße es ja auch. Also ich gehe auch zu Stammtischen zum Beispiel.
Das ist ja einfach wunderschön und das ist ja auch eine Bereicherung für unser Leben.
Sebastian
Ja, es ist gemein die Frage und ich werde auch versuchen, das über alle Altersgruppen
in diesem Abend da quasi mit einzubauen.
Aber jetzt wirklich mal, also wenn ihr wirklich dann mal, ich sag mal,
kinderfrei habt, so richtig kinderfrei, also weil ihr unterwegs seid oder weil
die Großeltern alle eingesammelt haben, was ist dann anders für euch?
Ist das so der Moment, oh Gott, jetzt haben wir die Möglichkeit,
jetzt steht Kink ganz oben oder ist dann eher, oh, endlich mal ausschlafen ganz oben auf der Liste?
AnruferIn
Wir nutzen das dann schon tendenziell für unseren Kind.
Wir waren zum Beispiel auch jetzt auf der BoundCon in München.
Da haben wir alle Kinder betreuen lassen und das haben wir sehr genossen.
Und ja, ich meine, klar, manchmal ist auch einfach nicht die Tagesform da oder
manchmal ist man einfach zu müde oder was auch immer.
Aber tendenziell ist der Kind schon ziemlich da in unserem Leben und auch trotz
Kindern sehr gut lebbar und oft lebbar.
Sebastian
Hast du für andere Menschen, andere Eltern, die jetzt vielleicht auch in einer
ähnlichen Situation stecken oder denen das Großwert in den Kindern noch bevorsteht,
hast du irgendwas für die, ein paar Tipps vielleicht oder irgendwas,
was du sagen möchtest oder sagen möchtest, auf gar keinen Fall,
das macht ihr bitte nicht,
irgendeine Erfahrung, irgendetwas, wo du sagst, hier,
das solltet ihr wissen oder habt ihr gute oder schlechte Erfahrungen gemacht, eine Laudatio bitte.
AnruferIn
Nein, ich möchte einfach Mut machen. Ich habe schon den Eindruck,
dass in der Szene relativ wenig Paare mit Kindern sind.
Ich gehe ja viel zum Stammkisch oder auch auf Partys.
Aber ich möchte einfach Mut machen. Es funktioniert auch mit Kindern.
Es ist einfach ganz zauberhaft zu vereinbaren. und vor allen Dingen ist einfach
wichtig, finde ich, dass man das Ganze dann auch ein bisschen mit Humor sieht.
Also selbst wenn da mal eine Session unterbrochen werden muss oder manchmal
wird sie auch ganz abgebrochen, ja, dann kann man da vielleicht auch irgendwie
noch was Lustiges rausziehen oder vielleicht war es ja genau auch in dem Moment,
dass ich dann schon auf meine Kosten gekommen bin sozusagen und sie noch nicht
und dann hat es ja auch einen ganz netten Beigeschmack,
Und von daher finde ich das einfach, dass es gut klappt und dass das auch bei anderen klappen kann.
Wenn man auf Partys alleine geht oder Stammtische macht, dann ist natürlich,
oder was heißt natürlich, dann finde ich wichtig, dass man ganz viel kommuniziert.
Was ist da erlaubt? Was darf man da machen und was nicht?
Aber das ist ja eigentlich eh eine Grundlage überhaupt für unseren Kink, dass man da gut spricht.
Sebastian
Ich habe noch eine steile These, oder zwei sogar.
Die eine ist, wenn ihr glaubt, man kann sich nicht fallen lassen und man hat
ja dann nie die Möglichkeit irgendwie. Ich glaube, Eltern sind mental erstaunlich resilient.
Also man hat nicht den totalen krassen Absturz, nur weil da was dazwischen kommt
oder man unterbrechen muss. Im Gegenteil, man wird pragmatisch, habe ich das Gefühl.
Stimmst du dem zu?
AnruferIn
Ja, würde ich zustimmen.
Ja, doch, das stimmt auf jeden Fall. Also gerade jetzt bei dem Wand oder so,
bei dem Magic Wand, das ist halt einfach ein Massagegerät.
Und wenn ich Rückenschmerzen habe, dann ist das ein super Teil.
