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Einleitung
BDSM, die Kunst der Unvernunft. Hallo und herzlich willkommen zur mittlerweile 23. Folge am 23.
Dezember, ganz kurz vor Heiligabend. Ich bin Sebastian Stix und dieses Mal habe ich den Kuck besucht.
Das ist so ein Haus in Sachsen-Anhalt speziell für BDSMer und wird von einem Verein getragen.
Der Vorstand, immerhin vier Personen, waren so lieb und haben mich bequatscht,
bewirtet und sogar ein bisschen rumgeführt.
Ich finde, die haben das ganz toll gemacht, insbesondere weil wir auch einfach
ein Mikrofon zu wenig hatten und dann mussten die Jungs dann immer wechseln
und das sah manchmal schon ganz lustig aus. Die haben das aber sehr gut gemacht.
Wer von euch, liebe Hörer, etwas mit Rollenspiel anfangen kann und bei Begriffen
wie Gutshaus, Internat oder Klinik leuchtende Augen bekommt,
glaube ich, der wird die Folge ganz bestimmt besonders genießen.
Zwei Premieren habe ich auch. Zum einen sind wir nämlich durch das Haus marschiert,
so mit Mikrofon und Headset und allem Pipapo.
Da bekommt ihr ein bisschen Akustik des Verhörzimmers zu hören oder den Klang der Zellentüren.
Zum anderen gibt es am Ende dieser Folge noch einen kleinen Bonus.
Ich saß nämlich irgendwie im Zug nach Hause und habe noch gedacht,
Mensch, du musst da noch das eine oder andere nochmal erwähnen oder sagen,
was nach der Aufnahme war. Und ich habe das jetzt einfach hinten dran gehängt.
Gebt mir mal Bescheid, wenn ihr sowas öfter hören wollt.
So, dann gibt es ein ordentliches Dankeschön heute an Belani und Kitty Black.
Die haben nämlich nicht nur eine Spende bei Steady dagelassen,
sondern haben mir auch erlaubt, sie hier zu nennen.
Dankeschön, ihr beiden. Finde ich total klasse.
Und ihr seid natürlich jetzt leuchtende Vorbilder für alle anderen.
Allen Unterstützenden der letzten Monate, ich meine, das Jahr ist jetzt rum,
mag ich auch gerade nochmal richtig groß Dankeschön sagen.
Obwohl ihr das ja nicht tun müsst, unterstützt ihr den Podcast ganz freiwillig.
Und ja, ich kann immer nur wieder sagen Dankeschön und natürlich bitte mehr
davon. Ich kriege den Hals nämlich eh nicht voll.
So, letzte Worte zum Jahresausklang von mir.
Ich verabschiede mich jetzt in die Weihnachtsferien, wünsche euch eine tolle
Zeit und dass ihr vor allem ganz viele unvernünftige Dinge tut.
Sebastian
Ich habe es geschafft, dank deutscher Bahn und sie hat sich wirklich Mühe gegeben,
bin ich hier in der Nähe von Osterburg beim KUK und sitze zusammen mit,
oh Gott, so viele Namen, mit der Caro, dem Thales, der Silke und dem Thomas. Hallo.
Thalys und Thomas
Hallo, hallo.
Sebastian
So, wir haben ja so ein bisschen improvisiert, wir haben nämlich jetzt hier
fünf Leute im Raum und vier Mikros, wir werden das hinkriegen, da bin ich ganz sicher.
Caro
Wir sind wahrscheinlich deine größte Aufnahmegruppe aller Zeiten.
Sebastian
Ja, mal gucken, wenn ich das irgendwann nochmal ersteigern kann. Ich gebe mir Mühe.
Silke
Brauchst du mehr Mikrofone?
Sebastian
Ja, brauche ich mehr Mikrofone. Oder ihr müsst euch dann, ihr kriegt nur eins
und dann müsst ihr es immer rumgeben.
Silke
Ja, das war meine Vorstellung, dass es ein Mikro gibt, was man sich dann quasi zureicht.
Sebastian
Gott, wie fürchterlich.
Silke
Ich finde das spannend mit Kopfhörern und Mikro.
Sebastian
Ja, dann stellen wir euch erstmal ein bisschen vor. Also ich sage erst nochmal
ganz kurz, das Guck ist so ein Haus für Leute wie uns, wo man Spaß haben kann.
Silke
Richtig.
Sebastian
Man merkt schon, du bist hier die Chefin, Silke.
Silke
Bin ich das? Ja, genau. Vielleicht stelle ich mich kurz vor.
Also ich bin Silke, ich bin, oh Gott, 39 Jahre.
Und genau, ich bin die Vorsitzende vom Verein seit letztem Jahr. Seit 2000?
Nee, seit diesem Jahr, März 2019, genau. Letzte Vorstandswahl.
Caro
Richtig. Aber du bist natürlich schon länger dabei. Genau, vergisst man das mit den Zeiten?
Silke
Das stimmt. Ich bin seit 2012 hier im Verein und seit sechs Jahren mittlerweile
im Vorstand. Vielen Dank.
Sebastian
Wer möchte als nächstes freiwillige vor Thales?
Thalys und Thomas
Ich bin der Thales aus NRW 47, Switch. Ich bin seit 2016 im Verein.
Ich bin dazugekommen eigentlich über die Fotos, weil ich in der Sklavenzentrale
die Fotos gesehen habe und das so interessant fand und dann da die Caro,
gefunden habe und ein bisschen gechattet und dann haben wir uns getroffen und
auf dem Wege bin relativ zügig zu einer Veranstaltung gegangen.
Das war eine Switcher-Veranstaltung, kann ich gleich gerne was zu erzählen,
bin Mitglied geworden und jetzt meine Spielpartnerin und ich,
wir veranstalten zusammen eine Veranstaltung in der richtigen Klinik.
Sebastian
Jetzt sagst du schon, was hier passiert. Gebt mir noch ein paar Minuten,
bis wir euch alle vorgestellt haben und dann frage ich, was man hier so macht,
weil ganz ehrlich, ich bin hier schon eben ein bisschen rumgeführt worden und das ist großartig.
Okay, wen haben wir denn noch?
Caro
Ja, ich bin die Caro, ich bin 30 und in FL oder FetLife vielleicht als unpassend auch bekannt.
Auf jeden Fall, ich bin schon über fünf Jahre auch im KUK.
Mittlerweile in meinem dritten Jahr im KUK-Vorstand.
Engagiere mich hier im Verein dafür, dass wir bekannt werden und mache vor allen
Dingen tolle Veranstaltungen.
Aber ich stelle auch ganz viel auf der Homepage online und schreibe Leute an
und hole sie hierher wie den Sebastian und gehen auf die Nerven,
bis sie wirklich da sind.
Sebastian
Ach, das war ganz einfach. Du hast ja ganz toll erzählt und dann habe ich gesagt, ich will da hin.
Caro
Genau, und mache ein bisschen Akquise.
Sebastian
Ist gelungen. Ich bin euer williger Werbesklave.
Silke
Sehr gut.
Caro
Oh ja.
Silke
Bist du dich eigentlich oben?
Sebastian
Was mutt das mutt. So, wen haben wir noch? Den Thomas. Hallo.
Thalys und Thomas
Ja, ich bin der Thomas, Mitte 30, bin seit 2016 im Verein und seit Anfang des
Jahres im Vorstand als Kassenwart.
Sebastian
Der wichtigste Mann im Haus.
Thalys und Thomas
So würde ich das nicht bezeichnen, aber ich sag mal, auch um Finanzen muss man
sich kümmern, ansonsten läuft das Ganze hier nicht.
Sebastian
Ja, wenn du da was vergisst, ist die Heizung kalt, dann wird's blöd.
Thalys und Thomas
Dafür haben wir ja noch den Hausmeister für die Heizung.
Silke
Stimmt, es gibt noch ein vieles Vorstandsmitglied, was heute leider nicht hier
sein kann und das ist der stellvertretende Vorsitzende, Lexi,
und der ist nicht der Hausmeister, sondern eins deiner Fachgebiete ist hier
für Bau und die Ordnung im Haus zu sorgen.
Thalys und Thomas
Dann sagen wir, er ist der Baumeister.
Silke
Facility Management.
Caro
Ja, die Aufgaben sind auf jeden Fall gut verteilt.
Silke
Das stimmt.
Sebastian
Ich kann schon mal so ein bisschen antisern, wir machen nochmal so einen kleinen Rundgang nachher.
Das ist auch eine Premiere hier im Podcast, dass wir mal dann einfach das offene
Mikro nehmen und in den Garten gehen. Das wird toll.
Jetzt frage ich mal zuerst, wofür steht denn der KUK überhaupt?
Also was bedeutet das KUK?
Thalys und Thomas
Der Verein KUK BDSM e.V. steht ausgeschrieben für Kunst- und Kulturförderkreis
Basisdemokratischer Sadomasauristen.
Sebastian
Das ist ein unglaublich grausamer Name.
Thalys und Thomas
Ich finde ihn schön.
Silke
Nee, es war auf alle Fälle ein Wortspiel. Und Kunst und Kultur ist rausgekommen.
Und also die Idee des Vereines oder der Gründer des Vereines war,
gib Menschen Zeit und Raum.
Also weil wenn man zu einer Veranstaltung geht zum Beispiel,
dann ist mal ein Abend irgendwie weg, spielt mal einen Abend.
Und das ist was ganz anderes, als wenn man hier zum Beispiel ein Wochenende
oder eine Woche miteinander verbringt.
Da hat man also ganz anders Zeit miteinander, die man miteinander verbringt.
Man hat ganz andere Möglichkeiten, was zu machen.
Und durch die Länge werden Sachen auch einfach intensiver. Man lernt sich besser kennen.
und das war eigentlich die Idee, also Zeit und Raum für Menschen zu schaffen
und deswegen ist der Verein entstanden,
und man hat einfach geguckt, okay, was kann man vielleicht noch machen und da
ist die Kunst mit reingekommen und die Ursprungsidee war im Sommer hier zu spielen
und im Winter quasi Ausstellungen in Richtung Kunst zu haben.
Hat lange Zeit nicht funktioniert, mittlerweile haben wir aber trotzdem,
also haben wir mittlerweile Ausstellungen, also du hast vielleicht gesehen,
es hängen hier ganz viele Bilder, das ist ein Künstler, auch Vereinsmitglied,
ist jetzt schon die zweite Ausstellung,
Also wir hatten ganz viele Bilder im letzten Jahr hängen und jetzt wieder neue
und dann natürlich auch alles zum SM-Thema.
Also letztes Jahr waren die Bilder alle gemalt, dieses Mal haben wir Fotos.
Und mal schauen, ich habe gehört, da gibt es schon einen neuen Künstler oder
eine Künstlerin, die eventuell ausstellen könnte, aber da müssen wir mal gucken, ob sich da was anbahnt.
Caro
Ja, wir sprechen natürlich, oder ich habe jetzt vor kurzem jemanden angesprochen,
wenn ich was Interessantes sehe, fragen wir nach, ob da Interesse besteht.
Weil ein Problem, was viele Künstler haben, die BDSM-bezogene Kunst zeigen möchten,
ist, dass sie es nicht machen können und dass es auch recht schwer verkäuflich ist.
Und deswegen ist es für viele vielleicht eine spannende Sache,
weil hier Menschen herkommen, die sich für BDSM interessieren und dann auch
eben geneigter sind, so etwas zu kaufen.
Also das ist so der Hintergedanke dazu.
Sebastian
Kunst ist ja jetzt nicht das Hauptding, was er hier macht. Nee,
das ist ein Lebenprodukt. Genau.
Ich kann mal beschreiben, dass hier ist ein Haus, kann man schon gar nicht mehr
dazu sagen, ein Gasthof war das mal?
Silke
Ein alter Landgasthof, genau. Also der ist Ende 19. Anfang 20.
Jahrhundert gebaut worden.
Er nannte sich damals die drei Rosen, was nach Recherchen auch,
also wenn so ein Gasthof die drei Rosen genannt wird, dann hatten die meistens
drei Töchter oder drei Frauen, die dann auch für diverse Dienste verfügbar waren,
da soll der Name herkommen.
Und wenn man draußen am Eingang guckt, da gibt es noch die Eisenringe,
wo die Pferde früher festgemacht worden sind.
Also es war auch, glaube ich, eine Poststation oder Pferdewechselstation.
Und wie du ja schon gesehen hast, wir haben den großen Saal.
Also hier gab es früher tatsächlich Tanz.
Und als das Haus gekauft worden ist, ist auch in dem großen Raum nebenan stand
tatsächlich noch eine Theke und Bier ausschank.
Und ja, also tatsächlich ein Landgasthof. Und auch oben die Zimmer waren tatsächlich Gästezimmer.
Sebastian
Wisst ihr, wie groß das ist? So, ich sag mal grob quadratmetermäßig,
dass man sich das so ein bisschen vorstellen kann?
Silke
Also das Haus hat circa 220 Quadratmeter und der Saal kommt nochmal dazu.
Die Quadratmeter für den Saal habe ich jetzt nicht.
Sebastian
Das ist wahrscheinlich nochmal so groß.
Silke
Ja, der Saal hat die Turnhallengröße, würde ich mal sagen, dass man sich das
vielleicht besser vorstellen kann, nur viel, viel höher.
Sebastian
Ja, also ich kenne so alte Dorfkinos, die haben etwa diese Größe.
Silke
Genau, und dann haben wir ja draußen noch den Garten dran, den hast du auch
schon erwähnt, und der hat so ungefähr 7000 Quadratmeter nochmal.
Sebastian
Ja, also eine Menge, Menge, Menge Spielfläche.
Ich muss immer noch sagen, ich kam hierher, ich wurde hier schön begrüßt und
das ist so ganz locker und entspannt.
Ich glaube, ihr seid wirklich mit Herzen dabei einfach. Das meine ich euch anzumerken.
Silke
Ja, davon lebt der Verein auch. Also wir brauchen immer Leute,
die auch aktiv dabei sind und die Interesse haben und anders würde es nicht funktionieren.
Caro
Ich sage mal so, wenn man kein Interesse daran hätte, würde man auch eventuelle
Reisezeiten gar nicht auf sich nehmen.
Also zum Beispiel Thales oder ich, wir sind aus NRW, wir haben eine relativ lange Anreise.
Wenn man keinen Bock hat, irgendwo rauszugehen, dann kommt man auch nicht hierher.
Sebastian
Ja, das Haus hier ist also nicht ständig bewohnt?
Silke
Also wir haben Veranstaltungen, es gibt einen Kalender, da steht sogar in der
Satzung drin, das ist eine der Aufgaben des Vereins, dass wir also einen Veranstaltungskalender
produzieren und hier halt Veranstaltungen für SM-Interessierte machen.
Und von den Mitgliedern. Genau, alle Veranstaltungen sind von den Mitgliedern organisiert.
Sebastian
Genau, das ist ja mit wirklich das Spannendste tatsächlich.
Fangen wir mal da an. Ich überlege, sagen wir zuerst, was es hier für Events
gibt oder sagen wir zuerst, wie die zustande kommen und wer die organisiert.
Wir können ja nicht alles gleichzeitig erzählen. Ich finde beides nämlich sehr spannend tatsächlich.
Silke
Ich glaube, das geht zueinander über. Also wie gesagt, Veranstaltungen alles
von Mitgliedern für Mitglieder und man kann ja tatsächlich sich auch austoben.
Also wenn man eine Veranstaltungsidee hat, dann kann man an den Vorstand herantreten,
sagen hier, ich hätte gerne die und die Veranstaltung gemacht.
Das ganz Neueste war Germany's Next Top Slave, fällt mir gerade ein.
Ja gut. Das war Karos Veranstaltung letztes Jahr, die war ganz neu.
Caro
Und eine schräge Idee.
Silke
Und eine schräge Idee. Und dann kann man sich ausprobieren und dann kann man,
ja dann organisiert man das, kann man das bei FetLife zum Beispiel bewerben.
Caro
Ja, wir wollen halt hier mit dem Verein vor allen Dingen Raum geben,
verrückte Sachen auch zu machen oder eben in dem Bereich zu sein,
wo kommerzielle Events nicht rein können oder was es auch einfach gar nicht gibt.
Also in der Vergangenheit hatten wir viele sehr spezielle Events,
zum Beispiel Switch-Events, das ist auch etwas eher Seltenes,
obwohl es eigentlich meiner Meinung nach recht viele Switches gibt oder andere Events,
von denen man mehr so einen witzigen oder spaßigen Umgang mit SM erwartet oder
wo zum Beispiel bei dem Germany's Next Top Slave Event, wo ich etwas machen
wollte, was SM ist, aber spaßig.
Und trotzdem irgendwie mit Verbaldominanz zu tun hat oder mit Erniedrigung, aber lustig.
Oder wo man vorführen wollte, aber am Ende die Leute nicht in der kleinen Depression
landen lassen möchte, sondern dann sie wieder aufbaut und sagt, ja komm,
okay, du bist vielleicht nicht der Topslave 2019, aber kannst trotzdem gut bedienen.
Ja, vielleicht kannst du das, aber Topslave ist halt doch jemand anderes geworden.
Und das sind Sachen, das gibt es auch kommerziell nicht.
Sebastian
Wer war denn Heidi?
Caro
Ich. Wer denn bitte sonst?
Sebastian
Du warst Heidi, okay.
Caro
Ja, natürlich.
Sebastian
Und du warst netter als Heidi.
Caro
Oh, das weiß ich nicht.
Silke
Das glaube ich nicht.
Caro
Ich weiß es nicht. Also wir haben wirklich lustige Sachen gemacht.
Ich habe dann gesagt, ich möchte gerne mal, ich mache ja auch gerne Fotos,
ich habe ja auch viele Fotos in FetLife von mir drin und dann kommen natürlich
ganz viele Probleme auf einmal,
weil die Teilnehmer so einer Veranstaltung oder unsere Mitglieder generell sagen
dann, uah, ein Foto, aber ich möchte eigentlich nicht irgendwo digital gespeichert
sein mit meinem Gesicht, das geht gar nicht und da habe ich dann gesagt, okay,
machen wir ein Polaroid-Foto und
jeder kriegt das Foto, was wir von ihm aufnehmen am Ende in die Hand und,
Und ich habe ein Fotoshooting gemacht mit dem Thema, dass sie weinen sollen,
also dass sie Emotionen plötzlich zeigen sollen, die Teilnehmer.
Sebastian
Darf ich kurz fragen, das waren alles nur Kerle?
Caro
Nein, ich hatte auch eine weibliche Teilnehmerin und ich hatte,
du sagst jetzt so platt Kerle, aber das kann man meiner Meinung nach eher nicht
so geschlechterspezifisch definieren.
Denn ich hatte natürlich bei dem Event auch einen Teilnehmer,
der aber zum Beispiel dann als TV-Frauenkleider tragen wollte,
was bei dem Event natürlich bombastisch gepasst hat.
Sebastian
Das können wir, glaube ich, für alle Events einmal ausdehnen,
dass ja irgendwelche Gender-Geschichten völlig egal sind im Grunde.
Jeder kann machen, wie er will.
Das haben wir jetzt einmal gesagt. Dann gilt das einfach für alle Events auch tatsächlich.
Silke
Tatsächlich, was wir auch in den Regeln haben. Also es wird niemand ausgegrenzt
wegen irgendeinem sexuellen Hintergrund, wegen dem Geschlecht oder irgendwas.
Also im Gegenteil, wir versuchen immer, immer zu inkludieren.
