Spezial: Unvernunft meets Lustgewinn

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Sebastian Hallo und herzlich willkommen zur Kunst der Unvernunft, dem Podcast, in dem über BDSM gesprochen wird. Mein Name ist Sebastian Stix und normalerweise spreche ich hier mit Menschen darüber, wie sie BDSM persönlich erleben. Aber das hier ist eine Spezialfolge und deshalb mache ich sie auch nicht allein, denn ich habe mich mit Cate und Michel vom Lustgewinn-Podcast zusammengetan und wir haben über das gesprochen. Das Werk, aus dem schon immer zitiert wird und in dem Dinge stehen, an die wir uns als echte BDSM-Hain gefälligst zu halten haben. Unsere Standpunkte sind da durchaus ein bisschen unterschiedlich. Es war ein sehr, sehr spannendes Gespräch. Und wenn ihr den Lustgewinn-Podcast noch nicht kennt, ich meine ja immer, es gibt eh viel zu wenig BDSM-Podcasts, dann schaut mal auf kunstderunvernunft.de in die Shownotes. Da ist der ordentlich verlinkt. Da gibt es auch die Kapitelmarken. Da könnt ihr direkt zu den Themen reinskippen, die ihr sucht. Und ja, alles andere gibt es da auch inzwischen. Auch eine brauchbare Suchfunktion. Genug Vorwort von mir. Los geht's mit der Unvernunft-Spezial mit Lustgewinn und dem Hallo.
Michel Hallo und herzlich willkommen. Das ist die erste und absolut weltexklusive Kooperation zwischen Lustgewinn und Kunst der Unvernunft oder höflicherweise hätte ich sagen müssen zwischen Kunst der Unvernunft und Lustgewinn, dem sinnlichen Podcast. Wir sind hier heute ausnahmsweise zu dritt, nämlich Cate, die Dame zuerst, und der Sebastian. Christian, ja und natürlich meiner einer, ich, Michel. Wir haben uns heute hier zusammengefunden, um unsere beiden Podcasts mal zusammenzuführen, weil wir finden, dass eigentlich nie genug über BDSM gesprochen werden kann und wir einfach auch demonstrieren wollten, dass es ein freundliches Miteinander zwischen uns gibt Und wir uns auch gegenseitig einfach ein bisschen unterhalten wollten über ein sehr, sehr wichtiges Thema, das auf jeden Fall drei Podcaster braucht, wo also einer oder zwei nicht genug gewesen wären. Und ja, aber zu dem Thema kommen wir gleich noch ein bisschen, würde ich sagen. Sebastian, wie ist es? Möchtest du vielleicht ein paar Worte sagen zu, wer bist du, wer sind wir? Oder möchtest du über dich erstmal und wir dann über uns?
Sebastian Genau, also das wird ja hier ausgestrahlt in beiden Podcasts. Das heißt, die Kunst der Unvernunft-Menschen, die muss ich jetzt nicht weiter begrüßen. Die wissen schon, was Sache ist. Und wenn die den Lustgewinn-Podcast von euch beiden noch nicht kennen, dann können sie ihn heute ein bisschen kennenlernen.
Michel Ja,
Sebastian Also nehmt euch ein bisschen Zeit und genießt das ein wenig und dann wird das schon irgendwie spannend werden. Ich habe ja selber noch keine Ahnung, wie das heute läuft. An die Menschen, die den Lustgewinn-Podcast hören und die Kunst der Unvernunft noch nicht kennen, ich glaube, ich versuche das mal in drei Sätzen zusammenzufassen, was mir wieder nicht gelingen wird. In der Kunst der Unvernunft rede ich mit Menschen darüber, wie sie persönlich BDSM erleben. Also gar nicht so sehr über Themen, sondern über die subjektive Perspektive. Und dann gibt es noch dieses Live-Format, wo es dann doch wieder um Themen geht. Aber das mache ich jetzt seit dreieinhalb Jahren inzwischen. Macht sehr viel Spaß. Und ja, ich finde auch, es kann nicht genug BDSM-artige Podcasts geben. Ich habe ja selber nur angefangen, weil es einfach keine gescheiten gab und inzwischen gibt es da ein kleines Universum und das finde ich richtig schön und deshalb hoffe ich, dass alle Menschen, die jetzt das hier hören, auch jeweils den anderen Podcast abonnieren und zumindest mal reinhören und zu schauen, passt das. Denn so viel können wir drei, glaube ich, gar nicht produzieren und auch die anderen Podcasten denn in dem Bereich nicht, dass die Menschen dann den ganzen Tag über BDSM was hören können. Aber wir versuchen unser Bestes, glaube ich.
Michel ja, absolut, absolut. Wir tun da wirklich unser Bestes. Ja, und für die, die also Kunst der Unvernunft schon kennen, aber Lustgewinn nicht kennen, Lustgewinn gibt es seit 2018. Die kleine Spitze, dass es nichts Vernünftiges gab, die sehe ich dir nach. Also ich weiß ja, dass du es nicht so gemeint hast.
Sebastian Die Entscheidung kam schon zwei Jahre, bevor ich dann im Endeffekt angefangen habe. Also das war so 2015, 16, wo ich echt ein bisschen am Verzweifeln war. Und dann erschienen ganz viele.
Michel und schon haben wir alles wieder befriedet.
Sebastian Genau.
Michel Also 2018 haben wir angefangen, Lustgewinn aufzunehmen. Das war damals mit meiner Podcastpartnerin Marie und dann gab es eine große Zäsur und eine große Pause von fast zwei Jahren. Das ist auch der Grund, warum wir dann lange nicht mehr auf dem Bildschirm oder auf der Landkarte waren sozusagen. Und seit Anfang dieses Jahres führen Cate und ich diesen Podcast weiter und Lustgewinn weiter, haben das Konzept beibehalten. Wir veröffentlichen etwa alle zwei, drei Wochen eine Folge, die thematisch immer ein Thema hat, wo wir uns damit befassen, mit einem Aspekt, den wir für wichtig halten oder der uns aus der Community vorgeschlagen wurde und reden darüber aus den verschiedenen Perspektiven. Mann, Frau, Dom, Sub, wie unsere Rollen und unsere Ansichten und so weiter das eben vorgeben und daraus entstehen, wie ich finde und wie wir finden, immer ganz interessante Folgen. Und ja, so sieht das aus und wir sind natürlich schon lange Fans von Kunst der Unvernunft Und deswegen jetzt sehr froh, dass wir auch mal dazu kommen, endlich diese lange angedachte und gewünschte Kooperation und eine gemeinsame Folge anzugehen.
Sebastian ich bin gespannt, wenn wir gleich sagen, worum es geht, ob die Leute dann direkt abschalten oder ob sie dann extra dranbleiben. Jetzt wollte ich noch...
Michel Darauf werden wir es ankommen lassen müssen, fürchte
Sebastian Ja, also ihr habt euch natürlich den schwereren Podcast insgesamt ausgesucht, weil ihr recherchiert Themen. Ich frage immer nur Menschen, wie ist es und ja,
Michel Ja, Cate ist die große Rechercheurin bei uns.
Sebastian auch zu dem Thema heute, ich muss jetzt schon zugeben, ich bin sehr wenig vorbereitet. Ich bin sehr gespannt, ob ich da bestehen kann heute.
Michel Oh Gott.
Cate das ist voll okay. Ich finde halt wirklich, dass das deinen Podcast eben auch ausmacht. Gerade dieses Intuitive, dieses Rauskitzeln von Informationen. Und deswegen ist es so unterschiedlich. Und ich glaube, dass das deswegen eben auch eine sehr spannende Folge werden kann.
Sebastian Magst du erzählen, was wir heute vorhaben?
Cate Aber sehr gerne. Wir haben uns überlegt, wir haben ja jetzt hier, ich merke das schon, jetzt kriege ich den schwarzen Peter, ne.
Sebastian Ich will es nicht sagen.
Cate Nein, wir haben uns überlegt, da ja jetzt hier drei unglaublich große BDSM-Experten endlich mal zusammensitzen, könnten wir dieses streng gehütete Geheimnis endlich lüften. Denn wir haben das goldene Buch des BDSM vor uns zu liegen und wir lassen uns jetzt darauf ein und teilen euch so ein paar Infos daraus mit und gewähren euch, weil wir so gnädig sind, einen Einblick.
Michel Wir sind gerade eben im Besitz der einzig wahren Wahrheit, genau.
Cate Genau, genau, so sieht es aus.
Sebastian das Buch, von dem immer auf Partys, Stammtischen seit Jahrzehnten zitiert wird, der Dom sollte, muss, kann, die Sub muss sowieso, da steht ja alles drin, aber niemand hat dieses Buch bisher gesehen, aber wir haben natürlich recherchiert.
Michel Aber jetzt wird es enthüllt. Wir wissen Bescheid.
Sebastian Nein, also.
Cate Die einzige Ausgabe liegt bei uns allen dreien jeweils auf dem Schreibtisch.
Sebastian Das heißt,
Michel Na gut, also genau genommen weiß Cate Bescheid, weil sie ist ja die Rechercheurin, wie ich gerade gesagt habe.
Sebastian wir Jungs können irgendwas erzählen und Cate sagt dann, aber so ist es eigentlich.
Michel Jetzt sage ich euch mal, wie es richtig ist, genau.
Cate seite 593 steht so sieht's
Michel Ja, so viele Seiten hat das, kein Wunder, dass ich es nie gelesen habe.
Cate das ist nur die hälfte
Sebastian wiegt zwei Tonnen.
Michel Oh Gott, oh Gott.
Sebastian Also, liebes Publikum, wir haben uns natürlich rausgesucht, was wird denn da immer wieder zitiert, was sind so die Weisheiten bei BDSM, von denen man immer wieder hört, die einem auch immer noch und immer wieder begegnen. und wir schauen so ein bisschen, ist da ein sinnvoller Kern drin, ist das einfach völlig überholt, totaler Quatsch oder ist das vielleicht sogar goldrichtig und das ist vielleicht eine gute Idee und wir wollen das halt auch ein bisschen ausdiskutieren und ich habe auch schon mir natürlich über etwas überlegt, dass ich nämlich gelegentlich auch mal ein bisschen provozieren mag und Dinge gut finden werde, die man eigentlich nicht gut finden sollte. Danach dürft ihr mich gerne dann hier niedermachen, das ist okay. Okay, weil man muss natürlich schon gucken, alles hat ja irgendwie so die Romantik. Ich gehe mal zur Romantik, dass die dazu führen wird, dass man Dinge sich ja vorstellt, die schön sein können. Und dann müssen wir mal gucken, ob das noch so zu halten ist oder nicht. Ich bin sehr gespannt, mit welcher Erkenntnis ich hier rausgehe und das Publikum sowieso. So,
Michel Absolut, da bin ich allerdings auch gespannt, ob am Ende einer oder wir alle mit Mistgabeln und Fackeln aus dem Dorf gejagt werden oder ob wir bejubelt und auf den thron gehoben werden weil wir endlich die einzige wahre wahrheit enthüllt haben so jetzt hat ja jeder also jeder das exemplar vor sich liegen haben wir haben wir gelost wer anfängt Ich glaube, Sebastian fängt an.
Sebastian fange an. Sehr schön, okay. Das Schöne ist, ich werde jetzt hier einfach mal meine Favoriten abgrasen und fange einfach mal direkt an mit folgendem wunderschönen Satz. Ist Sex im Spiel, ist es kein BDSM. BDSM. glaube, ich verteidige das mal ganz schön.
Michel Na?
Sebastian BDSM ist ja schon aufwendig und Sex ist ja was, was mit Lust zu tun und Kontrollverlust. Und wenn ich jetzt Sex habe oder sexuelle Erregung im Spiel, dann bin ich ja vielleicht nicht mehr vorsichtig. Das heißt, die echten knallharten BDSMerInnen, die verschieben den Sex auf später oder vielleicht macht man das auch gar nicht mehr. BDSM ist eine Sache für sich und Sex ist einfach das, was das gewöhnliche Volk macht. So.
Cate Das gewöhnliche Volk.
Sebastian Ja, ich hab ja schon gesagt, das wird schlimm, ne? Ja, aber ist da was dran, was irgendwie sinnvoll ist oder einfach streichen und die Seite rausreißen und im Kamin verbrennen?
Cate schon ein bisschen weh. Ich denke, dass es ganz gut zu trennen ist, aber dass es nicht zwangsläufig getrennt werden muss? Ist das ein vernünftiger Ansatz? Ich kann gut BDSM ausleben, ohne Sex dabei zu haben.
Michel Ja. Ja. Also, ich denke, man kann BDSM ausleben, ohne dabei Sex zu haben.
Cate Ja.
Michel Das wurde schon hinlänglich, glaube ich, weltweit immer wieder bewiesen. Man kann auch gut Sex haben, ohne dabei BDSM. Also, habe ich gehört. Also, ist mir jetzt total unverständlich, aber habe ich gehört. Das, was du gesagt hast über Sex, ist Kontrollverlust und BDSM ist wie?
Sebastian wir wollen ja da kontrolliert sein und safe spielen, ne?
Michel Ja. Ja, ja. Nein?
Cate Ich möchte nicht kontrolliert sein beim BDSM.
Michel Ja, stimmt. Du möchtest kontrolliert werden.
Cate Ganz genau.
Michel Das ist ja gerade der Punkt. Deswegen, da musste ich sofort dran denken, weil gerade ein Sub, also gerade Sub erlebt ja gerne den Kontrollverlust im BDSM. Deswegen fand ich diesen Widerspruch gerade spannend, den du aufgemacht hast. Ja,
Sebastian ich glaube, ich muss nochmal leider viel früher eingreifen und gucken, was als wann ist es denn überhaupt Sex? Also reden wir über GV oder reden wir über Erregung?
