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Folge 54 - Sara & Clemens - 16 Jahre gemeinsam entdecken

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Automatisches Transcript

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<v Sebastian>Hallo und herzlich willkommen zur Kunst der Unverdunft, dem Podcast,

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<v Sebastian>in dem Menschen über ihre persönlichen Erfahrungen im Bereich BDSM sprechen.

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<v Sebastian>Mein Name ist Sebastian Sticks und das hier ist nun Folge 54 mit Sarah und Clemens.

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<v Sebastian>Die beiden sind Mitte 30, beide Switcher und kennen sich schon seit 16 Jahren.

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<v Sebastian>Was als Ausprobieren miteinander angefangen hat, hieß dann irgendwann BDSM und

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<v Sebastian>was das Switchen angeht.

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<v Sebastian>Tja, im Moment sind die Rollen da recht fest verteilt. Sie fühlt sich oben wohl, er unten.

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<v Sebastian>Und die beiden haben mir zwei, drei, vier Stunden absolut schmerzfrei auf alle Fragen geantwortet.

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<v Sebastian>Wir haben allerdings draußen aufgenommen. Das heißt, in der ersten halben Stunde

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<v Sebastian>hört ihr manchmal ein paar Windgeräusche. Das wird dann aber schnell besser in der Folge.

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<v Sebastian>Also das einmal bitte entschuldigen. Aber draußen ist es halt so schön gewesen

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<v Sebastian>und da redet es sich auch gleich viel leichter.

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<v Sebastian>Thematisch geht es diesmal wieder um alles. um DS, um SM, um Nachwuchs im Haus

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<v Sebastian>und was halt dann noch geht oder nicht geht.

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<v Sebastian>Wir haben über Gleitmittel gesprochen, Strap-on, Natursekt, Kack-Holding und

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<v Sebastian>zuletzt auch ein bisschen über Glaube und Religion.

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<v Sebastian>Und ich glaube, jetzt habe ich alle Buzzwords gesagt, wobei,

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<v Sebastian>nein, die Folge geht noch viel weiter.

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<v Sebastian>Und jetzt hört einfach rein. Und weil so viel in dieser Folge drin ist,

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<v Sebastian>gibt es fast keine Hausmeisterei.

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<v Sebastian>Einfach nur die kleine Bitte, wenn ihr die Kunst und Vernunft gut findet,

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<v Sebastian>Dann empfehlt sie weiter. Freunden, Bekannten, Social Media, wo ihr wollt, überall.

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<v Sebastian>Und da freue ich mich. Und wenn ihr einen Stammtisch habt, dann schicke ich

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<v Sebastian>euch gerne ein kleines Päckchen mit ein paar Kärtchen, wenn ihr da ein bisschen

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<v Sebastian>was irgendwo liegen lassen wollt. Kein Problem.

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<v Sebastian>So, und jetzt geht es aber los mit Clemens und Sarah.

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<v Sebastian>Es ist Sommer und es ist warm, aber ich sitze im Garten mit Sarah und Clemens, hallo.

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<v Sarah>Hallo.

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<v Clemens>Grüß dich.

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<v Sebastian>Ihr habt den Weg zu mir gefunden und seid aus der Richtung Leipzig-Halle hergekommen?

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<v Sarah>Richtig.

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<v Sebastian>Herzlich willkommen und ihr seid beide Mitte 30 und ja, die Konstellation ist

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<v Sebastian>momentan, Sarah, du oben, Clemens, du gerade unten.

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<v Clemens>Genau.

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<v Sebastian>Aber bei dem Kernswitch, das wird spannend. Ich habe ein riesen Paket Themen

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<v Sebastian>auf meinem Spickzettel stehen. Mal gucken, wie weit wir kommen.

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<v Sebastian>Jetzt genießen wir noch ein bisschen die Sonne, mal sehen, wie wir sehr weh gebraten werden.

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<v Sebastian>Ich glaube, wir müssen erstmal ein bisschen was über euch hören.

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<v Sebastian>Ich habe als Notiz, ihr seid seit 16 Jahren zusammen.

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<v Clemens>Ja, genau.

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<v Sebastian>Wahnsinn. Okay. Und von Anfang an Kinky drauf.

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<v Clemens>Es hat miteinander gestartet, sagen wir es mal so. Also wir haben uns kennengelernt

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<v Clemens>und eigentlich hat es dann sofort angefangen, oder?

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<v Sarah>Wir haben beide so ein bisschen vorher schon darauf rumgedacht und so ein paar

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<v Sarah>Gedanken in der Richtung gehabt.

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<v Sarah>Und wir haben uns ganz gut ergänzt in unseren verrückten Ideen und Möglichkeiten.

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<v Sarah>Und ich habe letztens ein Buch von mir gefunden, wo ich so zu der Zeit so Sachen

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<v Sarah>aufgeschrieben habe, so die ganze Jugendzeit über, so bis ich ausgezogen bin

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<v Sarah>von zu Hause, als wir uns kennengelernt haben.

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<v Sarah>war ich 18 und habe festgestellt, dass wir zu dem Zeitpunkt schon seltsame Gedanken

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<v Sarah>hatten und die verrückten Ideen,

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<v Sarah>Ich weiß noch, das eine, das, wo du das erste, zweite Mal bei uns warst,

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<v Sarah>war so der Gedanke, so wie oft kann man so ein Schokoladenstück kauen und sich

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<v Sarah>gegenseitig hin und her geben, bis man es dann doch überschlucken möchte.

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<v Sarah>Ja, also es ist von Anfang an halt schon dabei und hat sich stetig ausgebaut

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<v Sarah>und baut sich immer noch aus.

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<v Clemens>Genau. Und was ich im Hinterkopf habe, das war, manchmal lutscht man sich am

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<v Clemens>Finger gegenseitig, so ganz zärtlich und dann rutscht dein Hals rein und zum

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<v Clemens>Schluss wird ein Contest raus.

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<v Clemens>wie lange kann der andere den Finger im Hals behalten, bis man dann doch nicht mehr drin haben will.

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<v Sebastian>Das muss ich ja mal ein bisschen vorne aufzäumen. Also so eine Art Challenge jeweils.

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<v Clemens>Es hat damit angefangen.

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<v Sarah>Ja, was heißt Challenge? Challenge in dem Sinne gar nicht. Es war eher so Neugier.

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<v Sarah>Hey, ich hab da eine coole Idee, lass uns doch mal ausprobieren.

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<v Sarah>Und der andere hat tatsächlich gesagt, ja cool, find ich gut, mach mal.

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<v Sebastian>Okay, und vorher konntet ihr die Idee noch nicht so ausprobieren?

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<v Sebastian>Also da war einfach nicht der richtige Mensch da, der so einen Quatsch mitmacht.

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<v Clemens>Das war auch der Gedanke gar nicht da. Also das war überhaupt nicht Thema.

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<v Clemens>Das ist eher so, ich habe Sarah kennengelernt und dann fing das an,

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<v Clemens>überhaupt solche Themen, dass die hochgekommen sind, dass man sich dann damit beschäftigt.

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<v Sebastian>Okay, aber alles noch gar nicht so unter diesem großen Dach des BDSM mit allen

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<v Sebastian>möglichen Regeln und was es da nicht alles gibt. Also hatte das schon einen Namen?

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<v Clemens>Nein, das kam erst später. Da haben wir dann angefangen, uns ein bisschen zu informieren.

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<v Clemens>Du hattest mal von Fesselin noch erzählt, dass das bei dir schon vorher mal Thema war.

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<v Sarah>Genau, also bei Wilmir war mal so der Gedanke des mal fixiert werdens,

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<v Sarah>dass ich das reizvoll fand, so meiner Bewegungsfreiheit beraubt zu sein und

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<v Sarah>dann halt irgendwas gemacht zu bekommen.

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<v Sarah>Aber keine Ahnung, als ich jugendlich war, bin ich in die Stadtbibliothek gegangen,

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<v Sarah>da hat man solche Bücher nicht ausgeliehen, das Internet gab es nicht.

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<v Sarah>Unser Nachbar hatte eins, was man über Satellitempfang hat, also Internet kenne

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<v Sarah>ich nur aus der Schule quasi und dann, wo ich ausgezogen bin zum Studieren,

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<v Sarah>hatte ich dann endlich Internet. Und bis dahin war halt nur der Kopf da eigentlich.

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<v Sebastian>Ja, aber das finde ich immer total schön, weil das so ein Organisches ist.

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<v Sebastian>Also ohne, dass man da von außen quasi mit Bondage-Fotos und Zeugs bombardiert

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<v Sebastian>wird, kommt man selber auf die Idee, ach, ich finde das spannend.

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<v Sebastian>Dann läuft man sich über den Weg und ja, offenbar hat es bei euch beiden ja einfach dann gepasst.

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<v Sarah>Da können wir eigentlich gleich das erste Ding der Woche nehmen, oder?

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<v Sebastian>Oh, gleich am Anfang?

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<v Sarah>Gleich am Anfang, ja.

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<v Sebastian>Ah, ich bin gespannt.

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<v Sarah>Unser Schlafzimmer sah sehr leer aus.

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<v Sebastian>Du breitest eine Flagge aus in Regenbogenfarben.

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<v Clemens>In ihr.

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<v Sarah>Genau. Das ist eine Patsche-Flagge. Die hing, wo ich noch zu Hause gewohnt habe, über meinem Bett.

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<v Sarah>Einmal an so einer Schnur quer drüber, sodass ich, wenn ich lag,

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<v Sarah>war sie nicht im Weg. Aber wenn

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<v Sarah>man gesessen hat, hat sie einen dann doch schon ein bisschen erwischt.

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<v Sarah>Und Clemens war ziemlich am Anfang irgendwann bei mir zu Besuch und meinte,

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<v Sarah>er hat noch nie eine Ohrfeige bekommen.

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<v Sarah>Und dann habe ich gesagt, okay, gut, dann kriegst du eine Ohrfeige.

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<v Sarah>und habe mich als erstes in dieser Patscheflagge verheddert.

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<v Sebastian>Nein. Du hast also ein Fundstück von der ersten versuchten Ohrfeige.

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<v Sarah>Richtig.

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<v Sebastian>Großartig.

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<v Sarah>Und die hängt zu Hause im Schlafzimmer über unserem Bett.

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<v Sebastian>Die habt ihr jetzt extra für mich abgehängt. Ich werde gleich ein wunderbares

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<v Sebastian>Bild davon machen, natürlich.

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<v Sebastian>Liebes Publikum, in die Show Notes einmal reingucken. Da gibt es sie.

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<v Sebastian>Sie sieht auch noch gar nicht so ausgenudelt oder ausgeblichen aus,

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<v Sebastian>aber die muss ja jetzt auch schon seit mindestens 16 Jahren dich begleiten.

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<v Sarah>Gibt es wahrscheinlich schon 20 Jahre ungefähr.

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<v Sebastian>Aber Moment mal, jetzt muss ich doch vielleicht nochmal, ich hab noch nie eine

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<v Sebastian>Ohrfeige bekommen, ja kein Problem, das kann ich lösen.

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<v Sebastian>Das ist, erscheint mir ein bisschen zügig, also dieser ganze Geschichte mit,

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<v Sebastian>da steckt irgendwo Macht dahinter oder wir gucken mal, wer gerade oben ist oder so.

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<v Sebastian>Also ist das alles noch so der Bereich, ohne zu wissen, was man da eigentlich

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<v Sebastian>tut, sondern wir haben einfach Spaß oder also wann fing das an so ein bisschen,

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<v Sebastian>dass du professionalisieren und zu gucken, oh, es gibt da Möglichkeiten.

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<v Clemens>Das war noch nicht professionalisiert. Das war im Prinzip der Fall. Neugierde.

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<v Clemens>Oh ja, du möchtest das gerne wissen, dann helfe ich dir dabei. So ist das irgendwie.

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<v Sebastian>Ja, wie nett. Also sie ist auch noch gar nicht ausgeblichen groß oder so und

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<v Sebastian>sie ist auch halbwegs vernünftig umnäht.

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<v Sebastian>Die wird euch noch ein paar Jahre Freude machen, sofern ich sie nicht versehen.

00:08:20.000 --> 00:08:20.000
<v Clemens>Die kaputt mache.

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<v Sebastian>Ich lege sie mal jetzt ganz schnell wieder zurück, damit ich sie wirklich nicht kille.

00:08:25.000 --> 00:08:27.000
<v Clemens>Ja, die hält einiges aus.

00:08:27.000 --> 00:08:29.000
<v Sebastian>Aber nochmal, wie...

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<v Sebastian>Ich habe noch nie eine Ohrfeige bekommen, ja okay, dann machen wir das.

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<v Sebastian>Ich bleibe da gerade so ein bisschen dran hängen, weil das ist ja eigentlich

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<v Sebastian>so für ganz viele Menschen, die mit BDSM anfangen, so ein Ding,

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<v Sebastian>am Anfang ist das noch ein Tabu, irgendwann kann man es dann vielleicht erotisieren,

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<v Sebastian>aber das ist erst so ein bisschen weiter weg auf dem Weg. Ja, also wo kommt es her?

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<v Sarah>Das war eher eine spielerische Sache. Also wie die anderen Sachen auch.

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<v Sarah>Das ist irgendwie so ein Gedanke und dann war es gar nicht irgendwie in einem

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<v Sarah>Sinne von ich mach das jetzt, weil ich bin oben und du bist unten und ich demonstriere

00:08:58.000 --> 00:09:02.000
<v Sarah>dir jetzt eine Macht oder ich will die Schmerzen spüren, das war einfach nur

00:09:02.000 --> 00:09:03.000
<v Sarah>ein, hab ich noch nie gehabt.

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<v Sarah>Gibt grad die Möglichkeit, das auszuprobieren, also nutzen wir die Gelegenheit.

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<v Sebastian>Was habt ihr denn noch so probiert?

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<v Clemens>Zum Start? Am Anfang?

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<v Sebastian>Ja, so noch bevor das ganze Kind so einen Namen hatte im Grunde,

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<v Sebastian>mag ich so ein bisschen wissen, Was ist so das, wo ihr quasi möglichst unbeeinflusst ausprobiert habt?

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<v Sarah>Nicht so einfach, oder?

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<v Clemens>Nee, es ist wirklich nicht einfach.

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<v Sebastian>Nach der langen Zeit verschwimmt das ja auch so ein bisschen. Richtig.

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<v Clemens>Ja, definitiv. Ich glaube auch so die ganzen biologischen Dinge.

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<v Clemens>Also einfach mal gucken, wie funktioniert das mit dem Frauenschritt? Wo kann man drücken?

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<v Clemens>Also was gar nicht mit BDSM zu tun hat, sondern eher so einen Frauenkörper mal

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<v Clemens>komplett zu erforschen.

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<v Clemens>Also wirklich vorbehaltslos und Sarah ist da echt völlig unempfindlich,

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<v Clemens>klar machen wir, also da sind genug Ideen, je verrückter die Idee ist,

00:09:58.000 --> 00:09:59.000
<v Clemens>desto besser ist es dann auch.

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<v Sebastian>Ja, das ist aber wirklich dann so ein, das war vorher einfach nicht möglich

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<v Sebastian>und jetzt ist die Gelegenheit da mal alles zu wagen.

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<v Sebastian>Wo kam denn mal ein Nein? Das ist mir zu verrückt, das mache ich nicht.

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<v Sarah>Ich glaube, das kam tatsächlich erst später, als es schon eher BDSM war.

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<v Sarah>Also Clemens ist bei uns definitiv derjenige, der eher vorantreibt, sage ich mal.

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<v Sarah>Also er hat ganz viele Gedanken im Kopf und ganz viele Ideen und kommt dann

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<v Sarah>zu mir und sagt so, hey, das könnten wir mal ausprobieren.

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<v Sarah>Und dann sage ich manchmal gleich Nein und nee, auf keinen Fall,

00:10:33.000 --> 00:10:36.000
<v Sarah>das möchte ich nicht machen, das wird so krass. Und dann denke ich ein bisschen drauf rum.

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<v Sarah>Manchmal dauert das ganz lange, manchmal geht es relativ schnell,

00:10:40.000 --> 00:10:43.000
<v Sarah>dass ich irgendwie fünf Minuten später schon sage, eigentlich eine ganz coole

00:10:43.000 --> 00:10:44.000
<v Sarah>Idee, lass uns mal ausprobieren.

00:10:44.000 --> 00:10:47.000
<v Sarah>Manchmal dauert es aber auch Wochen oder Monate, bis ich dann wieder drauf zurückkomme

00:10:47.000 --> 00:10:50.000
<v Sarah>und mir dann vorstellen kann, dass es funktioniert.

00:10:50.000 --> 00:10:52.000
<v Clemens>Auch gerne mal zweistellig Monate.

00:10:54.000 --> 00:10:56.000
<v Sebastian>Ich mag vielleicht mal kurz ein bisschen spoilern. Also liebes Publikum,

00:10:56.000 --> 00:11:00.000
<v Sebastian>wir sind heute thematisch so, ich glaube überall so ein bisschen.

00:11:01.000 --> 00:11:04.000
<v Sebastian>Aber wenn ich euch beide als Switch einordnen kann, aber die Beziehung gerade

00:11:04.000 --> 00:11:08.000
<v Sebastian>nicht so switchig aussieht, da geht es ganz viel in Richtung DS,

00:11:09.000 --> 00:11:11.000
<v Sebastian>auch in dem Bereich Kinder im Haus.

00:11:11.000 --> 00:11:13.000
<v Sebastian>Und wie geht man als BDSM-er damit um?

00:11:14.000 --> 00:11:18.000
<v Sebastian>Oder ich habe auch den Glauben hier mit beistehen. Da kommt ein bisschen was.

00:11:18.000 --> 00:11:21.000
<v Sebastian>Und irgendwas von der Party steht hier sogar auch auf meinem Spickzettel.

00:11:21.000 --> 00:11:24.000
<v Sebastian>So viel mag ich jetzt schon mal verraten. Als ihr rausgekriegt habt,

00:11:25.000 --> 00:11:28.000
<v Sebastian>Mensch, das ist ja BDSM, das hat einen Namen, dann war er ja plötzlich pervers.

00:11:29.000 --> 00:11:30.000
<v Sebastian>Juhu oder Bäh?

00:11:31.000 --> 00:11:32.000
<v Clemens>Ist so.

00:11:34.000 --> 00:11:39.000
<v Sarah>Also ich glaube für mich vom Gefühl her eher Juhu, weil ich auch schon so vorher

00:11:39.000 --> 00:11:43.000
<v Sarah>gern einfach ein bisschen rausgefallen bin und ich das schon okay finde,

00:11:43.000 --> 00:11:44.000
<v Sarah>wenn ich nicht bin, wie alle.

00:11:44.000 --> 00:11:48.000
<v Sarah>Und das war dann eher so okay, man hat halt so irgendwas, wo man sich einordnen

00:11:48.000 --> 00:11:51.000
<v Sarah>kann und dann gehört man halt so in die Ecke, das passt schon.

00:11:51.000 --> 00:11:56.000
<v Sebastian>Okay, also ihr seid pervers, das Internet ist da. Was habt ihr angefangen?

00:11:56.000 --> 00:11:59.000
<v Sebastian>Also was habt ihr miteinander angestellt? weil man hat ja plötzlich dann tausend

00:11:59.000 --> 00:12:03.000
<v Sebastian>Anregungen und bei den meisten Sachen muss ja dann doch einer immer oben sein.

00:12:04.000 --> 00:12:06.000
<v Sebastian>Also wie funktionieren die Switches in euch?

00:12:08.000 --> 00:12:18.000
<v Clemens>Die sind episodenweise gewesen. Also das war dann immer so ein Wechsel im drei bis vier Monatstakt.

00:12:18.000 --> 00:12:22.000
<v Clemens>Also meistens, würde ich sagen, war ich am Anfang oben.

00:12:22.000 --> 00:12:26.000
<v Clemens>Dann fing das an mit dem Wechseln, dass man wirklich eine ganz lange Zeit,

00:12:26.000 --> 00:12:34.000
<v Clemens>dass das drei Monate ich oben, dann vier Monate du oben und irgendwann ist es

00:12:34.000 --> 00:12:35.000
<v Clemens>dann so gekippt, dass wir...

00:12:37.000 --> 00:12:39.000
<v Clemens>zu spielen, dass du jetzt komplett oben bist?

00:12:39.000 --> 00:12:44.000
<v Sarah>Ich glaube, diese 2, 3, 4 Monatstaktung ist so das Grobe, also die Richtung,

00:12:44.000 --> 00:12:46.000
<v Sarah>wobei wir auch schon innerhalb dieser Monate schon gewechselt haben.

00:12:47.000 --> 00:12:49.000
<v Sarah>Es war dann eher so die Frage, heute Abend du oder ich?

00:12:50.000 --> 00:12:55.000
<v Sarah>Und dann hat man halt gesagt, ich oben oder ach ne, halt unten und dann genau,

00:12:55.000 --> 00:12:56.000
<v Sarah>hat man dann halt so gespielt.

00:12:57.000 --> 00:13:00.000
<v Sebastian>Es war auch immer jemand bereit, oben zu sein, ja. Das ist ja das Switcher-Vorurteil.

00:13:01.000 --> 00:13:03.000
<v Sebastian>Ich kram es immer wieder gerne aus.

00:13:03.000 --> 00:13:06.000
<v Sebastian>Ach ne, ich hab gerade keine Lust, mach du mal oben.

00:13:07.000 --> 00:13:10.000
<v Clemens>Nö, hatten wir eigentlich nicht. Würde ich jetzt nicht so sehen.

00:13:10.000 --> 00:13:13.000
<v Sarah>Wir haben glaube ich beide schon am Anfang eher den Hang zum Devoten gehabt.

00:13:14.000 --> 00:13:17.000
<v Sarah>Aber dass wir dann ein Problem gehabt hätten, das keiner wollte,

00:13:17.000 --> 00:13:18.000
<v Sarah>hatten wir eigentlich nie.

00:13:18.000 --> 00:13:18.000
<v Clemens>Nee.

00:13:19.000 --> 00:13:22.000
<v Sebastian>Okay, Clemens, wenn du jetzt so der Treiber bist, also der Anstifter mit den

00:13:22.000 --> 00:13:26.000
<v Sebastian>Ideen, die dann immer so kommen und dann sagen, da musstest du dich auch um

00:13:26.000 --> 00:13:28.000
<v Sebastian>gar nichts kümmern. Es gab immer Repertoire.

00:13:29.000 --> 00:13:32.000
<v Sarah>Könnte man so sagen, ja. Also in der Devotenrolle definitiv.

00:13:33.000 --> 00:13:36.000
<v Sarah>So, da war, glaube ich, musste ich mich nicht groß um was kümmern.

00:13:36.000 --> 00:13:39.000
<v Sarah>Meine Ideen kommen eher beim Spielen. Also wenn ich dominant spiele,

00:13:39.000 --> 00:13:43.000
<v Sarah>dann ist es eher so, dass ich währenddessen denke, das wäre eine coole Idee.

00:13:43.000 --> 00:13:45.000
<v Sarah>Und dann mache ich das halt währenddessen spontan.

00:13:46.000 --> 00:13:49.000
<v Sarah>Aber es ist nicht, dass es vorher in meinem Kopf entsteht und ich dann schon

00:13:49.000 --> 00:13:51.000
<v Sarah>einen Plan mache, wie ich das dann nachher tue.

00:13:51.000 --> 00:13:54.000
<v Sarah>Sondern es sind so neue Sachen, sind spontan.

00:13:54.000 --> 00:13:59.000
<v Clemens>Ich bin voll der Planer. Man könnte sagen, beim Wichsen irgendwann so vorneweg

00:13:59.000 --> 00:14:05.000
<v Clemens>kommen Ideen und die werden dann verwurstet in jeglicher Form.

00:14:05.000 --> 00:14:08.000
<v Clemens>Das ist dann, dass man zumindest eine große, grobe Richtung hat,

00:14:08.000 --> 00:14:12.000
<v Clemens>wo es hingeht und dann kann man das noch während des Spiels modifizieren.

00:14:13.000 --> 00:14:17.000
<v Sarah>Aber wenn ich dominant bin und eine spontane Idee habe, dann bist du natürlich auch spontan.

00:14:17.000 --> 00:14:17.000
<v Clemens>Oh ja.

00:14:20.000 --> 00:14:23.000
<v Sebastian>Also dann lass mich doch einfach mal rauskriegen, was sind denn so eure Kings?

00:14:24.000 --> 00:14:26.000
<v Sebastian>Also ich mag erstmal von jedem von euch so ein bisschen wissen,

00:14:27.000 --> 00:14:31.000
<v Sebastian>was ist das, was wollt ihr, wenn ihr unten seid, oben seid? Klar,

00:14:31.000 --> 00:14:34.000
<v Sebastian>im Moment ist das nicht ganz so aktuell, aber ich glaube, im Kern ist es ja trotzdem noch da.

00:14:35.000 --> 00:14:40.000
<v Sebastian>Also was ist so das, was euch jeweils reizt und was euer eigener Kink ist?

00:14:40.000 --> 00:14:42.000
<v Sebastian>Und dann gucken wir hinterher mal, was die Schnittmenge ist.

00:14:42.000 --> 00:14:48.000
<v Sarah>Gut, dann fange ich an. Bei mir ist das, wenn ich devot bin,

00:14:48.000 --> 00:14:52.000
<v Sarah>unten spiele, definitiv alles, was mit Schmerz zu tun hat.

00:14:52.000 --> 00:14:54.000
<v Sarah>Also es hat schon halt irgendwie in Jugendzeiten angefangen.

00:14:54.000 --> 00:14:59.000
<v Sarah>Schmerz war halt immer so ein Ventil Richtung, keine Ahnung, Wut, Stressabbau.

00:14:59.000 --> 00:15:01.000
<v Sarah>Wo ich dann halt, keine Ahnung, wenn ich richtig schlecht drauf war,

00:15:01.000 --> 00:15:02.000
<v Sarah>habe ich dann halt irgendwo davor gehauen.

00:15:04.000 --> 00:15:08.000
<v Sarah>Immer so, dass ich mich nicht kaputt gemacht habe. Also Narben wollte ich nicht

00:15:08.000 --> 00:15:12.000
<v Sarah>davon tragen, aber es hatte halt irgendwie ein positives, positives Gefühl.

00:15:13.000 --> 00:15:17.000
<v Sarah>Und so miteinander habe ich halt festgestellt, dass ich das halt auch geil finde.

00:15:17.000 --> 00:15:22.000
<v Sarah>Also das ist definitiv, so sage ich mal, die Hauptsache, was mein Kink ist.

00:15:22.000 --> 00:15:29.000
<v Sarah>Und ansonsten alles, was so Richtung Reduktion von Blut in meinem Kopf und...

00:15:30.000 --> 00:15:33.000
<v Sarah>Was die Reduzierung von Arten angeht, finde ich ziemlich geil.

00:15:34.000 --> 00:15:40.000
<v Sarah>Und halt dieses körperlich dominant sein. Also am Anfang war das ein bisschen anders.

00:15:40.000 --> 00:15:43.000
<v Sarah>Also da fand ich so Erniedrigung und Demütigung und so auch noch ganz gut.

00:15:43.000 --> 00:15:46.000
<v Sarah>Und das hat sich in den letzten Jahren aber so ein bisschen gewandelt,

00:15:46.000 --> 00:15:48.000
<v Sarah>dass ich das eigentlich überhaupt nicht mehr mag.

00:15:48.000 --> 00:15:51.000
<v Sarah>Also ich finde es schon gut, wenn jemand mir körperlich überlegen ist und das

00:15:51.000 --> 00:15:52.000
<v Sarah>auch durchaus deutlich macht.

00:15:53.000 --> 00:15:57.000
<v Sarah>Und auch wenn ich so das Gefühl habe, ich werde jetzt benutzt zu dessen Befriedigung,

00:15:57.000 --> 00:15:58.000
<v Sarah>finde ich auch richtig gut.

00:15:59.000 --> 00:16:03.000
<v Sarah>Aber es darf halt nie in dieses Erniedrigende kippen. Also ich habe so das Gefühl,

00:16:03.000 --> 00:16:06.000
<v Sarah>mein Körper darf dominiert werden, aber nicht mein Ich. und aktiv,

00:16:07.000 --> 00:16:09.000
<v Sarah>da ist die Grenze tatsächlich deutlich weiter.

00:16:09.000 --> 00:16:14.000
<v Sarah>Ich glaube, dadurch, dass du da ein deutlich weiteres Spektrum hast,

00:16:15.000 --> 00:16:17.000
<v Sarah>was jetzt nicht nur die körperliche Ebene, sondern auch die psychische Ebene

00:16:17.000 --> 00:16:19.000
<v Sarah>angeht, erzählst du ja gleich selber noch was dazu,

00:16:20.000 --> 00:16:24.000
<v Sarah>da geht viel, viel mehr, weil ich es einfach geil finde zu sehen,

00:16:24.000 --> 00:16:27.000
<v Sarah>wenn ich was tue, dass mein Gegenüber halt irgendwie drauf anspringt,

00:16:27.000 --> 00:16:33.000
<v Sarah>in welcher Art auch immer, ob er es jetzt gut findet oder geil findet oder halt irgendwie positiv,

00:16:34.000 --> 00:16:37.000
<v Sarah>wahrnimmt, Und dann kann ich halt auch Sachen machen, die ich persönlich eigentlich

00:16:37.000 --> 00:16:41.000
<v Sarah>jetzt nicht geil finde, aber gut finde, weil der andere halt dementsprechend reagiert.

00:16:42.000 --> 00:16:44.000
<v Sebastian>Also dass er es toll findet, reicht manchmal.

00:16:45.000 --> 00:16:45.000
<v Sarah>Ja.

00:16:45.000 --> 00:16:48.000
<v Sebastian>Okay. Oder dass er es blöd findet.

00:16:48.000 --> 00:16:49.000
<v Sarah>Das ist auch manchmal geil.

00:16:49.000 --> 00:16:53.000
<v Sebastian>Jetzt ist da mal die Frage, gerade so Sachen wie Erniedrigung zum Beispiel.

00:16:53.000 --> 00:16:58.000
<v Sebastian>Ist das was, was du auch von oben gibst, was du dann auch kannst, was dir dann Spaß macht?

00:16:59.000 --> 00:17:03.000
<v Sebastian>Oder inwieweit lehnst du Dinge ab, die du unten nicht selber magst?

00:17:03.000 --> 00:17:09.000
<v Sarah>Also ich lehne es nichts ab, was ich jetzt selber nicht mag. Passiv, weil warum?

00:17:09.000 --> 00:17:13.000
<v Sarah>Also sehe ich jetzt keinen Grund. Es ist ja was anderes, ob ich das mache oder

00:17:13.000 --> 00:17:15.000
<v Sarah>ob ich das bekomme. Hat sich aber verschoben.

00:17:15.000 --> 00:17:19.000
<v Sarah>Also ganz am Anfang habe ich mich sehr schwer getan, gerade was Erniedrigung,

00:17:19.000 --> 00:17:23.000
<v Sarah>Demütigung angeht, Sachen zu tun, die ihm offensichtlich nicht gefallen.

00:17:23.000 --> 00:17:27.000
<v Sarah>Das war ziemlich schwierig, aber es dauert halt bei mir und irgendwann fände

00:17:27.000 --> 00:17:30.000
<v Sarah>ich es dann doch gut, weil das Positive zurückkommt.

00:17:30.000 --> 00:17:36.000
<v Sarah>Also weil ich sehe, dass es ja irgendwie einen guten Effekt hat oder die Rückmeldung

00:17:36.000 --> 00:17:41.000
<v Sarah>kommt, dass es ihm gefällt, auch wenn es in dem Moment ganz oft nicht so wirkt.

00:17:42.000 --> 00:17:45.000
<v Sebastian>Gibt es so ein paar Sachen, wo du sagst, wenn du oben bist, das macht dir besonders

00:17:45.000 --> 00:17:47.000
<v Sebastian>Spaß? Wirklich mal so als, ich sag mal, als schnöde Praktik.

00:17:47.000 --> 00:17:51.000
<v Sebastian>Du sagst, ja, das ist, dann ist eine Session besonders leicht gelungen.

00:17:53.000 --> 00:17:56.000
<v Sarah>Du guckst so wie, oh, das interessiert mich jetzt aber auch.

00:17:56.000 --> 00:17:57.000
<v Clemens>Ja, ist ja so.

00:17:58.000 --> 00:17:59.000
<v Sarah>Das ist wirklich schwierig.

00:18:00.000 --> 00:18:04.000
<v Sebastian>Was ist so die Befriedigung für dich in dem Moment außerhalb seiner Reaktion?

00:18:04.000 --> 00:18:08.000
<v Sebastian>Wo sagst du, ja gut, das kann auch ein Orgasmus sein, das ist auch okay.

00:18:08.000 --> 00:18:12.000
<v Sarah>Den nehme ich auch immer gerne, ja. Also prinzipiell finde ich auch sehr gut,

00:18:12.000 --> 00:18:14.000
<v Sarah>Schmerzen zuzufügen, weil ich es halt auch geil finde.

00:18:14.000 --> 00:18:18.000
<v Sarah>Das ist ein Punkt, weil ich es geil finde, Schmerzen zu bekommen,

00:18:18.000 --> 00:18:20.000
<v Sarah>finde ich es auch geil, ihm wehzutun.

00:18:21.000 --> 00:18:22.000
<v Sarah>Auch wenn er da nicht so drauf steht.

00:18:24.000 --> 00:18:27.000
<v Sarah>Das finde ich tatsächlich ziemlich gut, was mich dann auch so direkt anmacht.

00:18:27.000 --> 00:18:28.000
<v Sarah>Keine Ahnung, so spiegelneuronmäßig wahrscheinlich.

00:18:30.000 --> 00:18:33.000
<v Sarah>Man nimmt das so für sich dann quasi gleich mit wahr. Das ist echt eine gemeine Frage.

00:18:34.000 --> 00:18:40.000
<v Sebastian>Ja, dafür bin ich da. Du bist ja oben, du kannst ja jetzt einfach weitergeben.

00:18:41.000 --> 00:18:44.000
<v Sebastian>Und dann gucken wir, Clemens, wir gucken mal bei dir. Gleiche Fragen,

00:18:44.000 --> 00:18:45.000
<v Sebastian>gleiche Gemeinheitsgrade.

00:18:46.000 --> 00:18:50.000
<v Sebastian>Also wo sagst du, das ist dein Kink und ja, egal ob oben, ob unten.

00:18:51.000 --> 00:18:54.000
<v Clemens>Das ist eigentlich bei beiden Sachen dasselbe. Das geht eher so in die Richtung

00:18:54.000 --> 00:18:57.000
<v Clemens>Erniedrigung, Demütigung.

00:18:57.000 --> 00:19:00.000
<v Clemens>Das finde ich ganz cool.

00:19:00.000 --> 00:19:06.000
<v Clemens>Schmerz eher nicht so. Da ist dann der Schmerz höchstens da als Funktion des ganzen Psychischen.

00:19:07.000 --> 00:19:12.000
<v Clemens>Also man könnte sagen, ich bin so der Psycho und Sarah ist eher so physisch veranlagt.

00:19:13.000 --> 00:19:14.000
<v Sebastian>Dann passt ihr ja gar nicht zusammen.

00:19:15.000 --> 00:19:20.000
<v Clemens>Ja und nein. Das hat eine gute und eine schlechte Seite. Die gute Seite ist,

00:19:20.000 --> 00:19:21.000
<v Clemens>oder machen wir erstmal die schlechte Seite.

00:19:22.000 --> 00:19:25.000
<v Clemens>Die schlechte Seite ist, es passt halt nicht so gut. Man muss immer gucken,

00:19:25.000 --> 00:19:27.000
<v Clemens>wo findet man Schnittmengen.

00:19:27.000 --> 00:19:32.000
<v Clemens>Das Gute daran ist, man hat immer was zum Bauen und es wird nie langweilig.

00:19:32.000 --> 00:19:36.000
<v Clemens>Es gibt immer jemanden, der einen neuen Impuls setzt, eine neue Sache,

00:19:37.000 --> 00:19:41.000
<v Clemens>wo man dran rumprobieren kann. Das ist das Tolle an dem Ganzen.

00:19:41.000 --> 00:19:45.000
<v Clemens>Also das ist auf der einen Seite Fluch, aber auf der anderen Seite ist es auch der Segen des Ganzen.

00:19:45.000 --> 00:19:49.000
<v Sebastian>Ja, ich glaube, wenn man so 100% da gegenseitig in die Kerbe passt,

00:19:49.000 --> 00:19:53.000
<v Sebastian>dann hat man auch so ein Standard-Setting, aus dem man dann irgendwann nicht mehr ausbricht.

00:19:53.000 --> 00:19:58.000
<v Clemens>Und hier hat man wirklich, finde ich, mit uns beiden ziemlich viele Möglichkeiten.

00:19:59.000 --> 00:20:02.000
<v Clemens>Das heißt nicht Hard Limit, das machen wir nicht, sondern das ist dann halt,

00:20:03.000 --> 00:20:06.000
<v Clemens>dass man drüber diskutiert und drüber spricht.