Sebastian
Genau, wenn die Kinder mal Rückenschmerzen haben, dann muss man den dann auch
mal benutzen, so komisch einem die Situation vorkommt.
AnruferIn
Ja, oder vielleicht auch nicht, aber.
Sebastian
Ja, das ist ja eine kleine Falle, in die ich dich jetzt reingelockt habe. Ja, nein.
AnruferIn
Kann man das vielleicht bei den Kindern auch noch anders lösen, aber...
Sebastian
Ja, naja, so Zweifel gilt ja auch, es gilt noch für Erwachsene und ja,
ich hoffe, ich werde in der Sinne auch noch mit Menschen sprechen,
wo ja die Kinder noch ein bisschen älter sind, weil da halten die sich dann
wahrscheinlich nicht mehr an Schlafenszeiten.
Da hoffe ich, dass ihr da auch einen Plan für habt, wenn ihr da eben keinen
Einfluss mehr darauf habt, wie viel das Licht ausgeht.
AnruferIn
Ja, ich glaube einfach Flexibilität und das machen, was geht und zu welcher Zeit es geht.
Und vor allen Dingen auch bedenken, dass die Zeit, wo die Kinder zu Hause sind,
ja aufs Leben gesehen doch relativ kurz ist.
Sebastian
Da hast du recht. Bei der Zeit gibt es, glaube ich, einen Rechner.
Da kann man eingehen, wie alt ist das Kind und dann zeigen die einem an,
wie viel Prozent der Zeit, die man mit dem Kind im Leben verbringen wird, ist schon rum.
Und ich glaube, bei einem 16-Jährigen kam raus, es sind schon irgendwie 85 Prozent
der Zeit, der Stunden sind quasi schon vorbei.
Und wenn man das einmal gesehen hat, diese Zahl, ich muss mal gucken,
ob ich es verlinken kann, wenn man die Zahl einmal gesehen hat,
denkt man sich, uff, krass.
Und dann wird das plötzlich werden, diese Stunden zu etwas Gutem,
Seltenen oder anders gewertschätzt. Zumindest geht das mir so mental.
Und dann kann man auch noch ein paar Tage oder vielleicht Monate abwarten,
bevor man die große Action macht.
Es geht ja nicht weg und man wird ja nicht weniger kinky, weil man älter wird,
Okay,
dann überlasse ich dich jetzt der Kinderheit bei dir im Haus wieder.
Das hier ist ja die einzige Folge, wo Kindergeschrei im Hintergrund völlig valide
ist bei den Aufnahmen, aber es ist wieder nicht passiert. Ich bin noch gespannt.
AnruferIn
Ob das noch passiert.
Sebastian
Nein, super. und ja, also vielen, vielen Dank, dass du dich gemeldet hast und
ich hoffe, nein, ich brauche es nicht hoffen, es wird definitiv in die Sendung
eingebaut und dass du damit auch an den Menschen,
ja, einfach eine kleine Hilfestellung bist und man darf dich anschreiben,
wenn man dein Gästeprofil anklickt, wenn Leute Fragen haben.
AnruferIn
Ja, ja, man darf mich anschreiben für Fragen und einfach, genau und ja,
freut mich auch, also würde mich freuen, wenn ich jemandem helfen kann und wenn
nicht, dann einfach auch schön.
Sebastian
Ich werde irgendwann die Sendung wieder machen, vielleicht in drei, vier, fünf Jahren.
Das heißt, dann hast du mehrere Kids möglicherweise in der Pubertät.
Dann bin ich mal zum Update dann gespannt.
AnruferIn
Ja, super.
Sebastian
Alles klar. Okay. Habt eine schöne Zeit. Tschüss.
AnruferIn
Dankeschön, du auch. Ciao.
Sebastian
Vielen Dank an Brunus. Und jetzt geht's wieder zurück in die Vergangenheit zum
Donnerstagabend an die Stelle, wo die Sendung denn auch wirklich aufgezeichnet wurde.
So, jetzt habe ich ein paar Ankündigungen.
Erstmal gibt es eine neue Folge Schmerzblatt am 5.2.
Das heißt, wir machen ja einmal im Jahr dieses Dating-Format und am 5.