Caro
Jetzt gibt es natürlich Veranstaltungen, wo es in der Beschreibung drinsteht,
naja, es ist eine Femdom-Veranstaltung.
Das spricht bestimmte Zielgruppe oder bestimmte Teilnehmer oder Mitglieder dann an.
Im Gegensatz haben wir aber auch andere Veranstaltungen,
die dann vielleicht eher die andere Rollenkombination ansprechen könnten und
deswegen ist nicht jedes Event für jeden das perfekte Event,
sondern es gibt das passende Event für jeden, würde ich sagen.
Silke
Ja, vielleicht mal so einen kurzen Abriss. Was haben wir denn?
Also wir haben, also genau, es gibt Events für die Rolle oder für die Person.
Es gibt natürlich auch Events, die sind härter. Es gibt Events,
die sind softer. Es gibt Einsteiger-Events.
Also es gibt ganz viele verschiedene Sachen. Also wir haben zum Beispiel der
Knast, der es schon ziemlich hart.
Also da wird man richtig eingesperrt. Du hast ja gesehen, wir haben ja ein schickes Gefängnis stehen.
Sebastian
Ja, also auf jeden Fall. Das sieht wirklich bombastisch aus und es fühlt sich,
wenn man die Gitterstäbe anpackt, auch ausbruchsicher aus.
Silke
Genau und das ist dann wirklich authentisch, also es wird zum Beispiel,
es gibt ja den Zellengang noch, das heißt, wenn wir als Wärter reingehen,
wird die Zellengangtür aufgeschlossen, man schließt hinter sich wieder ab,
bevor man die Zellentür aufschließt,
der Zellenmitgenosse wird dann auch immer nochmal Arme durchs Gitter, Handschellen ran,
also gesichert und das ist dann schon echt, also man merkt dann,
also man sagt immer so, man muss 24 Stunden drin sein,
dann merkt man, dass man wirklich abgeschlossen ist und das wird dann schon
echt zelebriert, das wird ordentlich so durchgezogen. Und das ist dann was Härteres.
Caro
Ja, wir haben aber auch ganz offene Events wie freie Wochenenden,
wo es gar keine Vorgabe gibt, wo wir nicht im Vorhinein sagen, ja, wir wollen jetzt,
dass ausschließlich Pets und deren Halter kommen oder was auch immer,
sondern wo wir sagen, jeder kann kommen.
Es ist einfach offen, ihr kommt und ihr macht, wo ihr Lust zu habt.
Und wir haben hier den Platz und die Möglichkeit und keiner hört euch schreien am Ende.
Silke
Und es ist im Grunde genommen sowas, was man eigentlich an einem Clubabend irgendwo
in einem Club macht, nur halt für ein ganzes Wochenende.
Sebastian
Ja, du sagtest eben schon mit dem Knazevent, nach 24 Stunden kommt man erst
richtig rein. Wie lange geht denn das?
Eine Woche. Eine Woche?
Caro
Ja, das Event geht eine Woche.
Sebastian
Sieben Tage.
Caro
Ja, aber natürlich ist es so, dass wir bei Events, die jetzt so lange sind,
ich denke auch, die Vorstellung, eine Woche lang eingesperrt zu sein,
ist ein bisschen heftiger schon.
dass wir auch empfehlen das dann erstmal das zu begrenzen auf drei Tage 72 Stunden ist.
Silke
Die Empfehlung Max und.
Caro
Wir machen.
Silke
Auch nur Ausnahmen wirklich, die dann eine ganze Woche da bleiben.
Caro
Ja, aber wir haben auch viele andere Events wo es eben nicht so heftig zugeht
zum Beispiel beim Gutshaus das geht auch mindestens vier Tage.
Silke
Genau, Gutshaus ist eher vier Tage und das ist eher so eine Einsteigerveranstaltung,
also gibt es einen Gutsherrn was ja sehr schön zu dem Ambiente passt, also alte Landgasthof.
Caro
Genau, bringst du denn auch eine Servicekraft dann mit? Genau.
Sebastian
Ich habe den Schreibtisch gesehen und bin von Neid erblasst.
Die Jungs wackeln schon so mit den Ohren so ein bisschen, die wollen auch mal was sagen. Sorry, aber.
Thalys und Thomas
Nein, weil wir gerade beim Thema Gutshaus waren, es ist tatsächlich eine völlig
andere Veranstaltung als der Knast.
Der Knast ist sehr streng, sehr durchstrukturiert, wie wir gerade schon festgestellt
haben, Einige Leute sind dann tagelang eingesperrt und beim Gutshaus ist das recht anders. Die,
Das Gesinde, also das Personal kann sich frei bewegen im Gutshaus,
treibt allerlei Schabernack, um die Herrschaften zu ärgern und das ist durchaus auch so gewollt.
Silke
Ja, die trinken dann abends auch mal die Alkoholreste weg und freuen sich,
dass sie auch was abbekommen haben. Also das wird wir natürlich nie wissen.
Sebastian
Das ist dann eher so ein Event mit mehr Humor. Ich meine, im Kostiment-Event,
da gibt es halt wenig Sinn, wenn man dann zusammen mit den Häftlingen in der
Zelle sitzt und irgendwie was trinkt.
Caro
Nee, das passiert auch nicht.
Thalys und Thomas
Ja, und das Gutshaus ist eher lustiger angelegt und tatsächlich so angelegt,
dass alle Beteiligten, also auch die, die unten spielen, die Geschichte selbst
mitbestimmen können und selbst steuern können, was passiert.
Und da kommt natürlich immer einiges Lustiges zustande und wir hatten auch schon
eine Revolution, die natürlich erfolgreich niedergeschlagen wurde.
Silke
Ja, da hat sich das Gesind in der Küche verbarrikadiert. Dann mussten wir sie
raustragen und in den Entenstall sperren.
Das war sehr witzig.
Thalys und Thomas
Ja, also man kann sich dann vorstellen, dass quasi in dem großen Garten die
Damen in ihren langen Kleidern generell also alle in diesen historischen Kostümen
da bei knapp 30 Grad durch die Gegend gerannt sind. Das war spannend.
Silke
Ja, es lief ständig irgendwer weg und wir mussten ständig irgendwen einfangen.
Gerade so festgemacht, da läuft ja schon wieder einer hinterher.
Sebastian
Das klingt aber nach richtig Arbeit für euch, ne?
Silke
Ja, also jede Veranstaltung ist natürlich schon ein großer Aufwand.
Also man bewirbt die vorher, dann hat man ganz viele Anfragen,
dann gibt es den ganzen Orga-Kram.
Also dürfen wir immer nur Mitglieder teilnehmen. Das heißt, man hat vorab,
wir führen meistens Telefonate.
Wir haben gemerkt, das ist immer gut. Also wenn Leute dann anrufen,
hat man auch eine gute Chance, dass sie tatsächlich zum Event auftauchen.
Dann muss der Beitrag überwiesen werden, dann muss das alles vorbereitet werden,
es muss einkaufen gefahren werden, das Haus wird umdekoriert.
Also wir hatten das vorhin kurz angesprochen, der Knast wird zum Beispiel im
Gutshaus als Gesindetrakt verwendet.
Das heißt, wir hängen dann die Gitterstäbe mit Stoffen ab, damit es mehr so
einen Raumeindruck hat und keinen Knasteindruck.
Also das ist schon eine ganze Menge Vorbereitung, die da drin steckt.
Aber es lohnt es dann. In aller Regel wird es eine tolle Veranstaltung. Alle haben Spaß.
Sebastian
Noch mal so eine Woche durchstrukturieren. Also wenn ihr sagt,
ihr macht jetzt hier eine Woche Knast, da gehört zu der Woche aber auch die Vorbereitung dazu.
Caro
Ja.
Sebastian
Also ihr seid da nicht noch eine Woche früher da, um dann hier alles ...
Silke
Meistens so einen Tag vorbereiten.
Caro
Ja.
Sebastian
So schnell schafft ihr das.
Caro
Ja, wir sind erfahren, nicht trainiert. Erfahren.
Silke
Stimmt, wir haben das jetzt schon geübt. Naja, ihr bei der Klinik macht das
ja auch. Ihr hängt ja auch den Knast an.
Thalys und Thomas
Was wir auch machen, ist eine Klinikveranstaltung, also zu versuchen,
SM-Rollenspiel klinisch zu drehen.
Also du kannst ja alles, eigentlich alle Arten zu spielen, auch mit irgendwie
medizinisch begründen.
Und da ist es eine Veranstaltung, die wir als Paarevent ausschreiben,
gerade weil es auch ein bisschen um Verantwortung geht.
Immer gucken, dass der eine den anderen im Blick hat, weil es ist ja ein sehr intensives Spiel.
Und da machen wir aus dem Knasttrakt, also ihr müsst euch vorstellen,
das sind so drei Gitterzellen mit jeweils zwei Plätzen.
Das hängen wir mit Folie ab. Da hängen wir Wachstuchfolie mit Kabelbinnen dran,
dass man da nicht von der einen Zelle, die da dann ein kleiner Klinikraum ist,
in den anderen Patientenraum gucken kann.
Hängen da so Neonröhren drüber, dass man ein richtig helles Licht hat.
Und dann gibt es morgens auf so Tabletts Krankenhausessen.
Silke
Ich habe den Speiseplan am Kühlschrank gesehen. Und da stand dann wirklich eine
Scheibe Brot, eine Scheibe Wurst, ein Stück Butter, ein Stück Obst, wie im Krankenhaus.
Sebastian
Oh Gott.
Thalys und Thomas
Der Versuch ist es, man will das Mindset schaffen. Man will,
dass die Leute in ein Mindset kommen und dann daraus ihre Fantasien spielen
können und nicht durch irgendwas,
durch einen Handy-Anruf rausgesogen werden oder durch irgendwie,
wenn da plötzlich die Realität reingeht, sondern unsere Veranstaltungen sind
ja auch, das sagten sie eben, immer gerne mehrere Tage, um in diesem Flow drin zu bleiben.
Sebastian
Da muss ich mich nochmal dran festhängen. Du hast eben gesagt,
dann werden die Gitterstäbe abgehängt, dann ist es das Bootshaus oder jetzt
ist es die Klinik, das hört sich jetzt erstmal improvisiert an.
Aber die Bilder, die ich jetzt zumindest gesehen habe, da sieht das dann nicht mehr improvisiert aus.
Also entweder sind die sehr gut gemacht oder aber das ist tatsächlich gut.
Silke
Man kann erstaunlicherweise mit sehr einfachen Mitteln große Wirkung erzielen.
Gerade fürs Gutshaus gibt es zum Beispiel so einen ollen Wecker,
der ist ungefähr so 20 Zentimeter groß mit diesen Ohren dran.
Und das Gesinnte muss ja morgens dann die Herrschaften wecken und die haben
dann wirklich diesen Wecker, der dann morgens halt richtig laut losschellt. Ja, genau.
Und der natürlich auch nicht elektronisch oder irgendwas ist.
Also wir versuchen dann schon, auch das Ambiente zu schaffen, dass es passt.
Und wie gesagt, wenn der Zellentrakt dann abgehängt ist, das ist so ein beigefarbener
Stoff, da hast du eher das Gefühl, es ist ein Raum, in den man reinkommt.
Und dann fürs Gutshaus sind zum Beispiel auch die, also es sind ja diese Klappbetten
da in dem Zellentrakt, da gibt es dann auch Bettwäsche für und da gibt es sogar
ein kleines Kissen, was es beim Knast selbstverständlich nicht gibt.
Da gibt es so olle NVA-Decken. und damit kann man echt,
Also man kann damit wirklich einen Eindruck schaffen.
Caro
Ja, am Ende lebt ein Event auch
nur zum Teil in Anführungsstrichen durch Dekoration oder die Staffage,
sondern es lebt davon, wer dabei ist, was für eine Stimmung transportiert wird.
Man merkt, dass Leute mit Herzblut dabei sind, die ein Event hier organisieren,
die da viel Zeit und Lust auch reinstecken. und das transportiert ganz viel am Ende.
Also wenn man einfach diesen Eindruck bekommt, dass es hier nicht irgendwie
Disneyland und alles sieht ganz fancy und toll aus, wie es vielleicht im Studio wäre,
sondern das ist mit, ja, ich will jetzt, klingt ein bisschen pathetisch,
aber es ist mit Liebe gemacht einfach.
Silke
Aber das ist auch das Feedback, was wir von den Teilnehmern geben.
Also es ist wirklich mit Leidenschaft, sind die Menschen dabei und man merkt
halt total, dass es eben nicht kommerziell ist.
Also das ist ja glaube ich auch ein großer Punkt. Wir sind hier ein Verein und
wir leben von unseren Mitgliedern und mit unseren Mitgliedern und wir sind eben nicht kommerziell.
Und dadurch, dass man sich ja ausprobieren kann, also ich meine,
das Gutshaus war irgendwann mal eine verrückte Idee.
Wir hatten auch mal ein Kloster, wir haben noch ein Internat.
Also das sind alles Ideen von Mitgliedern und die haben dann ja natürlich ein
Bild und das setzt man dann um.
und Stichpunkt Internat, also die haben dann eine Schultafel besorgt,
die haben dann im Saal Schultische aufgestellt,
haben aus einer alten Schule tatsächlich diese ganzen begritzelten Schultische
oder Schulbänke besorgt und dann ist es zwar immer noch in diesem Saal,
der früher mal Tanzsaal war, wo dann auch der Knast nebendran steht,
aber das Ambiente erschließt sich ja dann dadurch, dass vorne der Lehrer ganz
viel macht und dass man dann auch da ganz viel Spaß hat.
Sebastian
Was macht denn der Lehrer bei so einem Event da vorne? Ehrlich gesagt haben wir.
Caro
Glaube ich, Sex-Ad gemacht.
Silke
Ja, sie hatten, es war, Wolllust war ein Thema, glaube ich.
Caro
Wir waren ja alle, war jemand von uns dabei?
Silke
Nee, ich war leider nicht dabei.
Caro
Wir waren bei dem Internatevent alle nicht selber dabei, aber die haben einen
Lehrplan gehabt, der so die unterschiedlichsten Themen im Bereich,
ich sag mal, Sexualität auch abgedeckt hat.
Silke
Demut war, glaube ich, ein Thema.
Caro
Demut, ja. Ah, okay, auch. Also nicht nur sexuell.
Silke
Auch SM. Fußballspiele in der Mittagspause mit so einem riesigen Medizinball
und dann haben alle gesagt,
oh Gott, die sind nach fünf Minuten tot, aber die haben da, glaube ich,
20 Minuten gekämpft und dann gab es natürlich mit Schiedsrichter,
der dann abgepfiffen hat und dann gab es aber nicht irgendwie Freistoß, sondern Schläge.
Ja, je nach Veranstaltung gibt es sehr verrückte Ideen.
Also es ist nicht nur lustig, es macht halt Spaß, nicht im Sinne von lächerlich
oder irgendwas, es macht einfach Spaß. Und alle sind dabei.
Sebastian
Sind so Rollenspiel-Events, sind das so die Seele des Cook oder ist das eher, das gibt es halt auch?
Oder ist das überhaupt Rollenspiel?
Thalys und Thomas
Es kommt ein bisschen darauf an. Und wenn man sich so die Teilnehmer anschaut
bei jeder Veranstaltung, unterscheidet sich das auch.
Also einige Leute sind tatsächlich Hardcore-Rollenspieler, die stehen voll drauf,
in dieser Rolle aufzugehen. Sei es jetzt der Häftling im Knast oder der Koch im Gutshaus.
Und andere Leute, die dann sagen, ja, ich spiele halt oben oder ich spiele unten
und nenne mich jetzt einfach nur Koch oder nenne mich jetzt einfach nur Häftling
und mache halt einfach mit.
und die Settings sind meistens so weit gefasst, dass man alles irgendwie unter einen Hut bekommt.
Das ist eigentlich das Interessante, dass also Leute, die die Hardcore-Rollenspieler
sind, parallel zu den Spielen können, die nicht so drauf sind und dass das alles irgendwie passt.
Caro
Am Ende ist es natürlich so, dass das, was aus den Mitgliedern kommt und was
zurückkommt, dann als Event irgendwo so ein bisschen ein Match an Interessen entspricht.
Das heißt, wir haben schon viele Mitglieder, die eben genau da auch Lust zu
haben. Was natürlich aber die andere Seite davon ist, ist, wir haben auch andere
Events versucht anzubieten.
Wir haben in der Vergangenheit zum Beispiel auch ein Edgeplay-Workshop-Wochenende
gemacht, wo man jetzt denkt, oh wow, das ist mega spannend und dann hatten wir
auch relativ viele Anmeldungen.
Das heißt, man muss natürlich auch dann die Leute finden, die sagen,
okay, ich stelle mich hier hin und ich habe die Expertise, was zu erklären,
einen Workshop zu geben.
Und wir haben in unserem Verein da auch noch ein paar offene Positionen, würde ich behaupten.
Zum Beispiel suchen wir schon länger einen Bondage-Meister oder sowas in der
Art, um hier in die Richtung auch noch Events anzubieten zum Beispiel.
Silke
Bondage haben wir momentan leider gar nicht.
Caro
Ja, also das hatten wir in der Vergangenheit, weil wir die passenden Mitglieder
dazu hatten, aber ein Verein wechselt die Mitglieder oder die Mitglieder haben
den Verein verlassen, dann haben wir eben die Leute nicht mehr, die das machen können.
Das ist schade, aber so ist eben die Situation.
Thalys und Thomas
Also ein ganz spannendes Konzept war das Switching Event.
Wir haben ja sehr viel über Rollenspiele gerade gesprochen, also bei dem Knast
und beim Gutshaus, da sind die Rollen festgelegt. Von Anfang bis Ende spielst du deine Rolle.
Da kann es natürlich mal sein, dass der Wärter mal eingesperrt wird,
aber es ist eher die Ausnahme.
Was wir zweimal gemacht haben, war ein Switching-Event, da waren mal eine Woche
da und da wurden morgens Karten gezogen.
Entweder eine Obenkarte, eine Untenkarte oder ein Joker.
Und das hat zweimal geklappt mit zwei ganz unterschiedlichen Truppen von Leuten
und auch die Zahl dieser Karten war unterschiedlich. Also es kann sein,
dass dann zwei Tops plötzlich mit zehn Subs konfrontiert waren,
also beide Geschlechtler waren vertreten oder umgekehrt.
Also es war eine Herausforderung für beide Seiten, für die oben Spielenden,
plötzlich mit einer Masse unten Spielender klarzukommen und die irgendwie zu
beschäftigen oder umgekehrt.
Und jeden Tag gab es neue Herausforderungen und das war ein sehr buntes und
sehr erfahrungsreiches Event.
Sebastian
Man hat ja viel damit zu tun, dass man in einer bestimmten Stimmung ist.
Als Switcher fühlt man sich halt eher top oder sub oder wenn ich jetzt so ein
Knast-Event mache und hocke da an meiner Zelle und stelle fest,
also ich kann da gerade nicht drauf oder ich brauche mal eine Stunde in der Auszeit.
Das sind ja Sachen, der Rahmen gibt ja viel vor, ein recht starres Konstrukt
erstmal, aber wie weit setzt ihr das durch?
Es wird ja realistisch, wenn ihr es durchsetzt, aber es wird dann auch unter Umständen ganz doof.
Silke
Nee, das ist natürlich immer freiwillig und wir haben gerade bei dem Switch-Event,
das ist ein schönes Beispiel, also der Spielleiter hat sich im Grunde genommen
ausgesucht, wie viel oben, unten Karten und Joker er gibt.