Michel oh, das ist auch eine gute Frage.
Sebastian Und, ne, also ich weiß halt, wenn ich erregt bin, dann bin ich blöd. Muss man ganz klar sagen, das enthemmt mich ein bisschen und dann bin ich einfach zu Dingen bereit, die weiß ja jeder, dass man einfach, wenn man spitz ist, dann macht man anderen Kram. Und da ist einfach die Frage, ob Erregung vielleicht schon nichts im BDSM zu suchen hat.
Michel Nee, nein, jetzt bin ich raus.
Cate Gut.
Michel Ja,
Cate Gut, ich würde mich dann anschließen. Also, wenn ich merke, dass mein Gegenüber beim BDSM nicht davon erregt ist, was dort passiert, dann ist es dann nicht schon irgendwie so eher so ein Abspulen von, was erwartet mein Gegenüber von mir und was gehört unbedingt zum BDSM dazu, was muss ich jetzt hier abliefern, wenn da Nullerregung dabei ist?
Michel also für mich ganz persönlich ist BDSM nicht von Erregung zu trennen. Also wenn ich das nicht hätte, dann würde ich es lassen, ganz ehrlich, ich persönlich. Ich weiß, dass es das gibt, dass man das trennt, von daher würde ich den alten, die alte Grundregel, die es im BDSM gibt, kommt drauf an und jeder wie er mag. Also, ich möchte es nicht trennen und ich sehe zwischen BDSM und Sex natürlich keinen Widerspruch. Kann beides parallel stattfinden, kann getrennt voneinander stattfinden. Ja, das soll jeder selbst entscheiden, fürchte ich.
Sebastian Okay, also dann würde ich vorschlagen, diese Seite aus dem Buch zu entnehmen.
Michel Ja, ja, ich glaube...
Cate Warte, warte, warte, ich mache das mal Warte Soll ich noch zerknüllen? Warte So, weg damit
Sebastian Hervorragend.
Michel Autsch, das war brutal.
Sebastian Die
Michel du eine Ahnung, wann dieses Buch gedruckt wurde? Das ist eine Antiquität. Das ist noch, die ersten Kapitel sind noch in Keilschrift.
Sebastian gibt's schon länger, als es BDSM gibt.
Cate Tja nun
Michel Gut, dann, soll ich oder möchtest du, Cate?
Cate Ne, ne, mach du mal
Michel Nee, dann mache ich. Subs müssen natürlich allen Tops gehorchen. Grundsätzlich und immer. Und ab der ersten Sekunde natürlich. natürlich. Ich finde, darüber muss gar nicht diskutiert werden, oder? Das ist eindeutig wahr.
Sebastian gibt's keine Subs mehr auf der Welt, verdammt.
Cate Ich überlege gerade, steht das dann bei jedem auf der Stirn?
Michel Ach
Cate Also, als Sub müsste ich dann überall hingehen und nachfragen? Und bist du ein Dom?
Michel so, du meinst so im Supermarkt oder so?
Cate Ich muss dir ja gehorchen, hast du einen Wunsch? Ja, genau.
Sebastian Dafür ist doch der Ring da.
Michel Ring.
Cate Achso.
Sebastian Der Ring, sie alle zu knechten.
Cate Ah, okay. Ach, den muss ja dann auch jeder tragen. Genau, okay.
Michel Plötzlich ergibt alles einen Sinn.
Cate Gott, ich bin gar keine Sub.
Michel sehe uns plötzlich in so einer Welt von Handmaid's Tale oder so. Es ist irgendwie plötzlich sehr gruselig. Mhm.
Cate Ja, ein bisschen schon. Ich möchte das nicht.
Sebastian ich glaube ja,
Cate Ich möchte das selber entscheiden dürfen.
Sebastian das sollst du bitte.
Cate ich mag das buch jetzt schon nicht
Sebastian Es ist ja auch die Frage, auf wen wirkt eine Person dominant und was harmoniert miteinander und wer und wobei ich zugeben muss, ich habe ja, ich muss da leider mal zurückgreifen, eine Folge aufgenommen zum Thema O-Abende, also diese Partys, Excede Rossi und dieses ganz strenge Protokoll und innerhalb dieser Party an diesem Abend gilt natürlich genau das, die Subs gehören oder gehorchen allen Herren, die dort sind. Aber ich glaube, das ist halt auch ein ganz spezieller Kink, den man mögen muss und der ist natürlich zeitlich begrenzt und da hat man auch seinen Top dabei, der natürlich aufpasst. Das kann schon Nervenkitzel haben, aber ich glaube, mehr als einen Abend, das muss man glaube ich echt nicht haben, oder? oder? Ich
Michel Nee, also ich finde das ein super Beispiel. Gerade diese Partys, wo man, gerade dass man Dass man speziell dafür ja Partys veranstaltet, zeigt ja, dass es nicht der Alltag ist, sonst müssten wir ja keine Partys dafür veranstalten. Und deswegen finde ich das ein perfektes Beispiel, weil diese Partys sind genau das. Man ist als Dom Herr über alle anwesenden Subs, was zeitweilig total super ist und man ist als Sub allen anwesenden Doms unterworfen oder Tops unterworfen und das ist in diesem begrenzten Rahmen an diesem Abend in dieser geschützten Atmosphäre, die so eine Party ja am Ende ist, weil da kommt ja nicht von draußen plötzlich ein Schwall neuer Leute rein oder so, die gar nicht wissen, was passiert oder so. Und von daher ist das ein perfektes Beispiel, warum sowas sehr geil sein kann in so einem Kontext, aber natürlich nicht alltagstauglich ist.
Cate aber dass das vielleicht so ein bisschen auch den den ursprung haben könnte in erst kommunikation beispielsweise über den Joyclub oder über irgendwelche anderen dating plattform ich kenne das leider aus eigener erfahrung eben auch dass sobald das profil irgendwo richtung richtung sub geht dass sich relativ schnell Nachrichten häufen, in denen Doms oder dominante Personen erste Nachrichten verfassen, wo dann gleich gefordert wird, knie nieder, schick mir ein Foto von dir, wenn du das nicht machst, dann bist du keine richtiges Sub, weil du musst ja gehorchen. Jedem Dom. Also ganz weit hergegriffen ist es halt wirklich nicht. Ich glaube, dass das entweder Unverständnis ist, dass Sub vielleicht doch einen eigenen Willen haben könnte, oder dass es einfach ein falsches Verständnis insgesamt auch von BDSM sein könnte. Ich glaube aber, dass es halt wirklich ein Phänomen ist, was nicht sehr selten ist.
Sebastian glaube, dass die Erfolgsquote gar nicht so gering ist und egal, ob jetzt also welches Geschlecht, aber wenn ich dann Sub bin und ich traue mich in so eine Plattform und melde mich frisch an und habe hier jahrelanges Kopfkino und jetzt kommt da jemand, der genau das, was ich in meinen geheimen Fantasien erregend finde, knie nieder, mir als erstes schreibt. Also ich fürchte, die Erfolgsquote ist da höher, als sie sein sollte und deshalb funktioniert das und dann hört man natürlich auch nicht auf, wenn es ja funktioniert.
Michel vielleicht, oder jede irgendwann mal durch, dann zu kapieren, das ist im ersten Moment für den ersten Tag, für den zweiten, dritten Tag vielleicht noch spannend und wird dann halt relativ schnell schal, weil dann halt irgendwann doch die Substanz fehlt oder so, oder weil es halt am Ende dann doch nicht so befriedigend ist, nackt alleine vorm Rechner zu knien und keine Realität da rein zu bringen oder so, was ja dann oft mit einher geht. Ja, Ja, aber gut, wenn man sagt, das ist jetzt meine erste Erfahrung gewesen und dann habe ich was daraus gelernt und für so lange, wie es gedauert hat, war es geil. Ja gut, warum nicht? Ich finde, man sollte vielleicht nicht auf dem Level dann stehen bleiben mit der BDSM-Erfahrung, das wäre schade.
Sebastian ganz ehrlich, aus Top-Sicht habe ich dieses das macht doch keinen Spaß. Wenn da irgendjemand ist und Sub und dann sage ich meine Anweisung und dann passiert das. Dann habe ich mich nicht darum bemüht, dann wurde ich nicht erwählt, dann ist das nicht exklusiv in irgendeiner Form. Ich habe nichts dafür getan. Entschuldigung. Außer entscheiden. Ich bin jetzt Top. Ich finde, das muss ja auch eine gewisse Wertigkeit Und wenn eine so mich zu ihrem Top macht, ja, wenn die sich entschließt, weil er das sagt, tue ich das. Großartig. Und wenn dieses ganze Bemühen dahin, die Finger schmutzig machen und einfach gucken, dass man sich da beweist, wenn das wegfällt. Ja, ist halt langweilig, würde ich sagen.
Michel findest du dann beliebig für dich
Sebastian Ja, definitiv.
Michel also, okay ja, aber es zeigt schon wieder, dass es ja unterschiedliche Motivationen und unterschiedliche Antriebe dafür gibt, warum man das macht
Sebastian Aber Cate, da kann niemand Erfolg mit haben. War das zu keinem Zeitpunkt in deinem Leben mal spannend, wenn man so eine etwas unverschämte Mail bekommt, wo man dann sagt, ah, das trifft mich jetzt. Natürlich sagt der Verstand nein, aber vielleicht sagt ja dann doch irgendwie die Gier so ein bisschen, ach ja, schon nett, aber nicht mit dem.
Cate also ich habe das ich bin da vielleicht irgendwie auch ein bisschen komisch ich brauche sehr sehr lange um genug vertrauen zu meinem gegenüber aufzubauen also ich könnte jetzt auch nicht einmalig irgendwo mit jemandem intensiv spielen den ich halt vorher nicht schon mindestens mindestens ein paar wochen abgecheckt habe und geschaut habe ob das mit denen mit dem damit den einstellungen übereinstimmt ich brauche da sehr lange und so ein anschreiben knie jetzt nieder da bin ich sofort raus also das widerspricht allem was ich sonst eben für mich brauche und ich Ich verstehe das durchaus, wenn da für jemanden der Reiz dann auch da ist, aber für mich ist das definitiv nichts. Also du hast es so schön gesagt, also dieses, dieses, dieses leichte, dieses Rantasten und dann Sub lässt es zu, dass das Gegenüber es dominiert oder sie oder ihn dominiert. Das ist für mich eben auch so ein wichtiger Punkt. Also ich möchte das freiwillig geben, weil das Gegenüber zu mir passt oder weil es mein Vertrauen eben bekommen hat oder sich irgendwie, ich will nicht sagen verdient hat, das klingt immer so blöd, aber weil es halt zwischenmenschlich passt. Und das kann nicht nach einer Nachricht schon so sein. Also für mich zumindest nicht.
Sebastian Ich mag nochmal so den anderen Punkt reinbringen, weil wir sprechen natürlich jetzt unweigerlich ein bisschen von der Kombination männlicher Top, weiblicher Sub. Andersrum, männliche Subs, da ist natürlich so ein gefühltes Problem, weil es einfach zu wenig Femdoms gibt und da scheint das ja eher mal zu klappen, weil da kriegt man halt nicht mehr so viele Mails.
Michel ja, ja, ja das glaube ich durchaus auch dass das in diese Richtung durchaus öfter mal eher funktioniert wahrscheinlich oder, naja, ob es eher funktioniert also es kommt es fällt auf fruchtbaren boden vielleicht sag ich es mal so ja aber ja
Sebastian Wollen wir das, dass es so ist? Nee, ne? Also ich hab
Michel für mich hat halt also
Cate glaube, dass es halt wirklich einfach die Verzweiflung vielleicht auch manchmal schon ist, gerade weil es halt relativ wenig weibliche Dommes gibt, dass sich viele männliche Subs dann einfach wie auserwählt fühlen oder das Ziel irgendwo dominiert zu werden, dass es dann halt einfach näher rückt und dass man dann vielleicht auch wirklich nach solchen Strohhalben greift. Ich kann es irgendwo nachvollziehen, auch wenn ich es nicht optimal finde.
Michel ich kann für mich sagen für mich hat BDSM halt schon irgendwie was mit sich füreinander entscheiden zu tun also und das was was da jetzt beschrieben wird hat halt was eher mit Wahllosigkeit Und Wahllosigkeit kann auch mal heiß sein, aber ist halt für mich zumindest nichts, was für mich halt funktioniert. Also da, nö, nö.
Sebastian glaub, jede submissive Person hat einfach einen gewissen Wert und dem sollte sie sich bewusst sein Und da spielt das Geschlecht keine Rolle.
Michel Ja,
Sebastian Und ja, an der Stelle, der Markt regelt alles. Aber das nun gerade nicht.
Michel so kann man es auch sehen.
Sebastian Also da funktioniert es einfach nicht. Aber ich glaube auch die Seite Cate, die muss leider verschwinden.
Michel fürchte, ja, ja, ich glaube, ja,
Cate Soll ich das nochmal rausreißen?
Sebastian Bitte reiß sie raus.
Michel ja, ja, mach nochmal, ja.
Sebastian aus.
Cate warte, warte. Oh, die ist aber hartnäckig, warte.
Michel Ich fürchte, ich fürchte, am Ende ist aus dem dicken goldenen Buch so eine Art Schnellhefter geworden, weißt du?
Sebastian Wir finden noch was Gutes.
