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Sebastian
Hallo und herzlich willkommen bei der Kunst der Unvernunft und der neuen Version
von Folge 0, Version 2022.
Das hier ist die Erklärfolge für diesen Podcast und weil sich auch so ein
Podcast verändert, habe ich diese Erklärfolge heute mal geupdatet. Inzwischen
gibt es die Kunst der Unvernunft schon fast vier Jahre. Zuerst mal das Thema
BDSM. Wenn du das noch nicht kennst, kein Problem. In der Kurzversion steht das
für Bondage, Disziplin, Sadismus, Masochismus. Viele sagen auch einfach
SM dazu. Ja, und dieser Podcast trägt auch einen Untertitel. BDSM ist
absolut unvernünftig, macht aber unfassbar viel Spaß. Und jetzt wird auch so ein
bisschen klar, für wen dieser Podcast ist, denn wir erklären hier Grundbegriffe
ehrlich gesagt nur am Rande. Die Kunst der Unvernunft richtet sich an alle
Personen aus dem BDSM-Spektrum. Ob mit oder ohne Erfahrung spielt erstmal keine
Rolle. Ob Top, Sub, Switch, irgendwas anderes spielt auch keine Rolle. Und ob du
eher Spanking, D/s oder bestimmte Fetische magst, auch das ist eigentlich egal.
Das Thema BDSM ist so groß und so weit und die Kunst der Unvernunft spricht
darüber mit allen Menschen. Sexuelle Identitäten, Gender, Alter, Herkunft, auch
das spielt wieder keine Rolle. Unser gemeinsamer Punkt ist die Liebe zur BDSM.
Ich sollte mich vielleicht auch ein bisschen vorstellen, ich vergesse das gerne.
Mein Name ist Sebastian Stix und ich führe hier durch alle Sendungen. Diese
Folge 0 ist übrigens die einzige, wo ich alleine spreche, denn normalerweise
gibt es Gäste. Ich selbst bin inzwischen Anfang 40 und bin selbst aktiver
BDSM-er. Fast mein halbes Leben fühle ich mich jetzt schon in der BDSM-Community
zu Hause, ob auf Partys oder Stammtischen oder einfach im Freundeskreis.
Man müsste nun meinen, dass ich ja dann alles über BDSM weiß, Aber ich merke
immer mehr, dass das genaue Gegenteil der Fall ist. Bei jeder Sendung lerne ich
wieder etwas Neues. Ich würde sagen, ich bin das leicht parteiische Neutrum,
denn meine dominant sadistische Neigung ist der Aspekt, den ich an BDSM liebe.
Aber gerade deshalb ist es für mich immer besonders spannend, neue Perspektiven
kennenzulernen. Das mache ich natürlich nicht allein, denn da gibt es noch
jemand, das Podcastsubbie. Sie ist meine schärfste Kritikerin, Partnerin,
Unterstützerin, Rückenfreihalterin und Qualitätskontrolleurin und natürlich auch
Sub und vor allem ist sie fast immer da, aber sie ist auch fast nie zu hören. Es
gibt aber Menschen, die sie auch schon gesehen und gehört haben. Es gibt sie
also wirklich. Wirklich. Okay, zum Inhalt. Eigentlich sind das hier zwei
Podcasts. Ein Interviewformat, das nenne ich mal Die Unvernunft und ein
Live-Call-In-Format, Die Unvernunft Live. Ich fange mal an mit dem
Interviewformat, denn damit hat das hier vor vier Jahren alles angefangen. Ich
spreche dabei mit einer, manchmal auch zwei oder mehr Personen über ihre Sicht
der Dinge auf BDSM. Wie wird das erlebt? Wie war der Weg dahin? Was reizt
besonders? Was macht Spaß? Was geht auch mal schief? Der Mensch und die
Erfahrung stehen im Mittelpunkt und von ganz allein kommen wir dann so von einem
Thema zum nächsten. BDSM ist unglaublich vielfältig und das möchte ich hier
zeigen. Diese Folgen haben auch bewusst kein Thema, denn wenn ich zum Beispiel
fünf Menschen zum Thema Bondage befrage, dann mögen die zwar alle was mit Seil
machen, aber alle machen das irgendwie anders und aus den unterschiedlichsten
Motiven. Ja, um die Folgen zu produzieren, fahre ich dann quer durchs Land oder
lasse mich hier bei Hannover besuchen. Ein persönliches Gespräch im gleichen
Raum, ein gemeinsamer Nachmittag. Das ist nochmal was anderes als ein Zoom-Call
und das soll ja auch für alle ein Erlebnis sein. Das macht die Produktion
natürlich ein bisschen aufwendiger und heraus kommt hoffentlich eine möglichst
authentische Folge. Manchmal fröhlich, manchmal traurig und manchmal voller
Euphorie.