Joker ist, man kann sich aussuchen und dann muss man natürlich rechnen,
wenn der Joker draußen ist, dass das dann vielleicht nicht die gewünschte Rolle wird.
Und wir haben immer gemeinsam auf Augenhöhe gefrühstückt, dann haben wir die
Karten gezogen und dann gab es nach dem Frühstück immer nochmal ein kurzes Feedback
oder ein kurzes Gespräch.
Wie fühlst du dich heute und wie geht es dir heute?
Also um das abzugreifen und wir haben immer Fragebögen, das ist vielleicht noch interessant zu wissen.
Zu jeder Veranstaltung gibt es einen Fragebogen vorher, wo man so Neigungen
abfragt und wer was machen möchte.
Und beim Switch-Event haben wir bewusst darauf geachtet, dass die Fragebögen
im Angebotsstil sind. Also dass man sagt, ich kann anbieten eine Massage, wenn ich unten spiele.
Oder ich kann anbieten, mich verhauen zu lassen, das geht immer und ich kann
das und das anbieten und dann hat man morgens quasi in der Runde nochmal gesagt,
okay, ich spiele heute unten, ich fühle mich vielleicht nicht so unten,
ich kann aber in meiner Untenrolle die und die Positionen aus meinem Fragebogen anbieten.
Also man hat dann quasi früh nochmal den Check gemacht und wenn jemand gesagt
hätte, boah, ich kann heute unten überhaupt nicht.
dann wäre das auch okay gewesen.
Thalys und Thomas
Also wir machen das grundsätzlich bei Events, dass die Leute vorher einen Spielbogen
bekommen und da ihre Tabus aufschreiben, aber auch schreiben,
was sie gerne erleben wollen.
Nicht als Wunschliste, sondern dass die oben Spielenden so eine Ahnung haben,
wo will der hin, wie ist der einzuschätzen.
Sebastian
Ach so, und dann nach der orientiert ihr euch so ein bisschen.
Thalys und Thomas
Das kommt immer drauf an. Ist das realistisch? Man muss ja auch immer gucken,
hat der überhaupt ein realistisches Selbstbild? Weiß der, kennt der,
kann der sich selber einschätzen?
Wenn Paare kommen, fragen wir auch gerne, wie schätzen du deinen Partner ein
und guck mal, wie der Partner sich selber einschätzt. Das ist ganz interessant, was da rauskommt.
Sebastian
Das ist grausam.
Thalys und Thomas
Nee, es ist für alle interessant und es kann ja sein, dass die total unterschiedliche
Einschätzungen voneinander haben und das dann irgendwo mitkriegen.
Darf uns aber nicht die Veranstaltung zerschießen, sowas.
Silke
Nee, und das ist, glaube ich, auch ein guter Aspekt. Mit den Fragebögen,
das finde ich total schön. Also, Fragebögen kennt man ja vielleicht von Professionellen.
Da gibt es dann so Kreuzchenfragen, was man schon gemacht hat,
was man machen will und was nicht. Das gibt es bei uns bewusst gar nicht.
Also auch der Fragebogen setzt einen Rahmen. Also da schreibt man rein,
was man gerne erleben möchte.
Zum Beispiel gibt es dann beim Knast die Frage, was würde dich zu einem besseren
Häftling machen oder wieder eingliedern oder irgendwie sowas.
Also da hat man eine Rahmenhandlung festgelegt und dann kann man als Aktiver
natürlich auch gucken, habe ich da Bock drauf?
Und wenn jemand sagt, das gefällt mir, da habe ich jetzt Bock drauf, dann mache ich das.
Und wenn dann halt niemand Bock drauf hat und man hat zum Fragebogen,
was du gerade sagst, keine Wunschliste, dann passiert das halt eben auch nicht.
Und das ist auch voll okay, ja.
Sebastian
Das würde mich nochmal interessieren. Erstmal finde ich das toll,
weil durch so einen Fragebogen muss man sich ja, bevor man anreist,
erstmal mit dem Ding beschäftigen und erstmal drüber nachdenken.
Damit kommt man, glaube ich, auch in die Rolle rein. Man entwickelt vielleicht auch eine Geschichte.
Ich sitze jetzt hier im Knast, weil ich habe … Ja, unbedingt, bitte.
Genau, also das ist natürlich schon mal schön, weil dann ist auch nochmal Stoff,
wenn abends die Zellentür zu ist, wenn sie alle drin sitzen,
dann können sie sich noch irgendwelche Geschichten zuflüstern,
so stelle ich mir das jetzt vor, weil eben,
ich glaube, das ist ganz spannend, weil da kommen so ganz viele weiche Sachen
dazu, das ist ja nicht nur, man wird ja nicht dann 24 Stunden oder drei Tage bespielt.
Caro
Ja, BDSM ist aber eigentlich selten so, dass man 24-7-Vollzeit-Action hat.
Außer du hast eine 24-7-Beziehung, wo du eine Sklavin hast, die 24-7 um dich rumspringt.
Sebastian
Selbst dann will man das nicht.
Caro
Man möchte vielleicht auch noch schlafen oder essen ohne BDSM. Nee, der SM.
Sebastian
Ja, so ein Machtgefälle zu haben, auf das man zurückgreifen kann,
ist ja ganz schön, aber ich habe das auch gemerkt, wenn wir dann versucht haben,
wir machen jetzt mal 24 Stunden ganz intensiv, wir haben die Zeit.
Irgendwann ist dann bei beiden der Akku einfach leer.
Silke
Ja und da hast du dann hier den Rahmen der Veranstaltung, also ich sag mal gerade
beim Knast ist ja ein extremes Machtgefälle, also die da drin sitzen,
kriegen von draußen nichts mit und man hat einmal am Tag so ein kurzes Feedback,
also es gibt morgens immer 15 Minuten im Bad,
wo jeder duschen darf und dann sagt der Chef,
na alles gut, wie geht's dir, das ist quasi der Abgleich und ansonsten hast
du echt das Machtgefälle.
Da wird ja trotzdem nicht 24 Stunden gespielt. Also auch wenn man dann im Knast
sitzt, hat man den Rahmenknast, die Sitze im Knast, aber ich werde ja nicht
die ganze Zeit verhört oder geschlagen oder weiß ich nicht was.
Und du bist ja dann trotzdem in der Rolle drin, egal ob du Rollenspieler bist
oder nicht, aber du hast ja das Ambiente, den Rahmen und das macht es dann spannend.
Und dann kannst du schon irgendwie 24-7 machen, aber eben nicht,
ich kriege 24-7 Bespaßung, sondern ich habe halt 24-7 den Rahmen.
Macht das irgendwie Sinn?
Caro
Ja, ist ein bisschen schwer zu erklären, denke ich. Ich denke mir auch immer,
wenn wir jetzt hier offene Events machen,
wurde ich auch schon gefragt, ja, und wenn ihr jetzt so ein offenes Event macht,
offenes Spielwochenende und muss ich dann irgendwie den ganzen Tag hier sein
und irgendwas machen und ihr sagt mir, was ich tun muss oder wie wird das dann genau sein?
Und ganz genau so ist es eigentlich gar nicht, weil wir sind alle irgendwie
selbstverantwortliche Menschen
und die meisten Mitglieder oder alle Mitglieder, die hierher kommen,
sind auch selbstverantwortlich, können selber entscheiden, was sie wollen bei
einem offenen Wochenende oder können dann sagen, ja, jetzt brauche ich meine Zeit für mich,
jetzt ziehe ich mich zurück und beschäftige mich mit mir oder man hat dann auch
die Option, eben bewusst hinzugehen zu den anderen, die hier sind und sagt,
ja, lass uns doch was machen, Ich habe voll Lust,
heute gefesseln zu lernen und kannst du mir nicht irgendwas zeigen?
Und das ist halt total spannend, weil man andere Mitglieder trifft,
die vielleicht in einem ganz anderen Gebiet erfahren sind und die einem auch
helfen können und die dann einen extrem positiven Erfahrungsschatz mitbringen.
Sebastian
Ich habe leider gerade das Problem, dass ich noch so ein bisschen am Knast fest bin.
Caro
Ja.
Sebastian
Hat ja alle vier da.
Silke
Ja.
Sebastian
Okay, dann mag ich mal wissen, wer war Werther und wer war Häftling?
Silke
Werter.
Sebastian
Natürlich.
Thalys und Thomas
Beides.
Caro
Werterin.
Sebastian
So, Thales, beides. Das interessiert mich gleich nochmal.
Thalys und Thomas
Ich war auch schon beides.
Sebastian
Okay, also beides. Wie wird man denn beides? Weil man der Verräter ist, der ausgepackt hat?
Thalys und Thomas
Achso, nein, also nicht in der gleichen Veranstaltung.
Sebastian
Ah, okay.
Silke
Wir hatten aber auch schon beides in der gleichen Veranstaltung,
aber nicht beim Knast. Thales hat so eine Tendenz zu fallen.
Denn der fängt meistens oben an und wird dann irgendwann, irgendwann.
Thalys und Thomas
Das stimmt, der Talis, den haben wir beim Gutshaus als Oberst gestartet und
dann haben wir ihn als Hochstapler entlarvt.
Aber beim Knast hatten wir es tatsächlich auch schon.
Caro
Doch hatten wir, dass ein Wärter uns verraten hat.
Thalys und Thomas
Nein, ich glaube, er sollte als Maulwurf dann quasi die anderen Häftlinge ausspionieren.
Silke
Mal hatten wir nicht beim letzten Knast Samstagabend auch noch eine kurzfristige Verhaftung?
Caro
Ah ja, ja, ja.
Silke
Eine große Prügelei habe ich gehört. Ich war in Kuh was dabei.
Caro
Ich habe das nur befeuert und arrangiert.
Ich war, glaube ich, gar nicht im Raum, als sie ihn von hinten mit der Kapuze
abgeführt und in die Zelle gefesselt haben.
Silke
Aber der zu Abführende wollte sich nicht abführen lassen.
Caro
Ich habe gehört, es gab einen großen Rums.
Aber dabei war ich nicht.
Sebastian
Grinsen seid oder wo ihr so drin seid, dass ihr auch schon mal böse Blicke habt dabei?
Caro
Das kann auch schon ganz schön zur Sache gehen. Ich erinnere mich da an eine Situation,
wo der Thales ein Insasse werden sollte, aber noch nicht war und sich gewünscht
hatte, doch dann überwältigt zu werden.
Und Überwältigungen sind ein heikles Thema, weil Überwältigungen immer gefährlich sind.
Man kann da viel, da kann tatsächlich was schief gehen.
Es ist natürlich allerdings auch enorm spannend und richtig aufregend,
wenn man dann so überwältigt wird. Und ich kann das total nachvollziehen.
Und wir machen das immer, dass wir dann mit mehreren Leuten den zu überwältigen,
damit das auch richtig funktioniert.
Meistens so, ich glaube, zu zweit oder dritter hat dann auch der kräftigste
Talis keine Chance mehr.
Sebastian
Muss ich mal spicken, Talis, hattest du das dann auf deinem Profilzettel da stehen?
Ich möchte gerne überwältigt werden oder ich möchte gerne überfühlt werden?
Caro
Ja, das war im Vorhinein, im Vorhinein war das besprochen.
Also wir würden auch jetzt nicht spontan jemanden einfach so überwältigen,
weil das ist etwas, also ich empfinde es als heikel.
Weil wir hatten dann ein kleines Gerangel und ich habe ihm eine ordentlich gelangt,
bis dann die Handschellen festsaßen.
Und dann haben wir ihn im Polizeigriff reingeführt mit einer Kapuze über dem Kopf.
Und dann meinte er so zu mir, ganz leise, ich glaube, ich blute ein bisschen,
aber erschreck dich bitte nicht.
Und ich gucke ihn an und das Blut suppt durch diese Kapuze, also diese Kopfsack,
durch den Kopfsack suppt das Blut durch.
Und ich denke mir nur, ach du Scheiße, was machen wir jetzt?
Und dann habe ich zu ihm so leise geflüstert, weißt du was, aus der Nummer kommen
wir jetzt nur noch mit dem richtigen Knall raus.
Und dann habe ich geschrien, was fällt dir ein, du Schwein, dass du dich hier so wehrst?
Und dann habe ich ihn vor die Frau Direktor geschliffen und diesen Kopfsack
einmal durch sein Gesicht gezogen, sodass das ganze Blut quer durch sein Gesicht hing.
Silke
Ich, damals noch Krankenschwester, durfte ich die Scheiße wegräumen.
Caro
Und habe gesagt, schau sie sich an, was der hier für einen Mist gemacht hat
und habe den zusammengefaltet.
Und die Frau Direktor hat direkt weiter zusammengefaltet.
Sebastian
Jetzt muss ich einmal, das hast du gerade nicht erwähnt, muss ich mal fragen, war das was Ernstes?
Thalys und Thomas
Es war einfach ein bisschen Nasenbluten. Bei dieser Aktion Nase hat man einmal
kurz Bodenberührung bekommen und da ist ein Äderchen geplatzt.
Also eigentlich was du hast, wenn du Nasenbluten hast, du den Kopf dann in den
Nacken legst, ein Stückchen Taschentuch rein und dann ist nach fünf Minuten fertig.
Wenn du kein Taschentuch hast, weil deine Hände auf dem Rücken sind und du die
Frau unpassend hinter dir her hast, dann blutet es halt ein bisschen raus und
dann sieht es spektakulär aus. Aber ich habe das überhaupt nicht gemerkt.
Erst in dem Moment, als plötzlich irgendwas Rotes an meinen Augen war,
dachte ich so, was ist denn hier los?
Also überhaupt nicht schmerzhaft und es ist ganz normales Nasenbluten.
Es sah halt irgendwie spektakulär aus.
Silke
Sieht schlimmer aus, als es am Ende ist.
Thalys und Thomas
Und ich war dann voll stolz. Boah, toll.
Caro
Ja, aber sowas schießt einen in einem Rums in die Situation rein.
Thalys und Thomas
Ja, aber dem Thalys hat es glaube ich wirklich gefallen. Ich saß damals schon
in der Zelle und irgendwann wurde er reingeführt und dann ging das den ganzen
Nachmittag bis spät in die Nacht.
Oh, das war aber nicht toll. Oh, das war toll. Das war so realistisch.
Das hat mir so gefallen. Oh, das war toll.
Bis also wirklich das Licht wurde gelöscht abends irgendwann.
Alle wollten schlafen. Oh, das war so toll.
Und irgendwann sagte dann einer der Mithelflinge, Thalys.
Wir schlafen jetzt.
Sebastian
Also ich glaube, mir würde es selber recht schwer fallen, wenn man dann so Pheromon
oder emotionsgetrieben ist, dann sitzt man da vor der Frau direkt vorhin und
soll jetzt ein möglichst betröppeltes Gesicht machen.
Nee, man sitzt da nicht. Man steht da. Aber trotzdem, ich würde ja das Grinsen
nicht wegkriegen. Ich würde ja schallend lachen und keine Ahnung was.
Silke
Grinst für drei Sekunden.
Thalys und Thomas
Das hat noch keiner durchgehalten.
Silke
Also die Frau Direktor sitzt oben vom Schreibtisch, du stehst unten,
also sehr erhöht und die Atmosphäre ist ….
Thalys und Thomas
Ich leuchte 200 Watt an.
Silke
Ja, du stehst im Scheinwerferlicht.
Caro
In a serious situation.
Silke
Das ist, genau. Und dann sagt die Frau Direktor, was hier lustig ist,
entscheiden wir mit einer sehr strengen Stimme und dann vergeht das Lachen eigentlich
innerhalb von drei Sekunden.
Caro
Aber ich meine, wir reden jetzt die ganze Zeit wieder nur vom Knast-Event.
Ich weiß, das ist natürlich ein ganz tolles Event, von dem ich da veranstalte.
Aber wir haben ja auch noch ganz tolle andere Events.
Sebastian
Ach, da komme ich doch nochmal zum Knast. Nein.
Caro
Ich meine, wir können total viele spannende Dinge erzählen. Fang doch mal an mit was anderem.
Sebastian
Wir probieren jetzt Folgendes. Wer als nächstes vom Knast redet,
der hat fünf Minuten Sendepause.
Caro
Vor allen Dingen ist auch der Knast so freundlich.
Sebastian
Ja, zack. Passiert. Genau, du bist raus. Ich glaube, eine Minute reicht schon.
Silke
Was ich gerade sagen wollte, weil wir, und ich möchte nicht vom Knast reden,
sondern weil wir gerade von dieser Einlieferung gesprochen haben,
ist, wir haben zu jeder Veranstaltung im Grunde genommen ein Eintrittsritual.
Das ist vielleicht interessant zu wissen, weil man ist ja in der normalen Welt
draußen und dann muss man irgendwie in die Veranstaltung reinkommen.
Und dann haben wir bei allen Veranstaltungen im Knast ist es halt diese Einknastung.
Beim Gutshaus haben wir die Gutsherren reisen an und dann ist es tatsächlich
die normalen Klamotten abgeben.
Und dann in die Veranstaltungsklamotten sich umziehen oder halt ausgezogen werden.
Caro
Zum Beispiel beim Mädchenhandel habe ich gehört, ich war ja nicht dabei,
dass die Mädchen irgendwie in einem großen Bus gefangen genommen angefahren werden.
Silke
Die haben sie gefangen genommen, hier in den Kofferraum getan, sind eine Runde.
Und haben sie dann wieder ausgeladen und das war quasi, wir haben euch jetzt
gefangen und jetzt seid ihr hier im Ausbildungslager. also es gibt zu jeder
Veranstaltung irgendwie so ein Reinkommenritual.
Caro
Das hilft halt auch extrem, ja. Es ist ja, vielleicht kennen das einige.
Sebastian
Ich muss mal ganz kurz unterbrechen, wir haben nämlich folgendes Problem,
mir fällt gerade so auf, wir haben noch gar nicht so richtig über BDSM gesprochen
und jetzt sagst du ja Mädchen, Handel und wir haben den Knast und wir haben
die Klinik, wir haben das.
Wir müssen jetzt nochmal definieren für die Hörer, die jetzt nicht so pervers sind.
Silke
Was? Gibt's?
Sebastian
Die gibt es, also die gibt es tatsächlich und das ist ja manchmal auch ein bisschen
heftig, das sind alles Dinge, die sind von den Menschen, die mitmachen. Gewollt.
Caro
Klar, die nehmen.
Sebastian
Dieses Setting rein, weil sie das möchten.
Caro
Die melden sich explizit für sowas an. Also wir schreiben ja aus,
worum geht es und dann sagen die Leute, exakt genau das möchte ich machen.
Sebastian
Gut, und jetzt haben wir damit das Wort Mädchenhandel legalisiert.
Silke
Es steht auch tatsächlich unter
der Veranstaltung drunter, das ist eine Veranstaltung im BDSM-Rahmen.
Also alles, was ins echte Leben greift, hat damit nichts zu tun.
Also da gibt es so einen Satz nochmal, um das nochmal ganz klar zu machen.
Das ist eine Sache, die wir hier spielen.
Das ist ein Rollenspiel, eine Veranstaltung.
Und es ist natürlich nicht, dass in echt jemand gekidnappt wird,
der dann hier vergewaltigt wird und wieder rausgeworfen wird.
Sebastian
Ich will nur, dass wirklich der letzte Zweifel von jemandem,
der vielleicht in die Folge reinzappt und denkt, um Gottes Willen,
den will ich einfach ausräumen.