Michel Das ist dann
Cate so ein gerupftes hühnchen als buch genauso
Michel der goldene Schnellhefter.
Sebastian Cate, du hast bestimmt was gefunden. Eine Seite, die vor Weisheit erstrahlt.
Cate nur eine seite sondern ein ganzes kapitel sogar als das nicht unglaublich es gibt nämlich solltest du auch sein es gibt nämlich im goldenen buch ein kapitel darüber wie erfahrene Subs umerzogen werden können so dass sie nämlich nämlich auf den nächsten Dom gut passen.
Michel Jetzt bin ich gespannt. ja, okay. Das heißt, was bedeutet das in der Praxis? Also, wenn ein Sub zu erfahren ist, dann muss umkonditioniert werden, oder wie?
Cate Ganz genau, ganz genau.
Michel Ja.
Sebastian Achso, die Vorgängermacken quasi alle wieder austreiben, ja.
Michel Ja, ja.
Cate Genau.
Sebastian krieg das Wort erziehen, da krieg ich schon die Krise. Mein Ziel ist ja immer das Gegenteil. Mein Gegenüber zu verziehen.
Michel Oh, das finde ich gut.
Sebastian Erstmal spricht was gegen erfahrene Erfahrene Subs, weil ich habe manchmal das Gefühl, die machen manchen Leuten echt Angst. Um Gottes Willen, Subi hat zukünftig, Subi hat 20 Jahre Erfahrung, ich bin seit einem Jahr dabei, da gehe ich nicht ran.
Michel Da gehe ich nicht ran, ist eine spannende Formulierung.
Sebastian Also ist das ein Problem? Weil bei Tops ist ja der Erfahrungsunterschied immer gut. Erfahrener Top, super. Boah, ich
Michel Ja.
Cate Ich glaube, dass da wirklich mit reinspielen kann, dass man den Wünschen und den Bedürfnissen möglicherweise nicht gewachsen ist, weil durch Erfahrung kommen ja auch bestimmte, oder vielleicht bestimmte Praktiken, die man besonders mag oder die man besonders schätzt und bestimmte Erfahrungen, die man halt auch auf sehr tiefer Art und Weise eben schon gemacht hat, dass da möglicherweise vom dominanten Part so ein bisschen die Hemmung kommt, kann ich das überhaupt nochmal abliefern? Kann ich das nochmal geben? Kann ich das vielleicht sogar noch irgendwo toppen, dass es nochmal besser wird als das, was schon mal empfunden wurde? Ich kann mir schon vorstellen, dass das zumindest hemmend wirken kann.
Sebastian habe eine Erfahrung gemacht, als ich in die Szene reingegangen bin, meine erste Spielpartnerin war nämlich genau 20 Jahre mehr erfahren als ich und das waren nur ein paar Monate, aber ich gebe ehrlich zu, was besseres hätte mir nicht passieren können, ich habe so viel gelernt, um Gottes Willen, ja, also das rechne ich ihr hoch an, dass sie mir wirklich da viel Vorschusslorbeeren gegeben hat und dann durfte ich lernen und ausprobieren Und habe natürlich dann eine Ressource vor mir gehabt, die genau weiß, was man macht und was man nicht macht und was eigentlich das erwünschte Ziel ist.
Michel aber
Sebastian Und das war nicht ganz so blind. Also mir hat es gefallen und ich würde nicht sagen, dass das ein Problem ist.
Michel heißt ja auch wahrscheinlich, dass du dann zum Beispiel auch Feedback bekommen hast und gesagt hast, dass du dann vielleicht gehört hast, ich mutmaße jetzt, naja, also weißt du, was du da gemacht hast, probier es doch mal so oder so, weißt du, also dass dann auch mal so Manöverkritik oder so kam, wie gesagt, ich mutmaße das und das siehst du und das sind ja zum Beispiel Dinge, die so mancher Dom, von dem ich so gehört habe, sag ich mal, gar nicht vertragen könnte.
Sebastian Ohne Ende. Ohne Ende. Und vor allem dieses,
Michel Da braucht es ja also dann schon...
Cate meinst, weil Dom immer perfekt ist und keine Fehler macht.
Michel Ja, naja, weil Dom natürlich, so mancher Art von Dom den Anspruch hat, sowieso alles zu wissen und zu können und sich dann von Sub anzuhören. Also das, was du da... Mach das doch mal lieber so. Also da reagiert ja mancher ganz allergisch drauf.
Sebastian ich weiß, dieses Vorwurfsvolle, jetzt wäre es mal langsam Zeit, dass du auch mal eine Ohrfeige austeilst und ich dachte, das macht man doch nicht, das steht auf meiner um Gottes Willen erweiterte fiese Praktik und so weiter und so fort. Ja, da muss man, ja was heißt Schritt halten, aber ich sehe das als Einladung. Hallo, da ist etwas, das machst du jetzt nicht, du kannst es aber ausprobieren, ich bin dafür bereit, ich würde mich freuen. freuen. Und so eine Einladung ist natürlich schon irgendwie cool und dann heißt es ja nicht, dass man voll Karacho loslegen muss, sondern man kann ja dann trotzdem vorsichtig probieren und man glaubt gar nicht, wie schnell man dann auf einem Level ist, wo auch die erfahrenste Sub irgendwann sagt, Mann, Gang runterfahren, bitte. Dann muss man sich das, die Kritik wieder anhören, aber auch das ist gut.
Michel Was ja?
Sebastian Hauptsache, man kriegt die Kritik.
Michel Das kann ich mir dann wiederum sehr schmeichelnd vorstellen, wenn die erfahrene Sub dann irgendwann zu dir sagt, jetzt mach mal ein bisschen langsam. Langsam. Ne, also ich, ja, ich kann das, ich kann das, ich finde das spannend, also ich wusste das jetzt nicht, dass du, dass du diese Erfahrung so hattest und, und dass das bei dir so war, ich finde es total spannend und ich, das zeugt halt, das zeugt halt von, von einer gewissen inneren Stärke halt, wenn man sagt, ja, ich lasse mir dann auch gerne von Sub erklären, wie man es richtig macht oder so. Ich finde das total gut und ich glaube aber, dass mancher da, vor allem männlicher Dom, weibliche Sub wieder, wenn wir da von dieser heteronormativen Geschichte ausgehen, ich glaube, dass manchem Dom da doch ein Zacken aus der Krone fällt, wenn er in dem Fall dann die Erfahrung macht und sich da was sagen lassen muss. Ich glaube, das ist auch einer der Gründe, warum das in dieser Konstellation dann manchmal nicht so einfach ist, als erfahrene weibliche Sub jemanden zu finden, weil manche sich dann sagen, nee, ich lass mir doch, aber nee, also nö, das geht für mich gar nicht so, ne?
Sebastian hab vielleicht noch einen positiven Aspekt an der ganzen Sache.
Michel Jetzt bin ich gespannt.
Sebastian Also, wir Wir stellen uns mal vor, 15 Jahre submissive Erfahrung gemacht, alles ist immer irgendwie ähnlich und gleich und jetzt kommt dann eine Top-Person an und sagt, pass auf, bei mir läuft das ein bisschen anders. das? Dann ist das ja eine neue Erfahrung, eine andere Art von BDSM und dann ist ja dieses Umerziehen, also das, was weiß ich, die Sub hat immer zu knien. Anweisung, Sub kniet niemals. Auf gar keinen Fall. Keine Ahnung, aber vielleicht kann das ja auch wieder so ein bisschen Feuer reinbringen, damit es eben niemals langweilig wird.
Michel Plötzlich jemand, der es eben ganz anders macht, weil er überhaupt nicht so vorgeprägt ist, oder wie meinst du?
Sebastian Ja, oder weil er einfach grundsätzlich sagt, mir liegt diese Art von BDSM nicht, die in dem Buch drin steht. Vielleicht machen wir es mal anders.
Michel ja, ja. Weil
Cate glaube auch allgemein, wir haben jetzt eher so drauf abgezielt, was ist, wenn Sub erfahrener ist als Dom, aber wenn halt beide auch gleich viel Erfahrung haben, dann fällt ja der Teil zumindest schon mal weg. Aber wenn es jetzt eine erfahrene Sub ist, die vorher mit wem anders gespielt hat, ich weiß nicht, dann ist das, das tut ja dem Ganzen keinen Abbruch. Also du hast es ja gerade gesagt, dass dann auch nochmal neue Impulse gesetzt werden und neue Anregungen geschaffen werden. Aber insgesamt geht es doch im BDSM, das ist ja jetzt kein Wettkampf, es geht ja nicht irgendwo um höher, schneller, weiter, sondern es geht ja irgendwo auch darum, mit der entsprechenden Partnerperson irgendwelche neuen Eindrücke zu sammeln und nicht schon bestehende Eindrücke, die man von irgendwo anders mitgebracht hat, noch zu vertiefen und erweitern. Also ich kann mich zum Beispiel von jemandem schlagen lassen und es fühlt sich ganz anders an als mit einem anderen Partner, weil die Intensität eine andere ist, weil zwischendurch noch andere Sachen stattfinden und da ist es völlig egal, wie erfahren ich im Impact Play bin. Wenn ich das plötzlich mit wem anders erfahre, der zwischenzeitlich zum Beispiel gerne noch streichelt, was ich vorher nicht hatte, oder der, weiß ich nicht, der zwischenzeitlich noch eine Kamera laufen lässt, was ich vorher auch nicht hatte, dann ist es völlig egal, wie viel Erfahrung ich in dem Bereich gesammelt habe, weil es eine komplett neue Erfahrung sein kann, wenn ich ein neues Gegenüber dabei habe.
Michel es in einem ganz anderen Kontext plötzlich steht, meinst du?
Cate Ganz genau. Ganz genau. Und da ist es, also die Erfahrung, die ich vorher gesammelt habe, ist schön und gut, weil ich halt gelernt habe für mich, was mag ich, was mag ich nicht. Das kann immer hilfreich sein. Aber insgesamt, ja, insgesamt ist es ja trotzdem immer ein komplett neues Miteinander, wenn eine neue Person dabei ist.
Michel gerade lachen, weil du gesagt hast, BDSM ist kein Wettbewerb, höher, schneller, weiter. Den Artikel habe ich mal genau so unter dem Titel in meinem Blog geschrieben und das sollten wir uns wirklich alle immer ins Gedächtnis rufen. BDSM ist kein Wettbewerb. Es geht nicht darum, noch mehr Schläge, jedes Mal mehr Schläge auszuteilen, jedes Mal mehr Klammern anzubringen, jedes Mal sich zu übertreffen und irgendwie oder den letzten Dom oder die letzte Sub oder wie auch immer zu überbieten und so weiter. Das sollte da alles überhaupt keine Rolle spielen.
Cate oh,
Sebastian Schon wieder eine Seite, die weg muss. Verdammt.
Cate oh. Es wird weniger.
Sebastian Irgendwie könnte man meinen, dass wir das so geplant haben.
Michel wir finden bestimmt noch, wir finden bestimmt noch was, was bleiben darf.
Sebastian Ich glaube, ich bin wieder dran.
Michel Ja, aber erst muss die Seite entsorgt werden.
Cate Ja, warte, warte, warte.
Sebastian Cate, vollzieht das.
Cate nicht.
Michel Das,
Sebastian Es geht nicht.
Cate Oh,
Michel reißt du gerade das, es
Cate Ja, das ist ein Kapitel. Es ist ein ganzes Kapitel, was ich hier zerreiße. das dauert eine Weile, sorry.
Michel klingt mir, als würdest du das ganze Haus einreißen.
Cate Sebastian.
Sebastian Okay, dann nehme ich mal ein. Für eine richtige Session braucht man ein Drehbuch. Untertitel, Vorbereitung ist alles.
Cate Also alles, was kein Drehbuch hat, ist keine richtige Session?
Sebastian Ja, dann hat man halt miteinander irgendwie Kram gemacht, aber eine Session, hinterher schreibt man das ja dann auch auf und das ist ja dann quasi nochmal die Zusammenfassung.
Cate gehe mich mal beschweren.
Sebastian Also ein Drehbuch ist schon super, da kann man alles genau planen und dann hält man sich vor allem auch dran und das ist ja auch wichtig, um Grenzen einzuhalten und wenn da steht 27 Schläge mit dem Stock, dann 14 mit der Peitsche, danach 6 Mal streicheln, dann weiß man ja auch woran man ist, das macht die Session wesentlich einfacher. Oh Gott.
Cate Hat Sub da Mitspracherecht?
Michel stelle mir gerade vor, seit
Sebastian Wer das Drehbuch schreibt, steht nicht im Buch.
Michel wann ist er,
Cate Also weiß Sub? Achso, also könnte ich dann, könnte ich dann meinem Dom dem nächsten Drehbuch vorlegen und könnte sagen, dann schreibst du dann dann kriege ich hier fünfmal den Rohrstock und bin ich dann der Wunschzettel-Sub
Michel welcher Welt hat den Sub überhaupt, Überhaupt, in welcher Welt hat ein Sub überhaupt irgendein Mitspracherecht? Hallo?
Cate und steht dann in dem drehbuch auch drin und jetzt sagt Sub oh ja bitte noch mehr weißt du also somit mit mit sprechen die sprechblasen sind was anderes Aber somit mit Textvorgaben.
Michel Das, was du meinst, sind Comics, genau.
Sebastian Ja, und Timecodes, ne? Ja, also es ist vollkommen klar, dass das natürlich einem strengen Protokoll folgt und
Michel ich stelle mir gerade vor, wie du sagtest gerade, dann steht im Drehbuch fünfmal streicheln und ich stelle mir gerade vor, scheiße, ich habe jetzt sechsmal gestreichelt.
