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Einleitung
Dies ist Folge 20 der Kunst der Unvernunft, dem Podcast, wo ich in jeder Folge
mit jemandem über BDSM spreche.
Mein Name ist Sebastian Sticks und man mag es kaum glauben, ich mache das jetzt
hier seit ziemlich genau einem Jahr.
Und anstatt das jetzt hier groß mit einer Gala zu feiern, machen wir einfach weiter wie bisher.
Denn ich bekam Besuch von Megan.
Natürlich geht es wie immer darum, wie Megan BDSM entdeckt hat und wie sie das auslebt.
Aber sie hat auch noch Ambitionen, die ich sehr, sehr schätze.
Sie engagiert sich nämlich nicht nur bei der SMJG als Stammtisch-Orga,
sondern hat auch eben nochmal fix beschlossen, ich studiere nochmal.
Denn sie hat das Ziel, die Akzeptanz von BDSM insgesamt zu fördern.
Ein sehr hehres Ziel, wie ich finde. Und in dieser Folge dokumentieren wir einfach
mal den Anfang dieser Reise.
Ich bin gespannt, wo sie in ein paar Jahren steht.
Ja, und weil in ein paar Tagen ja schon Passion-Messe ist, ein letztes Mal die Info,
am 15.11.2019 findet das erste Podcast-Hörertreffen statt und ehrlich gesagt
wird das recht voll und deshalb an alle, die vorbeischauen wollen,
ihr müsst nicht um 19 Uhr den Laden da stürmen.
Der Abend ist lang genug und wenn wir da so ein bisschen kommen und gehen haben,
dann klappt das auch sehr gut.
Zum Einjährigen gönne ich mir dann aber doch noch den Aufruf,
diesen Podcast weiter zu empfehlen, sagt es allen.
Bei iTunes, Spotify oder was es da gibt, da folgt ihr dem Podcast ja eh schon.
Einzig dieser Instagram-Account, der könnte deutlich mehr Follower vertragen.
Da gibt es nämlich all das Zeug, was es um den Podcast und die Aufnahmen herum gibt.
Von Nachbarn, die kurz vor der Aufnahme die Kettensäge anwerfen,
bis hin zur Gelegenheit, Hörerfragen von neuen Aufnahmen zu stellen.
Interaktivität und so soll man ja machen, machen wir das halt.
Du brauchst auch keine Angst zu haben. Ich folge normalerweise nur Accounts
zurück, die selber vollständig pervers sind.
Allen anderen natürlich nicht und dann fällt das auch gar nicht so auf eurer Liste.
Und dann gab es noch ein paar Spenden. Namen nenne ich natürlich nicht,
aber vielen lieben Dank an euch.
Das ist gerade jetzt äußerst hilfreich und die nächsten Aufnahmen außer Haus
sind auch schon geplant.
Wenn euch dieser Podcast gefällt und ihn direkt unterstützen wollt,
schaut doch mal auf der Webseite kunstderunvernunft.de rein und lasst gerne
ein paar Euros da, denn ich kann ja nicht jeden Gesprächspartner dazu verdonnern,
extra nach Hannover zu reisen.
Da muss ich selber auch ein bisschen flexibel sein. Und dabei könnt ihr helfen.
So, jetzt habt ihr es überstanden. Los geht's mit Folge 20.
Sebastian
Ich habe Besuch und diesmal ist Megan gekommen. Hallo!
Megan
Hallo!
Sebastian
Eine Frau mit einer Mission?
Megan
Ja, das könnte man so sagen.
Sebastian
Denn BDSM beschäftigt dich ja nicht nur aus reinem privaten Interesse,
sondern du versuchst auch ein bisschen mehr darüber zu erfahren.
Megan
Ja, das stimmt. Also ich glaube, ich möchte mich da wissenschaftlich mehr mit
auseinandersetzen oder habe angefangen, mich damit mehr auseinander zu setzen, weil ich,
Bock habe, über BDSM-Neigungen aufzuklären und ein Stück weit denke,
dass es sinnvoller ist, das irgendwie fundiert, also mit einem fundierten Hintergrundwissen
zu machen, statt einfach nur aus dem Bauch heraus.
Sebastian
Das bedeutet natürlich, dass wer jetzt hier knisternde Erotik heute erwartet,
der wird jetzt leider fürchterlich enttäuscht sein.
Megan
Das stimmt, ja.
Sebastian
Dafür gibt es was zu lernen.
Megan
Vielleicht.
Sebastian
Du musst trotzdem durch die Mühle meiner Rituale durch.
Du bist 27 und das heißt, du bist schon ein bisschen länger dabei.
Megan
Das stimmt, ja. Also fünf Jahre bin ich jetzt dabei.
Sebastian
Auch in fünf Jahren kann man eine Menge Mist bauen, ne?
Megan
Das stimmt, ja. Und eine Menge Spaß haben auf jeden Fall.
Sebastian
Okay, das heißt mit 22 ging es los. Wieso?
Megan
Ich habe ganz lange tatsächlich das Gefühl gehabt, ich bin asexuell,
weil ich immer wieder in Beziehungen war.
Und am Anfang ist man verliebt und dann ist Sexualität auch irgendwie okay und
nett und irgendwann ist es langweilig und ich habe versucht,
das irgendwie zu vermeiden.
Und mein damaliger Freund hat gesagt, so geht das nicht, irgendwas muss da doch
gemacht werden, so nach dem Motto. Und dann hat er seinen Kumpel im Rat gefragt,
der zufälligerweise BDSMler ist.
Er hat dann gesagt, ja probiert es doch damit aus. Dann habe ich ihn kennengelernt
und hat uns ein bisschen davon erzählt und ich weiß nicht, ich habe total Begeisterung,
habe die SMEG auch direkt kennengelernt dann und war total begeistert und habe
super viel Spaß darin entdeckt.
Und habe gemerkt, ja okay, Sexualität kann doch sehr viel Spaß machen.
Es muss nur halt für mich die passende Sexualität sein sozusagen.
So bin ich zum BDSM irgendwie gekommen.
Sebastian
Ja, aber richtig volle Karachoreien, ne?
Megan
Ja, aber richtig dann, ja.
Sebastian
Also du hast ja schon SMJG gesagt. Damit hast du ja irgendwas zu tun.
Megan
Ja, das stimmt.
Sebastian
Du hast da irgendeine Funktion.
Megan
Ja genau, ich organisiere den SMJG Hannover Stammtisch mit zwei anderen Leuten.
Bin da relativ aktiv in der SMJG unterwegs und finde, das ist ein wichtiges Projekt.
Das ist halt ein Verein für Jugendliche und junge Erwachsene,
die BDSM-Neigung bei sich merken und dann das Bedürfnis haben,
sich irgendwie auszutauschen, weil sie, keine Ahnung, sonst vielleicht mit Leuten
nicht drüber reden können oder,
ach so wie es eigentlich mit anderen Menschen sind, die auch zu anderen Stammis
gehen. Man hat einfach das Bedürfnis, andere Menschen kennenzulernen.
Sebastian
Ja und das fängt eben nicht an mit, so du bist jetzt 21, ab jetzt darfst du Interessen haben.
Megan
Ja, genau, sondern eigentlich schon aber Pubertät.
Sebastian
Vielleicht erklären wir die 1. Minute G ganz kurz. Ich weiß,
es gibt sie seit dem Jahr 99, glaube ich, herum. Also das sind jetzt auch schon fast 20 Jahre.
Megan
Ich glaube, letztes Jahr hatte die 18. Geburtstag.
Sebastian
Oh.
Megan
Sind die volljährig geworden.
Sebastian
Sehr schön. Und die 1. Minute G bietet Stammtische und einfach eine Plattform
für Jugendliche oder junge BDSM an.
Megan
Genau, ja. Also nicht nur Stammtische, sondern es gibt ein Forum,
Es gibt einen Chat und es gibt auch einen Cover-Service und ein Sorgentelefon,
das angerufen werden kann, wenn man irgendwie das Bedürfnis hat,
sich mal einen Rat zu suchen sozusagen von anderen.
Die Menschen, die dieses Sorgentelefon betreiben, sind auch aus der SMEG und
sind dadurch auch BDSM-Märinnen sozusagen. sagen.
Sebastian
Ich habe das ja selber auch gehabt. Ich war dann 15 und bekam dann irgendwie
mal meine berühmte Spam-Mail mit dem Bondage-Mädel und dann fing ich an zu forschen
und zu googeln und habe es halt gleich ausprobiert.
Aber da ist es ein Angebot für mich als Jugendlichen damals schon gegeben hätte.
Also erstmal auf die Idee wäre ich gar nicht gekommen.
Und man hat sich halt alles irgendwie zusammengesucht und es hat einen auch
selber ein bisschen überfordert vom Content einfach.
Megan
Also du hast vorhin von meiner Mission geredet und warum mir das so wichtig
ist, Aufklärung über BDSM zu betreiben, weil als ich 15 war,
hatte ich auch schon BDSM-Neigung und habe das ein Stück weit auch ausgelebt.
Mir wurde dann vermittelt, das ist Teil einer psychischen Erkrankung und das ist,
nicht und sozusagen, ich sollte das mal lieber lassen und habe dann gedacht,
okay, ist Teil einer psychischen Erkrankung und habe es dann gelassen und ich
glaube, mir hätte es einfach richtig gut getan, mich mit anderen jungen Leuten auszutauschen, die,
selbe Neigung haben und Und dann zu merken, nee, ist eigentlich gar nicht Teil
einer psychischen Erkrankung, sondern eine ganz normale Facette von Sexualität sozusagen.
Sebastian
Diese Erkenntnis kam ja auch nicht sofort. Also als du jetzt dann 22 warst und
dein Freund den Bekannten angeschleppt hat, da wäre jetzt der Schluss gewesen, okay,
da ist ja die Erkenntnis von früher wieder da, oh Gott, das ist jetzt einer
mit einer psychischen Erkrankung.
Da wirst du ja nicht gleich Ja gesagt haben. Musste man nicht überzeugen davon,
dass das auch Spaß machen kann.
Megan
Ja, ich habe schon ein Jahr gebraucht und mich viel mit mir selbst auseinandergesetzt,
weil ich gedacht habe, vielleicht rutsche ich da wieder in was rein,
was ich eigentlich abgelegt hatte und so weiter.
Bei ihm habe ich das jetzt nicht direkt gedacht und also er kam an mit dem Satz,
hallo ich bin so und so und ich bin Sadist und ich war so,
oh mein Gott, so eine Person in meiner Wohnung, warum tust du mir das an und
war wirklich geschockt, also wirklich, wirklich so, alter, was soll das,
dass du ihn hier her schleppst und jetzt weiß er, wo ich wohne.
Ich habe dann direkt…,
Okay.
Sebastian
Also dein Freund hat den zwielichtigen Sadisten in deine Wohnung geschleppt
und hat gesagt, der klärt dich jetzt nochmal neu auf.
Megan
Genau, ja. Und ich war erst so richtig geschockt und habe gedacht, Alter, was macht der da?
Und warum hat er meinen damaligen Freund hergeholt? Und dann haben wir angefangen
zu quatschen und wir sind aber auch, eigentlich durch die Mittelalter-Szene kannten die sich.
Und ich bin auch so in der Mittelalter-Szene unterwegs und durch diese Mittelalter-Affinität
haben wir über andere Sachen erstmal geredet und ich habe gemerkt,
der wirkt gar nicht so sadistisch, eigentlich ist der wirklich ganz nett.
Und habe mir das einfach anders vorgestellt damals. Man hat ja keine Berührungspunkte gehabt.
Sebastian
Wie stellt man sich denn den Sadisten vor?
Megan
Naja, das ist halt ein bisschen so ein Problem, dass Sadismus ja auch tatsächlich
so etwas pathologisch gefährliches ja auch darstellen kann.
Weißt du, was ich meine? Also das ist ja ein Wort für zwei verschiedene Typen
von Menschen. Verstehst du, was ich meine?
Sebastian
Ja, ich unterscheide auch mal zwei Arten von Sadisten. Ich habe einmal die,
denen es Spaß macht, anderen Schmerzen zuzufügen.
Ja, das bin ich jetzt leider nicht, sondern ich bin dann eher der Mensch,
der hat Spaß daran, dass Subi Schmerzen hat.
Ich vermute, das ist die gefährlichere Variante.
Megan
Nee, ich glaube, wenn du Spaß daran hast, dass die Person Schmerzen hat,
aber du hast auch Spaß daran, weil du weißt, diese Person findet das eigentlich auch ein bisschen gut.
Sebastian
Ein bisschen.
Megan
Ist das, also vielleicht nicht unbedingt in dem Moment, aber generell findet
die Person, also die Einvernehmlichkeit ist da das Wichtige.
Wenn du jetzt jemand wärst, der sagt, ich hab nur Spaß, wenn die Person das
wirklich richtig scheiße findet und das überhaupt nicht möchte und wenn ich
weiß, eigentlich findet die Person das eigentlich ganz gut, kickt mich das überhaupt
nicht, dann würde ich sagen.
Sebastian
Okay, da kommen wir.
Megan
Genau, ja. Aber da würde ich die Unterscheidung machen. Also nicht unbedingt
so, bin ich eher ein Reaktionsfetischist oder finde ich Schmerzen zufügen gut.
Das ist glaube ich nicht das Problem sozusagen, sondern das Problem ist,
finde ich es gut, dass die andere Person das auch möchte oder finde ich es gut,
dass die Person das, oder fände ich es erst gut, wenn die Person das doof finden
würde und nicht wollen würde.
Sebastian
Wirklich nicht wollen. Wir gleiten ja gerade schon so ein bisschen weg in alle
möglichen Themen. Also wir haben ja zwei offene Themenstränge gerade.
Wir haben SMJG offen und dich.
Ich habe überhaupt nicht erwähnt, was du denn gerade gut findest.
Megan
Also ich spiele tendenziell eher unten und finde vor allen Dingen ein Gefühl
von ausgeliefert sein, glaube ich, ganz gut.
Und ich bin relativ masochistisch. Also ich mag Schmerzen kicken mich.
Daher würde ich mich tendenziell eher als unten spielend sozusagen beschreiben.