00:20:06.000 --> 00:20:08.000
<v Clemens>Was findest du gut? Wie könnte man das umgestalten?

00:20:09.000 --> 00:20:13.000
<v Clemens>Wann findest du das gut? Gut, ich schmeiß halt immer wieder mal irgendwelche

00:20:13.000 --> 00:20:16.000
<v Clemens>Ideen rein, wo dann geguckt wird, passt das, passt das nicht?

00:20:17.000 --> 00:20:21.000
<v Clemens>Wie kann man es umgestalten? Vielleicht fängt man klein an und es baut sich dann auf.

00:20:21.000 --> 00:20:24.000
<v Sebastian>Ach so, diese Salami-Taktik, okay.

00:20:24.000 --> 00:20:28.000
<v Sarah>Ja, gerade mit der psychischen Sache ist das tatsächlich so gelaufen oder läuft

00:20:28.000 --> 00:20:32.000
<v Sarah>so, dass ich halt am Anfang so, was nicht, Erniedrigung,

00:20:32.000 --> 00:20:36.000
<v Sarah>Gemeinsein und mehr man macht, so Schritt für Schritt kleine Sachen,

00:20:36.000 --> 00:20:39.000
<v Sarah>die man halt irgendwie ausprobiert, so am Anfang ist einfach bloß mal so ein

00:20:39.000 --> 00:20:44.000
<v Sarah>Befehl irgendwas zu tun und dann baut sich das so aus und mittlerweile macht

00:20:44.000 --> 00:20:47.000
<v Sarah>es mir schon Spaß, also so diese Machtgerätigkeit.

00:20:47.000 --> 00:20:53.000
<v Sarah>Und Machtsache, dieses du musst das tun, was ich will, ist schon geil.

00:20:53.000 --> 00:20:56.000
<v Sarah>Da kommt es auch gar nicht, deswegen habe ich mich vorhin mit den Techniken,

00:20:57.000 --> 00:21:00.000
<v Sarah>Praktiken so ein bisschen schwer getan, weil eine Session eigentlich in dem

00:21:00.000 --> 00:21:03.000
<v Sarah>Moment einfach nur geil ist, wenn ich in so einen Flow komme.

00:21:03.000 --> 00:21:06.000
<v Sarah>Also dieses Gefühl von, ich muss nicht groß drüber nachdenken,

00:21:06.000 --> 00:21:09.000
<v Sarah>was ich da jetzt mache, sondern es fühlt sich einfach gut an und was mir halt

00:21:09.000 --> 00:21:12.000
<v Sarah>in den Kopf kommt, mache ich. Und dann geht es gar nicht so darum, was ich da tue.

00:21:12.000 --> 00:21:16.000
<v Clemens>Das, was ich immer ständig sage hier, von wegen es ist nicht wichtig,

00:21:16.000 --> 00:21:17.000
<v Clemens>was du machst, sondern wie du es machst.

00:21:19.000 --> 00:21:23.000
<v Sebastian>Okay, Clemens, jetzt merke ich mal, wenn du jetzt die freie Auswahl hast, dass sie jetzt,

00:21:23.000 --> 00:21:29.000
<v Sebastian>quasi bereit ist zu tun, was du willst, und zwar auch oben, also es schließt

00:21:29.000 --> 00:21:33.000
<v Sebastian>sich ja gegenseitig irgendwie aus, aber trotzdem, was sind so die zwei,

00:21:33.000 --> 00:21:37.000
<v Sebastian>drei Sachen, wo du sagst, das ist dir wichtig, das gibt der Sache viel dazu.

00:21:37.000 --> 00:21:41.000
<v Clemens>Wenn ich sehe, wenn ich mitkriege, dass sie richtig Spaß dran hat,

00:21:42.000 --> 00:21:49.000
<v Clemens>das ist irgendwie schön den Flow zu sehen und mitzukriegen das ist irgendwie ja,

00:21:50.000 --> 00:21:53.000
<v Clemens>ein Orgasmus ist eigentlich gar nicht so zum Beispiel maßgebend,

00:21:53.000 --> 00:21:59.000
<v Clemens>also ich kann auch auf den Orgasmus verzichten wenn es das Ganze an sich stimmt Okay.

00:21:59.000 --> 00:22:01.000
<v Sebastian>Also ihr seid jetzt da nicht so festgelegt es gibt ja Menschen,

00:22:01.000 --> 00:22:05.000
<v Sebastian>die sagen am Ende von der Session, da muss nochmal der Rohrstock her und nur

00:22:05.000 --> 00:22:11.000
<v Sebastian>dann ist es gut also da seid ihr wirklich so, ich sag mal so kooperative Gegenspieler Ja.

00:22:11.000 --> 00:22:12.000
<v Sarah>Das trifft es ganz gut.

00:22:13.000 --> 00:22:16.000
<v Sebastian>Sagen wir das mit der Erniedrigung, Demütigung. Jetzt habe ich es ein paar Mal

00:22:16.000 --> 00:22:21.000
<v Sebastian>gehört und dachte mir, aha, aha, aha, dir fällt es schwer, Sarah. Clemens, du magst es.

00:22:22.000 --> 00:22:26.000
<v Sebastian>Auch Clemens für dich, nein, von oben kannst du ja nicht, weil das passt ja

00:22:26.000 --> 00:22:30.000
<v Sebastian>Sarah nicht. Aber was ist denn für euch demütigend?

00:22:30.000 --> 00:22:34.000
<v Sebastian>Das ist ja immer eine sehr persönliche Sache, was Erniedrigung darstellt.

00:22:35.000 --> 00:22:41.000
<v Clemens>Da bin ich, würde ich sagen, sogar relativ flexibel. da ist also verbal auf

00:22:41.000 --> 00:22:46.000
<v Clemens>jeden Fall also Sprache ist bei mir ein ganz ganz großes Thema das macht dann

00:22:46.000 --> 00:22:47.000
<v Clemens>auch zum Schluss wirklich den,

00:22:49.000 --> 00:22:55.000
<v Clemens>einen Kick mit aus also eine Session wo weniger geredet wird ist halt wie soll ich das sagen.

00:22:56.000 --> 00:22:59.000
<v Sarah>Halb so geil halb so gut.

00:23:00.000 --> 00:23:04.000
<v Clemens>Ich mag es schon ganz gerne, wenn gesprochen wird dabei.

00:23:04.000 --> 00:23:10.000
<v Clemens>Das gibt echt viel, weil es so viel im Kopf an Szenario aufbaut und auch an

00:23:10.000 --> 00:23:12.000
<v Clemens>Gefälle repräsentiert, was dann da ist.

00:23:12.000 --> 00:23:16.000
<v Clemens>Denn häufig so Demütigung und Ernährung, das ist halt dieses Gefälle,

00:23:16.000 --> 00:23:18.000
<v Clemens>was vorhanden ist, was auch schön ist.

00:23:18.000 --> 00:23:21.000
<v Sebastian>Also ich könnte jetzt gemein sein und sagen, Mensch, das ist eine der wenigen

00:23:21.000 --> 00:23:23.000
<v Sebastian>Themen, die man jetzt live im Podcast vorführen könnte.

00:23:25.000 --> 00:23:28.000
<v Sebastian>Machen wir natürlich nicht. Trotzdem, damit ich mir so ein bisschen vorstellen

00:23:28.000 --> 00:23:34.000
<v Sebastian>kann, also geht es vielleicht um Anreden oder wie sprichst du mit ihm, Sarah?

00:23:34.000 --> 00:23:37.000
<v Sebastian>Was ist anders, als wenn ihr jetzt so ganz normal miteinander am Quatschen seid?

00:23:37.000 --> 00:23:42.000
<v Sarah>Das ist schon deutlich direkter, was irgendwelche Anweisungen angeht,

00:23:42.000 --> 00:23:44.000
<v Sarah>was irgendwelche Kommentare angeht.

00:23:45.000 --> 00:23:49.000
<v Sarah>Mit Beleidigung tue ich mich ein bisschen schwer. Das geht tatsächlich am besten

00:23:49.000 --> 00:23:51.000
<v Sarah>wirklich während der Session.

00:23:51.000 --> 00:23:55.000
<v Sarah>Also so im Alltag, sage ich mal, liegt mir das nicht so.

00:23:56.000 --> 00:24:00.000
<v Sarah>Aber in der Session funktioniert das ganz gut. Ich musste mir ein Vokabular

00:24:00.000 --> 00:24:01.000
<v Sarah>anlegen, sagen wir es mal so.

00:24:01.000 --> 00:24:04.000
<v Sarah>Also am Anfang war es total schwierig, was zu sagen, weil man halt immer so

00:24:04.000 --> 00:24:08.000
<v Sarah>dachte so, keine Ahnung, wie soll ich das jetzt bezeichnen und keine Ahnung.

00:24:09.000 --> 00:24:14.000
<v Sarah>Und dann hat man so im Laufe der Zeit so sein Vokabular, was man ja einfach

00:24:14.000 --> 00:24:18.000
<v Sarah>nicht weiter hinterfragen darf, weil es an manchen Stellen ja super primitiv

00:24:18.000 --> 00:24:22.000
<v Sarah>ist, weil man, keine Ahnung, den Menschen vor sich so Drecksfotze nennt oder

00:24:22.000 --> 00:24:23.000
<v Sarah>so und sich dann so denkt, eigentlich,

00:24:24.000 --> 00:24:26.000
<v Sarah>naja gut, egal, nehmen wir.

00:24:27.000 --> 00:24:30.000
<v Sebastian>Es liegt ja gar nicht so das Vokabular, aber du weißt, dass es ihm gefällt.

00:24:31.000 --> 00:24:34.000
<v Sarah>Ja, das war, sag ich mal, die Motivation, da schon zu gucken,

00:24:34.000 --> 00:24:38.000
<v Sarah>was zu machen. Da sind wir wieder bei. Ich finde die Reaktion gut, die kommt.

00:24:38.000 --> 00:24:42.000
<v Sarah>Also habe ich eine Motivation, mir zu sagen, ich kann mir das schon vorstellen,

00:24:42.000 --> 00:24:43.000
<v Sarah>aber mir fällt es halt schwer.

00:24:43.000 --> 00:24:47.000
<v Sarah>Es ist gar nicht so, dass ich es nicht möchte, sondern es ist einfach eine Hemmung

00:24:47.000 --> 00:24:48.000
<v Sarah>da, weil ich muss dafür was tun.

00:24:50.000 --> 00:24:52.000
<v Sarah>Man hat ein bisschen Aufwand, man muss sich damit beschäftigen,

00:24:52.000 --> 00:24:53.000
<v Sarah>man muss sich was überlegen.

00:24:54.000 --> 00:24:57.000
<v Sarah>Es fällt einem vielleicht auch ein bisschen schwer, der innere Schweinehund,

00:24:57.000 --> 00:25:00.000
<v Sarah>das jetzt tatsächlich umzusetzen, weil es sich komisch anfühlt.

00:25:00.000 --> 00:25:06.000
<v Sarah>Und das ist letztendlich einfach nur ein, man macht es halt dann mal und dann

00:25:06.000 --> 00:25:09.000
<v Sarah>stellt man fest, eigentlich ganz gut. Und dann macht man es halt wieder.

00:25:09.000 --> 00:25:12.000
<v Sarah>Und dann kommt diese Sache mit dem, wenn man dann so ein paar Sachen ausprobiert

00:25:12.000 --> 00:25:15.000
<v Sarah>hat und man verwendet halt das Wort das fünfte und das zehnte Mal,

00:25:15.000 --> 00:25:18.000
<v Sarah>dann fühlt es sich halt irgendwann nicht mehr so komisch an und irgendwann ist es halt einfach da.

00:25:20.000 --> 00:25:23.000
<v Sebastian>Clemens, magst du mir einen Auszug aus Ihrem Vokabular geben?

00:25:25.000 --> 00:25:29.000
<v Sebastian>Oh, ähm Also gibt es vielleicht Dinge, wo du sagst,

00:25:29.000 --> 00:25:32.000
<v Sebastian>aus irgendeinem Grund vielleicht weißt du den Grund ja selber gar nicht,

00:25:32.000 --> 00:25:35.000
<v Sebastian>aber aus irgendeinem Grund sprechen dich bestimmte Sachen an manchmal triggert

00:25:35.000 --> 00:25:38.000
<v Sebastian>einen ja auch was bestimmtes also ich weiß, das ist eigentlich sehr intim zwischen

00:25:38.000 --> 00:25:41.000
<v Sebastian>euch beiden ihr müsst mir das auch nicht sagen, aber ich bin natürlich trotzdem neugierig.

00:25:42.000 --> 00:25:47.000
<v Clemens>Ich würde mal sagen, die Dinge, die eher so ins Kleinmachen gehen,

00:25:47.000 --> 00:25:55.000
<v Clemens>also mich niedlich machen, oh bist du aber süßer, oder so ein kleiner Arschfotze

00:25:55.000 --> 00:25:57.000
<v Clemens>oder sowas, in die Richtung.

00:25:57.000 --> 00:26:01.000
<v Sebastian>Ich versuche das mal so ein bisschen zu beschreiben, das ist jetzt kein grundsätzliches

00:26:01.000 --> 00:26:05.000
<v Sebastian>Defizit an dir, was dann nochmal genommen wird, um dich da reinzureiben,

00:26:05.000 --> 00:26:09.000
<v Sebastian>sondern es ist halt ein Vokabular, was halt funktioniert, aber es ist nicht

00:26:09.000 --> 00:26:12.000
<v Sebastian>dazu da, um dich in deinem Ego quasi runterzudrücken.

00:26:12.000 --> 00:26:14.000
<v Clemens>Sagen wir mal so, so weit ist Sarah noch nicht.

00:26:14.000 --> 00:26:18.000
<v Sarah>Wohl, das stimmt nicht ganz. Was fällt mir gerade ein? Was ich da tatsächlich

00:26:18.000 --> 00:26:23.000
<v Sarah>manchmal mache ist, gerade so ein WDSM mit Schmerzen und mit Aufregung und was,

00:26:23.000 --> 00:26:25.000
<v Sarah>funktioniert das mit dem Ständer ja meistens nicht so gut.

00:26:25.000 --> 00:26:30.000
<v Sarah>Und das ist natürlich ein perfekter Aufhänger, um sich ein bisschen darüber lustig zu machen.

00:26:30.000 --> 00:26:33.000
<v Sarah>Und so von wegen, was ist denn das hier? Wie sieht denn das aus?

00:26:34.000 --> 00:26:35.000
<v Sarah>Das habe ich aber jetzt besser erwartet.

00:26:36.000 --> 00:26:37.000
<v Sebastian>Das funktioniert wahrscheinlich direkt, ne?

00:26:39.000 --> 00:26:43.000
<v Sarah>Das hilft nicht unbedingt die Lage zu verbessern, aber es macht Spaß.

00:26:44.000 --> 00:26:48.000
<v Sebastian>Und deine Gedanken, Clemens, was ist das so in dem Moment also in dem Moment

00:26:48.000 --> 00:26:50.000
<v Sebastian>hat sie ja recht steht nicht, es steht nicht

00:26:50.000 --> 00:26:53.000
<v Sebastian>das ist die Frage, was tut man, was denkt man in dem Moment,

00:26:53.000 --> 00:26:57.000
<v Sebastian>weil das ist ja eigentlich theoretisch, dass ihr merkt eigentlich dass ich jetzt

00:26:57.000 --> 00:27:00.000
<v Sebastian>gerade dieses ganze Thema versuche mit euch mal so ein bisschen mehr auszubreiten.

00:27:00.000 --> 00:27:00.000
<v Clemens>Weil.

00:27:00.000 --> 00:27:02.000
<v Sebastian>Das ist ganz vielen echt rätselhaft.

00:27:02.000 --> 00:27:09.000
<v Clemens>Es ist es macht ein ganz komisches Gefühl im Magen es ist so ein aufgeregtes Gefühl,

00:27:10.000 --> 00:27:13.000
<v Clemens>was aber, also es ist gar nicht sexuell, es ist eher so ein,

00:27:14.000 --> 00:27:19.000
<v Clemens>man hat einen super sicheren Raum, wo man so viel ausprobieren kann und da geht

00:27:19.000 --> 00:27:22.000
<v Clemens>dann auch solche Sachen, die psychisch echt auch belastend sind und wo man dann

00:27:22.000 --> 00:27:26.000
<v Clemens>halt, andere setzen sich in eine Achterbahn und fahren irgendwelche Runden,

00:27:27.000 --> 00:27:31.000
<v Clemens>und haben Todesängste dabei und finden das gut und für mich ist das halt so, diese emotionale,

00:27:32.000 --> 00:27:36.000
<v Clemens>Achterbahn, die macht das einfach cool, es ist ein Erlebnis, es ist schön.

00:27:36.000 --> 00:27:40.000
<v Clemens>Man hat auch eine gewisse trotz der Entfernung eine Nähe zueinander.

00:27:40.000 --> 00:27:44.000
<v Clemens>Ich lasse Sarah an mich ganz persönlich, an mein Innerstes ran,

00:27:45.000 --> 00:27:49.000
<v Clemens>was eigentlich kein anderer machen darf und berührt mich da in Stellen und rührt

00:27:49.000 --> 00:27:55.000
<v Clemens>drin in mir rum, was aufregend ist und was ich auch geben möchte und was ein

00:27:55.000 --> 00:27:58.000
<v Clemens>gutes Gefühl ist, wo ich sagen kann, ja, mach tu das bitte.

00:27:59.000 --> 00:28:01.000
<v Sebastian>Sarah, das ist doch wunderschön, da so ein bisschen zu steuern.

00:28:02.000 --> 00:28:03.000
<v Sarah>Ja, definitiv.

00:28:04.000 --> 00:28:05.000
<v Sarah>Kontrolle finde ich schon gut.

00:28:06.000 --> 00:28:10.000
<v Sebastian>Okay, Kontrolle. Es kommt auf meine Liste. Was sind denn da so die Grenzen?

00:28:10.000 --> 00:28:13.000
<v Sebastian>Also gibt es da so Punkte, wo ihr sagt, also das geht uns dann doch zu weit

00:28:13.000 --> 00:28:18.000
<v Sebastian>oder so wunde Punkte, wo ihr einfach befindet, das müsst ihr euch jetzt nicht geben.

00:28:18.000 --> 00:28:20.000
<v Clemens>Da haben wir ja relativ wenig.

00:28:21.000 --> 00:28:25.000
<v Sarah>Ich hätte jetzt gesagt, zwischen uns, wenn es jetzt wirklich nur um uns geht,

00:28:26.000 --> 00:28:27.000
<v Sarah>würde mir jetzt nicht wirklich was einfallen.

00:28:27.000 --> 00:28:31.000
<v Clemens>Mir auch nicht. Weil es gibt immer die Frage danach zwischen uns,

00:28:31.000 --> 00:28:32.000
<v Clemens>was war gut, was war schlecht.

00:28:32.000 --> 00:28:36.000
<v Clemens>Das ist eigentlich schon jedes Mal, wenn wir irgendwie eine Session oder miteinander

00:28:36.000 --> 00:28:37.000
<v Clemens>spielen, in welcher Form auch immer,

00:28:38.000 --> 00:28:41.000
<v Clemens>und dann sagen wir uns halt, was gefallen hat, was nicht gefallen hat und dann

00:28:41.000 --> 00:28:45.000
<v Clemens>auch, warum es so war und dadurch kann man ganz gut auskristallisieren,

00:28:45.000 --> 00:28:49.000
<v Clemens>was dann wirklich schön ist und was man das nächste Mal wieder haben möchte

00:28:49.000 --> 00:28:50.000
<v Clemens>und was auf keinen Fall da sein soll.

00:28:51.000 --> 00:28:55.000
<v Sebastian>Okay, das heißt aber, dass ja immer nach einer Session ein abgeschlossenes Ereignis

00:28:55.000 --> 00:28:58.000
<v Sebastian>ist, wo man dann hinterher dann eben auch nochmal eine Manöverkritik machen kann.

00:28:59.000 --> 00:28:59.000
<v Sarah>Ja.

00:28:59.000 --> 00:29:04.000
<v Sebastian>Okay, das heißt 24-7 ist ja gar nichts für euch. Oder gibt es da nicht eventuell doch was?

00:29:05.000 --> 00:29:11.000
<v Clemens>Doch, das gibt es schon. Aber man muss es eher vielschichtig sehen, glaube ich.

00:29:11.000 --> 00:29:16.000
<v Clemens>Es ist nicht so ein An-Aus, sondern es gibt verschiedene Ebenen und verschiedene

00:29:16.000 --> 00:29:18.000
<v Clemens>Intensitätsstufen, wie man miteinander spielt.

00:29:19.000 --> 00:29:22.000
<v Clemens>Also mit einem Podcast so wie wir wirst du auf der Familienfeier auch nicht,

00:29:23.000 --> 00:29:25.000
<v Clemens>deine härteste Gangart spielen wollen.

00:29:26.000 --> 00:29:29.000
<v Clemens>Aber vielleicht so ein bisschen, dass es so leicht verdeckt ist.

00:29:30.000 --> 00:29:35.000
<v Clemens>und das sind diese Ebenen und so kann man das halt auch dann 24-7 realisieren, je nach Situation.

00:29:36.000 --> 00:29:38.000
<v Sarah>Und 24-7 lässt sich ja auch auswerten.

00:29:39.000 --> 00:29:44.000
<v Sebastian>Also ich frage doch einfach mal ganz konkret, gibt es denn im Moment Regeln, die irgendwie gelten?

00:29:44.000 --> 00:29:49.000
<v Sarah>Ja, gibt es. Also eine grundsätzliche Regel ist zum Beispiel,

00:29:49.000 --> 00:29:53.000
<v Sarah>dass er halt nur die Sachen essen darf, die ich genehmige.

00:29:53.000 --> 00:29:57.000
<v Sebastian>Das ist ja dann nett gewesen, von mir her ein bisschen Süßkram und Knabberkram hinzustellen.

00:30:00.000 --> 00:30:04.000
<v Sebastian>Tja, okay das geht grundsätzlich auch wenn du nicht da bist Ja.

00:30:04.000 --> 00:30:07.000
<v Sarah>Manchmal ist es ein bisschen kompliziert Ja.

00:30:07.000 --> 00:30:11.000
<v Clemens>Dann muss ich halt nachfragen oder dann halt kalkulieren,

00:30:11.000 --> 00:30:16.000
<v Clemens>okay ich habe jetzt richtig Knast, dann kann man eventuell sich eine Buttermilch

00:30:16.000 --> 00:30:21.000
<v Clemens>oder sowas holen, weil das ist ja Getränk oder wenn dann halt nicht über Threema

00:30:21.000 --> 00:30:24.000
<v Clemens>zu erreichen ist, Sarah, dann,

00:30:25.000 --> 00:30:28.000
<v Clemens>guckt man wie schlimm ist es halte ich es aus oder nehme ich lieber die Strafe in Kauf.

00:30:29.000 --> 00:30:30.000
<v Sebastian>Okay, du kannst da einfach entscheiden,

00:30:30.000 --> 00:30:33.000
<v Sebastian>hast trotzdem noch eine Entscheidungsmöglichkeit. Was ist die Strafe?

00:30:34.000 --> 00:30:40.000
<v Sarah>Gestern habe ich ihm in jeden Nippel einmal gekniffen, was erstmal nicht so

00:30:40.000 --> 00:30:44.000
<v Sarah>fies klingt, aber wenn man am Abend zuvor die Nippel ganz schön ramponiert hat,

00:30:44.000 --> 00:30:45.000
<v Sarah>ist es schon eine fiese Strafe.

00:30:46.000 --> 00:30:50.000
<v Clemens>So schlimm, dass ich mich beim Hinlegen ins Bett die Bettdecke wehgetan hatte.

00:30:51.000 --> 00:30:54.000
<v Sebastian>Okay, das ist ein bisschen gemein, aber dafür gab es ja irgendwas Leckeres zu futtern.

00:30:55.000 --> 00:30:56.000
<v Sarah>Ach, so viel war es gar nicht.

00:30:56.000 --> 00:30:57.000
<v Clemens>Zwei Tomaten.

00:30:57.000 --> 00:30:58.000
<v Sarah>Für jeden Nippel eine.

00:31:00.000 --> 00:31:02.000
<v Sebastian>Wer kommt denn auf die Idee?

00:31:03.000 --> 00:31:11.000
<v Sarah>Ich, weil Clemens sehr viel so rumfrisst, rumgefressen hat und ich das doof

00:31:11.000 --> 00:31:16.000
<v Sarah>fand und es auch unterhaltsam fand, dass er mich immer fragen muss.

00:31:17.000 --> 00:31:20.000
<v Sarah>Und eigentlich schon so ein bisschen aus dem Gedanken raus, wenn man halt fragen

00:31:20.000 --> 00:31:22.000
<v Sarah>muss, überlegt man sich halt dreimal, ob man das jetzt wirklich essen muss oder

00:31:22.000 --> 00:31:26.000
<v Sarah>ob man sich dann nicht denkt, ach nee, dann lasse ich es lieber sein.

00:31:26.000 --> 00:31:30.000
<v Sarah>Es war jetzt so ein bisschen eine Win-Win-Situation im Sinne von,

00:31:31.000 --> 00:31:34.000
<v Sarah>es ist prinzipiell eine gute Sache, wenn man nicht dauernd rumfrisst und zwischen,

00:31:35.000 --> 00:31:36.000
<v Sarah>es hat für mich einen gewissen Unterhaltungswert.

00:31:37.000 --> 00:31:40.000
<v Sebastian>Okay, du musst immer wieder entscheiden. Sagst du auch mal nein?

00:31:41.000 --> 00:31:42.000
<v Sarah>Selten.

00:31:42.000 --> 00:31:48.000
<v Clemens>Ja, also ich muss im Großen und Ganzen, ist meine Fürstin sehr nachgiebig und

00:31:48.000 --> 00:31:51.000
<v Clemens>sehr umsichtig und um mich wohlbemüht.

00:31:51.000 --> 00:31:53.000
<v Sarah>Aber du frisst einfach weniger rum.

00:31:54.000 --> 00:31:55.000
<v Clemens>Nicht nur ums Rumfressen prinzipiell.

00:31:55.000 --> 00:31:58.000
<v Sarah>Ja, aber ich meine jetzt von wegen, dass ich nur selten Nein sage,

00:31:58.000 --> 00:32:02.000
<v Sarah>weil du einfach weniger fragst, als du vorher herumgefressen hättest.

00:32:02.000 --> 00:32:05.000
<v Sebastian>Es geht gar nicht so sehr um Kontrolle, sondern um Aufmerksamkeit.

00:32:06.000 --> 00:32:11.000
<v Sarah>Auch, ja. Kontrolle in dem Sinne, dass es für mich einen Unterhaltungswert hat

00:32:11.000 --> 00:32:15.000
<v Sarah>oder halt irgendwie einen, weiß nicht.

00:32:15.000 --> 00:32:19.000
<v Sarah>Der Unterhaltungswert ist auf jeden Fall wichtig, weil wenn ich es einfach nur

00:32:19.000 --> 00:32:24.000
<v Sarah>mache, um ihn zu kontrollieren, das bringt mir persönlich jetzt nur bedingt was.

00:32:26.000 --> 00:32:27.000
<v Sarah>Kontrolle, schwierig.

00:32:27.000 --> 00:32:32.000
<v Sebastian>Vielleicht verstehe ich es nicht, der Unterhaltungswert. Was unterhält dich daran?

00:32:33.000 --> 00:32:35.000
<v Sebastian>Wie er fragt oder gibt es da ein Ritual vielleicht?

00:32:36.000 --> 00:32:40.000
<v Sarah>Nein, ein Ritual gibt es nicht, aber es ist halt schon lustig zu sehen,

00:32:40.000 --> 00:32:43.000
<v Sarah>wie er halt irgendwo steht und dann zuckt es manchmal und dann fällt ihm ein

00:32:43.000 --> 00:32:44.000
<v Sarah>so, verdammt, ich muss fragen.

00:32:45.000 --> 00:32:50.000
<v Sarah>Oder wie er dann so um Sachen so rumschleicht und ich das beobachten kann und

00:32:50.000 --> 00:32:52.000
<v Sarah>ich dann amiziere, dass er irgendwann fragt.

00:32:53.000 --> 00:32:55.000
<v Sarah>Oder haben wir uns jetzt auch unterhalten, also den Kindern dann haben wir quasi

00:32:55.000 --> 00:33:00.000
<v Sarah>halt auch gesagt, okay, es ist halt so und wir spielen halt miteinander und

00:33:00.000 --> 00:33:03.000
<v Sarah>wenn irgendwas komisches, sollen sie es nicht wundern, es ist ein Spiel zwischen uns.

00:33:03.000 --> 00:33:06.000
<v Sarah>Und es ist halt mittlerweile so, dass die Kinder zu mir kommen und sagen so,

00:33:07.000 --> 00:33:10.000
<v Sarah>darf das Papa essen, darf ich dem was abgeben? Und dann sage ich ja und dann bringen sie es ihm.

00:33:11.000 --> 00:33:12.000
<v Sebastian>Ah, der mit den Kindern, das ist ein ganz spannender Aspekt,

00:33:13.000 --> 00:33:15.000
<v Sebastian>den heben wir uns noch ein kleines bisschen auf. Also mal Clemens,

00:33:15.000 --> 00:33:18.000
<v Sebastian>warum fragst du dich einfach immer? Sie sagt ja dann doch meistens ja und dann ist ja gut.

00:33:19.000 --> 00:33:22.000
<v Clemens>Ich möchte ja in ihrem Sinne handeln und ihr Ansinnen ist ja so,

00:33:22.000 --> 00:33:28.000
<v Clemens>dass ich die Hauptmahlzeiten einhalte und das esse, was sie mir kredenzt und

00:33:28.000 --> 00:33:33.000
<v Clemens>dann ist das sozusagen das Fragen wie so ein Notnagel, wenn es mal nötig wird.

00:33:33.000 --> 00:33:37.000
<v Sebastian>Achso, okay und das ist das auch, was die jetzt, ich meine ganz ehrlich,

00:33:37.000 --> 00:33:40.000
<v Sebastian>wenn ich euch beide angucke, da ihr seid sehr wohl proportioniert,

00:33:40.000 --> 00:33:45.000
<v Sebastian>also das passt genau, da es gibt jetzt keine Notwendigkeit irgendwie was zu

00:33:45.000 --> 00:33:47.000
<v Sebastian>unterstützen oder so, sehe ich zumindest nicht.

00:33:47.000 --> 00:33:50.000
<v Sarah>Nö, das ist auch nicht der Grund der Sache.

00:33:50.000 --> 00:33:55.000
<v Clemens>Es ist eher das Nervige, man futtert was und dann zu einem Hauptmahlzeiten oder

00:33:55.000 --> 00:33:58.000
<v Clemens>so, ist dann der Appetit nicht mehr so gegeben, wie er sein sollte oder so.

00:33:58.000 --> 00:34:02.000
<v Sebastian>Ach so, das ist dieser Missstand. Der hat schon wieder eine Packung Gummibärchen

00:34:02.000 --> 00:34:05.000
<v Sebastian>gegessen. Jetzt isst er mein tolles, gekochtes Zeug nicht.

00:34:05.000 --> 00:34:08.000
<v Sebastian>Der Blödmann. Vielleicht so aus der Richtung.

00:34:08.000 --> 00:34:10.000
<v Clemens>Hätte ich jetzt gesagt, nicht ganz so.

00:34:10.000 --> 00:34:13.000
<v Sarah>Nicht ganz so, nein. Es ist eher so dieses, es ist auch eine Vorbildwirkung.

00:34:13.000 --> 00:34:15.000
<v Sarah>Ich muss die Kinder leider wieder ins Spiel bringen.

00:34:16.000 --> 00:34:18.000
<v Sarah>Den Kindern sagt man so, nee, ihr esst jetzt nicht noch eine Handvoll Nüsse

00:34:18.000 --> 00:34:20.000
<v Sarah>vom Essen und da kommt der Vater und isst eine Handvoll Nüsse.

00:34:21.000 --> 00:34:22.000
<v Sarah>Das ist halt einfach ungünstig.

00:34:25.000 --> 00:34:27.000
<v Sebastian>Ist das Problem damit gelöst?

00:34:27.000 --> 00:34:30.000
<v Sarah>Ja, im Prinzip schon. Wenn es kurz vorm Essen ist, sage ich nein und dann hat

00:34:30.000 --> 00:34:31.000
<v Sarah>sich die Sache erledigt.

00:34:31.000 --> 00:34:35.000
<v Sebastian>Gibt es noch andere Regeln, die halt permanent gelten? Also es scheint sich

00:34:35.000 --> 00:34:37.000
<v Sebastian>ja ganz gut anzufühlen für euch beide.

00:34:38.000 --> 00:34:41.000
<v Sarah>Ja, die Menge der Regeln hält sich in Grenzen, weil ich es anstrengend finde,

00:34:41.000 --> 00:34:43.000
<v Sarah>Sachen dauernd zu kontrollieren.

00:34:43.000 --> 00:34:47.000
<v Sarah>Also so Sachen, auf die ich permanent aufpassen muss und hinterher sein muss, stressen mich eher.

00:34:47.000 --> 00:34:52.000
<v Sarah>eine Regel, die ich sehr gern habe ist, dass ich Clemens zur Begrüßung und zum

00:34:52.000 --> 00:34:58.000
<v Sarah>Aufwachen anlecke am Hals weil ich finde das total toll und Clemens ist da unglaublich

00:34:58.000 --> 00:35:01.000
<v Sarah>kitzlig und kann es immer sehr schwer aushalten,

00:35:02.000 --> 00:35:07.000
<v Sarah>und das ist dann quasi so der Moment da muss er dann hinhalten.

00:35:08.000 --> 00:35:09.000
<v Sebastian>Also so angeleckt meins.

00:35:09.000 --> 00:35:10.000
<v Sarah>Angeleckt meins.

00:35:10.000 --> 00:35:12.000
<v Clemens>Genau wie beim Pausenbrot früher.

00:35:14.000 --> 00:35:15.000
<v Sarah>Nur hier funktioniert es.

00:35:16.000 --> 00:35:18.000
<v Sebastian>Aber das hört sich ja machbar an. Wollt ihr das ausbauen?

00:35:19.000 --> 00:35:20.000
<v Sarah>Mit den Regeln?

00:35:20.000 --> 00:35:23.000
<v Sebastian>Ja, man könnte ja noch das eine oder andere, also es ist einfach die Frage,

00:35:23.000 --> 00:35:27.000
<v Sebastian>auch wie viel Zeit, aber so ein bisschen so im Alltag, so kleine Aufmerksamkeiten,

00:35:28.000 --> 00:35:29.000
<v Sebastian>da kann man ja auch noch ein bisschen mehr machen.

00:35:30.000 --> 00:35:33.000
<v Sebastian>Also gibt es da noch Ideen, wo ihr eher davor zurückschreckt oder sagt ihr,

00:35:33.000 --> 00:35:35.000
<v Sebastian>wenn uns was einfällt, dann machen wir das. Dann hätte ich Ideen für euch.

00:35:36.000 --> 00:35:40.000
<v Sarah>Nein, Ausbauen ist definitiv in Planung. Da kommt dann wieder der Punkt rein.

00:35:40.000 --> 00:35:43.000
<v Sarah>Clemens ist im Kopf schon, der hat wahrscheinlich schon zehn Regeln,

00:35:44.000 --> 00:35:46.000
<v Sarah>die er noch gern befolgen würde und ich brauche noch ein bisschen.

00:35:47.000 --> 00:35:50.000
<v Sarah>Also es ist halt irgendwie auch für mich einfacher, wenn das so Stück für Stück

00:35:50.000 --> 00:35:54.000
<v Sarah>und dann finde ich das irgendwie gut und dann schleicht sich das vielleicht

00:35:54.000 --> 00:35:56.000
<v Sarah>so ein und dann macht man irgendwann eine Regel draus, dann sind wir wieder

00:35:56.000 --> 00:35:57.000
<v Sarah>beim organischen Wachsen.

00:35:58.000 --> 00:36:01.000
<v Sarah>Wenn man sich hinsetzt und man macht jetzt irgendwie 20 Regeln und dann habe

00:36:01.000 --> 00:36:04.000
<v Sarah>ich 15 davon am nächsten Tag eigentlich schon wieder fast vergessen und bin

00:36:04.000 --> 00:36:08.000
<v Sarah>total gestresst davon, dass ich das alles im Blick behalten muss und er ist

00:36:08.000 --> 00:36:11.000
<v Sarah>dann traurig, weil ich nicht gucke, ob er irgendwas macht oder nicht macht,

00:36:11.000 --> 00:36:14.000
<v Sarah>dann führt das irgendwie nicht zu dem, was man eigentlich will.

00:36:14.000 --> 00:36:17.000
<v Sebastian>Ja, ich glaube, das ist das Enttäuschendste. Man hält da eine Regel ein unter

00:36:17.000 --> 00:36:21.000
<v Sebastian>schwersten Erfordernissen und ist stolz darauf, dass man daran gedacht hat oder

00:36:21.000 --> 00:36:25.000
<v Sebastian>man hat dagegen verstoßen und das Gegenüber interessiert sich nicht.

