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Sebastian
Hallo und guten Abend zur Kunst der Unvernunft live am 28.01.2021
und das ist die Live-Folge Nummer 51.
Hallo und herzlich willkommen in dystopischen Zeiten immer noch. Die Friseure
haben immer noch zu und ja, was machen wir jetzt? Jetzt machen wir einfach mal
neue Dinge und ich begrüße ganz herzlich den Chat, die Menschen, die hier heute
vielleicht anrufen möchten. Und ich habe jetzt schon mitgebracht die liebe Tanja
Russ. Hallo.
Tanja Russ
Guten Abend, Sebastian. Guten Abend, lieber Chat.
Sebastian
Ja, das machen wir heute mal ganz anders. Also du bist jetzt schon hier und du
bleibst auch bis zum Schluss. Wir werden nicht auflegen zwischendurch.
Und du liest ein bisschen für uns.
Tanja Russ
Ja, ich gebe mir Mühe. Ich hoffe, ich kriege das hin und bin nicht so nervös.
Sebastian
Stopp, stopp, stopp, stopp, stopp. Von mir aus der Postproduktion nochmal ein
ganz kleiner, schneller Hinweis. Diese Folge wird richtig gut, wenn ihr euch
vorher ein Musikstück besorgt auf dem einen oder anderen Weg. Und zwar Bolero
von Ravel. Und das könnt ihr dann in dem zweiten Teil der Lesung an der
passenden Stelle, ihr werdet diese Stelle erkennen, einfach anmachen, im
Hintergrund laufen lassen und dann wird das richtig gut. Könnt ihr ruhig auf
Schleife laufen lassen, aber das passt richtig schön. Also besorgt euch das,
genießt das ein bisschen und habt einfach Spaß. Und jetzt wieder zurück in die
Folge. Ach,
das wird schon, ganz ehrlich. Also ich habe das ja schon mal versucht, von dir
was einzulesen und das war ja ehrlich gesagt, das ging über meine Kapazitäten
drüber hinaus. Ich war sehr unglücklich damit, aber diesmal machst du das
einfach selber. Dann ist das gut.
Tanja Russ
Also ich fand das gar nicht mal so schlecht, was du gemacht hast.
Sebastian
Gut,
dankeschön, das ist ganz lieb, aber ich bin ja immer komisch, also ich selber,
quatschen kann ich ja inzwischen mit dem Mikro, aber lesen, naja, ja und
ich erkläre mal kurz den Menschen, was sie erwartet, also erstmal, das hier ist
ein BDSM-Podcast, das heißt, das, was du liest, ist BDSM-ig angehaucht, sage ich
mal, mindestens. Bestens. Und wenn hier Menschen später anrufen wollen, wir
lesen erstmal ein bisschen, dann bist du auch mit dabei. Das heißt, die Menschen
können auch mit dir direkt sprechen. Das ist möglich.
Tanja Russ
Ja, wenn das jemand möchte.
Sebastian
Ich bin mir sicher. Und wenn nicht, ganz ehrlich, dann trauen sie sich nicht,
weil dann habe ich hier zu große Prominenz. Das ist dann eben auch so. so.
Ich habe von ihr ein Paket bekommen. Da drin ist das Buch. Ich könnte also
notfalls, wenn die Verbindung wegfliegt, auch lesen. Werde ich aber nicht tun.
Und dann habe ich gesagt, ich wollte schon beinahe bei mir ins Regal stellen.
Und dann habe ich nochmal aufgeklappt und gedacht, ach verdammt, da ist ja vorne
eine Widmung drin. Die ist aber nicht für mich. Die ist für den Menschen, der
heute die Schätzfrage beantworten kann. Und dann gibt es nicht nur einen
Kochlöffel, sondern eben auch dieses schöne Buch, Ich seh dich, von genau dir.
Das kann man heute abstauben und gewinnen. Jo.
Tanja Russ
Ja, viel Glück schon mal vorab.
Sebastian
Ja, Ja, ach, das wird schon irgendwie klappen. Wir müssen mal gucken, dass nicht
zu viele Menschen dann eine Punktlandung bei der Schätzfrage machen. Das ist
immer so meine größte Angst, dass man fünf Leute hat und dann, naja. Ach, das
wird alles schon ganz gut werden.
Gut, was mag ich noch sagen? Ich muss noch eine Sache berichten, weil ich nichts
zu zeigen habe. Heute kamen drei Kartons mit Kaffeebechern. Ich habe wieder
welche.
Ich habe aber noch keine Fotos gemacht.
Ja, also ich, ja,
Tanja Russ
Aber was holst du noch nach, oder? Die Fotos, die wollen wir sehen.
Sebastian
ich musste jetzt irgendwie in der letzten halben Stunde noch hier schnell einen
Sendeplan für den Abend schreiben. und dann sahen die Fotos so blöd aus und dann
dachte ich, komm, dann machst du das nächstes Mal. Also sie sind wieder da, es
wird Möglichkeiten geben, aber das besprechen wir alles nächste Woche. Ja,
Tanja, würde ich sagen, also ich habe hier ganz viel Kram auf meinem Zettel, ich
versuche das irgendwie unterzuschummeln zwischendurch,
aber jetzt kommen wir da erstmal so ein bisschen zu dir. Der ein oder andere
Mensch kennt dich schon, aber wenn du magst, können wir dich erstmal ein
bisschen vorstellen.
Tanja Russ
ja fragt mich was jawohl
Sebastian
Okay, also ich unterstelle schon mal den Namen Tanja Russ, Autorin, schreibt
BDSM Liebesromane.
Du bist selber auch BDSMerin. Das
Tanja Russ
richtig ich bin so ja schon schon ganz lange also ich habe
das das habe ich doch auch schon mal erzählt ich habe das in meiner kindheit
also in meiner pubertät schon gemerkt dass ich devot bin und
lebe das inzwischen und fühle mich damit sehr wohl ja
Sebastian
Leben tust du seit wann? Okay,
Tanja Russ
Ja, das ist eine gute Frage. Also ich habe es ausgelebt so mit
Mitte 20, so zehn Jahre lang ungefähr, dann ganz
lange nicht mehr und dann wieder. Also jetzt, ich sag mal so seit
fünf Jahren ungefähr wieder. Vier Jahre, fünf Jahre sowas, ja.
Sebastian
also mittendrin.
Die eine Sache mag ich jetzt noch wissen.
Tanja Russ
Ja,
Sebastian
Wann hast du angefangen, da Bücher zu schreiben? Ist ja auch nicht das erste
jetzt.
Und warum eigentlich? Eigentlich.
Tanja Russ
das erste waren die Brombeerfesseln 2016.
Zu dem Zeitpunkt, also es gab zwei Gründe. Erstmal habe ich zu dem Zeitpunkt
meine Neigungen gerade nicht so sehr ausgelebt. Und irgendwo
war aber diese Sehnsucht da.
Und ja, dann habe ich gedacht, ich fange einfach an zu schreiben. Das war das
eine, der eine Grund, warum ich das gemacht habe. Und ich habe zu dem Zeitpunkt
eben auch sehr viel gelesen, auch BDSM-Romane und hatte
das Problem, dass es damals zumindest, heute ist das anders, aber damals
zumindest gab es keine Romane, die mich so richtig angesprochen haben,
also meine Mischung. Also es gab entweder dieses ganz Seichte, wo also quasi dem
Leser die Schlafzimmertür vor der Nase zugeschlagen wird und der Autor nur
sagt, was weiß ich, die beiden gehen ins Schlafzimmer und kommen am nächsten
Morgen mit glücklichen Gesichtern wieder raus oder so. Und dann kann der Leser
sich selber überlegen, was da jetzt wohl so passiert ist. Das war mir persönlich
halt zu seicht. Und dann gab es diese ganz harten Sachen, so
ohne Sinn und Verstand und Gefühl, die waren mir persönlich dann wiederum zu
hart. Und dann habe ich damals gedacht, es muss doch irgendwie eine Mischung
geben, die mich anspricht. Und dann habe ich gedacht, ich versuche es einfach
mal selber, das so zu schreiben. Und vielleicht gibt es ja Leute, die das auch
mögen. Und so habe ich angefangen.
Sebastian
Ja und offenbar gibt es die, weil das ist ja das dritte Buch jetzt schon, soweit
ich das weiß.
Tanja Russ
Ja, genau.
Sebastian
Jetzt habe ich hier gleich eine Rückfrage aus dem Chat, ob die Bücher consensual
sind und das ist ein gutes Thema. Thema.
Ich glaube, das ziehen wir jetzt nochmal vor. Ich hatte eigentlich vor, das
irgendwann am Ende mit einzubauen heute.
Denn ich habe auch heute so ein bisschen Hörerinnen-Feedback bekommen und da ging
es so ein bisschen darum, ja, das ist aber für Anfänger, wenn die sich das
abgucken, das ist ja möglicherweise alles gar nicht so richtig Konsens und so
und das erklärt BDSM ja auch nicht so hundertprozentig. und dann habe ich da
drüber nachgedacht und dachte, hm, ist ja auch ein Roman also ist ja jetzt kein
Sachbuch auch das
Tanja Russ
Eben, also ich habe nicht den Anspruch, jemandem BDSM zu erklären.
Und meine BDSM oder meine Vorstellung von BDSM, also es gibt ja ganz
unterschiedliche Vorstellungen von BDSM. Und ich denke, es ist immer gut, wenn
sich zwei finden, die die gleiche Vorstellung haben. Also ich bin nicht so total
knallhart drauf. Das spiegelt sich auch nicht in meinen Büchern. Ich bin da
immer sehr auf Konsens und sehr auf
miteinander reden bedacht, sehr auf vorsichtig aufeinander eingehen.
Und das mag dem einen oder anderen auch zu seicht sein. Ich bin auch sehr
DS-lastig, hat mir neulich erstmal wieder jemand gesagt. Ja, ist so.
Sebastian
ist in Ordnung
ja, das ist immer so die Frage der Mischung, also ich habe dann auch mal
überlegt welche Bücher habe ich im Schrank und sind die denn irgendwie
realistisch und dann fiel mir die Geschichte der O ein Nope, aber das was der
Marquis geschrieben hat, Nope und auch die Fifty Shades, sorry, kann ich auch
keinen Haken dran machen
Tanja Russ
nein.
Sebastian
Also da muss man einfach ganz klar sagen, wenn jetzt jemand zum ersten Mal heute
hier zuhört oder diese Folge als erste rauszieht und sagt, oh, ich will wissen,
was BDSM ist, vielleicht irgendeine andere Folge nehmen.
Tanja Russ
Ja,
Sebastian
Heute machen wir was für Fortgeschrittene.
Tanja Russ
also, wie gesagt, ich schreibe BDSM-Liebesromane, keine
tierisch harten Pornos oder so, da wird auch nicht drauf gekloppt wie auf sonst
noch was, wobei natürlich wird gekloppt, ganz klar, aber eben immer mit
Bedacht und Vorsicht.
Und trotzdem kann es auch mal blaue Flecke geben.
Sebastian
handelt dann handeln sie nicht von mir offenbar, wenn es mit Bedacht und
Vorsicht ist ja,
Tanja Russ
So ist es nicht.
Das müssen wir jetzt das Podcastsubbie fragen.
Sebastian
kann ja leider nicht sprechen, sowas blödes aber auch, naja
Tanja Russ
Ich
Sebastian
okay jetzt einen nehme ich noch mit hier, nämlich also wir haben ja hier den
Chat und ich werde das versuchen mal einzustreuen, außer während du liest dann
werde ich hier aus dem Chat gar nicht, das werde ich mir eventuell ein bisschen
notieren, aber das müssen wir dann so ein bisschen in die Pausen einbauen, denn
während du liest Möchte ich ein bisschen entspannen. Ich habe sogar heute die
einmalige Chance, mal eine Pipi-Pause im Notfall zu machen. Entschuldigung, aber
es würde gehen.
Tanja Russ
nicht.
Sebastian
Technisch ist es möglich und ich kann verdammt schnell flitzen.
Von Alrik noch die Frage, ob ich Fifty Shades of Grey selbst gekauft habe. Da
muss ich sagen, ja. Teil 1, ja. Und dann habe ich lesen lassen
und mir eine Zusammenfassung geben lassen. Dann habe ich selber nochmal versucht
und aufgegeben. So viel zu anderen Werken.
Tanja Russ
damit haben wir das Buch, das nicht genannt werden soll, wieder genannt.
Sebastian
Wir haben es genannt, aber das macht überhaupt nichts.
Tanja Russ
Nein, das ist auch okay.
Sebastian
Ich weiß gar nicht genau, welche Teile du rausgesucht hast.
Ich weiß nur, dass ich hier für einen Spezialeffekt einen bestimmten Satz
abpassen muss.
Tanja Russ
Der kommt aber erst im zweiten Teil. Also im ersten Teil kannst du dich ganz
entspannt zurücklehnen.
Sebastian
klar. Also ja, das ist ja dann immer, da bist du dann so, gleich, gleich,
gleich. Ah, jetzt ist es soweit. Achso, ich muss dann ja was tun, ne? Ja, das
wird schon.
Jetzt habe ich ja hier das Buch, ich sehe dich, ich habe es ja vor mir und da
sehe ich so einen Typen mit einem Fernglas und ja, der sieht dann eine Frau mit
Handschellen hinter dem Rücken.
Vielleicht, ich weiß nicht, wie du dir das überlegt hast, wie du einsteigen
magst, ob du erstmal lesen magst oder ob wir ein bisschen was Grundsätzliches
beschreiben. Ja,
Tanja Russ
Ja, wir können ruhig ein bisschen Grundsätzliches beschreiben, weil ich fange ja
irgendwo an irgendeiner Stelle an, nicht am Anfang des Buches. Im ersten
Drittel, klar, aber eben nicht ganz am Anfang und dann ist es vielleicht gut,
wenn die Hörer vorher schon mal ein bisschen wissen, worum es geht.
Sebastian
dann, ach verdammt, eine Rückfrage vom Podcastsubbie selbst, die muss ich
natürlich, die hat Priorität, ob du denn das Buch, das nicht genannt werden
darf, auch gelesen hast.
Tanja Russ
Jawohl, alle drei Teile.
Sebastian
Ja, möchtest du dazu eine Meinung haben?
Tanja Russ
also nein, also ich fand es
sogar gut als Story, aber nicht als BDSM-Roman,
sage ich mal so.
Sebastian
einfach nein sagen.
Tanja Russ
Und also man kann da ganz viel drüber sagen, auch ganz viel Schlechtes
drüber sagen, aber andererseits, es hat in der breiten
Bevölkerung irgendwo dazu geführt, dass Notiz von uns genommen
wird, was ich jetzt gar nicht mal so schlecht finde.
Und es hat auch so ein bisschen Fantasien geweckt.
Und ich meine, selbst wenn die brave Hausfrau sich
schon verrucht vorkommt, wenn sie nur irgendwie die Augen verbunden hat oder so,
das ist ja egal, wenn es Spaß macht, ist es doch super.
Und wenn die Leute ein bisschen freier sind in ihrer Sexualität, dann finde ich
das toll. Wenn Fifty Shades of Grey das gebracht hat, dann hat es seine
Berechtigung, finde ich. Naja,
Sebastian
ich muss da auch nochmal das, was ich vor einem halben Jahr hier in der Sendung
beigebracht bekommen habe, wiederholen. Ja, wir als BDSMer empfinden das als
toxisch und ganz schwierig und das bildet nicht alles ab. Da ist die Frage,
welcher Film würde das abbilden oder welches Buch? Erster Punkt. Und der zweite
Punkt ist eben dann doch, die Menschen, die es adressiert, also Menschen, die
nichts mit BDSM zu tun haben, die nehmen diese toxischen Aspekte ja gar nicht
wahr. Und deshalb, das muss man mal auch so sehen.