Weil das wäre ja auch blöd, wenn es heißt, ich habe gehört, die machen da.
Thalys und Thomas
Dahinter steht ein Sicherheitskonzept. Jeder kann jederzeit abbrechen und jeder
hat aber auch die Möglichkeit, niedrigschwellig Pause zu signalisieren und mal
kurz zu sich zu kommen und um ein Gespräch zu bitten.
Und das kann man auch ingame machen. Da gibt es bestimmte Codewörter,
die die Leute vorher sehen, dass sie raus können, ohne direkt ganz die Veranstaltung
für sich beenden zu müssen, sondern einfach mal ein paar Minuten ein kleines Gespräch zu suchen.
So was gibt es, solche Möglichkeiten gibt es und dann wieder reinzukommen.
Silke
Sorry, das ist jetzt wieder Knast, aber es gibt ein Mehrstufensystem und da
hast du, nee, wenn ich die Krankenschwester sehen will, heißt das,
ich will zurück in die Zelle.
Und wenn ich den Anwalt sprechen will, heißt das, ich muss raus und ich muss
mal auf Augenhöhe mit jemandem reden.
Und das ist dann dieses Ingame, was er gerade sagt.
Also man muss dann nicht sagen, rot, gelb, grün, irgendwas oder Alarm oder Mayday,
sondern man hat dann die Möglichkeit, in der Rolle zu bleiben und aber in der
Rolle zu signalisieren, die
Situation ist jetzt gerade zu anstrengend oder was auch immer für mich.
Kann jetzt hier entweder, ich brauche eine Pause oder ich muss halt wirklich mal raus und reden.
Sebastian
Ich meine, ich finde das genial mit dem Anwalt zum Beispiel.
Wer erfindet denn diese Mechanismen? Wir. Sind wir da wochenlang zusammen?
Caro
Nein, das ist ja erfahrungsbasiert. Wir haben angefangen, da haben wir gesagt,
ja, wir machen das ganz hart, weil der Knast eine harte Nummer sein soll,
dass die Leute, wenn sie safe worden, sich das sehr gut überlegen.
Aber das ist eigentlich nicht hilfreich gewesen. Wir haben dann viele Leute
gehabt, die gesafewordet haben und schon direkt gehen wollten im Prinzip,
weil sie so ein bisschen das aufgeschoben haben.
Die Erfahrung, die wir dann gesammelt haben, ist viel besser,
wenn man gezielt abholen kann und sagen kann, hier, teil uns doch mit,
wie es dir geht. Und wir schätzen den Status von den Leuten ja auch ein.
Wir können also bei den meisten Veranstaltungen gut sehen, was da passiert auch.
Es gibt ja sehr, sehr viele verschiedene Systeme, wie man safe worden kann.
Und im Ende, ob man das jetzt ampelmäßig macht, ob man sagt,
ich habe von 1 bis 10 und 10 ist das Schlimmste oder 10 ist das am wenigsten Schlimmste.
Es ist einfach hilfreich, wenn man so eine gewisse abgestufte Kommunikation
macht, die es den Leuten erleichtert, ihren Status irgendwie rüberzubringen.
Sebastian
Ja, das nehme ich mir jetzt mal mit hier aus dem Gespräch tatsächlich.
Ich habe nicht ein Safe-Wort, sondern ich kann in die Situation etwas wirklich
integrieren, was im Setting bleibt.
Also das mit dem Anwalt, das finde ich gerade extrem schön. Das kann ich jetzt
zu Hause eher nicht machen.
Silke
Was haben wir denn beim Gut zu Hause? Das fällt mir gerade überhaupt nicht ein.
Ich bin bei zu vielen Veranstaltungen dabei.
Thalys und Thomas
Also der Komplettabbruch im Gutshaus wäre die Entlassung, dass man um Entlassung bittet.
Silke
Stimmt.
Thalys und Thomas
Aber ich sage mal, du sprichst das ja an, also man kann das auch in der Rolle
sagen. Also ich kann sagen, ich brauche jetzt mal eine Pause.
Also eine gnädige Frau, ich brauche jetzt mal eine Pause. Und dann im Normalfall
reagiert dann das Gegenüber und sagt, okay, gut, du hast jetzt mal eine halbe
Stunde Freizeit und dann kann man trotzdem im Spiel bleiben,
ohne aus der Rolle rauszufallen.
Und das ist, wenn man das artikulieren kann.
Also die meisten Leute, die teilnehmen, können das artikulieren in der Rolle.
Und für die, die es nicht können, haben wir diese Safe-Worte wie den Anwalt
und die Krankenschwester oder die Entlassung oder was auch immer eben zu dieser
jeweiligen Veranstaltung passt.
Caro
Es gibt ja auch ganz unterschiedliche Gründe, warum jemand eventuell ein Safe-Word benutzen möchte.
Das kann ja in einer konkreten Spielsituation sein, um zu kommunizieren, ja jetzt den 99.
Stockhieb, den schaffe ich noch, aber der 100. der wird zu viel,
um da einfach ein gewisses Feedback eigentlich zu geben.
Aber dann gibt es noch diese ganze mentale Drucksituation, die sich eventuell
über so eine Veranstaltung aufbauen kann, die in einem ganz anderen Level eigentlich steht,
die man vielleicht gar nicht so von sich aus safe worden würde.
Also wo man vielleicht gar nicht so sich dazu, also wo man gar nicht das verbindet
damit, dass man jetzt ein Safe word benutzt, weil man gar nicht in einer konkreten
Spielsituation ist, wo man ein Feedback eigentlich geben müsste.
Silke
Ich finde das total gut, dass du das mit dem emotional saß. Das erinnert mich
an meinem ersten Besuch hier auf dem Haus oder eigentlich meinen zweiten.
Also ich war zu so einem offenen Wochenende hier. Wir haben auch offene Wochenenden,
wo man einfach gucken kommen kann. Und das zweite Wochenende war direkt das Schlampenwochenende.
Da waren wir zwei Mädels, haben das privat organisiert und das andere Mädel
hatte das organisiert und wo man dann quasi 24 Stunden sich den Kerlen ausliefert.
War eine Gruppe von Kerlen. Man braucht mehrere Kerle, das ist total in Ordnung.
Und für mich war das das erste Mal, was länger zu machen. Und auch mit Leuten,
die ich nicht vorher kannte.
Ich hatte schon genügend Vertrauen, aber ich bin hierher gefahren und hatte
quasi eine 100-Punkte-Liste, was nicht mit mir gemacht werden darf,
weil ich so einen Schiss hatte, dass irgendwas mit mir passiert, was ich nicht will.
Und habe völlig vergessen, dass ich einfach sagen kann, dass ich das nicht will.
Da war ich ja noch relativ unerfahren. Das war, wie gesagt, das erste Mal,
als ich hier eine Veranstaltung mitgemacht habe.
Und das ist, glaube ich, das, was du meinst mit diesen emotionalen Gebilde. was dann noch so läuft.
Also es hätte niemand irgendwie böse geguckt, wenn ich gesagt hätte,
ich kann das nicht oder ich muss jetzt aufhören.
Oder wenn ich gesagt hätte, rot und gelb. Und ich meine, ne?
Aber in meinem Kopf war so, oh Gott, ich muss das ganz sicher machen,
dass da nichts mit mir passiert, was ich nicht will. Also das spielt ja auch mit rein.
Sebastian
Deshalb müsst ihr aber wirklich mit den Leuten telefonieren.
Weil natürlich, die Überlegung ist ja, je realistischer und härter das Setting
ist, desto mehr Spaß habe ich vielleicht.
Auf der anderen Seite habe ich aber auch umso mehr Schiss.
Silke
Muss mich halt einlassen können, habe ich dann später gelernt.
Also wenn man sich da frei reinfallen lässt und einfach guckt,
was passiert und genau, man kann es ja im Grunde genommen schon mitsteuern auf beiden Seiten.
Oder was heißt Steuern? Aber man kann auf alle Fälle kommunizieren,
wenn es einem nicht gut geht.
Und wenn man sich da einfach reinfallen lässt, ist das super.
Da kann man ganz tolle Sachen erleben.
Caro
Ja, das ist eben der Vorteil, wenn man längere Events macht,
wenn man sich ein Wochenende trifft oder jetzt das Tolle hier am Guck,
finde ich, man trifft Leute,
die man wirklich gerne mag, immer wieder und man hat von vornherein dann über
die Zeit eine Vertrauensbasis,
auch ich persönlich zu der Gruppe oder zu den anderen Mitgliedern,
die man auf einer Party oder in so einem relativ schnellen Spielumfeld niemals
erreichen kann und die auch ein ganz anderes Niveau an Spiel ermöglicht.
Silke
Genau, und du kannst es ja auch, wenn du jemanden nicht kennst,
in einer Veranstaltung aufbauen. Also ich meine, man wird nie am ersten Tag
in einer Veranstaltung direkt die 100 Schläge verteilen.
Das ist, also man tastet sich ja dann da auch ran. Also da passiert irgendwas
und dann macht man vielleicht eine Szene.
Also keine Ahnung, beim Gutshaus ist das Glas nicht ordentlich geputzt worden.
Dann gibt es halt eine Szene, wo dann bestraft wird.
Aber dann fängt man halt vielleicht mit fünf Stockheben an, keine Ahnung.
Und dann guckt man einfach, wie der Gegenüber reagiert.
Und wenn dann wieder was passiert und man merkt, okay, das war vielleicht zu
wenig, da hätten wir mehr gegangen oder was auch immer. Oder es war vielleicht,
oh, das war schon grenzwertig.
Und dann passt man sich entsprechend an. Und wenn man das drei,
vier Tage am Stück macht, kriegt man ja immer mehr mit auf beiden Seiten,
was geht, man vertraut sich mehr.
Und dann haben die Veranstaltungen auch tatsächlich einen Höhepunkt.
Also der erste Abend ist so, der ist schön, beim zweiten wird noch mehr gemacht
und am dritten ist dann quasi der Höhepunkt, wo dann auch alle schon wissen,
was geht und was nicht geht.
Und da hast du natürlich eine ganz andere Intensität, als du dir an so einem
Abend in einem Club machen kannst.
Sebastian
Ja, Zeit ist, glaube ich, und auch nochmal eine Nacht schlafen können im Event.
Ich meine, das öffnet nochmal ganz viel.
Ich muss die Frage einfach einmal stellen, damit sie gestellt ist.
Wenn ihr jetzt so ein Event leitet, wie viel Schauspiel steckt denn da drin? Ha.
Also ein gewisses Talent dafür muss ja da sein. Sonst kann ich ja nicht die
Frau Direktorin darstellen an der Stelle.
Silke
Ich versuche immer ganz sehr mir treu zu sein. und ich habe hier,
Also ich war die Krankenschwester beim Knast. Ich habe überhaupt keinen medizinischen Hintergrund.
Ich bin Wärter beim Knast. Ich bin die Gutsherrin beim Gutshaus.
Ich bin im Kloster eine Nonne gewesen, die geswitcht hat.
Waren das alle Rollen? Ich kriege es schon nicht mehr zusammen.
Und ich bin schauspielerisch nicht gut.
Also in allen Schultheaterstücken war ich immer super schlecht.
Ich glaube, das ist hier was anderes, weil... Also A, nimmt dich die Gruppe mit.
Also wenn ich Tischgespräche beim Gutshaus, könnte ich mir überhaupt nicht vorstellen,
dass das funktioniert, weil man ja dann in der Rolle spricht,
das funktioniert, weil alle in der Rolle bleiben.
Und ich bleibe mir immer selbst treu. Ich spiele eigentlich mich nur dann halt nicht im 20.
Jahrhundert, sondern im Gutshausrahmen oder ich spiele mich halt dann als Krankenschwester.
Also ich glaube, ich schauspiele ja gar nicht so viel.
Sebastian
Ja, aber jetzt eben die Geschichte mit dem Nasenbluten, da machen wir jetzt
einen Knall draus, das sehe ich ja schon als Inszenierung in dem Moment.
Caro
Ja, in dem Moment war das schon so, aber insbesondere jetzt zum Beispiel bei
dem Knast-Event, da spiele ich, spiele ich, das klingt blöd, nein.
Sebastian
Erwischt.
Caro
Da ist mein Name Frau Strattmann und dort habe ich die Möglichkeit,
über die Rolle einen Charakterzug von mir freizusetzen, den ich sonst so ein bisschen begrenze.
Also das ist wirklich so etwas, was sehr spannend für mich war.
Es ist eine ganz verrückte Erfahrung gewesen, weil man, wenn man jemand anderes
versucht oder wenn man versucht, in so eine andere Richtung zu gehen durch eine Rolle,
man sich selber Sachen eröffnet, die man der eigenen Persönlichkeit vielleicht nicht gestattet.
Ich weiß nicht, ob das so verständlich jetzt schon war. Was ich meine ist im
Konkreten, dass ich eigentlich immer versuche, relativ freundlich zu sein oder den anderen,
meinen Gegenüber wertzuschätzen und ein höflicher Mensch sein möchte.
Und ja, nein, du bist ja im Sozialen daran gebunden, dass du dich in diesen
sozialen Regeln bewegst.
Und wenn ich jetzt eine Rolle einnehme, in der genau das eben nicht mein.
Das brauche ich in der Rolle eher nicht mehr.
Wenn ich jetzt da hingehe und ich bin die ganz, ganz brutale,
böse Aufseherin Frau Strattmann und meine Rolle ist nicht mehr,
kann mir dann ja egal sein, ob mich jetzt jemand nett findet oder nicht,
dann habe ich eine gewisse Entfesselung von meiner Persönlichkeit.
Da kommt etwas raus, was ich vielleicht so in meinem privaten Leben oder jetzt
mal so am Wochenende gar nicht rauslassen kann, sondern da lasse ich etwas frei,
was ich sonst ein bisschen begrenze.
Sebastian
Das macht ja eigentlich jeder, der mit BDSM was zu tun hat, dass er dann eben
gewisse gesellschaftliche Konvention an die Seite schiebt und sagt,
hier bin ich jetzt frei von all diesen Zwängen.
Thalys und Thomas
Ich denke, es sei denn, man ist jetzt totaler Hardcore-Rollenspieler und kann
sich da total drauf einlassen und sich eine neue Persönlichkeit schaffen für ein Event.
Ich glaube, bei vielen Leuten ist es so, dass es einfach sie sind sie selbst,
aber bestimmte Charaktereigenschaften treten in den Vordergrund und dafür andere
in den Hintergrund, je nachdem, wie die Rolle eben ausgestaltet ist.
Silke
Und die Gruppe stützt auch Menschen, die nicht so gut Rollen spielen können,
wenn man einfach mitläuft.
Sebastian
Ich versuche ja immer über die Ich-Perspektive ranzugehen, dann stelle ich mir
vor, okay, hier ist jetzt irgendeine Veranstaltung, nehmen wir mal das Gutshaus.
Welche Rolle würdet ihr mir denn da am ehesten zuweisen?
Silke
Du suchst ja deine Rolle selbst aus.
Das ist ein Teil des Vorgesprächs.
Sebastian
Ich habe jetzt gerade keine Ahnung, welche Möglichkeiten es da gibt.
Silke
Dann würden wir dich erst mal fragen, spielst du eher oben, spielst du eher unten?
Spielst du eher oben, habe ich verstanden?
Sebastian
Gott, da gibt es Zweifel dran.
Silke
Sorry, ich habe dich heute das
erste Mal gesehen und wir haben mehr über Technik als über SM gesprochen.
Sebastian
Okay, ich bin unglaublich schlecht darin, unten zu sein.
Silke
Okay, gut.
Sebastian
Dann mache ich das Einzige.
Silke
Was ich dann eher kann. Und wenn du also gar nicht weißt, was du machen sollst,
dann würden wir über das Gutshaus sprechen, wie das so abläuft.
Also wir würden sagen, okay, es gibt einen Gutsherrenpaar und dann gibt es halt
immer die Möglichkeit, du kannst entweder auf dem Gutshaus arbeiten,
als Verwalter zum Beispiel, das wäre eine Obenrolle.
Du kannst zu uns kommen als Gast, da kannst du dir, wir hatten also einen japanischen
Gesandten, wir haben den Oberst, der Herr Thales ist immer der Oberst,
in voller Armeeuniform.
Caro
Natürlich könnte er aber auch einfach zu einem Nicht-Rollenspiel-Event gehen,
wo er den ganzen Rappel mit Rollenspiel gar nicht dabei hat,
wo er sich gar keine Sorgen darüber machen würde.
Sebastian
Aber ich bin ja neugierig. Und ich glaube, man kann ja auch nicht kommen und
sagen, sorry, ihr macht ein super Rollenspiel-Wochenende.
Ich komme jetzt mal als Zuschauer und integriere mich da nicht. Das ist ja auch doof.
Silke
Also, jein, wir haben jetzt so nicht. Naja, wir hatten dieses Jahr zum Gutshaus
zum Beispiel ein ganz neues Pärchen, die Interesse an sowas haben,
die das noch nie vorher gemacht haben, die sich selbst auch nicht als Rollenspieler
bezeichnet haben. Im Gegenteil.
Und er hat oben gespielt, sie hat unten gespielt. Er saß also mit bei Tisch.
Für sie war es ein bisschen einfacher, weil in der Gruppe als Bedienste,
da musst du ja nicht so viel reden, da kann man sich einfach einfügen,
aber er musste sich an den Tischgesprächen beteiligen und dann hat er am Anfang
einfach mehr zugehört und weniger gesagt und das hat man richtig gemerkt,
am ersten Tag war ziemlich viel Ruhe,
am zweiten Tag wurde es etwas lauter und am dritten Tag war er voll dabei und
wir haben ja auch manchmal Tränen gelacht am Tisch, ich weiß nicht,
ob die Dienstboten geknobelt haben, wer am Tisch stehen darf,
um diese Tischgespräche mitzubekommen.
Thalys und Thomas
Ja, haben wir.
Silke
Und der war überhaupt kein Rollenspieler und der hat hinterher auch gesagt,
also es war echt spannend, das zu sehen, wie sich das entwickelt und wie das funktioniert.
Und ja, genau, man kann auch natürlich zu Sachen gehen, wo man nicht Rollenspielen muss.
Caro
Gibt es ja auch genug Auswahl mit den offenen Wochenenden und freien Wochenenden.
Silke
Aber ich glaube, du wolltest noch was zum Rollenspiel sagen insgesamt.
Sebastian
Ja, Thales, bitte.
Thalys und Thomas
Ja, also speziell beim Gutshaus, das macht natürlich schon Spaß,
sich eine Rolle zu überlegen und im Vorhinein ein bisschen zu recherchieren,
der Gutsherr, wo kommt der her, was ist das für ein Gutshaus und die Tischgespräche
brauchen ja auch Futter,
die müssen ja auf irgendwas fußen, in der Regel wird ja auch persönlich gefragt,
oh, wo kommen sie her, was ist ihr Hintergrund, sie kommen aus Holland, wie interessant.
Die Herrschaften parlieren ja über irgendwas und das sollen die ja nicht erfinden
in dem Moment, sondern es ist gut, wenn man sich ein paar, ein bisschen was
überlegt zur Art, zur Biografie, also ein bisschen Rollenspiel ist dabei.
Silke
Man möchte ja immer Jagdlizenzen verkaufen und Holzlizenzen, richtig.