00:36:25.000 --> 00:36:27.000
<v Sebastian>Und dann ist das halt auch irgendwie ja Quatsch.

00:36:28.000 --> 00:36:30.000
<v Sebastian>Gibt es was, Clemens, wo du sagst, ach ja, das wird dir vielleicht ganz gut

00:36:30.000 --> 00:36:32.000
<v Sebastian>tun oder das wird dir ganz gut gefallen?

00:36:34.000 --> 00:36:35.000
<v Clemens>Von Regeln her neu oder wie?

00:36:35.000 --> 00:36:39.000
<v Sebastian>Ja, so im Alltag, wenn da was einfließt. Also was könnte dich interessieren?

00:36:40.000 --> 00:36:43.000
<v Sebastian>Also, Sarah, jetzt hast du ja schon verraten, dass er offenbar ein bisschen mehr noch im Kopf hat.

00:36:44.000 --> 00:36:49.000
<v Clemens>Mir ist an den Regeln eigentlich hauptsächlich wichtig, dass für Sarah das auch einen Mehrwert hat.

00:36:50.000 --> 00:36:54.000
<v Clemens>Dass sie das auch als positiv empfindet und nicht, dass es nur,

00:36:54.000 --> 00:37:00.000
<v Clemens>ich mache es, weil es eine Regel ist oder weil es mir was bringt.

00:37:00.000 --> 00:37:04.000
<v Clemens>Es gibt ja viele Sachen, die haben sich jetzt als, also das ist ja keine klassische

00:37:04.000 --> 00:37:07.000
<v Clemens>Regel, weil es gab es das vorher schon. Aber zum Beispiel Bad ist,

00:37:08.000 --> 00:37:10.000
<v Clemens>eigentlich seitdem wir zusammen sind, ist das meins.

00:37:10.000 --> 00:37:15.000
<v Clemens>Aber das ist einfach praktisch, weil ich halt weniger unter dem Badreinigung leide als Sarah.

00:37:16.000 --> 00:37:21.000
<v Clemens>Und dann ist halt die Frage zum Beispiel eine Endabnahme oder sowas.

00:37:21.000 --> 00:37:27.000
<v Clemens>Oder ja, es ist echt schwer jetzt so zu sagen, wie es sein soll, kann.

00:37:27.000 --> 00:37:30.000
<v Sarah>Ich glaube, viele Sachen haben wir festgestellt, nachdem wir beschlossen haben,

00:37:30.000 --> 00:37:34.000
<v Sarah>wir leben das Machtgefälle quasi auch im Alltag aus, haben wir dann erstmal

00:37:34.000 --> 00:37:40.000
<v Sarah>festgestellt, okay, viele Sachen laufen einfach schon so, dass ich sage, wo es lang geht.

00:37:40.000 --> 00:37:44.000
<v Sarah>Also so grundsätzliche Entscheidungen und so, dass ich das letzte Wort habe

00:37:44.000 --> 00:37:48.000
<v Sarah>bei vielen Sachen, dass das eigentlich schon vorher so war und wo Clemens in

00:37:48.000 --> 00:37:50.000
<v Sarah>den Momenten so, irgendwie hat sich gar nicht so viel geändert.

00:37:50.000 --> 00:37:55.000
<v Sarah>Ja, weil es vorher schon so war und jetzt halt bloß ein paar Kleinigkeiten dazugekommen sind.

00:37:56.000 --> 00:37:58.000
<v Sarah>Und halt so klar, das was im Kopf ist, das ist schon ein anderes Gefühl,

00:37:58.000 --> 00:38:01.000
<v Sarah>ob man das halt sich gegenseitig, sag ich mal so sagt, okay,

00:38:01.000 --> 00:38:05.000
<v Sarah>ab jetzt läuft das tatsächlich so oder ob das halt einfach so ungeschrieben,

00:38:05.000 --> 00:38:08.000
<v Sarah>sag ich mal, im Raum steht, dass halt sich das einfach ergibt,

00:38:08.000 --> 00:38:10.000
<v Sarah>dass halt einmal mehr in der Beziehung entscheidet.

00:38:11.000 --> 00:38:13.000
<v Sebastian>Ja, es kommt auch von so einem Kontext noch.

00:38:14.000 --> 00:38:17.000
<v Sebastian>Das nimmt dir ja auch viel ab, Klement im Zweifel, wenn du sagen kannst,

00:38:17.000 --> 00:38:20.000
<v Sebastian>das ist ja ihre Baustelle, die Entscheidung hat sie zu treffen. Punkt.

00:38:21.000 --> 00:38:21.000
<v Clemens>Definitiv.

00:38:22.000 --> 00:38:24.000
<v Sebastian>Das ist für dich an der Stelle eine Entlastung sogar.

00:38:24.000 --> 00:38:27.000
<v Clemens>Genau, also ich habe es nicht so mit Entscheidungen.

00:38:28.000 --> 00:38:32.000
<v Clemens>Es fällt mir häufig schwer, Entscheidungen zu treffen, wobei große Entscheidungen

00:38:32.000 --> 00:38:37.000
<v Clemens>meist einfacher sind als so die Kleinigkeiten, die im Alltag einem über den Weg rennen.

00:38:37.000 --> 00:38:40.000
<v Clemens>Und da ist es schon schön, wenn man dann jemanden an der Seite hat,

00:38:40.000 --> 00:38:41.000
<v Clemens>der sagt, ne, das machen so, passt.

00:38:42.000 --> 00:38:46.000
<v Clemens>Das ist schon wirklich toll. Und nochmal zu den Regeln zurückzukommen,

00:38:46.000 --> 00:38:48.000
<v Clemens>es geht gar nicht, also ich finde es zum Beispiel auch schön,

00:38:48.000 --> 00:38:52.000
<v Clemens>wenn es gar keine konkreten Regeln sind, sondern wenn es eher Aufträge sind.

00:38:53.000 --> 00:38:56.000
<v Clemens>Mir ist, wenn Sarah meint, mir ist das und das wichtig, mach das jetzt.

00:38:57.000 --> 00:39:02.000
<v Clemens>Also wenn ich merke, okay, da ist jetzt ein Bedürfnis und ich darf das Bedürfnis

00:39:02.000 --> 00:39:04.000
<v Clemens>für sie erfüllen, in welcher Form auch immer.

00:39:05.000 --> 00:39:07.000
<v Clemens>Das finde ich zum Beispiel viel schöner, als wenn es da eine Regel gibt,

00:39:07.000 --> 00:39:10.000
<v Clemens>die dann halt immer läuft und vielleicht ist der Bedarf gar nicht da,

00:39:10.000 --> 00:39:12.000
<v Clemens>diese Regel, dass die erfüllt wird.

00:39:14.000 --> 00:39:17.000
<v Clemens>und da, wenn dann halt ein Auftrag kommt, ist das, merke ich,

00:39:17.000 --> 00:39:21.000
<v Clemens>okay, ich arbeite für was, was ihr Wunsch ist oder was ihr Bedürfnis ist.

00:39:22.000 --> 00:39:25.000
<v Sebastian>Da habe ich tatsächlich auch diesen Punkt, das Podcast so gesagt neulich zu

00:39:25.000 --> 00:39:27.000
<v Sebastian>mir, teile mir Aufgaben zu.

00:39:27.000 --> 00:39:31.000
<v Sebastian>Und beschwer dich nicht darüber, dass irgendwas nicht so in deinem Sinne,

00:39:31.000 --> 00:39:33.000
<v Sebastian>weil was weiß ich, was du willst.

00:39:33.000 --> 00:39:37.000
<v Sebastian>Das heißt, ich muss lernen, da zu kommunizieren und zu sagen,

00:39:37.000 --> 00:39:38.000
<v Sebastian>hier ist ein Auftrag, den erledigen.

00:39:39.000 --> 00:39:40.000
<v Clemens>Genau.

00:39:40.000 --> 00:39:44.000
<v Sebastian>Also es fällt mir, weiß ich gar nicht, fällt mir das schwer oder nicht?

00:39:44.000 --> 00:39:46.000
<v Sebastian>Ich weiß es nicht. Natürlich weiß ich es hier im Podcast nicht.

00:39:47.000 --> 00:39:49.000
<v Sebastian>Aber Sarah, fällt dir das schwer, Aufträge zu erteilen?

00:39:49.000 --> 00:39:52.000
<v Sarah>Nee, tatsächlich einfacher, da sind wir dabei, Regeln muss ich halt immer verfolgen

00:39:52.000 --> 00:39:55.000
<v Sarah>und Aufträge ist dann halt eher wieder so eine spontane Sache,

00:39:55.000 --> 00:39:59.000
<v Sarah>wo man dann sagt, okay, da zieht man gerade irgendwie eine Notwendigkeit und

00:39:59.000 --> 00:40:00.000
<v Sarah>dann hat man gerade Lust drauf.

00:40:00.000 --> 00:40:04.000
<v Sarah>Als Beispiel ist mir gerade eingefallen, was einfach ab und an so auftaucht,

00:40:05.000 --> 00:40:06.000
<v Sarah>ist, dass Clemens mich abends auszieht.

00:40:07.000 --> 00:40:10.000
<v Sarah>Und dann sage ich so, du jetzt ziehst mich aus und dann darf er mich ausziehen.

00:40:10.000 --> 00:40:13.000
<v Sarah>Aber das ist auch so eine Sache, die würde ich gar nicht wollen als Regel,

00:40:13.000 --> 00:40:18.000
<v Sarah>weil dann müsste ich es jeden Abend einfordern, machen, vielleicht ist er noch

00:40:18.000 --> 00:40:20.000
<v Sarah>gerade beim Rasieren und ich habe aber eigentlich schon Lust,

00:40:20.000 --> 00:40:24.000
<v Sarah>mich ins Bett zu legen und dann steht man da im Bad und wartet und das macht

00:40:24.000 --> 00:40:25.000
<v Sarah>die Sache wieder irgendwie so uncool.

00:40:25.000 --> 00:40:29.000
<v Sarah>Und so, wenn es halt passt und man gerade Lust drauf hat, fordert man es sich ein.

00:40:29.000 --> 00:40:34.000
<v Sebastian>Bevor ich so ein bisschen thematisch weitergehen will. Jetzt ist es ja so, wie es ist.

00:40:35.000 --> 00:40:39.000
<v Sebastian>Könnte, Sarah, wie ist das, wenn du mal sagst, ich mag jetzt aber auch einfach

00:40:39.000 --> 00:40:41.000
<v Sebastian>mal den Popo verhauen bekommen.

00:40:42.000 --> 00:40:43.000
<v Sebastian>Das passt ja gerade nicht so richtig.

00:40:44.000 --> 00:40:46.000
<v Sarah>Das haben wir gestern erst diskutiert.

00:40:46.000 --> 00:40:48.000
<v Sebastian>Aber im Zweifel ist das ja auch ein Auftrag.

00:40:49.000 --> 00:40:54.000
<v Sarah>Richtig, genau. Das haben wir gestern ausdiskutiert, dass ich einfach dann quasi

00:40:54.000 --> 00:40:56.000
<v Sarah>Anweisungen gebe. Okay, ich will das und das und das haben.

00:40:58.000 --> 00:41:01.000
<v Clemens>Und dann muss ich es so machen, dass es das Bedürfnis erfüllt.

00:41:02.000 --> 00:41:07.000
<v Sebastian>Okay, das ist dann aber wirklich ein rein, ja, das ist dann dieser Service-Dom-Gedanke

00:41:07.000 --> 00:41:09.000
<v Sebastian>oder der Service-Sadist an der Stelle eher.

00:41:10.000 --> 00:41:12.000
<v Sebastian>Hattet ihr jetzt aber noch nicht in den letzten Monaten?

00:41:12.000 --> 00:41:17.000
<v Clemens>Ab und an, nur nicht so deutlich formuliert, wie es wir gestern gemacht haben, aber,

00:41:19.000 --> 00:41:24.000
<v Clemens>sagen wir mal so, es fällt wenn ich einfach mal Sarah von oben bespielen soll,

00:41:24.000 --> 00:41:27.000
<v Clemens>fällt mir das relativ schwer, so schnell umzuwechseln zur,

00:41:28.000 --> 00:41:35.000
<v Clemens>dominanteren Seite und ich habe immer den Hang dazu meine Münze zu drehen mit

00:41:35.000 --> 00:41:41.000
<v Clemens>der Psychoschiene und die rauskommen zu lassen, also stehe ich auf der Bremse.

00:41:41.000 --> 00:41:45.000
<v Sebastian>Ich muss mal kurz erwähnen, Sarah hat ja gerade ein Schokobon hingelegt.

00:41:45.000 --> 00:41:49.000
<v Clemens>Ja, das finde ich auch gut. Dankeschön. Genau, und da stehe ich immer so ein

00:41:49.000 --> 00:41:52.000
<v Clemens>bisschen auf der Bremse und weiß nicht so richtig, was mache ich jetzt,

00:41:53.000 --> 00:41:55.000
<v Clemens>übertreibe ich es oder übertreibe ich es nicht.

00:41:55.000 --> 00:42:00.000
<v Clemens>Und wenn ich halt gesagt kriege, ich will den Hintern versohlt kriegen,

00:42:01.000 --> 00:42:06.000
<v Clemens>geh mir in den Hals, wirk mich, dann ist das eine konkrete Anweisung und da

00:42:06.000 --> 00:42:07.000
<v Clemens>kann ich gut mit umgehen.

00:42:07.000 --> 00:42:10.000
<v Clemens>Und dann weiß ich auch, dass ich es treffe, so wie es sein soll.

00:42:10.000 --> 00:42:15.000
<v Sebastian>Okay, da ist also wirklich Machtgefüge von Praktik quasi entkoppelt.

00:42:16.000 --> 00:42:21.000
<v Sebastian>Aber du hast jetzt nicht diesen Hang dazu zu sagen, das Schokobor ist komplett

00:42:21.000 --> 00:42:23.000
<v Sebastian>geschmolzen, haben wir vielleicht auch noch ein kaltes?

00:42:25.000 --> 00:42:28.000
<v Sebastian>Ich glaube, ich habe ja noch ein kaltes für dich. Aber das kann ich dir jetzt

00:42:28.000 --> 00:42:29.000
<v Sebastian>ja nicht geben, du hast ja schon aufgemappelt.

00:42:30.000 --> 00:42:31.000
<v Clemens>Das ist richtig.

00:42:31.000 --> 00:42:35.000
<v Sebastian>Das ist eisekalt. Ich lege das mal, ich lasse es einfach hier liegen.

00:42:35.000 --> 00:42:35.000
<v Sebastian>Dann wird das schon irgendwie.

00:42:37.000 --> 00:42:42.000
<v Sebastian>Also du neigst jetzt nicht dazu zu sagen, haha, die Frau ist gefesselt, jetzt ist sie fällig.

00:42:42.000 --> 00:42:46.000
<v Sebastian>Und dann kommt der Top-Modus in dir und bahnt sich ihrer seiner Dinge.

00:42:46.000 --> 00:42:48.000
<v Sebastian>Das passiert dir nicht, ne?

00:42:49.000 --> 00:42:53.000
<v Clemens>Nee, ich stehe auf der Bremse da. Ja, das geht. Also es geht nicht.

00:42:54.000 --> 00:42:55.000
<v Clemens>Also es passiert mir nicht.

00:42:56.000 --> 00:42:59.000
<v Sebastian>Sarah, wäre es nicht schön, wenn du dann dich in Situationen bringst,

00:42:59.000 --> 00:43:04.000
<v Sebastian>aus denen du nicht mehr rauskommst, weil die Macht versehentlich übergeben wurde?

00:43:05.000 --> 00:43:06.000
<v Sarah>Die wird nicht versehentlich übergeben.

00:43:09.000 --> 00:43:14.000
<v Sarah>Kann er ja versuchen. Obwohl nachher versucht das wirklich und provoziert was. Also wir sind.

00:43:14.000 --> 00:43:17.000
<v Clemens>Nicht glücklich miteinander, glaube ich. Dann bin ich danach nicht glücklich

00:43:17.000 --> 00:43:19.000
<v Clemens>und du auch nicht. Deswegen.

00:43:20.000 --> 00:43:23.000
<v Sebastian>Okay, also das hat sich zwischen euch beiden Das ist jetzt einfach gefestigt.

00:43:23.000 --> 00:43:25.000
<v Sebastian>Das wird sich jetzt auch nicht so bald wieder drehen.

00:43:26.000 --> 00:43:26.000
<v Sarah>Ich glaube nicht.

00:43:27.000 --> 00:43:28.000
<v Clemens>Nee, das bleibt so.

00:43:28.000 --> 00:43:31.000
<v Sebastian>Wir haben eine kleine Pause gemacht. Wir sind jetzt hier gerade nochmal auf

00:43:31.000 --> 00:43:33.000
<v Sebastian>das Thema gekommen, alle im Internet.

00:43:34.000 --> 00:43:37.000
<v Sebastian>Also was ist das, wo ihr sagt, da weicht ihr so ein bisschen ab,

00:43:37.000 --> 00:43:41.000
<v Sebastian>aber was denkt ihr, was sagt das Netz euch, wie ihr BDSM machen müsstet,

00:43:41.000 --> 00:43:43.000
<v Sebastian>was ihr jetzt nicht so macht?

00:43:43.000 --> 00:43:44.000
<v Clemens>Sarah, deins.

00:43:44.000 --> 00:43:50.000
<v Sarah>Meins. Ja, also wir haben so im normalen Leben nur sehr eingeschränkt Kontakt

00:43:50.000 --> 00:43:53.000
<v Sarah>mit Menschen, die BDSM betreiben. Also so ein paar Freunde, mit denen man sich

00:43:53.000 --> 00:43:56.000
<v Sarah>halt unterhält, aber so Stammtisch und so waren wir halt nie.

00:43:57.000 --> 00:43:59.000
<v Sarah>Waren zwar halt irgendwie sieben Jahre in Berlin, aber da waren unsere Kinder

00:43:59.000 --> 00:44:02.000
<v Sarah>klein, also ist man da auch nicht groß irgendwie rausgekommen.

00:44:02.000 --> 00:44:06.000
<v Sarah>Das heißt, den Input, den man dann irgendwie noch hatte, war halt hauptsächlich über das Internet.

00:44:07.000 --> 00:44:12.000
<v Sarah>Und gerade alles, was so in Richtung Dominanz und Devot anging,

00:44:12.000 --> 00:44:17.000
<v Sarah>im Sinne von alltäglichen Machtgefälle, hat man halt immer das Gefühl, dass...

00:44:17.000 --> 00:44:23.000
<v Sarah>Ja, der Sub ist eigentlich so der Sklave und nichts nutze ich und zu nichts gut.

00:44:23.000 --> 00:44:28.000
<v Sarah>Und wo man sich halt dann so denkt, naja, dann will ich mit dem halt auch nichts zu tun haben.

00:44:28.000 --> 00:44:30.000
<v Sarah>Also warum sollte ich mir einen Sklaven halten, den ich blöd finde?

00:44:30.000 --> 00:44:35.000
<v Sarah>sondern man sucht sich einen Sub aus, den man großartig findet und dann möchte

00:44:35.000 --> 00:44:38.000
<v Sarah>man ihm ja auch eine gewisse Wertschätzung entgegenbringen in der Art und Weise,

00:44:38.000 --> 00:44:43.000
<v Sarah>wie man das halt in dem Machtgefälle dann tut aber ja und wo ich mich halt auch

00:44:43.000 --> 00:44:46.000
<v Sarah>lange schwer getan habe überhaupt in die Richtung zu denken,

00:44:47.000 --> 00:44:51.000
<v Sarah>weil es sich halt nicht gut angefühlt hat dass man das vielleicht so machen

00:44:51.000 --> 00:44:56.000
<v Sarah>sollte wie es halt irgendwie im Internet so rübergebracht wird Ja.

00:44:56.000 --> 00:44:59.000
<v Sebastian>Das ist immer die Frage, wo informiere ich mich? Also klar, ich kann Geschichten

00:44:59.000 --> 00:45:03.000
<v Sebastian>lesen, ich kann mich in irgendwelchen Foren informieren, auch Fragen stellen.

00:45:04.000 --> 00:45:07.000
<v Sebastian>Also was sind so die Informationsquellen auch von euch beiden?

00:45:07.000 --> 00:45:10.000
<v Sebastian>Wo sagt ihr, das ist ein ganz guter Anlaufpunkt, weil wenn Stammtische hier

00:45:10.000 --> 00:45:14.000
<v Sebastian>rausfallen, im Internet ist es mir leicht, irgendwas zu behaupten, was man zu Hause macht.

00:45:15.000 --> 00:45:18.000
<v Sarah>Ja gut, das stimmt. Also da wir beide ja eher aus der wissenschaftlich-technischen

00:45:18.000 --> 00:45:21.000
<v Sarah>Richtung kommen, waren wir jetzt nicht die Geschichtenleser,

00:45:21.000 --> 00:45:26.000
<v Sarah>sondern eher die Menschen, die ja so auf Informationsseiten unterwegs waren.

00:45:26.000 --> 00:45:28.000
<v Sarah>Dazu müsste Clemens was sagen, weil ich kann es gar nicht genau sagen,

00:45:28.000 --> 00:45:30.000
<v Sarah>was wir uns da so angeguckt haben.

00:45:30.000 --> 00:45:33.000
<v Sarah>Oder halt Bücher haben wir ein paar besorgt, wo man dann halt gelesen hat,

00:45:34.000 --> 00:45:37.000
<v Sarah>den Krimme zum Beispiel, haben wir zwei, ja die zwei Bände stehen.

00:45:39.000 --> 00:45:40.000
<v Clemens>Datenschlag fand ich ganz gut.

00:45:41.000 --> 00:45:43.000
<v Sebastian>Datenschlag.org, ja ich glaube hier gibt es auch noch.

00:45:43.000 --> 00:45:48.000
<v Clemens>Ja, da sind ein paar Sachen rausgefallen, zum Beispiel Thema Atemkontrolle,

00:45:48.000 --> 00:45:51.000
<v Clemens>da war ich ganz froh, dass ich das noch gesichert habe vorher,

00:45:52.000 --> 00:45:55.000
<v Clemens>also wegen der rechtlichen Komponente wahrscheinlich.

00:45:55.000 --> 00:46:00.000
<v Sebastian>Ja, das ist immer eine schweren Anleitung da zu geben, da sitzt man so halb im Knast schon mit.

00:46:00.000 --> 00:46:03.000
<v Clemens>Ja, zum Cutting hatten die auch was, das ist auch rausgefallen.

00:46:04.000 --> 00:46:08.000
<v Clemens>Ja, das sind so Sachen, die aber sehr gut aufgearbeitet waren,

00:46:08.000 --> 00:46:11.000
<v Clemens>sehr intensiv aufgearbeitet, wo man sich dann informieren konnte, genau.

00:46:12.000 --> 00:46:16.000
<v Sebastian>Das heißt, dieses von der Community mal einen Tipp zu bekommen,

00:46:16.000 --> 00:46:19.000
<v Sebastian>das habt ihr bis heute quasi gar nicht so richtig mitbekommen?

00:46:22.000 --> 00:46:24.000
<v Clemens>Auf Partys höchstens.

00:46:25.000 --> 00:46:28.000
<v Sarah>Aber da ja auch nur so eingeschränkt. Also da sind wir ja auch weniger auf BDSM-Partys

00:46:28.000 --> 00:46:30.000
<v Sarah>unterwegs gewesen bisher.

00:46:30.000 --> 00:46:35.000
<v Sarah>Ich glaube, mein hauptsächlicher Input ist tatsächlich eigentlich dieser Podcast

00:46:35.000 --> 00:46:39.000
<v Sarah>gewesen, weil Clemens damit ankam. Und dann halt Not Vanilla waren wir ja auch

00:46:39.000 --> 00:46:42.000
<v Sarah>noch, wo man dann irgendwie so ein bisschen mehr von anderen Leuten mitgekriegt hat.

00:46:42.000 --> 00:46:46.000
<v Sarah>Weil wie gesagt, der eigene Freundeskreis gibt es ein paar Leute,

00:46:46.000 --> 00:46:48.000
<v Sarah>aber es ist doch sehr eingeschränkt.

00:46:48.000 --> 00:46:50.000
<v Sebastian>Spielt ihr auch mit anderen in irgendeiner Form?

00:46:51.000 --> 00:46:51.000
<v Sarah>Ja.

00:46:52.000 --> 00:46:55.000
<v Sebastian>Interessant, das wäre ja fast verloren gegangen. Hier stand gar nicht auf meiner Liste.

00:46:56.000 --> 00:47:00.000
<v Sebastian>Okay, wie interagiert ihr mit anderen? Gemeinsam oder habt ihr vielleicht jeder

00:47:00.000 --> 00:47:01.000
<v Sebastian>einen Spielpartner irgendwo?

00:47:01.000 --> 00:47:08.000
<v Clemens>Also Sarah hat ab und zu einen Spielpartner oder andere Spielpartner zur,

00:47:09.000 --> 00:47:15.000
<v Clemens>ich weiß gar nicht, da geht es dann glaube ich eher so darum, mal getoppt zu werden.

00:47:16.000 --> 00:47:19.000
<v Sarah>Okay, vielleicht sollte ich was zu mir sagen und du sagst was zu dir und zu uns.

00:47:20.000 --> 00:47:25.000
<v Clemens>Okay, gut. Also, zu uns, wir haben Erfahrungen auf der Party gehabt.

00:47:26.000 --> 00:47:30.000
<v Clemens>Das kommt ja noch, das Gespräch zur Party, wo es dann darum geht,

00:47:31.000 --> 00:47:36.000
<v Clemens>einen zweiten Mann, also eine dritte Person mit dazu zu nehmen zum Spielen.

00:47:37.000 --> 00:47:41.000
<v Clemens>Das war echt eine richtig krasse Erfahrung für mich.

00:47:41.000 --> 00:47:43.000
<v Sebastian>War das die Femdom-Party?

00:47:43.000 --> 00:47:43.000
<v Clemens>Ja.

00:47:44.000 --> 00:47:46.000
<v Sebastian>Okay, dann schieben wir das doch jetzt einfach schon ein. Also er war letztes

00:47:46.000 --> 00:47:49.000
<v Sebastian>Jahr vor Corona, war er ja auf einer Femdom Party.

00:47:49.000 --> 00:47:49.000
<v Clemens>Ja.

00:47:50.000 --> 00:47:52.000
<v Sebastian>Okay, zweiter Kerl. Wollst du das, Sarah?

00:47:53.000 --> 00:47:54.000
<v Sarah>Auch?

00:47:54.000 --> 00:47:56.000
<v Sebastian>Auch. Ihr wolltet es beide.

00:47:57.000 --> 00:47:59.000
<v Clemens>Angefangen hat es eigentlich, dass ich irgendwann gesagt habe,

00:47:59.000 --> 00:48:04.000
<v Clemens>Sarah, wie wäre es, wenn du einen anderen Kerl haben oder du einen anderen Kerl hast?

00:48:04.000 --> 00:48:08.000
<v Clemens>Was ich eigentlich ganz schön finde, wenn Sarah auch mit anderen Männern interagiert.

00:48:08.000 --> 00:48:10.000
<v Sebastian>Zum Verhauen oder zum Sex haben?

00:48:11.000 --> 00:48:17.000
<v Clemens>Zum Sex haben. Das hat einmal die Komponente, also die Hierarchie verschiebt

00:48:17.000 --> 00:48:18.000
<v Clemens>sich so ein bisschen dadurch,

00:48:18.000 --> 00:48:24.000
<v Clemens>weil wenn Sarah im Prinzip von anderen Kernen verhauen wird,

00:48:24.000 --> 00:48:29.000
<v Clemens>dann rutsche ich noch eine Stunde ein bisschen tiefer in die Demütigungsgeschichte,

00:48:30.000 --> 00:48:32.000
<v Clemens>andererseits ist es halt so, wenn sie das gerne haben möchte,

00:48:32.000 --> 00:48:39.000
<v Clemens>zeigt sie auch ihre Macht und ihre Vorherrschaft, sag ich mal,

00:48:39.000 --> 00:48:41.000
<v Clemens>mir gegenüber, indem sie das sich einfach auch holt.

00:48:41.000 --> 00:48:45.000
<v Clemens>und das finde ich schön und deswegen ist es so dazu gekommen.

00:48:46.000 --> 00:48:49.000
<v Sebastian>Im Moment, Sarah, du hast dich auf einer Femdom-Party von einem Kerl verhauen lassen.

00:48:49.000 --> 00:48:52.000
<v Sarah>Nein, das war dann eine andere Geschichte.

00:48:52.000 --> 00:48:55.000
<v Sebastian>Okay, das hätte ich jetzt spannend gefunden, diesen Einblick.

00:48:56.000 --> 00:48:59.000
<v Sebastian>Verdammt. Oh Gott, wo fangen wir denn am besten an?

00:48:59.000 --> 00:49:01.000
<v Clemens>Ja, es ist ganz schön verdröselt gerade echt.

00:49:02.000 --> 00:49:05.000
<v Sebastian>Erzähl dir doch einfach mal. Okay, die Idee, also die kam so ein bisschen von

00:49:05.000 --> 00:49:07.000
<v Sebastian>dir, Clemens, zu sagen, Mensch, Sarah, hol dir jemanden?

00:49:08.000 --> 00:49:11.000
<v Clemens>Ja, angefangen hat es eigentlich, dass ich...

00:49:11.000 --> 00:49:14.000
<v Clemens>wir einen dazugeholt haben. Sarah war da nicht so begeistert von.

00:49:14.000 --> 00:49:16.000
<v Clemens>So haben wir uns beim Joy angemeldet.

00:49:17.000 --> 00:49:20.000
<v Sarah>Direkt einfach Leute angeschrieben, die uns sympathisch waren und gesagt haben,

00:49:20.000 --> 00:49:22.000
<v Sarah>hier, wir suchen jemanden für einen Dreier, wir schauen es aus.

00:49:22.000 --> 00:49:25.000
<v Sarah>Und dann hat man die Leute getroffen und wenn sie sympathisch waren,

00:49:25.000 --> 00:49:28.000
<v Sarah>hat man halt was miteinander gemacht. Die Erfolgsquote war nicht so groß.

00:49:28.000 --> 00:49:29.000
<v Clemens>Nee. Okay.

00:49:29.000 --> 00:49:31.000
<v Sebastian>Aber es hat geklappt.

00:49:31.000 --> 00:49:31.000
<v Sarah>Ja.

00:49:32.000 --> 00:49:35.000
<v Sebastian>Wissen das, dann ist da plötzlich noch ein zweiter Kerl und ja,

00:49:35.000 --> 00:49:36.000
<v Sebastian>hast du jetzt Macht über beide oder?

00:49:37.000 --> 00:49:41.000
<v Sarah>Nein, das war noch eher in der Phase, wo wir noch viel geswitcht haben.

00:49:41.000 --> 00:49:46.000
<v Sarah>Wo dann schon ich der Untenspielpart war in dem Moment.

00:49:47.000 --> 00:49:51.000
<v Sarah>Aber die Dreier waren auch halbwegs

00:49:51.000 --> 00:49:53.000
<v Sarah>entkoppelt vom BDSM. Also da ging es wirklich hauptsächlich um Sex.

00:49:54.000 --> 00:49:54.000
<v Sebastian>Und gut.

00:49:55.000 --> 00:49:56.000
<v Sarah>Ja, definitiv.

00:49:57.000 --> 00:50:00.000
<v Sebastian>Worum geht es? Was gibt dir so den Kick dabei zu sagen, Mensch,

00:50:00.000 --> 00:50:01.000
<v Sebastian>da ist jetzt noch eine Person mehr?

00:50:02.000 --> 00:50:04.000
<v Sarah>Also in der Dreierkonstellation, wenn Clemens jetzt devot ist,

00:50:04.000 --> 00:50:07.000
<v Sarah>geht es eher so um dieses, er muss halt zugucken.

00:50:07.000 --> 00:50:10.000
<v Sarah>Er hat halt in dem Moment, ist er halt so ein bisschen außen vor,

00:50:10.000 --> 00:50:13.000
<v Sarah>er guckt halt zu, vielleicht wird er ein bisschen mit integriert,

00:50:13.000 --> 00:50:17.000
<v Sarah>je nachdem, wie ich halt Lust und Laune habe, aber es ist nicht unbedingt die Priorität.

00:50:18.000 --> 00:50:20.000
<v Sarah>Ja, ich glaube, das ist so der Hauptaspekt eigentlich.

00:50:21.000 --> 00:50:21.000
<v Clemens>Ich darf zugucken.

00:50:22.000 --> 00:50:26.000
<v Sarah>Du darfst zugucken. Man könnte dir auch die Augen verwenden.

00:50:27.000 --> 00:50:30.000
<v Sarah>Dann kannst du nur hören. Aber du hörst mich. Das hat auch seinen Reiz.

00:50:31.000 --> 00:50:36.000
<v Sebastian>Also du hörst, wie sie gefögelt wird und verhauen und oder was siehst du?

00:50:37.000 --> 00:50:42.000
<v Clemens>Ich habe ein Live-Porno mit der mit der geilsten Darstellerin,

00:50:42.000 --> 00:50:47.000
<v Clemens>die ich so kenne und ich kann das endlich mal sehen, wenn man das selber Sex

00:50:47.000 --> 00:50:50.000
<v Clemens>hat mit dieser Hammerfrau, dann ist es halt so,

00:50:51.000 --> 00:50:54.000
<v Clemens>ja man sieht halt nicht so viel und wenn man dann mal daneben sitzt,

00:50:54.000 --> 00:50:56.000
<v Clemens>dann ist das schon cooler,

00:50:57.000 --> 00:51:00.000
<v Clemens>Jetzt machen wir eine ganz andere Perspektive im wahrsten Sinne des Wortes und

00:51:00.000 --> 00:51:04.000
<v Clemens>es macht so ein komisches Bauchgefühl, wie was ich vorhin erwähnt hatte,

00:51:04.000 --> 00:51:10.000
<v Clemens>dass sich das so komisch anfühlt, aber es ist halt nicht schlecht, es ist aufregend.

00:51:10.000 --> 00:51:12.000
<v Sebastian>Wie ist denn das mit Eifersucht?

00:51:13.000 --> 00:51:19.000
<v Clemens>Ich habe einmal, war ich richtig, richtig eifersüchtig, das war allerdings noch,

00:51:20.000 --> 00:51:25.000
<v Clemens>naja, bevor überhaupt so richtig was losging mit uns, drei Monate waren wir zusammen.

00:51:26.000 --> 00:51:27.000
<v Sarah>Es hatte überhaupt nichts mit Sex zu tun?

00:51:28.000 --> 00:51:30.000
<v Clemens>Nee, es hatte definitiv nichts mit Sex zu tun. Es war einfach nur,

00:51:31.000 --> 00:51:37.000
<v Clemens>dass sich Sarah mit einem anderen Kerl mehr gesprochen hat als mit mir, zumindest subjektiv.

00:51:37.000 --> 00:51:41.000
<v Clemens>Und das war echt richtig kacke, weil ich halt so das Gefühl hatte,

00:51:42.000 --> 00:51:44.000
<v Clemens>nicht mehr beachtet zu werden.

00:51:45.000 --> 00:51:47.000
<v Clemens>Das heißt ja nicht, dass es wirklich so war, aber ich hatte das Gefühl.

00:51:48.000 --> 00:51:52.000
<v Clemens>Und seitdem hatte ich das nie wieder. Weil ich irgendwie spüre,

00:51:52.000 --> 00:51:57.000
<v Clemens>dass ich auch immer mit berücksichtigt werde, egal was Sarah macht.

00:51:57.000 --> 00:52:02.000
<v Clemens>Und diese Geschichten mit anderen, die bringen unserer Beziehung was,

00:52:02.000 --> 00:52:03.000
<v Clemens>sonst würden wir sie ja nicht machen.

00:52:03.000 --> 00:52:07.000
<v Clemens>Es macht eine bessere Beziehung, eine schönere Beziehung.

00:52:08.000 --> 00:52:12.000
<v Sarah>Weil man über Sachen auch nochmal diskutiert, redet, letztendlich ist Kommunikation

00:52:12.000 --> 00:52:13.000
<v Sarah>ja irgendwie so das Wichtigste.

00:52:14.000 --> 00:52:16.000
<v Sarah>Auch wenn man sich halt irgendwie mit anderen trifft, dass wir halt vorher absprechen,

00:52:16.000 --> 00:52:19.000
<v Sarah>okay, ich würde mich dann und dann halt verabreden und passt das für dich?

00:52:20.000 --> 00:52:23.000
<v Sarah>und dann kann er halt immer sagen, nee, möchte ich jetzt nicht,

00:52:24.000 --> 00:52:26.000
<v Sarah>das ist mir irgendwie zu viel, dann ist das auch in Ordnung.