Tanja Russ
eben. Naja,
Sebastian
Ich glaube, der erste Film, der uns alle zufriedenstellen wird, der darf dann
wieder nicht gezeigt werden. Ich weiß es nicht.
Tanja Russ
wahrscheinlich. Also, wie gesagt, das Buch hat auch seine ganz schwierigen
Aspekte, allein einfach deswegen, weil die Autorin gar nicht weiß, wovon sie
redet. Also, ich habe mal von der Lydia Benecke einen
Vortrag gehört, da ging es um Sadisten, Und zwar einmal um die
fiesen Sadisten, so Serienmörder und so, und um die
netten Sadisten, sag ich mal, also mit BDSM-Kontext. Und die hat
den Standpunkt vertreten, dass dieser Christian Grey eigentlich eher zu den
bösen Sadisten gehört. Also der hat eher was in seiner Psyche, so wie sie den
dargestellt hat, von einem Serienmörder.
Und also so wie sie das begründet hat, konnte ich das auch gut nachvollziehen.
Und von daher, ja, das hat wahrscheinlich die Autorin nicht gewollt.
Aber ja, wenn man halt von Dingen redet, von denen man keine Ahnung hat, dann
ist das manchmal etwas schwierig.
Sebastian
Zu Lydia mag ich sagen, ich kenne auch diesen Vortrag, ich war auch mal da.
Kleine Anekdote, ihr hat offenbar niemand gesagt, dass eine Gruppe von BDSMern
das organisiert hat, dass sie nach Hannover kommt. Und so versuchte sie also für
BDSM zu werben, wenn zwei Drittel des Saals voll ist mit eben jenen Leuten.
Ich gebe zu, ich fand das ein bisschen langweilig, als es ja dann irgendwie in
der Pause jemand gesagt hatte, wurde es dann auch wesentlich besser.
Also es war schon echt so, oh.
Das ist echt fies. Also das ist mangelnde Kommunikation.
Okay, dann, pass auf, ich überlasse dir mal ein bisschen das Feld und erkläre
uns doch mal, um wen und was es überhaupt geht.
Tanja Russ
vielleicht erstmal, ich hatte, bevor ich mit dem Buch angefangen habe, habe ich
mir überlegt, ich möchte auch mal einen Dom darstellen, der eben nicht
nur dieser harte, knallharte Typ ist, der irgendwie einen Hubschrauber zu
seiner Verfügung hat. und alles
tanzt nach seiner Pfeife und solche
Geschichten, sondern einfach einen normalen Menschen,
der also auch mal Mist macht, der Probleme
hat mit sich und mit Fehlern, die er vielleicht in seinem Leben gemacht hat und
trotzdem dominant sein kann.
Sebastian
Also ein ganz normaler Typ halt.
Tanja Russ
Und ein ganz normaler Typ halt, genau. und
das habe ich versucht also ich kann nicht alles komplett
erzählen aus dem buch weil dann würde jemand das lesen will ganz bestimmte
sachen die sollen überraschung sein für den das lesen will aber ich kann auch
ganz viel davon erzählen so ist nicht also der protagonist der julien
ist ist also ein erfahrener BDSMler, hat auch
sich mächtig ausgelebt, hat dann einen Fehler gemacht, nicht
im BDSM, in einem anderen Teil seines Lebens,
bei dem ein guter Freund zu Schaden gekommen ist, ich drücke es mal so aus, und
hat sich mit seinen Schuldgefühlen dann komplett von der Welt zurückgezogen.
Ist also dann auch aus seinem Heimatdorf nach Köln gezogen, wo ihn
niemand kennt.
Und ja, also kommt kaum aus seiner Wohnung raus, weil er eben mit Menschen
nichts zu tun haben will. Und hat aber gegenüber diese Nachbarin, die also
auch BDSMlerin ist und die er mit einem Fernglas beobachtet.
Also ein Spanner, was ja nicht so nett ist eigentlich.
Sebastian
Das ist mal so, woher weiß er denn, dass sie BDSMerin ist?
Tanja Russ
Und er beobachtet sie.
Sebastian
Okay, also er sieht das auch.
Tanja Russ
Und er sieht das, ja.
Sebastian
Mhm,
Tanja Russ
Und er beobachtet sie also schon eine ganze Weile, zwei Jahre lang. Und
irgendwann findet er ihr Profil in einem BDSM-Forum.
Das ist das BDSM-Web, so habe ich das genannt.
Ja, und da gelingt es ihm also, Kontakt zu ihr aufzubauen. Und die
beiden fangen also an, sich zu schreiben.
Sie hat gerade eine ziemlich fiese Beziehung zu einem Dom
hinter sich, der irgendwie nichts für sie war.
und ist jetzt gerade so in dieser Phase, sie hat diesen Dom rausgeschmissen und
sucht jetzt so ein bisschen, ja, so ein bisschen Trost, so ein bisschen jemanden
zum Reden. Und da ist halt so jemand im Chat, den man eigentlich gar nicht
kennt, eine ganz gute Adresse.
Sebastian
okay.
Also ich mag vielleicht mal zu ihr, gibt es da vielleicht noch ein, zwei Sätze?
Das klingt ja jetzt schon mal sehr emanzipiert.
Tanja Russ
Ja, also ich habe Wert darauf gelegt, dass er derjenige ist, der die Probleme
hat in diesem Buch und eben nicht sie also sie ist recht selbstbewusst
trotzdem in der lage sich zu unterwerfen und eben
auch devot aber eben im alltag eine recht selbstbewusste frau die sich bewusst
unterwirft und bewusst hingibt und nicht irgendwie weil sie es muss weil sie
sich nicht traut irgendwie was zu sagen oder so sondern ja
weil es einfach genießt und das ein teil ihrer
sexualität ist ich
Sebastian
Okay.
Ich überlege jetzt gerade, wie weit ich da noch frage, um dir noch was zu
entlocken. Wann ist denn so der Punkt, wo du sagst, jetzt könnte ich was lesen
und es funktioniert und man weiß genug oder fehlen noch wichtige Basisinfos?
Tanja Russ
glaube also zu seinem beruf vielleicht noch er ist er baut er
also er arbeitet mit Leder, stellt BDSM-Toys her, also Gerten, Flogger
und alles mögliche und hat also auch sich namen gemacht
mit diesem job also man Man kennt ihn in der BDSM-Szene.
Ja, und also ich hoffe, liebe
Hörer, ihr erwartet jetzt nicht den ganz knallharten Porn von mir. Ich habe
tatsächlich die erste Textpassage, die ich rausgesucht habe, da ist also
gar nicht viel mit Sex drin, keine großen Sessions.
Das ist also eine Passage, wo die beiden sich gerade kennengelernt haben und sie
ihm also erzählt hat von ihrer gescheiterten BDSM-Beziehung, die sie da hatte.
Und er jetzt quasi darauf antwortet, nachdem die sich vorher so zwei, dreimal
hin und her geschrieben haben.
Hoppla.
Sebastian
Oh, jetzt ist das Mikrofon ein bisschen...
Tanja Russ
Entschuldigung.
Sebastian
Alles wird gut.
Tanja Russ
Ist jetzt wieder richtig? Ich bin da gerade gegengestoßen.
Sebastian
Du klingst gut, nur bitte nicht gegenkommen, dann ist alles fein.
Tanja Russ
Sorry. okay
ich gebe mir mühe okay
Sebastian
Ja, das ist so, jede Zeile, die du liest, das ist ja quasi hier kostenlos, also
du zahlst nichts dafür, hier zu sein, ich aber auch dafür nicht, dass du hier
Content aus dem Buch rausgibst.
Vielleicht mag ich noch sagen, also wir haben das irgendwie bei Twitter ganz
komisch ausgehandelt, so, ach, du könntest ja mal wieder was lesen, ja, machen
wir, ist okay. okay, also so sind wir jetzt wieder zusammengekommen. Und pass
auf, ich überlasse dir jetzt einfach mal die Bühne.
Und ja, wenn du magst, leg einfach los.
Tanja Russ
ich
Sebastian
Ich bin gespannt. Ich habe ja selber nicht gelesen, zu meiner Schande. Ich hätte
das vielleicht als Vorbereitung tun sollen.
Deshalb bin ich genauso gespannt wie alle anderen auch. Und wir haben die Zeit.
Also Zeit ist genug da. Wenn sie alle weg sind, sage ich dir Bescheid. Aber
bisher haben wir ganz viele Hörer, die jetzt zuhören. Und die möchte ich jetzt
eigentlich gar nicht länger warten lassen.
Tanja Russ
alles klar ich bin ein bisschen nervös muss ich gestehen aber ich fange einfach
mal an
nachdenklich schaute julien aus dem fenster führung brauchst du
das war der grund warum du den kerl in dein leben gelassen hast er
betrachtete Sarahs Profilfoto Bilder tauchten vor seinem geistigen Auge auf
nicht nur aus den beiden sessions mit dem mistkerl auch auch schöne, erotische
BDSM-Szenen, deren heimlicher Augenzeuge er im Laufe der letzten zwei Jahre
geworden war.
Seine Fantasie beamte ihn in ihr Einraum-Apartment.
Im Vierfüßlerstand sah er sie auf ihrem Bett knien, bebend vor
Anspannung, weil sie auf seine nächste Aktion wartete.
Sein Kopfkino erschien ihm so real, dass er beinahe ihre Nässe auf seinem
Schwanz spüren konnte.
Fast schon konnte er das Klatschen seiner Hand auf ihrem Arsch hören.
Er streichelte ihren roten Hintern.
Ihr Fleisch fühlte sich heiß von seinen Schlägen an. Ein Handabdruck malte sich
auf ihrer Backe ab.
Eine Vorstellung, die ihn in den Wahnsinn trieb.
Meins, sie gehört mir.
Auf der Straße hupte ein Auto laut und das Traumbild verpuffte.
Julian schüttelte den Kopf über sich selbst. Da öffnete sie sich, teilte ihm
mit, was sie bewegte, und er hatte nichts Besseres zu tun, als in wilde
Fantasien abzutauchen.
Er zuckte die Schultern, schaute erneut auf den Monitor und las ihre Mail noch
mal.
Hm, sie ist frei und sehnt sich nach Führung, überlegte er.
Ich kann ihr ein Freund sein, aber womöglich geht noch etwas mehr als nur das.
Er strich sich übers Kinn.
Vielleicht kann ich erreichen, dass sie meinem Willen folgt und ihr dabei
zuschauen, wie sie meine Befehle ausführt.
In seinen Träumen zog er gemeinsam mit ihr durch Bars und genoss das Kölner
Nachtleben.
Es wäre so schön, sie lachen und tanzen zu sehen, während ein Mini-Vibrator in
ihrer Pussy steckte, dessen Fernbedienung sich in seiner Jackentasche befand.
Noch vor zweieinhalb Jahren wäre dieses Szenario für ihn völlig normal und
unproblematisch in der Ausführung gewesen.
Doch die Zeiten hatten sich geändert.
Eine Beziehung mit Sarah war undenkbar. Für sie da zu sein hingegen kein
Problem. Sie zu beherrschen wäre ebenfalls möglich.
Online-Erziehung. Sein Kopfkino virtuell mit Sarah erleben,
während sein Fernglas ihm echte Bilder von ihr lieferte.
Das war mehr, als er jemals für machbar gehalten hätte.
In Gedanken versunken kehrte er zurück zu seiner Arbeit und verlor sich in wilde
Träumereien.
Er malte sich prickelnde Szenarien aus, erdachte Aufgaben, die er erstellen
könnte und fühlte sich lebendig wie lange nicht mehr.
Genug fantasiert, rief er sich schließlich zur Ordnung. Sie hat mir ihr Herz
ausgeschüttet. Sie braucht jetzt einen Freund, keinen Dom.
Andererseits wirkt sie eher wütend als traurig.
Verständnis, Halt und Führung. Mit dieser Mischung kommen wir vielleicht beide
auf unsere Kosten.
Er fokussierte sich, dachte sorgfältig darüber nach, was er ihr antworten
wollte.
Als er sich wieder an den Computer setzte, begann es draußen schon zu dämmern.
Hallo Sarah, ich verstehe deine Wut und Enttäuschung. Es bringt mich in Rage,
wie respektlos der Kerl dich behandelt hat.
Ihn rauszuschmeißen, war das Beste, was du tun konntest. Schau nach vorn. Wenn
du stark genug bist, den Rückschlag einzustecken, bist du auch stark genug, um
schwach sein zu dürfen.
Obwohl ich dich nicht besonders gut kenne, glaube ich, du kriegst das hin.
Was hältst du von einem kleinen Abenteuer, um auf andere Gedanken zu kommen?
Hast du Lust auf ein Spiel mit mir? »Ich verspreche dir, es ist harmlos und rein
virtuell.
Es geht darum, ein Stückchen Kontrolle abzugeben und dich auf meine Führung
einzulassen.
Schenk mir ein bisschen Vertrauen. Du wirst sehen, ich werde nichts Schwieriges
oder Anstößiges von dir verlangen. Du kannst selbstverständlich jederzeit
aussteigen, wenn sich etwas für dich nicht gut anfühlt.«
Mit einem stolzen Lächeln auf den Lippen las Sarah seine Zeilen bereits zum
fünften Mal. Natürlich hatte sie richtig gehandelt. Obwohl sie dafür eigentlich
keine Bestätigung brauchte, fühlte Julians Unterstützung sich verdammt gut an.
Spielen möchte er? Mit mir?
Der Gedanke ließ eine Ameisenarmee ihre Wirbelsäule hinabmarschieren.
Ein Spielchen mit Lederjules. Nun, warum nicht?
Sie tauschten sich erst seit kurzer Zeit aus. Dennoch hatte sie das Gefühl, ihn
schon Jahre zu kennen.
Entschlossen stellte sie ihre Teetasse auf den Tisch und schrieb.
»Herr Julian, danke für deinen Zuspruch. Er bedeutet mir viel. Ich bin
echt gespannt, wie du mich führen willst.
Zwei Dinge sag ich dir gleich, damit du später nicht enttäuscht bist.
Ich verschicke keine Nacktbilder. Und wenn mir etwas gegen den Strich geht,
steige ich sofort aus. Ich möchte nicht zickig erscheinen, aber ich tue nichts,
womit ich mich unwohl fühle.«
Wie lauten deine Regeln?
Lange musste sie nicht auf Antwort warten. Schon während sie die Tasse
ausspülte, vernahm sie das leise Ping, das den Eingang einer neuen Nachricht
verkündete.
Hochspannend las sie.
Hey Sarah, die Spielregeln sind simpel. Ich gebe dir eine kleine Aufgabe.
Du erfüllst sie und beschreibst mir hinterher, wie du dich dabei gefühlt hast.
Klar kannst du das Ganze abbrechen, wann immer du willst.
Meine Herausforderung wird es sein, dir Anweisungen zu erteilen, mit denen du
dich wohlfühlst.
Ich nenne dir einfach mal die erste, damit du siehst, was mir vorschwebt.
Eine Frau wie du treibt doch sicherlich Sport, oder?
Ich möchte, dass du etwas für mich tust, wenn du das nächste Mal beim Sport
bist.
Leg ein 10-Cent-Stück in deinen rechten Schuh und denk an mich, wenn du das
Geldstück spürst.