Auf der anderen Seite mit Bondage finde ich schon das Aktive schön,
weil ich merke, dass ich sehr viel bei meiner, also bei der Person,
mit der ich Bondage mache, sehr viel auslösen kann dadurch und sehr viel so eigentlich geben kann.
Aber es ist dann mehr so ein, ich bewirke ein positives Gefühl bei dir oder sowas.
Und ich kann auch dann ein bisschen so spaßhaft, kennst du ja vielleicht so
ein bisschen spaßhaft fies sein.
Aber ich bin schon so, dass mir das Spaß macht zu sehen, das macht der Person Spaß sozusagen. sagen.
Sebastian
Du bist einfach ein durch und durch guter Mensch.
Megan
Aber ich spiele schon eher unten. Bonnage ist vielleicht so ein kleiner Bereich,
wo ich das vielleicht ausklammern würde.
Sebastian
Du hast einen Sadisten zu Hause, hast ein Jahr drüber nachgedacht, aber dann.
Irgendwann ist ja mal was passiert. Also dieser, ich mag immer gern diesen ersten
Moment, diesen Moment der Erleuchtung, den mag ich immer ganz gern hören. Der ist immer so schön.
Megan
Ich glaube, den hatte ich nicht so richtig, weil ich habe zwar ein Jahr darüber
nachgedacht, aber ich war ja schon, also das mit meinem damaligen Freund und
ich hat dann nicht so gut gepasst, weil ich gemerkt habe so,
oh, das kickt mich voll, das finde ich voll toll und plötzlich ist Sex cool.
und vielleicht war das der Moment der Erleuchtung, dass ich gemerkt habe,
irgendwie passiert da viel mehr bei mir als vorher.
Und er fand das, also mal ein Klaps auf dem Hintern war ganz nett,
aber mehr muss auch echt nicht sein, so nach dem Motto.
Das war eher so, also da hatten wir dann einfach ein Ungleichgewicht,
weil er gemerkt hat, okay, es ist so ein bisschen am Rande ganz nett,
aber jetzt nicht so seine primäre sexuelle Sexualität, sag ich mal.
Und für mich ist es so, okay, das ist ein ganz, ganz, ganz elementarer Teil
meiner Sexualität. und dadurch ist es dadurch so ein bisschen kaputt gegangen.
Sebastian
Ja, das ist ja leider ganz oft so, dass das dann so wichtig ist,
dass es ohne auch wirklich nicht mehr geht.
Megan
Genau, ja, das war mir schon der Fall.
Und unsere Beziehung war danach, was weiß ich, ein halbes Jahr vorbei oder so,
also ein halbes Jahr danach vorbei und dann habe ich irgendwie schon auch viel
mich ausprobiert und hatte einen Spielpartner dann,
mit dem ich viel gemacht habe und einfach, das war eine Mischung aus,
ich habe mich damit auseinandergesetzt,
war da auch in Therapie zu der Zeitpunkt, hab das auch irgendwie in der Therapie
besprochen und gleichzeitig mich ausprobiert und immer mehr gemerkt,
nee, das tut mir eigentlich richtig gut und das schadet mich nicht.
Und dadurch hab ich einfach in dem Jahr gemerkt, ja, das ist okay,
das ist nicht destruktiv sozusagen, sondern eher konstruktiv.
Sebastian
Also wer dich kennt, wer dich rumlaufen sieht, ich hab dich immer als Menschen,
der lächelnd, glücklich durch
die Gegend rennt, zumindest auf Stammtischen hab ich dich wahrgenommen.
Und du hast so eine positive Grundeinstellung dazu.
Ja, voll. Das finde ich einfach sehr schön, weil da geht auch Humor ein bisschen
mit rein und du saugst das so auf.
Megan
Ja.
Sebastian
Ich unterstelle dir mal, du hast einfach jetzt in den letzten Jahren ganz viele
Erfahrungen gesammelt, damit du auch weißt, wovon du redest.
Megan
Ja, voll.
Sebastian
Gibt es noch Mysterien? So Dinge, wo du sagst, boah, das finde ich total interessant,
aber ich habe keine Ahnung, was und wie das ist?
Megan
Ich glaube, jein. Ich glaube, das ist etwas, was, also wie zum Beispiel letztens
wurde ich das erste Mal hypnotisiert und vorher habe ich mir gar keine Gedanken
über Hypnose gemacht, aber es hat sich einfach ergeben auf einer Party,
dass jemand meinte so, oh,
wir kennen uns auch schon ganz gut und das war dann so, oh, ich kann so eine
Kleinigkeit mit dir machen, wenn du willst, einfach zum Ausprobieren,
ob das klappt, das hat einfach super gut funktioniert.
und vorher habe ich gar nicht so darüber nachgedacht, ob mir das gefallen könnte
oder nicht und danach war so, boah, das war irgendwie total abgefahren,
dass das so gut funktioniert und das fand ich schon spannend.
Also ich glaube, ich kann jetzt nicht sagen, das und das und das will ich unbedingt
noch ausprobieren, sondern das entwickelt sich mit der Zeit.
Ich habe ja noch ganz viele Jahre, in denen ich BDSM praktizieren kann und neue
Sachen kennenlernen kann.
Sebastian
Bei Hypnose bin ich jetzt gerade mal neugierig. Was macht man denn da so?
Nicht, dass ich über das Thema noch nie nachgedacht hätte.
Megan
Das war in einem ganz klitzkleinen Rahmen, dass er meinte so,
naja, du kennst dich ja gut mit Bondage aus, du weißt, wie sich das anfühlt.
Ich hypnotisiere dich mal so, dass
ich so anfühle, als ob ich sozusagen Bondage-mäßig irgendwie was hätte.
Und dann hat er, man wird dann so eine Art Trance nennen die das,
aber so eine Art, man kommt zur Ruhe und die Person redet mit einem und so weiter.
Und dann meinte er so, ja, immer wenn ich Seil sage und dann über deine Haut
streiche, dann fühlt sich das an, als ob Seile sozusagen wären.
Und dann war das richtig abgefahren, weil er dann wirklich so über meine Handgelenke und Seil.
Und es war gesagt, ich lege hier jetzt ein Seil rum und dann hatte ich die Hände
zusammen und das hat sich wirklich so angefühlt, als ob ich ein Seil um die
Hände. Das war richtig abgefahren.
und es war aber schon so, dass es gut funktioniert hat, weil ich das Gefühl
von Bonnisch so gut kenne und dann hat er mich irgendwie an so einer Art Pfosten,
imaginär festgemacht, das war so abgefahren, weil es sich wirklich so angefühlt
hat, das war richtig krass.
Sebastian
Ich will hier jemanden, ich aufrufe, ich will hier jemanden haben,
der mir das ganze Zeug beibringt, was geht mit Hypnose etc., ich sehe da Potenzial.
Megan
Ja, es war richtig, richtig abgefahren. Also er meinte auch,
ich lasse mich da wohl, also keine Ahnung, ich habe keine Vergleichswerte,
wohl sehr gut hypnotisieren, aber das war sehr, sehr, sehr krass und,
Und ich habe gedacht, schade, dass mein Freund das nicht kann und nicht irgendwie
im Moment nicht so das Interesse hat, weil da hätte ich voll Bock mehr zu.
Sebastian
Ach, das kann der ja lernen.
Megan
Ja, klar. Worauf ich hinaus will, ist, ich weiß nicht, was ich noch unbedingt
lernen will oder machen will oder erfahren will, weil das kommt mit der Zeit.
Es ergeben sich immer wieder neue Situationen, wo man dann neue Sachen irgendwie
kennenlernt und entweder man findet das cool oder man merkt,
okay, das war interessant, aber muss ich nicht nochmal.
Ich habe mal Waterboarding gemacht und habe gemerkt, okay, das war interessant,
aber ich muss das jetzt nicht noch öfter machen beispielsweise.
Also das ist so ein, jetzt erzähle ich doch ganz schön.
Sebastian
Erfahrungen sammeln, ja du erzählst ganz schön.
Megan
Ganz schön persönlich ist plötzlich, obwohl ich das gar nicht vorhatte.
Sebastian
Ich habe möglicherweise einen leichten Hang dazu, nach persönlichen Dingen zu fragen. Keine Sorge.
Megan
Alles gut. Gut.
Sebastian
Dann nehmen wir jetzt den zweiten Strang so ein bisschen, die SMJG nochmal her.
Megan
Oh ja.
Sebastian
Ich habe hier so eine schöne Notiz. Ich war tatsächlich ein einziges Mal,
ich glaube 2002 auf dem SMJG-Stammtisch.
Ich glaube in Essen, also wer von da noch damals ist und sich an mich erinnert, hallo.
Gefühlt ganz normaler Stammtisch. Und dann wurde mir erklärt,
vor einigen Wochen so ein SMJG-Stammtisch unterscheidet sich doch von einem
anderen Stammtisch, weil es gibt da ein, zwei Regeln, die anders sind.
Megan
Ja, auf jeden Fall.
Sebastian
Erzähl doch mal.
Megan
Also der SMEG-Stammtisch ist ja auch für Minderjährige gedacht.
Das eine sozusagen klassischste Merkmal ist, dass der nur bis 27 geht.
Also das ist mein letztes Jahr sozusagen, wo ich mitmachen darf.
Sebastian
Fliegst du raus, ja?
Megan
Ja, im Sommer fliege ich raus.
Sebastian
Oh, pünktlich zum Geburtstag mit Zapf und Streich.
Megan
Mal gucken.
Sebastian
Oh je.
Megan
Ja, das wird auch noch sehr hart werden für mich tatsächlich,
weil ich da viel irgendwie involviert war. Naja, egal. Die anderen werden auch älter.
Sebastian
Die kommen alle wieder zu dir. Das sind nur ein paar Jahre, die du getrennt bist.
Megan
Ja und tatsächlich, meine ganzen Freunde sind eh schon raus.
Sebastian
Also Gewohnheit.
Megan
Also der 27 ist wichtig und die Minderjährigkeit ist wichtig.
Und dadurch, dass Minderjährige zugelassen sind und auch Minderjährige tatsächlich
auch auf den Stammtisch gehen, ist es wichtig, dass wir einen sicheren Rahmen
haben, weil wir den Jugendschutz natürlich komplett einhalten.
wollen und müssen und dadurch sind so Sachen wie, wir achten da,
also ich achte da sehr streng drauf tatsächlich, ist, dass man nicht irgendwie
anbaggert und nicht spielt auf den Stammtischen.
Sebastian
Ich hörte, du seist dafür berüchtigt, dass du diese Regel einhältst.
Megan
Ja, mir wurde letztens gesagt, dass der Stammtisch irgendwie strenger geworden
ist, seitdem ich Orga bin irgendwie.
Sebastian
Was ist denn anbaggern an der Stelle? Die mal hingehen und sagen,
hallo, ich finde dich aber spannend. Komme ich nämlich mal mit.
Würde ich rausfliegen?
Megan
Nee, rausfliegen nicht, aber ich würde schon sagen, hier du,
das ist ein Jugendstammtisch. Ich finde, das ist nicht der Rahmen hierfür.
Du weißt nicht, ob die Person minderjährig ist oder nicht. Also beispielsweise.
Sebastian
Ja.
Okay, ich glaube, man steht ja so mit einem Bein im Knast irgendwie.
Stammtisch in Verbindung mit Sexualität in einem öffentlichen Raum und Minderjährigen
und dann auch noch das perverse Pornozeug.
Ist, glaube ich, schwer. Hat aber, glaube ich, den Vorteil, dass sich die Teilnehmer sicher fühlen.
Megan
Ja, auf jeden Fall. Also es ist mir halt wichtig, dass die Leute sich auch wohlfühlen
und das soll auf jeden Fall einen sicheren Rahmen für Jugendliche bieten vor
allen Dingen, weil letztendlich das primär die Zielgruppe ist.
Es gibt mega viele Stammtische für Menschen ab 18, aber es gibt halt eigentlich
effektiv nur wirklich die SMJG für Menschen unter 18.
Sebastian
Ja, es ist auch schön, dass das möglich ist. Es ist ja jetzt auch in den 18
Jahren, wurde ja auch oft genug überprüft, ob das, ich sag mal, legal ist.
Auf der anderen Seite, ich sehe es auch ganz klar als Aufklärung an,
denn man hat Fragen und man kriegt heutzutage Antworten. Ich finde das großartig.
Megan
Ja, absolut.
Sebastian
Offiziell hört diesen Podcast natürlich niemand unter 18, aber vielleicht Menschen
zwischen 18 und 27 hören den.
Ich mag es einfach nochmal erwähnen, weil ich habe wirklich in letzter Zeit
Mails von Leuten bekommen, die den Podcast hören, die aber von der SMJG noch
gar nichts gehört haben. Die sind dann irgendwie auch 21, 22.
Ich drücke es jetzt nochmal voll rein. smjg.org ist ja die Webseite.
Und die Stammtische gibt es, glaube ich, ich weiß nicht, wie viele gibt es da inzwischen?
Megan
Ich glaube, es gibt über 40 Stammtische in unterschiedlichen Städten in ganz
Deutschland und Österreich.
Sebastian
Wahnsinn.
Megan
Und die sind immer einmal im Monat. Also man muss einfach da ein bisschen durch
die Seiten klicken und dann findet man so eine Art Karte, wo die ganzen Stammtische
aufgezeigt sind und dann kann man,
es ist eine Liste mit den ganzen Städten und wo sie stattfinden.
Und dann kann man auf die eigene Stadt gehen und dann kann man auch sozusagen
da unter Orgas klicken und dann kann man die Orgas anschreiben und so weiter.
Wenn man, ich glaube, ganz neu in der Szene ist und man ist eh komplett unsicher
und man tendenziell vielleicht auch noch mega schüchtern und dann kommt man in den Stammtisch,
ich sage mal in Gänsefüße für Erwachsene und da sind einfach eine komplett gemischte
Altersgruppe und es sind meistens sehr viele Leute auf dem Stammtisch, du kennst das ja.
Und dann kann das, glaube ich, überfordernd sein. Also es gibt immer eine Neulingsrunde,
das heißt, man kann immer früher kommen als alle anderen und ist dann nur mit
den Orgas sozusagen eine halbe Stunde.