00:52:26.000 --> 00:52:28.000
<v Sarah>Also weil könnte man jetzt sagen, okay, macht gefälle Sache,

00:52:28.000 --> 00:52:31.000
<v Sarah>ich kann das halt einfach durchsetzen, aber zum Schluss möchte ich ja,

00:52:31.000 --> 00:52:34.000
<v Sarah>dass es ihm damit gut geht, weil es nützt mir ja nichts, wenn er dann zu Hause

00:52:34.000 --> 00:52:38.000
<v Sarah>sitzt und sich Kacke führt und ich dann halt nach Hause komme und habe ein schlechtes Gefühl,

00:52:39.000 --> 00:52:43.000
<v Sarah>weil er schlecht drauf ist und im schlechtesten Fall schadet es halt unserer Beziehung.

00:52:43.000 --> 00:52:46.000
<v Sarah>Das bringt halt nichts und von daher sind wir an der Stelle so,

00:52:46.000 --> 00:52:49.000
<v Sarah>dass wir da einfach sehr, sehr viel miteinander reden, was andere angeht.

00:52:49.000 --> 00:52:52.000
<v Sebastian>Sarah, das heißt, du gehst auch aus dem Haus, er sitzt zu Hause?

00:52:52.000 --> 00:52:53.000
<v Sarah>Ja.

00:52:53.000 --> 00:52:54.000
<v Clemens>Kommt vor.

00:52:54.000 --> 00:52:56.000
<v Sebastian>Das ist ja jetzt der ganze Bereich Kuckolding.

00:52:58.000 --> 00:53:03.000
<v Sebastian>Du lässt dich da verwöhnen, verfügeln und er sitzt zu Hause und kann schmachten.

00:53:03.000 --> 00:53:06.000
<v Sebastian>Hat das an sich auch schon einen Reiz oder ist das halt der Nebeneffekt,

00:53:06.000 --> 00:53:07.000
<v Sebastian>der halt dabei auftritt?

00:53:08.000 --> 00:53:11.000
<v Sarah>Es hat durchaus seinen Reiz, so ist es nicht, aber es ist nicht der Hauptgrund, warum ich es tue.

00:53:12.000 --> 00:53:12.000
<v Sebastian>Warum tust du es?

00:53:13.000 --> 00:53:18.000
<v Sarah>Weil ich den Menschen, den ich treffe, geil finde und was mit ihm machen möchte

00:53:18.000 --> 00:53:21.000
<v Sarah>und unsere Konstrukt die Möglichkeit dazu gibt.

00:53:21.000 --> 00:53:27.000
<v Sebastian>Clemens, was ist es für dich? Also ja, du kannst ihr die Möglichkeit einräumen,

00:53:27.000 --> 00:53:29.000
<v Sebastian>aber hast du auch einen anderen Benefit davon?

00:53:30.000 --> 00:53:31.000
<v Clemens>Es gibt mehr Sex prinzipiell.

00:53:33.000 --> 00:53:39.000
<v Clemens>Auch, ja. Es ist halt einmal die psychische Komponente und wenn Sarah wiederkommt,

00:53:39.000 --> 00:53:42.000
<v Clemens>ist das, man merkt, dass sie sie innerlich strahlt.

00:53:42.000 --> 00:53:47.000
<v Clemens>Und das finde ich ist ein schönes Gefühl und ich sehe auch, dass sie das nicht

00:53:47.000 --> 00:53:48.000
<v Clemens>als selbstverständlich annimmt.

00:53:48.000 --> 00:53:53.000
<v Sebastian>Ja, Revier markieren, also gleich ins Bett zerren und sagen hier, meins.

00:53:53.000 --> 00:53:54.000
<v Clemens>Nein, nein, nein.

00:53:54.000 --> 00:53:58.000
<v Sebastian>Nein, also ich gucke jetzt, ich gehe jetzt hier allen niederen Instinkten einfach mal nach.

00:53:58.000 --> 00:53:58.000
<v Clemens>Ja, mach das.

00:53:59.000 --> 00:54:02.000
<v Sebastian>Weil das ist natürlich schon eine Situation, mit der man sich ja auch erstmal

00:54:02.000 --> 00:54:04.000
<v Sebastian>anfreunden muss. Wenn du dabei bist, im Raum bist, dann hast du ja auch noch

00:54:04.000 --> 00:54:06.000
<v Sebastian>eine gewisse Kontrolle und kannst im Zweifel sagen, stopp.

00:54:06.000 --> 00:54:09.000
<v Sebastian>Wenn sie jetzt aus dem Haus geht, dann geht sie halt aus dem Haus und kommt

00:54:09.000 --> 00:54:10.000
<v Sebastian>halt irgendwann wieder.

00:54:11.000 --> 00:54:15.000
<v Sebastian>Und das ist ja auch die Frage, weil du sagst, das tut dir gut.

00:54:15.000 --> 00:54:20.000
<v Clemens>Es tut meinem Kopfkino gut. Und wir haben auch im Auto drüber irgendwie vorhin noch gesprochen,

00:54:21.000 --> 00:54:24.000
<v Clemens>dass es halt so ist, dass dann Sarah auch mehr Lust hat, prinzipiell mehr Sex

00:54:24.000 --> 00:54:29.000
<v Clemens>zu haben, wenn auch andere mit dabei sind und sich prinzipiell mit dem Thema

00:54:29.000 --> 00:54:31.000
<v Clemens>Sex mehr beschäftigt. In welcher Form auch immer.

00:54:32.000 --> 00:54:35.000
<v Sebastian>Also ein Libido-Boost, von dem du dann profitieren kannst.

00:54:35.000 --> 00:54:36.000
<v Clemens>Auf jeden Fall, ja.

00:54:37.000 --> 00:54:39.000
<v Sebastian>Erzählt ihr euch, was da passiert?

00:54:39.000 --> 00:54:44.000
<v Clemens>Ist ein Muss. Ich habe gesagt, wenn sowas ist, dann bitte so detailliert wie

00:54:44.000 --> 00:54:48.000
<v Clemens>möglich alles danach erzählen, was abgegangen ist, was Thema war,

00:54:48.000 --> 00:54:49.000
<v Clemens>was ihr besprochen habt.

00:54:49.000 --> 00:54:52.000
<v Clemens>Weil das ist irgendwie, ich habe ja, wenn ich nicht dabei bin,

00:54:53.000 --> 00:54:54.000
<v Clemens>erlebe ich es ja nicht mit.

00:54:54.000 --> 00:54:58.000
<v Clemens>Und dann so habe ich zumindest ein bisschen davon, von dem Erlebnis noch.

00:54:59.000 --> 00:55:01.000
<v Clemens>Und zumindest auch noch im Kopfkino dann.

00:55:01.000 --> 00:55:02.000
<v Sebastian>Fällt dir das schwer, Sarah?

00:55:02.000 --> 00:55:06.000
<v Sarah>Es geht mittlerweile. Ich nenne es immer liebevolle Sexamnesie.

00:55:07.000 --> 00:55:12.000
<v Sarah>Weil mir super schwierig fällt, mich an die Gegebenheiten zu erinnern,

00:55:12.000 --> 00:55:13.000
<v Sarah>aber ich werde langsam besser.

00:55:16.000 --> 00:55:20.000
<v Sarah>Also sag mal, was man so rein physisch gemacht hat, geht halt einfacher zu erzählen

00:55:20.000 --> 00:55:23.000
<v Sarah>und alles, was man irgendwie vielleicht sich unterhalten hat oder was irgendwie

00:55:23.000 --> 00:55:25.000
<v Sarah>so Thema war, das ist ja dann eher so, dass das so nach und nach kommt.

00:55:25.000 --> 00:55:27.000
<v Sarah>Das ist ja auch, wenn man sonst irgendwo anderweitig was erlebt,

00:55:28.000 --> 00:55:31.000
<v Sarah>dann erst mal so das große Ganze und dann fällt einem noch da was ein und da

00:55:31.000 --> 00:55:34.000
<v Sarah>was ein und dann erzähle ich das dann halt so nach und nach,

00:55:34.000 --> 00:55:35.000
<v Sarah>was mir halt noch einfällt.

00:55:35.000 --> 00:55:39.000
<v Sebastian>Zum Sex haben unterwegs oder auch als Sub. Aber du würdest jetzt nicht jemand

00:55:39.000 --> 00:55:40.000
<v Sebastian>anderen nochmal dominieren.

00:55:40.000 --> 00:55:46.000
<v Sarah>Das ist ein interessantes Thema. Ich habe vor fünf Jahren einen Menschen auch

00:55:46.000 --> 00:55:47.000
<v Sarah>über den Joy kennengelernt.

00:55:49.000 --> 00:55:52.000
<v Sarah>Wir haben aber nie einmal versucht, was sexuell zu starten und das aber aufgrund

00:55:52.000 --> 00:55:56.000
<v Sarah>der Bedingungen, die sonst irgendwie waren, ist das im Sande verlaufen und wir

00:55:56.000 --> 00:55:57.000
<v Sarah>sind aber mittlerweile gut befreundet.

00:55:57.000 --> 00:56:01.000
<v Sarah>Und er sucht eigentlich schon regelmäßig immer eine Frau, die ihn dominiert.

00:56:02.000 --> 00:56:04.000
<v Sarah>Und ich habe eigentlich jemanden gesucht, bei dem ich mich mal noch so ausprobieren kann.

00:56:04.000 --> 00:56:06.000
<v Sarah>Und dann haben wir in letzter Zeit irgendwie so zusammengesessen und haben gesagt,

00:56:06.000 --> 00:56:08.000
<v Sarah>eigentlich, warum haben wir es nie wieder miteinander probiert?

00:56:08.000 --> 00:56:12.000
<v Sarah>Keine Ahnung. Er hat noch eine alte E-Mail rausgekramt, in der sogar drin stand,

00:56:12.000 --> 00:56:15.000
<v Sarah>was ich gut finde und wo ich ihn Sachen gefragt habe.

00:56:15.000 --> 00:56:18.000
<v Sarah>Das haben wir wieder aufgenommen und sind tatsächlich in zwei Wochen verabredet.

00:56:19.000 --> 00:56:19.000
<v Sarah>Mal gucken.

00:56:21.000 --> 00:56:21.000
<v Clemens>Ich bin gespannt.

00:56:22.000 --> 00:56:25.000
<v Sebastian>Da kommt sie hinterher noch mit Ideen wieder, an denen du leiden darfst.

00:56:25.000 --> 00:56:33.000
<v Clemens>Finde ich gut. Warum nicht? Das ist ja die Sache von wegen, wenn da neue Ideen kommen, ausprobieren.

00:56:33.000 --> 00:56:36.000
<v Clemens>Und wenn sie dann halt nicht sind, dann kann man das immer noch danach kundtun.

00:56:37.000 --> 00:56:40.000
<v Clemens>Und vielleicht sind sie dann nicht mehr dabei oder sie sind dann noch irgendwie

00:56:40.000 --> 00:56:42.000
<v Clemens>intensiviert. Das liegt dann immer bei Sarah.

00:56:42.000 --> 00:56:45.000
<v Sarah>Das stimmt. Mir fällt gerade ein, ich habe mich letztens auch mit jemandem getroffen,

00:56:45.000 --> 00:56:47.000
<v Sarah>dem ich auch ausgemacht habe, dass ich dominiere.

00:56:47.000 --> 00:56:53.000
<v Sarah>aber da ging es halt schon eher in die Richtung, also DS und das fiel mir tatsächlich

00:56:53.000 --> 00:56:55.000
<v Sarah>schwer, also es war okay für den Moment,

00:56:55.000 --> 00:56:58.000
<v Sarah>aber mit dem habe ich mich auch nicht nochmal getroffen, weil es irgendwie vom

00:56:58.000 --> 00:57:02.000
<v Sarah>Gefühl hinterher so war eigentlich so den Sub, den ich in der Hinsicht dominieren

00:57:02.000 --> 00:57:07.000
<v Sarah>will, habe ich zu Hause sitzen und das wird das halt nicht so,

00:57:08.000 --> 00:57:11.000
<v Sarah>also es hat mir einfach nicht so viel gegeben und der Mensch,

00:57:11.000 --> 00:57:14.000
<v Sarah>mit dem ich mich demnächst treffe, der ist halt auch sehr masochistisch veranlagt,

00:57:14.000 --> 00:57:17.000
<v Sarah>was ich halt deutlich spannender finde, weil Clemens da ja nicht so drauf anspringt

00:57:17.000 --> 00:57:22.000
<v Sarah>und das einfach so ein Aspekt ist, wo ich das gerne einfach mal ausprobieren möchte,

00:57:22.000 --> 00:57:26.000
<v Sarah>wie das halt ist, mit jemandem zu spielen, der tatsächlich das gut findet, wenn es halt wehtut.

00:57:28.000 --> 00:57:32.000
<v Sarah>Das, glaube ich, so die Hauptmotivation und das, was eher interessant ist.

00:57:32.000 --> 00:57:36.000
<v Sarah>Also diese ganze DS-Geschichte, da brauche ich, glaube ich, niemanden weiter.

00:57:36.000 --> 00:57:40.000
<v Sebastian>Ich kram jetzt nochmal hier das Thema Erniedrigung daraus. Also das liegt ja

00:57:40.000 --> 00:57:43.000
<v Sebastian>jetzt auch nahe zu sagen, du kommst dann nach Hause und dann vergleichst du mal schön.

00:57:43.000 --> 00:57:45.000
<v Sebastian>Das wäre natürlich ganz böse und gemein.

00:57:47.000 --> 00:57:50.000
<v Clemens>Finde ich gut. Ist in Ordnung, da weiß ich nicht, wo der Hammer hängt.

00:57:52.000 --> 00:57:56.000
<v Clemens>Also es ist halt, ich weiß nicht, ob das irgendwas kaputt macht oder so,

00:57:56.000 --> 00:57:57.000
<v Clemens>aber ich glaube es nicht.

00:57:58.000 --> 00:58:02.000
<v Sebastian>Wenn es für dich ja auch luststeigernd ist und du dadurch auch sagen kannst,

00:58:02.000 --> 00:58:05.000
<v Sebastian>okay, das gibt mir was in dem Moment, dann ist das ja okay.

00:58:06.000 --> 00:58:08.000
<v Sebastian>Also wo würdet ihr sagen, da reicht es dann jetzt aber auch?

00:58:10.000 --> 00:58:16.000
<v Sarah>Ich glaube an dem Punkt, wo wir uns nicht mehr sicher sein können,

00:58:17.000 --> 00:58:20.000
<v Sarah>dass der andere wirklich die Nummer eins ist. Rein emotional.

00:58:22.000 --> 00:58:26.000
<v Sarah>Und wo es klar ist, dass es kein Spiel mehr ist.

00:58:26.000 --> 00:58:30.000
<v Sarah>Also auch das, was im Alltag ist, was gefällemäßig ist, was in der Session ist

00:58:30.000 --> 00:58:32.000
<v Sarah>ja sowieso, ist ja zum Schluss alles ein Spiel.

00:58:33.000 --> 00:58:40.000
<v Sarah>Und an dem Punkt, wo ich das Gefühl hätte, es trifft das halt in wirkliche Beleidigungen ab.

00:58:41.000 --> 00:58:44.000
<v Sarah>Im Sinne von ich meine das wirklich so und nicht nur für den Moment,

00:58:44.000 --> 00:58:47.000
<v Sarah>weil es halt irgendwie geil ist, sondern es geht halt um grundsätzliche Sachen

00:58:47.000 --> 00:58:51.000
<v Sarah>und ich äußere das so und nicht in einem klärenden Gespräch,

00:58:51.000 --> 00:58:53.000
<v Sarah>weil ich irgendwie ein Problem habe oder so.

00:58:53.000 --> 00:58:57.000
<v Sarah>Ich glaube, das wäre so der Punkt, wo die Grenze für mich überschritten wäre.

00:58:59.000 --> 00:58:59.000
<v Clemens>Jo, kann ich mitgehen.

00:59:01.000 --> 00:59:05.000
<v Sebastian>Und auch so Häufigkeit oder Langfristigkeit. Also es macht ja einen Unterschied,

00:59:05.000 --> 00:59:09.000
<v Sebastian>ob man jemand ein, zwei, dreimal sieht oder ob man den Hausfreund hat,

00:59:09.000 --> 00:59:13.000
<v Sebastian>den man seit zwei Jahren jede Woche besucht und der jeder Samstag ist geblockt, sage ich mal.

00:59:13.000 --> 00:59:18.000
<v Sebastian>Also wie sieht es da aus? Habt ihr da euch auch einen Schutzmechanismus für

00:59:18.000 --> 00:59:21.000
<v Sebastian>euch überlegt, dass ihr sagen könnt, okay, das sind auch so Grenzen,

00:59:21.000 --> 00:59:22.000
<v Sebastian>mit denen können wir gut umgehen?

00:59:22.000 --> 00:59:30.000
<v Clemens>Also bei uns ist es so, dass es einmal die Variante ist, Wochenende ist viel

00:59:30.000 --> 00:59:34.000
<v Clemens>familiefrei, also Wochenende werden nicht genommen.

00:59:35.000 --> 00:59:37.000
<v Sarah>Und wenn wir zusammen unterwegs sind, ist es ein bisschen flexibler.

00:59:38.000 --> 00:59:40.000
<v Sarah>Da sind wir auch am Wochenende zusammen unterwegs oder in der Woche.

00:59:41.000 --> 00:59:44.000
<v Sarah>Und ansonsten ich alleine zum Beispiel oder wenn Clemens sich alleine verabreden

00:59:44.000 --> 00:59:48.000
<v Sarah>würde, dann ist es halt so, dass wir gucken, dass wir das von Montag bis Donnerstag

00:59:48.000 --> 00:59:53.000
<v Sarah>machen, dass es einfach begrenzt ist und die Zeit Freitag bis Sonntag halt wirklich

00:59:53.000 --> 00:59:55.000
<v Sarah>Zeit zu zweit ist, in welcher Art und Weise auch immer.

00:59:55.000 --> 01:00:00.000
<v Sebastian>Clemens, wenn du würdest, also du könntest, ist ja eine super Gelegenheit.

01:00:01.000 --> 01:00:04.000
<v Sebastian>Also möchtest du das nutzen? Hast du das Bedürfnis dahinter überhaupt?

01:00:04.000 --> 01:00:07.000
<v Sebastian>oder das passt jetzt so ganz gut.

01:00:07.000 --> 01:00:08.000
<v Clemens>Ich würde es nutzen, ja.

01:00:11.000 --> 01:00:18.000
<v Clemens>Wobei Sex weniger die Komponente ist, sondern mal zu gucken,

01:00:19.000 --> 01:00:25.000
<v Clemens>wie gehen andere Frauen mit den DS um oder wie spielen sie von oben nach unten.

01:00:25.000 --> 01:00:27.000
<v Clemens>Das wäre eine spannende Sache.

01:00:27.000 --> 01:00:31.000
<v Sebastian>Okay, Sarah grinst. Ja, das ist auch die Frage. Gibt es auch Sachen,

01:00:31.000 --> 01:00:34.000
<v Sebastian>wo ihr sagt, miteinander harmonieren wir da so gar nicht in der Richtung?

01:00:34.000 --> 01:00:37.000
<v Sebastian>Also klar, das hast du schon gesagt, Sarah, er ist nicht mal psychistisch,

01:00:38.000 --> 01:00:44.000
<v Sebastian>gibt es da Sachen, wo das auch so ein Türöffner ist, wo ihr irgendwie Dinge

01:00:44.000 --> 01:00:48.000
<v Sebastian>ausprobieren könnt oder das Ding nachgeben könnt, wo ihr miteinander einfach

01:00:48.000 --> 01:00:49.000
<v Sebastian>nicht so kompatibel seid.

01:00:50.000 --> 01:00:53.000
<v Sarah>Glaubt, das ist gar nicht so die Sache, dass sie nicht miteinander kompatibel

01:00:53.000 --> 01:00:57.000
<v Sarah>sein, sondern zum Beispiel der Punkt jetzt mit alles, was Erniedrigung und Demütigung angeht,

01:00:58.000 --> 01:01:01.000
<v Sarah>sind wir uns ja einfach, weil wir uns halt lieben, ja so nah,

01:01:01.000 --> 01:01:07.000
<v Sarah>dass es glaube ich einfach nochmal was anderes ist, ob ich ihn erniedrige oder

01:01:07.000 --> 01:01:11.000
<v Sarah>ob das eine Frau macht, die quasi zu ihm in dem Sinne kein so emotionales Verhältnis

01:01:11.000 --> 01:01:13.000
<v Sarah>hat. Das fühlt sich nochmal anders an.

01:01:13.000 --> 01:01:16.000
<v Sarah>Und das kann ich halt, also es geht einfach nicht.

01:01:16.000 --> 01:01:19.000
<v Sarah>Ich kann, das kann ich nicht machen. Und das ist halt zum Beispiel ein Punkt,

01:01:19.000 --> 01:01:23.000
<v Sarah>wo ich sage, da macht es halt schon Sinn, wenn da jemanden findet,

01:01:23.000 --> 01:01:26.000
<v Sarah>dass er das einfach ausprobiert und für sich guckt, okay, wie fühlt sich das an.

01:01:26.000 --> 01:01:29.000
<v Sarah>Vielleicht stellt er fest, ja, es ist jetzt ganz cool, aber bringt jetzt keinen

01:01:29.000 --> 01:01:31.000
<v Sarah>großen Mehrwert. Vielleicht ist es auch total cool.

01:01:32.000 --> 01:01:35.000
<v Sarah>Aber was einfach so ein Punkt ist, was einfach aufgrund der,

01:01:35.000 --> 01:01:36.000
<v Sarah>wie es halt ist, nicht geht.

01:01:37.000 --> 01:01:39.000
<v Sarah>Aber ich glaube, alle anderen Punkte, was jetzt irgendwie Praktiken angeht,

01:01:39.000 --> 01:01:43.000
<v Sarah>was irgendwelche Dinge angeht, wüsste ich jetzt nicht. was da irgendwie wäre,

01:01:43.000 --> 01:01:45.000
<v Sarah>wo wir beide jetzt unbedingt jemand anders bräuchten.

01:01:45.000 --> 01:01:46.000
<v Clemens>Über Praktiken brauchen wir auch keine Ahnung.

01:01:47.000 --> 01:01:51.000
<v Sebastian>Es geht tatsächlich darum, diese emotionale Komponente, sage ich mal,

01:01:51.000 --> 01:01:54.000
<v Sebastian>auszutauschen und gar nicht so sehr was.

01:01:55.000 --> 01:01:58.000
<v Sebastian>Muss ich dich nochmal fragen, Sarah, wie fühlt sich das denn,

01:01:58.000 --> 01:02:00.000
<v Sebastian>was ist denn vom Gefühl her anders?

01:02:00.000 --> 01:02:04.000
<v Sebastian>Also was ist so dieser, wenn du sagst, Clemens, hau mir mal auf den Popo.

01:02:05.000 --> 01:02:07.000
<v Sebastian>Oder du hast jemanden, der sagt, ich hau dir jetzt auf den Popo.

01:02:08.000 --> 01:02:11.000
<v Sebastian>Wo ist so dieser große Unterschied, der sagt, boah, das gibt jetzt aber nochmal

01:02:11.000 --> 01:02:12.000
<v Sebastian>einen ganz anderen Spirit.

01:02:13.000 --> 01:02:15.000
<v Sarah>Ich glaube, ich für mich finde da gar nicht so einen großen Unterschied.

01:02:16.000 --> 01:02:19.000
<v Sarah>Ich glaube, bei mir geht es in der Interaktion mit anderen Menschen gar nicht

01:02:19.000 --> 01:02:21.000
<v Sarah>so darum, dass ich jetzt irgendwas erlebe, was ich mit Clemens nicht haben könnte,

01:02:22.000 --> 01:02:25.000
<v Sarah>sondern es geht eher darum, dass ich mit diesem Menschen agieren möchte.

01:02:25.000 --> 01:02:29.000
<v Sarah>Es gibt einfach einen zusätzlichen Kick, weil der andere es ja macht,

01:02:29.000 --> 01:02:31.000
<v Sarah>weil er es gerade geil findet und nicht, weil ich es will.

01:02:31.000 --> 01:02:34.000
<v Sebastian>Ich überlege gerade, wie tief ich da noch Fragen mag an der Stelle,

01:02:34.000 --> 01:02:37.000
<v Sebastian>weil ich glaube, ihr habt da einen sehr schönen Weg gefunden,

01:02:37.000 --> 01:02:40.000
<v Sebastian>wo ihr beide einfach wirklich so ein, so was mit rausziehen könnt,

01:02:40.000 --> 01:02:43.000
<v Sebastian>was ihr einfach geil findet, ganz platt gesagt.

01:02:44.000 --> 01:02:49.000
<v Sebastian>Jetzt mag ich nochmal zu dieser Femdom-Party fragen. Das war die erste und einzige bisher.

01:02:49.000 --> 01:02:50.000
<v Sarah>Ja, leider.

01:02:51.000 --> 01:02:56.000
<v Sebastian>Ich war ja noch nie auf einer Femdom-Party. Was macht denn das leider?

01:02:56.000 --> 01:03:01.000
<v Sebastian>Also, was ist so das Schöne? Weil du bist ja doch mit ganz vielen Gleichgesinntinnen

01:03:01.000 --> 01:03:08.000
<v Sebastian>da und ach, du könntest ihnen ja auch mal zuhause wegverleihen, dann hast du mehr Ruhe.

01:03:09.000 --> 01:03:12.000
<v Sebastian>Nein, aber was ist so dieses was macht den Spaß?

01:03:12.000 --> 01:03:17.000
<v Sarah>Zum einen, dass man sich einfach mit Gleichgesinnten unterhalten konnte und

01:03:17.000 --> 01:03:21.000
<v Sarah>zusammen kamen, anderen Leuten zugucken konnte, wie die so agieren,

01:03:21.000 --> 01:03:26.000
<v Sarah>weil ja dann wirklich ganz unterschiedliche Leute da und ja,

01:03:26.000 --> 01:03:33.000
<v Sarah>die Möglichkeiten, die einem so zur Verfügung stehen, um auf den Angriffungspunkt

01:03:33.000 --> 01:03:35.000
<v Sarah>der ganzen Sache von vorhin zurückzukommen, war,

01:03:35.000 --> 01:03:38.000
<v Sarah>dass wir vorher schon Kontakt mit einem anderen Paar hatten,

01:03:38.000 --> 01:03:42.000
<v Sarah>wo sie halt auch es geil fand,

01:03:42.000 --> 01:03:45.000
<v Sarah>Wie ist das? Forst B, glaube ich, war das Schlagwort.

01:03:46.000 --> 01:03:50.000
<v Sarah>Also praktisch ihren Mann mit einem anderen Mann agieren zu lassen und da wir

01:03:50.000 --> 01:03:53.000
<v Sarah>in der Richtung ja auch gesucht haben, hat das ganz gut gepasst.

01:03:54.000 --> 01:03:56.000
<v Sarah>Wir haben ein bisschen geschrieben und haben uns halt dann auf dieser Party getroffen.

01:03:57.000 --> 01:04:00.000
<v Sarah>War ganz cool, weil man quasi nicht hingekommen ist und gar keinen überhaupt

01:04:00.000 --> 01:04:03.000
<v Sarah>nicht kannte, sondern zumindest schon mal Menschen hatte, die man gerne sehen

01:04:03.000 --> 01:04:07.000
<v Sarah>wollte und mit denen man sich unterhalten wollte und einen gewissen Anknüpfungspunkt hatte.

01:04:08.000 --> 01:04:13.000
<v Sarah>Und Und ja, ich glaube, wir waren ein bisschen so teilweise die Attraktion des

01:04:13.000 --> 01:04:14.000
<v Sarah>Abends an manchen Punkten.

01:04:15.000 --> 01:04:18.000
<v Clemens>Ja, also ein Punkt war,

01:04:19.000 --> 01:04:23.000
<v Clemens>dass halt mein Gegenpart und ich ist aufgefordert worden, miteinander rumzumachen

01:04:23.000 --> 01:04:30.000
<v Clemens>und auch Sex zu haben, was die meisten irgendwie verwundert hat.

01:04:30.000 --> 01:04:32.000
<v Clemens>das sieht man ja sonst gar nicht.

01:04:33.000 --> 01:04:37.000
<v Clemens>Und ja, es hat ein relativ großes Publikum dann angezogen.

01:04:38.000 --> 01:04:46.000
<v Clemens>Und das andere war, dass ich am Kreuzfest gemacht wurde und Sarah dann die Delatoren rausgeholt hat.

01:04:46.000 --> 01:04:49.000
<v Sebastian>Okay, das sind diese netten Stäbe, die man in die Harnröhre reinsteckt.

01:04:49.000 --> 01:04:51.000
<v Sebastian>Ich muss das mal kurz übersetzen.

01:04:51.000 --> 01:04:51.000
<v Clemens>Ja, genau.

01:04:52.000 --> 01:04:55.000
<v Sebastian>Bist du so jemand, der das genießt oder für den das einfach nur schrecklich ist?

01:04:57.000 --> 01:05:02.000
<v Clemens>Ambivalent. Es hat beides was. Also es kann halt eine sehr...

01:05:04.000 --> 01:05:09.000
<v Clemens>Intensive, befriedigende Sache sein oder es kann dann auch schon echt schmerzhaft

01:05:09.000 --> 01:05:10.000
<v Clemens>bis, boah, geht gar nicht mehr.

01:05:11.000 --> 01:05:14.000
<v Clemens>Das ist je nachdem, wie man es macht oder wie Sarah sich da dann auslebt.

01:05:15.000 --> 01:05:18.000
<v Sebastian>Da kommt ja doch so ein bisschen, Sarah, so ein bisschen die Rampensau raus.

01:05:18.000 --> 01:05:19.000
<v Sarah>Ach, eigentlich gar nicht.

01:05:19.000 --> 01:05:22.000
<v Sebastian>Eigentlich gar nicht. Kreuz und Attraktion des Abends.

01:05:23.000 --> 01:05:27.000
<v Sebastian>Das ist doch schön, wenn man wirklich sich da mal austoben kann,

01:05:27.000 --> 01:05:29.000
<v Sebastian>wenn man sagen kann, boah, ich bin jetzt hier in einem Raum,

01:05:30.000 --> 01:05:33.000
<v Sebastian>in einem Bereich, wo ich machen kann, was ich will, wie ich will machen.

01:05:34.000 --> 01:05:37.000
<v Sebastian>lassen kann, wie ich Bock habe. Und das ist so, boah, keine Grenzen.

01:05:37.000 --> 01:05:40.000
<v Sarah>Das ist richtig. Das ist ja auch das Coole an Party, weil man da ja Möglichkeiten

01:05:40.000 --> 01:05:43.000
<v Sarah>hat, die man halt sonst nicht hat. Sei es jetzt von irgendwelchen Spielzeug,

01:05:43.000 --> 01:05:45.000
<v Sarah>irgendwelchen Möbel, was es so gibt.

01:05:45.000 --> 01:05:48.000
<v Sarah>Aber mir ist da nicht unbedingt wichtig, dass ich da Publikum habe.

01:05:48.000 --> 01:05:51.000
<v Sarah>Ich mache das auch irgendwie in dem zehnten Raum hinten rechts am Gang,

01:05:51.000 --> 01:05:53.000
<v Sarah>wo niemand mehr vorbeiläuft. Das ist auch okay.

01:05:53.000 --> 01:05:57.000
<v Sarah>Ich meine, wenn da Publikum ist, ist es okay. Weil ich meine,

01:05:57.000 --> 01:06:00.000
<v Sarah>ich gucke ja auch gerne zu und schaue mal, was die Leute so treiben.

01:06:00.000 --> 01:06:02.000
<v Sarah>Vielleicht kriegt man neue Ideen und er findet es einfach geil.

01:06:02.000 --> 01:06:07.000
<v Sarah>Aber es ist jetzt nicht, dass ich das fokussiere, dass ich da unbedingt Publikum haben muss.

01:06:07.000 --> 01:06:12.000
<v Sebastian>Trotzdem, ich werfe mal so eine Emotion rein. Stolz. Was hast du zu deinem Sub

01:06:12.000 --> 01:06:13.000
<v Sebastian>gesagt am Ende des Abends?

01:06:14.000 --> 01:06:18.000
<v Sarah>Daran kann ich mich nicht mehr erinnern, aber es war auf jeden Fall ein geiler Abend.

01:06:18.000 --> 01:06:22.000
<v Clemens>Ich weiß noch, was ein Mädel zu uns gesagt hat, eine andere Femdom.

01:06:23.000 --> 01:06:26.000
<v Clemens>Nachdem ich da losgemacht wurde, so sehen zufriedene Kunden aus.

01:06:28.000 --> 01:06:28.000
<v Sarah>Stimmt.

01:06:30.000 --> 01:06:33.000
<v Sebastian>Ja, Wiederholung steht an. Das müsste ja bald wieder halbwegs möglich sein.

01:06:33.000 --> 01:06:37.000
<v Sarah>Ja, momentan, wir haben letztes Mal geguckt, waren die Partys so krass ausgebucht,

01:06:37.000 --> 01:06:41.000
<v Sarah>dass man irgendwie sich denkt, oh, so viele Leute, vielleicht warten wir doch noch ein bisschen.

01:06:42.000 --> 01:06:45.000
<v Sebastian>Ja, da ist jetzt gerade eine Menge Druck in der Szene einfach,

01:06:45.000 --> 01:06:47.000
<v Sebastian>der ein bisschen abgebaut werden muss.

01:06:47.000 --> 01:06:49.000
<v Sebastian>Habt ihr schon Ideen, was könnte man nicht alles noch machen?

01:06:50.000 --> 01:06:52.000
<v Sebastian>Das muss ja auch nicht unbedingt eine Femdom-Party sein, das kann ja auch einfach

01:06:52.000 --> 01:06:55.000
<v Sebastian>irgendeine Play-Party sein oder eine Motto-Party vielleicht,

01:06:55.000 --> 01:06:57.000
<v Sebastian>wo er sagt, das würde uns ansprechen.

01:06:58.000 --> 01:07:00.000
<v Sarah>Wir hatten es tatsächlich vor, wir fahren ja jetzt noch ein paar Tage nach Berlin

01:07:00.000 --> 01:07:02.000
<v Sarah>und hatten da mal geguckt.

01:07:03.000 --> 01:07:06.000
<v Sarah>aber irgendwie die Zahlen steigen schon wieder und man fragt sich dann ob es

01:07:06.000 --> 01:07:09.000
<v Sarah>jetzt wirklich unbedingt sein muss oder ob man nicht doch einfach noch ein bisschen

01:07:09.000 --> 01:07:13.000
<v Sarah>wartet, weil wenn man dann hingeht und hat so ein ungutes Gefühl ach ich weiß

01:07:13.000 --> 01:07:14.000
<v Sarah>nicht, das ist es dann auch nicht wert,

01:07:14.000 --> 01:07:18.000
<v Sarah>dann hat man es ja auch im Kopf und kann sich nicht so richtig entspannen und ja.

01:07:19.000 --> 01:07:22.000
<v Sebastian>Das ist ja die Frage, ob ihr irgendwas steigern wollt, also Forced B ist schon

01:07:22.000 --> 01:07:25.000
<v Sebastian>ganz ordentlich Ne? Clemens, das war dein erstes Mal mit dem Kerl?

01:07:26.000 --> 01:07:29.000
<v Clemens>Ja, also richtig komplett programmier das hatte ich vorher noch nicht.

01:07:29.000 --> 01:07:33.000
<v Sebastian>Dann geht da deine Frau hin und sagt Hier, mach mal mit dem.

01:07:34.000 --> 01:07:36.000
<v Sebastian>Kloß im Hals und um Gottes Willen?

01:07:36.000 --> 01:07:39.000
<v Clemens>Nein, gar nicht, gar nicht. Aufregung vor Freude, weil wir kennen es,

01:07:39.000 --> 01:07:46.000
<v Clemens>Strap-on, den bin ich ja gewohnt, da wo es geht, den auch reinzukriegen und da ist die Frage,

01:07:46.000 --> 01:07:51.000
<v Clemens>wie fühlt sich das mit einem echten Schwanz an und nicht nur mit einem Gummiprügel

01:07:51.000 --> 01:07:54.000
<v Clemens>und insofern war da auch viel Neugier dabei.

01:07:55.000 --> 01:07:59.000
<v Clemens>Und es war echt besser als mit Gummi. Also Gummi, klar.

01:08:00.000 --> 01:08:03.000
<v Sebastian>Kein totes Stück Silikon, sondern ein Mensch.

01:08:03.000 --> 01:08:04.000
<v Clemens>Genau, genau.

01:08:05.000 --> 01:08:09.000
<v Sebastian>Ja, also da merke ich so ein bisschen so, ja, Ideen verwirklichen,

01:08:09.000 --> 01:08:11.000
<v Sebastian>Wünsche erfüllen, Kopfkino nachgehen.

01:08:12.000 --> 01:08:16.000
<v Sebastian>Also, ich sehe ja, du hast ganz viel Kopfkino.

01:08:16.000 --> 01:08:20.000
<v Sebastian>Gibt es da so Sachen, wo du sagst, da schrecke ich aber noch vor, zurück?