Sobald du meine Aufgabe erfüllt hast, erwarte ich deinen Bericht, wie sich das
angefühlt hat. Liebe Grüße, Julian
Trotz des leichten Nieselregens harrte Julian auf dem Dach aus. Er wollte sehen,
wie sie seine Nachricht las. Ob sie auf seinen Vorschlag einging?
Inzwischen ließ sie ihren Computer offenbar laufen, wie er erfreut feststellte.
Er hatte ihr Interesse definitiv geweckt. Das tat verdammt gut.
Durch das Fernglas beobachtete er, wie sie seine Mail öffnete, um den Inhalt zu
überfliegen, sich dann zurücklehnte und auf den Bildschirm starrte. Ein süßes
Lächeln erschien auf ihrem Gesicht. Ihr Mund formte Laute, die er als »Ja, Sir«
deutete. Aber er war kein Lippenleser und würde keine Wette eingehen, dass er
mit seiner Vermutung richtig lag.
Zumindest schienen seine Zeilen ihre Lust auf Sport angeregt zu haben, Denn sie
stand auf und zog ihre Joggingklamotten an. Gebannt schaute er zu, wie sie
übermütig durchs Zimmer tanzte.
Als sie ihr Portemonnaie vom Tisch nahm, fuhr eine Achterbahn durch seinen
Magen.
Wahnsinn! Sie tut es.
Sie warf ein Geldstück in ihren Turnschuh, bevor sie ihn anzog.
Offenbar wollte sie nicht einmal warten, bis es aufhörte zu nieseln.
Während sie sich an den Computer setzte und etwas tippte, konnte er nicht
aufhören zu grinsen. Schnell sprang sie wieder auf und lief zur Tür hinaus.
Im nächsten Augenblick erhielt er eine neue Nachricht.
Herausforderung angenommen, aber es gibt eine Bedingung. Für jede Aufgabe, die
ich erledige, beantwortest du mir eine Frage über dich.
Eine Falte erschien auf seiner Stirn, als er das las. Du wirst noch lernen, mir
bedingungslos zu gehorchen, Kätzchen.
Seine Blicke folgten ihr. Als sie aus der Haustür trat und beschwingt die Straße
hinunterrannte, bis sie um die Ecke bog. Mit jedem Schritt spürte Sarah das
Zehncentstück in ihrem Schuh und dachte an Julian.
Verrückt, wie gut sich das anfühlte, diese kleine Anweisung zu befolgen. Sie
konnte nicht aufhören zu lächeln, während sie durch die gleich um die Ecke
gelegene Grünanlage lief. Es nieselte noch immer leicht, aber das störte sie
nicht. Licht. In ihrem Herzen schien die Sonne.
Beschwingt joggte sie ihre übliche Runde und konzentrierte sich dabei auf die
Münze in ihrem Schuh.
Nach ungefähr 20 Minuten stoppte sie vor ihrem Haus und schloss wenige
Augenblicke später die Wohnungstür völlig erledigt wieder auf. Im Gehen zog sie
BH und T-Shirt aus und ließ sich dann in den Sessel plumpsen, um ihre Turnschuhe
von den Füßen zu streifen. Vorsichtig fischte sie das Geldstück heraus und hielt
es grinsend für einen Moment in der Hand. Eine harmlose Spielerei, die sich
verdammt gut angefühlt hatte, so als wäre er bei ihr
Schmunzelnd erhob sie sich, um den Rest ihrer Klamotten auszuziehen, und sprang
unter die Dusche
genüsslich räkelte Sarah sich unter dem heißen Wasserstrahl und rubbelte
sich anschließend mit einem Handtuch trocken. Dann setzte sie sich nackt auf dem
Bettrand und wandte ihr Gesicht dem Fenster zu.
Draußen regnete es jetzt stärker.
Tropfen trommelten leise gegen die Scheibe, aber drinnen war es warm und
behaglich.
Sarah legte das Zehncentstück auf ihren Bauch und ließ sich langsam zurücksinken,
wobei sie darauf achtete, dass das Geldstück nicht runterrutschte.
Ihre Bauchmuskeln zitterten, doch schließlich spürte sie die Decke in ihrem
Rücken. Sie spreizte die Beine und stellte die Fersen auf die Bettkante.
Sanft strich sie über ihre Brüste und umkreiste mit einem Finger die Münze
einige Male.
Dann wanderte ihre Hand tiefer, sanft strich sie über ihre Schamlippen, doch
sie widerstand ihrem Wunsch einzutauchen. Sie spreizte die Beine und stellte die
Fersen auf die Bettkante. Sanft strich sie über ihre Brüste, umkreiste mit einem
Finger die Münze einige Male. Dann wanderte ihre Hand tiefer.
Sanft strich sie über ihre Schamlippen. Doch sie widerstand ihrem
Wunsch einzutauchen.
Es erschien ihr nicht richtig, ihn auszuschließen, während sie ihre Lust
befriedigte, die er mit seinem Spiel angefacht hatte.
Andererseits kannte sie ihn noch nicht lange genug, um ihn teilhaben zu lassen.
Deshalb genoss sie einfach nur das süße Ziehen in ihrem Schoß.
Sie bereute das Joggen in letzter Zeit so sträflich vernachlässigt zu haben.
Ihre Oberschenkel und Waden waren trotz der heißen Dusche schwer wie Blei.
Ihr Herz dagegen leicht wie ein kleiner Vogel. Sie fühlte sich, als könnte sie
fliegen.
Woher zum Teufel wusste er so genau, was ich brauche?
Er hat mich regelrecht in Euphorie versetzt. Dabei hat er mich noch nicht einmal
angefasst.
Zu träge, um aufzustehen und rundherum zufrieden mit sich und der Welt, lockte
sie sich auf dem Handy ins Web ein, um eine Nachricht an Julian zu
schreiben.
Ich danke dir, das habe ich gebraucht. Kannst du hell sehen oder woher wusstest
du, wie gut mir deine Aufgabe gefallen würde?
Ich gestehe, du machst mich neugierig. Ich würde so gerne mehr über dich
erfahren.
Wie funktioniert dein BDSM?
Nach einer Weile stand sie dann doch auf, schaltete das Radio ein und tanzte
trotz müder Beine zu Michael Jacksons Beat It durchs Zimmer. Laut mitsingend
schlug sie sich bei jedem Beat It selbst auf den Hintern.
Anschließend spielten sie eine Schnulze, die sie nicht mochte.
Sie drehte das Gerät leiser und setzte sich an den Computer.
Eine neue Message von Julian zauberte ein Lächeln auf ihr Gesicht. Seine zügigen
Antworten taten ihr verdammt gut, nach Konrads zur Schau gestelltem
Desinteresse.
Hallo Sarah, das waren gleich zwei Fragen auf einmal.
Da du eine Aufgabe erledigt hast, beantworte ich die erste.
Dir fehlt es an Führung, das hast du mir in deiner letzten Mail verraten.
Ich habe gehofft, meine Anweisung gibt uns beiden etwas, das wir vermissen. Du
warst also schon beim Sport?
Freut mich, dass es dir gefallen hat, das Cent-Stück im Schuh zu tragen.
Wenn du weiterhin kleine Aufgaben von mir erfüllen möchtest, erwarte ich einen
ausführlichen Bericht. Wenn ich mit deiner Schilderung zufrieden bin, antworte
ich auf deine Frage nach meinem BDSM. Liebe Grüße, Julian
Wow, er will das Spielchen fortsetzen? Mir neue Aufgaben stellen?
Cool, das wird interessant. Hand. Ihre Finger flogen über die Tastatur, bildeten
ganz von selbst die richtigen Worte. Hey Julian, ich fand's aufregend und schön,
hab das 10 Cent-Stück in meinem Schuh bei jedem Schritt gespürt und war mir sehr
bewusst, dass es dort ist, weil du das so angeordnet hast. Hab mich deinem
Willen gefügt und dabei die ganze Zeit an dich denken müssen.
Hat sich angefühlt, als wärst du bei mir und passt auf mich auf. Du hast meine
Joggingrunde zu etwas Besonderem gemacht. Danke dafür. Sie schaute aus dem
Fenster, betrachtete eine Kondensspur, die irgendein Flugzeug in den Himmel
gezeichnet hatte.
Soll ich das schreiben?
Ach, egal, warum nicht. Ich bin übrigens gerade
splitterfasernackt. Aber mach dir keine Hoffnung. Ein Foto bekommst du nicht.
Julian lachte, als er das las. Kein Problem, Kätzchen, ich brauche keine Fotos
von dir, murmelte er, während sein Blick sich durch das Fernglas hindurch an
ihrem Körper festsaugte. Ein Anflug von schlechtem Gewissen meldete sich, doch
sein Hochgefühl verdrängte den negativen Gedanken sofort wieder.
Zufrieden lehnte er sich zurück und dachte, bei mir bist du besser aufgehoben
als bei dem Dreckskerl. Ich bin nicht mehr der Frauenmagnet, der ich
einmal war. Aber ich bin für dich da. Lächelnd schrieb er seine Antwort.
Du fragst nach meinem Führungsstil, Kätzchen? Wenn ich führe, wirst du folgen.
Wenn ich befehle, wirst du gehorchen.
Wenn ich erniedrige, dann höchstens, um dir zu zeigen, wie stark du bist.
Wenn ich züchtige, dann nur, weil du das brauchst.
Ich bin weder hart noch kalt sondern lediglich konsequent. Meine Dominanz liegt
in mir selbst ich bediene mich keiner taschenspieler tricks um härter zu wirken
als ich bin ob meine führung zu deiner devotion passt werden wir gemeinsam
herausfinden deine
zweite aufgabe wird ein wenig anspruchsvoller ich möchte dass du morgen um genau
17 uhr deine wohnung verlässt und zum nächsten supermarkt gehst dort
Dort kaufst du eine Schlangengurke und eine Packung Kondome. Nur das, nichts
anderes.
Fotografiere bitte den Kassenbon ab und schick mir das Bild. Gute Nacht, träum
was Schönes.
Nachdem er auf Senden gedrückt hatte, lehnte Julian sich zurück und schaute in
den Sternenhimmel.
Die Chancen, dass sie seine Führung akzeptierte, standen ziemlich gut.
Trotzdem, es reichte nicht.
Würde es das jemals? Wäre er irgendwann einmal zufrieden?
Vermutlich nicht.
Nicht, bevor er ihre erhitzte Haut unter seinen Händen spürte.
Nicht, ohne ihre harten Nippel mit seinen Lippen und Zähnen zu bearbeiten.
Und nicht, bevor er seinen Schwanz in ihr nasses, lüsternes Fleisch gestoßen
hatte.
All das würde niemals möglich sein. Und deshalb war es auch nie genug.
Sie saß immer noch am Computer. Er schaute gar nicht erst durch das Fernglas. Er
wusste, dass sie seine Mail las und wartete auf ihre Antwort.
Das war es soweit mit der ersten Passage.
Sebastian
Ja, hui, jetzt musste ich erst mal schnell den Knopf finden.
Tanja Russ
Hätte ich dich vorwarnen sollen?
Sebastian
einzulesen, ne? Ganz ehrlich, Satz für Satz, einzeln und dann schneiden.
Tanja Russ
Angsthaft wie feige.
Sebastian
Ja, ne?
Fürchterlich. Also,
finde ich super.
Tanja Russ
Also ich muss sagen, ich war jetzt auch sehr nervös und hatte irgendwie so ein
bisschen Schwierigkeiten, an den richtigen Stellen zu atmen. Und dann muss ich
irgendwann husten, weil irgendwann die Kehle trocken wird.
Sebastian
Alles gut.
Tanja Russ
sorry, aber und dass ich über diese eine Stelle da nicht hinweg kam, das ist mir
sonst auch noch nie passiert, aber gut das ist dann halt einfach so
Sebastian
Du, das ist so, das ist live, also von daher, das ist, aber der Inhalt, also ich
habe so ein bisschen jetzt ein bisschen geschaut, was denn das Publikum dazu
sagt und natürlich, erwarteter Weise, also,
sie weiß ja nicht, dass er sie sieht, ne? Und Jasmin schrieb auch, das findet
sie schon recht übergriffig, aber gleichzeitig kommt dann aber auch, dass es
das eben spannend macht und das macht es eben auch interessant.
Tanja Russ
ist es auch ja, nein,
Sebastian
Also das finde ich schon, ja, das ist halt dieses Prickeln, was man einfach
braucht.
Wo ich so ein bisschen eben hellhörig wurde, ist dieses, das beschreibst du so
schön, dieses Gefühl, ja eine Kleinigkeit, so eine Münze im Schuh,
aber das habe ich gesagt und das wird jetzt gemacht und dieses Hochgefühl, ich
kann das total nachvollziehen, also ich finde das total gut. Gut, jetzt frage
ich mich ja, wo du jetzt die Dom-Perspektive eigentlich genau hernimmst. Denn
soweit ich weiß, bist du jetzt eben nicht Switcherin.
Tanja Russ
ich bin keine Switcherin, ich bin absolut sub
ja, ich kann mich da aber gut reinversetzen, also
ich kann mich gut reinversetzen in dieses Machtgefühl, in dieses
Befehlen Und zu sehen, Mensch, die gehorcht. Und ich mag zum Beispiel auch die
Reaktionsfetischisten mehr als die Sadisten. Um einfach zu sehen,
was macht das mit Sub, wenn Dom diese, jene, welche Aktion macht.
Wie gesagt, da kann ich mich total gut reinversetzen und eben als
Autorin nehme ich gerne mal diese Position ein. Also es gibt auch in anderen
Büchern Stellen halt, wo ich in den Kopf des Doms halt gehe und
dessen Rolle einnehme und wo mich dann auch schon viele gefragt haben,
woher weißt du das, was der jetzt fühlt? Aber ich kann mir das total gut
vorstellen, wie man dieses Machtgefühl auskosten kann.
Sebastian
Ja, das ist so ein Rausch.
Tanja Russ
Und ich finde das auch als Sub gut, wenn Dom das auskostet.
Sebastian
Ja, aber du bist jetzt natürlich ganz weit weg vom Konsens im Prinzip an der
Stelle.
Also auf der einen Seite, ich finde es gut, dass man in beide Köpfe reingucken
kann.
Tanja Russ
Bin ich das?
Sebastian
Also das finde ich schon mal, die Erzählweise finde ich da gut, dass sich das
abwechselt. Das ist was, das fällt mir manchmal ein bisschen schwer, weil ich
gucke halt, wie das Podcastsubbie so reagiert. Aber was sie tatsächlich denkt, ja,
schwierig. Und das ist natürlich nochmal so ein Guckloch an der Stelle.
Ich muss mal vorgreifen, sie erfährt vermutlich irgendwann, dass er sie
beobachtet hat.
Tanja Russ
das gibt ziemlich einen Ärger.
Sebastian
Gut, alles klar.
Tanja Russ
Also sie findet das nicht toll.
Sebastian
Ja, das glaube ich.
Tanja Russ
Das bringt die beiden so ziemlich erstmal an den Rand. Also wo man
denkt, das war es dann oder wo er auch sich sicher ist, das war es dann. Mehr
verrate ich jetzt nicht, aber
Sebastian
Nein, alles gut, um Gottes Willen. Aber das ist ja dann noch der Moment, auf den
das dann hinarbeitet.
Tanja Russ
sage mal so, das passiert auf der Hälfte des Buches. Und da gab es also einige
Leser, ich hatte bei LovelyBooks mal eine Leserunde gemacht, die ziemlich
erstaunt waren, die gesagt haben, Mensch, wenn der jetzt schon auffliegt, was
kommt denn dann danach noch? Aber danach kommt noch was. Aber es ist natürlich
ein riesen Konflikt, also jetzt
Sebastian
Ja, stimmt.
