Unvernunft Live 15.09.22 - Langzeitbeziehungen

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Sebastian Hallo und guten Abend zur Unvernunft Live am Donnerstagabend. Heute ist der 15. September 2022 und das hier ist Live-Folge Nummer 100. Es ist kaum zu glauben, es ist geschafft. Wir sind jetzt hier dreistellig. Wahnsinn. Und das wird heute eine ganz normale Folge, aber mit einem schönen Thema. Das habe ich mitgebracht. Ich stelle mich erstmal kurz vor für die Menschen, die neu sind. Mein Name ist Sebastian Stix, ich moderiere das hier ein bisschen. Wir werden heute mit Menschen sprechen über ein wunderbares Thema, das sage ich gleich, denn ja, das Universum hat sich diese Woche redlich Mühe gegeben, dass es nicht zu dieser Sendung kommt, aber tada, pünktlich, ich sitze hier am Tisch und spreche in das Mikrofon und ich begrüße ganz herzlich alle Menschen, die zuhören und alle Menschen im Chat. Schön, dass ihr da seid. Ohne euch würde das keinen Spaß machen. Und ja, nach der Sommerpause hatte ich ja wirklich Bedenken. Na, hören die Leute da noch zu? Aber ich sehe gerade schon wieder im Stream, da sind einige und das freut mich umso mehr. Aber das Thema ist ja auch gut. Ja, das Podcastsubbie sitzt mir normalerweise gegenüber und unterstützt mich damit Rat und Tat und allem Pipapo bei den Sendungen. Die ist allerdings noch unterwegs, die schneit hier gleich rein und dann werde ich sie auch entsprechend begrüßen. Das heißt, heute musste ich mir mein Getränk hier selber nehmen. Also trinke ich jetzt einen schönen Schluck Wasser. Prost euch allen. und ja, irgendwie zwei Wochentakt ist an sich ja schön, aber ich fange halt an, das ja auch zu vermissen in der Zeit und ja, kleiner Überblick, es gibt wie immer einen Chat, die Menschen, die jetzt live dabei sind, wunderbar, es gibt eine Schätzfrage, da gibt es wieder den wunderbaren Kochlöffel zu gewinnen, wie gehabt, keine Waffeln, wie versprochen und ja, ich glaube, jetzt kann ich mal das Thema so ein bisschen anteasern, Ihr habt es wahrscheinlich schon gelesen, das Thema habe ich vor einigen Wochen bei so einer Telegram-Umfrage im Kanal als gewünscht mal gesehen und zwar geht es heute um Langzeitbeziehungen und BDSM. So, jetzt kam da gleich erstmal als erstes die Frage, was ist denn damit gemeint, wenn man verheiratet ist oder muss man schon 10 Jahre zusammen sein und zählen auch Spielbeziehungen. Ja, was ist das? Böse Zungen würden sagen, eine Langzeitbeziehung ist es immer dann, wenn es sich schon zu lange anfühlt. So, das war jetzt der Kalauer. Aber ich finde, Langzeitbeziehungen sind Beziehungen zu Menschen, mit denen man BDSM auslebt. Ob man verpartnert ist, verheiratet oder ob es eine langjährige Spielpartnerschaft ist, das spielt eigentlich gar keine Rolle. Sondern es geht darum, dass man sich, sag ich mal, aneinander gewöhnt hat, dass man sich so ein bisschen kennt, dass man eben auch diese Schmetterlinge vom Kennenlernen, dass man die quasi schon abgelegt hat, das passiert ja früher oder später dann doch mal und deshalb würde ich heute sagen, wir ziehen mal so eine Grenze, ich sag mal, ab zwei Jahren kann man durchaus von Langzeit sprechen. Das ist, je nachdem wie oft man sich sieht, kann das mal mehr, mal weniger sein, das überlasse ich jetzt euch, wie ihr das interpretiert, aber ich habe schon gesehen, dass es da unter dem Publikum sehr viele Menschen gibt, wo die Beziehung sehr lange halten. Auch da habe ich wieder diesen Telegram-Kanal bemüht, der ist nämlich super für Umfragen und da haben bis heute Abend 330 Menschen abgestimmt und ich kriege leider immer nur Prozentzahlen, ich müsste das jetzt umrechnen, aber ich kann schon mal sagen, die Frage war, wie lange dauerte eure längste BDSM, Klammer auf Spiel, Klammer zu, Beziehung und da sehe ich 20% bis ein Jahr, 24% bis drei Jahre, 14% bis fünf Jahre und 9% bis zehn Jahre und sogar 11%. Noch länger als zehn Jahre. Also es ist offenbar machbar. Und mich interessiert heute ganz besonders, wie sich sowas entwickelt. Also diese ganze BDSM-Dynamik. Was passiert da? Switcht man zwischendurch mal, weil man dann doch merkt, da verändert sich was. Die eigenen Vorstellungen von BDSM, was man gut findet. Wie entwickelt sich das weiter? Höher, schneller, weiter? Muss das sein? Oder findet man irgendwann auch einfach eine Basis miteinander, wo man sagt, das sind die Sachen, die geblieben sind. Es kann ja auch mal weniger BDSM werden. Oder hat mein Gegenüber sich verändert? Sind da die Bedürfnisse anders geworden? Ja und dann gibt es natürlich noch dann, zumindest wenn man zusammen lebt oder zumindest in einer festen Beziehung ist, den Alltag. Der kann natürlich echt mies sein, weil Alltag ist quasi immer da und irgendwas ist immer und dann haben wir ja noch dieses letzte Problem, sag ich mal, dass wir, auch wenn wir am Anfang total spielwütig sind, das ist zwar schön, aber wenn wir eine Person haben, mit der das technisch gesehen ja immer geht, dann ist ja morgen auch noch ein Tag und heute bin ich müde. Also das kann auch mal passieren, man kann Pausen machen, dass man sagt, jetzt haben wir mal ein Jahr irgendwie nicht gespielt, ob absichtlich oder unbeabsichtigt, weil irgendwas war. Langzeitbeziehungen müssen mit all diesen Dingen kämpfen und zum Schluss kann man auch nochmal überlegen, Mensch, wir zwei haben jetzt, oder in der Polybeziehung, wir drei, wir vier, wir haben jetzt BDSM miteinander durchgespielt, Game Over, jetzt öffnen wir das mal und finden neue Impulse. Und ich gehe dann doch auf Partys, beziehe andere Menschen mit ein. So viele Möglichkeiten. So ein schöner langer Monolog. Wahnsinn. Und ja, ihr Lieben, ihr könnt heute dazu anrufen. Ich habe allerdings schon einen Gast, der hat nämlich eine wirkliche Langzeitbeziehung. Den kenne ich auch schon ewig. Und wenn ihr nichts dagegen habt und vor allen Dingen mein Telefon, dann rufe ich den jetzt einfach mal an, hole ihn hier in die Sendung rein und dann schauen wir mal, wie wir darüber sprechen. Währenddessen setze ich nochmal kurz im Kanal ab, dass die Live-Sendung gerade läuft. Das wurde sich nämlich gewünscht von Menschen, die ganz gerne verpassen. So, erledigt. Das ist ja nur ein Klick. Und ich lese gerade noch im Chat, Reaktionsfetisches BDSM durchgespielt. Was war der Endboss? Ich glaube Alltag ist mal der Endboss. Aber das können wir ja heute besprechen. Ich bin sehr gespannt und ich bin heute wie immer auf euch angewiesen, dass wir im Verlauf des Abends miteinander sprechen und wie ihr das Ganze seht. So und jetzt gucke ich mal, was mein erster Gast macht. Ich rufe einfach mal an und probiere das heute mal ohne Musik, denn der weiß schon Bescheid. Und ich lasse es mal klingeln. Achtung, gleich kommt ein fürchterliches Geräusch. Da ist es schon. Da bin ich gespannt.
Der Tischler Hallo Sebastian.
Sebastian Hallo, hallo, hallo, du. Ich weiß gar nicht, wie ich dich nennen darf.
Der Tischler Ja, also wie Sie mich, glaube ich, die meisten hier kennen, ich bin der Tischler.
Sebastian Der Tischler. Okay, hallo. Ja, dich kenne ich ja schon ewig. Gott, wann haben wir uns kennengelernt?
Der Tischler Ja,
Sebastian 2011?
Der Tischler ja, so in dem Dreh muss das gewesen sein.
Sebastian Über zehn Jahre schon. Ja
Der Tischler Ja,
Sebastian und wir haben uns auch vor ein paar Wochen mal wieder auf einem Stammtisch gesehen, ganz zufällig, war wunderschön, vielen Dank für das Baguette übrigens.
Der Tischler ja, bitte, bitte.
Sebastian Nein, war genau richtig, hat Spaß gemacht und ja zu dem Thema wolltest du gerne was sagen und hast ja auch die Freigabe der, ja was sage ich denn, der Herrschaft geholt, deiner
Der Tischler Naja, der Herr schafft nicht. Nicht meiner Frau.
Sebastian Frau. Okay, genau.
Der Tischler Ja, meiner Frau.
Sebastian Da ist nämlich genau die Frage, wie sich das entwickelt hat und was ist. Ich kenne dich eigentlich auch nur, als sie ist auch da. Also ohne sie gibt es dich in meinen Augen gar nicht.
Der Tischler gehört einfach an meine Seite. Ganz einfach mal zu uns gesagt, wir kennen uns seit 1999. Seit 1999 ein Paar, haben 2004 geheiratet. Zwei Kinder, die mittlerweile auch 19 und 16 sind. Also alles so in den Jahren entstanden. und irgendwann kam BDSM dazu.
Sebastian Okay, dann fangen wir mal vorne an. Also erster Punkt, BDSM kam dazu. Wie lange wart ihr schon zusammen? Wie lange wart ihr schon verheiratet, bis BDSM zu euch kam oder euch überfallen hat?
Der Tischler Ja, also 2004 haben wir geheiratet und 2011, wo wir uns auch kennengelernt haben, kam bei uns BDSM dazu.
Sebastian Okay, ja, dann habe ich dich ja relativ schnell am Anfang kennengelernt.
Der Tischler das war sogar der Erd bei uns kennenlernen, 2012. Weil Ende 2011 hatte ich vorhin extra noch mal nachgeguckt, Und war es bei uns so, ja, verheiratet, schon ein Kind da, irgendwo Beziehung, längere Beziehung und es wurde langweilig.
Sebastian das
Der Tischler Und dann, glücklicherweise haben wir beide geredet und sind dann auf das Thema Fesseln, Hauen und so weiter gekommen. kommen. Wir konnten es da noch gar nicht richtig namentlich zuordnen.
Sebastian macht ja nichts.
Der Tischler war dann? Nö, also was wir dann aber ziemlich schnell durchs Internet geschafft haben. 2011 war ja nun schon mal Internetzeit. Ja, und dann ging das Ganze ziemlich rasant für uns los, weil erster Stammtisch dann auch keine vier wochen nachdem wir das erste mal darüber gesprochen haben und dann gleich im Waldhaus in Hildesheim gewesen zum stammtisch dort sofort super aufgenommen worden und seitdem nicht weggekommen
Sebastian Ja, ja, bist heute dabei, ne? Wahnsinn. Pass mal auf, okay. Haha, so, das ist jetzt spannend. Jetzt wollen wir erstmal einmal die Verhältnisse klären. Am Anfang, wer haute wen?
Der Tischler am anfang war es irgendwie sie haute mich sie haut mich auch immer noch Oder darf mich hauen? Ja, das war der Anfang. Du
Sebastian ja, ich muss gestehen, vielleicht darf ich was ausplaudern.
Der Tischler darfst, du darfst.
Sebastian es unfassbar, wie ihr euch gejagt habt durch dieses Haus und du dann immer am Fluchen und Schimpfen bist und jetzt hört doch mal auf und das tut weh und dieses Feuer in den Augen von euch beiden. Also das habe ich immer wahrgenommen, dass das da ist und dass diese Dynamik so, die ist einfach da und die ist ganz stark und intensiv und das muss ich jetzt gestehen, kann ich jetzt bestätigen, jetzt auch nach 10, 11 Jahren, die ich das gesehen habe bei euch, das hat sich auch nicht verändert. Also dieses Feuer, was ihr da miteinander teilt, das ist geblieben.
Der Tischler Ja, das ist geblieben. Aber auch erstmal nur das Feuer. Weil bei uns, du hast es mitgekriegt, mein Engel war 2019 schwer krank und seitdem ist bei uns eigentlich BDSM-mäßig von ihrer Seite her wenig passiert bis gar nichts. Das ist für mich ziemlich schwierig. Wir haben glücklicherweise, das hatten wir ja vorher auch immer, oben das Waldhaus, wo wir eigentlich auch wirklich immer nur BDSM ausgelebt haben. Wir konnten es zu Hause nicht oder haben es zu Hause nicht gemacht wegen den Kindern. Mittlerweile, die Große weiß mittlerweile, was wir machen. Die war auch schon mal ganz kurz im Haus mit. unser Kleiner, wobei klein, 16 ist er.
Sebastian nie groß. Nicht für uns.
Der Tischler Nö, das eh nicht.
Sebastian Also von daher, die
Der Tischler Aber wer weiß, was der auch schon weiß davon.
Sebastian sind ja nicht blöd.
Der Tischler Er hat noch nie gefragt. Nee, er hat noch nie gefragt, aber wir halten es auch nicht hinterm Berge. Deswegen, das ist so. Das ist halt bei uns so.
Sebastian Ja, da darf ich mal ganz kurz einwerfen. Hat Vanilla nämlich im Chat noch geschrieben, dass, ich sag jetzt mal sie, ich hoffe, ich liege richtig, also ich zitiere mal, mich würde interessieren, ob und wie Paare BDSM machen, wenn Nachwuchs dazu kommt. Ja, der war ja vorher schon da bei euch, ne?
Der Tischler Einmal war es schon da. Doch da ist Wir sind 2003, oder beide waren schon da, Tochter ist 2003 hier und der Sohn 2006 geboren, 2011 sind wir in die Szene gekommen. Wir haben den ganz großen Vorteil, dass meine Mutter mit im Haus wohnt. Und ja, weil sie konnte auf die Kinder aufpassen, wenn wir raus sind.
Sebastian ist ein Vorteil. bin gespannt. Okay.
Der Tischler wir waren wirklich die ersten Jahre jedes Wochenende einen Abend unterwegs für uns. Und das haben wir auch genossen.
Sebastian Das kann ich bestätigen. Ja.
Der Tischler ist dieser ganz große Vorteil, wo ich meiner Mutter auch unendlich für dankbar bin. Die Kinder waren in ihren eigenen Betten, die waren auch total unproblematisch, die haben nie Stress gemacht, was das angeht, wenn wir weg waren. Also da kann ich wirklich glücklich sein oder wir glücklich sein, dass das so geklappt hat.
Sebastian Ja. Ja, das ist vor allen Dingen auch wirklich so ein Punkt. Und ich glaube, das ist auch ganz wichtig, man braucht diese Auszeit. Man kann ja nicht immer nur Eltern sein, man muss auch mal Paar sein wieder. Und das mag zwar für einen gewissen Zeitraum gehen, aber irgendwann überkommt es einen. Okay, wie hat sich das entwickelt? Also was hat sich über die Jahre verändert? Weil irgendwann ist natürlich, ja, dann wird mal gehauen und das hat Spaß gemacht und dann macht man nochmal Fesseln und man macht dies und jenes. und irgendwann, ja, also seid ihr bei Sachen geblieben oder mussten immer neue Sachen dazu? Also dieses höher, schneller, weiter. Hat euch das gepackt?
Der Tischler höher, schneller, weiter nicht unbedingt. So, ich meine nach eineinhalb, zwei Jahren habe ich festgestellt, oh, da ist noch was anderes bei mir. Wir haben von Anfang an gesagt, wenn es da wem anders gibt, klar, halten wir uns offen, diese Option. Wir können jeder das, was der andere dem anderen auch zugesteht, natürlich auch mit anderen Partnern machen. Und irgendwie ergab es sich, dass ein Mädel Frau gegenüber frech wurde und ich reagiert habe. Und da hat es bei mir klack gemacht. Oh, irgendwo ist da doch noch die andere Seite bei dir und seitdem bin ich Switch.
Sebastian Aber bei deiner Frau switchst du nicht.
Der Tischler Nein, das würde ich mir nicht trauen.
Sebastian So, ich muss mal ganz kurz unterbrechen. Ich begrüße das Podcastsubbie, sie ist hier. Tada! Und sie hat mir sogar ein Getränk mitgebracht. Aber ich hab schon eins. Das heißt, sie kriegt jetzt auch eins. Ah, du bist gut angekommen. 100!
Der Tischler wir
Sebastian Yay, sie hebt die Arme, aber sie macht natürlich wieder kein Geräusch. Ich habe gerade den Tischler dran. Sie steigt ja auch gleich ein, aber sie baut sich jetzt technisch auf. Ja, aber sie ist hier. Ich muss noch ganz kurz einwerfen, letztes Mal wurde nach der Sendung in der Postshow gefragt, wie man denn so ein Podcastsubbie wird und was dessen Funktion ist. ich mach das jetzt auch nochmal einmal nochmal allgemein und für alle hörbar beantworten, wenn man das Podcastsubbie sein will, dann muss man ja schon quasi, dann muss man hier wohnen bei mir und jeden Tag meine Laune ertragen das ist die Funktion und hin und wieder den Arsch hinhalten, wenn ich will, jetzt grinst sie sehr schön, sie ist glücklich und schenkt sich was ein
Der Tischler halten kann ja
Sebastian ja, das ist das Ganze, das ist wohl wahr okay, genug zu uns hier Okay, die andere Seite entdeckt. Das heißt, Switch, nicht bei deiner Frau, aber das heißt, du hast gelegentlich Spielpartnerinnen.