Cate Wir
Michel Boah, jetzt bin ich raus, verdammt.
Sebastian Apropos Safeword.
Cate müssen dann der Szene nochmal von vorn anfangen.
Michel Abbruch, genau, genau.
Cate Genau.
Sebastian Ja, aber kann ich doch ein guter Aspekt sein, dass wenn man sagt, Mensch, wir wollten das schon immer mal machen und das ist vielleicht auch aufwendig vorzubereiten, dass man, man spricht ja auch drüber, oh, ich möchte mal das und das erleben und dann einigt man sich, dass das passiert und dass man sich vielleicht ein paar Punkte aufschreibt. Vielleicht ist es kein Drehbuch, sondern eher so eine Übereinkunft. Ja, wir wollen mal etwas Aufwendigeres miteinander machen und wollen uns auch darum kümmern und wenn wir gucken, dass die Stimmung passt, dass wir dann auch diesen Wunsch umsetzen. Ich sag mal, Spiele mit Nadeln zum Beispiel, da muss man den ganzen Kram vorher räumen, die ganzen Handschuhe und Desinfektionsmittel und das Zeug vor allem auch kaufen und sich vielleicht über ein Motiv Gedanken machen.
Michel dem Kaufen geht es schon mal los, ja.
Sebastian Also, Vorbereitung finde ich jetzt per se nicht schlecht für bestimmte Sachen, die man dann auch genießt und wo man sich eine Woche vielleicht darauf freut, oh ja, am Freitagabend, da wird es dann schön und dann machen wir die Sache mit dem Planschbecken.
Michel Ja,
Sebastian Also das ist vielleicht kein Drehbuch, aber so eine Übereinkunft. Wir wollen was machen, was spontan vielleicht nicht so funktioniert. Oder,
Michel will ich wissen, was die Sache mit dem Planschbecken ist.
Sebastian das verrate ich nicht.
Michel Verdammt!
Sebastian Oder auf einer Party, wenn man sagt, ich möchte gerne mal so wie mit zwei Tops verhauen. Es ist natürlich sinnvoll, dass man vorher mit Leuten spricht, dass das auch die richtigen sind und dass das alles passt und dass Sub auch vorher so ein bisschen weiß, was auf sie zukommen kann. Und das würde ich schon als Drehbuch sehen. Aber ich glaube auch nicht, dass dadurch erst eine richtige Session entsteht. Aber ich glaube, dass aufwendige Sessions, dass die schon ein bisschen Vorbereitung brauchen und dass man sich das auch gönnen darf.
Cate ich absolut bei dir also ich finde das nicht verkehrt wenn man sich vorher gedanken darüber macht was alles passieren kann und was man sich vielleicht auch gegenseitig wünscht problematisch wird es wahrscheinlich dann bloß wenn man dann wenn fans habt dann vielleicht sagt du irgendwie mit den nadeln heute ich bin da jetzt nee ich habe mir das jetzt irgendwie spannender vorgestellt Ja, nun, jetzt ist es zu spät. Jetzt haben wir es aufgeschrieben. Augen zu und durch.
Michel haben wir die Nadeln schon gekauft und jetzt müssen sie auch benutzt werden.
Cate Genau,
Michel Die stecken sich nicht von alleine irgendwo rein, genau.
Cate dann wird es... Nein, also...
Michel Nein, also ich...
Cate Ne,
Michel Hm?
Cate mach du.
Michel Super. Also ich finde das tatsächlich gar nicht, überhaupt nicht abwegig. Also, weil für mich ist, also natürlich kann man eine Session, also Drehbuch ist so ein plakatives Wort. Drehbuch klingt so wie Ablaufplan, wie man muss sich punktgenau dran halten und wenn man abweicht, dann ist alles falsch und dann hat man irgendwas falsch gemacht und so. Das ist natürlich Quatsch. Aber einen Plan zu haben, also ich habe eigentlich immer einen Plan. Wenn ich weiß, dass es irgendwie zu einer Session, zu einem Treffen oder zu was auch immer kommt, dann habe ich immer zumindest ein paar Punkte im Kopf, zumindest womit ich vielleicht starten will oder worauf ich Lust habe oder worüber wir gesprochen haben, worauf sie Lust hätte und so weiter. Also ein bisschen was habe ich immer mir überlegt und ein bisschen was vorausgeplant. Aber bei solchen Plänen ist es halt so, die kann man sich halt vornehmen und kann sich überlegen, aber man darf halt einfach nicht dran kleben und sagen, nee, nee, nee, halt. Also das hatte ich mir jetzt aber anders vorgestellt. Nee, das ist jetzt hier zwar gerade schön, aber wir müssen jetzt weiter, sonst kommen wir nicht durch, sonst kommen wir mit meinem Plan nicht zu Ende oder so. Also sich was vornehmen, finde ich total okay. Und wie gesagt, ich habe immer so ein bisschen was vor im Kopf und habe geplant und überlegt, aber man muss halt als Dom, der die Situation irgendwie steuert, immer bereit sein, in jeder Sekunde auch den Plan über den Haufen zu werfen und zu sagen, so, und ab jetzt mache ich halt ganz anders. Weil die Situation es gerade hergibt, weil es irgendwie spontan sich so besser anfühlt oder warum auch immer. Ja,
Cate improvisation ist halt ganz wichtig dass du das dass du reagieren kannst auf bestimmte auf bestimmte umstände die sich vielleicht verändert haben zu dem was im plan und im kopf irgendwo stattgefunden hat im vorfeld
Sebastian der Plan überlebt natürlich immer nicht den Kontakt mit der Wirklichkeit. Ich glaube, ich wäre dafür, die Seite nicht rauszureißen, aber die Überschrift vielleicht ein bisschen umzuformulieren. Also ich würde sagen, wir streichen das Wort richtige und das mit dem Drehbuch auch und dann kommt da, ich lese mal vor, was bei rauskommt. Eine richtige, aufwendige, nein, eine aufwendige, besondere Session kann von Planung profitieren.
Cate ich hab's ausrufezeichen so
Michel hervorragend.
Sebastian Was Konstruktives, sehr schön.
Michel Endlich. Wir kommen, wir kommen in Schwung. Wir kommen, wir kommen in, es läuft, es läuft.
Sebastian kriegen ein Konzept. Michel, du musst.
Michel Ja, das ist mir zu ähnlich. Ich hatte hier was überlegt, aber das ist mir zu ähnlich zu dem, was wir schon gesagt haben. Tabus sind nur Empfehlungen.
Sebastian Naja,
Michel Allgemeines Murmeln und Unwohlsein und ja, das
Sebastian weil Tabus ist ja schon Flexibilität so eine Sache. Also,
Michel kommt drauf an.
Sebastian wenn ich überlege, wie viele Tabus ich hatte, als ich, also bevor ich wirklich was gemacht habe und wie viele ich dann davon überschritten habe, also meine eigenen Tabus, weil Dinge plötzlich doch interessant sind was eben vom Gegenüber abhängt ich finde Tabus extrem wichtig, weil das sind einfach ganz knallharte, klare Punkte, da geht es nicht weiter aber zumindest kann man darüber sprechen sich da heranzutasten und vielleicht kann man ja auch Dinge für sehr schön gewinnen, ich nehme jetzt mal die Ohrfeige von eben das stand natürlich auf meiner Tabuliste, dass das überhaupt nicht geht damals
Michel Man haut keine Mädchen.
Sebastian ja und vor allem nicht ins Gesicht Und überhaupt, und das ist ja eine Sache, also das war für mich damals völlig aussichtslos. Ich muss aber gestehen, ja, das kann manchmal extremst hot sein, weil das einfach die Situation um 180 Grad wenden kann. Also, so gesehen, ein Tabu, was ich verloren habe und man muss nicht überreden und sagen, jetzt muss das Tabu langsam mal weg, wir kennen uns jetzt seit drei Monaten. Das geht nicht und das hat auch nichts mit Vertrauen zu tun. Ich glaube, das ist, Tabus sind Kommunikation und wenn nicht viel Kommunikation stattfindet, sind Tabus wenigstens schnell aufzählbare Basispunkte, wo man sagen kann, die und die sind es und die gelten für dich, die können ja auch personenabhängig sein.
Michel Also ich bin immer, ich bin immer, ich unterscheide das, wenn es um mein persönliches Spiel geht, unterscheide ich zwischen Tabus und Grenzen. Also Grenzen sind etwas, wo ich sage, oder wo derjenige Mensch sagt, im Moment nicht, kann ich mir im Moment nicht vorstellen, will ich aber nicht für immer und ewig ausschließen.
Cate Ah, danke.
Michel Ähm, und, äh, Tabus sind etwas, wo ich sage, nee, sehe ich in absehbarer Zeit nicht, dass das jemals, äh, irgendwie, und, äh, wenn das für dich absolut notwendig ist, dann passt das, glaube ich, mit uns nicht. So, also die Grenzen sind so immer die kleinen Geschwister der Tabus sozusagen und ja, also klar, klar entwickelt man sich über viele Jahre, entwickelt man sich und dann macht man auch mal Sachen, die man früher für sich selber als Tabu gesehen hat und so weiter. Das ist aber, das ist ja nochmal eine ganz andere Dynamik, als wenn es darum geht, also du hast da gerade zwei Sachen zusammengebracht, du hast selber für dich rausgefunden, dass dich Dinge dann doch reizen, das ist völlig legitim, völlig verkehrt wäre es aus meiner Sicht, wenn irgendjemand zu dir gesagt hätte, na komm, na komm, mach doch, ich weiß, du willst das nicht, aber komm, mach doch. So dieses Drängen und Pushen, das wäre was ganz anderes. Also da so unterscheide ich dann und an Tabus ranzugehen, also Tabus lasse ich gelten, es sei denn, es kommt halt irgendwann, du, ich habe es mir doch anders überlegt, Grenzen können was sein, wo man ja ganz gezielt gemeinsam, weil beide das wollen, hinarbeitet und sagt, wollen wir mal gucken, ob wir da nicht vielleicht mal drüber kommen oder so. So.
Sebastian Ich finde die Unterscheidung gerade sehr schön. Ich weiß nicht, wie einfach es ist, Dinge, die man nicht machen möchte, in diese beiden Kategorien einzusortieren. Ich glaube, das ist sehr fluide.
Cate Darf ich ganz kurz? Also ich habe da irgendwie scheinbar eine andere Definition.
Michel Na?
Cate Also für mich sind es halt wirklich weiche Grenzen und harte Grenzen. Ich weiß zum Beispiel, das war es.
Michel Dritte Meinung, dritte verschiedene Variante.
Cate Ja, genau. Wir müssen uns hier noch ein paar neue Leute einladen und die sagen das nochmal ganz anders.
Michel Sehr schön, finde ich gut.
Cate Also ich habe tatsächlich weiche und harte Grenzen.
Michel Stühle, eine Meinung. Ach nee, das war was anderes.
Cate Zu meinen harten Grenzen zählen beispielsweise solche Sachen wie Bloodplay, also alles, was invasiv Blut hervorruft, also fließendes Blut. ebenso halt wie nadeln und und weiche grenzen die sind halt variabel je nach stimmung je nach person und und tabus ist für mich halt irgendwie was ganz anderes wir haben da auch schon mal eine folge darüber gemacht also ich mag es tatsächlich mit tabus zu spielen also gerade das was ihr schon gesagt habe die die die ohrfeige dass das spucken ins gesicht beispielsweise also das sind für mich drei verschiedene sachen und wie
Michel Ja, Entschuldigung. Ja, Entschuldigung, Cate, aber das ist jetzt, glaube ich, schwierig sprachlich, weil das, was du meinst, sind gesellschaftliche Tabus. Tabus.
Cate genau ganz genau
Michel Mit denen zu spielen, das ist ja nochmal, aber ich glaube, diese Art Tabu ist nicht gemeint. Ich glaube, das Wort Tabu in dieser Thematik, in dieser Überschrift ist das, was du als harte Grenzen bezeichnest. Weil das andere mit gesellschaftlichen Tabus zu spielen, das ist aus meiner Sicht ein Kern von BDSM, dass man damit Lust und gerne und genussvoll gesellschaftliche Tabus bricht, siehe Ohrfeigen oder so, oder Natursekt-Spiele oder was weiß ich was. Aber das hat, glaube ich, mit dieser Thematik von Tabus, harten Grenzen etc., glaube ich, ist damit nicht gemeint. Ach
Cate genau deswegen hätte ich jetzt zum beispiel als ich die kapitel überschrift gelesen habe tabus sind nur empfehlungen hätte ich das tatsächlich noch positiv gelesen weil es ja gerade wenn also wenn wir wenn wir in diesem Bereich Tabu als gesellschaftliches Tabu definieren, dann ist es im BDSM eine Empfehlung.
Michel so. Achso.
Cate Und so gesehen hätte ich das Ding stehen lassen.
Michel sag ja, es ist sprachlich interessant und schwierig.
Sebastian Okay, okay, okay. Also das ist
Michel Wir verstehen alle drei das Wort unterschiedlich und haben eine andere Definition davon. Sehr spannend.
Sebastian natürlich jetzt ein Haken, weil was machen wir daraus? Also wir können die Seite natürlich vernichten oder wir können halt gucken, ob wir das nochmal gucken, also gesellschaftliche Tabus, da stimme ich Michel zu. Das ist eine Sache, eine Person, die sagt, ich mache BDSM, die bricht automatisch Tabus. Ja,
Michel Und das meistens mit viel Freude und viel Lust.