Ja, wäre es ein Film, dann wäre das so die letzte Szene. Und dann, wenn es gut
läuft, gibt es noch einen Teil 2, dann zwei Jahre später.
Diese Ideen, hier also mit der Münze zum Beispiel, das ist ja immer dieses, also
das habe ich ja auch, man überlegt sich, was könnte man machen?
Wo nimmst du die her? Ja, also ob das mit der Münze oder auch andere Sachen,
gerade diese Spielideen, wenn ich mir partout was ausdenken muss, dann bin ich
da ganz schlecht drin. Stimmt,
Tanja Russ
gerade konkret das mit der Münze, das hat mir tatsächlich ein Dom
erzählt, der zu Hause ein braves Frauchen hat, die
auch mit BDSM nichts zu tun hat und der also rein
online irgendwelche Subs hat, die halt halt
mit solchen Aufgaben betraut und sicherlich auch mit anderen, keine Ahnung.
Aber das war so ein Spielchen, wo ich dann gefragt habe, Mensch, darf ich das
benutzen? Darf ich das nehmen für mein Buch? Und er sagte, ja klar, kannst du
machen.
Also ich denke mir auch hin und wieder was Eigenes aus. So ist es jetzt nicht.
Aber jetzt ganz speziell dieses Spielchen,
das hätte er mir dann erzählt. Und ich habe das natürlich auch selber
ausprobiert. Ich wollte natürlich wissen,
wie das ist, wenn man da so einen Geldstück im Schuh hat.
Und konnte mich dann aber auch in die Sarah, in die Protagonistin reinversetzen.
Wenn mein Dom mir das jetzt sagt, also jetzt nicht irgend so ein Typ, den ich da
gerade im Chat kennengelernt habe, sondern wirklich
jemandem, der mir da was bedeutet, dann ist das schon eine coole Aktion.
Wo, also,
Sebastian
du kannst ja immer die Sachen nochmal erforschen im Zweifel. Ach, funktioniert
das? Ja, dann gucke ich mal, dass ich meinen Daumen so manipuliert kriege, dass
ich das ausprobiert kriege. Nein, das würdest du nie tun.
Tanja Russ
ja, wenn ich ihm sage, befiehl mir, mir ein Centstück in den Schuh zu stecken,
dann hat sich das ja im Grunde genommen schon erledigt.
Von daher, ja, also das ging dann irgendwie nicht mehr, aber ich habe es
trotzdem ausprobiert, einfach wie sich das anfühlt, ob man dieses Geldstück im
Schuh überhaupt spürt.
Sebastian
ist ein Problem.
Tanja Russ
Und doch, also ich konnte mich da reinversetzen, dass das ziemlich gut ist,
wenn es halt tatsächlich von Dom käme.
Sebastian
Ich habe mir eben noch eine Notiz gemacht, das ist dieser Punkt, wo sie dann
auch sagt, ja, im Moment, dann will ich dir aber eine Frage stellen.
Also so dieses, ich will aber jetzt auch was von dir, so ein Handel im Grunde.
Das finde ich ja schön emanzipiert und trotzdem kriegt man raus, also da ist
diese Machtverteilung, die stellst du ja schon sehr deutlich klar, aber sie ist
halt nicht das Mienchen, was jetzt halt macht, was ihr irgendwer sagt, sondern
sie guckt schon auf ihren Benefit.
Tanja Russ
Ja, also mir war das auch wichtig in dem Buch tatsächlich, eben auf der einen
Seite den Dom darzustellen, der eben nicht der große
Firmenbesitzer ist, wo alles nach seiner Pfeife tanzt. Auf der anderen
Seite aber auch die Sub darzustellen, die im Alltag auch selbstbewusst ist und
die eben keine Opferrolle einnimmt oder so. Ich meine, solche Opfer-Subs gibt es
ja auch, das finde ich ganz schlimm.
und ich wollte eben gerade, dass die beiden anders sind, also sie durchaus
selbstbewusst, sie fordert auch mal ob sie dann immer kriegt, was sie fordert
ist eine andere Sache und er eben halt nicht der
total knochenharte Kerl, genau
Sebastian
Ja, ich finde sowieso die Charakterzeichnung, das finde ich mal ein bisschen
erfrischend einfach. Also er hat eben keinen Privatjet, das ist immer gut.
Tanja Russ
das
Sebastian
Also ich überlege gerade so die Bücher, die ich auch die letzten Jahre gelesen
habe, wo ich habe schon lange nicht mehr gelesen, aber trotzdem, das waren immer
so die Typen mit dem Problem, wo ich auch sagen konnte, ja okay, mit denen kann
ich mich auch selber so ein bisschen identifizieren und dann funktioniert das
auch eher für mich. Also es gibt so ein Buch, das habe ich immer mal gelesen,
das ist auch nicht nirgendwo mehr zu bekommen, ich habe es dann irgendwann mal
verliehen und seitdem ist es halt weg.
Tanja Russ
ist schade
Sebastian
Ja, dann habe ich es nochmal nachgekauft und wieder verliehen, ist auch weg.
aber trotzdem war das so einfach auch so ein Typ halt und das hat mich dann
wieder angesprochen so ein Typ, der halt irgendwelche kruden Dinge erlebt und
das
funktioniert einfach Beispiel Fifty Shades of Grey ich hab das jetzt nochmal gesagt
damit kann ich mich einfach nicht identifizieren weil der Typ hat halt ein
Flugzeug und ich hab halt keins, ist halt blöd wenn ich ein Flugzeug hätte dann
wäre das Buch vielleicht anders
Tanja Russ
ja
Sebastian
Wo ich jetzt ein bisschen ein Problem sehe, weil, was heißt Problem, aber er
muss ja die ganze Zeit im Grunde lügen, er muss sich ja immer verstellen und
sagen, ja, schreib mir einen Bericht, warst du denn wirklich beim Sport, das
ist ja wirklich so ein Ding, da bringt er sich ja in eine Situation, ganz
ehrlich, in die kommt man ja schneller rein, als man denkt. Und ich finde, da
kommt ganz viel Spannung her, dass es so verfahren wirkt.
Tanja Russ
ja, also und natürlich
geht das auch nicht die ganze Zeit gut, wie gesagt
Sebastian
Jetzt müsste ich natürlich spekulieren, aber das will ich ja gar nicht.
Ja, meine Aufgabe ist dir natürlich so viel zu entlocken wie möglich, damit
niemand mehr dieses Buch kaufen muss.
Tanja Russ
gibt zum Beispiel auch so Situationen, wo er es aber noch merkt, wo er zum
Beispiel, er nennt sie ja Kätzchen und auch schon ziemlich früh, als sie sich so
gerade zum ersten Mal schreiben und er schreibt das Wort Kätzchen und denkt
sich, ah Moment, das geht jetzt nicht, weil die weiß ja gar nicht, dass ich sie
kenne. Oder er schreibt irgendwie was über ihre Haarfarbe und er
kann ja gar nicht wissen, welche Haarfarbe sie hat und so solche Sachen.
Wo er sich dann so im letzten Moment noch fängt und das dann aber
doch nicht sagt.
Sebastian
also es ist immer so dieser Tanz am Abgrund.
Tanja Russ
Genau.
Sebastian
Ja, ich glaube, das muss man auch einfach haben, um einfach auch die Spannung zu
halten.
Tanja Russ
Ach,
Sebastian
Aber ich finde das eben schön erzählt. Also seine Gedanken auch zu erzählen und
zu offenbaren, das finde ich an der Stelle einfach gut. Stell dir mal vor, du
würdest das ganze Ding nur aus ihrer Perspektive schreiben oder nur aus seiner.
Ja,
Tanja Russ
das finde ich langweilig. Ich finde das gerade, also für mich ist das auch
spannender irgendwo, wenn die beide irgendwie ihre
Überlegungen, ihre Meinungen da sagen.
Sebastian
magst du noch ein bisschen weitermachen?
Tanja Russ
Ja, natürlich.
Sebastian
aber vorher sage ich dir noch eine schöne Sache und zwar also erstmal aus dem
Chat noch zwei, drei Sachen.
Tanja Russ
Das
Sebastian
Von Schneewittchen habe ich da zwischendurch aufgeschnappt, interessant, wie
diese Anbahnungsphase geschildert wird, sehr zeitgemäß. Das fand ich, musste ich
jetzt einfach mal zitieren.
Tanja Russ
ist schön.
Sebastian
und
wo war er denn, wo war er denn, das ist immer mal das große Problem, Raven Gray,
der es schreibt, hat einen guten
Schreibstil, ihre Gedanken kann man schön eins zu eins sofort umsetzen,
haben wir letzten Sommer bei einer Lesung gemacht.
Tanja Russ
Oh ja,
Sebastian
Also eventuell kennst du hier schon Leute. Ja
Tanja Russ
das war sehr spannend. Also ich kann das mal ganz kurz nur erzählen das war
natürlich vorher abgesprochen also ich war das ist ein BDSM verein und ich war
die haben mich eingeladen zu lesen und haben im vorfeld haben wir dann besprochen
dass ich eine geschichte lese die Raven dann spielen musste sie muss
das immer vorher nicht dass ich spielen muss also das war schon also vor dieser
vor diesen menschen vor diesen zuhörern die es waren 40 Leute, die halt da
in diesem Raum saßen und ja,
Sebastian
klar, er
Tanja Russ
dann kam irgendwie das Kommando, zieh dich aus und ja,
das war, also ich fand das sehr spannend.
Hat sie auch mit Bravour gemeistert, das war echt toll.
Sebastian
hat Dinge, die wir hier leider nicht tun können, verdammt.
Tanja Russ
Nein.
Sebastian
Ja, im Sommer dann, der Sommer kommt.
Ich lasse dich jetzt einfach noch mal ein bisschen weiterlesen und mag da selber
einfach noch mal ein bisschen lauschen jetzt.
Ich gehe auch nicht irgendwo hin, ich bin hier ganz fleißig und ja, den Chat
ermuntere ich nach wie vor.
Tanja Russ
Okay.
Sebastian
Ihr habt das eben ganz wunderbar gemacht. Ich gucke da so ein bisschen drauf.
Also ich lese mal bei einer Live-Sendung den Chat, das ist auch irgendwie
komisch für mich. Aber mein Ohr ist auf jeden Fall ganz nah bei dir und
Tanja Russ
finde das gerade richtig schade, dass ich den Chat nicht lesen kann, aber ich
bin irgendwie zu sehr fokussiert und konzentriert und kann dem leider nicht
folgen, aber vielleicht lese ich den hinterher nochmal nach.
Sebastian
ach, das ist überhaupt nicht interessant, was da drin steht. Die schreiben alle
überhaupt gar nichts. Also da muss man...
Tanja Russ
Nee,
Sebastian
Merkst du, dieses schamlose Lügen, das liegt mir einfach nicht. Keine Chance.
Tanja Russ
das liegt dir nicht. Du bist zu ehrlich, Sebastian.
Sebastian
Ja, genau. Da habe ich mir den Ruf erarbeitet. Sehr gut. Wo ist mein Fernglas?
Man hat doch Webcams heutzutage.
Wie gesagt, legt los. Ich halte jetzt einfach wieder lieber
die Klappe so herum. Ah,
Tanja Russ
Ich muss ein kleines bisschen noch vorher erklären. Also einmal muss ich noch
dazu sagen, ich habe ein bisschen in diesen Textpassagen ein bisschen was
geändert. Ich habe ein paar Sachen rausgelassen, weil wir ja nun mal nur eine
bestimmte Zeit zur Verfügung haben und damit es fürs Zuhören nicht zu langweilig
wird.
Beim Lesen ist es spannender als beim Zuhören manchmal.
Und ich habe irgendwie ein, zwei Sätze auch
reingeschrieben, damit
derjenige, der das Buch nicht kennt, halt
ein bisschen besser reinkommt. Das muss ich noch dazu sagen.
Sebastian
toll, dass du dir die Arbeit gemacht hast, ehrlich gesagt. Jetzt
Tanja Russ
Ja, doch. Ich habe mir ja schon Gedanken gemacht.
Ja, und die Stelle, an der ich jetzt einsteige,
es war ja so, das hatte ich ja vorgelesen, dass Julian nie wollte, dass die
beiden sich sehen. Weil, wie gesagt, er wollte keine Menschen sehen und er
wollte auch nie realen Kontakt zu ihr haben. Aber es ist
halt was passiert kurz vorher und es blieb ihm nichts anderes übrig,
als den realen Kontakt dann doch herzustellen. Er ist also bei ihr,
erzählt ihr seine Geschichte vorher. Er ist also ein bisschen
angespannt und verspannt und so, weil die Geschichte ist nicht so ganz einfach
für ihn zu erzählen.
Sie darf ihn nicht sehen. Sie hat also auf seine Bitte hin sich
einen Schal umgebunden.
Und ja, also er hat ihr gerade seine Geschichte erzählt. Und ja,
dann geht es jetzt weiter so mit dem, was ich jetzt lese.
fand ihre Zunge seine, eröffnete den Tanz, bei dem er schnell die Führung
übernahm.
Sie spürte, wie sein Schwanz unter ihrem Hintern erwachte und rieb ihre Backen
sanft an ihm. Energisch griff er in ihren Nacken, presste ihren Arsch noch enger
auf seinen Schoß.
Sie stöhnte leise in seinem Mund, schlang ihre Arme um seinen Hals und ließ ihr
Becken lasziv kreisen. Ihre Backen massierten ihn, ihre Brüste
drückten gegen seinen Brustkorb, er krallte eine Hand in ihre Mähne und zog sie
daran von seinen Lippen fort, hörte, wie sie scharfe Luft einsog.
Und genau in diesem Moment spürte er die Veränderung, die in ihr vorging.
Gerade noch die starke Frau, die ihm Mut zusprach, bereit für ihn und
mit ihm gegen seine Dämonen zu kämpfen, drückte ihre Körpersprache jetzt
Unterwürfigkeit aus.
Mit dem entschlossenen Griff in ihr Haar übernahm er die Führung. Und sie
akzeptierte nicht nur. Sie ließ sich buchstäblich fallen und schenkte ihm die
Macht, sie zu beherrschen.
Hungrig leckte und küsste er ihren Hals. Ihr Atem ging schnell. Was soll das
werden, Kätzchen? knurrte er in ihr Ohr.
»Ja, Sir«, stöhnte sie und bog den Kopf genüsslich zurück.
Er knabberte an ihrer Kehle, biss vorsichtig zu. »Bist du dir sicher?
Bitte führe mich an den Ort, an dem du mich am Telefon geleitet hast. Jetzt.
Hier.«
Er betrachtete sie. Ihr Brustkorb hob und senkte sich schnell. Ihre
Nippel pressten sich hart gegen den Stoff ihres Kleidchens. Die Lippen vom
Küssen geschwollen, die Wangen leicht gerötet.
Jetzt hätte er gerne in ihre Augen gesehen, ob sie verhangen waren vor Lust.
Doch der Schal verweigerte ihm die Sicht und zeugte gleichzeitig von ihrem
Vertrauen und ihrer Hingabe.
Trotz allem, was sie nun über ihn wusste, wollte sie ihn. Die Frau war
vollkommen verrückt.
Sanft strich er an ihrem Schlüsselbein herab, verharrte eine Weile auf ihren
Brüsten. die sich in dem BH aneinander schmiegten und umkreiste ihre Nippel über
dem Stoff. Dann ließ er seine Hände weiter wandern, über ihre warme, weiche Haut
zu ihrem Bauch. Er schob den Rock über ihre Schenkel nach oben. Sie hob die
Arme, damit er ihr das Kleid über den Kopf streifen konnte.