Sebastian
Und wird dann, wenn es dann losgeht, auf der Bühne vorgeführt und vorgestellt, das ist der Neue.
Megan
Nein, aber dadurch hat man so einen kleineren Rahmen, wo man nochmal ein bisschen
sich Informationen holen kann, was passiert hier jetzt und so weiter und so
und zur Not auch abhauen kann,
vor die anderen kommen, so nach dem Motto und man muss halt nicht in eine neue
Location, wo schon ganz viele Leute sitzen, ich glaube, das ist schon eine Bereicherung
und ich achte sehr darauf, dass ich mit den jungen Leuten, die neu sind,
gucke, wie kriegt man die irgendwie in Gespräche verwickelt mit anderen sozusagen,
also ich nehme mich den Neuen wirklich an auf dem Stammtisch und finde, das ist…,
Teil meiner Orga-Aufgabe zumindest, das den Leuten so einfach wie möglich zu machen, sozusagen.
Sebastian
Ja, dieses Niedrigschwellige, das ist einfach schön. Eine Sache habe ich zur
SMJG noch und ich habe das, das muss zehn Jahre her sein,
da haben wir dann vom großen Stammtisch, dann haben wir versucht so ein bisschen
Kontakt zur SMJG aufzubauen, weil wir dachten, na ist vielleicht gar nicht schlecht,
wenn man sich so ein bisschen vernetzt, das hat gar nicht geklappt.
Die letzten Jahre aber, und da hast du glaube ich auch großen Anteil dran,
ist das eben so, dass die SMJG auch mal den anderen Stammtisch besucht und dass
da so ein bisschen Übergang ist.
Das finde ich sehr, sehr schön, dass ihr uns natürlich junge Leute zuführt.
Nein, aber dass man eben nicht einfach mit 27 rausfliegt und dann ist da nichts
mehr, sondern man ist dann schon in den anderen Stammtisch mit reingewachsen.
Ich mag diese Offenheit, das finde ich schön.
Megan
Ja, was ich glaube ich schon sagen würde ist, ich glaube es ist nicht offiziell
die SMJG sozusagen, die das gemacht hat, sondern es sind Menschen,
die in der SMJG eine wichtige Rolle spielen, haben Interesse daran,
mit Leuten sich zu vernetzen aus anderen Stammtischen sozusagen.
Also ich finde die Vernetzung total wichtig und gut und ich finde das,
ich sehe das schon so, dass gerade vor allen Dingen für den CSD das sehr sinnvoll ist auch,
dass man sich beispielsweise den Stand teilen kann, das machen auch andere Städte
und dass man sich vernetzt, dass man auch das Gefühl hat, okay,
die älteren Leute haben Anschluss an,
also die Leute, die zu alt für die SMG werden, haben Anschluss dann an den anderen
Stammtisch sozusagen und können da reinwachsen, ohne dass es so ein böser Cut ist.
Sebastian
So ein bisschen Aftercare, ne?
Megan
Ja, witzig. Nö, es ist ein Neustart. Es ist wie, man hat eine lange intensive
Beziehung mit einem Stammtisch geführt und verkuppelt sich kurz vorher mit jemand
anderem. Lassen wir das lieber.
Sebastian
Stammtisch-Polyamorismus, ja. Ich liebe zwei Stammtische.
Megan
Das verstehst du. Ich verstehe, was du meinst.
Sebastian
Ja. Also ich mag das jetzt dann auch nochmal erwähnen, du sprichst jetzt hier
nicht als SMJG, sondern du sprichst hier als Megan.
Das soll man glaube ich jetzt nicht verwechseln, weil das ist dann auch nicht abgesprochen.
Ich habe jetzt Megan tatsächlich auch ein bisschen, liebe Hörer,
in das Thema einfach reingeschubst und gesagt, Antworte, Antworte, Antworte.
Das ist nicht böse gemeint, aber da bin ich natürlich offen für Menschen,
die dann sagen, Mensch, wir setzen uns hier als offizielle Delegation auf Sebastians Couch.
Kein Problem und dann könnt ihr alles klarstellen.
Megan
Ja.
Sebastian
Ein Problem. Ich bin für die Mentees offen.
Megan
Sehr gut.
Sebastian
Machen wir mal einen Strich an die SMJG dran.
Megan
Ja.
Sebastian
Gut.
Megan
Perfekt.
Sebastian
So. Du entwickelst dich ja vom User dann jetzt doch zum Aufklärer.
Also wir können mal kurz erwähnen, du studierst was Soziales.
Megan
Genau, ich studiere soziale Arbeit.
Sebastian
Und das machst du?
Megan
Also ganz, ganz ursprünglich habe ich entschieden, soziale Arbeit zu studieren,
weil ich eigentlich damals vorhatte, eine Beratungsstelle für BDSMlerinnen und
BDSMler zu eröffnen und Aufklärungsarbeit zu machen in dem Bereich für professionelle Menschen,
wie zum Beispiel Ärzte oder Psychologen oder Sozialarbeiterinnen oder was auch
immer, die mit Menschen zu tun haben, die BDSM-Neigungen haben.
Sebastian
Siehst du da eine Notwendigkeit?
Megan
Ja, voll. Das finde ich total wichtig. Weil BDSM immer noch,
also es wird besser, es wird wirklich besser und es gibt immer mehr vernünftige Studien zu dem Thema.
Aber BDSM wird häufig trotzdem immer noch pathologisiert und kriminalisiert,
so ein Stück weit oft auch.
Sebastian
Wer es nicht kennt, es ist im Prinzip wie bei allem, wenn man keine Ahnung hat,
dann ist es erstmal fremd und andersartig und gefährlich.
Megan
Genau, ja. Und das sieht man in Krimis oft, dass es irgendwelche,
dass der BDSMler erstmal der erste Tatverdächtiger ist, so nach dem Motto.
Sebastian
Ja, aber der ist es dann nie.
Megan
So gut kenne ich Krimis nicht aus, muss ich sagen.
Sebastian
Ganz selten ist der Perverse dann auch der, der was Böses gemacht hat.
Meistens ist es dann nur der andere.
Megan
Okay, okay.
Sebastian
Es kann auch so an, dass ich mich irre oder die falschen Krimis.
Ich gucke eigentlich nicht viel Krimis, nur das amerikanische Zeug.
Und das nicht mal gerne. Der Gärtner ist es immer.
Megan
Der Gärtner.
Sebastian
Immer der Gärtner.
Megan
Okay.
Sebastian
Nicht der mit der Peitsche oder der mit der Kettensäge, nein,
es ist der Gärtner mit der Heckenschere.
Apropos draußen mal wieder, wir waren eben mal kurz, saßen wir auf meiner Terrasse
und dann fing er nebendran schon wieder an Hecke zu schneiden.
Das kann nicht sein, aber die Fenster halten dich.
Megan
Ja, das ist auf jeden Fall gut, dass man es hier nicht hört.
Gesellschaftlich ist es, glaube ich, immer noch so ein bisschen,
es wird wirklich besser. Ja.
Aber ist da glaube ich noch sehr viel Aufklärungspotenzial und auch,
dass der immer noch im ICD-10 drin ist.
Also im ICD-10, das ist ja dieser International Classification of Diseases.
Sebastian
Das Buch der Krankheiten.
Megan
Genau.
Sebastian
Ich versuche das jetzt einfach mal ein bisschen runterzubrechen auf ein möglichst,
also ich versuche mal alle Fachbegriffe jetzt einfach mal so stark zu vereinfachen,
dass es schon wieder weh tut.
Megan
Ja.
Sebastian
Das ist mein Satismus heute.
Megan
Okay. Und da ist BDSM ja immer noch drin, also unter Sadomasochismus.
Und da gibt es ja eine Veränderung, im ICD-11 soll das nicht mehr drin sein.
Da sieht man, wir sind eigentlich immer noch an dem Stand, okay,
ja, es ist halt immer noch ein bisschen pervers und so weiter.
Also ich habe eine relativ lange Therapieerfahrung gehabt als Jugendliche und
da wurde mir einfach gesagt, ja, das ist Teil deiner Erkrankung, so nach dem Motto.
Und dadurch, also natürlich ist das biografisch, dass ich merke,
mir ist es wichtig, dass Therapeutinnen und Therapeuten nicht jungen Menschen
sagen, das ist halt Teil deiner Krankheit, sondern dass sie sagen, ah, interessant,
könnte das, und dass sie dann differenzierter gucken, ist das tatsächlich Teil
der Krankheit, das gibt es ja auch, ist ja in Ordnung.
Oder ist es vielleicht eine Neigung, von der sie irgendwie vorher so nicht so
richtig aufgeklärt gewusst haben, sozusagen, dass das eine ganz normale Neigung sein kann?
Sebastian
Die Frage ist ja, Wahrnehmung in der Öffentlichkeit. Ich glaube ja immer,
wir sind da schon ein bisschen weiter, als man denkt, dass mehr Toleranz da
ist, als die Medien uns weismachen.
Die Straße geht, glaube ich immer, dass da mehr Toleranz ist.
Ich mag mal ganz provokant fragen, meinst du denn, dass Shades of Grey,
BDSM, der Community in Deutschland was Gutes getan hat oder eher...
eher so ein falscher Freund war.
Megan
Ich denke beides. Ich denke, was schlecht daran ist, ist es schon wieder eine
Darstellung von BDSM, die nicht der überwiegenden Wirklichkeit entspricht.
Sebastian
Ja, was aber auch schwer ist darzustellen.
Megan
Das stimmt. Aber es stellt eine ungesunde Art von BDSM sozusagen dar.
Und es stellt eine sehr antifeministische Art von BDSM dar.
Sebastian
Lass mich mal fragen. Du sagst jetzt ungesunde Art, was ist denn gesunder BDSM
und was ist ungesunder BDSM?
Ich werfe dir mal meine Definition an den Kopf. Gesund ist es dann,
wenn es mich in meinem Leben ausgeglichener und zufriedener macht und ich mich damit wohlfühle.
Selbst wenn ich physische Schmerzen davontrage und es irgendwie aufwendig ist,
ist es trotzdem so, dass ich überwiegend positiv aus der Sache rausgehe.
Megan
Das würde ich so auch so sehen.
Sebastian
Ungesund ist, mir geht es einfach schlecht damit. Punkt.
Psychische Abhängigkeit von irgendeinem Partner, Dom oder Subi oder mein ganzes
Leben funktioniert nicht, wenn ich LBDSM nicht in ausreichender Dosis verabreicht bekomme.
Und wenn ich es bekomme, das ist auch irgendwie doof, aber ja.
Megan
Mit den beiden Definitionen würde ich erstmal so komfort angehen, glaube ich.
Sebastian
Ja, jetzt habe ich eine Frage gestellt und sie selbst beantwortet.
Ich mache es ja heute ganz besonders gut.
Megan
Aber ich, also Shades of Grey finde ich deswegen ungesund. Er überredet sie ganz viel.
Er hat so ein ich ziehe dich ein bisschen ran und mache dich irgendwie scharf
auf mich und dann nutze ich irgendwas und stoße dich wieder weg,
damit du noch mehr von mir möchtest und ich dann das durchsetzen kann,
was ich mit dir machen möchte.
Und wenn du dann ein bisschen rumzeterst, dann stoße ich dich wieder weg.
Also dann kriegst du mich erstmal wieder und dann stoße ich dich wieder weg
und dann ziehe ich dich wieder ran und dann stoße ich dich weg.
Und dadurch überredet er sie letztendlich oder versucht er sie zu überreden,
was zu machen, was sie von sich aus jetzt nicht, es ist jetzt nicht so,
dass er ihr davon erzählt und sie dann denkt so, oh, das ist aber jetzt besonders
interessant, das will ich ausprobieren, das will ich ausprobieren,
oh, das finde ich klingt auch cool, lass uns das auch mal machen,
sondern er sagt so, ich will das, das und das und das mit mir machen, sonst kannst du gehen.
Sebastian
Achso, also er geht halt im Prinzip hin mit der Holzhammer-Methode,
mit der ultimativen Entscheidung, das, was ich will oder gar nicht.
Megan
Genau.
Sebastian
Das heißt, der Konsens wird nicht hergestellt.
Megan
Genau und dann, aber dann, wenn sie sagt, ja nö, dann nicht,
dann kommt er an und sagt, du bist so unwiderstehlich, komm ich nehme dich jetzt
nochmal und wir machen ganz tolle Sachen und ich zeige dir ein bisschen meine
Welt so nach dem Motto und jetzt entscheide dich, möchtest du das jetzt machen oder nicht.
Und dann sagt sie, ja, aber nicht so und dann sagt sie, ja, dann geh wieder
weg. Und dann kommt er wieder an mit einem Geschenk oder so weiter und es geht
halt, ja. Also verstehst du, wie ich das meine?
Sebastian
Das sind amerikanische Drehbücher, das versteht niemand.
Okay, ich hatte jetzt ja gehofft, dass man das als wunderbares Beispiel hernehmen
könnte, aber das funktioniert einfach nicht. Da ist auch, glaube ich,
einfach nicht genug Substanz drin.
Gehe ich da mal anders ran. Machen wir es mal andersrum. Wen willst du aufklären?
Megan
Ich möchte Menschen, die auf irgendeine Art und Weise mit Menschen in Kontakt
kommen könnten, die BDSM betreiben.
Sebastian
Also der volle Multiplikator, das Schneeballsystem.
Megan
Also im Sinne von, ja eigentlich habe ich es ein bisschen schon gesagt, Ärzte,
Therapeuten, so was, Sozialarbeiter könnte ich mir vorstellen,
dass das so ein Bereich wäre, den ich spannend fände aufzuklären und queere
Zentren fände ich spannend aufzuklären.
Sebastian
Okay, also das heißt, du setzt oben an.
Das heißt, du rennst nicht durch die Straßen und versuchst jedem das zu erklären,
wie ist es, sondern du versuchst dafür zu sorgen, dass das System,
was Menschen hilft, dass das auch in der Lage ist zu helfen.
Jetzt ist die Frage, wie erkläre ich einem, ja ich sag mal, Stinopsychologen,
wie erkläre ich dem BDSM,
der nämlich vorher sein IDC10 gelesen hat und sich vielleicht auch noch schon
sein Bild gemacht hat und vielleicht hat er auch schon die ganz schlimmen Fälle
bei sich sitzen gehabt auf der Couch und jetzt stellst du dich da hin und sagst,
ja das ist eigentlich total okay unter den und den Voraussetzungen.