Und weil es ja jetzt zwei Jahre lang Umstände gab, die eine Reise zur Aufnahme
erschwert haben, entstand im März 2020 das Format Unvernunft Live. Im
Moment sieht das so aus, alle zwei Wochen am Donnerstag um 20.30 Uhr starte ich
einen Livestream und gebe meistens ein Thema vor.
Ich diskutiere dann mit Menschen, sammle deren Eindrücke und ja, wir reden und
diskutieren über das Thema. Spannend ist aber hier, dass man einfach per Telefon
spontan in der Sendung anrufen kann. Ich weiß selbst nicht, was an so einem
Abend passiert, mit wem ich spreche und wie gut und was da funktioniert. Das
Ganze erscheint dann zwei Tage später auch hier im Podcast-Feed. Inzwischen ist
das auch eine Spielwiese und manchmal werden einfach Dinge ausprobiert. Da
verlosen wir irgendwelche Fun-Wender oder wir machen eine Partnersuch-Sendung
unter dem Label Schmerzblatt, funktioniert übrigens wunderbar, oder virtuelles
Weihnachtswichteln, haben wir auch schon gemacht.
Das sind jetzt die zwei Grundformate. Es ist eigentlich recht schwer, das für
mich jetzt alles zusammenzufassen. Ihr findet immer wieder auch Spezialfolgen.
Zum Beispiel gab es letztes Jahr einen Messebesuch auf der Passion Fetischmesse
in Hamburg und da habe ich dann mit Ausstellern und Menschen, die einfach
vorbeigekommen sind, gesprochen. Oder es gab ein Weihnachtsformat, wo mir
Menschen ihre Telefonnummer gegeben haben und dann habe ich einfach angerufen
zwischen den Jahren und mal geschaut, ob denn ein guter Moment ist. Da probiere
ich einfach ein bisschen aus und schaue mal, was funktioniert und was ihr denn
auch hören mögt. Im Schnitt gibt es jede Woche so eine neue Folge. Einmal live,
dann wieder normal, dann wieder live, dann wieder normal. Aktuell sind es 175
Stück. Ja und kurz vor Schluss noch ein paar Worte zum Podcast selbst. Das hier
ist ein Hobbyprojekt. Ich bin kein ausgebildeter Journalist und der Podcast, der
muss auch zwischen Beruf und Familie irgendwo Platz finden. Das geht, weil ich
hier toll unterstützt werde. Bei den ersten Folgen war ich aber auch noch
fürchterlich nervös und der Ton war ein bisschen speziell und die Lockerheit war
einfach noch nicht da. Ja, das Schöne ist, inzwischen habe ich etwas Übung, das
hat sich alles so in eine wunderschöne Richtung entwickelt und du kannst jetzt,
wenn du schaust, welche Folge du jetzt als erstes hörst, such dir eine aus, es
funktionieren alle auch als erste Folge, fang ruhig nicht bei Folge 1 an,
sondern nimm das, was dich jetzt interessiert. Die nötige Motivation kommt
aus dem Publikum. So viele Menschen hören die Kunst der Unvernunft und sie
empfehlen weiter, rufen bei Live-Sendungen an, nehmen mit mir wirklich tolle
Folgen auf und geben mir Feedback. Und nicht zuletzt, das Ganze wird hier mit
freiwilligen Spenden aus dem Publikum finanziert. Großartig. Der Podcast ist für
euch und er gehört euch. Es gibt hier keine Inhalte hinter einer Paywall. Im
Gegenteil, ich möchte, dass der Podcast so frei wie möglich verfügbar ist und er
steht auch unter einer CC-Lizenz. Und weil ich es selbst bei so einer
Trailer-Folge nicht schaffe, mich kurz zu halten, das ist etwas, was sich wohl
auch nicht ändern wird, hört einfach mal rein und besucht mich gerne auf
kunstderunvernunft.de. Da gibt es neben allen Folgen und Gästen auch eine
wunderbare Suchfunktion,
Kontaktmöglichkeiten zu den Gästen, Shownotes, Bilder, sämtliche Links zu
Twitter, Instagram und Co. Und ja, alles, was es um den Podcast sonst noch gibt,
findet ihr eben auf kunstderunvernunft.de. Und wenn dir dieser Podcast gefällt,
dann sag es gerne weiter, unterstütze ihn und jetzt höre ich auf zu reden,
wünsche viel Spaß und vielleicht ja bis bald, wenn ich mit dir eine Folge
aufnehmen darf.