Der Tischler ja und dann wie sich das entwickelte sie hat auch spielpartner
Sebastian Okay, sie auch?
Der Tischler es ist sogar schon so gewesen dass wir über ein zwei jahre zusammen eine spielpartnerin hatten Wo wir dann beide sie bespielt haben, unsere Spielpartnerin. Die Spielpartnerin war auch Switch. Dann haben die beiden mich auch bespielt. Also war eine ganz witzige Konstellation.
Sebastian Ja, das klingt nach Spaß und nach kompliziert.
Der Tischler Kompliziert ist das, was man draus macht. Ja,
Sebastian Aber wie ist denn das? Also ihr seid euch ja, ich sag mal, immer treu geblieben. Ihr zwei seid sozusagen das Bollwerk und da kann sich mal was in den ganzen Verbindungen verändern, aber ihr seid ihr. Ich habe das eben erwähnt, so schön dieses, sobald man theoretisch immer kann, hat man irgendwann auch mal dieses Gefühl, dieses, heute bin ich müde, Tag war lang, wir können auch morgen noch was machen. Wie habt ihr es geschafft, dass ihr trotzdem noch dazu kommt, was miteinander zu machen, auch wenn ihr jetzt vor zwei Jahren, wenn deine Frau schwer krank geworden ist, aber zumindest bis dahin, also wie habt ihr das aufrechterhalten?
Der Tischler was ich ja schon sagte, wir waren dann halt immer im Haus in Hildesheim und haben dort die Abende genutzt, um was zu machen. Da haben wir beide uns dann wirklich die Zeit genommen, uns miteinander zu beschäftigen. Das ist zwar auch mal weniger geworden.
Sebastian Ja, das schwankt ja, aber ich
Der Tischler wieso? Ich hatte eben auch noch mal kurz Besuch. Ja, das schwankt manchmal. Aber es war dann halt so, dass wir auch mittlerweile auch ziemlich stark eingebunden sind da oben, haben uns aber immer wieder unsere Auszeit genommen und haben miteinander gespielt. haben es einfach uns vorgenommen und gemacht oder
Sebastian glaube, gerade wenn man in so einer Partyumgebung ist, dann ist das ja wie so eine Dauereinladung.
Der Tischler halt, oh
Sebastian Warum sollte man es dann dann lassen? Also die Lust kommt manchmal beim Zusehen, ist wie beim Kochen, wenn man das riecht, dann kriegt man Hunger.
Der Tischler ja, genau das ist es, wenn man dann doch mit organisiert, mit macht, mit tut und plötzlich guckt man in die Runde rein, Frau steht neben einem und zack, man weiß gar nicht, wie einem geschieht.
Sebastian Gibt es irgendwelche Dinge, die du machst, die ihr macht, die ihr vor zehn Jahren komplett ausgeschlossen hättet? So, nein, das auf gar keinen Fall. Oder seid ihr euch da treu geblieben, was das, ich sag mal, die Rezeptur angeht?
Der Tischler Also wir haben, spontan fällt mir da jetzt so nichts ein, ganz ehrlich.
Sebastian Okay.
Der Tischler Ich hätte nie gedacht, dass ich selber so viel einstecken kann zu Anfang. Das schwankt natürlich auch. Was zu Anfang halt komisch war, wo ich den Switch dann gemacht habe, dass ich dann plötzlich auch wem hatte. Aber ansonsten, wir haben von Anfang an eigentlich vieles mitgenommen. Man hat mal was ausprobiert, aber richtig ausgeschlossen. haben wir bis auf so die Standards, was Kinder, Illegales und so weiter angeht, eigentlich pauschal erstmal gar nicht.
Sebastian Gibt es denn irgendwas, ich nenne es jetzt mal denkwürdige Session, wo du sagst, boah, das war was Besonderes, das ist nicht wiederholbar, das war einmalig.
Der Tischler Du hörst mein Lachen glaube ich schon, ja. Es gab eine Eine sehr, sehr schöne Situation, wo wir noch nicht mal gespielt haben. Wir haben mit mehreren Leuten zusammengestanden und plötzlich taten sich drei Domsen zusammen. Eine davon war meine Frau, banden uns drei Kerle zusammen und drehten uns immer weiter. Jede machte mal irgendwas und ich weiß gar nicht, wart ihr auch da? Habt ihr die Situation auch
Sebastian Ich meine es, entweder habe ich es live gesehen oder es wurde mir so oft berichtet, dass ich inzwischen meine es gesehen habe. Ich frage mal das Podcastsubbie, haben wir das gesehen? Ja, ich überlege auch, aber ich habe so ein Bild vor Augen, das Subbie-Karussell.
Der Tischler Ja, es war auf der Terrasse, genau.
Sebastian Weil, okay,
Der Tischler Das ist so ein Ding, was mir immer wieder im Kopf bleibt, weil es war so eine spontane Situation und das ist das, was mir immer am besten gefällt, ist spontane. Was irgendwo aus irgendeiner Situation entsteht und dann die besten Dinge passieren.
Sebastian ich mag nochmal, ja, das ist jetzt Alltag ist der falsche Begriff, aber jetzt 2019, Krankheit kommt da rein. Ich meine, dann denkt man an alles, aber wahrscheinlich erstmal nicht an Spielen und dass das jetzt gerade nicht möglich ist. dass seid ihr da wieder, also wie seid ihr da wieder rausgekommen, dass ihr dann euch doch da wieder finden konntet? Weil dann ist ja auch der Moment, ja die Frage, wann fängt man wieder an? Wann kann man wieder was miteinander machen, wenn so eine Krise ist?
Der Tischler ja. Ja, für mich war es halt dadurch, ich hatte zwar zu der Zeit keine Spielpartnerin, aber ich war halt weiterhin im Haus, nicht mehr so oft, hab halt weiterhin auch BDSM gesehen und miterlebt und sie ist auch ziemlich schnell wieder mitgekommen einfach nur um andere leute zu sehen um hier nicht zu versauern und dann ja dann kamen diese neckereien wieder wie vorher aber richtig Session zwischen uns beiden gab es seitdem nicht wieder weil da ist bei ihr noch blockade im kopf das Und das wird aber auch wieder werden, irgendwo nähern wir uns da immer mehr an.
Sebastian Ja, ich meine, man muss da einfach auch mal, also ganz ehrlich, du sprichst da in Zeitraum, die können sich andere Menschen kaum vorstellen. Wenn ich manchmal Menschen spreche, die BDSM vor einem halben Jahr entdeckt haben, Was die alles machen und mit was für einem Wahnsinnstempo und wie das so dieser Flash ist. Und man kann irgendwann in ganz anderen Zeiträumen sprechen und wenn jetzt einfach mal ein halbes Jahr lang das in den Hintergrund treten muss, dann ist das so. Aber das Vertrauen ist da, das kommt und das wird wieder. Oh,
Der Tischler Das Vertrauen ist auf jeden Fall da und wie du so schön sagtest, zwischen uns beide kommt keiner zwischen. Das ist egal in welcher Beziehung, ob es privat ist oder halt auch im BDSM-Bereich, da kommt keiner zwischen uns, kann keiner kaputt machen. Ja,
Sebastian das ist sehr, sehr schön. Ah, da müssen wir mal gucken, wann wir dann euer 20., 25. BDSM-Jubiläum dann feiern.
Der Tischler das kriegen wir doch hin.
Sebastian Ja, dann musst du wieder was bauen.
Der Tischler Erst kommt die Silberhochzeit noch.
Sebastian Ja, das kann man ja kombinieren.
Der Tischler Ja, ein
Sebastian Pass mal auf, wenn ihr jetzt so lange schon zusammen in der Szene seid, es ist nun mal bei ein paar so, man unterhält sich ja nach einer Party auch ein bisschen über die Leute, die man gesehen hat. Und ich bin ganz sicher, ihr habt schon ganz viele Paare kommen und gehen sehen. Also ich finde, da ist immer relativ viel Bewegung, da finden sich neue Beziehungen, dann gehen die wieder auseinander, dann ist man mit, also man sieht das einfach. Einfach. Vielleicht magst du mir mal sagen, was verpassen die denn, wenn die, ich weiß nicht, nach drei, vier, fünf, sechs Jahren, wenn es dann einfach zu Ende geht. Also was ist das, was wächst, wenn man so lange zusammen ist und auch so lange BDSM-mäßig miteinander interagiert? Ja,
Der Tischler absolutes Grundvertrauen. Gerade das ist bei mir wirklich so, wenn wir zusammen spielen, auch ihre Neckereien jetzt zurzeit oder wenn sie jetzt irgendwas macht mit mir, da weiß ich, das passt. Das ist einfach ein Ein extremes Grundvertrauen, wo ich mich absolut fallen lassen kann und auch bei ihr weiß ich es, es ist so, ich kann mich so gut einschätzen und sie sieht mir es an, wenn es mir beschissen geht. Ja,
Sebastian ich glaube, das kann man gar nicht schöner sagen. Also das ist eigentlich das, wovon man träumt, dass man ohne Worte miteinander kommuniziert und einfach weiß, wie es dem anderen geht. Ah, schön. Ja, jetzt bitte das Geheimrezept, wie geht das?
Der Tischler Wenn ich das ausplaudere, dann werde ich gesteinigt. Nee, machen, vertrauen, einfach mal vertrauen und nicht immer, wenn es schwierig wird, aufgeben. Wir haben nicht nur die Krankheit durch, wir haben viele Krisen durch. Wir haben immer wieder gesagt, nein, wir bleiben zusammen. da ist es nämlich. Dieses Versuchen mal, nicht immer vor Problemen wegzurennen.
Sebastian Ja, also ich kann nicht mehr vorstellen, also dass wirklich dieses durch Krisen durchgehen und gestärkt daraus hervorgehen und ja, ich habe da so wenig hinzuzufügen, Voluptas im Chat schreibt auch gerade mal diese tiefe Verbundenheit, einfach nur schön und dem kann ich mich da im Grunde auch nur anschließen. Ah, herrlich. Also das ist ein schöner Einstieg heute, weil ich einfach denke, es ist ganz schwer zu sagen, was da ist und was einen so verbindet. Und da du das Geheimrezept einfach nicht ausplaudern magst, verdammt, ja genau,
Der Tischler Das machen wir aber wieder auf dem Stammtisch.
Sebastian das machen wir auf dem Stammtisch und auch noch dieses, also BDSM ist ja auch mehr als wir gehen mal raus, sondern du hast ja ein paar mal auch erwähnt, du gehst aufs Haus, ihr engagiert euch da, also nicht nur als Paar, sondern auch jeder für sich. Das ist einfach ein Stück Lebensbereich geworden, denke ich.
Der Tischler Ja,
Sebastian Und warum sollte man daran irgendwas ändern? Das heißt, in 10, 20 Jahren frage ich nochmal nach, wie sich das weiterentwickelt hat.
Der Tischler gerne. Also ich orakele mal, unsere Beziehung wird es immer noch geben. BDSM, ja, nein, vielleicht. Ich glaube nicht, dass BDSM bei uns aus dem Leben rausgeht, aber meine Frau und ich werden noch zusammen sein. Da
Sebastian du das so sagst, dann wird es auch so passieren. Punkt. Will ich auch keine Zweifel anmelden. Im Gegenteil. Ah, herrlich.
Der Tischler gibt es gar keine Zweifel. Da können doch so viele Leute Zweifel anmelden. Weil unsere Beziehung hat schon so angefangen, dass zu mir Kumpels gesagt haben, naja, drei Monate gebe ich dir.
Sebastian Ja, ja, wenn sie das sagen, dann geht es eh länger. Allein schon aus Protest.
Der Tischler Es war kein Protest. Ich habe sie gefunden und habe sie gehalten.
Sebastian sehr schön. Ja, und ihr habt euch gegenseitig gefunden. Und ganz ehrlich, ich finde das wunderbar. Und auch, dass ihr später das erst integriert habt. Ich hätte tatsächlich fast erwartet, ohne es jetzt genau zu wissen, dass ihr da schon immer von Anfang an euch geneckt habt. Und BDSM ist dann quasi der Grund, warum man dann dieses Necken auch körperlich ausleben kann.
Der Tischler Ja, geneckt. Also, dass man,
Sebastian Also Necken bei euch ist dann schon eher was Größeres, das darf das Publikum nicht missverstehen.
Der Tischler also wenn wir beide uns anfangen zu necken, dann hat das ganze Publikum drumherum was. Aber auch so kleine Neckereien, was im Bett mal passiert ist oder auch mal Fesseleien, gab es vorher schon. Das war aber auch für uns irgendwo normal. Das war halt nicht irgendwas, was mit BDSM zu tun hatte. Und irgendwann haben wir dann halt auch das Ganze weitergeführt.
Sebastian Okay, aber ich versuche gerade den Chat noch nebenbei zu lesen, das dürfte ich nicht tun. Diese Aufgabe übertrage ich jetzt wie immer erstmal dem Podcastsubbie.
Der Tischler Die muss ja auch was zu tun haben.
Sebastian Ja, ach, die hat schon einen super langen Tag gehabt, aber sie ist tapfer. Ich hoffe, dass wir zwei hier euch da nacheifern können. Überholen werden wir euch nicht, das habe ich jetzt schon gemerkt. Aber, ja, wirklich diese tiefe Verbundenheit, wunderschön und ich kann dazu jetzt selber gar nichts mehr sagen. Das heißt, wenn du magst, darfst du sie gerne nochmal hier grüßen und ihr noch etwas mitteilen, dann ist es für immer auf Band. Und dann würde ich mich erstmal von dir verabschieden.
Der Tischler Erstmal möchte ich dir noch gratulieren zum 100.
Sebastian Yay, jetzt bin ich alt.
Der Tischler du bist nicht alt, du bist nicht alt, du bist reif geworden.
Sebastian War ich auch vorher schon. Boah, ich weiß nicht, ob das besser ist.
Der Tischler kennst mich, ich haue sowas raus.
Sebastian Ja, natürlich. Ja, das ist völlig in Ordnung. Ich ertrage das.
Der Tischler Podcastsubbie, dass du den mir weiterhin so gut hegst und pflegst und du auch den Podcastsubbie weiterhin so schön hegst und pflegst, ihr weiterhin euren Spaß habt. Und meinem Engel, meiner Frau, ich liebe dich über alles. will dich nie verlieren.
Sebastian Mein Lieber, vielen, vielen, vielen Dank. Dem ist nichts hinzuzufügen. Ich grüße Sie auch nochmal ganz herzlich und ganz lieb und schön, dass du hier erzählen dürftest. Das ist auch schön, dass ihr euch da absprecht.
Der Tischler Ja.
Sebastian Wunderbar. Ich bin gespannt, was wir heute Abend hier noch zu hören bekommen. und ich wünsche dir, ich wünsche euch einfach eine ganz tolle Zeit weiterhin.
Der Tischler Ich auch. Danke. Danke, danke, danke. Und dir bis demnächst mal wieder.
Sebastian bis demnächst, mach's gut, tschüss. So ihr Lieben, gleich hier das volle Paket zum Anfang, Wahnsinn. Also ich bin begeistert und da kann ich auch nur meinen Hut vorziehen, was da alles drin steckt, trotz Krisen, trotz Zeit, trotz allem möglichen drumherum zu sagen, Wir sagen hier wir und da kommt kein Blatt dazwischen. Hervorragend. Aber ihr habt es ja selber gehört, was wiederhole ich das? Ich gebe euch mal eine Telefonnummer, nämlich die 051019118952, die poste ich auch mal in den Chat rein und unter der könnt ihr mich anrufen und dann sprechen wir über das Thema Langzeitbeziehungen und BDSM. Was habt ihr erlebt? Wie lang ging eure längste Beziehung? Schläft das irgendwann ein? Was macht der Alltag? Wie erfindet man sich im Zweifel auch mal neu? Darüber möchte ich gerne mit euch sprechen. Und ja, ich bin da ganz lieb und nett. Ihr könnt hier einfach anrufen, dann kommt ihr auch in den Kaffeebecher-Lostopf und dann habt ihr eventuell nochmal ein kleines, ja, eine kleine Erinnerung daran. Und ich bin gespannt, ob es hier gleich klingelt. Bis dahin, es ist ja dann doch Sendung Nummer 100. Vielleicht kann ich nochmal so ein paar Anekdoten raushauen aus 100 Mal Live. Ihr wisst ja, wie das entstanden ist. Wenn nicht, ist ganz einfach. Corona kommt und sagt, ich kann nicht mehr zu Aufnahmegästen fahren und irgendwas müssen wir doch machen. Es gibt da so ein Live-Button in meiner Software, wir probieren das aus. ja, das Waffeldesaster vor der Sommerpause jetzt ist denkwürdig. Also ich sehe es als Waffeldesaster, weil ich einfach gemerkt habe, ich kann nicht essen, kauen, zuhören und Gespräche führen. Es hat trotzdem sehr viel Spaß gemacht. Und ja, hier sind komische Dinge passiert. Also meine Langzeitbeziehung mit der Technik sieht auch so aus, dass ich gelegentlich vergessen habe, den Aufnahmebutton zu drücken. Und dann habe ich dann nach 20 Minuten gemerkt, dass irgendwas faul ist. Ich gucke gerade nochmal. Ja, heute habe ich ihn auch gedrückt. Sehr gut. Und dann muss man irgendwie anfangen, irgendwie rumzuschneiden und irgendwas ausbessern oder man zerstückelt sich die Aufnahmen, weil hier mein Bildschirm plötzlich dunkel ist zwischendrin und Aufnahmesendung läuft alles ganz normal und hinterher hat man nur kaputte Dateien. Also Technik ist hier echt immer ein bisschen kompliziert gewesen und das Podcastsubbie hat mich da immer hervorragend unterstützt, wenn nicht gerade mein Pet hier den Büropapiermüll ausgeräumt hat und ich dann versucht habe hier irgendwie Podcasts zu moderieren, während mir irgendwie mein Pet hier ein Blatt Papier irgendwie über dem Büroboden geschliffen hat. Also das ist schon sehr spannend teilweise gewesen und ja, da muss man einfach ein bisschen schauen, wie das funktioniert und gerade live ist ja immer so eine Sache, wenn hier irgendwas schief geht, dann kriegt ihr es ja mit und hinterher schneide ich zwar manchmal noch ein bisschen da dran, aber viel mache ich nicht. und ich mag mich auch nochmal ganz herzlich bedanken. Ich weiß leider nicht mehr bei wem, aber ich habe hier einmal mit einer fürchterlichen Erkältung moderiert und zwei Tage später klingelt hier der DHL-Bote und bringt das Apotheken-Komplettpaket mit allen Mittelchen, was man gegen Erkältung so tun kann und ich möchte auch behaupten, das hat geholfen. Also nicht nur die Geste, sondern auch, da waren tolle Sachen drin, die mich gleich wieder fit gemacht haben. Also da seid ihr das Publikum einfach Einfach großartig, weil ich mache das hier nicht alleine, ich mache das mit euch, auch für euch und vor allem mit dem Podcastsubbie, aber es ist einfach so ein Miteinander und wenn irgendeine Komponente fehlen würde, dann würde es einfach nicht funktionieren. Ja, so, und wie aufs Stichwort klingelt jetzt das Telefon. Das ist doch super, da gehe ich doch einfach mal ran. Hallo, Sebastian hier, mit wem spreche ich?