Ich stelle mir das sehr schwer vor.
Megan
Ich stelle mir das auch schwer vor. Und ich glaube, da ist die Qualifikation halt wichtig.
Das sind halt natürlich alles Träume, aber deswegen habe ich angefangen zu studieren,
dass ich nicht als BDSMlerin dann dahin gehe und dann sagen die im schlimmsten
Fall noch, naja, die ist ja sowieso eine von denen,
sondern dass man sagt, okay, ich habe soziale Arbeit studiert,
ich könnte mir vorstellen, das fände ich cool, nochmal irgendwas wie angewandte
Sexualwissenschaften oder so hinterherzuschmeißen im Master und dann zu sagen,
okay, ich habe die und die Profession und ich fände, glaube ich, eine Mischung aus.
Sebastian
Also Dr. Professor Megan funktioniert in solchen Kreisen, natürlich, ne?
Megan
Ja, also natürlich, also Dr. Professor will ich jetzt nicht unbedingt.
Sebastian
Aber… Nein, aber du weißt, was ich meine. Also es ist natürlich so,
dass dann der Titel, der öffnet natürlich Tür.
Megan
Ja, genau, das ist letztendlich der Punkt, warum ich angefangen habe zu studieren.
Weil ich denke, so erreicht man mehr.
Sebastian
Ja, wenn ich das versuchen würde, ganz ehrlich, ich kann mich natürlich dahin
stellen und sagen, so liebes Publikum, Fachpublikum, ich schlage jetzt seit
15 Jahren Frauen, ich weiß wovon ich rede, da ist der Saal leer. Ja.
Oder ich… Ja, wahrscheinlich.
Also das wird leider nicht funktionieren.
Megan
Ich habe einmal einen Workshop in der Hochschule gegeben zu BDSM und ich fand
das ziemlich gut angekommen, weil ich eine Mischung aus,
ja so eine Art interaktiven Workshop, wo man so kleine Vertrauensspiele machen
konnte und dann das sozusagen auf BDSM beziehen konnte, damit die Leute selber
fühlen, wie fühlt es sich an, beispielsweise ganz einfache Übungen,
eine Person führt die andere Person durch den Raum und dann soll die Person
auch Treppen gehen und so weiter und so fort.
Und dann evaluieren wir das und sagen wir, wie das war und beziehen das dann auf BDSM-Aspekte.
Sebastian
Eine Person führt die andere einfach durch den Raum oder ist da noch irgendein … Naja.
Megan
Mit Augen zu.
Sebastian
Ah, mit geschlossenen Augen. Okay, also irgendein Kink muss ja dabei sein.
Megan
Ja, also die eine Person hat die Augen verbunden und die andere Person führt die durch den Raum.
Und die Person, die führt, muss da auch auf die Zeit achten,
also hat mehrere Aufgaben gleichzeitig.
Die führt auch nur die Person durch den Raum durchs Sprechen,
was es ein bisschen schwieriger macht.
Und normalerweise, wenn man das so fünf Minuten macht, ist am Anfang verunsichernd
und irgendwann entspannen die Leute sich ein bisschen mehr und dann,
ich sag mal, passiven Seite, ich musste vertrauen, ich musste auf die andere
Person hören, ich musste mich fallen lassen, irgendwann…,
Wurde das sogar ganz angenehm, bla bla bla, so Sachen.
Oder die eine Person hat mal gesagt, das war witzig, ja auf dem Boden war,
weil sie auch nach draußen gegangen sind, auf dem Boden waren diese Blinden, wir haben so Blinden.
Sebastian
So ein Leitsystem.
Megan
Genau, so ein Blindenleitsystem in der Hochschule und die ist dann auf diesen
Blindenleitsystem gegangen und meinte so, das war irgendwie so eine Sicherheit,
die ich dann hatte und das haben wir dann auf SafeWater bezogen und so weiter.
Sebastian
Oh, ganz schön clever, ja.
Megan
Also dass man so eine Mischung aus, ich fühle nach, wie sich das anfühlen könnte
auf einer anderen Ebene und ein theoretisches Hintergrundwissen vermitteln.
Sebastian
Das ersetzt jetzt mal mein Beispiel, wo ich immer von dem Marathonläufer rede.
Finde ich gut. Ja, das ist langsam ein bisschen abgedroschen.
Megan
Aber so will ich das halt irgendwie, also wie gesagt, ich bin da in den Anfangsschulen,
aber das ist so mein Traum, den ich gerne machen würde. Eine Mission, wie du gesagt hast.
Sebastian
Ich finde das toll, weil du gehst dahin und sagst, ich habe ein Ziel,
das kann jetzt meinetwegen 15 Jahre dauern, das zu erreichen, aber du verfolgst das.
Und das finde ich tatsächlich schön, weil das ist halt weit weg von BDSM ist
halt mein Hobby am Wochenende im Keller mit dem Mädel an meiner Seite,
sondern du willst da echt was tun. Fühl dich mal gelobt.
Megan
Dankeschön.
Sebastian
Du gehst ja offen damit um, da auch irgendwie mal Kritik oder,
aber wenn du jetzt da am Campus bist, da wird ja irgendwer mal sein,
der gesagt hat, nee, das ist doch komisch.
Megan
Also ich glaube, dadurch, dass wir ein Campus für Soziales sind,
ist das schon weniger, weil wir sehr viel, also wir haben sehr viele Seminare
zu Diversität, also zu Unterschiedlichkeit, Vielfältigkeit und ja.
Sehr viel vermittelt wird, Menschen sind nun mal unterschiedlich und ich glaube, das hilft schon.
Am Campus habe ich dann nicht so, als ich dann gesagt habe, ich möchte in dieser
Projektwoche gerne einen Workshop dazu geben, da meinte mein Dozent schon so,
das muss ich aber erstmal absprechen, das will ich so nicht unterschreiben,
da habe ich jetzt doch ein bisschen Sorge, dass das nicht okay ist.
und das ist ja schon ein eher tabuisierteres Thema und dann hat er mit einer
Kollegin drüber geredet und die fand das glaube ich, also ich weiß nicht genau,
wie sie es fand, aber sie fand es glaube ich nicht so schlecht,
weil er das mir dann unterschrieben hat, aber seine erste Reaktion war schon
so, äh, ich bin ja doch relativ neu, ich frage nochmal jemand von weiter oben,
verstehst du, wie ich das meine?
Sebastian
Also das Thema ist also noch nicht so durchgearbeitet.
Megan
Wir haben sehr, sehr viele Workshops zu LGBT in dieser Woche,
also das ist ja so eine queere queer-lastige Woche auch.
Und deswegen dachte ich so, ach, das passt da super rein.
Die erste Reaktion war schon so, ich frage lieber mal nach.
Hat ja dann gut geklappt.
Sebastian
Ja, aber das ist doch schön, wenn dann auch am Campus, wenn du dann auch da
schon mal deine Aufklärungsarbeit betreibst.
An der Stelle, indem du einfach was machst und dann auch, ich glaube,
durchsetzt, dass es zugelassen wird.
Megan
Genau, ja.
Sebastian
Oder indem du jetzt das Vertrauen erwirbst, du machst was und das ist okay.
Megan
Ich habe ein sehr, sehr, sehr langes Konzept geschrieben mit sehr viel,
also was heißt sehr, sehr, sehr lang, ich fand es jetzt relativ lang,
es waren irgendwie fünf, sechs Seiten mit sehr viel Erklärung,
warum das wichtig ist, ganz viel über Kommunikation auch geschrieben und dass
es wichtig ist, dass man auch als Sozialarbeiterin
sich mal mit dem Thema auseinandergesetzt hat und so Sachen.
Also ich habe sozusagen begründet, warum ich diesen Workshop geben möchte.
Sebastian
Ich glaube auch tatsächlich, wo du sagst, so viel geschrieben,
man erkennt BDSM ist nicht in der Gesellschaft angekommen, weil man jedes Mal
unglaublich viel erklären möchte auch, wenn man auch jemanden trifft,
der sich nicht auskennt, weil man will da nichts da stehen lassen.
Man will immer das Komplettpaket erklären und das funktioniert nicht.
BDSM kann ich nicht in zwei Sätzen erklären.
Megan
Ja, weil man Angst hat, dass man etwas sagt und die Leute dann Bilder im Kopf
hat, die man einfach nicht möchte, dass die Leute diese Bilder haben.
Daran liegt das glaube ich auch.
Sebastian
Das ist jetzt wirklich so ein bisschen, wir sind jetzt gerade nicht in so einem
sexy Thema drin, aber ich habe gelernt, wissenschaftliches Arbeiten heißt,
ich kann nicht einfach eine Hausarbeit machen und etwas behaupten,
sondern ich muss es ja immer belegen.
Sonst habe ich mich das Problem, dass später mein Doktortitel aberkannt wird,
weil ich irgendwie entweder erfunden habe oder ich habe abgeschrieben oder abschreiben
geht gar nicht so einfach.
Megan
Doch, es gibt schon Studien mittlerweile zu BDSM. Und einer meiner Dinger der
Woche sozusagen, ich weiß nicht, ob ich das jetzt schon… Ja.
Sebastian
Ja, komm, immer her damit.
Megan
Gut, einer, also ich habe zwei Dinger der Woche, witzigerweise haben wir beides
auch so ein bisschen schon geredet. Und das eine ist halt ein Buch… Ja.
Sebastian
Ich nehme es in die Hand.
Megan
Das ist eine ethnografische Feldstudie zu der BDSM-Szene.
Sebastian
Ich lese mal vor, die BDSM-Szene, eine ethnografische Feldstudie,
hast du ja gerade gesagt, wunderbar. Ist auch richtig verlegt worden.
Megan
Ja.
Sebastian
Das ist bei Studien ja nicht so oft der Fall. Vom Psychosozialverlag, okay.
Die Autorin kann man ja mal nennen, sie hat sie ja draufgeschrieben,
Anne Deremetz heißt sie. Ich werde aber das Ding einfach verlinken.
Guck mal rein, eine Feldstudie. Erklär nochmal kurz, was eine Feldstudie ist.
Megan
Sie ist in einen BDSM-Club, glaube ich, reingegangen und hat da an der Bar gearbeitet
und hat eine Mischung aus teilnehmende Beobachtungen gemacht.
Also sozusagen, sie hat durch diese Arbeit an der Bar teilgenommen,
aber hat auch dann die Leute beobachtet und hat Interviews mit den Leuten gemacht
und ihre Ergebnisse dann zusammengefasst sozusagen. sagen.
Sebastian
Ja, ich gucke gerade mal durchs Inhaltsfahrzeug, das mache ich ja immer bei
Büchern, weil was willst du machen? Jetzt war ein Kamin, aber da.
Forschungsüberblick und Stand, methodische Vorgehensweise, das sieht ja richtig
noch was aus, Forschungsfeld, die BDSM-Szene, da fühle ich mich jetzt natürlich
so ein bisschen wie so ein Versuchskaninchen.
Der Eventraum, topologische und normative Rahmung, die Event-Situation,
Play-Party, Paare, Dinner, oh, das ist aber, das lässt du mir mal hier.
Das finde ich aber gut. Nein, also, weil Also er hat offensichtlich hier wirklich
verschiedene Situationen auseinandergenommen.
Megan
Ja. Also ich habe es tatsächlich noch nicht komplett gelesen.
Sebastian
Es sind 231 Seiten. Das ist schon ein ordentliches Päckchen, ne?
Megan
Ja.
Sebastian
Die Gentrifizierungsthese. Oh, das finde ich aber schon wieder ganz spannend.
Darf ich mal ganz hinten aufschlagen?
Ja, weil ich habe früher gedacht, bevor ich in die Szene gegangen bin,
oh Gott, BDSM-Stammtisch.
Also ich bin jetzt nicht reich und fahre jetzt nicht den fetten Porsche und
da komme ich jetzt hin und naja, da bewege ich mich dann schon in Kreisen,
die ein bisschen eher upper class sind oder high society.
Ich habe dann festgestellt, nein, ich glaube, die Bevölkerungsdurchmischung
entspricht dem Durchschnitt.
Megan
Aber es gibt jetzt nicht mega viel Forschung, aber es gibt schon auch Forschung
und immer mehr Arbeiten dazu, die verfasst werden, die schon ein Stück weit
eine Grundlage geben, wo man kann sich auf Menschen beziehen. Das ist schon ganz gut.
Aber es gibt, glaube ich, auch noch ganz viel, was zu erforschen sein könnte,
was ich halt auch gut finde.
Sebastian
Wo sagst du, das ist noch nicht erforscht oder da ist eine Lücke oder da weiß
eigentlich keiner noch so richtig drüber Bescheid?
Megan
Weiß ich noch nicht, glaube ich, kann ich sagen, weil ich noch nicht,
ich sag mal, alles gelesen habe, was es gibt und noch nicht,
aber was ich im Moment suche und nicht finde und wirklich gerne erfahren würde
und vielleicht hört das ja jemand, der weiß, wo man sowas findet,
dann fände ich das cool, wenn man mir das mitteilt,
ist, ich fände es total spannend herauszufinden, wie, also es gibt einen Begriff,
der heißt King Aware Professionals.
Also Menschen, die ein aufgeklärtes Bild von professionellen Leuten wie Ärzte
und wie sie ihre Patienten, Klienten, was auch immer beeinflussen.
Und wenn Menschen mit BDSM-Neigung zu den Leuten kommen, inwiefern die davon
beeinflusst werden, ob eine Person kink-aware ist oder nicht.
Also ein aufgeklärtes Bild von BDSM haben oder nicht.
Sebastian
Okay, also das, was dir ja selber auch passiert ist im Grunde,
dass dir gesagt wurde, das ist nichts.
Was wäre aus dir geworden, wenn jemand gesagt hätte, ja, das ist gar kein Problem?
Megan
Genau, ja. Also ich habe ja dann auch trotzdem die Kurve gekriegt,
aber das hat ja dann doch auch sechs kostbare Jahre gebraucht sozusagen.
Verstehst du, was ich damit sagen will?