01:08:20.000 --> 01:08:22.000
<v Sebastian>Weil irgendwann kommt ja der Moment, wo du das auch teilen willst,

01:08:22.000 --> 01:08:27.000
<v Sebastian>das Kopfkino. Man hat eine Idee im Kopf und will ich das erzählen,

01:08:27.000 --> 01:08:28.000
<v Sebastian>behalte ich das für mich?

01:08:28.000 --> 01:08:28.000
<v Clemens>Vor Sarah?

01:08:29.000 --> 01:08:30.000
<v Sebastian>Ja, zum Beispiel.

01:08:30.000 --> 01:08:33.000
<v Clemens>Nee, da sah ich alles. Was im Kopf ist, kommt raus.

01:08:34.000 --> 01:08:36.000
<v Sebastian>Es sind ja manchmal auch ganz schräge Sachen dabei, die man nicht ausprobieren

01:08:36.000 --> 01:08:40.000
<v Sebastian>muss. Also ich unterscheide beim Kopf gehen immer zwischen, oh ja,

01:08:40.000 --> 01:08:41.000
<v Sebastian>ist spannend, muss man mal machen.

01:08:42.000 --> 01:08:47.000
<v Sebastian>Oder ist anregend, aber ey, nicht umsetzen, Quatsch.

01:08:47.000 --> 01:08:52.000
<v Clemens>Trotzdem sowas. Sowas kommt auch raus. Wo ich sage, nee, das muss nicht sein,

01:08:52.000 --> 01:08:56.000
<v Clemens>aber im Kopf ist es die Härte, das äußere ich auch.

01:08:56.000 --> 01:08:59.000
<v Sarah>Ich glaube, das sind auch manchmal so Geschichten, die man gar nicht umsetzen

01:08:59.000 --> 01:09:04.000
<v Sarah>will, die man aber sich, keine Ahnung, irgendwie beim Sex oder irgendwie in

01:09:04.000 --> 01:09:06.000
<v Sarah>irgendeiner Konstellation einfach gegenseitig erzählt.

01:09:06.000 --> 01:09:09.000
<v Sarah>Was dann einfach im Kopf geil ist und mich dann auch anmacht,

01:09:09.000 --> 01:09:11.000
<v Sarah>wenn er mir das erzählt, aber uns das Bein klar ist, müssen wir nicht umsetzen.

01:09:12.000 --> 01:09:15.000
<v Sarah>Also eine Fantasie zum Beispiel, die ich prinzipiell für mich habe,

01:09:15.000 --> 01:09:18.000
<v Sarah>wo ich genau weiß, das würde ich in Realität überhaupt nicht geil finden,

01:09:18.000 --> 01:09:20.000
<v Sarah>ist alles so, was Richtung Vergewaltigung zum Beispiel geht.

01:09:21.000 --> 01:09:25.000
<v Sarah>So, das ist so ein Punkt. Finde ich im Kopf übelst geil, aber weiß ich genau,

01:09:25.000 --> 01:09:27.000
<v Sarah>in Realität fände ich das furchtbar schrecklich.

01:09:27.000 --> 01:09:31.000
<v Sarah>Selbst als Vergewaltigungsspiel, selbst da finde ich es problematisch.

01:09:31.000 --> 01:09:33.000
<v Sarah>Also wenn es jetzt, sage ich mal, nicht wirklich passieren würde,

01:09:33.000 --> 01:09:36.000
<v Sarah>sondern es ein BDSM-Spiel wäre.

01:09:38.000 --> 01:09:41.000
<v Sebastian>Ja gut, aber das ist ja das Schöne. Der Geist kann da durchaus flexibel sein.

01:09:41.000 --> 01:09:45.000
<v Sebastian>Ich kann mir auch einen Film angucken oder ein Buch lesen oder eine Geschichte,

01:09:45.000 --> 01:09:47.000
<v Sebastian>das muss ja nicht Realität sein.

01:09:48.000 --> 01:09:52.000
<v Sebastian>Sagen wir mal so, die Grenzen eures Geistes sind sehr weitreichend.

01:09:52.000 --> 01:09:55.000
<v Sebastian>Das finde ich großartig, weil ihr einfach euch so gefunden habt,

01:09:55.000 --> 01:09:59.000
<v Sebastian>dass ihr euch wirklich alles sagen könnt bis zum Letzten. Finde ich toll.

01:10:01.000 --> 01:10:04.000
<v Sebastian>Ich finde das unglaublich romantisch, ehrlich gesagt. Wenn ihr da wirklich sagen

01:10:04.000 --> 01:10:07.000
<v Sebastian>könnt, das ist meine Partnerin, das ist mein Partner.

01:10:08.000 --> 01:10:12.000
<v Sebastian>alles was in meinem Kopf ist, kann ich da ausbreiten ihr seid ja offenbar unfassbar offen.

01:10:14.000 --> 01:10:17.000
<v Sarah>Ich glaube, das ist aber auch der Punkt, wenn man, man fängt ja langsam an,

01:10:17.000 --> 01:10:19.000
<v Sarah>wenn man eine Beziehung startet und dann stellt man fest, okay,

01:10:19.000 --> 01:10:22.000
<v Sarah>der andere kommt mit einer genauso verrückten Idee zurück und dann schaukelt

01:10:22.000 --> 01:10:25.000
<v Sarah>sich das so gegenseitig hoch und wenn man weiß, okay, der andere hat halt genauso

01:10:25.000 --> 01:10:28.000
<v Sarah>verrückte Ideen, dann ist es ja immer so, es gleicht sich aus.

01:10:28.000 --> 01:10:32.000
<v Sebastian>Wir gucken nachher mal in den Einzelaufnahmen würden, ob ihr nicht jeweils was

01:10:32.000 --> 01:10:35.000
<v Sebastian>habt, was ihr dem anderen doch nicht sagen wollt. Nein, das machen wir nicht.

01:10:37.000 --> 01:10:39.000
<v Sebastian>Aber da ist jetzt genau dieser Punkt mit der Offenheit.

01:10:41.000 --> 01:10:45.000
<v Sebastian>Wir haben nochmal das Thema, ihr seid ja nicht nur BDSMer und macht alles mögliche,

01:10:45.000 --> 01:10:46.000
<v Sebastian>nein, ihr seid auch Eltern.

01:10:47.000 --> 01:10:50.000
<v Sebastian>Da wird das mit der Offenheit ja ein bisschen schwieriger, weil das ist auch

01:10:50.000 --> 01:10:52.000
<v Sebastian>innerhalb der BDSM-Community sehr kontrovers.

01:10:53.000 --> 01:10:56.000
<v Sebastian>Was können Kinder vertragen? Was darf man sagen? Was? Auf gar keinen Fall.

01:10:57.000 --> 01:11:00.000
<v Sebastian>Ihr habt das eben schon gesagt mit dem Essen. Papa muss fragen, das wissen die Kinder.

01:11:01.000 --> 01:11:05.000
<v Sebastian>Vielleicht mal erstmal so ganz grobe Daten. Vielleicht nicht exakt,

01:11:05.000 --> 01:11:06.000
<v Sebastian>aber wie alt sind eure Kids?

01:11:07.000 --> 01:11:08.000
<v Sarah>Am Anfang der Pubertät.

01:11:09.000 --> 01:11:13.000
<v Sebastian>Okay, das ist ein wunderbares Alter. Da ist auch dann eher Sexualität sowieso

01:11:13.000 --> 01:11:14.000
<v Sebastian>generell ein Reizthema und eklig.

01:11:15.000 --> 01:11:18.000
<v Sebastian>Und viel zu interessant und überhaupt alles kompliziert.

01:11:19.000 --> 01:11:22.000
<v Sebastian>Ja, wie haltet ihr das? Also ihr habt ein Machtgefüge.

01:11:24.000 --> 01:11:28.000
<v Sebastian>das wissen die Kinder als solches oder das ist wirklich nur die Sache mit dem

01:11:28.000 --> 01:11:32.000
<v Sebastian>Essen und das ist ein Spiel also inwieweit könnt ihr und wollt ihr da offen

01:11:32.000 --> 01:11:35.000
<v Sebastian>sein, weil ihr wollt die Kids ja auch nicht, ich sag mal, versauen.

01:11:36.000 --> 01:11:43.000
<v Clemens>Wir versuchen es nicht offen raushängen zu lassen von Kindern und haben halt

01:11:43.000 --> 01:11:48.000
<v Clemens>gesagt wenn euch irgendwas komisch vorkommt zwischen uns beiden dann,

01:11:49.000 --> 01:11:54.000
<v Clemens>könnt ihr fragen, aber ihr müsst euch keine Sorgen machen oder so Mama und Papa,

01:11:54.000 --> 01:12:00.000
<v Clemens>wir spielen miteinander und das haben sie bei vielen Dingen auch so für sich

01:12:00.000 --> 01:12:04.000
<v Clemens>angenommen und ich glaube sie kommen ganz gut klar damit Sie.

01:12:04.000 --> 01:12:07.000
<v Sarah>Haben es letztens sowieso erklärt Sie haben es schon festgestellt,

01:12:07.000 --> 01:12:10.000
<v Sarah>wir sind nicht ganz normale Eltern, wenn sie sich die anderen angucken,

01:12:12.000 --> 01:12:16.000
<v Sarah>und ich glaube also wir reden halt allgemein sehr offen über alles,

01:12:16.000 --> 01:12:20.000
<v Sarah>also auch was Sexualität angeht und so weiter, wenn sie da Fragen haben hatten,

01:12:20.000 --> 01:12:22.000
<v Sarah>wie auch immer, haben wir die auch beantwortet.

01:12:22.000 --> 01:12:25.000
<v Sarah>Also es ist auch nicht so, dass sie prinzipiell zu ihrem Körper oder zur Sexualität

01:12:25.000 --> 01:12:29.000
<v Sarah>irgendwie ein komisches Verhältnis haben oder so ein ja, wie man das ja oft

01:12:29.000 --> 01:12:32.000
<v Sarah>erlebt, dass die Leute, ich meine Leute, die noch nicht mal Sex sagen können,

01:12:32.000 --> 01:12:36.000
<v Sarah>sondern ihnen das schon schwer fällt.

01:12:36.000 --> 01:12:39.000
<v Sarah>Also das definitiv nicht. Also da haben sie ein sehr unverklemmtes Verhältnis

01:12:39.000 --> 01:12:43.000
<v Sarah>dazu und das macht halt alles andere auch einfacher, weil wir halt auch offen,

01:12:44.000 --> 01:12:47.000
<v Sarah>also weil sie kommen und fragen und wir halt ein sehr offenes Verhältnis zueinander haben.

01:12:47.000 --> 01:12:50.000
<v Sarah>Wir haben zum Beispiel, keine Ahnung, ab und zu liegt dann halt doch mal irgendwie

01:12:50.000 --> 01:12:54.000
<v Sarah>was im Bad, was weiß ich, man hat die Nippelsauger halt stehen lassen oder keine

01:12:54.000 --> 01:12:57.000
<v Sarah>Ahnung, am Anfang haben wir in der Zweiraumwohnung gewohnt, als die Kinder noch ganz klein waren,

01:12:58.000 --> 01:13:01.000
<v Sarah>da war das Schlafzimmer quasi unser, also Wohnzimmer und Schlafzimmer war ein

01:13:01.000 --> 01:13:04.000
<v Sarah>Raum und da lag halt schon mal was rum, dann kam von den Kindern die Frage,

01:13:04.000 --> 01:13:07.000
<v Sarah>oh was ist das, neugierig wie Kinder sind und dann haben wir halt gesagt,

01:13:07.000 --> 01:13:11.000
<v Sarah>Spielzeug für uns und dann war die Sache erledigt und mittlerweile fragen sie nicht mehr.

01:13:13.000 --> 01:13:14.000
<v Sebastian>Okay, weil sie es vielleicht schon selber wissen.

01:13:15.000 --> 01:13:17.000
<v Sarah>Sie können es, glaube ich, mittlerweile zuordnen, sieht komisch aus,

01:13:17.000 --> 01:13:19.000
<v Sarah>kennen wir nicht, kein Haushaltsgegenstand, gehört den Eltern, okay.

01:13:19.000 --> 01:13:23.000
<v Sebastian>Okay, aber so ein Begriff wie BDSM oder Bondage oder sowas, sind das Begriffe,

01:13:24.000 --> 01:13:32.000
<v Sebastian>die ihr eingeführt habt, also die sie kennen oder, also inwieweit habt ihr da Aufklärung betrieben?

01:13:32.000 --> 01:13:36.000
<v Sebastian>Klar, wenn Kinder eine Frage stellen, dann kann man die beantworten und da wurde

01:13:36.000 --> 01:13:38.000
<v Sebastian>mir schon gesagt, der Filter bei Kindern funktioniert sehr gut,

01:13:38.000 --> 01:13:40.000
<v Sebastian>die Fragen nur Dinge, wo sie Antworten vertragen.

01:13:41.000 --> 01:13:45.000
<v Sebastian>aber manchmal seht ihr ja vielleicht auch die Notwendigkeit dass ihr nochmal

01:13:45.000 --> 01:13:46.000
<v Sebastian>ein paar Takte zu etwas sagt.

01:13:49.000 --> 01:13:56.000
<v Clemens>BDSM klassisch erklärt nicht, aber wir nutzen das unter uns also zu zweit und,

01:13:57.000 --> 01:14:02.000
<v Clemens>wenn sie fragen würden dann würden sie eine Antwort kriegen sonst so wissen

01:14:02.000 --> 01:14:06.000
<v Clemens>sie, okay das gehört mit zum ganzen Spiel von den Eltern, insofern ist das für

01:14:06.000 --> 01:14:10.000
<v Clemens>sie ja scheinbar erstmal klar ohne Probleme.

01:14:10.000 --> 01:14:12.000
<v Sarah>Ich bin der Meinung, ich hab's letztens erklärt.

01:14:12.000 --> 01:14:12.000
<v Clemens>Ja?

01:14:12.000 --> 01:14:15.000
<v Sarah>Ja. Ich weiß nicht genau. Da war ich noch nicht dabei. Sie wissen auch,

01:14:15.000 --> 01:14:18.000
<v Sarah>dass wir hier zu dem Podcast kommen und dass wir den Podcast hören und ich glaube,

01:14:18.000 --> 01:14:21.000
<v Sarah>in dem Zusammenhang war dann die Frage, was ist für ein Podcast und ich glaube,

01:14:21.000 --> 01:14:24.000
<v Sarah>ich weiß nicht mehr, ob beide gefragt haben oder nur einer, aber ich bin der

01:14:24.000 --> 01:14:26.000
<v Sarah>Meinung, ich hab zumindest kurz erklärt, worum es geht.

01:14:27.000 --> 01:14:31.000
<v Sarah>Also das ist ganz simpel quasi, dass halt so mit manche Leute halt Schmerzen

01:14:31.000 --> 01:14:34.000
<v Sarah>gut finden, in welcher Richtung auch immer und halt mit Fesseln und dass Leute

01:14:34.000 --> 01:14:39.000
<v Sarah>das halt gut finden beim Sex und ja, dann ist das so, okay, gut und dann gehen sie wieder ihrer Wege.

01:14:40.000 --> 01:14:44.000
<v Sebastian>Okay, also das ist gar nicht so das Thema eigentlich. Es gibt auch jetzt keine

01:14:44.000 --> 01:14:47.000
<v Sebastian>Möbel oder so, ich weiß nicht, das Kreuz im Wohnzimmer oder so.

01:14:48.000 --> 01:14:51.000
<v Sebastian>Es ist ja nicht nur die Frage, wie ist es für eure Kinder, sondern wie ist es

01:14:51.000 --> 01:14:53.000
<v Sebastian>auch für Besuch im Zweifel.

01:14:54.000 --> 01:14:57.000
<v Sebastian>Das sind ja komische Situationen. Und ich habe auch festgestellt,

01:14:57.000 --> 01:14:59.000
<v Sebastian>ich habe die Podcast-Souvenir-Vitrine in den Keller gestellt.

01:15:00.000 --> 01:15:04.000
<v Sebastian>Just einen Tag später fiel mir ein, da steht auch der Krökeltisch und auch im

01:15:04.000 --> 01:15:06.000
<v Sebastian>Zweifel Besuch rennt da auch dran vorbei.

01:15:06.000 --> 01:15:09.000
<v Sebastian>Und da liegen halt die ganzen Visitenkarten, der ganze Kram.

01:15:09.000 --> 01:15:14.000
<v Sebastian>Also die Frage ist halt auch die Außenwirkung. Also was eure Kids vertragen,

01:15:14.000 --> 01:15:16.000
<v Sebastian>das könnt ihr glaube ich ganz gut einschätzen.

01:15:17.000 --> 01:15:21.000
<v Sebastian>Aber inwieweit, ja schärft ihr auch ein, das ist eher eine Privatsache,

01:15:21.000 --> 01:15:22.000
<v Sebastian>die man jetzt nicht auf dem Schulhof erzählt.

01:15:22.000 --> 01:15:23.000
<v Clemens>Das sagen wir mal.

01:15:24.000 --> 01:15:27.000
<v Clemens>Das kriegen sie aber auch, glaube ich, selber mit, dass das nicht unbedingt

01:15:27.000 --> 01:15:28.000
<v Clemens>das Thema bei anderen ist.

01:15:29.000 --> 01:15:33.000
<v Sarah>Also ich überlege gerade bei uns im Haus, also wir haben an unserer Schlafzimmertür

01:15:33.000 --> 01:15:39.000
<v Sarah>ein Plakat hängen mit der Überschrift Sexercises und da sind so verschiedene Sexstellungen davor.

01:15:39.000 --> 01:15:42.000
<v Sarah>Da stand meine Oma auch einmal davor und guckte mich an und meinte so,

01:15:43.000 --> 01:15:45.000
<v Sarah>was habt ihr denn da für ein Plakat hängen?

01:15:45.000 --> 01:15:48.000
<v Sarah>Und dann habe ich bloß zu ihr gemeint, so Oma, muss ich dir das wirklich erklären?

01:15:48.000 --> 01:15:50.000
<v Sarah>Und dann hat sie ein bisschen pikiert geguckt und dann war gut,

01:15:50.000 --> 01:15:53.000
<v Sarah>aber das ist jetzt nicht so BDSM-mäßig, ansonsten glaube ich so im Haus eigentlich nicht.

01:15:54.000 --> 01:15:57.000
<v Sarah>Was tatsächlich ist, ist das Schlafzimmer. Da hat mir Clemens dieses Jahr zum

01:15:57.000 --> 01:16:01.000
<v Sarah>Geburtstag eine große Holzwand gebaut, wo ich ihn quasi festmachen kann.

01:16:01.000 --> 01:16:06.000
<v Sarah>Und wir haben halt unser Bett selber gebaut, so auf guter Fickhöhe mit Ketten

01:16:06.000 --> 01:16:08.000
<v Sarah>drumherum. Und oben hängt halt auch eine Kette.

01:16:09.000 --> 01:16:13.000
<v Sarah>Und als wir, das Haus haben wir ja seit drei Jahren jetzt. Und als wir die Verwandtschaft

01:16:13.000 --> 01:16:16.000
<v Sarah>zu Besuch hatten vor drei Jahren, sind sie so durchgegangen.

01:16:17.000 --> 01:16:19.000
<v Sarah>Und wir hatten schon so ein bisschen die Bettdecke über das Bett,

01:16:19.000 --> 01:16:21.000
<v Sarah>über die Kette gemacht. Und meine Großtante stellt sich hin,

01:16:21.000 --> 01:16:25.000
<v Sarah>klappt so die Bettdecke zurück und meint so, das ist aber schon stabil.

01:16:25.000 --> 01:16:27.000
<v Sarah>Da kann man jemanden, ja, also was macht er denn damit?

01:16:28.000 --> 01:16:32.000
<v Sarah>Und mein Opa schaute sich die Ketten an und meinte so, ah, und da macht ihr also euer Workout.

01:16:33.000 --> 01:16:37.000
<v Sarah>Das ist so, wo man denkt so, ja, okay, aber okay.

01:16:37.000 --> 01:16:41.000
<v Sarah>Und dann sind sie weitergegangen und dann war in Ordnung, aber es war eine lustige Situation.

01:16:42.000 --> 01:16:45.000
<v Sebastian>Wieso sollte jemand, jemand das Schlafzimmer zeigt, der erstmal die Bettdecke

01:16:45.000 --> 01:16:47.000
<v Sebastian>hochklappt, da kommt man ja nicht drauf. Richtig, genau. Aber ja,

01:16:47.000 --> 01:16:49.000
<v Sebastian>Eltern und so sind da komisch.

01:16:49.000 --> 01:16:52.000
<v Sebastian>Wird das mal kontrolliert, ob da noch Dreckwäsche drunter liegt oder so?

01:16:52.000 --> 01:16:54.000
<v Sebastian>Ich weiß es nicht, keine Ahnung.

01:16:54.000 --> 01:16:57.000
<v Sarah>Ja, aber ich bin in dem Moment davon ausgegangen, ich meine,

01:16:57.000 --> 01:16:59.000
<v Sarah>Farben sollte mal ins Schlafzimmer aussperren.

01:17:00.000 --> 01:17:04.000
<v Sarah>Für uns ist es ja nicht das Problem. Und ansonsten gehe ich davon aus,

01:17:04.000 --> 01:17:07.000
<v Sarah>wer damit nichts zu tun haben will, guckt und geht schnell weiter.

01:17:07.000 --> 01:17:11.000
<v Sarah>Und wenn jemand dazu Kommentare macht oder was nachfragt, ist er selber schuld.

01:17:12.000 --> 01:17:16.000
<v Sebastian>Also das heißt, wenn jemand auch euch anspricht, BDSM, dann würdet ihr euch

01:17:16.000 --> 01:17:18.000
<v Sebastian>da jederzeit offen outen?

01:17:18.000 --> 01:17:18.000
<v Sarah>Ja.

01:17:19.000 --> 01:17:21.000
<v Sebastian>Schon mal negative Erfahrungen gemacht?

01:17:22.000 --> 01:17:25.000
<v Clemens>Nee, also ich kann mich nicht erinnern, dass das jemals der Fall war.

01:17:25.000 --> 01:17:28.000
<v Sarah>Nö, ich meine, man geht ja jetzt nicht unbedingt damit hausieren und tendenziell

01:17:28.000 --> 01:17:29.000
<v Sarah>sind es ja irgendwie eher Leute,

01:17:29.000 --> 01:17:31.000
<v Sarah>die einen ansprechen, die dann vielleicht auch was damit zu tun haben.

01:17:32.000 --> 01:17:37.000
<v Sarah>Und da fällt mir ein, da könnten wir nochmal unsere Arme thematisieren.

01:17:38.000 --> 01:17:41.000
<v Sebastian>Ja, das habe ich ja auch noch auf dem Zettel. Also ich beschreibe mal,

01:17:41.000 --> 01:17:43.000
<v Sebastian>was ich eben gesehen habe.

01:17:43.000 --> 01:17:46.000
<v Sebastian>Ihr habt die Triskele auf dem Unterarm. Beide?

01:17:46.000 --> 01:17:47.000
<v Sarah>Ja.

01:17:47.000 --> 01:17:51.000
<v Sebastian>Gar nicht so klein. Und ich weiß noch nicht, wie die da drauf kommen.

01:17:51.000 --> 01:17:53.000
<v Sebastian>Es sieht so ein bisschen nach geeist aus.

01:17:53.000 --> 01:17:57.000
<v Sebastian>Aber wie habt ihr das die da hinbekommen? Also vielleicht zeigt es nochmal.

01:17:58.000 --> 01:18:01.000
<v Sebastian>Also beschreiben. Also Durchmesser würde ich sagen, was sind das?

01:18:02.000 --> 01:18:04.000
<v Sebastian>5, 6, eher 10 Zentimeter.

01:18:04.000 --> 01:18:08.000
<v Sebastian>Also schon recht groß und auch erkennbar auf dem Unterarm. Ja.

01:18:09.000 --> 01:18:10.000
<v Sebastian>Wie kommt ihr dazu?

01:18:11.000 --> 01:18:15.000
<v Clemens>Das ist unser unverlierbarer Ehering.

01:18:16.000 --> 01:18:17.000
<v Sebastian>Okay.

01:18:19.000 --> 01:18:23.000
<v Clemens>Wir waren in einem Zoo und da hat Sarah eine Wespe geärgert.

01:18:24.000 --> 01:18:30.000
<v Clemens>Sie hat die versucht wegzuscheuchen und da ist ihr der Ring vom Finger gerutscht, den wir suchen mussten.

01:18:30.000 --> 01:18:36.000
<v Clemens>Und das war nicht lange nach unserer Hochzeit. Das war also da noch definitiv

01:18:36.000 --> 01:18:38.000
<v Clemens>ein bisschen ärgerlicher.

01:18:39.000 --> 01:18:43.000
<v Clemens>Dann hieß es ja irgendwie, müssen wir eine Alternative schaffen.

01:18:43.000 --> 01:18:47.000
<v Clemens>Ich hatte so, war der Gedanke, ja, können wir auf der Haut machen.

01:18:48.000 --> 01:18:49.000
<v Clemens>Tätowieren war nicht so meins.

01:18:50.000 --> 01:18:51.000
<v Sarah>Zugewöhnlich.

01:18:51.000 --> 01:18:56.000
<v Clemens>Ja, und ich finde den Gedanken von der Farbe unter der Haut irgendwie so ein bisschen komisch.

01:18:57.000 --> 01:19:01.000
<v Clemens>Und da war dann der Gedanke, okay, ein Cutting, das würde gehen.

01:19:01.000 --> 01:19:04.000
<v Clemens>Man schneidet ja die Haut weg und an der Stelle entsteht eine Narbe.

01:19:05.000 --> 01:19:07.000
<v Sebastian>Darf ich nochmal gucken, weil ich hätte das jetzt nicht als Cutting gesehen.

01:19:07.000 --> 01:19:09.000
<v Sebastian>Das muss ja wirklich schon älter sein.

01:19:10.000 --> 01:19:12.000
<v Sarah>Na, 2012 haben wir es machen lassen.

01:19:12.000 --> 01:19:16.000
<v Sebastian>2012, okay, das sind ja schon neun Jahre jetzt. Also ich hätte jetzt von der

01:19:16.000 --> 01:19:19.000
<v Sebastian>Optik her, ich beschreibe es mal kurz, liebes Publikum, es ist so ein bisschen,

01:19:19.000 --> 01:19:23.000
<v Sebastian>als hättet ihr an der Stelle Sonnencreme perfekt aufgetragen.

01:19:24.000 --> 01:19:27.000
<v Sebastian>Es ist also einfach die Haut ein bisschen heller, aber ich sehe jetzt hier keine

01:19:27.000 --> 01:19:31.000
<v Sebastian>Vernarbung in der Richtung. Vielleicht so ein bisschen, wenn man drüber fühlt.

01:19:31.000 --> 01:19:36.000
<v Clemens>Das ist unterschiedlich, je nachdem, wie der Hauttyp ist. Und dunklere Haut

01:19:36.000 --> 01:19:39.000
<v Clemens>zum Beispiel neigt eher zu Narbenbildung, da werden die Narben wulstiger.

01:19:39.000 --> 01:19:44.000
<v Clemens>wir haben relativ helle haut beide dadurch sind die namen halt gerade beziehungsweise

01:19:44.000 --> 01:19:46.000
<v Clemens>sogar ein bisschen nach innen gekehrt.

01:19:46.000 --> 01:19:49.000
<v Sebastian>Das habt ihr selber gemacht.

01:19:49.000 --> 01:19:54.000
<v Clemens>Wir haben jemanden gesucht in berlin haben auch gefunden und das professionell

01:19:54.000 --> 01:19:57.000
<v Clemens>wir haben darüber nachgedacht das selber zu machen haben das dann aber abgewählt

01:19:57.000 --> 01:20:01.000
<v Clemens>weil es einfach das ist ein projekt wir haben zu wenig know-how das ist,

01:20:02.000 --> 01:20:07.000
<v Clemens>Man will nicht zu tief, man will nicht zu flach schneiden und es soll ja auch

01:20:07.000 --> 01:20:08.000
<v Clemens>vernünftig sein, gerade.

01:20:09.000 --> 01:20:12.000
<v Sebastian>Ja, also wenn das jetzt neun Jahre alt ist und ich kannte das ohne Probleme

01:20:12.000 --> 01:20:15.000
<v Sebastian>so, als wir uns Hallo gesagt haben, konnte ich das erkennen,

01:20:15.000 --> 01:20:17.000
<v Sebastian>dachte mir, aha, interessant, das muss auf meine Liste drauf.

01:20:18.000 --> 01:20:21.000
<v Sebastian>muss ich mal fragen, also das ist jetzt, ich sag mal so, das wird ja mit einem Skalpell geschnitten.

01:20:22.000 --> 01:20:22.000
<v Clemens>Ja.

01:20:23.000 --> 01:20:25.000
<v Sebastian>Ich würde mal so von, wenn ich mal jetzt Meter angeben müsste,

01:20:25.000 --> 01:20:29.000
<v Sebastian>würde ich schon sagen, so anderthalb Meter muss man da schon schneiden, bis die Form fertig ist.

01:20:30.000 --> 01:20:32.000
<v Sebastian>Das dauert ja auch ein paar Minuten.

01:20:33.000 --> 01:20:39.000
<v Clemens>Bei mir waren es 45 Minuten und bei dir war es die doppelte Zeit und die doppelte Klingenanzahl.

01:20:40.000 --> 01:20:42.000
<v Clemens>Also bei mir waren es drei Skalpell Klingen, bei Sarah sechs.

01:20:43.000 --> 01:20:49.000
<v Clemens>Einfach weil Sarahs Haut viel fester ist als meine Haut, deswegen hat es länger gedauert.

01:20:49.000 --> 01:20:52.000
<v Sarah>Und ich heile viel zu schnell. Ich glaube, das ist der einzige Moment im Leben,

01:20:52.000 --> 01:20:55.000
<v Sarah>wo man sich denkt, nein, warum wächst das so schnell zu?

01:20:55.000 --> 01:20:57.000
<v Sarah>Hör auf! Warum heile ich nur so schnell?

01:20:58.000 --> 01:21:01.000
<v Sebastian>Und in Triss Keder, warum habt ihr das Motiv gewählt?

01:21:01.000 --> 01:21:07.000
<v Clemens>Ja, schon, weil es eine Komponente vom BDSM mit ist und die eindeutig mit in

01:21:07.000 --> 01:21:08.000
<v Clemens>unsere Beziehung reingehört.

01:21:08.000 --> 01:21:14.000
<v Clemens>Es hat ja angefangen damit und es zieht sich durch und es verändert und wächst immer noch.

01:21:15.000 --> 01:21:17.000
<v Sebastian>Aber darauf müsst ihr doch schon mal angesprochen worden sein.

01:21:17.000 --> 01:21:21.000
<v Sarah>Richtig, deswegen war vorhin die Aussage, es kommt halt immer drauf an, was man sagt.

01:21:21.000 --> 01:21:26.000
<v Sarah>Dietrich Kehle ist natürlich optimal, weil die Zahlterei, die kann man für alles interpretieren.

01:21:26.000 --> 01:21:28.000
<v Sarah>Wenn man Leuten sagt, die man gar nichts zu tun hat, dem man es nicht erzählen

01:21:28.000 --> 01:21:31.000
<v Sarah>will, kann man halt sagen, ja, ist unser unverlierbarer Ehering,

01:21:31.000 --> 01:21:34.000
<v Sarah>so im Sinne Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft.

01:21:34.000 --> 01:21:38.000
<v Sarah>Oder man erklärt es mit seinem Glauben, mit der Dreifaltigkeit oder alles,

01:21:38.000 --> 01:21:40.000
<v Sarah>was irgendwie mit Zwei geht, kann man halt gut da rein interpretieren.

01:21:40.000 --> 01:21:44.000
<v Sarah>und je nachdem, wer vor einem steht, kann man es dann die dementsprechende Erklärung abgeben.

01:21:45.000 --> 01:21:48.000
<v Sebastian>Ist das auszuhalten? Oder gab es vielleicht eine Betäubung?

01:21:48.000 --> 01:21:48.000
<v Clemens>Nein.

01:21:49.000 --> 01:21:52.000
<v Sarah>Nee, betäubt war es nicht. Ich war ganz froh, ich war als erstes dran.

01:21:52.000 --> 01:21:55.000
<v Sarah>Ungefähr nach der Hälfte hatte ich keine Lust mehr, aber man muss ja durch.

01:21:56.000 --> 01:22:00.000
<v Sarah>Es tut schon weh, es ist schlimmer als Tätowieren.

01:22:00.000 --> 01:22:03.000
<v Sarah>Ich habe mir noch ein kleines Tattoo machen lassen, im Hinblick,

01:22:03.000 --> 01:22:05.000
<v Sarah>dass irgendwann noch ein größeres kommen soll und hatte vorher gehört,

01:22:05.000 --> 01:22:09.000
<v Sarah>Tattoo und Cutting ist ungefähr ähnlich und dachte mir so, dann nie irgendwie

01:22:09.000 --> 01:22:11.000
<v Sarah>ein größeres, aber Cutting ist deutlich anstrengender.

01:22:12.000 --> 01:22:15.000
<v Sarah>Und ich war ganz froh, dass ich zuerst dran war. Also ich glaube,

01:22:15.000 --> 01:22:20.000
<v Sarah>wenn Clemens zuerst dran gewesen wäre und ich hätte es mir angucken müssen,

01:22:20.000 --> 01:22:21.000
<v Sarah>hätte ich vielleicht gekniffen.

01:22:22.000 --> 01:22:25.000
<v Clemens>Das ist ein ganz schönes Geschmatter gewesen. Also im Prinzip ist es ja so,

01:22:25.000 --> 01:22:29.000
<v Clemens>man schneidet erst die Outlines, dann wird mit der Pinzette die Haut hochgehoben

01:22:29.000 --> 01:22:34.000
<v Clemens>und dann wird die Haut im Prinzip mit dem Skalpell durchgeschnitten.

01:22:34.000 --> 01:22:39.000
<v Sebastian>Ach so, also dass wirklich dann auf so drei, vier Millimeter Breite die Haut wirklich entfernt ist.

01:22:40.000 --> 01:22:40.000
<v Clemens>Genau.

01:22:40.000 --> 01:22:45.000
<v Sarah>Und dann ist hinterher jeden Morgen, jeden Abend abpulen, vorher mit Folie einwickeln,

01:22:45.000 --> 01:22:47.000
<v Sarah>damit es nicht so schnell heilt und feucht bleibt.

01:22:47.000 --> 01:22:51.000
<v Sarah>Es war sehr schön, die Kommilitonen haben geguckt und so, was hast du denn da,

01:22:51.000 --> 01:22:53.000
<v Sarah>das sieht da voll eklig aus. Und dann hat man es ihnen erzählt und die Gesichter

01:22:53.000 --> 01:22:56.000
<v Sarah>waren einfach großartig, weil man ihnen erzählt hat, dass man da mit dem Skapell

01:22:56.000 --> 01:22:59.000
<v Sarah>Haut weggeschnitten bekommen hat. So, hör auf, hör auf.

01:23:00.000 --> 01:23:02.000
<v Sarah>Genau, und dann war es ja nicht zwei Wochen oder so, glaube ich,

01:23:02.000 --> 01:23:03.000
<v Sarah>haben wir das gemacht bestimmt.

01:23:04.000 --> 01:23:08.000
<v Sarah>Und dann noch mit Wasserstoffperoxid drauf, damit es quasi sich nicht entzündet.

01:23:09.000 --> 01:23:12.000
<v Sarah>Ja, das war ein bisschen, das war tatsächlich das Anstrengendste.

01:23:12.000 --> 01:23:13.000
<v Sarah>Also das Machen war nicht schön.

01:23:14.000 --> 01:23:17.000
<v Sarah>Zwei Wochen danach, jeden Morgen, jeden Abend das alles wieder runterpulen,

01:23:18.000 --> 01:23:22.000
<v Sarah>war echt unangenehm, zumal sie gesagt hatten, ja nehmt dafür eine Zahnbürste

01:23:22.000 --> 01:23:25.000
<v Sarah>und ich habe das mit der Zahnbürste versucht abzumachen und habe mich direkt erstmal übergeben.

01:23:26.000 --> 01:23:30.000
<v Sarah>Und dann habe ich es nur noch ganz vorsichtig mit Küchentuch abgemacht,

01:23:31.000 --> 01:23:31.000
<v Sarah>also es macht ja keinen Schorf,

01:23:32.000 --> 01:23:36.000
<v Sarah>sondern wie so eine Glibberschicht, sage ich mal, weil es ja eingepackt ist

01:23:36.000 --> 01:23:40.000
<v Sarah>und praktisch ja die ganze Zeit feucht bleibt und man das damit dann ganz vorsichtig

01:23:40.000 --> 01:23:43.000
<v Sarah>runtergeholt, das war dann okay, nicht schön, aber okay.

01:23:43.000 --> 01:23:47.000
<v Sebastian>Okay, ja, man will verhindern, dass der Körper halt es unkontrolliert zuheilt.

01:23:47.000 --> 01:23:50.000
<v Sebastian>Sondern eher auch, dass die Form bleibt. Und das ist ja gelungen, offenbar.