Sebastian ich glaube, das machen auch alle anderen Menschen. Ein Tabu bricht jeder irgendwie in eigene vier Wänden.
Michel Ja, ja, aber im BDSM ist es halt wirklich aus meiner Sicht Kern.
Sebastian Das
Michel Also in so viele Dinge schlagen, sich gerne schlagen lassen, sich erniedrigen lassen etc. So viele Dinge, wenn man sie zurück auf den Kern verfolgt, beruhen auf gesellschaftlichen Tabus. Also so viele Kicks und Kinks. Aber wenn wir das, wenn wir ja umschreiben können, dann können wir ja das Kapitel umbenennen in gesellschaftliche Tabus sind nur lose Empfehlungen.
Cate Ja, und mir würde der Rest halt dann noch fehlen.
Sebastian ich mit.
Cate Also das ist ja jetzt nur meine Auslegung von Tabus.
Michel Naja, das, nee, nee, wir müssen, genau, wir müssen dann, ja, da müssen wir ein Extrakapitel dann für, also
Cate Da fehlt ja der zweite Teil.
Sebastian Ich versuche mal zu sagen, Tabus sind etwas, das verhandelt man nicht miteinander, sondern wenn die fallen, dann ist das etwas, was die Person, die dieses Tabu hat, selbstständig verhandelbar macht. Ach, oh Gott, ist das kompliziert ausgedrückt. Also wenn ich ein Tabu habe, dann kann nur ich und nicht mein Gegenüber sagen, ja, vielleicht mag ich da vielleicht mal was dran ändern. Aber ansonsten darf und sollte nicht dazu gedrängt werden, da drüber hinweg zu gehen.
Michel für einen T-Shirt-Spruch reicht es noch nicht, da müssen wir noch ein bisschen griffiger formulieren, aber grundsätzlich, nachdem man uns jetzt zugehört hat, weiß man, was du meinst, ja.
Cate Okay,
Sebastian da. Ja, oh Gott, es ist später am Abend.
Cate So, sehr schön.
Michel Ja, wie gesagt, also als T-Shirt, als Slogan auf dem T-Shirt reicht es noch nicht.
Sebastian Ah, nur eine kleine Schriftgröße, ne? Dann passt das schon.
Michel Das wäre eine sehr, ja, da muss aber jemand sehr nah rankommen. Wenn sie das lesen können, sind sie zu nah dran, ja,
Cate Ja,
Michel So, Cate, na klar.
Cate wollen wir noch eins? Covern, Safewords und Aftercare sind nur etwas für Anfänger.
Michel Oh, jetzt geht es ans Eingemachte.
Sebastian ich werfe mal rein, alles davon sollten Anfänger machen, machen auch Anfänger und wenn man dann Erfahrung hat, hört man mit diesem Kram auf und dann ist das irgendwann doof, also ist schon eine gute Idee, das sogar beizubehalten, also Safeword mag ich noch zur Verhandlung aussetzen Covern, also ich lasse mich auch covern als Top, wenn ich irgendwo unterwegs bin und Aftercare ganz ehrlich also das
Michel Jetzt bin ich gespannt.
Sebastian braucht man halt Geheilt,
Cate Aftercare kann weg
Sebastian diese kannst du gerne machen, aber nein, also bei Aftercare geht ja in beide Richtungen, also nicht Top, betüddelt, Sub, bis Sub sich wieder toll fühlt und die Wunden alle geheilt sind, sondern das ist ja was für beide.
Michel Weg.
Sebastian Wer
Michel Siehst du, Cate, da merkt man, wie gut der Sebastian uns zuhört. Das ist nämlich unsere letzte Folge, die wir gerade aufgenommen haben, Aftercare für alle. Da hat der Sebastian genau unseren Konsens, den wir da gefunden haben, so zusammengefasst.
Sebastian weiß, wo ich das her habe.
Michel Ja, ich sag ja, ich sag ja, Covern,
Sebastian Vielleicht ist das eine neue Erkenntnis gerade. Ah,
Michel Safeword und Aftercare ist was für Anfänger.
Cate du hast du hast gesagt du würdest das Safeword außen also rausklammern wollen warum Warum?
Sebastian Safeword, das ist so, das kann blöd sein, weil das so eine Feedback-Wirkung hat. Also Safeword ist eine super Sache, das ist wichtig, sollte man haben, muss man machen. Aber das Problem am Safeword ist, da ist jetzt etwas, ein Code-Wort, das Sicherheit bietet, die es gar nicht gibt. Also, blöde Situation, Top verhaut Sub, Top will mal so richtig was machen und denkt sich, naja gut, sie wird schon das Safeword sagen, ich bin jetzt auch wieder bei, aus meiner persönlichen Perspektive, also, das hilft ja auch nichts, ich komm da nicht raus, aber ist eigentlich egal wer, aber man macht und tut und irgendwann wird ja das Safeword kommen und damit ist die Situation zumindest so weit gerettet, dass keine Grenze überschritten wird. Jetzt ist nur, da hat er das Problem, da ist ja so ein sozialer Zwang, so möchte das Safeword vielleicht nicht sagen, man möchte ja genügen und genau, also kommt es nicht oder aber die Situation ist schon soweit eskaliert, man hat es nicht gemerkt, das Safeword kann nicht mehr kommen, weil der Heulkrampf bei Sub einfach da ist oder ich weiß nicht was, keine Ahnung.
Michel und gefallen,
Sebastian Also Top wiegt sich in Sicherheit. Es gibt ja dieses Safeword, dieses Instrument, was dafür sorgt, dass hier nichts zu Schlimmes passieren kann. Es gibt aber durchaus Fälle, wo das eben nicht kommt. Und das mag Verantwortung auf beiden Seiten sein, aber das Safeword als solches finde ich nicht, dass es etwas ist, auf das man sich blind verlassen sollte. Also, ich sehe das auch ein bisschen als Gefahr, wenn man damit zu sorglos umgeht. Das ist halt eine Mechanik, Spielmechanik, die schon auch mit Bedacht eingesetzt werden sollte. Und ganz ehrlich, wenn Sub sich anders verhält als sonst, dann muss ich halt vielleicht einfach mal aufmerksam sein, gucken, was gerade los ist und nicht drauf pochen. Safeword ist ja nicht genannt worden, es ist also noch alles safe. Das ist es eben nicht. Und deshalb finde ich den Begriff Safeword ganz schwierig. Und so wie es Anfängern erklärt wird, ist es meistens, wie ich persönlich finde, zu kurz gegriffen, weil die denken eben, das ist ja das Ding, bis dahin kann ich gehen und dann so lange ist ja alles gut. Und das ist halt nicht so.
Michel enthebt halt nicht der Verantwortung, hinzugucken und aufzupassen und hinzufühlen.
Sebastian Genau, es ist keine populäre Meinung, die ich da habe, aber es ist halt so komplizierter, als der Satz sagt, sag das Safeword und dann hört alles auf. Nee, so einfach ist es nicht, wie ich finde.
Cate du, also was würdest du stattdessen nutzen? Oder wie ist denn da deine Strategie? Also gibt es etwas, was du stattdessen benutzt? Oder verlässt du dich dann, weiß ich nicht, auf reine Beobachtung? Oder wie machst du das?
Sebastian Also ich glaube, das ist ja so ein Spiel, also man geht ja bewusst das Risiko ein, dass es auch mal schief gehen kann. Das heißt, man muss erstmal gucken, dass man so ein bisschen schaut, dass eben, wenn es mal passieren sollte, dass man eine Grenze überschreitet, dass das kein, dass die Welt nicht zusammenbricht. Und dass man auch, dass Sub auch weiß, weiß, auch irgendwie emotional weiß, nein, nicht aushalten, bis nichts mehr geht, um zu gefallen, sondern Safeword ist ein Stück Kommunikation, das ist ein Signal und das ist ein wichtiges Signal. Also dass man diese Schuld erstmal wegnimmt. und ansonsten ist einfach dieses langsam steigern vielleicht gar nicht so blöd, dass man einfach guckt, dass man sein Gegenüber kennenlernt und dann merkt man ja schon ah, die Reaktion ist völlig anders als beim letzten Mal vielleicht halte ich mal inne, mach mal eine kleine Pause und gucke einfach mal wie ist die Situation also dass das einfach, ja das ist einfach dieser Kommunikationsstrang zwischen zwischen allen Beteiligten, dass der irgendwie erhalten bleibt und nicht nur auf ein Wort runter reduziert wird. Und das funktioniert sicher auch nicht immer, aber also es ist ein schwierig, ich habe kein Patentrezept, muss ich ganz ehrlich sagen. Ich bin zum Glück der,
Michel Also ich weiß nicht, ob das eine unpopuläre Meinung ist, aber bis jetzt kann ich alles unterschreiben, was du gesagt hast. Also das sehe ich eigentlich genauso. Weil ich finde,
Sebastian Shitstorm bitte bei Lustgewinn, bei Twitter posten, nicht bei mir. Danke.
Michel boah, das war
Sebastian Ich
Michel Nein, das ist... Und ja, Safeword kann natürlich sein, dass es einen in falsche Sicherheit wiegt, aber das heißt ja nicht, dass man es grundsätzlich weglassen soll, auf gar keinen Fall. Aber Safeword ist halt, ja, wie du sagst, es birgt diese Gefahren, es birgt manchmal eine falsche Sicherheit. Ich finde, es ist halt Teil der Kommunikation miteinander und je mehr man sich kennt und je näher und besser man sich kennt, desto mehr weiß man dann auch, wie sind die Reaktionen zu lesen, wie verstehe ich was, wie war es beim letzten Mal vielleicht oder in ähnlicher Situation und so weiter. Und dann wird eben viel mehr, ja, dann findet auf anderen Ebenen eben Kommunikation statt. Aber wie gesagt, ich kann dir da nur zustimmen. Also dieses, naja, ich kann hier so lange machen, wie ich lustig bin, weil wird ja schon irgendwann ein Safeword kommen und auf der anderen Seite dieses, oh Gott, alles bloß nicht das Safeword sagen, das ist natürlich geradewegs der Weg in die Katastrophe, das ist klar. Ja,
Sebastian habe nochmal eine Frage an Cate. Es kann ja auch mal spannend sein, zu zu wissen, ich habe jetzt keinen Ausweg, ich habe kein Safeword, das heißt, ich muss die Situation durchstehen und das kann ja auch ein Szenario, ein Kink sein, zu sagen, ich bin wirklich ausgeliefert. Und das ist vielleicht ja spannend, deshalb lässt man vielleicht das Safeword weg.
Cate ja bestimmt ja kann ich mir auch tatsächlich sehr spannend vorstellen aber auch da ist ja da ist ja ist ja viel vorher abgesprochen und viel vorher miteinander ausgelotet was Was geht, was geht nicht? Und auch in so einer Situation, also grundsätzlich würde ich mich persönlich in so eine Situation nur mit Menschen begeben, denen ich zu 100 Prozent vertraue, wo ich eben auch genug Zeit im Vorfeld hatte zu sagen, bis hierher und nicht weiter. Und in jedem Fall, den ich mir vorstellen kann, wo ich da konsensual irgendwo unterwegs bin, versteht oder kann mein Gegenüber auch dann noch an meinen Reaktionen lesen und hier ist Schluss. Also alles andere wäre halt, auch wenn ich kein Safeword habe, alles andere wäre für mich nicht denkbar. Und das ist halt auch wieder so ein Punkt, wo ich halt sage, ich brauche unglaublich viel Zeit vorher, um diese Kontrolle und um diese Macht irgendjemandem zu geben. Also da, das wird nicht innerhalb der ersten Woche oder des ersten Monats passieren und da wird viel vorher geredet und ausgelotet im Vorfeld. Ja, aber grundsätzlich, ich kann es mir absolut spannend vorstellen, dass man weiß, es ist jetzt völlig egal, wie viel Krach ich jetzt hier mache oder welche sonstigen Zeichen ich von mir gebe. Aber auch da wüsste ich, wenn ich mich in diese Situation halt begebe, dann wüsste ich immer noch, die, meine persönliche Grenze wird trotzdem maximal touchiert, aber nicht übertreten.
Michel also dieses Spiel mit der Gefahr letztlich, nein, nein, nein, finde ich gar nicht.
Cate Ist vielleicht nicht der Sinn der Sache.
Michel Dieses Spiel mit der Gefahr ist ja immer irgendwo Teil von BDSM und das steigert die Gefahr ja eben nochmal, dass du sagst, du verzichtest auf dein Safeword, ist ja nur eine andere Art von das Risiko erhöhen, mehr Vertrauen schenken, das Risiko erhöhen und so weiter.
Cate Vertrauen.
Michel Aber das kann und darf natürlich nie so weit gehen, dass man sagt, ja, und damit gebe ich grünes Licht, über alles hinweg zu trampeln. Das würde ja dann bedeuten, dein Gegenüber kann dich auch mit dem Auto überfahren oder was weiß ich was und du sagst immer, ja, ich hatte ja kein Safeword, bin ich ja, ist schon okay, war mit drin in der Vereinbarung.
Cate Genau.
Michel Also irgendeine Art Vereinbarung gibt es ja dann trotzdem noch und muss es geben. Wenn es gar keine Vereinbarung mehr gibt, dann ist es auch kein BDSM mehr, glaube ich.