Sie trug ein lila Spitzen-BH, so dunkel, dass er fast schwarz wirkte,
und ein passendes Höschen. Die zarte Spitze war nicht dafür gedacht, zu
verbergen, was sich darunter befand. Eher dazu, es in Szene zu setzen.
Er brauchte einen besseren Blick.
Warte einen Augenblick, sagte er leise, hob sie von seinem Schoß und stand auf.
Er räumte eine Schale mit Obst und ein Glas vom Couchtisch.
Stattdessen legte er ein Sofakissen auf die Tischplatte.
Dann fasste er nach ihren Händen und zog sie hoch. Ich
möchte, dass du auf den Tisch steigst und dich dorthin kniest, damit ich dich
ansehen kann.
Die Verwunderung war ihr anzumerken, doch sie gehorchte widerspruchslos, als er
ihr auf den Tisch half.
Ohne weitere Aufforderung kniete sie sich mit leicht gespreizten Beinen auf das
Kissen und faltete die Hände hinter dem Rücken.
Sie hielt sich sehr gerade, drückte die Brust ein wenig nach vorn und senkte den
Blick. Heb den Kopf, so als würdest du mich ansehen.
Sie tat es.
Er schwieg eine Weile, betrachtete sie andächtig. Auch sie sagte kein Wort.
Und er war sicher, sie würde die ganze Nacht dort knien, ohne zu murren oder zu
klagen.
Eine starke, selbstbewusste Frau, dazu bereit und in der Lage, sich ihm zu
unterwerfen und seinem Willen zu folgen.
Sie schien gut erzogen zu sein, fast schon zu gut für seinen Geschmack.
»Ich sitze genau vor dir«, sprach er leise und sah, wie sie beim Klang seiner
Stimme leicht erbebte.
»Die Wäsche ist wunderschön, herrlich, wie deine Nippel durch die Spitze
blitzen. Deine Brüste sind der Hammer. Danke, ich...« »Schweig.
Ich sage dir, wenn du sprechen darfst.« Ihr Kinn sank nach unten. »Kopf hoch.
Ich will nicht, dass du den Blick senkst. Denk dir etwas anderes aus, um mir
deine Ergebenheit zu signalisieren.«
Sie öffnete den Mund, schloss ihn jedoch wieder, da er ihr das Reden verboten
hatte.
Deine Lippen schmiegen sich verdammt eng an den Slip. Er ist ziemlich nass,
nicht wahr?
Am liebsten würde ich dir das Höschen mit den Zähnen ausziehen und den BH genau
an deinen Nippeln von deiner Haut ziehen.
Aber ich fürchte, ich würde die Wäsche zerreißen, und das wäre auch schade, weil
sie wirklich heiß ist.
Sie versteifte sich, so als rechne sie mit einem Schlag. Du erwartest, dass ich
dich für einen nassen Slip bestrafe? Ganz bestimmt nicht. Ich finde es
wunderbar, wenn du erregt bist.
Sie leckte sich über die Lippen, atmete hörbar aus und entspannte sich wieder.
Julian streckte die Hand aus und streichelte ihre Wange.
Wir beide entdecken unsere Vorlieben und Grenzen neu.
Gemeinsam.
Ich werde dir wehtun. Natürlich.
Weil ich weiß, dass du das brauchst. und weil es uns beiden Spaß macht.
Aber ich sorge dafür, dass du es genießt. Bei mir bist du in Sicherheit. Vertrau
mir.
Mit Genugtuung registrierte er die Gänsehaut, die bei seinen Worten über ihre
Arme kroch. Sie schluckte, nickte einmal zaghaft, blieb jedoch stumm, wie er es
ihr befohlen hatte.
Er beugte sich vor, rieb mit der Zunge über die Spitze ihres BHs, neckte den
Nippel darunter.
Vorsichtig, um den zarten Stoff nicht zu beschädigen, umschloss er eine harte
Knospe mit den Lippen, saugte daran.
Ihr Wimmern tönte wie Musik in seinen Ohren.
Sie drückte den Rücken noch weiter durch, reckte ihm ihre Brust entgegen. Er
lächelte, stand auf, lief um den Tisch herum, stellte sich hinter sie und
umfasste ihre Brüste mit beiden Händen, knetete sie,
küsste die empfindliche Stelle zwischen Hals und Schlüsselbein und lauschte
ihrem leisen Wimmern.
Lehn dich gegen mich, zischte er in ihr Ohr und zog sie vorsichtig an ihren
Haaren nach hinten.
Wenn nötig, stütze ich mit den Armen ab. Ja, genau so. Er ließ seine Hände über
ihren Bauch wandern, bis zum Ansatz ihres Slips und wieder zurück. Er kniff in
ihren Nippel, nicht zu fest. Gerade so, dass er ihr Stöhnen entlockte.
Er atmete tief ein.
Wahnsinn, hier zu sein, sie zu berühren. ihre Hingabe zu erleben und anzunehmen,
die Erfüllung seiner Träume.
Augenblick, eine Kleinigkeit fehlt noch, murmelte er.
Ich schaue mir kurz deine Musikauswahl an und lege eine CD ein. Wir brauchen ein
wenig musikalische Untermalung. Bleib genau in dieser Position, ich bin sofort
wieder bei dir.
Es gab eine Auswahl an klassischen Werken, daneben aber auch AC/DC, Metallica und
Megaherz.
Interessante Mischung, dachte er schmunzelnd, wählte Bolero von Ravel und
stellte das Lied auf Dauerschleife.
In dem Moment, als er mit den Händen erneut ihre Brüste umschloss, erklangen die
kleinen Trommeln die ersten Töne des Stücks.
Sarah atmete tief ein. Er hatte die Lautstärke aufgedreht.
Die Melodie der Querflöte klang leicht, fast
spielerisch im Raum Sein Atem streichelte ihr Ohr
Fenster und Türen sind zu Die Musik wird deine Schreie übertönen
Er besaß das Talent, nur mit seiner Stimme Schauer über ihren Körper zu
schicken Doch diese Aussage verursachte wahre Stromstöße in ihrem Schoß
Ein Hauch von Gefahr waberte durch ihre Dunkelheit während die
Klarinette in die Melodie einfiel.
Ob er ihre leichte Unruhe spürte?
Umschloss er deshalb jetzt mit beiden Händen ihren Hals?
Sie atmete schneller, rührte sich jedoch nicht.
Vertrau mir, hatte er gebeten.
Sie wusste selbst nicht warum, aber sie tat es.
Der Druck an ihrem Hals nahm zu.
Langsam, fast unmerklich, aber
stetig.
Ihr Selbsterhaltungstrieb verlangte, dass sie augenblicklich aufsprang und sich
wehrte.
Oboe und Trompete fielen in die Melodie ein,
und ihr Vertrauen in ihn war stärker als alle Zweifel.
Ganz allmählich ließ der Druck wieder nach, während die Tonfolge anschwoll,
bis er seine Hände von ihrem Hals löste.
»Du bist unglaublich«, flüsterte er ihr ins Ohr,
So nah, dass sie ihn trotz der instrumentalen Klänge verstand, die sie gefangen
hielten.
Sie bemerkte, dass er jetzt wieder vor ihr stand.
Unwichtig, wo er sich befand. Da er ihr die Möglichkeit genommen hatte zu sehen,
fühlte sie ihn so intensiv, wie sie noch nie zuvor einen Menschen wahrgenommen
hatte.
Mit dem Herzen sah sie ihn deutlicher, als ihre Augen es gekonnt hätten.
Seine Aura schien Bilder auf ihrer Haut zu malen.
Dazu seine Lippen und Hände, die sie berührten. Sein warmer Atem, der über ihren
Körper strich.
Vielleicht war das der Grund, warum ihr Vertrauen so unerschütterlich war.
Gerade fuhr er mit einem Finger, nein, mit seiner Zunge über ihren
Slip. Der Stoff rieb rau über ihre Klit. Heißer Atem traf auf
feuchtes, sensibles Fleisch.
Sarah stöhnte laut.
Saxophon.
Piccoloflöte.
Horn.
Noch nie hatte sie Bolero so intensiv in ihrem Magen gespürt. Oh Gott, bitte,
das ist wunderschön, aber nicht genug. Ich brauche mehr.
Du musst Disziplin lernen. Und gehorsam ebenfalls, wie mir scheint. Es tut mir
leid, Herr. Ich möchte eine gute Sklavin sein. Ich habe gelernt, wie das geht,
flüsterte sie ergeben.
Du bist viel süßer, als ich es mir in meinen Träumen ausgemalt habe. Und für die
nächsten Stunden gehörst du mir.
Du bist mein Lustobjekt, meine Muse, mein Spielzeug.
Aber keine Sklavin.
Ich genieße, dass du deinen freien Willen in meine Hände legst. Es ist kein
Geschenk auf Zeit und keine Selbstverständlichkeit.
Leise gemurmelte Worte, gekrönt durch einen zarten Kuss.
Mit dem Daumen streichelte er ihre Wange. Dann griff er fest nach ihrem Kinn.
Und jetzt will ich nicht mehr reden. Steh auf.
Gerade noch sanft und zärtlich klang sein Ton nun schneidend und so verdammt
sexy.
Das gesamte Orchester spielte inzwischen. Sie kannte das Stück auswendig, hatte
es schon unzählige Male selbst gespielt und wusste im Schlaf, wann welches
Musikinstrument in die Melodie einfiel.
Sie genoss die gewaltigen Klänge, die den Raum erfüllten. Ihr Herz schlug im
Dreivierteltakt.
Sie spürte nur noch die Musik und ihn.
Ja, Herr.
Er fasste ihre Hände, stützte sie, als sie auf die Füße kamen, packte sie und
stellte sie auf den Boden.
Umsichtig führte er sie, damit sie zwischen Couch und Tisch nirgends anstieß.
Zieh dich aus, forderte er leise. Das Orchester schwoll an. Die Musik fuhr
ihr in den Magen. Sie konnte ihn nicht sehen. Doch seine Blicke versenkten ihre
Haut. Haut.
Verführerisch streifte sie BH und Slip ab.
Totenstille.
Für einen kurzen Augenblick nur. Aber er kam ihr vor wie eine Ewigkeit.
Das Orchester hatte das Stück beendet.
Sie konzentrierte sich, nahm seine Atemzüge wahr.
Die kleine Trommel erklang von Neuem.
Kündigte genau in dem Moment den zweiten Durchlauf des Stücks ein, als sie seine
Hände auf ihre Haut spürte.
Die Anspannung ließ sie zusammenzucken.
Ihre Mitte pochte im schnellen Takt ihres Herzens. Er war immer noch angezogen.
Dabei sehnte sie sich so sehr nach seiner nackten Haut an ihrer.
Bitte zieh dich aus, flüsterte sie atemlos, als er ihren Mund kurz freigab. Ich
möchte dich spüren. Sie nahm eine Bewegung wahr und als er sie
wieder an sich zog, traf ihr Körper auf nackte Haut. Sie
seufzte leise, schmiegte ihren Kopf an seine Brust, lauschte für einen Moment
seinem hämmernden Herzschlag, bis er in ihr Haar griff und sie daran zurückzog.
Im nächsten Moment umschloss er ihren Nippel mit seinem Mund, saugte, leckte,
während er die andere Hand in einen ihrer Backen krallte und ihr Becken gegen
seins drückte.
Stromstöße jagten durch ihren Körper. Sie stöhnte lauter. Er packte sie, trug
sie das kurze Stück durch den Raum und im nächsten Moment traf ihr Rücken
schwungvoll auf die Matratze. Er fasste nach ihren Händen, zog sie über ihren
Kopf.
An dem leichten Scharren hörte er, dass er ihre Nachttischschublade aufzog.
Er schlang ein Seil um jedes Handgelenk, fesselte sie an die Bettpfosten. Eine
Achterbahn rauschte durch ihren Magen.
Er weiß, wo ich meine Spielsachen aufbewahre.
Das hat er mit dem Fernglas beobachtet.
Der flüchtige Gedanke verschwand augenblicklich, als die Matratze unter seinem
Gewicht nachgab. Heißer Atem traf auf ihre feuchte Mitte.
Sie hörte auf zu denken,
stellte die Füße auf die Bettkante und spreizte die Beine weit, um ihm den
bestmöglichen Zugang zu gewähren. Für einige Atemzüge blieb es ruhig.
Seine Zunge drang in ihre Spalte. Rhythmisch mit der Musik züngelte und saugte
er. Feuer raste durch ihre Adern. Julian, bitte langsamer, das halte
ich nicht lange aus, keuchte sie.
Er ließ tatsächlich vollends von ihr ab.
Doch im nächsten Moment traf ein fester Schlag ihre Pussy. Sie schrie. Es
folgten drei weitere Hiebe. Sie wand sich, warf den Kopf wild von rechts nach
links und wieder nach rechts. Bitte, rief sie, ohne selbst zu wissen, worum sie
eigentlich flehte.
Darum, dass er aufhörte, sie zu schlagen, oder dass er weitermachte. Ein
sanfter Biss in die Innenseite ihres Schenkels entlockte ihr ein Wimmern. Die
Matratze bewegte sich, und im nächsten Moment war er über ihr, begrub ihren
Körper unter seinem.
Seine Spitze klopfte an ihren Eingang. Dann drang er in sie ein, bis er sie
vollständig ausfüllte. Sie stöhnte im Dreivierteltakt. Götter fühlte sich
wahnsinnig gut an, Flammen tanzten durch ihre Adern. Ihr wurde erst bewusst,
dass sie laut stöhnte, als er ihren Mund mit seinem verschloss.
Er schmeckte nach ihrer Lust. Himmel, wie gerne hätte sie ihn jetzt umarmt, ihn
nah an sich gezogen. Aber ihre Hände waren über ihrem Kopf gefangen.
Sein wilder Kuss wurde langsamer, behutsamer.
Verdammt, wie konnte er jetzt sanft sein, wo sie seine hemmungslose, ungezügelte
Leidenschaft brauchte.
Sie wandte sich unter ihm, doch er hielt sie ruhig, zwang ihr seine
Bedächtigkeit aus.
Bitte, bitte, jammerte sie schweratmend.
Bolero-Kätzchen, raunte er in ihr Ohr. Ravel bestimmt den Takt.
Wir sind Teil des Orchesters. Ich bin der Spieler. und du das instrument
und wir tanzen nicht aus der reihe er
begann sich gemächlich im gleichtakt der musik in ihr zu bewegen tief
stieß er in sie, biss in ihren Nippel, saugte an ihrem Hals
nahm ihre lippen in besitz nichts schien ihn dazu bringen zu können
das tempo zu steigern.
Bolero. Der Rhythmus verbrannte sie von innen. Sie stöhnte.
Langsam.
Intensiv. Er raubte ihr den Verstand.
Bitte, Julian, ich kann nicht mehr. Gib mir mehr, bitte. Er biss ihr ins
Ohrläppchen.
Süßer Schmerz ließ sie schaudern. Wie heißt das? Worum bittet eine brave
Sub? Sie atmete mehrfach rasselnd ein und aus. Bitte, Herr, bitte, bitte,
schenk mir Erlösung.
Sie konnte spüren, wie sich seine Lippen an ihrem Ohr zu einem Grinsen verzogen.
Du bist süß und so gierig. Aber den Takt gibt Ravel vor.
Und du bist nur eins von vielen Instrumenten.