Thalys und Thomas
Diese Gespräche sollen ja auch, es ist ja schön, wenn da irgendeine Geschichte
aufgenommen wird, irgendein roter Faden und diese Gespräche,
die nachmittäglichen Gespräche abends fortgesetzt werden und es irgendeine Entwicklung gibt.
Wenn da versucht jemand dem anderen was zu verkaufen, irgendein fishy Geschäft
anzubahnen und schon völlig klar ist, der will ihn übers Ohr hauen,
aber der andere ist ein bisschen naiv oder tut zumindest so.
Wir fangen an, die große Politik zu machen, mit den Japanern ein Bündnis,
weil, wie gesagt, der japanische Botschafter war da und dann passiert irgendwas,
das Personal, dem passiert ein Fauxpas und alle haben Angst,
dass der japanische Botschafter jetzt sein Schwert zückt und möglicherweise
möchte er das Personal anders disziplinarisch behandeln, als es hier gewohnt ist.
Das gibt schon ordentlich Saft für Gespräche. Das ist ganz spannend.
Sebastian
Das ist großartig.
Thalys und Thomas
Und auf der anderen Seite hast du die Veranstaltung, wo überhaupt kein Rollenspiel,
wo das einfach oben, unten und das reicht als Rollenspiel-Action vollkommen,
die freien Spielwochenenden oder switchen.
Wir haben für alle Leute mit allen Interessen Möglichkeiten und auch Leute,
die es mal ausprobieren wollen, sagen, ich habe keine Ahnung von Rollenspiel.
Caro
Ja, zum Beispiel nächstes Jahr werden wir jetzt auch erstmalig ein Einsteigerwochenende machen,
weil wir die Erfahrung mittlerweile gemacht haben, dass viele Leute auch wirklich
uns dann kontaktieren und sagen, ah ja, Rollenspiel,
das habe ich eigentlich nichts mit am Hut oder generell BDSM,
ich bin unerfahren und ihr macht hier nur so krasse Sachen oder ich habe gehört,
es ist alles so gefährlich oder solche Geschichten.
ist natürlich auch ein ja nicht Problem, aber ist etwas, wo wir eigentlich offen
sein wollen, auch für Leute, die vielleicht noch nicht so lange in der Szene
sind oder die sich noch nicht so intensiv mit BDSM beschäftigt haben,
dass die hierher kommen können 2020 und Leute treffen, die schon etwas länger
BDSM machen oder die eben Rollenspiel machen,
dass wir das so ein bisschen zusammenbringen für diejenigen,
die ein bisschen mehr wissen möchten.
Silke
Als Neuling hier, du kannst natürlich zu einem offenen, also wir haben Tag der
offenen Tür quasi, da kannst du herkommen oder du kannst, es gibt noch Bauwochen,
also wenn wir uns ums Haus kümmern und hier ein bisschen putzen,
arbeiten, putzen und verschönern,
da kann man herkommen, ganz ungezwungen, aber ansonsten selbst so ein offenes
Spielwochenende stellt für viele Leute schon eine Hürde dar,
weil, oh, ich fahre jetzt irgendwo in die Pampa, ich kenne niemanden,
was passiert denn da, muss ich da mitspielen, sind typische Fragen.
Sebastian
Ja, das sind ja auch dann gleich mehrere Tage.
Silke
Genau. Was ist, wenn mich da jemand nicht leiden kann? Was ist,
wenn ich Nein sagen muss? Was ist, wenn das Essen nicht schmeckt?
Ja, genau. Ich bin Veganer, ist das okay.
Sebastian
Das ist ein wichtiger Punkt.
Silke
Absolut. Und das sind halt so Hürden. Und dann hoffen wir, mit einem Einsteigerwochenende
gerade so eine Sachen auch ein bisschen runterzusetzen und vielleicht auch vermitteln
zu können, was ist denn die passende Einstiegsveranstaltung für dich?
Was passt denn mehr zu dir?
Weil vielleicht Gutshaus, ja, ist eine Einstiegsveranstaltung,
aber ist natürlich auch Rollenspiel.
Vielleicht ist für dich eher ein offenes Spielwochenende besser.
Du bist eh ein kontaktfreudiger Mensch, du wirst da sicher jemand finden.
Oder nee, das ist wahrscheinlich eher zu langweilig, geh mal doch lieber zum
Knast, du brauchst mehr Action.
Also, dass man da einfach ein bisschen mit den Leuten ins Gespräch kommen kann
und gucken kann, wie es so läuft.
Sebastian
Ich würde mir jetzt gerne mal das Haus mit dir angucken.
Silke
Ja, gerne.
Sebastian
Und dann machen wir gleich noch mal weiter. Aber wir müssen einfach mal so einen
kleinen Rundgang machen.
Denn wir können jetzt zwar alle Räume beschreiben, Aber wenn wir mal durchgehen,
dann wirkt das doch gleich viel besser.
Silke
Okay, dann lass uns mal losgehen.
Sebastian
Mit Silke stehe ich jetzt am Haupteingang und wir gehen jetzt einfach mal durchs Haus.
Silke
Genau, Haupteingang ist vielleicht übertrieben, es ist der Eingang.
Sebastian
Okay, es ist ein Stoffbehang und dahinter ist eine Tür.
Silke
Große, große alte Tür mit Metallverzierung und wir haben hier so einen Vorhang
hingehängt, weil kalt und so, Winter.
Sebastian
Ah, stimmt. Aber es ist schön warm hier drin geworden.
Silke
Genau, wir haben eine gute Heizung. Genau, dann lass uns doch mal anfangen.
Also wir sind jetzt hier im Flur.
Wie du es schon siehst, wir haben von der Ausstellung vorhin gesprochen.
Da hängen ein paar Bilder an der Wand von unserem aktuellen Künstler.
Sebastian
Ja, ich wollte schon welche mitnehmen.
Silke
Ja, kannst du gerne kaufen. Wir haben eine Liste. Kannst du,
wenn du Interesse hast, gerne mal reingucken.
Sebastian
Guck gleich mal.
Silke
Zurechten, dann lass uns direkt mal hier ins Büro gehen.
Du siehst, das ist auch tatsächlich als Büro aufgebaut. Wir haben also hier
diese tollen alten Möbel.
Das ist eine Dauerleihgabe von einem Mitglied, also so ein ganz schwerer Schrank,
um das vielleicht mal ein bisschen zu beschreiben.
Sebastian
Ja, so 250 lang und Ornamente und ganz dunkles Holz und dieser Schreibtisch.
Silke
Genau, und einen ganz großen Schreibtisch, also der Schreibtisch.
Das hast du ja schon öfter erwähnt heute.
Genau, der wird tatsächlich auch zur Arbeit benutzt. Wir haben ein paar Mitglieder,
die das Glück haben, von zu Hause arbeiten zu können. Da steht unter anderem
noch mein Arbeitsrechner.
Aber der Schreibtisch hat natürlich auch die richtige Höhe. Man kann da auch
andere Sachen machen. Die sind natürlich auch schon gemacht worden. Genau.
Büro ist eher so ein Rückzugsort. Hier wird oft auch geraucht.
Das ist so ein bisschen das Männerzimmer, wenn wir es im Klischee sagen.
Auch wenn hier die Frauen auch rauchen.
Und wer mal Ruhe haben, wir setzen sich hier rein. Wir machen oft Besprechungen
bei Veranstaltungen hier, weil das ein bisschen weg vom Rest des Hauses ist.
Und wir haben hier, wie du siehst, noch zwei Ersatzbetten.
Das heißt, wir haben ja oben Gästezimmer, werden wir uns gleich noch angucken.
Aber wenn wir mal wirklich viele Leute sind, kann man hier auch noch mal übernachten.
Sebastian
Ja, so im Direktorenzimmer ist ein Doppelstock mit Halbett.
Silke
Genau.
Sebastian
Ich sehe schon, gefühlt sehe ich schon die Handschellenspuren.
Silke
Doch, könnte sein. Weiß ich nicht.
Sebastian
Bin ja nicht immer dabei.
Silke
Leider.
Sebastian
Okay.
Silke
Okay, dann lassen wir es mal weitergehen. Gegenüber gibt es ein Gemeinschaftsbad
mit zwei Toiletten und zwei Duschen.
Also das ist dann so für einen täglichen Bedarf und für Veranstaltungen sind
dann meistens die Menschen, die zum Beispiel im Zellentrakt wohnen.
Ich hatte vorhin kurz gesagt, dass wenn die Knastis ihre Morgenhygiene machen,
die haben dann hier 15 Minuten Badpause.
Sebastian
Gehen wir doch mal rein.
Silke
Ja.
Sebastian
So, man hört das auch schon, das heilt jetzt ein bisschen mehr.
Es ist aber blitzblank hier.
Silke
Genau, also zweimal, zweimal Kloboxen und zweimal Dusche. Die ganzen schönen
Utensilien, die du jetzt hier siehst, mit echten Handtüchern.
Sebastian
Und es gibt sogar Wände vor den Duschen, das hätte ich jetzt aus spieltechnischen
Gründen, hätte ich die ja weggelassen.
Silke
Ja, spieltechnisch wird es tatsächlich das Klopapier rausgeräumt und die Handtücher
rausgeräumt, weil die Knastis bekommen eigenes hässliches Klopapier und Kernseife
und so ein Mini-Handtuch.
Das kann man dann also auch noch anpassen. Für normal Gebrauch gibt es ja natürlich
echte Handtücher und echte Seife und wie das halt in dem Bad so ist.
Ja, dann lass uns mal weitergehen.
Dann bauen wir das mal langsam auf. Wir gehen mal zuerst in die Gästezimmer.
Also wir haben eine wunderschöne alte Holztreppe in mühseliger Kleinarbeit tatsächlich
von Mitgliedern abgeschliffen wurde.
Sebastian
Gott, die Armen.
Silke
Also wir haben ja gesagt, wir haben ja so Bauwochen und wenn man vor einen Arbeitsdienst
hört, dann hat man ja oft das Gefühl, man muss was machen. Bei uns ist das genau andersrum.
Also bei uns kann man was machen, bekommt Bonus dafür. Das heißt,
wir haben die Philosophie, also wenn Menschen, die Geld haben,
haben oft wenig Zeit und Menschen, die kein Geld haben, haben viel Zeit.
Das heißt, wer viel Zeit hat, kann hier mitbauen, mithelfen und kann sich dann
entsprechend Bonuspunkte für Veranstaltungen erarbeiten.
Sebastian
Man hört hier diesen schönen Dielenboden tatsächlich.
Silke
Ja, alles noch alt, auch abgeschliffen. Da siehst du einmal Wäscheschrank,
da kann man sich Bettwäsche nehmen, Handtücher nehmen.
Es ist alles da, ist kein Hotel, hier ist Selbstmachen. Also selbst Bett beziehen,
am Ende selbst wieder aufräumen, sauber machen.
Einfach klar. Dann haben wir eins der Gästezimmer.
Sebastian
Oh, ein Käfig. Natürlich muss ich den Käfig erwähnen. Natürlich.
Der ist recht geräumig tatsächlich. Genau.
Und ich spiege und ich sehe mich und das ist ja, mein Gott, sehe ich albern aus.
Silke
Ja, stimmt.
Sebastian
Du hast die Kopfhörer. Ich habe das Mikrofon. Das wird schon.
Wir haben fünf Gästezimmer und.
Silke
Das ist jetzt das blaue Zimmer, wegen der Vorhänge. Und genau,
die Zimmer haben tatsächlich Farbnamen.
Also es gibt das blaue, das rote, das weiße, das grüne und das orangefarbene Zimmer.
Sebastian
Und auch mit eigenem Bad tatsächlich?
Silke
Genau, jedes Zimmer hat ein eigenes Bad, eine Dusche und eine Toilette,
ganz normal. Und wir haben zwei Zwei-Bett-Zimmer, zwei Drei-Bett-Zimmer und ein Vier-Bett-Zimmer.
Da kann man dann ganz gemütlich übernachten.
Und wie gesagt, am Ende selbst wieder aufräumen ist ganz wichtig,
damit die Nächsten dann auch noch Spaß haben.
Und wenn du hier unter das Bett guckst, da gibt es noch eine extra Matratze.
Also wir hatten schon Veranstaltung, das letzte offene Haus.
Tag der offenen Tür war so voll, die waren glaube ich 25 Leute.
Wir haben 16 echte Betten und dann werden halt die Matratzen noch irgendwo hingelegt.
Also man kann auch mit mehr Leuten hier übernachten.
Sebastian
Also ich muss mal sagen, was ich sehe, weil ich sehe durchgängig ja weiße Möbel,
das schwarze Metallbett natürlich.
Silke
Natürlich.
Sebastian
Ja, irgendwie, man muss ja was haben. Den Käfig. Und Schrödinger ist hier.
Mir wurde gesagt, die Katze heißt Schrödinger.
Silke
Ja, genau, das ist meine Katze. Die hatte keinen Babysitter fürs Wochenende,
deswegen habe ich die mitgebracht. Der fängt hier manchmal Mäuse.
Sebastian
Den Namen Schrödinger, ja, schon wieder gut.
Silke
Ja. Der Käfig wandert übrigens immer.
Also je nachdem, wer wo wohnt, dann kann man sich den Käfig auch mitnehmen und
dann seinen Spielpartner in den Käfig übernachten lassen.
Oder auch nicht. Wie es gewünscht ist.
Wollen wir vielleicht nochmal, ich zeig dir mal das grüne Zimmer noch.
Sebastian
Das grüne Zimmer ist dunkel. Und, hui, das ist...
Silke
Das grüne Zimmer hat grüne Wände, deswegen heißt es das grüne Zimmer.
Und das ist jetzt das Vierbettzimmer. Du siehst zwei große Betten.
und dann haben wir ja auch wieder das Bad mit dabei.
Sebastian
Oh, das ist nochmal eine Nummer schöner tatsächlich.
Silke
Geschmackssache. Mein Lieblingszimmer ist das blaue. Und das war tatsächlich,
also als der Eigentümer das Haus gekauft hat, hat er tatsächlich hier oben in
allen Räumen die Bäder einbauen lassen. Das ist komplett neu.
Also jetzt, oh Gott, der Verein ist vor zwölf Jahren gegründet worden,
also im Januar vor zwölf Jahren.
Und das Haus kam, glaube ich, vor, also ein halbes Jahr später nach Vereinsgründung dann dazu.
Also die Vereinsgründung erfolgte tatsächlich vor dem Hauskauf.
Und da war dann, also der Eigentümer hatte vorher schon geschaut,
wo er ein Haus bekommen kann und dann war es ein bisschen oh,
oh, ich brauche jetzt wirklich ein Haus und dann ist das Haus irgendwann aufgetaucht
und es ist auch geworden. Finden wir total gut.
Sebastian
Ich habe das gesehen, dachte mir, boah, also schon dieses Gefühl,
so ein Gebäude, wenn man da nur dran vorbeifährt, denkt man sich,
boah, was kann man daraus alles machen?
Silke
Total und vor allen Dingen, du hast ja gesehen, es ist ein bisschen ab vom Schuss,
also 20 Minuten zum nächsten Bahnhof hatten wir vorhin gesagt.
Ist natürlich toll, man kann einfach draußen ganz viel machen,
also wir haben ja den Riesengarten und man kann wirklich draußen spielen,
es ist sichtgeschützt und man kann nackig durch den Garten laufen,
das ist überhaupt kein Problem und das ist natürlich toll, also das kriegt man sonst nirgends.
Sebastian
Da geht's noch rein.
Silke
Genau, also hier gibt's noch einen Dachboden, da gehen wir jetzt nicht rein,
weil da ist es super kalt, aber das ist wirklich noch so ein ganz alter Dachboden
mit altem Gebälk, da haben wir auch schon, die Bonnetsch-Leute haben da Fotos
gemacht und das ist halt sehr, sehr schick, aber vielleicht könnt ihr ja bei
FetLife haben wir auch Fotos oben.
Sebastian
Ja, wir gucken, dass wir das ordentlich verlinken oder zumindest sagen, wie man euch findet.
Ja, ich hab den Dachboden gesehen, Er ist tatsächlich wirklich hoch.
Es gibt so viele Balken da. Das ist ja unglaublich. Und ich habe auch schon
so leuchtende Augen bekommen. Und ihr wollt irgendwie das Dach noch machen jetzt?
Silke
Genau, der Eigentümer wird das Dach jetzt noch neu machen. Und dann müssen wir
mal gucken, ob wir dann da oben nochmal ausbauen wollen oder nicht.
Es ist ja immer eine Frage, also was möchte man damit machen? Was kostet das an Geld?
Und wie kann man es nutzen? Und ist dann wirklich eine Nutzung da oder nicht?
Sebastian
Gut, dann gehen wir mal runter. Wieder über die schöne Holztreppe.
Ja, das ist echt so.
Ich kann mir das schon spannend vorstellen, wenn dann hier die Kolonne.
Silke
Die Dienstmädchen hier alle lang marschieren. Die dürfen ja nicht hoch,
die sind ja nur unten. Die Herrschaften wohnen in der Regel oben.
Also oben und unten dann auch in dem Bereich. Oben ist meistens der aktive Part
und unten ist ja meistens im Saal oder im Knast, im abgehangenen Knast.
Das heißt, die Dienstboden gehen eher selten nach oben, oder?
Dass man so richtig sehe.
Sebastian
Ich will doch morgens meinen Kaffee ans Bett.
Silke
Ja, doch, beim Gutshaus gibt es einen Kaffee ans Bett, oder was man auch mal
möchte. Sonderdienste, genau.
Oder andere Sonderdienste, genau.
Sebastian
Okay, dann gehen wir jetzt hier in den Schankraum.
Das ist wie so ein Wohnzimmer, ne?
Silke
Also als das Haus neu war, stand hier tatsächlich noch eine Theke.
Und das ist daher diese Durchreiche zum Saal.
Und da konnte man also hier quasi sein Bier kaufen. Oder auch vom Saal dann,
wenn wir später reingehen, konnte man sein Bier von da drüben bekommen.
Und hier gab es früher tatsächlich Veranstaltungen. Und hier ist auch Essen
serviert worden. Das ist also wirklich ein alter Landgasthof.
Sebastian
Ja, aber jetzt sehe ich ja hier auch wieder einen schönen alten Schrank,
einen richtig großen Tisch, eine Tafel.
Und einfach total gemütliche Couches. und jetzt hier, naja, eins,
zwei, drei, vier, fünf, sechs, sieben Leute sind wir gerade hier im Raum.
Silke
Wollt ihr alle mal Hallo rufen?
Sebastian
Könnt ihr gerne machen.
Okay.
Silke
Mäßige Reaktion.
Sebastian
Tja, kann ich verstehen, würde ich auch nicht anders machen.
Silke
Ist im Grunde genommen schon das Herzstück des Hauses. Also wir haben es meistens
so, dass wir gemeinsam frühstücken, gemeinsam Abendessen und das passiert natürlich hier.
Den Tisch kann man auch noch ausziehen, der geht also noch größer und dann ist
es schon so ein Wohnzimmer, kann man sagen. In das kleine Zimmer?
Sebastian
Ja, gehen wir. Aber jetzt gehen wir im Prinzip in das Zimmer,
in dem wir die ganze Zeit schon saßen. Wie ist das? Das grüne Zimmer?
Silke
Ja, das neigt ein bisschen zur Verwechslung, weil es ja oben auch ein grünes
Gästezimmer gibt. Aber das ist tatsächlich auch das grüne Zimmer oder der Salon.
Und da haben wir so eine schöne alte Couch mit Holzrahmen drin stehen und grün-weiß
gestreifte Tapete und Bilder an der Wand. Und das ist eher so ein schickes Zimmer.