Frau Katze Ja, hallo Sebastian und hallo Podcast-Zuhörer. Ich bin Frau Katze.
Sebastian Hallo, Frau Katze. Ja, schön, dass du anrufst. Thema steht auch, Langzeitbeziehung.
Frau Katze Ja,
Sebastian Frage, was hast du damit zu tun?
Frau Katze Wir hatten Anfang August mal kurz telefoniert wegen einer anderen Sache und da sind wir auf dieses Thema zu sprechen gekommen und hast du gesagt, ich soll heute definitiv anrufen.
Sebastian Ja, und siehe da, funktioniert.
Frau Katze Genau.
Sebastian hast dran gedacht und gewählt, sehr gut.
Frau Katze Richtig. Ich bin seit fast zehn Jahren in einer, also ich kenne seit fast zehn Jahren meinen Partner und ja, das würde ich als Langzeitbeziehung bezeichnen.
Sebastian Das würde ich auch. Doch, kann
Frau Katze Wir haben uns auch eigentlich so locker kennengelernt damals, für sowas Lockeres, noch gar nicht mal mit dem Titel BDSM, aber an sich es war BDSM und das hat sich auch durchgezogen bis heute bei uns.
Sebastian das relativ schnell dann oder hat das ein paar Jahre gedauert, bis BDSM Einzug gehalten hat?
Frau Katze Nee, also BDSM ist einfach wirklich von Anfang an dabei. Wir haben nur etwas gebraucht, um es dann auch Beziehung zu nennen.
Sebastian Ah, so rum, okay.
Frau Katze Und jetzt sind wir aber sehr gefestigt darin.
Sebastian Okay, dann frage ich erstmal, wer haut wen?
Frau Katze Er mich.
Sebastian Okay, und das verändert sich ja schon, also jetzt zehn Jahre. Also ich meine, ich nehme mal eine Sache her bei allein körperlich. Ich habe die These, vielleicht kannst du die bestätigen, dass mit den Spuren wird im Laufe der Zeit immer schwieriger.
Frau Katze Ja, das definitiv. Also gefühlt kriege ich vor allem in meinem Hintern fast gar keine Spuren mehr. Es verändert sich aber auch generell. Also komischerweise haben wir die Schwierigkeit, dass wir umso länger wir uns kennen, umso schwerer fällt es uns, BDSM zu leben. Vor allem was so D/s-Spiele angeht oder auch zum Beispiel was Erniedrigungen angeht, einfach weil ich mich einfach ein bisschen schwer damit tue, mit dem Partner, der mich liebt, sowas auszuleben. Das ist einfach leider ein bisschen schwierig.
Sebastian das ist aber ein ganz wichtiger Aspekt. Also da hast du Berührungsängste oder woran liegt das, dass du sagst, ich kann mich darauf mental nicht so einlassen?
Frau Katze Das weiß ich ehrlich gesagt leider selbst sehr wenig und wir sind gerade auch so ein bisschen dabei, das herauszufinden, das vielleicht auch so ein bisschen wieder aufzulockern und da auch einen gemeinsamen Weg wieder hinzufinden. Genaue Gründe kann ich gar nicht so benennen Es ist einfach so, man teilt halt auch so den Alltag sehr Ich bin im Alltag doch eher sehr dominant Und dadurch fällt es mir halt dann schwer, mich in die devote Rolle zu begeben, wenn wir spielen wollen Ja,
Sebastian Achso, also wenn die Alltagsrolle so gefestigt ist, dass man im Grunde da nicht mehr rauskommt. Meinst du das?
Frau Katze zur
Sebastian kann er das durchbrechen also hat er eine Chance ja
Frau Katze Zeit eher weniger Aber wir arbeiten daran, das ist halt was sehr zweiseitiges, sowohl er hat da an Themen zu arbeiten, als auch ich habe daran zu arbeiten, wieder loszulassen, ihm in dem Bereich auch zu vertrauen und mich da auch hinzugeben. Wir haben eine offene Beziehung, weswegen ich auch noch jemanden nebenbei habe. Die Person ist auch dominant und wir treffen uns auch ab und zu zu dritt und das führt das Ganze wieder ein, dass ich mich auch bei ihm wieder hingeben kann, mehr und mehr. und das ist halt so eine richtig nette Unterstützung, sage ich mal, um da auch die BDSM-Beziehung am Laufen zu halten.
Sebastian ich glaube, dass manchmal dieses also gerade bei so Spielbeziehungen, man sieht sich einmal im Monat das Wochenende dann ist ja, das ist quasi ein unaufschiebbares Event und man trauert wenn es nicht stattfindet und wenn man jetzt, ich vermute ihr lebt zusammen
Frau Katze Ja.
Sebastian wenn ihr jetzt zusammen lebt dann ist ja auch dieses Verschieben mal drin dann macht man das mal öfter und dann geht ja auch mal mal was schief, da kriegt ja auch dieses Vertrauen so einen gewissen Knacks oder man erlebt mal den Partner in einer schwierigen Phase einfach, weil irgendein Schicksalsschlag kommt. Kannst du sagen, warum das ja dann weniger, also warum sich das verändert hat? Also gibt es ein Ereignis oder ist das eher so ein schleichender Prozess?
Frau Katze Ich glaube, bei uns war das ein sehr schleichender Prozess. Also wirklich so über die Zeit halt einfach hinweg, dass ich irgendwie diese Unterwerfung bei ihm einfach mehr und mehr abgelegt hatte und wir haben es erst mal gar nicht so richtig bemerkt und vielleicht hätten wir damals einfach auch schon anders kommunizieren können, ich weiß es nicht, also ich kann auch gar nicht so diesen Zeitpunkt festmachen, wo es gekommen ist, deswegen, es kam halt einfach so, aber ich finde es sehr schön, dass wir es bemerkt haben und uns da jetzt auch wieder dran machen, da so ein bisschen gegenzusteuern. Wir waren nie die Personen, die irgendwie auf Partys gegangen sind, also auf BDSM-Partys, weil wir zum einen überhaupt nicht die Connections hatten und zum anderen, weil wir auch vielleicht auch ein bisschen zu jung waren. Und jetzt kommt es schon eher, dass wir mal auf einer Kinky-Party in einem Club waren und so ein bisschen Blut geleckt haben und vielleicht jetzt doch auch ein bisschen mehr auch rausgehen, vor allem jetzt nach dem großen bösen C.
Sebastian Ja, das hat ja eh nochmal die Sache schwieriger gemacht. Hier, Anna schreibt gerade, das sehe ich gerade aus meinem Augenwinkel. Ich lese mal vor. Boah, ohne Witz, ich kann mich gerade gerade eins zu eins identifizieren. Aufgrund meiner Arbeit und dem Alltag bin ich im Alltag unheimlich dominant, in dem Sinne alles unter Kontrolle zu halten und Co. Doch eigentlich bin ich devot und alles andere als dom. Es ist unglaublich schwer, das wieder abzulegen. Glaube ich auch. Man muss ja seinen Alltag stehen und als Paar will man ja auch, also Entschuldigung, das sag ich jetzt, will man ja auch gemeinsam den Alltag bestreiten, als Team. Und diese romantische Vorstellung mit Top und Sub leben zusammen und Top ist immer Top und Sub ist immer Sub. Ich kenne wenige Menschen, die das durchhalten können.
Frau Katze habe ich großen Respekt vor. Ich könnte es mir für mich selber auch gar nicht vorstellen. Dafür bin ich auch einfach viel zu dominant in meiner Grundpersönlichkeit und genieße BDSM einfach so als abschalten können und dann halt auch wirklich abschalten und weg von jeglichen Problemen, was im Alltag besteht. Und das ist halt eben auch so ein bisschen schwierig, gerade wenn man zusammen wohnt. Wir versuchen unsere Beziehung sehr, also ich könnte jetzt auch viel Hate aufwerfen, aber wir versuchen unsere Beziehung sehr feministisch zu führen und zum Beispiel, er hilft mir nicht im Haushalt, sondern das ist unser gemeinsamer Haushalt und wir machen das zusammen. Wir haben das aufgeteilt und wenn ich ihn dann halt aber mal darum bitte, hey, bring doch noch den Müll raus, dann ist es halt schwierig, vielleicht einfach so dann zehn Minuten später mir sagen zu lassen und jetzt knie dich hin und tue ich mich einfach schwer mit. Und deswegen, wir versuchen auch Zeiten einzuräumen, wo wir über Haushalt reden, wir versuchen Zeiten einzuräumen, wo wir über emotionale Themen reden und wir versuchen jetzt auch eben Zeiten einzuräumen, wo wir BDSM leben. und ich glaube, da gibt es verschiedene Möglichkeiten und einfach Wege zu finden. Eine sehr gute Freundin hat neulich vorgeschlagen, ob man sich nicht so eine zweite Person dazu legt und ja, so gesehen dann als eine andere Person dann zum Beispiel in diesen Raum tritt und dann eben in diese Session startet, damit man halt eben diesen Alltag gar nicht erst mit reinbringt.
Sebastian Ja, muss ich auch sagen, wenn man in einer anderen Umgebung ist zum Beispiel, also wenn dieser Alltag einfach weg ist, also es gibt keinen Müll, der rausgebracht werden kann, dann hat man auch wieder, ich sag mal, diese Freiheit im Kopf, sich um diese Dinge auch Gedanken zu machen. Und das ist ja auch, wenn du sagst, das ist eine sehr feministische Beziehung. Ich finde das gut, wenn man sagt, man teilt das auf, man agiert eben tatsächlich als Team. Und natürlich hat man auch Konflikte. Ich meine, was ist denn das für eine Beziehung, wenn es keine Konflikte gibt? Entschuldigung, aber das halte ich für langweilig. Oder eine Person, ja, Konflikte müssen schon sein.
Frau Katze Da wird nicht genügend kommuniziert.
Sebastian Man muss auch mal anderer Meinung sein und dann muss man sich auch dann wieder finden können.
Frau Katze Absolut.
Sebastian und es ist da zum Beispiel auch so, als Top kann ich dann auch sagen, was meinst du, was los wäre, wenn das Podcastsubbie und ich unterschiedlicher Meinung sind und dann halt, lasse ich den Dom raushängen und sage, ich bin aber der Top, jetzt mach das so das kann ich wahrscheinlich mal tun, aber ich glaube, dass das mittelfristig absolut tödlich ist für jede Art und Weise von BDSM, wo man ja das auch genießen will das kann nicht funktionieren und dann natürlich diesen Modus zu wechseln, das ist vielleicht auch mit einem externen Spielpartner wahrscheinlich dann ganz einfach, weil die Person ist ja quasi fest verbunden mit dem BDSM-Kontext und das geht bei dem Partner, mit dem man lebt, ja eben nicht.
Frau Katze Richtig und meistens sind wir halt eben auch bei ihm und dadurch kenne ich diese Umgebung halt eh schon als BDSM-Umgebung und dadurch kann ich viel leichter abschalten und auch mit dem Partner findet sich da einfach schon viel leichter dann auch rein und das hilft uns sehr.
Sebastian Ja, also das hilft euch sehr, das finde ich spannend daran. Das heißt, die Anwesenheit der Person, allein das hilft schon. Wie hat sich denn, also das hat ja ein bisschen gedauert, aber vielleicht mag ich nochmal ein bisschen zurückspulen, so von der Art und Weise, wie ihr miteinander BDSM ausgelebt habt. Weißt du noch, wie sich das verändert hat? Was macht man am Anfang für Dinge, die man später eher nicht mehr macht? Und wie geht man damit um, wenn mal was schief geht? Also wie repariert man das? Denn in einer Partnerschaft ist es ja doch ein bisschen mehr, was auf dem Spiel steht. Da ist also der Wille, das dann auch zu reparieren, wesentlich größer.
Frau Katze Ich würde sagen, am Anfang spielt man halt viel unbestümer, zumindest war das bei uns so. Er hatte halt einfach auch nicht so Angst, mich zu verletzen, also emotional oder auch körperlich. Er war da nicht so mit so viel, ich sag mal, also Angst ist vielleicht übertrieben, aber schon nicht mit so einem Grundgefühl drinnen, sondern er war da halt so ein bisschen mit so einer scheiß Egal-Einstellung und deswegen ist es dafür einfach ein bisschen unbeschwerter gewesen. Mit der Zeit wächst aber halt auch das Vertrauen und man weiß, was der andere mag oder was er nicht mag, was das Spiel an sich eher besser macht. Und ja, wie vorhin schon gesagt, man baut da ein Grundvertrauen auf Und ich glaube, wir sind auch noch nicht am Ende des Weges. Also ich bin auch dankbar dafür, dass wir noch Experience vor uns haben, sage ich mal. Ja, also man schafft dieses Grundvertrauen.
Sebastian Hat sich vielleicht auch mal das geändert, also die Bedürfnisse von euch beiden? Also ich meine, man lernt sich kennen, dann sagt man ja, ich mag das ganz gern, du magst das ganz gern und ja, dann passt das ja, dann können wir damit umgehen und ich finde ja immer, Menschen entwickeln sich, das macht ja Menschen auch so spannend und dann macht man irgendwie über Jahre irgendetwas und irgendwann kriegt man dann gesagt, du, also eigentlich mache ich das nur für dich. Und wenn man ganz viel Pech hat, dann haben es beide nur füreinander gemacht und keiner wollte es so richtig, weil man ja irgendwann festgestellt hat, oh, das ist total super und das hat sich dann einfach vom Empfinden her verändert oder auch vom Bedürfnis her. Weniger Masochismus, mehr D/s oder andersherum kann ja auch sein. Nein, also gibt es da was, wo man sich gelegentlich neu auspegeln muss und einfach mal kommunizieren muss, was will man eigentlich noch?
Frau Katze glaube, dass das eine stetige Veränderung ist und dass das nie wirklich in Stein gemeißelt ist. Ich glaube, man sollte nur darauf achten, wie man es kommuniziert. Ich kommuniziere sehr deutlich, wenn mir irgendetwas nicht gefällt oder mich irgendetwas langweilt, sage ich mal in einer Session. Und damit habe ich ihn vielleicht auch manchmal so ein bisschen verschreckt. Und vielleicht hätte ich das ein bisschen sanfter kommunizieren sollen. Deswegen, wir bauen das gerade so ganz neu auf und sprechen da einfach über Dinge, probieren auch das Spanking zum Beispiel ganz neu aus und also an sich fühlt es sich gerade so an, wie wir packen den Koffer ganz von vorne und wir probieren da so ein paar Sachen reinzulegen und dann nehmen wir vielleicht auch wieder ein bisschen was raus. Wir sind gerade an dem Punkt, wo wir ganz von vorne an sich beginnen und ich glaube, man sollte nie etwas ansehen, als in Stein gemeißelt. Und zum Beispiel, obwohl ich die devote Person eigentlich bin, hatten wir neulich einen Abend gemacht, wo ich ihn gefesselt habe und wir haben festgestellt, wie unfassbar gut es uns gefällt.
Sebastian Ah, ein neuer Aspekt.
Frau Katze Und genau, also heißt es nicht, dass wir es immer so machen, aber es ist auf jeden Fall eben, wie du sagst, ein neuer Aspekt und darauf kann man aufbauen, man kann gucken und das sehe ich gerade eben auch so als unsere Chance, den, wie gesagt, neu zu befüllen.
Sebastian ich verfolge ja so ein bisschen nebenbei den Chat, also das heißt, ich verfolge ihn, ich versuche es so ein bisschen. Aber da ist viel Zustimmung drin und auch hier Miss Nera Luna schreibt, wir haben uns als DS kennengelernt, mein jetziger E-Sklave war zu Beginn der Beziehung mein Dom. Er kam aus der TPE-Beziehung. Das überlese ich mal, was da noch steht. Aber sie haben die Seiten getauscht. Seitdem läuft es wieder mit dem BDSM-Alltag. Also manchmal ist es auch wirklich eine Veränderung, ein Ausprobieren. Und manchmal hat man dann halt Glück. Und dann entstehen da plötzlich Dinge, mit denen man vorher nicht gerechnet hat.