Februar machen wir genau das. Was ist das, wieso und wie funktioniert es? Relativ simpel.
Hier wird nicht gedatet und geflirtet im Podcast, sondern wir unterhalten uns hier über Themen.
Aber einmal im Jahr und diesmal kurz vor Valentinstag machen wir genau das.
Wir machen Schmerzblatt und ihr findet ab sofort auf der Startseite der Podcast-Webseite
einen dicken fetten Button mit der Ankündigung.
Und wenn ihr also Partner, Spielpartner oder auch Freundeskreise und Community-Anschluss
sucht oder ihr seid ein Paar und sucht Menschen zum Mitspielen,
dann ist Schmerzblatt genau das Richtige.
Ihr seid, du bist in einer Gegend, wo es keine Stammtische oder Partys gibt
oder die gibt es vielleicht und du findest sie nicht oder du suchst vielleicht
so einen Buddy oder jemanden, der dich mal mit irgendwo hin nimmt,
damit du da einen leichteren Einstieg hast.
Du suchst die große Liebe für alles und jedes.
Das ist das Format. Und wir machen das ein bisschen anders. Da gibt es nämlich
keine spontanen Anrufe, weil das logistisch die Hölle ist.
Und es ist auch ganz gut, dass wenn ich vorher ein bisschen was weiß über die Menschen.
Deshalb haben wir direkt auf der Podcast-Webseite so ein schickes Formular.
Da gibt es ein paar Fragen wie, was suchst du? Du bist, beschreib dich in zwei Sätzen.
Aus welcher Region kommst du? In welchem Umkreis suchst du? Und auch eine Telefonnummer.
Und keine Sorge, das ist alles da nicht öffentlich.
Aber das nutze ich, damit wir dann eben am 5.2. miteinander sprechen können.
Du kannst sogar ein Bild hinzufügen. Das ist dann aber auch wirklich öffentlich
in der Sendung sichtbar.
Damit Menschen dich auch sehen können. Das darf nicht so explizit sein,
aber es muss jetzt auch kein Gesichtsfoto sein.
Wenn du dich zeigen möchtest, dann ist das möglich. Und ja, am 5.2.
Schmerzblatt, dieses Format, was tatsächlich funktioniert. Es wundert mich immer wieder.
Gut, das hören ja auch ein paar Menschen, aber ich habe zum Beispiel auf der
Messe, hat mich jemand angesprochen, hat gesagt, ja, hier, ich war ja beim Schmerzblatt dieses Jahr dabei.
Das hier ist übrigens und zeigt auf seine Partnerin das Ergebnis davon.
Und sie ziehen jetzt zusammen. Also da, es funktioniert nicht immer,
nicht bei allen und es gibt auch die Möglichkeit für euch, dass ihr vielleicht
auch nur einen Einspieler macht, das heißt nur,
dass ihr also euch kurz beschreibt eine kleine Botschaft macht und dann kann
ich die auch als Audiobeitrag einspielen, wenn ihr nicht live mit mir sprechen wollt.
Hört euch gerne die Folge vom letzten Jahr an. Dann wisst ihr so ein bisschen, was auf euch zukommt.
Und ja, einmal im Jahr machen wir das. Und das ist halt am 5. oder 2.
Ganz schön, weil dann erscheint das auch im Podcast ein paar Tage vor eben jenem,
Kommerz-Blumen-Verkaufstag.
Und ja, ich würde mich freuen, wenn wieder ein paar Menschen mitmachen.
Letztes Jahr konnten nicht alle dabei sein.
Wir gucken da auch so ein bisschen, dass wir so eine ganz gute Mischung eben
haben. Deshalb auch dieses Formular, damit wir so ein bisschen schauen können.
Wir halten euch dann aber auf dem Laufenden, was da rauskommt.
Ihr müsst vorher gar nicht so viel erzählen und auch währenddessen,
ich stelle nur Fragen, die okay sind und ihr sollt euch vor allem damit wohlfühlen.
Und auch hinterher die Kontaktmöglichkeiten. Das Schöne ist,
ihr habt ja Gästeprofile und dann könnt ihr die ein- und ausschalten und wenn
ihr da jemanden gefunden habt, schreibt ihr einfach rein, bitte keinen Kontakt mehr.