Das ist so ein typisches Gutshauszimmer. Da haben wir zum Beispiel im Gutshaus
das Kaffee trinken gemacht.
Da wurde dann so Kaffee serviert und die Zeitung gelesen. Da gibt es ja auch
eine Zeitung, die dann zweimal während des Gutshauses erscheint.
Und dann kann man dann nachmittags eine Zeitung lesen und sich bedienen lassen.
Und das passt natürlich total gut zu dem Ambiente in dem Raum.
Sebastian
Das ist schön, du unterschlägst immer so die Details im Raum,
weil du bist dir wahrscheinlich schon gewöhnt.
Ich sehe jetzt hier erstmal, natürlich sehe ich wieder einen Käfig und hier
auch so ein, ja was ist das, so dieser Stuhl?
Silke
Der Stuhl gehört eigentlich ins Saal. Also eigentlich ist das hier wirklich
so das schicke Zimmer. Und also mit diesem Sofa, was ich schon gesagt habe.
Sebastian
Und auch ein runder Tisch mit einem Loch in der Mitte.
Silke
Genau. Die kleinen essen.
Sebastian
Ich finde gerade mal die Idee einfach schön. Ein runder Tisch,
den man ausziehen kann, aber in der Mitte ist halt ein Loch rausgesägt, da kann man irgendwen.
Silke
Kann man jemand reinstecken, richtig.
Sebastian
Ja, wunderbar.
Silke
Da durchstecken.
Sebastian
Das heißt, er kann sich drehen und machen und sieht das ganze leckere Essen,
aber er kommt halt nicht gut.
Silke
Könnte ihn mit Essen bewerfen.
Sebastian
Ah. So, wieder zurück. Geht es jetzt in die Küche? Nein, nicht in die Küche.
Silke
Genau, also wir haben eine Küche, wir haben, die ist relativ groß, wir haben zwei Herde,
weil wie gesagt, 16 Betten und da muss man ja auch ein bisschen Platz zum Kochen
haben, sehr große Töpfe und da hinten dran ist noch eine Kammer,
da gibt es eine Waschmaschine, einen Trockner, also so die üblichen Geschichten,
dass man dann auch die Bettwäsche waschen kann, aber da wird gerade gekocht, das heißt, da.
Sebastian
Gehen wir jetzt nicht rein. Okay, dann kommt jetzt das Highlight der Saal,
die Tür. Ich sehe sie schon.
Ich gehe einfach mal vor. Man hört jetzt auch schon ein bisschen Echo. Das ist ja echt groß.
Silke
Ja, das ist tatsächlich ein alter Saal, wo man früher getanzt hat.
Hier nochmal von der anderen Seite die Durchreiche, wo man sein Bier kaufen konnte.
Sebastian
Das ist dir wichtig, ne?
Silke
Das ist mir sehr wichtig, genau.
Das Haus hat Geschichte. Und wie du jetzt siehst, gibt es hier den Knast.
Sebastian
Hört mal die Tür richtig schön zu, das hört man so schön.
Ganz ehrlich, wenn ich hier im Knast sitze und höre die Tür,
wie die aufgeht, da schaudert es mir schon.
Silke
Die Tür ist eigentlich die freundliche Tür, weil wir haben noch diese schöne.
Sebastian
Okay, das ist ein endgültiges Geräusch. Ich beschreibe mal kurz,
also ich stehe jetzt am Eingang vom Saal.
Rechtsschräg neben mir ist jetzt hier dieser Zellenbereich. Ich weiß gar nicht,
wie ich das beschreiben soll.
Silke
Drei Zellen mit jeweils zwei Doppelklappbetten, ein Zellengang, ein Verhörzimmer.
Sebastian
Ja.
Silke
Auch Room 101 dran, also wer Orwell gelesen hat, dem sagt vielleicht was.
Und nochmal darauf hinzuweisen, wir reden schon wieder vom Knast.
Sebastian
Alles gut.
Silke
Wir sind natürlich auch offizieller Ausbildungsbetrieb.
Wir hatten also mehrfach Azubis beim Knast und haben jetzt also eine Urkunde,
dass wir offizieller Ausbildungsbetrieb sind.
Sebastian
Die haben die Insassen gebastelt.
Silke
Nee, die haben gelernt, wie man die Insassen so behandelt.
Sebastian
Ah, okay.
Silke
Gab es dann tatsächlich Szenen, wo dann ein Wärter mit dem Gefangenen was gemacht
hat und der Azubi mit Zettel daneben stand und gesagt hat, darf ich das nochmal sehen?
Sebastian
Ich mag mal in so eine Zelle reingehen, einfach mal für ein Gefühl.
Also ich gehe jetzt rein, ich gehe mal in den Mittelgang jetzt hier.
Machen wir doch mal die Tür hinter uns zu. Wir stehen jetzt hier zu dritt.
Silke
Ich gehe mal in die Zelle.
Sebastian
In die Zelle soll ich gehen. Lass mich lassen. Toll, jetzt bin ich in der Zelle.
Ja, wie mache ich? So, jetzt ist es abgeschlossen. Ich sehe gerade,
ihr habt sogar die Gitter nach oben.
Die Decke ist ja recht hoch, aber nach oben sind die Gitter,
ist das Ding auch vergittert? Das sind Stahlträger, ne?
Silke
Ja, ja, das ist richtig Stahl.
Sebastian
Ja, scheiße.
Silke
Du kommst jetzt ja auch nicht mehr raus.
Sebastian
Ja. Okay, die Betten, diese Pritschen, wie breit sind die? Das sieht irgendwie nach 60 Zentimeter aus.
Silke
Ungefähr drei Zentimeter Schaumstoff. Also es ist nicht so bequem.
Sebastian
Äh, ja. Mhm. Mhm, Klopapier liegt da unten, eine Flasche Wasser ist immerhin
da und da ist ein Lichtschalter da unten, der sitzt aber.
Ah, also das setzt also jetzt hier nicht das Gitter unter Strom oder so.
Silke
Nee, es ist natürlich so, dass wenn Leute über Nacht hier eingeschlossen sind,
die im Zweifelsfall ein Problem haben, uns dann auch benachrichtigen könnten.
Können wir nur noch den richtigen Schlüssel finden?
Sebastian
Ja bitte, ich meine, es ist eine ganze Horde von Menschen, feiert gerade innerlich
hier, der Sebastian sitzt im Knast, da sitzt er in der Zelle.
Silke
Genau, der Moderator wurde abgeschlossen.
Sebastian
Ja, abgeschlossen. Also dieser Zellengang, der ist ja auch spannend.
Also man hat, ich weiß gar nicht, wie ich das beschreiben soll,
man hat wirklich diesen Gang, Linksgitter, Rechtsgitter und rechts eben von
mir diese drei Zellen nebeneinander.
Und da vorne sehe ich noch eine Tür.
Silke
Ja genau, wir haben auch vom Zellengang aus, lass uns einfach mal hingehen am
besten, eine Tür zum Verhörzimmer.
Das heißt, man muss die gar nicht rausnehmen, man kann direkt hier durchgehen.
Sebastian
Auch abgeschlossen.
Silke
Und natürlich Spiegelscheibe von der einen Seite und man kann aber vom Zellen,
also von dem Verhörzimmer kann man in den Knast reingucken, aber umgedreht nicht.
Sebastian
Vom Feuerzimmernengast. Achso, also andersrum.
Silke
Kennst du das, wenn du vorm Spiegel stehst und ich weiß, dass jemand dahinter
ist? Also ich meine, man weiß natürlich, dass jemand dahinter ist,
aber man kann es zumindest nicht sehen.
Sebastian
So, jetzt geht die Tür auf. Ich gehe mal rein.
Ui. Okay, was sind das? Zweimal zwei Meter?
Silke
2,50.
Sebastian
2,50. Das ist ja schon Luxus. Eine fürchterliche Lampe an der Wand.
Silke
Ja.
Sebastian
Und ein Tisch und ein Stuhl und, oh Gott.
Silke
Genau, und wir sind jetzt hier zu dritt. Das ist auch die richtige Anzahl für
ein Verhör. Also normalerweise zwei Wärter, ein Gefangener.
Sebastian wird es mulmig. Es hält sehr, es ist sehr laut.
Und wenn die Wärter dann nochmal lauter werden, weil der Gefangene nicht das
sagt, was er soll, dann wird es noch lauter.
Und wenn man hier eine Stunde drin ist, der Gefangene natürlich schwitzt,
wird auch die Luft enger. Also es hat schon ein bisschen beklemmendes Gefühl,
kann dann hier relativ einfach aufkommen.
Sebastian
Okay, und die anderen hören natürlich draußen auch, was hier drin passiert.
Silke
Genau, die sehen nicht, was passiert, die hören nur und das macht es schlimmer.
Also da gab es auch schon Feedback, so, oh Gott, du Armer und wir haben ja so
mitgefiebert und oh Gott, oh Gott.
Und als dann das und das passiert ist, dann, oh, das ist dann auch schon im Feedback gekommen.
Sebastian
Okay.
Silke
Wir haben ja noch mehr. Wir sind schon wieder beim Knast, furchtbar.
Sebastian
Ja, es geht nicht anders irgendwie, ne? So, das ist die zweite Tür gewesen.
Silke
Aber an den Zellen kommt man auch nicht vorbei.
Sebastian
So, jetzt sind wir wieder im großen Saal. Also das Spannende,
was ich finde, ist tatsächlich auch dieser Verhörraum.
Der Raum ist hier sehr hoch, der Saal. Und ihr habt dann wirklich auch einen
Deckel oben drauf gemacht und nicht einfach diesen Verhörraum oben offen gelassen.
Silke
Ne, genau, das muss schon abgeschlossen sein. Das würde sonst den Eindruck nicht machen.
Sebastian
So, was sehe ich denn jetzt? Also, was ich am meisten sehe, sage ich jetzt nicht.
Ich sehe aber jetzt erstmal tatsächlich ganz viele Couches um einen richtig
großen, fetten Holzofen.
Silke
Genau, also ursprünglich ist der Saal geheizt worden, in Anführungszeichen,
indem man im Sommer einfach die Tür aufgemacht hat und dann war es ja einigermaßen
angenehm, das heißt die Saison früher ist tatsächlich von Ostern bis zum 3.
Oktober gegangen und dann kam die Idee, wir können die Saison verlängern und
deswegen ist dieser Ofen angeschafft worden, unter anderem aus Spenden von den Mitgliedern,
weil wenn man den Ofen anheizt und gerade so in der Übergangszeit,
dann schafft er tatsächlich den Saal warm zu kriegen, aber natürlich nur,
wenn es draußen auch noch Plusgrade hat, also wenn es draußen Minus ist,
dann ist der Ofen zu klein, so groß wie der ist, also der ist wirklich 1,50 Meter.
um das vielleicht mal zu beschreiben, und eher so ein rundes Fass, was da liegt.
Sebastian
Sieht aus wie so ein fetter Schiffsmotor, ehrlich gesagt.
Silke
In so einem Zug, früher in den Dampfloks.
Sebastian
Ja, genau.
Silke
Aber jetzt um die Zeit ist es natürlich echt schwer. Also man kann dann,
vorm Ofen kann man immer sitzen, deswegen stehen da auch die Couches,
aber dann der Rest vom Saal wird halt im Winter dann nicht mehr ganz warm.
Aber er verlängert tatsächlich die Saison. Wir fangen jetzt deutlich eher an,
also wir fangen jetzt immer so im März an und hören im November auf und das
ist dank des Ofens. Und es ist natürlich ein tolles Feature,
wenn man dann abends einfach noch vor dem Ofen sitzt.
Vielleicht spielt jemand auf der Bühne, wo wir gleich hingehen.
Oder man trinkt einfach nur ein Glas Wein und quatscht. Oder man hat halt vielleicht
seinen Fußableger vor sich liegen in Menschform. Also kann man ganz viel.
Sebastian
Die mögliche Stunden. Wie hoch ist denn dieser Raum? Das sind bestimmt drei,
vier, fünf, sechs Meter?
Silke
Wir haben eine Sechs-Meter-Leiter gekauft. Wir mussten die Deckenbeleuchtung
austauschen, die da oben so hängt.
Und dann mussten wir eine ganz große Leiter kaufen. Und ich glaube, die ist sechs Meter.
Sebastian
Boah, also wenn man sich das versucht, so ein bisschen vorzustellen,
es ist echt eindrucksvoll.
Silke
Wie gesagt, so ein bisschen wie Tonhalle, nur schön.
Sebastian
Ja, auch hier wieder dieser Holzboden und ich habe mich jetzt mal wieder zurück
umgedreht und sehe gerade diesen Schreibtisch.
Silke
Das ist der besagte Schreibtisch, wo die Einknastungen stattfinden,
also das Direktoriat sitzt dahinter.
Du siehst, wir stehen hier ein Stück tiefer, weil der steht ja auf diesem Absatz
drauf und dann steht man so als Delinquent hier so.
Sebastian
Ich stelle mich mal da so hin, warte mal, so.
Silke
Ja genau und dann würde das Direktorierat sitzt dann da und dann werden die
Verbrechen verlesen und mehr verrate ich jetzt nicht, weil wir wollen ja auch
noch ein bisschen was der Fantasie verüberlassen.
Sebastian
Ja, ich kann mir das gerade sehr, sehr gut vorstellen.
Silke
Also du glaubst jetzt auch, dass du nicht mehr die ganze Zeit lachen würdest?
Und vor allen Dingen, also es steht hier noch ein starker Mann in Polizei oder
entsprechender Uniform, es steht da noch ein starker Mann und also es macht Eindruck.
Ich stehe auch noch meistens dahinter. Ja, genau. Du stehst ja hier so, in dem Bereich.
Kommt drauf an. Kommt drauf an. Wenn das Länkwand sich nicht benimmt,
dann steht es ja auch mal so da. Ich greife ihn jetzt gerade so am Nacken.
Und ja. Er muss ganz schön viel mitmachen heute.
Sebastian
Ach.
Silke
Bist du nicht oben? Genau. Hier siehst du vielleicht noch der Humping.
Wir haben diverse Spülgeräte. Also der Humping ist ein Lederbock,
auf den man sich drüberlegen kann.
Sebastian
So ein Halbkreis.
Silke
Halbbundes, genau. Genau. Wir
haben, wo ist denn der Rest? Wir haben eine echte Massageliege mit Loch.
Wir haben Torture Cases, wo man Leute reinstellt und mit Stäben fixiert.
Wir haben auch noch, ja, das ist das. Wir haben aber auch einen Kerzenleuchter
mit einer Halsbefestigung in der Mitte.
Der hat auch so ein Loch wie der Tisch. Wenn du das hier so siehst,
guck mal da, da kann man jemand reinstellen.
Sebastian
Ja, also ich sehe diesen Kerzenleuchter, der hängt an der Decke an irgendeinem Seil.
Silke
Und da ist die Winde, da kann man den runterlassen?
Sebastian
Kannst du den mal runterlassen, bitte? Das klingt bestimmt toll.
Der ist auch wieder über zwei Meter Durchmesser aus Stahlrohr.
In der Mitte eben dieser Halsreif quasi fixiert.
Und du hattest mir eben gesagt, da kann man Leute dranhängen, das hält, ja?
Silke
Ja, ja, also wir hatten hier tatsächlich mal eine Bondage-Geschichte.
Da haben wir drei Menschen dran gehangen. Und der geht ja oben über den Dachboden.
Sebastian
Ja.
Silke
Und über eine Rolle.
Sebastian
Jetzt kommt er runter.
Silke
Ja, genau. Und das hält schon was aus. Und wenn du mal das Ding anguckst,
also das ist ja schon an sich dieser Kerzenleute aus Metall.
Also der ist schon ganz schön schwer.
Sebastian
Ja, und der ist ja wirklich stabil.
Ziehen hoch. Oh, das klingt auch noch so toll.
Ratatata, ratatata. Und ganz ehrlich, wenn man dann da an dem Ding dranhängt
und geht so langsam auf die Zehenspitzen. Ja, genau. Ach, das Geräusche helfen da so schön.
Silke
Oh, wir haben auch so einen ganz tollen Brett mit Kronkorken draufgeschraubt.
Kronkorken vom Bier. Und wenn man dann da noch draufsteht, ist auch nett.
Sebastian
Ah, dann wird das Hochziehen eher schöner.
Silke
Dann würden die Zehenspitzen, ja, sind dann ein wenig belastet.
Da gab es auch mal eine interessante Situation. Also wir hatten einen Insassen,
der wollte unbedingt rauchen.
Das war bei einem Event, was es jetzt nicht mehr gibt. Das nannte sich Chain Gang Event.
Und dann hat der Veranstalter gesagt, ja, du kannst rauchen,
aber du kannst nur auf diesem Stuhl rauchen mit den Kronkurken.
Und dann musste der sich immer mit nacktem Popo auf den Kronkorkenstuhl,
den wir jetzt hier sehen, setzen. Und dann durfte der rauchen.
Sebastian
Das ist ein schönes Teil. Also ich habe das Gefühl, das ist eine Folge,
da brauche ich wirklich mal ganz viele Bilder zum Vorstehen.
Auf der anderen Seite sollen die Leute ja einfach herkommen.
Silke
Genau, das ist ein Ikea-Hocker.
Sebastian
Ja, ich sehe das schon.
Silke
Und Bierdeckel.
Sebastian
Ja, aber das selber bauen, ihr baut ganz viel selber.
Silke
Der Hampting ist auch selbst gebaut. Den Ofen hat tatsächlich auch ein Mitglied
eingebaut. Natürlich vom vom, wie heißt der denn?
Schornsteinfeger. Vom Schornsteinfeger abgenommen. Muss man ja.
Und auch diesen, also vor dem Ofen sieht man so ein mit,
Ziegeln, vorgemauertes Podest, das ist auch selbst gemacht. Und tatsächlich,
die Bühne ist auch von den Mitgliedern selbst gebaut.
Sebastian
Okay, also ich sage mal, die Bühne ist so, was ist das, ein Meter hoch ist der Absatz zur Bühne?
Silke
Genau.
Sebastian
Und ich stehe davor und denke mir, wow, das Cook-Logo ist direkt vor meiner Nase.
Silke
Also die Wände sind quasi sandgestrahlt und dann mit so einer grau-braunen Farbe
bemalt. und... Also ich glaube, es hat sich schon an den Bildern von Insects orientiert.
Sebastian
Ja, genau. Das ist die Assoziation. Wer das nicht kennt, tut mir leid.
Ich kann es auch nicht verlinken. Wir gehen mal hoch.
Silke
Nee, und dann im Kontrast zu diesen eher Betonwänden, das ist ja dann der Betoncharakter,
der da durchkommt, dann dieses tolle Holz.
Das sind übrigens alte, wie heißt denn das, das, was bei der Bahn dazwischen liegt?
Sebastian
Diese Träger.
Silke
Diese Schwellen, genau. Und das hat jemand wirklich gesammelt und das war ein
Lebenstraum, sowas mal zu bauen.
Und die Schwellen sind ja so dunkelgrau und jetzt ist das Holz aber alles wieder schön holzfarben.
Also die haben das wirklich alles
abgeschliffen, geölt und dann hier rangemacht. Also es ist echt toll.
Sebastian
Ja, das ist auch alles hier so massiv und stabil. Ich sehe hier den nächsten
Flaschenzug und auch das ist schon wieder.
Silke
Da kann man jemanden ranhängen. Auch das hat ein Mitglied uns gestiftet.