Frau Katze Ja, und ich glaube, man kann eben auch alles probieren, gerade in so Langzeitbeziehungen, wenn man halt einfach ein gutes Grundvertrauen hat und eine gute Basis hat und gut darüber reden kann. Und das sehe ich als Stärke in einer Langzeitbeziehung.
Sebastian Ich mag noch mal reinbringen, das hat hier vor anderthalb Jahren mal jemand in einer Live-Sendung erzählt. Und ich habe leider den Link nicht mehr gefunden. Es gibt ja diese Neigungsfragebögen, diese detaillierten Dinger über zehn Seiten, wo man alles ankreuzen kann.
Frau Katze Ja.
Sebastian Es kann ganz sinnvoll sein, diese Dinge einfach mal wieder zu machen nach ein paar Jahren. Man wird überrascht sein, welche Überraschungen da lauern, wenn man dann hinterher mal tauscht und dann natürlich über die einzelnen Sachen spricht. Habt ihr sowas mal gemacht?
Frau Katze Lustigerweise hatten wir erst neulich diese Fragebögen ausgefüllt. Aber ich hatte ihn zum ersten Mal ausgefüllt. Und vor allem bei ihm haben sich Dinge ergeben, die sehr interessant waren. Detailliert darüber gesprochen oder was darauf aufgebaut, haben wir noch nicht.
Sebastian Okay, aber auch ein schönes Mittel der Kommunikation, wer jetzt im Chat hier einen Link raussuchen mag, dann gucke ich, dass ich den in die Show Notes poste. Es gibt davon mehrere, manche sind qualitativ eher blöd, manche sind sehr gut. Ich finde immer so ein schickes PDF zum Ausdrucken immer ganz toll, dann hat man ein bisschen was zu tun und dann kann man auch mal eine zweifelnde Seite mit ernster Miene in den Kamin werfen.
Frau Katze Das ist natürlich auch gut. Es gibt auch einen, der am Ende so eine Auswertung macht und dann einem auch anzeigt, zu wie viel Prozent man das sein könnte. Also ich würde es nicht als absolute Wahrheit ansehen, ich würde es eher als so ein, also du könntest so und so viel Prozent Rigger sein zum Beispiel. Den fand ich ziemlich interessant.
Sebastian Ja, also das, wo du gerade Rigger sagst, also wir haben auch festgestellt, Selfbondage macht uns Spaß, wenn das Podcastsubbie sich selbst seilt, dann ist das gut. In anderen Konstellationen jetzt eher nicht so, weil
Frau Katze habe ich schon mitbekommen.
Sebastian sie hat einfach mehr Talent. Also irgendwie, ich kriege gerade hier im Chat geschrieben, bdsmtest.org, das packe ich mir mal auf meine Linkliste. Zack, dann wird das da draufgepackt. Okay, das ist ja ein einfacher Link, so einfach kann es gehen. wenn du jetzt mal so ein bisschen in die Zukunft schauen magst, wohin hättest du gern, dass es geht? Ja,
Frau Katze darüber habe ich mir noch gar nicht so konkrete Gedanken gemacht mein erstes Bauchgefühl würde sagen ich wünsche mir einfach, dass wir weiterhin so eine starke Partnerschaft haben mit so einer tiefen Verbundenheit und so einer Offenheit vielleicht einfach ein bisschen mehr Partys also ein bisschen mehr Playpartys, ob jetzt so privat oder größere Veranstaltungen und ich glaube, mehr D/s-Wünsche würde ich mir manchmal wünschen für die Zukunft, aber das ergibt sich alles und das ist ja auch immer eine zweischneidige Sache und ich bin für alles offen.
Sebastian also ich finde gerade D/s ist ja so ein schöner Katalysator, wenn viel Alltag ist, dann kann D/s ja auch immer so eine kleine Einladung sein. Und sei es nur, dass das Podcastsubbie gestresst von unterwegs hierher kommt, stürmt hier ins Büro rein und hat ein Glas in der Hand. Ja, also allein schon dieses, weil sie ist dafür zuständig und dann hat sie dran gedacht und das ist so diese kleine Einladung, das ist meine Aufgabe, damit kann ich nützlich und dienlich sein und heute bin ich da ein bisschen, also da läuft mir eiskalt den Rücken runter, weil das einfach auch, selbst wenn Stress ist, dann manchmal einfach dieses kleine, wir haben da noch was, wenn das dann einfach da ist. Und ich glaube, das ist aber was, das braucht einfach und das verändert sich eben auch. Und manchmal sind es eben solche Sachen, weil hier auf die Knie gehen und die Füße küssen, ganz ehrlich, das funktioniert ja einfach nicht. Und da muss man ja auch sich in seinem Leben so ein bisschen anpassen.
Frau Katze Ja, richtig. Dann habe ich jetzt auch mal eine Frage zurück.
Sebastian Oha. Oh, das kommt selten vor.
Frau Katze Und zwar, wenn
Sebastian Ich werde gucken, ob ich darauf antworten werde, aber ich gebe, natürlich mache ich das.
Frau Katze dir im D/s-Kontext zum Beispiel eben dieses Getränk bringt, was gibst du ihr dann im Alltag zurück?
Sebastian Ich hoffe genug.
Frau Katze Das ist eine gute Antwort.
Sebastian Ja, also ich glaube, es kommt darauf an, es zu bemerken, es wertzuschätzen, zu merken, wenn es nicht kommt. Also ich glaube, das ist immer der wichtige Punkt. Nichts ist schlimmer als Regeln, die gebrochen werden und dann wird es ignoriert. Also es muss bemerkt werden, also ich glaube Aufmerksamkeit ist da, diese knallharte Währung, ich kann mich ja noch so sehr dran gewöhnen, aber wenn es dann nicht ist, dann kann ich nicht einfach sagen, ja heute dann nicht. Also das geht dann eher so in Richtung, also wenn es wirklich schlimm ist, dann ist man dann sagt, okay ich habe bemerkt, es war nicht, es war auch gerade eine scheiß Situation oder es ist gerade eine miese Erkältung, dann bringe ich natürlich den Tee, das ist ganz klar. Ja, aber ganz ehrlich, ich müsste jetzt lügen, wenn ich sagen würde, ich kriege das immer mit und ich merke das und manchmal ist man auch mit den Gedanken einfach ganz woanders und dann checkt man es nicht und dann brauche ich auch manchmal einen ordentlichen Einlauf, wo kommt, sag mal, warum mache ich das eigentlich, wenn es dir so egal ist. Und das ist dann auch, also die klare Ansage, die muss dann auch sein und die brauche ich dann auch. Da muss sie sich ihren Dom tatsächlich ein bisschen erziehen, damit der auch funktioniert und aufmerksam ist.
Frau Katze Okay. Also deine Konsequenz, also wie konsequent du bist, ist so gesehen ihre Belohnung.
Sebastian Ich guck mal rüber. Nick mal oder schüttel mal mit dem Kopf. Also sie zeigt so ein bisschen so vielleicht kann sie mir dazu mal einen Einzeiler schreiben, ohne dass sie jetzt hier redet. Ich hätte ihr Mikrofon doch einstöpseln sollen. Das wäre jetzt der Moment. Ich kann das noch da dran stecken. Wahrscheinlich stürzt dann hier alles ab und Sendung Nummer 100 ist dann vorbei. Aber sie tippt jetzt gerade was. Also ob das die Belohnung ist, weiß ich nicht. Das ist ja der Punkt. Ich bin jetzt nicht so das D/s-Subbie, dass ich dann irgendwie, oh, die Herrschaft hat was bemerkt. Das ist ja mal das Schwierige, dass die Perspektive ja auch zutiefst unterschiedlich ist. Und wenn sie mir auf den Arsch haut, dann sage ich auch nur, aua, du spinnst wohl. Ne, also das ist ja eigentlich der Sinn an dem ganzen BDSM-Machtgefüge, dass man ja unterschiedlich denkt und fühlt und dann da irgendwie zusammenpasst. Ich versuche gerade, du merkst, Zeit zu überbrücken, weil hier steht gerade Podcastsubbie tippt und ich bin gespannt, wie sie sich äußert. Aber ich bin gleich selber sehr gespannt, was sie schreibt, ob ich das überhaupt vorlesen will. Aber siehst du das anders? Was wäre für dich in dem Kontext die Belohnung? Also was ist für dich der Benefit?
Frau Katze glaube, es ist Respekt und Anerkennung. Und ich glaube, ich würde mir dann wünschen, dass vielleicht rein in einer verbalen Form oder ähnlichem es gewertschätzt wird, dass ich zum Beispiel so viel geben würde oder so viel gebe, dass es einfach schon verbal auf irgendeine Art und Weise gewertschätzt wird. und dass ich einfach eine Rückmeldung kriege, okay, ich mache das jetzt nicht und bin dabei total der Depp, sage ich mal, der ihn dann von vorn bis hinten verwöhnt oder ähnliches oder halt so, weiß nicht, bedient.
Sebastian Oh ja, das kann ich nachvollziehen.
Frau Katze Und
Sebastian Wir Kerle haben natürlich mal, das habe ich inzwischen so ein bisschen rausgekriegt, diesen Haken. Wir sagen dann sowas wie, ja, aber ich liebe euch doch, reicht das nicht? Oder ich komme jeden Tag nach der Arbeit nach Hause, das muss doch reichen. Also dieses Durchtat, was natürlich Quatsch ist. Aber so, jetzt lese ich mal vor, was das Podcastsubbie schreibt. Belohnung im Alltag, Gesten, Stolz, Anerkennung.
Frau Katze ist gut, ja.
Sebastian Und jetzt fühle ich mich gerade ein bisschen ertappt, weil ich habe das Gefühl, dass ich weder genug Gesten, genug Stolz ausstrahle und genug Anerkennung auch laut ausspreche.
Frau Katze Dann nach der Folge gleich mal fragen.
Sebastian das mache ich jetzt einfach direkt, wenn sie Podcasts so betippt. Das ist auch mal was Neues.
Frau Katze nein, okay. Ich sehe schon, das artet gerade aus.
Sebastian Nein, ach, das ist völlig in Ordnung, also das ist ja auch für mich wichtig und, was schreibt sie, dann bin ich auch nicht subbig genug im Alltag. Okay. Also wenn, ach so. Ja, natürlich, klar, die Rückmeldung. Wenn ich es nicht merke, dann ist sie nicht subbig. Ja, das stimmt. Nein, nee, jetzt schüttelt sie den Kopf. Sag mal, kannst du ganze Sätze schreiben? Nee,
Frau Katze klärt es wirklich niemals später.
Sebastian nee, nee, nee, nee, nee. Das, wir sind ja jetzt hier, ne? Also, kann ja auch mal anders.
Frau Katze Das muss jetzt hier ausgefochten werden.
Sebastian Keine Waffen heute. Moment, ich hab hier irgendwo noch ein Werkzeug zum Hauen. Da hab ich noch eins gefunden. Da, das kleine. Ich weiß, dagegen ist sie immun, aber ich hab es. Sie tippt jetzt eine Sache, tippt sie noch und dann bin ich auch wieder voll bei dir. Aber so, nein, ah, ist halt Alltag, da geht manches unter.
Frau Katze Alles gut.
Sebastian Und jetzt schreibt sie, darf ich das vorlesen? Ja, ne? Ich liebe dich und wir bekommen das doch gut hin. Oh, da kriege ich auch mal ein Lob. Ganz ehrlich, das finde ich als Top ja auch toll. Respekt, Anerkennung, Stolz, Gesten, darauf fahre ich genauso ab wie sie. Und ich glaube, da ist man gar nicht so unterschiedlich. Nur wie man das auslebt, ist anders. Und wenn sie mir irgendwann Salz in den Kaffee macht, dann weiß ich ganz genau, dass ich da mit Stolz, Anerkennung nicht weiterkomme. Wenn Kaffee mit Salz kommt, dann erstmal kriegt sie eine Woche Kaffeeverbot und zweitens die Möglichkeit, dass mit dem Sitzen, das schalten wir dann für eine Woche ab. Kein Salz in den Kaffee. Ja, Kaffeeverbot. Kein Espresso mehr. Okay, das soweit wie, also du hast ja gefragt, aber ich glaube wirklich, das ist auch die Schwierigkeit über Langzeit, das beizubehalten und auch dann zu formulieren, mir fehlt hier was, mir fehlt hier Feedback und mir fehlt einfach was, weil das muss auch geübt werden und daran muss Top sich glaube ich dann auch einfach gewöhnen. Ja,
Frau Katze ich glaube, was man auch nicht gleich pathologisieren sollte, ist, nur weil man ein paar Wochen nicht gespielt hat, dass man gleich sagt, okay, wir müssen wohl den Hammer an die Wand hängen, heißt das so. Also halt auf jeden Fall gleich das Handtuch werfen. Ich glaube, man sollte halt einfach versuchen dran zu bleiben und nicht gleich aufgeben.
Sebastian man will ja auch und wenn man sich so zurückerinnert, was man nicht alles in Bezug auf BDSM schon gemeinsam erlebt hat, diese Wahnsinnsgefühle.
Frau Katze Mhm.
Sebastian Ich glaube, das ist schwer, dieses Level zu halten. Und wenn man das erste Mal was auf dem Hintern kriegt und das tut weh und man kann tagelang nicht sitzen und denkt da immer dran und hat immer im Kopf von Gott, was ist jetzt passiert.
Frau Katze Mhm.
Sebastian So leid es tut, das Gehirn ist da leider fies, das nutzt sich so ein bisschen ab. Irgendwann ist es, ja, der Arsch tut jetzt weh, wir haben halt mal wieder gemacht und jetzt ist es gerade lästig. Also ich hoffe nicht, dass man das so denkt, aber trotzdem, ich glaube da ist einfach diese Verbundenheit, warum hat man das gemacht, man hat sich Zeit genommen, dass da ganz viel ist und ich glaube auch, dass BDSM eine der wenigen Dinge ist, die man als Paar macht, wo man sich Zeit nimmt und wo nicht nebenbei ein Fernseher läuft Oder irgendwie irgendeine nebenbei Beschallung, Beschäftigung, irgendwas und wo man auch nicht fleißig ist, wenn man gemeinsam die Bude putzt oder den Garten umgräbt, sondern wo man wirklich einfach versucht, miteinander was zu machen und sich dabei einfach in die Augen sieht und beieinander ist. Das ist eigentlich eine Chance, die ich bei BDSM mehr sehe als bei Sex.
Frau Katze Ja. Also jein. Also, ich sehe das ein bisschen anders, da halt auch einfach wieder die Frage vorab geschoben, was ist BDSM? Und ich glaube, dass BDSMer schon eher die Werkzeuge dazu haben, so etwas zu erleben, weil wir einfach aufgrund, dass wir BDSM betreiben, offen und ehrlich kommunizieren müssen. Und ich glaube, dass offen und ehrliche Kommunikation der Schlüssel zu fast allem ist. Aber vor allem eben zu einer funktionierenden Beziehung.
Sebastian Ja, definitiv. Und wenn man das dann noch kombinieren kann, wunderbar. Und auch ihr habt ja jetzt wirklich einen Weg gefunden, zu schauen, wie kann man auch dann zu dritt, wie kann man da im Kopf diesen Schalter einfach finden. Und für andere ist es eben eine Party oder so eine Spiellocation, die man sich mietet. Irgendetwas, womit man feststellt, geht. Und natürlich kann man auch nachvollziehen, das Schlafzimmer, in dem man sich schon mal fürchterlich gestritten hat, ist eventuell nicht der Ort des grenzenlosen Vertrauens und wo alles fein ist. Also doch schon, aber das kann eben auch darunter leiden und andere Umgebungen macht den Kopf glaube ich auch immer wieder ein bisschen freier und dann ist man auch aufgeschlossen. und so ganz so einfach, man sieht sich und man macht dann schlimme Dinge miteinander, ich glaube das muss auch einfach schwerer werden und deshalb habe ich auch so viel Respekt vor Menschen, die irgendwie seit 30 Jahren miteinander da aktiv sind weil ich mir einfach denke, boah wie haben die das hingekriegt, das ist ja der Wahnsinn
Frau Katze ja, ja, ja, absolut. Absolut. Aber ich hoffe, da irgendwann zuzugehören.
Sebastian Ja, also bist du auf einem guten Weg, ihr seid auf einem guten Weg und ja, heute zelebrieren wir das auch einfach ein bisschen Das klingt zwar jetzt komisch, aber ich finde, dass man so Langzeitbeziehungen, dass man das durchaus auch als Leistung anerkennen darf, weil das heißt, dass man eben nicht, wenn es mal schwierig wird, dann, ich sag mal, man hat nicht aufgegeben und dass auch beide dann dafür brennen und sagen, wir wollen das aber und wir wollen das gemeinsam und das ist ja was sehr Schönes. Ich werde total romantisch heute.
Frau Katze Ja, das stimmt. Ich habe vorhin schon gemerkt, heute ist so rosa Schleier und Herzchen überall über dieser Folge.
Sebastian Ja, interessant, weil eigentlich muss man ja meinen, um Gottes Willen, eigentlich könnte man das auch alles total depressiv sehen mit, es ist nicht mehr wie am Anfang und es baut auch immer mehr ab und keine Ahnung was und trotzdem fühlt es sich nicht so an.
Frau Katze Weil einfach diese Vertrauensbasis da ist.
Sebastian Also, genau.
Frau Katze Im besten Fall.
Sebastian Ja, Frau Katze.
Frau Katze Ja, ich danke
Sebastian Ich bedanke mich ganz, ganz herzlich und ich hoffe, dass der Weg einfach so ist, dass du möglichst häufig morgens aufwachst und dir denkst, mein Gott, was hatte ich für einen Abend. Dass du dieses Gefühl genau so hast und dann dich umdrehst und dann noch denkst, verdammt, ich hätte mich nicht drehen sollen. Wenn das ist, dann ist alles gut.