01:23:50.000 --> 01:23:52.000
<v Sarah>Ja, besser als erwartet. Also

01:23:52.000 --> 01:23:54.000
<v Sarah>ich muss sagen, ich bin immer noch überrascht, dass es so gut aussieht.

01:23:55.000 --> 01:23:57.000
<v Sebastian>Ja, das ist, glaube ich, Clemens, bei dir habe ich es eben gesehen,

01:23:57.000 --> 01:23:59.000
<v Sebastian>so ein bisschen in die Länge gezogen, aber gar nicht viel.

01:24:00.000 --> 01:24:02.000
<v Sebastian>Also eigentlich, naja, kreisrund ist es nicht mehr ganz. Wobei,

01:24:02.000 --> 01:24:05.000
<v Sebastian>das liegt wahrscheinlich daran, dass du den Arm gerade so hoch machst, dass die Haut spannt.

01:24:05.000 --> 01:24:07.000
<v Sebastian>Aber das finde ich mal was Neues. Das habe ich so noch nicht gesehen.

01:24:08.000 --> 01:24:11.000
<v Sebastian>Aber dass ihr beide dann auch da eine Verbindung nochmal gefunden habt.

01:24:11.000 --> 01:24:13.000
<v Sebastian>Ich glaube, das ist auch so ein Fundament, was ihr braucht, um einfach diesen

01:24:13.000 --> 01:24:15.000
<v Sebastian>ganzen Unsinn außerhalb auch machen zu können.

01:24:16.000 --> 01:24:18.000
<v Sebastian>Ich mag zu den Kindern nochmal so ein bisschen zurückkommen.

01:24:18.000 --> 01:24:22.000
<v Sebastian>Plant ihr da nochmal die Kinder einzuweihen, nochmal gezielter?

01:24:22.000 --> 01:24:25.000
<v Sebastian>Oder sagt ihr jetzt, die werden schon kommen, die werden selber groß,

01:24:25.000 --> 01:24:27.000
<v Sebastian>wir müssen da gar nicht so ein Thema draus machen.

01:24:28.000 --> 01:24:31.000
<v Sebastian>Ihr seid ja da relativ offen, das scheint einfach Normalität zu sein für die

01:24:31.000 --> 01:24:35.000
<v Sebastian>Kids, dass Mama und Papa ein bisschen Kram machen und rumliegen lassen.

01:24:35.000 --> 01:24:38.000
<v Sebastian>Gibt es das, wo ihr das Bedürfnis habt, da noch mehr zu erzählen?

01:24:39.000 --> 01:24:44.000
<v Clemens>Ich glaube, bei den Kindern, die werden kommen, ab und zu hört man ja, wie sie so denken,

01:24:45.000 --> 01:24:50.000
<v Clemens>also die Sache zum Beispiel desinfizieren, wenn irgendwas, die Haut offen ist,

01:24:50.000 --> 01:24:53.000
<v Clemens>also brennt ja auch und dann so hören, naja, ist ja vielleicht gar nicht so

01:24:53.000 --> 01:24:56.000
<v Clemens>schlimm, der Schmerz, oder mein Vater hat früher immer gesagt,

01:24:57.000 --> 01:25:00.000
<v Clemens>das Schönste ist, wenn der Schmerz nachlässt und dann kriegt man ja ein Feedback

01:25:00.000 --> 01:25:03.000
<v Clemens>und kriegt auch mit, ob die Kinder da irgendwie in die Richtung ticken,

01:25:04.000 --> 01:25:08.000
<v Clemens>aber selber direkt das Thema ansprechen, wenn sie nicht kommen, nee, das,

01:25:09.000 --> 01:25:11.000
<v Clemens>Also zumindest bei mir steht das nicht auf der Agenda.

01:25:11.000 --> 01:25:11.000
<v Sarah>Bei mir auch nicht.

01:25:12.000 --> 01:25:14.000
<v Sebastian>Ja, was geht denn nicht? Ich meine, ihr seid im selben Haus.

01:25:15.000 --> 01:25:18.000
<v Sebastian>Also wenn ihr jetzt das große Spanking da anfasst, das hört man,

01:25:18.000 --> 01:25:20.000
<v Sebastian>äh, anfangt, dann hört man das ja nun mal.

01:25:20.000 --> 01:25:23.000
<v Sebastian>Also wo sagt ihr, naja, das ist dann vielleicht doch übertrieben,

01:25:23.000 --> 01:25:26.000
<v Sebastian>da warten wir vielleicht die Momente ab, wo sie es nicht mitkriegen?

01:25:26.000 --> 01:25:29.000
<v Clemens>Wir haben schon, als wir ganz allein waren und in der Wohnung,

01:25:29.000 --> 01:25:32.000
<v Clemens>haben wir mal gesagt, wenn wir irgendwie laut sind oder so, Kinders,

01:25:32.000 --> 01:25:35.000
<v Clemens>braucht ihr euch keine Sorgen machen. Also ich weiß nicht, wie alt waren die denn da?

01:25:35.000 --> 01:25:39.000
<v Clemens>Anfang wo sie abends schon aus dem Bett gekraucht gekommen sind,

01:25:39.000 --> 01:25:42.000
<v Clemens>hat man gesagt, ja, wenn wir irgendwie laut sind oder so, ist völlig in Ordnung,

01:25:43.000 --> 01:25:46.000
<v Clemens>uns geht es dann gut und das soll auch so für uns.

01:25:46.000 --> 01:25:49.000
<v Clemens>Und das war für die Kinder auch immer in Ordnung und ab und an habe ich jetzt

01:25:49.000 --> 01:25:53.000
<v Clemens>nochmal in der Vergangenheit nachgefragt, ja und hört man uns? Ja, ab und an schon.

01:25:54.000 --> 01:25:58.000
<v Clemens>Aber das ist dann halt für sie, ja Eltern hört man, aber kein Thema.

01:25:58.000 --> 01:26:02.000
<v Sebastian>Die sind da abgehärtet oder von klein auf dran gewöhnt, okay,

01:26:02.000 --> 01:26:05.000
<v Sebastian>die haben halt Spaß und dann kommen halt Geräusche aus dem Schlafzimmer, dann ist halt okay.

01:26:06.000 --> 01:26:06.000
<v Clemens>Genau.

01:26:06.000 --> 01:26:08.000
<v Sebastian>Okay, dann habt ihr ja offenbar einen wirklichen Weg gefunden.

01:26:08.000 --> 01:26:11.000
<v Sebastian>Ich glaube, das ist eine Schwierigkeit, wenn man nämlich hingeht und sagt,

01:26:11.000 --> 01:26:13.000
<v Sebastian>ah, man hält sich super lang zurück und wenn dann irgendwann,

01:26:13.000 --> 01:26:16.000
<v Sebastian>wenn man meint, sie sind groß genug für die ganzen Wahrheiten und dann fängt

01:26:16.000 --> 01:26:19.000
<v Sebastian>man an und die hören das, dann sind die nämlich völlig schockiert,

01:26:19.000 --> 01:26:20.000
<v Sebastian>wenn es halt Normalität ist.

01:26:21.000 --> 01:26:24.000
<v Sebastian>Ich persönlich habe immer ein bisschen Schiss, also als noch das Thema Grundschule,

01:26:25.000 --> 01:26:28.000
<v Sebastian>bei unserem Nachwuchs hier interessant Da war immer so das Gefühl,

01:26:29.000 --> 01:26:32.000
<v Sebastian>also das habe ich so ein bisschen, andere Eltern, die haben keine Sexualität,

01:26:32.000 --> 01:26:35.000
<v Sebastian>das ist überhaupt völlig unmöglich, wie die zu Kindern gekommen sind,

01:26:35.000 --> 01:26:40.000
<v Sebastian>man weiß nicht wie, also da hat man so diesen äußeren Zwang, sage ich mal,

01:26:41.000 --> 01:26:45.000
<v Sebastian>da sehr kleine Brötchen zu backen und das außen vor zu lassen,

01:26:45.000 --> 01:26:47.000
<v Sebastian>das ist zumindest mal mein Gefühl, das gibt es doch nicht, die Menschen gehen

01:26:47.000 --> 01:26:49.000
<v Sebastian>offenbar in ihrer Hausarbeit auf und das war's.

01:26:50.000 --> 01:26:55.000
<v Sebastian>Fand ich sehr merkwürdig. Wie ist das da? Also inwieweit achtet ihr schon drauf,

01:26:55.000 --> 01:26:57.000
<v Sebastian>dass das euer Geheimnis bleibt?

01:26:57.000 --> 01:27:02.000
<v Sebastian>Im Umfeld auch gerade, ich überlege sowas, wenn ich mir vor,

01:27:02.000 --> 01:27:05.000
<v Sebastian>irgendwelche Freunde von euren Kids gehen nach Hause, erzählen ihr,

01:27:05.000 --> 01:27:09.000
<v Sebastian>was ihr möglicherweise macht und dann sagen die Eltern, ja mit denen trefft

01:27:09.000 --> 01:27:11.000
<v Sebastian>ihr euch aber nicht mehr. Das wäre ja ein Nachteil für eure Kids.

01:27:12.000 --> 01:27:14.000
<v Sarah>Und ja, also wenn die Kinder Besuch haben, dann halten wir uns schon zurück.

01:27:15.000 --> 01:27:20.000
<v Sarah>Und ansonsten erhalte ich unsere Kinder für so schlau, dass sie nicht damit

01:27:20.000 --> 01:27:24.000
<v Sarah>rumposaunen, was so zu Hause besprochen wird an gewissen Punkten.

01:27:24.000 --> 01:27:28.000
<v Sarah>Also das wissen sie auch, dass es in anderen Familien da deutlich weniger drüber

01:27:28.000 --> 01:27:30.000
<v Sarah>gesprochen wird, auch so über diese ganze sexuelle Sache.

01:27:30.000 --> 01:27:32.000
<v Sarah>Und ansonsten, so was das sonstige

01:27:32.000 --> 01:27:35.000
<v Sarah>Umfeld angeht, also entweder merkt man ja, wie die Leute so ticken.

01:27:36.000 --> 01:27:38.000
<v Sarah>Also wo man merkt, okay, da ist halt irgendwie Interesse da.

01:27:38.000 --> 01:27:40.000
<v Sarah>Man fällt ja nicht gleich mit der kompletten Haustür ins Haus,

01:27:41.000 --> 01:27:43.000
<v Sarah>sondern guckt vielleicht erstmal durchs Schlüsselloch so ungefähr.

01:27:44.000 --> 01:27:49.000
<v Sarah>Und ansonsten, sag ich mal, so das Gefühl, wenn du gerade so Grundschule ansprichst und so,

01:27:49.000 --> 01:27:52.000
<v Sarah>dass man sich so ein bisschen wie so ein Außerirdischer fühlt,

01:27:52.000 --> 01:27:54.000
<v Sarah>das ist irgendwie so ein grundsätzliches Ding,

01:27:54.000 --> 01:27:58.000
<v Sarah>weil wir ja mit Anfang 20 Kinder gekriegt haben und wir gefühlt eh 15 Jahre

01:27:58.000 --> 01:28:03.000
<v Sarah>jünger sind als alle und sowieso irgendwie viel freakiger sind als alle und

01:28:03.000 --> 01:28:06.000
<v Sarah>eh immer rausfallen. Da kommt es auf das auch nicht mehr an.

01:28:06.000 --> 01:28:12.000
<v Sebastian>Okay, das ist ja auch in Ordnung. Okay, aber so ein Nachteil im Sinne von,

01:28:12.000 --> 01:28:15.000
<v Sebastian>da geht ihr nicht ins Haus, das ist schlechter Umgang, sowas hat es nicht gegeben.

01:28:15.000 --> 01:28:15.000
<v Clemens>Nein.

01:28:16.000 --> 01:28:20.000
<v Sebastian>Okay, ja, zu dem ganzen Thema Erziehung Kinder noch was dazu sagen?

01:28:20.000 --> 01:28:23.000
<v Sarah>Nö, eigentlich nicht. Eigentlich ist es gar nicht so kompliziert.

01:28:24.000 --> 01:28:26.000
<v Clemens>Früh genug anfangen und offen sein.

01:28:27.000 --> 01:28:28.000
<v Sebastian>Ja, das zieht sich ja so ein bisschen durch durch den Podcast.

01:28:29.000 --> 01:28:31.000
<v Sebastian>Also alle Folgen, in denen das so ein bisschen thematisiert wurde,

01:28:31.000 --> 01:28:34.000
<v Sebastian>die waren so ein bisschen, also je entspannter die Menschen sind,

01:28:34.000 --> 01:28:39.000
<v Sebastian>desto entspannter ist dann auch der Nachwuchs und desto weniger dramatisch ist das alles.

01:28:40.000 --> 01:28:40.000
<v Clemens>Definitiv.

01:28:41.000 --> 01:28:44.000
<v Sebastian>So, liebes Publikum, wir haben eine kleine Pause gemacht, haben nochmal den

01:28:44.000 --> 01:28:48.000
<v Sebastian>Spickzettel durchrecherchiert und ich stelle fest, ich habe das Ding der Woche fast vergessen.

01:28:48.000 --> 01:28:50.000
<v Sebastian>Es gibt noch zwei, wurde mir gesagt.

01:28:51.000 --> 01:28:52.000
<v Sebastian>Ich bin sehr gespannt, da ist ein grüner Beutel.

01:28:53.000 --> 01:28:57.000
<v Clemens>Wir haben einmal was mitgebracht, was uns unglaublich viel Spaß macht.

01:28:57.000 --> 01:29:00.000
<v Sebastian>Darf ich es mir erstmal einmal angucken und beschreiben?

01:29:00.000 --> 01:29:00.000
<v Clemens>Gerne.

01:29:01.000 --> 01:29:06.000
<v Sebastian>Es ist eine Flasche. Es steht drauf X-Loop. Und das ist auch gleichzeitig der

01:29:06.000 --> 01:29:09.000
<v Sebastian>Markname, wie ich sehe. Und wenn man dort kommen dran hängt, kann man es auch kaufen.

01:29:10.000 --> 01:29:14.000
<v Sebastian>Mit einem Pulver. Ich schüttel mal so ein bisschen vor dem Mikrofon.

01:29:15.000 --> 01:29:21.000
<v Sebastian>Also könnte jetzt so eine Art Powerdrink sein. Noch Milch drauf kippen und dann guten Appetit.

01:29:22.000 --> 01:29:23.000
<v Clemens>Weniger.

01:29:23.000 --> 01:29:27.000
<v Sebastian>Oha. So, jetzt ein Konzentrat, macht 20 Liter, steht auch noch drauf.

01:29:27.000 --> 01:29:31.000
<v Sebastian>Concentrated Powder. Und ja, was ist es?

01:29:31.000 --> 01:29:34.000
<v Clemens>Das ist ein Gleitmittel. Ein Gleitmittel, was super...

01:29:34.000 --> 01:29:35.000
<v Sebastian>In den Pulver.

01:29:36.000 --> 01:29:39.000
<v Clemens>Ja. Ja, das Pulver, da kippt man noch Wasser drauf.

01:29:40.000 --> 01:29:40.000
<v Sebastian>Okay.

01:29:41.000 --> 01:29:46.000
<v Clemens>Und schüttelt das Ganze dann, wartet ein bisschen Zeit, ich glaube 10 Minuten

01:29:46.000 --> 01:29:50.000
<v Clemens>oder so, schüttelt es dann nochmal und dann hat man nach einer Stunde ein ziemlich

01:29:50.000 --> 01:29:52.000
<v Clemens>gutes Gleitmittel, was so gut geleitet,

01:29:53.000 --> 01:29:58.000
<v Clemens>dass es für eine klassische Anwendung wie zum Beispiel vaginale Befeuchtung

01:29:58.000 --> 01:29:59.000
<v Clemens>völlig überdimensioniert ist.

01:30:00.000 --> 01:30:05.000
<v Clemens>Aber für alles andere ist es optimal, weil es super ergiebig ist,

01:30:05.000 --> 01:30:08.000
<v Clemens>hat eine super lange Standfestigkeit, ist geschmacksneutral, klebt nicht.

01:30:08.000 --> 01:30:12.000
<v Sebastian>Ich rieche mal dran, ich habe es mal aufgeschraubt. Das ist ein weißes Pulver

01:30:12.000 --> 01:30:16.000
<v Sebastian>und es riecht quasi nach gar nichts.

01:30:17.000 --> 01:30:21.000
<v Sebastian>Eventuell so ein bisschen nach also ich rieche ja wirklich Ich rieche da was,

01:30:21.000 --> 01:30:22.000
<v Sebastian>aber ich kann es gerade nicht einordnen.

01:30:23.000 --> 01:30:28.000
<v Sebastian>So ein bisschen wie so eine ganz leichte Note von Chlor, würde ich sagen.

01:30:29.000 --> 01:30:32.000
<v Sebastian>So ein bisschen schwimmbar. So ganz, ganz, ganz leicht. So ganz entfernt.

01:30:33.000 --> 01:30:35.000
<v Sarah>Fertig riecht es nach nichts.

01:30:35.000 --> 01:30:36.000
<v Clemens>Es schmeckt nach nichts.

01:30:37.000 --> 01:30:39.000
<v Sebastian>Also man kann es im Prinzip sogar essen.

01:30:40.000 --> 01:30:43.000
<v Clemens>Ich würde es jetzt, ja, theoretisch ja, es gibt ja auch eine dermatologische

01:30:43.000 --> 01:30:47.000
<v Clemens>Testung. Es ist ein deutsches Produkt, was ein ganz gutes Gefühl macht.

01:30:47.000 --> 01:30:51.000
<v Clemens>Es ist besser, als wenn es aus China kommt. Und es ist halt das Gleitmittel.

01:30:51.000 --> 01:30:56.000
<v Clemens>Wir haben so lange mit Gleitmitteln rumgemacht. Wir haben mit klassisch wasserbasierten

01:30:56.000 --> 01:30:57.000
<v Clemens>aus der Drogerie angefangen.

01:30:57.000 --> 01:31:00.000
<v Clemens>Die kleben, die schmecken süß. Das ist,

01:31:01.000 --> 01:31:06.000
<v Clemens>Dann haben wir Silikongleitmittel, die sind halt, dass man sie nicht auswaschen kann.

01:31:07.000 --> 01:31:13.000
<v Clemens>Sie sind zwar super gleitfähig und so, aber sind relativ anhänglich und irgendwann

01:31:13.000 --> 01:31:21.000
<v Clemens>laufen sie sich auch trocken und das Zeug ist für Annalverkehr und Fisting echt super.

01:31:22.000 --> 01:31:25.000
<v Clemens>Es hat auch seinen Nachteil, wenn man es lange nutzt, beziehungsweise nicht,

01:31:25.000 --> 01:31:28.000
<v Clemens>wenn man es lange nutzt, sondern wenn man es genutzt hat und möchte es loswerden,

01:31:29.000 --> 01:31:30.000
<v Clemens>dann dauert es etwas länger, das abzuwaschen.

01:31:30.000 --> 01:31:33.000
<v Clemens>Aber es geht zum Beispiel, es gibt noch andere Produkte, die so ähnlich sind,

01:31:34.000 --> 01:31:40.000
<v Clemens>da braucht man dann Salz, um die loszuwerden, das Gleitmittel hier ist es dann nicht der Fall.

01:31:40.000 --> 01:31:44.000
<v Sebastian>Also man kriegt es ja weg. Also ich sehe gerade Zutaten, Polyethylenoxide.

01:31:46.000 --> 01:31:49.000
<v Sebastian>Ich weiß gar nicht, dass es davon Oxide gibt, interessant. Aber ihr wisst das

01:31:49.000 --> 01:31:50.000
<v Sebastian>wahrscheinlich besser als ich.

01:31:51.000 --> 01:31:56.000
<v Sebastian>Aber sonst ist da nichts drin. Keine andere additive Salze, kein Zucker oder irgendwas.

01:31:56.000 --> 01:31:56.000
<v Clemens>Genau.

01:31:57.000 --> 01:32:00.000
<v Sebastian>Okay, also eigentlich was ganz Simples. Warum ist das ein Ding der Woche?

01:32:01.000 --> 01:32:03.000
<v Sebastian>Also wie viel Raum nimmt das bei euch ein?

01:32:04.000 --> 01:32:08.000
<v Sebastian>Also geht Sex noch ohne? Nein, Standard-Sex, dazu ist es ja offenbar ungeeignet.

01:32:09.000 --> 01:32:11.000
<v Sebastian>Es sei denn, Sarah, du möchtest, dass keiner von euch was fühlt.

01:32:12.000 --> 01:32:15.000
<v Sarah>Das ist nicht Ziel der Sache. Nein, tatsächlich hauptsächlich zum Analverkehr

01:32:15.000 --> 01:32:20.000
<v Sarah>und Oral, wenn wir das mit dem Strap-on machen, weil Strap-On mit Gummi ja doch

01:32:20.000 --> 01:32:25.000
<v Sarah>sehr schnell sehr trocken wird und das einfach sehr gut ist,

01:32:25.000 --> 01:32:26.000
<v Sarah>damit es weiter rutscht.

01:32:28.000 --> 01:32:30.000
<v Clemens>Dann geht das sogar durch den Kehlkopf durch bei mir mit dem Zeug.

01:32:30.000 --> 01:32:32.000
<v Sebastian>Okay, das geht?

01:32:32.000 --> 01:32:37.000
<v Clemens>Das geht, das ist echt, also es ist halt super flütschig und wir haben das von

01:32:37.000 --> 01:32:41.000
<v Clemens>einem Freund empfohlen bekommen, der ist mehr in der Gay-Community unterwegs

01:32:41.000 --> 01:32:45.000
<v Clemens>und der hat gesagt, probiert das mal da, habt ihr das schon mal gehabt? Nee, kennen wir nicht.

01:32:46.000 --> 01:32:50.000
<v Clemens>Und das ist halt im Hetrobereich überhaupt nicht bekannt.

01:32:50.000 --> 01:32:52.000
<v Clemens>Und deswegen haben wir gesagt, das müssen wir einfach mal hier mit erwähnen,

01:32:52.000 --> 01:32:59.000
<v Clemens>dass es da was gibt, was echt super gut ist für dehnende Sachen oder halt anal

01:32:59.000 --> 01:33:02.000
<v Clemens>oder so. Und was auch dann geschmacksneutral ist.

01:33:02.000 --> 01:33:05.000
<v Clemens>Und so einer kleinen Übergangszeit klebt es ein bisschen, aber es klebt nicht

01:33:05.000 --> 01:33:08.000
<v Clemens>so ätzend wie die Dinge aus der Drogerie.

01:33:08.000 --> 01:33:11.000
<v Clemens>Und das Schöne ist, es ist halt ewig lang haltbar.

01:33:12.000 --> 01:33:15.000
<v Sebastian>Ja, ist ja ein Pulver, da passiert ja nichts mit. Stimmt, ich habe auch letzte

01:33:15.000 --> 01:33:19.000
<v Sebastian>Woche tatsächlich auch so ein Gleitgel, so eine Trube gefunden,

01:33:19.000 --> 01:33:23.000
<v Sebastian>deren Haltbarkeit auch irgendwie abgelaufen zu sein schien und wir waren uns

01:33:23.000 --> 01:33:24.000
<v Sebastian>da nicht sicher, ob man das jetzt noch nehmen kann oder nicht.

01:33:25.000 --> 01:33:30.000
<v Sebastian>Aber das Zeug, ihr habt da was draufgeschrieben, eine Kappe sind drei Gramm, steht da?

01:33:30.000 --> 01:33:38.000
<v Clemens>Ungefähr, genau. Weil wir machen die Verdünnung, dass ein Gramm ungefähr 150

01:33:38.000 --> 01:33:41.000
<v Clemens>Milliliter Wasser drauf kommen und dann ist es die Konsistenz,

01:33:42.000 --> 01:33:43.000
<v Clemens>wie wir sie haben wollen.

01:33:43.000 --> 01:33:46.000
<v Clemens>Dann ist zwar nicht mehr 20 Liter, sondern nur noch 11 Liter,

01:33:47.000 --> 01:33:49.000
<v Clemens>die rauskommen. Aber es ist halt super ergiebig.

01:33:50.000 --> 01:33:52.000
<v Sebastian>Das heißt aber, ihr müsst das vorbereiten. Also ihr könnt jetzt nicht sagen,

01:33:52.000 --> 01:33:56.000
<v Sebastian>jetzt machen wir, sondern wenn das Zeug da ein, zwei Stunden aufquellen muss,

01:33:56.000 --> 01:34:00.000
<v Sebastian>sage ich mal, dann, Sarah, ist ja durchaus vorher eine Ansage erforderlich.

01:34:00.000 --> 01:34:04.000
<v Sebastian>So, heute Abend machen wir, rühr das Mittel an.

01:34:05.000 --> 01:34:09.000
<v Sarah>Ja, also wir haben es zum Beispiel so, das was halt für vor dem Wochenende halt

01:34:09.000 --> 01:34:13.000
<v Sarah>anrühren und dann stellen wir es halt nach Gebrauch im Kühlschrank und dann

01:34:13.000 --> 01:34:14.000
<v Sarah>hält das da auch eine Woche.

01:34:14.000 --> 01:34:16.000
<v Sarah>Also das kann man auch über eine gewisse Zeit verwenden. Also ich meine,

01:34:17.000 --> 01:34:21.000
<v Sarah>im Kühlschrank ist es halt besser wegen eventueller Keime und so. Und ansonsten Ja.

01:34:21.000 --> 01:34:22.000
<v Sebastian>Und dann ist es auch noch kalt.

01:34:23.000 --> 01:34:24.000
<v Clemens>Ich finde das angenehm.

01:34:24.000 --> 01:34:27.000
<v Sarah>Entweder es ist angenehm oder es wird sehr schnell warm oder man wärmt es halt

01:34:27.000 --> 01:34:27.000
<v Sarah>ein bisschen mit der Hand vor.

01:34:28.000 --> 01:34:31.000
<v Sarah>Das ist nicht so das Problem. Und ansonsten, ja weiß ich nicht,

01:34:31.000 --> 01:34:35.000
<v Sarah>wenn wir irgendwie zwei, drei, vier Mal in der Woche miteinander irgendwie was

01:34:35.000 --> 01:34:38.000
<v Sarah>starten, dann macht man es halt einmal in der Woche fertig und dann wird es halt verbraucht.

01:34:39.000 --> 01:34:42.000
<v Sebastian>Das heißt, das gehört jetzt wirklich zu euren Basissachen.

01:34:42.000 --> 01:34:45.000
<v Sebastian>Also so wie ich jetzt, was weiß ich, einen Rohrstock irgendwo in der Ecke liegen

01:34:45.000 --> 01:34:48.000
<v Sebastian>habe, den ich sehr gerne und sehr viel und sehr oft benutzen mag,

01:34:48.000 --> 01:34:49.000
<v Sebastian>klingt mir ja trotzdem nicht, aber egal.

01:34:50.000 --> 01:34:55.000
<v Sebastian>Steht das Zeug im Kühlschrank? Das hat auch kein Kind von euch gegessen oder so. Der Backelpudding.

01:34:56.000 --> 01:34:57.000
<v Clemens>Nein, das hat eine ganz andere Konsistenz.

01:34:58.000 --> 01:34:59.000
<v Sebastian>Hat das eine Farbe? Nee, ne?

01:34:59.000 --> 01:35:05.000
<v Clemens>Das ist durchsichtig. Das ist wie durchsichtiges Gel. Also als Wasser auf einmal glibberig wird.

01:35:06.000 --> 01:35:09.000
<v Sebastian>Also ich stelle mir das jetzt wirklich so ein bisschen wie Wackelpudding vor

01:35:09.000 --> 01:35:12.000
<v Sebastian>von der Konsistenz. Ach, du hast das mitgebracht, ein kleines Fläschchen?

01:35:12.000 --> 01:35:18.000
<v Clemens>Das ist im Prinzip schon abgewogen. Da kannst du im Prinzip selber mal was anrühren um zu gucken.

01:35:18.000 --> 01:35:22.000
<v Sebastian>Wie es ist. Ach so, das ist für mich ein Geschenk. Also liebes Publikum,

01:35:22.000 --> 01:35:24.000
<v Sebastian>ich habe hier so ein kleines Tütchen und so einen Zippbeutel.

01:35:25.000 --> 01:35:28.000
<v Sebastian>Mit Anleitung drauf und das sind jetzt, was sind da jetzt drin?

01:35:28.000 --> 01:35:29.000
<v Clemens>150 Milliliter sind das.

01:35:30.000 --> 01:35:35.000
<v Sebastian>150, also da sind jetzt zwei, drei Gramm drin, die ich jetzt mit 150 Milliliter

01:35:35.000 --> 01:35:39.000
<v Sebastian>Wasser schön aufkoche und Puddingpul... Nein, nein, aber Entschuldigung,

01:35:40.000 --> 01:35:43.000
<v Sebastian>ich kriege diese Kühlschrank-Assoziation gerade nicht weg.

01:35:43.000 --> 01:35:46.000
<v Sebastian>Okay, aber das kann ich dem Podcast-Tubi gleich geben und dann kann sie das

01:35:46.000 --> 01:35:49.000
<v Sebastian>zusammenrühren und dann haben wir zwei Stunden später Möglichkeiten.

01:35:50.000 --> 01:35:54.000
<v Clemens>Genau. Also im Prinzip macht es sich am besten, wenn man irgendwie so eine Dosierflasche

01:35:54.000 --> 01:35:58.000
<v Clemens>wie so eine Sportflasche hat oder so, weil wenn man das dann in den Händen hat,

01:35:59.000 --> 01:36:01.000
<v Clemens>da wird es auch ein bisschen glibrig und es ist ziemlich fädig.

01:36:01.000 --> 01:36:04.000
<v Sarah>Also es zieht so ein bisschen Fäden und die abzuziehen ist so ein bisschen so,

01:36:04.000 --> 01:36:08.000
<v Sarah>wie wenn du versuchst, so einen Honigfaden zum Abreißen zu bringen und ich nutze

01:36:08.000 --> 01:36:09.000
<v Sarah>dann immer quasi den Verschluss.

01:36:09.000 --> 01:36:13.000
<v Sarah>Ich mache dann zu, das reißt den Faden ab und dann kann man es ganz gut verwenden.

01:36:13.000 --> 01:36:16.000
<v Sebastian>Moment, aber wenn ihr sagt, das verbraucht ihr dann in der Woche so,

01:36:16.000 --> 01:36:18.000
<v Sebastian>also ich muss mal so zu eurem Aktivitätslevel kommen.

01:36:19.000 --> 01:36:23.000
<v Sebastian>Könnt ihr nicht jeden Abend hier mit einem Strap-on da loslegen?

01:36:24.000 --> 01:36:26.000
<v Sarah>Jeden Abend nicht. Also einmal in der Woche, würde ich sagen,

01:36:27.000 --> 01:36:28.000
<v Sarah>kommt der Strap-on auf jeden Fall zum Einsatz.

01:36:29.000 --> 01:36:34.000
<v Sarah>Wir haben so ein bisschen vor, also doch bevor die Machtgefälle-Sache sich so

01:36:34.000 --> 01:36:37.000
<v Sarah>etabliert hat, haben wir irgendwann mal überlegt, wie wir das machen,

01:36:37.000 --> 01:36:39.000
<v Sarah>damit wir beide zufrieden sind mit der Häufigkeit.

01:36:40.000 --> 01:36:43.000
<v Sarah>Auch was Session angeht oder Sex angeht und so weiter. Und dann haben wir mich

01:36:43.000 --> 01:36:49.000
<v Sarah>irgendwann dann quasi festgelegt, dass wir von Montag bis Donnerstag zweimal

01:36:49.000 --> 01:36:53.000
<v Sarah>was miteinander starten und von Freitag bis Sonntag zweimal was miteinander starten.

01:36:53.000 --> 01:36:56.000
<v Sarah>Und es gibt praktisch in jedem Bereich, also in jedem Zeitraum eine Session.

01:36:57.000 --> 01:37:02.000
<v Sebastian>Okay, das ist ja ganz ordentlich. Clemens, verheilst du so schnell?

01:37:03.000 --> 01:37:07.000
<v Clemens>Nicht zwangsläufig, aber da kommen andere Bereiche ins Spiel im wahrsten Sinne des Wortes.

01:37:08.000 --> 01:37:10.000
<v Sebastian>Okay, das heißt aber heute müsst ihr eigentlich noch, ne?

01:37:10.000 --> 01:37:12.000
<v Clemens>Das kann ja geschoben werden.

01:37:12.000 --> 01:37:14.000
<v Sebastian>Ja gut, ihr habt ja den Keller da, da könnt ihr ja.

01:37:14.000 --> 01:37:19.000
<v Sarah>Wir sind da auch flexibel. Also wenn es halt nicht klappt, weiß ich,

01:37:19.000 --> 01:37:23.000
<v Sarah>einer ist krank oder es kommt irgendwas dazwischen oder, keine Ahnung,

01:37:23.000 --> 01:37:25.000
<v Sarah>man ist halt unterwegs und es klappt nicht, dann ist halt nicht.

01:37:26.000 --> 01:37:30.000
<v Sarah>Aber das ist so im normalen Alltag, wo man sich ja meistens eher die Zeit nehmen

01:37:30.000 --> 01:37:33.000
<v Sarah>muss, eigentlich so unsere Übereinkunft.

01:37:33.000 --> 01:37:36.000
<v Sebastian>Aber wenn ich jetzt sehe Arbeit, Kinder und noch, ich weiß nicht,

01:37:36.000 --> 01:37:37.000
<v Sebastian>das ganze Leben drumherum.

01:37:38.000 --> 01:37:41.000
<v Sebastian>Also wie lange stelle ich mir so eine Session bei euch beiden vor?

01:37:41.000 --> 01:37:44.000
<v Sebastian>Ist das eher so eine Sache, das kann man in 20 Minuten erledigen?

01:37:45.000 --> 01:37:47.000
<v Sebastian>Oder seid ihr da länger zu Gange?

01:37:47.000 --> 01:37:50.000
<v Clemens>Anderthalb Stunden, so im Regelfall.

01:37:50.000 --> 01:37:51.000
<v Sebastian>Und dann schafft ihr euch die zu nehmen?

01:37:52.000 --> 01:37:58.000
<v Sarah>Naja, das ist halt ein Hobby. Es ist halt ein Hobby, was wir teilen und was

01:37:58.000 --> 01:38:00.000
<v Sarah>uns Spaß macht und dann nimmt man sich die Zeit dafür.

01:38:01.000 --> 01:38:04.000
<v Clemens>Fernseher bleibt aus und dann geht es halt ins Schlafzimmer.

01:38:04.000 --> 01:38:07.000
<v Sebastian>Das würde ich nicht schaffen zeitlich. Deshalb, wir haben diese Kleinigkeiten

01:38:07.000 --> 01:38:11.000
<v Sebastian>im Alltag etabliert, die uns immer wieder ein bisschen zurückführen und uns

01:38:11.000 --> 01:38:14.000
<v Sebastian>daran erinnern, ah, guck mal da, wir haben ein Machtgefälle und das macht uns Spaß.

01:38:14.000 --> 01:38:16.000
<v Sebastian>Das sind manchmal nur zwei, drei Sekunden,

01:38:17.000 --> 01:38:21.000
<v Sebastian>Und die uns aber sagen, ach guck mal, da sind wir und das haben wir,

01:38:22.000 --> 01:38:24.000
<v Sebastian>dass wir das immer wieder haben, das ist uns halt wichtig.

01:38:25.000 --> 01:38:30.000
<v Sebastian>Und wenn ihr es natürlich schafft zu sagen, wir machen hier Action viermal die

01:38:30.000 --> 01:38:35.000
<v Sebastian>Woche, bin ich beeindruckt. Und ich glaube, der ein oder andere Mensch im Publikum

01:38:35.000 --> 01:38:39.000
<v Sebastian>wird wahrscheinlich auch sagen, das ist ja beneidenswert oder um Gottes Willen ist das viel.

01:38:40.000 --> 01:38:45.000
<v Sebastian>Da ist alles dabei. Sarah, da bist du jetzt aber einfach dann generell spontan.

01:38:45.000 --> 01:38:46.000
<v Sebastian>Also ist nur der Zeitraum festgelegt?

01:38:47.000 --> 01:38:50.000
<v Sarah>Nö, eigentlich nicht. Irgendwas findet sich immer, was man gut findet.

01:38:50.000 --> 01:38:53.000
<v Sarah>Also Clemens hat es ganz gern, wenn er vorher so ein bisschen weiß, was auf ihn zukommt.

01:38:53.000 --> 01:38:57.000
<v Sarah>Auch wieder eine Sache der Gewöhnung. Am Anfang fand ich das total anstrengend,

01:38:57.000 --> 01:39:01.000
<v Sarah>dass ich quasi, also am besten schon drei Tage vorher was sagen soll.

01:39:01.000 --> 01:39:04.000
<v Sarah>Mittlerweile kriegst du zumindest hin, dass ich so bis Mittag,

01:39:04.000 --> 01:39:08.000
<v Sarah>Nachmittag zumindest grob sagen kann, ja, heute habe ich auf das und das Lust

01:39:08.000 --> 01:39:11.000
<v Sarah>und dann den Rest mache ich dann spontan.