Sebastian Vielleicht noch so ein Abschlusssatz, so ein Safeword ist auch eine rechtlich relevante Geschichte. Wenn es eins gibt und das wird beachtet, dann, ich glaube, dann ist man auch auf Partys oder so, man sitzt nicht so schnell mit einem Bein im Knast, also mit einem Bein schon, schon, aber nicht mit dem Zweiten, weil man dann ja eben schon noch eine Vereinbarung getroffen hat und gerade auf Partys sollte man, da gibt es ja so ein allgemeines Safeword und selbst wenn Paare keins haben, das, was da auf der Party gilt, das gilt. Punkt. Weil man damit alle anderen drumherum wirklich wahnsinnig macht und das finde ich sehr rücksichtslos, also zumindest im Umgang mit anderen BDSMern, die man jetzt nicht rund um die Uhr kennt, mit denen man schon eine lange Spielbeziehung hat, mit denen man zusammenlebt, ich glaube da damit die auch einschätzen können, müssen sie vielleicht hier mal helfen, eingreifen oder irgendwas, da braucht man es. Und das ist dann auch absolut notwendig.
Michel Ja,
Sebastian Auch gerade für den Veranstalter, dass der sich auch ein bisschen absichert.
Michel also ich glaube, wir können das Kapitel können wir drin lassen. Wir müssen es nur auch ein bisschen ergänzen, nämlich Covern, Safeword, Aftercare ist für Anfänger. Und dann müssen wir ergänzen und Fortgeschrittene und
Sebastian Sehr gut, nehmen wir so.
Cate Und Experten?
Michel Experten.
Cate ExpertInnen, warte, warte, warte, ich ergänze.
Sebastian Und vor allem Expertinnen. Weil ich glaube, wenn man weit, weit Erfahrung gemacht hat, dann verzichtet man gerne auf die Basics und ach Gott, Nervenkitzel. Wer ist denn dran?
Michel So, du bist dran.
Cate ja, du bist dran.
Sebastian ich bin dran, verdammt.
Michel Immer, immer der, der fragt.
Cate Immer der, der fragt.
Sebastian Was nehme ich denn? Oh ja, ich habe ja, wie schön ist das, und zwar haben gelegentlich Gästinnen in meinem Podcast, und zwar ausschließlich Gästinnen, mir gesagt, dass ihnen das angetragen wurde. Du bist Sub und über 30, dann musst du jetzt langsam mal anfangen, Femdom zu werden. Ja, kann ja nicht so bleiben.
Cate So, ich bin dann jetzt hier mal weg, Peitschenknall.
Michel bist über 30?
Cate Oh mein Gott, mein Gott.
Sebastian mit 30 ist es mit dem Sub-Sein dann auch langsam mal gut. Gut, und dann muss man sich auch weiterentwickeln.
Michel Achso, klar.
Cate jetzt hat man sich genug dominieren lassen, genau. Und jetzt muss man endlich mal, ja, ja, klar. also
Sebastian Wobei da natürlich die Frage ist, es ist okay, wenn jemand sagt, ich wechsle jetzt einfach mal die Seite. Aber es ist innerhalb der BDSM-Gemeinde eine gesellschaftliche Erwartungshaltung.
Michel Bin nicht von mir.
Cate kann das ich kann das verstehen dass man dass man oder dass Frau schon über 30 vielleicht irgendwie als als hab schon genug erfahrung gesammelt hat und einfach auch neugierig ist was die andere seite möglicherweise so zu bieten hat oder dass es das ist schon immer geschlummert hat aber aufgrund von gesellschaftlichen geschichten also diese dieser dieser typische Standard, Frau, Sub, Mann, Dom, da dann halt irgendwo über den Tellerrand hinausschauen möchte oder sich das dann endlich traut, weil es ja dann eine reifere Frau ist und so weiter und so fort, dann kann ich das absolut verstehen. Aber das vorauszusetzen, finde ich schwierig. Oder man schenkt dann einfach zum 30. Geburtstag jeweils dann so eine, weiß nicht, eine Gerte oder sowas.
Michel Eine Peitsche.
Cate Ja, und ein Strap-on.
Michel Ja, ja, der unbedingt.
Cate Weil die Peitsche kann man ja weiterreichen. Na gut, den Strap-on noch. Blöd.
Michel Den Strap-On? Nein, alles, was ich über Weiterreichen von Strap-Ons weiß, nein.
Cate Naja, im Endeffekt, klar.
Michel Nee, also dieser Automatismus, den höre ich tatsächlich zum ersten Mal. Echt nicht? Habe ich den schon öfter gehört? Okay. Okay.
Cate Nee, ich rede jetzt, ich gebe meinen Senf grad dazu.
Michel Nee, also das höre ich tatsächlich wirklich zum ersten Mal und nee, also erstens mal, du sagtest gerade, Frau über 30 hat dann vielleicht genug Erfahrungen gemacht. Das würde ja bedeuten, dass alle quasi im selben Alter anfangen, was ja schon mal nicht stimmt. Stimmt. Ich kenne Frauen, die erst mit 50 damit anfangen. Die müssen dann 20 Jahre Dom-Erfahrung mitbringen, weil sie mit 30 eigentlich schon hätten wechseln müssen oder wie.
Cate Die müssen gleich auf der, nein, nein, die müssen gleich auf der Dom-Seite anfangen. Da ist nicht mehr mit Sub, also.
Michel Also nee, nee.
Sebastian Vielleicht die Frage, wo kommt es her, weil es ist ja, das ist jetzt ein statistisches Ding, was ich nicht belegen kann, aber tendenziell, das ist vielleicht auch so eine gesellschaftliche Grunderwartung, junge Kerle fangen erstmal als Top an und junge Mädels fangen erstmal als Sub an. Und dann brauchen sie vielleicht ein bisschen, um dann zu sagen, ah, die Rolle liegt mir vielleicht besser oder schlechter. Und dass das durchaus ein bisschen fluide sein kann. Also es gibt glaube ich viele Menschen, die sich was vorgestellt haben und dann festgestellt haben, ah, ich habe mir die falsche Rolle ausgesucht, vielleicht nehme ich die andere. Und dann sind sie plötzlich glücklich. Und weil einfach diese heteronormative gesellschaftliche Grundordnung ist, die Frau ist die Unterwürfige. Oh Gott, der Shitstorm, jetzt nehme ich ihn selber.
Michel Den Shitstorm bitte bei Kunst der Unvernunft.
Sebastian Den Twitter-Kanal lösche ich gleich. Nein, aber vielleicht kommt das daher, dass da eher so dieser Wechsel, auch bei beiden Geschlechtern, dass der natürlich dann irgendwann, wenn man, ich sag mal so aus dem, wenn man Erfahrungen gesammelt hat, dass dann durchaus mal die Entscheidung ansteht zu sagen, ich wechsle und weil tendenziell mehr Mädels, also ich kann es nicht belegen, es gibt keine Studie, die ich jetzt kenne dazu, eher unten anfangen. Deswegen ist es natürlich auch klar, dass dann eher mehr Mädels, den Begriff darf man auch nicht sagen, dass die dann nach oben wechseln und bei den Jungs vielleicht genauso. Also dass man irgendwann einfach das Alter, die Erfahrung, den Stand, die Festigkeit in der eigenen BDSM-Überzeugung hat, dass man sagt, okay, ich mache jetzt nicht mehr das, was eventuell von mir erwartet wird gesellschaftlich, sondern ich mache das, was mir Spaß macht. Und weil es so statistisch tendenziell möglicherweise so ist, dass eher Frau Sub anfängt und Mann Dom, kommt es vielleicht daher, dass man diesen Wechsel öfter wahrnimmt. So, jetzt bin ich fertig, Entschuldigung.
Michel Ne, also ich glaube, da ist viel Wahres dran. Aber wir können da ja jetzt nur mutmaßen oder aus unseren Erfahrungen ein bisschen erzählen. Tatsächlich kenne ich das, dass ich Frauen, die ich als devot kennengelernt habe, dass die dann irgendwann auf die dominante Seite gewechselt sind. Und diese These, die besagt, naja, vielleicht in jungen Jahren liegt das näher zuerst mal zu sagen, ich bin auf der passiven Seite, ich lasse machen, statt selber zu machen etc. Und später kommt dann mit wachsender Erfahrung und wachsender Reife oder wie auch immer, mag sein. Also das kann schon sein, dass es daher kommt, diese Vorstellung. Ich kann mir gut vorstellen, dass das bei manch einer vielleicht auch so genau so gekommen und entstanden ist, aber der Automatismus dahinter, der ist natürlich brüllender Quatsch. Ja, ist das dein abschließendes? Das kommt, also das fliegt raus, ja?
Cate Also ich wäre dafür. Wollen wir abstimmen? Raus.
Sebastian Raus. Also
Michel Raus.
Cate Alles klar, das war eindeutig, ich
Sebastian die Seite bitte vielleicht nicht nur zerreißen, sondern, ja
Cate zünde die gerade an was ich halte die hier über die kerze ja
Sebastian bitte. Oh,
Michel Cate hat nämlich eine Podcast-Kerze.
Cate die Podcast-Kerze, die leuchtet jedes Mal, wenn wenn wir aufnehmen.
Michel Siehst du wohl.
Sebastian Publikum, wenn die Folge genau jetzt in diesem Moment endet, dann hat das Buch, naja, Stichflamme.
Michel Jawohl. das Buch die Kerze gelöscht.
Sebastian Dann entfleucht nochmal die Seele, die schwarze Seele aus der Seite dann und sucht sich ihren Weg.
Cate Ja,
Michel ich habe jetzt noch ein Kapitel oder ein Schlagwort mir ausgesucht. Je stärker der Schmerz, je größer die Demütigung oder die Stimulation, desto besser ist BDSM.
Cate höher, schneller, weiter.
Michel So ungefähr.
Sebastian Also, ja, definitiv.
Michel Nicht unbedingt, ja, höher, schneller, weiter. Weiter, das ist ja höher, schneller, weiter sagt ja was über eine ständige Steigerung aus. Da wird Qualität ja noch gar nicht abgefragt. Aber das heißt halt so viel wie, letztes Mal musstest du nur aus dem Hundenapf trinken, da war es so mittelgut. Nächstes Mal machen wir was anderes, damit es besser wird. Also machen wir was Schlimmeres, in Anführungsstrichen, oder Heftigeres, damit es besser wird. Oder 50 Schläge obendrauf, dann wird es geiler als bei 50 Schlägen weniger.
Cate Oh
Michel Hm.
Sebastian Sie hat beim letzten Mal noch überlebt, da geht noch was.
Michel Ja, sie ist... Die lebt ja immer noch.
Cate Oh Gott.
Sebastian also, ja, ähm,
Michel Lebt denn der alte Holzmichel noch? Ja, okay.
Sebastian ist
Cate Bist du das eigentlich?
Michel Was?
Cate Bist du der Holzmichel?
Michel Der Holzmichel? Oh Gott, ich merke es gerade jetzt selber. Gott, Gott, was habe ich da getan? Nein, nein.
Cate Ja, siehst du? Oh, doch, das wird getwittert.
Michel Dann bin ich schon lieber der Eisbär aus, du weißt schon.
Cate Der Eismichel.
Michel Eisbären, nee, Eisbären können nicht, wie war das? Ich hab's vergessen.
Sebastian so niedlich.
Michel Ja, kommen wir zurück zu, je stärker der Schmerz, desto besser das BDSM.
Sebastian Wann ist ein BDSM gut?
Cate Ja, natürlich.
Michel Das ist ein BDSM-O-Meter.
Cate Da gibt es eine Skala. Das ist die BDSM-Skala und die wird immer ausgewertet. Es gibt am Ende von einer Session immer so einen Fragebogen und da musst du deine eigene Statistik führen.
Michel Mhm.
Cate Und wenn du jemanden neu kennenlernst, dann musst du die Auswertung der Statistik anfügen und dann kann dein Gegenüber viel, viel besser entscheiden, bist du die richtige Partnerperson, um das auszuleben oder ist es nicht heftig genug?
Michel Du musst jetzt ganz stark sein, Cate.
Cate Ist dein BDSM nicht gut genug?
Sebastian Die BDSM-Schufa.
Michel Wer auch immer dir das erzählt hat, der hat dich verarscht. Die Liste, die Fragebögen kannst du alle wegwerfen.
Cate Nein, nein, verdammt.
Michel Doch, wirklich. Doch, doch, doch.
Sebastian Ja, mal ehrlich, also wann ist es denn gut und wann ist es besser? Also wenn ich jetzt Sessions, die ich hatte, mal in eine Reihenfolge bringen müsste, dann hätte ich arge Probleme. Also ja, natürlich gibt es welche, die sind so okay, Alltags-BDSM und dann gibt es manchmal so Highlights natürlich. natürlich, aber ich wüsste jetzt echt nicht, woran ich das festmachen kann, weil manchmal eine kleine Geste in mir ein Feuerwerk der Emotionen ausgelöst hat und ich war selig und glücklich und manchmal war es dann brutal und trotzdem so okay. Also was macht BDSM gut und was macht es besser? Vielleicht habt ihr ja mal einen Tipp für mich, weil ich kriege das nicht zusammen, ehrlich gesagt.