Frau Katze vielen Dank das wünsche ich euch auch
Sebastian Danke schön, mach's gut, tschüss.
Frau Katze dann, tschüss Ja,
Sebastian habe ich aber noch was beizutragen und da ist dies und das und jenes aber anders, dann ruft mich doch jetzt bitte an. 05101 9118 952 ist die Telefonnummer. Und ich habe auch noch so einen Gast im Kopf, der hat zwar keine Langzeitbeziehung, aber Langzeitspielpartner. Ich bin mir nicht sicher, ob er heute verfügbar ist und ob er anruft, aber eigentlich wollte er gerne und ich hätte ihn jetzt auch sehr gerne als Gast, aber ich lasse mich überraschen. Wir gucken mal, was so passiert. Und ja, was kann ich dir noch erzählen? Ein paar Anekdoten von diesen Live-Sendungen? Ach, eigentlich habe ich gar nicht mehr viel. Das läuft ja dann dafür doch sehr schön und sehr gut. Und ja, das ist vielleicht auch unser Raum dann hier, wo das Podcastsubbie manchmal ein bisschen unverschämt ist und das ist genau richtig so. Und das braucht man dann auch. Aber es ist ein guter Moment mal zu sagen, wir haben ja hier Sachen ausprobiert, das ist ja so ein bisschen auch das Experimentierformat, dass man dann draußen auf der Terrasse sitzt und es gab ja auch schon zwei Schmerzblattfolgen, davon wird es dieses Jahr noch eine geben. Also diese, ich suche noch eine Person, die mit mir BDSM machen möchte Folge. Und ich muss ja gestehen, wir haben am Anfang gedacht, ob das funktioniert, dann mal gucken. Und interessanterweise, Schmerzblatt funktioniert. Nicht bei allen, nicht bei jedem, aber irgendwie sind daraus Beziehungen entstanden. Und ich bin mal sehr gespannt, vielleicht wird ja irgendwann nochmal ein Ja-Wort gesagt aufgrund dessen. Das würde mich sehr freuen. Vielleicht müssen wir das auf einer Messe mal live machen. Da brauche ich noch ein paar Personen, die Tür spielen oder so. Aber da gibt es wirklich sehr verrückte Geschichten, die auch so im Hintergrund sind. Und das finde ich immer sehr, sehr schön, wenn man da ein bisschen was bewirken kann. So, es hat geklingelt. Ich gehe ran. Mit wem spreche ich? Hallo, Sebastian hier.
Herr Kater hallo, hier ist Herr Kater der Partner von Frau Katze
Sebastian Herr Kater, ja, das ist ja passend. Sehr gut. Okay, das
Herr Kater Ich dachte mir, ruf jetzt einfach mal noch an und kann ja vielleicht mal die andere Seite schildern, das ist ja vielleicht auch interessant
Sebastian ist super interessant. Danach mag ich immer gar nicht fragen, aber wenn Menschen das dann tun, dann ist das besonders schön. Okay, womit hat sie sich denn reingeritten? Wo kannst du nicht zustimmen und wo umso mehr?
Herr Kater sie hat sich überhaupt nicht reingeritten Das muss ich wirklich sagen. Sie hat sich sehr, sehr gut benommen, sehr, sehr gut geantwortet auch und fand ich sehr schön auch, das zu hören. Und ich muss das auch bestätigen, offene Kommunikation ist da für mich das A und O, auf jeden Fall.
Sebastian Ja, wie siehst du das? Also ich frage, bin jetzt natürlich ein bisschen gemein, du musst hier nicht auf alles antworten, aber so dieses, warum ist das weniger geworden? Kannst du da das an irgendwas festmachen?
Herr Kater Also da hat ja jeder seinen eigenen Blick und das ist ja auch immer subjektiv in der Wahrnehmung. Was jetzt ich von meiner Seite sagen kann und ich sehe da vor allen Dingen auch viele Punkte auf meiner Seite. Und am Anfang, auch mit meiner Ex-Partnerin, hatte ich auch schon so ein bisschen BDSM-Erfahrung gemacht davor. Und es war am Anfang einfach mit ihr sehr, sehr intensiv. Es war einfach auch so ein, ja, man hat sich halt für Sex getroffen, für Rough Sex, dann auch eben, ja, heute würde man es BDSM nennen. Damals waren wir da noch unerfahren, sage ich mal. Und dann umso mehr das auch emotionaler wird, umso mehr man dann auch miteinander eben den Alltag teilt, umso vorsichtiger habe ich dann auch gemerkt, werde ich, einfach weil ich dann auch emotional mir dann schwerer getan habe, da dann vielleicht auch so Degrading oder sowas zu betreiben, weil das dann auch anders aufgefasst wird. Das war dann auch in der Phase, wo wir vielleicht noch nicht so dieses Vertrauensverhältnis hatten, noch nicht so drüber sprechen konnten. Das war dann schwierig. Also dann sagt man halt was und dann nimmt der andere das irgendwie falsch auf oder so. Auch andersrum natürlich, außerhalb der Dynamik dann. Und umso länger wir zusammen waren, das hat am Anfang auch noch ganz gut funktioniert. Und als wir dann zusammengezogen sind, da wurde es dann halt richtig schwierig. Ja, also das ist dann dieser Switch ist dann sehr schwierig. Wir haben kein Spielzimmer beispielsweise. Es wird ja hier im Chat auch schon genannt. Natürlich gut, wenn man einen Raum hat, wo man dann reintauchen kann. Das war halt bei uns nicht der Fall. Dann auch mit Corona halt sehr, sehr eng aufeinander gesessen. Ich hatte auch viel im Homeoffice. Dann nimmt man auch den Stress von der Arbeit nochmal ganz anders mit rein. Und dann nimmt man sich vielleicht auch nicht die Zeit und sagt man sogar, ja, ich würde jetzt mal gerne wieder. Aber irgendwie macht man es dann doch nicht so. Das hat sich so ein bisschen verloren. Bei mir ist es auch so, dass ich immer wieder dann mit Unsicherheit einfach zu kämpfen habe, weil dann halt redet man halt drüber, hey, ja, wie war das so für dich und dann sagt dir eine andere Person irgendwie, ja, das war jetzt nicht so gut und dann versucht man dagegen zu steuern und irgendwann hatte ich dann so eine mentale Blockade, sag ich mal. Bei mir kommt dann auch noch so eine depressive Episode dazu. Dann wird es auch noch mal nicht leichter. Das legt sich jetzt so alles. Wir reden da sehr offen drüber und tasten uns da jetzt halt langsam auch wieder ran. Das ist auch gut und funktioniert auch. Aber hat jetzt halt einfach auch, war jetzt auch nicht eine ganz einfache Phase, sag ich mal.
Sebastian Ja, aber das macht es ja aus, dass man das eben als Phase und nicht als Endpunkt sieht, sondern das geht vorbei.
Herr Kater genau.
Sebastian Du hast es eben so ein bisschen erwähnt, das finde ich einen sehr spannenden Aspekt. Du hast Skrupel entwickelt, das kann ich total nachvollziehen. Also wie merkt man das selber oder hört man einfach früher auf oder kriegt man das mit?
Herr Kater Ja.
Sebastian Da wäre aber noch was gegangen.
Herr Kater es ist so, Ja, also es ist so, dass in der Phase, wo wir uns halt vorrangig dann auch für Sex und BDSM getroffen haben, da hat man ja auch das Leben nicht miteinander geteilt. Also nicht in dieser Form, wie wir es jetzt machen. Also von daher man hat auch nicht mitbekommen, wenn der andere irgendwie gerade eine schwierige Zeit hat, Stress im Job hat. Der andere hat es natürlich dann, also meine Partnerin hat es jetzt bei mir auch nicht mitbekommen, wenn ich jetzt irgendwie eine harte Zeit hatte und man hatte dann nochmal mehr so diese Persona, die man dann ausleben konnte und dieses Urlaubsgefühl und das verschwindet halt umso mehr, man miteinander teilt, umso mehr fallen dann auch die Masken, sage ich mal, ja, und dann ist es bei mir so, dass ich im Alltag jetzt ein Mensch bin, ich habe schon eine Grunddominanz, aber die habe ich natürlich wie jeder nicht 24/7 oder die meisten nicht 24/7 und dadurch fällt es dann halt auch schwerer, in das Session einzutauchen, weil das dann auch so ein bisschen fake it till you make it, das ist ja oftmals am Anfang so, Um reinzukommen, switcht man in eine andere Person und wenn das halt von einer anderen Person nicht aufgenommen wird, dann ist es bei mir, dann droppe ich da auch sehr schnell wieder raus und ich denke, ja, vielleicht hat der recht, ja, irgendwie vielleicht doch nicht so. Und bei mir ist dann viel Unsicherheit mit der...
Sebastian Ja, man weiß ja auch nicht, man weiß ja nicht, ob in dem Moment es besser gewesen wäre zu sagen, nein, ich setze das jetzt aber durch oder nicht.
Herr Kater Ja,
Sebastian Und wehe, man liegt da falsch. Und wenn man sich zum Spielen verabredet, dann ist das quasi schon gesetzt.
Herr Kater Ja, genau.
Sebastian Also da gibt es ja keinen, da gibt es also diese Verhandlungen. Wie kommt man mal dazu? Wie kommt man in Spielstimmung? Das braucht man gar nicht mehr, weil das hat jeder für sich dann schon vorher miteinander klar gemacht.
Herr Kater Genau, ja. Oder man hat sich drauf eingestellt, man freut sich auch schon drauf und so. Und da ist es halt dann so, also wir hatten dann immer mal wieder Sessions, die dann nicht geklappt haben, sage ich mal so, weil halt irgendwie einer rausgedroppt ist oder weil wir es dann abgebrochen haben und ich habe bei mir selber dann auch gemerkt, dass ich mir das super zu Herzen genommen habe und dann einfach sehr vorsichtig geworden bin und vorsichtig sein, nicht mutig sein, Sachen dann nicht immer antesten oder sowas, das ist dann natürlich Gift, weil dann ist man nicht mehr locker, dann float das einfach nicht mehr so. und es hat mir oder uns auch sehr geholfen, also beziehungsweise es ist so, wir haben ja eine nicht monogame Beziehung, meine Partnerin oder Frau Katze lebt das häufiger aus oder hat das auch schon immer häufiger ausgelebt, ich nicht oder nicht so sehr und dadurch war dann bei mir auch irgendwann so, ja, wir sind so vergleichbar mit den anderen Doms, mit denen sie dann gespielt hat und das hat mir dann einfach auch sehr schwierig gemacht, aber jetzt mit der der Konstellation, die wir jetzt aktuell haben. Die andere Partei ist ja sehr, sehr respektvoll auch mir gegenüber. Und dadurch, wenn wir dann bei der anderen Person sind, dann funktioniert es auch, dass ich mich da selber so wieder ein bisschen reinfinde. Ist aber noch sehr ungewohnt, einfach weil ich für mich selber auch gemerkt habe, was will ich denn eigentlich, was ist BDSM für mich, was ist meine Rolle? Da bin ich noch nicht am Ende. Das entwickle ich gerade erst noch ganz neu. und ich habe da auch immer so das Gefühl gehabt, dass ich sehr alleine mit dem bin, wie ich fühle, auch jetzt in der BDSM-Bubble, weil ich war mal auf so einer SMJG Wochenendtagung und da waren alle irgendwie, ja, am liebsten 24/7 und so und dann dachte ich mir, das bin ich nicht, das ist nicht meins, ja. Bei mir ist auch viel halt Bondage, was mein Interessensgebiet ist, D/s und Co. und Spanking und sowas auch, ja. Fand ich auch immer interessant, aber das habe ich nie so, ja, schon ausgelebt, aber jetzt nie so in meine meine Persönlichkeit mit reingenommen und gesagt, das ist mein Ding. Und jetzt merke ich gerade auch so über die letzten Monate, irgendwas fehlt mir. Ich will da einfach auch nochmal mehr ausprobieren, mehr experimentieren, vielleicht auch mit einer anderen Partnerin oder einem anderen Partner, da bin ich offen. Das ist vielleicht auch einfacher mit jemand anderem, weil man da halt dann auch, ich nenne es jetzt mal, ja, Ballast ist immer ein doofes Wort, aber man hat da diese Vorgeschichte eben nicht und kann dann auch riskiert ja weniger, weil Aber für mich ist halt immer so, wenn es nicht klappt oder wenn es wirklich hapert, dann hängt da halt viel mehr dran. Weil es ist halt einfach auch eine Langzeitbeziehung auf einer emotionalen Ebene, wo man halt doch noch mal mehr auch miteinander teilt, als jetzt in Anführungsstrichen nur mit einem Spielpartner. Das ist ja auch trotzdem eine intensive Beziehung.
Sebastian ich bin da auch manchmal nicht sicher, allein dieses Gleichgewicht zu finden, wer braucht mehr? Also ganz ehrlich, das kennt man ja auch in klassischen Beziehungen, dieses Ungleichgewicht, einer braucht immer mehr oder zu anderen Zeiten.
Herr Kater Ja,
Sebastian Allein, dass man irgendwann feststellt, ich bin eher mittags spielwütig, mein Gegenüber eher abends oder eher morgens früh. Allein solche Sachen. Und man will dann ja auch aufeinander eingehen. Und diese gegenseitige Rücksichtnahme, ich glaube, dass die auch so ein Hemmschuh ist, dass man dann sagt, ich will ja meinem Gegenüber schon was Böses, aber nichts Böses. ist. Ich glaube, dass da ganz viel herkommt. Ich hätte so jetzt einfach mal die Idee, man könnte sich ja schön mit Eintrag im Kalender zum Spielen verabreden. Dass man zu einem festen Zeitpunkt sagt, da sind dann beide dafür verantwortlich, in einer passenden Stimmung zu sein. Ist das Utopie? Oder ist das etwas, von dem du meinst, das könnte ja klappen, weil das wäre ja dann so wie ein Spielpartner treffen. Oder landet man dann am Ende auf der der Couch und dann sagen beide, oh nee, also wir sind beide im Arsch, was soll der Quatsch, ne?
Herr Kater Ja,
Sebastian Komm, lassen wir das doch heute.
Herr Kater wir hatten das im BDSM-Kontext dann mal eine Zeit lang gesagt, so hey, ja okay, einfach nur trainieren, ohne jetzt irgendwie große Sessionabsichten oder sowas. Und aus sowas entwickelt sich dann halt dann die Lockerheit da, so ja, mal ergebnisoffen ran zu gehen. Dadurch hat sich das dann eher ergeben, dass wir dann in die Stimmung gekommen sind. Also ich stelle es mir noch sehr schwer vor zu sagen, und jetzt wird gespielt, und jetzt hier, diese Minute ist der Switch, das fällt mir dann auch schwer, da in die Rolle reinzufinden. Das ist auch das, wo ich sage, das fällt mir dann schwer. Es ist jetzt auch so, dass ich jetzt eine Zweitwohnung in einer anderen Stadt habe, weil ich da arbeite und da habe ich jetzt auch ein bisschen die Hoffnung, dass es jetzt dadurch dann halt auch einfach, man dann eher sagen kann, okay, dieses Wochenende oder an diesem Tag, da machen wir jetzt eine Session, dann kommt jeder mit einer anderen Stimmung rein, dann kann man sich auch noch mehr drauf freuen. Weil man dann auch halt die andere Person zum Beispiel nicht mitbekommt, wie sie halt aus der Arbeit heimkommt und erstmal gestresst ist und dann am Abend eine Session verabredet hat. Das finde ich dann schwierig. Also diese Zeit getrennt voneinander ist, glaube ich, da auch wichtig, wenn man sagt, okay, jetzt wollen wir hier in irgendeiner Form in das Thema eintauchen. Wenn man irgendwie eine halbe Stunde vorher noch gemeinsam abgewaschen hat, dann stelle ich mir das schwierig vor.
Sebastian Ja, also irgendwann ist die To-Do-Liste bei beiden schon mal leer, ne? Also.
Herr Kater Genau, also Zeit hat man nicht, man muss es sich nehmen, klar.
Sebastian Und jetzt so ein bisschen mal nach vorne schaust. Ihr habt da jetzt ja auch noch eine weitere Person, du hast gesagt Partei. Die soll bleiben oder soll die irgendwann gehen, wenn du sagst, nee, jetzt hat sich alles so entwickelt, das ist jetzt überflüssig. Also ich weiß, das ist eine blöde Frage, die musst du auch nicht beantworten, aber es hilft ja auch und warum sollte man darauf verzichten?
Herr Kater Nein, nein, nein. Eine gute Frage. Also, diese Partei ist nicht da, weil sie mir helfen soll, sondern weil Frau Katze und diese Person einfach eine schöne Zeit zusammen haben. Und es ist auch nicht die Aufgabe dieser Partei, mir zu helfen oder uns zu helfen, sondern das ist ein netter Nebeneffekt, sag ich mal. Und ich meine, wir führen jetzt schon seit mehreren Jahren eine nicht monogame Beziehung. Und deswegen, ich bin da auch cool damit. Ja, klar hat man immer mal wieder dann so, ja, er hätte jetzt auch was mit mir machen können. Natürlich, das gehört dazu. Muss man darüber reden. Was mit der Partei passiert, sage ich mal, ist jetzt erstmal auch Dynamik- und Kontextfrage der beiden. Da habe ich jetzt selber gar nicht so viel mitzureden. Aber das ist für mich auch okay, wenn das mit der Person weitergeht oder mit anderen Personen oder einer anderen Person. und das beeinflusst ja mich und meine Dynamik zu meiner Partnerin nicht zwangsläufig und ich denke auch, man kann ja es gibt ja viele Menschen, die mehrere Doms oder mehrere Subs haben und da ist es ja auch kein Problem und deswegen sehe ich da nicht, dass diese Partei oder diese Person zwangsläufig irgendwann weggehen muss, wenn es sich so ergibt, dann ist es so aber jetzt nicht dass ich das in irgendeiner Form darauf hinspiele das bringt mir auch nichts
Sebastian Ja, es sind ja auch neue Horizonte, die sich da ergeben. Das darf man ja auch mal nicht vergessen.