01:39:11.000 --> 01:39:15.000
<v Sarah>Also ich habe immer so einen groben Plan im Kopf, auf was ich Lust habe oder

01:39:15.000 --> 01:39:17.000
<v Sarah>keine Ahnung, man geht halt ins Schlafzimmer und guckt so seine Spielzeugschubladen

01:39:17.000 --> 01:39:20.000
<v Sarah>durch und denkt dann so, ach ja, das hat man schon lange nicht mehr benutzt

01:39:20.000 --> 01:39:23.000
<v Sarah>und dann nutzt man das halt.

01:39:23.000 --> 01:39:26.000
<v Sebastian>Ja, ich habe dich jetzt für eine perfekte Überleitung missbraucht.

01:39:26.000 --> 01:39:27.000
<v Sebastian>Es gibt ein Whiteboard im Schlafzimmer.

01:39:28.000 --> 01:39:28.000
<v Clemens>Ja.

01:39:29.000 --> 01:39:31.000
<v Sebastian>Wer schreibt denn da was drauf?

01:39:33.000 --> 01:39:37.000
<v Clemens>Das meiste, glaube ich, habe ich drauf geschrieben und du ergänzt dann auch mal gerne.

01:39:38.000 --> 01:39:41.000
<v Clemens>Es sind verschiedene Bereiche in dem Whiteboard.

01:39:41.000 --> 01:39:47.000
<v Clemens>Es gibt halt so Longplayer, sage ich mal, die klassisch nicht immer verwendet

01:39:47.000 --> 01:39:54.000
<v Clemens>werden, aber die gut mal ins Spiel einbezogen sind. Also zum Beispiel farbige Kontaktlinsen.

01:39:54.000 --> 01:39:56.000
<v Sebastian>Also da stehen im Grunde Wünsche drauf.

01:39:58.000 --> 01:40:02.000
<v Clemens>Ja, auch. Oder Projekte, die noch offen sind, die man gerne bearbeiten möchte,

01:40:02.000 --> 01:40:03.000
<v Clemens>dass sie nicht aus dem Blick verliert.

01:40:04.000 --> 01:40:07.000
<v Sebastian>Farbige Kontaktlinsen. Also farbig oder undurchsichtig?

01:40:08.000 --> 01:40:08.000
<v Sarah>Farbig.

01:40:08.000 --> 01:40:08.000
<v Clemens>Weiße.

01:40:09.000 --> 01:40:13.000
<v Sebastian>Dass man wirklich nur noch weiß sieht oder dass es eher so milchig wird alles?

01:40:14.000 --> 01:40:16.000
<v Clemens>Dass die Iris weiß wird.

01:40:16.000 --> 01:40:19.000
<v Sarah>Also für mich, die Kontakten, dass ich die drin habe.

01:40:19.000 --> 01:40:21.000
<v Clemens>Das sind wir wieder bei Psychospielchen zum Beispiel.

01:40:21.000 --> 01:40:23.000
<v Sarah>Ich glaube, sie werden als Zombie-Kontakt, wenn sie es verkauft, ja.

01:40:24.000 --> 01:40:26.000
<v Clemens>Aber die Assoziation habe ich nicht damit.

01:40:27.000 --> 01:40:29.000
<v Sebastian>Okay, was ist deine Assoziation?

01:40:29.000 --> 01:40:35.000
<v Clemens>So ein bisschen dämonisch, besessen, aber in einer dominanten Art und Weise.

01:40:35.000 --> 01:40:39.000
<v Clemens>Also ein geiles Monster? So, ich weiß nicht.

01:40:39.000 --> 01:40:46.000
<v Clemens>Es macht, also Angst hat schon was Cooles und es macht ein Angstgefühl oder

01:40:46.000 --> 01:40:49.000
<v Clemens>so ein beklemmendes Gefühl, was aber noch heiß ist.

01:40:50.000 --> 01:40:54.000
<v Clemens>Also es gibt so eine Grenze, irgendwann kippt die Angst und dann fühlt es sich

01:40:54.000 --> 01:40:59.000
<v Clemens>nicht mehr gut an. Und das zum Beispiel wird damit dieses Gefühl erzeugt,

01:41:00.000 --> 01:41:02.000
<v Clemens>aber noch so in einem Maße, dass es sich halt cool anfühlt.

01:41:02.000 --> 01:41:05.000
<v Clemens>Und Sarah ist dann nicht mehr ganz so Sarah, wie ich sie kenne.

01:41:06.000 --> 01:41:10.000
<v Clemens>Sie sieht dann halt nicht nur anders aus, sondern es fühlt sich auch anders an.

01:41:10.000 --> 01:41:14.000
<v Sarah>Die Kontaktlinien sind so ein Punkt, wo ich mich noch schwer tue.

01:41:14.000 --> 01:41:18.000
<v Sarah>Wir haben es einmal, zweimal ausprobiert. Ja, es war für mich eher komisch.

01:41:18.000 --> 01:41:22.000
<v Clemens>Es ist halt ein Longplayer. Also der ist nicht von der Liste runter,

01:41:22.000 --> 01:41:25.000
<v Clemens>aber er wird halt auch nicht regelmäßig raufgeholt, aber das ist dann so eine

01:41:25.000 --> 01:41:27.000
<v Clemens>Sache, okay, damit kann man spielen.

01:41:28.000 --> 01:41:30.000
<v Clemens>Aber sie sind halt nicht irgendwie in der Schublade sichtbar,

01:41:30.000 --> 01:41:31.000
<v Clemens>deswegen stehen sie auf dem Weitwort.

01:41:31.000 --> 01:41:37.000
<v Sebastian>Also ich sehe dich tatsächlich, Clemens, als den Strategen hinter diesem ganzen Machtkonstrukt,

01:41:37.000 --> 01:41:45.000
<v Sebastian>dass du schon sehr genau guckst, was magst du ausprobieren, was könnte spannend sein und ja,

01:41:45.000 --> 01:41:50.000
<v Sebastian>ich will jetzt nicht sagen, dass du das verkaufst, aber dass du schon das Gespräch

01:41:50.000 --> 01:41:54.000
<v Sebastian>suchst und dass du langfristig schon kriegst, was du gern möchtest.

01:41:54.000 --> 01:41:58.000
<v Sebastian>Also bist du da vielleicht dann doch der sehr dominante Part an dieser Stelle?

01:41:59.000 --> 01:42:03.000
<v Clemens>Ich mache Angebote. Und Verkaufen trifft vielleicht noch am ehesten.

01:42:05.000 --> 01:42:08.000
<v Clemens>Also wenn Sarah sagt, nö, will ich nicht, dann ist das vom Tisch.

01:42:09.000 --> 01:42:11.000
<v Sebastian>Das war natürlich super ketzerisch von mir. Aber Sarah, für dich ist das natürlich

01:42:11.000 --> 01:42:14.000
<v Sebastian>auch schön, weil er übernimmt die ganze Denkarbeit und die ganze Planerei.

01:42:14.000 --> 01:42:16.000
<v Sebastian>Und du musst nur noch entscheiden, was du machen magst.

01:42:17.000 --> 01:42:20.000
<v Sarah>Ich finde auch, das ist halt einfach als Ideengeber letztendlich.

01:42:20.000 --> 01:42:22.000
<v Sebastian>Das ist ein Service für dich.

01:42:22.000 --> 01:42:23.000
<v Sarah>Ja, es ist halt...

01:42:24.000 --> 01:42:29.000
<v Sarah>Ich denke dann halt die Sachen weiter. Und wenn ich Lust drauf habe und ich

01:42:29.000 --> 01:42:31.000
<v Sarah>meine, ich finde halt immer, wenn ich es nicht ausprobiert habe,

01:42:32.000 --> 01:42:34.000
<v Sarah>weiß ich nicht, wie es ist. Also muss ich es zumindest einmal probieren.

01:42:34.000 --> 01:42:37.000
<v Sarah>Auch wenn ich vielleicht am Anfang erst mal sage, ach nee, finde ich komisch,

01:42:37.000 --> 01:42:40.000
<v Sarah>aber letztendlich kommt es eigentlich fast immer dazu, dass ich sage,

01:42:41.000 --> 01:42:42.000
<v Sarah>okay, probiere mal zumindest mal aus.

01:42:42.000 --> 01:42:45.000
<v Sarah>und meistens kriegt man es ja von einmal aus, probieren auch nicht raus,

01:42:45.000 --> 01:42:47.000
<v Sarah>ob es wirklich gut ist, also probiert man es noch ein zweites und ein drittes

01:42:47.000 --> 01:42:51.000
<v Sarah>Mal und oft bleiben Sachen dann halt irgendwie doch hängen, wenn man feststellt,

01:42:51.000 --> 01:42:54.000
<v Sarah>ja, es hat doch eine Komponente, die ich gut finde.

01:42:54.000 --> 01:42:59.000
<v Sarah>Also ich wüsste jetzt nicht, also es fallen mir jetzt nicht viele Sachen ein,

01:42:59.000 --> 01:43:03.000
<v Sarah>wo ich sage, okay, da habe ich dann gesagt, okay, geht gar nicht mehr. Zumindest aktiv nicht.

01:43:04.000 --> 01:43:08.000
<v Clemens>Ja, aktiv bist du da eigentlich ziemlich vorbehaltsfrei.

01:43:08.000 --> 01:43:12.000
<v Sebastian>Okay, ja, dann ist aber ein Weg, der einfach funktioniert, auch ein Stück weit der Kommunikation.

01:43:13.000 --> 01:43:18.000
<v Sebastian>Und das ist ja auch gut, es gibt ja auch dieses Modell, Top sucht allein nicht

01:43:18.000 --> 01:43:21.000
<v Sebastian>aus, was gemacht wird und so part überhaupt nicht mitzureden.

01:43:21.000 --> 01:43:24.000
<v Sebastian>Das sind so Sachen, die einfach irgendwann ja dann doch, bin ich so,

01:43:24.000 --> 01:43:27.000
<v Sebastian>vielleicht nach zwei Jahren Podcasten, bald drei Jahren, um Gottes Willen,

01:43:27.000 --> 01:43:33.000
<v Sebastian>merke, das ist sehr geiles Kopfkino, aber langfristig driftet man dann ja doch

01:43:33.000 --> 01:43:35.000
<v Sebastian>auseinander und ihr bleibt ja so zwangsweise auch in Kontakt.

01:43:36.000 --> 01:43:38.000
<v Sebastian>Mich interessiert immer, was steht denn da noch auf dem Whiteboard,

01:43:38.000 --> 01:43:39.000
<v Sebastian>jetzt im Moment zum Beispiel?

01:43:40.000 --> 01:43:43.000
<v Clemens>Es gibt noch einen anderen Bereich, da darf ich sozusagen kurz,

01:43:45.000 --> 01:43:50.000
<v Clemens>Vorschläge einbringen, mit denen sie spielen kann. Also das Sounding oder.

01:43:50.000 --> 01:43:52.000
<v Sebastian>Das ist die Sache mit den Dillatoren.

01:43:52.000 --> 01:43:56.000
<v Clemens>Genau, oder ein Rohrstock oder keine Ahnung.

01:43:57.000 --> 01:44:01.000
<v Clemens>Alles mögliche, worauf ich gerade denke, das könnte ich mir gut vorstellen und

01:44:01.000 --> 01:44:02.000
<v Clemens>sie sagt dann, mach ich oder mach ich nicht.

01:44:03.000 --> 01:44:05.000
<v Clemens>Manchmal streiche ich sie dann auch runter und schreibe was anderes hin,

01:44:05.000 --> 01:44:07.000
<v Clemens>wenn sie es dann schon wieder gegessen hat nach ein paar Wochen.

01:44:09.000 --> 01:44:13.000
<v Clemens>Aber genau, dann weiß sie zumindest, was in mir rumort und was interessant ist

01:44:13.000 --> 01:44:14.000
<v Clemens>und kann dann entscheiden, ob sie das will oder nicht.

01:44:15.000 --> 01:44:18.000
<v Sebastian>Da steht ja jetzt aber nicht, sich bei Sebastian und Kopf und Kragen reden müssen.

01:44:19.000 --> 01:44:21.000
<v Sarah>Nein, das war eine gemeinsame Entscheidung.

01:44:21.000 --> 01:44:26.000
<v Sebastian>Okay, aber sonst steht da, also jetzt im Moment, wenn ich jetzt in euer Schlafzimmer

01:44:26.000 --> 01:44:27.000
<v Sebastian>gehe, was würde ich da finden?

01:44:28.000 --> 01:44:29.000
<v Clemens>Eine Sounding steht auf jeden Fall dran.

01:44:30.000 --> 01:44:30.000
<v Sarah>Cutting steht dran.

01:44:31.000 --> 01:44:31.000
<v Clemens>Cutting steht dran.

01:44:31.000 --> 01:44:32.000
<v Sarah>Ein Beutel steht dran.

01:44:32.000 --> 01:44:33.000
<v Sebastian>Ein Beutel.

01:44:33.000 --> 01:44:34.000
<v Clemens>Ein Beutel.

01:44:34.000 --> 01:44:38.000
<v Sarah>Über dem Kopf und Wasser. Oder Feuchtigkeit oder was auch immer.

01:44:38.000 --> 01:44:39.000
<v Sebastian>Also Waterboarding.

01:44:40.000 --> 01:44:41.000
<v Sarah>Ja, nie.

01:44:41.000 --> 01:44:44.000
<v Clemens>Wo wir eigentlich bei dem nächsten Ding der Woche sind, oder?

01:44:44.000 --> 01:44:47.000
<v Sebastian>Ja, wunderbar. Ich bin gespannt.

01:44:48.000 --> 01:44:50.000
<v Sebastian>Urintherapie von A bis Z, ein Buch.

01:44:51.000 --> 01:44:54.000
<v Clemens>Genau, das wäre dann im Prinzip die...

01:44:55.000 --> 01:44:55.000
<v Sebastian>Dankeschön.

01:44:55.000 --> 01:44:58.000
<v Clemens>Das ist ein Buch, was ich mir von meinen Eltern ausgeliehen habe.

01:44:59.000 --> 01:44:59.000
<v Sebastian>Von deinen Eltern, okay.

01:45:00.000 --> 01:45:01.000
<v Clemens>Ja, das ist...

01:45:01.000 --> 01:45:02.000
<v Sebastian>Steht sogar noch ein Preis in D-Mark dran.

01:45:03.000 --> 01:45:07.000
<v Clemens>Genau, meine Eltern, also meine Mutter war offizielle Bezeichnung Drogenhändlerin in der DDR.

01:45:07.000 --> 01:45:13.000
<v Clemens>Das heißt, sie hat Kräuter aufgekauft und hat sie dann wieder verkauft an die

01:45:13.000 --> 01:45:14.000
<v Clemens>Industrie in größeren Mengen.

01:45:14.000 --> 01:45:19.000
<v Clemens>und dadurch sind alternative Heilpraktiken bei uns üblich gewesen.

01:45:20.000 --> 01:45:23.000
<v Clemens>Ich glaube, meine Eltern fanden das witzig oder interessant und hatten sich

01:45:23.000 --> 01:45:24.000
<v Clemens>dieses Buch angeschafft.

01:45:25.000 --> 01:45:30.000
<v Clemens>Und da hatte ich dann, okay, so die ersten, war ein bisschen schräg,

01:45:30.000 --> 01:45:34.000
<v Clemens>Erfahrung, aber ich probiere es einfach mal aus, was Urin angeht.

01:45:34.000 --> 01:45:40.000
<v Clemens>Und da ist ja der Klassiker Morgenurin oder, keine Ahnung, selbst Augentropfen

01:45:40.000 --> 01:45:42.000
<v Clemens>mit Urin gibt es dort drin.

01:45:43.000 --> 01:45:47.000
<v Clemens>Und das ist dann die Erfahrung gewesen, wo ich festgestellt habe,

01:45:47.000 --> 01:45:51.000
<v Clemens>eigentlich ist Urin kein Problem.

01:45:51.000 --> 01:45:55.000
<v Clemens>Ich hatte relativ stark Akne als Teenie und habe dann halt selber damit ein

01:45:55.000 --> 01:45:56.000
<v Clemens>bisschen rumexperimentiert.

01:45:57.000 --> 01:46:02.000
<v Clemens>Ob es dann ein Placebo-Effekt war oder es tatsächlich geholfen hat, weiß ich nicht.

01:46:02.000 --> 01:46:05.000
<v Clemens>Aber es hat eine gewisse Offenheit zum Thema geschaffen.

01:46:05.000 --> 01:46:09.000
<v Clemens>Und das ist dann jetzt zum Beispiel mit der Geschichte mit dem Beutel dann,

01:46:11.000 --> 01:46:15.000
<v Clemens>ich weiß nicht, ob es Waterboarding ist, das ist dann eher so Urin-Waterboarding. Ja.

01:46:16.000 --> 01:46:21.000
<v Sebastian>Ja, da grinst du und da bist du gerade glücklich bei dem Gedanken. Ja, okay.

01:46:22.000 --> 01:46:25.000
<v Sebastian>Jetzt nehmen wir erstmal das Buch in die Hand, das ist jetzt auch schon 25 Jahre

01:46:25.000 --> 01:46:29.000
<v Sebastian>alt. Das ist natürlich für viele Menschen so ein Bäh-Thema, ne?

01:46:29.000 --> 01:46:30.000
<v Clemens>Genau.

01:46:30.000 --> 01:46:34.000
<v Sebastian>Auf der anderen Seite muss ich da sagen, ganz ehrlich, kann man machen und dann

01:46:34.000 --> 01:46:37.000
<v Sebastian>hat man da Spaß, aber Waterboarding davon habe ich noch nicht gehört.

01:46:37.000 --> 01:46:42.000
<v Clemens>Nein, nicht direkt Waterboarding mit dem Beutel, aber es ist halt schwerer zu

01:46:42.000 --> 01:46:45.000
<v Clemens>atmen. Also klassisches Waterboarding, wie man es macht, das möchte ich auch nicht ausprobieren.

01:46:46.000 --> 01:46:48.000
<v Clemens>Das weiß ich nicht, das reizt mich überhaupt nicht.

01:46:49.000 --> 01:46:54.000
<v Clemens>Aber diese erschwerte Atmung und halt das Zeug nicht loszuwerden,

01:46:54.000 --> 01:46:57.000
<v Clemens>das hat so eine Psychokomponente, die ich ganz cool finde.

01:46:57.000 --> 01:46:59.000
<v Sebastian>Ja, mit NS habt ihr aber Erfahrung.

01:47:00.000 --> 01:47:07.000
<v Clemens>Ja, das ist im Prinzip sozusagen das Öffnen des Geistes, was die Richtung angeht. Du hattest ja auch...

01:47:07.000 --> 01:47:08.000
<v Sebastian>Ah, okay.

01:47:09.000 --> 01:47:11.000
<v Clemens>Da hatte das noch nichts mit NS zu tun.

01:47:11.000 --> 01:47:15.000
<v Sebastian>Also das Buch ist quasi erstmal so der Abbau der Hemmung. Das gehört nicht nur

01:47:15.000 --> 01:47:17.000
<v Sebastian>ins Klo, damit lassen sich auch andere Sachen machen. Also hier stehen ganz

01:47:17.000 --> 01:47:18.000
<v Sebastian>viele Wörter vorne drauf.

01:47:19.000 --> 01:47:21.000
<v Sebastian>Arkenalaglin, Blutdruck, Anwendung, Dosierung äußerlich, Haut,

01:47:21.000 --> 01:47:23.000
<v Sebastian>Migräne, Rheumannieren.

01:47:25.000 --> 01:47:29.000
<v Sebastian>Klar, muss jetzt jeder für sich entscheiden, was er da jetzt sagt. Das ist so und so und so.

01:47:30.000 --> 01:47:34.000
<v Sebastian>Aber gut, das Buch hat auf jeden Fall erstmal bewirkt, Geist ist offen,

01:47:34.000 --> 01:47:36.000
<v Sebastian>da kann man was machen, das ist nicht nur Bäh.

01:47:36.000 --> 01:47:36.000
<v Clemens>Genau.

01:47:37.000 --> 01:47:39.000
<v Sebastian>Ja, wie stehst du denn dazu, Sarah? Du grinst so schön.

01:47:40.000 --> 01:47:44.000
<v Sarah>Ja, beim Morgenurin habe ich gedacht, ich habe mit, weiß ich nicht,

01:47:44.000 --> 01:47:49.000
<v Sarah>13, 14 irgendwie auch mal so gehört gehabt, ja, oder was weiß ich nicht,

01:47:49.000 --> 01:47:53.000
<v Sarah>irgendwie Familie, Halsschmerzen gehabt und gesagt, ja, Urin, Gurgeln, das hilft.

01:47:53.000 --> 01:47:55.000
<v Sarah>Da dachte ich mir so, na gut, wenn die das sagen, probieren wir mal aus.

01:47:56.000 --> 01:47:59.000
<v Sarah>Und habe das halt mit Morgenurin gemacht und es hat nicht so lange nicht gut

01:47:59.000 --> 01:48:00.000
<v Sarah>geholfen, mir war vor allem schlecht.

01:48:02.000 --> 01:48:05.000
<v Sarah>und ja Clemens kam dann halt irgendwann damit an, dass er das eigentlich ganz

01:48:05.000 --> 01:48:10.000
<v Sarah>cool fände und dann haben wir das gemacht und ich würde mal sagen Was habt ihr gemacht?

01:48:13.000 --> 01:48:13.000
<v Sarah>Anpinkeln?

01:48:13.000 --> 01:48:18.000
<v Clemens>Das erste was war einfach draußen wo wir campen waren und du warst im Busch

01:48:18.000 --> 01:48:20.000
<v Clemens>da durfte ich die Hand halt mal drunter halten oder so.

01:48:21.000 --> 01:48:25.000
<v Clemens>Das war so das erste Mal, das einfach ganz einfaches Gefühl dafür zu kriegen

01:48:25.000 --> 01:48:30.000
<v Clemens>und das entwickelt sich dann so ganz langsam über die Jahre beziehungsweise Jahrzehnte.

01:48:30.000 --> 01:48:34.000
<v Sarah>Und ich würde behaupten, die ersten Jahre habe ich es hauptsächlich Clemens zuliebe gemacht.

01:48:35.000 --> 01:48:39.000
<v Sarah>Oder halt, wenn er im ja, dann praktisch im dominanten Part war,

01:48:39.000 --> 01:48:41.000
<v Sarah>dass er gesagt hat, okay, machst du jetzt?

01:48:41.000 --> 01:48:44.000
<v Sarah>Also ich finde es nicht gut, irgendwie angepinkelt zu werden oder,

01:48:44.000 --> 01:48:48.000
<v Sarah>keine Ahnung, übrigens zu mir zu nehmen, weil da einfach wieder diese endetringende

01:48:48.000 --> 01:48:51.000
<v Sarah>Komponente drin ist. Für mich passiv.

01:48:52.000 --> 01:48:55.000
<v Sarah>Aktiv finde ich es mittlerweile eigentlich ziemlich cool. Und da ist es aber

01:48:55.000 --> 01:49:00.000
<v Sarah>mittlerweile auch gar nicht so im Sinne von, dass es wirklich aus einem erniedrigenden

01:49:00.000 --> 01:49:03.000
<v Sarah>Gedanken rauskommt, sondern es ist eher so eine,

01:49:05.000 --> 01:49:07.000
<v Sarah>Verbundenheitssache, die man da macht.

01:49:08.000 --> 01:49:11.000
<v Sebastian>Die meisten Menschen werden sich ja fragen, oh mein Gott, da ist mein Partner

01:49:11.000 --> 01:49:13.000
<v Sebastian>im selben Raum, ich kann gar nicht.

01:49:13.000 --> 01:49:14.000
<v Sarah>Ja gut, das war noch nie ein Problem.

01:49:15.000 --> 01:49:19.000
<v Sebastian>Das Problem, das ist auch glaube ich einfach eine Gewöhnungssache.

01:49:20.000 --> 01:49:24.000
<v Sebastian>Ist das auch was Regelmäßiges bei euch beiden? Also könnte man ja sagen,

01:49:24.000 --> 01:49:28.000
<v Sebastian>das ist vielleicht auch ein Service, dass du morgens nicht aus dem Bett musst, wenn du mal musst.

01:49:28.000 --> 01:49:32.000
<v Sarah>Ich glaube, morgens aus dem Bett passiert weniger. Es ist manchmal so abends

01:49:32.000 --> 01:49:36.000
<v Sarah>auf dem Sofa, wo man dann so, ich muss da mal was loswerden, leg dich mal hin.

01:49:36.000 --> 01:49:38.000
<v Sarah>Oder wenn ein Glas leer ist, geht auch das.

01:49:40.000 --> 01:49:46.000
<v Clemens>Und es hat sich, also einmal ist diese Dominanz dann vorhanden, aber halt in einer,

01:49:46.000 --> 01:49:51.000
<v Clemens>es ist eigentlich gar nicht so sehr eine richtig harte BDSM-Geschichte,

01:49:52.000 --> 01:49:54.000
<v Clemens>sondern eher wirklich eine Verbundenheit, also weil das halt was ganz,

01:49:54.000 --> 01:49:58.000
<v Clemens>ganz Privates ist, es ist was ganz Intimes und was ich auch mit keinem anderen

01:49:58.000 --> 01:50:00.000
<v Clemens>richtig wirklich teilen wollen würde.

01:50:00.000 --> 01:50:05.000
<v Clemens>Aber hier ist halt die Nähe so, also es ist ein schönes Gefühl auch,

01:50:05.000 --> 01:50:10.000
<v Clemens>weil einfach eine gewisse Nähe da ist wie, das ist meins, das ist für dich.

01:50:10.000 --> 01:50:15.000
<v Sebastian>Bitte schön. Okay, für die Menschen, die das noch nicht ausprobiert haben,

01:50:15.000 --> 01:50:19.000
<v Sebastian>eine ganz simple Frage, schmeckt's? Entschuldigung, aber.

01:50:19.000 --> 01:50:23.000
<v Clemens>Das kommt drauf an. Morgenurin ist absolut bäh.

01:50:24.000 --> 01:50:26.000
<v Sebastian>Das sollte man auch wirklich nicht mit anfangen, glaube ich,

01:50:26.000 --> 01:50:29.000
<v Sebastian>wenn man da Experimente machen will, das ist nicht die beste Idee.

01:50:29.000 --> 01:50:38.000
<v Clemens>Die günstigste Idee wäre viel trinken einen Tag vorher und abends ein bisschen

01:50:38.000 --> 01:50:39.000
<v Clemens>was trinken, was kein Bier ist.

01:50:39.000 --> 01:50:45.000
<v Clemens>Also Wodka Bull macht sich ganz gut, weil die Gefäße werden erweitert durch den Alkohol.

01:50:45.000 --> 01:50:50.000
<v Clemens>Das heißt, es wird einfacher Urin produziert, genauso wie durch Koffein.

01:50:50.000 --> 01:50:53.000
<v Clemens>in dem Bull sind halt Stoffe drin, die den Urin leicht süßlich machen.

01:50:53.000 --> 01:50:56.000
<v Clemens>Und der ist dann halt fast wie Wasser. Manchmal schmeckt man es gar nicht mehr.

01:50:56.000 --> 01:51:02.000
<v Clemens>Das ist so, finde ich, eigentlich ein ganz guter Einstieg, wenn man da wirklich, sagen, schmecken.

01:51:03.000 --> 01:51:05.000
<v Clemens>Und sonst schmeckt er halt nach dem, was man zu sich nimmt.

01:51:05.000 --> 01:51:09.000
<v Sebastian>Genau, also für dich ist es was Erniedrigendes, aber wenn du gibst,

01:51:09.000 --> 01:51:11.000
<v Sebastian>hat es nicht doch eine machtvolle Komponente?

01:51:11.000 --> 01:51:15.000
<v Sarah>Ja, schon. Aber keine im Sinne von ich will ihn jetzt damit erniedrigen.

01:51:17.000 --> 01:51:20.000
<v Sarah>Es ist schon so ein er macht das jetzt, weil ich das will,

01:51:21.000 --> 01:51:24.000
<v Sarah>und er trinkt das jetzt, wenn ich das will oder keine Ahnung,

01:51:24.000 --> 01:51:29.000
<v Sarah>was auch immer ich damit tue, aber es ist nicht ein, ich will ihm jetzt zeigen,

01:51:29.000 --> 01:51:32.000
<v Sarah>wo er steht und so in der Richtung das nicht.

01:51:32.000 --> 01:51:36.000
<v Sebastian>Ja, aber da ist so dieser Punkt, also Erniedrigung, wenn das ja schön für ihn

01:51:36.000 --> 01:51:41.000
<v Sebastian>ist, warum, also etwas, wo du diese Erfahrung gemacht hast, das könnte man jetzt

01:51:41.000 --> 01:51:45.000
<v Sebastian>auch dahin branden, dass man sagt, okay, das ist jetzt erniedrigend,

01:51:45.000 --> 01:51:47.000
<v Sebastian>weil damit schlägst du ja zwei Fliegen mit einer Klappe, sag ich mal.

01:51:48.000 --> 01:51:50.000
<v Sebastian>Also warum möchtest du das nicht, dass das für ihn so ist?

01:51:50.000 --> 01:51:53.000
<v Sarah>Ach, das ist okay, wenn das für ihn so ist, aber der Kontext ist meistens eher

01:51:53.000 --> 01:51:57.000
<v Sarah>so eine aus der alltäglichen Situation heraus und weniger in der Session.

01:51:57.000 --> 01:52:00.000
<v Sarah>Also wir haben es auch in der Session schon gemacht, aber dann kann man das

01:52:00.000 --> 01:52:04.000
<v Sarah>auch so in dem Kontext einbetten, dass man es halt erniedrigend macht,

01:52:04.000 --> 01:52:07.000
<v Sarah>wobei das geht ja dann eher über das Verbale, aber es ist in der Häufigkeit

01:52:07.000 --> 01:52:10.000
<v Sarah>eher im alltäglichen Kontext und nicht in diesem...

01:52:10.000 --> 01:52:13.000
<v Sarah>Es ist einfach so, keine Ahnung, wie man vielleicht irgendjemandem so einen

01:52:13.000 --> 01:52:16.000
<v Sarah>Kuss gibt oder was weiß ich, irgendwie mal zum Kuscheln vorbeikommt,

01:52:16.000 --> 01:52:20.000
<v Sarah>dass das halt auch einfach so ne Art der Zuneigungsbekundung.

01:52:21.000 --> 01:52:24.000
<v Sebastian>Ja, ich glaube, das fällt jetzt einigen schwer, das so ein bisschen umzumünzen.

01:52:25.000 --> 01:52:28.000
<v Sebastian>Da kann man auch nur sagen, ja, wenn ihr da neugierig seid, probiert es halt.

01:52:29.000 --> 01:52:32.000
<v Sebastian>Und dann muss man halt gucken. Aber das hat ganz viele Reize,

01:52:32.000 --> 01:52:35.000
<v Sebastian>die kann man, glaube ich, gar nicht so schnell erklären.

01:52:36.000 --> 01:52:38.000
<v Sebastian>Aber an der Stelle ist einfach der Service-Gedanke, der passt.

01:52:39.000 --> 01:52:44.000
<v Sebastian>Clemens, wenn du dann in dem Moment auch, ja, so, auch außerhalb von einer Session,

01:52:44.000 --> 01:52:48.000
<v Sebastian>weil ihr grenzt es ja ab, dann auch da wieder so eine Regel hast,

01:52:48.000 --> 01:52:53.000
<v Sebastian>nämlich die lautet, ich sage, du tust, dann ist das ja auch nochmal im Alltag ein schöner Kick.

01:52:54.000 --> 01:52:56.000
<v Clemens>Ja, das kann ich so sagen, das ist schon schön.

01:52:57.000 --> 01:53:01.000
<v Sebastian>Ich habe noch so ein Thema und das passt gerade so gut, weil man hört hier die

01:53:01.000 --> 01:53:02.000
<v Sebastian>Kirchenglocken läuten.

01:53:03.000 --> 01:53:06.000
<v Sebastian>Liebes Publikum, wenn ihr sie nicht hört, dann habe ich irgendwie mit dem Mikrofon Mist gebaut.

01:53:07.000 --> 01:53:14.000
<v Sebastian>Es läutet hier, weil es ist nämlich Schlag 18 Uhr. Und mit der Kirche habt ihr auch was zu tun.

01:53:14.000 --> 01:53:16.000
<v Clemens>Ja, wir sind beide katholisch.

01:53:16.000 --> 01:53:18.000
<v Sebastian>Ja, war ich auch mal praktiziert.

01:53:19.000 --> 01:53:24.000
<v Clemens>Ja, wir sind nicht nur regelmäßig Kirchengenäher, sondern wir haben auch Ehrenämter bei uns in der Gemeinde.

01:53:25.000 --> 01:53:30.000
<v Sebastian>Okay, wie sieht das aus? Ihr verbringt da Zeit und seid engagiert.

01:53:31.000 --> 01:53:32.000
<v Sebastian>Das ist ja schon mal an sich immer toll.

01:53:32.000 --> 01:53:36.000
<v Sebastian>Gibt es Überschneidung zu BDSM? Oder gibt es da irgendwas, wo er sagt,

01:53:36.000 --> 01:53:40.000
<v Sebastian>das ist vielleicht der Bereich, wo das mal so gar nicht existiert?

01:53:40.000 --> 01:53:47.000
<v Clemens>Ich glaube, dass das Thema Sexualität ist ja allgemein in der Kirche etwas unterrepräsentiert

01:53:47.000 --> 01:53:49.000
<v Clemens>oder etwas negativ dargestellt.

01:53:49.000 --> 01:53:54.000
<v Clemens>Ich glaube, es ist eher so eine Sache, dass es zwei Dinge sind,

01:53:54.000 --> 01:53:59.000
<v Clemens>die in uns zusammenfließen, die aber nicht wirklich Schnittmengen haben.

01:53:59.000 --> 01:54:01.000
<v Clemens>Aber man kann sie zusammen vereinen.

01:54:01.000 --> 01:54:06.000
<v Clemens>Also es sind zwei Dinge, die uns wichtig sind. und, ja, wie soll ich das sagen?

01:54:07.000 --> 01:54:10.000
<v Sebastian>Lass mich mal fragen, also katholisch heißt ja auch, es gibt die Beichte.

01:54:11.000 --> 01:54:11.000
<v Clemens>Ja.

01:54:11.000 --> 01:54:13.000
<v Sebastian>Also der Pfarrer weiß Bescheid.

01:54:14.000 --> 01:54:16.000
<v Sarah>Also ich war das letzte Mal mit 15 zur Beichte.

01:54:17.000 --> 01:54:17.000
<v Sebastian>Okay.

01:54:17.000 --> 01:54:20.000
<v Sarah>Es gab mal so einen tollen Pfarrer, der hat gesagt, wenn man in den Gottesdienst

01:54:20.000 --> 01:54:22.000
<v Sarah>geht, da ist quasi so eine Art Vergebung mit dabei.

01:54:23.000 --> 01:54:26.000
<v Sarah>Und zum Schluss das Bußbekenntnis. Das Bußbekenntnis. Und seitdem,

01:54:26.000 --> 01:54:28.000
<v Sarah>glaube ich, war ich definitiv nicht mehr zur Beichte.

01:54:28.000 --> 01:54:33.000
<v Clemens>Ja, die Frage ist, Beichten tut man ja Sachen eigentlich, die man bereut.

01:54:34.000 --> 01:54:40.000
<v Sebastian>Ja, ich hätte jetzt das erweitert gefasst oder Dinge, die jetzt als Sünde gesehen werden könnten.

01:54:40.000 --> 01:54:45.000
<v Sebastian>Und jetzt muss ich mal sagen, also ich behaupte mal, wenn ich jetzt dem Papst

01:54:45.000 --> 01:54:48.000
<v Sebastian>diese Folge schicken würde und fragen würde, ist da irgendeine Sünde dabei?

01:54:49.000 --> 01:54:54.000
<v Sebastian>Ich fürchte, er würde schon nicht ganz einverstanden sein.

01:54:55.000 --> 01:54:58.000
<v Sarah>Aber bei der Weichte kommt ja dieser Spruch, so dies sind alle meine Sünden,

01:54:58.000 --> 01:54:59.000
<v Sarah>ich bereue sie von Herzen.

01:55:00.000 --> 01:55:04.000
<v Sarah>Nee, also das ist nichts, was man da zur Weichte bringen wollen würde.

01:55:04.000 --> 01:55:05.000
<v Sarah>Nichts in dem Kontext, nee.

01:55:06.000 --> 01:55:10.000
<v Clemens>Die Frage ist auch, die Regeln, die aufgestellt werden, woher kommen diese Regeln?

01:55:10.000 --> 01:55:13.000
<v Clemens>Wie sind diese Regeln entstanden und wie alt sind diese Regeln?

01:55:13.000 --> 01:55:20.000
<v Clemens>Und man kann halt zum Beispiel, die zehn Gebote sind maßgebender als das,

01:55:20.000 --> 01:55:24.000
<v Clemens>was letztendlich später aus historischem Kontext aufgebaut wurde.