Sebastian
Ja, das sind ja auch wirklich Vertrauenspersonen. Wenn ich zum Arzt gehe,
dann habe ich mir inzwischen angewöhnt, zu glauben, was der mir sagt.
Auch wenn ich bei Google bereits herausgefunden habe, dass ich morgen sterben muss.
Wenn ich zähle mich um Google, weiß ich, ich bin tot. Ja, genau.
Ja, das ist natürlich schwierig rauszukriegen. Du brauchst ja dann Leute,
die das mit ihrem Therapeuten geteilt haben. Und dann müssen sie auch noch drüber reden.
Megan
Und es müsste eine Kontrollgruppe geben.
Das heißt, man müsste Menschen, die Kontakt haben zu Ärzten, Therapeuten,
Sozialarbeiter, die ein aufgeklärtes Bild von BDSM haben, müsste man gegenüberstellen
zu, wie ist deren Leben verlaufen, die keinen Kontakt dazu hatten.
Das ist halt nicht so einfach wahrscheinlich.
Sebastian
Ich glaube, da wirst du sehr viel Klimmzüge machen müssen, um da wirklich eine Studie hinzukriegen.
Du kannst ja nicht sagen, ich suche jetzt Therapeuten, die kink-aware sind.
Und dann das Gegenteil von kink-aware?
Kink-friendly?
Megan
Nee, eben nicht kink-friendly. Also kink-aware ist letztendlich eigentlich kink-friendly
im Sinne von, die haben ein aufgeklärtes Bild.
Sebastian
Ah, okay, warum habe ich das jetzt verdreht? Okay, also kink-aware ist freundlich.
Megan
Genau, ist king-friendly.
Sebastian
Das Gegenteil wäre ...
Megan
Das ist perverser Scheiß, lass das lieber.
Sebastian
Das ist okay.
Megan
Ja, das fände ich spannend, weil da habe ich einfach noch nicht so viel gefunden
oder eigentlich noch gar nichts gefunden bisher.
Aber vielleicht habe ich auch an den falschen Stellen gesucht oder noch nicht genug gesucht.
Sebastian
Ja, also wenn da jemand irgendwas in der Richtung hat oder vielleicht auch jemand
die Erfahrung selber gemacht hat, ich gehe zum Therapeuten, der sagt,
lass das und dann bin ich zum nächsten gegangen und der hat mich da,
ich sage mal, aufgebaut oder umgekehrt.
Wenn jemand die Erfahrung gemacht hat hier von den Hörern, Also wenn ihr da
auch darauf steht, Versuchskaninchen vermengend zu sein, dann sagt ihr nachher, wie das funktioniert.
Sollte ich dann irgendwelche Elektroden ins Gehirn stecken? Nein, Entschuldigung.
Megan
Also wahrscheinlich hat das auch noch sehr viele Jahre Zeit,
bis ich überhaupt irgendwann mal irgendwas forschen würde, wenn überhaupt.
Aber das wäre etwas, was ich spannend finde, weil ich da einfach noch nicht
so viel zu gefunden habe.
Sebastian
Ich mag diese Neugier, dieses ich will es wissen. Das geht mir selber auch so,
sonst würde ich ja hier nicht ständig Fragen stellen.
Das mache ich ja nicht nur fürs Publikum, sondern auch, weil ich ja dann doch
auch es genieße, dann selber auch neue Erkenntnisse zu haben.
Und dass ich auch merke, ich betrachte mich und mein BDSM langsam,
aber sicher etwas anders.
Manchmal vernünftiger, manchmal komme ich auf blöde Ideen.
Der Bescheuertfaktor ändert sich unterm Strich nicht. Das ist eine Konstante
bei mir offensichtlich.
Wir hatten das eben noch mal so ganz am Rande, hier die LGBT-Community.
Du hast ein bisschen Berührung damit und was mich interessieren würde ist,
was verbindet LGBT mit BDSM?
Ich habe mir das wirklich überlegt und habe darüber nachgedacht und habe festgestellt,
BDSM ist grundsätzlich erstmal frei von Gender und Geschlecht,
weil das machen halt Menschen miteinander, die halt miteinander Spaß haben wollen.
Ja, wo ist jetzt die Verbindung?
Megan
Ich habe eine noch nicht ganz ausdifferenzierte Meinung dazu.
Sebastian
Die nehme ich.
Megan
Ich würde gerne zwei Menschen kurz gegenüberstellen, mit denen ich darüber geredet habe.
Die eine Person sagt, BDSM sollte auf gar keinen Fall in die queere Szene mit
reingehören sozusagen.
Und die andere Person sagt, BDSM ist total queer.
Und die Person, die sagt, eigentlich sollten die BDSM-Leute nicht in die queere
Szene mit rein, Weil im Großen und Ganzen viele Menschen, also der Meinung dieser Person nach,
viele so heteronormative Perspektiven und Haltungen irgendwie über,
also, nee, ich muss jetzt anders sagen.
Sebastian
Machen wir es mal erstmal so. Erklär mir erstmal heteronormativ.
Ich weiß zwar inzwischen, was das heißt, das musste ich auch lernen,
aber ich glaube, das kennt nicht jeder.
Megan
Genau, also heteronormativ ist, dass man sagt, die Norm in einer Gesellschaft
ist, wenn das Geschlecht männlich gekennzeichnet ist und man sich auch männlich empfindet.
Sebastian
Also, ich versuche es mal mit meinen Worten zu definieren.
Also, heteronormativ, ich versuche es mal zu definieren, ist,
wenn es wird gesagt, ich bin männlich und ich bin es dann auch und ich fühle
mich auch danach und am besten stehe ich noch auf Weibchen dazu,
dann entspreche ich diesem heteronormativen Bild.
Wenn alles genau so ist, wie es sein soll, laut Bibel.
Megan
Ja, laut dem gesellschaftlichen Bild sozusagen, dass schon seit Jahrtausenden
irgendwie, oder weiß ich nicht, so uns indoktriniert wird oder eingetrichtert wird.
Sebastian
Okay, und alles, was davon abweicht, ist nicht heteronormativ.
Megan
Genau.
Sebastian
BDSM kann es also sein, muss es aber nicht.
Megan
Und die Perspektive dieser ersten Person ist,
viele Menschen, die BDSM betreiben, haben ein sehr heteronormatives Weltbild
und dadurch, wenn sie jetzt in die queere Szene sozusagen in Anführungsstrichen
zugelassen werden würden,
dann würde die queere Szene sich,
würde sie nicht mehr einen sicheren Raum geben sozusagen, weil dann die heteronormativität
mit in die queere Szene reingeholt werden würde, was blöd wäre.
Sebastian
Also da wird die Heteronormativität als Bedrohung empfunden.
Megan
Genau, ja.
Sebastian
Da sehe ich auch keine Böshaftigkeit dahinter, sondern das ist ja eben,
also wenn ich den ganzen Tag Stinus auf einer BDSM-Party sehe,
ganz ehrlich, dann fühle ich mich auf der Party auch nicht wohl,
weil dann fühle ich mich, als ob ich da so eine Art Ausstellungsstück bin.
Megan
Ja, vielleicht kann man das so vergleichen.
Weiß nicht. Also das ist die Perspektive der einen Person, die sagt,
BDSM sollte nicht in die queere Szene mit reingehören.
Und die andere Person sagt, natürlich gehört BDSM zu, also man kann nicht einfach
hingehen und sagen, so ich bin BDSMlerin und man wird nicht schief angeguckt, weil man,
verstehst du was ich meine?
Sebastian
Es ist einfach nicht Standard. Also ich kann in einem Vorstellungsgespräch wahrscheinlich
verziehen, wenn ich sage, ich als Kerl bin mit einer Frau verheiratet.
Das ist eine Information, die ist völlig wertneutral.
Da kann man sich höchstens fragen, warum erzählt er das?
Wenn ich aber sage, schwul, lesbisch oder BDSM, wobei da ist es sogar noch so,
wenn ich da sage, ich bin schwul, dann habe ich eventuell noch das Glück,
dass ich in so einer jungen, fancy Firma bin, die sagt, oh super,
das brauchen wir in unserem Bild hier.
Das brauchen wir für unser Image für die Firma.
Megan
Ja, und man darf eigentlich nicht diskriminiert werden aufgrund seiner Sexualität.
Das ist ja auch ein Gesetz, also eine Antidiskriminierung.
Sebastian
Gilt das auch für BDSM?
Megan
Nee, weil das ist ja nicht, also nicht offiziell. Aber das meine ich mit schwul oder lesbisch.
Da ist es gesetzlich festgeschrieben, dass man deswegen nicht diskriminiert werden darf.
Sebastian
Ja, aber auch im selben Ding, zumindest im IDC10, steht ja drin,
dass es immer eine Art Krankheitsbild ist.
Megan
Da darf ich ja auch nicht diskriminiert werden. Ich glaube, wir versuchen dasselbe
zu sagen, aber nee, man würde auch komisch angeguckt werden, wenn man sagen würde,
ich schlafe mit meiner Frau nur in Missionarstellung oder mit meinem Mann.
Sebastian
Wenn ich das im Bewerbungsgespräch sage, ganz ehrlich, sobald ich da irgendwas
raushole, dann ist es eh, das ist nochmal die differenzierte Version.
Es gibt auch den richtigen Zeit und Ort, um über seine Sexualität zu reden und
das Vorstellungsgespräch ist es nun mal eher nicht.
und da ist es völlig egal, wie die Orientierung ist. Das ist ein spannendes Feld.
Ich kündige jetzt hiermit mal vollmundig an, dass ich da in den nächsten Monaten
da nochmal ein bisschen mehr rumbohren mag und das kann man tatsächlich nicht
in zehn Minuten nebenbei behandeln, das geht einfach nicht. Das ist zu groß und zu wichtig.
Megan
Aber genau, das sind so die zwei Perspektiven, die ich kennengelernt habe und
ich glaube, ich kann beide verstehen und sehe beide.
Und ich sehe, also für mich ist es schon so ein Stück weit, ganz,
ich sag mal groß gesprochen, auch wenn man das vielleicht anders eine sexuelle
Orientierung, weil ich ja meine Erfahrung habe, dass ich vorher,
Sexualität irgendwie nicht so toll fand und irgendwie,
durch BDSM ich gemerkt habe, okay, Sexualität kann toll sein,
aber der Aspekt ist wichtig und der Aspekt ist bis heute einer der sehr,
sehr wichtigen Aspekte ohne und die kann ich nicht einfach so weglassen für
einen längeren Zeitraum,
sondern der muss irgendwie mit drin sein, damit ich Lust auf Sexualität überhaupt habe.
Und deswegen denke ich schon, dass das ein Stück weit eine...
In Gänsefüße ganz vorsichtig formuliert von der Norm abweichenden Sexualität.
Verstehst du, was ich meine?
Sebastian
Ja, ich glaube schon, dass ich dich verstehe.
Megan
Okay, okay, ja.
Sebastian
Es ist natürlich für dich jetzt auch so ein Kampf. Du hast die schlechte Erfahrung
gemacht erstmal, das passt nicht, das ist nicht gut.
Dann wurde dir ja noch gesagt, dass das, was du willst, nicht gut ist.
Und jetzt hast du entdeckt, das ist aber gut, aber die Welt versteht das nicht.
Megan
Nicht für alle Menschen ist BDSM gut. Und ich glaube auch nicht,
die ganze Welt sieht das nicht, sondern ich bin Menschen begegnet,
die das nicht verstanden haben, glaube ich.
Also dass das für mich als individuelle Person gut sein kann.
Sebastian
Das ist von außen aber auch schwer zu begreifen, ganz ehrlich.
Also es gibt immer irgendwas, wo man sagt, habe ich selber probiert, war nichts.
Megan
Und das ist ja auch okay, das ist ja komplett legitim. Ich finde das toll,
dass sehr viele Menschen sehr unterschiedliche Arten von Sexualität leben können.
Sebastian
Ja, das ist ja eine Frage der Toleranz. Auch wenn ich selber etwas nicht gut
finde, kann ich es respektieren, dass andere das machen.
Wobei ich glaube, in Deutschland sind wir da relativ gut dabei.
Keine Verfolgung, keine riesen Dramen, auch keine riesen Lobby,
leider Gottes. Aber es geht noch.
Megan
Ja, du arbeitest ja an der Lobby.
Sebastian
Ja, es kommt drauf an.
Also entweder habe ich total viel Glück und das hat irgendeinen positiven Effekt
oder es ist genau das, dass dann gesagt wird, oh ja, BDSM, davon habe ich gehört.
Ich habe diesen Podcast gehört.
Das geht ja gar nicht. Das sind ja nur kranke Menschen.
Also hoffe ich mal, dass der andere Effekt eintritt.
Megan
Ja, ich gehe davon aus.
Sebastian
Wobei die Zielgruppe sind ja eben WDSM-Lam. Deshalb nehme ich mir heute auch
einfach mal die Freiheit zu sagen, wir kauen da jetzt richtig schön lange drauf rum.
Wir haben ja Kapitelmarken, wo man dann weiter zappen kann.
Ich gucke mal, was ich auf dem Zettel noch habe. Also ich würde die ganze Wissenschaft,
ganz ehrlich, da muss man sich einfach ein bisschen weiter verfolgen in den nächsten Jahrzehnten.
Ich bin sehr gespannt.
und da gibt es, glaube ich, ganz viel zu erforschen.
Megan
Bestimmt, ja.
Sebastian
Und wenn du irgendwann mal dann Freiwillige für irgendein Experiment suchst,
ich suche dir dann gerne welche.
Megan
Ich wollte gerade sagen, klopfe ich nochmal bei dir an und du kannst mich dann
vermitteln oder die Leute an mich vermitteln.
Sebastian
Ich glaube, Leute finden sich da ganz schnell, aber da muss man ein bisschen
rumprobieren. Es gibt ja auch Menschen, die springen dann jede Studie.
Ich höre ja auch MIN korrekt und da sind sie immer dabei, die Studien zu erklären.
Was haben sie den Teilnehmern erzählt und worum ging es eigentlich wirklich?
Oh, ich glaube, ich würde da wirklich niemandem trauen.
Es gibt noch ein zweites Ding der Woche. Das liegt da so rum.
Megan
Ja.