Herr Kater Genau, mit jeder Person hat man ja auch andere Grenzen. Das, denke ich, ist auch immer wichtig zu verstehen. Mit jeder Person hat man ja auch eine andere Art, das auszuleben. Andere Grenzen, einfach ein anderes Verhältnis. Das ist immer abhängig davon. Wenn eine andere Person den Raum betritt, verändert sich die Dynamik ja automatisch immer. Deswegen verstehe ich das auch, wenn meine Partnerin zum Beispiel sagt, hey, ich kann mit der Person das und das ausleben, mit dir eher nicht. Und genauso gibt es dann natürlich Sachen, die ich jetzt mit meiner Partnerin mache, die sie jetzt mit anderen nicht macht. Das ist ja ganz normal.
Sebastian finde, ihr seht das sehr pragmatisch oder ihr seht das beide sehr pragmatisch an der Stelle. Was ich schön finde, ist, ihr gönnt euch das gegenseitig. Wir gucken, dass wir da glücklich sind und da integrieren wir das im Prinzip so. so, ne? Was würdest du denn zu Menschen sagen, die da jetzt gerade am Anfang sind und gerade ganz viel am Spielen sind? Sollen die echt Action machen oder sollen sie da wieder mal zwei Gänge zurückschalten, um sich noch ein bisschen was aufzuheben, um quasi dieses Feuer zu strecken, sag ich mal.
Herr Kater Also meine Meinung ist, da aufheben bringt nichts, weil, also mal ganz rational gesagt, man weiß ja auch nicht, wie lange man auf dieser schönen Erde ist und jederzeit kann man am nächsten Tag vom Bus überfahren werden, deswegen go for it. Taucht da richtig rein. Und das Schöne an BDSM ist ja auch, das ist ja nicht irgendwann durchgespielt. Hier hatten wir ja vorhin so einen Witz mit dem schwarzen Buch, das irgendwann durch ist, das ist ja nicht der Fall, sondern wie ich das gesagt habe, mit jeder Person, mit jeder Konstellation, jeder Situation ist ja komplett neu und anders und dementsprechend glaube ich nicht, dass man irgendwann an den Punkt kommt, so ja, jetzt habe ich schon alles ausprobiert, ist langweilig, weil dann kommt eine neue Person oder eine andere Konstellation, eine andere Party, ein anderes Setting und auf einmal ist es komplett anders und auch wir als Menschen verändern uns sehr andauernd.
Sebastian Ja, manchmal kommt auch eine neue Idee, einfach.
Herr Kater Neue Idee, aber auch als Mensch verändern wir uns uns trotzdem auch andauernd alle Eindrücke, die wir über den Tag sammeln. Und deswegen kann man ja auch eine Session nie wiederholen, weil man immer anders drauf ist und anders denkt und handelt. Und deswegen nichts aufheben, sondern go for it. Natürlich immer, ich sage ja immer hier, Safety first, gewisse Sicherheitsregeln beachten, aber ansonsten go for it.
Sebastian Ja, also ich muss auch zugeben, dieses Miststück, was ich mal kennengelernt habe, das gibt es inzwischen nicht mehr. Es wurde von dem Miststück, was mir gegenüber sitzt, ersetzt.
Herr Kater Okay?
Sebastian Beide toll, aber anders toll. Also das ist so einfach so ein, und das ist ja auch genau richtig. Und ich finde, als Top muss man auch immer höllisch aufpassen, weil irgendwann weißt du ganz genau, was man will und was man nicht will. Und ich glaube, da muss man auch manchmal einfach für Überraschungen sorgen. Man muss sich gegenseitig überraschen, auch hin und wieder. Und das erfordert auch einfach den Willen und die Energie dazu. Okay, ich habe noch so einen letzten Aspekt und das finde ich eigentlich auch wichtig.
Herr Kater Richtig,
Sebastian Das macht man viel zu selten, dass man einfach mal sich hinsetzt und mal in den gemeinsamen Erinnerungen einfach mal schwelgt. Weißt du noch, damals auf der Party, wo sich alle beschwert haben beim Betreiber, was wir da draußen gemacht haben? Ja, ob das denn noch okay und safe ist? Das ist, also weißt du, was ich meine? Man hat gemeinsam überlebt und kann daraus auch noch ein bisschen was ziehen. Und ich finde, wenn man über sowas spricht, dann entzündet das auch immer wieder nochmal so ein bisschen das Feuer. Nicht, dass man es wiederholen will, aber dass man einfach sagt, ach, guck an, das ist unser gemeinsamer Weg.
Herr Kater Ja. Das ist definitiv sinnvoll und richtig und wichtig. Mir ist es auch gerade eben bei den Punkten, die Frau Katze erzählt hat, so aufgefallen, so, hey, ja stimmt, da war ja was. Also es sind einfach viele Sachen, wo ich jetzt auch allein beim Zuhören gemerkt habe, so, okay, ja, klar, da habe ich gar nicht mehr dran gedacht. Ist bei mir oft so, dass ich das dann gerne mal verdränge oder dann auch gerne gerne da dann vergesse, was man eigentlich schon alles an schönen Referenzpunkten auch hat. Also kann ich definitiv empfehlen, das mal entweder zusammen zu machen oder auch für sich selber und Tagebuch führen hilft halt natürlich ungemein.
Sebastian Oh ja, stimmt. Siehst du? Auch eine spannende Sache. Ja, ich muss dann einfach diesen Podcast hören, ich erzähle ja immer wieder irgendwas. Oh Gott, dann müsste ich ihn hören.
Herr Kater Ist ja auch eine schöne Aufgabe, die man delegieren kann. zu sagen, hier, schreib mal Tagebuch.
Sebastian Oh, nee, ich glaube, da schüttelt sie sich schon mit dem Kopf. Also ich glaube, das würde sie tun, wenn ich mit dem Stöckchen hinter ihr stehe und ihr diktiere, was sie zu schreiben hat. Mein Herr war so toll, weil er so böse ist. Ausrufezeichen. Neue Zeile. da ist ein Schreibfehler, Bitch.
Herr Kater aber das ist Das ist schon wichtig, dass man sich immer wieder vor Augen führt.
Sebastian Ja, also
Herr Kater glaube, Langzeitbeziehungen leben dann auch von den gemeinsamen Erfahrungen. Dadurch hat man ja dann auch ein anderes Level, eine andere Art von Vertrauen. Vielleicht nicht ein anderes Level, aber eine andere Art.
Sebastian definitiv und das muss man einfach sehen und selbst wenn es halt schwankend ist, es ist, genauso wie es runter geht von der Stimmung geht es auch wieder rauf und wenn das über Jahre dann nicht mehr ist und man findet auch keinen gemeinsamen Weg, gut, dann ist da einfach was wirklich grundsätzlich zu verändern, aber wenn beide wollen, Was spricht dagegen?
Herr Kater Aber das gilt ja für die gesamte Beziehung. Das ist ja nicht nur auf BDSM bezogen, sondern das ist ja auch in der Langzeitfreundschaft. Wenn man da sitzt und hat nichts miteinander zu tun und keine Gemeinsamkeiten mehr, dann sollte man sich Gedanken machen. Ja, klar.
Sebastian natürlich. Herr Kater, ich sage jetzt mal an der Stelle vielen, vielen lieben Dank. Und guck mal, ob ich hier noch einen Gast heute finde.
Herr Kater Vielen Dank, dass ich da sein durfte.
Sebastian Ja, sehr gerne. Es macht auch heute sehr viel Spaß. Die Sendung ist noch nicht ganz zu Ende. Aber man könnte ja meinen, ich hätte mich vorbereitet. Aber ich habe mich einfach mit dem Podcast so in den letzten Jahren hier drauf vorbereitet, dass ich ja auch heute was beizutragen habe. Herr Kater, grüß mir, Frau Katze. die hört zwar gerade eh zu, also ich kann sie auch direkt grüßen, aber egal, also grüß du mal mit einem spannenden Blick dazu und ich wünsche auch dir, dass ihr in Zukunft ganz viel Spaß miteinander haben werdet wahrscheinlich ganz anders, als ihr heute denkt und genau so ist es richtig, Hauptsache es ist euers alles
Herr Kater Mach ich. Das mach ich. Das ist richtig, ja.
Sebastian klar,
Herr Kater Dir oder euch natürlich auch ganz viel Spaß und allen da draußen nicht aufgeben, sondern es gibt immer einen Weg.
Sebastian mag ich unterschreiben, mach's gut, danke dir, tschüss
Herr Kater Tschüss.
Sebastian das war Herr Kater schön, wir haben jetzt heute mal ein Bild von zwei Seiten Sehr spannend. Ich finde ja immer, diese Livestreams müssten noch viel, viel länger gehen, damit man da wirklich ein ganz breites Bild kriegen kann. Das ist ja immer nicht so einfach. Und ich weiß aber, ich habe noch einen Gast. Und jetzt klingelt es auch direkt. Mal sehen, ob die Person es ist oder jemand ganz anderes. Ich bin selber sehr neugierig. Hallo, Sebastian hier. Mit wem spreche ich?
Sempai Ja, hallo Sebastian, ich bin Sempai.
Sebastian Hallo, Sempai. Haha, mit dir habe ich gerechnet. So.
Sempai Ja, ein sehr spannendes Thema Langzeitbeziehungen. Insbesondere, wenn man auf meinen Kilometerstand guckt. Da ist dann ja einiges zu erwarten.
Sebastian Ja, ach, du bist ja...
Sempai Also ich fand die
Sebastian Ja, genau. Erstmal mag ich dir erzählen, wir haben eine Folge zusammen gemacht, das war letzten Sommer und ich mag auch nochmal ganz kurz rausfinden, welche das war, damit die Menschen dich, wenn sie möchten, auch näher kennenlernen können. Das ist Nummer 53, genau. So, wunderbar, die gibt es noch und du bist schon lange am Machen und viel am Machen, aber deine Beziehungen sind eher die Langzeitspielbeziehungen.
Sempai ist korrekt. Das hat allerdings auch, das ist auch ein sehr schöner Auftakt, hätte ich fast gesagt, warum sind es eigentlich nur die Spielbeziehungen. Also, das Problem bei mir ist, dass, also wenn man sich dann den Podcast anhört, wird man das erfahren, dass ich halt, wie soll ich das sagen, das ganze BDSM-Thema ist ja eigentlich letztendlich eine Minderheit in der Bevölkerung, aber es gibt natürlich auch in dieser Minderheit wieder eine Mehrheit, wie man sich vorstellen kann. Und die Mehrheit findet man eben halt leider in, oder sagen wir es mal so, in meiner Altersgruppe findet man eben halt sehr viel mehr Menschen, die sich, sagen wir mal, in dieser Mehrheit befinden, die also, sagen wir mal, eher so im D/s-Bereich unterwegs sind, die eben halt mehr im Spanking-Bereich unterwegs sind. Und gut, es ist nicht so, dass ich es nicht mache, aber das sind eben halt nicht genau meine Steckenpferde, die liegen ja an anderer Stelle. Und deswegen ist es für mich eigentlich immer sehr schwierig ich gewesen, jemanden zu finden in meiner Altersgruppe, der sozusagen meine Interessen teilt.
Sebastian Jetzt hast du es dreimal gesagt mit der Altersgruppe, jetzt dann frage ich dich doch mal, magst du sagen, in welcher Altersgruppe du unterwegs bist?
Sempai Ja, ich bin, witzigerweise ist das gerade sozusagen zweimal 61, also 61 geboren und damit 61 Jahre alt.
Sebastian Ach, das passt ja gut und ganz ehrlich, wenn man dich sieht, dann sieht man, das muss ich mal leider neidvoll anerkennen, das sieht man dir nicht an. Ich kenne Menschen in meinem Alter, die älter aussehen und wirken als du. Das hat mich echt fertig gemacht im letzten Jahr. Aber nein, also ja und was du machst, kannst du das in einem, zwei Sätzen beschreiben, wenn du sagst, es ist spezieller?
Sempai Ja, also wenn man in meine Profile schaut, die ich in den gängigen Plattformen habe, da steht eigentlich überall dasselbe. Das ist halt Bondage, das ist Total Enclosure und das ist Switchen. Und Switchen mit Hingabe, muss ich wirklich sagen. Also ich könnte wirklich nicht sagen, was ich ich lieber mache, ob es jetzt eben praktisch die aktive Seite ist oder die passive. Ich mache das beides mit großer Passion. Und ja, Bondage, das geht bei mir eben halt doch ein ganz schönes Stück über die klassische Shibari hinaus, unter anderem auch deswegen, weil ich da schon in meiner Zeit angefangen bin, wo es schon sag ich mal asiatische Bondage gab, sicherlich, aber den Begriff Shibari kannte damals niemand. Und es ist eben halt, wie soll ich das sagen. Im gewissen Rahmen das Problem, dass ich mit den Dingen, die mich umtreiben, eher sozusagen auf Leute treffe, die, sagen wir mal, irgendwo zwischen Ende 20 bis Ende 30 sind so in diesem Bereich. Und damit hat man natürlich immer eine gewisse Distanz drin. Und deswegen sind es eben halt in der Regel Spielbeziehungen.
Sebastian Okay, jetzt frage ich mal Langzeitspielbeziehungen. Was wäre denn das längste, was du anzubieten hast?
Sempai 14 Jahre.
Sebastian Ui, okay. So, das heißt, nie wirklich ein Paar gewesen,
Sempai Nein.
Sebastian haben darauf bewusst verzichtet oder haben es einfach die Umstände gemacht?
Sempai Das hat in dem Fall auch wieder dann, das ging mit einem gewissen Altersunterschied, das ist die eine Thematik und was eben auch sehr spannend ist, das heißt, also ich bewundere immer Paare, du hast ja oft davon, welche in deinem Podcast, die das halt auf die Reihe bekommen, sozusagen das Vanilla-Leben, ich nenne es einfach mal so, und das BDSM-Leben unter einen Hut zu bekommen. Wir hatten das ja auch heute schon, ein- und zweimal klang das ja schon an. Das ist wirklich eine große Herausforderung und wie soll ich das sagen, das hatte ich in dem dem Sinne auch das eine oder andere Mal in meinem Leben. Also entweder passte es perfekt im Vanilla-Leben, aber BDSM-seitig war es das eben halt nicht. Oder eben genau umgedreht. Auch BDSM-seitig wirklich wie Arsch auf Eimer, hätte ich fast gesagt, aber das wäre im normalen Leben nicht lange gut gegangen. Keine drei Monate.
Sebastian Okay, das ist jetzt für mich total spannend. Wenn man eine Langzeitspielbeziehung führt, also damit unterstelle ich, man sieht sich nicht im Alltag, man ist nicht immer und ständig zusammen und man verabredet sich dann zum Spielen, um Sachen auszuprobieren. So, das heißt ja, dass theoretisch diese ganzen, ich nenne es mal Probleme, dass die alle gar nicht da sind. Das funktioniert halt wie am Schnürchen, das Feuer bleibt wie am ersten Tag. Da ist auch kein Alltag und diese Schicksalsschläge, ja, da hat man im Zweifel mal eine Pause, aber dadurch, dass man sich nie in einer anderen Situation sieht, ist da auch die Maske quasi, sie, wie Herr Kater das gerade so schön sagte, die bleibt dann auch da, wo sie sein soll. Also alles in Butter und total easy. Sollte jeder so machen.
Sempai Nein, das hast du natürlich sehr wunderbar plakativ dargestellt.
Sebastian Nein!
Sempai Das ist natürlich weil, wie soll ich das sagen, Wenn man so lange mit einem Menschen etwas macht, dann ist das doch ganz klar, dass man auch viel von dem jeweiligen Privatleben teilt. Dass man im Prinzip von den Sorgen und Nöten hört, dass man mit den Problemen, dass man irgendwelche Krisen durchsteht, dass man Best Buddy ist, der größte Ratgeber. Das ist im Prinzip für mich, ich betrachte das auch eben als große Gabe, in Anführungsstrichen als großes Geschenk. So, nicht Gabe, sondern Geschenk. Ich hatte in meinem Leben so ein paar Frauen, die mich sozusagen wirklich als sehr guten Freund akzeptiert haben, was sie mit mir Dinge besprochen haben, die sie wahrscheinlich sonst eben halt nur mit einer anderen Frau besprechen und das fand ich eben halt großartig, das kann man nicht anders sagen. Und das findet natürlich statt. Das kann auch gar nicht anders funktionieren. Also wenn man jetzt wirklich, sagen wir mal nur stumpf, seinen Stiefel abarbeitet, so, ja, fesseln, okay, ja, fesseln. Oder eben halt, ne, beug dich über den Tisch und ich hau dir jetzt mal den Hintern bitte sehr. Das kann so nicht funktionieren. Ich glaube, du bist der Letzte, dem ich das sagen muss und auch dem Publikum, dass natürlich auch eine Menge Gefühl da mit im Spiel ist. Und dann interessiert man sich natürlich auch für den Menschen, mit dem man was macht. Ist doch gar keine Frage.