Genau, und wenn du mal hier die Holzwände guckst, du hast da so Befestigungen.
Sebastian
Ja, die sind verschiebbar auch, ne?
Silke
Genau, und die kann man quasi überall hinpacken. Das finde ich ja immer in Clubs
blöd. Da hast du so eine Befestigung und ich bin nicht so groß und dann passe ich da nicht rein.
Und hier kann man quasi maßgeschneidert anpassen.
Sebastian
Ich gucke jetzt mal gerade von der Bühne, gucke ich gerade mal in den Saal rein.
Ganz ehrlich, wenn ich mir vorstelle, dass hier jetzt einfach Menschen sind,
die irgendein Event haben, egal was, einfach hier oben zu stehen und zu sagen,
boah, guck sie dir an, das muss ja toll sein.
Silke
Ja, wobei, wenn man spielt, vergisst man das, glaube ich. Also ich blende das
meistens aus, weil du hast ja wirklich dann den Spielpartner vor dir.
Und dann kriegst du das Publikum gar nicht mehr mit.
Sebastian
Politisch sehr korrekt.
Silke
Total. Ne, was allerdings cool ist, also wir haben gerade bei den Rollenspiel-Events,
haben wir ja, also Gutshaus jetzt wieder als Beispiel, dann kriegen die Subis
auch mal die Aufgabe, die Chefs zu beschäftigen, weil wir ja kein Fernsehen haben.
Wir hatten auch einmal ein sehr witziges Kinky New Year Event,
wo wir hier auf der Bühne die BDSM-Version von, wie heißt sie noch?
Ach, diesen Neujahrsfilm. Wo der immer über den Tiger fällt.
Sebastian
Ah ja, natürlich. Dinner for One.
Silke
Wir haben die BDSM-Version mit Dinner for One nachgespielt.
Mit einer dominanten, ich weiß jetzt aber auch wieder ihren Namen nicht.
Egal. Auf jeden Fall und einem nackten Mann als Tiger.
Und der Butler fiel immer über den Tiger und dann musste der Tiger immer sagen, danke James.
Und was ich noch sagen wollte, wir haben zu manchen Events, wie zum Beispiel
im Gutshaus, ist dann die Aufgabe, ihr müsst uns abends bespaßen.
Also ihr müsst was aufführen.
Und sie kriegen manchmal ein Thema und manchmal nicht. Man glaubt,
das funktioniert nicht.
Wir hatten großartigste Aufführung, wirklich großartigste Ausführung.
Also im letzten Gutshaus haben sie dann quasi das Gutshaus nachgespielt.
Und aus der Cousine wurde dann die saure Base im Spiel.
Und es sind großartige Ideen, die da entstehen. Und es macht wirklich Spaß.
Und dann ist es natürlich auch schön, wenn man hier eine Bühne und ein Publikum
hat, weil da passt es wieder. Also wir machen manchmal Theater.
Wir haben auch schon Orgien auf der Bühne gehabt, da sind auch Bilder, die man dann einfach,
Darf man leider nicht fotografieren.
Sebastian
Aber es ist... Ja gut, das ist ja bei ganz vielen Sachen so.
Es ist sowieso, ich kann das hier wirklich nicht beschreiben,
tatsächlich. Man muss, glaube ich, hier gewesen sein, um das zu sehen.
Ich verliebe mich hier gerade so ein bisschen rein. Und wenn ich hier nicht
bald rausgehe, dann gehe ich ja auch nicht mehr weg.
Nein, weil das einfach, das ist jetzt blöd, weil das klingt jetzt natürlich
heute alles nach Werbung.
Es ist alles positiv und es ist alles schön. Man muss natürlich auch sagen,
es ist zwar grundgeputzt, aber es gibt dann eben doch noch ein paar Wände,
die so ein bisschen gestrichen werden können. Ein paar Spinnenleben.
Silke
Noch Stauraum, es steht eine Menge Zeug rum. Es ist auch ein Riesenhaufen Arbeit,
das immer zu pflegen und in Stand zu halten.
Und Gott sei Dank haben wir Mitglieder, die da mitmachen und das brauchen wir auch.
Wir brauchen einfach Mitglieder, die Bock haben, hier mitzumachen und die sich
hier engagieren wollen und die einfach auch Spaß haben an so einem Haus.
Weil es ist ein altes Haus, es ist viel zu tun und man muss halt selbst putzen
und es ist kein Hotel und das ist nochmal ganz wichtig zu sagen, glaube ich.
Sebastian
Ja, also man sieht, das Zeug ist hier jetzt keine Unordnung,
aber es steht halt viel rum, was an die Seite geräumt ist.
Auf der anderen Seite, das schafft ja auch wirklich Charakter an der Stelle
zu sagen, okay, das ist halt so und je nach Event kann das ja auch ganz passend sein.
Silke
Ja, ich glaube, Garten wird jetzt schlecht.
Sebastian
Es ist ein bisschen dunkel, da gehen wir gleich nochmal drin,
können wir nochmal kurz über den Garten reden. Machen wir so ein virtuelles. Die Tür geht wieder auf.
So, Achtung, Achtung, die mit dem Mikrofon kommen.
Ja.
So, dann sind wir beim Rundgang im Grunde durch, gehen wieder ins grüne Zimmer.
Mein Gott, ist das warm hier.
Ja, und dann fangen wir mal wieder an, uns hier mit Headsets zu bewaffnen und weiter zu quatschen.
So, wir haben ja alles angestöpselt, die Technik in Gang gebracht.
Ich hoffe, der Akku hält hier durch. Wir waren jetzt nicht im Garten,
weil es ist ehrlich gesagt schon stockdunkel.
Mag einer von euch vielleicht nochmal so ganz kurz erzählen,
was man in diesem riesigen Garten, was man da finden oder sehen würde? Gibt es da Highlights?
Silke
Unbedingt. Also es gibt eine Schlammgrube, da kann man Wasser reintun und dann im Schlamm matschen.
Caro
Es gibt verschiedene Ställe mit entsprechenden Befestigungsmöglichkeiten und
schweren, schweren Ketten drin.
Thalys und Thomas
Ja, und es gibt schöne Außenspielgeräte. Also wir haben so eine Art Karussell,
das ist also ein Balken, der ist
auf einer Stange, auf einem Pfosten aufgesetzt und den kann man drehen.
ein bisschen Widerstand, da hängen Ketten dran, da kann man auch Leute dran
machen, also da kann man quasi Bewegungserziehung machen, was im ganzen Garten oder Strom erzeugen.
Strom erzeugen, Wechselstrom, gleich Strom.
Caro
Oder was ich mir letztes Jahr unbedingt gewünscht hatte, war eine Fixiermöglichkeit,
wo man Spread Eagle an vier Punkten jemanden flach auf den Boden fixieren kann,
was wir dann zum Glück selber irgendwie basteln konnten.
Thalys und Thomas
Also vier Pfosten im Abstand von zwei Meter noch was.
Silke
Und wir haben eine Lagerfeuerstelle, wo man ganz romantisch am Lagerfeuer sitzen
kann. Oder auch nackig ums Osterfeuer springen kann. Und wir haben Sternenhimmel.
Oh ja, und wir haben einen ganz tollen Sternenhimmel. Das ist tatsächlich 20
Kilometer weg vom dunkelsten Punkt in Deutschland, wo die ganzen Sternenkuckers sich treffen.
Und das ist ja auch ziemlich dunkel. Wir haben tatsächlich letztes Jahr mal
mit einem Teleskop hier gestanden.
Und man hat einen wunderschönen Sternenhimmel, wenn es denn wolkenlos ist. Also ganz romantisch.
Thalys und Thomas
Also für den Garten haben wir auch einen Sulky. Man kann ja auch ein bisschen
Pferdchen fahren, wenn man möchte.
Silke
Genau, die Revolution haben wir nur gewonnen, weil wir das Pferd hatten. Wir haben die Pferde.
Thalys und Thomas
Also die, ihr wart ja eben im Saal, die Tür zum Saal, der Saal hat zwei große
Türen zum Garten, die kann man also öffnen, da kann man den Garten sehr einfach
ins Spiel einbeziehen, also man kann sehr gut wechseln, hin und her, her und hin.
Caro
Ganz vergessen, wir haben auch noch einen super großen Außenkäfig und ein Kartoffelfeld.
Thalys und Thomas
Wir haben voll viele Käfige hier.
Silke
Wo die delinquenten Kartoffeln ein- und ausbuddeln können.
Sebastian
Jetzt haben wir, wir haben jetzt im Prinzip lange das Haus verkauft.
Wir haben erklärt, was es alles hat, was es alles gibt, was hier die Vorsätze sind.
Aber wenn jetzt jemand sagt, Mensch, ich will da mitmachen. Du hast mir schon
eben den Mitgliedsantrag in die Hand gedrückt. Ich rasche immer ein bisschen.
Mitglieder, ihr seid ja für neue Mitglieder, seid ihr offen.
Was muss ich denn tun, wenn ich sage, ich werde jetzt Mitglied?
Also ich habe hier den Zettel in der Hand, den muss ich einfach nur ausfüllen
und dann bin ich Mitglied und dann war es das.
Silke
Genau, ausfüllen wäre super. Damit fängt es schon mal an.
Thalys und Thomas
Und dann entweder per Post oder per E-Mail an uns schicken. Und dann bekommt
ihr eine freundliche Bestätigungs-E-Mail.
Silke
Vom Kassenwart?
Thalys und Thomas
Vom freundlichen Kassenwart, der euch freundlich zur Zahlung auffordert,
eures ersten Mitgliedsbeitrages. Und dann seid ihr Mitglied. So einfach ist das.
Sebastian
Und was wird dann erwartet? Also wenn ich einen, sag mal so,
was wünscht ihr euch für Mitglieder?
Also jemand, der einfach nur seine Rechnung bezahlt. Das ist ja schön,
bringt Geld in die Kasse.
Caro
Aber… Ja, wir haben ja unterschiedliche Optionen bei den Mitgliedern.
Wir haben ja auch Fördermitglieder, die vielleicht noch nie hier waren,
aber das Konzept gut finden und einfach, um uns zu unterstützen, Mitglieder sind.
Aber wir haben auch quasi aktive, nennen wir das aktive Mitglieder,
die hierher kommen und an Veranstaltungen teilnehmen.
Und aus dem Konzept heraus, das wir hier als Verein haben, haben wir das so
aufgebaut, dass wir die Mitgliedschaften immer für ein Jahr abschließen.
Thalys und Thomas
Das ist kein Abo, es ist also eine Mitgliedschaft für zwölf Monate und die Aktivmitgliedschaft
berechtigt zur Teilnahme an allen Veranstaltungen.
Also natürlich muss man dann die Teilnahmegebühr noch bezahlen,
aber man hat erst mal als Vereinsmitglied das Recht teilzunehmen.
und genau, für zwölf Monate, es verlängert sich also nicht automatisch und nach
den zwölf Monaten bekommt man wieder eine freundliche E-Mail vom freundlichen
Kassenwart, in der man gebeten wird, das Geld auch zu überweisen,
wenn man weiterhin Mitglied bleiben möchte.
Caro
Ja, außerdem ist es so, dass wenn man Mitglied ist, kann man,
wir haben jetzt sehr viel über Veranstaltungen gesprochen, man kann aber das
Haus auch noch privat mieten.
Die Option hat man, wenn man, also einer der Anmietenden muss ein Mitglied sein,
aber man kann dann auch seine Bekannten und Freunde mitbringen.
Die müssen wiederum keine Mitglieder werden, explizit.
Und viele unserer Mitglieder nutzen diese Möglichkeit, um hier mit ihren Freunden
oder Bekannten auch Urlaub zu machen und die Möglichkeiten, die hier sind, zu nutzen.
Sebastian
Es veröffnet ja Möglichkeiten des Kunst der Unvernunft, alle,
die mitgemacht haben, ja, was soll ich sagen, Party, ich glaube, zu einem Massaker.
Caro
Das Einzige, natürlich, ja, das kannst du machen, die einzige Einschränkung,
die es dabei gibt, ist, dass wir hier keinerlei kommerzielle Events haben möchten.
Also wir möchten keine Leute haben, die denken, ja, ich miete mir das jetzt,
suche mir dann zehn Sklaven, die mir tausend Euro für eine Woche bezahlen und
finanziere mir so meinen Urlaub in der Karibik. Das ist nicht die Idee.
Silke
Und möchten ist untertrieben. Also das ist tatsächlich nicht gestattet.
Caro
Ja, das ist einfach nicht drin.
Silke
Das geht nicht. Vielleicht zum Thema Aktivmitglied noch, also wir wollen schon
gerne Leute, die sich hier einbringen und die einfach mitmachen, die Bock drauf haben,
bei einer Veranstaltung dabei zu sein, vielleicht selbst eine Veranstaltung
zu machen oder auch zu mieten, aber
auch dann, wenn ich zum Beispiel eine Privatwoche mache, vielleicht mal,
eine Saalecke aufzuräumen oder was mitzumachen,
und ich sage mal, keine Konsumenten.
Also so, jetzt bespaßt mich mal und ich bezahle hier Geld, damit ich bespaßt
werde, funktioniert halt nicht.
Es ist so ein gegenseitiges ja, also wer herkommt, klar, Veranstaltung teilnehmen,
aber es muss dann auch passen und es muss jemand Bock haben,
miteinander zu spielen und dann brauchen wir, glaube ich, auch schon ein bisschen,
ja, Einfühlungsvermögen,
Gruppentauglichkeit, würde ich jetzt mal sagen, auch wenn das vielleicht,
Komisch klingend, aber es ist schon so. Es ist eine große Gruppe von Menschen
und man muss dann halt auch mal damit klarkommen, dass vielleicht die Küche
nicht so perfekt geputzt ist, wie man es selber gerne hätte.
Caro
Und auch, dass nicht jeder genau das macht in der Reihenfolge,
wie man sich das gerne bestellen würde.
Silke
Richtig. Und natürlich gibt es auch mal den ein oder anderen Konflikt,
den man austragen muss. Also man muss schon irgendwie gruppenfähig sein, würde ich sagen.
Sebastian
Und ganz ehrlich, wenn die Küche nicht so sauber ist, wie ich sie haben will,
dann mache ich sie halt sauber.
Silke
Genau.
Caro
Und ich meine, wie man sich einbringen kann, da haben wir eigentlich super viele positive Beispiele.
Eines der Mitglieder, die jetzt auch hier sind dieses Wochenende,
ist zum Beispiel letztes Jahr auf uns zugekommen und hat gesagt,
ja, ich habe jetzt wieder mehr Zeit, ich möchte mich mehr einbringen,
ich möchte mehr dabei sein und hat dann explizit gesagt, ja,
ich könnte zum Beispiel in der Küche helfen,
ich könnte kochen oder solche einfach hilfreichen Sachen.
Und dann ging es ganz schnell, dass dann jemand gesagt hat, ja,
ich möchte ein Event machen, aber ich brauche noch jemanden,
der mir hilft, die Küche zu machen.
Und zack, haben sich zwei Leute gefunden, die sich gegenseitig unterstützen können.
Und da gibt es also ganz viele verschiedene Wege. das muss jetzt nicht jeder,
muss ein Schreiner sein oder jeder muss irgendwie gut bauen und basteln können.
Wir haben auch Mitglieder, die uns helfen, die Steuererhnten zu,
die Buchhaltung in Ordnung zu halten oder Genau.
Silke
Oder zum Thema Schreiner, wir haben ja die Bauwochen, was ich schon erwähnt
habe, wo man sich dann auch Bonuspunkte holen kann, dass man dann halt die Veranstaltung
günstiger bekommt und da kann auch jeder mit helfen.
Also wir hatten, wir hatten Bauwochen, da haben wir oben die Zimmer gestrichen, die Möbel aufgebaut.
wir hatten Bauwochen, wo wir die Treppe abgeschliffen haben,
haben wir ganz kurz drüber gesprochen beim Rundgang, wir haben tatsächlich Gartenwochen
gemacht, wo wir einfach mal so die Bäume verschnitten haben oder die Brennnesseln
weggemacht haben, nicht alle,
und also da gibt es auch eine ganze Menge Möglichkeiten, wo man sich dann einfach
einbringen kann und das ist auch total wichtig, weil wenn wir eine Bauwoche
ausschreiben und es macht niemand mit dann bleibt das Haus nicht in dem Zustand,
wo es ist, also wir brauchen auch tatsächlich Leute die Bock haben mitzumachen, das ist ganz Ganz klar.
Sebastian
Lass mich mal nach der Altersstruktur der Mitglieder so ein bisschen fragen, wie verteilt sich das?
Thalys und Thomas
Also ich kann dir jetzt kein Durchschnittsalter sagen, aber im Prinzip haben
wir es so ziemlich alles ab 18.
Ab 18 bis über 60, alles vertreten, kunterbunt. Wir sind insgesamt 120 Leute.
Von überall her, größtenteils aus Deutschland oder dem deutschsprachigen Raum,
aber auch darüber hinaus. Frankreich, Italien, Großbritannien, USA.
International.
Sebastian
Schönes Passwort.
Silke
Und wir haben auch ein relatives Gleichgewicht zwischen den Geschlechtern und
natürlich auch Leute, die weder männlich noch weiblich sind.
Also es ist eine ganz bunte Mischung. Jung, alt, irgendwas dazwischen.
Mann, Frau, irgendwas dazwischen. Also alles, was du dir vorstellen kannst,
ist echt eine bunte Mischung.
Sebastian
Ja, es ist schön, wenn sich das dann auch von selbst so ein bisschen reguliert
und ausgleicht, dass man nicht so einen, ich sag mal, Altherrenklub hat.
Ja, nun, gibt es ja auch. Gerade wenn solche Vereine, wenn wir die nachaltern
so ein bisschen, dann hast du ja irgendwann diese Spaltung drin,
dass dann die jungen Leute unter 30 sagen, ey, da will ich aber nicht,
weil, was soll ich denn da, ne?
Caro
Ja, Altersbegrenzungen sind ein langwieriges Thema, was man jetzt viel diskutieren
kann, aber am Ende bin, oder ich denke, wir vom Kuck sind da nicht so dabei,
was Altersdiskriminierung angeht.
Silke
Nee, Inklusiv ist das große Stichwort, glaube ich. Und du hast tatsächlich,
hier spielen Leute wirklich die
40, 50 Jahre auseinander in einem Alter miteinander und das funktioniert.
Ich meine, einzige Altersbeschränkung natürlich ab 18, klar,
aber ansonsten alles offen.
Caro
Also wir wollen eigentlich explizit niemanden ausschließen. Das ist, glaube ich.
Silke
Ganz wichtig.
Caro
Wir wollen eigentlich für alle eine Option sein.
Silke
Und ich finde, das ist auch ganz toll, gerade wenn jemand 30 Jahre SM macht,
der hat ganz viel Erfahrung, die er teilen kann.
Und wenn jemand neu dazukommt, der kann natürlich dann auch ganz viel lernen.
Oder vielleicht auch der, der das schon 30 Jahre macht, lernt dann,
oh, das geht auch. Und das ist vielleicht doch nicht so eingefahren, wie ich das dachte.
Also man kann sie einfach total gut ergänzen.
Sebastian
Es gibt ja ganz oft dieses Prinzip der Tagesmitgliedschaften.
Damit das rechtlich funktioniert, damit ich mich also nur für eine Veranstaltung
anmelden kann. Das habt ihr gar nicht.