Ich habe meine Liebe des Lebens oder meinen super, super Shibari-Stammtisch
gefunden und dann kriegt ihr auch da nicht weiter irgendwelche Nachrichten.
Okay, Ankündigung gemacht.
Juhu. Und heute wird es gar nicht
so lange gehen, denn ich habe morgen Aufnahmetag. Ich freue mich total.
Morgen um 11 Uhr klingelt es hier in der Tür. Ich muss vorher nochmal einkaufen,
ein paar Snacks und Getränke besorgen und all solche Dinge.
Aber deshalb werden wir heute auch keine so lange Postshow machen.
Die machen wir ja manchmal für die Menschen, die das nicht kennen.
Wenn die Aufnahme fertig ist, dann quatschen wir hier noch ein bisschen.
Meistens mit dem Tonmeister.
Aber ich muss noch ein bisschen was vorbereiten. Vor allem muss ich dieses ganze
Podcast-Geraffel da drüben auf dem anderen Tisch wieder installieren bis morgen
früh und früh aufstehen. Aber ich freue mich total auf die Aufnahme.
So, es gibt eine Tradition in diesem Podcast, das ist jene Schätzfrage und Schätzfrage
bedeutet, ich habe hier so wunderschöne Kochlöffel, die man nirgendwo kaufen kann auf dem Planeten,
da steht drauf für Brat mit Herz, sind sehr schön geeignet für jede Küche,
auch in Ferienhäusern und den könnt ihr bei mir gewinnen.
Und ja, wir machen das schon ein paar Jahre und ich muss mir immer Schätzfragen
ausdenken, was überhaupt nicht einfach ist.
Und auch heute saß ich wieder da und dachte mir, oh Gott, was kann ich denn die Leute fragen?
Mir ist dann doch was eingefallen, das Podcast so wie hat mir bei der Inspiration geholfen.
Also, funktioniert so, ihr kriegt gleich im Chat eine Frage gestellt und die
könnt ihr direkt in diesem Fragenfenster könnt ihr eure geschätzte Antwort einfach
eintippen und danach wird nach ein paar Minuten wird das System sagen,
juhu, die und die Person ist am nächsten dran,
du kannst deine Adresse dann hinterlegen und die benutzen wir dann einmal,
um einen neutralen Umschlag mit ein bisschen Podcast-Gedöns und eben jenem Kochlöffel
zu dir auf den Weg zu bringen.
Ja, und dazu muss ich jetzt die Frage stellen. Es ist wieder so ein technisches
Nerdding und wenn ihr keine Ahnung davon habt, das ist überhaupt nicht schlimm.
Ihr könnt da total entspannt sein, tippt irgendwas da ein und dann passt das.
Aber ich habe mir zu Weihnachten dann doch nach ein paar Jahren einen neuen
3D-Drucker gegönnt und der ist am Montag gekommen.
Und ja, ich habe das Ding halt ein bisschen drucken lassen seitdem.
Und die Frage, die ich euch stelle, da könnt ihr einfach mal überlegen,
was für euch sinnvoll erscheint.
Oder meistens gewinnen ja eh Menschen, die einfach geraten haben.
Also die Frage lautet, der Stix hat zu Weihnachten einen ordentlichen 3D-Drucker
bekommen. Montag kam das gute Stück an.
Und ja, die Frage ist, wie viele Betriebsminuten, also Druckminuten,
hat das Gerät jetzt hinter sich bis jetzt?
Und wenn ihr eine Ahnung habt, dann tippt ihr das einfach mal ein.
Und dann bin ich gespannt, wer am nächsten dran ist.
Ja, übrigens das Thema heute, das hat echt Spaß gemacht. Schöne Beiträge,
muss ich ehrlich sagen. Die Themen machen manchmal...
Die sind echt hilfreich und es hören doch erstaunlich viele Menschen zu und
ich weiß auch einige, die keinen Nachwuchs im Haus haben. Und warum erzählt er das jetzt?
Liegt daran, dass ich ja die Menschen grüßen möchte, die diesen Podcast möglich
machen und unterstützen. Unterstützen bedeutet, dieser Podcast ist frei für alle.