Sebastian
Lügen wir jetzt oder sagen wir, dass es so ist, wie es ist?
Megan
Das entscheide du mal.
Sebastian
Ich entscheide. Ich entscheide, dass wir hier den Realitätsabgleich machen.
Ich mache jetzt ein Foto vom Ding der Woche.
Megan
Okay.
Sebastian
Das Ding der Woche ist ...
Megan
Nee, stopp, das ist es nicht.
Sebastian
Ich drehe es nochmal um. Wir machen zwei Bilder. Das eine ist für Instagram,
das poste ich dann quasi heute und die Rückseite, das ist ein Abbild der Dinge der Woche, okay.
Es ist also eine Verpackung von irgendeinem Rewe, 150 Gramm irgendwas zu essen.
Megan
Gefüllte Peperoni hatte ich mit Feta gefüllt. Sehr lecker. Nein,
nicht mit Feta, mit Frischkäse.
Sebastian
Okay, und die Rückseite von dieser Lebensmittelverpackung hast du aber bemalt.
Megan
Ja genau, weil ich muss gestehen, ich habe mein Ding der Woche vergessen und
mir ist das dann auf dem Weg zu dir aufgefallen, mein zweites Ding der Woche
und zwar ist das ein Ring der O,
den ich aber eingravieren lassen habe mit einem Spruch und zwar Umwege erhöhen
die Ortskenntnisse und ich finde das passt zu meinem Leben.
Also ich habe den Spruch mir auch bewusst ausgesucht, weil ich denke,
ich habe in meinem Leben sehr viele Umwege gemacht, aber die haben mich dadurch
sehr zielstrebig gemacht, was merkwürdig klingt.
Sebastian
Also du hast das Ziel fest im Blick, aber mal rechts abbiegen und den längeren
Weg nehmen, das ist okay.
Megan
Ja, also ich glaube auch, ich finde länger ab, also ich werde auch auf meinem
Weg mit Sicherheit ganz viele Abbiegungen noch machen, in unterschiedlichen Arten und Weisen,
aber dadurch, dass ich überhaupt so viel Umwege und so viel Lebenserfahrung
durch unterschiedliche Sachen gesammelt habe, glaube ich, weiß ich,
was mir wichtig ist und weiß ich, worauf ich gerne hinaus möchte.
wird, also hinaus möchte.
Sebastian
Jetzt ist das ja ein Ring der O, warum ist das ausgerechnet in einen Ring eingraviert?
Hätte ja auch ein Tattoo sein können oder?
Megan
Es könnte auch ein normaler Ring sein. Ich glaube, es ist ein Ring der O,
weil ich ehrlich gesagt meinen Ring damals verloren hatte, den ich davor hatte
und früher eigentlich immer einen Ring der O getragen habe, weil,
Und mittlerweile an dem Punkt bin, also jetzt mittlerweile trage ich den sehr,
sehr selten, nur noch, weil ich an den Punkt gekommen bin, dass ich meine Sexualität
nicht zwingend nach außen tragen muss.
Sebastian
Eine Überleitung zum Thema Outing, danke schön. Sehr gut.
Megan
Ja, und, okay.
Sebastian
Ja, da mache ich doch, ich scrolle mal hier auf meinem Spickzettel,
da steht nämlich Outing-Fragzeichen, machen oder lassen.
Megan
Ja, also ich bin so gut wie überall geoutet eigentlich, wo es sich irgendwie
ergeben hat und gepasst hat.
Also ich mache da kein Geheimnis drum, wenn es zur Sprache kommt.
Interessanterweise im Hochschulkontext, da bin ich sozusagen wie passiv geoutet,
glaube ich, weil ich mich sehr viel mit dem Thema auseinandersetze.
Ich diesen Workshop, wie gesagt, gegeben habe und ich schon auch sehr viel irgendwie… Und.
Sebastian
Du bist die mit den BDSM-Themen, aber du hast nie gesagt, dass du das selber machst.
Also du könntest es noch dementieren.
Megan
Theoretisch gesehen, ja. Und als ich den Workshop gegeben habe,
hatte ich auch mich mit der Frage auseinandergesetzt, würde ich mich outen,
wenn mich jemand konkret fragen würde in dem Workshop, ob ich dann selber BDSM betreibe.
Und ich glaube, ich hatte mich dazu entschieden, irgendwie zu versuchen,
so eine nicht aussagende Antwort zu geben, die beides drauf schließen lässt.
weil ich halt Angst habe, dass es dann wieder diese Perspektive von Achso.
Sebastian
Es wird zum Beruf und weil es professionell ist, würde es weniger professionell
aussehen, wenn du betroffen wärst.
Ja, aber würde es nicht auch die Leidenschaft widerspiegeln,
wenn du sagst, ich bin selber betroffen, deshalb ist mir das Thema so wichtig
und deshalb forsche ich mit ganzer Kraft da dran.
Megan
Ja, muss ich mir nochmal Gedanken zu machen.
Sebastian
Also ich finde das super schwer.
Megan
Ja. Ich bin ja jetzt auch mit meinem echten Namen, Also eigentlich bin ich schon
geoutet und offen damit, weil ich finde, es gibt nichts, sich zu schämen.
Also es gibt da nichts, wo man sich schämen müsste für, aber ich weiß,
dass man sich Steine in den Weg legen könnte, wenn man ganz offen nach außen hin ist.
Sebastian
Das ist tatsächlich ein Argument. Da hast du völlig recht und das geht mir selber auch nicht anders.
Ich mache kein Geheimnis drum, ich trage den Ring der O tatsächlich immer,
aber ich vertraue darauf, dass die, die intolerant sind, den eh nicht erkennen.
Aber ich muss es den Leuten nicht auf die Nase binden.
Megan
Ja, und an dem Punkt bin ich halt irgendwie auch gekommen und deswegen habe
ich den Ring der Ohr abgelegt, weil ich gemerkt habe, okay, irgendwie muss man
mir das nicht gleich direkt in der Bahn ansehen sozusagen, wenn ich das nicht möchte.
Aber irgendwie ist er mir trotzdem wichtig und ich weiß nicht,
ich habe ihn in meinem Schrank.
Sebastian
Das sind ja andere Erkennungszeichen, ich sag mal so ein Halsreif zum Beispiel.
Ich kann jetzt mal, ich behaupte, ich werde das jetzt hier mal erzählen und
wahrscheinlich wird Subi dann in der Postproduktion sagen, spinnst du eigentlich?
Sie trägt einen Halsreif, den trägt sie immer, ich glaube den Schlüssel haben wir noch irgendwo,
aber sie trägt den Hals und der sieht jetzt auch nicht so aus nach Sklavin und
zwei Kilo Blech um den Hals, sondern so ein leichtes, elegantes,
schönes Ding einfach, haben wir irgendwann mal gefunden, ach toll.
und der sagt jetzt erstmal nicht aus, ich bin Sub oder ich mache BDSM,
sondern das ist erstmal Schmuck.
Aber wer halt in der Szene ist, der wird das schon erkennen.
Das ist ja dann auch ein Zugehörigkeitszeichen zu mir.
Wenn jetzt dein Freund sagt, hier tragst du was, das überwiegt ja dieser gemeinsame Aspekt, finde ich.
Megan
Ja, absolut. Ich glaube, das würde er nicht tun, weil wir eine andere ...
Nee, aber ich finde das an sich ein gutes Beispiel, weil ich finde,
dass das einen Unterschied macht zu einem Ring der O, das nur alleine meins ist, sozusagen.
Weil das ist wie ein Ehering fast. Verstehst du, was ich meine?
Das hat so eine Zugehörigkeit nur mit einer anderen Perspektive drauf.
Verstehst du, wie ich das meine?
Sebastian
Nee.
Megan
Also ein Halsreif, natürlich ist das nicht gleichzusetzen mit einer Ehe,
aber da ist diese emotionale Verbundenheit, die dahinter steckt,
sozusagen, oder die nach außen getragen wird.
Nein, eigentlich, jede Person soll machen, was sie will und ich versuche gerade,
weiß ich nicht. Also das ist ja nur.
Sebastian
Ich bin da sehr gespannt gerade, wie du hier meine Beziehung auseinander analysierst.
Megan
Entschuldigung. Finde ich super.
Wollte ich nicht, es tut mir leid.
Sebastian
Ich finde, wenn wir heute so, wir sind ja noch ein bisschen trockener heute,
da können wir ruhig ein bisschen Spaß dran haben.
Megan
Ja.
Sebastian
Nein, aber okay, ich nehme jetzt mal hypothetisch an, du hast jemanden getroffen,
mit dem das Agreement ist, dass du meinetwegen irgendetwas tragen sollst oder
vielleicht entscheidest du auch, dass er irgendwie ab sofort irgendwie Zipfel
mitzutragen muss, keine Ahnung.
Und dann ist ja, dann ist eben die Frage, dieses Emotionale zwischen euch überwiegt
das, dieses, ich mag dezent damit umgehen.
Hey Welt, schaut her, ich bin glücklich mit meinem Partner und das ist unser Zeichen.
Megan
Das wäre okay für mich, glaube ich.
Sebastian
Das ist doch mal eine ganz klare Antwort. Ich finde diesen grundsätzlichen Spagat,
muss ich mich outen oder nicht und warum will ich mich überhaupt outen?
Megan
Witzig, ich habe dann aber jetzt gerade auch gedacht, aber ich glaube,
ich würde mit meinem Partner zusammen was suchen, was…,
Nicht direkt BDSM nach außen schreit sozusagen.
Also so einen riesen dicken Halsreifen mit Ring sozusagen würde ich jetzt wahrscheinlich
nicht tragen, wo zum Beispiel dieser ganz dünne Reif eher was für mich geht.
Sebastian
Es geht noch als Schmuck durch.
Megan
Genau, ja.
Sebastian
Okay, aber würdest du in einer Welt leben, wo das ginge? Oder wäre das dann
wieder so normal, dass es langweilig wäre und dann braucht man das auch nicht mehr?
Megan
Ich fände das schön, wenn es eine Welt gäbe, wo das so langweilig wäre,
dass das niemand interessiert und dass das was, wie so ein Ehering,
eigentlich interessiert es den Leuten ja auch nicht, ob man einen Ehering trägt oder nicht.
Also ich fände das total schön, wenn man einfach so ein Halsband oder was auch
immer tragen könnte und das dann nicht entweder als Schmuck abgetan wird oder
das ist ja im Moment häufig auch so,
dass so Halsbänder als Schmuck abgetan werden. also, oder als Schmuck gehalten werden.
Sebastian
Da gibt es noch einen Begriff zu, wie heißen die Dinger?
Joker? Joker, genau. Joker sind im Trend.
Megan
Aber wo das einfach niemand interessiert, wo das egal ist, wie,
ob das egal ist, ob man verheiratet ist, also einen Ehering trägt oder nicht.
Sebastian
Ich muss mal gucken, ich habe neulich irgendwo einen Artikel dann gefunden und
da hieß dann, ja, wie fühlt sich das denn für ein BDSM an, wenn alle jetzt plötzlich
euer Symbol tragen, weil Joker jetzt im Trend sind.
Aber dieser Text an sich, der gab nichts darüber her. Der stand einfach nur
drin, dass Leute die Dinge halt tragen.
Ich weiß nicht, also für mich besteht natürlich auch noch ein gewisser Reiz
darin, nicht so gewöhnlich zu sein. Das macht BDSM nochmal ein bisschen aufregender.
Megan
Ja, da bin ich anders, aber ich glaube, ich habe halt auch in unterschiedlichen
Lebensbereichen sehr vieles erlebt, wo ich behaupten würde, dass viele andere
Menschen vielleicht das nicht erleben.
Und andere Menschen, die kein BDSM erleben, haben vielleicht total tolle Sachen
erlebt, die du noch nicht erlebt hast.
Sebastian
Ganz sicher. Aber natürlich, um mein Ego zu pushen, darf ich diese Sichtweise ja nicht einnehmen.
Wir müssen diese Folge, muss eh den Namen kriegen. Sebastian erzählt Megan alle seine Vorurteile.
Und Megan muss dann versuchen, damit umzugehen. Gott, ich weiß auch nicht, was was los ist.
Megan
Alles gut.
Du machst da schon was Gutes draus.
Sebastian
Ja, ja, das ist ein Schnittmassaker. Ich habe hier auch gar nicht mehr so viel
stehen. Ich habe noch die richtige Dosis hier stehen.
Megan
Was meinst du mit der richtigen Dosis?
Sebastian
Okay, also ich kann BDSM betreiben von der Skala von gar nicht oder selten bis nie,
also das alljährliche Ereignis, bis hin zu mein Leben besteht daraus und wenn
ich nicht arbeiten, schlafen und Hausarbeit machen müsste, würde ich am liebsten
den ganzen Tag irgendwie.
Also 24-7 reicht mir nicht, da muss noch mehr.
Megan
Ich würde sagen, beides trifft nicht auf mich zu. Also ich bin jetzt seit einem
Jahr in einer sehr festen Beziehung und da haben wir jetzt schon sehr viel auch
erlebt und spielen ziemlich regelmäßig miteinander.
Unsere Sexualität hat sehr, also generell unsere Sexualität hat sehr viele Spielelemente,
aber wir nutzen auch Momente, wo wir bewusst nur spielen,
aber es ist jetzt nicht so wie eine 24-7-Beziehung, wo man immer spielt oder
ständig irgendwie in irgendeinem Gefälle ist, sondern es ist irgendwie so ein,
wenn man halt Lust auf Spielen und sexuelle Interaktionen hat,
dann hat man halt da Lust drauf und irgendwie flechtet sich,
also das Spielen und Sexualität flechtet sehr miteinander irgendwie.
Sebastian
Ja, war das, jetzt gehen wir mal fünf Jahre zurück, war das das,
was du damals dir gewünscht hast, wie das mal werden soll?
Also ich versuche so ein bisschen Wunsch und Wirklichkeit mal miteinander zu
vergleichen, denn wenn man anfängt, dann hat man ja wilde Ideen.
Megan
Ja, voll. Als ich angefangen hatte, nachdem ich mich von meinem damaligen Partner
getrennt hatte, da war es so, ich will am nächsten alles sofort ausprobieren
und das und das und das und das.