Thalys und Thomas
Nein und das passiert auch darauf, was gerade schon gesagt wurde,
wir wollen ja aktive Mitglieder, wir wollen Leute, die sich hier einbringen
und die eben nicht nur konsumieren für eine Veranstaltung oder für einen Tag
mal herkommen, sich bespaßen lassen und wieder gehen,
sondern wir wollen Leute, die sich einbringen und das erreichst du glaube ich
nicht mit Tagesmitgliedschaften.
Caro
Das hat auch einen vereinsrechtlichen Hintergrund. Mit der Tagesmitgliedschaft
könnte man theoretisch davon ausgehen, dass das als ein Eintrittsgeld zu behandeln sein könnte.
Und wir verkaufen hier keine Dienstleistungen in diesem Sinne,
dass man hier für einen Tag einen Eintritt irgendwie erwerben könnte.
Silke
Wir verkaufen überhaupt keine Dienstleistungen in diesem Sinne.
Caro
Richtig.
Silke
Das ist, glaube ich, auch nochmal ganz wichtig zu sagen. Also wenn wir jetzt
hier von Veranstaltungsleitern und Veranstaltungen und Fragebogen,
was ich gerne machen möchte, gesprochen haben, das ist keine Dienstleistung.
Also wenn ich sage, ich habe Bock, eine Veranstaltung zu machen, dann mache ich die.
Wenn dann aber Teilnehmer da sind, wo ich sage, oh nee, mit denen möchte ich
nicht spielen, dann spiele ich halt mit denen nicht. Punkt.
Also es ist keine Dienstleistung, die ich dann da mache, sondern ich mache eine
Veranstaltung, weil ich da Bock drauf habe.
Und ich mache dann auch in der Veranstaltung, wo ich Bock drauf habe.
Thalys und Thomas
Und bei uns bezahlen auch die Aktiven, genauso wie die Passiven ihren Beitrag.
Es ist nicht so, dass nur die einen bezahlen und die anderen bekommen Geld.
Bei uns bekommt keiner Geld.
Das Geld, das reingeht, geht in den Verein und die Mitglieder bezahlen ihren
Anteil an Essensgeld und an je nachdem, wie aufwendig eine Veranstaltung ist.
Die einigen sind teurer, die anderen sind günstiger.
Die freien Spielwochenenden tragen sich fast selber.
Also das ist wieder der nicht kommerzielle Gedanke dabei.
Sebastian
Du hast aber eben von Bonuspunkten gesprochen.
Thalys und Thomas
Ja.
Sebastian
Was sind Bonuspunkte?
Thalys und Thomas
Bonuspunkte ist, wenn wir dem Haus was Gutes tun, wenn wir jetzt einen neuen
Boden verlegen oder die Bücher auf Vordermann bringen, dann kannst du Bonuspunkte
erwerben gegenüber dem Verein.
Also du bekommst einen Bonuspunkt, die du bei Veranstaltungen als Geldwert als
Ersatz für Geld einzahlen kannst.
Du kriegst einen Rabatt bei deiner Veranstaltung. Du arbeitest in so und so
vielen Stunden, hast einen Gegenwert von 20, 30, 40 Euro und zahlst dann entsprechend
weniger bei der Veranstaltung.
Sebastian
Das ist also eine Anerkennung an die besonders Aktiven.
Silke
Richtig.
Thalys und Thomas
Ja, aber es soll auch ein so ein bisschen ein Lockmittel sein für Leute,
die sagen so ich kann es mir nicht leisten, es ist nicht so teuer bei euch, aber,
bitte können wir da nicht ein bisschen was machen und dann sagen wir,
okay, du kannst teilnehmen wenn du halt,
nicht das finanzielle Polster hast für diese Veranstaltung, dann erwirbst du
dir, dann komm hierhin und arbeite mit denen, hab ein bisschen Spaß und du bekommst
einen Rabatt auf die Veranstaltung also der soziale Gedanke spielt auch so ein bisschen eine Rolle.
Silke
Das habe ich glaube ich vorhin auch schon im Rundgang erwähnen, dass es ist,
der Gedanke ist ja schon, dass Leute, die viel Zeit haben, oft wenig Geld haben
und dann können die mit viel Zeit natürlich hier viel mehr Zeit reinstecken,
aber kriegen dann halt eine Gegenleistung dafür
und die Leute, die wenig Zeit haben, die dann in anderen Vereinen vielleicht
zu Arbeitsstunden herangezogen werden und müssen da Arbeitsstunden machen,
die müssen das halt bei uns nicht, die können dann ihre Veranstaltung einfach
selbst bezahlen. Das ist so der Gedanke dahinter.
Sebastian
Mensch, wir haben es tatsächlich geschafft, dass ich mein Spickzettel ist massiv
kürzer geworden. Was habe ich denn noch?
Silke
Wir sprechen ja schon eine ganze Weile.
Sebastian
Ach, das ist doch nichts. Ich dachte, wir machen hier eine Acht-Stunden-Folge
und dann passt das schon.
Silke
Wir hätten noch ungefähr 800 Anekdoten zum Haus und Geschichten und Storys,
aber ich glaube, das ist dann, das hatte ich glaube ich in der Pause irgendwie schon erwähnt.
Wir hatten ja tatsächlich, als das Haus gekauft wurde, Leute,
die geklingelt haben, gesagt haben, oh, ich habe in diesem Saal meinen Mann
kennengelernt, kann ich nochmal gucken gehen?
Oder der Schwammsteinfeger, der den Ofen abgenommen hat und dann natürlich sieht,
was hier los ist und gesagt hat, kann ich zur Einweihungsparty kommen?
oder der Nachbar, der beim Spazierengehen gemeint hat, ach, wo übernachten Sie
denn? Sie sind doch nicht von hier. Und wir haben gesagt, ach ja, hier.
Ach, na ja, hat ja so jeder seine Vorlieben. Also es gibt noch tausend Storys,
die man dazu erzählen könnte. Aber ich glaube, das führt dann zu weit.
Oder Silvester hat mal einer geklingelt und gefragt, ob er bei der Swinger Party auch mitmachen kann.
Also es ist echt nicht erfunden. Das sind alles echte Geschichten aus dem Leben.
Also das kommt ja dann auch noch dazu. Das Haus hat ja auch noch ein bisschen
Geschichte und Charakter.
Sebastian
Also was euch fehlt momentan, ist so ein bisschen das Thema offenes Bondage.
Silke
Genau.
Sebastian
Da habt ihr, also wenn jemand das hier hört und sagt, Mensch,
ich mag da irgendwie ein bisschen was machen, ich mag das nutzen,
ich glaube, der kann bei euch direkt mal anklingeln.
Caro
Auf jeden Fall. Also wir sind da total offen für Anfragen, verrückte Ideen,
Event, Ideen oder auch was wir, wir haben ja auch Konzepte in der Schublade,
die leider rumliegen, wo jemand mal sich eine Veranstaltung ausgedacht hatte,
zum Beispiel das Switch-Event.
Und die liegen da, die finden wir vom Vorstand aus total genial und würden die gerne anbieten.
Aber weil wir alle nicht hauptberuflich hier sind, können wir das zeitlich nicht machen.
Und daher verteilt sich auch die ganze Veranstaltungsdurchführung auf viele verschiedene Köpfe.
und wer jetzt Zeit und Lust hat, eine Veranstaltung durchzuführen,
kann uns natürlich jederzeit gerne, am besten via E-Mail oder FetLife kontaktieren und sagen, hier,
ich könnte auch mal ein offenes Wochenende veranstalten, ich kann mir das vorstellen
oder man lernt dadurch ja auch extrem schnell, extrem viele Leute kennen.
Also ich glaube, das ist auf jeden Fall möglich.
Sebastian
Okay, dann haben wir jetzt schon, du hast es schon erwähnt bei FetLife,
Magst du mal den Nicknamen bei FEDLIFE sagen, damit man euch kriegt?
Caro
Wir haben ein Profil auf FEDLIFE, das heißt KUK-BDSM.
Aber noch besser wäre es natürlich, wenn wir eine E-Mail bekämen über unsere
Homepage an vorstand.kuk-bdsm.de.
Sebastian
Und dann ist die Homepage eben auch kuk-bdsm.de. Da kann man euch direkt anschreiben
und kriegt euch, dann haben wir das schon mal geklärt.
Silke
Da kriegt man auch nochmal eine ganze Menge Hintergrundinformationen zum Haus.
Das ist ein Veranstaltungskalender auf der Homepage, also gibt es auch noch
mal ein paar Informationen.
Caro
Fotos.
Sebastian
Sieht schon sehr interessant aus.
Silke
Ja, den haben wir gerade fertig gemacht, dass immer so die Herbstarbeit des
Vorstands ist, das nächste Jahr zu planen.
Sebastian
Ja, das sieht man, glaube ich, auch gar nicht von außen, was da noch alles drinsteckt.
Das ist ja auch so ein Planungswochenende jetzt. Dieses Wochenende findet ja,
glaube ich, nichts statt, kein Event.
Caro
Ja, wir treffen uns hier mit allen, die dieses Jahr eine Veranstaltung organisiert
haben und das ist eigentlich ein Reward.
ja, Dankeschön, Wochenende.
Sebastian
Und ich halte euch hier vom Spielen ab gerade, ja?
Silke
Es sind hier ein paar Spielen vorbeigelaufen, heute Nachmittag.
Nee, es ist ein Dankeschön-Veranstaltung.
Uns wird heute Abend auch noch, wirst du vielleicht beim Essen noch mitbekommen,
Gespräche geben über Veranstaltungen, wie die gelaufen sind.
Für nächstes Jahr gibt es ein paar Fragen zu Veranstaltungen.
Also sollte der Vorstand eigentlich ein wenig präsent sein, um Hilfestellungen zu geben.
Das wird dann heute Abend später noch passieren. Und natürlich einfach nur Dankeschön,
es ist frei dann für die Veranstaltungsleiter.
Danke, dass sie die Veranstaltung gemacht haben, nutzt das Haus und lasst euch mal einladen.
Sebastian
Mein aller, also mein allerletzter Punkt, den ich hier wirklich noch habe, ist die Zukunft.
Wo wollt ihr hin? Habt ihr einen Masterplan? In zehn Jahren noch drei Gebäude
daneben setzen und einen Hubschrauberlandeplatz?
Silke
Nein, um Gottes Willen.
Caro
Eigentlich sind wir, glaube ich, sehr glücklich, wenn wir das hier so,
wie es im Moment läuft, weitermachen können.
Wenn wir die Mieten finanzieren können jeden Monat und die Nebenkosten.
Das ist auch der Haupthintergrund dessen, dass wir die Events machen und die
privaten Wochen vermieten, um einen Raum zu erhalten, in dem BDSM freigelebt werden kann.
Silke
Ich glaube, das ist das Wichtigste, einfach den Raum zu erhalten.
und dann sieht man ja in vielen, tatsächlich in vielen Ecken,
dass auch Clubs wieder verschwinden und das ist, also mir ist es total wichtig,
dass der Raum hier erhalten bleibt, weil ich finde, das ist ein ganz toller
Ort, wo man ganz tolle Sachen machen kann, wo man sich frei ausleben kann,
wo es ein tolles Miteinander zwischen den Mitgliedern gibt, wo es Werte gibt
und das einfach zu erhalten und das genau,
da gehören Finanzen dazu, da gehört aber genauso dazu, dass man einfach tolle
Menschen hier hat, die da mitmachen, die das mittragen und die sich einfach
hier engagieren, also ohne das läuft es nicht.
Thalys und Thomas
Ja.
Silke
Sorry, war das jetzt das Wort zum Sonntag? Nee, aber vielleicht wollt ihr Jungs
auch nochmal was dazu sagen.
Thalys und Thomas
Klar, es ist von Mitgliedern für Mitglieder und wir haben natürlich so ein paar Ideen.
Das ist ein großes Haus, es ist ein großer Garten, du hast immer Mitglieder
mit Ideen, die was bauen wollen, die auch SM-Geräte bauen wollen.
Caro sagte ja eben, dass wir im Garten neue SM-Geräte haben.
Da denken wir weiter drüber nach, was für Ideen könnte man da umsetzen und da
gibt es so ein paar konkrete Planungen.
Da werden wir im Laufe des Jahres,
hoffe ich, noch den Leuten eine kleine Überraschung zusammenbauen können.
Sebastian
Ja, dann, ich würde sagen, wer noch was sagen will, tut es. Wie gesagt,
mein Spickzettel ist jetzt wirklich leer.
Habt ihr nichts mehr? Alle leer gequatscht?
Silke
Ich muss jetzt gleich kochen. Ich habe noch genau fünf Minuten Zeit.
Sebastian
Ja, ich sehe das schon. Also laut meiner Uhr acht Minuten, aber okay, du kriegst fünf.
Silke
Nee, nee, ich will auch nichts mehr sagen.
Sebastian
Okay, dann mache ich das übliche Podcast-Verabschiedungsgedöns.
Wem das hier gefallen hat, schreibt eben an den Kuck.
Wir sagen es nochmal in vorstand.kuck-bdsm.de ist die E-Mail-Adresse.
Caro
Ja, das ist ein bisschen sperrig.
Sebastian
Ja, das wird schon gehen. Ich schreibe das in die Shownotes aber nochmal rein.
Eure Seite hat ja keine pornösen Bilder. Da kann man ja noch Bilder angucken.
Wer vom Podcast mehr wissen möchte und das jetzt einfach nur irgendwo gehört
hat, bitte hört es nicht über Spotify. Da fehlen euch die Shownotes.
Hört es doch bitte über einen richtigen Podcast-Client.
Da habt ihr dann Links und alle möglichen Funktionen, wie Kapitelmarken und
sowas. Dann kann man nämlich auch mal was überspringen.
Den Podcast findet ihr im Netz unter kunstderunvernunft.de. Ein Wort und auch
auf allen anderen möglichen Plattformen wie Instagram und Schlag mich tot.
Aber das könnt ihr da auf der Homepage alles rauskriegen.
Ich mag jetzt einmal sagen, ganz, ganz vielen lieben Dank, dass ihr mich ins
Haus reingelassen habt als Nicht-Mitglied.
Ich bin jetzt seit drei Monaten hier angespitzt worden von der Caro und habe
mir die wildesten Gedanken gemacht, was ich zu sehen bekomme.
Und das hat mir gefallen. Also ich kann definitiv sagen, ich werde hier das
Subi einpacken und mal hierher kommen.
Silke
Ich bin wirklich eingeladen.
Sebastian
Das ist ganz lieb.
Silke
Und wir freuen uns natürlich auch, wenn du den Mitgliedsantrag unterschreibst.
Und dir ein aktives Mitglied wirst.
Sebastian
Das ist ja, genau. Da gehört immer dieser Konsens im Haus dazu.
zu, ich kann nicht einfach sagen, da schreibt das Ding, schleppt die Frau her und die sagt, oh, nee.
Die muss selber begeistert sein. Wenn sie begeistert ist.
Silke
Dann... Konsens ist wichtig, das stimmt.
Sebastian
Das ist dann immer so der Punkt, das sind Entscheidungen, ich kann die zwar
auf dem Papier alleine treffen, aber es hilft ja nichts.
Silke
Wir essen jetzt noch zusammen, oder?
Sebastian
Ja, bitte.
Silke
Ich habe gehört, du bist zum Essen eingeladen.
Caro
Habe ich so bestellt, ja.
Silke
Ja, ist an mir vorbeigegangen, aber es gibt was zu essen für dich.
Sebastian
Ich bin zum Essen eingeladen, hervorragend. Ihr wisst nicht,
wie mäglich ich da sein kann.
Silke
Du weißt nicht, wie gut ich koche. Ich bin gespannt.
Sebastian
Gut, dann ab in die Küche.
Silke
Jawohl.
Sebastian
Und Caro, Thales, Thomas, ganz, ganz vielen lieben Dank, dass ihr euch so viel Zeit genommen habt.
Und jetzt mache ich das Ding einfach aus und dann läuft hier irgendein Abspann und dann war es das.
Caro
Ja, danke auch, dass du zu uns gekommen bist.
Sebastian
Ja, sehr gerne. Und liebe Hörer, macht's gut. Bis zum nächsten Mal. Tschüss.
Thalys und Thomas
Tschüss.
Silke
Tschüss.
Sebastian
So, ich sitze jetzt im Zug vom Cook auf dem Weg nach Hause und nach Hannover.
und habe es mir ein bisschen gemütlich gemacht. Ihr hört auch im Hintergrund die Zuggeräusche.
Ja, nach der Aufnahme hatte ich ja noch rund zwei Stunden dort Zeit und ja,
ich weiß gar nicht, ob ich das überhaupt in dem Podcast drin lassen kann,
aber ich werde es natürlich versuchen.
Die hatten nämlich heute so eine Art Vorstandstreffen, wo alle die was veranstalten,
sich einmal im Jahr zusammensetzen und miteinander lecker essen und diskutieren
und ich dürfte dabei sein.
Ja, was habe ich gesehen grundsätzlich erstmal haben die alle zusammen in der
Küche geholfen und haben dann da richtig schön die Tafel gedeckt, das fand ich,
wirklich nett, einfach so gemeinsam
kochen, Tisch decken, was hat alles dazugehört, ich konnte auch ein paar,
Menschen ein bisschen näher kennenlernen das war, ja das war wirklich einfach
spannend und ja dann wurde gegessen, reichlich richtig toll, richtig schön.
Und dann haben die angefangen über die kommenden Events zu diskutieren.
Da verrate ich natürlich keine Details.
Was mich aber beeindruckt hat tatsächlich an der Stelle, war so eine ganz offene,
positive Kommunikation, so ein Miteinander, Lösen von Problemen,
alle zielorientiert, ganz viel Humor.
Und das mit 13 Mann an einem Tisch, das fand ich schon enorm.
Ich habe da also wirklich eine unfassbare Menge Gastfreundschaft erlebt.
Und wie gesagt, habe mich auch gefreut, weil ich gar nicht wusste,
kann ich da dabei sitzen und geht mich das was an?
Aber man hat mich da wirklich toll integriert. Ich habe lecker gegessen.
Das wollte ich eigentlich nochmal berichten, so die ganz frischen Eindrücke.
Für mich ist dieses, also was sie jetzt erzählt haben im Interview,
das kam jetzt erstmal rüber, wenn das jetzt nicht eine sehr,
sehr gut einstudierte Show für mich war.
Ja, dann kann ich nur sagen, das ist eigentlich genau das, was man sich vorstellt.
So eine Mischung aus Freundschaft, Tatendrang gemeinsam und diesem,
wo man einfach spürt, dass jeder was beitragen möchte.
Ja, ihr hört ja im Hintergrund den ICE, der hier gerade schön über die Schienen
poltert. Die Bahn ist übrigens pünktlich, man will es nicht glauben.
Ich muss sagen, auch wenn die ganze Episode so ein bisschen nach Werbung klingt,
es gibt natürlich Dinge, die es jetzt nicht in dem Podcast geschafft haben.
Aber erstmal war das eine Vorstellung und ich finde es einfach sehr schön,
auch mal ein bisschen hinter die Kulissen zu gucken, hinter die Intentionen von sowas zu schauen.
Und hoffe, ich finde noch weitere solcher Projekte, wo man einfach mal anklopfen
kann und mal schauen kann, wie die so funktionieren.
Soweit erstmal von mir. Ich fahre jetzt noch ein gutes Stündchen Zug und dann
kann ich zu Hause auch ins Bett fallen.
Ja, macht's gut. Tschüss.