Sebastian Ja gut, aber jetzt muss ich jetzt doch mal eingreifen. Das sind zwei erwachsene Menschen und die sagen, Mensch, wir verstehen uns so gut als Freunde, BDSM mäßig auch. Was hält einen denn dann davon ab, zu sagen, ja, dann machen wir doch jetzt eine Beziehung daraus, also eine Alltagsbeziehung, also Also ist das Vernunft an der Stelle oder was ist es, was dann sagt, wir machen es nicht. Ich meine, im Zweifel macht man damit alles kaputt, aber trotzdem, wenn man sich gerade gut miteinander fühlt, warum denn nicht?
Sempai Na ja, ich meine, zum einen gibt es natürlich tatsächlich immer auch so Umstände. Das würde ja auch voraussetzen, dass irgendwie beide frei sind oder wenn sie nicht frei sind, dass sie auch bereit sind, die Umstände zu verändern. So nach dem Motto, ich lasse mich jetzt mal scheiden oder ich verlasse meinen Freund, meine Freundin und komme dann zusammen. Und wie soll ich das sagen? Bis dahin ist es eigentlich nie gekommen, so mehr oder weniger. Also du hast natürlich recht und das wird mit Sicherheit auch passieren. Ich kann mir das durchaus vorstellen, das ist keine Frage, aber bei mir ist es, wie gesagt, immer nie so weit gekommen. Und ich denke mal, das lag wahrscheinlich auch, denke ich mal, meistens eben halt an dem großen Altersunterschied, der da vorherrscht. Das ist einfach, wie soll ich das sagen, vielleicht habe ich dann auch manchmal so ein klein wenig gebremst, weil, wie soll ich das sagen. Also irgendwie ist es so, dass du, wenn du sozusagen der Erklärer und der Zeugmeister bist, was ja öfter mal vorkommt, du nimmst, sagen wir mal, eigentlich der anderen Person einen Teil ihres Lebens, weil du sozusagen schon weißt, wie der Film zu Ende geht, so mehr oder weniger. Weil das ist auch eine Erfahrung, die ich in meinem Leben, lassen wir kurz, eben gemacht habe. Also wir halten uns alle so für individuell und wir machen so viele Dinge und glauben, das ist so einzigartig und das stimmt leider nur begrenzt. Und bestimmte Dinge passieren halt immer wieder. Und wenn du sozusagen Vorsprung hast, dann ist das manchmal nicht ganz so einfach. Also
Sebastian Okay, ich nehme das so hin, das glaube ich dir. Ist natürlich an der Stelle dann aber auch schwierig zu sagen nein, weil damit, also in dem Moment, wo dir jemand gegenüber tritt und sagt, ich habe den Wunsch, dass daraus mehr wird. Das Leben wird sich jetzt verändern und dann werden wir beide auf Wolke sieben schweben. Und dann sagst du, nein, ist denn dann die Spielbeziehung nicht auch in dem Moment zu Ende?
Sempai das ist glücklicherweise ein sehr theoretisches Gebilde, weil das ist nie passiert. Aber ich sage es mal so, ich glaube, das kennen wir alle. Und das ist ja nicht nur eine Spielbeziehung, das sind auch andere Beziehungen. Also wenn du, sagen wir mal, sehr starke Gefühle für eine Person gehegt hast und dieses dann in die Brüche geht, dann ist es meistens nicht so einfach, das wieder zurückzuschrauben und zu einem, sagen wir mal, einigermaßen normalen Verhältnis zurückzukehren. Also das ist wirklich nicht einfach, sagen wir es mal so. Es ist machbar, aber ich sage mal, beide müssen da ziemlich, auch wirklich relativ stark über ihren jeweiligen Schatten springen. Weil in den meisten Leuten ist es dann eben halt so, dass der Ofen dann so aus ist oder dass man auf jeden Fall erstmal eine Auszeit braucht und dann mag es vielleicht noch wieder gehen.
Sebastian Ich werfe mal rein, der Tischler schreibt was. Und das ist, finde ich, auch ein wichtiger Aspekt. Bei längeren Spielbeziehungen gibt es da dann nicht doch Gefühle, Schrägstrich Liebe, weil man ja doch sehr intensiv zusammen ist.
Sempai Ich hätte fast gesagt, definiere Liebe. Liebe ist ja im gewissen Rahmen auch Hingabe. Hingabe bedeutet, dass man bereit ist, etwas für Menschen zu tun. Wo ist da die Grenze? Im Sinne von, muss ich tatsächlich mit einem Menschen Tisch und Bett teilen, um eine Person wirklich zu lieben? Okay.
Sebastian Nee, Moment, Liebe würde ich jetzt definieren als das Gefühl, dem Gegenüber sagen zu wollen, ich liebe dich. So einfach. Das ist eine fiese Falle, ich weiß. Wobei natürlich in so einer super krassen Session und hinterher, wenn dann alles von einem fällt und so, ich glaube, dann ist das auch ein Satz, der dann auch gerne mal einfach mal fallen will. Will.
Sempai Wie gesagt, so weit ist es bei mir eigentlich nie gekommen. Drücken wir es mal so aus.
Sebastian Muss ich jetzt einfach mal fragen, wenn das zu viel ist, sag mir das ruhig. Möchtest du, dass sich das ändert oder bist du mit der Spielbeziehungskonstellation eigentlich so ganz zufrieden?
Sempai du, da könnte man mal zu zu Sempai Satz Nummer 2 kommen. Du bekommst nie alles im Leben. Und du musst eigentlich immer sehr genau abwägen, was du tatsächlich eben halt möchtest oder was dir mehr fehlt und was du dir mehr wünschst. Weil, ich sag's mal so, also ich lebe ja jetzt seit einigen Jahren getrennt von meiner Frau und wir sind in dem Sinne trotzdem immer noch in irgendeiner Form zusammen und es ist, wie soll ich das sagen, ich bin jetzt in dem Sinne frei und freier in meinen Entscheidungen. Das heißt also, wenn ich mich entscheide, ich komme jetzt am Samstag oder ich fahre am Samstag zu einer Party, muss ich mich mit niemandem damit abstimmen, dann fahre ich am Samstag zu dieser Party. Wenn ich in einer Beziehung bin, dann muss ich das in irgendeiner Form abstimmen. Das bedeutet, entweder kommt die Person mit, wogegen ja überhaupt nichts spricht, oder aber man sagt, okay, dann mach halt dein Ding, ich mache dafür was anderes. Aber eben, das kann auch super funktionieren, das ist gar keine Frage, dafür gibt es genügend Beispiele, aber es kann auch sein, je nachdem, wie sehr man sich denn liebt oder wie diese Liebe dann ausgeprägt ist, dass es dann ja vielleicht auch wieder umschlägt in kleine Eifersüchteleien und was für Dinge mehr sind. Und ich hätte fast gesagt, dieses Thema habe ich in der Form nicht. Ich kann in dem Sinne tun und lassen, was ich möchte. Und der Preis, den ich dafür zahle, ist Einsamkeit. Um zu deiner Frage zu kommen, ob ich daran etwas ändern will, da setze ich schlicht und ergreifend auf das freie Spiel der Kräfte. Ich würde das niemals komplett irgendwie ausschließen. Ich persönlich halte nur die Wahrscheinlichkeit für sehr gering.
Sebastian Okay. Ist jetzt mal gerade der Gegenpol zu den rosaroten Wolken, die wir hier die letzten 2, 1,5 Stunden gezeichnet haben.
Sempai Ja, tut mir leid.
Sebastian Nein, das ist aber gar nicht schlimm. Das hat ja auch, ich sag mal, Vorteile. Du hast ja eben so ein bisschen gehört. Man fängt an, wenn man zusammenlebt, auch, man hat Alltag, da ist dieser Rollenswitch schwierig. Man fängt an, vielleicht auch Skrupel zu entwickeln oder man entwickelt sich einfach auseinander. Ich sag mal so, Bei einer Spielbeziehung, da kann ich leichter etwas daran verändern und man ist auch immer in diesem grundsätzlichen Verhandlungsmodus und man trifft sich ja auch immer wieder. Das heißt, man hat immer die Situation, erzähl doch mal, wie ist es gelaufen in den letzten zwei, drei, vier Wochen. Also man hat immer diese Grundlage, wo man einen Ansatz hat zu besprechen, ist noch alles gleich oder hat sich was verändert und damit kommt man ins Gespräch. Und das fällt, glaube ich, bei Beziehungen, wenn man im Alltag miteinander umgehen muss, auch oft unter den Tisch, weil man kommuniziert ja jeden Tag, zwar nur über, was weiß ich, Haushalt, Kinder, Steuer, aber es ist nochmal eine andere Art der Kommunikation, die ist vielleicht einfacher, besser und man kann eben leichter was verändern. Was sagst du dazu? Also
Sempai ich bin mir da eigentlich nicht ganz so sicher, dass das wirklich so anders ist. Es ist ja auch letztendlich die Frage, wie empfinde ich BDSM? Und du hast ja gerade sozusagen von der rosa Wolke gesprochen und ich hatte das ja mal in den Podcasts erwähnt. Ich habe auch mal so eine Phase hinter mir, wo man auf der Welle unterwegs war, sprich BDSM als Hochleistungssport, also mal höher, schneller, weiter. Und wenn man ihn so empfindet, dann kann man auch so darüber sprechen, als wenn man sozusagen eine Hochleistungssportart betreibt. Es ist aber wirklich vollkommen abhängig davon, wie die Beziehung aussieht, die man eigentlich miteinander teilt. Und ich sage mal, die langjährige Beziehung, die ich eben hatte, war dergestalt, wir konnten dann wirklich über alles reden. Und wir hatten eigentlich auch über alle Dinge eben halt eigentlich die gleiche Meinung, mehr oder weniger. Das war diese Geschichte mit dem, du streckst die Hand aus und kriegst Tupferfange, whatever dann an der Stelle, weil eben halt die Abstimmung so gut funktioniert hat. Es war eben halt nur, das BDSM-Thema war eben halt nicht da. Und natürlich hat sich auch diese Beziehung über die Jahre verändert. Aber irgendwie, das hat eigentlich immer irgendwie gut funktioniert. Also ich weiß nicht, wie ich es anders darstellen soll.
Sebastian ich versuche mal einen ganz kruden Vergleich, mal sehen, ob der funktioniert. Eine Spielbeziehung ist so von der emotionalen Nähe so ein bisschen wie, wenn man auf Arbeit ist. Die Leute sieht man manchmal mehr als den eigenen Partner und hat eine ganz andere Basis. Oder wenn man jetzt in einem Verein ist und trifft da sich irgendwie dreimal die Woche oder so. Also man verbringt mit den Menschen durchaus viel Zeit, man funktioniert, man kann sich da blind vertrauen oder was. Also die Absprache im Laufe der Jahre wird immer einfacher, man weiß genau, wie tickt das Gegenüber und so, aber es ist nochmal ein anderer Lebensbereich.
Sempai Ja, das kann man so sehen, aber das habe ich anders empfunden. Zumindest bei den langjährigen Beziehungen. Weil das ist natürlich auch so. Also es ist eine Geschichte, ob du jemanden hast, den du so drei, vier Mal triffst irgendwie so in dieser Art und vielleicht nur über ein paar Monate oder es eben halt über Jahre geht. Weil am Ende ist es dann eben halt auch bei dieser langjährigen Spielbeziehung so, dass man schon irgendwie in diese Sache eindringt und dass man letztendlich möglicherweise auch irgendwann mal mehr, sagen wir mal, über die Beziehung weiß als der tatsächliche Lebenspartner. Also das ist so nicht. Gut, ich meine, wenn man nachher in eine Session geht, muss man ja in dem Sinn auch einen gewissen Grad professionell sein, sonst geht es in die Hose. Ich weiß ja gerade so, bei dem, was wir so treiben, muss man schon ein bisschen aufpassen. Aber letztendlich gibt es eben halt, oder vielleicht ein einfaches Beispiel, wenn wir so ein Spielwochenende haben, dann ist das ja häufig halt so, dann kommen die Leute halt auf den Freitag und fahren dann irgendwann auf den Sonntag wieder nach Hause. Und dann gibt es dann immer so Leute, die haben halt die Illusion, Die Leute kommen dann zu uns, dann wird hier 60 Stunden gespielt, bis der Arzt kommt, so mehr oder weniger. Und dann wanken die Leute alle zufrieden und befriedigt nach Hause.
Sebastian Ja, selbstverständlich.
Sempai Und so ist es. Ja, natürlich, genau so ist das.
Sebastian Natürlich. Und 60 Stunden, wenn das mal reicht.
Sempai Und die Realität ist dann eben halt so, dass die Leute halt am Freitag kommen und dann redet man erst mal bis tief in die Nacht hinein. Dann steht man am nächsten Morgen auf, hat ein schönes gemeinsames Frühstück und dann fängt man an, irgendwie eine mehr oder weniger coole Idee zu entwickeln oder irgendeiner hat eine Grundidee. Und dann wird das halt variiert, das Thema. Und wenn man aus der Session rauskommt, dann nimmt man erstmal wieder einen Kaffee und redet wieder was und dann kommt vielleicht dann noch wieder die nächste Session. Und dadurch erfährst du natürlich immens viel über die jeweiligen Personen und man spricht wirklich, sagen wir mal, mit im Laufe der Jahre natürlich aufgrund der immer stärkeren Vertrauensbasis, die man ja untereinander entwickelt. Weil man muss ja auch nochmal eins sagen. Ich meine, die meisten Leute haben es nicht, wie soll ich das sagen? Also wenn du schon bei jemandem im Auto mitfährst, dann hat der Fahrer ja quasi auch dein Leben in der Hand, weil wenn der Blödsinn macht, bist du dran. Aber das gilt natürlich auch in einer entsprechenden SM-Session dann in dem Fall. Wenn du bestimmte Dinge machst und da Fehler machst, kann es lebensbedrohlich werden. Und wenn du mit so einer Person länger zusammen bist, dann ist auch das natürlich etwas, was dich, sagen wir mal, stärker zusammenführt. Das ist ja manchmal wirklich so ein bisschen was wie Brothers in Arms.
Sebastian Ja, genau, ich merke das schon. Man kann das nicht so strikt trennen. Ich versuche es mal, die Brücke. Also auch Spielbeziehungen sind Beziehungen und Langzeitspielbeziehungen sind Langzeitbeziehungen. Punkt. Punkt. Man klammert halt einen gewissen Aspekt aus, und zwar nicht den Alltag, sondern den Alltag gemeinsam zu erleben. Und man hat vielleicht nochmal diese eine Änderung, man ist nicht gezwungen, Zeit miteinander zu verbringen. Wenn man zusammen wohnt, zusammen lebt und irgendwie gemeinsame Hobbys hat, dann ist man im Prinzip auf Gedeih und Verderb, sitzt man sich gegenüber. Und die Freiheit, die du an der Stelle hast, ist, dass du auch je nach Person, ich sag mal, die Dosierung in der Hand hast. Und das finde ich kann auch fürs Spielen für BDSM einfach Räume auch öffnen, weil einfach weniger anderes da ist, was im Hintergrund ist, sondern und auch so ein Wochenende, wenn man sich trifft, dann hat man die Sorgen, wer macht's Frühstück und wer fährt hin und zurück und wer schleppt das Equipment an. Aber die Sorge ist jetzt nicht unbedingt, nächste Woche müssen wir endlich an die Steuer denken. Das ist dann einfach nicht da. Und das macht es vielleicht in dem Moment auch entspannter und auch langfristig vielleicht auch einfach leichter.
Sempai Ja gut, also ich meine, die Steuer muss trotzdem gemacht werden, das ist ja auch wieder ein sehr schlimmes Beispiel.
Sebastian Ja, aber wenn du da in deinem Beutel drin bist, dann ist die Steuer dein geringstes Problem.
Sempai Ja, ja, ich weiß, was
Sebastian Dann ist dein Problem, oh Gott, ich kriege hier keine Luft.
Sempai ja, aber du hast es schon sehr schön dargestellt, das ist schon richtig dann. Also möglicherweise ist man tatsächlich ein bisschen freier, möglicherweise, aber nein, nein, nein, da fähre ich mich selber gleich wieder zurück. Nein, das wäre Unsinn. Nein, es mag durchaus sein, dass einen das in diesem Bereich etwas freier macht. Vielleicht mag es auch, sagen wir es mal so, ich habe, glaube ich, auch einen relativ ausgeprägten Beschützerinstinkt und da können sich sozusagen die Leute darüber freuen, wenn ich dominant unterwegs bin. oder manchmal freuen sie sich auch nicht darüber, weil sie sagen, das hätte ruhig etwas mehr sein können und du hast dich viel zu locker gefesselt und das wäre auch noch ein bisschen, dann sind wir wieder bei Langzeitbeziehungen, wo ich dann sage, okay, warte mal noch drei, vier Sessions, ich möchte mich an dich gewöhnen und dann ist es schon enger. Mach dir keine Sorgen, es wird. Ich fange immer gerne ein bisschen langsamer an. Und es könnte vielleicht tatsächlich sein, dass wenn ich jetzt eben halt eine Person, die ich aufrichtig liebe, dass ich mit dieser Person sozusagen dann vielleicht diese ganz drastische Session dann doch nicht machen könnte, weil ich nicht über meinen Beschützerinstinkt springen könnte. Das wäre eine interessante Konstellation. Das ist jetzt mal so ein bisschen labormäßig konstruiert, aber wo wir gerade so darüber reden.
Sebastian Ja, das ist ja etwas, das lässt sich ja noch herausfinden. Ja, Experimente, Experimente. Sempai, ich sehe gerade mit Erschrecken auf diese Uhr und die sagt, ich bin eigentlich schon eine Viertelstunde länger hier dabei, als ich ursprünglich wollte, aber mit dir wollte ich heute auf jeden Fall und unbedingt noch sprechen, weil das einfach ein ganz wichtiger Aspekt ist und wir beide sprechen eh viel zu selten miteinander.
Sempai das ist lieb. Dankeschön.