Hörst du sie?
Klavier. Er stieß zu, zog sich zurück.
Und wieder ein intensiver Stoß.
Violine. Im Dreivierteltakt der Musik zählte er die Musikinstrumente auf
und stieß bei jedem Instrument tief in sie.
Posaune. Sie atmete im Takt seiner Stimme, wiegte sich mit ihm zur Musik, ließ
sich fallen.
Losgelöst von Zeit und Raum trugen die Klänge sie fort.
Klarinette. Julian schaute auf sie nieder, während er gleichmäßig in sie pumpte.
Seine Gier verlangte dringend danach, die Kontrolle zu übernehmen. Doch ließ er
das zu, würde er sich nicht zurückhalten können. Nur ein paar harte Stöße und er
würde sich viel zu schnell in ihr verlieren.
Zu lange hatte keine Frau mehr unter ihm gelegen.
Deshalb übergab er die Kontrolle an die Musik.
In diesem Lied gab es keinen Tempowechsel. Nur die Zahl der Instrumente sorgte
für die Dramatik. Und er bewegte sich im Takt der Klänge.
Sein Blut tanzte im Dreivierteltakt durch seine Adern, im Gleichklang mit
ihrem Herzschlag und ihrem lustvollen Schreien.
Mit allen Sinnen fühlte er ihren Körper unter seinem, den feuchten Film auf
ihrer beider Haut, den Duft nach Lust und Schweiß. Dazu ihre heftigen
Atemzüge, ihr Stöhnen und über allem Bolero.
Dieser uralte Klassiker, der von jetzt an und für immer untrennbar mit Sarah und
mit Sex verbunden sein würde.
Komm für mich, kleine Sub, verbrenne.
Er blieb im Takt. Stieß nur ein bisschen fester. Sie wandte sich rhythmisch
unter ihm, warf den Kopf von links nach rechts und wieder nach links. Er saugte
eine Brustwarze in seinen Mund, zupfte, stieß, zog fester, stieß
härter.
Sarah Stiller schrie lauter, er zitterte unter ihm, zersplitterte in tausend
Stücke.
Fasziniert schaute er auf sie herab, sah ihr zu, sie raubte ihm den Verstand.
Wie sie mit ihren inneren Muskeln seinen Schwanz umklammerte, als wollte sie ihn
auswringen und nie wieder loslassen.
Er schloss die Augen, ließ sich in die Musik fallen. Mit einem langgezogenen
Stöhnen rammte er sich noch ein letztes Mal tief in sie. spritzte seine Lust
in ihren zuckenden Schoß.
Sein Kopf fiel auf ihre Brüste. Eine ganze Weile bewegte sich keiner von ihnen.
Erst als die kleinen Trommeln ein viertes Mal das Stück eröffnete, flüsterte
sie leise, bitte löse meine Fesseln, ich möchte dich anfassen.
Das war's.
Sebastian
muss ich das nochmal ganz kurz genießen. Ach, hätten wir nur dieses Stück
einspielen können dazu. Es wäre so schön gewesen.
Ja, aber leider geht sowas ja nicht. Ja, das ist mal Sex.
Fieses Arschloch. Es
Tanja Russ
Ja, also wie gesagt, ich hoffe, ihr seid nicht enttäuscht. Es war nicht total
harter BDSM.
Es war ein bisschen fies und ein bisschen schön, hoffe ich.
Sebastian
ist Donnerstagabend. Das ist genau das Richtige. Wir wollen ja nicht, dass die
Menschen aufgewühlt ins Bett müssen.
Tanja Russ
Oh, ich
Sebastian
Nein, also es ist wirklich jetzt einfach ein Happy End. Und ich mache jetzt mal
folgendes. Ich muss gerade mal den Modus hier innerlich wechseln. Ich rufe jetzt
Menschen dazu auf. Also ihr habt es ja gehört, lieber Chat. Diesmal war der Chat
auch ganz ruhig und andächtig.
wenn ihr möchtet dann könnt ihr euch jetzt einfach anrufen solange die Sendung
einfach noch geht und dann könnt ihr direkt mit Tanja sprechen und klar, ihr
könnt natürlich den ganzen Buchinhalt erfragen aber eure Meinung ist natürlich
immer spannend ich poste mal die Nummer in den Chat und sag sie auch nämlich die
05101
91118952
ja dann kann man jetzt mit ihr hart ins Gericht gehen Wenn man denn möchte. Ich
bin selber sehr gespannt. Also wir machen ja wirklich was anderes.
Tanja Russ
bibbere schon.
Sebastian
Und ich habe es natürlich auch, man habe ich hier gerade teilweise gepennt, ich
muss doch jetzt einen Knopf drücken, verdammt.
Ich habe generell, also erstmal finde ich eine Sache spannend, da war ich so
hellhörig, diese Anrede ist Sir. Warum verwenden wir die eigentlich in
Deutschland so gerne? Also nicht alle natürlich, aber die ist doch schon
häufiger. Wo
kommt die her? Hast du da irgendeine Ahnung? Warum hast du das genommen? Warum
nicht Herr oder Meister? Warum das? Das hat
Tanja Russ
Also ich sage mal zuerst, warum ich, also ich nehme hin und wieder auch Herr, Ja,
aber ich sage mal, warum ich das nicht so gerne nehme, das Wort. Aus dem
einfachen Grunde, weil es einfach so gebräuchlich ist. Herr Stix, wie geht es
Ihnen denn heute?
Beispielsweise, haben Sie gut geschlafen, Herr Stix? Also das sind alles so,
es ist so normal, so profan. Und Sir oder auch Meister, wie auch immer, ist in
unserem deutschen Sprachgebrauch einfach nicht vorhanden. Nicht so stark
zumindest. Und deswegen finde ich Sir eigentlich schöner. Weil es ist eine
Anrede im BDSM-Kontext und nicht,
Herr Stix, was haben Sie heute Morgen gefrühstückt oder so.
Sebastian
dann so diesen militärischen Tonfall auch, ne?
Herr Stix, was haben Sie gefrühstückt?
Tanja Russ
so ein bisschen.
Ja, es ist einfach so was Normales. Weißt du, guten Tag, guten Abend, Herr Stix.
Wie geht es Ihnen heute, Herr Stix? Also es hat ja jetzt keinen BDSM-Kontext,
wenn ich dich das frage.
Und Sir ist dann wiederum eine Anrede, die dann halt tatsächlich für den Herrn
gedacht ist und nicht eben für Herrn Meier-Müller-Schulze oder so.
Sebastian
Ja, ich glaube, diese Auswahl, weil du musst dich dann ja auch festlegen, da
musst du ja auch den Publikumsgeschmack treffen. Und da ist Sir, glaube ich, das
hat auch noch so was Defiziles, ne? Das ist nicht übertrieben.
Tanja Russ
Kett schreibt gerade, ich rede mein Navi mit, hör an, das ist ja süß.
Schön.
Sebastian
ist auch nicht schlecht. Ich sagte ja, wo ich, ich habe da eine sehr niedliche
Assoziation aus den Peanuts.
Aber gut. Ich fand es jetzt spannend, dieses,
also die Profis-Sub, also die weiß, ich recke mich jetzt so und ich nehme
diese und jene Haltung ein. Nein, das sind so Gedanken, das ist was ich als
Kerl, ich nehme das halt wahr und genieße es, aber es ist so dieser
Gedanke dahinter, der fehlt mir natürlich immer. Warum macht man das jetzt so?
Wie gesagt, ich genieße das dann, dann ist das schön. Finde ich gut, dass es
einfach mal beschrieben wird. Also ich mag die Perspektive, einfach mal in
andere Köpfe reinzugucken.
Tanja Russ
ich auch.
Sebastian
Okay, so hier traut sich niemand anzurufen. Das gibt es ja gar nicht.
Hm, na dann wollen wir gucken mal, was passiert.
Wobei, eine Frage habe ich nochmal, ob man die Bücher irgendwo kriegen kann oder
gibt es die nur als Kindle-Version? Gibt es die im Moment?
Tanja Russ
Ja, die gibt es als Taschenbuch eigentlich überall da, wo es Online-Bücher gibt.
Bei Amazon, bei Thalia und sonst wo. Also bei
meinem Verlag auf der Seite natürlich auch.
Und ja, in Buchladen vor Ort gibt es auch, aber da müsste man die vorbestellen.
Also die haben die ISBN-Nummer, die kann man auch vor Ort bekommen. Wobei vor
Ort ist ja im Moment eh schlecht, ist ja sowieso zu, von daher.
Sebastian
Ja, definitiv.
Es wird schon nach Hörbüchern gefragt. Und
Tanja Russ
Ja, also zumindest das erste, Brombeerfesseln, ist gerade in der Mache.
Brombeerfesseln kommt als Hörbuch raus.
Ich weiß gar nicht genau, wann. Also irgendwann jetzt im ersten Jahresdrittel,
hoffe ich.
Sebastian
jetzt pass auf, ich habe jetzt hier einfach jemanden dazugeholt, das hat dann
doch geklingelt. Ich sage mal hallo, mit wem sprechen wir? Ah,
Cathinchen
Herr Stix, Herr Katinsen, das
Sebastian
hallo Cathinchen, ich mache dich ja ein bisschen lauter, damit wir dich auch gut
hören.
Tanja Russ
Hallo, Cathinchen.
Cathinchen
Buch oder den Ausschnitt, wunderschön, super vorgetragen.
Tanja Russ
freut mich, danke.
Cathinchen
Und ich
Tanja Russ
Ja, das war natürlich auch so ein Highlight jetzt für mich. Also als ich diese
Szene geschrieben habe, habe ich tatsächlich Bolero in Dauerschleife
gehört und habe mich da reinfallen lassen. Und dann habe ich das geschrieben und
habe mir gedacht, es wäre toll, wenn du das tatsächlich so mal lesen könntest.
Und das war jetzt so eine Premiere.
Cathinchen
empfehle, das nächste Mal ein richtiges Session draus zu machen und dann zum
Beispiel die Instrumente noch zu wechseln. Also vom Flogger bis hin zum
Schluss, zum Rohrstock. Und zwar immer, wenn die Melodie wieder ein Stück
nach oben geht, wird gewechselt. Weil es ja immer nach oben geht. Oha,
Tanja Russ
Das ist auch nicht schlecht. Ja, das ist auch eine gute Idee. es
gibt später im buch noch ein so eine so eine szene dieses Bolero zieht
sich natürlich so ein bisschen durch klar und da gibt es halt so eine szene also
das habe ich noch gar nicht gesagt sarah ist also professionelle geigerin die
geigt in dem orchester an der philharmonie und
sie spielt ihm dieses stück vor und er sagt dann zu ihr jedes mal
wenn du dich verspielst dann kassierst du strafhiebe und sie sagt
dann du kennst mich ich kann das total gut spielen also überhaupt kein problem
und dann fängt er bei an sie zu reizen sie anzufassen
seine finger in sie zu stecken und so natürlich verspielt sie sich dann und
kassiert dann so einen straf nach dem anderen Ah,
Sebastian
Hören? Vielleicht lese ich das noch schnell, bevor ich es verschicke.
Cathinchen, darf ich dich mal fragen, als du jetzt zugehört hast, Augen waren auf
oder waren die geschlossen?
Cathinchen
war weg.
Sebastian
Hirn war weg. Das ist perfekt. Das ist genau das, was so soll es sein. Hirn weg
ist super. Super. Ja,
Cathinchen
Ja,
das war wie Kino im Kopf.
Tanja Russ
das ist schön. Das freut mich. Ich
Sebastian
das ist auch der Vorteil, wenn man was vorgelesen bekommt.
Ich kann dann immer die Augen schließen und dann ist halt das Bild da.
Das fällt mir immer sehr schwer, wenn ich auf die Buchstaben gucken muss. Das
ist immer so, wenn ich die Augen zumache, dann geht es nicht weiter. Das ist
immer blöd. Ja,
Cathinchen
stimmt tatsächlich.
Sebastian
pass auf, du hast die Möglichkeit, also du kannst hier, du kannst alles fragen.
Wir machen es möglich. Ich schmeiße dich jetzt aber auf jeden Fall schon mal,
damit ich das ja nicht vergesse, in meinen tollen Lostopf rein. Das gehört ja
dazu.
ja die neuen Kaffeebecher, die muss ich ja auch in die Welt bringen. Du
Tanja Russ
will auch einen.
Sebastian
willst auch einen?
Tanja Russ
Ja.
Sebastian
Ich darf jetzt hier nicht sagen, dass ich da spendabel bin.
Das wäre ja gemein.
Ich mag dich mal fragen
Bücher in der Richtung, liest du sowas öfter oder ist das jetzt was Neues für
dich jetzt heute gewesen
Cathinchen
Ich kenne ihre Bücher.
Sebastian
Alle drei
Tanja Russ
ist schön.
Sebastian
Ja, sehr gut
Das ist ja so meine Hoffnung, dass dann auch Menschen zuhören, die sich
auskennen Du kennst dann mehr als ich, das ist jetzt das Gemeine Ich kenne jetzt
wirklich nur die Ausschnitte
und muss jetzt echt so ein bisschen aufpassen, dass ich immer nicht nachfrage
Was passiert dann, was passiert dann, was passiert dann das
wird auch nicht gut.
Cathinchen
soll ja riesig gekauft werden, das Buch. Sehr
Sebastian
Ja, also ganz ehrlich, wenn man sich da hinsetzt und schreibt, dann muss das
auch sich irgendwie lohnen. Das ist ja vollkommen klar. Deshalb habe ich heute
Abend auch gar nichts dagegen, wenn wir dann hier nochmal einen Link oder so
irgendwo reinposten. Also mich stört das gar nicht.
Dann kann die Tanja nämlich mehr Bücher schreiben und dann kann sie die Bücher
schön hier bei mir alle vorlesen. Das ist dann auch wieder gut.
Cathinchen
gut, sehr gut.
Tanja Russ
Kein Problem. Ich komme gerne nochmal wieder. Obwohl ich echt sagen muss, ich
bin schon beim Lesen recht nervös. Also bei einer Live-Lesung habe ich
das komischerweise nicht gehabt. Das ist schon irgendwie, keine Ahnung warum.
Das ist schon was anderes, in so einem Mikrofon vor dem PC zu sprechen.
Sebastian
Ja, das habe ich aber auch so bei das Mikro an, dann ist irgendwie alles anders.
Inzwischen sind mir meine Versprecher inzwischen wirklich egal.
Tanja Russ
Ja. Du
Sebastian
Aber aber ich finde das toll.
Tanja Russ
versprichst dich doch gar nicht.
Sebastian
Also du hast das noch gar nicht gemacht vorher und das dafür, sei ganz ehrlich,
dass du das dann gepackt hast, das auch durchzuhalten. Ich hab das jetzt 40
Minuten gelesen oder so. Wahnsinn, ne? Also, jetzt
Tanja Russ
Ja.
Also ich muss sagen, ich hab...
Cathinchen
Hörbücher oft und die sind leider oft viel, viel, viel schlechter.
Hörbücher sind nicht immer gut. Ja, aber das bei dir war wirklich für mich sehr
gut.
Tanja Russ
danke.
Sebastian
darf ich dich mal nochmal nach dem Setting fragen. Also der Nachbar mit dem
Fernglas, ne? Also, aber ist schon gruselig, ne?
Cathinchen
Aber irgendwas muss ja rein ins Buch. Irgendwie muss ja die Geschichte
geschrieben werden.