Michel Nö. Also tatsächlich, ich kann da, ich könnte da nichts ranken. Es sind halt, es sind tatsächlich, also, dass ich, dass ich benennen könnte, also diese eine Session, da war alles perfekt, da war alles besser als bei allen anderen einzelnen Sessions. Jede einzelne Sekunde war schlechter als das bei dieser einen. Das ist totaler Quatsch. Es sind so die einzelnen Punkte. Man nimmt meiner Erfahrung nach, so funktioniert zumindest meine Erinnerung und mein Hirn, nimmt man einzelne Erfahrungen mit und einzelne Situationen und einzelne Gesten, einzelne was weiß ich, wo man sagt, das weiß ich heute noch. daran erinnere ich mich noch das war richtig gut so und das sind einzelne aspekte sowie also ich übertreibe jetzt vielleicht aber so wie man auch nicht sagen kann dieser urlaub letztes jahr der war in jedem aspekt und in jeder sekunde der beste urlaub aller zeiten und besser als alle anderen urlaub vorher sondern man erinnert sich wo wir da waren und das und da gegessen oder oder gegrillt, oder was weiß ich was, oder uns was angeguckt haben, oder Bungee-Jumping gemacht haben, oder was. Also es sind die einzelnen Aspekte, die Kleinigkeiten, die einzelnen Situationen, an die man sich erinnert. Und die bleiben im Kopf, ob man sie dann ranken will oder nicht, das bleibt jedem selbst überlassen. Aber in Sessions denke ich da auf gar keinen Fall, dass ich sage, diese Session war die beste aller Zeiten und alles, was danach kam, war Quatsch. Und von allen, die noch kommen werden, für alle Dschungelfans.
Sebastian Gibt es nicht diesen Begriff mit der Intensität? Das war eine so intensive Session, das war der Wahnsinn. Und dann ist ja je stärker der Schmerz, je größer die Demütigung, die Stimulation. Also was ist damit gemeint? Geht es um Intensität einfach? Die kann ja auch emotional sein. Ich
Cate Also für mich zumindest das Gefühl, wie habe ich mich in der Situation mit meinem Gegenüber gefühlt? Wie habe ich mich hinterher gefühlt? Welche Eindrücke durfte ich in dieser Zeit erleben? Was habe ich rückgespiegelt bekommen? Und das hat für mich nichts mit der Menge oder der Stärke von Schmerz oder Demütigung oder Stimulation zu tun, sondern das ist eher so dieses Unterschwellige, was die ganze Zeit eben mitschwingt. Also diese Grundstimmung sozusagen, die irgendwo dahin führt. Also, wenn ich jetzt beispielsweise den Arsch voll bekomme, dann, was natürlich sehr selten passiert, weil ich eine unglaublich nette, brave Sub bin, das muss man mal betonen, dann, siehste, das ist toll.
Sebastian muss dir das glauben.
Michel Uns bleibt beiden nichts anderes
Sebastian glaub dir das auch einfach jetzt. Also, unangenehm.
Cate das mit dem das mit dem fragebogen das habt ihr mir nicht geglaubt und das naja gut ist egal so aber also mir gibt es mir gibt das wirklich überhaupt gar nichts wenn man wenn mein Gegenüber einfach nur draufdrischt, um richtig dolle Schmerzen zu verursachen das finde ich sogar eher noch unangenehm oder wenn einfach nur ja nicht nur vom schmerzempfinden her sondern sondern insgesamt von der ganzen Situation, weil ich bin halt kein Punching-Boy. Aber auch mit der Demütigung, also es ist, ich muss nicht jedes Mal anfangen, mich wie das letzte Stück Dreck unter den Fingernägeln zu fühlen, um eine Session als gelungen zu betrachten.
Michel du mit Fingernägeln ja noch Glück.
Cate Also an was, du denkst jetzt, okay, gut,
Michel Ne, ne, lass, Ne, aber ja, du hast völlig, also nein, diese Bewertung und dieses Einsortieren in gut, schlecht und intensiv oder nicht, Also wie du sagst, es ist das Gefühl. Also es ist das Gefühl und es ist die Situation, an die man sich erinnert und nicht an die, ja, weiß ich nicht. Also
Cate Also ich kann es genauso erregend finden, wenn ich mit meinem Gegenüber beispielsweise im Bett liege Und die Hand nur ganz locker an meinem Hals liegt und mein Gegenüber mir beispielsweise sagt, du weißt schon, dass ich könnte, wenn ich wollte, weil du mir die Macht darüber gegeben hast. Also das ist für mich genauso intensiv, als würde ich jetzt irgendwo an der Wand stehen und da Schläge mit was auch immer einkassieren, weil ich irgendeinen Mist gemacht habe. Also das hat für mich keine Wertigkeit. Das ist alles intensiv und das ist alles, das ist halt, das ist dieser Grund, der nur dir mitschwingt.
Michel ist halt die Frage von persönlicher Vorliebe natürlich auch. Und wie gesagt, für dich kann das jetzt dann erregender sein, für andere ist es anders und eine andere Situation, aber die These, dass alles nur mehr und härter sein muss, damit es besser wird, also wir haben ja schon Schwierigkeiten, überhaupt ein Besser zu definieren, geschweige denn, dass es durch irgendwas noch steigerbar ist, dieses Besser. das, nee, das halte ich für Quatsch.
Cate Na, ich sag's mal so, weißt du, ich kann mir jetzt ein und dieselbe Session, kann ich jetzt an zwei verschiedenen Tagen wiederholen. Und ich könnte, also rein theoretisch, und ich könnte jetzt nicht sagen, du, wenn wir dasselbe, das ganz genau dasselbe morgen nochmal machen und du schlägst noch ein bisschen härter zu, dann wird es noch viel, viel besser. Das funktioniert halt nicht, weil die Stimmung ja auch eine ganz andere ist. Weil vielleicht der Tag ganz anders abgef...
Sebastian Habt ihr das schon mal versucht?
Cate Bitte?
Sebastian Habt ihr das schon mal versucht?
Michel ich nicht, nee.
Cate Also ich nicht.
Sebastian Also, ich hab's versucht.
Cate Ich kann es mir aber auch nicht sonderlich erregend.
Sebastian Ich hab's versucht.
Michel Ehrlich?
Cate Oh, echt?
Sebastian Es dieses, oh, das war gut, das müssen wir wiederholen.
Cate Mhm.
Sebastian Tut es nicht.
Michel Tatsächlich mit derselben Person und mit der Intention, dass beide sagen, wir machen das jetzt nochmal, ja?
Sebastian Ja, also man kann das machen, das kann auch toll sein,
Michel Spannend. Spannend, okay.
Sebastian aber man lässt sich ja konditionieren.
Michel Ja, klar.
Sebastian Man stellt fest, das ist toll, das funktioniert, hinterher war man so, wusch. Und dann kommt ja noch das Gehirn dazu, was immer der Meinung ist, dass der letzte Urlaub total toll war, obwohl man zwei Wochen lang Magenprobleme hatte. Aber das vergisst man nach einem Jahr etwa und dann ist das weg. Aber das Wiederholen, es ist sinnlos. Eine Session scheint einfach nicht wiederholbar zu sein. Es kommt etwas völlig anderes dabei raus. Die Dynamik ist eine völlig andere, sofern man denn bereit ist, vom Drehbuch abzuweichen. Nicht, dass ich sowas mal gehabt hätte.
Michel Nee,
Sebastian Und Wiederholen funktioniert einfach nicht. Also entweder hat man das Gleiche gemacht und es hat sich anders angefühlt. Oder man hat etwas anderes gemacht und es hat sich ähnlich angefühlt. Aber irgendwie, keine Chance. Also man muss wirklich jede einzelne Session so nehmen, wie sie war und kann nicht sagen, oh ja, beim nächsten Mal machen wir was besser. Das mag technisch gehen, dass man, was weiß ich, mit der Bullwhip beim nächsten Mal besser treffen wird. Das kann schon mal sein, dass man durch Übungen was besser machen kann. Ich kann aber wiederholen, es ist, also vielleicht gibt es ja Menschen, aber ich habe es bisher nicht geschafft, eine reproduzierbare Session zu haben.
Michel also, dass man einzelne Aspekte wiederholt. Ich glaube, das kommt natürlich immer wieder mal vor, weil die Spielarten sind ja dann doch also es gibt einfach gewisse Dinge, die wiederholen sich halt. Die macht man dann schon öfter mal. Also, was weiß ich, hinknien, Arsch versohlen, was auch immer. Also Wiederholungen sind immer irgendwie drin, aber halt, also aus meiner Sicht zumindest nie mit der Erwartung, wenn ich jetzt hier den Knopf drücke, passiert wieder genau das. Also das sind ja keine Maschinen. Also, dass ich erwarte, wenn ich mein Verhalten genauso wiederhole wie beim letzten Mal, dass dann dasselbe rauskommt. Nee, das, nee, habe ich noch nicht probiert. Müsste ich vielleicht mal.
Sebastian Das funktioniert auch nirgendwo, nicht mal bei einer Steuererklärung. Wenn ich zweimal mit gleichen Zahlen abgebe, muss ich trotzdem was anderes zahlen. Also es funktioniert bei fast nichts.
Michel Beim Kochen bedingt, aber auch nicht immer. Also, dass du einigermaßen dasselbe Resultat rausbekommst, dafür hat man ja Rezepte.
Sebastian stimmt.
Michel Aber auch da kann es durchaus immer mal schief gehen. Ups, ich habe etwas mehr Salz reingetan. Hm, na gut.
Sebastian Ja, aber auch dadurch kann ja erst entstehen, auch gerade beim Kochen, irgendwas hat man anders gemacht, nicht bewusst.
Michel Ja.
Sebastian Und plötzlich kommt da eine Offenbarung bei heraus. Und das ist bei Sessions ja genauso. Also der Versuch der Wiederholung muss ja nicht schlecht sein, sofern man offen dafür ist, dass eine Abweichung stattfindet. Und dann kann es sein, dass man hinterher sagt, hm, war zwar völlig anders, aber oh, das war gut.
Michel Bei den Königsberger Klopsen die Kapern weggelassen, prompt schmecken sie nicht mehr. Tja.
Sebastian Kann man filtrieren.
Michel Was? Filtrieren?
Sebastian Die tust du zwar rein, aber du isst sie nicht mit. Du tust sie vorher raus.
Michel Warum sollte man das tun?
Sebastian Dann schmecken sie noch, aber sie sind nicht mehr drin.
Michel Nein, dann reden wir ein andermal vielleicht mal drüber.
Sebastian Ja, kochen ist ja immer eine ganz andere Baustelle. Ich wollte schon immer mal beim Kochen aufnehmen.
Michel Ja,
Sebastian Ich bin gespannt, ob das jemals funktionieren wird.
Michel guter Plan, ja.
Sebastian Hinterher kann man das zwar nicht essen, das ist wie beim Fernsehen, bei den Kochshows, die essen auch nie, was die da machen, aber ich würde es vielleicht darauf ankommen lassen.
Michel Genau, die wissen warum.
Cate Aber das Gute ist, hier sieht man halt das Gesicht dazu nicht.
Sebastian Hm.
Michel Ja, genau, genau.
Cate Hier musst du dir nur über den Ton Gedanken machen.
Michel Genau. Du schneidest hinterher ein,
Cate Mh, das schmeckt ja gar nicht mal so lecker.
Michel du schneidest einfach hinterher ein, das ist aber lecker rein und dann ist alles geklärt.
Sebastian Also wenn es beim zweiten Drittel dann irgendwann mal an der Tür geklingelt hat und das ist auf der Aufnahme, dann ist das ein Zeichen dafür, dass der Pizzabote was gebracht hat.
Michel genau. Gut, also dieses Besser-Ding, das können wir, glaube ich, streichen.
Cate Streichen oder rausreißen? Ich frage nochmal nach.
Michel Raus damit, raus damit.
Cate Weg damit.
Michel Oh,
Cate Alles klar. Moment. Ei, ei, ei.
Sebastian Cate, hast du noch einen?
Cate Ja, aber natürlich. Beim BDSM wird nicht gelacht und schon mal gleich gar nicht gekuschelt. Es
Michel so
Cate ist alles ernst. Und BDSMler gehen in den Keller.
Michel wie heute Abend.
Cate Auch zum Lachen.
Michel So wie wir heute Abend ja auch nicht lachen.
Cate Genau.
Michel Also über Kuscheln will ich nicht reden, wir sitzen nicht zusammen, aber gelacht würde ich heute auch nicht.
Sebastian Vielleicht muss ich da mal das Motto meines eigenen Podcasts mal zitieren. Also ich habe ja diesen schönen Spruch, ja, also das ist so dieses, ich sage immer gern, BDSM ist absolut unvernünftig, macht aber unfassbar viel Spaß.
Michel Jetzt. Wenn nicht jetzt, wann dann?
Sebastian das ist so, da kommt ja auch dieser Name mit der Unvernunft, aber genau darum geht es eigentlich. Ich finde, es soll und muss Spaß machen. Nicht vielleicht in dem Moment, es reicht auch, wenn man am nächsten Tag grinsend durch die Gegend rennt, aber das muss doch Spaß machen. Und da muss man auch lachen.
Michel warum sollte man es sonst tun?
Sebastian Ja, und das mit dem Kuscheln, das ist eigentlich schon noch ein ganz eigenes Thema, um Gottes Willen. Muss auch sein. Also ich will nicht ohne.
Michel Oh,
Sebastian Außer vielleicht im Sommer bei 45 Grad, da mag ich sagen, da ist es vielleicht verzichtbar.
Cate Nee.
Michel bei 45 Grad passiert gar nichts mehr.
Cate Dann machst du dann den Seestern.
Sebastian aber wie
Michel Ja, genau. Ja, genau. Nee.
Sebastian viel lacht ihr in Sessions?
Michel Kommt immer vor. Also, okay.
Cate Niemals.
Michel Na gut, also, Cate geht dafür also in den Keller, weil dort ist, ich wollte es gerade sagen, genau.
Cate nur dafür?