01:55:25.000 --> 01:55:31.000
<v Sebastian>Und das ist sozusagen… Also es geht gar nicht so darum,

01:55:31.000 --> 01:55:36.000
<v Sebastian>für euch nach den Worten der Heiligen Schrift da euer Leben zu gestalten,

01:55:36.000 --> 01:55:41.000
<v Sebastian>sondern es geht um den Halt, kann man vielleicht sagen, um die Gemeinschaft dort.

01:55:42.000 --> 01:55:44.000
<v Sebastian>Aber eure Sexualität hat dort einfach auch nichts verloren.

01:55:46.000 --> 01:55:49.000
<v Sarah>Es ist nichts, was man dort thematisiert. Und zum Schluss ist es halt,

01:55:49.000 --> 01:55:52.000
<v Sarah>dass wir die Sexualität, wie wir sie ausleben,

01:55:53.000 --> 01:55:59.000
<v Sarah>ja in dem Rahmen praktizieren, wie man es zum Schluss, wenn man es ganz praktisch

01:55:59.000 --> 01:56:01.000
<v Sarah>sieht, auf diese goldene Regel zurückführen kann.

01:56:01.000 --> 01:56:04.000
<v Sarah>Man tut niemandem das, was man selber nicht haben will.

01:56:04.000 --> 01:56:07.000
<v Sarah>Dieser Gedanke der Nächstenliebe, dass man sich um den anderen kümmert und dass

01:56:07.000 --> 01:56:09.000
<v Sarah>der andere einem wichtig ist und dass man eine Achtung vor dem Menschen hat.

01:56:10.000 --> 01:56:14.000
<v Sarah>Und das kann ich in dem Kontext halt genauso ausüben. Und wenn ich natürlich

01:56:14.000 --> 01:56:18.000
<v Sarah>losgehe und zum Beispiel Sachen mit jemandem mache, die er gar nicht möchte,

01:56:19.000 --> 01:56:20.000
<v Sarah>weil man nicht im Konsens spielt.

01:56:20.000 --> 01:56:26.000
<v Sarah>Oder wenn ich halt jemanden mies behandle, obwohl der das halt nicht geil findet.

01:56:26.000 --> 01:56:28.000
<v Sarah>Oder auch so im Kontext, wenn man jetzt mit anderen spielt, dass man halt dann

01:56:28.000 --> 01:56:32.000
<v Sarah>irgendwie da nicht kommuniziert, Sachen macht, obwohl der andere es eigentlich

01:56:32.000 --> 01:56:36.000
<v Sarah>nicht so gut findet oder weil man ein doofes Gefühl hat, es trotzdem macht und der andere ihm egal ist.

01:56:36.000 --> 01:56:39.000
<v Sarah>Da haben wir für uns Regeln und Möglichkeiten gefunden, dass wir sagen können,

01:56:40.000 --> 01:56:42.000
<v Sarah>das können wir halt mit unserem Gewissen und mit dem Vorstellung,

01:56:42.000 --> 01:56:44.000
<v Sarah>die wir haben, wie man mit Menschen

01:56:44.000 --> 01:56:47.000
<v Sarah>umzugehen hat oder wie man miteinander umzugehen hat, vereinbaren.

01:56:47.000 --> 01:56:50.000
<v Sarah>Also so, dass ich jetzt nicht das Gefühl hätte, sollte ich irgendwann vor ein

01:56:50.000 --> 01:56:53.000
<v Sarah>jüngstes Gericht treten, dann müsste ich mich jetzt schlecht fühlen an der Stelle.

01:56:53.000 --> 01:56:56.000
<v Sarah>Da gäbe es sicherlich andere Punkte, die überhaupt nichts mit Sex zu tun haben,

01:56:56.000 --> 01:56:57.000
<v Sarah>wo man vielleicht ein schlechtes Gewissen hat.

01:56:58.000 --> 01:57:02.000
<v Sebastian>Also das heißt für euch, seht ihr da gar kein Problem mit irgendeiner Vereinbarkeit.

01:57:02.000 --> 01:57:04.000
<v Clemens>Nein, definitiv nicht.

01:57:04.000 --> 01:57:07.000
<v Sebastian>Total entspannt. Und im Zweifel, wenn ihr dann das Kreuz, gut,

01:57:07.000 --> 01:57:10.000
<v Sebastian>es ist ja vielleicht ein bisschen anders geformt, im Schlafzimmer stehen habt,

01:57:10.000 --> 01:57:11.000
<v Sebastian>dann habt ihr halt das Kreuz im Schlafzimmer stehen.

01:57:12.000 --> 01:57:16.000
<v Sebastian>Vielleicht bringe ich mal ein, ich war mit dem Podcast so wie auf einem Stammtisch

01:57:16.000 --> 01:57:22.000
<v Sebastian>neulich in Paderborn und dann haben wir in einem katholischen ehemaligen Kloster,

01:57:22.000 --> 01:57:25.000
<v Sebastian>das wurde zu einem sehr schicken Hotel umgebaut, haben wir ein schönes,

01:57:25.000 --> 01:57:26.000
<v Sebastian>günstiges Zimmer gefunden.

01:57:26.000 --> 01:57:32.000
<v Sebastian>Ich habe auch die Besucherritze dann gepostet und deswegen auch das Kreuz nebendran

01:57:32.000 --> 01:57:34.000
<v Sebastian>Trotzdem, es war sehr schön.

01:57:34.000 --> 01:57:37.000
<v Sebastian>Also es war architektonisch wunderbar. Ich kam mir so ein bisschen vor,

01:57:37.000 --> 01:57:39.000
<v Sebastian>als müsste der gleiche Blitz bei mir einschlagen.

01:57:39.000 --> 01:57:45.000
<v Sebastian>Aber ein bisschen mulmig kam ich mir schon vor, weil ich dann doch dachte,

01:57:45.000 --> 01:57:51.000
<v Sebastian>ich bringe ich diesem, also bringen wir mit unserer Gesinnung den nötigen Respekt

01:57:51.000 --> 01:57:54.000
<v Sebastian>für diese Räumlichkeit auf. Entscheidung, wir haben es gebucht und es ist ein Hotel.

01:57:54.000 --> 01:57:59.000
<v Sebastian>Aber trotzdem hatte ich schon kurz diesen Gedanken gesagt, es sind auch vorwiegend

01:57:59.000 --> 01:58:04.000
<v Sebastian>Einzelzimmer dort, das ist auch eher zur Fortbildung und Einkehr und inneren

01:58:04.000 --> 01:58:08.000
<v Sebastian>Ruhe und Andacht gedacht, alles offenbar. Hervorragendes Frühstück übrigens.

01:58:10.000 --> 01:58:15.000
<v Sebastian>Aber ich hatte so leicht mein, wo ich dachte, da kommt so ein bisschen Moral in mir hoch.

01:58:16.000 --> 01:58:16.000
<v Sarah>Aber warum?

01:58:16.000 --> 01:58:20.000
<v Sebastian>Ich meine, weil ich mich einfach nicht durch dieses katholische Kloster vögeln

01:58:20.000 --> 01:58:23.000
<v Sebastian>kann. Das macht man doch einfach nicht.

01:58:23.000 --> 01:58:26.000
<v Sebastian>Es ist doch bestimmt ein Sakrileg oder keine Ahnung was, auch wenn das Ding

01:58:26.000 --> 01:58:27.000
<v Sebastian>nicht mehr geweiht ist oder so.

01:58:28.000 --> 01:58:31.000
<v Sebastian>Aber trotzdem, ich hatte so ein leichtes Gefühl. Gut, das Podcast so wie es

01:58:31.000 --> 01:58:37.000
<v Sebastian>dann dazu moralische Probleme zu lösen, aber grundsätzlich so bringt diesen

01:58:37.000 --> 01:58:41.000
<v Sebastian>Raum ein bisschen diesen entsprechenden Respekt mit keine Ahnung, wo ich das her habe.

01:58:42.000 --> 01:58:45.000
<v Sebastian>Da mag ich vielleicht auch sehr komisch drauf sein, keine Ahnung,

01:58:45.000 --> 01:58:47.000
<v Sebastian>aber ich dachte mir so, ist das jetzt so das Richtige?

01:58:48.000 --> 01:58:51.000
<v Sarah>Aber ich glaube, das ist so dieses Auseinandersetzen mit dem,

01:58:52.000 --> 01:58:54.000
<v Sarah>was man denkt, was die Kirche für Meinungen hat,

01:58:54.000 --> 01:58:59.000
<v Sarah>ist einfach ja so ein Prozess, also zumindest so, wo wir so zu Jugendzeiten,

01:58:59.000 --> 01:59:02.000
<v Sarah>wir in Katholiken gibt es ja eine Jugendgruppe, dort geht man halt hin und hat

01:59:02.000 --> 01:59:04.000
<v Sarah>so verschiedene Themen und wir haben aber auch halt irgendwie Veranstaltungen

01:59:04.000 --> 01:59:08.000
<v Sarah>gehabt, Partys gehabt und gerade wenn man irgendwie unterwegs war oder keine

01:59:08.000 --> 01:59:11.000
<v Sarah>Ahnung, man saß nachts halt auf den Kirchentreppen und hat noch sein Bier getrunken,

01:59:11.000 --> 01:59:14.000
<v Sarah>dann kamen halt sehr oft Leute vorbei, die meistens betrunken waren und dann

01:59:14.000 --> 01:59:18.000
<v Sarah>mal so gesagt haben, ja, was macht ihr denn hier eigentlich und schaut's Und

01:59:18.000 --> 01:59:21.000
<v Sarah>dann hat man gesagt, ja, man trifft sich hier halt von der katholischen Jugend aus und Kirche.

01:59:22.000 --> 01:59:26.000
<v Sarah>Und da hat man halt da schon Diskussionen geführt über, keine Ahnung,

01:59:26.000 --> 01:59:27.000
<v Sarah>so diese klassischen Themen.

01:59:27.000 --> 01:59:32.000
<v Sarah>Sex vor der Ehe, ihr findet doch alle Schwulen schrecklich. So diese Schlagthemen,

01:59:32.000 --> 01:59:34.000
<v Sarah>ihr dürft keine Kondome benutzen.

01:59:34.000 --> 01:59:37.000
<v Sarah>Und das sind ja so lauter Sachen, wo ich halt sagen könnte, klar,

01:59:37.000 --> 01:59:40.000
<v Sarah>die Kirche hat den Standpunkt und deswegen muss ich das auch so sehen.

01:59:41.000 --> 01:59:43.000
<v Sarah>Dann bin ich in keinem moralischen Dilemma, dann bin ich der Meinung,

01:59:43.000 --> 01:59:45.000
<v Sarah>die die Kirche hat und dann ist das gut.

01:59:45.000 --> 01:59:48.000
<v Sarah>Aber wenn ich eine andere Meinung habe, dann vertrete ich die,

01:59:48.000 --> 01:59:53.000
<v Sarah>weil ich sie einfach von meiner Logik her und von meinem moralischen Empfinden,

01:59:53.000 --> 01:59:55.000
<v Sarah>was ich habe, halt anders vertrete.

01:59:55.000 --> 01:59:59.000
<v Sarah>Und damit hat man halt schon angefangen, sich einfach damit auseinanderzusetzen,

01:59:59.000 --> 02:00:01.000
<v Sarah>dass es dann eine gewisse Diskrepanz in manchen Themen gibt.

02:00:01.000 --> 02:00:05.000
<v Sebastian>Also ja, wenn du da von einem logischen Standpunkt rangehst,

02:00:06.000 --> 02:00:08.000
<v Sebastian>dann kannst du natürlich viel zerpflücken und umdeuten.

02:00:08.000 --> 02:00:11.000
<v Sebastian>Das liegt ja in der Natur der Sache, dass das geht.

02:00:12.000 --> 02:00:14.000
<v Sebastian>Und die Frage ist, ob man das zulässt. Ich glaube, da ist aber auch die Frage,

02:00:14.000 --> 02:00:18.000
<v Sebastian>was ist jetzt die Meinung, die aus Rom kommt, aus dem Vatikan,

02:00:18.000 --> 02:00:21.000
<v Sebastian>gerade bei den Katholiken und was ist das, was vor Ort in der Gemeinde gelebt wird?

02:00:22.000 --> 02:00:26.000
<v Sebastian>Und da würde ich jetzt mal raten, das ist bei euch relativ liberal.

02:00:26.000 --> 02:00:31.000
<v Clemens>Das ist glaube ich in der Diaspora sowieso relativ liberal.

02:00:31.000 --> 02:00:35.000
<v Clemens>Jede Konfession oder jede Glaubensrichtung, die in der Diaspora,

02:00:35.000 --> 02:00:38.000
<v Clemens>also in der Zerstreuung lebt, wo dann halt nicht viele Leute sind,

02:00:39.000 --> 02:00:42.000
<v Clemens>wo wir herkommen im Bereich, da sind das so zwei, drei Prozent Katholiken,

02:00:43.000 --> 02:00:47.000
<v Clemens>da wird lebensnah gelebt.

02:00:47.000 --> 02:00:55.000
<v Clemens>Und man muss auch sagen, dass dann auch die Hauptamtlichen, also die Zuständigen

02:00:55.000 --> 02:00:59.000
<v Clemens>in dem Bereich, mehr an einer Lebensrealität dran sind. Klassisches Beispiel.

02:01:00.000 --> 02:01:05.000
<v Clemens>Oder sag ich mal so ein Gedankenkonstrukt. Man kann sich vorstellen,

02:01:05.000 --> 02:01:10.000
<v Clemens>für mich ist das so, der Glaube ist wie ein Haus, in dem man zu Hause ist.

02:01:10.000 --> 02:01:15.000
<v Clemens>Es gibt, wir leben halt in einem katholischen Haus. Jeder hat dort so seine

02:01:15.000 --> 02:01:17.000
<v Clemens>Zimmer und man kann sich dort wohlfühlen.

02:01:17.000 --> 02:01:20.000
<v Clemens>Was der, wie die Hausverwaltung drauf ist.

02:01:22.000 --> 02:01:25.000
<v Clemens>Da gibt es halt bei der Hausverwaltung Regeln, da sagst du, die sind scheiße,

02:01:25.000 --> 02:01:27.000
<v Clemens>aber die Wohnung fühlt sich gut an, du fühlst dich zu Hause.

02:01:27.000 --> 02:01:33.000
<v Clemens>Also du bist dort angekommen, hast halt gewisse Regeln, an die kannst du dich

02:01:33.000 --> 02:01:39.000
<v Clemens>halten und bei anderen, da weißt du, okay, Sachbereiber XY von den Hauptamtlichen,

02:01:39.000 --> 02:01:41.000
<v Clemens>der hat eine ähnliche Sichtweise wie du.

02:01:41.000 --> 02:01:43.000
<v Sebastian>Kann man ein bisschen dehnen, die Regeln auch.

02:01:43.000 --> 02:01:47.000
<v Clemens>Ich weiß nicht, ob das letztendlich essentielle Regeln sind,

02:01:48.000 --> 02:01:51.000
<v Clemens>die für unsere Realität heutzutage maßgebend sind.

02:01:52.000 --> 02:01:55.000
<v Sebastian>Aber gibt euch der Glaube nicht auch so einen moralischen Kompass mit?

02:01:55.000 --> 02:01:56.000
<v Clemens>Auf jeden Fall.

02:01:56.000 --> 02:02:00.000
<v Sebastian>Und da wäre jetzt so der Punkt, also wie gleicht ihr das ab?

02:02:00.000 --> 02:02:04.000
<v Sebastian>Jetzt einfach nochmal um hier BDSM zu nehmen und auch eben zu sagen,

02:02:04.000 --> 02:02:07.000
<v Sebastian>Sarah, du gehst aus dem Haus, hast Sex mit anderen und, und, und.

02:02:07.000 --> 02:02:11.000
<v Sebastian>Inwieweit sagst du, da muss ich jetzt Kirche Kirche sein lassen oder dass das

02:02:11.000 --> 02:02:14.000
<v Sebastian>dir sogar auch einen moralischen Rückhalt gibt? Das kann ja auch sein,

02:02:14.000 --> 02:02:15.000
<v Sebastian>dass du das anders deutest.

02:02:17.000 --> 02:02:23.000
<v Sebastian>Oder Clemens, klar, man kann es vereinen, aber die Frage ist,

02:02:23.000 --> 02:02:26.000
<v Sebastian>inwieweit es vielleicht sogar auch eine Hilfestellung darstellt.

02:02:27.000 --> 02:02:29.000
<v Clemens>Nehmen wir meinen Zehn geboten, du sollst nicht Ehe brechen.

02:02:29.000 --> 02:02:33.000
<v Clemens>Es ist halt so, dass man hat in der Ehe ein Abhängigkeitsverhältnis.

02:02:34.000 --> 02:02:38.000
<v Clemens>Wenn dieses Abhängigkeitsverhältnis da ist, dann kann es, gerade vor mehreren

02:02:38.000 --> 02:02:43.000
<v Clemens>Jahren war es ja noch so, dass wenn dann der Ehemann rausgeht und die Frau von

02:02:43.000 --> 02:02:45.000
<v Clemens>ihm abhängig ist, kann das missbraucht werden.

02:02:45.000 --> 02:02:50.000
<v Clemens>Und das ist ein Schutz dazu, dass diese Ehe bestehen bleibt,

02:02:50.000 --> 02:02:53.000
<v Clemens>dass keiner verletzt wird und das ist das Entscheidende.

02:02:53.000 --> 02:03:00.000
<v Clemens>Und da sind ja unsere Abkommen durchaus so, dass unsere Ehe an sich nicht davon

02:03:00.000 --> 02:03:03.000
<v Clemens>angetastet ist. Es ist kein Bruch.

02:03:03.000 --> 02:03:07.000
<v Sebastian>Sondern es ist ein, ja, es bereichert uns.

02:03:07.000 --> 02:03:08.000
<v Sarah>Es ist ein Add-on quasi.

02:03:08.000 --> 02:03:11.000
<v Clemens>Genau, also es ist nicht das, es macht unsere Ehe nicht kaputt,

02:03:12.000 --> 02:03:15.000
<v Clemens>sondern es kann sie bereichern, genau.

02:03:16.000 --> 02:03:19.000
<v Sebastian>Aber das heißt, ihr müsst euch schon damit auseinandersetzen und auch für euch

02:03:19.000 --> 02:03:23.000
<v Sebastian>argumentieren, weil so einfach mal so über ein, eins der zehn Gebote drüber

02:03:23.000 --> 02:03:27.000
<v Sebastian>weggehen, das wäre ja so eine Sache, wo man sagt, das muss ich jetzt vielleicht nicht unbedingt tun.

02:03:27.000 --> 02:03:30.000
<v Sebastian>Also ihr müsst euch schon Gedanken machen, wie kriege ich es zusammen?

02:03:31.000 --> 02:03:32.000
<v Clemens>Würde ich so sehen, ja.

02:03:32.000 --> 02:03:34.000
<v Sarah>Aber das hat man halt mal gemacht und dann hat man für sich so einen inneren

02:03:34.000 --> 02:03:40.000
<v Sarah>Kompass und dann hat man ja so innere Regeln, dass man halt miteinander kommuniziert,

02:03:40.000 --> 02:03:44.000
<v Sarah>dass man halt guckt, dass alle Beteiligten damit halt gut umgehen können,

02:03:44.000 --> 02:03:47.000
<v Sarah>dass keiner irgendwie jetzt da sich schlecht fühlt.

02:03:47.000 --> 02:03:50.000
<v Sarah>Also es trifft ja nicht nur uns, sondern auch die dritten Beteiligten.

02:03:51.000 --> 02:03:56.000
<v Sarah>Das ist ja auch wichtig, wenn wir zu zweit unterwegs sind und man auch klar kommunizieren muss.

02:03:56.000 --> 02:04:00.000
<v Sarah>Es kann immer passieren, dass mein Partner sagt, es ist ihm zu viel,

02:04:00.000 --> 02:04:03.000
<v Sarah>dann müssen wir das halt zurückfahren oder können uns nicht mehr treffen und

02:04:03.000 --> 02:04:04.000
<v Sarah>das muss ja auch kommuniziert werden.

02:04:05.000 --> 02:04:10.000
<v Sarah>und finde, solange das halt irgendwie da klare Regeln gibt, funktioniert das

02:04:10.000 --> 02:04:12.000
<v Sarah>ganz gut und dann muss man auch nicht jedes Mal wieder darüber nachdenken.

02:04:13.000 --> 02:04:15.000
<v Sarah>Das ist dann halt einfach eine Sache, die hat man dann halt für sich einmal

02:04:15.000 --> 02:04:18.000
<v Sarah>so festgelegt und dann kann man damit halt gut leben.

02:04:18.000 --> 02:04:21.000
<v Sebastian>Vielleicht breche ich es nochmal ganz weit runter auf dieses,

02:04:21.000 --> 02:04:25.000
<v Sebastian>wenn es mir und anderen gut tut, dann kann es nicht verkehrt sein.

02:04:25.000 --> 02:04:28.000
<v Sebastian>Ich gucke nochmal auf meinen Zettel, ich habe da fast gar nichts mehr,

02:04:29.000 --> 02:04:30.000
<v Sebastian>aber eine Sache habe ich da noch.

02:04:31.000 --> 02:04:35.000
<v Sebastian>Wenn wir jetzt mal ein bisschen in die Zukunft gucken. Ihr seid jetzt Mitte 30.

02:04:35.000 --> 02:04:40.000
<v Sebastian>Ihr habt noch eine Menge vor euch. Mich interessiert erstmal so die Überlegung,

02:04:41.000 --> 02:04:44.000
<v Sebastian>im Moment verfestigt ihr ja dieses Machtgefüge.

02:04:44.000 --> 02:04:46.000
<v Sebastian>Sarah oben, Clemens unten.

02:04:47.000 --> 02:04:52.000
<v Sebastian>Sodass das nochmal auch mittelfristig und auch für längere Zeit zurückswitcht. Seht ihr das? Ja.

02:04:53.000 --> 02:04:54.000
<v Sarah>Tendenziell eher nicht.

02:04:55.000 --> 02:05:01.000
<v Clemens>Ich auch nicht. Also es ist so, dass es unwahrscheinlich ist, aber nicht unmöglich.

02:05:01.000 --> 02:05:06.000
<v Clemens>Sagen wir mal so, wenn das Bedürfnisse aufkommen, dann kann man das auch nochmal

02:05:06.000 --> 02:05:10.000
<v Clemens>irgendwie verändern, aber ich glaube nicht, dass das sein wird erstmal.

02:05:10.000 --> 02:05:13.000
<v Sarah>Also grundsätzlich glaube ich, sind wir von der Persönlichkeit her schon so

02:05:13.000 --> 02:05:16.000
<v Sarah>eher gestrickt, dass ich eher eine dominante Persönlichkeit bin und Clemens

02:05:16.000 --> 02:05:20.000
<v Sarah>halt eher der Undominantere in dem alltäglichen Leben.

02:05:20.000 --> 02:05:24.000
<v Sarah>Also was ich mir vorstellen könnte, ist, dass wir das Machtgefälle in dem Sinne

02:05:24.000 --> 02:05:26.000
<v Sarah>wieder aufheben, dass es halt alltäglich ist.

02:05:26.000 --> 02:05:29.000
<v Sarah>Was ich mir nicht vorstellen kann, wo ich mir ziemlich sicher bin,

02:05:29.000 --> 02:05:34.000
<v Sarah>dass das umgedreht passieren wird. Also dass Clemens quasi derjenige ist, der immer oben ist.

02:05:34.000 --> 02:05:37.000
<v Sebastian>Ja, aber jetzt nehmen wir mal an. Klemens sagt hier, ich möchte das gerne umdrehen.

02:05:38.000 --> 02:05:39.000
<v Sebastian>Könntest du das überhaupt?

02:05:40.000 --> 02:05:41.000
<v Sarah>Ich würde es einfach nicht wollen.

02:05:42.000 --> 02:05:44.000
<v Clemens>Wieso sollte ich? Also, nein.

02:05:44.000 --> 02:05:50.000
<v Sebastian>Ja, deshalb spekuliere ich ja, um ein bisschen zu gucken. Du möchtest das auch nicht mehr.

02:05:50.000 --> 02:05:53.000
<v Sarah>Nein, ich möchte das nicht. Das ist nicht meine Art, meine Vorstellung davon,

02:05:53.000 --> 02:05:54.000
<v Sarah>wie ich mein Leben führen möchte.

02:05:55.000 --> 02:06:00.000
<v Sebastian>Okay. Klemens umgekehrt, wenn sie sagt, so jetzt sei mein Beherrscher für die

02:06:00.000 --> 02:06:02.000
<v Sebastian>Zukunft. Wir ändern das.

02:06:02.000 --> 02:06:06.000
<v Clemens>Könnte ich mir vorstellen, brauche ich aber definitiv eine Eingewöhnungsphase.

02:06:06.000 --> 02:06:09.000
<v Sebastian>Okay, also miteinander hat es sich bei euch definitiv ausgeswitcht?

02:06:10.000 --> 02:06:15.000
<v Clemens>Joa. Also höchstens so als Service, dass ich dich Service toppe, aber sonst...

02:06:15.000 --> 02:06:18.000
<v Sarah>Na, zumindestens, was das prinzipielle Machtgefälle angeht.

02:06:18.000 --> 02:06:22.000
<v Sarah>So, dass sich das halt irgendwann aufhebt und man sagt, so in Sessions switcht

02:06:22.000 --> 02:06:25.000
<v Sarah>man wieder komplett. Das ist durchaus im Rahmen des Möglichen.

02:06:26.000 --> 02:06:30.000
<v Clemens>Das ist dann aber so, dass ich dann halt den Kopf angeschaltet lasse und dann

02:06:30.000 --> 02:06:35.000
<v Clemens>gucke, was habe ich als Aufgabe und werde diese dann so gut ich kann übernehmen.

02:06:35.000 --> 02:06:38.000
<v Sarah>Ja wobei es dann ein Unterschied ist ob ich dir praktisch einen Zettel gebe

02:06:38.000 --> 02:06:44.000
<v Sarah>die Sachen will ich heute haben oder ob es heißt okay du spielst oben und das

02:06:44.000 --> 02:06:45.000
<v Sarah>sind alle Möglichkeiten die

02:06:45.000 --> 02:06:48.000
<v Sarah>ich so prinzipiell gut finde und du arrangierst das worauf du Lust hast,

02:06:49.000 --> 02:06:52.000
<v Sarah>Im Rahmen meiner Limits, die ich dir vorgebe, ist das schon ein Unterschied?

02:06:52.000 --> 02:06:53.000
<v Clemens>Nee, würde ich nicht wollen.

02:06:55.000 --> 02:07:00.000
<v Sebastian>Okay, das ist also abschließend geklärt, dieser Punkt. Ja, aber sonst in Zukunft,

02:07:00.000 --> 02:07:01.000
<v Sebastian>was könnte da noch kommen?

02:07:01.000 --> 02:07:06.000
<v Sebastian>Wo sagt ihr, ah, das möchten wir, das ist jetzt vielleicht wegen Corona aufgeschoben,

02:07:06.000 --> 02:07:11.000
<v Sebastian>also mehr Partys, Stammtische oder, ich weiß nicht, wenn die Kinder aus dem

02:07:11.000 --> 02:07:14.000
<v Sebastian>Haus sind, vielleicht holt ihr euch nochmal ein, zwei Menschen mit ins Haus,

02:07:14.000 --> 02:07:15.000
<v Sebastian>mit denen ihr leben wollt.

02:07:15.000 --> 02:07:18.000
<v Sebastian>Also gibt es da irgendwelche Dinge, wo ihr sagt, ach, das sind interessante Sachen?

02:07:18.000 --> 02:07:24.000
<v Clemens>Ich glaube, ich würde da noch weiter das verfolgen wollen, dass wir das Gefälle

02:07:24.000 --> 02:07:27.000
<v Clemens>verstärken und auch in den Alltag mit einbinden.

02:07:28.000 --> 02:07:30.000
<v Clemens>Weil ich fühle mich da sauwohl.

02:07:31.000 --> 02:07:35.000
<v Clemens>Und ja, das wäre schon... Es sind ja halt sehr lange Prozesse.

02:07:35.000 --> 02:07:40.000
<v Clemens>Was wir hier erzählt haben, sind ja Dinge, die sind in den letzten 16 Jahren entstanden.

02:07:40.000 --> 02:07:46.000
<v Clemens>Teilweise haben die ja Monate gebraucht, Bedenkfristen oder es hat sich entwickelt.

02:07:46.000 --> 02:07:51.000
<v Clemens>und kleine Stückchen, winzige Schritte, die da entstanden sind und immer ein Stückchen weiter.

02:07:52.000 --> 02:07:55.000
<v Clemens>Und das kann auch so weitergehen. Und das wird wahrscheinlich auch noch Jahre

02:07:55.000 --> 02:07:58.000
<v Clemens>dauern, bis es sich da weiterentwickelt und sich auch ändert.

02:07:58.000 --> 02:08:04.000
<v Clemens>Und ich glaube, jeder, der eine BDSM-Beziehung führt, hat auch das,

02:08:04.000 --> 02:08:09.000
<v Clemens>dass sich da was ändert und weiterentwickelt oder sich ändert.

02:08:09.000 --> 02:08:11.000
<v Clemens>Und dass es völlig normal ist und auch völlig okay ist.

02:08:11.000 --> 02:08:15.000
<v Sebastian>Ich glaube, du fühlst dich auch einfach gut eingepackt. und Sarah,

02:08:15.000 --> 02:08:19.000
<v Sebastian>wenn du dann den Ton angehen kannst und sagen kannst, das passiert jetzt so und so und so,

02:08:19.000 --> 02:08:23.000
<v Sebastian>das ist ja für dich auch ein Stück Freiheit an der Stelle und genauso,

02:08:23.000 --> 02:08:27.000
<v Sebastian>Clemens, für dich auch, es ist eine Freiheit, nicht Entscheidungen treffen zu müssen,

02:08:27.000 --> 02:08:30.000
<v Sebastian>gut, in einem Boot sitzt ihr trotzdem und miteinander untergehen könnt ihr auch,

02:08:31.000 --> 02:08:33.000
<v Sebastian>okay, also ich bin da tatsächlich sehr gespannt,

02:08:34.000 --> 02:08:39.000
<v Sebastian>wie weit ihr das noch steigern wollt und auch könnt bis ihr so an einem Punkt

02:08:39.000 --> 02:08:42.000
<v Sebastian>stoßt, wo ihr sagt okay, jetzt entweder ist einfach das Leben zu Ende weil ihr

02:08:42.000 --> 02:08:44.000
<v Sebastian>jetzt dann einfach 100 seid,

02:08:45.000 --> 02:08:48.000
<v Sebastian>und dann wird es vielleicht ein bisschen schwieriger oder ob euch vorher da

02:08:48.000 --> 02:08:51.000
<v Sebastian>ein bisschen die, ja die Ideen werden euch wahrscheinlich nicht ausgehen,

02:08:51.000 --> 02:08:56.000
<v Sebastian>also Clemens, dir sowieso nicht und sagen, du kannst dich ja verlassen auf deinen Tippgeber.

02:08:56.000 --> 02:08:59.000
<v Sebastian>Vielleicht doch mal eine gemeine Sache zum Schluss. Gibt es sowas,

02:08:59.000 --> 02:09:05.000
<v Sebastian>wo er sagt, das wage ich noch nicht zu träumen, aber das ist so ein ganz langfristig,

02:09:05.000 --> 02:09:07.000
<v Sebastian>da könnte man ja mal hingehen.

02:09:07.000 --> 02:09:12.000
<v Clemens>Nee, also das sind, die Dinge kommen ja, manche Sachen, die haue ich auf den

02:09:12.000 --> 02:09:17.000
<v Clemens>Tisch und die bleiben dann halt auch mal vier Jahre liegen, bevor sie dann wieder hochkommen.

02:09:18.000 --> 02:09:23.000
<v Clemens>Also das ist so, wenn ich was habe, dann lege ich es drauf und ja,

02:09:23.000 --> 02:09:27.000
<v Clemens>das wird dann manchmal für eine längere Zeit geparkt, bis es dann irgendwann mal wieder hochkommt.

02:09:27.000 --> 02:09:31.000
<v Clemens>Aber was ich im Kopf habe, das kriegt sie präsentiert.

02:09:32.000 --> 02:09:34.000
<v Sebastian>Also ich frage das, weil das ist wirklich nochmal so ein Zeichen,

02:09:34.000 --> 02:09:36.000
<v Sebastian>diese Transparenz zwischen euch beiden.

02:09:37.000 --> 02:09:41.000
<v Sebastian>Also eure Gedanken liegen euch gegenseitig einfach komplett offen.

02:09:41.000 --> 02:09:43.000
<v Sebastian>Und ich glaube, das gibt euch auch die Freiheit und die Sicherheit,

02:09:43.000 --> 02:09:45.000
<v Sebastian>einfach unvernünftig zu sein.

02:09:47.000 --> 02:09:51.000
<v Sebastian>So, ich habe noch den allerletzten Punkt auf meinem Zettel, ist,

02:09:51.000 --> 02:09:54.000
<v Sebastian>wenn man mit euch jetzt irgendwie sprechen möchte oder Fragen an euch hat oder

02:09:54.000 --> 02:09:59.000
<v Sebastian>euch Feedback geben möchte, ihr seid für mein Publikum erreichbar?

02:09:59.000 --> 02:10:04.000
<v Sarah>Ja, sind wir. Also einmal bei den Joy unter 2-Klang und wir haben auch eine

02:10:04.000 --> 02:10:09.000
<v Sarah>E-Mail-Adresse eingerichtet als Alias, die kannst du dann einfach mit verlinken

02:10:09.000 --> 02:10:11.000
<v Sarah>und dann für die Menschen, die nicht im Joy sind.

02:10:11.000 --> 02:10:14.000
<v Sebastian>Genau, die packe ich schön in die Show-Note zusammen mit den ganzen Bildern,

02:10:14.000 --> 02:10:17.000
<v Sebastian>die ich hier habe und dann gucke ich mal, ob ich hier den, ich nenne es jetzt

02:10:17.000 --> 02:10:20.000
<v Sebastian>mal Glibber, ich mag den Markennamen, einmal habe ich ihn genannt, das hat gereicht.

02:10:21.000 --> 02:10:23.000
<v Sebastian>Wenn ich ihn angerührt habe, packe ich da vielleicht auch nochmal ein Bild dazu.

02:10:24.000 --> 02:10:26.000
<v Sebastian>Lass mal gucken, was wir damit machen.

02:10:28.000 --> 02:10:35.000
<v Sebastian>Boah, also thematisch unfassbare Bandbreite eigentlich, also ich gucke mal auf die Uhr und die sagt,

02:10:35.000 --> 02:10:38.000
<v Sebastian>das hat eigentlich lange nicht gereicht, um da wirklich richtig in die Tiefe

02:10:38.000 --> 02:10:42.000
<v Sebastian>reinzugehen, wir haben jetzt ganz viele Themen angeschnitten ich finde das spannend,

02:10:42.000 --> 02:10:49.000
<v Sebastian>weil ich merke dieses Gefühl ihr fühlt euch beieinander einfach angekommen ja, du nickst einfach nur,

02:10:50.000 --> 02:10:56.000
<v Sebastian>und ich glaube ihr seht ihr werdet wenig Grenzen finden Solange ihr da beieinander steht,

02:10:57.000 --> 02:11:00.000
<v Sebastian>könnt ihr einfach noch in ganz weite Höhen und ich würde mich freuen,

02:11:00.000 --> 02:11:02.000
<v Sebastian>irgendwann zu erfahren, wo ihr denn hinkommt.

02:11:03.000 --> 02:11:06.000
<v Sebastian>In den Olymp. Ach nee, das ist ja das falsche Darum. Verdammt.

02:11:08.000 --> 02:11:09.000
<v Clemens>Anderer Verein.

02:11:10.000 --> 02:11:13.000
<v Sebastian>Okay, aber wenn ihr nichts mehr habt, dann kann ich mich von euch schon verabschieden.

02:11:13.000 --> 02:11:13.000
<v Clemens>Ja.

02:11:14.000 --> 02:11:16.000
<v Sebastian>Also wir werden hier heute noch was lecker essen und mal gucken,

02:11:16.000 --> 02:11:18.000
<v Sebastian>ob wir die eine oder andere Flasche irgendwas aufmachen.

02:11:18.000 --> 02:11:22.000
<v Sebastian>Ich kann nur sagen, vielen, vielen Dank, dass ihr da seid und ja,

02:11:22.000 --> 02:11:25.000
<v Sebastian>Updates gibt es dann früher oder später garantiert auch noch vielen Dank.

02:11:25.000 --> 02:11:27.000
<v Clemens>Danke für deine Gastfreundschaft.

02:11:27.000 --> 02:11:28.000
<v Sarah>Es war uns eine Freude.

02:11:28.000 --> 02:11:29.000
<v Sebastian>Sehr gerne. Macht's gut. Tschüss.

02:11:30.000 --> 02:11:30.000
<v Sarah>Tschüss.