Sebastian Also vielleicht sollten wir einfach mal gucken, ob wir das nicht forcieren können, dass wir mal wieder beisammensitzen. Ich finde, das ist auch dieses Jahr wieder viel zu kurz gekommen alles und das muss man irgendwie hinkriegen.
Sempai Sehr gerne.
Sebastian Ich finde, deine Aspekte oder deine Lebensrealität, das ist das, was heute auch wirklich noch gefehlt hat. und generell Spielbeziehungen muss man eh, das muss ich glaube ich auch nochmal auf die Themenliste einfach generell draufsetzen, da gibt es ja auch noch ganz viele interessante Konstellationen und Möglichkeiten. Das ist ja nochmal ein ganz eigenes Universum.
Sempai Definitiv.
Sebastian Aber um da nochmal jeden Zweifel auszuräumen, auch das sind Langzeitbeziehungen, weil man mit Menschen umgeht, weil man vertraut miteinander ist und durch dieses Vertrauen miteinander Dinge machen kann, die man sich vielleicht sonst gar nicht vorstellen kann.
Sempai Ja, und weil man sie schätzt und sie auch eben halt in gewissem Rahmen liebt. Deswegen die Frage an den Tisch, was ist Liebe?
Sebastian Hm? Na, das könnt ihr ja mal miteinander diskutieren. Ich werde dafür sorgen, dass sie in einem Raum sitzt.
Sempai Okay, alles klar.
Sebastian Seine Drohungen einfach sprechen zugleich.
Sempai So machen wir Alles klar.
Sebastian Alles klar, Sempai.
Sempai Sehr schön.
Sebastian Ich bedanke mich ganz herzlich, dass du noch angerufen hast und ich wünsche dir eine wunderbare Zeit und vermutlich ein aufregendes Wochenende. Mach's
Sempai Ja, das wünsche ich auch. Vielen Dank, dass du mich noch angenommen hast. Es freut mich immer, wenn ich mal mit dir sprechen kann. Jetzt dann einen schönen Abend und vielleicht auch bald mal wieder.
Sebastian gut, tschüss. Tschüss.
Sempai Tschüss.
Sebastian So ihr Lieben, das war Sempai und die Uhr ist wirklich unerbittlich heute. Das ist ja wirklich schrecklich. Ich habe aber da noch zwei Dinge auf meiner Liste, die möchte ich unbedingt noch hier unterbringen. Das eine ist natürlich die allseits beliebte Schätzfrage. Das Podcastsubbie schart auch schon ein bisschen mit den Hufen, dass ich die endlich stelle. Ihr wisst, wie immer, es gibt etwas zu gewinnen und ich zeige mal im Chat ein Bild, einen wunderbaren Pfannwender, ich habe noch ein paar davon, da steht drauf für Brat mit Herz und den kann man in der Küche genauso benutzen wie in jedem anderen Raum und kann damit Dinge machen. So, der ist auch relativ stabil, wobei letzte Woche waren wir unterwegs und da haben zwei Jungs damit Experimente gemacht und dann habe ich dann gleich mal einen Ersatz-Pfannwender auspacken müssen. Also er ist doch vielleicht einfach vorher ein bisschen besser, dann hält er länger. So, ihr könnt dieses gute Stück gewinnen, zusammen mit einem Päckchen, mit allem möglichen, einem Podcast-Zubehör, was ich halt so hier finde, da packe ich auch so Dinge rein, wie ein paar Kärtchen von allen netten, lieben Leuten und Freunden und auch ein King-Magazin habe ich glaube ich auch noch, da 1, 2, 3, 4 hier liegen, da kann ich auch noch eins dazu packen und dazu müsstet ihr eine Frage beantworten. Das ist ganz einfach. Ich habe nämlich jetzt ja 100 Folgen Unvernunft Live gemacht und exklusive dieser Folge, also die ersten 99, da möchte ich von euch wissen, wie lange gehen diese Live-Folgen zusammen in Minuten? Minuten, da könnt ihr jetzt einfach schätzen, schreibt es einfach in den Chat rein, wer am nächsten dran ist, wird vom Podcastsubbie ermittelt und dann brauche ich eine Postanschrift, die schreibe ich dann einmal auf den Umschlag drauf und mit ein bisschen Glück, letzte Woche hat es schon wieder geklappt, ist Samstag dann ein Umschlag in der Post. Ja, also wer dieses gute Stück haben möchte, kein Problem, einfach jetzt mitraten und überlegen, wie lange waren die 99 Live-Folgen bisher in Minuten. Dafür musste ich heute extra ein kleines Programm schreiben, um das auszuwerten, weil ich diese Zahl nicht griffbereit hatte, aber es hat geklappt. Und solange ihr schätzt, solange mag ich mich mal bei den Menschen bedanken, die hier seit 100 Live-Folgen und noch, ich glaube, 80, 79, 80 normalen Folgen, das hier überhaupt möglich machen, denn auch wenn die Zeiten härter sind und die Inflation galoppiert und das merke ich ja auch, ich habe auch gestern erst von meinem Podcasthoster eine Preiserhöhung ins Haus flattern bekommen, aber das muss mich nicht schrecken, denn es gibt Menschen, die den Podcast unterstützen. Neuerdings geht das sogar per Bitcoin, man glaubt es nicht, hat noch keiner gemacht, aber ich bin gespannt, ob das jemals passiert. Vielen Dank an folgende und das Podcastsubbie schreibt, ob ich die Frage nochmal wiederholen kann. Ja, das kann ich machen. Also, wie lange gingen die 99 Live-Folgen, die bisher ausgestrahlt worden sind, also das, was im Podcast veröffentlicht wurde, in Minuten? So, und ja, da könnt ihr jetzt einfach mal schätzen und ich sehe schon viele Antworten im Chat. Ich bin selber sehr gespannt, wer am nächsten dran ist. So, also jetzt aber nochmal, also ich bedanke mich ganz herzlich an den Unterstützern der letzten zwei Wochen, die zum Beispiel aufs Konto überwiesen haben. Das sind einige bekannte Namen, Wolfgang und Annika, Sabine, Stefan, Edgy und Scratchy wie immer, Peter, Rachel, Madeleine und Thomas und Katie. Vielen Dank euch, dass ihr beschlossen habt, hier zum Teil auch einen Dauerauftrag zu machen und dem Podcast jeden Monat ein paar Euro zukommen zu lassen. Und bei PayPal, das wird auch immer beliebter, das verdrängt Steady im Moment ganz ordentlich, haben das auch ein paar Menschen genutzt. Und da bedanke ich mich ganz herzlich bei Michael, bei Kim, bei Tina, bei Carsten mit K, bei Gerd, bei Emma, bei Carsten mit C, bei Heiko, Leonie und Marianne. Vielen Dank euch, dass ihr das hier möglich macht, dass ich hier total entspannt podcasten kann. Ja und dann habe ich noch gestern ein Amazon-Paket bekommen, da gibt es ja so einen Wunschzettel und hin und wieder mal kommt da ganz unverhofft einfach ein Paket und das passt auch gerade gut. Ich habe nämlich wieder ein neues Paket von diesen wunderbaren dunkelbraunen Briefumschlägen bekommen, die ich so gerne benutze, die waren auch vor zwei Wochen plötzlich leer und ich habe vergessen neue zu kaufen. Und siehe da, gestern von einer anonymen Person Spenderin kam dann einfach Nachschub und jetzt habe ich wieder 50 Stück und die werde ich auch brauchen, denn wenn ich diesen in meinen großen Kaffeelöffel dann einpacke morgen, dann liegt da natürlich auch mal ein kleines Kärtchen mit bei. Deshalb ganz vielen lieben Dank auch da nochmal. Wunderbar. Und jetzt mache ich im Chat mal eine Linie. Und alles, was über dieser Linie ist, das zählt. Und was da drunter ist, kommt nicht mehr mit in die Liste. Und das Podcastsubbie, wie ich es jetzt auswerten muss, bei großen Zahlen ist das eh immer ein bisschen schwieriger. Ich hatte auch mal überlegt, ob ich das nicht automatisieren kann, dass dann bei euch ein Fensterchen aufgeht, da könnt ihr eine Antwort eintippen und dann wertet das System automatisch aus. Aber ich weigere mich, das Podcastsubbie durch ein Stück Technik zu ersetzen. So, das kommt überhaupt nicht in Frage. So, ich glaube, ich kann mal die richtige Antwort sagen. Also, in den 99 Live-Sendungen sind entstanden 8.569 Minuten Unvernunft Live. Stopp, stopp, stopp, stopp, stopp. Einmal muss ich mich aus der Postproduktion melden, denn die Zahl, die ihr gerade gehört habt, 8500 irgendwas Minuten, das wurde gestern schon im Chat bemerkt, als wir die Aufnahme hatten. Das kann irgendwie nicht sein und ich habe die Zahl auch eine Viertelstunde vor Sendungsbeginn aus der Datenbank rausgezerrt und habe sie nicht gegengecheckt und ja, das Publikum hat natürlich recht. Es sind in Wirklichkeit 11.535 Minuten Unvernunft Live gewesen und da habe ich einfach die Minuten unterschlagen. Also I ist nicht gleich M für die Nerds unter euch, dann werdet ihr schon wissen, welchen Fehler ich gemacht habe und deshalb gibt es noch einen zweiten Gewinner. Also die Person, die ich gleich in der Sendung wieder nenne. Und dann gibt es noch Sir P. Der hat nämlich 11.540 Minuten geschätzt und damit liegt er so verdammt nah dran. Fünf Minuten gerade mal Abweichung. Herzlichen Glückwunsch auch an dich. Bitte mal bei mir melden, damit ich dir einen Umschlag schicken kann. Und damit du das auch wirklich mitbekommst, werde ich das dann einfach gucken, dass das irgendwie bei Telegram oder so nochmal erwähnt wird. Trotzdem herzlichen Glückwunsch und vielen Dank an alle im Chat, die auch mein Gefaseln nicht einfach übernehmen, sondern auch mal nachdenken und sagen, hier, da kann was nicht stimmen. Nur so kann das auch funktionieren. Und jetzt zurück in die Sendung. und ich dachte am Anfang, ich mach das mal so 2, 3, 4, 5, 6 Wochen, bis diese Pandemie vorbei ist und dann ist gut das ist richtig viel, wie viel hier wirklich aufgenommen wurde, da weiß ich es ist mehr, aber das konnte ich so schnell heute nicht auswerten und, ähm, Wahnsinn so, wer liegt denn am nächsten dran? Das Podcastsubbie gesagt, mit 9.897 Minuten liegt Reaktionsfetischist am nächsten dran dann kann ich sagen, herzlichen Glückwunsch ganz gut geschätzt und von dir brauche ich jetzt auf irgendeinem Weg E-Mail, Telegram, was du magst, eine Postanschrift, die benutze ich auch nur, um sie auf den Umschlag draufzuschreiben und dann, juhu, gibt es Post von mir. Ha, sehr schön. So, mal jemand Neues. Und wenn ihr den schon habt und solltet den gewinnen, dann ist euch klar, dann ist das ungeschriebene Wort, das Wort ist dann, ihr verschenkt den natürlich weiter. Okay, was habe ich sonst noch zu sagen? Heute gar nicht mehr so viel, ist gleich zu Ende hier. Die nächste Live-Sendung gibt es am 29. September. Das ist dann die 101. Thema habe ich noch nicht festgelegt, werde ich noch bekannt geben. Und die aktuelle Folge, falls ihr sie noch nicht gehört habt, dann lohnt es sich, die zu hören. Da ist nämlich ein kleines Mashup entstanden. Ich habe mich nämlich mit dem Lustgewinn-Podcast zusammengetan, also mit Kate und Michelle. Und wir haben über das goldene Buch des BDSM gesprochen. Ja, ist das schön, dieser Effekt. Ich bin ein Spielkind, was sowas angeht. Wir haben dieses Buch in die Finger bekommen und haben mal diese einzelnen Thesen da auseinandergenommen und einfach mal darüber gesprochen, ja, stimmt das denn, was man so sagt? Also müssen FemSubs mit 30 Tops werden und muss es härter sein, damit es gut ist, BDSM ist und gehört Sex dazu oder nicht und und und und und. Und jetzt, Entschuldigung Anna, ich schreibe gerade im Chat, sie hat mich so erschrocken. Entschuldigung, ich konnte es aber nicht lassen, diesen Knopf zu drücken. Der gehört jetzt auch einfach zur Sendung dazu. Dazu, das hat sehr viel Spaß gemacht und ich habe auch schon mal rumgefragt, Feedback gab es jetzt noch nicht so viel, aber offenbar haben vier von fünf Menschen das für eine gute Idee gehalten, dass wir das vielleicht wiederholen. Deshalb bin ich da sehr gespannt, was wir da in Zukunft noch entwickeln. Mir hat das auf jeden Fall sehr, sehr viel Spaß gemacht. So, ob der Knopf auch andere Töne kann? Ja, er kann auch andere Töne, aber nicht so viele. Ich kann immer nur 10 hier reinlegen und ich bin da natürlich auch nicht inflationär mit. Das soll ja eine Überraschung sein, wenn hier mal ein Gewitter kommt. kommt. Glaube ich habe die Liste jetzt anständig und vollständig bearbeitet. Damit ist meine Vorbereitung fürs nächste Mal auf jeden Fall wieder auf Null zurückgesetzt. Das Podcastsubbie schreibt mir noch was. Ob ich eigentlich mit den Live-Sendungen aufhöre, wenn Corona irgendwann vorbei sein sollte. Ich habe da lange drüber nachgedacht. Wir haben ja schon den Takt reduziert. Am Anfang war das ja zweimal pro Woche und zu wöchentlich zu alle zwei Wochen. Und ich glaube, das ist jetzt auch ein ganz guter Takt. Corona wird eh nicht mehr aufhören, schreibt das Podcastsubbie. Da hat sie irgendwie auch recht. Also ist dieser Punkt schon mal weg. Ich glaube, das ist aber auch der richtige Ort, um einfach Themen aufzugreifen, denn die Kunst der Unvernunft, also die klassischen Folgen, die sind ja eher personenbezogen. Und um Themen aufzugreifen und da mal zu bearbeiten und auch einfach da mal ganz viele Eindrücke von euch zu bekommen, dafür ist dieses Live-Format unschlagbar. Und deshalb möchte ich darauf auf keinen Fall verzichten. Vielleicht entwickelt sich das Format nochmal ein bisschen in die eine oder andere Richtung, aber solange noch Menschen hier zuhören mögen, solange Menschen Feedback geben, solange es sich auch finanzieren lässt, muss man auch immer dazu sagen, Und solange das meine Zeit irgendwie erlaubt, sehe ich jetzt nicht, dass man damit aufhören sollte. Ja, so eine Sommerpause, die wir jetzt gemacht haben, zwei Monate, das wird es wahrscheinlich einmal im Jahr geben müssen, weil es für mich auch mental wichtig ist, dann auch wieder frisch daran zu gehen. Und wenn ich dann so nach drei, vier Wochen merke, ui, das fehlt mir aber, ja, dann ist es einfach auch wieder soweit. Also da merke ich einfach, dass dieses Feuer und dieses ich möchte das machen, dass das dann auch da ist und solange das nicht ausgeht, sehe ich keinen Grund hiermit aufzuhören. Also vielleicht, wenn ich zwei, drei Sendungen hintereinander mache, wo niemand hier anruft und niemand mit mir sprechen möchte. Ich glaube, dann ist es vielleicht auch vorbei. Also dank euch und dank der tollen Gäste, die ich hier immer wieder kennenlernen darf, gibt es überhaupt keinen Grund, hier irgendwas zu verändern. Dann sieht das Podcastsubbie das genauso. Ja, sie nickt. Sie ist sehr müde, aber sie nickt. Das kann sie noch. Ja, okay. Nächstes Thema, wie gesagt, noch nicht bekannt. Wenn ihr da ein bisschen mitbestimmen wollt, dieser Telegram-Kanal, ich poste da mit Absicht relativ wenig rein. Also neue Folgen kündige ich dort an und gelegentlich stelle ich auch mal mit dieser Umfragefunktion eine Frage, da kann man einfach anklicken, ja, nein, vielleicht, mehr oder weniger. Da könnt ihr relativ anonym und schnell reagieren und das Ding wird aber nicht den ganzen Tag vibrieren, das Handy, weil ich zehnmal am Tag der Meinung bin, ich müsse irgendwas raushauen. Da habt ihr aber die beste Chance, Feedback zu geben und ich werde jetzt auch immer so drei, vier Themen in den Ring schmeißen alle paar Wochen und sagen hier, was wäre denn ein wichtiges Thema und dann werde ich auch gucken, dass ich diese Wünsche dann hier in den Live-Sendungen entsprechend berücksichtige. Okay, so eine letzte Sache aus dem Chat. Matrilla fragt, ob man über StudioLink anrufen kann. Ja, kann man. Scroll mal nach unten. Unter dem Chat findest du den StudioLink Web Client und damit kannst du direkt anrufen, wenn du das möchtest. Nur heute nicht mehr, denn ich bin jetzt wirklich durch und werde jetzt gleich das Intro nochmal spielen und wünsche euch einfach einen wunderschönen Restabend. Und es hat mir unglaublich Spaß gemacht. Ich bedanke mich ganz lieb beim Tischler, bei Frau Katze, bei Herr Kater und bei Sempai, dass sie mit mir heute gesprochen haben und beim Podcastsubbie, dass sie mir nicht nur ein Getränk kredenzt hat, sondern dass ich auch ein bisschen hier Lob abstauben konnte und eine kleine Subbie-Anleitung bekommen habe. Ja, macht's gut. Schöne Zeit. und bis in zwei Wochen, bis zum 29. September um 20.30 Uhr. Drücke ich nochmal den Knopf? Ja, ne?