Sebastian
Ja, es ist so dieser Zwiespalt. Kann das nicht doch die Vorstellung zumindest,
also die Fantasie, ne? Ist die nicht dann doch irgendwie erregend und, ne? Also
ist die Frage einfach.
Cathinchen
Ich würde auch sagen, dass das ganze Buch genau sich eher darum dreht, das
Sebastian
Also
Cathinchen
Mindsetting.
Auf jeden Fall ist das, was ihr jetzt gemacht habt, der Münze und das ist ja
auch eher Kopfsache alles.
Sebastian
ich glaube,
Cathinchen
Ich
Sebastian
ehrlich, ohne diesen Aspekt, was wird da an Erzählbarkeit auch fehlen? Das
finde ich tatsächlich spannend, auch ein bisschen Grenzen auszuloten und
natürlich muss es ja den Krach geben, das ist ja klar, aber das fesselt
natürlich auch. auch.
Ihr beiden, ich habe so ein kleines Problem, ich gucke nämlich gerade
erschreckend auf die Uhr. Das gibt's doch gar nicht. Warum ist es denn schon
nach 10 nach 10?
Also, Cathinchen, wenn du magst, bleibst du einfach noch ein bisschen in der
Leitung. Wenn nicht, ich muss mal gucken, dass wir jetzt schauen, dass wir
dieses Buch hier verlost bekommen.
Cathinchen
würde jetzt die Leitung freimachen, vielleicht will noch jemand anrufen.
Sebastian
Ja, vielleicht mag noch jemand. Wenn, dann sehr gerne. Ansonsten, Cathinchen,
mach's gut. Vielen Dank, dass du angerufen hast. Ich wünsche dir einen
wunderschönen Restabend. Ciao.
Tanja Russ
Danke für deinen Anruf.
Cathinchen
Das selbe, tschüss. Tschüss. Ich bin
Tanja Russ
Tschüss.
Sebastian
So, weg ist sie. So schnell geht das. Ja, ich bin gerade begeistert, dass die
Technik hält, aber wir hatten gerade dieses typische Konferenzproblem, wir
quatschen uns rein.
Tanja Russ
Ja, ich auch.
Sebastian
Klar, wenn man sich nicht sieht, dann passiert das eben. Eben.
Pass auf, das Buch müssen wir wirklich loswerden, weil irgendwann gehen nämlich
Menschen ins Bett unter der Woche, habe ich gelernt. Ich habe monatelang
Statistik geführt, um das zu wissen.
Und jetzt wollen wir die noch abgreifen.
Ich verrate mal kurz, was es von mir gibt, nämlich von mir gibt es wie immer den
Kochlöffel, davon habe ich sogar ein Bild, was ich in den Chat poste, der Kunst
der Unvernunft nur für Brat- und Kochlöffel und da steht der Image, ah da ist es
und das Ding kann man gewinnen, da packe ich noch ein paar Kärtchen vom Podcast
dazu und auch noch ein paar Buttons und so ein bisschen Klüngelkrams einfach und
ja von dir gibt es, habe ich ja schon gesagt, genau das Buch aus dem du
gerade gelesen hast.
Die Widmung lese ich jetzt nicht vor, aber du hast dir Mühe gegeben. Eins, zwei,
drei, vier, fünf Zeilen.
Tanja Russ
Ja, ich hab mich bemüht.
Ich hab so überlegt, Sebastian, du könntest das Ding ja auch mit unterschreiben,
ne? Wenn der Gewinner das wünscht.
Sebastian
Oh, das kann ich machen. Klar, das ist eine gute Idee.
Tanja Russ
Ne? Ist doch eine Idee.
Sebastian
Ich unterschreiben. Da muss ich erstmal irgendwie Unterschrift üben. Das kriege
ich schon hin.
Fragen wir dann
Tanja Russ
Das musste ich auch.
Sebastian
Man möchte ja den Anschein der Leserlichkeit behalten. Das ist so
Tanja Russ
Ja, zumindest den Wiedererkennungswert.
Sebastian
ein Sebastian. Das sind neun Buchstaben, wenn ich mich jetzt nicht irre. Das
sind neun Buchstaben, die irgendwie schreibschrifttechnisch irgendwie zu Papier
gebracht werden, weil das ist irgendwie fürchterlich.
Ja, wenn man so irgendwie so einen Namen hat mit vielen Is und Ens, dann ist das
immer, da muss man nur noch irgendwie Gitter malen, dann ist es einfacher.
Okay, die Schätzfrage hast du beigesteuert und du hast im Manuskript
nachgeschaut.
Frag mal. Ja,
Tanja Russ
also ich möchte gerne von euch wissen, wie oft in diesem Buch, ich sehe dich,
das Wort ich vorkommt.
Also im ganzen Buch, nicht nur im Titel, da kommt es einmal vor.
Im ganzen Buch. Was schätzt ihr, wie oft kommt das Wörtchen ich vor? Ah,
Sebastian
jetzt schätzt mal, wer am nächsten dran ist, kriegt das Paket. Ich brauche dann
natürlich eine Adresse, die dann, oh Gott, die
ersten Tipps kommen schon. schon.
Und ich muss gerade mal dem Podcastsubbie einmal die Antwort schicken, damit sie
auch entscheiden kann, wer nah dran ist. Jetzt geht es aber los hier. Also wow,
ratatatatat. Geht das hier durch den Chat durch? Ich finde das aber toll. Wenn
man merkt, die Verzögerungen, die wir hier im Stream haben, das sind immer so
ein paar Sekunden und wenn die dann rum ist, dann geht es dann los.
Tanja Russ
das war es, alles klar.
Sebastian
Ja, da ist immer so ein bisschen.
Und während das ist, verrate ich mal traditionell, wofür BDSM noch stehen kann.
Und diesmal bin ich da ganz einfallslos, nämlich für Becher der schwarzen
Momente könnte BDSM auch stehen und das steht zufälligerweise auf dem neuen
Becher drauf.
Okay, ja, da sind aber ganz gute Tipps dabei.
Ich warte jetzt, wir warten noch ein Minütchen einfach ab. Also ich würde sagen,
wenn jemand möchte, also ein Anrufer, eine Anruferin würde ich hier noch
reinkommen lassen, sehr gerne sogar.
Müsst ihr einfach schauen, wer möchte, die Nummer kann ich gerne nochmal ansagen
oder, ach Quatsch, die kennt ja inzwischen eh jeder und dann passt das.
Cathinchen kommt auf jeden Fall schon mal in den Lostopf hier rein und könnte ja
nächste Woche ein Becher bei rauskommen, denn nächste Woche muss ich schon
wieder einen verlosen, fürchterlich sowas.
Tanja Russ
geht Schlag auf Schlag hier.
Sebastian
Ja, so ein Monat geht immer schnell rum, ne, Wahnsinn. Ich habe ja so eine lange
Liste mit so diesem Podcast-Nebenbeizeug. Und heute, sage ich
ganz ehrlich, das kommt einfach nicht vor, du hast so schön gelesen. Und ich
habe gedacht, ach, da kann ich mich ja zurücklehnen und entspannen, aber nein,
aktiv zuhören. und ich glaube, jetzt machen wir im Chat mal eine
Linie und alles, was da drüber ist, zählt.
Bin ich gespannt jetzt.
So, okay, das Podcastsubbie zählt und guckt und macht und rechnet und das ist
manchmal gar nicht so einfach.
Okay, so, ich habe schon mal einen Namen.
Ja, das ist aber schön. So, und jetzt frage ich noch einmal kurz nach, wie nah
der Tipp denn dran war.
Und ja, Tanja, jetzt bist du dein Buch los. Also irgendwie hast du heute irgendwie
nur geblutet. Du musst es lesen, musst noch ein Buch hergeben. Fürchterlich.
Tanja Russ
Kein Problem.
Sebastian
Okay, also mit folgendem Tipp wurde gewonnen, nämlich mit 846 mal ich.
Richtige Antwort wäre gewesen 1045.
Das ist auch spannend, warte mal, wie viele Seiten sind das? Das geht ja sogar
noch, das sind dann gerade mal, gut, das sind hier um die 250 Seiten plus
Einband etc., also pro Seite nur 4 Mal ich. Wenn ich einen Text schreiben würde, wäre
viel öfter ich drin
Tanja Russ
Man bemüht sich ja irgendwie nicht immer dasselbe zu schreiben. Aber solche
Wörter wie ich und und und so, die sind tatsächlich viel zu oft drin.
In allen Büchern, also nicht nur in meinen, glaube ich.
Sebastian
ganz ehrlich, das muss man einfach gucken Soll ich mal sagen, wer gewonnen hat?
Smallroxy hat gewonnen, tata, gratuliere
Tanja Russ
Herzlichen Glückwunsch.
Sebastian
Und du lagst wirklich auch nur 199 daneben Also von daher passt das gut. Wir
bauen ja immer Schätzfragen so, dass man nicht treffen kann.
Sonst müssen wir so viele Bücher verschicken. Ja, also Small Roxy, Gratulation.
Von dir brauche ich auf irgendeinem Weg per Messenger, per E-Mail, per ich weiß
nicht was, brauche ich eine Adresse. Und dann mache ich das fertig. Ich weiß
nicht, ob ich es morgen zur Post schaffe. Im Zweifel spätestens am Montag. Das
heißt, Dienstag solltest du dann Post haben. Und ja, dann hast du nochmal das
ganze Buch und kannst dann die Sachen lesen, die Tanja heute nicht vorlesen
konnte.
Tanja Russ
Genau.
Sebastian
Ah, zack, da habe ich schon die Nachricht von ihr. Da freut sich auch jemand.
Sehr gut.
Tanja Russ
Schön, das freut mich.
Sebastian
Und Adresse kommt auch, da bin ich mir sicher. Vielleicht muss ich mal, letzte
Woche hat jemand gewonnen und ich habe, entweder habe ich es irgendwo überlesen,
in irgendeinem Messenger oder es wurde irgendwie als Spam markiert, ich habe
noch keine Adresse bekommen. Also, lieber Mensch, der letzte Woche gewonnen hat,
bitte noch mal irgendwie bei mir melden.
Der Umschlag liegt hier gepackt, aber ich habe einfach noch nichts gekriegt.
um das irgendwo in den Umschlag zu packen. Also nichts zum Draufschreiben, so
rum. Und es wäre ja schade drum.
Okay.
Und sie schreibt, also Roxy schreibt auch gerade,
sie wird das jemandem vorlesen. Das ist doch super.
Tanja Russ
Das ist schön, das finde ich schön.
Sebastian
Okay.
Gut. Ich überlege gerade, was machen wir denn jetzt? Also wenn jemand noch
anrufen möchte, noch ein kurzes Gespräch machen wir gerne. Ansonsten, ich
versuche jetzt doch nochmal, Tanja, wenn das okay ist und von meinem Zettel noch
noch das eine oder andere wegzukriegen. Ich habe nämlich die Sache mit der
Werbung. Und da habe ich ja die letzten Wochen immer mal ein bisschen erzählt.
Und bevor ich Experimente mache, mag ich das Publikum einmal vorwarnen.
Wir werden da rumexperimentieren die nächsten Wochen. Es wird was geben. Es wird
keine Werbung geben. Aber es wird sogenannte Podcast-Patenschaften geben. Das
heißt, es gibt dann Menschen, die da möglicherweise was unterstützen. Und wir
probieren das nächste Woche einfach mal ganz locker flockig aus. Und dann mag
ich natürlich wissen, wie kommt das an? Ist das zu ertragen? Wie oft verhasple
ich mich bei der besonderen Botschaft? Da müssen wir mal gucken. Aber dieser
Schritt, den gehe ich jetzt einfach mal und gucke, was da passiert.
Und weil das eben immer Tradition ist und dazugehört, mag ich mich noch mal ganz
schnell bei Frank und Wolfgang bedanken.
Die haben den Podcast nämlich unterstützt und deshalb mache ich auch so Quatsch
wie heute. Das funktioniert toll. Dankeschön an euch beide. Und dann muss ich
noch erwähnen, mein Steuerberater hat auch etwas für den Podcast gespendet. Und
das macht mir fast Angst.
Tanja Russ
Oho.
Sebastian
Also, das heißt, er hört möglicherweise zu.
Ja, also Dankeschön. So, das kannst du dir nicht ausdenken, sowas, ne? Also,
Wahnsinn.
Okay, mehr wollte ich dazu auch gar nicht sagen. Aber wie gesagt, ich mag es
immer so ein bisschen was ankündigen und nicht einfach die Menschen dann
überfallen. Und dann gucken wir mal.
Oh, so, Tanja, wie fandst du es denn bis hier? Also
Tanja Russ
Also ich fand's gut, muss ich sagen. Also wie gesagt, beim Lesen bin ich ein
bisschen nervös, aber ansonsten fühle ich mich eigentlich ziemlich wohl und ich
versuche hier gerade mal ein bisschen den Chat nachzulesen. Ja.
Sebastian
vergessen, kannst du nicht nachlesen.
Tanja Russ
Nee, irgendwie nicht.
Sebastian
Ah, das klingelt. Sehr schön.
Hallo, wir sind hier.
Katrin
auch da, hier ist Katrin. Hallo ihr beiden. Ja,
Sebastian
Hallo.
Tanja Russ
Hallo, Katrin. Ah,
Sebastian
Ah, auf dich habe ich gehofft. Du hast dich ja bei mir schon mal geoutet als
Leserin.
Katrin
genau. Und liebe Tanja, ich bin diejenige, die letztes Jahr deine beiden Bücher
gewonnen hat bei der Verlosung.
Tanja Russ
schön.
Katrin
Und deswegen dachte ich mir, ja, die haben mir sehr gut gefallen.
Tanja Russ
Haben Sie dir gefallen? Ah,
Katrin
Also das erste, das Brombeerfesseln, kannte ich ja schon.
Das steht jetzt natürlich dann auch im Bücherregal neben
dem zweiten.
und ja, deinen neuen Roman, ich sehe dich, bin ich quasi gerade dabei zu lesen.
Den habe ich auf dem Kindle. Und ich dachte mir, ich rufe mal an und sage mal
danke.
Tanja Russ
danke dir. Ich freue mich ja immer, wenn ich Feedback kriege. Ja,
das motiviert weiterzuschreiben.
Katrin
Ja, also in den ersten beiden Büchern hatte ich tatsächlich auch ein paar
Szenen, die mich auch mit inspiriert haben, so Dinge mal auszuprobieren.
Also ja, wenn ich da so an die
Entführungsüberwältigungsszene denke, denke in Brombeerfesseln, das hat mich
ziemlich angesprochen. Und da wusste ich im
ersten Moment nicht so richtig, kann ich das jetzt so zulassen,
dass ich das eigentlich total ansprechend finde, weil es ist ja eigentlich schon
ein Tabuthema, was du da geschrieben hast.
Tanja Russ
Diese Vergewaltigungsszene, ja.
Katrin
Aber es hat mir gefallen, dass
Tanja Russ
ist zum Beispiel auch eine Szene, die würde ich niemals in irgendeiner Lesung
bringen. Einfach weil die Protagonisten, die
entwickeln sich ja miteinander und kommen einfach dahin, dass das
möglich ist und dass auch der Leser irgendwie da, also hoffe ich
zumindest, nicht denkt oh Gott, oh Gott, das geht gar nicht, sondern die haben
so ein
Katrin
es möglich ist, genau. Genau,
Tanja Russ
Vertrauensverhältnis dass das möglich ist und wenn ich das einfach so lesen
würde aus dem Zusammenhang heraus dann wäre diese Szene ganz fürchterlich,
obwohl die tatsächlich eine meiner Lieblingsszenen ist
Katrin
dann würde man das nicht verstehen.