Ich habe super viel Erfahrung mit super vielen verschiedenen Menschen gehabt,
weil ich einfach das ausprobieren wollte und das ausprobieren.
Das ist auch noch interessant.
Ich glaube, deswegen habe ich auch viele Sachen schon oder verhältnismäßig viele
Sachen schon ausprobiert.
Aber ich merke, das ist so, der erste Reiz geht irgendwie.
Also das, was so vorher so, und das und das und das. das geht irgendwann so
ein bisschen zurück, weil ich denke ...
Also klar gibt es noch Sachen, die ich irgendwie bestimmt mal ausprobieren möchte
oder die ich noch nicht gemacht habe. Aber nee, das geht jetzt total weg von deiner Frage.
Sebastian
Sagen wir mal so, okay, das Ganze ist so ein bisschen entzaubert.
Megan
Ja, das würde ich schon sagen.
Sebastian
Das ist nicht mehr so dieser heilige Gral, sondern es ist halt, ja, kann man mal machen.
Megan
Ja, nicht nur, ja, kann man mal machen. Das ist schon so, dass wenn man eine
Weile nicht gespielt hat, dass dann so ein, oh, wir müssten echt mal langsam
wieder spielen, so nach dem Motto. Das kommt schon, dass man,
und das eine Weile heißt, so ein paar Wochen, also es ist nicht so, dass ich.
Sebastian
Ja, das geht schnell, so ein paar Wochen, ein bisschen Stress,
ein bisschen Arbeit, ein bisschen Lernen, ein bisschen dies und das,
Familienfeier etc., zack, sind vier Wochen rum und man hat nichts gemacht.
Megan
Ja, genau. Und dann merke ich schon so, dann habe ich schon das Bedürfnis und
dann nimmt man sich bewusst mehr die Zeit dafür und sagt, oh komm,
lass uns jetzt mal irgendwie vielleicht raussuchen, oh Sonntag haben wir Zeit,
lass uns doch Sonntag spielen gehen.
Oder miteinander spielen, dass man, also ein bisschen, klingt das komisch.
Sebastian
Nach deinem wirklichen Termin im Kalender. Ich finde das gut,
das ist, ganz ehrlich, das machen wir auch nicht anders.
Wir nennen das dann Date und dann planen wir am Mittwoch. Aber dann müssen wir
und dann nehmen wir uns die Zeit.
Und ja, dann verschiebt man vielleicht nochmal auf Donnerstag, aber dann.
Ist halt manchmal so.
Megan
Und irgendwie passiert auch spontan immer mal wieder was, aber so richtig Sessions
sind tatsächlich eher so, man plant das dann so und man merkt so,
irgendwie haben wir eine Weile nicht mehr vernünftig gespielt.
Sebastian
BDSM wird dann quasi gewöhnlich.
Megan
Genau, ja.
Sebastian
Ist es da nichts Besonderes mehr? Nein.
Megan
Doch. Natürlich ist es noch was Besonderes.
Sebastian
Ja, aber es ist doch total gewöhnlich und langweilig. Man kann es auch mal auf
nächste Woche verschieben.
Megan
Nein. Das ist so, wie wir immer sagen. Also vielleicht für Menschen, die,
Kein BDSM-Mögen, das ist wie so ein normaler Sexualtrieb irgendwie.
Man hat ja das Bedürfnis danach und wenn ich sag, naja, diese Woche kein Sex,
nächste Woche kein Sex, dann baut er ja trotzdem sich sowas auf und man sagt,
jetzt langsam will ich aber wieder und dann ist es ja nicht gewöhnlich, sondern,
das Bedürfnis steigt ja irgendwie und dann ist es, je länger man nicht gespielt
hat, also nach dem Motto nach ein paar Wochen ist es ja schon so,
jetzt war das nochmal wieder aufregender.
Sebastian
Weil,
Ich mag ja ein bisschen drauf hinaus, es gibt ja dieses ist höher, schneller, weiter.
Es gibt ja Menschen, die fangen ganz schnell an, ganz viel, ganz viel Action.
Nein, ganz viel Action ist richtig viel und dann, das dauert ein paar Monate,
dann sieht man die nie wieder in der Szene.
Da habe ich immer so das Gefühl, okay, die sind jetzt bis oben hin,
bis zum Ende der Welt und dann sind sie von der Scheibe runtergefallen.
Und dieses, wie kriege ich das hin, dass es langfristig auch Spaß macht?
Megan
Naja, ich glaube, es ist wie so ein Pendel. Man hat halt, wenn man lange irgendwie
schon das Bedürfnis hat, aber das irgendwie immer nicht, entweder nicht verstanden
hat oder unterdrückt hat oder was auch immer und dann in die Szene reinkommt,
dann pendelt das so richtig auf die andere Seite und dann wird es höher,
schneller, weiter und ich muss alles ausprobiert haben, so schnell wie möglich
und dann pendelt es sich so ein bisschen zurück, sodass man irgendwann so ein
gutes Maß für sich gefunden hat.
Also so ist es bei mir, glaube ich, gewesen.
Also ich finde es nicht dramatisch, wenn junge Leute denken,
so das will ich ausprobieren und das und das und das und das.
Also Leute, die neu in der Szene sind oder neu das mit sich sich mit BDSM auseinandersetzen.
Und halt, man muss darauf achten, dass man das macht, was man wirklich machen will.
Also was ich mir vorstellen kann, ist, dass man höher, schneller,
weiter und immer mehr und immer mehr und dann merkt so, oh Mist,
ich bin total über meine Grenzen hinausgeschossen, weil ich nicht auf mich geachtet
habe. Das kann ich mir vielleicht vorstellen.
Das wäre halt ungünstig.
Sebastian
Das ist immer so eine Geschichte. Also ich nehme das einfach inzwischen so ein bisschen wahr.
Wer kommt wie rein? Was tut er? was macht er, weil ich merke auch selbst diesen
Drang, dass wir zum Beispiel sagen, wir gehen auf Partys.
Der ist nicht mehr so wie früher. Der ist weniger geworden, weil wir können
es ja auch zu Hause machen und ich zeige mal auf den besonderen Haken an der
Decke, auf den ich sehr stolz bin.
Man muss ja nicht immer irgendwo hin und irgendwas groß tun.
Ich habe ja noch das Thema, das habe ich ja sogar gelb markiert auf dem Spickzettel
und ich weiß gar nicht, warum ich das jetzt fünfmal überlesen habe.
Feminismus und im BDSM. Das ist dir noch wichtig.
Ich hau dir jetzt keine Plattitüden an den Kopf.
Megan
Okay, ich hatte gerade überlegt, weil das so ein Riesenthema ist.
Sebastian
Okay, ich werfe dir mal ein Vorurteil von mir hin. Ich sage BDSM zwischen Mann
und Frau ohne Feminismus ist nicht möglich, weil dann ist es nicht möglich,
ein Konsens zu erreichen und ohne Konsens ist es kein BDSM, sondern eine schlichte Gewalt.
Megan
Also ich würde dir auf jeden Fall recht geben, dass BDSM ohne Konsens nicht
funktioniert. Aber Konsens muss ja nicht ...
Ja, da muss ich jetzt aufpassen, was ich sage. Konsens muss ja nicht zwingend feministisch sein.
Sebastian
Okay, würdest du dich selber als Feministin bezeichnen?
Megan
Ja, auf jeden Fall. Ich glaube, das kommt ein bisschen darauf an,
das ist halt so ein Riesenthema und so richtig komplex, weil es kommt darauf
an, auf welcher Ebene man sich das anguckt.
Ich würde sagen, rein, wenn ich jetzt nur mich, also nur sozusagen die einzelne
Frau angucke mit ihren einzelnen Entscheidungen,
würde ich sagen, BDSM ist auf jeden Fall feministisch und zwar sehr feministisch,
weil man beim BDSM selber entscheidet, also weil ich selber entscheide,
ich möchte gerne mich unterwerfen, mir macht das Spaß, was auch immer.
Also wenn man jetzt davon ausgeht, dass die Frau unten spielt und man oben.
Das ist jetzt, weil es für meine, also weil ich.
Sebastian
Ja Wir nehmen mal die Perspektive, weil das ja auch das Konstrukt ist,
in dem ich ja auch selber spiele.
Also wir sind jetzt beide einfach
mal fürchterlich subjektiv und versuchen nicht, auf alle einzugehen.
Megan
Genau, sondern nur mich. Wenn ich jetzt nur auf mich gucke, würde ich sagen,
ich als Frau entscheide dazu, unten zu spielen, weil es mir mehr sexuelle Lust
macht, als wenn ich oben spielen würde beispielsweise.
Und dann ist das eine sehr, sehr für mich feministische Entscheidung,
weil ich sie für mich geschlossen habe.
und ich für mich auch, und das ist auch ein Pro-Feminismus-Argument auf dieser
kleinen, ich nenne es mal jetzt Mikro-Ebene sozusagen, auf dieser nur, ich gucke auf mich,
ich habe vorher total große Schwierigkeiten gehabt, Nein zu sagen bei Sexualität,
weil ich gemerkt habe, oh, jetzt bin ich schon mittendrin und jetzt habe ich
zwar keinen Bock mehr, aber wenn ich jetzt sage, oh, ich habe keine Lust mehr,
dann ist die andere Person eingeschnappt oder sauer oder was auch immer und
deswegen lasse ich jetzt einfach mit mir machen, bis er endlich fertig ist und
dann habe ich meine Ruhe.
Und ich glaube, sehr viele Menschen, sehr viele Frauen sind so erzogen worden.
Naja, wenn du keinen Bock hast, dann bläst du ihm halt ein.
So ganz plakativ und blöd gesagt, aber ich glaube, das ist etwas wie Mädchen aufwachsen.
Oder dann lässt du es halt mit dir machen und dann wartest du,
bis er fertig ist und wenn er gekommen ist, dann hast du Ruhe.
Und bei BDSM, dadurch, dass der Konsens herrscht, wenn ich safe würde,
heißt das, der Konsens ist entzogen und dann hört man auf, weil dann ist irgendwas nicht in Ordnung.
Das finde ich super befreiend und das ist mein, ich kann auch währenddessen
Nein sagen, was ich in einer extrem feministischen Perspektive habe,
also finde, weil das sehr viel Selbstbestimmung eigentlich mir gibt,
die ich sonst, ich sag mal, nicht BDSM-Sex früher nicht hatte sozusagen.
Verstehst du, was ich damit sagen will?
Sebastian
Das befreit dich an der Stelle.
Megan
Ja. Und das finde ich sehr feministisch.
Sebastian
Das haben wir schon mal pro Argumente geliefert.
Megan
Genau, ja. Jetzt kommt natürlich das Gegenteil. Du reibst dir die Hände.
Sebastian
Ja, natürlich.
Okay, aus deiner Mikroebene heraus, was spricht denn dagegen,
dass BDSM und Feminismus vereinbar ist, wenn die Frau die Sub ist?
Megan
Man könnte argumentieren, aber das finde ich auch so ein bisschen weit hergeholt,
aber ich weiß, es gibt feministische Positionen, die das sagen.
Ja, aber ich wurde so sozialisiert, dass ich unterwürfig bin und deswegen gefällt
mir das besser, bla bla bla.
Das ist sozusagen, weil man mir die ganze Zeit eingetrichtert hat,
du als Mädchen bist dem Mann unterwürfig in unserer Gesellschaft,
also in so einer patriarchalen Gesellschaft, gefällt mir diese Unterwürfigkeit mehr. Ja,
weil so nach dem Motto, wenn man den Feind nicht besiegen kann,
dann befreundet man sich mit ihm.
So könnte man argumentieren, ich kann diesen Aspekt verstehen,
aber ich finde den auch schwierig.
Jetzt, wenn man sozusagen eine Ebene größer guckt und nicht mehr auf diese Mikroebene,
sondern auf einer größeren Ebene,
wenn man so mehr auch in Internetforen sich rumgibt oder so,
also auf Facebook beispielsweise in irgendwelche BDSM-Gruppen geht und mehr
mit Menschen in Kontakt kommt,
die nicht so viel, also das kann ich dir auch nur unterstellen,
aber das wirkt irgendwie so ein bisschen so,
die nicht so viel Szene-Kontakt haben, habe ich oft den Eindruck,
dass dann sehr viel als selbstverständlich gegeben wird, die Frau ist Sub, so nach dem Motto.
Und es wird sehr viel mein Herr, mein Dom und so weiter gesprochen und es wird
viel die Sub und so weiter geredet.
Und es wird nicht selbstverständlich hinterfragt oder selbstverständlich gegeben,
es könnte beides sein, sondern erstmal ist die Selbstverständlichkeit tendenziell die Sub und der Dom.
Und ich glaube, das tatsächlich hat was damit zu tun.
Sebastian
Dass… Ist das denn schlecht?
Also ganz ehrlich, das unterstellt jetzt,
dass ich, wenn ich super tolerant und super aufgeschlossen und super weltoffen
bin und ich dann als Nachwuchs ein Mädchen erwarte oder einen Jungen erwarte,
dass der natürlich rosa Klamotten kriegt, weil ich ja besonders offen bin.
Megan
Nee, aber das muss ja nicht gleich heißen, sondern nur der BDSM-Aspekt ist dann
nicht mehr feministisch, weil es dadurch, dass man, wenn man jetzt als Person,
die merkt, oh irgendwie finde ich das Thema BDSM interessant,
aber ich weiß noch nicht, wie ich dazu stehe und so weiter, ich google mal so
ein bisschen und lese mir da ein paar Foren durch und so weiter und immer wieder
mir gesagt wird, die Frau ist unterwürfig, der Mann ist irgendwie dominant,
oder das so geriert wird, dann gehen Mädels eher mit einem, ja ich bin die Sub in die Szene.
und vielleicht haben die gar keinen Bock ab zu sein, eigentlich haben sie sich
aber gar nicht so drüber Gedanken gemacht und müssen das erst für sich herausfinden und andersrum Männer.
Sebastian
Ah, das Leitmotiv.
Megan
Genau.
Sebastian
Dass die Jungs auch der Meinung sind, sie müssen dominant sein.