Wir sind total unabhängig, es gibt keinen Sponsor, der themenmäßig oder so irgendwo
reinredet und im Zweifel gewinnt einfach die Unabhängigkeit und das ist nur
machbar und das stimmt wirklich, weil ihr liebes Publikum diesen Podcast finanziert,
indem ihr per PayPal ein paar Euros
da lasst, indem ihr bestenfalls eine Dauerüberweisung aufs Konto macht.
Einen kleinen Dauerauftrag mit Betrag, ein Getränk eurer Wahl.
Also ihr gebt uns ein Getränk aus und was für ein Getränk das sein soll,
ob das eine Fanta in der Studentenkneipe ist oder ob das der super duper Luxuscocktail
in der Skybar sein soll, das ist völlig euch überlassen und dafür bleibt der
Podcast auf jeden Fall für alle frei und verfügbar.
Und wer den Podcast unterstützt, der kann sich bei uns in die Hall of Fame eintragen.
Da stehen alle Menschen für mindestens ein Jahr drin, die sich dort A selber
eintragen und ich erwähne hier die Menschen,
die sich nicht nur eintragen, sondern auch den Haken gemacht haben bei der Sticks
darf mich in Live-Sendungen erwähnen und das haben ein paar neue Menschen gemacht,
deshalb bedanke ich mich ganz herzlich bei Mach1, willkommen in der Hall of Fame,
bei G Ralf mit Doppel-R und bei Lachs.
Schön, dass ihr dabei seid, dass ihr beschlossen habt, diesen Podcast zu unterstützen.
Und ich bedanke mich außerdem noch bei Menschen, die ich noch gar nicht so oft
erwähnt habe, zum Beispiel bei Glückskatze und Xpliko.
Ich finde das immer toll, wenn ich müsste Lautschrift einführen. Ich danke A plus M.
Ich bedanke mich ganz herzlich auch bei, guck mal, wir haben noch beim Goldfisch
oder bei der Goldfisch, ich muss es ja korrekt vorlesen, bei Madi und ihr Wolfgard.
Vielen Dank auch an euch, dass ihr das hier unterstützt. an Iant an Turdus auch tatsächlich,
Turdus ist neu in der Liste kann ich mir gar nicht vorstellen,
an Friendly and More und ich bedanke mich ganz herzlich bei Lady of the Flowers schöne Namen, bei.
Intercredit bei ein paar haben wir noch, bei Miststück meines Herren,
bei Nachtalb Rigger und zwei noch bei Moe 3 1 1 und,
Und Migas, auch an dich, vielen lieben Dank, dass du das hier möglich machst
und dass du und ja, dass ihr diesen Podcast unterstützt und es echt ermöglicht,
hier total easy und frei zu podcasten und eben auch, dass ich morgen dann einfach
sagen kann, ja, ich besorge jetzt ein bisschen Snacks für die Aufnahme,
macht das ja alles ein bisschen schön.
Ja, und dann kann ich mich total auf den Inhalt konzentrieren und ich hoffe,
ihr merkt auch ein bisschen, dass ich da ein bisschen freier geworden bin.
Auf der anderen Seite, die Gegenseite, ist quasi unser kleiner Merch-Shop.
Wir haben ja zur Messe T-Shirts produziert.
Wir wollen die jetzt wirklich loswerden. Wir haben jetzt mal 20% da auf alle
Klamotten in den Shop reingepackt.
Shop.kunst.de und Vernunft.de. Ich erwähne es nochmal, wenn ihr sowas haben
wollt, ist jetzt die letzte Gelegenheit, denn wir werden das,
die Motive werden wir so nicht mehr nachproduzieren.
Also das ist jetzt auch nochmal erwähnt. So, ich glaube, jetzt habe ich alle
Dinge erwähnt, die passen.
Ja, das ist alles erwähnt, das passt alles, das morgen eine Aufnahme,
das habe ich auch erwähnt und die Schätzfrage und jetzt wollt ihr bestimmt wissen,
ob jemand hier eventuell einen Pfannenwender gewonnen hat oder auch einen sehr
großen Kaffeelöffel, je nachdem, wie man es sehen möchte.