Tanja Russ
ja,
Katrin
Aber dadurch, dass du das so aufgebaut hast, Also auch mit dieser tiefen
Verbundenheit und Vertrautheit zwischen den beiden
konnte ich mich als Leser darauf einlassen und irgendwie so ein bisschen
rausfinden, dass das doch etwas ist, was mich halt anspricht. Und wo ich
eigentlich vorher dachte, das wäre eigentlich ein Tabuthema. Ja,
Tanja Russ
ich weiß jetzt gar nicht, Sebastian, ist das okay, wenn wir über so ein Thema
reden?
Ja?
Sebastian
Redet? Also, Gottes Willen, also, kein Thema.
Tanja Russ
Ne, gut.
Sebastian
Wir reden hier über Bücher, um Gottes Willen. Die sind gedruckt, die sind da,
dann kann man auch über den Inhalt reden und jede Zeile, die du dazu sagst,
musst du nicht irgendwann anders wieder vorlesen bei mir. Ja, dann
Tanja Russ
Ne, also ich glaube tatsächlich, dass
diese, so eine Vergewaltigungsszene, wie drücke ich das jetzt
richtig aus? Nein, ich drücke es einfach so aus und erkläre es gleich. Ich
glaube, das hat ganz viel mit BDSM zu tun. Natürlich nicht eine echte
Vergewaltigung, um Gottes Willen. Das will keiner, das ist furchtbar, das ist
schrecklich. Aber dieses in einer Situation sein, die man nicht
selber steuern kann,
wo was mit einem gemacht wird,
das ist ja irgendwo eine gewisse Dominanz oder eine ganz starke Dominanz sogar.
Und deshalb glaube ich, dass das, wenn man als Leser
sich sicher fühlt oder auch weiß, dass die Protagonisten sich sicher fühlen und
dass es eben tatsächlich nur ein Spiel ist und eben nicht so eine schreckliche,
furchtbare Szene, dass man sich darauf sehr gut einlassen kann und dass das auch
erregend ist, finde ich zumindest. Ja,
Katrin
also ich glaube, es war halt auch ganz wichtig, eben, dass halt im Vorhinein da
der Konsens halt
hergestellt war und
dass es halt auch eine Fantasie von deiner Protagonistin war. Also dass
sie ja also eigentlich diese Fantasie hatte und ich finde dann ist es halt auch
wieder so, dann scheint es halt auch in einem ganz anderen Licht, wenn sie das
gerne möchte.
Tanja Russ
ja, genau.
Katrin
Also diese Fantasie hat halt entführt zu werden und nicht zu wissen, wann es
passiert und
aber
Tanja Russ
Ja, deshalb.
Katrin
das hast du auf jeden Fall gut hinbekommen.
Tanja Russ
Danke. Ja, ich habe mich sehr vorsichtig an dieses Thema rangewagt und ganz viel
im Vorfeld erklärt, eben damit es nicht irgendwie eine furchtbare Szene wird,
weil solche Romane schreibe ich einfach nicht mit irgendwelchen ganz brutalen
Szenen, die darin vorkommen, sondern Konsens. Wie gesagt, Konsens, ein
Miteinander, das war mir sehr wichtig dabei und ich finde das
gut, wenn das rübergekommen ist. Es
Katrin
interessant für mich.
Sebastian
oder passiv?
Ha,
Katrin
Eigentlich eher passiv.
Sebastian
okay.
Katrin
Also ich meine, du weißt ja von mir, dass ich seit
letztem Jahr das Switchen angefangen habe.
Nach einem Leben als Femdom beziehungsweise, dass ich beides kann jetzt
und also diese
Vergewaltigungsfantasie, beziehungsweise es ist ja auch immer die Frage, ob man
das dann wirklich so umsetzt. Aber ich sag mal, Tanja hat mit ihren Büchern das
schon geschafft, da so
Wünsche in mir zu wecken, wo ich nicht dachte, dass ich die habe. Also so dieses
Überwältigtwerden oder auch
vielleicht auch so Miteinanderkämpfen und sich wehren. Also da gibt es ja auch
so Playfights, gibt es ja auch eine Szene für im BDSM,
wo dann, ich sage mal, beide Partner dann halt Spuren davon
tragen und vielleicht will der eine dann eher nicht
gewinnen, wehrt sich halt nur ein bisschen. Also das sind so Dinge, die da durch
Tanjas Bücher so in mir hervorgekommen oder sich so herauskristallisiert
haben, dass ich da doch durchaus Spaß drin haben kann.
Tanja Russ
gibt ja kein schöneres Kompliment für mich, als wenn Leute sich durch meine
Bücher angesprochen fühlen und animiert fühlen und eine gewisse
Sehnsucht in sich fühlen, solche Sachen mal auszuprobieren. Das finde ich jetzt
gerade wieder ganz toll.
Katrin
Deswegen, das war auch meine Intention heute anzurufen, Tanja, weil ich dir das
gerne mitteilen wollte.
Tanja Russ
Dankeschön, das ist super
Katrin
Und wenn ich dir das so jetzt sagen kann, ist das auch nochmal was anderes, als
wenn ich dir einfach eine Nachricht schreibe.
Tanja Russ
stimmt, danke
Sebastian
Oh, ich wollte gerade sagen, zwei Mädels in der Leitung und Stille, das gibt es
ja.
Katrin
Sebastian, hast du noch Fragen? Ja,
Sebastian
Entschuldigung, darauf war ich jetzt nicht gefasst, ihr wart so schön drin
gerade.
Tanja Russ
Du hast
gerade an deinem Gin genuckelt, gib es zu
Sebastian
Das stimmt, tatsächlich.
Ich mache das jetzt auch nochmal.
Das ist übrigens ein wunderbares Hörergeschenk von der Amazon-Wunschliste. Nein,
also die Flasche ist noch da und das wird noch ein paar Wochen dauern, wisst
ihr müsst bitte nicht so viel schicken.
ja, ich habe eben gesagt,
da kann man dem ja nachgeben. Das muss ich jetzt doch nochmal ein bisschen
richtig stellen. Also ich glaube, BDSM gibt uns ja die Freiheit zu sagen, das
ist dann eher der Bereich Rollenspiel. Und dann zu sagen, da ist ist ein
Setting, ich kann das so ein bisschen antesten. Das ist natürlich ein
Problem, wenn es echt wäre, dann ist es ja nicht mehr schön.
Katrin
klar.
Sebastian
Also da muss
Katrin
Also wir wollen hier nichts verharmlosen, auf gar keinen Fall.
Tanja Russ
geht gar nicht, also
Sebastian
man halt wirklich differenzieren,
aber im Grunde es geht ja um diesen
Machtfaktor und auch diese Hilflosigkeiten, auch so auf Dommenseite muss ich ja
sagen, dieses, nee, das ist jetzt so, sie kann jetzt aus der Situation nicht
raus. Das ist ja das, wo dann mein Hirn dann Purzelbäume schlägt und sagt, boah,
ich habe die Kontrolle. Das ist schon gut und man ist ja dann eben doch lieb
und nett auf eine gewisse Art und Weise, weil man möchte ja auch, dass man mit
dem Menschen dann auch wieder was machen kann. Also das muss man echt nochmal
abgrenzen, finde ich.
Aber dann eben die Fiktion zu lesen und dann eben auch zu sagen, kann ich mir
das vorstellen, kann ich zu meinem Partner gehen und zu sagen, mach doch mal da
was in die Richtung, das öffnet natürlich Türen, ist ganz klar.
Ja, oh Mensch, ich bin gerade ein bisschen leer gequatscht, obwohl ich heute gar
nicht so viel geredet habe.
Katrin
ja auch schon halb elf oder
Sebastian
Ja, das ist immer so meine Zeit, ne, das ist schlimm.
Naja, Tanja, jetzt mag ich dich nochmal fragen, weil das ist bestimmt
eine Frage, die auch Katrin früher oder später stellen wird. Das nächste Buch
ist in der Mache? Ey,
Tanja Russ
Jein, also das nächste Buch ist auf jeden Fall geplant Ich habe auch schon
angefangen Ich bin aber gerade beruflich sehr, sehr eingespannt Und komme
im Moment nicht so zum Schreiben Aber es ist auf jeden Fall weil ich habe den
Plot schon im Kopf und es kommt. Es dauert nur ein bisschen.
Sebastian
naja, ich bin gespannt. Wenn es soweit ist, dann muss man mal gucken, dann hat
Katrin noch mal ein paar Abende was zu lesen.
Katrin
Im Urlaub. Also ich lese ja vorzugsweise im Urlaub oder irgendwie draußen im
Sommer im Garten. Also
Sebastian
Das ist ein schöner Luxus. Im Urlaub komme ich zu allem, aber nicht zum Lesen.
Da will dann das Podcastsubbie immer Gegend angucken und
das ist wunderschön, ja, gar keine Frage, aber so einfach mal drei Tage pennen
ist nicht.
Tanja Russ
Aber abends irgendwie so ein Stündchen oder so oder so am Strand liegen und
lesen, das mache ich auch gerne im Urlaub.
Katrin
ich kann mehrere Bücher im Urlaub durchlesen und einfach nur
irgendwie auf meiner Liege liegen oder im Garten, im Ferienhaus in Dänemark
und lesen und lesen und lesen und lesen. Ich
Tanja Russ
Das ist auch entspannend.
Obwohl ich mag auch so zwischendurch, also ich kann das Podcastsubbie sehr gut
verstehen. Ich mag auch zwischendurch immer mir was angucken und so, aber da
muss es einfach auch Stunden geben, wo man einfach mal gar nichts macht und sich
einfach zurücklehnt und liest. oder schreibt.
Sebastian
Das ist ja dann die Zeit, wo ich dann das Auto fahre.
Tanja Russ
Achso.
Sebastian
Da höre ich dann tatsächlich Hörbücher. Ich bin auch,
Katrin
höre nur Mimimi, Sebastian.
Sebastian
ja, genau, 18
Katrin
Du
Sebastian
Stunden nach Italien, 18
Stunden, so, mit fünf Mann, da
hilft ja auch kein Abwechseln mehr, aber ist trotzdem toll, also mag ich nicht
missen, das ist so, das kann man ja mal erzählen, so 18 Stunden, Wahnsinn, da
fühlt man sich wie so ein Held, wenn man das erzählt, als hätte man da irgendwie
eine Heldentat vollbracht.
Katrin
warst auch mein Held, als du mir das erzählt hast.
Sebastian
Okay,
jetzt sind wir bei Urlaub angekommen, um Gottes Willen.
Darüber reden wir dann, wenn wir wieder Urlaub machen können, glaube ich.
Tanja Russ
Ja, allerdings.
Sebastian
Ja, bald, bald, bald. Da
Tanja Russ
Aber gerade hat Lady Rose in den Chat geschrieben, lesen ist auch Urlaub zu
Hause. Urlaub at home. Also, das fand ich auch schön.
Einfach mal so zum Entspannen, sich ein Buch zu nehmen und einfach mal
abschalten.
Sebastian
kann ich nicht widersprechen.
Ja, okay, Katrin, pass auf, dich werfe ich jetzt aus der Leitung. Katrin, schön,
dass du angerufen hast.
Katrin
mache das gerne.
Sebastian
Vielen, vielen Dank. Und ja, also dir einfach noch eine schöne Zeit. Wir hören
eh bald wieder voneinander. Und mach's
Tanja Russ
Auch von mir ganz vielen Dank, Katrin.
Katrin
Ja, danke dir, Tanja. Ja, schön, euch heute Abend gehört zu haben und macht's
gut.
Sebastian
gut. Tschüss. Tschüss.
Tanja Russ
Tschüss.
Sebastian
Und ja, deine Stimme lässt auch so ein bisschen nach, meine auch gerade. Ich
muss jetzt auch das Husten von mir mal wegmuten.
Tanja Russ
Ja, irgendwie
die Flasche mit dem Wasser ist leer.
Sebastian
Oha.
Ja, das ist, ja, ich habe ja zum Glück jemand, der mir hier dann immer Nachschub
bringt, wenn irgendwas leer ist. Da habe ich einen Riesenvorteil. Das ist dann
doch toll, Dom zu sein. Nein.
Ich schaue nochmal kurz auf meine Liste. Ich mag den Menschen nochmal sagen, ich
nehme natürlich gerade nicht irgendwelche großen Folgen auf, aber da bahnt sich
trotzdem was an. Ich mache remote ein paar Sachen im Februar. Also es geht
wieder los, es kommt wieder was. Hoffnung ist da.
und Tanja, weißt du was, also ach, ich schick dir einfach auch ein Päckchen mit
so einem Becherchen drin. Das hast du so schön gelesen und
Tanja Russ
danke schön oh
Sebastian
ja, du kriegst auch den Mitmachbecher.
Tanja Russ
cool da freue ich mich
Sebastian
Die kriegt
ja, wie gesagt, so ein bisschen spendabel bin ich ja vielleicht dann doch. Ich
kann ja mal nicht Nein sagen.
Tanja Russ
schön klasse danke nein
Sebastian
Okay, dann machen wir, also ich finde das jetzt gerade auch mit dieser
Co-Moderation, ich bin das ja überhaupt nicht gewöhnt und ich finde, du machst
das total super. Ich rede nur immer viel zu lange.
Tanja Russ
überhaupt nicht ja
Sebastian
ich gebe dir einfach jetzt gleich das letzte Wort, ich sage jetzt noch meine
zwei, drei Sätze und dann kannst du nochmal alle Menschen verabschieden und dann
hast du das letzte Wort gesagt und dann passt das so, wollen wir das so machen,
okay also ich werde dann jetzt quasi ich versuche diese Folge Samstag online zu
kriegen im Feed, es wird wahrscheinlich eher Sonntag oder Montag diesmal am
Wochenende gucke ich mal, ob ich in Bonding Staffel 2 reingucke, dieser Serie
mit BDSM Anteil, ich bin da sehr gespannt drauf.
Tanja Russ
gut so machen wir das
Sebastian
Vielleicht kann man nächste Woche drüber reden, wenn ich nicht der Einzige bin,
der dann was zu lästern hat.
Und ja, ansonsten kündige ich noch an, nächste Woche ist
Lynn dabei. Manche kennen sie vielleicht schon von Twitter. Die schreibt ja ein
bisschen und bloggt ein bisschen zum Thema BDSM. Und worüber wir sprechen, das
muss ich mir allerdings am Montagabend dann erst noch erarbeiten. Aber darüber
reden wir dann nächste Woche.
Ich freue mich auf jeden Fall schon darauf. Vielleicht habe ich auch nächste
Woche gar nichts zu erzählen. Das kommt dann auf Montagabend an. Ich bin
unfassbar neugierig.
Tanja, ich sage jetzt Tschüss zu allen und was du jetzt sagst, das überlasse ich
vollkommen dir. Von meiner Seite ganz, ganz, ganz, ganz vielen lieben Dank, dass
du meiner spontan öffentlichen Einladung so willig gefolgt bist und so toll
gelesen hast. Danke dir.
Tanja Russ
ich danke dir für die einladung also ich fand das auch total spannend und ich
mache das total gerne und finde das ganz toll dass ich heute hier sein konnte
auch vielen dank an die Hörer und an den Chat, dass ihr
mir zugehört habt und ihr wart toll. Ich habe nur so zwischendurch leider nur mal
so ein Auge in den Chat schmeißen können,
aber ich freue mich total und habe mich wohl gefühlt, wenn ich auch beim Lesen
ein bisschen nervös war, aber danke euch, war super. Ja und wünsche euch eine
gute Nacht.