Megan
Genau und Männer, da ist es auch so, dass Jungs vielleicht gar keinen Bock haben,
dominant zu sein, aber wenn sie nicht dominant sind, dann sind sie nicht in
Gänsefüße echte Kerle, weißt du, wie ich das meine? Ja.
Sebastian
Okay, diese Stereotype, die kenne ich ja. Und das ist tatsächlich ein Problem
und das dauert manchmal ewig oder passiert nie, dass die Menschen dann so ihr Gleichgewicht finden.
Megan
Genau, ja. Und das ist, glaube ich, ein Aspekt, wo ich dann merke,
BDSM kann feministisch sein, es kann aber sehr auch in diese Stereotype reingehen
und dadurch irgendwie so patriarchal geprägt sein. Weißt du, ich das meine?
Sebastian
Ja. Ich würde jetzt mit wilden Theorien ankommen, dass ich dann sage,
ja Mensch, aber vielleicht sind die Mädels einfach besser darin.
Also sie können es besser, das unterwürfig sein.
dann muss ich allerdings sagen, das ist dann wie bei den Köchen,
die meisten Fernsehköche sind Männer obwohl ja eigentlich zu Hause mal die Frau
im Herd steht also ich schmeiß jetzt mit jedem,
Schmuntes um mich es funktioniert nicht, also egal was ich sage,
ich tapp immer in dieselbe Falle rein,
man kann am Geschlecht eigentlich nicht festmachen, wie welche Neigung jemand hat.
Megan
Aber häufig wird es trotzdem so dargestellt als ob es eine Tendenz gibt und
das ist super interessant, weil ich mache ja diese,
also ich habe ja ganz viel Berührung mit Menschen, die neu in die Szenen kommen
durch die SMJG und ich, das ist natürlich jetzt auf gar keinen Fall sozusagen,
so ist das, sondern das ist einfach eine Tensin, die ich beobachte.
Sebastian
Distanziere dich erstmal von deiner eigenen Meinung, genau.
Megan
Nein, das ist einfach meine eigene Beobachtung, die ich habe,
dass ganz oft, vor allen Dingen junge Frauen in die Szene kommen und sich erstmal
als Sub sozusagen in der Szene identifizieren oder sagen, kommen zum Stammtisch
und sagen, ja, ich glaube, ich spiele unten.
Sebastian
Wie brichst du das denn auf?
Megan
Ich breche das gar nicht auf, aber man kann durch Gespräche das aufbrechen oder
man kann durch andere...
Ich bin halt auch jetzt nicht so ein, also ich bin ja sozusagen,
ich neige ja auch dazu, unten zu spielen und ich finde das auch toll,
unten zu spielen und dadurch bin ich noch nicht mal so ein Rollenmodell,
wo ich sage, bei mir ist es anders, sondern ich gehöre da genauso.
Aber das ist auch okay, das finde ich jetzt nicht verwerflich, sondern ich finde,
aber durch die Szene, durch Erfahrung, zum Glück gibt es viele Switcher mittlerweile,
wo Menschen beides machen und dadurch ist es ganz oft so, dass Leute anfangen
zu sagen, oh ich spiele unten, wenn sie ankommen in die Szene,
also jetzt Frauen oder sich weiblich empfindende Menschen.
Sebastian
Oh, das wirst du aber politisch sehr korrekt.
Ja, dass das dann wechselt, dass man nach ein paar Jahren Erfahrung dann die
Seite nochmal wechselt.
Megan
Ja, und dann merkt man, oh nee, switchen ist doch cool und dann merkt man,
eigentlich bin ich viel lieber oben als unten.
Und dass sozusagen so ein Prozess dann stattfindet, das habe ich schon ganz
oft irgendwie gesehen bei Leuten.
Und ich finde, das ist so ein, für mich eigentlich so ein, naja,
Beweis ist jetzt eine Übertreibung, aber so ein Mini-Zeichen dafür,
dass da irgendwas dran sein muss. Weißt du, wie ich das meine?
Sebastian
Ja, das ist ja ganz witzig, weil wir versuchen ja diese Gender-Neutralität auch zu leben.
Hauptsache man ist glücklich mit dem, was man macht, egal welches Geschlecht.
Wunderbar. Das Problem ist aber, Feminismus passt da ja schon mal per se nicht
zu und viele Leitbilder im BDSM passen da irgendwie auch nicht zu.
Die Frage ist, verkompliziert man BDSM nicht dadurch, dass man versucht,
da allem gerecht zu werden?
Also die Grundaussage, macht, was euch Spaß macht und findet es raus,
durch ausprobieren und dann ist gut.
Megan
Ja.
Sebastian
Wenn es so einfach wäre, ne?
Megan
Also das finde ich erstmal eine gute Aussage, macht, was euch Spaß macht.
Sebastian
Aber ich merke schon, wir gehen da in so eine kleine Sackgasse rein.
Wir können da ewig drüber diskutieren.
Megan
Ja, das meinte ich mir. Das ist halt so ein Riesenthema.
Sebastian
Dann machen wir das doch einfach in ein, zwei Jahren nochmal.
Das war uns einfach einsetzen und machen mal eine Folge zum Feminismus.
Megan
Vielleicht bin ich dann auch schon weiter mit meiner Meinung.
Das Problem mit diesem, sich irgendwie so ein Stück weit auch versuchen,
wissenschaftlich damit auseinanderzusetzen, ist glaube ich, dass man viel anfängt,
Worte zu nutzen, die irgendwie so für die Allgemeinheit sozusagen, sagen,
dass es dann zu kompliziert wird oder zu theoretisch und das eigentlich nicht mehr.
Sebastian
Ja, ich mag das vielleicht auch einmal im Podcast erwähnen. Es gibt durchaus,
gelegentlich Kritik, dass ich nicht von Personen spreche oder von Menschen, sondern,
von BDSM-Mären und nicht BDSM-Märinnen zum Beispiel.
Also, dass ich diesen möglichst korrekten Gendersprech nicht hinkriege.
Hat tatsächlich zwei Gründe. Der eine ist, ich Ich bin es nicht gewöhnt,
so wurde ich nicht sozialisiert.
Ich hatte auch Französisch in der Schule und da wurde uns wirklich beigebracht,
die männliche Form ist die allgemeine Form.
Und Frauen sind was Besonderes und damit man die schön hervorhebt,
dass sie schön und hübsch und toll sind, haben sie eine eigene Form.
Das fand ich sehr positiv.
Ja, das werde ich glaube ich streichen. Und das Zweite ist aber,
dass ich natürlich immer versuche, mich auf meinem Gesprächspartner immer so
ein bisschen anzunähern in seinem Sprech.
Es hilft überhaupt nichts, wenn ich da ganz weit weg bin und versuche auf alles
Rücksicht zu nehmen und vielleicht noch meinen Gesprächspartner noch korrigiere.
Das funktioniert nicht. Also das ist an der Stelle nicht böse gemeint,
wenn ich da Kritik kriege, dann ist das okay.
Ich kann das auch nachvollziehen, aber ich werde das glaube ich nicht groß verändern können.
Megan
Ich merke, dass ich mich eigentlich bemühe, so genderneutral wie möglich irgendwie.
Oder ich versuche, so genderneutral wie möglich zu reden, merke aber,
dass ich eigentlich komplett ...
nicht gegendert rede und ich, das ist einfach mega, mega und ich bin jetzt irgendwie,
ich studiere hier schon zwei Jahre fast und langsam sollte ich das mal drauf
haben, aber es ist einfach so schwer rauszukriegen und ich finde,
also ich merke, ich kriege immer besser hin,
männlich und weiblich zu nennen, aber wenn jetzt BDSMlerInnen beispielsweise zu sagen,
das vergesse ich einfach auch so oft und dadurch, also es ist einfach auch richtig,
richtig, richtig schwer und gerade wenn man irgendwie im Gesprächsflow ist und
man sich auf die Aussagen konzentriert und nicht auf, wie sage ich das, ist das richtig schwer.
Sebastian
Ich glaube, die Tatsache, dass viele Menschen sich bemühen, da einen Schritt drauf zuzugehen.
Ich glaube, das kann man einfach mal hinnehmen und sagen, okay,
das ist schon mal nicht schlecht. Ob man jetzt eine Sprache da verändern muss, muss man gucken.
Wollen wir noch Feminismus ein bisschen ausbauen oder magst du zum Ende kommen?
Megan
Also ich glaube, die ein, zwei Aussagen, die ich gemacht habe,
reichen, glaube ich, erst mal, um nicht zu tief reinzugehen.
Du weißt, wie ich das meine?
Sebastian
Ja, nachdem wir es jetzt geschafft haben, irgendwie Feminismus und BDSM irgendwie
in unter fünf Minuten abzuhandeln, was allein schon Unverschämtheit sein sollte,
aber ich fand es wichtig, das einfach mal wenigstens angesprochen zu haben.
Megan
Ja, finde ich auch.
Sebastian
Aber ich glaube, da brauchen wir einen größeren Rahmen für. Oder vielleicht
haben andere ja den Rahmen, da gibt es ja auch Spezialisten-Podcasts,
die da wahrscheinlich sehr viel besser sortiert sind, als ich es hier sein kann.
Ja, dann feiern wir jetzt hier nochmal ganz schnell ein kleines Jubiläum.
Megan
Oh ja, stimmt.
Sebastian
Das ist nämlich Folge 20.
Megan
Herzlichen Glückwunsch, wow.
Sebastian
Ja, dankeschön. Und das Tolle ist, sie ist fast auf den Tag genau ein Jahr nach
der ersten Folge aufgenommen worden.
Ja, das verspricht doch, dass es richtig Spaß macht. Also deshalb mal an dieser
Stelle ganz vielen lieben Dank, dass so viele Leute das gehört haben und überhaupt
20 Leute hier mitgemacht haben.
Es müssten sogar 23 gewesen sein, weil es waren ja auch Pärchen dabei.
Ich finde das total großartig und ich werde weitermachen.
Ehrlich gesagt, die Termine schon bis Neujahr alle verplant.
Megan
Ich wünsche dir auf jeden Fall viel Erfolg.
Sebastian
Dankeschön. So viel Selbstbeweihräucherung.
Megan
Das muss auch mal sein. Das ist total wichtig.
Sebastian
Ja, aber vor einem Jahr habe ich hier vom Mikrofon gehangelt.
Mir wird heiß, mir wird kalt, ich kann überhaupt nicht reden in dieses Ding.
Und das ist besser geworden.
Megan
Das glaube ich, ja.
Sebastian
Inzwischen ist es mir auch einfach egal, wie die Qualität ist.
Hauptsache es ist Sendezeit.
Na gut, es ändert aber nichts an der großen Tradition, dass ich erstmal wissen
mag, wie man dich erreichen kann, wenn jetzt jemand sagt, Mensch,
der Megan, der würde ich gern was schreiben oder ich bin Teil einer fürchterlichen
Studie gewesen und muss mich darüber auskotzen. Wie kriegt man dich?
Megan
Darf ich die perverse Seite nennen?
Sebastian
Nennt sie.
Megan
Wenn man mich bei FetLife sucht, dann muss man unter Doodle Vibe gucken.
Sebastian
Doodle Vibe.
Megan
Wie der Doodlesack und das Vibe, weil ich Doodlesack spiele.
Sebastian
Okay, ich werde es aber reinschreiben in die Shownotes nochmal.
Das ist zwar nicht verlinkt, aber dann zumindest nachlesbar.
Okay, da kann man nicht anschreiben, egal was man will.
Megan
Ja, auf jeden Fall.
Sebastian
Und den Podcast könnt ihr natürlich auch alle erreichen und wie immer,
ihr kennt es wahrscheinlich auswendig zum mindestens 20.
Mal Sebastian at Kunst, der unvernunft.de ist die Mailadresse und wer mitmachen
möchte, schreibt da einfach hin und weil ihn immer noch nicht alle kennen,
weil ich kann es auch verstehen, so,
Social-Media-Hype, aber bei Instagram da knall ich tatsächlich inzwischen das
eine oder andere Zeug abseits vom Podcast raus,
wen das interessiert, denn da werden auch mal irgendwelche Karten irgendwie
verlost, wenn mir hier was zufliegt der kann mal dort nach Kunstunvernunft suchen,
und ja einfach mal gucken, was ich da für einen Schmutz verbreite,
Du gehörst auch noch nicht zu den Leuten da.
Megan
Bei Instagram?
Sebastian
Ja.
Megan
Vielleicht, wenn ich mir ein Instagram-Profil anlege, dann kann man mich auch
unter Doodle Vibe finden.
Sebastian
Oh, das wäre super. Ansonsten, es gäbe ja auch noch Twitter. Stimmt.
Nein, ich glaube, das ist jetzt mehr als genug von dem ganzen Zeug.
Aber es gehört irgendwie dazu und es gibt immer noch Leute, die sagen,
Mensch, ich finde ja den Podcast gar nicht bei Twitter oder so oder hier und da.
Deshalb, es scheint wirklich nötig zu sein, das immer wieder zu erwähnen.
Tut mir leid, aber da fahren wir ja Kapitelmarken, damit man das überspringen kann.
Ja, so, jetzt habe ich mich in Rage geredet.
Liebe Megan, vielen, vielen Dank, dass du hier auf der heißen Couch gesessen hast.
Megan
Danke, dass du mich so lange quatschen lassen hast.
Sebastian
Die war so schwierig getrocknet. Ich kann schon länger quatschen, das ist kein Problem.
Megan
Schwierige, trockene Themen.
Sebastian
Ja, ich glaube, die hast du eigentlich ganz gut verpackt und das gehört auch
mal dazu, dass man ein bisschen über was Ernsthaftes redet.
Megan
Ja, das stimmt.
Sebastian
Natürlich hätten wir jetzt darüber sprechen können. Nein, hätten wir nicht.
Megan
Hätten wir nicht.
Sebastian
Das können wir dann privat besprechen. Aber ich finde auch die Seite einfach
spannend und die gehört auch dazu.
Und ja, vielleicht sehen wir uns ja nochmal wieder. Also mit Mikrofon und dann
ergänzen wir das Ganze nochmal ein bisschen.
Wünsche ich dir einen schönen Nachhauseweg.
Megan
Dankeschön.
Sebastian
Euch, lieben Hörern, bis zum nächsten Mal. Macht's gut. Tschüss.