Michel Genau, äh, nein, ähm, nö, klar, kommt immer vor, also kann immer vorkommen, das ist, ähm, äh, es wird, ich, ich, ich baue jetzt nicht extra Lachnummern ein, wo ich sage, so, und jetzt, äh, haben wir gelacht und, äh, jetzt wird es wieder ernst, ähm, aber wo es sich halt ergibt, da ergibt es sich halt, also, das, ähm, ja, da, ähm, es kann ja auch mal was schief gehen, dann, äh, doch, doch, doch, doch, doch, habe ich gehört, habe ich gehört, also nicht bei mir jetzt, aber ich habe gehört, es kann schon mal was schief gehen.
Sebastian Nein.
Michel Und dann ist es ganz gut, wenn man halt drüber lacht und sagt, ah, guck, dass ich die Gerte auf deinem Hintern zerbrochen habe, das hätte ich jetzt auch nicht erwartet oder so. Und dann hat man gelacht und dann holt man das nächste Instrument und macht weiter. Nein, aber, nee, klar, das kann, ne, das ist völlig normal. Also, gespielter Ernst ist ja Quatsch. Ja, das ist auch nochmal ein Thema. Ja,
Cate Mache oder machen soll oder mit mir machen lasse, dann finde ich das in vielen Fällen auch überhaupt nicht lustig und da ist mir auch nicht nach Lachen. Aber zwischendurch, keine Ahnung, wenn man dann wirklich vielleicht nochmal in der Küche steht oder hinterher ein Glas Wasser trinkt, ja dann natürlich, warum nicht? Und ich brauche kuscheln.
Michel absolut. So wie wir beide das jetzt, glaube ich, ja gesagt haben, ist ja nicht, es muss in jeder Situation immer möglich sein zu lachen und es soll auch gelacht werden, das ist ja Quatsch, aber dort, wo es halt passiert, passiert es, dann lacht man halt. Also wenn einer oder beide, also besser ist beide, beiden ist nach Lachen, wenn nur einer lacht, ist es nicht immer ein gutes Zeichen, aber darauf habe ich angespielt, ja.
Sebastian Ja, man darf sich nicht auslachen. Also nach dem Motto, die Sub steht am Kreuz und lacht sich kaputt, weil er sich da einen abmüht. Ja, das wäre eine unangenehme Situation.
Michel Kann die Stimmung durchaus ein bisschen negativ beeinflussen, ja.
Sebastian Aber worüber lacht man denn dann während der Session?
Michel Zum Kippen bringen.
Sebastian Also,
Michel Naja, wie gesagt, zum Beispiel, wenn halt mal was schiefgegangen ist oder so, oder, ja, was weiß ich, also es, manchmal gibt es eine Reaktion, wo man, wo beide dann plötzlich so, huch, was war das denn, oder so, und dann lachen beide, oder, wenn du irgendwie, Irgendwie, ich überlege gerade, das ist so schwierig, weil es aus einer Situation rauskommt, weil es ja keine geplanten Lacher oder Gags sind, die man einbaut, sondern es ist halt aus der Situation raus, entsteht halt mal was, dass man das plötzlich bei denkt, huch, das war jetzt aber so nicht geplant oder so und dann lacht man halt drüber, statt dass man irgendwie krampfhaft versucht, es zu überspielen in der Hoffnung, oh, hoffentlich hat sie es nicht gemerkt oder so. Aber dann wird es dann schnell peinlich, sondern dann einfach lachen und sagen, ups, das war jetzt nicht das, was ich wollte oder das, was ich mir überlegt hatte oder wie auch immer. Und dann lacht man drüber und lässt es gut sein und dann findet man den Weg, den Einstieg wieder und macht dort weiter, wo man eigentlich hin wollte oder so.
Sebastian Michel, mir passiert es gelegentlich, dass ich beim Spielen, gerade auf Partys, kommt das wohl nicht so gut, weil ich den nötigen Ernst dann vermissen lasse, dass ich, es ist bösartig und schlimm und überhaupt alles ist so, boah, ne? Und ich stehe dann da und mache und grinse wie ein Honigkuchenpferd, weil das so schön ist, weil das so toll ist, wie dieser Hintern da vor mir wackelt und nochmal provoziert und ach, das ist so, da habe ich so eine Freude bei, das ist Wahnsinn. Und dann bin ich so gelöst und das ist so eine schöne Stimmung in mir und vielleicht gegenüber fließen die Tränchen, das ist dann so ein völliger Gegensatz und Außenstehende könnten das missverstehen, als er lacht sich kaputt und sie schluchzt und heult. Aber, ne, so, das ist total fies, weil Außenstehende kriegen die Krise und wir wissen natürlich, weil wir uns kennen, das ist schon gut so, weil es ist ein Ausdruck von Freude und von meiner Seite und vom Gegenüber. weil ich mag ja nicht über die Gefühle des Podcastsubbies sowas reden, die wird schon wissen, wie sie das gut findet. Aber das muss voll der Gegensatz sein.
Michel das ist
Sebastian Und es ist das Lachen, es ist zumindest so ein Grinsen und einfach so ein, ja,
Michel auch eine art lachen klar das ist eine andere art als die die ich jetzt die ich jetzt im sinn hatte aber klar klar also warum solltest du dann wenn du in dem moment sagst ich grinse jetzt hier und freue mich so was für einen sinn hätte das, dir jetzt das zu zu verbieten und zu sagen, nein, ich muss jetzt eins gucken. Nein, nein, nein, das geht jetzt nicht. Das ist doch Quatsch. Also dafür macht man es ja.
Sebastian gelangweilt gucken dabei.
Michel Ja, ja, aber genau, genau.
Sebastian Gelangweilt und abwesend gucken.
Michel Gott, wie oft habe ich das schon erlebt. Wie langweilig. Ach, nächstes Mal mache ich, nee, Quatsch. Also, nein, nein, äh,
Sebastian Und jetzt muss ich noch 623 Mal hauen und jetzt bin ich durcheinandergekommen.
Michel ah, echt.
Sebastian Also das läppert sich aber auch. Ja, ja.
Michel Ja, ich hätte die Peitsche mit dem Zähler, mit dem integrierten Zähler nehmen sollen. Dann müsste ich wenigstens nicht mitzählen, genau.
Sebastian Und der Arm wird schon schwer und ach, das ist alles so schlimm.
Michel Du brauchst einen BDSM-Praktikanten, der für dich schlägt.
Sebastian Maschine.
Michel Ja, so, die gibt es auch, ja, die gibt es auch. Ja, nein, also, ja, ich finde alleine schon an unserem Umgang mit der Frage, dass wir darüber lachen, merkt man, dass Lachen erlaubt ist. Also ich finde, unsere Art zu antworten gibt schon die Antwort, dass der Teil nicht stimmt, finde ich.
Sebastian Also weg mit der Seite.
Cate Also, rausreißen.
Michel Raus damit.
Cate ich schmeiße es jetzt mal auf die andere Seite.
Michel So, ich fürchte, also wenn wir so weitermachen, vielleicht sollten wir jetzt lieber aufhören, weil wenn wir so weitermachen, ist wirklich nur noch so ein Schnellhefter übrig oder so eine Art College-Blog oder sowas aus dem dicken Buch. Also, so ein bisschen was konnten wir bereinigen und so ein bisschen was mussten wir leider entsorgen. Ich habe irgendwie das Gefühl, mehr entsorgen, als dass wir was bereinigen konnten. Aber was meint ihr denn? Also, wie sieht es denn so aus mit diesen goldenen Regeln jetzt? Was ist denn jetzt unser Standpunkt nach dieser Diskussion heute Abend?
Sebastian Oha.
Cate möglicherweise sollten wir ein neues buch schreiben und dann stehen nur unsere regeln drin und dann sind wir die neuen götter des BDSM so ein bisschen Allmachtsfantasien sind auch geil oder also ja
Sebastian Ja, und in 30 Jahren kommen die BDSM, ich weiß nicht, was nach TikTok kommen wird und wir werden uns dann zerpflücken. Nein, nein, nein, nein, weil das alles gar nicht geht, weil das ja doch, weil dann die alten Regeln wieder gelten, also die alte Tradition und Verlässlichkeit, oh Gott. Also tendenziell würde ich das gerne mal fortführen, schlicht und einfach, weil wir haben hier noch so ein paar sehr schöne Sachen eigentlich, aber das können wir dem Publikum überlassen.
Michel Ja,
Sebastian Wenn die sagen, die wollen das und uns damit auf die Nerven gehen, dann können wir ja nicht anders.
Michel ja, ja, ja. Wahrheitsgehalt prüfen, dann lasst uns das gerne wissen.
Sebastian Also Cate hat viel zu viele schöne Seiten da vor sich liegen, als dass wir diese Recherchearbeit hier irgendwie untergehen lassen müssten. Aber da muss das Publikum halt tätig werden.
Michel Absolut.
Sebastian Also ich sag's ganz ehrlich, alles hat irgendwie so einen kleinen wahren Kern und das kann man so aus so einer Romantik mit, ich hab die Geschichte der O gelesen, kann man alles davon irgendwie auf den ersten Blick gut finden. Nicht alles, fast alles. Ich finde, da ist immer so ein bisschen was dran, wo man sich inspirieren lassen kann, um ein ziemlich cooles Kopfkino zu kriegen. Aber irgendwie, wenn man schon mal BDSM gemacht hat, dann irgendwie kann nur Enttäuschung kommen, habe ich das Gefühl. Und an die Regeln halten läuft nicht. Das
Michel Ja, nee, also mein Motto oder meine Einstellung ist ja sowieso immer, dass man sich nicht zu sehr von anderen erzählen lassen sollte, was für einen selber richtig ist und was nicht, solange man keinem anderen damit schadet, mit dem was man tut und gerne hat. Von daher halte ich sowieso nicht so viel davon zu sagen, so So muss es sein, so ist es richtig und wenn du es so machst, dann ist es nicht richtig. Zumindest nicht, was BDSM angeht. Bei anderen Sachen mag das gelten, siehe Karpat und Königsberger Klopse. Aber da reden wir dann, wie gesagt, ein andermal darüber.
Cate vielleicht sollte einfach auch jeder selbst für sich selbst festlegen womit damit sich dieser jemand im BDSM wohl fühlt, für sich selbst eben festlegen, wo ist die eigene Basis, was geht, was geht nicht, natürlich immer in Absprache mit dem jeweiligen Partner dazu, sonst wird es schwierig, aber ja,
Michel Das wäre gut, ja.
Cate also so wirklich viel übrig gelassen haben wir jetzt von den Sachen eben nicht und vielleicht ist das einfach ein Zeichen dafür, dass BDSM keinen fest vorbetonierten regeln folgt sondern das ist irgendwo was flexibles ist und was was wandelbares und ja was wandelbares ist was aber auch vom jeweiligen erfahrungspunkt vielleicht abhängig ist was vom jeweiligen erwartungshorizont auch abhängig ist und vom gegenüber jeweils Oh,
Michel Ja, das finde ich gar kein schlechtes Schlusswort. Das
Sebastian ist auch richtig gut, weil das bedeutet, dass wir drei und auch alle anderen Menschen, die BDSM-Podcasts machen, auf ewig Themen haben werden und
Michel stimmt.
Cate perfekt.
Sebastian dass die nie ausgehen werden, weil es ist im Wandel und das finde ich gut und es ist so unterschiedlich und ich finde das einfach so schön, weil zwei BDSMer stellen sich hin und sagen, wir machen das Gleiche, dann fangen sie an zu erzählen und dann kommt was ganz anderes bei raus.
Michel Jep.
Sebastian Das finde ich immer wieder richtig schön und auch, dass wir drei jetzt hier durchaus so ein bisschen gemerkt haben, wie unterschiedlich wir die Dinge auffassen oder wie wir sie sehen, gerade auch mit den Tabus, Cate. Also das ist so eine Sache, das finde ich extrem schön und ich glaube, wenn jemand sagt, die eine oder andere Regel aus dem Buch, die wir jetzt hier vernichtet haben, die ist aber doch toll, weil sie eben so und so interpretiert wird,
Michel Das war spannend, ja, das stimmt.
Sebastian dann ist das durchaus legitim und nur weil wir jetzt hier eine Seite verbrannt haben heißt das ja nicht, dass sie oder zerstört haben, sag ich mal man soll ja nichts verbrennen, was in Büchern steht aber das bedeutet nicht, dass wir hier der Weisheit letzter Schluss sind, sondern einfach, dass es es gibt Möglichkeiten zur Interpretation fast wie die Bibel, oh Gott
Michel Aber guter Hinweis mit dem, wir haben natürlich nichts verbrannt. Das ist ein guter Hinweis. In die Richtung möchten wir gar nicht gehen. Aber ja, du hast völlig recht.
Cate Aber ja,
Michel Ich finde das auch sehr spannend. Und ja, ich glaube, das ist auch durchaus eine der Erkenntnisse der heutigen Folge, des heutigen Zusammentreffens, dass es da trotz vieler übereinstimmender Ansichten dann eben doch diese kleinen Abweichungen gibt. Und wie du gesagt hast, wenn zwei das Gleiche machen, ist es noch lange nicht dasselbe.
Cate Fazit für heute. Bleibt alle mal weiter unvernünftig.
Michel Ja, genau.
Sebastian ja, sehr gut macht doch was ihr wollt
Michel Bleibt unvernünftig und sucht
Cate Oder so.
Sebastian zieht euren Lustgewinn daraus
Cate Oh, sehr schön. Perfekt.
Michel Dann macht's gut und wir freuen uns auf ein nächstes Mal.
Cate fürs Zuhören.
Sebastian Macht's gut, tschüss!