Ich gucke mal, ob wir ein paar Antworten bekommen haben. Oh ja,
67 Menschen haben mitgeschätzt und ich beende mal die Schätzfrage.
Und jetzt verrate ich euch mal, also die richtige Antwort laut der Software
des Druckers sind nämlich 2431 Minuten, das sind etwas mehr als 40 Stunden,
das deutet auf Dauerbetrieb seit Montagmittag hin, würde ich sagen, wobei kann das sein?
Ja doch, das kann tatsächlich sein, fürchterlich. macht halt Spaß,
neue Technik auszuprobieren und jetzt gucke ich mal, wer da von euch am nächsten dran ist und,
Xplico ist am nächsten dran du hast nämlich 2443 Minuten geschätzt und bist
nur 12 Minuten daneben als hättest du hier gespickt im Gerät und das heißt,
du bekommst Post von mir,
wenn du deine Adresse hinterlässt und dann macht das Podcast-Dubi einen schönen
Umschlag fertig, sollte irgendwann im Laufe nächster Woche dann rausgehen und bei dir ankommen.
Ja und auf Platz 2 Tamunleit auch verdammt nah dran aber leider doch ein bisschen weiter weg.
Also echt, also mit dem Schätzen, ich muss wirklich nochmal die Sache mit der
Durchschnittsantwort, das muss ich endlich mal einführen. Also ihr seid da echt gut bei.
Und das läuft. Also wirklich, und Tam Moonlight, ja, wirklich nah dran.
Das ist nicht schlecht. Okay, ich glaube, wir haben hier eine echt schöne,
runde Sendung hinbekommen.
Ich werde mich, wie gesagt, morgen darum kümmern, dass wir hier noch eine neue Folge produzieren.
Ob die dann schon im richtigen Rhythmus erscheint, weiß ich noch nicht.
Denn wir haben ja noch Zeugnisferien, da sind wir auch noch ein paar Tage weg.
Und dann geht das ja auch dann auch schon mit Schmerzblatt weiter.
Und das ist somit das aufwendigste Format, was wir jedes Jahr haben,
weil das einfach viel Vorbereitung und viel Absprache mit Menschen braucht,
denn wir wollen ja hier niemanden vorführen, sondern wir wollen ja Menschen
verführen und dass dann die Menschen vielleicht,
wenn sie das möchten und das der Plan ist, dass sie dann im Prinzip die Folge
von heute hören wollen werden, weil sich ihnen genau diese Probleme und Herausforderungen stellen.
Oh Gott, war das jetzt verschwurbelt gesagt. Um Gottes Willen.
Ihr Lieben, das hat mir richtig Spaß gemacht heute. Die Beiträge,
die ihr jetzt live noch nicht gehört habt, aber im Podcast hören sollen werdet, die gibt es ab Montag.
Deshalb bedanke ich mich ganz herzlich bei Linea Luna.
Ich bedanke mich bei Missy, bei Nadine, bei Stella und ich bedanke mich ganz
herzlich bei Lena, Mike und Jubo13, bei Fiene und Brunus.
Das ist eine schöne, runde Sendung geworden. Ich glaube, es wurde schön vermittelt, dass...
Nachwuchs im Haus nicht der Tod vom Kink ist, sondern es ist halt eine Herausforderung
und davon haben wir ja ausreichend viele.
Also die sind wir ja gewöhnt und damit muss man einfach nur umgehen und ja,
Eltern sind offenbar im Durchschnitt relativ abgeklärt und von daher,
also wenn ihr nicht glaubt, dass das geht, doch ich glaube das geht und ihr
werdet wahrscheinlich selbst überrascht sein, was alles möglich ist und wie
entspannt ihr schöne Stunden erleben könnt ja und wie das ist,
kann es euch überlassen.
Ich bedanke mich ganz, ganz herzlich bei allen, die hier heute zugehört haben
und wünsche euch eine tolle Zeit.
Es ist kalt draußen, also mümelt euch irgendwie ein, genießt die kalten Nächte
und macht vielleicht besonders unvernünftige Sachen.
Wir werden das auf jeden Fall tun und habt eine schöne Zeit.
Bis zum nächsten Mal am 5.2. mit Schmerzblatt. Tschüss.